rwth aachen, 2004-2008 - RWTH Aachen University

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rwth aachen, 2004-2008 - RWTH Aachen University
FORSCHUNG AN DER
PHILOSOPHISCHEN FAKULTÄT DER RWTH AACHEN,
2004-2008
EIN BERICHT ÜBER KOMPETENZEN, PUBLIKATIONEN,
DRITTMITTEL, DISSERTATIONEN, HABILITATIONEN,
GUTACHTERTÄTIGKEIT, KONFERENZORGANISATION, …
HERAUSGEBER
Philosophische Fakultät
RWTH Aachen
Kármánstr. 17/19
52062 Aachen
Tel.: +49 (0) 241 80 96002
Fax: +49 (0) 241 80 92334
[email protected]
REDAKTIONELLE
VERANTWORTUNG
Univ.-Prof. Dr. Dr. phil. Armin Heinen
REDAKTIONSSCHLUSS
Oktober 2009
BEMERKUNGEN
Alle Daten beruhen auf den Angaben der einzelnen
Lehrstühle und Institute.
Die Eintragung erfolgt ohne Gewähr.
INHALTSVERZEICHNIS
Forschung an der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen, 2004-2008..............5
Anglistik, Amerikanistik, Romanistik..............................................................................7
Angewandte Sprachwissenschaft.....................................................................................................8
Amerikanistik und Kanadistik.........................................................................................................9
Anglistische Sprachwissenschaft...................................................................................................11
Anglistische Literaturwissenschaft................................................................................................15
Romanistik.....................................................................................................................................19
Interkulturelle Studien – Romanistik.............................................................................................26
Romanische Sprachwissenschaft...................................................................................................32
Erziehungswissenschaft...................................................................................................35
Berufs- und Wirtschaftspädagogik.................................................................................................36
Didaktik der schulischen und beruflichen Bildung im technischen Bereich.................................39
Schulpädagogik und empirische Bildungsforschung.....................................................................42
Germanistische und Allgemeine Literaturwissenschaft ..............................................47
Germanistische Mediävistik .........................................................................................................48
Ältere Deutsche Literatur...............................................................................................................51
Neuere deutsche Literaturgeschichte.............................................................................................55
Allgemeine Literaturwissenschaft und Neuere Deutsche Literaturgeschichte..............................58
Deutsch-jüdische Literaturgeschichte............................................................................................69
Geschichte.........................................................................................................................77
Alte Geschichte .............................................................................................................................78
Mittlere Geschichte........................................................................................................................84
Frühe Neuzeit ................................................................................................................................89
Neuere und Neueste Geschichte....................................................................................................95
HumTech.........................................................................................................................103
Brain, Concept, Writing ..............................................................................................................104
Ethics for Energy Technology......................................................................................................107
Natural Media and Engineering...................................................................................................110
Communication Science .............................................................................................................113
Katholische Theologie....................................................................................................127
Biblische Theologie.....................................................................................................................128
Systematische Theologie.............................................................................................................133
Religionspädagogik.....................................................................................................................141
Politische Wissenschaft..................................................................................................145
Politische Theorie und Ideengeschichte.......................................................................................146
Politische Systeme.......................................................................................................................148
Internationale Beziehungen und Politische Ökonomie................................................................154
Philosophie......................................................................................................................163
Praktische Philosophie.................................................................................................................164
Theoretische Philosophie ............................................................................................................168
Philosophie der kulturellen Welt .................................................................................................172
Psychologie.....................................................................................................................177
Psychologie I................................................................................................................................178
Psychologie II..............................................................................................................................186
Arbeits- und Kognitionspsychologie...........................................................................................194
Berufliche Rehabilitation.............................................................................................................203
Soziologie........................................................................................................................209
Technik- und Organisationssoziologie.........................................................................................210
Soziologie mit dem Schwerpunkt Gender Studies......................................................................217
Methoden der empirischen Sozialforschung................................................................................228
Allgemeine Soziologie ................................................................................................................236
Sprach- und Kommunikationswissenschaft................................................................240
Deutsche Philologie.....................................................................................................................241
Textlinguistik ..............................................................................................................................253
Germanistische Linguistik...........................................................................................................262
4
FORSCHUNG AN DER PHILOSOPHISCHEN FAKULTÄT DER RWTH
AACHEN, 2004-2008
EIN BERICHT ÜBER KOMPETENZEN, PUBLIKATIONEN, DRITTMITTEL, DISSERTATIONEN,
HABILITATIONEN, GUTACHTERTÄTIGKEIT, KONFERENZORGANISATION, …
Die Philosophische Fakultät wird bislang vor allem über ihre Leistungen in der Lehre wahrgenommen. Dies ist auch ein zentrales Arbeitsgebiet aller Professuren. Nicht weniger bedeutsam sind aber
die Forschungsaktivitäten der Fakultät. Diese sprengen an vielen Stellen die thematischen Vorgaben, die durch die Lehre impliziert sind.
Der vorliegende Bericht möchte einen Einblick in das komplexe Forschungsleben der Philosophischen Fakultät geben. Dabei dient er einem doppelten Zweck:
Erstens zielt er auf die gegenseitige Aufklärung ihrer Mitglieder selbst. Erstmals können sich die
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Philosophischen Fakultät an einer Stelle ein repräsentatives Bild von den Forschungsfeldern ihrer Kolleginnen und Kollegen machen.
Zweitens unterrichtet die Zusammenstellung Außenstehende über Forschungsschwerpunkte und
Leistungsprofile der Aachener Humanwissenschaften. In der Tat ist es der Fakultät in den vergangenen Jahren gelungen, ihre Kompetenz in verschiedenen Fachdiskursen erfolgreich zur Geltung zu
bringen.
Manche der Publikationen und Drittmittelprojekte entstanden aus Lehrveranstaltungen. Es ist ein
Ziel der Fakultät, zukünftig Forschung und Lehre noch stärker miteinander zu verbinden, um damit
ihre wissenschaftliche Innovationskraft zu steigern.
Die Dokumentation ist ein erster Versuch, der in Zukunft weiterentwickelt werden soll.
Prof. Dr. Paul Hill
(Dekan)
5
Prof. Dr. Dr. h.c. Armin Heinen
(Prodekan für Forschung)
ANGLISTIK, AMERIKANISTIK, ROMANISTIK
ANGEWANDTE SPRACHWISSENSCHAFT
Rudolf Beier, Thomas Griffig
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Fachsprachliche Kommunikation im Englischen und Deutschen
• Englisch als Lingua franca
• interkulturelle Kommunikation
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Th. GRIFFIG: Intertextualität in linguistischen Fachaufsätzen des Englischen und Deutschen. Peter
Lang: Frankfurt am Main et al 2006.
Aufsätze
Rudolf BEIER: Englisch als fachliche Lingua franca in Vorlesungen. In: Forner, W./Habscheid, S.
(Hrsg.): Sprachliche und fachliche Kompetenzen: Zwei Seiten eines Blattes? Frankfurt et al. 2006.
131-149.
DRITTMITTELPROJEKTE
Bis 2007 regelmäßig Drittmittel für die Fremdsprachenausbildung für Hörer aller Fakultäten
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Th. Griffig: Intertextualität in linguistischen Fachaufsätzen des Englischen und Deutschen. Peter
Lang: Frankfurt am Main et al. 2006.
T. Lothman: God i tok long yumi long Tok Pisin. Eine Betrachtung der Bibelübersetzung in Tok
Pisin vor dem Hintergrund der sprachlichen Identität eines Papua-Neuguinea zwischen Tradition
und Moderne. Peter Lang: Frankfurt am Main et al. 2006.
A. S. Richert: Einfluss von Lernbiografien und subjektiven Theorien auf selbst gesteuertes
Einzellernen mittels E-Learning am Beispiel Fremdsprachenlernen. Peter Lang: Frankfurt am
Main et al. 2009.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Mitherausgeber der Zeitschrift Special Language / Fachsprache (Verlag Braumüller: Wien)
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AMERIKANISTIK UND KANADISTIK
Ludwig Deringer, Therese Landrock, Cornelia Sander, Antje Schumacher
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
Early American Studies
Comparative North American Studies
American-German Literary and Cultural Interrelations
American and Canadian Poetry
American and Canadian English
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Mitherausgeberschaft
Ludwig DERINGER: co-editor, with Rüdiger Schreyer and Peter Wenzel. Aachen British and
American Studies. Book Series. Frankfurt am Main etc. 2003.
Ludwig DERINGER: ed. Innovative Fremdsprachendidaktik: Kolloquium zu Ehren von Wolfgang
Butzkamm. Aachen British and American Studies 17. Frankfurt am Main, Berlin, Bern, Bruxelles,
New York, Oxford, Wien: Lang, 2004. 260 pp.
This essay collection is based on a conference held in honor of Wolfgang Butzkamm on the occasion of his
retirement. The volume brings together studies in English and German, on a range of innovative
approaches to Foreign-Language Teaching, including issues such as media-assisted language learning
and citizenship education in postmodern civil societies. The contributions address the elementary school,
high school, university, teacher training, and postgraduate professional education levels.
Ludwig DERINGER: “Old Words, New Worlds: Migration, Multilingualism and Cultural Memory
in Rudy Wiebe’s Sweeter than All the World.” Literatur und Lebenskunst/Literature and the Art of
Living: Festschrift für Gerd Rohmann. Ed. Eva Oppermann. Kasseler Personalschriften 3. Kassel:
Kassel UP, 2006. 220-40.
Ludwig DERINGER: “ 'It is a fabled city that I seek ': Zum Bild Montréals in der Lyrik A. M.
Kleins. ” Eds. Verena Berger, Fritz Peter Kirsch und Daniel Winkler. Montréal – Toronto:
Stadtkultur und Migration in Literatur, Film und Musik. Internationale Forschungen zur
Allgemeinen und Vergleichenden Literaturwissenschaft 110. Ed. Alberto Martino. Berlin: Weidler,
2007. 39-54.
A differentiated representation of intercultural processes, the Montréal poetry of A. M. Klein reflects
Jewish Ukrainian and Québécois experience through an urban imagination. Polyglot Klein, a member of
the avantgarde Montreal Group of Poets of the 1920s, can be read as poeta doctus (influenced by Ezra
Pound) who significantly contributed to the breakthrough of modernism in Canadian literature. From a
comparatist perspective, the examination of Klein's Montréal adds to our understanding of the
international (cross)currents of modernist poetry in which poets in Great Britain, Ireland, the United
States, as well as Canada, had their part.
Ludwig DERINGER: “'The United States from Inside and Out': The 2006 Convention of the
American Studies Association. ” Arbeiten aus Anglistik und Amerikanistik 32.1 (2007): 157-58.
Ludwig DERINGER: “English and Danube Swabian German: Lexical Exchanges in Pre-1945
Southeastern Europe, and in the Post-1945 United States.” Conference Abstract. Meeting
9
Handbook. Linguistic Society of America, American Dialect Society, American Name Society,
North American Association for the History of the Language Sciences, Society for the Study of
the Indigenous Languages of the Americas. Annual Convention. Chicago, January 3-6, 2008. 114.
Andere Arbeiten: Vorträge/Leitung von Arbeitsgruppen
Ludwig DERINGER: “Old Words, New Worlds: Migration, Multilingualism and Cultural Memory
in Rudy Wiebe's Sweeter than All the World.” Cultures of Memory and Forgetting in the
American West. 40th Annual Conference, Western Literature Association, University of Southern
California, Los Angeles. October 19-22, 2005.
Ludwig DERINGER: Panel Chair: Panel on “Unexpected and Forgotten Wests.” Cultures of
Memory and Forgetting in the American West. 40th Annual Conference, Western Literature
Association, University of Southern California, Los Angeles. October 19-22, 2005.
Ludwig DERINGER: “Interkulturalität in der modernen kanadischen Literatur: Das Beispiel des
jüdisch-kanadischen Lyrikers Abraham Moses Klein“. Vortragsreihe. Forschungsgruppe
Interkulturalität der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen. 27. Juni 2006.
Ludwig DERINGER: “‘God’s Own Country’: Der christliche Hintergrund des amerikanischen
Selbst- und Sendungsbewußtseins”. Ringvorlesung “Europa und die USA: Zwei westliche
Modelle – einer besseren Welt?“ Evangelische Stadtakademie Aachen und RWTH Aachen. 19.
Juni 2007.
Ludwig DERINGER, Panel Chair: Panel on “The Long Arm of the Nineteenth Century.”
Edgewalking on the Western Rim. 42th Annual Conference, Western Literature Association,
University of Puget Sound, Tacoma and University of Washington, Tacoma. October 17-20, 2007.
Therese LANDROCK: “Paul Celan and Emily Dickinson: Meeting in Translation.” State University
of New York at Buffalo, Department of English. November 2008.
Antje SCHUMACHER: "History and Identity in Margaret Laurence's The Diviners (1974)."
Graduiertenforum der Gesellschaft für Kanada-Studien in den deutschsprachigen Ländern.
Zentrum für Kanada-Studien der Universität Wien. 25. Mai 2007.
Antje SCHUMACHER: Brian Mooreʼs Black Robe: Novel, Screenplay (s) and Film.
Buchveröffentlichung der Magisterarbeit. Erscheint 2009.
Weitere Projekte
Ludwig Deringer: Contributing Member of the New Words Committee of the American Dialect
Society. “Among the New Words.” Ed. John Algeo, Wayne Glowka et al. With the Assistance of
the New Words Committee. American Speech: A Quarterly of Linguistic Usage. Durham, North
Carolina: Duke University Press.
Laufende Mitarbeit seit 1989 an dieser seit 1941 erscheinenden Rubrik zur NeologismenDokumentation (einschließlich Wahl der “Words of the Year“) in American Speech, dem Organ
der 1889 gegründeten American Dialect Society.
American Speech ist Mitglied des Council of Editors of Learned Journals (CELJ).
BETREUTE PROMOTIONEN
Cornelia SANDER: Identity Constructions in the Modern American Novel (Arbeitstitel).
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ANGLISTISCHE SPRACHWISSENSCHAFT
Paul Georg Meyer, Elma Kerz, Timo Lothmann, Judith Bündgens-Kosten
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Wissenschaftsenglisch
• Öffentlicher Sprachgebrauch in Großbritannien und USA, insbesondere unter Gesichtspunkten
der Lexikalischen Semantik, Pragmatik und Textlinguistik
• Construction Grammar
• Frame Semantics
• Corpus Linguistics
• Language of Advertising
• Grammaticalization
• Information Structure
• Formulaic Language
• Soziolinguistik des Englischen (insbesondere Pidginistik / Kreolistik)
• Afro-amerikanisches Englisch, insbesondere Einstellungsforschung
• Übersetzungstheorie und -praxis
• Psycholinguistik (insbesondere Spracherwerb)
• Sprachgeschichte des Englischen
• interdisziplinäre Studien (insbesondere Literaturtheorie und Postkolonialismus)
• Lehnworteinfluß im neutechnologischen Diskurs deutschsprachiger Jugendlicher
• Linguizid
• Abgesehen davon haben sich die Aktivitäten des Lehrstuhls auf die Entwicklung neuer Konzepte
der Linguistik-Didaktik konzentriert: Entwicklung von neuen Lehrmaterialien, Einführung von
E-learning u.a. (s. auch unter Monographien )
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
P.G. MEYER et al.: Synchronic English Linguistics: an introduction. 3rd, enlarged, thoroughly
revised and updated edition. Tübingen: Narr 2005, 322 p.
Diese Einführung in das Lehrgebiet des Lehrstuhls, 2002 in erster Auflage erschienen, deckt alle wichtigen
Teilgebiete der synchronen anglistischen Linguistik ab (Syntax, Morphologie, Phonetik, Phonologie,
Sprachwandel, Lexikologie, Semantik, Pragmatik, Textlinguistik, Soziolinguistik, Psycholinguistik,
Biolinguistik und Neurolinguistik). Es wurde und wird in engem Zusammenhang mit der Lehre am
Lehrstuhl geschrieben und ständig weiter verbessert. Es ist, wie heute im Fach erforderlich, in englischer
Sprache geschrieben, geht aber vom Wissenshorizont einer deutschen Abiturientin oder eines deutschen
Abiturienten aus und berücksichtigt die besonderen Anforderungen deutscher Studiengänge. Es wird nicht
nur in Aachen, sondern an vielen deutschen Universitäten in den anglistischen Einführungskursen
eingesetzt.
P.G. MEYER, et al.: Descriptive English Linguistics: an introduction, 4th, completely revised,
supplemented and updated edition. Tübingen: Narr 2008, 374 p.
Die 4. Auflage unseres Aachener Einführungsbuches behandelt die Bereiche Syntax, Morphologie,
Phonetik, Phonologie, Geschichte der englischen Sprache, Historische Linguistik, Lexikologie, Semantik,
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Textlinguistik, Pragmatik und Soziolinguistik. Erstmalig sind Zusatz-Komponenten des Werks online
verfügbar: Ein Glossar zur Fachterminologie, Übungsaufgaben und ein Kapitel zur Psycholinguistik,
Neurolinguistik und Biolinguistik. Neu ist vor allem die vollständige Integration der diachronen
Perspektive (die eine Titeländerung notwendig machte) sowie ein System von verschiedenen markierten
Boxen, das den Text modularisiert und die Erstellung einer Hypertext-Version vorbereitet.
Das Einführungswerk wird dadurch besser mit Blended-Learning oder sogar E-Learning-Konzepten
kompatibel.
T. LOTHMANN: God i tok long yumi long Tok Pisin: Eine Betrachtung der Bibelübersetzung in
Tok Pisin vor dem Hintergrund der sprachlichen Identität eines Papua-Neuguinea zwischen
Tradition und Moderne (Aachen British and American Studies 18). Frankfurt a.M. [u.a.]: Lang.
[Diss., RWTH Aachen, 2006].
Herausgeberwerke
P.G. MEYER et Horst Weinstock (eds.): English and American Studies in German 2004. Tübingen:
Niemeyer 2005.
P.G. MEYER, (ed.): English and American Studies in German 2005 - 2008. Tübingen: Niemeyer
2006 – 2008. (3 Bde).
Dieses bewährte Jahrbuch dokumentiert in Form von mehrseitigen Autorenabstracts die jährliche (auch
die englischsprachige) Produktion von Monographien und Sammelwerken der Anglistik und Amerikanistik
im deutschsprachigen Raum. Sach- und Personenindizes erschließen die Inhalte.
Aufsätze
P.G. Meyer und E. Kerz: „Towards a conception of lexical pragmatics“, in: Bode, C. et al. (eds.):
Anglistentag 2003 München. Trier: Wissenschaftlicher Verlag 2004, p. 97–109.
P.G. Meyer: “Kommunikation von Erkenntnis in Wissenschaftstexten: die Rolle der morphosyntaktischen Oberfläche“, in: Braun, Sabine et Kurt Kohm, Sprache(n) in der
Wissensgesellschaft, Frankfurt am Main etc.: Peter Lang 2005, p. 195 – 204.
Elma Kerz: The cognitive and pragmatic motivations for the use of nominalizations in academic
texts. English as an Additional Language in Research Publication and Communication. (Linguistic
Insights Series), Sally Burges und Pedro Martin (eds.). Frankfurt: Peter Lang 2008.
Elma Kerz: A constructionist corpus-based approach to the analysis of research verbs in academic
texts. New voices in linguistics, E. T. Vold; G. I. Lyse und A. Müller Gjesdal (eds.), 3-17.
Cambridge: Cambridge Scholars Publishing 2006.
T. Lothmann: 2006. „Considering the notion of adequacy: notes on the translation of the Bible into
Tok Pisin.” Melanesian Journal of Theology 22(1), 62-86; Catalyst 36(1), 26-47.
Andere Projekte
Nicht-fachgebundener Wortschatz und formelhafte Sequenzen in englischen Wissenschaftstexten.
In diesem Projekt geht es um Funktion, Gebrauch und Bedeutung von Wörtern wie find, observe, study,
analyse, important, thorough, idea, problem u.v.a., die in englischen Wissenschaftstexten häufig benutzt
werden, aber nicht zur Fachterminologie eines bestimmten Wissensgebietes gehören. Ein wichtiger Teil
dieses Wortschatzes, die Verben der Erkenntnis, wurde bereits in Meyer, P.G., Coming to know. Tübingen
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1997 behandelt, Verben des Forschens sind Gegenstand der Untersuchung von Kerz (2007). Eine
Untersuchung zu evaluativen Adjektiven (Kuznetsova) ist derzeit in Arbeit. Klassifizierende Substantive
werden derzeit im Rahmen einer Magisterarbeit untersucht, die zu einer Dissertation ausgebaut werden
soll. Seit der Studie von Kerz liegt dabei besonderes Augenmerk auf den formelhaften Wendungen, in
denen der genannte Wortschatz vorkommt.
Unsere bisherige Erfahrung floss in zwei Anträge für HumTec in Zusammenarbeit mit dem Kollegen Ney
(Informatik) ein, die aber erfolglos blieben. Derzeit wird ein DFG-Antrag vorbereitet.
KERZ: Habilitation (in progress). Title (tentative): Questions and Answers in English print
advertisements Formulaic sequences in English research articles (to be submitted to the DFG in
April 2009)
The project adopts usage-based constructionist approach (cf. Langacker 1987/1991; Fillmore and Kay
1993; Croft 2001; Goldberg 1995/2006) to the study of frequently recurring multiword expressions in the
genre of English research articles. Initial steps of the project are oriented towards the compilation of an
approx. 70-million-word corpus of research articles, which will be called The Aachen Research Article
Corpus (ARAC). In order to ensure a systematic compilation of corpus data, we will make use of research
articles appearing in peer-reviewed journals and covering a wide range of academic disciplines. We will
primarily extract journals being published by the world’s leading publisher Elsevier. Research articles can
be conceived of as a prime medium for the dissemination of information in the sciences. There have been
several suggestions about the cognitive organization of academic texts. This organization is sometimes
analyzed in terms of what has been variously termed ‘generic moves’ (Swales 1990), ‘schematic structure’
(Martin 1989), or ‘generic structural potential’ (Hasan 1989). Among these suggestions, the most relevant
to our project are those which try to identify fixed predefined schemata in subject-oriented texts, such as
Hoey (1986), Martin (1989), Flowerdew (2008) and Swales (1990, 2004).
The project pursues Swales’ (1990) move analysis for the purposes of assigning pragmatic functions to
formulaic sequences. The identification of moves in research articles seems to be a straightforward task
due to the fact that the overall organization of articles has increasingly become standardized, with the
majority following the so-called IMRAD structure (Introduction-Method-Result- Analysis-Discussion).
Moves will be investigated with respect to their contribution to the organization of information across the
texts and contributions to the representation of information.
The language of English print advertisements (to be submitted to the DFG in November 2009)
Advertisers strive to get us register their communication either for purposes of immediate action or to
make us favorably disposed in general terms to the advertised product/service. In order to enhance the
appeal of their ads, advertisers do not exclusively rely on visual strategies such as color and the layout of
a printed page, but also on the verbal strategies which, among other things, include the appropriate choice
of constructions. By pursuing a usage-based constructionist approach, the major objective of this project is
to reveal an inventory of constructions commonly employed for the purposes of making ads effective. To
this end, a one-million-word corpus of English print ads, covering a range of widely read magazines, is
being currently compiled.
LOTHMANN: Linguicide from within: on laisser-faire in postcolonial language ecologies.
The choice of English is thinning out indigenous language variety. This paper features an analysis of
recent literary movements in postcolonial settings of the Caribbean, Kenya, and Papua New Guinea.
There, writers, who resign themselves to use the colonialists’ language, act as occasionally
counterproductive reinforcers of the in situ ongoing cultural redefinition.
Ogden Nash’s The Unwinged Ones: Plain raillery in times of change.
Diving through rock and hill: The machine as the slave of man in W. Cosmo Monkhouse’s The
Night Express.
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On the imperative to melt into a handsome demon: The automobile and power in Filippo T.
Marinetti’s An das Rennautomobil.
These papers (to appear in Wenzel, P. / Strasen, S. (Hrsgg.) Discourses of mobility – mobility of
discourses: new transportation technologies and their use in contemporary literary discourse) are
interdisciplinary approaches to the negotiation of conceptual metaphors on the basis of the impact of
innovative transportation technologies such as the train, the automobile, and the aeroplane in
contemporary poetry.
Lehnworteinfluß im neutechnologischen Diskurs deutschsprachiger Jugendlicher.
Unzweifelhaft haben moderne Kommunikationstechnologien Einfluß auf die Sprachkreativität
Jugendlicher und damit auf Sprachwandel allgemein. Diese an mehreren deutschen Schulen durchgeführte
empirische Studie zeigt deutlich eine altersstrukturierte Staffelung des individuellen Gebrauchswerts und
der Sinnbeimessung von eingedeutschten Angliszimen aus dem Bereich der Telekommunikation.
Bündgens-Kosten: UROP Projekt „Language Awareness I“; 01.02.2008 - 30.04.2008. Die
teilnehmende Studentin wurde mit einem UROP Stipendium ausgezeichnet.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Elma Kerz: Modeling the research process in academic texts: A corpus-based study. Unpublished
Ph.D. thesis. 2007.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Professor Meyer ist Fachgutachter für die Humboldt-Stiftung.
Bündgens-Kosten: MinD-Akademie Poster Award 2007 for “Moaschendroahtzauun: Wie wir
Sprache und Sprecher beurteilen”.
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ANGLISTISCHE LITERATURWISSENSCHAFT
Peter Wenzel, Sven Strasen, Geoffrey Davis
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
Erzähltheorie
Gattungen und Gattungstheorie
Kognitive Ansätze in der Literaturtheorie/Rezeptionstheorie
Postkoloniale Literatur
Technologie und literarischer Diskurs
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Erzähltheorie
Lehrbuch und Sammelband
Peter WENZEL (Hg.): Einführung in die Erzähltextanalyse: Kategorien, Modelle, Probleme, WVTHandbücher zum literaturwissenschaftlichen Studium, No. 6 (Trier: Wiss. Verlag, 2004).
Der Band bündelt die vielfältigen Ansätze und Ergebnisse der Erzählforschung der letzten drei Jahrzehnte,
gibt einen Überblick über den Stand der Forschung in den verschiedenen Teilbereichen der
Erzähltextanalyse und setzt ihr methodisches Instrumentarium in anschauliche graphische Modelle um,
wie sie sonst eher in den Natur- und Ingenieurwissenschaften Verwendung finden.
Mit Beiträgen der Aachener Literaturwissenschaftler Stephanie Bachorz, Anke Bauer, Jan-Philipp Busse,
Birgit Haupt, Constanze Krings, Peter H. Marsden, Mike Petry, Cornelia Sander, Sven Strasen, Ute
Quinkertz und Peter Wenzel über die Bereiche Handlung, Figuren, Raum, Zeit, Erzählsitutation und
Erzählmodus, Erzählanfang und Erzählschluss, Spannungsstruktur, Illusionsbildung und
Illusionsdurchbrechung.
Gattungstheorie
Aufsatz
Sven STRASEN und Peter WENZEL: "Die Detektivgeschichte im 19. und frühen 20. Jahrhundert".
In: Arno Löffler und Eberhard Späth (Hg.): Geschichte der englischen Kurzgeschichte, UTB. No.
2662 (Tübingen/Basel: Francke, 2005), S. 84-105.
Kognitive Ansätze in der Literaturtheorie/Rezeptionstheorie
Monographie und Habilitationsschrift
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Sven STRASEN: Rezeptionstheorien: Literatur-, sprach- und kulturwissen-schaftliche Ansätze und
kulturelle Modelle, WVT-Handbücher zum literaturwissenschaftlichen Studium, No. 11 (Trier:
Wiss. Verlag, 2008).
Die Arbeit hat sich zum Ziel gesetzt, das unübersichtlich gewordene Feld der Rezeptionstheorien neu zu
vermessen und so zugleich den aktuellen Kenntnisstand zu literarischen Rezeptionsprozessen zu
rekonstruieren. Ausgangspunkt dieser Rekonstruktion sind die traditionellen literaturwissenschaftlichen
Ansätze und eine Analyse ihrer Defizite. In einem zweiten Schritt werden neuere interdisziplinäre Ansätze
daraufhin befragt, ob und inwiefern sie in der Lage sind, die festgestellten Defizite der traditionellen
Rezeptionstheorie zu beheben. Dabei gelangen insbesondere pragmatische, diskurs- und
kognitionstheoretische Theoreme in den Blick. Abschließend werden die gewonnenen Erkenntnisse zu
einem heuristischen Modell literarischer Rezeptionshandlungen zusammengeführt, das in der Lage ist, die
in den letzten Jahren gewonnenen Einsichten in die komplexen Wechselbeziehungen zwischen Texten und
Kontexten in die Analyse von literarischen Rezeptionsprozessen zu integrieren.
Aufsatz
Sven STRASEN: "Cultural Models, Cognitive Environments, and the Reading of Literary Texts:
Towards a Cognitive Reinvigoration of Reader-Response Theory." In: Klaus Stierstorfer (Hg.):
Anglistentag Münster 2007: Proceedings (Trier: WVT, 2008), S. 199-207.
Postkoloniale Literatur
3 Sammelbände, Kongressakten:
Geoffrey DAVIS, Peter MARSDEN et al. (Hg.): Towards a Transcultural Future: Literature and
Society in a ‘Post’-Colonial World, 3 vols., Cross/Cultures 76, 77, 79 = ASNEL Papers 8, 9.1, 9.2
(Amsterdam/New York: Rodopi, 2004 – 2005).
Die drei umfangreichen Bände präsentieren die Vorträge der 23. Jahrestagung der Association for the
Study of the New Literatures in English (ASNEL) aus dem Jahre 2000 in Aachen. Sie konzentrieren sich
zum einen auf das in der postkolonialen Literaturwissenschaft bislang oft nur stiefmütterlich behandelte
Themenfeld der Menschenrechte und enthalten zum anderen eine breite Palette theorie- und
textorientierter Beiträge zu den Problemkreisen Postkolonialismus, Interkulturalität, Nationalismus und
Globalisierung.
weitere Sammelbände
Geoffrey DAVIS und Anne FUCHS (Hg.): Staging New Britain: Aspects of Black and South Asian
Theatre Practice, Dramaturgies, No. 19 (Brüssel: Lang, 2006).
Geoffrey DAVIS, Christine MATZKE und Adiremi RAJI-OYELADE (Hg.): Of Minstrelsy and
Masks: The Legacy of Ezenwa-Ohaeto in Nigerian Writing, Matatu Series, No. 33
(Amsterdam/New York: Rodopi, 2006).
Geoffrey DAVIS und Mbongeni MALABA (Hg.): Zimbabwean Transitions: Essays on
Zimbabwean Literature in English, Ndebele and Shona, Matatu Series, No. 34 (Amsterdam/New
York: Rodopi, 2007).
Herausgabe eines Zeitschriftenbands
16
Literatur in Wissenschaft und Unterricht, Bd. 29, H. 2/3 (2006):
Thema: "Südafrika".
Geoffrey Davis: "Literary Accounts of the Impact of the War in the Pacific (1942-45) on Australia"
(2004)
Geoffrey Davis: "The Detective Fiction of Wessel Ebersohn" (2006)
Geoffrey Davis: "Nicholas Hasluck’s Novel Our Man K. Egon Erwin Kisch and the White Australia
Policy" (2007)
Geoffrey Davis: "South Africa" (2007)
Geoffrey Davis: "Ritual Murder, Detection and Activism in Unity Dow’s The Screaming of the
Innocent" (2007)
Geoffrey Davis: "Zoë Wicomb’s You Can’t Get Lost in Cape Town" (2007)
Geoffrey Davis: "An Introduction to Zoë Wicomb’s Novel David’s Story" (2008)
Geoffrey Davis: "Postkoloniales anglophones Drama als Theater der Befreiung" (2008)
Andere Projekte
CHOTRO-Projekt zu Indigenen Völkern mit dem Bhasha Research and Publication Centre,
Vadodara (Indien); gefördert von der Ford Foundation; Indira Gandhi National Centre for Arts;
Ministry of Tribal Affairs (New Delhi) (Davis)
Technische Innovationen, kulturelle Modelle und Diskurse (Strasen/Wenzel). Ziel des Projekts sind
die Dokumentation und kritische Analyse der Aufnahme neuer technischer Erfindungen in den
politischen und literarischen Diskurs von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen,
Gesellschaften und Kulturen.
In Arbeit befindliche Publikation: Sammelband Zur Aufnahme neuer technischer Erfindungen in
den politischen und literarischen Diskurs – am Beispiel der Mobilitätstechniken Eisenbahn, Auto
und Flugzeug (unter Mitarbeit von Timo Lothmann und Antje Schumacher, erscheint 2010).
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Kathrin BURTSCHELL: Nobuyeshi Araki und Henry Miller: Eine japanisch-amerikanische
Analogie (Promotion, in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kunstgeschichte; Davis)
Roman ZENNER: Hypertextual Fiction on the Internet: A Structural and Narratological Analysis.
(Promotion; Wenzel)
Sven STRASEN: Kulturelle Modelle, Kontextualisierungen und Literaturrezeption: Ein Beitrag zur
kulturwissenschaftlichen
Erweiterung
literaturwissenschaftlicher
Rezeptionstheorien.
(Habilitation; Wenzel)
Begutachtung von 6 weiteren Promotionen und Habilitationen an den Universitäten DuisburgEssen, Frankfurt a.M., Innsbruck, Liège und Marburg (Davis)
17
WEITERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Mitgliedschaften in wissenschaftlichen Beiräten und Vorstandstätigkeiten von Prof. Dr. Geoffrey
Davis
Mitherausgeber: Matatu. Zeitschrift für afrikanische Kultur und Gesellschaft (Amsterdam) - bisher
36 Bände.
Mitherausgeber: Cross/Cultures. Readings in the Post/Colonial Literatures in English (Amsterdam:
Rodopi) mit Hena Maes-Jelinek (Lüttich) and Gordon Collier (Gießen) – bisher 99 Bände.
Wissenschaftlicher Beirat: German Monitor (Amsterdam)
Editorial Advisory Board, The Margaret Laurence Review (Memphis, Tennessee)
Mitglied der Jury für den Literatur-Preis im Ökumenischen Zentrum Christuskirche e.V.
(Frauenliteratur aus Entwicklungsländern), 2000Redaktioneller Beirat der Gesellschaft für die neuen englischsprachigen Literaturen (GNEL).
Vorstandstätigkeiten:
1. Vorsitzender European Association for Commonwealth Literature and Language Studies
ACLALS bis 2007
Vertreter der Association for Commonwealth Literature and Language Studies (ACLALS) beim
People’s Forum, Commonwealth Heads of Government Meeting (CHOGM), Malta 2005 sowie
beim People’s Forum, Commonwealth Heads of Government Meeting (CHOGM), Uganda 2007
International Chair der Association for Commonwealth Literature and Language Studies
(ACLALS), 2007-2010.
18
ROMANISTIK
Anne Begenat-Neuschäfer, Aphrodis Gakwasi; Anne-Daniele Gazin; Julie Hahn; Katrin Hedwig;
Kerstin Liesegang; Mehdi Karim Ouelbani; Maria do Rosario Severino da Silva; Melinda Veggian;
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Europäische und Außereuropäische Frankophonie und Lusophonie
• Französischsprachige Literatur Belgiens (Henry Bauchau, René Kalisky, Pierre Mertens, Thomas
Owen, Paul Willems)
• Zeitgenössisches französisches Theater (Théâtre du Soleil)
• Französische Renaissance und Religionskriege (Agrippa d’Aubigné, Théodore de Bèze, Jean
Calvin, Marguerite de Navarre)
• Italienische Renaissance unter besonderer Berücksichtigung Venedigs und Ferraras (Matteo
Bandello, Lodovico Dolce, Giovambattista Giraldi Cinzio)
• Italienische Landeskunde
• Italienische Literatur der Gegenwart
• Spanische und Französische Literatur und Fachdidaktik
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Anne NEUSCHÄFER: Lodovico Dolce als dramatischer Autor im Venedig des 16. Jahrhunderts.
[Habilitationsschrift.] Frankfurt: Klostermann. 2004, 544 S.
Der Venezianer Lodovico Dolce (1508-1568), Autor, Übersetzer, Kommentator und Herausgeber
zahlreicher Texte, de für ein größeres literarisch interessiertes ublikum bestimmt waren, hat für die
Nachwelt trotz seines eigenen umfänglichen und vielseitigen Werks nur in einer sehr eingeschränkten
Rezeption überlebt. Als dramatischer Autor ist Dolce hingegen bis heute nur wenig bekannt und kaum
untersucht. Die vorliegende Untersuchung unternimmt daher eine Deutung der Komödien und Tragödien
Dolces, denen sie eine tragende Rolle für das Selbstverständnis des volkssprachlichen Autors beimisst.
Dieses Schreiben vollzieht sich in einem zentralen champs culturel der Renaissance: Der vom Verleger
bezahlte und bestallte Vulgärhumanist Lodovico Dolce wirkt für die Mitte des 16. Jahrhunderts dadurch
bahnbrechend, dass er Vermittlungen bündelt. Wie in einem Brennglas sammeln sich in und an seiner
Person Durchlässigkeiten, Interdependenzen oder auch kompakte Widerstände zwischen Markt und
Literatur, künstlerischer Freiheit und lohnabhängiger Polygraphie, eigenem Gestaltungswillen und
Anpassung an aktuelle Anregungen.
Herausgeberwerke mit eigenen Beträgen
Herausgegebene Sammelbände
Anne NEUSCHÄFER und Marc QUAGHEBEUR: Les Constellations impérieuses d’Henry
Bauchau. Actes du Colloque de Cerisy-la-Salle (21-31 juillet 2001) à l’initiative des Archives und
Musée de la Littérature (Bruxelles) et du Centre de langue française et de littérature francophone
de Belgique (Aix-la-Chapelle). Bruxelles : Éditions Labor 2004.
Der Kongress brachte erstmals alle Forscher und alle Fragestellungen zu Henry Bauchau zusammen.
Daraus entstand eine Zusammenfassung des Forschungsstandes, in der zugleich neue zukunftsweisende
interdisziplinäre Themen angerissen wurden.
Studi su Beppe e Marisa Fenoglio. A cura di Anne BEGENAT-NEUSCHÄFER. Frankfurt: Peter
Lang, 2006.
Erstmals wird in diesem Band das erzählerische Werk der Geschwister Beppe und Marisa Fenoglio in
Beziehung gesetzt. Bei allen Unterschieden besteht eine große Gemeinsamkeit in der Schaffung einer
eigenen „Zwischensprache“. Beppe nutzt dazu das Englische, Marisa das Deutsche.
Reihen
Frankophone Autoren der Gegenwart
Die Reihe „Frankophone Autoren der Gegenwart“ hat sich zum Ziel gesetzt, bedeutende Texte der
Gegenwart in deutscher Originalübersetzung vorzustellen und zu deuten. Band 1 Attentives-Lauschende
erschien 2001.
Band 2: Henry Bauchau: Dschingis Khan. Ein Schauspiel. Übersetzt, kommentiert und eingeleitet
von Anne BEGENAT-NEUSCHÄFER unter Mitarbeit der Aachener Übersetzer- und
Theaterwerkstatt. Aachen, Shaker Verlag 2005.
Henry Bauchaus erstes Schauspiel Dschingis Khan (1960) schildert in einem episschen Bilderbogen die
Entwicklung des Mongolenreiches zur größten Weltmacht und den Weg seines charismatischen Herrschers
zur Macht. Chorische Szenen alternieren mit individuellen Begegnungen. Bauchau setzte sich zu dieser
Zeit mit Brechts Konzept des ‚epischen Theaters’ auseinander und nutzte den V-Effekt, um im historischen
Gewand Probleme der dreißiger und vierziger Jahre aufzuarbeiten.
Band 3: Henry Bauchau: Diotima und die Löwen. Erzählung. Übersetzt und eingeleitet von Anne
BEGENAT-NEUSCHÄFER unter Mitarbeit der Aachener Übersetzer- und Theaterwerkstatt. Mit
einem Kommentar von Okou Dagou. Aachen, Shaker, 2006.
Diese Erzählung ist dem Ödipus-Roman entnommen und war ursprünglich teil des Brichtes über die
Wanderungen des geblendeten Herrschers von Theben. Sie erschien 1997 auf Französisch. Die greise
Diotima, deren Name in Anspielung auf Hölderlins Figur gewählt wurde, ist die Heilerin des Clans der
Hellsingenden, die den gestürzten König Thebens mit sich selbst vsersöhnt. In dieser Erzählung berichtet
sie, wie sie durch ihre Liebe zu dem Griechen Arses erwachsen wurde. Hinter dem griechisschen Mythos
verbirgt sich Bauchaus anthropologisches Interesse an der Vorgeschichte der Menschheit und an ihrer
weiteren Entwicklung.
Belgien im Fokus: Geschichte – Sprachen – Kulturen
Band 1: Belgien im Blick: Interkulturelle Bestandsaufnahmen – Regards croisés sur la Belgique
contemporaine – Bliken op België. Frankfurt a.M. u.a.: Peter Lang, 2007.
Belgien heute in den Blick zu nehmen, und zwar jenseits stereotyper Wahrnehmungsmuster, ist ein
interkulturelles Abenteuer. Denn nicht nur seinem Selbstverständnis nach, sondern auch im europäischen
Kontext, ist unser westliches Nachbarland ein Raum der Begegnungen und des Austauschs zwischen der
romanischen und germanischen Zivilisation und vermag insofern fokussiert unsere europäische Identität
zu spiegeln.
Band 2: Comic und Jugendliteratur in Belgien von ihren Anfängen bis heute. Frankfurt a.M. u.a.:
Peter Lang Verlag, 2009.
Dieser Band vereint erstmalig Beiträge zum Comic und zur belgischen Jugendliteratur, welche die
kulturelle und sprachliche Vielfalt der Sprach- und Kulturgemeinschaften unseres Nachbarlandes und ihre
Zusammengehörigkeit historisch sichtbar machen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Darstellung
des Verhältnisses von Bild und Text. Illustratoren wie Übersetzer kommen zu Wort. Eine Zusammenstellung
teilweise erstmals ins Deutsche übertragener Textauszüge beschließt den Band.
20
Aufsätze
Forschungsschwerpunkt Italienische Literatur
« Primo Levi in Germania », in: Diffusione e conoscenza di Primo Levi nei paesi europei. Atti del
convegno 9-10-11 ottobre 2003. A cura di Giovanni Tesio. Torino: Centro Studi Piemontesi, 2005,
185-199.
„Dalla migrazione all’appartenenza: Vivere altrove di Marisa Fenoglio. L’esperienza tedesca“,
in:L’Italiano. Contesti di insegnamento in Italia e all’estero. A cura di Matteo Santipolo. Torino:
UTET, 2006, 204-216.
« Io credo proprio che il mio destino profondo sia la spaccatura. » Zu Primo Levis Deutung der
Figur des Odysseus bei Dante, in: Dante Jahrbuch 81( 2006) 175-192.
Französische Literatur
„Von Du Bartas' Première Sepmaine zu d'Aubignés La Création: Anmerkungen zur französischen
Hexameralliteratur des 16. Jahrhunderts“, in: Barbara Mahlmann-Bauer: Scientiae et Artes. Die
Vermittlung alten und neuen Wissens in Literatur, Kunst und Musik. Vorträge und Referate,
gehalten anlässlich des 10. Kongresses des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Barockforschung in
der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel vom 05. bis 08. April 2000. Wiesbaden: Harrassowitz,
2004, 463-498.
Fachdidaktik
«Die Erzählungen von Pierre Mertens im Französischunterricht », in : Georg Fehrmann und Erwin
Klein (Hgg.) : Standards im Fremdsprachenunterricht – Theoretischer Anspruch und schulische
Wirklichkeit. Beiträge zur Tagung des FMF-Nordrhein 2003. Bonn: Romanistischer Verlag, 2004,
163-180.
„Das Theater der französischen Romantik im europäischen Kontext“, in: Erwin Klein und Georg
Fehrmann (Hgg.): Vom Mythos zur Wirklichkeit – Europa im Fremdsprachenunterricht. Beiträge
zur Tagung des FMF-Nordrhein 2004 Bonn: Romanistischer Verlag, 2005, 43-64.
Französisches Theater
«L’Illusion comique (1636) de Pierre Corneille. Un bilan ou un nouveau départ?», in: Le comique
corporel. Mouvement et comique dans l’espace théâtral du XVIIe siècle. Edité par Eva Erdmann
et Konrad Schoell. Tübingen: Gunter Narr, 2006, 59-68.
„Théâtre du Soleil, 1789, La Révolution doit s’arrêter à la perfection du bonheur (1970), in: Konrad
Schoell (Hrsg.) : 20. Jahrhundert. Theater. Tübingen: Stauffenburg, 2006, 303-327.
„’Je n’ai jamais écrit que pour le théâtre et je rêve de roman’ – Bernard-Marie Koltès: Von Combat
de nègre et de chiens (1983) zu Roberto Zucco (1990), in: Konrad Schoell (Hrsg.) : 20.
Jahrhundert. Theater. Tübingen: Stauffenburg, 2006, 329-348.
21
Frankophonie
„Synopse der Fassungen des Gedichts Dschingis Khans Baum nach den Manuskripten“, in: Anne
Begenat-Neuschäfer (Hrsg.): Dschingis Khan. Aachen: Shaker-Verlag 2005, 127-142.
Ambivalenzen einer Führerfigur: „Zu Henry Bauchaus Theaterstück Dschingis Khan“, in: Anne
Begenat-Neuschäfer (Hrsg.): Dschingis Khan. Aachen: Shaker Verlag, 2005, 143-160.
«M. St. Clair, ‘Il y a quarante ans : ‘la constellation impérieuse’ d’une écriture autobiographique »,
in : Confluências 20 Écrivains belges et jeux du je (2005), 51-63.
„Entre Jean Ray et Thomas Owen: connivences et différences. Du culte de la peur à la hantise du
mal », in : Beida Chikhi et Marc Quaghebeur (dir.): Les Écrivains francopjones interprètes de
l’Histoire. Entre filiation et dissidence. Burxelles, Bern, Berlin : Peter Lang, 2006, 163-176.
„Die französischsprachige Literatur“, in: Johannes Koll (Hg.): Belgien. Geschichte-Politik-KulturWirtschaft. Münster. Aschendorff Verlag, 2007, 180-200.
„Bild und Text im belgischen Comic“, in: 1), S. 3-36.
Lusophonie
„Gian Vincenza Gravina und die Arcádia Lusitana“, in: Christoph Müller (Hrsg.): Der Klassizismus
auf der Iberischen Halbinsel. Ibero-Online Heft 7, S. 13-24.
Publikationen der Mitarbeiter und Doktoranden
Isabelle GABOLDE: Veröffentlichung des Beitrags in einer ungarischen Belletristik und
Philosophie-Zeitschrift: “Az eché architektonikája Hermann Brochnál”, Edith Kiss und Zsuzsanna
Toth (übers.), in Pro Phil Osophia Füzetek 1996. 4-5. Köteg, pp. 51-56.
Kerstin LIESEGANG: „Tra imitatio e renovatio. Fantascienza nella letteratura italiana“, in:
Manuale di Civiltà Italiana, hrsg. von Anne Begenat-Neuschäfer, Frankfurt/M.: Lang 2009 (für
den Druck einge-reicht).
Kerstin LIESEGANG: „Vittorio Bodinis Bild des Südens im Spiegel seiner Rafael AlbertiRezeption. Aufgeklärte Mehrsprachigkeit im fortgeschrittenen Italienischunterricht?“, in:
Fehrmann, Georg/ Klein, Erwin (Hrsg.): Mehrsprachigkeit im Fremdsprachenunterricht.
Möglichkeiten und Grenzen, Beiträge zur Tagung des FMF-Nordrhein am 13. September 2005,
Bonn: Romanistischer Verlag 2008 (im Druck), 28 Seiten.
Kerstin LIESEGANG „«... non perdiamo un bene per correr dietro a una chimera da noi creduta
l’ottimo...». Due novelle dell’Illuminismo lombardo nel corso d’italiano: I beni dell’insensibilità
di Alessandro Verri e
Badi di Pietro Verri“, in: Fehrmann, Georg/ Klein, Erwin (Hrsg.):
Standards im Fremdsprachenunterricht, Beiträge zur Tagung des FMF-Nordrhein am 23.
September 2003, Bonn: Romanistischer Verlag 2004, 293-318.
Kerstin LIESEGANG: L’Italia si presenta – Italien stellt sich vor. Landes- und kulturkundliche
Aspekte des gegenwärtigen Italiens, herausgegeben von Anne Neuschäfer und Richard Baum
unter Mitwirkung von Georg Fehrmann und Kerstin Liesegang, Bonn: Romanistischer Verlag
2003.
Kerstin LIESEGANG: „«L’intérêt pour soi ne suffit plus». Le journal inédit d’Henry Bauchau lors
de la rédaction du Régiment noir.“, in: Neuschäfer, Anne/ Quaghebeur, Marc (dir.): Les
22
Constellations impérieuses d’Henry Bauchau, actes du colloque international “Rêve, mythe, arts
et histoire dans l’œuvre d’Henry Bauchau” à Cerisy-la-Salle du 21 au 31 juillet 2001, Bruxelles:
AML Editions/ Editions Labor 2003 (coll. «Archives du futur»), 164-187.
Kerstin LIESEGANG: „«... un jeu sur le nom, un mot pour un autre, une ressemblance, c’est à ce
risque-là que peut apparaître le sens ...»: enjeu linguistique et prise de conscience dans La
question humaine de François Emmanuel“, in: Fehrmann, Georg/ Klein, Erwin (Hrsg.):
Interkulturelles Lernen, Beiträge zur Tagung des FMF-Nordrhein am 15. August 2001, Bonn:
Romanistischer Verlag 2002, 101-115.
Kerstin LIESEGANG: „«Les livres les plus utiles sont ceux dont les lecteurs font eux-mêmes la
moitié.» Parcours éducatif et travail du lecteur dans deux contes en prose ‘mineurs’ de Voltaire:
L’homme aux quarante écus et La princesse de Babylone“, in: Fehrmann, Georg/ Klein, Erwin
(Hrsg.): Literarischer Kanon und Fremdsprachenunterricht, Beiträge zur Tagung des FMFNordrhein am 12. September 2000, Bonn: Romanistischer Verlag 2001, 111-132.
Kerstin LIESEGANG: „La mémoire d’une sécession dans Le Régiment noir d’Henry Bauchau“, in:
Lope, Hans-Joachim/ Neuschäfer, Anne/ Quaghebeur, Marc (Hrsg.): Les lettres belges au présent,
actes du congrès des Romanistes allemands (Université d’Osnabrück du 27 au 30 septembre
1999), Frankfurt/ Main (et al.): Lang 2001 (Studien und Dokumente zur Geschichte der
Romanischen Literaturen; 44), 181-198.
Kerstin LIESEGANG: „«Quand on a peur du monde, on s’en invente un autre.» Le Far-West de
Jacques Brel au cours de français“, in: Fehrmann, Georg/ Klein, Erwin (Hrsg.): Medien und
Intermedialität im Fremdsprachenunterricht, Beiträge zur Tagung des FMF-Nordrhein am 17.
August 1999, Bonn: Romanistischer Verlag 2000, 101-118.
Kerstin LIESEGANG (mit Anne Neuschäfer): „«Les idées, c’est comme la crème glacée...». A
propos du rôle mnémotechnique de la musique dans quelques chansons de Jacques Brel“, in:
Confluências (Coimbra), No 17 – Dezembro 1999, 71-95.
Größere Übersetzungen
Gianfranco SPAGNOLO: „Der Fall Andreotti. Ein politischer Prozess oder ein Prozess gegen einen
Politiker?“, in: L’Italia si presenta – Italien stellt sich vor. Landes- und kulturkundliche Aspekte
des gegenwärtigen Italiens, herausgegeben von Anne Neuschäfer und Richard Baum unter
Mitwirkung von Georg Fehrmann und Kerstin Liesegang, Bonn: Romanistischer Verlag 2003,
113-130.
Anne-Catherine LUTHER: Henry Bauchau: Diotima und die Löwen. Roman. Übersetzt und
eingeleitet von Anne Begenat-Neuschäfer unter Mitarbeit der Aachener Übersetzerwerkstatt.
Aachen: Shaker Verlag 2006.
Federico NAVIRE: Band 1: Sprachen Literaturen Kulturen, Aachener Beiträge zur Romania: Torino
come centro di sviluppo culturale: Un contributo agli studi di civiltà italiana, Frankfurt am Main,
Peter Lang Verlag, 2009.
23
Monographie
Mehdi Karim OUELBANI und Emilia SURMONTE, Affaire de cuisine - livre de l’élève et CD
audio, Rom, CLITT, 2006.
Mehdi Karim OUELBANI und Emilia SURMONTE, Affaire de cuisine - guide du professeur,
Rom, CLITT, 2006.
Artikel
Mehdi Karim OUELBANI: “Les francophones de Belgique et du Canada: destins croisés”, in La
francofonia canadese (Marina Zito Hrsg.), Neapel, Università degli Studi di Napoli “L’Orientale”,
2004, S. 65-73.
Mehdi Karim OUELBANI: “La Belgique”, in Situations linguistiques de la Francophonie. État des
lieux (Robert Chaudenson und Dorothée Rakotomalala Hrsg.), Paris, Agence Universitaire de la
Francophonie, 2004, S. 25-36.
Mehdi Karim OUELBANI: “Félicien Rops: portrait d’un peintre littéraire”, in Studi in memoria di
Giampiero Posani, Neapel, Università degli Studi di Napoli “L’Orientale”, 2004, S. 365-384.
Mehdi Karim OUELBANI: “Un mâle de Camille Lemonnier”, in Français 2000 - Nos Lettres
s’envolent. L’enseignement de la littérature belge de langue française, N. 201-202, Brüssel,
A.B.P.F., 2006, S. 57-63.
Mehdi Karim OUELBANI: “Naples et la Campanie dans l’écriture de Marguerite Yourcenar”, in
Annali della sezione romanza, Bd. XLIX (2), Neapel, Università degli Studi di Napoli
“L’Orientale”, 2007, S. 585-613.
Mehdi Karim OUELBANI:“Von der Entstehung bis zur Etablierung einer Kinder- und
Jugendbuchliteratur französischer Sprache in Belgien” in Comic und Jugendliteratur in Belgien.
Von ihren Anfängen bis heute (Anne-Begenat Neuschäfer Hrsg.), Frankfurt am Main, Peter Lang
GmbH, 2008, S. 37-84.
DRITTMITTELPROJEKTE
Gesamtvolumen Drittmittel 2004-2008
€ 149.712,07
1. DAAD
€ 69.302,00
2. CGRI / Belgien
€ 29.860,07
3. Stiftungen
€
3.000,00
4. Staatskanzlei und NRW Kultursekretariat
€
7.064,60
5. Ital. Außenministerium / AMB Generali
€ 23.000,00
6. Portugal
€ 15.000,00
7. Versch. Firmen / Sparkasse AC / Regio AC
€
2.485,40
Andere Projekte
Lehrerfortbildung in Zusammenarbeit mit dem Lehrerbildungszentrum der RWTH und der
24
Bezirksregierung Köln
Internationale und interdisziplinäre Hochschulkooperationen
seit 2007: Université de Cocody und Université d’Abobo Adjamé, Côte d’Ivoire (einzige deutschivorische Hochschulkooperation)
ABGESCHLOSSENE PROMOTIONEN
Federico NAVIRE: Il mito di Torino: Da Capitale politica a Capitale industriale.
Isabelle GABOLDE: Métaphysique, Conscience, Historique, Profondeurs des Temps : Une forme
de roman débordant le cadre esthétique.
WEITERE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Fachgutachtertätigkeiten
Begutachtung von Projektanträgen : Humboldt-Stiftung, DAAD
Begutachtung von Stipendienanträgen : DFG, DAAD KAD, Pädagogischer Austauschdienst,
Studienstiftung
Mitglied der RWTH im Kuratorium der Evangelischen Studierenden Gemeinde, Nizzaallee
18.03.2006: Mitglied in der Jury der Rhetorika-Kommission im Rahmen des Rednerwettstreites
Rhetorika 2006, Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens
Auszeichnungen
Officier de l’Ordre de la Couronne de Belgique verliehen im Namen des Königs durch den Vertreter
der Delegation Wallonie Bruxelles in Berlin. (Mai 2007)
25
INTERKULTURELLE STUDIEN – ROMANISTIK
Angelica Rieger, Natalia González de la Llana, Gisela Casañas, Petra Rotthoff, Amaya Lorenzo
Heinze
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Französische Kultur und Literatur des Mittelalters und der Renaissance sowie des 19. und 20.
Jahrhunderts
• Spanische und Lateinamerikanische Kultur und Literatur des Mittelalters sowie des 19. und 20.
Jahrhunderts
• Italienische Literatur des Mittelalters, der Renaissance und des 19. und 20. Jahrhunderts
• Okzitanische Kultur und Literatur des Mittelalters
• Interkulturalität
• Intermedialität und Interdisziplinäre Bild- und Text-Forschung mit Schwerpunkten in Frankreich,
Spanien, Lateinamerika und Italien
• Genderforschung in intermedialer Perspektive
• Rezeptionsgeschichte, z. B. Literaturverfilmungen in Spanien, Lateinamerika und Frankreich
• Mittelalterrezeption und Trobador-Rezeption in den romanischen Literaturen der Neuzeit
• Petrarca-Rezeption in der italienischen Frührenaissance
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Angelica RIEGER, Historia de Alejandro Magno – History of Alexander the Great – Die
Geschichte Alexanders des Großen, Valencia: Patrimonio 2007.
Angelica RIEGER, Der Alexanderroman. Ein Ritterroman über Alexander den Großen. Handschrift
78 C 1 des Kupferstichkabinetts Preußischer Kulturbesitz Berlin. Texte von Angelica Rieger – La
storia del buon re Alessandro Magno. Testi di A.R. – La historia del buen rey Alejandro Magno.
Textos de A.R., Wiesbaden – Milano – Madrid: VMA/Drei Lilien – Marietti – Eikon 2006, 189 S.
Alexander-Romane: Beide Bände behandeln die mittelalterliche Überlieferung der Historia de preliis in
altfranzösischen Prosaromanen im Dialog mit deren Miniaturenschmuck. Aus dem FaksimileKommentarband mit Textedition, Angelica Rieger, „L’Ystoire du bon roi Alexandre“. Der Berliner
Alexanderroman. Handschrift 78 C 1 des Kupferstichkabinetts Preußischer Kulturbesitz Berlin, Stuttgart:
Müller und Schindler et al. 2002, 272 S., entstand 2006 ein dreisprachiger Bildband, s.
http://www.weltbild.de/3/13705553-1/buch/der-alexanderroman .html. 2007 folgte der Begleitband zum
Faksimile der Handschrift Brüssel, Bibliothèque Royale 11040, 281 S., s. Http:// www .patrimonioediciones. com/001aleman/ 02_ librosdearte/ 13_magno.htm.
Natalia GONZÁLEZ DE LA LLANA, Adán y Eva, Fausto y Dorian Gray: tres mitos de
transgresión, Dissertation: Madrid: Universidad Complutense 2007, Aachen: Shaker Verlag, 2009
(ARA 2 [s. u., 2.2.2]). Adam und Eva, Faust und Dorian Gray: Drei Transgressionsmythen
Das Ziel dieser Studie ist die vergleichende Analyse der biblischen Geschichte von Adam und Eva, von
Goethes Faust und Oscar Wildes Dorian Gray in der Absicht, zu belegen, dass es sich um
Transgressionsmythen mit einer analogen narrativen Struktur und einem gemeinsamen
Imaginationsschema handelt: Die Übertretung eines Naturgesetzes oder eines göttlichen Gebots, das mit
26
jenen Grenzbereichen menschlichen Seins verbunden ist, die in einer Suche nach Erkenntnis oder
Ewigkeit/Jugend/Schönheit zum Ausdruck kommen, deren Ausgang normalerweise tragisch ist.
Um diese Ausgangshypothese zu verifizieren ging die Verfasserin von einem pluridisziplinären Ansatz aus,
wobei sie sich nicht auf rein literarische Aspekte beschränkte, sondern sich auch der Notwendigkeit
bewusst war, zur Offenlegung ihrer innersten Verbindungen die immanenten philosophischen und
religiösen Inhalte der Erzählungen zu analysieren. Mit diesem Erkenntnisziel gliederte sie ihre Studie in
drei Teile: Der erste Teil dient als Einführung und formuliert die theoretischen und methodologischen
Grundlagen für ihre Untersuchung. Der zweite Teil bildet das Kernstück ihrer Studie; er besteht in der
Detailanalyse der ausgewählten Werke mit einer diachronen Betrachtung der von ihr postulierten
mythischen Strukturen, einer Betrachtung der antithetischen Bilderwelten, die die drei Geschichten
konstruieren und der Unterschiede, die sie aufgrund historischer, literarischer und kultureller Faktoren
voneinander absetzen. Im dritten Teil folgt die Schlussbetrachtung: Es hat sich gezeigt, dass die Bedeutung
dieser Geschichten in Wirklichkeit in der menschlichen Unfähigkeit begründet ist, die eigene Endlichkeit
zu akzeptieren. Sie bringt den Menschen zur Auflehnung gegen seine Natur und seinen Schöpfer: Er will
gottgleich
sein
und
dessen
Überlegenheit
erreichen,
s.
http://www.shaker.de/OnlineGesamtkatalog/details.asp?ID=8938699undCC =50143undISBN-3-8322-7988-1.
Herausgeberwerke
Herausgegebene Sammelbände
Angelica RIEGER, Natalia GONZÁLEZ DE LA LLANA und Amaya Lorenzo HEINZE: Efectos de
sinergia en los estudios hispanoamericanos. Literatura – lingüística – cultura. Con un ensayo de
Miguel Barnet, (Tagungsband der Sektion 12 des 16. Kongresses des Deutschen
Hispanistenverbands in Dresden, 24.-31.3.2007), Georg Olms Verlag: Hildesheim – Zürich – New
York 2009 (TCCL – Teoría y Crítica de la Cultura y Literatura / TKKL – Theorie u. Kritik d.
Kultur u. Literatur/ TCCL – Theory and Criticism of Culture and Literature, hg. v. Alfonso de
Toro, Leipzig), 253 S.; gefördert von ProSpanien.
Efectos de sinergia intendiert die Interaktion zwischen trans- und interdisziplinären Forschungsprojekten
und die Entwicklung von Perspektiven für die Vermittlung linguistischer, kultur- und
literaturwissenschaftlicher Kompetenzen im Bereich der hispanoamerikanischen Sprachen, Kulturen und
Literaturen. Schon die programmatische Einführung Alfonso de Toros und die Vorüberlegungen Karl
Kohuts für ein künftiges Handbuch der Hispanoamerikanistik tragen dazu bei, einheitliche Grundlagen für
alle beteiligten Disziplinen zu schaffen und somit zu verhindern, dass diese den Kontakt zueinander
verlieren. Die Beiträge bewegen sich in drei Hauptforschungsfeldern; hervorzuheben ist insbesondere die
Sektion: Ökokritik und Umwelt, mit einem genuin interdisziplinären und methodologisch radikal neuen
Ansatz; es folgen Fallstudien zur Interkulturalität und zur Intermedialität in der Hispanoamerikanistik.
Der kulturkritische Aufsatz des „poeta nacional“ Miguel Barnet beschließt den Band mit einem „Blick
nach Kuba“, s. www.olms.de. Mit Beiträgen von fünf Aachener NachwuchswissenschaftlerInnen: Gisela
Casañas, Amaya Lorenzo Heinze, Christoph Müller, Petra Rotthoff und Nina Ulrich (s. u. 2.3.4)
Angelica RIEGER, Intermedialidad e Hispanística, con una introducción de Hans-Ulrich
Gumbrecht, hg. von Angelica Rieger (Kongressband der Sektion 2 des 14. Hispanistentags in
Regensburg, 6.-9.3.2003), Frankfurt/M. et al.: Peter Lang 2004.
Ziel ist es, eine der vielversprechendsten Chancen und Möglichkeiten der Entwicklung einer modernen
Romanistik in ihrer Hinwendung zur Inter- und Transdiziplinarität im Hinblick auf intermediale
Fragestellungen für die Hispanistik auszuloten, ausgehend vom Ist-Zustand, einer Bilanz des bisher
Geleisteten, bis zum Soll-Zustand, der Formulierung entsprechender Forschungsdesiderata. Mit der
Kombination theoretischer Überlegungen – insbesondere auch zur ‚Alterität’ der Hispanistik in der
Intermedialitätsforschung – und ausgewählter exemplarischer Fallstudien werden die Grundlagen für eine
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breite Auseinandersetzung mit den Inter- und transdisziplinären Beziehungen zwischen der
spanischsprachigen Literatur und den anderen Künsten wie Malerei, Musik und Film besonders im 19. und
20. Jahrhundert geschaffen und erste Antworten gegeben; s. http://www.peterlang.net/index.cfm?
vLang=DundvID=51212undCFID=2124006undCFTOKEN=82426208.
Reihe ARA – Aachener Romanistische Arbeiten (Aachen: Shaker, s. http://www.shaker.de/OnlineGesamtkatalog/Booklist.asp?ID=8938787undCC=56842 undReihe= 489undISBN=3-8322-74200)
Band 1: Per Q. I. M. Mok, Études de linguistique occitane moderne, éditées par François Pic et
Patrick Sauzet, Aachen: Shaker 2008.
Band 2: Adán y Eva, Fausto y Dorian Gray: tres mitos de transgresión, Aachen: Shaker 2009.
Band 1: Der vom Centre d’Édudes Occitanes der Universität Toulouse (CIDO) finanzierte Band mit
den okzitanistischen Schriften des ehemaligen Präsidenten der AIEO und belgischen
Sprachwissenschaftlers, Q.I.M. Mok, entstand als Gastgeschenk für die Teilnehmer des an der
RWTH Aachen im August 2008 organisierten 9. Internationalen Kongresses der AIEO.
Band 2: s. o., 2.1
Aufsätze
Forschungsschwerpunkt Mittelalterrezeption (A) und Mittelalterstudien (B)
(A) Angelica RIEGER, „Enide schweigt nicht. Zum Schweigegebot in Erec und Enide bei Chrétien
de Troyes und Manuel Vázquez Montalbán“, in: „Stille : Stimme“. Zum Moment des Schweigens
aus Sicht romanistischer Sprach-, Literatur- und MedienwissenschaftlerInnen. Festschrift für
Renate Kroll, hg. v. Kathrina Reschka und Carolin Fuhs, Siegen: universi – Universitätsverlag
Siegen 2008, 193-209.
(A) Angelica RIEGER, „Une ‘créature de papier’ véritable : Clotilde de Surville, ‘poëte français du
XVe siècle’, et l’histoire de la littérature française“, in: Oc et Oïl. Complémentarité et
antagonisme de deux histoires littéraires de France. Études de littérature française et occitane
présentées dans le cadre du 5e congrès de l’Association des Francoromanistes des pays de langue
allemande (Halle an der Saale, Université Martin Luther, 26-29 septembre 2005), hg. v. Fritz Peter
Kirsch, Toulouse: Section française de l’Association internationale d’études occitanes 2008, 89111.
(A) Angelica RIEGER, „Amour de loin. Über die Geschicke eines schicksalhaften Motivs: Amin
Maalouf und Jaufre Rudel“, in: Raumerfahrung – Raumerfindung. Erzählte Welten des
Mittelalters zwischen Orient und Okzident, hg. v. Peter Ihring und Laetitia Rimpau, Berlin:
Akademie Verlag 2005, 291-312.
(B) Angelica RIEGER, „Trobadors und Trouvères“, in: Mittelalter, hg. v. Ulrich Mölk, Tübingen:
Stauffenburg 2008 (Stauffenburg Interpretation), 73-94.
(B) Angelica RIEGER, „La cour de Champagne, centre d’un réseau interculturel entre troubadours
et trouvères“, Europe 950-951 (2008), 150-163.
(B) Angelica RIEGER, „Trobador-Mythen. Guilhem de Cabestanh und Jaufre Rudel“, in:
Mittelaltermythen, hg. v. Ulrich Müller und Werner Wunderlich, Bd. 4: Künstler, Dichter,
Gelehrte, Konstanz: UVK 2005, 487-528.
28
Forschungsschwerpunkte Spanische (A) und hispanoamerikanische (B) Kultur- und
Literaturwissenschaft
(A) Angelica RIEGER, „Milenio o la ‚tercera España’ según Manuel Vázquez Montalbán“, in: „Una
de las dos Españas...“. Representaciones de un conflicto identitario en la historia y en las
literaturas hispánicas, hg. v. Gero Arnscheidt und Pere Joan i Tous, Madrid – Frankfurt/Main:
Iberoamericana – Vervuert 2007, 45-61.
(A) Natalia GONZÁLEZ DE LA LLANA, “La valoración del conocimiento: ¿progreso o pecado?
Estudio de El mágico prodigioso de Calderón”, in: Carmen Rivero Iglesias / Christoph Strosetzki
(Hgg.), Ideas de progreso y decadencia en el Siglo de Oro. Actas de la sección II del
Hispanistentag Dresden 2007, Bonn: Romanistischer Verlag 2008, 89-99.
(A) Amaya Lorenzo HEINZE, „Recursos literarios na obra poética de Ursula Heinze de Lorenzo“,
Madrygal. Revista de Estudios Gallegos 10 (2007).
(B) Natalia González de la Llana, “El sueño de un dios: la estructura narrativa en Niebla de
Unamuno y Las ruinas circulares de Borges”, in: Anales de Literatura Hispanoamericana 37
(2008).
(B) Amaya Lorenzo HEINZE, „La narrativa de la escritora puertorriqueña Rosario Ferré. Análisis
de tres relatos cortos”, in: Efectos de sinergia (2009), 143-152.
Forschungsschwerpunkte
Literaturwissenschaft
französische
(A)
und
frankophone
(B)
Kultur-
und
(A) Angelica RIEGER, „Zolas La bête humaine: Schrecken und Faszination der Technik als doublebind im naturalistischen Roman“, Romanistische Zeitschrift für Literaturgeschichte/Cahiers
d’Histoire des Littératures Romanes 30, 3-4 (2006), 261-280.
(A) Angelica RIEGER, „De Manette Salomon à Miss Sacripant: Le portrait androgyne des frères
Goncourt à Marcel Proust“, in: „Esta locura por los sueños“. Traumdiskurs und Intermedialität in
der romanischen Literatur- und Mediengeschichte. Festschrift für Volker Roloff, hg. v. Uta Felten
et al., Heidelberg: Winter 2006, 179-192.
(B) Angelica RIEGER, „Zwischen Emanzipation und Selbstentfremdung: Lektüre als konfliktives
Moment im narrativen Werk Gabrielle Roys“, Zeitschrift für Kanada-Studien 50, 1 (2007), 148165.
Forschungsschwerpunkte Intermedialität (A) und Interdisziplinarität (B)
(A) Angelica RIEGER, „El Diario de Frida Kahlo“, in: Intermedialidad e Hispanística, hg. von
Angelica Rieger, Frankfurt/M. et al.: Peter Lang 2004, 115-142.
(A) Gisela CASAÑAS, “’Visualidad’ narrada – narrativa visual: la escenificación ‘narrativa’ en la
película El lugar sin límites de Arturo Ripstein (basada en la novela homónima de José Donoso),
in: Efectos de sinergia (2009, s. 2.2.1), 205-219.
(A) Petra ROTTHOFF, „Pablo Neruda en el cine y la literatura. Entre el discurso amoroso y
político“, in: Efectos de sinergia (2009, s. 2.2.1), 183-204.
(B) Natalia GONZÁLEZ DE LA LLANA, “El simbolismo del espacio en The Green Ship de
Quentin
Blake”,
Espéculo
40
(2008/09):
http://www.ucm.es/info/especulo/
numero40/baverde.html.
29
(B) Natalia GONZÁLEZ DE LA LLANA, “Dios teme al hombre: el hombre teme su destino”, IV
Congreso de Ciencias de las Religiones de la SECR Milenio: Miedo y Religión, La Laguna
(Tenerife), 3-6 febrero 2000: http://www2.ull.es/congresos/conmirel/gondela1.html.
(B) Petra ROTTHOFF, „Die Hermandad und Casa-Hospicio de los Venerables Sacerdotes in Sevilla
in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts“, in: Held, Jutta (Hg.), Kirchliche Kultur und Kunst des
17. Jahrhunderts in Spanien, Frankfurt a. M. – Madrid 2004, 337-57.
DRITTMITTELPROJEKTE
Gesamtvolumen Drittmittel
€ 45.224
1.
DFG
€ 20.220
2.
DFJW/OFAJ
€ 21.404
3.
ProRWTH
€ 2.100
4.
ProSpanien
€ 1.500
ad 1) DFG-Zuschuss zur Ausrichtung des 2. Internationalen Kongresses der Association
internationale d’Études Occitanes (AIEO) in Aachen (24.-31.08.2008), L’Occitanie invitée de
l’Euregio. Liège 1981 – Aix-la-Chapelle 2008. Bilan et perspectives / Occitània convidada
d’Euregio. Lièja 1981 – Aquisgran 2008. Bilanç e amiras. Okzitanien zu Gast in der Euregio.
Lüttich 1981 – Aachen 2008. Bilanz und Perspektiven – Kongressbericht s.
http://www.romanistik.de/index.php?id=165undtx_ttnews[backPid]=99undtx_ttnews[tt_news]
=402undcHash=4549979c3d.
Weitere Sponsoren: Kreis Aachen, Casino Aachen, La Cigale, Getränketherme Fröhlig,
Kaiserbrunnen, Lambertz, RWTH Aachen, Schmetz am Dom, Shaker Verlag, Studentenwerk
Aachen, ZVAB; Publikation der Kongressakten in der Reihe ARA 3, 2009 (s. o. 2.2.2).
ad 2) und 3) Förderung des Deutsch-Französischen Jugendwerks und von ProRWTH zur
Durchführung des trinationalen Projekts „Création d’un bureau viruel“ – Austauschprogramm
2008 der Universitäten Aachen – Aix-en-Provence – Novosibirsk, s. http://www.fralliance.rwthaachen.de/index.php?id=22undL=1; weitere Ergebnisse: laufender Kooperationsvertrag mit der
Pedagogical University of Novosibirsk, Bewerbung der Studierenden mit dem Projekt um den
Jugendkarlspreis 2009.
ad 4) Förderung der Spanischen Regierung zur Publikation der Kongressakten der Sektion 12 des
Deutschen Hispanistentags 2007, Efectos de sinergia (2009, s.o. 2.2.1).
Andere Projekte
RWTH-Wissenschaftsnacht „5 vor 12“ (2006ff.)
Zu jeder Wissenschaftsnacht führt eine Gruppe von Studierenden der Romanistik unter meiner Leitung seit
2006 im Wechsel ein von den Besuchern der Wissenschaftsnacht immer sehr stark nachgefragtes
französisches oder spanisches Theaterstück als zweisprachige szenische Lesung in zwei Durchgängen auf:
Romanistik in der City: La Cuisine du poète
Zwei Mal im Jahr führe ich im Rahmen der Reihe „La cuisine du poète“ in Kooperation mit dem
Kulturbetrieb der Stadt Aachen, dem Deutsch-Französischen Kulturinstitut (DFKI) und Maurice de Boer
30
(Ratskeller Aachen) im Festsaal des Couven-Museums eine zweisprachige szenische Lesung aus dem Werk
berühmter französischer Dichter in Verbindung mit einem 4-Gänge-Menu durch. Sie wird eingeleitet von
einem wissenschaftlichen Vortrag über den jeweiligen Autor; die Lesetexte umfassen sowohl
Schlüsselstellen aus dessen Werk als auch direkt menübezogene Passagen. Das sehr erfolgreich gestartete,
stets ausgebuchte und auch von RWTH-KollegInnen frequentierte Projekt dient der Verbesserung der
Sichtbarkeit der RWTH/ Romanistik bei den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Aachen und der Region.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Fachgutachtertätigkeiten
Begutachtung von Projektanträgen: Humboldt-Stiftung
Begutachtung von Stipendienanträgen: DFG, DAAD, Friedrich-Ebert-Stiftung, Pädagogischer
Austauschdienst, Studienstiftung.
Mitgliedschaft in wissenschaftlichen Beiräten
seit 2002 Mitglied des Conseil d’administration der Association Internationale d’Études Occitanes.
1989-1997, seit 2007 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Mediävistenverbandes.
31
ROMANISCHE SPRACHWISSENSCHAFT
Simone Roggenbuck, Wolf Steinsieck, Vicente Ballero, Reyes Llopis García, Nina Ulrich
Es sei darauf verwiesen, daß das Lehr- und Forschungsgebiet Romanische Sprachwissenschaft
durch das Moratorium für die Romanistik von 2003 bis 2008 mit wechselnden Vertretungen besetzt
war. Die Professur wurde zum 12/2008 besetzt.
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:
•
•
•
•
•
Strukturalismus, Poststrukturalismus
Interdisziplinäre Wissenschaftsgeschichte
Medientheorie
Semiotik
Französische Renaissance
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Simone ROGGENBUCK: Die Wiederkehr der Bilder. Arboreszenz und Raster in der
interdisziplinären Geschichte der Sprachwissenschaft, Tübingen (Narr) 2005
Wie tragen Bilder dazu bei, Wissen zu ordnen und wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt zu
beeinflussen?
Korrelieren
Bildwechsel
mit
Paradigmenwechseln?
Ausgehend
von
wissenschaftstheoretischen Ansätzen sowie Theorien zu Metapher, Gestalt und "visual thinking" sowie in
Anlehnung an den amerikanischen Pragmatismus untersucht die Studie exemplarisch arboreszente und
rasterhafte Bilder in ihrem historischen und interdisziplinären Kontext. Berücksichtigte Disziplinen sind
Sprachwissenschaft, Philosophie, Biologie und Kunsttheorie. Der betrachtete Zeitraum spannt sich vom
Mittelalter bis in das 20. Jh. (mit Schwerpunkt 19./20. Jh.). Arboreszenz und Raster wurden als Beispiele
herausgegriffen, da sie über Jahrhunderte die Wissenskonstellationen verschiedener Disziplinen
dominieren, z.B. als genealogische und klassifikatorische Bäume, als Tafeln, als Koordinatensysteme usw.
Hauptthesen und -ergebnisse der Untersuchung sind: Visuelles Verstehen funktioniert wie metaphorisches
Verstehen als ein intuitiv-vorausgreifendes Verstehen (Peirce), das den Weg bahnt für wissenschaftlich
fundiertes Verstehen. – Arboreszenz und Raster folgen ähnlichen visuellen Prinzipien. Ihre Dominanz läßt
sich durch ihr Körperhaftigkeit, ihre Gestalteigenschaften sowiekulturelle Erfahrungen erklären. –
Historisch zeigt sich eine wechselweise Ablösung von Arboreszenz und Raster, wobei jede Ablösung einen
Paradigmenwechsel indiziert. Jede Wiederholung einer Bildform ist mit einer Reinterpretation verbunden
(z.B. klassifikatorische «Bäume» der Grammatik im 17. und 18. Jh.; genealogische Bäume im 19. Jh.;
«computing tree» und «grammar tree» im 20. Jh.). – Der Prozeß von Bildwiederholung und
-reinterpretation wird mehr oder weniger vom zeitgenössischen interdisziplinären Geflecht beeinflußt (z.B.
wird der «Sprachfamilien-Baum» des 19. Jh. beeinflußt von Evolutionstheorie und Monismus; die Gitter
des Strukturalismus z.B. bei Saussure korrespondieren mit analogen Entwicklungen in der Ökonomie und
der abstrakten Kunst).
Wolf STEINSIECK: La farce de Maître Pierre Pathelin/Die Farce des Maître Pierre Pathelin.
Zweisprachige Ausgabe, eingeleitet, übersetzt und kommentiert von W.S., Nachwort von Konrad
Schoell, Bonn (Romanistischer Verlag) 2004
32
Handbuchbeitrag
Simone ROGGENBUCK: «Ferdinand de Saussure», in: Kurt Röttgers/Thomas Bedorf (ed.), Die
französische Philosophie im 20. Jahrhundert. Ein Handbuch, Darmstadt (WBG) – Erscheinen war
für 2008 geplant, erscheint 2009
Aufsätze
Vicente BALLERO: «Visuelle Grammatik. Bildmetaphern bei Wortklassen», in: Andreas
Beyer/Markus Lohoff (ed.), Bild und Erkenntnis, München (Deutscher Kunstverlag) 2005: 372373.
Reyes LLOPIS GARCÍA: «La gramática en la enseñenza del E/LE: ¡Eso està hecho! Aprendiendo
el participio“, in: M.J. Fernández Colomer et al. (ed.), Actas del Foro de profesores de E/LE, vol.
1, Valencia 2005 (www.uv.es/foroele/1Llopis.pdf).
Reyes LLOPIS GARCÍA: „Input and output processing in second language acquisition. A case
study for the Spanish subjunctive“, in: 33rd International LAUD Symposium (Linguistic Agency,
University Duisburg-Essen), Conference Papers, Essen: 409-429.
Simone ROGGENBUCK: «Bild und Paradigma. Zur Bedeutung von Wissensbildern in Ökonomie,
Sprachwissenschaft und Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts», Deutsche Zeitschrift für
Philosophie 5 (2008): 745-768.
Simone ROGGENBUCK: «Romanistik und Medien. Plädoyer für eine verstärkte Medienreflexion
als Scharnier zwischen romanischer Literatur-, Kultur- und Sprachwissenschaft », Romanistische
Zeitschrift für Literaturgeschichte 32 (2008): 141-156.
