bioenergie in polen - Exportinitiative Erneuerbare Energien

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bioenergie in polen - Exportinitiative Erneuerbare Energien
BIOENERGIE IN POLEN
Zielmarktanalyse, 2014
Mit Profilen der Marktakteure
www.export-erneuerbare.de
Herausgeber:
Deutsch-Polnische Industrie- und Handelskammer (AHK Polen)
ul. Miodowa 14
00-246 Warszawa
Polen
Tel.: +48 22 53 10 500
Fax: +48 22 53 10 600
www.ahk.pl
Kontaktperson:
Anna Grzelak
[email protected]
Autor:
Anna Grzelak
Stand:
August 2014
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht
ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des
Herausgebers. Sämtliche Inhalte wurden mit größtmöglicher Sorgfalt und nach bestem Wissen erstellt. Der
Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit oder Qualität der
bereitgestellten Informationen. Für Schäden materieller oder immaterieller Art, die durch die Nutzung
oder Nichtnutzung der dargebotenen Informationen unmittelbar oder mittelbar verursacht werden, haftet
der Herausgeber nicht, sofern ihm nicht nachweislich vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verschulden zur
Last gelegt werden kann.
Foto auf Umschlagseite: Bioenergy Project Sp. z o.o.
2
Inhaltverzeichnis
1. EINLEITUNG…………………………………………………………………………... 5
1.1. POLITSCHER HINTERGRUND………..………………………………………….......... 6
1.2. AKTUELLE WIRTSCHAFTSLAGE…….………………………………………….......... 7
1.2.1. Bruttoinlandsprodukt…………………………………………………..…….. 7
1.2.2. Inflation………………………………………………………………..……... 8
1.2.3. Arbeitslosigkeit ………………………………………………………………. 8
1.2.4. Außenhandel………………………………………………………….……… 9
1.2.5. Ausländische Direktinvestitionen…………………………………….………. 11
1.2.6. Investitionsklima…………………………………………………….……….. 13
1.2.7. Wechselkurs………………………………………………………………… 14
2. ENERGIEMARKT………………………………………………………………………
2.1. ENERGIEPOLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN…………………………………….....
2.2. STRUKTUR DES MARKTES……………………………………………………………
2.3. ÜBERTRAGUNGSNETZBETREIBER UND ÜBERTRAGUNGSNETZE……………………...
2.4. VERTEILUNGSNETZE…………………………………………………………………
2.5. ENERGIEERZEUGUNG- UND VERBRAUCH………………………………………….....
2.6. INTERNATIONALER STROMHANDEL……………………………………………….....
2.7. ENERGIEPREISE………………………………………………………………………
16
16
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30
3. WÄRMEMARKT………………………………………………………………………..
3.1. STRUKTUR DES MARKTES……………………………………………...…………….
3.2. WÄRMEERZEUGUNG- UND VERBRAUCH…………………………...………………....
3.3. WÄRMEPREISE…………………………………………………….…………………
32
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4. ERNEUERBARE ENERGIEN…………………………………………..……………….. 39
4.1. ENERGIEPOLITIK…………………………………………………………………….. 39
4.2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN………………………………………………. 41
4.3. ENTWURF DES EEG………………………………………………………………….. 50
4.4. FÖRDERMITTEL……………………………..……………………………………….. 52
4.5. AKTUELLER ENTWICKLUNGSSTAND ………………………………………..………. 54
4.6. ENTWICKLUNGSPROGNOSEN……...…………………………………………..……… 64
5. BIOMASSE……...………….……………………………………………..…………….. 68
5.1. NATÜRLICHE BEDINGUNGEN …………….………………………………………….. 68
5.2. BIOMASSEGEWINNUNG UND VERBRAUCH ………………………………………….... 71
5.3. ENERGIE- UND WÄRMEHERSTELLUNG AUS BIOMASSE……………………..………… 73
5.4. MARKT DER BIOMASSE ……….……………………………………….…………..… 74
5.5. MARKT DER BIOMASSE-KESSEL ……………………………………………...……… 79
3
6. BIOGAS……...………………………………..………………………………………... 85
6.1. POTENTIAL DES BIOGAS-MARKTES …………….…..……………………………….. 85
6.2. BIOGASGEWINNUNG UND VERBRAUCH …………………………………………….... 86
6.3. ENERGIE- UND WÄRMEHERSTELLUNG AUS BIOGAS……………….…………………. 88
6.4. LANDWIRTSCHAFTLICHE BIOGASANLAGEN………... ……………………..….……... 89
6.4.1. Potential für die Entwicklung………………………….……………………… 92
6.4.2. Bestehende und geplante Biogasanlagen ………………………..………….… 96
6.4.3. Praktische Hinweise für Investoren ……..…………………................……… 100
6.5. DEPONIEGASANLAGEN …………………………………………….…………………. 107
6.6. KLÄRGASANLAGEN ………………………………... ……………………..….……... 110
7. PROFILE DER MARKTAKTEURE …………….…...………….…………..……...……. 112
8. KONTAKTE………………………………………………………………………….
8.1. STAATLICHE INSTITUTIONEN………………………………………..…………….
8.2. BRANCHENVERBÄNDE……………………………………………………..………
146
146
148
Diagrammverzeichnis ………………………………………….………………..……….. 152
Tabellenverzeichnis………………………………………………………………………. 153
Abbildungsverzeichnis…………………………………………………………....……… 154
Quellenverzeichnis……………………………………………………………………….. 155
4
1.
EINLEITUNG
Mit 38,5 Mio. Einwohnern auf einer Fläche von 312.685 km2 beträgt die Bevölkerungsdichte
Polens 123 Einwohner/km2. Bezüglich der Fläche ist es nach Eurostat das fünftgrößte und bezüglich
der Bevölkerungszahl das sechstgrößte Land in der Europäischen Union. Über 50% des
Territoriums wird landwirtschaftlich genutzt, etwa 28% sind Wälder.
Zum 1. Januar 1999 wurde in Polen eine dreistufige Verwaltungsstruktur eingeführt. Die
ehemaligen 49 Wojewodschaften wurden zu 16 großen Wojewodschaften zusammengefasst, deren
Größe mit denen der Bundesländer in Deutschland vergleichbar ist. Die Reform hatte zum Ziel, das
starre Zentralstaatsprinzip durch flexiblere und effizientere Strukturen zu ersetzen und die
dezentrale Selbstverwaltung zu stärken.
Die drei Ebenen des neuen Verwaltungsaufbaus sind:
1) Wojewodztwo/Wojewodschaft – insgesamt 16,
2) Powiat/Kreis – insgesamt 379,
3) Gmina/Gemeinde – insgesamt 2478.
Die Wojewodschaftsstruktur stellt die nachstehende Abbildung Nr. 1 dar:
Quelle: http://pl.wikipedia.org/wiki/Podzia%C5%82_administracyjny_Polski#mediaviewer/Plik:Wojewodztwa.svg, 2014
5
Während die Gemeinde und der Kreis für die Organisation der kommunalen Dienstleistungen im
jeweiligen Zuständigkeitsbereich verantwortlich sind, beschäftigen sich die Organe auf
Wojewodschaftsebene in erster Linie mit grundlegenden Aufgaben der wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Entwicklung der Region, darunter auch mit der Betreuung und Ansiedlung von
Unternehmen. Für Investoren werden sie damit zum wichtigsten Ansprechpartner, da jetzt die
Mitspracherechte und Entscheidungsbefugnisse bei ihnen liegen und somit die in der Vergangenheit
einzige zentrale Stelle in Warschau ersetzen.
1.1.
POLITISCHER HINTERGRUND
Das politische System Polens (offiziell: Rzeczpospolita Polska – Republik Polen) ist eine
parlamentarische Demokratie.
Die Legislative besteht aus dem Sejm (Unterhaus des Parlaments) und dem Senat. Der Senat setzt
sich aus Vertretern der Wojewodschaften zusammen. Die Sejm-Abgeordneten und Senatoren
werden alle vier Jahre gewählt.
Der Staatspräsident wird direkt vom Volk auf fünf Jahre gewählt und darf nur einmal
wiedergewählt werden.
Die Regierung bilden derzeit zwei Parteien: die liberale Partei Platforma Obywatelska, PO (=
Bürgerplattform) und Polskie Stronnictwo Ludowe, PSL (= Polnische Volkspartei).
Weitere wichtige Parteien sind Prawo i Sprawiedliwość, PiS (= Recht und Gerechtigkeit), Ruch
Poparcia Palikota (= Palikot-Bewegung) und Sojusz Lewicy Demokratycznej, SLD (= Bündnis der
demokratischen Linken).
Staatspräsident ist derzeit Bronisław Komorowski (Bürgerplattform), Premierminister ist Donald
Tusk (Bürgerplattform).
Polen ist Mitglied vieler internationaler Organisationen und Allianzen, z.B.:
Vereinte Nationen: Gründungsmitglied,
Europarat: seit November 1991,
WTO: seit Januar 1995,
OECD: seit November 1996,
NATO: seit März 1999,
EU: seit Mai 2004.
6
1.2.
AKTUELLE WIRTSCHAFTSLAGE
1.2.1. Bruttoinlandsprodukt
Polen ist die siebtgrößte Volkswirtschaft in der EU und hat mit Abstand die stärkste
Wirtschaftskraft unter den neuen Beitrittsländern. Das Land entwickelt sich seit Jahren stabil und
weist ein kontinuierliches Wachstum auf. Wie neuste Zahlen belegen, konnte Polen auch im Zuge
der globalen Finanzkrise ein positives Wirtschaftswachstum verzeichnen.
Diagramm Nr. 1. Buttoinlandsprodukt Polens
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2014
Auch für die nächsten Jahre werden für Polen Wachstumsraten prognostiziert, die maßgeblich die
Absatzchancen für deutsche Produkte erhöhen. Polen bleibt weiterhin für die deutsche Wirtschaft
ein überaus interessanter Markt.
7
1.2.2. Inflation
Die Inflationsrate befindet sich in Polen seit Jahren auf relativ niedrigem Niveau. Die Preislage ist
stabil und unterliegt nur geringen Schwankungen. Seit 2002 hat die Inflationsrate das Niveau von
5% nicht überschritten. Im Jahre 2013 betrug sie 0,9% und war somit auf dem niedrigsten Stand seit
2003.
Diagramm Nr. 2. Inflationsraten in Polen
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2014
1.2.3. Arbeitslosigkeit
Die schnelle Wirtschaftsentwicklung hat zur deutlichen Reduzierung der Arbeitslosenquote in den
letzten Jahren beigetragen. Die globale Finanzkrise hat diesen Trend zwar gestoppt, dennoch ist die
Situation im Vergleich zu den Jahren 2002 – 2005 noch entspannt.
8
Diagramm Nr. 3. Arbeitslosenquote in Polen (in%)
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2014
Im Jahre 2013 betrug die Arbeitslosenquote 13,4%. Die Situation auf dem polnischen Arbeitsmarkt
ist jedoch regional sehr unterschiedlich. Die höchste registrierte Arbeitslosenquote lag in der
Wojewodschaft Warmińsko-Mazurskie bei 21,2%, die niedrigste dagegen in Wielkopolskie bei
9,9%.
1.2.4. Außenhandel
Die Exportwirtschaft bleibt neben den Auslandsinvestitionen und EU-Fördermitteln die treibende
Kraft des Wirtschaftswachstums. Die polnischen Exporte wachsen von Jahr zu Jahr, nicht selten im
zweistelligen Bereich. Die Ausnahme bildete das Jahr 2009, indem die Exporte im Vergleich zum
Vorjahr um 8% gesunken sind. Bedingt war dies durch die Wirren an den internationalen Märkten
und in der EU, in die knapp 80% der polnischen Ausfuhren gehen.
9
Tabelle Nr. 1. Polnischer Außenhandel (das Vorjahr = 100)
2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013
EXPORTE 108,3 118,7 118,2 110,6 116,1 109,4 106,8 92,0 113,2 107,7 103,8 106,5
IMPORTE 107,3 108,2 117,3 105,2 116,8 115,1 108,5 85,7 113,7 105,2 99,4 100,7
Quelle: Hauptamt für Statistki (GUS), 2014
Deutschland spielt im polnischen Außenhandel die wichtigste Rolle. Mit einem Anteil von 25,1%
ist Deutschland der größte Abnehmer polnischer Waren – im Jahre 2013 betrugen die Exporte
insgesamt über 38 Mrd. EUR. Auch auf der Einfuhrseite ist Deutschland mit einem 21,4%-igen
Anteil und einem Importwert von über 33 Mrd. EUR seit Jahren der wichtigste Handelspartner
Polens.
Diagramm Nr. 4. Polnische Exporte im Jahr 2013 (in %)
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2014
10
Diagramm Nr. 5. Polnische Importe im Jahr 2013 (in %)
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2014
1.2.5. Ausländische Direktinvestitionen
Die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) spiegeln die regionalen Disparitäten in besonderem
Maße wieder, da sich ausländische Unternehmen bevorzugt in den wirtschaftlich starken
Ballungszentren niederlassen. Die Regionen im Süd- und Nordosten Polens sind wirtschaftlich am
wenigsten entwickelt. Die meisten Firmen, mit dem höchsten prozentualen Anteil an den gesamten
ausländischen Direktinvestitionen in Polen, befinden sich in den Wojewodschaften Masowien,
Schlesien, Niederschlesien und Großpolen. Die Schlusslichter bilden die östlich gelegenen
Wojewodschaften, wie Lublin, Karpatenvorland, Heiligkreuz, Ermland-Masuren und Podlachien.
11
Diagramm Nr. 6. Direkte Auslandsinvestitionen in Mrd. Euro
kumuliert
in einzelnen Jahren
Quelle: Polnische Agentur für Auslandsinvestitionen (PAIiIZ), Polnische Nationalbank (NBP), 2014
Auch in dem ADI- Bereich spielte Deutschland 2013 die wichtigste Rolle für Polen. Der Wert der
deutschen ADI betrug 3,494 Mrd. EUR. Auf dem zweiten Platz lag Frankreich mit 3,132 Mrd.
EUR. 2013 wurden auch Desinvestitionen also Rücktritte von Investoren, unter anderem aus
Luxemburg (-3,222 Mrd. EUR) und Niederlanden (-1,708 Mrd. EUR)1, verzeichnet.
1
http://nbp.pl/publikacje/zib/zib_2012_n.pdf (Abrufdatum: 17.06.2014)
12
Diagramm Nr. 7. Herkunft der Investoren (in Mrd. Euro im Jahr 2012)
Quelle: Polnische Agentur für Auslandsinvestitionen (PAIiIZ), 2014
1.2.6. Investitionsklima
Polen nimmt in Mittel- und Osteuropa eine Schlüsselposition ein, denn das Land bildet den größten
Markt unter den neuen EU-Mitgliedsländern. Auch die Nähe zu Osteuropa ist als Vorteil zu werten,
weil sie eine gute Ausgangsposition zur Erschließung der dortigen Märkte bietet. Eine Vielzahl
junger, gut ausgebildeter Arbeitskräfte bei verhältnismäßig moderaten Lohnkosten wird auch in
Zukunft Investoren anlocken. Insgesamt kann man sagen, dass der Markt für ausländische Firmen
dank seiner Lage und Entwicklungstrends äußerst lukrativ ist.
Grund hierfür sind auch die EU-Auflagen, die eine Modernisierung der polnischen Wirtschaft
vorschreiben. Insbesondere sind die Wasserversorgung, die Energieindustrie, der Bergbau, Teile der
Schwerindustrie und die Abfallwirtschaft betroffen. Einhergehend mit der schrittweisen
Privatisierung dieser Bereiche wird investiert, um die Betriebe unter marktwirtschaftlichen
13
Bedingungen überlebensfähig zu machen. Dies bietet auch Chancen für deutsche Produzenten, da
die deutsche Wirtschaft in diesen Bereichen der polnischen weit voraus ist.
Als Wachstumsmotor gelten auch die zahlreichen Infrastrukturmaßnahmen. Trotz jahrzehntelanger
Planung verfügt Polen erst über ein Verkehrsnetz aus 1511 km Autobahn und 1303 km
Schnellstraße2, die Hotelinfrastruktur ist ausbaufähig. Die häufig durch die EU kofinanzierten
Projekte bescherten der Bauwirtschaft einen Auftrieb. Im Bereich der Investitions- und
Technologiegüter ist Deutschland ein Hauptlieferant. Deutsche Technologien gelten in Polen als
besonders solide und zuverlässig.
Die von den Subventionen nicht direkt betroffenen Branchen können aufgrund der Standortvorteile
ebenfalls mit einem Wachstum rechnen. Als eine Alternative oder Ergänzung zu den
Förderprogrammen besteht noch die Möglichkeit, sich in einer von den 14 Sonderwirtschaftszonen
(SWZ) niederzulassen, wo die Unternehmen von der Körperschaftssteuer befreit werden können.
Die Grenze der Steuerbefreiung (Obergrenze der öffentlichen Hilfe) beträgt 65% für kleine und
mittelständische Unternehmen oder 50% für große Unternehmen (in Krakau entsprechend 50% und
40%). Sie wird entweder auf Grundlage der Investitionssumme oder der zweijährigen Arbeitskosten
der in der Sonderwirtschaftszone neu eingestellten Mitarbeiter berechnet.
1.2.7. Wechselkurs
Der Wechselkurs spielt eine wichtige Rolle im internationalen Handel. In Polen ist der Kurs
EUR/ZL und USD/ZL sehr dynamisch, da auf ihn nicht nur die Stärke der heimischen Wirtschaft
sondern
sehr
oft
die
Situation
auf
den
internationalen
Finanzmärkten
und
reine
Währungsspekulationen einen großen Einfluss haben. Aktuell muss man im Zeitraum von einigen
Monaten mit Kursschwankungen von bis zu 15% rechnen.
2
http://gddkia.gov.pl/pl/926/autostrady (Abrufdatum 17.06.2014)
14
Diagramm Nr. 8. Änderungen des Wechselkurses EUR/ZL in den Jahren 2002-2013
Quelle: Polnische Nationalbank (NBP), 2014
15
2.
2.1.
Für
ENERGIEMARKT
ENERGIEPOLITISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
den
Energiesektor
in
Polen
ist
das
Departement
für
Energiewirtschaft
des
Wirtschaftsministeriums verantwortlich. Seine Aufgabe besteht in der Formulierung der nationalen
Politik zur nachhaltigen Entwicklung des Energiesektors. Das Wirtschaftsministerium wird bei
gewissen Aufgaben im Energiebereich durch das Ministerium für Umwelt und das Ministerium für
Landwirtschaft und Entwicklung von ländlichen Gebieten unterstützt.
Zur Realisierung der Aufgaben im Bereich der Regulierung der Brennstoff- und Energiewirtschaft
sowie zur Förderung des Wettbewerbs auf dem Energiemarkt wurde die Regulierungsbehörde für
Energiewirtschaft (URE) gegründet. Die Aufgaben der URE sind eng mit der Energiepolitik des
Staates, den wirtschaftlichen Bedingungen für Energieunternehmen, der Zusammensetzung des
Marktes und den externen Anforderungen und Verpflichtungen z.B. gegenüber dem EU-Recht,
verbunden. Ziel der URE ist die Sicherung einer ausgeglichenen Entwicklung,
die
Energiesicherheit, energieeffizienter Brennstoff- und Energieverbrauch, Wettbewerbsförderung,
Entgegenwirken natürlicher Monopole, Berücksichtigung der Umweltschutzanforderungen und
anderer externer Anforderungen, sowie die Sicherung des Ausgleichs der Interessen der
Energieunternehmen und der Energie- und Brennstoffkonsumenten.
Über 70% der Stromerzeugung und rund 85% der Stromverteilung befinden sich in Polen in
staatlicher Hand. Die Liberalisierung des polnischen Energiemarktes begann im Jahre 1997 mit der
Verabschiedung des Energiegesetzes vom 10.04.97. Da dies jedoch ein komplizierter und
langwieriger Prozess ist, erfolgte die faktische Restrukturierung des polnischen Energiemarktes erst
im Jahre 2007. Hauptinstrumente, die dies ermöglicht haben, waren das Regierungsprogramm
„Programm für Elektroenergetik“ vom 27.03.2006 sowie die Implementierung der EU-Richtlinie
2003/54/EG vom 26.06.2003 über gemeinsame Vorschriften für den Elektrizitätsbinnenmarkt.
Die Restrukturierung der Energiegesellschaften erfolgte infolge einer direkten Privatisierung und
der zuerst horizontalen und danach vertikalen Konsolidierungsprozesse. An den direkten
16
Privatisierungen haben sich Firmen wie Electrabel Polska Sp. z o.o ( heute GDF SUEZ Energia
Polska), das Konsortium EdF-EnBW, Vattenfall, RWE Group und CEZ durch den Erwerb von
Mehrheitspaketen an polnischen Kraft- und Heizkraftwerken beteiligt. In den letzten Jahren wurden
vier vertikale Konsolidierungsprozesse durchgeführt. Im Rahmen dieser Prozesse sind folgende
Energiekonzerne entstanden:
-
ENEA S.A. mit Sitz in Poznań,
-
ENERGA S.A. mit Sitz in Gdańsk,
-
PGE Polska Grupa Energetyczna S.A. mit Sitz in Warschau,
-
TAURON Polska Energia S.A. mit Sitz in Katowice (umfasst auch zwei früher horizontal
konsolidierte Energiegesellschaften: EnergiaPro mit Sitz in Wrocław und ENION S.A. mit Sitz in
Kraków sowie Południowy Koncern Energetyczny PKE mit Sitz in Katowice).
Die nächste Etappe der Privatisierung von Energieunternehmen begann im November 2008 mit dem
Börsendebüt von ENEA S.A. Damals hat Vattenfall 18,67% der Aktien von ENEA erworben.
Zwischenzeitlich hat Vattenfall seine weiteren Entscheidungen bezügl. des Erwerbs von einem
Mehrheitspaket gestoppt und ist im Jahre 2011 aus dem polnischen Markt völlig ausgetreten. Für
ENEA wird daher weiterhin ein strategischer Brancheninvestor gesucht. Über die Börse wurden bis
jetzt weitere 29,82% der Aktien an institutionelle Investoren verkauft. In staatlicher Hand blieben
51,51% der Aktien des Unternehmens.
Im November 2009 ist auch die Kapitalgruppe PGE S.A. an die Warschauer Börse gegangen. Bis
Ende 2013 wurden 38,11% der Aktien des Unternehmens an individuelle und institutionelle
Investoren verkauft. Das Mehrheitspaket von 61,89% blieb wie geplant in staatlicher Hand.
Im Juni 2010 debütierte auch TAURON an der Börse. Bis Ende 2013 haben KGHM Polska Miedz
S.A. 10,39% und ING Otwarty Fundusz Emerytalny 5,06% der Aktien von TAURON erworben.
Weitere 54,49% der Aktien wurden an andere individuelle und institutionelle Investoren verkauft.
In staatlicher Hand blieben 30,06% der Aktien des Unternehmens.
Für ENERGA wird weiterhin ein strategischer Brancheninvestor gesucht. Unter den Interessierten
sind Firmen wie EdF, EPH und Polenergia.
17
In Zuge der Implementierung des EU-Rechtes entstanden unabhängige Verteilernetzbetreiber und
ein Übertragungsnetzbetreiber. Laut URE gibt es zurzeit 158 Verteilernetzbetreiber und einen
unabhängigen Übertragungsnetzbetreiber in Polen, die ausschließlich für den Betrieb, die Wartung
und den Ausbau des Verteilernetzes bzw. Übertragungsnetzes verantwortlich sind. Sowohl der
Übertragungsnetzbetreiber als auch die Verteilernetzbetreiber funktionieren auf Basis natürlicher
Monopole, die durch ihren Netzumfang bestimmt sind. Dazu kommen ca. 340 Gesellschaften, die
sich mit dem Einzel- und Großhandel von Energie und ca. 1200 Energieunternehmen, die sich mit
der Strom/Wärmeproduktion und deren Verteilung befassen.
Seit dem 01.07.2007 gilt auch in Polen das TPA-Prinzip (Third Party Access), das allen
Energieabnehmern einen freien Zugang zum Energiemarkt, aufgrund einer Auswahlmöglichkeit des
Stromanbieters, ermöglicht. Die Privathaushalte waren die letzte Gruppe (G), die dieses Recht
erhalten haben. In der Praxis sind die Preisunterschiede für diese Gruppe, die weiterhin amtlicher
Aufsicht unterliegen, jedoch nicht ausreichend und die Bürokratie bei dem Änderungsverfahren so
kompliziert, dass sich vor allem anfangs nur wenige Privatkunden für einen Stromanbieterwechsel
entschieden haben. Obwohl die Dynamik in den letzten drei Jahren bedeutend zugenommen hat,
haben bis jetzt nur ein Bruchteil der Kunden ihren Stromanbieter gewechselt.3
Tabelle Nr. 2. Zahl der Privatkunden (Gruppe G) und der Unternehmen (Gruppe A,B und
C), die ihren Stromanbieter gewechselt haben.
Privatkunden
(Gruppe G)
Unternehmen
(Gruppe A,B, C)
2009
2010
2011
2012
2013
1.035
1.340
14.341
76.470
131.000
1.599
7.611
21.716
65.327
89.000
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
Die bedeutendsten Probleme des polnischen Energiemarktes sind: steigende Preise der elektrischen
Energie sowie deren Erzeugung, Übertragung und Verteilung; sinkende Sicherheit und
Zuverlässigkeit der Lieferungen, negative Auswirkungen auf die Umwelt, schwache Entwicklung
3
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
18
im Bereich erneuerbarer Energien sowie mangelnde Investitionen bei Erzeugungskapazitäten und
Verteilungsnetzen.
2.2. STRUKTUR DES MARKTES
Es gibt vier große Kapitalgruppen, die den gesamten polnischen Markt mit Elektroenergie
versorgen.
Abbildung Nr. 2. Territoriale Aufteilung der Energiekonzerne.
I. Zahl der Abnehmer in der Gruppe G (Privatkunden)
II. Zahl der Abnehmer in der Gruppe A, B und C (institutionelle und industrielle Kunden)
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
19
Darüber hinaus gibt es auf dem polnischen Energiemarkt privatisierte Energiegesellschaften, die im
Bereich Verkauf und Distribution von Energie tätig sind (z.B. RWE Polska) sowie privatisierte
Energiegesellschaften, die im Bereich Herstellung und Verkauf von Energie ohne eigene
Verteilungsnetze tätig sind (z.B. ZEL PAK SA mit Elektrownia Patnow-Adamow-Konin, EDF
Polska mit Elektrownia Rybnik, GDF SUEZ mit Elektrownia Polaniec, CEZ Polska mit
Elektrownia Skawina, DALKIA).
Die drei größten Energiehersteller (PGE SA, TAURON SA, EDF) verfügen über 62,6% des
Marktanteils und über 55,4% der installierten Kapazitäten. Insgesamt haben sie knapp 66% des
erzeugten Stroms im Jahre 2013 selbst hergestellt.
Diagramm Nr. 9. Marktanteile der Energiehersteller 2013 (in %)
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
20
Eine Vergleichscharakteristik der polnischen Energiekonzerne stellt die Tabelle Nr. 3. dar.
Installierte
Kapazität
Stromherstellung
Marktanteil
Energieerzeuger
PGE SA
TAURON
ENEA
ENERGA
PAK S.A.
12 990 MW
5 509 MW
3 109 MW
1 150 MW
2 462 MW
63,2 TWh
22,1 TWh
13,0 TWh
4,6 TWh
11,7 TWh
39,3%
13,6%
8,1%
3,2%
7,3%
ENERGA
El Ostroleka
ENERGA
Ec Kalisz
ENERGA
Ec Elblag
ZEL PAK S.A.
El Patnow II
GEK S.A.
(El Belchatow
El Turow
ZEL Dolna Odra
Ec Rzeszow
Ec Lublin-Wrotkow
Ec Gorzow
Ec Bydgoszcz
Ec Kielce,
Ec Zgierz)
PGE El Opole S.A.
PGE Energia
Odnawialna S.A.
TAURON
Wytwarzanie S.A.
PKE ( Ec BielskoBiala
Ec Bielsko Polnoc
Ec Katowice
El Blachownia
El Halemba
El Jaworzno II
El Lagisza
El Laziska
El Jaworzno III,
El Siersza)
El Stalowa Wola
El Kozienice
Ec Bialystok
El. Wodne
ENERGA Hydro
ENERGA
Kogeneracja
Ec Tychy
Ec Nowa
Strom-Verkauf
an Endkunden
Marktanteil
Vertriebsgesellschaften
Verteilungsgsellschaften
30,4 TWh
36,6 TWh
14,3 TWh
18,6 TWh
8,2 TWh
28%
PGE Obrót (Lublin,
Zamość,
Warszawa,
Bałystok, Lodz I, II
SkarzyskoKamienna)
PGE Dystrybucja
Lublin
PGE Dystrybucja
Lodz-Miasto
PGE Dystrybucja
Rzeszow,
PGE Dystrybucja
Bialystok,
PGE Dystrybucja
Lodz-Teren,
PGE Dystrybucja
Zamosc,
PGE Dystrybucja
SkarzyskoKamienna
PGE Dystrybucja
Warszawa
33,7%
14%
17%
7,5%
Tauron Sprzedaz
Vattenfall Sales
Poland
ENEA
ENERGA Obrot
keine
Energia Pro
ENION
ENEA Operator
EnergaOperator
keine
Quelle: Eigenbearbeitung
21
Eine wichtige Änderung in der Herstellungsstruktur verursachte der Marktrücktritt von Vattenfall
Poland S.A und die Übernahme seiner Produktionskapazitäten durch PGNiG. Die Verteilungsnetze
von Vattenfall wurden dagegen durch TAURON übernommen, wodurch der Konzern seine Position
als Stromverkäufer signifikant stärkte.
2.3.
ÜBERTRAGUNGSNETZBETREIBER UND ÜBERTRAGUNGSNETZE
Mit der Energieübertragung befasst sich in Polen alleine die Firma PSE S.A., die am 01.07.2004 als
unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber gem. der EU-Richtlinie 2003/54/EG gegründet wurde. Im
Rahmen ihrer Aufgaben kümmert sich die Firma um den Betrieb und die Wartung des
Hauptenergienetzes des Landes (220 und 400 kV). Außerdem kümmert sie sich im Rahmen der
Energiebilanzierung um die Stromsicherheit und die damit verbundene physische Realisierung aller
gemäß den existierenden Vorschriften angemeldeten Transaktionen sowie um den Stromhandel mit
den Nachbarländern.
PSE S.A erarbeitet auch die sog. Betriebsanweisung des Übertragungsnetzes und legt den Teil,
welcher den Bilanzierungsmarkt und die Verwaltung von Systemeinschränkungen betrifft, der
Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE) zur Genehmigung vor. Diese Betriebsanweisung
bildet die Grundlage für alle beteiligten Marktteilnehmer hinsichtlich der Nutzung der
Übertragungs- und Verteilungsnetze und garantiert allen Benutzergruppen einen nicht
diskriminierenden und somit einheitlichen und freien Zugang zum Übertragungsnetz.
Das polnische Energieübertragungssystem funktioniert gemäß Angaben von PSE S.A.4 immer noch
auf Basis des veralteten Netzsystems 220 kV. Der Großteil dieser Anlagen entstand in den Jahren
1952-1972. Darüber hinaus wird eine beachtliche Menge Strom von den Kraftwerken über das 220
kV Netzsystem anstatt über das leistungsfähigere 400 kV Netz eingespeist, was zu weiteren
Systembelastungen führt. Es fehlen auch Investitionen in das 400 kV Netz sowie Maßnahmen für
die Entwicklung der Transit-Übertragungsleitungen, die die Energiesicherheit sowie die Beteiligung
4
http://www.pse.pl/index.php?dzid=79&did=22 (Abrufdatum 09.07.2014)
22
an dem europäischen Energiemarkt stärken würden. Die Energieverteilung erfolgt dagegen
vorwiegend über ein 110 kV Netz.
Abbildung Nr. 3: Hochspannungsnetze in Polen
Quelle: PSE-Operator S.A., 2014
Die Länge und Anzahl der Leitungen zeigt die Tabelle Nr. 4:
Leitung 750 kV
Leitung 400 kV
Leitung 220 kV
Leitung 110 kV
Leitung 15 kv
Länge in km
114
5383
7948
34000
234000
Anzahl
1
77
167
k.A.
k.A.
Quelle: PSE-Operator S.A., 2014
23
Die Zahl der Stationen und Transformatoren zeigt die Tabelle Nr. 5:
Station 750 kV
Station 400 kV
Station 220 kV
Transformator 750/110 kV
Transformator 400/220 kV
Transformator 400/110 kV
Transformator 220/110 kV
Transformator 110/15 kV
1
31
66
2
14
32
109
2
Quelle: PSE-Operator S.A., 2014
2.4.
VERTEILUNGSNETZE
Laut PSE S.A 5. verfügten 2013 Verteilernetzbetreiber über folgende Netzinfrastruktur:
- Freileitungen 220 kV, Länge 232 km
- Freileitungen 110 kV, Länge 32 245 km
- Mittelspannungsleitungen, Länge 295 843 km
- Niederspannungsleitungen, Länge 412 770 km
- 1 356 Transformatoren bis 110 kV
- 236 067 Mittelspannungstransformatoren
Dazu kommt noch die Netzinfrastruktur im industriellen Sektor:
- Hochspannungsleitungen, Länge 180 km
- Mittelspannungsleitungen, Länge 18 538 km
- Niederspannungsleitungen, Länge 12 656 km
Insgesamt machen die Leitungen im industriellen Sektor 4% des Netzes der Verteilernetzbetreiber
aus.
5
http://www.pse.pl/index.php?dzid=79&did=22 (Abrufdatum 09.07.2014)
24
Den
Verteilernetzbetreibern
obliegt
die
Fürsorge
hinsichtlich
der
Sicherung
ihrer
Dienstleistungsqualität und der Zuverlässigkeit der Lieferungen. Die größten Herausforderungen,
die es zu bewerkstelligen gibt, liegen in den ländlichen Gebieten. Sie sind meistens auf zu lange
Leitungen und die Störanfälligkeit der Kabel aus thermoplastischem Polyethylen zurückzuführen.
Die Verteilernetzbetreiber erhöhen von Jahr zu Jahr ihre Ausgaben für Investitionen, die vor allem
für den Netzausbau und die Netzmodernisierung bestimmt werden. Bis 2025 sollen insgesamt
knapp 23 Mrd. PLN (ca. 5,75 Mrd. EUR), davon 8,2 Mrd. PLN (ca. 2 Mrd. EUR) selbst bis 2016
investiert werden.
2.5. ENERGIEERZEUGUNG UND -VERBRAUCH
Die
bestehenden
Produktionsanlagen
in
Polen
stützen
sich
hauptsächlich
auf die Verbrennung von Stein- und Braunkohle. Nach den Richtlinien der EU-Energiepolitik soll
Kohle in der Energieerzeugung bis 2020 in der Gemeinschaft nur noch einen Anteil von 6% haben.
Da aber Strom- und Wärmeerzeugung im Inland zu über 90% auf Kohle basieren, wird Polen von
diesem Energieträger nicht so schnell Abstand nehmen können. Dies resultiert aus der Tatsache,
dass Polen außer der Kohle kaum über andere bedeutende Ressourcen fossiler Brennstoffe verfügt.
Erneuerbare Energien spielen dagegen trotz steigender Tendenzen weiterhin nur eine
Ergänzungsrolle in der Stromerzeugung.
Die installierte Gesamtleistung der Kraftwerke in Polen wuchs im Jahre 2013 um 360 MW, also
knapp 0,9% und betrug nach Angaben von URE.6 38 406 MW, davon wurden 35 845 MW in das
Landesnetz eingespeist. Davon basierten 19 812 MW auf Steinkohle, 9 374 MW auf Braunkohle,
934 MW auf Gas, 2 221 MW entfielen dagegen auf Wasserkraftwerke und 3 504 MW auf restliche
erneuerbare Energiequellen. Die Leistung der Industriekraftwerke betrug 2 561 MW.
Zurzeit existieren laut ARE 19 Kraftwerke in Polen, die 75% der gesamten Elektroenergie in Polen
erzeugen. Darüber hinaus gibt es 57 Heizkraftwerke, welche Energie und Wärme erzeugen. Sie
6
URE „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
25
befinden sich in der Nähe größerer Agglomerationen. Außerdem kommen noch über 160 sog.
Industrieheizkraftwerke, die bei größeren Industriebetrieben angesiedelt sind und 12 größere
Wasserkraftanlagen, hinzu.
