Geschäftsbericht 2013

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Geschäftsbericht 2013
Ein Unternehmen
der R+V Versicherungsgruppe
Berichte über
das Geschäftsjahr 2013
KRAVAG-Versicherungen
‘
1)
KRAVAG-Gesellschaft
2013
2012
Anzahl der Verträge
KRAVAG-SACH
KRAVAG-LOGISTIC
KRAVAG-ALLGEMEINE
21.986
962.220
1.893.949
21.329
927.701
1.839.971
Beitragseinnahmen brutto in Tsd. Euro
KRAVAG-SACH
KRAVAG-LOGISTIC
KRAVAG-ALLGEMEINE
5.286,8
711.300,0
378.568,4
4.837,4
694.119,9
351.870,6
Versicherungstechnische Rückstellungen
für eigene Rechnung in Tsd. Euro
KRAVAG-SACH
KRAVAG-LOGISTIC
KRAVAG-ALLGEMEINE
13.369,8
776.798,2
300.041,9
12.901,0
757.943,9
278.066,6
Kapitalanlagen 1) in Tsd. Euro
KRAVAG-SACH
KRAVAG-LOGISTIC
KRAVAG-ALLGEMEINE
153.483,1
900.576,8
400.219,3
146.433,8
861.737,1
363.790,1
Erträge aus Kapitalanlagen in Tsd. Euro
KRAVAG-SACH
KRAVAG-LOGISTIC
KRAVAG-ALLGEMEINE
7.069,2
43.322,5
18.529,6
7.021,8
44.099,2
16.929,3
Eigenkapital in Tsd. Euro
KRAVAG-SACH
KRAVAG-LOGISTIC
KRAVAG-ALLGEMEINE
135.598,1
129.987,4
69.514,9
132.051,1
118.093,7
62.900,2
Bilanzsumme in Tsd. Euro
KRAVAG-SACH
KRAVAG-LOGISTIC
KRAVAG-ALLGEMEINE
158.717,9
963.485,2
451.803,7
151.686,6
914.568,6
401.788,7
Inklusive Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 1
Berichte über
das Geschäftsjahr 2013
KRAVAG-LOGISTIC
Versicherungs-Aktiengesellschaft
KRAVAG-ALLGEMEINE
Versicherungs-Aktiengesellschaft
KRAVAG-SACH
Versicherung des
Deutschen Kraftverkehrs VaG
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 2
R+V und KRAVAG eine Einheit
R+V Versicherung AG
R+V
Personen Holding GmbH
R+V
Service Holding GmbH
R+V
Lebensversicherung AG
R+V
Gruppenpensionsfonds AG
R+V
Pensionskasse AG
CHEMIE
Pensionsfonds AG
R+V
Allgemeine Versicherung AG
KRAVAG-LOGISTIC
Versicherungs-AG
R+V
Krankenversicherung AG
Condor
Lebensversicherungs-AG
R+V
Direktversicherung AG
KRAVAG-ALLGEMEINE
Versicherungs-AG
R+V
Pensionsfonds AG
Optima
Pensionskasse AG
Condor Allgemeine
Versicherungs-AG
KUSS GmbH
Aktionäre der KRAVAG-ALLGEMEINE
Aktionäre der KRAVAG-LOGISTIC
Prozent
– R+V KOMPOSIT Holding GmbH, Wiesbaden
– KRAVAG-SACH VVaG, Hamburg
51,0
48,7
unter 1 Prozent:
– SVG Straßenverkehrsgenossenschaft
Schleswig-Holstein eG, Neumünster
– Straßenverkehrs-Genossenschaft (SVG)
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eG, Hannover
– SVG Straßenverkehrs-Genossenschaft
Württemberg eG, Stuttgart
– SVG Straßenverkehrs-Genossenschaft
Westfalen-Lippe eG, Münster
– SVG-Straßenverkehrs-Genossenschaft
Nordrhein eG, Düsseldorf
– SVG Bundes-Zentralgenossenschaft
Straßenverkehr eG, Frankfurt am Main
– Straßenverkehrsgenossenschaft Rheinland eG,
Koblenz
– SVG Straßenverkehrsgenossenschaft Hessen eG,
Frankfurt am Main
– Straßenverkehrsgenossenschaft
Bayern eG, München
– SVG Straßenverkehrsgenossenschaft
Berlin und Brandenburg eG, Berlin
2
R+V
KOMPOSIT Holding GmbH
KRAVAG-SACH
Versicherung des Deutschen
Kraftverkehrs VaG
Prozent
– KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG,
Hamburg
– R+V KOMPOSIT Holding GmbH, Wiesbaden
49,0
51,0
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 3
Inhalt
R+V und KRAVAG eine Einheit
Aktionäre der KRAVAG-Gesellschaften
2
2
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2013
4
KRAVAG, SVGen und Unternehmer –
erfolgreiche Partner im Verkehrsgewerbe
KRAVAG-LOGISTIC
Versicherungs-Aktiengesellschaft
Kennzahlen
Lagebericht
Gewinnverwendungsvorschlag
Jahresabschluss
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Erläuterungen zur Bilanz
Erläuterungen zur
Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrats
Flut, Stürme, Hagel – das Unwetterjahr 2013
R+V hilft in der Not
6
9
11
12
34
36
40
42
46
53
57
61
62
64
Die verheerenden Naturkatastrophen 2013 bleiben
vielen Kunden bis heute unvergessen. Doch sie
hatten Glück im Unglück: R+V und KRAVAG halfen
mit schnellen Zahlungen – und gemeinsam mit
ihren Servicegesellschaften auch ganz praktisch
bei der Schadenbeseitigung an Haus, Hof und Kfz.
KRAVAG-ALLGEMEINE
Versicherungs-Aktiengesellschaft
Kennzahlen
Lagebericht
Jahresabschluss
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Erläuterungen zur Bilanz
Erläuterungen zur
Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrats
89
91
92
114
117
119
122
128
132
135
136
KRAVAG-SACH Versicherung
des Deutschen Kraftverkehrs VaG
Kennzahlen
Lagebericht
Jahresabschluss
Bilanz
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Erläuterungen zur Bilanz
Erläuterungen zur
Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige Angaben
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Bericht des Aufsichtsrats
173
175
181
182
Glossar
184
Anschriften
188
139
141
142
158
161
163
166
Aus rechnerischen Gründen können Rundungsdifferenzen zu den
sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten,
Prozentangaben) auftreten.
3
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 4
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2013
Die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland
hat sich im Laufe des Jahres 2013 vor dem Hintergrund sich dynamisch entwickelnder Ausfuhren
und einer starken Inlandsnachfrage belebt. Dennoch betrug die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts lediglich 0,4 % nach 0,7 % im
Vorjahr.
Entwicklung an den Kapitalmärkten
Das Jahr 2013 war an den Kapitalmärkten geprägt
durch eine konjunkturelle Erholung in den USA und
einen Rückgang der Krisenängste in der Eurozone.
Die amerikanische Zentralbank kündigte an, die
außerordentlich expansive Geldpolitik leicht zurückzuführen. Daraufhin stiegen die Zinsniveaus weltweit an. Demgegenüber senkte die Europäische
Zentralbank (EZB) den Leitzins aufgrund niedriger
Inflation auf historisch niedrige 0,25 %.
Die Zinsen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen
schwankten im Jahresverlauf deutlich und lagen am
Jahresende bei 1,9 % gegenüber 1,3 % im Vorjahr.
Die Zinsaufschläge (Spreads) fielen für viele Pfandbriefe, Banken-, Unternehmens- und Staatsanleihen. Die Aktienmärkte entwickelten sich 2013 positiv. Der für die Eurozone maßgebliche Aktienmarktindex Euro Stoxx 50 (ein Preisindex) veränderte
sich von 2.636 auf 3.109 Punkte, also um 17,9 %.
Der deutsche Aktienmarktindex DAX (ein Performanceindex) stieg um 25,5 % auf 9.552 Punkte.
Lage der Versicherungswirtschaft
Die Beitragseinnahmen der deutschen Versicherungswirtschaft haben sich ausgehend von einem
Beitragsvolumen von insgesamt 181,6 Mrd. Euro
im Jahr 2012 auch 2013 weiter positiv entwickelt.
Davon geht der GDV in einer ersten Einschätzung
aus, auch wenn die detaillierten Zahlen für das
Geschäftsjahr zum Redaktionsschluss noch nicht
vorlagen.
Im Jahr 2012 hatten die Schaden- und Unfallversicherer insgesamt 58,6 Mrd. Euro an Beiträgen eingenommen. Hauptzweige hierbei waren die Kraftfahrtversicherung gefolgt von der Sachversicherung. Die beiden Zweige zusammen vereinigen
fast zwei Drittel des Marktvolumens auf sich. Im
Geschäftsjahr 2013 gab es weitere Wachstumsimpulse insbesondere aus der Kraftfahrtversicherung. Hier konnten im Markt durch Beitragsanpassungen im Neugeschäft und Bestand steigende
Prämieneinnahmen erzielt werden. Die Geschäftsentwicklung der Schaden- und Unfallversicherung
in Deutschland beziehungsweise Europa war 2013
durch große Elementarschadenereignisse geprägt.
Dazu zählten das Hochwasser zur Jahresmitte
sowie außergewöhnlich heftige Unwetter, insbesondere die Hagelstürme im Sommer und Frühherbst.
Dabei schlugen die Überschwemmungen im Juni
des abgelaufenen Jahres mit einem gesamtwirtschaftlichen Schaden von umgerechnet rund
13 Mrd. Euro zu Buche. Nach bisherigen Schätzun-
Rendite Bundesanleihen – 10 Jahre Restlaufzeit
in Prozent
4,0
Entwicklung Aktienindex Euro Stoxx 50
Index
3,5
3500
3,0
3000
2,5
2500
2,0
2000
1,5
1500
1,0
1000
2011
4
4000
2012
2013
2011
2012
2013
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 5
gen hat die Versicherungswirtschaft insgesamt
7 Mrd. Euro für Folgen der Naturgewalten 2013
gezahlt. Für die Versicherer waren dabei die Hagelstürme mit einem Volumen von rund 4 Mrd. Euro
das bedeutsamste Schadenereignis.
In der Lebensversicherung waren im Jahr 2012 Beitragseinnahmen in Höhe von 87,3 Mrd. Euro erzielt
worden, wovon 64,6 Mrd. Euro auf laufende Beiträge und mit 22,7 Mrd. Euro rund 26 % der gesamten
Beiträge auf Einmalbeiträge entfielen. Die Prämienentwicklung im Geschäftsjahr 2013 war wie schon
in den Vorjahren sehr stark vom Einmalbeitragsund Jahresendgeschäft bestimmt. Derzeit ist davon
auszugehen, dass rund sechs Millionen neue
Lebensversicherungsverträge im Jahr 2013 abgeschlossen wurden, was einen leichten Rückgang
gegenüber dem Vorjahr bedeutet.
In der privaten Krankenversicherung lagen die Beitragseinnahmen des Jahres 2012 bei 35,6 Mrd.
Euro, wovon 26,0 Mrd. Euro auf die Krankheitskostenvollversicherung und 2,0 Mrd. Euro auf die
Pflege-Pflichtversicherung entfielen. Im Geschäftsjahr 2013 gab es Wachstumsimpulse insbesondere
durch die Einführung der staatlich geförderten
Pflege-Bahr-Versicherung.
Weltweit betrachtet waren sowohl die gesamtwirtschaftlichen Schadenbelastungen aus Naturkatastrophenereignissen als auch die versicherten Schäden im Vergleich zum Vorjahr rückläufig. Die Schadenereignisse mit den gesamtwirtschaftlich und
versicherungstechnisch größten Schadenbelastungen waren das Hochwasser in Europa im ersten
Halbjahr und, im zweiten Halbjahr, die Unwetterschäden in Deutschland und Frankreich. Andererseits lagen beispielsweise in den USA die versicherten Schäden aus Unwetterereignissen deutlich
unter dem Niveau der Vorjahre.
Ungeachtet der Nachwirkungen des Sturms Sandy
konnten zu Beginn des Jahres 2013 keine wesentlichen Bewegungen im Preisniveau beobachtet werden. Zum Jahresende jedoch konnten – unter anderem getrieben durch die bereits beschriebene Schadensituation in Europa – in einigen Segmenten und
Regionen wieder festere Raten erzielt werden.
Entwicklung der Rückversicherungsmärkte
Die Rückversicherungsunternehmen zeigten sich
2013 erfreulich kapitalstark. Die im Vorjahr erwirtschafteten positiven Ergebnisse und die im internationalen Vergleich moderate Schadenbelastung des
Jahres 2013 stärkten die Kapitalisierung der Unternehmen.
5
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KRAVAG, SVGen und Unternehmer …
Ralf Steller Spedition GmbH, Langquaid,
Geschäftsführer: Ralf Steller
Omnibusbetrieb Bischof Flieger & Arendt GbR,
Nienhagen, Geschäftsführer: Rainer Bischof
Freiburger Straßenbahn, Linie 1,
beschriftet von der Straßenverkehrsgenossenschaft (SVG) Südbaden, Freiburg
6
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… erfolgreiche Partner im Verkehrsgewerbe
Kappi-Tullius Taxi- und Busunternehmen,
Hachenburg, Geschäftsführer: Horst Tullius
DMS Carl Balke GmbH, Holzminden,
Geschäftsführer: Helmut Schneider
Kresse Güterkraftverkehr, Belgern-Schildau,
Inhaber: Wolfgang Kresse
Pawlak Art Design GmbH, Uelzen (Hersteller der
Folien für die KRAVAG-Werbung)
7
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KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 9
KRAVAG-LOGISTIC
Versicherungs-Aktiengesellschaft
Heidenkampsweg 102, 20097 Hamburg, Tel. 040/23606-0
Eingetragen beim Amtsgericht Hamburg HRB 76536
Geschäftsbericht
2013
Vorgelegt zur ordentlichen Hauptversammlung
am 26. Juni 2014
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10
LOGISTIC
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KRAVAG-LOGISTIC
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
Anzahl der Verträge 1)
in Tsd.
962,2
927,7
914,2
849,2
769,9
722,1
690,0
722,0
695,8
Gebuchte Beiträge brutto
in Mio. Euro
711,3
694,1
644,4
575,1
532,8
516,6
495,8
474,3
482,0
in Mio. Euro
900,6
861,7
796,3
765,7
805,9
790,3
771,9
736,0
721,0
Erträge aus Kapitalanlagen
in Mio. Euro
43,3
44,1
37,3
43,8
45,5
38,9
41,3
33,9
36,5
Nettoverzinsung der Kapitalanlagen
in %
4,4
5,1
3,9
4,4
4,1
3,2
4,6
4,4
4,8
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto
in Mio. Euro
599,8
581,4
571,7
550,4
427,2
425,4
405,2
379,0
376,7
Schadenrückstellung brutto
in Mio. Euro
808,6
779,8
735,7
720,9
675,9
688,5
678,7
659,4
655,8
Schwankungsrückstellung
in Mio. Euro
136,0
137,1
122,6
110,9
139,5
125,8
139,5
145,5
150,7
Eigenkapital
in Mio. Euro
130,0
118,1
104,5
119,2
154,9
150,1
140,8
130,2
118,2
Bilanzsumme
in Mio. Euro
963,5
914,6
860,1
838,4
883,0
855,1
854,2
812,8
807,9
Kapitalanlagen
1)
2)
2)
Ohne Transportversicherungen
Inklusive Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Rückversicherungsgeschäft
LOGISTIC
11
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Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
Geschäftstätigkeit
Die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft (KRAVAG-LOGISTIC), Hamburg, ist als Unternehmen des R+V Konzerns, Wiesbaden, als Mitglied der genossenschaftlichen FinanzGruppe und
der KRAVAG-Versicherungsgruppe, Hamburg, der
Spezialversicherer des deutschen gewerblichen
Güterkraftverkehrs. Ihr Versicherungsprogramm
umfasst das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft, wobei sie primär in den Versicherungszweigen Kraftfahrt und Transport vertreten ist.
In geringem Umfang wird auch das übernommene
Versicherungsgeschäft betrieben.
Das Geschäftsgebiet umfasst das In- und Ausland.
Der Jahresabschluss der KRAVAG-LOGISTIC ist nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB)
und der Verordnung über die Rechnungslegung von
Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.
Die Vorstände der Gesellschaften der R+V sind teilweise in Personalunion besetzt. Der R+V Konzern
wird geführt wie ein einheitliches Unternehmen.
Die einheitliche Leitung des R+V Konzerns findet
ihren Niederschlag darüber hinaus in den zwischen
den Gesellschaften abgeschlossenen umfangreichen Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsvereinbarungen.
Aufgrund vertraglicher Regelungen vermittelt unter
anderem der Außendienst der R+V Allgemeine Versicherung AG für die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungsverträge in allen Sparten.
Organisatorische und rechtliche Struktur
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Anteile der KRAVAG-LOGISTIC werden zu 49,0 %
von der KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen
Kraftverkehrs VaG (KRAVAG-SACH), einschließlich
der Anteile der Straßenverkehrsgenossenschaften,
sowie zu 51,0 % von der R+V KOMPOSIT Holding
GmbH gehalten. Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH
wiederum ist eine 100 %ige Tochter der R+V Versicherung AG.
Die R+V Versicherung AG fungiert als Obergesellschaft des R+V Konzerns. Sie erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, in den die KRAVAGLOGISTIC einbezogen wird.
In dem nach § 312 Aktiengesetz (AktG) erstellten
Bericht über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen hat der Vorstand erklärt, dass die
Gesellschaft nach den Umständen, die ihm zu dem
Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht
erwähnten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden,
bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene
Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass
andere berichtspflichtige Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen wurden, nicht benachteiligt
wurde.
Personalbericht
Die R+V Versicherung AG befindet sich über direkt
und indirekt gehaltene Anteile mehrheitlich im
Besitz der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ BANK AG). Weitere Anteile werden von der WGZ BANK AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank sowie anderen genossenschaftlichen Verbänden und Instituten gehalten.
Der Vorstand der R+V Versicherung AG trägt die Verantwortung für das gesamte Versicherungsgeschäft
innerhalb des DZ BANK Konzerns.
12
LOGISTIC
Die KRAVAG-LOGISTIC beschäftigt keine eigenen
Mitarbeiter. Auf der Grundlage der bestehenden
Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträge werden die Aufgaben durch Mitarbeiter der
R+V übernommen.
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Gebuchte Brutto- und Nettobeiträge (saG)
in Mio. Euro
Bruttoaufwendungen für GeschäftsjahresVersicherungsfälle (saG) in Mio. Euro
700
600
600
644
500
400
300
531
574
431
694
517
711
611
500
534
479
400
628
593
597
2011
2012
483
300
395
200
200
100
100
2009
2010
2011
2012
2013
2009
2010
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Gebuchte Nettobeiträge
Verbandszugehörigkeit
Die KRAVAG-LOGISTIC ist unter anderem Mitglied
folgender Vereine/Verbände:
– Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin
– Deutsches Büro Grüne Karte e.V., Berlin
– Verkehrsopferhilfe e.V., Hamburg
KRAVAG-LOGISTIC im Markt
Top-Versicherer für Nutzfahrzeuge
KRAVAG-LOGISTIC ist die Top-Versicherung für Nutzfahrzeuge. Bei der alljährlichen Wahl der besten
Nutzfahrzeuge und besten Marken der Fachzeitschriften lastauto omnibus, trans aktuell und Fernfahrer honorierten Unternehmer und Mitarbeiter
des Verkehrsgewerbes die hohe Qualität der maßgeschneiderten Produkte und Dienstleistungen und
wählten KRAVAG-LOGISTIC in der Kategorie „Beste
Nutzfahrzeugversicherung“ zum vierten Mal in Folge
unangefochten auf Platz 1.
Ein Garant für den Markterfolg ist die seit Jahren
bestehende stabile und zuverlässige Zusammenarbeit mit den Straßenverkehrsgenossenschaften.
Darauf aufbauend bietet die KRAVAG-LOGISTIC in
allen Fragen der gewerblichen Kraftfahrt-Versicherung einen maßgeschneiderten Rundumschutz.
Geschäftsverlauf der KRAVAG-LOGISTIC
im Überblick
Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich
um 17,2 Mio. Euro auf 711,3 Mio. Euro (2012:
694,1 Mio. Euro). Die Selbstbehaltsquote lag mit
75,1 % auf dem Niveau des Vorjahrs.
Der Geschäftsjahresschadenaufwand erhöhte sich
um 5,2 % auf 627,9 Mio. Euro (2012: 597,1 Mio.
Euro). Ursächlich hierfür waren einerseits gestiegene durchschnittliche Schadenhöhen in der Vollkaskoversicherung, andererseits wirkten sich auch die
Unwetter in Deutschland ab der Jahresmitte aus.
In Verbindung mit einem deutlich verbesserten
Abwicklungsergebnis der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellungen ergab sich jedoch ein nur
moderater Anstieg der bilanziellen Brutto-Schadenquote auf 84,4 % (2012: 83,6 %).
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
lagen zum Jahresende bei 115,2 Mio. Euro (2012:
111,3 Mio. Euro). Bezogen auf die verdienten Bruttobeiträge entsprach dies einer Kostenquote von
16,2 % (2012: 16,0 %).
Nach Berücksichtigung des Rückversicherungssaldos von - 4,2 Mio. Euro (2012: - 2,8 Mo. Euro) und
einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung
von 1,1 Mio. Euro (2012: Zuführung 14,5 Mio.
LOGISTIC
13
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 14
Kraftfahrt gesamt (saG)
in Mio. Euro
Zusammensetzung des Versicherungsbestandes
Gemessen an den Bruttobeiträgen setzt sich der
Versicherungsbestand wie folgt zusammen:
500
Versicherungszweige
2013
400
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
300
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
51,3 %
50,4 %
Sonstige Kraftfahrt
24,2 %
23,8 %
200
Transport und Luftfahrt
20,8 %
21,5 %
100
3,7 %
4,3 %
100,0 %
100,0 %
Übrige
491
2012
515
537
524
508
396
474
495
427
393
2009
2010
2011
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
Euro), ergab sich ein versicherungstechnischer Verlust für eigene Rechnung von - 18,0 Mio. Euro
(2012: - 26,4 Mio. Euro).
Geschäftsverlauf im selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
Kraftfahrtversicherung
Das nichtversicherungstechnische Ergebnis betrug
31,6 Mio. Euro (2012: 40,5 Mio. Euro). Das darin
enthaltene Ergebnis aus den Kapitalanlagen zuzüglich technischem Zins belief sich auf 38,7 Mio.
Euro (2012: 42,3 Mio. Euro). Der Saldo aus Sonstigen Erträgen und Sonstigen Aufwendungen betrug
- 7,1 Mio. Euro (2012: - 1,8 Mio. Euro). Die Veränderung ist im Wesentlichen zurückzuführen auf Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der
Anpassung umsatzsteuerlicher Bemessungsgrundlagen.
Nach Berücksichtigung des Steueraufwands in
Höhe von 1,7 Mio. Euro (2012: 0,6 Mio. Euro) verblieb ein Jahresüberschuss von 11,9 Mio. Euro
(2012: 13,6 Mio. Euro).
Erneut positive Beitragsentwicklung
Die Kraftfahrtversicherung repräsentierte mit einem
Anteil von 75,5 % (2012: 74,2 %) an den gebuchten Bruttobeiträgen weiterhin den beitragsstärksten
Versicherungszweig der KRAVAG-LOGISTIC.
Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich mit
4,2 % deutlich auf 536,9 Mio. Euro (2012: 515,2
Mio. Euro).
Die Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden
stiegen um 5,9 % auf 524,0 Mio. Euro an (2012:
494,6 Mio. Euro). Unter Einbezug des Ergebnisses
aus der Abwicklung der aus dem Vorjahr übernommenen Schadenrückstellungen ergab sich eine
bilanzielle Brutto-Schadenquote von 88,0 % (2012:
86,5 %).
Die Brutto-Kostenquote lag bei 13,4 % (2012:
13,1 %).
Nach Zuführung zur Schwankungsrückstellung lag
das versicherungstechnische Ergebnis für eigene
Rechnung bei - 25,9 Mio. Euro (2012: - 27,2 Mio.
Euro).
14
LOGISTIC
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 15
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung verzeichneten die gebuchten Bruttobeiträge einen
Anstieg um 4,3 % auf 364,9 Mio. Euro (2012:
349,9 Mio. Euro) und entwickelten sich damit
erneut positiv. Diesem Wachstum liegt wie im
Vorjahr im Wesentlichen ein Anstieg des Durchschnittsbeitrags je Vertrag zugrunde.
Die Schadenhäufigkeit erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr, wohingegen sich der durchschnittliche
Schadenaufwand verringerte. Im Vergleich zu den
gebuchten Bruttobeiträgen stiegen die Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden nur unterproportional um 2,7 %. Die Brutto-Geschäftsjahresschadenquote lag bei 104,8 % (2012: 106,5 %). Die bilanzielle Brutto-Schadenquote betrug 92,7 % (2012:
94,7 %).
Die Brutto-Kostenquote lag bei 12,5 % (2012:
12,3 %).
Die Sparte schloss mit einem versicherungstechnischen Verlust für eigene Rechnung in Höhe von
- 25,1 Mio. Euro (2012: - 26,2 Mio. Euro).
Sonstige Kraftfahrtversicherung
Aufgrund der guten Anbindung der Kaskosparten
Kraftfahrt-Vollkasko und Kraftfahrt-Teilkasko an die
Sparte Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung entwickelte sich die Sonstige Kraftfahrtversicherung im
Jahr 2013 ebenfalls positiv. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 4,1 % auf 172,0 Mio. Euro
(2012: 165,3 Mio. Euro) an. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich auf 418 Tsd. Stück.
In den Kaskosparten war infolge gestiegener Durchschnittsschäden sowie einer im Vergleich zum
Vorjahr höheren Elementarschadenbelastung ein
Anstieg des Geschäftsjahresschadenaufwands um
15,9 % auf 141,4 Mio. Euro (2012: 122,0 Mio.
Euro) zu verzeichnen. Die Brutto-Geschäftsjahresschadenquote lag bei 82,2 % (2012: 73,8 %).
Transport und Luftfahrt gesamt (saG)
in Mio. Euro
144
100
122
50
80
2009
149
148
128
88
93
92
90
2010
2011
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
Unter Berücksichtigung des Ergebnisses aus der
Abwicklung der aus dem Vorjahr übernommenen
Schadenrückstellungen betrug die bilanzielle Brutto-Schadenquote 78,1 % (2012: 69,3 %).
Die Brutto-Kostenquote lag bei 15,3 % (2012:
14,9 %).
Unter Berücksichtigung einer Zuführung zur
Schwankungsrückstellung von 4,5 Mio. Euro (2012:
13,6 Mio. Euro) sowie des Anteils der Rückversicherer ergab sich ein versicherungstechnisches
Ergebnis für eigene Rechnung in Höhe von - 0,8
Mio. Euro (2012: - 1,1 Mio. Euro).
Transport und Luftfahrt
Deutlich verbessertes versicherungstechnisches
Ergebnis
Im Geschäftsjahr 2013 erzielte die KRAVAG-LOGISTIC im Versicherungszweig Transport gebuchte Bruttobeiträge von 145,9 Mio. Euro (2012: 146,4 Mio.
Euro).
Die Geschäftsjahresschadenaufwendungen entwickelten sich rückläufig und beliefen sich auf
88,4 Mio. Euro (2012: 90,8 Mio. Euro), so dass
sich die Brutto-Geschäftsjahresschadenquote auf
60,6 % verbesserte (2012: 61,5 %). Unter Einbezug des Ergebnisses aus der Abwicklung der aus
LOGISTIC
15
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 16
Sonstige Versicherungssparten
Sonstige Versicherungen (saG)
in Mio. Euro
Dominanz der Reise-Rücktrittskosten-Versicherung
29,7
25
26,1
25,8
20
19,3
15,5
15
10
5
13,2
10,4
13,6
9,4
2009
2010
2011
10,2
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
dem Vorjahr übernommenen Rückstellungen ergab
sich eine signifikant verbesserte bilanzielle BruttoSchadenquote von 66,9 % (2012: 71,5 %).
Die Brutto-Kostenquote lag bei 25,7 % (2012:
24,8 %). Die Brutto-Combined-Ratio verringerte sich
auf 92,7 % nach 96,4 % im Vorjahr.
Die Sparte schloss mit einem versicherungstechnischen Nettoergebnis vor Schwankungsrückstellung
in Höhe von 5,2 Mio. Euro (2012: 4,9 Mio. Euro)
ab. Der Schwankungsrückstellung wurden 8,0 Mio.
Euro entnommen (2012: Zuführung 1,2 Mio. Euro).
Somit ergab sich ein versicherungstechnisches
Ergebnis für eigene Rechnung von 13,2 Mio. Euro
(2012: 3,7 Mio. Euro).
Nach wie vor ist die Luftfahrtversicherung mit
einem Beitragsvolumen von 2,3 Mio. Euro (2012:
2,7 Mio. Euro) von untergeordneter Bedeutung. Die
bilanzielle Brutto-Schadenquote verbesserte sich
im Geschäftsjahr erneut deutlich und lag bei
84,4 % (2012: 107,3 %). Insgesamt schloss diese
Sparte mit einem versicherungstechnischen Ergebnis für eigene Rechnung von - 0,8 Mio. Euro (2012:
- 0,7 Mio. Euro) auf dem Niveau des Vorjahrs ab.
16
LOGISTIC
Die sonstigen Versicherungssparten umfassen die
sonstigen Sachversicherungen und die übrigen Versicherungen. Zu den Sonstigen Sachversicherungen gehören die Sparten Ausstellung, Kühlgüter,
Reisegepäck und Camping.
Die gebuchten Bruttobeiträge der sonstigen Versicherungssparten beliefen sich auf 26,1 Mio. Euro
(2012: 29,7 Mio. Euro). Den größten Anteil hat wie
in den Vorjahren die Reise-Rücktrittskosten-Versicherung mit 22,7 Mio. Euro (2012: 25,8 Mio.
Euro).
Die Schadenaufwendungen lagen mit 27,7 Mio.
Euro (2012: 27,3 Mio. Euro) nur moderat über dem
Vorjahreswert. Nach Berücksichtigung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von
5,2 Mio. Euro (2012: 6,4 Mio. Euro) ergab sich
unter Einbezug des Anteils der Rückversicherer
sowie einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 23,5 Tsd. Euro (2012: 0,3 Mio. Euro)
ein versicherungstechnisches Ergebnis für eigene
Rechnung in Höhe von - 4,6 Mio. Euro (2012:
- 2,2 Mio. Euro).
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
Weiter rückläufiges übernommenes Geschäft
Das in Rückdeckung übernommene Geschäft
betrifft die Versicherungszweige Transport sowie
Luft- und Raumfahrt. Die gebuchten Bruttobeiträge
waren weiterhin rückläufig und betrugen 0,7 Tsd.
Euro (2012: 28,5 Tsd. Euro). Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung war im
Geschäftsjahr geprägt durch den Abwicklungsgewinn der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellungen in der Transportversicherung. Für 2013 wird
ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von
68,5 Tsd. Euro ausgewiesen (2012: 8,3 Tsd. Euro).
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 17
Zusammenfassende Würdigung des
Geschäftsverlaufs
Im Geschäftsjahr 2013 konnte wiederum ein
Anstieg der gebuchten Beiträge erzielt werden.
Die Entwicklung des Geschäftsjahresschadenaufwands war durch die Elementarschadenereignisse
geprägt. Infolge eines deutlich verbesserten Ergebnisses aus der Abwicklung der aus dem Vorjahr
übernommenen Rückstellungen erhöhte sich die
bilanzielle Brutto-Schadenquote jedoch nur moderat.
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
lagen mit einer Brutto-Kostenquote von 16,2 %
weiterhin auf einem guten Niveau (2012: 16,0 %).
Nach einer Entnahme aus Schwankungsrückstellung wurde ein gegenüber dem Vorjahr deutlich
geringerer versicherungstechnischer Verlust für
eigene Rechnung ausgewiesen.
Das nichtversicherungstechnische Ergebnis beinhaltet sowohl ein gegenüber dem Vorjahr rückläufiges Nettoergebnis aus Kapitalanlagen als auch ein
geringeres Sonstiges Ergebnis.
Das Geschäftsjahr schloss mit einem Jahresüberschuss von 11,9 Mio. Euro (2012: 13,6 Mio. Euro).
Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung
stiegen im Berichtsjahr um 15,3 Mio. Euro auf
533,5 Mio. Euro (2012: 518,3 Mio. Euro). Die
Selbstbehaltsquote lag bei 75,1 % nach 74,5 % im
Vorjahr.
Versicherungsleistungen
Die Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden
stiegen auf 627,9 Mio. Euro (2012: 597,1 Mio.
Euro). Nach Berücksichtigung des Ergebnisses aus
der Abwicklung der aus dem Vorjahr übernommenen Schadenrückstellungen lag die bilanzielle Brutto-Schadenquote mit 84,4 % jedoch nur moderat
über dem Vorjahreswert (2012: 83,6 %).
Kosten
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
betrugen 115,2 Mio. Euro (2012: 111,3 Mio.
Euro). Die Brutto-Kostenquote lag mit 16,2 %
(2012: 16,0 %) weiterhin auf einem sehr günstigen
Niveau. Von den gesamten Kosten des Versicherungsbetriebs betrafen 38,1 % (2012: 37,4 %)
Abschlusskosten und 61,9 % (2012: 62,6 %) Verwaltungskosten. Im Verhältnis zu den verdienten
Bruttobeiträgen ergaben sich Abschluss- beziehungsweise Verwaltungskostenquoten von 6,2 %
(2012: 6,0 %) beziehungsweise 10,0 % (2012:
10,0 %).
Versicherungstechnisches Ergebnis
Ertragslage
Beitragseinnahmen
Die gebuchten Bruttobeiträge einschließlich des
übernommenen Geschäfts erhöhten sich im
Berichtsjahr um 2,5 % auf 711,3 Mio. Euro (2012:
694,1 Mio. Euro). Die gebuchten Nettobeiträge
beliefen sich auf 534,1 Mio. Euro (2012: 517,3
Mio. Euro).
Das versicherungstechnische Bruttoergebnis im
Gesamtgeschäft vor Veränderung der Schwankungsrückstellung betrug - 14,9 Mio. Euro (2012:
- 9,1 Mio. Euro). Unter Berücksichtigung des Rückversicherungsergebnisses von - 4,2 Mio. Euro
(2012: - 2,8 Mio. Euro) und einer Entnahme aus
der Schwankungsrückstellung belief sich das Ergebnis für eigene Rechnung auf - 18,0 Mio. Euro
(2012: - 26,4 Mio. Euro).
LOGISTIC
17
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 18
Kapitalanlageergebnis
Gesamtergebnis
Die KRAVAG-LOGISTIC erzielte aus ihren Kapitalanlagen ein ordentliches Ergebnis in Höhe von
37,8 Mio. Euro gegenüber 28,4 Mio. Euro im Vorjahr.
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
betrug 13,6 Mio. Euro (2012: 14,1 Mio. Euro).
Nach Berücksichtigung eines Steueraufwands in
Höhe von 1,7 Mio. Euro (2012: 0,6 Mio. Euro)
ergab sich ein Jahresüberschuss von 11,9 Mio.
Euro (2012: 13,6 Mio. Euro).
Die Lage auf den Rentenmärkten wurde weiterhin
durch die Eurokrise dominiert. So kam es zu fallenden Zinsen und trotz Bonitätsherabstufungen zu
Spreadeinengungen. Unter diesen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren bei den
Kapitalanlagen der KRAVAG-LOGISTIC Abschreibungen in Höhe von 3,5 Mio. Euro erforderlich. Aufgrund von Wertaufholungen früherer Abschreibungen wurden 2,9 Mio. Euro zugeschrieben. Durch
Veräußerungen von Vermögenswerten erzielte die
KRAVAG-LOGISTIC Veräußerungsgewinne in Höhe
von 1,7 Mio. Euro. Aus den Zu- und Abschreibungen sowie den Veräußerungsgewinnen resultierte
ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von
1,1 Mio. Euro (2012: 14,1 Mio. Euro).
Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen als Summe
des ordentlichen sowie des außerordentlichen
Ergebnisses belief sich damit für das Geschäftsjahr
2013 auf 38,9 Mio. Euro gegenüber 42,5 Mio. Euro
im Vorjahr. Die Nettoverzinsung betrug 4,4 %
(2012: 5,1 %).
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die sonstigen Erträge in Höhe von 4,9 Mio. Euro
(2012: 4,1 Mio. Euro) beinhalteten im Wesentlichen Erträge aus erbrachten Dienstleistungen,
denen entsprechende Aufwandsposten gegenüber
stehen.
Finanzlage
Kapitalstruktur
Zum Bilanzstichtag betrug das Eigenkapital
der KRAVAG-LOGISTIC 130,0 Mio. Euro (2012:
118,1 Mio. Euro).
Die Eigenkapitalquote (gemessen an den verdienten Nettobeiträgen) erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr auf 24,4 % (2012: 22,8 %).
Nach einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung in Höhe von 1,1 Mio. Euro (2012: Zuführung 14,5 Mio. Euro) betrug das versicherungstechnische Spezialkapital (Eigenkapital zuzüglich
Schwankungsrückstellung) 49,9 % (2012: 49,2 %)
der verdienten Nettobeiträge.
Das Eigenkapital der KRAVAG-LOGISTIC ist wesentlicher Bestandteil zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen, insbesondere
auch hinsichtlich der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen im Zuge der Einführung von Solvency II.
Vermögenslage
Die sonstigen Aufwendungen von 12,0 Mio. Euro
(2012: 5,9 Mio. Euro) enthielten insbesondere
Dienstleistungsaufwendungen sowie Verbands- und
Mitgliedsbeiträge. Der Anstieg war im Wesentlichen
zurückzuführen auf Einmalaufwendungen im
Zusammenhang mit der Anpassung umsatzsteuerlicher Bemessungsgrundlagen.
18
LOGISTIC
Bestand an Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagen der KRAVAG-LOGISTIC wuchsen
im Geschäftsjahr 2013 um 38,8 Mio. Euro beziehungsweise um 4,5 %. Damit belief sich der Buchwert der Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2013
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 19
Kapitalanlagen
in Mio. Euro
800
700
862
806
766
600
901
796
500
937,6 Mio. Euro). Nach Abzug der auf die Rückversicherer entfallenden Anteile betrugen die versicherungstechnischen Nettorückstellungen 776,8 Mio.
Euro (2012: 757,9 Mio. Euro).
Mit 80,5 % (2012: 79,7 %) repräsentierte die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle den größten Anteil an den versicherungstechnischen Nettorückstellungen.
400
300
200
100
2009
2010
2011
2012
2013
auf 900,6 Mio. Euro. Die KRAVAG-LOGISTIC ist
überwiegend in Zinstitel investiert. Zur Minimierung
des Ausfallrisikos wurde bei allen Zinstiteln auf
eine gute Bonität der Emittenten geachtet. Darüber
hinaus wurden zur Verstetigung der Anlage Vorkäufe
getätigt. Des Weiteren hat die KRAVAG-LOGISTIC
indirekt in Immobilien investiert. Die durchgerechnete Aktienquote zu Marktwerten belief sich zum
31. Dezember 2013 auf 6,9 % gegenüber 5,5 % im
Vorjahr.
Insbesondere aufgrund der Entwicklung an den
Zinsmärkten lag die auf die gesamten Kapitalanlagen bezogene Reservequote zum 31. Dezember
2013 bei 11,9 % (2012: 14,8 %). Die Gesellschaft
wies zum Jahresende bei den gemäß § 341 b HGB
dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen
stille Lasten in Höhe von 1,0 Mio. Euro aus. Davon
waren lediglich Rentenpapiere betroffen.
In der Kapitalanlage werden soziale, ethische und
ökologische Grundsätze dahingehend berücksichtigt, dass die KRAVAG-LOGISTIC wissentlich und
bewusst nicht in Kapitalanlagen investiert, die den
allgemein anerkannten Nachhaltigkeitsprinzipien
widersprechen.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Zum 31. Dezember 2013 beliefen sich die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen der
KRAVAG-LOGISTIC auf 964,5 Mio. Euro (2012:
Der Anteil der versicherungstechnischen Nettorückstellungen an den gebuchten Nettobeiträgen betrug
145,4 % nach 146,5 % im Vorjahr.
Der Schwankungsrückstellung wurden im Berichtsjahr 1,1 Mio. Euro entnommen (2012: Zuführung
14,5 Mio. Euro).
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahrs sind nicht zu verzeichnen.
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagementprozess
Kern des Geschäftsmodells der KRAVAG-LOGISTIC
sind die Übernahme und das Managen von Risiken.
Dementsprechend ist das Risikomanagement der
KRAVAG-LOGISTIC als integraler Bestandteil der
Unternehmenssteuerung in die Unternehmensstrategie eingebettet.
Es umfasst alle systematischen Maßnahmen, um
Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen. Hauptziel der Risikomanagementprozesse
sind die Sicherstellung der Solidität sowie der
Sicherheit für Versicherungsnehmer und Anteilseigner sowie die langfristige Unternehmensfortführung. Darüber hinaus sollen mit Hilfe der Risikomanagementprozesse Risiken und andere negative
LOGISTIC
19
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 20
Entwicklungen, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können,
frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden. Ein über alle Gesellschaften der R+V implementierter Risikomanagementprozess legt Regeln zum Umgang mit Risiken fest und
ist Grundlage für ein zentrales Frühwarnsystem.
Auch Beteiligungen werden in das Risikomanagement der KRAVAG-LOGISTIC einbezogen.
Auf Basis verbindlich festgelegter Kennzahlen und
Schwellenwerte erfolgt vierteljährlich eine aktualisierte Indexbewertung aller bedeutenden Risiken
der R+V in einer Datenbank. Bei Überschreitung
eines definierten Indexwerts werden Maßnahmen
eingeleitet. Zusätzlich wird durch eine gezielte
Abfrage bei Führungskräften und Mitarbeitern
gewährleistet, dass Risiken frühzeitig erkannt werden.
Die Grundsätze des R+V Risikomanagements
basieren auf der verabschiedeten und jährlich zu
aktualisierenden Risikostrategie der R+V. Diese
leitet sich aus der Unternehmensstrategie unter
Berücksichtigung der in der Frühjahrsklausur des
Vorstands verabschiedeten strategischen Vier-Jahres-Planung ab. Im Konzernrisikohandbuch wird die
Steuerung der Risiken mit umfangreichen Darstellungen zu Methoden, Prozessen und Verantwortlichkeiten dokumentiert. Ein Grundprinzip der Risikoorganisation und der Risikomanagementprozesse
ist die Trennung von Risikoüberwachung und Risikoverantwortung. Die Funktionen der für den Aufbau
von Risikopositionen Verantwortlichen sind personell und organisatorisch von der unabhängigen
Risikocontrollingfunktion getrennt.
Die identifizierten Risiken werden in der vierteljährlich stattfindenden Risikokonferenz abschließend
bewertet. Das zentrale Risikoberichtswesen sorgt
für Transparenz in der Berichterstattung. Bei
wesentlichen Veränderungen von Risiken sind Meldungen an das zuständige Vorstandsmitglied sowie
an das für das Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied vorgesehen.
Die identifizierten Risiken werden den folgenden
Risikokategorien zugeordnet: versicherungstechnisches Risiko, Marktrisiko, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Konzentrationsrisiko, operationelles Risiko,
strategisches Risiko und Reputationsrisiko.
Die einmal jährlich stattfindende Risikoinventur hat
zum Ziel, die für die Gesellschaft relevanten Risiken
zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit zu beurteilen. Gegenstand der Risikoinventur
im Einzelnen ist die Überprüfung und Dokumentation sämtlicher bekannter Einzel- und Kumulrisiken
sowie des Risikotragfähigkeits- und des BusinessContinuity-Managementsystems. Dabei werden
auch die verwendeten Indikatoren und Schwellenwerte überprüft. Für alle identifizierten Risiken wird
eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Wesentliche Risiken sind Gegenstand des unterjährigen
Überwachungsprozesses.
20
LOGISTIC
Die risikorelevanten Unternehmensinformationen
werden den zuständigen Aufsichtsgremien im regelmäßigen Turnus zur Verfügung gestellt.
Bereits im Rahmen der Produktentwicklung werden
die Auswirkungen auf das Unternehmensrisikoprofil
analysiert und beurteilt. Auch bei der Planung und
Durchführung von Projekten werden Risikogesichtspunkte berücksichtigt. Größere Projekte und Investitionen werden regelmäßig in der Investitions- oder
Produktkommission sowie im Finanz- und Rückversicherungsausschuss beurteilt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Ergebnisse und Maßnahmen
sowie auf die Budgeteinhaltung gelegt. Erforderliche Kurskorrekturen werden sofort eingeleitet.
Das Compliance-Management-System der R+V
umfasst zentrale und dezentrale Aufgaben. Der
Compliance-Beauftragte trägt die Gesamtverantwortung. Das Compliance-Management-System deckt
die folgenden Themen ab: Kartellverstöße, Insiderverstöße, dolose Handlungen und Diebstähle,
Datenschutzverstöße, Geldwäscheverstöße sowie
Verstöße gegen die Außenwirtschaftsverordnung.
Für alle im Zusammenhang mit dem Allgemeinen
Gleichbehandlungsgesetz (AGG) stehenden Fragen
besteht eine interne Beschwerdestelle. Zudem ist
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 21
die Funktion eines Vertrauensanwalts eingerichtet.
Wichtige Regeln für ein korrektes Verhalten im
Geschäftsverkehr sind in der Compliance-Richtlinie
„Verhaltensgrundsätze im Geschäftsverkehr“
niedergelegt. In der vierteljährlich stattfindenden
Compliance-Konferenz erörtern die jeweiligen Verantwortlichen wesentliche Vorfälle innerhalb der
R+V sowie eingeleitete Maßnahmen, bei besonders
gravierenden Verstößen sind Ad-hoc-Meldungen vorgesehen.
R+V verfügt über ein ganzheitliches Business-Continuity-Managementsystem mit einer zentralen Koordinationsfunktion. Ein Gremium mit den verantwortlichen Krisenmanagern für IT-Technik, für Gebäude
und für Personal unterstützt hierbei in fachlichen
Themenstellungen, dient der Vernetzung der Notfallmanagement-Aktivitäten im R+V Konzern und
berichtet über wesentliche Feststellungen und über
die durchgeführten Notfallübungen an die Risikokonferenz.
Durch das Business-Continuity-Management wird
gewährleistet, dass der Geschäftsbetrieb der
KRAVAG-LOGISTIC in einem Krisenfall aufrechterhalten werden kann. Dafür notwendige Geschäftsprozesse sind identifiziert und im Rahmen einer Notfallplanung mit Ressourcen unterlegt.
Die Einhaltung der Regelungen des Risikomanagementsystems und deren Wirksamkeit werden durch
die Konzern-Revision geprüft. Zur Behebung festgestellter Defizite werden Maßnahmen verabredet und
von der Konzern-Revision regelmäßig nachgehalten.
Internes Kontrollsystem bezogen auf den
Rechnungslegungsprozess
Um eine sach- und termingerechte Informationsbereitstellung für die Adressaten des Abschlusses
und des Lageberichts sicherzustellen, wurde innerhalb des R+V Konzerns unter anderem ein umfangreiches Internes Kontrollsystem (IKS) etabliert. Als
wichtiger Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagementsystems verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS die Zielsetzung, durch Imple-
mentierung von Kontrollen identifizierte Risiken in
Bezug auf den gesamten Rechnungslegungs- und
Finanzberichterstattungsprozess zu minimieren und
die Erstellung eines regelkonformen Abschlusses
zu gewährleisten. Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Wirksamkeit des IKS sicherzustellen, erfolgt eine regelmäßige Überprüfung durch die
Konzern-Revision und den Abschlussprüfer.
Das rechnungslegungsbezogene IKS fokussiert auf
die wesentlichen Abschlussprozesse. Diese werden
dokumentiert, prozessinhärente Risiken identifiziert
und entsprechende risikoadäquate Kontrollverfahren implementiert. Die Bewertung der prozessinhärenten Risiken erfolgt anhand eines Bewertungsrasters und festgelegter Wesentlichkeitsgrenzen. Die
Aktualität der Dokumentation wird einmal jährlich
überprüft und bedarfsweise angepasst.