Simone ROGGENBUCK: «De la différence à la téléprésence. Pour une tradition de Saussure à
Virilio»
(Beitrag
zum
Frankoromanistentag,
Sektion
Medienwissenschaft
und
Sprachwissenschaft, Halle September 2006; Kongreßakten im Druck).
Simone ROGGENBUCK: «Die genealogische Idee in der vergleichenden Sprachwissenschaft des
19. Jahrhunderts. Stufen, Stammbäume, Wellen», in: OhadParnes/Ulrike Vedder/Sigrid
Weigel/Stefan Willer (ed.), Generation. Zur Genealogie des Konzepts, Konzepte von Genealogie,
Paderborn (Fink) 2005: 289-314.
Nina ULRICH: «Deiktische Verhandlungsstrategien als face management – argentinische Politiker
in der Krise», in: Dagmar Schmelzer et. al. (ed.), Handeln und Verhandeln. Beiträge zum 22.
Forum Junge Romanistik (Regensburg 7.-10.6.2006), Bonn (Romanistischer Verlag) 2007: 367381.
Andere Projekte
Simone ROGGENBUCK/Vicente BALLERO: Introducción a la lingüística sincrónica. Projekt seit
2008, erscheint 2010 bei Narr, Tübingen, Reihe "Narr Studienbücher".
Einführung in die synchrone Sprachwissenschaft in spanischer Sprache - Inhalt: Semiotik,
Sprachfähigkeit, Sprache als System, Phonetik und Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik,
Pragmatik, Soziolinguistik.
33
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Preis «Beste Habilitationsschrift des Jahres 2004 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf»,
vergeben von den Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf e.V.
(dotiert mit 10.000 €) an Simone Roggenbuck für Die Wiederkehr der Bilder (s.o.).
DAAD-Forschungsstipendium an Nina Ulrich (1.750 €, Recherche für die Doktorarbeit in Buenos
Aires Februar/März 2006)
34
ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT
BERUFS- UND WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK
G. Minnameier
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
•
Psychologie der Entwicklung des moralischen Denkens
Didaktik der berufsethischen Erziehung
Kognitive Strukturgenese (sensu Piaget), insbes. zum Problem des Stufenübergangs
Inferentielle Lehr-Lern-Theorie (basierend auf Abduktion, Deduktion und Induktion)
Kompetenzentwicklung
Pädagogische Professionalität und Professionalisierung
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographie
G. MINNAMEIER: Wissen und inferentielles Denken – Zur Analyse und Gestaltung von LehrLern-Prozessen. Frankfurt/Main: Lang, 2005.
Wenn Wissen nicht lediglich „vorgefunden“, sondern vom erkennenden Subjekt „konstruiert“ wird, dann
muss es – ausgehend vom jeweiligen Vorwissen – „erschlossen“ werden. Das ist die zentrale These des
vorliegenden Buches. Sie führt weiter zu der Frage, wie die (Teil-)Prozesse der Wissenserschließung und
ihre Logizität zu rekonstruieren sind. Hierzu wird insbesondere auf die Erkenntnistheorie von Charles S.
Peirce und seine Differenzierung von „Abduktion“, „Deduktion“ und „Induktion“ zurück gegriffen. In
didaktischer Hinsicht wird damit eine systematische Rekonstruktion des Lernprozesses vorgelegt, wie sie
seit den Anfängen der Lehr-Lern-Forschung gefordert, aber nie entwickelt worden ist. Auf dieser Basis
lassen sich nicht nur Fragen des Wissenserwerbs und der Wissensanwendung, sondern auch Lehr-LernProzesse systematisch analysieren und gestalten, was anhand einschlägiger Beispiele gezeigt wird.
Herausgeberschaft
G. MINNAMEIER und E. WUTTKE: Berufs- und wirtschaftspädagogische Grundlagenforschung –
Lehr-Lern-Prozesse und Kompetenzdiagnostik: Festschrift für Klaus Beck. Frankfurt/Main: Lang
2006.
Bildungsreformen werden heute allenthalben propagiert und praktiziert, Modellversuche im großen Stil
durchgeführt, aber im allgemeinen Reformeifer kaum noch systematisch evaluiert. Problematisch bei all
dem ist, dass die Ursachen für erfolgreiche (bzw. erfolglose) Bildungsarbeit, die zentralen Zielkategorien
(insbes. Kompetenzen) und die zugrunde liegenden Lehr-Lern-Prozesse meist noch nicht hinreichend
erforscht und aufgeklärt worden sind. Im vorliegenden Band sind deshalb Beiträge zusammengefasst, die
auf eine Beseitigung dieser Defizite zielen, und zwar speziell im Hinblick auf berufs- und
wirtschaftspädagogische Problemstellungen. Dabei stehen Fragen begrifflichen Bestimmung, der
pädagogischen Vermittlung und der diagnostischen Erfassung berufsrelevanter Kompetenzen im
Vordergrund.
Begutachtete Aufsätze
G. MINNAMEIER: Peirce-Suit of Truth – Why inference to the best explanation and abduction
ought not to be confused. Erkenntnis, 60 (2004), 75-105.
36
G. MINNAMEIER: Ethics and Economics, Friends or Foes? An educational debate. Journal of
Moral Education, 33 (2004), 359-369.
G. MINNAMEIER: Wer Moral hat, hat die Qual, aber letztlich keine Wahl! – Homanns
(Wirtschafts)Ethik im Kontext der Wirtschaftsdidaktik. Zeitschrift für Berufs- und
Wirtschaftspädagogik, 101 (2005), 19-42.
G. MINNAMEIER: Developmental Progress in Ancient Greek Ethics. European Journal of
Developmental Psychology, 2 (2005), 71-99.
G. MINNAMEIER: Die historische Entwicklung ökonomischer Wertkonzeptionen in kognitivstruktureller Sicht – eine entwicklungstheoretische Analyse Zeitschrift für Berufs- und
Wirtschaftspädagogik, 101 (2005), 413-430.
G. MINNAMEIER: Zur Diagnose der Entwicklung moralischer Urteilskompetenz – Eine Analyse
am Beispiel eines angehenden Versicherungskaufmanns. In: P. Gonon, F. Klauser und R.
Nickolaus (Hrsg.): Bedingungen beruflicher Moralentwicklung und beruflichen Lernens.
Wiesbaden: VS-Verlag 2006, 35-49.
G. MINNAMEIER: Inferentielles Denken im Rechnungswesenunterricht – Eine Analyse von
Gruppenlernprozessen. In: P. Gonon, F. Klauser und R. Nickolaus (Hrsg.): Bedingungen
beruflicher Moralentwicklung und beruflichen Lernens. Wiesbaden: VS-Verlag 2006, 233-245.
G. MINNAMEIER: Den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben? – Die Theorie des impliziten
Wissens in der expliziten Kritik. Zeitschrift für Berufs- und Wirtschaftspädagogik, 103 (2007),
569-580.
G. MINNAMEIER: Zur empirischen Analyse des Umgangs mit Fehlern im wirtschaftskundlichen
Unterricht. In: K. Breuer, T. Deißinger und D. Münk (Hrsg.): Modernisierung der Berufsbildung –
Neue Forschungserträge und Perspektiven der Berufs- und Wirtschafspädagogik. Opladen: Verlag
Barbara Budrich 2008, 120-130.
G. MINNAMEIER und M. Link: Dem Fehler auf der Spur – Videobasierte Analyse von
Denkprozessen und –fehlern im kaufmännischen Unterricht. In: D. Münk, K. Breuer und T.
Deißinger (Hrsg.): Berufs- und Wirtschaftspädagogik – Probleme und Perspektiven aus nationaler
und internationaler Sicht: Neue Forschungserträge aus der Berufs- und Wirtschaftspädagogik.
Leverkusen: Verlag Barbara Budrich 2008, 134-143.
G. MINNAMEIER: Education for business ethics – Options and restrictions from a systematic
point of view. In: F. Oser und W. Veugelers (Hrsg.): Getting involved: Global citizenship
development and sources of moral values. Rotterdam: SensePublishers 2008, 371-381.
Nicht begutachtete Aufsätze
G. MINNAMEIER: Wie fruchtbar sind die Lernfelder? Wirtschaft und Erziehung, 56 (2004), 239246.
K. BECK und G. MINNAMEIER: Lehr-Lern-Forschung. In: H.-H. Krüger und C. Grunert (Hrsg.):
Wörterbuch Erziehungswissenschaft. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2004, 280285.
G. MINNAMEIER: Wissen und Können im Kontext inferentiellen Denkens. In: H. Heid und C.
Harteis (Hrsg.): Verwertbarkeit – ein Qualitätskriterium (erziehungs) wissenschaftlichen Wissens?
Wiesbaden: VS-Verlag für Sozialwissenschaften 2005, 183-203.
37
F. ACHTENHAGEN, K. BECK, M. BENDORF, A. FULLER, G. MINNAMEIER, W. J. NIJHOF,
L. UNWIN und K. D. WOLF: Berufserziehung als lebenslange Aufgabe/Vocational Education as
a Lifelong Learning Task. In: H. Merkens und R. Fatke (Hrsg.): Bildung über die Lebenszeit.
Wiesbaden: VS-Verlag 2006, 111-120.
G. MINNAMEIER: Aspekte von ‚Fachkompetenz’ – Kognitive Leistungen im Umgang mit Wissen.
In: G. Minnameier und E. Wuttke (Hrsg.): Berufs- und wirtschaftspädagogische
Grundlagenforschung – Lehr-Lern-Prozesse und Kompetenzdiagnostik: Festschrift für Klaus
Beck. Frankfurt/Main: Lang 2006, 391-405.
G. MINNAMEIER: „Aus Fehlern wird man klug“ – oder auch nicht? In: Gustav-StresemannWirtschaftsschule (Hrsg.): 100 Jahre Gustav-Stresemann-Wirtschaftsschule. Mainz 2007, 27-33.
G. MINNAMEIER: Achievements, Deficits and Prospects of Reforms in the English Vocational
Education and Training System – Critical Comments from an External Point of View. In: K. Beck
und F. Achtenhagen (Hrsg.): Vocational Education and Training in a Globalized World. Göttingen:
Seminar für Wirtschaftspädagogik der Georg-August-Universität Göttingen, Berichte: Bd. 29
2007, 57-69.
G. MINNAMEIER: Ethics and Economics, Friends or Foes? An educational debate
(Reprint of Nr. 13) In: T. A. Lucey und K. S. Cooter (Hrsg.): Financial Literacy for Children and
Youth. Athens, GA: DigitalTextbooks 2008, 508-522.
Rezensionen
G. MINNAMEIER: Wim J. Nijhof und Wil van Esch (Hrsg.): Unravelling Policy, Power, Process
and Performance – The Formative Evaluation of the Dutch Adult and Vocational Education Act:
[email protected] (Berufs- und Wirtschaftspädagogik – online), Rezension 4/04 ,22.09.2004, 5 S.
( http://www. bwpat. de/ rezensionen/ rezensionen. shtml).
G. MINNAMEIER: Fritz Oser und Maria Spychiger: Lernen ist schmerzhaft – zur Theorie des
negativen Wissens und zur Praxis der Fehlerkultur. Journal of Moral Education, 35/3 (2006), 410413.
Drittmittelprojekte
"Evaluation eines Sprachförderprogramms im Nordkreis Düren", gefördert die Regionale
Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien des Kreises
Düren, Evaluationsprojekt, 2007-2009, 4.000 €.
Evaluiert wird die Wirksamkeit einer Sprachfördermaßnahme Deutsch für Kinder und Jugendliche mit
Migrationshintergrund an drei Hauptschulen im Nordkreis Düren. Anhand von Sprachstandsmessungen
und anderer Daten werden Lernforschritte, Beteiligung und Akzeptanz erfasst. In der 9. und 10. Klasse
wird zusätzlich die Lesekompetenz im Hinblick auf das Kriterium der Ausbildungsfähigkeit ermittelt.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN (ABGESCHLOSSEN 2004-2008)
Anja ZWINGENBERGER: Die Wirksamkeit multimedialer Lernmaterialien: Kritische
Bestandaufnahme und Metaanalyse empirischer Evaluationsstudien. Betreuer: Michelsen, Arbeit
angenommen in der Reihe Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie des
Waxmann-Verlags.
38
DIDAKTIK DER SCHULISCHEN UND BERUFLICHEN BILDUNG IM
TECHNISCHEN BEREICH
Birgit Ziegler, Ludger Wedeking, Gabriela Kugler
Das Lehr- und Forschungsgebiet „Didaktik der schulischen und beruflichen Bildung im technischen
Bereich“ besteht seit 2004. Es wurde eingerichtet, um die Forschung und Lehre zu curricularen und
didaktischen Aspekten von Unterricht, Schule und Schulentwicklung sowie zur Didaktik der
beruflichen Aus- und Weiterbildung unter besonderer Berücksichtigung technischer Inhalte zu
stärken. Seit April 2008 wird das Lehr- und Forschungsgebiet von Univ.-Prof. Dr. phil. Birgit
Ziegler vertreten. Wissenschaftliche Mitarbeiter am LFG sind Dipl.-Gyml. Ludger Wedeking
(abgeordnet aus dem Schuldienst seit August 2004 bis Juli 2009) und Gabriela Kugler, M. A. (seit
April 2007).
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Professionalisierung und Sozialisation von Lehrer/innen
• Instruktionsansätze zur Vermittlung von Lernstrategien im schulischen Unterricht
• Lehren und Lernen mit Multimedia; Innovationstransfer im Bildungssystem
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Aufsätze (begutachtet)
Birgit ZIEGLER: Lesekompetenzförderung in der beruflichen Bildung (gemeinsam mit Cordula
Petsch, Tobias Gschwendtner, Stephan Abele, Reinhold Nickolaus). In: [email protected] Nr. 14, (2008), S.
1-19 (www.bwpat.de).
Birgit ZIEGLER: „Subjektive Theorien“ und didaktisches Handeln – Forschungsaktivitäten und
Befunde zu Lehrenden in der beruflichen Bildung. In: Zeitschrift für Berufs- und
Wirtschaftspädagogik, 102 Bd. Heft 4 (2006), S. 525-551.
Birgit ZIEGLER: Möglichkeiten und Grenzen der Lesekompetenzentwicklung durch kurzfristige
Interventionen: Eine Frage des Adressatenkreises? (gemeinsam mit Tobias Gschwendtner) In:
Gonon, Ph.; Klauser, F.; Nickolaus, R. (Hrsg.): Kompetenz, Qualifikation und Weiterbildung im
Berufsleben. Opladen: Verlag Barbara Budrich 2006, S. 55-68 .
Birgit ZIEGLER: Der Lernerfolg schwächerer Schüler in der beruflichen Ausbildung im Kontext
methodischer Entscheidungen. (gemeinsam mit R. Nickolaus) In: Gonon, Ph.; Huisinga, R.;
Nickolaus, R.; Klauser, F. (Hrsg.): Birgit Ziegler: Kompetenz, Kognition und neue Konzepte in
der beruflichen Bildung. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2005, S. 161-175.
Handbuchartikel
Birgit ZIEGLER: Lehrerbildung als Sozialisationsprozess. In: Nickolaus, R.; Pätzold, G.; Reinisch,
H.; Tramm, T. (Hrsg.): Handbuch Berufs- und Wirtschaftspädagogik. Bad Heilbrunn: Klinkhardt
(im Druck).
Aufsätze
39
Birgit ZIEGLER: Transferkonzepte, Transferprozesse und Transfereffekte ausgewählter Modellund Schulversuchsprogramme. Expertise I zum Transferforschungsprogramm (gemeinsam mit
Marcus Abel, Renate Aheimer, Carmen Eccard und Reinhold Nickolaus). In: Nickolaus, Reinhold;
Gräsel, Cornelia: Innovation und Transfer – Expertisen zur Transferforschung. Baltmannsweiler:
Schneider Verlag Hohengehren 2006, S. 5- 440.
Monographie
Birgit ZIEGLER: Professionalisierung im Studium – Anspruch und Wirklichkeit. Aachen: Shaker
Verlag 2004.
Publikationen Mitarbeiter
Ludger WEDEKING: Untersuchungen zur Wirksamkeit des Einsatzes eines didaktischen Tools bei
der Erstellung multimedialer Lernseiten. Posterpräsentation auf der 12th Biennial Conference for
Research on Learning and Instruction mit dem Titel “Developing Potentials for Learning“ am
29.8.2007 in Budapest.
Drittmittelprojekte
Die Förderung von Lesekompetenz in beruflichen Schulen mittels „Reciprocal Teaching“
(Kooperationsprojekt Universität Stuttgart/RWTH Aachen); Förderer: DFG; Art der Förderung:
Projektförderung; Bewilligungszeitraum: 09/2008 – 08/2010; Bewilligungssumme: € 165.000.-,
davon € 73.400.- RWTH Aachen
Interventionsstudien deuten große Potenziale von Lesestrategieinstruktionen für die Förderung des
Leseverstehens an. Hervorgehoben wird in diesem Kontext besonders der auf Palincsar und Brown (1984)
zurückgehende Interventionsansatz Reciprocal Teaching. Die Frage nach dessen Übertragbarkeit in den
berufsschulischen Kontext ist noch weitgehend offen. Ungeklärt sind ebenfalls Bedingungen für die
Umsetzung seitens der Lehrpersonen sowie des Klassenkontextes in verschiedenen Schularten. Über ein
Schuljahr hinweg wird untersucht, inwieweit es gelingt, unter den Bedingungen des beruflichen
Schulwesens die Befunde zahlreicher Interventionsstudien zu replizieren. Untersucht werden primär
Effekte des Ansatzes auf die Lesekompetenz- und Motivationsentwicklung.
Andere Projekte
Unihits für Kids (seit dem Schuljahr 2005/06)
Im Rahmen des Projekts „Unihits für Kids“ erhalten Schülerinnen und Schüler der vierten bis sechsten
Klassenstufe die Möglichkeit ein natur- und ingenieurswissenschaftlichen Hochschulinstitut zu besuchen.
Der Besuch ist als Erlebnistag organsiert. Dazu werden die Klassen an der Schule inhaltliche auf den
Besuch vorbereitet und während des Besuchs am Institut durchgängig betreut. Im Rahmen von
Lehrveranstaltungen und Praktika sind Lehramtsstudierende in die Konzeption und Durchführung der
Besuche eingebunden. Das Interesse der Schulen nimmt ständig zu, die Nachfrage übersteigt das Angebot.
Im Schuljahr 2007/08 besuchten 36 Schulklassen (988 Schülerinnen und Schüler) einzelne
Hochschulinstitute an der RWTH. Bisher wurden die Besuche formativ evaluiert. Es ist geplant das Projekt
in eine Studie zur Interessensentwicklung einzubinden.
40
Zugehörige Publikationen
Ludger WEDEKING: UNIHITS FÜR KIDS – Hier experimentierst DU.
(Broschüre als Beigabe für Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch an der RWTH)
41
SCHULPÄDAGOGIK UND EMPIRISCHE BILDUNGSFORSCHUNG
Marold Wosnitza, Alexandra Imgrund-Withöft, Karen Kimmel
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Motivation und Emotion
• Kooperatives Lernen
• Soziale und kulturelle Dimensionen des Lernens
• Lehr-Lern-Prozesse
• Internationalisierung des Hochschulwesens
• Lernumwelt Hochschule
• Hilfesucheverhalten
• Pädagogische Diagnostik
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographie
M. WOSNITZA, Lernumwelt Hochschule und akademisches Lernen. Die subjektive Wahrnehmung
sozialer, formaler und materiell-physischer Aspekte der Hochschule als Lernumwelt und ihre
Bedeutung für das akademische Lernen. Landau 2007.
Die deutsche Hochschule steht heute einer Vielzahl von Herausforderungen gegenüber, die nicht nur auf
bildungspolitischer Ebene, sondern auch in der Öffentlichkeit selten so intensiv diskutiert wurden: Sei dies
die Diskussion um die Qualität der Hochschule, die Diskussion um die Einführung und das Modell von
Studiengebühren, die Diskussion um die Entstehung eines europäischen Hochschulraums unter dem
Schlagwort „Bologna-Deklaration“ oder die Diskussion um die politische Zuständigkeit von Bund und
Ländern in Fragen der Hochschulpolitik. All diese Entwicklungen haben Einfluss oder werden Einfluss
haben, nicht nur auf die Strukturen der Hochschule, sondern auch auf das akademische Lernen. Insgesamt
wird deutlich– und das zeigen auch eine Vielzahl empirischer Befunde, auf die im Rahmen dieser Arbeit
eingegangen wird– dass die Lernumwelt ein entscheidender Faktor für das akademische Lernen zu sein
scheint. Im Rahmen dieser Arbeit wird deshalb dieses komplexe Phänomen einer
erziehungswissenschaftlichen Auseinandersetzung unterzogen. Zentral sind dabei die folgenden zwei
übergeordneten Fragestellungen: a) Welche Lernumweltfaktoren sind von zentraler Bedeutung? b) Wie
wirken diese Lernumweltfaktoren auf das akademische Lernen? Zur Analyse dieser Fragestellungen wird
eine dreiperspektivische Zugangsweise gewählt: Erstens ein bildungspolitischer und historischer, zweitens
ein theoretischer und drittens ein empirischer Zugang.
Herausgeberwerk
M. WOSNITZA und R. S. JÄGER (Hrsg.), Daten erfassen, auswerten und präsentieren – aber wie?
Eine elementare Einführung in sozialwissenschaftliche Forschungsmethoden, Statistik und
computerunterstützte Datenanalyse (4. vollst. veränd. u. erw. Auflage). Landau 2006.
Der Erfassung und Auswertung sozialwissenschaftlicher Daten kommt im Zuge des aktuellen
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels eine immer größere Bedeutung zu. Ohne eine qualitativ
hochwertige Datenlage können und dürfen finanzintensive Entscheidungen nicht mehr getroffen werden.
42
Notwendiger denn je ist außerdem die Überprüfung getroffener Entscheidungen. Daten erfassen,
auswerten und präsentieren – aber wie? hilft, die Scheu vor sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden
und Statistik abzubauen. Im Einzelnen werden folgende Themen behandelt: Überblick über die gängigen
Forschungsmethoden (Beobachtung, Befragung, Experiment, Soziometrie und Inhaltsanalyse),
Durchführung von Befragungen (mit einem Musterfragebogen), Formen der Stichprobenziehung,
elementare statistische Verfahren zur Auswertung von Daten, Auswertung mit den Statistikpaketen SPSS
und STATISTICA, Formen der Ergebnispräsentation sowie die Foliengestaltung mit POWERPOINT.
M. WOSNITZA, A. FREY und R. S. JÄGER (Hrsg.), Lernprozess, Lernumgebung und
Lerndiagnostik. Wissenschaftliche Beiträge zum Lernen im 21. Jahrhundert. Landau 2004.
Die aktuelle bildungspolitische Diskussion zeigt, wie wichtig eine zukunftsweisende Auseinandersetzung
mit dem Thema Lernen ist. In diesem Buch haben die Herausgeber 30 Beiträge von Wissenschaftlern aus
acht Ländern zusammengestellt, die sich mit diesem Thema befassen. Dabei werden vier Themenkomplexe
angesprochen. Erstens findet eine theoretische und bildungspolitische Auseinandersetzung mit den Fragen
des Lernens und den Anforderungen an ein Bildungssystem statt. Zweitens wird auf den individuellen
Lernprozess und seine bedingenden Faktoren eingegangen. Im dritten Teil des Buches steht die
Lernumwelt im Mittelpunkt der Auseinandersetzung und im abschließenden vierten Teil geht es um die
Lerndiagnostik und die Evaluation
Zeitschriften- und Buchbeiträge
S. BELTMAN und M. WOSNITZA, “You are getting too old, find a man and marry”: Social
Aspects of Motivation to Choose Teacher Education. Australian Journal of Educational &
Developmental Psychology, 8 (2008), 49-63.
M. WOSNITZA und B. EUGSTER, Die Projektmethode – eine lernerzentrierte Betrachtung?
Perspektiven zur pädagogischen Professionalisierung, 70 (2006), 5-11.
K. KIMMEL und M. WOSNITZA, Ausländische Studierende an deutschen Hochschulen. Gründe
für ein Studium in Deutschland. Das Hochschulwesen, 54(6) (2006), 190-195.
M. WOSNITZA, T. JÄGER und S. KOLBE, Computerunterstützte Auswertung von Daten mit
SPSS oder Statistica. In: M. Wosnitza & R. S. Jäger (Hrsg.), Daten erfassen, auswerten und
präsentieren – aber wie? (4. vollst. überarb. u. erw. Auflage, S. 100-153). Landau 2006.
M. WOSNITZA und S. VOLET, Origin, direction and impact of emotions in social online learning.
Learning and Instruction, 15(5) (2005), 449-464.
K. BREUER und M. WOSNITZA, Befähigung zur Selbstregulation in der Entwicklung während
der Ausbildung. In M. Pilz (Hrsg.), Sozialkompetenzen zwischen theoretischer Fundierung und
pragmatischer Umsetzung, (S. 47-60). Bielefeld 2004.
S. VOLET und M. WOSNITZA, Social affordances and students’ engagement in cross-national
online learning: An exploratory study. Journal of Research in International Education, 3(1) (2004),
5-29.
M. WOSNITZA, The Mediating Role of the Perceived Learning Environment for the Self-Direction
in Learning. In M. Wosnitza, A. Frey & R. S. Jäger (Hrsg.), Lernprozess, Lernumgebung und
Lerndiagnostik. Wissenschaftliche Beiträge zum Lernen im 21. Jahrhundert (S. 306-319). Landau
2004.
Mitherausgeberschaft
43
Zeitschriften
• Empirische Pädagogik – Mitherausgeber
• Learning & Instruction – Assitant Editor bis 2005 (Amsterdam: Elsevier)
Buchreihen
• Forschung, Methoden und Statistik – Reihenmitherausgeber (Landau: VEP)
• New Perspectives on Learning and Instruction – Advisory Board (Florence: Routledge).
Tagungsbeiträge
Vorträge
M. WOSNITZA und S. VOLET (2008): Group Heterogeneity and Homogeneity in personal goals
in Social Learning Contexts: Impact on individual appraisals. (11th International Conference on
Motivation, Turku, Finland).
K. KIMMEL und S. VOLET (2008): Tracing dynamics of university students' group work
appraisals within and across learning contexts. (11th International Conference on Motivation,
Turku, Finland).
M. WOSNITZA und S. VOLET (2007): A Framework for Personal Goals in Social Learning
Contexts (EARLI Conference, Budapest, Hungary).
S. BELTMAN und M. WOSNITZA (2006): “She told me that it is well worth it.” The role of others
in the motivation to become a teacher. (10th International Conference on Motivation, Landau,
Germany).
M. WOSNITZA (2005): The influence of environmental conditions on the development of
emotions. A case study (EARLI Conference, 2005, Nicosia, Cyprus).
M. WOSNITZA und K. BREUER (2004): Befähigung zur Selbstregulation in der Entwicklung
während der Ausbildung (DGFE – Tagung, Zürich, Schweiz).
M. WOSNITZA und S. VOLET (2004): Social and affective dimensions in cross-national online
learning: Teachers' multiple roles and challenges (9th International Conference on Motivation,
Lisbon, Portugal).
Organisation und Leitung von Symposien
M. WOSNITZA und D. LEWALTER (2008): Levels of Contextual Analysis in Social Influences on
Motivation. Symposium at the 11th International Conference on Motivation. Turku, Finland.
M. WOSNITZA und S. KARABENICK (2007): On the Dynamic Interplay of Motivation Theory
and Research Methodology. SIG Motivation and Emotion Invited Symposium at the Conference
of the European Association for Research on Learning and Instruction. Budapest, Hungary.
44
M. WOSNITZA und D. LEWALTER (2007): Motivation in Context. Theoretical and
Methodological Challenges. Symposium at the Conference of the European Association for
Research on Learning and Instruction. Budapest, Hungary.
M. WOSNITZA und D. LEWALTER (2005): Challenges in contextually-oriented research on
motivation: How to conceptualise and measure the situated dimension of motivation? Symposium
at the Conference of the European Association for Research on Learning and Instruction. Nicosia,
Cyprus.
S. VOLET und M. WOSNITZA (2005): Development of motivation and emotion in the course of
the learning process. SIG Motivation and Emotion Invited Symposium at the Conference of the
European Association for Research on Learning and Instruction. Nicosia, Cyprus.
DRITTMITTELPROJEKTE
2000-2004: ABB-Lernzentren Schweiz: “Evaluation des neuen Ausbildungskonzepts der ABBLernzentren Schweiz” – 40.000 Euro (zusammen mit Peter Nenniger (Unversität Koblenz
Landau), Klaus Breuer (Universität Mainz) und Balthasar Eugster (ETH Zürich))
2005-2006: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung Rheinland-Pfalz:
“Kooperatives Lernen in der Hochschule” – 6.000 Euro (zusammen mit Peter Nenniger
(Universität Koblenz-Landau).
2008-2010: Australian Learning and Teaching Council: „Keeping Cool: Embedding Resiliency in
Initial Teacher Education Curriculum“ – 150.000 Euro (zusammen mit Caroline Mansfield, Anne
Price, Andrew McConney (Murdoch University))
Gutachtertätigkeiten
Zeitschriften
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Learning and Instruction
European Psychologist
British Journal of Educational Psychology
Empirische Pädagogik
International Journal of Educational Research
Educational Research Review
Issues in Educational Research
Psychologie in Erziehung und Unterricht
Australian Journal of Educational and Developmental Psychology
45
Tagungen
•
•
•
•
International Conference on Motivation
EARLI (European Association for Research on Learning and Instruction)
JURE (Network for the Junior Researchers of EARLI)
International Congress of Applied Psychology
Institutionen/Preise
•
•
•
•
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung
Deutscher Innovationspreis für nachhaltige Bildung
Student Research Excellence Award EARLI SIG Motivation and Emotion
Sonstiges
• Coordinator der Special Interest Group Motivation and Emotion der European Association for
Research on Learning and Instruction (2003-2007).
• Co-Organisator und Program Chair der 10th International Conference on Motivation (2006,
Landau, Germany)
• Co-Organisator der 1st Sommerschool on Motivation (2006, Landau, Germany).
• Member of the Scientific Committee der 9th International Conference on Motivation (Lisbon,
Portugal)
• Member of the Scientific Committee der 11th International Conference on Motivation (2008,
Turku, Finland)
46
GERMANISTISCHE UND ALLGEMEINE
LITERATURWISSENSCHAFT
GERMANISTISCHE MEDIÄVISTIK
Thomas Bein
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
•
Lyrik des Hochmittelalters
Walther von der Vogelweide
Editionswissenschaft (Theorie und Praxis)
Fachgeschichte
Hochschuldidaktik
Philologie und Neue Medien
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Thomas BEIN: Germanistische Mediävistik. Eine Einführung. 2. Aufl. Berlin 2005( Grundlagen der
Germanistik Bd. 35).
Eine Einführung in das Teilfach ÄDL der Germanistik; gibt literaturwissenschaftliche und –historische
Überblicke, vermittelt Methoden und Techniken literaturwissenschaftlicher Arbeit.
Thomas BEIN: Textkritik. Eine Einführung in Grundlagen germanistisch-mediävistischer
Editionswissenschaft. Lehrbuch mit Übungsteil. Frankfurt/M. [usw.] 2008.
Ein Lehrbuch mit stark didaktischer Ausrichtung: Einführung in editionswissenschaftliches Arbeiten;
Geschichte des Editionswesens; aktuelle Tendenzen.
Herausgegebene Bücher
Thomas BEIN (Hrsg.): Walther verstehen - Walther vermitteln. Neue Lektüren und didaktische
Überlegungen. Frankfurt/M. Usw. 2004.
Thomas BEIN (Hrsg.): Der mittelalterliche und der neuzeitliche Walther. Beiträge zu Motivik,
Poetik, Überlieferungsgeschichte und Rezeption. Frankfurt/M. Usw. 2007.
Aufsätze
Thomas BEIN:`die ächte [email protected] Über mittelalterliche Texte und ihre Konstitutionen (am Beispiel
Walthers von der Vogelweide). In: Text. Kritische Beiträge 9, 2004, 47-63.
Thomas BEIN:`echt [email protected]: Zwei Jahrhunderte Klassiker Geschichte. Zum Wandel der TextKritik in der Walther von der Vogelweide Philologie. In: editio 18, 2004, 69-88.
Thomas BEIN: Walther von der Vogelweide. Schul- und hochschuldidaktische Materialien zur
Überlieferungs- und Editionsgeschichte. In: Walther verstehen - Walther vermitteln. Neue
Lektüren und didaktische Überlegungen. Hg. von Thomas Bein. Frankfurt/M. [usw.] 2004, 57-81.
48
Thomas BEIN: Walther edieren - zwischen Handschriftennähe und Rekonstruktion. In: Deutsche
Texte des Mittelalters zwischen Handschriftennähe und Rekonstruktion. Berliner Fachtagung 1. 3.
April 2004. Hg. von Martin J. Schubert. Tübingen 2005, 133 142.
Thomas BEIN: Autor - Autorisation - Authentizität. Mediävistische Anmerkungen zur
Begrifflichkeit. In: Autor - Autorisation - Authentizität. Beiträge der Internationalen Fachtagung
der Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition in Verbindung mit der Arbeitsgemeinschaft
philosophischer Editionen und der Fachgruppe Freie Forschungsinstitute in der Gesellschaft für
Musikforschung, Aachen, 20. bis 23. Februar 2002. Hg. von Thomas Bein, Rüdiger Nutt-Kofoth
und Bodo Plachta. Tübingen 2004, 17-24.
Thomas BEIN: Überlegungen zur 15. Auflage der Lachmann-Cormeauschen Walther-Ausgabe. In:
Der achthundertjährige Pelzrock. Walther von der Vogelweide –
Thomas BEIN: Wolfger von Erla - Zeiselmauer. Vorträge gehalten am Walther-Symposion der
Österreichischen Akademie der Wissenschaften vom 24. bis 27. September 2003 in Zeiselmauer
(Niederösterreich). Hg. von Helmut Birkhan unter Mitwirkung von Ann Cotten. Wien 2005, 1524.
Thomas BEIN: Fachliteratur im Rhein-Maas-Raum. In: Helmut Tervooren: Van der Masen tot op
den Rijn. Ein Handbuch zur Geschichte der mittelalterlichen volkssprachlichen Literatur im Raum
von Rhein und Maas. Unter Mitarbeit von Carola Kirschner und Johannes Spicker. Berlin 2005, S.
285-296.
Thomas BEIN: Altgermanistik im künftigen akademischen Unterricht. In: Jahrbuch der Oswald von
Wolkenstein-Gesellschaft. Hg. von Sieglinde Hartmann und Ulrich Müller.
Band 15.
Frankfurt/M. 2005, S. 129-142.
Thomas BEIN: Editions de textes médiévaux allemands en Allemagne, l'exemple de Walther von
der Vogelweide. In: Pratiques Philologiques en Europe. Actes de la journée d'étude organisée à
l'Ecole des chartes le 23 septembre 2005, réunis et présentés par Frédéric Duval. Paris 2006, 2136.
Thomas BEIN: Varianten in der Walther Überlieferung: Deutung und Dokumentation.
Überlegungen am Beispiel von Ton 20. In: Thomas Bein (Hrsg.): Der mittelalterliche und der
neuzeitliche Walther. Beiträge zu Motivik, Poetik, Überlieferungsgeschichte und Rezeption.
Frankfurt/M. 2007, S. 263-286.
Thomas BEIN: Die Herkulesarbeiten der Philologie. Perspektiven der Germanistischen
Mediävistik. In: Die Herkulesarbeiten der Philologie. Hg. von Sophie Bertho und Bodo Plachta.
Berlin 2008, S. 97-122.
Thomas BEIN: Zum Verhältnis von Autor-Text und Redaktor- (bzw. Schreiber-) Text in
mittelhochdeutschen Lyrikhandschriften. In: Autoren und Redaktoren als Editoren. […] Hg. von
Jochen Golz und Manfred Koltes. Tübingen 2008, S. 3-17.
Thomas BEIN: Walther von der Vogelweide and Early-Nineteenth-Century Learning. In: Editing
the Nation’s Memory: Textual Scholarship and Nation-Building in Nineteenth-Century Europe.
Edited by Dirk van Hulle and Joep Leersen. Amsterdam, New York 2008, S. 241-254.
Reihenherausgeber:
Walther-Studien. Frankfurt/M., Berlin [usw.] [Peter Lang Verlag; 2-Jahres-Sammelschrift] Kultur,
Wissenschaft, Literatur. Beiträge zur Mittelalterforschung Frankfurt/M., Berlin [usw.][Peter Lang
Verlag].
49
Publikationen Mitarbeiter
Elmar Willemsen: Walther von der Vogelweide. Untersuchungen zur Varianz in der
Liedüberlieferung. 2006.
DRITTMITTELPROJEKTE
Thomas Bein zusammen mit Hans Otto Horch: Wissenstransfer im Deutschunterricht. DenkwerkProjekt der Robert Bosch – Stiftung. Geldförderung: Infrastruktur; Vorträge, Medien.
Bewilligungszeitraum: 2008-2010. Bewilligungssumme: 37.000.Das Problem des Wissenstransfers im Deutschunterricht lässt sich exemplarisch am Phänomen der:
Textkomplexität behandeln – eine Herausforderung seit je für die Lehrerinnen und Lehrer und theoretisch
immer schon durch den hermeneutischen Zirkel präsent. Es geht darum, ein schrittweise vertiefendes
Verstehen durch Erweiterung der herangezogenen engeren und weiteren Kontexte zu induzieren und die
Ergebnisse kontrolliert zu überprüfen. Bezüglich dieser Fragestellung lässt sich allerdings eine sich seit
Jahren erweiternde Kluft zwischen Hochschule und Schule konstatieren: in aller Regel wird von der
Hochschule aus die fachliche Seite bestimmt, die Schule gilt hier (bestenfalls) als Adressat von
Fortbildungsmaßnahmen in einem Einbahn-Verfahren. Das vorgeschlagene Projekt soll dies ändern,
indem über bisher vernachlässigte Themen (deutsch-jüdische Literatur seit dem 18. Jahrhundert,
mittelalterliche Fachliteratur) ein enges Netzwerk zwischen Schule und Hochschule geschaffen wird.
Indem Vermittlungsprozesse in Schule wie Hochschule analysiert und Folgerungen für die Schul- bzw.
Hochschuldidaktik daraus gezogen werden, bietet sich die Chance auf neue Einsichten für den
Wissenstransfer – ein kleiner Beitrag zu den neuerdings ins Blickfeld der Literatur- wie
Sprachwissenschaften geratenden Transferwissenschaften, die sich als fruchtbar für die Verbesserung der
didaktischen Theorie und Praxis erweisen könnten.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN (ABGESCHLOSSEN 2004-2008)
Elmar WILLEMSEN: Walther von der Vogelweide. Untersuchungen zur Varianz in der
Liedüberlieferung. 2006
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Fachgutachter bei der ‚Zeitschrift für Deutsche Philologie‘ (peer review)
Vorsitzender der Mittelalterkommission in der ‚Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition‘
50
ÄLTERE DEUTSCHE LITERATUR
Silvia Schmitz, Thomas Neukirchen, Rachel Raumann
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Mittelhochdeutsche Epik des Hoch- und Spätmittelalters
Lyrik des Hochmittelalters
Die deutsche Literatur der Frühen Neuzeit
französisch-deutsche Literaturbeziehungen
mittelalterliche und frühneuzeitliche Literaturtheorie
Editionsphilologie
Historizität mittelalterlicher Epik
Fiktionalität mittelalterlicher Epik
Wolfram von Eschenbach-Rezeption
Albrechts 'Jüngerer Titurel'
Ulrich Füetrers 'Buch der Abenteuer'
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographie
Silvia SCHMITZ: Die Poetik der Adaptation. Literarische inventio im 'Eneas' Heinrichs von
Veldeke. Tübingen: Niemeyer 2007 (Hermaea 113).
Die Studie gewährt Einblick in die Schaffensweise hochmittelalterlicher deutscher Romanautoren, die in
der Regel Bearbeiter französischer Quellen sind. Am Beispiel Heinrichs von Veldeke, der schon den
Zeitgenossen als Pionier galt, wird gezeigt, daß bei der Adaptation rhetorisch-poetische Schulprinzipien
wirksam werden, denen die gelehrten Autoren habituell verhaftet sind. Dies schränkt ihren dichterischen
Freiraum ein und befördert doch auch ihre Kreativität, denn gerade die Beherrschung des regelgerechten
poetischen Instrumentariums ermöglicht ihnen die Hervorbringung großer Dichtungen.
Lexikonartikel
Silvia SCHMITZ: Teilartikel 'Roman' (Mittelalter: 12. und 13. Jahrhundert). In: Historisches
Wörterbuch der Rhetorik. Hrsg. von Gert Ueding. Bd. 8. Tübingen: Niemeyer 2007. Sp. 276-282.
Rezension
Silvia SCHMITZ: Haiko Wandhoff: Ekphrasis. Kunstbeschreibungen und virtuelle Räume in der
Literatur des Mittelalters. Berlin, New York: De Gruyter 2003 (Trends in Medieval Philology 3).
In: ZfdA 133 (2004). S. 385-392.
51
Monographie
Thomas NEUKIRCHEN: Die ganze aventiure und ihre lere. Der 'Jüngere Titurel' Albrechts als
Kritik und Vervollkommnung des 'Parzival' Wolframs von Eschenbach. Heidelberg 2006 (Beihefte
zum Euphorion, Heft 52).
Die Studie legt dar, daß Albrecht als Kritiker Wolframs von Eschenbach und selbstbewußter Epiker
verstanden werden muß, der die aus seiner Sicht erzählerischen und ethischen Defekte des 'Parzival'
bloßstellt und korrigiert. Dabei wird immer wieder die Schwierigkeit aufgezeigt, moralische und ethische
Lehren zu vermitteln bzw. zu verstehen. In diesem Kontext bietet Albrecht fiktionale volkssprachliche
Dichtung als hermeneutische Form ebensolcher auslegungsbedürftigen Lehren an.
Herausgeberschaft
Konrad von Würzburg: 'Pantaleon'. Bereinigter diplomatischer Abdruck und Übersetzung. Hrsg.,
übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Thomas NEUKIRCHEN. Berlin: Erich Schmidt
Verlag, 2008 (Texte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit, Bd. 45).
Konrads von Würzburg auf eine lateinische Fassung zurückgehende mittelhochdeutsche Legende vom
Heiligen Pantaleon wird in dieser Ausgabe das erste Mal in einer diplomatischen Edition mitsamt einer
neuhochdeutschen Übersetzung vorgelegt. Im edierten mittelhochdeutschen Ausgangstext werden die
Mundart sowie die Eigen- und Fremdartigkeit der mittelalterlichen Handschrift bewahrt. Ein
grammatischer Kommentar erschließt die wesentlichen niederalemannischen Besonderheiten, ein
ausführliches Nachwort führt in die Tradition der Pantaleon-Legende und ihre Rezeption im
deutschsprachigen Mittelalter sowie in der neuzeitlichen Editionsphilologie ein.
Lexikonartikel
Thomas NEUKIRCHEN: Albrecht, Verfasser des 'Jüngeren Titurel'. In: Killy Literaturlexikon.
Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraumes. Bd. 1: A-Blu. Begr. v. Walther Killy.
Hrsg. von Wilhelm Kühlmann. 2., vollst. überarb. Aufl. Berlin 2008, S. 75-78.
DRITTMITTELPROJEKTE
Thomas NEUKIRCHEN: Die ganze aventiure und ihre lere. Der 'Jüngere Titurel' Albrechts als
Kritik und Vervollkommnung des 'Parzival' Wolframs von Eschenbach. Heidelberg 2006 (Beihefte
zum Euphorion, Heft 52). Förderer: DFG. Art der Förderung: Druckkostenzuschuß für die
Habilitationsschrift. Bewilligungszeitraum: 2006. Bewilligungssumme 2600,- Euro.
Aus den Drittmitteln erwachsene Publikationen: Die ganze aventiure und ihre lere. Der 'Jüngere Titurel'
Albrechts als Kritik und Vervollkommnung des 'Parzival' Wolframs von Eschenbach. Heidelberg 2006
(Beihefte zum Euphorion, Heft 52).
Andere Projekte
Silvia SCHMITZ: Kreativität und Wiederholung. Zur Genese literarischer Neuschöpfungen im
europäischen Hochmittelalter
Bis heute wird Kreativität in Forschungen zur älteren deutschen Literatur mehr oder weniger deutlich im
Rekurs auf genieästhetische Bestimmungen des Schöpferischen erfaßt. Dem möchte die Studie
entgegenwirken, indem sie Kreativität an Wiederholungsakte knüpft. In der europäischen Vormoderne
dominieren Wiederholungshandlungen gesellschaftsprägende Prozesse. Dieser kulturhistorischen
52
Dominanz entsprechend können vielfältige dichterische Akte der Wiederholung ausgemacht werden: Nicht
nur lassen sich Adaptationen einer schriftlichen Quelle als Wiederholungen identifizieren, vielmehr auch
Übernahmen vorgegebener literarischer Modelle poetischen Schaffens. Indem Autoren Vorlagen
bearbeiten und vorgängige Muster einer Aneignung dichterischer Verfahren vorbildhafter poetae
reproduzieren, entsteht Neues bei und durch Wiederholung. Die Spannbreite solcher Neuschöpfungen
umfaßt kleinere Neuakzentuierungen eines vorab dargestellten Stoffes ebenso wie neue
Gesamtkonzeptionen eines Werkes. Unter Einbeziehung der klassischen Antike, hier repräsentiert durch
Vergils Umgang mit Homer, und vorausschauend auf spätere Errungenschaften, hier repräsentiert durch
Dante im Vergleich mit Vergil, werden literarische Neuschöpfungen und Aspekte ihrer Genese vornehmlich
bei Epikern der sogenannten mittelhochdeutschen Klassik ausgemacht, weil sie schöpferische Verfahren
vorbilden, von denen spätere deutschsprachige Autoren profitieren.
Zugehörige Publikationen
Silvia SCHMITZ: „Omnia vincit Amor“. Gottfrieds „Tristan“ im Vergleich mit dem Fragment von
Carlisle. Im Druck.
Weitere Publikationen in Vorbereitung
Thomas NEUKIRCHEN: Forschungsprojekt zu verschiedenen reformatorischen Texten, die
allesamt gegen den Franziskaner Thomas Murner gerichtet sind, und zu den deutschsprachigen
Texten Thomas Murners.
Edition, Übersetzung und Kommentar des ' Karsthans': Thomas Murners "Hans Karst" und seine
Wirkung in fünf Texten der Reformationszeit: 'Karsthans' (1521), 'Gesprech Büechlin Neüw
Karsthans' (1521), 'Göttliche Mühle' (1521), Johannes Locher: 'Sendbrief an einen Karsthans'
(1524), Pamphilus Gengenbach: 'Novella' (ca. 1523).
Die in Vorbereitung befindliche Edition über die Figur des 'Karsthans' (s.o.) ist auch als Vorbereitung für
eine grundsätzliche inhaltliche und editorische Beschäftigung mit der Literatur Thomas Murners zu
verstehen. Hier hat sich inzwischen gezeigt, daß die Bedeutung der deutschsprachigen Dichtungen
Murners für die Leistungen der Literatur des frühen 16. Jahrhunderts noch nicht recht gewürdigt worden
ist.
Thomas NEUKIRCHEN: Forschungsprojekt zum Phänomen der Unverständlichkeit in der Literatur
des Mittelalters und der frühen Neuzeit.
In den wissenschaftlichen Beiträgen seit 1945 hat sich gezeigt, daß die verschiedenartigsten
literaturwissenschaftlichen Methoden zwar Verstehen gewährleisten wollten, jedoch keine allgemein
verbindliche Eindeutigkeit herstellen konnten. Im Gegenzug hat etwa die Dekonstruktion genau diesen
Anspruch auf Gewährleistung des Verstehens literarischer Texte in Frage gestellt, ihrerseits jedoch kaum
eine befriedigende Alternative entwickelt. Zwischen diesen beiden Polen wäre das Phänomen der
Unverständlichkeit literarischer Texte als ein ästhetisches Positivum zu entwickeln.
Rachel RAUMANN: Habilitationsprojekt zu Ulrich Füetrers 'Buch der Abenteuer'.
Wesentliches Anliegen des Projektes ist es, erstmals die Konzeption und Interdependenz aller drei
Erzählteile von Füertrers 'Buch der Abenteuer' angemessen zu erfassen und somit zu einer Deutung des
Werks in seiner Gesamtheit zu gelangen., die in der Forschung bisher nicht existiert. In Zusammenhang
mit der Frage nach der konzeptionellen Einheit des Füertrer'schen 'Großromans' sollen dabei auch der
Aspekt der Narrativik sowie die dem 'Buch der Abenteuer' eignende, spezifische Intertextualität betrachtet
werden. Vor diesem Hintergrund wird auch das Verhältnis Füetrers zu seinen Vorlagen zu untersuchen
sein, und es wird der Frage nachgegangen, ob Füetrer als Urheber mancher Erzählungen gelten kann, für
die keine direkten Quellen nachzuweisen sind. Ein grundlegendes Ziel des Projekts besteht demnach in
einer literaurgeschichtlichen und literaästhetischen Neubewertung von Füetres 'Buch der Abenteuer'.
53
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Promotionen
Rachel RAUMANN: Fictio und historia in den Artusromanen Hartmanns von Aue und im ProsaLancelot. Diss. Aachen 2008. Im Druck.
Christiane HENKES-ZIN: Überlieferung und Rezeption in der Großen
Liederhandschrift (Codex Manesse). Diss. Aachen 2004. Publikation: online 2008
Heidelberger
Habilitationen
Thomas NEUKIRCHEN: Die ganze aventiure und ihre lere. Der 'Jüngere Titurel' Albrechts als
Kritik und Vervollkommnung des 'Parzival' Wolframs von Eschenbach, Heidelberg 2006
54
NEUERE DEUTSCHE LITERATURGESCHICHTE
Monika Fick, Christine Emig (bis 2002), Stephanie Over (2002-2008)
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
•
Literatur und Ästhetik
Literatur und Anthropologie
Literatur und Wissensformen
Lessing im Kontext der Aufklärung
Klassische Moderne
Literatur der Gegenwart
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Monika FICK: Lessing-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung. 2. durchgesehene und ergänzte Aufl.
Stuttgart/Weimar: Metzler 2004 (523 S.).
Rezensionen
Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 180/ 6. 8. 2001. S. 38 (Hans-Albrecht Koch);
IASL online (Sikander Singh);
Das achtzehnte Jahrhundert 26/1. 2002. S. 99 (Anne Lagny);
Zeitschr. f. Germanistik. NF 3. 2002. S. 674-676 (Inge Stephan);
Germanistik 43/1-2. 2002. S. 280f. (Franz Loquai);
Maske und Kothurn 47/1-2. 2002. S. 181-183 (Monika Meister);
literaturkritik.de, Ausgabe 08. August 2002. S. 21f. (Axel Schmitt);
Lessing Yearbook 2005/06 (Gerhard Sauder).
Aufsätze:
Monika FICK: Das Böse, das Deformierte, der Ekel. Prolegomena zu einer Phänomenologie des
Häßlichen von der Romantik bis zur Gegenwart. In: Subversive Romantik. Hg. von Volker Kapp,
Helmuth Kiesel, Klaus Lubbers und Patricia Plummer. Berlin 2004. S. 433-461.
Monika FICK: Präsenz. Sinnesphysiologische Konstruktion und ästhetische Transformation der
Wahrnehmung: am Beispiel von Przybyszewski, Benn und Rilke. In: Scientia Poetica 9. 2005. S.
114-135.
Monika FICK: Der Seele letzte Chance: das „hohe G“. Sten Nadolnys Roman Er oder Ich als
Faustparodie. In: Literatur und Musik. Festschrift für Dieter Borchmeyer. Hg. von Udo Bermbach
und Hans Rudolf Vaget. Würzburg 2006. S. 151-165.
Monika FICK: Migräne, Muster, verborgener Sinn (Propriozeption). Bewußtseinsforschung in Aris
Fioretos' Roman Stockholm noir (dt.: Die Seelensucherin). In: Scientia Poetica 11. 2007. S. 1-25.
55
Monika FICK: Komm, Schöpfer Tod. Zum Verhältnis von Biologie und Dichtung bei Gottfried
Benn. In: Deutsche Vierteljahrsschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 81. 2007.
S. 282-314.
Monika FICK: Gottebenbildlichkeit. Goethes Iphigenie auf Tauris und Herders religiöse
Anthropologie. In: Jahrbuch des Freien Deutschen Hochstifts 2007. S. 123-148.
Monika FICK: Lessings Laokoon zwischen Diskursanalyse und Präsenzdebatte. In: Lessing
Yearbook 37. 2006/07 (2008). S. 113-124.
Monika FICK: Verworrene Perzeptionen. Lessings Emilia Galotti. In: Gotthold Ephraim Lessing.
Neue Wege der Forschung. Hrsg. von Markus Fauser. Darmstadt 2008. S. 75-94 (zuerst in:
Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 37. 1993. S. 139-163).
Monika FICK: Rangstreit zwischen Naturwissenschaft und Dichtung? Lessings „Querelle“-Gedicht
aus Mylius′ physikalischer Wochenschrift „Der Naturforscher“. In: Zeitschrift für Germanistik,
N.F. 1. 2009. S. 77-89.
Monika FICK: Henrietta Mahlow und Marie Curie. Naturwissenschaftlerinnen im Roman der
Gegenwart. (Martin Kluger: Die Gehilfin und Per Olov Enquist: Das Buch von Blanche und
Marie). In: Dominik Groß (Hrsg.): Gender schafft Wissen – Wissenschaft Gender.
Geschlechtsspezifische Unterscheidungen und Rollenzuschreibungen im Wandel der Zeit.
(Studien des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte 4). Kassel 2009. S. 125136.
Aufsätze der wissenschaftlichen Mitarbeiter :
Christine EMIG: Butterblume–Mutterblume. Psychiatrischer und >naturphilosophischer< Diskurs
in Alfred Döblins Die Ermordung einer Butterblume. In: Scientia Poetica 9. 2005. S. 195-215.
Stephanie OVER: Die Abwertung des sinnlich Erscheinenden in Hegels Begriff der romantischen
Kunstform. In: Dieter Wandschneider (Hg.): Das Geistige und das Sinnliche in der Kunst.
Würzburg 2005, S. 57 – 66.
DRITTMITTELPROJEKTE
Aus den Drittmitteln erwachsene Publikationen
Bianca LENERTZ und Silke PETERS: Medizin und Poetik: Psychiatrisches Wissen in Alfred
Döblins Erzählung Die Tänzerin und der Leib. In: Dominik Groß, Gertrude Cepl-Kaufmann,
Gereon Schäfer (Hg.): Die Konstruktion von Wissenschaft. Beiträge zur Medizin-, Literatur- und
Wissenschaftsgeschichte.(Studien des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte
3). Kassel 2008. S. 155-177 (zuzuordnen zu Punkt „Andere Projekte“).
Andere Projekte
Monika FICK: Sinne und Synapsen. Literatur und Gehirnforschung in der klassischen Moderne und
der Postmoderne. Für das Projekt wurde im November 2008 bei der DFG ein Drittmittelantrag
gestellt (2 wissenschaftliche Mitarbeiter-Stellen).
Gegenstand des Projekts ist die Reflexion von Gehirnforschung und Neurobiologie in der Literatur der
klassischen Moderne und der Gegenwart. Welche Kontextualisierung und ggf. Transformation erfährt das
56
neurophysiologische und -biologische Wissen in der Literatur, auf welche literarischen Prinzipien der
Semantisierung und Symbolisierung treffen die Wissensbestände? Um diese Fragen zu beantworten, wird
ein ästhetisches Modell der Durchdringung von Wahrnehmung und Darstellung erarbeitet. Zentral ist die
These eines durch die literarische Darstellung realisierten reziproken Verhältnisses zwischen
wahrnehmenden Instanzen und zur Erscheinung gelangender Wirklichkeit, wobei insbesondere die
Fokussierung der Wahrnehmung den Bezug zu den weltanschaulichen und erkenntniskritischen
Implikationen der Gehirnforschung eröffnet (Subjektkonstitution oder Destabilisierung des Subjekts in den
Wahrnehmungsvorgängen, Menschenbild, Funktion des Unbewußten, unterschiedliche Dimensionen von
Wirklichkeit, Spannung zwischen Konstruktivismus und Objektivität). Während eine geplante
Buchpublikation die Literatur der Gegenwart behandelt, konfrontiert eine online-Präsentation die
Postmoderne mit der klassischen Moderne, um mit der Epochenspiegelung eine zusätzliche historische
Tiefenschärfe zu erreichen.
Monika FICK: Lessing-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung (Metzler-Verlag, 523 S.): In
Vorbereitung ist die dritte Auflage.
Das Handbuch (1. Aufl. 2000) bringt einen Durchgang durch das Schaffen Lessings mit
Forschungsberichten zu jedem Werk und mit durchgängig neuen Interpretationen. Die Einführungen in
den Kontext sind als grundsätzliche Orientierungen zu den Fragestellungen der Aufklärungsepoche
angelegt. Während die Zweitauflage (2004) lediglich bibliographische Ergänzungen brachte, wird
nunmehr in der Neuauflage der neue Forschungsstand in die Darstellung integriert. Sämtliche
Forschungsberichte werden aktualisiert und dem neuen Kenntnisstand entsprechende Werkanalysen
entwickelt. Während es in der ersten Auflage darum ging, die genaue Verflechtung von Lessings Werk mit
den philosophischen Strömungen und Denkformen der Aufklärung zu zeigen (Stichpunkt „Rehabilitation
der Sinnlichkeit“), kommt nunmehr als neue Aufgabe hinzu, den gesellschaftlichen Wirkungsradius und die
soziale Stoßrichtung der im philosophischen Disput erkämpften und verteidigten Konzepte zur
„Menschennatur“ transparent zu machen. Dies bedeutet keinen Rückfall in die sozialhistorische
Betrachtungsweise der 70er Jahre mit ihrem viel zu grobmaschigem Deutungsraster, sondern zieht die
Konsequenz aus der die Lessing-Forschung charakterisierenden Tendenz konkretisierender
Quellenstudien, durch die auch eingefahrene Sichtweisen z.B. auf den Stände-Antagonismus aufgebrochen
werden. Die Neuauflage wird ebenfalls mit neuen Quellenfunden zu Lessing aufwarten können.
Als Erscheinungstermin ist Herbst 2010 geplant.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Gísli MAGNUSSÓN: Rilke und der Okkultismus.
Herr Magnussón hatte ein dänisches Auslands-Forschungsstipendium; er reichte die Arbeit als
Habilitation an der Universität Roskilde ein; die Verteidigung fand im Juni 2008 statt; das Buch wird
demnächst im Verlag Königshausen/Neumann (Würzburg) erscheinen.
Zur Zeit betreue ich fünf weitere Doktoranden.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
November 2000 – Oktober 2006: Mitglied des Vorstands der Lessingakademie (Wolfenbüttel)
Ab März 2006: Vizepräsidentin der amerikanischen Lessing Society (bis 2008; darnach 2-jährige
Präsidentschaft)
Ab Januar 2008: Präsidentin der amerikanischen Lessing Society
57
ALLGEMEINE LITERATURWISSENSCHAFT UND NEUERE DEUTSCHE
LITERATURGESCHICHTE
Axel Gellhaus, Dieter Breuer, Jürgen Egyptien, Holger Gehle, Karin Herrmann, Stephanie Jordans,
Stefan Wieczorek
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Literatur und Literaturtheorie des 17. bis 20. Jh.’s
Literatur der frühen Neuzeit
Project-House HumTec: Brain/Concept/Writing
Produktionstheorie
Textgenese/Textprozesse
Editionswissenschaft
Editionen: Grimmelshausen, Jakob Wassermann, Zeitschrift ,Simplizissimusʽ, Paul Celan, Ernst
Meister
• Intertextualität
• Kulturelles Gedächtnis
• Metapherntheorie
•
•
•
•
•
•
•
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Axel GELLHAUS: Schreibengehen. Literatur und Fotografie en passant, Köln 2008.
Herausgeberwerke
Celan. Werke. Historisch-kritische Ausgabe. I. Abteilung Lyrik und Prosa. Besorgt von der Bonner
Arbeitsstelle für die Celan-Ausgabe: Beda Allemann †, Rolf Bücher, Axel Gellhaus, Stefan
Reichert †; seit 1992 von Rolf Bücher und Axel Gellhaus; Mitarbeiter: Holger Gehle, Andreas
Lohr, Heino Schmull; Frankfurt am Main /(Suhrkamp 1990 ff.):
Bd. 4: Von Schwelle zu Schwelle, 2004.
Bd. 11: Nachgelassene und verstreut gedruckte Gedichte 1, 2006;.
Bd. 12: Nachgelassene Gedichte 2, Eingedunkelt, 2006.
Bd. 14: Nachgelassene Gedichte 4: Zeitgehöft, 2008.
Axel GELLHAUS: (Hrsg./Mitautor): Kopflandschaften. Landschaftsgänge. Zur Poetik und
Kulturgeschichte des Spaziergangs, hrsg. von Axel Gellhaus, Christian Moser und Helmut J.
Schneider, Köln 2007.
Axel GELLHAUS: (Hrsg./Mitautor): Dokument – Monument. Das Verhältnis zur Textgenese in den
verschiedenen Disziplinen der europäischen Germanistik, hrsg. von Axel Gellhaus und Françoise
Lartillot (= Akten des 38. Symposions der Association des Germanistes de l’Enseignement
Supérieure vom 18. bis 20. Mai 2005 an der RWTH-Aachen), Bern/New York 2007.
58
Aufsätze
Axel GELLHAUS:‚In statu nascendi‛ – Paul Celan: Die Niemandsrose und ihre Frühstadien am
Beispiel der Genese von In Eins , in: editio. Internationales Jahrbuch für Editionswissenschaft /
Revue Internationale des Sciences de l’Edition Critique. Hrsg. von Bodo Plachta und Winfried
Woesler. Band 18, 2004, S. 156–174;
Axel GELLHAUS: Balzacs Hausmantel oder: Textprozesse und ihre Bedeutung für die
Erschließung komplexer poetischer Strukturen; (=Vortrag auf dem Musikwissenschaftlichen
Symposion: Über den Umgang mit Quellen, Lübeck 2003), in: Die Musikforschung. Hrsg. von
der Gesellschaft für Musikforschung, 57. Jg. 2004, Heft 4, S. 351–362.
Axel GELLHAUS: »Faust« und die Metaphorik der Schwelle, in: Beatrice Dumiche et Denise
Blondeau (Hrsg.): Faust, Modernisation d’un modèle, Paris 2005, S. 126–138.
Axel GELLHAUS: Das Gespräch im Gebirg – Paul Celans impliziter Dialog mit Adorno über die
Möglichkeit von Dichtung nach Auschwitz, in: Michael Hofmann und Hartmut Steinecke (Hrsg.):
Literatur und Geschichte, Berlin 2006, S. 180–195;
Axel GELLHAUS: Die Überwindung des ‚Ästhetischen‛. Poetologische Reflexion und ihr ethischer
Hintergrund im Frühwerk Paul Celans, in: Shoah in der deutschsprachigen Literatur. Hrsg. von
Norbert Otto Eke und Hartmut Steinecke, Berlin 2006, S. 213–228.
Axel GELLHAUS: Schwarzlicht. Hölderlins Weg in die Innenwelt. [zu: Alfred Hrdlicka, HölderlinZyklus (1971/72)], in: Kabinettstücke. Marbacher Leihgaben in Literaturmuseen des Landes,
vorgestellt von „Spuren“-Autoren, hrsg. von Thomas Scheuffelen (= Spuren 75/76, Sonderband),
Marbach am Neckar 2006, S. 104–109.
Axel GELLHAUS: Nach dem Schweigen. Sprachskepsis und Körpersprache an der Schwelle zum
Expressionismus, in: Cécile Millot und Isabelle Krzyszkowski (Hrsg.): Expressionisme(s) et
avant-gardes, Paris 2007, S 21–41.
Axel GELLHAUS: Scheinbare Leere. Kafkas Erzählräume oder: narrative Relativitätstheorie, in:
Kopflandschaften. Landschaftsgänge. Kulturgeschichte und Poetik des Spaziergangs. Hrsg. von
A. Gellhaus, Christian Moser und Helmut J. Schneider, Köln, Weimar, Wien 2007, S. 277–296.
(Vgl. Nr. 16.)
Axel GELLHAUS: Höllensterne. Anmerkungen zum Gedicht »Zu beiden Händen« aus Paul Celans
Gedichtband »Die Niemandsrose«, in: Celan-Jahrbuch 2003–2005, Tübingen 2007, S.
Axel GELLHAUS: „Im Glockenstuhl deines Schweigens.“ Paul Celan: Mohn und Gedächtnis
(1952). / Gespräch mit Robert Schindel und Axel Gellhaus; in: Grundbücher der österreichischen
Literatur seit 1945. Erste Lieferung. Hrsg. von Klaus Kastberger und Kurt Neumann unter
Mitarbeit von Michael Hansel, Wien 2007, S. 109–122.
Axel GELLHAUS: Hölderlin in Paris, in: Kurzer Aufenthalt. Streifzüge durch literarische Orte.
Hrsg. von Ute Harbusch und Gregor Wittkop, Göttingen 2007, S. 307–310.
Axel GELLHAUS: Von der Dunkelheit des Dichterischen. Die Konzeptgenese der BüchnerPreisrede Paul Celans, in: Dokument – Monument. Das Verhältnis zur Textgenese in den
verschiedenen Disziplinen der europäischen Germanistik, hrsg. von Axel Gellhaus und Françoise
Lartillot (= Akten des 38. Symposions der Association des Germanistes de l’Enseignement
Supérieure vom 18. bis 20. Mai 2005 an der RWTH-Aachen), Bern/New York 2007, S. 315–326.
59
Übersetzungen in fremde Sprachen:
Axel GELLHAUS: Marginalia: Paul Celan as Reader, in: ‚Reading Notes‛ (Variants 2/3). Ed. by
Dirk van Hulle and Wim van Mierlo, London 2004, S. 161–172.
Axel GELLHAUS: Het gesprek in de bergen. Paul Celans impliciete dialoog met Theodor W.
Adorno over de mogelijkheid, na Auschwitz poezie te schrijven, Sonderdruck der Stichting
Collage – OSG, Kortenhoef (vertaling: Jan Gielkens) 2004; 20 S.
Ausgewählte Publikationen der wissenschaftlichen Mitarbeiter:
Monographien
Jürgen EGYPTIEN: Einführung in die deutschsprachige Literatur seit 1945. Darmstadt 2006
(Einführungen Germanistik).
Karin HERRMANN: Poetologie des Erinnerns. Ernst Meisters lyrisches Spätwerk. Göttingen 2008.
Stephanie JORDANS: Die „Wahrheit der Bilder“. Zeit, Raum und Metapher bei Ernst Meister.
Würzburg: Königshausen & Neumann 2009 [Dissertationsschrift].
Stefan WIECZOREK: Fotografie, Kunst- und Kulturreflexion, Übersetzung. Transgressive
Praktiken und ihre Impulse für das Werk Erich Arendts. Aachen 2004. (Diss.).
Aufsätze
Dieter BREUER: Die Lieddichtung des Procopius von Templin. In: Morgen-Glantz. Zeitschrift der
Christian Knorr von Rosenroth-Gesellschaft 14 (2004), S. 53–76.
Dieter BREUER: Poetik der geistlichen Lieddichtung in Deutschland vor dem Genfer Psalter. In:
Der Genfer Psalter und seine Rezeption in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. 16.–
18. Jahrhundert. Hrsg. von Eckhard Grunewald, Henning P. Jürgens und Jan R. Luth. Tübingen:
Max Niemeyer 2004, S. 169–183.
Dieter BREUER:Genfer Psalmen im katholischen Rheinfelsischen Gesangbuch (1666). In: Der
Genfer Psalter und seine Rezeption in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden. 16.–18.
Jahrhundert. Hrsg. von Eckhard Grunewald, Henning P. Jürgens und Jan R. Luth. Tübingen: Max
Niemeyer 2004, S. 317–329.
Dieter BREUER: Grimmelshausen in den theologischen Kontroversen seiner Zeit. In: Simpliciana
XXVI. (2004), S. 339–359.
Dieter BREUER: Beschreibung einer Bergbesteigung – Mentalitätsgeschichtliche Erwägungen zu
Kap. 13 des Ungarischen oder Dacianischen Simplicissimus. In: Das Ungarnbild in der deutschen
Literatur der frühen Neuzeit. Der Ungarische oder Dacianische Simplicissimus im Kontext
barocker Reiseerzählungen und Simpliziaden. Hrsg. von Dieter Breuer und Gábor Tüskés. Bern,
Berlin usw.: Peter Lang Verlag 2004 (= Beihefte zu Simpliciana 1), S. 197–213.
Dieter BREUER: Das Rheinfelsische Gesangbuch von 1666. Ein frühes Beispiel der
Gesangbuchökomene. In: Kirchliches Buch- und Bibliothekswesen. Jahrbuch 2004. Rottenburg
am Neckar 2004, S. 53–68.
60
Dieter BREUER: Katholische Aufklärung und Theologie. In: Rottenburger Jahrbuch für
Kirchengeschichte 23 (2004), S. 75–90.
Dieter BREUER: Die Unmoral der Komödianten, physiologisch begründet. Der junge Lessing
übersetzt Juan Huarte. In:Begegnungen: Bühne und Berufe in der Kulturgeschichte des Theaters.
Hrsg. v. Ariane Martin u. Nikola Roßbach. Tübingen: Francke Verlag 2005 (= Studien und Texte
zur Kulturgeschichte der deutschsprachigen Literatur. 2), S. 31–42.
Dieter BREUER: Ernst von Hessen-Rheinfels und sein „Curioser Conceptus“ eines europäischen
Gerichtshofes in Luzern. In: Regionaler Kulturraum und intellektuelle Kommunikation vom
Humanismus bis ins Zeitalter des Internet. Festschrift für Klaus Garber. Hrsg. von Axel E. Walter.
Amsterdam, New York: Rodopi 2005 (= Chloe. Beihefte zum Daphnis), S. 127–145.
Dieter BREUER: Mundus vult decipi. Hans Galens „Entdeckung“ eines Porträts Grimmelshausens.
In: Simpliciana XXVII. (2005), S. 57–63.
Dieter BREUER: Dichtung und Konfessionalisierung. In: Als Frieden möglich war. 450 Jahre
Augsburger Religionsfrieden. Hrsg. von Carl A. Hoffmann, Markus Johanns, Annette Kranz,
Christof Trepesch, Oliver Zeidler. Regensburg: Schnell & Steiner Verlag 2005, S. 237–242.
Dieter BREUER: Die Szene „Walpurgisnacht“ in Goethes Faust I – Ein Fall von Selbstzensur? In:
Faust, modernisation d’un modèle. Hrsg. Béatrice Dumiche u. Denise Blondeau. Paris:
L’Harmattan 2005, S. 51–64.
Dieter BREUER: Balde und Kurfürst Maximilian I. In: Jacob Balde im kulturellen Kontext seiner
Epoche. Zur 400. Wiederkehr seines Geburtstags. Hrsg. von Thorsten Burkard, Günter Hess,
Wilhelm Kühlmann u. Julius Oswald SJ. Regensburg: Schnell und Steiner 2006 (= Jesuitica Bd.
9), S. 41–50.
Dieter BREUER: Die Handschrift C des Nibelungenliedes, ihr Status und ihr Schreiber. In: Ze
Lorse bi dem münster. Das Nibelungenlied (Handschrift C). Literarische Innovation und
politische Zeitgeschichte. Hrsg. von Jürgen Breuer. München: Wilhelm Fink 2006, S. 13–43.
Dieter BREUER: Katholische Aufklärung und Theologie. In: Blätter für württembergische
Kirchengeschichte. Im Auftrag des Vereins für württembergische Kirchengeschichte. 104. Jg.
(2004), S. 91–109.
Dieter BREUER: Der Bekräfftigte Origenes – Das Ehepaar Petersen und die Leugnung der
Ewigkeit der Höllenstrafen. In: Heterodoxie in der Frühen Neuzeit. Hrsg. von Hartmut Laufhütte
und Michael Titzmann (= Frühe Neuzeit. Bd. 117). Tübingen: Niemeyer 2006, S. 413–424.
Dieter BREUER: Wege zum Religionsfrieden. Das „Irenicum Catholicum“ (1659) des Freiburger
Theologieprofessors und Basler Weihbischofs Thomas Henrici. In: Historisches Jahrbuch 126
(2006), S. 115–133.
Dieter BREUER: Spees Liebestheologie. Lied 29 der Trvtz-Nachtigal vom „Geheymnuß der
Hochheyligen Dreyfältigkeit“. In: Spee-Jahrbuch 2006, S. 129–144.
Dieter BREUER: Die Wahrsagerin von Soest. Zur Funktion der Weissagungen in Grimmelshausens
Simplicissimus. In: Grimmelshausen und Simplicissimus in Westfalen. Hrsg. von Peter
Heßelmann. Bern: Peter Lang 2006, S. 189–198.
Dieter BREUER: Grimmelshausen als Literaturkritiker. In: Simpliciana XXVIII (2006), S. 101–
114.
61
Dieter BREUER: „Eine freye Person die niemand unterworffen“. Zur Frage der Identität und
Entwicklung des Simplicissimus in Grimmelshausens Simplicianischen Zyklus. In: Simpliciana
XXVIII (2006), S. 243–256.
Dieter BREUER: Jesuitenkultur im Hochstift Ermland. In: Stanislaus Hosius. Sein Wirken als
Humanist, Theologe und Mann der Kirche in Europa. Hrsg. von Bernhart Jähnig u. Hans-Jürgen
Karp. Münster: Aschendorf 2007, S. 185–199.
Dieter BREUER: Jakob Masen und die irenische Bewegung des 17. Jahrhunderts. In: SpeeJahrbuch 2007, S. 119–144.
Dieter BREUER: Hans Ernst Schneider alias Schwerte. Seine volkskundlichen Arbeiten 1933–
1945. In: Jahrbuch für europäische Ethnologie. Paderborn: Schöningh 2007, S. 7–20.
Dieter BREUER: Grimmelshausens Inselutopie. In: Simpliciana XXIX (2007), S. 193–205.
Dieter BREUER: Berichte über Pariser Kulturereignisse der zwanziger Jahre in rheinischen
Zeitungen. In: Das Rheinland und die europäische Moderne. Kulturelle Austauschprozesse in
Westeuropa 1900–1950. Essen: Klartext 2008, S. 359–369.
Jürgen EGYPTIEN: Erzählende Literatur über den Zweiten Weltkrieg aus dem Zeitraum 1945 bis
1965: einleitende Bemerkungen zu Forschung, Gegenstand und Perspektiven. In: Der Zweite
Weltkrieg in erzählenden Texten zwischen 1945 und 1965 / hrsg. von Jürgen Egyptien. München
2007, S. 7-18.
Jürgen EGYPTIEN: Punschkrapfen und paradoxe Dialektik : zu Robert Menasses Essayistik. In:
Was einmal wirklich war: zum Werk von Robert Menasse / Hrsg. Eva Schörkhuber. Wien 2007, S.
277-285.
Jürgen EGYPTIEN: Albert Drach und das Judentum. In: Jahrbuch / Walter-HasencleverGesellschaft e.V. - 5 (2007), S. 89-106.
Jürgen EGYPTIEN: Figurenkonzeptionen im Kriegsroman : Die Darstellung von Anhängern,
Mitläufern und Gegnern des Nationalsozialismus in Gert Ledigs 'Vergeltung', Michael Horbachs
'Die verratenen Söhne', Harry Thürks 'Die Stunde der toten Augen' und Manfred Gregors 'Die
Brücke'. In: Der Zweite Weltkrieg in erzählenden Texten zwischen 1945 und 1965 / hrsg. von
Jürgen Egyptien. München 2007, S. 99-124.
Jürgen EGYPTIEN: Ein Wünschelrutengänger des richtigen Worts. In: Das Komma als Hebel der
Welt : Rezensionen und Porträts / Albrecht Fabri. Hrsg. und mit einem Essay von Jürgen
Egyptien. Warmbronn 2007, S. 32-38.
Jürgen EGYPTIEN: Koestler, Arthur. In: Deutsch-jüdische Literatur: 120 Porträts / Andreas Kilcher
(Hrsg.). Stuttgart [u.a.] 2006, S. 128-130. (Metzler kompakt). Auszug aus: Metzler Lexikon der
deutsch-jüdischen Literatur, 2000.
Jürgen EGYPTIEN: Gerold Späth: Mein Stundenplan. In: Deutsche Kurzprosa der Gegenwart /
hrsg. von Werner Bellmann. Stuttgart: 2006, S. 43-51. (Reclams Universal-Bibliothek; 17531:
Interpretationen).
Jürgen EGYPTIEN: Aufbruch in die Freiheit: zu Manuel Claussners frühesten Gedichten. In:
Castrvm Peregrini. 55 (2006), 273, S. 21-24.
Jürgen EGYPTIEN: 'Dreingreiffen, packen ist das Wesen ieder Meisterschafft' : zur strukturellen
Polarität von Goethes Werther. In: Erinnerte Zeit: Festschrift für Lothar Pikulik zum
70.Geburtstag. / Hg. v. Zygmunt Mielczarek unter Mitw. v. Grzegorz Kowal. Tschenstochau 2006,
S. 37-63.
62
Jürgen EGYPTIEN: Beobachtungen zur Kunst des Verschwindens: Versuch über Ernst Gundolf. In:
Werke: Aufsätze, Briefe, Gedichte, Zeichnungen und Bilder / Ernst Gundolf. Hrsg., eingel. und
kommentiert von Jürgen Egyptien. Mit einem Beitr. von Michael Thimann. Amsterdam 2006, S.
5-39. (Figuren um Stefan George; 2).
Jürgen EGYPTIEN: Das Porträt des Dichters als proteischer Beobachter in Wolfgang Koeppens
Essayistik. In: Treibhaus. 2 (2006), S. 217-226.
Jürgen EGYPTIEN: Entwicklung und Stand der George-Forschung 1955-2005. In: Stefan George /
Hrsg.: Heinz Ludwig Arnold. - München : Ed. Text + Kritik, 2005, S. 105-122. (Text + Kritik ;
168 = 10/05).
Jürgen EGYPTIEN: Laudatio per Erika Burkart in occasione della consegna del Gran Premio
Schiller della Fondazione Svizzera Schiller il 30 Aprile 2005. In: Blocnotes. 52 (2005), S. 141147.
Jürgen EGYPTIEN: Die Apotheose der heroischen Schöpferkraft : Shakespeare im George-Kreis.
In: Wissenschaftler im George-Kreis: die Welt des Dichters und der Beruf der Wissenschaft / hrsg.
von Bernhard Böschenstein ; Jürgen Egyptien. Berlin [u.a.] 2005, S.159-185.
Jürgen EGYPTIEN: Schwester, Huldin, Ritterin : Ida Coblenz, Gertrud Kantorowicz und Edith
Landmann ; Jüdische Frauen im Dienste Stefan Georges. In: Castrvm peregrini. 53 (2004), 264265, S.73-119.
Jürgen EGYPTIEN: Schöpfergeist und Kosmanthrop : Shakespeare im George-Kreis. In: Castrvm
peregrini. 53 (2004), 261-262, S. 87-121.
Jürgen EGYPTIEN: Schreiben auf der Schwelle des Numinosen: zu Erika Burkarts Werk im
Lustrum 1997-2002. In: Castrvm peregrini. 53 (2004), 263, S. 54-72.
Holger GEHLE: Jüdischer Gott und deutscher Hiob. Über Martin Walsers Roman »Tod eines
Kritikers«. In: Gerüchte über die Juden. Antisemitismus, Philosemitismus und aktuelle
Verschwörungstheorien. Essayband zur Ausstellung: »Antijüdischer Nippes populäre Judenbilder
und aktuelle Verschwörungstheorien. Die Sammlung Finkelstein im Kontext« am Jüdischen
Museum Hohenems, hg. von Hanno Loewy. Essen 2005, S. 301–325.
Holger GEHLE: Die Materialienbände der Bonner Celan-Ausgabe. In: Dokument / Monument.
Textvarianz in den verschiedenen Disziplinen der Germanistik. La variance des textes dans les
différentes disciplines de la germanistique. Actes du XXXVIIIe congrès de l’Association des
Germanistes de l’Enseignement Supérieur. Etudes réunies par Françoise Lartillot et Axel
Gellhaus. Bern 2008, S. 287–314.
Der Artikel diskutiert anhand der historisch-kritischen Bonner Celan-Ausgabe das Verhältnis von
textgenetischer Apparatdarstellung und textbezogenen Dokumenten, dabei insbesondere das Problem des
Kommentars, der als ein vierstufiges Verfahren vorgestellt und an Celans Gedicht Unter ein Bild aus dem
Gedichtband Sprachgitter modellhaft veranschaulicht wird. Es handelt sich um Vorüberlegungen und erste
Ergebnisse zu einer geplanten neuen Abteilung der Bonner Celan-Ausgabe unter dem Arbeitstitel
„Dokumente und Materialien“. Auf dieser Basis wurde im Juni 2007 ein Antrag auf Förderung der
Abteilung über 5 Jahre durch die DFG gestellt. Er wurde positiv begutachtet, konnte aber bei den
abschließenden Beratungen im März 2008 keine mehrheitliche Befürwortung durch den DFGFörderausschuss erlangen. Ein revidierter neuerlicher Antrag ist geplant.
Karin HERRMANN: Die Intertextualitätstheorie in der Praxis wissenschaftlichen Arbeitens.