Die installierte Leistung polnischer Kraftwerke veranschaulicht die Abbildung Nr. 4
Quelle: PSE-Operator S.A., 2014
Die bestehenden Anlagen für die Strom-/Wärmeerzeugung befinden sich größtenteils entweder in
der zweiten Hälfte ihres Produktlebenszyklus, oder gar an dessen Ende (40% sind schon seit über
40 Jahren in Betrieb und 15% sogar über 50 Jahre). Die durchschnittliche Leistungsfähigkeit der
Stromerzeugung beträgt 35% (EU-Durchschnitt – 46%). Aufgrund ihrer Veralterung wurden schon
die ersten Blöcke geschlossen und bis Ende 2020 sollen insgesamt fast 5000 MW geschlossen
26
werden. Das entspricht über 13% des gesamten polnischen Systems, welches nun wiederaufgebaut
werden muss.
Der
Energieverbrauch
pro
Kopf
ist
in
Polen
halb
so
hoch
wie
in
Deutschland,
wird allerdings angesichts des Wirtschaftswachstums weiter steigen. Aus diesem Grund werden
neue Kraftwerkskapazitäten benötigt. Branchenkenner sprechen von rund 1000 MW/pro Jahr
innerhalb der nächsten zehn bis zwölf Jahre, wofür Gesamtkosten von rund 10 Mrd. EUR anfallen
dürften. Modernisierungsarbeiten und ökologische Investitionen bedeuten einen weiteren
Kostenaufwand von mindestens 10 Mrd. EUR.
Laut Angaben von URE 7 stieg die Produktion von Energie seit 1998 tendenziell an. Im Jahr 2006
wurde der höchste Wert (161,7 TWh) erreicht und seit diesem Jahr ist ein Rückgang der Produktion
in Höhe von ca. 3,8 TWh zu beobachten. Die Tendenz des Energieverbrauchs hat sich jedoch 2009
umgekehrt und seit dieser Zeit konnte man wieder ein kleines Wachstum beobachten. Das Jahr
2011 war dagegen wieder ein Rekordjahr. Die Brutto-Energieerzeugung in Polen betrug 163,1 TWh
und war im Vergleich zu 2010 um knapp 4% höher. Der Hauptgrund hierfür war die höhere
Nachfrage, die auf die größere Wachstumsdynamik der polnischen Wirtschaft zurückzuführen ist.
Nach der Senkung 2012 stieg 2013 die Stromherstellung erneut um 1,7% im Vergleich zum Vorjahr
und betrug 162,5 TWh. Die Struktur der Erzeugung blieb dagegen fast unverändert, was der
Tabelle Nr. 6 zu entnehmen ist.
Gesamterzeugung
darunter:
1. Kraftwerke, die Landesnetze
speisen
a) Wärmekraftwerke
− Steinkohle
− Braunkohle
− Gas
b) Wasserkraftwerke
2. Industriekraftwerke
3. Wind und andere EE
Energieerzeugung
[GWh]
2012
2013
159 853
162 501
Dynamik
[%]
2013/2012
101,66
Struktur der
Erzeugung [%]
2012
2013
100,0
100,0
146 835
147 435
100,41
91,86
90,73
144 571
84 493
55 593
4 485
2 265
8 991
4 026
144 673
84 566
56 959
3 149
2 762
9 171
5 895
100,07
100,09
102,46
70,21
121,94
102,00
146,42
90,44
52,86
34,78
2,81
1,42
5,62
2,52
89,03
52,04
35,05
1,94
1,70
5,64
3,63
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
7
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
27
Weiterhin dominieren in Polen zwei Hauptbrennstoffe: Stein- und Braunkohle, aus welchen
insgesamt ca. 90% des Stroms hergestellt wird. Bemerkenswert ist jedoch die anhaltende
Steigerungstendenz bei der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen, die 2013 durchschnittlich
ca. 40% betrug. Diese Tendenz zeugt von der Wirksamkeit der eingeführten Förderinstrumente.
Der Landesenergieverbrauch betrug 2013 gemäß den Angaben von URE 8 157 980 GWh und war
um 0,6% höher als im Vorjahr. Der jährliche Durchschnittsbedarf an Energie betrug in demselben
Jahr 21 884 MW und stieg um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr. Die Spitzennachfrage betrug
dagegen 24 761 MW und sank um 1084 MW (4,2%). Nach den rückgängigen Tendenzen 2008
verzeichnete man seit 2009 wieder eine allmähliche Steigerung des Energieverbrauchs, welcher
gemäß Schätzungen im Jahre 2030 217 000 GWh erreichen sollte.
Tabelle Nr. 7. Spitzennachfrage und verfügbare Leistung
Jahr
2000
2001
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
Durchschnittliche
Jahresnachfrage
(GW)
18,55
18,59
18,37
18,91
19,51
19,78
20,58
21,18
21,22
20,61
21,40
21,76
21,81
21,88
Spitzennachfrage
(GW)
22,29
22,87
23,21
23,29
23,11
23,48
24,64
24,61
25,12
24,59
25,44
24,78
25,84
24,76
Verfügbare
Leistung
(GW)
26,64
26,32
26,87
27,59
27,98
27,80
27,13
26,90
27,14
26,85
29,10
26,65
26,71
26,62
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
8
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
28
2.6. INTERNATIONALER STROMHANDEL
Die Einspeisekapazität des polnischen Energienetzes mit der EU (Deutschland, Tschechien,
Slowakei und Schweden) beträgt laut URE9 ca. 3000 MW, d.h. die durch die Europäische
Kommission festgesetzten 10% des Landesenergiesystems. Der Austauschsaldo zeigt, dass Polen
ein Netto-Exporteur von Energie ist. Der Gesamtaustauschsaldo betrug 2013 4517 GWh.
Gleichzeitig beobachtet man eine verstärkte Übertragung der tatsächlich bezogenen Energie aus
Deutschland sowie nach Tschechien und in die Slowakei.
Tabelle Nr. 8. Austausch der Energie mit dem Ausland [in GW]
Handelsbilanz
Saldo
Export
Import
Wirkliche
Übertragungen
Aus Polen
Darunter nach:
Tschechien
Deutschland
Slowakei
Schweden
Nach Polen
Darunter aus:
Weißrussland
Tschechien
Deutschland
Slowakei
Schweden
Ukraine
–
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
Dynamik
2013/2012
[%]
11 014
5 356
688
2 199
1 354
5 250
2 837
4 517
159,2
13 434
2 420
8 497
3 140
4 110
3 422
5 038
2 839
3 097
1 743
7 234
1 984
6 675
3 838
6 853
2 336
102,7
60,9
15 775 13 110
9 704
9 595
7 665
12 023
12 644
12 322
97,4
10 183
720
3 373
1 498
4 774
9 232
48
3 600
230
7 752
6 912
95
2 551
146
9 020
6 870
134
2 337
254
7 400
5 504
167
1 499
494
6 310
8 262
432
3 052
278
6 779
8 844
172
3 499
129
9 803
7 846
539
3 172
763
7 801
88,7
313,4
90,6
591,5
79,6
1 045
44
2 546
4
264
870
0
20
4 889
0
2 211
631
554
28
5 576
31
2 065
765
0
128
5 616
62
1 394
199
0
136
5 331
82
760
0
0
44
5 136
27
1 514
60
0
75
6 048
2
2 673
1 005
0
182
5 452
121
1 016
1 029
0
242,7
90,1
6050,0
38,0
102,4
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
9
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
29
2.7. ENERGIEPREISE
Seit einigen Jahren beobachtet man in Polen eine stetige Preissteigerung bei Strom, sowie bei der
Energieübertragung und –verteilung. Die Gründe hierfür liegen in der Notwendigkeit:
- des Baus neuer Erzeugungskapazitäten,
- der Minderung des Einflusses der Stromerzeugung auf die Umwelt durch die
Beschränkung der CO2, SO2 und NOx – Emissionen,
- des Baus von Übertragungsleitungen und der Entwicklung der Verteilungsnetze,
- der Energieherstellung aus erneuerbaren Quellen.
Im Jahr 2012 wuchsen die Energiepreise für die Stromhersteller durchschnittlich um ca. 2,1% im
Vergleich zu 2011 und betrugen 203,44 ZL/MWh. Die Preise für die Vertriebsgesellschaften fielen
dagegen um 7,6% im Vergleich zum Vorjahr und betrugen durchschnittlich 210,08 ZL/MWh.10
Die Verkaufspreise der Stromhersteller für verschiedene Abnehmergruppen in den Jahren
2008-2012 zeigt die Tabelle Nr. 9 (in ZL/MWh)
2008
2009
2010
2011
2012
Privatkunden
179,36
258,44
245,29
234,54
237,29
Vertriebsgesellschaften
147,89
193,54
187,82
197,17
202,43
Energiebörse
244,99
212,18
204,83
199,36
203,75
Bilanzierungs
-markt
191,00
198,65
207,38
206,27
191,23
Export
126,10
172,01
0,00
194,84
199,79
andere
Durchschnitt
158,12
216,92
205,53
201,07
208,83
155,71
195,59
190,70
199,11
203,44
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2013
Die Strom-Verkaufspreise der Vertriebsgesellschaften für verschiedene Abnehmergruppen in
den Jahren 2010-2012 zeigt die Tabelle Nr. 10 (in ZL/MWh)
2010
2011
2012
Privatkunden
256,71
264,50
253,89
Vertriebsgesellschaften
192,44
200,84
203,79
Energiebörse
192,55
199,83
194,81
Bilanzierungs
-markt
185,81
185,55
166,86
Export
211,51
212,36
198,23
andere
Durchschnitt
197,20
201,30
198,78
218,11
227,42
210,08
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2013
10
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2012”, 03.2013
30
Tabelle Nr. 11. Die Verkaufspreise für Strom und Vertriebsleistung (in ZL/MWh)
Abnehmergruppe
Gesamt
Industrie,
Hochspannung (A)
Industrie,
Mittelspannung (B)
Unternehmen,
Niederspannung (C)
Privatkunden (G)
darunter Haushalte
IV Quartal 2012
Durchschnitt
darunter
Strom
Vertrieb
470,4
288,8
181,6
323,0
255,0
68,0
IV Quartal 2013
Durchschnitt
darunter
Strom
Vertrieb
457,6
273,6
184,0
291,6
228,1
63,5
375,2
272,4
102,8
355,2
252,9
102,2
566,7
329,2
237,4
563,6
321,7
242,0
506,6
507,9
284,3
284,6
222,3
223,3
496,1
495,9
271,3
271,1
224,8
224,9
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
Zu betonen ist, dass 2008 zum ersten Mal die Strompreise für industrielle Abnehmer, sowie kleine
und mittlere Unternehmen (Gruppen A, B, und C) befreit wurden. Dagegen unterliegen die Preise
für Privatkunden (Gruppe G) weiterhin den Tarifregelungen der Regulierungsbehörde für
Energiewirtschaft (URE). Auch die Preise der Übertragungs- und Verteilungsgesellschaften
unterliegen diesen Tarifregelungen.
In den letzten Jahren beobachtet man eine kontinuierlich steigende Tendenz des Stromverkaufs über
die Energiebörse. Im Jahr 2009 betrug er laut Angaben von URE
11
lediglich 0,2%, im Jahr 2010 –
4,2%, danach konnte man im Jahr 2011 einen enormen Zuwachs von 58% und im Jahr 2012 von
61,8% beobachten. Im Jahr 2013 wurde über die Energiebörse über 53% des erzeugten Stroms
verkauft, dagegen knapp 38,5% an Vertriebsgesellschaften im Rahmen der zweiseitigen
Vereinbarungen (2010 - 89,8%, 2012 – 33%) und 4,2% auf dem Bilanzierungsmarkt. Dies resultiert
aus der Tatsache der Einführung einer neuen Pflicht für die Stromhersteller, die erzeugte Energie
auf dem Großhandel-Markt über die Energiebörse zu verkaufen.
11
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
31
3. WÄRMEMARKT
3.1. STRUKTUR DES MARKTES
Die Grundeigenschaft der im Wärmedienstleistungssektor agierenden Unternehmen ist die lokale
Reichweite ihrer Tätigkeit. Die einzelnen Quellen und Wärmenetze sind auf dem Gebiet einer
Ortschaft / Agglomeration tätig. Das hat zur Folge, dass kein gemeinsamer landesweiter
Wärmemarkt existiert, wie es bei Strom und Gas der Fall ist. Daher weist der Wärmemarkt einen
stark lokalen Charakter und große Differenzierungen auf.
Auf den lokalen Wärmemärkten kann man laut URE12 drei Gruppen von Unternehmen
unterscheiden, die sich mit der Wärmeherstellung, -verteilung und -vertrieb beschäftigen:
- Wärmekraftwerke und Heizkraftwerke, die fast ausschließlich Wärme herstellen (71,9%),
- Heizkraftwerke, die vor allem Strom herstellen (6,9%),
- Industriekraftwerke und kleine Betriebsheizwerke (21,2%).
Im Jahr 2012 waren über 67% der Wärmeversorgungsunternehmen in staatlicher Hand. Davon
gehörte 93% zu lokalen Selbstverwaltungen und 7% dem Staatsschatz. Der Rest der
Wärmeunternehmen (33%) gehörte zum privaten Sektor, davon machten 84% einheimische
Unternehmen
und
16%
ausländische
Unternehmen
aus.
Die
Mehrheit
der
Wärmeversorgungsunternehmen sind vertikal konsolidiert und besitzen Konzessionen für
verschiede Arten der Fernwärmetätigkeit, d.h. Wärmeerzeugung, - verteilung und –vertrieb. 13%
der Unternehmen können alle Arten der Fernwärmetätigkeiten ausüben. 67% haben Konzessionen
für die Wärmeerzeugung und – verteilung, 7,8% nur für Erzeugung und knapp 12,2% nur für
Verteilung und Vertrieb. Die Zahl der Wärmeunternehmen sinkt von Jahr zu Jahr, Ende 2012 betrug
sie 466 Unternehmen (2010 - 488).
Die installierte Gesamtleistung der Heiz- und Wärmekraftwerke in Polen betrug im Jahre 2012
58 147 MW. Die Mehrheit der Wärmekraftwerke (50,7%) sind kleine Unternehmen von 25 bis zu
500 MW und nur sieben der Wärmeunternehmen verfügen über Kapazitäten von über 1000 MW,
12
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
32
die jedoch insgesamt 25% des Marktes ausmachen. Die technische Leistungsfähigkeit der
Wärmeversorgungsunternehmen
kennzeichnet
sich
durch
hohe
Zerkleinerung
und
Unterschiedlichkeit. Über 1/3 des polnischen Erzeugungspotentials befindet sich in zwei
Wojewodschaften: Oberschlesien und Masowien. Den kleinsten Anteil am Landespotenzial der
installierten und erreichbaren Leistung machen die Wojewodschaften Lebus, Podlachien,
Heiligkreuz, und Ermland-Masuren aus (jeweils ungefähr 2%).
Diagramm Nr. 10. Struktur der installierten Gesamtleistung der Wärmeunternehmen,
geordnet nach Wojewodschaften im Jahre 2012 (in %)
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
Die Länge der Heiznetze betrug gemäß URE-Statistiken im Jahre 2012 19 794 km. Nur 17,4% der
Wärmeunternehmen besitzen Heiznetze, die über 50 km lang sind. 16,9% verfügen über kleine
Netze bis zu 5 km Länge.
33
Auf dem lokalen Wärmemarkt hat der Abnehmer keine Wahlmöglichkeit beim Anbieter, der ihn
mit Wärme bestimmter Qualität mittels des Netzes beliefert, und der Verkäufer hat nur begrenzte
Möglichkeiten der Kundengewinnung. Diese Begrenzungen folgen aus den existierenden
technischen (Reichweite und Parameter der aktuellen Netze) und ökonomischen Bedingungen (hohe
Kapitalintensität des Baus von neuen Netzstrecken und Netzentwicklung). Im Zusammenhang
damit kann sich die Konkurrenz auf dem lokalen Wärmemarkt zwischen den Wärmeunternehmen
bei der Wahl der Erzeugungstechnologie nur in einem bestimmten Umfang entwickeln. Diese
Technologie sollte ein Faktor sein, der einen Einfluss auf die Senkung der Kosten und die vom
Unternehmen angebotenen Preise hat. Konkurrenz ist auch im Stadium der Entscheidungsfällung
über den Neu- oder Ausbau von bereits bestehenden Wärmesystemen möglich.
3.2. WÄRMEERZEUGUNG UND VERBRAUCH
Im Jahre 2012 wurden in Polen laut Angaben von URE
13
insgesamt 431,4 PJ Wärme hergestellt.
Über 62% davon wurden im KWK-Verfahren erzeugt (durch 22% der Unternehmen). Die Struktur
der verwendeten Brennstoffe zur Wärmeerzeugung änderte sich in den vergangenen Jahren nur
geringfügig. Der Hauptbrennstoff bleibt nach wie vor Steinkohle, aber ihr Anteil an der gesamten
Wärmeproduktion sinkt systematisch zugunsten der Biomasse. Dabei spielt auch die territoriale
Differenzierung eine bedeutende Rolle. So wurde z.B. fast die ganze Wärme (über 90%) in drei
Wojewodschaften aus Steinkohle erzeugt: Ermland-Masuren, Oppeln und Heiligkreuz. Dagegen
wurden in Masowien knapp 1/4 der Wärme aus Heizöl und in Lebus über 81,5% aus Erdgas
hergestellt. Die Biomasse für Heizzwecke wurde vorwiegend in drei Wojewodschaften verwendet:
Kujawien-Pommern (25,3%), Podlachien (20,9%) und Pommern (14,3%). Die Struktur der
verwendeten Brennstoffe zur traditionellen Wärmeerzeugung unterscheidet sich von der Struktur
der verwendeten Brennstoffe zur Wärmeerzeugung bei dem KWK-Verfahren.
13
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
34
Diagramm Nr. 11. Struktur der Wärmeerzeugung in KWK nach Energieträger 2011
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2013
Diagramm Nr. 12. Struktur der Wärmeerzeugung ohne KWK nach Energieträger 2011
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2013
35
Das Angebot der Wärmedienstleistungen auf den lokalen Märkten ist stark durch die Nachfrage der
Konsumenten bedingt. In den letzten Jahren konnte man eine fallende Tendenz beim Bedarf an
Wärme beobachten. Dies resultiert vor allem aus der steigenden Rationalisierung des
Wärmeverbrauchs durch die Kunden sowie der Anwendung von modernen, energieeffizienten
Technologien und Heizsystemen.
Ein Großteil (ca. 34,2%) der erzeugten Wärme wurde im Jahr 2012 für den Eigenbedarf der
Wärmeunternehmen verwendet. Weitere 57,5% wurden in Wärmenetze eingespeist und der Rest
(8,3%) waren Verluste bei der Weiterleitung.
Das Gesamtvolumen der verkauften Wärme 2012 betrug 389 364,5 TJ und war somit um 3,1%
höher als im Vorjahr (377 794,2 TJ). Fast 40% der Wärme wurde direkt von den Erzeugungsquellen
und fast 60% über die Heiznetze verkauft. Nur 12,1% der direkt von den Erzeugungsquellen
verkauften Wärme wurde an die Endkunden geliefert. Dieser Anteil bei der Wärme, die durch die
Heiznetze verkauft wurde, betrug dagegen 95,8%.
3.3. WÄRMEPREISE
Im Jahre 2012 betrug der durchschnittliche Einkomponenten-Preis der Wärme 41,30 ZL/GJ, was
ein Zuwachs von 5,4% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Bei der Abrechnung mit den
Abnehmern verwenden die Wärmeversorgungsunternehmen Preise für bestellte Wärmeleistung,
Preise der Wärme, des Wärmeträgers, die Weiterleitungsgebühren und die Verteilungsgebühren.
Der Umfang der Dienstleistungen, der den Kunden durch die Wärmeversorgungsunternehmen
geboten wird, hat einen direkten Einfluss auf die Preisgestaltung der verkauften Wärme.14
14
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
36
Tabelle Nr. 12. Durchschnittliche Einkomponenten-Preise der Wärme, verkauft direkt von
den Erzeugungsquellen und über Heiznetze in einzelnen Wojewodschaften 2012 (in ZL/GJ)
Niederschlesien
Kujawien-Pommern
Lublin
Lebus
Lodsch
Kleinpolen
Masowien
Oppeln
Karpatenvorland
Podlachien
Pommern
Schlesien
Heiligkreuz
Ermland-Masuren
Großpolen
Westpommern
POLEN
Preis der Wärme, verkauft
direkt
von
den
Erzeugungsquellen
33,43
32,90
29,48
37,17
30,21
26,84
24,28
47,46
38,31
35,69
30,29
31,64
28,80
35,14
31,46
36,25
29,72
Preis der Wärme, verkauft
über die Heiznetze
50,19
52,03
45,35
41,96
45,45
46,85
41,95
55,44
52,34
52,21
54,54
51,09
55,54
49,63
52,33
54,86
48,71
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
Auf die Gestaltung der Wärmepreise haben viele Faktoren, wie z.B. Größe und Art der
Wärmequelle oder Kosten der Weiterleitungsverluste einen bedeutenden Einfluss. Die wichtigste
Rolle spielt dabei der verwendete Brennstoff. Am teuersten bleibt weiterhin Leichtheizöl und am
günstigsten Braunkohle, gefolgt von Schweröl, Steinkohle und Biomasse. Der unten stehenden
Tabelle kann man Wärmepreise gemäß dem Energieträger in einzelnen Wojewodschaften im Jahre
2012 entnehmen (in ZL/GJ).
37
Tabelle Nr. 13 Wärmepreise gemäß dem Energieträger in einzelnen Wojewodschaften im
Jahre 2012 (in ZL/GJ).
Niederschlesien
KujawienPommern
Lublin
Lebus
Lodsch
Kleinpolen
Masowien
Oppeln
Karpatenvorland
Podlachien
Pommern
Schlesien
Heiligkreuz
Ermland-Masuren
Großpolen
Westpommern
POLEN
Steinkohle
Braunkohle
Leichtöl
Schweröl
33,86
34,94
23,97
-
92,33
99,74
33,59
37,93
33,60
29,68
26,29
39,48
37,93
35,25
31,85
34,48
33,99
35,34
33,34
37,03
32,31
49,37
18,67
25,37
22,31
44,44
56,57
105,75
108,27
82,92
92,41
40,78
103,22
102,88
91,91
88,74
99,94
56,41
83,20
Erdgas
(Stickstoff)
74,37
-
Biomasse
82,02
51,43
Erdgas
(Methan)
68,58
61,56
55,71
27,54
46,35
31,01
32,39
28,40
28,50
79,19
64,79
56,61
46,41
58,11
41,23
57,66
65,46
55,93
64,78
64,07
63,45
71,31
49,48
32,07
71,28
70,91
69,03
65,61
37,01
56,83
65,94
30,84
24,31
36,07
31,58
38,34
Andere
EE
74,68
34,01
61,75
40,51
33,19
45,31
58,71
39,03
48,34
36,79
39,60
29,46
26,27
42,23
37,44
38,15
33,41
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), 2014
Sowohl die Preise für Wärmeerzeugung als auch – verteilung unterliegen weiterhin der
Genehmigungspflicht durch die Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE).
38
4. ERNEUERBARE ENERGIEN
Wegen des schlechten, altersbedingten Anlagenzustands und veralteter Technologien für die
Kohleverbrennung ist die Leistungsfähigkeit polnischer Produktionsanlagen äußerst gering. Die
steigenden Energiepreise, die steigende Nachfrage nach Energie, sowie die verschärften
Emissionsanforderungen der Europäischen Kommission öffnen neue Möglichkeiten für
Investitionen im Bereich der Energieerzeugung. Alte, ineffiziente Anlagen müssen demnächst zum
Teil durch neue, weniger umweltschädliche Installationen ersetzt werden. Kurz- bis mittelfristig
erscheint es daher sinnvoll, sich auf Energieherstellung aus erneuerbaren Energiequellen zu
konzentrieren. Gerade dies ist ein Bereich, in dem Polen großen Nachholbedarf aufweist und
deutsche Unternehmen ihr Know-how und Erfahrungen verstärkt einbringen können.
4.1. ENERGIEPOLITIK
Der polnische Energiesektor steht heute vor wichtigen Herausforderungen. Die hohe
Energienachfrage, die schlechte Herstellungs- und Netzinfrastruktur, eine große Abhängigkeit von
Erdgas- und eine fast vollständige Abhängigkeit von Erdölimporten, sowie Verpflichtungen im
Bereich Umweltschutz, darunter Klimaschutz, machen die Einführung von konkreten Maßnahmen,
die der Verschlechterung der Situation entgegen wirken, notwendig.
Gleichzeitig kamen in den letzten Jahren viele ungünstige Impulse aus der Weltwirtschaft hinzu.
Preisschwankungen der Rohstoffe, wachsender Energieverbrauch in den Entwicklungsländern,
ernsthafte Ausfälle bei der Stromversorgung, sowie eine wachsende Umweltverschmutzung wirkten
sich auf die polnische Energiepolitik aus.
Im Rahmen ökologischer Verpflichtungen hat die Europäische Union bis 2020 quantitative Ziele im
Rahmen des sog. „3x20%“-Pakets festgesetzt: 20-prozentige Erhöhung der Energieeffizienz, 20prozentige Reduktion beim Ausstoß von Treibhausgasen, 20-prozentiger Anteil von Energie aus
erneuerbaren Quellen am Gesamtenergieverbrauch, darunter 10-prozentiger Anteil von Energie aus
erneuerbaren Quellen im Verkehrssektor für die gesamte EU.
39
Gemäß der EU-Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren
Quellen ist Polen verpflichtet, den Anteil der erneuerbaren Energien im Energieverbrauch des
Landes im Jahr 2020 in Höhe von 15% und einen Anteil der Biokraftstoffe im Verkehrssektor in
Höhe von 10% zu erreichen. Gemäß den EU-Statistiken betrug der Anteil der erneuerbaren
Energien am Energieverbrauch in Polen im Jahre 2005 schon 7,2%. Laut Angaben des polnischen
Wirtschaftsministeriums betrug dieser Anteil im Jahr 2005 noch ca. 2,58%.
Tabelle Nr. 14: Ziele der einzelnen Mitgliedsstaaten gemäß Richtlinie 2009/28/EG zur
Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen:
Land
Schweden
Lettland
Finnland
Österreich
Portugal
Dänemark
Estland
Slowenien
Rumänien
Frankreich
Litauen
Spanien
Griechenland
Deutschland
Italien
Bulgarien
Irland
Polen
Großbritanien
Niederlande
Slowakei
Belgien
Tschechien
Zypern
Ungarn
Luxemburg
Malta
Anteil der
Energieerzeugung
aus EE 2005 (in %)
39,8
32,6
28,5
23,3
20,5
17
18
16
17,8
10,3
15
8,7
6,9
5,8
5,2
9,4
3,1
7,2
1,3
2,4
6,7
2,2
6,1
2,9
4,3
0,9
0
Ziel für 2020
(in %)
49
40
38
34
31
30
25
25
24
23
23
20
18
18
17
16
16
15
15
14
14
13
13
13
13
11
10
Quelle: EU-Richtlinie 2009/28/EG
40
Am 10.11.2009 hat die polnische Regierung eine neue bis zum Jahr 2030 ausgelegte Energiepolitik
für Polen beschlossen. Hauptziele dieser Energiepolitik sind die Steigerung der Energieeffizienz
und der Energiesicherheit, Diversifikation in der Energieherstellung durch den Bau von
Kernkraftwerken, Entwicklung von erneuerbaren Energiequellen darunter Biokraftstoffen,
Wettbewerbsfähigkeit auf den Kraftstoff- und Energiemärkten, sowie eine Einschränkung des
negativen Einflusses des Energiesektors auf die Umwelt. Im Rahmen dieser Politik werden
erneuerbare Energien gefördert, wobei das Fördersystem die effektivsten erneuerbaren Quellen
bevorzugen soll. Auf diese Weise soll eine übermäßige Preissteigerung vermieden und eine
ausgeglichene Entwicklung von erneuerbaren Energien gesichert werden. Das strategische Ziel der
polnischen Regierung ist es, einen Anteil der erneuerbaren Quellen am Endenergieverbrauch in
Höhe von 19% und einen Anteil der Biobrennstoffe im Verkehrssektor von 10% im Jahre 2020 zu
erreichen.
4.2. RECHTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN
Die rechtliche Grundlage für den Energiemarkt in Polen bildet das Energiegesetz vom 10.04.1997
(Dz. U. Nr. 153 Pos. 1504) mit seinen späteren Novellierungen und anderen verbundenen
Verordnungen.
Die Energieerzeugung, -übertragung und –verteilung sowie der Bau neuer Kapazitäten bedarf in
Polen gemäß dem Energiegesetz einer Genehmigung. Ausgenommen davon sind: kleine
Erzeugungsquellen bis zu 50 MW elektrischer Energie oder 5 MW Wärmeenergie (dies betrifft aber
nicht erneuerbare Energien) sowie Gasverteilung unter 1 MJ/s Durchleitung und Wärmeverteilung
bis zu 5 MW der Gesamtleistung, die von allen Abnehmern zusammen bestellt wurde. Daraus folgt,
dass jedes Unternehmen, welches Strom aus erneuerbaren Quellen, unabhängig von der installierten
Leistungsgröße oder Energiemenge, für wirtschaftliche Zwecke herstellen und verkaufen möchte,
gemäß dem polnischen Energiegesetz eine Konzession erhalten muss.
Am 08.01.2010 wurde eine Novelle des Energiegesetzes beschlossen, gemäß derer die Herstellung
von Elektroenergie aus landwirtschaftlichem Biogas von der Konzessionspflicht befreit ist. Diese
41
Tätigkeit verlangt seit dem 01.01.2011 einer Eintragung bei der Agentur für den Agrarmarkt (ARR)
in ein spezielles Register der Energieunternehmen, die landwirtschaftliches Biogas erzeugen.
Die Unternehmen, die sich um eine Konzessionen bewerben, müssen selbstverständlich bestimmte
Voraussetzungen erfüllen: Nachweis von Finanzmitteln und technischen Möglichkeiten,
Bebauungsbewilligung des Grundstücks etc. In der Praxis wird jedem Unternehmen die Konzession
immer auf der Grundlage objektiver Kriterien erteilt. Wichtig ist jedoch dabei, dass der
Unternehmer zum Zeitpunkt der Konzessionsbeantragung entsprechende technische Anlagen
besitzt, die betriebsbereit sind (z.B. zur Herstellung). Daher muss der Unternehmer zuerst das
Investitionsverfahren
beenden
und
alle
Genehmigungen
zur
Objektnutzung
sowie
Netzanschlussbedingungen samt dem Protokoll der technischen Abnahme des Anschlusses besitzen.
Die Ergänzung des Systems bildet die sog. Promesse der Konzession. Gemäß dem Energiegesetz
hat jeder Unternehmer das Recht, sich um eine Promesse der Konzession zu bewerben. Dabei kann
während der Gültigkeit der Promesse die Konzession nicht verweigert werden, sofern sich der
Anlagenzustand und der Rechtszustand der Investition nicht geändert haben. Die Promesse erlaubt
jedoch keine wirtschaftliche Tätigkeit. Sie ist lediglich ein Versprechen/eine Garantie auf eine
Konzessionserteilung für den Unternehmer, wenn alle Bedingungen erfüllt werden.
Beim
Bau
einer
Anlage
zur
Energieherstellung
wird
auch
ein
Umweltbescheid
des zuständigen Gemeindevorstehers/Bürgermeisters, sowie eine Baugenehmigung verlangt, die
durch die zuständige Starostei (Kreisbehörde) herausgegeben wird. Für die Erteilung der
Baugenehmigung muss vorher ein Umweltbericht erstellt werden, dessen Umfang die Starostei
bestimmt. Die Parameter des Bauprojekts müssen mit den Vorgaben des lokalen Bebauungsplans
übereinstimmen. Im Falle von Windkraftanlagen werden zusätzlich Genehmigungen der
Zivilluftfahrt- und der Militärluftfahrtbehörde verlangt. Sonnenkollektoren und PV-Anlagen,
darunter solare Freiflächenanlagen bis zu 3m Höhe erfordern dagegen nach derzeitiger (jedoch
etwas unklarer) Rechtslage weder Baugenehmigung noch Bauanzeige.
Ein Investor, der Strom ins Netz einspeisen möchte, muss noch in der Projektphase technische
Anschlussbedingungen vom Stromnetzbetreiber erhalten. Energiegesellschaften, die sich mit dem
42
Energievertrieb beschäftigen, sind verpflichtet, Verträge über den Netzanschluss erneuerbarer
Energiequellen unter dem Prinzip der Gleichberechtigung abzuschließen, wenn technische und
wirtschaftliche Bedingungen erfüllt sind. Sie sind auch verpflichtet, dem Strom, der aus
erneuerbaren Quellen oder in einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage erzeugt wurde, bei
Dienstleistungen der Weiterleitung Priorität einzuräumen. Die Energieunternehmen, die sich mit
dem Verkauf der Energie beschäftigen, sind verpflichtet, die Energie aus erneuerbaren Quellen in
ihrem Gebiet zum mittleren Marktpreis einzukaufen. Darüber hinaus führt das Energiegesetz im
Falle von erneuerbaren Quellen mit einer elektrischen Leistung unter 5 MW sowie KWK-Anlagen
unter 1 MW, einen 50-prozentigen Kostennachlass für den Netzanschluss ein. Diese Quellen sind
auch von der Registergebühr und der Stempelgebühr für die Ursprungszeugnisvergabe befreit.
Die
Gesetzesnovelle
vom
08.01.2010
hat
eine
Anzahlung
vor
Erteilung
einer
Netzanschlussgenehmigung und der Nennung der Anschlussbedingungen, sowie ihren Verfall im
Falle des Nichtgebrauchs der Netzanschlussgenehmigung, eingeführt. Nur für den Fall, dass es
keine wirtschaftliche oder technische Möglichkeit des Netzanschlusses gibt, ist die Anzahlung
zurückzuzahlen. Die Anzahlungshöhe beträgt 30,- ZL für 1 kV beantragter Kapazität, jedoch nicht
mehr als 3 Mio. ZL. Diese Regelung sollte das Problem der sog. „Blockade der Kapazitäten“, d.h.
die Spekulationsanträge auf Netzanschluss von neuen Kapazitäten, lösen. Sie wurden bis jetzt zum
Teil durch Firmen gestellt, die überhaupt keinen Kraftwerksbau planten, sondern sich lediglich
Gewinne aus dem Verkauf solcher Genehmigung erhofften. Dadurch wurden die potentiellen
Anschlussmöglichkeiten für seriöse Investoren blockiert.
Darüber hinaus wird die Energieherstellung aus erneuerbaren Quellen in Polen zusätzlich durch
ein Quotensystem (Zertifikatssystem) gefördert. Im Rahmen dieses Systems sind die
Energiegesellschaften, die Strom an Endabnehmer verkaufen, verpflichtet, gewisse Energiequoten
aus erneuerbaren Energiequellen zu kaufen oder selbst herzustellen. In diesem System gibt es keine
garantierten Mindestpreise für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Quellen, wie das in
Deutschland der Fall ist.
Im März 2005 wurde eine Novelle des Energiegesetzes erlassen, die das Fördersystem für
erneuerbare Energien in Polen gestaltet und die Empfehlungen der EU-Richtlinie 2001/77/EG in
43
Bezug auf die Möglichkeiten, EE-Anlagen an das bestehende Stromnetz anzuschließen und
Zertifikate in Umlauf zu bringen, in nationales Recht umsetzt. Für die Stromherstellung aus
erneuerbaren Quellen vergibt die Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE) den Herstellern
Herkunftsnachweise und auf deren Basis sog. „grüne Zertifikate“. Es gibt dabei keine
Differenzierung zwischen den einzelnen Energiequellen, dh. die Biomasse- Wasserkraft-, Windund Solaranlagen erhalten dieselbe Förderung. Der Hersteller erneuerbarer Energien muss dabei
mittels seines Vertriebsunternehmens einen Antrag innerhalb von 45 Tagen nach dem
Herstellungsprozess stellen. Energiegesellschaften, die Strom an Endabnehmer verkaufen, sind
verpflichtet, eine aus der Kaufpflicht hervorgehende Anzahl von Zertifikaten zu kaufen oder eine
entsprechende Strommenge aus erneuerbaren Quellen selbst herzustellen. Eine entsprechende
Anzahl der Zertifikate müssen die Energiegesellschaften, Maklerhäuser und große Endkunden der
URE jährlich zur Tilgung vorlegen.
