Sudetendeutsche Familienforschung

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Sudetendeutsche Familienforschung
Vereinigung
Sudetendeutscher
Familienforscher
VSFF e.V.
Regensburg
Band XII/Heft 1
Juni
2007
ISSN: 0943-8807
Einzelpreis: 5,- €
Sudetendeutsche
Familienforschung
AUSSIG
PRAG
EGER
TROPPAU
BRÜNN
BUDWEIS
ZNAIM
Inhalt:
Seite
Aufsätze zur Familienforschung und zur Heimatkunde im Sudetenland
Eduard Augsten
1
Fotografische Erfassung evangelischer Kirchbücher!
Ein Bericht zur digitalen Erfassung und Bearbei-tung von evangelischen Kirchenbüchern aus
dem Sudetendeutschen Archiv in München
Eduard Augsten
4
Nummerieren und Archivieren von Kir-chenbuch-Fotos – ein Vorschlag aus
meiner Praxis
Sven Pillat
8
Ein verwitterter Grabstein und die Geschichte eines Wappens
Gustav Erlbeck +
10
Die Familien Sander aus den Orten Ullersdorf, Janegg, Osseg im Landkreis
Dux, dann Brüx.
Dr. Egon A. Peus
16
Familie Voit aus Schönbach bei Asch
Sebastian Jensen / Zahn
21
Nachkommen von Christoph und Dorothea Zahn aus Schemmel im Bezirk
Tetschen-Bodenbach
Josef Gahn
25
Maximilian Emanuel verehelicht mit Amalie v. Sachsen Coburg Gotha Kohary
Rainer Maaz, Forschungsgebiet Nordböhmisches Niederland
27
Trauungen mit gebietsfremden Ehepartnern in Schönlinde in den Jahren 1850
bis 1856 – Teil 1
Büchervorstellungen und Literaturhinweise
30
Die „Sudetendeutsche Familienforschung“ (SFF) mit der Beilage „Mitteilungen“ erscheint in 2 Ausgaben pro Jahr (Juni und Dezember). Sie soll ein Forum sein für alle, die sich für die Familienforschung im Sudetenland interessieren und diese unterstützen möchten. Sie steht insbesondere allen Mitgliedern der VSFF für Beiträge, Anfragen etc. offen.
Schicken Sie bitte Ihre Beiträge als Word-Datei auf Diskette (3 1/2 Zoll) oder auf CD, als Anhang an eine E-Mail, evtl. auch als
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Herausgeber:
Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher e.V. Regensburg
1. Vorsitzender: Dr. Erhard Grund, Ringstr. 1, D-65597 Ohren
Schriftleitung: Rainer Maaz, Karlsbader Str. 31, D-36100 Petersberg; [email protected]
Versand: SGA (Stadtarchiv – VSFF-SGA, Postfach 11 06 43, D-93019 Regensburg)
-U2-
Aus dem Dublettenbestand des SGA können folgende Bücher und Periodika an unsere Mitglieder
zu einem günstigen Preis abgegeben werden. Bei
Interesse erbitten wir Nachfrage an die Betreuerin
des SGA, Frau Christine Obermeier unter der E-Mail
[email protected] oder schriftlich unter der
Adresse: Stadtarchiv Regensburg – SGA, Postfach
110 643, D-93019 Regensburg.
1. Bücher
AGoFF-Wegweiser: Wegweiser für die Forschung
nach Vorfahren aus den ostdeutschen und sudetendeutschen Gebieten. Neustadt/Aisch 1982.
[5-fach].
Arbeitskreis Haid (Hrsg.), Preiß Hildegard: Haid und
das Haider Land. Langerwehe 1985. 720 S.
Aschenbrenner Viktor: Fruchtbares Erbe. 20 Jahre
sudetendeutscher Kulturpreis. 160 Seiten.
Bahlow Hans: Deutsches Namenlexikon. Taschenbuch. 588 Seiten. München 1972.
Bail Willibald: Rund um die Kaiserwarte. Berichte,
Gedichte, Liedertexte. 110 Seiten, im Anhang
eine Wanderkarte.
Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit
(Hrsg.): Die Entwicklung Bayerns durch die Integration der Vertriebenen und Flüchtlinge.
Forschungsbericht 1995. 153 S., [2-fach].
Bayerisches Staatsministerium für Arbeiten und
Sozialordnung (Hrsg.): In der Obhut Bayerns.
Sudeten- und ostdeutsche Patenschaften im
Freistaat Bayern. 242 Seiten mit vielen Ortsansichten, historischen Skizzen etc. München
1989.
Beer-Heichel: Einwohnerbuch Leitmeritz. 1989.
Behrbalk Walter: Chronik der Stadt Weipert. 528 S.
Dortmund 1960.
Blau Josef: Geschichte der deutschen Siedlungen
im Chodenwald, besonders der „Zehn deutschen privilegierten Dorfschaften“ auf der
Herrschaft Kauth und Chodenschloß". Pilsen.
319 S.
Blumenwitz Dieter: Der Prager Vertrag. Bonn 1985.
[2-fach].
Czech Johanna und Karl: Stadt Mies in alten Ansichten Bd 1 1995.
Doyscher Rudolf: 750 Jahre deutsche Stadt Königsberg im Egerland. 320 Seiten mit Bildanhang.
Moosburg 1982.
Drechsler Angela: Altvaterland I und II: Urkundenregesten und zusammenfassende Gedanken über
die Dorfverhältnisse im Neisser Fürstentum,
österr. Anteil, heute Bezirk Freiwaldau, Schlesien. Band I: Geographie und Geschichte: Ziegenhals, Freiwaldau, Friedeberg. 228 S. Band II:
Wildschütz, Weidenau, Jauernig-Johannesberg,
Weißwasser. 1 Übersichtskarte Freiwaldauer
Bezirk. 251 S.
Eckert: Die deutschen evangelischen Pfarrer der
Reformation in Nord- und Ostböhmen (3fach).
Erlbeck Gustav: Der Familienname Erlbeck, 1992.
Erlbeck Gustav: Aich bei Karlsbad. Dorf- und Familiengeschichte, mit Ortsgeschichte. 125 S.
Nürnberg 1983.
Ficker August: Petersdorf. Die Geschichte eines
Dorfes.
Födisch Hermann: Das Saazer Land in ur- und frühgeschichtlicher Zeit. Mit Abbildungen und Tafeln. München 1961.
Friederichs Heinz F.: Familienarchive im öffentlichen
und privaten Besitz Bd. 1, 2, Reg. Neustadt/Aisch.
Grill Richard: Orte deutscher Geschichte. Ein Konterbild. 231 Seiten. Dinkelsbühl 2002.
Gröbner Johann, Womes Rudolf: Chronik d Pfarrgemeinde Berg [Bischofteinitz]. Landschaft,
Lebensweise der Leute, Erinnerungen, Orte
der Pfarrgemeinde Berg, herausgegeben zur
700-Jahrfeier Trohatin. Furth im Wald. 1976.
Gundacker Felix: Matrikenverzeichnisse der Mährischen Staatsarchive 1. Teil: Brünn Stadt,
Brünn Land. Wien 1998
Gundacker Felix: Matrikenverzeichnisse der Mährischen Staatsarchive 2. Teil: Archive Olmütz,
Troppau. 168 Seiten, Wien 2000.
Gundacker Felix: Pfarortelexikon Mähren. Wien.
Hanika Josef: Sippennamen und völkische Herkunft
im böhisch-mährischen Raum. Prag 1943.
103 S. [2-fach].
Hanika, Stibor: Wischau. Bild einer deutschen
Sprachinsel in Mähren. Wien, Wiesbaden
1957. 64 Bildt., 23 S. Text und 6 Textskizzen.
Heimatbuch der Bezirke Deutsch-Gabel und Zwickau. Kaufbeuren 1975.
Heimatverband der Marienbader Stadt und Land
(Hrsg.): Abaschin. Gedenkbuch einer Gemeinde im Kreis Marienbad. Marienbader
Schriften Nr. 6). Häuserverzeichnis mit Besitzern ab 17. Jahrhundert. München 1986. 80
S.
Hemmerle Rudolf: Heimat im Buch. Heimatbücher,
Heimatbriefe, Kalender und Jhrbücher 19451970. München 1970.
Hickl Franz: Heimatbuch Rostitz-Mogilsdorf. 150
Seiten. 1975.
Hoechstetter: St. T. der Hoechstetter.
Hubatschek: Schlackenwerth eine Stadt in Böhmen.
[10684; 11156].
Jäger A.: Dorfchronik - Geschichte der Ortschaften
Maffersdorf, Proschwitz und Neuwald nebst
einer übersichtlichen Geschichte der betreffenden Herrschaften und vielen Nachrichten
aus der Umgegend. Gablonz 1925. 384 S.
Jäger-Sunstenau Hans: Der Schlüssel, Bd. 6, 18711944. Auswertung der genealogischheraldischen Zeitschriften in Österreich und
der deutschsprachigen Tschechoslowakei.
Göttingen 1970. [2-fach].
König Josef Walter: Das Schrifttum des Ostsudetenlandes. Das literarische Vermächtnis der
Dichter und Schriftsteller aus dem Ostsudetenland- in lexikographischer Darstellung.
Wolfratshausen 1964.
-U3-
Kraft Adam: Sudetenland - ein Buch von seiner
Schönheit. Karlsbad-Drahowitz und Leipzig.
[6313; 11061].
Krauß Annemarie: Erinnerungen an Tachau in
Böhmen. Weiden 1982 [6-fach].
Krauß Annemarie: Weiden und Böhmen in den Jahren 1241-1600. Weiden 1980 [4-fach]
Lappat Josef: Auherzen und sein Kirchsprengel (Kr
Mies). Geschichte, Hausbesitzer, Flurnamen,
Ortsbeschreibung, Gefallene WK I, Hofchroniken. Mit Karten und Bildern. 176 S., Kelkheim
1992 [2-fach].
N.N.: Adreßbuch Theresienstadt, Lobositz, Auscha
1912. [2-fach].
N. N.: Brättersdorf. 1986.
N. N.: Heimatatlas des ehemaligen politischen Bezirkes Tachau-Pfraumberg, nach Sammlung
von geretteten Karten, Plänen und Überlieferungen der Ortsbetreuer und Einwohner der
ehemaligen Gemeinden. 155 S. Weiden.
N. N.: Schaben (Bez.Falkenau) Erinnerungen an
unser Heimatdorf. 1986 [2-fach].
N. N.: Sternberg in Mähren 1269-1969. Festschrift.
151 S. und 20 Bildtafeln.
Ortsverein Bubenreuth: Heimatbuch der Musikstadt
Schönbach. Bubenreuth 1969.
Pimmer: Winterberg im Böhmerwald. 1977.
Rawitzer: Stiebenreith. 1969.
Ressel Anton: Orts- und Häusergeschichte der Gemeinde Voigtsbach. Friedland 1930. 398 S.
Ribbe Wolfgang, Henning Eckart: Taschenbuch für
Familiengeschichtsforschung. 8. Auflage, 355
Seiten/2. Berlin 1974. [2-fach].
Rosenberg Richard: Die Gemeinde Weckersdorf.
Heimatkreis Braunau e. V. Forchheim 1979.
[6488; 10763]
Schmid-Braunfels Josef: Geschichte der Stadt
Braunseifen. Braunseifen 1910. Selbstverlag
135 S.
Schmidt Th.: Graslitz. Die Bevölkerung einer sudetendeutschen Stadt einst und jetzt. Ergebnisse
einer empirischen Untersuchung. Analyse der
Sozialstruktur zur Zeit 1939-1945 und der ehem.
Graslitzer in der Nachkriegszeit. 372 S., Karlstein 1983.
Schmutzer Josef: Tachau - eine deutsche Stadt in
Böhmen. Weiden 1970. 848 S.
Schönhengster Heimatbund (Hrsg.): Der Schönhengstgau. Bilder einer deutschen Sprachinsel.
Bildband
mit
357
Fotos,
mit
ortskundlichen Beschreibungen. Stuttgart
1962.
Schramm Heinz: Chronik der Familie Schwotzer.
Beiträge zur Bergbau- und erzgebirgischen Regionalgeschichte. 155 S. [10313, 0].
Schubert Karl: Das Alt-Egerer Krippentheater. 1986.
Schwarz Ernst: Sudetendeutsche Familiennamen
des 15./16. Jhd - 6. Bd. der Reihe: Handbuch
der
sudetendeutschen
Kulturgeschichte.
München 1973 [2-fach].
Slajch Vladimir: Die Elbogener Orgelbauschule.
Regensburg 1992.
Spitzner: Alte deutsche Apotheke Heft 7. [3-fach].
Stelzig Siegfried: Das alte Weberstädtchen Zwickau
i.B. Eine kleine Heimatkunde eines nordböhmischen Städtchens. Poesie und Prosa, Mundart
mit Redensarten. Kaufbeuren 1980. [6182;
10739].
Sudetendeutsche Landsmannschaft (Hrsg.): 1. Sudetendeutscher Kongress vom 16. - 18. Oktober
1987 in Regensburg. 120 S. München 1988.
Sudetendeutsches Archiv (Hrsg.): Sudetendeutsche
Heimatsammlungen. Museen, Archive, Galerien, Bibliotheken, Heimatstuben, Privatsammlungen. 322 Seiten. München 1985.
Sudetendeutsches Archiv (Hrsg.): Sudetendeutsche
Heimatsammlungen. Museen, Archive, Galerien, Bibliotheken, Heimatstuben, Privatsammlungen. 286 Seiten. München 1983.
Sudetendeutsches Archiv München (Hrsg.): Jahrbuch für sudetendeutsche Museen und Archive
1992. 398 Seiten mit vielen Bildern. München
1992.
Sudetendeutsches Archiv München (Hrsg.): Jahrbuch für sudetendeutsche Museen und Archive 2002. 235 Seiten mit vielen Bildern. München 2002.
Tabery E. G. v.: Briesen im Schönhengst, seine
Geschichte und seine Familien; I Band
(1965), II. Band mit 7 Anlagen (Statistiken);
(1966). [4-fach].
Tille Josef: Heimatbuch der Stadt Niemes und ihrer
nächsten Umgebung. Von ihren Anfängen bis
zur Gegenwart.
Tunkl Franz: Saitzer Heimatbuch. Geschichte und
Schicksal einer deutschen Gemeinde in Südmähren. 395 Seiten mit Abbildungen und Lageskizzen. Heidelberg 1980.
Umlauft F. J.: Der Schreckenstein. Eine Beschreibung und Geschichte der Burg. 68 Seiten. 1.
Auflage Aussig 1926. [2-fach].
Veith Franz: Grulich. Heimatbuch des Grulicher
Ländchens. 150 Seiten. Regensburg 1960.
Verein für Heimatpflege Ostsudetenland e. V.
(Hrsg.): Brättersdorf, Geschichte, Schicksale,
Erinnerungen. Geschichtliche Übersicht, Häuserübersicht, viele Fotos. 176 Seiten. Ingolstadt 1986.
Wagner Eduard: Aussig - Bilder aus der geschichtl.
Entwicklung der Stadt. Nachdruck der Ausgabe v. 1923. Geschichte, Ortsbeschreibung.
146 S.
-U4-
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Eduard Augsten
Nr.
Fotografische Erfassung evangelischer
Kirchbücher!
Ein Bericht zur digitalen Erfassung und Bearbeitung von evangelischen Kirchenbüchern aus
dem Sudetendeutschen Archiv in München
Die erste Anfrage zum Abschreiben der Friedländer evangelischen Kirchenbücher (KB) aus dem
Sudetendeutschen Archiv in München wurde durch
Herrn Pecher im Namen des VSFF am 23.03.2006
an mich gerichtet, wozu ich meine Zustimmung gab.
Eine CD mit 226 Fotos von 14 evangelischen
Kirchenbüchern zu Geburten von Friedland kam am
26.09.2006 per Post bei mir an. Soweit mir bekannt
ist, machte diese Aufnahmen Herr Sieghard Rind.
Umgehend begann ich mit der Abschrift der Daten
in Excel. Vom 03.10. bis 20.12.2006 waren insgesamt die Jahre 1899 bis 1904, also 6 KB abgeschrieben. Die Fotos beinhalteten jeweils eine
Doppelseite im Gesamtmaß von 56 cm x 54 cm, da
die Geburtseinträge grundsätzlich über zwei Seiten
des Buches verfasst waren (Buchformat 28 cm x 54
cm). Während des Abschreibens stellte ich fest,
dass ich nicht immer alle Daten lesen konnte, da sie
manchmal sehr dünn geschrieben und die Fotos
manchmal etwas unscharf waren.
In den laufenden Kontakten mit Herrn Pecher
erfuhr ich von der Dringlichkeit des Erfassens der
ev. KB, da die Unterlagen Anfang 2007 in ein anderes Archiv verlegt werden sollten und somit für die
VSFF nicht mehr erreichbar wären. Herr Pecher
schilderte von dem Zeitdruck, unter welchem der
Verein steht, da die Arbeit des Durchsehens im Archiv und das Fotografieren der verwendbaren KB
kaum noch in 2006 erledigt werden konnte.
Bedingt durch die Dringlichkeit dieser Arbeit für
den Verein erklärte ich mich bereit, in München zu
helfen, die vorhandenen Bücher auf Brauchbarkeit
zu sichten und die restlichen Friedländer Bücher
selber zu fotografieren. Nach entsprechenden Abwägungen und Absprachen zwischen Herrn Pecher
und dem Sudetendeutschen Archiv in München
machte Herr Pecher den Vorschlag, am 07.11.2006
gemeinsam nach München zu fahren, dort so viel
Unterlagen wie möglich zu sichten und die Bücher,
welche noch stabil genug sind, zum Fotografieren
mitzunehmen, da die VSFF dazu die Erlaubnis erhalten hatte. Den Termin konnte ich bestätigen.
Am 06.11.2006 war ich in Ingolstadt und vereinbarte telefonisch mit Herrn Pecher das vorgesehene Vorgespräch zur Abstimmung des Prozederes.
Während des persönlichen Gesprächs am späten
Nachmittag vereinbarten wir, dass ich mit Herrn Pecher um 7:30 Uhr des 07.11.2006 nach München
fahre.
In München kontrollierten wir gemeinsam etwa
30 bis 35 laufende Meter Regalböden mit evangelischen Kirchbüchern. Als wir das Gebäude verlassen
mussten, durften wir leihweise die Bücher von
folgenden Pfarrämter mitnehmen:
- Seite 1 -
Band XII/Heft 1
Pfarramt
aufgenommene
Kirchbücher
3 Aussig
komplett (kpl.)
4 Bludowitz
kpl.
o.Nr. Braunau
kpl.
o.Nr. Brüx
kpl.
5 Tetschen Bodenbach
kpl.
o.Nr. Tetschen Bodenbach
lose Teile, wie vorgefunden
9 Deutsch Horschowitz
kpl.
13 Ellgoth/Lota, Bez. Troppau kpl. 2 Packen
15 Friedland
kpl., laut Registrierung
35 Krischlitz
kpl. 2 Packen
40 Leitmeritz
evtl. kpl. unverpackt = unsicher
72 Reichenberg
kpl. 2 Packen
76 Rumburg
kpl.
Von den Unterlagen dieser 14 Pfarreien wollte
ich ursprünglich nur die des Kreises Friedland zur
bearbeiten. In Anbetracht der knappen Frist bis
Ende Dezember war ich bereit, die Unterlagen der
Nachbarkreise von Friedland ebenfalls zu bearbeiten. Folgende Unterlagen wurden letztlich für die
VSFF abfotografiert:
Dux (war bereits entnommen) Friedland
Morchenstern
Reichenberg
Am 09.11. 2006 begann ich mit der Arbeitsgestaltung, den Beleuchtungsversuchen und den Fotoarbeiten. Diese wurden am 20.12.2006 beendet.
Es wurde jede Seite fotografiert, außerdem wurde
zum Nachweis der Zusammengehörigkeit der Doppelseiten die Seitennummer mit „a“ und „b“ ergänzt.
Besonders schwierig waren die Arbeiten mit
den Büchern von Morchenstern und Dux. Durch frühere Wassereinwirkungen und nachfolgende thermische und chemische Reaktionen wurden die
Holz- und Zellstofffasern des Papiers zerstört. Das
Papier ist dadurch so spröde geworden, dass es bei
geringster Berührung zerbröselt. Positiv ist, dass
überwiegend die obere Seite betroffen war und somit „nur“ der Tabellenkopf wegbröckelte. Leider
reichte dieser Zerfall häufig auch bis in den ersten,
oberen Eintrag. Hier kam hinzu, dass durch die
Wassereinwirkung meistens die Tinte der Schrift abgeschwämmt und verblasst war. Ein weiterer negativer Aspekt war, dass sehr häufig die Blätter dort
miteinander verklebten, wo die Fasern noch einigermaßen in Ordnung waren.
Um hier nicht von Anfang an alles zu zerstören,
musste mit äußerster Sorgfalt und Vorsicht gearbeitet werden.
Unter die leicht zerbrechenden Blätter schob
ich gelegentlich vorsichtig einen dünnen Karton, um
die Daten einer Seite zu erhalten und nicht mit denen der folgenden zu fotografieren. Auf den Bildern
kann man gut erkennen, wo Stücke der beiden
Seiten fehlen und im linken Bild haften Teile der
vorigen Seite im Hintergrund.
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
So sieht ein Teil der Kirchbücher aus (linke Seite)!
Und so die rechte Seite
Zusammengeklebte Seiten waren kaum zu lösen und man hätte in jedem Falle eine der beiden
Seiten zerstört. Zunächst versuchte ich mit intensivem „Anhauchen“ dem Papier etwas Feuchtigkeit zu
übertragen, um es geschmeidig zu machen. Der
auftretende Erfolg motivierte mich, eine vorsichtige
Behandlung mit dem Dampfbügeleisen zu testen. Im
Abstand von etwa 5 bis 8 cm bedampfte ich kurzzeitig die Seite und konnte tatsächlich mit entsprechender Vorsicht alle Bücher öffnen, ohne auch nur
eine Seite zu zerreißen.
Somit muss man davon ausgehen, dass manche Bücher in acht bis zehn Minuten fotografiert
werden konnten und für andere mit gleicher Seitenzahl um ein Vielfaches mehr benötigt wurde.
Somit war es möglich, fast alle schwachen,
vom Wassereinfluss verblassten Schriften noch soweit zu entziffern, dass nahezu alle Daten der am
meisten beschädigten Bücher erhalten werden
konnten. Wenn es sich bei diesen Kirchenbüchern
auch nur um dünne Hefte mit manchmal zwei bis
drei Seiten handelt, waren doch vielfach etliche
Stunden erforderlich, um so eine geschädigte Seite
in Excel zu übertragen. Die Befürchtung bestand,
dass die Blätter soweit ausbrechen, dass man
wichtige Daten nicht mehr erkennt und andererseits
die Originalschrift so schwach ist, dass man sie auf
den Fotos kaum lesen kann.
Somit ist das bisherige Ergebnis, außer der fotografischen Erfassung, dass folgende Daten bereits
in Excel umgesetzt sind:
Dux:
Geburten von 1904 bis 1917 inklusive
Index (soweit vorhanden)
Heiraten von 1904 bis 1906 inklusive
Index (soweit vorhanden)
Friedland:
Geburten von 1899 bis 1904 inklusive
Index
Reichenberg: Beerdigungen von 1863 bis 1868 und
Index 1863 bis 1865
Nach rund 6 Wochen waren in entsprechend
eiliger Arbeit alle Bücher fotografisch erfasst und
von den am schlimmsten beschädigten hatte ich bereits partielle Erfassungen in Excel vorgenommen.
Da sich abzeichnete, dass die Rückgabe an das
Sudetendeutsche Archiv München nicht zwin-gend
im Dezember erfolgen musste, wurden inten-sivere
Kontrollen und Korrekturen durchgeführt. Nach den
dadurch erlangten Erkenntnissen habe ich
verschiedene Fotos durch neue ersetzt. Andererseits wurden etliche Seiten, welche auf Grund
sehr klein und eng geschriebener „Anmerkungen“
selbst in der Vergrößerung am PC kaum lesbar
sind, durch weitere Aufnahmen von ¼ Seiten ergänzt. Des weiteren konnte ich, besonders von Dux,
die sehr schlechten Seiten der Geburts- und
Heiratseinträge in Excel erfassen, wobei es vorteilhaft war, die Originalschriften zu nutzen.
- Seite 2 -
Nach all diesen Arbeiten stand endlich an, die
Daten auf CDs zu speichern. Auf Grund der zusätzlich erstellten Aufnahmen, dem Gesamtumfang der
Bücher und der begrenzten Kapazität der CDs habe
ich folgende Aufteilung vorgenommen:
Dux
1. CD
Geburten von 1904 bis 1917 mit 516 Fotos
von 14 Kirchenbüchern – 506 MB
2007
2. CD
3. CD
Sudetendeutsche Familienforschung
Heiraten von 1904 bis 1917 mit 202 Fotos
von 14 Kirchenbüchern – 193 MB
Beerdigungen von 1904 bis 1917 mit 101
Fotos von 14 Kirchenbüchern – 101 MB
Austritte von 1913 bis 1917 mit 17 Fotos
von 5 Kirchenbüchern - 15 MB
Eintritte von 1913 bis 1917 mit 33 Fotos von
5 Kirchenbüchern - 32 MB
Friedland
1. CD Geburten von 1899 bis 1907 mit 321 Fotos
von 9 Kirchenbüchern – 335 MB
2. CD Geburten von 1908 bis 1917 mit 309 Fotos
von 10 Kirchenbüchern – 290 MB
3. CD Heiraten von 1899 bis 1917 mit 387 Fotos
von 19 Kirchenbüchern – 397 MB
4. CD Beerdigungen von 1899 bis 1917 mit 261
Fotos von 19 Kirchenbüchern – 242 MB
Austritte von 1913 bis 1917 mit 20 Fotos
von 5 Kirchenbüchern - 17 MB
Eintritte von 1914 bis 1917 mit 19 Fotos von
4 Kirchenbüchern - 17 MB
Morchenstern
1. CD Geburten von 1910 bis 1917 mit 179 Fotos
von 8 Kirchenbüchern – 179 MB
Heiraten von 1910 bis 1917 mit 96 Fotos
von 8 Kirchenbüchern - 96 MB
Beerdigungen von 1910 bis 1917 mit 66
Fotos von 8 Kirchenbüchern - 65 MB
Austritte von 1913 bis 1917 mit 14 Fotos
von 5 Kirchenbüchern - 12 MB
Eintritte von 1913 bis 1917 mit 20 Fotos von
5 Kirchenbüchern - 19 MB
Band XII/Heft 1
160 Stunden intensive Arbeiten inklusive Nummerieren der Fotos
249 Kirchenbücher (Hefte, von 2 Seiten an aufwärts) bearbeiten
4750 Fotos aufgenommen
4,5 Stunden Bearbeitung pro Tag (Durch-schnitt)
40 Minuten pro Kirchenbuch (Durchschnitt)
2 Minuten pro Seite (Durchschnitt)
19 Seiten pro Kirchenbuch (Durchschnitt)
4500 MB belegte Speichermenge
10 CDs voraussichtlich (vorläufige Kalkulation,
Stand 24.12.2006)
Die fortschreitende und ergänzende Bearbeitung: Januar bis 15. März 2007:
10 Wochen ~ 61 Tage ~ 185 Stunden weiterführende und Nacharbeit
4750 Fotos im PC kontrolliert und erforderliche
Fotos ersetzt und hinzugefügt
5605 Fotos hat der erweiterte Endstand
20 KB in Excel übertragen, zum Teil mit Index
42 CD-Cover vorbereitet, gedruckt, ausgeschnitten und eingesetzt
42 CD-Bodeneinlagen vorbereitet, gedruckt, ausgeschnitten und montiert
42 CDs nach entsprechender Dateneinteilung
gebrannt, beschriftet und zusammengestellt
8 Pakete mit Kirchenbüchern gepackt
249 Kirchenbücher für die Statistik ausgewertet
5 Statistische Übersichten erstellt
Erkannte Abweichungen angepasst und die
Unterlagen zum Transport vorbereitet.
Gewonnene Erkenntnisse bei der Bearbeitung:
Reichenberg
1. CD Geburten von 1873 bis 1884 mit 525 Fotos
von 12 Kirchenbüchern – 522 MB
2. CD Geburten von 1885 bis 1891 mit 635 Fotos
von 7 Kirchenbüchern – 607 MB
3. CD Heiraten von 1863 bis 1889 mit 439 Fotos
von 26 Kirchenbüchern – 432 MB
4. CD Heiraten 1890 bis 1901 mit 463 Fotos von
12 Kirchenbüchern – 442 MB
5. CD Beerdigungen von 1863 bis 1885 mit 500
Fotos von 26 Kirchenbüchern – 510 MB
6. CD Beerdigungen von 1886 bis 1901 mit 483
Fotos von 12 Kirchenbüchern – 477 MB
Von diesen insgesamt 14 CDs wurden 3 Sätze gebrannt, vorgesehen:
1 Satz für das Sudetendeutsche Archiv München
2 Sätze für das SGA der VSFF.
Aus erweiterter statistischer Perspektive kann
ich folgende Aussage machen:
November bis Dezember 2006:
6 Wochen Aufwand (42 Tage)
37 Tage Vorbereiten, Fotografieren, Speichern,
Nummerien etc. das sind
- Seite 3 -
Meine bisherigen Erfahrungen bei dem Studium alter Kirchenbucheinträge sammelte ich ausschließlich bei den Arbeiten mit den katholischen
Matrikeln im Archiv Leitmeritz (SOAL).
Somit sind die Aufschreibungen in der Art der
evangelischen Kirchenbücher schon etwas anders
und man muss sich neu in die Gestaltungen und
Schriften einlesen. Sicherlich spielt bei meinen Erkenntnissen auch die Tatsache eine Rolle, dass es
sich bei den erfassten, evangelischen Kirchenbüchern um Aufzeichnungen aus dem 19. und 20.
Jahrhundert handelt.
Bei den bisher bearbeiteten katholischen Büchern handelte es sich um solche aus dem 15., 16.
und 17. Jahrhundert.
Zunächst war sehr auffällig, dass es in den
evangelischen Pfarrgemeinden nahezu nur Männer
mit relativ guten Berufsbezeichnungen gab. Sehr
wenig Landwirte, Häusler oder Tagelöhner kamen
vor. So haben bei 20 Geburten die Kindesväter in
der evangelischen Kirchengemeinde von Friedland,
im Jahr 1899, folgende Berufsbezeichnungen:
1 Tagarbeiter
2 Fachgehilfen
5 Fabrikarbeiter
5%
10 %
25 %
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
3 Berufs-Facharbeiter
9 Meister, Beamte, Angestellte
15 %
45 %
In der evangelischen Kirchengemeinde Dux findet man unter den Berufsbezeichnungen:
1 Fachgehilfe
3%
1 Landwirt
3%
1 Händler
3%
11 Meister, Beamte, Angestellte 36 %
17 Berufs-Facharbeiter
55 %
Erstaunen ließ mich die hohe Anzahl an Meistern, Beamten und Angestellten und die der relativ
vielen berufsbezogenen Fachkräfte.
Ein weiteres abweichendes Kriterium, im Vergleich zu den katholischen Daten, ist die Tatsache,
dass dieser relativ geringe evangelische Bevölkerungsanteil in diesen nordböhmischen Regionen,
anders als bei dem katholischen Bevölkerungsanteil, nur zu einem geringen Teil im Ursprung hier beheimatet ist.
Vor allem die Fachkräfte sind es, welche aus
fernen Gegenden und Ländern hierher gekommen
sind und letztendlich vermutlich durch gute Arbeitsbedingungen und Heirat in Nordböhmen ansässig
wurden. Plausibel scheint zu sein, dass aus den innerböhmischen, schlesischen und sächsischen Gebieten eine Zuwanderung stattfand. Dies sind die
nächsten Nachbarregionen, welche schon immer für
überregionale Verbindungen standen.
Kommen aber Verbindungen zustande, bei
welchen ein Partner aus dem fernen Ausland
kommt, fragt man sich schon, welche Gründe vorlagen, dass vor 100 Jahren ein Mensch aus Wunsiedel nach Bilin, aus Nienburg an der Weser nach
Hostomitz, aus Meskowo, dem Großdepartement
Sankt Petersburg, nach Hostomitz zieht.
Dass aus nahezu allen Preußischen Landen
ein Zulauf erfolgte scheint auf Grund der Nachbarschaft und des lediglich dialektischen Sprachunterschieds verständlich, wenn man die berufsmäßige
Wanderschaft (Walz) in Betracht zieht.
Bei einem Zuwanderer aus Rokolakokis in
Finnland, der eine Zuständigkeit nach Herdeke in
Westfalen hat, wird schon das genealogische Interesse geweckt, und es taucht die Frage auf, warum
diese Person letztendlich nach Bilin kommt?!
Es hat hier den Anschein, dass sich in Nordböhmen Leute aus ganz Europa verbunden haben.
In diesem Teil der Kirchenbücher findet sicher
mancher Forscher, der nicht aus dem Nordböhmischen stammt, seine Vorfahren oder Hinweise zur
Herkunft derselben.
Mit Sicherheit kann das Abschreiben der gesamten Daten in Excel nicht so schnell erfolgen wie
die fotografische Erfassung.
Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Fotos in
ausreichender Güte gelungen sind, damit nicht nur
das Abschreiben durch mich, sondern auch die Benutzung der Fotos durch andere Forscher, möglichst
keine Beanstandungen zur Folge haben.
- Seite 4 -
Band XII/Heft 1
Mögen noch viele Vereinsmitglieder die Bereitschaft anbieten, bei dieser Aktion tatkräftig mitzuwirken.
Letztendlich sollte der Dank an das Sudetendeutsche Archiv in München, insbesondere an
Herrn Ministerialdirigent a.D. Reinhold Erlbeck, nicht
fehlen, der diese Erfassung mit Weitblick und großem Entgegenkommen für un-ser Anliegen ermöglicht hat. Aber auch dem damaligen Vorstand und
allen Personen, welche mit dem Zustandekommen
dieser Aktion befasst waren, gilt Dank und Anerkennung.
Eduard Augsten
Hagen
Im Zusammenhang mit der fotografischen
Erfassung der evangelischen Kirchbücher stieß Herr
Augsten noch auf ein weiteres Problem, dessen Lösung er im nachstehenden Artikel beschreibt:
Eduard Augsten
Nummerieren und Archivieren von Kirchenbuch-Fotos – ein Vorschlag aus
meiner Praxis
Nach meinem Vortrag auf der diesjährigen
Mitgliederversammling in Eisenach (2007) zur fotografischen Erfassung und Bearbeitung von Kirchenbüchern wurde mehrfaches Interesse zum Aufbau
und der Logik der von mir geschaffenen und verwendeten Art der Fotonummerierung gezeigt. Da
möglicherweise allgemeines Interesse bestehen
könnte und wir in unserer Zeit die fotografische Erfassungsart glücklicherweise nutzen dürfen, gebe
ich hier allen Mitgliedern die Möglichkeit, dieses
Nummerierungssystem kennenzulernen und eventuell in dieser oder ähnlicher Form für sich zu nutzen.