Das IKS umfasst organisatorische Sicherungsmaßnahmen, die sowohl in die Aufbau- als auch in die
Ablauforganisation integriert sind, wie beispielsweise eine grundsätzliche Funktionstrennung oder
klare Aufgaben- und Verantwortlichkeitszuordnungen. An wichtigen Punkten innerhalb der rechnungslegungsbezogenen Geschäftsprozesse werden
gezielte Kontrollen durchgeführt, um die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern zu minimieren beziehungsweise bereits aufgetretene Fehler zu identifizieren. Dabei handelt es sich um Kontrollen, die in den Arbeitsablauf integriert sind, wie
beispielsweise die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips oder Schnittstellenkontrollen. Die Wirksamkeit
und Effektivität des rechnungslegungsbezogenen
IKS wird regelmäßig überprüft und dokumentiert.
Der Prozess zur Erstellung des Abschlusses und
des Lageberichts liegt in der Verantwortung von
Mitarbeitern der R+V und folgt definierten Terminund Ablaufplänen. Die im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses durchzuführenden Schritte
unterliegen sowohl systemseitigen als auch
manuellen Kontrollen. Für die Ermittlung bestimmter rechnungslegungsbezogener Daten werden
partiell externe Gutachter einbezogen.
LOGISTIC
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KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 22
Der Abschlusserstellungsprozess ist in hohem
Maße von IT-Systemen abhängig und unterliegt
damit potenziellen operationellen Risiken, wie zum
Beispiel Betriebsstörungen, -unterbrechungen und
Datenverlusten. Diesen wird unter anderem durch
umfangreiche Schutzmechanismen wie einer Notfallplanung, Back-up-Lösungen sowie einer Berechtigungsverwaltung und technischen Sicherungen
gegen unbefugten Zugriff begegnet. Die eingesetzten IT-Systeme werden zudem auf Einhaltung der
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie
der gesetzlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten geprüft. Die regelmäßige Prüfung der
Rechnungslegungsprozesse ist sowohl integraler
Bestandteil der internen Revisionsprüfungen als
auch Gegenstand der Jahresabschlussprüfungen
durch den Abschlussprüfer.
Chancenmanagement
Als einer der führenden Spezialversicherer des
gewerblichen Güterverkehrs in Deutschland bietet
die KRAVAG-LOGISTIC ihren Kunden maßgeschneiderte und innovative Versicherungskonzepte. Basis
der nachhaltigen Positionierung der KRAVAG-LOGISTIC im Markt und des kontinuierlichen Ausbaus der
Marktanteile sind die Vertriebswegestrategie sowie
die breit diversifizierte Produktpalette.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Marktpositionierung ist die Zusammenarbeit mit den Straßenverkehrsgenossenschaften und den Verbänden des
Verkehrsgewerbes.
Vor dem Hintergrund der globalen Staatschuldenkrise stellt das gegenwärtige Kapitalmarktumfeld mit
historisch niedrigen Zinsen und hohen Kursschwankungen eine große Herausforderung für die Kapitalanlage dar. R+V ist ein stabiler und langfristig orientierter Investor. Aufgrund des Geschäftsmodells
und der hohen Risikotragfähigkeit kann R+V Chancen insbesondere aus Investments mit einem längeren Zeithorizont weitgehend unabhängig von kurzfristigen Kapitalmarktschwankungen nutzen. Durch
die breite Diversifikation besitzt R+V eine hohe Sta-
22
LOGISTIC
bilität gegen potentielle adverse Kapitalmarktentwicklungen. Die Anlage erfolgt in einem stringenten
Investmentprozess aus strategischen, taktischen
und operativen Allokationen, der von einem zeitgemäßen Risikomanagement begleitet wird. Dieser
Prozess stellt sicher, dass auf Marktentwicklungen,
auf Änderungen im Unternehmen und im Versicherungsgeschäft sowie auf aufsichtsrechtliche Vorgaben in der Kapitalanlage vorausschauend reagiert
werden kann. Die Kapitalanlage ist dabei Teil des
unternehmensweiten Asset-Liability-Managements.
Neue und innovative Versicherungsprodukte sowie
die damit verbundenen Kampagnen eröffnen neue
Geschäftschancen zur Erschließung identifizierter
Wachstumspotentiale. Durch die enge Bindung zu
ihren Kunden sowie der hohen Marktabdeckung hat
die KRAVAG-LOGISTIC die Chance, ihr Versicherungsangebot frühzeitig an sich ändernde Kundenwünsche im Speditionsgeschäft anzupassen. In der
Kraftfahrtversicherung bietet ein sich veränderndes
Mobilitätsverhalten der Kunden zusätzlich Chancen.
Diesen begegnet die KRAVAG-LOGISTIC durch die
Entwicklung neuartiger Produktkonzepte. Zusätzlich
ergeben sich durch die zunehmende digitale Vernetzung der Fahrzeuge weitere Bedarfe, etwa nach situativen Assistance-Leistungen. Im Rahmen der strategischen Positionierung im Flottengeschäft werden
die Kundenanforderungen, insbesondere hinsichtlich individueller Deckungskonzepte und Betreuungsmodelle, laufend überprüft und das eigene Produkt- und Dienstleistungsangebot darauf ausgerichtet. Dadurch bieten sich weiterhin Wachstumschancen in einem sich konsolidierenden Marktumfeld.
Durch stetige Prozessanalysen und die konsequente Umsetzung der daraus abgeleiteten Maßnahmen
wird die Gesellschaft die Produktivität kontinuierlich
weiter steigern. Dadurch verringern sich Komplexität und Kosten, Prozesszeiten werden minimiert.
Hierdurch wird nicht nur die Kundenzufriedenheit,
sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter und
der Vertriebspartner gefördert.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 23
Versicherungstechnisches Risiko
Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das
Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und
Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.
In der Schaden- und Unfallversicherung sind die versicherungstechnischen Risiken bestimmt durch das
Prämien- und Schadenrisiko, das Reserverisiko
sowie das Kostenrisiko.
Das Prämien- und Schadenrisiko umfasst das Risiko, dass zukünftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher
als erwartet ausfallen.
Die Risikosteuerung der KRAVAG-LOGISTIC erfolgt
durch eine gezielte Risikoselektion, eine risikogerechte Tarif- und Produktgestaltung sowie durch
ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien der operativen Einheiten. Zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Risikoprofils ist die KRAVAG-LOGISTIC
stets bestrebt, große Einzelrisiken zu vermeiden.
Durch den Einsatz von Planungs- und Steuerungsinstrumenten wird das Management frühzeitig in die
Lage versetzt, unerwartete oder gefährliche
Bestands- und Schadenentwicklungen zu erkennen
und mit entsprechenden Maßnahmen der veränderten Risikosituation begegnen zu können. Um die
genannten Risiken beherrschbar zu machen, unterliegt die Preisfindung einer genauen Kalkulation
unter Verwendung mathematisch-statistischer
Modelle.
Marktbeobachtungen und eine permanente Kontrolle der ergriffenen Maßnahmen ermöglichen frühzeitige Handlungsoptionen zur Geschäftssteuerung im
Sinne der Risikoneigung.
Das Katastrophenrisiko als Teil des Prämien- und
Schadenrisikos ist von besonderer Bedeutung. Es
umfasst Kumulrisiken, die aus dem Eintritt eines
einzelnen Schadenereignisses verbunden mit einer
Häufung von Schadenfällen resultieren. Die Risiko-
einschätzung von Elementarschadenereignissen
erfolgt durch regelmäßige Analysen des Versicherungsbestands. Im Zusammenhang mit Rückversicherungsentscheidungen erfolgt eine regelmäßige
Überprüfung der Risikotragfähigkeit. Daraus leiten
sich Rückversicherungsstrukturen und Haftungsstrecken ab.
Zur Schadenbegrenzung und Schadenverhütung
stellt R+V ein Netz verschiedener Dienstleistungstöchter zur Verfügung, deren spezialisierte Serviceangebote die Kunden und Vertriebspartner in Vertrags-, Risikopräventions- oder Sanierungsfragen
begleiten. Eine dieser Dienstleistungstöchter ist
beispielsweise die KRAVAG Umweltschutz- und
Sicherheitstechnik GmbH als konzerneigene Sachverständigenorganisation mit Zuständigkeit für technisches Schaden- und Risikomanagement.
Das Reserverisiko betrifft das Risiko, dass die
Schadenreserven, die für bereits eingetretene
Schäden gebildet wurden, nicht ausreichend
bemessen sind. Die Schätzung der Verpflichtungen
ist mit Unsicherheiten behaftet. Die Bestimmung
der Reserven für Schäden und Schadenregulierungskosten erfolgt nach allgemein anerkannten
Grundsätzen versicherungsmathematischer Praxis
auf der Grundlage von Annahmen. Diese basieren
auf unternehmenseigenen Erfahrungen, aktuariellen
Statistiken und Auswertungen übriger zur Verfügung
stehender Informationsquellen.
Für bekannte, aber auch für unbekannte Schäden
sind Schadenrückstellungen in ausreichender Höhe
dotiert. Die Abwicklung dieser Reserven wird ständig verfolgt und Erkenntnisse hieraus fließen wieder
in aktuelle Schätzungen ein.
Die versicherungstechnischen Risiken umfassen
auch Kostenrisiken. Diese ergeben sich bei ungünstigen Veränderungen des Geschäftsverlaufs
dadurch, dass bei sinkenden Erträgen die entsprechenden Aufwendungen nicht im gleichen Maße verringert werden können. Eingeschlossen ist auch
das Risiko, das aus geringeren Einnahmen oder
LOGISTIC
23
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 24
höheren Kosten als im Budget vorgesehen resultiert. Das Budget unterliegt im Rahmen des Controllingprozesses einer laufenden Kontrolle.
Bei der KRAVAG-LOGISTIC wurden zum 31. Dezember 2013 folgende Arten von Sicherungsgeschäften
eingesetzt:
Marktrisiko
– Vorkäufe: Um unterjährige Liquiditätsschwankungen auszugleichen, Marktstörungen zu vermeiden
oder die Anlage zu verstetigen; die Grundgeschäfte sind Fremdkapitalinstrumente.
Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich
direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe
beziehungsweise in der Volatilität der Marktpreise
für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und
Finanzinstrumente ergibt. Das Marktrisiko schließt
auch das Währungskurs-, Zinsänderungs- und
Asset-Liability-Risiko ein.
Die Gesellschaft begegnet Kapitalanlagerisiken
durch Beachtung der generellen Leitlinie einer möglichst großen Sicherheit und Rentabilität bei Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität. Durch Wahrung
einer angemessenen Mischung und Streuung der
Kapitalanlagen trägt die Anlagepolitik der R+V dem
Ziel der Risikoverminderung in besonderem Maße
Rechnung.
Die Einhaltung der Anlageverordnung sowie der
aufsichtsrechtlichen Anlagegrundsätze und Regelungen wird bei R+V durch ein qualifiziertes Anlagemanagement, geeignete interne Kapitalanlagerichtlinien und Kontrollverfahren, eine perspektivische
Anlagepolitik sowie sonstige organisatorische Maßnahmen sichergestellt. R+V nimmt fortlaufend
Erweiterungen und Verfeinerungen des Instrumentariums zur Risikoeinschätzung und -beurteilung bei
der Neuanlage und der Beobachtung des Anlagebestands vor, um den Veränderungen an den Kapitalmärkten zu begegnen und Risiken frühzeitig zu
erkennen, zu begrenzen oder zu vermeiden.
Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten,
strukturierten Produkten oder Asset- Backed-Securities sind in innerbetrieblichen Richtlinien explizit
geregelt. Darin enthalten sind insbesondere Volumen- und Kontrahentenlimite. Durch ein umfangreiches und zeitnahes Berichtswesen werden die verschiedenen Risiken regelmäßig überwacht und
transparent dargestellt.
24
LOGISTIC
Zur Sicherstellung der beabsichtigten Effektivität
der ökonomischen Risikoabsicherungen werden
folgende Maßnahmen durchgeführt:
– tägliche Limitüberwachung und tägliches Optionsreporting,
– kontinuierliche Überwachung der eingegangenen
Absicherungspositionen, regelmäßige Darstellung
der Auswirkungen auf die Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung im Rahmen des internen Reportings und Durchführung erforderlicher Anpassungen,
– Durchführung von Sensitivitätsanalysen.
Auf organisatorischer Ebene begegnet R+V Anlagerisiken durch eine strikte funktionale Trennung von
Anlage, Abwicklung und Controlling.
Zur Messung der aus den Kapitalanlagen resultierenden Marktpreisrisiken werden Sensitivitätsanalysen unter folgenden Prämissen vorgenommen: Für
Aktien werden die Auswirkungen der Veränderung
der Börsenkurse von 10 % und 20 % ermittelt.
Für festverzinsliche Wertpapiere und Ausleihungen
werden die Auswirkungen einer Verschiebung der
Zinskurve um 100 Basispunkte nach oben und
nach unten auf den Zeitwert dieser Wertpapiere
und Ausleihungen ermittelt.
Für die Bestimmung von Wechselkursrisiken wird
eine Auf- und Abwertung des Euro um eine jährliche
Standardabweichung angenommen.
Ergänzend zu den Sensitivitätsanalysen wird für
den Bestand der festverzinslichen Wertpapiere und
Ausleihungen regelmäßig eine Durationsanalyse
durchgeführt.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 25
Fremdwährungspositionen werden im Wesentlichen
zur Diversifizierung und Partizipation an renditestarken weltweiten Anlagen im Rahmen eines aktiven
Portfoliomanagements gehalten. Die daraus resultierenden Wechselkursrisiken unterliegen durch die
Anwendung entsprechender Risikomodelle der ständigen Beobachtung und werden durch ein Währungsoverlay-Management aktiv gesteuert. Dabei
verfolgt das Währungsmanagement der R+V in
erster Linie das Ziel einer Absicherung gegen Währungskursverluste.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich
aufgrund eines Ausfalls oder aufgrund einer Veränderung der Bonität oder der Bewertung von Bonität
(Credit-Spread) von Wertpapieremittenten und anderen Schuldnern ergibt, gegenüber denen das Unternehmen Forderungen hat.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten
bis sehr guten Bonität vorgenommen. Die Einstufung der Bonität erfolgt in erster Linie mit Hilfe von
Ratingagenturen und wird nach internen Richtlinien
kontinuierlich überprüft.
Das maximale Kreditrisiko des Portfolios wird quartalsweise ermittelt und der festgelegten Verlustobergrenze für das Kreditrisiko gegenübergestellt.
Kontrahentenrisiken werden ferner durch ein Limitsystem begrenzt. Mehr als 83 % (2012: 82 %) der
Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren weisen
ein Standard & Poor’s Rating gleich oder besser als
„A“, mehr als 65 % (2012: 64 %) gleich oder besser als „AA“ auf.
Die Kapitalanlagen der KRAVAG-LOGISTIC wiesen im
abgelaufenen Geschäftsjahr Zinsausfälle in Höhe
von 0,1 Mio. Euro aus. Kapitalausfälle waren keine
zu verzeichnen.
Die KRAVAG-LOGISTIC hielt zum 31. Dezember
2013 Staatsanleihen peripherer Euroländer in folgender Höhe:
Marktwerte in Mio. Euro
Italien
Spanien
Gesamt
2013
2,2
10,5
12,7
2012
1,0
7,2
8,2
Bei den in der Tabelle genannten Staaten geht die
KRAVAG-LOGISTIC nach derzeitigem Stand davon
aus, dass die von den genannten Staaten, der
Europäischen Union (EU), dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EZB ergriffenen Maßnahmen eine Refinanzierung gewährleisten. Es wurden
keine Abschreibungen auf Staatsanleihen vorgenommen.
Die Summe aller Anlagen bei Banken belief sich bei
der KRAVAG-LOGISTIC zum 31. Dezember 2013 auf
323,9 Mio. Euro. Mit 65,1 % handelte es sich bei
diesen Anlagen überwiegend um Titel, für die eine
besondere Deckungsmasse zur Besicherung existiert. Mit 74,4 % waren diese Anlagen zudem hauptsächlich bei deutschen Banken investiert. Die verbleibenden 25,6 % entfielen überwiegend auf Institute des EWR.
Die Kreditrisiken beinhalten auch die Risiken aus
dem Ausfall von Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer und an Versicherungsvermittler. Diesen wird durch ein effektives Forderungsausfallmanagement begegnet. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, die nach den
Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ausreichend bemessen sind. Das Ausfallrisiko für die
Abrechnungsforderungen wird durch die ständige
Überwachung der Standard & Poor’s Ratings und
die sonstigen am Markt verfügbaren Informationsquellen begrenzt.
LOGISTIC
25
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 26
Liquiditätsrisiko
Konzentrationsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass
ein Unternehmen nicht oder nur zu erhöhten Kosten
in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen
bei Fälligkeit nachzukommen.
Das Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko,
das sich dadurch ergibt, dass das Unternehmen
einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingeht, die ein bedeutendes Schaden- oder Ausfallpotential haben.
Die Liquidität der Gesellschaften der R+V wird zentral gesteuert. Im Rahmen der Mehrjahresplanung
wird eine integrierte Simulation zur Bestands- und
Erfolgsentwicklung im Kapitalanlagebereich sowie
zur Entwicklung der Cashflows durchgeführt. Basis
der Steuerung ist der prognostizierte Verlauf aller
wesentlichen Zahlungsströme aus dem versicherungstechnischen Geschäft, den Kapitalanlagen
und der allgemeinen Verwaltung. Bei der Neuanlage
wird die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätserfordernisse kontinuierlich geprüft.
Im Rahmen einer monatlich aktualisierten Liquiditätsberichterstattung für das laufende Jahr wird die
erwartete Entwicklung des Cashflows für die KRAVAG-LOGISTIC detailliert dargestellt. Darüber hinaus
wird im Cash Management ergänzend eine taggenaue Planung der Zahlungsströme vorgenommen.
Durch Sensitivitätsanalysen wesentlicher versicherungstechnischer Parameter wird die Sicherstellung
einer ausreichenden Liquidität unter krisenhaften
Marktbedingungen regelmäßig überprüft. Die Ergebnisse zeigen die Fähigkeit der KRAVAG-LOGISTIC,
die eingegangenen Verpflichtungen jederzeit zu
erfüllen.
Aufgrund der für den gesamten Planungszeitraum
prognostizierten jährlichen Liquiditätsüberschüsse
und der hohen Fungibilität der Wertpapierbestände
ist die jederzeitige Erfüllbarkeit der Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherungsnehmern gewährleistet.
26
LOGISTIC
Durch die Präsenz in unterschiedlichen Geschäftsfeldern sowie durch eine breit diversifizierte Produktpalette verfügt die KRAVAG-LOGISTIC über ein
vielfältiges, weit gestreutes Kundenspektrum. Im
Rahmen von Bestandsanalysen wird dieser Sachverhalt regelmäßig untersucht. Der Fokus liegt
unter anderem auf der Identifikation hoher Exponierungen in einzelnen Bundesländern oder Berufsgruppen der Versicherungsnehmer. Ferner erfolgt
eine Ermittlung der größten Kundenverbindungen.
Exponierte Einzelrisiken sind ebenso wie der
Kumulfall im Elementarrisiko rückversichert.
Von vertrieblicher Bedeutung im Zusammenhang
mit den Konzentrationsrisiken sind vorhandene
größere Versicherungsbestände von einzelnen
Agenturen beziehungsweise Vertriebspartnern oder
starke Abhängigkeiten in den Vertriebswegen.
Daher werden regelmäßig Auswertungen und Analysen der Bestände hinsichtlich möglicher Konzentrationen durchgeführt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt
sind in den Versicherungsbeständen mit Blick auf
Kunden oder Vertriebspartner keine Konzentrationsrisiken festzustellen.
Das Anlageverhalten der R+V ist darauf ausgerichtet, Risikokonzentrationen im Portfolio zu vermeiden. Eine Minimierung der Risiken durch weitgehende Diversifikation der Anlagen wird gewährleistet,
indem die durch die Anlageverordnung und weitere
aufsichtsrechtliche Bestimmungen vorgegebenen
quantitativen Grenzen gemäß des Grundsatzes der
angemessenen Mischung und Streuung eingehalten werden. Eine Analyse der Emittentenstruktur
des Bestands ergab kein signifikantes Konzentrationsrisiko. Darüber hinaus bestehen im Rahmen
der Anlagen bei Banken keine Konzentrationsrisiken bei einzelnen Kreditinstituten.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 27
Untersuchungen der größten Engagements und
Adressen lieferten keine Anhaltspunkte für übergreifende Risikokonzentrationen.
Im IT-Bereich gewährleisten umfassende physische
und logische Schutzvorkehrungen die Sicherheit
von Daten und Anwendungen sowie die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs. Eine besondere
Gefahr wäre der teilweise oder totale Ausfall von
Datenverarbeitungssystemen. R+V hat durch zwei
getrennte Rechenzentrumsstandorte mit Datenund Systemspiegelung, besonderer Zutrittssicherung, sensiblen Brandschutzvorkehrungen und
abgesicherter Stromversorgung über Notstromaggregate Vorsorge getroffen. Ein definiertes
Wiederanlaufverfahren für den Katastrophenfall
wird durch turnusmäßige Übungen auf seine Wirksamkeit überprüft. Datensicherungen erfolgen in
unterschiedlichen Gebäuden mit hochabgesicherten Räumen. Darüber hinaus werden die Daten auf
einen Bandroboter in einen ausgelagerten und entfernten Standort gespiegelt. Somit sind die Daten
auch nach einem Totalverlust aller Rechenzentrumsstandorte in Wiesbaden vorhanden.
Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von
Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse oder aus mitarbeiterbedingten, systembedingten oder auch externen Vorfällen.
Das operationelle Risiko umfasst auch Rechtsrisiken, jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken.
Das wesentliche Instrument der R+V zur Begrenzung der operationellen Risiken stellt das IKS dar.
Durch Regelungen und Kontrollen in den Fachbereichen und durch die Überprüfung der Anwendung
und Wirksamkeit des IKS durch die Konzern-Revision wird dem Risiko von Fehlentwicklungen und
dolosen Handlungen vorgebeugt. Auszahlungen
werden weitestgehend maschinell unterstützt.
Im Benutzerprofil hinterlegte Vollmachten und
Berechtigungsregelungen sowie maschinelle Vorlagen zur Freigabe aufgrund des hinterlegten Zufallsgenerators geben zusätzliche Sicherheit. Manuelle
Auszahlungen werden grundsätzlich nach dem VierAugen-Prinzip freigegeben.
Den operationellen Risiken im Vertrieb begegnet
R+V mit Weiterbildungsmaßnahmen für den Außendienst gemäß den Rahmenbedingungen des GDV.
Die Qualitätssicherung im IT-Bereich erfolgt durch
etablierte Prozesse unter Verwendung von Best
Practices. In einer täglich stattfindenden Konferenz
werden die aktuellen Themen behandelt und der
Bearbeitung zugeordnet. In monatlich stattfindenden Konferenzen werden unter Beteiligung der ITBereichsleiter in Bezug auf die Einhaltung von Service Level Agreements (zum Beispiel Systemverfügbarkeiten und -antwortzeiten) geeignete Maßnahmen ergriffen.
Durch eine nachhaltige Personalentwicklung und
den Ausbau des Talentmanagements stellt R+V
sicher, dass die Mitarbeiter stetig gefördert und
qualifiziert werden, um zukünftigen Personalbedarf
auch aus dem eigenen Haus decken zu können. Zu
den dabei eingesetzten Instrumenten zählen unter
anderem ein Potentialeinschätzungsverfahren, die
systematische Nachfolgeplanung und Qualifizierungsprogramme. Im Interesse einer dauerhaften
Personalbindung werden regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchgeführt.
Die Zulässigkeit von Zuschlägen für unterjährige
Prämienzahlungen in Verbraucherverträgen ohne
Effektivzinsangabe ist rechtlich umstritten. Vorsorglich wurden spartenübergreifend eine Umstellung
der Tarife beziehungsweise der Tarifkalkulation und
eine Anpassung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen vorgenommen.
LOGISTIC
27
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 28
Strategisches Risiko
Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich
aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt.
Zu dem strategischen Risiko zählt auch das Risiko,
das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld
(inklusive Gesetzesänderungen und Rechtsprechung) angepasst werden.
Veränderungen in den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Veränderungen in Markt und Wettbewerb unterliegen einer
ständigen Beobachtung, um rechtzeitig und angemessen auf Chancen und Risiken reagieren zu
können. R+V analysiert und prognostiziert laufend
nationale und globale Sachverhalte mit Einfluss
auf geschäftsrelevante Parameter. Die daraus
gewonnenen Erkenntnisse werden beispielsweise
hinsichtlich der Bedürfnisse der Kunden ausgewertet und finden Eingang in die Entwicklung neuer
Versicherungsprodukte bei R+V.
Die Steuerung des strategischen Risikos basiert
auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für
die Unternehmensbereiche der R+V. Im Rahmen
des jährlichen strategischen Planungsprozesses
wird die strategische Planung für die kommenden
vier Jahre unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit vorgenommen. Dem strategischen Risiko
begegnet R+V durch die strategische Planung und
die Aufnahme weiterer wesentlicher strategischer
Themen in die jeweils im Frühjahr stattfindende Vorstandsklausur. Dazu wendet R+V die gängigen
Instrumente des strategischen Controllings an,
sowohl externe strategische Markt- und Konkurrenzanalysen als auch interne Unternehmensanalysen,
wie etwa Portfolio- oder SWOT-Analysen. Die Ergebnisse des strategischen Planungsprozesses in
Form von verabschiedeten Zielgrößen werden im
Rahmen der operativen Planung für die kommenden
drei Jahre unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit operationalisiert und zusammen mit den
28
LOGISTIC
Verlustobergrenzen jeweils im Herbst vom Vorstand
verabschiedet. Die Implementierung der dort gefällten Entscheidungen wird regelmäßig im Rahmen
des Plan-Ist-Vergleichs quartalsweise nachgehalten.
Somit ist die Verzahnung zwischen dem strategischen Entscheidungsprozess und dem Risikomanagement organisatorisch geregelt. Änderungen in
der Geschäftsstrategie mit Auswirkungen auf das
Risikoprofil der Gesellschaft finden ihren Niederschlag in der Risikostrategie.
Strategische Risiken aus Sicht der IT bestehen insbesondere bei der Abwicklung von (Groß-)Projekten
zur Einführung neuer Versicherungsprodukte oder
zur Erfüllung neuer oder geänderter gesetzlicher
und regulatorischer Anforderungen. Auch weitreichende Plattformentscheidungen werden im Rahmen von Strategischen Risiken behandelt.
Reputationsrisiko
Das Reputationsrisiko ist das Risiko eines direkten
oder zukünftigen Verlusts von Geschäftsvolumen,
das sich aus einer möglichen Beschädigung des
Rufs des Unternehmens oder der gesamten Branche infolge einer negativen Wahrnehmung in der
Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) ergibt.
Das positive Image der R+V in der genossenschaftlichen FinanzGruppe und in der Öffentlichkeit ist ein
wesentliches Ziel des Unternehmens.
Um einen Imageschaden für R+V gar nicht erst entstehen zu lassen, wird bei der Produktentwicklung
und allen anderen Bestandteilen der Wertschöpfungskette auf einen hohen Qualitätsstandard
geachtet. Darüber hinaus wird die Unternehmenskommunikation der R+V zentral über das Ressort
Vorstandsvorsitz koordiniert, um einer falschen
Darstellung von Sachverhalten wirkungsvoll und
geschlossen entgegen treten zu können. Die
Berichterstattung in den Medien über die Versicherungswirtschaft im Allgemeinen und R+V im Besonderen wird über alle Ressorts hinweg beobachtet
und laufend analysiert.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 29
Ratingergebnisse und Marktvergleiche der für die
Kundenzufriedenheit maßgeblichen Parameter Service, Produktqualität und Beratungskompetenz werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses berücksichtigt.
Aus IT-Sicht werden insbesondere Ereignisse
betrachtet, die zu einer negativen Wahrnehmung in
der Öffentlichkeit führen könnten. Beispielhaft zu
nennen sind die Verletzung der Vertraulichkeit der
Daten, mangelnde Verfügbarkeit der vom End- oder
Geschäftskunden erreichbaren IT-Systeme (Portale)
oder durch mangelnde Betriebssicherheit hervorgerufene Schadenereignisse in der IT-Technik. Die ITSicherheitsstrategie wird daher kontinuierlich überprüft und an die aktuelle Bedrohungslage angepasst. Ebenso wird die Gültigkeit der IT-Sicherheitsprinzipien regelmäßig geprüft.
Risikotragfähigkeit
Die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Risikotragfähigkeit (Solvabilitätsquote) der KRAVAG-LOGISTIC
erfolgt unter Beachtung der aktuell geltenden, branchenbezogenen Gesetzgebung und beschreibt den
Grad der Überdeckung der aufsichtsrechtlich geforderten Mindest-Solvabilitätsspanne durch verfügbare Eigenmittel.
Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der KRAVAG-LOGISTIC übersteigt per 31. Dezember 2013
die geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne. Genehmigungspflichtige Eigenmittel werden bei der
Berechnung der Solvabilitätsquote nicht berücksichtigt.
Auf Basis der im Rahmen der internen Planung
angewendeten Kapitalmarktszenarien zeigt sich,
dass die Solvabilitätsquote der KRAVAG-LOGISTIC
auch zum 31. Dezember 2014 oberhalb der gesetzlichen Mindestanforderung liegen wird.
Die Messung der ökonomischen Risikotragfähigkeit
der KRAVAG-LOGISTIC erfolgt mittels eines internen
Risikokapitalmodells, welches sich an den ökonomi-
schen Anforderungen von Solvency II orientiert.
Neben der quartalsweisen Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und der als Risikodeckungsmasse
zur Verfügung stehenden Eigenmittel setzt R+V
dieses Modell für Ad-hoc-Berichterstattungen und
Planungsrechnungen ein.
Die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit
zeigt, dass die Risikodeckungsmasse der KRAVAGLOGISTIC das benötigte Risikokapital jederzeit übersteigt.
Solvency II
Die EU-Kommission arbeitet seit einigen Jahren
intensiv an einem neuen Aufsichtsmodell für Versicherungen mit dem Arbeitstitel Solvency II.
Die Solvency II-Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats wurde am
25. November 2009 verabschiedet. Am 13. November 2013 wurde im Trilog zwischen Vertretern des
Rats, des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission eine Einigung zu Omnibus II
erreicht, welche im Rahmen eines weiteren Quick
Fixes den Startpunkt für die Preparatory Guidelines
zum 1. Januar 2014 und die Einführung von Solvency II zum 1. Januar 2016 vorsieht.
R+V hat sich durch interne Projekte und Arbeitskreise sowie durch die Mitarbeit in Arbeitsgruppen des
GDV und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf die künftigen Herausforderungen eingestellt und schafft somit die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der mit Solvency II einhergehenden Anforderungen. Hierzu gehört
auch die aktive Teilnahme an den im Rahmen des
europäischen Solvency II-Projekts stattfindenden
Studien zu Solvency II (Quantitative Impact Study,
Long-Term Guarantees Assessment). Zudem werden konzernweit regelmäßig Berechnungen auf
Basis des aktuellen Entwicklungsstands durchgeführt, um eine angemessene Vorbereitung auf das
neue Aufsichtsregime Solvency II sicherzustellen.
LOGISTIC
29
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 05.05.14 13:39 Seite 30
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Prognosebericht
Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der
KRAVAG-LOGISTIC überschreitet per 31. Dezember
2013 die geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne.
Auch die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dass die Risikodeckungsmasse der
KRAVAG-LOGISTIC das benötigte Risikokapital übersteigt.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Ein großer Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung der KRAVAG-LOGISTIC ist weiterhin die Staatsschuldenkrise in der Eurozone. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Krisenjahre kann eine erneute
Verschärfung der Krise nicht ausgeschlossen werden. Die damit verbundenen Auswirkungen auf die
Kapitalmärkte, die Realwirtschaft und das Nachfrageverhalten der Bürger sind nur schwer einschätzbar. Allerdings hat sich die Krisengefahr durch eine
leichte volkswirtschaftliche und finanzpolitische Verbesserung, flankiert durch eine aktivere Zentralbank, vermindert.
Die KRAVAG-LOGISTIC geht nach derzeitigem Stand
davon aus, dass die von den betroffenen Ländern
sowie der EU, dem IWF und der EZB ergriffenen
Maßnahmen eine Refinanzierung der Staaten und
Banken gewährleistet.
Darüber hinaus sind aus heutiger Sicht keine Entwicklungen erkennbar, die die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der KRAVAG-LOGISTIC nachhaltig
beeinträchtigen.
30
LOGISTIC
Für 2014 erwarten die Experten eine Aufhellung der
wirtschaftlichen Lage. So prognostiziert der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten vom
November 2013 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 1,6 %. Die Versicherungsbranche erwartet laut einer Befragung des
Münchner ifo Instituts aus demselben Monat mit
großer Mehrheit konstante oder steigende Beiträge
gegenüber dem Vorjahr.
Entwicklung an den Kapitalmärkten
Die Entwicklung an den Kapitalmärkten wird 2014
durch eine konjunkturelle Erholung mit verhaltener
Inflation geprägt sein. Die hohen Staatsschulden
werden weiterhin abgebaut werden müssen und die
Zentralbanken werden diesen Prozess begleiten.
Dies trifft in besonderem Maße für die Eurozone zu.
Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre kann
aber auch ein Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Zum Jahresende 2014 werden
Zinsen und Aktienkurse auf höheren Niveaus erwartet.
Die KRAVAG-LOGISTIC richtet ihre Kapitalanlagestrategie auf Sicherheit, Liquidität und Rendite aus. Der
hohe Anteil festverzinslicher und bonitätsstarker
Wertpapiere im Kapitalanlagebestand sorgt dafür,
dass die versicherungstechnischen Verpflichtungen
jederzeit erfüllt werden können. Die Duration soll
weder deutlich verlängert noch verkürzt werden. Die
Chancen an den Kreditmärkten sollen unter der Voraussetzung weiterhin hoher Qualität der Titel, breiter Streuung sowie starker Risikokontrolle genutzt
werden. Das Aktienengagement soll abhängig von
der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft leicht
erhöht werden. Es ist geplant, das Immobilien- und
Infrastrukturengagement bei Vorhandensein attraktiver Investments weiter schrittweise zu erhöhen.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 31
Diese auf Sicherheit bedachte langfristige Anlagestrategie verbunden mit einem modernen Risikomanagement ist auch 2014 bestimmend.
Ausblick für die KRAVAG-LOGISTIC
Die KRAVAG-LOGISTIC plant ein im Vergleich zum
Vorjahr moderates Beitragswachstum. Unter der
Voraussetzung, dass die Großschadenentwicklung
im Rahmen des Erwartungswerts verläuft, soll in
2014 eine bilanzielle Brutto-Schadenquote unter
der des Geschäftsjahrs erreicht werden.
Insgesamt wird ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erwartet.
Dank
Die KRAVAG-LOGISTIC konnte im Jahr 2013 an den
Erfolg des Vorjahrs anknüpfen. Hierzu trugen die
Geschäftspartner in der genossenschaftlichen
FinanzGruppe, die Straßenverkehrsgenossenschaften, die verbundenen Berufsstände und die selbstständigen Agenturen einen großen Teil bei. Dafür
spricht ihnen der Vorstand Dank und Anerkennung
aus.
Unseren Versicherungsnehmern wird im Besonderen für das entgegengebrachte Vertrauen gedankt.
Hamburg, 4. März 2014
Der Vorstand
LOGISTIC
31
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 32
32
LOGISTIC
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 33
Betriebene Versicherungszweige
Im Geschäftsjahr wurden folgende Versicherungszweige (untergliedert nach Versicherungsarten),
sofern nichts anderes angegeben ist, im selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrieben:
Unfallversicherung
Kraftfahrt-Unfallversicherung
Haftpflichtversicherung
Privathaftpflichtversicherung
Betriebs- und Berufshaftpflichtversicherung
Gewässerschaden- und
Umwelthaftpflichtversicherung
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Transport- und Luftfahrtversicherung
Kaskoversicherung 1)
Transportgüterversicherung 1)
Valorenversicherung (gewerblich)
Filmversicherung
Verkehrshaftungsversicherung 1)
Übrige nicht aufgegliederte Transportversicherung 1)
Luftfahrt-Kaskoversicherung 1)
Raumfahrzeug-Kaskoversicherung 2)
Reisekrankenversicherung
Sonstige Versicherungen
Reise-Rücktrittkosten-Versicherung
Fahrerlaubnisversicherung
Tank- und Leckageversicherung
Sonstige Kraftfahrtversicherung
Fahrzeugvollversicherung
Fahrzeugteilversicherung
Rechtsschutzversicherung
Sonstige Sachversicherung
Ausstellungsversicherung
Kühlgüterversicherung
Reisegepäckversicherung
Campingversicherung
1)
auch in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
2)
nur in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
LOGISTIC
33
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 34
Gewinnverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn von 3.983.867,05 Euro
wie folgt zu verwenden:
Einstellung in andere Gewinnrücklagen
34
LOGISTIC
3.983.867,05 €
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 35
Jahresabschluss 2013
LOGISTIC
35
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Bilanz zum 31. Dezember 2013*
Aktiva
in Euro
2013
2012
A. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
II. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und
Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
3. Beteiligungen
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
III. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
3. Hypotheken-, Grundschuld- und
Rentenschuldforderungen
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
c) Übrige Ausleihungen
5. Andere Kapitalanlagen
8.157.293,33
8.700.240
26.721.217,55
27.000.000,––
9.400,––
13.659.573,70
187.000.000,––
123.619.293,40
2.000.090,65
26.721.218
24.000.000
262.379
67.390.191,25
14.268.813
327.620.253,33
305.668.747
184.188.923,13
136.374.339
347.749,14
495.311
312.619.384,05
252.979,26
825.029.288,91
900.576.773,49
204.225.838
139.019.989
2.000.273
–
861.737.148
B. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer
2. Versicherungsvermittler
Davon an:
verbundene Unternehmen
–€
(4.757 €)
II. Abrechnungsforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft
Davon an:
verbundene Unternehmen
5.122.894 €
(389.508 €)
III. Sonstige Forderungen
Davon an:
verbundene Unternehmen
27.996 €
(287 €)
Beteiligungsunternehmen
15.096 €
(15.096 €)
11.720.010,73
5.179.879,7
16.899.890,518
12.936.645
6.269.090
5.422.623,18
408.334
12.411.990,82
4.936.902
34.734.504,51
* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.
36
LOGISTIC
24.550.970
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 37
in Euro
2013
2012
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und
Kassenbestand
III. Andere Vermögensgegenstände
147.421,06
61.813
3.690.039,72
10.412.781,87
14.250.242,65
3.644.468
10.129.644
13.835.925
13.923.634,65
13.773.608
670.907
14.444.515
963.485.155,30
914.568.558
D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
13.535.103,25
388.531,40
LOGISTIC
37
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 38
Passiva
in Euro
2013
2012
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen
II. Kapitalrücklage
Davon Rücklage gemäß § 5 Abs. 5 Nr. 3 VAG:
–€
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen
IV. Bilanzgewinn/-verlust
Davon Verlustvortrag:
–7.909.878 €
2.000.000,––
––,––
2.000.000,––
90.776.892,69
2.000.000
–
90.776.893
33.226.641,93
3.983.867,05
33.226.642
–7.909.878
(– €)
(–21.467.824 €)
129.987.401,67
118.093.656
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
III. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
3.161.814,34
599.128,12
2.562.686,22
2.579.499
562.457
808.612.437,41
183.570.486,97
625.041.950,44
779.830.515
175.478.308
9.529.471,34
136.038.189,––
13.691.901
3.415.966
137.114.749
12.814.531,34
3.285.060,––
3.899.213,––
273.303,25
3.625.909,75
776.798.206,75
38
LOGISTIC
4.432.342
248.352
757.943.922
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 39
in Euro
2013
2012
6.598.960,53
173.365
460.813
1.946.036
2.580.214
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
II. Steuerrückstellungen
III. Sonstige Rückstellungen
157.181,––
1.150.294,17
5.291.485,36
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
gegenüber:
1. Versicherungsnehmern
2. Versicherungsvermittlern
Davon gegenüber:
verbundenen Unternehmen
–€
(– €)
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft
Davon gegenüber:
verbundenen Unternehmen
–€
(1.097.484 €)
III. Sonstige Verbindlichkeiten
Davon:
aus Steuern
7.479.700 €
(7.301.903 €)
im Rahmen der sozialen Sicherheit
56.177 €
(71.785 €)
gegenüber:
verbundenen Unternehmen
23.420.341 €
(14.889.281 €)
Beteiligungsunternehmen
834 €
(5.661 €)
E. Rechnungsabgrenzungsposten
10.825.874,78
321.951,––
11.147.825,78
9.415.757
417.115
––,––
1.275.093
38.797.835,37
24.632.488
49.945.661,15
35.740.453
154.925,20
210.312
963.485.155,30
914.568.558
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B. II. der Passiva
eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341 f und § 341 g HGB
sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet
worden ist.
Wiesbaden, 25. Februar 2014
Karsten Vogel
Verantwortlicher Aktuar
LOGISTIC
39
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 40
Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013*
in Euro
2013
2012
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
711.273.423,38
177.197.992,40
694.119.905
176.820.715
534.075.430,98
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den
Bruttobeitragsüberträgen
–582.315,55
1.058.229
–36.670,87
78.242
–545.644,68
533.529.786,30
518.279.177
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
169.718,92
170.146
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung
518.885,41
495.057
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag
bb) Anteil der Rückversicherer
571.029.138,60
133.987.136,74
537.233.155
125.583.472
437.042.001,86
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag
bb) Anteil der Rückversicherer
28.781.922,24
8.092.178,62
44.133.072
16.696.910
20.689.743,62
5. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
b) Davon ab:
erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in
Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung
9. Zwischensumme
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.
40
LOGISTIC
457.731.745,48
439.085.845
558.080,35
947.666
8.737.430,73
9.911.763
115.200.709,38
111.268.804
27.832.060,84
87.368.648,54
28.469.552
82.799.252
28.378,99
26.580
–19.089.732,76
–11.931.396
1.076.560,––
–14.489.741
–18.013.172,76
–26.421.137
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 41
in Euro
2013
2012
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
Davon aus verbundenen Unternehmen
1.261.551 €
(1.207.959 €)
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen
Rechten und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
1.080.362,89
37.612.587,99
1.251.543
28.429.296
38.692.950,88
2.924.582,73
1.704.973,36
b) Erträge aus Zuschreibungen
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
13.970.153
448.200
44.099.192
43.322.506,97
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige
Aufwendungen für die Kapitalanlagen
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
381.475,80
4.064.844,14
4.446.319,94
38.876.187,03
–169.718,92
3. Technischer Zinsertrag
38.706.468,11
4. Sonstige Erträge
4.901.884,21
5. Sonstige Aufwendungen
785.548
811.905
1.597.453
42.501.739
–170.146
42.331.593
4.095.621
–7.089.313,31
5.895.518
–1.799.897
6. Nichtversicherungstechnisches Ergebnis
31.617.154,80
40.531.696
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
13.603.982,04
14.110.559
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Davon: Organschaftsumlage
–€
9. Sonstige Steuern
Davon: Organschaftsumlage
122.131 €
11.991.197,52
1.433.570,59
397.532
276.666,16
155.081
(– €)
(184 €)
1.710.236,75
552.613
10. Jahresüberschuss
11.893.745,29
13.557.946
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr
–7.909.878,24
–21.467.824
3.983.867,05
–7.909.878
12. Bilanzgewinn/-verlust
LOGISTIC
41
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 42
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss 2013 der KRAVAG-LOGISTIC
Versicherungs-Aktiengesellschaft wurde nach den
Vorschriften des HGB in Verbindung mit der RechVersV aufgestellt.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken wurden mit den um Abschreibungen
geminderten Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bei
einer dauernden Wertminderung bilanziert. Die
planmäßigen Abschreibungen erfolgten linear mit
dem steuerlich gebotenen Satz. Zuschreibungen
erfolgten gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB; jedoch
maximal auf die um planmäßige Abschreibungen
verminderten Anschaffungs- und Herstellungskosten.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie andere Kapitalanlagen wurden zu
Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen,
bilanziert. Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit getätigte Abschreibung nicht mehr bestanden, wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB
Zuschreibungen auf den Zeitwert bis maximal zum
Anschaffungswert vorgenommen.
Ausleihungen an verbundene Unternehmen und an
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden entsprechend ihrer Zugehörigkeit zu den nachfolgenden aufgeführten Posten
bewertet.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen nach dem
strengen Niederstwertprinzip bewertet, soweit sie
nicht dem Anlagevermögen zugeordnet sind.
Investmentanteile, die gemäß § 341 b Abs. 2 Satz
1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden gemäß Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 4
HGB auf den Marktwert abgeschrieben.
42
LOGISTIC
Auf Euro lautende Inhaberschuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere, die
gemäß § 341 b Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen bilanziert. Sofern die
Anschaffungskosten über dem dauerhaften Wert liegen, wurde auf den Zeitwert abgeschrieben, jedoch
nicht unter den dauerhaften Wert. Bei Vorliegen
einer dauerhaften Wertminderung erfolgte ein
Ansatz zum Zeitwert.
Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit
getätigte Abschreibung im Anlage- und Umlaufvermögen nicht mehr bestanden, wurden gem. § 253
Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den Zeitwert bis maximal zum Anschaffungswert vorgenommen. Bei festverzinslichen Wertpapieren des Anlagevermögens wurde nicht über den Rückzahlungswert hinaus zugeschrieben.
Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen sowie die sonstigen Ausleihungen mit
Ausnahme der Namensschuldverschreibungen wurden mit dem fortgeführten Anschaffungswert angesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren. Die Amortisation einer Differenz
zwischen den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag erfolgte unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Namensschuldverschreibungen wurden mit dem
Rückzahlungsbetrag angesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren. Bei
Namensschuldverschreibungen wurden Agio- und
Disagiobeträge durch aktive und passive Rechnungsabgrenzungsposten auf die individuelle Laufzeit der jeweiligen Anlage zeitanteilig verteilt.
Die Forderungen wurden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Soweit sie das selbst abgeschlossene Geschäft betreffen, wurden sie einzeln und pauschal wertberichtigt.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 43
Die Bewertung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte zu Anschaffungskosten, die linear
innerhalb der steuerlich zulässigen Nutzungsdauer
abgeschrieben wurden. Die Zugänge und Abgänge
des Geschäftsjahrs wurden zeitanteilig abgeschrieben. Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten
zwischen 150 und 1.000 Euro lagen, wurden in
einen Sammelposten eingestellt, der über fünf
Jahre – beginnend mit dem Jahr der Bildung – abgeschrieben wird.
Die Brutto-Beitragsüberträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind grundsätzlich aus den gebuchten Beiträgen nach dem
360stel System berechnet worden. Bei der Ermittlung der nicht übertragungsfähigen Einnahmeanteile wurde das Schreiben des Bundesministers der
Finanzen vom 30. April 1974 zugrunde gelegt. Der
Anteil der Beitragsüberträge für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurde
gemäß den Rückversicherungsverträgen ermittelt.
Die übrigen Aktiva wurden mit Nominalbeträgen
angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen wurden
vorgenommen und aktivisch abgesetzt.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen
Geschäfts wurde für alle bis zur Schließung des
Schadenregisters bekannten Versicherungsfälle
grundsätzlich einzeln ermittelt. Die Forderungen
aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen
sind verrechnet worden. Für die bis zum Abschlussstichtag eingetretenen oder verursachten, aber zum
Bilanzstichtag noch nicht gemeldeten Schäden wurde aufgrund der in den Vorjahren beobachteten
Nachmeldungen die Rückstellung um eine Spätschadenrückstellung erhöht. Die in diesem Posten
ebenfalls enthaltene Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen ist nach der vom GDV entwickelten pauschalen Berechnungsmethode unter
Einbezug von Spätschäden ermittelt worden.
Aufgrund abweichender handels- und steuerrechtlicher Wertansätze bei folgenden Bilanzposten ergaben sich zum 31. Dezember 2013 ausschließlich
aktive latente Steuern:
– Grundstücke
– Investmentanteile inklusive steuerliche Ausgleichsposten Fonds
– Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
– Differenzbetrag aus übertragener Pensionsrückstellung
– Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
– Rückstellung für Schadenregulierungskosten
– Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
– Sonstige Rückstellungen (hier: Verkehrsopferhilfe
und sonstige Jahresabschlusskosten)
– Verbindlichkeiten aus PSV-Beiträgen
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit
einem Steuersatz von 32,28 %. Die aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts
des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum 31. Dezember
2013 nicht bilanziert.
