Medienmitteilung Das Wetterradarnetz der Schweiz ist vollständig

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Medienmitteilung Das Wetterradarnetz der Schweiz ist vollständig
Eidgenössisches Departement des Innern EDI
Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz
Medienmitteilung
Datum
09.02.2016
Das Wetterradarnetz der Schweiz ist
vollständig
Jeder kennt den Niederschlagsradar von MeteoSchweiz. Dieser wird nun noch
detaillierter – dank dem neuen Wetterradar in Graubünden. Das Bundesamt für
Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz nimmt heute auf dem Weissfluhgipfel
(2850 m ü. M.) den fünften Niederschlagsradar in Betrieb. Die hochspezialisierte
Anlage oberhalb von Davos ergänzt das bestehende schweizweite Radarnetz und
ermöglicht detailliertere Niederschlags- und Gewitterwarnungen im Ostschweizer
Alpenraum.
MeteoSchweiz entwickelt und betreibt als nationaler Wetter- und Klimadienst ein
hochmodernes Wetterradarnetzwerk. Das Radarmessnetz überwacht flächendeckend, rund
um die Uhr, vollautomatisch und in Echtzeit Regen, Gewitter, Hagel und Schnee. Besonders
Starkniederschläge und Gewitter können Hochwasser und Murgänge auslösen.
Wichtiger Bestandteil bei Unwetterwarnungen
Die Integration des fünften Radars ins Schweizer Netzwerk wird die Erfassung der
Niederschläge und die Warnungen vor Starkniederschlägen, Gewittern und Hochwassern im
inneralpinen Raum weiter verbessern. Die zusätzliche Anlage erhöht sowohl die Qualität der
Niederschlagsdaten in den Alpen als auch deren flächendeckende Verfügbarkeit für die
Schweiz, sollte einer der anderen vier Wetterradare ausfallen.
Hinter dem MeteoSchweiz Niederschlagsradar-Bild verbirgt sich neu ein Netzwerk von
insgesamt fünf Anlagen. Die drei modernisierten Radaranlagen auf dem Albis in der
Nordschweiz, dem Monte Lema im Tessin und dem La Dôle in der Westschweiz decken die
Schweiz weitgehend ab, reichen jedoch nicht aus, um Niederschläge und Gewitter im
Alpenraum detailliert zu erfassen. Aus diesem Grund wurde das Radarmessnetz seit 2014
um zwei Anlagen im Hochgebirge erweitert: Auf der Pointe de la Plaine Morte im Wallis und
dem Weissfluhgipfel in Graubünden (Gemeinde Arosa). Die Messungen finden somit näher
im Alpenraum und in höherer Auflösung statt.
Inbetriebnahme in Rekordzeit
Die neue Anlage konnte dank grossem Einsatz und reibungsloser Teamarbeit zwischen allen
beteiligten Partnern früher als geplant installiert und heute in Betrieb genommen werden.
Innerhalb von 20 Monaten wurden Aushub- und Betonarbeiten durchgeführt, der
Innenausbau realisiert und das Radarsystem installiert. Die Kalibrierung der Systeme sowie
die Tests vor der Inbetriebnahme sind abgeschlossen.
Wem nutzen die Radardaten?
Radarinformationen nützen nicht nur dem nationalen Wetterdienst MeteoSchweiz, sondern
dienen insbesondere den Behörden des Hochwasser- und Bevölkerungsschutzes sowie der
Flugsicherung als Entscheidungsgrundlage. Die Informationen stellen eine unverzichtbare
Grundlage für Warnungen und Prognosen dar und werden zudem von privaten
Wetterdiensten sowie von zahlreichen Branchen wie bspw. Versicherungen, Tourismus und
Wissenschaft genutzt. Die Schweizer Bevölkerung erhält alle Radarinformationen via App
von MeteoSchweiz.
Im Gegensatz zu topographisch sehr flachen Ländern wie z.B. den Niederlanden, stellt die
Schweiz mit seinen vielen hohen Bergen eine Herausforderung für die Radarerfassung dar.
Die hinter Bergzügen- oder gipfeln gelegenen Alpentäler liegen im Radarschatten, d.h. die
Radarstrahlen können nicht bis dorthin vordringen und somit keine Informationen zu
Niederschlägen liefern. Mit den zwei neuen Radarstationen im Wallis und in Graubünden
konnte die Abdeckung im Alpenraum bedeutend verbessert und die Problematik der RadarAbschattung abgeschwächt werden.
Kontakt
MeteoSchweiz, Kommunikation, [email protected], +41 58 460 97 00.
Weitere Informationen
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Aktuelles Niederschlagsradar-Bild
http://www.meteoschweiz.admin.ch/web/de/wetter/aktuelles_wetter/radarbild.html
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Das Schweizer Radarnetz
http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/mess-undprognosesysteme/atmosphaere/radarnetz.html
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Spezialtechnologie: Wie funktioniert ein Radar?
http://www.meteoschweiz.admin.ch/home/mess-undprognosesysteme/atmosphaere/radarnetz/so-funktioniert-ein-radar.html
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