Aus vielen Gesprächen ist mir auch bekannt,
dass manch ein Forscher bereits viele Fotos gemacht hat, aber bedingt durch das Fehlen eines logischen und sprechenden Nummernsystems später
das richtige Foto nur mit höherem Suchaufwand
finden kann. Vielleicht kann mancher Forscher seine
Fotos mit der unten aufgezeigten Nummerierung in
ein Schema bringen, welches im Prinzip alle notwendigen Aussagen selbstsprechend darstellt.
Vorteilhaft ist dies mit Sicherheit, wenn als freiwillige Spende oder aus einem Nachlass einmal Kirchenbuch- oder Matrikelfotos mit einer solchen
selbstsprechenden Nummerierung in weitestgehend
angeglichener Form in das SGA kommen.
Sicher ist dann dort die Registrierung und Zuordnung schneller, einfacher und in einer gut lesbaren Art möglich.
Meine Basis:
Im Archiv Leitmeritz (Státní Oblastní Archiv v
Litoměřicích - SOAL) haben die Kirchenbücher (wieter = KB) im Allgemeinen eine Nummernbezeichnung, welche mit „L" beginnt (Anmerkung der Re-
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
daktion: wenn sich das KB vormals in einem Archiv
in Reichenberg = Liberec befand – das gilt wohl für
die überwiegende Anzahl) und für jeden Pfarrbereich durch eine Ziffer ergänzt wird. Diese Pfarrbereiche beinhalten jeweils mehrere Orte/Gemeinden oder Filialkirchen.
Für die Herrschaft Friedland gibt es
L 11 - Pfarrbereich Bullendorf
L 23 - Pfarrbereich Dittersbach
L 37 - Pfarrbereich Friedland
L 39 - Pfarrbereich Haindorf
L 60 - Pfarrbereich Heinersdorf
L 74 - Pfarrbereich Schönwald
L 102 - Pfarrbereich Einsiedel
L 107 - Pfarrbereich Neustadt a.T (an der
Tafelfichte)
L 131 - Pfarrbereich Raspenau
L 176 - Pfarrbereich Wiese
Zu jedem Pfarrbereich gibt es mehrere Bücher.
Diese sind im Archiv dann unter der jeweiligen KBReihe mit deren laufender Nummer definiert. Daher
hat in den Archiv-Verzeichnissen das erste KB der
Reihe L 11 natürlich die Nummer 1. Bei 10 Pfarrbereichen kommt aber die Buchnummer 1 zehnmal
vor. Um Verwechslungen zu vermeiden, wird die
Nummer 1 etc. immer im Zusammenhang mit der
KB-Reihe geführt. Wir haben es also mit dem KB L
11/1 (dem ältesten Kirchbuch von Bullendorf) zu
tun.
Nach diesen Bezeichnungen suchen wir im
Archiv die Bücher aus und bestellen sie, damit wir
im Lesesaal entsprechend darin arbeiten, sprich
Fotos machen können.
Die Registrierung in anderen Archiven ist mir
nicht bekannt. Aber sicher ist diese ähnlich aufgebaut und kann vermutlich ebenso in der Fotonummerierung verwendet werden.
Gedanken zum Aufbau:
Mein Urgedanke war bereits bei der schriftlichen Datenerfassung im Archiv der, dass ich nach
diesem Kriterium meine erfassten Daten schnell
wiederfinden kann. Also fügte ich bereits damals
die Seitennummer zur Matrikelbezeichnung. Bald
stellte ich fest, dass manches dicke Buch Geburten
und Heiraten, aber nach 1750 auch die Verstorbenen beinhaltete. Zu meinem Leidwesen kam es
vor, dass in einem Buch jede Eintragsart, also
Geburt, Heirat und Tot jeweils mit der Seitennummer 1 begann.
Wenn ich also Daten aus dem Geburtseintrag
von der Seite 15 erfasse, könnten auch Heiratseinträge von der Seite 15 desselben Buches vorkommen und bei der späteren Suche in meinen
Unterlagen zu Verwechslungen und im Ahnenprogramm bei der Quellenangabe zu Verwirrungen
führen. Also habe ich zur genaueren Definition auch
die Eintragsart hinzugefügt. Somit wählte ich für
Geburten/Taufen = G, für Heiraten = H und für Ver- Seite 5 -
Band XII/Heft 1
storbene, Beigesetzte, Gestorbene, Beerdigte, also
kurz für Todefälle = T.
So entstand die Bezeichnung L 11/1 G S-15 für
Geborene aus dem ersten Buch der KB-Reihe L 11
von der Seite 15. Da es Kirchenbuch-Reihen mit
einer Nummer und Seitenzahlen größer als 99 gab
(also dreistellige), entschied ich, alles durch die
Beistellung von Nullen in gleicher Stellenzahl zu
schreiben. Daher ist bei manchen Bezeichnungen
die Null davor als einfacher Platzhalter anzusehen.
Somit wird die Bezeichnung L 11/1 G S-15 als
L 011/001 G S-015 ausgeführt. Im PC wird kein
Schrägstrich im Fotonamen angenommen, weshalb
ich hier mit Leerstellen und Bindestrichen arbeite.
Die endgültige Fotonummer ist also L 011-001 G S015.
Eine Jahresangabe schien mir nicht nötig zu
sein, da durch die angegebene Buchnummer die
Zeitspanne berücksichtigt ist.
Aus der weiteren Erkenntnis, dass die Einträge
für Geburten, Heiraten und Tote innerhalb eines Buches nicht immer dieselben Zeitabschnitte beinhalten, kann man die Jahre bei den jeweiligen Unterordnern oder auch grundsätzlich in die Ordnernamen einfügen. Dies muss jeder selbst entscheiden.
Manchmal scheint es sehr hilfreich, diese Angabe
bereits in der entsprechenden Ordner-Ebene zu finden.
PC-bedingte Organisation:
Für jede KB-Reihe erstellte ich einen Ordner,
welcher seinerseits für jedes KB einen Unterordner
enthält. In dem Unterordner werden dann die Fotos
von diesem einen Buch abgelegt. Vorteilhaft ist,
wenn Geburten, Heiraten und Tote in einem Buch
vorkommen, noch eine Ebene weiter herunterzugehen und dem Unterordner diese 3 Ordner Geburt, Heirat und Tot unterzuordnen. Im nachfolgenden Beispiel gebe ich die Jahreszahlen mit an.
Man erhält somit folgende Ordnerhierarchie der
Ordner für Fotos aus Leitmeritz:
Ordner L 011
1. Ebene, Matrikelbezeichnung des Pfarrbereichs - hier Bullendorf
Ordner L 011-001
2. Ebene, Lfd. Nr. – hier 1. Matrik (Buch) für
Bullrndorf
Ordner L 011-001 G 1714-1763
3. Ebene, Geburten in der angegebenen Zeit
im 1. Buch, Bullendorf
Ordner L 011-001 H 1714-1774
3. Ebene, Heiraten in der angegebenen Zeit
im 1. Buch, Bullendorf
Ordner L 011-001 T 1714-1771
3. Ebene, Todesfälle in der angegebenen Zeit
in der 1. Matrik, Bullendorf
Ordner L 011-002
2. Ebene, Lfd. Nr. - hier 2. Matrik (Buch) für
Bullendorf
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Ordner L 011-002 G 1764-1784
3. Ebene, Geburten der angegebenen Zeit
im 2. Buch, Bullendorf
Ordner L 011-002 H 1775-1784
3. Ebene, Heiraten der angegebenen Zeit
im 2. Buch, Bullendorf
Ordner L 011-002 T 1771-1784
3. Ebene, Todesfälle in der angegebenen Zeit
im 2. Buch, Bullendorf
Und so weiter für alle in dieser KB-Reihe vorkommenden Buchnummern, sofern man davon Fotos
gemacht hat.
Es dürfte klar sein, dass das Wort "Ordner" hier
als Hinweis beigefügt ist und im PC nur die entsprechende Bezeichnung "L 01-001…" etc. steht.
Für den Pfarrbezirk Bullendorf gibt es insgesamt 23 Bücher. Würde man diese alle irgendwann
fotografiert haben, gäbe es unter dem angelegten
Ordner "L 011" = mindestens diese 23 Unterordner,
in welchen es wiederum Unterordner geben kann, in
denen die jeweiligen Fotos abgelegt sind.
Somit hat man bereits eine wunderbare Ordnung erreicht, welcher man letztendlich noch die
Seitennummer hinzufügt, um schnell das richtige
Foto finden zu können.
Die Fotonummerierung:
Die Fotobezeichnung sieht in der Regel folgendermaßen aus, wenn ich aus dem oben erwähnten
Buch 1 von L 011 mit den Geburten beginne:
Band XII/Heft 1
Es gibt also zwei Bilder zu einem Eintrag und
man muss sie entsprechend definieren, da der PC
nicht zwei Aufnahmen mit derselben Nummer akzeptiert. Daher erhält die linke Seite ein "a" und die
rechte Seite ein "b" (kann auch l = links und r =
rechts sein).
Die erweiterte Nummer ist dann:
L 011-001 G S-001a
| | | | | | |---- =
| | | | | |
| | | | | |-------- =
| | | | |------------ =
| | | |--------------- =
| | |
| | |-------------------- =
| |
| |------------------------- =
|
|------------------------------ =
Linke Hälfte der Doppelseite 1
Seiten-Nummer
Bezeichnung für "Seite"
Geburten (Heiraten = H,
Todesfälle = T)
Kirchenbuch-Nr.(das
zweite hat 002 etc.)
Bestandteil der ArchivNr.(Pfarrbereich)
Bestandteil der ArchivNr. ( früher in Liberec)
Da diese KB in Leitmeritz (zumindest aus der
Herrschaft Friedland) alle nur katholische Daten
enthalten, ist es nicht erforderlich, die Religion extra
zu vermerken (nach meiner Einschätzung).
Soweit mir bis heute bekannt ist, haben die
evangelischen KB keine solche Archivregistrierung.
Diese laufen unter der Bezeichnung der jeweiligen
evangelischen Pfarrgemeinde, sind nach Geburt
oder Taufe, Heirat und Tod jeweils für ein Jahr in einem Buch/Heft erfasst.
L 011-001 G S-001
= Matrikenreihe L 11 (=Bullendorf), Matrik/Buch 1
Geburten, Seite 1
L 011-001 G S-002
= Matrikenreihe L 11 (=Bullendorf), Matrik/Buch 1,
Geburten, Seite 2
L 011-001 G S-003
= Matrikelreihe L 11 (Bullendorf), Matrik/Buch 1,
Geburten, Seite 3
und so weiter mit den Fotos aller fotografierten
Seiten.
Auch hier kann man ein entsprechendes Schema als Fotobezeichnung verwenden. Als Beispiel
dient hier das KB der evangelischen Pfarrgemeinde
Friedland in Böhmen von 1915 mit den Geburten.
Die Bedeutung dieser Signatur ist im Detail
und hat folgende Bedeutung:
L 011-001 G S-001
| | | | | |-------- =
| | | | |------------ =
| | | |--------------- =
| | |
| | |-------------------- =
| |
| |------------------------- =
|
|------------------------------ =
Fr-ev 1915 G S-200a
|
|
| | | | |--|
|
| | | |
|
|
| | | |-----|
|
| | |---------|
|
| |------------|
|
|
|
|
|-----------------|
|-----------------------|------------------------------
Seiten-Nummer
Bezeichnung für "Seite"
Geburten (Heiraten = H,
Todesfälle = T)
Kirchenbuch-Nr.(das
zweite hat 002 etc.)
Bestandteil der ArchivNr.(Pfarrbereich)
Bestandteil der ArchivNr. ( früher in Liberec)
Sind die Einträge über zwei Seiten geführt, fotografiere ich jede Seite, damit man die Einträge
später im PC besser lesen kann.
- Seite 6 -
Die Fotos erhalten eine ähnliche Nummer, allerdings nur auf diese KB-Art bezogen. Somit ist die
Foto-Nummrt von den Geburten auf der Seite 200,
linke Hälfte zum Beispiel:
„Fr-ev 1915 G S-200a“
= linke Hälfte der Doppelseite
= Seite 200
= Bezeichnung für "Seite"
= Geburten (Heiraten = H,
Todesfälle = T)
= Jahr der Geburtseinträge
= evangelisch
= Friedland
Sollten weitere Unterteilungen bei den Fotoaufnahmen erforderlich sein (unleserlich, weil zu
klein geschrieben oder zu eng etc.) kann man dies
ergänzend vermerken. Nimmt man die obere und
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
untere Hälfte einer Seite extra oder zusätzlich auf,
kann man ein "o" für oben und ein "u" für unten verwenden. Die Fotonummerierung lautet dann beispielsweise:
"Fr-ev 1915 G S-200 ao".
Will man diese Nummerierung konsequent
durchführen, gibt es sicher das Argument, "das ist
viel zu aufwändig". Nun, hier hilft der PC, denn man
kann einer größeren Anzahl Fotos, welche alle dieselbe Basisnummer erhalten sollen und nur eine variable Zählnummer, bereits bei der Übertragung vom
Fotoapparat in den PC diese Basisnummer geben.
Ebenso können bereits vorhandene Fotos, mit
automatisch vergeben Nummern, nachträglich mit
einer einheitlichen Basisnummer versehen werden.
Nummerierung bei der Fotoübertragung in den
PC:
Man kann den Fotoapparat zur Übertragung direkt an den PC anschließen oder den Foto-Speicher
über einen an den PC angeschlossenen Adapter
einlesen. In beiden Fällen öffnet sich ein
Kontextmenue. Man spricht darin den Vorgang
"Bilder in einen Ord-ner auf den Computer kopieren
mit MS-Scanner und Kamera-Assistent" an. Dann
geht man per Maus-klick weiter, bis man den
Scanner- und Kamera-As-sistenten erreicht. Unter
diesem findet man eine Zeile
„1. Geben Sie einen Namen für die Bildgruppe ein"
In das weiße Feld schreiben Sie die Bezeichnung, wie Sie die KB-Fotos benennen wollen. Nach
obigem ersten Nummernbeispiel:
L 011-001 G S-001
Bekannt dürfte sein, dass man hier auch ein
Feld durch ein Häkchen aktivieren kann, damit die
Bilder auf dem Foto-Speicher gelöscht werden.
Bewegt man sich dann im Assistenten durch
Klicken auf "weiter" weiter, kann man letztendlich
die Bilder in den PC laden und erkennt, dass alle
Bilder die eingegebene Nummer/Bezeichnung, ergänzt durch eine aufsteigende, fortlaufende Zählnummer, durch den PC automatisch generiert, erhalten haben.
Erforderlich ist dann allerdings die Änderung
der laufenden Fotonummer. Mittels "Umbenennen"
setzt man sich mit dem Curser an die entsprechende Stelle in die Fotobezeichnung, im Beispiel
vor die 1 der Seitennummer S-001, schreibt für das
zweite Bild die 2 davor und drückt die Taste „Entfernen“, damit alles was nun nach der 2 steht gelöscht wird. Das nächste Foto erhält die Nr. 3 und so
weiter.
Achtung: beim Löschen nur mit der Taste „Entfernen" arbeiten. Einerseits sitzt der Curser nach
dem Einfügen bereits an der richtigen Stelle und
andererseits löscht man nicht wichtige Bestandteile
der richtigen Nummer weg. Dieser Vorgang beinhal- Seite 7 -
Band XII/Heft 1
tet zwar etwas Fleißarbeit, ist aber bei Übung relativ
gut und schnell durchzuführen. Auch bei 100 Fotos!
Guten Erfolg hat man allerdings nur, wenn man
auf dem Speicher nur Bilder aus einem Buch hat.
Daher speichere ich immer die Bilder ab, bevor ich
im Archiv mit einem anderen Buch beginne. Die
Anpassung der Seitennummern führe ich abends im
Hotel oder später zu Hause durch.
Nachträgliche Nummerierung der Fotos im PC:
Auch im PC vorhandene Fotos kann man noch
nachträglich mit einer anderen, einheitlichen Bezeichnung nummerieren. Zweckmäßig ist es, zunächst alle Bilder eines KBs in einen Ordner zusammenzufassen. Danach werden sie markiert (Menue
„Bearbeiten“, „alles Markieren“).
Man geht mit der Maus auf das erste zu ändernde Foto und klickt mit der rechten Maustaste.
Im geöffneten Menue klickt man auf „Umbenennen“.
Danach schreibt man unter das erste Foto die neue
Bezeichnung.
Beispiel von oben: L 011-001 G S-001
Mit „Enter“ wird die Eingabe bestätigt. Man erkennt, dass nun alle markierten Bilder die neue
Bezeichnung L 011 001 G S-001 erhalten haben.
Allerdings beginnt der PC ab dem 2. Bild wieder mit einer Zählnummer und zwar mit (1) und so
weiter. Da man die Seitennummer wie oben anpassen muss, geht man dann genauso vor, wie es dort
beschrieben ist.
Abschließendes:
Die geschilderte Foto-Nummerierung werde ich
in dieser Art bei allen von mir erfassten Seiten aus
Kirchenbüchern verwenden. Seit man im Archiv fotografieren darf, hat sich bei mir bereits einiges angesammelt. Sowohl beim Abschreiben der Daten in
Excel als auch bei entsprechender Suche in den
Fotodateien selbst habe ich die besten Erfahrungen
gemacht und bin froh, dass ich diesen Weg gegangen bin.
Bedingt durch die Erfassung einiger evangelischer Daten ist mir bewusst, dass man auch in Bezug auf die Foto-Nummerierung nicht starr in einer
festen Folge vorgehen kann. Sicher ist dafür, auf
das gesamte Sudetenland gesehen, die Registrierung der KB zu unterschiedlich. Man kann aber dieses Schema anwenden und innerhalb diesem eine
entsprechende Flexibilität walten lassen.
Um sich mit dieser Art der Foto-Nummerierung
vertraut zu machen, sollte man nicht sofort mit den
originalen Fotos experimentieren.
Die Nummerierung neuer Digitalfotos sollte jeder mit ein paar zu Hause gemachten "Lustfotos"
testen (abgeleitet aus „Lust zum testen der FotoNummerierung“!) oder Kopien verwenden. Das kann
man ja mehrfach wiederholen, bis man den Vorgang
sicher beherrscht.
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Hat man dies im Griff, kann man mit eben diesen Fotos auch die Bezeichnungsänderung vorhandener Fotos im Rechner üben.
Bei der realen Arbeit empfehle ich, schrittweise
die Seitennummern auf den Fotos zu kontrollieren,
bevor sie festgeschrieben werden. Nachträgliche
Änderungen, weil man eine Seite überschlagen oder
vergessen hat, sind meistens umfangreicher als eine kontinuierliche Kontrolle vorab. Dies ist besonders wichtig, wenn man im Archiv wegen Unsicherheit einmal eine Seite doppelt aufgenommen hat
oder wenn man im Archiv das Fotografieren unterbrochen und dadurch möglicherweise eine Seite
vergessen hat. Manchmal hat man beim Umblättern
zwei Seiten erwischt und würde nun den Seiten eine
falsche Nummer geben, weil diese eine Seite als
Foto fehlt.
Band XII/Heft 1
Den Gedanken, dass es sich um eine Wappenfälschung handeln könnte, verwarf ich nach kurzer
Überlegung, denn in der mündlichen Überlieferung
war nichts von fiktiven Vorfahren zu hören oder von
sagenhaften Geschichten rund ums Wappen. Nein,
vielmehr wurde immer davon gesprochen, dass es
ein Mattausch in Mailand „gekauft“ hätte. Ich deutete dieses „kaufen“ als anfertigen lassen.
Sicher sage ich für einige nichts Neues. Aber
vielleicht arbeitet jemand zukünftig erstmalig mit Digitalfotos am PC und kann diese Erfahrungen nutzen.
Meinerseits hoffe ich, dass meine Darstellungen, sowohl als Foto-Laie als auch als PC-Laie,
soweit richtig und verständlich sind, dass Sie sie in
die Praxis umsetzen können, sofern Sie nicht selber
ein Experte sind und schon ein gutes Verfahren
haben.
Allen, die es testen werden, wünsche ich viel
Erfolg, und ich hoffe, dass Sie bald sicher mit dieser
oder ähnlicher Foto-Nummerierung für Kirchenbücher arbeiten werden.
Es wäre schön, wenn aus unseren Reihen
dann einiges an Kirchenbuchfotos dem SGA übergeben würde und jeder in diesen systematisch nummerierten Fotos schnell die gesuchten Daten finden
könnte.
Für weitere Fragen stehe ich gern zur Verfügung.
Hagen, den 25.03.2007
Eduard Augsten
Sven Pillat
Ein verwitterter Grabstein und die
Geschichte eines Wappens
In Molschen, einem Dorf in der Nähe von Wegstädl an der Elbe, besuchte ich 1991 den dortigen
Friedhof. Er ist außerhalb des Ortes angelegt und
recht übersichtlich. Etwa mittig erhebt sich aus Gestrüpp ein alter verwitterter Stein, dessen Vorderseite ein Wappen ziert. Es ist die Ruhestätte der Familie Mattausch, und um das Wappen rankt sich die
Legende, dass ein Vorfahr dieses in Mailand gekauft habe und mit in seine Heimat gebracht habe.
- Seite 8 -
Detailaufnahme des Wappens, wie es sich dem Betrachter heute bietet
Jetzt war ich natürlich interessiert zu erfahren,
welcher Mattausch-Vorfahr nach Mailand gekommen war. Die Familie bestand zwar aus vermögenden Bauern, die ihre Kinder nach Leitmeritz zur
Schule schickten, aber doch nicht so vermögend,
um sich Reisen bis in die Lombardei leisten zu
können. Deshalb kam ich auf die Idee, dass den
Vorfahren ein besonderes Ereignis nach Italien
verschlagen hatte – z.B. eine kriegerische Auseinandersetzung.
In den Matriken fand sich folgender Eintrag:
„Matausch, Franz Paul, Churschmied in der 5ten
Compagnie des 42. Linien Infanterie Regiments
Herzog Wellington“. Dieser Eintrag stammt vom
22.11.1842, dem Tag seiner Heirat. Franz Mattausch wurde am 02.04.1814 in Mastirschowitz geboren. In den Unterlagen des Kriegsarchivs in Wien
fand sich ein Grundbuchblatt des Infanterieregiments Nr. 42 über einen Franz Mattausch, der 1814
in Gastorf, einem Nachbarort, geboren wurde und
von 1834 – 1846 als Schmied diente. Für mich ist
dieser Franz mit dem meinigen Franz Mattausch
identisch. In seiner Beschreibung steht, dass er am
21.10.1846 mit Landwehrkarte ausgedient entlassen
wurde. Das bedeutet, dass er im Kriegsfalle wieder
eingezogen worden wäre.
Meine Vermutung geht nun dahin, dass Franz
Mattausch im Rahmen einer militärischen Verwendung (vielleicht während der Unruhen 1848/49) in
die Lombardei kam und seinem Geschlecht dort ein
Wappen stiftete.
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
1753, gestorben am 05.07.1832 in Mastirschowitz,
80-jährig, an der Cholera.
Kopie des Grundbuchblattes Franz Mattausch
(GBBL IR 42 ABGKL.III, 1841-57, Kt 2822)
Versuch einer Rekonstruktion des Wappens
Daten zur Familie:
I. Generation
Franz Paul Mattausch, geboren am 02.04. 1814 in
Mastirschowitz, heiratete am 22.11. 1842 in Molschen
Theresia Woborschill, geboren am 05.09. 1821
Molschen, gestorben am 13.01.1883 ebenda.
II. Generation (Eltern)
Josef Mattausch, geb. am 8.12.1781 in Mastirschowitz Nr.15, heiratete am 10.02.1808 in Wrbitz
Katharina Markert, geb. am 09.03.1783 Wrbitz.
Kinder: (alle in Mastirschowitz Nr.9 geboren):
1. Katharina, geboren am 04.05.1809, gestorben
am 25.02. 1827 an Auszehrung
2. Joseph, geb. am 06.03.1811
3. Wenzel, geb. am 14.11.1812
4. Franz Paul, geb. am 02.04.1814, siehe unter I
5. Anna Maria geb. 01.11.1815 gest. 30.10.1816
„Abzehrung“
6. Anton, geboren am 11.12.1816, gestorben am
08.06. 1817 an den Blattern
7. Anton, geb. 06.03.1821
8. Ferdinand, geboren am 10.07.1823, gestorben
am 21.04. 1826 an Fraisen
9. Adalbert, geb. am 29.07.1825, gest. am 12.08.
1825 an Fraisen
III. Generation (Großeltern)
Wenzel Mattausch geboren um1744, gestorben am
27.06.1824 in Mastirschowitz, heiratete am 01.03.
1778 in Mastirschowitz Rosina Lornin geboren um
- Seite 9 -
Kinder (alle in Mastirschowitz geboren):
1. Joannes, geb. am 17.12.1777 in Nr. 15 (Mutter: Dorothea, also Halbbruder)
2. Antonius, geb. am 02.10.1779 in Nr.15 (Mutter: Rosina)
3. Josef, geb. am 8.12.1781 in Nr.15, siehe unter
II
4. Rosyna, geb. am 01.02.1789 in Nr.9
Johann Markert geb. am 17.05.1750 in Wrbitz,
heiratete am 05.07.1772 in Wrbitz
Anna Schüller geb. am 15.03.1751 in Wrbitz
Kinder (alle in Wrbitz 18 geboren):
1. Joannes Wenceslaus, geb. am 05.09.1774
2. Anna Maria, geb. am 22.03.1776
3. Josephus, geb. am 09.04.1778
4. Anna Katharina, geb. am 08.01.1781
5. Katharina, geb. am 09.03.1783, siehe unter II
6. Anton,geb. am 24.03.1785
7. Anna Elisabeth, geb. am 24.10.1787
IV. Generation (Großeltern)
Josef Lohrin, verheiratet am 13.11.1735 in Wrbitz
mit
Maria Guldome.
Kinder (Loryn, Lorin, Lohrin), alle geboren in Mastirschowitz:
1. Joanes, geb. am27.11.1738
2. Dorothea ,geb. am 15.06.1742
3. Wenceslaus, geb. am 15.05.1745
4. Anna, geb. am 22.05.1747
5. Josephus, geb. am 10.02.1751
6. Dorothea, geb. am 01.04.1752
7. Rosina, geb. um 1753, gest. am 05.07.1832
8. Antonius, geb. am 15.12.1755
Hier nun verwischen sich die Spuren der SchmiedFamilie Mattausch. Weitere Vorfahren sind im Wet-
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
teler Kirchspiel nicht nachweisbar. Es bleibt die Vermutung, dass die Familie um 1775 zugezogen ist.
Die Familie des letzten Hofbesitzers in Molschen:
Adalbert Mattausch (geboren 30.04. 1884, gestorben bereits 1931)
Doch woher konnte noch nicht geklärt werden.
Übrigens blieb Mastirschowitz auch nur eine kurze
Station. Franz Paul Mattausch heiratete 1842 nach
Molschen ein und übernahm die dortige Schmiede.
Sein Sohn Franz, geb. 05.12.1848, war der letzte
amtierende Schmied. Ihm wurde nach seinem Tod
(1925) dieser Grabstein gesetzt. Auf dem Hof folgte
sein Sohn Adalbert, geb. 30.04. 1884, der aber
bereits im Jahre 1931 verstarb und im Familiengrab
beigesetzt wurde.
Es gab ein Gemälde, gemalt in Öl, doch dieses
musste bei der Vertreibung 1945/46 zurückgelassen
werden. Die Farben sind vergessen und selbst der
große Hof, dessen Räume einst stolze Ahnenbilder
schmückten, ist hinweggerissen. Geblieben aber ist
der Grabstein der Familie Mattausch, weit draußen
auf dem Friedhof.
Sven Pillat
Chursdorf 44
07580 Seelingstädt
[email protected]
Gustav Erlbeck +
Die Familien Sander aus den Orten
Ullersdorf, Janegg, Osseg im Landkreis
Dux, dann Brüx.
(Ullersdorf nicht zu verwechseln mit Ullersdorf, Kreis
Teplitz-Schönau oben im Erzgebirge bei Moldau.)
Band XII/Heft 1
I. Generation
SANDER, Martin/Merten
Az 1792
geboren um 1575, gestorben in Ullersdorf (1642),
heiratete um 1600
NN, Anna, geboren um 1580, gestorben in Ullersdorf 1649 (an der Pest?)
Martin Sander war Bauer auf einem “Pferdegut” in Ullersdorf und Müller auf der dortigen Mühle,
die er am 28.07.1599 von Georg Peyer gekauft hatte, (Grundbuch von Ullersdorf) die “Muldenmühle“
(siehe Sommer, Das Königreich Böhmen I, Leitmeritzer Kreis, Prag 1833, S. 150/151).
Am 06.01.1602 kaufte er Geld von Georg Merbig, Duppau, am 14.06.1602 von Georg Peyer
(Grundbuch). Er erscheint in folgenden Urkunden
(Statní Oblastní Archiv v Litoměřicích = Staatliches
Gebietsarchiv Leitmeritz):
1. NÄU URBARI BUCH DER HERRSCHAFT OSSEGK,
ANNO 1603, (Karton 186. Sign F VIII, Dorf Ullersdorff)
Folio 11/868 – 13/874
„Darinnen seindt angesessener Untertanen ein und
zwanczigck nemblich zwölff Pferde Gütlein und
neün Handerblein zienssen und robotten jerlichen
erblich wie volget:“
(an 17. Stelle:)
„Merten Sander, 22 Strich Acker, ein Pferdt, zinst
Galli 21 Groschen, Weinachtengeschoss 14 Groschen 2 Denar, Hünner 2, Ayer 20, Robot mit der
Sichel 5 Tage“
(an 22. Stelle):
„Merten Sander zinst von seiner Müllen auf Georgi 1
Schock, auf Galli 2 Schock.“
Hinweis:
„Handerbl“ sind erbliche Gütlein, deren Inhaber
Handrobot zu leisten hatten - in der Hauptsache
sind es die späteren „Chaluppner“. Die Bauern auf
den „Pferdegütern“ mussten vorwiegend Zug- und
Vorspannarbeit verrichten. Martin Sander war der
viertgrößte Bauer (der größte hatte 40 Strich). Die
für die Steuerrolle vom Jahre 1654 übliche Umrechnung mit 1 Strich = 0,29 Hektar ergibt: Merten
Sander hatte demnach 6,4 Hektar Acker.
Folio 14/875:
„Summa stetter Erbzins und Robote aus dem Dorff
Ullersdorff Georgii 1 Schock 16 Groschen, Gallii 4
Schock 28 Groschen, Weinachten Geschoss 2
Schock 1 Denar, Hünner 21 ½ , Aÿer 3 Schock 20,
Robot mit der Sichel 56 Tage.
Die gancze Gemein Ullersdorff ist jerlich der Herrschafft zween Tage Ackerroboth beÿ der Holtzmühlen zuthun schuldigk, dargegen gibt man ihnen essen und für die Pferde ein halb viertel Haber und ein
Gebundt Heu. Eine kleine Bach leüfft allda nach
Jenigk, darinnen werden zuweilen Krebse gefangen,
in Ossegg verspeist. Dis Dorff leit nach sechshalber
Huben 5 ½ Strich Feldes. Dies Orts sein vier Teüch
der Obrigkeit geherigk. Der Küeteich von 16 Schokken Einsatz, der Stainteich von 5 Schocken Einsatz,
der Kretenteich von 1 ½ Schocken Einsatz, das
Forenteichel von 1 ½ Schocken Einsatz. In diesem
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Sudetendeutsche Familienforschung
Dorff schenckt der Richter, nimbt das bier zu
Ossegk.“
Hinweis:
Jenigk = Janegg. Foren = Forellen. Kreten = wahrscheinlich Kröten.
Eine Mühle stand laut Karte zur Josephinischen Landesaufnahme 1782 etwa in der Hälfte
zwischen Ullersdorf und Janegg, mehr bei Janegg
und wahrscheinlich zu Janegg gehörig. Die Karte
von 1917 direkt am Ortsrand von Ullersdorf, Südende, von der 1782 außer dem Gewässer nichts
verzeichnet ist.
2. STIEFT OSSEGGER URBARIUM DE ANNO 1623.
(Karton 187. Sign. F VIII 16)
Dorff Ullersdorff, Folio 25/15 – 31/21.
„Darinnen sein angesessene Unterthanen 24. Zienssen undt robotten jährlichen erblichen: Roboth mit
der Sichell 56 Tag.
(an 17. Stelle:)
„Martin Sander 1 Pferd Gütlein, 22 Strich Ackher
erblichen Ziennsset Galli 21 Groschen, Geschoss
14 Groschen 2 denarii, Hünner 2, Aÿer 20. Roboth
mit der Sichll 5 Tag. Hat Zienns Acker zinsset der
Obrigkeit Georgii 5 Groschen 1 denar.“
(an 22. Stelle:)
„Martin Sander von einer Mühlenn Wasserlauf ziensset Georgii 1 Schock Groschen, Galli 1 Schock
Groschen.“ (Name in der Urkunde „Martin Santler“)
Obwohl es in der Überschrift heißt, dass das
Dorf nun 24 angesessene Untertanen habe, sind
nach wie vor nur die bisherigen 21 Anwesen aufgeführt. Die Familiennamen auf den Anwesen haben
zwischen 1603 und 1623 bereits stark gewechselt –
nur 6 Gütlein sind 1623 noch im Besitz der gleichen
Familie wie im Jahre 1603.
Martin hat offenbar außer seinen 22 Strich
auch noch von der Herrschaft gepachteten Acker
(„Zienss Acker“). Am 12.01.1626 kaufte er einen
Acker von Adam Dobritzer (Grundbuch Ullersdorf).
„Dorff Ullersdorff 1623: Ein kleiner Pach laufft neben
den Dorff, laufft nach Jänigkh (=Janegg), darinnen
Krebs gefangenn unndt zue Osegg verspeist werden. Dieses Dorff liegt nach 5 ½ Hubenn Feldt. Beÿ
diesem Dorff seindt 4 Teichell, als der Kuheteüch
mit 20 Schock Einsatz, der Steinteuch mit 5 Schock,
der Krettenteuch so ieczt wüst mit 1 ½ Schock, das
Fohrenteuchell mit 1 ½ Schock.“
Martins Frau Anna war als Witwe am 05.10.1643
Patin bei Einhorn in Haan, PfA Osseg 131 / p 60.
Am 05.11.1644 kaufte Hans Girschik, Sohn
unseres Vorfahren Michael, Az 1798 (siehe dort),
des verstorbenen Martin Sanders Gut (Grundbuch
Ullersdorf).
Kinder: (geboren in Ullersdorf, PfA Janegg):
Christof, geboren 1601 (Vorfahre II, Az. 896)
Catharina, gestorben am 17.12.1651 (PfA Ossegg
131/2 p. 16) „gewesenes Kuchelweib in Gestiefft Ossegg”, d.h. Köchin im Stift Ossegg.
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Dorothea, geboren um 1626, heiratete in Janegg
am 5.11.1658 (67/ p.13b) Peter Scharber
aus Loosch (Kreis Dux). Das Geburtsjahr der
„Jungfrau“ Dorothea ist nur angenommen.
Viel später wird sie aber nicht geboren sein.
Offenbar hat sie erst in etwas fortgeschrittenem Alter geheiratet. Von ihr als „Tochter
des Martin Sander in Ullersdorf“ existierte ein
Weglassbrief der Herrschaft Ossegg vom
Jahre 1658 im Stadtarchiv Oberleutensdorf.