Für die Transportversicherung wurden die Reserven
für das Geschäftsjahr und die vorangegangenen
zwei Vorjahre entsprechend den Usancen dieser
Sparte überwiegend pauschal auf der Grundlage
bestimmter Prozentsätze der gebuchten Beiträge
ermittelt. Ab dem dritten Vorjahr werden die Schäden einzeln entsprechend den Angaben der abrechnenden Stellen bewertet beziehungsweise
geschätzt.
Für einen Teil der Transportbestände sind die Schadenrückstellungen je Schaden ermittelt worden. Für
diesen Teilbestand sind für bereits eingetretene,
aber noch nicht gemeldete Schäden nach den
Erfahrungen der Vorjahre ermittelte Spätschadenrückstellungen eingestellt.
LOGISTIC
43
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 44
In der Rückstellung ist auch die Deckungsrückstellung für laufende HUK-Renten enthalten. Der verwendete Rechnungszins ist abhängig vom Zeitpunkt, zu dem die Verpflichtung zur Rentenzahlung
eingetreten ist. Er beträgt 3,25 %, falls die Verpflichtung vor 2004 eingetreten ist. Falls sie 2004
bis einschließlich 2006 eingetreten ist, wird ein
Rechnungszins von 2,75 % zugrunde gelegt. Für ab
dem Jahr 2007 bis einschließlich 2011 eingetretene Verpflichtungen beträgt der Rechnungszins
2,25 % beziehungsweise für in den Jahren 2012
und 2013 eingetretene Verpflichtungen 1,75 %. In
allen Fällen wurde die Sterbetafel DAV HUR 2006
und eine angemessene Verwaltungskostenrückstellung verwendet.
Im übernommenen Rückversicherungsgeschäft
waren die Angaben der Vorversicherer maßgebend.
Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung
handelt es sich um eine gemäß den vertraglichen
Vereinbarungen gebildete erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung in der Kraftfahrt- und Transportversicherung.
Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß
§ 341 h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV
ermittelt.
Unter den sonstigen versicherungstechnischen
Rückstellungen sind die Rückstellung für Verpflichtungen gegenüber der Verkehrsopferhilfe e.V. entsprechend der Aufgabe des Vereins angesetzt,
sowie die Stornorückstellung und die Rückstellung
für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen ausgewiesen. Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungssätzen der
Vergangenheit ermittelt.
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach den
vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.
Die Rückversicherungsberechnungen basierten auf
den zum Zeitpunkt der Schließung des Schadenregisters vorliegenden Bruttozahlen, zuzüglich
Zuschätzungen für die verbleibenden Tage.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in
Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck.
Zukünftige Entwicklungen und Trends wurden
berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von
der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen
Zinssatz der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren.
Zugrunde gelegt wurde der Zinssatz mit Stand
Oktober 2013.
Als Parameter wurden verwendet:
Gehaltsdynamik: 2,25 %
Rentendynamik: 1,90 %
Fluktuation:
0,90 %
Zinssatz:
4,90 %
Alle anderen nicht versicherungstechnischen
Rückstellungen wurden nach § 253 HGB mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt und mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst,
soweit die Laufzeit der Rückstellung mehr als ein
Jahr beträgt. Für die Bewertung zum 31. Dezember
2013 wurde der Zinssatz mit Stand Oktober 2013
herangezogen.
Die übrigen Passiva wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
44
LOGISTIC
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 45
Bei der Währungsumrechnung der Kapitalanlagen in
Fremdwährung ergaben sich die Euro-Anschaffungswerte aus Wertpapier- und Devisenkassamittelkurs
zum Anschaffungszeitpunkt; der Euro-Marktwert
wurde aus Wertpapier- und Devisenkassamittelkurs
zum Bilanzstichtag ermittelt.
Die übrigen Aktiva und Passiva sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro
umgerechnet worden. Für die Umrechnung der
Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen war
der Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des
Geldflusses Umrechnungsgrundlage; für alle übrigen Erträge und Aufwendungen der Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.
LOGISTIC
45
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 46
Erläuterungen zur Bilanz – Aktiva
Entwicklung der Aktivposten A. I. bis III. im Geschäftsjahr 2013 1)
Bilanzwerte Vorjahr
Tsd. Euro
A. I.
A. II.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten
auf fremden Grundstücken
Zugänge
%
Tsd. Euro
8.700
1,0
–
26.721
24.000
262
14.269
3,1
2,8
0,0
1,7
–
21.800
–
–
65.252
7,6
21.800
Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Hypotheken, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen
Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
c) Übrige Ausleihungen
5. Andere Kapitalanlagen
305.669
136.374
495
35,5
15,8
0,1
42.293
94.069
–
204.226
139.020
2.000
–
23,7
16,1
0,2
-
5.000
7
–
–
Summe A. III.
787.784
91,4
141.369
861.737
100,0
163.169
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1.
2.
3.
4.
Anteile an verbundenen Unternehmen
Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Beteiligungen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Summe A. II.
A. III. Sonstige Kapitalanlagen
1.
2.
3.
4.
Insgesamt
1)
2)
46
Summenabweichungen sind rundungsbedingt.
Davon Währungsabschreibungen: 124 Tsd. Euro.
LOGISTIC
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 47
Umbuchungen
Abgänge
Zuschreibungen
Abschreibungen 2)
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
–
–
–
543
8.157
0,9
–
–
-253
–
–
18.800
–
609
–
–
–
–
–
–
–
–
26.721
27.000
9
13.660
3,0
3,0
0,0
1,5
-253
19.409
–
–
67.390
7,5
–
–
–
19.515
46.483
148
2.252
673
–
3.078
444
–
327.620
184.189
348
36,4
20,5
0,0
–
–
–
253
22.226
15.408
–
–
–
–
–
–
–
–
–
–
187.000
123.619
2.000
253
20,8
13,7
0,2
0,0
253
103.780
2.925
3.522
825.029
91,6
–
123.189
2.925
4.065
900.577
100,0
Bilanzwerte Geschäftsjahr
%
LOGISTIC
47
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 48
A.
Kapitalanlagen
in Mio. Euro
Bilanzposten
Buchwert
31. Dezember
Zeitwert
31. Dezember
Reserve
31. Dezember
8
16
8
27
27
0
14
38
30
0
16
12
3
–
3
328
184
0
358
196
0
30
12
0
187
124
2
0
901
212
138
2
0
1.008
25
15
–
–
108
I.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremden Grundstücken
II.
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
3. Beteiligungen
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
III.
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
c) Übrige Ausleihungen
5. Andere Kapitalanlagen
Summe Kapitalanlagen
In den Buchwerten sind zum Nennwert bilanzierte Namensschuldverschreibungen, um Agio und Disagio saldiert (+ 0,2 Mio. Euro), berücksichtigt.
Für die Ermittlung der Zeitwerte wurden in der Regel Börsenkurse und Rücknahmepreise respektive Marktpreise, die für Namenspapiere
nach der Discounted Cash Flow Methode ermittelt wurden, die Netto-Ertragswertformel nach IDW S1 in Verbindung mit IDW RS HFA 10
oder der Net Asset Value zugrunde gelegt.
Soweit darüber hinaus andere Wertansätze verwendet worden sind, entsprechen diese den Bestimmungen des § 56 RechVersV.
Die Grundstücke wurden zum 31. Dezember 2013 neu bewertet. Die der Bewertung zu Grunde liegenden Bodenrichtwerte
werden für Bestandsobjekte alle 5 Jahre aktualisiert, zuletzt überwiegend im Jahr 2009.
Gemäß § 341 b Abs. 2 HGB wurden 510,8 Mio. Euro Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet. Dieses beinhaltet auf Basis der Kurse zum
31. Dezember 2013 positive Bewertungsreserven von 43,2 Mio. Euro und negative Bewertungsreserven von 1,0 Mio. Euro.
Die Bewertungsreserven der gesamten Kapitalanlagen belaufen sich auf 107,5 Mio. Euro, was einer Reservequote von 11,9 % entspricht.
A. I.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Der Bilanzwert der von der Gesellschaft eigengenutzten Grundstücke und Bauten beträgt 7,3 Mio. Euro.
A. II. 1. Anteile an verbundenen Unternehmen
KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg
KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH, Hamburg
48
LOGISTIC
Anteil am
Kapital in %
Geschäftsjahr
Eigenkapital
Tsd. Euro
Ergebnis
Tsd. Euro
49,0
100,0
2013
2013
69.515
195
6.615
9
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 49
A. II. 3.
Beteiligungen
NF Nordstrand GmbH & Co. Heidenkampsweg 100 Süd KG,
Norderfriedrichskoog
A. III. 1. Sonstige Kapitalanlagen – Investmentanteile
in Euro
Fondsart
Aktienfonds
Rentenfonds
Mischfonds
Anteil am
Kapital in %
Geschäftsjahr
Eigenkapital
Tsd. Euro
Ergebnis
Tsd. Euro
94,0
2012
–2.845
–85
Marktwert
Differenz
Marktwert/
Buchwert
Ausschüttung
für das
Geschäftsjahr
Unterlassene
außerplanmäßige
Abschreibung
30.478.740
179.843.434
32.315.784
242.637.958
5.886.238
2.713.654
791.827
9.391.720
2.074.080
7.008.870
455.919
9.538.869
–
–
–
–
Die Fonds sind überwiegend europäisch beziehungsweise international ausgerichtet und schwerpunktmäßig in Wertpapieren investiert.
Der Anlagegrundsatz des § 54 Abs.1 VAG zur Sicherheit wird stets beachtet.
A. III.
Sonstige Kapitalanlagen – Angaben zu Finanzinstrumenten,
die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden
in Euro
Art
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1)
Sonstige Ausleihungen 2)
1)
2)
A. III.
2)
Buchwert
Zeitwert
36.550.000
5.000.000
36.408.025
5.000.000
35.432.380
4.806.646
Aufgrund der gegebenen Bonität der Emittenten sind die Wertminderungen nicht dauerhaft, sondern durch Marktpreisänderungen bedingt.
Der niedrigere Zeitwert bezieht sich auf Schuldscheindarlehen oder Namensgenussscheine, bei denen aufgrund ihrer Bonität von einer
vorübergehenden Wertminderung ausgegangen wird.
Sonstige Kapitalanlagen – Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
in Euro
Art
Zinsbezogene Geschäfte
Vorkäufe / Termingeschäfte Namenspapiere 1)
Vorkäufe / Termingeschäfte Inhaberschuldverschreibungen 2)
1)
Nominalvolumen
Nominalvolumen
Buchwert
Zeitwert
11.000.000
69.700.000
–
25.584
61.213
1.100.464
Ermittelter Zeitwert wurde auf Valuta berechnet: Bewertungsparameter Swap- und Geldmarktkurve.
Börsenwert wurde auf Valuta berechnet: Bewertungsparameter Swap- und Geldmarktkurve.
Der Ausweis erfolgt bei den Passiva unter Posten C. III. Sonstige Rückstellungen.
Finanzderivate und Strukturierte Produkte wurden in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt. Die derivativen Bestandteile wurden mittels
anerkannter finanzmathematischer Methoden auf Basis der Modelle von Black 76, Ein-Faktor Hull-White und Zwei-Faktor Hull-White bewertet.
Die Marktwerte der ABS-Produkte wurden nach der Discounted Cash Flow Methode ermittelt; dabei wurden am Markt beobachtbare Werte herangezogen.
LOGISTIC
49
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 50
C. III. Andere Vermögensgegenstände
Vorausgezahlte Versicherungsleistungen
Übrige Vermögensgegenstände
D. II.
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
Agio aus Kapitalanlagen
Ausgaben, die nachfolgende Geschäftsjahre betreffen
50
LOGISTIC
2013
Euro
10.392.503
20.279
10.412.782
2013
Euro
321.326
67.205
388.531
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 51
Erläuterung zur Bilanz – Passiva
A. I.
Eingefordertes Kapital
2013
Euro
Stand am 31. Dezember
2.000.000
Das gezeichnete Kapital ist unverändert gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2012. Es ist aufgeteilt in 80.000 Stückaktien.
Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH, Wiesbaden, hat gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass sie mehrheitlich an der KRAVAG-LOGISTIC
Versicherungs-Aktiengesellschaft beteiligt ist. Von der R+V Versicherung AG, Wiesbaden, und der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, liegt eine Mitteilung
gemäß § 20 Abs. 4 AktG bezüglich ihrer mittelbaren Mehrheitsbeteiligung an der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft vor.
A. II.
Kapitalrücklage
2013
Euro
Stand am 31. Dezember
90.776.893
Die Kapitalrücklage ist unverändert gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2012.
Sie entfällt mit 88.782.854 Euro auf Agiobeträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. 1.994.039 Euro betreffen Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
A. III. Gewinnrücklagen
2013
Euro
Andere Gewinnrücklagen
Stand am 31. Dezember
33.226.642
Die anderen Gewinnrücklagen sind unverändert gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2012.
B.
Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 2013
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Transport und Luftfahrt
Übrige
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
Versicherungstechnische
Rückstellungen
insgesamt
Euro
Rückstellung
für noch nicht
abgewickelte
Versicherungsfälle
Euro
Schwankungsrückstellung
und ähnliche
Rückstellungen
Euro
617.947.112
80.730.413
256.317.614
9.495.981
964.491.121
35.064
964.526.185
606.885.606
36.091.573
158.323.453
7.276.742
808.577.373
35.064
808.612.437
1.940.625
38.369.950
94.707.863
1.019.751
136.038.189
–
136.038.189
LOGISTIC
51
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 52
B.
Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 2012
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Transport und Luftfahrt
Übrige
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft
C. I.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Erfüllungsbetrag
Saldierungsfähiges Deckungsvermögen
Stand am 31. Dezember
C. III. Sonstige Rückstellungen
Provisionen
Personalkosten
Kapitalanlagenbereich
Jahresabschluss
Übrige Rückstellungen
D.
Andere Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Sonstige Verbindlichkeiten
Stand am 31. Dezember
Versicherungstechnische
Rückstellungen
insgesamt
Euro
Rückstellung
für noch nicht
abgewickelte
Versicherungsfälle
Euro
Schwankungsrückstellung
und ähnliche
Rückstellungen
Euro
595.549.024
70.966.688
261.939.502
9.069.375
937.524.589
124.417
937.649.006
586.051.974
30.382.949
155.859.157
7.412.528
779.706.608
123.907
779.830.515
–
33.865.892
102.205.652
1.043.205
137.114.749
–
137.114.749
2013
Euro
157.181
–
157.181
2013
Euro
402.000
184.000
75.584
333.586
4.296.316
5.291.485
2013
Euro
21.066
21.066
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden nicht.
E.
Rechnungsabgrenzungsposten
Disagio aus Kapitalanlagen
52
LOGISTIC
2013
Euro
154.925
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 53
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
I. 1.
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2013
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Transport und Luftfahrt
Übrige
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
Gebuchte
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Nettobeiträge
Euro
364.896.189
172.049.267
148.179.766
26.147.535
711.272.756
667
711.273.423
364.859.572
172.042.880
148.259.076
25.528.402
710.689.931
1.177
710.691.108
271.397.155
128.684.722
113.700.407
19.746.814
533.529.098
688
533.529.786
Die gebuchten Bruttobeiträge des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts entfallen auf die Sparten Raumfahrzeug-Kasko und Transport.
I. 1.
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2012
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Transport und Luftfahrt
Übrige
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
Gebuchte
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Nettobeiträge
Euro
349.860.689
165.337.748
149.157.628
29.735.301
694.091.367
28.538
694.119.905
349.778.616
165.296.782
150.344.872
29.729.835
695.150.106
28.028
695.178.134
259.672.002
123.282.911
112.815.414
22.508.850
518.279.177
–
518.279.177
Die gebuchten Bruttobeiträge des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts entfallen auf die Sparte Raumfahrzeug-Kasko.
I. 2.
Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
Der technische Zinsertrag betrifft die Verzinsung der durchschnittlichen Renten-Deckungsrückstellung der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung und
Kraftfahrt-Unfallversicherung gemäß § 38 Abs. 1 Ziffer 2 RechVersV.
LOGISTIC
53
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 54
I. 4.
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Transport und Luftfahrt
Übrige
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
2013
Euro
2012
Euro
338.266.141
134.290.969
99.603.614
27.714.766
599.875.490
–64.429
599.811.061
331.279.340
114.496.209
108.514.226
27.337.816
581.627.591
–261.364
581.366.227
Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts entfallen im Wesentlichen
auf die Sparte Transport (- 67.819 Euro).
Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft ergab sich ein Brutto-Gewinn in Höhe von 28 Mio. Euro, der im Wesentlichen
auf Kraftfahrzeug-Haftpflicht (44 Mio. Euro) und Sonstige Kraftfahrt (7 Mio. Euro) entfällt.
I. 7.
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Transport und Luftfahrt
Übrige
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen auf
Abschlussaufwendungen
Verwaltungsaufwendungen
I. 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Transport und Luftfahrt
Übrige
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
54
LOGISTIC
2013
Euro
2012
Euro
45.552.276
26.297.893
38.144.322
5.209.070
115.203.560
-2.851
115.200.709
42.998.209
24.603.092
37.277.277
6.358.550
111.237.129
31.676
111.268.804
43.927.925
71.272.784
115.200.709
41.628.898
69.639.906
111.268.804
2013
Euro
2012
Euro
–25.073.175
–844.942
12.470.750
-4.634.313
–18.081.680
68.507
–18.013.173
–26.158.072
–1.054.211
3.016.466
–2.233.643
–26.429.461
8.324
–26.421.137
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 55
Rückversicherungssaldo
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Transport und Luftfahrt
Übrige
In Rückdeckung übernommenes Geschäft
2013
Euro
2012
Euro
-287.077
5.345.303
4.900.860
–2.709.090
7.249.996
–51
7.249.945
-2.977.699
10.571.184
–366.183
–1.327.671
5.899.630
249.393
6.149.023
2013
Euro
2012
Euro
542.947
64.874
3.457.023
–
4.064.844
542.947
–
209.977
58.982
811.905
2013
Euro
2012
Euro
4.306.555
13.763
581.566
4.901.884
4.035.439
17.251
42.931
4.095.621
2013
Euro
2012
Euro
4.336.585
1.644.532
38.666
5.971.415
11.991.198
4.072.995
1.437.352
26.972
358.199
5.895.518
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den Anteilen des Rückversicherers an den verdienten Beiträgen,
an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sowie an den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.
II. 2.
Aufwendungen für Kapitalanlagen
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Planmäßige Abschreibungen
Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB
Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB
Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB
II. 4.
Sonstige Erträge
Erträge aus erbrachten Dienstleistungen
Zinserträge
Übrige Erträge
II. 5.
Sonstige Aufwendungen
Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen
Aufwendungen, die das Unternehmen als Ganzes betreffen
Zinsaufwendungen
Übrige Aufwendungen
LOGISTIC
55
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 56
Bestandsentwicklung
Bestand an selbst abgeschlossenen Versicherungen (ohne Transportversicherungen) ohne unterjährige Verträge.
Anzahl der Verträge
am Ende des
am Ende des
Geschäftsjahres
Vorjahres
Kraftfahrt
a) Kraftfahrzeug-Haftpflicht
b) Fahrzeugvollversicherung
c) Fahrzeugteilversicherung
Kraftfahrtversicherung insgesamt
Sonstige Versicherungen
517.990
304.612
113.844
936.446
25.774
962.220
498.358
293.503
109.280
901.141
26.560
927.701
Veränderung
+/19.632
11.109
4.564
35.305
–786
34.519
Honorare des Abschlussprüfers
Gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurden im Geschäftsjahr folgenden Honorare als Aufwand (netto) erfasst:
2013
Euro
Abschlussprüfungsleistungen
Andere Bestätigungsleistungen
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen
Aufwendungen insgesamt
Abschlussprüfer der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG ist die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
56
LOGISTIC
55.000
–
–
–
55.000
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 57
Sonstige Angaben
Aufsichtsrat
Vorstand
Dr. Friedrich Caspers
Vorsitzender des Vorstands der
R+V Versicherung AG, Wiesbaden
– Vorsitzender –
Dr. Norbert Rollinger
– Vorsitzender –
Hans Wormser
Inhaber der Spedition Wormser, Herzogenaurach
– Stellv. Vorsitzender –
(bis 27. Juni 2013)
Michael Busch
Heinz-Jürgen Kallerhoff
Dr. Edgar Martin
Thomas Usinger
Geschäftsführer der Usinger & Trombetta GmbH,
Hamburg
– Stellv. Vorsitzender –
(ab 28. Juni 2013)
Werner Gockeln
Geschäftsführender Vorstand der SVG
Bundes-Zentralgenossenschaft Straßenverkehr eG,
Frankfurt am Main
Dr. Christoph Lamby
Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,
Wiesbaden
(ab 28. Juni 2013)
Hans Metzger
Geschäftsführer der Metzger Spedition GmbH,
Neu-Kupfer
Ortwin Nast
Vorsitzender der Geschäftsführung (CEO) der
HOYER GmbH, Hamburg
Rainer Neumann
Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,
Wiesbaden
Manfred Nüssel
Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.,
Berlin
(bis 27. Juni 2013)
Hans-Dieter Otto
Inhaber der Spedition Otto,
Benneckenstein
Peter Weiler
Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,
Wiesbaden
LOGISTIC
57
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:24 Seite 58
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB
für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft
2. Löhne und Gehälter
3. Aufwendungen für Altersversorgung
Aufwendungen insgesamt
2013
Euro
2012
Euro
94.662.009
263.000
13.712
94.938.722
93.105.296
35.000
24.870
93.165.166
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr kein Personal.
Für Mitglieder des Vorstands fielen 2013 Bezüge von 263.000 Euro (2012: 146.000 Euro) in der KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG an.
Bezüge an Vorstände, die gleichzeitig Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG sind, wurden von der vertragsführenden Gesellschaft,
der R+V Versicherung AG, geleistet. Die damit übernommene Konzernleitungsfunktion wird im Rahmen der Dienstleistungsverrechnung abgegolten
und ist in den Funktionsbereichskosten enthalten. An frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden wie im Vorjahr keine Bezüge gezahlt.
Für frühere Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen wurden 2013 im Rahmen der Auslagerung von Pensionsverpflichtungen keine
Beitragszahlungen vorgenommen. Die Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften für frühere Vorstandsmitglieder und ihre Hinterbliebenen
betragen 157.181 Euro (2012: 173.365 Euro).
Als Vergütung erhielt der Aufsichtsrat 44.542 Euro (2012: 48.346 Euro).
Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Berichtszeitraum sind keine Geschäfte im Sinne des § 285 Satz 1 Nr. 21 HGB mit nahe stehenden Personen und Unternehmen getätigt worden.
58
LOGISTIC
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 59
Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen und Mitgliedschaften folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB
und sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB:
in Euro
Angaben zu
Betrag
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
Risiken
Vorteile
1. Andienungsrechte aus Multitranchen
Restlaufzeit > 1 Jahr
19.000.000
19.000.000
Abfließende Liquidität. Es
entstehen Opportunitätskosten
durch geringen Zinssatz. Daneben
besteht ein Emittentenrisiko.
Höherer Kupon des
Basisinstruments.
79.689.012
54.239.012
Opportunitätskosten durch geringen
Zinssatz. Kontrahentenrisiko und
Emittentenrisiko.
Ausgleich unterjähriger
Liquiditätsschwankungen und
Vermeidung von Marktstörungen
bei hohem Anlagebedarf.
11.000.000
7.000.000
Opportunitätskosten durch geringen
Zinssatz. Kontrahentenrisiko und
Emittentenrisiko.
Ausgleich unterjähriger
Liquiditätsschwankungen und
Vermeidung von Marktstörungen
bei hohem Anlagebedarf.
3. Nachzahlungsverpflichtung
1.282.133
–
4. Haftsummen aufgrund von Geschäftsanteilen bei
Kommanditgesellschaften
2.547.600
–
113.518.745
80.239.012
2. Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften
Inhaberschuldverschreibungen
Namensschuldverschreibungen
Gesamtsumme
Keine bilanzielle Erhöhung der
Es besteht eine Verpflichtung zur
Kapitalanlagen, solange nicht
Auszahlung, dabei ist keine
Einflussnahme auf den Zeitpunkt ausgezahlt wurde. Durch die Nichtder Inanspruchnahme möglich. auszahlung ergeben sich LiquiditätsEs besteht ein Risiko des zwischen- vorteile, die gegebenenfalls für eine
zeitlichen Wertverfalls der
Kapitalanlage mit besserer
Beteiligung. Verzinsung genutzt werden können.
Keine bilanzielle Erhöhung der
Kapitalanlagen bei Inanspruchnahme. Es besteht kein bilanzieller
Gegenwert zur Haftsumme.
Erhöhung des haftenden
Eigenkapitals, geringe
Eintrittswahrscheinlichkeit.
Die Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen gemäß § 251 HGB ist unwahrscheinlich.
LOGISTIC
59
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 60
Konzernabschluss
Die R+V Versicherung AG, Wiesbaden, erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS, in den der Jahresabschluss der
KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2013 einbezogen wird. Dieser wird im elektronischen
Bundesanzeiger hinterlegt.
Der Konzernabschluss der R+V Versicherung AG wird als Teilkonzern in den übergeordneten Konzernabschluss der
DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, mit befreiender Wirkung einbezogen.
Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.
Hamburg, 4. März 2014
Der Vorstand
Dr. Rollinger
Busch
Kallerhoff
Dr. Martin
60
LOGISTIC
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 61
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang
– unter Einbeziehung der Buchführung und den
Lagebericht der KRAVAG-LOGISTIC VersicherungsAktiengesellschaft, Hamburg, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013
geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von
Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in
der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen
und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den
Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben
in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften
und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes
Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, den 5. März 2014
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gehringer
Wirtschaftsprüfer
Piening
Wirtschaftsprüfer
LOGISTIC
61
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 62
Bericht des Aufsichtsrats
Aufsichtsrat und Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat zur Vorbereitung seiner
Beschlüsse einen Prüfungsausschuss und einen
Personalausschuss gebildet.
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben die
Geschäftsführung des Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften überwacht und beratend begleitet.
Die Herren Manfred Nüssel und Hans Wormser sind
altersbedingt mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Juni 2013 aus dem Aufsichtsrat
ausgeschieden. Zum gleichen Zeitpunkt sind Herr
Dr. Christoph Lamby und Herr Thomas Usinger neu
in den Aufsichtsrat gewählt worden.
Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über die Lage
und Entwicklung der Gesellschaft regelmäßig
und umfassend informiert. Dies erfolgte im Geschäftsjahr 2013 in drei Sitzungen, zu denen
der Aufsichtsrat am 30. April 2013, 27. Juni 2013
und 4. Dezember 2013 zusammentrat. Darüber
hinaus fanden Sitzungen des Prüfungsausschusses
des Aufsichtsrats am 16. April 2013 und des Personalausschusses des Aufsichtsrats am 30. April
2013 und 4. Dezember 2013 statt. In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat mündliche und schriftliche
Berichte des Vorstands entgegengenommen und
erörtert. Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch
vierteljährliche Berichte des Vorstands unterrichtet.
Alle Maßnahmen, welche die Beschlussfassung des
Aufsichtsrats erfordern, wurden eingehend beraten.
Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der Sitzungen laufend
über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt.
62
LOGISTIC
Im Vordergrund der Berichterstattung standen die
wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, die Unternehmensplanung und -perspektive sowie die Finanzkennzahlen. In besonderer Weise erörterte der Aufsichtsrat die Kapitalanlagepolitik des Vorstands vor
dem Hintergrund der anhaltenden Euro- und Staatsschuldenkrise. Schwerpunkte der Besprechungen
und Diskussionen im Aufsichtsrat bildeten ferner
die Entwicklung der Wettbewerbssituation in der
Kraftfahrzeugversicherung, die Schadenlage sowie
das Schadenregulierungsmanagement und die
strategische Unternehmensentwicklung. Darüber
hinaus wurde über die Risikostrategie und das
Risikomanagementsystem berichtet.
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben
den Jahresabschluss und den Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2013 eingehend geprüft. Hierzu lag
der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, der
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat, vor.
An der Sitzung des Prüfungsausschusses am
11. April 2014 nahmen die Vertreter des Abschlusssprüfers teil, um über die wesentlichen Prüfungsergebnisse zu berichten. Unter dem Vorsitz
des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht
sowie der Prüfungsbericht erörtert. Ferner beschäftigte er sich mit der Prüfung des Risikofrüherkennungssystems nach § 91 Abs. 2 AktG und
besprach die wesentlichen Ergebnisse des Jahresberichts der internen Revision des abgelaufenen
Jahres.
Auch an der Sitzung zur Feststellung des Jahresabschlusses am 29. April 2014 nahmen die Vertreter
des Abschlussprüfers teil. Sie berichteten dem Aufsichtsratsplenum zusammenfassend über die Prüfungsergebnisse und standen für zusätzliche Erläuterungen und Stellungnahmen zur Verfügung.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 63
Der Aufsichtsrat hat gegen den von dem Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 keine Einwendungen erhoben und sich
dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen.
Der Aufsichtsrat schließt sich dieser Beurteilung an
und hat keine Einwendungen gegen die Erklärungen
des Vorstands am Schluss des Berichts über die
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhoben.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss
ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Hamburg, 29. April 2014
Mit dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat
einverstanden erklärt.
Der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie der
Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu lagen
vor und wurden geprüft.
Der Aufsichtsrat
Dr. Caspers
Vorsitzender
Der Abschlussprüfer hat dem Bericht des Vorstands
über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig
sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen
keine Umstände für eine wesentlich andere
Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“
LOGISTIC
63
 
Flut, Stürme, Hagel –
das Unwetterjahr 2013
R+V hilft in der Not
Sehr geehrte Damen und Herren,
das vergangene Jahr bleibt uns wohl lange im Gedächtnis. Ein Unwetter nach dem anderen
jagte über das Land, und die Medien schickten Bilder der Zerstörungen direkt zu uns in die
Wohnzimmer. Wer jedoch diese Naturkatastrophen selbst erlebt hat – wer sah, wie das Wasser
stieg, hörte, wie riesige Hagelkörner Scheiben zerschmetterten oder ein vom Sturm
gefällter Baum krachend aufs Haus stürzte – der wird dies nie mehr vergessen. Die Erinnerung
bewegt unsere Kunden bis heute. Alle, die rechtzeitig vorgewarnt waren, versuchten zu
retten, was zu retten war – und standen den Naturgewalten doch ohnmächtig gegenüber.
Wir können Naturkatastrophen nicht verhindern, aber wir fangen die finanziellen Folgen für unsere
Kunden auf. 2013 haben wir für gut 140.000 Elementarschäden über 500 Millionen Euro
an Privat- und Firmenkunden ausbezahlt – mehr als je zuvor in der Geschichte von R+V. Um die
Vielzahl der Schadenfälle zu bewältigen, haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt. Unser
Ziel: allen Kunden rasch und unbürokratisch zu helfen. Briefe bestätigen, dass uns dies gelungen ist. „Von der Nachricht, dass wir wieder in unser Haus konnten, bis zum Eintreffen des
Außenregulierers vergingen keine sieben Stunden“, schrieb uns beispielsweise ein Kunde
aus Aken an der Elbe, und: „Aufgrund unserer Dokumentierung wurde um keinen Euro
gefeilscht.“ Auch ich möchte mich bedanken: Für den außerordentlichen Einsatz aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die halfen, diese ungeheure Zahl an Schäden zu bewältigen.
Das Jahr 2013 hat uns wieder einmal vor Augen geführt, dass Versicherungen existenziell sind.
Aber wir dürfen nicht vergessen, dass auch eine große Versichertengemeinschaft nicht
alles abfangen kann. Die öffentliche Hand ist ebenfalls in der Pflicht und muss in Hochwasserschutz investieren. Und jeder Einzelne trägt Verantwortung, für die nächste Katastrophe
vorzusorgen. Bei der Prävention können wir unsere Kunden unterstützen – mit Expertenwissen
und konkreten Empfehlungen.
Dr. Friedrich Caspers
Vorstandsvorsitzender der R+V Versicherung
64
 
Inhalt
Seite 66 Verheerender Hagelsturm in Niedersachsen
Seite 70 Bei Löbnitz bricht der Damm der Mulde
Seite 78 Hagelschlag verwüstet Metzingen
Seite 82 Orkan fegt über Norddeutschland hinweg
Seite 74 Interview mit R+V-Vorständen
Seite 76 Geballtes Know-how: Unwetter-Einsatzzentrale
Seite 86 Gut versichert gegen Naturgewalten
Seite 87 R+V-Servicegesellschaften: Mehrwert für Kunden
65
RZ_R+V_GB13_140417_or_KRAVAG_RuV_GB11_Image 17.04.14 12:57 Seite 66
 
Schnellecke Transport AG & Co. KG, Wolfsburg
Eis im Hochsommer:
Wenn es tonnenweise Hagelkörner
prasselt …
27. Juli 2013: Den Wolfsburgern steht ein hochsommerliches Wochenende mit rekordverdächtigen Temperaturen über 35 Grad Celsius bevor – Schwimmbadwetter.
Doch dann zieht am Samstag aus dem Nordwesten das
Tief „Andreas“ heran. Der Himmel verdunkelt sich, gegen
Abend zucken die ersten Blitze vom Himmel, gefolgt
von lauten Donnerschlägen. Ein Unwetter bricht los. Die
Menschen flüchten eilig in die Häuser, als plötzlich
riesige Hagelkörner auf die Stadt prasseln. Autos sind
eine leichte Beute für den zerstörerischen Schauer.
Bei der Firma Schnellecke im Ortsteil Sandkamp erwischt
er 55 Fahrzeuge, schlägt tiefe Dellen in die Karosserie
und zersplittert Windschutzscheiben.
Thomas Lammer, Vorstandsmitglied der Schnellecke Transport AG & Co. KG, ist erleichtert, dass kein Unwetter
jemals die ganze Flotte treffen kann. Die rund 300 Fahrzeuge sind verteilt über die Standorte in ganz Deutschland von Duisburg bis Dresden und von Hamburg bis Ingolstadt. Normalerweise stehen zu Beginn des Wochenendes auch in Wolfsburg nicht so viele Fahrzeuge auf dem
Hof. Sie sind auch samstags auf Achse, denn die Mitarbeiter arbeiten in drei Schichten rund um die Uhr, sechs
Tage in der Woche. Doch Ende Juli hatte Schnelleckes
größter Auftraggeber Volkswagen Werksferien, und in dieser Zeit ging es auch in der Transportsparte etwas
ruhiger zu. VW traf das Unwetter im Stammsitz Wolfsburg
Ein dichter Teppich aus Hagelkörnern: Wie hier
übrigens ganz besonders heftig: Auf dem Werksgelände
in Peine waren viele Straßen nach Hagelunwettern
zerschlug der Hagel einige tausend Neuwagen und verur-
weiß übersät.
sachte Millionenschäden.
67
 
Sommerzeit – Hagelzeit: Wie eine Langzeitstatistik zeigt, verzeichnen die Autoversicherer
von Mai bis August die meisten Kasko-Schäden. Schuld sind vor allem Hagelunwetter.
Die Lkw müssen einsatzbereit bleiben
die Leasing-Fahrzeuge ohnehin bei Vertragsablauf in
In einem gut organisierten Unternehmen wie Schnellecke
einwandfreiem Zustand sein und zum anderen passen
bleibt nichts dem Zufall überlassen. Ein Notfallplan
verbeulte Fahrzeuge nicht zum Selbstverständnis des
regelt auch, was nach einem Hagelunwetter zu tun ist.
Unternehmens Schnellecke: „Unser beständiges Ziel ist
Oberste Priorität: Die Lkw müssen einsatzbereit blei-
es, ‚best in class‘ zu sein. Das gilt für unsere Trans-
ben, damit keine Lieferverzögerungen entstehen. Kleinere
portlösungen ebenso wie für unseren Fuhrpark.“ Deshalb
Schäden wie zerschlagene Scheinwerfer und auch die
ist die gesamte Flotte auch immer auf dem neuesten
gesprungenen Windschutzscheiben repariert das Unter-
Stand der Technik und mit modernsten Fahrerassistenz-
nehmen deshalb sofort. Lackschäden müssen begut-
systemen ausgerüstet.
achtet werden, da sich die Reparaturkosten nach der Anzahl der Dellen richten. Um keine Zeit zu verlieren,
meldete die hauseigene Versicherungsabteilung gleich am
Montag den Schaden bei der Versicherung.
Hoch-Zeit für Hageltechniker
Thomas Lammer ist froh, dass er seine gesamte Lkw-
Wer sein Auto nicht in der Garage parken kann,
Flotte über die Straßenverkehrsgenossenschaft in Hanno-
findet es nach einem Hagelunwetter oft im „Wellblech-
ver bei KRAVAG versichert hat: „KRAVAG und die SVGen
Design“ wieder. Da Hagelkörner den Lack nicht
sind im Transport- und Logistikgeschäft zu Hause und wis-
beschädigen, ist die Dellenentfernung durch erfahrene
sen deshalb genau, was uns wichtig ist. Sie handeln
Hagel-Techniker heute die Reparaturmethode der
unbürokratisch und schnell.“ Schon kurz nach dem Unwet-
Wahl. Diese Handwerker waren 2013 außerordentlich
ter schickten seine Versicherungspartner Sachverstän-
gefragt. Viele der meist jungen Männer kommen
dige des Dienstleisters carexpert, die die Schäden aufnah-
aus dem Ausland – aus Polen, Spanien und Italien
men, zur Besichtigung auf den Hof.
oder sogar aus Australien. Wenn das Auto die
Qualität zeigt sich auch in der Flotte
nicht an Wert wie beim Spachteln und Lackieren.
Werkstatt verlässt, ist es wie neu und verliert auch
Schäden, die nicht die Betriebssicherheit eines Fahrzeugs
gefährden, lässt Schnellecke im Zuge der regelmäßigen Werkstatttermine reparieren. Eine fiktive Abrechnung,
keine Rettung, die Werkstätten tauschen sie aus –
also die Auszahlung der Schadensumme, kommt für
ebenso wie zersprungene Scheiben.
Lammer grundsätzlich nicht in Frage. Zum einen müssten
68
Für zerstörte Zierleisten und Blenden gibt es allerdings
 
10
Minuten Hagelschlag richten
Millionenschäden an Autos und
Häusern an.
Herr über rund 300 Lkw und mehr als
250 Fahrer im Nah- und Fernverkehr:
Thomas Lammer, Vorstandsmitglied der
Schnellecke Transport AG & Co. KG.
Damit sie mobil blieben, konnten R+VKunden geborstene Scheiben gleich
nach der Schadenmeldung reparieren
lassen.
Nach dem Hagel läuft wieder alles wie
am Schnürchen: Schnellecke-Lkw
transportieren täglich etwa 1.200 bis
1.400 Tonnen an Waren.
69
RZ_R+V_GB13_140417_or_KRAVAG_RuV_GB11_Image 17.04.14 12:57 Seite 70
 
Guido Bienert, Anja Quellmelz und Tochter Isa, Löbnitz
„Ich kann das nicht
noch einmal aufbauen“
Vor elf Jahren stand sein Elternhaus schon einmal unter
Wasser. Damals steckte Guido Bienert viel Zeit und Kraft
in den Wiederaufbau. Doch als im Juni 2013 die Mulde
ein zweites Mal sein Heimatdorf Löbnitz überflutet, weiß
er: „Noch mal kann ich das nicht.“ 2002 sprachen alle
von einer Jahrhundertflut, erinnert er sich: „Ich dachte, so
was kommt vielleicht in 50, 60 Jahren wieder. Aber
doch nicht nach elf Jahren. Das will ich nicht noch mal.
Nein, vorbei.“ Dennoch fällt der Abschied schwer. Die
Siedlung, in der Bienert mit Frau Anja Quellmelz und Tochter Isa lebte, ist beste Lage in Löbnitz: Grün, ruhig, die
Kinder können gefahrlos in der Sackgasse spielen. Nur
liegt das Gebiet so tief, dass das Hochwasser wie in
ein Becken hineinströmt. Bienert glaubt nicht, dass die
Spundwände, die nun gebaut werden, daran etwas ändern: „Die anderen Städte, Grimma oder Eilenburg, schotten sich auch ab. Löbnitz ist der letzte Ort vor Bitterfeld mit seinem Chemieareal. Das darf nicht voll Wasser
laufen.“ Er ist überzeugt: Wenn die Deiche nicht brechen oder gesprengt werden, dann läuft das nächste
Hochwasser eben über die Spundwände.
Akute Hochwassergefahr – alle müssen raus
Am Morgen des 2. Juni, es ist Sonntag, warnt die Feuerwehr die Anwohner vor einer drohenden Flut. Bienert
schleppt Möbel, Fernseher, Kisten mit Geschirr nach oben.
„Bei der Flut 2002 haben wir nur alles ins Erdgeschoss
Einfach weggespült – als die Mulde im Juni 2013 über
getragen“, erzählt er. „Diesmal haben wir die Sachen un-
die Ufer tritt, reißt sie die Straße zwischen Löbnitz und
ters Dach geräumt.“ Doch es ist einfach zu viel, man-
Pouch auf 200 Meter Länge mit sich.
ches auch zu schwer oder zu sperrig. Schließlich packen
71
 
Am 3. Juni bricht ein Damm zwischen Mulde und Seelhausener See, Überbleibsel aus
dem Braunkohletagebau. Die Flut überschwemmt auch das sächsische Löbnitz. Erst fünf
Tage später, nach zwei Sprengungen, fließt das Wasser wieder ab.
sie ihre Wertsachen, Papiere, Fotoalben ein. Am Nach-
Bienert will auch sein neues Haus bei R+V versichern:
mittag ist es so weit: Die Polizei fährt mit Lautsprecher-
„Meine Eltern haben schon sehr gute Erfahrungen
wagen durch die Siedlung. Die Anwohner müssen ihre
gemacht, da werde ich doch nichts ändern.“ Manches
Häuser verlassen. Bienert fährt mit der Familie zu seinen
lässt sich nicht ersetzen – der schöne Garten mit
Eltern, Tochter Isa umklammert ihr liebstes Kuscheltier –
dem Kirschbaum, den Bienert bei der Geburt der Tochter
Mäh, das Schaf, darf nicht zurückbleiben.
gepflanzt hat. Aber er ist dennoch optimistisch: „Ich
werde es uns wieder schön machen. Wir bauen einen
Am Scheitelpunkt der Flut bricht der Damm
Bungalow, alles auf einer Ebene, altersgerecht.
Nur wenige Stunden, dann sollen die Pegelstände wieder
Nächstes Weihnachten feiern wir dort.“
sinken. Aber die durchweichten Böden halten nicht
mehr stand. Der Damm zwischen Mulde und Seelhausener See bricht. Es kommt wie befürchtet: Löbnitz wird
überschwemmt. In Bienerts Haus steht das Hochwasser
zweieinhalb Meter hoch. Erst nach fünf Tagen läuft es
Haus, Möbel, Kuscheltiere – was die
Versicherung bei Flut übernimmt
wieder ab. Als Bienert in wasserdichten Wathosen sein
Haus das erste Mal betritt, ist er entsetzt: „Es stinkt
Wer Elementarschäden in seine Wohngebäude- und
unerträglich nach Heizöl.“ Alles, was in den Kellern stand,
Hausratversicherung eingeschlossen hat, ist auch
schwimmt nun im Wasser. Öl, Farben, Chemikalien.
bei Hochwasser abgesichert. Die Kosten für Trocknung
Wände, Fußboden und Möbel haben sich damit vollgeso-
und Renovierung des Eigenheims übernimmt die
gen. Der Gutachter von R+V kommt zu dem Schluss,
Wohngebäudeversicherung. Ist der Hauseigentümer im
dass hier nichts mehr zu retten ist. Das Haus wird abge-
Urlaub, zahlt sie die vorzeitige Rückreise. Muss die
rissen, Bienert will neu bauen – in der Nähe seiner
Familie ins Hotel, geht die Rechnung an R+V. Ist im
Eltern hat er ein Grundstück gekauft. Es liegt hoch genug,
Keller Heizöl ausgelaufen, muss verseuchte Erde
sicher vor der Flut. R+V übernimmt die Kosten für
abgetragen werden – R+V übernimmt die Sanierung.
Abriss, Neubau und ein Jahr lang auch Miete für die Un-
Und ist das Haus ein Totalschaden, wird der Neu-
terkunft. Das überschwemmte Grundstück ist von Öl
bau bezahlt – sogar auf einem neuen, flutsicheren
verseucht, den Bodenaushub zahlt R+V. Möbel, Kleidung,
Grundstück. Die Hausratversicherung übernimmt
die Plüschtiere der Tochter – alles neu. Nur die Kinder-
die Schäden an Einrichtung, Haushaltsgeräten, Klei-
zimmermöbel haben die Flut überstanden: Eine Behand-
dung. Sogar Plüschtiere der Kinder ersetzt sie.
lung in der Ozonkammer konnte den Geruch beseitigen.
72
 
15.000
Menschen in Sachsen müssen wegen des
Hochwassers ihre Häuser verlassen –
einige Hundert davon in dem Dorf Löbnitz
an der Mulde.
Im Übergangsquartier: Bis das neue
Haus gebaut ist, lebt die Familie von
Guido Bienert zur Miete. Immerhin:
Mäh, das Schaf, konnte gerettet werden.
Blick aus dem Fenster: eine braune,
stinkende Brühe steht im liebevoll
angelegten Garten.
Tochter Isa radelt mit Cousin Nico zu
dem neuen Grundstück. Vater Bienert
freut sich, dass er mit dem Neubau
bald beginnen kann.
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Interview
Schäden regulieren ist Kernaufgabe
einer Sachversicherung
F
lut, Hagelunwetter und Stürme bescherten R+V und
etwa die Hälfte der Kosten. Dennoch mindert der Scha-
der gesamten Versicherungsbranche in Deutschland
denaufwand das Geschäftsergebnis.
im vergangenen Jahr eine ungewöhnlich große Anzahl
von Schäden. Dagegen hielten sich weltweit 2013 die
DR. LAMBY: Die R+V Rück hat dagegen ein sehr gutes
Schäden durch Naturkatastrophen in Grenzen. Zwei
Jahr gehabt. Weltweit gab es im vergangenen Jahr nur
R+V-Vorstände ziehen die Bilanz des Schadenjahres 2013
wenige Schäden durch Naturkatastrophen. Wir achten auf
und werfen einen Blick in die Zukunft.
regionale Streuung und kommen so in den Genuss von
Ausgleichseffekten. Da unsere wichtigsten Märkte in Euro-
War 2013 ein schlechtes Jahr für Kompositversicherer?
pa – allerdings nicht in Deutschland – und in den USA
DR. ROLLINGER: Es war jedenfalls kein einfaches Jahr.
liegen, mussten wir 2013 vergleichsweise wenige Leistun-
Seit Juni hielten uns große Schadenereignisse in
gen auszahlen. Die R+V Rück konnte 2013 das beste
Atem – zwischen Juni und Dezember wurden wir von rund
Ergebnis der Unternehmensgeschichte einbringen.
120.000 Schadenmeldungen zu Elementarereignissen
regelrecht überrannt. Dennoch möchte ich deutlich sagen:
Welche Folgen haben die hohen Schadenaufwendungen –
Die Regulierung von Schäden ist nun einmal die zen-
werden nun die Prämien steigen?
trale Aufgabe der Sachversicherung. Und in diesem Jahr
DR. ROLLINGER: Kurz gesagt: ja. Wir können nicht mehr
haben wir gezeigt, was wir können! Unser Ziel war, den
ausgeben, als wir einnehmen. In der Wohngebäudever-
Kunden schnell und unbürokratisch zu helfen. Dafür haben
sicherung haben wir schon seit Jahren eine Kostenexplo-
wir von Kunden und von unseren Vertriebspartnern
sion. Das liegt weniger an Unwettern als an den maro-
sehr positives Feedback bekommen.
den Wasserleitungen in älteren Häusern. Nach diesem
Schadenjahr sind wir gezwungen, die Prämien anzu-
So viele Schäden treiben die Aufwände in die Höhe –
passen. Aber wir werden die Verträge nicht einfach kün-
wie sieht die Bilanz des Jahres 2013 aus? War auch die
digen, sondern unseren Kunden faire Angebote machen.
Rückversicherung davon betroffen?
Übrigens befinden wir uns da in guter Gesellschaft, an-
DR. ROLLINGER: Allein für die Elementarschäden rechnen
dere Versicherer haben damit längst begonnen.
wir mit über 500 Millionen Euro Aufwand. Das ist eine
Vervierfachung im Vergleich zu 2012. Seit einigen Jahren
74
DR. LAMBY: Auch die Preise für Rückversicherung sind in
haben wir allerdings eine Rückversicherung für unsere
Deutschland kräftig gestiegen: um rund 40 Prozent!
