WHISKY MIT WODKA

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WHISKY MIT WODKA
September 2009 | 21. Jhg.
www.choices.de
Kino.Kultur.Köln.
WHISKY MIT WODKA
www.whiskymitwodka.senator.de
EIN FILM VON ANDREAS DRESEN
MIT HENRY HÜBCHEN UND CORINNA HARFOUCH
Foto: Lowa M A M
„Die erste Adresse für alle Entdecker in Köln!”
Kölns Lebensqualität ist ein toller Mix aus Kultur und Natur – mit unzähligen Wanderrevieren in unmittelbarer Nähe – und dem ersten
Erlebnishaus für Outdoor, Wandern und Reisen mitten im Zentrum.
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Montag bis Donnerstag: 10:00 – 20:00 Uhr
Freitag und Samstag: 10:00 – 21:00 Uhr
Hamburg | Berlin | Dresden | Frankfurt | Bonn | Köln
September 2009 I 21. Jahrgang
www.choices.de
KÖLN-THEMA.
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Interkulturelles Köln
Die FC-Fans singen „Wir sind alle multikulturell“, dabei spricht die
Stadtverwaltung bisher nur Deutsch. Dafür gibt es wieder viele Pläne:
für ein Integrationskonzept und eine Akademie der Künste der Welt.
Übrigens: Im nächsten Mai öffnet das neue „Kulturquartier am Neumarkt“.
BÜHNE.
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Premiere: Gertrude Stein: weiter anfangen. wir fangen an
Gespräch mit den Regisseurinnen Heidrun Grote und Katja Butt
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9. Kölner Theater Nacht / Freies Werkstatt Theater
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Comedia / Pantheon / Komikzentrum Köln-Bonn
Zum 50. Geburtstag des Senftöpfchen Theaters
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Bürgerhaus Stollwerck / Schauplatz Langenfeld / Atelier Theater
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Theater am Dom/Studiobühne/Theaterleben
Die Finanzmisere trifft die Kölner Kultur
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Theater am Sachsenring/Arkadas/Senftöpfchen
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Freihandelszone / Auftritt
Drei mörderische Königinnen lassen bitten
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Theater Tiefrot /Haus der Springmaus /Schauspiel Köln
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Oper Köln / Theater in NRW
Am 29.8. eröffnet in Köln das erste Kinderkulturhaus NRWs
18/19 Theater-Kalender
Die aktuellen Termine der Spielzeit 2009/2010
MUSIK.
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LITERATUR.
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ComicKultur / Wortwahl
Comic- und Buchvorstellungen im September
Literatur in NRW / Literatur-Kalender
Stadtbibliotheken stehen noch immer für die besondere Lust am Lesen
KINO.
36/51 Africa goes Cologne / Cologne goes Africa – Filmfestival im Filmforum
36/54 Kölner Kino Nächte
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Gespräch zum Film „Short Cut to Hollywood“
choices sprach mit Regisseur Jan Henrik Stahlberg
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Cinenova
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Filmhaus
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Weisshaus
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Filmforum
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Rex am Ring
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Rückblick choices Jubiläums-Preview #2
Ausgewählte Impressionen von einem heiteren Abend
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choices Jubiläums-Preview #3
52/53 Metropolis
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Filmland NRW/ Kino.Köln.
choices im Gespräch mit Herrn Dr. Gehrke,
GF der Landesanstalt für Medien Nova GmbH
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Night of the Shorts
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Foyer
Rückblick auf Kölner Kino-Highlights im August
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choices culture club
Premiere „Menachem & Fred“ im Odeon
September 2009 | 21. Jhg.
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Premiere KINO
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KUNST.
24 /42 Visions of China im Filmhaus
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Film-ABC/ Vorspann- der Kinomonat
choices gibt einen Ausblick auf das September-Kino
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choice of choices: „Antichrist“
Kunstvoller Psychothriller von Lars von Trier
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Kritikerspiegel/ Kino-Kalender
choices stellt interessante Reihen, Festivals und Premieren vor
28 /29 OFF Broadway
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Hintergrund „Whisky mit Wodka“
Über die angenehme Arbeit mit Regisseur Andreas Dresen
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Odeon
32/34 40 Jahre Japanisches Kulturinstitut
32 ff weitere Filmkritiken
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Filmpalette
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Roter Teppich: Interview mit Karoline Herfurth
Karoline Herfurth über „Berlin `36“, ihre Faszination für die
Schauspielerei und ihr Interesse an der Sozialwissenschaft
KÖLN-THEMA Interkulturelles
Wahltag ist Zahltag
THEMA
Köln THEATER
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Stadtgarten/ Unterhaltungsmusik
Bierbauch und Glamour in den Clubs der Stadt
Improvisierte Musik
Die Kölner Musiknacht am 16.9. verströmt Festivalflair
Gloria/Frischzelle/Kantine/Musik-Kalender
Eine Auswahl der Konzerthighlights im September
Kölner Philharmonie
Kompakt Disk
CD-Neuerscheinungen versprechen mitreißende Folklore
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Kunst in NRW
Meisterwerke ausgestellt in Essen und Bottrop
Max Ernst Museum Brühl
Museum Ludwig /Kunst-Kalender
Eine Auswahl der NRW-Ausstellungen im September
SERVICE.
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20 Jahre choices / Intro
Ein Ausblick auf die Themen der Septemberausgabe
Verlagssonderseiten „choices bildet“
Auswahl/ Impressum
Die choices-Tipps der Köln-Bonner Kulturzene im September
Magenbitter
Hilfe für die Wetterfee – der erste Kölner Wetterindex
choice of choices MUSIK Improvisierte Musik AUSWAHL
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Tipp des Monats
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20 Jahre choices
20 JAHRE CHOICES, TEIL 4
Intro
1989, 1998 und 2009
Zum Jubiläum erreichten uns weitere Glückwünsche.
Sie sind uns Ansporn, auf dem bisherigen Weg weiterzumachen:
„Kultur braucht Öffentlichkeit, und choices sorgt dafür seit 20
Jahren, auch unsere Programme und Festivals bekannt zu machen. Wir gratulieren!!“
Christa Aretz: FilmInitiativ e.V. (mit F. von Boortz, M. Kranen, A.
Mark-Zobel, K. Rössel, B. Sankanu, I. Schoor, U. Valentin)
„Dank choices wird doch so mancher Abend noch zum Erfolg, ein
gern gelesener Gast in unserem Hause. Wir freuen uns auf die
kommende Spielzeit und danken Euch für Eure Unterstützung,
HAPPY BIRTHDAY und macht weiter so ...“
Sasa Thyssen: Marketingleitung Theater Tiefrot
Jetzt trägt choices also schon seit 20 Jahren dazu bei, das Kölner
Publikum über die aktuellsten Filme zu informieren. Herzlichen
Glückwunsch! Ich freue mich deshalb auch schon auf die nächsten 20 Jahre mit Euch.
Peter Kurth: OB-Kandidat Köln (CDU)
„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht, Tag für Tag. Wir
gratulieren Euch!“
Joe Knipp: Intendant Theater am Sachsenring
„choices ist der ultimative Wegweiser in der Kölner Kino- und
Kulturlandschaft. Wir sind glücklich darüber, dass choices unserem Publikum den Weg ins Kino ebnet und freuen uns auf die
nächsten gemeinsamen 20 Jahre.“
Verena A. Oefler, Andreas Niemand: GF Filmlichter GmbH
Weitere Wünsche aus dem Ticker:
Elfriede Schmitt (Kulturunternehmerin und Medienjournalistin): „Köln ohne
choices, das wäre wie der sprichwörtliche Fisch ohne Fahrrad oder wie das Neue
deutsche Kino ohne das Kinofest Lünen, das in diesem Jahr auch 20 Jahre alt
wird. Beide sind unverzichtbare Stimmen in Köln und in NRW als Kulturwirtschaftsplayer. Ich wünsche mir, dass der digitale Shift uns zu neuen und interessanten medialen Ausdrucksformen führt und bin gespannt auf einen Austausch
darüber, spätestens in zehn Jahren bei 30 Jahre choices und 30 Jahre Kinofest
Lünen“ ++ David Frahsek (GF Ida – Frisch frei Haus): „choices – mal sehn was
läuft ... Herzlichen Glückwunsch!“
Wir hoffen, die Gratulanten verzeihen uns die teilweise erfolgten Kürzungen.
Die vollständigen guten Wünsche lesen Sie auf www.choices.de/20Jahre.
Wir bedanken uns und nehmen gerne weitere Anregungen entgegen.
das choices-Team
GRENZENLOS
Frisch aus dem PC geschlüpft, Foto: Francis Lauenau
Mit allen Mitteln versuchten die Macher der gamescom, die Grenze zwischen Cyberspace und Realspace zu verwischen. Mannshohe Lego-Püppchen ließen sich mit geneigten Messebesuchern ablichten. Weihnachtsengel und Nikoläuse balancierten in überdimensionalen Schneekugeln auf
künstlichen Snowboards. Die Beatles spielten auf einer Riesenleinwand
einen ihrer Hits, während sich davor vier Freiwillige mit Plastikinstrumenten nach Kräften blamierten. Nur an einem Stand auf der Computerspiele-Messe und nur für einen kurzen Moment gelang die Verschmelzung
von Fiktion und Wirklichkeit nicht. Ein Soldat der Bundeswehr in Uniform besuchte die aufwändige Präsentation eines Kriegspiels. Zwischen
Schutthaufen und Tarnnetzen waren Bildschirme drapiert, die täuschend
echte Kampfszenen zeigten. Hubschrauber wurden abgeschossen, Maskierte niedergemäht, Raketenwerfer in Stellung gebracht. Doch der Soldat
wollte nicht spielen. Er sah unendlich traurig aus. Wer hätte das gedacht.
Es gibt wieder Kriegsheimkehrer in diesem Land.
Aber nicht nur zwischen analoger und digitaler Welt werden Grenzen
verwischt. Wer ist hier noch In- und wer Ausländer? Die Inländer sind
Ausländer – fast überall. Und die Ausländer werden mit Pass und Spaß
immer dollere Inländer. Nur „Pro Köln“ möchte noch eine klare Trennung.
Ausländer gehören hier nicht hin. Wollte man diese Forderung konsequent umsetzen, man müsste die Gründung der Stadt vor 2.000 Jahren
rückgängig machen. Das CHOICES-THEMA im September heißt folglich
INTERKULTURELLES KÖLN. In seiner MAGENBITTER-Kolumne macht
Wolfgang Hippe auf Jörg Kachelmann und schreibt vom Wetter. Thomas
Hirsch möchte die Kölner dazu animieren, ihre Stadt zu verlassen. Eine
Villa in Essen und ein Quadrat in Bottrop sind seine Empfehlungen in der
Rubrik KUNST IN NRW.
Im Kino gibt es Kino zu sehen. Soll heißen, dass sich das Genre mit sich
selbst beschäftigt in Andreas Dresens neuestem Werk WHISKY MIT WODKA. Ein erfolgreicher, feuchtfröhlicher Schauspieler muss über einen
ganzen Film gedoubelt werden. Wenn Leber, Nerven oder sonst ein Organ
des Filmstars versagen, soll so zumindest die Produktion nicht gefährdet
werden. Das Drama ist vorprogrammiert. Noch viel dramatischer ist die
schockierende Geschichte ANTICHRIST, der FILM DES MONATS. Lars von
Trier erzählt von Eltern, die an dem Tod ihres kleinen Sohns verzweifeln.
Der Drehort Bergisches Land wird zur Albtraumkulisse. Der deutsch-dänische Thriller DER STURM wiederum handelt von einem Kriegsverbrecherprozess in Den Haag. Und passend zur gerade zu Ende gegangenen
Leichtathletik-WM kommt BERLIN `36 in die Kinos. Um zu verhindern,
dass eine deutsche Jüdin olympisches Gold holt, ließen die Nazis einen
verkleideten Mann gegen sie antreten. Hintergründe zum Film gibt es
dazu im ROTER TEPPICH-Interview mit der Hauptdarstellerin KAROLINE
HERFURTH. Zur Preview lädt choices herzlich ein.
Einen grenzenlos glücklichen September wünscht
LUTZ DEBUS
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Wir sind alle interkulturell
Vor der Eröffnung: Christo bei Rautenstrauch Joest
JEDER JECK ES ANDERS
KÖLN PLANT DEN INTERKULTURELLEN AUFBRUCH – EIN INTEGRATIONSKONZEPT, EINE AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT, EIN MUSEUM ZUR VIELFALT DER KULTUREN DER WELT
Wenn deutsche Großstädte auf ihren Websites ihre anderswo (noch) nicht hören. Die gültige Politik
Weltoffenheit vorstellen wollen, tun sie das meist gibt Alfred Dregger vor, ein hessischer CDU-Rechtsmehrsprachig. Frankfurt.de zum Beispiel präsentiert außen. Er bezweifelt die „Integrationswilligkeit“ der
sich in 11 Sprachen, auf duesseldorf.de spricht man Ausländer an und für sich, pocht auf die „deutsche
Kultur“ und verlangt
neben Englisch auch
die
bedingungslose
Russisch, Japanisch
CHOICES-THEMA IM SEPTEMBER:
Assimilation der hier
und Chinesisch. Die
INTERKULTURELLES KÖLN
heimisch gewordenen
Website der Stadt Köln
Die FC-Fans singen „Wir sind alle multikulturell“, daFremden.
beschränkt sich dagebei spricht die Stadtverwaltung bisher nur Deutsch.
Dafür gibt es wieder viele Pläne: für ein Integratigen auf die Amtsspraonskonzept und eine Akademie der Künste der Welt.
Fast 30 Jahre später
che Deutsch. TatsächÜbrigens: Im nächsten Mai öffnet das neue „Kulturanalysiert das Hamlich werden in Köln
quartier am Neumarkt“.
burgische Weltwirtüber 120 verschiedene
schaftsinstitut (HWWI)
Sprachen gesprochen.
Die Mehrzahl der KölnerInnen sind Zugezogene. die Wirtschaftskraft deutscher Städte. Das ErgebOb mit oder ohne Migrationshintergrund: Die einen nis: „In kulturell vielfältigen Regionen produziert
mögen Kölsch, die anderen nicht. Man ist bürger- ein Arbeitnehmer, gemessen in Euro, im Durchlich, kosmopolitisch oder hedonistisch und subkul- schnitt mehr als in Regionen, in denen die Beturell orientiert. Nur ein kleiner Teil davon ist reli- schäftigungsstruktur vergleichsweise wenig von
giös verwurzelt. Und doch fiel dem offiziellen Köln Zuwanderern aus unterschiedlichen Herkunftslänunter dem scheidenden OB Fritz Schramma (CDU) dern geprägt ist.“ Die Autoren loben ausdrücklich
beim Thema „Integration und Migration“ vor allem Frankfurt, Stuttgart und München für ihre Integraein „interreligiöser Dialog“ ein. So hinkt Köln wieder tionspolitik. Köln liegt in Sachen „Diversitätsindex“
zwar über dem Bundesdurchschnitt, kann aber mit
einmal den Trends der Stadtgesellschaft hinterher.
den süddeutschen Metropolen nicht Schritt halten.
Als besonders ärgerlich wird vermerkt: die angebZEITZEICHEN: VOR 30 JAHREN
lich weltoffene und tolerante Metropole am Rhein
Man schreibt das Jahr 1979: Heinz Kühn (SPD), in verfügt „als einzige der untersuchten Städte bisher
Köln geborener und lebender NRW-Ministerprä- über kein kohärentes Integrationskonzept“.
sident a.D. und nunmehr erster Ausländerbeauftragter der Bonner Bundesregierung, sorgt sich Das soll sich jetzt ändern. Noch im Herbst will der
um den Stand der „Integration der ausländischen Stadtrat ein entsprechendes Papier verabschieden.
Arbeitnehmer und ihrer Familien in der Bundesre- Mit dem „Kulturentwicklungsplan“ sollen in der Kulpublik Deutschland“. Im September präsentiert er turpolitik die Kategorien „Herkunftsland“ und „Inteein mittlerweile legendäres „Memorandum“, das gration“ aufgelöst werden. Im Gespräch ist die Grünmit zentralen Vorurteilen abrechnet. Deutschland dung einer „Akademie der Künste der Welt“, und im
– so Kühn – ist ein Einwanderungsland, die von der Mai 2010 wird das Rautenstrauch-Joest-Museum
Politik propagierte „Integration auf Zeit“ eine Illu- endlich sein neues Haus am Neumarkt eröffnen.
sion. Das „Optionsrecht Einbürgerung“ müsse ernst
genommen, die politischen Beteiligungsrechte für
INTEGRATION ODER VIELFALT
Migranten etwa durch ein kommunales Wahlrecht
gestärkt werden. Das mag man in Köln/Bonn und Bei der neuen integrationspolitischen Debatte fal-
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len einige Ladenhüter auf. Der Größte davon ist der
Begriff „Integration“ selbst. Gewöhnlich stehen bei
ihm Defizite der Migranten im Mittelpunkt, nicht
ihre Potenziale, moniert etwa der Kölner Psychologe Mark Terkessidis. Für zukunftsfähig hält er
nur das Konzept Vielfalt – es akzeptiert die unterschiedlichen Kulturen und Milieus in der Gesellschaft und fördert den interkulturellen Dialog.
Terkessidis: „Im Zentrum stehen nicht bestimmte
Gruppen, sondern das Individuum.“ Das zur Verabschiedung anstehende „Kölner Integrationskonzept“ ist davon noch ein Stück entfernt. Es soll ein
„zuwanderungsfreundliches Klima“ schaffen und
die „Offenheit der Aufnahmegesellschaft und die
Integrationsbereitschaft der MigrantInnen“ fördern
– so als gelte es, die jetzt schon mehr als 300.000
KölnerInnen mit Migrationshintergrund aus einer
Parallelwelt zu holen. Die Kulturpolitik scheint
offener zu sein. Nach Empfehlung des Rates soll
sich eine „Akademie der Künste der Welt“ um das
interkulturelle Miteinander von Kunst, Kultur und
Kindern „als selbstständiger Ort des Dialogs“ kümmern und dabei in die nicht so aufgeschlossenen
städtischen Institute hinein wirken. Interessant
wird sein, wie sich das neue Rautenstrauch Joest
Museum positioniert. Kultur und Gesellschaft bilden aus ethnologischer Sicht längst keine Einheit
mehr, moderne „Völkerkunde“-Museen sind der
kulturellen Vielfalt verpflichtet und nicht selten
Teil des interkulturellen Dialogs. Das Hamburger
Völkerkundemuseum etwa will „allen Kulturen
Respekt verschaffen“, französische Museen haben
den „Migranten“ als europäische Leitfigur erkoren.
Schon im alten Kölner Haus am Ubierring wurden
in großen Ausstellungen weltweite Themen wie
„Die Braut“, „Männerbünde“ oder „Rausch und
Realität“ vergleichend präsentiert. Auf den neuen
Kölner Blick darf man gespannt sein.
TEXTE/INTERVIEWS/FOTOS:
PETER HANEMANN / WOLFGANG HIPPE
Wir sind alle interkulturell
PERSPEKTIVEN ENTWICKELN
OSSI HELLING ÜBER MIGRANTEN, MAINSTREAM UND KULTURELLE TEILHABE
choices: Herr Helling, im Entwurf des neuen
Integrationskonzeptes der Stadt Köln heißt es,
Integration sei „in Köln nicht in erwartetem
und gewünschtem Maß gelungen“. Warum?
Ossi Helling: Erst mit dem neuen Staatsbürgerschaftsrecht von Rot-Grün wurde in Deutschland
Mainstream, dass wir ein Einwanderungsland
sind. Vorher sind auch in Köln Einwanderer stets
als Belastung empfunden worden. Es war z.B.
nicht selbstverständlich, Migrantenjugendliche
schulisch besonders zu fördern. Der Anteil ausländischer Jugendlicher in den Ausbildungsberufen der Stadtverwaltung lag seinerzeit bei 6 Prozent. Inzwischen ist er auf über 20% gestiegen.
Angemessen wäre ein Anteil von 40-50%.
Was heißt angemessen?
Die über 300.000 Menschen mit Migrationshintergrund sind eine enorme Stärke für Köln,
weil sie in der Regel bereits über Erfahrungen
mit zwei Kulturen verfügen. Diese Bikulturalität,
die im Übrigen in der 2000jährigen Geschichte
Kölns schon mehrfach außerordentlich produktiv
war, braucht Köln, um sich in der globalisierten
Städtekonkurrenz zu behaupten. Es ist ein Skandal, dass hier geborene Kölner Jugendliche, deren
Eltern vor 40 Jahren aus der Türkei eingewandert
sind, noch immer befragt werden, wie oft sie in
„ihrer Heimat, der Türkei“ Urlaub machen.
Im Kulturentwicklungsplan der Stadt Köln ist
jetzt zu lesen, politisches Ziel sei, die Kategorien
„Herkunftsland“ und „Integration“ aufzulösen.
Da zeigt sich ein gewisser Lernprozess der Kulturverwaltung: Noch vor einigen Monaten wurde im
„Förderkonzept interkultureller Kunstprojekte“
sehr konservativ davon gesprochen, seitens der
Migranten seien „Sprachkenntnisse und Anerkennung der Werte und Normen der Aufnahmegesellschaft“ notwendig. So als seien Werte
und Normen etwas Statisches, über die schon
immer die Mehrheitsgesellschaft allein befindet.
Im jüngsten Ratsbeschluss zur „Akademie der
Künste“ wird dagegen auf der Höhe der Zeit formuliert. Dabei wird das politische Ziel deutlich:
nicht die Integration in bestehende Ordnungen,
sondern die permanente Neudefinition und Überprüfung von Werten und Normen. Menschen, die
in mehr als einem kulturellen Kontext zu Hause
sind, haben es dabei wahrscheinlich leichter.
der „Akademie der Künste der Welt“ zu tun?
Die Akademie kann dazu beitragen, alle kulturellen
Institutionen in Köln umzukrempeln und interkulturell zu öffnen. Ensembles, Akteure und ProgrammAngebote müssen kritische und neue Blicke auf die
kulturelle Vielfalt in Köln ermöglichen, sie ausrichten auf breitere Schichten der Kölner Bevölkerung.
Das hat dann auch viel mit Gesellschaftspolitik und
erfolgreicher Integration zu tun.
Ist kulturelle Teilhabe für Deutsche wichtiger
als für Menschen mit Migrationshintergrund?
Abgesehen davon, dass viele Menschen mit Migrationshintergrund einen deutschen Pass haben,
glaube ich inzwischen, dass kulturelle Teilhabe viel
mehr mit „Bildung“ und einem existenzsichernden
Einkommen zu tun hat. Bildungs- wie Kulturferne
und Hartz IV entsprechen sich oft genug.
ZUR PERSON
Ossi Helling (B’90/Die Grünen) ist Mitglied
des Kölner Stadtrates, Erster stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für
Soziales und Senioren und Mitglied im Integrationsrat. Daneben u.a. Mitglied im Aufsichtsrat GAG Immobilien AG und Vertreter
der Stadt Köln im Polizeirat beim Polizeipräsidium Köln.
Foto: privat
Was hat die Integrationskonferenz der Stadt mit
INTERKULTUR STATT INTEGRATION
MARK TERKESSIDIS ÜBER DIE AKADEMIE DER KÜNSTE DER WELT, DAS KONSERVATIVE KÖLNER PUBLIKUM UND QUALITÄTSKRITERIEN FÜR DIE KOMMUNALE KULTURPOLITIK
choices: Herr Terkessidis, die FC-Fans singen
„Wir sind alle multikulturell“. Sind das auch
Kölns Kulturinstitute?
Mark Terkessidis: Leider nein. Personen mit Migrationshintergrund sind im Kulturbereich erstaunlich
abwesend. Dabei machen sie etwa ein Drittel der
Bevölkerung aus, Tendenz steigend. Es ist schlicht
undemokratisch, wenn Kultursubventionen nur
Leuten zugute kommen, die bereits als „Bildungsbürger“ auf die Welt gekommen sind. Die Kulturinstitute brauchen eine interkulturelle Öffnung.
Die „Akademie der Künste der Welt“ soll jetzt
die interkulturelle Plattform für fast alles und
jedes werden. Wird die Akademie nicht mit zu
vielen Aufgaben überfrachtet?
Der Geburtsfehler der Akademie ist: Der Ratsbeschluss verlangt von ihr alles. Das ist gar nicht zu
leisten, aber durchaus typisch für die heutige Zeit
– vor allem, wenn es um Migration geht. Kultur
soll möglichst nichts kosten, im Ehrenamt geleistet
werden und dann noch quasi sozialtechnologische
Aufgaben übernehmen. Zudem ist die Akademie
eine Art Sonderagentur. Das birgt immer die Gefahr
in sich, dass die anderen Institute glauben, entsprechende Öffnungsprozesse einfach delegieren
zu können. Nach dem Motto: Die Akademie wird’s
schon richten. Tatsächlich gibt es bislang keinen
Auftrag an die kommunale Kultur, sich interkulturell zu öffnen. Für mich war auch interessant,
dass Kulturdezernent Georg Quander sich kaum
um die Akademie gekümmert hat. Irgendwann hat
er dem Initiativkreis genau einen Termin zu einer
bestimmten Uhrzeit bei sich im Büro „angeboten“.
Da musste ich wirklich lachen. So kann man im
Jahr 2009 keine sinnvolle Kulturpolitik betreiben.
Gibt es Qualitätskriterien für die kommunale
Kulturpolitik?
Sicher gibt es die. Man darf die Öffnung zur Interkultur nicht als pädagogisches Schwarzbrot sehen,
sondern als Herausforderung an die Kreativität. Die
Stadt München z.B. hat die Richtlinien der Kulturförderung so geändert, dass Interkultur berücksichtigt
wird. Grenzüberschreitung, Stärkung der kulturellen
Vielfalt und Auseinandersetzung sind grundsätzliche
Kriterien, die in Zeiten der Globalisierung eine Rolle
spielen müssen. Harmonie ist nicht innovativ.
Die Initiatoren der „Akademie“ beklagen, dass
in der Vergangenheit viele wichtige Diskussionen an Köln vorbeigegangen sind.
Das habe ich nicht geschrieben. Aber im Vergleich
zu den frühen 1990er Jahren ist die heutige Kultur in Köln provinzieller geworden. Damals gab
es etwa über die Kunstszene einen permanenten
internationalen Austausch. Diese Szene ist abgewandert. Zudem gibt es in Köln ein sehr konservatives Publikum, das auf der Erfüllung sehr traditioneller Formen von Hochkultur beharrt.
Gibt es für diese Provinzialisierung eine Erklärung?
Ein großer Teil der interessanteren Kulturproduktion hat in Köln lange Zeit ohne viele Berührungs-
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punkte neben den kommunalen Kulturinstituten
und -kanälen existiert, etwa in Kunst und Musik.
Als der Exodus nach Berlin begann, reagierte die
städtische Seite nicht rechtzeitig, anstatt strategisch einzuspringen. Im Falle von c/o pop zeigt sich
aktuell, was man dabei erreichen kann. Man muss
aber insgesamt deutlich konzeptioneller vorgehen.
Ist die Forderung nach „Integration“ angesichts
der kulturellen Vielfalt in der Gesellschaft
überhaupt auf der Höhe der Zeit?
Mir gefällt der Begriff Integration nicht, weil er in
Deutschland fast immer normativ aufgeladen ist.
Die „Defizite“ der anderen sollen in einem Sonderbereich durch kompensatorische Maßnahmen beseitig werden, das hat schon vor 30 Jahren nicht
geklappt. Den Begriff Interkultur finde ich besser.
Die Kinder unter 6 in den großen deutschen Städten haben mehrheitlich einen Migrationshintergrund – Interkultur geht alle an. Es braucht eine
Politik, die sich auf unterschiedliche Voraussetzungen einstellt, und die dafür sorgt, dass die Individuen ihr Potential ausschöpfen können – egal,
welchen Hintergrund sie haben.
ZUR PERSON
Mark Terkessidis ist Diplom-Psychologe
und Diplom-Pädagoge. Er ist Mitglied
des Initiativkreises der geplanten Kölner
„Akademie der Künste der Welt“ und arbeitet als Journalist und freier Autor, u.a.
für den WDR. Im November erscheint
sein neues Buch „Interkultur“ in der
„edition suhrkamp“.
Foto: privat
Wir sind alle interkulturell
Das Foyer des Rautenstrauch Joest Museums heute
AUF IN DEN MAI
KLAUS SCHNEIDER ÜBER ERSTE PROGRAMMPLÄNE FÜR DAS NEUE RAUTENSTRAUCH JOEST MUSEUM, DAS HUMBOLDT-FORUM BERLIN UND KOOPERATIONEN VOR ORT
choices: Herr Schneider, wie es heißt, wird
in Berlin eben das „bedeutendste kulturpolitische Projekt in Deutschland seit Beginn des
21. Jahrhunderts“ in Angriff genommen: der
Umzug des Ethnologischen Museums Dahlem
ins Humboldt-Forum.
Prof. Dr. Klaus Schneider: Das Humboldt-Forum ist ein herausragendes Projekt mit einem
größeren finanziellen Rahmen als unseres, auch
die Nutzung des wiederaufgebauten Stadtschlosses ist spektakulär. Unser „Kulturquartier
am Neumarkt“ ist allerdings auch einzigartig. Es
ist aktuell das herausragende Kulturprojekt in
Westdeutschland. Hinter der „Agora“ des Humboldt-Forums verbirgt sich zudem ein konzeptionelles Programmangebot, das wir bereits seit
vielen Jahren im alten Haus am Ubierring umgesetzt haben. Sehr erfolgreich waren übrigens die
Ausstellungen zeitgenössischer Kunst aus Afrika,
Asien usw. Schade, dass man das in Köln nicht
entsprechend kommuniziert.
Wo werden denn im neuen Haus Ihre Veranstaltungen stattfinden?
Ein zentraler Ort ist der von uns für diese Zwecke konzipierte große Saal, den die VHS betreibt
und den wir mitnutzen werden. Dann ist da unser
Foyer mit dem imposanten Reisspeicher, einem
Objekt, das in den Museen der Welt einmalig ist.
Zum dritten können wir die Flächen bespielen,
die auch für Sonderausstellungen zur Verfügung
stehen. Dort haben bis zu 1.500 Personen Platz.
Sie werden nicht nur Vorträge anbieten …
Nein. Ich habe mich seit vielen Jahren um einen
eigenen Veranstaltungsmanager bemüht, mit
dem Umzug ist uns das endlich gelungen – ein
sehr wichtiges Standbein für unser Konzept.
Haben Sie schon konkrete Pläne?
Für 2010 und 2011 stehen mittlerweile drei größere Projekte. Im Oktober 2010 wird es ein langes
Wochenende zur Städtepartnerschaft Köln-Istanbul mit Film, Musik, Theater und vielem mehr geben. Zu unseren Partnern soll u.a. die DeutschTürkische Handelskammer gehören. Dann planen
wir ein großes regelmäßiges ethnographisches
Filmfestival. Das Konzept dafür ist fertig ...
Kooperieren Sie hier? Etwa mit dem Afrika
Filmfestival von Filminitiativ?
Dieses Festival ist herausragend. Für uns ist
wichtig, miteinander und nicht gegeneinander zu arbeiten, deshalb wollen wir die Termine
koordinieren. Schließlich veranstalten wir eine
interkulturelle Tanzreihe mit Tänzern aus allen
Regionen der Welt. Die Förderung durch das Land
steht schon.
Wie gestalten Sie Ihre Räume für die einzelnen
Events?
Im Foyer werden z.B. als eine Möglichkeit Tribünen für die Besucher aufgebaut, die Mitte wird
bespielt, ein bisschen wie ein Catwalk. Dabei
können die Tänzer auch Teile des ersten Stocks
nutzen und damit auf zwei Ebenen agieren.
Wird es auch wieder einen Pfingstmarkt geben?
Viele Kölner vermissen dieses Fest schmerzlich,
das wir regelmäßig organisiert haben. Wegen unserer fehlenden Planungssicherheit konnten wir
bisher nicht terminieren. Aber ich denke, 2011
wird es den Pfingstmarkt wieder geben.
Noch einmal zur Kooperation. Wie steht es mit
der „Akademie der Künste der Welt“?
Wir waren schon in den Diskussionsprozess einbezogen, als es noch um ein „Haus der Kulturen
der Welt“ ging. Ich habe auch lange mit Herrn
Kermani gesprochen. Dabei war von Anfang klar,
dass unser Haus auf keinen Fall ein Annex eines
„Hauses der Kulturen“ wird. Die Gespräche haben
aber auch deutlich gemacht, dass es zwischen
uns viele positive Synergien geben kann. Deshalb
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fand ich die Idee gut, in Richtung „Akademie der
Künste“ zu gehen.
Und die praktische Zusammenarbeit?
Wenn Kapazitäten und Planungen es zulassen,
ist die Akademie ein gern gesehener Gast. Wir
können ihr einen wunderschönen Ausstellungsort bieten.
Rechtzeitig zum Umzug ist Ihr Museum wegen
angeblich zu niedrig kalkulierter Umzugskosten
noch einmal negativ in die Schlagzeilen geraten.
Das Museum hat diese Kosten bereits vor vier
Jahren mit rund 2 Millionen Euro angegeben und
nie eine andere Summe genannt. Aus logistischen und organisatorischen Gründen zieht sich
der Umzug aber über mehrere Jahre hin, deshalb
fallen im Haushalt für die einzelnen Jahre entsprechende Teilbeträge an. Der Vorgang hat mich
sehr geärgert, da so in der Öffentlichkeit das Bild
von schlechter oder schlampiger Arbeit des Museums entsteht.
Nach diesen Querelen: Wann werden Sie Ihr
Haus eröffnen?
An einem schönen Tag im Mai 2010.
ZUR PERSON
Prof. Dr. Klaus Schneider ist seit 2000 Direktor des Rautenstrauch Joest Museums
(RJM) und seit 2005 Honorarprofessor an
der Kölner Universität. Das RJM ist das einzige ethnologische Museum in NRW und
mit Schnütgen Museum, VHS und Stadtbibliothek Teil des neuen „Kulturquartier am
Neumarkt“.
Foto: privat
Theater-Premiere
Plakat zu Gertrude Steins „weiter anfangen. wir fangen an“, Foto: Katja Butt
BOJEN DER IDENTITÄT
MIT „WEITER ANFANGEN. WIR FANGEN AN“ BESCHÄFTIGEN SICH HEIDRUN GROTE UND KATJA BUTT MIT TEXTEN VON GERTRUDE STEIN
choices: Frau Grote, Frau Butt, was fasziniert Wer bin ich? Was mache ich hier? Was ist meine
Sie an Gertrude Stein?
Geschichte? Dann gibt es die Begegnung mit einem
Heidrun Grote: Die Idee, ein Projekt zu Gertrude Gegenüber, die Konflikte. Und wenn wir Glück haStein zu machen, ist schon relativ alt, und ich ben, ergibt das Ganze ein schönes Wir-Happy End.
habe das schon vor ein paar Jahren bei c.t.201
eingebracht. Ich kannte ein paar Sätze von ihr, Was ist das Besondere am Gertrude Steins
kannte sie als Figur, als Mäzenin und als Frau, die Umgang mit Sprache und Identität?
mit einer Frau zusammengelebt hat.
KB: Das Besondere an Gertrude Stein ist der FreiKatja Butt: Vor eineinhalb Jahren hat Heidrun raum, den sie ihren Figuren gewährt, den sie mir
mich gefragt, ob ich nicht mitmachen will, und als Leserin gibt. Es sind die Freiräume des Assoich habe sofort zugesagt. Ich bin Bildende Künst- ziierens, des Rhythmus, der Abschweifung. Ihre
lerin und würde den Ursprung für meine Arbeit in Texte entstanden zur Zeit des Kubismus, der ein
der Minimal Art verorten. Da spielt die Literatur anderes Modell von Zeit abzubilden versuchte.
Samuel Becketts eine große Rolle, und über Be- Zeit nicht als etwas verstanden, das nacheinander
ckett bin ich immer wieder auf Texte von Gertru- stattfindet. Ich kann meine Wahrnehmung, die in
de Stein gestoßen, die für mich DAS BESONDERE IST DER FREIRAUM, der Zeit stattfindet, auch in nur
eine starke bildhauerische
einem Bild zusammenbringen.
DEN SIE IHREN LESERN GIBT“
Qualität besitzen. Außerdem
Das tut Gertrude Stein in ihrer
interessiert mich ihre Eigenwilligkeit. Oder ihre Sprache auch. Sie denkt nicht linear. Das hat mit
klaren Kategorien, mit denen sie Kunstwerke be- Momenten des Retardierenden, die nicht nur Wiewertet hat. Sie saß auf ihrem Thron und hat dann derholung sind, mit dem Rhythmus und vor allem
den Daumen nach oben und nach unten gehal- einer Gleichzeitigkeit an Informationen zu tun.
ten. Das finde ich großartig. Wer traut sich das
heute noch?
HG: Die Romane und die Stücke von Gertrude
Stein beschreiben ja kaum eine Handlung, sonGertrude Stein hat Romane, Kinderbücher, dern eher Zustände. Es herrscht Stillstand, und
Stücke, Lyrik und Kinderbücher verfasst. Auf gleichzeitig passiert sehr viel. Denn der Rhythwelche Texte stützt sich der Abend?
mus, der den Texten zugrunde liegt, spielt eine
HG: Wir haben lange gelesen und dann erst einmal große Rolle. In einem Fragment kommt immer
eine Auswahl aus den Romanen, aus Stücken und wieder das Wort „existent“ vor, „vollkommen
Gedichten zusammengestellt. Im Gespräch mit existent“, dann folgt „sie sind am Leben“ und „die
zwei Dramaturginnen ergab sich dann ein Konvo- Freude am Leben“ – der Text besitzt eine Melodie
lut von Texten, die sich mit Themen wie Identität, und Worte, die herausfallen. Daraus ergibt sich
Ruhm und der Sprache beschäftigen. Letztlich dann ein Sinn, den ich begreife. Das funktioniert
geht es nicht um eine Biographie von Gertrude aber nur, wenn ich es laut spreche und immer
Stein, sondern um ihr Werk. Wir haben dann in wieder höre und nicht nach einem Satz aufgebe,
der ersten Woche zwei Schauspielerinnen und ei- weil ich denke, es wiederholt sich. Die Bedeutung
nen Schauspieler damit konfrontiert, gemeinsam enthüllt sich Schicht für Schicht.
für jeden Text eine theatrale Situation geschaffen
Liegt darin auch eine Parallele zu Gertrude
und so einen dramaturgischen Bogen gefunden.
KB: Es sind Text-Fragmente, die die ganz unter- Steins Biographie, die als geborene Amerikaschiedlichen Facetten des Werkes von Gertrude nerin mit Deutsch und Französisch als MutterStein zeigen. Als Spielmaterial haben die Schau- sprachen aufwächst?
spieler außerdem noch gebaute Kuben und Pa- HG: Es geht auch um die Sprache und den Umpier. Es war mir wichtig, dieses bildhauerische gang damit. Englisch ist ja nicht ihre MutterspraElement dazu zu bringen. Das Papier als Material, che, und man hat ihr vorgeworfen, dass sie so
mit dem man Requisiten herstellen kann, in dem geschrieben hat, weil sie es nicht besser konnte.
sich aber auch die Angst der Autoren vor dem Natürlich stimmt das nicht.
Nichts, dem Anfang widerspiegelt.
KB: Gertrude Stein ist jüdisch, sie ist lesbisch, sie
ist Schriftstellerin mit einem nach außen sehr
starken Selbstbewusstsein, das sich natürlich auch
Worin besteht dieser dramaturgische Bogen?
KB: Ich-Du-Wir, das ist der Bogen. Also die Fragen: erst entwickeln musste. Es geht allerdings nicht
8
um Heimatlosigkeit, nicht um das Sich-Auflösen
in der anderen Sprache. Es geht mehr um die Differenz und die Frage, was Identität ausmacht. Ist
es die Sprache? Ja, aber nicht nur. Je nach Lebensphase kann das auch das Thema Ruhm sein oder
die sexuelle Ausrichtung. Es sind Ankerpunkte
oder Bojen, denen man begegnet, an denen man
sich festhält und feststellt, dass das ein Teil von
einem selbst ist, und dann schwimmt man weiter.
Was ist das für ein Raum, in dem sich die Figuren begegnen?
KB: Das ist eine seltsame Spielwiese. Die Figuren
geraten auf eine Bühne, die ausgekleidet ist mit
weißem Papier; auf der Kuben in unterschiedlicher Größe stehen, mit denen man Hierarchien
bauen kann, die einem Asyl gewähren, hinter denen man sich verstecken kann, die Bauklotz sind
–, die also alle möglichen Funktionen einnehmen
können. Die Figuren kommen mit kleinen Köfferchen samt ihren Biographien und erfahren das
Ich, das Du und hoffentlich als Happy End das
harmonische Wir.
INTERVIEW: HANS-CHRISTOPH ZIMMERMANN
„Gertrude Stein: weiter anfangen. wir fangen an“
nach Texten von Gertrude Stein I Regie: Heidrun
Grote und Katja Butt I Studiobühne I 15.(Premiere)/16.-18.9., 20 Uhr I 0221 470 45 13 I www.
studiobuehne-koeln.de
ZUR PERSON
Heidrun Grote hat an der Deutschen Sporthochschule studiert und
danach eine Schauspielausbildung
absolviert. Seit 1993 hat sie als
Darstellerin mit fast allen wichtigen freien Gruppen und Theatern
in Köln zusammengearbeitet. Sie
ist Mitglied des Ensemble c.t.201
und war zuletzt in Kleists „Penthesilea“ und „La première fois/Das erste Mal“ von Théâtre en
flammes/futur 3 zu sehen.
Foto: Geoffrey Lawrence
Katja Butt hat an der Kunstakademie Münster studiert und arbeitet
als freischaffende Künstlerin. Zuletzt waren ihre Arbeiten in Berlin,
Köln und Speyer zu sehen. Seit 2005
unterrichtet sie an der Rheinischen
Fachhochschule Köln.
Foto: Martin Schneider
Die Kölner Theaterkonferenz lädt ein
9 KÖLNER
THEATER
NACHT
2.OKT
2009
FREIES WERKSTATT THEATER
20 – 04.h
Spieltermine September 2009
Kartentelefon
0221/32 78 17
Zugweg 10
50 677 Köln
www.fwt-koeln.de
[email protected]
Warum sich
das Kamel in der
Asche wälzt
Mongolische
Literatur und Musik
26.9., 20 Uhr
Halbschatten
Erstdramatisierung
nach dem Roman
von Uwe Timm
19., 20. 9., jew. 20 Uhr
Nuni
Geschichte eines
langen Heimwegs, bei
dem die Sterne halfen.
Erstdramatisierung
nach dem Kinderbuch
von Fritz Mühlenweg.
Ab 5 J. 27. 9., 16 Uhr
Ausgezeichnet
mit dem Kölner
Theaterpreis 2008
Das Wüten der
ganzen Welt
Erstdramatisierung
nach dem Roman von
Maarten ‘t Hart
11., 12., 15., 22., 25. 9.,
jew. 20 Uhr
THEATER, OPER,
TANZ UND LITERATUR
an 38 Spielorten. Und ab Mitternacht:
THEATERNACHT-PARTY
„Alt – dement –
allein – im Heim?“
Vortrag zum
Thema Demenz
mit Prof. Dr. Dr.
Klaus Dörner
30. 9., 20 Uhr
Lyrikreihe
Die Sonne
umarmen
Matinee zu
Ilse Aichinger
mit Lesung, Vortrag
und Musik
6. 9., 11.30 Uhr
Tag des Offenen
Denkmals
Theaterhausführungen
im FWT
Eintritt frei!
13. 9., 11 Uhr und
12.30 Uhr
JuPiter-Theaterfest
Für Kinder, Eltern und
alle Interessierten.
Eintritt frei!
26. 9., 11 – 15 Uhr
im FWT
Das Wüten der ganzen Welt
im ARTheater und Gebäude 9
Informationen unter: www.theaternacht.de
ROT Designteam, Foto: ©Meyer Originals
Schirmherrschaft:
Fritz Schramma, Oberbürgermeister der Stadt Köln
Wilfried Schmickler, Kabarettist
Starter-Tickets zu 17 Euro zzgl. Vvk-Gebühr bei
Kulturpartner
Komikzentrum Köln-Bonn
ERÖFFNUNGSPREMIERE
G]^]napp
?kia`u
Sa. 29.8. EINE ODYSSEE
von Ad de Bont
Iqoeg
=?]llahh]
DIE ERSTE WAHL
Pda]pan
KINDERTHEATER
P]jvj…_dpa
So. 30.8. HERR FUCHS MAG (5+)
BÜCHER 1.9., 27.-30.9.
Mi. 2.9. ROMEO UND JULIA (6+)
3.-6.9., 29./30.9.
DAS SENFTÖPFCHEN-THEATER FEIERT SEINEN 50. GEBURTSTAG
Ghaeja"Hejvaje_d
HapvpaVqc]^ahG]^]napp
-*5*.,Qdn
D]naiChk^apnkppano
Di. 8.9. ZWEI MONSTER
L]oopo_dkjhG]^]napp
(4+)
9.9.
Do. 10.9. DIE GESCHICHTE VON
LENA 11.-13.9.
(6+)
Sa.19.-Fr. 24.9.
FESTIVAL SPIELARTEN09
JUNGES THEATER
.*5*.,Qdn
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op]nnejc6Na^a__]?]nnejcpkj"?*>nksj
0*'1*5*.,Qdn
L]jpdakj)Rknhaoan [email protected]
iepFkd]jjG•jec(Nk_gkO_d]ikje(
I*Okjja^knjq*r*]*
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4*5*
L]jpdakj)Ajoai^ha
Di. 15.9. CLYDE UND BONNIE
16.+17.9.
Die Senftöpfchen-Prinzipalin Alexandra Kassen. Foto: privat
Haoqjcaj
30.8., 1.-2.9., 7.-9.9., 5.-6.10.
(15+)
KABARETT & COMEDY
Do. 3.9. THOMAS REIS
Fr. 4.9. ERSTES DEUTSCHES
ZWANGSENSEMBLE
Sa. 5.9. WILFRIED SCHMICKLER
Fr. 11.9. STUNK UNPLUGGED
12.-14.9.
16./17.9. VOLKER PISPERS
Do. 17.9. MEINE DICKE FRECHE
TÜRKISCHE FAMILIE
Fr. 18.9. 15 JAHRE WORTART
B]dnanÚq_dp)G]^]napp
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H. Evers / J. Jochimsen /
M.-U. Kling / W. Schmickler
Sa. 19.9. FRAU JAHNKE HAT
EINGELADEN
Do. 24.9. WEBER-BECKMANN
Fr. 25.9. OHNE ROLF
Sa. 26.9. Blattrand
Mi. 30.9. ARS VITALIS
1. / 2.10. Fernwehen
SCHAUSPIELTRAINING
Di. 29.9. SPÄTSCHICHT
„Dahinter“
Vondelstr. 4-8, 50677 Köln
(Nähe Chlodwigplatz)
0221 888 77 222
www.comedia-koeln.de
www.off-ticket.de
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Richtig lustig wird er bestimmt nicht, der September 2009: Das Land ist mit
Wahlplakaten zugepflastert, bei deren Anblick sich so manches Frühstücksbrötchen im Magen bemerkbar macht, im Fernsehen jagt ein abgekartetes
Polit-Duell-Geschwätz das andere, und Deutschlands Kabarettisten stellen
sich angesichts der Bundestagswahl am 27. September vorübergehend tot,
um Kraft für die Zeit danach zu sammeln, in der sie flugs ihre Programme
umschreiben müssen - oder auch nicht. Ziemlich gelassen dürften vor allem
die Merkel-Imitatoren und -innen sein. Die brauchen sich mit einiger Sicherheit kein neues Parodie-Opfer drauf zu schaffen, sondern können wie in den
vergangenen vier Jahren ruckartig ihre Ärmchen heben und die Mundwinkel
runterziehen.
Eine der wenigen, die sich ein Wahlkampf-Kabarett ausgedacht haben, sind
Martin Maier-Bode und Thilo Seibel mit „Die Mutter aller Wahlen“: Am 22.
und 23. tritt das Duo im Theater 509 (Bürgerhaus Stollwerck) auf und stellt
sich den wirklich drängenden Fragen eines jeden Bundesbürgers. Etwa denen,
welche Koalition geht und welche gar nicht, und wie es die FDP schaffen will,
Steuersenkungen und Konjunkturprogramme zu realisieren und gleichzeitig
die Staatsverschuldung abzubauen. Möchte doch wirklich jeder wissen.
Wissen möchte man aber auch, was die Damen in der neu eröffneten Comedia
in der Kölner Südstadt, die auf Einladung der blonden Frau Jahnke (am 19.)
anreisen, zur Lage der Nation zu sagen haben. Als da sind: Carmela de Feo,
die sich kurz „Signora“ nennt und im hochgeschlossenen Schwarzen nicht nur
Männer zur Raserei bringt, Eva Eiselt, ehemaliges Mitglied des Kabarett-Duos
Top Sigrid, die auch als Solistin reüssiert, die Hamburgerin Käthe Lachmann,
deren riesiges Talent in kongruenter Beziehung zu ihrer Sensibilität steht, und
die urkomische Krissie Illing, die zusammen mit Mark Britton als Nickelodeon
abgeräumt hat.
Dass die beiden zu den vielen (wirklich sehr vielen!) Gästen gehören, die die
Benefiz-Gala des Senftöpfchen Theaters im Kölner Opernhaus bereichern, ist
kein Zufall, gehören sie doch zu jenen Künstlern, die Alexandra Kassen im
Laufe ihres Prinzipalinnen-Daseins engagiert hat. Der 50. Geburtstag des
Hauses wird eine denkwürdige Feierlichkeit mit Kleinkunst-Größen, deren
Namen weit über Kölns Grenzen hinaus bekannt sind. Basta und Becker, von
Hirschhausen und Kreis, Rogler und Schmickler, von der Lippe und Zink, von
Sinnen und Bach werden das sanierungsbedürftige Haus am Offenbachplatz
am 13. September zum Satire-Tempel umfunktionieren - und der reizend
behüteten Theaterbesitzerin so einen Rahmen verleihen, der ihre Verdienste
um die Übernahme der Spielstätte nach dem Tod ihres Mannes Fred Kassen
im Jahr 1972 angemessen würdigt.
Dieser hat bereits zu Lebzeiten „Das Senftöpfchen-Lied“ geschrieben. Die erste
Strophe geht so: „Die ganze große Welt/ in einem kleinen Töpfchen Senf/ Sie
sahen eben selbst/ wie gut das geht.“ choices schließt sich der Gratulationscours von ganzem Herzen an - und wünscht dem Theater viele weitere Jahre
bei bestem Humor! Und dass die Künstler weiterhin ihren Senf zu allem
geben. Das wünscht sich auch ganz doll die Ihnen stets ergebene
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ANNE NÜME
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sss*l]jpdakj*`a
10
BÜRGERHAUS
STOLLWERCK
September 2009
MI, 02.09. 20.00 Uhr, DO, 03.09. 20.00 Uhr
Maier-Bode, Neutag,
Seibel und Wohlenberg
SEPTEMBER
5
MI, 09.09. 20.00 Uhr
Tillmannn Courth
Annette Kruhl
„Hilfe, ich bin glücklich!“
Kabarettainment
SA, 12.09. 20.00 Uhr
Magic Udo
„Unseeable Powers – Unsichtbare Kräfte“
Der neue Stern am Himmel
der Großraumillusionisten!
Christoph Sieber
„Das gönn ich Euch“
Kabarett+Comedy
„Alles aus Liebe“
Musikalisches Kabarett
€ 14,– VVK/16,– AK
SCHAU S TA L L
11
Tillmann Courth &
Beatrice Kaps
Freitag
20:00 Uhr
Springmaus
„Auf die Couch“
Improvisationstheater
€ 19,–/17,–/15,– VVK
21,– /19,–/17,– AK
SCHAU P L AT Z
16
Mittwoch
20:00 Uhr
Stunk unplugged
„Das Beste aus 25 Jahren
Stunksitzung“
Kabarett € 20,– VVK/23,– AK
SCHAU P L AT Z
FR, 18.09. 20.00 Uhr
SA, 19.09. 20.00 Uhr, SO, 20.09. 20.00 Uhr
20:00 Uhr
Stefan Jürgens
Mannheimer Kult(Ur)knall
„Befriedigung mangelhaft“
– Abi und die Spätfolgen
Kabaretttheater mit Musik
€ 18,–/20,–/16,– VVK
20,– /22,–/18,– AK
Samstag
20
DO, 17.09. 20.00 Uhr
Die Bergischen
Symphoniker
SCHAU P L AT Z
„Ein bisschen klug
muss sein“ Kabarett
DO, 10.09. 20.00 Uhr, FR, 11.09.20.00 Uhr
20:00 Uhr
(erm. auf allen Plätzen € 10,–)
FR, 04.09. 20.00 Uhr, SA, 05.09. 20.00 Uhr
„Kurz vor endlich“
Das Letzte von Weber-Beckmann
MusikKabarett
Samstag
Konzert
Köln – Düsseldorfer eine kabarettistische
Friedensmission Kabarett
Weber-Beckmann
HÖHEPUNKTE
Sonntag
16:30 Uhr
DI, 22.09. 20.00 Uhr, MI, 23.09. 20.00 Uhr
Thilo Seibel & Martin Maier-Bode
DIE MUTTER ALLER WAHLEN
Wahlkampf-Kabarett
DO, 24.09. 20.00 Uhr
Volker Surmann
»Gescheiter scheitern«
Kabarett, Comedy, Literatur
FR, 25.09. 20.00 Uhr
Zwei Beiner - Anja Schöler
& Christoph Schmidtke
„Du hast mich & ich hass Dich!“
Das Dream-Team des Berliner Kabaretts
KÄTHE LACHMANN
„Norddeutschlands Comedienne Nummer Eins“
(Hamburger Abendblatt) kommt ins Atelier Theater! Freuen
Sie sich auf ein buntes Nummernprogramm, das von
allem etwas zubieten hat, was eine moderne Frau im 21.