(R. Lill: „Weglassbriefe im Stadtarchiv Oberleutensdorf, in „Sudetendeutsche Familienforschung“ VIII, 1935/36, S. 58).
Loosch gehörte zur Herrschaft Waldstein in
Dux, Ullersdorf zur Herrschaft Stift Ossegg.
Dorothea musste daher für ihre Heirat mit
Weggang nach Loosch von ihrer Herrschaft
Ossegg einen Weglassbrief erwirken.
Catharina, gestorben am 17.12.1651 (PFA Ossegg
131/3 p.16) “gewesenes Kuchelweib in Gestiefft Ossegg”, (d.h. Köchin im Stift Ossegg).
II. Generation
SANDER, Christof.
Az. 896,
geboren in Ullersdorf um 1601; gestorben in Ullersdorf am 29.01.1674 (PfA Janegg 67/2 p. 22).
Heirat 1 um 1626
Heirat 2 in Moldau am 10.02.1643 (PfA Moldau im
Erzgebirge, Kr. Teplitz-Schönau, 17/p.9 (abgedruckt
in Sudetendeutsche Familienforschung Jg. 1939, S.
18) mit der Jungfer
NICKL, Anna, geboren in Settenz 1623, Kr. TeplitzSchönau, gestorben in Ullersdorf am 24.02.1673.
Anmerkung:
Daß er 1643 zum zweiten Mal geheiratet hat, geht
aus der Bezeichnung „Witwer“ hervor. Geburtsjahr
und Jahr der ersten Heirat sind angenommen. Trauzeugen nicht genannt.
Christof war auf dem vom Vater ererbten „Pferdegütlein“ oder „Geschirrgut“ Halbhofbauer (lt. Steuerrolle) und Müller in der Mühle von Ullersdorf, die
der Familie SANDER gehörte. An Grund und Boden
erwarb Christoph neu dazu am 28.01.1626 von
Hans Herklotz. Am 24.05.1651 einen Acker von
Paul Arnold. (Grundbuch Ullersdorf):
1. STEUERROLLE VOM JAHRE 1654, LEITMERITZER
KREIS, NR. 16, HERRSCHAFT OSSEGG DES KLOSTERS
OSSEGG DES ZISTERZIENSERORDENS, DORF ULLERSDORF, FOL. 79. (Fotokopie im staatl. Gebietsarchiv
Leitmeritz, Original im Zentralarchiv Prag, verfaßt in
tschechischer Sprache)
Wir finden Christof in dieser Steuerrolle. Ullersdorf hatte 1654 immer noch die 21 ansässigen
Gütlein. Wiederum hat ein starker Besitzwechsel
stattgefunden: von den Familien des Jahres 1623
finden sich nur drei wieder, nämlich SANDER, Walter und Schubert. Die Reihenfolge der Besitzerliste
ist ganz offensichtlich nicht mehr die gleiche wie
1623, so dass man den Besitzwechsel auf den einzelnen Anwesen nicht hinreichend verfolgen kann.
Sie gliedert sich nach „Bauern“ (davon 2 mit „ganzem“, 8 mit „halbem“ Hof) und nicht näher bezeichneten „Chalupnern“ (Kleinstbauern, Häusler), was
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Sudetendeutsche Familienforschung
der Verteilung von 1623 nicht mehr ganz entspricht,
wenn man die Chalupner als die ehemaligen
„Handerbel“ ansieht. Außerdem ist da ein Gemeindehäusl mit drei Wohnungen, die zur Zeit leer sind.
Die Mühle ist 1654 nicht erwähnt. Später im Theresianischen Kataster von 1713 wird sie in der Rubrik
für 1654 als „wüst gelegene Mühle“ ohne Namen
des Eigentümers aufgeführt. Wie wir 1654 sehen
werden, hat sie aber Christof in diesem Jahr in Besitz und in Betrieb bis zum Verkauf im Jahre 1669.
1603 hatte das Dorf 335 Strich, 1623 334 ¼, in
der Steuerrolle 1654 nur 210 ½ (63 % von der
Fläche des Jahres 1623) bei gleichgebliebener
Anzahl von 21 Anwesen. Das Ausmaß des Strichs
in den Jah-ren 1654 und 1713 erscheint nämlich
gegenüber 1603 und 1623 als geändert, das heißt,
bei den einzelnen Anwesen und insgesamt
rechnerisch auf 63 Prozent reduziert.
In der Steuerrolle 1654 steht in der Reihenfolge
an zweiter Stelle CHRISTOF SANDER, Halbhofbauer, 12 Str. Acker, 2 Zugvieh, 3 Kühe.
An dritter Stelle folgt: „SANDEROVSKY“, pusty
(öd, verlassen), 13 Strich. Das heißt, dass dieses
Anwesen schon vor 1654 SANDER gehört hat, zur
Zeit aber leer steht, nicht besetzt ist. Da die Zahl der
Anwesen mit 21 gleichgeblieben ist, muß in der Zeit
von 1623 bis 1654 ein Gütlein des Dorfes von einer
anderen Familie in den Besitz der SANDER gekommen sein, nämlich das von Hans Rudolf (1603 und
1623 Andreas Rudolf). Christoph hat es am 28.4.
1643 durch Erbkauf von seiner Mutter übernommen
(Grundbuch Ullersdorf). Es hatte vorher ein Jahr öd
gelegen. Christoph bewirtschaftete es, wie die Rubrik „1654“ des Theresianischen Katasters 1713
eindeutig aussagt. Er war damit nach dem Flächenausmaß der zweitgrößte Bauer im Dorf. Dass das
ursprüngliche SANDER-Anwesen nun nur mit 12
statt 22 Str. geführt ist, geht auf die schon erwähnte
rechnerische Reduzierung des Strich-Ausmaßes
zurück.
Die Mühle wird, wie schon gesagt, in der Rubrik „1654“ des Theresianischen Katasters 1713 als
„wüst gelegen“ bezeichnet ohne Erwähnung eines
Eigentümers (1654). Mag sie in diesem Jahr tatsächlich stillgelegen haben, so hat sie Christof Sander jedenfalls im Jahre 1664 zu Eigentum gehabt
und auch betrieben, wie wir nächstehend sehen.
Noch.etwas anderes zeigt die Rubrik „1654“
des Theresischen Katasters 1713:
49/23: „Christof Sanders pauska“, was in der
Steuerrolle 1654 fehlt, aber 1664 (siehe nachstehend) erscheint. Der Theresianische Kataster ist
deutsch verfasst. „Pauska“ ist ein damals offenbar
auch im Deutschen gebrauchtes tschechisches
Wort, nämlich „pouštka“ = Einöde, Unland. Daß der
Schreiber in der Prager Kanzlei 1713 ein Tscheche
war, der eine deutsche Bezeichnung übersetzt hat,
ist wenig wahrscheinlich (in der Steuerrolle 1654
dagegen häufig), weil das Wort im Ossegger Urbar
1664 auch wieder erscheint. Der Sache nach war es
vielleicht Heide, Ödland oder Pferdeweide.
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2. URBARIUM DES KLOSTERS OSSEGG DE ANNO 1664,
Karton 188, Dorf Ullersdorf (ebenfalls im Archiv Leitmeritz) am Tag St. Georgii 24. Aprilis.
folio 323 Christof Sander, 18 Strich Acker, ein Pferd
Güttlein zinnst St. Galli 11 Groschen, Weihnachten
Geschoss 7 Groschen, Hünner 1, Ayer 10, Schnitter
Roboth mit der Sichel 3 Tag.
folio 329 Christoph Sander und Hans Ciersickh
pauska 35 Strich – rd. 10 ha – 2 Pferdegütlein. Zinsset zue St. Galli 16 Groschen, Weihnachten Geschoss 11 Groschen, Hünner 1 ½, Ayer 15, Robot
mit der Sichel 4 Tag.
folio 330 Christoff Sander von seiner Mühlen zinsset St. Georgi 1 Schock Groschen, item St. Galli 1
Schock Groschen, Roboth mit der Sichel 1 Tag.
Ein Flächenvergleich für Ullersdorf insgesamt
zwischen 1654 und 1664 ist nicht möglich, weil nicht
das vollständige Urbar 1664, sondern nur Christof
Sander betreffende Auszüge vorliegen. Aus letzteren sehen wir, dass er das Stamm-Anwesen, SANDER, das nun mit 18 Strich geführt ist, die „pauska“
und die Mühle besitzt. Er muß aber auch das 1654
öd gewesene Anwesen „Sanderovsky“ mit 13 Strich
im Jahre 1664 in Bewirtschaftung und Eigentum gehabt haben, weil es 1713 (Ther. Kat.) in der Rubrik
„1654“ ausdrücklich mit „item“ (ebenso) bei Christof
Sander steht, und weil es in der Rubrik 1713 ebenso
wie das Stamm-Anwesen eindeutig Eigentum von
Christofs Enkel Joseph war. (Es ist nicht gänzlich
ausgeschlossen, das der Abschreiber der Auszüge
von 1654 es übersehen hat. Oder sind die beiden
Sander-Anwesen von 1654 irgendwie 1664 zu einem einzigen Anwesen von 18 Strich geworden?)
Die Mühle verkaufte Christoph am 27.11.1669 an
Hans Müller (Grundbuch Ullersdorf). 1713 war sie
im Besitz des Mathes Liebmann (Theres. Kataster).
Die „pauska“, die der Thers. Kat. 1713 ausdrücklich
als im Jahre 1654 Eigentum des Christof Sander bezeichnet, hat er nun, 1664, zusammen mit Hans Girschik, und zwar in der Katagorie als 2 Pferdegütlein,
was die Vermutung bestärkt, dass es sich um ausgesprochene Pferdezucht mit Pferdeweiden neben
seiner eigentlichen Landwirtschaft und seinem Mühlenbetrieb handelt. Vielleicht blieb die Bezeichnung
als Namen an dieser speziellen Länderei hängen.
Hans Girschik hatte seinen Teil des Sander-Gutes
am 5.11.1644 gekauft (Grundbuch Ullersdorf).
Hans Girchik ist der Sohn unseres Vorfahren
Michael Girschik (Az. 1798) aus Pihanken, dann in
Wernsdorf. Im Jahre 1664 hatten jedoch die Sander
und Girschik verwandtschaftlich noch nichts miteinander zu tun. Denn Christof Sanders Sohn Jakob
(Az 448) heiratete erst 10 Jahre später die TRÖGER Salomena (Az 449), deren Mutter Anna geb.
Girschik (Az 899) die Schwester des genannten
Hans Girschik war. Sehr wohl kann aber diese Ehe
aus der gemeinsamen Bewirtschaftung der „pauska“
ihren Ursprung genommen haben.
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Sudetendeutsche Familienforschung
Kinder: geboren in Ullersdorf
Aus der 1. Ehe
Maria, 1626 geboren, heiratete (PfA Janegg 67/1 p.
213) am 27.1.1643 Adam Richter zu Ullersdorf.
Christof, 1628 geboren und gestorben in Ullersdorf
am 7.10.1691 (PfA Janegg 67/3)
Aus der 2. Ehe
Anna, geboren am 8.3.1644 (PfA Janegg 67/1 p.
73), heiratete (PfA Janegg 67/2 p. 17 B)
Martin Geyer den Jüngeren in Janegg
Jakob,geboren am 5.7.1647 (Vorfahre III Az. 448)
Christina, geboren am 7.1.1650 (67/2 p. 4) heiratete in Janegg am 26.4.1671 (67/2 30 B) Hans
Ziegler von Riesenberg Kr. Dux. Für sie gibt
es einen Weglaßbrief im Stadtarchiv Oberleutensdorf als Tochter des Christof. (Rud. Lill:
Weglaßbriefe im Stadtarchiv Oberleutensdorf,
in „Sudetendeutsche Familienforschung“ VIII
1935/36, S. 58) Sie musste anläßlich ihrer
Heirat von ihrer Herrschaft Ossegg zur Herrschaft Waldstein in Dux entlassen werden.
Martin, geboren am 5.10.1653 (67/2 p. 25), gestorben in Ullersdorf am 7.1.1699 67/3 „und mit
der Schul vom Haus abgeholt worden.“
Susanna, geboren am 11.1.1657 (67/2 p. 44)
Michael, geboren am 20.9.1659 (67/2 p. 63)
Daß die Trauung des Christoph 1643 im PfA
Moldau stattfand, ist damit zu erklären, dass nach
der Gegenreformation die Untertanen der katholischen Herrschaft Ossegg (Kloster) noch gerne Taufen und Trauungen vom lutherischen Pfarrer in Moldau (zur weltlichen Herrschaft Liebshausen gehörig)
vollziehen ließen.
Christina und ihre Kinder kauften am 26.3.1631
ein Gütel um 340 Schock, das nach ihrem Tode
durch etliche Jahre leer stand. Die Zahlungen leistete aber Vater Christoph, dann seine Witwe Anna
(Grund-buch Ullersdorf)
III. Generation
SANDER, Jakob
Az 448
geboren in Ullersdorf am 5.7.1647 (PfA Janegg 67/1
p. 103), gestorben in Ullersdorf am 29.12.1704 (PfA
Janegg 67/3); Heirat in Janegg am10.4.1674 (PfA
Janegg 67/2 p. 35 b) mit
TRÖGER, Salomena, geb. in Kosten am 6.6.1657
(PfA Janegg 67/2 B p. 45), gestorben in Ullersdorf
am 17.4.1725 (PfA Janegg 67/3)
Seine Taufpaten waren Michael Birner, Mathes
Busch und Jfr. Anna, des Caspar Butzens Tochter.
Trauzeugen sind nicht genannt.
Jakob war Bauer und Müller auf dem väterlichen Gut in Ullersdorf, was daraus zu ersehen ist,
dass es im Jahre 1713 (Theresianischer Kataster)
sein Sohn Josef innehatte. Er hatte das Anwesen
bereits zwei Jahre vor des Vaters Tod durch Erbkauf erworben um 500 Schock (Grundbuch Ullersdorf).
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Auch von Jakob Sander gibt es im Stadtarchiv Oberleutensdorf ein Dokument (Lill: Weglassbriefe im Stadtarchiv Ober Leutensdorf, in „Sudetendeutsche Familienforschung“ VIII, 1935/36, S. 58),
Inhalt nicht bekannt, vom Jahre 1664. Jakob war in
diesem im Alter von 17 Jahren. Es könnte sich um
ein Wohlverhaltens-Zeugnis gehandelt haben, da
Jakob den Ort ja nicht verlassen hat.
Kinder (geboren in Ullersdorf, PfA Janegg):
Eva Rosina, geboren am 10.11. 1675 (67/2 p. 211),
heiratete in Janegg (67/3) am 9.10.1695
Michael Schneider aus Deutzendorf, Kr.
Dux
Anton, geboren am 18.4. 1678, (67/2 p. 239)
Bernhard, geboren am 12.1. 1680 (67/2 p. 267),
gestorben am 31.12.1704 (67/3), heiratete
Susanna. (Auch für sie existiert als Witwe
des Bernhard Sander, Ullersdorf, im Stadtarchiv Ober-Leutendorf ein Weglassbrief.
Sicherlich betrifft er ihre zweite Ehe.)
(Ullersdorf gehörte seit 1706 zu Herrschaft
Dux)
Anna Maria, geboren am 26.8.1683 (67/3)
Joseph, geboren am 19.3.1686 (67/3), gestorben
am 22.5.1737 (67/4), heiratete in Janegg
am 16.10.1710 Anna Maria Hincke (aus
der Hinken-Mühle in Wernsdorf, geboren
am 29.10.1690, Tochter des Georg Hincke
aus Wernsdorf, (Obere Mühle = HinckeMühle), Müller, und der Anna Walter aus
Wernsdorf.
Auf der Unteren Mühle in Wernsdorf
saßen die TIRTSCHKA, siehe Ahnenstamm
TIRTSCHKA). Joseph war Nachfolger auf
den beiden SANDER-Anwesen in Ullersdorf
(lt. Theresianischem Kataster 1713), jedoch
ohne die Mühle (die jetzt Mathes Liehmann
hat) und ohne jene Wüstung (jetzt in Martin
Pusch, Trauzeuge seines Vaters, Eigentum). Ehefrau Anna Maria Hincke war Patin
bei SANDER Johann Bernhard (Az 112) im
Jahre 1728 und bei seinem Bruder Johann
Josef 1738.
Michel und
Susanna, (Zwillinge) geboren am 11.4. 1689 (67/3)
Andreas, geboren am 14.11.1691, (67/3),
gestorben am 8.6.1700 (67/3)
Johann Carl,
Vorfahre IV Az 224
geboren am 18.4.1694,
Hennrich (Heinrich), geboren am 6.1.1697 (67/3),
gestorben am 7.12.1714
IV. Generation
SANDER, Johann Karl
Az 224
geboren in Ullersdorf am 18.4.1694 (PfA Janegg
67/3 C), gestorben am 7.3.1762 in Janegg (PfA
Janegg 67/5), heiratete in Janegg am 28.10.1725
(PfA Janegg 67/3)
MATZ, Anna Maria, geboren in Kosten (in der
Mühle) am 9.2.1698, Kr. Teplitz-Schönau (PfA Ja-
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Sudetendeutsche Familienforschung
negg C), gestorben in Janegg am 28.4.1742 (PfA
Janegg 67/4
Sein Taufpate war Matheus Liehmann aus der Ullersdorfer Mühle; Taufzeugen: Johann Klippel von
Hundorf, Veronica Richter aus Ullersdorf
Trauzeugen: Johann Adam Pittner, Ullersdorf, und
Martin Pusch, Ullersdorf
Nach den Geburtsorten seiner Kinder zu
schließen, ist Johann Karl zwischen 1732 und 1734
von Ullersdorf nach Janegg gezogen. Sein Beruf ist
nirgends angegeben. (Vielleicht war er Schmied wie
sein Sohn?) Möglicherweise war sein Haus die Nr.
23 (siehe bei Sohn Johann Bernard).
Kinder bis 1732 geboren in Ullersdorf, dann in
Janegg:
Johann Franz, geboren am 24.9.1726, (PfA Janegg
67/3). Vermutlich der Pate von Johann Franz
1764, Sohn von Az 112
Johann Bernhard, geboren am 21.1.1728 (Vorfahre V Az 112)
Anna Maria, geboren am 15.4. 1730 (67/4), gestorben am 26.4.1740 67/4
Anna Rosina, geboren am 22.3.1732 (67/4)
Maria Elisabeth, geboren am 14.5.1734 (67/4), gestorben am 15.5.1801 (67/12 f. 8), an Auszehrung, ledig.
Lorenz, geboren am 22.3.1736 (67/4)
Johann Josef, geboren am 25.4.1738 (67/4)
Johann Christoph, geboren am 20.5.1741 (67/4)
V. Generation
SANDER Johann Bernhard
Az 112
geboren in Ullersdorf am 21.4.1728 (PfA Janegg
67/3), gestorben in Janegg Nr. 23 am 3.1.1802 (PfA
Janegg 67/12 f. 9), am „Steckfluß“; er heiratete in
Janegg (67/4) am 28.10. 1761
WALTER, Maria Elisabeth, geboren in Janegg Nr.
6 am 27.4.1736 (PfA Janegg 67/4), gestorben in Janegg.
Sein Taufpate war Gabriel Girschik, Ullersdorf; Taufzeugen: Johann Adam Liehmann, Ullersdorf, Anna
Maria SANDER (Frau seines Onkels Joseph),
Ullersdorf
Trauzeugen: Jakob Büttner, Janegg, Anton Hinke
von Sterbina (zu Sobrusan, Kr. Dux)
Noch in Ullersdorf geboren, kam Johann
Bernhard mit seinen Eltern zwischen 1732 und 1734
nach Janegg und wurde Schmiedemeister. Er wohnte laut Trauereintragung des Sohnes und bei seinem Tod in Janegg Nr. 23. Von seinen Geschwistern ist nichts bekannt, es ist daher wahrscheinlich,
dass dies sein Vaterhaus war. Wenn das so ist – da
es ja die Schmiede wäre – ist wahrscheinlich auch
sein Vater Schmied gewesen. Das Haus mit
Schmiede ist dann später an Bernhards Sohn Josef
gegangen.
Kinder (geboren in Janegg, Nr. 23):
Band XII/Heft 1
Johann Bernhard, geboren am 9.9.1762 (67/5),
heiratete Susanna 20.5.1764 (Johann Franz
67/5)
Franz Josef, geboren am 26.2.1766 (Vorfahre VI
Az 56).
Johann Joseph, geboren am 11.4.1768 (67/5),
Heirat 1: 1793 mit Regina (gestorben in Janegg Nr. 23 am 22.7.1802 (67/12 f. 9) 37jährig, an Gallefieber)
Heirat 2: 1804 mit Rosina
Johann Josef war Schmiedemeister in Janegg 23, gestorben am 5.5.1836 69-jährig an
Auszehrung, (PfA Janegg 67/13 f. 11).
Anton, geboren am 14.6.1770 (67/5), gestorben am
6.1.1777 in Nr. 23 (67/5)
Gertrud Susanna, geboren am 19.6.1773 (67/5)
VI. Generation
SANDER, Franz Josef
Az 56
geboren in Janegg Nr. 23 am 26.2.1766 (PfA Janegg 67/5 Bf. E), gestorben in Neu-Ossegg Nr. 84,
heiratete in Ossegg am 26.1.1790 (PfA Ossegg
H/64, 131/7 f. 64)
GÜTTLER, Franziska Regina (131/7 f. 114), geboren in Neu-Ossegg Nr. 67 am 23.2.1772 (PfA Ossegg H 114), gestorben in Neu-Ossegg
Taufpate: Procop Mack aus Janegg; Taufzeuge: Anna Maria SANDER aus Ullersdorf (Familienzugehörigkeit ist nicht nicht bekannt)
Trauzeuge: Anton Reichl, Bäckermeister aus Bruch,
Kr. Brüx, Wenzl Rudolf, Schneider aus Neu-Ossegg
(Bruder ihrer Mutter, Sohn von Az 230)
Franz Josef war Zeugwirker in Neu-Ossegg,
laut Taufeintragung de Kinder 1 u. 2 in Haus Nr. 84,
bei Taufe des Sohnes Engelbert nicht erwähnt.
Nr. 84 wahrscheinlich von GÜTTLER erheiratet.
Kinder (geboren in Neu-Ossegg Nr. 84):
Franz Joseph Stephan, geboren am 16.7.1793
(PfA Ossegg 131/8 f. 14).
Franziska Maria Anna, geboren am 22.11.1795
(PfA Ossegg 131/8 f. 35)
Engelbert Bernard, geboren am 9.6.1805 (Vorfahre
VII Az 28).
VII. Generation
SANDER, Engelbert Bernard
Az 28
geboren/getauft in Neu-Ossegg Nr. 84 am 9./10. Juni 1805 (PfA Ossegg K 16) (131/9 p. 16), gestorben
in Neu-Ossegg Nr. 84, heiratete in Ossegg am 18.
Februar.1833 (PfA Ossegg L 4)
KRÜHNER, Anna Rosalia, geboren in Neu-Ossegg
Nr. 17 am 11.9.1799 (PfA Ossegg J/46), gestorben
in Neu-Ossegg Nr. 84
Taufpate war Joseph Tschuschner, Lehrer in Ugest
(Lang Ujest, Kr. Bilin); Taufzeugen: Gertrud Tschuschner, Schullehrerin aus Ugest, Franz Kaadener,
Schulgehilfe aus Alt-Ossegg.
Engelbert Sander war Uhrmacher in Neu-Ossegg Nr. 84 (1833 „Handwerker“, 1834 „Uhrmacher“). Sein Wohnort ist in der Traueintragung seines Sohnes Leo ungenau nur mit „Ossegg“ angege-
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Sudetendeutsche Familienforschung
ben. In der Taufeintragung der Tochter des Letzteren ist der Geburtsort des Leo aber Neu-Ossegg,
womit auch der Wohnort Neu-Ossegg des Engelbert Bernard bestätigt ist.
VIII. Generation
SANDER, Leo
Az 14
geboren/getauft in Neu-Ossegg Nr. 84 am 21./22.
Januar 1834 (PfA Ossegg 11/19 (alt: M 19)); gestorben in Brüx 1918, heiratete in Brüx am 27.10.1863
(Dekanalamt Brüx V/47)
FLEISCHER, Maria Anna Johanna, geboren in
Brüx Nr. 81 am 12.6.1834 (Dek. Amt Brüx V/280),
gestorben in Brüx am 4.12.1892 an Wassersucht
Taufpate: nicht angegeben
Trauzeugen: Karl Schmied, Gastwirt, Wenzl Weinelt,
Seiler, beide sicher aus Brüx (Weinelt ist Taufpate
der Braut)
Bei seiner Heirat ist er „Klemptner aus Ossegg“ (ungenau, Geburtsort Neu-Ossegg belegt
auch bei der Taufe seiner Tochter). Er ließ sich in
Brüx als Klempnermeister und Hausbesitzer in der
Fleischbankgasse Nr. 348 nieder, Foto vorhanden.
Kinder (geboren in Brüx Nr. 348):
Anna Agnes, geboren am 19.1.1864,
Vorfahre IX Az 7
Marie, geboren am 21.8.1868, heiratete in Brüx am
27.10.1894 Adolf Straß, Bergbau-Beamter
(geboren in Brüx am 27.10.1854, gestorben in
Brüx am 30.10.1943). Wohnung zuerst an der
Josephs-Promenade, später am Rösslweg in
Brüx-Saras. Nach 1945 in Lichtenberg bei
Freiberg/Sachsen, wie immer stets sehr lebhaft und interessiert. Zwischen ihr und uns bestand in Brüx immer eine enge Verbindung.
Sie starb genau 91-jährig am 20.8.1959. Bild
vohanden.
Kinder:
Ernst, Bergbeamter, geboren am 16.1.1896,
Heirat 1 in Brüx am 6.6.1925 mit Adele Korschinek (gestorben 21.9.1942),
Heirat 2 am 1.6.1943 mit Anna Günzl. Nach
1945 lebten sie zuerst in Rotterode im Thüringer Wald, später Mettmann/Rheinland und in
5439 Stockhausen-Illfurth, Ringstr. 23.
Sohn Kurt, geboren in Brüx am 29. August 1926, heiratete in Mettmann Anneliese Vogelsang.
Tochter Waltraud, geboren am 18. Februar 1951, verheiratet mit NN Otto,
geboren am 27.12.1907(?), geschieden, Kinder, nach 1945 in Lichtenberg
bei Freiberg/Sachsen, gestorben am
11.3.1966.
Luise, geboren um 1870, verheiratete Nowak; sie
lebte als Witwe in Teplitz-Schönau. Über ihren
Verbleib nach 1945 ist nichts bekannt (Bild ist
vorhanden).
Band XII/Heft 1
Karl, geboren um 1870, verheiratetmit Marie(?).
Spengler in Pihanken, Kr. Teplitz-Schönau.
Früh verstorben.
Tochter Mize, verheiratete Jung
Sohn Karl verheiratet mit Kottesch
Wenzel, geboren am 5.9.1874, gestorben in Wien
am 30.5.1918 (krank nach Unfall), heiratete in
Brüx am 11.1.1902 Emma Fischer (geboren
in Brüx 1880, gestorben in Dresden-Weixdorf
am 4.8.1962); Elektriker in Bodenbach. Seine
Frau lebte als Witwe in Tetschen-Bodenbach.
Mit ihr wurde ich als Junge auf einer Wanderung bekannt und bin mit ihr eigentlich immer
ein bisschen in Verbindung geblieben („Tante
Emma“).
Kinder: (geboren in Marienbad)
Anni geboren am 18.3.1902, gestorben am
12.3.1985, heiratete in Bodenbach-Rosawitz
Josef Dirschmidt (geboren am 4.10.1898),
er hatte ein Lebensmittelgeschäft in Bodenbach, wurde in den letzten Kriegstagen 1945
noch zum Wehrdienst eingezogen und kehrte
nicht wieder. Gestorben am 20.4.1945 begraben in Mittel-Suchau bei Mährisch-Ostrau.
Sohn Reinhard, geboren am 29.3.1945
Bodenbach, Stellwerkmeister in Dresden, unverheiratet, lebt(e) mit der Mutter in 8030 Dresden, Lommatscher Str.
8/II, gestorben am 15.4.1985.
Emmy, geboren am 12.4.1905, gestorben am
6.1.1989, heiratete in Chiesch am 11.9.1926
Robert Stalla, Postbeamter, erst Bodenbach,
dann Braunau in Ostböhmen (geboren am
25.10.1900). Nach Kriegsdienst gestorben am
25.8.1946.
Tochter Christa geboren in Bodenbach
am 16.2.1929, heiratete in Weimar am
22.5.1948 Arnold Terpe, Architekt, geboren am 25.3.1926 in Zschernichen,
Kr. Altenburg/Thür.
Kinder:
Bernd, geboren am 11.9.1948 in
Altenburg, verheirat (11.3 1971)
mit Renate Gaitsch
Helga, geboren am 27.11.1950
in Weimar, verheirat (14.5.1971)
mit Udo Heisch in Berlin, Treptower Park, Heidekampweg 44
Nach 1945 hatten beide Familien, d.h. Anni
und Emmy mit ihrer Mutter in Langenbaiern bei
Altenburg in Thüringen gelebt. Emmy dann zunächst in Leipzig. Jetzt in 1195 Berlin/Ost, Heidekampweg 44 (Anschrift Christa Terpe)
Ida, geboren 1876 heiratete Karl Kandler,
Brüx.
Kinder: Rosl und Karl. Verbleib nach 1945
nicht bekannt.
IX. Generation
SANDER, Anna Agnes
Az 7
Geboren/getauft in Brüx Nr. 348 am 19./20.1.1864
(Dek. Amt Brüx X/76), gestorben/begraben in Brüx
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Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
am 8./10.1917, heiratete in Brüx am 8.6.1886 (PfA
Brüx-Stadt (Dekanalamt) VI/229)
SPILLMANN, Karl
Ihre Taufpaten: Agnes Schinke, Wenzl Weinelt, beide aus Brüx.
Anna Rosina, am 22.3.1732, (67/4), Patin bei SANDER,
Weitere Sander:
Aus den Weglassbriefen: Switackh Susanna, Herrschaft Zweretitz, 1717, Braut des Johann Sander,
Ort nicht genannt, (VIII 1935/36, S. 58, 59)
Johann ist aus der Herrschaft Dux, der Ort wird
nicht genannt.
1352 Jakobus super Arena, Budweis
1488 Nickel von Santt, Egerer Achtbuch
verbreitet von Brüx bis Böhmisch Leipa. (Schwarz:
Sudetendeutsche FN)
1525 Benedikt, Hausbesitzer in Brüx (Oberdorffer,
Kurt: Brüxer Losungsregister, Jahrbuch des Vereins
für Geschichte der Deutschen in Böhmen III, 193033, S. 151)
1608 Christoph (!) aus Nassau nach Brüx eingewandert (Blume: Bürgerrechtsverleihungen von 1578 1680. Mitteilungen des Vereins für Geschichte der
Deutschen in Böhmen, 69. Jg., 1931, H. 4)
1598 Johann Christof von Komotau nach Kaaden
zugewandert. (Hofmann, Jos: 100 Jahre Bürgerzuwachs durch Einwanderung in Kaaden 1595-1694.
Sudetendeutsche Familienforschung III, S. 157)
Matriken:
Ober-Leutensdorf 1684-1784 (nicht geklärt) (Lill, R.:
Ober-Leutensdorfer Familien 1684-1784. Sudetend.
Fam. Forschung I, S. 65)
Mathes von Neudörfel, 18.7.1630 PfA Ossegg 131/1
p. 69, = Alt-Ossegg bei Dreißig
(Unterlagen ASt KLEMENT)
Johann Friedrich (Ort?) Herrschaft Dux, wird Barbara Elisabeth NN, Grundmühlen, Herrschaft Bilin heiraten (S. 58).
Georg, Holzmüller, vermutl. Holzmühle/Brettmühle
in Haan, 27.6.1624 (Ossegg 131/1 p. 13 P. b.)
Dannbrig, Hann (Beleg bei BERNHRD).
Kann Bruder unseres Martin, Az 1792, Müller und
Bauer in Ullersdorf, im Nachbarort von Haan sein.
Mathias, Schuldiener in Neudörfel (Alt-Ossegg). Seine Tochter Dorothea, geboren am 5.11.1631 (PfA
Ossegg 131/2 p. 24) (Beleg bei ERLACHER).
Georg und Mathias – Brüder des Martin oder Christoph?
Bernhard im Urbar Deutzendorf 1603.
Dr. Egon A. Peus
Ullersdorf PfA Janegg 1580-1850 (unser Ahnenstamm) (Kohlert, A.: Familiennamen des Dorfes Ullersdorf bei Dux, Sudetend. FF III, S. 160)
Strahl bei Kosten (PfA Janegg?), nicht geklärt.
Hans Friedrich zu Strahl (bei Kosten, Kr. Dux) Seine
Frau Elisabeth geb. 26.1.1705 (Klostergrab 53/2 f.
101/415 b.) Joh. Henrich LIEBSCHER (S.d.)
PfA Moldau: 1643 =°° Vorfahre Christof /auch Sudd.
FF 1939, S. 18)
PfA Janegg, PfA Ossegg, PfA Brüx: unser Ahnenstamm, siehe Ahnengeschichte.
Weglassbriefe: Lill, Rud.: Weglassbriefe im Stadtarchiv Oberleutensdorf, in „Sudetendeutsche Familienforschung VII, S. 95 und 134, VIII, S. 19, 58.
Im nachstehenden nicht eingeordnet Sander:
Anna Maria aus Ullersdorf, am 26.2.1766, (PfA
Janegg 67/5), Patin bei SANDER,
Anna Maria aus Ullersdorf, am 9.9.1762, (PfA Janegg 67/5), Patin bei SANDER, vermutl. Schwester
von Az 112,
Familie Voit aus Schönbach bei Asch
Stamm- und Nachfahrentafel; Anverwandte aus
dem Grenzgebiet Asch - Oberfranken, aus Westfalen; Vorfahren der jüngsten Generation aus
dem Grenzgebiet Asch - Oberfranken)
Stand: 16.Dezember 2006
Quellen: Dokumente, Aufzeichnungen im Familienbesitz; Forschungen und Hilfe durch Herrn Klaubert
Religionsbekenntnis: Voit und Vorfahren im Gebiet
Asch – Oberfranken: ev.-luth, soweit bekannt; Peus
und westfälische Familien: römisch-katholisch, soweit nicht anders angegeben.
Die Heiratskreise bewegen sich bis zur Zäsur
des II. Weltkrieges im wesentlichen im nicht nur sozialen, sondern vor allem auch räumlich naheliegenden Umkreis, wie übrigens auch in den westfälischen Vorfahrenfamilien der Kinder Peus. Nach
der Vertreibung 1946 siedeln sich in Avenwedde
(heute ein Ortsteil von Gütersloh) zunächst der dort
einheiratende Sohn Max mit dem Vater Adolf V. und
der Mutter Frieda an; der bei der Errichtung des
Heimes mithelfende Bruder Erich, der noch zur
letztmöglichen Gelegenheit in der Heimat am 15.12.