Die
Pflichtkaufmengen
von
Strom
aus
erneuerbaren
Quellen
wurden
für Energiegesellschaften in der Verordnung des Ministers für Wirtschaft vom 18.10.2012
bestimmt. Diese Verordnung hat eine ältere Verordnung vom 14.08.2008 ersetzt und die Quoten in
den Jahren 2013 – 2021 erhöht bzw. eingeführt. Damit betragen die Sätze für die jeweiligen Jahre:
2012 – 10,4%
2013 – 12,0%
2014 – 13,0%
2015 – 14,0%
2016 – 15,0%
2017 – 16,0%
2018 – 17,0%
2019 – 18,0%
2020 – 19,0%
2021 – 20,0%
Diese neue Verordnung und die Erhöhung der Pflichtkaufmengen der grünen Zertifikate sollen dem
Überangebot der Zertifikate auf dem Markt entgegenwirken.
44
Tabelle Nr. 15. Realisierung des Quotensystems
Jahr
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013*
Stromverkauf
an Endabnehmer
insgesamt [MWh]
108 625 000
112 338 000
114 243 000
121 180 113
116 456 087
121 296 156
121 532 821
126 249 347
121 850 000
Stromverkauf
aus erneuerbaren
Quellen [MWh]
3 760 301
4 221 199
5 229 525
8 458 371
10 096 742
11 304 801
12 663 720
13 937 928
12 233 740
Realisierter
Anteil [%]
Vorgeschriebener
Anteil [%]
3,46
3,76
4,57
6,98
8,67
9,32
10,42
11,04
10,04
3,1
3,6
5,1
7,0
8,7
10,4
10,4
10,4
12,0
Quelle: Agentur für den Energiemarkt (ARE), * Schätzungswerte, 2014
Die
Energiegesellschaften
können
alternativ
zum
Kauf
grüner
Zertifikate,
eine
Kompensationsgebühr entrichten. Diese errechnet sich wie folgt: 242,40 ZL pro MWh multipliziert
mit der Differenz zwischen der Pflichtkaufmenge und der tatsächlich gekauften Menge an grünen
Zertifikaten (der Betrag galt für das Jahr 2007 und wird jährlich durch die Inflationsrate angepasst;
2013 betrug er 297,35 ZL).
Das Gesetz garantiert den Herstellern erneuerbarer Energien den Absatz ihres Stroms zum
mittleren, im bevorstehenden Kalenderjahr auf dem Markt geltenden Verkaufspreis der sog.
„schwarzen“ Energie. Im Jahr 2013 betrug dieser Preis 181,55 ZL pro MWh (2012 - 201,36 ZL,
2011 – 198,90 ZL, 2006 – 117,49 ZL). Dieser Preis wird vom Präsidenten der URE im ersten
Quartal für das laufende Jahr bekannt gegeben. Zum Ertrag der Hersteller erneuerbarer Energie
zählt also der o.g. Preis der „schwarzen“ Energie und der Preis, den sie für ihre „grünen Zertifikate“
an der Börse bekommen. Der Kurs der „grünen Zertifikate“ wird durch Marktmechanismen an der
Börse bestimmt.
Die
Gesetzesnovelle
hat
darüber
hinaus
den
Börsenhandel
mit
Zertifikaten
und den damit zusammenhängenden Vermögensrechten an der Energiebörse (TGE) eingeführt. Der
Börsenhandel mit den Vermögensrechten hat am 28.12.2005 begonnen und findet zweimal in der
45
Woche statt. Wegen des großen Überangebotes sind in der letzten Zeit die Preise der Zertifikate
stark gesunken. In den letzten Monaten schwankte er von ca. 100 bis 240 ZL pro MWh. Die
Börsennotierungen können unter www.tge.pl eingesehen werden.
Für die Nichterfüllung der Kaufpflicht (also wenn Zertifikate nicht gekauft werden, die
Ersatzgebühr nicht entrichtet oder erneuerbare Energie nicht selbst hergestellt wurde) wird eine
Strafe in Höhe von 1,3 x der Differenz zwischen der verlangten und der entrichteten Ersatzgebühr
durch die URE auferlegt. Die Mittel aus der Kompensationsgebühr und den Strafen fließen in die
Kasse des Nationalfonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft (NFOŚiGW) ein und sind für eine
ausschließliche Förderung von Investitionen aus dem Bereich erneuerbarer Energien bestimmt
(meistens in Form von verbilligten Darlehen).
Zu den erneuerbaren Energien wird in Polen grundsätzlich auch die Energie gezählt, die aus der
Mitverfeuerung der Biomasse in konventionellen Kraftwerken oder in sog. Hybridanlagen
hergestellt wird. Bei den Mitverfeuerungsanlagen über 5 MW und bei den Hybridanlagen über 20
MW wird die Energie oder Wärme, die aus den erneuerbaren Energien hergestellt wurde, gemäß
einer in der Verordnung des Ministers für Wirtschaft vom 18.10.2012 festgelegten Formel
berechnet. Bei den Anlagen über 20 MW, in denen ausschließlich Biomasse verfeuert wird, wird
100% der hergestellten Energie oder Wärme zu den erneuerbaren Energien gezählt. Damit diese
Energie jedoch als erneuerbare Energie anerkannt werden kann, muss der Gewichtsanteil der
Biomasse aus energetischen Pflanzen oder anderen Abfällen als aus der Forstwirtschaft der
festgelegten Mindestmenge entsprechen.
Für die Mitverfeuerungsanlagen über 5 MW betragen die Mindestanteile:
im Jahr 2012 – 50%
im Jahr 2013 – 60%
im Jahr 2014 – 70%
im Jahr 2015 – 80%
im Jahr 2016 – 80%
im Jahr 2017 – 80%
im Jahr 2018 – 85%
im Jahr 2019 – 85%
im Jahr 2020 – 85%
46
im Jahr 2021 – 85%
Für die Hybridanlagen über 20 MW, die die Biomasse mitverfeuern, betragen die
Mindestmengen:
im Jahr 2012 – 20%
im Jahr 2013 – 20%
im Jahr 2014 – 20%
im Jahr 2015 – 20%
im Jahr 2016 – 30%
im Jahr 2017 – 40%
im Jahr 2018 – 40%
im Jahr 2019 – 50%
im Jahr 2020 – 50%
im Jahr 2021 – 50%
Für die Anlagen über 20 MW, in denen ausschließlich Biomasse verfeuert wird, betragen die
Mindestanteile:
im Jahr 2012 – 20%
im Jahr 2013 – 20%
im Jahr 2014 – 20%
im Jahr 2015 – 20%
im Jahr 2016 – 30%
im Jahr 2017 – 40%
im Jahr 2018 – 40%
im Jahr 2019 – 50%
im Jahr 2020 – 50%
im Jahr 2021 – 50%
Nach der Novellierung des Energiegesetzes vom 08.01.2010 und dem Beschluss der Verordnung
des Wirtschaftsministers vom 26.07.2011 über die Zertifikate für die Energie aus KWK-Anlagen
wird auch die Stromerzeugung im Verfahren der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung nun
stärker staatlich gefördert. Somit wurde die Richtlinie 2004/8/EG über die Förderung einer am
Nutzwärmebedarf orientierten Kraft-Wärme-Kopplung im Energiebinnenmarkt umgesetzt. Gemäß
47
diesen Vorschriften müssen Energiegesellschaften, die Strom an Endverbraucher verkaufen, einen
gesetzlich festgelegten Anteil des verkauften Stroms in KWK-Verfahren selbst erzeugen oder
Zertifikate für Energie aus dieser Quelle beziehen bzw. stattdessen eine Kompensationsgebühr
zahlen (ähnlich dem Erneuerbaren-Energie-Modell).
Es gibt drei Arten von Zertifikaten für die Energie aus KWK:
- sog. „Gelbe Zertifikate“, für KWK-Anlagen, die mit Gaskraftstoffen befeuert werden oder wenn
die installierte Gesamtleistung der Anlage 1 MW nicht übersteigt,
- sog. „Violette Zertifikate“, für KWK-Anlagen, die mit Methan aus Steinkohlebergwerken oder
Brenngas aus Biomasseverarbeitung befeuert werden,
- sog. „Rote Zertifikate“, für andere KWK-Anlagen.
Die Systeme der gelben und roten Zertifikate liefen Anfang 2013 aus und wurden mit dem
Inkrafttreten der Novelle des Energiegesetzes am 30.04.2014 wiederaufgenommen. Laut dieser
Novelle
wurde
das
Funktionieren
beider
Systeme
bis
Ende
2018
garantiert.
Das
Wirtschaftsministerium arbeitet jedoch an der Verlängerung des Systems nach 2018.
Der gesetzlich festgelegte Anteil der „Gelben Zertifikate“ beträgt im Jahr 2014 3,9%. Die Höhe der
Kompensationsgebühr wurde auf 110,00 ZL/MWh festgesetzt. Der gesetzlich festgelegte Anteil der
„Roten Zertifikate“ beträgt dagegen für den Zeitraum 2014-2018 23,2%. Die entsprechende Höhe
der Kompensationsgebühr wurde 2014 auf 11,00 ZL/MWh festgesetzt. Der gesetzlich festgelegte
Anteil der „Violetten Zertifikate“ beträgt dagegen im Jahr 2014 1,1%. Die entsprechende Höhe der
Kompensationsgebühr wurde auf 63,26 ZL/MWh festgesetzt.
Die mittleren Marktpreise der Energien aus KWK beliefen sich im Jahre 2013 auf:
- 193,86 ZL/MWh für Energie aus KWK-Analgen, die mit Gaskraftstoffen befeuert werden oder
wenn die installierte Gesamtleistung der Anlage 1 MW nicht übersteigt,
- 194,29 ZL/MWh für Energie aus KWK-Anlagen, die mit Methan aus Steinkohlebergwerken oder
Brenngas aus Biomasseverarbeitung befeuert werden,
- 190,45 PLN/MWh für Energie aus anderen KWK-Anlagen.
Die aktuellen Preise werden jedes Jahr Ende März durch die Regulierungsbehörde für
Energiewirtschaft (URE) verkündet.
48
Die Erzeuger von Energien aus dem KWK-Verfahren bekommen für ihren Strom den mittleren
Marktpreis aus dem bevorstehenden Kalenderjahr. Darüber hinaus bekommen sie die roten bzw.
gelben oder violetten Zertifikate, die sie sich durch die Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft
(URE) ausstellen lassen können. Diese sind mit Vermögensrechten verbunden und können an der
Energiebörse gehandelt werden. Die „Roten und Gelben Zertifikate“ erschienen zum ersten Mal im
Januar 2008 an der Energiebörse und erreichten einen Wert von 119,01 ZL/MWh (Gelbe
Zertifikate) und 17,50 ZL/MWh (Rote Zertifikate). Anfang 2013 beliefen sich die Preise
entsprechend auf 125,00 ZL/MWh und 2,45 ZL/MWh. Die Preise für die „Violetten Zertifikate“,
die erst seit November 2011 an der Energiebörse notiert werden, betrugen Anfang 2013 60,00
ZL/MWh.
Am 13.07.2010 wurde das lang vorbereitete Regierungsprogramm „Richtungen der Entwicklung
von landwirtschaftlichen Biogasanlagen in Polen in den Jahren 2010-2020“, durch das
Wirtschaftsministerium und Landwirtschaftsministerium beschlossen. Ziel des Programms ist der
Bau von ca. 2,5 Tsd. landwirtschaftlichen Biogasanlagen, d.h. durchschnittlich eine Anlage in jeder
Gemeinde bis zum Jahre 2020. Geplant wird auch die Vorbereitung eines Wegweisers für
potentielle Investoren von landwirtschaftlichen Biogasanlagen, sowie die Durchführung einer
Informationskampagne.
Am 8.01.2010 wurde eine Novelle des Energierechts verabschiedet, die einige im Programm
beschriebenen Regelungen, wie z.B. Zertifikate für Biogas und die garantierte Abnahmepflicht des
erzeugten Biogases ins Gasnetz ab dem 01.01.2011, einführt. Die Hersteller von Energie aus
landwirtschaftlichem Biogas bekommen „Grüne Zertifikate“ (auf der Grundlage der Umrechnung
des Biogases auf die äquivalente Menge elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen). Die
Hersteller des Biogases, welches in das Gasnetz gespeist wird, bekommen dagegen sog. „Braune
Zertifikate“. Die Novelle regelt auch eindeutig das Recht darauf, zwei Arten von Zertifikaten für
Biogas gleichzeitig zu erhalten, welches in hocheffizienten KWK-Anlagen hergestellt wurde (Gelbe
und Grüne). Dies war früher nicht der Fall und hat jetzt die Rentabilität solcher Anlagen erheblich
erhöht Darüber hinaus unterliegt die Herstellung und Einspeisung von landwirtschaftlichem Biogas
nur der Registrierungspflicht bei der Agentur für Agrarmarkt (ARR), was eine Vereinfachung
49
gegenüber
dem
Konzessionsverfahren
ist.
Hersteller
elektrischer
Energie
oder
des
landwirtschaftlichen Biogases müssen jedoch ihre wirtschaftliche Tätigkeit bei dem zuständigen
Gemeindeamt registrieren, soweit sie grüne Zertifikate beantragen möchten.
Da die Einspeisung des Biogases in das Gasverteilungsnetz der Erfüllung bestimmter
Qualitätsparameter bedarf, die mit hohen Anpassungskosten verbunden sind, wurde bis jetzt kein
braunes Zertifikat herausgegeben.
4.3. ENTWURF DES ERNEUERBARE-ENERGIEN GESETZES (EEG)
Am Anfang 2014 hat das Wirtschaftsministerium einen neuen (bereits sechster) Entwurf des
Gesetzes über Erneuerbare Energien (EEG), dessen Verabschiedung für das 4. Quartal 2014 geplant
wird, vorgestellt. Die Version 6.3 des EEG vom 28.03.2014 wurde in leicht veränderter Fassung am
8.04.2014 von der polnischen Regierung verabschiedet. Danach wurde das Gesetz in den
parlamentarischen Gesetzgebungsprozess eingebracht, um beschlossen zu werden. Das geplante
Inkrafttreten des Gesetzes ist somit der 1.01.2016.
Die allerwichtigste Änderung, die das EEG vorsieht, ist die Einführung eines Fördersystems in
Form von Auktionen. Gegenstand der Auktion für neue Installationen ist eine bestimmte Menge an
produzierter elektrischer Energie in erneuerbaren Energiequellen, die über einen Zeitraum von 15
Jahren erzeugt wird. Für die einzelnen Arten der EE sollen jeweils unterschiedliche
Abnahmemengen und maximale Auktionspreise (sog. Referenzpreise) gelten, um die verschiedenen
Höhe der Kosten ihrer Erzeugung zu berücksichtigen. Vorgesehen ist eine Aufgliederung in 18
Technologien mit jeweiligen Referenzpreisen. Unterschieden wird dabei auch in große und kleine
Anlagen. Mindestens ein Viertel der jährlich hergestellten Energie soll aus den Anlagen bis 1 MW
stammen. Es werden keine „Investitionskörbe“ für verschiedene EE-Technologien geschaffen. Es
gibt jedoch die zusätzliche Einschränkung, dass die polnische Regierung für jede Auktion per
Verordnung beschließen kann, dass nur ein Teil der zu versteigernden Mittel für Technologien, die
bis 4000 MWh/MW/Jahr Strom erzeugen, vergeben wird. Damit sollen EE-GrundlastTechnologien, die sonst in Technologie-unabhängigen Auktionen voraussichtlich weniger Chancen
haben, gefördert werden. Mitverfeuerung von Kohle und Biomasse (außer drei bestehenden sog.
50
speziellen Mitverfeuerungsanlagen mit einem hohen energetischen Anteil von Biomasse von über
20% mit bis zu 50 MW installierte Kapazität), Biomasse-Anlagen mit mehr als 50 MW installierte
Kapazität und Wasserkraftwerke mit mehr als 5 MW installierte Kapazität können nicht an
Auktionen teilnehmen.
Einziges Auswahlkriterium der Auktion ist der Preis für die erzeugte elektrische Energiemenge
(hierunter Energie für den Eigenverbrauch) in Form eines angebotenen Festpreises. Eine
Inflationierung des Festpreises ist ebenfalls vorgesehen. Der Preis, der im Rahmen der Auktion
vereinbart wird, gilt für den gesamten Förderzeitraum und in der in der Ausschreibung deklarierten
Menge, selbst wenn der Marktpreis für elektrische Energie (d.h. Preis an der Strombörse) höher sein
sollte. Die in der Auktion zum Festpreis kontraktierte Energiemenge muss tatsächlich geliefert
werden, wobei der Abrechnungszeitraum 3 Jahre betragen wird. Dies bedeutet, dass Technologien
mit variabler Energieerzeugung wie z.B. Windkraft, PV oder Wasserkraft gezwungen sind, eine
Energiemenge zu kontraktieren, bei der es sicher ist, dass diese Energiemenge auch innerhalb des 3jährigen Abrechnungszeitraums geliefert werden kann. Sollte eine über die in der Auktion
kontraktierte Energiemenge hinaus erzeugt werden, muss die Energie zum Großhandelspreis, ohne
weitere Förderung, veräußert werden. Eine Nichtlieferung der kontraktierten Energiemenge wird
mit 150% des im Rahmen der Auktion bestimmten Preises bestraft.
Auktionen sollen mindestens einmal jährlich stattfinden. Kriterien für die Teilnahme an der
Ausschreibung sind das Vorliegen eines planungsrechtlichen Titels – Bebauungsplan oder
Bebauungsbedingungen, eines Netzanschlussvertrags und einer Baugenehmigung. Weiterhin muss
ebenfalls eine potenzielle Finanzierungszusage vorgelegt und eine Kaution in Höhe von 30.000
ZL/MW eingezahlt werden bzw. eine Bankgarantie vorgelegt werden. Die Qualifizierung für eine
Ausschreibung erfolgt im Wege einer Vorqualifikation bei der Regulierungsbehörde URE. Nach
Qualifikation kann das Projekt an allen innerhalb von 12 Monaten stattfindenden Auktionen
teilnehmen.
Neben dem Auktionssystem für Neuanlagen wird es auch ein Auktionssystem für Bestandsanlagen
– darunter auch solche Anlagen, die in dem Übergangszeitraum bis Ende 2015 ans Netz
angeschlossen werden - geben. Das Auktionssystem für Bestandsanlagen funktioniert nach den
51
gleichen Grundsätzen wie das Auktionssystem für Neuanlagen, wobei allerdings der gesamte
Förderzeitraum nicht mehr als 15 Jahre betragen kann. Das bisher geltende Zertifikatssystem wird
innerhalb von 15 Jahren nach Inkrafttreten des EEG auslaufen. Der Investor einer Bestandsanlage
kann jederzeit innerhalb des 15-Jahre-Zeitraumes von dem Zertifikatssystem in das Auktionssystem
wechseln.
Dieses
Zertifikatsmodell
wird
allerdings
leicht
modifiziert.
Die
größeren
Wasserkraftwerke (über 5 MW) erhalten keine Förderung mehr und die einfache Mitverfeuerung
von Biomasse in Kohlekraftwerken nur noch eingeschränkt (0,5 Zertifikats für 1 MWh hergestellten
Stroms).
Das EEG soll auch die Tätigkeit und das Anschlussverfahren von Mikro und Kleinanlagen zur
Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen vereinfachen, die keiner Konzession für den Verkauf
des Stroms oder Wärme sowie keiner Gewerbeanmeldung bedürfen werden. Die Hersteller von
Energie in Mikroanlagen (bis 40 kW Elektroenergie und bis 120 kW Wärme und Kälte), derer
Überschüsse sie verkaufen und ins Netz speisen möchten, müssen nur den zuständigen
Verteilernetzbetreiber darüber schriftlich informieren. Der Netzanschluss erfolgt kostenlos. Für den
in das Netz eingespeisten Strom erhalten solche Installationen einen Mindestpreis von 80% des vom
URE festgesetzten allgemeinen Strompreises.
Darüber hinaus sieht das EEG die Zertifizierung der Installateure von Mikro- und Kleinanlagen
(Biomassekessel und –öfen, PV-Anlagen, Solarkollektoren, Wärmepumpen und oberflächennahe
Geothermiesysteme) vor, die entsprechende Qualifikationen nachweisen können oder die eine
entsprechende
Schulung
absolvieren
und
ein
staatliches
Examen
vor
akkreditierten
Schulungsorganisatoren künftig bestehen werden müssen.
4.4. FÖRDERMITTEL
Polen ist der größte Profiteur der EU-Kohäsionspolitik. Von den 325 Mrd. EUR der EUFördermittel soll Polen in den Jahren 2014-2020 ca. 73 Mrd. erhalten. 27,5 Mrd. davon werden für
die Förderung erneuerbarer Energiequellen im Rahmen des Operationelles Programms Infrastruktur
und Umwelt und in regionalen Programmen bestimmt. Abhängig von der geographischen
52
Reichweite, der Auswirkungsskala, installierter Leistung, der Investitionsart etc. werden die
Projekte auf der lokalen, regionalen Ebene (Regionale Operationelle Programme) oder auf der
Landesebene
gefördert.
Auf
der
Landesebene
werden
grundsätzlich
System-
und
Demonstrationslösungen, Pilotprogramme und Projekte mit überregionalem Umfang gefördert.
Eine der wichtigsten Institutionen in Polen, die sich mit der Finanzierung der Investitionen im
Umwelt- und Energiebereich befasst ist der Nationalfonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft
(Narodowy Fundusz Ochrony Środowiska i Gospodarki Wodnej, NFOŚiGW). Der Fonds will im
Jahre 2014 über 6 Mrd. ZL (ca. 1,5 Mrd. EUR) für Projekte im Bereich erneuerbarer Energien, der
Energieeffizienz und der Kommunalabfallwirtschaft zur Verfügung stellen (11% mehr, als im Jahre
zuvor).
Es handelt sich hier um verschiedene Formen der Unterstützung (Zuschüsse, Darlehen,
Subventionen etc.), um die sich Marktteilnehmer (Selbstverwaltungseinheiten, Unternehmen,
Haushalte) bewerben können.
Im Rahmen des Programms „PROSUMENT“, welches im zweiten Quartal 2014 gestartet ist, stehen
rund 600 Mio. ZL (ca. 150 Mio. EUR) für die Jahre 2014-2020 in Form von verbilligten Darlehen
(450 Mio.) und Zuschüssen (150 Mio.) für Förderung dezentraler, erneuerbarer Energiequellen zur
Verfügung. Gemeint sind hier Wärmequellen, die mit Biomasse beheizt werden, Wärmepumpen
und Solarkollektoren bis zu 300 kWt, sowie PV-Module, kleine Windanalgen und MikroBiogasanlagen bis zu 40 kW. Das Programm ist an Privatpersonen, Wohnungsgenossenschaften
und territoriale Selbstverwaltung gerichtet, die Strom oder Wärme für den Eigenbedarf herstellen
möchten. Die Höhe des Darlehens kann bis zu 100% der qualifizierten Kosten und des Zuschusses
bis zu 20% oder 40% betragen, wobei die max. Investitionseinheitskosten 100 – 450 Tsd. ZL je
nach der Art des Unternehmens nicht überschreiten dürfen. Die Verzinsung wird 1% betragen,
wobei die Finanzierungsperiode max. 15 Jahre dauern wird.
Darüber hinaus sieht der Fonds für den Zeitraum 2014 -2018 im Rahmen des Prioritätsprogramms
„BOCIAN“ rund 420 Mio. ZL (ca. 105 Mio. EUR) in Form von verbilligten Darlehen für dezentrale
erneuerbare Energiequellen, darunter Biogasanlagen von 300 kW bis 2 MW und Biomasse-Kesseln
bis 20 MWt vor. Die Höhe des Darlehens kann entsprechend bis zu 75% und 30% der qualifizierten
53
Kosten, max. 40 Mio. ZL betragen, wobei die max. Investitionseinheitskosten bei Biogas- 16 Mio.
und bei Biomasseanalagen 8,6 Mio. ZL/MW nicht überschreiten dürfen. Die Verzinsung wird nicht
kleiner als 2% sein, wobei die Finanzierungsperiode max. 15 Jahre dauern wird. Das Programm ist
an Unternehmen gerichtet.
Kontaktkoordinaten:
Narodowy Fundusz Ochrony Środowiska i Gospodarki Wodnej
ul. Konstruktorska 3a
PL-02-673 Warszawa
Tel. +48 22 45 90 000
Fax. +48 22 45 90 101
E-Mail: [email protected]
www.nfosigw.gov.pl
Der Fonds verfügt über 16 regionale Abteilungen in jeder Wojewodschaft in Polen. Die Liste der
Abteilungen
ist
auf
der
Website
des
Fonds
unter
http://www.nfosigw.gov.pl/inne-
organizacje/wfosigw/dane-kontaktowe/ zu finden.
4.5. AKTUELLER ENTWICKLUNGSSTAND
Die in Polen erfassten Daten und veröffentlichten Statistiken spiegeln im Bereich erneuerbarer
Energien nicht das komplette Bild der Situation wieder. Die wichtigsten Gründe dafür sind große
Dezentralisierung der Quellen, lokaler Charakter deren Ausnutzung und niedrige Leistung der
meisten EE-Anlagen, die die Gewinnung von statistischen Daten erschweren. Manche
veröffentlichten Daten sind lediglich Ergebnisse der durchgeführten Schätzungen und Umfragen.
Die Struktur der Energiegewinnung in der EU, wie auch in Polen verändert sich langsam und weist
eine Tendenz zur Steigerung der Primärenergie aus erneuerbaren Quellen, trotz der allgemeinen
54
Senkung der Energiegewinnung, auf. Dieser Zuwachs war laut dem Hauptamt für Statistik (GUS)15
im Jahre 2010 am höchsten und betrug in der EU 12% und in Polen 13,7%. Im Jahr 2011 wurde in
der EU eine Senkung der Primärenergie aus erneuerbaren Quellen um 2,7% und in Polen eine
weitere Steigerung um 8,6% im Vergleich zum Vorjahr notiert.
Tabelle Nr. 16. Gewinnung der Primärenergie in der EU und in Polen
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
Gewinnung der
931,4
Primärenergie in der EU
[Mtoe]
Darunter aus erneuerbaren
103,7
Quellen
Anteil der Primärenergie aus 11,1
EE in der EU [%]
928,3
896,8
877,9
856,7
850,1
813,5
831,1
801,2
111,7
115,8
123,5
133,9
141,9
148,7
166,9
162,3
12,0
12,9
14,1
15,6
16,7
18,3
20,1
20,3
Gewinnung der
Primärenergie in Polen
[Mtoe]
Darunter aus erneuerbaren
Quellen
Anteil der Primärenergie aus
EE in Polen [%]
79,9
78,7
78,4
77,7
72,6
71,3
67,3
67,5
68,8
4,2
4,3
4,5
4,8
4,9
5,4
6,1
6,9
7,5
5,2
5,5
5,8
6,1
6,7
7,6
9,0
10,2
10,9
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Im Jahre 2012 wurden in Polen insgesamt 356 070 TJ Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen.
Davon stammten 82,16% aus fester Biomasse, 6,53% aus Biodiesel, 4,8% aus Wind, 2,06% aus
Wasser, 1,96% aus Biogas, 1,44% aus Bioethanol, 0,4% aus Abfall, 0,3% aus Wärmepumpen, 0,2%
aus Geothermie und 0,15% aus Sonne. Die dominierende Rolle in der Gewinnung der
Primärenergie aus EE in Polen spielt seit Jahren die feste Biomasse. Der Anteil von anderen
Quellen ändert sich von Jahr zu Jahr mit einer sichtbaren Steigerungstendenz bei Wind, Biogas und
Sonne und einer Rückgangstendenz bei Wasser.
15
GUS, „Energia ze źródeł odnawialnych w 2012”, 11.2013
55
Diagramm Nr. 13. Gewinnung der Primärenergie aus EE in Polen 2012 (TJ)
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Tabelle Nr. 17. Gewinnung der Primärenergie aus EE in Polen (TJ)
Feste Biomasse
Sonne
Wasser
Wind
Biokraftstoffe,
darunter:
- Bioethanol
- Biodiesel
Biogas, darunter
- Deponien
- Abwasser
- Landwirtschaft
Geothermie
Wärmepumpen
Abfall
2006
181035
11
7352
922
6965
2007
184917
15
8468
1878
4614
2008
198401
54
7748
3012
12402
2009
217302
283
8550
3878
17847
2010
245606
350
10512
5992
19123
2011
265888
434
8393
11536
18030
2012
292562
544
7333
17088
28371
3542
3423
2613
791
1803
19
535
33
27
2792
1822
2708
879
1802
27
439
68
35
2459
9943
4025
1432
2486
107
531
605
9
3838
14010
4104
1487
2429
188
600
758
29
4538
14584
4797
1811
2652
334
563
888
123
4057
13974
5732
2323
2775
634
531
946
1338
5124
23247
7033
2249
3321
1463
661
1118
1360
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
56
Tabelle Nr. 18. Gewinnung der Primärenergie aus EE in Polen (%)
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
Feste Biomasse
90,75
91,03
87,48
85,77
85,29
84,99
82,16
Sonne
0,01
0,01
0,02
0,11
0,12
0,14
0,15
Wasser
3,68
4,17
3,42
3,37
3,65
2,68
2,06
Wind
0,46
0,92
1,33
1,53
2,08
3,69
4,80
Biokraftstoffe
3,49
2,27
5,47
7,04
6,64
5,76
7,97
Biogas
1,31
1,33
1,78
1,62
1,67
1,83
1,98
Geothermie
0,27
0,22
0,23
0,24
0,20
0,17
0,19
Wärmepumpen
0,02
0,03
0,27
0,30
0,31
0,30
0,31
Abfall
0,01
0,02
0,004
0,01
0,04
0,43
0,38
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Diagramm Nr. 14. Struktur der Gewinnung der Primärenergie aus EE in Polen 2012 (%)
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
57
Diagramm Nr. 15. Struktur der Gewinnung der Primärenergie aus EE in der EU 2012 (%)
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Die Erzeugung von Elektroenergie aus ans Stromnetz angeschlossenen erneuerbaren Quellen, weist
in Polen eine langsam aber kontinuierlich steigende Tendenz auf. Sie betrug im Jahr 2012 ca. 16
879 GWh, was im Vergleich zum Jahr 2003 einen Zuwachs von über 650% darstellt. Das größte
Wachstum entfällt auf die letzten sechs Jahre, was auf das Fördersystem der Ursprungszertifikate
zurückzuführen ist, welches günstige Rahmenbedingungen für die Entwicklung erneuerbarer
Energien geschaffen hat.
58
Tabelle
Nr.
19.
Anteil
elektrischer
Energie
aus
erneuerbaren
Quellen
2009
2011
am
Bruttostromverbrauch in Polen
2003
Herstellung
elektrischer
Energie
in
erneuerbaren
Quellen [GWh]
Bruttoverbrauc
h
elektrischer
Energie [GWh]
Anteil
elektrischer
Energie aus
erneuerbaren
Quellen
Indikatives Ziel
2004
2005
2006
2007
2008
2010
2012
2250
3074
3847
4291
5429
6606
8679
10889
13137
16879
14146
3
144831
145749
150706
153794
153400
148718
156100
157910
157013
1,59%
2,1%
2,6%
2,8%
3,5%
4,3%
5,8%
7,0%
8,3%
10,75%
2,2%
2,3%
2,58%
3,0%
3,9%
5,0%
6,2%
7,53%
8,85%
10,4%
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Bei der Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen dominiert Biomasse, auf welche im Jahr 2012
56,45% entfielen, gefolgt von der Windkraft – 28,12%, der Wasserkraft – 12,07% und dem Biogas
(darunter Faul- und Deponiegas) – 3,35%. Im Anteil der Biomasse ist die Stromproduktion in Form
von Mitverfeuerung in Heiz- und Kraftwerken enthalten. Im Vergleich zu Vorjahren kann man eine
bedeutende Steigerung bei der Stromproduktion aus Biomasse und in Windkraftwerken, sowie eine
allmähliche Senkung der Stromherstellung in Wasserkraftwerken feststellen.
59
Tabelle Nr. 20. Stromerzeugung gemäß verschiedener erneuerbarer Quellen (GWh)
Biogas, darunter:
- Deponiegas
- Faulgas
- Landwirtschaft
Biomasse, darunter:
- Mitverbrennung
Wind
Wasser, darunter:
- bis 1 MW
- von 1 bis 10 MW
- über 10 MW
Biokraftstoffe
Sonne
Gesamt EE
2003
56
53
2
1
399
124
1671
242
431
998
2250
2004
82
63
18
1
768
620
142
2081
273
617
1191
3074
2005
111
75
35
1
1399
1236
135
2201
358
504
1339
3847
2006
160
92
67
1
1832
1644
256
2042
247
567
1228
4291
2007
195
114
79
2
2360
2126
521
2352
306
658
1388
5429
2008
251
148
95
8
3199
2963
836
2152
290
605
1257
6440
2009
319
175
123
22
4904
4663
1077
2375
292
628
1455
3,0
8679
2010
398
220
132
46
5905
5592
1664
2919
516
667
1736
0,9
10889
2011
451
234
150
68
7148
6391
3204
2331
307
636
1388
1,4
0,2
13137
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Diagramm Nr. 16. Anteil der einzelnen EE bei der Stromerzeugung
2007
60
2012
565
236
194
135
9529
7239
4747
2037
321
619
1097
0,2
1,1
16879
2012
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Auch bei der Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen beobachtet man eine steigende
Tendenz. 2012 betrug das Wachstum 38,7% im Vergleich zum Vorjahr.
Tabelle Nr. 21. Wärmeherstellung gemäß verschiedener erneuerbarer Quellen (TJ)
Feste Biomasse
Biogas, darunter:
- Deponiegas
- Faulgas
- Landwirtschaft
Biokraftstoffe
Gesamt EE
2003
2465
301
230
61
10
2766
2004
2242
549
136
411
2
2791
2005
2768
821
91
727
3
3589
2006
3049
699
109
583
7
3748
2007
4008
698
30
658
10
4706
2008
5414
926
148
734
44
6340
2009
10448
817
112
624
80
5
11270
2010
11479
751
113
617
21
1
12231
2011
13954
137
62
29
46
1
14092
2012
19331
217
69
45
103
19548
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Laut Schätzungen der URE und ARE16 wurden bis Ende 2013 1909 Anlagen mit einer
Gesamtleistung von 5511 MW in Betrieb genommen, die Energie aus erneuerbaren Quellen
erzeugen. Die Leistung wuchs am meisten bei Windkraftwerken, bei Biogasanlagen und bei
Biomassekraftwerken.
16
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
http://www.arr.gov.pl/index.php?option=com_content&view=article&id=792&Itemid=552 (Abrufdatum 11.07.2014)
61
Tabelle Nr. 22. Aufteilung auf einzelne Quellen in den Jahren 2010-2013
Biogas
Biomasse
Wind
Wasser
Sonne
Gesamt
2010
MW
Anzahl der
Anlagen
83
144
356
19
1180
413
937
727
0,033
3
2556
1346
2011
MW
Anzahl der
Anlagen
103
171
409
66
1616
526
951
746
1,125
6
3082
1515
2012
MW
Anzahl der
Anlagen
128
199
820
27
2496
696
966
770
1,290
9
4412
1730
2013*
MW
Anzahl der
Anlage
162
229
987
33
3390
835
970
784
1,901
17
5511
1898
Quelle: Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE), Agentur für Agrarmarkt (ARR)), *Schätzungswerte, 2014
Die Daten von URE unterscheiden sich ein bisschen von den Daten des Hauptamtes für Statistik
(GUS)17, insbesondere im Hinblick auf Biomasse, was auf die unterschiedliche Interpretation der
Definition dieser EE-Quelle zurückzuführen ist.
Tabelle Nr. 23. Installierte Kapazitäten der erneuerbaren Energieträger in Polen
Installierte Kapazität
[MW]
Biogasanlagen
Landwirtschaftliche
Biogasanlagen
Deponiegasanlagen
Klärgasanlagen
Biomasse
Wasserkraftwerke
Wasserkraftwerke
über 10 MW
Wasserkraftwerke
bis 10 MW
Windkraftanlagen
Sonne
GESAMT
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013*
24
-
30
-
32
1
40
1
52
2
68
5
81
6
102
16
128
29
162
46
18
23
25
29
31
39
44
51
57
57
6
24
876
615
7
25
915
669
6
25
925
672
10
33
922
672
19
40
929
672
24
42
932
672
31
53
936
673
35
175
940
672
42
455
945
672
59
987
970
261
246
253
250
257
260
263
268
273
40
121
172
306
526
709
964
1091
1154
1301
1547
1751
1108
0,033
2178
1800
1,125
3018
2564
1,289
4093
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), *Schätzungswerte, 2014
17
GUS, „Energia ze źródeł odnawialnych w 2012”, 11.2013,
http://www.arr.gov.pl/index.php?option=com_content&view=article&id=792&Itemid=552 (Abrufdatum 11.07.2014)
62
3390
1,901
5511
Gemäß Angaben der Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft (URE)18 wurden im Jahre 2013
insgesamt 154 neue Konzessionen und 18 Promessen für die Herstellung der Energie aus
erneuerbaren Quellen erteilt.
