1. Aufklärung/Information zur Becken-Bein

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1. Aufklärung/Information zur Becken-Bein
1. Aufklärungsbogen Angiographie
1. Aufklärung/Information zur Becken-Bein-Angiographie
(AAG)
Lieber Patient!
Nach den bei Ihnen durchgeführten Voruntersuchungen, insbesondere der Doppler- und Duplexsonographie, ergibt sich die Notwendigkeit, die bei Ihnen bestehenden Durchblutungsstörungen
mittels der Angiographie weiter zu untersuchen. Dies ist erforderlich, um das genaue Ausmaß der
Veränderungen an den Gefäßen darzustellen, um eine für Sie optimale Therapie zu planen
(medikamentöse Therapie, Gehtraining, Ballon-Angioplastie, Lyse-Therapie oder z.B. eine
Bypass-Operation). Es handelt sich bei der Angiographie um eine Röntgenuntersuchung, wobei
zum Sichtbarmachen der Gefäße ein Kontrastmittel gegeben wird. Dauer der Untersuchung: ca
30 Minuten
Die Ihnen vorgeschlagene Untersuchung ist in der Regel nicht schmerzhaft und wird in örtlicher
Betäubung durchgeführt. Auf Wunsch kann vorher zusätzlich eine „Beruhigungsspritze“ gegeben
werden.
Untersuchungsablauf:
1. Lagerung auf dem Untersuchungstisch im Angiographieraum
2. Einführen eines dünnen Untersuchungskatheters (Durchmesser des Katheters ca 1,2 bis 1,5
mm) nach Punktion einer Arterie in der Ellenbeuge oder in der Leiste. Dies geschieht nach einer
örtlichen Betäubung. Der Katheter wird unter Röntgenkontrolle in die Hauptschlagader
vorgeführt; dies dauert in der Regel weniger als 1 Minute.
3. Über den Katheter wird dann von uns ein Kontrastmittel gegeben, das uns die Gefäße sichtbar
macht. Sie als Patient verspüren durch das Kontrastmittel ein Wärmegefühl im gesamten Körper,
insbesondere aber in der unteren Körperhälfte. Eventuell kann auch das Gefühl eines
beginnenden Wadenkrampfes auftreten. Dieses Wärmegefühl dauert weniger als 10 Sekunden.
Eventuell bitten wir Sie, kurzzeitig die Luft anzuhalten.
4. Manchmal ist die Gabe eines Medikamentes zur Ruhigstellung des Darmes für die Zeitdauer
der Untersuchung erforderlich - das Medikament verursacht kurzzeitig einen trockenen/bitteren
Geschmack im Mund, evtl. auch ein kurzes Schwindelgefühl. Das Medikament darf nicht bei
erhöhtem Augeninnendruck (Glaucom/Grüner Star) gegeben werden. Bitte informieren Sie uns,
wenn Sie einen Grünen Star haben!
5. Nach Entfernung des Katheters drücken wir die Einstichstelle ab, bis es nicht mehr blutet, und
legen dann einen Druckverband an. Sie müssen dann ca 6 Stunden strenge Bettruhe einhalten,
damit es nicht zur Nachblutung oder zum Entstehen eines Hämatoms (blauen Flecks) im Bereich
der Punktionsstelle kommt. Der Druckverband muß ebenfalls ca 6 Stunden belassen werden.
6. Nach der Untersuchung wird von uns ein schriftlicher Befund für Ihren Hausarzt abgefaßt, der
das Untersuchungsergebnis sowie eventuelle Vorschläge für eine Therapie enthält.
7. Gegen 14.00 Uhr werden Sie mit einem Krankentransport nach Hause gebracht. Eventuell ist
es auch möglich, daß Sie von Angehörigen mit eigenem PKW abgeholt werden.
8. Ihr Hausarzt sollte möglichst abends einen Hausbesuch bei Ihnen abstatten und dabei den
Druckverband entfernen und die Punktionsstelle kontrollieren.
