Re:cover your world

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Transcrição

Re:cover your world
inhalt
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3
Editorial
HoKi
Politik
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18
19
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AStA-Servicekraft
AStA - Die Neuen
StuPa - Kandidaten
fzs-News
Musterklagen
Kurt on Campus
Viva con Agua
HiMUN
Moderationswerkstatt
Kultur
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Museum
Music
Hart nachgefragt: Bookya.de
RE: Projektsemester
CaféKolja
Oh Hildesheim, Du...
gukST DU...
MyBib
Landarbeit07
Studcaf
International
Ich bin dann mal weg - Italien
Vienna calling
Anna in Kanada
Fun & Stuff: Obacht, hier kommt Klum
esg/khg newsflash
impressum
EDitorial
Tja, liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen, da ist er
also endlich wieder, der Sommer-NERV.
Er quälte sich durch lange Strapazen und kommt doch
nicht abgemagert und ausgemergelt daher.
Gut, wie die Redaktion jetzt aussieht, ist ein anderes Thema. Wenn der ein oder andere Redakteur beim Layouten
auf der Strecke blieb und der Schlafentzug gemischt mit
literweise Holunderbrause ihn an den Rand des Wahnsinns trieb „Layoute ich noch oder Druck ich schon?“,
dann blieb er trotzdem Nacht für Nacht und verlor sein
Ziel nicht aus den Augen: „Muss NERV in den Druck bekommen“ In diesem Vorhöhlenmenschenartigen Zwangsstadium gelangt der Bürger zweier Welten durchaus in
eine dritte, genannt Automatismus. Ich denke nicht mehr,
also kann ich sein. Aber es geht hier wie gesagt nicht um
den Redakteur, sondern um das Produkt: Den SOMMERNERV (das was Du grade liest)!!!
Die Ausgabe ist prall gefüllt mit den unterschiedlichsten
Artikeln, Interviews, literarischen Adaptionen etc. Der einzige Wermutstropfen: Über Prosanova, werdet ihr hier
noch nichts finden. Den Nachbericht zum Festival für junge Literatur heben wir uns für unsere Oktoberausgabe
auf, wenn auch die Organisatoren mit ein wenig Distanz
RE:vue passieren lassen können. Dafür haben wir das
RE: Projektsemester dabei und natürlich die Fußball EM
und viele andere spannende Texte und Rätsel. Also im
Namen der Redaktion wünsche ich euch viel Vergnügen
und eine schöne Sommerzeit. Vergesst nicht euer StuPa zu wählen und engagiert euch mal wieder ein wenig
für etwas oder jemanden. Recover your world - Entdecke
deine Welt wieder! Also raus aus Alltag, Stress und karg
verputzten Wänden und ab an die Sonne, frische Luft und
grüne Auen. Finde dich und finde andere, find nicht alles
toll, aber finde es irgendwie!
Beste Grüße
Stefan Schmidt
Chefredakteur
2
Hochschulkino
Mittwochs 20 Uhr
im Audimax der Uni Hildesheim
Eintritt: nur 1,50 EUR !!!
11.06.2008
Me and You and Everyone We Know
USA 2005, 90 min.
Regie: Miranda July
Darsteller: John Hawkes, Miranda July, Brad William Henke
18.06.2008
Gernstls Reisen
D 2005, 92 Min.
Regie: Franz Xaver Gernstl
Darsteller: etliche
25.06.2008
Lovesong for Bobby Long
USA, 2005, 115 Min.
Regie: Shainee Gabel
Darsteller: John Travolta, Scarlett Johansson,
Gabriel Macht
02.07.2008
Immer nie am Meer
Österreich, 2007, 88 Min.
Regie: Antonin Svoboda
Darsteller: Christoph Grissemann, Dirk Stermann, Heinz Strunk
09.07.2008
Der Klassiker zum Schluss
Ihr könnt wieder wählen zwischen folgenden Filmen:
- Arsen & Spitzenhäubchen
- Cassablanca
- Cobra Verde
- Das dreckige Dutzend
- Der Duft der Frauen
Mittwochs 20 Uhr im Audimax der Uni Hildesheim
Eintritt: 1,50 EUR
3
P olitik
Neuer AStA
STUPA-Wahlen
Musterklagen
Machens Interview
fzs-News
MOD-werkstatt
Vivaconagua
HiMUN
4
ASta
Die Neue SErvicekraft
im interview
Anja Ruzicka ist seit diesem Semester die neue Ansprechpartnerin im Service-Büro des Allgemeinen Studierenden Ausschusses unserer Universität. Im folgenden kleinen Interview erfahrt ihr mehr über den neuen Serviceengel
in Diensten des AStA.
NERV: Hallo Anja, erinnerst du Dich noch, was Deine ersten Gedanken waren, als Du zum ersten Mal in Dein neues
Büro kamst?
ANJA: Hallo Stefan, ja, ich dachte: och, das ist ja schön gemütlich hier und nicht so ein typisch spießiges Büro. Ich
fühlte mich gleich wohl.
N: Was hast Du eigentlich vorher gemacht und Wie hat es Dich an die Uni verschlagen?
A: Ich arbeite seit 12 Jahren noch 5 Std. die Woche als Sekretärin in der Paul-Gerhardt-Gemeinde. Nebenbei kümmere ich mich noch um die Firma meines Mannes, eine Edelstahlverarbeitung, mache sämtlichen Schriftkram. An die
Uni trieb mich die Stellenanzeige in der HAZ und ich dachte, Traumjob, bewerb Dich einfach. Ich mag junge Menschen
und dachte einen Versuch ist es wert, so kam ich an diese super Stelle.
N: Das klingt aber auch nach viel Arbeit. Gibt es da noch ein Leben neben der Arbeit für das man sich Zeit nehmen
kann? Wenn ja, wie sieht das aus?
A: Das gibt es natürlich. Meine Familie, zwei Töchter 15 und 17 Jahre, einen lieben Ehemann und einen zuckersüßen
kleinen Hund, unser Holzhaus in Groß Düngen und ich treibe gerne Sport. Wir unternehmen oft und gerne was gemeinsam.
N: Nun können sich unsere Leser schonmal ein Bild von Dir machen, vielleicht aber noch ein paar kurze, möglicherweise ungewöhnlich Fragen.
Welcher ist Dein liebster Wochentag und warum?
A: Ich habe keinen bestimmten, kommt immer so auf die Planungen an.
5
N: Halb voll oder halb leer?
A: Auf was ist das bezogen? Ich kann von mir sagen, wenn ich was mache, dann probiere ich es schon richtig zu machen. Halbe Sachen mag
ich nicht unbedingt.
N: Aha. Dann doch nochmal etwas schärfer gefragt: Was würdest Du
ändern, wenn Du Uni-Präsidentin wärst?
A: Eine schwierige Frage. Natürlich würde ich als erstes probieren gegen die Studiengebühren etwas zu unternehmen und einfach nur fair
und gerecht bleiben.
N: Mit dieser Antwort hast Du bestimmt schonmal ein paar Stimmen
sicher, solltest Du irgendwann einmal kandidieren. Gibt es eigentlich
etwas, dass Dich so richtig aufregt?
A: Das dauert bei mir meist sehr lange, aber da ich ein sehr gerechter Mensch bin, mag ich keine
Ungerechtigkeit und die gibt es leider zu oft.
N: Das kann man verstehen. Warum lohnt sich also ein Besuch bei Dir im Büro?
A: Das Leben ist manchmal ganz schön hart und ungerecht und vieles kann man
nicht verstehen. Ich habe für meine Mitmenschen immer ein offenes Ohr und manchmal hilft
es einfach darüber zu reden. Natürlich gibt es bei mir auch ISIC´s und andere schöne
Sachen, darüber mehr auf unserer Homepage.
N: Wo wir schonmal beim Thema Büro sind. Kaffee oder Tee? Was sollte man dabei haben, falls
man Dich mal bestechen muss.
A (lacht): Eigentlich muss man mich nicht bestechen. Aber Kaffee liebe ich, auf Tee stehe ich nicht
so, aber in meiner Jugend habe ich gerne Tee getrunken. Am liebsten mag ich Kaffee-Vanilla.
N: Wann kann man Dich denn überhaupt im Büro erreichen?
A: Meine Öffnungszeiten sind am Montag von 11.-14 Uhr, Dienstag 9.30-12.30,
Mittwoch 9.-12, Donnerstag 12-15 Uhr. Freitag noch von 9.-12, aber da werde ich wohl mal schauen, ob ich mir die Arbeit nicht mit nach Hause nehmen kann.
N: Dann vielen Dank schonmal und abschließend noch die Frage: Worüber kannst Du Dich so richtig
freuen?
A: Über kleine Gesten, denn für viele Menschen sind die meisten Sachen leider schon oft selbstverständlich.
Wer mehr über die Angebotspalette des AStA erfahren will, der surft auf:
www.asta-medial.de oder schaut zu den Öffnungszeiten im Servicebüro vorbei.
Wer sich jetzt fragt, was aus unserem vorherigen Serviceengel Annette geworden ist, der surft
auf die Unihomepage und zwar unter dem Stichwort: Sozialfonds. Der ist nämlich einer ihrer neuen
Aufgabenbereiche. Viel Erfolg!
StS
6
aSta
Die NEUEN
HOPo Aussen
Hallo! Ich bin Andreas Marx, 34 Jahre alt und studiere
Mathematik, Politik und Philosophie im zweiten Semester
auf Lehramt. Dem vorausgehend habe ich eine vierjährige
Ausbildung zum Erzieher im Elementar- und Jugendbereich
absolviert. Sie soll einen logischen Abschluss in meinem
Lehramtsstudium finden.
Man kann jedoch sagen, dass die “Arbeit“ mit Kindern und
Jugendlichen schon immer ein wichtiger Teil in meinem
Leben war. Ich habe schon Jugendfußballmannschaften
betreut und bei der Organisation von Jugendcamps
mitgewirkt. Es war mir dabei immer wichtig eine gemeinsame
Partizipationsgrundlage zu schaffen und auch Gruppen, die in
der Regel nicht gehört werden, eine Möglichkeit zu bieten
an Veränderungen teilzunehmen. Da wären wir auch schon
bei der Chronologie meiner Karriere in der Hochschulpolitik :). Ursprünglich hatte ich geplant, so wie wahrscheinlich
viele von euch, erst einmal mit dem Studium klarzukommen. Dann kam jedoch der Tag, an dem die VertreterInnen
der Studierendenschaft eine Vollversammlung im Audimax zum Thema „Studienbeiträge und deren Verwendung“
organisiert hatten und ich das Privileg hatte unseren Präsidenten dabei zu genießen, wie er seine Position zu dem Thema
vorstellte. Dort wurde mir klar, wenn ich mich bei der Art und Weise der Verwendung einbringen möchte, muss ich an
der Hochschulpolitik unserer Uni teilnehmen. Ich habe mich dann zum Kandidaten für die Studienbeitragskommission
aufstellen lassen. Letztendlich wurde ich durch das Studierendenparlament in die Studienbeitragskommission
entsandt. Außerdem bin ich Mitglied der Wahlkommission für das neue Studierendenparlament.
Als mir dann zugetragen wurde, dass das AStA- Referat für Hochschulpolitik-Außen neu besetzt werden soll, habe ich
mich auf diese Stelle beworben und bin dankenswerterweise gewählt worden.
Fachschaften
Hallo,
mein Name ist Franziska und ich studiere im vierten Semester
Psychologie. Seit dem 1. Juni bin ich die neue Beauftragte des AStA für
die Fachschaften. Meine Aufgabe als Beauftragte sehe ich darin, die
Fachschaften besser zu vernetzen und somit die Zusammenarbeit der
einzelnen Fachschaften zu stärken. In unseren Fachschaften liegt viel
Potential verborgen, dass möchte ich wecken und gemeinsam mit den
Fachschaften etwas bewegen. Falls Du selber in einer Fachschaft tätig
bist oder einen Ansprechpartner deiner Fachschaft suchst, kannst
Du dich gerne bei mir melden. Ich freue mich auf eine erfolgreiche
Zusammenarbeit! Erreichen könnt Ihr mich unter fachschaften.
[email protected]
7
H
Leute,
Politische Bildung
Mein Name ist Daria und ich bin die ne
Beauftragte für das
Sehr geehrte Studierende der Universität Hildesheim,
in meiner Bewerbung um die Beauftragtenstelle für politische
Bildung schrieb ich:
„Auch ich bin eine jener StudentInnen, welche permanent die
Liebe zum Studium an dieser Universität aufgreifen möchte.
Dennoch sehe ich es als meine Pflicht an diese Hingabe aus
einer kritischen Perspektive zu betrachten. Dazu ist es nötig
nicht nur mein „Sein“, sondern auch mein „Tun“ an dieser
Basis zu praktizieren. Ich bin überzeugt von dem Gedanken,
dass die Studierenden der Universität Hildesheim gemeinsam vor dem Wort „tun“ ein „wir“ setzen können, wenn sie
mehr über die internen und externen politischen Prozesse
aufgeklärt werden. In diesen Zusammenhang muss auch ich
mich ehrlicherweise einbeziehen. Ich bin mir bewusst, wie bedeutend wenig Wissen
ich u.a. über meine Möglichkeiten politischer Partizipation an unserer Universität hatte.“.
Mit der Ausübung dieser Beauftragtenstelle wird ein bedeutender Aspekt studentischen Willens hervorgehoben. Er
zeigt sich in der Notwendigkeit Wissen als Macht geltend zu machen und zu nutzen. Ich bin überzeugt sagen zu können, dass die Studierenden der Universität Hildesheim in sich den Willen für mehr Wissen tragen, welcher in Bezug
auf die politische Bildung den Radius unserer „Campus-Mauern“ übersteigt. Meine Aufgabe ist es diesem Willen beizustehen und ihn durch die Weitergabe politischen Wissens aus einer neutralen Position zu stärken. Somit soll die
Möglichkeit gegeben werden, den Blick zu weiten. Seine subjektive Bedeutung kann deshalb nicht von dieser Beauftragtenstelle getragen werden. Sie muss von eurer Position ausgehen.
Im Auftrag des Allgemeinen Studierendenausschusses der Universität Hildesheim
Anne Zellin
Semesterticket
Hey Leute,
Mein Name ist Daria und ich bin die neue Beauftragte für
das Semesterticket.
Mir ist es wichtig ein fester Bestandteil der Universität zu sein
und mein Mitspracherecht zu nutzen. Nun wird mir auch noch
die sowohl ehrenvolle als auch verantwortungsvolle Aufgabe
zuteil, eure Wünsche und Meinungen in Bezug auf Mobilität
zu vertreten. Wenn ihr also etwas über das Semesterticket
wissen wollt oder Vorschläge zur Verbesserung habt, so
wendet euch vertrauensvoll an mich.
Fragen, Probleme, Meinungen und Hinweise an:
[email protected]
Nerv
Moin,
ich hab es auch mal wieder geschafft, nicht rechtzeitig „Nein“
zu sagen, und so habt ihr mich ein weiteres Jahr am Hals. Wer
mich noch nicht kennt: Ich heiße Stefan Schmidt, bin hier der
Chefredakteur und studier‘ gelegentlich mal meinen Master PKM
(wenn es meine Jobs zulassen). Dank Andreas bin ich wenigstens
den Posten des AStA-Ältesten los und fühl mich mit meinen 30
Lenzen fast wieder jung.
Wer Lust hat an diesem Printmedium mitzuwirken oder Fragen
oder Anregungen dazu hat, der schreibt an:
[email protected]
8
ASta
Die Neuen (fortsetzung)
TEAM Tonkuhle
Hallo Hildesheim!!!
Hallo zusammen!
Ich heiße Jenny Bullert (im Bild rechts), bin seit der
ersten Juniwoche stolze 22 Jahre alt und seit neuestem
neben Mohsen Campusradiobeauftragte. Seit 2006
studiere ich Englisch, Geschichte und Politik auf Lehramt
für Haupt- und Realschule, demnach bin ich also auch
schon im vierten Semester. Puh, wie schnell doch die Zeit
vergeht!
Radio zu moderieren hat mir schon immer sehr viel Spaß
gemacht (ich habe schon mehr als zwei Jahre beim
Schülerradio von Radio Tonkuhle mitmoderiert) und ich freu
mich deshalb umso mehr, dass ich jetzt wieder interessante
Themen und Neuigkeiten on air präsentieren darf.
Natürlich hab ich auch noch andere Hobbies, wie
beispielsweise lustige Aktionen mit meiner Uniclique zu
unternehmen, zu schreiben, zu lesen, aber auch das
Reisen hat es mir angetan. Zwar komme ich ursprünglich
nicht aus Hildesheim, aber ich lebe hier seit fast achtzehn
Jahren. Da hat man selbstverständlich als Studentin
einige Heimvorteile, weil man eben die Insidertipps von
Hildesheim kennt. Vielleicht werde ich euch auch den ein
oder anderen im Laufe meiner Campusradiozeit verraten,
also seid gespannt und schaltet jeden Donnerstag ein!
Wir werden uns hören!
9
Ich bin Mohsen Tayfeh (Im Bild links),
22 Jahre alt und studiere Englisch und
Politik auf Lehramt. Möglicherweise bin
ich einer der coolsten Typen auf der
UNI,aber das muss nicht unbedingt
sein...:) Falls es in Zukunft mit meinen
Traumjobs Pokerprofi oder Moderator
im Privatfernsehen bzw. Radio Nichts
werden sollte, sehe ich mich als Mentor und Lebensretter für die kriminellen
Jugendlichen an den Hauptschulen.
Aber ich hoffe mal es klappt mit dem
Pokerprofi, da steckt ja auch viel mehr
Geld drin....;-)
Ich wohne in Seelze, das ist in der Nähe von Hannover.
Ich bin einer von den fleißigen Pendlern, die auch im 4.
Semester damit nicht aufhören wollen, denn wir werden
unserer Heimat nicht aufgrund von einigen Zugkilometern den Rücken kehren. Höchstens die furchtbaren
Busfahrten vom Hildesheim Bahnhof in die UNI sind hin
und wieder kurz davor meinen Pendlerwillen zu brechen.
Doch letzendlich schaffen sie es nicht!!!.
So, was gibt es sonst noch zu sagen.... Ich bin gebürtiger
Perser, das heißt meine Eltern stammen aus dem Iran,
ich bin allerdings schon in Deutschland geboren. Meine sonstigen Hobbys sind Party machen, Sport, Music
hauptsächlich Hip Hop und chillen.