Tabelle Nr. 24. Kapazitäten, die laut vergebenen Promessen bis zum 31.12.2013 Energie aus
erneuerbaren Quellen herstellen werden
Geplante Kapazität [MW]
51,079
9,427
4491,854
0,900
80,163
4633,423
Biomasse
Biogas
Wind
Wasser
Sonne
Mitverbrennung
Gesamt
Zahl der Anlagen
13
7
204
5
107
1
337
Quelle: Regulierungsbehörde für Energetik (URE), 2014
Der Anteil der Energie aus erneuerbaren Quellen am finalen Bruttoenergieverbrauch wächst in
Polen langsam aber kontinuierlich. Im Jahre 2012 betrug er 11,04 %. Somit scheint das 15%-Ziel
des Landes (gemäß der EU-Richtlinie 2009/28/EG) im Jahr 2020 nicht gefährdet zu sein.
Tabelle
Nr.
25.
Anteil
der
Energie
aus
erneuerbaren
Quellen
am
finalen
Bruttoenergieverbrauch in Polen (%)
Sektor
Wärme / Kühlung
Strom
Verkehr
Gesamt
2010
11,86
6,63
6,28
9,32
2011
13,38
8,15
6,51
10,42
2012
13,66
10,68
6,09
11,04
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
18
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
63
Tabelle Nr. 26. Bruttoverbrauch der Energie aus EE in einzelnen Sektoren in Polen
2010
Wärme / Kühlung
Strom
Verkehr
GESAMT
193 756
35 188
39 125
268 069
2011
(TJ)
206 021
44 097
41 337
291 455
2012
2010
212 108
58 800
36 724
307 632
4 627,79
840,45
934,47
6 402,72
2011
(ktoe)
4 920,73
1 053,23
987,32
6 961,28
2012
5 066,12
1 404,42
877,13
7 347,67
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
4.6. ENTWICKLUNGSPROGNOSEN
Gemäß Expertenschätzungen wird der Anteil der Energie aus erneuerbaren Quellen beim Verbrauch
von Primärenergie in Polen von ca. 6% im Jahr 2006, auf 12% im Jahr 2020 und 14% im Jahr 2030
anwachsen. Auch der Bedarf an Endenergie aus erneuerbaren Quellen wird kontinuierlich von 4,7
Mtoe im Jahr 2006 auf 12,8 Mtoe im Jahr 2030 steigen.
Tabelle Nr. 27. Bedarf an Endenergie aus erneuerbaren Quellen in ktoe
Strom
- feste Biomasse
- Biogas
- Wind
- Wasser
- PV
Wärme
- feste Biomasse
- Biogas
- Geothermie
- Sonne
Biokraftstoffe
im
Verkehrssektor
- Bioethanol Zucker-Stärke
- Biodiesel Raps
- Bioethanol II Generation
- Biodiesel II Generation
- Biowasserstoff
GESAMT
ENDENERGIE
AUS EE
ENDENERGIE
% der Energie aus EE
2006
370,6
159,2
13,8
22,0
175,6
0,0
4312,7
4249,8
27,1
32,2
3,6
96,9
2010
715,0
298,5
31,4
174,0
211,0
0,0
4481,7
4315,1
72,2
80,1
14,2
549,0
2015
1516,1
503,2
140,7
631,9
240,3
0,0
5046,3
4595,7
256,5
147,5
46,7
884,1
2020
2686,6
892,3
344,5
1178,4
271,4
0,1
6255,9
5405,9
503,1
221,5
125,4
1444,1
2025
3256,3
953,0
555,6
1470,0
276,7
1,1
7048,7
5870,8
750,0
298,5
129,4
1632,6
2030
3396,3
994,9
592,6
1530,0
276,7
2,1
7618,4
6333,2
800,0
348,1
137,1
1881,9
61,1
35,8
0,0
0,0
0,0
4780
150,7
398,3
0,0
0,0
0,0
5746
247,6
636,5
0,0
0,0
0,0
7447
425,2
696,8
210,0
112,1
0,0
10387
443,0
645,9
240,0
213,0
90,8
11938
490,1
643,5
250,0
250,0
248,3
12897
61815
7,7
61316
9,4
63979
11,6
69203
15,0
75480
15,8
80551
16,0
Quelle: Polnisches Wirtschaftsministerium (MG), 2009
64
Tabelle Nr. 28. Prognose der Stromproduktion gemäß Energiequelle (in TWh)
Steinkohle
Braunkohle
Erdgas
Erdölprodukte
Atomare Brennstoffe
Erneuerbare Energien
Pumpwasserkraftwerke
Abfälle
Insgesamt
Anteil EE (in %)
2010
68,2
44,7
4,4
1,9
0,0
10,0
1,0
0,6
130,8
7,6
2015
62,9
51,1
5,0
2,5
0,0
17,0
1,0
0,6
140,1
12,2
2020
62,7
40,0
8,4
2,8
10,5
30,1
1,0
0,6
156,1
19,3
2025
58,4
48,4
11,4
2,9
21,1
36,5
1,0
0,7
180,3
20,2
2030
71,8
42,3
13,4
3,0
31,6
38,0
1,0
0,7
201,8
18,8
Quelle: Polnisches Wirtschaftsministerium (MG), 2009
Diagramm Nr. 17. Prognose der Struktur der Strom- und Wärmeproduktion gemäß
Energiequelle im Jahr 2020 (in %)
Quelle: Institut für Erneuerbare Energien (IEO), 2012
65
Am dynamischsten wird sich laut Prognosen des polnischen Wirtschaftsministeriums19 die
Windkraft, darunter auch die Windkraftanlagen in der Ostsee, entwickeln. Schon jetzt ist es einer
der sich am schnellsten entwickelnden Industriezweige. Windkraft soll im Jahr 2014 ca. 4% des
Landesstromverbrauchs abdecken. Die Gesamtleistung der Windkraftanlagen wird für das Jahr
2014 auf 3 500 MW prognostiziert, für das Jahr 2020 auf über 7 000 MW. Im Jahre 2020 soll die
Stromherstellung aus Wind insgesamt 46,96% der gesamten Stromherstellung aus allen
erneuerbaren Energiequellen ausmachen.
Den zweiten Rang unter den sich am schnellsten entwickelnden EE-Sektoren belegt die
Solarthermie, die seit Jahren zweistellige Zuwachsraten aufweist. Die Zahl der installierten
Sonnenkollektoren wächst in Polen sehr schnell und kontinuierlich, diese Tendenz soll laut
Prognosen beibehalten werden. Die Entwicklung der Photovoltaik hängt stark von der Gestalt des
neuen EEG ab. Manche Branchenexperten erwarten hier einen Boom in den ersten 5 Jahren ab
Geltung des EEG. Das Potential der Solarenergie wird auf 83.312,2 TJ geschätzt, wovon derzeit nur
149,8 TJ also nur 0,18% genutzt werden. Bis zum Jahr 2020 soll der Ausnutzungsgrad der
Solarenergie 23,3% des geschätzten Potentials betragen. Die Fläche der installierten
Solarkollektoren soll sich von über 1,2 Mio. m2 2012 auf bis zu ca. 14 Mio. m2 im Jahr 2020
vervielfachen.
Die Stromherstellung aus Biomasse soll bis 2014 8% des geschätzten Landesstromverbrauchs
abdecken. Für die energetische Nutzung soll Biomasse aus dem Anbau von energetischen Pflanzen
und Stroh, landwirtschaftliches Biogas sowie Biogas aus Abfällen und Faulgas aus Kläranlagen,
genutzt werden. Die Mitverfeuerung in Kraft- und Wärmekraftwerken soll die Stromherstellung auf
Basis von Biomasse ergänzen. Insbesondere betrifft dies Technologien der Kraft-Wärme-Kopplung
in kleinen Wärmekraftwerken, die energetische Pflanzen, Stroh und Abfälle aus der Land- und
Forstwirtschaft nutzen. Es betrifft Technologien rund um Deponie- und Klärgas sowie Biogas aus
Tierzuchtbetrieben und Technologien der thermischen Behandlung von Biomasse aus kommunalen
Abfällen. Im Falle der Biomasse aus der Forstwirtschaft wird davon ausgegangen, dass diese
Biomasse in erster Linie für Zwecke der Holzbearbeitungsindustrie genutzt wird.
19
MG, „Raport określający cele w zakresie OZE 2010-2019”, 2011
66
Wasserkraft soll im Jahr 2014 1,5% der elektrischen Energie liefern. Die Steigerung
der Leistung soll hauptsächlich durch die Modernisierung von bestehenden Anlagen erreicht
werden. Darüber hinaus ist der Bau von weiteren kleinen Wasserkraftanlagen vorgesehen, ca. 100
MW bis 2020.
Das Entwicklungspotential der Geothermie wird auf ca. 4.050 TJ und der Wärmepumpen auf 8.167
TJ im Jahre 2020 geschätzt. Die Nutzung von Geothermie hängt sehr stark von lokalen
Bedingungen ab und ist z. Zt. in einem geringen Maße genutzt, vor allem in einzelnen Gebäuden,
die durch lokale Heizkraftwerke bedient werden. Der Markt der Wärmepumpen befindet sich in der
Entwicklungsphase, aber die Zahl der Marktteilnehmer nimmt stetig zu. Expertenschätzungen nach
soll der jährliche Wärmepumpenverkauf auf dem Niveau von ca. 20.000 Stück im Jahre 2016
liegen.
Für die Jahre 2014 – 2020 wird eine weitere Steigerung des prozentualen Anteils von erneuerbaren
Energien am Stromverbrauch des Landes erwartet, wobei folgende Einschränkungen berücksichtigt
werden müssen:
 das Angebot an Biomasse ist in Polen beschränkt, weil die Biomasse aus der Forstwirtschaft
in erster Linie für die holzverarbeitende Industrie eingesetzt wird und der Anbau von
Energiepflanzen
aus
ökologischen
Gründen
beschränkt
ist
(Bodenerschöpfung,
Düngungsprobleme, Landschaftsschutz etc.)
 angesichts der beschränkten Wasserressourcen ist die Errichtung großer Wasserkraftwerke
nicht vorgesehen
 der Ausbau von Windparks ist durch die Netzanschlussmöglichkeiten sowie durch die
Umweltschutzvoraussetzungen eingeschränkt (das Programm „Natur 2000“ schränkt den
Bau von Windanlagen auf einigen Gebieten mit gutem Windpotenzial ein).
67
5. BIOMASSE
5.1. NATURLICHE BEDINGUNGEN
Unter den erneuerbaren Energiequellen gilt Biomasse in Polen als die Energiequelle mit dem
größten Vorkommen, die auf Grund des niedrigen Preises schon jetzt mit den fossilen Brennstoffen
konkurrieren kann. Mit der Verwendung dieser Quelle verbindet daher die erneuerbare Energetik
ihre größten Hoffnungen. Biomasse kann für die energetischen Zwecke in direkten Prozessen der
Verfeuerung der festen und gasförmigen Biobrennstoffe verwendet oder in flüssige Brennstoffe für
die Herstellung des Stroms und der Wärme verarbeitet werden. Zur Zeit werden in Polen vor allem
Holzabfälle und Abfälle aus der Forstwirtschaft, Holz- und Papierindustrie sowie die Überschüsse
von Stroh und Heu und energetische Pflanzen genutzt. Von den 26 Mio. t Stroh, die in Polen
jährlich anfallen, bleiben aber weiterhin große Mengen ungenutzt. Nur etwa 14 Mio. t werden der
wirtschaftlichen Verwertung zugeführt. Dabei ist insbesondere die Verwendung von Tierstreu zu
nennen, welches großes Potential besitzt. Die traditionelle Biomasse und die Biomasse in Form von
Pellets und Briketts wird überwiegend in großen Kraftwerken zusammen mit Kohle oder in kleinen
Kesseln vor allem von landwirtschaftlichen Betrieben verbrannt. Die Biomasse als Hauptbrennstoff
in Heizkraftwerken ist in Polen weniger bekannt und verbreitet.20
20
IEO, „Określenie potencjału energetycznego regionów Polski w zakresie OZE”, 07.2012
68
Abbildung Nr. 5. Potential des Strohs in den einzelnen Wojewodschaften (in Tsd. Tonnen)
Quelle: Institut für Erneuerbare Energien (IEO), 2012
Abbildung Nr. 6. Potential der Biomasse aus energetischen Pflanzen in den einzelnen
Wojewodschaften (in Tsd. Tonnen)
Quelle: Institut für Erneuerbare Energien (IEO), 2012
69
Darüber hinaus gab es im Jahr 2012 in Polen ca. 1 Mio. ha Wiesen und Weiden, die nicht genutzt
wurden, sowie 1,7 Mio. ha brachliegende Felder. Wenn 50% dieser Flächen für den Anbau
von energetischen Pflanzen genutzt würden, gäbe das ein Potential von 173 PJ jährlich. Die
Ausnutzung von 2,5 Mio. Bodenfläche für den Anbau energetischer Pflanzen würde laut Experten
ausreichen,
um
den
obligatorischen
15%igen
Anteil
erneuerbarer
Energien
in
dem
Endenergieverbrauch zu erreichen. Insgesamt kann auf den energetischen Pflanzenanbau 25% der
gesamten Anbaubodenfläche Polens, dh. ca. 4 Mio. ha, entfallen. Infolge der Steigerung der
Produktivität in der polnischen Landwirtschaft kann in der Zukunft sukzessiv noch mehr Land für
energetische Zwecke zur Verfügung stehen, sogar bis zu 6 Mio. ha.
In den nächsten Jahren wird ein steigendes Angebot an Stroh, insbesondere an Rapsstroh, erwartet.
Dies hängt mit der geplanten Herstellung von Biotreibstoffen zusammen.
Tabelle Nr. 29: Biomassebestände in Polen, [PJ/Jahr]
BESTÄNDE
BIOMASSE
AUS DEM WALD
STROH
127
ABFÄLLE AUS
DER
HOLZINDUSTRIE
71
305
MEHRJÄHRIGE
ENERGETISCHE
PFLANZEN
1-1,5
Technisches
Potenzial
Potential für
energetische Zwecke
27
32
128
1-1,5
Quelle: Institut für Erneuerbare Energetik (IEO), E. Gańko, 2006
70
Tabelle Nr. 30: Biomassebestände und ihre Ausnutzung, [PJ/Jahr und %]
Art der Biomasse
Potential
Stroh
Heu
Holz aus dem Obstbau
Energetische Pflanzen
Landwirtschaftliche Biomasse
gesamt
Biomasse aus dem Wald
Industrieholzabfälle
Altholz
Holz aus der Straßenpflege
Feste Biomasse insgesamt
PJ/Jahr
114,0
10,0
15,0
212,0
351,0
%
17,1
1,5
2,3
31,9
52,8
240,0
30,0
43,0
1,0
665,0
36,1
4,5
6,5
0,2
100,0
Ausnutzung
PJ/Jahr
% des Potentials
1,5
0,9
0,0
0,0
1,0
0,6
0,3
0,2
2,8
1,7
104,0
24,0
29,0
0,1
160,0
65,0
15,0
18,1
0,1
100,0
Quelle: Institut für Erneuerbare Energetik (IEO, J. Bzowski, 2006
Das größte Potential für die Steigerung der Biomasseherstellung liegt in der landwirtschaftlichen
Biomasse, insbesondere in den energetischen Pflanzen. Um dieses Potential auszunutzen, müssen
einerseits die Landwirte von dieser Produktion überzeugt werden und andererseits die Technologien
der Verdichtung, Lagerung und des Transports von Biomasse weiter entwickelt werden. Zudem
müssen die Untersuchungen der energetischen Pflanzen weitergeführt werden und das Wissen über
die Biomasse und deren Verwendungsmöglichkeiten unter den Landwirten weiter verbreitet
werden.
5.2. BIOMASSEGEWINNUNG UND VERBRAUCH
Die Gewinnung der Primärenergie aus Biomasse wächst kontinuierlich an.
Tabelle Nr. 31. Primärenergiegewinnung aus Biomasse in den Jahren 2005-2012 (in TJ)
Feste Biomasse
2005
174 431
2006
181 107
2007
184 917
2008
198 401
2009
217 302
2010
245 606
2011
265 888
2012
292 562
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
71
Bis Ende 2012 stieg der Biomasseverbrauch sehr dynamisch auf den Wert von 29 Mio. Tonnen an.
Die Ansprüche bezüglich der Beschränkung von Holzbiomasseverbrennung in der Elektroenergetik
zugunsten der Agrarbiomasse haben dazu beigetragen, dass das Stroh derzeit in größerem Maße
genutzt wird. Zudem wurde auch die Entwicklung der Strohpelletierung und Strohbrikettierung
stimuliert. Die erhöhte Nachfrage nach landwirtschaftlicher Biomasse wurde durch die Importe aus
der Ukraine (knapp 1 Mio. t – hauptsächlich Sonnenblumen-Schuppen) und Kokosnussschälen aus
exotischen Ländern (auch knapp 1 Mio. t) ergänzt. Diese Biomassemarktentwicklung hat die
Annahmen des Nationalen Aktionsplans (KPD) vom 2010, wonach die o.g. Werte erst nach 2015
erwartet wurden, übertroffen.
Tabelle Nr. 32. Bedarf an finaler Endenergie aus fester Biomasse gemäß dem
Nationalen Aktionsplan KPD 2010
Strom
Wärme
Gesamt
TWh
Mio. t
PJ
Mio. T
Mio. t
2006
1,86
2,03
177,90
18,90
20,93
2010
3,47
3,81
180,70
19,10
22,91
2012*
7,9
8,5
193,3
20,5
29,0
2015
5,86
6,42
192,40
20,40
26,82
2012
10,36
11,40
226,30
24,00
35,40
Quelle: Czysta Energia, „Stagnacja na rynkach pelet i biomasy w Polsce w 2013” E. Wach, L. Wach, *Realisierung, 05.2014
Im Dezember 2012 sowie in den Anfangsmonaten des Jahres 2013 kam es infolge des übermäßigen
Angebots an grünen Zertifikaten zu großen Wirren auf dem Pellets- und Biomassemarkt in Polen.
Zwar haben Experten vor solch einem Zustand seit 2010 gewarnt, allerdings hat der
Wirtschaftsminister die Verordnung über den Anteil erneuerbarer Energien am Energieverkauf
nicht rechtzeitig verändert. Infolge der Vernachlässigung des Wirtschaftsministeriums und der
Regierung wurde auch der seit 2010 vorbereitete Gesetzentwurf über die Erneuerbaren Energien
nicht verabschiedet. Das Ziel des Gesetzentwurfs war die Einführung der EU-Richtlinie
2009/28/WE betreffs erneuerbarer Energien, aber auch die Einschränkung der Menge der
Zertifikate für die Mitverfeuerung und Wasserenergetik. Der Mangel an Sicherheit bezüglich der
Zukunft erneuerbarer Energien und insbesondere der Mitverfeuerung war eine Ursache für die
Entrichtung der Ersatzgebühr von einem Teil der verpflichteten Verkäufer. Dies vergrößerte
wiederum die Anzahl der ungewollten Zertifikate, senkte deren Preis sogar um 50% und wurde
72
folglich zu einer direkten Ursache der Unrentabilität der Herstellung elektrischer Energie aus
erneuerbaren Energien.
Eine Konsequenz der eingetretenen Umstände war die Einstellung vieler Investitionen im Bereich
der
Biomasseverarbeitung
(insbesondere
Agrarbiomasseverarbeitung)
und
die
Produktionseinstellung von Holzpellets und Briketts bei den existierenden Betrieben. Damit
einhergehend kam es zu Protesten von Herstellern, die von den politischen Veränderungen
enttäuscht waren und auf die bereits getätigten Investitionen (seitens der Unternehmen und EUGelder) hinwiesen.
5.3 ENERGIE- UND WÄRMEHERSTELLUNG AUS BIOMASSE
Die Energieherstellung aus Biomasse wächst von Jahr zu Jahr kontinuierlich und sehr dynamisch.
Im Jahre 2012 wurden in solchen Anlagen insgesamt 9.528 GWh der Elektroenergie hergestellt.
Gemäß Schätzungswerten21 wurde 2013 die Energieherstellung aus Biomasse auf einem
geringfügig kleinerem Niveau im Vergleich zum Vorjahr erhalten, vor allem dank der
Inbetriebsetzung neuer großer Kraftwerke, die ausschließlich Biomasse verbrennen. Die
Mitverfeuerung der Biomasse mit der Kohle hat sich dagegen um die Hälfte verringert und betrug
wahrscheinlich ca. 4 Mio. t. Es steht außer Frage, dass die Störungen auf dem Biomassemarkt ihre
künftige Ausnutzung in der Energetik aufgrund des Vertrauensverlusts der Hersteller zur staatlichen
Energiepolitik hemmen werden.
Tabelle Nr. 33. Energieherstellung aus Biomasse in den Jahren 2004-2012
Energieherstellung (GWh)
darunter Mitverfeuerung
Installierte Kapazität (MW)
2004
768
620
24
2005
1399
1236
25
2006
1832
1644
25
2007
2360
2125
33
2008
3365
2963
40
2009
4904
4660
42
2010
5905
5592
53
2011
7148
6388
175
2012
9528
7238
455
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
21
Czysta Energia, „Stagnacja na rynkach pelet i biomasy w Polsce w 2013” E. Wach, L. Wach, 05.2014
73
Tabelle Nr. 34. Wärmeherstellung aus Biomasse in den Jahren 2004-2012
Wärmeherstellung (TJ)
2004
2242
2005
2768
2006
3049
2007
4008
2008
5414
2009
10448
2010
11479
2011
13954
2012
19331
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
5.4. MARKT DER BIOMASSE
Darüber hinaus entwickelt sich in Polen der Markt von Pellets und Briketts kontinuierlich. Auch
wächst der Verbrauch von Pellets auf dem einheimischen Markt. Im Jahre 2003 betrug die
Herstellung von Holzpellets 30 Tsd. Tonnen, 2011 bereits schon 600 Tsd. Tonnen. Der Verbrauch
von Holzpellets betrug dagegen 2003 5 Tsd. Tonnen und im Rekordjahr 2011 schon 480 Tsd.
Tonnen. Ab 2010 lässt sich auch eine steigende Tendenz der Herstellung und des Verbrauchs von
Agrarpellets feststellen.
Die Pellets und Briketts werden vor allem aus der Biomasse aus dem Wald hergestellt. Man
beobachtet jedoch eine steigende Tendenz für diese Zwecke immer häufiger Biomasse und Abfall
aus der Landwirtschaft, insbesondere Rapsstroh, zu verwenden.
2013 hat sich die Liste der Hersteller der Pellets wesentlich geändert. Einige Betriebe wurden
aufgelöst, allerdings sind auch viele neue Fabriken entstanden. Die Produktion der Pellets bleibt
jedoch das dritte Jahr in Folge auf demselben Niveau und beträgt ca. 600 Tsd. Tonnen Holzpellets
und 300 Tsd. Tonnen Agrarpellets. Polen gehört somit weltweit zu den Marktführern in der PelletsHerstellung.
74
Diagramm Nr. 18: Herstellung und Verbrauch von Pellets in Polen [in Tsd. Tonnen]
Quelle: Czysta Energia, „Stagnacja na rynkach pelet i biomasy w Polsce w 2013” E. Wach, L. Wach,05.2014
Wie andere europäische Ländern ist Polen gezwungen auch ein Teil der Pellets zu importieren, vor
allem aus der Ukraine (Stroh, Sonnenblume-Schuppen). Der Angebotsüberschuss an grünen
Zertifikaten und die bereits beschriebenen Schwierigkeiten haben auch hinter der östlichen Grenze
ihre Konsequenzen. Bis 2013 machten die Importe aus diesem Land über 90% der gesamten
Einfuhren dieses Brennstoffes aus. 2013 betrug der Import kaum 200 Tsd. t. Im Fall der Holzpellets
wurde knapp ein Drittel der ukrainischen Produktion nach Polen geliefert (za. 90 Tsd. T im Jahre
2013). Gerade Anfang 2013 war eine Begrenzung der Importe der Pellets zu beobachten, jedoch
erfolgte der deutliche Rückgang im April 2013, also nachdem der Preis der grünen Zertifikate den
niedrigsten Wert in der Geschichte erreicht hat und die Energiehersteller begonnen haben, Verträge
mit den Biomassezulieferern zu kündigen. Die Lage hat sich erst gegen Ende des Jahres etwas
verbessert.
In nächsten Jahren erwartet man ein weiteres Wachstum der Biomasse-Importe. Dabei hat die
Qualität der importierten Pellets in den letzten Jahren wesentlich an Bedeutung gewonnen, sodass
die Menge der zertifizierten Pellets angestiegen ist.
75
Acht polnische Hersteller haben bis jetzt Zertifikate für ihre Produkte erhalten, drei besitzen das
ENplus-Zertifikat und fünf sind im Besitz von dem DINplus-Zertifikat. Gleichzeitig muss man
beachten, dass der Nachweis der guten Qualität der Pellets nicht unbedingt mit der
Zertifikaterlangung verbunden sein muss. Es reicht die Einführung des Qualitätssicherung-Systems
gemäß den Normen EN 15234 aus. Dank dem korrekt umgesetzten System können Hersteller die
sogenannte Produkterklärung ausstellen, welche die Eigenschaften der hergestellten Pellets
bescheinigt.
Auf dem Markt gibt es ca. 240 Unternehmen, die im Bereich der Biomasse tätig sind.
Diagramm Nr. 19. Struktur der Unternehmen nach dem Tätigkeitsprofil
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
Die größte Gruppe bilden die Hersteller der Biomasse (111 Unternehmen – ca. 47%). Die meisten
von ihnen befinden sich in den Wojewodschaften Warmińsko-Mazurskie, Mazowieckie, Śląskie
und Wielkopolskie.
76
Abbildung Nr. 7: Sitz der Biomassehersteller
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
Die meisten Biomasse-Hersteller produzieren die verarbeitete Biomasse in Form von Holzpellets
(65 Hersteller -59%).
Diagramm Nr. 20. Aufteilung der Biomasse-Hersteller nach der Art des Endbrennstoffes
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
77
Der Preis der Biomasse hängt von vielen Faktoren ab, darunter sind die wichtigsten neben den
allgemeinen Marktmechanismen die Herkunft der Biomasse (Forst-, Agrar- und Abfall) sowie der
Verarbeitungsgrad. Die Verarbeitung der Biomasse ist mit höheren Kosten verbunden, auf der
anderen Seite verbessert sich jedoch auch die Qualität und der Heizwert. Die Preise der Pellets der
Klasse A (hohe Qualität) unterlagen in den letzten Jahren keinen wesentlichen Veränderungen. Sie
betrugen in Abhängigkeit von der Qualität zwischen 700 und 950 ZL/t (d.h. 39-55 ZL/GJ). Die
Pellets in Säcken waren teurer als die Unverpackten. Die Preise der industriellen Pellets sind
dagegen 2013 auf 400 ZL/t (d.h. 23 ZL/GJ) gesunken.
Tabelle Nr. 35. Preise und Eigenschaften verschiedener Biomassearten
Art der Biomasse
Holz-Pellet
Stückholz
Hackschnitzel
Sägemehl
Stroh-Pellet
Holz-Brikket
Holtzspäne
Stroh-Brikket
Stroh lose
Heizwert (GJ/t)
18
15
13
13
17
17,7
11
16
14,4
Feuchtigkeit (%) Einzelpreis (ZL/GJ)
8
30-34
15
20
20
20-28
15
17-20
10
30-35
10
28-32
30
17-20
10
28-32
15
14-16
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
Die Technologie der Mitverfeuerung der Biomasse mit Kohle in den großen Kraftwerken hat einen
großen Einfluss auf die Preise und die Zugänglichkeit der in den dezentralen Systemen genutzten
Biomasse. Nach den Wirren auf dem Markt der Biomasse und der grünen Zertifikate 2012/2013
sowie der Einschränkung der Mitverfeuerung ab Anfang 2013 scheint sich die Situation wieder zu
stabilisieren.
Das Ministerium für Landwirtschaft nimmt an, dass die Energiebetriebe in diesem Jahr 330 000
Tonnen der Biomasse gebrauchen werden. In zwei Jahren werden es schon aber fast 2 Mio. Tonnen
sein. Der Wert wird in Zukunft um 1 Mio. Tonnen jährlich wachsen. Alle großen Energiehersteller
78
bestätigen diese Erwartungen mit ihren Investitionsplänen für die zerstreute Energetik, dh. für
Kraftwerke mit Biomasse - Mitverfeuerung, Biogasanlagen und andere.
5.5 MARKT DER BIOMASSE-KESSEL
Gemäß IEO22 wurden im Jahre 2013 über 16 Tsd. Stück (ca. 640 MW) Biomasse-Kessel verkauft,
also doppelt soviel wie im Vorjahr. Der Umsatz auf dem Markt der Biomasse-Kessel wuchs von
150 Mio. ZL (2012) auf 300 Mio. ZL an. Davon macht der Anteil der Großunternehmen 60%, der
mittleren Unternehmen 35% und der kleinen Unternehmen 5% aus.
Diagramm Nr. 21: Verkauf der Biomasse-Kessel in den Jahren 2012-2013
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
Obwohl auf dem Markt immer noch die Kohle-Kessel, bei denen die Biomasse nur als ergänzender
oder alternativer Brennstoff verwendet wird (über 69% des Gesamtverkaufs) dominieren, lässt sich
ein Anstieg des Verkaufs der Geräte nur für die Biomasse (welches 2013 23,5% betrug),
beobachten. Den Rest (7,4%) machten die sog. Mehrbrennstoff-Kesseln aus.
22
IEO, „Rynek kotłów na biomasę w Polsce w 2013 roku”, 07.2014
79
Auf dem Markt gibt es ca. 80 Unternehmen, die sich mit der Herstellung von Heizgeräten für
Biomasseverbrennung beschäftigen. Davon produzieren 23% ausschließlich Kessel für die
Verbrennung der festen Biobrennstoffe, 70% stellen Kessel her, die die Biomasse als ErsatzBrennstoff nutzen können. Die meisten Hersteller haben ihren Sitz in den Wojewodschaften
Wielkopolskie (18%), Śląskie (15%) und Mazowieckie (11%). Es gibt keinen landesweiten
Verband der Biomasse-Hersteller, lediglich regionale Gesellschaften wie bspw. Pleszewski Klaster
Kotlarski in Großpolen.
Abbildung Nr. 8: Sitz der Hersteller von Biomasse-Kessel
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
Die meisten Hersteller sind kleine (bis 20 Mitarbeiter) und mittlere (bis 100 Mitarbeiter)
Unternehmen. Im Vergleich zum Vorjahr änderte sich die Zahl der Beschäftigten nicht und betrug
ca. 4000. Die mittleren und großen Unternehmen führen darüber hinaus Schulungen für die
Installateure der Biomasse-Kessel durch. Die Zahl der zertifizierten Installateure wuchs somit um
15% im Vergleich zum Vorjahr. Neben der Haupttätigkeit, also der Herstellung der Heizgeräte
80
bieten die Unternehmen auch weitere Dienstleistungen an. Diese umfassen die Bereiche Verkauf,
Montage, Entwerfen der Heizinstallationen, Service und Beratung. Die meisten Unternehmen sind
auf dem Markt seit 15-20 Jahren tätig. Sie begannen ihre Tätigkeit mit der Herstellung der
traditionellen Kohlekessel oder Mehrbrennstoff-Kessel. Ab 2000 beobachtet man ein Wachstum des
Anteils der Biomasse-Kessel in den Verkaufsangeboten der Hersteller (manchmal sogar 80%).
Das Angebot umfasst über 800 Geräte zur Verfeuerung der Biomasse mit der Leistung von 7 bis zu
7000 kW. 85% der gesamten Produktion machen dabei die Kessel bis zu 300 kW, welche die
Anforderungen des Förderprogramms „Prosument“ erfüllen, aus. Am populärsten sind gemäß IEO23
dabei die Kessel bis zu 70 kW, insbesondere 20-30 kW, solche, die sich für die Verfeuerung der
verschiedenen Biomassearten (26%) eignen sowie automatische Kessel für Pellets zur Heizung der
Einfamilienhäuser und kleiner Nutzungsobjekte (39%). Darüber hinaus gibt es auch traditionelle
Holz-Kessel sowie moderne Geräte zur Vergasung der Brennstoffe (Pyrolyse). Weniger populär
sind Geräte zur Verbrennung von weniger verarbeiteten Brennstoffen wie Stroh in Würfel.
Diagramm Nr. 22: Aufteilung der Biomasse-Kessel im Angebot der Hersteller
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
23
IEO, „Rynek kotłów na biomasę w Polsce w 2013 roku”, 07.2014
81
Diagramm Nr. 23: Aufteilung der Biomasse-Kessel nach Leistungsstärke
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
Der Verkauf der Biomasse-Kessel unterscheidet sich auch in den einzelnen Wojewodschaften. Die
Marktführer sind dabei die Wojewodschaften Podlaskie (über 96 MW), Mazowieckie und
Małopolskie. Als Gründe hierfür sind unterschiedliche Fördermittel und –programme in den
einzelnen Wojewodschaften (sog. Regionelle Operationelle Programme), die den Inverstoren in
den vergangenen Jahren zur Verfügung gestellt wurden, zu nennen.
82
Abbildung Nr. 9: Verkauf der Biomasse-Kessel nach Wojewodschaft
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
Bemerkenswert ist, dass auch der Export polnischer Biomasse-Geräte wächst. Der Anteil des
Exports am gesamten Verkaufsvolumen polnischer Hersteller betrug 2013 24% und wuchs somit
um 25% im Vergleich zum Vorjahr. Die meisten Geräte werden nach Tschechien, Litauen,
Bulgarien, Ukraine und Moldawien exportiert.
Die Preise der Kessel unterscheiden sich sehr stark hinsichtlich der Art und Leistungsstärke. Die
billigsten Kessel sind gemäß IEO Kessel für Stückholz, die teuersten dagegen die
vollautomatischen Kessel, die sich für die Verfeuerung der verschiedenen Biomassearten, der
Pellets und Briketts eignen. Die durchschnittlichen Preise der Geräte im Segment bis zu 50 kW
betragen entsprechend ca. 5. Tsd ZL für Stückholz-Kessel und ca. 11. Tsd. ZL für Geräte zur
Pellets- und Biomasseverfeuerung (verschiedene Arten). Der Einzelpreis der Geräte sinkt mit dem
Wachstum der Leistungsstärke und beträgt entsprechend 300 ZL/kW und 500 ZL/kW.
83
Tabelle Nr. 36: Verkaufspreise der Biomasse-Kessel (in ZL)
Leistung
kW
bis 10
10-20
20-30
30-50
50-70
70-100
100-200
200-300
300-500
500-1000
über 1000
Biomasse
9 098
11 547
13 402
17 718
22 319
34 741
59 152
66 872
69 500
-
Stückholz
3 733
4 327
5 251
7 077
8 987
12 581
19 159
29 738
38 707
60 894
-
Pellet
7 040
9 735
10 663
14 149
21 902
25 801
49 318
62 205
91 878
151 351
491 625
Kesselart
Stroh
11 691
10 474
11 034
17 969
34 217
69 937
103 975
-
Hackschnitzel
6 631
9 756
10 000
12 259
14 966
40 696
104 850
132 467
181 933
867 710
Holzvergasung
6 687
7 478
10 220
14 791
16 526
15 775
-
Hackschnitzel
510
390
282
219
192
309
469
381
289
287
Holzvergasung
386
332
285
262
212
158
-
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
Tabelle Nr. 37: Einzelpreise der Biomasse-Kessel (in ZL/kW)
Leistung
kW
bis 10
10-20
20-30
30-50
50-70
70-100
100-200
200-300
300-500
500-1000
über 1000
Biomasse
577
482
349
297
252
216
131
62
7
-
Stückholz
533
299
217
180
123
124
117
136
124
122
-
Pellet
782
584
409
312
313
272
325
169
161
156
163
Kesselart
Stroh
468
174
136
249
260
146
109
-
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie, (IEO), 2014
84
6. BIOGAS
6.1. POTENTIAL DES BIOGAS-MARKTES
Der Markt für Biogas in Polen befindet sich erst am Anfang der Entwicklung. Ende 2013 gab es ca.
