Zeachenägl-Lied

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Zeachenägl-Lied
Zeachenägl-Lied
Und wieder isch a Badetag,
und wieder wäsch i d´Fieß,
und lüeg an Füeß,
und denk, dass i ja wieder,
Zeachenägl schniede müess,
ja do müess ebbas gscheache,
und i denk, wenn isch go,
s´letzschte Zeachenägl-Schniide gweache.
Und wieder ist ein Tag an dem gebadet wird,
und wieder wasche ich die Füße,
und schau an den Fuß,
und denk, dass ich ja wieder,
die Zehennägel schneiden sollte,
ja - da muss was geschehen,
und ich denk, wann wohl
das letzte Zehennägel-Schneiden war.
An Zwick und mit a bitzle Gschick,
do spick I´s hinter an Spind,
dass se verrummet sind.
Bloß de Groaß wirsch so it loas,
dean kasch ja braits it flacke long,
dean eckelhafte eitergeale Hoanhalbmong.
Einen Zwick und mit etwas Geschick,
da spicke ich sie hinter den Spind,
damit sie aufgeräumt sind.
Nur den großen (Nagel) wirst du so nicht los,
den kannst du so nicht liegen lassen,
diesen ekelhaften, eitergelben Hornhalbmond.
I find, wenn ´s ui in
Üsguss dind,
a Sind, des hon i dick,
des git dean Sifonschlick.
Öü uff de Finschterbonk isch kronk,
ja do wearet ´s eander meah,
well - wea hott Zeachenägl
schu verdunschte gseah!
Ich finde, wenn sie jemand in den
Ausguß schmeißt,
eine Sünde, das mag ich gar nicht,
das gibt diesen Sifon-Schlick,
auch auf die Fensterbank - ist bescheuert,
ja - da werden es eher mehr,
weil - wer hat Zehennägel schon
verdunsten gesehen.
I sammle´s nimm ´s i d´Kirche mit,
wo ´s i in Wiehröüch mix,
oder i d´Opferbix,
öü als Gschenk wär´s gar it schleacht,
wenn uina Mandelküeche mag,
oder als a Halskette zum Müeddertag.
Ich sammle sie, nehme sie in die Kirche mit,
wo ich sie in den Weihrauch mische,
oder in die Opferbüchse,
auch als Geschenk, wäre es nicht schlecht,
wenn jemand Mandelkuchen mag,
oder als eine Halskette zum Muttertag.
Von der CD “Kui Sau will ming Opa seah”, Copyright Josef Haberstock (Broadway-Joe) - Alle Rechte vorbehalten