Interdisziplinäre Begegnungen. (Verf. m. Sandra Hübenthal). In: Intertextualität. Perspektiven auf
63
ein interdisziplinäres Arbeitsfeld. Hrsg. von Karin Herrmann u. Sandra Hübenthal. Aachen 2007,
S. 7–11.
Karin HERRMANN: Dialogizität und Intertextualität. Terminologische Fingerübungen im Hinblick
auf die Zitatgedichte Ernst Meisters. In: Intertextualität. Perspektiven auf ein interdisziplinäres
Arbeitsfeld. Hrsg. von Karin Herrmann u. Sandra Hübenthal. Aachen 2007, S. 12–25.
Karin HERRMANN: Textgenese bei Ernst Meister. Zum Konzept einer textgenetisch fundierten
Ausgabe des lyrischen Werks. (Verf. m. Stephanie Jordans). In: Dokument/Monument.
Textvarianz in den verschiedenen Disziplinen der europäischen Germanistik. Akten des 38.
Kongresses des französischen Hochschulgermanistikverbandes (A.G.E.S.). Hrsg. von Axel
Gellhaus u. Françoise Lartillot. Bern u.a. 2008, S. 205–223.
Stephanie JORDANS und Karin HERRMANN: Textgenese bei Ernst Meister. Zum Konzept einer
textgenetisch fundierten Ausgabe des lyrischen Werks. In: Dokument / Monument. Textvarianz in
den verschiedenen Disziplinen der europäischen Germanistik. Akten des 38. Kongresses des
französischen Hochschulgermanistikverbandes (AGES). Hrsg. von Françoise Lartillot und Axel
Gellhaus. Berlin, New York u. a.: Lang 2008, S. 205–223.
Stephanie JORDANS: Raumreflexionen im Werk des Hagener Lyrikers Ernst Meister am Beispiel
des Gedichts „Immer noch“. In: Wissenschaftsgeschichte im Rheinland unter besonderer
Berücksichtigung von Raumkonzepten. Hrsg. von G. Cepl-Kaufmann, D. Groß, G. Mölich.
Kassel 2008 (= Studien des AKWG; 2), S. 127–144.
Stefan WIECZOREK: Pablo Neruda und die deutschsprachige Poesie. In: Stefan Wieczorek
(Hrsg.): „Ein Fest zu feiern und sich zu berauschen ...“ Gedichte an Pablo Neruda. München
2004, S.118–130. (= Sammlung Luchterhand; Bd. 2076).
Stefan WIECZOREK: Wenn der Bombenkrieg nicht stattgefunden hat. In: werden 2004/2005. 47.
Jg. (2004), S.208–213. [Zur von W.G. Sebald ausgelösten Debatte über Literatur und
Bombenkrieg].
Stefan WIECZOREK: De tot springens toe vastgehouden aanblik. Verstrengelingen van
intermedialiteit en intertekstualiteit aan de hand van W.G. Sebalds verhaal „Dr. Henry Selwyn“.
In: Armada. Tijdschrift voor wereldliteratuur. 11. Jg. (2005) H.11, S. 10–20.
Stefan WIECZOREK: Hans/Jean Arp. In: Peter Geist und Ursula Heukenkamp (Hrsg.):
Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts. Berlin 2007, S. 127–135.
Stefan WIECZOREK: Jakob van Hoddis. In: Peter Geist und Ursula Heukenkamp (Hrsg.):
Deutschsprachige Lyriker des 20. Jahrhunderts. Berlin 2007, S. 166–172.
Stefan WIECZOREK: Von der Intertextualität zur Intermedialität. Tendenzen der
Gegenwartsliteratur am Beispiel von W. G. Sebalds Erzählung Dr. Henry Selwyn. In: Karin
Herrmann und Sandra Hübenthal (Hrsg.): Intertextualität. Perspektiven auf ein interdisziplinäres
Arbeitsfeld. Aachen 2007, S. 149–160.
Herausgaben und Onlinepublikationen
Dieter BREUER: Das Ungarnbild in der deutschen Literatur der frühen Neuzeit. Der Ungarische
oder Dacianische Simplicissimus im Kontext barocker Reiseerzählungen und Simpliziaden. Hrsg.
von Dieter Breuer und Gábor Tüskés. Bern, Berlin usw.: Peter Lang Verlag 2004 (= Beihefte zu
Simpliciana 1).
64
Dieter BREUER: Simpliciana. Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft. In Verbindung mit dem
Vorstand der Grimmelshausen-Gesellschaft hrsg. von Dieter Breuer. XXVI. Jahrgang. Bern: Peter
Lang 2004. 544 S. [Themenband: Grimmelshausen und die Wissenschaften]
Dieter BREUER: „Deutscher Rhein – fremder Rosse Tränke?“. Symbolische Kämpfe um das
Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg. Hrsg. von Dieter Breuer und Gertrude Cepl-Kaufmann. (=
Düsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte und zur Geschichte Nordrhein-Westfalens.
Bd. 70). Essen: Klartext 2005. 261 S.
Dieter BREUER: Simpliciana. Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft. In Verbindung mit dem
Vorstand der Grimmelshausen-Gesellschaft hrsg. von Dieter Breuer. XXVII. Jahrgang. Bern:
Peter Lang 2005. 331 S. [Themenband: Beiträge zur Frage eines Porträts Grimmelshausens]
Dieter BREUER: Simpliciana. Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft. In Verbindung mit dem
Vorstand der Grimmelshausen-Gesellschaft hrsg. von Dieter Breuer. XXVIII. Jahrgang. Bern:
Peter Lang 2006. 287 S. [Themenband: Grimmelshausens Wunderbarliches Vogelnest]
Dieter BREUER: Simpliciana. Schriften der Grimmelshausen-Gesellschaft. In Verbindung mit dem
Vorstand der Grimmelshausen-Gesellschaft hrsg. von Dieter Breuer. XIX. Jahrgang. Bern: Peter
Lang 2007.
Dieter BREUER: Das Rheinland und die europäische Moderne. Kulturelle Austauschprozesse in
Westeuropa 1900–1950. Hrsg. von Dieter Breuer und Gertrude Cepl-Kaufmann. Essen: Klartext
2008. 479 S.
Jürgen EGYPTIEN: Jahrbuch Walter-Hasenclever-Gesellschaft e.V / hrsg. von Jürgen Egyptien.
Aachen 2007 (Jahrbuch Walter-Hasenclever-Gesellschaft; 5.2005/2006).
Jürgen EGYPTIEN: Das Komma als Hebel der Welt: Rezensionen und Porträts / Albrecht Fabri.
Hrsg. und mit einem Essay von Jürgen Egyptien. Warmbronn 2007.
Jürgen EGYPTIEN: Der Zweite Weltkrieg in erzählenden Texten zwischen 1945 und 1965 / hrsg.
von Jürgen Egyptien. München 2007.
Jürgen EGYPTIEN: Werke: Aufsätze, Briefe, Gedichte, Zeichnungen und Bilder / Ernst Gundolf.
Hrsg., eingeleitet und kommentiert von Jürgen Egyptien. Mit einem Beitr. von Michael Thimann.
Amsterdam 2006. (Figuren um Stefan George; 2).
Jürgen EGYPTIEN: Wissenschaftler im George-Kreis: die Welt des Dichters und der Beruf der
Wissenschaft / hrsg. von Bernhard Böschenstein; Jürgen Egyptien, Berlin [u.a.] 2005.
Paul Celan: Werke. Von Schwelle zu Schwelle. Historisch-kritische Ausgabe. Vierter Band (1.2.);
herausgegeben von Holger GEHLE unter Mitarbeit von Andreas Lohr in Verbindung mit Rolf
Bücher. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag 2004. 76 S. / 235 S.
Paul Celan: Werke. Verstreut gedruckte Gedichte. Nachgelassene Gedichte bis 1963. Historischkritische Ausgabe. Elfter Band; herausgegeben von Holger GEHLE und Thomas Schneider unter
Mitarbeit von Andreas Lohr in Verbindung mit Rolf Bücher. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag
2006. 513 S.
Es handelt sich um zwei Bände der auf 16 Bände angelegten 1. Abteilung (Lyrik und Prosa) der allgemein
maßgeblichen historisch-kritischen Celan-Ausgabe, die seit 1991 erscheint und 2010 abgeschlossen sein
soll.
Holger GEHLE: Projekt Hans Magnus Enzensberger. Online-Ausstellung sämtlicher
Buchpublikationen des Autors Enzensberger mit Kurzbeschreibungen, Inhaltsangaben,
Abbildungen der Bücher und ausgewählter Materialien. Erarbeitet mit Studierenden am
65
Germanistischen Institut der RWTH Aachen. Adresse der Seite: www.germlit.rwthaachen.de/enzensberger/ (auch als CD-ROM). Aachen 2004. Korrigierte und um die
Herausgeberpublikationen Enzensbergers erweiterte Fassung: Aachen 2006.
Karin HERRMANN: Intertextualität. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Arbeitsfeld. Hrsg. von
Karin Herrmann u. Sandra Hübenthal. Aachen 2007.
Stefan WIECZOREK (Hrsg.): „Ein Fest zu feiern und sich zu berauschen ...“ Gedichte an Pablo
Neruda. München 2004. (= Sammlung Luchterhand; Bd. 2076).
Rezensionen
Holger GEHLE: Rezension zu: Peter Sprengel: Geschichte der deutschsprachigen Literatur 1900–
1918. Von der Jahrhundertwende bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. München: Verlag C. H.
Beck 2004 (= Geschichte der deutschen Literatur von den Anfängen bis zur Gegenwart, begründet
von Helmut de Boor und Richard Newald. Band IX.2). In: Zeitschrift für Germanistik NF XV
(2005), Heft 3, S. 682–684.
Drittmittelprojekte (2004–2008)
Paul Celan: Die Aachen/Bonner Arbeitsstelle für die Celan-Ausgabe wird seit vielen Jahren aus
Landesmitteln (1 volle, unbefristete BAT IIa-Stelle in Bonn) und der DFG (3 volle BAT IIaStellen in Aachen) getragen. Im Zeitraum von 2004–2008 belief sich das von der DFG bewilligte
Volumen auf ca. 1.000.000 €.
Herausgabe der Werke Paul Celans in der historisch-kritischen ‚Bonner Celan-Ausgabe‛ (= BCA)
Aus der editorischen Tätigkeit haben sich zahlreiche Arbeiten zum Werk Paul Celans ergeben; die CelanForschung ist international und interdisziplinär stark vernetzt. Regelmäßiger Austausch findet mit
Wissenschaftlern aus den USA, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Österreich, Schweiz (und seit
einiger Zeit auch aus Südamerika) statt.
Enge Verbindungen bestehen zum Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar:
Handschriftenabteilung (Dr. Jochen Meyer/Dr. von Bülow), Bibliothek (Dr. Jutta Bendt), Arbeitsstelle
Geschichte der Germanistik p. p.
Aufgrund der ursprünglichen Etablierung der Celan-Arbeitsstelle in Bonn, die auch nach meinem Wechsel
nach Aachen beibehalten werden konnte, besteht Kontakt zum Bonner Germanistischen Institut.
Ernst Meister: Die Aachener Arbeitsstelle für die Ernst Meister-Studienausgabe wird durch die
NRW-Stiftung in Düsseldorf, den Landschaftsverband Westfalen-Lippe, den Deutschen
Literaturfonds und die ANR (Association national de recherche scientifique, Paris) finanziell
unterstützt; an dem Projekt wirken 16 Bandbearbeiter aus Deutschland, den Niederlanden und
Frankreich mit. Im Zeitraum von 2004–2008 belief sich das von den genannten Institutionen
bewilligte Volumen auf ca. 500.000 €.
Herausgabe des lyrischen Werks Ernst Meisters in Form einer ‚textkritisch fundierten Studienausgabe‛
(die Ausgabe, die derzeit vorbereitet wird, soll 2011 erscheinen). Zur Vorbereitung wurde und wird der
Nachlaß in unserer Ernst Meister-Arbeitsstelle digitalisiert; die Digitalisate werden als Datenbank dem
Westfälischen Literaturarchiv zur Verfügung gestellt; dem künftigen Benutzer der Studienausgabe wird der
Zugang zu dieser Datenbank ermöglicht und als weitere Materialquelle zur Ergänzung der Ausgabe
empfohlen.
Zeitschrift „Simplicissimus“: Digitalisierung der Zeitschrift ‚Simplicissimus‘ mit Prof. Dr. Hans
Otto Horch, in Verbindung mit der Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar (Dr. Michael Knoche) und
66
dem Deutschen Literaturarchiv in Marbach (Dr. Jutta Bendt). (Im Erfassungszeitraum gefördert
aus Mitteln der DFG im Umfang von ca. 100.000 €.)
Jakob Wassermann: Edition der Tagebücher Jakob Wassermanns mit Prof. Dr. Hans Otto Horch (Im
Erfassungszeitraum gefördert aus Mitteln der Fritz Thyssen Stiftung im Umfang von ca. 100.000
€).
Brain/Concept/Writing: Projekt im Rahmen der Exzellenz-Initiative der RWTH Aachen im Projekt
House HumTec. Das Projekt vereint Literaturwissenschaftler, kognitive Psychologen und
Informatiker in einem interdisziplinären Forschungsteam mit dem Ziel, die Phase der
Konzeptualisierung komplexer Textsysteme zu analysieren und in digitaler Form darzustellen.
(Das Projekt wurde im Erfassungszeitraum bewilligt in einem Gesamtumfang von ca. 850.000 €.
Laufzeit: 2008/2012)
Andere Projekte (2004–2008)
Graduiertenkolleg ‚Textvarianz‘
Im ersten Anlauf gescheiterter Versuch der Einwerbung eines Graduiertenkollegs ‚Textvarianz‘
(gemeinsam betrieben von Thomas Bein und Axel Gellhaus) unter Mitwirkung folgender auswärtiger
Partner:
Prof. Dr. Almut Grésillon, Paris, Moderne Literaturwissenschaft (ITEM)
Prof. Dr. Wolfram Groddeck, Basel, Ältere deutsche Literaturwissenschaft
Dr. Annemarie Kets-Vree, Den Haag, Ältere und neuere niederländische Literatur (Constantijn
Huygens Instituut)
Prof. Dr. Michael Stolz, Basel, Ältere deutsche Literaturwissenschaft
Dr. Dirk Van Hulle, Antwerpen, Moderne Anglistik, University of Antwerp, European Society for
Textual Scholarship (ESTS)
Arbeitsgemeinschaft für germanistische Edition (Sitz: Osnabrück, Vorsitzender des Ausschusses für
die Edition mittelalterlicher Texte: Prof. Dr. Thomas Bein)
Arbeitsgemeinschaft für philosophische Edition (Sitz: Bochum, Ansprechpartnerin: Dr. Andrea Sell,
Bochum)
Arbeitsstelle für die Geschichte der Germanistik, Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar
(PD. Dr. Christoph König) – und andere Abteilungen und Projekte
Prof. Dr. Hans Walter Gabler, München, Anglistik, federführend beim beendeten Graduiertenkolleg:
Editionswissenschaft.
Für das Graduiertenkolleg an unserer Fakultät wurden 16 Doktorandenstellen beantragt; der Antrag
wurde von der DFG abgelehnt, da innerhalb der Fakultät zu wenige Kooperationspartner zur
Verfügung standen.
Arbeiten zur Produktionstheorie und zu Textprozessen, ihrer Fixierung und Darstellbarkeit bilden
seit Jahren einen Forschungsschwerpunkt.
67
Tagungen
Document/Monument – le rapport à la genèse du texte dans les différentes disciplines de la
germanistique française et européenne. Tagung des französischen Germanistenverbandes AGES in
Aachen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Francoise Lartillot (Nancy/Metz).18. – 20. Mai 2005. Gefördert
vom AGES; DAAD im Umfang von ca. 30.000 €.
Landschaftsgänge – Bewußtseinslandschaften. Zur Kulturgeschichte und Poetik des Spaziergangs.
Internationale Tagung auf der Museumsinsel Hombroich in Verbindung mit Prof. Dr. Helmut
Schneider (Universität Bonn) und PD Dr. Christian Moser. 30. Juni – 2. Juli 2005. (Gefördert aus
Mitteln der Fritz Thyssen Stiftung und der Kunststiftung NRW im Umfang von ca. 30.000 €.)
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Stefan WIECZOREK: Transgression und Relationalität. Fotografie, Kunst- und Kulturreflexion,
Übersetzung bei Erich Arendt. Dissertation RWTH Aachen 2004.
Juliana PEREZ: Offene Gedichte: Eine Studie über Paul Celans „Die Niemandsrose“. Würzburg:
Königshausen und Neumann 2009 (= Dissertation Aachen/Sao Paulo 2005; Erstgutachten, die
Disputatio fand aber in Sao Paulo statt).
Karin HERRMANN: Poetologie des Erinnerns. Ernst Meisters lyrisches Spätwerk. Göttingen:
Wallstein 2008 (= Dissertation RWTH Aachen 2007).
Sophie SALIN: Kryptologie des Unbewußten. Nietzsche, Freud und Deleuze im Wunderland.
Würzburg: Königshausen und Neumann 2008 (= Dissertation RWTH Aachen 2007).
Stefanie JORDANS: Die »Wahrheit der Bilder«. Zeit, Raum und Metapher bei Ernst Meister.
Würzburg: Königshausen und Neumann 2009 (= Dissertation RWTH Aachen 2008).
Alexa FRANCK: Das indologische Paradigma in der deutschen Literatur um 1800. (= Dissertation
RWTH Aachen 2008).
Rolf BÜCHER: Der Nachlass Paul Celans und die Bonner Celan-Ausgabe (= Dissertation RWTH
Aachen 2008).
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Mitglied des Ausschusses des Deutschen Literaturarchivs, Marbach a. N.
Mitglied des Ausschusses germanistischer und philosophischer Editionen
Mitglied des HumTec-stearing boards der RWTH (2007/2009); Mitglied des HumTec-Direktoriums
(seit 2009)
Mitglied der Arbeitsgemeinschaft des Wissenschaftsrat der Bundesrepublik: Strukturbedarf geistesund sozialwissenschaftlicher Fächer
Mitglied des geistes- und soz.wiss. Forschungszentrums CEGIL der Universitäten Metz/Nancy
Fachgutachtertätigkeit
DFG
Studienstiftung
Humboldt
68
DEUTSCH-JÜDISCHE LITERATURGESCHICHTE
Hans Otto Horch
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Das 1992 neu eingerichtete Lehr- und Forschungsgebiet "Deutsch-jüdische Literaturgeschichte"
("Ludwig Strauß-Professur", benannt nach dem Dichter und Literaturwissenschaftler Ludwig
Strauß, der 1892 in Aachen geboren wurde, zwischen 1929 und 1934 als Dozent an der TH tätig
war, dann nach Israel übersiedelte und 1953 in Jerusalem starb) widmet sich als einzige Institution
in Deutschland historisch und systematisch der deutschsprachigen Literatur jüdischer Autoren seit
dem 18. Jahrhundert. Dabei geht es keineswegs darum, die jüdische Herkunft eines Autors zum
alleinigen Kriterium einer Beschäftigung mit ihm zu machen, sondern um eine Rekonstruktion
interkultureller, auf unterschiedliche Identitäten abzielender Diskurse über jüdische Tradition und
Existenz in der deutschsprachigen Literatur. Von der Sache her ist das Forschungsgebiet immer
schon interdisziplinär ausgerichtet, weshalb eine Erweiterung der Denomination in "Europäischjüdische Literatur- und Kulturgeschichte" vorgenommen wurde.
Kooperationsmöglichkeiten ergeben sich insbesondere zu den Fächern Geschichte, Politische
Wissenschaft, Anglistik, Romanistik, Theologie und Philosophie, soweit sie sich mit Fragen der
jüdischen Geschichte, Kultur und Literatur auseinandersetzen.
1992 wurde ein Forschungsprogramm entworfen, das im wesentlichen folgende Schwerpunkte
umfasst:
• Etablierung der wissenschaftlichen Reihe "Conditio Judaica. Studien und Quellen zur deutschjüdischen Literatur- und Kulturgeschichte" (Max Niemeyer Verlag, Tübingen, bislang 72 Bände),
in der auf internationaler Basis wichtige Arbeiten und Quellen zum Forschungsfeld veröffentlicht
werden können –
• Einwerbung von Drittmitteln für verschiedene Projekte, die sich im Umfeld des
Forschungsprogramms bewegen (Fördervolumen ca. € 1.930.000,–) –
• Betreuung einschlägiger Dissertationen –
• Zahlreiche Publikationen, Sammelbände und Editionen zum Gesamtbereich der "deutschjüdischen Literatur- und Kulturgeschichte".
Aus den DFG-Projekten "Digitalisierung jüdischer Periodika im deutschsprachigen Raum" sowie
"Judaica-Bibliothek Frankfurt" hat sich ein weiterer Forschungsschwerpunkt ergeben, der eine
Brücke von den Geistes- und Sozialwissenschaften zu den Technik- und Naturwissenschaften
darstellt: die Edition von digitalisierten Texten im Internet mit den entsprechenden Tools. Die aus
den Projekten hervorgegangenen Internet-Archive
http://www.compactmemory.de und http://www.judaica-frankfurt.de,
die mittlerweile national wie international einen großen Bekanntheitsgrad erreicht haben, wurden
von der Aachener Firma semantics Kommunikationsmanagement GmbH technologisch betreut,
insbesondere von Kay Heiligenhaus, der am Germanistischen Institut sein Studium der Linguistik
und Literaturwissenschaft absolviert hat. Kooperationsmöglichkeiten ergeben sich von hier aus
nicht nur mit Fächern der Philosophischen Fakultät, sondern auch mit Fächern aller anderen
Fakultäten, die an der Edition von Texten jeder Art im Internet interessiert sind. Außerdem ist die
Bibliothek der RWTH ein wichtiger Ansprechpartner.
69
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Hans Otto HORCH [Mit Gabriele von Glasenapp:]: Ghettoliteratur. Eine Dokumentation zur
deutsch-jüdischen Literaturgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts. 2 Teile in 3 Bden.
Tübingen: Max Niemeyer 2005 (Conditio Judaica; 53-55). [1162 Seiten]
Herausgebertätigkeit
Hans Otto HORCH (Hrsg.) mit Friedrich Battenberg (ab Jg 11/1 2001 mit Robert Jütte) u. Markus
Wenninger: ASCHKENAS. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden. Wien, Köln, Weimar:
Böhlau. Jg 6 (1996) ff. Jg 13 (2003) ff.: Tübingen: Niemeyer Verlag.
Hans Otto HORCH (Hrsg.) in Verb. mit Alfred Bodenheimer, Mark H. Gelber und Jakob Hessing:
Conditio Judaica. Studien und Quellen zur deutsch-jüdischen Literatur- und Kulturgeschichte.
Tübingen: Niemeyer Verlag.
Bd. 46 Confrontations / Accommodations. German-Jewish Literary and Cultural Relations from
Heine to Wassermann. Edited by Mark H. Gelber (2004).
Bd. 47
Elrud Ibsch: Die Shoah erzählt: Zeugnis und Experiment in der Literatur (2004).
Bd. 48 Georg Hermann. Deutsch-jüdischer Schriftsteller und Journalist, 1871-1943. Hrsg. v.
Godela Weiss-Sussex im Auftrag des Leo Baeck Instituts London (2004).
Bd. 49 Mary Cosgrove: Grotesque Ambivalence. Melancholy and Mourning in the Prose Work of
Albert Drach (2004).
Bd. 50
Kafka, Zionism, and Beyond. Edited by Mark H. Gelber (2004).
Bd. 51
Rachel Heuberger: Aron Freimann und die Wissenschaft des Judentums (2004).
Bd. 52 Jüdische Aspekte Jung-Wiens im Kulturkontext des "Fin de Siècle". Hrsg. v. Sarah
Fraiman-Morris (2005).
Bd. 53-55 Gabriele von Glasenapp / Hans Otto Horch: Ghettoliteratur. Eine Dokumentation zur
deutsch-jüdischen Literaturgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (2005).
Bd. 56 Gabriele von Glasenapp / Florian Krobb: Jüdische Geschichtsbilder aus Böhmen.
Kommentierte Edition der historischen Erzählungen von Salomon Kohn (2005).
Bd. 57
Manfred Voigts: Die deutsch-jüdische Symbiose (2006).
Bd. 58 Nitsa Ben-Ari: Romanze mit der Vergangenheit. Der deutsch-jüdische historische Roman
des 19. Jahrhunderts und seine Bedeutung für die Entstehung einer jüdischen Nationalliteratur
(2006).
Bd. 59
Michaela Wirtz: Patriotismus und Weltbürgertum (2006).
Bd. 60 New Perspectives on Freud's "Moses and Monotheism". Edited by Ruth Ginsburg and
Ilana Pardes (2006).
Bd. 61
Ruth Oelze: Funkensuche. Soma Morgensterns Midrasch "Die Blutsäule" (2006).
Bd. 62
Stefan Zweig Reconsidered. Edited by Mark H. Gelber (2007).
70
Bd. 63
Martina Willemsen: Fritz Mordechai Kaufmann und "Die Freistatt" (2007).
Bd. 64 Mirjam Sieber: Paul Celans "Gespräch im Gebirg". Erinnerung an eine "versäumte
Begegnung" (2007).
Bd. 65 Martin A. Hainz: Entgöttertes Leid. Zur Lyrik Rose Ausländers unter Berücksichtigung der
Poetologien von Theodor W. Adorno, Peter Szondi und Jacques Derrida (2008).
Bd. 66
Elisabeth Jütten: Diskurse über Gerechtigkeit im Werk Jakob Wassermanns (2007).
Bd. 67
Theodor Herzl: From Europe to Zion. Edited by Mark H. Gelber and Vivian Liska (2007).
Bd. 68 Irene Fußl: 'Geschenke an Aufmerksame'. Hebräische Intertextualität und mystische
Weltauffassung in der Lyrik Paul Celans (2008).
Bd. 69 Petra S. Fiero: Zwischen Enthüllen und Verstecken. Eine Analyse von Barbara
Honigmanns Prosawerk (2008).
Bd. 70 Judenrollen. Darstellungsformen im europäischen Theater von der Restauration bis zur
Zwischenkriegszeit. Hrsg. v. Hans-Peter Bayerdörfer und Jens Malte Fischer unter Mitarbeit von
Frank Halbach (2008).
Bd. 71
Patricia Vahsen: Lesarten - Die Rezeption des Werks von Edgar Hilsenrath (2008).
Bd. 72 Marco Puschner: Antisemitismus im Kontext der Politischen Romantik. Konstruktionen
des "Deutschen" und des "Jüdischen" bei Arnim, Brentano und Saul Ascher (2008).
Aufsätze
Hans Otto HORCH: Heimat Fremde 'Urheimat'. Zur Funktion jüdischer Nebenfiguren in Berthold
Auerbachs Dorfgeschichten. In: Confrontations / Accommodations. German-Jewish Literary and
Cultural Relations from Heine to Wassermann. Edited by Mark H. Gelber. Tübingen: Max
Niemeyer 2004. (Conditio Judaica. Studien und Quellen zur deutsch-jüdischen Literatur- und
Kulturgeschichte; 46), S.149-171.
Hans Otto HORCH: "Rückkehr zur Tradition als Revolte". Barbara Honigmann als deutschjüdische Schriftstellerin. In: Monatshefte für Evangelische Kirchengeschichte des Rheinlandes 53
(2004), S.63-80.
Hans Otto HORCH: Ephraim Moses Kuh (1731-1790). In: Schlesier des 14. bis 20. Jahrhunderts.
Im Auftrage der Historischen Kommission für Schlesien hrsg. v. Arno Herzig. Neustadt an der
Aisch: Degener 2004, S.148-154.
Hans Otto HORCH: "Archiv jüdischen Lebens". DFG-Digitalisierungsprojekt erschließt historische
jüdische Periodika. In: RWTH Themen 2/2004, S.68-69.
Hans Otto HORCH: Nathans Tod? Über Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht Nathan
der Weise. Aachen: Goethe-Gesellschaft 2005 (= Kleine Reihe Nr 4).
Hans Otto HORCH: www.compactmemory.de. Dr. Hermann Simon sprach mit Prof. Dr. Hans Otto
Horch über dessen Projekt "Deutsch-jüdische Periodika im Internet". In: Jüdisches Berlin 8
(2005), Nr 72 (März), S.14.
Hans Otto HORCH: Edgar Hilsenrath. Provokation der Erinnerungsrituale. In: Shoah in der
deutschsprachigen Literatur. Hrsg. v. Norbert Otto Eke und Hartmut Steinecke. Berlin: Erich
Schmidt 2006, S.267-273.
71
Hans Otto HORCH: Compact Memory. Ein DFG-Projekt zur retrospektiven Digitalisierung
jüdischer Periodika im deutschsprachigen Raum. In: Zeitschrift für Bibliothekswesen und
Bibliographie 53 (2006), H.3-4, S.177-180.
Hans Otto HORCH: Judaica-Bibliothek im Internet. Dr. Hermann Simon im Gespräch mit Prof. Dr.
Hans Otto Horch (RWTH Aachen) über die Digitalisierung der deutschen Judaica-Bestände. In:
Jüdisches Berlin 10 (2007), Nr 91 (Februar), S.19.
Hans Otto HORCH: Friedrich Schiller, die Juden und das Judentum. In: ASCHKENAS. Zsch. für
Geschichte und Kultur der Juden 16 (2006), H.1, S.17-36.
Hans Otto HORCH: Deutschtum und Judentum – eine unmögliche Synthese? Jakob Wassermann
im Kontext der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte. In: Jakob Wassermann Deutscher – Jude –
Literat. Hrsg. von Dirk Niefanger, Gunnar Och und Daniela F. Eisenstein. Göttingen: Wallstein
2007, S. 69-89.
Hans Otto HORCH: Juden in der Literatur: Deutschsprachige Literatur jüdischer Autoren von der
Mitte des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. In: Die Geschichte der Juden in Deutschland.
Hrsg. von Arno Herzig und Cay Rademacher. Hamburg: Ellert und Richter 2007, S. 288-299.
Hans Otto HORCH: Rose Ausländers 36 Gerechte (1967) als Gedichtzyklus. Eine Annäherung. Mit
abschließenden Bemerkungen zum Kontext der deutsch-jüdischen Literaturgeschichte. In:
"Blumenworte welkten". Identität und Fremdheit in Rose Ausländers Lyrik. Hrsg. v. Jens
Birkmeyer. Bielefeld: Aisthesis 2008, S.35-53.
Hans Otto HORCH: Geleitwort. In: Armin A Wallas: Deutschsprachige jüdische Literatur im 20.
Jahrhundert Bd 1. Jüdische Themen in der deutschen Literatur / Literarische Bibelrezeption /
Deutsch-jüdische Schriftsteller und die Literatur Israels / Österreich-Konzeptionen jüdischer
Schriftsteller zwischen Monarchie und Exil u.a. Wuppertal: Arco 2008, S.11-12.
Rezensionen, Lexikonartikel, Miszellen
Florian Krobb (Hrsg.), 150 Jahre 'Soll und Haben'. 2005 (Jahrbuch der Raabe-Gesellschaft 2006,
S.194-199).
Im Zeichen der Mnemosyne. Über einige Neuerscheinungen zur Erinnerungskultur und zur deutschjüdischen Literatur- und Kulturgeschichte. (ASCHKENAS 15. Jg. 2/2005, S.225-241).
Rezensionen in "Germanistik"
Gottfried Benn: Sämtliche Werke. Stuttgarter Ausgabe Bd 7,1-2. 2003. (2004/1,2 Nr 2600).
Klaus Schuhmann: Max Herrmann-Neiße. 2003. (2004/1,2 Nr 2757).
Mirjana Stancic: Manès Sperber. 2003. (2004/1,2 Nr 3634).
Albert Ehrenstein: Werke. Bd 4,1 und 4,2, 1997; 5, 2004. (2004,3/4 Nr 6246).
Georg Hermann: Werke und Briefe. Bd 1, 2, 3, 6, 7,1/2 1998, 8,1 2000, 8,2/3 2001. (2004,3/4 Nr
6287).
Arnold Zweig: Berliner Ausgabe. Bd 1/6 2004. (2005,1/2 Nr 2957).
Markus Raith: Erzähltes Theater. 2004. (2005,3/4 Nr 6167).
Gottfried Benn: Briefe. Merkur. 2004. Limes Verlag. 2006. (2006,3/4 Nr 6039).
Arnold Zweig: Briefwechsel Arnold und Beatrice Zweig mit Ruth Klinger. 2005. (2006,3/4 Nr
6539).
72
Lexikonartikel
Edgar Hilsenrath. In: Metzler Autoren Lexikon. Deutschsprachige Dichter und Schriftsteller vom
Mittelalter bis zur Gegenwart. 3., aktualisierte und erweiterte Aufl. Hrsg. v. Bernd Lutz und
Benedikt Jeßing. Stuttgart, Weimar: Metzler 2004, S.330-332.
DRITTMITTELPROJEKTE
[September 2001- August 2004]
Hans Otto HORCH: Von der Kritik zur Kulturzeitschrift: Die Kunstkritik deutsch-jüdischer
Periodika 1837-1922. Förderer: Fritz Thyssen Stiftung. Art der Förderung: Projektförderung.
Bewilligungssumme: € 215.400,–
Das Projekt untersucht über zahlreiche Kunstkritiken in der deutschsprachigen jüdischen Presse, wie die
in Deutschland lebende jüdische Bevölkerung im 19. und frühen 20. Jahrhundert Kunst rezipiert hat. Es
ermittelt zum einen den Stellenwert der jüdischen Kunstkritik als Beitrag zur deutschen Kunstkritik, vor
allem interessiert aber die Kritik als kulturelles und geistiges Phänomen im Judentum selber. Die zentralen
Fragen lauten: Wie reagiert die Kunstkritik auf die innerhalb und außerhalb des Judentums diskutierten
Kunstanschauungen, speziell auf die Diskussion über angebliche Rationalität und Kunstfeindlichkeit des
Judentums? Welche Rolle fällt ihr in den innerjüdischen Debatten über die Neubewertung der jüdischen
Tradition und die Konstruktion einer jüdischen Geschichte zu?
Die Projektwebsite http://www.juedische-kunstkritik.de bietet die Materialien in OCR-erkannter Form mit
entsprechenden Möglichkeiten der Suche.
[2000-2006]
Hans Otto HORCH: Digitalisierung jüdischer Periodika im deutschsprachigen Raum. Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft. Art der Förderung: Retrospektive Digitalisierung von
Bibliotheksbeständen. Bewilligungssumme: € 1.133.900,–
Die jüdischen Periodika stellen für die Erforschung des Judentums seit der beginnenden Neuzeit im
17./18. Jahrhundert ein gar nicht zu überschätzendes Quellenreservoir dar, auf das wohl alle mit
Jüdischen Studien befassten Fächer immer wieder rekurrieren. Ein gemeinsames Problem bei der Nutzung
besteht darin, dass die Periodika – insbesondere infolge der Verluste im Dritten Reich – in ihrer großen
Mehrzahl nur schwer zugänglich sind und in der Regel vollständige Jahrgänge nur an wenigen
Bibliotheken zu finden sind. Von daher ist die Dokumentation der jüdischen Pediodika in digitalisierter
Form ein dringendes Desiderat der weltweit aktiven Forschung. In Zusammenarbeit mit dem
Sondersammelgebiet Wissenschaft des Judentums der Stadt- und Universitätsbibliothek Frankfurt und der
Bibliothek Germania Judaica Köln, die den umfangreichsten Bestand jüdischer Periodika in der
Bundesrepublik aufweisen, wurden die wichtigsten jüdischen Periodika des deutschen Sprachraums im
Internet global zugänglich gemacht, sofern möglich als Volltext, auf jeden Fall aber als Graphik mit
entsprechender Indexierung.
Zugehörige Website http://www.compactmemory.de
[2005-2008]
Hans Otto HORCH und Axel GELLHAUS: Jakob Wassermann: Tagebücher. Edition und
Kommentar. Förderer: Fritz Thyssen Stiftung. Art der Förderung: Projektförderung.
Bewilligungssumme: € 163.300,–
73
Jakob Wassermann war einer der wenigen großen deutschen Erzähler von Weltruhm. Als Autobiograph ist
Wassermann zudem einer der wichtigen Zeugen politischer deutscher Geschichte. Dass Wassermanns
Werk nach dem Ende der Diktatur seinen früheren Rang nicht wiedergewonnen hat, liegt nicht daran, dass
seine Werke etwa 'veraltet' wären, sondern vornehmlich an der geringen Beachtung durch Publizistik und
Wissenschaft. Dies aber hat vornehmlich rezeptionsgeschichtliche, ja rezeptionstechnische Gründe, die
wiederum auf urheber- und verlagsrechtliche Probleme zurückgehen – und deren Ursachen sind letztlich
politischer Natur. Möglicherweise blieb eine breitere Wirkung auch durch Scheu vor dem Thema
'Deutscher und Jude' blockiert.
Zudem waren wichtige Dokumente jahrzehntelang unzugänglich, galten als verschollen, so die
Tagebücher, von denen einige 1995 endlich ans Licht getreten sind: die Reise-Tagebücher »Amerika« von
1927, »Egypten« von 1929 und die Tagebücher von 1931 bis 1933. Sie zeigen Wassermann als
scharfsichtigen Beobachter seiner selbst und vor allem der Welt, in der er lebte; wegen ihrer enormen
politischen Brisanz sollen sie endlich publiziert werden.
[2005-2008]
Hans Otto HORCH und Axel GELLHAUS: Digitalisierung und Erschließung der literarischpolitischen Wochenschrift "Simplicissimus", Jahrgänge 1 (1896) bis 49 (1944). Förderer:
Deutsche Forschungsgemeinschaft. Art der Förderung: Retrospektive Digitalisierung von
Bibliotheksbeständen. Bewilligungssumme: € 36.700,–
Internet-Datenbank der wichtigen Zeitschrift "Simplicissimus" unter Wahrung des authentischen Layouts.
Digitalisierung der historischen Vorlagen, logische Aufnahme von Beitragstiteln und Beiträgern als
Metadaten sowie extensive Verschlagwortung dargestellter Inhalte anhand einer Lemmaliste, die sich
wiederum um ein Glossar und eine Verknüpfung mit bibliographischen Angaben erweitert. Projektergebnis
ist ein umfassendes Datenbank-Bereitstellungssystem mit einem differenzierten RechercheInstrumentarium.
Zugehörige Website: http://www.simplicissimus.info/
[2006-2008]
Hans Otto HORCH: Erschließung, Digitalisierung und Bereitstellung der Judaica-Quellenbestände
des 19. und 20. Jahrhunderts in Deutschland auf der Grundlage des Bestandes der Frankfurter
Universitätsbibliothek. Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft. Art der Förderung:
Wissenschaftliche Literaturversorgungs- und Informationssysteme (LIS) – Kulturelle
Überlieferung. Bewilligungszeitraum: 4 Jahre (die Verlängerung bis Februar 2011 wurde
bewilligt). Bewilligungssumme: € 343.300,– (nur Aachen bis Okt. 2008, ohne Frankfurt)
Die Literatur zur Wissenschaft des Judentums, eine einmalige, nicht mehr vollständig vorhandene
Sammlung der Frankfurter Universitätsbibliothek, wird als Digitale Judaica-Sammlung rekonstruiert und
im Internet global zugänglich gemacht. Basis ist der entsprechende Katalog des ehemaligen Leiters der
Sammlung Prof. Dr. Aron Freimann. Die Quellen werden durch Digitalisierung nachhaltig und langfristig
gesichert und fachgerecht erschlossen. In einem Internet-Portal werden die nachhaltige Verfügbarkeit der
Quellen sowie der für die internationale wissenschaftliche Forschung notwendige Zugang online
gewährleistet.
Zugehörige Website: http://www.judaica-frankfurt.de
74
[2006-2009]
Hans Otto HORCH und Thomas BEIN: Wissenstransfer im Deutschunterricht: Textkomplexität und
erweiterte Kontextuierung. Förderer: Robert Bosch Stiftung. Bewilligungszeitraum: 3 Jahre.
Bewilligungssumme: € 32.850,–
Das Problem des Wissenstransfers im Deutschunterricht lässt sich exemplarisch am Phänomen der
Textkomplexität behandeln – eine Herausforderung seit je für die Lehrerinnen und Lehrer und theoretisch
immer schon durch den hermeneutischen Zirkel präsent. Es geht darum, ein schrittweise vertiefendes
Verstehen durch Erweiterung der herangezogenen engeren und weiteren Kontexte zu induzieren und die
Ergebnisse kontrolliert zu überprüfen. Bezüglich dieser Fragestellung lässt sich allerdings eine sich seit
Jahren erweiternde Kluft zwischen Hochschule und Schule konstatieren: in aller Regel wird von der
Hochschule aus die fachliche Seite bestimmt, die Schule gilt in der Regel als Adressat von
Fortbildungsmaßnahmen in einem Einbahn-Verfahren. Das Projekt soll dies ändern, indem über bisher
vernachlässigte Themen (deutsch-jüdische Literatur seit dem 18. Jahrhundert, mittelalterliche
Fachliteratur) ein enges Netzwerk zwischen Schule und Hochschule geschaffen wird. Indem
Vermittlungsprozesse in Schule wie Hochschule analysiert und Folgerungen für die Schul- bzw.
Hochschuldidaktik daraus gezogen werden, bietet sich die Chance auf neue Einsichten für den
Wissenstransfer – ein kleiner Beitrag zu den neuerdings ins Blickfeld der Literatur- wie
Sprachwissenschaften geratenden Transferwissenschaften, der sich als fruchtbar für die Verbesserung der
didaktischen Theorie und Praxis erweisen könnte.
Zugehörige interne Website http://www.denkwerk-projekt.de/
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Michaela WIRTZ: Patriotismus und Kosmopolitismus. Zum Vaterlandsbegriff deutsch-jüdischer
Autoren zwischen 1750 und 1850. Erschienen unter dem Titel: Patriotismus und Weltbürgertum.
Eine begriffsgeschichtliche Studie zur deutsch-jüdischen Literatur 1750-1850. Tübingen: Max
Niemeyer 2006 (Conditio Judaica; 59)
Ruth OELZE: Funken im Abgrund. Soma Morgensterns 'Midrasch' "Die Blutsäule" – Sprache und
Identität in der Shoah-Literatur. Erschienen unter dem Titel: Funkensuche. Soma Morgensterns
Midrasch "Die Blutsäule" und der jüdisch-theologische Diskurs. Tübingen: Max Niemeyer 2006
(Conditio Judaica; 61)
Elisabeth JÜTTEN: Diskurse über Gerechtigkeit im Werk Jakob Wassermanns. Erschienen unter
demselben Titel: Tübingen: Max Niemeyer 2007 (Conditio Judaica; 66)
Martina WILLEMSEN: Fritz Mordechai Kaufmann und "Die Freistatt". Erschienen unter dem
Titel: Fritz Mordechai Kaufmann und "Die Freistatt". Zum 'alljüdischen' Literaturkonzept einer
deutsch-jüdischen Monatsschrift. Tübingen: Max Niemeyer 2007 (Conditio Judaica; 63)
Gabriela WITTWER: Zwischen Orthodoxie und Assimilation. Jüdischer Identitätsdiskurs in Soma
Morgensterns Romantrilogie "Funken im Abgrund". Marburg: tectum Verlag 2008.
Patricia VAHSEN: Lesarten - Die Rezeption des Werks von Edgar Hilsenrath. Erschienen unter
demselben Titel: Tübingen: Max Niemeyer 2008 (Conditio Judaica; 71)
Kerstin RÜCKWALD: Zionismus, Sozialismus, Universalismus. Ludwig Strauß. Studien zu Leben
und Werk von 1906 bis 1935. Erscheint 2009 bei Shaker Aachen.
75
GESCHICHTE
ALTE GESCHICHTE
Klaus Freitag, Raban van Haehling, Karl-Leo Noethlichs, Klaus Scherberich, David Engels
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Die Offenheit in Bezug auf Fragestellungen und im theoretisch-methodischen Bereich ermöglicht
Kooperationen nicht nur mit den Fächern, die der Philosophischen Fakultät angehören, sondern
auch mit Natur- und Ingenieurwissenschaften und der Medizin, wenn es z. B. um Fragen der antiken Medizin, Technik, Stadtentwicklung und der historischen Grundlage der aktuellen globalen Probleme geht. An der RWTH Aachen kooperiert u. a. die Alte Geschichte eng mit dem „Aachener
Kompetenzzentrum Wissenschaftsgeschichte“ und dem „Arbeitskreis Römisches Aachen“. Die Alte
Geschichte in Aachen ist darüber hinaus bemüht, ihre nationalen und internationalen Forschungskontakte weiter auszubauen. Dazu zählen neben vielen Universitäten (z. B. die Universitäten Leiden
und Wuppertal) im In- und Ausland vor allem die Forschungsstelle „Inscriptiones Graecae“ in Berlin, das Deutsche Archäologische Institut in Berlin und die Altertümerverwaltung in Patras und
Messolonghi.
• 1. Poleis in Koina in hellenistischer Zeit: Im Rahmen des von der DFG geförderten
Schwerpunktprogramms 1209 „Die hellenistische Polis als Lebensform“ leitet der
Lehrstuhlinhaber das Teilprojekt „Poleis in Koina. Untersuchungen zu den Auswirkungen von
bundesstaatlichen Organisationsformen auf die politischen, ökonomischen, religiösen und
städtebaulichen Strukturen in den griechischen Poleis der hellenistischen Zeit“. Weitere
Informationen erhalten sie unter: http://www.poliskultur.de/
• 2. Historische Landeskunde des antiken Akarnaniens und epigraphische Forschungen in
Nordwestgriechenland: Im Rahmen der Forschungsstelle „Historische Landeskunde des antiken
Griechenland“ werden gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Funke (Münster) die althistorischen
Fragestellungen bearbeitet, die sich im Rahmen der Surveys in Akarnanien (Stratos und Palairos)
ergeben. Unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Funke (Münster) und Prof. Dr. Antonetti
(Venedig) beteiligt sich die Alte Geschichte in Aachen an einer Forschergruppe, die sich mit der
Publikation der Inschriften aus den Museen in Agrinion und Thyrrheion beschäftigt. Dieses
Forschungsteam kooperiert eng mit der griechischen Altertümerverwaltung in Griechenland in
der Forschungsstelle „Inscriptiones Graecae“ der BBAW. http://www.uni-muenster.de/Hellas/
• 3. Geschichte und Kultur des antiken Gadara: Der Lehrstuhlinhaber ist Mitglied einer
Forschergruppe des Deutschen Archäologischen Institut in Berlin (Leitung Dr. C. Bührig und
Prof. Dr. Schauerte), die sich mit der Geschichte und Archäologie des antiken Gadara (Jordanien)
beschäftigt und für die Publikation griechischer Inschriften zuständig, die während der
Grabungen in Gadara gefunden werden. http://www.dainst.org/index_580_de.html.
• 4. Kulte und die griechischen Bundesstaaten: Im Rahmen der Habilitation hat der
Lehrstuhlinhaber eine Arbeit zum Thema Studien zum Verhältnis von Kult, Heiligtum und Politik
in den griechischen Bundesstaaten der hellenistisch-römischen Zeit verfasst (Habilitationsschrift
Münster 2003, z. Z. in Vorbereitung auf den Druck).
• 5. Griechische Geschichte des 3. und 2. Jahrhunderts v. Chr.: Forschungen mit dem Schwerpunkt
auf supranationale Ordnungsstrukturen und zwischenstaatliche Beziehungen.
• 6. Geschichte der römischen Kaiserzeit und der Spätantike unter besonderer Berücksichtigung der
antiken Historiographie
• 7. Antike Religionsgeschichte: Neues Testament und Antike Kultur: Das fünfbändige
Studienbuch erschließt die ganze Vielfalt der antiken Welt, in der das Neue Testament entstand.
Über 80 international renommierte Autoren u. a. aus den Bereichen Theologie, Alte Geschichte,
78
•
•
•
•
•
Altphilologie, Judaistik, Religionswissenschaft, Archäologie, Rechtsgeschichte, Philosophie und
Medizingeschichte erläutern historische Zusammenhänge, das menschliche Leben in Familie,
Gesellschaft und Wirtschaft sowie Fragen von Weltanschauung und Kult.
8. Das römische Vorzeichenwesen: Götterzeichen aller Art spielten im politischen wie im privaten
Leben des römischen Volkes eine kaum zu überschätzende Rolle. Im Rahmen dieses Projektes
werden alle verfügbaren Quellen erstmals zusammengestellt, die mit öffentlichen, militärischen
und privaten Vorzeichen in Verbindung stehen unter Einbeziehung des neuesten
Forschungsstandes und unter Beachtung des historischen und religionsgeschichtlichen Kontextes
sowie der Überlieferungslage. Die zusammenfassende Darstellung der historisch-politischen
Entwicklung des römischen Vorzeichenwesens sowie eine historisch-psychoanalytische
Interpretation liegen nun in gedruckter Form vor.
9. Kirche - Staat - Gesellschaft in vorkonstantinischer Zeit: Am Lehrstuhl für Alte Geschichte der
RWTH Aachen startete 1997 unter der Leitung von R. von Haehling das Projekt „Kirche - Staat Gesellschaft in vorkonstantinischer Zeit“. Es verfolgt das Ziel, die Wahrnehmungen christlicher
Autoren zu relevanten Institutionen des römischen Staates zu untersuchen. Von Interesse sind die
durch das Imperium Romanum vorgegebenen Rahmenbedingungen und deren Einfluß auf das
Entstehen des Christentums. Im Mittelpunkt eines ersten Untersuchungsbereiches, dessen
Ergebnisse in einer Monographie publiziert werden sollen, steht die Person des römischen
Kaisers.
10. Mythenkritik und Mythendeutung frühchristlicher Autoren im Rahmen der heidnischchristlichen Auseinandersetzung: Der Lehrstuhl für Alte Geschichte intensiviert am Beispiel des
griechischen Mythos seine Untersuchungen zu Interaktion der Christen mit ihrer heidnischen
Umwelt im Römischen Reich in den ersten drei nachchristlichen Jahrhunderten. Unter der
Leitung von Raban von Haehling ist das Projekt von der Henkel-Stiftung gefördert worden.
11. Juden im christlichen Imperium Romanum: Unter den bis heute wichtigen historischen
Wurzeln einer europäischen Kultur nimmt die Geschichte der Juden eine besondere Stellung ein.
In den Quellen, die in diesem Buch präsentiert werden, stellen sich die Juden als keineswegs
hilflos der christlichen Gesellschaft ausgeliefert dar. Die Wirklichkeit scheint von großer
Lebenskraft vieler Gemeinden bestimmt gewesen zu sein. Als Grundzug der hier behandelten
Epoche jüdischer Geschichte in der Spätantike zeigt sich, daß die mehrheitlich christliche
Judentheologie und die Realität des Lebens zum Teil weit auseinanderfielen. Dies aber machte
die Lage der Juden instabil und unberechenbar.
12. Geschichte des römischen Aachen: 2006 hat sich ein Arbeitskreis römisches Aachen
zusammengefunden, um die Bedeutung des römischen Aachen zu erforschen. Der Arbeitsgruppe
gehört auch der Stadtarchäologie Andreas Schaub an. Zur Zeit wird eine Publikation vorbereitet,
die die neuesten Ergebnisse historisch-archäologischer Arbeit zusammenfasst.
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Zu 1.1.1
K. FREITAG: Ethnogenese, Ethnizität und die Entwicklung der griechischen Staatenwelt in der
Antike, in: Historische Zeitschrift 285, 2, 2007, 284-307. (Aufsatz, begutachtet)
K. FREITAG: Zum Problem der „schrumpfenden Stadt“ in der griechischen Antike, in:
Schrumpfende Städte. Ein Phänomen zwischen Antike und Moderne, hrsg. A. Lampen; A. Owzar,
Köln u. a. 2008, 1-15 (Beitrag im Sammelband, nicht begutachtet).
K. FREITAG: Einige Überlegungen zur Umbenennung von Poleis in der griechischen Geschichte,
in: Vom Euphrat bis zum Bosporus. Kleinasien in der Antike. Festschrift für Elmar Schwertheim
79
zum 65. Geburtstag. Hrsg. von E. Winter in Zusammenarbeit mit F. Biller u. a., 1. Band, Asia
Minor Studien. Band 64. Bonn 2008, 237-252 (Beitrag im Sammelband, nicht begutachtet)
Zu 1.1.2.
K. FREITAG: (gemeinsam mit Funke, P. Moustakis), Aitolia, in: An Inventory of Archaik and
Classical Poleis, hrsg. v. M. H. Hansen, T. H. Nielsen, Oxford UP 2004, 379-390 (Beitrag in
Handbuch, begutachtet).
K. FREITAG: (gemeinsam mit M. Tieke): Die bibliographische Datenbank „Hellas“ und ihre
Bedeutung im Rahmen der historischen Landeskunde des antiken Griechenland, in: Choregia.
Münstersche Griechenland-Studien, Bd. 3 hrsg. v. H.-D. Blume; C. Lienau, Münster 2006, 119131 (Beitrag im Sammelband, nicht begutachtet).
K. FREITAG: Der Symmachievertrag zwischen Rom und Thyrrheion aus dem Jahre 94 v. Chr. Ein
neues Fragment zu IG IX 1, 12 242, in: Studi in Ricordo di Fulviomario Broilo, Atti del Convegno
Venezia, 14-15 ottobre 2005, a cura di G. Cresci Marrone e A. Pistellato, Padova 2007, 341-353
((Beitrag im Sammelband, begutachtet).
K. FREITAG: Überlegungen zur Konstruktion von Grenzen im antiken Griechenland, in: P. Funke,
R. Albertz (Hg.), Grenzen und Räume in der Antike, München 2007, 49-70 (Beitrag im
Sammelband, begutachtet).
K. FREITAG: u. a., Interdisziplinäre Landschaftsforschungen im westgriechischen Akarnanien.
Berichte zu den Surveykampagnen 2000 - 2002 sowie zu den paläobotanischen und
paläogeographischen Forschungen auf der Plaghiá-Halbinsel, in: Archäologischer Anzeiger 2007,
95-178 (verantwortlich S. 95-106, Aufsatz begutachtet).
Zu 1.1.4:
K. FREITAG: Die Schiedsgerichtsbarkeit der panhellenischen Heiligtümer, in: Kult, Konflikt und
Versöhnung. Beiträge zur kultischen Sühne in religiösen, sozialen und politischen
Auseinandersetzungen des antiken Mittelmeerraumes, hrsg. v. R. Albertz, Veröffentlichungen des
AZERKAVO / SFB 493, Bd, 2, Münster 2001, 211-229 ((Beitrag im Sammelband, begutachtet).
K. FREITAG: Einige Überlegungen zum Wirkzusammenhang zwischen Kult und Politik im
thessalischen Bund anhand des Schiedsvertrags zwischen Halos und Theben, in: Kult – Politik –
Ethnos, hrsg. v. K. Freitag, P. Funke, M. Haake, Stuttgart 2006, 209-235 (= Historia ES 189)
(Beitrag im Sammelband, begutachtet).
K. FREITAG: Die griechischen Bundesstaaten, in: A. Wilke, E. Olshausen, R. Szydlak, Historischer
Atlas der antiken Welt, Der neue Pauly, Suppl. 3, Stuttgart 2007, 200-203 (Beitrag in Lexikon).
Zu 1.1.5:
K. SCHERBERICH: Koinè symmachía. Untersuchungen zum Hellenenbund Antigonos’ III. Doson
und Philipps V. (224-197 v. Chr.), Stuttgart 2009 (= Historia ES 184). (Monograhie, begutachtet).
K. SCHERBERICH:ZUR Griechenlandpolitik Ptolemaios’ III. (FS W. Orth; im Druck).
80
Zu 1.1.6:
R. von HAEHLING: Krisenwahrnehmungen in den Prooemien spätrepublikanischer und
kaiserzeitlicher Geschichtsschreiber, in: H. Scholten (Hg.), Die Wahrnehmung von
Krisenphänomenen. Fallbeispiele von der Antike bis in die Neuzeit, Köln/Weimar/Wien 2007, 6581. (Beitrag im Sammelband, begutachtet).
R. von HAEHLING: Interregnum und Alleinherrschaft in Ciceros Schrift ‚De re publica’, in: E.
Richter/R. Voigt/H. König (Hgg.), Res Publica und Demokratie. Die Bedeutung von Cicero für
das heutige Staatsverständnis. Baden-Baden 2007, 65-83. (Beitrag im Sammelband, nicht
begutachtet).
K. SCHERBERICH: Zur Suetonimitatio in Einhards vita Karoli Magni, in: L. Kéry (Hrsg.),
Eloquentia copiosus. FS für Max Kerner zum 65. Geburtstag, Aachen 2006, 17-28 (Beitrag im
Sammelband, nicht begutachtet).
K. SCHERBERICH: Zur sozialen Bewertung der Arbeit bei Cicero, De officiis 1, 150f., in: D.
Dormeyer/F. Siegert/J. Cornelis de Vos (Hrsg.), Arbeit in der Antike, im Judentum und
Christentum (Münsteraner Judaistische Studien 20): Münster 2006, 86-97 (Beitrag im
Sammelband, nicht begutachtet).
K. L. NOETHLICHS: Dolmetscher in der Antike unter besonderer Berücksichtigung der
Spätantike, in: V. Lica (Hg.), Festschrift V. Iliescu, 2006. (Beitrag im Sammelband, nicht
begutachtet).
K. L. NOETHLICHS: "Technik" im Geschichtswerk Herodots: Eloquentia copiosus. Festschrift für
Max Kerner zum 65. Geburtstag, ed. Lotte Kerry, Aachen 2006, 283-296. (Beitrag im
Sammelband, nicht begutachtet).
Zu 1.1.7:
K. L. NOETHLICHS/K. SCHERBERICH (Hrsg., zusammen mit K. Erlemann/J. Zangenberg):
Neues Testament und Antike Kultur. Band 1. Prolegomena – Quellen – Geschichte, NeukirchenVluyn 2. Aufl. 2004.
K. L. NOETHLICHS/K. SCHERBERICH: Neues Testament und Antike Kultur. Band 2. Familie –
Gesellschaft – Wirtschaft, Neukirchen-Vluyn 2005.
K. L. NOETHLICHS/K. SCHERBERICH: Neues Testament und Antike Kultur. Band 3.
Weltauffassung – Kult – Ethos, Neukirchen-Vluyn 2005.
K. L. NOETHLICHS/K. SCHERBERICH: Neues Testament und Antike Kultur. Band 4.
Gesamtregister – Tafeln, Neukirchen-Vluyn 2006.
K. L. NOETHLICHS/K. SCHERBERICH: Neues Testament und Antike Kultur. Band 5. Texte und
Urkunden, Neukirchen-Vluyn 2008.
Zu 1.1.8:
D. ENGELS: Das römische Vorzeichenwesen (753-27 v.Chr.). Quellen, Terminologie, Kommentar,
historische Entwicklung, Stuttgart 2007, begutachtet.
81
Zu 1.1.9:
R. von HAEHLING: Der Manichäismus: Eine Weltreligion zwischen Christentum und Islam, in:
Ausstellungskatalog „Ex Oriente“, Bd. 1, Mainz 2003, 268-281. (Beitrag im Sammelband, nicht
begutachtet).
R. von HAEHLING: Voraussetzung und Willensfreiheit: Die geistige Auseinandersetzung der
frühen Christen mit dem Erzählgut der griechischen Tragödie, in: Ders. (Hg.), Griechische
Mythologie und frühes Christentum, Darmstadt 2005, 339-358. (Beitrag im Sammelband, nicht
begutachtet).
R. von HAEHLING: Der fiktive Briefwechsel zwischen Seneca und Paulus: Ein
Datierungsvorschlag, in L. Kéry (Hg.), Eloquentia Copiosus. FS für M. Kerner zum 65.
Geburtstag, Aachen 2006, 117-128. (Beitrag im Sammelband, nicht begutachtet).
Zu 1.1.10:
R. von HAEHLING: Mythenkritik und Mythendeutung frühchristlicher Autoren im Rahmen der
heidnisch-christlichen Auseinandersetzung, in: V. Lica (Hg.), Historiae Diversitas. FS für V.
Iliescu, Galati 2006, 129-146. (Beitrag im Sammelband, nicht begutachtet).
Zu 1.1.11:
K. L. NOETHLICHS: Ethik chrétienne dans la législation de Constantin le Grand?: MEFRA, École
Française de Rome 2004. (Aufsatz, begutachtet).
K. L. NOETHLICHS: "…so dass fast das gesamte Judäa zur Wüste wurde". Ökonomische
Auswirkungen der jüdisch-römischen Kriege 70/3 und 132/5 n. Chr., in: J. Nollé / J. Spielvogel
(Hg.), Politische Umbrüche und wirtschaftliche Entwicklung in der Antike. Eine
Interdependenzstudie. Festschrift für Hans Kloft zum 65. Geburtstag, (2004).
K. L. NOETHLICHS: Revolution from the top? ‹Orthodoxy› and the persecution of heretics in
imperial legislation from Constantine to Justinian, in: C. Ando / J. Rüpke (Eds.), Religion and
Law in Classical and Christian Rome, Stuttgart 2006, 115-125. (Beitrag im Sammelband,
begutachtet).
K. L. NOETHLICHS: Jews, Heretics or Useful Farm Workers? Samaritans in Late Antique Imperial
Legislation, in: J. Drinkwater / B. Salway (Hg.), Wolf Liebeschuetz Reflected. (Festschrift J. W.
H. G. Liebeschuetz), London 2007, 57-65. (Beitrag im Sammelband, begutachtet).
DRITTMITTELPROJEKTE
DFG-Projekt „Poleis in Koina“ im Rahmen des SPP 1209 „Hellenistische Poleis“ 2008/2009
Bewilligte Mittel: Laufzeit ab 2006: ca. 10.000 Euro pro Jahr
Im Rahmen des von der DFG geförderten Schwerpunktprogramms 1209 „Die hellenistische Polis als
Lebensform“ leitet der Lehrstuhlinhaber das Teilprojekt „Poleis in Koina. Untersuchungen zu den
Auswirkungen von bundesstaatlichen Organisationsformen auf die politischen, ökonomischen, religiösen
und städtebaulichen Strukturen in den griechischen Poleis der hellenistischen Zeit“. Weitere
Informationen erhalten sie unter: http://www.poliskultur.de/
„Kirche – Staat – Gesellschaft in vorkonstantinischer Zeit“ (gefördert durch die GörresGesellschaft), Laufzeit 2004-2006. Summe insgesamt: 54.360 Euro
82
Am Lehrstuhl für Alte Geschichte der RWTH Aachen startete 1997 unter der Leitung von Prof. Dr. R. von
Haehling das Projekt „Kirche - Staat - Gesellschaft in vorkonstantinischer Zeit“. Es verfolgt das Ziel, die
Wahrnehmungen christlicher Autoren zu relevanten Institutionen des römischen Staates zu untersuchen.
Von Interesse sind die durch das Imperium Romanum vorgegebenen Rahmenbedingungen und deren
Einfluß auf das Entstehen des Christentums. Im Mittelpunkt eines ersten Untersuchungsbereiches, dessen
Ergebnisse in einer Monographie publiziert werden sollen, steht die Person des römischen Kaisers.
„Mythenkritik und Mythendeutung frühchristlicher Autoren im Rahmen der heidnisch-christlichen
Auseinandersetzung“ (gefördert durch die Henkel-Stiftung), Leiter: Raban von Haehling,
Laufzeit: 2004-2007, Summe: 97964 Euro.
Als ein zentraler Baustein der heidnischen Kultur trafen die christlichen Autoren auf eine reichhaltige
Mythenrezeption. Zwangsläufig haben sie sich mit diesen Stoffen und den heidnischen Kritiken und
Deutungen auseinandergesetzt. Das griechische Mythenmaterial wurde von ihnen überraschend oft
nacherzählt, unterschiedlich gewertet und ihren Zielen dienstbar gemacht. Der christliche Umgang mit
diesem zentralen heidnischen Kulturgut macht daher die christliche Positionierung in fremder Umgebung
an eingängigen und noch heute rezipierten „Erzählungen“ deutlich. Das Projekt untersucht diese
christliche Auseinandersetzung mit dem paganen Erzählgut nun erstmals systematisch. Sein
Forschungsziel ist ein Beitrag zur Konkretisierung des Verhältnisses der Christen zur göttergläubigen
Intelligenz sowie zum Religionsverständnis ihrer heidnischen Umwelt.
Andere Projekte
Siehe oben 1.1.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN (ABGESCHLOSSEN 2004-2008)
Abgeschlossene Dissertationen:
D. ENGELS: Das römische Vorzeichenwesen (753-27 v.Chr.). Quellen, Terminologie, Kommentar,
historische Entwicklung, erschienen Stuttgart 2007.
C. KOLTER: Laudatis semper antiquos, sed nove de die vivitis – Die vorkonstantinischen Christen
und das frühe Rom, erschienen Aachen 2009
Laufende Dissertationen:
Thomas BOUNA: „Wahrnehmung und Rechtfertigung des Krieges in der attischen Publizistik des
4.Jhd. v. Chr.” (Arbeitstitel)
Michael KLEU: „Philipp V. von Makedonien – nur der Vollstrecker des makedonischen
Niederganges? Eine Revision des traditionell negativen Bildes des vorletzten Makedonenkönigs“
(Arbeitstitel)
Carla NICOLYE: „Geiserich: Romaniae reversor oder fundator vandalicae?” (Arbeitstitel)
Karsten C. RONNENBERG: „Die heidnisch-christliche Auseinandersetzung im Spiegel der
Mythenrezeption bei Hieronymus“ (Arbeitstitel)
83
MITTLERE GESCHICHTE
Harald Müller, Max Kerner, Dietrich Lohrmann, Horst Kranz, Ulrich Alertz, Lioba Geis, Eric
Lipperts, Monika Gussone, Lotte Kéry
Am 1.9.2008 wurde der Lehrstuhl mit Prof. Dr. Harald MÜLLER neu besetzt. Es erfolgt dadurch
bedingt eine partielle Neuausrichtung der Forschungsaktivitäten.
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Der Lehrstuhl für Mittlere Geschichte weist ein breites Spektrum an Forschungsaktivitäten auf.
Zwei Hauptgebiete lassen sich benennen. Zum einen erforschen Prof. Dr. Max KERNER und seine
Mitarbeiter die politische und kulturelle Geschichte des frühen und hohen Mittelalters mit deutlichen Schwerpunkten im Bereich der Karolingerzeit und der Geschichte Aachens (KERNER) sowie
Süditaliens im Hochmittelalter (Lioba GEIS, M.A.). Hinzu kommen mannigfache Aktivitäten im
Gesamtkomplex ‚Kultur und Technik in der europäischen Geschichte’. Als weiteres Forschungsfeld
widmen sich Prof. Dr. Dietrich LOHRMANN und seine Arbeitsgruppe (PD Dr. Horst KRANZ, Dr.
Ulrich ALERTZ) seit langem der älteren Energiegeschichte, besonders der des Rheinlands. Im Berichtszeitraum trat innerhalb dieses technikgeschichtlichen Schwerpunkts eine Konzentration auf
Ingenieurhandschriften der Renaissance hinzu. Hier wurden Kooperationen mit Ingenieurwissenschaftlern und Naturwissenschaftlern erfolgreich erprobt.
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Karl der Große, Aachen, die Karolinger und Europa (KERNER)
Geschichte der politischen Ideen im hohen und späten Mittelalter (KERNER, GEIS)
Kultur und Technik in der europäischen Geschichte (KERNER)
Geschichte der Technik des Mittelalters, Ingenieurhandschriften der Renaissance (LOHRMANN,
KRANZ)
Papsttum und Frankreich (LOHRMANN)
Geschichte Süditaliens im Hochmittelalter (GEIS)
Papsttum und europäische Regionen im Hochmittelalter (MÜLLER)
Renaissance-Humanismus (MÜLLER)
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Konrad Guter von WERDEN: De machinis et rebus mechanicis. Ein Maschinenbuch aus Italien für
den König von Dänemark 1393-1424. Einleitung und Edition von D. Lohrmann, H. Kranz u. U.
Alertz, 2 Bde (Studi e testi 428-429), Città del Vaticano 2005.
H. MÜLLER: Mittelalter (Akademie Studienbücher Geschichte), Berlin 2008.
Herausgeberwerke
M. KERNER (Hrsg.): Der Aachener Dom als Ort geschichtlicher Erinnerung, Köln 2004.
M. KERNER und T. MÜLLER
Wissensgesellschaft, Aachen 2006.
84
(Hrsg.):
Gespaltene Welt?
Technikzugänge
in
der
L. KÉRY (Hrsg.) unter Mitarbeit von M. GUSSONE, E. LIPPERTS, I. DELOIE, L. GEIS, C.
LÜRKEN und S. SCHLEDE Eloquentia copiosus. Festschrift für Max Kerner zum 65.
Geburtstag, Aachen 2006.
J. JOHRENDT und H. MÜLLER (Hrsg.): Römisches Zentrum und kirchliche Peripherie. Das
universale Papsttum als Bezugspunkt der Kirchen von den Reformpäpsten bis zu Innozenz III.
(Neue Abhandlungen der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Philologisch-Historische
Klasse 2), Berlin 2008.
Aufsätze
M. KERNER: Mythos Karl der Große, in: Karl der Große und Europa, hg. von der Schweizerischen
Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Deutschen
Historischen Museum (2004) S. 87-100.
M. KERNER: Joachim von Fiore und die Bildwelt seines Liber Figurarum – ein Beitrag zur
Geschichte der Visualisierung, in: Bild und Erkenntnis. Formen und Funktionen des Bildes in
Wissenschaft und Technik, hg. von A. BEYER u. M. LOHOFF (2005) S. 374-375.
M. KERNER: Pippin und die Entstehung des Kirchenstaates. Zur kirchenpolitischen Grundlegung
Europas, in: Sie schufen Europa. Historische Portraits von Konstantin bis Karl dem Großen, hg.
von M. MEIER, München 2007, S. 273-286.
E. LIPPERTS: Ein Würdezeichen kaiserlicher Macht? Die Aachener Bronzen und ihre Beurteilung
in der historischen Forschung, in: Der Aachener Dom als Ort geschichtlicher Erinnerung, hg. von
M. KERNER, Köln 2004.
L. GEIS: Das „Siegel der Ewigkeit“ als Universalsymbol. Diagrammatik bei Heymericus de Campo
(1395-1460), in: Vom Bild zur Erkenntnis? Visualisierungskonzepte in den Wissenschaften, hg.
von D. GROß u. S. WESTERMANN (Studien des Aachener Kompetenzzentrums für
Wissenschaftsgeschichte 1), Kassel 2007, S. 131-147.
L. GEIS: „Modus vivendi claustralium.“ Der Bienenstaat als Symbol klösterlichen
Zusammenlebens. Zum Bonum universale de apibus des Thomas von Cantimpré, in: Ille operum
custos. Kulturgeschichtliche Beiträge zur antiken Bienensymbolik und ihrer Rezeption, hg. von D.
ENGELS u. C. NICOLAYE (Spudasmata 118), Hildesheim 2008, S. 185-203.
L. GEIS: „Bonum certamen certare“. Zur Geschichte des Templerordens (1119–1314), in: Burgen
und Städte der Kreuzzugszeit, hg. von M. PIANA (Studien zur internationalen Architektur- und
Kunstgeschichte 65), Petersberg 2008, S. 70-80.
D. LOHRMANN: Zwei Ingenieure beim Untergang des Hauses Carrara in Padua (1404-1405), in:
Le technicien dans la cité en Europe occidentale, 1250-1650, sous la direction de Mathieux
Arnoux et Pierre Monnet, Collection de l’Ecole française de Rome 325, Rom 2004, S. 25-41.
D. LOHRMANN: Donation d’autels et service de l’ost à Noyon au Xe siècle, in: Foi chrétienne et
églises dans la société politique de l'Occident du Haut Moyen-Âge (Cahiers de l'Institut
d’Anthropologie juridique de Limoges 11), Limoges 2004, S.133-148.
D. LOHRMANN: Lothringen, Paris und Aachen in einer naturkundlichen Enzyklopädie aus Metz
(ca. 1245-1250), in: Retour aux sources. Textes, études et documents d'histoire médiévale offerts à
M. Parisse, Paris 2004, S.687-693.
D. LOHRMANN: Östliche Mechanik auf dem Weg nach Europa zur Zeit der Kreuzzüge, in: Kein
Krieg ist heilig: Die Kreuzzüge, hg. von H.-J. KOTZUR, Mainz 2004, S. 287-295.
85
D. LOHRMANN: Les marges dans les manuscrits d'ingénieurs, in: Scientia in Margine. Etudes sur
les Marginalia dans les manuscrits scientifiques du Moyen Âge à la Renaissance, hg. von D.
JACQUART u. C. BURNETT (École pratique des Hautes études. Sciences historiques et
philologiques. Hautes études médiévales et modernes 88), Genf 2005, S. 217-240.
D. LOHRMANN: Die archimedische Schraube in der Geschichte der menschlichen Arbeit bis ins
15. Jahrhundert, in: Arbeit in der Wahrnehmung des Mittelalters, hg. von V. POSTEL, Berlin
2006, S. 171-186.
D. LOHRMANN: Maschinen in Gold (Ein mittelalterliches Maschinenbuch aus der Vatikanischen
Bibliothek), in: DAMALS. Das Magazin für Geschichte und Kultur 7/2006, S. 43-44.
D. LOHRMANN: Pumpen und andere „Wasserkünste“ bei Konrad Gruter aus Werden an der Ruhr
(1393-1424), in: Wirtschaft – Gesellschaft – Mentalitäten im Mittelalter. Festschrift zum 75.
Geburtstag von Rolf Sprandel, hg. von Hans-Peter BAUM, Rainer LENG und Joachim
SCHNEIDER (Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte 107), Stuttgart 2006, S. 79-92.
D. LOHRMANN: Idee und Wirklichkeit
Technikgeschichte 73 (2006) S. 227-251.
des
Perpetuum mobile im Mittelalter,
in:
D. LOHRMANN: Das Maschinenbuch des Konrad Gruter für Erich VII., König von Dänemark
(1424), in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 63 (2007) S. 71-92.
D. LOHRMANN: Le pape Urbain V, constructeur de puits, in: Jeux d’eau. Moulins, meuniers et
machines hydrauliques XIe-Xxe siècle. Cahier d’histoire des techniques 7, Aix-en-Provence 2008,
S. 195-207.
H. KRANZ: Liège-sur-Houille. „Priesterparadies“ und Kohlenstadt im Mittelalter. In: Stadt und
Bergbau, hg. von K. H. KAUFHOLD u. W. REININGHAUS (Städteforschung. Reihe A.
Darstellungen 64), Köln u.a. 2004, S. 1-38 (Illustr., Anhang altfranz. Quellen mit Übersetzung).
H. KRANZ: Arbeit und Kapital im Steinkohlenbergbau des Lütticher Zisterzienserklosters Val
Saint-Lambert. In: Arbeit im Mittelalter. Vorstellungen und Wirklichkeiten, hg. von V. POSTEL,
Berlin 2006, S. 187-202.
H. KRANZ: Raketenantrieb um 1420: Ideen und Experimente des venezianischen Arztes Johannes
Fontana, in: Eloquentia copiosus. Festschrift für Max Kerner zum 65. Geburtstag, hg. von L.
KÉRY unter Mitarbeit von M. GUSSONE, E. LIPPERTS, I. DELOIE, L. GEIS, C. LÜRKEN u.
S. SCHLEDE, Aachen 2006, S. 315-333.
H. KRANZ: Technische Visionen um 1420: Entwürfe des venezianischen Arztes Johannes Fontana.
In: GeschichtsBilder, 46. Deutscher Historikertag in Konstanz 19.-22. September 2006,
Berichtsband, hg. von C. WISCHERMANN u. A. MÜLLER, R. SCHLÖGEL u. J. LEIPOLD,
Konstanz 2007, S. 99.
H. KRANZ: Akademische Technik im 15. Jahrhundert. Inhalt und Vokabular eines
wiederentdeckten Traktats von Johannes Fontana, in: Technikgeschichte 74, 2007, S. 119-147.
H. MÜLLER: Zentrum und Peripherie. Prozesse des Austausches, der Durchdringung und der
Zentralisierung in der lateinischen Kirche des hohen Mittelalters, in: Römische Zentrale und
kirchliche Peripherie. Das universale Papsttum als Bezugspunkt der Kirchen von den
Reformpäpsten bis zu Innozenz III., hrsg. von J. JOHRENDT u. H. MÜLLER (siehe oben unter
Herausgeberwerke), S. 1–16 [mit J. JOHRENDT].
H. MÜLLER: Entscheidung auf Nachfrage. Die delegierten Richter als Verbindungsglieder
zwischen Kurie und Region sowie als Gradmesser päpstlicher Autorität, in: Römische Zentrale
und kirchliche Peripherie. Das universale Papsttum als Bezugspunkt der Kirchen von den
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Reformpäpsten bis zu Innozenz III., hrsg. von J. JOHRENDT u. H. MÜLLER (siehe oben unter
Herausgeberwerke), S. 109–131.
H. MÜLLER: Gesandte mit beschränkter Handlungsvollmacht. Zu Struktur und Praxis päpstlich
delegierter Gerichtsbarkeit, in: Aus der Frühzeit europäischer Diplomatie. Zum geistlichen und
weltlichen Gesandtschaftswesen vom 12. bis zum 15. Jahrhundert, hrsg. von Claudia MÄRTL und
Claudia ZEY, Zürich 2008, S. 41–65.
DRITTMITTELPROJEKTE
D. LOHRMANN: Der Maschinentraktat des Konrad Gruter. DFG Einzelförderung, 2000-2004, 1,5
Stellen BAT IIa. Publikationen: à oben bei Monographien unter „Konrad Gruter“ (2006) sowie 16
Aufsätze zum Thema
D. LOHRMANN: Technik für die Zukunft? Giovanni Fontanas technische Jugendwerke über
Messungen von Zeit, Raum und Bewegung. 2005-2009, DFG Einzelförderung, 1 Stelle BAT Ib
D. LOHRMANN: Leonardo da Vinci, Codex Madrid I (Mechanik). 2007-2008,
Stifterverband/Plettner-Stiftung, 1 Stelle BAT II a, 1 Jahr. Fortsetzungsantrag an DFG läuft
H. MÜLLER: Das universale Papsttum und die europäischen Regionen im Hochmittelalter
wissenschaftliches Netzwerk. DFG Einzelförderung, 2007-2010, 32.871 €
Das wissenschaftliche Netzwerk stellt die entscheidende Formierungsphase der lateinischen Kirche im
hohen Mittelalter in den Mittelpunkt. Beginnend mit der Kirchenreform um 1050, gelang es den römischen
Bischöfen in anderthalb Jahrhunderten, ihr Amt aus seiner regionalen Begrenzung hinauszuführen und
einen umfassenden Führungsanspruch zu etablieren. Die Forschung hat diese Entwicklung meist der
Tatkraft der Päpste zugeschrieben. Die Mittel der Zentralisierung – Legaten, Gerichtsbarkeit u. ä. –
wurden dabei benannt und teilweise im regionalen Kontext erforscht. Fast gänzlich unbeachtet blieb
indessen die Frage nach der konkreten Durchsetzung dieses universalen Führungsanspruchs. Hier setzt
das vorliegende Projekt an. Es begreift die hierarchische Ausrichtung der lateinischen Kirche auf den
römischen Bischof im Untersuchungszeitraum als vielgestaltige Interaktion zwischen dem Papsttum und
den Regionen, als kommunikativen Prozess, in dessen Verlauf römischer Anspruch und regionale
Eigenheiten aufeinander trafen. Die Ergebnisse der von Rom forcierten Homogenisierung konnten in
Süditalien anders ausfallen als in Frankreich, sich in Norditalien von denjenigen in Polen unterscheiden.
Aus diesem Grunde werden in der Arbeit des Netzwerks konsequent zwei Perspektiven verfolgt und
zueinander in Beziehung gesetzt: die der römischen Zentrale und die einzelner Regionen, bei deren
Auswahl auf unterschiedliche strukturelle Bedingungen geachtet wurde. Die Kombination der beiden
Blickrichtungen und der Vergleich der Regionen untereinander soll es am Ende ermöglichen, erstmals ein
differenziertes Bild vom Werden einer universalen, auf Rom ausgerichteten Kirche im mittelalterlichen
Europa zu entwerfen.
H. MÜLLER: Gegenpäpste - Prüfsteine universale Autorität im Mittelalter. DFG Einzelförderung,
2008-2011, ca. 190.000 €
Untersucht werden die durch Erhebung konkurrierender Päpste verursachten Schismen des Mittelalters.
Im Zentrum stehen dabei die Krisensituationen, die durch die dogmatisch wie rechtlich nicht vorgesehene
Verdopplung der höchsten kirchlichen Autorität hervorgerufen wurden, und deren Bewältigung durch die
Zeitgenossen. Wurden Gegenpäpste bislang fast ausschließlich unter theologischen Gesichtspunkten
(Spätantike), im Kontext stadtrömischer Konflikte (frühes Mittelalter) oder als Produkte kirchenpolitischer
Fraktionsbildungen, stets aber als persönlich gescheiterte Gegenentwürfe rechtmäßigen Papstseins
betrachtet, so soll nun erstmals der Versuch einer systematischen Zusammenschau des Phänomens
unternommen werden. Der Blick wird dabei auf die Behauptungsstrategien der Konkurrenten und die
kommunikativen Mechanismen gelenkt, die zur Bildung und Festigung eigener Anhängerschaften
eingesetzt wurden. Die Schismen insbesondere des hohen und späten Mittelalters werden als Krisen
begriffen, die Weichenstellungen für die Ausformung universaler päpstlicher Autorität provozieren. In
87
ihnen zeigen sich exemplarisch Kraft und Bedrohungen des römischen Bischofsamtes, das seit der so
genannten „papstgeschichtlichen Wende“ (R. Schieffer) des 11. Jahrhunderts aus der lokalen Begrenzung
herausgetreten und zu einer prägenden Institution der mittelalterlichen Welt aufgestiegen war. Das Projekt
schließt eine kirchengeschichtliche Forschungslücke und lässt neue Einblicke in die diskontinuierlichen
Verläufe päpstlicher Autoritätsbildung und -festigung zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert erwarten.