240 Biogasanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 162 MW.
24
Die meisten davon sind an
Klärwerke und Abfalldeponien angeschlossen. Landwirtschaftliche Biogasanlagen gibt es dagegen
erst ca. 50. Immer mehr Investoren kündigen jedoch ihr Interesse an, eine oder mehrere
Biogasanlagen zu bauen. Den Experten nach befinden sich momentan 30 Projekte in einer
fortgeschrittenen Realisierungsphase und knapp 300 in der Vorbereitung. Ein Drittel bis die Hälfte
davon hätte unter optimalen Bedingungen bereits innerhalb der nächsten zwei Jahre gute
Realisierungschancen.
Biogas, vor allem landwirtschaftliche Biogasanlagen, haben in Polen ein großes technisches
Potential und weitreichende Entwicklungsperspektiven, da sie zur Herstellung von Strom und
Wärme verwendet werden können. Das größte Potential hat landwirtschaftliche Biomasse,
insbesondere energetische Pflanzen. Um dies nutzen zu können, müssen einerseits die Landwirte
von dieser Produktion überzeugt werden und andererseits die Technologien der Verdichtung,
Lagerung und des Transports von Biomasse weiter entwickelt werden. Zudem muss die Forschung
im Bereich energetischer Pflanzen weitergeführt werden und das Wissen über die Biomasse und
deren Verwendungsmöglichkeiten den Landwirten verbreitet werden.
Einheimische Unternehmen offerieren bislang vor allem Technik für Biogasanlagen, die
Mülldeponiegase verwerten. Die Technologie für landwirtschaftliche Biogasanlagen muss
weitgehend importiert werden. Dies eröffnet deutschen Unternehmen, die moderne Anlagentechnik
und/oder komplette Systeme zur Biogasproduktion in Verbindung mit KWK anbieten, gute
Zulieferchancen.
24
URE, „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
85
Tabelle Nr. 38: Wirtschaftspotential von Biomasse und prognostizierte Nutzung bis zum
Jahre 2020
Biomasse
Wirtschaftspotential
- Brennholz
(Heizanlagen)
- trockene feste Abfälle
(kleine Kessel)
Marktpotential
24452 TJ
24452 TJ
1540 MWt
165931 TJ
149338 TJ
16000
MWt
- feuchte Abfälle - Biogas
(KWK)
123066 TJ
8.3 TWhe
42711 TJ
- energetische Pflanzen
286719 TJ
- Stärke-KWK
145600 TJ
7 TWhe
83990 TJ
- Maissilage - Biogas
(KWK)
81638 TJ
9.3 TWhe
48022 TJ
- Zucker-Stärke Bioethanol
- Raps Biodiesel
- Biokraftstoffe II Generation
21501 TJ
37980 TJ
-
72609 TJ
1510 MWe
2150 MWt
250307 TJ
109188 TJ
1075 MWe
3585 MWt
81638 TJ
1690 MWe
2410 MWt
21501 TJ
37980 TJ
-
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie (IEO), 2014
6.2. BIOGASGEWINNUNG- UND VERBRAUCH
Die Primärenergiegewinnung aus Biogas in den Jahren 2004-2012 (in TJ) stellt die
Tabelle Nr. 39. dar.
Deponiegas-Anlagen
Klärgas-Anlagen
Landwirtschaftliche Biogasanlagen
Insgesamt
2004
636
1297
8
1941
2005
649
1586
8
2243
2006
791
1803
19
2613
2007
879
1802
27
2708
2008
1433
2486
107
4026
2009
1487
2429
188
4104
2010
1811
2652
334
4797
2011
2323
2775
634
5732
2012
2249
3321
1463
7033
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Biogas aus Deponieanlagen wurde 2012 zu 82% als Einsatz für Energieumwandlungsprozesse
verwendet.
86
Diagramm Nr. 24. Struktur des Verbrauchs des Biogases aus Deponieanlagen
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Diagramm Nr. 25. Struktur des Verbrauchs des Biogases aus Klärgasanlagen
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
87
Diagramm Nr. 26. Struktur des Verbrauchs des landwirtschaftlichen Biogases
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
6.3. ENERGIE- UND WÄRMEHERSTELLUNG AUS BIOGAS
Die installierte Leistung aller Biogasanlagen betrug im Jahre 2012 laut Angaben des Hauptamtes
für Statistik (GUS)25 128 MW und war somit um 25,5% höher als im Vorjahr. Laut
Schätzungswerten der URE26 wurden Ende 2013 insgesamt 162 MW installiert. Die
Energieherstellung aus Biogas wuchs von 48 GWh im Jahre 2002 kontinuierlich bis auf 565 GWh
im Jahre 2012. Die Wärmeherstellung wuchs ebenfalls von 24 TJ im Jahre 2001 bis auf 925 TJ im
Jahre 2008, jedoch ab 2009 ist hier ein stetiger Rückgang zu beobachten.
Tabelle Nr. 40: Energieherstellung aus Biogas in den Jahren 2005-2012
Energieherstellung (GWh)
Deponiegas-Anlagen
Klärgas-Anlagen
Landwirtschaftliche Biogasanlagen
Installierte Kapazität (MW)
Deponiegas-Anlagen
Klärgas-Anlagen
Landwirtschaftliche Biogasanlagen
2005
111
75
35
0,6
30
23
7
-
2006
160
92
66
1,5
32
25
6
1
2007
195
113
79
2,1
40
29
10
1
2008
251
148
94
8,3
52
31
19
2
2009
319
174
122
21
68
39
24
5
2010
398
219
132
46
81
44
31
6
2011
451
233
149
67
102
51
35
16
2012
565
236
193
135
128
57
42
29
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
25
26
GUS, „Energia ze źródeł odnawialnych w 2012”, 11.2013
URE „Sprawozdanie z działalności Prezesa URE 2013”, 04.2014
88
Tabelle Nr. 41: Wärmeherstellung aus Biogas in den Jahren 2005-2012 (TJ)
Deponiengas-Anlagen
Klärgas-Anlagen
Landwirtschaftliche
Biogasanlagen
Gesamt
2005
91
727
3
2006
109
583
7
2007
30
658
10
2008
148
734
44
2009
112
624
80
2010
113
617
21
2011
62
29
46
2012
69
45
103
821
699
698
926
817
751
137
217
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
6.4. LANDWIRTSCHAFTLICHE BIOGASANLAGEN
Gemäß Artikel 3 Punkt 20a des Gesetzes vom 10. April 1997 - das Energierecht (das Gesetzbuch
vom 2012 Pos. 1059) ist das landwirtschaftliche Biogas ein Gasbrennstoff, der im Prozess der
methanhaltigen Fermentierung der landwirtschaftlichen Rohstoffe, der Nebenprodukte der
Landwirtschaft, flüssigen oder festen Tierexkrementen, Nebenprodukte oder Reste aus der
Verarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte oder Waldbiomasse gewonnen wird. Ausnahme ist
das Gas, das aus den Rohstoffen, die aus den Kläranlagen oder Deponien der Abfälle kommen,
gewonnen wird.
Nach dem Stand vom 27.06.2014 wurden im Register der ARR27 52 landwirtschaftliche
Biogasanlagen eingetragen, wovon 8 zu einem Investor der Fa. Poldanor gehören (100% dänisches
Kapital). Alle eingetragenen Biogasanlagen besitzen Kraft- Wärme- Kopplungssysteme. Ihre
gesamte elektrische Leistung beträgt 59,641 MW und die gesamte Wärmeleistung 61,126 MW.
Aus den vierteljährlichen Berichten für die Jahre 2011 und 2012 ergibt sich, dass zur Erzeugung
vom landwirtschaftlichen Biogas insgesamt 1 386 530,23 Tonnen von Rohstoffen verwendet
wurden 28. Im Prozess der Methanogenese in den Jahren 2011-2012 hat man insgesamt 109,80 Mio.
m³ vom landwirtschaftlichen Biogas gewonnen, aus dem 215,23 GWh der elektrischen Energie und
242,78 TJ der Wärme erzeugt wurde.
27
ARR, „Rejestr przedsiębiorstw energetycznych zajmujących się wytwarzaniem biogazu rolniczego”, 06.2014
28
Czysta Energia, „Biogazownie rolnicze w Polsce”, 06.2013
89
Tabelle 42. Verzeichnis der Rohstoffe, die zur Produktion des landwirtschaftlichen Biogases
in den Jahren 2011-2012 (in Tonnen) verwendet wurden.
Art des Rohstoffes
Gülle
Maissilage
Schlempe
Reste aus Obst und
Gemüse
Schnitzel
Stallmist
Käsewasser
Kartoffelpulp
Mischung der Lezithin und
der Seifen
Sonstige
Zusammen
2011
265 960,79
108 876,14
30 465,11
2012
349 173,12
241 641,63
146 607,49
zusammen
615 133,91
350 517,77
177 072,60
10 984,35
86 807,45
97 791,80
6 922,45
11 640,53
1 933,00
7 258,49
36 409,11
23 477,30
12 775,44
6 668,13
43 331,56
35 117,83
14 708,44
13 926,62
8 906, 87
2 086,42
10 993,29
16 468,33
469 416,06
11 468,08
917 114,17
27 936,41
1 386 530,23
Quelle: Czysta Energia, „Biogazownie rolnicze w Polsce”, 06.2013
Zur Herstellung des landwirtschaftlichen Biogases verwendet man in Polen vor allem Gülle (38%),
Maissilage (26%) und Schlempe (16%), was insgesamt 80% aller Rohstoffe ausmacht.
Tabelle 43. Herstellung des landwirtschaftlichen Biogases, des Stroms und der Wärme in den
Jahren 2011-2012
Erzeugung des
landwirtschaftlichen
Biogases [mln m³]
2011
2012
zusammen
36,65
73,15
109,80
Stromherstellung aus
dem
landwirtschaftlichen
Biogas [GWh]
73,43
141,80
215,23
Wärmeherstellung aus
dem
landwirtschaftlichen
Biogas [GWh]
82,63
160,15
242,78
Quelle: Czysta Energia, „Biogazownie rolnicze w Polsce”, 06.2013
Die ersten Biogasanlagen wurden in Polen durch die Firma Poldanor gebaut. Die Firma Poldanor
betreibt Schweinezucht (mit 20 Farmen) und einen Pflanzenanbau und ist zudem Großhändler von
Tieren und Bodenfrüchten, sowie Hersteller von Futtermittel. Poldanor hat im Juni 2005 die erste
Biogasanlage in Pawłówko (Wojewodschaft Pomorskie) gebaut. Die zweite wurde im Jahre 2008 in
90
Płaszczyca (Woivodschaft Pomorskie) gebaut. Die Investition in Pawłówko umfasste 5 Mio. PLN,
in Płaszczyca 6 Mio. PLN. Beide wurden durch die Firma zu 100% finanziert. Im Jahre 2009
wurden zwei weitere Biogasanlagen dieser Firma, eine in Kujanki und eine in Koczała, in Betrieb
genommen. Vier weitere Investitionen der Firma entstanden 2010-2011 (in Swielinio, Nacław,
Uniechówek und Giżyno). Poldanor plant bis zum Jahre 2015 insgesamt 15 Biogasanlagen mit
einem Gesamtwert von 70 Mio. PLN zu bauen.
Die in ihren Biogasanlagen hergestellte elektrische Energie nutzt die Firma Poldanor vor allem für
den Eigenbedarf. Der Rest wird ins Netz eingespeist. Wärme wird auch für den Eigenbedarf der
Anlagen genutzt, der Rest wird für Heizzwecke in den Zuchtfarmen und in den technischen
Gebäuden genutzt.
Der zweite Investor, der seine erste 2,1 MW Biogasanlage Ende 2009 in Betrieb genommen hat, ist
die Firma AGROGAZ Sp. z o.o. Die Anlage wurde in Liszkowo (Wojewodschaft KujawskoPomorskie) zusammen mit der Fa. Aufwind Schmack Nowa Energia Sp. z o.o., Aufwind Schmack
Neue Energien GmbH und Schmack Biogas AG gebaut. Der Bauprozess hat 5 Jahre gedauert und
ca. 28 Mio. PLN gekostet. Im Januar 2010 wurde diese Biogasanlage von dem Energieunternehmen
ENEA S.A. gekauft. Aufgrund betrieblicher Fehlentscheidungen (z.B. Verwendung falscher
Substrate) hatte diese Biogasanlage große Probleme, die jedoch beseitigt wurden.
Diese gelungenen Investitionen haben ein großes Interesse anderer Investoren, der Regierung und
lokaler Selbstverwaltungen hervorgerufen. Von einem Biogasboom kann man jedoch noch nicht
sprechen, da noch einige Vorschriften und rechtliche Rahmenbedingungen fehlen. Auf dem Markt
gibt es aber immer mehr Investoren, die landwirtschaftliche Biogasanlagen bauen möchten. Viele
befinden sich in der Projektierungs- oder Vorbereitungsphase. Immer noch fehlt es an Lieferanten
von bewährten Technologien und Konstruktionslösungen oder Unternehmen, die mehr als nur eine
Projektierungsdienstleistung anbieten. Die Investoren fragen eher komplette, schlüsselfertige
Dienstleistungen nach, die die Schritte vom Bau über die Inbetriebnahme bis hin zum Betrieb der
Anlagen umfassen. Es gibt nur einige ausländische Anbieter, die diesen Voraussetzungen gerecht
werden können. Auch wenn es um die praktische Realisierung der Projekte, d.h. Bauarbeiten, geht,
gibt es fast keinen Wettbewerb auf dem Markt. Dies führt mit unter dazu, dass kein preislicher
91
Wettbewerb zustande kommt und die Kosten des Baus von 1 MW immer noch sehr hoch und daher
nicht rentabel sind. Darüber hinaus müssen auch einige rechtliche Hindernisse beseitigt werden.
6.4.1. Potential für die Entwicklung
Großes Potential für die Herstellung von Biogas liegt in der polnischen Landwirtschaft. Gemäß
Expertenschätzungen kann man aus diesem Potential ca. 5-10 Mrd. m3 Biogas von Erdgasqualität
(mit hohem Gehalt an Methan) jährlich herstellen. Angenommen wird dabei, dass in erster Linie die
landwirtschaftlichen Reststoffe, flüssige und feste Tierexkremente, sowie Reststoffe aus der
landwirtschaftlichen und Lebensmittelindustrie verwendet werden. Gleichzeitig mit der
Verwendung dieser Rohstoffe setzt man die Einführung von Pflanzenanbau voraus, darunter auch
energetischer Pflanzen, die als Substrate für Biogasanlagen bestimmt werden.
Polen zeichnet sich durch einen hohen Index der landwirtschaftlichen Nutzfläche pro Kopf aus, der
derzeit 0,42 beträgt (Deutschland – 0,21). Landwirtschaftlich genutzt werden in Polen ca. 18,5 Mio.
ha Fläche, wovon 10% nach Expertenschätzungen für den Anbau von energetischen Pflanzen
genutzt werden könnten, ohne dabei die notwendige Nahrungsmittelproduktion einzuschränken.
Dazu kommen noch ca. 1 Mio. ha Wiesen und Weiden sowie 1,7 Mio. ha brachliegende Felder, auf
denen sich der Anbau von energetischen Pflanzen als gewinnbringend erweisen könnte. Zur Zeit
können 4,4 Mio. ha für energetischen Pflanzenanbau verwendet werden. Infolge der Steigerung der
Produktivität in der polnischen Landwirtschaft kann in der Zukunft sukzessiv noch mehr Land für
energetische Zwecke (sogar bis zu 6 Mio. ha ) verwendet werden. Es wird prognostiziert, dass das
Wachstum der Nachfrage das Wachstum des Angebotes auf eine natürliche Weise hervorrufen
wird.
Laut der Agentur für Agrarmarkt (ARR)29 verfügen 20-30 Tsd. landwirtschaftliche Betriebe über
ausreichende Rohstoffkapazitäten, um Biogasanalgen mit Substrat zu versorgen. Hinzu kommen
100 Molkereien, 160 Schlachthöfe, 60 Brennereien, 45 Betriebe der Obst-/Gemüseverarbeitung etc.,
die ebenfalls das Substrat für Biogasanalgen liefern könnten.
29
J. Krzemiński „Biogazownie w Polsce – miał być boom, jest krach, będzie…?”, 2013
92
Im Jahr 2010 wurden in Polen über 24,5 Mio. Schweine, 1,3 Mio. Rinder und rund 1,5 Mio. t
Geflügel geschlachtet.30 Experten schätzen die nicht weiterverarbeiteten und damit zu entsorgenden
Fleischindustrieabfälle auf etwa 700 000 t jährlich. Diese würden sich hervorragend für die
Biogaserzeugung eignen. In Polen gibt es ca. 3-4 Tsd. landwirtschaftliche Betriebe, die mind. 500
Schweine oder mind. 100 Kühe besitzen (Mindestmenge für den Bau einer Biogasanlage) und Gülle
und Tierexkremente als Substrat zur Verfügung stellen könnten. In der polnischen Landwirtschaft
entstehen gemäß Schätzungen 38 Mio. m3 Gülle jährlich, mindestens 20% davon könnten als
Substrat für die Herstellung von Biogas verwendet werden. Dazu kommt noch Stalldünger.
Aufgrund dieser beachtlichen Rohstoffbasis erwägen auch immer mehr fleischverarbeitende
Betriebe, eine Biogasanlage anzuschließen. Vorher müssen jedoch einige offene rechtliche
Regulierungen geklärt werden, wie z.B. die Bewirtschaftung anfallender Rückstände (Gärreste), die
dadurch mögliche Belastung von Abwässern sowie der Umgang mit organischen Schadstoffen.
Abbildung Nr. 10. Mastbetriebe mit mind. 500 Schweinen
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie (IEO), 2014
30
http://www.biomasa.org.pl/warto-wiedziec/ciekawe-artykuly.html (Abrufdatum 25.06.14)
93
Abbildung Nr. 11. Betriebe mit mind. 100 Kühen
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie (IEO), 2014
Abbildung 12. Betriebe mit mind. 5000 Geflügel
Quelle: Institut für Erneuerbare Energie (IEO), 2014
94
Brennereien und Brauereien stellen neben Zuchtbetrieben eine weitere potenziell interessante
Zielgruppe für die Biogasanlagenbauer dar, da die Schlempe als Problemabfall zu bezeichnen ist,
aber als Substrat genutzt werden kann. Andererseits können die Brauereien auch die in der
Biogasanlage hergestellte Wärme selbst verbrauchen. Großes Potential steckt auch in der Obst- und
Gemüse verarbeitenden Industrie, wie auch in der Milchindustrie. Man schätzt, dass in Polen ca. 2
Mio
m3
Molke
jährlich
hergestellt
werden.
Aus
dieser
Menge
könnte
man
im
Fermentierungsprozess zwischen 198-560 GWh/Jahr Strom erzeugen.
Für Biogasanlagenbauer sind auch die geschlossenen Zuckerfabriken der Landeszuckergesellschaft
(Krajowa Spółka Cukrowa Polski Cukier) interessant. Von den bestehenden 27 Zuckerfabriken
wurden bis jetzt 20 geschlossen und für andere Zwecke zur Verfügung gestellt. Jede Zuckerfabrik
besitzt durchschnittlich ca. 6 000 ha Bodenfläche, die samt den technischen Gebäuden für die
Biogasproduktion verwendet werden könnten. Krajowa Spółka Cukrowa möchte 10 solcher
Anlagen bauen. Die ersten beiden werden in alten Zuckerfabriken in Wożuczyn und Łapy in
Zusammenarbeit mit PGE S.A geplant. Es handelt sich hier um große Anlagen mit einer Leistung
von 5-10 MW.
Generell kann man feststellen, dass das unausgeschöpfte Potenzial des Biogases in Polen immens
ist. Fachleute gehen hinsichtlich der landesweit möglichen Verwertungsmenge organischer Abfälle
von 90% des deutschen Niveaus aus. Nach Meinung des polnischen Verbands der Biogaserzeuger
ließen sich jährlich bis zu 145 cbm Biogas fördern.
Die größten Chancen für die Entwicklung, insbesondere im Hinblick auf das geplante EEG, haben
gemäß dem Wirtschaftsministerium die kleinen Biogasanlagen bis zu 1 MW, die auf lokale Märkte
orientiert sind und natürliche Rohstoffe aus den landwirtschaftlichen Betrieben nutzen. Laut einer
durch das Fonds für die Entwicklung polnischer Landwirtschaft
31
durchgeführten Umfrage sind
auch die Landwirte am Bau oder Lieferung der Rohstoffe wie auch an der Abnahme der Produkte
(Strom, Wärme, Biomethan und Nachferment) generell sehr interessiert.
31
Fundacja na rzecz Rozwoju Polskiego Rolnictwa, M.Szymańska, 2014
95
6.4.2 Bestehende und geplante Biogasanlagen
Die Tabelle Nr. 44 enthält die Liste aller landwirtschaftlichen Biogasanlagen, die bis
27.06.2014 in der Agentur für Agrarmarkt (ARR) registriert wurden.
Datum
vom
Eintrag
Name des
Unternehmens
Sitz des
Unternehmens
Tätigkeitsort
Installationsart
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Pawłówko
Mezofilgärung;
77-320 Przechlewo
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Płaszczyca
Mezofilgärung;
77-320 Przechlewo
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Nacław 14B
Mezofilgärung;
76-006 Nacław
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
ul. Dworcowa 25
77-320 Przechlewo
Świelino 30
Mezofilgärung;
76-020 Bobolice
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Uniechówek
Mezofilgärung;
77-310 Debrzno
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Giżyno
Mezofilgärung;
78-540 Kalisz Pomorski
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Kujanki
Mezofilgärung;
77-300 Człuchów
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
ul. Polna 3
77-220 Koczała
1. 01.01.2011
Poldanor S.A.
Jahresleistung
der Erzeugung
vom landw.
Biogas
(m3/Jahr)
Installierte Gesamtleistung
Elektrisch
(MW)
Thermisch
(MWt)
8 212 500
2,126
3 802 655
Jahresleistung der Erzeugung
Strom
(MWh/Jahr)
Wärme
(MWh/Jahr)
2,206
16 761,384
17 392,104
0,946
1,101
7 458,260
8 680,284
2 299 500
0,625
0,680
4 927,500
5 361,120
3 120 000
0,625
0,686
5 465,000
6 700,000
2 640 000
0,625
0,686
5 400,000
6 000,000
4 200 000
1,063
1,081
8 530,000
9 400,000
4 100 200
1,063
1,081
8 380,000
8 520,000
1 704 000
0,330
0,342
2 602,000
2 696,000
2. 01.01.2011
Biogaz Agri
Sp. z o.o.
Łosice 14C
55-095 Mirków
Niedoradz
67-106 Otyń
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
631 000
0,252
0,291
1 300,000
1 500,000
3. 18.03.2011
Biogaz Zeneris
Sp. z o.o.
ul. Ignacego
Paderewskiego 7
61-770 Poznań
Skrzatusz
64-930 Szydłowo
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
2 102 400
0,526
0,505
4 607,760
4 423,800
Eko-Energia
4. 11.04.2011 Grzmiąca Sp. z
o.o.
ul. Sportowa 5
78-450 Grzmiąca
ul. Sportowa 5
78-450 Grzmiąca
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
7 000 000
1,600
1,600
13 500,000
14 500,000
ul. Metalowców 22
58-100 Świdnica
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
4 000 000
0,900
1,100
7 200,000
8 800,000
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
2 470 915
0,526
0,540
4 471,000
4 625,000
5. 23.08.2011
BIO-WAT
Sp. z o.o.
ul.Metalowców22
58-100 Świdnica
6. 23.09.2011
BIO-BUT
Sp. z o.o.
ul. Łabędzka 54
Łany Wielkie
44-153
Sośnicowice
ul. Łabędzka 54
Łany Wielkie
44-153 Sośnicowice
7. 23.12.2011
Bioelektrownia
Sp. z o.o.
ul Żytnia 18 lok.A
01-014 Warszawa
Uhnin 141
21-211 Dębowa Kłoda
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
4 500 000
1,200
1,160
10 000,000
9 600,000
Konopnica 121
96-200
Rawa Mazowiecka
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
9 353 755
1,998
2,128
17 083,000
18 194,000
Mełno
86-330 Mełno
Termofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
6 200 000
1,600
1,800
12 800,000
14 400,000
4 250 000
0,999
1,039
8 000,000
9 600,000
8. 24.02.2012
9. 28.02.2012
10. 05.03.2012
Bioenergy Project ul. Rajska 4/23
Sp z o.o.
02-654 Warszawa
Alter Power
Sp. z o.o.
Wikana
Bioenergia
ul. Chałbińskiego 8
00-613 Warszawa
ul. Cisowa 11
20-703 Lublin
ul. Zamojska 26C
21-050 Piaski
Mezofilgärung;
1 Brennstoff-
96
11. 07.03.2012
Sp. z o.o.
AWW
Wawrzyniak
Sp. j.
12. 09.03.2012 Biogal Sp. z o.o.
Niedźwiady 45
62-800 Kalisz
Zbiersk
Cukrownia 61
62-830 Zbiersk
Boleszyn 7
13-308 Mroczno
Boleszyn 7A
13-308 Mroczno
Triebwerk (Gas)
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Gospodarstwo
ul. Dworcowa 26
Klępsk 53
Rolne Kargowa- 66-120 Kargowa 66-111 Nowe Kramsko
Klępsk Ryszard
maj
14. 22.06.2012
PPHU.
Szklarka
Szklarka Myślniewska Mezofilgärung;
„SERAFIN”
Myślniewska 68A 68A 63-500 Ostrzeszów
1 BrennstoffSp. z o.o.
63-500 Ostrzeszów
Triebwerk (Gas)
13. 17.05.2012
15. 02.08.2012 Elektrociepłownia ul. Czarnowska 6
Bartos
26-065 Piekoszów
Sp. z o.o.
ul. Czarnowska 56C
26-065 Piekoszów
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Polskie
ul. Krucza 24/26 ul. Osiedlowa 4 , Zalesie Mezofilgärung;
Biogazownie
00-526 Warszawa 46-146 Domaszowice
1 Brennstoff„Energy Zalesie”
Triebwerk (Gas)
Sp. z o.o.
17. 23.10.2012 Südzucker Polska ul. Muchoborska 6
ul. Ząbkowicka 53
Mezofilgärung;
S.A.
54-424 Wrocław
57-100 Strzelin
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
18. 07.01.2013 DMG Sp. z o.o.
Koczergi 56B
Koczergi 56B
Mezofilgärung;
21-200 Parczew
21-200 Parczew
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
19. 30.01.2013 „BIO-POWER” ul. Zahajkowska 11
Zaścianki 86
Mezofilgärung;
Sp. z o.o.
21-560 Międzyrzec
21-560 Międzyrzec
1 BrennstoffPodlaski
Podlaski
Triebwerk (Gas)
20. 25.04.2013 Cargill Poland
ul. Wołoska 22
ul. Mac Millan 1
Mezofilgärung;
Sp. z o.o.
02-675 Warszawa Bielany Wrocławskie
1 Brennstoff55-040 Kobierzyce
Triebwerk (Gas)
21. 08.05.2013 Biogazownia
Starorypin
Starorypin Prywatny 51 Mezofilgärung;
Rypin Sp. z o.o.
Prywatny 51
87-500 Rypin
1 Brennstoff87-500 Rypin
Triebwerk (Gas)
22. 19.06.2013 Minex-Invest ul. Chałubińskiego
Łęguty 15
Mezofilgärung;
Sp. z o.o.
8
11-036 Gietrzwald
1 Brennstoff00-613 Warszawa
Triebwerk (Gas)
23. 23.07.2013 “EKOENERGIA
Orchówek
Orchówek
Mezofilgärung;
WKM”
ul. Garbarska 16
ul. Garbarska 16
1 BrennstoffSp. z o.o.
22-200 Włodawa
22-200 Włodawa
Triebwerk (Gas)
24. 09.08.2013
Nadmorskie
ul. Łoży 21
Darżyno,
Mezofilgärung;
Elektrownie
80-516 Gdańsk
Działka nr. 244/6
1 BrennstoffWiatrowe
Obręb Darżyno
Triebwerk (Gas)
Darżyno Sp. z o.o.
76-230 Potęgowo
25. 07.08.2013 Zakład UsługowoSobawiny 7E
Opoczno, działki nr 34 i Mezofilgärung;
Handlowy
26-300 Opoczno
35
1 Brennstoff„Wojciechowski”
Obręb 4 Opoczno
Triebwerk (Gas)
Zdzisław
26-300 Opoczno
Wojciechowski
26. 14.08.2013 EL-KA Sp. z o.o.
Byszewo 17
Byszewo 17
Mezofilgärung;
73-150 Łobez
73-150 Łobez
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
27. 22.08.2013
BIOGAZ
Wiewiecko 36C
Dz. 27/2 Przemysław
Mezofilgärung;
Przemysław
73-155 Węgorzyno
72-315 Resko
1 Brennstoff„Łąkrol” Sp. z o.o.
Triebwerk (Gas)
Sp. k.
28. 19.09.2013 FARM FRITES ul. Abrahama 13
ul. Abrahama 13
Mezofilgärung;
POLAND S.A.
84-300 Lębork
84-300 Lębork
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
29. 20.09.2013
PFEIFER&
ul. Mickiewicza 35
Zygmuntowo 38
Mezofilgärung;
LANGEN
60-959 Poznań
06-450 Glinojeck
1 BrennstoffGLINOJECK S.A.
Triebwerk (Gas)
30. 31.10.2013
Elektrownia
Borzęciczki 29
Borzęciczki 29
Mezofilgärung;
Biogazowa
63-720
63-720
1 Brennstoff„Borzęciczki“
Koźmin
Koźmin Wielkopolski Triebwerk (Gas)
Sp. z o.o.
Wielkopolski
31. 16.12.2013
Agro Bio
Sławkowo 15
Sławkowo 15
Mezofilgärung;
Sp. z o.o.
11-400 Kętrzyn
11-400 Kętrzyn
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
32. 23.12.2013 „Eco-Progres”
ul. Strefowa 7
Giże 4
Mezofilgärung;
Sp. z o.o.
19-300 Ełk
19-400 Olecko
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
33. 30.12.2013 Ośrodek Hodowli
Kałdowo 2
Tragamin
Mezofilgärung;
4 176 558
1,600
1,620
12 800,000
12 960,000
7 840 000
2,000
2,020
15 200,000
15 360,000
4 633 117
1,000
1,400
8 147,000
11 406,000
3 000 000
0,660
0,640
5 493,000
5 326,000
2 464 000
0,800
0,855
6 200, 000
6 350,000
8 000 000
2,000
2,016
17 520,000
17 660,000
9 894 549
2,000
2,065
17 520,000
18 089,000
4 300 000
1,200
1,300
10 200,000
11 050,000
3 500 000
1,200
1,251
9 000,000
9 300,000
1 300 000
0,526
0,581
3 400,000
3 750,000
6 881 090
1,875
1,780
15 000,000
14 240,000
4 561 200
1,200
1,220
10 200,000
10 370,000
3 500 000
1,063
1,299
8 326,000
9 394,000
7 700 000
2,400
2,448
19 000,000
19 500,000
1 883 314
0,500
0,646
4 000,000
5 168,000
4 400 000
1,165
1,201
9 320,000
9 608,000
7 000 000
1,600
1,600
13 500,000
13 500,000
3 500 000
1,200
1,223
9 328,000
9 787,000
7 305 840
1,560
1,653
13 665,000
14 480,000
3 600 000
1,200
1,320
7 694,000
8 000,000
1 680 000
0,400
0,445
3 200,000
3 560,000
4 240 000
1,063
1,104
8 400,000
8 832,000
2 880 000
0,800
0,798
6 660,000
6 640,000
16. 12.09.2012
97
Zarodowej
„Gajewo“
Sp. z o.o.
82-200 Malbork
ul Szosa
ADLER BIOGAZ Baranowicka 62A
Sp. z o.o.
Zaścianki
15-521 Białystok
Gospodarstwo
Buków 56
35. 31.01.2014 Rolne w Bukowie
66-100 Sulechów
Sp. z o.o.
34. 20.01.2014
ENEA
Świerże Górne
36. 05.02.2014
Wytwarzanie S.A. 26-900 Kozienice
82-200 Malbork
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Ryboły 1/1
16-060 Zabłudów
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
4 380 000
1,000
1,006
7 800,000
7 847,000
Kalsk 69A
66-100 Sulechów
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
5 000,000
1,140
1,060
9 000,000
12 500,000
Liszkowo 87-93
88-180 Złotniki
Kujawskie
Gorzesław 83
56-420 Bierutów
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
7 400 000
2,126
1,198
14 400,000
10 300,000
4 750 385
1,698
1,921
13 584,000
15 368,000
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
2 697 500
0,800
0,412
6 017,500
3 419,600
3 712 000
0,999
1,014
8 320,000
8 440,000
4 798 718
0,999
1,042
8 751,240
9 127,920
3 900 000
0,999
1,038
8 041,950
8 259,310
Instytut
Zarządzania i
37. 05.02.2014
Samorządności
Sp. z o.o.
ul. BoyaŻeleńskiego 24
51-160 Wrocław
ul. Lipowa 7A
58-210 Łagiewniki
38. 19.02.2014
Biogaz Działyń
Sp. z o.o.
Działyń 24
62-271 Działyń
Działyń 24
62-271 Działyń
39. 28.03.2014
„UPAŁTY-ROL”
Sp. z o.o.
Upałty Małe 7A
11-500 Giżycko
Upałty Małe 7A
11-500 Giżycko
ul. Leszczynowa 6
80-175 Gdańsk
ul. Szkolna 17
14-220 Kisielice
Bolesławiec 12A
62-050 Mosina
Bolesławiec 12A
62-050 Mosina
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
2 520 500
0,600
0,649
5 040,000
5 450,600
ul. Krucza 24/26
00-526 Warszawa
Żerniki Wielkie
55-020 Żórawina
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
3 508 770
1,200
1,200
9 600,000
9 600,000
ul. Krzemowa 11
19-300 Ełk
Zajdy 15A
19-400 Olecko
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
3 600 000
1,065
1,033
8 400,000
8 148,000
Jaromierz 3B
33-700 Człuchów
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
3 762 000
0,999
1,042
8 360,000
8 711,000
GESAMT:
228 856 466
59,641
61,126
479 579,594
501 893,738
40. 09.04.2014
41. 18.04.2014
42. 06.05.2014
43. 22.05.2014
44. 27.06.2014
BIO-NIK
ELEKTRA
Sp. z o.o.
„Wielkopolski
Indyk”
W.Z.H.G.
Glinkowscy
Sp. j.
Polskie
Biogazownie
„ENERGYZÓRAWINA”
Sp. z o.o.
„EKOWOOD”
Sp. z o.o.
Gospodarstwo
Rolne Biogaz
Jaromierz 3B
T.Z. Śmiechowscy 33-700 Człuchów
Sp. z o.o.
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Mezofilgärung;
1 BrennstoffTriebwerk (Gas)
Quelle: Agentur für Agrarmarkt (ARR), 2014
Immer mehr Unternehmen planen Biogasanlagen in Polen zu bauen. Gemäß den Angaben des
Instituts der Erneuerbaren Energie befinden sich z.Zt. ca. 30 Projekte in der fortgeschrittenen
Realisierungsphase und weitere 300 in der Vorbereitungsphase.
Die vor kurzem gegründete erste Energiegenossenschaft Spółdzielnia Nasza Energia plant den Bau
von 12 - 15 Biogasanlagen in Sitno, Komarów-Osada, Skierbieszów und Łabunie (Wojewodschaft
Lubelskie), die mit Hilfe eines autonomischen Netzes verbunden werden. Die endgültige Zahl und
Größe der Anlagen wird von dem Energiebedarf in den einzelnen Gemeinden abhängen. Die
98
Genossenschaft führt jetzt die Verhandlungen mit den strategischen Investoren. Der Bau ist für
2015 geplant.
Der Investor Ekspert-Sitr plant den Bau einer 2 MW Biogasanlage für Schlempe aus Brennerei und
energetische Pflanzen in Piaszczyna. Desweiteren plant der Investor Zielona Energia Michałowo
eine Investition in Michałowo, die die örtliche Schule mit Wärme versorgen soll. Beide
Biogasanlagen sollten noch 2014 in Betrieb genommen werden.
PGE Energia Odnawialna S.A. bereitet z.Zt. drei Projekte in Stubno und Zarzecze (Wojewodschaft
Podkarpackie) und in Wojnowo (Wojewodschft Kujawsko-Pomorskie) vor, und plant insgesamt
100 weitere Anlagen mit einer Gesamtleistung von 50 MW zu bauen.