1945 geheiratet hatte, zieht nach Fertigstellung des
Hauses in Avenwedde seine zunächst im bay-
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Sudetendeutsche Familienforschung
rischen Aufnahmeort Vilsbiburg zurückgebliebene
Familie nach. Nunmehr errichten umgekehrt in Familienhilfe Vater Adolf und der (schwer kriegsverletzte!) Bruder Max zusammen mit Erich dessen
Haus in Spexard (heute ebenfalls ein Ortsteil von
Gütersloh). Mögen die Nachkommen neben anderen Beispielsfällen aus der weiteren Familiengeschichte auch diesen auf Dauer in Wertschätzung
und Hochachtung halten. Bezüglich der Heiratskreise spiegelt sich in der Nachkriegszeit die Tendenz zur „Hochschule als Heiratsmarkt“ wider (Voit
– Kerksiek, Voit – Peus, Peus –Plattfaut).
V. Generation (Sohn von 5)
6
7
8
I. Generation
Johann VOIDT, Einwohner in „Wickershof“,
gestorben vor 2. Aug. 1781
II. Generation (Sohn von 1)
2.
III. Generation (Söhne von 2)
3.
4.
Johann Carl, geboren am 6.Juli 1796 in Asch,
getauft am 7.7., Bürger und Töpfermeister, (gestorben am 4.Mai 1857 in Schönbach); heiratete am 28.12.1822 in Asch: Prell
Johann Erhardt, geb. am 9.Juli 1800 in Asch
Nr.329, getauft in Asch am 11.Juni 1800, Taufpate: Johann Erhardt Voidt (als persönliche Unterschrift drei Kreuze)
IV. Generation (
5.
Adolf, geboren in Schönbach am 13.Jan.1897,
Landwirt in Schönbach, 1946 vertrieben,
gestorben am 12.4.1966 in Gütersloh, beerdigt
am 15. April 1966 Avenwedde (heute Gütersloh/Westfalen), heiratete am 6. August 1921 in
Asch: Geupel
Christian, geboren in Schönbach am 25. Februar 1900, heeiratete Margarethe NN (geb.
um 1905), keine Abkömmlinge
VII. Generation (2 Söhne von 7)
9
Conrad Voidt, geb. in Wickershof(?) um 1756
(3.Sept.1786: „30 Jahre alt“), „jüngster“ Sohn
von (1), 1781 „neuangehender Töpfer Meister
und Einwohner in Unter-Gottmannsgrün“, am 3.
Sept. 1786 als Wohnung genannt: Gottmannsgrün Nr. 55; 1796: in Asch Meister, Bürger und
Töpfer „alhir“, Haus Asch Nr. 329 (so 1800),
Heiratet (1) in Rossbach am 2.August 1781
Catharina N.N., Witwe des gewesenen Einwohners und Töpfers in Unter-Gottmannsgrün
Christoph Hülfen, geboren um 1729, gestorben in Unter-Gottmannsgrün Nr.3. im Januar
1786 (57 Jahre 6 Monate 12 Tage alt), beerdigt
in Rossbach am 6. Januar 1786.
Heirat (2) in Rossbach am 3. 9.1786 mit Jgfr.
Anna Catharina Fuchs, geboren um 1766
(„Altersjahre 20”), Tochter des (vor dem 3.Sept.
1786 verstorbenen) Johann Peter Fuchs,
Einwohners in Unter-Gottmannsgrün( bei Taufe
1796 des Kin-des erwähnt: Unter-Gottmannsgrün Haus Nr. 44, und der Anna Magdalena Rubner von Roßbach
Adam, geboren in Schönbach am 26. Februar
1873, getauft in Asch am 16.3.1873, Landwirt,
gestorben am 18.12.1931 Neuberg, beerdigt in
Asch, heiratete am 18.Okt.1896 in Asch: Geyer
VI. Generation (2 Söhne von 6)
Teil A: Stamm- und Nachfahrentafel Voit (aus
Schönbach bei Asch)
1
Band XII/Heft 1
Max, geboren am 4.4.1922 in Schönbach, gestorben am 25.Januar 2000 in Gütersloh-Avenwedde, beerdigt ebda; heiratete in Avenwedde
Hedwig NN, verwitwete Weber, geboren am
6.10.1921, gestorben am 3.12.1979 (kath.) beerdigt in Avenwedde
10 Erich, geb.Schönbach 18.9.1923, Weber, Angestellter, getauft am 7.10.1923 Asch, gestorben in Gütersloh am 28.11.1981, beerdigt in
Gütersloh-Spexard; heiratete am 15.12.1945 in
Asch: Bloss
VIII. Generation
(2 Kinder Voit von 9)
11 Gerhard, geb. 17.Mai 1948, Fabrikant, heiratete Schlepphorst
12 Waltraud, geb. am 5.März 1950, heiratete Netzel
(3 Kinder Voit von 10
13 Irmgard, geb. Vilsbiburg/Bayern am 22.6.1947,
Ing.grad.(Bauingenieur), heiratete in Gütersloh
1971 Kerksiek
14 Doris, geb. in Vilsbiburg/Bayern am 4.8.1950,
Realschullehrerin a.D., heiratete in Gütersloh
am 28.4.(StA Gtl.) und am 3.5.1978 (Apostelkirche Gtl.) Peus
15 Hartmut Max ,geb. in Gütersloh am 9.8.1956,
Kartograph, heiratete am 16.6.1982 (StA Gtl.)
und am 16.6.1983 (Apostelkirche Gtl.) Ruhenstroth
IX. Generation (Stamm und Nachfahren)
Sohn von 3)
(3 Kinder Voit von 11)
16 Sandra, geb. 18.Juni 1976
17 Yvonne, geb. 28.4.1978
18 Benjamin, geb. 26.11.1984
Johann Wolfgang, geboren am 5.März 1823
in Asch, getauft am 19.3.; Landarbeiter, heiratete am 15.Nov.1868 in Asch: Dietz
(3 Kinder Kerksiek von 13, alle geb. in Detmold)
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Sudetendeutsche Familienforschung
19 Kai Uwe, geb. 13.9.1978, Zimmermann, Meister
20 Britta, geb. 6.7.1981, Ergotherapeutin , heiratete am 10.4.2004 (StA Lage/Lippe, ev.-ref. Kirche in Kachtenhausen) Markus Göner, geb.
am 19.9.1974
21 Udo, geb. 10.8.1986, stud. ing.(2006)
(5 Kinder Peus, von 14, kath., geb. in Bochum)
22 Irmgard Herlinde Elisabeth Maria Dorothea,
geb. 2.2.1979, Tierärztin, Dr. med. vet.
23 Marie–Louise Catharina Adelheid Erika, geb.
am 8.3.1981, Ärztin
24 Michael Egon Ignatius Roman Hartmut, geb.
25.7.1982, stud.iur (2006)
25 Stephan Sebastian Alfons Werner Wilhelm,
geb. 15.11.1987 (Unter/Oberprima 2006)
26 Bernward Sebastian Friedrich Franz
Christian, geb. 23.11.1993
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31
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(2 Töchter Voit von 14)
27 Alexandra, geb. Gütersloh 28,9,1986
28 Katharina, geb. Stuttgart 17.1.1989.
50
Teil B: Die Familie Voit aus Schönbach bei Asch
Vorfahren zu den folgenden Probanden:
1a
Kai Kerksiek, geb. 13.9.1978
1b
Britta Kerksiek, geb. 6.7.1981
1c
Udo Kerksiek , geb. 10.8.1986
über deren Mutter 3 (zu 1a-1c) Irmgard Voit,
geb am 22.6.1947, verheiratete Kerksiek
1d
Elisabeth Peus, geb. 2.2.1979
1e
Marie-Louise Peus, geb. 8.3.1981
1f
Michael Peus, geb. 25.7.1982
1g
Stephan Peus, geb. 15.11.1987
1h
Sebastian Peus, geb. 23.11.1993
über deren Mutter 3 (zu 1d-1h) Doris Voit,
4.8.1950, verheiratete Peus
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VOIT, Erich, geb. in Schönbach am 18.9.
1923, get. am 7.10.1923 in Asch, gest. am
28.11.1981 Gütersloh, heiratete am 15.12.
1945 in Asch
BLOSS, Anna Edith, geb. in Roßbach am
23.7.1925, gest. am 16.9.1998 in Bochum
VOIT, Adolf, geb. in Schönbach am 13.1.
1897, gest. in Gütersloh am 12.4.1966, heiratete in Asch am 6.8.1921
GEUPEL, Frieda, geb. in Schönlind am 14.2.
1899, gest. am 22.10.1961 inGütersloh
BLOSS, Christian, geb. am 11.3.1887, gest.
in Fürstenfeldbruck am 17.12.1969, heiratete
am 6.6.1915
LEDERER, Lisette, geb.25.10.1891
VOIT, Adam, geb. am 26.2.1873 in Schönbach, get. am 16.3.1873 in Asch, gest. in
Neuberg am 18.12.1931, beerd. in Asch,
Landwirt, heiratete in Asch am 18.10.1896
GEYER, Ernestine Margarethe, geboren in
Schönhausen am 11.5.1862, get. am 17.5.
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Band XII/Heft 1
1862 in Asch, gest. am 3.7.1932 in Neuberg,
beerd. in Asch.
GEUPEL, Erhard, geb. in Schönlind am 22.8.
1870, gest. am 28.6.1928, heiratete in Schönlind am 25.2.1895
MERZ, Margarethe, geb. in Nieder-Reuth am
3.12.1872, gest. am 31.5.1940
Schmidt (?), Johann, Handarbeiter, heiratete
BLOSS, Christiane, geb. am 18.3.1856,
LEDERER, Christof, geb. in Asch(?) am 16.
6.1868, heiratete am 14.6.1891
WUNDERLICH, Emilie Ernestine, geb. in
Asch(?) am 3.7.1869,
VOIT, Johann Wolfgang, geb. in Asch am
5.3.1823, Landarbeiter, heiratete in Asch am
15.11.1868
DIETZ, Margaretha Katharina, geboren in
Schönbach am 26.2.1832, gest. am 13.2.
1896
GEYER, Johann Nikol, geb. in Schönbach
1825, heiratete
BECK, Anna Elisabeth, geb. in Neuhausen
1824
GEUPEL, Georg, geb. in Schönlind Nr.2
1835/36, gest. am 13.4.1892, heiratete
WÖLFEL, Eva Elisabeth, geb. in Schönlind
Nr.4 im Dez. 1847, gest. am 4.1.1919
MERZ, Johann, geb. in Nieder-Reuth am
28.12.1841, gest. in Mähring am 17.4.1915,
heiratete in Asch am 18.6.1855
WÖLFEL, Margarethe Anna, geb. in Schönlind am13. (oder19.) 9.1847, gest. in Nassengrub am 17.12.1920
BLOSS,Johann Adam, geb. am 7.3.1827,
heiratete am 23.2.1852
SCHÄFER, Margaretha Katharina, geb. am
7.7.1828
LEDERER, Christof Adam, geb. am 10.10,
get. in Asch am 17.10.1819, gest. in Asch am
4.1.1885, heiratete am 7.2.1864
WAGNER, Margarethe Catharina, geb. in
Plößberg am 11.6.1832, get. am 24.6.1832 in
Selb, gest. in Asch am 14.11.1894
WUNDERLICH, Johann Nikol, geboren in
Schönbach am 14.5.1838, Strumpfwirker, get.
am 20.5.1838 in Asch, gest. in Asch am
29.6.1884, heiratete in Asch am 18.11.1860
BONAK, Emilie Wilhelmine, geb. am 19.,
get. am 26.12.1837 in Asch, gest. am 1.1.
1909 in Asch
VOIT, Johann Carl, geb. in Asch am 6.7.
1797, get. am 7.7.1797 in Asch, Bürger und
Töpfermeister, gest. heiratete in Asch am
28.12.1822
PRELL, Eva Katharina, geb. in Ober-Weißenbach (Pfarre Selb) am 11.8.1796
DIETZ, Johann Adam, geb. am 25.2.1803 in
Steinpöhl bei Neuberg, heiratete
WUNDERLICH, Anna Elisabeth, geboren in
Schönbach am 26.2.1802
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Sudetendeutsche Familienforschung
GEYER, Johann Adam, geb. am 8.12.1794,
heiratete
BECK, Anna Maria, geb. am 3.4.1795
GEUPEL, Johann Georg, geb. in Pilgramsreuth am 3.2.1812, heiratete am 12.7.1834
DÖTSCH, Anna Margaretha, geb. in Schönlind Nr.2 am 22.10.1816
MERZ, Johann Wolfgang, geb. in NiederReuth am 28.7.1812, gest. 1862, heiratete am
8.6.1837
HEINRICH, Elisabeth, geb. in Ober-Reuth
am 21.1.1813, gest. 1845
WÖLFEL, Oswald, geb. in Schönlind am
24.1.1823, heiratete am 9.11.1845
FEILER, Margaretha Ruth, geb. am 8.3.1820
BLOSS, Johann David, geb. ca. 1790 - 1805
BAYREUTHER, Anna Katharina, geb. ca.
1790 - 1805
SCHÄFER, Karl Friedrich, geb. ca. 1790 1808
MARTIN, Margarethe, geb. ca. 1790 - 1808
LEDERER, Johann Wolfgang, geb. ca. 1775
- 1799 in Asch(?)
PLOSS, Anna Margarethe, geb. ca. 1780 1800,
WAGNER, Johann Nikol, aus Plößberg in
der Pfr.Selb?
GOSSLER, Anna Katharina,
WUNDERLICH, Christof, geboren ca. 1790 1810?
DÖTSCH, Margarethe Elisabeth,
BONAK, Johann Konrad, aus Asch(?) geb.
ca. 1790 - 1808
ZILLE, Eva Elisabeth
416
GEUPEL, Johann Andreas
432
MERZ, Michael, geb. am 12.3.1735, gest. am
21.1.1811, heiratete 1761
KRAUS, Margarete, geb. in Heißenstein am
20.9.1732, gest. am 15.1.1809
VOIT, Konrad, aus Asch(?), geb. ca. 17501775?
FUCHS, Anna Katharina, geb. ca. 17601780?
PRELL, Georg, lebte in Ober-Weißenbach in
der Pfarre Selb 1796, geb. ca. 1750 - 1775?
FRAAS, Margarethe Rosine, lebte 1796 in
Ober-Weißenbach
DIETZ, Carl, lebte 1803, in Steinpöhl bei
Neuberg, heiratete
SCHUHA, Elisabeth, lebte 1803 in Steinpöhl
bei Neuberg
WUNDERLICH, Johann,
FLEISSNER, Margarethe Katharina
GEYER, Johann Lorenz
GOSSLER, Anna Katharina
BECK, Johann Nikol
SOMMERER, Katharina Margarethe
GEUPEL, Thomas, geb. in Pilgramsreuth am
15.3.1779, gest. am 4.2.1838, heiratete am
11.11.1804
STRUNZ, Eva Margarethe, geb. Wurlitz
3
433
864
865
217
MERZ, Michael, geb. am 18.8.1697, gest. am
25.12.1758,heiratete am 14.11.1725
ROGLER, Anna, geb. 7.12.1704, gest. am
23.4.1774
1728 MERZ, Jacob, geb. Nassengrab 13.1.1668,
gest. am 7.12.1732,heiratete 18.4.1691
1729 JÄGER, Barbara, geb. in Nieder-Reuth am
12.4.1656
Teil C: Einige Nachkommen Lederer aus Asch
I. Generation
1
Johann Wolfgang Lederer, verheiratet mit
Anna Margarethe Ploß
II. Generation
2
Christof Adam Lederer, geb. in Asch am 10.
10.1819, gest. am 4.1.1885 in Asch, heiratete
am 7.2.1864 Margarethe Christina (oder
Catharina?) Wagner, geb. in Plößberg Nr.11.,
get. in Selb am 24.6.1832, gest. am
14.11.1894 in Asch.
III. Generation
Christof Lederer, geb. am 16.6.1868 in
Asch, heiratete am 14.6.1891 Emilie Ernestine Wunderlich, geb. am 3.7.1869.
IV. Generation
4
5
V.
6
7
216
Band XII/Heft 1
MERZ, Paul, geb. Niederreuth??) 18.9.1764,
gest. am 16.11.1846,heiratete 6.5.1789
WAGNER, Katharina, geb. 11.7.1768, gest.
am 16.3.1846
- Seite 19 -
(nicht sämtliche) Kinder von 3:
Lisette Lederer, geboren in Asch am 25.10.
1891, gestorne im Febr. 1953, heiratete am
6.6.1915 in Asch Christian Bloss, geb. am
11.3.1887 in Krugsreuth, Webermeister, gest.
am 18.12.1969 in Fürstenfeldbruck.
Richard Lederer, geb. am 6.3.1900(?), heiratete am 29.11.1930 in Asch(?) Marie NN.
Generation
3 Töchter Bloss von 4: geb. in Roßbach bei
Asch:
Elise, geb. am 26.10.1915, gest. am 18.4.
1988, heiratete am 26.12.1936(?) Max Wettengel, gest. am 28.2.1949.
Liddy, geb. am 31.7.1920, gest. am 27.6.
1992 in Mammendorf, heiratete Willy Ritter,
geb.am 14.9.(?), gest. am 21.7.1992, keine
Kinder.
Sudetendeutsche Familienforschung
2007
8
9
Anna Edith, geboren am 23.7.1925, gest. am
16.9.1998 in Bochum, heiratete am 15.12.
1945 in Asch Erich Voit.
Zugleich Ahnengemeinschaft DEMMEL, FRAME,
KERKSIEK, LINDENMAYER, PEUS, VOIT, WETTENGEL
1 Tochter Lederer von 5:
Irmgard, geb. am 11.12.1935, heiratete Kenneth Walmsley, geb. 18.12(?) gest. am 24.5.
1984
I. Generation
VI. Generation
10
11
12
Band XII/Heft 1
3 Söhne Wettengel von 6
Helmut, geboren am31.(?)3.1938(?), gest. im
März 1943 oder 44
Heinz, geb. am 9.8.1940, heiratete Erika NN,
geb. am 11.9.1941, keine Kinder.
Reiner, geb. am 17.10.1949, heiratete Marianne.NN, geb. am 29.7.(?)
Wunderlich, Johann Nikol, geb. am 14.5.1838 in
Asch, gest. ebenda am 29.6.1884, heiratet in Asch
am 18.11.1860
Bonak, Emilie Ernestine, in Asch geb. am19.12.
1837, gest. 1.1.1909
II. Generation
Wunderlich, Johann, geb. am 22.12.1860 in Asch,
heiratet am 31.8.1884
Kohl, Carolina , geb.18.3.1861
III. Generation
13
14
15
16
3 Kinder Voit von 8 (siehe näher Tafel Voit!)
Irmgard, geb. 22.6.1947
Doris, geb. am 4.8.1950
Hartmut, geb. am 9.8.1956
1 Kind Walmsley von 9
Jane, geb. am 22.8.1965, heiratete (1) Kevin
Stonebanks (geschieden), heiratete (2) Dirk
Frame
Wunderlich, Alfred Georg, geb. am 7.5.1894, heiratet am 30.7.1925
Melzer, Emilie Ernestine
IV. Generation
Wunderlich, Gertraud Laura, geb. am 12.7.1926,
heiratet Sixtl, Josef
V. Generation
VII. Generation
VA
17
1 Tochter Wettengel von 12
Angelika, geb. am 1.6.1986
18
19
20
3 Kinder Kerksiek von 13 (siehe näher Tafel
Voit)
Kai, geb. 13.9.1978
Britta, geb. am 6.7.1981
Udo, geb. am 10.8.1986
21
22
23
24
25
5 Kinder Peus von 14 (siehe näher Tafel
Voit)
Elisabeth, geb. am 2.2.1979
Marie-Louise, geb. am 8.3.1981
Michael, geb. am 25.7.1982
Stephan, geb. am 15.11.1987
Sebastian, geb. am 23.11.1993
VA1
VA2
VA3
VB
VB1
26
27
28
2 Kinder Voit von 15
Alexandra, geb. am 28.9.1986
Katharina, geb. am 17.1.1989
1 Kind Frame von 16
Toby Alexander,geb. am 23.3.1998
Sixtl, Charlotte, heiratet Lindenmayer, Dieter
Lindenmayer, Anne, geb. 1975
Lindenmayer, Ulrich, geb. 1979
Lindenmayer, Martha, geb. 1984
Sixtl, Hannelore heiratet Demmel, Reinhold
Demmel, Carola
IIB
Wunderlich, Emilie Ernestine, geb. in Asch
am 3.Juli 1869, heiratet am 14.6.1891
Lederer, Christof, geb. 16.6.1868
IIIB
Lederer, Lisette, geb. am 25.10.1891, heiratet am 1915
Bloss, Christian
IVB
Bloss, Elise, geb. 1915, heiratet Wettengel,
Max
IVB1
IVB2
Teil D: Einige Nachkommen Wunderlich aus
Asch
VC
Abstammungslinien von Johann Nikol Wunderlich
1838-1884 (= EMMSSP 62)
VC1
- Seite 20 -
Wettengel, Helmut, gestorben als Kind
Wettengel, Heinz, geb. 1940, heiratet NN.
Erika
Wettengel, Reiner, geb. 1949, heiratet NN.,
Marianne
Wettengel, Angelika, geb. 1986
Sudetendeutsche Familienforschung
2007
IIIB2 Bloss, Liddy, geb. 1920, heiratet Ritter,
Willy
IVC
VD
VD1
VD2
VD3
Bloss, Edith, 1925-1998, heiratet in Asch am
15.12.1945
Voit, Erich, 1923-1981
Voit, Irmgard, geb. 1947, Ing.-grad., heiratet
1972
Kerksiek, Hans-Wilhelm (Willi), Ing.-grad,
geboren 1945
Kerksiek, Kai, geb. 1978, Zimmermeister
Kerksiek, Britta, geb. 1981,
Ergotherapeutin, heiratet Göner, Markus
Kerksiek, Udo, geb. 1986, stud. ing.
(2007)
VE
Voit, Doris, geb. 1950, Realschullehrerin a.D.
heiratet am 28.4./3.5.1978
Peus, Egon Alfons, geb. 1951, Rechtsanwalt
und Notar
VE1
Peus, Elisabeth, geb. 1979, Tierärztin,
Dr. med. vet.
Peus, Marie-Louise, geb. 1981, Ärztin
Peus, Michael, geb. 1982, cand. iur.
(2007)
Peus, Stephan, geb. 15.11.1987 (OI
2007)
Peus, Sebastian, geb. 1993
VE2
VE3
VE4
VE5
VF
Voit, Hartmut, geb. 1956, Kartograph, heiratet 1982 StA/1983kirchl. Ruhenstroth, Annette, geb. 1957
VF1
Voit, Alexandra, geb. 1986
VF2
Voit, Katharina, geb. 1989
III C
Lederer, Richard, geb.6.3.1900, +, heiratet
am 29.11.1930
NN, Marie, geb. 1910
IVD
Lederer, Irmgard, geb. 1935, heiratet
Walmsley, Kenneth, gest. 1984
VG
Walmsley, Jane, geb. 1965, heiratet Frame,
Dirk
VG1 FRAME, Toby
VG2 Frame, Judy
Zusammenstellung:
Dr. Egon A. Peus,
In der Mark 97,
44869 Bochum
[email protected]
Band XII/Heft 1
Sebastian Jensen / Zahn
Nachkommen von Christoph und Dorothea Zahn aus Schemmel im Bezirk
Tetschen-Bodenbach
Die Ortschaft Schemmel, Vsemily, liegt an der
Bezirksstraße von Windisch-Kamnitz nach Dittersbach im Bezirk Tetschen-Bodenbach. Die Gemeinde Schemmel setzt sich nicht nur aus der Ortschaft
selbst sondern auch aus den Ortsteilen Vordere,
Hintere und Niedere Folge zusammen und hat eine
1
Gesamtgröße von 485 ha.
1654 nennt die Steuerrolle insgesamt 24 Häuser und deren Familien. Unter ihnen die Namen
Grüßel, Michel, Wagner, Hieke, Rütschel und Vatter. Nicht jedoch den Namen Zahn. Im Laufe der
nächsten 60 Jahre gab es einen Zuwachs auf 30
2
Häuser im Ort. Unter den Zugezogenen befanden
sich auch Christoph Zahn mit seiner Frau Dorothea
und seiner Tochter Elisabeth. Am 23. Mai 1685
kaufte Christoph Zahn das Haus samt Garten in
Schemmel Nr. 5 von Christoph Michel für 22
3
Reichsthaler. Bis 1731, dem Jahr seines Todes,
lebte und wirkte er mit seiner Frau in diesem Haus.
Es scheint sicher, dass sich Christoph Zahn
unter den Zugezogenen befunden haben muss, da
er im Grundbuch erstmalig 1685, im Mannschafts4
buch 1686, auftaucht. Die Suche nach den Geburtsorten von Christoph und Dorothea Zahn verlief
bislang ohne nennenswerten Erfolg. Aufgrund der
Archivbestimmungen in der Tschechischen Republik, können dort auch leider keine weiteren Forschungen durch das Archivpersonal vorgenommen
werden. Zudem wäre eine Suche nach den Sterbejahren und -daten ohnehin nicht möglich. Doch
ein kleiner Zufall und die hilfreiche Unterstützung
von Herrn Mag. Chmelik aus Tetschen sollte zumindest eine nähere Eingrenzung der Lebensdaten
beider Personen möglich machen.
Die Schemmler Mannschaftsbücher sind für
das 17. und 18. Jahrhundert bis auf einige Lücken
erhalten. Dort wird fortlaufend das Alter der Hausangehörigen, sowie das Sterbejahr mit Altersangabe
erwähnt. Trotz der angenommenen zum Teil in den
Mannschaftsbüchern auch auftauchenden Ungenauigkeit des Lebensalters, lassen sich die Jahre
um 1656/58 als Geburtsjahre von Christoph Zahn
errechnen. Das Geburtsjahr von Dorothea Zahn hingegen bleibt zunächst verborgen und kann anhand
5
der Angaben bestenfalls geschätzt um 1663 liegen.
Naturgemäß kann ein Irrtum nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Letztendlich kann auch nur der
Geburts- bzw. Taufeintrag Aufklärung schaffen.
Im Laufe der Suche nach Ort und Jahr erhielt
ich Hilfe von Frau Barbara Pfaff. Sie konnte sich an
das Buch „Die Nachkommen von Georg Zahn“ aus
Steinschönau von Frau Thusnelda Palme und einen
darin erwähnten Christoph Zahn erinnern. Der Eintrag machte stutzig: Christoph Zahn wurde 1658 als
Sohn des Georg Zahn (Besitzer der Parchenmühle
in Steinschönau) in Steinschönau geboren. Gestorben ist er dort im Jahr 1731. Seine zweite Frau hieß
- Seite 21 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Dorothea Weidlich, ist 1674 in Steinschönau gebo6
ren und ebendort 1730 verstorben. Diese Lebensdaten passen fast genau auf die Lebensdaten von
Christoph und Dorothea Zahn aus Schemmel. Es
schien fast so, als ob der Geburtsort und die Herkunft geklärt wären. Allerdings sind bei genauerer
Betrachtung der Fakten, außer den Lebensdaten,
keine weiteren Übereinstimmungen zu finden. Mag
eine Gleichheit aufgrund der geographischen Nähe
beider Orte möglich erscheinen, ist diese jedoch
aufgrund der Angaben in den Kirchen-, Grund- und
Mannschaftsbüchern eindeutig unmöglich.
Um 1580 taucht im Schöppenbuch von Steinschönau unter dem Bauernstand ein Jacob Zahn
auf, der mit der Glasfamilie Zahn keinerlei Verbin7
dungen haben dürfte. Möglich wäre aber eine Verbindung zur Schemmeler Zahn-Familie. Da es allerdings im fraglichen Gebiet eine Vielzahl von ZahnFamilien gegeben hat, bleibt diese Vermutung zunächst reine Spekulation.
Ein Blick in die nächste Generation, also auf
die Kinder von Christoph und Dorothea Zahn aus
Schemmel, zeigt, wie dicht die Menschen auch in
kleineren Ortschaften wie Schemmel mit dem Glas
verbunden waren. Sowohl sein Sohn Christian
(Christoph), als auch Elias werden als Glasschleifer
8
in den Mannschaftsbüchern erwähnt.
Es bleibt die Suche nach dem Geburtsort von
Christoph und Dorothea Zahn. Möglich, dass dieser
in den Sterbeeinträgen zu finden ist; oder durch
einen Zufall mit Hilfe anderer Genealogen gefunden
wird.
Die Stammliste erhebt nicht den Anspruch,
vollständig oder fehlerfrei zu sein. Einige Daten sind
fraglich oder können nur über Umwege bestätigt
werden, wie Geburtsort und -jahr von Karl Ernst
Zahn (VII) aus Seldnitz (Tetschen-Bodenbach). Leider fehlen sehr häufig Angaben zu Geschwistern
und Taufpaten, so dass die Einträge immer wieder
aktualisiert werden müssen. Hinweise auf mögliche
Verwandtschaften zu anderen Forschern oder Korrekturen nehme ich gerne und dankbar auf.
Fehlende Quellenverweise wie beispielsweise
die Angabe des Archivs, in dem die Kirchenbücher
oder ähnliche Archivalia liegen, werden vielen Forschern immer wieder zum Verhängnis. Aus diesem
Grund und auch aus eigenen Erfahrungen wurde
versucht, alle Angaben mit einem Quellen- bzw.
Literaturverweis zu versehen. Die Flut der Fußnoten
bitte ich daher zu verzeihen.
Anmerkungen/Fußnoten:
1 Herr, Alfred: Heimatkreis Tetschen-Bodenbach.
Städte und Gemeinden, S. 646, 2. unv. Aufl.,
Nördlingen 1993
2 ders., S. 649f.
3 Schemmler Grundbuch 1669-1723, Herrschaft
Böhm. Kamnitz, Folio 177b-178a, Archiv Leitmeritz (SOA) Zweigstelle Tetschen...
4 Schemmler Mannschaftsbücher, o. Sig., Leitmeritz, Zweigstelle Tetschen
5 Schemmler Mannschaftsbücher, o. Sig., Leitmeritz, Zweigst. Tetschen. Die recht genaue Be-
6
7
8
Band XII/Heft 1
rechnung des Geburtsjahres von Christoph
Zahn ist durch die fortlaufende Angabe des Alters, sowie des Sterbejahres und -alters in den
Mannschaftsbüchern möglich geworden. Wenngleich bei Dorothea Zahn das Sterbejahr vorhanden ist, fehlt doch die Altersangabe zum
Todeszeitpunkt.
Palme, Thusnelda: Die Nachkommen von Georg Zahn. Steinschönau, handschrftl. Manuskript, S. 2 Klagenfurt 1988
vgl.: Ahnen der Geschwister Dr. med. Günter
Paff...“, S. 276f., 279 o.J. (leider fehlen hier die
Literaturangaben)
Schemmler Mannschaftsbuch, o.Sig., Jahr
1727, Archiv Leitmeritz, Zweigst. Tetschen
Literatur:
HERR, ALFRED: Heimatkreis Tetschen-Bodenbach.
Städte und Gemeinden, Verlag: Heimatverband
Kreis Tetschen-Bodenbach e.V., 2. unver. Aufl.,
Nördlingen 1993
Ungedruckte Literatur:
PFAFF, NN: Ahnen der Geschwister Dr. med. Günter
Pfaff, Dr. med. Gisela Pfaff, o. J. und o. O.
PALME, THUSNELDA: Die Nachkommen von Georg
Zahn. Steinschönau 1595-1667, Klagenfurt
1988 (handschriftliches Manuskript)
Quellen:
KB: Windisch-Kamnitz, Böhmisch-Kamnitz, Güntersdorf, Bodenbach
Die Signaturen und Seiten sind im jeweiligen Eintrag
in der Al zu finden.
Quellen im Staatlichen Gebietsarchiv Leitmeritz,
Zweigstelle Tetschen:
Schemmler Grundbuch 1669-1723, Archivbestand
Velkostatek Ceská Kamenice / Herrschaft Böhm.
Kamnitz, Sig. OS Ceská Kamenice 22
- Folio 177b-178a
- Folio 186b / 187a
- Folio 226b-227b
Schemmler Mannschaftsbücher, Archivbestand Velkostatek Ceská Kamenice / Herrschaft Böhm.
Kamnitz, ohne Signatur
Diverse Standesämter (Angaben in den Fußnoten)
Sebastian Jensen / Zahn
Stammlinie Christoph und Dorothea
Zahn aus Schemmel
Alle Familienmitglieder waren römisch-katholisch,
andere Konfessionen werden gegebenenfalls vermerkt.
- Seite 22 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
I. Generation
Zahn, Christoph, * ~ um 1656/58, + in Schem-mel
1731 im Alter von 74 Jahren.
Am 23. Mai 1685 kauft er „...von Christoph
Michel das in Schemmel liegende Häusel samt
dem Gartel für 22 Reichsthaler.“1
Beruf: Häusler in Schemmel Nr. 5 (1686 mit einer Kuh), verheiratet am: ?, mit
NN, Dorothea, * ~ um 1663 wo: ?, + in Schemmel 1732 2
Kinder aus dieser Ehe:
1. Zahn, Elisabeth, * ~ um 1684 in: ?, + um
1690-1694
2. Zahn, Christian (zwischenzeitlich auch Christoph), (IIa)
3. Zahn, Georg, * ~ um 1688/89 in Schemmel. Im
Schemmler Mannschaftsbuch ist vermerkt,
dass Georg um 1708/09 bei der Armee dient.
Er taucht in Schemmel nicht wieder auf. Noch
1719 dient er im 12ten Jahr(!) in Schlesien im
Krieg (wahrscheinlich Nordischer Krieg). Keine
weiteren Nachrichten
4. Zahn, Elias, (IIb)
5. Zahn, Anna, * ~ um 1695 in Schemmel; weiteres unbekannt, evtl. Neudörfel ?
6. Zahn, Dorothea, * ~ um 1698 in Schemmel, +
zw. 1699-1704
7. Zahn, Maria, * ~ um 1703; weiteres unbekannt
1
2
IIb
1
Beruf: Ab 1717 bei seinem Vater Christoph
Zahn, 1727 als Schleifer erwähnt.
Am 24. August 1720 kauft er von „Tobias Michel das in der Gemeinde Schemmel liegende
Häusel für 56 Meißnisch Schock.“5,
verheiratet am 22.11.17166 mit:
Kny, Justina, * ~ um 1692 in Dittersbach, +
1742 (50 Jahre) in Schemmel. (Tochter des
verstorbenen Christoph Kny aus Dittersbach)
Kinder aus dieser Ehe:
1. Zahn, Anna Elisabeth, * ~ um 1718 in Schemmel; weiteres unbekannt
2. Zahn, Elias, (III)
III. Genration
Zahn, Elias d.J., * ~ 19.12.1718 in Schemmel7,
+ (?) Schemmel(?); 1809 (zur Hochzeit seines
Sohnes Anton) bereits verstorben.