Jahrhundert umtreibt: ein wenig Politik, viel Gesellschaft
und hintersinnige Albernheiten, gepaart mit einer
Hommage an die andersgeschlechtlichen Artgenossen!
nur sa. 26.09.
di.
01.
mi.
02.
First Ladies: Reich & sexy in zwei Stunden (Musikkabarett)
03.
Das Bundeskabarett: Ein schwerer Fall (Politisches Kabarett)
fr.
04.
FönFieber: Ein Agent taut auf (Preisgekröntes Musik-Kabarett)
sa.
05.
Jutta & Hilde: Travestie verkehrt Vol. 2 (Musik-Kabarett)
mo.
07.
Helena Marion Scholz: Wahre Lügen – Von kurzen Nasen
und langen Beinen (Musikkabarett)
di.
08.
Sascha Korf: Tausendsascha (Comedy)
mi.
09.
Die Lottis: Starke Stücke (Musikkabarett)
do.
10.
Nicolas Evertsbusch: Gewächse aus dem
Evertsbusch (Musikkabarett)
fr.
sa.
11.
12.
Maul- und Clownseuche:
Drei Männer braucht die Frau (Kabarett)
mo.
14.
Rosa K. Wirtz:
Plöte Plumen – Wenn Frauen zu sehr arbeiten (Kabarett)
di.
15.
Harem Globetrotters: Passt schon (Rheinisch-türkisches Kabarett)
mi.
16.
Volk & Knecht GbR: Das singende Modestübchen –
Zwei Ladenhüter packen aus! (Musik-Comedy)
do.
17.
Frizzles: Improvisation mit allen Mitteln (Improtheater)
fr.
18.
Johannes Flöck: Früher war ich jünger (Stand-up-Comedy)
sa.
mo.
19.
21.
Astrid Gloria: Magic Kitchen – Die magische Kochshow
(Koch- und Zauberkabarett)
di.
22.
Holger Edmaier:
Spielwiese – Ein Eldorado für Bekloppte (Popkabarett)
mi.
23.
Die Lottis: Starke Stücke (Musikkabarett)
do.
24.
Frizzles: Improvisation mit allen Mitteln (Improtheater)
fr.
25.
Ensemble Weltkritik: Ein bunter Abend (Junges Ost-Musikkabarett)
sa.
26.
Käthe Lachmann: Ein zweigleisiges Pferd (Comedy)
mo.
28.
Helena Marion Scholz: Wahre Lügen – Von kurzen Nasen
und langen Beinen (Musikkabarett)
di.
29.
Harem Globetrotters: Passt schon (Rheinisch-türkisches Kabarett)
mi.
30.
First Ladies: Reich & sexy in zwei Stunden (Musikkabarett)
25 „chatroom“
Spiel
+26 Einvonvirtuelles
Enda Walsh
Freitag, Samstag 20:00 Uhr
SCHAU P L AT Z
Samstag
20:00 Uhr
Mark Britton
„Zu Hause bei Britton“
Comedy € 14,– VVK/16,– AK
SCHAU S TA L L
Mittwoch
20:00 Uhr
Hannes Wader
Liedermacherkonzert
€ 23,–/21,–/19,– VVK
25,– /23,–/21,– AK
SCHAU P L AT Z
SA, 26.09. 20.00 Uhr
MM Theater
„CANDLELIGHT & LIEBESTÖTER“
Kabarettistische Komödie
MI, 30.09. 20.00 Uhr
Die ImproVisaToren
„Mel Gibson singt Ibsen
- Reloaded“
Improshow
BÜRGERHAUS STOLLWERCK
Dreikönigenstr.23 • 50678 Köln
Tel. 0221 - 99 11 08-0
Fax 0221 - 99 11 08-70
www.buergerhausstollwerck.de
Harem Globetrotters: Passt schon (Rheinisch-türkisches Kabarett)
do.
FLÜGELS A A L
30
JOHANNES FLÖCK
„Mitte Dreißig ist das Alter, wo Happy und Birthday
– getrennte Wege gehen ….“ Oder: „Ich bin immer
müde – außer wenn ich liege, dann geht’s …“. Johannes
Flöcks skurrile Abenteuer bei der Kosmetikerin, beim
Jungessellenabschied oder auf einem Hip-Hop-Konzert
sind Angriffe auf die Lachmuskeln. „Stand-up-Comedy“
der Spitzenklasse.
nur fr. 18.09.
„Kassenschlager“
A-capella-Konzert
Tailed Comedians
€ 14,– VVK/16,– AK
26
HELENA MARION SCHOLZ
Der Durchschnittsbürger hat schon dreimal gelogen,
bevor der Wecker klingelt. Bis er das Haus verlässt,
bringt er es auf siebenmal – und dann geht es erst
richtig los! In ihrem famosen Programm „Wahre Lügen“
geben Helena Marion Scholz (Gesang) und Steve Nobles
(Klavier) urkomische Einblicke in die Welt des modernen
Beziehungsnomadentums.
mo. 07.09. I mo. 28.09.
It’s teatime- Spezial
€ 10,– VVK/12,– AK
„Helden der Einheit“
Kabarett für Ost und West
September 2009
PL A T Z
SCHAU LANGENFELD
GMBH
Schaustall
Winkelsweg 38
40764 Langenfeld
Abendkasse: 81998
Schauplatz
Hauptstraße 129
40764 Langenfeld
€ 3,– Ermäßigung für Schüler,
Studenten, Auszubildende, Wehrund Zivildienstleistende bis 30 Jahre
sowie Sozialpassinhaber.
www.schauplatz.de
11
Ticket-Service: 0221 – 24 24 85
Roonstr. 78 – 50674 Köln
www.ateliertheater.de
Theater-Beginn 20.30 Uhr, Eintrittspreise: EUR 15/12
ATELIER KAFFEE: An Vorstellungstagen ab 18.00 Uhr.
PREMIERE
Theaterleben
20. August bis 31. Oktober 2009
„Altes Paar, er im Rollstuhl mit Zigarre“, Foto: Paul-Marx/pixelio.de
SCHLUSS MIT LUSTIG
KÖLNS KULTUR FREI ZUM ABSCHUSS
ANITA KUPSCH in
männer und
andere irrtümer
eine Gebrauchsanweisung von Michèle Bernier & Marie-Pascale Osterrieth
Regie: Manfred Langner
52 JAHRE
theater
am
dom guter abend.
www.theater-am-dom.de
Theater am Dom, Glockengasse 11, Opern Passagen, Kasse: 0221-2580153/54
studiobühneköln
Foto: Niklas Schulz
experimente:
Zuerst: Wir freuen uns auf die neue Theaterspielzeit, die dritte unter der Schauspielintendantin Karin Beier, die erste unter dem neuen Opernintendanten Uwe
Eric Laufenberg, wir freuen uns auf die erste Premiere im neu erbauten Kinderund Jugendkulturhaus der Comedia, auf die spannenden Festivals IMPULSE,
Theaterszene Europa und GLOBALIZE:COLOGNE sowie die zahlreichen Arbeiten
der Privattheater und freien Gruppen, die einem – neben den Museen, freien
Kunstorten und der Musikszene – das Gefühl vermitteln, vielleicht doch nicht ganz
in der Provinz, sondern in einer vitalen, spannenden Kulturstadt zu leben.
Aber: Damit wird es bald komplett vorbei sein, sollten die durch den Kölner
Kämmerer geforderten 30% Einsparungen im Kölner Kulturetat Wirklichkeit
werden. Der Politik und den Kölner Bürgern ist vielleicht nicht bewusst, dass
viele Kölner Theater und freie Ensembles trotz ihrer 300.000 Besucher im Jahr
schon jetzt täglich um ihre Existenz kämpfen und von der Stadt, die sich damit
begnügt, am „27- meisten“ unter den deutschen Großstädten für Kultur auszugeben, völlig im Stich gelassen fühlen. Was die hiesige Szene braucht, sind kräftige Erhöhungen der Mittel auch in Zeiten der Krise. Sie braucht die Möglichkeit
zur Expansion ausgehend vom untersten Level. Die guten Ansätze der letzten
zwei Jahre, mit einer jährlichen Erhöhung des Kulturetats von rund 7 Mio. Euro,
von denen ein Teil auch den freien Theatern zugute kam, waren nur ein erster
Schritt und dürfen nicht über die prekäre Situation vieler Institutionen hinwegtäuschen.
Zum Vergleich 1: Die Stadt Wien hat jüngst Köln zum Vorbild erkoren und das hiesige Theaterförderkonzept für die Freie Theaterszene übernommen. Mit einem
Unterschied; während Köln seine Theaterszene mit vergleichbarer Größe 1,8 Mio.
Euro im Jahr wert ist, erhält die Wiener Freie Theater- und Tanzszene satte 24 Mio.
Euro pro Jahr. Das ist 13mal mehr! Wo sieht sich die Stadt im Vergleich mit anderen europäischen Metropolen?
Zum Vergleich 2: Die Stadt Hamburg stattet ihr freies Theaterhaus Kampnagel
jährlich mit einem Betriebskostenzuschuss von 3,6 Mio. Euro aus. Das ist doppelt
so viel für ein Haus wie für alle freien Theater und Freien Gruppen Kölns zur
Verfügung steht. Wo will man hier bitte noch sparen? Das ist völlig absurd.
Wann übernehmen endlich die Kölner Bürger das Kommando und verpflichten
ihre Politiker sowie den neuen Oberbürgermeister darauf, diese – bis Anfang der
Neunziger Jahre – weltweit bedeutende Kunst – und Kulturstadt national und
international wieder konkurrenzfähig zu machen. Zumeist sind es Kunst und Kultur, in denen nachfolgende gesamtgesellschaftliche Entwicklungen vorweggenommen oder initiiert werden: Gerade die Kulturszene kann in Zeiten der Krise
zukunftsweisende Impulse und Identität stiften, ein Niedergang des hiesigen Kulturstandortes hingegen wird den Wirtschaftsstandort nach sich ziehen und der
Stadtgesellschaft binnen kürzester Zeit ihre Identität rauben. Es sollte doch Lehre
genug sein, welche Wunde der Einsturz des Stadtarchives, das vorher kaum
jemand so richtig wahrgenommen hatte, hinterlassen hat ...
Gertrude Stein. weiter
anfangen. wir fangen an
(UA) 15., 16., 17. und
18. Sept., 20:00 h
Patterns Beyond Traces
25. und 26. Sept., 20:00 h
Phase 1 28., 29. und
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Schaubühne Köln
03.-06.09.2009 THEATRON
ERSTES RUSSISCH-DEUTSCHES KINDERUND JUGENDTHEATERFESTIVAL KÖLN
EVENT
13. AKTIONSTAG "DU BIST EHRENFELD"
ZUR SPIELZEITERÖFFNUNG
TAG DER OFFENEN TÜR
David N.Koch in
Kafkas Welten nominiert für den
Theaterpreis 2009
Foto: W.Weimer
Termine Sept. 09:
Sa.05.09.
So.06.09.
Do*10.09.
Fr.11.09.
Sa.12.09.
So.13.09.
Do.17.09.
Fr. 18.09.
Sa.19.09.
Do*24.09.
Fr. 25.09.
Sa.26.09.
Raus mit den Männern
Claire Waldoff Abend
mit Anne Simmering
& Harald Rutar/Klavier
Raus mit den Männern
Kafkas Welten
nach Franz Kafka
mit David N.Koch
Textbearb.&Inszenierung
Joe Knipp
Kafkas Welten
Kafkas Welten
Flower - Mauer - Adenauer
Revue über die
Bonner Republik
mit Kersten, Riebeling
Erdmann/Klavier
Thomas Reis - Kabarett
Gibt's ein Leben über 40?
Gibt's ein Leben über 40?
Kafkas Welten
Kafkas Welten
Kafkas Welten
Kafkas Welten
Do*10.09.und Do*24.09.sind Theatertage= € 9,00
Vorschau/Oktober 2008
08.10.09 Uraufführung
THEATER
10. MONSIEUR IBRAHIM UND DIE BLUMEN
DES KORAN VON ERIC-EMMANUEL SCHMITT
18. THEATER AVISH - "EINE FRAU ALLEIN"
NACH DARIO FO - SCHAUSPIELSOLO
IN PERSISCHER SPRACHE MIT SOUDABEH
FARROKHNIA
19. DAS MISSVERSTÄNDNIS NACH ALBERT
CAMUS IN RUSSISCHER SPRACHE
VON THEATER PRIDVORNIJ
20. TUZAK EIN THEATERSTÜCK ÜBER
EHRENMORDE IN TÜRKISCHER SPRACHE DER
THEATERGRUPPE SASYA
25. ALI UND NINO FREI NACH EINEM ROMAN
VON KURBAN SAID, MUSIKTHEATER TABUN
30. ONKEL WANJA VON ANTON TSCHECHOW GASTSPIEL DER SCHAUSPIELSCHULE SIEGBURG
TANZ
12. TANZ DES MONDES III
EINE MAGISCHE ORIENTALISTISCHE TANZSHOW
MUSIK
17. THE EARTH REMAINS
JAZZROCKPOP-GESANG MIT ALEXANDRA
SIEMONEIT
24. JANUŠ
NEUE KROATISCHE MUSIK MIT MARIJANA VUKO
IN DER REIHE ARKADAS WORLD GROOVES
27. TRIO FADO ANTÓNIO DE BRITO, MARIA
CARVALHO, DANIEL PIRCHER, BENJAMIN
WALBRODT - IN DER REIHE ARKADAS WORLD
GROOVES
KABARETT
16. OHNE DICH IST ES BLÖD
MUSIKKABARETT MIT MATTHIAS RÖDDER
KINDERPROGRAMM
06.+27. PREMIERE MAMA, PAPA, KNIRPS!
EIN THEATERSTÜCK FÜR KINDER AB 4 JAHRE
ENSEMBLE NICOPOULOS
20.+27. PREMIERE
ALADIN UND DIE GESTOHLENE WUNDERLAMPE
REGIE AYDIN ISIK, THEATER ANADOLU
BILDENDE KUNST
11. BITTER SÜß
VIDEOS - FRÜHARBEITEN VON TANYA URY
Gefährliche Liebschaften
nach dem Briefroman
von Choderlos de Laclos
mit Katja Gorst, Rebecca M.Hundt
und David N.Koch
Textbearbeitung & Inszenierung:
Joe Knipp
Sachsenring 3 50677 Köln
www.theater-am-sachsenring.de
DO 3.9.
Bill Mockridge
Rostig, Rostig… Trallalallala Comedy
FR 4.9.
Satire abseits des Mainstreams vom Senkrechtstarter unter den Polit-Kabarettisten.
Das kabarettistische Sprachrohr der 50+ Generation gibt Vollgas.
Ken Bardowicks
Ich lüge Dich! Comedy und Zauberkunst
MO 7.9.
Bardowicks ist Zauberweltmeister und Sonderpreisträger zum Deutschen Kabarettpreis.
Fatih Cevikkollu
Komm zu Fatih! Kabarett
DI 8.9. + MI 9.9.
Spaß und Nachdenkliches für Ali und Aishe, Helga und Hans.
Richard Rogler
Ewiges Leben! Kabarett
DO 10.9. + FR 11.9.
Beste Erzählkunst mit Kommentaren zur gerade im Reichstag sitzenden Regierung.
Anka Zink
Wellness für alle Kabarett
DI 15.9.
Klaus-Jürgen ‚Knacki’ Deuser
Deuser steht auf Comedy
MI 16.9.
Voll fettes Kabarett - schmiert Ihre Gehirnwindungen.
Deuser wagt den Spagat zwischen Unsinn und versteckten Fouls, Klischee und Idee.
Tailed Comedians
Kassenschlager Musik-Entertainment
FR 18.9. + SA 19.9.
KÖLNPREMIERE
Die Stimmen der Comedian Harmonists aus dem Kinofilm – ein phantastisches Sextett!
Kabarett Bundesliga 1. Spieltag
Nagelritz trifft Matthias Reuter Wettbewerb
SO 20.9.
KÖLNPREMIERE
Sie, liebe Zuschauer, wählen in neun Matches den Deutschen Kabarettmeister 2009 / 2010.
Peter Vollmer
MO 21.9. + DI 22.9.
Wenn Männer zu sehr 40 werden… Kabarett
Das Dilemma einer Lebensphase: Man darf jetzt alles – geht aber lieber früh schlafen…
Andreas Etienne
Auferstanden aus Renditen Kabarett
MI 23.9. – FR 25.9.
KÖLNPREMIERE
Ein Programm für die Lebensfreude von Übermorgen!
Nicole Nau & Luis Pereyra
SA 26.9. + SO 27.9.
KÖLNEl Color de mi Baile – Tango, Chacarera y mas! Tanz PREMIERE
Eine poetische Liebeserklärung an das Land Argentinien in Bewegung und Musik.
Luise Kinseher
Hotel Freiheit Kabarett
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Halsbrecherische Gedankenflüge, kraftvolle Bühnenpräsenz – bayrisch und gut!
Außerdem im Programm:
1.9. + 2.9. Dieter Hildebrandt; 5.9. + 6.9. Springmaus; 12.9. Robert Kreis;
13.9. 18:00 h Oper Köln: Benefiz-Gala 50 Jahre Senftöpfchen; 14.9. Konstantin
Wecker; 20.9. Matinée 12:00 h Monika Kampmann; 29.9. Marie Luise Nikuta;
30.9. Kölner Jugendchor Sankt Stephan
Karten an allen VVK-Stellen,
KölnTicket 0221 28 01 und
Theater 0221 315 015
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SACHSENRING
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im Arkadas Theater | Platenstr. 32 | 50825 Köln
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Auftritt
Premiere „Der Tod des Tintagiles“, Foto: Kölner Kulturbildarchiv
WE’RE NOT AMUSED
DREI MÖRDERISCHE KÖNIGINNEN LASSEN BITTEN
Während die meisten freien Theater längst in den Ferien sind, jagte in der
Orangerie eine Premiere die nächste. Die bis vor kurzem von der Schließung
bedrohte Spielstätte hat sich in kürzester Zeit zu einer begehrten Spielstätte
mit variablem Bühnenraum und bescheidenen Proberäumen gemausert. Die
junge Regisseurin Ilil Land-Boss stellte jetzt hier ihre erste Inszenierung vor:
Maurice Maeterlincks „Der Tod des Tintagiles“; ein Stück um den kindlichen
Titelhelden, der auf Befehl einer Königin zu seinen beiden Schwestern und
einem Greis auf ein Schloss gebracht wird und dort alsbald den Tod findet.
Zwei Männer und zwei Frauen, bekleidet mit beigefarbenem Top und schwarzen Hosen, laufen mit verbundenen Augen in rechtwinkligen Bahnen durch den
kahlen Raum. Die Arme vollführen eine Art gestischen Abwehrzauber, der
Sprechduktus ist stockend, langsam und tonlos. Dem sowieso schon handlungsarmen, entindividualisierten Stück des belgischen Symbolisten wird so
jeder reale Anknüpfungspunkt entzogen, das Geschehen gerinnt zu einem rituellen Vorgang. Zwar verleiht Daniel Cremer dem Tintagiles die fragende Naivität
eines Jungen, und auch die restlichen Darsteller gestatten sich allmählich emotionale Regungen, doch das rigide Konzept schnürt der Inszenierung schier die
Luft ab. Der Kampf der Figuren, der Bann der nie auftretenden Königin, die
Todesdrohung werden nicht fassbar - denn letztlich braucht auch das „Unsagbare“, von dem im Programmheft die Rede ist, eine Sprache.
Schwer macht es dem Zuschauer auch der Regisseur Johannes Wenzel, der sich
unter dem Titel „Two Eyes“ Friedrich Schillers „Maria Stuart“ vornimmt. Wobei die zwei Augen eine unvorhergesehene Rechtfertigung erfuhren. Der Abend
war ursprünglich für zwei Schauspielerinnen konzipiert, von denen am Ende
aber nur Ina Tempel übrig blieb, die nun beide Königinnen verkörpert. Die Not
ist erst einmal das Surplus des Abends. So schaut man ins schizoide Seelenschließfach einer Frau, wo sich die Persönlichkeiten im Dutzend tummeln. Ich
ist immer eine andere. Mal Maria, mal Elisabeth, mal eine Schauspielerin. Mit
genervtem Lächeln sitzt Ina Tempel rauchend da, bevor sie den roten Steg
betritt und erst einmal einen Geflügelzoo von Huhn bis Pfau lautlich aufmarschieren lässt. Sie tastet sich langsam in den Text der Maria vor, illustriert die
Worte mit Gesten und verhampelt dann die Figur zur Charge. Nicht anders
ergeht es der Elisabeth. Ein Morgenmantel dient als Alltagshermelin, mal kräftig eingegrunzt, fertig ist die überhebliche Monarchoröhre. Die Distanz der
Schauspielerin zu beiden Figuren ist unübersehbar. Regisseur Johannes Wenzel
hat den Text der Royals noch durch Passagen der Amme, des Beichtvaters und
anderer Figuren angereichert. Die Herrscherinnen werden so zu einem Multiple,
in dem Rolle, Repräsentanz, Subjekt und Gesellschaft bis zur Ununterscheidbarkeit verschmelzen. Wirklich ausgeleuchtet wird diese Idee allerdings nicht,
eher scheint es, als ob der Abschied der zweiten Schauspielerin das Projekt erst
in diese Richtung gezwungen hat. Bis zur Wiederaufnahme ist ja noch Zeit.
HANS-CHRISTOPH ZIMMERMANN
Wiederaufnahme in der Orangerie: „Two Eyes“, 15. und 16. September
14
THEATER
Nathan der Weise
von Gotthold Ephraim Lessing
Regie/Bühne: Volker Lippmann
Kostüme: Dejan Radulovic
> Premiere: 18. September 09
19./30. Sept., 1./21./23./24. Okt.,
4./5./6./7. Nov. jeweils 20.30 h
LIEBESSPIELE
Tragische Komödie nach Musset
Übersetzung/Fassung:
Günter Overmann
Regie: Lippmann/Abutalebi
23./24./25. Sept., 7./11. Okt.
Foto: Peer Gynt, © Klaus Lefebvre
Theater Tiefrot | Dagobertstr.32 | 50668 Köln,
0221 - 46 00 911 | [email protected] | www.theater-tiefrot.de
SPIELZEIT 2009 /10
PREMIEREN
Shakespeare: König Lear
Regie: Karin Beier
Büchner: Dantons Tod
Regie: Laurent Chétouane
Tasnádi: Transit (DE)
Regie: Viktor Bodó
Nach Monk: Mentallica:
Industrielandschaft mit
Einzelhändlern (UA)
Regie: Tom Kühnel, Jürgen
Kuttner
Hofmann&Lindholm:
noch nicht (UA)
Regie: Hofmann&Lindholm
Kafka: Die Verwandlung und
andere Erzählungen (UA)
Regie: Antonio Latella
Horváth: Kasimir und
Karoline
(Eine Koproduktion mit dem
NT Gent und Veenfabriek)
Regie: Johan Simons
Scola: Die Schmutzigen,
die Hässlichen und die
Gemeinen (UA)
Regie: Karin Beier
Edelweiß (UA)
Regie: Robert Borgmann
Nach Böll: Wozuwozuwozu (UA)
Regie: Anna Viebrock
Mouawad: Verbrennungen
Regie: Katja Lauken
Lessing: Nathan der Weise
(Eine Koproduktion mit dem
Thalia Theater Hamburg)
Regie: Nicolas Stemann
Camus: Der Fremde
Regie: Jette Steckel
Calderón: Das Leben ein Traum
Regie: Jürgen Kruse
Gob Squad: Revolution now!
Konzept: Gob Squad
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Theater in NRW
Entwurfsskizze Comedia, Bild: © Oxen + Partner
DIE GROSSE LÖSUNG
IN KÖLN WIRD NORDRHEIN-WESTFALENS ERSTES KINDERKULTURHAUS ERÖFFNET
DIE LETZTE SPIELZEIT IM OPERNHAUS
FÜR STARKE STIMMEN UND GROSSE OPERN
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Von Hans-Christoph Zimmermann
In der alten Feuerwache in der Südstadt wurde unter Hochdruck gearbeitet;
auf jeder Etage des Baus wuselten Arbeiter herum. Vor dem Haus türmten
sich noch die Sandhaufen, im zweiten Stock wurden schon Lampen montiert,
unter dem Dach fand eine Architektenbesprechung statt. Die Zeit war knapp,
bereits Ende August sollte hier in der Vondelstraße 4-8 das erste Kinderkulturhaus Nordrhein-Westfalens eröffnet werden.
Man sieht Klaus Schweizer den Stress an; er ist Geschäftsführer der eben
noch in der Löwengasse beheimateten Comedia, die unter ihrem Dach das
Kinder- und Jugendtheater Ömmes & Oimel, Kabarett und Schauspielkurse
für Erwachsene zusammenbringt. Als das Haus 1997 trotz hoher Auslastung
Schulden machte, lautete die Alternative Schrumpfen oder Wachsen. „Wir
haben uns für die große Lösung entschieden“, sagt Klaus Schweizer. Man
entwickelte Konzepte, entdeckte die Räume „Jedes Kind hat das Recht
der Feuerwache-Süd und stellte eine Finanauf Kunst und Kultur“
zierung von ca. 8 Mio. Euro auf die Beine, die
sich das Land NRW, die Stadt Köln, die Comedia und Sponsoren teilen.
Natürlich gab es Pannen, natürlich verteuerte sich der Bau, doch jetzt nähert sich das Happy End. Und der janusköpfige Bau, den das Architekturbüro
Oxen + Partner entworfen hat, kann sich sehen lassen. Links die denkmalgeschützte dreistöckige Feuerwache aus dem Jahr 1904, die mit den sechs
Rundbogentoren, den markanten Fensterlaibungen und Zwiebeltürmchen
die unruhige Monumentalität des Historismus ausstrahlt. Sie wird im Erdgeschoss Gastronomie und Theaterfoyer, sowie in den oberen Etagen Büros,
Übungsräume, eine Probebühne und zwei Theaterwohnungen beherbergen.
Rechts daneben beruhigt dann der zeitgenössische Bruder mit einer stoischen Fassade das Bild wieder. Hinter einer Front aus anthrazitfarbenen
Ziegeln und schmalen Lichtbändern finden neben Lagerräumen und weiteren
Büros zwei Bühnen für 400 und 180 Zuschauer Platz.
Doch was bedeutet Kinderkulturhaus? Klaus Schweizer will das Kinder- und
Jugendtheater stärker ins Zentrum rücken und zwar in Form von Eigenproduktionen, von Projekten mit Kindern und Jugendlichen, von Projekten im
Bereich Tanz, Literatur und Musik und dem „Export“ der Produktionen. Außerdem soll das Haus auch für Truppen aus NRW offen stehen. Kabarett
und Schauspielkurse für Erwachsene dienen dabei als Quersubvention. Doch
nicht nur: „Wir wollen kein Ghetto für Kinder und Jugendliche schaffen“, sagt
Klaus Schweizer. A la longue soll der jetzt paritätische
Anteil des Kabaretts allerdings sinken und ein festes
Kinder- und Jugendtheater-Ensemble engagiert werden,
was jedoch höhere Zuschüsse der Stadt Köln voraussetzt.
Schon jetzt wecken die Räume Begehrlichkeiten bei der
freien Szene. Klaus Schweizer hat bereits einige Kooperationen vereinbart, doch das neue Haus könne kein Ersatz
Hans-Christoph
für ein Kölner Theaterhaus werden. Die Comedia soll ein
Zimmermann ist
Theaterkritiker
Kinderkulturhaus sein nach dem Motto: „Jedes Kind hat
für Printmedien und
das gleiche Recht auf Kunst wie die Erwachsenen.“
Hörfunk.
Comedia: Eröffnung am 29. August mit einem Festakt (11 Uhr) und Ad de
Bont: Eine Odyssee (19 Uhr ); am 30. August ab 11 Uhr Tag der offenen Tür
Vondelstraße 4-8 in Köln I 0221 399 60 12
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Theater-Kalender
DIE THEATER-ÜBERSICHT KÖLN-BONN
ALTE FEUERWACHE
0221 973 15 50, Beginn: 20.00 Uhr
MOVINGTHEATRE: FLASHBACK
Mi. 23.9., Fr. 25.9., Sa. 26.9.
ATELIER THEATER
0221 24 24 85, Beginn 20.30 Uhr
HAREM GLOBETROTTERS
Di. 1.9., Di. 15.9., Di. 29.9.
FIRST LADIES
Mi. 2.9., Mi. 30.9.
DAS BUNDESKABARETT
Do. 3.9.
FÖNFIEBER
Fr. 4.9.
JUTTA & HILDE
Sa. 5.9.
HELENA MARION SCHOLZ
Mo. 7.9., Mo. 28.9.
SASCHA KORF
Di. 8.9.
DIE LOTTIS
Mi. 9.9., Mi. 23.9.
NICOLAS EVERTSBUSCH
Do. 10.9.
MAUL- & CLOWNSEUCHE
Fr. 11.9., Sa. 12.9.
ROSA K. WIRTZ
Mo. 14.9.
VOLK & KNECHT GBR
Mi. 16.9.
FRIZZLES
Do. 17.9., Do. 24.9.
JOHANNES FLÖCK
Fr. 18.9.
ASTRID GLORIA
Sa. 19.9., Mo. 21.9.
HOLGER EDMAIER
Di. 22.9.
ENSEMBLE WELTKRITIK
Fr. 25.9.
KÄTHE LACHMANN
Sa. 26.9.
BESTATTUNGSHAUS KUCKELKORN
0221 9 85 45 30, Beginn 20.00 Uhr
ICH BIN DER MANN VON LOLO
Fr. 4.9. bis So. 6.9., Fr. 11.9. bis So. 13.9.
BÜHNE DER KULTUREN/ARKADAS
0221 9 55 95 10, Beginn 20.00 Uhr
THEATRON – ERSTES RUSSISCH-DEUTSCHES
KINDER- & JUGENDTHEATERFESTIVAL
Do. 3.9. bis So. 6.9.
MONSIEUR IBRAHIM
Do. 10.9.
BITTERSÜSS – VIDEOS
Fr. 11.9.
TANZ DES MONDES III
Sa. 12.9.
DU BIST EHRENFELD
So. 13.9. 15.00, Spielzeiteröffnung
MATTHIAS RÖDDER
Mi. 16.9.
EINE FRAU ALLEIN (PERS.)
Fr. 18.9.
DAS MISSVERSTÄNDNIS (RUSS.)
Sa. 19.9.
TUZAK – DIE FALLE (TÜRK.)
So. 20.9.
JANUS
Do. 24.9., Arkadas World Grooves
ALI UND NINO
Fr. 25.9.
TANZIMPULSE
Sa. 26.9.
TRIO FADO
So. 27.9., Arkadas World Grooves
ONKEL WANJA
Mi. 30.9.
BÜRGERHAUS STOLLWERCK: THEATER 501
0221 9 91 10 80, Beginn 20.00 Uhr
KÖLN-DÜSSELDORFER
Mi. 2.9., Do. 3.9., Wohlenberg, Seibel, Neutag
und Maier-Bode
WEBER & BECKMANN
Fr. 4.9., Sa. 5.9.
TILLMANN COURTH
Mi. 9.9.
= Premiere
ANNETTE KRUHL
Do. 10.9., Fr. 11.9.
MAGIC UDO
Sa. 12.9.
CHRISTOPH SIEBER
Do. 17.9.
MANNHEIMER KULTUR-KNALL
Fr. 18.9.
COURTH & KAPS
Sa. 19.9., So. 20.9.
MAIER-BODE & SEIBEL
Di. 22.9., Mi. 23.9.
VOLKER SURMANN
Do. 24.9.
DIE ZWEI BEINER
Fr. 25.9.
VON CANDLELIGHT UND LIEBESTÖTERN
Sa. 26.9.
DIE IMPROVISATOREN
Mi. 30.9.
CIRQUE BOUFFON AM
SCHOKOLADENMUSEUM
0221 28 01
ANGELL
Di. 1.9. bis Fr. 4.9. 20.00, Sa. 5.9. 17.00 u.
20.00, So. 6.9. 14.00 u. 17.00
COMEDIA
0221 3 99 60 10, Beginn 20.00 Uhr
JUNGES THEATER: EINE ODYSSEE
Di. 1.9., Mi. 2.9., Mo. 7.9. bis Mi. 9.9. je 19.00
THOMAS REIS
Do. 3.9.
ERSTES DEUTSCHES ZWANGSENSEMBLE
Fr. 4.9., Tretter, von Wagner, Weber
WILFRIED SCHMICKLER
Sa. 5.9.
STUNK UNPLUGGED
Fr. 11.9. bis Mo. 14.9.
CLYDE & BONNIE
Di. 15.9. 19.00
VOLKER PISPERS
Mi. 16.9., Do. 17.9.
15 JAHRE WORTART
Fr. 18.9., mit Schmickler, Evers, Kling,
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GERBURG JAHNKE & GÄSTE
Sa. 19.9. 21.00, mit Carmela de Feo, Krissie
Illing, Käthe Lachmann, Eva Eiselt
WEBER & BECKMANN
Do. 24.9.
OHNE ROLF
Fr. 25.9., Sa. 26.9.
SENIORENPROJEKT: DAHINTER
Di. 29.9. 19.30
ARS VITALIS
Mi. 30.9.
FREIES WERKSTATT THEATER
0221 32 78 17, Beginn 20.00 Uhr
ILSE AICHINGER
So. 6.9. 11.30, Lyrik-Matinée
DAS WÜTEN DER GANZEN WELT
Fr. 11.9., Sa. 12.9., Di. 15.9., Di. 22.9., Fr. 25.9.
HALBSCHATTEN
Sa. 19.9., So. 20.9.
JUPITER-THEATERFEST
Sa. 26.9. 11.00
WARUM SICH DAS KAMEL IN DER ASCHE
WÄLZT
Sa. 26.9., mongolische Musik und Literatur
NUNI
So. 27.9. 16.00
PROMIFLÜSTERER
Seit Jahren nimmt Jörg Knör die Stars und Sternchen der Flachbildschirme aufs Korn. Dass er
einer der ersten richtig guten Parodisten dieses Landes war, vergisst man dabei gerne mal. In
seinem neuen Solo „Promiland“ verrät der ewig jungenhaft wirkende Altmeister, warum Howard Carpendale wieder auf die Bühne muss und was Heinz Erhardt im Himmel mit Domenica
zu besprechen hat. choices verlost 2x2 Karten für die Show im Gloria am 20.9. E-Mail bis 14.9.
an [email protected], Kennwort „Knör“ bis 14.9.
(Foto: Stefan Wernz)
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So. 6.9.
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Di. 8.9. 20.30, Fernsehaufzeichnung. Gerburg
Jahnke begrüßt Mirja Boes, Carmela de Feo,
Krissie Illing, Anka Zink, Martina Schwarzmann und Der Familie Popolski.
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Die Kölner Theaterkonferenz lädt ein
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INGOLF LÜCK – ONE WAY MAN
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Do. 17.9.
JÖRG KNÖR
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WEIBER WEIBER
Mi. 30.9., Springmaus-Produktion
HOCHSCHULE TURMSTR.
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MOVINGTHEATRE: SIDE SPECIFIC // YOU
ARE NOT ALONE ANYWAY
Sa. 5.9., So. 6.9.
HORIZONT THEATER
0221 13 16 04, Beginn 20.00 Uhr
TRAUMNOVELLE
Mi. 2.9., So. 20.9., Mi. 23.9.
(FAST) ALLES VON SCHILLER
Fr. 4.9., Do. 17.9.
MIRANDOLINA
Sa. 5.9., Fr. 25.9., Sa. 26.9.
! DER GEWISSENLOSE MÖRDER
Mi. 9.9., Fr. 11.9. bis So. 13.9., Sa. 19.9.
LYSISTRATA
Mo. 14.9.
EISKIND
Di. 15.9.
MEIN KAMPF
Mi. 16.9.
NÄCHTE MIT JOAN
Fr. 18.9.
BESUCH DER ALTEN DAME
Mo. 21.9.
KASPAR
Do. 24.9.
DIE PHYSIKER
Mo. 28.9.
DANTONS TOD
Di. 29.9.
KABARETT A-Z
0221 27 75 89 98, Beginn 19.30 Uhr
DICHTDENKDEUTSCH – RELOADED
Sa. 19.9., Sa. 26.9.
KAMMEROPER
0221 24 36 12, Beginn 19.30 Uhr
LA BOHÈME
Sa. 12.9.
KUNSTHAUS RHENANIA
0221 240 61 72, Beginn 20.00 Uhr
SPUREN DER VERIRRTEN
Do. 3.9. bis Sa. 5.9., Do. 10.9. bis So. 14.9.
MILLOWITSCH
0180 5 90 42 42, Beginn Mi.-Sa. 20.00
Uhr, Sa./So. 17.00
WENN IM PUFF DAT LICHT AUSJEHT
Do. 17.9. bis So. 21.9., Mi. 24.9. bis So. 28.9.,
Mi. 30.9.
Theater-Kalender
MUSICAL DOME KÖLN
0221 5 77 90, Beginn 20.00 Uhr
MONTY PYTHON’S SPAMALOT
Mi. 2.9. 18.30, Do. 3.9. 18.30, Fr. 4.9. 20.00,
Sa. 5.9. 15.00 u. 20.00, So. 6.9. 14.00 u. 19.00,
Mi. 9.9. 18.30, Do. 10.9. 18.30, Fr. 11.9. 20.00,
Sa. 12.9. 15.00 u. 20.00, So. 13.9. 14.00 u.
19.00
THRILLER – LIVE
Di. 22.9. bis Fr. 25.9., Sa. 26.9. 16.00 u. 20.00,
So. 27.9. 15.00 u. 19.00, Di. 29.9., Mi. 30.9.
OPER KÖLN: OPERNHAUS
0221 22 12 84 00, Beginn 19.30 Uhr
50 JAHRE SENFTÖPFCHEN-THEATER
So. 13.9. 18.00, Fernsehaufzeichnung
DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
So. 20.9., Sa. 26.9. je 17.00
CARMEN
Fr. 25.9., So. 27.9., Mi. 30.9.
ORANGERIE – THEATER IM VOLKSGARTEN
0221 9 52 27 09, Beginn 20.30 Uhr
BILL AITCHISON: 2012 (ENGL.)
Do. 3.9. 21.00
TWO EYES
Di. 15.9., Mi. 16.9.
MUTTERSPRACHEN
Fr. 18.9. 20.00, Sa. 19.9. 20.00, So. 20.9. 17.00
MARIE / DIES IRAE AT.
Fr. 25.9. bis So. 27.9. je 20.00
SCALA
0221 4 20 75 93, Beginn 19.30 Uhr, So.
17.30 Uhr
MING DING JEBOHNERT
Do. 24.9. bis So. 27.9.
SCHAUSPIEL KÖLN: SCHAUSPIELHAUS
0221 22 12 84 00, Beginn 19.30 Uhr
KÖNIG LEAR
Sa. 26.9., So. 27.9., Mi. 30.9.
IPHIGENIE
Di. 29.9.
SENFTÖPFCHEN
0221 2 58 10 58, Beginn 20.15 Uhr
DIETER HILDEBRANDT
Di. 1.9., Mi. 2.9.
MATHIAS TRETTER
Do. 3.9.
BILL MOCKRIDGE
Fr. 4.9.
SPRINGMAUS
Sa. 5.9., So. 6.9.
KEN BARDOWICKS
Mo. 7.9.
FATIH CEVIKKOLLU
Di. 8.9., Mi. 9.9.
RICHARD ROGLER
Do. 10.9., Fr. 11.9.
ROBERT KREIS
Sa. 12.9.
KONSTANTIN WECKER
So. 14.9.
ANKA ZINK
Di. 15.9.
KLAUS-JÜRGEN DEUSER
Mi. 16.9.
TAILED COMEDIANS
Fr. 18.9., Sa. 19.9.
DR. ECKART VON HIRSCHHAUSEN
Sa. 19.9. 16.00
MONIKA KAMPMANN
So. 20.9. 12.00
KABARETT-BUNDESLIGA: NAGELRITZ,
MATTHIAS REUTER
So. 20.9.
PETER VOLLMER
Mo. 21.9., Di. 22.9.
ANDREAS ETIENNE
Mi. 23.9. bis Fr. 25.9.
NICOLE NAU & LUIS PEREYRA
Sa. 26.9., So. 27.9.
LUISE KINSEHER
Mo. 28.9.
MARIE-LUISE NIKUTA
Di. 29.9.
KÖLNER JUGENDCHOR ST. STEPHAN
Mi. 30.9.
SEVERINS-BURG-THEATER
0221 1 30 08 98, Beginn 20.00 Uhr
DIE SEVERINS-BURG-THEATER-SOMMER-SHOW
Mi. 2.9. bis Fr. 4.9., So. 6.9., Mi. 9.9., So. 13.9.,
Mi. 16.9., Do. 17.9., Do. 24.9., Mi. 30.9.
LINK!
Sa. 5.9.
KUNST GEGEN BARES
Mo. 7.9., Mo. 14.9., Mo. 21.9., Mo. 28.9.
SEITENLIEBE
Di. 8.9., Leseshow
DER LETZTE DER FEURIGEN LIEBHABER
Do. 10.9. bis Sa. 12.9., Fr. 18.9., Sa. 19.9.
DON JUAN TRIFFT AMOR
So. 20.9., Fr. 25.9. bis So. 27.9.
POLITIK IM SEVERINS-BURG-THEATER
– PARTEIPROGRAMMLESUNG
Mi. 23.9.
STUDIOBÜHNE KÖLN
0221 4 70 45 13, Beginn 20.00 Uhr
GERTRUDE STEIN. WEITER ANFANGEN.
WIR FANGEN AN.
Di. 15.9. bis Fr. 18.9.
PATTERNS BEYOND TRACES
Fr. 25.9., Sa. 26.9.
PHASE 1
Mo. 28.9. bis Mi. 30.9.
TAS – THEATER AM SACHSENRING
0221 31 50 15, Beginn 20.30 Uhr
RAUS MIT DEN MÄNNERN
Sa. 5.9., So. 6.9., Claire-Waldorff-Abend
KAFKAS WELTEN
Do. 10.9. bis Sa. 12.9., Sa. 19.9., Do. 24.9. bis
Sa. 26.9.
FLOWER MAUER ADENAUER
So. 13.9.
THOMAS REIS
Do. 17.9., Fr. 18.9.
THEATER AM DOM
0221 2 58 01 53, Beginn 20.00 Uhr
MÄNNER UND ANDERE IRRTÜMER
Di. 1.9. bis Fr. 4.9., Sa. 5.9. 17.00 u. 20.00,
Di. 8.9. bis Sa. 12.9., So. 13.9. 17.00 u. 20.00,
Mo. 14.9. bis Fr. 18.9., Sa. 19.9. 17.00 u. 20.00,
So. 20.9. 17.00 u. 20.00, Di. 22.9. bis Sa. 26.9.,
So. 27.9. 17.00 u. 20.00, Mo. 28.9. bis Mi. 30.9.
THEATER DER KELLER
0221 31 80 59, Beginn 20.00 Uhr, So.
18.00 Uhr
FÜR MICH SOLLS ROTE ROSEN REGNEN
Do. 3.9. bis So. 6.9., Fr. 18.9., So. 27.9. 15.00
DIE BANALITÄT DER LIEBE
Do. 10.9., Sa. 12.9., Do. 17.9., Sa. 19.9.,
So. 20.9.
BLAUBART – HOFFNUNG DER FRAUEN
Fr. 11.9., So. 13.9., Di. 23.9., Mi. 30.9.
NON(N)SENS
Di. 15.9., Mi. 16.9.
DIE MILLIONÄRIN
Mi. 23.9. bis So. 27.9.
THEATER IM BAUTURM
0221 52 42 42, Beginn 20.00 Uhr
WERTHER
Di. 1.9. bis Do. 3.9.
SINN
Fr. 4.9. bis So. 6.9.
DAS PRODUKT
Fr. 4.9. 22.30, Fr. 25.9. 22.30
DON KARLOS – INFANT VON SPANIEN
Di. 8.9. bis Sa. 12.9. je 19.30
19
OUTSIDERS
Auch in seiner neuesten Produktion setzt das mehrfach preisgekrönte Kölner movingtheatre.
de auf innovatives, spannendes Tanztheater. Mit Videoprojektionen, Wort und Tanz erweckt
„Flashback“ Pier V. Tondellis Roman „Getrennte Räume“ zum Leben, eine brillante Abrechnung
mit den Oberflächlich- und Bequemlichkeiten der modernen Gesellschaft. Kann man nach dem
Tod der großen Liebe ein neues Leben finden? Was bedeuten Rituale und gesellschaftliche
Ausgrenzung? Am 23., 25. und 26.9. in der Alten Feuerwache.
(Foto: schmidt/bildautor.de)
GLAUBE, LIEBE, HOFFNUNG
Sa. 19.9., So. 20.9., Mi. 23.9., Do. 24.9., Sa.
26.9. bis Mo. 28.9.
DER KONTRABASS
Fr. 25.9.
BANDSCHEIBENVORFALL
Di. 29.9., Mi. 30.9.
THEATER TIEFROT
0221 4 60 09 11, Beginn 20.30 Uhr
EIN GESPRÄCH IM HAUSE STEIN
Mi. 2.9. bis Fr. 4.9.
NATHAN DER WEISE
Fr. 18.9., Sa. 19.9., Mi. 30.9.
UM DIE WURST
So. 20.9., Mo. 21.9.
LIEBESSPIELE
Mi. 23.9., Do. 24.9., Sa. 26.9.
WOHNZIMMERTHEATER
0221 130 07 07, Beginn 20.00 Uhr
FALTSCH WAGONI
Fr. 4.9., Sa. 5.9.
OFFENE BÜHNE KÖLN
So. 6.9., So. 13.9., So. 20.9., So. 27.9.
ALL-STARS-COMEDY
Fr. 11.9., Sa. 12.9.
KEIRUT WENZEL
Mi. 16.9. bis Sa. 19.9.
PETRA HEYM
Di. 22.9.
VERA DECKERS
Fr. 25.9., Sa. 26.9.
PANTHEON / BONN
0228 21 25 21, Beginn 20.00 Uhr
KLEINE & LINZENICH
Di. 1.9.
HAREM GLOBETROTTERS
Mi. 2.9.
CARRINGTON-BROWN
Fr. 4.9., Sa. 5.9.
PANTHEON VORLESER IM WDR
Di. 8.9., Johann König begrüßt u.a.
Rocko Schamoni, Sarah Hakenberg,
Martin Sonneborn.
PANTHEON ENSEMBLE: FAHRERFLUCHT
Mi. 9.9., Sa. 12.9. bis Mo. 14.9., So. 20.9. bis
Di. 22.9.
MAX GOLDT
Do. 10.9.
KABARETT-BUNDESLIGA:
ERIK LEHMANN, EURE MÜTTER
Fr. 11.9.
PATRIZIA MORESCO
Di. 15.9.
RINGSGWANDL
Mi. 16.9.
MICHAEL EHNERT
Do. 17.9.
MARC METZGER
Fr. 18.9., Sa. 19.9., Fernsehaufzeichnung
MURAT TOPAL
Mi. 23.9.
INGO APPELT
Do. 24.9.
CAVEMAN
Fr. 25.9. bis So. 27.9.
NIGHTWASH CLUB
Mo. 28.9., mit Klaus-Jürgen (Knacki) Deuser
& Gästen
PAUSE & ALICH
Di. 29.9., Mi. 30.9.
SPRINGMAUS / BONN
0228 79 80 81, Beginn: 20.00 Uhr
BODO WARTKE
Fr. 11.9., Sa. 12.9.
MALEDIVA
So. 13.9.
PROF. DR. HARALD LESCH
Mo. 14.9.
WEIBER WEIBER
Di. 15.9.
DR. ECKART VON HIRSCHHAUSEN
Mi. 16.9.
LEIPZIGER PFEFFERMÜHLE
Do. 17.9.
CHRISTOPH BRÜSKE
Fr. 18.9.
THOMAS REIS
Sa. 19.9.
ANDREAS ETIENNE
So. 20.9.
SPRINGMAUS-ENSEMBLE
Di. 22.9. bis Do. 24.9.
MARK BRITTON
Fr. 25.9.
ANKA ZINK
Sa. 26.9.
BILL MOCKRIDGE
So. 27.9.
KOM(M)ÖDCHEN-ENSEMBLE
Di. 29.9.
MÜNCHNER LACH- UND SCHIESSGESELLSCHAFT
Mi. 30.9.
ComicKultur
Wortwahl
KREISELNDE GESCHICHTEN
SONIC YOUTH
Joann Sfar kann nicht nur eine imposante Bibliografie vorweisen, er kann
auch mit jedem neuen Projekt und jedem neuen Band begeistern. Seine
Geschichte „Klezmer“ um ein paar Musiker in Odessa, irgendwann zwischen
der Gründung Israels und der Shoah angesiedelt, ist mit seinen lebendigen,
farbenfrohen Aquarellen rein formal schon eine gelungene Übersetzung der
improvisatorischen, lebensfreudigen und ungestümen jüdischen Volksmusik.
Die Geschichte – gerade ist der zweite Band erschienen – lotet existentielle
Fragen zum Judentum aus: Was bedeutet es, Jude zu sein; was bedeutet es, als
Jude nicht religiös zu sein, und vor allem: Was bedeutet die Klezmer-Musik für
einen Juden? Ein so grausiges wie humorvolles, so intelligentes wie schönes
Werk (avant-verlag).
Für den Splitter Verlag ist „Sonnenfinsternis“ von Fane & Jim eher ungewöhnlich. Der ansonsten auf Fantasy spezialisierte Verlag veröffentlicht mit
dieser knapp 300seitigen Graphic Novel eine realistische Geschichte um sechs
Freunde in den 30ern, die ein paar Tage in Südfrankreich verbringen und sich
dabei mächtig aufreiben: Die Midlife-Crisis sitzt allen im Nacken. Grafisch
deutlich von Baru und dessen dezentem Manga-Touch beeinflusst sind die
Schwarzweiß-Zeichnungen expressiv, mitunter für das Thema ungewöhnlich
überspitzt. Das wirkt auch mal wie ‚Overacting‘. Aber es macht Spaß, den
Protagonisten mit ihrer rasanten Psychodynamik und dem stichelnden Humor
zuzusehen (Splitter).
Seit den späten 70er Jahren gibt es den Bogart-mäßigen Inspektor Canardo, eine im Trenchcoat steckende lakonische Ente. Nach längerer Pause in den 90er Jahren hat dessen Schöpfer Sokal wieder einen soliden
Jahresrhythmus und ist inzwischen bei 18 Alben – 17 gibt’s auf Deutsch
– angelangt. Die bislang fehlende Nummer 11 „Sterbenswörtchen“ wurde
gerade nachgereicht: Canardo soll einem Sterbenden das Versteck seines
Schatzes entlocken, da stirbt er. Gut, dass Canardo gerade einen Prototyp
einer Zeitmaschine testen soll. So kann er dem Nazigold im besetzten Frankreich nachspüren. Haarsträubende Story, wildes Gehopse in der Zeit, ein
wenig mit der Brechstange (Schreiber & Leser), aber wie immer souverän
Am Tresen ist die Hölle los. Michael Langhorst klebt mit den Händen an der
Theke fest, weswegen ihm kurzerhand und alle Naslang der Kopf in den Nacken
gerissen wird, um ihm eine Ladung „Kettenfett“ als letzte Ölung zu verabreichen. Dagmar Schönleber verdrängt über einer Salatschüssel Gin-Tonic die
universelle Gültigkeit des vom Naturalismus über den Surrealismus bis hin zur
Abstraktion des Kubismus aufgezogenen „Drei-Stufen-Modells der Anatomie
des Trinkenden“, während sich Christian Bartel und sein Verleger nach einem
zukunftsweisenden Blick in eine ramponierte Glasmurmel für eine obgleich
würdelose, so doch zumindest weihevolle Geschäftsbeziehung entscheiden.
Und wenn dann noch Laabs Kowalski auf einem vollgeaschten Klangteppich
vogelfreier Punkmucke zu einer elegisch gepfiffenen Ode auf den besten Musikclub der Welt anhebt, statt jedweden gerade greifbaren Gast mit grenzdebilen
Obszönitäten zu betören, weiß man, dass einem soeben im „Sonic Ballroom“
(Muschel, 198s, 9,90) die Stunde schlägt.