Mindestens einmal die Woche sieht man mich in einem
der Clubs Hannovers mit einem Vodka E in der Hand auf
der Tanzfläche. In welchem Club, hängt davon ab welcher
Türsteher mich reinlässt. Ich bin schließlich Ausländer,
da ist das Auftreten vor dem Türsteher immer ein Tanz
auf der Rasierklinge...:-) Wenn ich allerdings mal nicht
reinkomme, ist das auch kein Problem, denn ich bin
großer NBA Basketball Fan. Und dort starten die Spiele
ohnehin erst um 2 Uhr Nachts. Also endet so manch
geplante Party letztendlich mit Kumpels vor dem Fernseher. Eigentlich gibt es doch Nichts Schöneres...:)
Finanzen
Mein Name ist Cathrin, ich bin 26 und studiere im zweiten Semester
Wirtschaft und Politik auf Lehramt. Bereits im Februar habe ich die Stelle der
Finanzreferentin übernommen, um die bisherige Referentin, Pina Nell, abzulösen.
Diese absolviert derzeitig ein Auslandssemester.
Zu mir: Ich wurde auf der Nordseeinsel Norderney geboren, habe dort auch
meine Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen, ein wenig in die Gastronomie
rein geschnuppert und danach beschlossen, mein Abitur nachzuholen. Im
vergangenen Jahr war es schließlich soweit, ich hielt mein Zeugnis in der Hand
und nichts konnte mich mehr davon abhalten in die große weite Welt zu ziehen,
um zu studieren. Ok, es ist Hildesheim geworden...
Als bekennende Kaffeesüchtige stand ich bereits nach kurzer Zeit als
Schichti im StudCaf hinterm Tresen, dort fand ich auch den Flyer mit der
Stellenausschreibung für den Posten „Finanzreferent“. Aus der fixen Idee sich zu
bewerben wurde nach einigen Gesprächen Ernst. Deshalb kann man mich nun auch jeden Montag von 14 bis 15:45
Uhr im AStA-Büro während meiner Sprechstunde besuchen. Gerade da keine Zeit? Kein Problem – unter [email protected]
asta-hildesheim.de können wir auch gerne einen anderen Termin vereinbaren.
Was ich mache: In erster Linie verwalte ich zusammen mit unserer neuen Servicekraft Anja Ruzicka die Finanzen des
AStA. Das sind die Gelder, die ihr jedes Semester als Beitrag an die Vertretung der Studierendenschaft zahlt. Davon
werden Ausgaben getätigt, die der ganzen Studierendenschaft zu Gute kommen, wie zum Beispiel Zeitungsabos
(welche öffentlich ausliegen), Rechtsberatung, die Förderung von studentischen Initiativen, wie HildeGuard oder das
HoKi, sowie sonstige Projekten aller Art...
Neben meinem eigentlichen Posten arbeite ich mit meinen AStA-Kollegen im Bereich der Hochschulpolitik
zusammen und bin in deren Projekte, wie zum Beispiel die kürzlich gelaufene Projektwoche „Hildesheim – Heimat –
Heimlichkeiten“, eingebunden.
Ihr habt Fragen zur Förderfähigkeit eurer wundervollen, einmaligen, allein nicht zu finanzierenden Idee? Ihr habt ein
Projekt, das die Studierenden auf keinen Fall verpassen sollten? Dann kommt vorbei!
Kultur
Hallo!
Ich bin Miriam, 22 Jahre alt und studiere im 5. Semester KuWi. Ab 1. Juni
werde ich die neue Kulturreferentin sein. Falls ihr kreativ und künstlerisch
aktiv seid, könnt ihr Euch gern bei mir melden. Ich bin für Euch da, wenns
um organisatorische Dinge geht, um Euch bei der Umsetzung von Projekten
zu unterstützen oder einfach, um Fragen zu Euren Projekten oder auch zur
Hochschulpolitik zu beantworten. Zusätzlich betreue ich die Veranstaltungsreihe
„Ecco“, die jeden zweiten Donnerstag in der Kulturfabrik stattfindet. Schaut
doch mal rein. Da ich schonmal Finanzreferentin des AStA war, kann ich Euch
auch darüber informieren, falls Cathrin mal nicht da ist ;-).
Auch ich werde Projekte wie zum Beispiel die Verschönerung des StudCafs
planen und durchführen und benötige dazu unbedingt Euren kreativen Rat und
tatkräftige Unterstützung! (Näheres dazu erfahrt Ihr bald.) Also, lasst Euch
doch mal blicken, im AStA-Büro oder auch bei „Ecco“. Ich freu´ mich. Bis bald!
Eure Miriam
10
ASta
Die Neuen (fortsetzung II)
Internationales
Liebe Studis der Universität Hildesheim,
mein Name ist Saif und ich bin euer Referent für Internationales
im AStA. Ich bin 26 Jahre alt, komme aus Tunesien und studiere im
vierten Semester IMIT.
Vor zweieinhalb Jahren bin ich nach Deutschland gekommen, um
zunächst Deutsch zu lernen und dann zu studieren. Dadurch habe
ich selbst die Erfahrung gemacht, in einem fremden Land mit einer
anderen Sprache und Kultur anzukommen, und kann deshalb gut
nachvollziehen, wie sich die ausländischen Studenten fühlen. Um
diesen zu helfen, habe ich mich für das Amt des Referenten für
Internationales beworben.
Außerdem werde ich ab jetzt Bindeglied zwischen ausländischen Einzelpersonen und Ämtern
sein, um euch sprachlich und mental bei Schwierigkeiten und Fragen zu unterstützen.
Als Referent für Internationales bin ich außerdem Vorstandsmitglied des Notfonds e.V. . Der Notfonds hilft
ausländischen Studierenden in Hildesheim bei Bedarf mit finanzieller Unterstützung. Zu meinem Aufgabenbereich
zählen sowohl das Informieren der Studierenden über die Funktion des Notfonds e.V., als auch die Tätigkeit als
Ansprechpartner in dieser Angelegenheit zwischen AStA, den Studierenden und dem Notfonds e.V. (Weitere Infos
zum Notfonds e.V. findet ihr auch unter www.notfonds-hildesheim.de.
interKultur
Hallo ihr Lieben!
Ich bin Sila Ersan und studiere Lehramt ( PVO 98), bin in Hannovergeboren und aufgewachsen. Mit 12 Jahren sind wir nach Izmir/ Türkei ausgewandert. Habe 2003 entschieden, mein Studium
in Hildesheim weiterzuführen. So und jetzt bin ich hier, damit ihr die
Kulturvisionen durch meine Augen seht. Seit Juni 2007 bin ich nun
Beauftragte für Interkulturelles...
Für mich ist dieser Bereich sehr wichtig, da viele verschiedene Kulturenzusammenprallen ohne gegenseitig zu wissen, wie die Kultur
des anderen aussieht.
Durch meine Projekte versuche ich, diese Kulturen zusammen zu bringen, z.B. durch Kulturabende ( wo Studenten
ihr Land vorstellen können ), seit Neuem die Interkulturelle Lesereihe ( wo Studenten interkulturelle Schriftsteller
treffen können).
Für neue Ideen bin ich immer offen und bereit...freue mich schon auf euch.
Eure Sila Ersan
11
Koordination & Kommunikation
WANTED !
Das AStA- Referat für BAföG und Soziales
ist noch zu besetzen!
Hallo!
Mein Name ist Sarina Obrigewitsch und ich bin
eure neue Referentin für Koordination und Kommunikation. Ich studiere im vierten Semester BSc Psychologie und bin nach einem Jahr als Referentin für
Hochschulpolitik jetzt ein zweites Mal dabei. Bei meiner Arbeit im letzten Jahr ist mir immer wieder eins
aufgefallen: Egal ob bei uns an der Universität, oder bei
der Zusammenarbeit mit anderen ASten auf Landesund Bundesebene. Wir als Studierende verlieren jede
Menge Energie dadurch, dass wir einfach zu schlecht
zusammenarbeiten. Da erarbeitet sich z.B. jede Fachschaft aufs Neue, was ein „Diploma supplement“ denn
eigentlich enthalten soll, oder das Studierendenparlament erfährt erst von ominösen Evaluationsbögen, als
diese schon vom Senat beschlossen werden sollen.
Manche Anfragen an den AStA fallen einfach unter den
Tisch, weil niemand so genau weiß, wer jetzt eigentlich
zuständig ist, andere werden doppelt bearbeitet…
Ich hoffe, dass ich meine Erfahrungen in der Hochschulpolitik im nächsten Jahr auf dieser Stelle so einbringen
kann, dass wir als Studierende einfacher zusammenarbeiten können. Wir brauchen größere Transparenz
über die Arbeit von StuPa und AStA und eine bessere
Zusammenarbeit aller Studierenden, egal ob in Fachschaften oder Senatskommissionen. Auch wenn nicht
alle Studierenden dieselben Meinungen vertreten, ist
es wichtig, dass wir eine Grundlage dafür schaffen legitimierte Positionen zu finden. Wenn wir zusammenarbeiten, können wir etwas verändern!
Ich freue mich auf ein ereignisreiches Jahr und falls ihr
irgendwelche Fragen, Ideen etc… habt: Meldet euch!
Wie der Titel schon sagt, gliedert sich das Referat in
zwei hauptamtlich zu betreuende Arbeitsfelder. Bei
dem Themenblock BAföG geht es in erster Linie darum
sich rechtlich auf dem Laufenden zu halten, eine gute
Vernetzung mit dem BAföG-Amt und anderen relevanten
Stellen aufrechtzuerhalten, um eine möglichst kompetente
Beratung gewährleisten zu können oder gegebenenfalls
geeignete Anlaufstellen aufzeigen zu können.
Auch der Themenblock Soziales, welcher durch sein
breites Spektrum sehr weit auslegbar ist, dient auf der
einen Seite der Möglichkeit Studierenden in sozialen
Problemsituationen beratend und tätig zur Seite zu
stehen.
Auf der anderen Seite ist an dieser Stelle eure Kreativität
gefragt. Jedes AStA- Mitglied bemüht sich nach bestem
Wissen und Gewissen um geeignete Projekte, die eine
Bereicherung des Universitätslebens der Kommilitonen
und Kommilitoninnen bedeuten sollen. Zudem kommen
natürlich
auch
allgemeine
hochschulpolitische
Grundsatzfragen und Einsatzmöglichkeiten auf dich zu,
die sich durch die Bereitschaft zur Kommunikation im
eigenen Gremium und mit anderen relevanten Stellen
sowie dem Bemühen um das tätige Einarbeiten in
rechtliche Problemstellungen auszeichnen.
Dabei bist du jedoch nicht allein: Ein gutes Gremium
zeichnet sich durch eine gute Teamarbeit und sowohl
interne als auch externe Vernetzung aus.
Wenn du dich auf das Referat bewirbst, kommt also
eine spannende und vielseitige Tätigkeit auf dich zu, die
neben dem schnöden Theorieteil deines Studiums eine
nette Abwechslung und viele praktische Erfahrungen
bedeutet.
Ich zumindest hatte viel Spaß und habe zudem viel gelernt.
Bei Fragen oder Unklarheiten schreibt mir doch einfach:
[email protected]
Viele Grüße, Sarah
Ebenfalls noch zu besetzen:
PR- & Öffentlichkeitsarbeit (Referat), HoPo Innen (Referat), Web & Technik
(Beauftragte(r)), also haltet die Augen und Ohren offen, die Ausschreibung läuft demnächst! Neben Ruhm und Ehre winkt natürlich auch noch eine Aufwandsentschädigung.
12
Die Kandidat(inn)en fUER
Das StuDierendenPaRLAMENT
Hier stellen sich die Kandidatinnen und Kandidaten vor, die ihr bei der außerplanmäßigen StuPa-Wahl (vom 16.06.-19.06.08) wählen könnt und sollt! Also Meinung gebildet und ab zur Urne!!!
„Nicht kleckern, klotzen“ ist angesagt.
Gerade jetzt stehen wir vor großen Veränderungen. Themen wie die
überfüllten Hörsäale, der Ausbau der Uni und immer höhere Studierendenzahlen zeigen, dass sich etwas bewegt. Die Besetzung von StuPa
und AStA zeigt aber genau das Gegenteil und genau dort muss etwas
passieren. Viele wissen nicht einmal wofür AStA und StuPa eigentlich
da sind.
Aufzurütteln, zu informieren ist mein Anliegen, denn ewige Diskussion
und Wiederwahlen nützen keinem von uns. Neben den großen Problemen gibt’s auch die kleinen Alltäglichen. Auch für diese werde ich ein
offenes Ohr haben und mir nicht zu fein sein.
Ich danke für eure Unterstützung, damit wir gemeinsam die Hochschulpolitik bewegen und gestalten können.
(Florian
Henze, 2.Sem IMIT)
Hallo liebe Studis,
ich möchte Euch hier kurz vorstellen, warum ich mich für die nächste Amtszeit
des StuPas beworben habe. Ich bin seit 2005 Student an der Uni Hildesheim
und Student des Internationalen Informationsmanagements. In dieser Zeit
habe ich mich immer mehr mit den Prozessen hinter der Kulisse unserer
kleinen Uni beschäftigt, unter anderem in der Fachschaftsvertretung Iplus.
Dabei habe ich mich immer wieder mit der Idee beschäftigt, fürs StuPa
zu kandidieren – denn ich würde mich gerne für die Interessen meiner
Kommilitonen einsetzen.
Diesmal habe ich mich nun endlich aufgestellt und hoffe, dass Ihr mich bei
diesem Vorhaben unterstützt! Ich freue mich auf die Herausforderung ab dem
kommenden Semester, wenn Ihr mir denn Eure Stimme gebt!
Frédéric Kastner
13
Hallo,
Mein Name ist Rodion Marx, nein ich bin nicht der kleine Bruder
von Andreas Marx. Ich bin jetzt seit April 2008 aktives Mitglied im
4-Personen-StuPa und es war nicht leicht. Ich wollte mich von Anfang
an in der Uni in irgendeiner Form einsetzen, wusste aber nie so genau
wie. Bis ich einen Kommilitonen erwischt habe, der gerade auf dem
Weg war sich als Kandidat für das StuPa aufstellen zu lassen. Ich hab
mich überzeugen lassen und mitgemacht (ohne zu wissen was genau
auf mich zukam). In der ersten Sitzung wurde ich (fast zwangsweise) zum Vorsitz gewählt, was eine gewisse Verantwortung mit sich
brachte, der ich mich gestellt habe und, die ich, wie ich denke, gut gemeistert habe. Mir macht die Arbeit im StuPa mittlerweile Spaß und
ich würde es missen. Es ist gut eine Aufgabe in der Uni zu haben und
zu wissen, dass man was verändern kann und es auch versucht. Wir
haben bis jetzt viele Aufgaben gelöst, z.B. ob ein 4-Personen-StuPa
den AStA wählen kann, und es kommen weitere auf uns zu, z.B. die Umstrukturierung, an deren Lösungsfindung ich mich aktiv beteiligen möchte (natürlich alles im Sinne der Studierendenschaft).
Viele liebe Grüße aus dem 2.Semester in der Wirtschaftsinformatik ;-)
Mein Name ist Michael Mohr und ich studiere seit dem SS07
Philosohpie-Künste-Medien in Hildesheim.
Ins StuPa möche ich, weil wir das Glück haben in einem Land leben und
studieren zu dürfen, in dem wir vergleichsweise großes Mitspracherecht
haben. Damit das auch so bleibt sollten wir von diesem Recht Gebrauch
machen und nicht andere über unsere Köpfe hinweg Entscheidungen
treffen lassen. Wer sich nicht mehr bewegt wird für tot gehalten, und das
derzeitige StuPa scheint nicht mehr viele Glieder zu haben, mit denen es
wackeln kann... Ich würde mich freuen, wenn ihr mir die Chance geben
würdet, zumindest ein großer Zeh zu werden.
Insofern:
Wählt.
Meinungen - jeder hat eine, doch nicht jeder möchte sie auch öffentlich
vertreten.
Ich habe in meinen ersten beiden Semestern im Studiengang Bachelor MNW
(Mathe, Chemie) viele Meinungen meiner Kommilitonen gehört, möchte diese
ins StuPa einbringen und aktiv an der Verbesserung von Lehre und
Lernumfeld mitwirken.
Nebenbei erhoffe ich mir tiefere Einblicke in die organisatorische und
politische Funktionsweise unserer Uni.
Ingo Ohnesorg
14
Hier stellen sich weitere Kandidatinnen und Kandidaten vor, die ihr bei der außerplanmäßigen StuPa-Wahl (vom 16.06.-19.06.08) wählen könnt und sollt! Also Meinung
gebildet und ab zur Urne!!!
Liebe Kommilitoninnen und Kommilitonen,
ich war von Juni 2007 bis April 2008 gewähltes Mitglied des
Studierendenparlamentes. Anfang dieses Jahres konnte ich mich nicht erneut
zur Wahl stellen, weil meine Kandidatur durch den Diebstahl der Liste verhindert
wurde. Während meiner Amtszeit haben wir im StuPa aber einige Punkte in
Angriff genommen, an denen ich weiterarbeiten möchte, und deshalb kandidiere
ich jetzt erneut. Mein Hauptanliegen betrifft die Hauptaufgabe des Parlaments:
eure Vertretung. Missstände, die euch auffallen, sollen nicht untergehen,
sondern an die richtige Stelle kommen, die sich weiter darum kümmert, sei es
die Fachschaft, der AStA oder das StuPa. Voraussetzung dafür ist einmal, dass
das Netzwerk zwischen den Gremien gut funktioniert und vor allem, dass in diesen
Gremien überhaupt jemand sitzt. Zu wenig Kandidaten, unbesetzte Plätze in den
Gremien und fehlende Stellvertreter – das muss sich dringend ändern. In Zeiten
von Studiengebühren und Bachelor gibt es mehr Probleme und weniger Zeit für
uns, sie zu lösen und sich zu engagieren. Was fehlt, ist daher eine Struktur, die
sich an diese Änderungen im Studienalltag anpasst. Wir brauchen möglichst
viele Leute aus allen Studiengängen und Semestern, damit möglichst viele von
euch vertreten werden können. In so vielen Gremien wird nach unserer Meinung
gefragt - das müssen wir dann nutzen.
Nelly Schmitt, 22 Jahre, Kulturwissenschaften & Ästhetische Praxis
Mein Name: Manuela Schneider
Geboren am 02. Juli 1984 in der Domstadt Havelberg. Havelberg
liegt im Norden von Sachsen-Anhalt an der Grenze zu Brandenburg.
Nach 10-monatiger Au Pairzeit in England, begann ich im
Wintersemester 05/06 das Studium an der Universität Hildesheim
in der Fachrichtung Internationales Informationsmanagement. Ich
absolvierte ein Auslandssemester an der Universität Oviedo in
Spanien.
Was
führt
mich
nun
zum
Studierendenparlament?