Elementarschäden abgeschlossen. Eine gute Entschei-
Da die Verträge nur für ein Jahr abgeschlossen werden,
dung: Die Rückversicherung übernimmt in diesem Jahr
können Rückversicherer hier viel schneller reagieren.
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Dr. Christoph Lamby, R+V-Vorstand Rückversicherung, (links) und Dr. Norbert Rollinger, R+V-Vorstand Komposit,
vor dem Rhein bei Mainz – am 5. Juni 2013 stand hier der Pegel bei 6,82 Meter, die Schifffahrt wurde eingestellt.
„Die Regulierung von
Schäden ist nun einmal
die zentrale Aufgabe
der Sachversicherung.
2013 haben wir gezeigt, was wir können!“
dichte nur gering. In den Industriestaaten, auch in
Deutschland, gibt es allerdings viel mehr Werte als früher,
da müssen wir mit großen Schadensummen rechnen.
Manche fordern nun eine Pflichtversicherung für alle …
DR. ROLLINGER: Das ist nicht sinnvoll, denn es löst das
Problem nicht. Eine Pflichtversicherung nimmt jeden
Anreiz für Vorsorgemaßnahmen. Welches Bundesland
investiert dann noch in Hochwasserschutz? Welche
Gemeinde verzichtet auf Neubaugebiete nahe dem Fluss?
Wer würde privat für viel Geld seine Heizung ins Dach
verlegen, den Keller fliesen oder Schutzmauern errichten?
Die Versicherung zahlt ja …
Müssen wir nun mit einer Häufung solcher Naturkata-
Aber diese Vorsorgemaßnahmen sind wichtig, zusätzlich zu
strophen rechnen?
einer Versicherung. Heute ist bundesweit nur jeder
DR. LAMBY: Viele Wissenschaftler sagen voraus, dass
dritte Haushalt gegen Naturgefahren abgesichert, bei R+V
durch die Klimaveränderung Zahl und Stärke der Natur-
schon jeder zweite. Aber es könnten viel mehr sein:
ereignisse zunehmen werden. Nicht immer ist das auch
99 Prozent aller Gebäude sind versicherbar. Deshalb
mit bezifferbaren Schäden für die Versicherungen ver-
sprechen wir die Kunden darauf an – und merken,
bunden – in Entwicklungsländern ist die Versicherungs-
dass das Bewusstsein für diese Risiken gewachsen ist.
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Die Schaden-Experten der Unwetter-Einsatzzentrale (v. l.): Alois Dittrich und Sylvine Löhmann (Haftpflicht-, Sachschaden),
Jürgen Bauer (Schadensteuerung / -technik), Martin Hansmann (Sprint), Jochen Löhmann (KUSS / Bauwesen) und die Außenregulierer
aus den Direktionsbetrieben Andreas Gärtner (Stuttgart), Michael Wiese (Hannover) und Jörg Lüderitz (Frankfurt am Main).
R+V-Unwetter-Einsatzzentrale, Wiesbaden
„Wir sind für Sie da“: Geballtes Know-how
beim R+V-Krisenmanagement
G
ut organisiert ist halb gewonnen: Wenn die Natur
wieder einmal verrückt spielt, ganze Regionen unter
Wasser setzt, schwere Stürme oder Hagelschauer über
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Anfangs ahnte niemand, dass eine Flutkatastrophe bevorstehen könnte, die die sogenannte „Jahrhundertflut“ im
Jahr 2002 an der Elbe noch übertreffen würde. Doch dann
das Land jagt, schlägt die Stunde der neuen R+V-Unwetter-
ergoss sich von Ende Mai bis Anfang Juni die schier
Einsatzzentrale. Sie koordiniert den Einsatz von Scha-
unvorstellbare Menge von 22,76 Billionen Litern Wasser
denregulierern, Sachverständigen und Dienstleistern, legt
über der Bundesrepublik – etwa der Inhalt des kom-
fest, wer wann mit wem kommuniziert, und mobilisiert
pletten Baikalsees. Die nach den vorhergehenden Regen-
auch im Service Center sowie in den bundesweiten Scha-
fällen ohnehin schon hohen Pegelstände vieler Flüsse
denabteilungen alle verfügbaren Kräfte. Alles begann
erreichten jetzt historische Höchstwerte. Viele Kommunen
im Frühling 2013: Deutschland versank im Dauerregen.
rüsteten sich für den Hochwasser-Ernstfall.
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Die Geburtsstunde der Einsatzzentrale
ausgelaufenes Heizöl übernahm einer der rund 30
Ende Mai meldeten Kunden von R+V und KRAVAG die
Bausachverständigen oder Umweltexperten der KRAVAG
ersten Überschwemmungsschäden. Kurz danach entschie-
Umweltschutz und Sicherheitstechnik GmbH (KUSS).
den sich die R+V-Abteilungsleiter Alois Dittrich, Haft-
Schnelle Vorauszahlungen ermöglichten den betroffenen
pflicht- / Sachschaden, und Jürgen Bauer, Schadensteue-
Kunden, schon bald mit den ersten Reparaturen
rung / -technik, eine Unwetter-Einsatzzentrale ins Leben
zu beginnen und ihren zerstörten Hausrat zu ersetzen.
zu rufen. Sie trommelten Kollegen aus ihren Abteilungen
und den Direktionsbetrieben in Stuttgart, Hannover und
Information ist das A und O
Frankfurt zusammen. Und sie holten die Spezialisten der
„Die permanente Kommunikation mit unseren Außen-
R+V-Dienstleister sowie die Kommunikations-Profis
dienst-Mitarbeitern und den Vertriebspartnern in den Flut-
aus dem Vertrieb und der Konzern-Kommunikation mit ins
gebieten sowie mit den Dienstleistern und Schaden-
Boot. „Wer eine solche Naturkatastrophe erfolgreich
spezialisten hat sich sehr bewährt“, betont Dittrich. „Da
bewältigen will, braucht Know-how aus vielen Bereichen“,
jeder zu jeder Zeit die notwendigen Informationen und
so Dittrich. Aus der Vergangenheit hatte der Schaden-
Vollmachen hatte, kam es erst gar nicht zu unnötigen
Experte gelernt, dass in solchen Ausnahmesituationen
Nachfragen oder Zeitverzögerungen.“ Sehr wichtig war
Kommunikation ebenso wichtig ist wie die Schaden-
Dittrich auch der gute Kontakt zu den Journalisten, denn
bearbeitung: „Damit alles reibungslos funktioniert, müssen
die Zeitungen veröffentlichten nicht nur die Statements
alle umfassend informiert sein – vom Mitarbeiter im
zur Schadenhöhe der Flutkatastrophe, sondern beispiels-
R+V Service Center über den Außendienst-Mitarbeiter bis
weise auch eine R+V-Checkliste mit Verhaltensregeln
hin zu den Sachverständigen, Dienstleistern und Scha-
für die vom Hochwasser Betroffenen und Tipps zum Um-
denregulierern vor Ort.“
gang mit Überschwemmungs- und Ölschäden.
Die Ärmel hochkrempeln und helfen
Nach dem Hochwasser kamen die Stürme
Am 5. Juni traf sich das elfköpfige Team der Unwetter-
Mitte Juli ließ die Anspannung nach. Fast alle Kunden
Einsatzzentrale zur ersten Lagebesprechung. „Die Anspan-
hatten ihre Schäden gemeldet, die Flüsse waren in ihr Bett
nung war geradezu greifbar, denn die Hochwasserlage
zurückgekehrt, die Reparaturarbeiten vielerorts bereits
verschärfte sich zusehends. Doch wir waren auch hoch
in vollem Gang. Doch gerade als die Unwetter-Einsatzzen-
motiviert“, erinnert sich Bauer. „Uns allen war klar:
trale ihre Arbeit beenden wollte, tobten die ersten Ha-
Jetzt müssen wir die Ärmel hochkrempeln und unseren
gelstürme durchs Land, deckten Dächer ab und zerschlu-
Kunden beweisen, dass wir ihnen in dieser Notlage
gen Tausende von Autos. Jetzt waren auch die Kfz-
schnell und unbürokratisch helfen.“ Ein erster Schritt war
Sachverständigen der Servicegesellschaft carexpert im
die Einrichtung einer Hochwasserschaden-Hotline. Kurz
Dauereinsatz. Schon wenige Stunden nach den Hagel-
danach signalisierten Plakate und Anzeigen in den örtli-
schauern starteten sie Sammelbesichtigungen zur Begut-
chen Tageszeitungen den Kunden: „Wir sind für Sie da.
achtung der zerstörten Autos. Nach den guten Erfah-
Rund um die Uhr“. Damit kein Kunde lange warten mus-
rungen beim Management der Überschwemmungsschäden
ste, hatte die Koordination der rund 50 Schadenregu-
entschieden Alois Dittrich und Jürgen Bauer schnell:
lierer im Hochwassergebiet höchste Priorität. Sobald das
„Die Einsatzzentrale bleibt bestehen. Gemeinsam können
Wasser abgelaufen war, kam der Dienstleister Sprint
wir Naturkatastrophen besser bewältigen – zum Wohle
mit über 17.000 Trocknungsgeräten zum Einsatz. Größere
unserer Kunden, aber auch unserer Vertriebspartner und
Schäden am Haus oder Umweltschäden etwa durch
Mitarbeiter.“
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Krämer GmbH, Metzingen
6.000 Löcher im Dach –
in 10 Minuten
Am letzten Sonntag im Juli fährt Stefan Krämer mit einigen
Freunden in die Otto-Schott-Straße in Metzingen. Dort
im Gewerbegebiet steht das Hauptgebäude seines Unternehmens – Stefan Krämer stellt mit 40 Mitarbeitern
riesige Industriebegehungen aus Aluminium und traditionelle Malerleitern aus Holz her. Die Freunde wollen
sich eine kleine Kunstausstellung ansehen, die im Foyer
aufgebaut ist. Es ist heiß und drückend. Alle sind froh,
als sie endlich drinnen im Schatten sind. Draußen verdunkelt sich der Himmel, Wind kommt auf. Vielleicht wird
ein Gewitter Abkühlung bringen? Es beginnt zu regnen –
und dann bricht plötzlich die Hölle los. Riesige Hagelkörner prasseln auf den Asphalt, knallen auf Autodächer,
durchschlagen die Oberlichter in der Fertigungshalle.
Die Außenjalousien reißen aus den Halterungen, Fensterscheiben platzen. Ein betagter BMW schleudert über
den Bordstein, der Fahrer rettet sich unter das Vordach
der Halle. „Er fürchtete wohl um sein Leben“, erzählt
Stefan Krämer. Und fügt hinzu: „Ich kann ihn verstehen.
So etwas habe ich noch nicht erlebt.“
Riesige Hagelkörner zerschlagen Dächer und Wände
Noch während der Regen in Strömen herunterrauscht,
steigen die Männer mit Stefan Krämer auf das Hallendach
und flicken notdürftig die zerborstenen Oberlichter mit
Metallplatten. Geistesgegenwärtig hebt er eines der Hagelkörner auf und legt es ins Gefrierfach. Am nächsten
In Metzingen, 30 Autominuten südlich von Stuttgart,
Tag misst er nach: Sechs Zentimeter Durchmesser hat die
hat der Hagelsturm am 28. Juli gewaltige Schäden
Eiskugel und wiegt 60 Gramm – so groß wie ein Tennis-
hinterlassen.
ball und so schwer. Die Fertigungshalle für die Aluminium-
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Sechs Zentimeter Durchmesser, 60 Gramm schwer. Tennisballgroße Eisgeschosse richteten
riesigen Schaden an: Dachziegel wurden durchschlagen, Fenster zerbarsten, Autos waren
von Dellen übersät.
Laufstege ist glimpflich davongekommen, auch weil
paraturen gestalteten sich schwieriger. Die ungeheure Zahl
Krämer das Dach so schnell abdichten konnte. „Wir konn-
der Schäden sorgte bei den Handwerkern der Region
ten gleich am Montag weiterarbeiten. Nicht mal die
für prall gefüllte Auftragsbücher. Auf Monate hinaus war
Konstruktionszeichnungen sind nass geworden.“
kein Termin zu bekommen. Bekannte vermittelten ihm
einen Dachdecker aus dem Schwarzwald. „Am 9. Oktober,
Schlimmer sieht es an der alten Halle aus, wo die Firma
fast zweieinhalb Monate nach dem Unwetter, hatte
im Jahr rund 30.000 Holzleitern herstellt. Krämer
unsere Halle wieder ein neues Dach“, meint Krämer und
traut seinen Augen kaum: Das Eternitdach ist von Tausen-
lacht. „Das ist aus Stahlblech. Da habe ich doch die
den Löchern übersät. „Wir haben nachgezählt“, berich-
Hoffnung, dass kein Hagel durchkommt.“
tet er: „Auf 600 Quadratmetern Dach waren rund 6.000
Löcher.“ Auch die Außenwand aus Hartfaserplatten
haben die Eisgeschosse glatt durchschlagen. In der Halle
steht das Regenwasser zentimetertief. Schnell stellt
sich heraus: Das Dach aus den 60er Jahren ist asbesthal-
Noch nie gab es so massive Schäden
durch Hagel
tig. Der Schadenregulierer von R+V hatte den Verdacht
zuerst geäußert, ein Chemie-Sachverständiger bestätigt
Nur 10 Kilometer breit war das Unwetter, das am
ihn. Die Folge: Die Halle wird gesperrt, Dach und Inhalt
28. Juli 2013 mit zerstörerischer Gewalt über Tübin-
müssen entsorgt werden. Auch 50 Tonnen Red-Pine-Holz,
gen, Reutlingen und Metzingen niederging. Meteo-
aus Amerika importiert, waren nicht mehr zu retten.
rologen sprachen von einer Superzelle mit Großhagel.
Asbestgefahr – Spezialisten müssen ran
durchlöcherte Dächer und zerborstene Fenster. In
Danach suchte sich Starkregen den Weg durch
Abbruch und Abtransport des asbestverseuchten Materials
den drei Wochen vom 29. Juli bis zum 19. August
übernehmen die Sanierungsexperten von Sprint, einem
zogen gleich vier heftige Unwetter über Nord- und Süd-
Serviceunternehmen von R+V. „Diese Halle machte ein
deutschland hinweg. Die Tiefdruckgebiete mit den
Drittel des gesamten Schadens aus“, erzählt Stefan
harmlos klingenden Namen „Andreas“, „Dirk“, „Ernst“
Krämer. Am Ende kommen 495.000 Euro zusammen, die
und „Franz“ bewiesen eine unvergleichliche Zerstö-
R+V ihm für die Instandsetzung der Gebäude, die Ent-
rungskraft: Fast 40.000 Sachschäden und mehr als
sorgung der gesundheitsgefährdenden Stoffe und drei
23.000 Kfz-Schäden gingen bei R+V ein, der Scha-
Wochen Betriebsunterbrechung zahlt. Krämer weiß die
denaufwand betrug 279 Millionen Euro.
reibungslose Regulierung durch R+V zu schätzen. Die Re-
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7.906
Schadenmeldungen gingen bei der
Ein Dach wie ein Schweizer Käse –
Schadenhotline allein am 29. Juli ein.
mit Wucht durchschlugen die Hagelkörner das Dach der Lagerhalle.
Laufstegsysteme für den Sondermaschinen- und Anlagenbau – die
Industriebegehungen aus Aluminium
liefert Krämer in die ganze Welt.
Wieder wie neu: Produktionshalle
und Holzlager mit einem Dach aus
Stahlblech.
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Alexander Klar, Bottrop / Gnadenhof, Uphusum
„Christian“ hinterließ
eine Schneise der
Verwüstung
Orkantief „Christian“ hat bereits einen langen zerstörerischen Weg vom Nordatlantik über die Niederlande,
England, Schweden und Dänemark hinter sich, als es am
Montag, den 28. Oktober, auf die deutsche Küste prallt.
Die Menschen sind alarmiert: Der Deutsche Wetterdienst
hat für Schleswig-Holstein, Bremen und Niedersachsen
eine Unwetterwarnung herausgegeben. Doch trotz der
Vorwarnungen sind selbst die sturmerprobten Norddeutschen überrascht von der enormen Wucht des Unwetters – der Orkan rast mit einer Geschwindigkeit bis zu
191 Stundenkilometern übers Land.
„Die Schafe hatten einen Schutzengel“
In Uphusum, einer kleinen nordfriesischen Gemeinde unweit von Niebüll, holt Frank Hummel bei den ersten
Anzeichen des Sturms alle Schafe und Ziegen von den
Weiden. Auch die Enten, Gänse und Hühner müssen
in ihre Ställe, weil er befürchtet, dass der Sturm sie sonst
mit sich reißt. Ab Mittag fegt „Christian“ auch über
seinen Gnadenhof. „Gegen 15 Uhr hörte ich ein lautes
Krachen, und unmittelbar darauf begannen die Schafe
angstvoll zu blöken“, erzählt der Tierschützer. Ein von einer
heftigen Böe entwurzelter riesiger Baum hatte eine
Mauer des Stalls eingedrückt und Teile des Dachs mit sich
gerissen: „Wie durch ein Wunder überlebten alle Schafe
das Unglück unverletzt. Der Baum blieb in einem Winkel
von 45 Grad stehen, und die Herde konnte sich im inWenn Stürme über die Nordsee peitschen, steht der
takten Teil des Stalls in Sicherheit bringen.“
Fährverkehr in Dagebüll still. Bei hohem Wellengang
sind An- und Ablegemanöver zu gefährlich.
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Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume, demolierte Autos: Der Zerstörungswut von Orkan
„Christian“ fielen in Europa auch 14 Menschen zum Opfer, davon allein acht in Deutschland.
Gefahr durch fliegende Äste
Schadenregulierer. Jens Aue ist seit Tagen im Sturm-
Beim raschen Rundgang über den Hof entdeckt Hummel
gebiet unterwegs und begutachtet auch die Schäden auf
noch weitere Schäden. Auch im Stall der Lamas hat
dem Gnadenhof. Er sieht, dass Hummels Kalkulation
„Christian“ das Dach beschädigt und obendrein ganze
realistisch ist, und schon kurze Zeit später ist das Geld
Büschel aus dem Reetdach des Wohnhauses gerissen.
auf dem Konto von Alexander Klar. Er und Frank Hum-
Da es heftig regnet, bringen Hummel und seine Helferin
mel sind sehr dankbar für die schnelle Hilfe: „Zumindest
Monique die Tiere schnell in leer stehenden Ställen in
die Notreparaturen hätten wir nicht lange hinauszögern
Sicherheit. Dabei ist Vorsicht geboten. Noch immer tobt
können. In diesem regenreichen Jahr ist ein geschützter
der Sturm und schleudert abgerissene Äste durch die
Unterstand für die Tiere lebensnotwendig.“
Luft. Später entdeckt Hummel, dass der Orkan in der Umgebung ganze Baumreihen in Alleen wie Streichhölzer
umgeknickt hat. Stellenweise hat das breite Wurzelwerk
der Pappeln große Löcher in die Straßen gerissen.
Verheerende Bilanz von „Christian“:
Über 17.000 Schäden allein bei R+V
Kosten kalkulieren und selbst reparieren
Am späteren Abend erinnern nur noch vereinzelte Böen an
„Christian“ war eines der heftigsten Unwetter, das
den stürmischen Tag. „Christian“ zieht in Richtung
2013 über Deutschland wütete. Allein in Schleswig-
Baltikum weiter. Jetzt ruft Frank Hummel seinen Vermieter
Holstein zählte die Polizei fast 3.500 sturmbe-
an. Alexander Klar aus Bottrop hat das Anwesen 2009
dingte Einsätze. Zerrissene Oberleitungen und blockier-
gekauft und dem Gnadenhof zur Verfügung gestellt. Zum
te Schienen legten den Bahnverkehr auf weiten
Glück hat er auch eine Gebäudeversicherung abge-
Strecken still, zahlreiche Straßen waren durch um-
schlossen, die bei Sturmschäden einspringt. Klar gibt sei-
gestürzte Bäume unpassierbar.
nem Mieter grünes Licht: Frank Hummel soll sich direkt
mit R+V in Verbindung setzen und die Schäden melden.
Bei R+V standen die Telefone nicht still. Bereits am
Der Tierschützer hat sich entschlossen, alles selbst zu
28. und 29. Oktober gingen rund 12.000 Scha-
reparieren. Er sorgt sich um seine Tiere, und ohnehin ist
denmeldungen ein. Die Gesamtschadensbilanz von
es nach dem Sturm schwierig, Handwerker zu bekom-
„Christian“: Für rund 15.800 Sach- und 1.400
men – die Wartezeiten sind immens lang. Sorgfältig listet
Kaskoschäden zahlte R+V etwa 31,5 Millionen Euro
er alle Schäden auf und kalkuliert die Kosten für Mate-
an ihre Kunden.
rial und Arbeitszeit. Danach telefoniert er mit dem R+V-
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191
Stundenkilometer erreichte
Ein stürzender Baumriese riss die
Orkan „Christian“ an der Küste
Mauer des Schafstalls ein.
in Böen.
Ein neugeborenes Lämmchen fühlt
sich bei Frank Hummel und seiner
Helferin Monique geborgen.
Endlich wieder frische Luft schnuppern. Im Freien fühlen sich die Tiere
des Gnadenhofs am wohlsten.
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NATURKATASTROPHEN KÖNNEN DIE EXISTENZ BEDROHEN: PRIVATE ABSICHERUNG IST EIN MUSS
Ob privat oder beruflich: KRAVAG und R+V bieten umfassenden Versicherungsschutz,
unterstützen ihre Kunden beim Schadenmanagement und helfen, Schäden zu verhüten.
Haus und Hof rundum absichern
gefährdeten Zonen 1 und 2. Aber selbst in Hoch-
Schäden durch Hagel, Blitzeinschlag oder Sturm
wasser-Risikogebieten bekommen die meisten Haus-
ab Windstärke 8 sind in der Wohngebäudeversicherung
besitzer Versicherungsschutz. R+V prüft jedes
und in der Hausratversicherung automatisch ein-
Risiko individuell und berücksichtigt dabei beispiels-
geschlossen. Das Plus an Sicherheit: Für die finan-
weise auch, welche Vorkehrungen die Kommunen
ziellen Folgen von Überschwemmung, Starkregen,
getroffen haben, sowie eventuelle Hochwasser-Schutz-
Schneedruck, Lawinen oder Erdrutsch kommt die Ele-
maßnahmen des Hausbesitzers.
mentarschadenversicherung auf. Sie gibt es als
Zusatzbaustein zur Hausrat- und Wohngebäudever-
Vorbeugung tut not
sicherung.
Wasser dringt nicht nur durch Türen oder Fenster
ein, es sickert auch durch die Außenwände oder
In der Elementarschadenversicherung von R+V sind
gelangt über Sanitäranlagen ins Haus. An diesen „wun-
auch Rückstauschäden versichert, die als Folge einer
den Punkten“ eines Hauses müssen die Schutz-
Überschwemmung entstehen. Und zwar nicht nur
maßnahmen ansetzen. Druckwasserdichte Türen und
dann, wenn das Grundstück unter Wasser steht, son-
Fenster, Rückstausicherungen oder Erdwälle sind
dern beispielsweise auch, wenn die Straße vor dem
nur einige von vielen Möglichkeiten. R+V-Bauexperten
Haus durch Oberflächenwasser überflutet wird und das
helfen den Kunden, ihre Immobilie vor Hochwasser
Fassungsvermögen der Kanalisation erschöpft ist.
zu schützen.
Wie gefährdet ist eine Immobilie?
Risikoschutz für Firmenkunden
Um Gebäude- und Hausratversicherungen mit Elemen-
Firmenkunden können bei R+V ihre Gebäude samt
tarschadendeckung risikogerecht kalkulieren zu
Waren und Einrichtung gegen Elementarschäden absi-
können, haben die deutschen Sach- und Haftpflichtver-
chern sowie Maschinen und elektronische Anlagen.
sicherer das Zonierungssystem für Überschwem-
Die Ertragsausfallversicherung übernimmt die laufen-
mung, Rückstau und Starkregen – kurz ZÜRS Geo –
den Kosten, wenn der Betrieb beispielsweise nach
entwickelt. Vier Gefährdungsklassen zeigen an,
einer Überschwemmung stillsteht.
wie hoch – statistisch gesehen – das Risiko einer
86
Überschwemmung ist. In der höchsten Klasse
Kaskoversicherung übernimmt Schäden am Auto
müssen die Bewohner in jedem Jahrzehnt einmal mit
Wird das Auto überflutet oder durch Hagel beschädigt,
einer Überflutung rechnen, in der niedrigsten sel-
übernimmt die Teilkaskoversicherung die Repara-
tener als alle 200 Jahre. Was viele nicht wissen: Rund
turkosten und erstattet bei einem Totalschaden den
98 Prozent aller Gebäude liegen in den weniger
Wiederbeschaffungswert abzüglich des Restwertes.
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MEHRWERT FÜR KUNDEN: R+V-SERVICEGESELLSCHAFTEN GARANTIEREN KOMPETENTE HILFE
KRAVAG und R+V bieten mehr als die rasche Überweisung im Schadenfall. Experten aus
vielen Fachgebieten unterstützen die Kunden aktiv beim Schadenmanagement.
Kompetenz zeigt sich schon
bei der Schadenmeldung
Die R+V Service Center GmbH
Sanierung nach Wasser-,
Sturm- und Brandschäden
Die Sprint Sanierung GmbH
Als erfahrene Versicherungsprofis nehmen die Kunden-
Durchfeuchtete Häuser trocknen, entkernen und des-
berater im Service Center die Schäden nicht nur
infizieren ist eine der Kernkompetenzen von Sprint.
auf, sie geben den Kunden beispielsweise auch Tipps
Damit die Wasserschäden nicht die Substanz eines
zur Schadenminimierung, beauftragen Sachver-
Hauses angreifen, haben schnelle Erstmaßnah-
ständige oder vermitteln Reparaturbetriebe. 2013
men zur Schadenbegrenzung und leistungsstarke
haben die Mitarbeiter rund 250.000 Sachschäden
Trocknung oberste Priorität bei der Sanierung.
und etwa 600.000 Kfz-Schäden angelegt, davon allein
Während der Flutkatastrophe war Sprint mit Europas
80.000 nach den Stürmen im Juni und Juli. Inter-
größtem Trocknungsgeräte-Park von fast 17.000
essant: Die Hagel- und Sturmschäden im Sommer
eigenen Maschinen im Einsatz. Insgesamt haben die
verursachten rund zwanzig Mal so viele Schaden-
Sanierungsexperten 2013 fast 7.000 Elementar-
meldungen wie das Hochwasser.
schäden bearbeitet.
20 Jahre Erfahrung
zahlen sich aus
Qualifiziertes
Schadenmanagement
Die carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH
Die KRAVAG Umweltschutz und Sicherheitstechnik
Carexpert ist immer dann der richtige Partner, wenn
GmbH (KUSS)
es um die schnelle und qualifizierte Besichtigung
Wenn Öltanks ausgelaufen sind, die Flut das Haus
und Beurteilung von Kfz-Schäden geht. 2013 haben
unterspült hat oder verdächtige Risse auftreten,
die rund 300 Kfz-Sachverständigen von carexpert
müssen versierte Sachverständige den Schaden beur-
allein für R+V über 100.000 Fahrzeuge begutachtet,
teilen, damit die Sanierung schnell beginnen kann.
darunter fast 30.000 Hagelschäden. Wo auch
Hier ist die Kompetenz der Umwelt- und Bau-Experten
immer ein Hagelunwetter niedergeht – carexpert mietet
der KUSS gefragt. Nach der Flut hat ein Heer von
sofort Hallen an, jeder Kunde bekommt einen fes-
internen und externen Sachverständigen unter ihrer
ten Termin und kann danach eine Werkstatt mit der
Regie innerhalb weniger Tage alle gefährdeten
Reparatur beauftragen.
Häuser begutachtet. So konnte R+V mit zielgerichteten
Sofortmaßnahmen weitere Schäden verhindern.
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KRAVAG-ALLGEMEINE
Versicherungs-Aktiengesellschaft
Heidenkampsweg 102, 20097 Hamburg, Tel. 040/23606-0
Eingetragen beim Amtsgericht Hamburg HRB 64830
Geschäftsbericht
2013
Vorgelegt zur ordentlichen Hauptversammlung
am 26. Juni 2014
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90
ALLGEMEINE
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KRAVAG-ALLGEMEINE
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
1.893,9 1.840,0 1.882,7 1.923,4 1.784,7 1.508,2 1.140,6 1.026,0
933,4
Anzahl der Verträge
in Tsd.
Gebuchte Beiträge brutto
in Mio. Euro
378,6
351,9
341,8
328,7
304,2
274,2
317,3
298,0
286,4
Kapitalanlagen
in Mio. Euro
400,2
363,8
337,8
341,1
337,3
285,9
267,0
236,9
223,8
Erträge aus Kapitalanlagen
in Mio. Euro
18,5
16,9
18,1
17,2
17,4
19,0
13,0
12,3
12,3
Nettoverzinsung der Kapitalanlagen
in %
4,1
4,8
4,6
4,7
5,2
5,7
4,7
5,1
5,4
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto
in Mio. Euro
315,7
295,9
303,4
292,1
274,4
236,0
270,9
247,5
242,1
Schadenrückstellung brutto
in Mio. Euro
358,7
333,7
305,0
286,7
273,2
250,5
259,6
244,3
217,4
Schwankungsrückstellung
in Mio. Euro
17,7
11,8
10,0
7,7
5,7
5,1
6,5
8,5
3,2
Eigenkapital
in Mio. Euro
69,5
62,9
61,9
64,5
67,3
70,0
63,4
62,4
50,8
Bilanzsumme
in Mio. Euro
451,8
401,8
377,7
380,7
374,9
324,0
309,6
270,4
256,6
ALLGEMEINE
91
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Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
Geschäftstätigkeit
Die Vorstände der Gesellschaften der R+V sind teilweise in Personalunion besetzt. Der R+V Konzern
wird geführt wie ein einheitliches Unternehmen.
Die KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-Aktiengesellschaft (KRAVAG-ALLGEMEINE) betreibt die Kraftfahrtversicherung über den Vertriebsweg Makler
und Mehrfachagenten. Das Versicherungsprogramm
umfasst unter anderem die Kraftfahrt- und Kraftfahrtgepäck- einschließlich der Beistandsleistungsversicherung sowie die Rückversicherung in allen
Versicherungszweigen. Die Gesellschaft betrieb im
Geschäftsjahr ausschließlich das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft.
Aufgrund vertraglicher Regelungen vermittelt der
Außendienst der R+V Allgemeine Versicherung AG
für die KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungsverträge
in allen Sparten.
Organisatorische und rechtliche Struktur
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
Die Anteile der KRAVAG-ALLGEMEINE werden zu
49,0 % von der KRAVAG-LOGISTIC VersicherungsAktiengesellschaft und zu 51,0 % von der
R+V KOMPOSIT Holding GmbH gehalten. Die
R+V KOMPOSIT Holding GmbH wiederum ist eine
100 %-ige Tochter der R+V Versicherung AG.
In dem nach § 312 Aktiengesetz (AktG) erstellten
Bericht über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen hat der Vorstand erklärt, dass die
Gesellschaft nach den Umständen, die ihm zu dem
Zeitpunkt bekannt waren, in dem die im Bericht
erwähnten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden,
bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene
Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass
andere berichtspflichtige Maßnahmen weder getroffen noch unterlassen wurden, nicht benachteiligt
wurde.
Die R+V Versicherung AG fungiert als Obergesellschaft des R+V Konzerns. Sie erstellt einen
Konzernabschluss nach IFRS, in den die KRAVAGALLGEMEINE einbezogen wird.
Die R+V Versicherung AG befindet sich über direkt
und indirekt gehaltene Anteile mehrheitlich im
Besitz der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ BANK AG). Weitere Anteile werden von der WGZ BANK AG Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank sowie anderen genossenschaftlichen Verbänden und Instituten gehalten.
Der Vorstand der R+V Versicherung AG trägt die Verantwortung für das gesamte Versicherungsgeschäft
innerhalb des DZ BANK Konzerns.
Der Jahresabschluss der KRAVAG-ALLGEMEINE ist
nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs
(HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV)
erstellt.
92
ALLGEMEINE
Die einheitliche Leitung des R+V Konzerns findet
ihren Niederschlag darüber hinaus in den zwischen
den Gesellschaften abgeschlossenen umfangreichen Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsvereinbarungen.
Personalbericht
Die KRAVAG-ALLGEMEINE beschäftigt keine eigenen
Mitarbeiter. Auf der Grundlage der bestehenden
Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträge werden die Aufgaben durch Mitarbeiter der
R+V übernommen.
Verbandszugehörigkeit
Die Gesellschaft ist unter anderem Mitglied folgender Vereine/Verbände:
– Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin
– Deutsches Büro Grüne Karte e.V., Berlin
– Verkehrsopferhilfe e.V., Hamburg
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KRAVAG-ALLGEMEINE im Markt
Maklerversicherer mit der nachhaltigsten
Kundenorientierung
Gebuchte Brutto- und Nettobeiträge
in Mio. Euro
300
379
329
Die KRAVAG-ALLGEMEINE zählt laut einer Studie zu
den Maklerversicherern mit der nachhaltigsten Kundenorientierung. In der Untersuchung des Marktforschungsinstituts ServiceValue GmbH und der AMC
Finanzmarkt GmbH erhielt die KRAVAG-ALLGEMEINE
mit fünf Sternen die höchste Bewertung. Die jährliche Studie fand 2013 bereits zum dritten Mal statt.
Auch in den beiden Vorjahren hatte die KRAVAGALLGEMEINE jeweils die bestmögliche Note erhalten.
Bei dem Wettbewerb „Nachhaltige Kundenorientierung in der Versicherungswirtschaft“ wurden im
Sommer 2013 mehr als 5.000 Privatkunden von
49 deutschen Versicherern befragt. In der Sparte
Maklerversicherer erhielten neben der KRAVAG-ALLGEMEINE lediglich zwei weitere Unternehmen die
Note fünf Sterne. In der Umfrage bewerteten die
Kunden unter anderem, inwieweit ihr Anbieter sozial
verantwortlich handelt, er Wert auf eine partnerschaftliche und faire Kundenbeziehung legt und wie
verlässlich seine Aussagen sind.
Die erfolgreiche und zuverlässige Zusammenarbeit
mit ihren Vertriebspartnern ermöglicht der KRAVAGALLGEMEINE eine große Reichweite in der Kundenansprache und stellt – zusammen mit maßgeschneiderten Versicherungsprodukten – einen
wesentlichen Erfolgsfaktor dar.
Geschäftsverlauf der KRAVAG-ALLGEMEINE im
Überblick
Für die KRAVAG-ALLGEMEINE war 2013 ein gutes
Jahr. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich
um 7,6 % auf 378,6 Mio. Euro. Entscheidenden
Anteil an dieser positiven Entwicklung hatte erneut
der Maklervertrieb. Das in den Vorjahren gestartete
Maßnahmenbündel aus Tarifgestaltung im Neuge-
200
342
352
304
226
245
254
262
2010
2011
2012
282
100
2009
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Gebuchte Nettobeiträge
schäft und Beitragsanpassungen im Bestand
erwies sich auch im Geschäftsjahr als wirksam,
was sich in einem erneuten deutlichen Anstieg der
Durchschnittsbeiträge widerspiegelte.
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten
sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,7 %. Ursächlich
für diese Entwicklung war einerseits der Bestandszuwachs, andererseits wirkten sich die zahlreichen
Unwetterereignisse ab der Jahresmitte aus. Die
Gesellschaft war insbesondere durch die Hagelstürme Ende Juli 2013 sowie durch die Herbst- und
Winterstürme betroffen, so dass die Geschäftsjahresschadenaufwendungen um 7,4 % auf
332,5 Mio. Euro (2012: 309,5 Mio. Euro) stiegen.
Bedingt durch die überproportionale Beitragssteigerung lag die Geschäftsjahresschadenquote mit
88,0 % jedoch auf dem Niveau des Vorjahrs (2012:
88,1 %). In Verbindung mit einem verbesserten
Abwicklungsergebnis der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellungen für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle ergab sich eine bilanzielle Brutto-Schadenquote von 83,5 % (2012: 84,2 %). Nach
Berücksichtigung der Abgabe an die Rückversicherer belief sich die bilanzielle Netto-Schadenquote
auf 82,8 % (2012: 86,2 %).
Die Brutto-Kostenquote erreichte mit 16,5 % den
guten Wert des Vorjahrs (2012: 16,5 %).
ALLGEMEINE
93
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 94
Kraftfahrt Haftpflichtversicherung
in Mio. Euro
Kraftfahrt gesamt
in Mio. Euro
300
299
322
320
200
335
322
300
345
379
332
304
200
179
150
192
198
203
215
174
184
179
175
179
2009
2010
2011
2012
2013
100
100
50
2009
2010
2011
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
Das versicherungstechnische Nettoergebnis vor
Veränderung der Schwankungsrückstellung betrug
3,1 Mio. Euro (2012: - 6,0 Mio. Euro). Nach einer
Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 6,0
Mio. Euro (2012: 1,8 Mio. Euro) betrug das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung
- 2,9 Mio. Euro (2012: - 7,8 Mio. Euro).
Das nichtversicherungstechnische Ergebnis belief
sich auf 13,5 Mio. Euro (2012: 14,6 Mio. Euro).
Das Kapitalanlageergebnis betrug 15,7 Mio. Euro
(2012: 16,8 Mio. Euro). Der Saldo aus Sonstigen
Erträgen und Aufwendungen lag mit - 2,1 Mio. Euro
auf Vorjahresniveau (2012: - 2,1 Mio. Euro).
Nach Berücksichtigung eines Steueraufwands in
Höhe von 4,0 Mio. Euro (2012: 5,8 Mio. Euro)
ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 6,6
Mio. Euro (2012: 1,0 Mio. Euro).
Geschäftsverlauf im selbst
abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
Kraftfahrtversicherung (gesamt)
Positives versicherungstechnisches Netto-Ergebnis
vor Schwankungsrückstellung
Die Gesellschaft betreibt im Wesentlichen die Kraftfahrtversicherung. Die Daten sind daher nahezu
identisch mit denen des Gesamt-Geschäftsverlaufs.
94
ALLGEMEINE
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
Die Kraftfahrtunfallversicherung und die Beistandsleistungsversicherung werden gesondert ausgewiesen.
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung stellt mit
einem Anteil von 56,9 % (2012: 57,6 %) bezogen
auf die gesamten Beiträge die beitragsstärkste
Sparte der KRAVAG-ALLGEMEINE dar. Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 6,2 % auf
215,3 Mio. Euro (2012: 202,8 Mio. Euro).
Der Schadenverlauf zeigt neben einer nahezu
konstanten Schadenhäufigkeit einen Schadendurchschnitt ebenfalls auf Vorjahresniveau. Die
Geschäftsjahresschadenaufwendungen stiegen mit
2,6 % im Vergleich zum Beitragsanstieg nur moderat auf 179,2 Mio. Euro (2012: 174,7 Mio. Euro).
Nach Berücksichtigung des Abwicklungsergebnisses der aus den Vorjahren übernommenen Rückstellungen ergab sich eine bilanzielle Brutto-Schadenquote in Höhe von 79,8 % (2012: 83,3 %).
Unter Einbezug der Brutto-Kostenquote von 16,1 %
(2012: 16,0 %) erreichte die Brutto-Combined-Ratio
einen Wert von 95,9 % (2012: 99,3 %).
Die Sparte Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
schloss das Geschäftsjahr mit einem versicherungstechnischen Nettoergebnis für eigene Rechnung in Höhe von 4,5 Mio. Euro ab (2012:
- 1,7 Mio. Euro).
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Sonstige Kraftfahrt
in Mio. Euro
Kraftfahrtunfallversicherung
in Mio. Euro
150
156
120
100
126
130
136
136
142
3,9
3
3,4
142
149
130
2,6
2
2,6
2,7
50
3,7
3,7
1,9
1
1,3
1,1
2009
2010
2011
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
Sonstige Kraftfahrtversicherung
Unter der Sonstigen Kraftfahrtversicherung werden
die Sparten Vollkasko und Teilkasko zusammengefasst. Bedingt durch deren enge Anbindung an die
Kraftfahrtzeug-Haftpflichtversicherung stiegen die
gebuchten Bruttobeiträge von 142,1 Mio. Euro auf
156,2 Mio. Euro. Hierbei konnte wie in den Vorjahren die Sparte Vollkasko erneut Beitragsanteile zu
Lasten der Sparte Teilkasko dazu gewinnen.
Infolge der Unwetterereignisse des Geschäftsjahrs,
insbesondere der Hagelstürme Ende Juli in
Deutschland, stiegen die Geschäftsjahresschadenaufwendungen signifikant um 15,1 % auf 149,1
Mio. Euro (2012: 129,6 Mio. Euro). Unter Einbezug
des Abwicklungsergebnisses der aus dem Vorjahr
übernommenen Schadenrückstellungen ergab sich
eine bilanzielle Brutto-Schadenquote von 91,0 %
(2012: 86,9 %). Nach Berücksichtigung der Abgabe
an die Rückversicherer verblieb eine bilanzielle
Netto-Schadenquote von 87,4 % (2012: 89,3 %).
Die Brutto-Kostenquote verbesserte sich auf
16,7 % nach 16,9 % im Vorjahr.
Insgesamt schloss die Sparte das Geschäftsjahr
mit einem versicherungstechnischen Nettoergebnis
vor Veränderung der Schwankungsrückstellung von
- 4,4 Mio. Euro ab (2012: - 6,1 Mio. Euro). Nach
einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung in
2009
2010
2011
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
Höhe von 4,0 Mio. Euro (2012: 1,1 Mio. Euro)
verblieb ein versicherungstechnisches Ergebnis
für eigene Rechnung von - 8,4 Mio. Euro (2012:
- 7,2 Mio. Euro).
Kraftfahrtunfallversicherung
Die gebuchten Bruttobeiträge in der Kraftfahrtunfallversicherung beliefen sich auf 3,7 Mio. Euro (2012:
3,7 Mio. Euro).
Die Geschäftsjahresschadenaufwendungen waren
bei gleichbleibender Schadenfrequenz aufgrund signifikant geringerer durchschnittlicher Schäden rückläufig. Da sich das Abwicklungsergebnis ebenfalls
verbesserte, führte diese Entwicklung zu einer
Überkompensation der Schadenaufwendungen,
so dass eine bilanzielle Brutto-Schadenquote von
- 8,0 % verzeichnet wurde (2012: 39,5 %).
Nach Berücksichtigung einer Brutto-Kostenquote
von 25,3 % (2012: 24,2 %), lag die Combined Ratio
bei 17,3 % (2012: 63,8 %).
Der Schwankungsrückstellung wurden 1,8 Mio.
Euro (2012: 0,5 Mio. Euro) zugeführt. Der versicherungstechnische Gewinn für eigene Rechnung in
Höhe von 1,0 Mio. Euro lag auf Vorjahresniveau
(2012: 1,1 Mio. Euro).
ALLGEMEINE
95
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 96
Insgesamt wies die KRAVAG-ALLGEMEINE einen
Jahresüberschuss in Höhe von 6,6 Mio. Euro aus
(2012: 1,0 Mio. Euro).
Beistandsleistungsversicherung
in Mio. Euro
3
2,8
3,5
2,6
2
3,3
2,9
2,9
3,2
2,8
3,4
2,8
1
Ertragslage
Beitragseinnahmen
2009
2010
2011
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
Beistandsleistungsversicherung
Mit einem Anteil von unverändert 0,9 % an den
gebuchten Bruttobeiträgen ist die Beistandsleistung die kleinste Sparte der KRAVAG-ALLGEMEINE.
Die gebuchten Bruttobeiträge betrugen 3,4 Mio.
Euro (2012: 3,2 Mio. Euro).
Die bilanzielle Brutto-Schadenquote stieg auf
76,1 % (2012: 71,7 %).
Die Sparte schloss das Geschäftsjahr mit einem
versicherungstechnischen Gewinn für eigene Rechnung in Höhe von 5 Tsd. Euro (2012: - 6 Tsd. Euro)
ab.
Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen in 2013 um
7,6 % auf 378,6 Mio. Euro (2012: 351,9 Mio.
Euro). Die verdienten Nettobeiträge erhöhten sich
um 7,6 % auf 281,3 Mio. Euro (2012: 261,4 Mio.
Euro). Die Selbstbehaltsquote lag mit 74,5 % auf
Vorjahresniveau.
Versicherungsleistungen
Die Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
erhöhten sich auf 315,7 Mio. Euro (2012:
295,9 Mio. Euro). Infolge der Unwetterereignisse
im Jahr 2013 lagen die Geschäftsjahresschadenaufwendungen um 7,4 % über dem Vorjahreswert.
Das Ergebnis aus der Abwicklung der aus dem
Vorjahr übernommenen Schadenrückstellungen lag
um 3,1 Mio. Euro über dem Wert der Vorperiode,
so dass sich die bilanzielle Brutto-Schadenquote
auf 83,5 % verbesserte (2012: 84,2 %).
Kosten
Zusammenfassende Würdigung des
Geschäftsverlaufs
Die KRAVAG-ALLGEMEINE konnte ihre Stellung im
Markt erneut ausbauen. Dies spiegelt sich im
Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge wider. Schadenseitig war das Geschäftsjahr durch eine hohe
Elementarschadenbelastung infolge der Unwetterereignisse in Deutschland vom Sommer und Herbst
gekennzeichnet. Die Brutto-Kostenquote lag auf
Vorjahresniveau.
Das Kapitalanlageergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr. Zusammen mit einem Sonstigen
Ergebnis auf Vorjahresniveau ergab sich ein rückläufiges nichtversicherungstechnisches Ergebnis.
96
ALLGEMEINE
Mit einem Anstieg von 7,5 % auf 62,3 Mio. Euro
folgten die Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb der Beitragsentwicklung. Bezogen auf
die verdienten Bruttobeiträge lag die Brutto-Kostenquote mit 16,5 % erneut auf dem guten Niveau des
Vorjahrs (2012: 16,5 %).
Versicherungstechnisches Ergebnis
Die Gesellschaft schloss das Geschäftsjahr mit
einem versicherungstechnischen Bruttoergebnis
vor Veränderung der Schwankungsrückstellung von
1,2 Mio. Euro ab (2012: - 1,2 Mio. Euro). Nach
Berücksichtigung der Rückversicherungsanteile von
1,9 Mio. Euro (2012: - 4,8 Mio. Euro) und einer
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 97
Zuführung zur Schwankungsrückstellung in Höhe
von 6,0 Mio. Euro (2012: 1,8 Mio. Euro) verblieb
ein versicherungstechnisches Ergebnis für eigene
Rechnung von - 2,9 Mio. Euro (2012: - 7,8 Mio.
Euro).
au (2012: 2,3 Mio. Euro). Sie enthalten insbesondere Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen
sowie Zinsaufwendungen.
Kapitalanlageergebnis
Aus dem versicherungstechnischen Ergebnis für
eigene Rechnung, dem Kapitalanlageergebnis
sowie dem Saldo aus Sonstigen Erträgen und Sonstigen Aufwendungen erzielte die KRAVAG-ALLGEMEINE ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von 10,6 Mio. Euro (2012: 6,8 Mio.
Euro).
Die KRAVAG-ALLGEMEINE erzielte aus ihren Kapitalanlagen ordentliche Erträge in Höhe von 17,0 Mio.
Euro. Abzüglich ordentlicher Aufwendungen in Höhe
von 0,3 Mio. Euro ergab sich ein ordentliches
Ergebnis in Höhe von 16,7 Mio. Euro (2012:
14,9 Mio. Euro).
Auf den Rentenmärkten kam es kaum noch zu
Bonitätsherabstufungen, aber insgesamt stieg das
Zinsniveau an. Unter diesen gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen waren bei den Kapitalanlagen
der KRAVAG-ALLGEMEINE Abschreibungen in Höhe
von 2,5 Mio. Euro erforderlich. Aufgrund von Wertaufholungen früherer Abschreibungen wurden
1,3 Mio. Euro zugeschrieben. Durch Veräußerungen
von Vermögenswerten erzielte die KRAVAG-ALLGEMEINE einerseits Veräußerungsgewinne in Höhe
von 0,3 Mio. Euro, andererseits entstanden Veräußerungsverluste in Höhe von 0,1 Mio. Euro. Aus
den Zu- und Abschreibungen sowie den Veräußerungsgewinnen und -verlusten resultierte ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von -1,0 Mio. Euro
(2012: 1,9 Mio. Euro).
Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen, als Summe
des ordentlichen sowie des außerordentlichen
Ergebnisses, belief sich damit für das Geschäftsjahr 2013 auf 15,7 Mio. Euro gegenüber 16,8 Mio.
Euro im Vorjahr. Die Nettoverzinsung lag bei 4,1 %
(2012: 4,8 %).
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die Sonstigen Erträge betrugen wie im Vorjahr
0,2 Mio. Euro. Die Sonstigen Aufwendungen lagen
mit 2,3 Mio. Euro ebenfalls auf dem Vorjahresnive-
Gesamtergebnis
Unter Berücksichtigung des Steueraufwands von
4,0 Mio. Euro (2012: 5,8 Mio. Euro) verblieb ein
Jahresüberschuss in Höhe von 6,6 Mio. Euro
(2012: 1,0 Mio. Euro), der auf neue Rechnung vorgetragen wird.
Finanzlage
Kapitalstruktur
Zum 31. Dezember 2013 betrug das Eigenkapital
der KRAVAG-ALLGEMEINE 69,5 Mio. Euro (2012:
62,9 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote – bezogen
auf die verdienten Nettobeiträge – belief sich auf
24,7 % (2012: 24,1 %).
Das versicherungstechnische Spezialkapital (Eigenkapital zuzüglich Schwankungsrückstellung) erhöhte
sich auf 31,0 % (2012: 28,6 %) bezogen auf die
verdienten Nettobeiträge.
Das Eigenkapital der KRAVAG-ALLGEMEINE ist
wesentlicher Bestandteil zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen, insbesondere auch im Hinblick auf die aufsichtsrechtlichen
Eigenmittelanforderungen im Zuge der Einführung
von Solvency II.
ALLGEMEINE
97
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 98
364
zum Jahresende bei den gemäß § 341 b HGB dem
Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen stille
Lasten in Höhe von 0,5 Mio. Euro aus. Davon
waren lediglich Rentenpapiere betroffen.
2012
In der Kapitalanlage werden soziale, ethische und
ökologische Grundsätze dahingehend berücksichtigt, dass die KRAVAG-ALLGEMEINE wissentlich und
bewusst nicht in Kapitalanlagen investiert, die den
allgemein anerkannten Nachhaltigkeitsprinzipien
widersprechen.
Kapitalanlagen
in Mio. Euro
400
300
337
341
338
200
100
2009
2010
2011
2013
Versicherungstechnische Rückstellungen
Vermögenslage
Bestand an Kapitalanlagen
Das Jahr 2013 war an den Kapitalmärkten geprägt
durch eine konjunkturelle Erholung in den USA und
einem Rückgang der Krisenängste in der Eurozone.
Die Zinsen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen
schwankten im Jahresverlauf deutlich. Im Jahresendvergleich stiegen sie von 1,3 % auf 1,9 %. Die
Zinsaufschläge (Spreads) gingen zurück. Die europäischen Aktienmärkte, gemessen am Euro Stoxx
50, stiegen um 17,9 %.
Die Kapitalanlagen der KRAVAG-ALLGEMEINE wuchsen im Geschäftsjahr 2013 um 36,4 Mio. Euro
beziehungsweise um 10,0 %. Damit belief sich der
Buchwert der Kapitalanlagen zum 31. Dezember
2013 auf 400,2 Mio. Euro. Zur Minimierung des
Ausfallrisikos wurde bei allen Zinstiteln auf eine
gute Bonität der Emittenten geachtet. Darüber hinaus wurden zur Verstetigung der Anlage Vorkäufe
getätigt. Des Weiteren hat die KRAVAG-ALLGEMEINE
indirekt in Immobilien investiert. Die durchgerechnete Aktienquote zu Marktwerten belief sich zum
31. Dezember 2013 auf 9,7 % gegenüber 7,7 % im
Vorjahr.
Insbesondere aufgrund der Entwicklung an den
Zinsmärkten lag die Reservequote bezogen auf die
gesamten Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2013
bei 11,6 % (2012: 14,7 %). Die Gesellschaft wies
98
ALLGEMEINE
Im Berichtsjahr stiegen die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen der KRAVAG-ALLGEMEINE um 9,0 % auf 379,8 Mio. Euro an. Nach Abzug
der auf die Rückversicherer entfallenden Anteile
verblieben versicherungstechnische Nettorückstellungen von 300,0 Mio. Euro (2012: 278,1 Mio.
Euro).
Der größte Anteil an den gesamten versicherungstechnischen Nettorückstellungen entfällt auf die
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Diese sind im Vergleich zur Vorperiode um 5,9 % auf 279,1 Mio. Euro angestiegen.
Ihr Anteil an den gebuchten Nettobeiträgen betrug
98,9 % (2012: 100,7 %).
Der Schwankungsrückstellung wurden im Geschäftsjahr 6,0 Mio. Euro (2012: 1,8 Mio. Euro)
zugeführt.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahrs sind nicht zu berichten.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 99
Chancen- und Risikobericht
nell und organisatorisch von der unabhängigen
Risikocontrollingfunktion getrennt.
Risikomanagementprozess
Kern des Geschäftsmodells der KRAVAG-ALLGEMEINE sind die Übernahme und das Managen von Risiken. Dementsprechend ist das Risikomanagement
der KRAVAG-ALLGEMEINE als integraler Bestandteil
der Unternehmenssteuerung in die Unternehmensstrategie eingebettet.
Es umfasst alle systematischen Maßnahmen, um
Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen. Hauptziel der Risikomanagementprozesse
sind die Sicherstellung der Solidität sowie der
Sicherheit für Versicherungsnehmer und Anteilseigner sowie die langfristige Unternehmensfortführung. Darüber hinaus sollen mit Hilfe der Risikomanagementprozesse Risiken und andere negative
Entwicklungen, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können,
frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Ein über alle Gesellschaften der R+V implementierter Risikomanagementprozess legt Regeln zum
Umgang mit Risiken fest und ist die Grundlage für
ein zentrales Frühwarnsystem. Auch Beteiligungen
werden in das Risikomanagement der KRAVAG-ALLGEMEINE einbezogen.
Die Grundsätze des R+V Risikomanagements
basieren auf der verabschiedeten und jährlich zu
aktualisierenden Risikostrategie der R+V. Diese
leitet sich aus der Unternehmensstrategie unter
Berücksichtigung der in der Frühjahrsklausur des
Vorstands verabschiedeten strategischen Vier-Jahres-Planung ab. Im Konzernrisikohandbuch wird die
Steuerung der Risiken mit umfangreichen Darstellungen zu Methoden, Prozessen und Verantwortlichkeiten dokumentiert. Ein Grundprinzip der Risikoorganisation und der Risikomanagementprozesse
ist die Trennung von Risikoüberwachung und Risikoverantwortung. Die Funktionen der für den Aufbau
von Risikopositionen Verantwortlichen sind perso-
Die identifizierten Risiken werden den folgenden
Risikokategorien zugeordnet: versicherungstechnisches Risiko, Marktrisiko, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Konzentrationsrisiko, operationelles Risiko,
strategisches Risiko und Reputationsrisiko.
Die einmal jährlich stattfindende Risikoinventur hat
zum Ziel, die für die Gesellschaft relevanten Risiken
zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit zu beurteilen. Gegenstand der Risikoinventur
im Einzelnen ist die Überprüfung und Dokumentation sämtlicher bekannter Einzel- und Kumulrisiken
sowie des Risikotragfähigkeits- und des BusinessContinuity-Managementsystems. Dabei werden
auch die verwendeten Indikatoren und Schwellenwerte überprüft. Für alle identifizierten Risiken wird
eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Wesentliche Risiken sind Gegenstand des unterjährigen
Überwachungsprozesses.
Auf Basis verbindlich festgelegter Kennzahlen und
Schwellenwerte erfolgt vierteljährlich eine aktualisierte Indexbewertung aller bedeutenden Risiken
der R+V in einer Datenbank. Bei Überschreitung
eines definierten Indexwerts werden Maßnahmen
eingeleitet. Zusätzlich wird durch eine gezielte
Abfrage bei Führungskräften und Mitarbeitern
gewährleistet, dass Risiken frühzeitig erkannt werden.
Die identifizierten Risiken werden in der vierteljährlich stattfindenden Risikokonferenz abschließend
bewertet. Das zentrale Risikoberichtswesen sorgt
für Transparenz in der Berichterstattung. Bei
wesentlichen Veränderungen von Risiken sind Meldungen an das zuständige Vorstandsmitglied sowie
an das für das Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied vorgesehen.
Die risikorelevanten Unternehmensinformationen
werden den zuständigen Aufsichtsgremien im regelmäßigen Turnus zur Verfügung gestellt.
ALLGEMEINE
99
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 100
Bereits im Rahmen der Produktentwicklung werden
die Auswirkungen auf das Unternehmensrisikoprofil
analysiert und beurteilt. Auch bei der Planung und
Durchführung von Projekten werden Risikogesichtspunkte berücksichtigt. Größere Projekte und Investitionen werden regelmäßig in der Investitions- oder
Produktkommission sowie im Finanz- und Rückversicherungsausschuss beurteilt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Ergebnisse und Maßnahmen
sowie auf die Budgeteinhaltung gelegt. Erforderliche Kurskorrekturen werden sofort eingeleitet.
Das Compliance-Management-System der R+V
umfasst zentrale und dezentrale Aufgaben. Der
Compliance-Beauftragte trägt die Gesamtverantwortung. Das Compliance-Management-System deckt
die folgenden Themen ab: Kartellverstöße, Insiderverstöße, dolose Handlungen und Diebstähle,
Datenschutzverstöße, Geldwäscheverstöße sowie
Verstöße gegen die Außenwirtschaftsverordnung.
Für alle im Zusammenhang mit dem Allgemeinen
Gleichbehandlungsgesetz (AGG) stehenden Fragen
besteht eine interne Beschwerdestelle. Zudem ist
die Funktion eines Vertrauensanwalts eingerichtet.
Wichtige Regeln für ein korrektes Verhalten im
Geschäftsverkehr sind in der Compliance-Richtlinie
„Verhaltensgrundsätze im Geschäftsverkehr“
niedergelegt. In der vierteljährlich stattfindenden
Compliance-Konferenz erörtern die jeweiligen Verantwortlichen wesentliche Vorfälle innerhalb der
R+V sowie eingeleitete Maßnahmen, bei besonders
gravierenden Verstößen sind Ad-hoc-Meldungen vorgesehen.
R+V verfügt über ein ganzheitliches BusinessContinuity-Managementsystem mit einer zentralen
Koordinationsfunktion. Ein Gremium mit den verantwortlichen Krisenmanagern für IT-Technik, für
Gebäude und für Personal unterstützt hierbei in
fachlichen Themenstellungen, dient der Vernetzung
der Notfallmanagement-Aktivitäten im R+V Konzern
und berichtet über wesentliche Feststellungen
und über die durchgeführten Notfallübungen an
die Risikokonferenz.
100
ALLGEMEINE
Durch das Business-Continuity-Management wird
gewährleistet, dass der Geschäftsbetrieb der KRAVAG-ALLGEMEINE in einem Krisenfall aufrechterhalten werden kann. Dafür notwendige Geschäftsprozesse sind identifiziert und im Rahmen einer Notfallplanung mit Ressourcen unterlegt.
Die Einhaltung der Regelungen des Risikomanagementsystems und deren Wirksamkeit werden durch
die Konzern-Revision geprüft. Zur Behebung festgestellter Defizite werden Maßnahmen verabredet und
von der Konzern-Revision nachgehalten.
Internes Kontrollsystem bezogen auf den
Rechnungslegungsprozess
Um eine sach- und termingerechte Informationsbereitstellung für die Adressaten des Abschlusses
und des Lageberichts sicherzustellen, wurde innerhalb des R+V Konzerns unter anderem ein umfangreiches Internes Kontrollsystem (IKS) etabliert. Als
wichtiger Bestandteil des unternehmensweiten Risikomanagementsystems verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS die Zielsetzung, durch Implementierung von Kontrollen identifizierte Risiken in
Bezug auf den gesamten Rechnungslegungs- und
Finanzberichterstattungsprozess zu minimieren und
die Erstellung eines regelkonformen Abschlusses
zu gewährleisten. Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Wirksamkeit des IKS sicherzustellen, erfolgt eine regelmäßige Überprüfung durch die
Konzern-Revision und den Abschlussprüfer.
Das rechnungslegungsbezogene IKS fokussiert auf
die wesentlichen Abschlussprozesse. Diese werden
dokumentiert, prozessinhärente Risiken identifiziert
und entsprechende risikoadäquate Kontrollverfahren implementiert. Die Bewertung der prozessinhärenten Risiken erfolgt anhand eines Bewertungsrasters und festgelegter Wesentlichkeitsgrenzen. Die
Aktualität der Dokumentation wird einmal jährlich
überprüft und bedarfsweise angepasst.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 101
Das IKS umfasst organisatorische Sicherungsmaßnahmen, die sowohl in die Aufbau- als auch in die
Ablauforganisation integriert sind, wie beispielsweise eine grundsätzliche Funktionstrennung oder
klare Aufgaben- und Verantwortlichkeitszuordnungen. An wichtigen Punkten innerhalb der rechnungslegungsbezogenen Geschäftsprozesse werden
gezielte Kontrollen durchgeführt, um die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern zu minimieren beziehungsweise bereits aufgetretene Fehler zu identifizieren. Dabei handelt es sich um Kontrollen, die in den Arbeitsablauf integriert sind, wie
beispielsweise die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips oder Schnittstellenkontrollen. Die Wirksamkeit
und Effektivität des rechnungslegungsbezogenen
IKS wird regelmäßig überprüft und dokumentiert.
Der Prozess zur Erstellung des Abschlusses und
des Lageberichts liegt in der Verantwortung von Mitarbeitern der R+V und folgt definierten Termin- und
Ablaufplänen. Die im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses durchzuführenden Schritte unterliegen sowohl systemseitigen als auch manuellen
Kontrollen. Für die Ermittlung bestimmter rechnungslegungsbezogener Daten werden partiell
externe Gutachter einbezogen.
Der Abschlusserstellungsprozess ist in hohem
Maße von IT-Systemen abhängig und unterliegt
damit potentiellen operationellen Risiken, wie zum
Beispiel Betriebsstörungen, -unterbrechungen und
Datenverlusten. Diesen wird unter anderem durch
umfangreiche Schutzmechanismen wie einer Notfallplanung, Back-up-Lösungen sowie einer Berechtigungsverwaltung und technischen Sicherungen
gegen unbefugten Zugriff begegnet. Die eingesetzten IT-Systeme werden zudem auf Einhaltung der
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie
der gesetzlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten geprüft. Die regelmäßige Prüfung der
Rechnungslegungsprozesse ist sowohl integraler
Bestandteil der internen Revisionsprüfungen als
auch Gegenstand der Jahresabschlussprüfungen
durch den Abschlussprüfer.
Chancenmanagement
Die KRAVAG-ALLGEMEINE bietet im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft ihren Kunden
über die Vertriebswege Makler und Mehrfachagenten maßgeschneiderte und innovative Versicherungsprodukte.
Vor dem Hintergrund der globalen Staatschuldenkrise stellt das gegenwärtige Kapitalmarktumfeld mit
historisch niedrigen Zinsen und hohen Kursschwankungen eine große Herausforderung für die Kapitalanlage dar. R+V ist ein stabiler und langfristig orientierter Investor. Aufgrund des Geschäftsmodells
und der hohen Risikotragfähigkeit kann R+V Chancen insbesondere aus Investments mit einem längeren Zeithorizont weitgehend unabhängig von kurzfristigen Kapitalmarktschwankungen nutzen. Durch
die breite Diversifikation besitzt R+V eine hohe Stabilität gegen potentielle adverse Kapitalmarktentwicklungen. Die Anlage erfolgt in einem stringenten
Investmentprozess aus strategischen, taktischen
und operativen Allokationen, der von einem zeitgemäßen Risikomanagement begleitet wird. Dieser
Prozess stellt sicher, dass auf Marktentwicklungen,
auf Änderungen im Unternehmen und im Versicherungsgeschäft sowie auf aufsichtsrechtliche Vorgaben in der Kapitalanlage vorausschauend reagiert
werden kann. Die Kapitalanlage ist dabei Teil des
unternehmensweiten Asset-Liability-Managements.
Neue und innovative Versicherungsprodukte sowie
die damit verbundenen Kampagnen eröffnen neue
Geschäftschancen zur Erschließung identifizierter
Wachstumspotentiale. In der Kraftfahrtversicherung
bietet ein sich veränderndes Mobilitätsverhalten
der Kunden zusätzlich Chancen. Diesen begegnet
die KRAVAG-ALLGEMEINE durch die Entwicklung
neuartiger Produktkonzepte. Zusätzlich ergeben
sich durch die zunehmende digitale Vernetzung der
Fahrzeuge weitere Bedarfe, etwa nach situativen
Assistance-Leistungen.
ALLGEMEINE
101
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 102
Durch stetige Prozessanalysen und die konsequente Umsetzung der daraus abgeleiteten Maßnahmen
wird die Gesellschaft die Produktivität kontinuierlich
weiter steigern. Dadurch verringern sich Komplexität und Kosten, Prozesszeiten werden minimiert.
Hierdurch wird nicht nur die Kundenzufriedenheit,
sondern auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter und
der Vertriebspartner gefördert.
Versicherungstechnisches Risiko
Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das
Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und
Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.
In der Schaden- und Unfallversicherung sind die versicherungstechnischen Risiken bestimmt durch das
Prämien- und Schadenrisiko, das Reserverisiko
sowie das Kostenrisiko.
Das Prämien- und Schadenrisiko umfasst das
Risiko, dass zukünftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden
höher als erwartet ausfallen.
Die Risikosteuerung der KRAVAG-ALLGEMEINE
erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, eine
risikogerechte Tarif- und Produktgestaltung sowie
durch ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien der
operativen Einheiten. Zur Aufrechterhaltung eines
ausgewogenen Risikoprofils ist die KRAVAG-ALLGEMEINE stets bestrebt, große Einzelrisiken zu vermeiden. Durch den Einsatz von Planungs- und Steuerungsinstrumenten wird das Management frühzeitig in die Lage versetzt, unerwartete oder gefährliche Bestands- und Schadenentwicklungen zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen der veränderten Risikosituation begegnen zu können. Um
die genannten Risiken beherrschbar zu machen,
unterliegt die Preisfindung einer genauen Kalkulation unter Verwendung mathematisch-statistischer
Modelle.
102
ALLGEMEINE
Marktbeobachtungen und eine permanente Kontrolle der ergriffenen Maßnahmen ermöglichen frühzeitige Handlungsoptionen zur Geschäftssteuerung im
Sinne der Risikoneigung.
Das Katastrophenrisiko als Teil des Prämien- und
Schadenrisikos ist von besonderer Bedeutung. Es
umfasst Kumulrisiken, die aus dem Eintritt eines
einzelnen Schadenereignisses verbunden mit einer
Häufung von Schadenfällen resultieren. Die Risikoeinschätzung von Elementarschadenereignissen
erfolgt durch regelmäßige Analysen des Versicherungsbestands. Im Zusammenhang mit Rückversicherungsentscheidungen erfolgt eine regelmäßige
Überprüfung der Risikotragfähigkeit. Daraus leiten
sich Rückversicherungsstrukturen und Haftungsstrecken ab.
Zur Schadenbegrenzung und Schadenverhütung
stellt R+V ein Netz verschiedener Dienstleistungstöchter zur Verfügung, deren spezialisierte Serviceangebote die Kunden und Vertriebspartner in Vertrags-, Risikopräventions- oder Sanierungsfragen
begleiten. Eine dieser Dienstleistungstöchter ist
beispielsweise die KRAVAG Umweltschutz- und
Sicherheitstechnik GmbH als konzerneigene Sachverständigenorganisation mit Zuständigkeit für technisches Schaden- und Risikomanagement.
Das Reserverisiko betrifft das Risiko, dass die
Schadenreserven, die für bereits eingetretene
Schäden gebildet wurden, nicht ausreichend
bemessen sind. Die Schätzung der Verpflichtungen
ist mit Unsicherheiten behaftet. Die Bestimmung
der Reserven für Schäden und Schadenregulierungskosten erfolgt nach allgemein anerkannten
Grundsätzen versicherungsmathematischer Praxis
auf der Grundlage von Annahmen. Diese basieren
auf unternehmenseigenen Erfahrungen, aktuariellen
Statistiken und Auswertungen übriger zur Verfügung
stehender Informationsquellen.
Für bekannte, aber auch für unbekannte Schäden
sind Schadenrückstellungen in ausreichender Höhe
dotiert. Die Abwicklung dieser Reserven wird stän-
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 103
dig verfolgt und Erkenntnisse hieraus fließen wieder
in aktuelle Schätzungen ein.
Die versicherungstechnischen Risiken umfassen
auch Kostenrisiken. Diese ergeben sich bei ungünstigen Veränderungen des Geschäftsverlaufs
dadurch, dass bei sinkenden Erträgen die entsprechenden Aufwendungen nicht im gleichen Maße
verringert werden können. Eingeschlossen ist auch
das Risiko, das aus geringeren Einnahmen oder
höheren Kosten als im Budget vorgesehen resultiert. Das Budget unterliegt im Rahmen des Controllingprozesses einer laufenden Kontrolle.
Marktrisiko
Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich
direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe
beziehungsweise in der Volatilität der Marktpreise
für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und
Finanzinstrumente ergibt. Das Marktrisiko schließt
auch das Währungskurs-, Zinsänderungs- und
Asset-Liability-Risiko ein.
Die Gesellschaft begegnet Kapitalanlagerisiken
durch Beachtung der generellen Leitlinie einer möglichst großen Sicherheit und Rentabilität bei Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität. Durch Wahrung
einer angemessenen Mischung und Streuung der
Kapitalanlagen trägt die Anlagepolitik der R+V dem
Ziel der Risikoverminderung in besonderem Maße
Rechnung.
Die Einhaltung der Anlageverordnung sowie der aufsichtsrechtlichen Anlagegrundsätze und Regelungen wird bei R+V durch ein qualifiziertes Anlagemanagement, geeignete interne Kapitalanlagerichtlinien und Kontrollverfahren, eine perspektivische
Anlagepolitik sowie sonstige organisatorische Maßnahmen sichergestellt. R+V nimmt fortlaufend
Erweiterungen und Verfeinerungen des Instrumentariums zur Risikoeinschätzung und -beurteilung bei
der Neuanlage und der Beobachtung des Anlagebestands vor, um den Veränderungen an den Kapitalmärkten zu begegnen und Risiken frühzeitig zu
erkennen, zu begrenzen oder zu vermeiden.
Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten,
strukturierten Produkten oder Asset- Backed-Securities sind in innerbetrieblichen Richtlinien explizit
geregelt. Darin enthalten sind insbesondere Volumen- und Kontrahentenlimite. Durch ein umfangreiches und zeitnahes Berichtswesen werden die verschiedenen Risiken regelmäßig überwacht und
transparent dargestellt.
Bei der KRAVAG-ALLGEMEINE wurden zum 31.
Dezember 2013 folgende Arten von Sicherungsgeschäften eingesetzt:
– Vorkäufe: Um unterjährige Liquiditätsschwankungen auszugleichen, Marktstörungen zu vermeiden
oder die Anlage zu verstetigen; die Grundgeschäfte sind Fremdkapitalinstrumente.
Zur Sicherstellung der beabsichtigten Effektivität
der ökonomischen Risikoabsicherungen werden folgende Maßnahmen durchgeführt:
– tägliche Limitüberwachung und tägliches
Optionsreporting
– kontinuierliche Überwachung der eingegangenen
Absicherungspositionen, regelmäßige Darstellung
der Auswirkungen auf die Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung im Rahmen des internen Reportings und Durchführung erforderlicher Anpassungen,
– Durchführung von Sensitivitätsanalysen.
Auf organisatorischer Ebene begegnet R+V Anlagerisiken durch eine strikte funktionale Trennung von
Anlage, Abwicklung und Controlling.
Zur Messung der aus den Kapitalanlagen resultierenden Marktpreisrisiken werden Sensitivitätsanalysen unter folgenden Prämissen vorgenommen: Für
Aktien werden die Auswirkungen der Veränderung
der Börsenkurse von 10% und 20% ermittelt.
ALLGEMEINE
103
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Für die Bestimmung von Wechselkursrisiken wird
eine Auf- und Abwertung des Euro um eine jährliche
Standardabweichung angenommen.
Das maximale Kreditrisiko des Portfolios wird quartalsweise ermittelt und der festgelegten Verlustobergrenze für das Kreditrisiko gegenübergestellt.
Kontrahentenrisiken werden ferner durch ein Limitsystem begrenzt. Mehr als 90 % (2012: 84 %) der
Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren weisen
ein Standard & Poor’s Rating gleich oder besser als
„A“, mehr als 73 % (2012: 70 %) gleich oder besser als „AA“ auf.
Ergänzend zu den Sensitivitätsanalysen wird für
den Bestand der festverzinslichen Wertpapiere und
Ausleihungen regelmäßig eine Durationsanalyse
durchgeführt.
Die Kapitalanlagen der KRAVAG-ALLGEMEINE wiesen im abgelaufenen Geschäftsjahr Zinsausfälle in
Höhe von 37,0 Tsd. Euro aus. Kapitalausfälle
waren keine zu verzeichnen.
Fremdwährungspositionen werden im Wesentlichen
zur Diversifizierung und Partizipation an renditestarken weltweiten Anlagen im Rahmen eines aktiven
Portfoliomanagements gehalten. Die daraus resultierenden Wechselkursrisiken unterliegen durch
die Anwendung entsprechender Risikomodelle der
ständigen Beobachtung und werden durch ein
Währungsoverlay-Management aktiv gesteuert.
Dabei verfolgt das Währungsmanagement der R+V
in erster Linie das Ziel einer Absicherung gegen
Währungskursverluste.
Die KRAVAG-ALLGEMEINE hielt zum 31. Dezember
2013 Staatsanleihen peripherer Euroländer in folgender Höhe:
Für festverzinsliche Wertpapiere und Ausleihungen
werden die Auswirkungen einer Verschiebung der
Zinskurve um 100 Basispunkte nach oben und
nach unten auf den Zeitwert dieser Wertpapiere
und Ausleihungen ermittelt.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich
aufgrund eines Ausfalls oder aufgrund einer Veränderung der Bonität oder der Bewertung von Bonität
(Credit-Spread) von Wertpapieremittenten und anderen Schuldnern ergibt, gegenüber denen das Unternehmen Forderungen hat.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten
bis sehr guten Bonität vorgenommen. Die Einstufung der Bonität erfolgt in erster Linie mit Hilfe von
Ratingagenturen und wird nach internen Richtlinien
kontinuierlich überprüft.
104
ALLGEMEINE
Marktwerte in Mio. Euro
Italien
Spanien
Gesamt
2013
1,1
9,3
10,4
2012
1,0
7,3
8,3
Bei den in der Tabelle genannten Staaten geht die
KRAVAG-ALLGEMEINE nach derzeitigem Stand
davon aus, dass die von den genannten Staaten,
der Europäischen Union (EU), dem Internationalen
Währungsfonds (IWF) und der EZB ergriffenen Maßnahmen eine Refinanzierung gewährleisten. Es wurden keine Abschreibungen auf Staatsanleihen vorgenommen.
Die Summe aller Anlagen bei Banken belief sich bei
der KRAVAG-ALLGEMEINE zum 31. Dezember 2013
auf 202,1 Mio. Euro. Mit 73,6 % handelte es sich
bei diesen Anlagen überwiegend um Titel, für die
eine besondere Deckungsmasse zur Besicherung
existiert. Mit 72,3 % waren diese Anlagen zudem
hauptsächlich bei deutschen Banken investiert. Die
verbleibenden 27,7 % entfielen überwiegend auf
Institute des EWR.
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Die Kreditrisiken beinhalten auch die Risiken aus
dem Ausfall von Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer und an Versicherungsvermittler. Diesen wird durch ein effektives Forderungsausfallmanagement begegnet. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch angemessene Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen, die nach den
Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ausreichend bemessen sind. Das Ausfallrisiko für die
Abrechnungsforderungen wird durch die ständige
Überwachung der Standard & Poor’s Ratings und
die sonstigen am Markt verfügbaren Informationsquellen begrenzt.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass
ein Unternehmen nicht oder nur zu erhöhten Kosten
in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen
bei Fälligkeit nachzukommen.
Die Liquidität der Gesellschaften der R+V wird zentral gesteuert. Im Rahmen der Mehrjahresplanung
wird eine integrierte Simulation zur Bestands- und
Erfolgsentwicklung im Kapitalanlagebereich sowie
zur Entwicklung der Cashflows durchgeführt. Basis
der Steuerung ist der prognostizierte Verlauf aller
wesentlichen Zahlungsströme aus dem versicherungstechnischen Geschäft, den Kapitalanlagen
und der allgemeinen Verwaltung. Bei der Neuanlage
wird die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätserfordernisse kontinuierlich geprüft.
Im Rahmen einer monatlich aktualisierten Liquiditätsberichterstattung für das laufende Jahr wird
die erwartete Entwicklung des Cashflows für die
KRAVAG-ALLGEMEINE detailliert dargestellt. Darüber hinaus wird im Cash Management ergänzend
eine taggenaue Planung der Zahlungsströme vorgenommen.
Durch Sensitivitätsanalysen wesentlicher versicherungstechnischer Parameter wird die Sicherstellung
einer ausreichenden Liquidität unter krisenhaften
Marktbedingungen regelmäßig überprüft. Die Ergebnisse zeigen die Fähigkeit der KRAVAG-ALLGEMEINE, die eingegangenen Verpflichtungen jederzeit zu
erfüllen.
Aufgrund der für den gesamten Planungszeitraum
prognostizierten jährlichen Liquiditätsüberschüsse
und der hohen Fungibilität der Wertpapierbestände
ist die jederzeitige Erfüllbarkeit der Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherungsnehmern gewährleistet.
Konzentrationsrisiko
Das Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko,
das sich dadurch ergibt, dass das Unternehmen
einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingeht, die ein bedeutendes Schaden- oder Ausfallpotential haben.
Die KRAVAG-ALLGEMEINE verfügt über ein vielfältiges, weit gestreutes Kundenspektrum. Im Rahmen
von Bestandsanalysen wird dieser Sachverhalt
regelmäßig untersucht. Der Fokus liegt unter anderem auf der Identifikation hoher Exponierungen in
einzelnen Bundesländern oder Berufsgruppen der
Versicherungsnehmer. Ferner erfolgt eine Ermittlung
der größten Kundenverbindungen. Exponierte Einzelrisiken sind ebenso wie der Kumulfall im Elementarrisiko (siehe Erläuterungen zu ‚Versicherungstechnisches Risiko‘) rückversichert.
Von vertrieblicher Bedeutung im Zusammenhang
mit den Konzentrationsrisiken sind vorhandene größere Versicherungsbestände von einzelnen Agenturen beziehungsweise Vertriebspartnern oder starke
Abhängigkeiten in den Vertriebswegen. Daher werden regelmäßig Auswertungen und Analysen der
Bestände hinsichtlich möglicher Konzentrationen
durchgeführt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind in
den Versicherungsbeständen mit Blick auf Kunden
oder Vertriebspartner keine Konzentrationsrisiken
festzustellen.
ALLGEMEINE
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Das Anlageverhalten der R+V ist darauf ausgerichtet, Risikokonzentrationen im Portfolio zu vermeiden. Eine Minimierung der Risiken durch weitgehende Diversifikation der Anlagen wird gewährleistet,
indem die durch die Anlageverordnung und weitere
aufsichtsrechtliche Bestimmungen vorgegebenen
quantitativen Grenzen gemäß des Grundsatzes der
angemessenen Mischung und Streuung eingehalten werden. Eine Analyse der Emittentenstruktur
des Bestands ergab kein signifikantes Konzentrationsrisiko. Darüber hinaus bestehen im Rahmen
der Anlagen bei Banken keine Konzentrationsrisiken bei einzelnen Kreditinstituten.
Untersuchungen der größten Engagements und
Adressen lieferten keine Anhaltspunkte für übergreifende Risikokonzentrationen.
Im IT-Bereich gewährleisten umfassende physische
und logische Schutzvorkehrungen die Sicherheit
von Daten und Anwendungen sowie die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs. Eine besondere
Gefahr wäre der teilweise oder totale Ausfall von
Datenverarbeitungssystemen. R+V hat durch zwei
getrennte Rechenzentrumsstandorte mit Datenund Systemspiegelung, besonderer Zutrittsicherung, sensiblen Brandschutzvorkehrungen und
abgesicherter Stromversorgung über Notstromaggregate Vorsorge getroffen. Ein definiertes
Wiederanlaufverfahren für den Katastrophenfall
wird durch turnusmäßige Übungen auf seine Wirksamkeit überprüft. Datensicherungen erfolgen in
unterschiedlichen Gebäuden mit hochabgesicherten Räumen. Darüber hinaus werden die Daten auf
einen Bandroboter in einen ausgelagerten und entfernten Standort gespiegelt. Somit sind die Daten
auch nach einem Totalverlust aller Rechenzentrumsstandorte in Wiesbaden vorhanden.
Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von
Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse oder aus mitarbeiterbedingten, systembedingten oder auch externen Vorfällen.
106
ALLGEMEINE
Das operationelle Risiko umfasst auch Rechtsrisiken, jedoch nicht strategische Risiken und Reputationsrisiken.
Das wesentliche Instrument der R+V zur Begrenzung der operationellen Risiken stellt das IKS dar.
Durch Regelungen und Kontrollen in den Fachbereichen und durch die Überprüfung der Anwendung
und Wirksamkeit des IKS durch die Konzern-Revision wird dem Risiko von Fehlentwicklungen und
dolosen Handlungen vorgebeugt. Auszahlungen werden weitestgehend maschinell unterstützt.
Im Benutzerprofil hinterlegte Vollmachten und
Berechtigungsregelungen sowie maschinelle Vorlagen zur Freigabe aufgrund des hinterlegten Zufallsgenerators geben zusätzliche Sicherheit. Manuelle
Auszahlungen werden grundsätzlich nach dem VierAugen-Prinzip freigegeben.
Den operationellen Risiken im Vertrieb begegnet
R+V mit Weiterbildungsmaßnahmen für den Außendienst gemäß den Rahmenbedingungen des GDV.
Die Qualitätssicherung im IT-Bereich erfolgt durch
etablierte Prozesse unter Verwendung von Best
Practices. In einer täglich stattfindenden Konferenz
werden die aktuellen Themen behandelt und der
Bearbeitung zugeordnet. In monatlich stattfindenden Konferenzen werden unter Beteiligung der ITBereichsleiter in Bezug auf die Einhaltung von Service Level Agreements (zum Beispiel Systemverfügbarkeiten und -antwortzeiten) geeignete Maßnahmen ergriffen.
Durch eine nachhaltige Personalentwicklung und
den Ausbau des Talentmanagements stellt R+V
sicher, dass die Mitarbeiter stetig gefördert und
qualifiziert werden, um zukünftigen Personalbedarf
auch aus dem eigenen Haus decken zu können. Zu
den dabei eingesetzten Instrumenten zählen unter
anderem ein Potentialeinschätzungsverfahren, die
systematische Nachfolgeplanung und Qualifizierungsprogramme. Im Interesse einer dauerhaften
Personalbindung werden regelmäßig Mitarbeiterbefragungen durchgeführt.
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Die Zulässigkeit von Zuschlägen für unterjährige
Prämienzahlungen in Verbraucherverträgen ohne
Effektivzinsangabe ist rechtlich umstritten. Vorsorglich wurden spartenübergreifend eine Umstellung
der Tarife beziehungsweise der Tarifkalkulation und
eine Anpassung der Allgemeinen Versicherungsbedingungen vorgenommen.
Strategisches Risiko
Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich
aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt.
Zu dem strategischen Risiko zählt auch das Risiko,
das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld
(inklusive Gesetzesänderungen und Rechtsprechung) angepasst werden.
Veränderungen in den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Veränderungen in Markt und Wettbewerb unterliegen einer
ständigen Beobachtung, um rechtzeitig und angemessen auf Chancen und Risiken reagieren zu
können. R+V analysiert und prognostiziert laufend
nationale und globale Sachverhalte mit Einfluss
auf geschäftsrelevante Parameter. Die daraus
gewonnenen Erkenntnisse werden beispielsweise
hinsichtlich der Bedürfnisse der Kunden ausgewertet und finden Eingang in die Entwicklung neuer
Versicherungsprodukte bei R+V.
Die Steuerung des strategischen Risikos basiert
auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für
die Unternehmensbereiche der R+V. Im Rahmen
des jährlichen strategischen Planungsprozesses
wird die strategische Planung für die kommenden
vier Jahre unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit vorgenommen. Dem strategischen Risiko
begegnet R+V durch die strategische Planung und
die Aufnahme weiterer wesentlicher strategischer
Themen in die jeweils im Frühjahr stattfindende Vorstandsklausur. Dazu wendet R+V die gängigen
Instrumente des strategischen Controllings an,
sowohl externe strategische Markt- und Konkurrenz-
analysen als auch interne Unternehmensanalysen,
wie etwa Portfolio- oder SWOT-Analysen. Die Ergebnisse des strategischen Planungsprozesses in
Form von verabschiedeten Zielgrößen werden im
Rahmen der operativen Planung für die kommenden
drei Jahre unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit operationalisiert und zusammen mit den
Verlustobergrenzen jeweils im Herbst vom Vorstand
verabschiedet. Die Implementierung der dort gefällten Entscheidungen wird regelmäßig im Rahmen
des Plan-Ist-Vergleichs quartalsweise nachgehalten.
Somit ist die Verzahnung zwischen dem strategischen Entscheidungsprozess und dem Risikomanagement organisatorisch geregelt. Änderungen in
der Geschäftsstrategie mit Auswirkungen auf das
Risikoprofil der Gesellschaft finden ihren Niederschlag in der Risikostrategie.
Strategische Risiken aus Sicht der IT bestehen insbesondere bei der Abwicklung von (Groß-)Projekten
zur Einführung neuer Versicherungsprodukte oder
zur Erfüllung neuer oder geänderter gesetzlicher
und regulatorischer Anforderungen. Auch weitreichende Plattformentscheidungen werden im Rahmen von Strategischen Risiken behandelt.
Reputationsrisiko
Das Reputationsrisiko ist das Risiko eines direkten
oder zukünftigen Verlusts von Geschäftsvolumen,
das sich aus einer möglichen Beschädigung des
Rufs des Unternehmens oder der gesamten Branche infolge einer negativen Wahrnehmung in der
Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) ergibt.
Das positive Image der R+V in der genossenschaftlichen FinanzGruppe und in der Öffentlichkeit ist ein
wesentliches Ziel des Unternehmens.
Um einen Imageschaden für R+V gar nicht erst entstehen zu lassen, wird bei der Produktentwicklung
und allen anderen Bestandteilen der Wertschöpfungskette auf einen hohen Qualitätsstandard
geachtet. Darüber hinaus wird die Unternehmens-
ALLGEMEINE
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kommunikation der R+V zentral über das Ressort
Vorstandsvorsitz koordiniert, um einer falschen
Darstellung von Sachverhalten wirkungsvoll und
geschlossen entgegentreten zu können. Die Berichterstattung in den Medien über die Versicherungswirtschaft im Allgemeinen und R+V im Besonderen wird über alle Ressorts hinweg beobachtet
und laufend analysiert.
Ratingergebnisse und Marktvergleiche der für die
Kundenzufriedenheit maßgeblichen Parameter
Service, Produktqualität und Beratungskompetenz
werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses berücksichtigt.
Aus IT-Sicht werden insbesondere Ereignisse
betrachtet, die zu einer negativen Wahrnehmung in
der Öffentlichkeit führen könnten. Beispielhaft zu
nennen sind die Verletzung der Vertraulichkeit der
Daten, mangelnde Verfügbarkeit der vom End- oder
Geschäftskunden erreichbaren IT-Systeme (Portale)
oder durch mangelnde Betriebssicherheit hervorgerufene Schadenereignisse in der IT-Technik. Die ITSicherheitsstrategie wird daher kontinuierlich überprüft und an die aktuelle Bedrohungslage angepasst. Ebenso wird die Gültigkeit der IT-Sicherheitsprinzipien regelmäßig geprüft.
Risikotragfähigkeit
Die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Risikotragfähigkeit (Solvabilitätsquote) der KRAVAG-ALLGEMEINE erfolgt unter Beachtung der aktuell geltenden, branchenbezogenen Gesetzgebung und
beschreibt den Grad der Überdeckung der aufsichtsrechtlich geforderten Mindest-Solvabilitätsspanne durch verfügbare Eigenmittel.
Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der
KRAVAG-ALLGEMEINE übersteigt per 31. Dezember
2013 die geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne.
Genehmigungspflichtige Eigenmittel werden bei der
Berechnung der Solvabilitätsquote nicht berücksichtigt.
108
ALLGEMEINE
Auf Basis der im Rahmen der internen Planung
angewendeten Kapitalmarktszenarien zeigt sich,
dass die Solvabilitätsquote der KRAVAG-ALLGEMEINE auch zum 31. Dezember 2014 oberhalb der
gesetzlichen Mindestanforderung liegen wird.
Die Messung der ökonomischen Risikotragfähigkeit
der KRAVAG-ALLGEMEINE erfolgt mittels eines internen Risikokapitalmodells, welches sich an den
ökonomischen Anforderungen von Solvency II orientiert. Neben der quartalsweisen Ermittlung des Risikokapitalbedarfs und der als Risikodeckungsmasse
zur Verfügung stehenden Eigenmittel setzt R+V dieses Modell für Ad-hoc-Berichterstattungen und Planungsrechnungen ein. Die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dass die Risikodeckungsmasse der KRAVAG-ALLGEMEINE das benötigte Risikokapital jederzeit übersteigt.
Solvency II
Die EU-Kommission arbeitet seit einigen Jahren
intensiv an einem neuen Aufsichtsmodell für Versicherungen mit dem Arbeitstitel Solvency II.
Die Solvency II-Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats wurde am
25. November 2009 verabschiedet. Am 13. November 2013 wurde im Trilog zwischen Vertretern des
Rats, des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission eine Einigung zu Omnibus II
erreicht, welche im Rahmen eines weiteren Quick
Fixes den Startpunkt für die Preparatory Guidelines
zum 1. Januar 2014 und die Einführung von Solvency II zum 1. Januar 2016 vorsieht.
R+V hat sich durch interne Projekte und Arbeitskreise sowie durch die Mitarbeit in Arbeitsgruppen des
GDV und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf die künftigen Herausforderungen eingestellt und schafft somit die Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der mit Solvency II einhergehenden Anforderungen. Hierzu gehört
auch die aktive Teilnahme an den im Rahmen des
europäischen Solvency II-Projekts stattfindenden
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Studien zu Solvency II (Quantitative Impact Study,
Long-Term Guarantees Assessment). Zudem werden konzernweit regelmäßig Berechnungen auf
Basis des aktuellen Entwicklungsstands durchgeführt, um eine angemessene Vorbereitung auf das
neue Aufsichtsregime Solvency II sicherzustellen.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der
KRAVAG-ALLGEMEINE überschreitet per 31. Dezember 2013 die geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne. Auch die Analyse der ökonomischen Risikotragfähigkeit zeigt, dass die Risikodeckungsmasse der
KRAVAG-ALLGEMEINE das benötigte Risikokapital
übersteigt.
Ein großer Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung der KRAVAG ALLGEMEINE ist weiterhin die
Staatsschuldenkrise in der Eurozone. Aufgrund der
Erfahrungen der letzten Krisenjahre kann eine
erneute Verschärfung der Krise nicht ausgeschlossen werden. Die damit verbundenen Auswirkungen
auf die Kapitalmärkte, die Realwirtschaft und das
Nachfrageverhalten der Bürger sind nur schwer einschätzbar. Allerdings hat sich die Krisengefahr
durch eine leichte volkswirtschaftliche und finanzpolitische Verbesserung, flankiert durch eine aktivere Zentralbank, vermindert.
Die KRAVAG-ALLGEMEINE geht nach derzeitigem
Stand davon aus, dass die von den betroffenen
Ländern sowie der EU, dem IWF und der EZB ergriffenen Maßnahmen eine Refinanzierung der Staaten
und Banken gewährleistet.
Darüber hinaus sind aus heutiger Sicht keine Entwicklungen erkennbar, die die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der KRAVAG-ALLGEMEINE nachhaltig beeinträchtigen könnten.
Prognosebericht
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Für 2014 erwarten die Experten eine Aufhellung der
wirtschaftlichen Lage. So prognostiziert der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten vom
November 2013 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 1,6 %. Die Versicherungsbranche erwartet laut einer Befragung des
Münchner ifo Instituts aus demselben Monat mit
großer Mehrheit konstante oder steigende Beiträge
gegenüber dem Vorjahr.
Entwicklung an den Kapitalmärkten
Die Entwicklung an den Kapitalmärkten wird 2014
durch eine konjunkturelle Erholung mit verhaltener
Inflation geprägt sein. Die hohen Staatsschulden
müssen weiterhin abgebaut werden, und die Zentralbanken werden diesen Prozess begleiten. Dies
trifft in besonderem Maße für die Eurozone zu. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre kann aber
auch ein Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Zum Jahresende 2014 werden Zinsen
und Aktienkurse auf höheren Niveaus erwartet.
Die KRAVAG-ALLGEMEINE richtet ihre Kapitalanlagestrategie auf Sicherheit, Liquidität und Rendite aus.
Der hohe Anteil festverzinslicher und bonitätsstarker Wertpapiere im Kapitalanlagebestand sorgt
dafür, dass die versicherungstechnischen Verpflichtungen jederzeit erfüllt werden können. Die Duration soll weder deutlich verlängert noch verkürzt
werden. Die Chancen an den Kreditmärkten sollen
unter der Voraussetzung weiterhin hoher Qualität
der Titel, breiter Streuung sowie starker Risikokontrolle genutzt werden. Das Aktienengagement soll
abhängig von der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft leicht erhöht werden. Es ist geplant, das
Immobilien- und Infrastrukturengagement bei Vorhandensein attraktiver Investments weiter schrittweise zu erhöhen.
ALLGEMEINE
109
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Die auf Sicherheit bedachte langfristige Anlagestrategie verbunden mit einem modernen Risikomanagement ist auch 2014 bestimmend.
Ausblick für die KRAVAG-ALLGEMEINE
Das Erfolgsrezept der KRAVAG-ALLGEMEINE wird
auch im kommenden Jahr aus den Faktoren nachhaltige Kundenorientierung, maßgeschneiderte
Versicherungslösungen und schlagkräftiger Vertriebsweg der unabhängigen Makler und Mehrfachagenten bestehen.
Die Gesellschaft plant im Jahr 2014 einen weiteren
Anstieg der Beiträge. Unter der Voraussetzung,
dass die Schadenentwicklung im Rahmen des
Erwartungswerts verläuft, soll die bilanzielle BruttoSchadenquote 2014 den Wert des Geschäftsjahrs
nicht übersteigen. Die Brutto-Kostenquote soll sich
weiter auf dem Niveau des Jahres 2013 bewegen.
Insgesamt soll ein zufriedenstellendes Geschäftsergebnis erreicht werden.
Dank
Wir danken den Partnern in der genossenschaftlichen FinanzGruppe, unseren Maklern und Mehrfachagenten für die erfolgreiche und vertrauensvolle
Zusammenarbeit und unseren Versicherungsnehmern für das uns entgegengebrachte Vertrauen.
Hamburg, 4. März 2014
Der Vorstand
110
ALLGEMEINE
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Betriebene Versicherungszweige
Im Geschäftsjahr wurden folgende Versicherungszweige im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betrieben:
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
Fahrzeugvollversicherung
Fahrzeugteilversicherung
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
ALLGEMEINE
111
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112
ALLGEMEINE
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Jahresabschluss 2013
ALLGEMEINE
113
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Bilanz zum 31. Dezember 2013*
Aktiva
in Euro
2013
2012
A. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und
Beteiligungen
Beteiligungen
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
4. Andere Kapitalanlagen
152.000.000,––
92.826.374,70
––,––
2.557
54.656.690,83
39.970.045
100.733.700,13
64.696.616
244.826.374,70
2.557,44
150.000.000
109.120.839
–
363.790.057
400.219.323,10
400.219.323,10
B. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer
2. Versicherungsvermittler
II. Abrechnungsforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft
Davon an:
verbundene Unternehmen
15.738.168 €
(9.143.562 €)
III. Sonstige Forderungen
Davon an:
verbundene Unternehmen
1.638 €
(2.256 €)
7.517.240,92
––,––
7.517.240,92
6.641.605
56.183
15.747.486,02
9.167.641
3.695.997,80
851.075
26.960.724,74
16.716.505
16.151.447,37
7.334.655
5.180.641
12.515.297
8.472.231,81
8.675.767
91.072
8.766.839
451.803.727,02
401.788.697
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und
Kassenbestand
II. Andere Vermögensgegenstände
10.473.749,02
5.677.698,35
D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.