Beruf: Häusler und Tagelöhner in Schemmel
Nr. 37, verheiratet am 16.01.1746 in der Kirche
zu Windisch-Kamnitz8, mit:
Vater, Anna Rosina, * ~ ? aus Schemmel, +
(?) Schemmel (?); 1809 zur Hochzeit ihres
Sohnes Anton bereits verstorben. Tochter des
Martin Vater aus Schemmel9
Kinder aus dieser Ehe (mind. 1 Kind):
Zahn, Anton, (IV)
IV. Gemeration
II. Generation
IIa
Band XII/Heft 1
Zahn, Christian (o. Christoph), * ~ um 1686/87
in Schemmel, + ?
Beruf: 1707 als Knecht im Vorwerk, 1708 in der
Ober-Kamnitzer Mühle, 1710 „Müllischer“, 1711
Mühlknecht und Schleifer, 1712 in der „ober
Mühlscher Schleifer“, 1715 ist er bei Chr.
Lerchen, taucht 1727 als Schleifer auf.
Am 27. August 1717 kauft er von „Maria, Witwe nach verstorbenen Georg Knechtel, das in
Schemmel liegendes Häusel für 38 Meißnisch
Schock.“3., Er heiratet um 1713,
NN, Helena, * ~ um 1688 in: ?
Kinder aus dieser Ehe:
Zahn, Maria, * ~ um 1717
Zahn, Elias, * ~ um 1721
Zahn, Elias d. Ä., * ~ 10.09.1691 in Schemmel (Pater R.P. Ambrosius)4, + 1754 (62 Jahre)
in Schemmel
Schemmler Grundbuch, Sig. OS Ceska Kamenice
22, Folio 177b-178a, Archiv Leitmeritz / Tetschen
2 vgl. Schemmler Mannschaftsbücher, o. Sig.
1686ff. , Archiv Leitmeritz / Tetschen Alle
nachfolgenden Daten und Angaben zu beruflichen
Werdegängen bis Elias Zahn d.Ä. stammen aus
diesem Bestand
3 vgl. Schemmler Grundbuch 1669-1723, Folio
186b-187a, Archiv Leitmeritz / Tetschen
4 KB Windisch-Kamnitz, Sig. L 149/3, p. 65
Zahn, Anton, * in Schemmel ~ 04.01.1759 in
der Kirche zu Windisch-Kamnitz (von R.P. Augustinus Guba)10, + (?) Schemmel(?)
Beruf: Häusler und Tagelöhner in Schemmel
Nr.4 (im Hochzeitseintrag ist auch Philippsdorf
Nr.4 eingetragen), verheiratet am 17.04.1809 in
der Kirche zu Böhmisch Kamnitz11, mit:
Münzberg, Franziska Anna, * ~ um 1786 (zur
Hochzeit war sie 23 Jahre alt), + (?) Schemmel(?), Tochter des Joseph Münz-berg, Tagelöhners in Philippsdorf, aus Schönlinde gebürtig und der Anna Maria Palme aus Nieder5
Schemmler Grundbuch 1669-1723, Folio 226b227b, Archiv Leitmeritz etc.
6 KB Windisch-Kamnitz, Sig. L149/4, p. 4
7 KB Windisch-Kamnitz, Sig. L149/4, p. 52 Interessanter Weise fehlt die Nennung der Geburt von Elias d.J. in den Schemmler Mannschaftsbüchern. Es
muss sich aber um dieselbe Familie handeln, da es
im Ort keine weiteren Zahn Familien gab.
8 KB Windisch-Kamnitz, Sig. L149/4, p. 42
9 vgl. auch Herr, Alfred: Heimatkreis Tetschen-Bodenbach, S. 650, hier wird der Name „Vat(t)er“ unter
den Bauern in der Steuerrolle von 1654 genannt,
Nördlingen 1993
10 KB Windisch-Kamnitz, Sig. L149/4, p. 479
11 KB Böhmisch Kamnitz, Sig. L17/51, f. 13; darin
auch die Angaben zur Herkunft von Franziska Anna
Münzberg.
- Seite 23 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
kirche zu Bodenbach17, + 07.01.1958 in Herten
(Westfalen).
Beruf: Bergmann am Radetzky-Schacht in
Brüx; Dampfkesselwärter; Soldat im I. Weltkrieg in Serbien 42. I.R.; Infanterist und Hornist;
wohnte bis zum Ende des II. Weltkrieges in
Maltheuern, anschließend in Herten-Scherlebeck Margenboomstraße 3818, verheiratet am
24.09.1908 in Nieder-Georgenthal19 mit:
Hönig, Maria, * 18.01.1882 in Eidlitz Kr. Komotau, ~ 22.01.1882 in Eidlitz, + bei einem Bombenangriff auf Maltheuern, Kreis Brüx, am 12.
05.194420; Tochter des Karl Franz Hönig aus
Udwitz, später in Görkau und der Aloisia Faszer (Fasser) aus Hagensdorf Kr. Komotau.
Kinder aus dieser Ehe:
1 Zahn, Josefine, * 19.03.1911 in Maltheuern, verh. mit Josef Steiner (gefallen im II.
W.K.). Aus dieser Ehe ist eine Tochter
hervorgegangen, die wiederum zwei Kinder
und eine Enkelin hat.
2 Zahn, Alois, (VIIIa)
3 Zahn, Ida, * ~ ?, verheiratete Pilz (weiteres
unbekannt; zwei Kinder aus dieser Ehe?)
4 Zahn, Gustav, * ~ ? (weiteres unbekannt;
Kinder?)
5 Zahn, Emanuel, * ~ ? (weiteres unbekannt,
hatte Kinder)
6 Zahn, Karl, (VIIIb)
7 Zahn, Franz, * ~ ? in Ober-Georgenthal,
Zimmermann und Architekt, verheiratet, eine Tochter
Kreibitz Nr. 9. Im Geburtseintrag ihres Sohnes
Ignaz Zahn ist vermerkt, dass die Mutter von
Franziska Anna Münzberg, Franziska Riedl
aus Philippsdorf geheißen haben soll; wahrscheinlich handelt es sich um die zweite Frau
von Joseph Münzberg.)
Kinder aus dieser Ehe (mind. 1 Kind):
1.
Zahn, Ignaz, (V)
V. Generation
Zahn, Ignaz, * in Schemmel Nr. 4, ~ am 12.06.
1816 in der Kirche zu Windisch-Kamnitz12
Beruf: Inwohner und Weber bis vor 1880 in
Neu-Ohlisch Nr. 35 und 42, später in Kreibitz,
verheiratet am 12.02.1834 in der Kirche zu
Güntersdorf13 mit:
Mühle, Theresia, * ~ um 1805 (sie war zur
Hochzeit 6 Jahre älter als ihr Mann), + ?
Kreibitz ? vor 1884, dem Geburtsjahr ihres
Enkels Karl Ernst Zahn (Tochter von Johann
Georg Mühle, Häusler in Neu-Ohlisch Nr. 34
und der Theresia Bendel; Tochter des Johann
Georg Bendel, Bauer in Alt-Ohlisch Nr. 22)
Kinder aus dieser Ehe (mind. 1 Kind):
Zahn, Franz, (VI)
VI. Generation
Zahn, Franz (Franciscus), * am 25.07.1856 in
Neu-Ohlisch, ~ 26.07.1856 in Güntersdorf14, +
? Seldnitz oder Schemmel ?
Beruf: Kondukteur der Dux-Bodenbacher Eisenbahn, bis 1884 Inwohner in Kröglitz-Bodenbach Nr. 17, nach 1884 in Seldnitz-Bodenbach
Nr. 11, verheiratet am 12.10. 1880 in der Pfarrkirche zu Kröglitz-Bodenbach15, mit:
Lerch, Maria Theresia, * am 15.05.1848 in
Ober-Ebersdorf, ~ 15.05.1848 in der Pfarrkirche zu Ober-Ebersdorf16, + ? Kröglitz-Bodenbach Seldnitz o. Schemmel(?), Tochter des
Inwonhners und Tagelöhners in Kröglitz Nr. 16,
früher in Ober-Ebersdorf Nr. 164, Augustin
Lerch und der Theresia Heller aus OberEbersdorf Nr. 164)
Kinder aus dieser Ehe (mind. 1 Kind):
Zahn, Karl Ernst, (VII)
VII. Generation
Zahn, Karl Ernst, * 26.06.1884 Seldnitz-Bodenbach Nr. 11, ~ 21.07.1884 in der Dekanat-
12
KB Windisch-Kamnitz, Sig. L149/13, f. 149
KB Güntersdorf, Sig. 58/35, f. 35
14 KB Güntersdorf, Sig. 58/19, f. 81; vgl. auch: Geburtsurkunde Pfarramt Güntersdorf Nr. II 81 NeuOhlisch vom 20.10.1942
15 KB Bodenbach, Sig. 133/53, f. 8
16 KB Oberebersdorf, alte Sig. III 14; Auszug aus
dem Ahnenpass, Fam. Archiv Zahn
13
Band XII/Heft 1
VIII. Generation
a
17
Zahn, Alois, * 14.05.1913 in Ober-Georgenthal
Kr. Brüx, ~ ?, + 26.08.1998 in Kulmbach21, Beruf: Gärtnergehilfe vor dem II. W.K.; er wohnte
in Maltheuern in der Strasse zum Altersheim
Nr. 203; Soldat für einige Monate; Gärtner in
KB Bodenbach, Sig. 133/34, f. 19; vgl. auch: Abschrift (beglaubigt) des Ahnenpasses vom 04.03.
1947. Darunter die alte Sig. des Eintrages Nr. II 19
Pfarramt Bodenbach
18 vgl.: Befähigungszeugnis für Dampfkesselwärter
vom 03.04.1911 aus Komotau Fam. Archiv Zahn;
Militärakten I.W.K. des MHA Prag; Kriegsarchiv
Wien, Serb. Kriegsgef. Kartei 21; Standesamt Herten, Sterbeurkunde Nr. 11/1958
19 KB Nieder-Georgenthal, alte Sig. IV-232; vgl.
Heiratsurkunde seines Sohnes Alois 1942, Fam. Archiv Zahn
20 Geburt: Abschrift Ahnenpass; Sterbedatum: Urkunde Maltheuern Kr. Brüx, Fam. Archiv Zahn
21 Standesamt Ober-Georgenthal (Horni Jiretin):
Geburtsurkunde Alois Zahn vom 18.09.2000, Fam.
Archiv Zahn. Standesamt Kulbach: Sterbeurkunde
Nr. 324/1998 vom 07.07.2000, Fam. Archiv Zahn
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2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Kulmbach, verheiratet am 02.05.1942 in Bruch,
Kr. Brüx22 mit:
Jungwirth, Lydia, * am 15.11.1919 in Bruch,
Kr. Brüx (vgl. auch: Nachkommen von Adam
und Leonhard Jungwirth, VSFF Band XI/Heft 6
Dezember 2005, S. 241)
Kinder aus dieser Ehe:
1
Zahn, Christa, ev.; * 1942 in Maltheuern;
Christa hat zwei Kinder und zwei Enkelkinder
2
Zahn, Günther, (IXa)
b
Zahn, Karl Horst Ernst, * 19.07.1919 in OberLeutensdorf, Beruf: Gärtner, verheiratet am: 12.
10.1946 mit:
König, Griseldis, * in Neuhausen
Kinder aus dieser Ehe:
1. Zahn, Rainer, (IXb)
2. Zahn, Karl-Heinz, (IXc)
3. Zahn, Christel, * in Kropstädt bei
Wittenberg; verheiratet, keine Kinder
Band XII/Heft 1
eingesehen. Diese werden ja von vielen, auch von
Graf Gudenus und Dr. Michael Salvator Habsburg
Lothringen, als der Weisheit letzter Schluss angesehen. Zu meiner Überraschung fand ich die Geburtseintragung von Erzherzogin Maria Annunziata, meiner Großmutter, auf einem Blatt Papier, nicht in einem Matrikenbuch!
(Weder Otto von Habsburg noch Dr. Michael
Salvator Habsburg Lothringen, auch nicht die Wittelsbacher oder Württemberger sind in der Lage
oder zeigen Interesse, meine Forschung zu diskutieren oder die historischen Wahrheiten zu prüfen.
Hier sollten sich die Landsleute, die aus dem Mieser
Kreis sind und diese Zeilen lesen‚ Gedanken machen, wie viele Menschen in den Jahren 1800 bis
1918 aus gut situierten Familien in betrügerischer
Art und Weise unter böhmischen Namen und dem
Verlust ihrer wirtschaftlichen Sicherheit und der Familienzugehörigkeit in den Dörfern um Dobrany/Doberan angesiedelt wurden.)
Er berichtet aus seiner 15-jährigen Arbeit als
Familienforscher
IX. Generation
Josef Gahn
a
Zahn, Günther, ev., geb. am 20.11.1943 in
Maltheuern, Kr. Brüx, Beruf: Maschinenbaumeister,verheiratet in Hamburg mit:
Jahns, Barbara aus Halberstadt SachsenAnhalt
Kinder aus dieser Ehe:
1. Zahn, Alexandra, * in Hamburg
2. Zahn, Sebastian (X)
b
Zahn, Rainer, * in Neuhaus, Beruf: KFZ-Mechaniker, verheiratet, eine Tochter (Daten liegen mir vor)
c
Zahn, Karl-Heinz, * in Wittenberg, Beruf: Kfm.
Angestellter, verheiratet, ein Sohn (noch keine
Kinder) (Daten liegen mir vor)
X. Generation
Zahn, Sebastian, ev., * in Henstedt-Ulzburg,
Schleswig-Holstein, Beruf: Referendar (Lehramt)
Sebastian Jensen / Zahn
Goldene Wiege 6
21075 Hamburg
[email protected]
In Erweiterung seiner in den Mitteilungen Nr.7
veröffentlichten Leserzuschrift schreibt Herr Josef
Gahn:
„Ich war Anfang dieses Jahres in Wien im
Österreichischen Haus und Hof Staatsarchiv
(HHStA) und habe die so genannten Hofburgakten
22
Standesamt Bruch: Heiratsurkunde Nr. 19/1942
vom 02.05.1942, Fam. Archiv Zahn
Maximilian Emanuel verehelicht mit
Amalie v. Sachsen Coburg Gotha
Kohary
Maximilian Emanuel Herzog in Bayern, geb.
1849, war identisch mit Martin Gahn, geb. 1844,
Maximilian war der jüngste Bruder von Prinzessin
Elisabeth von Bayern, der späteren Kaiserin von
Österreich, die mit Kaiser Franz Josef verheiratet
war.
Amalie von Sachsen Coburg Gotha Kohary
(S.C.G. Kohary), geb. 1848, identisch mit Czech
Maria, geb. 1848, heiratet am 11.11.1868 in St. Nikolaus, Dobrany. Amalie stammt aus der ungarischen und somit katholischen Linie des Hauses
S.C.G. Kohary. Die Verbindung entstand durch die
Heirat des Prinzen Ferdinand, geb. 1785, im Jahre
1826 mit der einzigen Tochter Antonia, geb. 1797,
des katholischen Fürsten Franz Josef von Kohary.
Die Koharay-Linie besaß in Ungarn ausgedehnte
Ländereien. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor, Ferdinand, geb. 1816, August Ludwig, geb.
1818, Viktoria, geb. 1822, und Leopold, geb. 1824.
Das Ehepaar erwarb in Wien das Palais Favoritenstrasse 7, dieses Anwesen kaufte im Jahre 1863
Erzherzog Carl Ludwig v. Österreich, der Bruder des
Kaisers.
In den zugänglichen Geburtsmatriken, wenn
man die mit viel Aufwand und über eine ganze Seite
gehenden graphischen "Kunstwerke" als solche bezeichnen will, sind nur die drei Söhne von Maximilian Emanuel und Amalie verzeichnet: Siegfried,
identisch mit Josef, Ludwig, identisch mit Franz, und
Christoph, identisch mit Anton; die erstgeborene
Tochter Margarethe, die in Böhmen 1873 erscheint,
findet sich im Adel nicht!
Die Unterbringung von Familienangehörigen in
Böhmen mit einer neuen Identität war Bestandteil
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2007
Sudetendeutsche Familienforschung
der damaligen Besiedelungs- und Wirtschaftspolitik
in der damaligen Monarchie. Dass hier die Pfarreien
mit den entsprechenden Eintragungen in den Matrikenbüchern mithalfen, ist klar erkennbar.
Das Ziel dieser Maßnahme war, dass die Familienzugehörigkeit und damit die Erbfolge unterbrochen wurde. Das Vermögen dieses Personenkreises wurde somit dem Familienvermögen einverleibt. Im Falle von Maximilian Emanuel, Herzog in
Bayern, erlosch die Familie mit dem Tode von Siegfried August, geb. 1876, angeblich in Neu-Friedenheim im Jahre 1952 verstorben und in Tegernsee in
der Familiengruft der Wittelsbacher beerdigt (was
ich bezweifle). Der heutige Herzog in Bayern Max,
ist ein Neffe von Franz Herzog von Bayern und
wurde 1963 durch Adoption eingesetzt.
Maximilian Emanuel ist unter dem Namen Martin Gahn und Amalie von Sachsen Coburg Gotha
Kohary unter dem Namen Maria Czech in den Matriken in Doberan/Dobrany eingetragen. Beide waren in Wasseraujezd, einem Dorf etwa 2 km entfernt, untergebracht. Als Beruf wurde bei Martin
Gahn Landwirt und Maurerpolier angegeben. Es ist
bekannt, dass zur damaligen Zeit auch zahlreiche
Waisenkinder versorgt werden mussten. Unter welchem Namen diese getauft und eingetragen wurden, ist in den Unterlagen nicht ersichtlich. Hier hat
man nach der gleichen Methode die Zahl der
deutschsprachigen Bewohner angehoben.
Die Eheleute Martin Gahn und Maria Czech
heirateten 1868 und hatten vier Kinder: Margarethe,
geb. 1873, Josef (mein Großvater), geb. 1875,
Franz, geb.1877, und Anton, geb. 1880.
Erste Hinweise zur doppelten Identität meiner
Gahn-Vorfahren kamen von Landsmann Walter
Eberle, der mit einer Tochter von Gahn, Margarethe,
geb.1873, der Schwester meines Großvaters Josef
Gahn, verheiratet ist (somit hatte das Ehepaar Maximilian Emanuel Herzog in Bayern und Amalie v.
S.C.G. Kohary auch eine Tochter, die jedoch in der
"Adelsversion" nicht verzeichnet ist.)
Walter Eberle lebt mit seiner Familie heute in
Kaufbeuren; Walter erstellte bereits 1978 einen
Stammbaum der Gahn-Familie, in welchem er Martin Gahn, geb. 11.11.1848 und identisch mit Herzog
Maximilian Emanuel von Bayern, geb. 1849, als 1.
Generation bezeichnete! Dies deutet darauf hin,
dass Ihnen die „Einbürgerung" von Maximilian Emanuel unter dem böhmischen Namen Martin Gahn
bekannt war. Natürlich wagte es in der Monarchie
niemand, derartige Zusammenhänge laut zu
diskutieren, geschweige denn, sie zu verändern
oder publik zu machen!
In den Aufzeichnungen der Edith von Sachsen
Coburg Gotha von 1990 im Staatsarchiv Coburg,
Herrengasse, steht u. a. eine kurze Bemerkung zu
der Heirat von Amalie v. S.C.G. Kohary, geb. 1848,
zu lesen, dass sie sich 1875 im Schloss Ebental mit
Herzog Maximilian Emanuel in Bayern vermählte.
Mehr wird über diese Ehe nicht gesagt!
Band XII/Heft 1
Das zeigt die „Bedeutungslosigkeit" dieser Eheschließung in der Familiengeschichte derer von
Sachsen Coburg Gotha Kohary und des Hauses
Wittelsbach! Hier hat man unter Nutzung der Möglichkeiten der Entmündigung oder der nicht erfolgten
Großjährigkeitserklärung eine Ehe zweiter Klasse
geschlossen, unter Verlust der Familienzugehörigkeit und Verlust des Erbes! (Die jeweiligen "Fideokomissherren" waren rigoros in ihrem Bestreben,
das Vermögen zu mehren!)
Mein Großvater Josef Gahn, geb.1875, zeugte
1899 mit Maria Karl, der Schwester seiner späteren
zweiten Frau Anna Karl, eine außereheliche Tochter, die auf den Namen Margarethe getauft wurde.
1902 heiratete nach dem Matrikeneintrag mein
Großvater Josef Gahn Maria Karl. Bereits ein Jahr
später (1903) heiratete er die Schwester Anna Karl
und kaufte von den Brauteltern Josef Karl und Anna
geb. Böhm, wohnhaft in Lossin, um 5000 österreichische Kronen das Anwesen in Stich Nr. 96.
Hier stellt sich die Frage, wenn der Vater von
Josef Gahn Maurerpolier und Landwirt war, wie
konnte er dem Sohn diesen Betrag als Mitgift geben? Zudem wurde das Anwesen in Stich über
einem Zeitraum von 5 Jahren Stück für Stück erbaut; also hat man von den Behörden, sei es die
Verwaltung in Dobrany oder die Garnison in
Dobrany, diese Heirat und Unterbringung der Nachkommen von Maximilian Emanuel und Carl Ludwig
Erzherzog v. Österreich, seine Tochter Maria Annunziata aus dritter Ehe, geb. 1876, und identisch
zu Anna Karl, geb. 1881, gezielt vorbereitet!
Es finden sich jedoch auch Angaben, dass die
Eltern von Anna Karl in Stich lebten. Also eine recht
verworrene Verwaltungsarbeit, die "Einbürgerung"
und Ansiedelung der deutschsprachigen Menschen
machte den Behörden scheinbar doch Schwierigkeiten und zeigt manchen handwerklichen Fehler!
Erste Hinweise sind auch in einigen Ausgaben
des Heimatbriefes des Kreises Mies-Pilsen zu finden. Ein Beitrag von Josef Mathiowetz aus Stich
beschreibt, wie mein Großvater im Jahre 1919 zur
Faschingszeit als „Kaiser Franz Josef" verkleidet mit
einigen „Offizieren" hoch zu Ross in Wasseraujezd
aufmarschierte!
Ein anderer Beitrag gibt darüber Auskunft, dass
„Vetta Gahn" seine Zugochsen nicht strapazieren
musste, weil die Bauern im Dorf seine Felder bestellten! (Dies änderte sich jedoch nach 1918 zum
Ende der Monarchie, als die „Tschechische Republik" gegründet wurde.)
Dass Böhmen nicht außerhalb des Wirkungskreises der Adelsfamilien lag, zeigt die Tatsache,
dass die zweite Heirat des Prinzen Ludwig v. Sachsen Coburg Gotha im Jahre 1907 mit Anna Gräfin
von und zu Trautmannsdorf-Weinsberg, geb. 1873,
in Bischofsteinitz in Böhmen stattfand!
Nachtrag:
Bei der Durchsicht meiner Unterlagen, die an
den Petitionssausschuss nach Baden-Württemberg
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2007
Sudetendeutsche Familienforschung
gehen, fand ich folgenden Auszug aus einem Buch:
„Die Klinik von Doberan/Dobrany nahm gegen Bezahlung Patienten aus allen Gebieten der Monarchie auf.“
Josef Gahn, Waldstr. 5b, D-91088 Bubenreuth
Rainer Maaz, Forschungsgebiet Nordböhmisches Niederland
Trauungen mit gebietsfremden Ehepartnern in Schönlinde in den Jahren 1850
bis 1856 – Teil 1
(im Kirchbuch L73/20, Seite 1 bis 69)
Friedrich ACHATZ, Strumpfwirker (1855), geboren
am 30.06.1830 in Prachatitz Nr.101.
Kirchliche Trauung mit 24 Jahren am 19.01.1855
in Schönlinde Nr.50 (Zeuge(n): Fidelis Palme,
Fabrikant in Nr.287, Wilhelm Michel, Buchbinder
in Nr.15, beide aus Schönlinde) mit Karolina
FRITSCHE, 26 Jahre alt.
Martin BARTEL, Inwohner und Strumpfwirker, geboren 1826 in Neukirchen Nr.15, Wildsteiner
Herrschaft.
Kirchliche Trauung am 03.02.1851 in Schönlinde
Nr.221 (Zeuge(n): Eduard Hampel, Handelsmann in Schönlinde Nr.253, Joseph Weber,
Tischler in Schönlinde Nr.78) mit Katharina
WENZEL (Bartl).
Franz BÖHM, Inwohner und Maurer, geboren am
18.08.1822 in Zautig Nr.8, bei Bensen, gestorben am 02.07.1883 in Schönlinde Nr.486 mit 60
Jahren.
Kirchliche Trauung mit 33 Jahren am 20.08.1855
in Schönlinde Nr.453 (Zeuge(n): Johannes Zweigelt, Weber in Nr.452, Peregrin Vatter, Bäckermeister in Nr.51, beide aus Schönlinde) mit
Maria Anna MARSCHNER (Böhm), 36 Jahre alt.
Anna
BRADSCHKA
(Gerr),
geboren
am
21.11.1825 in Trebnitz Nr.167.
Kirchliche Trauung mit 27 Jahren am 18.07.1853
in Schönlinde Nr.273 (Zeuge(n): Joseph May,
Wagnermeister in Schönlinde Nr.150, Joseph
Wenzel, Drechslermeister in Schönlinde Nr.33)
mit Karl GERR, 24 Jahre alt.
Eduard Vinzenz CZUMPELIK, Inwohner und Pharmazeut, geboren am 07.02.1832 in Wagstadtl.
Kirchliche Trauung mit 22 Jahren am 13.06.1854
in Schönlinde Nr.276 (Zeuge(n): Franz May,
Handelsmann in Nr.285, Joseph May, Handelsmannin Nr.404, beide aus Schönlinde) mit Bertha Adolphina Franziska DONATH (Czumpelik), 21 Jahre alt27.
Bertha
Adolphina
Franziska
DONATH
(Czumpelik), geboren am 26.06.1832 in
Seifhennersdorf.
Kirchliche Trauung mit 21 Jahren am 13.06.1854
in Schönlinde Nr.276 (Zeuge(n): Franz May,
Handelsmann in Nr.285, Joseph May, Handelsmann in Nr.404, beide aus Schönlinde) mit
Eduard Vinzenz CZUMPELIK, 22 Jahre alt27.
Band XII/Heft 1
Josef DUTSCHKE, Inwohner und Strumpfwirker,
geboren am 28.09.1817 in Bukoly Nr.4 bei Dauba.
Kirchliche Trauung mit 36 Jahren am 22.08.1854
in Schönlinde Nr.303 (Zeuge(n): Karl Rämisch,
Lohgerbermeister in Nr.389, Franz Rämisch,
Tischlermeister in Nr.306, beide aus Schönlinde)
mit Franziska ULLRICH (Dutschke), 39 Jahre
alt.
Johanna EICHLER (Fritsche), Inwohnerin (1854),
geboren am 20.03.1830 in Neuland Nr.48, getauft in Wartenberg bei Niemes.
Kirchliche Trauung mit 23 Jahren am 13.02.1854
in Schönlinde Nr.406 (Zeuge(n): Zacharias
Fritsche, Schneider in Schönlinde Nr.406, Franz
Arlt, Handelsmann in Langengrund Nr.17) mit
Josef FRITSCHE, 31 Jahre alt.
Johann FIALE, Inwohner und Strumpfwirker,
geboren am 08.02.1813 in Domausnitz Nr.18.
Kirchliche Trauung mit 39 Jahren am 07.09.1852
in SchönlindeNr.410 (Zeuge(n): Franz Palme,
Strumpfwirker in Schönlinde Nr.429, Joseph
Zenker, Schuhmacher in Schönlinde Nr.410) mit
Franziska HENKE (Fiale), 30 Jahre alt.
August FIEDLER, Inwohner und Tischler (1851),
geboren am 19.10.1823 in Ober-Peschkau Nr.88
bei Böhmisch Kamnitz.
Kirchliche Trauung mit 27 Jahren am 25.08.1851
in Schönlinde Nr.206 (Zeuge(n): Leo Hocke, Müller in Schönlinde Nr.206, Franz Schmied,
Schneidermeister in Kreibitz Nr.87) mit Theresia
HEENE (Fiedler), 24 Jahre alt.
Maria Anna FISCHER (Löhnert, Wenzel), geboren
1806 in Kunnersdorf Nr.39 bei Kamnitz, (MB
Schönlinde 1856/364: Anna Maria).
Kirchliche Trauung (1) vor 1836 mit Peregrin
LÖHNERT, Inmann und Ziegelstreicher, geboren
am 08.07.1807 in Schönlinde Nr.339, gestorben
< 02.1851 in Schönlinde, Sohn von Stephan
LÖHNERT, Häusler und Zwirner, und Franziska
PIETSCHMANN (Löhnert).
Kirchliche Trauung (2) am 24.02.1851 in Schönlinde Nr.334 (Zeuge(n): Franz Lehnert, Handelsmann in Schönlinde Nr.339, Anton Wenzel,
Bäckermeister in Schönlinde Nr.331) mit Anton
WENZEL.
Anton GÜNTER, Weber, geboren am 25.04.1831 in
Johnsdorf Nr.16, gestorben am 22.11.1899 mit
68 Jahren.
Kirchliche Trauung mit 25 Jahren am 10.11.1856
in Schönlinde Nr.304 (Zeuge(n): Philppp Herbst,
Tischlermeister in Nr.304, Franz Rämisch, Tischlermeister in Nr.306, beide aus Schönlinde) mit
Franziska STRAHL (Günter), 21 Jahre alt.
Johann GÜNTER, Mahlmühlenbesitzer (1855), geboren am 12.01.1826 in Dittelsbach Nr.43.
Kirchliche Trauung mit 29 Jahren am 19.11.1855
in Schönlinde Nr.103 (Zeuge(n): Anton Wenzel,
Bäckermeister in Neu-Forstwalde Nr.7, Johann
Kny, Gutsbesitzer in Dittersbach Nr.4) mit Theresia HENKE (Marschner, Günter), 54 Jahre alt.
Rosina (Rosalia) GÜNTHER (Pietsch), Dienstmagd
(1850), geboren 1827 in Kamnitz Nr.18.
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2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Kirchliche Trauung am 08.10.1850 in Schönlinde
(Zeuge(n): Joseph Grötschel, Weber in Reichstadt, Vorstadt Nr.47; Joseph Adler, Weber in
Schönlinde Nr.175) mit Adalbert PIETSCH, 20
Jahre alt.
Josef GÜRTLER, Häusler und Weber, geboren am
08.06.1823 in Böhmischdorfer Feldern Nr.9.
Kirchliche Trauung mit 29 Jahren am 26.10.1852
in Schönlinde Nr.395 mit Maria Anna ZECKERT
(Gürtler), 25 Jahre alt.
Josef HEGENBARTH, Bleichgehilfe, Weber, geboren am 22.11.1827 in Güntersdorf, gestorben <
11.1886 in Neu-Forstwalde Nr.42.
Kirchliche Trauung mit 28 Jahren am 26.11.1855
in Schönlinde Nr.114 (Zeuge(n): Ferdinand
Koch, Weber in Falkenhain Nr.58, Emanuel Hieke, Weber in Fiebigthal Nr.16) mit Maria Anna
KOCH (Hegenbarth), 25 Jahre alt.
Vinzenz HEINRICH, Kutscher, geboren am
12.04.1821 in Neuland, getauft in Wartenberg
bei Niemes.
Kirchliche Trauung mit 33 Jahren am 04.07.1854
in Schönlinde Nr.416 (Zeuge(n): Adalbert Eisert,
Kaufmann in Rumburg Nr.372, Joseph
Heinrich,Postillion in Rumburg Nr.217) mit
Apollonia BREUER (Heinrich), 32 Jahre alt.
Emilian HERBRICH, Weber, geboren am
01.07.1827, getauft in Römerstadt.
Kirchliche Trauung mit 24 Jahren am 17.11.1851
in Schönlinde Nr.172 (Zeuge(n): Johann Henke,
Gastwirth in Schönlinde Nr.65, Augustin Münzel,
Weber in Schönlinde Nr.127) mit Maria Theresia
(Theresia) HEINRICH (Herbrich), 25 Jahre alt.
Josef HERGESELL, Inwohner und Faßbinder,
geboren am 23.12.1823 in Gabel.
Kirchliche Trauung mit 29 Jahren am 22.11.1853
in Schönlinde Nr.5 (Zeuge(n): Johann Schicktanz, Fabrikant in Warnsdorf Nr.40, Johann Rudolf Kunze, Strumpfwirkermeister in Schönlinde
Nr.417) mit Theresia MICHEL (Hergesell), 31
Jahre alt.
Franz HOFMANN, Fabrikwerkführer, geboren am
06.12.1825 in Gubersdorf Nr.62 bei Trautenau,
getauft in Trautenau.
Kirchliche Trauung mit 30 Jahren am 07.07.1856
in Schönlinde Nr.47 (Zeuge(n): Wenzel Liebisch,
Fabrikant in Warnsdorf Nr.53, Josef Kögler,
Schuhmacher im Kreibitzer Neudörfel Nr.28) mit
Franziska FRITSCHE (Hofmann), 29 Jahre alt.
Franz Xaver JANNESCH, Bürgerlicher Buchhändler, geboren am 29.12.1822 in Löbau, getauft
(ev) in Löbau.
Kirchliche Trauung mit 30 Jahren am 18.09.1853
in Schönlinde Nr.14 (Zeuge(n): Ludwig H...,
Moritz Püschel, Nadlermeister in Zittau Nr.365)
mit Bertha Anna PFEIFENER (Jannesch), 23
Jahre alt.
Johann Josef JUNGE, Bleichgehilfe, später
Zwirnglänzer, Hausbesitzer, geboren am 20.04.
1806 in Katholisch Hennersdorf Nr.558, gestorben am 09.12.1879 in Schönlinde Nr.26 mit 73
Jahren, (1852: und Händler in Katholisch Hennersdorf).
Band XII/Heft 1
Kirchliche Trauung mit 46 Jahren am 25.10.1852
in Schönlinde Nr.290 (Zeuge(n): Albert Hecker,
Klempnermeister in Schönlinde Nr.275, Anton
Neuhäuser, Binder in Schönlinde Nr.290) mit
Magdalena KREIBIG (Neuhäuser, Junge), 39
Jahre alt.
Adam Anton KAHNHÄUSER, gefallener kk Amtskontrolleur, geboren 01.1812 in Schiffsche
Vorstadt zu Eger Nr.17.
Kirchliche Trauung am 18.06.1850 in Schönlinde
(Zeuge(n): Joseph Leyhs, kk Steuereinnehmer in
Schönlinde; Wilhelm Palme, Handelsmnn in
Schönlinde) mit Emilia Christina PALME
(Kahnhäuser), 20 Jahre alt.
Johann KALINA, Inwohner und Zwirnbinder (1871),
Weber (1853), geboren am 21.06.1832 in
Nalschewitz Nr.10.
Kirchliche Trauung (1) mit 21 Jahren am
21.11.1853 in Schönlinde Nr.108 (Zeuge(n):
Anton Gampe, Produktenhändler in Schönlinde
Nr.301, Anton Walter, Weber in Schönlinde
Nr.108) mit Anna Maria WORM (Wenzel,
Kalina), 26 Jahre alt.