Die Probleme sind groß und werden immer größer. Viele Studenten
können ihr Studium finanziell durch Zuschüsse von Zuhause und/
oder Bafög nicht mehr absichern. Sie müssen sich Geld durch
Nebenarbeit zu verdienen, so auch ich. Durch die Mitarbeit im
StuPa, möchte ich aktiv an der Lösung der Probleme mitarbeiten.
Werden die stetig steigenden Semesterbeiträge und
Studiengebühren effektiv an der Universität eingesetzt? Wird das
Problem der überfüllten Vorlesungen und Seminare irgendwann ein
Ende nehmen? Dies sind nur einige Themen, die mich bewegen.
Ich möchte mich hier beweisen, Dinge verändern und meinen
Horizont erweitern, sowie nebenbei studiumsbegleitend einen
Einblick in de Hochschulpolitik erlangen.
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Die Kandidat(inn)en fUER
Das StuDierendenPaRLAMENT
Motivationsschreiben für die StuPa Kandidatur 2008
von
Franziska Schönfeld
«Wer darauf wartet, daß was passiert,
sollte selbst in die Gänge kommen. »
..hab ich mir gedacht und für das diesjährige StuPa kandidiert. Ich bin Franziska, 21 Jahre
alt, komme ursprünglich aus Hamburg und studiere im 2. Semester Kulturwissenschaften
und Ästhetische Praxis. Hildesheim ist für mich inzwischen nicht nur Studienort, sondern
auch ein Ort, an dem ich einige Jahre meines Lebens verbringen will, nicht verbringen
muss. Ich denke, dass Stadt und Uni uns ausreichend Raum bieten für eigene Initiativen.
Wir sollten diesen Raum in vielfacher Hinsicht nutzen, denn letztendlich geht es doch um
die Gestaltung unserer Lebens-und Studienbedingungen. Es geht darum, dass wir uns
an der Uni mit unseren Ideen und Bedürfnissen aufgehoben fühlen. Dazu gehört, dass
studentische Initiativen und Projekte gefördert werden und es einen Austausch zwischen
verschiedenen Interessensgruppen gibt. Es geht darum, Studierenden - gerade in Zeiten der Studiengebühren eine (kräftige) Stimme zu geben. Eben dieser Herausforderung möchte ich mich gerne stellen und hoffe auf eure
Unterstützung.
Moin liebe Mitstudierende,
mein Name ist Jörn Schwerdt.
Ich studiere im 2. Semester Lehramt für Englisch und Geschichte
und komme aus Hannover.
Mein Antrieb mich für das StuPa aufstellen zu lassen
begründet sich im Bedürfniss aktiv
an der Hochschule mitwirken zu wollen!
Motivationsschreiben für das StuPA!
Ich heiße Sebastian Schrader, bin am 14.02.1977 in Einbeck (Da wo das
Bier herkommt!!!) geboren und studiere Lehramt mit den Fächern Wirtschaft,
Geschichte und Politik.
Auf Anregung von Freunden habe ich mich mit den Aufgaben des StuPAs
auseinandergesetzt und kann mir nun vorstellen in diesem Rahmen den
Studenten und der Universität einen Teil meiner Schaffenskraft zur Verfügung zu
stellen. Leiten lassen möchte ich mich von einem realitätsbezogenen Optimismus,
Lebenserfahrung und einem (meiner Meinung nach) halbwegs gesunden
Menschenverstand. Besonders liegen mir die Lehre und das Uni- Umfeld am
Herzen zu dessen Verbesserung ich beitragen möchte.
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Hier stellen sich weitere Kandidatinnen und Kandidaten vor, die ihr bei der außerplanmäßigen StuPa-Wahl (vom 16.06.-19.06.08) wählen könnt und sollt! Also Meinung
gebildet und ab zur Urne!!!
Liebe Hildesheimer Studierende,
ich bin Ina und studiere im sechsten Semester Kulturwissenschaften & ästhetische
Praxis. In den vergangenen drei Jahren habe ich also schon etwas von der Arbeit der
studentischen Gremien und Organe hier mitbekommen. Und auch, dass sie vor allem
im letzten Jahr nicht mehr so gut funktionierte und dringend Engagement von Seiten
der Studis benötigt wird. Das schließlich hat mich dazu angespornt, selbst fürs StuPa
zu kandidieren.
Ich finde es wichtig, als Studierende eine demokratisch gewählte Vertretung zu
besitzen, die arbeitsfähig ist und die eigene Bedürfnisse deutlich macht. Die den
hochschulpolitischen Umgestaltungsprozess - trotz enger Stundenpläne und trotz
wirtschaftlichen Drucks - in eigener Sache zu beeinflussen versucht. Und zwar in eine
Richtung, die das demokratische Versprechen auch einlöst und allen Studierenden
und studierwilligen Menschen eine Stimme gibt. Das gilt vor allem für diejenigen, die
mehr Unterstützung dabei brauchen. In eine Richtung, die das Hochschulsystem
wirklich durchlässig macht und nicht unterscheidet zwischen Leuten, die Geld haben
und solchen, die Pech haben. Und auch in eine Richtung, in der wir Studierenden
unser Recht auf freie persönliche Entwicklung einlösen können und uns nicht noch ein
zweites Mal eingeschult wissen müssen.
Wenn auch ihr mit diesen Richtungen übereinstimmst, freue ich mich sehr über eure Stimme!
Hallo mein Name ist Katharina Raetzer
und ich studiere im 4. Semester Sport, Politik und Soziologie. Ich möchte mich
in das StuPa wählen lassen, weil ich eine sehr engagierte Person bin, vor allem
im sozialem Bereich. Ich arbeite auch in der Studentenbeitragskommission mit
und würde zusätzlich sehr gerne das StuPa tatkräftig unterstützen und meine
Ideen und Ansichten miteinbringen. Ich bin eine kommunikative und aufgeschlossene Studentin und möchte die Interessen meiner Kommilitonen vertreten. Ich setze mich besonders dafür ein, dass sich unsere Studienbedingungen
verbessern und unsere Studiengebühren sinnvoll für uns verwendet werden.
Gemeinsam mit einem starken Stupa-Team sollten wir das schaffen. Ich werde
mein bestes geben und hoffe daher auf Eure Stimme.
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FZS
NEWS
fzs
freier zusammenschluss von studentInnenschaften
BAföG Erhöhung, Gleichstellungspolitik oder die Soziale Dimension im Bologna-Prozess…
Viele hochschulpolitische Entscheidungen werden
immer noch auf Bundesebene getroffen. Um darauf
Einfluss zu nehmen, reicht es nicht brav von der
Heimatuniversität Beschwerden an die Zuständigen
zu richten. Wenn wir in diesen Themen gehört werden
wollen, reicht es nicht als Vertretung von 4700
Studierenden aus Hildesheim zu sprechen. Geht es um
bundesweite Entscheidungen, ist eben auch die Stimme
der Studierenden aus allen Bundesländern gefragt.
Bei allen Schwierigkeiten, die wir haben, Positionen für
die Studierenden unserer Uni zu finden – wie findet
sich eine Stimme für die ca. 2 Millionen Studierenden
in Deutschland?
Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften
(fzs) versucht genau das. Als Dachverband der
StudentInnenschaften, der sich bewusst nicht
einer politischen Strömung zuordnet, sind rund 80
Universitäten Mitglied im Verband. Mitglied einer
Universität wird jeweils die Studierendenvertretung,
das heißt für Hildesheim also:
Der AStA ist Mitglied im freien zusammenschluss der
studentInnenschaften.
Auf diese Weise sind zurzeit knapp 1 Millionen
Studierende im fzs vertreten. Damit wird schon ein nicht
unwesentliches politisches Gewicht erzeugt. Der fzs ist
in der Zwischenzeit als wichtigster Ansprechpartner
der bundesweiten Vertretung der Studierenden für
die Medien, aber auch z.B. die Gewerkschaften sowie
die Parteien im Bundestag etabliert. So wurde der fzs
beispielsweise zur Erhöhung des BAföG im Bundestag
gehört, wirkt bei der Entwicklung des Aktionsplans
zur sozialen Dimension mit und hat im letzten Jahr
schon mehrmals studentische Positionen im Spiegel
vertreten können.
Wie ist der Verband organisiert? Ca. zweimal im Jahr
treffen sich Delegationen der Mitgliedshochschulen
auf
der
Mitgliederversammlung.
Die
Mitgliederversammlung ist das wichtigste Gremium
des fzs. Eigentlich alle Entscheidungen werden hier
gefällt. Stehen dringende Fragen an, springt hierfür
der Ausschuss der StudentInnenschaften (AS) ein,
der aus 8 – 10 Mitgliedshochschulen besteht, die
zurzeit einmal im Monat tagen. Außerdem übernimmt
der AS die Organisation der Mitgliederversammlungen.
Der AStA Hildesheim ist seit der letzten ordentlichen
Mitgliederversammlung, die im Februar in München tagte,
Mitglied im AS.
Als konstante Ansprechpartner wird jeweils im Sommer
ein Vorstand von 4 – 6 Studierenden gewählt. Die
Vorstände teilen die verschiedenen Arbeitsbereiche unter
sich auf, koordinieren so die inhaltliche Arbeit, vertreten
die Positionen des Verbandes in der Öffentlichkeit und
organisieren unter anderem auch (hochschulpolitische)
Seminare für Studierende.
Die inhaltliche Arbeit wird im Wesentlichen von
Arbeitskreisen und Ausschüssen übernommen. Das
heißt meistens Positionspapiere vorbereiten, die von der
Mitgliederversammlung verabschiedet werden können,
oder Studierenden/Studierendenschaften mit Fachwissen
zur Seite zu stehen. Im Moment gibt es Ausschüsse/
Arbeitskreise zu den Themengebieten: Finanzen, Frauenund
Geschlechterpolitik,
Hochschulfinanzierung/struktur, Internationales, Verfasste Studierendenschaft/
Politisches
Mandat,
Sozialpolitik,
Studienreform,
Antidiskriminierung,
Antifaschismus/Antirassismus,
Bildungswerk, Informationstechnologie an Hochschulen,
Studierendenschaften
mit
kleinen
Strukturen,
LehrerInnenbildung/Schule, Semesterticket, Soziale
Einrichtungen für StudentInnen
Wenn ihr nachlesen möchtet, welche Positionen der fzs
vertritt, wie man mitarbeiten kann… und vieles mehr findet
ihr unter: www.fzs.de
Oder ihr erkundigt euch bei eurem AStA, z.B. bei mir
[email protected]
Außerdem bietet der fzs jede Menge interessanter
Seminare, die für euch als Studierende einer
Mitgliedsuniversität auch immer reduziert, wenn nicht
sogar umsonst sind. Termine etc. findet ihr auch auf der
Homepage, besondere Empfehlung, auch auf der AStA
Hildesheim Seite unter
www.asta-medial.de.
Sarina
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Musterklage gegen Studiengebühren
in erster Instanz abgewiesen - doch es geht weiter!
Auf der Vollversammlung am 06.12.2006 wurde neben dem Studiengebührenboykott auch beschlossen,
dass der AStA Musterklagen gegen Studiengebühren
erarbeiten und einreichen soll. Nach nunmehr fast eineinhalb Jahren kam es am 10. Mai 2008 zu der ersten
Verhandlung vor dem Amtsgericht Hannover. Die Verhandlung dauerte nur ungefähr zwanzig Minuten und
die Klage wurde in erster Instanz abgewiesen. „Das war
zu erwarten. Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg
wird in zweiter und letzter
Instanz das endgültige Urteil
sprechen“ so unser Anwalt
Kai Michael Dietrich aus der
Kanzlei Dammeyer, Ryssel,
Rißling aus Hannover. Es
war beiden Seiten klar, dass,
egal wie das Amtsgericht
urteilt, es auf jeden Fall eine
Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg
geben würde. Nachdem nun
das Amtsgericht Hannover
unsere Klage abgewiesen
hat, müssen wir in Berufung
gehen und es wird voraussichtlich in einem halben
Jahr zu der Verhandlung vor
dem Oberverwaltungsgericht
in Lüneburg kommen.
Bisher gibt es in Niedersachsen noch keine Urteile zum
Thema
Studiengebühren,
das heißt es wird auf jeden
Fall ein richtungweisendes
Urteil sein. Momentan lässt sich noch nicht sagen,
wie das Oberverwaltungsgericht urteilen wird. In anderen Bundesländern gab es bisher sowohl Erfolge als
auch Niederlagen vor Gericht. In Baden-Württemberg
klagte ein Student erfolglos, weil er sich benachteiligt
fühlte, da er Zivildienst leisten musste. Deshalb konnte
er erst später anfangen zu studieren
und somit wird sein Studium teurer als
das seiner Kommilitonen, die früher
anfangen konnten. In Hessen hingegen konnten Studiengebührengegner
einen Teilerfolg erringen, der die Studiengebühren zumindest vorübergehend stoppte. In einem Beschluss
vom 30.10.2007 entschied das Verwaltungsgericht
Gießen die Unvereinbarkeit des Hessischen Studienbeitragsgesetzes mit einem Artikel der Hessischen Ver-
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fassung. In diesem Artikel steht, dass ein „Schulgeld“ nur
erhoben werden kann, „wenn die wirtschaftliche Lage des
Schülers, seiner Eltern oder der sonst Unterhaltspflichtigen es gestattet“. Wer es sich leisten kann, müsste also
zahlen. Allerdings sind die Studiengebühren in Hessen für
jeden erhoben worden, ohne eine entsprechende Prüfung
der „wirtschaftlichen Lage“.
Unsere Klagen, von denen
eine, wie gesagt, in erster Instanz abgewiesen wurde und
die zweite erst in den nächsten
Monaten vor dem Amtsgericht verhandelt wird, stützen
sich auf zwei Hauptargumentationsstränge. Einen allgemeinen, der in beiden gleich
ist und einen spezifischen, der
sich auf die persönlichen Umstände der jeweiligen Klägerin
bezieht.
Die allgemeine Argumentation
stützt sich auf den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle
Rechte, kurz UN Sozialpakt.
In der Klage ist dies folgendermaßen formuliert: „Die Erhebung des Studienbeitrages
verstößt gegen Art. 13 Abs
2c des Internationalen Paktes
über wirtschaftliche, soziale
und kulturelle Rechte vom
19.12.1966, in welchem die
Vertragsstaaten
anerkannt
haben, dass der Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise, insbesondere durch
allmähliche Einführung der Unentgeltlichkeit, jedermann
gleichermaßen entsprechend seiner Fähigkeiten zugänglich gemacht werden muss.“ Der UN Sozialpakt wurde
von der Bundesregierung am 17.12.1973 ratifiziert und
ist hierdurch zu gültigem Bundesrecht geworden, an das
sich auch die Bundesländer halten müssen. Des Weiteren
bezieht sich die Klage auf die Grundgesetzartikel 3 und
12, nach denen alle Menschen vor dem Gesetz gleich
sind (Art. 3 Abs. 1 GG) und Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei wählen dürfen (Art. 12 Abs. 1 GG). Durch
die Einführung allgemeiner Studienbeiträge werden Studierende aus einkommensschwachen Elternhäusern benachteiligt und die freie Wahl der Ausbildungsstätte ist
nicht mehr gegeben. Somit verstößt die Einführung der
Studienbeiträge gegen das Grundgesetz.
Die spezifischen Teile der Klagen beziehen sich auf
die Lebensumstände der jeweiligen Klägerinnen. Sie
wurden möglichst exemplarisch ausgewählt, um die
Rechtssprechung im Falle eines Erfolges auf möglichst
viele Studierende anwenden zu können. Es handelt sich
zum einen um eine BAföG-Empfängerin und zum anderen um eine Studentin, die sich lange in studentischen
Gremien engagiert hat. Das Ziel war es, zu unterstreichen, wie wichtig Engagement in der studentischen
Selbstverwaltung ist, da dieses im Zuge des Bologna
Prozesses immer mehr in den Hintergrund gerät.
Das Hauptargument in der Klage der BAföG-Empfängerin ist, dass Studierende, die Bafög bekommen durch
die Studiengebühren eine monatliche Mehrbelastung
haben, die im Bafög nicht eingerechnet ist. Diese Mehrbelastung kann dazu führen, dass Studierende unter
das vom Gesetzgeber formulierte Existenzminimum fallen. Dieses Existenzminimum beläuft sich auf 345 € zzgl.
Unterhaltskosten, soviel wie ein Arbeitssuchender nach
dem zweiten Sozialgesetzbuch zur Grundsicherung erhält. Dieser Fakt stellt eine Verletzung des Sozialstaatsprinzips dar, welches besagt, „[...] dass der einzelne
nicht auf Grund staatlich verordneter Belastungen -worunter auch gesetzlich vorgesehene Studienbeiträge
zählen- unter das Existenzminimum fallen darf.“ So formuliert es unser Rechtsanwalt in der Klageschrift.
In der zweiten Klage stützt sich die Argumentation auf
das von der Klägerin geleistete Engagement in der
Verfassten Studierendenschaft. Artikel 20 des niedersächsischen Hochschulgesetzes regelt diese Verfasste
Studierendenschaft, die nur überleben kann, wenn sich
Studierende engagieren und damit in der Regel eine Verlängerung ihres Studiums in Kauf nehmen. Diese Verlängerung darf sie aber nicht benachteiligen. Auch aus diesem Grund können gewählte Gremienmitglieder länger
BAföG beziehen. In der Klage wird dies folgendermaßen
beschrieben: „Insofern scheint es geboten, dass auch im
Interesse der ihren Ausdruck in § 20 NHG findenden inneren demokratischen Strukturen einer Hochschule diejenigen Studierenden, welche in derartigen Gremien aktiv
sind, woraus sich „die Gefahr“ einer Verlängerung der
Studienzeit ergibt, entsprechend von der Beitragspflicht
befreit werden müssten. Ansonsten würde dies bedeuten, dass diejenigen Studierenden, welche sich in den demokratischen Gremien der Studierendenschaft bzw. der
Hochschule engagieren, gezwungen wären, für die sich
aus diesem Engagement ergebenden Verlängerung der
Studienzeit zusätzliche Studiengebühren zu entrichten.
Folglich würden die Gremienvertreter für ihr Engagement
an der Hochschule durch Bezahlung zusätzlicher Studiengebühren für die aus dem Engagement entstandene zusätzliche Studienzeit „bestraft“ werden.“
Letztendlich müssen wir weiter Geduld beweisen und darauf warten, wie das Oberverwaltungsgericht Lüneburg
entscheidet. Aber egal, wie das Urteil ausfällt, Studienbeiträge sind in äußerstem Maße unsozial und gehören abgeschafft!
von Clemens Roth
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HEimat on Hildesheim
Kurt
Campus
ZUR PROJEKTWOCHE
„HEIMAT & HILDESHEIM“
„Da gebe ich Ihnen Recht!“
Das Gefühl für Heimat fördern: Eine Riesenfete
für Studenten auf dem Marktplatz? Das wäre
doch was. Damit hat wohl Oberbürgermeister
(OB) Kurt Machens ganz den Nerv der Zeit
getroffen.