Da stehe ich denn, nähere mich langsam, aber sicher dem humanoiden Urzustand, indem ich bei geistigen Getränken in den dieser Anthologie zu Kölns einzig
wahrem Punk‘n‘Roll-Schuppen zugrundeliegenden Erinnerungen schwelge, ehe
ich mich unvermittelt in das Schattenreich der literarischen Geister der Vorwochen beame: Angefangen bei der Thekenkraft, die plötzlich zu Amy Sohns
Romanheldin Rachel Block mutiert. Eben noch Rabbi-Anwärterin, nun herrlich
unzüchtig, breitet diese unter dem Titel „Mein alter Herr“ (Haffmans, 427s,
14,90) köstlich schnatterhaft die parallel verlaufenden sexuellen Entwicklungen ihres Vaters sowie ihrer selbst vor mir aus. Was ein wunderbar verqueres
Familiendrama. Trotzdem käme mir nach dieser Überdosis Emo-Amüsement ein
wenig Ablenkung am Kicker gelegen – belegte diesen nicht eine andere, ziemlich
halbseidene Familie. Dass sie keinen sonderlichen Elan an den Tag legen, liegt
wohl daran, dass „Das absolut perfekte Verbrechen“ (Wagenbach, 151s, 16,90)
durch ihre Hinterköpfe spukt. Also wage ich nicht, auf Ablösung zu pochen, logge
mich stattdessen lieber in die Gedankengänge des vermeintlich harmlosesten
Clanmitglieds ein, um Zeuge eines absehbaren, aufgrund Tanguy Viels begnadeten Erzähltalents so aber nicht vorhersehbaren Gangstermovies zu werden.
mit morbidem Charme erzählt. Nur das Ende kommt mit der Brechstange
(Schreiber & Leser).
Flix lässt sich in „Da war mal was ...“ von seinen Freunden erzählen, wie sie
zur Zeit der noch real existierenden Teilung das jeweils andere Deutschland
wahrgenommen haben. In 26 pointierten 3Seitern werden Klischees und
persönliche Perspektiven kolportiert. Ein amüsanter, melancholischer und
befremdeter Blick zurück (Carlsen).
Das Frauenkollektiv um die Anthologie Spring veröffentlicht mit der sechsten Ausgabe einen dicken Band zum Thema „Verbrechen“. Die 13 Beiträge
reichen vom Comic über Grafik-Design zu freier Kunst – natürlich alles mit
narrativer Note. Mal assoziativ, mal mit konkreten Stories wird dem Verbrechen und den VerbrecherInnen in ästhetisch ausgefallenen Konzepten
gehuldigt. Mit Beiträgen von Claire Lenkova, Marijpol, Nora Krug, Carolin
Löbbert u.a.
Noch ein Hamburger Comic-Magazin: Auch „Orang“ verortet sich mit der
achten Ausgabe zum Thema „Neverending Stories“ wieder zwischen Comic,
Kunst und Grafik-Design. Erzählerisch raffiniert kreiselnde Geschichten von
zwölf ZeichnerInnen aus Europa und Asien, darunter Line Hoven, Sascha
Hommer, Moki oder Verena Braun, erstaunen mit ungebremstem Einfallsreichtum – sowohl narrativ wie visuell (Reprodukt).
Bestens unterhalten könnte ich mich nun auf dem soeben Ballroom-typisch (der
Schwerkraft Tribut zollend) freigewordenen Barhocker einrichten, schöbe sich da
nicht diese bizarre Schönheit an meine Seite. Was eine Lady. Weiß Gott nicht mit
Reizen geizend. Eigentlich viel zu hip für diesen Laden, dafür aber mit einer Bissigkeit gesegnet, die keine Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihrer Erscheinung zulässt.
Nichtsdestotrotz: Irgendwas stimmt nicht mit ihr, und tatsächlich klärt mich wenig
später Virginie Despentes, das giftigste Gift der französischen Literaturszene, über
den ziemlich einseitigen Rollentausch der bildhübschen, aber reichlich geprügelten
Zwillingsschwestern „Pauline & Claudine“ (Berlin, 24s, 9,95) auf: Nachdem die
verzweifelt nach Ruhm heischende Claudine ihrem so exzessiven wie erfolglosen
Streben mit einem Fenstersturz den Garaus bereitet hat, tritt die zickige Landpomeranze Pauline kurzerhand in ihre Fußstapfen, um das Leben der Schwester in
Gold zu verwandeln. Ein eiskalt durchgezogener Betrug, dem allerdings auch sämtliche Gefahren des Selbstbetrugs innewohnen. Drastisch-garstig, dennoch überaus
sensibel, also wie geschaffen für eine ausschweifende Sonic-Nacht – würde sich
nicht der alte Haudegen Alfons von Worden dazwischen werfen. Gestählt in unzähligen Abenteuern in der Sierra Morena des Jahres 1739 und auch im Umgang
mit liebreizenden Schwestern überaus geübt, lässt mir der Schelm ohne Furcht
und Tadel aus Jan Graf Potockis „Handschrift von Saragossa“ (2001, 959s, 8,90)
nicht den Hauch einer Chance; dafür aber einen Eimer „Kettenfett“.
CHRISTIAN MEYER
LARS ALBAT
20
Literatur in NRW
Literatur-Kalender
Heinrich Böll, Stadtbibliothek Köln, Foto: Archiv
Der Schriftsteller F.C. Delius, Foto: Literaturhaus
LESEN BRAUCHT EINEN ORT
LITERATUR-TERMINE IM SEPTEMBER
Von Thomas Linden
Kopfschmerztabletten, einen Duden, Papier und eine mechanische
Schreibmaschine, viel mehr braucht man nicht, um den Nobelpreis für
Literatur zu gewinnen. Man kann das Arbeitszimmer von Heinrich Böll
jetzt in Augenschein nehmen, es ist eines von 18, die er in seinem Leben
benutzte. Die Wechsel waren notwendig, „weil sich ein Arbeitszimmer
nach einiger Zeit verbraucht“, wie Böll meinte. Zu sehen ist es in der
Zentralbibliothek (ZB) hinter dem Kölner Neumarkt. Gläsern wie das Versuchsbiotop einer Fliege wird es präsentiert. Jedes Manuskript wurde von
Böll eigenhändig getippt, geschnitten und geklebt, selbst eine elektrische
Schreibmaschine lehnte er ab.
BUCHHANDLUNG BITTNER
0221 257 48 70
ODER: WER LIEST SCHON EINEN ROMAN AM PC?
Das Arbeitszimmer in der Bibliothek aufzubauen, ist nur ein Projekt unter
anderen, wie der Eröffnung des Böll-Archivs, des Archivs für Literatur in
Köln, der Germania-Judaica oder der Präsentation der Fotografien von
Brigitte Friedrich und Henry Maitek. Aber es ist ein bezeichnender Ansatz, weil es einen neuen Umgang mit der Lesekultur darstellt. Gestern
noch galten Bibliotheken als out. Es lässt sich doch alles übers Internet
besorgen, was braucht man da noch verstaubte Büchersilos? Dass sich
die Zeiten geändert haben, stellte Hannelore Vogt, die neue Leiterin der
ZB, fest, als ihr im Hause immer öfter Studenten und Schüler – also jene
Klientel, die man eigentlich einsam vor dem PC vermutet – über den Weg
liefen. „Sie kommen in Gruppen, verabreden sich hier, verbringen ganze
Nachmittage im Haus. Es sind Jungen und Mädchen unterschiedlicher
Nationalitäten, die hier recherchieren, ihren Snack essen – wir drücken
dann ein Auge zu – und die Bibliothek als Arbeitsraum nutzen“. Nein,
es handelt sich nicht um Aliens, sondern um Schüler, die hier jene Ruhe
finden, „die sie zu Hause und in der Schulen offenbar nicht haben“, erklärte die Chefin der ZB. Der Ort ist ihnen angenehm und wichtig, denn
das Lesen ist nicht nur eine Tätigkeit der einsamen, verinnerlichten Charaktere. Wer liest, möchte sich mit anderen austauschen, will anderes
lesen, das einen auf neue Fährten des Denkens und Fühlens bringt. In der
ZB hat man das begriffen und ist – was heute selten genug geschieht
– mit dem Engagement für die Buchkultur in die Offensive gegangen.
Eine elegante Lounge wurde eingerichtet, die Jüngeren können vor einem
Weltbild der NASA ihre erdumspannenden Recherchen durchführen. Aber
auch das Schmökern von Belletristik verlangen nach einem realen Ort –
tausend Jahre abendländische Lesekultur in Bibliotheken lassen sich nicht
durch ein paar Klicks am PC ersetzen. Lesen und Schreiben sind körperliche Tätigkeiten, die als solche eine eigene Form der
Inspiration entwickeln. Auch der asketisch schuftende
Nobelpreisträger wusste das, wenn ihn wieder das Bedürfnis nach einem neuen Arbeitsraum überkam. Die
öffentlichen Bibliotheken, deren Mittel von der Politik
nach Herzenslust gekürzt wurden, sind nicht am Ende.
Im Gegenteil, sie müssen sich mit ihrer Kombination
Thomas Linden
ist Journalist, Autor
aus Buchkultur und elektronischer Dienstleistung zum
und Jurymitglied des
Kämpfer für das Lesen machen. Denn einen Roman
Kölner Kinder- und
Jugendtheaterpreises. liest niemand am PC.
Tim Parks liest aus „Träume von Flüssen und
Meeren“
Do 10.9. 20 Uhr
Alma Guillermoprieto liest aus „Havanna im
Spiegel“
Mo 21.9. 20 Uhr
1970 verließ die junge Mexikanerin Alma
Guillermoprieto New York, um in Havanna an der
Staatlichen Ballettschule zu lehren: ohne Spiegel.
Die Autorin hat ihre Erinnerungen an diese Epoche
in Worte gefasst. Moderation: Heinrich Berenberg
COMEDIA
0221-399 60 10
James Frey: „Strahlend schöner Morgen“
Mi 16.9. 20 Uhr
Eine Hommage an Los Angeles: Der Rhythmus der
Stadt bestimmt die Beziehungen der Einwohner
und lässt sie alle in der Illusion unzerstörbaren
„American Dream“. Moderation: David Eisermann.
Deutsche Texte: Fritzi Haberlandt („Vier Minuten“).
LITERATURZELT IM RHEINAUHAFEN
(BÜCHERBOULEVARD R(H)EINLESEN)
F. C. Delius: „Die Frau, für die ich den Computer erfand“
Sa 5.9. 18 Uhr
F.C. Delius erzählt die Geschichte des Konrad Zuse
– und davon, wie das digitale Zeitalter begann; von
der Erfindung des Computers – und der Erfindung
einer unmöglichen Liebe.
LVR-LANDESMUSEUM BONN
0228 249 81 10
Wortart-Gala – Das Jubiläum
Fr 18.9. 20 Uhr
Wilfried Schmickler, Horst Evers, Marc Uwe
Kling und Jess Jochimsen lesen zu Ehren des 15.
Geburtstages des hervorragenden Hörbuch-Labels,
das sich um die „weltweite“ Verbreitung deutschsprachigen Humors in all seinen Erscheinungsformen verdient gemacht hat.
Javier Salinas liest aus „E“
Mi 2.9. 19 Uhr
Auf der Suche nach der eigenen Identität probiert
„E“ Biografien von Menschen aus, die zu unterschiedlichen Zeiten und an verschiedenen Orten
gelebt haben.
KULTURKIRCHE KÖLN
0221-97 31 03 19
MAYERSCHE BUCHHANDLUNG
0221-920 10 90
D. Wellershoff liest aus „Der Himmel ist kein Ort“
Di 1.9. 20 Uhr
In dem neuen Roman des Kölner Autors gerät ein
junger Landpfarrer in eine tiefe Sinnkrise, die ihn
an sich und der Institution Kirche zweifeln lässt.
Moderation: Olaf Petersenn & Thomas Böhm.
Steffen Möller präsentiert „Vita Classica“
Di 15.9. 20.15 Uhr
Gisa Klönne liest aus „Farben der Schuld“.
Di 29.9. 20.15 Uhr
Hauptkommissarin Judith Krieger ist nach ihrem
letzten Fall vom Dienst befreit. Doch als sie sich an den
Polizeiseelsorger wendet, um über ihr Trauma zu sprechen, wird sie in einen „Priestermordfall“ verwickelt.
LEW KOPELEW FORUM
0221 257 67 67
Robert Littell: „Das Stalin-Epigramm“
Mo 14.9. 19 Uhr
Als die persönliche Geschichte des als Verfasser
von Spionage- und Agententhrillern bekannten
Autors in Amerika erschien, löste sie eine Welle
der Begeisterung aus. Moderation und Dolmetschen aus dem Englischen: Antje Deistler. Lesung
auf Deutsch: Bernt Hahn
LITERATURHAUS
0221-9 95 55 80
J. Lendle: „Mein letzter Versuch, die Welt zu retten“
Mi 2.9. 20 Uhr
Lendle legt ein ironisch gefärbtes Portrait der
Atomprotest-Generation vor: am Beispiel von Florian, der sich auf den Weg ins Wendland gemacht
hat, um gegen die Mülltransporte zu protestieren.
Moderation: Richard Kämmerlings.
Norbert Scheurer liest aus „Überm Rauschen“
So 6.9. 19 Uhr
In seinem neuen Roman erzählt Scheuer von der
vergangenen Welt in einem Eifeldorf, in dem alle
seine Texte angesiedelt sind – und einem Vater,
der Zeit seines Lebens nach einem riesigen Urfisch
suchte: gelesen von Joachim Król. Moderation:
Regina Wyrwoll.
Jochen Schimmang: „Das Beste, was wir hatten“
Di 8.9. 20 Uhr
Gregor Korff und Leo Münks geraten 1989 in eine
Krise. Alles, was sie bis dahin als selbstverständlich
angesehen haben, wird infrage gestellt. Im Anschluss an die Lesung lädt die Edition Nautilus zu
einem Umtrunk. Moderation: Andreas Rossmann
PANTHEON BONN
0228-21 25 21
Vorleser: Johann König, Rocko Schamoni, Sarah
Hakenberg, SilkeBurmester und Martin Sonneborn
Di 8.9. 20 Uhr
Das muss man sich anhören: Martin Sonneborn,
der Gründer von „Die Partei“, die aus unerfindlichen Gründen am 27. September nicht an der
Bundestagswahl teilnehmen darf, ist mit von der
erlesenen Partie.
Max Goldt liest aus seinem neuen Buch
Do 10.9. 20 Uhr
Ach ja, vielleicht ist auch was aus einem alten Buch
dabei – egal: Wenn Goldt liest, geht die Sonne des
Geistes auf – und die ist ja auch schon ziemlich alt.
STADTGARTEN
0221-95299411
Assia Djebar zu Gast im Salon International
Do 17.9. 20.30 Uhr
Seit drei Jahren laden die in Köln lebenden Schriftsteller Navid Kermani und Guy Helminger in ihren
literarischen Salon – ab Herbst diesen Jahres auch
internationale Gäste.
RAKETENKLUB
0221-99 55 580
Bas Böttcher: „Neonomade“
Di 22.9. 20 Uhr
Deutschlands bekanntester Spoken-Word-Poet
ist zu Besuch im Klub Junge Literatur: Kostprobe:
„Google mal Babylon! Babel mal Googylon, Bubblegum, Goodie, Booty, Party on, Babylon!”
Empfehlungen von Marianne Kolarik
= choices-Empfehlung auf der Auswahl-Seite
21
Findling
XXX
Wahlfieber
Nach traumhaften Sommer-Erlebnissen umgarnt einen wieder die Banalität des
Alltags. Der nächste Pflicht-Termin wartet schon. Wird der Ausgang der Bundestagswahl irgendetwas ändern? Zumindest in Sachen Mode steht einem Wandel nichts
im Weg. Frische Anregungen für ein neues Outfit gibt es wie immer im Findling.
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September 2009 | 21. Jhg.
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Vorspann
Film-ABC
Die brutalen Folgen des Jugoslawienkriegs sind unübersehbar, Kritik „Sturm“ S.33
DREHORT DEUTSCHLAND
September 2009 | 21. Jhg.
FILMKRITIK-ÜBERSICHT
Wartet auf Fritz Langs Erben: Hartmut Ernst
FILMSTART-TERMINE
INTERNATIONALE FILMEMACHER ZU GAST IN NRW
27.8. 3.9. 10.9. 17.9. 24.9.
x
26
ANTICHRIST
46
ASHES OF TIME: REDUX
40
BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER
58
BERLIN `36
59
THE BROTHERS BLOOM
x
44
CHERI – EINE KOMÖDIE DER EITELKEITEN
x
48
DANCE FLICK – DER ALLERLETZTE TANZFILM
48
DISTRICT 9
44
DER DORFLEHRER
48
DIE ENTFÜHRUNG DER U-BAHN PELHAM 123
x
x
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x
x
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x
48
EXTREME MOVIE
48
FIGHTING
48
FINAL DESTINATION 4
40
DIE FRAU DES ZEITREISENDEN
x
46
DIE GLÜCKLICHEN
x
48
HORSEMEN
x
37
IT MIGHT GET LOUD
x
58
JULIE & JULIA
50
LAURAS STERN UND DER GEH. DRACHE NIAN
37
LOL – LAUGHING OUT LOUD
46
LOUISE HIRES A CONTRACT KILLER
40
DAS MASSAKER VON KATYN
50
MY BIG FAT GREEK SUMMER
56
OBEN
38
THE ONE MAN VILLAGE
51
SCHANDE
38
SHORT CUT TO HOLLYWOOD
x
x
x
x
x
x
x
x
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x
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x
33
STURM
50
SUSOS TURM
32
TAKING WOODSTOCK
x
48
UM DEIN LEBEN
x
40
VISION – A. D. LEBEN D. HILDEGARD V. BINGEN
30
WHISKY MIT WODKA
50
WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER
59
WIE DAS LEBEN SO SPIELT
56
DER WIND ZIEHT SEINEN WEG
59
WÜSTENBLUME
40
YEAR ONE – ALLER ANFANG IST SCHWER
Wertung unter den Filmkritiken:
1(
) bis 6 (
) 6 Punkte = Höchstwertung
x
x
x
9.9.
x
Seien wir mal ehrlich: Der deutsche Film erregt international nicht eben
Aufsehen. Was ist da los mit Fritz Langs Erben? OK: „Das Boot“ fand 1981
allerhand Beachtung, und siebzehn Jahre später zeigte Tom Tykwer mit „Lola
rennt“, dass deutsches Kino fern des Kammerspiels auch schnell, schrill und
bunt sein kann. Hier und da vielleicht noch Hollywood-gefällige Vergangenheitsbewältigung. Und dann? Die Regisseure wandern nach Hollywood aus
oder landen im Mainstream. Deutsche Filmkunst: Einmal im Jahrzehnt die
Welt fesseln oder überraschen – ist das alles?
Nein! Was viele übersehen: Filmland Deutschland beeindruckt zunehmend
nicht nur daheim mit seinen Arthouse-Produktionen, sondern mischt international auch bei Blockbustern mit – wenn auch unter fremder Federführung.
Filme wie „Der ewige Gärtner“ entstanden ebenso wie Action-Garanten à la
„Das Bourne Ultimatum“ oder „Mission Impos- „Internationales Kino aus
sible III“ unter deutscher Beteiligung. Ja, hierdem Veedel“
zulande werden neben der Filmkunst-Schiene
auch internationale Koproduktionen gefördert, die die Massen anziehen. Als
Entgegenkommen, Filmförderung sei Dank, darf dann Daniel Brühl eine überflüssige Szene mit Matt Damon füllen oder Tom Cruise sich waghalsig mit
dem Helikopter durch norddeutsche Windräder balancieren. Immerhin.
Doch es geht auch anders: Gerade in diesem ausgehenden Sommer finden internationale Produktionen den Weg auf die deutsche und internationale Leinwand, die nicht nur mit deutschen Geldern unterstützt, sondern
auch vornehmlich auf deutschem Boden gedreht wurden. Da ist die Welt
in Gestalt von Quentin Tarantino zu Gast bei Kinofreunden und dreht in
Potsdam-Babelsberg das großartige Kunst-Trash-Weltkriegsdrama „Inglourious Basterds“. Und diesmal füllt Daniel Brühl nicht nur eine Rolle, sondern,
neben Christoph Waltz, einen richtigen Charakter. Darüber hinaus wurde
nicht nur deutsch besetzt, sondern auch deutsch gesprochen. Also: Ab in
die OV-Fassung! Es scheint auch keine Kunst mehr zu sein, große KinoKunst nach Deutschland zu holen: Lars von Trier zog gemeinsam mit Willem Dafoe und Charlotte Gainsbourg für 40 Drehtage in ein Waldgebiet im
Rhein-Sieg-Kreis, um seine eigenen Depressions-Erfahrungen in einem Film
zu verarbeiten. Der Regisseur würdigt die Naturkulisse mit phantastischen
Aufnahmen und verwebt sie mit seinen zwei Darstellern zu grandiosem,
verstörenden Arthouse-Horror: „Antichrist“. Aber nähern wir uns doch direkt der Domstadt, genauer: Köln Kalk. Dort nämlich drehte Hans-Christian
Schmid letztes Jahr Szenen seines spannenden Justiz-Thrillers „Sturm“. Hier
im Veedel, in einem alten Fabrikgebäude, wurde der Internationale Strafgerichtshof nachgebaut, in dem zwei Frauen (Kerry Fox, Anamaria Marinca)
einem serbischen Kriegsverbrecher gegenüberstehen.
Jetzt fehlen eigentlich nur noch deutsche Regisseure, die wie Tarantino die
Massen über die Grenzen hinaus stilvoll begeistern. An Förderung, Darstellern und passenden Kulissen scheint es ja hierzulande nicht zu fehlen. Und
Hans-Christian Schmid legt bereits gut vor. Solange wir weiter warten, erschrecken Sie sich doch schon mal mit Willem Dafoe im deutschen Wald
oder lassen sich von Tarantinos Geschichtsschreibung überraschen. Sie werden sich wundern.
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Hartmut Ernst
25
choice of choices
Zwischen Aufklärung, Mystik und blankem Horror: Willem Dafoe
CHAOS MIT SPRECHENDEN TIEREN
„Antichrist“ von Lars von Trier
Ein Paar trauert um sein totes Kind. Vor allem die Frau droht daran zu zerbrechen. Um
den Verlust und das Schuldgefühl therapeutisch zu überwinden, ziehen sie sich in eine
einsame Waldhütte zurück.
➜ Kunstvoller Psychothriller
Lars von Triers neuer Film „Antichrist“ hat bereits im Vorfeld viel Getöse verursacht.
Dass das im Bergischen Land mit den beiden großartigen Darstellern Willem Dafoe
und Charlotte Gainsbourg gedrehte Werk ein Horrorfilm im weitesten Sinn werden wird, war schon früh klar. Doch nach der Pressevorführung in Cannes im Frühjahr des Jahres saß der Schock zunächst tief und brach sich dann bei einigen
Journalisten in lauter Empörung Bahn - der Film sei eine Beleidigung. Baz Bamigboye von der Daily Mail forderte auf der Pressekonferenz vom Regisseur wütend
eine Rechtfertigung für den Film. Andere Kollegen standen dem Regisseur bei, so
dass es dann doch nicht zur Hexenjagd kam. Das wäre in Anbetracht einiger der
Filmthemen auch unpassend gewesen. Inzwischen hat sich Baz Bamigboye wieder beruhigt, wie man seinem Blog entnehmen kann. Doch der Film polarisiert
nach wie vor.
JENSEITS VON EDEN
Ein namenloses Paar verliert in einer Winternacht den Sohn. Im kunstvoll inszenierten Prolog sehen wir, wie das Paar Sex hat, während der Junge aus seinem
Kinderbett klettert, kurz die Eltern erblickt und dann, angezogen von den weißen
Schneeflocken, aus dem Fenster fällt. Bereits dieser Prolog verstört mit seiner unglaublich schönen Darstellung dieser Tragödie in schwarzweißer Slowmotion. Es
folgen die drei Kapitel „Trauer“, „Schmerz (Chaos regiert)“ und „Verzweiflung“
(Zwischentitel gemalt von Per Kirkeby), bevor der Epilog in ebensolcher Schönheit
den Film beendet. Die Kapitel dazwischen zeigen das Paar im Ringen mit der
Trauer und der daraus folgenden Auseinandersetzung miteinander. Vor allem sie
leidet unter dem Verlust, ist von Schuldgefühlen zerfressen und schwankt zwischen Apathie und selbstzerstörerischen Exzessen. Da sich in der stationären
Therapie keine Fortschritte zeigen, beschließt der Mann - selbst Therapeut -, die
Gesundung seiner Frau zu übernehmen. Gemeinsam fahren sie in das abgelegene
Waldhaus „Eden“, in dem die Frau im letzten Sommer mit dem Jungen den Urlaub
verbrachte. Dort arbeitete sie an einer wissenschaftlichen Arbeit über die jahrhundertelange Unterdrückung von Frauen. Anscheinend löste ihre Beschäftigung
mit Hexenjagd und anderer männlicher Dominanz und Gewalt subtile Aggressionen gegen ihren kleinen Sohn aus. Zugleich entstand daraus ein zwiespältiges Verhältnis zu der sie umgebenden Natur. All das bricht ein Jahr später wieder auf, als
sie mit ihrem Mann zur Trauerarbeit anreist. Er versucht, sie rational zu verstehen,
sie entzieht sich ihm auf eine emotionale, mystische Ebene. Der Konflikt steuert
langsam auf ein radikales Ende zu.
KUNSTKINO
Lars von Trier wird gerne vorgeworfen, ein Provokateur zu sein. Vielleicht provozieren die Filme, sie sind aber nie Provokation als Selbstzweck. Dafür sind sie zu
reich an Themen, Verweisen und Anspielungen. Sie erzählen immer auf eine eindringliche, emotionale Art, dass der Vorwurf der Porntorture à la „Saw“ oder
„Hostel“ lächerlich ist. Mit „Antichrist“ bedient sich Lars von Trier sehr frei beim
Horror- und Mysteryfilm. Das beinhaltet eine explizite Darstellung von Gewalt.
Aber schließlich geht es in „Antichrist“ um nichts weniger als um den gewaltigen
Zusammenstoß von Gefühl und Vernunft, Mensch und Natur, Mystik und Aufklärung, Mann und Frau. Gewalt und sexuell explizite Bilder sind aber nur die eine
Seite dieser Tour de Force. Die andere Seite ist eine beeindruckend schöne Kinematografie, die souverän mit Genremitteln spielt und diese wiederum kunstvoll
bricht. Es gibt Szenen der in extremer Zeitlupe gleichsam durch den Wald schwebenden Charlotte Gainsbourg, die an die gedehnten Videoinstallationen von Bill
Viola erinnern. Es gibt märchenhafte Szenerien, die in ihrer Ambivalenz aus kindlicher Unschuld und drohendem Unheil an die Fotografien von Anna Gaskell erinnern. Es gibt seltsame, symbolbeladene Tiergestalten - auch sprechende. Und eben
die sehr künstlichen Sex- und die sehr realistischen Gewaltszenen. Das alles fügt
sich bei aller Heterogenität des Stils zu einem wunderschönen Film, der diskussionswürdig Sinnzusammenhänge herstellt.
„Antichrist“ ist ein aus einer tiefen Depression des Regisseurs geborenes Spiel mit
Urängsten. Einiges davon mag man nachvollziehen, Anderes fordert zum Widerspruch auf. Und vieles davon entsteht erst durch den Betrachter. „Antichrist“ ist
ein offenes Kunstwerk, das Bilder vor einem ausbreitet, ohne sie abzuschließen.
Man kann sich wohl nicht einmal darauf festlegen, ob Er oder Sie der Antichrist
ist bzw. ob der Antichrist hier überhaupt als etwas Negatives gelesen werden
kann. Es ist wie bei so vielen großartigen Filmen: Nach dem Film hat man mehr
offene Fragen als vorher. Ende Oktober findet in Köln wieder die KunstFilmBiennale satt. Im letzten Jahr bemühte man sich darum, nicht nur Kunstfilme,
sondern auch Filmkunst zu zeigen. Also nicht nur Museumskunst, sondern auch
Kinokunst. „Antichrist“ positioniert sich wie nur wenige Spielfilme exakt dort: zwischen Kino und Kunst.
CHRISTIAN MEYER
ANTICHRIST
Cannes 2009: Beste Darstellerin Charlotte Gainsbourg
Drama/Thriller - DK/D 2009 - 104 Min. - Regie: Lars von Trier - Kamera: Anthony Dodd
Mantle - mit: Willem Dafoe, Charlotte Gainsbourg - Verleih: MFA+
Start: 10.9. Filmpalette
26
Kölner Kritikerspiegel
Die häufigsten Nennungen
Frank
Olbert
Kölner
Stadtanzeiger
Thomas
Linden
Kölnische
Rundschau
Sebastian
Ko
WDR
Einslive
R.-Ruediger
Hamacher
film-Dienst
Herausragend Sturm
von
H.-C. Schmid
Antichrist
von
L. von Trier
Antichrist
von
L. von Trier
Schande
von
S. Jacobs
Bemerkenswert
Antichrist
von
L. von Trier
Taking
Woodstock
von
A. Lee
Oben
von
P. Docter &
B. Peterson
LOL Antichrist
laughing out von
loud
L. von Trier
von
L. Azuelos
Best of
Comedy
LOL laughing out
loud
von
L. Azuelos
Whisky mit
Wodka
von
A. Dresen
The Brothers
Bloom
von
R. Johnson
Best of
Drama
Das Massaker
von Katyn
von
A. Wajda
Sturm
von
H.-C. Schmid
Sturm
von
H.-C. Schmid
Besondere
Erwähnung
Taking
Woodstock
von
A. Lee
Ashes of
Time: Redux
von
W. Kar-wai
Das Massaker von
Katyn
von
A. Wajda
Die Entführung der
U-Bahn
Pelham 123
von
T. Scott
Ingrid
Bartsch
ARD Morgenmagazin
Lars-Olav
Beier
Der Spiegel
Sturm
von
H.-C. Schmid
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von
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Julie & Julia
von
N. Ephron
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Woodstock
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A. Lee
Sturm
von
H.-C. Schmid
Schande
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S. Jacobs
Sturm
von
H.-C. Schmid
It might get
loud
von
D. Guggenheim
Ashes of
Time: Redux
von
W. Kar-wai
Chéri – Eine
Komödie der
Eitelkeiten
von
S. Frears
Sven von
Reden
StadtRevue
Ulli
Klinkertz
Schnüss
Hans
Schifferle
Süddeutsche
Zeitung
Katja
Daniel
Kothenschulte Nicodemus
Die Zeit
Frankfurter
Rundschau
Cristina
Nord
taz
* Enthaltung
Oben
von
P. Docter &
B. Peterson
* Enthaltung
Antichrist
von
L. von Trier
Ashes of
Time: Redux
von
W. Kar-wai
Taking
Woodstock
von
A. Lee
Christian
Meyer
choices
Kino.Kultur.Köln.
Antichrist
von
L. von Trier
Taking
Woodstock
von
A. Lee
Susos Turm
von
T. Fernández
Louise Hires
a Contract
Killer
von
G. de Kervern
& B. Delépine
Sturm
von
H.-C. Schmid
Vision - Aus
dem Leben
der Hildegard
von Bingen
von
M. von Trotta
Ashes of
Time: Redux
von
W. Kar-wai
Whisky mit
Wodka
von
A. Dresen
Kino-Kalender
ZU GAST IM KINO / PREVIEWS
FESTIVALS, REIHEN ...
Do 3.9. / 21 Uhr WHISKY MIT WODKA, Cinenova
In Anwesenheit des Regisseurs Andreas Dresen, des Drehbuchautors
Wolfgang Kohlhaase und des Darstellers Markus Hering. s. S. 30
29. - 31.8. KÖLNER KINO NÄCHTE, verschiedene Orte
Kölner Kinos, Festivals und Initiativen stellen sich vor. s. S. 36
ab 3.9. / je 19 Uhr NEUE JAPANISCHE POP-FILME,
Japanisches Kulturinstitut
jd. Montag u. Donnerstag: Außergewöhnliche japanische Filme. s. S. 34
Fr 4.9. / 22.45 Uhr ZEITBLOM, Odeon
Verschiebungen, Verbiegungen, Verformungen. Vier Experimentalfilme
und David Larchers einstündiger „Ich Tank“.
4. - 7.9. NIGHT OF THE SHORTS: TAPAS MIXTAS II,
Filmhaus, Odeon, Viertelbar
Kurzfilmprogramme. Info: www.myspace.com/kurzfilmkino.de
Sa 5.9. / 19.30 Uhr STURM, Cinenova
In Anwesenheit des Regisseurs Hans-Christian Schmid und der
Darsteller Kerry Fox und Anamaria Marinca. s. S. 33
Mo 7.9. / 20 Uhr THE ONE MAN VILLAGE, Filmpalette
Doku über ein fast ausgestorbenes libanesisches Bergdorf.
NRW-Premiere mit Regisseur Simon El Habre. s. S. 38
Isa Genzken-Filme
Kölner Kino Nächte:
Tarantino-Nacht
ab 13.9. RETROSPEKTIVE GUS VAN SANT, Filmforum
Jeweils sonntags um 20 Uhr und montags um 21.30 Uhr sind als
Vorspiel zur Kunstfilmbiennale Filme von Gus van Sant zu sehen.
Di 8.9. / 19 Uhr ISA GENZKEN. FILME, 1974 – 2003, Filmforum
Filmprogramm zur Ausstellung im Museum Ludwig.
15.9. / 20 Uhr SEAVIEW, OFF Broadway
Allerweltskino: Doku über ein irisches Lager für Asylbewerber
Mi 9.9. / 19.30 Uhr 24 H BERLIN, Filmforum
LaDoc Lectures: Cutterin Annette Muff im Gespräch über
Volker Heises 1440minütiges Mammutprojekt. Mit Ausschnitten
aus „24 h Berlin“, in Zusammenarbeit mit choices.
Fr 18.9. / 20 Uhr DRILLER KILLER, Filmhaus
Something Weird Cinema: Abel Ferraras punkiges Frühwerk
So 13.9. / 15.30 Uhr KIRSCHBLÜTE - HANAMI, OFF Broadway
Der jüngste Film von Doris Dörrie filmpsychologisch
betrachtet von Dipl.-Psych. Rupert Martin
Mi 16.9. / 20 Uhr WOODSTOCK – DIRECTOR‘S CUT, Odeon
Passend zum Start von Ang Lees „Taking Woodstock“ die
um 44 Minuten längere Version des Festivalfilms von 1969.
10. - 16.9. VISIONS OF CHINA, Filmhaus
Das Festival zeigt aktuelle chinesische Filme. s. S. 42
22.9. / 19.30 Uhr KÖLNER BRÜCKEN IM FILM, Filmpalette
Veranstaltung mit dem Filmemacher Wolfram Schmachtenberg
und dem Brückenkünstler Joachim Römers.
Woodstock - Director‘s Cut
Gus van Sant-Retrospektive
24. - 27.9. AFRIKA GOES COLOGNE; Filmforum
Cineastische Begegnung zweier Welten. s.S. 36
26.9. / 20 Uhr 25 JAHRE FEMINALE E.V., Filmhaus
Kurzfilm-‘Wunschkonzert‘ per VJ. Um 21.30 Uhr:
„Story“ von Dana Ranga, anschließend Party.
Fr 18.9. / 20 Uhr HUNGER, Filmforum
Vorspiel der KunstFilmBiennale mit dem Debütspielfilm
des Künstlers Steve McQueen.
27
BROADWAY
ARTHAUSKINO • KÖLN • ZÜLPICHER STR. 24 • WWW.OFF-BROADWAY.DE • PROGRAMM + RESERVIERUNG 0221.232418 • KINOKASSE 0221.8205733
ERSTAUFFÜHRUNGEN
WEITER IM PROGRAMM
ab 3.9.
ZERRISSENE UMARMUNGEN
TAKING WOODSTOCK
OmU - Komödie - USA 2009 - 120 Min. - Regie: Ang Lee
mit Jeffrey Dean Morgan, Emile Hirsch, Liev Schreiber, Paul Dano
Eigentlich träumt der junge Elliot von einer Karriere als Innenausstatter
in New York. Doch das Motel seiner Eltern läuft alles andere als gut.
Also kehrt er in sein Heimatkaff zurück und sinnt nach einer Idee, wie
man die Geschäfte wieder zum Laufen bringen könnte. Als er aus der
Zeitung erfährt, dass einem groß angekündigten Open Air Konzert die
Genehmigung entzogen wurde, wittert Elliot die ganz fette Chance: Er
bietet den Veranstaltern die Kuhwiese hinter dem elterlichen
Grundstück als Austragungsort an, ohne zu ahnen, welche Welle er
damit lostritt. Denn schon bald zieht nicht nur ein Bataillon von
Organisatoren und schrillen Künstlern in die kleine, konservative
Gemeinde. Auf den Weg machen sich auch mehr als eine halbe Million
Musikfans und Hippies, um das größte Happening aller Zeiten zu feiern. Und nach diesen 3 Tagen ”Peace and Music” wird nichts mehr sein
wie zuvor...
ab 10.9.
STURM
OmU - Drama - D/DK/NL 2009 - 110 Min. - R.: Hans-Christian Schmid
mit Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane, Rolf Lassgård
OmU - Orig. Los Abrazos Rotos - E 2009 - 129 Min. - R.: Pedro Almodóvar
mit Penélope Cruz, Lluís Homar, Blanca Portillo, José Luis Gómez
Schon beim Casting für seinen neuesten Film verliebt sich der junge
Regisseur Mateo Blanco leidenschaftlich in die wunderschöne Hauptdarstellerin Lena. Eine gefährliche Leidenschaft, denn Lena ist mit einem
Bankier verheiratet, der jeden ihrer Schritte argwöhnisch überwachen lässt.
Und auch Mateos treue Assistentin Judit reagiert eifersüchtig.
Die Lage spitzt sich immer weiter zu und gipfelt in einem tragischen
Autounfall, bei dem Lena ihr Leben und Mateo sein Augenlicht verliert... 14
Jahre später führt Mateo unter neuer Identität ein ruhiges Leben als Autor
und scheint seine Vergangenheit erfolgreich verdrängt zu haben. Als er aber
nach einem Unfall seines Sohnes an dessen Krankenbett wachen muss,
beginnt er sich plötzlich zu erinnern - und zu erzählen ...
SONDERPROGRAMM
FILMPSYCHOLOGISCHE BETRACHTUNGEN PSYCHOANALYTIKER STELLEN FILME VOR
Sonntag, 13.09.2009, 15.30 Uhr
KIRSCHBLÜTEN - HANAMI
D 2007 - Regie: Doris Dörrie - mit Elmar Wepper, Hannelore Elsner,
Nadja Uhl, Maximilian Brückner, Aya Irizuki, Birgit Minichmayr - 127 Min.
„Kirschblüten - Hanami”, ein Film von Doris Dörrie (Deutschland 2007),
erzählt eine zutiefst berührende Geschichte von der Überwindung seelischen Stillstandes, von Tod und Trauer um nicht-gelebte Beziehung, so wie
um schicksalhaft verpaßte Entwicklungschancen. Kongenial gespielt von
Elmar Wepper, Hannelore Elsner, Nadja Uhl und anderen, entfaltet sich die
Filmgeschichte entlang des Abschied-Nehmens eines kleinen, bayerischen
Beamten im Pensionierungsalter von seiner verstorbenen Ehefrau. Vor der
Kulisse des japanischen Kirschblütenfestes nimmt der Film dabei eine generationenübergreifende Perspektive ein. „Kirschblüten - Hanami” bedeutet
„großes Kino”, traurig und beglückend zugleich.
Vorgestellt von Dipl.-Psych. Rupert Martin
Psychoanalytische Arbeitsgemeinschaft Köln-Düsseldorf e.V. (Institut der DPV/DGPT)
Riehler Str. 23, 50668 Köln, Tel. 0221/135901, eMail: [email protected]
KÖLNER KINONÄCHTE IM OFF BROADWAY
Sa., 29.8., 20.00 Uhr Preview
TAKING WOODSTOCK
Hannah Maynard ist Anklägerin am Kriegsverbrechertribunal in Den
Haag und führt einen Prozess gegen Goran Duric, einen ehemaligen
Befehlshaber der jugoslawischen Volksarmee. Ihm wird vorgeworfen,
für die Deportation und den späteren Tod bosnisch-muslimischer
Zivilisten in Kasmaj, einer Kleinstadt in der heutigen Republika Srpska,
verantwortlich zu sein. Als sich ein wichtiger Augenzeuge bei seiner
Aussage in Widersprüche verstrickt, schickt das Gericht eine Delegation
nach Bosnien, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Die Zweifel an der
Glaubwürdigkeit des Zeugen erhärten sich, allem Anschein nach sagt
er nicht die Wahrheit. Kurz darauf findet man seine Leiche; er hat sich
in seinem Hotelzimmer das Leben genommen.
OmU - Komödie - USA 2009 - 120 Min. - Regie: Ang Lee
mit Jeffrey Dean Morgan, Emile Hirsch, Liev Schreiber, Paul Dano
Er gilt als einer der besten Seismographen amerikanischer Befindlichkeiten.
Nach Post-Vietnam-Trauma (”Der Eissturm”), Bürgerkrieg (”Ride with the
devil”) und Schwulendrama (”Brokeback Mountain”), widmet sich der vielfach preisgekrönte Taiwanese Ang Lee auf gewohnt gekonnte Art dem
legendären „Love & Peace”-Happening Woodstock. Basierend auf der
Autobiographie von Elliot Tiber erzählt er von einem jungen, naiven
Künstler, der eigentlich nur das finanzklamme Motel seiner Eltern retten
will - und dabei fast unfreiwillig das legendärste aller Open Air-Konzerte
anzettelt. Ein ebenso charmanter wie warmherziger Nostalgietrip in jene
gute alte Zeit, als Träume und Vision scheinbar noch einfach ganz einfach
waren. Hippie-Seligkeit als cineastisches Antidepressivum gegen Web 2.0Stress, Öko-Trauma und globale Finanzkrise.
28
BROADWAY
ARTHAUSKINO • KÖLN • ZÜLPICHER STR. 24 • WWW.OFF-BROADWAY.DE • PROGRAMM + RESERVIERUNG 0221.232418 • KINOKASSE 0221.8205733
So., 30.8., 19.00 Allerweltskino
Sa., 29.8., 22.30 Uhr Allerweltskino
SITA SINGS THE BLUES
CYCLO - XICH LO
(vietnamesisches Original mit deutschen Untertiteln)
Vietnam/Frankreich 1995, Regie: Tran Anh Hung, 120 Min., O.m.dt.U.
Ein junger Rikscha-Fahrer, dessen Gefährt gestohlen wurde, muß dieses
abbezahlen, indem er Verbrechen begeht. Anfangs unwillig, fasziniert ihn
die Welt der Gangster von Ho-Chi-Minh-City. Die Stadt zeigt der Regisseur
als einen Hexenkessel von Armut und Tristesse, der seine Bewohner aufheizt, antreibt und zu Tode erschöpft auf der Suche nach dem schnell verdienten Geld. Ein schonungsloser Bericht von den Lebensbedingungen und
der Anarchie im heutigen Vietnam, inszeniert unter Berufung auf östliche
Darstellungstraditionen. Dokumentarische Szenen unterstreichen den
bewussten Ausschnittcharakter des Gezeigten.
So., 30.8., 13.30 Uhr
Internationales FrauenFilmFestival Dortmund | Köln
englO - Animationsfilm USA 2008, Buch und Regie: Nina Paley, 82 Min.
Eins ist wohl in allen Kulturen der Welt gleich: Es tut weh, verlassen zu werden.
Ausgelöst durch die Trennung von ihrem Mann schuf die Animatorin Nina Paley
einen Film, der sich mit dem indischen Nationalepos „Ramayana” beschäftigt
und zeigt, dass Trennungen schon seit jeher Thema waren und verarbeitet werden mussten. Von diesem Schmerz weiß auch Annette Hanshaw zu singen, die
ihre Hits in den Zwanziger Jahren hatte. Aus diesen Zutaten schafft die
Regisseurin einen beeindruckenden Film. Sie kombiniert die verschiedensten
Techniken vom klassischen Zeichentrickfilm bis zur computergenerierten 3-DAnimation mit einem kraftvollen Musik-Score, der indische Elemente genauso
einsetzt wie den traurigen Blues von Annette Hanshaw, die ihre Lieder immer
beendete mit einem schüchternen: „That’s all!”
Eine Gemeinschaftsveranstaltung mit INDAC
L’HOMME QUI MARCHE
fr.O.m.engl.U - F 2007 -82 Min. Regie: Aurélia Georges - mit Mireille Perrier,
John Arnold, Judith Henry, Miglen Mirtchev, César Sarachu, Florence Loiret-Caille
”L’Homme qui marche” (”Der gehende Mann”) ist der Titel einer Plastik Alberto
Giacomettis. Und an die dünnen langen Figuren des Schweizer Künstlers erinnert auch der Protagonist in L’HOMME QUI MARCHE. Der Film erzählt die
Geschichte eines kompromisslosen russischen Schriftstellers in Paris von den
1970er Jahren bis in die 1990er Jahre. Nach der Präsentation seines ersten
Buches gibt Viktor Atemian sein gutgehendes Übersetzungsbüro auf. Doch die
Zeiten ändern sich wieder. Der Stolz hindert Atemian jedoch Hilfe anzunehmen,
so dass ihn am Ende selbst die besten Freunde links liegen lassen. Die Figur des
Viktor Atemian wurde nach einem echten Fall gestaltet. Aurélia Georges schildert präzise das Scheitern und den Abstieg eines begabten, aber verkannten
Künstlers bis zu seinem Tod in völliger Einsamkeit. Zugleich ist L’HOMME QUI
MARCHE auch eine Reflexion darüber, wie sich die Rolle des Künstlers in der
Gesellschaft in den vergangenen 30 Jahren gewandelt hat. Herausragend ist die
Darstellung Atemians duch César Sarachu, der den Wandel der Zeit über seinen
Körper auszudrücken vermag.
www.allerweltskino.de
Di., 15.9., 20.00 Uhr - (Kölner Erstaufführung)
So., 30.8., 15.30 Uhr Filmpsychologische Betrachtungen
Di., 22.9., 20.00 Uhr - (Kölner Kinoerstaufführung)
QI - AUF DEN SPUREN CHINESISCHER HEILKUNST
TÖDLICHE VERSPRECHEN
GB/CND 2007 - 100 Min. - Regie: David Cronenberg - mit: Viggo Mortensen,
Naomi Watts, Vincent Cassel, Armin Mueller-Stahl, Sinéad Cusack
Seit über dreißig Jahren spalten die Filme David Cronenbergs bereits die
Gemüter von Zuschauern und Kritikern und eben diese Polemik verschaffte
dem kanadischen Ausnahmeregisseur kürzlich den Douglas-Sirk-Preis 2007.
Immer waren es Werke über Körperlichkeit, Metamorphosen, Sex und Gewalt
in einer kühlen, fast klinischen Inszenierung, die Mainstreamsehgewohnheiten
auffällig trotzten. Mit „A History of Violence” wurde der Stil zwar direkter, aber
auch hier setzte man sich provokativ zwischen die Stühle. „Tödliche
Versprechen” führt diesen Weg nun konsequent weiter.
Vorgestellt von Dr. med. Sabine Wollnik / Dipl.-Psych. Rupert Martin
29
SEAVIEW
Irland 2008, Regie: Nicky Gogan, Paul Rowley, 82 Min., engl.O.m.dt.U.
Nördlich von Dublin liegt das Ferienlager Mosney, 1948 eröffnet, um irischen
Familien die Möglichkeit zu geben, dem Alltag zu entfliehen. Wer Mosney heute
besucht, findet eine völlig andere Welt vor, die allerdings immer noch mit dem
Thema ”Entkommen” zu tun hat: Der ehemalige Ferienort dient heute als
Aufnahmelager für Asylbewerber aus der ganzen Welt. Die Filmemacher haben
drei Jahre in Mosney gelebt und das Vertrauen der Bewohner gewonnen, die ihre
Lebensgeschichte erzählen. Langjährige Angestellte führen durch verlassene
Tanzsäle, leere Swimmingpools, streichen entlang vergessener Spielautomaten. Die
Regisseure führen persönliche Gespräche, die die Einzelschicksale ebenso thematisieren wie die Alltäglichkeiten des Lagerlebens. ”Unter all den Dokumentarfilmen,
die sich mit dem Thema ‘Asylbewerber und Immigration’ beschäftigen, ist wohl keiner menschlicher und aufwühlender als ‘Seaview’”. (Sheffield Doc/Fest)
Videovorführung, D 2009, Regie und Buch: Solveig Klaßen, 82 Min.
Hier im Westen wird die traditionelle chinesische Medizin immer beliebter,
in ihrem Heimatland schwindet ihre Akzeptanz im Zuge des modernen
Fortschritts. Der Film stellt uns einen Naturheiler in den Bergen nahe der
burmesischen Grenze vor, einen Kräuterheiler, der auch Knochenbrüche
kuriert, eine Apotheke für Heilkräuter, Nonnen eines daoistischen Klosters.
Nach der daoistischen Lehre kann man die Kraft der Lebensenergie ”Qi”
durch Meditation und Übung wachsen lassen, um der Unsterblichkeit
näher zu kommen. Ein sehr persönlicher Film mit besonderen Einblicken in
die chinesische Welt des Heilens.
Die Filmemacherin Solveig Klaßen ist eingeladen.
Di., 29.9., 20.00 Uhr
DIE REISE DES CHINESISCHEN TROMMLERS
Hongkong/Taiwan/D 2007, Regie und Buch: Kenneth Bi, 118 Min., O.m.U
Nach einer Affäre muss Sid in die Einsamkeit der taiwanesischen Berge fliehen.
Er, verwöhnt, arrogant und vorlaut, selbst Schlagzeuger in einer Band, soll sich
dort mit dem einfachen und an klosterähnliche Regeln gebundenen Leben von
Zen-Trommlern arrangieren. Die sonoren Schläge der Trommeln in einer
eindrucksvollen Berglandschaft unterstreichen unterschiedliche Lebenseinstellungen, Auseinandersetzungen und die Kraft der Meditation.
Hintergrund
Weißes Trio: 1. Besetzung (Henry Hübchen), 2. Besetzung (Markus Hering) und Stuntman
DER TRINKER UND SEIN DOUBLE
„Whisky mit Wodka“ von Andreas Dresen
Otto Kullberg ist der Star einer neuen Liebeskomödie, die in den 1920er Jahren spielt. Doch
er ist auch ein Trinker. Als er deswegen eine Szene versaut, besteht der Produzent darauf,
dass der Film zur Sicherheit parallel mit einem anderen Schauspieler gedreht wird.
➜ Pointierte Nabelschau
Es ist ein offenes Geheimnis, dass in der Filmindustrie, nachdem die letzte Klappe
des Tages gefallen ist, gerne und regelmäßig zu tief ins Glas geschaut wird. Das
gilt auch für die Schauspieler, die im Scheinwerferlicht stehen. Dazu muss man
sich nur mal die einschlägigen Memoiren der großen Stars durchlesen. Unter ihnen ist kaum einer, der diesen Makel nicht eingesteht, und sei es nur im Rückblick
und als überstandene Schattenseite aus längst vergangenen Tagen. Nun hat
Andreas Dresen („Wolke 9“) in seinem neuen Film diese Kehrseite des Showbusiness in den Mittelpunkt gestellt, und ähnlich wie im Fernsehfilm „Der Trinker“ von
Tom Toelle mit Harald Juhnke in der überzeugenden Titelrolle gibt es auch hier
Überlagerungen zwischen Fiktion und Realität. Denn inspiriert wurde Dresens
Film von den Schilderungen Frank Beyers, der diese am Set eines Kurt MaetzigFilms in den 1950er Jahren selbst gemacht hatte.
Henry Hübchen gibt in „Whisky mit Wodka“ den Superstar Otto Kullberg, dessen
Name allein für volle Kassen sorgt. Doch seine Neigung, immer mal wieder ein
Glas zu viel zu heben, zwingt seinen Produzenten nun nach einem geplatzten Film
dazu, sich eine Option offen zu halten, indem alle Szenen im direkten Anschluss
mit einem weiteren Schauspieler in Kullbergs Rolle gedreht werden. Dass die
Stimmung am Filmset deswegen nicht gerade zum Besten bestellt ist und sich
aufgrund alter Freundschaften und neuer Beziehungskonstellationen auch emotional so einiges zu überschlagen droht, erzählt Dresen in einem herrlich selbstironischen und aufschlussreichen Film. Da gibt es zahlreiche Breitseiten gegen das
inzestuöse Miteinander der „Großfamilie“ Filmproduktion, gegen die aktuelle Finanzierungsmisere und die absurderen Formen der Filmförderung, gegen eitles
Schauspielergewäsch, interne Hierarchien und eingespielte Zeremonien wie das
Bergfest zur Mitte der laufenden Produktion. Für Andreas Dresen, dessen achter
Kinofilm „Whisky mit Wodka“ ist (Fellini lässt grüßen, der seinen achten Film „81/2“
auch als Anlass zur kritischen Nabelschau der Filmbranche nutzte), stellt dies nun
nach einigen eher tragikomisch angehauchten Geschichten und dem Alte-LeuteLiebesdrama „Wolke 9“ den gelungenen Versuch dar, eine Komödie zu inszenieren,
die über die leichten Schmunzelgags hinausgeht. Dank Sylvester Groth als überforderter Regisseur, Corinna Harfouch als selbstironische Diva und vor allem Henry
Hübchen und Markus Hering als auswechselbare Hauptdarsteller des Films im Film
ist ihm dies auch auf unterhaltsame und kurzweilige Weise geglückt.