Andere Projekte
L. Geis: Zwischen Ideal und Wirklichkeit – Herrschaft auf Sizilien von der Antike bis zur Frühen
Neuzeit. Beginn: Mai 2008
Das Projekt, an dem sechzehn Nachwuchswissenschaftler aus zehn Universitäten und insgesamt sechs
verschiedenen Ländern (Deutschland, USA, Großbritannien, Belgien, Italien, Griechenland) beteiligt sind,
hat zum Ziel, anhand paradigmatischer interdisziplinärer Einzelstudien die spannungsreiche Interaktion
von Idealität und Realität bei der Ausübung politischer, wirtschaftlicher und religiöser Macht auf Sizilien
zu untersuchen. Organisiert wird das Forschungsprojekt, dessen Ergebnisse bereits auf einer Tagung (13.15.2.2009) in Aachen vorgestellt wurden, als Gemeinschaftsunternehmen des Lehrstuhls für Römische
Geschichte der Université Libre de Bruxelles und der Lehrstühle für Alte Geschichte und Mittelalterliche
Geschichte des Historischen Instituts der RWTH Aachen. Die Leitung des Projekts haben David Engels
(Römische Geschichte, UL Brüssel), Lioba Geis (Mittelalterliche Geschichte, RWTH) und Michael Kleu
(Alte Geschichte, RWTH) inne. Weitere Hinweise unter: http://www.histinst.rwth-aachen.de/ext/sizilien/.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Promotionen
Heike Nelsen-Minkenberg: David oder Salomon? Studien zur Rezeptionsgeschichte Kaiser
Ludwigs des Frommen in der Historiographie des 9. bis 13. Jahrhunderts (Online-Publikation
2004; http://darwin.bth.rwth-aachen.de/opus3/volltexte/ 2005/1088/).
Annette Fusenig: Wie man ein Weltfest des Pferdesports erfindet. Das Aachener Spring, Reit- und
Fahrturnier
1924
bis
1939
(Online-Publikation
2004;
http://darwin.bth.rwthaachen.de/opus3/volltexte/2004/1000/).
Barbara von Langen-Monheim, Die informatio seriosa Papst Benedikts XIII. von 1399. Stufen einer
kirchenpolitischen Denkschrift von 1399 bis zum Konzil von Perpignan 1408 (Online-Publikation
2004; http://darwin.bth.rwth aachen. de/opus3/volltexte/ 2005/1051/; franz. Version: Un mémoire
justificatif du pape Benoît XIII: l’informatio seriosa. Etudes de ses reformulations, de 1399 aux
actes du concile de Perpignan (1408) (Etudes Roussillonnaises. Revue d’histoire et d’archéologie
méditerranéennes), Canet 2008.
88
FRÜHE NEUZEIT
Christine Roll, Frank Pohle
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Angesichts der dünnen Personaldecke sind die Forschungsschwerpunkte des Lehr- und Forschungsgebiets Geschichte der Frühen Neuzeit klar abgesteckt. Sie ergeben sich aus den persönlichen Präferenzen der Mitarbeiter wie aus den allgemeinen dienstlichen Anforderungen, die aus der Einbindung des Lehr- und Forschungsgebiets in die Struktur des Historischen Instituts wie der gesamten
Hochschule erwachsen. Da die Vertreterin des Lehrgebiets zugleich Leiterin des Hochschularchivs
ist, besteht eine besondere Verantwortung zur Mitarbeit an gesellschafts- und hochschulgeschichtlichen Fragestellungen und Projekten.
Die Professur ist nach einer mehrsemestrigen Vakanz seit WS 2005 mit Frau Prof. Dr. Christine
Roll besetzt. Deren Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Alten Reichs im europäischen
Kontext, besonders die Geschichte der Habsburger, namentlich Karls V., ferner Russland und Europa, Internationale Beziehungen in der Frühen Neuzeit, Katholische Aufklärung und Säkularisation,
Kartographie als Wissens- und Kulturgeschichte und neuerdings: Frauen in den Wissenschaften. Im
April 2006 wurde die etatmäßige Stelle des Wissenschaftlichen Mitarbeiters (50% Beschäftigungsumfang) mit Herrn Dr. des. Frank Pohle besetzt. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich
der Kirchengeschichte, der Wissenschafts- und Bildungsgeschichte, der Geschichte des Jesuitenordens und der Adelsgeschichte. Dabei setzt er regionale Schwerpunkte im Rhein-Maas-Raum und
scheut die Berührung mit der Literatur-, Kunst- und Baugeschichte nicht.
Frau Roll und Herr Pohle bereiten derzeit einen Drittmittelantrag vor, um im Rahmen eines Forschungsprojekts Fragen des Herrschaftsübergangs um 1800 in Grenzräumen zu untersuchen. Dass
dieser Antrag bislang noch nicht eingereicht werden konnte, lag nicht zuletzt am Engagement von
Frau Roll für HumTec: Sie war bis zur Umstrukturierung des Direktoriums Mitglied im Lenkungsausschuss von HumTec, hat zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen Gross, Kobbelt und Ziefle einen – in der ersten Runde leider abgelehnten – Antrag ausgearbeitet und ist nun eine der Mitantragstellerin im bewilligten Forschungsprojekt „City 2020“.
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Frank POHLE: Roda Sacra – Silber und Seide. 20. November – 5. Dezember 2004. Katalog.
Neerbeek 2004 (auch niederländisch: Roda Sacra – Zilver en Zijde. 20 november – 5 december
2004. Catalogus. Neerbeek 2004).
Frank POHLE: Ein Sohn der Aufklärung – Franz Dautzenberg und seine Bibliothek. Aachen 2007.
Herausgeberwerke
Christine ROLL/Matthias SCHNETTGER (Hrsg.): Epochenjahr 1806? Das Ende des Alten Reichs
in zeitgenössischen Perspektiven und Deutungen (= Veröffentlichungen des Instituts für
Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 76), Mainz 2008.
89
Frank POHLE/Louis AUGUSTUS (Hrsg.): Roda Pastoralis – 900 Jahre Seelsorge in Kerkrade,
Afden und Herzogenrath – die Abtei Klosterrath und ihre Patronatspfarreien (=
Veröffentlichungen des Bischöflichen Diözesanarchivs Aachen 50), Aachen 2004.
Aufsätze
Christine ROLL (mit Heide Stratenwerth): "La triste et irréparable situation" – Stimmungsbilder aus
der Adelsgesellschaft während der Säkularisation. In: Landes- und Reichsgeschichte. Festschrift
für Hansgeorg Molitor zum 65. Geburtstag, hrsg. v. Jörg Engelbrecht und Stefan Laux, Bielefeld
2004, S. 325-350.
Christine ROLL: Politisches Kalkül und diplomatische Praxis. Zu den Verträgen und
Vertragsverhandlungen zwischen Zar und Kaiser vom Ende des 15. bis in das 18. Jahrhundert. In:
Heinz Duchhardt/Martin Peters (Hrsg.), Kalkül-Transfer-Symbol: Europäische Friedensverträge
der Vormoderne, Mainz 2006-11-02 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte
Mainz, Beihefte Online 1), Abschnitt 53-52. URL: <http:// www.ieg-mainz.de/vieg-onlinebeihefte/01-2006.html>.
Christine ROLL: Archaische Rechtsordnung oder politisches Instrument? Zur Bedeutung des
Lehnswesens im frühneuzeitlichen Reich. In: zeitenblicke 6 (2007), Nr. 1, urn: nbn:de:0009-98133.
Christine ROLL: Dynastie und dynastische Politik im Zarenreich. Befunde und Überlegungen zur
Heiratspolitik der Romanovs im 17 und 18. Jahrhundert. In: Jahrbuch für Europäische Geschichte
2007, S. 77-102.
Christine ROLL: Farben und Verzerrungen auf Karten. Zu Möglichkeiten und Grenzen
kartografischer Visualisierung. In: Vom Bild zur Erkenntnis? Visualisierungskonzepte in den
Wissenschaften, hrsgg. v. Dominik Groß und Stefanie Westermann (= Studien des Aachener
Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte 1), Kassel 2007, S. 47-59.
Christine ROLL: Das Ende des Alten Reichs in zeitgenössischen Perspektiven und Sichtweisen.
Erträge und neue Fragen. In: Christine Roll/Matthias Schnettger (Hrsg.): Epochenjahr 1806? Das
Ende des Alten Reichs in zeitgenössischen Perspektiven und Deutungen (= Veröffentlichungen
des Instituts für Europäische Geschichte Mainz, Beiheft 76), Mainz 2008, S. 139-147.
Christine ROLL: Europäische Gesandtschaften am Zarenhof. Zeremoniell und Politik. In: Christoph
Emmendörffer/Christof Trepesch (Hrsg.): Zarensilber. Augsburger Silber aus dem Kreml
(Ausstellungskatalog). Augsburg 2008, S. 30-55.
Frank POHLE: Zur Baugeschichte der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Herzogenrath. In:
ders./Louis Augustus (Hrsg.): Roda Pastoralis – 900 Jahre Seelsorge in Kerkrade, Afden und
Herzogenrath – die Abtei Klosterrath und ihre Patronatspfarreien (= Veröffentlichungen des
Bischöflichen Diözesanarchivs Aachen 50), Aachen 2004, S. 221-275.
Frank POHLE: Zur Baugeschichte der Kirche St. Gertrud in Afden. In: ders./Louis Augustus
(Hrsg.): Roda Pastoralis – 900 Jahre Seelsorge in Kerkrade, Afden und Herzogenrath – die Abtei
Klosterrath und ihre Patronatspfarreien (= Veröffentlichungen des Bischöflichen Diözesanarchivs
Aachen 50), Aachen 2004., S. 276-316.
Frank POHLE: Provinz-Panoptikum der Anderen Moderne? Die Bautätigkeit der Gewerkschaft
"Carolus Magnus" in Palenberg, Kreis Heinsberg. In: Dieter Breuer / Gertrude Cepl-Kaufmann
(Hrsg.): "Deutscher Rhein – fremder Rosse Tränke?" Symbolische Kämpfe um das Rheinland
90
nach dem Ersten Weltkrieg (= Düsseldorfer Schriften zur Neueren Landesgeschichte und zur
Geschichte Nordrhein-Westfalens 70), Essen 2005, S. 189-239.
Frank POHLE: Kapelle und Kirche St. Antonius. In: Katholische Kirchengemeinde St. Antonius
Niederbardenberg (Hrsg.): 75 Jahre St. Antonius Niederbardenberg, 1930-2005. Aachen 2005, S.
43-85.
Frank POHLE: Franz Dautzenberg (1769-1828). In: Herbert Dautzenberg / Jo Hoen: 500 Jahre
Dautzenberg. Aachen 2005, S. 60-70.
Frank POHLE: Zum Katechismustheater der Jesuiten im Rheinland. In: Spee-Jahrbuch 12 (2005),
S. 51-68.
Frank POHLE: Johann Joseph Couven und seine Zeit. Studien zur Architektur des 18. Jahrhunderts
in der Euregio Maas-Rhein. In: Aachener Kunstblätter 63 (2003-2005), S. 14-15.
Frank POHLE: Mefferdatis, Moretti und Couven in Kerkrade? Anmerkungen zur älteren
Baugeschichte der Pfarrkirche St. Lambertus und zu ihrem Hochaltar. In: Aachener Kunstblätter
63 (2003-2005), S. 114-130.
Frank POHLE: Johann Joseph Couven als Festarchitekt. Emblematik und Illumination. In:
Aachener Kunstblätter 63 (2003-2005), S. 157-181.
Frank POHLE: Die Bibel als Spiegel der christlichen Familie. P. Paul Aler SJ (1656-1727) und
seine Kölner Singspiele. In: Volker Kapp / Dorothea Scholl (Hrsg.): Bibeldichtung (= Schriften
zur Literaturwissenschaft 26), Berlin 2006, S. 261-299.
Frank POHLE/Lydia KONNEGEN: Die Mosaiken im Aachener Münster als Streitfall der
Denkmalpflege im wilhelminischen Deutschland. In: Geschichte im Bistum Aachen 8
(2005/2006), S. 173-206.
Frank POHLE: Pro exornanda celebritate Aquisgranensi productus. Die Aufführung eines Elias
Thesbites Propheta zur Aachener Heiligtumsfahrt 1629. In: Pro Lingua Latina 8 (2007), S.
LXXIV-LXXXIII.
Frank POHLE: Die Ungarische Kapelle des Aachener Münsters in der Gegenreformation. In:
Ungarn-Jahrbuch 28 (2005-2007), S. 377-395.
Frank POHLE: Jakob Masen als Dramatiker. In: Spee-Jahrbuch 14 (2007), S. 97-117.
Frank POHLE: De bouwgeschiedenis van de Sint Lambertuskerk. In: Jo Ploum / Mike Kockelkoren
/ Karel Thelen u.a. (Red.): 900 jaren kerk en parochie Sint Lambertus Kerkrade (= Kerkrade
onderweg 11), Kerkrade 2007, S. 71-103.
Frank POHLE: De pastorie [van Kerkrade]. In: Jo Ploum / Mike Kockelkoren / Karel Thelen u.a.
(Red.): 900 jaren kerk en parochie Sint Lambertus Kerkrade (= Kerkrade onderweg 11), Kerkrade
2007, S. 104-108.
Frank POHLE: Het kerkelijk kunstbezit van Sint Lambertus. In: Jo Ploum / Mike Kockelkoren /
Karel Thelen u.a. (Red.): 900 jaren kerk en parochie Sint Lambertus Kerkrade (= Kerkrade
onderweg 11), Kerkrade 2007, S. 115-154.
Frank Pohle: De glasinloodramen in de Sint Lambertuskerk te Kerkrade. In: Jo Ploum / Mike
Kockelkoren / Karel Thelen u.a. (Red.): 900 jaren kerk en parochie Sint Lambertus Kerkrade (=
Kerkrade onderweg 11), Kerkrade 2007, S. 199-246.
Frank POHLE: Neue Funde zur Geschichte des Jesuitentheaters in Osnabrück und Meppen. In:
Osnabrücker Mitteilungen 112 (2007), S. 93-133.
91
Frank POHLE: [Hugo Schneiders Planungen zur Restaurierung der Stiftskirche St. Peter zu Fritzlar
und der Martinskirche in Kassel im Bestand der Graphischen Sammlung Kassel]. In: Michael
Eissenhauer (Hrsg.): Bestandskatalog der Architekturzeichnungen des 17.-20. Jahrhunderts in der
Graphischen Sammlung der Staatlichen Museen Kassel, bearb. von Gerd Fenner, Maren Christine
Härtel, Ulrike Hanschke
u.a.
[Nachtrag
2008]. URL:
http://212.202.106.6/dfg/museum kassel/home.jsp (21.07.2008)
Frank POHLE: De schilder Louis Joseph Brüls en zijn werk voor de Lambertusparochie te
Kerkrade. In: Het Land van Herle 58 (2008), S. 96-106.
Frank POHLE: Alfred von Reumont. Lebensskizze und Katalog. In: Stadtbibliothek Aachen
(Hrsg.): Alfred von Reumont (1808-1887). Gelehrter, Diplomat, Ehrenbürger Aachens. Aachen
2008 [Katalog der gleichnamigen Ausstellung in der Stadtbibliothek Aachen, 25.11.200803.01.2009], S. 5-21.
Frank POHLE: Der Kreuzweg in der Herz-Jesu-Kirche zu Rurich. Eine Arbeit aus der Werkstatt des
Ferdinand Langenberg? In: Geschichte im Bistum Aachen 9 (2007/2008), S. 211-241.
Rezensionen
Christine ROLL: ausgewählt seien zwei Foren in den sehepunkten: "Karl V. und die Politik seiner
Zeit", in: sehepunkte 7 (2007), Nr. 4, und, gemeinsam mit Matthias Schnettger: "Die
Säkularisation der Reichskirche und das Ende des Alten Reichs", in: sehepunkte 7 (2007), Nr. 9.
Frank POHLE: "Handbuch der Renaissance. Deutschland, Niederlande, Belgien, Österreich. Hrsg.
von Anne Schunicht-Rawe und Vera Lüpkes. Köln 2002". In: Jülicher Geschichtsblätter 72/73
(2004-2005), S. 336-339.
Frank POHLE: "Jakob Bidermann und sein 'Cenodoxus'. Der bedeutendste Dramatiker aus dem
Jesuitenorden und sein erfolgreichstes Stück. Hrsg. von Helmut Gier. Regensburg 2005 (=
Jesuitica 8)". In: Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 25 (2006), S. 379f.
Frank POHLE: "Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation 962-1802. Altes Reich und Neue
Staaten 1495-1806. 29. Ausstellung des Europarates und Landesausstellung Sachsen-Anhalt.
Hrsg. von Hans Ottomeyer, Jutta Götzmann und Ansgar Reiß. 2 Bde., Dresden 2006". In:
Sehepunkte 7 (2007), Nr. 9 (15.09.2007) = http://www.sehepunkte.de/2007/09/11776.html.
Frank POHLE: "Mission und Theater. China und Japan auf den deutschen Bühnen der Gesellschaft
Jesu. Hrsg. von Adrian Hsia und Ruprecht Wimmer. Regensburg 2005 (= Jesuitica 7)". In:
Rottenburger Jahrbuch für Kirchengeschichte 26 (2007), S. 340f.
Typoskripte
Frank Pohle: Inventar St. Lambertus, Kerkrade-Centrum. Herzogenrath 2004 [VIII+348 S.].
Frank Pohle: Inventar St. Mariä Himmelfahrt, Herzogenrath-Mitte. Herzogenrath 2004 [VIII+268
S.].
Frank Pohle: Inventar St. Gertrud, Herzogenrath-Afden. Herzogenrath 2004 [VIII+168 S.].
Frank Pohle: Findbuch zum Pfarrarchiv St. Fronleichnam, Aachen. Aachen 2005 [34 S.].
Frank Pohle: Inventar St. Antonius erem., Herzogenrath-Niederbardenberg. Herzogenrath 2006
[VI+170 S.].
Frank Pohle: Findbuch zum Pfarrarchiv St. Mariä Geburt, Mönchengladbach-Rheydt. Aachen 2006
[95 S.].
92
DRITTMITTELPROJEKTE
Christine ROLL: Sektion auf dem Konstanzer Historikertag 2006 „Epochenjahr 1806? Das Ende
des Alten Reichs in zeitgenössischen Perspektiven und Deutungen“, Finanzierung des
vorbereitenden Workshops und Druckkostenzuschuss für die Publikation der Aufsatzsammlung
durch die Fritz Thyssen Stiftung (2008, € 10 000).
Christine ROLL: HumTec-Projekt „City 2020“, halbe Doktorandenstelle
Frank POHLE: Konzept für ein stadtgeschichtliches Museum (Geschichtslabor) in Aachen (2007, €
4.475,-).
Frank POHLE: Tagung "Der Diplomat als kultureller Mittler – Alfred von Reumont" (2008, €
1.350,-).
Frank POHLE: Planung der 8. Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit, 22.-24.
September 2009, DFG, € 9000).
Andere Projekte
Christine ROLL: Planung und Durchführung von insgesamt acht Präsentationen des
Hochschularchivs im Gang vor dem Rektorat von Frühjahr 2006 bis Frühjahr 2009
Christine ROLL: Planung der Tagung und der Ausstellung "100 Jahre Frauenstudium an der
RWTH" am bzw. vom 20. November 2009 (Finanzierung aus Mitteln des Strukturfonds, € 50 000)
Frank POHLE: Forschungsprojekt "Geschichte der Archäologie der Aachener Kaiserpfalz" (20062009).
Frank POHLE: Projektkoordination, Planung und Durchführung der Ausstellung "Roda Sacra –
Silber und Seide" in der Abteikirche Rolduc (2003-2005).
Frank POHLE: Planung und Durchführung der Ausstellung "Malereien für die Ewigkeit? Die
Mosaiken des Aachener Doms und ihre Erhaltung" in der Domschatzkammer Aachen (2005).
Frank POHLE: Planung und Durchführung der Tagung "Die Anfänge des Neubarock im rheinischen
Kirchenbau" im Pfarrheim St. Gertrud (Herzogenrath) – Studientag des Geschichtsvereins für das
Bistum Aachen (2006-2007).
Frank POHLE: Planung und Durchführung der Ausstellung "Alfred von Reumont (1808-1887) –
Gelehrter, Diplomat, Ehrenbürger Aachens" für die Stadtbibliothek Aachen (2008-2009).
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Christine Roll:
Mitglied des Komitees der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit
Stellvertretende Sprecherin des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte
DFG- Gutachten
Gutachten zu Anträgen auf Druckkostenzuschüsse zur Publikation der Reichstagsakten Jüngere
Reihe
Frank Pohle:
Vorstandsmitglied des Geschichtsvereins für das Bistum Aachen e.V.
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Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Aachener Geschichtsvereins e.V.
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Arbeitskreises Moderne im Rheinland e.V.
Mitglied der Redaktion der Zeitschrift "Aachener Kunstblätter"
Sprecher der Interessengemeinschaft "Historisches Museum" der Aachener Geschichts- und
Heimatvereine 2007-2009
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NEUERE UND NEUESTE GESCHICHTE
Armin Heinen, Rüdiger Haude, Martina Heßler, Matthias Pape, Monika Röther, Anika Schleinzer,
Klaus Schwabe, Ines Soldwisch, Werner Tschacher, Valeska Bopp-Filimonov, Vladimir Iliescu
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Im Vergleich zu großen, ausdifferenzierten Instituten bietet die Aachener Geschichtswissenschaft
die Chance, viele Themenfelder parallel zu erschließen und zugleich individuelle, durchaus
eigenwillige Schwerpunkte zu setzen. Die Forschungsziele im Bereich Neuere und Neueste
Geschichte spiegeln diese Ausgangsbedingung
• Regionale Ausrichtung: Vergleichende europäische Geschichte, Geschichte Westeuropas,
Geschichte Rumäniens, Regionalgeschichte (Saarland, deutsch-belgisch-niederländischer
Grenzraum), USA
• Methodischer Zugriff: Kulturwissenschaftlich erweiterte Gesellschaftsgeschichte
• Zeitlich Dimension: Von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart mit einer gewissen
Konzentration auf das 20. Jahrhundert
• Inhaltliche Schwerpunkte: Europäische Integration, Faschismus, Geschichte der Gewalt,
politische Kulturgeschichte, Technikkulturen
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Klaus SCHWABE: Weltmacht und Weltordnung. Amerikanische Außenpolitik von 1898 bis zur
Gegenwart. Eine Jahrhundertgeschichte, Paderborn 2006
Die von H-Soz-Kult hoch gerankte Gesamtdarstellung der amerikanischen Außen- und Weltpolitik im 20.
Jahrhundert beginnt mit dem spanisch-amerikanischen Krieg von 1898, in dem die USA zum erstenmal
über die Grenzen ihres Kontinents hinausgriffen und sich mit der Eroberung Kubas und der Philippinen in
den Kreis der europäischen Kolonialgroßmächte einreihten. Sie endet mit einem perspektivischen Ausblick
auf die außenpolitischen Problemfelder der USA am Beginn des 21. Jahrhunderts.
Armin HEINEN: Rumänien, der Holocaust und die Logik der Gewalt, München 2007
Erste ausführliche deutschsprachige Studie zum rumänischen Holocaust. Schildert die sozialen Logiken
und kulturellen Praxen der Gewalt gegen Juden und Roma in Rumänien zwischen 1940 und 1944. Gewalt
wird als "kommunikativer Akt" analysiert, als nachvollziehbare Entäußerung, deren Bedeutung sich durch
Vergleich mit Sinnzuschreibungen in anderen kulturellen Kontexten entschlüsseln lässt. Fünf verschiedene
Szenarien der Gewalt werden unterschieden: diktatorische Gewalt, faschistische Gewalt, militärische
Gewalt, Polizeigewalt und kollektive Gewalt. Im Nebeneinander von "Normenstaat", "Maßnahmestaat"
und "Behemoth" liegt, so eine These, die Erklärung für das Überleben der Juden im Altreich und für den
vielfachen Tod der Juden in den Ostprovinzen.
Rüdiger HAUDE: Grenzflüge. Politische Symbolik der Luftfahrt vor dem Ersten Weltkrieg. Das
Beispiel Aachen. Köln/Weimar: Böhlau 2007.
Das Buch beschäftigt sich mit der Pionierzeit der motorisierten Luftfahrt aus der Sicht Aachens. Die durch
umfangreiche Archivrecherchen rekonstruierte Ereignisgeschichte lokaler Luftfahrt wird dabei mit der
Berichterstattung zeitgenössischer Tageszeitungen konfrontiert. Dabei zeigt sich, dass die Pressetexte zwar
auf nationaler Ebene diskursiv Identität stiften konnten, dies den lokalen Interessen aber zuwiderlief. So
wurde die Symbolik der Grenzüberwindung, die der Luftfahrt inhärent ist, bereits Jahre vor dem Ersten
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Weltkrieg nicht mehr im Sinne einer Völkerverbrüderung, sondern im Sinne von Eroberungsphantasien
durchdekliniert. Die wirtschaftlichen Interessen Aachens an einer größtmöglichen Durchlässigkeit der
nahen Staatsgrenzen wurden dadurch ebenso gehemmt wie die Ambitionen der in der Stadt vielfach
vorhandenen luftfahrtinteressierten Institutionen und Personen, darunter Hugo Junkers, der Flugpionier
Erich Lochner oder das zu dieser Zeit überregional bedeutsame meteorologische Observatorium. Der
Studie gelingt es, wichtige Lücken der Lokalgeschichtsschreibung und der allgemeinen LuftfahrtHistoriographie zu schließen.
Ines SOLDWISCH: „...etwas für das ganze Volk zu tun und nicht nur einer Partei zu dienen...“,
Geschichte der Liberal-Demokratischen Partei (LDP) in Mecklenburg 1946-1952, Berlin 2007.
Noch zu wenig bekannt ist das Schicksal des liberalen Rostocker Studenten Arno Esch, der gemeinsam mit
anderen Jugendlichen der Politik der SED und der SMAD die Vision einer parlamentarischdemokratischen Ordnung gegenüberstellte. Manche der jungen Leute bezahlten ihr Eintreten für Freiheit
mit dem Leben. Sie sind ein wichtiger Teil der Geschichte der LDP in Mecklenburg. Nicht nur der
Widerstand gegen den Herrschaftsanspruch der SED oder prominente Vertreter der ostdeutschen
Liberalen stehen hier im Vordergrund, vielmehr ist es das Ziel des Buches, eine Partei in der "Diaspora"
zu untersuchen.
Martina HEßLER: Die kreative Stadt. Zur Neuerfindung eines Topos, Bielefeld 2007
Überarbeitete Fassung der Aachener Habilitation: Die Studie zeigt am Beispiel dreier Wissenschaftsorte
in der Region München, wie der Topos der kreativen Stadt in den letzten Dekaden neu erfunden und dabei
auf alte, bis in die Antike zurückreichende Konzepte des Städtischen und der Agora als genuine Orte von
Kreativität und Kommunikation zurückgegriffen wurde. Im Einzelnen schildert der Text die Entwicklung
von Garching, Martinsried und Neuperlach zu High-Tech-Standorten der Gegenwart. Da seit den 1950er
Jahren die Vorstellungen über Kreativität, Wissenschaft, Technikgenese und Stadt mehrfachen Wandlungen
unterlagen, spiegeln die Stadtarchitekturen zugleich Bau, Wissenschafts- und Stadtgeschichte wider.
Methodisch ist die Studie dem »spatial turn« zuzuordnen, also einer Geschichtsschreibung aus der
Perspektive von Orten.
Herausgeberwerke
Klaus SCHWABE (Hrsg.): Konrad Adenauer und Frankreich 1949-1963. Stand und Perspektiven
der Forschung zu den deutsch-französischen Beziehungen in Politik, Wirtschaft und Kultur, Bonn
2005
Rainer HUDEMANN, Armin HEINEN in Zusammenarbeit mit Johannes GROßMANN und
Marcus HAHN (Hrsg.): Das Saarland zwischen Frankreich, Deutschland und Europa 1945 - 1957.
Ein Quellen- und Arbeitsbuch, Saarbrücken 2007
Bietet eine Einführung in die Forschungslandschaft, stellt wichtige, kommentierte Quellen zur Verfügung,
enthält eine ausführliche Chronologie und eine umfangreiche Bibliografie.
Jac VAN DEN BOOGARD, Luise CLEMENS, Armin HEINEN, Johanna JANTSCH, Herbert
RULAND, Anika SCHLEINZER (Hrsg.): Grenz-Controle / Grens-Kontrolle. Maastricht - Eupen Aachen - Oral Histories, Remscheid 2008
Ein Gemeinschaftswerk von Studierenden und Lehrenden aus Eupen, Maastricht und Aachen, Fotos,
Aufzeichnungen und Erinnerungen von älteren Menschen im Grenzraum werden vorgestellt und
interpretiert.
Armin HEINEN und Dietmar HÜSER (Hrsg.), in Zusammenarbeit mit Anne Günther: Tour de
France. Eine historische Rundreise. Festschrift für Rainer Hudemann, Stuttgart 2008
Die Kulturgeschichte hat mit dem "spatial turn" den Raum neu entdeckt: als lokale Folie konkreter
Handlungsvollzüge und als imaginierte Bezugsgröße umstrittener Bedeutungszuschreibungen. Insofern ist
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der vorliegende Band dem "spatial turn" verpflichtet. Wie ein Fernsehzuschauer bei der "Tour de France"
entdeckt der Leser Landschaften, sieht Gebäude aufscheinen, Denkmäler vorbeiziehen. Verständige
Experten bieten Erläuterungen, erzählen spannende Geschichten oder betten das Gesehene in den
größeren historischen Zusammenhang ein. So entsteht ein Mosaik französisch-deutscher Geschichte, ein
Kaleidoskop der "merkwürdigen" Artefakte. Nicht die großen Erinnerungsorte interessieren, sondern die
beiläufigen Funde, etwa ein altes Kino in St. Ingbert, eine zeitgenössische Karikatur aus Kassel, ein
Gedenkstein in Bagnoles-de-l Orne, ein altes Schulbuch oder eine Villa in Fréjus. Mehr als 50
ausgewiesene Historiker und Historikerinnen haben in dieser Festschrift für Rainer Hudemann eine
europäische Landeskunde Frankreichs entworfen, die zum Weiterstudium anregt, doch auch als Führer zu
unbekannten Orten "französischer" Geschichte genutzt werden kann.
Andreas FICKERS (Hrsg.): Zwischen den Zeilen. Die Geschichte des Kreisblattes für den Kreis
Malmedy und der St. Vither Volkszeitung, 1866-1940, Brüssel 2008
Der von Andreas Fickers (Maastricht, früher Aachen) herausgegebene Band reproduziert die Ergebnisse
dreier Magisterarbeiten, die am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte in Zusammenarbeit mit dem
Staatsarchiv Eupen entstanden: Fabian Müller-Lutz: 'Den einfachsten Ansprüchen nicht genügend?' Das
Kreisblatt für den Kreis Malmedy in der Bismarckzeit, 1866-1890; Luise Clemens: Zwischen den Zeilen:
Die Malmedy-St. Vither Volkszeitung und der 'Vaterlandswechsel' Eupen-Malmedys (1919-1925); Monika
Röther: Kollektive Identitätskonstruktion durch autoritative Deutungsangebote. Die Malmedy St. Vitrher
Volkszeitung und die Bevölkerung Eupen-Malmedy- St. Viths (1866-1940)
Ausgewählte Aufsätze
Martina HEßLER: Modernisierung wider Willen: Wie die Haushaltstechnik in den Alltag kam, in:
Technikvermittlung und Technikpopularisierung. Münster 2004, S. 233-252.
Vladimir ILIESCU: Die geschichtliche Entwicklung der Balkanhalbinsel aus geopolitischer bzw.
geohistorischer Sicht und deren Auswirkungen im rumänischen Raum, Balcania 1 (2004),
Craiova.
Matthias PAPE: „Depression über Österreich“. Franz Werfels Novelle „Eine blaßblaue
Frauenschrift“ (1940) im kulturellen Gedächtnis Österreichs. In: Literatur-wissenschaftliches
Jahrbuch NF 45 (2004) S. 141-178.
Matthias PAPE: Das Herrscherepicedium zwischen Barock und Aufklärung. Die Trauerode von
Johann Christoph Gottsched und Johann Sebastian Bach auf den Tod der sächsischen Kurfürstin
Christiane Eberhardine (1727). In: Majestas 12 (2004) S. 82-128.
Klaus SCHWABE: Il Piano Schuman: una svolta nella politica mondiale, in: Ruggero Ranieri,
Luciano Tosi (Hrsg.), La Communità Europea del Carbone et dell' Acciaio (1952-2002), Padova
2004, S.19-32.
Klaus SCHWABE: L'Allemagne, Adenauer et l'option de l'intégration à l'Ouest, in: Andreas
Wilkens (Hrsg.), Le Plan Schuman dans l'histoire, Bruxelles 2004, S.81-105.
Werner TSCHACHER: „Ich war also in keiner Form aktiv tätig.“ Alfred Buntru und die
akademische Vergangenheitspolitik an der RWTH Aachen 1948-1960, in: Geschichte im Westen,
19 (2004), S. 197-229.
Valeska BOPP-FILIMONOV: „Wir haben uns zurechtgefunden.“ Mangel und Überlebensstrategien
in Rumänien in den 1980er Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts. In: Berliner Osteuropa Info 23
(2005), S. 70-82.
Armin HEINEN: Varieties of European Fascism, in: Analele UniversităŃii “Dunărea de Jos”, GalaŃi,
Istorie, Serie 19, tom IV, 2005, S. 151-170.
97
Armin HEINEN: Die Saarfrage und das Europa der Vaterländer. Diskurslogiken, gesellschaftliche
Veränderungen und die Pariser Außenministerkonferenz, in: Hélène Miard-Delacroix / Rainer
Hudemann (Hrsg.), Wandel und Integration. Deutsch-französische Annäherungen der fünfziger
Jahre / Mutations et intégration. Les rapprochements franco-allemands dans les années cinquante,
München 2005, S. 125-137.
Vladimir ILIESCU: Das erste balkanische Herrschaftsmuster der Antike: Makedonien, THETIS,
Mannheimer Beiträge zur Klassischen Archäologie und Geschichte Griechenlands und Zyperns,
Mannheim, 2005.
Martina HEßLER: Bilder zwischen Kunst und Wissenschaft. Neue Herausforderungen für die
Forschung, in: Geschichte und Gesellschaft, 31, 2005, H.2, S.266-292.
Matthias PAPE: Historische Perspektiven einer Großregion. In: Der Kreis Aachen. Hg. v. Kreis
Aachen. Aachen 2005, S. 26-33.
Matthias PAPE: Krisen und Irritationen. Der Staatsvertrag im deutsch-österreichischen Verhältnis
1955-1959, in: Der österreichische Staatsvertrag 1955. Internationale Strategie, rechtliche
Relevanz, nationale Identität, hrsg. v. Arnold Suppan, Gerald Stourzh, Wolfgang Müller. Wien
2005, S. 503-551.
Rüdiger HAUDE: „Schwatzer Düvel“ zwischen Utopie und Krieg. In: Gertrude CeplKaufmann/Gerd Krumeich/Ulla Sommers (Hrsg): Krieg und Utopie. Kunst, Literatur und Politik
im Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg (Begleitband zur Ausstellung). Essen: Klartext 2006.
S.166-175.
Armin HEINEN: Das "neue Europa" und das "alte Amerika". Die Geschichte der Todesstrafe in
Deutschland, Frankreich und den USA und die Erfindung der zivilisatorischen Tradition Europas,
in: Chantal Metzger, Hartmut Kaelble (Hrsg.), Deutschland - Frankreich - Nordamerika:
Transfers, Imaginationen, Beziehungen, Stuttgart 2006, S. 209-227.
Armin HEINEN: Technikkulturen der europäischen Moderne: Zeitmessung und soziale Zeit, in:
Lotte Kéry (Hrsg.), Eloquentia copiosus. Festschrift für Max Kerner zum 65. Geburtstag, Aachen
2006, S. 335-350.
Vladimir ILIESCU: Politique développement socio-économique et histoire des langues: Romania
du Sud-Est, in: Romanische Sprachgeschichte / Histoire linguistique de la Romania. Ein
internationales Handbuch zur Geschichte der romanischen Sprachen / Manuel international
d'histoire linguistique de la Romania, hrsg. v. Gerhard Ernst/ Martin-Dietrich Gleßgen/ Christian
Schmitt/ Wolfgang Schweickard, 2. Band, Berlin / New York 2006, S. 1153-1167.
Matthias PAPE: „Canossa“ – eine Obsession? Mythos und Realität. In: Zeitschrift für
Geschichtswissenschaft, 54 (2006), S. 550-572.
Armin HEINEN: Stalinizarea României. Istoria minorităŃilor naŃionale şi logica argumentelor între
anii 1944-1947, in: Anuarul Institutului de Istorie "A.D. Xenopol", Bd. 43/44 (2006/7), S. 509518.
Monika RÖTHER: Nutzungsgeschichte der Tonträger. Jugendkulturen und Umbrüche bei den
Musikspeichermedien seit den 50er Jahren, in: Dominik Groß/ Florian Steger (Hg.), Das Aachener
Kompetenzzentrum für Wissenschaftsgeschichte. Proceedings-Band zu den Kick-Off Workshops
am 12.10., 26.10. und 20.11.2006, Aachen 2006, S.83-86.
Klaus SCHWABE: Gerhard Ritter und die Bedeutung Preußens für die deutsche Geschichte, in:
Wolfgang Neugebauer (Hrsg.), Das Thema "Preußen" in Wissenschaft und Wissenschaftspolitik
des 19. und 20. Jh. Berlin 2006, S. 355-373.
98
Werner TSCHACHER: ‚All this trouble for those damned old bones!’ – Aachener Mythen um Karl
den Großen zwischen Dekonstruktion, Transformation und Persistenz, in: Lotte Kéry (Hg.),
Eloquentia copiosus. Festschrift für Max Kerner zum 65. Geburtstag, Aachen 2006, S. 81-99.
Luise CLEMENS, Andreas FICKERS, Monika RÖTHER: Vom preußischen Amtsblatt zum
heimattreuen Sprachrohr. Die Malmedy-St.Vither Volkszeitung in der Presselandschaft der
Zwischenkriegszeit, in: Heinz Warny (Hg.), Zwei Jahrhunderte deutschsprachige Zeitung in
Ostbelgien, Eupen 2007, S.211-238.
Armin HEINEN: Les cabinets - Formen der Politik im interkulturellen deutsch-französischen
Vergleich, in: Stefan Fisch, Florence Gauzy, Chantal Metzger (Hrsg.), Machtstrukturen im Staat in
Deutschland und Frankreich / Les structures de pouvoir dans l'État en France et en Allemagne,
Wiesbaden 2007, S. 117-126.
Armin HEINEN: "Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht" Nachtgedanken über deutsche (?) Träume und Alpträume am 9. November des 20. Jahrhunderts,
in: Analele UniversităŃii “Dunărea de Jos” din GalaŃi, Seria 19, ISTORIE, Tom VI, 2007, S. 181202.
Stefan KREBS, Werner TSCHACHER: Speer und Er – Und Wir?, in: Geschichte in Wissenschaft
und Unterricht 58 (2007), Heft 3, S. 163-173.
Stefan KREBS, Werner TSCHACHER: „Im Sinne der rassischen Erneuerung unseres Volkes“ –
Albert Huyskens, die Westdeutsche Gesellschaft für Familienkunde und das Aachener Stadtarchiv
im Nationalsozialismus, in: Zeitschrift des Aachener Geschichtsvereins 109 (2007), S. 215-238.
Klaus SCHWABE: Die Gründung der Montanunion aus deutscher und französischer Sicht, in:
Manfred Rasch, Kurt Düwell (Hrsg.), Anfänge und Auswirkungen der Montanunion auf Europa,
Essen 2007, S.13-30.
Klaus SCHWABE: Die Kuba-Krise, in: Helga Scholten (Hrsg.), Die Wahrnehmung von
Krisenphänomenen. Köln 2007, S. 283-322.
Rüdiger HAUDE, Peter JEHLE: „Karneval“. In: Historisch-Kritisches Wörterbuch des Marxismus.
Band 7/1. Berlin: Argument 2008, Sp. 397-406.
Rüdiger HAUDE: Frei-Beuter. Charakter und Herkunft piratischer Demokratie im frühen 18.
Jahrhundert. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft, 7-8 (2008). S.593-616.
Gerade auf Schiffen scheinen Befehl-Gehorsams-Strukturen unhintergehbar zu sein. Die Frage, warum in
der frühen Neuzeit gerade an Bord piratischer Segelschiffe radikaldemokratische (also herrschaftsfreie)
politische Strukturen verwirklicht wurden, wird mit Rekurs auf Symbolisierungsformen sowie auf
ideengeschichtliche Beeinflussungen untersucht.
Armin HEINEN: Jumelage Reims - Aachen. Eine Bildgeschichte deutsch-französischer
Beziehungen über Interessen, gesellschaftliche Verflechtungen und die Bedeutung von Symbolen,
in: Armin Heinen / Dietmar Hüser (Hrsg.), in Zusammenarbeit mit Anne Günther, Tour de France.
Eine historische Rundreise. Festschrift für Rainer Hudemann zum 60. Geburtstag, Stuttgart 2008,
S. 239-252.
Matthias PAPE: Der Ausschluß der deutschen und österreichischen Wissenschaftler aus den
internationalen Forschungsorganisationen nach dem Ersten Weltkrieg. Ein Seitenaspekt der
Pariser Friedensordnung. In: Festschrift für Wilhelm Brauneder zum 65. Geburtstag.
Rechtsgeschichte mit internationaler Perspektive. Wien 2008, S. 457-475.
99
Monika RÖTHER: Pop songs for the tape recorder, LPs for the record player? The market launch of
tape recorders in West Germany and the copyright debate on young consumers' practice of taperecording in the 1950s and 1960s, in: Historical Social Research 33.3 (2008), S.301-318.
Anika SCHLEINZER: Bekleidung, in: van den Boogard u.a. (Hrsg.), Grenz-Controle / GrensKontrolle, Remscheid 2008, S. 169-180.
Anika SCHLEINZER: Josefine Siester. Frieden im Sprachenkrieg, in: van den Boogard u.a. (Hrsg.),
Grenz-Controle / Grens-Kontrolle, Remscheid 2008, S. 325-334.
Anika SCHLEINZER: Frau Maaßen. Selbstdisziplin als Schmerztherapie, in: van den Boogard u.a.
(Hrsg.), Grenz-Controle / Grens-Kontrolle, Remscheid 2008, S. 365-407.
Klaus SCHWABE: West Germany between French and American Conceptions of European Unity
and Atlantic Partnership 1949-1960, in: Valérie Aubourg, Gérard Bossuat, Giles Scott-Smith
(Hrsg.), European Community, Atlantic Community? The Atlantic Community and Europe. Paris
2008, S.159-178.
Ines SOLDWISCH: „… der Westen habe kein Verständnis für die besonders gearteten Verhältnisse
in der deutschen Ostzone gezeigt…“ – Das Scheitern der Demokratischen Partei Deutschlands
(DPD) im Spiegel des „Morgen“ 1947/48; In: Jahrbuch zur Liberalismusforschung 20 (2008), S.
47-58.
Ines Soldwisch: Der Kampf um Selbstbehauptung – eigene und europäische Identitätskonstruktion
in den Antrittsreden der Präsidenten des Europäischen Parlaments 1979-2007, in: Christoph
Kühberger/Clemens Sedmak (Hrsg.): Europäische Geschichtskultur – Europäische
Geschichtspolitik: Vom Erfinden, Entdecken und Erarbeiten der Bedeutung von Erinnerung und
Geschichte für das Verständnis und Selbstverständnis Europas, Innsbruck 2008, S. 103-115.
Werner TSCHACHER: Malleus maleficarum (Hexenhammer), in: Gudrun Gersmann, Katrin
Moeller, Jürgen-Michael Schmidt (Hg.), Lexikon zur Geschichte der Hexenverfolgung
[24.6.2008], in: historicum.net, URL: http:// www. Historicum. net/themen/ hexenforschung/
lexikon/sachbegriffe /art/Malleus_Malefic/html/artikel/5937/ca/056e2e50f5/ (6.7.2008)
Ines SOLDWISCH: Simone Veil – La Grande Dame de l`Europe, in: liberal 2/2009.
DRITTMITTELPROJEKTE
Armin HEINEN in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Victor Neumann, Temeswar: „Graduiertenkolleg:
„Begriffsgeschichte“ als Dekonstruktion gesellschaftlicher und politischer Kommunikation in
Rumänien, 19. und 20. Jahrhundert. Erprobung einer deutschen Perspektive der
Geschichtsschreibung“, VW-Stiftung, 375.000 €, 2008-2012.
Die Tragfähigkeit des von Reinhart Koselleck entwickelten „begriffsgeschichtlichen“ Ansatzes soll für den
rumänischen Kontext erprobt werden. Obwohl Literatur- und Sprachgeschichte zu Rumänien eine längere
Tradition haben, bestehen erst heute die Voraussetzungen für eine rumänische „Begriffsgeschichte“ in
kritischer Absicht. Durch Dekonstruktion von Begriffen wird ein Beitrag zur „Vergangenheitsbewältigung“
geleistet. Die reflexive und formende Kraft von Sprache soll analysiert werden. Wie für Deutschland nach
1945 geht es darum, durch Sprachbewusstsein die Voraussetzungen für eine pluralistische politische
Kultur zu schaffen.
Werner TSCHACHER, Gerda-Henkel-Stiftung, „Das mittelalterliche Reich in der bürgerlichen
Erinnerungskultur.“ 2002 – 2004.
Martina HEßLER, Visualisierungen in der Wissenskommunikation. Analysen zur Frage einer
»digitalen Zäsur« und ihrer Konsequenzen in der Forschungspraxis und der Kommunikation in
100
der Öffentlichkeit, BMB (Wissen für Entscheidungsprozesse), 2005-2008, Vorstudie: 30.000 €,
Hauptstudie: 250.000 €
Das Forschungsvorhaben analysiert die Rolle von Visualisierungen in der Wissensproduktion und der
Wissenskommunikation. Der mittlerweile unbestrittene Befund, dass Naturwissenschaften keine
ausschließlich logisch-diskursiven Disziplinen darstellen, sondern dass sich ihre Forschung wesentlich in
Bildern vollzieht, sowie deren enorme Relevanz in der Wissenskommunikation unterstreichen die
Notwendigkeit, sich über die jeweilige historische Funktion und die grundsätzliche theoretische Struktur
von Bilderwissen klar zu werden. Aktuell liegt die besondere Herausforderung zweifellos in der »digitalen
Zäsur«, die daher im Zentrum des geplanten Vorhabens stehen soll. Die Digitalisierung der
Wissenschaften erscheint als ein erkenntnistheoretisch außerordentlich relevantes Problem, da sich mit ihr
sowohl die instrumentellen Produktionsbedingungen des Bilderwissens (durch die digitale Bildgenerierung
und -verarbeitung) als auch häufig die Voraussetzungen der Erkenntnisgewinnung (z.B. riesige
Datenmengen, die in einen interpretierbaren Zustand gebracht werden müssen) verändert haben. Ziel des
Projektes ist es vor allem, den epistemischen Status des Bilderwissens zu untersuchen.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Promotionen
Annette FUSENIG: “Wie man ein ‘Weltfest des Pferdesports’ erfindet. - Das Aachener Spring-,
Reit- und Fahrtunier von 1924 bis 1939", 2004.
Răzvan PÂRÂIANU: Octavian Goga, The Sacerdote of Nation. The national Idea from
Emancipation to Integrism and Racism, (CEU- Budapest), 2004.
Mihai CHIOVEANU: Un Topos incomod: Extrema Dreapta in Istoriografia Română, 2005
(Universität Iași).
Silke FENGLER: Agfa - Geschichte eines "geteilten" Unternehmens, 2006 (zusammen mit Walter
Kaiser).
Stefan KREBS: Genese und Struktur eines technikwissenschaftlichen Feldes. Über den Kampf der
Aachener Eisenhüttenkunde um Macht und Autonomie, 1870-1914, 2007 (zusammen mit Walter
Kaiser).
Thomas MÜLLER: Die Transformation der Westgrenze. Das Konzept der Grenz-Räume und die
Konstruktion eines deutschen „Westraumes“ zwischen Politischer Romantik und
Nationalsozialismus, 2008 (zusammen mit Helmut König).
Frank GROBE: Zirkel und Zahnrad. Ingenieure im bürgerlichen Emanzipationskampf um 1900. Die
Geschichte der technischen Burschenschaften, 2 Bde. (2008).
Sophie Barbara BOUWENS: Over de streep. Grensarbeid vanuit Zuid-Limburg naar Duitsland,
1958-2001, 2008 (Universität Maastricht).
Habilitationen
Martina HEßLER: Das Städtische als Metapher. Zum Verhältnis von Stadt und Wissenschaft im 20.
Jahrhundert, 2005.
Rüdiger HAUDE: Politische Symbolik der Luftfahrt aus der Perspektive der Grenzstadt Aachen,
1907-1912, 2006.
101
Werner TSCHACHER: Königtum als lokale Praxis. Aachen als Feld der kulturellen Realisierung
von Herrschaft Eine Verfassungsgeschichte (um 750-1918), 2008.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Armin Heinen:
Mitglied des Vorstandes und Schatzmeister des Deutsch-Französischen Komitees für die
Erforschung der deutschen und französischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts e.V. (bis
2006)
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des ZEI (Bonn)
BMBF Gutachter (Kulturwissenschaftliche Europaforschung)
Foreign Expert, Universität Maastricht, November 2008
Dr. h.c., Universität Galați (Rumänien), Oktober 2008
Indes Soldwisch:
Vertrauensdozentin der Friedrich-Naumann-Stiftung
102
HUMTECH
BRAIN, CONCEPT, WRITING
Karin Herrmann
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
Textprozesse
Editionswissenschaft
Lyrik des 20. Jahrhunderts
Intertextualität
kulturelles Gedächtnis
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
1. Monographien
Karin HERRMANN, Poetologie des Erinnerns. Ernst Meisters lyrisches Spätwerk. Göttingen 2008.
Die späten Gedichte des Büchnerpreisträgers Ernst Meister (1911-1979) halten auf ein Äußerstes zu:
Nichts weniger als eine 'Vervollständigung der ästhetischen Sicht' (Meister) wird angestrebt. Im Zuge einer
radikalen Infragestellung der Möglichkeitsbedingungen lyrischen Sprechens schlechthin – "wozu 'ich'?" –
schreiben sich die Gedichte an die Grenzen ihrer selbst und reflektieren den Zusammenhang zwischen
Sterben, Sprachverlust und Vergessen. Vor diesem Hintergrund kommt dem Akt des Erinnerns, der durch
die Vielzahl von Bezugnahmen auf die literarische und philosophische Tradition geschieht, besondere
Bedeutung zu: Die intertextuelle vollzogene 'Aneignung des Fremden' (Hölderlin) dient sowohl der Pflege
des kulturellen Gedächtnisses als auch der Selbstvergewisserung des modernen Menschen nach dem 'Tod
Gottes' (Nietzsche), wobei die conditio humana immer auch als conditio poetica verstanden wird. Auf der
Basis zahlreicher Einzelanalysen der späten Gedichte macht die Studie die Entwicklungslogik des Werks
sichtbar und eröffnet eine neue Perspektive auf Ernst Meister, der zweifellos zu den bedeutendsten
deutschsprachigen Lyrikern des 20. Jahrhunderts zu zählen ist.
2. Herausgeberwerke
Intertextualität. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Arbeitsfeld. Hrsg. von Karin Herrmann u.
Sandra Hübenthal. Aachen 2007.
Der Begriff der 'Intertextualität' bezeichnet die Beziehung eines Texts auf andere Texte. Im Feuilleton wie
in der Wissenschaft ist der Terminus weit verbreitet und tangiert eine Vielfalt theoretischer Konzepte. Der
Band versammelt Beiträge eines interdisziplinären Dialogs über die Herausforderung, den
Intertextualitätsbegriff für konkrete wissenschaftliche Projekte zu operationalisieren. Ziel ist es dabei
nicht, weitere Theorieansätze zu entwickeln, sondern die Theorie mit den sich aus der praktischen Arbeit
ergebenden Bedürfnissen zu verbinden. Letztlich geht es darum, den Intertextualitätsbegriff aus der Praxis
für die Praxis zu modifizieren. Dabei bleibt die Operationalisierung des theoretischen Konzepts
'Intertextualität' nicht auf den Bereich der Textwissenschaften beschränkt; vielmehr erstreckt sich das
Themenspektrum über zahlreiche Disziplinen und nimmt auch die Phänomene Intermedialität und
Interikonizität in den Blick.
104
3. Aufsätze
Karin HERRMANN, Die Intertextualitätstheorie in der Praxis wissenschaftlichen Arbeitens.
Interdisziplinäre Begegnungen. (Verf. m. Sandra Hübenthal). In: Intertextualität. Perspektiven auf
ein interdisziplinäres Arbeitsfeld. Hrsg. von Karin Herrmann u. Sandra Hübenthal. Aachen 2007,
S. 7-11.
Karin HERRMANN, Dialogizität und Intertextualität. Terminologische Fingerübungen im Hinblick
auf die Zitatgedichte Ernst Meisters. In: Intertextualität. Perspektiven auf ein interdisziplinäres
Arbeitsfeld. Hrsg. von Karin Herrmann u. Sandra Hübenthal. Aachen 2007, S. 12-25.
Karin HERRMANN, Textgenese bei Ernst Meister. Zum Konzept einer textgenetisch fundierten
Ausgabe des lyrischen Werks. (Verf. m. Stephanie Jordans). In: Dokument/Monument.
Textvarianz in den verschiedenen Disziplinen der europäischen Germanistik. Akten des 38.
Kongresses des französischen Hochschulgermanistikverbandes (A.G.E.S.). Hrsg. von Axel
Gellhaus u. Françoise Lartillot. Bern u.a. 2008, S. 205-223.
DRITTMITTELPROJEKTE
Interdisziplinäres Forschungssymposium "Intertextualität. Interdisziplinäre Zugänge in Theorie und
Praxis", 24.-26. Juni 2005. Förderung durch das Cusanuswerk. Tagungsband: Intertextualität.
Perspektiven auf ein interdisziplinäres Arbeitsfeld. Hrsg. von Karin Herrmann u. Sandra
Hübenthal. Aachen 2007. (Abstract s.o.).
Druckkostenzuschuß für die Dissertation. Förderung durch die VG Wort. Monographie: Poetologie
des Erinnerns. Ernst Meisters lyrisches Spätwerk. Göttingen 2008. (Abstract s.o.).
Andere Projekte
Mitarbeit an der Ernst Meister-Ausgabe, die am Lehrstuhl für Allgemeine Literaturwissenschaft und
Neuere Deutsche Literaturgeschichte (Prof. Gellhaus) entsteht.
Mitarbeit am Sammelband (gemeinsam mit Stephanie Jordans): Ernst Meister – Perspektiven auf
Werk, Nachlaß und Textgenese. Ein Materialienbuch. Erscheint im Herbst 2009.
Mitarbeit an der Ernst Meister-Chronik (gemeinsam mit Stephanie Jordans); Publikation geplant für
2010.
Preise und Auszeichnungen
Friedrich-Wilhelm-Preis der RWTH Aachen 2008. Auszeichnung für die Dissertation Poetologie
des Erinnerns (s.o.).
105
Borchers-Plakette der RWTH Aachen 2008 (verliehen 2009). Auszeichnung für die Dissertation
Poetologie des Erinnerns (s.o.).
106
ETHICS FOR ENERGY TECHNOLOGY
Rafaela C. Hillerbrand
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Wissenschaftstheorie (Grundlagen der statistischen Physik, Modelle in den Wissenschaften,
Simulation und Experiment, Reduktionismus)
• Technikphilosophie, insbesondere Technikethik
• Entscheidungstheorie (Entscheidungen unter Risiko und Unsicherheit, Vorsorgeprinzip)
• Umweltethik (Energieversorgung, Treibhauseffekt)
MONOGRAPHIEN
Rafaela C. HILLERBRAND: Beyond the Global Village. Environmental Challenges inspiring
Global Citizenship, Ebook, Hg. mit R. Karlsson, Inter-Disciplinary Press: Oxford, 2008.
Rafaela C. HILLERBRAND: Massless and Heavy Particles Suspended in Turbulent Flows.
Differences and Commons between Lagrangian Tracers and InerŃial Particles, Mensch und Buch:
Berlin, 2007.
Rafaela C. HILLERBRAND: Technik, Ethik und Ökologie. Ein normativ-ethischer
Grundlagendiskurs über den Umgang mit Wissenschaft, Technik und Umwelt, mit einem Vorwort
von D. Birnbacher, Mentis: Paderborn, 2005.
Begutachtete Fachveröffentlichungen
Rafaela C. HILLERBRAND: Probing the Improbable: Methodological Challenges for Risks with
Low Probabilities and High Stakes, mit T. Ord & A. Sandberg, The Journal of Risk Research
erschien 2009.
Rafaela C. HILLERBRAND: Anthropogenic climate change: Scientific uncertainties and moral
dilemmas, mit M. Ghil, Physica D, vol. 237, 2132-2138, 2008,
Rafaela C. HILLERBRAND: A Commentary on Zintl, in: J. Kühnelt (Hg.), Political Legitimization
without Morality, Springer: Berlin, Heidelberg, New York, 2008.
Rafaela C. HILLERBRAND: Stochastic suspensions of heavy particles, Physica D, vol. 237,
2037-2050, 2008.
Rafaela C. HILLERBRAND: Clustering of heavy particles in random self-similar flow, mit J. Bec
& M. Cencini, Physical Review E, vol. 75, 025301 (R), 4 pages, 2007.
Rafaela C. HILLERBRAND: Heavy particles in incompressible flows: the large Stokes number
asymptotics', mit J. Bec & M. Cencini, Physica, D, vol. 226, 11-22, 200710. Renormalized
perturbation theory for Lagrangian turbulence, in: J. Peinke, A. Kittel, S. Barth & M. Oberlack
(Hgs.), Progress in Turbulence, Springer: Berlin, Heidelberg, New York, 2005.
Rafaela C. HILLERBRAND: On peculiar property ol the velocity fluctuations in wall-bounded
flows, mit J. Jovanovic, Thermal Science, vol. 1, 3-12, 2005.
Weitere Fachveröffentlichungen
107
Rafaela C. HILLERBRAND: Modell versus Theorie. Eine systematische Rekonstruktion der
Semantik von Modellen in den Naturwissenschalten, Tagungsband des XXI. Deutschen
Kongresses für Philosophie, 2008.
Rafaela C. HILLERBRAND: Delating Theories. Models and Structural Properties in Intertheoretic
Reduction', Akten des 31. Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 2008.
Rafaela C. HILLERBRAND: Brian Leiter. The Future lor Philosophy, Rezension, International
Studies in the Philosophy of Science, vol. 22, 2008.
Rafaela C. HILLERBRAND: Introduction, mit R. Karlsson, in: R. Hillerbrand, R. Karlsson (Hgs.),
Beyond the Global Village. Environmental Challenges inspiring Global Citizenship, InterDisciplinary Press: Oxford, 2008, 1-11.
Rafaela C. HILLERBRAND: Dianoetic virtues in addressing a morally correct treatment ol genetic
engineering', in: R. Hillerbrand, R. Karlsson (Hgs.), Beyond the Global Village. Environmental
Challenges inspiring Global Citizenship, Inter-Disciplinary Press: Oxford, 2008, 189-199.
Rafaela C. HILLERBRAND: Uncertainty as a challenge for ethical reasoning, Akten des 29.
Internationalen Wittgenstein-Symposiums, 2006.
Auszeichnungen
Naturwissenschaftspreis 2008 der Ingrid zu Solms-Stiftung
Doktorandenstipendium der Universität Münster (DAAD), 2006
Doktorandenstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), 2006
2 Forschungsstipendien der franz. Forschungsgesellschaft, Centre National de la Recherche
Scienifique (CNRS), 2005 & 2006
Studienstiftung des deutschen Volkes, Stipendium und Fellow, 2002-2005
Dr. Heinz-Dürr-Stipendium, Zeiss-Stiftung & Studienstiftung des deutschen Volkes (3 Stipendien
werden jährlich an Graduierte aller Fakultäten vergeben), 2005
Lilli-Bechmann-Rahn-Preis (jährlich vergeben lür eine Promotionsarbeit
philosophischen Fakultäten), Universität Erlangen, 2005
aus
den
drei
(Co-)Organisierte Tagungen und Workshops
Existential Risks, zweitägiger Workshop, Universität Oxford, 07/2008. Organisation in
Zusammenarbeit mit N. Bostrom
Global Catastrophic Risks, dreitägige Konferenz, Universität Oxford, 07/2008. Organisation in
Zusammenarbeit mit N. Bostrom
Risk in the 21st Century, Seminarreihe, Universität Oxford, 01/2008-03/2008. Organisation in
Zusammenarbeit mit P. Taylor
21st Century Advanced Research Seminars, Seminarreihe, Universität Oxford, 2007-2008
EE250: Euler Equations: 250 Years on, viertägige Konferenz, Aussoi, Frankreich, 06/2007.
Erstellen und Moderation eines Online-Diskussionsforums für die Teilnehmer
108
Recent Developments in Structure Formation and the Theory of Complex Systems, eintägiges
Symposium, Universität Münster, 04/2006
Wissenschaft & Öffentlichkeit
• Global Catastrophic Risks
• Regelmässige Beiträge zum Online-Forum Practical Ethics. Ethical Perspectives on the News,
seit 2007
• Beitrag zum 21st School Open Morning, Universität Oxford 11/2007
• Eingeladener Vortrag für chinesische Journalisten, Eisevier, Oxford, 2007
• Beiträge zum Newsletter des Future of Humanity Institute, seit 2007
• Erstellen der betreffenden Internet-Seiten des Future of Humanity Institute, seit 2007
• Risiken allgemein
• Regelmässige Beiträge zum Online-Forum der James Martin 21st Century School, 2008
• mit P. Taylor: Posterbeitrag beim Futures Group Workshop, King's College, London, 10/2007
• Girls Day
• Co-Organisation von eintägigen Workshops für Mädchen, Universität Münster, 2004-2006
• ,Mädchen und Technik'-Tage,
• Co-Organisation eines einwöchigen Workshops für Mädchen, Universität Erlangen, 2002
• Vorträge zu verschiedenen Themen der Technik und Umweltethik sowie der Wissenschaftstheorie
Qualifikationsarbeiten
Promotion zum Dr. rer. nat, summa cum laude, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, 2007
Rafaela C. HILLERBRAND: Massless and Heavy Particles Suspended in Turbulent Flows.
Differences and Commons between Lagrangian Tracers and Inertia! Particles, veröffentlicht bei
Mensch und Buch, 2007
ausgezeichnet mit dem Naturwissenschaftspreis 2008 der Ingrid zu Solms-Stiftung
Promotion zum Dr. phil., summa cum laude, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg,
2003
Rafaela C. HILLERBRAND: Technik, Ethik und Ökologie. Ein normativ-ethischer
Grundlagendiskurs über den Umgang mit Wissenschaft, Technik und Umwelt, veröffentlicht mit
einem Vorwort von D. Birnbacher (Düsseldorf) bei Menüs, 2005
ausgezeichnet mit dem Lilli-Bechmann-Rahn-Preis 2004
109
NATURAL MEDIA AND ENGINEERING
Irene Mittelberg
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Der Theoriehorizont meiner Forschungsarbeiten umfasst sprach-, medien-, zeichen-, und
kunsttheoretische Ansätze und die damit verbundenen Analysemethoden. Ein die einzelnen
Studien überspannendes Anliegen ist es, epistemologische und konzeptuelle Korrespondenzen
zwischen semiotischen, linguistischen und ikonologischen Grundannahmen herauszuarbeiten und
empirisch zu untersuchen. Dabei verbinde ich klassische semiotische Theorien (bes. von Charles
Sanders Peirce und Roman Jakobson) mit neueren kognitivistischen Ansätzen. Die Schwerpunkte
meiner bisherigen Forschungsaktivitäten liegen an diversen Schnittstellen von Sprache,
Medialität, Kognition und Interaktion. Mein Hauptaugenmerk hat sich von statischen zu
dynamischen Formen der multimodalen Kommunikation schrittweise verlagert und gilt seit
einigen Jahren besonders der Integration von gesprochener Sprache und der sie begleitenden,
spontanen manuellen Gesten.
Zu den Themen, die sowohl in meiner Forschung als auch Lehre eine wichtige Rolle spielen, zählen
insbesondere figuratives Denken (bes. Metaphern und Metonymien), semiotische Prinzipien
(Ikonizität, Indexikalität und Konventionalität), semiotische Relativität und multimodale
Kommunikation.
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Dissertation
I. MITTELBERG: Metaphor and Metonymy in Language and Gesture: Discourse Evidence for
Multimodal Models of Grammar. Cornell University, Ithaca, NY 2006.
Editionen
M. GONZALES-MARQUEZ, I. MITTELBERG, S. COULSON & M.J. SPIVEY (Eds.): Methods
in Cognitive Linguistics. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins (2007).
Beiträge in Sammelbänden
I. MITTELBERG: Peircean semiotics meets conceptual metaphor: Iconic modes in gestural
representations of grammar. In: A. Cienki & C. Müller (Eds.), Metaphor and Gesture. Amsterdam/
Philadelphia: John Benjamins (2008). 115-154 .
I. MITTELBERG, T. A. FARMER and L.R. WAUGH: 'They actually said that?' An introduction to
working with usage data through discourse and corpus analysis. In: M. Gonzalez-Marquez, I.
Mittelberg, S. Coulson & M.J. Spivey (Eds.), Methods in Cognitive Linguistics.
Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins (2007). 19-52 .
I. MITTELBERG: Methodology for multimodality: One way of working with speech and gesture
data. In M. Gonzalez-Marquez, I. Mittelberg, S. Coulson & M. J. Spivey (Eds.), Methods in
Cognitive Linguistics. Amsterdam/Philadelphia: John Benjamins (2007). 225-248 .
110
Tagungsberichte
E. FRICKE, I. MITTELBERG & S. TESSENDORF: Inwieweit sind Gesten konkret?
Positionspapier zum Begriff des Konkreten in der Gestenforschung. Konferenzprogramm des 12.
Internationalen Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (DGS), Das Konkrete als
Zeichen, Stuttgart 2008.
Rezension
I. MITTELBERG: “Gesture and Thought” by D. McNeill, Chicago University Press, 2005.
Metaphor and Symbol, 22 (3) (2007), 281-290.
ANDERE ARBEITEN: VORTRÄGE UND LEITUNG VON ARBEITSGRUPPEN
Vortäge auf Einladung
09/2008: Ad-hoc creativity: Spontaneous gestures with speech, mit Alan Cienki, Kontaktforum,
Royal Flemish Academy, Brüssel, The Agile Mind: Creativity in Discourse and Art.
05/2008: Zur Rhetorik der Geste: Semiotische und Kognitive Perspektiven. Seminar der FriedrichEbert-Stiftung und des SFB Medien und kulturelle Kommunikation, Universität zu Köln.
12/2007: Metaphern und Metonymien in redebegleitenden Gesten. Metaphernworkshop, Universität
Hamburg.
06/2006: Metonymic tendencies in gesture and Cubism. www.BerlinGestureCenter.de
12/2005: Talking with hands and feet? A look at the interplay between language and gesture in
teaching, Georgetown University School of Foreign Service, Doha, Katar.
11/2004: Gesture as Mediational Practice: Embodied Cognition and Semiotic Acts in Language
Teaching. University of California at Berkeley.
04/2004: Gestures: Tangible Bridges between Minds and Languages. Konferenz zum Thema Visual
Literacy and Language Teaching, Cornell University.
Konferenzorganisation
(Mit-)Organisation von Konferenzen und Methodenworkshops
07/2008: MGA2, Methods of Gesture Analysis, Vrije Universiteit Amsterdam, mit Cornelia Müller
und Ellen Fricke.
10/2007: MGA1, Methods of Gesture Analysis, Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), mit
Cornelia Müller.
05/2004: Visual Literacy and Language Teaching, Cornell Language Resource Center.
Organisation von thematischen Sektionen (panels)
10/2008: Gesten in der Kommunikation: Prozesse der Konkretisierung und Abstraktion (mit Ellen
Fricke und Sedinha Teßendorf). 12. internationaler Kongress der deutschen Gesellschaft für
Semiotik, Das Konkrete als Zeichen. Stuttgart.
111
09/2008: Motivation in gesture: Image and motor schemas and their metaphorical extensions (mit
Cornelia Müller). Konferenz der Dt. Gesellschaft für Kognitive Linguistik (DGKL), Leipzig.
05/2008: Conceptual metaphor and metonymy as motivating principles in gestural communication:
Evidence from English, Spanish, and German (mit Cornelia Müller). 7th RaAM (Researching and
Applying Metaphor) Conference, Cáceres.
05/2007: Metonymy in gesture and signed languages (mit Cornelia Müller); Conférence de
l’Association Française de la Linguistique Cognitive, Université de Lille.
112
COMMUNICATION SCIENCE
M. Ziefle
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
User diversity – ehealth – Mensch-Technik-Interaktion – Human Computer Interaction – Kognitive
Ergonomie – Human Factors
Inhaltlich befasse ich mich mit der Schnittstelle zwischen Mensch und Technik, insbesondere in den
Bereichen elektronische Kommunikationsmittel und visuell kommunikative Aspekte der Gestaltung
technischer Artefakte. Dazu gehören die Auswirkungen von Technologien auf Interaktion, Kommunikation und Akzeptanz bei verschiedenen Nutzergruppen und Nutzungskontexten sowie die Anforderungen und Problemstellungen, die sich durch den Einsatz moderner Kommunikationsmittel in
menschlichen Verwendungskontexten ergeben. Die Analysezugriffe sind vorwiegend empirisch-experimentell und umfassen dabei eine quantitative (z.B. Leistungserfassung im Umgang mit technischen Oberflächen) und qualitative Beterachtung (z.B. Erfassung von Bewertungen und Akzeptanz
von Technologien).
Ein wesentlicher Analyseschwerpunkt richtet sich auf visuelle und sprachliche Aspekte der benutzerzentrierten und zielgruppenadäquaten Gestaltung technischer Oberflächen und Kommunikationsmedien (Fragen der Leseforschung, Einfluss von Textgestaltung und mediale Parametern beim
Lesen an elektronischen Darstellungsmedien, schrifttyp- und kulturspezifische Einflüsse auf die
Schriftverarbeitung).
Ein zweiter Arbeitsschwerpunkt widmet sich Fragen des kognitiv-ergonomischen Designs elektronischer Anwendungen und Oberflächen. Ausgehend von der Funktionsweise menschlicher Informationsverarbeitung werden Anforderungsprofile für technische Designs entwickelt und Oberflächen
bewertet. Von besonderem Interesse sind so genannte „small-screen-devices, die – durch die Schlüssellochperspektive kleiner Displays auf sprachlich-visuell dargestellte Inhalte - kognitiv eine besondere Herausforderung für ein nutzerzentriertes Design darstellen.
Ein dritter Analyseschwerpunkt fokussiert die gegebene Vielfalt von Nutzergruppen und ihre Ansprüche, Restriktionen und Potentiale. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit der Frage, wann die
Gestaltung der Mensch-Maschine-Schnittstelle ein „design-for-all“ zulässt und wann Unterschiede
zwischen Nutzern zu berücksichtigen sind, eine Frage, die gerade für medizintechnische Anwendungen (etwa aus der Sicht unterschiedlicher Krankheiten, Altersgruppen und Anwenderkontexte)
hochrelevant ist, aber auch für „nichtsichtbare“ Technologien („ambient technologies“), wie mobile
Funktechnologien oder intelligente Wohnumgebungen. Die Analyse thematisiert den Einfluss des
Alters, der Generations- und Kulturzugehörigkeit sowie des Geschlechts auf die Interaktion und
Kommunikation zwischen Nutzer und Technik. Im Mittelpunkt steht die Frage, welchen Einfluss
kognitive, motivationale und emotionale Nutzereigenschaften auf die Kompetenz im Umgang mit
technischen Geräten und deren Akzeptanz haben.
Ein vierter, relativ junger Arbeitsschwerpunkt betrifft die Gestaltung von eHealth-Applikationen.
Meine jüngsten Forschungsergebnisse zeigen, haben oben genannte Faktoren wesentlichen Einfluss
darauf, ob derartige Technologien akzeptiert und in die individuellen Lebensbereiche integriert werden. Die Ergebnisse belegen zudem einen hohen Forschungsbedarf, wie diese Technologien gestaltet sein müssen, um ihrer Funktion als Teil komplexer Kommunikations- und Interaktions113
umgebungen gerecht zu werden. Hier zeigen sich interessante Bezüge zur interdisziplinären Forschung und der Zusamenarbeit zwischen (Medien-)Linguistik, (Technik)Soziologie, (Medien) Informatik, eLearning, Technikdidaktik, (Medizin)-Ethik und Medizintechnik wie auch neue vielversprechende Arbeitsfelder der empirischen Kommunikationsforschung.
Drittmittelprojekte
Akzeptanzbewertung als integraler Bestandteil von Entwicklung und Ausbau komplexer technischer
Systeme. Am Beispiel Mobilfunk (HUMIC). Förderung: Exzellenzinitiative des Bundes und der
Länder (HumTec) Laufzeit: 04/2009-03/2012; Fördervolumen: ca. 750.000 €.
In diesem interdisziplinären Verbundprojekt wird die Technikakzeptanz als modulierender Faktor bei der
Weiterentwicklung, dem Auf- und Ausbau komplexer technischer Entwicklungszyklen integriert. Am
Beispiel des Entwicklungszyklus’ von mobilen Technologien (Funknetze), der sich über lange Zeiträume (>
10 Jahre) erstreckt, wird geprüft, inwieweit und in welchem Ausmaß Akzeptanzbarrieren, die in
Abhängigkeit von Anwendungskontexten, Nutzungsvarianten und Nutzerfaktoren variieren, einbezogen
werden müssen und können. Übergeordnetes Gesamtziel des Projektes sind Entwicklungsansätze, die mit
verschiedenen, auf einander abgestimmten Methoden Bewertungen komplexer technischer Systeme
erfassen.
Projektpartner: RWTH Aachen: Soziologie, Textlinguistik, Medizinethik, Communication Science,
Theoretische Informationstechnik, Elektrotechnik (Integrierte Systeme der Signalverarbeitung)
Design of Miniaturdisplays für die mobile Überwachung von Patienten (CARDIOCLOCK).
Förderung: Firma BIOLAB, Zürich; Laufzeit: 12/2008 – 11/2009; Fördervolumen: 41.000 €.
In diesem Industrieprojekt wird ein Interaktions- und Kommunikationsdesign eines elektronischen
Miniaturgerätes entwickelt, mit dem Patienten mit Diabetes und Cardioerkrankungen im Alltag begleitet
und überwacht werden können. Schwerpunkt der Designentwicklung ist die iconbasierte Kommunikation
und Menüführung des Nutzers mit dem Gerät, die sich an den Bedürfnissen der Zielgruppen orientiert.
Context aware intermodal routing (CAIRO). Förderung: Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie (BMWi).; Laufzeit: 11/2008 – 09/ 2010; Fördervolumen: 1.1 Mio €
Gegenstand dieses interdisziplinären Verbundprojektes ist die Entwicklung technologiegetragener
Mobilitäts- und Verkehrsdienstleistungen im öffentlichen Personenverkehr. Das Ziel liegt in der
Entwicklung eines über das Mobiltelefon vermittelten personalisierten, adaptiven und kontextsensitiven
technischen Reisesystems.
Projektpartner: RWTH Aachen: Informatik (verteilte Systeme), Communication Science, Textlinguistik;
Industriepartner: Deutsche Bahn, Berlin; Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel,
Berlin; HaCon Ingenieursgesellschaft mbH; Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.
Interdisziplinäre
Methoden
industrieller
Prozessmodellierung
(IMIP).
Förderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Programmausschreibung:
"Wechselwirkungen zwischen Geistes- und Naturwissenschaften".; Laufzeit: 10/2008 – 09/2010.
Fördervolumen: 418.000 €
Dieses interdisziplinäre Forschungsprojekt richtet sich auf die Entwicklung eines integrativen Ansatzes für
die Bewertung, Weiterentwicklung und Anwendung von Prozessmodellierungsverfahren in Unternehmen.
Ziel des Projekts ist die Optimierung sprachlich-visueller Anteile bisheriger Prozessmodellierungen.
Informations- und Kommunikationsverluste bei Prozessbeschreibungen sollen minimiert und
Notationssysteme für Arbeitnehmer mit geringen Vorkenntnissen optimiert werden.
Projektpartner: RWTH Aachen: Textlinguistik,
Industriepartner: Fa Seidel, Marburg.
114
Communication
Science,
Arbeitswissenschaft;
Publikationen im Projekt
K. ARNING und M. ZIEFLE: It’s a bunch of shapes connected by lines” Evaluating the Graphical
Notation System of Business Process Modelling Languages. Full paper at 9th International
Conference on Work with Computer Systems, WWCS 2009, Beijing, China (in press).
Anthropologische Universalien-Kulturelle Differenzen - eine vergleichende Studie zu Differenzen
kognitiver Leistungen (KANJI). Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF).
Programmausschreibung:
"Wechselwirkungen
zwischen
Geistesund
Naturwissenschaften". Laufzeit: 07/2008 – 06/2011. Fördervolumen: 530.000 €
In diesem interdisziplinären Verbundprojekt wird die unterschiedliche kognitive Verarbeitung zweier
Schriftsysteme untersucht: das deutsche Schriftsystem als alphabetische Orthographie und das japanische
Schriftsystem, das eine Kombination von Logographie und Silbenschrift darstellt.
Projektpartner: RWTH Aachen: Germanistische Linguistik, Communication Science, Neurolinguistik
Motivation durch Modellprojekte- Zur Untersuchung der Effekte beispielhafter Modellprojekte auf
das Technikinteresse bei Schülern/Jugendlichen (MoMoTec). Förderung: Acatech (Deutsche
Akademie der Technikwissenschaften); Industriepartner: Georgsmarienhütte Holding. Laufzeit:
01/2007-12/2009; Gesamtvolumen: 300.000 €.
In diesem interdisziplinären Projekt geht es um die Identifikation wichtiger Einflussfaktoren, die bei
Heranwachsenden und Jugendlichen das Interesse an technischen Fragestellungen und technischnaturwissenschaftlichen Berufsfeldern fördern und die möglichst früh im schulischen Entwicklungsprozess
aufgegriffen und unterstützt werden sollen. Das Gesamtprojekt ist in zwei miteinander verzahnten
Teilprojekten organisiert. Im ersten Teilprojekt (RWTH Aachen) werden anhand eines empirischen
Vorgehens maßgebliche Kriterien herausgearbeitet, die bei der Ausbildung von Interessen für technische
Fragen und einer technophilen Einstellung bei Jugendlichen und Heranwachsenden entscheidend sind. Im
zweiten Teilprojekt (Universität Stuttgart) werden anhand des Kriterienkatalogs verschiedene
Modellprojekte, die bundesweit in diesem Bereich durchgeführt werden und wurden, im Hinblick auf ihre
Nachhaltigkeit überprüft.
Projektpartner: RWTH Aachen: Communication
Techniksoziologie
Science, Textlinguistik; Universität Stuttgart:
Publikationen im Projekt
M. ZIEFLE und E.-M. JAKOBS: Wege zur Technikfaszination. Interventionszeitpunkte und
Sozialisationsverläufe. München: Deutsche Akademie der Technikwissenschaften (acatech). (im
Druck)
Radroutenplaner. Förderung: IVM (integriertes Verkehrsmanagment Region Frankfurt/Main).;
Laufzeit: 06/2007-12/2007; Fördervolumen: 20.000 €
In diesem Projekt wird eine bestehende Internetplattform für Radfahrer und Radfahrerinnen einer
kognitiv-ergonomischen Untersuchung unterzogen. Der Radroutenplaner ist eine interaktive Plattform, in
der sich Radfahrer über Routen informieren, aber auch individualisierte Radrouten planen und
zusammenstellen können. Im Blickpunkt der Untersuchung steht die Perspektive Gender und
Internetnutzung. An prototypischen Aufgaben wurde untersucht, wie sich die Nutzerinnen durch die
Plattform bewegen, welche Barrieren dabei vorliegen und wie sie durch kognitiv-ergonomische
Maßnahmen behoben werden können.
Pendlernetz. Förderung: Staufreies Hessen 2015; IVM (integriertes Verkehrsmanagement Region
Frankfurt/Main) in Zusammenarbeit mit der Stadt Mainz. Laufzeit: 06/2006-12/2006;
Fördervolumen: 25.000 €
115
In diesem Projekt wird eine bestehende, bundesweit genutzte Internetplattform evaluiert und optimiert.