Das Organisationsteam der Projektwoche „Heimat &
Hildesheim“ und der AStA luden Oberbürgermeister
Kurt Machens am 28. Mai im Rahmen dieser
studentischen Aktivität zu einem Zwiegespräch im
Innenhof, auf unserem sonnigen Campus, ein. In der
mittäglichen Seminarpause sollten sich Anne Zellin
(Beauftragte für politische Bildung),
Andreas Marx (Hochschulpolitischer Referent Außen)
und Herr Machens darüber austauschen, wie man es
schaffen könnte, dass sich Hildesheimer Studierende
hier wohlfühlen.
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Dabei erzählt der OB gerne von seinem eigenen
studentischen Treiben in Göttingen und Essen. „Über
Göttingen brauchen wir ja wohl nicht reden“, macht
Herr Machens auf das absolute studentische Flair der
niedersächsischen Universitätsstadt aufmerksam.
„Das war in Essen völlig anders. Die Stadt musste man
selber erobern“. Ein wenig scheint Herr Machens die
Ruhrpottstadt mit unserem Hildesheim zu vergleichen.
Er spricht von diversen kulturellen, sportlichen und „weiß
ich wie welchen“ Einrichtungen, die man besuchen kann
und verweist deutlich darauf, dass die studentische
Initiative dabei gefragt ist sich die Stadt attraktiver zu
machen. Vielmehr drängt auch einfach die Frage in den
Vordergrund, wo man sich nun als StudentIn zu Hause
fühlt. Eine Antwort darauf zu geben ist nicht leicht,
denn die meisten StudentInnen, da hat Herr Machens
recht, verbringen hier nur eine vorübergehende Zeit.
„Kann man von denen erwarten, dass sie die Stadt
selber erobern oder muss man sie Ihnen präsentieren?
Ich glaube es muss beides sein“, stellt der „Kurt!“WählerInnenvereinigungschef fest, der trotz einiger in
der Vergangenheit liegender finanzieller Ungereimtheiten
eine treue Fanbase von WiederwählerInnen hat.
Eine mögliche Begründung für die Skepsis der
Hildesheimer StudentInnen beim „Warmwerden“ mit
den neuen Gefilden nennt Andreas. Er macht auf das
allgegenwärtige Problem der Zweitwohnsitzsteuer in
Hildesheim aufmerksam. „Der erste Brief, den man
von der Stadt Hildesheim bekommt, ist ein Brief, in dem
man aufgefordert wird, Hildesheim als Erstwohnsitz
anzugeben oder die Zweitwohnsitzsteuer zu bezahlen.
[…] Das ist natürlich kein guter Beginn für eine
Partnerschaft!“ Der AStA HoPo-Referent denkt dabei
an gemeinsame Konzeptionen von Stadt und Universität
und verweist auf das Göttinger „Heimvorteil“-Modell,
dem Vergünstigungen für StudentInnen in diversen
Einrichtungen, von Geschäften bis hin zu Kulturzentren,
zugrunde liegen.
Herr Machens bindet die Zweitwohnsitzsteuer in die
Problematik des defizitären Haushaltes der Stadt mit
ein und erklärt, viele seien der Aufforderung, Hildesheim
als Erstwohnsitz anzunehmen, gefolgt. „Und dann gibt’s
hier die Gutscheine, die gibt es hier nicht vorher!“
Trotzdem gesteht Machens ein: „Da gebe ich Ihnen
aber völlig Recht, man kann das marketingtechnisch
noch besser gestalten.“ Ein konkretes Angebot macht
er mit dem Vorschlag einer studentischen Fete auf
dem Marktplatz. Heimat, wir kommen!
Das Gespräch wird von Andreas Marx auf die Situation
der Baupläne der Universität und die Raumproblematik
gelenkt. Herr Machens entgegnet, dass solche
Vorhaben schnell erledigt werden sollten und verurteilt
ein wenig die dabei auftretende verkrampfte Bürokratie
der Zuständigkeitsstellen.
Dezent wird unser OB auf die Stadtverkehrssituation
aufmerksam gemacht: „Die Studierenden beziehen ja ein
Semesterticket. Ist es denn der Stadt nicht möglich der
HAWK und der Universität bei Verhandlungen mit dem
Stadtverkehr zur Seite zu stehen?“ Andreas kritisiert
dabei die Preiserhöhung beim Stadtverkehr um 42%, die
schlechten Anbindungen vom Bahnhof an die verschiedenen
Standorte und die Fahrzeiten der Stadtbusse. „Das sind
Dinge, die nicht gerade förderlich für jemanden sind sich
hier heimisch zu fühlen“, unterstreicht Marx. „Geben Sie
mir Ihre Wünsche und ich werde mich moderierend dafür
einsetzen!“, ist die Antwort unseres Oberbürgermeisters.
Ebenso spricht er den „Klingeltunnel“ an und setzt eine
Belohnung in Gestalt von einem Semesterbeitrag für eine
längerfristige Lösung aus. „Dann nehmen wir sie beim
Wort!“, ergänzt Anne Zellin und verpflichtet Machens zu
seinem Versprechen.
Auch in punkto Studiengebühren sichert er uns
Studierenden Unterstützung bei der intensiven
Partizipation an Entscheidungsprozessen zu, befürwortet
sogar Studienbeiträge, wenn sie die Qualität der Lehre
„maximal“ verbessern. Es ist, als wolle uns Herr Machens
wachrütteln; trotz bildungspolitischer Schikanen wie „die
schlechte Umsetzung des Bologna-Prozesses“ (A. Marx)
und den damit einhergehenden Bachelor-Studiengängen,
die uns handlungsunfähig machen: „Sie zahlen für etwas
und dann müssen Sie auch die Möglichkeit haben diese
Kontrolle auch auszuüben!“
Herr Machens, da geben wir Ihnen Recht!
[kog]
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Hildesheimer finanzieren sechs Brunnen
in Nicaragua
Der Viva con Agua „WASSER!MARSCH“ bringt
Benefizveranstaltung mit Heinz Ratz, Ingo Pohlmann
und Wir sind Helden ins Stadttheater.
Donnerstagabend. Der 08.05.2008 20:30 Uhr. Einer der ersten Sommerabende. Das Stadttheater ist ausverkauft.
Es ist warm hier drinnen- die Scheinwerfer gehen an. Und schon nach wenigen Minuten läuft uns ein kalter Schauer
über den Rücken.
Der Abend beginnt mit einer Lesung von Heinz Ratz. Er eröffnet mit einem eigens für den Wassermarsch verfassten
Gedicht. Wenn auch etwas kurzfristig auf der Anreise geschrieben, so traf er doch in Vortrag und Wort den Nerv
des Abends bereits mit den ersten Zeilen. Der Bahn sei dank.
Doch nicht nur der Auftakt gelang Heinz Ratz vortrefflich, mit weiteren Gedichten, Kurzgeschichten und musikalischer
Ergänzung stimmte er auf einen stimmungsvollen Abend, der zum Denken anregte, ein.
So beflügelt konnten wir danach gemeinsam mit Ingo Pohlmann und den Fischen in den Himmel hinein fliegen.
Spätestens bei Pohlmann hatte der Gemeinschaftsgeist auch die letzten erfasst. Das Gefühl, seit Hamburg mit zu
laufen, bis hinunter nach Bern, durchflutete das Theater. WASSER!MARSCH
Die letzten Dämme brachen, als Wir sind Helden die ersten Töne erklingen ließen.
Das Theater war nicht mehr zu halten. Das gesamte Publikum stand und sang – sie haben uns ein Denkmal gebaut
– wurde so laut, das Judith die Regie denen überließ, die als Zuhörer gedacht waren.
Als Fazit bleibt nicht nur die Erinnerung an einen einmaligen Abend, der in freundschaftlicher Stimmung wohl allen
Beteiligten Spaß gemacht hat – mit den Eintrittsgeldern des Abends in Hildesheim werden sechs Brunnen für das
WASSER!MARSCH - Projekt von Viva con Agua in Nicaragua finanziert.
Was ist Viva con Agua?
www.vivaconagua.org
(Besonders empfehlenswert Videos: Wir sind Helden!)
Die von Benjamin Adrion ins Leben gerufene Initiative für Entwicklungszusammenarbeit organisiert verschiedenste
kulturelle Events. Die Erlöse dieser Veranstaltungen fließen in Trinkwasserprojekte, welche gemeinsam mit der
Welthungerhilfe realisiert werden. Der FC St. Pauli ist offizieller Unterstützer der Trinkwasserinitiative.
Franziska und Sarina
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„Wir sind Helden“im Stadttheater.
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Von Heinz Ratz
Mit Groß-Gebärde
(12./13.01 2008)
Noch läufst Du rum, mein Freund,
mit Groß-Gebärde,
mit schickem Auto – schöner Frau!
Du bist der geilste Typ
auf dieser Erde,
smart, erfolgreich, glatt und schlau!
Doch weißt Du nie, mein Freund,
wann’s Leben zuschlägt,
wie tief es trifft und wen und wann,
und ob der Grundbau, der
dein Sein trägt,
nicht einfach so zerfallen kann:
Dann aber trifft Dich plötzlich
eine Diagnose.
Oder Dein Bruder schläft mit Deiner Frau.
Ein Überholmanöver geht
prompt in die Hose –
und plötzlich ist Dein Leben grau.
Vielleicht muss man Dir etwas amputieren.
Oder Dein bester Freund treibt Dich in den Ruin.
Dann plötzlich fängst Du Innen an zu frieren
und lernst zu „Existieren“, ohne Sinn.
Das Leben ist nicht sicher, Freund,
und niemand bettelt gerne –
verkneift Dir also Deine Arroganz!
Mal ist die Zeit ein Stein,
mal ist sie voller Sterne,
mal starrer Tod, mal Flammentanz.
Vielleicht zerfrisst ein Krebs Dir Dein Gesicht.
Und Deine Frau findet bei andern Männern Glück.
Oder Du kannst nicht lieben. Kannst es einfach nicht.
Oder Dein Kind kommt nicht zu Dir zurück.
Der Penner, der dort säuft,
das könntest Du sein.
Und wenn nicht Du – vielleicht Dein Kind.
Die Tür zum Glück –
sie könnte zu sein.
Das geht mitunter sehr geschwind.
Noch glaubst Du, Freund,
Du könntest alles tragen –
mit Selbstbewusstsein oder Geldkorsett.
Du stellst Dir nie
die wesentlichen Fragen.
Du legst Dich sorgenlos ins Bett.
Dann bettelst du. Und feine Leute ziehn vorüber.
So fein und kalt, wie jetzt Dein Lächeln ist.
Und stirbst Du, schreibt kein Mensch darüber,
weil Du nicht Mitglied ihrer Mitte bist.
Noch läufst Du stolz, mein Freund,
mit Groß-Gebärde,
mit schickem Auto, schöner Braut
und glaubst,
die ganze große Erde
sei um Dein kleines Sein gebaut.
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den Bau von 35 Brunnen in Nicaragua zu finanzieren, präsentierte Viva con Agua auf dem eventgestützten Pilgersch kulturelle Highlights mit Benefizkonzerten in diversen Etappenorten: Wir sind Helden in Hildesheim, Fettes Brot in
nover und Clueso in Ludwigsburg machten den WASSER!MARSCH zu einem unvergesslichen Erlebnis für Publikum,
stler und Organisatoren.
diesen Events und vielen anderen Kunst- und Musikveranstaltungen sind bereits mehr als 2/3 der erforderlichen
000 Euro zusammengekommen. Viva con Agua will am 07. Juni beim Zieleinlauf auf der Euro 2008-Fanmeile in Basel
Erfolg feiern, dass über 2.100 Menschen in dem nicaraguanischen Dorf Auyha Pihni ihr Wasser nicht mehr aus einem
chmutzten Bach oder aus Pfützen schöpfen müssen.
Informationen zum WASSER!MARSCH inklusive filmischer Dokumentationen findet ihr unter (http://www.vivaconagua.
/index.htm?aktionen_wassermarsch).
H
I
M
U
N
Die erste Hildesheim Model
United Nations Simulation – ein
Kurzbericht des Chair
Die Auftaktabendveranstaltung „Asien
als Wachstums- und Konfliktregion“ am
07. März 2008
Den
Auftakt
zur
diesjährigen
Hildesheimer Model United Nations
Konferenz der Stiftung Universität
Hildesheim unter Leitung von Prof.
Dr. Claudia Derichs, Dr. Andrea
Fleschenberg und Jessica Schwarz
bildete die Podiumsdiskussion der
Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) und
der Stiftung Universität Hildesheim
zum Thema „Asien als Wachstums- und
Konfliktregion: Herausforderungen für die internationale Politik“ am 7. Februar 2008.
Christian Schleicher der Leiter des Bildungswerks Hannover der KAS und der Präsident
der Stiftung Universität Hildesheim Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich begrüßten 250
interessierte Gäste im Foyer des Gymnasiums Josephinum. Als Referenten der Diskussion
waren der Einladung der Universität Hildesheim und der KAS Seiji Morimoto, Gesandter
Japans in Berlin, Dr. Stefan Friedrich, Teamleiter Asien der KAS, sowie Eckart von
Klaeden, MdB und außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion gefolgt.
Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Claudia Derichs, der Direktorin des
Instituts für Sozialwissenschaften der Stiftung Universität Hildesheim.
Seiji Morimoto gab Auskunft über seine Wahrnehmung der politischen und gesellschaftlichen
Situation in Asien. Immerhin die Hälfte der Weltbevölkerung lebt und arbeitet in
Asien, die Region profitiert von einem rasanten Wirtschaftswachstum. Doch ist die
Region keineswegs politisch und gesellschaftlich homogen. Die religiöse, kulturelle
und politische Vielfalt offenbart sich in Gegensätzen aber auch in einem wachsenden
regionalen Bewusstsein. In diesem Sinne sollte die Krise in Myanmar/Birma nicht
einseitig über Sanktionen und Ausschluss des Regimes stattfinden, sondern in einem
politischen Dialog der regionalen Mächte wie etwa Japan, China, Indonesien etc. unter
Einbeziehung Myanmars/Birmas ähnlich wie auch im Fall der Gespräche mit Nordkorea.
Regionalpolitisch betonte Herr Morimoto könne die Europäische Union Asien und ihrer
regionalen Organisation ASEAN als Vorbild dienen, um eine bisher fehlende gemeinsame
Grundlage für politischen Dialog und effektives Krisenmanagement zu verwirklichen. Neben
einem stärkeren regionalen Dialog verwies Seiji Morimoto auf weitere Herausforderungen
für den asiatischen Raum, nämlich auf Globalisierungs-, Klima- und Energieprobleme,
die nur durch eine Kooperation zwischen „dem Westen“ und Asien gelöst werden können.
Eckart von Klaeden betonte zu Beginn die gemeinsame Geschichte Deutschlands und Japans
und verwies auf Parallelen in der politischen und wirtschaftlichen Ausrichtung der
beiden Länder. Als Region stellt Asien bereits eine starke geostrategische Bedeutung
für Deutschland und Europa dar. Als Beispiele nannte der außenpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion unter anderem den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und
den Atomkonflikt mit Nordkorea und dem Iran. Der Fokus der deutschen und europäischen
Politik sollte sich vor allem auf die Stärkung regionaler Bündnispartner in Asien
und Ozeanien konzentrieren, da die Weltordnung, laut von Klaeden, zunehmend asiatisch
dominiert sein werde.
Dr. Stefan Friedrich, als ausgewiesener China-Kenner, verwies auf die erfolgreiche
Strategie der sogenannten „soft powers“ Chinas. Mit Ausnahme der USA sei China die einzige
aufstrebende Weltmacht, die unter anderem mit der konsequenten strategischen Verbreitung
der eigenen Sprache und Kultur den selbstauferlegten Führungsanspruch
in der Welt behaupten kann. China als Globalisierungsgewinner wird in
Zukunft nicht nur zentraler Akteur in der Region Asien bleiben, sondern
auch weltpolitisch den Führungsanspruch als Motor der Weltwirtschaft
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festigen. Kritik übte Dr. Friedrich an der Strategie Chinas, Unrechtsregime wie etwa
in Myanmar/Birma zu unterstützen und gezielt die westliche Entwicklungspolitik in
Afrika zu unterlaufen.
Die Simulation des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen am 08. Februar 2008
Acht Studierende der Stiftung Universität Hildesheim und acht Schülerinnen und
Schüler des Josephinums hatten sich intensiv auf ihre Rollen als Delegierte im
HiMUN-Weltsicherheitsrat vorbereitet und waren nach den Beiträgen der oben genannten
Experten der Podiumsdiskussion bereit und gespannt, die Vertretung ihrer Länder am
Folgetag wahrzunehmen.
Die Sitzung des Weltsicherheitsrates zur aktuellen Lage in Myanmar/Birma wurde am
nächsten Morgen um 9:00 Uhr mit zweiminütigen „Opening Statements“ der 15 anwesenden
Delegationen in englischer Sprache eröffnet. Die anschließende Debatte – natürlich auch
in englischer Sprache – offenbarte eine Spaltung der versammelten Weltgemeinschaft in
Bezug auf die politische und gesellschaftliche Krise in Myanmar/Birma. Fünf Stunden
lang wurden Diskussionen im Plenum geführt, Allianzen in Sitzungsunterbrechungen
geschmiedet und Resolutionsentwürfe vorbereitet. Selbst die Mittagspause wurde von den
Delegierten für Koalitionsgespräche und letzte Feinabstimmungen vor der endgültigen
öffentlichen Stimmabgabe genutzt. Eine Stunde vor der Schlussabstimmung gingen bei der
Ratspräsidentschaft des Sicherheitsrates zwei Resolutionsentwürfe ein. Russland, Qatar,
DR Kongo und China als Verfasser des ersten Resolutionsentwurfes sowie USA, Frankreich
und Belgien als Verfasser der zweiten Resolution bekamen das Rederecht erteilt, um die
Inhalte ihrer Resolutionen vorzustellen. Bei der anschließenden Diskussion wurden die
Streitpunkte der Sitzung nochmals aufgenommen und eine Annäherung der verschiedenen
Lager schien in greifbarer Nähe.