FRANK BRENNER
WHISKY MIT WODKA
Regiepreis in Karlovy Vary: Andreas Dresen
Drama/Tragikomödie - D 2008 - 104 Min. - Regie: Andreas Dresen - Kamera: Andreas
Höfer - mit: Corinna Harfouch, Henry Hübchen, Sylvester Groth - Verleih: Senator
Start: 3.9. Weisshaus, Cinenova
WHISKY MIT WODKA - AM RANDE
Andreas Dresens neuestes Werk verspricht vor allem nach seinen überaus erfolgreichen Filmen „Sommer vorm Balkon“ und „Wolke 9“ wiederum ein großer
Publikumsfilm zu werden. Dazu besetzte Dresen die Rollen der HauptdarstellerInnen mit namhaften deutschen SchauspielerInnen. Trotz aller Prominenz
kam es, wie typisch für den unprätentiösen Teammenschen Dresen, niemals zu
Konflikten am Drehort: „Film muss eben nicht immer Krieg sein!“, sagt er selbst.
Auch der Produzent des Films, Christoph Müller, der zum ersten Mal mit Dresen
zusammenarbeitete, lobte die enge und überaus unkomplizierte Produktion:
„Wenn er (Andreas Dresen, die Red.) einen Wunsch äußert, versucht man alles
zu tun, um ihn zu erfüllen. Denn man weiß, dass er vorher schon ernsthaft darüber nachgedacht hat, was sinnvoll ist.“ Die ruhige und dennoch manchmal
unkonventionelle, auf Improvisation bauende Regieführung Dresens gründet u.a.
auf dessen klassischer Ausbildung mit dem Weg über das Theater. Der 1963 in
der ehemaligen DDR geborene Regisseur hat sein Studium zwar an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg absolviert, kehrt aber nach wie vor
immer gerne an die Bühne zurück, auch wenn es nur für kurze Gastspiele ist. So
war er zuletzt 2006 mit einer Don Giovanni-Inszenierung an der Baseler Oper live
zu erleben.
LINDA HOEMBERG
Weiterführende Informationen:
Andreas Dresen – Mein Leben.
Dokumentation - D 2008 - 43 Min. - R: Cordula Kablitz-Post - P: avanti media, ZDF
30
NEUSTARTS
KINDERFILM
IM SEPTEMBER
ICE AGE 3
TAKING WOODSTOCK
Ab 3.9.
Komödie – USA 2009 – R: Ang Lee – D: Demetri Martin, Imelda Staunton
Eigentlich träumt der junge Elliot Tiber von einer Karriere als Innendesigner. Doch das
Motel seiner Eltern läuft alles andere als berauschend: Er bietet den Veranstaltern eines
großen Open Air-Konzerts einfach die Kuhwiese hinter dem elterlichen Grundstück als
Austragungsort an – ohne zu ahnen, welche Welle er mit diesem Angebot losschlägt.
ZU FUSS NACH SANTIAGO DE COMPOSTELA
Ab 10.9.
Dokumentarfilm – CHI 2007 – R: Bruno Moll – M: Roman Weishaupt
Roman Weishaupt aus dem bündnerischen Degen in der Schweiz hat ein Ziel vor Augen:
In drei Monaten will er auf dem berühmten Jakobsweg nach Santiago de Compostela
2.300 Kilometer zurücklegen. Die Lust an der Herausforderung und die Hoffnung, sich
selbst besser kennen zu lernen, treiben ihn an …
SONDERPROGRAMM
• 4.9. um 22.45 Uhr
ZEITBLOM
95 Min - Videokunst, Audiovisuelle Kunst,
Experimentalfilm 1983-2009
Jan Arlt, Pascal Fendrich, Bernd Härpfer, David Larcher, Egbert Mittelstädt,
Matthias Neuenhofer
Der erste Teil des Programms zeigt vier
kürzere aktuelle Arbeiten. Nach der
Pause geht es weiter mit dem einstündigen Opus Magnum „Ich Tank“ von
David Larcher.
• 9.9. um 20 Uhr
TAPAS MIXTAS 2
Regie: Alberto Ruiz Rojo, Alex Pastor, David
Alonso, Domingo González, Luis Prieto,
Marcos Valín, Rafa Russo - 94 Min.
Alle Filme im spanischen Original mit
dt. Untertiteln
• 16.9. um 20 Uhr
WOODSTOCK
(„Woodstock – Director’s Cut“)
DIE REISE ZUM HORIZONT
Ab 17.9.
Dokumentarfilm – A/F 2008 – R: Thomas Latzel – M: Ewa Wisnierska, Dörte Schwarz
Ewa gehört zur absoluten Weltspitze. Aber irgendwie läuft es nicht mehr rund für die
Top-Pilotin. Als die 35Jährige bei einem Höllenflug durchs Gewitter nur knapp dem Tod
entkommt, geht die Nachricht durch die Weltpresse. Dörte ist knapp doppelt so alt und
will ihren alten Traum endlich verwirklichen: Sie lernt von Ewa das Fliegen.
SUSOS TURM
Ab 17.9.
Komödie – E 2007 – R: Tom Fernández – D: Javier Cámara, Gonzalo de Castro
Cundo kehrt nach zehn Jahren Abwesenheit in seine Heimat zurück. Anlass ist der
Tod seines besten Freundes Suso. Cundo plant ein wildes Besäufnis mit seinen alten
Freunden, bei dem er ihnen vorspielt, dass alles in seinem Leben bestens läuft. Völlig
unerwartet entdeckt Cundo, dass Suso etwas Unerledigtes hinterließ …
WÜSTENBLUME
Ab 24.9.
Drama – GB/D/A 2008 – R: Sherry Hormann – D: Liya Kebede, Sally Hawkins
Geheimnisvoll, stolz, wunderschön: Als die junge Somalierin Waris Dirie in einem
Londoner Fastfood-Restaurant von Starfotograf Terry Donaldson entdeckt wird, feiert
die internationale Modewelt begeistert die Geburt eines neuen Top-Models. Doch hinter
der glamourösen Fassade verbirgt sich ein zutiefst bewegendes Schicksal. Ein Plädoyer
gegen die menschenverachtende Tradition der Genitalverstümmelung.
LOUISE HIRES A CONTRACT KILLER
Ab 24.9.
Komödie – F 2008 – R: Gustave de Kervern, Benoît Delépine – D: Yolande Moreau, Bouli Lanners
Eine Fabrik irgendwo in der französischen Provinz. Nach einem Sozialplan sind die
Arbeiterinnen auf der Hut. Die Bestätigung wartet alsbald: Die Fabrik wird leergeräumt,
die Direktion ist getürmt. Die Arbeiterinnen versammeln sich in einem Café. Die radikale
Louise ergreift das Wort: Sie hat eine machbare und gangbare Idee …
Musikfilm - USA 1969 - 216 Min. Eintritt: 8 Euro
KINO IN DER SÜDSTADT • SEVERINSTRASSE 81 • TELEFON 0221. 31 31 10 • WWW.ODEON-KOELN.DE
31
Film-Kritik
1969 – 2009
Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu feiern!
1. September 2009, 20 Uhr
The Day After
SO BEAUTIFUL
„Taking Woodstock“ von Ang Lee
KONZERT IN DER KÖLNER PHILHARMONIE
Weil er das Motel seiner Eltern retten will, bietet Elliott Tiber 1969 heimatlos gewordenen
Konzertveranstaltern eine Wiese an. Von dem Ausmaß des Open Air-Spektakel ahnt er nichts.
➜ Individueller Blick auf das Hippie-Spektakel
Japan: Alte Musikformen in neuer Klangsprache
Ausführende: Ensemble Yûsei (Tôkyô)
Künstlerische Leitung: HOSOKAWA Toshio
©
KOJIMA Aiichirô
2. September 2009
15 – 16 Uhr
VORTRAG ÜBER DAS ERLERNEN DER JAPANISCHEN SPRACHE
16 – 17 Uhr
WORKSHOP ZU ORIGAMI UND KALLIGRAPHIE
2. September bis 8. September 2009
SERVICE DER BIBLIOTHEK
verlängerte Öffnungszeiten
3. September 2009, 19 Uhr
FILM
Detoroito metaru shiti (Detroit Metal City)
Japan 2008, 104 min., OmeU,
Regie: LEE Toshio
©
2008 „DETROIT METAL CITY“
Film Partners
4. September 2009, 19 Uhr
AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
Winter Garten: „Micropop“ in der zeitgenössischen japanischen Kunst
Zusätzlich: Bücherausstellung der Bibliothek:
„Japan cool: Pop Culture in Japan“
©
KUNIKATA Mahomi
7. September 2009, 19 Uhr
FILM
Toki o kakeru shôjo
(The Girl Who Leapt Through Time)
Japan 2006, 99 min., OmeU,
Regie: HOSODA Mamoru
©
Kadokawa Pictures, Inc.
8. September 2009, 19 Uhr
KONZERT
Zum 100. Geburtstag von KISHI Kôichi
(1909-1937) – ein musikalischer Brückenbauer zwischen Deutschland und Japan
KINO Masayuki, Violine; KINO Mami, Klavier
Vierzig Jahre ist es jetzt her, dass Woodstock die Dimensionen sprengte und
Rockfestivals in eine neue Ära katapultierte. Zugleich wurde es zum Mythos
einer Bewegung. Zu ihrem medialen Höhepunkt und zugleich zum Zeichen des
Kollaps’. Kurz zuvor schockte die langhaarige Manson-Family mit ihren Morden.
Noch im selben Jahr endet der Hippietraum von „Love, Piece & Happiness“ mit
einem Mord an einem Schwarzen während des Gratiskonzerts der Rolling
Stones in Altamont.
Von all dem ahnt der junge Elliott nichts, als er zu seinen Eltern fährt, um mal
wieder deren bankrottes Motel vor dem Ende zu bewahren. In Bethel, dem verschlafenen Nest seiner Kindheit, hält ihn eigentlich nichts. Am wenigsten seine
griesgrämige, geizige Mutter, die mit ihrer Art jeden Kunden verscheucht. Dann
liest Elliott in der Zeitung, dass die Nachbargemeinde aus Angst vor dem
Ansturm der Hippies ein großes Rockfestival hat platzen lassen. Er wittert die
Chance, das Festival nach Bethel holen zu können. Die eigene Wiese hinter dem
Motel ist zwar zu klein, dafür einigt man sich mit dem Milchbauern Max. Das
Motel von Elliotts Eltern wird das Hauptquartier der Konzertveranstalter. Eine
halbe Million Menschen versammelt sich auf dem Festivalgelände, ebenso viele
stecken auf den Straßen im Chaos fest. Der Rest ist Geschichte.
Ang Lee macht mit „Taking Woodstock“ einen angenehm leichten Film über das
legendäre Open Air-Konzert der Hippie-Ära. „Woodstock“, die dreistündige
Doku von Michael Wadleigh - 1970 erfolgreich in den Kinos gestartet - kennt
fast jeder. Daher ist Lees persönlichere Perspektive eine große Bereicherung.
Nach dem autobiografischen Roman von Elliott Tiber erzählt er hier, wie eine
Horde Individualisten in ein von der Gegenkultur noch recht unberührtes Fleckchen Land einfällt. Für Elliott, der gerade mühselig den Absprung ins eigene
Leben angeht, ist die Konfrontation mit all den Freaks ein Katalysator für die
Selbstfindung und die längst fällige Abnabelung von seinen Eltern. Der ruhige
Vater hat nicht viel zu sagen, und die Mutter ist eine paranoide Giftschlange,
die nur einmal im Film fröhlich ist: während eines ungewollten LSD-Trips.
Neben dieser spannungsgeladenen Familiengeschichte (großartig: Imelda
Staunton als Mutter) transportiert der Film auch viel vom sozialen Mit- und
Gegeneinander der Zeit. Die Menschen aus der Provinz begegnen dem Neuen
mit Argwohn. Dieses Neue ist aber wiederum auch ein komplexes Gemisch.
Davon zeugen überraschende Bilder von geschäftigen Anzugträgern neben dem
auf einem Pferd Jesus gleich über die Wiese schwebenden Veranstalter Michael
Lang. „Woodstock“ war kein spontanes Hippie-Sit-In, sondern ein Millionengeschäft. Wenn auch vor Film- und Soundtrackauswertung zunächst ein millionenschweres Minusgeschäft. Dass Idealismus aber dennoch groß geschrieben
wurde, davon zeugen Bilder aus dem alten „Woodstock“-Film. Da erzählen die
Veranstalter Lang und Artie Kornfeld lachend vom finanziellen Desaster. „Aber
sie sehen so glücklich aus“, wundert sich der Interviewer. Kornfeld, über die
Menschenmassen blickend: „This is so beautiful, right?“.
CHRISTIAN MEYER
TAKING WOODSTOCK
Japanisches Kulturinstitut Köln
(The Japan Foundation)
Universitätsstr. 98 I 50674 Köln
T. 0221 – 9 40 55 80 I F. 0221 – 9 40 55 89
www.jki.de I [email protected]
Komödie - USA 2009 - 120 Min. - Regie: Ang Lee - Kamera: Eric Gautier - mit: Jeffrey
Dean Morgan, Emile Hirsch, Liev Schreiber - Verleih: Tobis
Start: 3.9. OFF Broadway, Odeon, Cinenova
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JUNGES DEUTSCHES KINO IM SEPTEMBER
Gesine Danckwarts herausfordernde
Montage trägt den schönen Untertitel
„Immer das Scheißbeste aus
allem machen“ tip Berlin
Unter Zeugenschutz: Anamaria Marinca als Mira
THRILLER INTERNATIONAL
Um dein Leben
„Sturm“ von Hans-Christian Schmid
Ein Film von Gesine Danckwart
(D 2008 • 86 Min.)
Eine Anwältin und eine Zeugin legen sich vor dem Europäischen Gerichtshof mit einem
Kriegsverbrecher an.
➜ Aufregender, anspruchsvoller Thriller
Die deutschen Vorzeigeregisseure wagen sich zunehmend ans internationale
Thrillergenre: Nachdem sich Tom Tykwer mit „The International“, in dem nicht
nur die Actionsequenzen bemüht aussahen, verhoben hatte, legt nun HansChristian Schmid nach: „Sturm“, eine in Englisch gedrehte, deutsch-dänische
Koproduktion, die sich dem fiktiven Fall eines serbischen Kriegsverbrechers
annimmt, der vor dem Tribunal in Den Haag steht. Kerry Fox („Intimacy“) spielt
darin die Anklägerin Hanna Maynard. Als deren wichtigster Zeuge falsch aussagt, droht der Fall zu kippen. Die serbischen Nationalisten reiben sich daheim
bereits die Hände, da kommt Mira (Anamaria Marinca, „4 Monate, 3 Wochen
und 2 Tage“), die Schwester des Zeugen, ins Spiel. Die hat allerdings ihre traumatische Vergangenheit hinter sich gelassen und lebt mittlerweile mit Mann
und Kind in Deutschland. Als Hanna sie darum bittet, vor dem Kriegsverbrechertribunal auszusagen, muss sie sich entscheiden zwischen Vergessen und
Gerechtigkeit. Währenddessen wächst der Druck auf die beiden Frauen, die
nicht nur von Nationalisten bedroht, sondern denen auch von Politik und
Richterschaft Barrieren in den Weg gelegt werden.
Hans-Christian Schmid macht fast alles richtig: Anders als Tykwer verzichtet er
auf 08/15-Geballer und große Stars und besetzt die Hauptrollen mit Fox und
Marinca, die beide überzeugen, deren Gesichter aber nicht allgegenwärtig sind.
Das tut dem Film gut, der sich nicht starbesetzt und reißerisch am Genre anlehnt, sondern den Thrill auch ohne schnelle Schnitte und überbordende Action
herauszukitzeln vermag. Aus glaubwürdigen Konflikten und Figuren spinnt
Schmid ein unspektakulär inszeniertes, aber mitreißendes Drama, das den politischen Konflikt aufgreift, der aus dem Streben der europäischen Richter nach
gerechter Strafe und dem Interesse der Europäischen Union an einer harmonischen Zukunft entsteht. Es sind zugleich die zwei Positionen, die Mira, hin- und
hergerissen zwischen Hoffnung auf Genugtuung und dem Drang zu vergessen,
in sich vereint.
Randfiguren wie Miras Ehemann erscheinen da vergleichsweise trivial gezeichnet, und am Ende macht es sich die Geschichte etwas zu einfach - insgesamt
aber vereinbart Schmid in seinem internationalen Debüt Tiefgang und Unterhaltung zu einem runden Thriller, der funktioniert, ohne sich uninspiriert angepasster Genre-Schablonen zu bedienen. Der gelungene Soundtrack von „The
Notwist“ bewegt sich dazu sphärisch im Hintergrund.
HARTMUT ERNST
Ab 3. September
AB 10. SEPTEMBER
ANTICHRIST
DK / D / F / IT / PL 2009 • 108 Min. • Regie: Lars von Trier
Mit Willem Dafoe, Charlotte Gainsbourg u.a.
Ein Paar will den Verlust des Sohnes überwinden und zieht sich in eine einsame
Hütte in den Wäldern zurück. Als Psychiater versucht der Ehemann seine Frau zu
therapieren und muss bald erkennen, das sehr viel mehr hinter ihrem Zustand
steckt. Eine Reise in menschliche Abgründe und Ängste – Darstellerpreis für
Charlotte Gainsbourg in Cannes 2009!
AB 10. SEPTEMBER
ONE MAN VILLAGE
PREMIERE MIT GÄSTEN AM 7. SEPTEMBER, 20 UHR
Libanon 2008 • 86 Min. • Regie: Simon El Habre
Semaan lebt in einem Dorf, das während des libanesischen Bürgerkriegs von 1975
bis 1990 völlig geleert und zerstört wurde. Die ehemaligen Bewohner kommen
nur noch zurück, um ihr Land zu bewirtschaften und ihre Häuser zu besuchen. Ein
humorvoller Film, der die kollektive und individuelle Erinnerung in einem Land
reflektiert, das scheinbar nichts aus der Vergangenheit gelernt hat...
AB 17. SEPTEMBER
ASHES OF TIME: REDUX
Hongkong 1994 / 2008 • 93 Min. • Regie: Wong Kar Wai
Mit Leslie Cheung, Brigitte Lin, Tony Leung, Maggie Cheung u.a.
Im alten China bietet der Schwertkämpfer Ouyang Feng an, Probleme zu „lösen“.
Als Auftragskiller ist er erbarmungslos und kaltblütig, doch die Begegnungen mit
Freunden und Feinden machen ihm seine Einsamkeit mehr und mehr bewusst...
Vom Regisseur überarbeitetes Epos, mit restaurierter Farb- und Musikgestaltung
und ohne plakative Kampfszenen...
Antichrist
Louise Hires a Contract Killer
AB 24. SEPTEMBER
STURM
Drama - D/Dk/NL 2009 - 110 Min. - Regie: Hans-Christian Schmid - Kamera: Bogumil
Godfrejow - mit: Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane - Verleih: Piffl
Start: 10.9. OFF Broadway, Cinenova
L OFrankreich
U I S E2008H I• 94R EMin.S• Regie:
A CGustave
O N TKervern
R A C& Benoît
T KDelépine
ILLER
Mit Yolande Moreau, Bouli Lanners, Mathieu Kassovitz u.a.
Gestern gab's noch Geschenke vom Chef. Jetzt steht die Fabrikhalle leer: die
Maschinen nach Asien verschifft, die wackere Frauentruppe verschaukelt. Und Louise
hebt den Finger: „Das reicht für 'nen Profi – lasst uns den Boss abknallen!“ Eine
respektlose Anarcho-Komödie, die vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftskrise
den Finger nicht nur in die Wunde legt, sondern genüsslich darin herumpult...
AUSSERDEM IM PROGRAMM
DER WIND ZIEHT SEINEN WEG von Giorgio Diritti (3.- 9.September)
RETROSPEKTIVE GUS VAN SANT – sonntags 20 Uhr, montags 21.30 Uhr
MALA NOCHE (13.+14.9.), ELEPHANT (20.+21.9.), LAST DAYS (27.+28.9.)
33
FILMPALETTE · FILMKUNSTKINO · Lübecker Str. 15 · 50668 Köln
Tel.: 0221 – 12 21 12 · www.filmpalette –koeln.de
FilmBar
40
Jahre Japanisches Kulturinstitut
Schizophrener Popstar: „Detroit Metal City“
J-POP AUF CELLULOID
JUBILÄUMSFEIER MIT POP-FILMEN
„Eine feinfühlige Adaption des Bestellers.“
SCR EEN
„John Malkovich in einer
seiner fesselndsten Darbietungen.“
NEW YO R K TI M ES
Das 1969 in Köln gegründete Japanische Kulturinstitut ist das einzige seiner Art
in Deutschland. Es wurde initiiert, um die japanische Kultur vorzustellen und
den kulturellen Austausch zwischen Japan und Deutschland zu fördern. Das
macht das äußerst schön am Aachener Weiher gelegene Haus nun seit vierzig
Jahren mit einem üppigen Programm. Hier organisiert man deutschland- und
sogar europaweit Veranstaltungen. Das Programm im Kölner Stammhaus setzt
sich vor allem aus Vorträgen, Musikveranstaltungen, Kunstausstellungen und
Filmvorführungen zusammen. Letztere sind für Cineasten eine wahre Goldgrube. Hier kann man die japanischen Altmeister Yasujiro Ozu und Kenji Mizogushi
studieren. Hier kann man das Gesamtwerk von Akira Kurosawa erforschen. Und
hier kann man in regelmäßigen Abständen Klassiker und Raritäten der japanischen Nouvelle Vague von Nagisa Oshima, Seijun Suzuki oder Shohei Immamura erkunden. Aber das Japanische Kulturinstitut war nie eine Institution, die
ihren Vermittlungsauftrag jenseits bereits anerkannter Kulturgeschichte enden
lässt. Mit konsequenter Regelmäßigkeit wird auch das jeweils Neue ins Haus
geholt und dem Publikum vorgesetzt. Mitte der 90er Jahre konnte man einen
hierzulande noch völlig unbekannten Takeshi Kitano und seine ersten Spielfilme entdecken. Eine Hochkultur-Enklave kann man das Japanische Filminstitut wirklich nicht nennen.
Das zeigt auch „Feuer und Flamme – Neue japanische Pop-Filme“, die Filmreihe
zum Geburtstag. Ab dem 3. September werden jeweils montags und donnerstags um 19 Uhr elf Filme aus dem 21. Jahrhundert gezeigt. So zum Beispiel
„Go“ (2001) von Isao Yyukisada, der das selten thematisierte Problem des Rassismus in Japan aufgreift. Sugihara ist ein sogenannter Zainichi. Er gehört der
koreanischen Minderheit in Japan an und kämpft wütend um Anerkennung.
Ein zahlreich prämiertes Kleinod des jüngeren japanischen Kinos (1.10.). Pop
ganz wörtlich genommen ist das Thema von „Detroit Metal City“. Negishi will
eigentlich sanften J-Pop machen. Stattdessen gerät er durch ein Missverständnis an eine Black Metal Band. Dort steht er in diabolischer Aufmachung als
Johannes Krauser II grunzend auf der Bühne. Zu seinem Leidwesen hat die
Band enormen Erfolg, nur seine heimliche Liebe mag den Sound nicht. Die
überdrehte Verwechslungskomödie, eine Realverfilmung des erfolgreichen
gleichnamigen Manga und Anime, ist sicherlich unterhaltsamer als Hannah
Montana (3.9.). Mit einem Anime wartet die Filmreihe selbstverständlich auch
auf: „The Girl who leapt through Time“ (2006) von Mamoru Hosoda erzählt
von einem Mädchen, das durch die Zeit reisen und den Lauf der Geschichte
verändern kann. Nur ist ihr Reisekontingent begrenzt. Das führt mit der Zeit
unweigerlich zu Problemen. Echtes Arthouse-Kino muss man hier auch nicht
missen: Sabus „Monday“ erzählt von einem braven Mann, der sich nach einer
durchzechten Nacht an nichts erinnern kann. Aber offensichtlich hat er Mist
gebaut, denn unten im Foyer des Hotels, in dem er aufwacht, wartet eine ganze
Einheit eines Sonderkommandos auf ihn. Stück für Stück kommt die Erinnerung
zurück an eine brutale, aber auch komische Nacht (5.10.). Den Freigeist und
die Unbekümmertheit des japanischen Pop-Kinos kann man im Japanischen
Kulturinstitut noch bis zum Ende des Jahres bestaunen.
CHRISTIAN MEYER
40 Jahre Japanisches Kulturinstitut I Universitätsstr. 98
Jubiläumsprogramm vom 1. bis 9.9. I Filmreihe „Feuer und Flamme.
Neue japanische Pop-Filme“ vom 3.9. bis 17.12., Mo/Do, 19 Uhr
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Roter Teppich
Noch hat sie gut lachen: Karoline Herfurth als Jüdin bei der NS-Olympiade 1936
„VON DER LUST AM LERNEN UND DER LIEBE ZUM KINO“
KAROLINE HERFURTH ÜBER „BERLIN 36“, IHRE FASZINATION FÜR DIE SCHAUSPIELEREI UND IHR INTERESSE AN DER SOZIALWISSENSCHAFT
Als Mitglied einer Tanztheatergruppe in Berlin tungen aufmerksam geworden oder hatten Sie
wurde die 1984 ebenda geborene Karoline Her- schon zuvor davon gehört?
furth im Alter von elf Jahren von einem Talent- Nein, ich habe von dieser unglaublichen Geschichte
scout entdeckt. Ihr Kinodebüt im Jahr 2000 war vorher noch nichts gehört und bin somit genauso
direkt ein großer Publikums- und Kritikererfolg: überrascht gewesen, zu erfahren, mit welchen Mit„Crazy“ von Hans-Christian Schmid nach dem Ro- teln das nationalsozialistische Regime zu verhindern
man von Benjamin Lebert. Auch mit „Mädchen, versucht hat, eine Jüdin gewinnen zu lassen, um so
Mädchen“ (2001) und dessen drei Jahre später seine unmenschliche Rassenideologie mit aller Anentstandener Fortsetzung konnte Herfurth wei- strengung aufrecht zu halten.
tere Erfolge für sich verbuchen. In Tom Tykwers
internationaler Großproduktion „Das Parfüm“ Die echte Gretel Bergmann lebt noch. Hatten Sie
nach dem als unverfilmbar geltenden Roman die Chance, sie persönlich kennen zu lernen?
von Patrick Süskind fiel sie in der kleinen, aber Ja, ich hatte das Glück und die Ehre, sie dieses Jahr in
nachhaltigen Rolle des Mirabellenmädchens auf. New York kennenzulernen. Und es war eine außergeSpätestens mit ihrer Hauptrolle in Caroline Links wöhnliche und ganz besondere Begegnung, die mir
„Im Winter ein Jahr“, der ihr den Bayerischen viel bedeutet.
Filmpreis als beste Nachwuchsdarstellerin und
den Preis der deutschen Filmkritik als Schauspie- Bereitet man sich auf eine Figur mit realem Vorlerin des Jahres einbrachte, ist Karoline Herfurth bild intensiver vor als auf andere?
zu einer der vielversprechendsten jungen Darstel- Die größte Herausforderung stellt für mich bei der
lerinnen hierzulande herangereift. Nach einem Darstellung einer realen Person die Recherche dar.
Kurzauftritt in Stephen Daldrys
Um eine wahre Geschichte zu
„ICH FINDE GEHEIMNISVOLLERE
„Der Vorleser“ spielt sie nun in
erzählen, möchte ich möglichst
EROTIK SPANNENDER“
Kaspar Heidelbachs „Berlin 36“
authentisch sein, um keine
die jüdische Hochspringerin Gretel Bergmann, die falsche Interpretation eines Menschen zu zeigen. Die
es in die Qualifikation bei der berüchtigten Olym- Autobiografie von Gretel Bergmann war dabei eine
piade während der NS-Zeit schaffte.
große Hilfe. Intensiver würde ich allerdings nicht sagen. Nur anders.
choices: Frau Herfurth, sind Sie selbst auch
sportlich aktiv oder fiel es Ihnen dahingehend Sie haben dieses Jahr für „Im Winter ein Jahr“
eher schwer, sich in die Rolle der Gretel Berg- den Preis der deutschen Filmkritik als beste Darmann einzufinden?
stellerin erhalten. Wie wichtig sind Ihnen denn
Karoline Herfurth: Hochsprung war eine völlig neue Filmkritiken?
Disziplin für mich. Grundsätzlich treibe ich allerdings Kritik kann sehr hilfreich sein, wenn sie objektiv und
auch privat mit Leidenschaft Sport.
sachlich ist. Derartige Kritik finde ich sehr wichtig
und wertvoll. Ich bin daher sehr stolz auf diesen
Mussten Sie für den Film einen speziellen sport- Preis und glücklich darüber, so eine hohe Anerkenlichen Trainingsplan einhalten?
nung ausgesprochen bekommen zu haben.
Ich habe ca. anderthalb Monate unter der Anleitung
von Klaus Baer im Sportforum Berlin für den Hoch- Im Vergleich zu anderen Stars Ihrer Generation
sprung trainiert und musste natürlich auch während fällt auf, dass Sie Ihre Rollen sehr bewusst ausdes Drehs die Kondition halten, also bei jeder Gele- zuwählen scheinen. Lehnen Sie viele Angebote
genheit trainieren.
mangels Qualität ab?
Es gibt sicherlich Bücher, die ich ablehne, weil ich
Sind Sie auf den unglaublichen Fall der Marie mich mit ihnen nicht identifizieren und sie damit
Ketteler erst während der Produktionsvorberei- nicht erzählen kann. Ich habe aber einfach auch
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das große Glück, wirklich schöne Stoffe angeboten
zu bekommen.
Sie haben Theater gespielt und eine klassische
Schauspielausbildung absolviert. Was ist für Sie
das Faszinierende am Beruf des Schauspielers?
Ich liebe das Geschichtenerzählen. Ich liebe es, herauszufinden, wie Geschichten und Menschen gebaut
werden und dargestellt werden können. Das ist eine
tolle Aufgabe. Und ich liebe das Kino und den Film
an sich. Ich empfinde es als großes Glück, ein Teil
von einer bewegenden Geschichte sein zu können.
Ich finde es sehr spannend, welche unterschiedlichen
Erzählweisen für das Theater und den Film gelten.
Sie studieren derzeit in Berlin auch noch Sozialwissenschaft. Haben Sie das Bedürfnis nach
einem zweiten beruflichen Standbein, oder was
ist dafür Ihre Motivation?
Meine Motivation ist zuallererst die Lust am Lernen. Ich finde die Soziologie und die Politik sehr
wichtige und interessante Themen, über die ich
mehr wissen wollte. Es macht mir außerdem Spaß,
Student zu sein und in Vorlesungen und Seminaren
zu sitzen. Bildung ist ein Privileg, und ich habe die
Chance, dieses zu nutzen. Warum also sollte ich es
nicht tun? Ob sich daraus ein zweites berufliches
Standbein entwickelt, kann ich nicht sagen. Es ist
jedenfalls nicht mein Ziel. Zuallererst bin ich Schauspielerin, und ich möchte es bleiben. Ich liebe diesen
Beruf. Ich weiß nur nicht, ob ich das mit 50 immer
noch sage. Vielleicht habe ich irgendwann das Bedürfnis, mich aus diesem Beruf zurückzuziehen. Wer
weiß das jetzt?
Ihr Diplom haben Sie zum Diskurs von Nacktheit
in der Öffentlichkeit abgelegt. Wie ist Ihre eigene
Einstellung dazu hinsichtlich Ihrer Filmrollen?
Das ist ein weites Feld. Grundsätzlich finde ich Erotik
im Kino eine spannende Sache. Ich kann mich nur
nicht mit dem inflationären Gebrauch von Nacktheit
anfreunden. Ich finde geheimnisvollere Erotik, die
mehr Fantasie erlaubt, spannender. Es kommt immer
darauf an, was Nacktheit erzählen soll und wie sie
eingesetzt wird.
INTERVIEW: FRANK BRENNER
FilmBar
Kölner
Kino Nächte
Africa goes Cologne
Zwischen Äthiopien und Köln: „Teza“
JENSEITS VON KÖLN
EIN FILMFESTIVAL ÜBER DAS VERHÄLTNIS VON KÖLN UND AFRIKA
Wenn man in Köln den wechselseitigen Einfluss der Stadt und ihrer ausländischen Bürger anhand von Filmen untersuchen will, denkt man sicherlich zuerst
an Filme von und über türkische Migranten. Tatsächlich beschäftigt sich Ende
September ein solches Festival aber mit den afrikanischen Mitbürgern in Köln.
Das klingt nach Nischenprogramm, ist aber bei genauerer Betrachtung ein
äußerst spannendes Thema. Sicher ist die afrikanische Community wesentlich
kleiner als die türkische. Doch dafür reichen die Verbindungen bis in die Kolonialzeit zurück. Die Rolle Kölns ist dabei alles andere als rühmlich. Adenauer forderte zwischen den Weltkriegen neue Kolonien in Afrika, während des dritten
Reichs prangten auf Wagen des Rosenmontagszugs Sprüche wie „Un mer krigge se doch“. Gemeint waren die nach dem ersten Weltkrieg verlorenen Kolonien.
Inzwischen leben rund 10.000 afrikanische Ausländer in der Stadt, Eingebürgerte und ‘Illegale’ nicht mitgerechnet. Daher hat das Engagement, das die politisch
interessierten Cineasten von Filminitiativ Köln e.V. seit 1992 an den Tag legen,
einen realen Hintergrund. „Jenseits von Europa“ heißt das große Afrikafilmfest,
das seit seinen Anfängen rund 300 Filme in Köln gezeigt hat und 50 afrikanische
Gäste in die Stadt eingeladen hat. Mit „Africa goes Cologne / Cologne goes Africa
- Cineastische Begegnungen zweier Welten“ präsentiert Filminitiativ nun ein
Intermezzo mit reichhaltigem Programm und starkem Lokalbezug.
Das Festival zeigt Filme von und über afrikanische Migranten in Köln. Auch historisches Material aus dem WDR-Archiv wird gezeigt, z.B. eine Doku von 1965
mit Spielszenen über einen der ersten afrikanischen Studenten in Köln. Der
Protagonist ist der Vater des bekannten Kölner Reggae-Musikers Patrice. Eine
Dokumentation von 1967 begleitet den Jazzmusiker Jimmy Woode Junior durch
die Straßen der Stadt (beide 24.9., 18 Uhr). Weitere Produktionen von WDR, Kanak TV und anderen zum Thema werden gezeigt. Mit „Clando“ und „Teza“ sind
auch zwei afrikanische Spielfilme mit Köln-Bezug im Programm. „Clando“ erzählt von Sobgui, der nach politischer Verfolgung und Folter in Köln landet. Hier
lernt er als Migrant ganz andere Probleme kennen (24.9., 20 Uhr). In „Teza“ von
2008 kehrt Anberber nach seinem Studium in Köln in sein Land zurück und wird
erneut mit den dortigen Problemen konfrontiert. Er muss abermals nach Deutschland fliehen (26.9., 20 Uhr). „Yes I am“ ist eine Dokumentation über die antirassistische Formation „Brothers Keepers“ (25.9., 20 Uhr). Ein Konzert von Donabi
& Manjao Fati zur Eröffnung am 24. September rundet das Programm ab.
Ob nach diesem Zwischenspiel „Jenseits von Europa“, das große Festival von
Filminitiativ, wie geplant im Herbst 2010 wieder stattfinden kann, ist momentan noch ungewiss. Bislang wurde die städtische Förderung zwar stetig gesteigert, und es gibt auch aktuell eine generelle Zusage der Stadt, doch die Höhe
ist wegen der angekündigten Kürzung des Haushalts noch unklar. Bei Filminitiativ fürchtet man einen direkten Zusammenhang zur Akademie der Künste der
Welt. Gerade wurde das Prestige-Projekt im Rat beschlossen, allerdings noch
ohne finanzielle Zusicherung über das Jahr 2009 hinaus. Für die Akademie sind
tolle Dinge geplant. Man muss nur hoffen, dass dies nicht an den seit Jahren in
der Stadt bestehenden Strukturen vorbei geschieht.
CHRISTIAN MEYER
Verzaubert das Kino: Miranda July in „Ich und Du und alle die wir kennen“
MIT VEREINTEN KRÄFTEN
EINE KONZERTIERTE SCHAU DER KÖLNER KINOMACHER
Der visuelle Auftritt lässt einige Macher der beteiligten Initiativen und Kinos die Stirn runzeln: Hellgraue Sterne auf dunkelgrauem Hintergrund sind
wohl kaum geeignet, um die Menschen fürs Kino zu begeistern. Dabei ist die
auf das letzte Augustwochenende terminierte Aktion der „Kölner Kino Nächte“ ein tolles Instrument, dem Publikum die unglaublich reiche Kölner Kinolandschaft näherzubringen. Understatement ist eigentlich unangebracht. Die
Kino Gesellschaft Köln, Veranstalter diverser Filmreihen, Open Air-Kinos und
zahlreicher Sonderveranstaltungen, außerdem Betreiber der Filmpalette, hat
für ein Wochenende 17 Kölner Kinomacher der unterschiedlichsten Couleur
unter einen Hut gebracht. Fast alle Innenstadtkinos sind beteiligt, zahlreiche
Festivals präsentieren sich, Filminitiativen und Filmschulen stellen sich am
letzten Augustwochenende unter dem Banner der „Kölner Kino Nächte“ vor.
Gemeinsam kann man die größere Aufmerksamkeit des Pakets zur eigenen
Präsentation nutzen. Die 40 Filmprogramme an 17 Spielorten – vom klassischen Kinosaal über das Schauspielhaus bis zur Kunsthochschule oder einer
Kirche – lohnen allemal. Doch nicht das Event-Hopping wie bei den Museumsoder Musiknächten erhofft man sich für die Zuschauer, sondern ein langes
Wochenende der intensiven Filmeindrücke. Die eigenverantwortlich ihr Programm beisteuernden Initiativen und Kinos geben ihr Bestes.
Beteiligt sind so unterschiedliche Programmmacher wie die Kinos Filmpalette
(lange Nacht der Brenner-Krimis mit Josef Hader), Filmhaus (Kinderfilm gestern und heute), Metropolis (lange Tarantino-Nacht), OFF Broadway („Taking
Woodstock“-Preview) oder Odeon („Seraphine“-Preview). Von den zahlreichen
Kölner Filmfestivals präsentieren sich das Filmmusikfestival SoundTrack_Cologne (Peter Thomas kommentiert live im Filmforum), das Kurzfilmfestival
„Unlimited“ (Finnische Kurzfilme im Odeon), die Cologne Conference (MiniSerie „Die große Flatter“ im Cinedom) oder die KunstFilmBiennale, die ihrem
Festival Ende Oktober mit einer Gus van Sant-Retrospektive vorgreift. Es
werden Programme von LaDoc, der filmsociety, dem Allerweltskino und von
Filminitiativ gezeigt. Die beiden Filmhochschulen KHM und ifs fehlen auch
nicht. Und es gibt einmalige Vorstellungen wie die Aufführung von Fritz Langs
„Metropolis“ mit Livemusik des Landesblasorchesters NRW in der Philharmonie oder „Gefilmte Stadtgeschichte“ im Radstadion-Open Air. Sogar Kölns erlesenste Videothek ist am Programm beteiligt. Im Odeon zeigt man den in der
Traumathek den meistausgeliehenen Film des Jahres: das wunderbare Spielfilmdebüt „Ich und Du und alle die wir kennen“ der Künstlerin Miranda July.
Natürlich nicht auf DVD, sondern auf Celluloid!
Nur die Beliebigkeit des Programms könnte man als Manko sehen. Tatsächlich hätten sich einige der Beteiligten nicht nur eine stärkere Einbindung in
die planerischen und organisatorischen Prozesse der Kino-Nächte gewünscht,
sondern vor allem auch eine inhaltliche Klammer. So gibt es viel zu sehen, alleine der Zusammenhalt der Veranstaltung geht verloren. Zumal auch bereits
geplante Fremdveranstaltungen wie „Metropolis“ schlicht „eingemeindet“
wurden. Im nächsten Jahr sollten die beteiligten Filminitiativen jedenfalls in
die Planung einbezogen werden.
Africa goes Cologne / Cologne goes Africa - Cineastische Begegnungen zweier Welten
24.-27.9., Filmforum im Museum Ludwig
choices verlost für den Film TEZA am Sa, 26.9., um 20 Uhr 3x2 Karten.
E-Mail bis 20.9. an [email protected], Kennwort: Teza
CHRISTIAN MEYER
Kölner Kino Nächte: 28.-30. August I diverse Orte
Programm: www.filmfestivals-koeln.de
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Film-Kritik
„Allein wegen Meryl Streep ein
Muss!“
COSMOPOLITAN
„Wäre dieser Film ein Menü – man würde
jeden Gang genießen. Und den
wunderbaren Geschmack niemals vergessen!“ GALA
„Grandios: Meryl Streep und
Amy Adams in den Titelrollen.“ MYSELF
Drei Gitarren, drei Generationen: White, Edge, Page
BOYS & THEIR TOYS
„It might get loud“ von Davis Guggenheim
Nachdem sich Regisseur Davis Guggenheim mit Al Gore in „Eine unbequeme Wahrheit“
Sorgen ums Weltklima gemacht hat, entdeckt er jetzt gemeinsam mit drei Gitarristen die
Welt der Rockmusik.
➜ Netter Einblick in die Welt des Gitarrenrock
Jack White (White Stripes), Jimmy Page (Led Zeppelin) und The Edge (U2) treffen
aufeinander und erzählen über sich und ihr Lieblingsspielzeug. Der Regisseur
begleitet sie an Orte, an denen für sie alles anfing oder wo sie ihre besten Alben
aufgenommen haben. Insgesamt ein interessantes Portrait dreier Herzblutmusiker,
die sich ihre ersten Instrumente zum Teil noch selbst gebaut haben. Etwas orientierungslos schwelgt der Film mit den drei Stars im Blues der 30er, gibt Einblicke
in Vorbilder, Technik, Komposition und vor allem in die Leidenschaft. Und es gibt
auch was auf die Ohren, wenn Jack White aus dem Handgelenk improvisiert oder
zum Finale alle drei Legenden gemeinsam aufspielen.
HARTMUT ERNST
IT MIGHT GET LOUD
Dokumentarfilm - USA 2008 - 97 Min. - Regie: Davis Guggenheim - Kamera: Guillermo Navarro - mit: Jimmy Page, Jack White - Verleih: Arsenal
Start: 27.8. Filmpalette
Beste Freunde: Mutter (Sophie Marceau) und Tochter (Christa Theret)
JUGENDLIEBE
„LOL - laughing out loud“ von Lisa Azuelos
Lolas Freund geht fremd, Mami kifft, und ihr Ex kratzt an der Tür: Regisseurin Lisa
Azuelos schickt Teeniegrüße aus Frankreich.
➜ Erfrischend romantische Teeniekomödie
Sieht die Oma Lolas Eltern, schüttelt sie den Kopf: „Wie die Teenies.“ „Aber leider“,
kontert Lola, „sind die Teenies nicht mehr so.“ Zeit also für eine neue Teenieromanze aus Frankreich. „La Boum“ lässt grüßen - nur ist Sophie Marceau diesmal die
Mutter. Sonst ist, entgegen Lolas Einschätzung, alles beim Alten. Und das ist gut so:
Wenn Lola ihren besten Freund anhimmelt, wenn um sie herum die Hormone verrückt spielen, geküsst, gefeiert, gezickt und sich verliebt wird - dann ist der Teenie
der 80er nicht weit davon entfernt. Einziger markanter Unterschied: Die Kids von
heute sind vernetzt. Und am Ende könnte man meinen, dass es weniger sie sind, die
sich verändert haben, als ihre Eltern. Für die ist der Film jedenfalls auch gemacht.
HARTMUT ERNST
LOL - LAUGHING OUT LOUD
Komödie - F 2008 - 103 Min. - Regie: Lisa Azuelos - mit: Sophie Marceau, Christa Theret, Jérémy Kapone - Verleih: Delphi
Start: 27.8. Metropolis
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Ab 3.
September im Kino
Gespräch zum Film
Film-Kritik
Siegessicher in den Tod: Jan Henrik Stahlberg
Jan Henrik Stahlberg und Marcus Mittermeier, Foto: Senator Film Verleih
DER AMERIKANISCHE TRAUM
DAS MACHT MAN NUR EINMAL
Die Macher von „Muxmäuschenstill“ sind wieder da. Diesmal nehmen sie die amerikanische Medienwelt auf die Schippe - melodramatisch.
➜ Derbe Medienfarce
Jan Henrik Stahlberg, bekannt geworden durch seine Filme „Muxmäuschenstill“ und „Bye Bye Berlusconi!“, schrieb das Drehbuch zu „Short Cut to Hollywood“. Außerdem ist er der Regisseur und Hauptdarsteller. Sein Co-Regisseur
Marcus Mittermeier spielt die zweite Hauptrolle.
„Short Cut to Hollywood“ von Marcus Mittermeier und Jan Henrik Stahlberg
„Jeder sollte einmal im Leben das Gefühl gehabt haben zu leben“, denkt John (Jan
Henrik Stahlberg) - und reist mit zwei Kumpels (Marcus Mittermeier, Christoph
Kottenkamp) in die USA, um dort mit entsprechendem Medienaufwand seinen
eigenen Tod zu inszenieren. Und um vorher ein Star zu werden. Der amerikanische
Traum in Zeitraffer: Stück für Stück opfert John sich selbst dem Ruhm, dafür wird
sogar amputiert. Auch wenn die Regisseure diesmal bewusst ein emotionales
Drama machen wollten, verpufft ein Großteil des kritischen Potentials durch die
Verlegung des Plots nach Amerika. Deutsche Medien und ihre Konsumenten bieten doch mittlerweile genug Angriffsfläche. So ertrinkt der Film in Ami-Klischees
und ist eher Farce als Satire.
HARTMUT ERNST
SHORT CUT TO HOLLYWOOD
Komödie - D 2009 - 94 Min. - Regie: Marcus Mittermeier, Jan Henrik Stahlberg - mit: Jan Henrik
Stahlberg, Marcus Mittermeier, Christoph Kottenkamp - Verleih: Senator
Start: 24.9. Rex
choices verlost 3x2 Freikarten und 3x den Soundtrack.
E-Mail bis 20.9. an [email protected], Kennwort: Hollywood
Jan Henrik Stahlberg über „Short Cut to Hollywood“
choices: Herr Stahlberg, der Film beginnt mit einem Schleuderkurs: Depressiver Sozialrealismus wird von einer Musicaleinlage abgelöst und mündet
schließlich in einer Splatterszene. Überwältigung als Strategie?
Jan Henrik Stahlberg: Sie drücken das recht pointiert aus, das muss man Ihnen
lassen. Ich sehe es vielleicht nicht ganz so extrem. Aber ja, es ist für diesen Film
gut, wenn einem beim Zusehen sozusagen ab und an der Teppich weggezogen
wird. Es werden immer dieselben Helden mit ihrem großen Wunsch bleiben, die
wir begleiten - und ein Schleuderkurs der Gefühle, den gibt es, unbedingt! Überwältigt hört sich ein bisschen so an, als würde man nicht zum Nachdenken kommen sollen. Das, glaube ich, findet jedoch statt. Überwältigt wird man vielleicht
von den Bildern am Ende des Films, die unglaublich sind - auch in ihrer Schönheit.
„Short Cut to Hollywood“ wirkt mit seinem wilden Mix - ein bisschen
Mockumentary, ein bisschen Genreclash - wie ein lockerer Schnellschuss. War
es das tatsächlich?
Vielleicht nur das dazu: „Short Cut to Hollywood“ hat fünf Jahre gebraucht.
Es gibt diese surrealen Wechsel zwischen den Erzählebenen: Was gerade noch
real Erlebtes war, ist im nächsten Augenblick mediale Inszenierung. Sieht so
die unentrinnbare Medienhölle aus?
John F. Salinger, unsere Hauptfigur, sucht vielmehr das Glück. Unsterblichkeit. Das
glaubt er ohne die Medien nicht zu bekommen. Das kann manchmal wie die Hölle
wirken, ja. Aber wie sagt John so schön am Ende des Films: Wir haben uns nichts
vorzuwerfen. Beim nächsten Mal würde ich es wieder genauso machen.
Einsiedler im eigenen Dorf: Semaan El Habre
RUINEN
„The One Man Village“ von Simon El Habre
1983 herrschte in den Bergen Libanons Bürgerkrieg. Das Dorf Ain el-Halazoun wurde entvölkert. Heute lebt dort nur noch ein Mann: Semaan, der Onkel des Regisseurs Simon El Habre.
➜ Doku über eine lebende Geisterstadt
Ein Jahr lang begleitete El Habre seinen Onkel, der seit fünf Jahren das verlassene
Ruinen-Dorf betreut: Mit Kühen, Hühnern, Pferd und Hund hält er sich über Wasser.
Gelegentlich kommen Verwandte aus Beirut und helfen bei der Ernte. Ein Film über
einen interessanten Ort. Schade nur, dass El Habre den Alltag des Landwirts zu sehr
in den Vordergrund rückt. Lange Einstellungen dokumentieren, wie Semaan melkt
und Holz macht, während der Dokumentarfilmer seinen Interviewpartnern nur vereinzelt Gedanken zum Krieg entlockt - und darüber hinaus reichlich Phrasen. So
lernt man die Kühe beim Namen kennen, während die Seele des Ortes und dessen
Tragödie nicht umfassend genug vermittelt werden.
HARTMUT ERNST
THE ONE MAN VILLAGE
Dubai Film Connection: DFC Award 2007 / Monaco Charity Film Festival: Spezialpreis der Jury
LB 2008 - 86 Min. - Regie: Simon El Habre - Verleih: mec
Start: 10.9. Filmpalette
Die Story ist konsequent bis zum Ende. Läuft man bei dem Thema „Reality TV“
nicht trotzdem automatisch Gefahr, von der Wirklichkeit schneller eingeholt
zu werden, als einem lieb ist?
Eine Satire ist nicht dafür da, ein reelles Grauen stärker abzubilden, als die Realität
dies tut. Kann sie nicht. Aber sie hilft uns, darüber zu lachen. Chaplin hat im grossen Diktator Hitler nicht „toppen“ können. Er hat ihn lächerlich gemacht. Es gibt
nichts Subversiveres als Humor.
Zusammen mit Marcus Mittermeier agieren sie als Regisseur, sie beide sind
außerdem Hauptdarsteller im Film. Wie funktioniert dieses doppelte Doppel?
Fünf Jahre Arbeit, wie gesagt, sind eine sehr lange Zeit. Ohne Marcus hätte ich nicht
die Kraft gehabt, diesen Film zu machen. „Short Cut to Hollywood“ ist ein schräger,
ein emotionaler, verstörender und trotz allem sehr lustiger Film - er wird geliebt und
gehasst werden. Das spürten Marcus und ich schon früh, denn dieser Film ist einer der
wenigen deutschen Kinofilme, die ohne Unterstützung eines Senders entstanden. Die
Momente der Niederlagen, wenn man Angst hat, das Geld nicht zusammenzubekommen, sind zu zweit viel leichter zu ertragen. Die Momente des Glücks jedoch,
wenn man in Amerika am Straßenrand sitzt und im Sonnenuntergang ein Budweiser
trinkt oder während der Berlinale gemeinsam den Zuschauerreaktionen lauscht diese Momente wiegen hingegen doppelt. Ich glaube, „Short Cut to Hollywood“ war
für uns beide, aber auch für das ganze Team ein Film, bei dem man schon beim Drehen
merkt: Den macht man nur einmal.
INTERVIEW: CHRISTIAN MEYER
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Kurz-Kritik
BEIM LEBEN MEINER SCHWESTER
DIE FRAU DES ZEITREISENDEN
VISION – AUS DEM LEBEN DER HILDEGARD VON BINGEN
USA 2009 - 109 Min. - Regie: Nick Cassavetes - mit: Cameron
Diaz, Sofia Vassilieva, Abigail Breslin - Verleih: Warner
USA 2009 - 107 Min. - Regie: Robert Schwentke - mit: Rachel
McAdams, Eric Bana, Ron Livingston - Verleih: Warner
Drama - D 2009 - 111 Min. - Regie: Margarethe von Trotta mit: Barbara Sukowa - Verleih: Concorde
Nachdem Kate als Kleinkind an Leukämie erkrankt,
wird Anna geboren – und seitdem medizinisch ausgebeutet, um ihre Schwester am Leben zu erhalten. Mit
elf Jahren geht Anna (Abigail Breslin) vor Gericht, um
für ihre medizinische Unabhängigkeit zu kämpfen.
Drama, das moralische Fragen im Umgang mit Todkranken thematisiert. Nur: Wahre Momente brauchen
kein Pathos. Das lernt Hollywood wohl nie.
HE
Henry (Eric Bana) hat ein Problem: Immer wieder
gerät er unversehens auf Zeitreise. Dabei liebt er doch
Clare (Rachel McAdams). Die ist mit dieser Art Fernbeziehung allerdings alles andere als glücklich. Robert Schwentke adaptierte den Roman von Audrey
Niffenegger und durchläuft tragend melodramatisch
den Zeitspuk, der als Komödie vielleicht noch besser
funktioniert hätte.
HE
Regisseurin Margarethe von Trotta ("Rosenstraße")
widmet sich in ihrem Spielfilm dem Leben der
Benediktinerin Hildegard von Bingen. Die spätere
Äbtissin erweckte im 12. Jahrhundert nicht nur mit
ihren wissenschaftlichen Schriften Aufmerksamkeit,
sondern auch mit ihren Visionen. Barbara Sukowa
verkörpert die selbstbewusste Frau, Heino Ferch
stärkt ihr als Benediktinermönch den Rücken.