Auch der Energieversorger ENERGA will in nördlichen und zentralen Landesteilen mehrere
Hundert Biogasanlagen mit einer Gesamtkapazität von 300 MW bauen, die auf Basis
landwirtschaftlicher Abfälle und Reststoffe Strom erzeugen werden. Zu diesem Zweck hat das
Unternehmen das Programm „Energiesichere Gemeinde“ gestartet und will eine breit angelegte
Informationskampagne (Seminare, Schulungen, spezielle Internetplattform) starten, um zur
Kofinanzierung der Projekte die Gemeinden als Investoren zu gewinnen.
TAURON und ENEA planen ebenfalls den Bau von einigen Biogasanlagen. Zur Zeit werden die
Verhandlungen bzgl. der Standortauswahl geführt.
Aufgrund der Wirren auf dem Markt der grünen und gelben Zertifikate 2012/2013 wurden jedoch
auch viele Investitionen gestoppt oder unterbrochen. Die Branche wartet jetzt auf das EE-Gesetz,
welches hoffentlich die Situation stabilisieren sollte. Die Rentabilität der Biogasanlagen wird hier
von den endgültigen Bestimmungen des Gesetzes sowie der Höhe des Referenzpreises abhängen.
99
6.4.3. Praktische Hinweise für Investoren
Kraft des Gesetzes vom 8. Januar 2010 über die Änderung des Gesetzes - das Energierecht und
über die Änderung mancher anderer Gesetze (Gesetzbuch vom 2010 Nr. 21, Pos.104) ist seit dem
1. Januar 2011 die Wirtschaftstätigkeit im Bereich der Erzeugung des landwirtschaftlichen Biogases
oder der Erzeugung der elektrischen Energie aus dem landwirtschaftlichen Biogas eine regulierte
Tätigkeit.
Die Wirtschaftstätigkeit im Bereich der Erzeugung des landwirtschaftlichen Biogases oder der
Erzeugung der elektrischen Energie aus dem landwirtschaftlichen Biogas erfordert die Eintragung
in
das
Register
der
energetischen
Unternehmen,
die
sich
mit
der
Erzeugung des
landwirtschaftlichen Biogases beschäftigen. Das für die Führung des Sachregisters verantwortliche
Organ ist der Vorsitzende der Agentur für Agrarmarkt (ARR).
Bedingungen des Erwerbs der Eintragung 32
Um die Eintragung in das Register können sich die Unternehmer bewerben, die folgende
Bedingungen erfüllen:
- sie sind im Zentralregister der Unternehmer eingetragen, das vom ARR verwaltet wird,
- sie besitzen den Rechtstitel auf die Bauobjekte, in denen die Wirtschaftstätigkeit ausgeübt sein
wird,
- sie verfügen über die entsprechenden technischen Einrichtungen und Bauobjekte, die die
Ansprüche erfüllen, die besonders in den Vorschriften über den Brandschutz, den sanitären Schutz
und Umweltschutz bestimmt sind, und die richtige Ausübung der Wirtschaftstätigkeit ermöglichen.
Außerdem kann man die Eintragung in das Register erwerben, wenn man nicht für die
Finanzstraftat, Eigentumsdelikt, Glaubwürdigkeit der Unterlagen und auch für Geldumsatz und
Umsatz der Wertpapieren und Wirtschaftsumsatz bestraft worden ist.
Zum Zweck des Erwerbs der Eintragung in das Register ist der Unternehmer verpflichtet, in der
Zentrale von ARR den Antrag über die Eintragung in das Register der Energieunternehmer, die sich
mit der Erzeugung vom landwirtschaftlichen Biogas beschäftigen, einzureichen. Dem Antrag ist der
32
Czysta Energia, A. Szajner „Studium wykonalności dla biogazowni rolniczej”, 06.2013
100
Beleg der Bezahlung der Stempelsteuer (das betrifft die Unternehmer, die sich mit der Erzeugung
der elektrischen Energie in EE-Quellen mit der elektrischen Gesamtleistung, die 5MW
überschreitet, beschäftigen) und die Erklärung beizulegen, wonach die im Antrag enthaltenen
Angaben komplett und wahrheitsgemäß sind und der Unternehmer die Bedingungen der Ausübung
der objektiven Wirtschaftstätigkeit kennt und erfüllt. Das Formular des Antrags über die Eintragung
in das Register und das Muster der Erklärung sind auf der Internetseite www.arr.gov.pl zugänglich.
Die Entscheidung über die Eintragung in das Register stellt man im Zeitraum von 7 Tagen von der
Zeit der Einreichung des Antrags aus. Das Register ist auf der Seite www.arr.gov.pl öffentlich
einsehbar.
Die Verpflichtungen des Unternehmers und des Vorsitzenden von ARR
Nach dem Erwerb der Eintragung in das Register ist das Energieunternehmen verpflichtet zur:
- ausschließlichen Nutzung zur Produktion der Rohstoffe, die in der Definition des
landwirtschaftlichen Biogases erwähnt wurden,
- Führung der Dokumentation, die die ausübende Wirtschaftstätigkeit betrifft, die u.a.
Informationen umfasst, welche mit der Menge und Art der verwendeten Rohstoffe und der Menge
des erzeugten landwirtschaftlichen Biogases, der Wärme und der elektrischen Energie verbunden
sind,
- Überlieferung im Zeitraum von 45 Tagen nach dem Ende des Vierteljahres, der vierteljährlichen
Berichte an ARR,
- Informieren von ARR über jede Änderung der Daten, die im Register enthalten sind, besonders
über das Ende oder Einstellung der Ausübung der Wirtschaftstätigkeit (Informationen sollen an
ARR im Zeitraum von 14 Tagen vom Tag der Änderung dieser Daten, unter Androhung des
Ausstreichens aus dem Register, überliefert werden).
Aufgrund der Angaben, die im Register enthalten sind und der vierteljährlichen Berichte fertigt der
Vorsitzende von ARR den jährlichen Gesamtbericht an. Dieser wird bis zum 15. März des
folgenden Jahres den zuständigen Ministern für Wirtschaft, landwirtschaftliche Märkte und Umwelt
und dem Vorsitzenden von URE übergeben, der zusätzlich von ARR über jede Änderung, die im
Register durchgeführt wird, unterrichtet wird.
101
Gemäß dem Gesetz - das Energierecht, besitzt ARR die Vollmacht, Kontrolle der Tätigkeit, die mit
der Eintragung in den Register verbunden ist, durchzuführen, Geldstrafen zu verhängen, die
Entscheidung über das Ausstreichen aus dem Register sowie über das Verbot der Ausübung der
Tätigkeit zu treffen. Abhängig von der Art der festgestellten Unregelmäßigkeit kann das Treffen der
erwähnten Entscheidungen das Fehlen der Möglichkeit des Erwerbs der wiederholten Eintragung in
den Register während der Zeit von drei Jahren vom Tag ihres Treffens bedeuten.
Durchführbarkeitsstudie
Die Entwicklung der landwirtschaftlichen Biogasanlagen erfordert eine gute Vorbereitung der
Entwürfe. Die Grundlage ist die Durchführbarkeitsstudie der Entwürfe, die die Bedingungen in dem
Bereich des Entwurfs und optimale Lösungen bestimmt.
Die Studie soll Informationen im Bereich der angewandten Substrate und der Größe der
Biogasanlage und Effekte des Entwurfs enthalten. Die finanzierenden Institutionen erfordern die
Darstellung der Durchführbarkeitsstudie des Entwurfs in der von sich selbst aufgezwungenen
Form. Manchmal sind diese Ansprüche so ausgebaut, dass die Bestimmung der Bedingungen für
die technische, ökonomische und Umweltdurchführbarkeit des Entwurfs und dessen Dauerhaftigkeit
in
den
Hintergrund
tritt.
Im
Folgenden
werden
die
wichtigsten
Elemente
der
Durchführbarkeitsstudie der Entwürfe für die landwirtschaftliche Biogasanlage dargestellt.
Rechtliche Rahmenbedingungen des Entwurfs
Die landwirtschaftlichen Biogasanlagen sind Installationen von lokalem Umfang. Die Mehrheit der
Entscheidungen, die die Ansiedlung solches Objekts ermöglicht, wird auf der Gemeindeebene
getroffen.
Der Grundrechtsakt, der in der Gemeinde beschlossen wird und der eine Bedeutung für die
Ansiedlung der Biogasanlage hat, ist der örtliche Bebauungsplan (MPZP), also ein Dokument, das
auf dem Gebiet der Gemeinde einen gültigen Charakter besitzt und für den Investor verbindlich ist.
Typisch geplante Biogasanlagen sollen im MPZP berücksichtigt werden.
Die Energieausnutzung der Produkte der Biogasanlage hat zur Folge, dass sie im Entwurf der
Voraussetzungen zum Plan der Versorgung der Gemeinde mit Wärme, Strom und Gas erfasst
werden soll. Dadurch soll sichergestellt werden, dass man die geplante Biogasanlage in anderen
102
lokalen Unterlagen, bspw. die Studie der Bedingungen und Richtungen der Raumbewirtschaftung
der Gemeinde, Programm des Umweltschutzes u.s.w. berücksichtigt wird.
Kernpunkt für den Erwerb der Entscheidung über die Erlaubnis zum Bau ist die Entscheidung über
die Frage der Bewertung der Auswirkung der Biogasanlage auf die Umwelt. Für die Installation zur
Erzeugung des landwirtschaftlichen Biogases von der installierten elektrischen Leistung nicht höher
als 0,5 MW ist nicht notwendig, ein Verfahren über die Auswirkungen auf die Umwelt einzuleiten.
Biogasanlagen mit einer höheren Leistung erfordern eine Genehmigung durch dieses Verfahren.
Aber auch für kleine Biogasanlagen ist im Fall einer Verbindung zwischen der Anlage und dem
Übertragungsnetz der Wärme für Empfänger (wenn dieses nicht als Siedlungswärmenetz eingestuft
werden kann) eine Genehmigung erforderlich.
Eine Lösung kann der Transport des erzeugten Biogases aus der Biogasanlage sein, die in
entsprechender Entfernung zur Bebauung des Ortes, der mit Wärme vom Kraft-WärmeKopplungsblock versorgt wird, liegen muss.
Markt der Substrate und Produkte
Kernpunkt für die Durchführung des Entwurfs ist die Zusicherung der Lieferungen der
entsprechenden Menge der Substrate. Zurzeit sind die Grundsubstrate für die landwirtschaftlichen
Biogasanlagen Mais- und Grassilagen sowie tierische Exkremente, darunter Gülle. Dies sind
erneuerbare Substrate, die die sich aus dem Energierecht ergebenden Bedingungen erfüllen.
Als optimale Lösung kann der Betrieb der Biogasanlage mit den Substraten aus den eigenen
Ressourcen, dem eigenen Anbau und der eigenen Zucht. Aber gleichberechtigt ist die Betreibung
der geplanten Biogasanlage mit dem Teil oder der Ganzheit der Substrate aus dem lokalen
landwirtschaftlichen Markt. Unbedingt notwendig auf dieser Etappe wird die Unterzeichnung der
Vorvereinbarungen, zum Beispiel in Form der Absichtserklärung mit den Lieferanten der Substrate.
Hauptbedingungen der Lieferungen betreffen den Typ, Menge, Termine und Transport der
Substrate. Möglich ist die Biomassenkaufvereinbarung auf dem Feld (Grünfutter) und die Ernte und
eigenes Transport, mit den eigenen oder geliehenen Geräten und Maschinen. Der Preis der
Substrate soll mit dem Indikator des Inhalts der trockenen Masse in ihnen, verbunden sein. Die
Transportart und –kosten ergeben sich aus den Bedingungen des lokalen Marktes. Die
Vorvereinbarung soll auch die Bedingungen des Empfangs der Reste nach der Fermentation – des
Nachferments enthalten.
103
Die letzten Änderungen im Gesetz über die Abfälle, im Ergebnis derer kein Substrat in der
typischen landwirtschaftlichen Biogasanlage als Abfall betrachtet wird, verursachen, dass die
Fermentationsreste des Prozesses der Verarbeitung in das Biogas in den Umlauf geführt werden
können und werden als organische Düngemittel oder die Erdbodenverbesserer verwendet. Im Fall
der Biogasanlage, die ausschließlich auf den Substraten basiert, die in dem eigenen
landwirtschaftlichen Betrieb erzeugt werden, kann der Nachferment als Düngemittel auf eigenen
Feldern ohne Grenzen verwendet werden. Für Substrate, die von außen gewonnen werden und für
den zurückgegebenen Überfluss von Nachferment verbindet sich das mit der Notwendigkeit des
Erwerbs der Erlaubnis zur Einführung des Düngemittels in den Umlauf, nach der Durchführung der
bestimmten Untersuchungen.
Das Nutzen aus dem Gebrauch der erneuerbaren Energiequelle, welche die Biogasanlage ist, sollen
so groß wie möglich sein. Es ist also notwendig sowohl die Ausnutzung der elektrischen Energie als
auch der erzeugten Wärme im Kraft-Wärme-Kopplungsblock der Biogasanlage. In der weiteren
Perspektive möglich wird die Anwendung des Biogases zur Erzeugung des Biomethans für die
Energie- und Transportbedürfnisse.
Wechselhaftigkeit
des
Bedarfs
an
Wärme
(darunter
zur
Vorbereitung
des
warmen
Gebrauchswassers) in polnischem Klima verursacht, dass er in der Sommerzeit bedeutend niedriger
als Spitzenbedarf im Winter ist. Der Bedarf der Wärmeleistung beträgt im Sommer 10% bis zum
20% des Spitzenbedarfs. Die Planung einer Biogasanlage mit der Leistung, die vergleichbar mit der
Spitzenleistung ist, ist nicht begründet. In Bezug auf die gegenwärtige Struktur der Preise und der
Kosten soll die Biogasanlage in der sog. Grundlage der Betreibung (Versorgung/Speisung) arbeiten
und die Deckung des Bedarfs an Wärmeleistung außerhalb der Heizungssaison versichern (darunter
die vergrößerte Wärmeleistung in den 24 stündigen Spitzen des Bedarfs an Wärme). Die
Charakteristik des Bedarfs an Wärme bestimmt man im Ergebnis der Analyse des Marktes der
Wärmempfänger, die von der Biogasanlage versorgt werden.
Analyse und Wärmebilanz
Die Größe des Kraft-Wärme-Kopplungsblocks bestimmt man infolge der Analyse des
gegenwärtigen und geplanten in den nächsten Jahren Bedarfs an Wärme.
Der lokale Wärmemarkt in den Dörfern und in den kleinen Ortschaften bilden vor allem Objekte
des öffentlichen Gebrauchs (Schulen, Behörden), Handelspunkte und Wohnsiedlungen. Die
104
Wärmekosten für Empfänger in diesen Ortschaften sind relativ hoch, also kann der attraktive Preis
der Wärme aus der Biogasanlage die Lust auf den Anschluss der nächsten Empfänger an das
System, das von ihr versorgt wird, hervorrufen.
Manchmal erfordert die Nutzung der Wärme beim Fehlen des Wärmenetzes die Liquidierung der
lokalen Kesselhäuser und den Bau der zentralen Quelle mit dem Wärmenetz für die Versorgung der
Empfänger. Notwendig ist die Versicherung des Empfangs der Wärme in der Sommerzeit für die
Lebenszwecke oder andere Zwecke (zum Beispiel das Schwimmbecken oder das Sportobjekt). Die
Kosten des Wärmenetzes können bedeutend den Entwurf belasten, aber die Mittel kann man aus
anderen Finanzierungsquellen bekommen (in der letzten Zeit waren das spezielle Mittel im Rahmen
von staatlichen Fonds PROW und RPO).
Im Fall der landwirtschaftlichen Biogasanlagen, besonders dieser von der kleinen Leistung, soll es
keine Probleme mit der Bestimmung der Anschlussbedingungen an das Netz des lokalen
Energieverteilers geben. Die Lokalisierung des Kraft-Wärme-Kopplungsblocks in der Nähe des
bestehenden oder geplanten Kesselhauses, mit dem die Kraft-Wärme-Kopplungsquelle mitarbeiten
wird, verursacht, dass die Kosten der Kabellinie nicht hoch sein werden. Die Modernisierung der
Trafostation liegt bei dem Energieverteiler und der Investor muss die Anschlussbedingungen an das
Netz erfüllen und die entsprechende Anschlussgebühr zahlen.
Die Sammlung der Ausgangsdaten für die geplante Lokalisierung der Biogasanlage ermöglicht eine
Analyse der Varianten der Verwirklichung des Unternehmens. Gewöhnlich in den geplanten
Dorflokalisationen befinden sich lokale Kesselhäuser, manchmal mit dem Wärmenetz, die mit der
Kohle oder dem Heizöl beheizt werden. Bezugsvariante ist weiterer Abbau dieser Quellen bei ihrem
sich verschlechternden technischen Zustand und der hohen lokalen Emission. In der kommenden
Zeit gibt es keine Chancen, diese Wärmequellen mit den Niedrigemissionskesselhäusern ohne die
Erhöhung der Zahlungen für die Wärme umzutauschen.
Im Fall der kleinen Systeme ist die Analyse der Anwendung der Biogasanlagen in verschiedenen
Lokalisationen und von verschiedenen Leistungen nötig. Wie schon erwähnt wurde, ist manchmal
aus Rücksicht auf die Verbindungen mit den Empfängern der Wärme die Lokalisation der
Biogasanlage außerhalb der Ortschaft und der Bau des Kraft- Wärme-Kupplungsblocks in der Nähe
von der Wärmequelle günstig. Seine Größe soll vor allem mit dem Gedanken an den Empfang der
Wärme und die Möglichkeit der Einführung der Leistung in das Netz des Energieverteilers gewählt
werden. Wesentlich ist auch der Zugang zu den lokalen Ressourcen der Substrate.
105
Umweltverhältnisse
Ohne Rücksicht auf die gewählte Lokalisation und Übereinstimmung des Entwurfs mit den
örtlichen Plänen ist die Durchführung der Konsultationen und Treffen mit den Bewohnern und den
Landwirten zwecks der Informierung der interessierten Gemeinschaft über die geplante
Biogasanlage notwendig.
Zu den Grundumwelteffekten gehört die Senkung der lokalen Emission und der Treibhausgase.
Notwendig ist der Vergleich der Basisemission (die vermieden wird) aus der lokalen Quelle, die mit
der Erzeugung der elektrischen Energie im Elektroenergiesystem verbunden ist, mit der zukünftigen
Emission aus dem Kraft- Wärme- Kupplungsblock infolge der Verbrennung des Biogases.
Der zusätzliche Aspekt wird die Senkung der Menge der regelmäßigen Abfälle (Schlacke und
Asche in den Kohlenkesselhäusern) sein.
Ökonomische und finanzielle Analyse
In Polen fehlt an Angaben von den Kostenaufwänden für komplette landwirtschaftliche
Biogasanlagen. Informationen über den Kostenaufwand werden aus den Ergebnissen der
Ausschreibungen genommen, aber das sind Einzelwerte. Man greift also nach den Angaben vom
deutschen Markt, wo einige Tausende Biogasanlagen arbeiten. Der Aufwand für die typische
landwirtschaftliche Biogasanlage mit der elektrischen Leistung von 100 kW beträgt etwa 500
Tausend EUR, und im Fall der Leistung von 500 kW von 1,1 bis 1,5 Mio EUR. Aber die
Ausnutzung dieser Daten in Bezug auf den polnischen Markt zieht zurzeit das höhere Niveau des
Aufwandes nach sich, auch wegen des Kursrisikos, trotz der niedrigeren Kosten der Ausführung der
Bauarbeiten.
Die Planung der Aufwände für die Biogasanlage erfordert die Schätzung der infrastrukturellen
Verbindungen- der Wege, des Netzes: Wassernetzes und Kanalisations-, Heiz-, Gasnetzes (wenn
betrifft) und der Stromlinie.
Der Hauptbestandteil der Kosten bilden Substrate. Die Kosten des Grünfutters kann man aufgrund
der Materialien der Zentren der landwirtschaftlichen Beratung bestimmen, die Kosten der Geräte
und Transportkosten ergeben sich aus den lokalen Bedingungen. Die Kosten der Substrate können
variabel sein, sind von den Preisen der landwirtschaftlichen Produkte auf dem Markt abhängig.
106
Kosten der Gülle und der Wert des Nachfermentes müssen wegen der Düngebestandteile und
Transportkosten individuell berechnet werden.
Die festen Kosten sind vor allem Kosten der Bedienung, Servicekosten und Wartungskosten der
Einrichtungen und Steuern, und auch lokale Gebühren.
Die Einnahmen aus der Nutzung der Biogasanlage ergeben sich aus dem Verkauf der Produkte des
Entwurfs – Strom und Herkunftszeugnisse - Vermögensrechte OZE und der Gas- Kraft- WärmeKupplung (entsprechend „grüne“ und „gelbe„ Zertifikate). Beim Fehlen der Entscheidung gemäß
der zukünftigen Lösungen, soll man gegenwärtige Parameter der Unterstützung anwenden, die
gemeinsam für alle erneuerbaren Quellen und Kraft- Wärme-Kupplung sind und die vom
Vorsitzenden von URE angegeben werden.
Der Wärmeverkauf ist ein typisch zusätzlicher Faktor, der sich mit der Aufbewahrung des niedrigen
Preises der Wärme verbindet, die zu dem gemeinsamen Netz geliefert wird. Nach der
Inbetriebnahme der Biogasanlage verschlechtern sich die Indikatoren der Rentabilität in der
bestehenden Quelle, wo, bei den unveränderbaren festen Kosten, die Menge der erzeugten Wärme
gesenkt wird (um 30-40 %), und im Endergebnis erhöhen sich die Erzeugungskosten. Zum Zweck
der Erhaltung, und sogar der Senkung des Preises der Wärme für Empfänger, muss die Wärme aus
der Biogasanlage bedeutend billiger als Basiswärme sein.
Gewöhnlich erfordert die Biogasanlage die Unterstützung in Form von Zuschüssen und der
Vorzugskredite. Abhängig von der Größe der Biogasanlage und der Struktur der Finanzierung, sind
es von 30 bis 40% der zusätzlichen Mittel (Zuschüsse) nötig.
6.5. DEPONIEGASANALAGEN
Polen nimmt einen der ersten Plätze in der Länder-Rangliste hinsichtlich der Menge der
hergestellten Abfälle (insbesondere der Industrieabfälle) ein. Laut Angaben des Hauptamtes für
Statistik (GUS)33 werden jährlich ca. 130 Mio. Tonnen Abfall produziert. Den bereits gesammelten
Abfall schätzt man auf 2 Mrd. Tonnen auf Fläche von 11 Tsd. ha. Das jährliche Aufkommen an
kommunalen Abfällen in Polen wird auf gut 12 Mio. Tonnen veranschlagt. Den Löwenteil der
Aufkommen bildeten jedoch Industrieabfälle, die in den Jahren 2008-2010 stark abnahmen, jedoch
33
D. Bochenek „Ochrona środowiska 2013”, 2013
107
ab 2011 wieder stiegen. Kommunalabfälle dagegen blieben in diesem Zeitraum fast unverändert
und betrugen 2012 ca. 9,8% des jährlichen Abfallaufkommens. Von den 12 Mio. kommunalen
Abfällen kann man 1,4 TWh Strom (ca. 1% der Landesproduktion) sowie 21 PJ Wärme (ca. 6% des
Landesproduktion) erzeugen.
Tabelle Nr. 45: Jährliche Abfallaufkommen (in Tsd. t)
2000
2007
2008
2009
2010
2011
2012
137 726
136 664
127 095
123 153
137 576
135 629
135 185
Kommunalabfälle
12 226
12 264
12 195
12 053
12 038
12 129
12 085
Industrieabfälle
125 500
124 400
114 900
111 100
113 500
123 500
123 100
Insgesamt
davon:
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Zur Zeit werden knapp 78% der Kommunalabfälle auf Deponien gelagert. Von den 527 legalen
Müllhalden müssen in den kommenden Jahren mindestens 300 geschlossen werden, da sie entweder
die Normen nicht erfüllen oder keine weiteren Abfälle aufnehmen können. Einem RecyclingProzess unterzogen werden bisher 14% des Siedlungsmülls, 7% werden kompostiert und 1% wird
verbrannt. Diese Struktur muss in den nächsten Jahren geändert werden. Laut EU-Anforderungen
sollen 2013 höchstens 50% der Kommunalabfälle auf Deponien gelagert werden, 2020 nur noch
35%.
Ende 2012 gab es in Polen laut Angaben von GUS 527 legale Deponien für kommunale Abfälle,
auf denen insgesamt ca. 97 Biogasinstallationen mit einer Gesamtleistung von ca. 57 MW betrieben
wurden. Nach Expertenschätzungen könnte man nur noch weitere 80 Deponien für die Gewinnung
des Biogases nutzen und ca. 135-145 Mio. m3 Biogas erzeugen. Der Rest der Deponien ist zu klein
und ohne Potential zur Gewinnung des Biogases für energetische Zwecke. Die meisten Deponien
befinden sich in der Wojewodschaft Mazowieckie (61), gefolgt von Lubelskie (58) und
Wielkopolskie (55). Im Jahr 2012 wurden 61 Deponien stillgelegt.
108
Diagramm Nr. 27.. Zahl der Deponien in den einzelnen Wojewodschaften
Deponien im Betrieb
stillgelegte Deponien
Quelle: Hauptamt für Statistik (GUS), 2013
Die Gesamtleistung der bestehenden Biogasanlagen in Deponien beträgt heute 57 MW. Insgesamt
wurden in Jahre 2012 in diesen Anlagen 236,5 GWh Strom und 69 TJ Wärme erzeugt.34
Die ersten Biogasanlagen auf Deponien sind z. B. in Braniewo (bei Elbląg), Katowice, Warszawa,
Kraków, Sosnowiec, Olsztyn (Łęgajny), Rokitno (bei Lublin), Toruń (hier Betrieb durch die Firma
Biogaz Investor im Rahmen eines PPP), Radom, Młynek-Sobuczyn (bei Częstochowa), Krzyż und
Tarnów entstanden.
34
GUS, „Energia ze źródeł odnawialnych w 2012”, 11.2013
109
Zu den wichtigsten Unternehmen, die Anlagen für die Stromherstellung aus Deponiegas anbieten,
gehört die polnisch-britische Firma ENER-G. Bis jetzt hat die Firma 13 Biogasanlagen auf den
Abfalldeponien in Betrieb genommen.
Es gibt auch schon erste Biogasanlagen, die organische Abfälle aus sortierten Kommunalabfällen
nutzen. Sie befinden sich in Zgorzelec und in Puławy. In beiden Fällen werden organische Abfälle
mit dem Schlamm gemischt.
6.6. KLÄRGASANLAGEN
Es gibt in Polen über 4300 industrielle und kommunale Kläranlagen und die Zahl wächst
kontinuierlich an. In jeder solcher Anlage entsteht übermäßiger Klärschlamm (insgesamt ca. 4 Mio.
Tonnen jährlich), welcher als idealer Rohstoff zur Biogaserzeugung gilt. Der in solchen Anlagen
entstandene Schlamm enthält nämlich keine toxischen Substanzen, wiest dagegen aber einen
Trockenmassegehalt von 4-5%, davon über 90% der organischen Masse, was die sauerstofffreie
Gärung ermöglicht, auf. Das im Fermentationsprozess entstandene Biogas enthält 55-70%
Biomethan, 27-44% Kohlendioxid, 0,2-1,0% Wasserstoff und 0,2-3,0% Schwefelwasserstoff. Sehr
oft wird das Biogas in Klärgasanlagen in der Fackelanlage verbrannt, anstatt es in den Gaskesseln
oder KWK-Aggregaten effektiver zu nutzen.
Auf den polnischen Kläranlagen gibt es jedoch bis jetzt lediglich ca. 90 Biogasanlagen mit einer
Gesamtleistung von ca. 60 MW, die vor allem Wärme erzeugen. Obwohl sich für die energetische
Nutzung des Faulgases nicht alle sondern aus technologischen Gründen nur die größeren Anlagen
mit ca. 8 – 10 Tsd. m3 Schlamm eignen, ist das Potential auf diesem Gebiet immer noch sehr groß.
Die Gesamtleistung der bestehenden Biogasanlagen an Klärwerken beträgt heute ca. 60 MW.
Insgesamt wurden im Jahre 2012 in diesen Anlagen 193,7 GWh Strom und 45 TJ Wärme erzeugt.
Die Tendenz bei Biogas aus Kläranlagen geht hin zu modernen Technologien, insbesondere im
110
Bereich der Energie- und Wärmeherstellung in KWK-Anlagen. Diese Technologien garantieren
trotz größerer Investitionskosten eine höhere Leistungsfähigkeit und mehr Rentabilität.
Die Motoren für die Stromherstellung werden fast ausschließlich importiert. Nur vereinzelt gibt es
polnische Produzenten wie PZL Mielec, WSK Dębica, PZL Wola oder Cegielski Częstochowa.
60% des polnischen Marktes für Strom-Wärme-Aggregate für Kläranlagen mit einer Leistung über
500 kW werden durch die österreichische Firma Jenbacher Gas Engines abgedeckt (Vertrieb in
Polen durch die Fa. KWE Technika Energetyczna Sp. z o.o.), die restlichen 40% entfallen auf die
Firmen Caterpillar, Deutz, Waukesha, Perkins und die o.g. polnischen Lieferanten.
Eine der ersten Biogasanlagen an einem Klärwerk war die Installation in Inowrocław, die im Jahr
1998 entstand und ca. 2,4 Mio. ZL gekostet hat (320 kW elektrische Leistung, 540 kW
Wärmeleistung). Inzwischen gibt es schon ca. 90 solcher Installationen und es werden auch neue
Projekte umgesetzt. Bis Ende 2014 soll Instal Kraków S.A. die moderne Anlage am Klärwerk in
Nowy Targ für ca. 15,5 Mio. ZL bauen. Auch die Firma ABM Biogaz Trzy plant den Bau einer
Klärgasanlage in den Gemeinden Racławice und Żar.
111
7. PROFILE DER MARKTAKTEURE
Bio-Energia Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Krzysztof Kowalski
ul. Kleczewska 93
PL-01-826 Warszawa
Tel.: +48 22 337 03 90
E-Mail: [email protected]
www.bio-energia.pl
Es ist eine Consulting-Firma, die sich auf die regelmäßige Versorgung von Energieproduzenten mit
Biomasse aus Pflanzen spezialisiert hat. Die Firma bietet Dienstleistungen in den Bereichen
Projektierung und Organisation der Rohstoffbasis Biomasse an, um die regelmäßige Versorgung in
Abhängigkeit der Wünsche des Kunden zu garantieren. Weiterhin werden Dienstleistungen in den
Bereichen Lebenszyklusanalyse, Schulungen, Beratung und Marketingkommunikation angeboten,
die zum Ziel haben, ein regelmäßiges Angebot von Biomasse in guter Qualität zu sichern. Ebenfalls
werden Indexierungen der Preise für Biomasse realisiert, d.h. es werden Preise berechnet, die sich
sowohl für den Landwirt lohnen als auch für die Energieproduzenten akzeptabel sind. Bio-Energia
fungiert als ein Vermittler zwischen Energieproduzenten, Brennstoffproduzenten, Anbietern
verwertbarer Abfälle, Plantagenbesitzern und Anbietern von Maschinen und Geräten.
Biomax
Ansprechpartner: Krzysztof Olkowski
Bagienice Szlacheckie 5
PL-06-212 Krasnosielc
Tel.: +48 29 71 75 926
Fax: +48 029 71 75 926
E-Mail: [email protected]
www.biomax.com.pl
Das Unternehmen produziert Briketts aus Biomasse. Das Produktionsmaterial ist hierbei Biomasse,
die größtenteils aus eigenem Anbau gewonnen wird, d.h. aus Stroh, Heu, Sägespäne und
Energiepflanzen, genauer gesagt aus Sida, Chinaschilf, und Korbweide. Diese drei genannten
Pflanzen werden auch zum Verkauf angeboten.
112
PELIKAN Biuro Handlowe
Ansprechpartner: Jarosław Tkacz
ul. Okrzei 9
PL-64 - 920 Piła
Tel.: +48 67 351 63 55
E-Mail: [email protected]
www.pelikan.pila.pl
Seit 1997 produziert das Unternehmen Wasserheizkessel, die mit Holzabfällen betrieben werden.
Diese Heizkessel sind für das Erhitzen vom Wasser bis zu einer Temperatur von 100°C und
vorrangig zum Einbau in Zentralheizungen konzipiert. Die Heizkessel von Pelikan sind auf den
Betrieb mit kalorienarmen Brennstoffen eingestellt, können aber ebenso mit Holzscheiten, Papier,
Späne oder Baumrinde betrieben werden.
CIBET Reenergy Sp. z o.o
Ansprechpartner: Marcin Kaniewski
al. Krakowska 197
PL-02-180 Warszawa
Tel.: +48 22 57-39-733
E-Mail: [email protected]
www.cibetreenergy.pl
Es ist eine Tochterfirma der Cibet GmbH und wurde mit dem Ziel gegründet, die Realisierung der
Tätigkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien zu übernehmen. Das Unternehmen ist sowohl in
den Bereichen Beratung als auch Vorbereitung und Realisierung von kompletten Energieprojekten
tätig. Zu dem aktuellen Angebot gehören folgende Tätigkeiten: Vorbereitung und Realisierung von
kompletten Biogas-Projekten und Energieprojekten auf der Basis von Biomasse (Kessel und
Elektroheizung). Weiterhin vertreibt CIBET Reenergy mit der Biomasse Tromatic betriebene
Kessel und bietet Beratung im gesamten Bereich der erneuerbaren Energien an.
Ecoenergia Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Jan Siwiński
ul. Lustrzana 32
PL-01-342 Warszawa
Tel.: +48 22 666 16 01
Fax: +48 22 666 16 00
E-Mail: [email protected]
www.ecoenergia.com.pl
113
Das Unternehmen bietet die Projektierung und schlüsselfertige Ausführungen von Installationen,
die der Vorbereitung, Zuführung und der Mitverbrennung von Biomasse auf Holz- und
Pflanzenbasis dienen, an. Schlüsselfertige Ausführungen umfassen die Erstellung vollständiger
Projekte für alle Branchen und den Bau von Produktionshallen und Lagerplätzen mit Stützmauern,
Installationen zur Annahme und zum Transport aller Arten von Biomasse (Pellets, Briketts,
Sägespäne),
den
Bau
von
Trennungsanlagen,
Wiegeinstallationen,
Steuerungs-
und
Selbstregulierungssystemen. Weiterhin befinden sich im Produktangebot der Ecoenergia
Vorbrenner für Biomasse zur Verringerung des Stickstoffausstoßes.
ECOSERVICE Przedsiębiorstwo Budowlane Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Robert Matyjaszek
ul. Głowackiego 9
PL-65-301 Zielona Góra
Tel.: +48 68 329 36 00
Fax: +48 68 329 36 04
E-Mail: [email protected]
www.ecoservice.pl
ECOSERVICE ist seit 1997 vorrangig im Bereich Abwasser- und Abfallwirtschaft tätig. Außerdem
führt sie auch Tätigkeiten im Bereich Lieferung und Montage von Installationen zur Zuführung und
Mitverbrennung von Biomasse für Heizkraftwerke aus.
ECOTEC S.A.
Ansprechpartner: Barski Michał
ul. Wedmanowej 3
PL-93-228 Łódź
Tel.: +48 42 6494505
www.ecotec.pl
Ecotec ist in erster Linie ein Motorenproduzent und gehört dem General Motors Konzern an.
Hauptaugenmerk der Firma ist die Produktion von Benzin- und Hochdruckmotoren, es werden aber
auch Biobrennstoffe wie Getreidekörner, Pellets, Briketts und Abfälle aus der Holzverarbeitung
produziert und vertrieben. Alle Produkte werden sowohl Firmen als auch Privatkunden angeboten.
114
Im Weiteren vertreibt Ecotec Heizkessel und deren Zubehör, sowohl für große Gebäude als auch für
den Hausgebrauch.
Eko Projekt
Ansprechpartnerin: Marianna Maleska-Dec
ul. Prosta 7
PL-21-500 Biała Podlaska
Tel.: +48 83 343 64 74
Fax: +48 83 343 64 74
E-Mail: [email protected]
www.ekoprojekt.xt.pl
Das Unternehmen ist vor allem in den Bereichen Umweltschutz sowie Abfall- und
Abwasserwirtschaft
tätig.
Gleichzeitig
übernimmt
es
aber
auch
Projektierungen
von
Heizkesselinstallationen, die mit Biomasse betrieben werden.