Das Pendlernetz ist eine Plattform, in der Fahrangebote und Mitfahrgelegenheiten von und für
Berufspendler organisiert und vermittelt werden. Übergreifendes Ziel des Pendlernetzes ist die Erhöhung
des Umweltbewusstseins und die Reduzierung von Staus in Großstädten.
Ziel der Evaluation ist die Identifizierung kognitiv-ergonomischer Schwachstellen und die Entwicklung
eines barrierefreien Bedienkonzept für Nutzer im mittleren und höheren Erwachsenenalter.
Technik-Kultur-Alter. Zukunftstechnologien für Mobilität und Gesundheit (TEKLA). Förderung:
Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW. Ausschreibung NRW
Exzellenzwettbewerb "Geisteswissenschaften gestalten Zukunftsperspektiven". Laufzeit: 07/2005/
12/2006. Fördervolumen: 240.000 €.
In diesem Forschungsprojekt wird ein interdisziplinärer Ansatz zur nutzerzentrierten Entwicklung und
altersgerechten Gestaltung von Zukunftstechnologien verfolgt. Aus der inhaltlichen und methodischen
Perspektive von Geistes- und Sozialwissenschaften einerseits und der ingenieurwissenschaftlichtechnischen Perspektive andererseits soll untersucht werden, mit welchen Barrieren die ältere Generation
bei der Nutzung und Akzeptanz verschiedener Zukunftstechnologien konfrontiert ist und welche Wünsche
und Anforderungen sie an eine bedarfsgerechte Technik stellt. Projektpartner: RWTH Aachen:
Textlinguistik, Communication Science, Kraftfahrzeugwesen Medizintechnik (Personal Health Care
Systems); Universität Mannheim: Linguistik.
Publikationen im Projekt
E.-M. JAKOBS, K. LEHNEN und M. ZIEFLE, : Alter und Technik. Eine Studie zur
altersbezogenen Wahrnehmung und Gestaltung von Technik. Aprimus 2008.
E.-M. JAKOBS und M. ZIEFLE: What is the problem- Age or Technology? International
Conference on Health Care Systems, Ergonomics, and Patient Safety (HEPS) 2008.
S. WIRTZ, M. ZIEFLE, und E.-M. JAKOBS: Autopilot versus hearing aid – domain- and
technology type-specific parameters of older people’s technology acceptance. Full paper at the 9th
International Conference on Work With Computer Systems, WWCS 2009, Beijing, China (in
press).
M. ZIEFLE, P. PAPPACHAN, E.-M. JAKOBS, F. CHRISTEN und H. WALLENTOWITZ:
Experimental evaluation of visual interfaces of In-Vehicle-Information-Systems. In A. Toomingas,
A. Lantz und Th. Berns (Eds). Work with Computing Systems. Stockholm: Royal Institute of
Technology 2007.
M. ZIEFLE, P. PAPPACHAN, E.-M. JAKOBS und H. WALLENTOWITZ: Visual and auditory
interfaces of advanced driver assistant systems for older drivers. In K. Miesenberger et al. (eds.):
ICCHP 2008. LNCS 5105 (pp.62-69). Berlin, Heidelberg: Springer 2008.
Kognitive Komplexität von Drehstellern in Fahrerassistenzsystemen. Förderung: Fa. Kostal,
Lüdenscheid. Laufzeit: 03/2004-012/2004; Sachbeihilfe von Untersuchungsinstrumenten und
Personalmitteln in Höhe von ca. 20.000 €).
In diesem Projekt wurde ein neues Drehstellersystem in einem Auto mitentwickelt. In einem realen AutoMockup wurden experimentelle Fahruntersuchungen mit älteren und jüngeren Fahrern vorgenommen. Im
Zentrum stand die Verarbeitung kognitiver Komplexität und Multifunktionalität in einer Mutlitasking Umgebung (Bedienung des Drehstellers, Verkehrsbeobachtung, Fahren und Kommunikation mit dem
Beifahrer).
116
Andere Projekte
An der RWTH habe ich verschiedene interdisziplinäre Forschungskooperationen aufgebaut, sowohl
innerhalb der Philosophischen Fakultät (Germanistik, Kommunikationswissenschaft, Soziologie,
Geschichte), als auch mit anderen Fachbereichen und Instituten (Informatik (4,8,9,10), Arbeitswissenschaft, Kraftfahrwesen; Medizintechnik, Medizinethik, Prozessleittechnik, Ingenieurgeologie
und Hydrogeologie; Verfahrenstechnik).
Aus dieser Arbeit entstanden und entstehen gemeinsame Forschungsprojekte und Forschungsverbünde, z.B. in der „Wassergruppe“, mit der ich momentan am Aufsetzen eines DFG- Graduiertenkollegs bin oder in der interdisziplinären Arbeitsgruppen „Dienstbare Leiche“ (Leitung: D. Groß),
Mensch und Automatisierung (Leitung: U. Epple)“ und „Mobilitätsassistenz“. Weiterhin betreue ich
mit Kollegen aus anderen Fakultäten gemeinsam Magister-, Diplom- und Doktorarbeiten.
Auswahl der dabei entstandenen interdisziplinären Publikationen
R. AZZAM, C. POST, K. BAIER, A. REAL und M. ZIEFLE: Water supply and sanitation facilities
in a human-centred managment concept for fast growing megacities. United Nations (in press).
K. BAIER, C. POST, Th. MELIN, A. PFENNIG und M. ZIEFLE: Interdisciplinary approach for
water management support. Proceedings of the 4th environmental Symposion on German-Arab
scientific forum for environmental studies 2008, pp. 231-238.
D. GROSS und M. ZIEFLE (forthcoming): Tote Körper und die neue Vielfalt ihrer Bestattung.
Deutungsversuche eines vielschichtigen Phänomens. In: D. Groß und T. Fischer (Hrsg.). Die
dienstbare Leiche: Der tote Körper als soziale, kulturelle und ökonomische Ressource", Band 5
des Aachener Kompetenzzentrums für Wissenschaftsgeschichte. Kassel University Press.
E.-M. JAKOBS, K. LEHNEN und M. ZIEFLE: Alter und Technik. Eine Studie zur altersbezogenen
Wahrnehmung und Gestaltung von Technik. Edition Wissenschaft: Aprimus 2008.
C. SCHLICK, M. ZIEFLE, M. PARK und H. LUCZAK: Visual displays. In J. Jacko and A. Sears
(eds.). The Human Computer Interaction Handbook: Fundamentals, Evolving Technologies and
Emerging Applications.Mahwah, New Jersey: LEA 2008, Chapter 11 S. 201-228.
L. REPSCHLÄGER, M. ZIEFLE, E.-M. JAKOBS, S. HELLER und K.-H. KREMPELS: Internet
application for mobility: New challenges due to an aging world. International Conference of the
Nordic Ergonomic Society 2007.
M. ZIEFLE, U. SCHROEDER, J. STRENK und T. MICHEL: How young and older users master
the use of hyperlinks in small screen devices. SIGCHI Conference on Human Factors in
Computing Systems 2007 (pp. 307-316). ACM.
M.
ZIEFLE, P. PAPPACHAN, E.-M. JAKOBS und H. WALLENTOWITZ: Future technology
in the car. Visual and auditory interfaces of in-vehicle-technologies for older adults. In K.
Miesenberger et al. (Eds.): ICCHP 2008, LNCS 5105 (pp. 62–69). Heidelberg: Springer.
117
Gemeinsam betreute Qualifizierungsarbeiten
Diplomarbeiten
T. MICHEL (2007): zusammen mit Ulrik Schroeder, Informatik 9, FB1;
S. LILIENTHAL (2008): zusammen mit Otto Spaniol, Informatik 4, FB1;
A. HORSTMANN (2009): zusammen mit Ulrik Schroeder, Informatik 9, FB1;
C. BROCKLY (2009), zusammen mit Jan Borchers, Informatik 10, FB1;
P. BRAUNER (2009): zusammen mit Ulrik Schroeder, Informatik 9, FB 1
Doktorarbeiten
Olaf OEHME, zusammen mit Holger Luczak, Arbeitswissenschaft, FB4;
André Calero VALDEZ, zusammen mit Ulrik Schroeder, Informatik 9, FB1;
Firat ALAGOEZ zusammen mit Thomas Schmitz Rode, Medizintechnik, FB 10;
Sebastian VETTER, zusammen mit Christopher Schlick, Arbeitswissenschaft FB 4;
Simone WIRTZ, zusammen mit Eva-Maria Jakobs, Textlinguistik, FB 7;
Sylvia GAUL, zusammen mit Rudolf Mathar, Theoretische Informationstechnik, FB 6
Forenfonds (zur Vorbereitung eines interdisziplinären Drittmittelantrags)
Designer Diversity: The effects of the diversity of the designers and users in the development and
success of new technologies. Forschungspartner: Soziologie (Federführung), Elektrotechnik und
Informationstechnik, Textlinguistik, Communication Science.
Aufbau eines interdisziplinären Wasserkompetenzzentrums. Forschungspartner: Ingenieur- und
Hydrogeologie/Communication Science (Federführung), Verfahrenstechnik, Soziologie.
PUBLIKATIONEN
Monographien
M. ZIEFLE und E.-M. JAKOBS: Wege zur Technikfaszination. Interventionszeitpunkte und
Sozialisationsverläufe. München: acatech. (im Druck).
E.-M. JAKOBS, K. LEHNEN und M. ZIEFLE: Alter und Technik. Eine Studie zur altersbezogenen
Wahrnehmung und Gestaltung von Technik. Edition Wissenschaft: Apprimus 2008.
Handbücher (auf Einladung)
M. ZIEFLE: Visual ergonomic issues in LCD-Displays. An insight into working conditions and user
characteristics. In C. M. Schlick (ed.) Methods and Tools of Industrial Engineering and
118
Ergonomics for Engineering Design, production, and Service- Traditions, Trends and Vision.
Berlin, Heidelberg: Springer. (im Druck).
S. BAY und M. ZIEFLE: Learning Disabled Children. A disregarded user group interacting with
mobile phones. In J. Lumsden (Ed.). Handbook of Research on User Interface Design and
Evaluation for Mobile Technology. (pp. 141-157). IGI Global, 2008.
C. SCHLICK, M. ZIEFLE, M. PARK und H. LUCZAK: Visual displays In J. Jacko and A. Sears
(eds.). (2nd Ed).Human Computer Fundamentals. Series Human Factors and Ergonomcis. CRC
Press, 2009.
C. SCHLICK, M. ZIEFLE, M. PARK und H. LUCZAK: Visual displays. In J. Jacko and A. Sears
(eds.). The Human Computer Interaction Handbook: Fundamentals, Evolving Technologies and
Emerging Applications. Chapter 11 (pp. 201-228). Mahwah, New Jersey: LEA, 2008.
M. ZIEFLE und S. BAY: Transgenerational Designs in Mobile Technology. In J. Lumsden (Ed.).
Handbook of Research on User Interface Design and Evaluation for Mobile Technology (pp. 122140). IGI Global, 2008.
Aufsätze in wissenschaftlichen Zeitschriften (alle Peer-gereviewt)
C. ARMBRÜSTER, M. ZIEFLE und C. SUTTER: Notebook input devices put to an age test: the
usability of trackpoint and touchpad for users over 40 years of age. Ergonomics, 50(3) 2007, 426445.
K. ARNING, und M. ZIEFLE (under revision): Ask and you will receive: Training older adults to
use a PDA in an active learning environment. International Journal of Mobile Human-Computer
Interaction.
K. ARNING und M. ZIEFLE: Cognitive and personal predictors for PDA navigation performance.
Behaviour and Information Technology. DOI: 10.1080/01449290701679395 (in press).
K. ARNING und M. ZIEFLE: Assessing computer experience in older adults: Development and
validation of a computer expertise questionnaire for older adults. Behaviour and Information
Technology, 27 (1) 2008, 89-93.
K. ARNING und M. ZIEFLE: Understanding differences in PDA acceptance and performance.
Computers in Human Behaviour, 23(6) 2007, 2904-2927.
S. BAY und M. ZIEFLE: Landmarks or surveys? The impact of different instructions on children’s
performance in hierarchical menu structures. Computers in Human Behavior, 24 (3) 2008, 12461274.
S. BAY und M. ZIEFLE: Children Using Cellular Phones. The Effects of short comings in user
Interface Design. Human Factors, 47 (1) 2005, 158-168.
S. OETJEN und M. ZIEFLE: The Effects of LCD’s Anisotropy on the Visual Performance of Users
of Different Ages. Human Factors, 49 (4) 2007, 619-627.
S. OETJEN und M. ZIEFLE: A visual ergonomic evaluation of different screen technologies.
Journal of Applied Ergonomics, 40, 2009, 69-81. doi: 10.1016/j. apergo.2008.01.008.
P. PAPPACHAN und M. ZIEFLE: Cultural Influences on the Comprehensibility of Icons in MobileComputer-Interaction. Behaviour and Information Technology, 27(49) 2008, 331-337.
C. SUTTER und M. ZIEFLE: Users' Expertise: A biasing Factor for Performance and Usability of
Notebook Input Devices. Human Factors, 47 (1) 2005, 169-187.
119
N. WADE und M. ZIEFLE: The surface and deep structure of the waterfall illusion. Psychological
Research, 2008, DOI: 10.1007/s00426-008-0170-6.
M. ZIEFLE: Information presentation in small screen devices: the trade-off between visual density
and menu foresight. Applied Ergonomics. (in press)
M. ZIEFLE, C. SUTTER, und M. OEHL: (under revision) Design of touch interfaces in small
screen devices: Effects of display size, object size and target distance for older and younger users.
Journal of Applied Ergonomics.
M. ZIEFLE und S. BAY: How to overcome disorientation in mobile phone menus: A comparison of
two different types of navigation aids. Human Computer Interaction, 21(4) 2006, 393-432.
M. ZIEFLE, S. BAY und A. SCHWADE: On keys’ meanings and modes: The impact of navigation
key solutions on children’s efficiency using a mobile phone. Behaviour and Information
Technology, 25(5) 2006, 413-431.
M. ZIEFLE und S. BAY: How older adults meet cognitive complexity: Aging effects on the
usability of different cellular phones. Behaviour und Information Technology, 24 (5) 2005, 375389.
M. ZIEFLE, O. OEHME und H. LUCZAK: Information Presentation and Visual Performance in
Head-Mounted Displays with Augmented Reality. Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 59 (3-4)
2005, 331-344.
Aufsätze in Büchern (nur gereviewte)
C. ARMBRÜSTER, C. SUTTER und M. ZIEFLE: Target Size and Distance: Important Factors for
Designing User Interfaces for Older Notebook Users. In H.M. Khalid, M.G. Helander und A.W.
Yeo (eds.). Work with Computing Systems (pp. 454-459). Kuala Lumpur: Damai Sciences 2004.
K. ARNING und M. ZIEFLE: It’s a bunch of shapes connected by lines” Evaluating the Graphical
Notation System of Business Process Modelling Languages. Full paper at 9th International
Conference on Work with Computer Systems, WWCS, Beijing, China 2009. (in press)
K. ARNING und M. ZIEFLE: Comparing apples and oranges? Exploring users' acceptance of ICT
and eHealth applications. International Conference on Health Care Systems, Ergonomics, and
Patient Safety 2008 (5 pages, no page numbering).
K. ARNING und M. ZIEFLE: Barriers of information access in small screen device applications:
The relevance of user characteristics for a transgenerational design. In: C. Stephanidis and M.
Pieper (eds.). User Interfaces For All: Universal Access in Ambient Intelligence Environments.
LNCS 4397 (pp.117-136). Berlin, Heidelberg: Springer 2007.
K. ARNING und M. ZIEFLE: How important is computer expertise as a moderating variable for the
performance loss of older adults using technical devices? In: A. Toomingas, A. Lantz und Th.
Berns (eds). Work with Computing Systems. Stockholm: Royal Institute of Technology 2007 (6
pages, no page numbering).
K. ARNING und M. ZIEFLE: What older adults expect from mobile services: An empirical survey.
In: R.N. Pikaar; E.A. Konigsveld and P.J. Settels (Eds.) Meeting Diversity in Ergonomics.
Elsevier 2006 (6 pages, no page numbering).
K. BAIER, C. POST, Th. MELIN, A. PFENNIG und M. ZIEFLE: Interdisciplinary approach for
water management support. 4th environmental Symposion on German-Arab scientific forum for
environmental studies 2008 (pp. 231-235).
120
S. BAY und M. ZIEFLE: How instructions influence novice users´ interaction with mobile phones.
In H.M. Khalid, M.G. Helander und A.W. Yeo (eds.). Work with Computing Systems (pp. 388393). Kuala Lumpur: Damai Sciences 2004.
S. BAY und M. ZIEFLE: Effects of menu foresight on information access in small screen devices
(pp. 1841-1845). 48th Annual meeting of the Human Factors and Ergonomic Society. Santa
Monica: Human Factors Society 2004.
K. BREMEN und M. ZIEFLE: How adequate is the standard VDU setting for users with
musculoskeletal disorders regarding performance and muscular load? In: HCI International 2005,
Vol 1: Engineering Psychology, Health and Computer System Design. Mira Digital Publishing (10
pages, no page numbering).
K. BREMEN und M. ZIEFLE: Age, muscular complaints and strain: How user characteristics
interact with ergonomic factors in the VDU workplace. In: HCI International 2005. Vol. 1:
Engineering Psychology, Health and Computer System Design. Mira Digital Publishing (10
pages, no page numbering).
Th. GRÖGER, M. ZIEFLE und S. OETJEN: Using a more complex task to compare anisoropic
effects of LCD-TFT and CRT screens. In: HCI International 2005. Vol. 1: Engineering
Psychology, Health and Computer System Design. Mira Digital Publishing. (8 pages, no page
numbering).
E.-M. JAKOBS und M. ZIEFLE: What is the problem - Age or Technology? International
Conference on Health Care Systems, Ergonomics, and Patient Safety 2008 (4 pages, no page
numbering).
A. KÜNZER, M. ZIEFLE, A. BODENDIECK und H. LUCZAK: Effects of Different UserAdaptive help Systems on Task Performance. In: H. Luczak und K.J. Zink (eds.). Human Factors
in Organizational Design and Management (pp. 461-466). Santa Monica: IEA 2003.
M. OEHL, C. SUTTER und M. ZIEFLE: Considerations on efficient touch interfaces - How display
size influence the performance in an applied pointing task. In: M.J. Smith und G. Salvendy (eds.).
Human Interface, Vol.1, (pp.136-143). LNCS 4557. Heidelberg: Springer 2007.
S. OETJEN und M. ZIEFLE: Children working with computers: The effects of user’s age and task
complexity. In: A. Toomingas, A. Lantz und Th. Berns (eds). Work with Computing Systems.
Stockholm: Royal Institute of Technology 2007 (5 pages, no page numbering).
S. OETJEN und M. ZIEFLE: Display design for all: the analysis of demand and utilisation of
electronic screens in different devices. In: R. N. Pikaar; E. A. Konigsveld and P. J. Settels (Eds.)
Proceedings IEA 2006: Meeting Diversity in Ergonomics. Elsevier (6 pages, no page numbering).
S. OETJEN, M. ZIEFLE und Th. GRÖGER: Work with visually suboptimal displays- in what ways
is the visual performance influenced when CRT and TFT displays are compared? In: HCI
International 2005. Vol. 4: Theories, Models and Processes in Human Computer Interaction. Mira
Digital Publishing (10ages, no page numbering).
S. OETJEN und M. ZIEFLE: Effects of Anisotropy on Visual Performance regarding different
Fontsizes. In: H. M. Khalid, M. G. Helander und A. W. Yeo (eds.). Work with Computing Systems
(pp.442-447). Kuala Lumpur: Damai Sciences 2004.
P. PAPPACHAN und M. ZIEFLE: Cognitive Universals and cultural differences in the human
computer interaction. In: A. Toomingas, A. Lantz und Th. Berns (eds). Work with Computing
Systems. Stockholm: Royal Institute of Technology 2007 (5pages, no page numbering).
121
L. REPSCHLÄGER, M. ZIEFLE, E.-M. JAKOBS, S. HELLER und K.-H. KREMPELS: Internet
application for mobility: New challenges due to an aging world. International Conference of the
Nordic Ergonomic Society 2007 (5 pages, no page numbering).
S. SCHRÖDER und M. ZIEFLE: Effects of icon concreteness and complexity on semantic
transparency- Younger and older users. In: K. Miesenberger et al. (Eds.): ICCHP, LNCS 5105 (pp.
90-97). Heidelberg: Springer 2008.
S. SCHRÖDER und M. ZIEFLE: Making a completely icon-based menu in mobile devices to
become true: A Methodology for its development. In: H. ter Hofte, I. Mulder und B. de Ruyter
(Eds.). 10th International Conference on Human-Computer Interaction with Mobile Devices and
Services, (pp. 137-146). New York: ACM 2008.
S. SCHRÖDER und M. ZIEFLE: The transparency of function names used in technical menus. An
intercultural analysis. In: R.N. Pikaar; E A. Konigsveld and P.J. Settels (Eds.) Meeting Diversity
in Ergonomics. Elsevier 2006 (6 pages, no page numbering).
S. SCHRÖDER und M. ZIEFLE: Icon design on small screens: Effects of miniaturization on speed
and accuracy in visual search. In: 50th Conference on Human Factors and Ergonomics Society
(pp. 544-549). Santa Monica: Human Factors and Ergonomic Society 2006.
S. SCHRÖDER und M. ZIEFLE: Semantic transparency of cellular phones menu. Comparing users
from different age groups. In: B. Fisseni, H.-C. Schmitz, B. Schröder und P. Wagner (eds).
Computer Studies in Language and Speech (pp. 302-315). Frankfurt: Lang 2005.
C. SUTTER und M. ZIEFLE: Characteristics of Cursor Movements as Explanation for
Psychomotor Performance of Input Devices: An Analysis of the Stochastic Optimized
Submovement Model. In: 50th Conference on Human Factors and Ergonomics Society (pp. 742746). Santa Monica: Human Factors and Ergonomic Society 2006.
C. SUTTER und M. ZIEFLE: Impact of training and age on motor performance of mouse users. In:
R.N. Pikaar; E.A. Konigsveld and P.J. Settels (Eds.) Meeting Diversity in Ergonomics. Elsevier
2006 (6 pages, no page numbering).
C. SUTTER und M. ZIEFLE: The usage of notebook input devices in the context of RSI risks. In:
HCI International 2005. Vol. 1: Engineering Psychology, Health and Computer System Design.
Mira Digital Publishing 2005 (10 pages, no page numbering).
C. SUTTER und M. ZIEFLE: Psychomotor user characteristics for a successful usage of small
input devices. In: HCI International 2005. Vol. 1: Engineering Psychology, Health and Computer
System Design. Mira Digital Publishing (10 pages, no page numbering).
C. SUTTER und M. ZIEFLE: The cursor way preciseness of notebook input devices. A comparison
of small isotonic and isometric devices. In: H.M. Khalid, M.G. Helander und A.W. Yeo (eds.).
Work with Computing Systems (pp. 442-447). Kuala Lumpur: Damai Sciences 2004.
C. SUTTER und M. ZIEFLE: Psychomotor efficiency in users of notebook input devices:
Confirmation and restrictions of Fitts’ Law as an evaluative tool for user friendly design 2004
(pp.773-777). In: 48th Annual meeting of the Human Factors and Ergonomic Society. Santa
Monica: Human Factors Society.
W. WILKOWSKA, M. ZIEFLE und K. ARNING: Older adults’ navigation performance when
using small-screen devices: does a tutor help? Full paper at the 9th International Conference on
Work with Computer Systems, WWCS, Beijing, China 2009. (in press)
122
S. WIRTZ, E.-M. JAKOBS und M. ZIEFLE: Age-specific issues of software interfaces. Full paper
at the 9th International Conference on Work With Computer Systems, WWCS, Beijing, China
2009 (in press)
S. WIRTZ, M. ZIEFLE und E.-M. JAKOBS: Autopilot versus hearing aid – domain- and
technology type-specific parameters of older people’s technology acceptance. Full paper at the 9th
International Conference on Work With Computer Systems, WWCS, Beijing, China 2009. (in
press)
M. ZIEFLE: Spatial cues in small devices - benefit or handicap? Fullpaper at the 12th IFIP TC13
Conference in Human-Computer Interaction (INTERACT). (in press)
M. ZIEFLE: Aging and mobile displays: Challenges and requirements for an age-sensitive
information design. Full paper at the 9th International Conference on Work With Computer
Systems, WWCS, Beijing, China 2009. (in press)
M. ZIEFLE: Instruction format and navigation aids in mobile devices. In: A. Holzinger (Ed.).
Usability and Human Computer Interaction for Education and Work (USAB), LNCS 5298, 2008
(pp. 339–358), Berlin, Heidelberg: Springer.
M. ZIEFLE: Age perspectives on the usefulness on e-health applications. In: International
Conference on Health Care Systems, Ergonomics, and Patient Safety 2008 (6 pages, no page
numbering).
M. ZIEFLE, P. PAPPACHAN, E.-M. JAKOBS und H. WALLENTOWITZ: Future technology in
the car. Visual and auditory interfaces of in-vehicle-technologies for older adults. In: K.
Miesenberger et al. (Eds.): ICCHP, LNCS 5105 (pp. 62–69). Heidelberg: Springer 2008.
M. ZIEFLE, U. SCHROEDER, J. STRENK und T. MICHEL: How young and older users master
the use of hyperlinks in small screen devices. SIGCHI conference on Human factors in computing
systems 2007 (pp. 307-316). ACM.
M. ZIEFLE, P. PAPPACHAN, E.-M. JAKOBS, F. CHRISTEN und H. WALLENTOWITZ:
Experimental evaluation of visual interfaces of In-Vehicle-Information Systems (IVIS) for older
adults. In: A. Toomingas, A. Lantz und Th. Berns (eds). Work with Computing Systems.
Stockholm: Royal Institute of Technology 2007 (5 pages, no page numbering).
M. ZIEFLE, K. ARNING und S. BAY: Cross-platform consistency and cognitive compatibility:
How important are users` mental models for the performance when interacting with mobile
devices. In: K. Richter, J. Nichols, K. Gajos, A. Seffah (Eds.) The Many Faces of Consistency in
Cross-Platform Design. CEUR-WS.org. Vol 198, 2006 (pp. 75-81). http://CEUR-WS.org/Vol198/.
M. ZIEFLE und S. BAY: The Complexity of navigation Keys in Cellular Phones and their effects
on performance of teenagers and older adult phone users. In: HCI International 2005. Vol. 4:
Theories, Models, and Processes in Human Computer Interaction. Mira Digital Publishing (10
pages, no page numbering).
M. ZIEFLE, A. BODENDIECK und A. KÜNZER: The impact of user characteristics on the utility
of adaptive help systems. In: H.M. Khalid, M.G. Helander und A.W. Yeo (eds.). Work with
Computing Systems 2004 (pp. 71-76). Kuala Lumpur: Damai Sciences.
M. ZIEFLE und S. BAY: Mental models of Cellular Phones Menu. Comparing older and younger
novice users. In: S. Brewster und M. Dunlop (eds.). Mobile Human Computer Interaction (pp. 2537). Berlin, Heidelberg: Springer 2004.
123
BETREUTE PROMOTIONEN
Sabine SCHRÖDER (Mai 2009): Icons auf Miniaturdisplays: Experimentelle Untersuchungen zur
Ableitung kognitionspsychologisch fundierter Gestaltungsregeln.
Sophie OETJEN (2008): Der Einfluss blickwinkelabhängiger Leuchtdichteunterschiede auf die
Bildschirmarbeit.
Katrin ARNING (2008): Bedientrainings
Kommunikationstechnologien.
für
ältere
Nutzer
von
Informations
–und
Christine SUTTER (2006): Charakteristische Nutzereigenschaften und ihr Einfluss auf die
Bedienung von Notebookeingabegeräten. Eine arbeitspsychologische Evaluation von Touchpad
und Trackpoint.
Susanne BAY (2006): Die Komplexität von Menüstrukturen und Navigationstasten: Empirische
Untersuchungen zur Nützlichkeit verschiedener Gestaltungsmaßnahmen an Mobiltelefonen.
Marianne WILKEN (2005): Verschiedene Wege zur Zweisprachigkeit: Empirische Untersuchung
zur Zweisprachigkeit am Beispiel von Kindern in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in
Ostbelgien.
Thomas GRÖGER (2004): Effekte des Einsichtswinkels auf die visuelle Leistung an
Flachbildschirmen - Der Bildschirm-Aufsteiger zeigt Schwächen.
Zweitbegutachtung
Olaf OEHME (2004): Ergonomische Untersuchung von kopfbasierten Displays für Anwendungen
der erweiterten Realität in Produktion und Service. Zweitgutachterin / FB4.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHEN LEISTUNGEN/TÄTIGKEITEN
Preise
Förderpreis der Vodafone Stiftung für Forschung (dotiert mit 5000 €) für herausragende
Forschungsarbeiten zur Mobilkommunikation (Bereich: Markt/Kundenorientierung)
2004: Susanne Bay: Handy Nutzer von morgen: Wie Kinder verschiedene Mobiltelefone bedienen
und ihre Funktionalität mental repräsentieren.
2005: Wiebeke Schramek: Ohne Worte- oder wie man Bilder zum Sprechen bringt. Eine kritische
Bewertung von Konstruktionsregeln und Evaluationsmethoden für Icons im Mobiltelefonen
Friedrich-Wilhelm Forschungspreis der RWTH Aachen (dotiert mit jeweils 500 €) für
herausragende wissenschaftliche Leistungen
2005: Sabine Schröder: Im Dickicht der Begriffe: Begriffsverständnis in Menüstrukturen
technischer Geräte unter einer entwicklungspsychologischen Perspektive
2008: Inna Kudyk: Die Faszination Technik in der Ukraine: Interkulturelle Aspekte der
Technikbegeisterung am Beispiel ukrainischer Schüler und Schülerinnen
124
Reviewertätigkeiten (invited)
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Journals
ACM Transactions on Accessible Computing (TACCESS)
Applied Ergonomics
Behavior and Information Technology (BIT)
International Journal of Human Computer Studies (IJHCS)
Interacting with Computers (IWC)
Computers in Human Behavior (CHB)
Advances in Cognitive Psychology
International Journal of Occupational Safety and Ergonomics (JOSE)
International Journal of Mobile Human Computer Interaction (IJMHCI)
Journal of Applied Gerontology
International Journal of Universal Access in the Information Society
Journal of Medical Internet Research (JMIR)
Konferenzen
•
•
•
•
•
Work with Computing Systems (WWCS)
Human Computer Interaction (CHI, ACM)
Mobile Human Computer Interaction (Mobile HCI)
European Ergonomic Society (CEES)
Conference Human–Computer Interaction und Usability for Elderly (HCI4AGING)
Nachwuchs
Vertrauensdozentin der Studienstiftung des Deutschen Volkes;
Mitglied des regionalen und nationalen Jurorenteams für den jährlichen bundesweiten Siemenswettbewerb in Mathematik, Naturwissenschaft und Technik.
125
KATHOLISCHE THEOLOGIE
BIBLISCHE THEOLOGIE
Susanne Gillmayr-Bucher, Sandra Hübenthal, Annett Giercke, Ira Collenberg
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
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Textvarianz und Textwachstum
Rezeptionsästhetik (Rezeptionsgeschichte der Bibel, Bibel und Literatur)
Exegese und Kulturwissenschaft (Anthropologie, Identität, Fremdheit)
Methodik und Hermeneutik (Intertextualität/Kanonische Exegese)
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Ausgewählte Veröffentlichungen werden bei den einzelnen Forschungsschwerpunkten genannt.
DRITTMITTELPROJEKT
Susanne GILLMAYR-BUCHER in Kooperation mit Prof. Dr. Georg HENTSCHEL, Univ. Erfurt:
„Textvarianz, Textwachstum und die Vielfalt der erzählerischen Gestaltung im
deuteronomistischen
Geschichtswerk“
Förderer:
DFG,
Sachmittelförderung.
Bewilligungszeitraum: 1.10.2005 - 31.10.2007. Bewilligungssumme für das Teilprojekt in
Aachen: 77.000 €
Im Zentrum des geplanten Projektes steht das deuteronomistische Geschichtswerk, sowohl im Hinblick auf
seine erzählerische Gestaltung und Eigenart, als auch seine literarische Entstehungsgeschichte und seine
Redaktionsprozesse. Beiden Bereichen soll gleichermaßen Aufmerksamkeit geschenkt werden und zudem
soll eine intensive Zusammenarbeit synchroner und diachroner Aspekte eine neue Sicht auf das
Zusammenwirken literarischer Formen und literarischer Entstehungsprozesse eröffnen.
Die Verknüpfung einer literarischen Analyse des Endtextes und einer diachronen Beschreibung des
Textwachstums soll als textübergreifende Untersuchung an einem großen Textkorpus durchgeführt werden.
Ausgehend vom Masoretischen Endtext untersucht die synchrone Analyse die unterschiedlichen Erzählund Diskursformen der Texte. Ziel dieser Textanalyse ist es, die Vielfalt biblischer Erzählweisen
systematisch zu erfassen und zu ordnen. Ein Schwerpunkt im Unterschied zu bislang vorgestellten
Methoden wird auf der Gestaltung direkter Reden und auf dem Zusammenspiel von Erzählungs- und
Redeteilen in einem Text liegen, sowohl in Hinblick auf die Einzeltextanalyse als auch für die
Beschreibung von Erzählkonzepten. Diese Textanalyse soll zu einer differenzierten Beschreibung und
Kategorisierung der verschiedenen erzählerischen Gestaltungsmöglichkeiten führen. So lassen sich
Erzählprofile von größeren Textkorpora erstellen und auch miteinander vergleichen. Ein Überblick über
die unterschiedlichen Erzählformen und die thematische Darstellungsdynamik erlaubt es, einzelne
Erzählungen im Hinblick auf ihre Gemeinsamkeiten ebenso wie Unterschiede und Besonderheiten besser
einzuordnen und die „idealen“ Textmodelle, wie sie sowohl erzählanalytischen als auch diachronen
Untersuchungen zu Grunde liegen, zu verfeinern.
Parallel zu den synchronen Analysen fragt die diachrone Textanalyse nach Spuren von Wachstums- und
Redaktionsprozessen. Ziel ist es, auf zahlreiche aktuelle Fragen zur Entstehung und zur Einheitlichkeit des
deuteronomistischen Geschichtswerkes Antworten zu finden. Die diachrone Analyse sucht nicht wie die
bisherige Literarkritik nur nach Wiederholungen und Widersprüchen, sondern fragt in enger Anlehnung an
die synchronen Methoden z.B., ob die Struktur einer Erzählung wirklich ausgewogen, ob Leitworte,
Sinnlinien und Kontraste sich über den gesamten Text verteilen, ob die Kommunikation schlüssig ist, ob
die Spannung kontinuierlich bis zum Höhepunkt ansteigt, ob die Rollen sich innerhalb ein und derselben
Erzählung verändern, oder ob unterschiedliche Bewertungen vorgenommen werden.
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Die den Analysen zugrunde liegenden Text- bzw. Wachstumsmodelle werden dabei in einem intensiven
Austausch reflektiert und modifiziert.
Publikationen
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Rollenspiele – Debora und die Richter, in: Susanne GillmayrBucher/ Anett Giercke/ Christina Nießen (Hg.): Ein Herz so weit wie der Sand am Ufer des
Meeres. Festschrift für Georg Hentschel (Erfurter Theologischen Studien 90), Würzburg 2006,
179-192.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Und es gab keinen Antwortenden. Einseitige direkte Rede in
biblischen Erzählungen, in: PzB 15 (2006), 47-60.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Framework and Discourse in the Book of Judges. In: Journal for
Biblical Literature (Im Druck)
Ira COLLENBERG; Anett GIERCKE: Die Erzählkonzepte der Jiftacherzählung Ri 10,6-12,7. In:
BN 135 (2007). S. 11-34.
Rezensionen im Kontext des Projektes
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Rezension zu: Walter Dietrich (Hg.): David und Saul im
Widerstreit – Diachronie und Synchronie im Wettstreit. Beiträge zur Auslegung des ersten
Samuelbuches (OBO 206), Fribourg / Göttingen 2004, in: BZ 50,2 (2006), 302-305.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Rezension zu: Sigrun Welke-Holtmann: Die Kommunikation
zwischen Frau und Mann. Dialogstrukturen in den Erzähltexten der Hebräischen Bibel, in: Sabine
Bieberstein u.a. (Hg.): Brücken bauen in einem vielgestaltigen Europa. Religiöse Ursprünge,
Traditionen, Kontexte und Identitäten (Jahrbuch der europäischen Gesellschaft für theologische
Forschung von Frauen 14/2006), Leuven 2007, 226-227.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Rezension zu: Pnina Galpaz-Feller: Samson: The Hero and the
Man. The Story of Samson (Judges 13-16) (Bible in History 7), Berlin u.a. 2006, in: OLZ 3/2007,
462-465.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Rezension zu: Shimon Bar-Efrat: Das Erste Buch Samuel. Ein
narratologisch-philologischer Kommentar. (übers. Johannes Klein) (BWANT 176). Stuttgart 2007.
In: BZ 2008. (In Druck)
Teilprojekt (bearbeitet von Dipl. Theol. Annett GIERCKE): Synchrone und diachrone
Untersuchung der Erzählung von 1Sam 15 (Dissertation)
Saul gehört zu den wirklich tragischen Gestalten der alttestamentlichen Schriften. Zuerst bejubelt als
neuer König über Israel, dann verworfen und durch David ersetzt. An Ende stirbt er, indem er sich selber
in sein Schwert fallen lässt. Wie konnte es dazu kommen? In 1Sam 15 wird erzählt, wie Saul auf den Befehl
Gottes hin einen Krieg gegen die Amalekiter führt und daraufhin von Gott als König verworfen wird.
Dieser Text ist eine entscheidende Stelle für das Verständnis der Tragödie: sie versucht eine Erklärung für
sein Scheitern zu geben, doch eigentlich gelingt diese Erklärung nicht wirklich. Schwerpunkt dieser Arbeit
ist es, die Entstehung und das Verständnis des Textes in verschiedenen Rezeptionskontexten, im Wandel des
Verständnisses der LeserInnen und der theologischen Strömungen aufzuzeigen. Ein weiterer Aspekt ist die
Analyse der Textstruktur mit seiner inneren Dynamik (Erzählanalyse, Rhetorik, Semantik, Strukturanalyse
etc).1 Sam 15 stellt in seiner jetzigen Position eine Brücke zwischen der sogenannten Saulüberlieferung
und der Aufstiegsgeschichte Davids dar. Daher soll auch der Frage nach seinen intertextuellen
Beziehungen nachgegangen werden.
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Andere Projekte
„Intertextualität“ (Susanne GILLMAYR-BUCHER, Sandra HÜBENTHAL)
Wie in den Literaturwissenschaften wurde das Konzept der „Intertextualität“ auch in der Exegese
vielfältig aufgenommen. Dieses Konzept bot einerseits eine Möglichkeit neue Zugänge zu Texten zu
erschließen andererseits wurde es möglich, längst vertraute Arbeitsschritte, wie z.B. Quellen-, Traditionsund Motivforschung, unter einem veränderten theoretischen Blickwinkel zu sehen. Damit eröffnen sich in
der Folge auch neue Perspektiven für eine Textinterpretation.
Zugehörige Publikationen
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Intertextuality: Between Literary Theory and Text Analysis. In:
Thomas Brodie; Dennis MacDonald; Stanley Porter (Hg.): The Intertextuality of the Epistles.
Explorations of Theory and Practice (New Testament Monographs 16). Sheffield 2006, 13--23.
Karin HERRMANN/ Sandra HÜBENTHAL (Hg.): Intertextualität. Perspektiven auf ein
interdisziplinäres Arbeitsfeld, Aachen 2007.
Sandra HÜBENTHAL: Wie kommen Schafe und Rinder in den Tempel? Die »Tempelaktion« (Joh
2,13-22) in kanonisch-intertextueller Lektüre In: Karin Herrmann/ Sandra Hübenthal (Hg.):
Intertextualität. Perspektiven auf ein interdisziplinäres Arbeitsfeld, Aachen 2007, 69-81.
Sandra HÜBENTHAL: »Wer ist dieser?« Mt 21,1-17 in intertextueller Lektüre. In:Egbert Ballhorn/
Georg Steins (Hg.): Der Bibelkanon in der Bibelauslegung. Beispielexegesen und
Methodenreflexionen, Stuttgart 2007, 261-277.
Rezeptionsgeschichte als Zugang zur Exegese (Dr. Sandra HÜBENTHAL)
Ausgangspunkt des Projekts ist die Annahme dass mit dem Abschluss eines Textes durch einen Autor der
Text erst beginnt und die Vorstellung, ein einmal abgeschlossener Text könne nicht mehr geändert und ihm
nichts mehr hinzugefügt werden, ein Trugschluss ist. Diese Annahme lässt sich an religiösen Texten, deren
Fortschreibung und Interpretation bis heute weitergeht, gut verdeutlichen. Insbesondere biblische Texte
werden im Laufe der Geschichte immer wieder aufgegriffen und in den jeweiligen historischen Kontext
hinein aktualisiert. Dabei wird den Texten ein unterschiedliches Schicksal zuteil: Während die einen im
Laufe der Rezeptionsgeschichte nicht nur von Popularität und Hochachtung, sondern auch von Verzerrung
und Abnutzung gezeichnet sein kann, bleibt die andere in ihrer Aussage wie ihrem Interpretationspotential
unverbraucht und unbeachtet. Das Forschungsprojekt greift biblische Text auf und untersucht ihre
Rezeption in unterschiedlichen historischen Kontexten und unterschiedlichen Medien (Predigten, Gebeten,
Bildern und Literatur) exemplarisch.
Zugehörige Publikationen
Sandra HÜBENTHAL: Das Notwendige erkennen. Christus im Hause der Maria und Martha – Lk
10. In: Bibel und Liturgie 81 (2008), 263-267.
Sandra HÜBENTHAL: Johannes Chrysostomus’ Predigten über den Titusbrief. Ein Beitrag zur
Biblischen Rezeptionsforschung. In: Hans – Ulrich Weidemann; Wilfried Eisele (Hg.): Ein
Meisterschüler. Titus und sein Brief (FS Michael Theobald, SBS 214). Stuttgart 2008, 143-173.
Sandra HÜBENTHAL: Zwischen Subjekt und Objekt. Text- und Bildexegese am Beispiel von Rut.
Für: Megillot. Kleine Festschrift für Hans-Winfried Jüngling SJ (erscheint im Frühsommer 2009)
Bibel und Literatur (Susanne GILLMAYR-BUCHER)
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Wie kaum ein anderes Buch hat die Bibel über Jahrhunderte hinweg Dichter und Dichterinnen zur
kreativen Rezeption angeregt. Diese vielfältigen Verbindungen zwischen Bibel und Literatur spiegeln sich
jedoch kaum in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit den Texten. Das Interesse der Bibelwissenschaft
konzentriert sich seit dem Aufblühen der historisch-kritischen Forschung ganz auf die Frage nach der
ursprünglichen Bedeutung der Texte in ihrem historischen Kontext, während ihre Wirkung und literarische
Wirkungsgeschichte weitgehend unberücksichtigt blieb. Ziel dieses Projektes ist es deshalb, die
literarische Wirkungsgeschichte biblischer Texte aufzuzeigen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der
deutschsprachigen Literatur des 20. Jhd.
Zugehörige Publikationen (seit 2004)
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Sternenrückwärts in der Erinnerung. In: ThPQ 152 (2004) 28-38.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Biblische Texte in der Literatur. In: Helmut Utzschneider, Erhard
Blum (Hg.). Lesarten der Bibel. Untersuchungen zu einer Theorie der Exegese des Alten
Testaments. Stuttgart 2006, 295-312.
Psalmen – Anthropologie (Susanne GILLMAYR-BUCHER, Annett GIERCKE)
In den lyrischen Gebeten des Psalters werden in metaphorischer Sprache unterschiedliche
Menschenbilder kommunikativ entworfen. Ziel dieses Forschungsprojektes ist es, die
verschiedenen anthropologischen Bilder zu erfassen.
Zugehörige Publikationen
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Body images in the psalms. In: JSOT 28,3 (2004), 301-326.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Meine Zunge - ein Griffel eines geschickten Schreibers. Der
kommunikative Aspekt der Körpermetaphern in den Psalmen. In: Pierre van Hecke (Hg.):
Metaphor in the Hebrew Bible. (BETL 187). Leuven 2005, 197--213.
Anett GIERCKE: Eine Zunge voller Jubel - sprachliche Bilder als Emotionsträger in Psalm 126. In:
S. Gillmayr-Bucher; A. Giercke; C. Nießen: Ein Herz so weit wie der Sand am Ufer des Meeres.
Festschrift für Georg Hentschel. EThSt 90. Würzburg 2006, S. 377-387.
Literarische Konstruktionen von Fremdheit in Biblischen Texten (Susanne GILLMAYR-BUCHER)
Angeregt durch die Herausforderungen einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft wurden Konzepte
von Identität und Alterität, bzw. Identität und Fremdheit in den letzten Jahrzehnten zunehmend von den
Kulturwissenschaften ebenso wie Soziologie und Politikwissenschaft aufgegriffen.
Um die Entwicklung unterschiedlicher Konzepte von Identität und Fremdheit zu beschreiben, werden dabei
nicht nur gegenwärtige sondern auch antike gesellschaftliche Konstruktionen in den Blick genommen. Die
Art und Weise wie die Vorstellung von Fremdheit in der Vergangenheit konstruiert wurde, kann wichtige
Einsichten für heutige Konstruktionen vermitteln; und umgekehrt können heutige Fragestellungen dazu
beitragen alte Kulturen besser zu verstehen.
Die Vorstellung des Fremden ist eng mit der Vorstellung von Identität verknüpft. In Abgrenzung zum
Fremden oder im Spiegel des Fremden werden stets auch Aspekte der eigenen Identität sichtbar.
Unabhängig davon, ob das Fremde als etwas Erstrebenswertes oder als etwas Gefährliches dargestellt
wird, es ist immer eine relationale Größe, die sich nur in Bezug zur Identität bestimmen lässt. Identität und
Fremdheit sind zudem veränderbare Größen, die den jeweiligen sozialen, politischen und religiösen
Bedürfnissen angepasst werden. Das Verständnis der Konstruktion von Identität und Fremdheit sowie der
Funktion dieser Konstrukte kann daher wesentlich zum Verständnis von Gemeinschaften beitragen.
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Auch in biblischen Texten spielen unterschiedliche Vorstellungen von Fremdheit eine große Rolle und
tragen wesentlich zur Konstruktion und zum Erhalt der nationalen und religiösen Identität bei. Die Texte
vermitteln nicht nur Fremdheitserfahrungen und Begegnungen mit Fremden, sondern sie reflektieren diese
Erfahrungen und konstruieren dabei ein vielfältiges literarisches Bild von Fremdheit.
Trotz der Bedeutung des Themas Fremdheit für biblische Texte und in der Folge auch für die Biblische
Theologie wurde dieses Thema noch nicht umfassend behandelt. Während aus historischer Perspektive der
Frage der nationalen Beziehungen zwischen Israel und seinen Nachbarn sowie der sozialen Dimension
des Fremdseins in Israel bereits große Aufmerksamkeit gewidmet wurde, stehen Untersuchungen zur
literarischen Konstruktion von Fremdheit noch weitgehend aus.
Ziel dieses Forschungsprojektes ist es deshalb, die literarischen Darstellungen des Fremden in ihren
sprachlichen und bildhaften Konstruktionen von Fremdheit zu analysieren und daran anschließend die
unterschiedlichen Konzeptionen von Fremdheit sowie ihre Funktion im Hinblick auf die Identitätsdiskurse
zu beschreiben.
Zugehörige Publikationen
Susanne GILLMAYR-BUCHER: Selbstbewusstsein und Identität im Spiegel des Fremden. In: ThG
48,4 (2005), 190-199.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: „She came to test him with hard questions.“ Foreign women and
their view on Israel. In: BI 15,2 (2007) 135-150.
Susanne GILLMAYR-BUCHER: A hero ensnared in otherness? Literary images of Samson. In:
Erik Eynikel; Tobias Nicklas (Hg.): Samson - Fool or hero? (Themes in Biblical Narrative Series).
(In Druck)
Lehrprojekt: Exegetische Methodik und Hermeneutik (Sandra HÜBENTHAL)
Im Proseminar »Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten/Einführung in das exegetische Arbeiten«
bekommen Studierende einen grundlegenden Einblick in die Lebens- und Arbeitswelt der Exegeten. Die
Erfahrungen aus den letzten Semestern haben jedoch gezeigt, dass alle Theorie grau ist und wer nicht ans
aktive Arbeiten am Bibeltext kommt, zumeist sehr schnell vergisst, wie exegetisches Arbeiten praktisch
funktioniert. Zur Vermittlung einer soliden Methodenkompetenz reicht eine rein rezeptiv gestaltete
Lehrveranstaltung demnach nicht aus.
Dieser Mangel und die Anregung von Studierenden, sich intensiver mit einzelnen Methoden und ihrer
jeweiligen Hermeneutik zu befassen, wurden durch die Entwicklung eines neuen Lehrkonzepts
aufgegriffen. In den Lehrveranstaltungen »Exegetisches Wunschkonzert« (SS08) und »Exegetische
Werkstatt« (WS 08/09) wurde gemeinsam mit den Studierenden ein Lehrformat entwickelt, in dem
Studierende exegetische Methoden eigenständig entdecken und nach einer gemeinsamen Arbeitsphase auf
selbst gewählte Texte aus dem Alten und Neuen Testament applizieren konnten. Im Vordergrund steht bei
diesem Konzept nicht Wissensvermittlung, sondern Kompetenzerwerb: die Studierenden sollen befähigt
werden, eigenständig und begründet exegetische Methoden zu Auslegung von Texten auszuwählen,
Exegesen durchzuführen und die Ergebnisse sowie den Arbeitsprozess zu evaluieren.
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SYSTEMATISCHE THEOLOGIE
Ulrich Lüke, Matthias Remenyi, Christiane Heinrich
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
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Grenzfragen zwischen Naturwissenschaft
Philosophie und Theologie
Interdisziplinäre Anthropologie
Theologische Grundfragen
Eschatologie
Ethische Fragen am Lebensende
Freiheit als Grundparadigma des Gott-Welt-Verhältnisses
Grundlagen der christlichen Gesellschaftsethik
Ethik sozialer Ungleichheit
Ethik des Solidarismus
Theorie und Praxis humaner Würde und humaner Rechte
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Ulrich LÜKE (Hrsg.): Darwin und Gott. Das Verhältnis von Evolution und Religion, Darmstadt
2004.
Ulrich LÜKE: Für- und Wi(e)der-Worte. Anstößige Gedanken im Kirchenjahr, Paderborn 2005.
Ulrich LÜKE: Kursbuch Kirchenjahr. Leben im Rhythmus des Glaubens, Münster 2006.
Ulrich LÜKE: Das Säugetier von Gottes Gnaden. Evolution - Bewusstsein – Freiheit, Freiburg/
Basel/ Wien 2006.
Ulrich LÜKE (Hrsg.): Der Mensch - nichts als Natur? Interdisziplinäre Annäherungen, Darmstadt
2007.
Ulrich LÜKE (Hrsg.): Gottesbilder an der Grenze zwischen Naturwissenschaft und Theologie,
Darmstadt 2009.
Ulrich LÜKE: Einladung ins Christentum. Was das Kirchenjahr über den Glauben verrät, München
2009.
Matthias REMENYI: Um der Hoffnung willen. Untersuchungen zur eschatologischen Theologie
Jürgen Moltmanns, Regensburg 2005.
Matthias REMENYI; Thomas Herkert (Hrsg.): Zu den letzten Dingen. Neue Perspektiven der
Eschatologie, Darmstadt 2009.
Christiane HEINRICH: Gesellschaftliche Exklusionsvorgänge als Anfrage an internationale soziale
Menschenrechtsforderungen: Soziologische, theologische und sozialphilosophische Perspektiven.
Frankfurt am Main 2007(Europäische Hochschulschriften, Reihe XXIII Theologie, Band 856).
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Wissenschaftliche Aufsätze
Ulrich LÜKE: Zeitschöpfung - Schöpfungszeit? Strenge Gegenwart oder von der Zeitlichkeit zur
Zeitlosigkeit. In: Eberhard Schockenhoff/ Max G. Huber : Gott und der Urknall. Physikalische
Kosmologie und Schöpfungsglaube, Freiburg/München 2004, S. 193-216 (Grenzfragen Bd. 29).
Ulrich LÜKE: Der Mensch - Das religiöse Wesen. Aus ethologischer, paläoanthropologischer und
theologischer Perspektive. In: Hans Waldenfels (Hg.): Religion. Entstehung - Funktion – Wesen,
Freiburg/ München 2004, S. 71-92.
Ulrich LÜKE: Auferstehung - Im Tod? Am Jüngsten Tag? In: Hans Kessler: Auferstehung der
Toten. Ein Hoffnungsentwurf im Blick heutiger Wissenschaften, Darmstadt 2004, S. 234-251.
Ulrich LÜKE: Schöpfung aus dem Nichts oder fortlaufende Schöpfung? Zum Verhältnis von creatio
ex nihilo und creatio continua. In: Helmut A. Müller.: Kosmologie. Fragen nach Evolution und
Eschatologie der Welt, Göttingen 2004, S. 39-52.
Ulrich LÜKE: Neuro-Theologie. Gott und Religion als Produkt neuronaler Erregungsmuster? In:
theologie und glaube. Paderborn 2005, S. 423-438.
Ulrich LÜKE: Der Mensch - nichts als Natur? Über die naturalistische Entzauberung des
Menschen. In: Ulrich Lüke/ Hubert Meisinger/ Georg Souvignier (Hrsg.): Der Mensch - nichts als
Natur? Interdisziplinäre Annäherungen, Darmstadt 2007, S. 126 – 145.
Ulrich LÜKE: Der Mensch - auf Glauben angelegt? In: Helmut A. Müller: Evolution - Woher und
Wohin. Antworten aus Religion, Natur- und Geisteswissenschaften, Göttingen 2008, S. 225 – 261.
Ulrich LÜKE: Plan Gottes oder alles nur (dummer) Zufall? Klarstellungen im Streit zwischen
Schöpfungstheologie und Evolutionsbiologie. In: K. Appel, H. Philipp, H. Weber, R. Langthaler,
S. Müller(Hrsg.): Naturalisierung des Geistes? Beiträge zur gegenwärtigen Debatte um den Geist,
Würzburg 2008, S. 152 – 172.
Ulrich LÜKE: Brücken im Unüberbrückbaren. Evolution oder Schöpfung? In: Stimmen der Zeit.
Heft 2/ 2008, S. 134 – 138.
Ulrich LÜKE: Schöpfungstheologie - (K)ein Kontra zur Evolutionstheorie? In: R. Langthaler
(Hrsg.): Evolutionstheorie – Schöpfungsglaube, Würzburg 2008, S. 121 – 140.
Ulrich LÜKE: Zufall oder göttliches Design? Eins Skizze des Konflikts Schöpfungstheologie
versus Evolutionstheorie. In: Herder Korrespondenz Spezial: Getrennte Welten? Der Glaube und
die Naturwissenschaften. 8/ 2008, S. 46 - 50.
Ulrich LÜKE: Ein Gott mit Herz, Hirn und Hand. In : Hirschberg Nr. 12/2008, S.240-244.
Ulrich LÜKE: Gesundheit und Krankheit: Theologische Grundlagen und Perspektiven. In: Gregor
M. Hoff (Hrsg): Zwischen Ersatzreligion und neuen Heilserwartungen. Umdeutungen von
Gesundheit und Krankheit, Freiburg/München 2009, S. 131-162 (Grenzfragen Bd. 33).
Ulrich LÜKE: Gott – nur ein Hirngespinst? In: Norbert Mette: Die Gottesfrage im
Religionsunterricht. Jahrbuch der Religionspädagogik 2009, Neunkirchen 2009.
Ulrich LÜKE: Vom Anfangen. In: Katechetische Blätter. Zeitschrift für Religionsunterricht,
Gemeindekatechese und kirchliche Jugendarbeit. 3/ 2009, München 2009.
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Rezensionen
Ulrich LÜKE: Rezension zu: G. Roth: Fühlen, Denken, Handeln. Wie das Gehirn unser Verhalten
steuert, Frankfurt/Main 2003. In: THEOLOGISCHE REVUE 4/2004. Sp. 344-346.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Ian G. Barbour.: Wissenschaft und Glaube. Historische und
zeitgenössische Aspekte, Göttingen 2003. In: THEOLOGISCHE REVUE 3/2005. Sp. 253-254.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: E. Drewermann: Wenn die Sterne Götter wären. Moderne Kosmologie
und Glaube. Im Gespräch mit Jürgen Hoeren. In: THEOLOGISCHE REVUE 4/2005. Sp. 342344.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Rudolf Langthaler(Hg.): Was ist der Mensch? Ein interdisziplinäres
Gespräch zwischen Lebenswissenschaften, Philosophie und Theologie. Ein Wiener Symposium.
In: THEOLOGISCHE REVUE 2/2006. Sp.111-113.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Dieter Groh: Schöpfung im Widerspruch. Deutungen der Natur und
des Menschen von der Genesis bis zur Reformation, Frankfurt a.M. 2003. In: THEOLOGISCHE
REVUE 4/2006. Sp. 334.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Hans – Dieter Mutschler: Physik und Religion. Perspektiven und
Grenzen eines Dialogs, Darmstadt 2005. In: Stimmen der Zeit, 2/ 2008, S. 141f.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Günter Ewald: Gehirn, Seele und Computer. Der Mensch im
Quantenzeitalter, Darmstadt 2006. In: THEOLOGISCHE REVUE 2/2008. Sp.169-171.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Lars Klinnert (Hrsg.): Das Bild des Menschen im Spannungsfeld von
Evolution und Schöpfung, Darmstadt 2007. In: THEOLOGISCHE REVUE 2/2008. Sp. 171-174.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Stephan Horn / Siegfried Wiedenhofer (Hrsg.): Schöpfung und
Evolution. Eine Tagung mit Papst Benedikt XVI. in Castel Gandolfo, Augsburg 2007. In:
THEOLOGISCHE REVUE 5/2008. Sp. 434-437.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Johannes Maria Steinke: John Polkinghorne. Konsonanz von
Naturwissenschaft und Theologie, Göttingen 2006. In: THEOLOGISCHE REVUE 1/ 2009. Sp.
75-77.
Ulrich LÜKE: Rezension zu: Lars Klinnert (Hrsg.): Zufall Mensch? - Das Bild des Menschen im
Spannungsfeld von Evolution und Schöpfung, Darmstadt 2007. In: Münchener Theologische
Zeitschrift 1/ 2009. S. 90- 92.
Matthias REMENYI: Mit Stimme, Antlitz und Gestalt. Überlegungen zur personalen Eschatologie,
in: Theologie und Glaube 96 (2006) 73-86.
Matthias REMENYI: Weißt Du, wo der Himmel ist?, in: Anzeiger für die Seelsorge. Zeitschrift für
Pastoral und Gemeindepraxis 115 (2006), Heft 5, 35-37.
Matthias REMENYI: Gott im Kommen. Zur Debatte um Einheit und Differenz im Gott-WeltVerhältnis, in: Salzburger theologische Zeitschrift 10 (2006), 273-289.
Matthias REMENYI: Rezension zu: Josef Wohlmuth: Mysterium der Verwandlung. Eine
Eschatologie aus katholischer Perspektive im Gespräch mit jüdischem Denken der Gegenwart,
Paderborn 2005, in: Theologische Revue 102 (2006), 140-143.
Matthias REMENYI: Hoffnung, Tod und Auferstehung, in: Zeitschrift für Katholische Theologie
129 (2007), 75-96.
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Matthias REMENYI: Rezension zu: Douglas H. Knight: The Eschatological economy. Time and the
hospitality of God, Grand Rapids 2006, in: Theologische Literaturzeitung 132 (2007), 1109-1111.
Matthias REMENYI: Apokalyptischer Weltenbrand oder Hoffnung für den ganzen Kosmos?
Theologische Überlegungen zum Ende der Welt, in: Theologische Quartalschrift 188 (2008), 5068.
Matthias REMENYI: Selbstbestimmtes Sterben und medizinische Entscheidungen am Lebensende
– eine ethische Problemexposition, in: Zeitschrift für medizinische Ethik 54 (2008), 115-134.
Matthias REMENYI Rezension zu: H. Münk; M. Durst (Hrsg.): Schöpfung, Theologie und
Wissenschaft (Theologische Berichte XXIX). Freiburg/Schweiz 2006, in: Theologische Revue
104 (2008), 173-175.
Matthias REMENYI: Einleitung, in: M. Remenyi; T. Herkert (Hrsg.): Zu den letzten Dingen. Neue
Perspektiven der Eschatologie, Darmstadt: WBG 2009, 7-13.
Matthias REMENYI: Hoffnung für den ganzen Kosmos. Überlegungen zur kosmischen
Eschatologie, in: M. Remenyi; T. Herkert (Hrsg.): Zu den letzten Dingen. Neue Perspektiven der
Eschatologie, Darmstadt 2009, 174-222.
Matthias REMENYI: ¿Desastre apocalíptico o esperanza para el cosmos entero? Reflexiones
teológicas acerca del fin del mundo, in: Selecciones de Teologia 48 (2009), 96-110. Übertrag von:
Apokalyptischer Weltenbrand oder Hoffnung für den ganzen Kosmos?
Matthias REMENYI: Rezension zu: P. Clayton: Die Frage nach der Freiheit. Biologie, Kultur und
die Emergenz des Geistes in der Welt, Frankfurt 2006, hg. v. M. Parker u. T. Schmidt. Göttingen
2007, in: Theologische Revue 105 (2009), 68-73.
Matthias REMENYI: Zur Freiheit befreit. Theologische Perspektiven auf den Begriff menschlicher
Freiheit. Vortrag an der Freien Universität Berlin am 7. Januar 2009. Bisher unveröffentlicht.
Drittmittelprojekte
Förderer Bistum Aachen: Personalmittel für Hemmerle-Professur. Bewilligungszeitraum:
Unbegrenzt je ein Semester pro Jahr. Bewilligungssumme: Jährlich 30000, - €uro
Die Antragstellung liegt bei Ulrich Lüke. Das Bistum Aachen finanziert eine W3-Stiftungsprofessur, die so
genannte Hemmerle-Professur für interdisziplinäre Fragestellungen. Hier sollen fach- und
fakultätsübergreifende Fragestellungen behandelt werden. Im Sommersemester 2008 war ein international
renommierter Vertreter der Politischen Theologe, Prof. Dr. Alberto da Silva Moreira aus Goiania/
Brasilien, Inhaber dieser Stiftungsprofessur.
Im Sommersemester 2009 bekleidet der Biologe und Theologe Dr. Ansgar Vössing, er ist Leiter im
Grundsatzreferat der Berliner Senatskanzlei, Delegierter des Landes Berlin im Bundesrat und Vorstand
des Europareservats Unteres Odertal, diese Stiftungsprofessur.
Förderer Deutsche Krebshilfe: Sachbeihilfe. Bewilligungszeitraum: 30 Monate, Beginn
bevorstehend. Bewilligungssumme: 244998, - €uro; Thema: Herausforderung Sterbehilfe.
Theoretische und praktische Studienhilfen zum Thema Selbstbestimmtes Sterben. In diesem Projekt geht es
um die gerade im Dreiländereck (Belgien, Deutschland, Niederlande) sehr unterschiedlichen
Rechtsauffassungen und Praktiken beim Thema Sterbehilfe.
Antragsteller in diesem interdisziplinären Forschungsprojekt sind:
Prof. Dr. Ulrich Lüke (Systematische Theologie),
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Prof. Dr. Guido Meyer (Praktische Theologie, Religionspädagogik) und
Prof. Dr. Lukas Radbruch (Palliativmedizin).
Weitere Mitarbeiter im Projekt sind
Dipl. Gymnasiallehrerein Sonja Schüller und
Dr. theol. Dipl. päd. Matthias Remenyi als Wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Katholische
Theologie und
PD Dr. med. Frank Elsner, Oberarzt an der Klinik für Palliativmedizin.
Es werden hier drei medizinisch und ethisch höchst relevante Handlungsfelder miteinander verknüpft:
die pflegerische und ärztliche Ausbildung an Krankenpflegeschulen und Unikliniken, sowie die Fort- und
Weiterbildung der Ärzte und Pflegekräfte,
der universitäre Ethikdiskurs
Grundlagentexten,
mit
seinen
philosophisch-theologischen
Argumentationen
und
der intensiv- und palliativmedizinische Klinikalltag.
Es entsteht dabei ein Lehr- und Nachschlagewerk, dessen methodisch-didaktische Qualität nochmals über
eine praktische Erprobungsphase in Krankenpflegeschulen validiert und das dann zur weiteren
Curriculumentwicklung nutzbar gemacht wird.
Damit soll für den praktischen Bereich der pflegerischen und medizinischen Ausbildung und Tätigkeit eine
ethische Argumentationslücke geschlossen werden und für den universitären theoretischen Bereich der
philosophisch-theologischen Argumentation eine praktische Anwendungslücke.
Christliche Unternehmensethik, Lokale Sektion der „ADIC“ (Association des Dirigeants et Cadres
en Belgique francophone)
Der Lehrstuhl der Systematischen Theologie unternimmt vertreten durch Frau Dr. Heinrich an dieser
Stelle eine Kooperation mit Prof. Dr. Guido Meyer vom Lehr- und Forschungsgebiet Religionspädagogik
der RWTH Aachen. Eine Unternehmensethik mit systematischem Ansatz analysiert, kritisiert und
begründet die Unternehmenskultur anhand konzeptioneller Ansätze, anhand eines christlich geprägten
Menschenbildes und anhand der Prinzipien einer katholischen Sozialethik und Soziallehre. Die moderne
Corporate Social Responsibility wird begriffen als prospektive Herausforderung einer konfessionell
geprägten Ethik im Globalisierungszeitalter.
Andere Projekte
wissenschaftlich
Prof. Dr. Ulrich Lüke
Beiträge zum Lexikon der Dogmatik
Bearbeitet werden dazu alle Artikel aus dem fundamentaltheologisch-dogmatischen Traktat zur
Schöpfungstheologie hinsichtlich der biblischen Grundlegung, der dogmengeschichtlichen Entwicklung,
des gegenwärtigen naturwissenschaftlichen und philosophischen Befundes und der neueren systematischtheologischen Perspektiven.
Systematisch-theologische und spirituelle Erschließung des Kirchenjahres
137
In dem im Erscheinen begriffenen Werk wird der Versuch unternommen, das Glaubensganze nicht durch
die Auslegung der jeweiligen Symbola zu erschließen, weil darin „nur“ das Spektrum der
Glaubenswahrheiten zur Sprache kommt, wie es sich am Ende der Antike dargestellt hat. Da das
Kirchenjahr eine bis in die Gegenwart reichende weit größere Aspektevielfalt der Glaubenswahrheiten zur
Sprache bringt, ohne die klassischen Aspekte (Kreation, Inkarnation, Trinität, Kirche, Eschatologie etc.)
der Glaubensbekenntnisse zu übergehen, erscheint es fast wie ein aktualisiertes und praktisch durchlebtes
Glaubensbekenntnis im Vollzug. Hier können systematisch-theologische und praktisch-spirituelle
Perspektiven auf den Glauben zusammenfließen.
Dr. Matthias Remenyi
Eschatologie
Eschatologie meint wörtlich übersetzt die Lehre von den Letzten Dingen. Die klassische Schultheologie
behandelt in diesem dogmatischen Traktat vier Themenkreise: Tod, Auferstehung, Gericht und die
Vollendung aller Dinge. In fundamentaltheologischer Perspektive bearbeitet die Eschatologie die Frage
nach der Rechtfertigung der christlichen Hoffnung vor dem Forum der autonomen Vernunft. Konkret ist in
diesem Forschungsbereich ein Lehrbuch zur Eschatologie projektiert, das im kommenden Jahr bei der
Wissenschaftlichen Buchgesellschaft erscheinen wird: M. Remenyi, Einführung in die Eschatologie.
Darmstadt 2010.
Ethische Fragen am Lebensende
Anlass dieses Forschungsschwerpunktes ist das inzwischen von der Deutschen Krebshilfe bewilligte
Drittmittelprojekt „Herausforderung Sterbehilfe. Theoretische und praktische Studienhilfen zum Thema
Selbstbestimmtes Sterben“, das vom Lehrstuhl für Systematische Theologie (Prof. Dr. Ulrich Lüke) in
Zusammenarbeit mit dem Lehr- und Forschungsgebiet Religionspädagogik (Prof. Dr. Guido Meyer) sowie
der Klinik für Palliativmedizin (Prof. Dr. Lukas Radbruch) verantwortet wird. Näheres hierzu ist den
Forschungsberichten Prof. Lükes und Prof. Meyers zu entnehmen. Ergebnis dieser Forschungen sind nicht
nur Fachvorträge vor interessierten Laien wie auch vor Medizinern, sondern auch ein Aufsatz in einer
renommierten medizinethischen Fachzeitschrift, der aus der Arbeit am Forschungsantrag erwachsen ist.
Freiheit als Grundparadigma des Gott-Welt-Verhältnisses
Das Gott-Welt-Verhältnis ist nicht nur Gegenstand der Schöpfungslehre, sondern Grundfrage
theologischen Denkens überhaupt. Wurde dieses Verhältnis bisher in der Relation Grund-Gegründetes
expliziert, so deutet sich seit einiger Zeit ein grundlegender Paradigmenwechsel an, der nun die Kategorie
der Freiheit als heuristische Schlüsselkategorie wählt, um dieses Verhältnis denkerisch auszuloten.
Gegenstand des Habilitationsprojektes ist zum einen die exemplarische Analyse theologiegeschichtlicher
Vorgaben der jeweiligen Denkform. Zum anderen geht es darum, die Konsequenzen auszuloten, die der
Gebrauch des Freiheitsbegriffs als Grundparadigma des Gott-Welt-Verhältnisses für den Begriff
menschlicher Freiheit (Libertarianismus oder Kompatibilismus) und für die Reichweite der klassischen
Gottesprädikationen (Allgüte, Allmacht und Allwissenheit) nach sich zieht.
Habilitationsprojekt Dr. Christiane Heinrich
Eine solidaristisch geprägte Ethik der Kohärenz
Das System des Solidarismus ist ein klassisches, allerdings inzwischen weitgehend ver-gessenes und daher
vernachlässigtes Vorstellungs- und Begründungsmodell der christlichen Gesellschaftslehre. Es verbindet
in signifikanter Weise deskriptive mit präskriptiven Anteilen, um Wertorientierungen und
Handlungsmaximen zu begründen. Um heutigen Standards zu entsprechen, muss es allerdings in Teilen
modifiziert werden gegenüber dem traditionellen Ansatz der Jesuitenpatres Heinrich Pesch, Gustav
Gundlach und Oswald von Nell-Breuning. Diese konzeptionelle Weiterung erfolgt, indem auf deskriptiver
Seite der traditionell-natur-rechtliche Ansatz ersetzt wird durch salutogenetische Überlegungen, während
138
der präskriptive Anteil angereichert und ergänzt wird durch die Sympathie-Konzepte Adam Smiths und
Max Schelers sowie um moderne führungsethische Theorien im weiteren Umfeld der Corporate Social
Responsibility. Ziel ist es, den empirisch zugänglichen modernen Umgang vor allem der jungen
Generation mit Moral und wertorientiertem Verhalten einer Beurteilung unterzie-hen zu können, eine
Beurteilung, die sich zusammenfassend bezeichnen lässt als Ethik der Kohärenz auf der Basis eines
inkrementalistischen Mitgliedschafts- und Autokoinoniever-ständnisses.
allgemeinbildend
Prof. Dr. Ulrich Lüke
Zahlreiche Publikationen sowie Rundfunk- und Fernsehbeiträge (WDR 2 – 5; BR, ÖRF, DLF, DR)
im praktisch-theologischen und katechetisch-homiletischen Bereich für ein intellektuell
aufgeschlossenes und theologisch interessiertes Publikum.
Seit 1990 vierzehntägig erscheinende umfangreiche Zeitungskolumne in den Zeitungen des BauerVerlags (Einzugsbereich nördliches Ruhrgebiet mit Gelsenkirchen, Marl, Recklinghausen,
Haltern, Herten, Datteln, Waltrop) zu sozialen, theologischen und philosophischen Fragen. (Bisher
ca. 550 Beiträge)
Umfangreiche Vortragstätigkeit im Bereich der Katholischen Priesterseminarien, der Katholischen
Akademien und Bildungswerke.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Es gibt einen Doktoranden- und Habilitandenkreis mit zehn Teilnehmern. Eine Habilitation zum
Themenbereich „interreligiöser Dialog“ und zwei Dissertationen zum Themenbereich
„Eschatologie“ und „Spiritualität“ stehen unmittelbar vor ihrer Fertigstellung.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Prof. Dr. Ulrich Lüke
Vorstandsmitglied der „Arbeitsgemeinschaft Katholischer Dogmatiker und Fundamentaltheologen
im Deutschsprachigen Bereich“ (von 2002 bis 2008).
Vorstand der „Stiftung Theologie und Natur“ sowie Veranstalter interdisziplinärer Fachsymposien
und Herausgeber einer Buchreihe mit interdisziplinären theologisch- naturwissenschaftlichen
Symposienbeiträgen (WBG Darmstadt).
Kooptiertes Mitglied des Instituts für interdisziplinäre Forschung der Görresgesellschaft mit
jährlichen interdisziplinären Symposien (München Schloss Fürstenried) und jährlichen
Publikationen (Alber-Verlag).
Sprecher der zehn universitären Lehrerausbildungsinstitute für Katholische Theologie im Land
Nordrhein-Westfalen und Delegierter beim Katholisch-Theologischen Fakultätentag.
139
Dr. Matthias Remenyi
Auszeichnung der Dissertation mit dem Bernhard-Welte-Preis der Theologischen Fakultät der
Universität Freiburg (10.02.2005).
Vertreter der Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Regionalverbundes NRW am
Katholisch-Theologischen Fakultätentag (seit November 2008).
140
RELIGIONSPÄDAGOGIK
Guido Meyer, Sonja Schüller
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:
•
•
•
•
•
Bilderfrage
Kontextuelle Religionspädagogik
Integrative Religionspädagogik
Begehrens-Begriff bei Jacques Lacan und seine religionspädagogische Relevanz
Literatur und Theologie und Geschichte der Religionspädagogik
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Aufsätze
Guido MEYER: Auf dem Weg zu einem veränderten Selbstbild. Die katholischen Schulen im
frankophonen Belgien und der „eingebettete Pluralismus“, in: Karl Josef Lesch / Egon Spiegel
(Hg.), Religionspädagogische Perspektiven. Kirche, Theologie, Religionsunterricht im 21.
Jahrhundert. FS für Ralph Sauer zum 75. Geburtstag, Butzon & Berecker, Kevelaer 2004, S. 7377.
Guido MEYER: Rapport de la conférence „Éduquer la personne entière“. Neuvième conférence du
„Forum Européen des Professeurs de Religion“, Järvenpää, Finlande, 26-29 August 2004, in:
Lumen Vitae. Internationale Zeitschrift für Pastoral und Religionspädagogik Vol. LX, No 1, 2005,
S. 105-108.
Guido MEYER: Bilan des recherches anglophones et germanophones sur la place de la Bible dans
la pédagogie religieuse contemporaine, in: Lumen Vitae. Internationale Zeitschrift für Pastoral
und Religionspädagogik Vol LX, Nr. 3, September 2005, S. 293-306.
Guido MEYER: Das katholische Unterrichtswesen in Belgien – Identitätssuche in einem
veränderten gesellschaftlichen Kontext, in: Anne Begenat-Neuschäfer (Hg.), Belgien im Fokus,
Geschichte, Sprachen, Kulturen, Verlag Peter Lang, Frankfurt a. M. 2007, S. 349-360.
Herausgeberschaften
Guido MEYER: Mitherausgeber der Reihe „Théologie Pratique“ des Verlags Lumen Vitae, Brüssel.
Guido MEYER: Mitherausgeber (gemeinsam mit Prof. H. Schwillus der Universität HalleWittenberg) der Reihe „Kontextuelle Religionspädagogik“ des Logos-Verlags Berlin.
Rezensionen
Éthique et culture religieuse à l’école [Ethics and religious culture in schools] Nancy Bouchard,
Québec 2006, in: Journal of Moral Education/ Canada.
Textur-Bildung, Religionspädagogische Überlegungen zur Identitätsentwicklung im Kulturwandel,
in: Religionspädagogische Beiträge 59/2007, S.119-120.
141
Ausgewählte Publikationen der wissenschaftlichen Mitarbeiter
Aufsatz
Sonja SCHÜLLER: Lyrische Verlangsamung des Religionsunterrichts. Gedichte als Zeitinseln. In:
Keryks 4 (2005) H. 2, S. 63-88.
DRITTMITTELPROJEKTE
Christliche Unternehmensethik, Lokale Sektion der „ADIC“ (Association des Dirigeants et Cadres
en Belgique francophone, http://www.adic.be/-En-Belgique-.html), Art der Förderung, mehrere
Jahre, +-2200 € jährlich.
Die Welt der Wirtschaft erscheint vielen Zeitgenossen als eine Welt der Rücksichtslosigkeit. Gnadenlos, so
das Öffentlichkeitsbild, wird zwischen Gewinnern und Verlierern selektiert. Werte, wie Nächstenliebe und
Verständnis für den anderen haben hier vermeintlich keinen Platz. Unter dem Druck der Konkurrenz und
in Zeiten der Globalisierung geht es schlicht und einfach um Produktivitätssteigerung und
Gewinnmaximierung oder „nur“ um Existenzsicherung. Und wer nicht mitkommt, den schluckt der Markt.
Haben in diesem schwierigen Kontext Christen mit unternehmerischer Verantwortung heute noch die
Möglichkeit, gemäß ethischen und moralischen Werten zu leben, ohne in Widerspruch mit ihrer
ökonomischen Verantwortung zu geraten? Was sind das überhaupt für ethische und moralische Werte,
nach denen es sich zu leben lohnt? Bin ich Unternehmer, weil ich Christ bin oder obwohl ich Christ bin?
Diesen und ähnlichen Fragen um den Begriff „Unternehmerethik“ stellt sich eine kleine Gruppe
ostbelgischer Unternehmer aus verschiedensten wirtschaftlichen Bereichen gemeinsam mit Prof. Dr. Guido
Meyer vom Lehr- und Forschungsgebiet Religionspädagogik der RWTH Aachen.
Andere Projekte
Antragsteller: Prof. Dr. Ulrich LÜKE, RWTH Aachen, Prof. Dr. Guido MEYER, RWTH Aachen
und Prof. Dr. Lukas RADBRUCH, RWTH Aachen: Eingereichter und gewährter
Forschungsantrag bei der Deutschen Krebshilfe: Herausforderung Sterbehilfe, Theoretische und
praktische Studienhilfen zum Thema Selbstbestimmtes Sterben
Zunehmende Differenzierungsprozesse und sich ständig verändernde Wertsysteme unserer spätmodernen,
pluralen Gesellschaft schaffen bisher unbekannte Problemkonstellationen. Gefordert sind gleichermaßen
neue wie fundierte ethische Positionierungen, die auf diese Herausforderungen antworten können. Das gilt
in besonderem Maße für das sensible Thema der Sterbehilfe.
Aus diesem Grund beantragen die Professoren Lüke, Meyer und Radbruch die Gewährung einer
Sachbeihilfe zur palliativmedizinischen Versorgungsforschung im Rahmen des Forschungsprojektes
„Herausforderung Sterbehilfe. Theoretische und praktische Studienhilfen zum Thema Selbstbestimmtes
Sterben.“ Zum Forschungsteam gehören bisher neben den Genannten noch Dipl. Gyml. Sonja Plum und
Dr. theol. Dipl. päd. Matthias Remenyi, Wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Katholische
Theologie sowie PD Dr. med. Frank Elsner, Oberarzt an der Klinik für Palliativmedizin.
Das wesentliche Ziel des Projektes liegt darin, jenen Ärzten und Pflegekräften, die nah am Krankenbett
arbeiten und deshalb alltäglich mit dem Problemfeld Sterbehilfe konfrontiert werden, möglichst frühzeitig
Hilfestellungen und Materialien an die Hand zu geben, die eine fundierte Auseinandersetzung mit dem
Thema und eine verantwortete Standortfindung ermöglichen. Dies geschieht durch die Erarbeitung und
Erprobung von Studienhilfen zur Sterbehilfeproblematik, die dann in ärztlichen und pflegerischen Aus-,
Fort- und Weiterbildungsinstitutionen einsetzbar sind. Begleitend hierzu ist eine Zusammenstellung und
hermeneutische Erschließung ausgewählter philosophisch-theologischer Grundlagentexte der Kultur- und
142
Geistesgeschichte geplant, die dazu beitragen soll, die kulturwissenschaftliche Tiefendimension des
Problemfeldes auszuloten.
Methodologisch werden drei ansonsten disparate Handlungsfelder miteinander verbunden: ärztliche und
pflegerische Aus-, Fort- und Weiterbildungspraxis, palliativmedizinischer Klinkalltag und universitärer
Ethikdiskurs. Entsprechend ruht die konkrete Forschungsarbeit auf folgenden drei Säulen, deren je
wechselseitige Interdependenzen heuristisch nutzbar zu machen sind: 1. curriculare Vorgaben und deren
Operationalisierungen in vorliegenden Unterrichtsentwürfen zum Thema Sterbehilfe, 2. philosophischtheologische Grundlagentexte der Kultur- und Geistesgeschichte sowie 3. anonymisierte Fallvignetten,
Gesprächsprotokolle und typisierte Situationsbeschreibungen der palliativmedizinischen Station der
Universitätsklinik Aachen. Das Innovative des vorgestellten Projektes liegt gerade in diesem
wechselseitigen In-Beziehung-Setzen von empirischen Fallvignetten aus dem palliativmedizinischen
Klinikalltag mit Texten aus Theologie und Philosophie, und zwar in praktischer Absicht.