Kirchliche Trauung (2) mit 38 Jahren am
24.04.1871 in Schönlinde Nr.237 (Zeuge(n):
Josef Heene, Wirtschaftsgehilf und Inwohner in
Schönlinde Nr.238, Konstantin Worm, Bleicher
und Hausbesitzer im Kreibitzer Neudörfel Nr.38)
mit Maria Anna HEENE (Fritsche, Kalina), 28
Jahre alt, geboren am 11.08.1842 in Schönlinde
Nr.238, Tochter von Adalbert HEENE, Inwohner
und Strumpfwirker, und Maria Anna KÖGLER.
Ignaz KIRSCHNER, Inwohner (1856) und Taglöhner (1851), geboren am 13.12.1819 in Loh Nr.19,
gestorben am 01.07.1869 in Schönlinde mit 49
Jahren.
Kirchliche Trauung mit 31 Jahren am 07.01.1851
in Schönlinde Nr.336 (Zeuge(n): Stephan Palme,
Bespannter in Schönlinde Nr.363; Johann
Tausch, Müllermeister in Nr.349, beide aus
Schönlinde) mit Veronika HEINRICH (Kirschner), 25 Jahre alt.
Franz KLIMT, Inwohner und Lohgerber (1856);
Geselle (1853), Obergeselle (1879), geboren am
09.06.1826 in Langenau.
Kirchliche Trauung mit 27 Jahren am 14.11.1853
in Schönlinde Nr.300 (Zeuge(n): Karl REionsch,
Lohgerbermeister in Schönlinde Nr.389, Leopold
Zimmer, akademischer Bildhauer in Schönlinde
Nr.300) mit Antonia Elisabeth Sidonia WENZEL (Klimt), 30 Jahre alt.
Franziska KNOBLOCH (Reinisch), Dienstbote
(1853), geboren am 31.03.1828 in Zwickau Nr.79
bei Gabel.
Kirchliche Trauung mit 24 Jahren am 22.11.1852
in Schönlinde Nr.39 (Zeuge(n): Franz Anton
Grohmann, Kaufmann in Schönlinde Nr.39, Anton Hantzschel, Bleichermeister aus Schönlinde
Nr.432) mit Karl REINISCH, 25 Jahre alt.
Maria KÖPPL (Weber), Köchin (1852), geboren am
04.01.1832 in Stachel Nr.14 bei Podersam.
Kirchliche Trauung mit 20 Jahren am 11.10.1852
in Schönlinde Nr.404 (Zeuge(n): F. J. Ullbrich,
- Seite 28 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Baumwollerzeuger in Schluckenau Nr.136, Joseph May, Handelsmann in Schönlinde Nr.404)
mit Josef WEBER, 30 Jahre alt.
Anton KROMBHOLZ, Hausbesitzer und Händler,
geboren am 03.02.1832 in Schossendorf Nr.10.
Kirchliche Trauung mit 21 Jahren am 26.04.1853
in Schönlinde Nr.258 (Zeuge(n): Anton Richter,
Fleischermeister in Wolfsberg Nr.66, Ignaz
Hauptmann, Bauer in Schossendorf Nr.6) mit
Theresia WIESNER (Krombholz), 17 Jahre alt.
Victoria KUDERNATH (Rößler), Inwohnerin (1852),
geboren am 20.12.1825 in Neu-Jahrsdorf Nr.20
bei Jaromir.
Kirchliche Trauung mit 26 Jahren am 25.05.1852
in Schönlinde Nr.269 (Zeuge(n): Alois Grohmann, Bürgermeister in Schönbüchel Nr.29, Philipp Kögler, Handelsmann in Schönbüchel Nr.33)
mit Josef RÖSLER, 25 Jahre alt.
Magdalena KUNZE, Haushälterin (1852), geboren
am 01.10.1826 in Katholisch Hennersdorf Nr.3
bei Lauben.
Kirchliche Trauung mit 25 Jahren am 04.05.1852
in Schönlinde Nr.348 (Zeuge(n): Benedikt Eiselt,
Schankwirth in Rumburg Nr.416, Johann Schäfer, Weber in Schönlinde Nr.67) mit Anton
DITTMANN, 55 Jahre alt.
Maria Josepha MARTIN (Görner), Dienstbote
(1853), geboren am 16.08.1832 in Wolfersdorf
Nr.31.
Kirchliche Trauung mit 21 Jahren am 15.11.1853
in Schönlinde Nr.149 (Zeuge(n): Joseph Görner,
Feldgärtner in Tollenstein Nr.28, Anton May,
Wirtschaftsgehilfe in Schönlinde Nr.149) mit Josef GÖRNER, 22 Jahre alt.
Franz MATERN, Inwohner und Maurer (1853),
geboren am 23.07.1831 in Freudenheim bei
Böhmisch Kamnitz.
Kirchliche Trauung mit 22 Jahren am 21.11.1853
in Schönlinde Nr.262 (Zeuge(n): Zacharias Wenzel, Weber in Schönlinde Nr.472, Franz Schöne,
Maurer in Steinhübel Nr.18) mit Amalia JÄCKEL
(Matern), 23 Jahre alt.
Wenzel MATTHES, Inwohner und Strumpfwirker,
geboren am 16.12.1811 in Wagstädtel Nr.55,
getauft in Wagstadt, gestorben am 21.03.1875 in
Schönlinde Nr.8 mit 63 Jahren.
Kirchliche Trauung (1) mit 27 Jahren am 30.04.
1839 in Schönlinde Nr.66 (Zeuge(n): Anton
Friedrich, Färbermeister aus Schönlinde, Anton
Weidner aus Bodenbach bei Tetschen) mit
Theresia FRIEDRICH (Matthes), 27 Jahre alt,
geboren am 19.10.1811 in Schönlinde Nr.66,
gestorben < 08.1854 in Schönlinde Nr.274,
Tochter von Augustin FRIEDRICH, Häusler und
Weber (1831), und Juditha HEINRICH, Inwohnerin und Witwe (1856).
Kirchliche Trauung (2) mit 42 Jahren am 28.08.
1854 in Schönlinde Nr.276 (Zeuge(n): Anton
Friedrich, Fabrikant, Donat Heinrich, Weber,
beide aus in Schönlinde Nr.276) mit Maria Anna
BENDEL (Mattes), 30 Jahre alt.
Franz MILDNER, Weber, geboren am 18.10.1818 in
Graupen/Teplitz.
Band XII/Heft 1
Kirchliche Trauung mit 34 Jahren am 25.01.1853
in Schönlinde Nr.141 (Zeuge(n): Joseph Hampel,
Weber in Schönlinde Nr.111, August May, Weber in Schönlinde nr.136) mit Apollonia HEINRICH (Mildner), 28 Jahre alt.
Johann PALME, Holzhändler und Bäckermeister,
geboren am 14.08.1832 in Kaltenbach Nr.39.
Kirchliche Trauung mit 23 Jahren am 06.05.1856
in Schönlinde Nr.303 (Zeuge(n): Johann Lische,
Müller in Kaltenbach Nr.48, Joseph Worm,
Fleischhauermeister in Schönlinde Nr.303) mit
Franziska SIMCHEN (Palme), 20 Jahre alt.
Maria Anna QUAISER (Krahl), Inwohnerin, geboren
am 27.12.1810 in Schönbach Nr.18.
Kirchliche Trauung mit 42 Jahren am 24.10.1853
in Schönlinde Nr.417 (Zeuge(n): Johann Adolf
Kunze, Strumpfwirkermeister in Schönlinde Nr.
417, Anton Münzel, Schmiedemeister in Schönlinde Nr.186) mit Anton KRAHL, 38 Jahre alt.
Gottfried RICHTER, Häusler und Pferdeknecht
(1831), und Stärkeerzeuger (1856), geboren
1784 in Rugigswalde Nr.33 in Sachsen, getauft
(AB) in Burkersdorf?
Kirchliche Trauung (1) am 06.02.1821 in Schönlinde Nr.278 (Zeuge(n): Gottfried Heinrich, Färbermeister, Joseph Adler, Hausbesitzer und Weber, beide in Schönlinde) mit Theresia FÜGNER
(Richter), geboren 1790 in Schönlinde Nr.139
(=175 neu), gestorben < 01.1856 in Schönlinde
Nr.293, Tochter von Johann Josef (Josef)
FÜGNER, Häusler und Zimmermeister, und
Maria Anna KÖGLER (Fügner).
Kirchliche Trauung (2) am 22.01.1856 in Schönlinde Nr.293 (Zeuge(n): Johann Josef Michel,
Kaufmann in Nr.255, Augustin Hielle, Bleicher in
Nr.293, beide aus Schönlinde) mit Apollonia
WORM (Richter), 46 Jahre alt.
Friedrich Theodor RISSE, Buchhalter, geboren am
13.01.1829 in Wilsdruf bei Dresden (Religion:
ev).
Kirchliche Trauung mit 27 Jahren am 25.11.1856
in Schönlinde Nr.20 (Zeuge(n): Anton Friedrich,
Fabrikant in Nr.278, Anton Heinrich, Bespannter
in Nr.22, beide aus Schönlinde) mit Maria
Theresia HEINRICH (Risse), 21 Jahre alt.
Maria Anna RUSCHER (May, Fröhlich), Tagarbeiterin, geboren am 15.11.1813 im Wolfersdorfer
Neudörfel Nr.44.
Kirchliche Trauung (1) mit 28 Jahren am
01.11.1842 in Schönlinde Nr.182 (Zeuge(n): Karl
Strobach, Bleicher in Nr.135, Gottfried Richter,
Stärkemacher in Nr.182, beide in Schönlinde) mit
Josef MAY, 61 Jahre alt, Bespannter, geboren
am 04.10.1781 in Schönlinde Nr.120, getauft (rk)
in Schönlinde, gestorben < 01.1856 in Schönlinde Nr.149, Sohn von Johann Gottfried MAY,
Häusler und Bespannter, und Anna Theresia
FRITSCHE (May).
Kirchliche Trauung (2) mit 42 Jahren am 29.01.
1856 in Schönlinde Nr.149 (Zeuge(n): Wolfgang
Richter, Bespannter in Schönlinde Nr.149, Anton
Hoke, Feldgärtner in Warnsdorf Nr.334) mit Karl
FRÖHLICH, 41 Jahre alt.
- Seite 29 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Anton SADLER, Handlungsdiener, geboren am
18.03.1825 in Platten.
Kirchliche Trauung mit 29 Jahren am 15.05.1854
in Schönlinde Nr.4 (Zeuge(n): Joseph Kögler,
Schlossermeister in Schönlinde Nr.62, Anton
Kögler, Schneidermeister in Schönlinde Nr.4) mit
Eleonora Anna PHILIPP (Sadler), 25 Jahre alt.
Johann Josef SCHLEITNER, Reservegemeiner
beim kk König Hannover 42. Infanterie-Regimentskommando und Handlungsgehilfe, geboren am 20.09.1826 in Arnsdorf bei Aussig.
Kirchliche Trauung mit 30 Jahren am 25.11.1856
in Schönlinde Nr.72 (Zeuge(n): Erich Freund,
Schuster, Handelsmann in Nr.285, Johann Josef
Michel, Kaufmann in Nr.255, beide aus Schönlinde) mit Maria Josepha MICHEL (Schleitner),
23 Jahre alt.
Franz Anton SCHMIDT, Häusler und Schneidermeister, geboren am 24.08.1808 in Gesteinigt
Nr.68.
Kirchliche Trauung (1) mit 24 Jahren am 09.10.
1832 in Schönlinde Nr.38 (Zeuge(n): Franz Anton Schlesinger, Schuhmachermeister in Gesteinigt, Gottfried Günter, Weber in Schönlinde) mit
Theresia GÜNTER (Schmidt), 20 Jahre alt, geboren am 13.01.1812 in Schönlinde Nr. Tochter
von Johann GÜNTHER, Hausmann und
Tischlermeister, und Apollonia MÜNZEL (Günther), Inweib und Witwe (1838).
Kirchliche Trauung (2) mit 48 Jahren am 09.09.
1856 in Schönlinde Nr.261 (Zeuge(n): Anton Zabel, Schuhmachermeister in Nr.29, Karl Günter,
Strumpfwirkermeister in Nr.261, beide aus
Schönlinde) mit Theresia EISELT (Schmidt), 41
Jahre alt.
Anton SCHNEIDER, Hausbesitzer und Handelsmann, geboren am 02.02.1809 in Neuschloß
Nr.107 bei Böhmisch Leipa.
Kirchliche Trauung mit 45 Jahren am 14.02.1854
in Schönlinde Nr.291 (Zeuge(n): Franz Anton
Münzel, Handelsmann in Schönlinde Nr.291,
Adalbert Schicktanz, Fleischhauer in Warnsdorf
Nr.17) mit Maria Gabriela MÜNZEL (Schneider),
36 Jahre alt.
Anton SCHNUFLER, Schumachergesell, geboren
am 13.09.1829 in Seifen Nr.232 bei Gabel.
Kirchliche Trauung mit 22 Jahren am 26.01.1852
in Schönlinde Nr.54 (Zeuge(n): Anton Elstner,
Weber in Falkenhain Nr.7, Anton Rößler, Weber
in Schönlinde Nr.199) mit Franziska PREISLER
(Schnufler), 30 Jahre alt.
Josef SCHUBERT, Müllermeister (1853), geboren
am 04.10.1826 in Zwitte Nr.33.
Kirchliche Trauung mit 26 Jahren am 16.08.1853
in Schönlinde Nr.246 (Zeuge(n): Augustin Palme,
Handelsmann in Schönlinde Nr.25, Joseph
Schuberth, Bauer in Zwitte Nr.8) mit Christina
PALME, 20 Jahre alt.
Vinzenz SEIDEL, Inwohner und Porzellanmaler,
geboren am 01.01.1826 in Wiesenthal Nr.170 bei
Gablonz.
Kirchliche Trauung mit 30 Jahren am 22.01.1856
in Schönlinde Nr.332 (Zeuge(n): Johann Fischer,
Band XII/Heft 1
Gürtler in Nixdorf Nr.100, August Palme, Handelsmann in Schönlinde Nr.25) mit Maria Anna
SCHINDLER (Ramisch, Seidel).
Vinzenz SEIDEL, Inwohner und Porzellanmaler,
geboren am 01.01.1826 in Wiesenthal Nr.170 bei
Gablonz.
Kirchliche Trauung mit 30 Jahren am 22.01.1856
in Schönlinde Nr.332 (Zeuge(n): Johann Fischer,
Gürtler in Nixdorf Nr.100, August Palme, Handelsmann in Schönlinde Nr.25) mit Maria Anna
SCHINDLER (Ramisch, Seidel).
Maria Anna SENFTLEBEN (Wenzel), Dienstbote
(1853), geboren am 07.11.1809 in Tölzeldorf
Nr.18.
Kirchliche Trauung mit 43 Jahren am 25.01.1853
in Schönlinde Nr.264 (Zeuge(n): Franz Ohmann,
Handelsmann in Schönlinde Nr.198, Anton Joseph Michel, Handelsmann in Schönlinde Nr.
264) mit Philipp WENZEL, 27 Jahre alt.
Fortsetzung im nächsten Heft.
Büchervorstellungen und
Literaturhinweise:
Das verschwundene Sudetenland
ISBN 80- 86125-73-4
Im vergangenen Jahr (2006) erschien von einem Autorenteam und der Bürgerinitiative Antikomplex das Buch „Das verschwundene Sudetenland“.
Dieses umfangreiche Werk mit seinen über 650
Seiten enthält zahlreiche Fotos von Ortschaften aus
dem sudetendeutschen Raum. Anhand dieser Fotos
wird deutlich, welche Veränderungen viele dieser
Ortschaften in Folge politischer und wirtschaftlicher
Ereignisse genommen haben.
Allein das Bildmaterial fand ich sehr faszinierend, da ich selbst den Ursprungszustand dieser Orte nicht mehr kenne. Bemerkenswert ist auch die
Tatsache, dass der Text zweisprachig (deutsch und
tschechisch) verfasst wurde: Ein Indiz dafür, dass
Tschechen und Deutsche gewillt sind, sich ihrer
(teilweise gemeinsamen) Geschichte zu stellen.
Neben einem Literaturverzeichnis gibt es auch
eine Kontaktliste.
Ein Manko stellt die relativ kleine Schriftgröße
dar; bei einem Preis von 15 € ist das aber verschmerzbar.
Birgit Sprenger, Erfurt
ARNDT RICHTER:
Die Welt der vernachlässigten Abstammungen:
“Mutterstämme” - Töchterketten
Eine Beispiel-Mutterstammtafel als Aufruf zur Vervollständigung!
Und eine Gesetzmäßigkeit im Geschlechterverhältnis von Ahnen-Geschwistern
Verlag Degener & Co., Insingen: 2006.
- Seite 30 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Gerade erschienen ist eine schmale Broschüre
des bekannten Verfassers Arndt Richter. Fast hätte
ich ihn einen Genealogen geheißen, bin mir aber
nicht sicher, ob ihm das so wirklich recht gewesen
wäre. Bezeichnet er sich selbst doch als Genetalogen, und gibt auf seiner Internet-Seite genetalogie.de auch weitere Hinweise zu dieser Wort- und
Sachschöpfung. So versteht Richter sich selbst
durchaus als Begründer dieser "GeneTalogie", einer
aus der allgemeinen Genealogie entwickelten Forschungsrichtung, die sich für Richter aus Genealogie
+ Genetik + Statistik zusammensetzt.
Die Statistik ist uns allen gut bekannt und
insofern nicht neu. Besonders die Genetik kommt in
jüngster Zeit und innerhalb der Genealogie verstärkt
zu Ehren, nicht wenigen Familienforschern wird sie
aber weiterhin ein Fremdling bleiben. Das stört nicht
weiter, so wenig wie unser Forschungsobjekt sich
verallgemeinern läßt, so wenig gilt dies für die Forscher selbst. Wer aber mit dem Arbeitsfeld der gewöhnlichen Genealogie nicht zufrieden sein mag,
der sollte bei Autoren wie Arndt Richter fündig werden können.
Nun ist die Genealogie aber nicht allein, wenn
überhaupt, erbaut auf biologischen Grundlagen,
sondern vielmehr auf Werten wie dem (Erb-)Recht,
der Erziehung, der familiären Ausrichtung, und
schließlich auch der gesellschaftlichen Umwelt, die
sich dem Forscher nicht zuletzt in Paten- und Heiratskreisen zeigt. Wie wir alle ja nun wissen, sind
die Kirchenbücher und auch andere vergleichbare
Quellen durchaus keine biologischen Nachweiskataster. Wir nehmen halt an, das Register wird
schon die Wahrheit sagen. Gewiß ist aber trotzdem
nichts. Wie schon meine Schwiegermutter vor nun
30 Jahren selbstbewußt zum Besten gab, die Mutter
ist sicher, der Vater aber nie. Diese Weisheit läßt
sich auch auf gut Lateinisch weitergeben, das erspare ich dem Leser aber hier, denn an dieser
grundlegenden Wahrheit ändert sich dadurch nichts.
Gleichwohl hat es sich in der abendländischen
Welt seit ewig eingebürgert, Ahnentafeln nach dem
Mannesstamm aufzubauen. Das rührt – natürlich vom bisherigen Namens- und Familienrecht, auch
von den Werten Erziehung und Familie, der Jahrhunderte alten gesellschaftlichen Nachrangigkeit der
Frau. Von unterschätztem Einfluß ist aber die wissenschaftliche Genealogie höchstselbst gewesen.
Leute wie Eyzinger, de Sosa und Kekulé von Stradonitz haben mit ihren Ahnennummern schon alles
festgemauert, der Vater kommt zuerst und hat die 2.
Unsere Vorläufer und Vorbilder, auch unsere Computerprogramme folgen diesem System. Seit Jahrzehnten gibt es aber Forscher, die daran rütteln und
zunehmend Raum gewinnen. Ihr Ziel ist die Erstellung von Mutterstammlinien. Richter ist nun einer
der gegenwärtigen Vertreter dieser Forschungsrichtung; mit seiner kleinen Schrift weist er auf diesen
Mangel hin und gibt auch gleich eine Anzahl Beispiele aus der Praxis. Zugleich entwickeln sich hier
Band XII/Heft 1
vollkommen neue Arbeitsfelder. Richter selbst öffnet
eine Tür zu diesen Forschungswelten, indem er den
Leser schlicht auffordert, seine Beispieltafeln zu
ergänzen, bitteschön. Warum auch nicht, neu
scheint ein solcher Versuch schon allemal.
Erhard Grund, Ohren
RAINER VOGEL
Kirchenmatriken im Sudetenland – Altvatergebirge - Oppaland“
(Ein Leitfaden für Familienforscher),
2. Auflage,
Stand Sept. 2006
Erweiterte und ergänzte Ausgabe, insges. ca. 150
Seiten, Weichcover; s/w; 11 Landkarten, davon 1 x
farbig: Herzogthum Schlesien 1638 – J. Scultetus;
Dazu schreibt der Autor:
Flüssig geschrieben, aufgrund eigener Erfahrungen mit exaktem Hinweis zu den verwendeten
Literaturquellen, wendet sich der Inhalt an jene, die
die Historie der eigenen Vorfahren verstehen und
deren Stammbaum ermitteln wollen im ehemaligen
Fürstentum Jägerndorf-Troppau. Das Buch gibt Hilfestellung zu nachfolgenden Sachverhalten [die
Grundsätze zur Struktur einer Kirchenmatrik gelten
für alle Siedlungsgebiete Mährens, Schlesiens und
Böhmens; regionale Feinheiten des Oppalandes belegen Beispiele]:
Kirchenmatrik (Einträge der Geburten, Heiraten, Todesfälle), staatliche und kirchliche Verordnungen zur Führung der Kirchenmatrik, verfilmte
bezw. verkartete Kirchenbücher
Bei Geburt: Name des Kindes, Datumsangaben, Wohnort der Kindeseltern, Besonderheiten der
Wohnortangaben, uneheliche Kinder, Taufpathen,
Pfarrer, Pfarrei, Stellung der Mutter in der Kirche
Bei Heirat: Ort der Heirat, Namen der Beteiligten, Aufgebotsfristen,
Bei Tod: Name des Verstorbenen, Angabe der
Todesumstände, Totgeburten, ungetaufte Kinder,
Selbstmörder,
Sonstiges in den Kirchenmatriken: praktische
Beispiele aus gelesenen Kirchenmatriken vor Ort im
Landesarchiv Troppau, verschiedene Schreibweisen
der Familiennamen – verschiedene Schriftenarten,
verschiedene Zeitrechnungen, Probleme der Hausnummern, Namensdeutungen
Allgemeines: Bundesarchiv Berlin, Literaturangaben, Landkarten, Adressen von Kontaktstellen,
Archiven, Bibliotheken, Internet, Suchmaschinen in
Deutschland und Tschechien, Entwicklung der Sudetendeutschen Familiennamen ab dem 12. Jahrhundert; historische Daten des Bistums Olmütz und
Breslau mit Dekanaten; lateinisch-deutsche Worterklärungen, tschechisch-deutsche Worterklärungen
der Einträge in den Kirchenmatriken mit Kopien aus
Vorkriegsveröffentlichungen
Ebenso bedeutend waren die für die Region
wichtigen jüdischen Glaubensgemeindezentren in
den Städten Jägerndorf, Hotzenplotz und Leobschütz; jüdische Glaubensangehörige wurden auch
- Seite 31 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
in den katholischen Kirchenmatriken einzelner
Dörfer erfasst; P. Wolny hat in seinen Veröffentlichungen, Brünn 1862/63, die Religionszugehörigkeit
der Bevölkerung nach katholisch, protestantisch und
jüdisch detailliert niedergeschrieben.
Recherchiert wurde im Landesarchiv in Opava
(Troppau) CZ, im Fürst von Liechtenstein Archiv in
Wien, im DOZA (Deutscher Orden Zentralarchiv in
Wien), erzbischöflichen Archiv in München-Freising,
bischöflichen Archiv in Regensburg, Staatsarchiv in
Nürnberg; erfasst wurden einschlägige aktuelle und
historische Veröffentlichungen zu diesem Thema in
deutscher, tschechischer, polnischer und englischer
Sprache.
(Soweit der Autor)
Unser Mitglied Herr Hanika hat sich der Mühe
unterzogen, nachstehende Rezension zu verfassen:
Wer sich der Genealogie zuwendet, wird früher
oder später eines dieser dicken und teuren Handbücher kaufen, welche die Arbeit sehr erleichtern können. Sei es, um das Fachvokabular zu erlernen, die
Arbeitsweise, Grundbegriffe der Quellenkunde, Literatur und Hilfsmittel wie Urkundenlehre, Kalender,
Wappen, Namenkunde. Schnell stellt man dann
fest, dass solche Handbücher weit mehr enthalten
als man braucht und doch für das eigene Forschungsgebiet nicht genug in die Tiefe gehen.
Mit seinem Buch „Kirchenmatriken im Sudetenland – Altvatergebirge – Oppaland“ sucht Rainer
Vogel diesem Dilemma zu entgehen, indem er sich
ein eng umgrenztes Forschungsgebiet heraussucht,
nämlich das Altvatergebirge um das Zentrum Troppau (tschechisch Opava). Das scheint uns insofern
verdienstvoll, als im online gestellten Kirchenbuchverzeichnis der VSFF Troppau sowie die umgebenden Ortschaften leider völlig fehlen. Auch die Namenslisten der Pfarrer fast aller Pfarreien wird man
nur schwer anderswo finden. Und wollen wir
schließlich loben, dass eine große Zahl von Archiven mit Anschrift und Öffnungszeiten aufgelistet ist,
und zwar ziemlich aktuell. (Wenngleich: die Gebührenmarken „kolky“ werden meines Wissens nirgendwo mehr gefordert). Aber: Die Archivangaben stehen an mehreren Stellen, über den ganzen Text verteilt, und es ist schwer, sie zu finden.
Man sieht dem Buch förmlich seine Entstehungsgeschichte an: Der erste Teil endet eigentlich
bei Seite 38, und dann folgen Anlagen, in denen der
eigentliche Inhalt versteckt ist: die Kirchenbücher,
die Archivadressen, die Pfarrerlisten. Danach folgen
Berichtigungen, drei Ergänzungen und noch ein
weiterer Anhang. Das hat z.B. zur Folge, dass man
nichts findet, weil überdies ein Sachregister fehlt.
Überhaupt hat Rainer Vogel den ursprünglichen Vorsatz, beim Kernthema Altvater zu bleiben,
nicht eingehalten: Die Abhandlungen zur Schreibschrift – auch auf mehrere Stellen verteilt – sind z.T.
nur Kopien von Ribbe-Henning und wenig hilfreich:
Sütterlin gibt’s erst ab 1915 und nicht schon im 17.
Jahrhundert. Dass dies irgendwo weiter hinten korri-
Band XII/Heft 1
giert wird, ist kein Trost. Die Abhandlung zu den
Familiennamen ist entbehrlich, es fehlen Übernamen, Hofnamen und die tschechischen, welche man
dann aber 12 Seiten vorher findet. Dort ist die Liste
deutscher Namen fehlerhaft: Die Namen Bartsch,
Blaha, Blaschke, Gesierich, Haschke, Nawrath,
Peschke, Proschak, Proske sind slawischen Ursprungs. Hätte es nicht gereicht, zu den Themen
Schreibschrift, Familiennamen und Latein in Urkunden auf Fachliteratur hinzuweisen?
Insgesamt ist das Buch sicher eine Fundgrube
für Altvater-Forscher, aber es wäre schön, wenn der
Autor seine anerkennenswerte Fleißarbeit damit
krönen könnte, sich noch einmal der Mühe zu unterziehen, dem Buch ein klares Konzept und eine klare
Struktur zu geben.
Horst Michael Hanika, Pettendorf
Gesetzlicher Vergütungsanspruch bei der Nutzung von Bildern
Leicht verständlich geschriebene Fachbücher hierzu:
DREIER, THOMAS & SCHULZE, GERNOT (2004):
Urheberrechtsgesetz / Kommentar
SCHRICKER, GERHARD (2001, 3. Aufl.):
Verlagsrechtsgesetz / Kommentar
Auszüge aus DREIER & SCHULZE:
(Vor § 31 UrhG, S. 374, Randnummer 2): „Mit
dem Gesetz zum Urhebervertragsrecht vom
22.3.2002 wurden die bisherigen wenigen
vertragsrechtlichen Regelungen ergänzt und
die Position der Urheber verbessert (vgl. die
Kommentierungen zu §§ 32, 32a, 36, 36a).“
(§ 32 UrhG, S. 497, angemessene Vergütung):
„Ist die Höhe der Vergütung nicht bestimmt, gilt
die angemessene Vergütung als vereinbart.“
(§ 32a UrhG, S. 528, Rdnr. 37): Zu beachten
ist, „dass der Anspruch auf angemessene Vergütung Verfassungsrang hat“.
In der „Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht“ (ZUM Nr. 8/9/1998, S. 695 ff) wurde eine
„Übersicht über die marktüblichen Vergütungen
für Bildnutzungsrechte“
mit detaillierter Angabe der Bildhonorare für das
Jahr 1998 veröffentlicht.
Dr. Gerold Pascher,
Niefangweg 8,
93049 Regensburg
(Tel. 0941-31659)
- Seite 32 -
Vereinigung
Sudetendeutscher
Familienforscher
VSFF e.V.
Regensburg
Band XII/Beilage 1
Juni 2007
Mitteilungen
Inhalt:
Vereinsmitteilungen
Seite
Editorial
Der Kassenwart informiert - Mitgliedsbeitrag
Protokoll Mitgliederversammlung VSFF/AEFF (gekürzt)
Benutzungsordnung für das SGA
2
2
3
10
Aus der Mitgliedschaft
Aus den Forschungsgebieten und Arbeitskreisen
Aus anderen Vereinen: Familienforschung in Frankreich
Berichte von Veranstaltungen
Deutsch-tschechische Begegnung
11
12
14
15
Arbeitsunterlagen, Kopiervorlagen, etc.
Archive in der Tschechischen Republik stellen sich vor:
Forschungsgebiete und ihre Betreuer
Mitglieder informieren über ihre Forschungsschwerpunkte
Kopiervorlage für die Information über Forschungsschwerpunkte
Wichtige Anschriften unserer Vereinigung
Einzugsermächtigung
Herausgeber: Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher Regensburg
1. Vorsitzender: Dr. Erhard Grund
Schriftleitung:
Rainer Maaz, Karlsbader Str. 31, D-36100 Petersberg
Tel: 06 61 - 60 73 14; E-Mail: [email protected]
- Beilage 1/2007, Seite 1 -
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2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
Vereinsmitteilungen
Editorial
Liebe Mitglieder,
gewählt.
wie Sie alle wissen, gab
es kürzlich eine satzungsgemäße Mitgliederversammlung.
Wie
Sie nun hier schon erkennen, wurde der Vorsitzende also wieder-
In diesem Heft sind aber auch die anderen
Ergebnisse von Eisenach abgedruckt. Große
Überraschungen sollte man nicht erwarten, und
ich hoffe halt, daß besonders die Wahlergebnisse
und Beschlüsse auch außerhalb der Versammlung auf die Zustimmung der Mitglieder treffen
werden. Daneben bitte ich Sie vor allem, die
verschiedenen Berichte aus der Vor-standsarbeit
zu beachten.
Was gibt es Neues? Das Schwerwiegende
zuerst. Frau Christine Obermeier hat nach langjähriger und intensiver Arbeit im SGA und auch
im Vorstand ihre Vereinstätigkeiten niedergelegt.
Ihre Gründe sind privater, familiärer Natur und
wir müssen ihre Entscheidung halt akzeptieren,
auch wenn es schon schwerfällt. Im Gegenzug ist
es gelungen, Frau Marianne Sutter als Nachfolgerin im SGA zu gewinnen. Zugleich hat sich
Herr Michael Hanika bereit erklärt, ebenfalls im
SGA mitzuarbeiten, so-daß wir guter Hoffnung
sein können. Für diese Bereitschaft müssen wir
dankbar sein. Wenn Sie den noch folgenden
Bericht von Christine Obermeier lesen, werden Sie
erkennen, welcher Einsatz hier verlangt wurde
und noch werden wird. Zugleich wurde eine
künftige feste Öffnungszeit und auch eine neue
Kostenordnung beschlossen. Diese Kostenordnung
wurde vom Vorstand und vom Beirat gemeinsam
erarbeitet, als erstes Zeichen einer engeren Einbindung des Beirates, die zum Vorteil des Vereins
auch künftighin gedeihen soll.
Wie Sie zum Teil sicherlich wissen, gab es
kurz vor der Versammlung in Eisenach in der
VSFF-Liste ziemliche Unruhe, vornehmlich durch
zwei Mails von Gerhard Pecher. Unser früherer
Kassenwart war mit einigen Entscheidungen des
Vorstandes in Verbindung mit verschiedenen
Besonderheiten der Kassenführ-ung aus der Zeit
vor dem Jahr 2001 nicht ein-verstanden. In Eisenach waren diese Feststellungen und auch Vorwürfe von Gerhard Pecher Grundlage eingehender
Diskussionen. Die abschließende Entscheidung
und der Beschluß der Versammlung ist in der
Folge abgedruckt. Damit ist diese ganze Geschichte abgeschlossen.
Damit komme ich auch wieder zurück zur
Vereinsarbeit. Neben dem SGA sollte uns besonders der Aufbau der Datenbank am Herzen liegen. Bislang gibt es verschiedene Beschlüsse und
Vorschläge, aber da muß noch einiges reifen und
wachsen. Der nachstehende Bericht über ein gut
funktionierendes System im nahen Ausland gibt
vielleicht weitere Anregungen. Ein wenig Vielfalt
an Ideen kann der VSFF sicherlich nicht schaden
und ein Blick über den Zaun schon gar nicht.
Ähnliche Beiträge werden von unserem Schriftleiter daher dankbar entgegengenommen.
Herzliche Grüße
Ihr
Ihr Dr. Erhard Grund
(1. Vorsitzender der VSFF e.V.)
Der Kassenwart informiert:
Mitgliedsbeitrag
Der Kassenwart möchte alle Mitglieder, die noch
nicht am Einzugsverfahren teilnehmen, höflich
daran erinnern, dass der
Jahresbeitrag für 2007 in Höhe von 28,-€
satzungsgemäß bis spätestens 31.3.2007 überwiesen sein soll. Innerhalb Deutschlands gilt:
VSFF e.V., Konto Nr. 2 135 447
Kreissparkasse Böblingen,
BLZ 603 501 30
Bei Überweisungen aus dem Ausland:
VSFF e.V., BIC: SOLADES1BBL
IBAN: DE68 603 501 30 000 213 544 7
Mitglieder, die bereits am Einzugsverfahren teilnehmen, erhalten Anfang des neuen Jahres automatisch eine Lastschrift über 25,- € (ermäßigter
Beitrag laut Beschluss der Mitgliederversammlung
2003).
Josef Richter
- Beilage 1/2007, Seite 2 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
Protokoll Mitgliederversammlung VSFF/AEFF (gekürzt)
Das vollständige Protokoll kann gegen Einsendung eines mit 1,44 € frankierten C5 Umschlages beim 1.
Schriftführer angefordert werden (Anschrift siehe letzte Seite der Miteilungen).
