Wiesbadener Kurier - Premiere von „La Cage aux Folles“ in Darmstadt

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Wiesbadener Kurier - Premiere von „La Cage aux Folles“ in Darmstadt
Wiesbadener Kurier - Premiere von „La Cage aux Folles“ in Dar... http://www.wiesbadener-kurier.de/region/kultur/theater/12473278.htm
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17. Oktober 2012 11:12 Uhr
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THEATER
Premiere von „La Cage aux Folles“ in Darmstadt
02.10.2012
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DARMSTADT. Fürs Staatstheater Darmstadt
könnte die Produktion zum Kultstück werden - zumindest nach den
Publikums-Reaktionen in der Premiere. Zwischenapplaus,
rhythmisches Mitklatschen, am Ende ungeteilte Begeisterung, über
die sich nicht zuletzt Intendant John Dew zu freuen schien. Er hat als
erste Darmstädter Musiktheater-Premiere der neuen Saison Jerry
Hermans Musical „La Cage aux Folles“ nach dem Buch von Harvey
Fierstein inszeniert.
Musikalischer Selbstläufer
Das Stück, am Broadway 1983 uraufgeführt, hat ohne Frage die
Qualitäten eines szenischen und musikalischen Selbstläufers, dem
Jerry Herman mit „I Am What I Am“ einen vielfach adaptierten
Leit-Song einkomponiert hat. Albin, als „Zaza“ Star der
Travestie-Show im Club „La Cage aux Folles“ seines Partners
Georges, singt das Lied, als man ihn mehr oder weniger dezent für
eine gewisse Zeit aus dem gemeinsamen Haushalt
hinauskomplimentieren will. Schließlich plant Jean-Michel, Georges‘
Sohn, die Eltern seiner Verlobten einzuführen. Und Annes Vater
Edouard Dindon bietet das perfekte Feindbild - als Moralist, als
Konservativer und als Politiker, der am liebsten alle Etablissements
im Stil des „Narrenkäfigs“ dichtmachen würde: Doch auch ihn nimmt
die Show letztlich unfreiwillig gefangen, als älteren Herrn in Strapse:
Franz Nagler spielt diese Verkleidungsnummer am Ende mit Genuss
und erhöht die Freude des Publikums noch.
Überhaupt lebt die Inszenierung von klaren Gegensätzen, etwa
wenn das Wohnzimmer flugs von römischem Jüngling und
männlichem Torso auf Marienbild und Spießbürger-Mobiliar
umdekoriert wird (Bühne: Heinz Balthes). Und für die revuehaften
Höhepunkte der Inszenierung sorgt gewiss die Choreografie von
Julio Viera Medina, der sich auf ein vorzügliches Dutzend
Tänzerinnen und Tänzer sowie auf die effektvollen Kostüme von
José-Manuel Vázquez verlassen kann.
Nein, dieser Nachtclub-Narrenkäfig
ist wohl wirklich nichts für
erzkonservative Politiker. Foto:
Barbara Aumüller
WORUM GEHT‘S?
Aufregung im Haus des
schwulen Paars Georges und
Albin, der als Transvestit „Zaza“
auftritt: Jean-Michel, Sohn von
Georges, stellt als künftigen
Schwiegervater ausgerechnet
den erzkonservativen Politiker
Dindon vor. Der Versuch, eine
bürgerliche Kulisse
vorzugaukeln, scheitert.
Maria Crohn
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Jahren
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Das alles immerhin hat Unterhaltungswert, denn die Musicalhandlung
selbst erzählt John Dew reichlich onkelhaft nach. Manche Pointe
bleibt schal, an die deutsche Übersetzung der Songs mag man sich
nicht recht gewöhnen, und dialogische Rührseligkeit gibt’s eben auch
in diesem „Narrenkäfig“. Randy Diamond immerhin spielt die
dankbare Rolle des Albin alias „Zaza“ lustvoll aus.
Ansonsten bleibt mancher Wunsch unerfüllt: Das Staatsorchester
Darmstadt kann unter der Leitung von Bartholomew Berzonsky erst
nach einer Findungsphase exakte Tuchfühlung zum Geschehen auf
der Bühne aufnehmen, wo Stefan Reil als Sohn Jean-Michel die
richtigen Töne zu oft nur in Näherungswerten findet. Ziemlich
holzschnittartig gibt Ansgar Albert Maria Schäfer dessen Vater
Georges und trägt wie Hannah Garner als Anne, Gundula Schulte
als deren Mutter Marie und Anja Bildstein als Wirtin Jacqueline dazu
bei, das Stück in Richtung Boulevard-Komödie zu rücken. Ob es
dorthin gehört? Das Premieren-Publikum jedenfalls scheint sich klar
dafür entschieden zu haben.
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