In der abschließenden Abstimmung über die zwei vorliegenden Resolutionsentwürfe
scheiterte eine Verabschiedung jedoch einmal am Veto Frankreichs und einmal am Veto
der Volksrepublik China als ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrates. Das
bedeutet der Sicherheitsrat der ersten HiMUN Konferenz „remains seized of the matter
at hand“ und wird die Situation in der Krisenregion Myanmar/Birma weiterhin kritisch
beobachten.
Der Umgang der Delegierten untereinander sowie das Verhalten während der Debatten
verdeutlichten, dass die Delegierten mit viel Enthusiasmus und Geschick trotz der
strengen Debattierregeln im Weltsicherheitsrat diese Konferenz maßgeblich gestaltet
haben. Verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Konferenz im Vorfeld und
während der eigentlichen Sicherheitsratssitzung war mit großem Organisationstalent
die HiMUN-Hilfskraft Tobias Schneider.
Jessica Schwarz, Chair
der
ersten
HiMUN,
27.02.2008
Auch in diesem Semester
sind weitere Veranstaltungen
geplant, wer Interesse daran
hat, der schaut mal auf:
http://www.uni-hildesheim.
de/himun/index.html vorbei.
26
Komm, Mach mit -
Moderationswerkstatt
Die Moderationswerkstatt ist ein studentisches Projekt mit dozentischer
Betreuung, angegliedert an das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik am Samelsonplatz. Wir bieten Seminare für alle Studiengänge,
die während der Uni und im späteren Berufsleben Themen vor Gruppen
präsentieren müssen.
JEDER KANN MITMACHEN – ES LOHNT SICH
Am Mittwoch, 25.06.2008
in der Zeit von 12:00 – ca. 14:00
stellt die Moderationswerkstatt sich vor.
Im Raum C142 am Samelsonplatz.
Ihr lernt uns kennen, erfahrt was es inhaltlich mit der Moderationswerkstatt auf sich hat und wie die Mitarbeit sogar in die Modulstundenpläne angerechnet werden kann.
Wir sind ein motiviertes, mittelgroßes Team und suchen immer wieder
neue Geister die den Flair und die Idee der Moderationswerkstatt nach
dem Motto „Studierende helfen Studierenden“ weiterleben.
Hier einige Zitate aus bereits stattgefundenen Seminaren:
„Schöne, lockere Atmosphäre“
„Viele neue Infos, viele neue Methoden – gute praktische Anwendbarkeit“
„Theorie und Praxis sind ausgewogen und es macht Spaß“
Team für PR-und Öffentlichkeitsarbeit
Moderationswerkstatt
Institut Sozial- und Organisationspädagogik
Telefon: 05121 / 883-561
Email: [email protected]
Raum: C142 Samelsonplatz
27
KUltur
Kultur
MUSEUM
Music
Bookya.de
CaféKolja
RE:Projekte
MUSEUM
Die blanke Not
„Deutschland, Deutschland, über alles,…“ Als Hoffmann
von Fallersleben 1841 auf Helgoland das Lied der
Deutschen verfasste, war ihm nicht bewusst, dass die
Nationalsozialisten aus seiner patriotischen Gesinnung
und nationalen Überzeugung die Blut und BodenIdeologie des Dritten Reiches ableiten und dieses
Lied somit zum Wegbereiter des Antisemitismus
und Rassismus machen würden. Und überhaupt
wissen nur die Wenigsten von uns über den Alltag
im Ersten Weltkrieg zu berichten. Ein Thema, das
nahezu unberührt durch die Geschichtsverarbeitung
und Vergangenheitsbewältigung geblieben ist. Wie
denn auch, denn Überlebende aus dieser Zeit gibt es
nahezu nicht mehr und die Schrecken des Zweiten
Weltkrieges stellen alles bis dahin Dagewesene in
den Schatten. Gerade jetzt rückt der erste Weltkrieg
wieder ins öffentliche Interesse, da sich sein Ende im
November diesen Jahres zum 90. Mal jährt. Er hat
die politische und geografische Landschaft Europas
gänzlich geprägt.
In Hildesheim gibt es einen Menschen, der es geschafft
hat, das Leben im ersten Weltkrieg näher zu beleuchten.
In der Sonderausstellung „Mit Gott für Kaiser und
Vaterland“, die aus Beständen des Kriegsmuseums
zusammengesetzt wurde, bekommt man seit dem 29.
Februar 2008 einen Einblick in den Kriegsalltag am
Anfang des letzten Jahrhunderts. Viel erstaunlicher ist
aber, dass in Hildesheim seit 1915 ein Kriegsmuseum
mit bis zu einer Million Objekten existiert. Einen Teil
dieser Bestände kann man jetzt im Knochenhauer
Amtshaus am Marktplatz bewundern.
Den meisten Schulpädagogen an unserer Universität
dürfte Prof. Dr. Rudolf Keck noch bekannt sein. Er
lehrte hier bis 2001. Herr Keck war 15 Jahre lang
Vorstand des Museumsvereins und ist heute Leiter
des Schulmuseums. „Das Museum steht vor einem
neuen Trend“, sagt der ehemalige Professor für
Schulpädagogik. Was Herr Keck unter Trend versteht,
ist die Einbindung des Alltagsgeschehens in die museale
Welt. Diesen Trend verfolgt er bereits seit seiner
Ausstellung im Schulmuseum zur „Wilhelminische[n]
Zeit“.
Für ihn ist die „Sicht des kleinen Bürgers“ von großem
Interesse und er präsentiert im Knochenhauer
Amtshaus den „Kriegsalltag im Spiegel der guten Stube“.
Damit begibt sich die Ausstellung auf eine Spurensuche
längst vergangener Zeiten, die vom Portrait des
29
Gefallenen
bis
zum
Verdienst
der Medaille
r e i c h t .
G r o ß e n
Wert legt die
Ausstellung
auf
die
J u g e n d
im ersten
Weltkrieg,
die
nicht
nur zum Sammeln von Kriegsanleihen verpflichtet war.
Die Männer, die das Land hatte, waren an der Front.
Somit blieben nur die Kinder, die den Alltag auf dem Land
maßgeblich prägten.
„Im Zweiten Weltkrieg gab es eine Eroberungswirtschaft.
Im Ersten Weltkrieg war das anders“, verdeutlicht
der Museumsbegeisterte. Herr Keck will den
Unterschied zwischen Eroberungswirtschaft und der
Verwertungswirtschaft klarstellen, die zwischen 1914
und 1918 präsent war. „Die Kinder auf dem Land haben
Haare, Gläser, Obstkerne, Tee oder Maikäfer gesammelt“.
Kaum vorstellbar, denn die Jugend war von Hungernot
getrieben und durch staatliche Propaganda dazu animiert
worden, ganze Tage auf dem Feld zu verbringen, „denn
der Kaiser gibt [ihnen] schulfrei.“ Erschreckend ist auch,
dass im Ersten Weltkrieg mehr Menschen durch Hunger
umgekommen sind als im Zweiten Weltkrieg durch
Bomben. „Das war die blanke Not“, stellt der Professor
fest.
Wer den dokumentierten Alltag des Ersten Weltkriegs aus
nächster Nähe erleben möchte, sollte sich die Ausstellung
zu Gemüte führen. Gerade für angehende Kulturpädagogen
könnte sie für einen anderen Blickwinkel sorgen, den die
permanente Auseinandersetzung mit dem Dritten Reich
verwehrt. Selbst der Geschichtsunterricht in Schulen ist
so konzipiert, dass man den Nationalsozialismus „bis zur
Vergasung“ durchgenommen hat.
Zu bestaunen gibt es allerlei Militaria wie Uniformen und
Waffen, propagandaträchtige Plakate, Büsten von Idolen
der Zeit in der Gestalt Kaiser Wilhelms und Paul von
Hindenburgs sowie diverse Urkunden, die das Sammeln von
Kriegsanleihen honorieren. Diese Ausstellung und somit
das Erlebnis dieser Zeit ist fernab von Gleichschaltung,
Lagerjugend und Jugend als Staatseigentum zu sehen. Sie
läuft bis zum 31. August 2008.
[kog]
MUSic
Warum Leute überhaupt anfangen Musik zu machen
hat die unterschiedlichsten Gründe: Der eine will mit
möglichst vielen Mädels in die Kiste hüpfen, andere wollen im Puff nichts bezahlen oder im feinsten
Restaurant immer ohne Reservierung einen Tisch
bekommen. Kein Bock auf körperliche Arbeit, ein Alkoholproblem, schwaches Ego, gerne lange
ausschlafen können…
Es gibt unzählige Motivationen! Für manchen ist die
Musik Passion, oder Eigentherapie um überleben zu können, Problembewältigungsmaschine,
Psychiater,Tagebuch...
Ich würde sagen, dass in meinem Fall von allem etwas zutrifft, die letzten Aspekte aber wohl die treibende Kraft waren und sind.
Es bleibt viel auf der Strecke von dem was man sagen will, wenn man die Texte in einer anderen Sprache als der eigenen schreibt. Gut, das war mir mit
15 scheiß-egal; man wollte eh nur die Leute schocken. Die Welt verbessern?!?!? Lass mal... Später
vielleicht. Lieber ein bisschen Party machen und
möglichst laut in die Luft ballern. Im Laufe der Jahre
wurde mir aber das Texten und vor allem der Inhalt
immer wichtiger. Und es fing an mich zu stören,
dass außer denen, die das Booklet der Platten lasen, keiner so richtig wusste worum es in meinen
Songs eigentlich geht.
Auf meinem Album „11 ZEUGEN“ erzähle ein wenig
aus meinem Leben.
Etwas über meine Fehler, Träume und Sichtweisen.
So wie ich bin, so wie ich‘s sehe. Mit runtergelassener Hose… Der Plan ist, die Welt zu verbessern,
aber nicht indem ich andere ans Kreuz nagle oder
mit dem Finger auf sie zeige. Mit der Axt musikalisch und textlich durch die Landschaft zu pflügen ist
mir zu simpel. Der einzige, aber gleichzeitig auch unbequemste Weg etwas besser zu machen ist, bei
sich selbst anzufangen. Ich habe mich dafür entschieden ihn zu gehen.
(Text: Daniel Wirtz)
(Foto: Eva Zocher)
30
MUSic
WIRTZ: “11 ZEUGEN“
Ein Mann redet Tacheles. „Ich hab gefickt ich hab
betrogen / mich durch´s Leben gelogen / ich war viel aus und oft besoffen /
hab mir die Lichter ausgeschossen“ heißt es etwa in „NE WEILE HER“. Kein anderer deutscher Rocker kehrt sein Innerstes so ungeschützt nach außen, niemand
sonst offenbart seine Abgründe derart schonungslos, wie WIRTZ. So
heißt es weiter: „Hab tagelang nichts gefressen / und die Zeit in Gramm gemessen“. Der Bekenner-Song stammt aus einer Phase, in der WIRTZ tief im Sumpf
steckte, er brauchte Monate, um wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen.
„Ich werf den ersten Stein bin ohne Schuld trag ’nen Heiligenschein / Ich sitz gern
bequem / wenn andere Leute unter gehen“, formuliert der Frankfurter in „ERSTER STEIN“. „Alle Texte stammen
aus meinem Leben“, verrät WIRTZ. „Ich singe dieses selbstkritische Zeug, um aus meinen Fehlern zu lernen.“ Auf
seinem Albumdebüt „11 ZEUGEN“ legt er eine verblüffend vielschichtige Selbstreflektion an den Tag. „Lutsch mich
leer solang’ s was gibt / tritt richtig
rein, wenn ich am Boden lieg,“ beschreibt der 31jährige in „KEINE ANGST“ den Big Bang einer Trennung. In „HEUTE
WEIß ICH“ blickt er auf seine überwundenen Krisen zurück.
Die souveräne Machart von Musik und Texten lässt es bereits erahnen, WIRTZ ist kein Anfänger. Bereits mit Fünfzehn gründete er seine erste Band, seit 1999 stand der fantasievoll tättowierte Shouter am Mikro von Sub7even.
Drei Alben haben sie aufgenommen, fast jede Woche tourte das Quartett durch die Republik.
Für sein Solo-Debut „11 ZEUGEN“ bedient er sich seiner Muttersprache. „Es ist mir wichtig, dass jeder der meine
Lieder hört, versteht worum es geht - ehrlich und direkt mit runtergelassener Hose...“
Musikalisch besitzt er eine Vorliebe für Grunge, also für´s Dunkle, Drängende und Rebellische. Dieser Sound ist
ihm in Fleisch und Blut übergegangen, so kann er deutsche Texte nahtlos auch mit düster melodischen Klängen
verschweißen. Was als Ego-Therapie begann, trifft offensichtlich den Nerv von anderen. „Es kommen Leute zu mir,
die sagen: „Alter, du lebst mein Leben“, berichtet WIRTZ. „Die meisten Menschen machen ein Geheimnis aus ihren
Problemen. Für mich ist es das Wichtigste, authentisch zu sein, singende Schauspieler haben wir doch schon genug. Seit ich diese Lieder geschrieben habe, geht´s mir um einiges besser.“ So kann WIRTZ im erwähnten „HEUTE
WEIß ICH“ bereits erste Früchten der kreativen Therapie ernten: „Heute weiß ich wie man Dinge bewegt / ohne
dass dabei nur Chaos entsteht“.
(Text:Henning Richter)
Das nervige Urteil!
Ein Album, das erinnert an Nickelback mit einem Hauch von PURistischem Abenteuerland und doch seinen
eigenen Stil hat.
Schonungslos wird ausgesprochen, was jeder schonmal irgendwie erlebt hat und irgendwelche Gefühle damit
verbindet. Der Sound findet so direkten Zugang zum Herzen und rüttelt Erinnerungen wach. Seine 11 Zeugen
weiß Daniel Wirtz gekonnt in Szene zu setzen. Kurz gesagt: Eine Scheibe für jede Lebenslage, egal ob man grad
in Selbstmitleid ertrinken oder alles mal rausgröhlen will, in jedem Fall lädt sie zum mitrocken ein.
Wir meinen: Ein gelungenes musikalisches Selbstportrait, bei dem man absolut nah am Sound und nah beim
Interpreten und somit bei sich selbst ist.
StS
31
Hart (nach)gefragt – 10 Fragen an:
Die Betreiber von www.bookya.de
1. Hallo Julian und Norman, was bringt zwei Studenten
aus Berlin auf die Idee eine Internetpräsenz wie
www.bookya.de zu basteln?
„Wir fanden die Büchersituation an deutschen
Unis für Studis zu Zeiten der Studiengebühren
recht bescheiden. Die irischen Studenten wickeln
die Buchkäufe und -verkäufe über den Mailverteiler
ab. Diese Idee fanden wir gut und haben sie als
Plattform umgesetzt.“
2. Worum geht es bei bookya überhaupt genau?
Was für Ziele verfolgt ihr mit der Seite?
„Unser Ziel ist es Bookya zur zentralen
Bücheranlaufstelle für Studenten machen. Egal ob
neue oder gebrauchte Bücher. Bei uns bekommt
der Studi alles.“
3. Was ist an eurer Seite anders als an Amazon
oder Ebay?
„Unser Gebrauchtmarkt ist kostenlos. Es fallen keine Gebühren oder Provisionen für Verkäufer oder Käufer an. Dazu
können sich Käufer und Verkäufer lokal, direkt an der eigenen Uni finden und können sich auch vor der Transaktion
Nachrichten schreiben. Außerdem kann man bei uns Nachfragen einstellen. Dann wird man immer informiert, wenn
jemand das Buch, das man sucht, anbietet.“
4. Welche Vorteile haben Studis von eurer Seite?
„Zum einen ist Bookya komplett kostenlos und zum anderen kann man Käufer bzw.Verkäufer an der eigenen Uni finden.
Meistens haben die Studis den älteren Semestern genau die Bücher, die die jüngeren suchen. Auf Bookya können
Sie sich finden. In manchen Fällen kauft ein Studi mehrere Bücher vom gleichen Verkäufer. Dann muss man sich nur
einmal treffen und hat alle Bücher. Da kann man viel Zeit und Geld sparen.“
5. Ist es heute einfacher ein „Cyberunternehmen“ zu gründen, als ein Geschäft aufzumachen?
„Gründungen sind heute leichter denn je. Mit der GmbH Reform, die hoffentlich im 3. Quartal kommen wird, wird es
noch leichter, weil man dann nur noch 1 EUR Stammkapital braucht. Generell sind die Kosten im Internet viel geringer,
um z.B. eine Webseite zu bauen, die weltweit zu jeder Zeit besucht werden kann, als ein klassischen Laden in der
Fußgängerzone zu eröffnen.“
32
6. Wie finanziert ihr euch überhaupt?
„Zu Beginn haben wir durch einen Privatinvestor
und später dann durch Holtzbrinck Ventures etwas
Startkapital bekommen. Mit dem Neubuchverkauf
können wir momentan gerade so unsere laufen
Kosten decken.“
7. Ihr verkauft also auch Neuware und lohnt es sich
schon für euch?
„Für ein Gehalt für uns reicht es noch nicht. Wenn
aber mehr und mehr Studenten Bookya nutzen, dann
wird auch irgendwann einmal der Punkt kommen,
wo auch wir davon profitieren werden.“
8. DIE HARTE(N) FRAGE(N):
Ist eure Seite absolut sicher? Stichwort: Datenschutz!
Oder handelt ihr quasi mit den Adressen eurer User?
„Datenschutz wird bei uns ganz groß geschrieben. Wir haben strenge Datenschutzbestimmungen und nutzen eine
256-Bit SSL Verschlüsselung wenn der Benutzer vertrauliche Daten eingibt. In Deutschland wird oft, auch im
Zusammenhang mit StudiVZ, geschrieben, dass die Daten verkauft werden. Das ist totaler Unfug. Das macht weder
StudiVZ noch Bookya. Wir wollen uns ja nicht strafbar machen. Also nein, wir handeln nicht mit den Adressen der
Nutzer.“
9. Welchen Tipp könnt ihr kreativen Köpfen geben, die auch so eine geniale Idee umsetzen wollen?
„Wichtig ist das Team. Die Stärken müssen sich im Team ergänzen und es muss umsetzungsstark sein. Bevor
man in Verhandlungen mit Investoren geht, sollte man sich in Gesellschaftsrecht auskennen oder jemanden als
Berater haben, der sich auskennt. Auch wen man als Investor in die Company lässt sollte gut überlegt sein: Nicht
Geld sollte primär entscheidend sein sondern die Erfahrungen des Investors in der Branche.“
10. Welche Frage habt ihr absolut vermisst und wollt trotzdem kurz drauf antworten?
„Normalerweise werden wir immer gefragt, wie viele Nutzer wir schon haben.
Es sind jetzt etwas mehr als 35 000.“
Wer mehr zu bookya erfahren will, der schaut einfach mal auf www.booya.de rein und informiert sich.
