RDGLDGRN Bio Album

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RDGLDGRN Bio Album
RDGLDGRN
„Red Gold Green LP 2“, VÖ: 09.10.2015
Punkt 1: Die Band heißt „Red Gold Green“. DJs file it under RDGLDGRN, weil die Schreibweise
des Bandnamens in Ermangelung von Vokalen chiffriert wurde.
RED (in Rot) ist Marcus Parham an der Gitarre, GOLD (der Güldene) ist Andrei Busuioceanu am
Bass und die Vocals übernimmt GREEN (der Grüne): Pierre Desrosiers.
Punkt 2: Ja, es gab eine fruchtbare Zusammenarbeit im Studio mit Pharrell Williams (der mit dem
Welthit). Und Dave Grohl (der mit dem Beinbruch) von den Foo Fighters hat auf RDGLDGRNSongs die Drums eingespielt, weil er den Korridor runter im gleichen Studio war und so auf
RDGLDGRN aufmerksam wurde. Im Anschluss gab es einige gemeinsame Auftritte der beiden
Bands. Aber das alles war gestern und interessiert heute nicht mehr. Heute zählt der aktuelle
Sound, das neue Werk von RDGLDGRN, es heißt „Red Gold Green LP 2“ und ist sehr gut.
RDGLDGRN sind aus Reston, Virginia, einem Ort nordwestlich von Washington D.C., also genau
aus der Ecke, die eine bedeutende Hardcore-Szene hervorgebracht hat. Extrem einflussreiche
Bands sind hier groß geworden: die Bad Brains, Minor Threat und Fugazi. Henry Rollins stammt
von hier, Dave Grohl trommelte vor Nirvana bei Scream. In der zweiten Generation kamen Gray
Matter, Rites of Spring und Soulside dazu, to name a few. Fast alle Bands waren auf dem
legendären Dischord Label und hatten etwas gemeinsam: einen besonderen Hang zum Groove.
Sie alle hatten eine unwiderstehliche Tanzbarkeit in ihrer Musik, die das Feld für ihren Siegeszug
bereitete. Jeder der es hört, muss sich bewegen. Keiner geht heut’ ungetanzt nach Hause. Und es
gibt noch eine spezielle Eigenheit aus Washington D.C., den Go-Go. Charakteristisch für diese
Unterart des Funk sind synkopische Beats. Washington Go-Go ist viertel- und achtelgepeitschter
Rhythmus, dominierende Schlagzeugarbeit, dazu Call-and-response-Spielchen zwischen Sänger
und Publikum. RDGLDGRN haben sich vom heimatlichen Go-Go ihren Anteil genommen und in
ihren Sound geflochten.
Ein Sound der gewachsen ist, sich entwickelt hat. „Red Gold Green LP 2“ ist smoother, dicker,
runder geworden. Von Pharrell lernen, heißt eben Siegen lernen. Das Klanggetüm, das
RDGLDGRN erschaffen haben, ist international big, fresh, lebt von mit zuckersüßen Chören
verpoppten, treibenden Beats. Anzuwenden sowohl auf dem Dancefloor, als auch in der
Hängematte. Wir bekommen ein wildes Ge-Crosse bei allerhöchster Lockerheit. Im Abgang sehr
harmonisch und abgerundet – das ist der entscheidende Unterschied zu vielen anderen, die ein
Stilgebräu aus zig Zutaten anrühren – bei „Red Gold Green LP 2“ ist alles gekonnt gewählt und
exzellent dosiert. Hier arbeiten junge Männer, die wissen was sie wollen. Eine Band, die ihr Paket
auch live abliefern kann. Hat sie ansteckend energetisch bewiesen auf der Vans Warped Tour,
wird sie klarstellen im europäischen Festival-Sommer und im Herbst bei ihrer ersten Headline Tour
in Deutschland. Dig it now – it won’t last forever…
Hilmar Bender für RDGLDGRN, Juli 2015.