HE
Start: 27.8. Metropolis
Start: 17.9. Metropolis
Start: 24.9. Cinenova, Rex
DAS MASSAKER VON KATYN
PL 2007 - Regie: Andrzej Wajda - mit: Maja Ostaszewska, Artur Zmijewski - Verleih: pandastorm
1940 richten die Russen über 22.000 polnische Militärs hin. Das Verbrechen wurde jahrzehntelang der deutschen Wehrmacht zugeschrieben. Der Spielfilm rückt die Historie gerade. Verwunderlich, wie ein Regie-Urgestein wie Andrzej Wajda ("Korczak") hier eherne
Ambition und Trivialität zu einem unausgegorenen Ganzen verknüpft. Handwerklich uninspiriert, erzählerisch zu oft Farce.
HE
Start: 17.9. Rex
YEAR ONE - ALLER ANFANG IST SCHWER
USA 2009 - 98 Min. - Regie: Harold Ramis - mit: Jack Black, Michael Cera, Hank Azaria - Verleih: Sony
Vor etwa 30 Jahren erzählte Mel Brooks "Die verrückte Geschichte der Welt". Ähnlich
kalauerreich nähert sich Harold Ramis ("Und täglich grüßt das Murmeltier") hier der
Geschichte der Bibel, die er mit Jack Black und Michael Cera ("Superbad") in den
Hauptrollen nacherzählt. Das Ergebnis fällt entsprechend turbulent und albern aus –
amerikanische Geschichtsschreibung eben.
HE
Start: 27.8.
September 2009
„ THE GOOD AMERICAN • Erstaufführung • D 2007–2009 • 92 Min. • OmU •
R.: Jochen Hicks • M.: Tom Weise, Keith Richmond • Tom Weise hilft seinem Geschäftspartner Jeffrey Davids Mitte der 90er-Jahre eine Plattform ins Netz zu stellen, die den
kommunikativen Verkehr zwischen Freiern und Gefreiten aus den dunklen Parks ins PCUmfeld verlegt und fairer regelt. Der Film dokumentiert ein Geschäftsmodell, das am
Rande der Legalität versucht, den Escorts und Hustlern zwischen ökonomischer Selbstbehauptung und sexueller Lust eine emotionale Heimat in einem Arbeitsbereich anzubieten, der früher Prostitution hieß. Æ ab Do, 27.8.2009
„ NIGHT OF THE SHORTS OPENING am 4. September 2009
Die neue monatliche NIGHT OF THE SHORTS-Kinoreihe startet ab September in Köln!
Jeden Monat wird im Anschluss der Vorführungen eine Institution aus der Welt des
Kurzfilms vorgestellt Æ Im September: Das spanische Kurzfilmfestival CINEMA JOVE
VALENCIA. Das Opening findet am 4. September im Filmhaus Kino statt! An diesem
Abend zeigen wir zwei Sonderprogramme plus anschließender Filmgespräche, die von
ganz besonderen Gästen wie Sven Taddicken, Sören Voigt u.a. geführt werden.
Anschließend sind alle Besucher zu der Filmparty mit dem DJ Marc Deal (http://www.
myspace.com/marcdeal) eingeladen. Eintritt Filmvorführung + Party: 9 Euro • Eintritt
Party: 3 Euro | Weitere Abspielorte: Odeon + ViertelBar | Partner: Hamburg Media
School, ifs internationale Filmschule Köln, Bamberger Kurzfilmtage, Kinderland Brasilien,
Kölner Filmhaus, Odeon, ViertelBar | Medienpartner: choices.
„ something weird cinema: SALON KITTY • IT 1975 • 106 Min. • DF • 35mm •
R.: Tinto Brass • D.: Helmut Berger • Auf einer wahren Begebenheit beruhend und
deutlich von Bob Fosses Oscar prämiertem CABARET beeinflusst, schildert SALON KITTY
die politischen Intrigen in einem der Spionage dienenden Nazibordell der 30er-Jahre.
Brass' visuelle Inszenierung der sexuellen Aktivitäten driftet dabei ständig ins Obskure
ab. Seine gewählten Ikonographien sind so exzentrisch geraten, dass sich einige der
Bilder für immer im Kopf des Betrachters festsetzen. So hat sich Helmut Bergers Stilisierung als nackte, lediglich mit zwei Swastika-Schwimmflügeln bekleidete Nazigröße
– die gediegene Visconti-Vergangenheit des Schauspielers ignorierend – zu einer der bekanntesten Darstellungen des österreichischen Chefneurotikers gemausert. (Verleihinfo)
Æ am So, 6.9.2009 um 17.30 h
„ something weird cinema: THE DRILLER KILLER • USA 1979 • 96 Min. • OF •
35mm • R.: Abel Ferrara • D.: Abel Ferrara, Carolyn Marz • Der Künstler Reno leidet
unter einer Malblockade. Seine Freundin drängt ihn, das Bild, an dem er gerade arbeitet,
schneller fertig zu stellen, um die anfallenden Rechnungen bezahlen zu können. Unfähig
sich zu konzentrieren, schleichen sich alptraumgleiche Visionen ein und verstärken seinen
bereits merklichen Wahnsinn. Nach Vollendung des Kunstwerkes wird er vom Direktor der
Galerie zurückgewiesen. Das Fass läuft über und voller Wut zieht er mordlüstern, bewaffnet mit einer Akku-Bohrmaschine los. Æ am Fr, 18.9.2009 um 21.30 h
„ something weird cinema: SADOMONA – INSEL DER TEUFLISCHEN FRAUEN •
USA 1974 • 95 Min. • DF • 35mm • ab 18 Jahre • R.: Robert Lee Frost • D.: Sondra
Currie, Tony Young • Auf der Insel Catalina leitet eine »liebenswerte« ältere Dame ein
Syndikat, bestehend aus attraktiven aber auch gefährlichen und brutalen jungen Frauen.
Mit einer Mischung aus Kampfsport und weiblichen Reizen sind sie zu einer der mächtigsten Verbrecherorganisation geworden. Spezialagentin Lacy Bond soll dem Treiben ein
Ende setzen. Nicht minder kampferprobt – und mit ebensoviel Sexappeal ausgestattet –
wird sie in die Gruppe eingeschleust. Æ Mi, 30.9.2009 um 21.30 h
„ Filmfestival VISIONS OF CHINA vom 10.–16. September 2009
Frischer fernöstlicher Wind weht für die Dauer einer Woche über die Leinwand im Kölner Filmhaus: In unterschiedlichen Genres werden ganz individuelle Ansichten vom Land
inszeniert, die das Bild des gegenwärtigen China präzisieren. Einige Filme werden im
Rahmen des Festivals erstmalig vor europäischem Publikum aufgeführt. Im Programm
stehen 16 abendfüllende Filme und zwei Kurzfilmrollen, die für den Wettbewerb aus einer
Fülle von eingereichten Filmen ausgewählt wurden. In dem Film MAIMAITI‘S 2008 wurde
die Lebenswelt von Protagonisten, die ethnischen Minderheiten angehören, verfilmt. Ein
weiteres Thema sind die Geschlechterdiskurse im Spannungsfeld zwischen Tradition und
Moderne wie in dem Dokumentarfilm DON‘T ASK WHO I AM über die transsexuelle
Liu Xuanyi. Vor allem aber wird im Genre der Komödie mit der Auflösung traditioneller
geschlechtsspezifischer Rollenzuschreibungen gespielt. In diesem Jahr wird erstmals am
Ende des Festivals ein Publikumspreis vergeben. Das Publikum kann während der Filmwoche jeweils für einen Film aus dem Programm stimmen.
In Kooperation: Chinesische Botschaft, Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Köln,
Filmakademien Beijing, Shanghai, Chongqing und Hongkong, u.v.a..
Programminfos: www.koelner-filmhaus.de + Extra-Heft
„ DIE GLÜCKLICHEN • Erstaufführung • D 2008 • 92 Min. • 35mm • R.: Jan Georg
Schütte • D.: Meret Becker, Pheline Roggan, Oliver Sauer, Stephan Schad, Ole Schlosshauer, Susanne Wolff • Der 40-jährige Autor Hans Schiller hat plötzlich und unerwartet
Erfolg. Den will er mit Helene und Tom, seinen besten Freunden aus alten Studienzeiten,
gemeinsam feiern. Ein gediegenes Fest soll es werden und alle haben sie ihre Partner
dabei: die exzentrische Helene tritt mit einem Autopolierer mit Eigenheim in Uelzen
an, und der Möchtegern-Schauspieler Tom hat Charlotte, eine vom Leben gelangweilte
Kunstsammlerin, an seiner Seite. Zwischen allen steht Hans’ neueste Eroberung: Angela,
eine blutjunge Friseurin aus der Vorstadt. Das von Hans geplante Fest gerät durch alte
Di
1.9.
Mi
2.9.
Do
3.9.
Fr
4.9.
Sa
5.9.
So
6.9.
Mo
7.9.
Di
8.9.
Mi
9.9.
Do
10.9.
Fr
11.9.
Sa
12.9.
So
13.9.
Mo
14.9.
Di
15.9.
Mi
16.9.
Do
17.9.
Fr
18.9.
Sa
19.9.
So
20.9.
Mo
21.9.
Di
22.9.
Mi
23.9.
Do
24.9.
Fr
25.9.
Sa
26.9.
So
27.9.
Mo
28.9.
Di
29.9.
Mi
30.9.
21.30 h Erstaufführung
19.30 h
THE GOOD AMERICAN
HOME
21.30 h Erstaufführung
19.30 h
THE GOOD AMERICAN
HOME
21.30 h Erstaufführung
19.30 h
THE GOOD AMERICAN
HOME
20.00 h NIGHT OF THE SHORTS OPENING
Filmvorführung, Verlosung und Party!
22.30 h Erstaufführung
21.00 h Night of the Shorts:
THE GOOD AMERICAN
TAPAS MIXTAS II
22.30 h Erstaufführung
17.30 h something weird cinema 21.00 h Night of the Shorts:
THE GOOD AMERICAN
SALON KITTY
TAPAS MIXTAS II
22.30 h Erstaufführung
21.00 h Night of the Shorts:
THE GOOD AMERICAN
TAPAS MIXTAS II
21.30 h Erstaufführung
Kein Programm
THE GOOD AMERICAN
21.30 h Erstaufführung
19.30 h
THE GOOD AMERICAN
HOME
19.30 h Eröffnung Filmfestival 21.30 h Visions of China
VISIONS OF CHINA
QUICK, QUICK, SLOW
15.30 h SHI QI
19.30 h Visions of China
22.00 h Visions of China
URTIN DUU
DON‘T ASK WHO I AM
17.30 h THE COST OF ...
22.00 h Visions of China
15.30 h DREAM WEAVERS
19.30 h Visions of China
THE CONTRACT
17.30 h WAITING IN BEIJING IF YOU ARE THE ONE
21.30 h Visions of China
16.00 h LING LING‘S GARDEN 19.30 h Visions of China
MAIMAITI‘S 2008
17.30 h SHORT VISIONS 1
CALA, MY DOG!
17.30 h Visions of China
19.30 h Visions of China THE 21.30 h Visions of China
JOURNEY AWAY
RING OF THE RAINBOW ... THE UNDERDOG KNIGHT
21.30 h Visions of China
19.30 h Visions of China
18.00 h Visions of China
APOLOGY
FAREWELL SONG
SHORT VISIONS 2
19.00 h Visions of China Preisverleihung
im Anschluss die drei Gewinnerfilme
19.30 h
21.30 h Erstaufführung
HOME
DIE GLÜCKLICHEN
19.00 h AUF DER SUCHE
21.30 h something weird cinema
NACH DEM GEDÄCHTNIS
THE DRILLER KILLER
19.30 h
21.30 Erstaufführung
HOME
DIE GLÜCKLICHEN
19.30 h
21.30 h Erstaufführung
HOME
DIE GLÜCKLICHEN
19.30 h
21.30 h Erstaufführung
HOME
DIE GLÜCKLICHEN
19.30 h
21.30 h Erstaufführung
HOME
DIE GLÜCKLICHEN
19.00 h Filmreihe Komponisten 21.30 h Erstaufführung
MEIN NAME IST BACH
DIE GLÜCKLICHEN
19.30 h
21.30 h Erstaufführung
HOME
DIE GLÜCKLICHEN
19.00 h
21.00 h Präsentiert von GenuHOME
cide Alert: HOTEL RUANDA
20.00 h
Im STUDIO 20.00 h 25 Jahre
DIE WURZEL
FEMINALE e.V. Filme + Party
21.30 h
19.30 h
HOME
EROTIC TALES
21.30 h
19.30 h Erstaufführung
HOME
DIE GLÜCKLICHEN
21.30 h
19.30 h Erstaufführung
HOME
DIE GLÜCKLICHEN
21.30 h something weird cinema
COLOGNE CONFERENCE vom 30.9.–4.10.2009
SADOMONA – INSEL DER ...
Liebesbande und Eifersüchteleien schnell aus der Bahn. Die brüchigen Paare lösen sich
auf, neue Paarungen entstehen, und die Gruppe stürzt immer tiefer in einen lustvollen
Strudel der Leidenschaften, aus dem sie mit einer überraschenden Eröffnung des Gastgebers erwacht… Æ ab Do, 17.9.2009
„ AUF DER SUCHE NACH DEM GEDÄCHTNIS • D/USA/ 2009 • Dokumentarfilm
• 95 Min. • OmdU • 35mm • R.: Petra Seeger • Ein dokumentarisches Biopic über
Eric Kandel, Nobelpreisträger für Medizin, einer der bedeutendsten Hirnforscher des 20.
Jahrhunderts. In Zusammenarbeit mit der VHS Köln und in Anwesenheit der Regisseurin
Petra Seeger! Æ am Fr, 18.9.2009 um 19.00 h
„ MAHLER, WAGNER, BACH – Filmreihe zu Leben und Werk bekannter Komponisten • In Kooperation mit dem GÜRZENICH ORCHESTER KÖLN präsentiert das
Kölner Filmhaus als Begleitprogramm zur Saison 2009/10 eine Reihe von filmischen
Komponisten-Porträts. Æ am Mi, 23.9.2009 um 19.00 h MEIN NAME IST BACH •
D/CH 2004 • 99 Min. • 35mm • R.: Dominique de Riva • D.: Vadim Glowna u.a. •
„ HOTEL RUANDA • Südafrika/GB/IT 2004 • 121 Min. • OmdU • 35mm • R.: Terry
George • D.: Don Cheadle, Joaquin Phoenix • Vor dem Hintergrund des Bürgerkriegs in
Ruanda Anfang der 90er-Jahre erzählt der Film die wahre Geschichte des Hotelmanagers
Paul Rusesabagina, der couragiert und heldenhaft unter Einsatz seines Lebens mehr als
1000 Flüchtlinge vor dem sicheren Tod rettete. Präsentiert von Genocide Alert e.V. •
Im Anschluss Diskussion über den Völkermord in Ruanda und die Situation in Darfur.
Æ am Fr, 25.9.2009 um 21.00 h
„ 25 JAHRE FEMINALE! Æ am Sa, 26.9.2009 ab 20.00 h: Filmparty im Studio •
21.30h: Doku STORY von Dana Ranga. Aktuelle Informationen unter www.feminale.de
K ö l n e r F i l m h a u s e . V . • M a y b a c h s t r . 111 • 5 0 6 7 0 K ö l n • w w w . k o e l n e r - f i l m h a u s . d e • R e s e r v i e r u n g : 0 2 2 1 - 9 9 2 0 9 3 7 1
FilmBarof China
Visions
Reich an Bildern: „The Ring of Rainbow Flowers“
IN DER RUHE LIEGT DIE KRAFT
CHINA-FILMFESTIVAL MIT NEUEM KONZEPT
Im September startet im Kölner Filmhaus Kino zum dritten Mal das einwöchige Filmfestival „Visions of China“. Nach dem Ende des Kurzfilmfestivals „Short Cuts Cologne“ wollte man sich verstärkt um die vielen
anderen Projekte des Kinos kümmern, darunter zahlreiche Festivals mit
Länderschwerpunkt. Neben einem außergewöhnlichen Programm, das
auch Filme ohne Verleih – direkt von den Akademien – präsentiert, zeigen sich die angekündigten Bemühungen auch in einem erstmals ausgelobten Publikumspreis. Der Gewinner erhält einen Workshop des Filmhaus‘ inklusive Flug und Hotel. Der zweite Preis in Höhe von 500 Euro
wird von choices gestiftet.
Als Ende der 80er Jahre Zhang Yimou („Rotes Kornfeld“, „Hero“) mit seinen Filmen auf den westlichen Festivals Erfolge feiern konnte, öffnete er
damit dem Westen die Augen für das oft ruhig erzählende chinesische
Arthousekino. Seitdem ist es ständig gewachsen – zu entdecken gibt es
viel. 15 aktuelle Filme präsentiert das Filmhaus vom 10. bis 16. September. Außerdem werden zwei Kurzfilmprogramme gezeigt.
MNP Entreprise und No Money Productions präsentieren
Yolande Moreau
Bouli Lanners
Zum Schreien komisch, ist todsicher Kult! VARIETY
Herrlich schräg, gnadenlos und gemein! ZITTY
Die schärfste Antwort auf die Finanzkrise
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Spezialp ce 2009
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Sehr schwarz und sehr böse …
Der Eröffnungsfilm „Quick Quick Slow“ von Ye Kai – der Titel deutet es
an – ist nicht immer so still. Der Film kombiniert Spielszenen mit Interviews. Ende der 60er Jahre wurden Intellektuelle in die Provinz entsendet, um einerseits die Kulturrevolution ins Land zu tragen, andererseits
zu helfen, die Produktion zu steigern. Es war aber auch ein Schachzug Maos, die ihm lästig gewordenen Rotgardisten zu zerstreuen. In
Interviews erzählen Betroffene von der Landverschickung mit teils traumatischen Erlebnissen, während die komödiantischen Spielszenen eine
Nachbarschaftsgemeinschaft bei den Vorbereitungen für die Olympiade
zeigt: Man übt für eine Tanzzeremonie. Im Film kollidiert der Alltag des
heutigen Chinas mit der Kulturrevolution (10.9., 19.30 Uhr). „Urtin Duu“
ist ein ruhiges Drama. Eine mongolische Folk-Sängerin lebt mit ihrem
Mann in Peking. Als er bei einem Unfall stirbt, kehrt sie in die Heimat
zurück. Der poetische Film lässt sogar einen Selbstmordversuch unaufgeregt wirken (11.9., 19.30 Uhr). Während der Olympiade – bei deren
Eröffnungs- und Schlussfeier übrigens Zhang Yimou Regie führte – hat
sich alles auf Peking konzentriert. Doch in dem riesigen Land gib es
nicht nur viele Ethnien, wie es „Urtin Duu“ zeigt, sondern auch religiöse Minderheiten. „Maimaiti‘s 2008“ erzählt von einem entlegenen
muslimischen Dorf, in dem die Kinder besessen sind vom Fußball. Da
gehen auch mal Fensterscheiben zu Bruch. Doch bald bekommen sie
einen weiblichen Coach (13.9., 21.30 Uhr). „The Ring of Rainbow Flowers“ erzählt die unglaubliche Geschichte von zwei ungleichen Freundinnen, die sich in der Uni in denselben Mann verlieben. Die eine hat ein
schweres Herzleiden. Als bei dem Mann nach einem Unfall der Hirntod
festgestellt wird, soll das Mädchen sein Herz bekommen. Ein Film über
Freundschaft, und wie viel sie aushalten kann (14.9., 19.30 Uhr). China, das zeigt diese Reihe deutlich, ist nicht nur ein bevölkerungsreiches
Land, es ist auch ein reiches Filmland.
Eine Komödie von Benoît Delépine & Gustave Kervern
CHRISTIAN MEYER
Louise Hires A Contract Killer.de
„Visions of China – China Fimfestival Köln“ I 10.-17.9. I Filmhaus Kino Köln
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KINO AUF DER LUXEMBURGER STR. 255
TELEFON 0221.41 84 88
Das aktuelle Programm unter www.choices.de
50
Jahre
WEISSHA
US
MONTAGS KINOTAG! • DI–FR. STUDENTENERMÄSSIGUNG!
WEITER IM PROGRAMM
MARIA, IHM SCHMECKT’S NICHT!
Deutschland/Italien 2009 – 96 Min. –
Regie: Neele Leana Vollmar – mit Christian Ulmen, Lino Banfi, Mina Tander
Weil seine italienischen Schwiegereltern bei der standesamtlichen Hochzeit nicht
dabei sei konnten, muss der deutsche Buchlektor Jan zur großangelegten Hochzeitsfeier nach Apulien. Eine köstliche und weise Gesellschaftskomödie nach dem
gleichnamigen Bestseller-Roman von Jan Weiler.
WEITER IM PROGRAMM
KLEINE VERBRECHEN
Griechenland/Deutschland 2008 – 85 Min. –
Regie: Christos Georgiou – mit Aris Servetalis, Vicky Papadopoulou
Ein mysteriöser Kriminalfall erschüttert das beschauliche Leben auf einer griechischen Insel. Eine federleichte Sommerkomödie – so wohltuend wie eine Luftbrise am Strand.
AB 3.9. ERSTAUFFÜHRUNG
WHISKY MIT WODKA
Deutschland 2009 – 104 Min. –
Regie: Andreas Dresen – mit Henry Hübchen, Corinna Harfouch, Sylvester Groth
Ein alternder Filmstar kämpft mit Alkoholproblemen, junger Konkurrenz und der
Liebe. Die neue Tragikomödie von Andreas Dresen – mit einer Paraderolle für Henry
Hübchen („Alles auf Zucker!“).
AB 17.9. ERSTAUFFÜHRUNG
SCHANDE
Australien/Südafrika 2008 – 120 Min. –
Regie: Steve Jacobs – mit John Malkovich, Jessica Haines
Südafrika in den achtziger Jahren. Literaturprofessor David erlebt auf der Farm seiner Tochter die wirkliche Bedeutung der Apartheid. Mitreißendes Kino nach dem
Roman von Nobelpreisträger J.M. Coetzee.
MEIN KINO
DAMALS
Diana Schmitz, Grafikerin:
„Nun, Sie sehen aus wie ein kaputter Regenschirm.“
„Hier im WEISSHAUS-Kino
ist für mich einfach JEDER
Film ein Highlight!“
43
Vor 49 Jahren im
Programm:
CAN-CAN von Walter Lang
FilmBar
Film-Kritik
Ungleiches Paar: Pavel Liska und Zuzana Bydzovská
SOMMERSTÜRME
„Der Dorflehrer“ von Bohdan Sláma
Lehrer Pavel tritt eine neue Stelle in einem kleinen Dorf an. Bäuerin Marie verliebt sich
in ihn, er sich jedoch in Maries Sohn.
➜ Poetische Coming-Out-Geschichte
Bohdan Sláma („Wilde Bienen“ „Die Jahreszeit des Glücks“) hat sich schon mehrfach als Poet des aktuellen tschechischen Kinos erwiesen. Trotz der oftmals traurigen Grundstimmung seiner Filme versteht er es dabei, Akzente der Hoffnung zu
streuen. So auch in dieser in fantastischen Bildern eingefangenen und von exzellenten Schauspielerleistungen getragenen Coming-Out-Geschichte, die für einen
Regisseur aus den ehemaligen Ostblockstaaten nach wie vor eine ungewöhnliche
Themenwahl darstellt. Mit feinem Gespür hat Sláma aber auch hier die richtigen
Bilder gefunden und sie in einem angemessen ruhigen Erzähltempo facettenreich
umgesetzt.
FRANK BRENNER
DER DORFLEHRER
Tschechische Löwen: Beste Hauptdarstellerin, bestes Drehbuch
OT: Venkovsky ucitel - CZ/F/D 2008 - 110 Min. - Regie: Bohdan Sláma - mit: Pavel Liska,
Zuzana Bydzovská, Ladislav Sedivy - Verleih: Neue Visionen
Start: 27.8. Rex
Wiedersehen in Hoffenheim
Liebesglück trotz Altersunterschied: Michelle Pfeiffer und Rupert Friend
DER JUNGE GELIEBTE
„Chéri - Eine Komödie der Eitelkeiten“ von Stephen Frears
Ein Film von Ofra Tevet und Ronit Kertsner
www.menachem-und-fred.de
PREMIERE im ODEON (Südstadt)
am 29. August während der
Die ehemalige Prostituierte Lea vergnügt sich nur noch mit ihrem halb so alten
Liebhaber Chéri. Doch der soll nun eine Jüngere heiraten.
➜ Gewitztes Kostümdrama
Vor genau 20 Jahren schufen Drehbuchautor Hampton, Regisseur Frears und
Hauptdarstellerin Michelle Pfeiffer mit „Gefährliche Liebschaften“ gemeinsam
einen Klassiker des Kostümfilms. Nach dem spannungsreichen Sittengemälde
haben sie sich nun einem luftig-leichten Gefühlsreigen angenommen, der in der
Belle Epoque spielt. Jede Menge treffliche Bonmots und gepfefferte Dialoge
machen den Film zusammen mit den herrlich aufspielenden Darstellern zu einem
gewitzten Vergnügen. Insbesondere Kathy Bates bringt als Chéris übergewichtige
Mutter den derb-sarkastischen Witz von Colettes Romanvorlage wirkungsvoll zur
Geltung.
FRANK BRENNER
CHERI - EINE KOMÖDIE DER EITELKEITEN
OT: Chéri - GB/D/F 2009 - Regie: Stephen Frears - Kamera: Darius Khondji - mit: Michelle Pfeiffer,
Kathy Bates, Rupert Friend - Verleih: Prokino
Start: 27.8. Metropolis, Cinenova, Odeon
Ab 1. Oktober im Kino
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DI, 08.09.2009
19.00 H
Filmprogramm zur Ausstellung Isa Genzken. Sesam, öffne dich!
- ISA GENZKEN. FILME 1974 – 2003
Begleitend zur Ausstellung Isa Genzken. Sesam, öffne dich! wird eine Auswahl von
vier Filmen gezeigt.
- ZWEI FRAUEN IM GEFECHT – Deutschland 1974, 8 Min, 16 mm, s/w, ohne Ton
- CHICAGO DRIVE – Deutschland 1992, 25 Min, 16 mm, Farbe
- MEINE GROSSELTERN IM BAYRISCHEN WALD – Deutschland 1992,
53 Min, Video, Farbe
- WARUM ICH KEINE INTERVIEWS GEBE – Deutschland 2003,
10 Min, DVD, Farbe – Ein Filmprogramm des Museum Ludwig – Eintritt: 5,00 Euro
MI, 09.09.2009
19.30 H
LaDOC Lecture Nr. 1
- 24 H BERLIN
Deutschland 2009, Ausschnitte 60 Min, Gesamtlänge: 1440 Min, Farbe, Idee, künstlerische
Leitung und Regie: Volker Heise, Koproduktion Zero one 24 GmbH mit RBB und Arte,
Erstausstrahlung am 05.09.2009 ab 6.00 Uhr – Gast: Annette Muff/Cutterin, Berlin –
Gastgeberinnen: Sibylle Stürmer/Regisseurin, Produzentin, Gesa Marten/Editorin,
Dramaturgin – Eine Veranstaltung des Filmnetzwerkes LaDOC, gefördert vom MP des
Landes NRW, Kulturamt Köln und der SK Stiftung Kultur/Förderprogramm, präsentiert von
der Kino Gesellschaft Köln – in Zusammenarbeit mit der Kinokulturzeitschrift Choices –
Eintritt: 6,50 Euro
MI, 16.09.2009
19.30 H
Premiere
- LIEBESGRÜSSE AUS RAMSTEIN
Deutschland 2009, 89 Min, HD Cam, Regie: Irene Langemann, Produktion: Lichtfilm,
Wolfgang Bergmann, Redaktion: Gudrun Hanke-El Ghomri (SWR), Jutta Krug (WDR),
Frauke Sandig (DW) – Eine Premiere von Lichtfilm und WDR – Eintritt: 5,00 / 3,00 Euro erm.
FR, 18.09.2009
20.00 H
Sonderveranstaltung KunstFilmBiennale / NRW-Premiere
- HUNGER
UK/Irland 2008, 91 Min, OmU, Regie: Steve McQueen, mit: Michael Fassbender,
Liam Cunningham, Stuart Graham, Brian Milligan, Liam MacMahon – Eine Sonderveranstaltung der KunstFilmBiennale – Eintritt: frei
MI, 23.09.2009
19.00 H
»ifs-Begegnung« mit Regisseurin Hermine Huntgeburth
- EFFIE BRIEST
Deutschland 2009, 113 Min, 35mm, Regie: Hermine Huntgeburth, mit: Julia Jentsch,
Sebastian Koch, Misel Maticevic – Anschließend Gespräch mit Hermine Huntgeburth,
moderiert von Holger Borggrefe (ifs) – Ein Filmprogramm der ifs internationale
filmschule köln – Eintritt: frei
DO, 24.09. – SO, 27.09.2009
- AFRICA GOES COLOGNE – COLOGNE GOES AFRICA
DO, 24.09.2009
18.00 H
Eröffnung der Filmreihe
Zum Auftakt Live-Musik:
- DONABI (Köln / Nigeria) UND MANJAO FATI (Guinea / Bissau)
Musiker der antirassistischen Initiative „Brothers Keepers“
Filmprogramm:
- DIE SHOW LIEGT AUF DER STRASSE – Deutschland 1967, 14 Min,
Beta SP, Regie: Grytzko Mascioni, WDR
- DER SCHWARZE DOKTOR – Deutschland 1965, 17 Min, Beta SP,
Regie: Nathan Jariv, WDR
DO, 24.09.2009
20.00 H
- CLANDO – Kamerun 1996, 98 Min, franz. OF m. dt. UT, Digi Beta, Regie: Jean-Marie Teno
FR, 25.09.2009
18.00 H
- „NEJERKÖPP“ UND „KANNIBALE“ – Deutschland 1990, 8 Min,
Digi Beta, Autorin: Beatrix Mughishagwe, WDR
- WEISSES GHETTO – Deutschland 1988, 3 Min, Digi Beta, WDR
- RECOLONIZE COLOGNE – Deutschland (Köln) 2005, 45 Min, dt. OF m. engl. UT,
DVD, Regie: Kanak TV
FR, 25.09.2009
- YES I AM! – Deutschland 2006, 104 Min, 35mm, Regie: Sven Halfar
20.00 H
SA, 26.09.2009
- DIE GEDULDETEN – Deutschland 2008, 98 Min, Digi Beta,
Regie: Natascha Breuers und Ralf Jesse
SA, 26.09.2009
- TEZA – Äthiopien/Deutschland/USA 2008, 140 Min, OF m. dt. UT, 35 mm,
Regie: Haïle Gerima
17.00 H
20.00 H
SO, 26.09.2009
17.00 H
- WESTSAHARA – DIE VERGESSENE WÜSTE – Deutschland 2007,
45 Min, Digi Beta, Regie: Wolfram Schiebener
- HÜHNERWAHNSINN – DAS EISKALTE GESCHÄFT MIT
GEFLÜGEL – Deutschland 2009, 45 Min, Digi Beta, Regie: Joachim Vollenschier
SO, 26.09.2009
20.00 H
Bläck Fööss und Ladysmith Black Mambazo
- KISS ME BABY, NICE, NICE – Deutschland 1990, 30 Min, Digi Beta,
Regie: Dieter Kremin, Reinhold Beckmann, WDR
- LINKS ERÖM UN RÄCHS ERÖM – Das gemeinsame Konzert auf dem
Roncalliplatz – Deutschland 1990, 30 Min, Regie: Dieter Kremin, Jan Reichow, WDR
- DER ABSCHIED – Deutschland 1990, 5 Min, Digi Beta, Regie: Reinhold Beckmann,
WDR
Ein Filmprogramm von FilmInitiativ Köln e.V. – Eintritt: 6,50 / 6,00 Euro erm.
MO, 28.09.2009
19.00 H
»ifs-Begegnung« Thema: Jung- und Altsein heute
- DIE CHANCEN DER GEWONNENEN JAHRE – Eine Kulturrevolution?
Ausgewähltes Filmprogramm zum Thema und Expertengespräch – Gesprächsgäste u.a.:
Prof. Dr. Christian Behl, Lehrstuhl für Pathobiochemie an der Universität Mainz,
Dr. Silke van Dyk, Soziologin, Universität Jena – Ein Filmprogramm der ifs internationale
filmschule köln – Eintritt: frei
WEITERE INFOS UNTER WWW.FILMFORUMNRW.DE
Eintrittskarten sind an der Abendkasse erhältlich
FILMFORUM IM MUSEUM LUDWIG
BISCHOFSGARTENSTR. 1 · 50667 KÖLN · TEL 0221-221-24498 · FAX 0221-221-24114
[email protected] · WWW.FILMFORUMNRW.DE
Film-Kritik
Hat endlich Erfolg: Stephan Schad als Hans
Plädiert für Todesstrafe: Yolande Moreau
HACKEPETER
GEWOLLTES GLÜCK
Mit der Abfindung wollen die entlassenen Frauen einer Textilfabrik einen Auftragskiller
anheuern: Der soll den Chef umlegen.
➜ Bitterböse Sozialsatire
Drei alte Freunde treffen sich an einem Wochenende zusammen mit ihren Partnern.
Schon bald brechen Konflikte aus.
➜ Spannendes Improvisationskino
„Louise Hires a Contract Killer“ von Benoit Deléphine & Gustave Kervern
Der englischsprachige deutsche Verleihtitel des französischen Films will
natürlich die Kaurismäki-Fans ins Kino locken. Das ist plump, aber verständlich, gibt es doch einige Parallelen zwischen Kaurismäkis „I hired a contract
Killer“ und „Louise-Michel“, so der Originaltitel des neuen Films von Benoit
Deléphine und Gustave Kervern. In beiden Filmen verlieren die Protagonisten
am Anfang ihren Job und ziehen daraus radikale Konsequenzen. Die Stoßrichtung könnte allerdings nicht unterschiedlicher sein: Während Kaurismäkis
Anti-Held einen Auftragskiller anheuert, damit der seinem trostlosen Leben
ein Ende bereitet, will Louise einen Auftragskiller dafür bezahlen, den Boss,
der sie feuerte, umzulegen. Wenn man kurz drüber nachdenkt, ist das sicher
die bessere Lösung.
Nach sehr, sehr kurzem Nachdenken sehen das auch die Kolleginnen von
Louise so. Sie hatten gerade überlegt, was man gemeinsam mit der Abfindung
anstellen kann, als die grobe Louise den Auftragsmord vorschlägt. Ein Stirnrunzeln später sind alle einverstanden. Kurzerhand wird Michel angeheuert,
weil dem im Vorbeigehen zufällig eine Pistole aus der Jackentasche fällt. Der
einfältige Loser kann aber eigentlich keiner Fliege was zuleide tun. Nicht nur
moralisch, sondern auch technisch ist er dem Auftrag nicht gewachsen. Also
fragt er lieber ein paar Todkranke, die nichts mehr zu verlieren haben, ob sie
nicht Lust haben, vor ihrem Tod noch einen Chef zu töten. Klar haben sie Lust.
Dass Deléphine und Kervern ein Faible für bitterböse Sozialsatiren haben,
bewiesen sie bereits mit ihren ersten beiden Filmen „Aaltra“ und „Avida“. Ihr
Humor ist jenseits eines heiteren Lachens und löst nur noch ein fassungsloses ‘pfffffff’ aus. Den unerbittlichen Weg ihrer debilen Protagonisten gehen sie
konsequent und biegen nicht kurz vorher in versöhnlichere Gefilde ab. Da ist
es nur recht und billig, dass der Originaltitel „Louise-Michel“ nicht nur die beiden Namen der Hauptfiguren zitiert, sondern zugleich auf die bekannte französische Anarchistin Louise Michel anspielt, die in der Pariser Kommune von
1971 eine tragende Rolle hatte und später in der Verbannung eine der ersten
antikolonialen Bewegungen unterstützt hat. Das alles geht im deutschen
Verleihtitel leider verloren, doch am Schluss zitiert der Film ein amüsantes
Gedicht von Michel: „Am Ende sind wir klüger / und wissen, Reiche sind
Betrüger / Vater und Mutter haben versagt / und sie nicht zum Teufel gejagt
/ Doch wenn wir groß sind später / machen wir sie zu Hackepeter“. Ungefähr
so funktioniert der Film.
CHRISTIAN MEYER
LOUISE HIRES A CONTRACT KILLER
OT: Louise-Michel - Drama - F 2008 - 95 Min. - Regie: Gustave de Kervern, Benoît
Delépine - Kamera: Hugues Poulain - mit: Yolande Moreau, Bouli Lanners, Benoît
Poelvoorde - Verleih: Kool Media
Start: 24.9. Filmpalette, Odeon
„Die Glücklichen“ von Jan Georg Schütte
Hans ist ein gescheiterter Schriftsteller Anfang 40. Als er dann plötzlich vom Erfolg
überrascht wird, plant er ein Wochenende mit seinen alten WG-Freunden Tom
und Helene. Alle bringen ihre Partner mit, doch jeder spielt eine funktionierende
Beziehung nur vor, in Wahrheit kennen sich die Paare kaum. Und Hans mit seinem
neuen Haus, seinem Porsche und seiner halb so alten Friseurin im Arm stößt bei
den alten Freunden auf Irritation. Nach „Swinger“ dreht Jan Georg Schütte einen
weiteren Improvisationsfilm mit denselben Darstellern, darunter Meret Becker. Es
gelingen amüsante Szenen und vor allem starke energetische Momente bei dieser
Psychotour eines Hochstaplers.
CHRISTIAN MEYER
DIE GLÜCKLICHEN
D 2008 - 92 Min. - R.: Jan Georg Schütte - mit: Meret Becker, Pheline Roggan, Oliver
Sauer - Verleih: Eigenverleih
Start: 17.9. Filmhaus
Kontemplation in der Wüste
AUF DEN 2TEN BLICK
„Ashes of Time: Redux“ von Wong Kar-wai
Gebrochenen Herzens hat sich der Schwertkämpfer Oyang Feng als Agent für Auftragskiller
in die Wüste zurückgezogen. Doch die Vergangenheit stöbert ihn auch in der Einöde auf.
➜ Bildgewaltiger Eastern mit Nachwirkung
Endlich. Nach unzähligen seit 1994 kursierenden Versionen hat sich Wong Karwai um eine endgültige Fassung bemüht, die „Ashes of Time“ als Dreh- und
Angelpunkt in seinem ambivalenten Werk zementiert: So lässt sich die sprunghafte Erzählweise mit den im gleichen Zeitfenster entstandenen „Chungking
Express“ und „Fallen Angels“ vergleichen. Die bisweilen geradezu schwülstige
Romantik hingegen verweist auf die späteren „In the Mood for Love“ und „2046“.
Daraus resultiert eine nicht leicht goutierbare Melange, die dafür im Nachhinein
den Sog eines „Lost Highway“ entfaltet, wenn sich die verstörende Erzählstruktur
in Wohlgefallen auflöst. Zudem erinnert die musikalisch zusätzlich überzeichnete
Ästhetik im Martial-Arts-Gewand an heroisch-fatalistische Westernepen. Ein
Schlüsselwerk in Wong Kar-wais Filmographie.
LARS ALBAT
ASHES OF TIME: REDUX
OT: Dung che sai duk - Drama - HK/CN/TW 1994 - 97 - 93 Min. - Regie: Wong Kar Wai - mit:
Brigitte Lin, Leslie Cheung, Maggie Cheung - Verleih: Splendid
Start: 17.9. Filmpalette
46
Lichtspiele
Der Dorflehrer
Lichtspiele Eintrittspreise:
Mo.-Mi.: 5,00 € | Do.: 4,00 € (Kinotag) | Fr.-So./ Feiertag: 7,50 €
- zzgl. Überlängenzuschlag -
ab 27.08.
ab 17.09.
Das Massaker von Katyn
CZ/D/F 2008 - Drama - 110 Min. - R.: B. Sláma - D.: P. Liška, Z. Bydzovská
Der junge Petr kehrt der Großstadt
den Rücken, um auf dem Land eine
Stelle als Dorflehrer anzunehmen. Im
idyllisch gelegenen Dorf lernt er
Marie kennen, die mit ihrem Sohn
einen Bauernhof bewirtschaftet. In
den Feldern Böhmens entwickelt
sich eine tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Sie akzeptieren einander mit all ihren Zweifeln, Hoffnungen
und ihrer Sehnsucht nach Liebe.
Doch während Marie sich von dieser
Freundschaft bald mehr erhofft, reagiert der Lehrer zurückhaltend.
PL 2007 - Drama - 118 Min. - R.: A. Wajda - D.: A. Zmijewski, M. Ostaszewska
September 1939. Polen wird von
Deutschland aus dem Westen und
Russland aus dem Osten zerrieben.
Tausende sind auf der Flucht. Die Rote
Armee und der Geheimdienst NKWD treiben polnische Offiziere zusammen und
schicken sie in Arbeitslager. Anna hat mehrere hundert Kilometer zurückgelegt, um
nach ihrem Mann zu suchen, dem Offizier
Andrzej. Andrzej jedoch zählt zu den mehr
als 22.000 Polen, die im April 1940 in den Wäldern von Katyn ermordet und in
Massengräbern verscharrt werden. Nach dem Krieg kämpfen Anna und andere Witwen
verzweifelt um das Andenken ihrer Männer und werden deshalb von der russischen
Führung verfolgt, die den Nazis das Massaker von Katyn in die Schuhe schieben will.
The Brothers Bloom (OmU)
USA 2008 - Action - 109 Min. - R.: Rian Johnson - D.: Adrien Brody, Rachel Weisz
Vision - Aus dem Leben der
Hildegard von Bingen
Als betrügerisches Gauner-Duo
sind die Brüder Bloom ein
unschlagbares
Gespann.
Gemeinsam erleichtern sie reiche,
ahnungslose Opfer mit ausgeklügelten Tricksereien und raffiniert
konstruierten Lügengeschichten
um ihr Geld. Doch während
Stephen immer wieder mit Freude
die aufwändige Planung der
Aktionen verantwortet, wird das
ständige Schwindeln für den sensiblen Bloom zusehends zur
Belastung. Als er sich in die vermögende Exzentrikerin Penelope - das neueste Opfer des
Duos - zu verlieben beginnt, gerät der vermeintlich letzte Coup der Brüder in Gefahr.
D 2009 - Drama - 111 Min. - R.: M. von Trotta D.: B. Sukowa, H. Ferch, H. Herzsprung
Hildegard wächst im Benediktinerkloster
Disibodenberg unter der Obhut ihrer Mentorin
Jutta Sponheims auf. Sie lehrt Hildegard
Heilkunde und fördert ihre musikalische
Begabung. Nach dem Tod ihrer Mentorin
gesteht Hildegard als Erwachsene, Visionen
von Gott zu haben. Sie löst heftigen Widerstand
der Kirche aus. Doch Hildegard lässt sich nicht
beirren. In ihrem Kampf um ihren eigenen Weg,
gründet Hildegard von Bingen allen
Widerständen zum Trotz im Jahr 1150 das
Frauenkloster Rupertsberg in der Nähe von Bingen am Rhein. Sie wirkt als Äbtissin und
Heilkundige, sie komponiert und schreibt ihre bis heute berühmten Bücher nieder.
Berlin 36
Short Cut to Hollywood
ab 27.08.
ab 10.09.
Preview am So., 06.09. um 19:30 Uhr, Eintritt 5,00 €
ab 24.09.
D 2009 - Komödie - 94 Min. - R. und D.: M. Mittermeier, J. H. Stahlberg
D 2009 - Drama - 100 Min. - R.: K. Heidelbach - D.: K. Herfurth, S. Urzendowsky, A. Prahl
Berlin 1936: Die Amerikaner drohen, die Olympischen Spiele zu
boykottieren, sollten im deutschen
Olympia-Kader keine jüdischen
Sportler vertreten sein. Aus diesem
Grund wird die Jüdin Gretel
Bergmann,
die
überragende
Hochspringerin dieser Zeit, in das
deutsche Trainingslager aufgenommen. In den Augen der Nazis darf
Gretel aber auf keinen Fall gewinnen: Der Reichssportführer schickt
gegen Gretel die bis dahin unbekannte "Konkurrentin" Marie Ketteler ins Rennen um die
Olympia-Qualifikation. Doch die Nationalsozialisten haben nicht damit gerechnet, dass
sich die beiden Außenseiterinnen und vermeintlichen Konkurrentinnen anfreunden...
Preview am Mi., 23.09.
um 21:00 Uhr
Im Anschluss an die Vorstellung:
Filmgespräch mit Regisseur
Jan Henrik Stahlberg.
Johannes Friederich Selinger ist Mitte 30 und hat außer Versagen nichts vorzuweisen im
Leben. Nur der Traum, es unbedingt zu Berühmtheit gebracht haben zu müssen, hält ihn
auf Spur. Dafür sind ihm nun auch drastische Mittel recht. Mit zwei Freunden bricht er auf
in die USA, wo er einen Film drehen will, mit sich und unter seiner neuen Identität John
Frederik Salinger in der Hauptrolle: Auf dem Weg von der Ostküste nach Los Angeles will
er vor laufender Kamera ein Körperteil nach dem anderen opfern, um die Bewunderung
der Massen zu ernten.
One Dollar House
Der Vorleser
ab 24.09.
seit 20.08.
One Dollar House Eintrittspreis:
jeder Film: 2,99 €
Brüno
demnächst
D 2009 - Drama - 100 Min. - R.: K. Heidelbach - D.: K. Herfurth, S. Urzendowsky, A. Prahl
USA 2009 - Komödie - 82 Min. - R.: Larry Charles - D.: S. B. Cohen, G. Hammarsten
Maria, ihm schmeckt’s nicht
Star Trek
demnächst
D/IT 2009 - Komödie - 98 Min. - R.: N. L. Vollmar - D.: L. Banfi, C. Ulmen, M. Tander
demnächst
USA 2009 - Science Fiction - 127 Min. - R.: J.J. Abrams - D.: C. Pine, Z. Quinto
Hohenzollernring 60 - 50672 Köln - Info 25 41 41 - Reservierung ab 15 Uhr 258 56 44 - www.rex-koeln.de
Haben Sie Interesse an einer Schulvorstellung? Rufen Sie uns von 9.00 - 18.00 Uhr unter 972 62 97 an!
Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 15 Min. vor Filmbeginn - Sa./ So./ Feiertag: 30 Min. vor Filmbeginn
47
Kurz-Kritik
HORSEMEN
FIGHTING
EXTREME MOVIE
USA 2008 - Regie: Jonas Akerlund - mit
Dennis Quaid - Verleih: Concorde
USA 2009 - 107 Min. - Regie: Dito Montiel mit: Channing Tatum - Verleih: Universal
USA 2008 - Regie: Adam Jay Epstein, Andrew Jacobson - Verleih: Senator
"Horsemen" – damit sind in diesem
Serienmörder-Thriller die Reiter der
Apokalypse gemeint: Dennis Quaid
spielt den Polizisten Aidan Breslin, der
sich nach dem Tod der Ehefrau nur
noch seinem Job widmet. Auf Kosten
seiner Kinder. Bis er persönlich in einen
Mord involviert wird, der sich an den
besagten Reitern orientiert. Düster
bebilderte Genrekost von Jonas Åkerlund ("Spun").
HE
Eherner Typ kommt in die Stadt, sucht
ehrlichen Job, gerät in Prügelei und
wird für den verbotenen Straßenkampf
entdeckt. Vielleicht noch eine sozialkritische Note, und fertig ist die Schablone, derer sich auch "Fighting" bedient.
Aber die Genre-Fans suchen ja keine
ausgeklügelte Dramaturgie, sondern
Identifikationsmuster und spektakuläre Kämpfe. Damit sind sie hier bestens
bedient.
HE
Eine weitere Teenie-Sex-haha-Fließband-Produktion aus den Staaten.
Allerdings reichte es hier nicht einmal
für eine Story, so dass allerlei Sketche
episodisch miteinander verknüpft wurden. Themen: Pornos, Hormone, Nerds,
Sexualkundeunterricht. Derb-infantiler
Quatsch ohne Storyline – warum es der
Film in Amerika nicht in die Kinos
geschafft hat, wird uns ein Rätsel bleiben.
HE
Ein brutaler Gangster (John Travolta)
entführt für einen wohlgeplanten
Coup eine U-Bahn. Zum Erreichen seiner Ziele geht er über Leichen. Fahrdienstleiter Walter Garber (Denzel Washington) wird zum unfreiwilligen
Verhandlungspartner. Ohne Händchen
für Spannung und Timing inszeniert
Tony Scott diesen Entführungsthriller,
in dem Denzel Washington als unscheinbarer Held beeindruckt.
HE
Start: 27.8.
Start: 10.9.
Start: 17.9.
Start: 24.9. Metropolis, Filmpalast
DISTRICT 9
USA/GB 2009 - Regie: Tony Scott
FINAL DESTINATION 4
UM DEIN LEBEN
USA 2009 - Regie: D. D. Wayans
USA 2009 - Regie: David R. Ellis - mit: Bobby
Campo , Nick Zano - Verleih: Warner
D 2008 - 87 Min. - Regie: Gesine Danckwart
- mit Kathrin Angerer - Verleih: Eigenverleih
Der Science Fiction-Überraschungshit
kommt nicht aus Hollywood, sondern
aus Südafrika und Neuseeland: Gestrandete Aliens werden von den
Menschen jahrzehntelang ins Ghetto
weggesperrt, bis skrupellose Erdlinge
die fortschrittlichen Waffen der Ausserirdischen nutzen wollen. Ein Agent
infiziert sich mit einem Virus. Kleines
Budget, originelle Story, effektvolles
Handkamera-Kino.
HE
In mehr oder weniger bewährter
"Scary Movie"-Tradition nimmt dieser
Leinwandquatsch die Tanzfilme der
letzten 30 Jahre aufs Korn. Regisseur
Damien Dante Wayans lässt keine
Pointe aus, wenn Streetdancer, haha,
Ballett tanzen und die bescheuertsten
Sprücheklopfer (Damon Wayans Jr.,
David Alan Grier) zum Finale gegeneinander antanz …, äh, -blödeln. Hirn
raus und rein ins Kino!
HE
Teil 3 hatte ja an Spannung und Witz
spürbar nachgelassen – jetzt übernimmt wieder David R. Ellis („Final Dest
ination 2“) das Ruder, und serviert das
neueste, blutige Katz-und-Maus-Spiel
zwischen Teenies und Tod erstmals in 3
D. Ansonsten alles beim Alten: Freundee
ntkommen unvorhergesehen dem Sensenmann, der im Folgenden versucht, morbide gewitzt die Statistik zu
korrigieren.
HE
Sechs Frauen aus allerlei Schichten
und Berufssparten im wechselseitigen
Monolog. Regisseurin Gesine Danckwart filmt sie inmitten leerer, anonymer Großstadtschauplätze. Einsamkeit,
stilisiert in Wort und Bild, in episodischen Häppchen serviert – Danckwart
hat bisher nur fürs Theater gearbeitet,
jetzt trägt sie die Abstraktion für ihr filmisches Experiment hinaus auf die
Leinwand.
HE
Start: 10.9. Filmpalast, Metropolis
Start: 3.9. Filmpalast
Start: 3.9. Filmpalast
Start: 3.9. Filmpalette
USA/NZ 2009 - 112 Min. - Regie: Neill
Blomkamp - Verleih: Sony
DANCE FLICK –
DER ALLERLETZTE TANZFILM
DIE ENTFÜHRUNG DER
U-BAHN PELHAM 123
48
Rückblick
Fotos: Dietmar Temps
August 2009 Jubiläums-Preview #2
„Maria ihm schmeckt‘s nicht!“ im Odeon Kino Köln
Dankeschön an unsere LeserInnen!
C
C
culture club
49
20 Jahre choices 20
Kurz-Kritik
WICKIE UND DIE STARKEN MÄNNER
SUSOS TURM
MY BIG FAT GREEK SUMMER
D 2009 - Regie: P. De Rycker, T. Graf Rothkirch
E 2007 - Regie: Tom Fernández - mit: Javier
Cámara, Cesar Vea - Verleih: Arsenal
USA/E 2008 - Regie: Donald M. Petrie - mit
Nia Vardalos - Verleih:
Der kleine Wikinger mit Köpfchen darf
jetzt als Realfigur in See stechen. "Bully" Herbig führte Regie in dieser gelungen besetzen Adaption, die eine
Weile braucht, bis sie in die Gänge
kommt. Spätestens aber, wenn die Bösen (allen voran: Günter Kaufmann!)
herannahen, wird der kurzweilige Spaß
vergnüglich, und man ist immerhin
entzückt, wie seit "Der Schuh des Manitu" nicht mehr.
HE
Nachdem die kleine Laura in ihrem
ersten Kinoabenteuer einen aus dem
Himmel geplumpsten Stern wieder
aufpeppelte und zurück ans Firmament entließ, fliegt sie im zweiten Teil
mit ihren Eltern nach China. Ihr Stern
begleitet sie, geht verloren und bringt
Laura mit dem Mädchen Ling-Ling
zusammen. Und mit dem Drachen
Nian. Hübsches, liebevoll animiertes
Abenteuer für kleine Kinder.
HE
Als Suso stirbt, treffen sich seine alten
Kumpels wieder, unter ihnen der desinteressierte, verpeilte Cundo (Javier
Cámara). Suso stellt den Männern
posthum eine Aufgabe. Michael Klier
hatte bereits 2008 mit "Alter und
Schönheit" ein gelungenes, tragikomisches Alte-Freunde-Revival hingelegt.
"Susos Turm" erreicht nicht die gleiche
Tiefe, vermag aber kurzweilig zu unterhalten.