StS
33
RE: Pro
Studieren außerhalb des Hörsaals
Projektsemester der Hildesheimer Kulturwissenschaften
Über 500 Studierende besuchen ein ganzes Semester keinen Hörsaal?
Es handelt sich nicht um einen Streik und es hat auch nichts mit Studiengebühren zu tun. Dieses Sommersemester
findet zum neunten Mal das Projektsemester statt, eine besondere Lehrform im Rahmen der Hildesheimer Kulturwissenschaften. Ausgehend von der Überzeugung, dass Kunst und Kultur nur vermittelt werden können, wenn man sie
selbst auch praktiziert, werden Kulturwissenschaften in Hildesheim sowohl theoretisch studiert, wie auch praktisch
erprobt. Da gerade die künstlerisch-praktische Arbeit nicht immer in Seminarstunden passt, haben die Studierenden
alle zwei Jahre die Möglichkeit, sich ein ganzes Semester auf bestimmte Themen zu konzentrieren. Dabei entstehen
spannende, manchmal verwirrende, oft anregende und immer sehens- und hörenswerte Projekte.
Unter dem Vorzeichen „Re:“ arbeiten die Studierenden dieses Sommersemester in Projekten aus den Bereichen
Bildender Kunst, Literatur, Medien, Theater und Musik. Die Projekte tragen Titel wie „Re: do!“, „Re: creation“, „Re:
generation“, „Shakespea re: 08“ oder „Re: mixed“. „Re:“ wird in diesem Fall als Verfahren verstanden, sich mit künstlerischen Themen auseinander zu setzen: Wiederkehr, Wiederaufführung aber auch Widerstreit und Konfrontation
mit Vergangenem in aktuellen Kontexten sind Ansätze, die dabei verfolgt werden.
Damit das alles nicht nur hinter universitären Mauern bleibt, finden vom 27.6. bis 11.7. 2008 Re: Präsentationswochen statt. An den Orten Uni-Campus, Domäne Marienburg und Stammelbachspeicher sowie im Pavillon in Hannover
werden die Ergebnisse in Form von Ausstellungen, Performances und Aufführungen der Öffentlichkeit präsentiert.
Wir warten gespannt auf die Vergegenwärtigung Shakespeares, literarische Lesungen, die Umgestaltung der Domäne, weiße Kuben an verschiedenen Orten, freche Parodien, Klanginstallationen aus einer Fabrik, ein Musiktheater
mit Popmusik und vieles mehr. Von hoher Kunst bis zur Party wird alles geboten.
34
To RE or not to RE...
...das ist hier nicht die Frage! Auch wenn man als Laie beim Namen
Shakespeare gerade noch an Hamlets dramatisches Zwiegespräch
mit dem bleichen Schädel denkt, bei Shakespea Re: 08 stehen andere große Werke des Meisters im Mittelpunkt.
„Shakespea Re: 08“
Shakespeare ist nicht nur das Synonym für Theater
schlechthin, sondern der Dramatiker, der immer neu
für die jeweilige Gegenwart erfunden wird. Shakespeare zu vergegenwärtigen ist also in der Tradition
seiner theatralen Wirkungsgeschichte eine Selbstverständlichkeit. Shakespeare zu vergegenwärtigen
im Rahmen einer innovativen praktischen Theaterwissenschaft aber heißt, ihn im theatralen Experimentierraum Universität neu zu entdecken.
Shakespeares letztes Stück und theatrales Vermächtnis „Der Sturm“ und seine verwirrendste Komödie
„Ein Sommernachtstraum“ stehen im Zentrum der
Projektarbeit. In beiden Stücken sind die Menschen
einem mächtigen Zauber ausgeliefert: der Gewalt
des anarchischen Eros im „Sommernachtstraum“
und der Magie eines Intellektuellen, der die Kräfte der
Natur beherrscht, bis er am Ende auf Zauber verzichtet. Theater als Traum- und Wunschland, als Ort der
Utopie und des Gedankenexperiments – in welcher
Gestalt und Form erscheint Shakespeare 2008 auf
dem Campus der Universität Hildesheim, gespielt und
konzeptioniert von Lehrenden und Studierenden einer
37
multimedial sozialisierten Generation?
Das angeleitete Projekt „Sommernachtstraum“ arbeitet
in fünf Teilgruppen mit unterschiedlichen medialen Vorgaben an einer gemeinsamen Aufführung, deren dramaturgisches Gerüst in der Projektwoche nach Ende
des Wintersemesters mit den Gruppenleitern und interessierten Studierenden diskutiert und skizziert wird.
Wichtigste Prämisse: Dieser „Sommernachtstraum“
findet im Saale statt, in einem traditionellen Theaterraum, nämlich dem Audimax. Dies ist eine ästhetische
Herausforderung, die innovative Lösungen nicht nur der
Bühnenbildgruppe provozieren soll. Die zweite Herausforderung ist das Ziel der gemeinsamen Aufführung.
Sie wird kaum die lineare Abfolge der ShakespeareSzenen bieten, sondern eher einen disproportionierten
„Sommernachtstraum“, der Zeit- und Raumsprünge
machen kann, der die theatralen Sprachen und Stile
wechselt oder vermischt. Eine englischsprachige Gruppe von der Universität Exeter wird am Ende in die Aufführung implantiert (Leitung: David Roesner). All das ist
nicht nur eine logistische Aufgabe der Schlussproben,
sondern erfordert einen fortwährenden Diskurs in den
Spiel-, Bühnenbild- und Dramaturgiegruppen.
Es ist schon wieder Donnerstag 17 Uhr?
Ihr braucht dringend noch einen
Koffeinschub für den Rest des Tages?
Oder
wollt
ihr
einfach
bequem
entspannen?
Da haben wir genau das Richtige für euch. In chilliger
Lounge-Atmosphäre bekommt ihr alles, was ihr von
einem studentischen Café erwarten könnt:
Zu fairen Preisen bieten wir Kaffeespezialitäten aller
Art. Mit Kuchen, Keksen, Baguettes und Nachos
sorgen wir für euer leibliches Wohl und haben auch
für die heißen Tage die richtige Abkühlung parat.
Wir freuen uns auf euren Besuch im CaféKolja.
Immer donnerstags 17 - 22 Uhr, im Kolja in der
Braunsberger Straße 52.
Hinterm Tresen stehen:
Roland Brenneke, Felix Goeken, Sabrina Johann,
Kerstin Großbröhmer, Alena Gärtner, Anja Flohr, Leila
Seemaan, Sebastian Schniedermeyer und Antonia
Kittner
38
Oh Hildesheim, du ... !
Ich weiß, ich kann euch keinen Vorwurf machen. Ihr
kommt in diese Stadt und was seht ihr als erstes? Den
Bahnhof. Er wird für euch auch später Symbol sein für
das, was Hildesheim für viele ist: Klein und trist.
Ja, ich kann Euch verstehen. Hildesheim ist nicht hip.
Aber in mancherlei Hinsicht doch irgendwie sexy.
Vielleicht gibt es da vieles, was ihr über Hildesheim
noch gar nicht wisst?
Ja, ich kann euch verstehen; wie heißt es denn so schön:
Der erste Eindruck zählt - und Hildesheims erster
Eindruck ist nicht der beste. Doch zum einen wird doch
gerne hinzugefügt, dass auch die inneren
Werte zählen. Und zum anderen verbirgt
sich ja Schönheit auch gerne einmal. Und
Hildesheim ist in mancher Hinsicht, das
gebe ich zu, ein reines Versteckspiel.
Im Jahre 1999 hat ein Stuttgarter auf dem Dachboden
seiner Eltern in der Göttingstraße einen alten Koffer
gefunden. Der Inhalt: Die Schindlers originale Liste.
Oskar Schindler hatte die letzten Jahre
seines Lebens in Hildesheim verbracht.
Und war mit dem Ehepaar, dem der
Dachboden gehörte, befreundet. Es
heißt sogar, dass er mit der Ehefrau
eine Affäre hatte.
Und heißt es nicht auch, dass es auf die
Größe nicht ankommt? Ja, Hildesheim ist
die kleinste Großstadt Niedersachsens.
Und hey!, wären wir nicht hier, wäre sie
es nicht.
Wenn jemand erfährt, dass ich aus
dieser Stadt komme, ist „Ach echt?“
noch die positivste Reaktion. Das, was
ich am meisten gehört habe ist „Ach Du
S***.“ Aber nein, das sorgt nicht dafür,
dass ich verberge, woher ich komme.
Ich kann euch verstehen. Was ist denn aus eurem
zweiten Eindruck geworden? Was habt ihr als nächstes
erfahren? Dass die Busverbindungen beschissen sind?
Und man mit dem Fahrrad schneller ist als mit dem
sogenannten Massentaxi? Dass man am Abend keine
riesige Partyauswahl hat? Oder dass der Präsident der
Universität für Studiengebühren ist? Da kann Hildesheim
nichts für, glaubt mir.
Es liegt an jedem selbst, was er oder sie aus Hildesheim
macht. Man kommt hierher und hat die Wahl: Man setzt
die Scheuklappen auf- oder nimmt sie gar nicht erst ab,
erfindet einen Haufen schlechter Hildesheim-Witze und
sorgt dafür, dass man Freitags keine Vorlesungen hat,
damit man schon am Donnerstag nach Hause fahren
kann. Die Zugverbindungen sind schnell auswendig
gelernt. Das Gewürzregal von Oma wird nie einen Platz
in der Küche finden. Oder ist Mama doch einfach nur die
beste Köchin?
Man versucht gar nicht erst, sich mit Hildesheim
anzufreunden. Und von Montag bis Donnerstag ist die
Universität der Mikrokosmos.
Bei der Bäckerei ENGELKE bekommt Ihr euer
Bäckereimonopolbrötchen und im EDEKA eure
Apfelschorle.
39
1989 haben die Zwillingsbrüder
Christoph und Wolfgang Lauenstein
einen Oscar für den besten animierten
Kurzfilm bekommen. Balance, so der
Name des Films, wurde in einer Garage
im Stadtteil Ochtersum produziert.
Schon 1938 wurde in Hildesheim der
erste Tipp-Kick-Verein Deutschlands
gegründet.
Mit der HILDESHEIMER ALLGEMEINEN ZEITUNG hat
Hildesheim die älteste Zeitung Deutschlands.
Und es gäbe noch so viel mehr zu erzählen. Die Stadt
hat mehrere Heilige! Mirco Slomka ist in dieser Stadt
geboren. Hier gibt’s Weltkulturerbe!
Hildesheim ist eine Lady. Zugegeben, sie ist bieder. Doch
unter ihrem Faltenrock und dem schweren Lavendelduft
trägt sie Spitzenunterwäsche. Und schafft man es,
ein persönliches Verhältnis zu ihr aufzubauen, lädt sie
einen zum Tee ein. Und spätestens beim Likör nach
dem Tee taut sie richtig auf. Und erzählt schmutzige
Witze. Vielleicht tanzt sie sogar Polka dazu.
Seid ihr eigentlich schon mal die Innerste entlang
geradelt? Seid in einem der zahlreichen Wälder
gewesen? Habt ihr euch die Seen der Region
angesehen? Die Marienburg besucht? Wart ihr auf
dem Kehrwiederwall, seid die Keßlerstraße entlang
geschlendert und habt in der Nacht Fledermäuse im
Ehrlicher Park gezählt? Wart ihr zum Sternegucken
bei der Sternwarte?
Ja, ich kann euch verstehen. Hildesheim ist nicht Berlin,
nicht Hamburg, nicht München, weder Gebirge noch
Flachland.
Aber das wäre ja auch noch schöner.
Nora
gukST DU HIER, HOERST DU DA(S)!
Band: Koenjihyakkei
Album: Viva Koenji!
Künstler: Meshuggah
Album: obZen
Zehn brachiale Tracks mit der Wirkung
einer Sklavenpeitsche. Prügelnde Drums. Ein
Jazzbass, der Knochen knackt. Und ein Chor,
der in die entlegensten Harmonien purzelt,
kreischt. Nölt. Das sind Koenjihyakkei und das
ihr Viva Koenji!. Hier wird körperliche Marter
in Noten verwandelt, man hört förmlich das
Blut in alle Richtungen spritzen. Das klingt
fast so wie Naked City für S & M – Mangas.
Kaum bei Halbzeit angekommen fühlt man
sich dermaßen lädiert, dass der Off-Button
lockt; Die progressiven Japaner kreieren ein
Schlachtfeld, da wird musikalisch gemetzelt, was
die Notenzeilen hergeben, dies aber überaus
kunstvoll. Bei „Guoth Dahha“ sollten die Ohren
jedenfalls gespitzt werden, denn hier offenbart
sich Ohrwurmpotential. Bedrohlich setzt
der Chor zu einem unheilvollen „DORRFALLI
GOIHHA!“ an und walzt unter furiosem Getöse
jeden Taktstrich nieder. Hinter jeder Ecke lauert
ein neuer Rhythmus, eine neue Harmonie,
ein neues Paket bizarrer Wörter. Die Platte
hat den Charakter von Godzilla, das auf Tokio
zustampft und unterwegs ein paar Leute frisst:
unaufhaltsam, furchterregend und unfassbar
böse. Koenji zeigen, dass Wahnsinn lustvoll sein
kann, und ja, es macht Spaß, ihr Folterinstrument
bei voll aufgedrehter Lautstärke zu genießen,
während nebenan die Nachbarn weinen. Nach
so einem Ausraster verschwindet die Platte
dann wieder ins CD-Regal und die Welt hat eine
Zeit lang Frieden. Für’s Erste.
Von jeher haben die Schweden mit
polyrhythmischer Härte beeindruckt. Auf ihrem
neuen Album obZen präsentieren Meshuggah
nun einen Sound, der noch tighter, noch
komplexer und zugleich noch exstatischer ist
als jemals zuvor. Rhythmusmaschine Tomas
Haake dürfte nun endgültig den offiziellen Ruf
als einer der weltbesten Drummer errungen
haben, denn was er zum Beispiel in „Pravus“
leistet, ist praktisch nicht nachahmbar. Track für
Track wird eine neue irre Schicht an Komplexität
aufgebaut, stößt den Hörer in eine Welt aus
purem Wahnsinn und kalkulierten Chaos. Wie
eine Droge rauscht „Bleed“ durch die Venen,
rast im pumpenden Rhythmus die Blutbahn auf
und ab, durch schmale Kanäle und krachende
Sturzbäche. Man kann sich dem eisigen Sog kaum
entziehen. Unterdessen schlängelt der Bass mit
seinen extrem wuchtigen Riffs durch die Songs,
wirkt aber stets kühl und leblos. Für Emotionen
ist Growler Jens Kidman zuständig.
Ihn könnte man als die Schwachstelle des Albums
bezeichnen. Während er auf Vorgängerplatten
wie Nothing seine Stimme vielseitig einsetzte,
ignoriert er dieses Mal die Existenz von Laut
und Leise und brüllt sich geradlinig seinen Weg
durch obZen. Nur im letzten Song überrascht er
kurz mit so was wie Geflüster. Doch keine Frage,
Meshuggah haben sich durch die Verschmelzung
von Aggression und Technik mit Spitzenniveau
erneut auf ein höheres Level gehoben.
[guk]
[guk]
40
Bist du eigentlich auch auf myBib?
Überall im Internet werden Dienste, die ihren Nutzern
direkte Beteiligung erlauben, immer populärer.
StudiVZ, FlickR oder del.icio.us, Wikipedia und
Weblogs sind Beispiele für Anwendungen, in denen
Anwender miteinander kommunizieren können und
sich durch Empfehlungen und dem Schaffen von
neuen Links und Strukturen gegenseitig neue Inhalte
erschließen.
Unsere Universitätsbibliothek enthält Ressourcen,
vom Standardwerk bis zum experimentellen
Videofilm, die wenigen bekannt sind. Das Wissen
über die verfügbaren Inhalte ist jedoch vorhanden,
und zwar nicht allein bei den dafür zuständigen
Bibliotheksmitarbeitern sondern bei allen, die an
unserer Universität lernen, lehren oder forschen.
Dieses Wissen zu nutzen und allen zugänglich zu
machen ist Ziel des Projekts myBib. In der dafür
geschaffenen Online-Plattform unter http://
uni-hildesheim.de/mybib (auch erreichbar
über die Startseite der Bibliothek) lassen sich die
Bibliotheksbestände (fast!) ebenso gut durchsuchen
wie im normalen Online-Katalog der Bibliothek.
Zusätzlich kann jeder der sich anmeldet seine
gefundenen Schätze dort ablegen und dabei beliebig
viele selbst gewählte Stichworte vergeben. Dadurch
entsteht für den einzelnen Nutzer eine eigene
Privatbibliothek.
Die von den Nutzern vergebenen Stichworte heißen
Tags, nach dem Vorbild vieler Internetseiten, auf
denen sie inzwischen eingesetzt werden. Diese Tags
tauchen in myBib im Kontext der Ressourcen auf,
für die sie vergeben wurden, in den Übersichtslisten
und auch in den Suchergebnissen aus dem
Online-Bibliothekskatalog. Man kann sich so
assoziativ von einem Thema zum nächsten
bewegen, oder nachschauen, was Nutzer
mit ähnlichen Interessen für wichtig halten.
Und wenn mal etwas privat bleiben soll,
kann wahlweise während des Speicherns
die Anzeige für andere auch unterdrückt
werden.
Langfristig
entsteht
so
eine
neue,
gemeinsame,
sozusagen
basisdemokratische Klassifizierung der
Bücher, Zeitschriften, Tonträger und Filme
aus Sicht aller Nutzer. Diese spiegelt die
spezifischen Verhältnisse an unserer Uni
41
wieder und passt sich euren wechselnden Bedürfnissen
und Ausdrucksweisen an.
Praktisch lässt sich myBib auch einsetzen, um bei einem
Referat den Zuhörern die genutzte Literatur direkt zugänglich
zu machen. Wenn vorher ein passender Tag vergeben wurde,
können diese die Literatur sofort wiederfinden. Dozenten
können so ihre Literaturempfehlungen veröffentlichen und
Tutoren können verhindern, dass sie die Standardliteratur
immer wieder von neuem nennen müssen.
Auch wenn in myBib zu jeder Ressource die gleichen
Informationen angezeigt werden wie im Online Katalog der
Bibliothek (Standort, Ausleihstatus etc.), muss man doch
manchmal wieder zurück in den Opac, z.B. um ein Buch
vorzumerken. Bei jeder Ressource existiert dafür ein Link,
der diese direkt im Onlinekatalog anzeigt. Zurück kommt
man über ein so genanntes Bookmarklet. Das ist ein Link,
der, wenn er einmal als Lesezeichen gespeichert wurde,
von einer Suche im Opac oder einem dort angezeigten Titel
mit einem Klick wieder zurückführt zu myBib.