Die entwickelten Studienhilfen werden in der praktischen Aus- und Weiterbildung von
Medizinstudierenden, Ärzten und Krankenpflegekräften erprobt und anhand der Evaluation und Reflexion
aus dieser Erprobung modifiziert und optimiert. Die abschließend anvisierte Publikation wird nicht nur
methodisch-didaktisch verantwortete und praktisch erprobte Studienhilfen beinhalten, sondern ebenso
einen systematisch fundierten und fachlich kompetent kommentierten Reader philosophisch-theologischen
Inhalts zum Thema Sterbehilfe. Damit leistet das Forschungsprojekt einen wesentlichen Beitrag zur
Curriculumentwicklung und liefert Argumentations- und Positionierungshilfen für den klinischen und
pflegerischen Alltag.
Sonja SCHÜLLER: Mitarbeit im Rahmen des o.g. Drittmittelprojekts: Herausforderung Sterbehilfe,
Theoretische und praktische Studienhilfen zum Thema Selbstbestimmtes Sterbe
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Leo GIELKENS, „Mehr als Sieg und Niederlage – Mediation als Erziehung zum Gewaltverzicht in
der Jugendpastoral“, Münster 2006.
Peter WEHR, Christsein in der Fremde, Die deutschsprachige katholische Gemeinde St. Paul in
Istanbul - Religionspädagogische und pastorale Praxis im Kontext des kulturellen, religiösen und
politischen Umfeldes Republik Türkei, Berlin 2008.
Christoph MÜNCH, „Eucharistie und Postmoderne – Entwicklung einer Didaktik der Eucharistie
für den Religionsunterricht an Sekundarschulen“, Berlin 2008.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Mitherausgeber der Zeitschrift „Lumen Vitae“, Internationale Zeitschrift für Pastoral und
Religionspädagogik in Zusammenarbeit mit dem „Institut supérieur de Pastorale catéchétique“ in
Paris und dem „Institut de Pastorale des Dominicains à Montréal et la Faculté de Théologie et de
Sciences religieuses de l’Université Laval à Québec“
Mitantragsteller Forschungsprojekts „Identität und Technik“ im Rahmen der Exzellenzinitiative der
RWTH Aachen
143
POLITISCHE WISSENSCHAFT
POLITISCHE THEORIE UND IDEENGESCHICHTE
Helmut König, Jürgen Förster, Thomas Philipp
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Politische Theorie und Ideengeschichte
• Gedächtnisgeschichte und Vergangenheitsbewältigung
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Helmut KÖNIG: Politik und Gedächtnis, Weilerswist 2008.
Jürgen FÖRSTER: Die Sorge um die Welt und die Freiheit des Handelns. Zur institutionellen
Verfassung der Freiheit im politischen Denken Hannah Arendts, Würzburg 2008.
Herausgeberwerke
Helmut KÖNIG, Julia SCHMIDT und Manfred SICKING (Hg): Europas Gedächtnis, Bielefeld
2008.
Helmut KÖNIG, Emanuel RICHTER und Sabine SCHIELKE (Hg): Gerechtigkeit in Europa.
Transnationale Dimensionen einer normativen Grundfrage, Bielefeld 2008.
Mandana BIEGI, Jürgen FÖRSTER und Henrique OTTEN (Hg): Demokratie, Recht und
Legitimität im 21. Jahrhundert, Wiesbaden 2008.
Aufsätze
Helmut KÖNIG: Cicero – Politik und Gedächtnis, in: Emanuel Richter/Rüdiger Voigt/Helmut
König (Hg), Res Publica und Demokratie. Die Bedeutung von Cicero für das heutige
Staatsverständnis, Baden-Baden 2007.
Helmut KÖNIG: Erinnern und Vergessen. Vom Nutzen und Nachteil für die Politik, in: osteuropa,
Heft 6/2008.
Helmut KÖNIG: Kein Neubeginn. Hannah Arendt, die NS-Vergangenheit und die Bundesrepublik,
in: Dominik Geppert/Jens Hacke (Hg), Streit um den Staat, Göttingen 2008.
Helmut KÖNIG: Die Sorge um den Menschen und die Sorge um die Welt. Hannah Arendt und
Alexander Mitscherlich, in: psychosozial Nr. 114, 31. Jahrgang, Heft IV, Scherpunktthema: Ist
‚Die Unfähigkeit zu trauern’ noch aktuell. Eine interdisziplinäre Diskussion, herausgegeben von
Gudrun Brockhaus, Gießen 2008.
146
Andere Projekte
Initiative „Europäische Horizonte“ (Zusammenschluß der Stadt Aachen, Europäische Kommission,
Bonn, Regio Aachen, Kulturwissenschaftliches Institut Essen, Institut für Politische Wissenschaft
der RWTH Aachen): Durchführung von Konferenzen, Vortragsreihen, Colloquien.
Zugehörige Publikationen:
Schriftenreihe „Europäische Horizonte“, transcript Verlag, Bielefeld. Herausgeber der Reihe:
Friedrich Jaeger, Helmut König, Claus Leggewie, Emanuel Richter, Manfred Sicking.
Erschienen bisher 4 Bände, weitere Bände in Vorbereitung
Bd. 1: Helmut König/Manfred Sicking (Hg): Der Irak-Krieg und die Zukunft Europas, 2004
Bd. 2: Helmut König/Manfred Sicking (Hg): Gehört die Türkei zu Europa? Wegweisungen für ein
Europa am Scheideweg, 2005
Bd. 3: Helmut König/Julia Schmidt/Manfred Sicking (Hg): Europas Gedächtnis. Das neue Europa
zwischen nationalen Erinnerungen und gemeinsamer Identität, 2008
Bd. 4: Helmut König/Emanuel Richter/Sabine Schielke (Hg): Gerechtigkeit in Europa.
Transnationale Dimensionen einer normativen Grundfrage, 2008
BETREUTE PROMOTIONEN
Jürgen FÖRSTER: Die Sorge um die Welt und die Freiheit des Handelns. Zur institutionellen
Verfassung der Freiheit im politischen Denken Hannah Arendts, Publikation 2008.
Christian VOLK: Die Ordnung der Freiheit. Recht und Politik im Denken Hannah Arendts (2008).
Fernando CODOCEO: Demokratische Transition in Chile. Kontinuität oder Neubeginn?
Publikation: Berlin 2007.
Frank NIESSEN: Nachhaltigkeit, Kapitalismus und Demokratie. Über die politischen und
ökonomischen Realisierungsbedingungen einer nachhaltigen Entwicklung (2007).
Melanie KRÖGER: Die Modernisierung der Landwirtschaft. Eine vergleichende Untersuchung der
Agrarpolitik Deutschlands und Österreichs nach 1945, Publikation: Berlin 2006.
Ena von BAER: Die Rolle der Vergangenheitsbewältigung im Systemwechsel: Fallbeispiel Chile
(2004).
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Mitherausgeber der Zeitschrift „Leviathan“.
147
POLITISCHE SYSTEME
Emanuel Richter, Richard Gebhardt, Jan Rohwerder
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Vergleichende Systemforschung (Schwerpunkt Westeuropa und atlantischer Raum)
Politisches System der BRD
Demokratietheorie, Probleme der trans- und supranationalen Demokratie
Staatsrecht und Staatstheorie
Republikanische Politiktheorie
Europäische Integration
Globalisierung
Nichtregierungsorganisationen
Kommunalpolitik
Politische Kommunikation,
Medienpolitik und Medienanalyse
Neue Soziale Bewegungen und Parteien
(Neo-)Konservatismus in den USA und der Bundesrepublik Deutschland
Extreme und „Neue" Rechte
Jugend- und Populärkultur
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Herausgeberschaften
Richard GEBHARDT (zusammen mit Dominik Clemens): Volksgemeinschaft statt Kapitalismus?
Zur sozialen Demagogie der Neonazis. Köln: PapyRossa-Verlag [im Erscheinen].
Richard GEBHARDT (Hrsg.): Rosen auf den Weg gestreut. Deutschland und seine Neonazis. Köln:
PapyRossa-Verlag 2007.
Emanuel RICHTER: (zusammen mit Helmut König und Sabine Schielke): Gerechtigkeit in Europa.
Transnationale Dimensionen einer normativen Kategorie. Transcript Verlag, Bielefeld 2008.
Emanuel RICHTER: (zusammen mit Annette Jünemann und Guido Thiemeyer): Italien und Europa.
Festschrift für Hartmut Ullrich zum 65. Geburtstag. Peter Lang Verlag, Frankfurt/Main 2008.
Emanuel RICHTER: (zusammen mit Rüdiger Voigt und Helmut König): Res publica und
Demokratie – die Bedeutung von Cicero für das heutige Staatsverständnis, Nomos Verlag (Reihe
Staatsverständnisse), Baden-Baden 2007.
Emanuel RICHTER: (zusammen mit Almut Kriele und Urs Lesse): Politisches Handeln in
transnationalen Räumen. Zusammenarbeit in europäischen Grenzregionen, Nomos Verlag, BadenBaden 2005.
148
Monographien
Emanuel RICHTER: Die Wurzeln der Demokratie, Velbrück Verlag, Weilerswist 2008.
Emanuel RICHTER: 20 Fragen an Europa – Anleitung zu einer demokratischen Selbstbefragung,
Barbara Budrich Verlag, Opladen 2007.
Emanuel RICHTER: Republikanische Politik. Demokratische Öffentlichkeit und politische
Moralität, Rowohlt Verlag (Reihe Rowohlts Enzyklopädie), Reinbek 2004.
Aufsätze
Richard GEBHARDT: Autonome Nationalisten. Der „dritte Block“ des modernen Neonazismus. In:
Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen 2/2009 [im Erscheinen].
Richard GEBHARDT: Hessentag der NSDAP. In: Stadt Kassel; Lasch, Vera; Pühringer, Andrea
(Hrsg.): Kassel-Lexikon. Kassel: euregioverlag [im Erscheinen].
Richard GEBHARDT: Norberto Bobbio. In: Voigt, Rüdiger; Weiß, Ulrich: Handbuch Staatsdenker.
Stuttgart: Franz Steiner Verlag [im Erscheinen].
Richard GEBHARDT: Was nicht tun gegen rechts? Überlegungen zu einigen Fallstricken
zivilgesellschaftlichen Engagements gegen rechts. In: Killgus, Hans-Peter; Häußler, Alexander
[Hrsg]: Feindbild Islam – Rechtspopulistische Kulturalisierung des Politischen. Dokumentation
zur Fachtagung vom 13. September 2008. Köln: ibs – Informations- und Bildungsstelle gegen
Rechtsextremismus im NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln [im Erscheinen].
Richard GEBHARDT: Die alltägliche Gefahr von rechts. Statt eines Vorworts. In: Gebhardt,
Richard [Hrsg.]: Rosen auf den Weg gestreut. Deutschland und seine Neonazis. Köln: PapyRossaVerlag 2007.
Richard GEBHARDT: Gefährliche Gutmenschen? In: Das Argument. Zeitschrift für Philosophie
und Sozialwissenschaften Nr. 266 [Heft 2/2006].
Richard GEBHARDT: Vollkornbrote für die Unterschicht! Paul Noltes neokonservative
Wertepolitik und die "Generation Reform". In: Texte zur Kunst. Heft 55 [Themenschwerpunkt:
Neokonservatismus]. September 2004. S.42-53.
Emanuel RICHTER/Helmut KÖNIG: Gerechtigkeit in Europa. Einleitung, in: dies./Sabine Schielke
(Hrsg.), Gerechtigkeit in Europa. Transnationale Dimensionen einer normativen Kategorie,
Bielefeld 2008, S. 9-22.
Emanuel RICHTER: Kohärenz und Demokratie in der europäischen Integration, in: Annette
Jünemann/Emanuel Richter/Guido Tiemeyer (Hrsg.), Italien und Europa. Festschrift für Hartmut
Ullrich zum 65. Geburtstag. Frankfurt/Main 2008, S. 247-279.
Emanuel RICHTER: Sustainability – actors and contexts of its political operation, in: Emil
Brix/Jürgen Nautz/Rita Trattnigg/Werner Wutscher (Hrsg.), State and Civil Society, Wien 2008, S.
91-109.
Emanuel RICHTER/Jan ROHWERDER: Monaco. In: Riescher, Gisela/Thumfart, Alexander
(Hrsg.): Monarchien. Baden-Baden: Nomos 2008, S. 182-195.
Emanuel RICHTER: Nachhaltige Politik – Systematisierungshilfen für die Begründungsprobleme
der „Verantwortung“, in: Ludger Heidbrink/Alfred Hirsch (Hrsg.), Staat ohne Verantwortung?
Zum Wandel der Aufgaben von Staat und Politik, Frankfurt/Main 2007, S. 443-465.
149
Emanuel RICHTER: Cicero und die Aktualität republikanischer Modellbildung, in: ders.
(Herausgeber, zusammen mit Rüdiger Voigt und Helmut König): Res publica und Demokratie –
die Bedeutung von Cicero für das heutige Staatsverständnis, Baden-Baden 2007, S. 23-34.
Emanuel RICHTER: Das Analysemuster der „Postdemokratie“. Konzeptionelle Probleme und
strategische Funktionen, in: „Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen“, Heft 4/Dezember
2006, S. 23-37.
Emanuel RICHTER: Politik, Demokratie und politische Bildung, in: „Politische Bildung“, Heft
4/2006, S. 9-25.
Emanuel RICHTER: Zur Rekonstruktion der Kategorie „Nachhaltigkeit“, in: Ralf
Walkenhaus/Stefan Machura/Peter Nahamowitz/Erhard Treunter (Hrsg.), Staat im Wandel.
Festschrift für Rüdiger Voigt zum 65. Geburtstag, Stuttgart 2006, S. 241-262.
Emanuel RICHTER: Erziehung zur Demokratie aus der Perspektive des Republikanismus, in: Dirk
Lange, Gerhard Himmelmann (Hrsg.), Demokratie – Politik – Bewusstsein. Annäherungen an ein
zentrales Themenfeld der politischen Bildung. Oldenburger VorDrucke 546, Oldenburg 2006, S.
24-34.
Zugleich
abgedruckt
in
Dirk
Lange/Gerhard
Himmelmann
(Hrsg.),
Demokratiebewusstsein. Interdisziplinäre Annäherungen an ein zentrales Thema der Politischen
Bildung, Wiesbaden 2007, S. 59-75.
Emanuel RICHTER: Interkulturelle Begegnung. Die Theorie der Anerkennung und die
Problemfelder des Multikulturalismus, in: RWTH-Themen, Ausgabe 1/2006, S. 16-17.
Emanuel RICHTER: Demokratietheorie und europäische Integration, in: Guido Thiemeyer/Hartmut
Ullrich (Hrsg.), Europäische Perspektiven der Demokratie, Frankfurt/Main 2005, S. 67-104.
Emanuel RICHTER: Nachhaltigkeit – zeitgemäße Dimensionen eines politischen Begriffs, in:
Leviathan, 33. Jahrgang, Heft 2, Juni 2005, S. 257-272.
Emanuel RICHTER: Prozesse internationaler Politik: Globalisierung, in: Christiane Frantz/Klaus
Schubert (Hrsg.), Einführung in die Politikwissenschaft, Lit Verlag, Münster 2005, S. 203-217.
Emanuel RICHTER: Die Einbürgerung des Islams, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Heft
20/2005, S. 3-7.
Emanuel RICHTER: Die Botschaft der Diskurse zum EU-Beitritt der Türkei, in: Helmut
König/Manfred Sicking (Hrsg.), Gehört die Türkei zu Europa? Wegweisungen für ein Europa am
Scheideweg, Bielefeld 2005, S. 171-186.
Emanuel RICHTER: Volksbefragung als Gründungsakt, in: Blätter für deutsche und internationale
Politik, Heft 8/2004, S. 908-912.
Emanuel RICHTER: Die Europäische Verfassung als „demokratisches Projekt“, in: Helmut
König/Manfred Sicking (Hrsg.), Der Irak-Krieg und die Zukunft Europas, Bielefeld 2004, S. 143170.
Emanuel RICHTER: Prozesse internationaler Politik: Globalisierung, in: Christiane Frantz/Klaus
Schubert (Hrsg.), Einführung in die Politikwissenschaft, Münster 2004, S. 183-200.
Jan ROHWERDER/Peter KULESSA/Thomas LEIF: Strategie in der Politik. Anatomie einer
Überforderung (Editorial). In: Forschungsjournal NSB, Jg. 21, Heft 1, (2008), S. 3-7.
Jan ROHWERDER: Legitimation jenseits von Staatlichkeit. Nichtregierungsorganisationen als
Akteure der internationalen Politik. In: Biegi, Mandana/Förster, Jürgen/Otten, Henrique/Philipp,
Thomas (Hrsg.): Demokratie, Recht und Legitimität im 21. Jahrhundert. Wiesbaden: VS, 2008, S.
181-198.
150
Jan ROHWERDER: Entmachtung des Staates? Zehn Jahre „Power Shift“. In: Forschungsjournal
NSB, Jg. 20, Heft 4, (2007), S. 92-95.
Jan ROHWERDER/Hubertus BUCHSTEIN/Ansgar KLEIN/Frank NULLMEIER: Postdemokratie
– Ein neuer Diskurs? (Editorial). In: Forschungsjournal NSB, Jg. 19, Heft 4, (2006), S. 2-5.
Jan ROHWERDER/Lilian SCHWALB/Heike WALK/Ansgar KLEIN/Ludger KLEIN/Stefan
NIEDERHAFNER: Local Power – Mehr Bürgerengagement durch Governance? (Editorial). In:
Forschungsjournal NSB, Jg. 18, Heft 3, (2005) S. 2-6.
Tolga YASMUT/Jan ROHWERDER: ‚Europe energised – will lights go out in 2050?’ Das
Europäische Wissenschaftsparlament 2008. In: Forschungsjournal NSB, Jg. 21, Heft 4, (2008) S.
134-139.
DRITTMITTELPROJEKTE
Politikgestaltung in Formen grenzüberschreitender Zusammenarbeit in Europa; DFGForschungsprojekt April 2003 bis April 2005; Bewilligte Fördersumme: 137.515 Euro; Leitung:
Prof. Dr. Emanuel Richter; Bearbeiter/in: Almut Kriele, M.A. und Urs Lesse, Dipl.Pol., M.E.S.
Der in zunehmender Vielfalt stattfindenden grenzüberschreitenden politischen Zusammenarbeit zwischen
benachbarten oder auch räumlich getrennt liegenden Regionen Europas wird eine Vorreiterrolle für den
europäischen Einigungsprozess zugeschrieben. In der empirischen Forschung wurde grenzübergreifende
politische Zusammenarbeit bisher überwiegend unter dem Gesichtspunkt ihrer Problemlösungskapazität in
bestimmten Politikfeldern (Raumordnung, Wirtschaft, Tourismus, Arbeitsmarkt, Sicherheit,
Verwaltungskooperation u.a.m.) untersucht. Die institutionalisierte Form, die grenzübergreifende
Zusammenarbeit vielerorts angenommen hat, wird so vor allem als funktionaler, zweckverbandlicher
Zusammenschluss begriffen, der über Landesgrenzen hinweg Steuerungsaufgaben wahrnimmt.
Das Forschungsprojekt hat dazu gedient, den im Schatten nationalstaatlicher Souveränität und
supranationaler Integration sich vollziehenden Bedeutungszuwachs substaatlicher Handlungsebenen zu
analysieren. Anhand der Fallbeispiele Ems-Dollart-Region, Euregio Maas-Rhein, Euroregion Pro Europa
Viadrina und Sønderjylland-Schleswig ist dieser Wandel politischer Gestaltungsprozesse und ihrer
Legitimation erfasst worden. Folgende Fragestellungen wurden behandelt: In welchen Rechtsformen hat
sich grenzübergreifende Zusammenarbeit jeweils institutionalisiert? Welche Organe und Verfahren der
Entscheidungsfindung wurden mit welchen Begründungen geschaffen? Aus welchen Politikfeldern kommen
die Akteure und welches Selbstverständnis entwickeln sie? In welchen Öffentlichkeiten interagieren sie?
Welcher Raum wird Bürgern für partizipatorisches Engagement geboten? Welche Rolle spielen
kulturhistorische Bindungen und identitätsstiftende Angebote? Die Untersuchungsergebnisse haben
gezeigt, dass der zweckverbandliche Charakter vielfach noch immer im Vordergrund steht, aber durchaus
auch Ansätze zu selbständiger horizontaler Politikformulierung und -gestaltung zu beobachten sind.
Andere Projekte
Wissenschaft gegen Rechts; Arbeitsgruppe des Instituts für Politische Wissenschaft; Initiative: Prof.
Dr. Emanuel Richter, Organisatoren: Dr. Henrique Otten, Richard Gebhardt, M.A.
Das Institut für Politische Wissenschaft stellt sich der Herausforderung des Rechtsradikalismus. Seit
November 2000 gibt es am Institut eine Arbeitsgruppe zu dieser Thematik. Ziel der Initiative ist die
Bündelung, Unterstützung und Begleitung bereits bestehender Aktivitäten gegen Gewalt, Rassismus und
Rechtsradikalismus.
Dieses Angebot stand anfangs vor allem Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern offen.
Das Institut beabsichtigte, mit allen Angesprochenen den Erfahrungsaustausch zum Thema
151
"Rechtsradikalismus" zu eröffnen, Informationen und thematische Hilfestellung zu bieten, ein Forum zum
Austausch von Ideen und Planungen zu schaffen und Anstöße zur Vernetzung zu vermitteln.
Mittlerweile firmiert das Projekt unter dem Titel „Forschungsgruppe Rechtsextremismus“ und bietet
verstärkt Fachberatung für die allgemeine Öffentlichkeit (es wurden aus diesem Kreis bislang mehr als 10
Interviews zum Thema mit Print-, Funk- und Fernsehmedien gegeben, es fanden aus dem Institut heraus
dazu Vorträge und Podiumsdiskussionen statt). Zudem sind eine Reihe von studentischen
Qualifikationsarbeiten in dieser Arbeitsgruppe vorgestellt und diskutiert worden.
Das Europäische Wissenschaftsparlament
Im April 2006 haben die Stadt Aachen und die Rheinisch Westfälische Technische Hochschule (RWTH)
Aachen vereinbart, im Rahmen der EuRegionale 2008 gemeinschaftlich erstmalig das Europäische
Wissenschaftsparlament (EWP), auf Englisch European Science Parliament (ESP), zu veranstalten. Das
EWP ist ein fortlaufendes zweijährliches Diskussionsforum über wechselnde Schwerpunktthemen, die
wissenschaftliche und gesellschaftliche Herausforderungen der Zukunft Europas spiegeln. Das EWP soll
den Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern und dabei vor allem die jüngere Generation
verstärkt einbinden. Die Ergebnisse werden als „Aachener Erklärung" mit empfehlendem Charakter an
europäische Entscheidungsträger übergeben. Das EWP findet statt unter der Schirmherrschaft von Janez
Potočnik, Europäischer Kommissar für Wissenschaft und Forschung.
Auf einem Internetportal wird das jeweils aktuelle Schwerpunktthema im Vorfeld der EWP-Veranstaltung
diskutiert und dargestellt. Die interessierte Öffentlichkeit und die Bewerber, die zum EWP nach Aachen
kommen möchten, finden hier umfangreiche Informations- und Austauschmöglichkeiten und stellen ihre
Fragen, Standpunkte und inhaltlichen Beiträge bereit. Diese Aktivitäten im Internet sind zugleich ein
Wettbewerb, durch den die Community des Portals selbst eine Vorauswahl der Teilnehmer bestimmt, die im
Oktober nach Aachen eingeladen werden.
Die erste EWP-Tagung fand am 9. und 10. Oktober 2008 in der RWTH Aachen statt. Das
Schwerpunktthema wird durch Parlamentsarbeit und innovative Beteiligungsverfahren bearbeitet. Am
Ende der Tagung steht die Ausarbeitung der „Aachener Erklärung".
Bundestagswahl 2005 in Aachen: Empirische Erhebung der Einstellungen und Wahlabsicht der
Aachener Bevölkerung zur Bundestagswahl. Initiative und Organisation: Jan Rohwerder M.A.,
Peter Jergovic M.A.
Im Rahmen einer Passantenbefragung wurden vor der Bundestagswahl 2005 die Wahlabsicht und
grundlegende politische Einstellungen der Aachener Bevölkerung untersucht. Dazu wurden mit Hilfe von
Studierenden des IPW knapp 800 Interviews auf Grundlage eines standardisierten Fragebogens
durchgeführt. Die Ergebnisse wurden in einer öffentlichen Veranstaltung vorgestellt und auf der
Homepage des Instituts publiziert.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Habilitationen
Gutachten von Prof. Richter zu Habilitationsverfahren von Dr. Martina HESSLER, „Das Städtische
als Metapher. Zum Verhältnis von Stadt und Wissenschaft im 20. Jahrhundert“, 2005.
Promotionen
Erstgutachten: Norbert NICOLL: „Die öffentliche Rationalität in die Öffentlichkeit tragen“ – zur
Arbeit und Wirkungsweise der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (2000-2006); Diss. 2008.
Zweitgutachten: Ingo Heiko STEIMEL: Musik und die rechtsextreme Subkultur; Diss. 2007.
152
Zweitgutachten: Inna RAMM: Russland und der europäische Integrationsprozess; Diss. 2006.
Erstgutachten: Swantje HIMMEL: ‚Diversity-Management’ als Beitrag zur qualitativen Steigerung
der Ausbildung des ingenieurwissenschaftliche Nachwuchses am Beispiel von Maschinenbau und
Elektrotechnik an der RWTH Aachen; Diss. 2004.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Prof. Emanuel Richter:
Fachgutachter für die Zeitschriften „Politische Vierteljahresschrift“ und „Zeitschrift für
Internationale Beziehungen“.
Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft,
Fachgutachter für Nordamerika des Deutschen Akademischen Austauschdienstes,
Vorstandsvorsitzender des Bürgerforums RWTH Extern.
153
INTERNATIONALE BEZIEHUNGEN UND POLITISCHE ÖKONOMIE
Ralph Rotte, Mandana Biegi, Günther Unser, Christoph Schwarz, Tanja Sprungala
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
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Internationale Beziehungen und Politische Ökonomie, insbesondere:
Strategic Studies und Konfliktforschung
Global Governance in Wirtschafts- und Klimapolitik
Vereinte Nationen
Humanitäres Völkerrecht und Außenpolitik der USA
Europäische Integration
Internationale Beziehungen des Heiligen Stuhls
Empirische Policy-Forschung, insbesondere in den Feldern:
Bildungspolitik
Migrationspolitik
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Mandana BIEGI: Die humanitäre Herausforderung. Der International Criminal Court und die USA.
Baden-Baden (Nomos) 2004.
Das Verhältnis von Recht und Politik in den internationalen Beziehungen wird durch die Existenz des
neuen Internationalen Strafgerichtshofs grundlegend verändert. Das bedeutet für die Staaten einen
Souveränitätsverzicht, zu dem die USA aber nicht bereit sind. In dieser ersten geschlossenen Darstellung
der inneramerikanischen Auseinandersetzungen um den ICC, gelingt es der Autorin, die Gründe für den
amerikanischen Widerstand zu identifizieren. Für den ICC bedeutet das amerikanische Fernbleiben eine
erhebliche Schwächung, die seinen Beitrag für eine Weltfriedensordnung empfindlich mindern kann.
Marc FRITZLER/Günther UNSER: Die Europäische Union. Geschichte – Institutionen – Politiken.
Berlin (Bundeszentrale für Politische Bildung) 2007.
Die nach wie vor verbreitete Enttäuschung vieler Menschen über den Fortgang der europäischen Einigung
in Tippelschritten hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass Anspruch und Wirklichkeit geweckter
Hoffnungen, zum Beispiel im Hinblick auf die Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit, und eigene
Erfahrungen zu oft auseinanderklaffen. Die Bürgerinnen und Bürger für Europa in noch stärkerem Maße
gewinnen zu wollen, heißt - gerade für die vor uns liegenden schwierigen Jahre -, ihnen die Wirklichkeit
der Einigungspolitik möglichst ungeschminkt näherzubringen und ihnen die Chancen und Risiken der
Europäischen Union vorurteilsfrei aufzuzeigen. Es heißt aber auch, den Menschen nicht nur das Gefühl,
sondern auch die Möglichkeit zu geben, an der Gestaltung der Integration mitzuwirken. Diese Schrift will
die notwendigen Grundkenntnisse der Europäischen Union sowie Einblicke und Einsichten in den
gegenwärtigen Zustand anschaulich vermitteln. Da sich die europäische Einigung in ihrer heutigen
Ausprägung in über 50 Jahren herausgebildet hat, ist zunächst ein Blick in die Geschichte ebenso
notwendig wie der Hinweis, dass das Zusammenwachsen Europas als Prozess zu sehen ist und in
absehbarer Zeit keineswegs abgeschlossen sein wird.
Ralph ROTTE: Die Außen- und Friedenspolitik des Heiligen Stuhls. Eine Einführung, Wiesbaden
(VS-Verlag für Sozialwissenschaften) 2007.
154
Dieser Band gibt einen Überblick über die Außenpolitik des Heiligen Stuhls mit einem besonderen
Schwerpunkt auf seiner friedenspolitischen Aktivität. Ausgehend von einem kurzen historischen Abriss der
Entwicklung des Papsttums, des Kirchenstaates und des Heiligen Stuhls wird zunächst die völkerrechtliche
Stellung sowie das (außen-) politische Entscheidungssystem des Heiligen Stuhls auf der Basis wesentlicher
Aspekte der Organisation, des Selbstverständnisses und der Lehre der katholischen Kirche erläutert.
Daran schließt sich eine Analyse der außenpolitischen Zielsetzungen und Handlungen des Heiligen Stuhls
zwischen dem Anfang des 20. Jahrhunderts bis heute an. Schwerpunkte bilden hier die päpstlichen
Friedensinitiativen in den Weltkriegen, die grundsätzlichen Positionen gegenüber Kommunismus und
Faschismus sowie die Auffassungen und das Verhalten des Heiligen Stuhls während des Ost-WestKonflikts. Für die Zeit nach dem Kalten Krieg liegt der Fokus auf dem friedenspolitischen Programm und
Engagement des Heiligen Stuhls in den Golfkriegen, den Balkankonflikten und dem "Krieg gegen den
Terror" sowie auf den grundsätzlichen Positionen zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.
Ivan SHYNKARJOV: Polnische Aussenpolitik als Ansatzpunkt für eine Ostpolitik der
Europäischen Union: Das Beispiel der polnisch-ukrainischen Beziehungen von 1989-2002.
Aachen (Shaker Verlag) 2005.
Das Buch gibt einen chronologisch präzisierten, systematischen Einblick in die polnisch-ukrainischen
Beziehungen und die diesbezügliche Politik der EU, wobei die EU-„Outs“ Belarus und Moldova – und
auch Russland – nicht vergessen werden. Es verdeutlicht die Bedeutung der polnischen Ostpolitik für eine
friedliche demokratische Entwicklung der Ukraine verständlich. Polen, das sich selbst um die
Mitgliedschaft in der NATO und der EU bemühte, machte sich auf der internationalen Bühne zum
Fürsprecher der Ukraine. Neben den Beziehungen der EU zu den Nachfolgestaaten der UdSSR, der
Zusammenarbeit im Bereich der Außen- und Sicherheitspolitik, Wirtschafts- und Handelsaspekten der
Ostpolitik der EU, Außenhandel, Energiesicherheit und Aspekten der Innenpolitik wird der Beitrag Polens
bei der Gestaltung und Umsetzung der künftigen Ostpolitik der EU thematisiert. Das Buch zieht den
Schluss, dass eine Assoziation bzw. der Beitritt der Ukraine zur EU nicht ausgeschlossen sein sollte.
Hervorzuheben ist insgesamt die wichtige Rolle, die Polen als anerkannter Ansprechpartner für die
Ukraine (und in Zukunft wohl auch für Belarus) bei der Gestaltung der Ostpolitik der EU übernehmen
wird.
Günther UNSER: Die UNO. Aufgaben – Struktur – Politik. München(Beck) 2004 (7., überarbeitete
Auflage).
Regina ROHRBACH / Günther UNSER (Red.): ABC der Vereinten Nationen, hg. v. Auswärtigen
Amt. Berlin (Auswärtiges Amt) 2008 (7., überarbeitete Auflage).
Herausgeberschaften
Ralph ROTTE (Hg.): International Perspectives on Education Policy (als Hg.), New York (Nova
Science Publishers) 2006.
This volume aims to provide an interdisciplinary and pragmatic, policy- oriented contribution to the
current debate about educational reform. It assembles articles by experts on education and educational
policy from various scientific disciplines and professional backgrounds. Based on a section considering
general pedagogical, economic, political and methodological aspects, a number of country-specific
contributions cast some light on the differing frameworks, approaches and experiences in recent education
policy and education reform in number of countries of the western world, including Australia, Belgium,
France, Germany, the UK.
Ralph ROTTE/Tanja SPRUNGALA (Hg.): Probleme und Perspektiven der Europäischen
Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Münster (LIT Verlag) 2004.
Angesichts der leidvollen Erfahrungen auf dem Balkan und der im Irakkrieg 2003 zu beobachtenden
Interessendivergenzen mit der Weltmacht USA genießt das Projekt einer gemeinsamen Sicherheits- und
Verteidigungspolitik der EU gegenwärtig neue Aufmerksamkeit. Von Großbritannien und Frankreich in
155
den neunziger Jahren angestoßen, wird die ESVP heute als potenzielle Chance der EU zur autonomen
Wahrung ihrer internationalen Sicherheit und zur weltpolitischen Profilbildung gegenüber den USA
angesehen. In dem Sammelband analysieren renommierte Experten die bisherige Ausgestaltung, die
grundsätzlichen Probleme und Herausforderungen sowie die langfristigen Realisierungschancen der
ESVP.
Zeitschriftenaufsätze
Mandana BIEGI: “So Long as There Is Breath in Me“. Warum die Vereinigten Staaten kein
Vertragsstaat des Internationalen Strafgerichtshofs werden und der Rest der Welt heimlich
erleichtert ist. Vereinte Nationen, 54, 2006: 160 - 163.
Mandana BIEGI: Abu Chraib und der Schlesinger-Report. Der Beitrag von
Untersuchungskommissionen zur Transformation des Rechts- und Menschenrechtsbewusstseins. S
+ F/Sicherheit und Frieden, 24 (2), 2006: 92-98.
Ralph ROTTE: Keynesianismus zwischen Kapitalismuskritik und Staatsgläubigkeit - eine Kritik an
Christoph Deutschmann. Leviathan - Zeitschrift für Sozialwissenschaft, 32 (1), 2004: 3-14.
Ralph ROTTE: Kontraproduktiven Konsequenzen: Das Debakel von Cancún. Die Politische
Meinung, 49 (412), 2004: 83-87.
Ralph ROTTE: Zur Didaktik politikwissenschaftlicher Theorien der europäischen Integration: Ein
praxisorientierter Überblick. Zeitschrift für Hochschuldidaktik, 5/2005: 54-69.
Auf der Basis einer knappen Diskussion der didaktischen Funktion sozialwissenschaftlicher Theorien und
orientiert an einer exemplarisch-prototypischen Vorgehensweise in der akademischen
Unterrichtsgestaltung stellt der Beitrag ein Kurz-Curriculum zu politikwissenschaftlichen
Integrationstheorien vor. Darin werden „supranationale“, „intergouvernementale“ und systembezogene
Perspektiven des europäischen Integrationsprozesses anhand exemplarischer Texte verdeutlicht. Als
realpolitisch-historische Prototypen zur nachhaltigen Vermittlung der Grundideen der traditionellen
Theorieansätze werden das Projekt der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft von 1952 und die
Fouchet-Pläne von 1961/62 vorgeschlagen. Hinsichtlich der methodischen Umsetzung wird eine
adaptierte Version der „Jigsaw“-Methode empfohlen.
Ralph ROTTE: Der Heilige Stuhl im Reich der Mitte. Blätter zur deutschen und internationalen
Politik, 53 (2), 2008: 27-30.
Ralph ROTTE/Ursula ROTTE: Recent Education Policy and School Reform in Bavaria: A Critical
Assessment. German Politics, 16 (2), 2007: 292-313 (mit U. Rotte).
This paper gives a critical overview of school reform measures in the German state of Bavaria in the
aftermath of the OECD's PISA 2000 and 2003 studies. While the highly selective Bavarian school system
has provided the best test results among the German federal states, its overall performance in an
international context has been less impressive. In order to improve the Bavarian education system a range
of initiatives has been introduced in recent years. While following pedagogically sound ideas in most
cases, however, the projects have been hampered by fiscal restraints, ideological reservations against
breaking up the traditional three-tier system of secondary education, prevailing bureaucratic restrictions,
and a lack of improvements in incentives for teachers' involvement in reform. As a consequence, genuine,
fundamental changes in the traditional system have not so far been initiated.
Ralph ROTTE/Ursula ROTTE: „... Unbefähigte von höherer Bildung fernhalten“ - Strukturelle
Grundprobleme bayerischer Schulreformpolitik seit der Reeducation. PÄD Forum: erziehen,
unterrichten, 34 (3), 2006: 169-171.
156
Ralph ROTTE/Christoph SCHWARZ: Vergesst Clausewitz? Eine Replik auf Tony Corn. Merkur.
Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, 61 (696), 2007: 361-365.
Ralph ROTTE/Christoph SCHWARZ: Aeneas statt Achill. Anmerkungen zum Postheroismus
westlicher Gesellschaften. Merkur. Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken, 62 (704), 2008:
86-90.
Christoph SCHWARZ: Strategic Studies als akademische Disziplin. Forschungsjournal Neue
Soziale Bewegungen, 21 (1), 2008: 101-107.
Aufsätze in Sammelwerken
Ralph ROTTE: The Political Economy of EMU and the EU Stability Pact. In: M. Baimbridge und
P. Whyman (Hg.), Fiscal Federalism and European Economic Integration, New York, London
(Routledge) 2004: 48-66.
Persistent deficit spending is a basic problem of the policial economy of democracies. By establishing
rules and control mechanisms for fiscal deficits in its member countries, the European Union has provided
a new, collective approach to tackle this problem. The Maastricht criteria for EMU of 1991 as well as the
self-commitment to permanent fiscal restraint as specified in the Stability and Growth Pact of 1996/97
combine the principles of delegation of national political responsibility for austerity measures to
international organizations with positive public attitudes toward European political integration. These two
elements enable governments to implement fiscal reform in order to keep their countries on the track of
integration. Furthermore, codification of the rules in unanimous international agreements as well as the
important role of supranational institutions like the EU Commission and the Europen Central Bank in
assessing national fiscal policies support the maintenance of fiscal discipline, especially in the case of
EMU member states. Empirical evidence suggests that the Maastricht and SGP regimes have been a
success so far and that the underlying politico-economic mechanism of Europeanization of economic
authority actually works in the way described above. Nevertheless, the real test of SGP has still to be
passed. So far, fiscal restraint in Europe since the mid-1990s has been eased by an improving economic
environment and growth while fundamental problems, like the reorganization of public health care and
pension systems have hardly been tackled so far.
Ralph ROTTE: Herausforderung Klimaänderung: Optionen deutscher Politik im 21. Jahrhundert.
In: H. Oberreuter, A. Steinkamm und H.-F. Seller (Hg.), Weltpolitik im 21. Jahrhundert.
Perspektiven zur neuen internationalen Staatenordnung, Wiesbaden (VS Verlag für
Sozialwissenschaften) 2004: 536-552.
Ralph ROTTE: Politische Ideologie und alpinistische Ideale: Die Wahrnehmung des Krieges gegen
Italien im „Deutschen und Österreichischen Alpenverein“ (1915-1918). In: H. Kuprian und O.
Überegger (Hg.), Der Erste Weltkrieg im Alpenraum. Erfahrung - Deutung - Erinnerung/La
Grande Guerra nell‘arco alpino. Esperienze e memoria, Innsbruck (Universitätsverlag Wagner)
2006: 119-144.
Im Unterschied zum Deutschen Reich mit den insbesondere gegen die angelsächsische Welt gerichteten
„Ideen von 1914“ gelang es den intellektuellen und politischen Eliten Österreich-Ungarns während des
Ersten Weltkrieg kaum, eine zumindest temporär wirksame, konsistente antiwestliche Kriegsideologie zur
politisch-propagandistischen Stützung der eigenen Kriegsanstrengungen zu schaffen. Gleichwohl boten
das tradierte Feindbild Italien sowie die „perfiden“ Umstände des italienischen Kriegseintritts im
Frühjahr 1915 einige Anknüpfungspunkte für eine politisch integrierende Perzeption des Alpenkrieges
1915-1918. Der Beitrag untersucht am Beispiel ausgewählter offizieller Publikationen des Deutschen und
Österreichischen Alpenvereins die ideologische Interpretation des österreichisch-deutschen Krieges gegen
Italien. Dabei liegt der Schwerpunkt der Analyse insbesondere auf zwei Aspekten, welche die Besonderheit
des DÖAV als einem der bedeutendsten transnationalen bürgerlichen Vereine der Mittelmächte
ausmachen: dem Einfluss der deutschen auf die österreichisch-ungarische Kriegsideologie sowie dem
157
Zwiespalt zwischen völkerverbindendem, sportlichen Alpinismus und nationalistischer Kriegsideologie. Im
Ergebnis wird festgestellt, dass die gesellschaftlichen Eliten der Donaumonarchie zwar zumindest Teile
der deutschen Kriegsideologie zu übernehmen und insbesondere auch für den Krieg gegen Italien zu
adaptieren versuchten, die verbleibende Rolle alpinistischer Ideale unter den besonderen Bedingungen der
alpinen Kriegführung 1915-1917 jedoch nicht unterschätzt werden dürfen. Die süddeutschdeutschösterreichische Prägung des DÖAV, die gegenüber Italien ohnehin stabile Moral der k.u.k.Truppen und der unterschiedslos für die Soldaten beider Seiten geltende Kampf gegen die Natur
schwächten die nationalistische Kriegsideologie deutlich ab. Die Hypothese, welche bislang in der
Literatur dominiert und ein weitgehendes Aufgehen des DÖAV in fanatischer nationalistischer
Propaganda behauptet, muss deutlich differenziert werden.
Ralph ROTTE: „... a general loosing of the ties of civilized society...“ – Democratic Interventionism
als legales oder legitimes außenpolitisches Instrument im 21. Jahrhundert? In: M. Biegi, J. Förster,
H. Otten und T. Philipp (Hg.), Demokratie, Recht und Legitimität im 21. Jahrhundert, Wiesbaden
(VS Verlag für Sozialwissenschaften) 2008: 247-267.
Handbuchartikel
Ralph ROTTE: Economics as an Instrument of Peace or Cause of War. In: UNESCO (Hg.), The
Encyclopedia of Life Support Systems, Oxford (EOLSS Publ.) 2004 (elektronische Version, 11
S.); aktualisierte Fassung in: J. Brauer, J. Galbraith und L. Webster (Hg.), The Economics of
Peace and Security, Oxford (UNESCO/EOLSS Publishers) 2008, 166-178.
Ralph ROTTE: International Commitment and Domestic Politics: A Note on the Maastricht Case.
In: B. A. Simmons (Hg.), International Law, vol. I-VI (SAGE Library of International Relations),
Bd. 2, London (Sage) 2008: 307-316.
Ralph ROTTE: Internationale Politische Ökonomie. Erscheint in: A. Wilhelm und C. Masala (Hg.),
Handbuch der Internationalen Politik, München (Oldenbourg) 2009.
Buchbesprechungen
Ralph ROTTE: Torsten Quidde: Friedensnobelpreisträger Ludwig Quidde. Ein Leben für Frieden
und Freiheit. Neue Politische Literatur, 50 (1), 2005: 136-139.
Ralph ROTTE: Krieg als strategisches Mittel der Politik (John Baylis/James Wirtz/Colin S.
Gray/Eliot Cohen (Hg.): Strategy in the Contemporary World. An Introduction to Strategic
Studies.) Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen, 21 (1), 2008: 130-132.
Beiträge in regionalen und überregionalen Medien
Ralph ROTTE: Kein Problem auf dem Weg in den Sicherheitsrat. Frankfurter Allgemeine Zeitung,
12. Oktober 2004.
Ralph ROTTE: Die Fakten sprechen derzeit noch gegen die Ost-Erweiterung (Interview). Aachener
Zeitung, 16. Mai 2006.
Ralph ROTTE: Teherans zwielichtige Rolle (Interview). Aachener Zeitung, 19. August 2006.
Ralph ROTTE: EU hält sich alle Optionen offen. Kölnische Rundschau, 3. Januar 2007.
Ralph ROTTE: Ausschluss Polens unmöglich (Interview). Kölnische Rundschau, 16. Juni 2007.
158
Ralph ROTTE: Nachgefragt: Gründe für Polens starre Haltung auf dem EU-Gipfel. Kölnische
Rundschau, 26. Juni 2007.
Ralph ROTTE: Finanzkrise - Iran ist Nutznießer der Entwicklung (Interview). loyal. Magazin für
Sicherheitspolitik, 11/2008.
DRITTMITTELPROJEKTE
Das deutsche Apothekenwesen im Umbruch. Herausforderungen und Lösungsansätze aus
sozialwissenschaftlicher und international vergleichender Perspektive. Laufzeit: 2004/2005;
Finanzierung: Deutsche Apothekerstiftung; Bewilligungsumfang: EUR 5.000,In diesem Projekt geht es darum, das sich verändernde Umfeld für Apotheken im Politikfeld
Gesundheitswesen in Deutschland aufzuzeigen. Die klassische Apotheke, in der ein(e) lediglich
pharmazeutisch ausgebildete(r) Apotheker(in) Inhaber(in) ist, scheint als Modell der
Arzneimitteldistribution ausgedient zu haben. Diese These soll in einer politikwissenschaftlich fundierten
Analyse systematisch durchleuchtet werden. Dabei soll dem Leser ein Überblick gegeben werden, in den
folgende thematische Blöcke einfließen: historischer Überblick; relevante Einflussfaktoren – ‚MegaTrends’ und ihre Folgen; bisherige gesetzliche Regelungen – Auswirkungen und deren Bewertung; die
verschiedenen Akteure – Interessen und Organisation; ausgewählte politische Lösungen in anderen
OECD-Ländern – Übertragbarkeit auf Deutschland; und daraus folgernd Arzneimitteldistribution über
öffentliche Apotheken – zukünftige Entwicklungen und Bewertung.
Publikationen
Sascha DERICHS/Caspar HOLTMANN/Ralph ROTTE: Stiefkind der Gesundheitspolitik?
Herausforderungen und Optionen für das deutsche Apothekenwesen aus Sicht der PoliticyForschung (mit S. Derichs und C. Holtmann), in Vorbereitung für 2009.
Europastudien in Kaliningrad (Europainstitut Klaus Mehnert an der Staatlichen Technischen
Universität Kaliningrad). Laufzeit: 2004-2008, verlängert bis 2010; Finanzierung: Robert-BoschStiftung und Möllgaard-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft;
Bewilligungsumfang: EUR 800.000,Das Europainstitut Klaus Mehnert (EIKM) wurde 2005 mit finanzieller Unterstützung der beiden
deutschen Stiftungen Robert Bosch und Marga und Kurt Möllgaard gegründet. Das EIKM ist ein Institut
der Kaliningrader Staatlichen Technischen Universität (KSTU). 1930 als Filiale des Moskauer Instituts für
Fischereiindustrie gegründet, ist die KSTU heute mit ca. 7.000 Studenten die zweitgrößte Hochschule
Kaliningrads. Die vornehmliche Aufgabe des EIKM besteht in der Organisation und Durchführung eines
postgradualen, deutschsprachigen Europastudiengangs. Mit dem Angebot dieses russlandweit bislang
einzigen deutschsprachigen Studiengangs in Europäistik möchte das EIKM ergänzend zu der bestehenden
hohen Zahl an englischsprachigen Studienprogrammen ein Zusatzangebot in deutscher Sprache schaffen,
um eine kleine Gruppe Absolventen für eine Tätigkeit im Rahmen der Russisch-Europäischen, speziell der
Russisch-Deutschen Beziehungen zu qualifizieren. Ziel dabei ist es, EU-Generalisten auszubilden. Die
Tätigkeiten des EIKM werden vor Ort von einem eigens dafür eingerichteten Büro aus koordiniert. Dieses
befindet sich in der KSTU, ebenso wie die Auditorien, in denen der Unterricht im Rahmen des
Studiengangs stattfindet. Weiterhin verfügt das EIKM über eine eigene Fachbibliothek sowie über
Räumlichkeiten im Wohnheim der Kaliningrader Staatlichen Technischen Universität.
Amerikanische
Außenpolitik
und
Humanitäres
Völkerrecht
Außenpolitische.
Entscheidungsprozesse an den Beispielen der internationalen Abkommen über Landminen und
Kindersoldaten. Laufzeit: 4/2005 – 12/2006; Finanzierung: Ministerium für Wissenschaft und
Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen; Bewilligungsumfang: ca. EUR 40,000,- (Post-DocStipendium Mandana Biegi)
159
The Perfomance of International Networks and Regimes on Clean Coal Technologies. Laufzeit:
2008-2010; Finanzierung: Forschungszentrum Jülich Abtl. Systemforschung und Technologische
Entwicklung, FZ Jülich); Umfang: ca. EUR 54.000,- (Promotionsprojekt/Doktorandenstelle)
Publikationen
Olga SCHENK, Petra Holtrup MOSTERT und Wolfgang FISCHER: Der Kimakiller denkt um.
Internationale Politik 4/2008.
Andere Projekte
Sozioökonomische Determinanten rechts- und linksextremistischer Wahlerfolge in Deutschland –
Empirische Methoden und Ergebnisse ökologischer Wahlanalysen. Laufzeit: seit 2001;
Eigenprojekt; Kooperationspartner: M. Steininger, Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre –
Finanzwissenschaft und Industrieökonomik, TU München.
Publikationen
Ralph ROTTE/Martin STEININGER: Crime, Unemployment and Xenophobia? An Ecological
Analysis of Right-Wing Election Results in Hamburg, 1986-2005. Jahrbuch für
Regionalwissenschaft/Review of Regional Research, 30 (1), 2009.
BETREUTE PROMOTIONEN
Sascha DERICHS: Regional und Rural Governance: ein effektiver Steuerungsansatz zur regional
bestimmten Eigenentwicklung? Aachen (RWTH Aachen University) 2007.
Martin KLEVER: Die EU-Entwicklungspolitik zwischen Anspruch und Realität : Europas
Verantwortung für den afrikanischen Kontinent. Aachen (RWTH Aachen) 2006.
Reza NEMETZADE: Die wirtschaftliche Dynamik in Nahost und Nordafrika: Eine politischökonomische Erörterung. Baden-Baden (Nomos) 2008.
Volker REXING: Politische Bildung am Berufskolleg: interdisziplinär und berufsbezogen. Aachen
(RWTH Aachen University) 2008.
Sharam SHEIKHZADEH: „Das Verhalten der USA gegenüber der Europäischen Union nach dem
11. September 2001“ (2008); publiziert als: Das außen- und sicherheitspolitische Verhalten der
USA nach dem 11. September 2001, Aachen (RWTH Aachen University) 2009.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Dr. Mandana Biegi
Lise-Meitner-Stipendium des Landes Nordrhein-Westfalen, 4/2005-12/2006.
Thomas Hirsch, M.A.
Wissenschaftspreis "Junge Wissenschaft 2008" des Deutschen Instituts für Normung für seine
Magisterarbeit "Eine transnationale Innovationslandschaft"
160
Prof. Dr. Ralph Rotte
Gutachter für verschiedene internationale Zeitschriften mit Peer-Review-Verfahren:
• Applied Economics Quarterly
• Comparative Economic Studies
• Economic Journal
• European Union Politics
• International Migration
• International Migration Review
• International Review of Law and Economics
• Journal of Conflict Resolution
• Journal of Peace Research
• Journal of Public Economics
• Policy Studies Journal
• Population Studies
• Review of International Economics
• Review of International Organizations
Gutachter für Projektanträge in den Bereichen Migration, Finanzpolitik und Internationale
Politische Ökonomie für:
• Deutsche Forschungsgemeinschaft
• Volkswagenstiftung
• Routledge Publ. London
Research Fellow des Forschungsinstituts zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn
Dipl.-Ing. Ivan M. Shynkarjov, M.E.S.
Förderpreis des Generalkonsulats der Republik Polen und des Polnischen Wissenschaftsforums in
Deutschland für seine Arbeit über die Außenpolitik Polens am Beispiel der Beziehungen zur
Ukraine, 2005
161
PHILOSOPHIE
PRAKTISCHE PHILOSOPHIE
Wilfried Hinsch, Wulf Kellerwessel, Markus Stephanians, Daniel Eggers, Dieter Janssen
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Arbeitsbereiche:
• Moralphilosophie
• Ethik und Sprachphilosophie
• Rechtsphilosophie und Politische Philosophie
Schwerpunkte:
•
•
•
•
Internationale Gerechtigkeit und Legitimität
Menschenrechte, individuelles Wohlergehen und soziale Wohlfahrt
Krieg und Frieden
metaethischer Expressivismus
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Wilfried HINSCH (Hg.): Handbuch der Politischen Philosophie und Sozialphilosophie (HPPS), 2
Bde., Berlin/New York: Walter de Gruyter 2008 (mit Stefan Gosepath und Beate Rössler).
Wilfried HINSCH: Menschenrechte militärisch schützen. Ein Plädoyer für humanitäre
Interventionen, München: C.H. Beck 2006 (mit Dieter Janssen).
Wilfried HINSCH: Gerechtfertigte Ungleichheiten. Grundsätze sozialer Gerechtigkeit, Berlin/New
York: Walter de Gruyter 2002 (Chinesische Übers. 2009, 2. deutsche Auflage in Vorbereitung).
Artikel
Wilfried HINSCH: Democratic Legitimacy. A Conceptual und Functional Clarification, in: J.
Kühnelt (Hg.), Political Legitimization without Morality?, Berlin/Heidelberg/New York: Springer
2008, S. 39-52.
Wilfried HINSCH: Human Rights as Moral Claim Rights (mit Markus Stepanians), in: R. Martin
und D. Reidy (Hg.) Rawls's Law of Peoples: A Realistic Utopia?, Oxford: Blackwell 2006, S. 117133.
Wilfried HINSCH: Kant, die humanitäre Intervention und der moralische Exzeptionalismus, in: V.
Gerhardt und T. Meyer (Hg.), Der Streit der Fakultäten, Berlin/New York: Walter de Gruyter
2005, S. 205-228.
Wilfried HINSCH: Severe Poverty as a Human Rights Violation — Weak and Strong (mit Markus
Stepanians), in: A. Føllesdal und T. Pogge (Hg.), Real World Justice: Grounds, Principles, Human
Rights, und Social Institutions, Boston: Kluwer 2005, S. 288-308.
164
Wilfried HINSCH: Jean-Jacques Rousseau: Die volonté générale, in: A. Beckermann und D. Perler
(Hg.), Klassiker der Philosophie heute, Stuttgart/Leipzig: Reclam 2004, S. 355-375.
Monographien
Wulf KELLERWESSEL: Regel und Handlungssubjekt in der gegenwärtigen Moralphilosophie.
Kritische Studien zum Neo-Intuitionismus, Neo-Egoismus und Partikularismus. Münster: LIT
2007.
Wulf KELLERWESSEL: Michael Walzers kommunitaristische Moralphilosophie. Kritische
Analysen zu „Drei Wege in die Moralphilosophie“, „Moralischer Minimalismus“ und „Zwei Arten
des Universalismus“. Münster: LIT 2005.
Wulf KELLERWESSEL (Hg.): Diskurs und Reflexion. Wolfgang Kuhlmann zum 65. Geburtstag.
Würzburg: Königshausen und Neumann 2005 (mit W.-J. Cramm, D. Krause, H.-Ch. Kupfer).
Artikel
Wulf KELLERWESSEL: Montesquieus Kritik an repressiven Gesellschaften. Eine Interpretation
der Haremsthematik des Briefromans „Die Persischen Briefe “, Aufklärung und Kritik 14, (2007),
S. 86-96.
Wulf KELLERWESSEL: Die Wahrung grundlegender Normen und elementarer Menschenrechte
als unabdingbare Bedingung des Friedens, in: A. Hirsch und P. Delhom (Hg.), Denkwege des
Friedens. Aporien und Perspektiven, Freiburg/München: Karl Alber 2007, S. 115-137.
Wulf KELLERWESSEL: Kritische Anmerkung zur Reevaluierung des moralphilosophischen
Intuitionismus, Prima Philosophia 17, (2004), S. 81-102.
Wulf KELLERWESSEL: Nietzsches interpretatorische Sprachphilosophie im Kontext seiner
Erkenntnistheorie – unter besonderer Berücksichtigung der „Genealogie der Moral“.
Rekonstruktion und Kritik, Prima Philosophia 17, (2004), S. 331-357.
Wulf Kellerwessel: Rechtsphilosophie von der Aufklärung bis zur Gegenwart, Philosophischer
Literaturanzeiger 57, (2004), S. 83-101.
Monographien
Markus STEPANIANS: Rights as Relational Properties – In Defense of Right/Duty-Correlativity,
Berlin/New York: Walter de Gruyter 2009 (im Erscheinen).
Markus STEPANIANS: Gottlob Frege – Zur Einführung, Hamburg : Junius 2001 (spanische und
französische Übersetzung 2007).
Markus STEPANIANS (Hg.): Individuelle Rechte, Paderborn: mentis 2007.
Artikel
Markus STEPANIANS: Hilfspflichten und die unvollkommenen Rechte Fremder, in: J. Wallacher
und M. Kiefer (Hg.), Globalisierung und Armut – Wie realistisch sind die MilleniumsEntwicklungsziele der Vereinten Nationen?, Stuttgart: Kohlhammer 2006, S. 295-315.
165
Markus STEPANIANS: O’Neill über die Notwendigkeit einer Institutionalisierung von
Wohlfahrtsrechten, in: O. Neumaier, C. Sedmak und M. Zichy (Hg.), Gerechtigkeit. Auf der
Suche nach einem Gleichgewicht, Frankfurt/M/Lancaster: Ontos 2005, S. 227-238.
Markus STEPANIANS: Menschenrechte als moralische Rechte und als juridische Rechte in: Klaus
Martin Girardet und Ulrich Nortmann (Hg.), Symposium Menschenrechte und europäische
Identität - Die antiken Grundlagen, Stuttgart: Franz Steiner 2005, S. 270-289.
Markus STEPANIANS: Die angelsächsische Eigentumsdiskussion: zwischen ‚Ding’ und ‚Bündel’,
in: A. Eckl und B. Ludwig (Hg.), Was ist Eigentum? Philosophische Eigentumstheorien von
Platon bis Habermas, München: C.H. Beck 2005, S. 232-245.
Markus STEPANIANS: Künnes Kritik an Freges ‚Tretmühle’, in: M. Siebel und M. Textor (Hg.),
Semantik und Ontologie. Beiträge zur philosophischen Forschung, Frankfurt/M/Lancaster: Ontos
2004, S. 131-151.
Monographien
Dieter JANSSEN: Menschenrechtsschutz in Krisengebieten. Humanitäre Interventionen nach dem
Ende des Kalten Krieges, Frankfurt/M: Campus 2008.
Dieter JANSSEN: Gerechte, heilige und zivilisatorische Kriege. Legitimation des Krieges und
Bedeutung von Feindbildern in der angelsächsischen Welt der frühen Neuzeit, ca. 1550 – 1650,
Hamburg: Kovac 2004.
Artikel
Dieter JANSSEN: The Legitimacy of Anticipatory Defense und Forcible Regime Change, in: H.
Syse und G. Reichberg (Hg.), Ethics, Nationalism und Just War, Washington D.C.: Catholic
University Press 2008, S. 323-351.
Dieter JANSSEN: Humanitarian Intervention und Genocide, Journal of Genocide Research 10,
(2008), S. 289-306.
Dieter JANSSEN: Richard Zouch und die Entstehung des klassischen Völkerrechts, in: Macht und
Moral – Politisches Denken im 17. und 18. Jahrhundert“, M. Kremer und H.-R. Reuter (Hg.),
Stuttgart: Kohlhammer 2007, S. 216-237.
Dieter JANSSEN: Preventive Defense und Forcible Regime Change: A Normative Assessment, in:
Journal of Military Ethics 3, (2004), S. 105-128.
Dieter JANSSEN: Humanitäre Intervention und das Problem der legitimen Autorität (mit Wilfried
Hinsch), Mannheimer Vorträge 22, (2004), Mannheim: Universität Mannheim.
Monographien
Daniel EGGERS: Die Naturzustandstheorie des Thomas Hobbes. Eine vergleichende Analyse von
The Elements of Law, De Cive und den englischen und lateinischen Fassungen des Leviathan,
Berlin/New York: Walter de Gruyter 2008.
166
Artikel
Daniel EGGERS: Thomas Hobbes, in: T.-L- Fischer und S. L. Sorgner (Hg.), Geschichte der
Bioethik, Paderborn: mentis (im Erscheinen).
Daniel EGGERS: Liberty und Contractual Obligation in Hobbes, Hobbes Studies 22, (2009), S. 70103.
Daniel EGGERS: Moral für Egoisten? Eine Einführung in die kontraktualistische Ethik, in: J. Ach,
K. Bayertz und L. Siep (Hg.), Grundkurs Ethik. Bd. 1: Grundlagen, Paderborn: mentis 2008. S.
49-69.
DRITTMITTELPROJEKTE
Volkswagen Stiftung: „Die Legitimität der Europäischen Union”, mit Professor Jean-Christophe
Merle, Januar 2006 – Juni 2007, (100.000 Euro).
EU: „Applied Global Justice”,mit Professor Jean-Christophe Merle, Oktober 2002 – August 2006
(1,2 Mill. Euro).
DFG: „Die Rolle der UN in humanitären Interventionen”, Oktober 2003 – September 2006,
(180.000 Euro).
Thyssen-Stiftung: Handbuch der Politischen Philosophie und Sozialphilosophie,
Januar 2004 – Dezember 2005, (100.000 Euro)
DFG: „Der Begriff eines subjektiven Rechts — Analyse und rationale Rekonstruktion”,
Mai 2002 – September 2005, (180.000 Euro).
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
PD Dr. Markus STEPANIANS: The Co-relativity of Rights und Duties, Habilitation 2005.
Dr. Dieter JANSSEN: Gerechte, heilige und zivilisatorische Kriege in der frühen Neuzeit,
Promotion 2004.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN UND AKTIVITÄTEN
Hinsch ist seit 2006 Mitglied des Wissenschaftsrats. Hinsch, Kellerwessel und Stepanians sind
regelmäßig national und international als Fachgutachter tätig.
167
THEORETISCHE PHILOSOPHIE
Geert Keil, Hartmut Westermann, Katja Wagner-Westerhausen, Philipp Hübl
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Wissenschaftstheorie (Theorien der Kausalität, Naturgesetze, Determinismus, philosophischer
Naturalismus)
• Sprachphilosophie (Bedeutungstheorie, Indexikalität, semantische Vagheit(
• Philosophie des Geistes und der Kognitionswissenschaften (Willensfreiheit, Bewusstsein, Qualia)
• Erkenntnistheorie (Analyse des Wissensbegriffs, Gettierproblem)
• Analytische Handlungstheorie
• Metaphysik/Ontologie
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Geert KEIL: Phänomenologie und Sprachanalyse (Hrsg., gemeinsam mit Udo Tietz), Paderborn
(mentis) 2005.
Geert KEIL: Willensfreiheit, Berlin/New York (de Gruyter) 2007.
Geert KEIL: Der Ort der Vernunft in einer natürlichen Welt. Logische und anthropologische
Ortsbestimmungen (gemeinsam mit Wolf-Jürgen Cramm), Weilerswist (Velbrück Wissenschaft)
2008.
Aufsätze
Geert KEIL: „Anthropologischer und ethischer Naturalismus“, in: Bernd Goebel, Anna Maria Hauk
und Gerhard Kruip (Hrsg.), Probleme des Naturalismus. Philosophische Beiträge, Paderborn
(mentis) 2004, 65-100. Wiederabgedruckt in: Giovanni Maio, Jens Clausen und Oliver Müller
(Hrsg.), Mensch ohne Maß? Reichweite und Grenzen anthropologischer Argumente in der
biomedizinischen Ethik, Freiburg/München (Alber) 2008, 79-114.
Geert KEIL: „Kausalität zwischen Physik und deskriptiver Metaphysik”, Allgemeine Zeitschrift für
Philosophie 29 (2004), 287-293.
Geert KEIL: “How the Ceteris Paribus Laws of Physics Lie”, in: Jan Faye, Paul Needham, Uwe
Scheffler and Max Urchs (Eds.), Nature’s Principles (= Logic, Epistemology, and the Unity of
Science, Bd. 4), Berlin/Heidelberg/New York (Springer) 2005, 167-200.
Geert KEIL: „Wahrheiten, die niemand kennen kann. Zu Wolfgang Künnes Verteidigung des
alethischen Realismus“, Zeitschrift für philosophische Forschung 59 (2005), 404-414.
Geert KEIL: „Über die deskriptive Unerschöpflichkeit der Einzeldinge“, in: Geert Keil und Udo
Tietz (Hrsg.), Phänomenologie und Sprachanalyse, Paderborn (mentis) 2005, 83-125.
Geert KEIL: „La cause d’un événement. Eléments d’une métaphysique descriptive de la causalité
entre événements“ (übersetzt von Max Kistler), Philosophie 89 (2006), 21-39.
Geert KEIL: „Naturalismus und Mathematik“, Erwägen – Wissen – Ethik 17 (2006), 361-363.
168
Geert KEIL: “Making Something Happen. Where Causation and Agency Meet”, in: Francesca
Castellani and Josef Quitterer (Eds.), Agency and Causation in the Human Sciences, Paderborn
(mentis) 2007, 19-35.
Geert KEIL: „Mythen über den libertarischen Freiheitsbegriff“, in: Jan-Christoph Heilinger (Hrsg.),
Naturgeschichte der Freiheit, Berlin (de Gruyter) 2007, 281-305.
Geert KEIL: „Naturalismus und Biologie“, in: Ludger Honnefelder und Matthias C. Schmidt
(Hrsg.), Naturalismus als Paradigma, Berlin (Berlin University Press) 2007, 14-33.
Geert KEIL: „Biologische Funktionen und das Teleologieproblem“, in: Ludger Honnefelder und
Matthias C. Schmidt (Hrsg.), Naturalismus als Paradigma, Berlin (Berlin University Press) 2007,
76-85.
Geert KEIL: “What Do Deviant Causal Chains Deviate From?”, in: Christoph Lumer and Sandro
Nannini (Eds.), Intentionality, Deliberation and Autonomy, Aldershot (Ashgate) 2007, 69-90.
Geert KEIL: „Naturgesetze, Handlungsvermögen und Anderskönnen“, Deutsche Zeitschrift für
Philosphie 55 (2007), 929-948. Wiederabgedruckt in: Peter Janich (Hrsg,), Naturalismus und
Menschenbild [= Deutsches Jahrbuch Philosophie Bd. 1], Hamburg (Meiner) 2008, 157-184.
Geert KEIL: “Naturalism”, in: Dermot Moran (Ed.), The Routledge Companion to TwetiethCentury Philosophy, London (Routledge) 2008, ch. 6, 254-307.
Geert KEIL: “Determinism”, in: M. D. Binder, N. Hirokawa, U. Windhorst and M. C. Hirsch (Eds.),
Encyclopedia of Neuroscience, 5 vols., Berlin/New York (Springer) 2008.
Geert KEIL: „Naturalismus und menschliche Natur”, in: Wolf-Jürgen Cramm und Geert Keil
(Hrsg.), Der Ort der Vernunft in einer natürlichen Welt. Logische und anthropologische
Ortsbestimmungen, Weilerswist (Velbrück Wissenschaft) 2008, 192-215.
Geert KEIL: „Was ist der Mensch? Anmerkungen zu einer unwissenschaftlichen Frage“, in: Detlev
Ganten, Volker Gerhardt, Jan-Christoph Heilinger und Julian Nida-Rümelin (Hrsg.), Was ist der
Mensch?, Berlin/New York (de Gruyter) 2008, 139-146.
Geert KEIL: “Determinism”, in: M. D. Binder, N. Hirokawa, U. Windhorst and M. C. Hirsch (Eds.),
Encyclopedia of Neuroscience, 5 vols., Berlin/New York (Springer) 2008.
Mitarbeiter
Philipp HÜBL: „In Defence of Causalism“, in: Leist, Anton (Hrsg.) Action in Context. Berlin/New
York (De Gruyter) 2007, 124-135.
Katja WAGNER-WESTERHAUSEN: Die Statusfrage in der Bioethik, Münster / Hamburg /
Berlin / Wien / London / Zürich 2008.
Katja WAGNER-WESTERHAUSEN: „Gradualistische Konzepte und Alternativen in der
Embryonendebatte“, Ethik in der Medizin 20 (1/2008), 6-16.
Hartmut WESTERMANN: „Lorenzo Valla: De libero arbitrio. Die Freiheit des Menschen im
Angesicht Gottes“, in: Des Menschen Würde: entdeckt und erfunden im Humanismus der
italienischen Renaissance, hrsg. von Rolf Gröschner et. al., Tübingen (Mohr Siebeck) 2008, 113139.
Hartmut WESTERMANN: „Wie disputiert man über das Gute? Lorenzo Vallas De vero bono als
Debatte über die richtige Debatte“, Jahrbuch Rhetorik 25 (2006), 30-54.
169
Hartmut WESTERMANN: „Religiöse und doppelte Poesie. Götterkritik und Gottesbegriff bei
Xenophanes und im Kulturentstehungsmythos des Sisyphos (DK 88, B 25)“, in: Philosophische
Anthropologie und Lebenskunst. Rainer Marten in der Diskussion, hrsg. von Guido Löhrer et al.
[siehe B.1], München (Fink) 2005, 81-98.
Hartmut WESTERMANN: Philosophische Anthropologie und Lebenskunst. Rainer Marten in der
Diskussion (Hrsg., gemeinsam mit Guido Löhrer und Christian Strub), München 2005 (Fink).
DRITTMITTELPROJEKTE
2004: Druckkostenzuschuss zur Publikation
Sprachanalyse« (DFG, Normalverfahren).
des
Sammelbandes
»Phänomenologie
und
2007: Fachkonferenz »Vernünftiger Umgang mit unscharfen Grenzen«, gefördert durch das Alfried
Krupp-Wissenschaftskolleg Greifswald (gemeinsam mit Prof. Dr. iur. Ralf Poscher, RuhrUniversität Bochum).
2007: Doktorandenkolloquium »Handlungstheorie«, gefördert durch die Gesellschaft für
Analytische Philosophie (gemeinsam mit Prof. Dr. Ralf Stoecker, Universität Potsdam).
2007: Philipp Hübl: Förderpreis im Rahmen des Hochschulwettbewerbs „Geist begeistert“ des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung für das Projekt „Der Geist auf Touren. Ein
Reiseführer zu den Geheimnissen des Alltags“. Fördersumme: 7.500 Euro.
2007 ff.: Philipp Hübl: Teilnehmer der „European Platform for Life Sciences, Mind Sciences, and
the Humanities“ der Volkswagenstiftung. Zweijährige Förderung für „The Body Project.
Interdisciplinary investigations on bodily experiences“ der achtköpfigen Arbeitsgruppe
„Somatognosia“, Fördersumme: 114.000 Euro.
2008 ff.: Projekt »Vernünftiger Umgang mit unscharfen Grenzen« im Förderprogramm
»Schlüsselthemen der Geisteswissenschaften« der VW-Stiftung, (gemeinsam mit Prof. Dr. iur.
Ralf Poscher, Ruhr-Universität Bochum), Förderungssumme: 800.000 Euro.
Andere Projekte
Ausgerichtete Tagungen und Konferenzen an der RWTH
2/2005: »Der Ort der Vernunft in einer natürlichen Welt«
3/2007: »Vernünftiger Umgang mit unscharfen Grenzen« (gemeinsam mit Prof. Ralf Poscher,
Universität Bochum), gefördert von der Krupp-Stiftung
9/2007: »Aachener Doktorandenworkshop zur Handlungstheorie« (gemeinsam mit Prof. Ralf
Stoecker, Universität Potsdam), gefördert durch die Gesellschaft für Analytische Philosophie
BETREUTE PROMOTIONEN
Yves Bossart MA
Dr. med. Jürgen Brunner
Tatjana Grützmann MA
Daniel Gruschke MA
Philipp Hübl MA
170
Nora Kluck MA
(sämtlich noch nicht abgeschlossen)
ANDERE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN UND AKTIVITÄTEN
Geert Keil, Gutachter- und Beiratstätigkeit (Auswahl):
Gutachter für BMBF, DFG, VW-Stiftung und Schweizerischen Nationalfonds (SNF)
Gutachter für verschiedene nationale und internationale Fachzeitschriften (u. a. Zeitschrift für
philosophische Forschung, Erkenntnis, Allgemeine Zeitschrift für Philosophie, Dialectica,
Synthèse)
Wissenschaftlicher Beirat der Reihe »Grundwissen Philosophie« des Reclam-Verlages
Wissenschaftlicher Beirat der Zeitschrift für Didaktik der Philosophie und Ethik
Mitglied im »Humanprojekt« der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und im
Beirat der AG »Interaktion und Selbstbezug« der BBAW
171
PHILOSOPHIE DER KULTURELLEN WELT
Maria Elisabeth Reicher-Marek
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
•
Ontologie
Philosophie der Logik
Sprachphilosophie
Ästhetik
Allgemeine Werttheorie
Geschichte der Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts
PUBLIKATIONEN
Monographien
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: Einführung in die philosophische Ästhetik. Darmstadt:
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2005.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: Referenz, Quantifikation und ontologische Festlegung.
Frankfurt: Ontos, 2005. [Habilitationsschrift]
(Mit-)Herausgeberschaften
Maria Elisabeth REICHER-MAREK (Hg.): (Hg. mit Johann Christian Marek) Experience and
Analysis. Papers of the 27th International Wittgenstein Symposium. August, 8 – 14, 2004,
Kirchberg am Wechsel (= Beiträge der Österreichischen Ludwig Wittgenstein Gesellschaft 12,
Kirchberg am Wechsel: Österreichische Ludwig Wittgenstein Gesellschaft, 2004).
Maria Elisabeth REICHER-MAREK (Hg.): (Hg. mit Johann Christian Marek) Experience and
Analysis. Proceedings of the 27th International Wittgenstein Symposium, Wien: öbv&hpt, 2005.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK (Hg.): (Hg. mit Andrea Fruhwirth und Peter Wilhelmer)
Markt–Wert–Gefühle. Positionen und Perspektiven einer multidisziplinären Wertedebatte. Studien
zur Moderne 21, Wien: Passagen, 2005.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK (Hg.): Fiktion, Wahrheit, Wirklichkeit. Philosophische
Grundlagen der Literaturtheorie. KunstPhilosophie 8. Paderborn: Mentis, 2007.
Aufsätze
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Marginalisierte Vorläufer, Vertreter und Adepten der
Erkenntnislogik des Wiener Kreises”. In: Acham, Karl (Hg.), Geschichte der österreichischen
Humanwissenschaften, Band 6.1, Wien: Passagen, 2004, 299–334.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Russell, Meinong, and the Problem of Existent
Nonexistents”. In: Imaguire, Guido/Linsky, Bernard (Hg.), On Denoting: 1905 – 2005, München:
Philosophia, 2005, 167–193.
172
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Wertgefühle”. In: Fruhwirth, Andrea/Reicher, Maria
Elisabeth/Wilhelmer, Peter (Hg.), Markt–Wert–Gefühle: Positionen und Perspektiven einer
interdisziplinären Wertedebatte. Studien zur Moderne 21, Wien: Passagen, 2005, 25–40.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Alexius von Meinong: Über Gegenstände, Annahmen und
Werte” In: Acham, Karl (Hg.), Geschichte der österreichischen Humanwissenschaften, Band 6.2:
Philosophie und Religion: Gott, Sein und Sollen. Wien: Passagen, 2006, 187–205.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Austrian Aesthetics”. In: Textor, Mark (Hg.), Austrian
Philosophy and Analytic Philosophy. London: Routledge, 2006, 293–323.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Nonexistent Objects”. In: The Stanford Encyclopedia of
Philosophy
(Fall
2006
Edition),
Zalta,
Edward
N.
(Hg.),
URL
=
<http://plato.stanford.edu/archives/fall2006/entries/nonexistent-objects/>.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Two Interpretations of ‘According to a Story’”. In: Bottani,
Andrea/Davies, Richard (Hg.), Modes of Existence. Papers in Ontology and Philosophical Logic.
Frankfurt am Main: Ontos, 2006, 153–172.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Fiktion, Wahrheit und Erkenntnis”. In: Burri, Alex/Huemer,
Wolfgang (Hg.), Kunst denken. Paderborn: Mentis, 2007, 25–45.
Maria Elisabeth REICHER-MAREK: “Strukturalismus versus Kontextualismus in der Ontologie
der Kunst”. In: Fürst, Martina/Gombocz, Wolfgang/Hiebaum, Christian (Hg.), Analysen,
Argumente, Ansätze. Beiträge zum 8. Internationalen Kongress der Österreichischen Gesellschaft
für Philosophie in Graz. Band 2. Heusenstamm: Ontos, 2008, 251–259.
Rezensionen
Dean W. Zimmerman (Hg.): Oxford Studies in Metaphysics. Volume 1. Oxford: Oxford University
Press, 2004. Grazer Philosophische Studien 68 (2004), 224–227.
Graham Priest: Towards Non-Being. The Logic and Metaphysics of Intentionality. Oxford:
Clarendon Press, 22007. Grazer Philosophische Studien 76 (2008), 255–258.
“Is There a Part of Snow White Instantiated While the Story is Told? A Novel Artefactualist Theory
of Fictitious Objects”. Rezension zu: Alberto Voltolini: How Ficta Follow Fiction. A Syncretistic
Account of Fictional Entities. Philosophical Studies Series 105. Dordrecht: Springer, 2006.
JLTonline, 25. 9. 2008. URL = <http://www.jltonline.de/>.
Übersetzungen
Gregory Currie, “Was ist fiktionale Rede?”. In: Reicher, Maria E. (Hg.), Fiktion. Wahrheit.
Wirklichkeit. Philosophische Grundlagen der Literaturtheorie. Paderborn: Mentis, 2007, 37–53.
Überarbeitung der Übersetzung von John R. Searle, “Der logische Status fiktionaler Rede”. In:
Maria E. Reicher (Hg.), Fiktion. Wahrheit. Wirklichkeit. Philosophische Grundlagen der
Literaturtheorie. Paderborn: Mentis, 2007, 21–36. (Ursprüngliche Übersetzung von Andreas
Kemmerling und Oliver R. Scholz.)
Vorträge
23. 1. 2004
173
“Sosein und Sein”. Habiliationsvortrag. Universität Graz.
6. 2. 2004
“Things that Do Not Exist”. Conférence des doctorants genevois. Université de
Genève, Département de Philosophie.
24. 6. 2004
“Das Problem der ontologischen Festlegung und die Strategie des
Paraphrasierens”. Universität Salzburg, Fachbereich Philosophie.
9. 8. 2004
“Opening Address”. Experience and Analysis. 27th International Wittgenstein
Symposium (Kirchberg am Wechsel).
17. 12. 2004
“Meinongianische Weltbilder und existenzfreie Logiken”. Humboldt-Universität,
Institut für Philosophie (Berlin).
21. 2. 2005
“Predication, Truth, and Ontological Commitment”. University at Buffalo,
Department of Philosophy (Amherst, New York).
19. 5. 2005
“The Plot of the Story. Towards an Adequate Ontology of Works of Art and Their
Parts”. Copyright & Art. Aesthetical, Legal, Ontological, and Political Issues.
Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZIF) (Bielefeld).
21. 5. 2005
“Two Interpretations of ‘According to a Story’”. On What (Perhaps) There Is. A
Conference on Analytic Metaphysics. Universität Bergamo (Bergamo).
4. 7. 2005
“Two Interpretations of ‘According to a Story’”. Central European University,
Department of Philosophy (Budapest).
29. 8. 2005
“Is There Such a Thing as Ontologically Neutral Quantification with Respect to
Individual Variables?” Fifth European Congress for Analytic Philosophy, ECAP 5.
University of Lisbon, Faculty of Letters (Lissabon).
21. 10. 2005
“Kunst, kommunikative Absichten und objektive Interpretation”. Was macht die
Kunst?/What Does Art Do? Ein Kolloquium über Funktionen der Kunst.
Universität Graz, Institut für Philosophie und Vereinigung für wissenschaftliche
Grundlagenforschung (Graz).
21. 11. 2005
“Kunst, kommunikative Absichten und objektive Interpretation”. Universität Wien,
Institut für Philosophie.
10. 1. 2006
“‘Fördere zutage, was du im Dunkeln gesehen, daß es zurückwirke auf andere von
außen nach innen’. Kunst als Ausdruck und Kommunikation”. (Greifswald, Alfried
Krupp Wissenschaftskolleg).
24. 7. 2006
“Text, kommunikative Absichten und objektive Interpretation”. Universität
Konstanz, Fachbereich Philosophie.