Eko-Grant s.c.
Ansprechpartner: Piotr Kowalewski
ul. Głowackiego 125
PL-42-580 Wojkowice
Tel.: +48 601 266 843
Fax: +48 83 343 64 74
E-Mail: [email protected]
www.pellets-ekogrant.eu
Bei Eko-Grant handelt es sich um eine sehr junge Firma, die erst Anfang des Jahres 2008 gegründet
wurde. Die Firma ist Produzent von neuartigen, alternativen Heizquellen. Derzeit produziert sie
Pellets aus Fichten- und Eichenholz, Stroh, Chinaschilf und anderem. Weiterhin werden Briketts
aus Torf sowie aus Eichen-, Kiefern-, Buchen- und Fichtenholz vertrieben.
Eko-Łopuchowo Sp z o.o.
Ansprechpartner: Sebastian Zysnarski
ul. Łopuchowo 3
PL-62-095 Murowana Goślina
Tel.: +48 61 811 38 31
Fax: +48 61 811 38 31
E-Mail: [email protected]
www.eko-lopuchowo.pl
115
Das Unternehmen wurde im Jahre 2006 gegründet und produziert seitdem Briketts aus Stroh und
Sagespäne. Zu der Fertigungslinie gehören zwei Zerkleinerer, ein Trockner und zwei hydraulische
Brikketiermaschinen. Die Produkte der Firma Eko-Łopuchowo überschreiten 10% an Feuchtigkeit
nicht und erreichen einen Heizwert bis zu 18 kJ/t. Derzeit werden monatlich 200 Tonnen
ökologischen Brennstoffs produziert. Das Hauptprodukt ist das Strohbrikett in Walzen- oder
Würfelform aus Raps-, Weizen- und Roggenstroh. Weiterhin baut Eko-Łopuchowo auf einer 50ha
Plantage Korbweide zur Gewinnung von Biobrennstoffen an.
Ekoszok
ul. Obotrycka 14c
PL-62-095 Sczecin
Tel.: +48 91 422 73 49
Fax: +48 91 422 16 21
E-Mail: [email protected]
www.ekoszok.pl
Das Unternehmen hat sich im Bereich der erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung und dabei
insbesondere auf Solarkollektoren, Wärmepumpen und Kessel sowie Kesselanlagen auf
Biomassebasis spezialisiert. Es bietet sechs verschieden Typen von Heizkesseln, die mit Biomasse
betrieben werden, an. An Biomasse selbst sind Pellets, Eichen- und Buchenholzbriketts im
Angebot, erstere mit einem Heizwert von 18,5 bis 21 MJ/kg und einer Feuchtigkeit von unter 8%,
letztere mit einem Heizwert von 19,4 MJ/kg.
Fluid Kooperacja Sp. z o.o.
Ansprechpartnerin: Marzena Gładka
ul. Spółdzielcza
PL-28-340 Sędziszów
Tel.: +48 41 381 26
Fax: +48 41 381 26
E-Mail: [email protected]
www.fluid.pl
Der Tätigkeitsbereich des Unternehmens liegt in der Montage von Fertigungslinien und den
dazugehörigen Geräten für die Produktion von Biokohle aus pflanzlicher Biomasse, darunter Stroh
und perspektivisch auch Korbweide. Der technische Prozess ermöglicht eine Produktion rund um
die Uhr, 7 Tage die Woche. Zudem kann 3,0 Mg/h pflanzlicher Biomasse mit 35%iger Feuchtigkeit
116
verarbeitet werden, was wiederum die Produktion von 1,0 Mg/h an Biokohle mit einem Heizwert
von 24 MJ/kg ermöglicht.
Furel Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Dariusz Furmaniak
ul. Łagiewnicka 167
PL-91-863 Łódź
Tel.: +48 42 659 43 00
Fax: +48 42 659 43 03
E-Mail: [email protected]
www.pellet.com.pl
Furel ist einer der führenden polnischen Biomasseproduzenten. Pro Monat werden 2000 Tonnen
Pellets, welche die deutsche DIN-Norm 51731 erfüllen, produziert. Die Kunden der Firma sind
sowohl große Industriebetriebe, Handelsfirmen, Institutionen als auch kleine Abnehmer. Die Pellets
werden in 15 und 25kg Säcken verkauft und direkt an den Kunden geliefert. Über den Wasserweg
liefert Furel auch in andere Länder Europas. Außer Pellets befinden sich Briketts, Hackgut und
Sägespäne in der Produktpalette.
GAZ BUDOWA Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Jerzy Bukała
ul. Kołobrzeska 2
PL-78-230 Karlino
Tel.: +48 94 31 17 449
Fax: +48 94 31 17 449
E-Mail: [email protected]
www.gazbudowa.pl
Die Haupttätigkeit des Unternehmens sind Dienstleistungen in den Bereichen Wasser- und
Gasleitungsbau und Bau von Kesselanlagen. Dazu gehört auch der Bau und die Installation von
Kesselanlagen, die mit Biomasse betrieben werden, hin. Die Mehrheit der Aufträge werden
komplett ausgeführt, d.h. von der Planung über die Installation bis zur Beantragung der
Betriebserlaubnis. Das Unternehmen bietet seine Dienstleistungen in ganz Polen an.
117
Metalerg J.M.J. Cieślak s.j.
Ansprechpartner: Janusz Cieślak
Ścinawa Polska 9
PL-55-200 Oława
Tel.: +48 71 313 57 14
Fax: +48 71 313 49 90
E-Mail: [email protected]
www.metalerg.pl
Das Unternehmen wurde 1967 gegründet und beschäftigt sich seit 2002 mit der Herstellung von
Heizkessel, die mit Biomasse betrieben werden. Im Angebot der Firma sind vier verschiedene
Typenreihen von Kesseln: „Ekopal RM“, „Ekopal D“, „Biowat“ und „Biowat Automat“. Die erste
Reihe dient der Erhitzung von Wasser bis zu 95° C und wird mit Stroh betrieben. Die zweite Reihe
wird mit Holzhackgut oder -späne betrieben. Die dritte Reihe dient der Beheizung von
Wohnhäusern bis 320m2 und wird mit Stroh oder Holz betrieben. Zur Versorgung von
Wasserinstallationen der Zentralheizung und zur Bereitstellung von Warmwasser im Hausgebrauch
dienen die Kessel der vierten Typenreihe, die mit Pellets, Sägespäne, Hackgut und ähnlichem
betrieben werden.
PNIAQ Gospodarstwo Rolne Ryszard Ciesielski
Ansprechpartner: Ryszard Ciesielski
Pniaki Mokrzeskie 9
PL-42-244 Mstów
Tel.: +48 510467898
E-Mail: [email protected]
www.pniaq.eu
Die Firma ist ein Produzent von Biomasse auf der Basis von Korbweide, ebenfalls unterstützt sie
das Anlegen von Korbweideplantagen. Weiterhin werden Heizbriketts auf Biomassebasis
vertrieben.
118
Poli Trade Polska Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Herr Jarosław Rak
ul. P. Kołodzieja 2
PL-40-749 Katowice
Tel.: +48 32 292 10 41
Fax: +48 32 353 01 27
E-Mail: [email protected]
www.politrade.pl
Das Unternehmen spezialisiert sich auf die Gewinnung, Verarbeitung und Produktion von Biomasse
für energetische Ziele. Es beschäftigt sich sowohl mit dem Ankauf als auch dem Verkauf von
Biomasse. Zur Herstellung der Biomasse werden vor allem Holzabfälle aus Sägemühlen,
Holzverpackungen u.ä. verwendet. Im Angebot der Firma befindet sich sowohl Holz- als auch
Agrarbiomasse. Die Biomasse auf Holzbasis der Firma Poli Trade hat eine Stückgröße von 40150mm, einen Heizwert von 8-15 GJ und eine Feuchtigkeit von 20–60%. Weiterhin stehen
Rapspellets und Biomasse auf Rapsstrohbasis zum Verkauf.
Vivena S.A.
Ansprechpartner: Marek Podyma
ul. Św. Antoniego 11
PL-50-073 Wrocław
Tel.: +48 71 77 66 840
Fax: +48 71 77 66 841
E-Mail: [email protected]
www.vivena.pl
Das 2001 gegründete Unternehmen ist im Bereich Naturschutz tätig. In diesem Rahmen wird auch
Brennstoff aus erneuerbaren Energiequellen produziert. Weiterhin kümmert sich das Unternehmen
im Auftrag einzelner Energiebetriebe um deren Versorgung mit Biomasse. Hauptprodukt der Firma
sind aus Stroh gewonnene Pellets. Vivena ist in ganz Polen tätig.
119
VKN Polska Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Zbigniew Stawiński
ul. Kurkowa 44
PL-50-210 Wrocław
Tel.: +48 71 323 88 17
Fax: +48 71 323 89 78
E-Mail: [email protected]
www.vknpolska.pl
Zu den Hauptaufgabenfeldern der VKN Polska gehört die Bereitstellung von Biomasse zur
Energieproduktion für die Industrieenergetik. Im Angebot sind vier Arten von Biomasse:
Sägespäne, Holzhackgut, Hackgut aus Korbweide und Pressrückstände aus Raps. Im Bereich der
Biomasseversorgung
bietet
die
VKN
Polska
Dienstleistungen
in
den
Bereichen
Beschaffungslogistik, Informationen über die Vorteile einzelner Biomassearten, Vorbereitung der
Biomasse in Abhängigkeit von den technologischen Bedingungen des Empfängers sowie
Informationen über den Markt und die Marktmechanismen, den Prozess der Mitverbrennung und
die Lizenzgenehmigungen an.
BBI Zeneris NFI S.A.
Ansprechpartner: Krzysztof Radom
ul. Paderewskiego 7
PL-61-770 Poznań
Tel.: +48 61 851 60 25
Fax: +48 61 851 74 28
E-Mail: [email protected]
www.bbizeneris.pl
Die Firma BBI Zeneris NFI S.A. gehört zur Gruppe BBI Investments (www.bbi.com.pl) und ist in
der Branche der erneuerbaren Energien tätig. Die Hauptaufgabe stellen dabei Finanzierung und
Kofinanzierungen von Investitionsprojekten in dieser Branche dar. Weiterhin bietet die BBI Zeneris
NFI auch Dienstleistungen im Bereich der Biogas-Installationen (landwirtschaftliche und DeponieBiogasanlagen) an. Außerdem wird wissenschaftliche Unterstützung im Bereich der Durchführung
von Laboruntersuchungen, im Speziellen zur Untersuchung der Methanfermentation und der
Optimierung der Biogasinstallationen, angeboten.
Zu der BBI Zeneris NFI gehört die Biogaz Zeneris Sp. z o.o.:
120
Biogaz Zeneris Sp. z o.o
Kontaktdaten s.o.
E-Mail: [email protected]
www.biogaz.com.pl
Das Unternehmen bietet die ganze Bandbreite der Dienstleistungen im Bereich Inbetriebnahme und
Nutzung von Installationen zur Herstellung von Biogas mit der Biogaz Zeneris Technologie an.
Biogaz Zeneris begleitet den gesamten Bauprozess von Biogasanlagen, dazu gehört u.a. Beratung
auf der Stufe der Investitionsentscheidung, Unterstützung bei administrativen Entscheidungen,
Beratung in den Bereichen Bau und Nutzung der Biogasanlagen, Projektierung, schlüsselfertige
Ausführung und Service der Biogasanlagen.
BIOGAZ INWESTOR Sp. z o.o
Ansprechpartner: Jacek Jeziorski
ul. Grudziądzka 159
PL-87-100 Toruń
Tel.: +48 56 652-72-29
Fax: +48 56 652-72-28
E-Mail: [email protected]
www.biogaz.torun.pl
Biogaz Inwestor aus Torun ist auf die Verwertung von Deponiegas, die Herstellung und den
Vertrieb von alternativen Fahrzeugbrennstoffen und der Energieerzeugung aus erneuerbaren
Quellen spezialisiert. Weiterhin werden Dienstleistungen in den Bereichen Investition, Bau, Service
und Schulungen und Nutzung neuartiger Installationen zur Gewinnung von Biogas im Bezug auf
Energieerzeugung angeboten.
Centrum Elektroniki Stosowanej „CES” Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Witold Płatek
ul. Wadowicka 3
PL-30-347 Kraków
Tel.: +48 12 269 00 11
Fax: +48 12 267 37 28
E-Mail: [email protected]
www.ces.com.pl
Das Unternehmen wurde 1992 in Krakau gegründet und beschäftigte sich zunächst mit Umformern
und Softstartern. Seit 2002 werden ebenfalls Blockheizkraftwerke installiert, die gleichzeitig Strom
121
und Wärme erzeugen. Dise Anlagen können entweder mit Erdgas, Propan oder Biogas betrieben
werden. Diese Geräte sind besonders für Firmen geeignet, in denen Biomasse ohnehin in großen
Mengen zur Verfügung steht (Mülldeponien, Kläranlagen). CES bietet diese Anlagen im
Leistungsbereich von 50 kW bis 3 MW an. Derzeit erweitert die Firma ihren Tätigkeitsbereich auf
Geräte oder Installationen, die der Erzeugung von Biogas dienen. Bei diesen Anlagen handelt es
sich um die Erzeugung von Biogas auf der Grundlage von Abfällen aus der Landwirtschaft und der
Lebensmittelproduktion. CES bietet in diesem Bereich Beratung, Kosten-Simulationen,
Projektierung und die schlüsselfertige Installation der Biogasanlagen an.
Eko-Biogazpol Misiurny Krzysztof
Ansprechpartner: Krzysztof Misiurny
ul. Szarych Szeregów 1/1
PL-67-100 Nowa Sól
Tel.: +48 50 22 36 725
Fax: +48 68 35 63 228
E-Mail: [email protected]
www.ekobiogazpol.pl
Das Unternehmen ist seit 10 Jahren in der Ökologie-Branche tätig, vorrangig in der Entgasung von
Mülldeponien. In Zusammenarbeit mit anderen Firmen übernimmt Eko-Biogazpol alle Arbeiten, die
mit der Deponieentgasung in Zusammenhang stehen. Weiterhin bietet sie die Umrüstung von
Motoren auf Biogas, die Installation von Entgasungsbrunnen (Bohrungen bis zu einer Tiefe von
25m
und
einem
Durchmesser
von
450mm),
Entgasungsanlagen
und
Deponiegasverbrennungsanlagen an.
EKOWAT Sp.j.
Ansprechpartner: Adam Kamiński
ul. Niepodległości 44
PL-73-150 Łobez
Tel.: +48 91 397 54 23
Fax: +48 91 397 54 23
E-Mail: [email protected]
www.ekowat.pl
Das Unternehmen ist Teil der ECOENERGIA S.C. und wurde mit dem Ziel gegründet, die mit der
Abfallwirtschaft in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten zu intensivieren. ECOENERGIA S.C. ist
122
in den Bereichen Deponieentgasung und Verwertung des gewonnen Biogases tätig. Desweiteren ist
EKOWAT für die Durchführung aller mit der Deponieentgasung und dem Bau von Objekten zur
weiteren Verwertung des gewonnen Biogases zusammenhängenden Arbeiten zuständig.
Euro-Wiert Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Jan Napieracz
ul. Zakładowa 50
PL-39-402 Tarnobrzeg
Tel.: +48 15 822 57 70
Fax: +48 15 822 57 70
E-Mail: [email protected]
www.eurowiert.eu
Euro-Wiert ist eine traditionelle Bohrfirma, die jegliche Arten von Entwässerungs- und
Entnahmearbeiten anbietet. In diesem Zusammenhang führt sie auch Bohrungen zur Entnahme von
Biogas und die dafür nötigen Baumaßnahmen durch.
Ga-Ma GAZ s.c.
Ansprechpartner: Mieczysław Gąsior
ul. Rybnicka 307
PL-44-310 Radlin
Tel.: +48 32 454 92 92
Fax: +48 32 454 90 21
E-Mail: [email protected]
www.gamagaz.com.pl
Das Unternehmen ist in dem Bereich Brenngastechnologie sowohl in der Industrie als auch in der
Kommunalwirtschaft tätig. Im Angebot der Firma befindet sich Zubehör für die Arbeit mit Biogas,
wie z.B. Niedrig- und Mitteldruckmanometer, Waagen sowie Gas- und Luftkompensatoren.
Weiterhin hat die Firma Gaspfade für Bio- und Deponiegas im Angebot.
NANOSENS Urządzenia Pomiarowe
Ansprechpartner: Piotr Nazdrowicz
ul. 23 Października 41
PL-62-080 Tarnowo Podgórne
Tel.: +48 61 814 64 11
Fax: +48 032/454-90-21
E-Mail: [email protected]
www.nanosens.pl
123
Das Unternehmen wurde im Jahr 1990 gegründet. Hauptsächlich produziert es Geräte zum
Nachweis oder zur Messung der Konzentration von Gassubstanzen. In diesem Umfang bietet
Nanosens das System Biotex an, das speziell für die Analyse von Biogas entwickelt wurde. Mit
Biotex kann die Konzentration von Methan, Kohlenstoffdioxid, Monoxiden, Schwefelwasserstoff
und Wasserstoff im Biogas nachgewiesen und kontrolliert werden.
NOR-BLIN Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Stanisław Prażuch
ul. Żywiecka 1
PL-41-810 Zabrze
Tel.: +48 32 275 01 41
Fax: +48 32 444 69 79
E-Mail: [email protected]
www.nor-blin.com.pl
NOR-BLIN ist der offizielle Vertreter der tschechischen Firma Tedom GmbH, einem Produzenten
der Blockheizkraftwerke „TEDOM CENTO 150“, die über eine elektrische Leistung von 140 kWe
und einer Wärmeleistung von 226 kW/t verfügen, und mit einem Wasserheizkessel auf Biogasbasis
angetrieben werden.
Horus-Energia Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Jan Kobiak
ul. Drobiarska 43
PL-05-070 Sulejówek
Tel.: +48 22 33 15 310
Fax: +48 22 33 15 323
E-Mail: [email protected]
www.horus-energia.com.pl
Das Unternehmen wurde 1996 gegründet und ist eine Tochterfirma des Montage- und
Dienstleistungswerk von Stromaggregaten HORUS (Zakład Montażu i Kompleksowej Obsługi
Agregatów Prądotwórczych HORUS). Horus-Energia ist im Bereich der Notfallstromversorgung
verschiedener Objekte tätig. Sie decket das gesamte Angebotsspektrum ab, das mit
Stromaggregaten und Notfallversorgung in Zusammenhang steht. Außerdem bietet die Firma
Blockheizkraftwerke mit Biogasbetrieb an. Die Anlagen werden entweder stationär in einem
speziellen Raum eingebaut oder sind in einem mobilen Container lieferbar. Die Firma begleitet den
124
gesamten Einbauprozess, von der Projektierung bis zur Inbetriebnahme der Anlage. Auch
Personalschulungen, Servicedienstleistungen und Reparaturdienstleistungen werden angeboten.
Biopal
Ansprechpartner: Ireneusz Nowak
pl. Zgody 1
PL-70-472 Szczecin
Tel.: +48 91 43 35 544
Fax: +48 91 43 35 544
E-Mail: [email protected]
www.biopal.com.pl
Das seit 1996 existierende Unternehmen hat sich auf die energetische Nutzung von erneuerbaren
Energien zur Wärmeerzeugung spezialisiert. Dabei arbeitet sie mit Produzenten wie Barlinek, Gizex
und Kostrzewa zusammen. Biopal projektiert und fertigt Kesselanlagen auf Biomassebasis (Pellets,
Hackgut, Briketts, Stroh, Getreide und organische Abfälle) mit einer Leistung von 10 bis 7000 kW.
Weiterhin vertreibt die Firma Brenner, Pellets-Kamine und Pellets.
AGROTERM Polska Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Marian Czarny
Burkatów 28 b
PL-58-114 Lubachów
Tel.: +48 74 850 48 87
Fax: +48 74 850 48 87
E-Mail: [email protected]
www.agroterm.pl
Es ist ein 2006 gegründetes Unternehmen, das hauptsächlich mit der Produktion von ökologischen
Brennstoffen auf der Basis erneuerbarer Energien beschäftigt ist. Seit dem Umbau der
Fertigungslinie im Juni 2007 produziert Agroterm 2 t Pellets pro Stunde aus Sägespäne. Die Pellets
der Firma Agroterm bestehen zu 100% aus Holz, darin Sägemehl und Sägespäne, Hackgut und
Baumrinde. Sie besitzen einen Heizwert von 16 bis 19,5 MJ/kG und eine Feuchtigkeit von 6-12%.
Die Pellets enthalten keinerlei schädliche Substanzen, wie Leim oder Lack und werden in 15, 20
oder 1000kg Säcken verkauft.
125
BARLINEK S.A.
Ansprechpartner: Wojciech Michałowski
Al. Solidarności 36
PL-25-323 Kielce
Tel.: +48 41 333 11 11
Fax: +48 41 333 00 00
E-Mail: [email protected]
www.barlinek.com.pl
Barlinek ist einer der größten Produzenten von Naturholzböden. Barlinek exportiert in über 30
Länder und hat auf dem polnischen Markt für Fußböden einen Anteil von 65%. Neben
Holzfußböden produziert Barlinek auch Sportparkett, Naturfurnier und Pellets. Die Pellets von
Barlinek bestehen zu 70% aus Nadelholzspan und zu 30% aus Laubholzspan und haben einen
Heizwert von 19 MJ/m3.
BIGROMA Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Bogusław Mietkiewicz
ul. Urzędnicza 15
PL-25-729 Kielce
Tel.: +48 41 368 47 36
Fax: +48 41 368 47 36
E-Mail: [email protected]
www.bigroma.pl
BIGROMA ist Produzent und Verkäufer von Holzbriketts aus Nadelholzspan, Laubholzspan und
Sägemühlenabfälle und von Briketts aus Biomasse aus Energiepflanzen. Geplant ist die weitere
Produktion von Briketts aus Stroh und Rapsstroh. Nach einer Modernisierung der Anlagen
produziert Bigroma derzeit 25 Tonen Briketts am Tag und 6800 Tonnen pro Jahr.
Brix-Pol sp.z o.o.
Ansprechpartner: Bartłomiej Tyrlik
ul. Przemysłowa 2
PL-34-350 Węgierska Górka
Tel.: +48 33 86 40 600
Fax: +48 33 86 40 600
E-Mail: [email protected]rixpol.pl
www.brixpol.pl
Es ist ein Produzent von ökologischen Briketts aus Laub- und Nadelholzspan. Die Briketts werden
in Walzenform mit einem Durchmesser von 63 mm und in verschiedenen Längen oder in
126
Würfelform verkauft und beinhalten keinerlei Schadstoffe. Sie besitzen einen Heizwert von 17,7
MJ/kg und werden in 25kg Säcken oder auf Paletten zu 1000kg vertrieben.
BSH Brykiet
Ansprechpartner: Konrad Pokutycki
ul. Porebska 2, Syski
PL-95-080 Tuszyn
Tel.: +48 604 060 308
Fax: +48 42 61 43 369
E-Mail: [email protected]
www.bsh-brykiet.pl
Ein weiterer polnischer Brikettproduzent ist die Firma BSH. Die Briketts bestehen aus in
Würfelform gepresster Laubholzspäne und entsprechen den aktuellen DIN-Normen. BSH beliefert
sowohl den polnischen als auch den westeuropäischen Markt, darunter besonders Deutschland,
Dänemark und Schweden. Die Briketts haben einen Heizwert von 19MJ/kg, eine Feuchtigkeit von
6-8% und werden in 10 oder 20kg Packungen sowie auf Paletten zu 960kg verkauft.
CHT Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Teresa Cichewicz
ul. Centralna 27
PL-05-816 Opacz
E-Mail: [email protected]
www.cichewicz.com
CHT wurde 1978 als kleines Unternehmen gegründet und verstand sich als Produzent von
Heizkesseln und Stahlkonstruktionen. Damals waren Festbrennstoffkessel das Hauptprodukt.
Derzeit hat die Firma 10 Typen von Festbrennstoffkesseln mit manuellen und automatischen
Zuführungssystemen, Solartechnik und Pufferspeicher im Angebot. Drei der angebotenen Kessel
werden mit erneuerbarer Energie betrieben: der Futura Pel-letS, welcher mit Pellets betrieben wird
und Räume bis 700m2 erhitzen kann, der Futura Bio, ein Heizkessel für Biomasse, der sowohl in
Wohnhäusern als auch in Industriegebäuden (200-3000m2) genutzt werden kann und der Sigma Holzvergaserkessel zum Holzbetrieb. Die Produkte der CHT sind in folgenden Ländern erhältlich:
Deutschland, Schweden, Dänemark, England, Irland, Frankreich, Polen, Ungarn, Rumänien,
Ukraine, Lettland und Estland.
127
Drewexpol Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Ryszard Kazmierczak
ul. Stacja Kolejowa 8
PL-17-250 Kleszczele
Tel.: (85) 68 18 012
Fax: 85) 68 18 142
E-Mail: [email protected]
www.drewexpol.com.pl
Das Unternehmen produziert Parkett, Schnittholz, Holzlatten zur Möbelproduktion sowie
Holzbriketts. Die Mehrheit der Produkte sind für den Export, vor allem nach Belgien, Deutschland,
Dänemark, Italien und in die Niederlande bestimmt. Seit 2001 werden Holzbriketts produziert, die
bisher vor allem an Kunden aus der Region um Bialystok und Warschau verkauft werden. Die
Briketts werden aus Laubholzspan (genauer gesagt Eichen-, Birken- und Eschenspan) gepresst. Sie
werden in Walzenform mit einem Durchmesser von 53mm und in verschiedenen Längen in 25kg
oder 500kg Säcken verkauft und beinhalten keinerlei Schadstoffe. Der Heizwert beträgt 16,5 MJ/kg
mit einer Feuchtigkeit von 8-10%.
Ecovarm
Ansprechpartner: Sławomir Janus
ul. Okrzei 40
PL-25-525 Kielce
Tel.: +48 413 444 610
Fax: +48 413 452 296
E-Mail: [email protected]
www.ecovarm.com
Ecovarm ist Produzent und Importeur von Heizkesseln auf Biomassebasis. In dem Internetshop
Ecosklep werden zahlreiche Kessel angeboten, unter anderem Holzvergaserkessel, Pellets-Kessel,
Biomassekessel, Lufterhitzer und Pellets-Brenner.
EKOBEN Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Wiesław Szlejter
ul. Św. Marcin 45/5
PL-61-806 Poznań
Tel.: +48 61 85 37 310
Fax: +48 61 85 37 310
E-Mail: : [email protected]
www.ekoben.pl
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Das Unternehmen nahm seine Tätigkeit im Jahre 2003 auf und ist ein Hersteller von Biobrennstoff
in Form von Holzbriketts aus Nadel- und Laubholz (Kiefer und Eiche). Die Holzbriketts werden in
Walzen mit einem Durchmesser von 8cm und einer Länge von 10-12cm gepresst. Sie werden aus
zerkleinerten stark getrockneten Holzspänen unter hohem Druck (230 bar) ohne etwaige chemische
Stoffe bzw. Bindemittel bei voller Prozessautomatisierung (SIEMENS Simatic S7-200) hergestellt
und in 10 oder 25kg Säcken verkauft.
EkoEnergy
ul. Bardowskiego 14
PL-42-200 Częstochowa
Tel.: +48 34 363 19 43
Fax: +48 34 363 19 43
E-Mail: [email protected]
www.eko-energy.pl
Haupttätigkeit von EkoEnergy ist der Verkauf und der Service im Bereich ökologischer Heizkessel
mit Pelletsbetrieb und der Vertrieb dieser Pellets. Es werden Kessel der Firma HeatMatix und
Pellets der Firma Vapo angeboten. Als autorisierter Händler von HeatMatix übernimmt EkoEnergy
die Montage, Inbetriebnahme und Service des Kessels „Burner“.
EKO-KOM Sp. z o.o
Ansprechpartner: Marcin Sztuba
ul. Tuwima 97
PL-90-031 Łódź
Tel.: +48 42 612 25 88
Fax: +48 42 612 25 87
E-Mail: : [email protected]
www.ekokom.pl
Das 2002 gegründete Unternehmen agiert in den Bereichen Ökologie und Umweltschutz. Es verfügt
über Erfahrungen im Anbau und in verschiedenen Methoden der Verwendung von Korbweide. In
den bisherigen Jahren wurden über 80 Millionen Korbweiden produziert und verkauft, sodass EKOKOM einer der größten Produzenten dieser Pflanze in Polen ist. Die Pflanzenableger werden
ausschließlich von den firmeneigenen Plantagen bezogen. Weiterhin gehört in den Tätigkeitsbereich
der Firma die Lieferung von Biomasse zu energetischen Zwecken, das Anlegen und die Betreuung
von Plantagen mit Energiepflanzen, der Vertrieb von Kesselanlagen auf Biomassebasis und
Zubehör zur Verarbeitung von Biomasse.
129
Ekologiczne Materiały Grzewcze EMG Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Rafał Rutkowski
ul. Kolejowa 2A
PL-18-210 Szepietowo
Tel.: +48 86 476 28 62
Fax: +48 86 476 28 61
Email: [email protected]
www.emg.com.pl
Die Haupttätigkeit von EMG ist die Erzeugung von Biomasse, insbesondere von Pellets, deren
Vertrieb und die Einführung neuer Heiztechnologien auf der Basis von erneuerbaren Energien. Die
angebotenen Pellets erfüllen die DIN-Norm 51731. Sie haben eine Länge von max. 3cm, einen
Durchmesser von 6-8mm, eine Feuchtigkeit von 8-10%, einen Heizwert von 18-19 MJ/kg und
werden in 15 oder 1000kg Säcken verkauft. EMG exportiert auch nach Westeuropa.
ENBIO Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Eugeniusz Wincek
ul. Mickiewicza 10
PL-83-262 Czarna Woda
Tel.: +48 58 587 79 60
Fax: +48 58 587 82 88
Email: [email protected]
www.enbio.pl
ENBIO ist ein seit 1996 bestehendes Familienunternehmen. Seit 2002 ist die grundlegende
Tätigkeit der Firma die Produktion, Verarbeitung und Auslieferung von Biobrennstoffen. Im Jahr
werden ca. 10.000 Tonnen Holzabfälle verarbeitet und etwa 15.000 Tonnen Biobrennstoff an
Endkunden geliefert. Die Firma liefert sowohl Holzbriketts (Heizwert: 18-19,6 MJ/kg; Feuchtigkeit:
max. 10%), Pellets (Heizwert: 18-19,5 MJ/kg; Feuchtigkeit: 6-10%) und Kaminholz als auch
Biobrennstoffe wie etwa Hackgut, Sägespäne und Baumrinde für Großabnehmer..
GIZEX
Ansprechpartner: Maria Rowbuć-Bilińska
ul. Poznańska 103
PL-63-300 Pleszew
Tel.: +48 62 742 22 71
Email : [email protected]
www.gizex.com.pl
130
Das Unternehmen ist seit dem Jahre 1990 auf dem Heizungsmarkt tätig. Zu Beginn war es in der
Branche der Feinkohlekessel und Kohlekessel tätig. Später kam die Verbrennung von Biomasse,
vor allem von Stroh, hinzu. Das unternehmen bietet verschiedene Kessel an, die mit Stroh, Getreide
oder Holz (sowohl Pellets als auch Span) beheizt werden. Weiterhin bietet GIZEX Dienstleistungen
in den Bereichen Auswahl und Montage von Anlagen, Vorprojekte und Fertigungsprojekte,
komplette Fertigstellung der Investitionen und wirtschaftliche und finanzielle Analysen an.
HEATMATIX
Ansprechpartner: Jarosław Wróbel
ul. Piaskowa 3
PL-83-110 Tczew
Tel.: +48 58 530 66 44
Fax: +48 58 530 66 01
Email : [email protected]
www.heatmatix.com
HeatMatix ist einer der größten Produzenten von Kesseln auf Biomassebasis in Polen. Der Kessel
„BURNER“ mit automatischer Zuführvorrichtung für Brennstoff übermittelt ca. 92% der im
Brennstoff enthaltenen Energie in die Zentralheizleitung. Die Kessel von HeatMatix zeichnen sich
durch eine niedrige Emission von Umweltschadstoffen aus, was ein Zertifikat der Untersuchung für
Energie und Emission bestätigt. Demzufolge wurden die Kessel in die dritthöchste
Emissionsverhältnisklasse eingeordnet. Der Kessel „BURNER“ verfügt über eine automatische
Zündung, eine automatische Zuführvorrichtung, Anschlussmöglichkeit von Außen- und
Innensteuergeräten sowie die Auswahl verschiedener Arbeitsmodi.
HERZ Armatura i Systemy Grzewcze
Ansprechpartner: Gerhard Glinzerer
ul. Artura Grottgera 58
PL-32-020 Wieliczka
Tel.: +48 12 289 02 20
Fax: +48 12 289 02 21
Email : [email protected]
www.herz.com.pl
Seit 1990 ist in Krakau eine Tochterfirma der österreichischen Firma HERZ Armaturen GmbH
tätig, die „HERZ Armatura i Systemy Grzewcze“ GmbH. Seitdem vertreibt die polnische
Tochterfirma ein breites Sortiment an Armaturen auf dem polnischen Markt. Derzeit sind in der
Firmenzentrale und den 11 Verkaufsregionen 50 Mitarbeiter angestellt. Weiterhin verfügt Herz in
131
Polen über 200 autorisierte Händler. Im Angebot des Unternehmens befinden sich verschiedene
Kesseltypen, die mit Biomasse (Pellets, Hackgut oder Holz) betrieben werden.
IMIX
Ansprechpartner: Sebastian Szymanek
ul. Okopowa 9
PL-21-411 Wojcieszków
Tel.: +48 506 040 196
Fax: +48 22 301 02 83
Email : [email protected]
www.biopaliwaon.com.pl
Es
ist
ein
Produzent
sowohl
von
Biobrennstoffen
als
auch
von
Maschinen
zur
Biobrennstofferzeugung. Es sind drei verschiedene Maschinen im Angebot, die sich hinsichtlich der
Ausbringungsmenge und des Preises unterscheiden (von einer Ausbringungsmenge von max.
500l/24h und einem Preis von 9.000 ZL zzgl. MWSt. bis zu einer Ausbringungsmenge von
24.000l/24h und einem Preis von 20.000 ZL zzgl. MWSt.). Es werden auch Individualaufträge
bearbeitet.
KOSTRZEWA
Ansprechpartner: Tadeusz Kostrzewa
ul. Suwalska 32A
PL-11-500 Giżycko
Tel.: +48 87 428 53 51
Fax: +48 87 428 31 75
Email : [email protected]
www.kostrzewa.com.pl
Das 1978 gegründete Unternehmen KOSTRZEWA ist ein Produzent von Heizgeräten für
Wohnhäuser und Industriegebäude. Das Unternehmen bietet verschiedene Heizkessel an, die meist
sowohl mit den verschiedensten Biobrennstoffen als auch mit Kohle betrieben werden können.
Weiterhin vertreibt die Firma auch Pellets.
132
LIBERO F.H.U.
Ansprechpartner: Sławomir Sikora
Zielona ul. 1 Maja 117
PL-09-310 Kuczbork
Tel.: +48 23 657 90 26
Fax: +48 23 657 03 06
Email : [email protected]
www.pelet.eu
Das seit 2002 in der Holzbranche tätige Unternehmen hat sich auf die Produktion von Pellets auf
Holzbasis spezialisiert. Die Ausbringungsmenge beträgt pro Monat 1.500 Tonnen Pellets. Die
Pellets von LIBERO erfüllen die DIN-Norm 51731, haben einen Durchmesser von 6-8mm, eine
Länge von 200-30mm, einen Heizwert von 18,5 MJ/kg und eine Feuchtigkeit von max. 10%. Sie
werden in 15kg, 20kg, 25kg und 1000kg Packungen verkauft.
NeoTermo
Ansprechpartnerin: Mariola Karczewska-Dudzic
ul. Toruńska 8
PL-86-005 Białe Błota
Tel.: +48 52 581 96 94
Fax: +48 52 581 96 94
Email : [email protected]
www.neotermo.pl
Es ist ein Händler von Biomasse, genauer gesagt von Pellets und Briketts auf Holzbasis, für das
gesamte Gebiet Polens. Im Angebot des Unternehmens befinden sich Pellets (Heizwert: 18-20,5
MJ/kg, Feuchtigkeit max. 12%), Briketts (Heizwert: 18 MJ/kg, Feuchtigkeit max. 10%),
Kaminbriketts (Heizwert: 18-19,5 MJ/kg, Feuchtigkeit max. 12%), Feueranzünder, Torfbriketts
(Heizwert: 17 MJ/kg, Feuchtigkeit ca. 12%) und Kaminholz. Weiterhin werden Kamine der Firma
HARK, kleine Pelletsöfen, Öfen und Kessel der Firma TERMO-TECH vertrieben.