Das Projekt myBib wird im Rahmen einer Magisterarbeit
im Studiengang Internationales Informationsmanagement
betrieben. Die Ergebnisse sollen helfen, die Ansprüche, die
ein solches System erfüllen muss, besser zu verstehen
und neue Ideen zu sammeln. Eure Vorschläge und Kritik,
eure Fragen und Kommentare sind daher stets herzlich
willkommen im Projekt-Blog unter http://mybibproject.
wordpress.com.
Ben Heuwig / IIM
LandArbeit 07
Ein-Blick in ein Kunstprojekt
Doku-Film zum Kunstprojekt am Do., 12.Juni 08 –
18.00 Uhr auf der Domäne Marienburg/Eishalle
„Im Großen und Ganzen kann man sagen, es ist ein
stilles und beschauliches Dorf – jedenfalls auf den
ersten Blick.“
(Pastor Prigge)
Am 12. Juni ist es endlich soweit: Nachdem der Film
zum Projekt „LandArbeit 07-Kunstprojekt für einen
Ort“ bereits seine erfolgreiche Weltpremiere in Heinde
feierte, wird er an diesem Abend zum ersten Mal auch
in Hildesheim zu sehen sein. Nach fast einem Jahr
und viel Arbeit zeigt das studentische Filmteam den
dokumentarischen Film „LandArbeit 07. Ein-Blick in ein
Kunstprojekt“ in der Eishalle an der Domäne.
Das Dorf Heinde bei Hildesheim im Sommer 2007.
Wenn man mit dem Auto die paar Kilometer von
Hildesheim nach Hause fährt oder auch nur eine
Abkürzung zur Autobahn nehmen will, dann fällt
einem vielleicht der Radfahrer auf, der auf einem
Hügel auftaucht. Vielleicht auch nicht. Wer ihn sieht,
der ist wohl kurz irritiert- ein Hügel, mitten auf dem
Feld, und darauf ein Radfahrer, der in die Pedale tritt
und doch nicht von der Stelle kommt. Dieser Moment
der Irritation ist es, auf den es der Künstler Christan
Hasucha abgesehen hat. In seinen skulpturalen
Interventionen arbeitet er häufig mit dem kurzen
Aufscheinen von Absurdität im Alltag. Und doch ist der
Radfahrer damit nur die Einleitung zu einem wesentlich
komplexeren Projekt: „LandArbeit 07, Kunstprojekt für
einen Ort“ ist der Titel des Rahmens, in dem eine ganze
Reihe von künstlerischen Interventionen, Aktionen,
Performances und Festlichkeiten in dem Dorf Heinde
stattfanden.
Das Projekt LandArbeit 07 war eine Kooperation der
(Kirchen-) Gemeinde Heinde und des Kunstinstituts
der Universität Hildesheim, Träger des Projekts war
das Netzwerk Kultur und Heimat, Börde & Leinetal
e.V.. Unter der Leitung von Prof. Christine Biehler
und Jürgen Fritz entstand ein Projekt, in dem der
Frage nach Partizipation der Bevölkerung an Kunst
im öffentlichen, hier speziell im ländlichen Raum,
nachgegangen werden sollte. Eingeladene Gastkünstler,
Studierende, Vereinsmitglieder und Bürger aus der
Gemeinde waren involviert in vielfältige prozess- und
erfahrungsorientierte künstlerische Arbeiten, die vor
Ort entwickelt wurden und den Dorfraum sichtbar und
unsichtbar veränderten.
Die Aufgabe des aus sieben Studenten der
Kulturwissenschaften zusammengesetzten Filmteams war
es, dieses Projekt in filmischen Bildern einzufangen. Dabei
musste sich die Gruppe mit sowohl mit pragmatischen
wie ästhetischen Fragen auseinandersetzen: Wie kann
man eine solches Projekt, dass sich über einen Zeitraum
von fast 12 Monaten erstreckte, dokumentieren? Wie
kann man Kommunikation filmen? Wie kann eine solche
filmische Begleitung, ein Making Of als Paralleltext
funktionieren? Und vor allem: Wie kann man der Vielzahl
der verschiedenen Unterprojekte gerecht werden?
Denn das Projekt hatte viele Stimmen: vom Vereinsmitglied
des Schützenvereins Heinde bis zum kunstinteressierten
Besucher aus Berlin, von internationalen Künstlern bis
zum Chormitglied aus Listringen, von der Studentin der
Kulturwissenschaften bis zum Hamburger Masseur
waren die unterschiedlichsten Menschen an diesem
Gesamtprojekt beteiligt. Nach der Produktion von über
100 Stunden Material im Sommer 2007 entstand im
Laufe des Wintersemesters nun ein Film, der nicht alle
Stimmen des Projektes versucht zu vereinen, sondern
einen Aspekt des Gesamtprojektes – nämlich den
Prozess der Arbeiten der eingeladenen Künstler und der
studentischen Projekte - fokussiert. Der Film gewährt so
im wahrsten Sinne des Wortes Ein-Blicke in ein Projekt,
das viele neue Sichtweisen initiierte.
LandArbeit 07. Ein-Blick in ein Kunstprojekt
Ein Filmprojekt von Aune Friedrich, Norman Grotegut,
Monic Malz, Kevin Mentz, Tina Nur, Mika Schmidt, Laura
Popplow
Mitarbeit: Jan Fischer, Ulrich Haug, Merlin Schumacher
Mentor: Dr. Volker Wortmann
Technische Betreuung: Wolfgang Andreska
www.landarbeit.org
42
Als unabhängige, studentische Initiative gibt es uns nun
schon seit fast 25 Jahren hier an der Uni. Für alle, die
es noch nicht wissen: Unser Standort liegt gegenüber
des H1. Dort schenken freundliche, ehrenamtliche
Helferinnen und Helfer fair gehandelten Biokaffee zu
unschlagbaren 35 Cent aus. Natürlich ist Kaffee nicht
das Einzige was es bei uns gibt. Auch Teetrinker sind
herzlich willkommen. Für diese haben wir Früchte-,
Jogi- sowie schwarzen Tee im Angebot. Einen Keks
gibt’s gratis dazu.
Im Sommer findest du uns bei gutem Wetter auch
auf dem Campusgelände, meist vor AMEIS Buchecke
platziert.
Für den Kaffee haben wir nun einen neuen Lieferanten
gewonnen, EL PUENTE. Die Organisation unterstützt und
fördert Kleinbetriebe und Genossenschaften in Afrika,
Asien und Lateinamerika durch Import und Vertrieb
ihrer Produkte in der Bundesrepublik Deutschland.
Nebst Hilfe bei internationaler Vermarktung zu fairen
Preisen fördert sie entwicklungspolitische Bildungsund Informationsarbeit. Durch die Nähe zum Vertrieb
ist eure Kaffeeversorgung zudem immer gesichert.
Mit dem Kauf eures Kaffees unterstützt ihr also
auch noch eine gute Sache. Für die Zukunft ist
angedacht eventuell auch noch weitere Produkte, wie
Süßwaren, aus dem Programm von EL PUENTE mit
aufzunehmen.
Für Anregungen und Wünsche sind wir stets offen,
meldet euch einfach bei einem Schichti oder unter
[email protected]
43
Das Prinzip: Kein Bon – Keine Tasse. Wer bei uns einen
Kaffee oder Tee holen möchte bringt entweder seine
eigene Tasse mit oder erwirbt einmalig für 2,50 € „seinen“
-Bon. Diesen bekommt man, nachdem man zum ersten
Mal seine Tasse (sauber, wir haben Waschbecken) wieder
beim Schichti abgibt. Danach kann der Bon immer wieder
gegen eine Tasse eingetauscht werden. Ein Rückkauf
durch uns ist leider nicht möglich.
Unsere Öffnungszeiten - im Idealfall:
Montag bis Donnerstag von 10:00 – 16:00 Uhr.
Warum Idealfall?? Uns fehlen noch freundliche Schichtis
die gegen Naturalien zwei Stunden in der Woche Kaffee,
Tee und Kekse ausgeben. Dies soll ein Aufruf an euch sein!
Noch ungenutzte Freistunden? Keine Ahnung, was man
mit dieser Zeit anfangen könnte? Lust auf kostenlosen
Kaffee und Tee? Interessante Gespräche? Ein tolles
Team? Dann meldet euch! Einfach mal reinschnuppern,
es verpflichtet zu nichts.
Cathrin
Inter
national
ROM
WIEN
VANCOUVER
44
36
ERASMUS IN ITALIEN – CHAOS PUR
Leben in Rom
Kolosseum, Pantheon, Petersdom, Fontana di Trevi und Milliarden Touristen. So kennt man
Rom, eine großartige Stadt im
Süden Europas. Entfernt man
sich aus dem touristischen Zentrum, wird man mit einem völlig
anderen Stadtbild konfrontiert:
Alltag in der italienischen Metropole. Alltag bedeutet Chaos,
grenzenloses Chaos: Auf dem
Bürgersteig wird man von Vespas angefahren und danach beschimpft, weil man als Fußgänger den Bürgersteig benutzt,
sanierungsbedürftige Häuser,
an jeder Ecke bettelnde Menschen und Obdachlose, Busse
und Bahnen, völlig vollgestopft
mit Menschen und das zu jeder
Tageszeit, verstopfte Straßen, schlechte Luft und
vor allem: Müll. Rom ist eine unglaublich dreckige
Stadt.
Aber es gibt sie, die schönen Ecken Roms. Hat
man sich erst ein bisschen eingelebt, sich auf das
Chaos eingelassen und einige Überlebensstrategien verinnerlicht (Pünktlichkeit ist unmöglich, einige Busse und Orte sollte man meiden, nichts funktioniert beim ersten Mal etc.), kann man beginnen,
das italienische (Großstadt-) Leben zu genießen.
Es gibt großartige Museen, viele tolle Grünanlagen und spannende Viertel. Und das Wichtigste:
die italienischen Menschen und deren Lebensstil,
der sich doch stark von dem unseren unterscheidet: Im Mittelpunkt wohl aller ItalienerInnen steht
das Essen, jedes Gespräch dreht sich irgendwann
darum und ich komme in Verlegenheit, weil ich keine typisch deutschen Rezepte liefern kann. Dicht
gefolgt wird dieses Gesprächsthema vom Fußball,
45
besonders in Rom immer heiß diskutiert (Es gibt hier
zwei Mannschaften. Als ich mich das erste Mal erkundigte, zu welcher man gehen sollte, erhielt ich als Antwort
„Roma“; ich war irritiert, lernte aber ganz schnell, dass
es nur eine „wahre“ römische Mannschaft gibt, „Lazio“
ist es nicht). Ein Thema, welches besonders aktuell die
Gespräche vieler (junger) Menschen in Rom dominiert,
ist die Resignation im Bezug auf die politische Situation des Landes und die Angst vor der Zukunft. Letzteres
scheint mir wirklich beängstigend: Die politische Bildung
in Italien ist sehr eingeschränkt, die Massenmedien
(sowohl Fernsehen als auch Zeitungen) gehören überwiegend der Regierung, und Personen, die sich kritisch
äußern, werden aus der Öffentlichkeit „entfernt“. Vielen
ist das bewusst, dennoch ist der Widerstand sehr gering. Warum? Immer wieder bekomme ich als Antwort:
„Pane e giochi“, d. h. solange es Brot und Spiele gibt,
bleibt es ruhig. Und außerdem gibt es da noch die Mafia... Manchmal kommt mir das Leben in Rom vor, wie in
einem Film, der in der Vergangenheit spielt...
ich bin dann
mal weg
Studieren in Rom
„La Sapienza“, eine der größten Universitäten Europas, natürlich ein Schock im Vergleich zur Uni
in Hildesheim: Der Campus, die sogenannte „città
universitaria“, ist tatsächlich eine Stadt mit Bars,
Läden, Banken, einem Gewirr von Straßen, Parkplätzen, Autos, Fakultätsgebäuden, Grünflächen, einem
Krankenhaus und einer Kirche. Und Tausenden von
Studierenden. Und jede freie Fläche ist tapeziert mit
Postern, mit Werbeplakaten und natürlich mit Zimmerannoncen. Die meisten Fakultäten befinden sich
innerhalb des Campus, nur einige sind ausgelagert,
so zum Beispiel meine Fakultät „Filosofia“. Sie befindet sich in einer Villa im Norden Roms. Man könnte
jetzt meinen, es sei einfacher dort zu studieren, weil
es nur ein Gebäude gibt, die Fakultät zu einer der
kleineren in Rom gehört und alles etwas beschaulicher wirkt, aber falsch gedacht. Es ist quasi unmöglich hier zu studieren, und das ist nicht nur meine
Meinung, sondern auch die Meinung einer Großzahl
von italienischen Studierenden. Alles versinkt im
Chaos: Es gibt zwar ein Vorlesungsverzeichnis im Internet, aber dieses ist quasi wertlos, eine gedruckte
Version gibt es nicht. Jeder Lehrende hängt einen
Zettel mit seinen Veranstaltungen an seine Bürotüre. Man muss also durch das Gebäude rennen
und jede Türe nach Zetteln absuchen. Dabei ist es
äußerst hilfreich aufs Datum der Veranstaltungshin-
ITALIEN
weise zu achten. Es ist nämlich nicht so, dass die Zettel
nach dem Semester abgehangen und durch neue ersetzt werden. Außerdem ist es wichtig jeden Tag aufs
Neue zu schauen, weil die Lehrenden ständig Räume,
Orte und Veranstaltungen wechseln. Es ist auch nicht
so, dass alle Kurse zu einem Zeitpunkt beginnen und
enden, einige beginnen z. B. im Februar und dauern bis
April, andere beginnen im April und dauern bis Mitte
Juni. Hat ein Kurs dann einmal begonnen, ist es keinesfalls so, dass er nun regelmäßig stattfindet: bei
Regen oder ähnlichen Großereignissen kann es sein,
dass weder Studierende noch Lehrende zur Veranstaltung kommen. Und das Merkwürdigste an der Sache
ist: Alle finden es durchaus normal eine Veranstaltung
mit der Begründung „Es regnet!“ ausfallen zu lassen. Ist
der Professor dann aber gekommen, beweisen sowohl
Studierende als auch Lehrende Ausdauer: Es kann gut
sein, dass ein Kurs dann mal fünf Stunden am Stück
dauert, mit einer zehnminütigen Pause. Die Lehrenden
reden ununterbrochen (und das meist ohne Skript), die
Studierende schreiben mit. Die Examen am Ende des
Semesters sind mündlich, die Studierenden müssen
Inhalte von vorgegebenen Büchern wiedergeben. Von
allen Studierenden wird mir versichert, dass eine eigene Meinung nicht gefragt ist, ich kann mir das nicht
vorstellen. Und ich beginne langsam, dass Universitätssystem in Deutschland zu schätzen...