114
ALLGEMEINE
8.414.102,23
58.129,58
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Passiva
in Euro
2013
2012
A. Eigenkapital
I. Eingefordertes Kapital
Gezeichnetes Kapital
abzüglich nicht eingeforderter ausstehender Einlagen
II. Kapitalrücklage
Davon Rücklage gemäß § 5 Abs. 5 Nr. 3 VAG:
–€
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage
2. Andere Gewinnrücklagen
IV. Bilanzverlust
Davon Verlustvortrag
–9.119.781 €
7.800.000,––
––,––
7.800.000,––
58.982.364,52
7.800.000
–
58.982.365
5.237.585,53
-2.505.023,97
716
5.236.870
-9.119.781
(– €)
715,81
5.236.869,72
(–10.122.979 €)
69.514.926,08
62.900.169
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
II. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
III. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
1.146.011,06
–129.179,56
1.275.190,62
510.517
42.287
358.744.890,68
79.656.516,44
279.088.374,24
333.699.093
70.091.916
91.654,––
17.747.980,––
122.803
30.068
11.785.942
120.487,––
28.833,––
2.021.195,––
182.540,75
300.041.853,11
2.281.941
169.457
278.066.567
4.374.774,53
4.004.893
2.939.355
6.944.248
1.838.654,25
C. Andere Rückstellungen
I. Steuerrückstellungen
II. Sonstige Rückstellungen
––,––
4.374.774,53
ALLGEMEINE
115
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 116
in Euro
2013
2012
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft gegenüber:
Versicherungsnehmern
II. Sonstige Verbindlichkeiten
Davon:
aus Steuern
1.105.184 €
gegenüber:
verbundenen Unternehmen
31.916.957 €
43.654.069,11
34.198.106,42
(1.004.917 €)
(13.867.233 €)
E. Rechnungsabgrenzungsposten
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B. II. der Passiva
eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341 f und § 341 g
HGB sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen Rechtsverordnung
berechnet worden ist.
Wiesbaden, 25. Februar 2014
Karsten Vogel
Verantwortlicher Aktuar
116
ALLGEMEINE
37.071.342
16.780.740
77.852.175,53
53.852.082
19.997,77
25.631
451.803.727,02
401.788.697
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 117
Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013*
in Euro
2013
2012
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
378.568.396,01
96.509.531,84
351.870.618
90.014.167
282.058.864,17
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den
Bruttobeitragsüberträgen
–635.494,04
–348.368
171.467,03
75.059
–806.961,07
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag
bb) Anteil der Rückversicherer
281.251.903,10
261.433.024
72.549,80
53.313
1.057.707,51
919.475
290.674.865,57
73.158.884,50
267.183.456
63.281.080
217.515.981,07
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag
bb) Anteil der Rückversicherer
25.045.797,83
9.564.600,06
28.723.579
7.194.137
15.481.197,77
5. Veränderung der sonstigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
b) Davon ab:
erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in
Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
8. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung
9. Zwischensumme
10. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
232.997.178,84
225.431.818
–273.830,––
–287.210
75.243,72
85.959
62.262.817,83
57.944.731
15.762.409,95
46.500.407,88
14.767.653
43.177.078
17.713,50
17.891
3.065.446,47
–6.019.724
–5.962.038,––
–1.826.289
–2.896.591,53
–7.846.013
* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.
ALLGEMEINE
117
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in Euro
2013
2012
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
Davon aus verbundenen Unternehmen:
1.182 €
(192.992 €)
b) Erträge aus Zuschreibungen
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
16.959.116,46
14.999.548
1.282.087,21
288.368,11
1.493.843
435.897
16.929.288
18.529.571,78
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen
und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
3. Technischer Zinsertrag
284.212,15
2.469.500,69
66.390,––
2.820.102,84
15.709.468,94
–72.549,80
15.636.919,14
4. Sonstige Erträge
5. Sonstige Aufwendungen
178.972,88
108.830
59.162
–
167.992
16.761.296
–53.313
16.707.983
190.499
–2.122.951,45
2.255.747
–2.065.248
6. Nichtversicherungstechnisches Ergebnis
13.513.967,69
14.642.735
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
10.617.376,16
6.796.722
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
9. Sonstige Steuern
2.301.924,33
4.002.619,––
5.087.129
4.002.619,––
706.395
5.793.524
6.614.757,16
1.003.198
11. Verlustvortrag aus dem Vorjahr
–9.119.781,13
–10.122.979
12. Bilanzverlust
–2.505.023,97
–9.119.781
10. Jahresüberschuss
118
ALLGEMEINE
––,––
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Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss 2013 der KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-Aktiengesellschaft wurde
nach den Vorschriften des HGB in Verbindung mit
der RechVersV aufgestellt.
Andere Kapitalanlagen wurden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen, bilanziert.
Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit
getätigte Abschreibung nicht mehr bestanden,
wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den Zeitwert bis maximal zum Anschaffungswert vorgenommen.
Aktien und Investmentanteile, die gemäß § 341 b
Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden gemäß Wahlrecht nach § 253
Abs. 3 Satz 4 HGB auf den Marktwert abgeschrieben.
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen nach dem
strengen Niederstwertprinzip bewertet, soweit sie
nicht dem Anlagevermögen zugeordnet sind.
Auf Euro lautende Inhaberschuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere, die
gemäß § 341 b Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen bilanziert. Sofern die
Anschaffungskosten über dem dauerhaften Wert
liegen, wurde auf den Zeitwert abgeschrieben,
jedoch nicht unter den dauerhaften Wert. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgte ein
Ansatz zum Zeitwert.
Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit
getätigte Abschreibung im Anlage- und Umlaufvermögen nicht mehr bestanden, wurden gemäß
§ 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den
Zeitwert, bis maximal zum Anschaffungswert, vorgenommen. Bei festverzinslichen Wertpapieren des
Anlagevermögens wurde nicht über den Rückzahlungswert hinaus zugeschrieben.
Sonstige Ausleihungen mit Ausnahme der
Namensschuldverschreibungen wurden mit dem
fortgeführten Anschaffungswert angesetzt, soweit
nicht Einzelwertberechtigungen vorzunehmen
waren. Die Amortisation einer Differenz zwischen
den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag erfolgte unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Namensschuldverschreibungen wurden mit dem
Rückzahlungsbetrag angesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren. Agio- und
Disagiobeträge wurden durch aktive und passive
Rechnungsabgrenzungsposten auf die individuelle
Laufzeit der jeweiligen Anlage zeitanteilig verteilt.
Die Forderungen wurden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Soweit sie das selbst abgeschlossene Geschäft betreffen, wurden sie einzeln und pauschal wertberichtigt.
Die übrigen Aktiva wurden mit Nominalbeträgen
angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen wurden
vorgenommen und aktivisch abgesetzt.
Aufgrund abweichender handels- und steuerrechtlicher Wertansätze bei folgenden Bilanzposten ergaben sich zum 31. Dezember 2013 ausschließlich
aktive latente Steuern:
Wertpapiere ohne feste Laufzeit (Perpetuals), die
gemäß § 341 b Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden gemäß Wahlrecht
nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB auf den Marktwert
abgeschrieben. Wertaufholungen wurden gemäß
§ 253 Abs. 5 Satz 1 HGB auf den Zeitwert, bis
maximal zum Anschaffungswert, vorgenommen.
ALLGEMEINE
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KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 120
– Investmentanteile inklusive steuerliche
Ausgleichsposten Fonds
– Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
– Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
– Rückstellung für Schadenregulierungskosten
– Sonstige Rückstellungen (hier: Verkehrsopferhilfe,
sonstige Jahresabschlusskosten)
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit
einem Steuersatz von 32,28 %. Die aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts
des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum 31. Dezember
2013 nicht bilanziert.
Die Brutto-Beitragsüberträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind grundsätzlich aus den gebuchten Beiträgen nach dem
360stel System berechnet worden. Bei der Ermittlung der nicht übertragungsfähigen Einnahmeanteile wurde das Schreiben des Bundesministers der
Finanzen vom 30. April 1974 zugrunde gelegt. Der
Anteil der Beitragsüberträge für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurde
gemäß den Rückversicherungsverträgen ermittelt.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen
Geschäfts wurde für alle bis zum Zeitpunkt der
Schließung des Schadenregisters bekannten Versicherungsfälle einzeln ermittelt. Die Forderungen
aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen
sind verrechnet worden. Für die bis zum Abschlussstichtag eingetretenen oder verursachten, aber zum
Bilanzstichtag noch nicht gemeldeten Schäden wurde aufgrund der in den Vorjahren beobachteten
Nachmeldungen die Rückstellung um eine Spätschadenrückstellung erhöht. Die in diesem Posten
ebenfalls enthaltene Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen ist nach der vom GDV entwickelten pauschalen Berechnungsmethode unter
Einbezug von Spätschäden ermittelt worden.
120
ALLGEMEINE
In der Rückstellung ist auch die Deckungsrückstellung für laufende HUK-Renten enthalten. Der verwendete Rechnungszins ist abhängig vom Zeitpunkt, zu dem die Verpflichtung zur Rentenzahlung
eingetreten ist. Er beträgt 3,25 %, falls die Verpflichtung vor 2004 eingetreten ist. Falls sie 2004
bis einschließlich 2006 eingetreten ist, wird ein
Rechnungszins von 2,75 % zugrunde gelegt. Für
ab dem Jahr 2007 bis einschließlich 2011 eingetretene Verpflichtungen beträgt der Rechnungszins
2,25 % beziehungsweise für in den Jahren 2012
und 2013 eingetretene Verpflichtungen 1,75 %. In
allen Fällen wurde die Sterbetafel DAV HUR 2006
und eine angemessene Verwaltungskostenrückstellung berücksichtigt.
Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung
handelt es sich um eine gemäß den vertraglichen
Vereinbarungen gebildete erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung.
Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß
§ 341 h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV
ermittelt.
Unter den sonstigen versicherungstechnischen
Rückstellungen sind die Rückstellung für Verpflichtungen gegenüber der Verkehrsopferhilfe e.V. entsprechend der Aufgabe des Vereins angesetzt
sowie die Stornorückstellung und die Rückstellung
für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen ausgewiesen. Die Stornorückstellung wurde aufgrund von Erfahrungssätzen der
Vergangenheit ermittelt.
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach den
vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.
Die Rückversicherungsberechnungen basierten auf
den zum Zeitpunkt der Schließung des Schadenregisters vorliegenden Bruttozahlen, zuzüglich
Zuschätzungen für die verbleibenden Tage.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 121
Alle anderen nicht versicherungstechnischen
Rückstellungen sind nach § 253 HGB mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt und mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst,
soweit die Laufzeit der Rückstellung mehr als ein
Jahr beträgt. Für die Bewertung zum 31. Dezember
2013 wurde der Zinssatz mit Stand Oktober 2013
herangezogen.
Die übrigen Passiva wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Bei der Währungsumrechnung der Kapitalanlagen in
Fremdwährung ergaben sich die Euro-Anschaffungswerte aus Wertpapier- und Devisenkassamittelkurs
zum Anschaffungszeitpunkt; der Euro-Marktwert
wurde aus Wertpapier- und Devisenkassamittelkurs
zum Bilanzstichtag ermittelt
Die übrigen Aktiva und Passiva sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro
umgerechnet worden. Für die Umrechnung der
Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen war
der Devisenkassamittelkurskurs zum Zeitpunkt des
Geldflusses Umrechnungsgrundlage; für alle übrigen Erträge und Aufwendungen der Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.
ALLGEMEINE
121
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 122
Erläuterungen zur Bilanz – Aktiva
Entwicklung der Aktivposten A. I. und A. II. im Geschäftsjahr 2013 1)
Bilanzwerte Vorjahr
Tsd. Euro
A. I.
Zugänge
%
Tsd. Euro
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Beteiligungen
3
0,0
–
Summe A. I.
3
0,0
–
A. II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
4. Andere Kapitalanlagen
39.970
64.697
11,0
17,8
27.156
113.938
150.000
109.121
–
41,2
30,0
–
2.000
5
–
Summe A. II.
363.787
100,0
143.099
363.790
100,0
143.099
Insgesamt
1)
122
Summenabweichungen sind rundungsbedingt.
ALLGEMEINE
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 123
Umbuchungen
Abgänge
Zuschreibungen
Abschreibungen
Bilanzwerte Geschäftsjahr
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
–3
–
–
–
–
–
–3
–
–
–
–
–
–
–
11.234
77.949
645
637
1.881
589
54.657
100.734
13,7
25,2
–
–
3
–
16.300
–
–
–
–
–
–
–
152.000
92.826
3
38,0
23,2
0,0
3
105.483
1.282
2.470
400.219
100,0
–
105.483
1.282
2.470
400.219
100,0
%
ALLGEMEINE
123
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 124
A.
Kapitalanlagen
in Mio. Euro
Bilanzposten
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
4. Andere Kapitalanlagen
Summe Kapitalanlagen
Buchwert
31. Dezember
Zeitwert
31. Dezember
Reserve
31. Dezember
55
101
64
105
10
4
152
93
0
400
173
105
0
447
21
12
–
47
II.
In den Buchwerten sind zum Nennwert bilanzierte Namensschuldverschreibungen, um Agio und Disagio saldiert (+ 38 Tsd. Euro), berücksichtigt.
Für die Ermittlung der Zeitwerte wurden in der Regel Börsenkurse und Rücknahmepreise respektive Marktpreise, die für Namenspapiere
nach der Discounted Cash Flow Methode ermittelt wurden, zugrunde gelegt. Soweit darüber hinaus andere Wertansätze verwendet worden sind,
entsprechen diese den Bestimmungen des § 56 RechVersV.
Gemäß § 341 b Abs. 2 HGB wurden 151,4 Mio. Euro dem Anlagevermögen zugeordnet. Dieses beinhaltet auf Basis der Kurse zum
31. Dezember 2013 positive Bewertungsreserven von 13,9 Mio. Euro und negative Bewertungsreserven von 0,5 Mio. Euro.
Die Bewertungsreserven der gesamten Kapitalanlagen belaufen sich auf 46,5 Mio. Euro, was einer Reservequote von 11,6 % entspricht.
A. II. 1.
Sonstige Kapitalanlagen – Investmentanteile
in Euro
Fondsart
Aktienfonds
Mischfonds
Marktwert
Differenz
Marktwert/
Buchwert
Ausschüttung
für das
Geschäftsjahr
Unterlassene
außerplanmäßige
Abschreibung
28.111.068
10.934.426
39.045.494
7.933.180
526.702
8.459.882
1.912.960
190.713
2.103.673
–
–
–
Die Aktien- und Mischfonds sind überwiegend europäisch beziehungsweise international ausgerichtet und schwerpunktmäßig in Wertpapieren investiert.
Der Anlagegrundsatz des § 54 Abs.1 VAG zur Sicherheit wird stets beachtet.
A. II.
Kapitalanlagen – Angaben zu Finanzinstrumenten, die über ihren
beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden
in Euro
Art
Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 1)
1)
124
Nominalvolumen
Buchwert
Zeitwert
29.250.000
29.151.383
28.670.255
Aufgrund der gegebenen Bonität der Emittenten sind die Wertminderungen nicht dauerhaft, sondern durch Marktpreisänderungen bedingt.
ALLGEMEINE
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 125
A. II.
Sonstige Kapitalanlagen – Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
in Euro
Art
Zinsbezogene Geschäfte
Vorkäufe / Termingeschäfte Namenspapiere 1)
Vorkäufe / Termingeschäfte Inhaberschuldverschreibungen 2)
1)
2)
Nominalvolumen
Buchwert
Zeitwert
4.500.000
25.600.000
–
64.851
–33.561
453.872
Ermittelter Zeitwert wurde auf Valuta berechnet: Bewertungsparameter Swap- und Geldmarktkurve.
Börsenwert wurde auf Valuta berechnet: Bewertungsparameter Swap- und Geldmarktkurve. Der Ausweis erfolgt bei den Passiva unter
Posten C. II. Sonstige Rückstellungen.
Finanzderivate und Strukturierte Produkte wurden in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt. Die derivativen Bestandteile wurden mittels anerkannter
finanzmathematischer Methoden auf Basis der Modelle von Black 76 und Zwei-Faktor Hull-White bewertet.
Die Marktwerte der ABS-Produkte wurden nach der Discounted Cash Flow Methode ermittelt; dabei wurden am Markt beobachtbare Werte herangezogen.
C. II.
Andere Vermögensgegenstände
Vorausgezahlte Versicherungsleistungen
Übrige Vermögensgegenstände
D. II.
2013
Euro
5.658.613
19.085
5.677.698
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
2013
Euro
Agio aus Kapitalanlagen
58.130
58.130
ALLGEMEINE
125
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 126
Erläuterungen zur Bilanz – Passiva
A. I.
Eingefordertes Kapital
Stand am 31. Dezember
2013
Euro
7.800.000
Das gezeichnete Kapital ist unverändert gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2012. Es ist aufgeteilt in 260.000 Stückaktien.
Die R+V KOMPOSIT Holding GmbH, Wiesbaden, hat gemäß § 20 Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass sie mehrheitlich an der KRAVAG-ALLGEMEINE VersicherungsAktiengesellschaft beteiligt ist. Von der R+V Versicherung AG, Wiesbaden, und der DZ BANK AG, Frankfurt am Main, liegt eine Mitteilung
gemäß § 20 Abs. 4 AktG bezüglich ihrer mittelbaren Mehrheitsbeteiligung an der KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-Aktiengesellschaft vor.
A. II.
Kapitalrücklage
Stand am 31. Dezember
2013
Euro
58.982.365
Die Kapitalrücklage ist unverändert gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2012.
Die Kapitalrücklage entfällt mit 18.982.365 Euro auf Agiobeträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. 40.000.000 Euro
betreffen Zuzahlungen gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.
A. III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage
2. Andere Gewinnrücklagen
Stand am 31. Dezember
Die Gewinnrücklagen sind unverändert gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2012.
126
ALLGEMEINE
2013
Euro
716
5.236.870
5.237.586
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 127
B.
Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 2013
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
B.
Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 2012
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
C. II.
Rückstellung
für noch nicht
abgewickelte
Versicherungsfälle
Euro
Schwankungsrückstellung u.ä.
Rückstellungen
320.015.030
48.411.718
9.369.788
1.984.028
379.780.564
317.210.415
36.417.858
4.430.147
686.470
358.744.891
–
11.521.677
4.931.409
1.294.894
17.747.980
Versicherungstechnische
Rückstellungen
insgesamt
Euro
Rückstellung
für noch nicht
abgewickelte
Versicherungsfälle
Euro
Schwankungsrückstellung u.ä.
Rückstellungen
296.515.995
41.467.791
8.852.910
1.563.601
348.400.296
293.925.606
33.597.130
5.752.655
423.702
333.699.093
–
7.552.547
3.095.350
1.138.045
11.785.942
Euro
Euro
Sonstige Rückstellungen
Provisionen
Kapitalanlagenbereich
Jahresabschluss
Übrige Rückstellungen
E.
Versicherungstechnische
Rückstellungen
insgesamt
Euro
2013
Euro
3.800.000
89.851
172.866
312.057
4.374.775
Rechnungsabgrenzungsposten
2013
Euro
Disagio aus Kapitalanlagen
19.998
Sonstige Bemerkungen
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren bestanden nicht.
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden nicht.
ALLGEMEINE
127
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 128
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
I. 1.
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2013
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
I. 1.
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2012
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
I. 2.
Gebuchte
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Nettobeiträge
Euro
215.336.765
156.211.823
3.651.700
3.368.107
378.568.396
214.988.319
155.926.379
3.650.933
3.367.271
377.932.902
158.995.905
115.457.794
3.430.933
3.367.271
281.251.903
Gebuchte
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Nettobeiträge
Euro
202.805.375
142.089.826
3.735.251
3.240.166
351.870.618
202.611.552
141.936.114
3.734.916
3.239.668
351.522.250
149.336.391
105.341.894
3.514.993
3.239.746
261.433.024
2013
Euro
2012
Euro
171.511.932
141.935.501
–290.721
2.563.951
315.720.663
168.774.645
123.331.738
1.476.516
2.324.135
295.907.035
Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
Der technische Zinsertrag betrifft die Verzinsung der durchschnittlichen Renten-Deckungsrückstellung der
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung gemäß § 38 Abs. 1 Ziffer 2 RechVersV.
I. 4.
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft ergab sich ein Brutto-Gewinn in Höhe von 17 Mio. Euro,
der im Wesentlichen auf Kraftfahrzeug-Haftpflicht (8 Mio. Euro) und Sonstige Kraftfahrt (7 Mio. Euro) entfällt.
128
ALLGEMEINE
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 129
I. 7.
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen auf
Abschlussaufwendungen
Verwaltungsaufwendungen
I. 11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
Rückversicherungssaldo
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Kraftfahrzeug-Haftpflicht
Sonstige Kraftfahrt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
2013
Euro
2012
Euro
34.595.133
26.092.575
922.184
652.926
62.262.818
32.451.246
23.960.916
904.952
627.618
57.944.731
32.336.245
29.926.573
62.262.818
28.565.222
29.379.509
57.944.731
2013
Euro
2012
Euro
4.488.644
–8.365.866
975.215
5.416
–2.896.592
–1.742.395
–7.181.465
1.084.295
–6.447
–7.846.013
2013
Euro
2012
Euro
–5.141.559
7.163.881
–217.426
–
1.804.896
–3.761.643
–1.266.374
184.497
–2.835
–4.846.356
2013
Euro
2012
Euro
2.469.501
–
2.469.501
12.355
46.807
59.162
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den Anteilen des Rückversicherers an den verdienten Beiträgen,
an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sowie an den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.
II. 2.
Aufwendungen für Kapitalanlagen
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 HGB
Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB
ALLGEMEINE
129
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 130
II. 4.
Sonstige Erträge
Zinserträge
Übrige Erträge
II. 5.
Sonstige Aufwendungen
Aufwendungen, die das Unternehmen als Ganzes betreffen
Zinsaufwendungen
Übrige Aufwendungen
130
ALLGEMEINE
2013
Euro
2012
Euro
56.626
122.347
178.973
80.044
110.454
190.499
2013
Euro
2012
Euro
1.250.883
129.505
921.536
2.301.924
1.234.356
267.803
753.587
2.255.747
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 131
Bestandsentwicklung
Bestand an selbst abgeschlossenen Versicherungen ohne unterjährige Verträge.
Anzahl der Verträge
am Ende des
am Ende des
Geschäftsjahres
Vorjahres
Kraftfahrt
a) Kraftfahrzeug-Haftpflicht
b) Fahrzeugvollversicherung
c) Fahrzeugteilversicherung
Kraftfahrtversicherung insgesamt
Kraftfahrtunfallversicherung
Beistandsleistung
789.532
439.336
208.985
1.437.853
155.485
300.611
1.893.949
Veränderung
+/-
760.617
421.552
206.189
1.388.358
155.596
296.017
1.839.971
28.915
17.784
2.796
49.495
-111
4.594
53.978
Honorare des Abschlussprüfers
Gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurden im Geschäftsjahr folgende Honorare als Aufwand (netto) erfasst:
2013
Euro
25.000
–
–
–
25.000
Abschlussprüfungsleistungen
Andere Bestätigungsleistungen
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen
Aufwendungen insgesamt
Abschlussprüfer der KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG ist die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
ALLGEMEINE
131
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 132
Sonstige Angaben
Aufsichtsrat
Vorstand
Dr. Friedrich Caspers
Vorsitzender des Vorstands der
R+V Versicherung AG, Wiesbaden
– Vorsitzender –
Dr. Norbert Rollinger
– Vorsitzender –
Prof. Dr. Karlheinz Schmidt
Geschäftsführendes Präsidialmitglied des BGL,
Frankfurt am Main
– Stellv. Vorsitzender –
Stefan Hammersen
Geschäftsführer der
FINAS Versicherungsmakler GmbH,
Lutherstadt Wittenberg
Dr. Thomas-Sönke Kluth
Mitglied des Vorstands des Prüfungsverbands der
Deutschen Verkehrs-, Dienstleistungs- und
Konsumgenossenschaften e.V., Hamburg
(ab 27. Juni 2013)
Dr. Christoph Lamby
Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,
Wiesbaden
Hans-Christian Marschler
Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,
Wiesbaden
Rainer Neumann
Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,
Wiesbaden
Julie Schellack
Mitglied der Geschäftsführung Fa. Martens & Prahl
Versicherungskontor, Lübeck
Adalbert Wandt
Inhaber Wandt Spedition Transportberatung GmbH,
Braunschweig
(bis 27. Juni 2013)
Peter Weiler
Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,
Wiesbaden
132
ALLGEMEINE
Michael Busch
Heinz-Jürgen Kallerhoff
Dr. Edgar Martin
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 133
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB
für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft
Aufwendungen insgesamt
2013
Euro
2012
Euro
43.416.334
43.416.334
40.528.116
40.528.116
Die Gesellschaft beschäftigte im Berichtsjahr kein Personal.
Für Mitglieder des Vorstands fielen 2013 keine Bezüge in der KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-AG an.
Die Bezüge an Vorstände wurden von der vertragsführenden Gesellschaft, der R+V Versicherung AG, geleistet. Die damit übernommene
Konzernleitungsfunktion wird im Rahmen der Dienstleistungsverrechnung abgegolten und ist in den Funktionsbereichskosten enthalten.
Daher erfolgt die Angabe gemäß § 285 Nr. 9a HGB in voller Höhe im Jahresabschluss der R+V Versicherung AG.
Als Vergütung erhielt der Aufsichtsrat 22.493 Euro (Vorjahr: 21.487 Euro).
Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Berichtszeitraum sind keine Geschäfte im Sinne des § 285 Satz 1 Nr. 21 HGB mit nahe stehenden Personen und Unternehmen getätigt worden.
Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen und Mitgliedschaften folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB:
in Euro
1. Nachzahlungsverpflichtungen
2. Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften
Inhaberschuldverschreibungen
Namensschuldverschreibungen
Gesamtsumme
Angaben zu
Betrag
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
961.600
–
40.583.518
31.833.518
Es bestehen Opportunitätskosten
durch geringen Zinssatz.
Daneben besteht ein Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko.
Ausgleich unterjähriger
Liquiditätsschwankungen und
Vermeidung von Marktstörungen
bei hohem Anlagebedarf.
4.500.000
3.500.000
Es bestehen Opportunitätskosten
durch geringen Zinssatz.
Daneben besteht ein Kontrahentenrisiko und Emittentenrisiko.
Ausgleich unterjähriger
Liquiditätsschwankungen und
Vermeidung von Marktstörungen
bei hohem Anlagebedarf.
46.045.118
35.333.518
Vorteile
Risiken
Keine bilanzielle Erhöhung der
Es besteht eine Verpflichtung zur
Kapitalanlagen, solange nicht
Auszahlung, dabei ist keine
Einflussnahme auf den Zeitpunkt ausgezahlt wurde. Durch die Nichtder Inanspruchnahme möglich. auszahlung ergeben sich LiquiditätsEs besteht ein Risiko des vorteile, die gegebenenfalls für eine
Kapitalanlage mit besserer
zwischenzeitlichen Wertverfalls der
Beteiligung. Verzinsung genutzt werden können.
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
ALLGEMEINE
133
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 134
Konzernabschluss
Die R+V Versicherung AG, Wiesbaden, erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS,
in den der Jahresabschluss der KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-Aktiengesellschaft zum
31. Dezember 2013 einbezogen wird. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.
Der Konzernabschluss der R+V Versicherung AG wird als Teilkonzern in den übergeordneten Konzernabschluss
der DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main, mit befreiender Wirkung einbezogen.
Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt.
Hamburg, 4. März 2014
Der Vorstand
134
Dr. Rollinger
Busch
Kallerhoff
Dr. Martin
ALLGEMEINE
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 135
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang
– unter Einbeziehung der Buchführung und den
Lagebericht der KRAVAG-ALLGEMEINE Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg, für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach
den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften
liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht
abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen
und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den
Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben
in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, den 5. März 2014
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gehringer
Wirtschaftsprüfer
Piening
Wirtschaftsprüfer
ALLGEMEINE
135
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 136
Bericht des Aufsichtsrats
Aufsichtsrat und Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat zur Vorbereitung seiner
Beschlüsse einen Prüfungsausschuss gebildet.
Der Aufsichtsrat und sein Ausschuss haben die
Geschäftsführung des Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften überwacht und beratend begleitet.
Durch die ordentliche Hauptversammlung vom
27. Juni 2013 wurde Herr Hans-Christian Marschler, dessen Mandat als Aufsichtsratsmitglied turnusmäßig mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung endete, dem Aufsichtsrat wieder zugewählt. Herr Adalbert Wandt ist altersbedingt aus
dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Herr Dr. ThomasSönke Kluth ist neu in den Aufsichtsrat gewählt
worden.
Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über die Lage
und Entwicklung der Gesellschaft regelmäßig
und umfassend informiert. Dies erfolgte im
Geschäftsjahr 2013 in drei Sitzungen, zu denen
der Aufsichtsrat am 30. April 2013, 27. Juni 2013
und 4. Dezember 2013 zusammentrat. Darüber
hinaus fand die Sitzung des Prüfungsausschusses
des Aufsichtsrats am 16. April 2013 statt. In den
Sitzungen hat der Aufsichtsrat mündliche und
schriftliche Berichte des Vorstands entgegengenommen und erörtert. Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch vierteljährliche Berichte des Vorstands unterrichtet. Alle Maßnahmen, welche die
Beschlussfassung des Aufsichtsrats erfordern, wurden eingehend beraten. Darüber hinaus wurde der
Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der
Sitzungen laufend über wesentliche Entwicklungen
und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt.
136
ALLGEMEINE
Im Vordergrund der Berichterstattung standen die
wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, die Unternehmensplanung und -perspektive sowie die Finanzkennzahlen. Schwerpunkte der Besprechungen und
Diskussionen im Aufsichtsrat bildeten ferner die
Entwicklung der Wettbewerbssituation in der Kraftfahrzeugversicherung, die Schadenlage sowie das
Schadenregulierungsmanagement und die strategische Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus
wurde über die Risikostrategie und das Risikomanagementsystem berichtet.
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben
den Jahresabschluss und den Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2013 eingehend geprüft. Hierzu lag
der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, der
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat, vor.
An der Sitzung des Prüfungsausschusses am
11. April 2014 nahmen die Vertreter des Abschlussprüfers teil, um über die wesentlichen
Prüfungsergebnisse zu berichten. Unter dem Vorsitz
des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses wurden der Jahresabschluss und der Lagebericht
sowie der Prüfungsbericht erörtert. Ferner beschäftigte er sich mit der Prüfung des Risikofrüherkennungssystems nach § 91 Abs. 2 AktG und
besprach die wesentlichen Ergebnisse des Jahresberichts der internen Revision des abgelaufenen
Jahres.
Auch an der Sitzung zur Feststellung des Jahresabschlusses am 29. April 2014 nahmen die Vertreter
des Abschlussprüfers teil. Sie berichteten dem Aufsichtsratsplenum zusammenfassend über die Prüfungsergebnisse und standen für zusätzliche Erläuterungen und Stellungnahmen zur Verfügung.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 137
Der Aufsichtsrat hat gegen den von dem Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 keine Einwendungen erhoben und sich
dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss
ist damit gemäß § 172 AktG festgestellt.
Mit dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzverlusts hat sich der Aufsichtsrat
einverstanden erklärt.
Der vom Vorstand erstellte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen sowie der
Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hierzu lagen
vor und wurden geprüft.
Der Abschlussprüfer hat dem Bericht des Vorstands
über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig
sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen
keine Umstände für ein wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen.“
Der Aufsichtsrat schließt sich dieser Beurteilung an
und hat keine Einwendungen gegen die Erklärungen
des Vorstands am Schluss des Berichts über die
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erhoben.
Hamburg, 29. April 2014
Der Aufsichtsrat
Dr. Caspers
Vorsitzender
ALLGEMEINE
137
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 138
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 139
KRAVAG-SACH
Versicherung des
Deutschen Kraftverkehrs VaG
Heidenkampsweg 102, 20097 Hamburg, Tel. 040/23606-0
Eingetragen beim Amtsgericht Hamburg HRB 6391
Geschäftsbericht
2013
Vorgelegt zur Delegiertenversammlung
am 26. Juni 2014
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 140
140
SACH
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 141
KRAVAG-SACH
2013
2012
2011
2010
2009
2008
2007
2006
2005
22,0
21,3
20,0
18,4
16,4
14,8
13,6
13,5
13,1
Anzahl der Verträge
in Tsd.
Gebuchte Beiträge brutto
in Mio. Euro
5,3
4,8
4,5
4,1
3,8
3,5
3,3
3,2
3,1
Kapitalanlagen
in Mio. Euro
153,5
146,4
137,7
108,5
107,0
112,1
125,2
122,1
121,3
Erträge aus Kapitalanlagen
in Mio. Euro
7,1
7,0
6,5
5,1
9,9
10,8
6,1
5,6
3,6
Nettoverzinsung der Kapitalanlagen
in %
4,0
4,9
4,2
3,7
6,9
8,2
4,8
4,6
2,7
Aufwendungen für Versicherungsfälle brutto
in Mio. Euro
5,0
4,2
-0,4
3,1
3,3
0,1
2,9
2,6
3,0
Schadenrückstellung brutto
in Mio. Euro
16,3
15,1
14,0
10,5
9,3
7,9
10,2
9,3
8,0
Schwankungsrückstellung
in Mio. Euro
0,0
0,6
1,3
2,7
2,8
3,5
1,2
1,3
1,4
Eigenkapital
in Mio. Euro
135,6
132,1
128,7
100,1
99,6
96,4
96,3
99,0
97,3
Bilanzsumme
in Mio. Euro
158,7
151,7
144,8
114,5
117,3
117,1
128,9
127,2
124,5
SACH
141
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 142
Lagebericht
Geschäft und Rahmenbedingungen
Geschäftstätigkeit
Gegenstand des Unternehmens der KRAVAG-SACH
Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG
(KRAVAG-SACH) ist der Betrieb der Unfallversicherung im In- und Ausland sowie die Beteiligung an
Versicherungsgesellschaften in der Form bedeutender Beteiligungen im Sinne des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) mit dem Ziel, den Versicherungsbedarf der Mitglieder zu decken und die Mitgliedsrechte nach Maßgabe der Satzung zu sichern.
Organisatorische und rechtliche Struktur
Die KRAVAG-SACH fungiert innerhalb der KRAVAGGesellschaften als Risikoträger in der selbst abgeschlossenen Unfallversicherung.
Die Gesellschaft ist Träger der Agenturbeziehungen
zu den Vertriebspartnern, den Straßenverkehrsgenossenschaften (SVG). Damit gewährleistet sie als
Versicherungsverein die Beibehaltung der Mitgliedsrechte bei Aufsichtsrats- und Delegiertenwahlen.
Der Jahresabschluss der KRAVAG-SACH ist nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB)
und der Verordnung über die Rechnungslegung von
Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.
Organisation der Leitung und Kontrolle
Die KRAVAG-Gesellschaften haben mit den Gesellschaften der R+V eine Funktionsausgliederungsvereinbarung, die die durch Versicherungsgesellschaften ausgegliederten Funktionen nach § 5 Abs. 3 Nr.
4 VAG beinhaltet, und eine Dienstleistungs- und
Mietvereinbarung, die die anderen Dienstleistungsbeziehungen zwischen den Gesellschaften der R+V,
die keine Funktionen im Sinne des Aufsichtsrechts
darstellen, regelt, abgeschlossen.
Auf Grundlage dieser Vereinbarungen werden
gesellschaftsübergreifende Dienstleistungen und
Funktionen jeweils von einer Gesellschaft – R+V
142
SACH
Versicherung AG, R+V Allgemeine Versicherung AG,
R+V Lebensversicherung AG, R+V Luxembourg
Lebensversicherung S.A., Niederlassung Wiesbaden, oder R+V Service Center GmbH – erbracht.
Die Dienstleistungen und Funktionen für die anderen Gesellschaften erstrecken sich im Wesentlichen auf folgende Betriebsbereiche: Vertrieb, Vermögensanlage, Vermögensverwaltung, Rechnungswesen, Konzernrevision, Controlling, Rechtswesen,
Unternehmenskommunikation, Personalverwaltung,
allgemeine Verwaltung und Informationsverarbeitung. Die leistungsempfangenden Gesellschaften
werden mit den Aufwendungen nach der Inanspruchnahme von Dienstleistungen belastet; sie
haben hinsichtlich der ausgegliederten Betriebsbereiche Weisungs- und Kontrollrechte.
Darüber hinaus besteht zwischen den Gesellschaften der R+V eine Vereinbarung über eine zentrale
Gelddisposition und ein zentrales Finanzclearing.
Aufgrund vertraglicher Regelungen vermittelt der
Außendienst der R+V Allgemeine Versicherung AG
für die KRAVAG-SACH Unfallversicherungsverträge.
Die Vorstände der Gesellschaften der R+V und
KRAVAG sind teilweise in Personalunion besetzt.
Personalbericht
Die KRAVAG-SACH beschäftigt keine eigenen Mitarbeiter. Auf der Grundlage der bestehenden Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträge
werden die Aufgaben durch Mitarbeiter der R+V
übernommen.
Verbandszugehörigkeit
Die Gesellschaft ist unter anderem Mitglied folgender Verbände:
– Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV), Berlin
– Prüfungsverband der Deutschen Verkehrsgenossenschaften e.V., Hamburg
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 143
Gebuchte Brutto- und Nettobeiträge
in Mio. Euro
Unfallversicherung gesamt
in Mio Euro
8
5
9,2
8,0
5,3
4
3
4,1
4,5
3,8
3,2
2
2,7
6
4,8
3,5
6,5
3,8
4,4
2,9
2
1
2009
2010
2011
5,7
4
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Gebuchte Nettobeiträge
Geschäftsverlauf der KRAVAG-SACH
Im Geschäftsjahr 2013 erreichte die KRAVAG-SACH
insbesondere durch die Zusammenarbeit mit den
Straßenverkehrsgenossenschaften als Hauptvertriebsweg erneut ein deutliches Beitragswachstum.
Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um
9,3 % auf 5,3 Mio. Euro (2012: 4,8 Mio. Euro).
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle des
Geschäftsjahrs beliefen sich auf 9,2 Mio. Euro
(2012: 6,5 Mio. Euro). Ursächlich für diesen
Anstieg waren eine erhöhte Großschadenbelastung
sowie gestiegene Schadendurchschnitte. Unter
Berücksichtigung des Abwicklungsergebnisses der
aus dem Vorjahr übernommenen Schadenrückstellungen in Höhe von 4,2 Mio. Euro (2012: 2,3 Mio.
Euro) ergab sich eine bilanzielle Brutto-Schadenquote von 96,3 % (2012: 88,6 %).
Die Brutto-Kostenquote lag mit 39,1 % unter dem
Vorjahreswert (2012: 40,2 %). Die Combined Ratio
betrug 135,4 % nach 128,9 % im Vorjahr.
Nachdem im Vorjahr ein ausgeglichenes Rückversicherungsergebnis erzielt wurde, ergab sich für
2013 eine Entlastung der Gesellschaft von 0,4
Mio. Euro. Unter Berücksichtigung der Entnahme
aus der Schwankungsrückstellung von 0,6 Mio.
Euro (2012: 0,7 Mio. Euro) belief sich das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung auf
- 0,7 Mio. Euro (2012: - 0,9 Mio. Euro).
4,1
3,8
2009
2010
5,3
4,5
4,8
2011
2012
2013
Gebuchte Bruttobeiträge
Bruttogeschäftsjahresschadenaufwand
Die Gesellschaft erzielte ein Kapitalanlageergebnis
von 6,0 Mio. Euro (2012: 6,9 Mio. Euro). Nach
Einbezug des Saldos aus Sonstigen Erträgen und
Sonstigen Aufwendungen von -1,5 Mio. Euro (2012:
- 1,8 Mio. Euro) sowie einem Steueraufwand von
0,2 Mio. Euro (2012: 0,8 Mio. Euro) ergab sich ein
Jahresüberschuss in Höhe von 3,5 Mio. Euro
(2012: 3,3 Mio. Euro).
Ertragslage
Beitragseinnahmen
Die Gesellschaft verzeichnete einen deutlichen
Anstieg der gebuchten Bruttobeiträge auf 5,3 Mio.
Euro (2012: 4,8 Mio. Euro). Die verdienten Nettobeiträge erhöhten sich um 0,3 Mio. Euro auf
3,8 Mio. Euro (2012: 3,5 Mio. Euro). Die Selbstbehaltsquote lag mit 72,5 % über dem Vorjahreswert
von 72,1 %.
Versicherungsleistungen
Eine erhöhte Großschadenbelastung und gestiegene durchschnittliche Schadenhöhen waren für die
Geschäftsjahresschadenaufwendungen in 2013
prägend. Die gemeldeten Schäden stiegen um
18,0 % auf 897 Stück an, so dass sich die Schadenaufwendungen für das Geschäftsjahr signifikant
auf 9,2 Mio. Euro erhöhten.
SACH
143
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 144
Unter Berücksichtigung des Abwicklungsergebnisses der aus dem Vorjahr übernommenen Schadenrückstellungen stieg die bilanzielle Brutto-Schadenquote um 7,7 %-Punkte auf 96,3 % (2012: 88,6 %).
Versicherungstechnisches Ergebnis
Die KRAVAG-SACH erwirtschaftete ein versicherungstechnisches Bruttoergebnis vor Veränderung
der Schwankungsrückstellung von - 1,8 Mio. Euro
(2012: - 1,5 Mio. Euro).
Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene
Rechnung, nach Berücksichtigung des Rückversicherungsergebnisses von 0,4 Mio. Euro und einer
Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von
0,6 Mio. Euro (2012: 0,7 Mio. Euro), betrug
- 0,7 Mio. Euro (2012: - 0,9 Mio. Euro).
Kapitalanlageergebnis
Die KRAVAG-SACH erzielte aus ihren Kapitalanlagen
ordentliche Erträge in Höhe von 5,9 Mio. Euro.
Abzüglich ordentlicher Aufwendungen in Höhe von
0,1 Mio. Euro ergab sich ein ordentliches Ergebnis
in Höhe von 5,8 Mio. Euro (2012: 5,3 Mio. Euro).
Auf den Rentenmärkten kam es kaum noch zu Bonitätsherabstufungen, aber insgesamt stieg das Zinsniveau an. Unter diesen gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen waren bei den Kapitalanlagen
der KRAVAG-SACH Abschreibungen in Höhe von
0,9 Mio. Euro erforderlich. Aufgrund von Wertaufholungen früherer Abschreibungen wurden 0,5 Mio.
Euro zugeschrieben. Durch Veräußerungen von Vermögenswerten erzielte die KRAVAG-SACH einerseits
Veräußerungsgewinne in Höhe von 0,6 Mio. Euro,
andererseits entstanden geringe Veräußerungsverluste. Aus den Zu- und Abschreibungen, sowie den
Veräußerungsgewinnen und -verlusten resultierte
ein außerordentliches Ergebnis in Höhe von
0,2 Mio. Euro (2012: 1,6 Mio. Euro).
144
SACH
Das Nettoergebnis aus Kapitalanlagen, als Summe
des ordentlichen sowie des außerordentlichen
Ergebnisses, belief sich damit für das Geschäftsjahr 2013 auf 6,1 Mio. Euro gegenüber 6,9 Mio.
Euro im Vorjahr. Die Nettoverzinsung lag bei 4,0 %
(2012: 4,9 %).
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Die Sonstigen Erträge beliefen sich auf 23,8 Mio.
Euro (2012: 23,1 Mio. Euro). Sie umfassten entsprechend den vertraglichen Regelungen insbesondere die Erträge aus dem Vermittlungsgeschäft für
die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft.
Die korrespondierenden Aufwendungen zu diesem
Vermittlungsgeschäft wurden unter den Sonstigen
Aufwendungen berücksichtigt, so dass ein ausgeglichenes Ergebnis aus der Versicherungsvermittlung ausgewiesen wird.
Das Sonstige Ergebnis verbesserte sich um 17,6 %
auf - 1,5 Mio. Euro (2012: - 1,8 Mio. Euro).
Gesamtergebnis
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit lag
bei 3,8 Mio. Euro (2012: 4,2 Mio. Euro).
Unter Berücksichtigung des Steueraufwands von
0,2 Mio. Euro (2012: 0,9 Mio. Euro) verblieb
ein Jahresüberschuss von 3,5 Mio. Euro (2012:
3,3 Mio. Euro), der in voller Höhe in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde.
Finanzlage
Kapitalstruktur
Das haftende Eigenkapital belief sich am Ende
des Geschäftsjahrs auf 135,6 Mio. Euro (2012:
132,1 Mio. Euro).
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 145
Kapitalanlagen
in Mio. Euro
Aus der Schwankungsrückstellung wurden 0,6 Mio.
Euro (2012: 0,7 Mio. Euro) entnommen.
150
Das Eigenkapital der KRAVAG-SACH ist wesentlicher
Bestandteil zur Erfüllung der aufsichtsrechtlichen
Solvabilitätsanforderungen, insbesondere auch im
Hinblick der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen im Zuge der Einführung von Solvency II.
153
125
138
100
75
107
108
2009
2010
146
50
25
Vermögenslage
2011
2012
2013
Bestand an Kapitalanlagen
Das Jahr 2013 war an den Kapitalmärkten geprägt
durch eine konjunkturelle Erholung in den USA und
einem Rückgang der Krisenängste in der Eurozone.
Die Zinsen zehnjähriger deutscher Staatsanleihen
schwankten im Jahresverlauf deutlich. Im Jahresendvergleich stiegen sie von 1,3 % auf 1,9 %. Die
Zinsaufschläge (Spreads) gingen zurück. Die europäischen Aktienmärkte, gemessen am Euro Stoxx
50, stiegen um 17,9 %.
Die Kapitalanlagen der KRAVAG-SACH wuchsen im
Geschäftsjahr 2013 um 7,0 Mio. Euro beziehungsweise um 4,8 %. Damit belief sich der Buchwert
der Kapitalanlagen zum 31. Dezember 2013 auf
153,5 Mio. Euro. Die KRAVAG-SACH investierte den
überwiegenden Teil der für die Neuanlage zur Verfügung stehenden Mittel in Renten. Dabei wurde
durch Anlagen unter anderem in Staatsanleihen,
Unternehmensanleihen und Pfandbriefe sowie in
verschiedene Regionen breit diversifiziert. Zur Minimierung des Ausfallrisikos wurde bei allen Zinstiteln auf eine gute Bonität der Emittenten geachtet.
Darüber hinaus wurden zur Verstetigung der Anlage
Vorkäufe getätigt. Die durchgerechnete Aktienquote
zu Marktwerten belief sich zum 31. Dezember
2013 auf 5,1 % gegenüber 4,6 % im Vorjahr.
Die auf die gesamten Kapitalanlagen bezogene
Reservequote lag zum 31. Dezember 2013 bei
83,1 % (2012: 98,1 %). Der Rückgang beruht auf
einem geringeren Marktwert der Beteiligungen
gegenüber dem Vorjahr. Die Gesellschaft wies zum
Jahresende bei den gemäß § 341 b HGB dem Anlagevermögen zugeordneten Kapitalanlagen stille
Lasten in Höhe von 0,2 Mio. Euro aus. Davon
waren lediglich Rentenpapiere betroffen.
In der Kapitalanlage werden soziale, ethische und
ökologische Grundsätze dahingehend berücksichtigt, dass die KRAVAG-SACH wissentlich und
bewusst nicht in Kapitalanlagen investiert, die den
allgemein anerkannten Nachhaltigkeitsprinzipien
widersprechen.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen
der KRAVAG-SACH betrugen zum Ende des Geschäftsjahrs 17,2 Mio. Euro (2012: 16,7 Mio.
Euro). Nach Abzug der auf die Rückversicherer entfallenden Anteile verblieben versicherungstechnische Nettorückstellungen von 13,4 Mio. Euro
(2012: 12,9 Mio. Euro).
Den größten Anteil an den versicherungstechnischen Nettorückstellungen hatte die Rückstellung
für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle mit
12,6 Mio. Euro (2012: 11,5 Mio. Euro).