Ort: Eisenach/ Hotel Glockenhof
Datum: 19.03.05 13.45 Uhr bis 17.30 Uhr
Teilnehmer: siehe Anwesenheitsliste
Begrüßung der Teilnehmer
•
•
Begrüßung der Mitglieder durch den Vorsitzenden Dr. Grund
Als Protokollführer wurde Herr Tumpach gewonnen
Grußworte
Herr Frauenberger, Beiratsvorsitzender der Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde e.V. übermittelt
die herzlichen Grüße. Die Westdeutschen Gesellschaft für Familienkunde ist einer der größten deutschen
genealogischen Vereine hat ca. 2000 Mitglieder in 10 Bezirksgruppen.
Totengedenken für die verstorbenen Mitglieder 2005/2006
Mitgliedsnr
Verstorben
Alter
533
2005
82
Herr
Heinz
ULBRICH
30
2005
91
Frau
Berta
TURBA
523
2005
90
Herr
Otto
SCHERWITZ
275
2005
85
Frau
Ruth Emmy Eva
STREER
608
2005
81
Frau
Barbara Ernestine
GERSTORFER
720
2005
72
Herr
Egon
JAUERNIK
809
2005
68
Herr
Manfred
NEUMANN
535
2006
84
Herr
Friedrich H.
KOCHWASSER
12
2006
90
Herr
609
2006
90
Herr
378
2006
87
Herr
709
2006
69
Herr
862
2006
67
1184
2006
51
Dipl.-Ing.
Gustav
ERLBECK
Wilhelm Franz Josef
PEIKER
Franz
BRANKE
Herbert
WINTER
Herr
Rainer
ENDISCH
Herrn
Anton
GRAF
Dipl.Ing.
Dr.-Ing.
Die Tagesordnung wurde mit der Einladung termingerecht an alle Mitglieder versand.
Anträge auf Änderung der Tagesordnung liegen nicht vor.
Es sind keine Anträge zur Mitgliederversammlung sind vor der Mitgliederversammlung eingegangen.
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
Wahl des Protokollführers
Begrüßung und Grußworte
Toten Gedenken
Gesamtbericht der Vorsitzenden (Dr. Erhard Grund)
Bericht Arbeit im SGA (Sudetendeutsches Genealogisches Archiv, Christine
Obermeier)
Bericht des 1. Schriftführers/ Mitgliederbetreuer
Kassenbericht 2005/2006 VSFF & AEFF (Josef Richter)
Bericht der Kassenprüfer (Herr Rind , Frau Müller VSFF,
Otto Purtauf AEFF)
Aussprache
Feststellung der Beschlussfähigkeit
Entlastung der Kassenführer und des Vorstandes VSFF/AEFF
- Beilage 1/2007, Seite 3 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
12
13
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15
16
17
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19
20
Band XII/Heft 1
Wahl des Wahlleiters
Neuwahl des Vorstandes VSFF/AEFF
(Vorsitzende, Schriftführer, Kassenwart und deren Stellvertreter)
Wahl der Beiräte
Wahl der Kassenprüfer VSFF/AEFF
Haushaltsplan 2007
Satzungsänderung AEFF
Beschluß/Vorschläge nächste Mitgliederversammlung 2009
VSFF Datenbank + Diskussion
Sonstiges
Gesamtbericht des Vorsitzenden Herr Dr. Grund
Bericht über die Arbeit der vergangenen zwei Jahre. Die Arbeit für VSFF und AEFF lässt sich, abgesehen
von den Kassenbewegungen, kaum mehr getrennt sehen, daher wird sie auch hier nicht getrennt wiedergegeben.
1.
Ausführung der von der Mitgliederversammlung vom 19.3.2005 in Regensburg gefassten Beschlüs-se:
1.1
Die Bilanz sollte veröffentlicht werden: ist geschehen
1.2
Einstellung einer Pauschalkraft: ist geschehen, der abgeschlossene Vertrag läuft noch bis 30. April,
Frage an die Mitglieder, was hier getan werden soll.
1.3
Ahnenlisten sollen weiter eingegeben werden: das läuft, s. SGA-Bericht
1.4
Sudetendeutscher Tag,
Herr Burkon hat im Jahr 2006 mit weiteren Helfern einen Stand betreut. Für 2007 wurde wieder ein
Stand beantragt, hier hat sich Herr Augsten als Koordinator zur Verfügung gestellt.
1.5
Vorstandssitzungen
Im genannten Zeitraum fanden drei Vorstandssitzungen statt, eine in Regensburg in Verbindung
mit der Mitgliederversammlung, eine weitere Sitzung in Nördlingen am 3.3.2006, und schließlich
eine dritte in Eisenach am 16.03.07.
Die Sitzung in Nördlingen stand unter keinem guten Stern, schließlich war das der Tag mit dem
schlimmen Schneesturm. Da habe ich mich trotzdem auf die Autobahn gewagt und bin einige
Stunden zu spät gekommen, aber wenigstens unversehrt.
Wir hatten auch einige Diskussionen, denn Gerhard Pecher forderte die Ablösung von Rainer
Maaz als Schriftleiter. Die Mehrheit war aber gegen diesen Antrag. Nicht zuletzt, weil diese
Mehrheit der Ansicht gewesen ist, dass Rainer Maaz als Schriftleiter eine gute Arbeit leistet und wir
keinen anderen haben.
1.6
Herr Pecher ist als Vorstandsmitglied zurückgetreten. Herr Josef Richter hat die Kassenführung
der VSFF übernommen, Frau Christine Obermeier übernahm dagegen die Kassenführung des
AEFF, hat sie dann zum 31.12.2006 aus nachvollziehbaren Gründen niedergelegt. Ihr Bericht folgt
aber noch.
1.7
Zusammenarbeit mit tschechischem genealogischen Verein
Eine positive Entwicklung zeigte sich im Herbst 2006. Da haben wir nämlich Kontakt aufgenommen
zu einem tschechischen Verein für Familienforschung und Heraldik. Es handelt sich um die
Zemská Sta-vovská Rodová Unie, kurz ZSRU.
Dem Vorstand liegt eine Einladung zur dortigen Mitgliederversamm-lung im Juni 2007 in Pilsen vor
und wir haben auch eine entsprechende Einladung ausgesprochen, die aber aus Termingründen
vorige Woche ausgeschlagen worden ist. Da bitte ich die Mitglieder um eine Entscheidung, ob der
Vorstand an der von dort gewünschten Zusammenarbeit weiter teilnehmen soll, oder ob man
solche Kontakte lieber nicht haben möchte. Die Frage der Reisekosten bitte ich zu berücksichtigen.
1.8
Arbeiten im Sudetendeutschen Archiv, Fotografieren der evangelischen Kirchenbücher, bisher
haben daran mitgewirkt die Herren Pecher, Rind, Grund und Augsten.
1.9
Veröffentlichungen
- Beilage 1/2007, Seite 4 -
2007
1.9.1
1.9.2
1.9.3
1.9.4
2
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
„Sudetendeutschen Familienforschung“ - im Berichtszeitraum wurden die Heft 5 bis 8 herausgegeben. Damit ist Band XI abgeschlossen.
Teil I des Bibliotheksverzeichnisses (Herr Pecher)
Register des abgeschlossenen Bandes XI unserer SFF (Herr Maaz)
Der letzten SFF-Sendung war auch eine Broschüre der Teltschik-Familie beigelegt, das muß ich
hier noch mal eigens erwähnen.
SGA
Das SGA wurde seit der Übernahme durch die VSFF im Jahre 2001/2002 von Frau Obermeier in
vorbildlicher Weise betreut und geführt. Über den Arbeitseinsatz, der hierbei nötig war, kann sich
ein Außenstehender wahrscheinlich kaum eine Vorstellung machen. Das alles selbstverständlich in
ehrenamtlicher und unbezahlter Arbeit. Leider mußte Frau Obermeier zum Ende des Jahres 2006
diese für den Verein so wertvolle und überaus wichtige Arbeit niederlegen. Es folgt nun der Bericht
von Christine Obermeier, wie sie ihn mir übergeben hat. Sie hat mich gebeten, diesen hier
vorzutragen, und das werde ich also tun, ohne was abzuändern, wegzulassen oder hinzuzufügen.
(siehe unter „Berichte zu speziellen Arbeitsbereichen“)
3
Künftige Vorhaben
3.1.
Es gab Vorschläge zur Erhöhung der Einnahmen durch Nachdruck wertvoller Bücher im SGA, das
ist derzeit kein Thema, angesichts der Angebote, die schon im Internet zur Verfügung stehen.
3.2.
Fotografierarbeit an den evangelischen Kirchenbüchern: Eine Fortführung wird womöglich schwierig, weil derzeit noch unklar ist, wie es im SDA weitergehen könnte, und wird ebenfalls schwierig
durch die Aufgabe von Gerhard Pecher.
3.3.
Seminar über Sudetendeutsche Familienforschung
Hier wurde ich von einem Mitglied befragt, ob so eine Veranstaltung möglich sein könnte. Nun,
wenn die Mitgliederversammlung das für gut findet, warum nicht. Man muß aber schon ein gewisses finanzielles Risiko beachten. Ob man nun alle Ausgaben über eventuelle Teilnehmergebühren
wieder hereinbekommt, ist die Frage. Andererseits ist solch eine Veranstaltung schon sehr werbewirksam für unsere VSFF. Um mal etwas mehr zu wissen, habe ich bei der Kurverwaltung der
Stadt Bad Camberg angerufen. Das liegt nicht weit von meinem Wohnort, direkt an der BAB 3
Frankfurt-Köln und an der entsprechenden Eisenbahnstrecke. Man hat mir in Aussicht gestellt, daß
die VSFF für eine solche Veranstaltung die benötigten Räume kostenfrei nutzen könnte. Andere
Veranstaltungsorte sind aber sicherlich ebenso möglich.
3.4.
3.4.1.
Fortführung des Begonnenen, das wäre:
SGA: Mittlerweile ist es uns gelungen, Frau Marianne Sutter für die Fortführung der Verantwortung
im SGA zu gewinnen. Angesichts des Aufwandes, der im Archiv angefallen ist und auch anfallen
wird, kann sich die VSFF da sicherlich glücklich schätzen. Wie ich höre, ist es Frau Sutter zudem
gelungen, schon an ihrem ersten offiziellen Tag im Archiv ein neues Mitglied zu gewinnen. Außerdem haben wir Kontakte zu anderen möglichen Helfern, von denen Herr Michael Hanika, der
heute auch hier anwesend ist, schon aktiv im Archiv mitarbeitet. Wir müssen aber auch sehen, wie
knapp der Platz in dem zugewiesenen Raum schon ist. Viele Leute können sich dort nicht längere
Zeit aufhalten. Vor sechs Jahren war nicht absehbar, in welcher Weise dieses Archiv wachsen
würde, aber nach Lösungen müssen wir leider suchen. Wie Sie vielleicht schon wissen, ist die
Kulturarbeit in Bayern wie auch in anderen Ländern zunehmend erschwert. Darunter leidet derzeit
besonders das Sudetendeutsche Archiv. Aber darüber lässt sich in der Aussprache noch was
sagen.
Nächste Frage ist, ob wir auch weiterhin eine bezahlte Arbeitskraft im SGA beschäftigen sollen. Da
bitte ich um eine Entscheidung der Mitglieder.
Unabhängig davon müssen vor allem noch die lose vorliegenden Periodika gebunden werden.
Die Erfassung der Ahnenlisten soll unbedingt fortgeführt werden.
Hinsichtlich der Datenbank folgt noch ein Bericht von Josef Richter.
3.4.2.
3.4.3.
3.4.4.
3.4.5
3.5
Verbesserung der Organisation
Nächste Frage wäre eine Änderung oder Verbesserung der Organisation, konkret sollten wir den
Beirat stärker einbinden. Das ist unter Umständen aber auch eine Frage der Kosten. In den vergangenen Jahren haben wir lediglich zur Versammlung in Mostau neben den Vorstandsmitgliedern
noch weitere Damen und Herren geladen. Aus Kostengründen waren wir ansonsten aber in dieser
Hinsicht immer sehr zurückhaltend
- Beilage 1/2007, Seite 5 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
Berichte zu speziellen Arbeitsbereichen:
Bericht zum SGA vom 20.03.2005 bis 18.03.2007 – Frau Chrtistine Obermeier
In diesem Zeitraum wurden von mir (und Frau Matthäus ab 01.09.2005) folgende Arbeiten erledigt:
574 Stück Bücher neu binden lassen zu ca. 3.500 €, dies waren zu 98 % Heimatbriefe (Periodika) aus den
verschiedenen suddt. Regionen (gesamte Vorarbeit von Frau Matthäus); Lieferscheine und Kontrollen von
zu Hause aus.
1133 Stück Neuzugänge an Büchern (Geschenke, Tausch und Käufe) registriert und einsortiert (letzte # C
3731 – wurden von Herrn Pecher per PC registriert)
621 Stück neue Ahnenlisten sortiert und registriert (# 4315 – 4936; Frau Matthäus).
Für 3.200 € Dubletten und alte Veröffentlichungen verkauft; die Arbeit machte ich von zu Hause aus (verpacken, berechnen, zur Post bringen).
23 Kladden/Ordner mit insgesamt 1085 Ahnenlisten zur Digitalisierung für die Vereinsdatei versandt oder
ausgehändigt. Genauere Zahlen der Daten erhalten Sie sicher von Josef Richter. Hiervon sind derzeit noch
4 Kladden und 1 Ordner in Bearbeitung.
4 x unsere Veröffentlichungen (SFF-Hefte) versandt, waren 16 Tage Arbeit (eintüten, mit Adressaufkleber
und Porto versehen und zur Post bringen; 3x inkl. Fr.Matthäus).
Etwa 50-60 lfd. Meter Unterlagen (Bücher, Ordner, Schriftverkehr, Karteien usw.) einsortiert. Hier möchte ich
nochmals darauf hinweisen, daß im Außenlager des
Stadtarchives Regensburg immer noch etwa 30 Kartons mit verpackten Büchern und alten Veröffentlichungen lagern.
Etwa 250 Stück Anfragen/sonst. Post an Robert Frötschl, an den Kassenwart, an Gregor Tumpach und an
Dr. Erhard Grund, zur weiteren Bearbeitung von mir weitergeleitet – dies machte ich von zu Hause separat.
Etwa 10 Kartons mit Archiv- und Bibliotheksmaterial gesichtet und einsortiert (Umzug!).
Ich war selbst
48 Tage im SGA tätig und habe dabei 16 Besucher betreut.
2 Tage im Suddt. Archiv/Haus des Ostens in München beim Bücherkauf.
2 Tage in der Vorstandssitzung in Nördlingen.
1 Tag unterwegs für Archivalienkauf - hier möchte ich betonen, daß die Bearbeitung (chronologische Sortierung, Lesen und mit Laufkarte versehen, den verschiedenen Orten zuteilen usw.) ohne
die Mitwirkung unseres fleißigen Mitgliedes Herrn Bröckl gar nicht möglich gewesen wäre. z.Zt. sind
es 22 DIN A3-Ordner mit Urkunden, die er lesen und registrieren musste, und die unser Mitglied G.
Pecher bereits teilweise per PC registrierte (bisher lfd. # 4.076).
6 Tage unterwegs beim Drucker/SGA (bringen, holen, Versandtaschen, Porto, sonstiges)
Wir hatten 2.240 € an Spendeneingängen, wovon ich selbst etwa 80 % dieser Spender hierzu animierte.
Ergebnis: 75 Tage (fest) plus Post, plus Verkauf, plus Mail-Beantwortung, plus, plus, plus ....
Soweit Resümee und Eckdaten meiner ehrenamtlichen Tätigkeit als aktives Vorstandsmitglied in der VSFF
e.V.
Christine Obermeier (vorgetragen durch Herrn Dr. Erhard Grund)
Bericht des Schriftführers/Mitgliederbetreuers- Herr Gregor Tumpach
•
•
581 Mitglieder per 17.03.07 davon 512 persönliche Mitglieder,
Mitgliederentwicklung der letzten Jahre
2003: 560 persönliche Mitglieder, 43 Beitritte, 16 Austritte,
2004: 566 persönliche Mitglieder, 30 Beitritte, 34 Austritte,
2005: 516 persönliche Mitglieder, 24 Beitritte, 62 Austritte,
2006, 518 persönliche Mitglieder, 21 Beitritte, 32 Austritte
Durchschnittsalter im Verein liegt bei 60 Jahren
65% der Mitglieder nutzen den Computer
78% nehmen am Beitragseinzug per Lastschrift teil
- Beilage 1/2007, Seite 6 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
Kassenbericht 2005/2006 VSFF/AEFF - Herr Josef Richter
Die Kassenberichte der Jahre 2005/2006 wurden der Mitgliederversammlung vorgetragen.
Die einzelnen Berichte sind im Protokoll der Mitgliederversammlung enthalten.
Bericht der Kassenprüfer VSFF 2005/2006 Frau Müller/Herr Rind, vorgetragen durch Herrn Rind
• Die Kassenprüfung der VSFF e.V. Kasse fand am 03.02.06 in Ingolstadt und am 30.01.07 in Greding
statt. Es wurden keine Mängel in der Kassenführung festgestellt. Herrn Pecher und Herrn Richter
werden vorzügliche Arbeit bestätigt.
• Der Originalbericht liegt beim 1. Schriftführer und kann eingesehen werden.
• Herr Rind schlägt die Entlastung des Kassenwartes vor
Bericht der Kassenprüfer AEFF 2005/2006 Herr Richter/Herr Purtauf
•
Die Kassenunterlagen für 2005 wurden zur Prüfung am 17.11.2006 zugesandt und am 20.11.2006
ohne Beanstandung geprüft.
•
Die Kassenunterlagen für 2006 wurden am 18.01.2007 zugesandt und ohne Beanstandung geprüft.
Aussprache
•
•
•
•
Anfrage aus der Mitgliederversammlung zum Verhältnis AEFF/VSFF: langfristig ist eine Verschmelzung beider Vereine vorgesehen
Der Bericht von Frau Obermeier wurde ausführlich zum Teil kontrovers diskutiert. Die Schwerpunkte
der Diskussion waren:
1. Stellungnahme von Herrn Miesbauer als Kassenprüfer der Jahre 1997-2002 zu dem Thema
Gerichtsverfahren gegen Lore Schretzenmayr in Regensburg:
Der Klagepunkt der finanziellen Angelegenheit „Meine Familie“ wurde nicht verhandelt, es ging
in diesem Verfahren um das Beschäftigungsverhältnis von Frau Gittel mit dem Ergebnis, dass
das Verfahren gegen Frau Schretzenmayr eingestellt wurde und die Kosten von der Staatskasse zu tragen sind.
2. Herr Miesbauer weist die ihm im Bericht von Frau Obermeier gemachten Vorwürfe aufs schärfste zurück. Um unter dieser leidigen Angelegenheit einen Schlussstrich zu ziehen, verzichtet er
auf ein weiteres Vorgehen in Folge der Vorwürfe.
3. Die Abwicklung des Verkaufs „Meine Familie“ erfolgte unberechtigter Weise über die Konten
der VSFF. Frau Schretzenmayr hat die Gelder von diesen Konten erhalten, teilweise wurden
diese Gelder nicht richtig gebucht, dem Verein ist kein Schaden entstanden.
Herr Pecher erläutert seine Position zu Thema Meine Familie und zur Kassenführung, sein Bericht
führt teilweise zu einer kontroversen Diskussion.
Herrn Augsten erläutert in einem Vortrag den Zustand der im Sudetendeutschen Archiv befindlichen
Abschriften der ev. Kirchenbücher. Er schildert sein Vorgehen bei der Digitalisierung sowie den Umgang mit den Kirchenbüchern die zum Teil in einem sehr schlechten Zustand sind. Seine hohe Fachkompetenz im Umgang mit Papier ermöglicht es ihm, einen großen Teil der Information aus den Büchern zu gewinnen.
Herr Augsten erklärt sich bereit, über diese Arbeit einen Bericht in der nächsten Veröffentlichung zu
schreiben. (Siehe Seite 1 – auf den weißen Seiten)
Feststellung Beschlussfähigkeit
Es gibt 36 stimmberechtigte VSFF Mitglieder davon sind 9 durch Vollmacht vertreten.
Es gibt 24 stimmberechtigte AEFF Mitglieder davon sind 7 durch Vollmacht vertreten.
Antrag der Mitgliederversammlung
In den zurückliegenden Sachverhalten „Meine Familie“ und dem „Beschäftigungsverhältnis Frau Gittel“ ist die Mitgliederversammlung der Auffassung, dass auf Grund der unklaren Sachlage keine weiteren rechtlichen Schritte unternommen werden sollen und die Angelegenheit als erledigt betrachtet
wird.
Antrag wurde mit 34 Stimmen dafür, 2 Stimmen dagegen angenommen.
Entlastung der Kassenführer und des Vorstandes
Herr Rind stellt den Antrag auf Entlastung des VSFF Kassenwartes und des übrigen VSFF Vorstandes.
Der Vorschlag wird mit 34 Stimmen dafür und 2 Enthaltungen angenommen
- Beilage 1/2007, Seite 7 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
Herr Richter stellt den Antrag auf Entlastung des AEFF Kassenwartes und des übrigen AEFF Vorstandes.
Der Vorschlag wird mit 23 Stimmen dafür und 1 Enthaltung angenommen
Wahl VSFF
•
Als Wahlleiter wurde Herr Miesbauer vorgeschlagen.
Herr Miesbauer erklärt sich bereit diese Aufgabe zu übernehmen.
•
Die Wahl des Vorsitzenden findet in geheimer Wahl statt.
•
Für die Wahl zum Ersten Vorsitzenden wurde Dr. Erhard Grund vorgeschlagen.
Die Auszählung der 36 abgegebenen gültigen (keine ungültigen) Stimmen ergab: 34 Stimmen dafür,
1 Stimme dagegen, 1 Enthaltung. Herr Dr. Grund nimmt die Wahl an.
•
Es wurde einstimmig darüber abgestimmt die übrigen Vorstandsmitglieder, Beiräte und
Kassenprüfer in offener Wahl durchzuführen.
•
Als Zweiter Vorsitzender wurde Hans Lugert vorgeschlagen.
Herr Lugert wurde mit 34 Stimmen und 2 Enthaltungen gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als Erster Schriftführer wurde Gregor Tumpach vorgeschlagen.
Herr Tumpach wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als Zweiter Schriftführer wurde Margit Schroeder-Spetzke vorgeschlagen.
Frau Schroeder-Spetzke wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl
an.
•
Als Erster Kassenwart wurde Herr Josef Richter vorgeschlagen.
Herr Richter wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltungen gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als Zweiter Kassenwart wurde Herr Harald Lauer vorgeschlagen.
Herr Lauer wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als weiteres Mitglied wurde Horst Hanika vorgeschlagen.
Herr Hanika wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als Beiräte wurden vorgeschlagen:
Herr Maaz, Herr Pietschmann, Herr Kuba, Herr Miesbauer, Herr Dr. Präger.
Herr Maaz wurde mit 33 Stimmen einer Gegenstimme und zwei Enthaltung, gewählt und nimmt die
Wahl an.
Herr Pietschmann wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
Herr Kuba wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
Herr Miesbauer wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
Herr Dr. Präger wurde mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
Als Kassenprüfer werden vorgeschlagen. Frau Eva Müller, Herr Rind
Frau Müller wird mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
Herr Rind wird mit 35 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
Wahl AEFF
•
Als Wahlleiter wurde Herr Miesbauer vorgeschlagen.
Herr Miesbauer erklärt sich bereit diese Aufgabe zu übernehmen.
- Beilage 1/2007, Seite 8 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
•
Es wurde einstimmig darüber abgestimmt, die Vorstandsmitglieder, Beiräte und Kassenprüfer in
offener Wahl durchzuführen.
•
Für die Wahl zum Ersten Vorsitzenden wurde Dr. Erhard Grund vorgeschlagen.
Herr Dr. Grund wurde mit 23 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als Zweiter Vorsitzender wurde Hans Lugert vorgeschlagen.
Herr Lugert wurde mit 23 Stimmen und 1 Enthaltungen gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als Erster Schriftführer wurde Gregor Tumpach vorgeschlagen.
Herr Tumpach wurde mit 23 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als Zweiter Schriftführer wurde Margit Schroeder-Spetzke vorgeschlagen.
Frau Schroeder-Spetzke wurde mit 23 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl
an.
•
Als Erster Kassenwart wurde Herr Josef Richter vorgeschlagen.
Herr Richter wurde mit 23 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Als Zweiter Kassenwart wurde Herr Harald Lauer vorgeschlagen.
Herr Lauer wurde mit 23 Stimmen und einer Enthaltung gewählt und nimmt die Wahl an.
•
Antrag
Keine Wahl von Beiräten für den AEFF
Der Antrag wird einstimmig angenommen
•
Als Kassenprüfer werden vorgeschlagen. Herr Rind, Frau Eva Müller
Frau Eva Müller wird mit 23 Stimmen dafür und einer Enthaltung angenommen.
Herr Rind wird mit 23 Stimmen dafür und einer Enthaltung angenommen.
Die vorgeschlagenen Personen nehmen die Wahl an.
Haushaltsplan VSFF 2007
Herr Josef Richter stellt den Haushaltsplan für das Jahr 2007 vor, der im Gesamtprotokoll enthalten ist.
Satzungsänderung AEFF
Die mit der Einladung zur Mitgliederversammlung vorgestellten Satzungsänderungen wurden mit 23 Stimmen dafür und 1 Enthaltung beschlossen.
Nächste Mitgliederversammlung 2009
Vorschläge für Orte der Mitgliederversammlung 2009: Kronach, Passau, große Betriebe (Siemens), im Forschungsgebiet, in der Nähe einer Heimatstube/Heimatarchivs, Kloster Tepl, Erlangen.
Der Veranstaltungsort sollte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein.
Der Vorstand wir beauftragt einen geeigneten Ort auszuwählen.
VSFF Datenbank + Diskussion
Herr Richter erläutert dass Konzept der VSFF Datenbank, Basis ist die bestehende GEDBAS Datenbank.
Die Datenbasis der VSFF Datenbank bilden die bisher erfassten Ahnenlisten aus dem SGA, sowie GEDCOM Dateien der Mitglieder.
Kontakt mit dem COMPGEN Verein Herr Wessel wurde aufgenommen.
Es wurde der Vorschlag unterbreitet den Zugang zur Datenbank generell zu ermöglichen. Dieser generelle
Zugang soll aber nur die Anzeige einzelner Datensätze ermöglichen, weiterführende Auskünfte erfolgen gegen Kostenersatz bzw. für Mitglieder im Rahmen der VSFF Mitgliedschaft.
Sonstiges
•
Herr Augsten erhält das Mandat, als Verantwortlicher der VSFF den Stand zum Sudetendeutschen
Tag in Augsburg zu betreuen.
- Beilage 1/2007, Seite 9 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
•
Folgende Mitglieder sind bereit, am Sudetendeutschen Tag teilzunehmen:
Herr Burkon, evtl. Herr Richter,
Der Vorstand stellt für die Veranstaltung 250€ zur Verfügung.
•
Es wurde Kontakt zu einer genealogischen Vereinigung in der tschechischen Republik (ZSRU)
aufgenommen, erste Kontakte sollen im laufenden Jahr stattfinden. Danach wird über die weitere
Zusammenarbeit entschieden.
•
Bestandsverzeichnis SGA
Das bisher vorliegende SGA Bestandsverzeichnis soll als PDF auf CD gebrannt werden und zum
Sudetendeutschen Tag in Augsburg am VSFF Stand zu einem Preis von 5 € den Besuchern angeboten werden.
Auf der VSFF Homepage wird diese CD für 8€ angeboten.
Herr Bernert erklärt sich bereit, die CD zu erstellen.
•
Der Vorstand erhält den Auftrag, die Benutzungsordnung des SGA zu überarbeiten
•
Antrag der Mitgliederversammlung
Frau Matthäus soll weitere 2 Jahre im SGA beschäftigt werden um die derzeitig ehrenamtlich tätigen
Betreuer zu unterstützen. Nach einem Jahr entscheidet der Vorstand über Verlängerung nach
Bedarf und Haushaltslage.
Antrag einstimmig angenommen.
•
Mitgliederverzeichnis der Mailinglistenteilnehmer ist möglichst wieder an die Teilnehmer der VSFF
Liste zu versenden, eine entsprechende Anfrage ist an Herrn Schäfer zu stellen.
Dr. Erhard Grund
Vorsitzender
Gregor Tumpach
Schriftführer
Bedingt durch personelle Ändrungen gibt es eine
neue und wesentlich günstigere
Benutzungsordnung für das SGA
1.
Öffnungszeiten
Das Sudetendeutsche Genealogische Archiv
(SGA) ist eine Einrichtung der Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher (VSFF e.V.). Es ist
im Stadtarchiv Regensburg in der Kepplerstr.1 untergebracht. Ein Besuch ist daher grundsätzlich nur
während der Geschäftszeiten des Stadtarchivs möglich.
Das SGA ist normalerweise jeden
1. und 3. Montag im Monat
in der Zeit von
09.00 – 12.00 Uhr
und
14.00 – 16.00 Uhr
geöffnet.
2.
Band XII/Heft 1
Anmeldung und Absprache – Bestätigung!
Das Archiv wird von mehreren Mitgliedern aus
der Umgebung von Regensburg ehrenamtlich betreut. Ein Besuch ist daher ausschließlich nach
vorheriger Anmeldung und Absprache möglich. Besucher wenden sich deshalb mindestens 3-4 Wo-
chen vorher per E-Mail an
Frau Suttner: Marianne.Sutter @ gmx.net
oder
Herrn Hanika: Deriz @ gmx.net
oder mit normaler Post an folgende Postanschrift:
VSFF-SGA,
Postfach 11 06 43
(Paketanschrift Kepplerstraße 1)
D-93019 Regensburg
Bitte legen Sie im Falle einer schriftlichen Anmeldung einen frankierten Rückumschlag oder ausreichend Rückporto bei.
Wichtig: Ein Besuch kann erst erfolgen, wenn der
Termin schriftlich, telefonisch oder per E-Mail
bestätigt ist
Das SGA ist telefonisch nicht erreichbar.
3.
Kosten
Es werden folgende Tagessätze als Aufwandsentschädigung erhoben:
3.1 VSFF-Mitglieder
8 €, Tagespauschale (Besucherbetreuung)
Kopierservice: 10 € pro angefangene Stunde,
zuzüglich Kosten pro Kopie von 0,25€..
Allgemeine Auskünfte sind kostenlos, es werden nur nur Porto- und Kopierkosten berechnet.
- Beilage 1/2007, Seite 10 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
3.2 Nichtmitglieder,
16,- €, Tagespauschale (Besucherbetreuung)
Kopierservice: 20 € pro angefangene Stunde,
zuzüglich Kosten pro Kopie von 0,50 €.
Allgemeine Auskünfte im Rahmen der Möglichkeiten.
3.3 Funktionsträger des Vereins sowie Forschungsgebietsbetreuer sind von dieser Regelung
ausgenommen.
4.
Lesesaal/Ausleihe/Kopien
Die Archivalien und genealogischen Unterlagen
können nur im Lesesaal eingesehen werden. Materialien werden nicht außer Haus gegeben.
Fotokopien von kopierfähigen Materialien können von den Archivbetreuern gegen Kostenerstattung gemacht werden.
Wir bitten um Beachtung und Verständnis.
Regensburg, den 23.03.2007
gez. Dr. Erhard Grund
Erster Vorsitzender
Aus der Mitgliedschaft
Folgende Mitglieder begehen in diesem
Jahr besondere Geburtstag – wir gratulieren herzlich und wünschen alles Gute:
65 Jahre wird am
01/11 Herr Josef RICHTER in Nördlingen
02/26 Herr Dr. Rüdiger MUSCH in
Bergisch-Gladbach
03/02 Herr Willibald BAUER in Langballig
03/10 Herr Dr.med. Peter GLEIßNER in
Böblingen
06/07 Herr Wilhelm ERTEL in Kleinreifling
09/04 Herr Dr. med. Siegbert SAPPERT in
Nittenau
09/06 Frau Marianne STEEB in Leonberg
10/11 Herr Werner Hans HONAL in Lohhof
10/17 Herr Dr. Rolf PECHER in Erkrath
11/02 Herr Rudolf Siegfried PERNT in
Barntrup
11/16 Herr Siegfried HANKE in Dittelbrunn
12/07 Herr Dr. Eckart Ernst WINKLER in
Leipzig
70 Jahre wird am
02/02Herr Otto ZEUNER in Wien
06/10 Herr Joachim BAUM in Senden
06/15 Herr Werner PAUER in Magdeburg
07/08 Herr Erwin SEEMANN in
Kaiserslautern
08/06 Herr Dr. Reinulf ENGELMANN in
München
Band XII/Heft 1
08/11 Herr Kurt WORZISCHEK in
Nordhorn
10/29 Herr Rudolf PIETSCHMANN in
Meckenheim
75 Jahre wird am
02/18 Frau Erika Maria Gabriele BACH in
Gelnhausen
03/19 Herr Horst ERBEN in Fallingbostel
03/27 Frau Maria HÜTTNER in Olching
04/21 Herr Dipl.Ing. Werner BIEDERMANN
in Bad Abbach
09/27 Frau Dr. Cornelia KLUTH in
Karlsruhe
09/28 Herr Robert Franz FRÖTSCHL in
Holzgerlingen
80 Jahre wird am
04/27 Herr Otto Karl SCHÖBEL in Kaden
06/04 Herr Walter GARSCHA in
Güntersberge
06/18 Herr Dr. Dipl.-Chem. Horst FRIND in
Maintal
11/14 Herr Walfried BLASCHKA in
Durmersheim
85 Jahre wird am
03/17 Herr Aegydius ERBEN in Esslingen
09/09 Frau Erika ENGLER-LANGE in Treia
12/12 Frau Erna NEUMANN in GroßUmstadt
12/20 Frau Ingeborg DITTRICH in
Weilheim
90 Jahre wird am
06/20 Herr Dipl.-Ing. Karl LINTNER in
Bamberg
95 Jahre wird am
12/27 Frau Magdalena Maria Chr.Wil.
MÜHLIG-VERSEN in Murnau
96 Jahre wird am
11/24 Herr Dr. Hanns JÄGERSUNSTENAU in Wien
98 Jahre wird am
06/16 Herr Dipl.-Ing. Helmut SCHWAGER
in München
Wir danken für Treue und Verbundenheit
zu unserer Vereinigung, für
20 Jahre Mitgliedschaft:
Herrn Dr. Walter TELTSCHIK
Herrn Joachim BAUM
Herrn Thorgunt Hermann PALME
Herrn Winfried THIEMANN
Herrn Rainer GÜTTLER
- Beilage 1/2007, Seite 11 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Herrn Johann HANKE
Herrn Dr. Erhard GRUND
Herrn Manfred Leo WEINER
Herrn Adolf Rudolf HORN
Herrn Heinrich BACHMANN
Herrn Otto Karl SCHÖBEL
Band XII/Heft 1
Aus den Forschungsgebieten (FG):
Friedland, Stand März 2007
Kartei der Vertriebenen 1978
30 Jahre Mitgliedschaft:
Herrn Sigwalt KAISER
Herrn Josef Franz BOLZ
Herrn Dr.jur. Heinz Ronald KÖNIG
50 Jahre Mitgliedschaft:
Herrn Dr. Hanns JÄGER-SUNSTENAU
Frau Lore SCHRETZENMAYR
Herrn Dr.jur. Michael FRAUENBERGER
Herrn Dr.med. Peter GLEIßNER
Herrn Dr.phil. Gerd REIPRICH
Alle in der Friedlandstube vorhandenen Karteien von 20 Orten und 16731 Personen sind nun in
Excel erfasst. Die Suche der Karteien für die noch
fehlenden Orte geht weiter.