Pina Nell
46
Vienna Calling
Katalog der 20 wichtigsten Beobachtungen
während eines kurzen Wienbesuchs
Text: Sabrina Janesch
Wien, nur Wien, du kennst mich up, kennst mich down
Du kennst mich
Nur Wien, nur Wien, du nur allein
(Falco, Vienna calling)
in Anlehnung an Peter K. Wehrli
für Josef Nolte
1. der Schnurrbart
der gewichste Schnurrbart des Obers, der frühmorgens beim Servieren einer Semmel, einer Mélange und
eines hart gekochten Eis das durch die hohen Fenster des Café Eiles einfallende Sonnenlicht reflektiert
2. das Brandloch
das Brandloch in der grün gemusterten Garnitur der Sitzmöbel, von denen man glaubt, bereits einmal ähnliche
bei einem Antiquitätenhändler gesehen und sich über den hohen Preis echauffiert zu haben
3. das Knallen
das Knallen der Absätze der österreichischen, grau uniformierten Soldaten, die zwei Botschafter nach Gabun
und Montenegro aus der Hofburg hinaus eskortieren
3a
der heilige Ernst, mit dem die Zeremonie durchgeführt wird, und die Konzentration der beiden Botschafter,
gemäßigt Schritt zu halten mit ihren Begleitern
4. die Heuballen
die sorgsam verschnürten Heuballen, die zwei Männer mit polnischen Schnurrbärten und riesenhaften
Heugabeln von einem Traktoranhänger vor einem Tor der spanischen Hofreitschule abladen, als fürchteten
sie eine baldige Heuknappheit in der pannonischen Ebene und würden einen Vorrat für die nächsten Monate
anlegen wollen
5. die Stille
die Stille der Kapuzinergruft, die alle Geräusche, jedes Flüstern und alles Scharren der Schuhe zu verschlucken
scheint, sich dabei aber nicht abschwächt und lebendiger wird, sondern deren monumentaler Umfang mit
jedem dahin gehauchten Wort zu wachsen scheint und bedeutet: dies ist kein Ort der lebendigen Laute
5a
die in Stein der Sarkophage eingehauenen Worte: ein Trotz der Vergänglichkeit, einer Person und eines
Prinzips
6. die Entrücktheit
die Entrücktheit eines Alten, der in pelzverbrämtem, bodenlangen Mantel, Gamaschen und angestoßenem
chapeau claque jeden Tag auf dem selben Platz zwischen Stefansdom und Kärntnerstraße steht
6a
zwei vorbeigehende Passanten, von denen man ein Wort aufschnappt: delutanum, ungarisch für „nachmittags“,
und der Gedanke, dass in Budapest ebenfalls ein Stephansdom steht, der Szent István-Bazilika heißt, und
auf dessen Vorplatz ebenfalls Ver- und Entrückte stehen, allerdings in Jogginghosen und ausgetretenen
Trainingsschuhen
7. das Vordach
das auslandende Vordach der Albertina, das aussieht, als wäre es sich selber unsicher, ob es als Lande- oder
Startbahn gedacht sei; in jedem Fall aber spendet seine Fläche bei plötzlich auftretendem Unwetter mehr als
einem Dutzend Menschen Obdach und Schutz
8. die Mondsichel
die über den Säulen der Karlskirche erscheinende Mondsichel, auch ein Stern funkelt in der Dämmerung am
Firmament; steht man im richtigen Winkel davor, werden die Säulen zu Minaretten, und der Halbmond erzählt
von Reiterhorden, Teppichen und Zelten
47
9. der Blick
der in sich gekehrte Blick der Sphinx vor dem oberen Bellevue, der weder Gegenwart noch Zukunft sieht, an
die Vorbeigehenden keine Fragen hat und nur den Stehenbleibenden ihren Kopf zuwendet und raunt: Es war
einmal
9a
ihr Verstummen nach den ersten drei Worten, als hätte sie sich selber erschrocken, darüber, dass sie
gesprochen hat oder darüber, was sie hatte sagen wollen
10. die Hypnose
die Hypnose, die von den Steinen und Perlen in der Krone des Kaisers heiliger deutscher Nationen ausgeht,
und hat sie erst Aufmerksamkeit erlangt, schleicht sich mit ihrem Überfluss, ihrem Wert und ihrem Kreuz ein
Dreischritt ins Bewusstsein des Betrachters: Reichtum, Religion, Legitimation – und das Erschrecken über die
plötzliche Plausibilität
11. die Köpfe
die zwei Köpfe des Adlers auf dem Dach des Kriegsministeriums am Stubenring: ein Paar Augen sehen nicht
weit genug
12.das Glas
das Glas der Vitrine über Franz Ferdinands rotgetränkter Uniform, dass auf seiner ganzen Fläche das Licht der
Deckenlampen spiegelt, so dass man sich beinahe auf den Dielenfußboden des Heeresmuseums legen muss,
um die Einschussstelle sehen zu können
12a
die Bestürzung über ihre tatsächliche Existenz, als man sie endlich gesehen hat
13.der Geruch
der Geruch des Weihrauchs während der Messe im Stephansdom, die gehalten wird von einem deutschen
Pastoren und zwei tschechisch- und ungarischstämmigen Messdienern, deren Namen man nicht wissen muss,
um zu erahnen, was ihre Gesichter preis geben
14. der Schweiß
der Schweiß auf den Flanken der Kutschpferde des Heldenplatzes, der sich von einem flächigen Glanz auf dem
Fell schließlich zu einigen Tropfen an besonders langen Haaren sammelt und gemächlich die Hinterbeine hinab
läuft
15. die Weite
die Weite des Neusiedler Sees auf dem Weg nach Eisenstadt, die Grenzenlosigkeit vortäuscht, und doch lässt
sich bis hinüber zur Grenze nach Ungarn blicken, über Schlick und Morast bis in die Puszta, die auf Ungarisch
heißt: alföld
15a
die kleinteilige Architektur der Häuser Eisenstadts, das Esterhazy-Schloss und das eilige Gulasch im einzigen
Café des Ortes: die Stadt spricht eine Sprache, die nicht österreichisch ist
16. die Kälte
die Kälte im Bollwerk des Christentums, die alle Winterkälten und jegliche Unbill gespeichert zu haben scheint,
seit es errichtet worden ist; es scheint, als läge dort etwas begraben
16a
das Dach der Kirche, das aussieht wie eine Glucke, die ihre Flügel spreizt und unter sich ihre hölzernen,
tiefgefrorenen Küken birgt
17. der Lehm
der Lehm der pannonischen Ebene, der sich auf dem Rückweg von Eisenstadt über die Wiesen und Felder,
unwiederbringlich an die Schuhsohlen klebt – auf dem Weg zum nächsten Bahnhof fliegt ein Fasan über die
Weinreben und stößt seinen schrillen Schrei aus, Wien ist so fern wie Budapest, Lemberg oder Krakau
18. der Wein
der Wein, der in dicken Tropfen das Glas im Griechenbeisel herabperlt und Versöhnung verspricht: Tokaj heißt
er, aus der Nähe von Szeged kommt er und lässt einen langen Tag und eine lange Geschichte vergessen
19. die Erinnerung
die Erinnerung an Reinhold Schneider, den unablässlich Suchenden, Zaudernden, Denkenden und seine
Verehrung für den Wein; seiner Gedenken, während der erste Schluck die Zunge hinabstreift
20. die Erkenntnis
die Erkenntnis, dass es, um so brillant zu Zweifeln und zu Zaudern, einer Größe bedarf,
über die in einem Jahrhundert nur wenige verfügen
48
ANNA IN KANADA:
fünf Monate Praktikum am anderen Ende der Welt
Hey Guys,
herzliche Grüße aus dem aufregenden Vancouver. Seit
Anfang März bin ich hier auf der anderen Seite des
Ozeans und arbeite als Praktikantin bei der Coastal Jazz
& Blues Society, die unter anderem eines der größten
Jazzfestivals der Welt organisiert, das Vancouver
International Jazz Festival, das Ende Juni hier stattfinden
wird. Ich helfe dabei in den Bereichen PR, Marketing,
Communications und Sponsoring und das Festival-Fieber
hat mich schon voll gepackt.
An der Universität Hildesheim studiere ich seit 2005
„Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis“ und das
ist inzwischen bereits mein drittes studienbezogenes
Praktikum. Es könnte gar nicht besser laufen!! Marketing,
Kulturmanagement und PR interessieren mich schon
seit langem und bei der Coastal Jazz & Blues Society
arbeite ich mit viel Freiheit in einem großartigen Team,
lerne spannende Sachen und fühle mich einfach richtig
wohl – so wie es wohl sein sollte.
Meine Entscheidung für ein Praktikum ins Ausland zu
gehen kam ziemlich spontan. An Auslandsaufenthalte
bin ich gewöhnt und so fiel es mir relativ leicht ohne
große Angst die lange Reise anzutreten. Freilich sind
die ersten Wochen ungewohnt, alles ist neu und fremd,
auch mich hat das Heimweh anfangs etwas gepackt.
49
Aber Vancouver ist eine ideale Stadt, um dort für eine
begrenzte Zeit zu leben, da man sich schnell einlebt.
Sie hat so viel zu bieten, schon die Szenerie mit Meer
und Bergen ist einmalig. Bis auf den vielen Regen
kann man sich hier zweifellos zu Hause fühlen, auch
wenn das Essen und so manche Lebensgewohnheiten
leider nicht den Deutschen gleichen – richtiges Brot
können hier nur vereinzelte Bäckereien backen und
so manch amerikanisch-geprägte Oberflächlichkeit ist
erschreckend.
Ein Auslandspraktikum würde ich jedem empfehlen,
auch wenn es nicht unbedingt Pflichtbestandteil des
Studiums ist – wir KuWis können das freiwillig machen.
Mal weg von zu Hause, neue Erfahrungen sammeln,
eine Fremdsprache auffrischen und ein neues Land
kennen lernen – gibt es dafür eine bessere Chance als
mit einem längeren Auslandsaufenthalt?
FACTBOX:
Provinz: British Columbia
Distrikt: Greater Vancouver
Höhe: 0–167 m ü. NN
Fläche: 114,67 km²
Einwohner: 587.891 (2006)
Metropolregion:
2.187.721 (2006)
Bevölkerungsdichte: 5252 Einwohner/km²
Natürlich sollte man einige Vorbereitungszeit
einplanen und für die Organisation Geduld
üben. Aber wenn ich so zurückschaue, dann
war es eigentlich ziemlich unproblematisch
mein Praktikum in Kanada zu organisieren.
Flug und Auslandskrankenversicherung
habe ich schon recht früh gebucht und das
Visum auch rechtzeitig beantragt. Dann mich
um den Antrag für ein Urlaubssemester
gekümmert. Und ich habe es sogar geschafft
ein Stipendium beim DAAD (Deutschen
Akademischen Auslandsamt) zu bekommen.
Auch das ist gar nicht so schwierig –
probieren sollte man es auf jeden Fall, der
Aufwand lohnt sich!!
Ich kann also nur sagen: Thumbs up! Überlegt
euch ein Auslandspraktikum und traut euch
ein paar Monate in einem anderen Umfeld zu
leben. Das kann euch und euer Studium nur
bereichern!!
Gründung: 1886
Postleitzahl: V5K – V6Z
Zeitzone: Pacific Time (UTC-8)
Website: www.vancouver.ca
Bürgermeister: Sam Sullivan (NPA)
P.S.: Wenn ihr genau wissen wollt, was ich hier so
mache, dann schaut euch mal diese Website an:
www.coastaljazz.ca
P.P.S.: Ihr könnt mir auch gerne mailen: [email protected]
web.de
LG, Anna
50
Fun and Stuff
Achtung der nachfolgende Text ist für Jugendliche unter 16 Jahren
nicht geeignet.
Willkommen in der bissigen Ecke! Was macht man, wenn man von etwas tierisch angeNERVt ist?
Genau. Man schreibt sich den Frust von der Seele, am besten in einem unterhaltenden Stil.
Obacht, hier kommt Klum!
Eine bissige Satire von Karó Oganesian
Nur eine kann Germany‘s Next Top-Tierquälerin
werden. Was bietet die große, weite Welt der 906090Modelszene nicht alles an Stumpfsinnigkeiten?
Ganz im Stile der ästhetischen Geilheit oder geilen
Ästhetik lassen Klum und ihre Schmalspur-Eunuchen eine
Horde von unterbelichteten Hauptschuläbgängerinnen
in überbelichteten Posen und Dresses ablichten. Dann
auch mal gerne mit Tieren, wie schon in der zweiten
Staffel auf einem Elefanten reitend, den Tarzan im
Rücken, der nahezu einen heterosexuellen Eindruck
macht. Wie sonst soll man auch die prickelnd-feuchte
Dschungelerotik übern Hocker steigen lassen?
‚Ich bin noch nie auf einem Elefanten geritten!‘ Meine Fresse ist das tragisch! Aber Heidi macht‘s
möglich. Die Frau, die einst auszog, um Claudia
Schiffer beim Catwalkschludern Paroli zu bieten und
ihr in PR-trächtigen Interviews an hinterweltlerischer
Treffsicherheit und dörflerischer Eloquenz in nichts
nachzustehen. Jetzt ist sie nun mal die Schönste im
ganzen Land, die einst bestimmt in ihrer 5 mal 5 Meter
Dorfdisco zu Alphaville‘s „Forever Young“ romantisch
abspackte, während die anderen Burschen an einen
flotten Dreier mit ihr im Schweinestall dachten.
Jahre vergingen. Wie aus dem Nichts ist Heidi
Klum aus ihrer ländlichen Asche auferstanden,
entdeckt, empfohlen, gestohlen. In die Top-Ten der
Kokain-Junkies unter 53 Kilo hineinkatapultiert,
zog sie immer weitere Linien und Kreise und
keiner hat ihr beim Versuch die Weltherrschaft
an sich zu reißen, was vor die Fresse gehauen.
Bei der heutigen Hirnpenetration im TV ist ihr Putsch zur
Weltmacht das kleinere Übel. Viel schlimmer ist Heidi‘s
nervig-schneidige Nörgelstimme mit monotonem
Tenor bei jedem verhaltenen Gefühlsausbruch à la
‚Wir haben leider noch keine Verbesserung bei dir
51
gesehen, du musst dich anstrengen, XYZ!‘ Genau diesen
Satz muss man sich mit dem piepsigen Zusatzmodul als
akustischen Schädlingsbekämpfer vorstellen. Da platzen ja
die Kakerlaken freiwillig.
Klischees erfüllt, also auch den Lebenstraum. ‚Mammi,
Pappi, ich bin ein Model.‘ Heißt: „Ich bin auf den wildesten
Pussy-Parties gewesen, habe mit den schrägsten Typen
geknattert und nebenbei Kohle als Höschen-Puppe gemacht.“
Dass das noch lange nicht alles ist, wissen wir ja
bestimmt. Dass Heidi ‚als wie‘ Klum genau wie
etliche Bundesliga-Karrieristen á la Ballack und
Stürmerkonsorten, die nebenbei als chronische
Kinderschokolade-Fresser, Waffelkeks-Mampfer oder
Koffein-Junkies gejobbt haben, ihren Extra-Cent als
Viktualienmadonna in die Tasche steckt, dürfte klar sein.
Wie schäbig pauschal bei Germany‘s Next Topmodel
(GNTM) argumentiert wird, bringt einen fast zum
Heulen. Wenn Heidi in der feudalen Model-Villa im
Catwalk-Zimmer (!) mit ihren Pfündchen protzt, würde
man ihr am liebsten einen Platzverweis erteilen für
so ein derbes Foul an der gesamten Flachhirnnation.
Der ungefähre Wortlaut könnte lauten: ‚Ich habe kein
Gramm Fett zuviel an meinem Körper, es ist alles straff!‘
Im Anschluss darauf verfluchen sich 16 karrieregeile
Weiber, weil sie nicht an Heidi‘s Traumfigur herankommen.
Frau Klum ernährt sich ja auch gesund: Katjes, yes, yes,
yes! Ich liebe es.
Da glauben ihr glatt mal die Hälfte der Quotenheinis, dass
Mc Donald‘s und Katjes die Apostel und Heilbringer der
906090-Kombination sind, wie sie die Seal-Schnalle hat!
Also sitzen Chantal und Jessica stundenlang
im Fastfoodtempel und wundern sich darüber,
dass sie Scheisse aussehen und der FernostTouri denkt, er wär in Amiland gelandet. Knipps!
Dabei sollen ja die Kandidatinnen in guter alter exponierter
Lachhaftigkeit fotografiert werden und was bei
drei nicht unter „Untergewicht im BMI (Body Mass
Index)“ landet, wird regelrecht rausgemobbt. Was
sollen denn diese Strichcode-Manequins machen?
Straff wird die Haut doch erst, wenn sie über den Greten
liegt. Sehr sexy! Aber haben Jungs zwischen 14-18 Bock
darauf in ihren feuchten Träumen Stabheuschrecken
und Strohhalme wegzudübeln?
Der Mode-Godzilla macht, was er will. Er macht sich
nicht nur Rennstall-Scheichs untertan, sondern
neuerdings auch unschuldige Tiere, die für die „Shoots“
in Valium getränkt werden, auf dass das wirkliche
Drama verschleiert bleibe. Arme Löwenbabies, kleine
Äffchen werden für das perfekt retouchierte Bild
wie Hunde an die Leine gebunden und abgelichtet
samt Frauchen und Mini. Dass man sowas zu Hause
lieber nicht nachahmen sollte, steht außer Frage. Bei
soviel Grausamkeit aus dem Modekeller fragt man
sich, wieso der Affe auf dem Foto nicht posiert. Aber
psssst...sonst hört‘s die Heidi und setzt es in die Tat um.
Ganz im bösen Ernst, sie könnte doch auch ihre
Infantinnen von einem progressiven Fotografen
ablichten lassen, während sie halbnackt bei -25 °C
Robbenbabies aus der Arktis das Fell über die Ohren
ziehen. Wenigstens ein paar Seals weniger. Wenigstens
doch etwas. Ein Kontrast. Abwechslung.
Die älter werdende Grinsebratze aus der Modewelt
kann sich wohl alles leisten, sowohl finanziell als auch
moralisch. „The World is mine - by Heidi Klum“ steht
wahrscheinlich schon in den Startlöchern und unser
politischer Quotenossi Angie Merkel muss sich warm
anziehen. So lange sie keinen schweißtriefenden
Personal-Trainer aus der Südsee am Haken hat, kann ihr
Heidi Klum die Show stehlen und die Kanzlerkandidatur.
Sex sells nach wie vor. Also Obacht, denn die Klum, die
kommt mit einer Mordsgeschwindigkeit auf uns zu, das
Fitness-Reptil aus der Urzeit könnte uns im nächsten
Augenblick zermalmen und auffressen.
Es ist an der Zeit die debile Bestrahlung aus unserem
Fernseher herauszuekeln und mehr Sender wie ARTE
und 3SAT ans Land zu ziehen. Die gewollte Verdummung
seitens der Privatsender und die ewige Leier vom
siebten Himmel des Show-Biz gehen mir so dermaßen
auf den Sack, dass ich den Platzverweis am liebsten
persönlich aussprechen würde. Mit der Zeit merken
auch die letzten Hotspot-Dinosaurier, dass es Zeit ist
auszusterben und wen anders an diese beknackte
Poleposition zu lassen, damit wir uns auch über andere
Gesichts- und Körperelfmeter aufregen können. Sonst
wäre es doch öde sich immer nur intellektuellen Scheiß
reinzuziehen und alles halb so lustig wie jetzt. Dennoch
möchte ich schon mal an dieser Stelle die günstige
Gelegenheit am Schopf packen und ganz unverblümt,
rhetorisch einwandfrei und mit beruhigender Stimme
sagen dürfen:
Heidi, ich habe heute leider kein Foto für dich!
[kog]
Dich NERVt auch etwas tierisch an?
Dann schreib es auf und schicks ab! Mit
etwas Glück landet es dann auch hier.
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ESG/KHG
Pünktlich zum Beginn des neuen Semesters an der Universität präsentierte die Evangelische Studierenden- und
Katholische Hochschulgemeinde (ESG/KHG) ihr neues Sommerprogramm. An vielen neuen Orten wollten ESG und
KHG dabei aktiv werden. Gestartet wurde jedoch in den eigenen Räumen. Nach dem Semesteranfangsgottesdienst
im April in der KHG-Kapelle und der anschließenden Eröffnung des „CaféKolja“ machten die Hochschulgemeinden
auch an anderen Orten auf sich aufmerksam. Bei ihrem Projekt „Wohin wollen Sie?“ am Hildesheimer Hauptbahnhof
vom 26. bis 28. Juni wird man demnächst wieder von ihnen hören. Und es geht sogar aus der Stadt heraus ins
Hildesheimer Land, denn vom 13. bis 15. Juni laden ESG und KHG zu einer Pilgertour ein.
Doch auch in den Räumen der Hochschulgemeinden gibt es im Sommersemester Etliches zu sehen und zu hören.
Das vollständige Programm gibt es vor Ort bei ESG und KHG oder unter www.esg-khg-hildesheim.de.
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REDAKTiON
Impressum
NERV
Magazin für Politik und Kultur
an der Universität Hildesheim
(SS 08, 1. Auflage)
Auflage:
800 Stück
Hildesheim, Juni 2008
ViSdP:
AStA der Universität Hildesheim
Marienburger Platz 22
31141 Hildesheim
wer
will
mitmachen?!
Die NERV-Redaktion sucht derzeit Verstärkung.
Wenn ihr Interesse daran habt,
an einem wachsenden Printmedium mitzuwirken,
dann bewerbt euch noch heute,
unter [email protected]
Ihr findet uns auch im Netz unter www.asta-medial.de also surft mal rein, gebt uns feedback und
helft uns besser zu werden.
Herausgeber:
Stefan Schmidt
AStA-Beauftragter für
das Printmedium NERV
Chefredakteur:
Stefan Schmidt
Text & Bildredaktion
dieser Ausgabe:
Gudrun Kramer (guk)
Karó Oganesian (kog)
Stefan Schmidt (sts)
Auslandskorrespondenz:
Pina Nell (pin)
Anna Punke (apu)
Layout:
Stefan Schmidt
Zeichnungen:
Druck:
B&W
Die Texte geben nicht
notwendigerweise die Meinung
der Redaktion wieder.
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UNI.HILDESHEIM

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