Noren Sp.z o.o.
ul. Szosa Gdańska 12
PL-86 -031 Osielsko
Tel.: +48 52 326 76 76
Fax: +48 52 326 76 77
Email : [email protected]
www.noren.pl
133
Das Unternehmen NOREN, das bis zum 1.10.2008 noch unter dem Namen PGK System Sp. z o.o.
tätig war, bietet Komplettlösungen im Bereich Windturbinen und Kesselanlagen auf Biomassebasis
an. Es installiert schlüsselfertig Kesselanlagen mit einer Leistung von 20 bis 400kW von HDG
Bavaria GmbH und Kesselanlagen mit der Leistung von 0.5 bis 20 MW. Im Weiteren werden
Consulting-Dienstleistungen in den Bereichen Biomasse, Blockheizkraftwerke und natürlich der
Service und Ausbau aller vertriebenen Geräte angeboten.
GAZ-WOD
Ansprechpartner: Jacek Wilga
ul. Wojska Polskiego 95
PL-26-110 Skarżysko-Kamienna
Tel.: +48 41 252 92 90
Fax: +48 41 252 49 83
Email : [email protected]
www.kotlywilga.pl
Das seit 1977 bestehende Familienunternehmen Gaz-Wod ist von Beginn an in der Heiz- und
Sanitärbranche tätig. Inzwischen hat es sich über ihren Internetshop kotlywilga.pl auf den Großund Einzelhandel im Bereich Heiz- und Sanitärtechnik spezialisiert. Gaz-Wod ist ein autorisierter
Händler verschiedener Kesselanlagenproduzenten, dabei werden auch die Kesselanlagen auf
Biomassebasis der Firma ZMK SAS vertrieben.
PGB Polterm Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Władysław Bielski
ul. Przemysłowa 2
PL-11-034 Stawiguda
Tel.: +48 89 5 126 126
Fax: +48 89 5 126 126
Email : [email protected]
www.polterm.olsztyn.pl
POLTERM ist in der Heiz-, Sanitär- und Ventilationsbranche tätig. Dabei hat es sich auf
Müllverbrennung,
Müllverwertung
Heizinstallationen,
Ventilation,
Klimaanlagen
und
Sanitäranlagen spezialisiert. Polterm bietet verschiedene Dienstleistungen im Bereich der
erneuerbaren Energien an, dazu gehören z.B. Projektierungen, Finanzanalysen, Energie-Audits,
Bauprojektierungen und Hilfe bei der Erlangung von Baugenehmigungen sowie die komplette
Ausführung von Biomassekesselanlagen und den damit verbundenen Serviceleistungen..
134
EKODAR
Ansprechpartner: Dariusz Turowski
ul. Piwna 8
PL-16-300 Augustów
Tel.: +48 50 43 03 579
Fax: +48 87 64 34 314
Email : [email protected]
www.ekodar.com.pl
Das Unternehmen ist im Bereich des Vertriebs von Biobrennstoffen und Geräten zu deren
Verbrennung tätig. Es sind verschiedene Biobrennstoffe im Angebot, so werden Pellets (Heizwert:
19,4 MJ/kg; Feuchtigkeit: 5,2%), Briketts (Heizwert: 18,9 MJ/kg; Feuchtigkeit: 8%) und
Kaminholz verkauft. Das Angebot an Kessel reicht von traditionellen Kessel bis hin zu Kessel mit
Selbstzündung und automatischer Zuführeinrichtung für den Betrieb mit Pellets und anderer
Biomasse. Weiterhin bietet die Firma die Anpassung von Ölkessel auf den Betrieb mit Pellets an.
ENERGOKRAK Sp. z o.o
Ansprechpartner: Jerzy Świder
ul. Ciepłownicza 1
PL-31-587 Kraków
Tel.: +48 12 64 66 740
Fax: +48 12 64 66 720
Email : [email protected]
www.energokrak.pl
Energokrak ist ein Lieferant von Brennstoffen (Kohle und Biomasse) für Elektro- und Heizanlagen
und gehört der EDF Gruppe Polen, dem Vertreter des französischen Elektrikkonzerns Electricité de
France, an. Mit Blick auf das Volumen der gelieferten Kohlemengen ist Energokrak der zweitgrößte
Käufer von Kohle in Polen. Energokrak versorgt alle der EDF Gruppe Polen angehörenden
Gesellschaften mit Kohle und Biogas, wobei sich das Angebot in 4 Klassen unterteilen lässt:
Biomasse auf Holzbasis (Sägespäne, Hackgut, Holzbriketts und –pellets), Biomasse aus Abfällen
der Landwirtschaft (Strohbriketts und –pellets), Biomasse aus Energiepflanzen (Hackgut aus
Korbweide)
und
Biomasse
aus
Abfällen
der
industriellen
Verarbeitung
Landwirtschaftsprodukten (Rapsschrot, Pellets aus Sonnenblumenkernschalen).
135
von
Saleko
Ansprechpartner: Tomasz Długoszewski
Chotelek 80
PL-28-100 Busko Zdrój
Tel.: +48 502 252 938
Email : [email protected]
www.saleko.com.pl
Im Jahre 2002 nahm das Unternehmen Saleko seine Tätigkeit auf und legte zunächst das
Augenmerk auf die Produktion und die Verarbeitung der eigenen landwirtschaftlichen
Anbauprodukte. Saleko besitzt über 400ha Boden, wobei 150ha mit Korbweide, 60ha mit Raps und
die übrigen Flächen mit Mais, Weizen und Gerste bepflanzt sind. Im Angebot der Firma befinden
sich Pellets und Briketts aus Sägespäne, Korbweidehackgut und Korbweidesetzlinge.
TARTAK EKO-LUKIOS
Ansprechpartner: Waldemar Rajczyk
ul. Orcholska 45
PL-62-200 Gniezno
Tel.: +48 61 426 67 57
Fax: +48 61 425 24 27
Email : [email protected]
www.ekotartak.pl
Die Firma Tartak existiert bereits seit 70 Jahren und ist im Bereich Holzwirtschaft tätig. Im Jahr
werden ca. 18.000m Holz verarbeitet. Dabei werden vor allem die Holzsorten Kiefer, Fichte, Lärche
und Birke bearbeitet. Aus den Holzabfällen der Firma wird Sägespäne, Hackgut und Rinde zum
Verkauf angeboten.
THERMOSTAHL Poland Sp. z o.o.
Al. Wojska Polskiego 42B
PL-05-800 Pruszków
Tel.: +48 22 758 40 96
Fax: +48 22 758 40 96
Email : [email protected]
www.thermostahl.pl
Es ist ein Produzent von Heizkesseln für flüssige und feste Brennstoffe, darunter für Biomasse,
Pellets und Getreide und hat seinen Sitz in Griechenland. Die jährliche Produktion beträgt 25.000
Heizkessel mit einer Leistung von 15 bis 5000kW. Im Jahr 2001 wurde die polnische Tochterfirma
136
Thermostahl Poland gegründet. Mittlerweile hat Thermostahl über 60 autorisierte Händler und 100
Servicefirmen in ganz Polen.
UNIWEX-AJ Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Aleksander Czuba
ul. Marynarki Wojennej 21
PL-82-220 Stare Pole
Tel.: +48 55 235 49 10
Fax: +48 55 235 55 04
Email : [email protected]
www.uniwex.pl
Das Unternehmen hat sich auf die Produktion von Zentralheizungskesseln zur Verbrennung von
festen Brennstoffen spezialisiert. Seit geraumer Zeit bietet es auch Heizsysteme auf Holzbasis vor
allem für Möbelproduzenten und Sägemühlen und auf Holz- und Energiepflanzenbasis für
Gemeinden und Wohnungsgenossenschaften an. UNIWEX-AJ hat fünf verschiedene Typenreihen
an Kessel im Angebot (UNIWEX UNI-COM, UNIWEX UNI-BIO, UNIWEX S, ES-KA WODNA,
ES-KA PARA), die mit den verschiedensten Arten von Biomasse beheizt werden können.
Vapo Sp. z o.o
Ansprechparner: Matti Puuronen
ul. Bydgoska 1/3
PL-87-100 Toruń
Tel.: +48 56 651 00 21
Fax: +48 56 651 00 22
Email : [email protected]
www.vapo-poland.pl
Vapo Sp. z o.o. gehört der Vapo Group an. Muttergesellschaft ist Vapo Oy mit Sitz in Finnland. Der
Konzern besteht aus fünf Geschäftszweigen: lokale Brennstoffe, Pellets, Wärme und Strom, Garten
und Umwelt sowie der Vapo Timber Oy. Vapo Sp. z o.o. wurde im Jahre 2005 gegründet und
verfügt über zwei Produktionswerke, in denen jährlich 50.000t Pellets hergestellt werden. Zu den
Produkten gehören Pellets zum Beheizen von Wohnhäusern und ähnlichem, die in 16 und 25kg
Säcken abgepackt werden, Industriepellets für die Anwendung in Elektroheizkraftwerken und
Produktionsstätten sowie Torfbriketts etc.
137
GRABO
Ansprechpartner: Waldemar Irzyk
Niebocko 110
PL-36-207 Grabownica
Tel.: +48 13 439 50 98
Fax: +48 13 439 50 96
Email : [email protected]
www.grabo.com.pl
Die GRABO Betriebe sind im Bereich Holzverarbeitung, vom Holzschlag im Wald bis zur
Herstellung von Möbelplatten, Möbeln und Fußböden, tätig. Derzeit sind zwei Produktionswerke
im Betrieb und 245 Angestellte beschäftigt. Die Holzabfälle verkauft GRABO an in- und
ausländische Abnehmer in Form von Stückholz und Holzbriketts in 10kg Säcken oder auf 960kg
Paletten.
Zakład Metalowo-Kotlarski SAS (Metall- und Kesselbauwerke SAS)
Ansprechpartner: Mieczysław Sas
Owczary, ul. Przemysłowa 3
PL-28-100 Busko-Zdrój
Tel.: +48 41 378 46 19
Fax: +48 41 370 83 10
Email : [email protected]
www.sas.busko.pl/
Seit fast 30 Jahren ist das Unternehmen SAS in der Produktion von Heizkesseln tätig. Die
Heizkessel des SAS-Typs sind geschweißte Stahlkonstruktionen, die auf Zentralheizungen mit
offenem System ausgerichtet sind. Im Angebot der Firma finden sich neben traditionellen
Kohlekesseln auch moderne automatische Kessel, die mit Biomasse betrieben werden. Als Beispiel
kann der SAS Agro-Eco genannt werden, der mit Getreide (besonders Hafer) oder Pellets beheizt
wird.
Eneria Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Herr Heric Blain,
ul. Modlińska 11
Izabelin-Dziekanówek
PL-05-092 Łomianki
Tel. +48 22 201 36 60
Fax. +48 22 201 36 99
E-Mail: [email protected] ; [email protected]
www.eneria.pl
138
Eneria ist Partner der Gruppe Bergerat Monnoyer und des Konzerns Caterpillar. Das Unternehmen
bietet komplette Lösungen für die Reserveversorgung, Kraft-Wärme-Kopplung, energetische
Module etc an. Das Angebot umfasst u.a. Gasaggregate für die KWK-Systeme von 400 bis 4300
kWe in einem Block. Neben dem reinen Vertrieb von Geräten befasst sich Eneria auch mit der
technischen Beratung, dem Service sowie der Planung und Durchführung von Projekten im Bereich
Bau und Betrieb der Installationen.
Polenergia Biogaz Sp. z o.o
Ansprechpartner: Herr Rafał Zarzeczny
ul. Krucza 24/26
PL-00-526 Warszawa
Tel. +48 22 52 23 945
Fax. +48 22 62 12 146
www.polenergia.pl
Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Gewinnung und Nutzung vom Biogas aus Abfällen der
Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft. Das Angebot umfasst Bau, Inbetriebnahme, Beratung
und Service. Darüber hinaus bietet es Dienstleistungen der Entgasung der kommunalen
Mülldeponien an. Das Unternehmen arbeitet mit namhaften Herstellern und polnischen
Subunternehmen zusammen.
Biogazownie Polskie Sp. z o.o. i Wspólnicy Sp. k.
Ansprechpartner: Herr Witold Płatek,
ul. Wadowicka 3
PL-30-347 Kraków
Tel: +48 12 26 10 571
Fax. +48 12 26 73 728
E-Mail: [email protected]
www.biogazownie.pl
Es ist ein im Jahre 2006 gegründetes polnisches Ingenieursunternehmen, das sich in Projektierung
und Bau von kompletten Biogasanlagen spezialisiert. Das Unternehmen arbeitet sehr eng mit der
deutschen Fa. Krieg & Fischer Ingenieure GmbH wie auch mit anderen namhaften Herstellern
zusammen.
139
ENER-G Polska Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Herr Ian Gadsby, Vorstandvorsitzedner
ul. Bitwy Warszawskiej 1920r. 7
PL-02-366 Warszawa
Tel. +48 22 39 56 600
Fax. + 48 22 39 56 601
E-Mail: [email protected]
www.energ.pl
Das Unternehmen wurde im Jahre 2003 gegründet. Es bietet Lösungen und Technologien aus dem
Bereich
KWK,
Energieherstellung
aus
Deponie-Biogas,
Gewinnung
der
Erdwärme
(Wärmepumpen), effiziente Beleuchtung usw. ENER-G entwickelt eigene Produkte und gehört zu
den bedeutendsten Unternehmen auf dem polnischen Markt. Bis jetzt hat es 13 Biogasanlagen auf
Abfalldeponien in Betrieb genommen.
Innowacyjne Techniki Energii Odnawialnej Sp. z o.o. (ITEO)
Ansprechpartner: Herr Grzegorz Szulc,
ul. Żeromskiego 17
PL-65-066 Zielona Góra
Tel: +48 68 45 28 780
Fax: +48 68 45 28 780
E-Mail: [email protected], [email protected]
www.iteo.pl
Das Unternehmen wurde im Jahre 1999 gegründet. Seitdem ist es auf dem Gebiet des
Umweltschutzes
spezialisiert.
Es
bietet
komplette
landwirtschaftliche
und
industrielle
Biogasanlagen und PV-Kraftwerke an. ITEO arbeitet mit Biogas Hochreiter, Sewald GmbH und
dem polnischen Bauunternehmen Pol-Aqua zusammen. Zur Zeit arbeitet das Unternehmen an
einigen weiteren Biogasanlagen in Polen.
Green Investment Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Herr Artur Starosiek,
Skwer Wyszyńskiego 5
PL-01-015 Warszawa
Tel. +48 53 33 08 300, +48 508 456 342
E-Mail: [email protected]
www.greeninvestment.pl
Das Unternehmen ist ein technologischer Partner von BioConstruct, welches bereits über 150
Biogasanlagen gebaut hat. Es ist im Bereich Photovoltaik, Windenergie, KWK und Biogasanlagen
140
tätig. Es bietet Projektentwicklung, Finanzierung, Bau, Inbetriebnahme und Service an und arbeitet
mit verschiedenen Herstellern und Lieferern zusammen.
Biowatt S.A.
Ansprechpartner: Piotr Mularewicz
ul. Garbary 102
PL-61-757 Poznań
Tel.\Fax. +48 61 85 53 590
E-Mail: [email protected]
www.biowatt.pl
Das Unternehmen ist auf dem Gebiet Energieherstellung tätig und für Biogasanlagen und KWKInstallationen spezialisiert. Es bietet komplette Dienstleistungen und schlüsselfertige Anlagen an.
Im Bereich der Biogasanlagen arbeitet es mit Ökobit GmbH zusammen.
Bio Power Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Ryszard Rabiega
ul. Solna 3
PL-22-400 Zamość
Tel. +48 84 63 84 216
E-Mail: [email protected]
www.biopower.com.pl
Das Unternehmen ist seit 2007 auf dem Markt. Der strategische Teilhaber ist NAHTEC GmbH aus
Österreich Das Unternehmen bietet komplette Leistungen im Bereich Beratung, Projektentwurf,
Bau, Inbetriebnahme und Service an.
BioEnergo-Tech
Ansprechpartner: Jan Buchta
ul. Jaskółcza 29
PL-43-309 Bielsko-Biała
Tel: +48 60 24 15 971
Fax: +48 33 82 29 026
E-Mail: [email protected]
www.bioenergotech.pl
Das Unternehmen ist in den Bereichen Kläranlagen, Schöpfwerke, Abwasserpumpwerke,
Kompostwerke und Biogasanlagen tätig. Es bietet Projetentwurf und Beratung an und arbeitet mit
polnischen sowie ausländischen Partnern zusammen.
141
AAT BIOGAS Polska Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Piotr Tarnowski
ul. Mickiewicza 63
PL-01-625 Warszawa
Tel. +48 22 56 05 715
Fax. +48 22 56 05 717
E-Mail: [email protected]
www.att-biogas.pl
Das Unternehmen wurde zusammen mit dem österreichischen Partner gegründet. Es bietet
komplette Biogasanlagen, insbesondere Klärgasanlagen, an. Zur Zeit realisiert das Unternehmen
einige Projekte im Bereich der landwirtschaftlichen Biogasanlagen sowie Deponie- und
Klärgasanlagen in Polen.
FAMBUD Jerzy Pietrzak Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Jerzy Pietrzak
ul. Mszczonowska 73
PL-96-100 Skierniewice
Tel. +48 46 83 33 802
Fax. +48 46 83 21 207
E-Mail: [email protected]
www.fambud.eu
Das Unternehmen wurde im Jahre 1994 gegründet. Es spezialisiert sich im Bau von verschiedenen
Stahlbetonbehältern, Biogasanlagen und Kläranalagen. Das Unternehmen hat z.B. die
Biogasanlagen in Buczek und Mełno für TUGEB POLBUD Sp. z o.o sowie in Konopnica für
Bioenergy Project Sp. z o.o. gebaut.
CPPIP Thermex Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Jacek Ziółkowski
ul. Friedleina 6
PL-30-009 Kraków
Tel. +48 12 63 39 907
Fax. +48 12 63 37 876
E-Mail: [email protected]
www.thermex.com.pl
Das Unternehmen ist auf dem Gebiet Abfallverbrennung, Abfallwirtschaft, Kläranlagen, BiomasseKessel und Biogasanlagen tätig. Es bietet Projektentwurf und Lieferung der ökologischen
142
Installationen an. Im Bereich der Biogasanlagen arbeitet das Unternehmen mit der Fa. Biovec
zusammen.
Polska Grupa Energii Ekologicznej Sp. z o.o. (PGEE)
Ansprechpartner: Zenon Wiertelorz
Niewiesze,ul. Pyskowicka 33
PL-44-172 Ponieszowice
Tel. +48 50 13 04 515
E-Mail: [email protected]
www.pgee.pl
Das Unternehmen ist in den Bereichen landwirtschaftliche Biogasanlagen, KWK, Biomasse,
Photovoltaik, kleine wind- und Wasserenergetik tätig. Es bietet die kompletten Leistungen von
Projektierung, über Beratung, Bau, Inbetriebnahme bis zum Service an. Es arbeitet mit vielen
ausländischen Herstellern vor allem aus Deutschland, Österreich und Tschechien zusammen.
Bioenergy Project Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Grzegorz Grzyb
ul.Konopnicka 121
PL-96-200 Rawa Mazowiecka.
Tel. +48 46 81 32 400, +48 600 975 776
Fax. +48 46 81 32 409
E-Mail: [email protected]
www.bep.net.pl
Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Erzeugung von elektrischer Energie aus
landwirtschaftlichem Biogas. Im Jahre 2012 hat es eine moderne Biogasanlage mit der Leistung von
1,99 MW in Konopnica gebaut. Die Gesellschaft gilt als Marktführer der Biogastechnologie auf
dem polnischen Markt.
Alter Power Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Jacek Duch
ul.Chałbińskiego 8
PL-00-613 Warszawa
Tel. +48 22 20 34 725
Fax. +48 22 20 34 560
E-Mail: [email protected]
www.allterpower.pl
143
Das Unternehmen wurde im Jahre 2004 gegründet. Es hat im Jahre 2012 eine Biogasanlage mit
einer elektrischen Leistung von 1,36 MW und einer Wärmeleistung von 1,54 MW in einer
ehemaligen Zuckerfabrik in Mełno gebaut. Das Unternehmen bietet komplette Leistungen
(Projektentwurf, Beratung, Bau, Inbetriebnahme und Service) an.
DMG Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Mariusz Gołacki
Wierzbówka 38
PL-21-200 Parczew
Tel. +48 604 959 653
E-Mail: [email protected]
www.dmg.net.pl
Das Unternehmen ist seit 2007 auf dem Markt tätig. Es ist der Investor der Biogasanlage in
Koczergi mit einer elektrischen Leistung von 1,2 MW. Diese basiert auf polnischer Technologie.
Das Unternehmen bietet zudem komplette Leistungen wie Beratung, Planung, Projektentwurf,
Finanzberatung, Analysen, Komplettierung der Dokumentation, Inbetriebnahme und Gewinnung
der Energieabnehmer an.
TUGEB POLBUD Sp. z o.o.
Sławoszowice ul. Kolejowa 7
PL-56-300 Milicz
Tel.: +48 71 38 31 511
Fax: +48 71 38 41 728
E-Mail: [email protected]
www.tugeb-polbud.com.pl
Das Unternehmen ist seit 1992 auf dem Markt tätig. Es bietet vor allem Maschinen und Anlegen
sowie Sortiermaschinen für Kommunalabfälle, Hallen und Stahlkonstruktionen, Beton-Knoten,
Recycling u.a. an. Seit kurzem ist das Unternehmen auch im Bereich Biogas tätig und bietet
schlüsselfertige Biogasanlagen an.
WIKANA BIOENERGIA Sp. z o.o.
Ansprechpartner: Robert Gajor
ul. Cisowa 11
PL-20-703 Lublin
Tel.: +48 81 444 64 62
E-Mail: [email protected]
www.wikanabioenergia.pl
144
Das Unternehmen wurde 2009 gegründet und seitdem auf dem Biogasmarkt tätig. Die erste
Biogasanlage wurde in der Gemeinde Piaski in der Wojewodschaft Lublin gebaut. Ein Teil der
flüssigen Biomasse wird von der dortigen Molkerei geliefert. Die Biogasanlage wurde 2012 in
Betrieb genommen.
145
8. KONTAKTE
8.1. STAATLICHE INSTITUTIONEN
Ministerstow Gospodarki (MG)
Wirtschaftsministerium
Pl. Trzech Krzyży 3/5
00-507 Warszawa
www.mg.gov.pl
Departament Energii Odnawialnej
Departament für Erneuerbare Energien
Direktor Janusz Pilitowski
Tel.: +48 22 693 56 71
Fax: +48 22 693 40 17
Email: [email protected]
Departament Energetyki
Departament für Energetik
Direktor Tomasz Dabrowski
Tel.: +48 22 693 54 48
Fax: +48 22 693 40 37
Email: [email protected]
Ministerstwo Środowiska (MS)
Ministerium für Umwelt
Departament Zmian Klimatu i Ochrony Atmosfery
Departament für Klimaänderung und Luftschutz
Stellv. Direktorin Krystyna Panek-Gondek
ul. Wawelska 52/54
00-922 Warszawa
Tel.: +48 22 57 92 326
www.mos.gov.pl
Urząd Regulacji Energetyki (URE)
Regulierungsbehörde für Energiewirtschaft
Departament Przedsiębiorstw Energetycznych
Departament für Elektrizitätsunternehmen
Direktor Zdzisław Muras
ul. Chłodna 64
00-872 Warszawa
Tel.: +48 22 661 62 38
www.ure.gov.pl
146
PSE Operator S.A.
ul. Mysia 2
00-496 Warszawa
Tel. +48 22 340 26 00, +48 22 340 11 34
Fax + 48 22 340 22 33
www.pse-operator.pl
Agencja Rynku Energii S.A. (ARE)
Agentur für den Energiemarkt
ul. Bobrowiecka 3
00-728 Warszawa
Tel. +48 22 444 20 00
Fax +48 22 444 20 20
Email: [email protected]
www.are.waw.pl
Agencja Rynku Rolnego (ARR)
Agentur für Agrarmarkt
ul. Nowy Świat 6/12
00-400 Warszawa
Tel.: +48 22 661 72 72
Fax: +48 22 628 93 53
www.arr.gov.pl
Agencja Rozwoju Przemysłu (ARP)
Agentur für Industrieentwicklung
ul. Wołoska 7
Budynek "MARS", klatka "A"
02-675 Warszawa
Tel: +48 22 46 03 600
Email: [email protected]
www.arp.com.pl
147
8.2 BRANCHENVERBÄNDE
Instytut Energetyki Odnawialnej (EC BREC IEO)
Institut für Erneuerbare Energien
ul. Mokotowska 4/6
00-641 Warszawa
Tel.: +48 22 825 46 52, +48 22 875 86 78
Email: [email protected]
www.ieo.pl
Polskie Towarzystwo Przesyłu i Rozdziału Energii Elektrycznej (PTPiREE)
Polnische Gesellschaft für Stromübertragung und - verteilung
ul. Wołyńska 22
60-637 Poznań
Tel.: +48 61 846 02 00
Fax: +48 61 846 02 09
Email: [email protected]
www.ptpiree.pl
Towarzystwo Obrotu Energią (TOE)
Verein zuständig für Energieströme
ul. Czackiego 7/9/11
00 - 043 Warszawa
Tel.: +48 22 827 57 93
Fax.: +48 22 826 61 55
Email: [email protected]
www.toe.pl
Polska Izba Gospodarcza Energii Odnawialnej (PIGEO)
Polnische Wirtschaftskammer für erneuerbare Energie
ul. Gotarda 9
02-683 Warszawa
Tel.: +48 22 548 49 99
Fax: +48 22 548 49 98
Email: [email protected]
www.pigeo.org.pl
148
Izba Energetyki Przemysłowej i Odbiorców Energii (IEPiOE)
Kammer für Industrieenergetik und Energieabnehmer
ul. Poleczki 21 wejście E
02-822 Warszawa
Tel.: +48 22 545 03 65
Faks: +48 22 211 19 33
Email: [email protected]
www.iep.org.pl
Polska Izba Ekologii (PIE)
Polnische Kammer für Ökologie
ul. Warszawska 3;
40-009 Katowice
Tel.: +48 32 253 72 81;
Mobiltelefon: +48 501 052 979
Tel/Fax: +48 32 253 51 55;
Email: [email protected]
www.pie.pl
Izba Gospodarcza Energetyki i Ochrony Środowiska (IGEiOŚ)
Polnische Kammer für Energiewirtschaft und Umweltschutz
ul. Krucza 6/14
00-950 Warszawa
Tel.: +48 22 621 65 72
Fax: +48 22 628 78 38
Email: [email protected]
www.igeos.pl
Fundacja na Rzecz Energetyki Zrównoważonej
Fonds für ausgeglichene Energetik
Al. Wilanowska 208/4
02-765 Warszawa
Mobiltel.: +48 601 257 722,
Fax: +48 22 412 24 92
Email: [email protected]
www.fnez.org.pl
149
Krajowa Agencja Poszanowania Energii S.A. (KAPE)
Polnische Agentur für Energieeffizienz
ul. Mokotowska 35
00-560 Warszawa
Tel.: +48 22 626 09 10
Fax: +48 22 626 09 11
www.kape.gov.pl
Mazowiecka Agencja Energetyczna (MAE)
Energieagentur für Region Masovien
ul. Świetokrzyska 36/40
00-116 Warszawa
Tel. +48 609 888 716
Email: [email protected]
www.mae.mazovia.pl
Podkarpacka Agencja Energetyczna Sp. z o.o.
Energieagentur der Region Karpatenvorland
ul. Szopena 51/213
35-959 Rzeszów
Tel.: +48 17 867 62 79
Fax: +48 17 867 62 82
www.pae.org.pl
Bałtycka Agencja Poszanowania Energii S.A.
Agentur für Energieeffizienz der Ostsee-Region
ul. Budowlanych 31
80-298 Gdańsk
Tel: +48 58 347 55 35
Fax: +48 58 347 55 37
www.bape.com.pl
Dolnośląska Agencja Energii i Środowiska
Niederschlesische Agentur für Energie und Umwelt
ul. Pelczynska 11
50-180 Wroclaw
Tel./Fax.: +48 71 326 13 43
Email: [email protected]
www.cieplej.pl
150
Instytut Paliw i Energii Odnawialnej (IPiEO)
Institut für Biokraftstoffe und Erneuerbare Energie
ul. Jagiellońska 55
03-301 Warszawa
Tel.: +48 22 51 00 200
Fax: +48 22 51 00 220
www.ipieo.pl
Towarowa Giełda Energi (TGE)
Energiebörse
ul. Poleczki 23 bud. H
02-822 Warszawa
Tel.: +48 22 341 99 12
Fax: +48 22 341 99 10
Email: [email protected]
www.tge.pl
Narodowy Fundusz Ochrony Srodowiska i Gospodarki Wodnej (NFOSiGW)
Nationalfonds für Umweltschutz und Wasserwirtschaft
ul. Konstruktorska 3a
02-673 Warszawa
Tel. +48 22 45 90100
Fax +48 22459 01 01
Email: [email protected]
www.nfosigw.gov.pl
Bank Ochrony Środowiska S.A. (BOŚ)
Bank für Umweltschutz
Al. Jana Pawła II 12
00-950-Warszawa
Tel: +48 22 543 34 34
www.bosbank.pl
Bank Gospodarki Żywnościowej S.A. (BGZ)
Bank für Lebensmittelwirtschaft
ul. Kasprzaka 10/16
01-211 Warszawa
Tel.: +48 22 860 40 00
Fax: +48 22 860 50 00
www.bgz.pl
151
Diagrammverzeichnis
1. Bruttoinlandsprodukt Polens ………………………………………………………………….7
2. Inflationsraten in Polen………………………………………………………………………...8
3. Arbeitslosenquote in Polen…………………………………………………………………… 9
4. Polnische Exporte …………….………………………………………………………………10
5. Polnische Importe …………….………………………………………………………………11
6. Direkte Auslandsinvestitionen…………………………………………………………………12
7. Herkunft der Investitionen……………………………………………………………………..13
8. Änderungen des Wechselkurses EUR/ZL……………………………………………………..15
9. Marktanteile der Energiehersteller…….………………………………………………………20
10. Struktur der installierten Gesamtleistung der Wärmeunternehmen …………………………33
11. Struktur der Wärmeerzeugung in KWK nach Energieträgern …….…………………………35
12. Struktur der Wärmeerzeugung ohne KWK nach Energieträgern …………………………....35
13. Gewinnung der Primärenergie aus EE in Polen …….………………………………………..56
14. Struktur der Gewinnung der Primärenergie aus EE in Polen …….…………………………..57
15. Struktur der Gewinnung der Primärenergie aus EE in der EU ………………………………58
16. Anteil der einzelnen EE bei der Stromherstellung……………………………………………60
17. Prognose der Struktur der Strom- und Wärmeproduktion gemäß Energieträger ……………65
18. Herstellung und Verbrauch von Pellets in Polen…………………………………………...…75
19. Struktur der Unternehmen nach dem Tätigkeitsprofil……………………………………...…76
20. Aufteilung der Biomassehersteller nach der Art des Endbrennstoffes ………………………77
21. Verkauf der Biomasse-Kessel ………………………………………………………………..79
22. Aufteilung der Biomasse-Kessel im Angebot der Hersteller ………………………………..81
23. Aufteilung der Biomasse-Kessel nach Leistungsstärke ……………………………………...82
24. Struktur des Verbrauchs von Deponie-Biogas ……………………………………………….87
25. Struktur des Verbrauchs von Biogas aus Klärgasanlagen ……………………………………87
26. Struktur des Verbrauchs des landwirtschaftlichen Biogases …………………………………88
27. Zahl der Deponien in den einzelnen Wojewodschaften …………………………………… 109
152
Tabellenverzeichnis
1. Polnischer Außenhandel ………………………………………………………………...……..10
2. Zahl der Privatkunden und der Unternehmen, die ihren Stromanbieter gewechselt haben……18
3. Vergleichscharakteristik der polnischen Energiekonzerne……………………………………..21
4. Länge und Anzahl der Leitungen……………………………………………………………….23
5. Zahl der Stationen und Transformatoren…………………………………………………….….24
6. Struktur der Energieerzeugung……………………………………………………………….…27
7. Spitzennachfrage und verfügbare Leistung……………………………………………………..28
8. Austausch der Energie mit dem Ausland……………………………………………………….29
9. Verkaufspreise der Stromhersteller ………………………………………………………….....30
10. Verkaufspreise der Vertriebsgesellschaften…………………………………………………...30
11. Verkaufspreise für Strom und Vertriebsleistung ………………………………………….….31
12. Durchschnittliche Einkomponenten-Preise der Wärme……………………………………....37
13. Wärmepreise gemäß dem Energieträger in einzelnen Wojewodschaften…………………….38
14. Ziele der einzelnen Mitgliedsstaaten laut Richtlinie 2009/28/EG……………………………40
15. Realisierung des Quotensystems……………………………………………………………...45
16. Gewinnung der Primärenergie in der EU und in Polen……………………………………....55
17. Gewinnung der Primärenergie aus EE in Polen (TJ)…………………………………………56
18. Gewinnung der Primärenergie aus EE in Polen (%)……………………………………….…57
19. Anteil elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen am Bruttoverbrauch in Polen ……….59
20. Stromerzeugung gemäß verschiedener erneuerbarer Quellen………………………………...60
21. Wärmeherstellung gemäß verschiedener erneuerbarer Quellen………………………………61
22. Aufteilung auf einzelne Quellen ………………………….…………………………………..62
23. Installierte Kapazitäten der erneuerbaren Energieträger in Polen…………………………….62
24. Kapazitäten, die laut vergebenen Promessen Energie aus EE herstellen werden……….…….63
25. Anteil der Energie aus EE am finalen Bruttoenergieverbrauch in Polen……………………..63
26. Bruttoverbrauch der Energie aus EE in einzelnen Sektoren in Polen………………………....64
27. Bedarf an Endenergie aus erneuerbaren Quellen………………………………………………64
28. Prognose der Stromproduktion gemäß Energiequelle…………………………………………65
29. Biomassebestände in Polen ……………………………………………………………………70
30. Biomassebestände und ihre Ausnutzung ……………………………………………………....71
31. Primärenergiegewinnung aus Biomasse ………………………………………..………….......71
32. Bedarf an finaler Endenergie aus fester Biomasse gemäß Nationalem Aktionsplan …………72
33. Energieherstellung aus Biomasse ……………………………………………………………...73
34. Wärmeherstellung aus Biomasse ………………………………………………………………74
153
35. Preise und Eigenschaften verschiedener Biomassearten……………………………………….78
36.Verkaufspreise der Biomasse-Kessel …………………………………………………………..84
37. Einzelpreise der Biomasse-Kessel …………………………………………………………….84
38. Wirtschaftspotential von Biomasse und prognostizierte Nutzung …………………...………..86
39. Primärenergiegewinnung aus Biogas ………………………………………………………….86
40. Energieherstellung aus Biogas …………………………………………………………………88
41. Wärmeherstellung aus Biogas …………………………………………………………………89
42. Verzeichnis der Rohstoffe, die zur Produktion des landwirtschaftlichen Biogases
verwendet werden……………………………………………………………………………..90
43. Herstellung des landwirtschaftlichen Biogases, des Stroms und der Wärme …………………90
44. Liste der landwirtschaftlichen Biogasanalgen …………………………………………………96
45. Jährliche Abfallaufkommen …………………………………………………………………..108
Abbildungsverzeichnis
1. Wojewodschaftsstruktur………………………………………………………………………….5
2. Territoriale Aufteilung der polnischen Energiekonzerne……………………………………......19
3. Hochspannungsnetze in Polen…………………………………………………………………..23
4. Die installierte Leistung polnischer Kraftwerke………………………………………………...26
5. Potential des Strohs in den einzelnen Wojewodschaften ………………………………………69
6. Potential der Biomasse aus energetischen Pflanzen in den einzelnen Wojewodschaften ……69
7. Sitz der Biomassehersteller …………………………………………………………………….77
8. Sitz der Hersteller von Biomasse-Kessel ………………………………………………………80
9. Verkauf der Biomasse-Kessel nach Wojewodschaft …………………………………………..83
10. Mastbetriebe mit mind. 500 Schweine ……………………………………………….……….93
11. Betriebe mit mind. 100 Kühen ……………………………………………………….……….94
12.Betriebe mit mind. 5000 Geflügel ……………………………………………………………..94
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Quellenverzeichnis:
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