Mögliche Nebenwirkungen / Komplikationen:
1. Allergien gegen Kontrastmittel sind sehr selten. Diese können in den meisten Fällen sofort medikamentös
behandelt werden. Äußerst selten kommt es zu schweren allergischen Reaktionen mit Blutdruckabfall, Atemund Herzstillstand. Dies betrifft aber in der Regel nur Patienten, die auch sonst starke allergische Reaktionen
aufweisen. Bitte informieren Sie uns darüber!
2. Gelegentlich werden Überempfindlichkeitsreaktionen des Kreislaufsystems beobachtet. Hier kann durch eine
medikamentöse Blutdruckanhebung meist schnell geholfen werden.
3. An der Punktionsstelle können Blutergüsse oder Gefäßwandverletzungen auftreten. Eine größere Nachblutung
kann zu einem erheblichen Blutverlust und zur Notwendigkeit einer nachfolgenden Operation mit Entfernung
des Blutergusses und Durchführung einer Gefäßnaht an der Punktionsstelle führen. Auch kann die Durchblutung
des Armes oder des Beines, an dem punktiert wurde, erheblich verschlechtert werden. Beides sind jedoch sehr
seltene Komplikationen, die meist ohne Folgeschäden therapiert werden können.
4. Um die Risiken der Untersuchung möglichst gering zu halten, bitten wir Sie, folgende Fragen zu beantworten:
(Zutreffendes bitte unterstreichen !)
- Wurde bei Ihnen bereits eine derartige oder ähnliche Untersuchung
durchgeführt ?
- Besteht bei Ihnen eine Überempfindlichkeit gegen Medikamente,
Pflaster, Chemikalien, Nahrungsmittel oder Kontrastmittel ?
- Ist bei Ihnen eine Blutgerinnungsstörung bekannt bzw. nehmen Sie
gerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar, Falithrom) ?
- Haben Sie eine
- bekannte Schilddrüsenüberfunktion ?
- schwere Herzerkrankung ?
- Nierenerkrankung ?
- Blutungsquellen im Körper, z.B. ein Magengeschwür ?
- Sind sie zuckerkrank / Diabetiker ?
- Hatten Sie früher eine Blutgerinnselbildung mit evtl. Embolie ?
- Haben Sie bereits Bypässe ?
- Für Frauen: Besteht die Möglichkeit einer Schwangerschaft ?
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
JA / NEIN
4. Wir bitten Sie Ihr Einverständnis zur vorgeschlagenen Untersuchung mit Ihrer Unterschrift zu dokumentieren
(das umfaßt auch die evtl. notwendigen Hilfsmaßnahmen bei seltenen, aber möglichen Komplikationen).
Fragen Sie uns, wenn Sie etwas nicht verstanden haben oder wenn Sie mehr über die Untersuchung, über die hier
erwähnten Komplikationen in Ihrer Häufigkeit sowie über seltene und seltenste Risiken erfahren wollen. Wir
geben gerne Auskunft !
Kommen Sie ohne Angst zur Untersuchung !
Ihre morgendlichen Medikamente können und sollten Sie weiter einnehmen!
Ein kleines Frühstück kann gleichfalls vor dem Eingriff eingenommen werden (Ausnahme: Patienten mit
Allergien!).
Für die Nachbeobachtungszeit nach der Untersuchung bringen Sie sich bitte etwas zu Essen mit und evtl. auch
ein Buch oder eine Zeitung zur Zeitüberbrückung.
Bitte bringen Sie diesen Informationsbogen sowie den angehefteten Aufklärungsvordruck ausgefüllt zur
Untersuchung mit. Zum Untersuchungstag benötigen wir weiterhin aktuelle Blutuntersuchungen (Quick-Wert
und Blutgruppe). Ihr Hausarzt sollte bitte die entsprechenden Laboruntersuchungen rechtzeitig veranlassen !