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Schluss des Geschäftsjahrs sind nicht zu berichten.
SACH
145
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 146
Chancen- und Risikobericht
Risikomanagementprozess
Kern des Geschäftsmodells der KRAVAG-SACH sind
die Übernahme und das Managen von Risiken.
Dementsprechend ist das Risikomanagement der
KRAVAG-SACH als integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung in die Unternehmensstrategie
eingebettet.
Es umfasst alle systematischen Maßnahmen, um
Risiken zu erkennen, zu bewerten und zu beherrschen. Hauptziel der Risikomanagementprozesse
sind die Sicherstellung der Solidität sowie der
Sicherheit für Versicherungsnehmer und Anteilseigner sowie die langfristige Unternehmensfortführung. Darüber hinaus sollen mit Hilfe der Risikomanagementprozesse Risiken und andere negative
Entwicklungen, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können,
frühzeitig erkannt und Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Ein über alle Gesellschaften der R+V implementierter Risikomanagementprozess legt Regeln zum
Umgang mit Risiken fest und ist Grundlage für ein
zentrales Frühwarnsystem. Auch Beteiligungen werden in das Risikomanagement der KRAVAG-SACH
einbezogen.
Die Grundsätze des Risikomanagements basieren
auf der verabschiedeten und jährlich zu aktualisierenden Risikostrategie. Diese leitet sich aus der
Unternehmensstrategie unter Berücksichtigung der
in der Frühjahrsklausur des Vorstands verabschiedeten strategischen Vier-Jahres-Planung ab. Im
Konzernrisikohandbuch wird die Steuerung der Risiken mit umfangreichen Darstellungen zu Methoden,
Prozessen und Verantwortlichkeiten dokumentiert.
Ein Grundprinzip der Risikoorganisation und der
Risikomanagementprozesse ist die Trennung von
Risikoüberwachung und Risikoverantwortung. Die
Funktionen der für den Aufbau von Risikopositionen
146
SACH
Verantwortlichen sind personell und organisatorisch
von der unabhängigen Risikocontrollingfunktion
getrennt.
Die identifizierten Risiken werden den folgenden
Risikokategorien zugeordnet: versicherungstechnisches Risiko, Marktrisiko, Kreditrisiko, Liquiditätsrisiko, Konzentrationsrisiko, operationelles Risiko,
strategisches Risiko und Reputationsrisiko.
Die einmal jährlich stattfindende Risikoinventur hat
zum Ziel, die für die Gesellschaft relevanten Risiken
zu identifizieren und hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit zu beurteilen. Gegenstand der Risikoinventur
im Einzelnen ist die Überprüfung und Dokumentation sämtlicher bekannter Einzel- und Kumulrisiken
sowie des Risikotragfähigkeits- und des BusinessContinuity-Managementsystems. Dabei werden
auch die verwendeten Indikatoren und Schwellenwerte überprüft. Für alle identifizierten Risiken wird
eine Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Wesentliche Risiken sind Gegenstand des unterjährigen
Überwachungsprozesses.
Auf Basis verbindlich festgelegter Kennzahlen und
Schwellenwerte erfolgt vierteljährlich eine aktualisierte Indexbewertung aller bedeutenden Risiken
der R+V in einer Datenbank. Bei Überschreitung
eines definierten Indexwerts werden Maßnahmen
eingeleitet. Zusätzlich wird durch eine gezielte
Abfrage bei Führungskräften und Mitarbeitern
gewährleistet, dass Risiken frühzeitig erkannt
werden.
Die identifizierten Risiken werden in der vierteljährlich stattfindenden Risikokonferenz abschließend
bewertet. Das zentrale Risikoberichtswesen sorgt
für Transparenz in der Berichterstattung. Bei
wesentlichen Veränderungen von Risiken sind
Meldungen an das zuständige Vorstandsmitglied
und das für das Risikomanagement zuständige
Vorstandsmitglied vorgesehen.
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Die risikorelevanten Unternehmensinformationen
werden den zuständigen Aufsichtsgremien im regelmäßigen Turnus zur Verfügung gestellt.
über wesentliche Feststellungen und über die
durchgeführten Notfallübungen an die Risikokonferenz.
Bereits im Rahmen der Produktentwicklung werden
die Auswirkungen auf das Unternehmensrisikoprofil
analysiert und beurteilt. Auch bei der Planung und
Durchführung von Projekten werden Risikogesichtspunkte berücksichtigt. Größere Projekte und Investitionen werden regelmäßig in der Investitions- oder
Produktkommission sowie im Finanzausschuss
beurteilt. Besonderes Augenmerk wird dabei auf
Ergebnisse und Maßnahmen sowie auf die Budgeteinhaltung gelegt. Erforderliche Kurskorrekturen
werden sofort eingeleitet.
Durch das Business-Continuity-Management wird
gewährleistet, dass der Geschäftsbetrieb der
KRAVAG-SACH in einem Krisenfall aufrechterhalten
werden kann. Dafür notwendige Geschäftsprozesse
sind identifiziert und im Rahmen einer Notfallplanung mit Ressourcen unterlegt.
Das Compliance-Management-System der R+V
umfasst zentrale und dezentrale Aufgaben. Der
Compliance-Beauftragte trägt die Gesamtverantwortung. Das Compliance-Management-System deckt
die folgenden Themen ab: Kartellverstöße, Insiderverstöße, dolose Handlungen und Diebstähle,
Datenschutzverstöße, Geldwäscheverstöße sowie
Verstöße gegen die Außenwirtschaftsverordnung.
Für alle im Zusammenhang mit dem Allgemeinen
Gleichbehandlungsgesetz (AGG) stehenden Fragen
besteht eine interne Beschwerdestelle. Zudem ist
die Funktion eines Vertrauensanwalts eingerichtet.
Wichtige Regeln für ein korrektes Verhalten im
Geschäftsverkehr sind in der Compliance-Richtlinie
„Verhaltensgrundsätze im Geschäftsverkehr“
niedergelegt. In der vierteljährlich stattfindenden
Compliance-Konferenz erörtern die jeweiligen Verantwortlichen wesentliche Vorfälle innerhalb der
R+V sowie eingeleitete Maßnahmen, bei besonders
gravierenden Verstößen sind Ad-hoc-Meldungen vorgesehen.
R+V verfügt über ein ganzheitliches BusinessContinuity-Managementsystem mit einer zentralen
Koordinationsfunktion. Ein Gremium mit den verantwortlichen Krisenmanagern für IT-Technik, für
Gebäude und für Personal unterstützt hierbei in
fachlichen Themenstellungen, dient der Vernetzung
der Notfallmanagement-Aktivitäten und berichtet
Die Einhaltung der Regelungen des Risikomanagementsystems und deren Wirksamkeit werden durch
die Interne Revision geprüft. Zur Behebung festgestellter Defizite werden Maßnahmen verabredet und
von der Internen Revision nachgehalten.
Internes Kontrollsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess
Um eine sach- und termingerechte Informationsbereitstellung für die Adressaten des Abschlusses
und des Lageberichts sicherzustellen, wurde innerhalb des R+V Konzerns unter anderem ein umfangreiches Internes Kontrollsystem (IKS) etabliert.
Als wichtiger Bestandteil des unternehmensweiten
Risikomanagementsystems verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS die Zielsetzung, durch Implementierung von Kontrollen identifizierte Risiken in
Bezug auf den gesamten Rechnungslegungs- und
Finanzberichterstattungsprozess zu minimieren und
die Erstellung eines regelkonformen Abschlusses
zu gewährleisten. Um eine kontinuierliche Weiterentwicklung und Wirksamkeit des IKS sicherzustellen, erfolgt eine regelmäßige Überprüfung durch die
Konzern-Revision und den Abschlussprüfer.
Das rechnungslegungsbezogene IKS fokussiert auf
die wesentlichen Abschlussprozesse. Diese werden
dokumentiert, prozessinhärente Risiken identifiziert
und entsprechende risikoadäquate Kontrollverfahren implementiert. Die Bewertung der prozessinhärenten Risiken erfolgt anhand eines Bewertungsrasters und festgelegter Wesentlichkeitsgrenzen.
Die Aktualität der Dokumentation wird einmal jährlich überprüft und bedarfsweise angepasst.
SACH
147
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 148
Das IKS umfasst organisatorische Sicherungsmaßnahmen, die sowohl in die Aufbau- als auch in die
Ablauforganisation integriert sind, wie beispielsweise eine grundsätzliche Funktionstrennung oder
klare Aufgaben- und Verantwortlichkeitszuordnungen. An wichtigen Punkten innerhalb der rechnungslegungsbezogenen Geschäftsprozesse werden
gezielte Kontrollen durchgeführt, um die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Fehlern zu minimieren beziehungsweise bereits aufgetretene Fehler zu identifizieren. Dabei handelt es sich um Kontrollen, die in den Arbeitsablauf integriert sind, wie
beispielsweise die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips oder Schnittstellenkontrollen. Die Wirksamkeit
und Effektivität des rechnungslegungsbezogenen
IKS wird regelmäßig überprüft und dokumentiert.
Der Prozess zur Erstellung des Abschlusses und
des Lageberichts liegt in der Verantwortung von Mitarbeitern der R+V und folgt definierten Termin- und
Ablaufplänen. Die im Rahmen des Abschlusserstellungsprozesses durchzuführenden Schritte unterliegen sowohl systemseitigen als auch manuellen
Kontrollen. Für die Ermittlung bestimmter rechnungslegungsbezogener Daten werden partiell
externe Gutachter einbezogen.
Der Abschlusserstellungsprozess ist in hohem
Maße von ITSystemen abhängig und unterliegt
damit potentiellen operationellen Risiken, wie zum
Beispiel Betriebsstörungen, -unterbrechungen und
Datenverlusten. Diesen wird unter anderem durch
umfangreiche Schutzmechanismen wie einer Notfallplanung, Back-up-Lösungen sowie einer Berechtigungsverwaltung und technischen Sicherungen
gegen unbefugten Zugriff begegnet. Die eingesetzten IT-Systeme werden zudem auf Einhaltung der
Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie
der gesetzlichen Aufbewahrungs- und Dokumentationspflichten geprüft. Die regelmäßige Prüfung der
Rechnungslegungsprozesse ist sowohl integraler
Bestandteil der internen Revisionsprüfungen als
auch Gegenstand der Jahresabschlussprüfungen
durch den Abschlussprüfer.
148
SACH
Versicherungstechnisches Risiko
Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das
Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Aufwand für Schäden und
Leistungen vom erwarteten Aufwand abweicht.
In der Schaden- und Unfallversicherung sind die
versicherungstechnischen Risiken bestimmt durch
das Prämien- und Schadenrisiko, das Reserverisiko
und das Kostenrisiko.
Das Prämien- und Schadenrisiko umfasst das Risiko, dass zukünftige Entschädigungen aus versicherten, aber noch nicht eingetretenen Schäden höher
als erwartet ausfallen.
Die Risikosteuerung der KRAVAG-SACH erfolgt durch
eine gezielte Risikoselektion, eine risikogerechte
Tarif- und Produktgestaltung sowie durch ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien der operativen Einheiten. Zur Aufrechterhaltung eines ausgewogenen
Risikoprofils ist die KRAVAG-SACH stets bestrebt,
große Einzelrisiken zu vermeiden. Durch den Einsatz von Planungs- und Steuerungsinstrumenten
wird das Management frühzeitig in die Lage versetzt, unerwartete oder gefährliche Bestands- und
Schadenentwicklungen zu erkennen und mit entsprechenden Maßnahmen der veränderten Risikosituation begegnen zu können. Um die genannten
Risiken beherrschbar zu machen, unterliegt die
Preisfindung einer genauen Kalkulation unter Verwendung mathematisch-statistischer Modelle.
Die Rückversicherung dient der Begrenzung der
Schadenhöhe bei Einzelrisiken und bei Kumulschäden. Die Deckungsgleichheit zwischen Erstversicherungs- und Rückversicherungsverträgen, die Angemessenheit der Rückversicherungskonzeption in
Bezug auf die individuelle Risikosituation der
KRAVAG-SACH sowie die weitere Platzierbarkeit der
Rückversicherungsverträge am Markt werden regelmäßig überprüft. Anpassungen und Aktualisierungen der bestehenden Absicherungen erfolgen laufend im Rahmen des Abschlusses beziehungsweise
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 149
der Erneuerung von Verträgen. Da die KRAVAGSACH zurzeit ausschließlich bei der R+V Versicherung AG rückversichert ist, sieht sich die Gesellschaft keinen Risiken die Platzierbarkeit von Verträgen betreffend ausgesetzt.
Das Reserverisiko betrifft das Risiko, dass die
Schadenreserven, die für bereits eingetretene
Schäden gebildet wurden, nicht ausreichend
bemessen sind. Die Schätzung der Verpflichtungen
ist mit Unsicherheiten behaftet. Die Bestimmung
der Reserven für Schäden und Schadenregulierungskosten erfolgt nach allgemein anerkannten
Grundsätzen versicherungsmathematischer Praxis
auf der Grundlage von Annahmen. Diese basieren
auf unternehmenseigenen Erfahrungen, aktuariellen
Statistiken und Auswertungen übriger zur Verfügung
stehender Informationsquellen.
Für bekannte, aber auch für unbekannte Schäden
sind Schadenrückstellungen in ausreichender Höhe
dotiert. Die Abwicklung dieser Reserven wird ständig verfolgt und Erkenntnisse hieraus fließen wieder
in aktuelle Schätzungen ein.
Die versicherungstechnischen Risiken umfassen
auch Kostenrisiken. Diese ergeben sich bei ungünstigen Veränderungen des Geschäftsverlaufs
dadurch, dass bei sinkenden Erträgen die entsprechenden Aufwendungen nicht im gleichen Maße verringert werden können. Eingeschlossen ist auch
das Risiko, das aus geringeren Einnahmen oder
höheren Kosten als im Budget vorgesehen resultiert. Das Budget unterliegt im Rahmen des Controllingprozesses einer laufenden Kontrolle.
Marktrisiko
Das Marktrisiko bezeichnet das Risiko, das sich
direkt oder indirekt aus Schwankungen in der Höhe
beziehungsweise in der Volatilität der Marktpreise
für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und
Finanzinstrumente ergibt. Das Marktrisiko schließt
auch das Währungskurs-, Zinsänderungs- und
Asset-Liability-Risiko ein.
Die Gesellschaft begegnet Kapitalanlagerisiken
durch Beachtung der generellen Leitlinie einer möglichst großen Sicherheit und Rentabilität bei Sicherstellung der jederzeitigen Liquidität. Durch Wahrung
einer angemessenen Mischung und Streuung der
Kapitalanlagen trägt die Anlagepolitik der R+V dem
Ziel der Risikoverminderung in besonderem Maße
Rechnung.
Die Einhaltung der Anlageverordnung sowie der aufsichtsrechtlichen Anlagegrundsätze und Regelungen wird bei R+V durch ein qualifiziertes Anlagemanagement, geeignete interne Kapitalanlagerichtlinien und Kontrollverfahren, eine perspektivische
Anlagepolitik sowie sonstige organisatorische Maßnahmen sichergestellt. R+V nimmt fortlaufend
Erweiterungen und Verfeinerungen des Instrumentariums zur Risikoeinschätzung und -beurteilung bei
der Neuanlage und der Beobachtung des Anlagebestands vor, um den Veränderungen an den Kapitalmärkten zu begegnen und Risiken frühzeitig zu
erkennen, zu begrenzen oder zu vermeiden.
Transaktionen mit derivativen Finanzinstrumenten,
strukturierten Produkten oder Asset-Backed-Securities sind in innerbetrieblichen Richtlinien explizit
geregelt. Darin enthalten sind insbesondere Volumen- und Kontrahentenlimite. Durch ein umfangreiches und zeitnahes Berichtswesen werden die
verschiedenen Risiken regelmäßig überwacht und
transparent dargestellt.
Bei der KRAVAG-SACH wurden zum 31. Dezember
2013 folgende Arten von Sicherungsgeschäften
eingesetzt:
– Vorkäufe: Um unterjährige Liquiditätsschwankungen auszugleichen, Marktstörungen zu vermeiden
oder die Anlage zu verstetigen; die Grundgeschäfte sind Fremdkapitalinstrumente.
Zur Sicherstellung der beabsichtigten Effektivität
der ökonomischen Risikoabsicherungen werden
folgende Maßnahmen durchgeführt:
SACH
149
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– tägliche Limitüberwachung und tägliches Optionsreporting
– kontinuierliche Überwachung der eingegangenen
Absicherungspositionen, regelmäßige Darstellung
der Auswirkungen auf die Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung im Rahmen des internen Reportings und Durchführung erforderlicher Anpassungen.
Auf organisatorischer Ebene begegnet R+V Anlagerisiken durch eine strikte funktionale Trennung von
Anlage, Abwicklung und Controlling.
Zur Messung der aus den Kapitalanlagen resultierenden Marktpreisrisiken werden Sensitivitätsanalysen unter folgenden Prämissen vorgenommen: Für
Aktien werden die Auswirkungen der Veränderung
der Börsenkurse von 10 % und 20 % ermittelt.
Kreditrisiko
Das Kreditrisiko bezeichnet das Risiko, das sich
aufgrund eines Ausfalls oder aufgrund einer Veränderung der Bonität oder der Bewertung von Bonität
(Credit-Spread) von Wertpapieremittenten und anderen Schuldnern ergibt, gegenüber denen das Unternehmen Forderungen hat.
Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten
bis sehr guten Bonität vorgenommen. Die Einstufung der Bonität erfolgt in erster Linie mit Hilfe von
Ratingagenturen und wird nach internen Richtlinien
kontinuierlich überprüft.
Für festverzinsliche Wertpapiere und Ausleihungen
werden die Auswirkungen einer Verschiebung der
Zinskurve um 100 Basispunkte nach oben und
nach unten auf den Zeitwert dieser Wertpapiere
und Ausleihungen ermittelt.
Das Kreditrisiko des Portfolios wird quartalsweise
ermittelt. Kontrahentenrisiken werden ferner durch
ein Limitsystem begrenzt. Mehr als 86 % (2012:
85 %) der Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren weisen ein Standard & Poor’s Rating gleich oder
besser als „A“, mehr als 64 % (2012: 70 %) gleich
oder besser als „AA“ auf.
Für die Bestimmung von Wechselkursrisiken wird
eine Auf- und Abwertung des Euro um eine jährliche
Standardabweichung angenommen.
Die Kapitalanlagen der KRAVAG-SACH wiesen im
abgelaufenen Geschäftsjahr weder Zins- noch Kapitalausfälle auf.
Für den Bestand der festverzinslichen Wertpapiere
und Ausleihungen wird regelmäßig eine Durationsanalyse durchgeführt.
Die KRAVAG-SACH hielt zum 31. Dezember 2013
Staatsanleihen Italiens über 0,5 Mio. Euro (2012:
0,5 Mio. Euro). R+V geht nach derzeitigem Stand
davon aus, dass die von Italien, der Europäischen
Union (EU), dem Internationalen Währungsfonds
(IWF) und der EZB ergriffenen Maßnahmen eine
Refinanzierung gewährleisten. Es wurden keine
Abschreibungen auf Staatsanleihen vorgenommen.
Fremdwährungspositionen werden im Wesentlichen
zur Diversifizierung und Partizipation an renditestarken weltweiten Anlagen im Rahmen eines aktiven
Portfoliomanagements gehalten. Die daraus resultierenden Wechselkursrisiken unterliegen durch
die Anwendung entsprechender Risikomodelle
der ständigen Beobachtung und werden durch ein
Währungsoverlay-Management aktiv gesteuert.
Dabei verfolgt das Währungsmanagement der R+V
in erster Linie das Ziel einer Absicherung gegen
Währungskursverluste.
150
SACH
Die Summe aller Anlagen bei Banken belief sich bei
der KRAVAG-SACH zum 31. Dezember 2013 auf
74,8 Mio. Euro. Mit 50,3 % handelte es sich bei
diesen Anlagen überwiegend um Titel, für die eine
besondere Deckungsmasse zur Besicherung existiert. Mit 82,1 % waren diese Anlagen zudem haupt-
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sächlich bei deutschen Banken investiert. Die verbleibenden 17,9 % entfielen überwiegend auf Institute des EWR.
Die Kreditrisiken beinhalten auch die Risiken aus
dem Ausfall von Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an Versicherungsnehmer und an Versicherungsvermittler sowie
von Forderungen gegenüber Rückversicherern.
Ersteren wird durch ein effektives Forderungsausfallmanagement begegnet. Zudem wird dem Forderungsausfallrisiko durch erforderliche Wertberichtigungen Rechnung getragen, die nach den Erfahrungswerten aus der Vergangenheit ausreichend
bemessen sind. Das Ausfallrisiko für die Abrechnungsforderungen wird durch die ständige Überwachung der Standard & Poor’s Ratings und die sonstigen am Markt verfügbaren Informationsquellen
begrenzt. Da die KRAVAG-SACH zurzeit ausschließlich bei der R+V Versicherung AG rückversichert ist,
sieht sich die Gesellschaft keinen Risiken den Ausfall eines gruppenexternen Rückversicherers betreffend ausgesetzt.
Im Rahmen einer monatlich aktualisierten Liquiditätsberichterstattung für das laufende Jahr wird die
erwartete Entwicklung des Cashflows für die KRAVAG-SACH detailliert dargestellt. Darüber hinaus
wird im Cash Management ergänzend eine taggenaue Planung der Zahlungsströme vorgenommen.
Durch Sensitivitätsanalysen wesentlicher versicherungstechnischer Parameter wird die Sicherstellung
einer ausreichenden Liquidität unter krisenhaften
Marktbedingungen regelmäßig überprüft. Die Ergebnisse zeigen die Fähigkeit der KRAVAG-SACH, die
eingegangenen Verpflichtungen jederzeit zu erfüllen.
Aufgrund der für den gesamten Planungszeitraum
prognostizierten jährlichen Liquiditätsüberschüsse
und der hohen Fungibilität der Wertpapierbestände
ist die jederzeitige Erfüllbarkeit der Verbindlichkeiten gegenüber den Versicherungsnehmern gewährleistet.
Konzentrationsrisiko
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass
ein Unternehmen nicht oder nur zu erhöhten Kosten
in der Lage ist, seinen finanziellen Verpflichtungen
bei Fälligkeit nachzukommen.
Die Liquidität der Gesellschaften der R+V wird zentral gesteuert. Im Rahmen der Mehrjahresplanung
wird eine integrierte Simulation zur Bestands- und
Erfolgsentwicklung im Kapitalanlagebereich sowie
zur Entwicklung der Cashflows durchgeführt. Basis
der Steuerung ist der prognostizierte Verlauf aller
wesentlichen Zahlungsströme aus dem versicherungstechnischen Geschäft, den Kapitalanlagen
und der allgemeinen Verwaltung. Bei der Neuanlage
wird die Erfüllung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätserfordernisse kontinuierlich geprüft.
Das Konzentrationsrisiko bezeichnet das Risiko,
das sich dadurch ergibt, dass das Unternehmen
einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingeht, die ein bedeutendes Schaden- oder Ausfallpotential haben.
Die KRAVAG-SACH verfügt über ein vielfältiges, weit
gestreutes Kundenspektrum. Exponierte Einzelrisiken sind ebenso wie der Kumulfall rückversichert.
Von vertrieblicher Bedeutung im Zusammenhang
mit den Konzentrationsrisiken sind vorhandene größere Versicherungsbestände von einzelnen Agenturen beziehungsweise Vertriebspartnern oder starke
Abhängigkeiten in den Vertriebswegen. Daher werden regelmäßig Auswertungen und Analysen der
Bestände hinsichtlich möglicher Konzentrationen
durchgeführt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind in
den Versicherungsbeständen mit Blick auf Kunden
oder Vertriebspartner keine Konzentrationsrisiken
festzustellen.
SACH
151
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Das Anlageverhalten der R+V ist darauf ausgerichtet, Risikokonzentrationen im Portfolio zu vermeiden. Eine Minimierung der Risiken durch weitgehende Diversifikation der Anlagen wird gewährleistet,
indem die durch die Anlageverordnung und weitere
aufsichtsrechtliche Bestimmungen vorgegebenen
quantitativen Grenzen gemäß des Grundsatzes der
angemessenen Mischung und Streuung eingehalten werden. Eine Analyse der Emittentenstruktur
des Bestands ergab kein signifikantes Konzentrationsrisiko. Darüber hinaus bestehen im Rahmen
der Anlagen bei Banken keine Konzentrationsrisiken bei einzelnen Kreditinstituten.
Untersuchungen der größten Engagements und
Adressen lieferten keine Anhaltspunkte für übergreifende Risikokonzentrationen.
Im IT-Bereich gewährleisten umfassende physische
und logische Schutzvorkehrungen die Sicherheit
von Daten und Anwendungen sowie die Aufrechterhaltung des laufenden Betriebs. Eine besondere
Gefahr wäre der teilweise oder totale Ausfall von
Datenverarbeitungssystemen. R+V hat durch zwei
getrennte Rechenzentrumsstandorte mit Datenund Systemspiegelung, besonderer Zutrittssicherung, sensiblen Brandschutzvorkehrungen und
abgesicherter Stromversorgung über Notstromaggregate Vorsorge getroffen. Ein definiertes
Wiederanlaufverfahren für den Katastrophenfall
wird durch turnusmäßige Übungen auf seine Wirksamkeit überprüft. Datensicherungen erfolgen in
unterschiedlichen Gebäuden mit hochabgesicherten Räumen. Darüber hinaus werden die Daten auf
einen Bandroboter in einen ausgelagerten und entfernten Standort gespiegelt. Somit sind die Daten
auch nach einem Totalverlust aller Rechenzentrumsstandorte in Wiesbaden vorhanden.
Operationelles Risiko
Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von
Verlusten aufgrund unzulänglicher oder fehlgeschlagener interner Prozesse oder aus mitarbeiterbedingten, systembedingten oder auch externen Vorfällen.
152
SACH
Das operationelle Risiko umfasst auch Rechtsrisiken, jedoch nicht strategische Risiken und
Reputationsrisiken.
Das wesentliche Instrument zur Begrenzung der
operationellen Risiken stellt das IKS dar. Durch
Regelungen und Kontrollen in den Fachbereichen
und durch die Überprüfung der Anwendung und
Wirksamkeit des IKS durch die Interne Revision
wird dem Risiko von Fehlentwicklungen und dolosen
Handlungen vorgebeugt. Auszahlungen werden weitestgehend maschinell unterstützt.
Im Benutzerprofil hinterlegte Vollmachten und
Berechtigungsregelungen sowie maschinelle Vorlagen zur Freigabe aufgrund des hinterlegten Zufallsgenerators geben zusätzliche Sicherheit. Manuelle
Auszahlungen werden grundsätzlich nach dem VierAugen-Prinzip freigegeben.
Den operationellen Risiken im Vertrieb begegnet
R+V mit Weiterbildungsmaßnahmen für den Außendienst gemäß den Rahmenbedingungen des GDV.
Die Qualitätssicherung im IT-Bereich erfolgt durch
etablierte Prozesse unter Verwendung von Best
Practices. In einer täglich stattfindenden Konferenz
werden die aktuellen Themen behandelt und der
Bearbeitung zugeordnet. In monatlich stattfindenden Konferenzen werden unter Beteiligung der ITBereichsleiter in Bezug auf die Einhaltung von Service Level Agreements (zum Beispiel Systemverfügbarkeiten und -antwortzeiten) geeignete Maßnahmen ergriffen.
Strategisches Risiko
Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich
aus strategischen Geschäftsentscheidungen ergibt.
Zu dem strategischen Risiko zählt auch das Risiko,
das sich daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld
(inklusive Gesetzesänderungen und Rechtsprechung) angepasst werden.
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Veränderungen in den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen sowie Veränderungen in Markt und Wettbewerb unterliegen einer
ständigen Beobachtung, um rechtzeitig und angemessen auf Chancen und Risiken reagieren zu können. R+V analysiert und prognostiziert laufend
nationale und globale Sachverhalte mit Einfluss auf
geschäftsrelevante Parameter. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse werden beispielsweise hinsichtlich der Bedürfnisse der Kunden ausgewertet und
finden Eingang in die Entwicklung neuer Versicherungsprodukte bei R+V.
Die Steuerung des strategischen Risikos basiert
auf der vorausschauenden Beurteilung von Erfolgsfaktoren sowie auf der Ableitung von Zielgrößen für
die Unternehmensbereiche der R+V. Im Rahmen
des jährlichen strategischen Planungsprozesses
wird die strategische Planung für die kommenden
vier Jahre unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit vorgenommen. Dem strategischen Risiko
begegnet R+V durch die strategische Planung und
die Aufnahme weiterer wesentlicher strategischer
Themen in die jeweils im Frühjahr stattfindende Vorstandsklausur. Dazu wendet R+V die gängigen
Instrumente des strategischen Controllings an,
sowohl externe strategische Markt- und Konkurrenzanalysen als auch interne Unternehmensanalysen,
wie etwa Portfolio- oder SWOT-Analysen. Die Ergebnisse des strategischen Planungsprozesses in
Form von verabschiedeten Zielgrößen werden im
Rahmen der operativen Planung für die kommenden
drei Jahre unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit operationalisiert und zusammen mit den
Verlustobergrenzen jeweils im Herbst vom Vorstand
verabschiedet. Die Implementierung der dort gefällten Entscheidungen wird regelmäßig im Rahmen
des Plan-Ist-Vergleichs quartalsweise nachgehalten.
Somit ist die Verzahnung zwischen dem strategischen Entscheidungsprozess und dem Risikomanagement organisatorisch geregelt. Änderungen in
der Geschäftsstrategie mit Auswirkungen auf das
Risikoprofil der Gesellschaft finden ihren Niederschlag in der Risikostrategie.
Strategische Risiken aus Sicht der IT bestehen insbesondere bei der Abwicklung von (Groß-)Projekten
zur Einführung neuer Versicherungsprodukte oder
zur Erfüllung neuer oder geänderter gesetzlicher
und regulatorischer Anforderungen. Auch weitreichende Plattformentscheidungen werden im Rahmen von strategischen Risiken behandelt.
Reputationsrisiko
Das Reputationsrisiko ist das Risiko eines direkten
oder zukünftigen Verlusts von Geschäftsvolumen,
das sich aus einer möglichen Beschädigung des
Rufs des Unternehmens oder der gesamten Branche infolge einer negativen Wahrnehmung in der
Öffentlichkeit (zum Beispiel bei Kunden, Geschäftspartnern, Aktionären, Behörden) ergibt.
Das positive Marken-Image der KRAVAG-SACH bei
den Straßenverkehrsgenossenschaften ist ein
wesentliches Ziel des Unternehmens.
Um einen Imageschaden für R+V gar nicht erst entstehen zu lassen, wird bei der Produktentwicklung
und allen anderen Bestandteilen der Wertschöpfungskette auf einen hohen Qualitätsstandard
geachtet. Darüber hinaus wird die Unternehmenskommunikation der R+V zentral über das Ressort
Vorstandsvorsitz koordiniert, um einer falschen
Darstellung von Sachverhalten wirkungsvoll und
geschlossen entgegentreten zu können. Die Berichterstattung in den Medien über die Versicherungswirtschaft im Allgemeinen und R+V im Besonderen wird über alle Ressorts hinweg beobachtet
und laufend analysiert.
Ratingergebnisse und Marktvergleiche der für die
Kundenzufriedenheit maßgeblichen Parameter
Service, Produktqualität und Beratungskompetenz
werden im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses berücksichtigt.
Aus IT-Sicht werden insbesondere Ereignisse
betrachtet, die zu einer negativen Wahrnehmung in
der Öffentlichkeit führen könnten. Beispielhaft zu
SACH
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nennen sind die Verletzung der Vertraulichkeit der
Daten, mangelnde Verfügbarkeit der vom End- oder
Geschäftskunden erreichbaren IT-Systeme (Portale)
oder durch mangelnde Betriebssicherheit hervorgerufene Schadenereignisse in der IT-Technik. Die ITSicherheitsstrategie wird daher kontinuierlich überprüft und an die aktuelle Bedrohungslage angepasst. Ebenso wird die Gültigkeit der IT-Sicherheitsprinzipien regelmäßig geprüft.
Risikotragfähigkeit
Die Berechnung der aufsichtsrechtlichen Risikotragfähigkeit (Solvabilitätsquote) der KRAVAG-SACH
erfolgt unter Beachtung der aktuell geltenden, branchenbezogenen Gesetzgebung und beschreibt den
Grad der Überdeckung der aufsichtsrechtlich geforderten Mindest-Solvabilitätsspanne durch verfügbare Eigenmittel.
Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der
KRAVAG-SACH übersteigt per 31. Dezember 2013
die geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne.
Genehmigungspflichtige Eigenmittel werden bei
der Berechnung der Solvabilitätsquote nicht
berücksichtigt.
Auf Basis der im Rahmen der internen Planung
angewendeten Kapitalmarktszenarien zeigt sich,
dass die Solvabilitätsquote der KRAVAG-SACH auch
zum 31. Dezember 2014 oberhalb der gesetzlichen
Mindestanforderung liegen wird.
Solvency II
Die EU-Kommission arbeitet seit einigen Jahren
intensiv an einem neuen Aufsichtsmodell für Versicherungen mit dem Arbeitstitel Solvency II.
Die Solvency II-Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rats wurde am 25.
November 2009 verabschiedet. Am 13. November
2013 wurde im Trilog zwischen Vertretern des Rats,
des Europäischen Parlaments und der Europäischen Kommission eine Einigung zu Omnibus II
154
SACH
erreicht, welche im Rahmen eines weiteren Quick
Fixes den Startpunkt für die Preparatory Guidelines
zum 1. Januar 2014 und die Einführung von Solvency II zum 1. Januar 2016 vorsieht.
KRAVAG-SACH ist aufgrund ihrer Einbindung in die
R+V Gruppe durch die Mitarbeit in Arbeitsgruppen
des GDV und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf die künftigen Herausforderungen eingestellt und schafft somit die
Grundlage für eine erfolgreiche Umsetzung der mit
Solvency II einhergehenden Anforderungen. Hierzu
gehört auch die aktive Teilnahme an den im Rahmen des europäischen Solvency II-Projekts stattfindenden Studien zu Solvency II (Quantitative Impact
Study, Long-Term Guarantees Assessment). Zudem
werden konzernweit regelmäßig Berechnungen auf
Basis des aktuellen Entwicklungsstands durchgeführt, um eine angemessene Vorbereitung auf das
neue Aufsichtsregime Solvency II sicherzustellen.
Zusammenfassende Darstellung der Risikolage
Die aufsichtsrechtliche Risikotragfähigkeit der KRAVAG-SACH überschreitet per 31. Dezember 2013
die geforderte Mindest-Solvabilitätsspanne. Die im
Rahmen der internen Planung angewendeten Kapitalmarktszenarien ergeben, dass die Solvabilitätsquote der KRAVAG-SACH auch zum 31. Dezember
2014 oberhalb der gesetzlichen Mindestanforderung liegen wird.
Ein Risikofaktor für die Geschäftsentwicklung der
KRAVAG-SACH ist weiterhin die Staatsschuldenkrise
in der Eurozone. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Krisenjahre kann eine erneute Verschärfung der
Krise nicht ausgeschlossen werden. Die damit verbundenen Auswirkungen auf die Kapitalmärkte, die
Realwirtschaft und das Nachfrageverhalten der Bürger sind nur schwer einschätzbar. Allerdings hat
sich die Krisengefahr durch eine leichte volkswirtschaftliche und finanzpolitische Verbesserung, flankiert durch eine aktivere Zentralbank, vermindert.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 155
Die KRAVAG-SACH geht nach derzeitigem Stand
davon aus, dass die von den betroffenen Ländern
sowie der EU, dem IWF und der EZB ergriffenen
Maßnahmen eine Refinanzierung der Staaten und
Banken gewährleistet.
Darüber hinaus sind aus heutiger Sicht keine Entwicklungen erkennbar, die die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der KRAVAG-SACH nachhaltig
beeinträchtigen könnten.
Prognosebericht
jederzeit erfüllt werden können. Die Duration soll
weder deutlich verlängert noch verkürzt werden. Die
Chancen an den Kreditmärkten sollen unter der Voraussetzung weiterhin hoher Qualität der Titel, breiter Streuung sowie starker Risikokontrolle genutzt
werden. Das Aktienengagement soll abhängig von
der Risikotragfähigkeit der Gesellschaft leicht
erhöht werden. Es ist geplant, das Immobilien- und
Infrastrukturengagement bei Vorhandensein attraktiver Investments weiter schrittweise zu erhöhen.
Diese auf Sicherheit bedachte langfristige Anlagestrategie verbunden mit einem modernen Risikomanagement ist auch 2014 bestimmend.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Ausblick für die KRAVAG-SACH
Für 2014 erwarten die Experten eine Aufhellung der
wirtschaftlichen Lage. So prognostiziert der Sachverständigenrat in seinem Jahresgutachten vom
November 2013 ein Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 1,6 %. Die Versicherungsbranche erwartet laut einer Befragung des
Münchner ifo Instituts aus demselben Monat mit
großer Mehrheit konstante oder steigende Beiträge
gegenüber dem Vorjahr.
Die KRAVAG-SACH plant für das Jahr 2014 ein
moderateres Beitragswachstum. Die geplanten
Schadenaufwendungen verringern sich im Vorjahresvergleich. Diese Erwartung steht unter der
Annahme, dass keine Großschadenbelastung
außerhalb des Erwartungswerts eintreten wird.
Insgesamt wird ein zufriedenstellendes Geschäftsjahresergebnis erwartet.
Entwicklung an den Kapitalmärkten
Hamburg, 4. März 2014
Die Entwicklung an den Kapitalmärkten wird 2014
durch eine konjunkturelle Erholung mit verhaltener
Inflation geprägt sein. Die hohen Staatsschulden
werden weiterhin abgebaut werden müssen und die
Zentralbanken werden diesen Prozess begleiten.
Dies trifft in besonderem Maße für die Eurozone zu.
Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre kann
aber auch ein Aufflammen der Krise nicht ausgeschlossen werden. Zum Jahresende 2014 werden
Zinsen und Aktienkurse auf höheren Niveaus erwartet.
Der Vorstand
Die KRAVAG-SACH richtet ihre Kapitalanlagestrategie auf Sicherheit, Liquidität und Rendite aus. Der
hohe Anteil festverzinslicher und bonitätsstarker
Wertpapiere im Kapitalanlagebestand sorgt dafür,
dass die versicherungstechnischen Verpflichtungen
SACH
155
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 156
Betriebene Versicherungszweige
Selbst abgeschlossenes Geschäft
Einzel-Unfallversicherung ohne
Beitragsrückgewähr
Gruppen-Unfallversicherung ohne
Beitragsrückgewähr
156
SACH
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 157
Jahresabschluss 2013
SACH
157
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 158
Bilanz zum 31. Dezember 2013*
Aktiva
in Euro
2013
2012
A. Kapitalanlagen
I. Kapitalanlagen in verbundenen
Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
4. Andere Kapitalanlagen
36.795,02
21.247.793,19
44.567.751,29
20.254.308,90
36.795
21.247.794
21.284.588,21
36.634.507,36
32.519.245
30.740.822,00
19.531.828
64.822.060,19
1.080,––
49.567.751
23.529.332
1.080
146.433.825
132.198.469,55
153.483.057,76
B. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft an:
Versicherungsnehmer
II. Abrechnungsforderungen aus dem
Rückversicherungsgeschäft
III. Sonstige Forderungen
Davon an:
verbundene Unternehmen
194.633 €
(190.997 €)
Beteiligungsunternehmen
226.609 €
(231.425 €)
69.185,08
55.826
400.209,45
2.023.953,47
–
2.654.913
2.493.348,––
2.710.739
C. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und
Kassenbestand
III. Andere Vermögensgegenstände
10.162,32
13.135
226.031,43
233.475,92
469.669,67
119.369
32.900
165.404
2.271.809,91
1.968.537
408.142
2.376.679
158.717.885,34
151.686.647
D. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.
158
SACH
1.976.350,51
295.459,40
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 159
Passiva
in Euro
2013
2012
135.598.087,94
33.603.125
98.447.951
132.051.076
A. Eigenkapital
Gewinnrücklagen
1. Verlustrücklage gemäß § 37 VAG
2. Andere Gewinnrücklagen
33.603.125,02
101.994.962,92
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
V. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellungen
VI. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag
2. Davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft
850.316,63
181.398,61
668.918,02
799.932
173.640
1.821,––
––,––
1.821,––
2.017
–
16.300.152,20
3.664.060,29
12.636.091,91
15.062.172
3.612.132
41.250,––
8.686,––
50.000
12.500
636.546
55.000,––
13.750,––
13.000,––
––,––
13.369.766,93
148.585
–
12.900.980
1.520.849,38
1.074.971
–
320.697
1.395.668
13.000,––
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
II. Steuerrückstellungen
III. Sonstige Rückstellungen
1.009.113,––
265.132,92
246.603,46
SACH
159
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 160
in Euro
2013
2012
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft gegenüber:
Versicherungsnehmern
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft
Davon gegenüber:
Beteiligungsunternehmen
–€
(58.105 €)
III. Sonstige Verbindlichkeiten
Davon:
aus Steuern
74.937 €
(67.211 €)
im Rahmen der sozialen Sicherheit
70.545 €
(97.234 €)
gegenüber
Beteiligungsunternehmen
75.657 €
(– €)
E. Rechnungsabgrenzungsposten
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B. II. sowie unter dem
Posten B. III. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von
§ 341 f und § 341 g HGB sowie der aufgrund des § 65 Abs. 1 VAG erlassenen
Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Wiesbaden, 25. Februar 2014
Karsten Vogel
Verantwortlicher Aktuar
160
SACH
53.155,90
––,––
80.552
58.105
8.146.821,89
5.158.245
8.199.977,79
5.296.902
29.203,30
42.021
158.717.885,34
151.686.647
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 161
Gewinn- und Verlustrechnung
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013*
in Euro
2013
2012
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
5.286.827,01
1.455.580,34
4.837.423
1.349.039
3.831.246,67
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge
d) Veränderung des Anteils der Rückversicherer an den
Bruttobeitragsüberträgen
–50.384,71
–55.715
–7.758,61
–20.499
–42.626,10
2. Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
3. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung
4. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag
bb) Anteil der Rückversicherer
3.788.620,57
3.453.168
17.456,38
16.777
7.563,30
7.587
3.806.636,71
1.332.258,77
3.199.042
742.179
2.474.377,94
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag
bb) Anteil der Rückversicherer
1.237.980,07
51.928,44
1.039.419
195.167
1.186.051,63
5. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Netto-Deckungsrückstellung
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen
8. Zwischensumme
9. Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen
10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
3.301.116
–135.781,––
1.056
138.585
139.641
32.207,14
47.603
–196,––
–135.585,––
6. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattungen für eigene Rechnung
7. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
b) Davon ab:
erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in
Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft
3.660.429,57
2.047.985,32
1.923.529
422.585,68
1.625.399,64
388.539
1.534.990
–1.368.615,10
–1.545.818
627.860,––
669.362
–740.755,10
–876.456
* Bei Davon-Vermerken Vorjahreszahlen in Klammern.
SACH
161
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 162
in Euro
2013
2012
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus Beteiligungen
Davon:
aus verbundenen Unternehmen
2.184 €
b) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
c) Erträge aus Zuschreibungen
d) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen
614.419,32
801.180
5.313.986,87
522.644,15
618.118,92
4.548.440
929.977
742.228
7.021.825
(2.184 €)
7.069.169,26
2. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen
und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen
102.265,56
889.392,99
16.981,––
3. Technischer Zinsertrag
1.008.639,55
6.060.529,71
–17.456,38
4. Sonstige Erträge
23.756.180,––
5. Sonstige Aufwendungen
25.269.775,83
6.043.073,33
77.491
20.007
30.280
127.778
6.894.047
–16.777
6.877.269
23.098.446
–1.513.595,83
24.935.778
–1.837.332
6. Nichtversicherungstechnisches Ergebnis
4.529.477,50
5.039.938
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
3.788.722,40
4.163.482
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
9. Sonstige Steuern
241.247,56
789.859
241.710,32
52.591
842.450
10. Jahresüberschuss
3.547.012,08
3.321.031
11. Einstellungen in Gewinnrücklagen:
In andere Gewinnrücklagen
3.547.012,08
3.321.031
––,––
–
12. Bilanzgewinn
162
SACH
462,76
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 163
Anhang
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss 2013 der KRAVAG-SACH
Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG
wurde nach den Vorschriften des HGB in Verbindung mit der RechVersV aufgestellt.
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie andere Kapitalanlagen wurden zu
Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung vermindert um Abschreibungen,
bilanziert. Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit getätigte Abschreibung nicht mehr bestanden, wurden gemäß § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB
Zuschreibungen auf den Zeitwert bis maximal zum
Anschaffungswert vorgenommen.
Aktien und Investmentanteile, die gemäß § 341 b
Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden gemäß Wahlrecht nach § 253
Abs. 3 Satz 4 HGB auf den Marktwert abgeschrieben.
Auf Euro lautende Inhaberschuldverschreibungen
und andere festverzinsliche Wertpapiere, die
gemäß § 341 b Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um in der Vergangenheit vorgenommene Abschreibungen bilanziert. Sofern die
Anschaffungskosten über dem dauerhaften Wert
liegen, wurde auf den Zeitwert abgeschrieben,
jedoch nicht unter den dauerhaften Wert. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgte ein
Ansatz zum Zeitwert.
Wertpapiere ohne feste Laufzeit (Perpetuals), die
gemäß § 341 b Abs. 2 Satz 1 HGB dem Anlagevermögen zugeordnet sind, wurden gemäß Wahlrecht
nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB auf den Marktwert
abgeschrieben. Wertaufholungen wurden gemäß
§ 253 Abs. 5 Satz 1 HGB auf den Zeitwert, bis
maximal zum Anschaffungswert vorgenommen.
Wenn die Gründe für eine in der Vergangenheit
getätigte Abschreibung im Anlage- und Umlaufvermögen nicht mehr bestanden, wurden gemäß
§ 253 Abs. 5 Satz 1 HGB Zuschreibungen auf den
Zeitwert, bis maximal zum Anschaffungswert, vorgenommen. Bei festverzinslichen Wertpapieren des
Anlagevermögens wurde nicht über den Rückzahlungswert hinaus zugeschrieben.
Sonstige Ausleihungen mit Ausnahme der
Namensschuldverschreibungen wurden mit dem
fortgeführten Anschaffungswert angesetzt, soweit
nicht Einzelwertberechtigungen vorzunehmen
waren. Die Amortisation einer Differenz zwischen
den Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag erfolgte unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Namensschuldverschreibungen wurden mit dem
Rückzahlungsbetrag angesetzt, soweit nicht Einzelwertberichtigungen vorzunehmen waren. Agio- und
Disagiobeträge wurden durch aktive und passive
Rechnungsabgrenzungsposten auf die individuelle
Laufzeit der jeweiligen Anlage zeitanteilig verteilt.
Die Forderungen wurden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Soweit sie das selbst abgeschlossene Geschäft betreffen, wurden sie einzeln und pauschal wertberichtigt.
Die Bewertung der Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte zu Anschaffungskosten, die linear
innerhalb der steuerlichen Nutzungsdauer abgeschrieben wurden. Die Zugänge und Abgänge des
Geschäftsjahrs wurden zeitanteilig abgeschrieben.
Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen 150 Euro und 1.000 Euro lagen, wurden in
einen Sammelposten eingestellt, der über fünf Jahre – beginnend mit dem Jahr der Bildung – abgeschrieben wird.
SACH
163
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 164
Die übrigen Aktiva wurden mit Nominalbeträgen
angesetzt. Erforderliche Wertberichtigungen wurden
vorgenommen und aktivisch abgesetzt.
Aufgrund abweichender handels- und steuerrechtlicher Wertansätze bei folgenden Bilanzposten ergaben sich zum 31. Dezember 2013 ausschließlich
aktive latente Steuern:
– Aktien
– Investmentanteile inklusive steuerliche
Ausgleichsposten Fonds
– Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
– Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
– Rückstellung für Schadenregulierungskosten
– Rückstellungen für drohende Verluste
– Sonstige Rückstellungen (hier: sonstige
Jahresabschlusskosten)
Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte mit
einem Steuersatz von 32,28 %. Die aktiven latenten Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts
des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum 31. Dezember
2013 nicht bilanziert.
Die Brutto-Beitragsüberträge im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sind grundsätzlich aus den gebuchten Beiträgen nach dem
360stel System berechnet worden. Bei der Ermittlung der nicht übertragungsfähigen Einnahmeanteile wurde das Schreiben des Bundesministers der
Finanzen vom 30. April 1974 zugrunde gelegt.