HE
Sechs Frauen aus allerlei Schichten
und Berufssparten im wechselseitigen
Monolog. Regisseurin Gesine Danckwart filmt sie inmitten leerer, anonymer Großstadtschauplätze. Einsamkeit,
stilisiert in Wort und Bild, in episodischen Häppchen serviert – Danckwart
hat bisher nur fürs Theater gearbeitet,
jetzt trägt sie die Abstraktion für ihr filmisches Experiment hinaus auf die
Leinwand.
HE
Start: 9.9. Filmpalast
Start: 24.9. Metropolis, Cinenova
Start: 17.9. Odeon
Start: 3.9.
D 2009 - Regie: Michael Bully Herbig - mit:
Jonas Hämmerle - Verleih: Constantin
LAURAS STERN UND DER
GEHEIMNISVOLLE DRACHE NIAN
Jubiläums-Preview #3
C – wir laden ein – das choices-Team 20
C
culture club
BERLIN `36
Berlin 1936: Die Amerikaner drohen, die Olympischen Spiele zu boykottieren, sollten im deutschen Olympia-Kader keine jüdischen Sportler vertreten
sein. Aus diesem Grund wird die Jüdin Gretel Bergmann, die überragende
Hochspringerin dieser Zeit, in die deutsche Mannschaft aufgenommen. Um
jedoch zu verhindern, dass ausgerechnet sie die Goldmedaille im Hochsprung
gewinnt, schicken die Nationalsozialisten die unbekannte Konkurrentin Ma-
rie Ketteler ins Rennen. Das pikante Detail: Diese ist in Wirklichkeit ein
Mann. Während der Wettkampf-Vorbereitungen entwickelt sich zwischen
den beiden Rivalinnen eine vorsichtige Freundschaft. Am Ende muss sich
zeigen, ob die beiden gemeinsam gegen die Übermacht der Nationalsozialisten ankämpfen oder ob der sportliche Ehrgeiz überwiegt …
Preview am Sonntag, 6. September, um 19.30 Uhr
Anmeldung nur online möglich,
Bestätigung (bitte mitbringen) erfolgt nach Reihenfolge der Anmeldung:
Teilnehmerzahl begrenzt.
E-Mail bis 3.9. an [email protected], Kennwort: Jubiläums-Preview
Als Dank an unsere treuen LeserInnen: ermäßigter Eintritt 5 €.
Mit anschließendem Umtrunk im Rex-Foyer.
Preview am Sonntag, 6. September, um 19.30 Uhr, Eintritt 5€
(nach Voranmeldung)
Film-Kritik
FilmInitiativ Köln e.V. präsentiert:
AFRICA GOES COLOGNE –
COLOGNE GOES AFRICA
Trügerisches Idyll: John Malkovich und Jessica Haines
NACH DER APARTHEID
„Schande“ von Steve Jacobs
Ein südafrikanischer Professor zieht sich aufs Land zurück und wird mit den Narben der
Apartheid konfrontiert.
➜ Überwältigendes, vielschichtiges Drama
Die Universität in Kapstadt: Mit verlorenem Blick lehrt David Lurie (John
Malkovich) romantische Literatur. Der Professor ist 52 und lebt, nach zwei
misslungenen Ehen, zurückgezogen und dem Schicksal ergeben. Zu Letzterem zählt er auch seine Rolle als Diener des Eros: Neben Bordellbesuchen
umgarnt der charmante Professor hübsche Studentinnen. So auch die
schwarze Melanie, die sich widerstrebend auf eine Affäre mit ihm einlässt.
Das Verhältnis bricht ihm das Genick. Melanies Bruder macht die Sache
öffentlich, David wird wegen Missbrauchs seiner Position suspendiert. Stoisch nimmt er das Urteil hin, um kurz darauf der Stadt den Rücken zu kehren und aufs Land zu seiner erwachsenen Tochter Lucy (Jessica Haines) zu
fahren. Die lebt dort mit ihren Hunden auf einer kleinen Farm und verkauft
ihre bescheidene Ernte auf dem Markt. Der schwarze Hilfsarbeiter Petrus
(Eriq Ebouaney) geht ihr dabei zur Hand. Da werden er und seine Tochter
von drei Schwarzen überfallen. Während David nach Vergeltung sinnt, fügt
sich seine Tochter widerstandslos ihrem Schicksal.
Verständnislosigkeit - damit dürfte der Film auch die meisten Zuschauer
entlassen, die hier ihre westlichen Wertvorstellungen verworfen sehen und
deren Auffassung von Gerechtigkeit hier kaum gespiegelt werden dürfte.
Gemeinsam mit David treibt Regisseur Steve Jacobs den Betrachter in eine
Welt, in der Recht und Unrecht nicht nach Paragraphen unterschieden
werden, sondern in der die Historie eines Landes tiefe Spuren von Schuld,
Rache, Reue und eben Schande hinterlassen hat. Erst mit dem Bewusstsein
der Nachapartheid, die Jahrzehnte Unterdrückung noch lang nicht überwunden hat, lässt sich Lucys Verhalten am Ende zumindest verstehen.
Der Film ist die Adaption des gleichnamigen Romans von J.M. Coetzee aus
dem Jahr 1999, der darin, gespiegelt in David und Lucy, tiefe Einblicke in die
Befindlichkeit vor allem der weißen Bevölkerung des heutigen Südafrikas gibt.
Sobald der Professor die westlich angepasste Großstadt verlässt, stößt er auf
ein ihm unbekanntes Land. Ein Land, das Steve Jacobs mit Bildern schlichter
Schönheit einfängt, hinter denen sich jedoch Abgründe verbergen.
Ein spannendes, schmerzvoll berührendes und wundervoll bebildertes
Drama, das den Betrachter angenehm fordert. Und nicht zuletzt ein herausragender John-Malkovich-Film: Man möchte glauben, dass ihm die Figur des abgeklärten, aber verlorenen Intellektuellen auf den Leib geschrieben wurde - noch nie bohrte sein entrückter Blick so tief.
HARTMUT ERNST
SCHANDE
Toronto International Film Festival 2008: International Critics’ Award (FIPRESCI)
OT: Disgrace - Drama - Australien/Südafrika 2008 - Regie: Steve Jacobs - Kamera: Steve
Arnold - mit: John Malkovich, Jessica Haines, Eriq Ebouaney - Verleih: Alamode
Start: 17.9. Cinenova, Weisshaus
choices verlost 3x die Romanvorlage.
E-Mail bis 20.9. an [email protected], Kennwort: Schande
51
Open Air in Kooperation mit dem Filmhaus Kino
im Rahmen der Kölner Kino Nächte
No time to die Spielfilm, Regie: King Ampaw, Ghana (2006), 90 Min.,
OF engl. dt. UT
Sa. 29. und So. 30. August. Einlass 21.00 Uhr,
Open Air im Filmhaus Kino
Maybachstr. 111, Grünfläche hinter dem Kino.
Bei schlechtem Wetter im Kino
Filmreihe im Filmforum im Museum Ludwig
Vom 24. bis 27. September 2009
Dokumentar- und Spielfilme von afrikanischen und Kölner Filmschaffenden,
Produktionen von Kanak TV,
Videoclips von Kölner MusíkerInnen und Kleinode aus dem WDR-Filmarchiv.
Eröffnung: Donnerstag, 24.9.2009, 18.00 Uhr
LIVEMUSIK mit DONABI (Köln/Nigeria) und
Manjao Fati (Guinea Bissau),
Musiker der antirassistischen Initiative „Brothers Keepers“.
Das ausführliche Programm unter www.filminitiativ.de
und www.koeln-im-film.de
Choices verlost 3 x 2 Karten für die Vorstellung: TEZA
Äthiopien/D/USA 2008, 140 Min.,Regie: Haïle Gerima,
OF amharisch m.dt.u.frz. UT, 35 mm
Samstag, 26.9., 20.00 Uhr
Programmkino mit Café - Ebertplatz 19 - 50668 Köln - Info 739 12 45 - Reservierung ab 15 Uhr 72 24 36
Weitere Informationen unter www.metropolis-koeln.de!
Donnerstag ist Kinotag: alle Hauptfilme nur 4,00 €! - On Thursdays all movies just 4,00 €!
starts 27.08.
Chéri Eine Komödie der Eitelkeiten (OmU)
GB 2009 - Drama - 93 Min. - D.: Stephen Frears - C.: Michelle Pfeiffer,
Rupert Friend, Kathy Bates
Léa de Lonval realizes that the time has come
for her to retire as Paris's most envied seductress of the rich and famous. After all, though
she's still breathtaking, she's not getting any
younger. Just as she starts wondering what
her future holds, along comes her archrival
Charlotte Peloux, a notoriously manipulative
gossip, with an unusual proposition. It seems
that Charlotte's 19-year-old son-a bon vivant
nicknamed Chéri is gorgeous, charming and a complete disappointment to her.
Fed up with his petulance, Charlotte slyly suspects Léa can knock some sense
into the boy with her worldly ways. But Léa does far more than that and six
years later, she and Chéri are still living together in a most outrageous fashion. Naturally, they know this state of affairs can't go on forever...
My Sister’s Keeper starts 27.08.
Beim Leben meiner Schwester (OV)
USA 2009 - Drama - 109 Min. - D.: Nick Cassavetes C.: Cameron Diaz, Abigail Breslin, Alec Baldwin
Sara and Brian Fitzgerald have just been informed that their young daughter
Kate has leukemia, and that she only has a few years to live. The doctor suggests to the parents that they try an
unorthodox medical procedure of producing another child in a test-tube that
would be a perfect match as a donor
for Kate. Sara will try anything to save
Kate, and they have a new baby Anna
to be used as a donor for Kate. As
years go on, the doctors must take
bone marrow from Anna to give to
Kate. At age 11, the next thing Anna
must give to her sister is a kidney.
Anna has had enough of all of these medical procedures, and she decides to
sue her parents for medical emancipation and the right to decide how her body
will be used. The whole family is being torn apart by Anna's decision because
everyone knows what will happen to Kate if she doesn't get a new kidney...
LOL (franz. OmU)
starts 27.08.
F 2008 - Komödie - 103 Min. R.: Lisa Azuelos - D.: Sophie Marceau,
Christa Theret, Jérémy Kapone
Lola - von ihrer Clique kurz nur Lol
genannt - hat sich sehr auf den ersten
Schultag und das Wiedersehen mit
Arthur gefreut. Doch die gute Laune
hält nicht lange vor: Arthur hat sie offenbar in den Sommerferien betrogen, ein
aufreizendes Blondchen mischt ihre Clique auf und die neuen Gefühle für Arthurs besten Freund bringen sie zusätzlich durcheinander. Lols Mutter Anne macht alles noch schlimmer: Wer nicht
einmal weiß, was "lol" bedeutet, sich mit dem eigenen Ex zu heimlichen Rendezvous verabredet und obendrein in der Schule von einem Polizisten anmachen lässt, den die Mitschülerinnen alle supercool finden, ist nicht nur unmöglich, sondern total daneben. Anne wiederum fragt sich, was bloß mit ihrer
süßen kleinen Tochter passiert ist und warum sie nicht mehr mit ihr reden
kann. Wo eben noch schönste Vertrautheit war, herrscht jetzt das reine Chaos.
Julie & Julia (OV)
starts 03.09.
USA 2009 - Drama - 123 Min. - D.: Nora Ephron C.: Meryl Streep, Amy Adams, Stanley Tucci
Julie Powell is 30-years-old and works at a soul-sucking secretarial job that's
going nowhere. She needs something to break the monotony of her life, and
she invents a deranged assignment. She will take her mother's dog-eared copy of Julia
Child's 1961 classic Mastering
the Art of French Cooking, and
she will cook all 524 recipes. In
the span of one year. At first
she thinks it will be easy. But
as she moves from the simple
Potage Parmentier (potato
soup) into the more complicated realm of aspics and crêpes, she realizes there's more to Mastering the Art
of French Cooking than meets the eye. With Julia's stern warble always in her
ear, Julie haunts the local butcher, buying kidneys and sweetbreads. She
sends her husband on late-night runs for yet more butter and rarely serves dinner before midnight. And somewhere along the line she realizes she has
turned her kitchen into a miracle of creation and cuisine. She has eclipsed her
life's ordinariness through spectacular humor, hysteria, and perseverance.
District 9 (OV)
starts 10.09.
USA 2009 - Science Fiction - 112 Min. - D.: Neill Blomkamp C.: Sharlto Copley, Jason Cope, Nathalie Boltt
Thirty years ago, aliens made
first contact with Earth.
Humans waited for the hostile
attack, or the giant advances
in technology. Neither came.
The creatures were set up in a
makeshift home in South
Africa's District 9 as the world's
nations argued over what to do
with them. Now, patience over
the alien situation has run out.
Control over the aliens has been contracted out to Multi-National United
(MNU), a private company uninterested in the aliens' welfare they will receive
tremendous profits if they can make the aliens' awesome weaponry work. So
far, they have failed; activation of the weaponry requires alien DNA …
Up - Oben (OmU)
starts 17.09.
Preview am So., 06.09. um 17:15 Uhr, Eintritt 5,00 €
USA 2009 - Trickfilm - 96 Min. - D.: Peter Docter, Bob Peterson
A young Carl Fredrickson meets a young adventure spirited girl named Ellie.
They both dream of going to a Lost Land in South America. 70 years later, Ellie
has died. Carl remembers the promise
he made to her. Then, when he inadvertently hits a construction worker, he
is forced to go to a retirement home.
But before they can take him, he and
his house fly away. However he has a
stowaway aboard. An 8 year old boy
named Russell, whose trying to get an
assisting the elderly badge. Together,
they embark in an adventure, where
they encounter talking dogs, an evil villain and a rare bird named Kevin.
52
INTERESSE AN EINER SCHULVORSTELLUNG? RUFEN SIE UNS VON MO. - FR. ZWISCHEN 9.00 UND 18.00 UHR AN!
The Time Traveler’s Wife Die Frau des Zeitreisenden (OV)
starts 17.09.
USA 2009 - Drama - 107 Min. - D.: Robert Schwentke C.: Rachel McAdams, Eric Bana, Ron Livingston
Clare has been in love with Henry her entire life. She believes they
are destined to be together, even though she never knows when
they will be separated: Henry is a time traveler cursed with a rare
genetic anomaly that causes him to live his life on a shifting timeline, skipping back and forth through his lifespan with no control.
Despite the fact that Henry's travels force them apart with no warning, Clare desperately tries to build a life with her one true love.
starts 24.09.
The Taking of Pelham 123 Die Entführung der U - Bahn Pelham 123 (OmU)
Desert Flower Wüstenblume (OmU)
starts 24.09.
D/AT 2009 - Drama - 120 Min. - R.: Sherry Hormann - S.: Liya Kebede,
Sally Hawkins, Timothy Spall
USA 2009 - Action - 106 Min. - D.: Tony Scott C.: Denzel Washington, John Travolta, Luis Guzmán
Walter Garber was drifting through his daily
routine when he received word that a heavily
armed gang of four has hijacked a subway train
and are holding all of the passengers hostage.
Led by cunning master thief Ryder, the gunmen will begin executing everyone aboard
should the authorities fail in delivering a sizable
ransom in the space of just one hour. With the
tension
in
the
tunnels
rising, Walter races to save the
hostages before the shootings start. But
through it all, there’s one part of Ryder’s
plan that Walter can’t quite comprehend: even if the thieves do succeed in
getting their money, how could they possibly get out of the tunnels undetected?
Waris is one of twelve children born into a traditional family of tribal desert
nomads in East Africa. Waris lived in harmony with family and nature. At the
age of twelve her father arranged her marriage to a sixty-year-old stranger.
She was worth five camels... being unhappy at this decision she ran away.
After only barely surviving the dangerous Somalia desert, she manages to get to London, where she
works for one of her relatives for a
couple of years. When that family
returns to Somalia, Waris refused
to leave, hiding her passport and
ID. To support herself alone she
begins to work at McDonalds while
living in a youth hostel. Here she is
spotted by a fashion photographer... this man transforms her
into an world class international model and in doing this gave her the courage
and the power she needed to speak up about female circumcision.
K i n d e r k i n o:
Unser Kinderfilmpreis für soziale Gruppen:
Ice Age 3: 3,00 € / alle anderen Filme 2,50 €
Achtung: frühere Anfangszeiten bei den Kinderfilmen: 13:15 + 13:30 + 13:45 Uhr
Ice Age 3 - Die Dinosaurier sind los - USA 2009 - 96 Min. - R.: C. Saldanha - o. A.
Während Manni und Ellie sich auf die Geburt ihres Mini-Mammuts freuen, fragt
sich Diego, der Säbelzahn Tiger, ob er langsam verweichlicht, da er dauernd
mit seinen Kumpels rumhängt und Sid, das Faultier, gerät mal wieder in
Schwierigkeiten, als er versucht, sich eine kleine Ersatzfamilie zu schaffen,
indem er ein paar Dinosaurier Eier stibizt. Bei dem Versuch, den Pechvogel
Sid zu retten, gerät die Gang in eine geheimnisvolle Unterwelt, erlebt gefährliche Abenteuer...
4,00 € - vom 27.08. bis 02.09. um 13:15 Uhr
vom 03.09. bis 23.09. um 13:30 Uhr
Mullewapp - D 2009 - Zeichentrick - 77 Min. - R.: T. Loeser, J. Møller - o. A.
Die Tiere vom Bauernhof Mullewapp bekommen unerwartet Besuch: Johnny
Mauser, ein berühmter Schauspieler, wirbelt den Alltag in Mullewapp kräftig
durcheinander. Nur Franz von Hahn ist eingeschnappt, weil Johnny alle um
den Finger wickelt. In den ungewohnten Trubel platzt auf einmal die schlimme
Nachricht: Das kleine Lämmchen Wolke ist verschwunden, offenbar wurde es
entführt! Ganz Mullewapp ist entsetzt. Jetzt müssen alle zusammenhalten...
3,50 € - seit 17.08 bis 02.09. um 13:45 Uhr
Jasper und das Limonadenkomplott - D 2009 - Animation - 86 Min. R.: Eckart Fingberg - o. A.
Der kleine Pinguin Jasper glaubt fest daran, dass es auf der Welt mehr geben
muss als Eis und Schnee. Doch eines Tages taucht der Papagei Kakapo bei
der Pinguinkolonie auf und erzählt Geschichten über fremde Welten, ein
großes Schiff und die mysteriöse Suche nach gestohlenen Eiern, für die er
Jaspers Hilfe benötigt. Kurzentschlossen folgt Jasper dem Papagai auf ein
wunderschönes Kreuzfahrtschiff. Ein großes Abenteuer beginnt.
3,50 € - seit 20.08. bis 02.09. um 13:30 Uhr
ab 03.09. um 13:45 Uhr
Das Schulgespenst - DDR 1986 - 92 Min. - R.: Rolf Losansky - 6 J.
Carola Huflattich fällt in der Schule Carola weniger durch Stillsitzen auf - selbst
Freund Willi kann ihr mit Vorsagen kaum noch weiterhelfen. Und so kommt ihr
"Buh" aus dem Gerümpel des Schulkellers wie gerufen. Der merkwürdige
Geist kann fliegen, durch Schlüssellöcher schlüpfen und sich sogar unsichtbar
machen. Was wäre daher verlockender für Carola als ein Rollentausch. Kraft
eines Spiegels gelingt die Verwandlung - und fortan ist wirklich alles ziemlich
verrückt...
3,00 € - vom 03.09. bis 09.09. um 13:15 Uhr
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Das Sommeralbum - D 1992 - Spielfilm - 91 Min. - R.: Kai Wessel - o. A.
Den Sommer verbringt Frau Stern mit ihren drei Kindern wie jedes Jahr in
Litauen. Die 11jährige Josefine langweilt sich, denn ihre Brüder verschwinden
Tag für Tag im Schuppen - und lassen sie nicht herein. Endlich kommt der
Vater, ein bekannter Fotograf. Und er schenkt Josefine etwas Wunderbares eine Kamera. Von Stund an ist Josefine beschäftigt - und entdeckt für sich eine
neue Welt...
3,00 € - vom 10.09. bis 16.09. um 13:15 Uhr
Despereaux - Der kleine Mäuseheld - USA 2008 - 94 Min. - Trickfilm/Abenteuer R: Robert Stevenhagen, Sam Fell - 6 J.
Es war einmal eine winzige Maus mit riesigen Ohren im fernen Königreich Dor.
Der kleine Despereaux liebt Heldensagen und träumt davon, ein Ritter zu werden. Doch weil sich das für eine Maus nicht schickt, wird er von seinen Mitmäusen verbannt. Mutig nutzt Despereaux die Chance, die Welt zu entdecken.
Gemeinsam mit der gutherzigen Ratte Roscuro besteht er große Abenteuer
und rettet am Ende sogar eine Prinzessin...
3,00 € - vom 17.09. bis 23.09. um 13:15 Uhr
Käpt’n Blaubär - D 1999 - 81 Min. - Trickfilm - R.: Hayo Freitag - o. A.
Käpt'n Blaubär spinnt mal wieder Seemannsgarn für seine drei ungläubigen
Enkel: Er erzählt von seinem einstigen Sandkastenfreund Feinfinger, der
längst sein diabolischer Gegenspieler geworden ist. Er will die Welt beherrschen, doch Blaubär und sein getreuer Freund Hein Blöd machen ihm einen
Strich durch die Rechnung.
3,00 € - vom 24.09. bis 30.09. um 13:15 Uhr
Lauras Stern und der geheimnisvolle Drache Nian - D 2009 - Trickfilm Länge n.n.b. - R.: Piet De Rycker, Thilo Graf Rothkirch - FSK n.n.b.
Am Sonntag, den 20. September ist Weltkindertag!
Zur Feier des Tages zeigen wir Euch den Film um 15:00 Uhr!
Laura ist schon furchtbar aufgeregt. Sie darf mit ihrer Familie nach China fliegen. Zum Glück begleitet sie ihr bester Freund, der kleine Stern, aber auf dem
Flug geht er verloren. Ein chinesisches Mädchen, Ling-Ling, findet den Stern
und nimmt ihn mit. Der Stern führt nicht nur die beiden Mädchen zusammen.
Ohne dass er es merkt, macht sein Sternenstaub auch ein Wesen lebendig,
das sich rasch mit den Kindern anfreundet: der geheimnisvolle Drache Nian.
Während Lauras Mutter auf der Bühne steht, erleben die Mädchen gemeinsam
mit Nian ihr größtes Abenteuer.
3,50 € - ab 24.09. um 13:30 Uhr
28. - 30. August 2009
Albert-Richter-Bahn /
Radstadion Open Air
Aula der Kunsthochschule
für Medien Köln
Cinedom
Filmforum im
Museum Ludwig
Filmhaus Kino
Filmhaus Open Air
Filmpalette
Haus der Architektur Köln
Kino in der Brotfabrik
Bonn-Beuel
Kölner Philharmonie
Kunsthaus Rhenania
Metropolis
Odeon
Odonien Open Air
OFF Broadway
Rochuskirche
Schauspielhaus Köln
Die Kölner Filmtheater, Filmfestivals und Filminitiativen präsentieren gemeinsam
und zum ersten Mal das Programm der KÖLNER KINO NÄCHTE!
Eröffnung der KÖLNER KINO NÄCHTE: NRW-Premiere von GIGANTE
in Anwesenheit des Regisseurs Adrián Biniez
Silberner Bär Berlinale 2009 - Großer Preis der Jury Alfred-Bauer-Preis Berlinale 2009 Preisträger Bester Erstlingsfilm Berlinale 2009
am 28.08.2009 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus Köln
KombiTicket der KÖLNER KINO NÄCHTE:
Das KombiTicket ermöglicht Zugang zu allen Veranstaltungen der KÖLNER KINO NÄCHTE, beginnend am Freitag,
28. August und beinhaltet das VRS-Ticket für Samstag, 29. & Sonntag, 30. August.
Preis: € 17,90 inkl. VVG.
Kartenvorverkauf bei KölnTicket: www.koelnticket.de
Das KombiTicket ist nicht übertragbar, an den Kinokassen müssen jeweils Einlasskarten gelöst werden.
Tickets für einzelne Veranstaltungen sind an den jeweiligen Spielorten erhältlich.
Reservierung, unabhängig von Ticketart, wird empfohlen.
Detailliertes Programm: www.filmfestivals-koeln.de
Veranstalter der KÖLNER KINO NÄCHTE: Kino Gesellschaft Köln, Mail: [email protected]
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturamtes der Stadt Köln und der RheinEnergieStiftung Kultur
Filmland NRW
Kino.Köln.
Deutscher Kamerapreis 2009, Foto: WDR
STUMPFE GEHEIMWAFFE
Präsentiert Großes Fernsehen: Dr. Gernot Gehrke
LANDESANST. FÜR MEDIEN NOVA GMBH.
MEDIEN-EVENTS ZWISCHEN LICHT UND SCHATTEN
Von Rolf-Ruediger Hamacher
Über dem Filmland NRW leuchteten im Juli wieder hell die „Kölner
Lichter“. Auch ein Medienereignis: imposanter und vor noch mehr Zuschauern (800.000) als bisher. Nur leider hielt die Auswahl der unterlegten Filmmusik nicht Schritt mit dem Einfallsreichtum der Feuerwerker.
Einmal davon abgesehen, dass gesungene Lieder wie die „Casablanca“Titelmelodie „As time goes by“ per se nicht zu Lichtkaskaden passen, war
das Übergewicht zweitklassiger, pompöser Kompositionen à la „Terminator“ auf die Dauer entnervend. Überflüssigerweise schickte man auch
noch Dialogfetzen („Hasta la vista“) in den Nachthimmel, damit selbst
der letzte Zuschauer sein „Aha“-Erlebnis hat. Und am Boden kommentierte die neue „Geheimwaffe“ des WDR, Anna Planken, wenig sachkundig das (Filmmusik-)Geschehen.
Die überaus reizende Frau Planken, über die man im Sender hinter vorgehaltener Hand schon hört, dass „die alles wegmoderiert, was man ihr
vorsetzt“, hatte dem WDR schon vor kurzem einen „Bärendienst“ erwiesen. Auf einer der renommiertesten Veranstaltungen im Filmland NRW,
der jährlichen Verleihung der Kamera- und Schnittpreise, war sie kurzfristig für die bewährte Bettina Boettinger eingesprungen. Die Preisträger
mussten sich dann dämliche Fragen („Wie
„Die moderiert alles weg,
haben Sie das in der Wüste eigentlich mit
was man ihr vorsetzt“
dem Wind gemacht?“) gefallen lassen,
was bei denen für Sprachlosigkeit und im Publikum für ständiges Gelächter sorgte. Nie käme ein verantwortlicher Redakteur wohl auf die Idee, einen Sportreporter in die Oper zu schicken. Aber beim Film darf wohl jede(r)
mal ran. Aber nicht nur wegen der schlecht vorbereiteten Moderatorin
rutschte man immer tiefer in den Sitz. Stellte man noch mit Verwunderung
fest, dass die Filmausschnitte zu den prämierten Filmen offensichtlich von
irgendeinem WDR-„Praktikanten“ zusammengestellt worden waren, so
war es geradezu ärgerlich, wie die Event-Verantwortlichen mit einigen
Preisträgern umgingen. Die international renommierte Kamerafrau Sophie
Maintigneux bekam den Preis für eine Dokumentation über magersüchtige Mädchen („Die dünnen Mädchen“). Dazu kam man beim WDR auf die
„geile Idee“, die Laudatio von der Schauspielerin Maria Kwiatkowsky halten zu lassen, die in der „Bloch“-Folge „Bauchgefühl“ ein magersüchtiges
Mädchen dargestellt hatte.
Wohl im Wissen (was eigentlich die Entscheidung noch fahrlässiger erscheinen lässt) um die psychische Angegriffenheit der Mimin stellte man
ihr einen Coach zur Verfügung. Vergeblich. Nach ein paar gestammelten
Worten verließ sie die Bühne und ließ Peinlichkeit im
Raum zurück. Doch das war noch nicht alles. Selbst die
im Fernsehen so souverän aufspielende Anneke Kim
Sarnau schien bei ihrer Laudatio für die Cutterin Silke
Olthoff irgendwie „auf Drogen“ und schmiss die Rede
nach ein paar Sätzen. Was als Ehrung für großartige
künstlerische Leistungen gedacht war, wurde so zu
einer teilweise würdelosen Veranstaltung, die den ReRolf-Ruediger
Hamacher ist Medispekt vor den Auszuzeichnenden völlig vermissen ließ.
endozent, Journalist
Und das in der Medien-Metropole Köln, die eigentlich
und im Vorstand des
Filmkritiker-Verbandes genug Fachpersonal hat, um so ein Event zu stemmen.
55
Dr. Gernot Gehrke ist Geschäftsführer der Landesanstalt für Medien Nova
GmbH und zeichnet für die Planung des medienforum.nrw verantwortlich. Neben dem Kongress und dem Medienfest ist das Festival „Großes Fernsehen“ Teil
der Veranstaltung.
choices: Herr Dr. Gehrke, das Festival Großes Fernsehen ging in diesem
Jahr zum vierten Mal über die Bühne. Fernsehproduktionen auf der großen
Leinwand – wäre das nicht auch außerhalb des Medienforums interessant,
zum Beispiel mit geschlossenen Serienformaten wie „24“?
Dr. Gernot Gehrke: Das muss man sehr genau überlegen. Beim Festival ist das
sorgsam ausgesucht, die Aufmerksamkeit ist auf diesen etablierten Zeitraum
fokussiert. Die Frage ist, ob das auch unterjährlich gelingt. Wir haben das bisher
noch nicht ernsthaft erwogen. Und so eine Veranstaltung ist kein Selbstläufer.
Wir müssen herausstellen, warum das was Besonderes ist, wenn Züli Alada
einen „Bloch“ macht oder warum das Großes Fernsehen ist, wenn Senta Berger
in „Frau Böhm sagt Nein“ zu sehen ist.
Fernsehsender bieten zunehmend ihre Produkte im Internet an. Findet eine
Abwanderung vom Fernseher zum Monitor statt, ähnlich wie von der Leinwand zum DVD-Player?
Digitalisiertes Fernsehen, wenn es denn so wäre, also voll digitalisiert, kann
man sich als Fernsehen auf Abruf vorstellen. Dass ich mir nehme, was ich
gerade suche. Das geht zum Teil schon, aber für den ganz großen Teil der
Fernsehnutzer ist das noch keine Wirklichkeit. Umso schöner finde ich es,
dass es Produktionen wie die gibt, die wir beim Festival „Großes Fernsehen“
zeigen. Produktionen, die zeigen, dass Fernsehen immer noch in der Lage
ist, Publikum zu maximieren und Publikum zu einem bestimmten Zeitpunkt
zusammenzufassen und gemeinsam zu erreichen. Das ist eine ganz große
Stärke von Fernsehen.
Das klingt nach den Vorzügen des Kinos – dem Gemeinschaftserlebnis. Nur
sitzt man beim Fernsehen nicht im gleichen Raum, aber gleichzeitig vor
dem Fernseher …
Genau. Und dieses Gemeinsame ist für eine Gesellschaft unheimlich wichtig.
Und bei so einer Gesellschaft auf Abruf würde ich denken, dass viele von diesen
Dingen verlorengehen, und ich frage mich, wie substituiert man so etwas. Das
Motto des Medienforums lautet ja in diesem Jahr „Medien in Bewegung – alles
immer überall“, weil wir festgestellt haben, dass dieser Nutzungstrend schon
ganz schön Druck macht. Das heißt: Ich will nicht gucken, wann etwas anfängt
und mich dann hinsetzen, sondern ich möchte jetzt meine Serie sehen …
Auf dem Handy …
Wo auch immer. Da verändert sich was. Und diese Veränderung wird auch
insgesamt die Gesellschaft verändern, auch das Fernsehen. Und auch das Kino
überlegt sich natürlich: Können wir noch andere Sachen machen? In meiner
Heimatstadt gibt es ein ganz kleines Kino. Und was lese ich in meiner Lokalzeitung: Es gibt einen „Wohlfühlfilm“, und vorher und hinterher gibt es Massagen,
und Bio und haste nicht gesehen. Also Erlebnisräume schaffen, Erlebnisse wieder herstellen, Gemeinschaftserlebnisse schaffen. Und dafür werben, dass es
schön sein kann, dass man gemeinsam was erlebt.
INTERVIEW/FOTO: HARTMUT ERNST
Film-Kritik
Noch glücklich in der neuen Heimat: Alessandra Agosti
NÄCHSTENLIEBE
„Der Wind zieht seinen Weg“ von Giorgio Diritti
Ein Mann versucht, sich mit seiner Familie im verlassenen Okzitanien niederzulassen.
Die Einwohner schwanken zwischen Hoffnung auf Nachwuchs und Misstrauen.
➜ Kleine Parabel, großes Kino
„Wer zu uns will, den müssen wir kennen“, heißt es zuerst, doch schon bald gehen
die Einwohner des kleinen Bergdorfs dem Ziegenhirten Philippe samt Frau und drei
Kindern zur Hand. Philippe kehrt der Zivilisation den Rücken und sucht hier ein neues
Zuhause. In Okzitanien, einem Landstrich an der südlichen Grenze Frankreichs, wo
die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Doch schon bald zeigt sich die überalterte Bevölkerung misstrauisch. Giorgio Diritti schuf ein stilles Drama, das als wundervolle Parabel über Gemeinschaftssinn und Misstrauen gegenüber allem Fremden
beeindruckt. Menschliche Abgründe, die eine unberührte Bergwelt durchziehen, die
Diritti mal vernebelt, verschneit oder im Sonnenglanz einfängt. HARTMUT ERNST
DER WIND ZIEHT SEINEN WEG
Annecy Italian Cinema Festival 2006: Großer Preis
OT: Il vento fa il suo giro - Drama - I 2005 - 110 Min. - Regie: Giorgio Diritti - mit: Thierry
Toscan, Alessandra Agosti, Giovanni Foresti - Verleih: Kairos
Start: 3.9. Filmpalette
Alter Mann und junge Nervensäge
RENTNERTRÄUME
„Oben“ von Peter Docter
Nach „Wall-E“ finden Pixar/Disney in diesem Jahr wieder zurück auf die Erde: Held im
neuen Abenteuer der weltbesten Trickfilmschmiede ist diesmal ein 78jähriger Opa.
➜ Bunte Pixelreise
Da sitzt er nun, der alte Carl, verwitwet in seinem kleinen Häuschen, von wo aus
er ruhig dem Lebensabend frönt und in unerfüllten Träumen schwelgt. Einer davon
ist die Reise ins Amazonas-Gebiet. Mit Hilfe unzähliger Gasluftballons kommt er
seinem Ziel schon bald näher. Mit im Gepäck: ein kleiner, dicker Junge. Gleich zu
Beginn, wenn er das Leben Carls Revue passieren lässt, schenkt Regisseur Peter
Docter seinem Publikum einen der wundervollsten Momente in der Geschichte des
Trickfilms. Aber auch insgesamt setzt er mehr auf Herz als auf Tempo, was den
Film leider etwas ausbremst. Wenig Story, dafür aber wieder viele liebevolle Details
im Pixar-Himmel, wobei die 3-D-Fassung nur wenig Mehrwert bietet.
HARTMUT ERNST
OBEN
OT: Up - Trickfilm - USA 2009 - 96 Min. - Regie: Peter Docter, Bob Peterson - Verleih:
Walt Disney
Start: 17.9. Filmpalast, Metropolis
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Foyer
Sabine Rollberg, arte Beauftragte des WDR, im Gespräch mit Mathias Haentjes, Nina Koshofer und Werner Biermann
MIT ZEITZEUGEN DISKUTIEREN
BURN AFTER READING IM OFF BROADWAY
Sonntag, 9. August 2009:
Eine lange Tradition haben die „Filmpsychologischen Betrachtungen“ im OFF Broadway. Im
vergangenen Monat stellte Diplompsychologe
Michael Koenen die Coen-Komödie „Burn After
Reading“ vor. Die menschlichen Tragödien, die
hier im Zentrum stehen, könnten das Publikum
gleichermaßen begeistern wie langweilen, so
Koenen. In seiner Analyse führte er dies auf das
Chaotische und Verwirrende zurück, in das man
Diplompychologe Michael Koenen sich als Zuschauer hier erst einfinden muss. Das
diskutiert mit dem Publikum
Publikum im OFF Broadway schien ausnahmslos
zu den Befürwortern der Coen-Komik zu zählen, denn die Stimmung während
der Vorführung war ziemlich ausgelassen.
SOMMER `39 IM FILMFORUM
Mittwoch, 12. August 2009:
Die Regisseure von „Sommer `39“,
Mathias Haentjes und Nina Koshofer
Am Tag der Fernseherstausstrahlung auf arte
hatten Kölner die Gelegenheit, die Dokumentation „Sommer `39“ von Mathias Haentjes und Nina
Koshofer im Filmforum zu erleben. Der Mehrwert
war enorm: Im Anschluss konnten die Zuschauer
mit den Filmemachern und weiteren Beteiligten
des facettenreichen Films über die letzten Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs diskutieren. Besonderes Lokalkolorit brachte dabei der
Kölner Zeitzeuge Franz Lottner in die Runde, der
vor 70 Jahren in der Elsassstraße gelebt hatte.
EIN AUGENBLICK FREIHEIT IM ODEON
Sonntag, 16. August 2009:
Trotz brütender Sommerhitze nutzten zahlreiche
kinobegeisterte Kölner die Gelegenheit, „Ein Augenblick Freiheit“ in Anwesenheit des Regisseurs
und zweier Darsteller im ausverkauften großen
Saal des Odeon-Kinos gemeinsam zu erleben und
im Anschluss mit den Machern über den bemerkenswerten Film zu diskutieren. Der gebürtige
Iraner Arash T. Riahi nutzte sein Spielfilmdebüt,
um in einem Ensemble-Flüchtlingsdrama auch
Die Darsteller Payam Madjlessi, Navíd autobiografische Erlebnisse aus seiner Kindheit
Akhavan und Regisseur Arash T. Riahi aufzugreifen. Jürgen Lütz, Geschäftsführer des
Odeon-Kinos und als Leiter des Kinoverleihs FilmKinoText auch für die bundesweite Auswertung des Films verantwortlich, begrüßte auf der Bühne auch
den iranischen Superstar Navíd Akhavan und den Theatermimen Payam Madjlessi, der hier ebenfalls sein Filmdebüt absolvierte. Persönliche Erinnerungen
und detaillierte Fragen zu den prekären Produktionsbedingungen bestimmten
die anschließende, angeregt geführte Diskussion.
TEXT/FOTOS: FRANK BRENNER
Foyer Nachrichten aus der Kino-Welt
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Film-Kritik
Kocht leidenschaftlich: Meryl Streep
Inszenierung bis ins Detail: Olympia 1936 in Berlin
FOOD A LA CARTE
SCHILDBÜRGER-NAZIS
Nora Ephron („E-Mail für Dich“, Drehbuch zu „Harry & Sally“) erzählt die Geschichte von
Julia Child, Amerikas erster Multimedia-Köchin - und von ihrem größten Fan, Julie Powell.
➜ Appetitliche Komödie
Berlin 1936: Gretel Bergmann wird als Hochsprung-Talent im Kader der deutschen
Mannschaft aufgestellt. Ihr Problem: Sie ist Jüdin. Und sie bekommt männliche Konkurrenz.
➜ Drama um eine Nazi-Farce
Männer gehören hinter den Herd. Zumindest im deutschen Fernsehen. Über
den ganzen Tag hinweg wird vornehmlich von den Herren der Schöpfung
gerührt, gekocht und gebraten, bis nichts mehr reingeht. Kochen ist in der
Glotze eine Männerdomäne. Kochen macht sexy, heißt es. Darauf spekulieren zumindest Lanz und Lafer. Frau hingegen ist schon sexy und köchelt
noch immer zuhauf und unbeobachtet daheim. Oder, wie jetzt Meryl Streep
und Amy Adams, im Kino. Wobei Meryl Streep alles andere als sexy spielt,
denn sie verkörpert die eher rüpelig anmutende Amerikanerin Julia Child,
die in den 60ern jahrelang erfolgreich eine Kochsendung im US-Fernsehen
moderierte. „The French Chef“, hieß das kulinarische Sendeformat, das auf
Childs Bestseller „Mastering the art of French Cooking“ von 1961 aufbaute. Child brachte den Amerikanern kochen und essen bei. Und fand in Julie
Powell (Adams) eine ihrer größten Anhängerinnen: Die junge CallcenterBeschäftigte kochte 2002 innerhalb eines Jahres sämtliche Rezepte des
700-Seiten-Wälzers. Aus ihren Erfahrungen erstellte sie einen Blog, aus
dem Blog wurde ein Buch. Und aus diesem Buch und den Memoiren Childs
strickte Nora Ephrons ihre kulinarische Komödie.
Abwechselnd folgt sie den Schicksalen zweier Frauen, die über 40 Jahre
auseinander liegen: Meryl Streep als Gattin des amerikanischen Diplomaten Paul (Stanley Tucci), die Ende der 50er Jahre in Paris aus Langeweile
zum Kochen findet. Temperamentvoll ist sie, unbedarft überambitioniert.
„Sie haben kein Talent zu kochen. Aber das werden die Amerikaner nicht
merken“, prognostiziert eine französische Chef-Köchin. Child nimmt’s gelassen, macht weiter, und es macht Spaß, Meryl Streep dabei zuzuschauen. Tiefe verleiht sie ihrer Figur dabei nicht - Konflikte prallen an der übergroßen Texanerin kategorisch ab. Eine amüsante Witzfigur. Aber eine
Witzfigur, die ihre Sache durchzieht. Und nicht zuletzt das ist es, was sie
später zum Vorbild von Julie werden lässt, die ganz anders ist als ihr Idol.
Ephron begleitet Julie tragikomisch durch ihr Kochlehrjahr, das sie in ihrer
viel zu kleinen Küche abreißt. Dabei findet Ephron viele Parallelen im Leben der zwei Frauen. Eine davon sind die Ehemänner der kochbegeisterten
Frauen, die deren Vorhaben und Begeisterung nicht nur (nutznießend) mitmachen, sondern sie dafür lieben. Es ist auch ein Film darüber, eine Sache
durchzuziehen und zu Ende zu bringen, ohne dass man dabei vergisst, wer
einem wichtig ist. Und nicht zuletzt wird auf der Leinwand allerlei Appetitliches serviert. Und damit sollte der Film dem Zuschauer allemal schmecken
- das Auge isst ja bekanntlich mit.
Vor den olympischen Spielen 1936 in Berlin machen die Amerikaner Druck:
Sie drohen mit dem Boykott der Spiele, falls im deutschen Aufgebot keine
jüdischen Sportler antreten dürfen. Die Nazi-Funktionäre bestellen dafür
die nach England emigrierte Jüdin Gretel Bergmann (Karoline Herfurth )
zurück ins Land. Gretel ist weltrekordverdächtige Hochspringerin. „Es muss
doch irgendjemanden geben, der besser ist als diese Jüdin“, hoffen derweil
die Veranstalter - und werden fündig. Um zu verhindern, dass eine Jüdin
den Mitstreitern die Trophäe vor der Nase wegschnappt, beordern die
Verantwortlichen eine weitere Athletin ins Team: Marie Ketteler (Sebastian
Urzendowsky), eine junge, sportbegeisterte Frau – die ein Mann ist: „Mutter wollte unbedingt nen Mädchen“ – also wuchs der Sohn in Frauenkleidung auf. Marie wird Gretels Zimmergenossin. Nach anfänglichen
Reibereien beginnen die beiden sich anzufreunden. Die Außenseiter verbünden sich gegen Auflagen, Mobbing, Zickereien stolzer Arierinnen - und
schreiben Geschichte.
Es mutet an wie ein Schildbürgerstreich: Die Verfechter der arischen Rasse
meinen, einen Mann antreten lassen zu müssen, um einer jüdische Frau
Paroli bieten zu können. Das böte Stoff genug für eine Farce - TV-Regisseur
Kaspar Heidelbach („Der Untergang der Pamir“) adaptiert die Geschichte
als Drama und bauscht sie hier und dort etwas auf. Die Inszenierung folgt
ihren beiden tragischen Helden vergleichsweise angepasst. Hidelbach stellt
ihnen noch einen netten Trainer (Axel Prahl) anheim und führt sie durch
eine Fülle von Repressalien: Nationalsozialistische Konkurrentinnen,
Funktionäre, ehemalige Freunde, das Trainerkader - alle versuchen sie, die
Gretel zu brechen. Doch die ist willensstark und selbstbewusst, und ihre
Tränen teilt sie mit Marie.
Weder die Art der Inszenierung noch das dramaturgische Gerüst erzählen
die Mechanismen des Dritten Reichs neu. Dass Nazis nicht eben mit Fair
Play punkteten, ist keine neue Erkenntnis. Besonders für Schüler dürfte das
Drama interessant sein: Die Schilderung fortwährender antisemitischer
Übergriffe im Duschraum, Beleidigungen auf dem Sportplatz oder nur ein
einfaches Naserümpfen - anschaulich vermittelt der Film den kollektiven
Rassismus, der, von der Masse mindestens geduldet, zur Alltäglichkeit wird
und jegliches Unrechtbewusstsein tilgt.
„Berlin 36“ von Kaspar Heidelbach
„Julie & Julia“ von Nora Ephron
HARTMUT ERNST
JULIE & JULIA
Drama/Biographie - USA 2009 - 123 Min. - Regie: Nora Ephron - Kamera: Stephen
Goldblatt - mit: Meryl Streep, Stanley Tucci, Amy Adams - Verleih: Sony
Start: 3.9. Metropolis
CARLA SCHMIDT
BERLIN '36
Drama - D 2009 - Regie: Kaspar Heidelbach - Kamera: Achim Poulheim - mit: Karoline
Herfurth, Axel Prahl, Sebastian Urzendowsky - Verleih: X-Verleih
Start: 10.9. Rex
choices verlost 3x das Buch zum Film.
E-Mail bis 20.9. an [email protected], Kennwort: Berlin `36
58
20 Jahre
C Premiere
C
culture club
Noch unversehrt: Waris (Soraya Omar-Scego)
STOP MUTILATION
MENACHEM & FRED
Die Somalierin Waris macht in London Karriere als Fotomodell. Sie nutzt ihre Berühmtheit, um auf das Tabuthema weibliche Beschneidung aufmerksam zu machen.
➜ Geglücktes Biopic
Der preisgekrönte Dokumentarfilm erzählt die außergewöhnliche
Geschichte der Wiederbegegnung von Menachem Mayer und
Fred Raymes, zwei jüdischer Brüder deutscher Herkunft, die den
Holocaust in einem französischen Waisenhaus überlebten und
deren Wege sich nach dem Krieg trennten. Einer der bewegendsten, besten Filme des Jahres!
„Wüstenblume“ von Sherry Hormann
Waris Diries Lebensgeschichte verkaufte sich als Buch millionenfach. Sherry Hormann hat sich an eine publikumswirksame Verfilmung dieser bewegenden Geschichte gemacht, die Elemente der klassischen Aufsteigermär, der Komödie und
des Sozialdramas aufweist. Dabei verliert sie aber nie das zentrale Anliegen Diries
aus den Augen, das in der Aufklärung über Mutilation liegt, um diese schließlich
weltweit verbieten zu lassen. Der Film spart deswegen weder die Beschneidung
Diries noch deren bewegende und Geschichte schreibende Rede vor den Vereinten
Nationen aus, die die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit erstmals auf dieses
Tabuthema lenkte.
FRANK BRENNER
WÜSTENBLUME
OT: Desert Flower - Drama - D/AU/F 2009 - 120 Min. - Regie: Sherry Hormann - mit:
Liya Kebede - Verleih: Majestic
Start: 24.9. Odeon, Cinenova, Metropolis
Severinstr. 81, Köln
Karten: 0221 31 31 10 I www.odeon-koeln.de
choices verlost 5x2 Karten.
E-Mail bis 27.8., 12 Uhr an [email protected], Kennwort: Menachem & Fred
Sa, 29.8., um 19 Uhr
choices verlost 3x die Romanvorlage.
E-Mail bis 20.9. an [email protected], Kennwort: Wüstenblume
Wer betrügt hier wen? Adrien Brody, Rachel Weisz, Mark Ruffalo
Nur nett, wenn todkrank: Adam Sandler als George
KLAU-BRÜDER
ZUM TOTLACHEN
Seit ihrer Kindheit frönen zwei Brüder der Trickbetrügerei. Als sie eine attraktive junge
Millionenerbin ausnehmen wollen, dient diese sich als Komplizin an ...
➜ Verspielte Gaunerkomödie
Der Komiker George Simmons erfährt, dass er bald sterben muss. Nun möchte er noch
ein paar Dinge zurechtrücken.
➜ Ernste Komödie über Komiker
Schon in seinem vielbeachteten Kino-Debüt „Brick“ – ein moderner HighschoolDrogen-Krimi im Gewand des Film Noir – spielte Rian Johnson genüsslich mit GenreVersatzstücken. Diesmal versucht er, „Schwindler-“ und Roadmovie unter einen Hut
zu bringen und begleitet die Brüder Bloom (Adrian Brody) und Stephen (Mark Ruffalo)
und ihr „stummes“ asiatisches Anhängsel Bang Bang (Rinko Kikuchi) auf ihren betrügerischen Raubzügen. Schon die Eröffnungssequenz in die Kindheit der Brüder lässt
mit ihren skurril-surrealen Einfällen erkennen, dass uns hier ein unterhaltsamer
Parforce-Ritt durch alle möglichen Stilrichtungen bevorsteht. Die ständig gelbe
Lamborghinis zu Schrott fahrende Rachel Weisz bringt als Millionenerbin noch einen
geheimnisvollen Schuss Erotik und Romantik ins Geschehen, dem nur einige unnötige Redundanzen störend im Weg stehen.
ROLF-RUEDIGER HAMACHER
George (Adam Sandler) hat eine große Villa, ein dickes Auto, viele Fans und eine
tödliche Krankheit. Die löst bei dem zynischen Komiker sentimentale Gedanken
aus. Zunächst sucht er sich mit dem Nachwuchs-Komiker Ira (Seth Rogen) einen
Assistenten, dann trifft er seine alte Liebe wieder. Er hat sich gerade mit dem
Gedanken an den Tod abgefunden, als er erfährt, dass er doch nicht sterben muss.
„Funny People“ lautet der Filmtitel im Original und beschreibt damit einerseits das
Business der Hauptfiguren, setzt aber andererseits eine ironische Note, wenn man
diese im Alltag unlustigen Komiker durch ihr Leben taumeln sieht. Mit der ungewöhnlichen und ausschweifend 136minütigen Story zeigen die Filmemacher Mut.
„The Brothers Bloom“ von Rian Johnson
„Wie das Leben so spielt“ von Judd Apatow
CHRISTIAN MEYER
WIE DAS LEBEN SO SPIELT
THE BROTHERS BLOOM
Abenteuer - USA 2008 - Regie: Rian Johnson - mit: Rinko Kikuchi, Rachel Weisz, Adrien
Brody - Verleih: Senator
Start: 27.8. Rex
59
OT: Funny People - Komödie - USA 2009 - 140 Min. - Regie: Judd Apatow - mit: Seth Rogen, Adam Sandler, Leslie Mann - Verleih: Universal
Start: 17.9.
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PIFFL MEDIEN UND 23/5 FILMPRODUKTION PRÄSENTIEREN »STURM« EIN FILM VON HANS-CHRISTIAN SCHMID MIT KERRY FOX ANAMARIA MARINCA STEPHEN DILLANE ROLF LASSGÅRD ALEXANDER FEHLING KREŠIMIR MIKIC´
TARIK FILIPOVIC´ STEVEN SCHARF WINE DIERICKX REINOUT BUSSEMAKER ALEXIS ZEGERMAN ARTURO VENEGAS UND JESPER CHRISTENSEN IN KOPRODUKTION MIT ZENTROPA ENTERTAINMENTS BERLIN ZENTROPA INTERNATIONAL KÖLN
ZENTROPA ENTERTAINMENTS5 ZENTROPA INTERNATIONAL NETHERLANDS IDTV FILM FILM I VÄST SWR ARTE WDR UND BR DREHBUCH BERND LANGE HANS-CHRISTIAN SCHMID KAMERA BOGUMIŁ GODFREJÓW
ˇ´ KOSTÜM STEFFI BRUHN MASKE HEIKE MERKER HENNY ZIMMER ORIGINALTON PATRICK VEIGEL
SCHNITT HANSJÖRG WEISSBRICH BFS MUSIK THE NOTWIST SZENENBILD CHRISTIAN M. GOLDBECK SFK CASTING SHAHEEN BAIG ORIANA KUNCIC
TONBEARBEITUNG HANS MØLLER HERSTELLUNGSLEITUNG RALPH BROSCHE REDAKTEURE ULRICH HERRMANN GEORG STEINERT WOLF-DIETRICH BRÜCKER BETTINA RICKLEFS CO-EXECUTIVE PRODUCER PETER AALBÆK JENSEN PETER GARDE
KOPRODUZENTEN MARIE GADE DENESSEN BETTINA BROKEMPER FRANS VAN GESTEL JEROEN BEKER EXECUTIVE PRODUCER MARIA KÖPF PRODUZENTEN BRITTA KNÖLLER HANS-CHRISTIAN SCHMID REGIE HANS-CHRISTIAN SCHMID
IM VERLEIH DER PIFFL MEDIEN VERLEIH GEFÖRDERT VON FFA MEDIENBOARD BERLIN-BRANDENBURG UND FILMSTIFTUNG NRW
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Unterhaltungsmusik
Picks Of The Month
Candie Hank
James Blood Ulmer
Ken Vandermark
Mike Stern
Kristin Asbjørnsen
Krystle Warren
0209 Mi X-Berg Dhirty6 Cru, Candie Hank, Driver,
Baleine 3000 90 Messer
Mit gleich zwei Konzerten wartet im September die
neue Reihe »90 Messer« im Stadtgarten auf, in der
das Neueste an Beats und Rhythmusexzessen präsentiert wird. Erster Streich ist die imposante Melange von Rap-Poesie und Acid Basslines der Berliner
Formation Xberg Dhirty 6 Cru. Auf das Herrlichste
persiflieren die Kreuzberger den Trend weg vom BBoytum hin zu weichgespülten Texten über soziale
Verantwortung. Kaum zu glauben, dass dies der erste
Auftritt der X-Berg Dhirty6 Cru überhaupt ist. Als
Support mit dabei Candie Hank aus Berlin und das
Dj-Duo Baleine 3000 aus Brüssel.