30. 11. 2006
“Text, kommunikative Absichten und objektive Interpretation”. Universität
Salzburg, Fachbereich Philosophie.
1. 12. 2006
“Literarische Werke, lyrische Rede und Bezugnahme”. Lyrik und Bezugnahme.
Mürzer Gespräche zur Dichtung (Neuberg/Mürz).
28. 2. 2007
“The Ontology of Fictional Characters”. Characters in Fictional Worlds:
Interdisciplinary Perspectives. Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZIF)
(Bielefeld).
31. 5. 2007
“Existenz, Prädikation und nichtexistierende Gegenstände”. Universität des
Saarlandes, Philosophisches Institut (Saarbrücken).
8. 6. 2007
“Strukturalismus versus Kontextualismus in der Ontologie der Kunst”. 8. Kongress
der Österreichischen Gesellschaft für Philosophie. Universität Graz.
174
20. 6. 2007
“Epigonen, Amnesien und unvollendete Werke”. Heinrich-Heine-Universität
Düsseldorf, Philosophisches Institut.
24. 10. 2007
Kommentar zu Franz Josef Czernins “Katachresen und andere Metaphern”. Zur
Metapher. Die Metapher in Philosophie, Wissenschaft und Literatur
(Buchpräsentation). Alte Schmiede. Literarisches Quartier (Wien).
14. 1. 2008
“David Hume und Immanuel Kant über Existenz”. Universität Graz.
9. 4. 2008
“Werke, Absichten und Phantasie. Zur Ontologie kultureller Gegenstände”. RWTH
Aachen.
24. 4. 2008
“Was heißt es zu sagen, dass Einhörner nicht existieren? Warum Kant und Frege
Recht haben”. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Halle).
15. 5. 2008
“Zur Ontologie der Kunst”. Universität Bern, Institut für Philosophie.
19. 9. 2008
“Propositionale und nicht-propositionale Erfahrung in der Literaturrezeption”.
Dichtung und Erkenntnis. Das Propositionale und das Nicht-Propositionale in der
Literatur. Symposion und Lesungen. Altaussee.
15. 11. 2008
“Ästhetische Gefühle und der Prozess künstlerischer Produktion”. Kartographien
der Empfindung. Zwischen Emotion, Gefühl und Affekt in Kunst, Philosophie und
Wissenschaft. Österreichische Forschungsgemeinschaft (Wien, 14.–15. 11. 2008).
28. 11. 2008
“Die Wahrnehmung des Schönen”. 3. Arbeitstreffen des DFG-Netzwerks “Das
Gute, Schöne und Heilige wahrnehmen – epistemologischer Realismus und AntiRealismus in der gegenwärtigen Ethik, Ästhetik und Religionsphilosophie”. Alfried
Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald (Greifswald, 28.–29. 11. 2008).
9. 12. 2008
“Wertgefühle und Werterkenntnis”. Universität Greifswald, Kolloquium des
Instituts für Psychologie.
DRITTMITTELPROJEKTE
2004–2006
“Werke,
Texte
und
Interpretation”.
Funktion:
Projektleiterin
und
Projektmitarbeiterin. Finanzielles Volumen: Gesamt: € 103.047/pro Jahr ca. € 50.000. Geldgeber:
Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung.
2007–2009
“Aktualer Realismus”. Funktion: Projektleiterin und Projektmitarbeiterin:
Finanzielles Volumen gesamt: € 96.258,75/pro Jahr ca. € 60.000. Geldgeber: Fonds zur Förderung
der wissenschaftlichen Forschung.
2008–2009
“Bedeutung und Interpretation: Zur Ontologie des literarischen Werks”. Funktion:
Projektleiterin und Projektmitarbeiterin. Finanzielles Volumen gesamt: € 32.400/pro Jahr: 32.400.
Geldgeber: Alfried-Krupp-Stiftung.
Sonstige wissenschaftliche Tätigkeiten
2008–
Mitherausgeberin der Grazer Philosophischen Studien
2008–
Mitherausgeberin der Buchreihe Metaphpysical Research (Ontos).
Gutachtertätigkeit für Erkenntnis, Facta Philosophica, Mind, MIT Press, Philosophical
Quarterly, Synthese.
175
PSYCHOLOGIE
PSYCHOLOGIE I
Iring Koch, Detlef Gausepohl, Himeh Horoufchin, Lynn Huestegge, Sarah Lukas, Ellen Otte,
Andrea M. Philipp, Stefanie Schuch, Denise Nadine Stephan, Bernd Stich, Marianne Wilken
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:
Kognitive Kontrolle („exekutive Funktionen“); Multitasking
Aufmerksamkeit
Bilinguales Sprachwechseln
Mechanismen der Handlungsplanung
Implizites Lernen, motorisches Lernen
Steuerung von Blickbewegungen: Grundlagen und Anwendungsfelder okulomotorischer
Kontrollprozesse
• Wahrnehmungs-Handlungs-Interaktionen (Kompatibilität)
•
•
•
•
•
•
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Zeitschriftenbeiträge (peer-review, ISI ranked)
L. HUESTEGGE und I. KOCH: Dual-task crosstalk between saccades and manual responses.
Journal of Experimental Psychology: Human Perception and Performance (in press).
I. KOCH: The role of crosstalk in dual-task performance: Evidence from manipulating response-set
overlap. Psychological Research (in press).
S. LUKAS, H. BRAU und I. KOCH: Anticipatory movement compatibility in virtual reality.
Behavior und Information Technology (in press).
A. M. PHILIPP und I. Koch: Inhibition in language switching: What is inhibited when switching
among languages in naming tasks? Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory und
Cognition (in press).
E. POLJAC, I. KOCH und H. BEKKERING: Dissociating restart costs and mixing costs in task
switching. Psychological Research (in press).
P. WÜHR und L. HUESTEGGE: The impact of social presence on voluntary and involuntary
control of spatial attention. Social Cognition (in press)
L. HUESTEGGE, R. RADACH und H. J. KUNERT: Long-term effects of cannabis on oculomotor
function in humans. Journal of Psychopharmacology (in press).
2008
M. GADE und I. KOCH: Dissociating cue-related and task-related processes in task inhibition:
Evidence from using a 2:1 cue-to-task mapping. Canadian Journal of Experimental Psychology,
62 (2008), 51-55.
P. KELLER und I. KOCH: Action planning in sequential skills: Relations to music performance.
Quarterly Journal of Experimental Psychology, 6 (2008), 275-291.
178
I. KOCH: Mechanismen der Interferenz in Doppelaufgaben [Mechanisms of dual-task interference].
Psychologische Rundschau, 59 (2008), 24-32.
I. KOCH: Instruction effects in task switching. Psychonomic Bulletin und Review, 15, (2008) 448452.
A. M. PHILIPP, C. KALINICH, I. KOCH und R. I. SCHUBOTZ: Mixing costs and switch costs
when switching stimulus dimensions in serial predictions. Psychological Research, 72 (2008),
405-414.
R. W. PROCTOR, I. KOCH, K.-P. L. VU und M. YAMAGUCHI: Influence of display and cue
formats on switch costs and the prevalence effect for horizontal and vertical dimensions. Memory
und Cognition, 36 (2008), 998-1012.
R. RADACH, L. HUESTEGGE und R. REILLY: The role of global top-down factors in local eyemovement control in reading. Psychological Research, 72 (2008), 675-688.
2007
M. GADE und I. KOCH: Cue-task associations in task switching. Quarterly Journal of
Experimental Psychology, 60 (2007), 762-769.
M. GADE und I. KOCH: The influence of overlapping response sets on task inhibition. Memory
und Cognition, 35 (2007), 603-609.
B. U. FORSTMANN, M. BRASS und I. KOCH: Methodological and empirical issues when
dissociating cue-related from task-related processes in the explicit task-cuing procedure.
Psychological Research, 71 (2007), 393-400.
M. KIEFER, S. SCHUCH, W. SCHENCK und K. FIEDLER: Emotional mood states modulate
brain activity during episodic memory encoding. Cerebral Cortex, 17 (2007), 1516-1530.
M. KIEFER, S. SCHUCH, W. SCHENCK und K. FIEDLER: Emotion and memory: Event-related
potential indices predictive for subsequent sucessful memory depend on the emotional mood state.
Advances in Cognitive Psychology, 3(3) (2007), 363-373.
I. KOCH: Anticipatory response control in motor sequence learning: Evidence from stimulusresponse compatibility. Human Movement Sciences, 26 (2007), 257-274.
I. KOCH und P. JOLICOEUR: Orthogonal cross-task compatibility: Abstract spatial coding in dual
tasks. Psychonomic Bulletin und Review, 14 (2007), 45-50.
A. M. PHILIPP, P. JOLICOEUR, M. FALKENSTEIN und I. KOCH: Response selection and
response execution in task switching: Evidence from a go-signal paradigm. Journal of
Experimental Psychology: Learning, Memory und Cognition, 33, (2007), 1062-1075.
A. M. PHILIPP, M. GADE und I. KOCH: Inhibitory processes in language switching? Evidence
from switching language-defined response sets. European Journal of Cognitive Psychology, 19
(2007), 395-416.
S. SCHUCH und S. P. TIPPER: On observing another person’s actions: Influences of observed
inhibition and errors. Perception und Psychophysics, 69(5) (2007), 828-837.
K. WERHEID, I. KOCH, K. REICHERT und M. BRASS: Task switching deficits in Parkinson’s
disease: The impact of self-initiated task preparation. Neuropsychologia, 45 (2007), 273-281.
179
2006
A. BRÖDER und S. SCHIFFER: Stimulus format and working memory in fast and frugal strategy
selection. Journal of Behavioral Decision Making, 19 (2006), 361-380.
A. BRÖDER und S. SCHIFFER: Adaptive flexibility and maladaptive routines in selecting fast and
frugal decision strategies. Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and
Cognition, 32 (2006), 904-918.
B. U. FORSTMANN, M. BRASS, I. KOCH und D. Y. VON CRAMON: Voluntary selection of task
sets revealed by functional magnetic resonance imaging (fMRI). Journal of Cognitive
Neuroscience, 18 (2006), 388-398.
P. KELLER und I. KOCH: The planning and execution of short auditory sequences. Psychonomic
Bulletin und Review, 13 (2006), 711-716.
P. KELLER und I. KOCH: Exogenous and endogenous response priming in voluntary action.
Advances in Cognitive Psychology, 2 (2006), 269-276.
P. KELLER, E. WASCHER, W. PRINZ, F. WASZAK, I. KOCH und D. A. ROSENBAUM:
Differences between intention-based and stimulus-based actions. Journal of Psychophysiology, 20
(2006), 9-20.
I. KOCH und A. ALLPORT: Cue-based preparation and stimulus-based priming of tasks in task
switching. Memory und Cognition, 34 (2006), 433-444.
I. KOCH und P. JOLICOEUR: Process-based and code-based interference in dual-task
performance. Psychological Research, 70 (2006), 403-404.
I. KOCH, A. M. PHILIPP und M. GADE: Chunking in task sequences modulates task inhibition.
Psychological Science, 17 (2006), 346-350.
I. KOCH, C. REVERBERI und R. I. RUMIATI: Learning hierarchically structured action
sequences is unaffected by prefrontal cortex lesion. Experimental Brain Research, 175 (2006),
667-675.
I. KOCH und R. I. RUMIATI: Task-set inertia and memory-consolidation bottleneck in dual tasks.
Psychological Research, 70 (2006), 448-458.
A. M. PHILIPP, und I. KOCH: Task inhibition and task repetition in task switching. European
Journal of Cognitive Psychology, 18 (2006), 624-639.
R.W. PROCTOR, I. KOCH und K. VU: Effects of precuing horizontal and vertical dimensions on
right-left prevalence. Memory und Cognition, 34 (2006), 949-958.
B. REUTER, A. M. PHILIPP, I. KOCH und N. KATHMANN: (2006). Effects of switching between
leftward and rightward pro- and antisaccades. Biological Psychology, 72 (2006), 88-95.
O. RUBIN und I. KOCH: Exogenous influences on task-set activation in task switching. Quarterly
Journal of Experimental Psychology, 59 (2006), 1033-1046.
S. SCHUCH und I. KOCH: Task switching and action sequencing. Psychological Research, 70
(2006), 526-540.
180
2005
M. GADE und I. KOCH: Linking inhibition to activation in the control of task sequences.
Psychonomic Bulletin und Review, 12 (2005), 530-534.
B. U. FORSTMANN, M. BRASS, I. KOCH und D. Y VON CRAMON: Internally generated and
directly cued task sets: An investigation with fMRI. Neuropsychologia, 43 (2005), 943-952.
I. KOCH: Sequential task predictability in task switching. Psychonomic Bulletin und Review, 12
(2005), 107-112.
I. KOCH und A. M. PHILIPP: Effects of response selection on the task repetition benefit in task
switching. Memory und Cognition, 33 (2005), 624-634.
I. KOCH und W. PRINZ: Response preparation and code overlap in dual tasks. Memory und
Cognition, 33 (2005), 1085-1095.
I. KOCH, W. PRINZ und A. ALLPORT: Involuntary retrieval in alphabet-arithmetic tasks: Taskmixing and task-switching costs. Psychological Research, 69 (2005), 252-261.
J. MÜSSELER, I. KOCH und P. WÜHR: Testing the boundary conditions for processing irrelevant
location information: The cross-task Simon effect. European Journal of Cognitive Psychology, 17
(2005), 708-726.
A. M. PHILIPP und I. KOCH: Switching of response modalities. Quarterly Journal of Experimental
Psychology, 58A (2005), 1325-1338.
H. RUGE, M. BRASS, I. KOCH, O. RUBIN, N. Meiran und D.Y. von Cramon: Advance
preparation and stimulus-induced interference in cued task switching: Further insights from
BOLD fMRI. Neuropsychologia, 43 (2005), 340-355.
F. WASZAK, E. WASCHER, P. KELLER, I. KOCH, G. ASCHERSLEBEN, D. A. Rosenbaum, und
W. Prinz: Intention-based and stimulus-based mechanisms in action selection. Experimental Brain
Research, 162 (2005), 346-356.
2004
R. AZUMA, W. PRINZ und I. KOCH: Dual-task slowing and effects of cross-task compatibility.
Quarterly Journal of Experimental Psychology, 57A (2004), 693-713.
L. HUESTEGGE, J. GRAINGER und R. RADACH: Visual Word Recognition and Oculomotor
Control in Reading. Behavioral and Brain Sciences, 26 (2004), 487-488.
I. KOCH, M. GADE und A. M. PHILIPP: Inhibition of response mode in task switching.
Experimental Psychology, 51 (2004), 52-58.
I. KOCH, P. KELLER und W. PRINZ: The ideomotor approach to action control: Implications for
skilled performance. International Journal of Sport and Exercise Psychology, 2, (2004), 362-375.
W. KUNDE, I. KOCH und J. HOFFMANN: Anticipated action effects affect the selection, initiation
and execution of actions. Quarterly Journal of Experimental Psychology, 57A (2004), 87-106.
S. SCHUCH und I. KOCH: The costs of changing the representation of action: Response repetition
and response-response compatibility in dual tasks. Journal of Experimental Psychology: Human
Perception and Performance, 30 (2004), 566-582.
181
Buchbeiträge
L. HUESTEGGE und I. KOCH: Methodologie und behaviorale Methoden der experimentellen
Psychologie. In: W. Kempf und M. Kiefer (Hg.), Forschungsmethoden der Psychologie (S. 155206). Regener Verlag 2009 (in press).
W. PRINZ, G. ASCHERSLEBEN und I. KOCH: Cognition and action. In: E. Morsella, J. Bargh,
und P. M. Gollwitzer (Eds.), The Psychology of Action, Volume 2: Mechanisms of Human Action
(pp. 35-71). Oxford: Oxford University Press 2009.
I. KOCH: Konditionieren und implizites Lernen [Conditioning and implicit learning]. In: J.
Müsseler (Ed.), Allgemeine Psychologie (2nd Edition)(p. 338-374). Heidelberg: Spektrum 2008.
R. RADACH, C. SCHMITTEN, L. GLOVER und L. HUESTEGGE: How children read for
comprehension. In: R.K. Wagner, C. Schatschneider, and C. Phythian-Sence (Eds.), Reading
Comprehension: Approaches to Understanding its Behavioral and Biological Origins. NY:
Guilford Publications 2008.
I. KOCH: Handlungssequenzen [Action sequences]. In: J. Funke und P. A. Frensch (Eds.),
Handbuch der Psychologie. Band Allgemeine Psychologie: Kognition (513-518). Göttingen:
Hogrefe (2006).
I. KOCH, G. KNOBLICH und W. PRINZ: Handlungsplanung und –steuerung: Überblick,
Definitionen und methodische Ansätze [Planning and control of action: Overview, definitions, and
methodological approaches]. In: J. Funke und P. A. Frensch (Eds.), Handbuch der Psychologie.
Band Allgemeine Psychologie: Kognition (S. 497-506). Göttingen: Hogrefe 2006.
A. M. PHILIPP und I. KOCH: Lernen im außerschulischen Kontext. In: Bräutigam, S., Buchsteiner,
S., Heinen, S., Otermans, M., Steinbusch, U., Weber, A. und Wimmer, T. (Eds.). Neue Wege des
Lernens. Außerschulische Lernorte in der Euregio Maas-Region. Materialsammlung des InterregProjekts Wissenschaftskommunikation der ALMA-Partnerschaftshochschulen Aachen, Maastricht
und Hasselt sowie der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens (pp. 14-25). RWTH Pressestelle
2006.
A. M. PHILIPP und I. KOCH: Die Rolle der Antwortmodalität beim Wechseln zwischen Aufgaben
[The role of response modality using the task switching paradigm]. In: Max-Planck-Gesellschaft
(Ed.), Jahrbuch 2005 (S. 315-319). Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 2005.
Sonstiges
I. KOCH: Hin und Her. Multitasking—Eine Herausforderung für die Arbeitswelt der Zukunft?
Forschung und Lehre, 10, (2008)702-703.
DRITTMITTELPROJEKTE
05/2009-04/2010: Pathfinder-Projekt im Rahmen des aus Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes
und der Länder geförderten Exploratory Research Space (ERS): Multitasking – Kognitive
Beherrschung gegenläufiger Anforderungen in der Produktentwicklung (Projekt gemeinsam mit
Prof. Dr. Schuh, WZL, und Prof. Dr. F. Piller, Innovationsmanagement)(70,000 Euro für 1 Jahr)
05/2009-04/2010: Pathfinder-Projekt im Rahmen des aus Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes
und der Länder geförderten Exploratory Research Space (ERS): Dopaminergic mechanisms in
economic decision-making (Projekt gemeinsam mit Prof. Dr. I. Vernaleken und Prof. Dr. G.
Gründer, Psychiatrie sowie Prof. Dr. O. Holtemöller, VWL)(54,700 Euro für ein Jahr)
182
Förderung eines internationalen Doktorandenworkshops durch die European Society for Cognitive
Psychology (ESCOP): Action monitoring and behavior adjustment. Organisation: Dr. A. M.
Philipp (Psychologie I, RWTH) und Dr. M. Steinhauser (Universität Konstanz) (2,000 Euro)
11/2008-10/2013: Verbundprojekt im Rahmen des aus Mitteln der Exzellenzinitiative des Bundes
und der Länder geförderten Projekthaus’ Human Technology Centre (HumTec) an der RWTH
Aachen: „Natural Media and Engineering: Emotion-Cognition Interactions and their
Modification“.
Koordination: L. Jäger (ISK) und I. Koch (IfP) sowie Mitantragsteller aus Psychiatrie, Neurologie,
Informatik. Umfang: 1x W1 für 2x3 Jahre und 1x TVL14 und 2x TVL13 für jeweils drei Jahre
sowie Mittel für Hilfskräfte, Material und Reisen. (Gesamtsumme ca. 800,000 Euro)
01/2008-12/2010: BMBF-Projekt: Common coding in the perception and the execution of socially
relevant actions (Koch, Habel, Philipp und Schneider). BMBF-Ausschreibung: „Kognitive
Leistungen und ihre Störungen beim Menschen“; Thema des Verbundprojekts: Looking behind
the mirror: Neuro-cognitive mechanisms of social actions and their dysfunctions in schizophrenia
(Koordinator: Prof. Dr. T. Kircher, Klinikum Aachen). Gesamtvolumen ca. 800,000 Euro; eigener
Anteil: 1x TVL13-Stelle für drei Jahre sowie Mittel für Hilfskräfte, Reisen und
Probandenvergütung.
04/2007-03/2010: DFG-Sachbeihilfe (KO 2045/6-1): „Task-set decay, response set, and action
monitoring“. Eine BAT IIa/2 Stelle für drei Jahre sowie Hilfskraft- und Reisemittel. (Alleiniger
Antragsteller)(Gesamtsumme ca. 160,000 Euro)
11/2005-10/2008: DFG-Sachbeihilfe (KO 2045/4-3) im Rahmen des Schwerpunktprogramms
„Exekutive Funktionen“ (DFG SPP 1107): „Response selection account of task-set shifting“. Eine
BAT IIa/2 Stelle für zwei Jahre sowie Hilfskraft- und Reisemittel. (Gemeinsam mit Dr. A. Philipp)
11/2003-10/2005: DFG-Sachbeihilfe (KO 2045/4-2) im Rahmen des Schwerpunktprogramms
„Exekutive Funktionen“ (DFG SPP 1107): „Response selection account of task-set shifting“. Eine
BAT IIa/2 Stelle für zwei Jahre. (Alleiniger Antragsteller)
4/2002-3/2005: Durch die Max-Planck-Gesellschaft gefördertes institutsübergreifendes
Kooperationsprojekt: „Endogene Kontrollprozesse beim Aufgabenwechsel“. Eine BAT IIa/2 Stelle
für drei Jahre sowie Hilfskraftmittel. (Gemeinsamer Antrag mit Dr. Marcel Brass, MPI für
Kognitions- und Neurowissenschaften, Leipzig)
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Abgeschlossene Dissertationsprojekte
Dipl.-Psych. Stefanie E. SCHUCH: Task-specific coding of actions: Evidence from dual-task
paradigms (Abschluss 2004, LMU München).
Dipl.-Psych. Andrea M. PHILIPP: The cognitive representation of tasks: Exploring the role of
response modalities using the task-switching paradigm (Abschluss 2005, LMU München).
Dipl.-Psych. Birte FORSTMANN: Cortical and functional mechanisms of endogenous control in
task switching (Abschluss 2005, Universität Leipzig)(Ko-Betreuung mit Dr. Marcel Brass, MPI
Leipzig).
Dipl.-Psych. Miriam GADE: Aufgaben-Inhibition als Mechanismus der Konfliktreduktion zwischen
Aufgabenrepräsentationen (Abschluss 2006, Universität Leipzig).
183
Dipl.-Psych. Stefanie SCHIFFER: Bewusste und unbewusste Informationsverarbeitung im
Arbeitsgedächtnis: Die Rolle von Zentraler Exekutive und Phonologischer Schleife. Berlin: Logos
Verlag 2006. (Abschluss 2006, RWTH).
Dipl.-Psych. Christian VORSTIUS: Effects of acute alcohol intoxication on visual processing and
oculomotor control (Abschluss 2008, RWTH).
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Herausgebertätigkeit
Associate Editor
Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition (seit 09/2007)
Experimental Psychology (seit 01/2006)
Consulting Editor
Journal of Experimental Psychology: General (seit 01/2008)
Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory, and Cognition (01/2006-09/2007)
Guest-Editor
Psychological Research/Psychologische Forschung
Special Issue: Iring KOCH und Pierre JOLICOEUR (Eds.), Process-based and code-based
interference in dual-task performance (erschienen 2006 als Band 70)
Ad-Hoc Action Editor: Advances in Cognitive Psychology
Mitglied im Editorial Board
Acta Psychologica, Advances in Cognitive Psychology, BMC Neuroscience, European Journal of
Cognitive Psychology
Gutachter-Tätigkeit: Organisationen
DAAD,Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Fonds Wetenschappelijk Onderzoek (FWO)
(Belgien), Framework of the Taiwanese Israeli scientific and technological cooperation
agreement, German-Israeli Foundation (G.I.F.), Israel Science Foundation (ISF), Medical
Research Council (MRC)(UK), National Science Foundation (NSF) (USA), Schweizerischer
Nationalfonds (SNF), United States-Israel Binational Science Foundation, 2007 Mitglied des
Evaluation Committee of the Nijmegen Institute of Cognition and Information (NICI), Nijmegen,
NL, Deutsche und ausländische Dissertationen
184
Gutachter-Tätigkeit (Peer-Review)
Acta Psychologica, Behavioral Brain Research, BMC Neuroscience, Brain Research, Brain and Cognition, Canadian Journal of Experimental Psychology, Cerebral Cortex, Cognition, Cognitive
Brain Research, Cognitive Psychology, Enzyklopädie der Psychologie, European Journal of Cognitive Psychology, Experimental Brain Research, Experimental Psychology, International Journal of
Sport and Exercise Psychology, Human Movement Sciences, Journal of Clinical and Experimental
Neuropsychology, Journal of Cognitive Neuroscience, Journal of Experimental Psychology: Applied, Journal of Experimental Psychology: General, Journal of Experimental Psychology: Human
Perception und Performance, Journal of Experimental Psychology: Learning, Memory und Cognition, Memory und Cognition, Neuropsychologia, Perception und Psychophysics, PLOS ONE, Psychological Research, Psychological Review, Psychological Science, Psychology and Aging, Psychonomic Bulletin und Review, Psychophysiology, Quarterly Journal of Experimental Psychology:
Human Experimental Psychology, Science
Sonstiges
Seit September 2006: Vorstandsmitglied der European Society for Cognitive Psychology (ESCoP)
03/2003-01/2007: „Local officer“ für Deutschland für die European Society for Cognitive
Psychology (ESCoP).
01/2002-09/2005: Vertrauensperson („Ombudsperson“) am Max-Planck-Institut für Psychologische
Forschung/Kognitions- und Neurowissenschaften.
185
PSYCHOLOGIE II
Lutz F. Hornke, Jan Schilling, Peter Zysno, Anette Kluge, Ingo Zettler, Daniel Putz, Martin
Kersting, Jonas Lang,
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
Personalauswahl
Personalentwicklung und Organisationsentwicklung
Eignungsdiagnostik und psychologische Diagnostik
Hochschul- und Bildungsforschung
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Personalauswahl, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung:
begutachtete Aufsätze
G. BLICKLE, J.A. MEURS, I .ZETTLER, J. SOLGA, D. NOETHEN, J. KRAMER, et al.:
Personality, Political Skill, and Job Performance. Journal of Vocational Behavior, 72 (3) (2008),
377-387.
G.R. FERRIS, G. BLICKLE, P.B. SCHNEIDER, J. KRAMER, I. ZETTLER, J. SOLGA, et al.:
Political Skill Construct and Criterion-Related Validation: A Two-Study Investigation. Journal of
Managerial Psychology, 23 (7) (2008), 744-771.
J. ROWOLD, S. HOCHHOLDINGER und J. SCHILLING: Effects of career-related continuous
learning: A case study. The Learning Organization, 15(1) (2008), 45-57.
J. ROWOLD und J. SCHILLING: Career-related continuous learning: Longitudinal predictive
power of employees' job and career attitudes. Career Development International, 11, (2006), 489503.
J. SCHILLING: Führungsgrundsätze auf dem Prüfstand - Was Unternehmen unter Führung
verstehen. Zeitschrift für Personalpsychologie, 4 (2005), 123-131.
J. SCHILLING: Leaders' romantic conceptions of the consequences of leadership. Applied
Psychology: An International Review, 56(4) (2007), 602-623.
J. SCHILLING und A. KLUGE: Können Organisationen nicht lernen? Facetten organisationaler
Lernkulturen. Gruppendynamik und Organisationsberatung, 35, (2004), 367-385.
J. SCHILLING und A. KLUGE: Barriers to organizational learning: An integration of theory and
research. International Journal of Management Reviews. (2008).
J. SCHILLING und E. SCHILLING: Time of organisations, Time for leadership: On the dynamics
of leadership behaviours and time strategies. Business Leadership Review, 5 (2) (2008), 1-12.
I.
ZETTLER und M. SOLGA: Das "Inventar berufsbezogener Einstellungen
Selbsteinschätzungen" (IBES) von Marcus (2006). Zeitschrift für ArbeitsOrganisationspsychologie, 52 (2) (2008), 97-105.
186
und
und
Handbuchartikel
A. KLUGE und J. SCHILLING: Organisationales Lernen., In: H. Schuler (Hrsg.):
Organisationspsychologie - Gruppe und Organisation, Band 4. Enzyklopädie der Psychologie:
Wirtschafts-, Organisations- und Arbeitspsychologie (S. 845-909). Göttingen: Hogrefe 2004.
A. KLUGE und J. SCHILLING: Organisationales Lernen., In: Kh. Sonntag und H. Schuler (Hrsg.):
Handbuch der Psychologie. Band Arbeits- und Organisationspsychologie (S. 760-766). Göttingen:
Hogrefe 2007.
D. PUTZ, J. SCHILLING, A. KLUGE und C. STANGENBERG (in press). OLAF - Fragebogen zur
Erfassung des organisationalen Klimas für Lernen aus Fehlern. In W. Sarges, H. Wottawa und C.
Roos
(Hrsg.).
Handbuch
wirtschaftspsychologischer
Testverfahren.
Band
2:
Organisationspsychologische Instrumente. Lengerich: Pabst.
J. SCHILLING: Innovation durch Kooperation - Zur Bedeutung organisationalen Lernens für die
Arbeitswelt von morgen. In: J. Uhlig, R. Herwig und M. Brodowski (Hrsg.): Mein Wissen - unser
Wissen!? Das Individuum zwischen Kooperation und Konkurrenz in der Informationsgesellschaft
(S. 91-109). Berlin: LIT Verlag 2007.
Eignungsdiagnostik und psychologische Diagnostik:
begutachtete Aufsätze
J. BECKER, R. D. KOCALEVENT, M. ROSE, H. FLIEGE, O. B. WALTER, J. FROMMER, B. F.
KLAPP: Standardisierte Diagnosefindung: Coputergestützte (CIDI) - versus klinische
Diagnosestellungen an einer psychosomatischen Stichprobe. Psychotherapie, Psychosomatik,
Medizinische Psychologie, 56 (2006), 5-14.
H. FLIEGE, J. BECKER, O. B. WALTER, J. B. BJORNER, B. F. KLAPP, M. ROSE: Development
of a computer-adaptive test for depression (D-CAT). Quality of Life Research, 14 (2005), 22772291.
H. FLIEGE, J. BECKER, O. B. WALTER, M. ROSE, J. BJORNER, B. F. KLAPP: Evaluation of a
computer-adaptive test for the assessment of depression (D-CAT) in clinical application.
International Journal of Methods in Psychiatric Research, 18 (1) (2009), 23-36.
H. FLIEGE, M. ROSE, P. ARCK, O. B. WALTER, R. D. KOCALEVENT, C. WEBER, B. F.
KLAPP: The Perceived Stress Questionnaire (PSQ) reconsidered: validation and refence values
from different clinical and healty adult samples. Psychosomatic Medicine, 67 (2005), 78-88.
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Herausgeberwerke
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begutachtete Aufsätze
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college teachers improve their ratings in the long run? Instructional Science, 35 (2007), 187-205.
A. MILBRADT, I. ZETTLER, D. PUTZ, V. HEUKAMP und L. F. HORNKE: Ziele von SelfAssessments und ihre Bedeutung für Entwicklung und Evaluation. Report Psychologie, 33 (2008)
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J. SCHILLING und L. F. HORNKE: Die Implementierung eines B.Sc./M.Sc.-Studiengangs
Psychologie - Ein Erfahrungsbericht. Psychologische Rundschau, 58(4) (2007), 272-274.
A. ZIMMERHOFER, V. HEUKAMP und L. HORNKE: Ein Schritt zur fundierten Studienfachwahl
- Webbasierte Self-Assessments in der Praxis. Report Psychologie, 31 (2006), 62-72.
Handbuchartikel
V. HEUKAMP und L. F. HORNKE: Self-Assessment – Online-Beratung für Studieninteressierte. In
H. Schuler (Hrsg.), Studierendenauswahl und Studienentscheidung. (pp 78-84). Göttingen:
Hogrefe 2008.
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Fremdbild kennen, um es zu gestalten. In A. Kluge und K. Schüler, K. (Hrsg.), Qualitätssicherung
und -entwicklung an Hochschulen: Methoden und Ergebnisse (pp 279-290). Lengerich: Pabst
Publishers 2007.
J. W. B. LANG und M. KERSTING: Langfristige Effekte von regelmäßigem Feedback aus
studentischen Lehrveranstaltungsevaluationen. In A. Kluge und K. Schüler (Hrsg.),
Qualitätssicherung und -entwicklung an Hochschulen: Methoden und Ergebnisse (pp 159-167).
Lengerich: Pabst 2007.
A. MILBRADT und D. PUTZ: Technische Herausforderungen bei Self-Assessments. In H. Schuler
und B. Hell (Hrsg.), Studienberatung und Studierendenauswahl (pp 102-109). Göttingen: Hogrefe
2008.
A. ZIMMERHOFER und L. HORNKE: Konzeption einer webbasierten Studienberatung für
Interessierte der Studienfächer Informatik, Elektrotechnik und Technische Informatik. In K.
Renner, A. Schütz und F. Machilek (Hrsg.), Internet und Persönlichkeit (S. 269-284). Göttingen:
Hogrefe 2005.
190
nicht-begutachtete Aufsätze
V. HEUKAMP, D. PUTZ, A. MILBRADT und L. F. HORNKE: Internetbasierte Self-Assessments
zur Unterstützung der Studienentscheidung. Zeitschrift für Beratung und Studium (in press).
J. SCHILLING, V. M. HEUKAMP und L. F. HORNKE: Imageanalyse einer Hochschule Methoden,
Ergebnisse
und
Erfahrungen
am
Beispiel
der
RWTH Aachen.
Wissenschaftsmanagement - Zeitschrift für Innovation, 12 (2006), 25-29.
DRITTMITTELPROJEKTE
Titel
Förderer
Bewilligungszeitraum Summe EUR
Entwicklung und Evaluation Deutsche Gesellschaft 04/00-07/09
87.592,16
psycho-diagnostischer
für
Personalwesen,
Eignungsverfahren
Hannover
Personalentwicklung während Cnossos OHG, Aachen 05/03-10/05
der Umstrukturierung von
Unternehmen
SelfAssessment als Beratungs... REGINA e.V.
42.000,00
01/04-05/04
2.500,00
HIS GmbH (mit Abt. 08/05-10/05
2.0)
3.530,00
Büro
Technologietransfer
Prädiktoren
PROFIS-Projekt TU-9-Modul 3 DAAD
05/05-04/07
DIN-Prüfung
DPA Bonn
Juli 05 – Dez. 06
Webbasiertes
Studienberatungssystem
Verbund
Hochschulen
NEWS
EU Brüssel
01/2006-12/2007
6.740,00
PROFIS-Workshop
DAAD
15.04.-31.12.07
4.200,00
Self Assessment international TU9 Berlin
der TU9
05/2007-04/2008
36.000,00
„Sammelkonto“
Dienstleistungen
Dez. 2005
3.800,00
Dez. 2006
12.000,00
für CeC Hagen (Profis)
GSW, Berlin
191
Nordd. 11/05-12/09
225.717,00
1.000,00
170.000,00
Titel
Sammelkonto:
Förderer
GSW, Berlin
Bewilligungszeitraum Summe EUR
Okt. 2007
5.000,00
GSW, Berlin
Dez. 2007
5.000,00
GSW, Berlin
Juni 2008
4.000,00
GSW, Berlin
Juli 2008
12.000,00
Univ. Bochum
Okt. 2008
800,00
Verschiedene
08/97-12/04
Formative Eval. von e-learning Esprit Ratingen
Tools
07/06-15.11.06
8.000,00
Form.Eval. v.e-learning Tools Esprit Ratingen
(Zusatz)
11/06-12/06
2.000,00
Aus den Drittmitteln erwachsene Publikationen (s. Publikationsliste)
Andere Projekte
„SelfAssessment“ an der RWTH Aachen
Physikalisches Institut: 15.000,00 EUR
Fakultät für Maschinenwesen: 5.400,00 EUR
Zugehörige Publikationen (s. Publikationsliste)
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Promotionen
Ari BOSSE: „Das kollektive Genie. Die Innovationsleistung rollengeschützter Gruppen“, 2007, im
Druck.
Tobias DÖRFLER: „Intelligenz, Persönlichkeit
Itembearbeitungszeiten“, 2007, im Druck.
und
die
mediierende
Wirkung
von
Jonas LANG: „Generelle mentale Fähigkeit und zwei Arten von Adaption an unvorhergesehene
Veränderungen“, 2007, im Druck.
Alexander ZIMMERHOFER: „Studienberatung im deutschen Hochschulsystem auf der Basis
psychologischer Tests: Studienfachprobile, Vorhersagevalidität und Akzeptanz“, 2008, im Druck.
192
Habilitationen
Martin KERSTING: „Qualitätssicherung und –optimierung in der psychodiagnostischen
(Eignungs-) Diagnostik: Der DIN-Ansatz“, 2007.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Prof. Dr. Lutz F. Hornke
ISO PC-230 (Chairman)
Gesis-Nutzerbeirat (Mitglied)
DIN 33430 (Vorsitz)
HRK-Studierendenauswahl (stellvetr. Vorsitz)
Universität Lüneburg, Auftr. des Präsidenten (Gutachter)
Wissenschaftsbeirat Kiel (Mitglied)
Zeitschriften
Empirische Pädagogik (Gutachter)
European Journal of Psychological Assessment (Gutachter)
Diagnostica (Gutachter)
u.a.
Otto B. Walter
Zeitschriften
Quality of Life (Gutachter)
Value in Health (Gutachter)
Arthritis Care und Research (Gutachter)
Clinical Trials (Gutachter)
u.a.
Daniel Putz
Gottfried-Helmer-Preis für besondere Leistungen in der Betriebspsychologie (2006)
193
ARBEITS- UND KOGNITIONSPSYCHOLOGIE
Jochen Müsseler, Diana Bocianski, Eva Fortmann, Ines Ann Heber, Sabine Schreiber, Eva-Maria
Skottke, Christine Sutter, Marianne Wilken, Matthias Wille
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
Moderne Arbeit und der Umgang mit moderner Technik erleichtert auf den ersten Blick menschliche Informationsverarbeitungsprozesse und deren Umsetzung in motorische Bewegungsabläufe.
Die Handhabung einer Computermaus oder das Drücken von Tasten auf einem Bedienfeld reduziert
zwar die vielfältigen Anforderungen an Muskelkraft und Bewegungssteuerungen, die in früheren
Arbeitsprozessen gefordert waren. Auf der anderen Seite entstehen durch die Verwendung moderner
und zukünftiger Technologien auch neuartige Probleme, insbesondere wenn es um sensumotorische
Koordinationsprozesse geht. Durch sie entstehen z.T. hohe Anforderungen an die kognitive Leistungsbereitschaft und motorische Geschicklichkeit. Die Arbeitseinheit 'Arbeits- und Kognitionspsychologie' untersucht diese Anforderungen in mehreren Untersuchungsansätzen. Diese Ansätze sind
auf dem gesamten Kontinuum zwischen relevanter Grundlagenforschung und Anwendung angesiedelt und reichen von grundlegenden perzeptiven Kognitionsprozessen bis hin zu Fragestellungen
der kognitiven Ergonomie. Sie orientieren sich an Arbeitsplätze, wie sie beispielsweise im Bereich
der virtuellen Realität, in der Fahrzeugführung oder auch in klinischen Kontext zu finden sind.
Die aktuellen Forschungsschwerpunkte der Arbeitseinheit erfassen kognitive Prozesse, die bei Beanspruchung und Belastung durch sensumotorische Transformationen, Reiz-Reaktions-Kompatibilität, Mehrfachtätigkeiten oder bei aufmerksamkeitsabhängigen Koordinationen von Tätigkeiten im
visuellen Raum auftreten.
• (1) Beim Werkzeuggebrauch entstehen durch sensumotorische Transformationsprozesse oft
neuartige Aufgaben, die hohe Anforderungen an die motorische Geschicklichkeit stellen.
Beispiele dafür sind laparoskopische Eingriffe, bei denen Instrumente unter indirekter Sicht
bedient werden müssen. Dabei werden nicht nur die tatsächlichen Hand- und Armbewegungen in
Bewegungen der relevanten Teile der benutzten Instrumente transformiert, sondern diese
Tätigkeit wird durch eine weitere Transformationsebene erschwert, nämlich dadurch, dass die
Bewegungen der Instrumente durch eine oft verzerrte Optik präsentiert wird. Derartige
visumotorische Transformationen sind die wohl offensichtlichste Herausforderung moderner
Arbeit und werden auch zukünftige Arbeitsplätze bestimmen (z.B. in Form von teleoperativen
und –assistenz Systemen).
• (2) Das Problem der Reiz-Reaktions-Kompatibilität stellt eine extreme Form der
sensumotorischen Transformation dar, die bei Werkzeuggebrauch oft inkompatible Anordnungen
erzeugt. Um beispielsweise die Spitze eines Endoskops nach links zu bewegen, muss der Chirurg
am Griff eine Bewegung nach rechts ausführen. Dabei ist nicht nur die Bewegungsrichtung
inkompatibel, sondern die Strecke, die die Endoskopspitze zurückliegt, ist abhängig vom
effektiven Drehpunkt und entspricht nur selten der Strecke, die die Hand zurücklegt. Wir
untersuchen, wie sich derartige durch Werkzeuggebrauch erzeugte Inkompatibilitäten auf die
Reaktionsumsetzung auswirken und wie diese überwunden werden können.
• (3) Mehrfachtätigkeiten sind im Alltag wie auch im Beruf allgegenwärtig und werden durch neue
Informationstechnologien immer häufiger gefordert. Ein Kraftfahrer reagiert beispielsweise
während des Fahrens auf Informationen, die das Navigationssystem, die Onboard-Unit des
Mautsystems oder auch nur der Verkehrsfunk bereitstellt. Unter günstigen Bedingungen, also bei
geringer Verkehrsdichte und vergleichsweise langsamer Fahrt, gelingt es häufig, Erstaufgabe (das
Führen des Fahrzeugs) und Zweitaufgabe (z.B. das Bedienen des Navigationssystems) zu
194
koordinieren. Liegen weniger günstige Verkehrsbedingungen vor, ist gerade unter
Doppeltätigkeitsbelastung mit Einbußen der Reaktionsfähigkeit auf kritische Verkehrssituationen
zu rechnen. Wir untersuchen derartige Belastungen auch in Abhängigkeit vom Alter des
Fahrzeugführers, um ggfs. Hilfsmittel zu entwickeln, die dem entgegenwirken.
• (4) Wahrnehmung entwickelt sich für ein Lebewesen aus der Notwendigkeit, in einer dynamisch
ändernden Umwelt zu agieren. Die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wahrnehmungs- und
Bewegungssteuerungsmechanismen, insbesondere die aufmerksamkeitsabhängige Koordination
von Tätigkeiten im visuellen Raum, werden beim Zeigen, Greifen und Aufnehmen von Objekten
offensichtlich und setzen eine veridikale Raumrepräsentation voraus. Wir analysieren den Erwerb
solcher Raumrepräsentationen unter Verwendung moderner Technologien (z.B. Roboter, Avatare,
Fahrerassistenzsysteme) in realen und virtuellen Welten.
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien und Herausgeberschaften
J. MÜSSELER (Hrsg): Lehrbuch Allgemeine Psychologie. Berlin: Springer Verlag, Spektrum
Akademischer Verlag 2008.
J. MÜSSELER, A. H. C. VAN DER HEIJDEN und D. KERZEL (Eds.): Visual space perception
and action. Sussex, UK: Psychology Press 2004.
E.-M. SKOTTKE: Automatisierter Kolonnenverkehr und adaptiertes Fahrverhalten.
Untersuchungen des Abstandsverhaltens zur Bewertung möglicher künftiger Verkehrsszenarien.
Hamburg: Dr. Kovac 2007.
C. SUTTER: Eingabegeräte und Softwareoberflächen von Notebooks: Grundlagen, Methoden und
Empfehlungen zur Optimierung der Mensch-Computer Interaktion unter Berücksichtigung von
Expertise und Alter des Nutzers. Saarbrücken: Vdm Verlag Dr. Müller 2008.
Begutachtete Aufsätze
D. BOCIANSKI, J. MÜSSELER und W. ERLHAGEN: Relative mislocalization of successively
presented stimuli. Vision Research, 48 (2008), 2204-2212.
K. GRAMANN, H. MÜLLER, E. EICK und B. SCHÖNEBECK: Evidence of separable spatial
representations in a virtual navigation task. Journal of Experimental Psychology: Human
Perception and Performance, 31(6) (2005), 1199-1223.
B. HOMMEL und J. MÜSSELER: Action-feature integration blinds to feature-overlapping
perceptual events. The Quarterly Journal of Experimental Psychology: Human Experimental
Psychology, 59 (2006), 509-523.
W. KUNDE, J. MÜSSELER und H. HEUER: Spatial compatibility effects with tool use. Human
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J. MÜSSELER und D. KERZEL: The trial context determines adjusted localization of stimuli:
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pointing task and a relative judgment task. Vision Research, 48 (2008), 611-617.
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E. DÜTSCHKE, E.-M. SKOTTKE, M. ISING, A. BIERMANN, R. BRÜNKEN, G. DEBUS und D.
LEUTNER: Auswirkungen der seit 1999 verschärften Probezeitregelungen auf das Unfallrisiko.
Eine Analyse polizeilicher Unfalldaten. In G. Debus et al. (Hrsg.), Wirkungsanalyse und
Bewertung der neuen Regelungen im Rahmen der Fahrerlaubnis auf Probe (Berichte der BASt,
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Mensch und Computer 2008 (S. 147-156). München, Germany: Oldenburg Wissenschaftsverlag
2008.
M. WILLE, M. RÖWENSTRUNK und G. DEBUS: KONVOI: Electronically coupled TruckConvoys. In D. de Waard, et al. (Eds.). Human Factors for Assistance and Automation (pp. 243256). Maastricht, the Netherlands: Shaker Publishing 2008.
Beiträge in regionalen und überregionalen Medien
I. A. HEBER: Expertenzitat: Arbeitsplatz nach Maß. Mitarbeiterzeitung „in:journal“, Siemens
Industry Solutions, S. 12, Dezember 2008.
197
J. MÜSSELER: Es geschieht in den meisten Fällen unbewusst. Magazin der Aachener Zeitung, Nr.
19, 10. Mai 2008.
J. MÜSSELER: Change Blindness. RTL Aktuell, 17. Mai 2008
DRITTMITTELPROJEKTE
Die Wahrnehmung proximaler und distaler Handlungseffekte bei Bewegungstransformationen;
DFG (SU 494/4-1); Sachbeihilfe; 24 Monate; ca. 77.000€
Dass Handlungen durch ihre wahrgenommenen Effekte beeinflusst und gesteuert werden, ist eine wichtige
Voraussetzung für eine erfolgreiche Interaktion zwischen Individuum und Umwelt. Die vielfältigen
Wechselwirkungen zwischen Wahrnehmungs- und Bewegungssteuerungsmechanismen werden
offensichtlich, wenn Transformationen zwischen einer Effektorbewegung (proximaler Effekt, beispielsweise
die Bewegung an einem Eingabegerät) und einer Effekttrajektorie (distaler Effekt, beispielsweise die
Cursorbewegung auf einem Display) eingeführt wird. Solche Transformationen setzen eine Handbewegung
äußerst selten im Verhältnis 1:1 um, sondern sind eher linear transformiert oder gar beschleunigt.
Bisweilen stimmt sogar die Richtung der proximalen Bewegung nicht mit der distalen Bewegung überein.
— Bemerkenswert ist, dass Personen häufig keine Diskrepanz zwischen beiden Bewegungen erleben. Das
vorliegende Projekt stellt daher die Wahrnehmbarkeit der proximalen und distalen Handlungseffekte in
den Vordergrund. Entsprechend dem Ansatz der Handlungseffektsteuerung wird dabei eine Dominanz der
distalen Handlungseffekte angenommen, da damit Interferenzen bei der Handlungsausführung vorbeugen.
Es wird hinterfragt, welche Bedingungen und Bereiche dazu führen, dass der distale Effekt tatsächlich als
eigener Effekt akzeptiert wird und den proximalen Effekt maskiert. Dazu werden proximale oder distale
Wahrnehmungsurteile und transformierte Bewegungen oder Eigenbewegungen psychophysisch
miteinander verglichen. Außerdem werden Parameter untersucht, die das Entdecken von
Transformationsveränderungen erleichtern bzw. erschweren könnten.
J. MÜSSELER und C. SUTTER: Perceiving one’s own movements when using a tool.
Consciousness and Cognition, 2009, doi:10.1016/j.concog.2009.02.004 (in press)
C. SUTTER et al. : The impact of gain change on perceiving one’s own actions. In M. Herczeg und
M.C. Kindsmüller (Eds.). Mensch und Computer 2008 (S. 147-156). München, Germany:
Oldenburg Wissenschaftsverlag 2008.
Wirksamkeitsuntersuchung der neuen Regelungen der Fahrerlaubnis auf Probe; BASt; Sachbeihilfe;
36 Monate, 110.747€
Mit den Regelungen der Fahrerlaubnis auf Probe wurde 1986 in Deutschland ein umfassender
Maßnahmenansatz zur Absenkung des Unfallrisikos junger Fahranfänger- und Fahranfängerinnen
eingeführt. Die Regelungen wurden mit der Änderung des Straßenverkehrsgesetzes zum 1. Januar 1999
verschärft, z.B. indem die Probezeit bei Auffälligkeit in den ersten zwei Jahren auf vier Jahre verlängert
wurde. In einem BASt-Projekt wurden die neuen Regelungen hinsichtlich ihrer Wirkung mit
unterschiedlichen methodischen Ansätzen analysiert und bewertet: Ein Vergleich der Unfallzahlen junger
Fahrer vor und nach 1999 zeigte keinen Effekt der Maßnahmenverschärfung auf das Unfallrisiko. Auch
eine Längsschnittstudie mit nahezu 1000 Schülerinnen und Schülern zeigte, dass maßnahmenspezifische
Faktoren kaum einen Beitrag zur Unfallvorhersage leisten. Die Daten deuten vielmehr daraufhin, dass
Maßnahmen, die eine Ausweitung der Fahrroutine anstreben, eine vergleichsweise stärkere Auswirkung
auf die Absenkung des Unfallrisikos haben.
D. DEBUS et al.: Wirkungsanalyse und Bewertung der neuen Regelungen im Rahmen der
Fahrerlaubnis auf Probe, 112 Seiten, 79 Abb., 74 Tab. Verlag ISBN: 978-3-86509-817-7, 2008.
Visuelle Orientierung bei Fahranfängern; BASt; Sachbeihilfe; 12 Monate, 90.000€
Das Projekt stellte auf Grundlage des aktuellen Forschungsstandes heraus, welche Bedeutung die visuelle
Orientierung für die Wahrnehmung und Verhaltenssteuerung beim Führen von Kraftfahrzeugen sowie die
198
Entwicklung des Fahrens als Routinetätigkeit hat und welche Potentiale zu einer möglichen Förderung
dieser Fähigkeit bestehen können. Darüber hinaus wurden geeignete Indikatoren zur Diagnose visueller
Orientierungsleistungen ermittelt und Rahmenbedingungen für eine Implementierung von
Trainingsmöglichkeiten in Lehr-/Lernsettings zur Förderung der visuellen Orientierungsleistung von
Fahranfängern abgeschätzt. Es ergeben sich unter Berücksichtigung der neuesten Standards in der
Blickbewegungsforschung eine Reihe von Indikatoren, die zur Diagnose visueller Orientierungsleistung im
Verkehr und zur Erfassung von Kompetenzentwicklung als geeignet einzuschätzen sind. Zu nennen sind in
diesem Zusammenhang Fixationsverteilungen, objektbezogene Blickdauern, Blickabwendungen von der
Straße, differenzierte Maße der Reaktionszeit in Gefahrensituationen sowie Indikatoren bzgl. des
Situationsbewusstseins. Es wurden Ansatzpunkte für die Entwicklung von Konzepten zur Verbesserung der
visuellen Orientierungsleistungen bei Fahranfängern identifiziert. Dazu gehören zum einen Maßnahmen,
welche eine indirekte Beeinflussung der visuellen Orientierung durch kognitive Trainings hervorrufen
können (z.B. ein Training der Gefahrenkognition, wie es im australischen Fahrausbildungssystem mittels
des Hazard Perception Test durchgeführt wird), zum anderen ein Training mittels direkter Anweisungen
(z.B. sollten Anweisungen zur vermehrten und vor allem kommentierenden Rückspiegel- und
Schulterblicknutzung zur Sicherstellung der
Informationsverarbeitung gegeben werden). Diese
Ansatzpunkte stehen für die Entwicklung und empirische Überprüfung konkreter Curricula in
entsprechenden Anschlussprojekten zur Verfügung. — Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sehr
wohl einige Maßnahmen das Potential versprechen, die visuelle Orientierungsleistung von Fahranfängern
deutlich zu verbessern. Hier empfiehlt sich, in die Fahrausbildung eine Kombination aus indirekten
kognitiven Trainings und direkten Anweisungen zu implementieren.
L. HUESTEGGE et al.: Maßnahmen zur Verbesserung der visuellen Orientierungsleistung bei
Fahranfängern. Berichte der Bundesanstalt für Straßenwesen. Mensch und Sicherheit.
Bremerhaven: Wirtschaftsverlag NW 2009.
MFG – Maßnahmen für Fahrerassistenzsysteme im Güterverkehr; BmBF; TÜV-Rheinland;
Sachbeihilfe; 12 Monate; 28.404 € (IfP-Anteil)
Aus der stetigen Zunahme der Güterverkehrsleistung und der damit verbundenen Auslastung der
Transportkapazitäten der Straße resultiert ein Bedarf, den vorhandenen Verkehr zu optimieren und die
bestehende Infrastruktur besser auszulasten. Dies muss unter der Prämisse geschehen, insgesamt das
System Straßengüterverkehr sicherer, effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Hier setzt das
Konzept der Bildung von Lkw-Konvois auf Autobahnen mit Hilfe von Fahrerassistenzsystemen an. Die
elektronische Koppelung von Lkw in geringem Abstand hat eine Entlastung der Fahrer und damit einen
Sicherheitsgewinn zur Folge. Des Weiteren wird durch die geringen Abstände die Kapazität der Straße
besser ausgelastet und eine Kraftstoffersparnis in den folgenden Fahrzeugen durch den entstehenden
Windschatten erreicht. Innerhalb des Projektes "Vorbereitende Maßnahmen für den praktischen Einsatz
von Fahrerassistenzsystemen im Güterverkehr" (MFG) wurden von einer Forschergruppe der RWTH
Aachen Anforderungen zur mittelfristigen Realisierung der automatischen Lkw-Konvoifahrt auf
Autobahnen festgelegt. Aufbauend auf dem Szenario 1 "Individuell organisierte Lkw-Konvois" des
Projektes EFAS werden die Ergebnisse der Forschungsprojekte EFAS und Promote Chauffeur I/II
zusammengeführt und weiterentwickelt. Das resultierende Lastenheft umfasst Anforderungen und Ziele aus
den Kategorien Mensch, Organisation/Betrieb, Technik und Recht.
KONVOI – Entwicklung und Untersuchung des Einsatzes von elektronisch gekoppelten LkwKonvois; BmWI; TÜV Rheinland; Sachbeihilfe; 39 Monate; 145.048,68 € (IfP-Anteil)
Das Projekt Konvoi hat die Entwicklung und Untersuchung des Einsatzes von Lkw-Konvois auf der Straße
zum Ziel. Dabei sollen mit Hilfe von realen und virtuellen Fahrversuchen - unter Einsatz von
Versuchsträgern und eines Lkw-Fahrsimulators - die Auswirkungen und Effekte auf den Verkehr analysiert
werden. Diese wurden bereits in den Vorgängerprojekten "Einsatzszenarien für Fahrerassistenzsysteme im
Güterverkehr und deren Bewertung" (EFAS) und "Vorbereitende Maßnahmen für den praktischen Einsatz
von Fahrerassistenzsystemen im Güterverkehr" (MFG) sowie den europäischen Projekten PROMOTE
CHAUFFEUR 1 und 2 theoretisch aufgezeigt. Das aus dem Projekt MFG resultierende Lastenheft bildet
für das Verbundprojekt KONVOI die Grundlage. Dieses basiert auf dem im Projekt EFAS entwickelten
199
Szenario "Fahrerorganisierte Lkw-Konvois". Zudem werden die in den Projekten INVENT und PROMOTE
CHAUFFEUR 2 sowie in weiteren EU-Projekten (z.B. ADASE 2, AIDER und CarTALK) gewonnenen
Erfahrungen und Erkenntnisse integriert. Die rechtlichen Aspekte der Realisierung basieren auf den
Ergebnissen der Projekte EFAS, MFG und Response und werden im Kontext der kommerziellen Nutzung
von Lkw-Konvois in Deutschland weiterentwickelt.
M. WILLE, M. RÖWENSTRUNK und G. DEBUS: KONVOI: Electronically coupled TruckConvoys. In D. de Waard et al. (Eds.). Human Factors for Assistance and Automation (pp. 243 256). Maastricht, the Netherlands: Shaker Publishing 2008.
M. WILLE und G. DEBUS: Belastung und Beanspruchung des Fahrers. In E. Savelsberg (Hrsg.).
Lastenheft für elektronisch gekoppelte LKW-Konvois. VDI Fortschrittsberichte, Reihe 22.
Düsseldorf: VDI Verlag 2005.
M. WILLE, G. DEBUS und L. PETRY: Akzeptanz der Fahrer. In E. Savelsberg (Hrsg.). Lastenheft
für elektronisch gekoppelte LKW-Konvois. VDI Fortschrittsberichte, Reihe 22. Düsseldorf: VDI
Verlag 2005.
M. WILLE und G. DEBUS: Grenzen menschlicher Leistungsfähigkeit. In E. Savelsberg (Hrsg.).
Lastenheft für elektronisch gekoppelte LKW-Konvois. VDI Fortschrittsberichte, Reihe 22.
Düsseldorf: VDI Verlag 2005.
Verortung bewegter Reize im dreidimensionalen virtuellen Raum; DFG-Exzellenzinitiative,
Pathfinder Project, ID OPEN05; Sachbeihilfe; 12 Monate; 60.000€
Nach traditioneller Sichtweise sind Wahrnehmungs- und Bewegungssteuerungsprozesse zwei weitgehend
separaten kognitiven Funktionssystemen zuzuordnen. Dabei übersieht man, dass Wahrnehmung für ein
Individuum kein Selbstzweck ist, sondern aus der Notwendigkeit entstanden ist, in einer Umwelt
zielgerichtet handeln zu können. Dazu müssen die Bewegungskoordinaten mit den räumlichen Koordinaten
der Wahrnehmung erfolgreich abgeglichen werden. Versuchsanordnungen dieser Art sind bisher
hauptsächlich im zweidimensionalen Raum, weit weniger im dreidimensionalen oder gar im virtuellen
Raum realisiert worden. Der vorliegende Projektantrag untersucht daher im virtuellen Raum zunächst
anhand einer im zweidimensionalen Raum beobachteten Fehllokalisation die Interaktion von
Wahrnehmungs- und Handlungssteuerungsprozessen. Dabei werden zunächst Erkenntnisse erwartet, die
die Strukturierung des visuellen Wahrnehmungsraumes betreffen. Bei positiver Befundlage ergeben sich
daraus weiterführende Fragestellungen zu den neurophysiologischen Mechanismen und der
Gestaltungsoptimierung des virtuellen Raumes.
Zielgerichtete Bewegungen und die wahrgenommene Position von (Reiz-)Objekten im Raum; DFG
MU 1298/4; Sachbeihilfe; 36 Monate; Bewilligungssumme: 124.895€
Wahrnehmung entwickelt sich für ein Lebewesen aus Notwendigkeit, in einer dynamisch ändernden
Umwelt zu agieren. Die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Wahrnehmungs- und
Bewegungssteuerungsmechanismen werden beim Zeigen, Greifen und Aufnehmen von Objekten
offensichtlich, die nur bei einer vorhandenen veridikalen Repräsentation des distalen Raumes erfolgreich
sein können. Dabei übersieht man häufig, dass diese Raumrepräsentation nicht von vorneherein gegeben
ist, sondern erst in Interaktion mit der Umwelt entsteht. Dies impliziert, dass Wahrnehmungen nicht nur
helfen, unsere Bewegungen zu initiieren und zu kontrollieren, sondern umgekehrt auch, das unsere
Bewegungen darauf einwirken, was und wie wir den Raum, der uns umgibt, wahrnehmen. Das vorliegende
Projekt untersucht vorrangig die zweite Wirkungsrichtung. Es hinterfragt, ob einzelne, oft als reine
Wahrnehmungstäuschungen klassifizierte Phänomene der Raumwahrnehmung nicht auf (mittlerweile
verdeckte) Bewegungssteuerungsmechanismen zurückzuführen sind. Dazu wird das Wahrnehmungsurteil
einerseits und das Zeige- und Blickverhalten andererseits psychophysisch miteinander verglichen.
Außerdem werden motorische Adaptationstechniken eingesetzt, um durch Adaptationen bedingte
Modifikationen im räumlichen Wahrnehmungsurteil nachzugehen.
200
D. BOCIANSKI, J. MÜSSELER und W. ERLHAGEN: Relative mislocalization of successively
presented stimuli. Vision Research, 48 (2008), 2204-2212.
Andere Projekte
Das Führen eines Kraftfahrzeugs unter Doppeltätigkeitsbelastungen: Alternsbedingte
Leistungsunterschiede in Gefahrensituationen; DFG MU 1298/5; Sachbeihilfe; ca. 77.000€
Doppeltätigkeiten sind im Alltag wie auch im Beruf allgegenwärtig. Eine Koordination verschiedener
Tätigkeiten wird durch neue Informationstechnologien immer häufiger gefordert. Ein Kraftfahrer reagiert
beispielsweise während des Fahrens auf Informationen, die das Navigationssystem, die Onboard-Unit des
Mautsystems, das Funkgerät oder auch nur der Verkehrsfunk bereitstellt. Auf diese Zusatzinformationen
müssen v.a. Berufskraftfahrer (z.B. Taxifahrer, LKW-Fahrer) reagieren. Unter günstigen Bedingungen, also
bei geringer Verkehrsdichte und vergleichsweise langsamer Fahrt, gelingt es häufig, Erstaufgabe (das
Führen des Fahrzeugs) und Zweitaufgabe (z.B. das Bedienen des Navigationssystems) erfolgreich zu
koordinieren.
Liegen
weniger
günstige
Verkehrsbedingungen
vor,
ist
gerade
unter
Doppeltätigkeitsbelastung mit Einbußen der Reaktionsfähigkeit auf kritische Verkehrssituationen zu
rechnen. Diese Einbußen betreffen vermutlich insbesondere ältere Kraftfahrer, und sie dürften davon
abhängen, ob die Zweitaufgabe zur auszuführenden Reaktion in der Erstaufgabe kompatible oder
inkompatible Information bereitstellt. Gegenstand des Projekts sind daher die altersabhängigen
temporären Leistungseinbußen in Gefahrensituationen des Straßenverkehrs, die bei Doppeltätigkeit und
unter verschiedenen Kompatibilitätsbeziehungen zwischen den Aufgaben zu erwarten sind. — Das
vorliegende Projekt zielt darauf ab, die Befunde und theoretischen Implikationen zu Doppeltätigkeit und
Kompatibilität unter Anwendungsgesichtspunkten zu spezifizieren. In Laboraufgaben soll geklärt werden,
unter welchen Bedingungen mit Leistungseinbußen bei Doppeltätigkeit in verkehrsähnlichen Situationen
zu rechnen ist und inwieweit diese insbesondere bei älteren Arbeitnehmern auftreten. Dabei sollen zwei
Fragestellungen fokussiert werden, die sich gerade beim Führen eines Kraftfahrzeugs von Bedeutung sind.
Während in der Grundlagenforschung vorrangig Aufgaben kombiniert werden, die weit gehend funktional
unabhängig voneinander sind, hat man es beim Führen eines Kraftfahrzeugs häufig auch mit funktional
abhängigen Aufgaben zu tun. Konkret heißt das, dass die Zweitaufgabe (z.B. das Auslesen von Information
des Navigationssystems) oft Konsequenzen für die Erstaufgabe (also das Führen des Fahrzeugs) hat. Je
nach Verkehrslage werden diese Informationen für die Bearbeitung der Erstaufgabe genutzt. Vollkommen
ungeklärt ist, inwieweit mit unterschiedlichen Leistungseinbußen bei funktional abhängigen und
unabhängigen Aufgaben zu rechnen ist und ob diese mit dem Alter variieren. Aus den Ergebnissen des
Projekts sollen dann Empfehlungen für die altersdifferenzierte Gestaltung der Bedienelemente sowie ggfs.
Vorschläge für Trainingskonzepte für ältere Berufskraftfahrer entwickelt werden.
J. MÜSSELER, G. ASCHERSLEBEN, K. ARNING und R. PROCTOR: Reversed effects of spatial
compatibility in natural scenes. American Journal of Psychology ( in press).
G. ASCHERSLEBEN und J. MÜSSELER: Dual-task performance while driving a car: Age-related
differences in critical situations. In H. D. Zimmer et al. (Eds.), Cognitive Science 2007.
Proceedings of the 8th Annual Conference of the Cognitive Science Society of Germany.
Saarbrücken 2008, Online: URL: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/ volltexte/2008/1185/.
G. ASCHERSLEBEN und J. MÜSSELER: Das Führen eines Kraftfahrzeugs unter
Doppeltätigkeitsbelastung: Alternsbedingte Leistungsunterschiede in Gefahrensituationen.
Zeitschrift für Arbeitswissenschaft, 61 (2007), 69-74.
G. ASCHERSLEBEN und J. MÜSSELER: Doppeltätigkeits- und Kompatibilitätseffekte beim
Führen eines Kraftfahrzeugs: Altersbedingte Leistungsunterschiede in Gefahrensituationen. GfA
(Hrsg.) Kompetenzentwicklung in realen und virtuellen Arbeitssystemen. (S. 801-804).
Dortmund: GfA Press 2007.
201
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
E.-M. SKOTTKE: Automatisierter Kolonnenverkehr und adaptiertes Fahrverhalten.
Untersuchungen des Abstandsverhaltens zur Bewertung möglicher künftiger Verkehrsszenarien
2007.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
J. Müsseler:
Gutachtertätigkeiten u.a. für die Alexander-von-Humboldt Siftung/Foundation, Deutsche
Forschungsgemeinschaft (DFG), German-Israeli Foundation for Scientific Research and
Development (GIF), Israel Science Foundation (ISF) und weitere nationale und internationale
Zeitschriften.
Associate Editor des European Journal of Cognitive Psychology.
Wissenschaftlicher Beirat der Buchreihe Basiswissen Psychologie (VS Verlag).
Fachgruppensprecher der Fachgruppe Allgemeine Psychologie der Deutschen Gesellschaft für
Psychologie.
E.-M. Skottke:
Preis
der
Willumeit-Stiftung
stiftung.de/preistraeger.php
202
2007
für
die
Dissertation.
http://www.willumeit-
BERUFLICHE REHABILITATION
W. Spijkers, Viktoria Arling, Sandra Kleon, Jamal Sobeh, Christina Schellmann, Betty Witsch
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:
•
•
•
•
•
•
•
Qualitätssicherung und Evaluationsforschung auf dem Gebiet der Beruflichen Rehabilitation
Diagnostik
Entwicklung relevanter Assessment-Instrumente für die Berufliche Rehabilitation
Arbeitsfindung und Arbeitserprobung
Berufseignung und Fähigkeitsprofile
Ausbildungstechniken und Didaktik
Psychomotorik und Mobilität
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
V. ARLING, A. GRIESBACH, M. ZIMMERMANN und W. SPIJKERS: Wiedereingliederung von
Bürokaufleuten nach der beruflichen Rehabilitation – Eine Analyse personenbezogener Faktoren.
In Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.),17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium.
Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung vom 3. bis 5.
März 2008 in Bremen, DRV-Schriften, Band 77. (S. 261-263). Bad Homburg: wdv Gesellschaft
für Medien und Kommunikation 2008.
V. ARLING und W. SPIJKERS: Planungskompetenz in der Beruflichen Rehabilitation – Drei
empirische Studien zur Parallelität der Planungsinstrumente “Tour-Planer” und “Feten-Planer”. In
Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.),17. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium.
Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung vom 3. bis 5.
März 2008 in Bremen, DRV-Schriften, Band 77. (S. 90-92). Bad Homburg: wdv Gesellschaft für
Medien und Kommunikation 2008.
I. JANSEN, S. KLEON und W. SPIJKERS: Qualitätskontrolle des Rehabilitations- und
Praktikumsverlaufs durch Einsatz von standardisierten Instrumenten. In Deutsche
Rentenversicherung
Bund
(Hrsg.),17.
Rehabilitationswissenschaftliches
Kolloquium.
Evidenzbasierte Rehabilitation – zwischen Standardisierung und Individualisierung vom 3. bis 5.
März 2008 in Bremen, DRV-Schriften, Band 77. (S. 257-261). Bad Homburg: wdv Gesellschaft
für Medien und Kommunikation 2008.
W. SPIJKERS, I. HOFMANN und S. E. SCHULZE: Das Aachener Praktikumsmodul - Erste
Untersuchungsergebnisse.
In
Deutsche
Rentenversicherung
Bund
(Hrsg.),16.
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium. Gesund älter werden – mit Prävention und
Rehabilitation vom 26. bis 28. März in Berlin, DRV-Schriften, Band 72. (S. 284-286). Bad
Homburg: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation 2007.
W. SPIJKERS und V. ARLING: Assessment, training and quality: Evaluation of some vocational
rehabilitation programmes. Journal of Public Health, 14(6) (2006), 365-369.
R. VOHN, B. FIMM, J. WEBER, R. SCHNITKER, A. THRON, W. SPIJKERS und W. STURM:
Management of attentional resources in within-modal and cross-modal divided attention tasks; en
fMRI study. Human Brain Mapping, 28 (12) (2007), 1267-1275.
C. ARMBRÜSTER und W. SPIJKERS: Movement planning in prehension:do intended actions
influence the initial reach and grasp movement? Motor Control, 10 (4) (2006), 311-329.
203
H. HEUER, Th. KLEINSORGE, W. SPIJKERS und C. STEGLICH: Intermanual cross-talk effects
in unimanual choice reactions. The Quarterly Journal of Experimental Psychology, 57A (6)
(2004), 993-1018.
DRITTMITTELPROJEKTE
Titel: Qualitätssicherung in der beruflichen Rehabilitation (im BFW Michaelshoven), Auftraggeber:
BFW Michaelshoven, Bewilligungszeitraum: Okt. 2003 – Sept. 2005, Bewilligungssumme:
60.000,00 Euro.
In Zusammenarbeit mit dem Berufsförderungswerk Michaelshoven wurde der Individuelle Förder- und
Integrationsplan (IFIP), welcher in Form einer Dokumentation des individuellen Rehabilitationsverlaufs
eine externe Qualitätskontrolle der einzelnen Rehabilitationsmaßnahmen ermöglicht, weiterentwickelt und
empirisch auf seine Wirksamkeit überprüft. Der IFIP wurde zu einem Qualitätssicherungsinstrument
ausgebaut, welches zusätzlich intern-fachliche Qualitätskontrollfunktionen abdeckt. Er dient somit in
seiner überarbeiteten Form der Steuerung der fachlichen Entwicklung und ständigen Überprüfung des
individuellen Leistungsprofils der Rehabilitanden.
Aus den Drittmitteln erwachsene Publikationen
I. HOFMANN: Entwicklung und Evaluation eines modular aufgebauten Qualitätssicherungssystems
zur Dokumentation für die Erfassung der Ergebnisqualität in der beruflichen Rehabilitation.
Unveröffentlichte Diplomarbeit, RWTH Aachen 2007.
S.-E. SCHULZE: Das Aachener Modell zur Qualitätssicherung und Dokumentation - Die
Entwicklung und Evaluation von Instrumenten zur Erfassung und Sicherung der Prozessqualität in
der beruflichen Rehabilitation. Unveröffentlichte Diplomarbeit, RWTH Aachen 2006.
Titel: Individualisierung von Qualifizierungsprozessen im Rahmen einer ganzheitlich gestalteten
beruflichen Rehabilitation (im BFW Michaelshoven), Auftraggeber: Bundesministerium für
Arbeit und Soziales (BMAS), Bewilligungszeitraum: Jan. 2005 – Juni 2008, Bewilligungssumme:
183.750,00 Euro.
Der Lehrstuhl wurde damit beauftragt, die Individualisierung von Qualifizierungsprozessen im
Berufsförderungswerk Michaelshoven wissenschaftlich zu begleiten und zu evaluieren. Eine sowohl
prozessbegleitende als auch summative Datenerhebung (Wochenberichte, Interviews und psychologische
Standardinstrumente) ergab, dass die Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität (nach dem
Evaluationsmodell von Donabedian und Kirkpatrick) des Individualisierungsprojekts gegeben ist.
Aus den Drittmitteln erwachsene Publikationen
A. GRIESBACH, J. DÜCOMY, W. SPIKERS und J. LÜDTKE: Individualisierung von
Qualifizierungsprozessen im Rahmen einer ganzheitlich gestalteten Rehabilitation. In Deutsche
Rentenversicherung Bund (Hrsg.),16. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium. Gesund älter
werden – mit Prävention und Rehabilitation vom 26. bis 28. März in Berlin, DRV-Schriften, Band
72. (S. 290-291). Bad Homburg: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation 2007.
J. LÜDTKE, J. DÜCOMY, A. GRISEBACH und W. SPIJKERS: Wissenschaftliche Begleitung der
individualisierten Qualifizierung im Berufsförderungswerk Michaelshoven, Köln. Tagungsbeitrag
wurde präsentiert bei den 14. Hochschultagen Berufliche Bildung 2006, Bremen.
Titel: Priamos. PRrojekt-Initiative zur Auto MObilität von Menschen mit Seheinschränkung (in
Zusammenarbeit mit BFW Düren, Daimler und IKA-Aachen), Auftraggeber: Bundesministerium
204
für Arbeit und Soziales (BMAS), Bewilligungszeitraum:
Bewilligungssumme: 16.041,00 Euro.
Okt.
2005
–
Sept.
2006,
Im Rahmen des Projektes „PRIAMOS“ wurde ein psychologisches Assessment zur Erfassung
fahrrelevanter Variablen entwickelt und durchgeführt, um die Erfüllung der Mindestanforderungen an die
Fahreignung der Teilnehmer sicher zu stellen. Der Begriff der Fahreignung beinhaltet, dass
Mindestvoraussetzungen an die neuropsychologische Eignung (z.B. ungestörte Aufmerksamkeitsleistung)
erfüllt sind und bestimmte Merkmale, die die Fahreignung in Frage stellen (z.B. hohe Bereitschaft zum
Risikoverhalten), ausgeschlossen sind.
Titel: Modellprojekt: Unterricht in heterogenen Lerngruppen, Auftraggeber: Gesamtschule Brand,
Aachen, Bewilligungszeitraum: Aug. 2008 – Juli 2009, Bewilligungssumme: 5.575,00 Euro.
Titel: Evaluation und Optimierung des Aachener Profilmoduls (ProMo) – eines standardisierten
Qualitätssicherungs-instrumentes des individuellen beruflichen Rehabilitationsverlaufs,
Auftraggeber: Deutsche Rentenversicherung Bund, Bewilligungszeitraum:
Jan. 2007 – Dez.
2008, Bewilligungssumme: 168.040,00 Euro.
Der Fragebogen „Aachener Profilmodul“ ist ein Instrument zur Dokumentation des
Rehabilitationsverlaufs der Leistungsberechtigten. Ziel des Projekts bestand in der Überprüfung der
psychometrischen Gütekriterien des Verfahrens und seiner empirisch fundierten Optimierung. Mit der
Überarbeitung des Aachener Profilmoduls ist ein valides, reliables, objektives und sensitives Verfahren
erstellt worden, dass ökonomisch und standardisiert ausbildungs- und integrationsrelevante Aspekte
individueller Rehabilitationsverläufe abbildet.
Aus den Drittmitteln erwachsene Publikationen
S. E. SCHULZE, I. HOFMANN und W. SPIJKERS: Das Aachener Profilmodul: Eine Analyse der
prognostischen
Validität.
In
Deutsche
Rentenversicherung
Bund
(Hrsg.),
16.
Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium. Gesund älter werden – mit Prävention und
Rehabilitation vom 26. bis 28. März in Berlin, DRV-Schriften, Band 72. (S. 282-284). Bad
Homburg: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation 2007.
W. SPIJKERS, S. E. SCHULZE und I. HOFMANN: Das Aachener Profilmodul: Ein modulares
Qualitätssicherungsinstrument zur Dokumentation des individuellen Rehabilitationsverlaufes. In
Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.), 15. Rehabilitationswissenschaftliches Kolloquium.
Rehabilitation und Arbeitswelt - Herausforderungen und Strategien vom 13. bis 15. März 2006 in
Bayreuth, DRV-Schriften, Band 64. (S. 129-130). Bad Homburg: wdv Gesellschaft für Medien
und Kommunikation 2006.
E. VOLZ-SIDIROPOULOU, S. GAUGGEL, W. SPIJKERS, S. E. SCHULZE und I. HOFMANN:
Das Aachener Profilmodul (ProMo): Erste Ergebnisse einer psychometrischen Evaluation mit
einer
Rasch-Analyse.
In
Deutsche
Rentenversicherung
Bund
(Hrsg.),
15.
Rehabilitationswissenschaftliches
Kolloquium.
Rehabilitation
und
Arbeitswelt
Herausforderungen und Strategien vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth, DRV-Schriften, Band
64. (S. 138- 140). Bad Homburg: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation 2006.
Titel: Modellprojekt zur Erweiterung und Vertiefung der Trainingsplätze des Beruflichen
Trainingszentrums Köln im Bereich„Informations- und Telekommunikationstechnik (IT)“ im
Rahmen der beruflichen Rehabilitation und Wiedereingliederung psychisch Behinderter auf den
allgemeinen Arbeitsmarkt, Auftraggeber: Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS),
Bewilligungszeitraum: Nov. 2001 – 15. April 2005, Bewilligungssumme: 129.750,00 Euro
Das individuelle Training im Bereich „Informations- und Telekommunikationstechnik (IT)“ des
Berufstrainingszentrums Köln wurde von Februar 2002 bis März 2005 wissenschaftlich begleitet und nach
205
dem Evaluationsmodell von Donabedian und Kirkpatrick evaluiert. Die Struktur- und Prozessqualität der
Maßnahme sind sehr positiv zu bewerten. Hinsichtlich der Ergebnisqualität ist im Sinne Kirkpatricks zu
differenzieren. Neben einer allgemeinen Zufriedenheit der Teilnehmer mit der Maßnahme und positiv
eingeschätzten Transfermöglichkeiten der trainierten Inhalte waren im Sinne eines Lernerfolgs ca. 50%
der Teilnehmer erfolgreich. Jedoch konnten nicht alle Teilnehmer in den Arbeitsmarkt integriert werden.
Aus den Drittmitteln erwachsene Publikationen
V. ARLING, C. HAERLIN und W. SPIJKERS: Individuelle Qualifizierung von Teilnehmern im ITBereich im Berufstrainingszentrum. Eine Evaluation. In G. Spöttl, P. Kaune und J. Rützel (Hrsg.),
Berufliche Bildung, Innovation, Soziale Integration. Internationale Wettbewerbsfähigkeit,
Entwicklung und Karriere - Mitgestaltung von Arbeit und Technik, 14. Hochschultage Berufliche
Bildung 2006. Dokumentation der 50 Einzelveranstaltungen. (S. 5-18). Bielefeld: Bertelsmann
2007.
V. ARLING, C. HAERLIN und W. SPIJKERS: Evaluation eines Modellprojektes zur Beruflichen
Rehabilitation von psychisch Vorerkrankten. In Deutsche Rentenversicherung Bund (Hrsg.), 15.
Rehabilitationswissenschaftliches
Kolloquium.
Rehabilitation
und
Arbeitswelt
Herausforderungen und Strategien vom 13. bis 15. März 2006 in Bayreuth, DRV-Schriften, Band
64. (S. 96-97). Bad Homburg: wdv Gesellschaft für Medien und Kommunikation 2006.
W. SPIJKERS und V. ARLING: Evaluation eines Modellprojektes zur Rehabilitation von psychisch
Vorerkrankten aus dem IT-Bereich [Abstract]. In T. Rammsayer, S. Grabianoswki, und S. Troche
(Hrsg.), 44. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. 100 Jahre Deutsche
Gesellschaft für Psychologie. Göttingen, 26 bis 30. September 2004. Abstracts.(S. 12). Lengerich:
Pabst Verlag 2004.
V. ARLING und W. SPIJKERS: Evaluation of a reintegration project of clients with psychological
problems in the ICT-domain (pp. 182-187). Networking in practice: Connecting partners in
Rehabilitation. Proceedings of 8th. European Regional Conference of Rehabilitation International.
Nov. 11-15, 2002, Aachen 2003.
Andere Projekte
Titel: Modulation von Zeige- und Greifbewegungen im 3-D Raum durch visuell-räumliche
Aufmerksamkeitsprozesse, Eine VR-Studie, Auftraggeber: BIOMAT Interdisziplinäres Zentrum
für Klinische Forschung, Bewilligungszeitraum: 2004 – Nov. 2007, Bewilligungssumme: ca.