Liste der Friedlandforscher
Die Liste der Friedlandforscher umfasst neuerdings 29 Forscher mit ihren Email-Adressen und
den wichtigsten Forschungsschwerpunkten. Die
meisten Forscher haben zugestimmt, dass ihre
Daten ungefragt an Kontakt suchende, neue Forscher weiter gegeben werden dürfen (leider waren
einige andere Forscher zu dieser „Kontaktmöglichkeit“ nicht bereit).
Übersicht der Matrikeln
Mit tiefer Trauer haben wir Kenntnis genommen vom Tode unseres Mitglieder
Herrn Prof.
Johann Hyronymus Lederer
* 20. Dez. 1914 in Unter-Tannowitz
+ 16.Feb. 2007 in Steinebrunn
Hans Lederer aus Unter-Tannowitz beschäftigte sich an seinem Ruhesitz in A-2165 Steinebrunn viel mit der Geschichte seines Geburtsortes
und seiner Bewohner. In zahlreichen Vorträgen und
Veröffentlichungen gab er seine Kenntnisse über die
Vergangenheit bis zur Ur- und Frühgeschichte weiter.
Er erhielt mehrere Auszeichnungen:
1988: Verleihung des Prof. Josef Freising- Preises durch den Südmährer Landschaftsrat.
1988: Südmährer Kulturpreis.
1998: Verleihung des Ehrentitels "Professor"
durch den Österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil.
Bekannt wurde er
1995 durch die Veröffentlichung der Genealogie
des Österreichischen Bundespräsidenten
(1945-1950) Dr.Karl Renner geboren am 14.
Dezember 1870 in Unter-Tannowitz im Südmährer Jahrbuch 1995.
Im Zuge der Arbeit zu seiner Familiengeschichte forschte er 2000 hauptsächlich im östlichen Südmähren und im Schönhengstgau.
Ing. Walter Kailbach
Wurmbrand 27
A 3920 Groß-Gerungs
Das Archiv Leitmeritz hat Ergänzungen in den
Inventarlisten zu den Matrikeln durchgeführt. Somit
wird erforderlich, die erstellten Übersichten ebenfalls
zu aktualisieren.
Evangelische Kirchenbücher
Mit freundlicher Genehmigung des Sudetendeutschen Archivs München durften durch unsere
Vereinigung die dort gelagerten, evangelischen
Kirchenbücher, soweit machbar, abfotografiert
werden. Für die Pfarrbezirke Dux, Friedland, Morchenstern und Reichenberg habe ich diese Arbeit
übernommen und mit Datum vom 15.03.2007 fer-tig
gestellt. Zur Mitgliederversammlung in Eise-nach
wurden der VSFF 2 Sätze á 14 CDs mit den Fotos
zu diesen vier Pfarrbezirken sowie ein wei-terer
Satz CDs, vereinbarungsgemäß als Gegen-leistung,
zur Weiterleitung an das Sudetendeut-sche Archiv
in München, an Herrn Pecher über-geben. Nach
entsprechender Registrierung und Einordnung
werden diese Daten später im SGA allen Forschern
zur Verfügung stehen.
Siehe auch den ausführlichen Bericht in den
„weißen Seiten“ (Band XII/1, S.1 ff.)
Datenverknüpfung in Excel
Um die in Exceldateien vorhandenen Geburts-,
Heirats- und Sterbedaten zusammen zu führen, suche und erarbeite ich Wege, um dieses mittels
Formel, Makros oder entsprechende Hilfsprogrammen zu ermöglichen. Auf diesem Wege will ich
Fehler bei der Datenverknüpfung und durch das
Umschreiben größerer Datenmengen verneiden.
Auf entsprechender Anfrage in den Email-Listen sind trotz manchem positiv klingenden Hilfsangebot leider keine schlüssigen Ergebnisse gekommen.
- Beilage 1/2007, Seite 12 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Ein Angebot aus den Reihen meiner privaten
Kontakte sieht machbar aus, erfordert aber intensives Studium der Anwendung und zusätzliche
Ergänzungsarbeiten in den vorhandenen Daten.
Jede Fachmännische Hilfe nehme ich als EDVLaie gerne an!
Hagen, den 25.03.2007-Eduard Augsten
FG Nordböhmisches Niederland
Das Nordböhmische Niederland, von manchen
auch der Schluckenauer Zipfel genannt, umfasst die
ehemaligen Bezirke Rumburg, Schluckenau und
Warnsdorf. Nach Rücksprache mit dem Vorstand
wurde die ursprüngliche Gesamtdatei für dieses
Forschungsgebiet in die drei Teildateien NbNl-Rumburg, NbNl-Schluckenau und NbNl-Warnsdorf aufgeteilt, um den Datenumfang einer jeden Datei in
überschaubarer Größe zu halten. Zur Zeit werden
diese Dateien, deren Anfänge fast zehn Jahre zurückliegen, auf doppelte Personen überprüft, bereinigt und mit Querverweisen versehen, sodass auch
weiterhin Auskünfte aus dem Gesamtbereich möglich sein werden.
Haben Sie Vorfahren aus einem der nächstehenden Orte? Dann wäre es schön, wenn Sie - falls
noch nicht geschehen - Ihre Daten zur Verfügung
stellen würden.
Orte des Nordböhmischen Niederlandes:
Aloisburg, (tsch.: Rumburk 2), Pfarrei: Rumburg
Alt-Daubitz, (tsch.: Stará Doubice), Pfarrei: Daubitz
Alt-Ehrenberg, (tsch.: Starý Křečany), Pfarrei:
Rumburg (teilw.)
Alt-Franzensthal, Pfarrei: Warnsdorf
Alt-Grafenwalde, (tsch.: Starý Hraběci), Pfarrei:
Schönau
Antonithal, (tsch.: Rumburk 3), Pfarrei: Rumburg
Ehrenberg: siehe Alt,- Neu, Ober-Ehrenberg
Daubitz, (tsch.: Doubice), Pfarrei: bis 1784: Kreibitz
Falkenhain, (tsch.: Podháji), Pfarrei: Schönlinde
Fibigthal, (tsch.: Fibichovo Udoli), Pfarrei: Schönlinde
Floriansdorf, Pfarrei: Warnsdorf
Frankenstein, Pfarrei: Rumburg
Franztal, (tsch.: Dolina), Pfarrei: Schönau
Fugau (aufgelassen), (tsch.: Fukov), Pfarrei:
Schluckenau
Fürstenwalde, (tsch.: Knižeci), Pfarrei: Zeidler,
Schönau
Gärten, (tsch.: Zahrady), Pfarrei: Schönlinde
Georgenthal, (tsch.: Jiřetin), Pfarrei:
Georgswalde, (tsch.: Jiříkov), Pfarrei: bis 1669:
Schluckenau
Groß-Schönau, (tsch.: Velký Šenov), Pfarrei:
Hainspach
Grund, Nieder-, Ober-Grund
Hainspach (Dorf, Stadt), (tsch.: Lipová), Pfarrei:
Hainspach
Harrachsthal, (tsch.: Harrachov), Pfarrei: Schluckenau
Hemmehübel, (tsch.: Kopec), Pfarrei: Zeidler
Band XII/Heft 1
Herrnwalde, (tsch.: Panský), Pfarrei: Zeidler, AltEhrenberg
Hilgersdorf, (tsch.: Severní), Pfarrei: Hainspach, ab
1695 Lobendau
Hinter-Daubitz, (tsch.: Zadní Doubice), Pfarrei:
Daubitz
Hillermühl, (tsch.: Hilluv Mlyn), Pfarrei: Kreibitz
Ihrigberg, Pfarrei: Kreibitz
Innozenzidorf, (tsch.: Lesné), Pfarrei:
St.Georgenthal
Johannesberg, (tsch.: Janov), Pfarrei:
Schluckenau, Schönau
Johannesthal, Pfarrei: Rumburg
Kaiserswalde, (tsch.: Cisarský), Pfarrei:
Schluckenau
Kaltenbach, (tsch.: Studeny), Pfarrei: Kreibitz,
St.Georgenthal
Karlshof, (tsch.: ), Pfarrei: Warnsdorf
Karolinsthal, (tsch.: Karlín), Pfarrei: Lobendau
Katharinaberg/-enthal, (tsch.: Kateřina), Pfarrei:
St.Georgenthal
Khaa, (tsch.: Kyjov), Pfarrei: Schönlinde
Klause, Pfarrei: Rumburg, Schönlinde
Klein-Nixdorf, (tsch.: Male Mikulašovičky), Pfarrei:
Nixdorf
Klein-Schönau, (tsch.: Malý Šenov), Pfarrei:
Schönau
Klein-Simmering, (tsch.: Malý Simerink), Pfarrei:
Schönlinde
Königshain, (tsch.: Královka), Pfarrei: Schluckenau
Königswalde, (tsch.: Kralovstvi), Pfarrei:
Schluckenau
Kreibitz, (tsch.: Chřibská), Pfarrei:
Kreibitzer Neudörfel, (tsch.: Chřibská Nová Ves),
Pfarrei: Schönlinde, St.Georgenthal
Kunnersdorf, (tsch.: Kunratice), Pfarrei:
Schluckenau, Zeidler
Langengrund, (tsch.: Dlouhy Dul), Pfarrei: Zeidler;
ab 1788 Schnauhübel
Leopoldsruh, (tsch.: Leopoldovka), Pfarrei:
Schönau
Lichtenberg, (tsch.: Světlík), Pfarrei:
Lichtenhain, (tsch.: Světliny), Pfarrei:
Lichtenstein, (tsch.: Ladecka), Pfarrei:
Lobendau, (tsch.: Lobendava), Pfarrei: Hainspach
Ludwigsdörfel (aufgelassen), (tsch.: Ludvikovicky),
Pfarrei: Hainspach
Margarethendorf, (tsch.: Markéta), Pfarrei:
Lobendau
Nassendorf, (tsch.: Hely), Pfarrei: Schönlinde
Neu-Daubitz, (tsch.: Nová Doubice), Pfarrei:
Daubitz
Neudörfel (Lobendau), (tsch.: Nová Víska), Pfarrei:
Lobendau
Neu-Ehrenberg, (tsch.: Nové Křečany), Pfarrei:
Rumburg
Neu-Forstwalde, (tsch.: Nový Lev), Pfarrei:
Schönlinde
Neu-Franzensthal, (tsch.: ), Pfarrei: Warnsdorf
Neu-Georgswalde, (tsch.: Nový Jiříkov), Pfarrei: bis
1669: Schluckenau
Neu-Grafenwalde, (tsch.: Nové Hrabeci), Pfarrei:
Schluckenau
- Beilage 1/2007, Seite 13 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Neu-Hainspach, (tsch.: Lipova Ves), Pfarrei:
Neu-Kreibitz, (tsch.: Nová Chřibská), Pfarrei:
Kreibitz
Neu-Schönlinde, (tsch.: Novy Krasna Lipa), Pfarrei:
Schönlinde
Neusorge, (tsch.: Nova Starost), Pfarrei: Rumburg
Nieder-Ehrenberg, (tsch.: Dolní Křečany/Rumburk
3), Pfarrei: Rumburg
Nieder-Einsiedel, (tsch.: Dolní Poustevna), Pfarrei:
Sebnitz; ab 1760 Lobendau
Nieder-Grund, (tsch.: Dolní Podluží), Pfarrei:
St.Georgenthal
Nieder-Kreibitz, (tsch.: Dolní Cřibská), Pfarrei:
Kreibitz, Daubitz (3 Häuser)
Nixdorf, (tsch.: Mikulášovice), Pfarrei: Nixdorf
Ober-Einsiedel, (tsch.: Horní Poustevna), Pfarrei:
bis 1852: Lobendau
Ober-Grund, (tsch.: Horní Podluží), Pfarrei:
St.Georgenthal
Ober-Ehrenberg, (tsch.: Horni Křečany), Pfarrei:
Rumburg
Ober-Hennersdorf, (tsch.: Horní Jindřichov),
Pfarrei: Rumburg
Ober-Kreibitz, (tsch.: Horní Chřibská), Pfarrei:
Kreibitz
Philippsdorf, (tsch.: Filipov), Pfarrei: gegründet
1681: Georgswalde
Röhrsdorf, (tsch.: Lišči), Pfarrei: Hainspach
Rosenhain, (tsch.: Rozány), Pfarrei: Schluckenau
Rumburg, (tsch.: Rumburk), Pfarrei: Rumburg
Salmdorf, (tsch.: Salmov), Pfarrei: Nixdorf
Sankt Georgenthal, (tsch.: Jiřetin pod Jedlovou),
Pfarrei: Rumburg
Schluckenau, (tsch.: Sluknov), Pfarrei:
Schluckenau
Schnauhübel, (tsch.: Sněžna), Pfarrei: Zeidler
Schönborn, (tsch.: Studánka), Pfarrei: Rumburg;
1869: Warnsdorf
Schönbüchel, (tsch.: Krasný Buk), Pfarrei:
Schönlinde
Schönfeld, (tsch.: Krasné Pole), Pfarrei: Kreibitz,
Schönlinde
Schönlinde, (tsch.: Krásná Lipa), Pfarrei: bis 1651:
Kreibitz;
Sofienhain, (tsch.: Žofin),
Steinhübel, (tsch.: KamennáHorka), Pfarrei: Schönlinde
Sternberg, (tsch.: ), Pfarrei: Zeidler
Tannendorf/-berg, (tsch.: Jedlová), Pfarrei: bis
1725: Kreibitz, St.Georgenthal
Teichstatt, (tsch.: Rybniště), Pfarrei: Schönlinde,
Kreibitz, St.Georgenthal
Thomasdorf, (tsch.: Tomášov), Pfarrei: Nixdorf
Tollenstein, (tsch.: Rozhled), Pfarrei:
St.Georgenthal
Vorwerk, (tsch.: Popluži), Pfarrei: Rumburg
Waldecke, (tsch.: Valdek), Pfarrei: teilw. Rumburg
Warnsdorf, (tsch.: Varnsdorf), Pfarrei: Rumburg;
Wiesenthal, (tsch.: Loučné), Pfarrei: gegründet
1730: Georgswalde
Wolfsberg, (tsch.: Vlči Hora), Pfarrei: Zeidler
Wölmsdorf, (tsch.: Vilémov), Pfarrei: Schönau
Wüstegut, (tsch.: Poustka), Pfarrei: Rumburg
Band XII/Heft 1
Zeidler, (tsch.: Brtníky), Pfarrei: bis 1639: Hainspach; bis 1712: Nixdorf
Rainer Maaz
Karlsbader Str. 31
D36100 Petersberg (bei Fulda)
Tel: 0661 – 607 314
[email protected]
Mireille Grund
Familienforschung in Frankreich
Seit Jahren forsche ich in Frankreich, und ich
bin Mitglied in zwei genealogischen Vereinen, davon
einem im Departement Loir et Cher (Blois) und dem
anderen in der Region Perche-Gouet. Dieser zweite
Verein greift über drei Departements, den Norden
von Loir et Cher, den Süden von Eure et Loir und
den Osten der Sarthe.
Gegenüber den deutschen und auch den tschechischen Verhältnissen ist in Frankreich alles ein
wenig anders. Hier liegen die alten Kirchenbücher als
Original oder Mikrofilm ebenso wie die neueren
Standesamtsakten in den Archiven des jeweiligen
Departements. Die Unterlagen sind also alle in
staatlicher Hand und sollten auch alle öffentlich sein,
sofern sie älter sind als 100 Jahre. In der letzten Zeit
stellen die Archive ihre Dokumente zunehmend zum
freien Zugang und im Original ins Netz. Das hat Erfolg und wächst zunehmend. Ein Beispiel:
http://www.archives28.fr/ec/index.php.
In den 80er Jahren sind Freiwillige in die Archive
gegangen und haben begonnen, die Bücher abzuschreiben. Diese Abschriften sind mehrfach kontrolliert und anschließend in Hefte gebunden worden, die
dann im vereinseigenen Lesesaal durch die Mitglieder eingesehen werden können. Um das Material
zu bezahlen, werden Kopien der Ehelisten verkauft,
aber nur an Vereinsmitglieder.
Beim Eintritt verpflichtet sich jedes neue Mitglied, seine eigene Eheliste (Eheleute, Heiratsort,
Heiratsdatum) abzugeben und einer Veröffentlichung
zuzustimmen. Eine Zeitschrift wird vier mal im Jahr
herausgegeben. Das gibt den Mitgliedern auch die
Möglichkeit für einen Datenaustausch in Form von
Fragen und Antworten.
Die Zeit des Computers macht auch hier keinen
Halt. Der CRGPG (Cercle de Recherches Généalogiques du Perche-Gouet) hat ein hervorragendes
System entwickelt, um den Mitgliedern zu helfen. Die
Mitglieder mit Internetzugang bekommen einen
Zugangs-Code und erhalten alle 4 Monate 1500
Punkte gutgeschrieben. Jeder Zugriff kostet einen
Punkt.
Damit haben sie Zugang zu allen Daten des
Vereins, also
- Beilage 1/2007, Seite 14 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
1. zu den Ehelisten der anderen Mitglieder (ist
nicht immer zuverlässig, aber trotzdem hilfreich).
2. zu allen vorliegenden Abschriften aus den Archiven, also den Taufen, Heiraten und Beerdigungen.
Der Nachteil ist, dass diese Abschriften noch nicht
flächendeckend abgeschlossen sind. Aber jedes Jahr
kommen neue dazu.
In jedem der beiden Vereine gibt es eine
Mailing-Liste, wo man Fragen stellen kann. Da muss
ich feststellen, dass der Austausch sehr rege ist.
Auch wenn man aufwendig erworbene Daten preisgibt, ist das kein Nachteil, weil man immer andere
und ebenso wertvolle Daten dafür bekommt, und sich
dadurch auch noch Zeit und Kosten spart.
Mireille Grund
Ringstr. 1
65597 Ohren
[email protected]
Berichte von Veranstaltungen
Deutsch-tschechische Begegnung
Am 29. und 30. November 2005 fand im Sitzungssaal des Rektors der Schlesischen Universität in Troppau (Slezská universita v Opavě, Na
Rybíčku 1) ein Symposium mit dem Thema „Die
mährischen Enklaven in der Geschichte Schlesiens“ statt. Beteiligt waren die folgenden Institutionen:
Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste, München – sie hat dankenswerterweise auch die Finanzierung des Symposiums und
die Druckkosten des hier zu besprechenden Bandes
übernommen.
Institut für Geschichte und Museologie an der
Schlesischen Universität in Troppau (Ústav historie
a muzeologie Slezské university v Opavě)
Landesarchiv in Troppau (Zemský archiv v
Opavě).
Die Anwesenden – die Referenten sowie
Doktoranten der Universität – wurden herzlich begrüßt durch den Rektor der Universität Prof. PhDr.
Zdeněk Jirásek, CSc., den Leiter des Landesarchivs PhDr. Karel Müller und für die deutsche
Seite durch Prof. Dr. E. E. Metzner, der für den
erkrankten Leiter der Sudetendeutschen Akademie,
Prof. Dr. Walter Jaroschka die Begrüßung und den
Dank übernahm.
Zu dem Symposium ist jetzt der Tagungsband
erschienen, der die um Anmerkungen und die jeweilige tschechische Zusammenfassung erweiterten
Vorträge, sowie Kurzbiographien der Vortragenden
enthält. Das Inhaltsverzeichnis lautet:
ZDENĚK KRAVAR (Zemský archiv v Opavě):
Die Bestände zur Geschichte der Enklave Hotzenplotz im Zemský archiv (Landesarchiv in
Opava/Troppau).
HELMUT BERNERT (Kassel):
Band XII/Heft 1
Die Beschreibung der mährischen Enklave Hotzenplotz in den Topographien von Schwoy, Kneifel, Ens und Wolny – ein Vergleich.
GERNOT ROTTER (Universität Hamburg):
Edwart Richter, der Geschichtsschreiber von Hotzenplotz. Leben und Werk.
JAROSLAV BAKALA (Slezská universita v Opavě):
Die Mährischen Enklaven im Mittelalter.
ERNST ERICH METZNER (Universität Frankfurt am
Main):
Die Olmützer Enklave Hotzenplotz im mährischschlesischen Raum und im gesamteuropäischen
Umfeld zwischen Spätantike und Spätmittelalter.
Neu verstandene Namenzeugen, Textbefunde und
Dichtungsvorgaben zur Besiedlungsfolge und
Landesentwicklung an Ossa und Oppa.
DAN GAWRECKI (Slezská universita v Opavě):
Der schlesische Landtag und die mährischen
Enklaven in den Jahren 1742-1918.
MARIE GAWRECKÁ (Slezská universita v Opavě):
Die mährischen Enklaven in den Jahren 18481918.
VERONIKA HOFINGER (Universität Regensburg:
Die sozioökonomischen Hintergründe der kulturlandschaftlichen Entwicklung im Gebiet um Hotzenplotz seit dem ausgehenden 18. Jht.
PAVEL ŠOPÁK (Slezská universita v Opavě):
Die Mährischen Enklaven in den kunstgeschichtlichen Beziehungen – einige Bemerkun-gen
zur Architektur.
Den Vorträgen, die alle in deutscher Sprache
gehalten wurden, folgte jeweils eine Diskussion. Die
für den 1.12. vorgesehene Exkursion in das Gebiet
um Hotzenplotz musste leider witterungs-bedingt
ausfallen.
Das Symposium beleuchtet eine Region, die in
allen Kriegen der letzten Jahrhunderte zum
Durchmarschgebiet zwischen dem nördlichen
(später preußischen) Schlesien und den Ländern
der böhmischen Krone gehört, so auch gegen En-de
des Zweiten Weltkriegs, der fast nur Verwü-stungen
hinterließ. Dies hat zur Folge, dass die
Informationen – Kirchenbücher, Urkunden usw. –
oft nur sehr spärlich erhalten sind. Die „große
mährische Enklave Hotzenplotz“, durch die Tei-lung
1742 infolge des schlesischen Krieges zur
Grenzregion geworden, weitgehend umgeben von
Österreich-Schlesien, auch von den naturräumlichen Bedingungen nicht verwöhnt, fristete ein mehr
oder weniger vergessenes Dasein. Vielfach muss
man erst erklären, dass es sich bei dem Wort
„Hotzenplotz“ nicht um einen Kunstnamen (des
Räubers) sondern um ein Städtchen im Nordosten
Tschechiens handelt. Aus dem Um-stand, dass
Edwart Richter eine mehrbändige, mehrere tausend
Seiten umfassende Handschrift über diese Region
verfasste, die die Kriegswirren überstanden und von
Gernot Rotter ediert und für den Druck vorbereitet
wird, ergab sich der Plan zu diesem Symposium.
Wie die Themen der einzel-nen Vorträge zeigen,
ging es um eine Bestands-aufnahme. Dies war das
Ziel, und so wird der Ge-nealoge aus diesem Band
- Beilage 1/2007, Seite 15 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Informationen entneh-men können, der sich für den
historischen Hinter-grund dieser Region interessiert.
Der Tagungsband
„Schriften der Sudetendeutsche Akademie und
Künste. Band 27. Gernot Rotter, Zdeněk Kravar
(Hrsg.): Die mährischen Enklaven in Schlesien.
Ein Symposium an der Schlesischen Universität
Opava/Troppau. Opava/Troppau – München,
2006. ISBN 3-936284-05-9“
ist bei der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Hochstraße 8, 81669 München oder in jeder Buchhandlung zu erhal-ten. Der
Preis wird ca. 20,00 € betragen.
Eine dringende Bitte:
Der Schriftleitung gehen die Texte aus! Der
Vorrat an Texten, die für eine Veröffentlichung
vorgesehen sind, ist erheblich geschrumpft und
reicht kaum noch für die nächste Ausgabe. Bitte
überlegen Sie daher, ob es nicht etwas Interessantes aus Ihrer Familienforschung zu berichten
gibt.
Wir haben zahlreiche Forschungsgebiete, aus
denen bisher noch nichts zu hören bzw. zu lesen
war. Sicher gibt es dort ebenfalls Personen, deren
Lebensweg es wert ist, hier vorgestellt zu werden.
Vielleicht gibt es Familien, Häuser, Firmen, Einrichtungen, deren interessante Geschichte niedergeschrieben und somit weitergegeben werden sollte/könnte.
Eine Fundstelle sind sicher auch die „Heiraten
von orstfremden Personen“. Hier könnte so mancher Familienforschen „verschwundene Personen“
wiederfinden:

Handwerksgesellen, die auf der Walz ihre
Liebe fanden und nicht mehr in die Heimat
zurück kehrten;

Soldaten, die in der Fremde stationiert waren und dort heirateten.

Tüchtige Kaufleute, Handelsleute, Geschäftsmänner, die Zweigstellen, Niederlassungen gründeten und am neuen Ort ihre
Ehepartner fanden.

Junge Frauen, die bei Verwandten in der
Fremde in Diensten standen und dort heirateten.

Schließlich findet man in den Manschaftsbüchern beispielsweise immer wieder Hinweise auf „éntwichene Personen“, das heißt
Personen, die ohne Zustimmung der Herrschaft den Wohnort für immer verließen.
Band XII/Heft 1
Bei über 600 Mitgliedern müssten sich doch
mehr als nur eine Handvoll Autoren finden lassen!
Schriftleitung
Rainer Maaz
Karlsbader Str. 31
36100 Petersberg
Tel.: 06 61 – 60 73 14
[email protected]
Arbeitsunterlagen und
Kopiervorlagen
Archive in der Tschechischen
Republik
stellen
(Helmut
Bernert)
sich vor:
Leider wurde kein Beitrag für ein weiteres
Archiv zur Verfügung gestellt – wir wiederholen
daher den Aufruf aus den letzten Mittelungen:
Betr.: „Archive in der Tschechischen Republik“
Ausgangspunkt für diese Reihe sind die im
Internet allgemein zugänglichen Informationen zu
den einzelnen Archiven. Wir möchten dies, wie bei
den bisher vorgestellten Archiven geschehen, ergänzen durch
•
Stadtpläne
•
Wegbeschreibungen
•
Besondere Hinweise zu Archivalien
•
Parkmöglichkeiten
•
Hinweise und Tipps auf Grund von persönlichen Erfahrungen
Wenn Sie demnächst eines der noch nicht
vorgestellten Archive aufsuchen, möchten wir Sie
daher bitten, Informationen zu den oben genannten
Stichworten zu sammeln und an die Schriftleitung zu
schicken.
Die Schriftleitung und unsere Mitglieder werden
es Ihnen danken.
Danksagungen:
Wir danken Herrn Frank Rosenberg für die Überarbeitung und Vorbereitung für den Druck der Unterlagen des Herrn Erlbeck zur Familie Sander (veröffentlicht in SFF Band XII/ Heft 1).
Wir danken Herrn Gerhard Moisel, der ein Verzeichnis aller im Band XI auftretenden Familiennamen erstellt hat. Dieses Verzeichnis ist dieser Ausgabe beigelegt
Vorstand und Schriftleitung
Schauen Sie sich die letzten Ausgaben der
Sudetendeutschen Familienforschung doch nochmals an – sie enthalten zahlreiche Anregungen zu
Themen, die sich für eine Veröffentlichung eignen.
- Beilage 1/2007, Seite 16 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
Forschungsgebiete und ihre Betreuer
Eine dringende Bitte des Vorstands: Wie Sie der Zusammenstellung in den Mitteilungen in der Beilage
2/2003 entnehmen konnten, werden mehrere Forschungsgebiete zur Zeit nicht betreut. Bitte überlegen
Sie, ob Sie nicht die Betreuung eines dieser Gebiete übernehmen könnten. Den Umfang des
Arbeitsaufwandes bestimmen Sie; Sie legen auch fest, ob Sie eventuell nur einen oder ein paar Orte
eines Forschungsgebiets betreuen wollen. Vielleicht können Sie sich die Arbeit auch mit einem weiteren
Mitglied unserer Vereinigung teilen?
Mitglieder informieren über ihre Forschungsschwerpunkte
Zu Recht wird immer wieder die mangelnde Kommunikation in unserer Vereinigung beklagt. Durch die
Möglichkeiten des Internet haben sich bereits entscheidende Verbesserungen ergeben, die allerdings immer
noch mehr als die Hälfe unserer Mitglieder nicht nutzen können. Bisher haben immerhin 43 (von über 600!!)
Mitglieder die Möglichkeit genutzt, hier in den Mitteilungen über ihre (neuen, geänderten) Forschungsschwerpunkte zu informieren. Für die nächste Ausgabe eines aktuellen Mitgliederverzeichnisses – die letzte
Ausgabe erschien im November 2000 – wären aktuelle Angaben möglichst aller Mitglieder wünschenswert.
Neue Informationen liegen nicht vor – es wurde nichts eingereicht!
Haben Sie schon über Ihre Forschungsschwerpunkte informiert?
Wenn Sie – beispielsweise als neues Mitglied(!!) - über Ihre Forschungsschwerpunkte informieren
möchten, schickten Sie uns bitte eine Textdatei (Diskette oder E-Mail) nach obigem Muster. Oder Sie füllen
das Formular (Kopiervorlage) weiter unten aus: Dieses können Sie auch verwenden, wenn sich Ihre
Schwerpunkte verändert haben und/oder Sie Ihre Angaben aktualisieren möchten.
Natürlich können Sie die Angaben auch formlos machen. Vergessen Sie aber nicht, stets die
Kennziffer und auch den jeweiligen Kreis anzugeben! Siehe Beilage zu Heft 1 der SFF vom Juni 2003.
Bitte senden Sie Ihren Wunsch zur Veröffentlichung in jedem Fall an:
Rainer Maaz, Karlsbader Str. 31, D-36100 Petersberg/Fulda
oder an:
[email protected]
Hier können Sie auch das Formular als Textdatei bestellen: fsp-Vorlage.doc; die Datei „Kennziffern
tschechischer Orte“ kann dort ebenfalls abgerufen werden.
Ausgabedaten für die SFF und die Mitteilungen sind Juni und Dezember eines jeden Jahres. Damit
Ihre Angaben in jedem Falle veröffentlicht werden können, sollten sie bis Ende März oder September bei der
Schriftleitung eintreffen (Redaktionsschluß).
Kopiervorlage (gegebenenfalls verlängern):
Name, Vorname:
Postleitzah:l
Ort:, Straße:
Kennziffer:
W
Kreis:
Mitgliedsnummer:
Telefon:
Fax:
E.Mail:
Orte: Namen:
W
W
W
W
W
W
W
W
W
- Beilage 1/2007, Seite 17 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
Wichtige Anschriften unserer Vereinigung:
Der Vorstand (nach den Wahlen der Mitgliederversammlung vom März 2007)
Erster Vorsitzender
Dr. Grund, Erhard
Ringstr. 1
D-65597 Ohren
Zweiter Vorsitzender
Lugert, Hans
Eskilstunastraße 22
D-91054 Erlangen
Erster Schriftführer (Mitgliederbetreuer)
Tumpach, Gregor
Magnus-Poser-Str. 10
D-07749 Jena
Zweiter Schriftführer
Schroeder-Spetzke, Margit
Erster Kassenwart
Josef Richter
Friedrich-Ebert-Str.16
D-86720 Nördlingen
Tel.:
06 438 – 16 46
[email protected]
Tel.:
09 131 - 54 676
[email protected]
Tel.:
03 641 - 60 24 11
[email protected]
Tel./Fax:
Tel.:
09 081 – 86 211
[email protected]
Zweiter Kassenwart
Lauer, Harald
Tel.:
Weiteres Mitglied
Hanika, Horst
Tel.:
Beiräte
Kuba, Herbert
Maaz, Rainer
Miesbauer, Edwin
Pietschmann, Rudolf
Rauks Feld 5a
D-44869 Bochum
Karlsbader Str. 31
D-36100 Petersberg
Reichenberger Straße 20
D-85276 Pfaffenhofen
Im Ruhrfeld 103
D-53340 Meckenheim
Dr. Präger,
Tel.:
02 327-50 991
[email protected]
Tel.:
06 61 - 60 73 14
[email protected]
Tel.:
08 441 – 95 37
[email protected]
Tel.:
02 225 – 52 60
[email protected]
Tel./Fax:
Bankverbindung:
Empfänger: Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher VSFF e.V.
Inland:
Kto.Nr.: 213 54 47
Kreissparkasse Böblingen BLZ 603 501 30
Ausland:
BIC: SOLADES1BBL
IBAN: DE68 603 501 30 000 213 54 47
Archiv:
Das Archiv unserer Vereinigung ist unter folgender Anschrift erreichbar:
Stadtarchiv – VSFF-SGA
Postfach 11 06 43
D-93019 Regensburg (Legen Sie bitte immer ausreichend Rückporto bei!)
Paketanschrift: Stadtarchiv – VSFF-SGA, Keplerstraße 1, 93047 Regensburg.
Internet:
Die VSFF unterhält zwei Mailing-Listen:

[email protected] - eine vereinsinterne Liste, nur für Mitglieder
Anmeldung bei [email protected][email protected] - diese offene Liste steht allen Interessenten zur Verfügung.
Anmeldung über http://list.genealogy.net.mailman/listinfo/sudeten.bms-l

Die Suchbegriffe „Genealogie, Sudetenland“ führen zur Homepage unserer Vereinigung mit vielen
nützlichen Informationen und Links.

VSFF Mitgliederdatenbank: http://db.genealogy.net
- Beilage 1/2007, Seite 18 -
2007
Sudetendeutsche Familienforschung
Band XII/Heft 1
Bitte abtrennen oder fotokopieren und im Fensterumschlag einsenden an (oder Anschrift
ausschneiden und aufkleben):
VSFF - Kassenwart
Herrn Josef Richter
Friedrich-Ebert-Str. 16
86720 Nördlingen
EINZUGSERMÄCHTIGUNG
(nur für Bankverbindungen in Deutschland möglich)
Ja, ich möchte den Kassenwart von einem Teil seiner Arbeit entlasten, gleichzeitig den
verminderten Jahresbeitrag (seit 2004: 25,- € statt 28,- €) zahlen und daher am Einzugsverfahren
teilnehmen.
Hiermit ermächtige ich die Vereinigung Sudetendeutscher Familienforscher (VSFF) e. V.
wider-ruflich, den von mir jährlich zu entrichtenden Mitgliedsbeitrag bei Fälligkeit (erstmalig für das
Jahr 2006 – siehe Hinweis weiter unten!) zu Lasten des nachstehenden Girokontos einzuziehen:
Name, Vorname (Mitglied):
...........................................................................................................
Gegebenenfalls Kto.-Inhaber: ...........................................................................................................
Straße:
...........................................................................................................
PLZ und Wohnort:
...........................................................................................................
Name der Bank:
...........................................................................................................
Kontonummer:
...........................................................................................................
Bankleitzahl:
...........................................................................................................
Datum/Unterschrift:
...........................................................................................................
Hinweis: Damit Ihr Beitrag bereits für 2008 abgebucht werden kann, sollte vorstehende Einzugsermächtigung bis Ende Januar 2008 beim Kassenwart vorliegen.
- Beilage 1/2007, Seite 19 -