0509 Sa James Blood Ulmer
Nachdem er lange an der Seite von Ornette Coleman
spielte und mit u.a. Art Blakey, Pharoah Sanders und
John Zorn zusammenarbeitete, ist James Blood Ulmer in den letzten Jahren wieder verstärkt zu seinen
Wurzeln zurückgekehrt: dem Blues. Sein legendäres
Black Rock Trio ist wieder vereint und kommt nun auf
Tournee zurück nach Europa. Mit Bassist Mark Petersen und Schlagzeuger Grant Calvin Weston hat er
zwei herausragende Musiker an seiner Seite.
0609 So Ken Vandermark’s Frame
Eine Brücke zwischen Komposition und Improvisation schlägt der amerikanische Saxofonist Ken Vandermark mit dem Frame Quartet mit Tim Daisy, Fred
Lonberg-Holm und Nate McBride. Hier wendet sich
der rennomierte Improvisationsmusiker noch weiter
vom bekannten Jazzformat ab. Nicht zuletzt bedient
er sich Einflüssen aus der Underground-Rock-Szene
und linearen Konstruktionen: musikalische Strukturen sind hier so angelegt, dass sie spontan neu zusammengesetzt werden können.
0909Mi & 1009 Do WDR Big Band & Mike Stern
w/ Dave Weckl (dr), Tom Kennedy (b)
Ltg. Michael Abene
Der fünffach Grammy-nominierte amerikanische
Gitarrist Mike Stern gehört seit den 1970er Jahren
zu den prägenden Kräften im Fusion Jazz. Er war
Mitglied der Formation »Blood, Sweat & Tears« und
spielte an der Seite von Miles Davis. Für Sterns Debüt
mit der WDR Big Band Köln hat Michael Abene eine
Reihe der melodisch-poetischen Meisterwerke von
Bill Evans neu arrangiert.
2209 Di Kristin Asbjørnsen
Sanfte, berauschend-schöne Melodien verschmelzen
mit dem rauhen und warmen Timbre von Sängerin
und Songwriterin Kristin Asbjørnsen, auf deren neuen
Album »The Night Shines Like The Day« zum ersten
Mal ausschließlich Kompositionen und Texte aus der
Feder von Asbjörnsen selbst zu hören sind. Hier begegnet dem Zuhörer eine seelenvolle Melange aus
Jazz, Blues, Gospel, Folk und afrikanischer Musik.
2309 Mi The Durian Brothers, CUT HANDS
(William Bennett, Whitehouse, UK),Tam Tam Delia
(Lena Willikens & Stefan Schneider) 90 Messer
Der zweite Streich der neuen Reihe 90 Messer: The
Durian Brothers trumpfen mit zeitgenössicher experimenteller Minimalmusic auf, während Tam Tam Delia
afrikanische Musik, Dub, Elektronik und Synthesizer
Sounds zu einem tanzbaren Ganzen werden lassen
und dazu eine Vielzahl elektronischer Instrumente
nutzen. Theremin und Drummachine treffen Handclaps, Magnetfelder und Tapedelay. Die Industrial und
Noise-Musik Legende William Bennett verbindet in
seinem neuen Live-Projekt CUT HANDS die Elemente
aus Afro-Beat und Noise-Musik.
2709 So Krystle Warren
Mit ihrer Stimme füllt sie auch ohne Mikrofon einen
ganzen Club. Das samtig und zugleich gewaltige
Volumen, das dieser zierlichen Frau entspringt – die
in Kansas City geboren wurde und aufwuchs – bewegt sich kraftvoll zwischen Folk und Country und
lässt Einflüsse von Nick Drake, Joni Mitchell und
Willie Nelson erkennen.
verlost je 3x2 Freikarten
E-Mail bis 2 Tage vor Wunschkonzert an
[email protected], Kennwort: Stadtgarten
Stadtgar ten Venloer Str. 40 / 50 672 Köln / Tel. 02 21 / 952 994 - 0
www.Stadtgarten.de Änderungen vorbehalten
Immer schick gekleidet: Zoot Woman
GEBROCHENE SCHÖNHEIT
DER SEPTEMBER BRINGT BIERBAUCH UND GLAMOUR IN DIE CLUBS DER STADT
Seit seinen Tagen bei den Dead Kennedys hat Jello Biafra nicht mehr
so gut gepunkrockt wie mit seiner aktuellen Band The Guantanamo
School of Medicine. Schon der Name der Band zeigt, dass auch sein
politisches Bewusstsein nicht nachgelassen hat. Am 3.9. rücken sie ab
20 Uhr in der Live Music Hall unserem Gewissen zu Leibe. Das Bewusstsein der deutschen Thrash-Metaller Tankard dürfte spätestens mit ihrem hohen Bierkonsum abgesoffen sein. Seit 27 Jahren gibt es ihren
Säufer-Metal jetzt schon. Am 4.9. kann man ab 20 Uhr ihre Bierbäuche
im Underground bewundern. Andere Welt: Am 7.9. spielen ab 20 Uhr
die Isländer Múm im Gebäude 9. Die Zwillingsschwestern Valtýsdóttir haben die Band inzwischen verlassen, der Rest macht immer noch
entrückte Indietronic-Folklore. Mal ganz zart, mal ziept und zirpt es
mächtig. Live kann man ihr spannendes Instrumentarium bewundern.
Da hat Bob Log III auch einiges zu bieten: Als One-Man-Band sitzt
er mit Motorradhelm Gitarre spielend vor einem Schlagzeug und singt
durch einen in den Helm montierten Telefonhörer. Das sieht nicht nur
cool aus, sein roher Bluesrock ist auch sehr unterhaltend. Am 9.9. ab
20 Uhr im Tsunami. The Meteors sind Urgesteine des Psychobilly. Seit
30 Jahren gibt es ihren im Fahrwasser der Cramps von Punk infizierten
Rockabilly. Sänger und Gitarrist P. Paul Fenech ist seit 1982 einziges
Stammmitglied, der Backkatalog umfasst trotzdem 25 Alben. An Songmaterial wird es am 12.9. im MTC nicht mangeln.
Die Schwedin Anna Ternheim hat gerade ihr drittes Album veröffentlicht. Darauf hört man melancholische Songs mit ihrer klaren Stimme
und klassizistischer Instrumentierung. Am 13.9. ist sie um 21 Uhr im
Stadtgarten zu hören. Betont roh klingt Tune Yards. Der Homerecorder
scheint seine Songs nicht nur in der Küche aufzunehmen, sondern auch
Küchengeräte für die Soundgewinnung zu verwenden. Seine erstaunlich
emotionalen Stücke kocht der gerade von 4AD, dem Label von TV on
the Radio und Future of the Left gesignte Musiker am 17.9. im King
Georg.
Lust auf gut gekleidete Männer auf der Bühne? Nach sechs Jahren Pause, die er mit Arbeiten für Madonna und andere ausfüllte, hat Stuart
Price Zoot Woman wieder zusammengerufen, um Stil unters Volk zu
bringen. Der Electro-Pop des Trios hat auch mit dem dritten Album
nichts an Glamour eingebüßt. Am 21.9. präsentieren sie im Gloria Eleganz und Euphorie. Die oben erwähnten Future of the Left, ein Folgeprojekt von Mitgliedern der Noiserocker Mclusky, spielen am 22.9. ab 20
Uhr im Gebäude 9. Wuchtiger Sound mit rostig schnarrendem Bass, der
einen glatt an die Wand drückt. Gut festhalten! Bei Funny van Dannen
muss man sich um seine Ohren nicht sorgen, höchstens um die Lachmuskeln. Der Liedermacher beweist am 24.9. im Gloria, dass Texte über
Arbeitsplatzvernichtung und Schilddrüsenunterfunktion sehr komisch
sein können. Und dass Musik mit gutem Humor nicht bei Kabarett mit
schlechter Musik enden muss. Das zeigt auch sein gerade erschienenes
neues Album „Saharasand“. Einen ganz eigenen, surrealen Humor pflegt
David Thomas seit 35 Jahren mit seiner Band Pere Ubu. Die aktuelle
Platte (Rezension S.66) ist wieder großartig: gebrochen schöner AvantRock! Am 28.9. ist Mr. Pere Ubu mit der aktuellen Besetzung seiner Band
im Gebäude 9 zu hören.
CHRISTIAN MEYER
62
Improvisierte Musik
KÖLNER PHILHARMONIE
SO 20. SEPTEMBER 2009 · 11 UHR
Jazzstar Simon Nabatov veredelt die Nacht, Foto: Presse
SELBST GEMACHT
DIE MUSIKNACHT AM 16.9. VERSTRÖMT FESTIVALFLAIR
Von Olaf Weiden
Es hapert an vielen Dingen in der Domstadt. Insbesondere wackeln gerade die kulturellen Einrichtungen – der alte Hut drückt selbst einen coolen
Profi wie den aktuellen Kulturdezernenten, der wohl gern seinen Posten
quitt würde. Ein sehr markantes wie verwunderliches Detail, das im Desaster eines Allgemeinbefunds der aktuellen Lage tatsächlich gar keine Rolle
spielt und keinerlei Brisanz aufweist, sondern nur ein trockenes, weil resigniertes Lächeln hervorzaubert, berührt die Frage: Warum hat Köln, häufig
als deutsche Jazzstadt Nr. 1 apostrophiert, eigentlich kein repräsentatives
Jazzfestival? Was haben Viersen oder „Der olympische Gedanke regiert
Leverkusen, zwei Zwerge im Dunstkreis,
die Kultur mehr denn je“
was Köln nicht hat? Vielleicht stört die
Musikhochschule mit dem ältesten Jazzzug Deutschlands, die in Eigeninitiative immerhin eine Jazznight der Studierenden und Dozenten herausbringt, die sich immer mehr auswächst. Vielleicht irritiert auch das Vorzeigeprojekt Stadtgarten, das mit europäisch wirkendem Vorbildcharakter
unter idealen Voraussetzungen eine Jazzinitiative ins Rollen brachte, der
nach mehreren Jahrzehnten – und schon seit einigen Jahren – irgendwie
die Luft ausgegangen ist. Vielleicht behindert das Vorhandensein solcher
„biblischer“ Institutionen den Wunsch nach dem großem Event, das mit
kleinen Konzertansammlungen der Sendeanstalten oder dem promi-geilen
Jazzzirkus eines Autokonzerns Festivalstimmung vorgaukelt: Jazz ist doch
eigentlich genug da.
Da sind die Musiker in Köln ganz anderer Meinung. Zum 5. Mal bündelt die
Freie Szene der Musikstadt ihre Kraft für die Nacht der Nächte. In der Kölner
Musiknacht 2009 finden an 25 verschiedenen Spielstätten insgesamt 100
Konzerte statt. Die ausgegebene Devise lautet „Wir spielen mit“, und dieser
Schrei entringt sich der Brust aller Musikschaffender einer Szene, die ja
auch über eine Vielzahl ambitionierter Laienensembles verfügt. Alle Stile
bekommen ein Forum, der Fokus liegt allerdings in diesem Jahr eindeutig
auf dem Jazz und der Improvisierten Musik – vielleicht weil Köln als Nr. 1
über das Potential verfügt?
Mit großem Engagement akzeptieren die Künstler kleine Gagen, der olympische Gedanke regiert die Kultur mehr denn je. Jazz ist nicht nur keine
gute Fickmusik, wie es u.a. Helge Schneider verbreitet, sondern es lässt sich
mit guter Musik auch unwahrscheinlich prima keine Kasse machen. Musiknächte überfluten mittlerweile landesweit die Großstädte, aber sie sind
von Agenturen gepusht oder von Gastronomen erfunden. Dass die Künstler selbst, hier vertreten durch den „Initiativkreis Freie Musik“, eine solche
Klangpracht mit städtischer Assistenz inszenieren können, ist angeblich
einzigartig – und die Kölner Künstler sind stolz darauf.
Die offenohrigen Kunstfreunde und Liebhaber schräger
Events kommen bei dieser Aktion voll auf ihre Kosten. Wer
einmal das Ticket (15 €), das auch gleichzeitig die Reisekosten in den Öffentlichen deckt, in seinen Händen hielt,
weiß, dass dieser Spaziergang ein ganz besonderes Vergnügen bereiten kann. Die Tour muss vorher gut geplant
Olaf Weiden arbeitet
sein, dann wird Musikgeschichte begehbar und erlebbar
als Musiker und
Musikkritiker in NRW. – an diesem Abend liegt die Stadt im Festivalfieber.
Kölner Musiknacht 2009 am 19.9. von 18 bis 2 Uhr
Karten: 0221 28 01 I www.koelner-musiknacht.de
63
MOZART · PARIS
ALBERT ROUSSEL
SINFONIETTA FÜR STREICHER OP.52
WOLFGANG AMADEUS MOZART
KONZERT FÜR FLÖTE UND HARFE C KV 299
GABRIEL FAURÉ
FANTASIE FÜR FLÖTE UND ORCHESTER OP.79
CLAUDE DEBUSSY
DANSE SACRÉE ET DANSE PROFANE
FÜR HARFE UND STREICHER
WOLFGANG AMADEUS MOZART
SINFONIE NR.31 D KV 297 „PARISER“
BENOÎT FROMANGER, FLÖTE · MARIE NORMANT, HARFE
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Musik-Kalender
GLORIA
0221 28 01, Beginn: 20.00 Uhr
THE ROCK’N ROLL WRESTLING BASH
Sa. 5.9. 21.00
PHILIPP POISEL
Di. 15.9.
RAY COLLINS
Sa. 19.9. 23.00
ZOOT WOMAN
So. 20.9. 21.00
DANIEL MERRIWEATHER
Di. 22.9.
WANDERER
Mi. 23.9.
FUNNY VAN DANNEN
Do. 24.9. 21.00
STARSAILOR
So. 27.9.
KANTINE
0221 16 79 16 16, Beginn: 20.00 Uhr
LUCY IN THE SKY
Fr. 4.9.
THE BREW
Fr. 11.9.
BOSSTIME
Fr. 25.9.
MATTHIAS HELLWEG & THE WHITE MOOSE
So. 27.9.
KÖLNER PHILHARMONIE
0221 28 02 80, Beginn 20.00 Uhr
ENSEMBLE YUSEI
Di. 1.9.
PHILHARMONIELUNCH
Do. 3.9., Do. 10.9., Do. 17.9., Do. 24.9. je 12.30
LIOBA BRAUN, STEFAN VINKE
Do. 3.9.
BAIBA SKRIDE, MARTIN HELMCHEN, KAMMERAKADAMIE POTSDAM
Fr. 4.9.
MOHAMMED REZA SHAJARIAN, SHAHNAZ
ENSEMBLE
Sa. 5.9.
KIRILL GERSTEIN, GÜRZENICH-ORCHESTER
KÖLN
So. 6.9. 11.00, Mo. 7.9., Di. 8.9.
ALBA VENTURA
So. 6.9. 16.00, aus der Reihe: Rising Stars
LONDON PHILHARMONIC ORCHESTRA
Mi. 9.9.
MOJCA ERDMANN, TRULS MORK, WDR
SINFONIEORCHESTER
Do. 10.9., Fr. 11.9.
BENYAMIN NUSS, RONY BARRAK
So. 12.9.
ANTON STECK, CONCERTO KÖLN, ERWIN
GROSCHE
So. 13.9. 11.00, Konzert für Kinder
ALAIN DAMIENS, JUNGE DT. PHILHARMONIE
So. 13.9. 18.00
SILK ROAD ENSEMBLE
Di. 15.9.
CHRISTINE SCHÄFER, PIERRE-LAURENT
AIMARD
Fr. 18.9.
KÖLNER MUSIKNACHT
Sa. 19.9., bis 2.00
BENOIT FROMANGER, MARIE NORMANT,
KÖLNER KAMMERORCHESTER
So. 20.9. 11.00
GIOVANNI SOLLIMA, BUDAPEST FESTIVAL
ORCHESTRA
So. 20.9.
CÉCILE VERNY, WDR BIG BAND
Mo. 21.9.
WDR SINFONIEORCHESTER
Fr. 25.9., Sa. 26.9.
GÜRZENICH-ORCHESTER
Sa. 26.9. 15.00
SOL GABETTA, GÜRZENICH-ORCHESTER
So. 27.9. 11.00, Mo. 28.9., Di. 29.9.
GEORGISCHES KAMMERORCHESTER
INGOLSTADT
So. 27.9. 16.00
JOHANNA WINKEL, ELVIRA BILL
So. 27.9.
YASMIN LEVY, YECHIEL HASSON U.A.
Mi. 30.9.
64
STADTGARTEN
0221 28 01, Beginn 20.30 Uhr
WE WERE PROMISED JETPACKS
Fr. 4.9.
JAMES BLOOD ULMER
Sa. 5.9., einziges Deutschland-Konzert
KEN VANDERMARK’S FRAME
So. 6.9.
JAY BRANNAN
Mo. 7.9.
WDR BIG BAND & MIKE STERN
Mi. 9.9., Do. 10.9. je 20.00
ANNA TERNHEIM
So. 13.9. 21.00
COLOGNE CONTEMPORARY JAZZ ORCHESTRA
Mo. 14.9.
MAXIM VARSHAVSKY
Mo. 14.9.
WILLIAM E. WHITMORE
Di. 15.9.
MIGHTY SAM MCCLAIN
Mi. 16.9.
KÖLNER MUSIKNACHT
Sa. 19.9. 20.00
TRÉ
So. 20.9.
BLUE ART ORCHESTRA
Mo. 21.9.
BERRY
Mo. 21.9. 21.00
KATZENJAMMER
Di. 22.9. 20.00
KRISTIN ASBJORNSEN
Di. 22.9.
JULIANO ROSSI
Mi. 23.9.
OH BIJOU
Fr. 25.9. 20.00
REVOLVER
Sa. 26.9. 21.00
KRYSTLE WARREN
So. 27.9.
MAXIME BENDER GROUP & ORCHESTRA
Mi. 30.9.
VeranstaltungsTIPPS September 2009
Samstag 05.09.2009 20:00
Freitag 18.09.2009 20:00
Mohammad Reza Shajarian Gesang
Christine Schäfer Sopran
Pierre-Laurent Aimard Klavier
Shahnaz Ensemble
Maijd Derakhshani Leitung
Ausgewählte Lieder von Gustav Mahler, Johann Sebastian Bach, Anton
Webern und Hugo Wolf
Erstmals mit großem Ensemble präsentiert sich der persische Gesangsvirtuose
Mohammad Reza Shajarian. Das Shahnaz Ensemble - benannt nach dem legendären Tar-Spieler - stellt dem traditionellen Gesang Shajarians polyphone Klänge
gegenüber und bietet so eine neue Perspektive auf die Musik des Iran.
€ 25,–
5. Kölner Musiknacht in der Philharmonie
von 20:00 bis 02:00 morgens
€ 25,–
Samstag 19.09.2009 ab 20:00
Sonntag 13.09.2009 18:00
20:00 e-mex ensemble
21:00 Beschwerdechor Köln
22:00 Harmonie Universelle
23:00 Cologne Contemporary Jazz Orchestra
00:00 Florian Weber piano
01:00 Scott Fields Quite Large Ensemble
Alain Damiens Klarinette
Junge Deutsche Philharmonie
Susanna Mälkki Dirigentin
Maurice Ravel / Pierre Boulez
Frontispice
5. Kölner Musiknacht
Pierre Boulez
Domaines
IFM-Projekte e.V. in Kooperation mit dem Kulturamt und der Stabsstelle Events
der Stadt Köln sowie KölnTourismus GmbH, KölnMusik und WDR3
€ 15,–
Enno Poppe
Neues Werk (Uraufführung)
Auftragswerk der Jungen Deutschen Philharmonie und der KölnMusik mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung
Sonntag 20.09.2009 20:00
Giovanni Sollima Violoncello
Paul Hindemith
Sinfonie »Mathis der Maler«
Budapest Festival Orchestra
Iván Fischer Dirigent
17:00 Einführung in das Konzert
Giovanni Sollima
Volksmärchen (Deutsche Erstaufführung)
€ 10,– 12,– 16,– 21,– 27,– 32,–
€ 21,– Chorempore (Z)
Gustav Mahler
Sinfonie Nr. 6 a-Moll »Tragische«
Yo-Yo Ma und Mitglieder des Silk Road Ensembles, Foto: Künstleragentur
€ 10,– 21,– 32,– 44,– 52,– 62,–
€ 44,– Chorempore (Z)
Mittwoch 30.09.2009 20:00
Yasmin Levy vocals · Yechiel Hasson Guitar · Miles Danso Electric Upright Bass ·
Vardan Hovanissian Ney, Flute, Clarinet, Zurna · Ishay Amir Percussion
Die israelische Sängerin Yasmin Levy ist die aufregend neue Stimme der uralten
sephardischen Musik. Auf betörend-schöne Weise mischt Levy die zum Teil 600
Jahre alten spanisch-jüdischen Liebeslieder mit arabischen Rhythmen und andalusischem Flamenco. Intensiv und anrührend ist die Musik, für die Levy 2007 für
den BBC Music-Award nominiert wurde. Sie singt in Ladino, einer Art mittelalterlichem Spanisch. Wie elektrisiert lauscht man ihrer verhaltenen Leidenschaft, ihrem
arabesken Vibrato, ihren expressiven Klagen: Yasmin Levy nimmt ihr Publikum mit
in eine faszinierend vielfältige Klangwelt versunkener Kulturen.
Dienstag 15.09.2009 20:00
Yo-Yo Ma Violoncello
Silk Road Ensemble
Vor nunmehr zehn Jahren startete Yo-Yo Ma das Silk Road Project, das Musiker,
Klänge und Geschichten der legendären Seidenstraße zusammenbrachte und die
Faszination dieses reichen kulturellen Erbes einem internationalen Publikum
nahebrachte. Jetzt kehren Yo-Yo Ma und das Silk Road Ensemble nun zu einem
Festkonzert, u. a. mit Werken von Kayhan Kalhor und Rabih Abou Khalil, zurück.
€ 10,– 17,– 24,– 30,– 36,– 42,–
€ 30,– Chorempore (Z)
Philharmonie Hotline 0221/280 280
koelner-philharmonie.de
Yasmin Levy, Foto: Ali Taskiran
€ 25,–
Kunst in NRW
Kompakt Disk
MITREISSENDE FOLKLORE
Die Avant-Rock-Legende Pere Ubu widmet sich auf „Long Live Père Ubu“
erstmals konkret dem Bandnamen stiftenden Theaterstück von Alfred Jarry. Das Album mit Gastsängerin Sarah Jane Morris ist vom Prä-Surrealismus des Franzosen inspiriert und vereint Art Rock mit der gealterten
Cpt. Beefheart-Stimme von David Thomas. Quengelnd, rüttelnd, knurrend
– toll (Cooking Vinyl). Yo La Tengo geben sich auf ihrem 14. Album „Popular Songs“ abwechslungsreich: Der Opener wartet mit Streichern auf,
es folgen popige Songs neben fast ambienter Americana, und am Ende
schmirgeln 16 Minuten lang die Gitarren. Eindrucksvoll (Matador). Es
ist sein erstes Soloalbum seit acht Jahren. Das ehemalige Gastr del Solund Sonic Youth-Mitglied Jim O‘Rourke hat mit der CD „The Visitor“ ein
knapp 40minütiges Instrumentalstück veröffentlicht, das sich von Höhepunkt zu Höhepunkt schlängelt, mal fingerpicking Folk, mal Ambient, mal
Jazz. Leichtfüßig, beseelt – wunderschön (Drag City). Digital remastered
erscheinen jetzt die ersten vier Soloalben von Neil Young. Das selbstbetitelte Debüt, „Everybody knows this is nowhere“, „After the goldrush“ und
„Harvest“ beinhalten so Klassiker wie „The Loner“, „Cinnamon Girl“, „Down
by the River“, „Southern Man“ oder „Heart of Gold“. Unverzichtbare Meilensteine (Warner). Die Mediengruppe Telekommander krawallt auf dem
dritten Album „Einer muss in Führung gehen“. Mit Shouting zwischen Beastie Boys und Goldenen Zitronen, nervösen Synthies, noisigen Basslines,
lärmenden Gitarren und gewohnt markanten Parolen wüten sie punkrockig
durch die Clublandschaft (Staatsakt).
Der französische Disco-Rocker Joakim markiert mit dem vielseitigen
Opener „Back to wilderness“ erst mal ein großflächiges Terrain, bevor er
die Discokugel auspackt. „Milky Ways“ ist ein schräges Neo-Disco-Album
voll wundersamer Überraschungen, gewürzt mit ein wenig Krautrock (!K7).
Das Kölner Techno-Label Trapez feiert sein 100. Release. „Trapez 100“
serviert Exklusives, Remixe und Rares von Dominik Eulberg, Oliver Hacke,
Jeff Samuel, Gabriel Ananda u.a. und präsentiert damit seine reiche Palette,
die von deep über funky zu fast bombastischen Bässen reicht. Mary Anne
Hobbs, BBC-DJ und Protegé der Szene, öffnet sich mit ihrer dritten Compilation „Wild Angels“ in alle Richtungen. Gebrochene Downbeat-Electronic
zwischen Dubstep, Grime und noch unbenannten Orten. Betörend und verstörend (Planet-Mu).
Mos Def, inzwischen als Schauspieler fast berühmter denn als Rapper, legt
mit „The Ecstatic“ wieder ein klasse Hip Hop-Album vor. Ungewöhnliche
Samples, coole Beats und seine tolle Rap- wie Gesangsstimme sorgen für
ein außergewöhnliches Hip Hop-Album (Downtowm). Nach fünf Jahren
melden sich Eyedea & Abilities mit dem Album „By the Throat“ zurück und
positionieren sich exakt zwischen dem Leftfield-Hip Hop von den Labels Antigon und Def Jux: Melancholisch und noisig zugleich mit starken Anleihen
beim Indie-Rock (Rhymesayers). Jahdan Blakkamoore hat schon mit Diplo,
DJ Premier, Afu Ra oder den Dead Prez zusammengearbeitet. Jetzt legt er
mit „Buzzrock Warrior“ sein erstes Album vor und präsentiert einen fetten
Sound zwischen Dancehall und Grime,. Nur der penetrante Autotune-Effekt
nervt (Gold Dust). Immer wenn er den Club-Anschluss sucht, klingt Shantel
auf „Planet Paprika“ etwas albern. Wenn er rappt, geht’s komplett schief.
Im Gegensatz dazu sind die singenden Vokalisten erstklassig, und auf dem
Album gibt es wunderbar mitreißende Folklore mit teils arabischen Anklängen (Essay Rec.).
CHRISTIAN MEYER
Raimund Girke: Strukturfeld, 1960 © VG Bild-Kunst, Bonn
DER PERFEKTE ORT
AUSSTELLUNGEN IN ESSEN UND BOTTROP
Von Thomas Hirsch
Die Verlängerung wurde per E-Mail mitgeteilt. Ja, die Meisterwerke des
19. und des frühen 20. Jahrhunderts aus der Sammlung des Museum
Folkwang kann man bis November in der Villa Hügel sehen. Die einstige Industriellen-Villa oberhalb des Essener Baldeneysees, in der in den
vergangenen Jahren kulturhistorische Ausstellungen stattfanden, erweist
sich als geeigneter Ort für die Malerei der Moderne. „Eine Chance für
Also für Monets „Kathedrale von Rouen“, Renoirs
die Kunst“
„Lise“ und Van Goghs „Irrenhausgarten“. Zu sehen
sind zudem die Bilder der Realisten ebenso wie die Beiträge der Symbolisten und der Impressionisten, auch der deutschen Expressionisten.
In dieser Fülle und Großzügigkeit war die berühmte Essener Sammlung
bislang kaum zu sehen. Möglich ist dies dadurch, dass das Museum
Folkwang derzeit umgebaut wird – pünktlich zur Kulturhauptstadt 2010
soll es mit dem Erweiterungsbau des Architekten David Chipperfield wiedereröffnet werden. Die Sammlungsbestände sind bis dahin ausgelagert
oder auf Tournee oder eben zu Gast in der Villa Hügel. Eine Chance für die
Kunst also, die belegt, wie wichtig die (kommunale) Sammlungstätigkeit
ist, gleichgewichtig neben den Wechselausstellungen, in Rückwirkung
mit diesen.
Die Spuren der Essener Sammlung führen weiter ins Museum Quadrat
nach Bottrop. Integriert in die dortige Sammlung sind in Bottrop bis Oktober 14 kapitale Gemälde und Skulpturen zur US-amerikanischen gegenstandfreien Malerei zwischen 1950 und 1970 aus dem Bestand des
Museum Folkwang zu sehen. In Bottrop macht die Präsentation dieser
Werke von Rothko, Pollock oder Stella Sinn. Sie unterstützt die Konzeption des Museum Quadrat, das sich in seinem Kern dem Werk von Josef
Albers widmet. Albers wurde 1888 in Bottrop geboren, er hat am Bauhaus
unterrichtet und war seit 1933 in den USA tätig. Mit seinen quadratischen Farbflächen hat er die Entwicklung der amerikanischen Kunst mit
beeinflusst. Konsequenterweise konzentriert sich das Bottroper Museum,
das einen hervorragenden Bestand zu Albers besitzt, in seinen Aktivitäten
vor allem auf gegenstandsfreie, wesentlich aus Farben formulierte Malerei. In diesen Zusammenhang passt nun auf wunderbare Weise die aktuelle Wechselausstellung mit Raimund Girke (1930-2002), auf der Grundlage von Schenkungen aus dem Nachlass. Der Kölner
Maler hat seine Bilder aus einzelnen, analog geführten
Strichen als dichte vibrierende Flächen überwiegend in
Grau- oder Blautönen entwickelt. Dahinter steht ein
Ausloten des Weiß‘ in seinen Schattierungen, ein Reagieren auf Licht, durchaus mit Verweisen auf die Erscheinungen der Natur. Girkes Bilder sind so frisch und
Thomas Hirsch ist
zeitlos wie am Tag ihrer Entstehung. Und so tiefgrünKunsthistoriker, Kudig und reich wie die Malerei des Impressionismus.
rator und Journalist.
Villa Hügel zeigt Folkwang I bis 1.11. I Essen-Baldeney
www.villahuegel.de
Raimund Girke – Farbe aus Licht I bis 20.9. I Museum Quadrat Bottrop
www.quadrat-bottrop.de
66
Binia Bill, Max Ernst bei der Arbeit am Wandgemälde für die Corso-Bar (Ausschnitt), Zürich 1934, © VG Bild-Kunst, Bonn 2009
Gefördert durch:
WWW.MAXERNSTMUSEUM.LVR.DE
LGISCHES HAUS STRÜBEL THE ART OF THE MESSAGE SEXTET PETER PROTSCHKA BERND HARTNAGEL RENÉ KLEMENT ALEX SCHIMMEROTH FEDOR RUSKUC RENÉ MARX WERNER FUHR WERNER WITTERSHEIM GISELA FIFE-SCHREIBER HELIX BEATE ZELINSKI JULIA BREUER AYA MURA
N GERDES CAPELLA PICCOLA THOMAS REUBER MARTINA LINS ULRIKE MIX SÖREN LEUPOLD ULI LÜDERING AARON QUARTETT JOHN RENKEN ANGELIKA NIESCIER HARTMUT KRACHT FRANK SCHULTE MARIA FAUST ANDREAS BRENN THE FREE LIGHTS BRUNO LEICHT ST.ANDREAS AND
RISTIAN RAMOND KLAUS KUGEL QUATUOR ROMANTIQUE BECHSTEIN CENTRUM JOACHIM DIESSNER VASSILI VORONIN EDWARD JOHN SEMON MARKUS MÄRKL RESIDUUM NORBERT RODENKIRCHEN ANDREA KOEHLER ANGELA KOPPENWALLNER ENSEMBLE TIEFGANG ROBERT LAND
RISTL HOLGER WERNER DAVID SCHÜTTE CHRISTIAN RIEGER UNRISER MATTHIAS KAISER KONRAD DÖPPERT ULRICH PHILLIPP TRIO MUSAI DUSCIA CALJAN-WISSEL ANNETTE MAYE MALINA MANTCHEVA MO-GO & CO JEFFREY MORGAN DOMFORUM MIKE GOYVAERTS WILLY BUGGEN
RZIG REGINA BUßMANN JÖRG KÖNIG KAMMERCHOR CONSTANT ST.AGNES HARALD JERS ENSEMBLE SOCELL 21 IRENE KURKA BURKART ZELLER ECCO DU DANUBE MICHAEL DÜCKER JOHANNA SEITZ HANNAH MORRISON E-MEX MARTIN V.D.HEYDT JOACHIM STRIEPENS KUNST-STAT
RISTINA TACZYK BURKART ZELLER ARTISTEN BESCHWERDECHOR HARMONIE UNIVERSELLE CCJO MARCUS BARTELT CLAUDIUS VALK FRANK WELLERT MATTHIAS SCHRIEFL RALF HESSE MATTHIAS BERGMANN CHRISTIAN WINNINGHOFF PETER SCHWATLO ANSGAR STRIEPENS ANDRE
OLF SCHENK MARKO LACKNER FRANK SACKENHEIM NIELS KLEIN JÜRGEN FRIEDRICH MARKUS SCHIEFERDECKER OBERLANDESGERICHT JENS DÜPPE KUTURBUNKER MÜLHEIM E.V. FLORIAN WEBER SCOTT FIELDS NORBERT RODENKIRCHEN ANNETTE MAYE HOLGER WERNER CHRISTI
ATKOWSKI GEORG WISSEL MATTHIAS SCHUBERT MARK CHARIG MATTHIAS MAINZ UDO MOLL SCHOKE FLÜGEL UND PIANOS RADIK STAWARTZ AXEL LINDNER LOFT ALI MAURER BENEDIKT HÖLKER VINCENT ROYER SCOTT ROLLER ACHIM TANG TOM LORENZ PHILIP ZOUBEK FLORIAN S
LHARMONIE EVA PÖPPLEIN MARION WÖRLE JANKO HANUSHEVSKY RAY KACYNSKI CHRISTIAN THOMÉ MARION WÖRLE MACIEJ SLEDZIECKI MARC MATTER AXEL LINDNER FRANK ZUBEIL PAUL HUBWEBER CLAUS VAN BEBBER TIMO REUBER DOMMERT BLISCHKE HARALD MÜNZ DOM
TIONSTRIO FÜR INTENTIONSLOSE MUSIK ANDREAS WAGNER LUTHERKIRCHE ANDREAS ERDMANN REINHOLD GÖRLITZ GEORG WISSEL JOKER NIES SCOTT FIELDS LEMKE-NENDZA-HILLMANN JOHANNES LEMKE ANDRÉ NENDZA CHRISTOPH HILLMANN JOVITA ZÄHL CLAUDIA BÖTTCH
ARTETT ANNETTE MAYE ANDREAS ERCHINGER ROLF BREYER DANI SCHAY KATHRIN SCHEER BAND KATHRIN SCHEER OLAF DREWES MARKUS BENDER TIL SCHNEIDER RALF GESSLER MOLTKEREI EBENE 0 CHRISTOPH MÖCKEL LUKAS LEIDINGER STEFAN BERGER MAX ANDRZEJEWSKI AN
L DOLCE KARTÄUSERKIRCHE NADIA WALTER-RAFEI STEPHANIE BUYKEN ALBAN PETERS SABINE KÖNIG HARM MEINERS PHILIPP SPÄTLING SPRECHBOHRER SIGRID SACHSE GEORG SACHSE HARALD MÜNZ JARUZELSKI DR.BORG CHRISTOPH CLÖSER PRAXIS STAAB PROJEKTATELIER
HIM TANG BODO SCHÜRGERS FABIENNE CARLIER SVEN HAHNE ANDITI TRIO TIMOTHY JONES ANDREA FÜRTIG DIETMAR BERGER PAUL WIRKUS AMARILLI EVA BIALLAS ALEXANDRA KOLLO EVA KUEN JENS LOHMANN JOHANNES SISTERMANNS TRA I TEMPI MICHAEL VELTMAN EVELIN D
LTMAN CARLOS TARCHA ZERPON ANNE KRICKEBERG JOSEPH SUCHY RICHARD E. BADE MARTA DOTKUS VIOLA KRAMER HANNES HÖLZL SVEN SCHULZ MICHAEL PLEWKA HOLGER MERTIN LUIS NEGRON KGNM ALBRECHT ZUMMACH ANTOINE BEUGER JOHN MC ALPINE KONTRA SAX
RISTINA FUCHS MOSAIC KÖLN KLAUS MADER KATJA DOLAINSKI LAURA FREY MAN RUFT NUR BLIPPER TENRI HANS W KOCH JOKER NIES HANNES HÖLZL MUSIKHOCHSCHULE ALBERTO DE CAMPO LES ECLAIRS PETER SIMON FREYA HATTENBERGER M. GOLDOWSKI NATALIE BEWERN
N KAMPEN VALENTINA VUKSIC BRODERSEN-WEINDORF-QUARTETT KRISTINA BRODERSEN TOBIAS WEINDORF VOLKER HEINZE HENDRIK SOLL NADJA BULATOVIC DAVID HALL JOHNSON LAIA GENC ROBERT STAMM MARGRET HOPPE RAINER BERGER KLAUS VON BISMARCK SAAL KÖL
EIFER WOLFGANG KLEINRICHTER WOLFGANG SIEGENBRINK IRIS RIEG ALBRECHT BODE ALPCOLOGNE VIKTORIA RICCIO MITCH HÖHLER EBASA PALLADA NORBERT SCHMEIßER CHRISTOPH KUHLMANN SUZANNE THORP PI CHAO CHEN PRIMOZ PAROVEL FIGURALCHOR RICHARD MAILÄ
MONICI BENJAMIN REISSENBERGER BEATE ALSDORF THORSTEN NAGEL GUDRUN METTIG CORDULA MARIA CASO PAUL HUBWEBER STEVKO BUSCH GERIT VON STOCKHAUSEN FRANK WUNSCH M. ERLEWEIN HENNING GAILING WILFRIED KAETS HENDRICK SMOCK F.GRATKOWSKI PHIL
SU-KIRCHE DIETER MANDERSCHEID MARTIN BLUME PETER KAHLENBORN KRISTINA BRODERSEN LAIA GENC HENNNING GAILING JIMMY HALPERIN AXEL HAGEN THOMAS ANDERSEN MATTHIAS BERGMANN PETER KAHLENBORN SYNTOPIA ENSEMBLE ALBRECHT MAURER MATTHIAS M
BCZYK VINCENT ROYER INSTITUT FRANCAIS CHRISTIAN RAMOND FRANK KÖLLGES ALBERTO DI CAMPO HANNES HÖLZL MARKUS MÄRKL PLEYEL QUARTETT STADTGARTEN. INGEBORG SCHEERER VERENA SCHONEWEG ANDREAS GERHARDUS NICHOLAS SELO ANDREAS VILAMIL SIMON
RISTINA MESSNER IRENE KURKA LUCIA MENSE ANNETTE MAYE INKA EHLERT DORRIT BAUERECKER GIMIK SIGFRIED KÖPF ELKON THOMAS GREWENIG YUNCHUL KIM SEBASTIAN GIUSSANI MARTIN KREJCI WOKOTRON DOROTHEE HADDENBRUCH FRANZISKA WINDISCH STEFFEN KREBBE
COLAS SIMION GROUP NICOLAS SIMION STEPHAN MATTNER NORBERT SCHOLLY MARTIN GJAKONOVSKI TANJA MESSING RYAN CARNIAUX GOLO MAICHEL FLORIAN STADLER ALTE FEUERWACHE JURA WAJDA CHRISTIAN HARTMANN ØRJAN HARTVEIT MICHALIS ANGELAKIS ANDREA KIEF
RIAN ENSEMBLE INGOLFUR VILHJALMSSON SYLVIA MERK PAUL HÜBNER ALLIAGE QUINTETT JANG EUN BAE BERND HEYDER KORYUN ASATRYAN DANIEL GAUTHIER SEBASTIAN POTTMEIER GLOBO JARRY SINGLA MARIANA SADOVSKA BASSEM HAWAR JONAS BURGWINKEL CHRISTIAN
CHER FUMMQ MAGNUS MEHL VOLKER DEGLMANN VITALIY ZOLOTOV FEDOR RUSKUC FERENC MEHL OCTOPOSSE BENJAMIN DEGEN ALTES PFANDHAUS MARTIN SCHULTE STEFAN SCHULTZEPETER SCHWEBS GUIDO FISCHER HERMANN HEIDENREICH PETER EHWALD ACHIM SCHRÖT
OOP BARBARA OCHS GABRIELE HIERDEIS IRIS RIEG MUSICA SOLARE ST.URSULA DARJA GROßHEIDE SERGIO BALESTRACCI ELENA BIANCHI SOFIA DINIZ WILLI KRONENBERG DAVID CORDIER ALL OF ORLOV VOLKER HENNES ROBERT VATER NO STRINGS ATTACHED PAULA KIBILDIS VER
TONITERKIRCHE AMOS FAHLBUSCH JOHANNES LÖSCHER RANNVEIG SIF SIGURDARDOTTIR FOLIA FOLIE REINHARD GAGEL MAREI SEUTHE ANGELA ELING FOLIA FOLIE KRISTINA KANDERS BERND GAST WOLFGANG KLÜFER OLIVER DRECHSEL ANDREAS HERKENRATH CLAUDIUS VALK SE
RBERT SCHOLLY GROUP NORBERT SCHOLLY PABLO HELD JONAS BURGWINKEL BENJAMIN GARCIA DIE FREUNDLICHE ÜBERNAHME JONAS BURGWINKEL ROBERT LANDFERMANN NIELS KLEIN FRANCOIS DE RIBAUPIERRE VOLKER HEINZE ALA AUREA MARIA JONAS LUCIA MENSE BETT
US STRÜBEL THE ART OF THE MESSAGE SEXTET PETER PROTSCHKA BERND HARTNAGEL RENÉ KLEMENT ALEX SCHIMMEROTH FEDOR RUSKUC RENÉ MARX WERNER FUHR WERNER WITTERSHEIM GISELA FIFE-SCHREIBER HELIX BEATE ZELINSKI JULIA BREUER AYA MURAKI NORA KRA
PELLA PICCOLA THOMAS REUBER MARTINA LINS ULRIKE MIX SÖREN LEUPOLD ULI LÜDERING AARON QUARTETT JOHN RENKEN ANGELIKA NIESCIER HARTMUT KRACHT FRANK SCHULTE MARIA FAUST ANDREAS BRENN THE FREE LIGHTS BRUNO LEICHT ST.ANDREAS ANDREAS WAGN
MOND KLAUS KUGEL QUATUOR ROMANTIQUE BECHSTEIN CENTRUM JOACHIM DIESSNER VASSILI VORONIN EDWARD JOHN SEMON MARKUS MÄRKL RESIDUUM NORBERT RODENKIRCHEN ANDREA KOEHLER ANGELA KOPPENWALLNER ENSEMBLE TIEFGANG ROBERT LANDFERMANN T
LGER WERNER DAVID SCHÜTTE CHRISTIAN RIEGER UNRISER MATTHIAS KAISER KONRAD DÖPPERT ULRICH PHILLIPP TRIO MUSAI DUSCIA CALJAN-WISSEL ANNETTE MAYE MALINA MANTCHEVA MO-GO & CO JEFFREY MORGAN DOMFORUM MIKE GOYVAERTS WILLY BUGGENHOUT LYN
GINA BUßMANN JÖRG KÖNIG KAMMERCHOR CONSTANT ST.AGNES HARALD JERS ENSEMBLE SOCELL 21 IRENE KURKA BURKART ZELLER ECCO DU DANUBE MICHAEL DÜCKER JOHANNA SEITZ HANNAH MORRISON E-MEX MARTIN V.D.HEYDT JOACHIM STRIEPENS KUNST-STATION SANKT
CZYK BURKART ZELLER ARTISTEN BESCHWERDECHOR HARMONIE UNIVERSELLE CCJO MARCUS BARTELT CLAUDIUS VALK FRANK WELLERT MATTHIAS SCHRIEFL RALF HESSE MATTHIAS BERGMANN CHRISTIAN WINNINGHOFF PETER SCHWATLO ANSGAR STRIEPENS ANDREAS SCHICK
HENK MARKO LACKNER FRANK SACKENHEIM NIELS KLEIN JÜRGEN FRIEDRICH MARKUS SCHIEFERDECKER OBERLANDESGERICHT JENS DÜPPE KUTURBUNKER MÜLHEIM E.V. FLORIAN WEBER SCOTT FIELDS NORBERT RODENKIRCHEN ANNETTE MAYE HOLGER WERNER CHRISTINA FUCHS F
ORG WISSEL MATTHIAS SCHUBERT MARK CHARIG MATTHIAS MAINZ UDO MOLL SCHOKE FLÜGEL UND PIANOS RADIK STAWARTZ AXEL LINDNER LOFT ALI MAURER BENEDIKT HÖLKER VINCENT ROYER SCOTT ROLLER ACHIM TANG TOM LORENZ PHILIP ZOUBEK FLORIAN STANDLER KÖLN
A PÖPPLEIN MARION WÖRLE JANKO HANUSHEVSKY RAY KACYNSKI CHRISTIAN THOMÉ MARION WÖRLE MACIEJ SLEDZIECKI MARC MATTER AXEL LINDNER FRANK ZUBEIL PAUL HUBWEBER CLAUS VAN BEBBER TIMO REUBER DOMMERT BLISCHKE HARALD MÜNZ DOMINIK SUSTECK A
ENTIONSLOSE MUSIK ANDREAS WAGNER LUTHERKIRCHE ANDREAS ERDMANN REINHOLD GÖRLITZ GEORG WISSEL JOKER NIES SCOTT FIELDS LEMKE-NENDZA-HILLMANN JOHANNES LEMKE ANDRÉ NENDZA CHRISTOPH HILLMANN JOVITA ZÄHL CLAUDIA BÖTTCHER NEW GATE QUA
AYE ANDREAS ERCHINGER ROLF BREYER DANI SCHAY KATHRIN SCHEER BAND KATHRIN SCHEER OLAF DREWES MARKUS BENDER TIL SCHNEIDER RALF GESSLER MOLTKEREI EBENE 0 CHRISTOPH MÖCKEL LUKAS LEIDINGER STEFAN BERGER MAX ANDRZEJEWSKI ANGELICA SCHUBER
RTÄUSERKIRCHE NADIA WALTER-RAFEI STEPHANIE BUYKEN ALBAN PETERS SABINE KÖNIG HARM MEINERS PHILIPP SPÄTLING SPRECHBOHRER SIGRID SACHSE GEORG SACHSE HARALD MÜNZ JARUZELSKI DR.BORG CHRISTOPH CLÖSER PRAXIS STAAB PROJEKTATELIER HELMUT BU
NG BODO SCHÜRGERS FABIENNE CARLIER SVEN HAHNE ANDITI TRIO TIMOTHY JONES ANDREA FÜRTIG DIETMAR BERGER PAUL WIRKUS AMARILLI EVA BIALLAS ALEXANDRA KOLLO EVA KUEN JENS LOHMANN JOHANNES SISTERMANNS TRA I TEMPI MICHAEL VELTMAN EVELIN DEGEN CH
RLOS TARCHA ZERPON ANNE KRICKEBERG JOSEPH SUCHY RICHARD E. BADE MARTA DOTKUS VIOLA KRAMER HANNES HÖLZL SVEN SCHULZ MICHAEL PLEWKA HOLGER MERTIN LUIS NEGRON KGNM ALBRECHT ZUMMACH ANTOINE BEUGER JOHN MC ALPINE KONTRA SAX ROMY HER
CHS MOSAIC KÖLN KLAUS MADER KATJA DOLAINSKI LAURA FREY MAN RUFT NUR BLIPPER TENRI HANS W KOCH JOKER NIES HANNES HÖLZL MUSIKHOCHSCHULE ALBERTO DE CAMPO LES ECLAIRS PETER SIMON FREYA HATTENBERGER M. GOLDOWSKI NATALIE BEWERNITZ JAN-KE
LENTINA VUKSIC BRODERSEN-WEINDORF-QUARTETT KRISTINA BRODERSEN TOBIAS WEINDORF VOLKER HEINZE HENDRIK SOLL NADJA BULATOVIC DAVID HALL JOHNSON LAIA GENC ROBERT STAMM MARGRET HOPPE RAINER BERGER KLAUS VON BISMARCK SAAL KÖLN CHOR REINH
OLFGANG KLEINRICHTER WOLFGANG SIEGENBRINK IRIS RIEG ALBRECHT BODE ALPCOLOGNE VIKTORIA RICCIO MITCH HÖHLER EBASA PALLADA NORBERT SCHMEIßER CHRISTOPH KUHLMANN SUZANNE THORP PI CHAO CHEN PRIMOZ PAROVEL FIGURALCHOR RICHARD MAILÄNDER IL
NJAMIN REISSENBERGER BEATE ALSDORF THORSTEN NAGEL GUDRUN METTIG CORDULA MARIA CASO PAUL HUBWEBER STEVKO BUSCH GERIT VON STOCKHAUSEN FRANK WUNSCH M. ERLEWEIN HENNING GAILING WILFRIED KAETS HENDRICK SMOCK F.GRATKOWSKI PHILIP ZOUBEK
CHE DIETER MANDERSCHEID MARTIN BLUME PETER KAHLENBORN KRISTINA BRODERSEN LAIA GENC HENNNING GAILING JIMMY HALPERIN AXEL HAGEN THOMAS ANDERSEN MATTHIAS BERGMANN PETER KAHLENBORN SYNTOPIA ENSEMBLE ALBRECHT MAURER MATTHIAS MAINZ
CENT ROYER INSTITUT FRANCAIS CHRISTIAN RAMOND FRANK KÖLLGES ALBERTO DI CAMPO HANNES HÖLZL MARKUS MÄRKL PLEYEL QUARTETT STADTGARTEN. INGEBORG SCHEERER VERENA SCHONEWEG ANDREAS GERHARDUS NICHOLAS SELO ANDREAS VILAMIL SIMON NABATOV
SSNER IRENE KURKA LUCIA MENSE ANNETTE MAYE INKA EHLERT DORRIT BAUERECKER GIMIK SIGFRIED KÖPF ELKON THOMAS GREWENIG YUNCHUL KIM SEBASTIAN GIUSSANI MARTIN KREJCI WOKOTRON DOROTHEE HADDENBRUCH FRANZISKA WINDISCH STEFFEN KREBBER SABINE
MION GROUP NICOLAS SIMION STEPHAN MATTNER NORBERT SCHOLLY MARTIN GJAKONOVSKI TANJA MESSING RYAN CARNIAUX GOLO MAICHEL FLORIAN STADLER ALTE FEUERWACHE JURA WAJDA CHRISTIAN HARTMANN ØRJAN HARTVEIT MICHALIS ANGELAKIS ANDREA KIEFER CRA
RIAN ENSEMBLE INGOLFUR VILHJALMSSON SYLVIA MERK PAUL HÜBNER ALLIAGE QUINTETT JANG EUN BAE BERND HEYDER KORYUN ASATRYAN DANIEL GAUTHIER SEBASTIAN POTTMEIER GLOBO JARRY SINGLA MARIANA SADOVSKA BASSEM HAWAR JONAS BURGWINKEL CHRISTIAN
CHER FUMMQ MAGNUS MEHL VOLKER DEGLMANN VITALIY ZOLOTOV FEDOR RUSKUC FERENC MEHL OCTOPOSSE BENJAMIN DEGEN ALTES PFANDHAUS MARTIN SCHULTE STEFAN SCHULTZEPETER SCHWEBS GUIDO FISCHER HERMANN HEIDENREICH PETER EHWALD ACHIM SCHRÖT
OOP BARBARA OCHS GABRIELE HIERDEIS IRIS RIEG MUSICA SOLARE ST.URSULA DARJA GROßHEIDE SERGIO BALESTRACCI ELENA BIANCHI SOFIA DINIZ WILLI KRONENBERG DAVID CORDIER ALL OF ORLOV VOLKER HENNES ROBERT VATER NO STRINGS ATTACHED PAULA KIBILDIS VER
TONITERKIRCHE AMOS FAHLBUSCH JOHANNES LÖSCHER RANNVEIG SIF SIGURDARDOTTIR FOLIA FOLIE REINHARD GAGEL MAREI SEUTHE ANGELA ELING FOLIA FOLIE KRISTINA KANDERS BERND GAST WOLFGANG KLÜFER OLIVER DRECHSEL ANDREAS HERKENRATH CLAUDIUS VALK SE
RBERT SCHOLLY GROUP NORBERT SCHOLLY PABLO HELD JONAS BURGWINKEL BENJAMIN GARCIA DIE FREUNDLICHE ÜBERNAHME JONAS BURGWINKEL ROBERT LANDFERMANN NIELS KLEIN FRANCOIS DE RIBAUPIERRE VOLKER HEINZE ALA AUREA MARIA JONAS LUCIA MENSE BETT
US STRÜBEL THE ART OF THE MESSAGE SEXTET PETER PROTSCHKA BERND HARTNAGEL RENÉ KLEMENT ALEX SCHIMMEROTH FEDOR RUSKUC RENÉ MARX WERNER FUHR WERNER WITTERSHEIM GISELA FIFE-SCHREIBER HELIX BEATE ZELINSKI JULIA BREUER AYA MURAKI NORA KRA
PELLA PICCOLA THOMAS REUBER MARTINA LINS ULRIKE MIX SÖREN LEUPOLD ULI LÜDERING AARON QUARTETT JOHN RENKEN ANGELIKA NIESCIER HARTMUT KRACHT FRANK SCHULTE MARIA FAUST ANDREAS BRENN THE FREE LIGHTS BRUNO LEICHT ST.ANDREAS ANDREAS WAGN
MOND KLAUS KUGEL QUATUOR ROMANTIQUE BECHSTEIN CENTRUM JOACHIM DIESSNER VASSILI VORONIN EDWARD JOHN
SEMON MARKUS
In Kooperation
mit MÄRKL RESIDUUM NORBERT RODENKIRCHEN ANDREA KOEHLER ANGELA KOPPENWALLNER ENSEMBLE TIEFGANG ROBERT LANDFERMANN T
LGER WERNER DAVID SCHÜTTE CHRISTIAN RIEGER UNRISER MATTHIAS KAISER KONRAD DÖPPERT ULRICH PHILLIPP TRIO MUSAI DUSCIA CALJAN-WISSEL ANNETTE MAYE MALINA MANTCHEVA MO-GO & CO JEFFREY MORGAN DOMFORUM MIKE GOYVAERTS WILLY BUGGENHOUT LYN
GINA BUßMANN JÖRG KÖNIG KAMMERCHOR CONSTANT ST.AGNES HARALD JERS ENSEMBLE SOCELL 21 IRENE KURKA BURKART ZELLER ECCO DU DANUBE MICHAEL DÜCKER JOHANNA SEITZ HANNAH MORRISON E-MEX MARTIN V.D.HEYDT JOACHIM
STRIEPENS KUNST-STATION SANKT
Kulturpartner
CZYK BURKART ZELLER ARTISTEN BESCHWERDECHOR HARMONIE UNIVERSELLE CCJO MARCUS BARTELT CLAUDIUS VALK FRANK WELLERT MATTHIAS SCHRIEFL RALF HESSE MATTHIAS BERGMANN CHRISTIAN WINNINGHOFF PETER SCHWATLO ANSGAR STRIEPENS ANDREAS SCHICK
HENK MARKO LACKNER FRANK SACKENHEIM NIELS KLEIN JÜRGEN FRIEDRICH MARKUS SCHIEFERDECKER OBERLANDESGERICHT JENS DÜPPE KUTURBUNKER MÜLHEIM E.V. FLORIAN WEBER SCOTT FIELDS NORBERT RODENKIRCHEN ANNETTE MAYE HOLGER WERNER CHRISTINA FUCHS F
ORG WISSEL MATTHIAS SCHUBERT MARK CHARIG MATTHIAS MAINZ UDO MOLL SCHOKE FLÜGEL UND PIANOS RADIK STAWARTZ AXEL LINDNER LOFT ALI MAURER BENEDIKT HÖLKER VINCENT ROYER SCOTT ROLLER ACHIM TANG TOM LORENZ PHILIP ZOUBEK FLORIAN STANDLER KÖLN
A PÖPPLEIN MARION WÖRLE JANKO HANUSHEVSKY RAY KACYNSKI CHRISTIAN THOMÉ MARION WÖRLE MACIEJ SLEDZIECKI MARC MATTER AXEL LINDNER FRANK ZUBEIL PAUL HUBWEBER CLAUS VAN BEBBER TIMO REUBER DOMMERT BLISCHKE HARALD MÜNZ DOMINIK SUSTECK A
ENTIONSLOSE MUSIK ANDREAS WAGNER LUTHERKIRCHE ANDREAS ERDMANN REINHOLD GÖRLITZ GEORG WISSEL JOKER NIES SCOTT FIELDS LEMKE-NENDZA-HILLMANN JOHANNES LEMKE ANDRÉ NENDZA CHRISTOPH HILLMANN JOVITA ZÄHL CLAUDIA BÖTTCHER NEW GATE QUA
AYE ANDREAS ERCHINGER ROLF BREYER DANI SCHAY KATHRIN SCHEER BAND KATHRIN SCHEER OLAF DREWES MARKUS BENDER TIL SCHNEIDER RALF GESSLER MOLTKEREI EBENE 0 CHRISTOPH MÖCKEL LUKAS LEIDINGER STEFAN BERGER MAX ANDRZEJEWSKI ANGELICA SCHUBER
RTÄUSERKIRCHE NADIA WALTER-RAFEI STEPHANIE BUYKEN ALBAN PETERS SABINE KÖNIG HARM MEINERS PHILIPP SPÄTLING SPRECHBOHRER SIGRID SACHSE GEORG SACHSE HARALD MÜNZ JARUZELSKI DR.BORG CHRISTOPH CLÖSER PRAXIS STAAB PROJEKTATELIER HELMUT BU
NG BODO SCHÜRGERS FABIENNE CARLIER SVEN HAHNE ANDITI TRIO TIMOTHY JONES ANDREA FÜRTIG DIETMAR BERGER PAUL WIRKUS AMARILLI EVA BIALLAS ALEXANDRA KOLLO EVA KUEN JENS LOHMANN JOHANNES SISTERMANNS TRA I TEMPI MICHAEL VELTMAN EVELIN DEGEN CH
Kunst-Termine
www.museum-ludwig.de
Dom / Hbf, Köln
Isa Genzken
Sesam, öffne dich!