Der Anteil der Beitragsüberträge für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurde
gemäß den Rückversicherungsverträgen ermittelt.
164
SACH
Die Deckungsrückstellung wurde für die Kinderunfallversicherung unter Beachtung von §§ 341 f und
341 g HGB sowie des § 65 VAG mit einem Rechnungszins von 1,75 % berechnet.
Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle des selbst abgeschlossenen
Geschäfts wurde für alle bis zur Schließung des
Schadenregisters bekannten Versicherungsfälle einzeln ermittelt. Für die bis zum Abschlussstichtag
eingetretenen oder verursachten, aber zum Bilanzstichtag noch nicht gemeldeten Schäden wurde aufgrund der in den Vorjahren beobachteten Nachmeldungen die Rückstellung um eine Spätschadenrückstellung erhöht. Die in diesem Posten ebenfalls enthaltene Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen ist nach der vom GDV entwickelten pauschalen Berechnungsmethode unter Einbezug von
Spätschäden ermittelt worden.
In der Rückstellung ist auch die Deckungsrückstellung für laufende HUK-Renten enthalten. Der verwendete Rechnungszins ist abhängig vom Zeitpunkt, zu dem die Verpflichtung zur Rentenzahlung
eingetreten ist. Er beträgt 3,25 %, falls die Verpflichtung vor 2004 eingetreten ist. Falls sie 2004
bis einschließlich 2006 eingetreten ist, wird ein
Rechnungszins von 2,75 % zugrunde gelegt. Für ab
dem Jahr 2007 bis einschließlich 2011 eingetretene Verpflichtungen beträgt der Rechnungszins
2,25 % beziehungsweise für in den Jahren 2012
und 2013 eingetretene Verpflichtungen 1,75 %. In
allen Fällen wurde die Sterbetafel DAV HUR 2006
und eine angemessene Verwaltungskostenrückstellung verwendet.
Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung
handelt es sich um für vertragliche Vereinbarungen
gebildete erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 165
Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß
§ 341 h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV
ermittelt.
Unter den sonstigen versicherungstechnischen
Rückstellungen ist die Stornorückstellung ausgewiesen. Die Stornorückstellung wurde aufgrund von
Erfahrungssätzen der Vergangenheit ermittelt.
Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach den
vertraglichen Vereinbarungen ermittelt.
Die Rückversicherungsberechnungen basierten auf
den zum Zeitpunkt der Schließung des Schadenregisters vorliegenden Bruttozahlen, zuzüglich
Zuschätzungen für die verbleibenden Tage.
Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen erfolgte nach dem
Anwartschaftsbarwertverfahren (PUC-Methode) in
Verbindung mit § 253 Abs. 1 HGB unter Zugrundelegung der Richttafeln 2005 G von Klaus Heubeck.
Zukünftige Entwicklungen und Trends wurden
berücksichtigt. Die Abzinsung erfolgte mit dem von
der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen
Zinssatz der letzten sieben Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren.
Zugrunde gelegt wurde der Zinssatz mit Stand
Oktober 2013.
Alle anderen nicht versicherungstechnischen
Rückstellungen wurden nach § 253 HGB mit ihrem
Erfüllungsbetrag angesetzt und mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Zinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst,
soweit die Laufzeit der Rückstellung mehr als ein
Jahr beträgt. Für die Bewertung zum 31. Dezember
2013 wurde der Zinssatz mit Stand Oktober 2013
herangezogen.
Die übrigen Passiva wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Bei der Währungsumrechnung der Kapitalanlagen
in Fremdwährung ergaben sich die Euro-Anschaffungswerte aus Wertpapier- und Devisenkassamittelkurs zum Anschaffungszeitpunkt; der Euro-Marktwert wurde aus Wertpapier- und Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag ermittelt.
Die übrigen Aktiva und Passiva sind mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro
umgerechnet worden. Für die Umrechnung der
Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen war
der Devisenkassamittelkurskurs zum Zeitpunkt des
Geldflusses Umrechnungsgrundlage; für alle übrigen Erträge und Aufwendungen der Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag.
Als Parameter wurden verwendet:
Gehaltsdynamik: 2,25 %
Rentendynamik: 1,90 %
Fluktuation:
0,90 %
4,90 %
Zinssatz:
SACH
165
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 166
Erläuterungen zur Bilanz – Aktiva
Entwicklung der Aktivposten A. I. und II. im Geschäftsjahr 2013 1)
Bilanzwerte Vorjahr
Tsd. Euro
A. I.
A.II.
Tsd. Euro
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
37
21.248
0,0
14,5
–
–
Summe A. I.
21.285
14,5
–
32.519
19.532
22,2
13,3
8.530
12.277
49.568
23.529
1
33,8
16,1
–
1.000
2
–
125.149
85,5
21.809
146.434
100,0
21.809
Sonstige Kapitalanlagen
Summe A. II.
Insgesamt
166
%
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
4. Andere Kapitalanlagen
1)
Zugänge
Summenabweichungen sind rundungsbedingt.
SACH
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 167
Umbuchungen
Abgänge
Zuschreibungen
Abschreibungen
Bilanzwerte Geschäftsjahr
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
Tsd. Euro
–
–
–
0
–
–
–
–
37
21.248
0,0
13,8
–
0
–
–
21.285
13,9
–
–
4.126
990
446
76
735
154
36.635
30.741
23,9
20,0
–
–
–
6.000
3.277
–
–
–
–
–
–
–
44.568
20.254
1
29,0
13,2
–
–
14.393
523
889
132.198
86,1
–
14.393
523
889
153.483
100,0
%
SACH
167
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 168
A.
Kapitalanlagen
in Mio. Euro
Bilanzposten
I.
Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
2. Beteiligungen
II.
Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Investmentanteile und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
3. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen
4. Andere Kapitalanlagen
Summe Kapitalanlagen
Buchwert
31. Dezember
Zeitwert
31. Dezember
Reserve
31. Dezember
–
21
–
131
–
109
37
31
45
32
8
1
45
20
–
153
51
23
–
282
7
3
–
128
In den Buchwerten sind zum Nennwert bilanzierte Namensschuldverschreibungen, um Agio und Disagio saldiert (+ 242,4 Tsd. Euro), berücksichtigt.
Für die Ermittlung der Zeitwerte wurden in der Regel Börsenkurse und Rücknahmepreise respektive Marktpreise, die für Namenspapiere nach der
Discounted Cash Flow Methode ermittelt wurden, oder die Netto-Ertragswertformel nach IDW S1 in Verbindung mit IDW RS HFA 10 zugrunde gelegt.
Soweit darüber hinaus andere Wertansätze verwendet worden sind, entsprechen diese den Bestimmungen des § 56 RechVersV.
Gemäß § 341 b Abs. 2 HGB wurden 67,4 Mio. Euro Kapitalanlagen dem Anlagevermögen zugeordnet. Dieses beinhaltet auf Basis der Kurse
zum 31. Dezember 2013 positive Bewertungsreserven von 9,4 Mio. Euro und negative Bewertungsreserven von 0,2 Mio. Euro.
Die Bewertungsreserven der gesamten Kapitalanlagen belaufen sich auf 127,8 Mio. Euro, was einer Reservequote von 83,1 % entspricht.
A. I. 1. Anteile an verbundenen Unternehmen
KRAVAG und SVG Assekuranz Service GmbH, Hannover
A. I. 2. Beteiligungen
Banken und Versicherungen
KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-Aktiengesellschaft, Hamburg
R+V Versicherung AG, Wiesbaden
DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank, Frankfurt am Main
1)
Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
168
SACH
Anteil am
Kapital in %
Geschäftsjahr
Eigenkapital
Tsd. Euro
Ergebnis
Tsd. Euro
70,0
2012
169
34
Anteil am
Kapital in %
Geschäftsjahr
Eigenkapital
Tsd. Euro
Ergebnis
Tsd. Euro
48,7
0,2
0,1
2013
2013
2012
129.987
1.911.693
6.417.000
11.894
– 1)
128.000
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 169
Vertriebspartner und sonstige
Anteil am
Kapital in %
Geschäftsjahr
Eigenkapital
Tsd. Euro
Ergebnis
Tsd. Euro
30,0
30,0
30,0
25,0
50,0
50,0
33,5
25,0
28,2
2012
2012
2012
2012
2012
2012
2012
2012
2012
2.086
661
602
571
446
5.109
2.292
497
2.470
214
406
457
311
292
426
334
749
37
34,0
20,0
50,0
10,0
23,6
26,0
2012
2012
2012
2012
2012
2012
1.763
107
73
3.060
10.619
1.850
102
477
17
334
311
–19
Marktwert
Differenz
Marktwert/
Buchwert
2.309.626
–
2.309.626
Ausschüttung
für das
Geschäftsjahr
843.784
102.565
946.349
Unterlassene
außerplanmäßige
Abschreibung
–
–
–
Nominalvolumen
Buchwert
Zeitwert
3.000.000
10.000.000
–
3.661
–19.001
228.476
SVG Assekuranz-Service Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart
SVG Assekuranz-Service Bayern GmbH, München
SVG Assekuranz-Service Berlin und Brandenburg GmbH, Berlin
SVG Versicherungsvermittlung und Service Südwest GmbH, Frankfurt am Main
SVG Nordrhein Assekuranz-Service GmbH, Düsseldorf
SVG Assekuranz-Service Westfalen-Lippe GmbH, Münster
SVG Versicherungsvermittlung Sachsen und Thüringen GmbH, Dresden
SVG Assekuranz-Service Nord GmbH, Neumünster
SVG Autohof Hessisch Lichtenau GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main
Beteiligungsgesellschaft der SVG Autohof Niederelsungen
mbH & Co. KG, Frankfurt am Main
SVG Assekuranz-Service Baden-Pfalz-Saar GmbH, Mannheim
KRAVAG-SVG Assekuranz-Service Bremen GmbH, Bremen
carexpert Kfz-Sachverständigen GmbH, Walluf
SVG Autohof Lohfelden GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main
SVG Regionalzentrum Leipzig eG & Co. KG, Dresden
A. II. 1. Sonstige Kapitalanlagen – Investmentanteile
in Euro
Fondsart
Rentenfonds
Mischfonds
21.651.004
9.081.318
30.732.322
Die Renten- und Mischfonds sind überwiegend europäisch beziehungsweise international ausgerichtet und schwerpunktmäßig
in Wertpapieren investiert. Der Anlagegrundsatz des § 54 Abs.1 VAG zur Sicherheit wurde stets beachtet.
A. II.
1)
2)
Sonstige Kapitalanlagen – Angaben zu derivativen Finanzinstrumenten
in Euro
Art
Zinsbezogene Geschäfte
Vorkäufe / Termingeschäfte Namenspapiere 1)
Vorkäufe / Termingeschäfte Inhaberschuldverschreibungen 2)
Ermittelter Zeitwert wurde auf Valuta berechnet: Bewertungsparameter SWAP- und Geldmarktkurve.
Börsenwert wurde auf Valuta berechnet: Bewertungsparameter SWAP- und Geldmarktkurve.
Der Ausweis erfolgt bei den Passiva unter Posten C. III. Sonstige Rückstellungen.
Finanzderivate und Strukturierte Produkte wurden in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt.
Die derivativen Bestandteile wurden mittels anerkannter finanzmathematischer Methoden auf Basis des Modells von Black 76 bewertet.
SACH
169
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 170
C. III. Andere Vermögensgegenstände
Vorausgezahlte Versicherungsleistungen
Übrige Vermögensgegenstände
D. II.
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
Agio aus Kapitalanlagen
Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten
170
SACH
2013
Euro
231.994
1.482
233.476
2013
Euro
271.568
23.891
295.459
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 171
Erläuterungen zur Bilanz – Passiva
A.
Gewinnrücklagen
2013
Euro
1. Verlustrücklage gemäß § 37 VAG
2. Andere Gewinnrücklagen
Vortrag zum 1. Januar
Einstellung aus dem Jahresüberschuss 2013
Stand am 31. Dezember
B.
Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 2013
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
B.
Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 2012
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
C. I.
33.603.125
98.447.951
3.547.012
101.994.963
135.598.088
Versicherungstechnische
Rückstellungen
insgesamt
Euro
Rückstellung
für noch nicht
abgewickelte
Versicherungsfälle
Euro
Schwankungsrückstellung
und ähnliche
Rückstellungen
Euro
17.228.976
17.228.976
16.300.152
16.300.152
8.686
8.686
Versicherungstechnische
Rückstellungen
insgesamt
Euro
Rückstellung
für noch nicht
abgewickelte
Versicherungsfälle
Euro
Schwankungsrückstellung
und ähnliche
Rückstellungen
Euro
16.699.252
16.699.252
15.062.172
15.062.172
636.546
636.546
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Erfüllungsbetrag
Saldierungsfähiges Deckungsvermögen
Stand am 31. Dezember
2013
Euro
1.009.113
–
1.009.113
SACH
171
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 172
C. III. Sonstige Rückstellungen
Personalkosten
Jahresabschluss
Übrige Rückstellungen
D.
Andere Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden nicht.
172
SACH
2013
Euro
120.000
17.942
108.661
246.603
2013
Euro
26.454
26.454
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 173
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
I. 1.
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2013
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
I. 1.
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2012
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
I. 2.
Gebuchte
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Nettobeiträge
Euro
5.286.827
5.286.827
5.236.442
5.236.442
3.788.621
3.788.621
Gebuchte
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Bruttobeiträge
Euro
Verdiente
Nettobeiträge
Euro
4.837.423
4.837.423
4.781.708
4.781.708
3.453.168
3.453.168
Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung
Der technische Zinsertrag betrifft die Verzinsung der durchschnittlichen Renten-Deckungsrückstellung gemäß § 38 Abs. 1 Ziffer 2 RechVersV.
I. 4.
Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
2013
Euro
2012
Euro
5.044.617
5.044.617
4.238.461
4.238.461
2013
Euro
2012
Euro
2.047.985
2.047.985
1.923.529
1.923.529
376.470
1.671.516
2.047.985
356.548
1.566.981
1.923.529
Aus der Abwicklung der aus dem vorhergehenden Geschäftsjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle ergab sich aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft ein Brutto-Gewinn
in Höhe von 4,2 Mio. Euro.
I. 7.
Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen auf
Abschlussaufwendungen
Verwaltungsaufwendungen
SACH
173
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 174
I. 10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
Rückversicherungssaldo
Versicherungszweig
Selbst abgeschlossenes Versicherungsgeschäft
Allgemeine Unfallversicherung
2013
Euro
2012
Euro
–740.755
–740.755
–876.456
–876.456
2013
Euro
2012
Euro
–358.951
–358.951
2.656
2.656
2013
Euro
2012
Euro
46.438
842.955
–
889.393
–
12.467
7.540
20.007
2013
Euro
23.128.815
478.055
149.310
23.756.180
2012
Euro
23.053.726
4.112
40.609
23.098.446
2013
Euro
23.128.815
2.028.844
110.600
1.518
25.269.776
2012
Euro
23.053.726
1.698.245
59.803
124.004
24.935.778
Der Rückversicherungssaldo setzt sich zusammen aus den Anteilen des Rückversicherers an den verdienten Beiträgen,
an den Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle sowie an den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb.
II. 2.
Aufwendungen für Kapitalanlagen
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen
Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB
Abschreibungen nach § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB
Abschreibungen nach § 253 Abs. 4 HGB
II. 4.
Sonstige Erträge
Erträge aus erbrachten Dienstleistungen
Zinserträge
Übrige Erträge
II. 5.
Sonstige Aufwendungen
Aufwendungen für erbrachte Dienstleistungen
Aufwendungen, die das Unternehmen als Ganzes betreffen
Zinsaufwendungen
Übrige Aufwendungen
174
SACH
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 175
Sonstige Angaben
Mitglieder der Delegiertenversammlung
Hermann Wilhelm Lanfer
Lanfer Logistik GmbH, Meppen
Landesstelle Bayern
Jens Lühmann
Spedition Lühmann GmbH & Co. KG, Cuxhaven
Hans Ach
Niedermaier Spedition GmbH, Landau/Isar
Ralf Amm
Amm GmbH & Co. KG, Nürnberg
Wolfgang Anwander
AIT Anwander Internationale Transporte GmbH,
Rohrdorf
Josef Brandner jun.
BBS Schapfl KG, Krumbach
Georg Mayer
Georg Mayer Transporte GmbH & Co. KG,
Maxhütte-Haidhof
Manfred Wandinger
Wandinger & Grundner Spedition GmbH, München
Landesstelle Berlin-Brandenburg
Burkhard Fromm
Fuhrbetrieb Fromm GmbH, Oranienburg
Frank-Jürgen Hagemann (bis November 2013)
Hagemann Logistic und Transport GmbH, Velten
Claudia Hartmann
Omnibusgesellschaft J. Hartmann GmbH, Berlin
Landesstelle Nord
Horst Anhalt
Anhalt Logistics GmbH & Co. KG, Rehm-FlehdeBargen
Fritz Bobzin
Friedrich Bobzin & Söhne GmbH & Co. KG,
Klausdorf
Axel Kröger
Konrad Zippel Spediteur GmbH & Co. KG, Hamburg
Peter Lobenstein
LSK Lobenstein & Stenzel Kraftverkehr GmbH,
Schwerin
Sandra Ludwig
Transport & Kombiservice Jürgen Ludwig
GmbH & Co. KG, Schwarzenbek
Wolfgang Matthießen
Spedition Wolfgang Matthiessen GmbH & Co. KG,
Gaushorn
Landesstelle Nordbaden
Heinz Hess
Johann Hess GmbH, Bad Schönborn
Andreas Liese
Hans Liese Spedition OHG, Oberkrämer-Bötzow
Landesstelle Nordrhein
Landesstelle Bremen
Ulrich Bönders
Bönders GmbH Spedition, Krefeld
Manfred Hennig
Kieserling Logistik Center GmbH, Bremen
Landesstelle Hessen
Volker Hofmann
Lohr-Spedition GmbH, Darmstadt
Richard Müller
Richard Müller GmbH & Co. KG, Gelnhausen
Landesstelle Niedersachsen/Sachsen-Anhalt
Gerhard Bertram
Gerhard Bertram Spedition, Magdeburg
Friedhelm Kleine
Spedition Kleine GmbH & Co. KG, Grevenbroich
Gustav Mäuler
Gustav Mäuler GmbH & Co. KG, Remscheid
Landesstelle Pfalz
Franz Wittmann
FWT Franz Wittmann Transport-Spedition GmbH &
Co. KG, Neuhofen
Landesstelle Rheinland
Manfred Steffens
Steffens Verwaltungs GmbH, Boppard
Reinhard Fromm
Waldemar Fromm Speditionsges. mbH & Co. KG,
Oerel
Landesstelle Saar
Fritz-Gerhard Hamann
F. Hamann Spedition GmbH & Co. KG, Holzminden
Hermann Wagner
Erhard Wagner & Sohn GmbH, Merzig-Hilbringen
Joachim Jahnke
Jahnke Spedition und Transport GmbH,
Teutschenthal
Landesstelle Sachsen und Thüringen
Hartmut Lange
Spedition Lange, Kodersdorf
SACH
175
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 176
Monika Maulhardt
Spedition M. Maulhardt GmbH, Bickenriede
Bärbel Ottow
Spedition Karl Kleber, Friedersdorf
Jürgen Schmidt
WERRA-BLITZ Transportgesellschaft mbH, Barchfeld
Dietmar Steinert
Steinert Transport GmbH, Großhartmannsdorf
Landesstelle Südbaden
Jürgen Fecht (ab Juni 2013)
Spedition Fecht GmbH, Meßkirch
Werner Schmidt (bis April 2013)
Hermann Maier Internationale Spedition GmbH,
Emmendingen
Landesstelle Westfalen-Lippe
Helmut Alborn
August Alborn GmbH & Co. KG, Dortmund
Hubertus Gössling
Gössling KG, Arnsberg
Martin Honselmann
Gustav Honselmann GmbH & Co. KG, Schwelm
Rolf Lorenz
Schmidt-Gevelsberg GmbH, Schwelm
Übrige Agenturen
Prof. Dr. Karl-Hans Hartwig
Institut für Verkehrswissenschaft an der Universität
Münster, Münster
Sabine Kudzielka
Berufsgenossenschaft für Transport und
Verkehrswirtschaft (BG Verkehr), Hamburg
Sebastian Lechner
Landesverband Bayerischer Transport- und
Logistikunternehmen e.V., München
Sven Mittelbach
Prüfungsverband der Deutschen Verkehrs-,
Dienstleistungs- und Konsumgenossenschaften
e.V., Hamburg
Raimund Müller
ADAC-Rechtsschutz Versicherungs-AG, München
Unternehmerbeirat
Ernst Pfaff
– Vorsitzender –
Ernst Pfaff GmbH, Hamburg
Günter Vehar
– Stellvertretender Vorsitzender –
Gebrüder Vehar GmbH & Co. KG, Mülheim
Jens Stratmann
Wittener Transport-Kontor Heinrich Stratmann
GmbH, Witten
Joachim Altmann
Gebrüder Schröder GmbH & Co. KG, Ebernhahn
Joachim Uhe
Johann Uhe GmbH & Co. KG, Bochum
Richard Altmannshofer jun.
Richard Altmannshofer e.K. Spedition-Lagerung,
Neuötting
Stefan Windgätter
Windgätter u. Sohn GmbH, Dortmund
Willi Winner jun.
Winner Spedition GmbH & Co. KG, Iserlohn
Heino Anhalt
Anhalt Logistics GmbH & Co. KG, Rehm-FlehdeBargen
Landesstelle Württemberg
Kay Burchardt (ab März 2013)
Burchardt Transporte KGmbH, Dassow
Siegfried Gruber
Gruber GmbH & Co. KG, Steinheim/Murr
Hans-Jürgen Brandt (bis März 2013)
MSL Anke Brandt, Nindorf
Wolfgang Langenberger
(verstorben am 14. Januar 2014)
Otto Langenberger GmbH & Co. KG, Ludwigsburg
Theo Convent
Convent Spedition GmbH, Emmerich
Frank Schürle
Schürle Transport GmbH, Neckarsulm
Marlies Vöhringer
Helmut Vöhringer GmbH & Co.KG, Oberteuringen
Jürgen Fecht (bis Juni 2013)
Spedition Fecht GmbH, Meßkirch
Franz Fischer jun.
Franz Fischer Spedition GmbH, Nienburg
Fritz Fuchs
Spedition Fuchs, Bellheim
Peter Graeff
Graeff Spedition GmbH & Co. KG, Mannheim
176
SACH
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Jürgen Hamke (bis November 2013)
Nah- und Fernverkehr Spedition Jürgen Hamke
OHG, Malchin
Rolf Hamprecht
Kraftverkehr und Spedition Heinrich Hamprecht e.
Kfm., Künzelsau
Gerald Hensel
Albert Hensel GmbH & Co. KG, Mainz
Eugen Jung
Spedition Jung GmbH, Kassel
Andreas Komm
Komm Logistik GmbH, Großbeeren
Werner Konz
Josef Konz GmbH & Co. KG, Saarbrücken
Georg Martin (ab Dezember 2013)
Spedition Martin & Martin Logistic GmbH, Sasbach
Volker Nuss
Spedition Nuss GmbH, Wörth
Wieland Richter
Wieland Richter Verkehrsbetrieb GmbH, Großenhain
Udo Anton Röhr
Anton Röhr GmbH & Co. KG, Rietberg
Peter Röskes
Röskes Speditions-GmbH, Heiligenhaus
Ernst-Ludwig Schimmler
Schimmler Logistics GmbH, Bremen
Christoph Schuchert
Spedition Gebrüder Rost GmbH & Co. KG,
Vacha/Oberzella
Sonja Többe-Schmidt
Karl Schmidt Spedition GmbH & Co. KG, Heilbronn
Jörn Stratmann
Wittener Transport-Kontor Heinrich Stratmann
GmbH, Witten
Harald Vogt (bis November 2013)
Albin Vogt Transport GmbH, DonaueschingenHubertshofen
Friedrich Wendt
TOP Mehrwert-Logistik GmbH & Co. KG, Hamburg
Stefan Wurzel
Erich Wurzel GmbH & Co. KG, Hamburg
Vertriebsbeirat
Dr. Gerhard Schmidt (bis Dezember 2013)
– Sprecher –
Geschäftsführender Vorstand SVG Berlin und
Brandenburg eG, Berlin
Erwin Jäger
Geschäftsführender Vorstand SVG Rheinland eG,
Koblenz
Andreas Mähler
Geschäftsführender Vorstand SVG Hamburg eG,
Hamburg
Willi Michalzik
Geschäftsführender Vorstand SVG
Niedersachsen/Sachsen-Anhalt eG, Hannover
Uwe Nestel
Geschäftsführender Vorstand SVG Württemberg
eG, Stuttgart
Wolfgang Rempel
Geschäftsführender Vorstand SVG Pfalz eG,
Kaiserslautern
Thomas Riedel (ab Dezember 2013)
Geschäftsführender Vorstand SVG Sachsen und
Thüringen eG, Dresden
Roland Schaubitzer
Geschäftsführender Vorstand SVG Bayern eG,
München
Aufsichtsrat
Dr. Manfred Mücke
Vorsitzender des Vorstands i. R. der KRAVAG-SACH
Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG,
Gehrden
– Ehrenvorsitzender –
Hans Wormser
Inhaber der Spedition Wormser, Herzogenaurach
– Vorsitzender –
Horst Schmidt
Inhaber der Karl Schmidt Spedition
GmbH & Co. KG, Heilbronn
– Stellv. Vorsitzender –
Richard Altmannshofer
Inhaber der Spedition Altmannshofer e.K.
Spedition-Lagerung, Neuötting
Claus Oskar Herzig
Geschäftsführer der Oscar Herzig GmbH
Internationale Spedition und Logistik, Eichenzell
SACH
177
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 178
Wilhelm Höhler
Geschäftsführer der SIKO-LOGISTIK GmbH,
Beselich-Schupbach
Peter Komm
Geschäftsführender Gesellschafter der Fritz Komm
Spedition-Güterfernverkehr GmbH & Co., Berlin
Horst Kottmeyer jun.
Geschäftsführer der Kottmeyer GmbH & Co. KG,
Bad Oeynhausen
(ab 27. Juni 2013)
Mathias Krage
Geschäftsführer der Krage Speditionsgesellschaft
mbH, Langenhagen
Jürgen Manegold
Sprecher des Vorstands der EDEKABANK AG,
Hamburg
Hans-Christian Marschler
Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG,
Wiesbaden
Georg Menell
Inhaber der Georg Menell Transportunternehmen
GmbH & Co. KG, Ronnenberg
Manfred Nüssel
Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes e.V.,
Berlin
Johannes Röhr
Geschäftsführender Gesellschafter der Anton Röhr
GmbH & Co. KG Möbellogistik, Rietberg
Klaus Peter Röskes
Geschäftsführender Gesellschafter der
Röskes Speditions-GmbH, Heiligenhaus
(bis 27. Juni 2013)
Helge Stender
Geschäftsführer der GSG Transporte GmbH, Gudow
Jürgen Thier
Geschäftsführer i. R. der Thier GmbH, Dorsten
178
SACH
Vorstand
Dr. Norbert Rollinger
– Vorsitzender –
Michael Busch
Heinz-Jürgen Kallerhoff
Dr. Edgar Martin
Bernd-Michael Melcher
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 179
Bestandsentwicklung
Bestand an selbst abgeschlossenen Versicherungen ohne unterjährige Verträge
Anzahl der Verträge
am Ende des
am Ende des
Geschäftsjahres
Vorjahres
Allgemeine Unfallversicherung
21.986
Veränderung
+/–
21.329
657
Honorare des Abschlussprüfers
Gemäß § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB wurden im Geschäftsjahr folgende Honorare als Aufwand (netto) erfasst:
2013
Euro
23.000
–
–
–
23.000
Abschlussprüfungsleistungen
Andere Bestätigungsleistungen
Steuerberatungsleistungen
Sonstige Leistungen
Aufwendungen insgesamt
Abschlussprüfer der KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG ist die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
Angaben zu Haftungsverhältnissen und sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Aus der gesamtschuldnerischen Haftung als Kommanditist der SVG Autohof Niederelsungen GmbH & Co. KG und SVG Autohof Hessisch Lichtenau GmbH & Co. KG
besteht die Verpflichtung, die persönlich haftende Gesellschafterin im Falle von Gläubigeransprüchen freizustellen.
Zum Bilanzstichtag ergaben sich aus abgeschlossenen Verträgen und Mitgliedschaften folgende
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB:
in Euro
Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften
Inhaberschuldverschreibungen
Namensschuldverschreibungen
Gesamtsumme
Risiken
Angaben zu
Betrag
davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
10.000.000
–
Opportunitätskosten durch geringen
Ausgleich unterjähriger
Zinssatz; Kontrahentenrisiko
Liquiditätsschwankungen und
und Emittentenrisiko. Vermeidung von Marktstörungen bei
hohem Anlagebedarf.
3.000.000
–
Opportunitätskosten durch geringen
Ausgleich unterjähriger
Zinssatz; Kontrahentenrisiko
Liquiditätsschwankungen und
und Emittentenrisiko. Vermeidung von Marktstörungen bei
hohem Anlagebedarf.
13.000.000
–
Vorteile
Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
SACH
179
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Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB
für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft
2. Löhne und Gehälter
3. Aufwendungen für Altersversorgung
Aufwendungen insgesamt
2013
Euro
2012
Euro
1.371.018
150.000
27.448
1.548.466
1.213.874
202.000
64.903
1.480.777
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr kein Personal.
Für Mitglieder des Vorstands fielen 2013 Bezüge von 150.000 Euro (2012: 82.000 Euro) in der KRAVAG-SACH an. Die Bezüge an Vorstände,
die gleichzeitig Mitglied des Vorstands der R+V Versicherung AG sind, wurden von der vertragsführenden Gesellschaft, der R+V Versicherung AG,
geleistet. Die damit übernommene Unternehmensführungsfunktion wird im Rahmen der Dienstleistungsverrechnung abgegolten und war in den
Funktionsbereichskosten des Vereins enthalten.
Die Vorstandspensionen betrugen 8.236 Euro (2012: 420 Euro).
Als Vergütung erhielten der Aufsichtsrat 88.525 Euro (2012: 78.932 Euro) und der Beirat 33.050 Euro (2012: 39.022 Euro).
Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Berichtszeitraum sind keine Geschäfte im Sinne des § 285 Satz 1 Nr. 21 HGB mit nahe stehenden Personen und Unternehmen getätigt worden.
Hamburg, 4. März 2014
Der Vorstand
Dr. Rollinger
Busch
Dr. Martin
Melcher
180
SACH
Kallerhoff
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Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus
Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang
– unter Einbeziehung der Buchführung und den
Lagebericht des KRAVAG-SACH Versicherung des
Deutschen Kraftverkehrs Versicherungsverein auf
Gegenseitigkeit, Hamburg, für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die
Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden
Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Vereins. Unsere
Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns
durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den
Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen
und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den
Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das
wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Vereins
sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen
Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben
in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie
die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der
Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen
geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und
den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und
vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Vereins. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage des Vereins und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Eschborn/Frankfurt am Main, den 5. März 2014
Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Gehringer
Wirtschaftsprüfer
Piening
Wirtschaftsprüfer
SACH
181
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 182
Bericht des Aufsichtsrats
Aufsichtsrat und Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hat zur Vorbereitung seiner
Beschlüsse einen Personalausschuss und einen
Prüfungsausschuss gebildet.
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse haben die
Geschäftsführung des Vorstands nach den gesetzlichen und satzungsgemäßen Vorschriften überwacht und beratend begleitet.
Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung
am 27. Juni 2013 ist Herr Klaus-Peter Röskes
aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in den
Aufsichtsrat wurde zu diesem Zeitpunkt Herr Horst
Kottmeyer gewählt. Die Herren Hans Wormser,
Johannes Röhr, Helge Stender und Jürgen Thier
sind wieder in den Aufsichtsrat gewählt worden.
Herr Hans Wormser ist als Vorsitzender des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses und des
Personalausschusses wiedergewählt worden. Herr
Horst Kottmeyer ist neu in den Prüfungsausschuss
gewählt worden.
In den Sitzungen hat der Aufsichtsrat mündliche
und schriftliche Berichte des Vorstands entgegengenommen und erörtert. Weiterhin wurde der Aufsichtsrat durch vierteljährliche Berichte des Vorstands unterrichtet. Alle Maßnahmen, welche die
Beschlussfassung des Aufsichtsrats erfordern, wurden eingehend beraten. Darüber hinaus wurde der
Vorsitzende des Aufsichtsrats auch außerhalb der
Sitzungen laufend über wesentliche Entwicklungen
und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt.
Im Vordergrund der Berichterstattung standen die
wirtschaftliche Lage der Gesellschaft, die Unternehmensplanung und -perspektive sowie die Finanzkennzahlen. In besonderer Weise erörterte der
Aufsichtsrat die Kapitalanlagepolitik des Vorstands
vor dem Hintergrund der Euro- und Staatsschuldenkrise. Schwerpunkte der Besprechungen und Diskussionen im Aufsichtsrat bildeten ferner die Schadensituation der Gesellschaft. Darüber hinaus wurde über die Risikostrategie und das Risikomanagement berichtet.
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Aufsichtsrat trauert um die verstorbenen Mitglieder der Delegiertenversammlung Carsten
Buhck, Jürgen Hamke, Heinz Krings und Wolfgang
Langenberger. Wir haben ihnen viel zu verdanken.
Zusammenarbeit mit dem Vorstand
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat über die Lage
und Entwicklung der Gesellschaft regelmäßig und
umfassend informiert. Dies erfolgte im Geschäftsjahr 2013 in vier Sitzungen, zu denen der Aufsichtsrat am 30. April 2013, 27. Juni 2013, 4. September 2013 und 4. Dezember 2013 zusammentrat.
182
SACH
Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben
den Jahresabschluss und den Lagebericht für das
Geschäftsjahr 2013 eingehend geprüft. Hierzu lag
der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers, der
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat, vor.
An der Sitzung des Prüfungsausschusses am
8. April 2014 nahmen die Vertreter des Abschlusssprüfers teil, um über die wesentlichen Prüfungsergebnisse zu berichten. Unter dem Vorsitz des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses wurden der
Jahresabschluss und der Lagebericht sowie der
Prüfungsbericht erörtert. Ferner beschäftigte er sich
mit der Prüfung des Risikofrüherkennungssystems
nach § 91 Abs. 2 AktG und besprach die wesentlichen Ergebnisse des Jahresberichts der internen
Revision des abgelaufenen Jahres.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 183
Auch an der Sitzung zur Feststellung des Jahresabschlusses am 29. April 2014 nahmen die Vertreter
des Abschlussprüfers teil. Sie berichteten dem
Aufsichtsratsplenum zusammenfassend über die
Prüfungsergebnisse und standen für zusätzliche
Erläuterungen und Stellungnahmen zur Verfügung.
Der Aufsichtsrat hat gegen den von dem Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 keine Einwendungen erhoben und sich
dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers angeschlossen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das
Geschäftsjahr 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss
ist damit festgestellt.
Hamburg, 29. April 2014
Der Aufsichtsrat
Wormser
Vorsitzender
SACH
183
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 184
Glossar
Absicherungsgeschäft
Zur Absicherung von (Wechsel-)Kursschwankungen
werden spezielle Finanzkontrakte, insbesondere
derivative Finanzinstrumente, eingesetzt. Das Absicherungsgeschäft kompensiert so die Risiken des
Grundgeschäftes, die durch eine ungünstige Kursoder Preisentwicklung entstehen können.
Bilanzielle Schadenquote brutto
Aufwendungen für Versicherungsfälle im Verhältnis
zu den verdienten Beiträgen (alle brutto).
Abwicklungsergebnis
Das Abwicklungsergebnis zeigt, wie sich die Schadenrückstellungen im Zeitablauf durch die geleisteten Zahlungen und die Neueinschätzung des erwarteten Endschadens zum jeweiligen Bilanzstichtag
geändert haben.
Black-Scholes-Modell
Das Black-Scholes-Modell ist ein finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Finanzoptionen,
das von Fischer Black und Myron Scholes 1973
veröffentlicht wurde.
Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene
Rechnung
Summe aus bezahlten Schäden und den Rückstellungen für im Geschäftsjahr eingetretene Schäden
ergänzt um das ‘ Abwicklungsergebnis, jeweils
nach Abzug der eigenen Rückversicherungsabgaben.
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
(netto)
Provisionen sowie Personal- und Sachaufwendungen für die laufende Verwaltung von Versicherungsverträgen.
Beiträge
Der Beitrag, oft auch Prämie genannt, ist der Preis
für den Versicherungsschutz, den der Versicherer
leistet. Er kann laufend oder als Einmalbeitrag entrichtet werden. Unter „gebuchten Beiträgen“ versteht man die gesamten Beitragseinnahmen, die
im Geschäftsjahr fällig geworden sind. Der Anteil
der Beitragseinnahmen, der Entgelt für den Versicherungsschutz im Geschäftsjahr ist, wird als
„verdiente Beiträge“ bezeichnet.
Beitragsüberträge
Der Anteil der im Geschäftsjahr vereinnahmten
Beiträge, der auf die Zeit nach dem Bilanzstichtag
entfällt, wird als Beitragsübertrag unter den versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesen.
184
Bilanzielle Schadenquote netto
Aufwendungen für Versicherungsfälle im Verhältnis
zu den verdienten Beiträgen (alle netto).
Black-Formel 76
Die Black-Formel 76 ist ein finanzmathematisches
Modell zur Bewertung von Zinsoptionen, das von
Fischer Black 1976 veröffentlicht wurde.
Brutto/Netto
Bei Brutto- beziehungsweise Nettoausweis werden
die versicherungstechnischen Posten vor beziehungsweise nach Abzug des Anteils ausgewiesen,
der auf das in Rückdeckung gegebene Geschäft
entfällt. Statt „netto“ verwendet man auch die
Bezeichnung „für eigene Rechnung“.
Combined Ratio
Prozentuales Verhältnis der Summe aus Nettoaufwendungen für Versicherungsfälle plus Nettoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den
verdienten Nettobeiträgen. Dies entspricht der
Summe aus Schaden- und Kostenquote (‘ Schaden-Kostenquote). Sie ist eine wichtige Kennzahl
bei der Betrachtung der Rentabilität eines Vertrages, eines Teilbestandes oder des gesamten Versicherungsbestandes. Überschreitet sie die 100 %Marke, ergibt sich für das betrachtete Geschäft ein
versicherungstechnischer Verlust.
Depotforderungen/-verbindlichkeiten
Sicherheitsleistungen zur Deckung von Versicherungsverbindlichkeiten zwischen Erst- und Rückversicherer. Das einbehaltende Unternehmen weist
in diesem Fall Depotverbindlichkeiten, das gewährende Unternehmen Depotforderungen aus.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 185
Derivatives Finanzinstrument
Finanzinstrument, dessen Wert steigt oder fällt,
wenn sich eine Basisgröße (bestimmter Zinssatz,
Wertpapierpreis, Währungskurs, Preisindex und so
weiter) ändert. Zu den Derivaten zählen insbesondere Futures, Forwards, Swaps und Optionen.
Duration
Die Duration bezeichnet die durchschnittliche Laufzeit einer zinssensitiven Kapitalanlage oder eines
Portfolios und ist ein Risikomaß für deren Sensitivität in Bezug auf Zinssatzänderungen.
Eigenkapitalquote
Eigenkapital im Verhältnis zum gebuchten Nettobeitrag.
Exzedentenversicherung
Die Exzedentenversicherung ist eine summenmäßige Erhöhung einer bestehenden Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Höhere Risiken
erfordern höhere Versicherungssummen.
Für eigene Rechnung
Der jeweilige versicherungstechnische Posten oder
die Quote nach Abzug des in Rückversicherung
gegebenen Geschäfts ‘ Brutto/Netto.
Genossenschaftliche FinanzGruppe
Netzwerk genossenschaftlicher Zentral- und Spezialinstitute im Rahmen eines umfassenden Allfinanz-Konzeptes. Partner der R+V Versicherung sind
unter anderem: DZ BANK AG, WGZ BANK AG, Bausparkasse Schwäbisch Hall, Union Investment,
VR Leasing.
Geschäftsjahresschadenquote brutto
Geschäftsjahresschadenaufwand im Verhältnis zu
den verdienten Beiträgen (alle brutto).
Geschäftsjahresschadenquote netto
Geschäftsjahresschadenaufwand im Verhältnis zu
den verdienten Beiträgen (alle netto).
Hull-White-Modell
Das Hull-White-Modell ist ein finanzmathematisches Modell zur Bewertung von Zinsderivaten,
das von John C. Hull und Alan White veröffentlicht
wurde.
IFRS – International Financial Reporting
Standards
Internationale Rechnungslegungsnormen, die
eine international vergleichbare Bilanzierung und
Publizität gewährleisten sollen.
Kostenquote brutto
Prozentuales Verhältnis der Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb zu den verdienten Beiträgen
(alle brutto).
Kostenquote netto
Aufwand für den Versicherungsbetrieb im Verhältnis
zu den verdienten Beiträgen (alle netto).
Kumul
Als Kumul bezeichnet man mehrere beim selben
Versicherungsunternehmen versicherte oder rückversicherte Risiken, die von einem Schadenereignis
gleichzeitig betroffen werden können.
Laufende Durchschnittsverzinsung
(nach Verbandsformel)
Laufende Bruttoerträge abzüglich Aufwendungen für
die Verwaltung von Kapitalanlagen abzüglich planmäßige Abschreibungen im Verhältnis zum mittleren Bestand der Kapitalanlagen zum 1. Januar und
31. Dezember des jeweiligen Geschäftsjahres.
Netto
‘ Brutto/Netto
Nettoverzinsung der Kapitalanlagen
Alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen für Kapitalanlagen im Verhältnis zum mittleren Bestand der
Kapitalanlagen zum 1. Januar und 31. Dezember
des jeweiligen Geschäftsjahres.
185
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 186
Nettoverzinsung im Drei-Jahres-Durchschnitt
Alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen für Kapitalanlagen im Verhältnis zum mittleren Bestand der
Kapitalanlagen zum 1. Januar und 31. Dezember
des jeweiligen Geschäftsjahres, über einen Zeitraum von drei Jahren berechnet.
Portfolio/Portefeuille
a) Alle insgesamt oder in einem Teilsegment
(zum Beispiel Sparte, Land) übernommenen
Risiken;
b) Nach bestimmten Kriterien gegliederte Gruppe
von Kapitalanlagen.
Prämie
‘ Beiträge
PUC-Methode
Die Projected Unit Credit-Methode (auch: Anwartschaftsbarwertverfahren) bezeichnet ein versicherungsmathematisches Bewertungsverfahren für
Verpflichtungen aus betrieblicher Altersversorgung.
Rating
Standardisierte Bonitätsbeurteilung von Schuldtiteln sowie von Unternehmen durch unabhängige,
spezialisierte Bewertungsagenturen.
Reservequote
Die Reservequote errechnet sich zu einem Stichtag
aus den Kapitalanlagen zu ‘ Zeitwerten im Verhältnis zu den Kapitalanlagen zu Buchwerten.
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
Rückstellung für die Verpflichtungen aus Versicherungsfällen, die am Bilanzstichtag bereits eingetreten waren, aber noch nicht gemeldet wurden beziehungsweise noch nicht vollständig abgewickelt
werden konnten.
186
Rückversicherer
Versicherungsunternehmen, das Risiken anderer
Versicherungsgesellschaften übernimmt und selbst
keine direkten Vertragsbeziehungen zum Versicherungsnehmer unterhält.
Schaden-Kosten-Quote
‘ Combined Ratio
Schadenquote
Prozentuales Verhältnis der Schadenaufwendungen
zu den verdienten Beiträgen.
Schwankungsrückstellung
Rückstellung zum Ausgleich von Schwankungen
im Schadenverlauf. In Jahren mit relativ geringem
beziehungsweise relativ starkem Schadenaufkommen werden der Schwankungsrückstellung Mittel
zugeführt beziehungsweise entnommen.
Selbst abgeschlossenes Geschäft
Geschäft, das zwischen dem Versicherungsunternehmen und dem Versicherungsnehmer direkt
abgeschlossen wurde. Im Gegensatz zu ‘ übernommenes Geschäft.
Selbstbehalt
Der Teil der übernommenen Risiken, die der Versicherer nicht in Rückdeckung gibt, also ‘ Netto
ausweist. (Selbstbehaltquote: Prozentualer Anteil
des Selbstbehalts am gebuchten Bruttobeitrag).
Solvabilität
Eigenmittelausstattung eines Versicherungsunternehmens. Um die dauernde Erfüllbarkeit der Verträge sicherzustellen, sind Versicherungsunternehmen verpflichtet, Eigenmittel mindestens in Höhe
einer Solvabilitätsspanne zu bilden. Die Höhe dieser Spanne bemisst sich entweder nach den jährlichen Beiträgen (Beitragsindex) oder den durchschnittlichen Aufwendungen für Versicherungsfälle
der letzten drei Geschäftsjahre (Schadenindex).
Maßgebend ist der jeweils höhere Index.
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 187
Steuerabgrenzung
(aktive/passive latente Steuern)
Im Einzelabschluss kommt es zu einer Steuerabgrenzung, wenn zwischen den Wertansätzen von
Vermögensgegenständen und Schulden in Handelsund Steuerbilanz Unterschiede bestehen. Durch
den Ansatz latenter Steuern werden zukünftige
steuerliche Belastungen (passive latente Steuern)
oder Entlastungen (aktive latente Steuern) in der
Handelsbilanz abgebildet.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Ungewisse Verbindlichkeiten, die unmittelbar mit
dem Versicherungsgeschäft zusammenhängen. Ihre
Bildung soll sicherstellen, dass die Verpflichtungen
aus den Versicherungsverträgen dauerhaft erfüllt
werden können.
Stresstest
Bei Stresstests handelt es sich um eine spezielle
Form der Szenarioanalyse. Ziel ist es, eine quantitative Aussage über das Verlustpotential von ‘ Portfolios bei extremen Marktschwankungen treffen zu
können.
Zeitwert
Der Zeitwert einer Kapitalanlage entspricht in der
Regel ihrem Marktwert. Ist der Wert nicht direkt zu
ermitteln, behilft man sich mit dem Wert, zu dem
der Vermögensgegenstand zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern gehandelt würde.
Versicherungstechnisches Ergebnis
Saldo aus Erträgen und Aufwendungen, die dem
Versicherungsgeschäft zugeordnet werden.
Strukturierte Produkte
Bei einem strukturierten Produkt wird ein ‘ derivatives Finanzinstrument (zum Beispiel eine Option)
mit einem nichtderivativen Instrument (zum Beispiel einer Anleihe) kombiniert.
Übernommenes Geschäft
Geschäft, das zwischen zwei Versicherungsunternehmen abgeschlossen wurde. Es ist gleichbedeutend mit der Weitergabe eines Teils der vom
Versicherungsnehmer übernommenen Schadenverteilung vom Erstversicherungsunternehmen an
ein Rückversicherungsunternehmen.
Verbundene Unternehmen
Das Mutterunternehmen (Konzernobergesellschaft)
und alle Tochterunternehmen. Tochterunternehmen
sind Unternehmen, bei denen das Mutterunternehmen einen beherrschenden Einfluss auf die Geschäftspolitik ausüben kann (Control-Prinzip).
Dies ist dann möglich, wenn zum Beispiel die Konzernmutter direkt oder indirekt die Mehrheit der
Stimmrechte hält, das Recht auf Bestellung oder
Abberufung der Mehrheit der Mitglieder von Organen (Vorstand, Aufsichtsrat) besitzt oder wenn ein
Beherrschungsvertrag besteht.
187
KRAVAG-Gruppe_GB2013_GB_04_KRAVAG_LOG+ALL 30.04.14 10:25 Seite 188
Anschriften
KRAVAG-Versicherungen
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Die KRAVAG-Versicherungen danken allen Kunden von
R+V und KRAVAG, die an der Bildreportage über das Unwetterjahr 2013 beteiligt waren. Ein herzlicher Dank
gilt auch allen Kunden, die Fotos ihrer beschrifteten Lkw
zur Verfügung gestellt haben.
Unter www.kravag.de, dann „Über uns“, „Unternehmen“,
bieten wir Ihnen den KRAVAG-Geschäftsbericht zum
Download an.
Alle Geschäftsberichte der R+V-Gesellschaften
finden Sie unter www.ruv.de, dann „Über uns“,
„Das Unternehmen R+V“
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