15. August – 15. November 2009
Michael Venezia, Ohne Titel, 2008, © M.V., Foto: Werner Hannappel, Museum Bottrop
DER KUNST-KALENDER NRW
BOCHUM – Kunstmuseum Bochum
www.museum-bochum.de
KÖLN – Käthe Kollwitz Museum
www.kollwitz.de
Norbert Tadeusz bis 27.9.
Norbert Tadeusz gehört mit seinen gestreckten,
in das Bildfeld verspannten Akten, Landschaften
und Darstellungen von Pferderennen zu den
wichtigsten figürlichen Malern der Gegenwart
Clara Siewert 18.9.-8.11.
Clara Siewert (1862-1944) bewegt sich mit ihrer
Malerei zwischen Symbolismus und Surrealismus, motiviert noch durch Märchen und Mystik
BONN – Kunst- und Ausstellungshalle
www.kah-bonn.de
J. Cook u. d. Entdeckung d. Südsee bis 28.2.10
Die Ausstellung führt die ethnographischen
und naturhistorischen Objekte der pazifischen
Stämme, die Cook zusammengetragen hat, zusammen
-WE+IR^OIR/MRHIV½PQIR---*MPQMRK'LMPHVIR---(IXEMP1YWIYQ0YH[MK/}PR*SXS0SXLEV7GLRITJŒ-WE+IR^OIR
BOTTROP – Josef-Albers-Museum
www.quadrat-bottrop.de
KÖLN – Museum Ludwig
www.museum-ludwig.de
Isa Genzken bis 15.11.
Ein Überblick über das plastische Werk der berühmten Isa Genzken, der über die stromlinienförmig gestreckten Objekten hin zu den aktuellen raumgreifenden Installationen reicht
LEVERKUSEN – Museum Schloß Morsbroich
www.museum-morsbroich.de
Michael Venezia 27.9.-6.12.
Der Amerikaner Michael Venezia gilt als einer
der wenigen Maler aus dem Geist der Minimal
Art, also seine Malerei ist anonym, gleichmäßig
und angenehm eigenartig
Revolutionen des Alltäglichen bis 1.11.
Vorgestellt werden acht zeitgenössische lateinamerikanische Künstler, die u.a. mit den Verfahren und Gegenständen des Alltäglichen und
kunsthistorischen Zitaten lokale und globale
Fragen aufwerfen
DÜSSELDORF – K21
www.kunstsammlung.de
MARL – Skulpturenmuseum
www.marl.de
Wilhelm Sasnal 5.9.-10.1.10
Der Pole Wilhelm Sasnal gehört mit seiner realistischen und konzeptuellen Malerei zu den
wichtigsten Künstlern der jüngeren Generation
Industrial Land Art im Ruhrland bis 25.10.
Eine Zusammenarbeit mit Kunstmuseum und
Kunstverein Ahlen und der Künstlerzeche Unser
Fritz 2/3 in Herne: Vorgestellt werden originäre
Beiträge der Künstler des Ruhrgebietes aus den
letzten 50 Jahren
DÜSSELDORF – Kunsthalle
www.kunsthalle-duesseldorf.de
Danica Dakic bis 8.11.
Themen der Teilnehmerin der documenta 2007
sind Identität, Nationalgefühl und Migration,
vorgetragen in Videoarbeiten
DÜSSELDORF – museum kunst palast
www.museum-kunst-palast.de
Gerhard Hoehme bis 10.1.10
Einer der Meister der informellen deutschen Malerei, der das Bild in den Raum hinein erweitert
hat
ESSEN – red dot design museum
www.museum-folkwang.de
100 beste Plakate 08 bis 27.9.
Die aktuellen Tendenzen des Plakat-Designs in
Deutschland, Österreich und der Schweiz, ohne
inhaltliche oder formale Beschränkung
HAGEN – Osthaus Museum
www.osthausmuseum.de
Christian Rohlfs bis 22.11.
Zur Wiedereröffnung ein Sohn der Stadt: Rohlfs
gehört zu den großen Einzelgängern der deutschen
Malerei zwischen Realismus und Pointillismus
HAMM – Gustav-Lübcke-Museum
www.hamm.de
Die Piraten bis 10.1.10
Zwischen kulturhistorischer Ausstellung und Erlebniswelt führt die Schau die Dimensionen des
Freibeuter-Lebens vergangener Jahrhunderte
vor Augen
KAARST – Städtische Galerie
Rathaus Büttgen
Melanie Richter bis 6.9.
Körper im freien Raum – Astronauten – sind das
zentrale Sujet dieser großartigen Düsseldorfer
Malerin
MÖNCHENGLADBACH – Abteiberg
www.museumabteiberg.de
Das Gespinst 13.9.-15.11.
Ein Einblick in die Sammlung des Aachener Fotografen und Theoretikers Wilhelm Schürmann,
die seit zwei Jahrzehnten mit zum Frischsten
und Maßgebenden in der zeitgenössischen
Kunst gehört
MÜHLHEIM – Kunstmuseum
www.kunstmuseum-mh.de
ALTERable EGOs bis 20.9.
In Kooperation mit dem Kunstverein Mülheim
werden Objekte, Installationen und Rauminszenierungen gezeigt, die um Identität in den Zeiten
des Digitalen und Virtuellen kreisen
RATINGEN – Museum
www.museum-ratingen.de
Werner Reuber 20.9.-25.10.
Reuber, Mitglied der Düsseldorfer PerformanceGruppe „Die Langheimer“, beschwört in seiner
figürlichen Malerei oftmals eine Arkadische
Lebenswelt
SIEGEN – Ausstellungsforum
www.siegen.de
Andrea Küster bis 11.10.
Andrea Küster malt nichts außer Blumen: riesengroß, realistisch, in Anschnitten – und plötzlich
bedrohlich, fremdartig, symbolisch
WUPPERTAL – Von der Heydt-Museum u.a.
www.von-der-heydt-museum.de
Von Tugend und Glück 26.9.-31.1.10
Anhand von Kunstwerken und kulturhistorischen
Zeugnissen werden das Selbstverständnis und
das private Lebensumfeld des Bürgertums vorgestellt, neben den beiden Museen auch im Historischen Zentrum und der Citykirche Elberfeld
Empfehlungen von Thomas Hirsch
68
Verlagssonderveröffentlichung
bildet
ALANUS WERKHAUS
AUSGESUCHTE SEMINARE SEPTEMBER 2009 – MÄRZ 2010
BILDENDE KUNST
Back in job, Zeichnung: RaOul
IN DER KRISE NACH OBEN
WARUM WEITERBILDUNG GERADE JETZT SINN MACHT
Manchem mag es seltsam vorkommen, ausgerechnet jetzt, in der
Krise, an einen neuen Chefposten zu denken. Ökonomen und Berufsberater finden das jedoch alles andere als merkwürdig. Eine ganze
Garde von Nieten in Nadelstreifen hat systematisch Geschäfte und
Marken ruiniert, die nun dringend nach frischen Leuten verlangen, um
nicht gänzlich unterzugehen. Wer täglich auch nur oberflächlich die
Wirtschaftsseiten studiert, dem wird ob des sich immer schneller drehenden Personalkarussells schwindelig. Hier geht einer „in gegenseitigem Einvernehmen“, dort ist einer seit gestern nicht mehr im Amt,
da konnte sich der neue erste Mann nicht mit dem Geschäft identifizieren. Dass in der größten Nachrichtensendung des deutschen Fernsehens des öfteren falsche Flaggen oder Namen eingeblendet werden, ist symptomatisch für eine schludrige Arbeit, die die Talentierten
indirekt aufruft, sich endlich zu melden und den Nichtskönnern die
Stirn zu bieten. Offensichtlich ist es Zeit für eine Rückbesinnung auf
die wahren Werte, die einen guten Verantwortlichen, Geschäftsführer
oder Manager auszeichnen. Die Nachkriegsgeneration hat ihren Ruf
der siebziger und achtziger Jahre mit dummem Profitdenken verspielt,
die Ausbeutung von Ressourcen ging dabei Hand in Hand mit überkandidelten Gagen und der Zerstörung attraktiver Geschäftsideen und
Arbeitsplätze. Marktforscher können mit einem tiefen Seufzer unzählige Markennamen nennen, die in den vergangenen Jahren durch den
Kamin gejagt wurden oder kurz davor sind, in die Bedeutungslosigkeit abzusacken. Unfähige Manager und egozentrische Werbeagenturen haben ganze Arbeit geleistet. Ist es nicht hochnotpeinlich, dass
eine Internet-Suchmaschine angeblich die teuerste Marke der Welt
ist – obwohl mit ihr außer dem praktischen Wert keinerlei emotionale
Geschichte geschweige denn Historie verbunden ist?
Wer aber kann noch emotionale Marken kreieren und deren Wert vermitteln? Berater der großen Personalagenturen suchen seit neuestem
wieder zunehmend in den Unternehmen selbst nach geeigneten Chefs,
die auf der zweiten oder dritten Ebene seit Jahren gute Arbeit leisten,
aber nie auf die Idee kommen würden, Geschäftsführer werden zu wollen. „Ein tragisches Missverständnis“, so ein Recruiter aus München.
„Wir haben uns gemeinsam mit unseren Kunden viel zu lange auf Unis
umgesehen und gedacht, dass Leute mit Einser-Diplom automatisch
jede Marke verstehen und sie dann nur noch ihren Business-Werkzeugkasten auspacken und loslegen.“ Ein fataler Irrtum. „Oftmals wissen Mitarbeiter, die seit fünf oder zehn Jahren in der mittleren Ebene
arbeiten, viel mehr über das Unternehmen oder die Branche allgemein
als diese künstlich hochgezüchteten Absolventen, die nur wegen dem
Firmenwagen gekommen sind und mittags mit dem Taschenrechner
bereits die Abfindungssumme kalkulieren.“
Die 10. Kölner Weiterbildungsmesse, die am 5. und 6. September in der
IHK Köln stattfindet, hat nicht nur aufgrund ihres Jubiläums Rückenwind, sondern auch, weil die Chancen, durch Weiterbildung auf- oder
umzusteigen, nie besser waren als jetzt. Den Abkassier-Rambos der Vorstandsetagen stehen immer mehr Wirtschaftsexperten kritisch gegenüber. Gefragt sind wieder wirkliches Können und soziale Kompetenz.
69
FARBE UND RAUM / GRUNDLAGEN DER FARBGESTALTUNG
11.09. – 13.09.
KREATIV FOTOGRAFIEREN
18.09. – 20.09.
EINFÜHRUNG IN DIE MALEREI
25.09. – 27.09.
MALEREI AM VORMITTAG
23.09. – 09.12.
STUDIENVORBEREITUNG BILDENDE KUNST
19.10.09 – 20.03.10
FOTOGRAFISCHE DOKUMENTATION VON KUNSTWERKEN
31.10.
MUSEUMSPÄDAGOGIK
28.11. – 29.11.
ARCHITEKTUR – ERFAHRUNG MIT UND IN RÄUMEN
04.12. – 05.12.
KOMPETENZ IM BERUF
PERSÖNLICHKEITS- UND KOMMUNIKATIONSSTILE
09.10. – 10.10.
BEGLEITUNG BEI DER BERUFSFINDUNG
17.10. – 18.10.
BESPRECHUNGEN EFFIZIENT GESTALTEN
04.11. – 05.11.
PLANUNG BERUFLICHER BILDUNGSPROZESSE
13.11.09 – 26.02.10
DER KREATIVE WEG ZUM EIGENEN KOMPETENZPROFIL
25.11.09 – 20.01.10
SOZIAL ORIENTIERTES GELDWESEN
04.12. – 05.12.
MEDIZIN UND THERAPIE
DEPRESSIVE EPISODE
04.09. – 06.09.
DIE ELEMENTENLEHRE IN DER KUNSTTHERAPIE
11.09. – 13.09.
AUFNAHMEWOCHENENDE BERUFSBEGLEITENDE KUNSTTHERPIE
10.10. – 11.10.
VORBEREITUNG AUF DIE PRÜFUNG ZUM HEILPRAKTIKER
16.10.09 – 13.02.10
PFLEGEN – HELFEN – LINDERN
23.10. – 25.10.
SCHMERZ UND SCHMERZERKRANKUNGEN
30.10. – 01.11.
FERIENKURSE HERBST / WINTER
KREATIVE SCHMUCK- UND TEXTILGESTALTUNG
12.10. – 14.10.
KREATIV ENGLISCH LERNEN FÜR KINDER „CATCH UP“
12.10. – 16.10.
WINTERWERKSTATTTAGE ALFTER – SPRACHE/DRAMA
26.12. – 31.12.
WINTERWERKSTATTTAGE ALFTER – TANZ
26.12. – 31.12.
WINTERWERKSTATTTAGE ALFTER – MALEREI 1
26.12. – 31.12.
WINTERWERKSTATTTAGE ALFTER – MALEREI 2
26.12. – 31.12.
WINTERWERKSTATTTAGE ALFTER – MALEREI 3
26.12. – 31.12.
KINDERATELIER
03.01. – 06.01.10
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03.01. – 06.01.10
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bildet
KIK
rarbeit und
t für Kultu
Kölner Institu
Besonders letztere wurde in den vergangenen Jahren als Schwäche
diskreditiert. Erzählte man sich doch, solange die Bilanzzahlen stimmten, allzu gern die Mär vom schwierigen Chef, der dank seiner cholerischen Anfälle und Kommunikationsunfähigkeit einfach genial war.
Doch nur noch die wenigsten Firmeninhaber wünschen sich für ihre
Führungsetage grimmige Galeerenhäuptlinge. Teamarbeiter sind in,
Schreihälse eindeutig out. Dass ein Teil der Führungsjobs weiterhin
durch Beziehungen vergeben wird, macht die klassische Weiterbildung
noch zwingender. Zwar verständigt sich die halbe Welt über Karrierenetzwerke wie Xing oder LinkedIn, aber letztendlich macht auch da der
Inhalt, sprich die aufgelisteten Berufserfahrungen und Kenntnisse, die
Musik. Wer nicht lange auf betriebliche Fortbildungsangebote warten möchte, ist gut beraten, sich auf eigene Faust zu informieren und
die Karriere wieder selbst in die Hand zu nehmen, und sich nicht auf
die angebliche Könnerschaft der Geschäftsführung zu verlassen. Nur
wer abseits seines Erwerbsjobs keine weiteren Interessen oder sozialen
Bindungen entwickelt hat, ist nach einer Kündigung wirklich auf sich
allein gestellt. Die Weiterbildungsmesse offeriert Antworten auf alle
Fragen zu möglichen Abschlüssen, klärt über Zeit- und Fördermodelle
sowie Kurs- und Workshop-Angebote auf. Darüber hinaus vermitteln
die Macher von der Industrie- und Handelskammer zusammen mit ihren rund 50 Kooperationspartnern im besten Fall ein Urvertrauen in
die Kraft des Individuums, das mit Herz und Verstand weitaus mehr
bewegen kann als es die immer gleichen, dummen Ohnmachtsmeldungen der Medien erahnen lassen.
Infos: www.weiterbildungsmesse-koeln.de
Was heißt hier
normal?
Normal ist die Verschiedenheit!
KÖLN
UNTERRICHTET
BABELSBERG
WEITERBILDUNGSPROGRAMME DES
KÖLNER FILMHAUSES IN BERLIN
Einen wirklichen Coup hat das Kölner Filmhaus dieses Jahr in der wieder boomenden Filmstadt Babelsberg
bei Berlin gelandet. Das für seine
anspruchsvollen Weiterbildungsprogramme mit hohem Praxisbezug bekannte Haus bietet dort ab Oktober
die berufsbegleitenden Lehrgänge
Fiction-Producer/in IHK und Produktionsleiter/in IHK an, gefördert
vom Medienboard Berlin-Brandenburg und der Hochschule für Film
und Fernsehen Konrad Wolf. Sandra Weiß betreut das Angebot vor
Ort. Weiß: „Die Lehrgänge sind eine
sinnvolle Ergänzung zu klassischen
Hochschulen und den bisherigen
Ausbildungsangeboten.“ In Köln ist
weiterhin Franziska Schleussinger
für das Weiterbildungsprogramm zuständig. Hier starten im kommenden
Winter IHK-Fortbildungen in Vollzeit
zum Aufnahmeleiter und Regieassistenten sowie für angehende Kameraassistenten und Produktions- und
Redaktionsassistenten.
Weitere Infos unter www.koelnerfilmhaus.de, Tel. (0221) 222710-33,
oder wochentags ab 10 Uhr im Foyer
des Filmhaus-Kinos.
JULES LUX
- Qualifizierung für integrative
heilpädagogische Aufgaben
ung
Weiterbild
Start der nächsten
Weiterbildungen
16. Oktober 2009
Kulturjournalismus und
Kulturmanagement
23. Oktober 2009
Heilpädagogisch fundierte
Kunsttherapie
20. November 2009
Kunstpädagogik
15. Januar 2010
Kunstpädagogik
05. März 2010
Musikalische Früherziehung
......................................................
Kölner Weiterbildungsmesse
Am 05. - 06. September 2009 ist
KIK - Kölner Institut für Kulturarbeit
und Weiterbildung wieder auf der
diesjährigen Kölner Weiterbildungsmesse vertreten. Neben dem Messestand gibt es für Interessierte von
uns folgende Angebote:
Samstag & Sonntag
von 12:00 -16:00 Uhr
„Märchenland“
Im Märchen tauchen Ursymbole und
grundlegende Inhalte des menschlichen Daseins auf und werden spielerisch bearbeitet. Dadurch angeregt
gestalten wir mit Ton, Papier, Holz
und Farbe unser eigenes Märchenland... (in Kooperation mit der
Jugendkunstschule Köln e.V.).
Samstag von 16:00 - 16:45 Uhr
„Facetten der ästhetischen
Frühbildung“
Sonntag 16:00 – 16:45 Uhr
„Kunstpädagogisches
Arbeiten“
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Kulturarbeit und Weiterbildung
Hamburger Straße 17 • 50668 Köln
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mit Zertifikat
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Fax: 0221 - 13 90 58 7
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auf waldorfpädagogischer Grundlage
Auskunft:
Seminar für Waldorfpädagogik Köln
im Freien Bildungswerk Rheinland
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Kurse der Bildungseinrichtung KUM
& LUK und der Jugendkunstschule
Köln e.V. einsteigen. Infos unter:
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70
Verlagssonderveröffentlichung
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Sprachen
Politik
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jeden Alters. Spezielle EDV-Kurse und Workshops.
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Fernstudium Dialogmarketing ist im Angebot.
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des Lernens und war so nie ein Opfer der Bildungsmisere.
Freies Bildungswerk Rheinland
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400 ehrenamtliche UnternehmerInnen tragen das Netzwerk der regionalen
Handwerkswirtschaft Köln/Bonn. Im Oktober 2009 beginnt der Bachelor-ofArts-Studiengang „Handwerksmanagement“.
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Verlagssonderveröffentlichung
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Praxismanager/in im Gesundheitswesen (KA)
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Controller im Sozial- und Gesundheitswesen
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74
Verlagssonderveröffentlichung
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M.Eng. (Master of Engineering)
LL.M. (Master of Law)
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Alle Infos unter: www.RFH-Koeln.de
75
Auswahl
OLIVER POCHER
„Gefährliches Halbwissen“
THEATER
BESTATTUNGSHAUS KUCKELKORN
(Karten: 985 45 30)
28.(P)/29./30.8./4.-6./11.-13.9., 20 Uhr
ICH BIN DER MANN VON LOLO
12.09.09
13.09.09
18.09.09
DORTMUND
Westfalenhalle 3A
DUISBURG
Theater am Marientor
DÜSSELDORF
To n h a l l e
Tickets: www.konzertbuero-emmert.com
und an allen bekannten Vorverkaufsstellen
Andreas Borlat ist ein Mann in mittleren Jahren. Seit er wegen einer Mehlallergie und eines
Ausschlages nicht mehr als Bäcker arbeiten
kann, ist er Frührentner und verbringt seine
Tage damit, Blumenausstellungen zu filmen
und „ein wenig zu wichsen“. Und vor allem
schreibt er Briefe an die große Liebe seines Lebens, an Lolo Ferrari, die Frau „mit dem zweitgrößten Busen der Welt“, die er zufällig auf
der Doppelseite eines Hochglanzmagazines
getroffen hat. In seinem Monolog begegnen
wir einem Mann und der Einsamkeit seiner
Onanie auf seinem Bett und mit seinen Heftchen: Um dieser Einsamkeit ein Schnippchen
zu schlagen, erzählt er sich und uns langsam
in eine mythomanische Liebesgeschichte hinein, in der er vom frustrierten Bewunderer zum
sorgenden Ehemann wird …
BÜRGERHAUS STOLLWERCK
(Karten: 991 10 80)
19./20.9., 20 Uhr
COURTH & KAPS
Problemen der Zeit und besonders der Männer
lassen. Der eine denkt nur an den Schreibtisch, der andere macht auf Scheidung, der
dritte existiert allenfalls im Traum. Wer da
nicht Diamanten als beste Freunde hat, ist
arm dran. Mit Pepp, Pointen, Rock’n Roll treiben diese Kabarett-Weiber den Daseinswahn
der Bulimietussis und Liftboys auf die Spitze.
Und lassen zwischendurch Weisheiten von der
Rampe: „Wir werden nicht älter, wir brauchen
nur länger im Badezimmer.“ (am 15.9. auch in
der Bonner Springmaus).
OPER KÖLN
(Karten: 22 12 84 00)
20./26.9., 17 Uhr
DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG
„Köln wird Oper!“ So der Wunsch des neuen
Opernintendanten Uwe Eric Laufenberg, der
in Köln ganze Arbeit leisten will und dem
Katastrophen-Etikett dieser Stadt hoffentlich
ordentlich eins überkleben kann. Mit Richard
Wagners musikalischer Komödie über die
Kunst, „Die Meistersinger von Nürnberg“, gibt
der viel herumgekommene Kölner, zuletzt Intendant am Hans-Otto-Theater in Potsdam,
seinen Einstand. Es singen Robert Holl und
Bjarni Thor Kristinsson, die musikalische Leitung liegt bei Markus Stenz.
ORANGERIE
(Karten: 952 27 09)
3.9., 20.30 Uhr
JOHN AITCHISON
Als „Helden der Einheit“ ermitteln Tillmann
Courth, Köln, und Beatrice Kaps, Dessau,
warum sich zwei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung die Freude über eben diese
immer noch in, ähem, Grenzen hält. Müssten
wir ob der Unterschiede nicht total scharf aufeinander sein? Waren Autocorso und AbrissBirne etwa schon der Höhepunkt? Das wollen
Courth und Kaps nicht glauben. Also erzählen
der schlaksige Kabarett-Conferencier und die
blonde „Lindenstraße“-Schauspielerin sich
ihre schönsten Anekdoten und Erlebnisse, bis
das Licht ausgeht. Und es hinter den Kulissen
endlich knistert?
GLORIA
(Karten: 28 01)
30.9. 20 Uhr
Sie lieben Verschwörungstheorien? Dann müssen Sie zu Dr. John Aitchison und seiner umwerfenden, englischsprachigen Show „2012“.
Just zu diesem Datum soll die Welt untergehen, aber das wissen Sie natürlich. Anders als
unsere drögen Fernsehprofessoren kaut der
geniale Performer Aitchison die aberwitzigsten Theorien unserer Zeit durch, rackert sich
an 9/11, Noam Chomsky und den Prophezeiungen der Maya ab. Bis der Zuschauer klarer
sieht oder vor Lachtränen keinen Ausgang
mehr findet. Nur einen Abend lang in der
Orangerie im Volksgarten.
WEIBER WEIBER
PANTHEON BONN
Das Bonner Springmaus-Theater hetzt seit
kurzem sechs Damen im besten Alter auf die
Bühnenbretter, die dort kurzen Prozess sprich
einen kurzweiligen Abend machen. Auch im
Gloria können Claudia Gorzalka, Elke Schlimbach, Elsie Nabu, Susanne Flury zusammen
mit ihren zwei Musikerinnen nicht von den
(Karten: 0228 21 25 21)
9./12.-14./20.-22.9., 20 Uhr
76
PANTHEON-ENSEMBLE
Der Eineurojobber Otto Umbokko ist tot. Wer
ist der Täter? Auftritt karrieregeiler Politiker,
Wirtschaftsheinis, Assistenzärzte und Kommissare. Kabarett trifft Krimi, Satire meets Reality.
Bonns Kabarett-Tempel leistet sich ab sofort,
neben den unerreichten Streithähnen Pause
& Alich, ein eigenes, junges Haus-Ensemble.
Unter der Regie von Hans Kieseier schlüpfen
Dave Davis, Tanja Haller, Hans Holzbecher
und Massimo Tuveri in sage und schreibe 14
Rollen. Der Text zu „Fahrerflucht“ stammt von
Thomas Lienenlüke.
mit Formen der audiovisuellen Inszenierung
sowie mit literarischen und tänzerischen Konzepten. Hierbei beachtet die Frischzelle im
Besonderen die Rolle der Computertechnologie für die Transformation von Klang und Bild,
die Vernetzung unterschiedlicher Medien und
die Verbindung zwischen menschlichem Körper und Maschine in Form von Interfaces und
Sensorikapparaturen.
SCHAUSPIEL KÖLN
(Karten: 22 12 84 00)
26./27./30.9., 19.30 Uhr
KÖNIG LEAR
Triumphale Saison Nummer 3? Schauspielintendantin Karin Beier setzt an zum nächsten
Meistersprung. Mit einer rein weiblichen Besetzung wirft sie Shakespeares philosophische
Groteske als Eröffnungsstück der neuen Saison auf die Bühne. Barbara Nüsse wird König
Lear sein, der seine drei Töchter um heftige
Liebesbekundungen bittet, damit sie Thron
und Erbe überschrieben bekommen. Zwei halten sich daran, die dritte sagt buchstäblich
„nichts“. Und damit öffnet sich der Schlund
der menschlichen Hölle. Aller Daseins-Zinnober um Geld, Macht und Karriere fegt mit
seiner ganzen vernichtenden Kraft über die
Königsfamilie hinweg. Geschlossene Firmenvorstellungen für Banken und Versicherungen
bitte frühzeitig anfragen.
SENFTÖPFCHEN
(Karten: 258 10 58)
18./19.9., 20.15 Uhr
TAILED COMEDIANS
„Kassenschlager“ trifft es bei diesen sechs
Herren gleich doppelt. In dem Monat, in dem
das Senftöpfchen offiziell sein 50jähriges Bestehen feiert, präsentiert dessen Prinzipalin
Alexandra Kassen eine Gruppe, die auch an
ihren früh verstorbenen Mann Fred erinnert.
Fred Kassen begann seine Karriere als einer
der späteren „Comedian Harmonists“, bevor
er mit seiner Frau eine der bis heute vitalsten
Kleinkunstbühnen Deutschlands eröffnete. Die
Wiesbadener „Tailed Comedians“ doubelten
im Film von Joseph Vilsmaier bereits kongenial
die Stimmen der Schauspieler. Am vorletzten
September-Wochenende bringen sie Köln und
seinem unvergleichlichen Musentopf samt
Musenmutter ein Schlagerständchen mit unerhörten Hits der 20er und 30er Jahre.
KONZERT
BLUE SHELL
(www.blue-shell.de)
5.9., 21 Uhr
JOHNNY LAW &
THE PISTOL PACKIN‘ DADDIES
Die Rockabilly-Kings Johnny Law & the Pistol
Packin‘ Daddies aus Australien geben sich die
Ehre, bevor sie auf dem High Rockabilly in
Spanien auftreten und dann zum Rave nach
Las Vegas düsen. Die weltenbummelnden Australier begeistern mit authentischen Stücken
– die meisten sind von Johnny Law selbst geschrieben und auf deren in Berlin produziertem
Album „I’ll Get It Right!“ zu finden. Mit von
der Partie ist natürlich ein DJ-Team, bestehend
aus Extrator von den Noisy Neighbours und
dem Blue Shell-Stamm-Schallplattenaufleger
Sir Takee. Sie garantieren mit echten Boppern
für Tanzgarantie ohne Unterbrechung.
LITERATUR
BUCHHANDLUNG BITTNER
(Albertusstr.6)
10.9., 20 Uhr
TIM PARKS
Der in Verona lebende und 1954 in Manchester
geborene Autor ist immer wieder für Überraschungen gut. Als Spezialist für GeschlechterDramen geht es in seinem jüngsten Buch um eine
Vater-Sohn-Geschichte, die an seinen Roman
„Stille“ anknüpft. Als John einen Brief von seinem
Vater Albert, einem berühmten Anthropologen,
erhält, hat dieser bereits das Zeitliche gesegnet.
Bei der Trauerfeier zu seiner Beerdigung trifft er
auf Menschen, die ihm nahegestanden haben,
aber eine völlig unterschiedliche Sichtweise auf
ihn hatten. Seine Mutter Helen wiederum ist
zwar ebenso unnahbar wie früher, gibt ihm aber
ebenfalls Rätsel auf, als sie sich mit einem Journalisten einlässt, der die Biografie ihres Mannes
schreiben will. Parks, dessen schriftstellerischer
Output den seiner meisten Kollegen übersteigt,
gehört zu den Autoren, deren Bücher zwar gelesen, aber durch ihre thematische Unberechenbarkeit den Literaturbetrieb verstören. Der Kölner
Schauspieler Josef Tratnik liest die deutschen
Texte mit sonorer Stimme. Die Moderation des
Abends hat Antje Deistler übernommen.
MAYERSCHE BUCHHANDLUNG
(Schildergasse 31-37)
15. 9., 20.15 Uhr
STEFFEN MÖLLER
SPORT- UND OLYMPIAMUSEUM
(Rheinauhafen)
16.9., 21 Uhr
FRISCHZELLE
Das Festival für Intermediale Improvisation
und Komposition macht neben Düsseldorf
das Kölner Museum zu einem seiner Austragungsorte. Als Festival für intermediale Kunst
experimentiert die Frischzelle mit vielfältigen
Interaktionsformen zwischen klassischem Instrument und elektronischer Klangerzeugung,
Die Kölner Theaterkonferenz lädt ein
9 KÖLNER
THEATER
NACHT
2.OKT
2009
20 – 04.h
77
In Polen ist Steffen Möller nicht nur als einer
der wenigen deutschen Gastarbeiter berühmt,
er spielt auch in der beliebtesten Telenovela des
Landes „L wie Liebe“ und in der Comedy-Show
„Europa lässt sich mögen“ die Hauptrolle. Der
1969 geborene und in Wuppertal aufgewachsene Mann legt nach „Viva Polonia“ mit seinem
Buch „Vita Classica“ nun die traumatischen
Bekenntnisse eines „Andershörenden“ vor. Da
erfährt der geneigte Leser, dass der Hamburger
Hauptbahnhof seit Jahren mit Klassischer Musik berieselt wird, weil sich damit die Zahl der
Drogensüchtigen an besagter Stätte auf ein
Minimum reduziert. Streichquartette wirken
auf sie offenbar so abstoßend wie auf Möllers
Schulkameraden seinerzeit, die sich über seine
geheime Leidenschaft für Klassische Musik lustig gemacht haben. Der sympathische Kabarettist wird außerdem erzählen, wie WDR 3 sein
Klassik-Mentor wurde – und welche Segnungen
die Musik von gestern für die Seele eines Heranwachsenden von heute bedeutet.
Hohe Pforte 9 – 11
50676 Köln
Tel. 0221 6060858-2
Infos und
Reservierungen unter
www.sin-koeln.de
Auswahl
RHEINAUHAFEN
(www.rheinlesen-koeln.de)
4.-6.9.
LITERATURFEST
Transparenz der Fläche und die tastende Bewegung
in den Raum hinein. Einerseits abstrakt, andererseits
atmosphärisch dicht und typisch für heutige Phänomene. Und es geht weiter!
GELDGESCHICHTLICHES MUSEUM
bis 1.10., Mo-Fr 9-18.30, Sa 10-14 Uhr
SCHRECKEN DES EISES
UND DER FINSTERNIS
Am Freitagabend startet das erste Literaturfest
im aufgehübschten Kölner Rheinauhafen: Mit
über 40 Ausstellern bietet die Veranstaltung
„R(h)einlesen - LiteraTour durch den Rheinauhafen“ zahlreiche Möglichkeiten, die hiesige
Literaturszene zu entdecken. Buchhändler,
Verlage und literarische Organisationen laden
dazu am Samstag von 12 bis 20 Uhr und am
Sonntag von 12 bis 18 Uhr ein. Autorenlesungen, Signierstunden und Buchpräsentationen sorgen für eine breite Palette an unterhaltsamen Anregungen. Mit dabei sind unter
anderem Bestseller-Autor Frank Schätzing
und Köln-Krimi-Autor Christoph Gottwald.
Am Sonntag geht es in einer Podiumsdiskussion mit Ausbildern aus Verlag und Buchhandel,
Auszubildenden und Berufsschullehrern um
die „Ausbildung mit Zukunft in Buchhandel
und Medien“. Außerdem gibt es ein abwechslungsreiches Programm ausschließlich für
Kinder. Alle Veranstaltungen des Rahmenprogramms sind kostenfrei.
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Vorgestellt werden Künstlerbücher, also Bücher, die von Künstlern entworfen wurden,
dabei selbst Kunstwerke sind – und überhaupt
die Frage aufwerfen, was man mit einem Buch
alles machen kann. Ein überraschender Einblick in eine wenig bekannte Gattung.
MUSEUM LUDWIG
2.9.-10.1.10, Di-So 10-18 Uhr
KUTLUG ATAMAN
TEAPOT
DESIGNTUNNEL
DÜSSELDORF-COLOGNE OPEN GALLERIES
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Konzerte, Partys, Kino, Politik
4.9.-17.10., Di-Fr 14-18, Sa 12-14 Uhr
WARD SHELLEY
Der New Yorker Ward Shelley setzt sich in
seinen “Timeline Drawings“ mit den Biografien
unterschiedlicher Künstler auseinander. Er
vernetzt die verschiedensten Quellen, arbeitet
mit Text und realisiert eine eigene, geradezu
kybernetische Mythologie, die reichlich Sachinformationen enthält.
FILM
FILMFORUM
(www.ladoc.de)
9.9., 19.30 Uhr
LA DOC LECTURES 1:24 H BERLIN
4.-6.9., üwg. ab 18 Uhr
Die Idee ist, zeitgleich, am selben Wochenende in Köln und Düsseldorf neue Ausstellungen
zu eröffnen, ein Shuttleservice verbindet die
unterschiedlichen Orte und fast alle Galerien
machen mit. Vielleicht werden ja Erinnerungen
an die legendären lebhaften, fast volksfestartigen Paralleleröffnungen der achtziger Jahre
im Belgischen Viertel wach.
S
ie
Herzlichen
tadtRevu
GALERIE HEINZ HOLTMANN
4.9.-27.8.10, Di-Sa 11-18 Uhr
PAUL SCHWER
StadtRevue bleibt länger wach
SAMMLUNG MANFRED FÖRSTER
(www.designtunnel.de)
17.-19.9.
wenn wir unterwegs sind
www.stadtrevue.de
ab 18.9., Di-Fr 10-18 Uhr
DEUTZER BRÜCKE
Kalte Betonwände und karges, puristisches
Ambiente treffen bei der Ausstellung zum
10jährigen Jubiläum der Kölner Akademie
für Kommunikationsdesign im Unterbau der
Deutzer Brücke auf die ausgestellten Arbeiten der Studierenden. Gezeigt werden Werke
verschiedener Themenbereiche wie Corporate
Design, Fotografie, LogoEntwicklung, Illustration und Typografie. Zusätzlich zu der Ausstellung finden jeden Tag
Vorträge statt. Am Eröffnungstag wird so der
Typograf und Gestalter Kurt Weidemann zu
den Gästen sprechen. Am Samstag werden ab
22 Uhr mit einer Party im Brückenvorbau die
sicherlich sehenswerten Arbeiten begossen.
Köln lesen. Jeden Monat.
KUNST- UND MUSEUMSBIBLOTHEK
IM MUSEUM LUDWIG
Der Türke Kutlug Ataman ist einer der wichtigen, international erfolgreichen Video- und
Filmemacher dieser Jahre. Thema der Videoinstallation im Museum Ludwig ist Küba, ein
Stadtviertel von Istanbul. Ataman geht dessen
eigenem Charakter anhand von Portraits und
Interviews der Einwohner nach.
KUNST
Dabei sein
Die Ausstellung geht der „Eroberung“ des
Nordpols vor 100 Jahren nach, erzählt von den
großen Abenteuern anhand von Münzen und
auf Dokumenten. Und sie ist zum Vermächtnis
geworden. Thomas Lautz, der Leiter des Geldgeschichtlichen Museums, ist vor wenigen
Wochen verstorben. Mit der Trauer und Betroffenheit bleibt der Trost dieser Ausstellung.
Der Düsseldorfer Künstler hat sich mit Beiträgen zwischen (Leucht-) Objekt und farbbezogener Malerei im
Kunstgeschehen etabliert. Zentrale Aspekte sind die
78
Mit „24 h Berlin“ schuf Volker Heise die längste
TV-Dokumentation in der Geschichte des Fernsehens. Der an die Wurzeln des Kinos erinnernde
Film zeigt einen Tag im Leben der Hauptstadt
Berlin in Echtzeit. Das Filmmaterial wurde im
September 2008 einen Tag lang gleichzeitig von
80 Kamerateams aufgenommen. Kurz nach dem
Ausstrahlungstermin (am 5.9. ab 6 Uhr bei ARTE)
Magenbitter
erzählt Cutterin Annette Muff den LaDOC-Gastgeberinnen Sibylle Stürmer und Gesa Marten
von der langwierigen Arbeit im Schneideraum
und präsentiert noch einmal ausgewählte 90
Minuten. Wie ist es, wenn man versucht, das
Leben eines Tages in all seinen Facetten zu erfassen und zu arrangieren?
choices verlost für diese spannende Nachlese 3x2
Karten. E-Mail bis 6.9. an [email protected],
Kennwort LaDOC
TIPP DES MONATS
FILMFORUM
(Bischofsgartenstr. 1)
20.9., 15 Uhr
PSST PP PIANO
Im September 2009 wird die Kölner Künstlerin
Mary Bauermeister 75 Jahre alt. Grund genug
für den Filmemacher Gregor Zootzky, über die
Rolle nachzudenken, die Mary Bauermeister
für das Erstarken einer künstlerisch-musikalischen Avantgarde unmittelbar nach dem
zweiten Weltkrieg in Köln spielte.
Mary Bauermeister kam nach kurzen Studienaufenthalten in Ulm und Saarbrücken Ende
1959 nach Köln zurück veranstaltete 1960
und 1961 Ausstellungen und Konzerte. Legendär wurde Bauermeisters „Contre Festival“, das
sie parallel zum ‚Weltmusikfest der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik‘ (IGNM),
das 1960 in Köln stattfand, veranstaltete. Im
Zentrum des Films steht ein Abend, der sowohl
in die Musik- als auch in die Kunstgeschichte
als einer der größten „Vatermorde“ eingegangen ist: Der Koreanische Musiker und späterer
Performance- und Videokünstler Nam June
Paik shampooniert seinem großen Vorbild
John Cage die Haare und schneidet ihm die
Krawatte ab.
FILMPALETTE
Das neue Programm des w-film-Verleihs aus
der Reihe „Night of the Shorts“ präsentiert
fünf Kurzfilme rund um das Thema DDR/jüngere deutsche Geschichte vor der Wiedervereinigung. Mit dabei Hannes Treibers Beitrag
„Freies Land“, angesiedelt in Mecklenburg
1983, über den Pfarrer Uwe, der seine Ideale
von Freiheit offen zu äußern und zu verteidigen wagt, natürlich nicht ohne seine Familie
und sich selbst zunehmend zu gefährden. Als
seine Frau die Bedrohung kaum noch aushält,
steht Uwe vor einem Konflikt, der zur Zerreißprobe für die ganze Familie wird. Aus einem
anderen Blickwinkel erzählt „Der Plan des
Herrn Thomaschek“ von Ralf Westhoff die Geschichte des jungen 16jährigen Jürgen, der das
verdächtige Verhalten des örtlichen Briefträgers im thüringischen Grenzort beobachtet.
ZUSAMMENGESTELLT VON
THOMAS HIRSCH UND LINDA HOEMBERG
Infos an [email protected]
IMPRESSUM
Herausgeber: choices Verlag
Joachim Berndt, Büro Köln
Maastrichter Str. 6-8, 50672 Köln
E-Mail: [email protected]
Tel. 0221-27252-60, Fax: -88
Redaktion: Linda Hoemberg (v.i.S.d.P.),
Christian Meyer
Mitarbeit an dieser Ausgabe:
Lars Albat, Frank Brenner, Lutz Debus, Natascha Emonts, Hartmut Ernst, Jörg Fürst,
Rolf-Ruediger Hamacher, Peter Hanemann,
Wolfgang Hippe, Thomas Hirsch, Thomas
Linden, Jules Lux, Thomas Ninnemann,
Anne Nüme, Carla Schmidt, Dietmar Temps,
Olaf Weiden, Hans-Christoph Zimmermann
22.9., 19.30 Uhr
KÖLNER BRÜCKEN IM FILM
Als besondere Gäste des Abends zeigen Filmemacher Wolfram Schmachtenberg und Brückenkünstler Joachim Römer Filme über die
Kölner Brücken, vom Bau bis zur Kunstaktion.
Beide werden durch den Abend führen. Die
Filme: Bau und Wiederaufbau der Mülheimer
Brücke 1929 und 1951, „Unterblicken“, Über
die Kunstaktion von Joachim Römer an der
Kölner Südbrücke 2003, Film über Kunstaktion von Joachim Römer im Bauch der Deutzer
Brücke 2004, „100.000 Gläser“ über die Installation mit Kölschgläsern von Serge Spitzer in
der Zoobrücke (14.5.-12.11.2000), „Tanz auf
der Südbrücke“ (1990 Köln-Südbrücke: „Rhein
... Rhein ... Rhein ... ROT ... zwischen Schöpfung und Erschöpfung ...“ – Aktionszyklus in
fünf Bildern).
AUSBLICK
ODEON/FILMHAUS/VIERTELBAR
(www.kurzfilminfo.com)
14./19.-22./29.10.
AM ENDE KOMMT DIE WENDE
Projektleitung:
Rüdiger Schmidt-Sodingen
Grafik: Michael Hennemann, Asin Koch,
Mathias Mortag, Katharina Olma
Satz:
PS Grafik GmbH
Citadellstr. 14, 40213 Düsseldorf
Tel. 0211-8668212, Fax 0211-8668222
Anzeigenverwaltung:
Berndt Media
Dr.-C.-Otto-Str. 196, 44879 Bochum
E-Mail: [email protected]
Tel. 0234-94191-0, Fax -94191-91
Buchhaltung: Karin Okniewski
Druck: VVA
Verbr. Auflage:
IVW II/2009 42.855
Alle nicht gesondert gekennzeichneten
Bilder sind Pressefotos.
Einem Teil der Auflage ist ein Beikleber der
Kölner Theaterkonferenz beigefügt.
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HILFE FÜR DIE WETTERFEE
DER ERSTE KÖLNER WETTERINDEX
Von Wolfgang Hippe
afp/dkr/dpa/ddp/kkr/kki. Schlechtes Wetter ist für viele Kölner Wetterakteure
ein Schock. Gutes Wetter führt zu einem positiven Image der Region. Vor allem
aber: Man soll Wetter nicht kleinreden. Das sind zentrale Erkenntnisse des Kölner
Wetter Index (KWI), der jetzt erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Der
Wetterindex basiert auf einer Befragung unter rund 340 weltweit führenden
Kölner Wetterexperten, die vom Rheinischen Institut für Soziologie Köln (RISK)
als Pilotprojekt durchgeführt wurde. Die Stimmung der Wetterakteure ist verhalten optimistisch, auch wenn die Mehrheit der Befragten die Bemühungen
der Stadt um eine positive Wetterentwicklung eher skeptisch beurteilt. Der von
der Verwaltung zu Jahresbeginn vorgelegte „Wetterentwicklungsplan“ wird zwar
mehrheitlich positiv aufgenommen, die Mehrheit der Befragten zweifelt allerdings an dessen zügiger Umsetzung. Zugleich werden klare Erwartungen an die
führenden Politiker und die Dezernenten der Stadt formuliert. Die Ergebnisse
der Befragung spiegeln ebenfalls wider, dass die Mehrzahl der Wetterakteure
„Wetter als einen wichtigen Problemkomplex sehen, wenn es um die zukünftige
Entwicklung unserer Stadt geht“. Dieser Aussage stimmten 89,7 Prozent der 341
Befragten zu. Der Kreis der befragten Wetterakteure und -kreativen wurde über
einen Zufallsgenerator ermittelt, den der Kölner Wetterrat (KWR), Outdoor-Veranstalter, die Vereinigung der Wetterfühligen (VdW) und ausgewählte Förderer
aus der Versicherungswirtschaft möglich gemacht haben.
„Die hohe Rücklaufquote von 75 Prozent ist ein Beleg dafür, welchen Stellenwert
der Index schon jetzt für das Kölner Wetter hat“, fasste RISK-Pressesprecher
Günter Hackelmann die Ergebnisse zusammen. Er ging zudem davon aus, „dass
auch weitere Befragungen ein fundiertes Stimmungsbild liefern“. Dr. Rainer Frosinn, Geschäftsführer des RISK: „Ein gutes Zeichen ist, dass viele Fragebögen bis
zur letzten Seite ausgefüllt wurden.“ Bei den Antworten sei auch das „Bemühen
um Professionalität und Objektivität“ deutlich erkennbar. Als Personen, die in
den vergangenen sechs Monaten einen wichtigen Beitrag zum Kölner Wetter
geleistet haben, wurden u.a. genannt: Willy Millowitsch („Viel Sonne im Herzen“), Lukas Podolski („Sonne im Herzen“), der Dalai Lama als „Signal für die
interkulturelle Internationalität der Metropole“ und der Kirchenchor St. Stephan
(„Himmelwärts jauchzet!“). Die schlechte Positionierung von Schauspielintendantin Karin Beier erklärte Frosinn damit, dass Baier „vor allem indoor tätig ist“.
Der Kölner Wetterindex stellt weltweit ein einzigartiges Instrument zur Messung der Stimmungslage unter den Wetterexperten Kölns dar und macht damit
die aktuelle Stimmung in der Wetterkultur transparent. Weitere Befragungen zu
aktuellen Wettertrends sollen in Zukunft halbjährlich unter den weltweit führenden Kölner Fachleuten durchgeführt werden. „Köln verfügt damit als einzige
deutsche Großstadt über ein fundiertes Stimmungsbild seiner Wetterakteure. Die
Ergebnisse sind eindeutig: Politik und Verwaltung sind aufgefordert, vorhandene
Planungen viel konsequenter umzusetzen und eine (noch) aktivere Präsenz für
die Entwicklung des Wetters zu zeigen“, erklärt Konrad B. Denauer, Vorsitzender
des Kölner Wetterrates.
Bei der Vorstellung des ersten Kölner Wetter Index wurden weitere RISK-Pläne
bekannt. Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt wolle man „sofort durchstarten“
und einen „Kölner Kultur Index“(KKI) angehen. Dr. Rainer Frosinn: „Wetter und
Kultur sind nur zwei Saiten einer Medaille, die man zum Klingen bringen muss.
KWI und KKI ergänzen sich als Parameter perfekt und verstellen den Blick auf
den eigenen Horizont.“ Die Ergebnisse will man spätestens Anfang 2010 vorstellen. Frosinn: „Ein angemessener Auftakt für das Event-Jahr.“
UND IHR MAGENBITTER? ALLES UNTER WWW.CHOICES.DE/THEMA
September 2009 | 21. Jhg.
www.choices.de
WILLEM DAFOE
Kino.Kultur.Köln.
CHARLOTTE GAINSBOURG
ANTICHRIST
EIN FILM VON LARS VON TRIER
ab 10.9. im Kino
www.antichristthemovie.com

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