115,000
Zugehörige Publikationen
C. ARMBRÜSTER, M. WOLTER, T. KUHLEN, B. FIMM und W. SPIJKERS: Greifbewegungen
im virtuellen Raum: die Auswirkungen von Pertubationen [Abstract]. In Gesellschaft für
Arbeitswissenschaft (Hrsg.), Kompetenzentwicklung in realen und virtuellen Arbeitssystemen.:
Bericht zum 53. Arbeitswissenschaftlichen Kongreß vom 28.02 - 1023.2007 an der Otto-vonGuericke Universität Magdeburg. (S. 307-310). O. Schmidt: Dortmund 2007.
C. ARMBRÜSTER, B. FIMM, M. WOLTER, T. KUHLEN und W. SPIJKERS: Virtual reality as a
research tool in neuropsychology: how accurate are depth estimations in peripersonal space
[Abstract] ? In K. A. Hossmann (Hrsg.). Neuro-Visionen 3 – Perspektiven in NordrheinWestfalen. (S. 168-169). Schöningh Verlag: Paderborn 2006.
206
C. ARMBRÜSTER und W. SPIJKERS: Movement planning in prehension: do intended actions
influence the initial reach and grasp movement? Motor Control, 10 (4) (2006), 311-329.
C. ARMBRÜSTER, M. WOLTER, J.T. VALVODA, T. KUHLEN, B. FIMM und W. SPIJKERS:
Virtual reality in experimental ergonomic research. In Proceedings of the 16th World Congress on
Ergonomics/ Applied Ergonomics, Maastricht, July 2006.
C. ARMBRÜSTER, I. HEBER, J.T. VOLVODA, T. KUHLEN, B. FIMM und W. SPIJKERS:
Distance Estimations in a VR application: Interindividual differences and interindividual
stabilities from a psychological point of view. Proceedings HCII-2005. CD-ROM
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Viktoria ARLING: Entwicklung und Validierung eines Verfahrens zur Erfassung von
Planungskompetenz in der beruflichen Rehabilitation: Der "Tour-Planer", RWTH Aachen, 2006.
Claudia ARMBRÜSTER: Virtuelle Realität in der experimentellen Psychologie:
Forschungsmethode versus Forschungsgegenstand - Untersuchungen aus den Bereichen
Wahrnehmung und Psychomototrik, 2007.
Jules Gijsbertus BLOEMSAAT: Repetitive Strain Injury. A Case of Mind and Matter. Nijmegen
Institute for Cognition and Information, 2006.
Inge
HOFMANN:
Entwicklung
und
Evaluation
eines
modular
aufgebauten
Qualitätssicherungssystems zur Dokumentation für die Erfassung der Ergebnisqualität in der
beruflichen Rehabilitation, RWTH Aachen, 2007.
Eva-Maria SANDERS: Total Quality Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen der Beitrag des Konzepts "Partizipation und Empowerment", RWTH Aachen.
Svenja-Ellen SCHULZE: Das Aachener Modell zur Qualitätssicherung und Dokumentation - Die
Entwicklung und Evaluation von Instrumenten zur Erfassung und Sicherung der Prozessqualität in
der beruflichen Rehabilitation, RWTH Aachen, 2006.
Christine SUTTER: Charakteristische Nutzereigenschaften und ihr Einfluss auf die Bedienung von
Notebook-Eingabegeräten - eine arbeitspsychologische Evaluation von Touchpad und Trackpoint,
RWTH Aachen, 2006.
VAN DIJK: Motor Skill learning, 2006.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek, Begutachtung der VeniVidiViciForschungsanträge
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Deutsche Rentenversicherung,
Begutachtung von Projekten im Rahmen des Förderschwerpunkts „Rehabilitationswissenschaften
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Deutsche Rentenversicherung,
Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen und Verband der privaten Krankenversicherung,
Begutachtung von Projekten im Rahmen des Förderschwerpunkts „Chronische Krankheiten und
Patientenorientierung“
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und Akademie für Rehawissenschaften,
Mitglied der Fachgruppe RehaFutur
207
SOZIOLOGIE
TECHNIK- UND ORGANISATIONSSOZIOLOGIE
Roger Häußling, Kirstin Lenzen, Athanasios Karafillidis
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
•
•
•
Innovationsforschung
Soziologie technischer Artefakte
Sozialwissenschaftliche Designforschung/ Technikgestaltung
Mensch-Maschine-Interaktion
Organisationsforschung
Managementsoziologie
Netzwerkforschung
Soziologische Theorie
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
2006
Roger HÄUSSLING: Interaktionen in Organisationen. Ein Vierebenenkonzept des
Methodologischen Relationalismus und dessen empirische Anwendung, Universität Karlsruhe,
2006 (Habilitation).
Athanasios KARAFILLIDIS: Systemdifferenzierung und Systemtypen, Studienbrief für den
Fernstudiengang “Systemisches Management”, Zentrum für universitäre Weiterbildung,
Kaiserslautern.
2005
Athanasios KARAFILLIDIS: Soziale Systeme, Studienbrief für den Fernstudiengang
“Systemisches Management”, Zentrum für universitäre Weiterbildung, Kaiserslautern.
Reihenherausgeberschaften
2008
Roger HÄUSSLING/ Christian STEGBAUER,(Hg.): Reihe Netzwerkforschung. VS Verlag
Wiesbaden. Band 1: Stegbauer, Christian (Hg.): Netzwerkanalyse und Netzwerktheorie. Ein neues
Paradigma in den Sozialwissenschaften, 2008.
Aufsätze in Fachzeitschriften
210
2008
Catherina BURGHART/Ralf MIKUT/Hartwig HOLZAPFEL/Roger HÄUSSLING: Modulare
subjektive und objektive Bewertung der Mensch-Roboter-Interaktion, in: Zeitschrift „Künstliche
Intelligenz“. Themenschwerpunkt: Humanoide Roboter 2008.
2007
Roger HÄUSSLING: Sozialwissenschaftliche Innovationsforschung. Zum aktuellen Umgang der
Gesellschaft mit Neuem. Sammelbesprechung, in: Soziologische Revue 4/2007, S. 369-382.
Athanasios KARAFILLIDIS, Organizing Failures. Interview with Nils Brunsson on Management
and Organization, Revue für postheroisches Management 1/07: 37-43.
Aufsätze in Sammelbänden
2008
Roger HÄUSSLING: Zur Verankerung der Netzwerkforschung in einem methodologischen
Relationalismus, in: Stegbauer, Christian (Hg.): Netzwerkanalyse und Netzwerktheorie – Ein
neues Paradigma in den Sozialwissenschaften, VS Verlag: Wiesbaden 2008, S.65-78.
Roger HÄUSSLING: Die zwei Naturen sozialer Aktivität. Relationalistische Betrachtungen
aktueller Mensch-Roboter-Kooperationen, in: Rehberg, Karl-Siegbert (Hg.): Die Natur der
Gesellschaft. 33.Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Campus Verlag:
Frankfurt/New York 2008, S.720-735.
Hartwig HOLZAPFEL/Ralf MIKUT/Catherina BURGHART/Roger HÄUSSLING: Steps to
creating metrics for human-like movements and communication skills (of robots), in: Proceedings
of International Conference on Human-Robot Interaction (HRIS). Workshop on Metrics for
Human-Robot Interaction, Amsterdam 2008.
2007
Roger HÄUSSLING: Zur Positionsvergabe im Unterricht – Interaktionen und Beziehungen in
ersten Schulklassen und ihre Folgen, in: Westphal, Kristin/Hoffmann, Nicole (Hg.): Orte des
Lernens. Beiträge zu einer Pädagogik des Raumes, Juventa: Weinheim/München 2007, S.207-224.
Roger HÄUSSLING: Zur kommunitaristischen Ethik aus dem Geiste des Neoliberalismus.
Entindividualisierungstendenzen im Wissensmanagement am Fallbeispiel einer Vertriebsabteilung
eines Industriekonzerns, in: Gemperle, Michael/ Streckeisen, Peter (Hg.): Ein neues Zeitalter des
Wissens? Kritische Beiträge zur Diskussion über die Wissensgesellschaft, Seismo Verlag: Zürich
2007, S. 82-113.
Roger HÄUSSLING/Michael MANGOLD: Reflektierte und populäre Kritik der elektronischen
Massenmedien. Anforderungen an eine kritische und gestaltende Medienforschung, in: Kimpeler,
Simone/Mangold, Michael/Schweiger, Wolfgang (Hg.): Die digitale Herausforderung. Zehn Jahre
Forschung zur computervermittelten Kommunikation, VS Verlag: Wiesbaden 2007, S.39-48.
211
Catherina BURGHART/Hartwig HOLZAPFEL/Roger HÄUSSLING/Stephan BREUER: Coding
Interaction Patterns between Human and Receptionist Robot, in: Proceedings of Humanoids 2007,
Pittsburgh, PA, 2007.
Roger HÄUSSLING: Gedanken zur Funktion der Massenmedien im Hinblick auf eine
gegenwartsgesellschaftliche Öffentlichkeit, in: Bernart, Yvonne (Hg.): Der Soziologische Blick:
Bernhard Schäfers zur Emeritierung, Cuvillier Verlag: Göttingen 2007, S. 55-64.
K. LENZEN/M. PARK/B. KAUSCH: Augmented-Reality-Technologie. Vorschlag einer
prozessorientierten Beschreibung. In: Bora, A./ Bröchler, S./ Decker, M. (Hrsg.): Technology
Assessment in der Weltgesellschaft. Berlin: edition sigma, S. 4455-4460, 2007
2006
Roger HÄUSSLING/Michael MANGOLD: Potentiale der Massenmedien für eine neue
Öffentlichkeit – Zur Revision der traditionellen Medienkritik, in: Diemand, Vanessa/ Mangold,
Michael/ Weibel, Peter (Hg.): Weblogs, Podcasting und Videojournalismus. Neue Medien
zwischen demokratischen und ökonomischen Potentialen, Heise Verlag: Hannover 2006, S. 21-41.
Karsten KRUTZ/Roger HÄUSSLING/Marc HEUBECK/Sebastian ABECK: Evaluation zur
Nutzung traditioneller und neuer Lernmedien, in: Mühlhäuser, Max/ Rößling, Guido/ Steinmetz,
Ralf (Hrsg.) Lecture Note in Informatics, GI-Edition: DeLFI 2006: 4. e-Learning Fachtagung
Informatik, Köllen Verlag: Bonn 2006, S.123-134.
Roger HÄUSSLING: Ein netzwerkanalytisches Vierebenenkonzept zur struktur- und
akteursbezogenen Deutung sozialer Interaktionen und seine Anwendung, in: Hollstein, Betina/
Straus, Florian (Hg.): Qualitative Netzwerkanalyse. Konzepte, Methoden, Anwendungen, VS
Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden 2006: S.125-151.
Roger HÄUSSLING: Tausch, in Schäfers, Bernhard/ Kopp, Johannes (Hrsg.): Grundbegriffe der
Soziologie, VS Verlag: Wiesbaden 2006, 9.Aufl., S.323-324.
Roger HÄUSSLING/Hans-Joachim KLEIN: Alltag, in Schäfers, Bernhard/ Kopp, Johannes (Hrsg.):
Grundbegriffe der Soziologie, VS Verlag: Wiesbaden 2006, 9.Aufl., S.17-19.
Roger HÄUSSLING/Hans-Joachim KLEIN: Geld, in Schäfers, Bernhard/ Kopp, Johannes (Hrsg.):
Grundbegriffe der Soziologie, VS Verlag: Wiesbaden 2006, 9.Aufl., 76-78.
Roger HÄUSSLING/Wolfgang LIPP: Institution, in Schäfers, Bernhard/ Kopp, Johannes (Hrsg.):
Grundbegriffe der Soziologie, VS Verlag: Wiesbaden 2006, 9.Aufl., S.112-114.
Roger HÄUSSLING/Hans-Joachim KLEIN: Markt, in Schäfers, Bernhard/ Kopp, Johannes (Hrsg.):
Grundbegriffe der Soziologie, VS Verlag: Wiesbaden 2006, 9.Aufl., S.172-174.
Roger HÄUSSLING/Gunter E. ZIMMERMANN: Organisation, in Schäfers, Bernhard/ Kopp,
Johannes (Hrsg.): Grundbegriffe der Soziologie, VS Verlag: Wiesbaden 2006, 9.Aufl., 218-221.
Roger HÄUSSLING/Hans-Joachim KLEIN: Wirtschaft, in Schäfers, Bernhard/ Kopp, Johannes
(Hrsg.): Grundbegriffe der Soziologie, VS Verlag: Wiesbaden 2006, 9.Aufl., S.355-358.
2005
Roger HÄUSSLING: Neue Kommunikationstechnologien und Prozesse der Vergemeinschaftung im
Unternehmen. Netzwerktheoretische Interaktionsanalyse in einem Sales Support Center, Jäckel,
Michael / Mai, Manfred (Hg.): Online-Vergesellschaftung? Mediensoziologische Perspektiven auf
212
neue Kommunikationstechnologien, VS Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden 2005, S.105135.
Roger HÄUSSLING: Netzwerktheorie und Kritik, Soziologische Überlegungen zur aktuellen
Ortsbestimmung kritischer Gesellschaften, in: Juni. Kunst Zeit Schrift Nr.9: „Kritische
Gesellschaften“, Karlsruhe 2005, S.14ff..
Catherina R. BURGHART/Roger HÄUSSLING: Evaluation Criteria for Human Robot Interaction,
in: Society for the Study of Artificial Intelligence and the Simulation of Behavior (Ed.):
Proceedings of the Symposium on Robot Companions: Hard Problems and Open Challenges in
Robot-Human Interaction, SSAISB 2005 Convention, University of Hertfordshire Press:
Hartfield (UK) 2005, S.23-31.
Roger HÄUSSLING: Netzwerke und Organisationen – konträre oder komplementäre
gesellschaftliche Mechanismen?, in: Jäger, Wieland/ Schimank, Uwe (Hrsg.):
Organisationsgesellschaft. Facetten und Perspektiven, Hagener Studientexte zur Soziologie, VS
Verlag für Sozialwissenschaften: Wiesbaden 2005, S.265-286.
K. LENZEN; I. BRUNS; H. LUCZAK: Innovationsbiographische Analysen als Ausgangspunkt zur
Gestaltung von Veränderungsprozessen, In: Personalmanagement und Arbeitsgestaltung, 51.
Kongress der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft, 22. - 24. März 2005 , Universität Heidelberg,
Hrsg.: Gesellschaft für Arbeitswissenschaft e.V., GfA Press, Dortmund 2005, S. 49-53, 2005
2004
Roger HÄUSSLING: Die Suche nach dem Ort des Dialogs zwischen Kunst und Wissenschaft.
Erfahrungen eines Sozialwissenschaftlers über die Probleme der Transdisziplinarität, in: Joly,
Jean-Baptiste (Hg.): Jahrbuch 7 der Akademie Schloss Solitude, Merz&Solitude: Stuttgart 2004,
S.66f.
Roger HÄUSSLING: Soziologische Überlegungen zur sozialen Funktion der schulischen
Versachlichung von Heranwachsenden am Fallbeispiel des Sachunterrichts. Zu
Valorisierungsprozessen im semantischen Feld des Erziehungssystems, in: Rauterberg, Marcus/
Scholz, Gerold (Hg.): Die Dinge haben Namen. Zum Verhältnis von Sprache und Sache im
Sachunterricht, Schneider: Baltmannsweiler, 2004, S.153-170.
S. HINRICHSEN/K. LENZEN/D. MACKAU: Arbeitsorganisation in Dienstleistungsteams. In:
Schenk, M.; Luczak, H.; Schlüter, W. (Hrsg.): Gestaltung der Fabrikplanung als industrielle
Dienstleistung – Methodische, organisatorische , personelle und juristische Aspekte. Stuttgart:
Fraunhofer IRB Verlag 2004.
Workingpaper
2007
K. LENZEN: Die innovationsbiographische Rekonstruktion technischer Identitäten am Beispiel der
Augmented Reality-Technologie. Technical University Technology Studies Working Papers TUTS-WP-7-2007.
Quelle:
http://www2.tuberlin.de/fb7/ifs/soziologie/Tuts/Wp/TUTS_WP_7_2007.pdf, Stand: 20.02.2008, 2007
Übersetzungen
213
2005
Übersetzungen von Athanasios Karafillidis aus dem Englischen. Alle im Sammelband: Dirk
Baecker (Hrsg.): Schlüsselwerke der Systemtheorie, Wiesbaden: VS Verlag.
Stephan Fuchs, Handlung ist System. Über Talcott Parsons’ “The Social System”, S. 51-53.
Ranulph Glanville, Lernen ist Interaktion. Über Gordon Pasks “An Approach to Cybernetics”, S.
75-94.
Louis Kauffman, Das Prinzip der Unterscheidung. Über George Spencer Browns “Laws of Form”,
S. 173-190.
Bernard Scott, Selbstbeobachtung. Über Ranulph Glanvilles “Objekte”, S. 325-346.
Publizistik
2005
Athanasios KARAFILLIDIS, Bilder zu Immobilien. Kunst und Ökonomie entkoppelt, in: die
tageszeitung nrw, 26./27. Februar 2005, S. 3.
DRITTMITTELPROJEKTE
ab 2008
Kooperationspartner des EU Projekt „GAST“ (Green and Safe Road Transportation) in
Zusammenarbeit mit dem Institut für Fahrzeugtechnik (Prof. Gauterin), Universität Karlsruhe,
2008, Budget: zur Zeit 10.000€
Anschubfinanzierung eines Projektes „Interaktion mit intelligenten Stromverbrauchern“ im Rahmen
des KIT-Schwerpunktprogramms „Technology, Culture and Society“ in Kooperation mit dem
Institut für Informationswirtschaft und Management (Prof. Dr. Weinhardt), Universität Karlsruhe,
2008-2009, Budget: 21.000€
ab 2007
Projektleitung: Dr. Roger Häußling, Titel: Evaluation von Co-Marketing-Auftritten bei Events und
in Massenmedien. Förderer: Michelin Reifenwerke KGaA,
Partnership Marketing, 2007, Budget: 14.000€
ab 2006
Projektleitung: Athanasios Karafillidis, Projektverantwortung: Prof. Dr. Dirk Baecker, Titel: Das
kulturelle Profil eines Automobilclubs. Universität Witten/Herdecke. Förderer: Auto Club Europa
ACE, Stuttgart. Budget: 30.000 €.
Dokumentation:
214
Projektteam ACE: Unterwegs mit dem Auto Club – von der klassischen zur postklassischen
Organisation (Abschlussbericht), Witten, 2006 (46 Seiten).
ab 2005
Projektleitung: Dr. Roger Häußling, Titel: Kommunikationsstrukturen und Informations- und
Kommunikationstechnologie-vermittelter Wissenstransfer. Förderer: Vertriebsabteilung VL/ASI
und TGE/SOS, DaimlerChrysler AG/ Werk Wörth, 2005-2007, Budget: 70.000€
Dokumentation: Häußling, Roger: Abschlussbericht zur 2. Befragungswelle (2005) in der
Vertriebsabteilung VL/ASI, DaimlerChrysler (Werk Wörth) zu Kommunikationsstrukturen und
Change-Prozessen, mit 6 Anhängen zu jedem Abteilungsteam, Karlsruhe 2005 (144 Seiten + 300
Seiten Anhang).
ab 2004
Projektleiter: Dr. Roger Häußling, Titel: Qualitätssicherung der Lehre an der Universität Karlsruhe
(TH). Förderer: Rektorat der Universität Karlsruhe (TH),
2004- 2007, Budget: bislang 112.000€
Dokumentation:
Häußling, Roger/ Lussac, Cedrine: Endbericht der fakultätsübergreifenden Evaluation der Lehre für
die Fakultät Informatik im Sommersemester 2005 im Auftrag des Rektorats, Karlsruhe 2005 (51
Seiten).
Häußling, Roger/ Langewitz, Oliver: Endbericht der fakultätsübergreifenden Evaluation der Lehre
für die Fakultät Physik im Sommersemester 2005 im Auftrag des Rektorats, Karlsruhe 2005 (36
Seiten).
Häußling, Roger/ Langewitz, Oliver: Endbericht der fakultätsübergreifenden Evaluation der Lehre
für die Fakultät Chemieeingenierwesen und Verfahrenstechnik im Sommersemester 2005 im
Auftrag des Rektorats, Karlsruhe 2005 (46 Seiten).
Häußling, Roger/ Lussac, Cedrine: Endbericht der fakultätsübergreifenden Evaluation der Lehre für
die Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften im Sommersemester 2005 im Auftrag des
Rektorats, Karlsruhe 2005 (35 Seiten).
Häußling, Roger/Lussac, Cedrine: Endbericht der fakultätsübergreifenden Evaluation der Lehre für
die Fakultät Informatik im Wintersemester 2004/05 im Auftrag des Rektorats, Karlsruhe 2005 (46
Seiten).
Häußling, Roger/ Langewitz, Oliver: Endbericht der fakultätsübergreifenden Evaluation der Lehre
für die Fakultät Physik im Wintersemester 2004/05 im Auftrag des Rektorats, Karlsruhe 2005 (34
Seiten).
Häußling, Roger/ Langewitz, Oliver: Endbericht der fakultätsübergreifenden Evaluation der Lehre
für die Fakultät Chemieeingenierwesen im Wintersemester 2004/05 im Auftrag des Rektorats,
Karlsruhe 2005 (34 Seiten).
Häußling, Roger/ Lussac, Cedrine: Endbericht der fakultätsübergreifenden Evaluation der Lehre für
die Fakultät Geistes- und Sozialwissenschaften im Wintersemester 2004/05 im Auftrag des
Rektorats, Karlsruhe 2005 (42 Seiten).
215
Projektleitung: Athanasios Karafillidis, Projektverantwortung: Prof. Dr. Dirk Baecker, Titel: Das
sozialpolitische
Aufgabenprofil
eines
regionalen
Arbeitgeberverbands.
Universität
Witten/Herdecke. Förderer: Arbeitgeberverbände Bochum, 2004-2005, Budget: 50.000 €
Dokumentation:
Karafillidis, Athanasios et al.: Alles nur Dienstleistung? Das Aufgabenprofil
Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen in Gegenwart und Zukunft, Witten, 2005 (113 Seiten).
der
Projektmitarbeiterin: Kirstin Lenzen. Direkte Ministerialberatung für das BMBF zum Thema
„Demographie und Produktion – Entwicklung neuer I&K-Technologien zur Adaption von
Produktionswandel und demographischer Entwicklung“, 2004-2007 (Budget wird nachgereicht).
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Roger Häußling
Gutachter für die DGS
Aufbau und Gründung einer Arbeitsgruppe Netzwerkforschung innerhalb der Deutschen
Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Promotionen
Klaus LITTY: Dissertation “User-oriented Wastewater Treatment Technology in Developing and
Newly Industrialising Countries”, Karlsruhe 2008 (Siedlungswasserwirtschaft)
Detlef LORENZEN: Dissertation „Risikokommunikation über Naturkatastrophen“, Karlsruhe 2008
(Soziologie)
Uwe HOCHMUTH: Dissertation „Handlungskoordination durch Konventionen – ein Modell
familialen Verhaltens für die wissenschaftliche Politikberatung“, Karlsruhe 2008 (Soziologie)
216
SOZIOLOGIE MIT DEM SCHWERPUNKT GENDER STUDIES
Heather Hofmeister, Alexander Röhler, Jochen Grötzbach,
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:
Gender in Verbindung mit:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Lebensverlauf
Arbeit
Arbeitsteilung im Haushalt
Soziologie der Emotionen
Männlichkeit
Wissenschaft und Technik
Umweltsoziologie
Netzwerke
Altern und Gesundheit
Bildung
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien und Herausgeberwerke
2006
Hans-Peter BLOSSFELD und Heather HOFMEISTER:„Globalization, Uncertainty, and Women’s
Careers: An International Comparison.“ Cheltenham, UK und Northampton, MA, USA: Edward
Elgar 2006.
"Globalization, Uncertainty and Women's Careers" assesses the effects of globalization on the life courses
of women in thirteen countries across Europe and America in the second half of the 20th century. The book
represents the first-ever longitudinal analysis of micro-level data from these OECD countries focusing
exclusively on women's relationship to the labor market in a globalizing world. The contributors
thoroughly examine women's employment entries, exits and job mobility and present evidence of women's
increased labor market attachment and reduced employment quality in most of the countries studied.They
also systematically consider the life course changes influenced by larger transformations in society and, in
doing so, explicitly link the phenomena of globalization to individual women's lives in Europe and North
America. Highlighting the consequences of specific national policies on women's lives, women's labor
market participation, and demographic phenomena such as low fertility, this book will prove invaluable to
academics, students, researchers, practitioners and policymakers seeking to understand the effects of
international social change on national contexts and individual lives.
Karl Alexander RÖHLER: Hausarbeitsbezogenes Bewältigungsverhalten in Paarbeziehungen: Zu
den Auswirkungen des individuellen Umgangs mit der häuslichen Arbeitsteilung auf die
Stabilisierung und Veränderung geschlechtstypischer Arbeitsteilungsmuster. Promotion,
Fachbereich 8, Universität Bremen, URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:gbv:46diss000103632, Bremen 2006.
217
Der in den letzten Jahrzehnten fortschreitenden Modernisierung der Geschlechterideologien von Frauen
und Männern steht eine wenig veränderte geschlechtstypische Arbeitsteilung im Haushalt gegenüber.
Dieser Befund wird auf der Mikroebene näher untersucht: Wie werden moderne Ideologie und traditionelle
Praxis der Hausarbeit in der Interaktion zwischen Beziehungspartnern in Liebesbeziehungen integriert.
Die Forschungsfragen richten sich auf den hausarbeitsbezogenen Copingprozess und die Folgen von
emotionalen, kognitiven und strukturellen Bewältigungsmechanismen für die Stabilisierung oder
Destabilisierung traditioneller Hausarbeitsmuster. Die Mechanismen der Hausarbeitsgestaltung werden
auf drei unterschiedliche Paarbeziehungstypen bezogen, wodurch ein Zusammenhang zwischen der
Liebesbasierung heutiger Beziehungen und der Hausarbeitsinteraktion hergestellt werden kann. Die
Untersuchung basiert auf Interviews mit 60 heterosexuellen Paaren mit unterschiedlichem
Sozialisationshintergrund (Ost- und Westdeutschland) und Lebensformen (mit und ohne Kind, verheiratet,
nicht verheiratet). Der innovative Charakter besteht in der Aufhebung der ideologischen Engführung der
Hausarbeitsdiskussion, der typologischen Integration von liebesbasierter Vergemeinschaftung und
Hausarbeitsinteraktion und insgesamt dem Ausbau der mikrosoziologischen Fundierung der
Hausarbeitsforschung.
2005
Hanspeter BUBA, Jochen GRÖTZBACH und Rolf MOHNHEIM: „Nachhaltige Mobilität –
Anregungen aus kulturpolitischer Perspektive, Forschungsbericht für das Umweltministerium“.
Berlin 2005.
Das Eindringen des Autos in alle wesentlichen Bereiche der Kultur ist inzwischen selbstverständlich. Die
Strukturen der Siedlungen, die Strukturen der Wirtschaft, des individuellen Lebens, unsere Zeitstrukturen
wie unser Wertesystem würden ohne Auto vollkommen anders aussehen.
Der vorliegende Bericht präsentiert theoretische Überlegungen, Problemstellungen und empirische
Ergebnisse zu einer nachhaltigen Mobilitätskultur und führt die Erfahrungen und Argumente von Experten
verschiedener Tätigkeitsfelder zusammen. Hauptintention des Berichts ist, den Analyse- und
Interventionsrahmen im Bereich Mobilität auszuweiten und exemplarisch die Problemdefinition und
Hauptanliegen einer kulturpolitischen Position zum Thema Verkehr zu skizzieren. Er tut dies am Beispiel
der Auswirkungen gesellschaftlicher Entwicklungen und sozialer Differenzierungen (Lebensstile,
Lebensformen) auf Verkehr, rekonstruiert Prozesse symbolischer Vermittlung von Mobilität und zeigt
Möglichkeiten, alternative Formen symbolischer Aktionen zur Förderung nachhal-tiger Mobilität. Weiter
werden am Beispiel des Radverkehrs Einflussfaktoren lokaler Mobilitätssysteme und die Entstehung
lokaler Mobilitätskulturen diskutiert und am Beispiel der Ökologisierung von Kindergärten sowie der
Stärkung kirchlicher Nachhaltigkeitsinitiativen überlegt, wie neue institutionelle Ansatzpunkte für
zukunftsfähige Mobilitätsformen erschlossen und anhand eines „Social Marketing“ von Nachhaltigkeit
umweltgerechte Mobilitätsformen verbreitet werden können.
Aufsätze
peer reviewed
2008
Sandra BUCHHOLZ, Dirk HOFÄCKER, Melinda MILLS, Hans-Peter BLOSSFELD, Karin KURZ
und Heather HOFMEISTER: „Life Course in the Globalization Process: The Development of
Social Inequalities in Modern Societies. A Summary of Findings from the GLOBALIFE Project.”
European Sociological Review 25 (1) (2008), 53-71.
218
Heather HOFMEISTER und André Pascal BREITENSTEIN: „Contemporary Processes of
Transnationalisation and Globalisation.” International Sociology 23 (4) (2008), 480-487.
Melinda MILLS, Hans-Peter BLOSSFELD, Sandra BUCHHOLZ, Dirk HOFÄCKER, Fabrizio
BERNARDI und Heather HOFMEISTER: „Converging Divergences? An International
Comparison of the Impact of Globalization on Industrial Relations and Employment Careers.
International Sociology 23 (4) (2008), 561-595.
2007
Hans-Peter BLOSSFELD,, Sandra BUCHHOLZ, Dirk HOFÄCKER, Heather HOFMEISTER,
Karin KURZ und Melinda MILLS: „Globalisierung und die Veränderung sozialer Ungleichheiten
in modernen Gesellschaften. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse des GLOBALIFEProjektes.” Koelner Zeitschrift fuer Soziologie und Sozialpsychologie 59 (4) (2007), 667-691.
Nina BAUR und Heather HOFMEISTER: “Some like them Hot: German’s views of male
attractiveness.” Journal of Men’s Studies. 16 (3) (2007), 280-300.
2006
Daniela GRUNOW, Heather HOFMEISTER und Sandra BUCHHOLZ: „Late 20th century
persistence and decline of the female homemaker in Germany and the United States.”
International Sociology 21(1) (2006), 101-132.
2005
Heather HOFMEISTER:„Geographic Mobility of Couples in the United States: Relocation and
Commuting Trends.” Zeitschrift für Familienforschung, Heft 2. (2005), 115-128.
Andere
2008
Hans-Peter BLOSSFELD, Dirk HOFÄCKER, Heather HOFMEISTER und Karin KURZ:
Globalisierung, Flexibilisierung und der Wandel von Lebensläufen in modernen Gesellschaften.”
Volume with selected contributions from the conference “Flexibilisierung – Folgen für Familie
und Sozialstruktur”, M. Szydlik (ed). Wiesbaden (Germany): Verlag für Sozialwissenschaften
2008.
Ilona RELIKOWSKI, Markus ZIELONKA und Heather HOFMEISTER: „Labor Market entries and
early careers in the United States of America, 1984-2002.” Young Workers, Globalization and the
Labor Market: Comparing Earls Working Life in Eleven Countries. Blossfeld, Hans-Peter, Sandra
Buchholz, Erszébet Bukodi und Karin Kurz (Hg.). Cheltenham. UK und Northampton, MA, USA:
Edward Elgar 2008.
219
2007
Heather HOFMEISTER: „Intergenerational Economic and Social Capital over the Life Course.” Pp.
42-43 in Life Course: A Handbook of Syllabi und Instructional Materials (Fourth Edition), R.
Patterson, R. Settersten, and D. Dannefer (eds). Washington, D.C. (USA): American Sociological
Association 2007.
Heather HOFMEISTER: „Gender and the Life Course: Intergenerational Relationships.” Pp. 44-47
in Life Course: A Handbook of Syllabi und Instructional Materials (Fourth Edition), R. Patterson,
R. Settersten, and D. Dannefer (eds). Washington, D.C. (USA): American Sociological
Association 2007.
Heather HOFMEISTER: „Gender and the Life Course: Couples and Mobility.” Pp. 48-50 in Life
Course: A Handbook of Syllabi und Instructional Materials (Fourth Edition), R. Patterson, R.
Settersten, and D. Dannefer (eds). Washington, D.C. (USA): American Sociological Association
2007.
Heather HOFMEISTER: „Class Discussion Topics: Approaching Assignments.” P. 207 in Life
Course: A Handbook of Syllabi und Instructional Materials (Fourth Edition), R. Patterson, R.
Settersten, and D. Dannefer (eds). Washington, D.C. (USA): American Sociological Association
2007.
Heather HOFMEISTER: „Intergenerational Interview Project.” Pp. 208-209 in Life Course: A
Handbook of Syllabi und Instructional Materials (Fourth Edition), R. Patterson, R. Settersten, and
D. Dannefer (eds). Washington, D.C. (USA): American Sociological Association 2007.
Heather HOFMEISTER: „Discussion-oriented Class Format.” Pp. 210-213 in Life Course: A
Handbook of Syllabi und Instructional Materials (Fourth Edition), R. Patterson, R. Settersten, and
D. Dannefer (eds). Washington, D.C. (USA): American Sociological Association 2007.
2006
Heather HOFMEISTER: „Women’s Employment Transitions and Mobility in the United States.”
Pp. 302–26 in Globalization, Uncertainty, and Women’s Careers: An International Comparison,
H.-P. Blossfeld and H. Hofmeister (eds). Cheltenham (UK) and Northampton, MA (USA):
Edward Elgar 2006.
Heather HOFMEISTER und Hans-Peter BLOSSFELD: „Women’s Careers in an Era of
Uncertainty: Conclusions from a 13-Country International Comparison.” Pp. 436-454 in
Globalization, Uncertainty, and Women’s Careers: An International Comparison, H.-P. Blossfeld
and H. Hofmeister (eds). Cheltenham (UK) and Northampton, MA (USA): Edward Elgar 2006.
Heather HOFMEISTER, Hans-Peter BLOSSFELD und Melinda MILLS: „Globalization,
Uncertainty and Women’s Mid-Career Life Courses: A Theoretical Framework.” Pp. 3-31 in
Globalization, Uncertainty, and Women’s Careers: An International Comparison, H.-P. Blossfeld
and H. Hofmeister (eds). Cheltenham (UK) and Northampton, MA (USA): Edward Elgar 2006.
Heather HOFMEISTER und Phyllis MOEN: „Commuting: Pragmatic Choice in Dual-Earner
Households.” In Families with Futures: A Survey of Family Studies for the 21st Century, M. W.
Karraker und J. R. Grochowski (eds). Mahwah, NJ (USA): Lawrence Erlbaum Associates,
Publishers 2006.
Johannes HUININK und Alexander RÖHLER: „Entscheidungsdilemmata in Paarbeziehungen. Eine
Methoden kombinierende Analyse standardisierter und nicht standardisierter Daten“. Pp. 4025220
4037 in Soziale Ungleichheit – Kulturelle Unterschiede, Verhandlungen des 32. Kongresses der
Deutschen Gesellschaft für Soziologie in München 2004, Karl-Siegbert Rehberg (Hrsg.),
Frankfurt: Campus 2006.
Alexander RÖHLER: „‚Work-life-balance’ ohne Erwerbsarbeit? - Arbeitslosigkeit, Männlichkeit
und Vaterrolle“. Pp. 143-154 in: Aktive Vaterschaft – Männer zwischen Familie und Beruf, H.
Werneck, M. Beham, et al. (eds.). Göttingen: Psychosozial-Verlag 2006.
David WARNER und Heather HOFMEISTER: „Late Career Transitions among Men and Women in
the United States.” Pp. 141-182 in Globalization, Uncertainty, and Late Careers in Society, H.-P.
Blossfeld, S. Buchholz, and D. Hofäcker (eds). London (UK): Routledge Advances in Sociology
Series 2006.
Working Papers
2008
Alexander RÖHLER und Heather HOFMEISTER: "Age Stratification and Gender Roles in the
German Fertility Crisis", Paper for the Conference "Fertility and Social Stratification – Germany
and Japan in Comparison", 06.11.-07.11.2008, Deutsches Institut für Japanstudien, Tokio 2008.
2007
Ilona RELINKOWSKI, Markus ZIELONKA und Heather HOFMEISTER: „Labor market entries
and early careers in the United States of America, 1984-2002” flexCAREER Working Paper No.
10, University of Bamberg (Germany) 2007.
2006
Heather HOFMEISTER: „Context Analysis: United States.” Expertise for the EU Project “Job
Mobility and Family Lives in Europe” Workpackage 2. June (2006).
Heather HOFMEISTER: „Literature on Job Mobility in the United States: State-of-the-art of
Mobility Research, Chapter 9.” Expertise for the EU Project “Job Mobility and Family Lives in
Europe” Workpackage 2. July (2006).
2005
Heather HOFMEISTER und Hans-Peter BLOSSFELD: „Mid-Career Women in Uncertain Times:
Findings and Conclusions.” GLOBALIFE Working Paper No. 59, University of Bamberg
(Germany) 2005.
Hans-Peter BLOSSFELD und Heather HOFMEISTER: „Final Report for the GLOBALIFE Project:
Five and a Half Years of International Comparative Research.” GLOBALIFE, University of
Bamberg (Germany) 2005.
Daniela GRUNOW, Heather HOFMEISTER und Sandra BUCHHOLZ: „Impacts of Family
Formation and Education on Women’s Employment Across Cohorts in West Germany and the
United States.” GLOBALIFE Working Paper No. 61, University of Bamberg (Germany) 2005.
221
David WARNER und Heather HOFMEISTER: „Change across Cohorts in the Retirement
Transition: Case Study United States.” GLOBALIFE Working Paper No. 81, University of
Bamberg (Germany) 2005.
2004
Heather HOFMEISTER: „Women’s Employment Transitions in the United States.” GLOBALIFE
Working Paper No. 56, University of Bamberg (Germany) 2004.
Hans-Peter BLOSSFELD und Heather HOFMEISTER: „Interim Report for the GLOBALIFE
Project: Five and a Half Years of International Comparative Research.” GLOBALIFE, University
of Bamberg (Germany) 2004.
DRITTMITTELPROJEKTE
2008
AntragestellerInnen: Prof. Heather HOFMEISTER, Prof. Gerd ASCHEID, Prof. Martina ZIEFLE,
Prof. Eva-Maria JAKOBS: Designer Diversity: The effects of Diversity of the Designers and
Users in the Development and Success of New Technologies, Förderer: Forenfonds,
Exzellenzinitiative, Art der Förderung: Unterstützung der Literaturanalyse, Bezahlung
wissenschaftlicher Hilfskräfte Literaturanschaffung. Bewilligungszeitraum/ Laufzeit: September
2008 – Januar 2009. Bewilligungssumme: 4500 €
Initial literature review to determine the current state of the art on the following questions: How, and in
what contexts, will a technology designer’s age, life stage, nationality, cognitive and affective state,
communication abilities, social networks, and gender play a role in the technological design and
innovation process? What are the consequences for technology development? What role do the social
differences between the designer and end user play in the design process and in the ultimate success of the
rollout of new technologies?
2006
Antragsteller: Prof. Hans-Peter BLOSSFELD (Universität Bamberg): TransEurope Research
Network: Transnationalisation and Changing Life Course Inequality in Europe, Förderer:
European Science Foundation. Laufzeit: 2006-2011. Bewilligungssumme: 450.000 €
Longitudinal studies comparing life courses and employment careers of men and women under conditions
of transnationalization in Europe.
Homepage: www.transeurope-project.org
Zugehörige Publikationen
Heather HOFMEISTER and Nadine WITT: „Breaking the Cycle“ – Gesellschaftliche Konstruktion
von Arbeit und Geschlecht in Europa. Handlungsempfehlungen für die Vereinbarkeit von Beruf
und Familie, in Die Zukunft der Arbeit in Europa. König, Helmut; Schmidt, Julia; Sicking,
Manfred (Hrsg.), Bielefeld: transcript 2009.
222
Antragsteller: Prof. Norbert F. SCHNEIDER (Universität Mainz): Job Mobility and Family Lives in
Europe. Förderer: EU 6th Framework Programme. Laufzeit: 2006-2008. Bewilligungssumme:
1.300.000 €
Cross-national study with simultaneous quantitative interviews in six European countries to identify the
scope of job-related spatial mobility in Europe and to compare impacts of the forms of job-related spatial
mobility on job careers, family careers, social networks, and psychological and social health.
Homepage: www.jobmob-and-famlives.eu
Zugehörige Publikationen
Heather HOFMEISTER: „Context Analysis: United States.” Expertise for the EU Project “Job
Mobility and Family Lives in Europe” Workpackage 2. June (2006).
Heather HOFMEISTER: „Literature on Job Mobility in the United States: State-of-the-art of
Mobility Research, Chapter 9.” Expertise for the EU Project “Job Mobility and Family Lives in
Europe” Workpackage 2. July (2006).
2005
Antragsteller: Prof. Hans-Peter BLOSSFELD (Universität Bamberg): FlexCareer Project:
Flexibility Forms at Labor Market Entry and in the Early Career. Förderer: DFG. Laufzeit: 20052007. Bewilligungssumme: 900.000 €
This longitudinal study examined the impact of rising labor market flexibility on labor market entry and
early careers of women and men in a ten-country comparison.
Homepage: www.flexcareer.de
Publikationen
Ilona RELIKOWSKI, Markus ZIELONKA und Heather HOFMEISTER: „Labor Market entries and
early careers in the United States of America, 1984-2002.” Young Workers, Globalization and the
Labor Market: Comparing Earls Working Life in Eleven Countries. Blossfeld, Hans-Peter, Sandra
Buchholz, Erszébet Bukodi und Karin Kurz (Hg.). Cheltenham. UK und Northampton, MA, USA:
Edward Elgar 2008.
Ilona RELINKOWSKI, Markus ZIELONKA und Heather HOFMEISTER: “Labor market entries
and early careers in the United States of America, 1984-2002” flexCAREER Working Paper No.
10, University of Bamberg (Germany) 2007.
Antragsteller: Prof. Hans-Peter BLOSSFELD (Universität Bamberg): GLOBALIFE: Life Courses
in the Globalization Process. Förderer:
Volkswagen Stiftung. Laufzeit:
1999-2005.
Bewilligungssumme: 1.400.000 €
This longitudinal study examined the impact of rising globalization on labor market entry exit, and early
and mid-life careers of women and men in an international (OECD-type country) comparison.
Homepage: http://www.soziologie-blossfeld.de/globalife/
223
Zugehörige Publikationen
Hans-Peter BLOSSFELD und Heather HOFMEISTER: „Globalization, Uncertainty, and Women’s
Careers: An International Comparison.“ Cheltenham, UK und Northampton, MA, USA: Edward
Elgar 2006.
Hans-Peter BLOSSFELD, Dirk HOFÄCKER, Heather HOFMEISTER und Karin KURZ:
„Globalisierung, Flexibilisierung und der Wandel von Lebensläufen in modernen Gesellschaften.”
Volume with selected contributions from the conference “Flexibilisierung – Folgen für Familie
und Sozialstruktur”, M. Szydlik (ed). Wiesbaden (Germany): Verlag für Sozialwissenschaften
2008.
Hans-Peter BLOSSFELD und Heather HOFMEISTER: „Interim Report for the GLOBALIFE
Project: Five and a Half Years of International Comparative Research.” GLOBALIFE, University
of Bamberg (Germany) 2004.
Hans-Peter BLOSSFELD und Heather HOFMEISTER: „Final Report for the GLOBALIFE Project:
Five and a Half Years of International Comparative Research.” GLOBALIFE, University of
Bamberg (Germany) 2005.
Sandra BUCHHOLZ, Dirk HOFÄCKER, Melinda MILLS, Hans-Peter BLOSSFELD, Karin KURZ
und Heather HOFMEISTER: „Life Course in the Globalization Process: The Development of
Social Inequalities in Modern Societies. A Summary of Findings from the GLOBALIFE Project.”
European Sociological Review 25 (1) (2008), 53-71.
Daniela GRUNOW, Heather HOFMEISTER und Sandra BUCHHOLZ: „Impacts of Family
Formation and Education on Women’s Employment Across Cohorts in West Germany and the
United States.” GLOBALIFE Working Paper No. 61, University of Bamberg (Germany) 2005.
Daniela GRUNOW, Heather HOFMEISTER, und Sandra BUCHHOLZ: „Late 20th century
persistence and decline of the female homemaker in Germany and the United States.”
International Sociology 21(1) (2006), 101-132.
Heather HOFMEISTER und Hans-Peter BLOSSFELD: „Mid-Career Women in Uncertain Times:
Findings and Conclusions.” GLOBALIFE Working Paper No. 59, University of Bamberg
(Germany) 2005.
Heather HOFMEISTER und Hans-Peter BLOSSFELD: „Women’s Careers in an Era of
Uncertainty: Conclusions from a 13-Country International Comparison.” Pp. 436-454 in
Globalization, Uncertainty, and Women’s Careers: An International Comparison, H.-P. Blossfeld
and H. Hofmeister (eds). Cheltenham (UK) and Northampton, MA (USA): Edward Elgar 2006.
Heather HOFMEISTER, Hans-Peter BLOSSFELD und Melinda MILLS: „Globalization,
Uncertainty and Women’s Mid-Career Life Courses: A Theoretical Framework.” Pp. 3-31 in
Globalization, Uncertainty, and Women’s Careers: An International Comparison, H.-P. Blossfeld
and H. Hofmeister (eds). Cheltenham (UK) and Northampton, MA (USA): Edward Elgar 2006.
Heather HOFMEISTER: „Women’s Employment Transitions in the United States.” GLOBALIFE
Working Paper No. 56, University of Bamberg (Germany) 2004.
Heather HOFMEISTER: „Women’s Employment Transitions and Mobility in the United States.”
Pp. 302–26 in Globalization, Uncertainty, and Women’s Careers: An International Comparison,
H.-P. Blossfeld and H. Hofmeister (eds). Cheltenham (UK) and Northampton, MA (USA):
Edward Elgar 2006.
224
Melinda MILLS, Hans-Peter BLOSSFELD, Sandra BUCHHOLZ, Dirk HOFÄCKER, Fabrizio
BERNARDI und Heather HOFMEISTER: „Converging Divergences? An International
Comparison of the Impact of Globalization on Industrial Relations and Employment Careers.
International Sociology 23 (4) (2008), 561-595.
David WARNER und Heather HOFMEISTER: „Change across Cohorts in the Retirement
Transition: Case Study United States.” GLOBALIFE Working Paper No. 81, University of
Bamberg (Germany) 2005.
David WARNER und Heather HOFMEISTER: „Late Career Transitions among Men and Women in
the United States.” Pp. 141-182 in Globalization, Uncertainty, and Late Careers in Society, H.-P.
Blossfeld, S. Buchholz, and D. Hofäcker (eds). London (UK): Routledge Advances in Sociology
Series 2006.
Andere Projekte
2008
Antragstellerin: Heather HOFMEISTER (RWTH Aachen): Titel: arce (Aachen Research
Commission for Equity) RWTH Aachen Professur-Studie; Förderer: Rektorat, RWTH Aachen;
Laufzeit: 2008-2009; Bewilligungssumme: ~20.000 €
Both extensive studies of RWTH Aachen use qualitative and quantitative data to answer the question, why
are there so few women in particular (and so many men) at RWTH Aachen in higher levels of
professorships and leadership?
Homepage: http://www.soziologie.rwth-aachen.de/ aw/cms/website/zielgruppen/gender/ forsch ungs portal
forschungs-einrichtungen/~tpi/arce/?lang=de
Zugehörige Publikationen:
Heather HOFMEISTER and Julia HAHMANN: Explaining Gender Inequalities in Organizations:
Where does the inequality creep in? “Gender and Diversity in Organizations” in Paris 15.1.2009.
Heather HOFMEISTER and Julia HAHMANN: First results, Gender Proportions in Search
Committee Stages. arce working paper 01-2008.
Antragstellerin: Heather HOFMEISTER (RWTH Aachen): Virtual Project House for Gender and
Technology Research. Förderer: Exzellenzinitiative. Laufzeit: 2 Jahre (10/2008-09/2010).
Bewilligungssumme: ~60.000 €
The Virtual Project House for Gender and Technology Research promotes a gender perspective in diverse
interdisciplinary research projects, organized via a life course lab, a technology lab, and a design lab.
Homepage:
http://www.soziologie.rwth-aachen.de/aw/cms/website/zielgruppen/gender/
forschungsportal/forschungs-einrichtungen/~tfy/virtual_projekt_house/?lang=de
Projektbearbeiterin: Sarah STOMME: UROP-Projekte. Förderer: Exzellenzinitiative. Projekt 1:
Observing Gendered Socialisation. Laufzeit: 3 Monate
Ziel dieses Forschungsprojektes war es, geschlechtsspezifische Sozialisation im Kleinkindalter zu
untersuchen. Auf Grundlage eines Beobachtungsbogens wurden auf drei Aachener Spielplätzen über einen
Zeitraum von mehreren Wochen Daten erhoben und die Interaktion zwischen Kindern und ihren
Bezugspersonen auf geschlechtsspezifische Sozialisation hin untersucht. Es sollte herausgefunden werden,
225
ob Mädchen und Jungen anders behandelt werden, also ob und wie bereits im Alter zwischen ein und drei
Jahren eine Markierung des Geschlechts von Seiten der Bezugs-personen stattfindet.
Projektbearbeiter: Winfried MARKMANN. Projekt 2: Family and Gender in Print Media. Laufzeit:
3 Monate
Im Rahmen des Forschungsprojektes soll betrachtet werden, wie die Rolle von Müttern und Vätern in
Zeitungen und Zeitschriften im Zusammenhang mit dem demographischen Wandel dargestellt wird. Mit
Hinblick auf eine notwendige Vereinbarkeit von Arbeit und Familie werden die Bilder von Mutter und
Vater und ihrer jeweiligen Geschlechterrolle betrachtet. Dabei wird der Frage nachgegangen, inwieweit
die Rollen verteilt sind und welche Erwartungen an diese gestellt werden. In diesen Zusammenhängen
ergeben sich folgende konkrete Fragen:
Was soll oder muss sich nach Meinung der Journalisten im Geschlechterverhältnis in Paarbeziehungen
und Familien verändern? Wem wird die Verantwortung für die Frage nach der Entwicklung der
Geburtenrate zugewiesen? Etwa nur den Frauen? Werden Frauen als Mütter und Männer als Väter in
ihrer Verantwortung für die Geburtenrate thematisiert? Falls dies zutrifft, werden beide gleichermaßen
thematisiert?
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Nominierung für Descartes Preis:
Das "GLOBALIFE" Projekt wurde als einer der acht Finalisten des Descartes-Preises für
Forschungszusammenarbeit der EU nominiert (07.03.2007)
Mehr Information: http://idw-online.de/pages/de/news199289
Gutachtertätigkeiten
• Social Forces
• European Sociological Review
• Social Psychology Quarterly
• Zeitschrift für Familienforschung
• Sociological Focus
• City and Community
Alexander Röhler
• FQS: Forum qualitative Sozialforschung
• Canadian Journal of Family Sociology
• International Sociology
Sonstige Aktivitäten
Heather Hofmeister (Positionen an der RWTH):
Prorektorin für Personal und wissenschaftlichen Nachwuchs
Leiterin der Genderstipendien
Exzellenzinitiative
im
Rahmen
des
Programms
„Mobilising
Berufungsbeauftragte der RWTH Aachen
Leiterin des Centers for Doctoral Studies
Jurymitglied für den Preis „FAMOS FÜR FAMILIE 2009“ des Eltern-Service-Büros
226
People“
der
Mitglied im Steuerkreis des Henry-Ford-Stipendienprogramms
Vorsitzende der Berufungskommission Techniksoziologie (2007/2008)
Mitglied des Strategiegremiums der RWTH (2007/2008)
Runder Tisch zum Thema Gender mit der Stadt Aachen (zusammen mit A. Röhler)
Alexander Röhler
Tutorienverwaltung am Institut (2007/2008)
Julia Hahmann
Fachstudienberatung am Institut (2008)
227
METHODEN DER EMPIRISCHEN SOZIALFORSCHUNG
Paul B. Hill, Kirsten Rüssmann, Manfred Romich, Andrea Altepost
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE:
•
•
•
•
Methoden der empirischen Sozialforschung
Familiensoziologie
Migrations- und Minoritätensoziologie
Allgemeine Soziologie
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien und Herausgeberwerke
2008
Rainer SCHNELL, Paul B. HILL & Elke ESSER: Methoden der empirischen Sozialforschung, 8.
Aufl. München, Oldenbourg Verlag 2008.
In diesem Lehrwerk werden folgende Verfahren und Sachverhalte der empirischen Sozialforschung in
ihrer Verbindung zur soziologischen Theorie vorgestellt: Ziel und Aufbau empirischer Sozialforschung,
historische Entwicklung, Wissenschaftstheorie, Konzeptspezifikation, Operationalisierung und Messung,
Forschungsdesign
und
Untersuchungsformen,
Auswahlverfahren,
Datenerhebungstechniken,
Datenaufbereitung sowie Datenanalyse.
Oliver Arránz BECKER: Was hält Partnerschaften zusammen? Psychologische und soziologische
Erklärungsansätze zum Erfolg von Paarbeziehungen, Wiesbaden, VS- Verlag für
Sozialwissenschaften 2008.
Die steigenden Scheidungsraten der vergangenen Jahrzehnte machen deutlich, dass es für
partnerschaftliches Glück keine Garantien gibt. Was hält Beziehungen zusammen? Welche Faktoren
tragen zum Erfolg von Partnerschaften bei, welche gefährden diesen? Auf der Suche nach Antworten
integriert der Autor in seiner Promotion Befunde und Theorien aus Familiensoziologie und Psychologie
und legt damit den Grundstein für ein disziplinenübergreifendes Theoriegebäude des
Partnerschaftserfolgs.
2007
Nina JAKOBY: (Wahl-)Verwandtschaft - Zur Erklärung verwandtschaftlichen Handelns,
Wiesbaden, VS- Verlag für Sozialwissenschaften 2007.
Verwandtschaft ist eine soziale Denk- und Handlungskategorie, die zwar im Alltag eine wichtige Rolle
spielt, die aber in der Soziologie und im speziellen Feld der Familiensoziologie eine fast vergessene
Thematik ist. Dies gilt insbesondere für die über die Kernfamilie hinausreichenden erweiterten
Familienbeziehungen. Es wird gezeigt, dass die erweiterte Verwandtschaft auch in modernen
differenzierten Gesellschaften ein bedeutsamer Bezugspunkt unseres Handelns ist. Im Unterschied zu
biologischen und juristischen Konzeptionen wird aus soziologischer Sicht verwandtschaftliches Handeln
228
als Wahlhandeln begriffen. Verwandtschaftliche Interaktionen werden gewählt und unterliegen dem
Kosten-Nutzen-Kalkül. Erst so wird erklärbar, unter welchen sozialen Bedingungen sich eine biologische
Verwandtschaft in sozialen Interaktionen manifestiert.
2006
Paul B. HILL & Johannes KOPP: Familiensoziologie; Grundlagen und theoretische Perspektiven, 4.
Aufl. Wiesbaden, VS- Verlag für Sozialwissenschaften 2006.
Ausgangspunkt des Beitrags zur historischen Entwicklung der Theorien der Familiensoziologie bilden die
Anfänge der Familienforschung im 19. Jahrhundert. Gerade die viel Beachtung findenden frühen
anthropologischen Arbeiten, aber auch die Veränderungen der (bei den entsprechenden Studien im
Mittelpunkt stehenden amerikanischen) Familie benötigten jedoch ein Beschreibungs- und Analyseschema,
das die Vielfalt interessierender Facetten handhabbar reduziert. Funktionalistische und vor allem
strukturfunktionalistische Ansätze führten hier weiter. Mit diesen theoretischen Orientierungen ging jedoch
eine gewisse Starre einher - vor allem konnten sie wichtige theoretische Fragen und Probleme nicht lösen.
Als Manifestation dieser Kritiken haben sich einerseits interaktionistische Ansätze entwickelt, die die
Konstruktion des Sozialen in der alltäglichen Interaktion in den Mittelpunkt stellen und andererseits
austauschtheoretische Modelle, die einen klaren erklärenden Mechanismus besitzen. Innerhalb der
familiensoziologischen Theoriediskussion entwickelten sich beide Ansätze parallel und mündeten in den
Versuch, formale Theoriegebäude zu konstruieren. Der Autor resümiert: Anstelle eines einheitlichen
Ansatzes kann man mit Blick auf die Arbeiten der letzten zwei oder drei Jahrzehnte von einer gewissen
Pluralität - oder je nach Perspektive sogar von einer theoretischen Beliebigkeit - sprechen.
Kirsten RÜSSMANN: Sozialstruktur und Konflikte in Partnerschaften. Eine empirische Studie zur
Auswirkung von sozial- und familienstrukturellen Merkmalen auf partnerschaftliche Konflikte,
Hamburg, Kovac Verlag 2006.
Die Promotion ‚Sozialstruktur und Konflikte in Partnerschaften’ beschäftigt sich mit der Auswirkung
verschiedener sozial- und familienstruktureller Rahmenbedingungen von Partnerschaften und Ehen (z.B.
sozioökonomischer Status, Sozialisation bzw. Aufwachsen der Partner in Ost- oder Westdeutschland,
Beziehungsdauer, Anzahl und Alter von Kindern, Geschlechtsrollenorientierung der Partner, Homogamie
der Partner in ihrer Sozialstruktur sowie auf Wert- und Einstellungsebene) auf die Entstehung von
Paarkonflikten. Eine Fokussierung auf Entstehungsgründe aus diesem Bereich begründet sich darin, dass
spezifische Charakteristika der Sozial- und Familienstruktur eines Paares als potentielle Konfliktursachen
in der bisherigen Forschung weitgehend ausgeblendet wurden und deshalb ein besonderer
Aufklärungsbedarf besteht. Konkret steht die Frage im Mittelpunkt, ob Paarkonflikte überhaupt in einem
Zusammenhang mit Merkmalen der Sozial- und Familienstruktur stehen und wenn ja, welche spezifischen
Merkmale bzw. Merkmalskonstellationen ein besonderes Risiko in Bezug auf partnerschaftliche Konflikte
generell sowie in Bezug auf Konfliktthemen aus spezifischen Bereichen (z. B. Aufteilung der Hausarbeit,
Kinderbetreuung, finanzielle Angelegenheiten, Freizeitgestaltung, emotionale Zuwendung, Werthaltungen)
darstellen.
2004
Paul B. Hill (Hrsg.): Interaktion und Kommunikation eine empirische Studie zu
Alltagsinteraktionen, Konflikten und Zufriedenheit in Partnerschaften, Würzburg, Ergon Verlag
2004.
"Der vorliegende Band untersucht Interaktions- und Kommunikationsstile in Partnerschaften und Ehen.
Erstmals konnte zu dieser Thematik repräsentatives empirisches Material für Deutschland erhoben
werden, das nunmehr einen Einblick in den alltäglichen Umgang in Partnerschaften und Ehen gewährt.
Damit wird ein Stück wissenschaftlicher Transparenz gewonnen, welches die Familiensoziologie
229
bereichert und zugleich neue oder zumindest erweiterte Erklärungsansätze empirisch prüfbar macht."
(Autorenreferat).
Inhaltsverzeichnis:
Oliver Arránz BECKER, Paul B. HILL & Kirsten RÜSSMANN: Interaktions- und
Kommunikationsstile. Theoretische Orientierungen und Forschungsmodell
Oliver Arránz BECKER & Kirsten RÜSSMANN: Die Bedeutung von Interaktionsstilen für die
Partnerschaft. Ein Überblick zum Forschungsstand
Kirsten RÜSSMANN, Oliver Arránz BECKER & Dirk KELZENBERG: Konzepte und Skalen zur
Messung des Beziehungserfolgs. Zur Entwicklung einschlägiger Instrumente
Kirsten RÜSSMANN: Sozialstruktur und Konfliktpotential in Partnerschaft und Ehe
Oliver Arránz BECKER: Soziale Determinanten und Konsequenzen partnerschaftlicher
Interaktionsstile
Kirsten RÜSSMANN & Oliver Arránz BECKER: Die Interdependenz von Sozialstruktur,
Familienzyklus, Interaktionsstil und Partnerschaftszufriedenheit
Aufsätze
2009
Andrea ALTEPOST, Oliver Arránz BECKER, Paul B. HILL & Manfred F. ROMICH: Schotten
dicht? Hochwasserschutz, Risikokommunikation und Eigenvorsorge aus sozialwissenschaftlicher
Perspektive, In: RWTH Themen, Berichte aus der Rheinisch-Westfälischen Technischen
Hochschule Aachen, 1/2009 26-28.
2008
Paul B. HILL & Johannes KOPP: Theorien der Familiensoziologie, in: Norbert F. Schneider
(Hrsg.): Lehrbuch Moderne Familiensoziologie – Theorien, Methoden, empirische Befunde,
Opladen & Farmington Hills, Barbara Budrich 2008.
Paul B. HILL & Johannes KOPP: Liebe als Tauschmedium. Intimbeziehungen aus der Sicht von
Austauschtheorie und Rational-Choice-Ansatz, in: Yvonne Niekrenz und Dirk Villány (Hrsg.):
Liebeserklärungen. Intimbeziehungen aus soziologischer Sicht, Wiesbaden, VS Verlag 2008.
Oliver Arránz BECKER & Paul B. HILL: Bildungshomogamie und Partnerschaftserfolg - eine
dyadische Analyse, in: Michael Feldhaus und Johannes Huinink (Hrsg.): Neuere Entwicklungen
in der Beziehungs- und Familienforschung, Vorstudien zum Beziehungs- und
Familienentwicklungspanel (PAIRFAM), Würzburg, Ergon Verlag 2008. (Familie und
Gesellschaft 23).
2005
K. RÜSSMANN, O. Arránz BECKER & P.B. HILL : Sozialstruktur, Interaktionsverhalten,
Konflikte und Partnerschaftszufriedenheit. In Friedrich W. Busch & Rosemarie Nave-Herz
230
(Hrsg.): Familie und Gesellschaft. Beiträge zur Familienforschung, Oldenburg, Universitätsverlag
2005.
O. Arránz BECKER, K. RÜSSMANN & P.B. HILL: Wahrnehmung und Bewältigung von
Konflikten und die Stabilität von Partnerschaften, In: Zeitschrift für Familienforschung, 17(3)
(2005), 251-278.
Paul B. HILL: Methodenprobleme in der Ehe- und Familienforschung, in: Friedrich W. Busch &
Rosemarie Nave-Herz (Hrsg.): Familie und Gesellschaft. Beiträge zur Familienforschung,
Oldenburg, Universitätsverlag 2005.
Paul B. HILL: Rezension zu Nave-Herz, Rosemarie, Ehe- und Familiensoziologie. Eine Einführung
in Geschichte, theoretische Ansätze und empirische Befunde, Weinheim 2004, in: Kölner
Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, 1 (2005).
DRITTMITTELPROJEKTE
Projektleitung: Prof. Paul B. HILL: Titel: Entwicklung eines risikobasierten
Entscheidungshilfesystems zur Identifikation von Schutzmaßnahmen bei extremen
Hochwasserereignissen – REISE / Teilprojekt im Verbundprojekt im Rahmenkonzept RIMAX
(Risikomanagement extremer Hochwasserereignisse); Förderer: BMBF; Bewilligungszeitraum:
Juli 2006 – Juni 2009; Bewilligungssumme (des Teilprojekts Soziologie): 160.000 €;
Projektmitarbeiter: Dipl.- Math. Andrea Altepost, Dr. Oliver Arránz Becker, Dr. Manfred F.
Romich
Gesamtziel der Forschungstätigkeit ist die Erarbeitung einer in sich geschlossenen und robusten Methodik
zur ereignisbezogenen und räumlichen Optimierung von technischen und organisatorischen
Hochwasserschutzmaßnahmen für extreme Hochwasserereignisse in kleinen und mittleren
Einzugsgebieten.
Existierende
interdisziplinäre
Instrumente
zur
Bewertung
von
Hochwasserschutzmaßnahmen, beispielsweise auf Kosten-Nutzen-Ebene, sollen verfeinert, den
spezifischen Randbedingungen aus dem Auftreten extremer Ereignisse angepasst und um innovative und
nachhaltige Verfahren und Werkzeuge zur Bewertung ökonomischer, ökologischer und psychosozialer
Folgen von Extremereignissen, Hochwasserschutzmaßnahmen sowie vor allem auch deren potentiellem
Versagen ergänzt werden. Unter Einbeziehung sowohl kommunaler Entscheidungsprozesse als auch der
Aspekte der Kommunikation und Akzeptanz von Risiken aus natürlichen Ereignissen und aus dem Versagen
von Schutzmaßnahmen soll durch die zu entwickelnde Methodik eine abgestufte Maßnahmenkonzeption
zum integrierten Hochwasserschutz und zur Risikominderung ermöglicht werden. Weitere Informationen
unter: http://www.iww.rwth-aachen.de/goto?uri=http://www.iww.rwth-achen.de/research/rimax/reise.html
Zugehörige Publikationen
Andrea ALTEPOST, Oliver Arránz BECKER, Paul B. HILL & Manfred F. ROMICH: Schotten
dicht? Hochwasserschutz, Risikokommunikation und Eigenvorsorge aus sozialwissenschaftlicher
Perspektive. In: RWTH Themen, 01/2009, Wasser und Leben.
Projektleitung: Prof. Paul B. HILL: Titel: Fremdenfeindliche Einstellungen in Abhängigkeit von
persönlichem Bindungsstil, sozialer Desintegration und relativer Deprivation (FEBiD); Förderer:
DFG; Bewilligungszeitraum: April 2006 – Juni 2010;Bewilligungssumme: 468.000 €;
Projektmitarbeiter: Simon Dierkes M.A ., Michaela Jüttemann M.A., Dr. Kirsten Rüssmann,
Andrea Schmidt M.A.
Im Mittelpunkt des FEBiD-Projekts steht die Annahme, dass Fremdenfeindlichkeit weder durch externale,
sozialstrukturelle noch durch internale, personenbezogene Faktoren allein determiniert ist. Ein geeigneter
Erklärungsansatz sollte daher beide dieser Faktorengruppen und deren Zusammenwirken angemessen
231
berücksichtigen. Dies geschieht im Rahmen des FEBiD-Modells, indem darin erstens der Bindungsstil als
internale Größe, zweitens soziale Desintegration als externale Größe und drittens beide Größen - also
Bindungsstil und Desintegration - in Interaktion ursächlichen Anteil daran haben, ob und inwieweit
Individuen abwertende, misstrauische oder feindselige Einstellungen gegenüber Angehörigen ethnischer
Fremdgruppen entwickeln. Besonders ausgeprägte Fremdenfeindlichkeit wird für den Fall des
gemeinsamen Vorliegens von unsicherem Bindungsstil und sozialer Desintegration erwartet. Inhaltlich neu
daran ist der Versuch, Fremdenfeindlichkeit im Rahmen einer repräsentativen, empirisch-quantitativen
Untersuchung auf Erwachsenen-Bindungsstile zurückzuführen. Die Prüfungen der ersten und der dritten
Beziehung sind demnach hauptsächliche Anliegen des Forschungsvorhabens. Durch eine weitgehende
Verwendung gängiger und bewährter Messinstrumente soll ferner die Vergleichbarkeit mit anderen
Studien, etwa dem ALLBUS 1996 und dem GMF-Survey, gewährleistet werden.
Projektleitung: Prof. Paul B. HILL: Titel: Stabilität von Partnerschaften und Ehen (STAB) /
Teilprojekt im Verbundprojekt des DFG-Schwerpunktprogramms 1161: „Beziehungs- und
Familienentwicklung“; Förderer: DFG; Bewilligungszeitraum: Mai 2004 – April 2008;
Bewilligungssumme: 171.000 €; Projektmitarbeiter: Dr. Oliver Arránz Becker
Das zentrale Ziel des aufgebauten Forschungsnetzwerks liegt in der Identifizierung und im empirischen
Nachweis generierender Prozesse, die für das Zustandekommen, für unterschiedliche Verlaufsformen
sowie für den Bestand bzw. für die Beendigung von Partnerschaften und Ehen verantwortlich sind. Hierbei
werden zum einen unterschiedliche endogene Prozesse wie das individuelle Partnersuchverhalten, die
Entscheidung zur Familiengründung oder die Bedeutung von Konflikten beschrieben; zum anderen werden
exogene Faktoren, z.B. die Bedeutung sozialer Netzwerke oder beruflicher Mobilitätsanforderungen, in
ihren Effekten auf Gestaltung und Entwicklung von Paarbeziehungen untersucht. Die Datenerhebung wird
mittels Mehrfachbefragung einer großen, repräsentativen Stichprobe („Familienpanel“) von drei
Alterskohorten erfolgen, aus denen je 4000 Befragte rekrutiert werden (N = 12.000). In der
Vorbereitungsphase, in der auch das Projekt STAB angesiedelt war, wurden standardisierte Fragebogen
entwickelt, mittels teststatistischer Verfahren evaluiert und zu einem Skaleninventar zusammengefügt. Das
hieraus resultierende Erhebungsinstrument wird dann in der auf sechs Jahre anberaumten
Hauptbefragungsphase ab 2008 in den Interviews eingesetzt (vgl. den folgenden Zeitplan). Das Projekt
STAB zielte speziell auf die Beschreibung und Erklärung der Beständigkeit von Partnerschaften und Ehen.
Als Stabilitätskriterium wurde zum einen der formale Status der Partnerschaft angesehen, der diverse
Ausprägungen aufweisen kann – zusammen vs. getrennt, verheiratet vs. geschieden etc. Zum anderen
wurde die subjektive Beziehungsstabilität als zentrales Konzept eingesetzt, das darüber hinaus
differenziertere Abstufungen zwischen hoher Stabilität und Trennung / Scheidung erlaubt.
Zugehörige Publikationen
Oliver Arránz BECKER & Paul B. Hill: Bildungshomogamie und Partnerschaftserfolg - eine
dyadische Analyse, in: Michael Feldhaus und Johannes Huinink (Hrsg.): Neuere Entwicklungen
in der Beziehungs- und Familienforschung. Vorstudien zum Beziehungs- und
Familienentwicklungspanel (PAIRFAM), Würzburg, Ergon Verlag 2008. (Familie und
Gesellschaft 23).
Projektleitung: Prof. Paul B. HILL: Titel: Studie zur Ehequalität unter Berücksichtigung der Sozialund Familienstruktur, des Konfliktpotentials und des Interaktionsverhaltens (SESKI); Förderer:
DFG; Bewilligungszeitraum: April 2001 – Februar 2005; Bewilligungssumme: 333.000 €;
Projektmitarbeiter: Dr. Oliver Arránz Becker, Dr. Kirsten Rüssmann
Im Rahmen des Forschungsprojekts SESKI wurden die Auswirkungen des Interaktionsverhaltens auf die
Beziehungsqualität und -stabilität unter Berücksichtigung von sozial- und familienstrukturellen
Merkmalen untersucht. Die Beziehungsqualität und -stabilität gelten als zentrale Moderatorvariablen, die
für eine Vielzahl von Prozessen und Entscheidungen wie z.B. Fertilität und Arbeitsteilung von großer
Bedeutung sind und damit zentrale familiensoziologische Fragestellungen betreffen. Ausgangspunkt der
232
Untersuchung bildete die aus der Austauschtheorie abgeleitete Annahme, dass sozial- und
familienstrukturelle Merkmale die Beziehungsqualität (und im Anschluss daran die Beziehungsstabilität)
über das Konfliktpotential, welches sich aus der Anzahl und der Bedeutsamkeit von Konflikten
zusammensetzt, beeinflussen. Dieser Einfluss erfolgt jedoch nicht direkt, sondern hängt entscheidend vom
Interaktionsverhalten in Konflikten ab. Grundlage für die Entwicklung eines Erklärungsmodells zu
Determinanten der Beziehungsqualität und -stabilität bildeten die Bindungs- sowie die Verhaltenstheorie,
aus denen für den Beziehungserfolg relevante Merkmale des Interaktionsverhaltens abgeleitet wurden. Zu
Beginn des Projekts wurde ein Instrument zur Erfassung von Variablen der Sozial- und Familienstruktur,
des Konfliktpotentials, des Interaktionsverhaltens sowie der Beziehungsqualität und -stabilität entwickelt
in zwei Pretests validiert. Mit diesem wurden Daten von 2041 Personen, die zum Befragungszeitpunkt in
einer festen Partnerschaft lebten, erhoben. Im Anschluss daran erfolgte eine Überprüfung der
aufgestellten Forschungshypothesen mittels uni- und multivariater Analysemethoden.
Zugehörige Publikationen
K. RÜSSMANN: Sozialstruktur und Konflikte in Partnerschaften. Eine empirische Studie zur
Auswirkung von sozial- und familienstrukturellen Merkmalen auf partnerschaftliche Konflikte.
Hamburg, Verlag Dr. Kovac 2006.
Oliver Arránz BECKER, Kirsten RÜSSMANN & Paul B. HILL: Wahrnehmung und Bewältigung
von Konflikten und die Stabilität von Partnerschaften. In: Zeitschrift für Familienforschung, 17(3)
(2005), 251-278.
Kirsten RÜSSMANN, Oliver Arránz BECKER & Paul B. HILL: Sozialstruktur,
Interaktionsverhalten, Konflikte und Partnerschaftszufriedenheit. In: Friedrich W. Busch &
Rosemarie Nave-Herz (Hrsg.): Familie und Gesellschaft. Beiträge zur Familienforschung.
Oldenburg, Universitätsverlag 2005.
Paul B. HILL (Hrsg.): Interaktion und Kommunikation. Eine empirische Studie zu
Alltagsinteraktionen, Konflikten und Zufriedenheit in Partnerschaften. Würzburg, Ergon 2004.
Oliver Arránz BECKER & Kirsten RÜSSMANN: Kinder in jungen Familien - Konfliktquelle oder
Beziehungskitt? In: André Habisch, Hans-Ludwig. Schmidt & Michael Bayer (Hrsg.):
Familienforschung interdisziplinär. Eichstätter Symposium zu Familienwissenschaften.
Grafschaft, Vektor-Verlag 2003.
Andere Projekte
Projektleitung: Dr. Kirsten RÜSSMANN: Titel: Bedarfserhebung zur Situation Alleinerziehender in
der Stadt Düren – Eine empirisch-quantitative Untersuchung; Projektpartner: Frauenbüro der
Stadt Düren, Facharbeitskreis für Alleinerziehende im Kreis Düren; Projektzeitraum: Oktober
2008 – Dezember 2009
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Frauenbüro und dem Facharbeitskreis für Alleinerziehende
der Stadt Düren durchgeführt. Ziel der Untersuchung ist eine Bedarfserhebung Alleinerziehender in der
Stadt Düren, wobei u.a. eine empirische Erfassung der spezifischen sozialen Situation Alleinerziehender,
ihrer Wünsche und der Zufriedenheit mit bestehenden zielgruppenspezifischen Angeboten erfolgen soll, um
die Situation von Ein-Eltern-Familien durch konkrete Maßnahmen zu verbessern. Hierzu wurde ein
Fragebogen entwickelt und an 2682 Alleinerziehende verschickt.
233
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Promotionen
Daniel LOIS: Eine empirische Analyse auf der Basis eines Lebensstilansatzes, Wiesbaden, VS
Verlag 2009.
Radoslaw HUTH: Rational Chioce und Altruismus: Hilfsbereitschaft am Beispiel der Teilnahme an
wissenschaftlichen Interviews 2008.
Oliver Arránz BECKER: Was hält Partnerschaften zusammen? Psychologische und soziologische
Erklärungsansätze zum Erfolg von Paarbeziehungen, Wiesbaden, VS- Verlag für
Sozialwissenschaften 2008.
Nina JAKOBY: (Wahl-)Verwandtschaft - Zur Erklärung verwandtschaftlichen Handelns,
Wiesbaden, VS- Verlag für Sozialwissenschaften 2007.
Kirsten RÜSSMANN: Sozialstruktur und Konflikte in Partnerschaften: Eine empirische Studie zur
Auswirkung von sozial- und familienstrukturellen Merkmalen auf partnerschaftliche Konflikte,
Hamburg, Kovac Verlag 2006.
Henrike WOLF: Partizipation und Lokale Agenda 21: Ein interkommunaler Vergleich aus
organisationssoziologischer Perspektive, Marburg Tectum 2005.
Carmen JANAS: Zum Wandel von Familienstrukturen. Ein deutsch-polnischer Vergleich, Mainz,
Verlag Mainz 2004.
Habilitationen
Josef WEHNER: Entzauberungen. Von der Kritik der Medien zu den Medien der Kritik 2005.
Rüdiger HAUDE: Grenzflüge. Politische Symbolik der Luftfahrt aus der Perspektive der Grenzstadt
Aachen, 1907 bis 1912,Wien Köln Weimar, Böhlau Verlag 2007.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Berufungskommissionen Vorsitz:
Soziologie mit dem Schwerpunkt Gender
Allgemeine Soziologie
Gutachtertätigkeit Zeitschriften:
•
•
•
•
Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie
Soziale Welt
Zeitschrift für Soziologie
Zeitschrift für Familienforschung
234
Gutachter:
Fachgutachter für die DFG
Fachverband:
Stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft sozialwissenschaftlicher Institute (ASI) seit
2004
Hochschule:
Prodekan für Forschung der Philosophischen Fakultät 2004 bis 2006
Dekan der Philosophischen Fakultät
Direktoriumsmitglied HUMTEC (seit 2009)
235
ALLGEMEINE SOZIOLOGIE
Thomas Kron, Lars Winter, Athanasios Karafillidis, Heidi Jörges
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Allgemeine Soziologie
Soziologische Theorien, besonders Akteur- und Systemtheorien
Philosophie der Sozialwissenschaft
Fuzzy-Logik in Soziologie
Soziale Mechanismen
Gegenwartsdiagnosen
Sozionik (Sozialsimulation, Analysen komplexer dynamischer Systeme)
Transnationaler Terrorismus
Partnerschaft und Kindheit
Soziologie der Elternschaft
Raumsoziologie
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Thomas KRON: Der komplizierte Akteur – Vorschlag für einen integralen akteurtheoretischen
Bezugsrahmen. Münster. LIT, 2005.
Ausgehend von zwei aktuellen Vorschlägen – dem „Frame-Selektion-Modell“ von Hartmut Esser und der
„Voluntaristischen Handlungstheorie“ von Richard Münch – wird in diesem Buch ein integraler
akteurtheoretischer Bezugsrahmen entwickelt. Mit Hilfe von Fuzzy-Logik und einer modularen Architektur
ist dieser Bezugsrahmen ein Angebot zur Überwindung der „multiplen Paradigmatase“ (Luhmann) für die
akteur- und handlungstheoretisch orientierte Soziologie
Peter HEDSTRÖM: Anatomie des Sozialen - Prinzipien der Analytischen Soziologie. Wiesbaden.
VS-Verlag, 2008. Übersetzt und herausgegeben von Thomas Kron. Übersetzung und
Überarbeitung des Buches von Peter Hedström: Dissecting the Social: On the Principles of
Analytical Sociology. Cambridge. Cambridge University Press, 2005.
Herausgeberschaften
Thomas KRON (Hrsg.): Lehrbuch-Reihe Soziologische Theorie. Wiesbaden: VS-Verlag (ab 2007).
In der Lehrbuchreihe werden problemorientierte Einführungen in verschiedene soziologische
Theorien vorgestellt.
Thomas KRON/Melanie REDDIG (Hrsg): Analysen des transnationalen Terrorismus. Soziologische
Perspektiven. Wiesbaden: VS-Verlag, 2007.
Der Band bringt verschiedene soziologische Ansätze zusammen, um eine möglichst kohärente Analyse des
transnationalen Terrorismus zu erstellen.
Thomas KRON/Matthias JUNGE (Hrsg.): Zygmunt Bauman. Soziologie zwischen Postmoderne,
Ethik und Gegenwartsdiagnose. Wiesbaden. VS-Verlag, 2007.
236
Der Band analysiert die Bedeutung des postmodernen Soziologen Zygmunt Bauman. Renommierte
deutsche und internationale Autoren diskutieren die zentralen Themen des Gesamtwerkes
Thomas KRON/Uwe SCHIMANK (Hrsg.): Die Gesellschaft der Literatur. Opladen: Budrich, 2004.
Bei Gegenwartsdiagnosen konkurriert die Soziologie mit anderen Disziplinen, etwa mit der Philosophie,
der Politik, der Theologie, der Kunst oder den Massenmedien. Ein weiterer Konkurrent für die Soziologie
in der Aufklärung der Gesellschaft über die Gesellschaft ist die Literatur. Literarische Interpretationen der
Gesellschaft sind weder an Aktualität, noch an Wahrheit gebunden. Und doch schaffen es bestimmte
Literaturen immer wieder, Aktualität und Wahrheit nicht nur zu integrieren, sondern sogar präziser zu
formulieren als dies Soziologen oder auch Journalisten gelingt. In dem Buch wird diese Eigenart der
Literatur zunutze gemacht und ausgewählte, nach dem Zweiten Weltkrieg entstandene literarische Werke
bzw. Autoren soziologisch bezüglich ihrer gegenwartsdiagnostischen Leistungen untersucht. Literatur ist
dabei weit gefasst – neben der literarischen Avantgarde wird auch die sogenannte „Trivial-“ oder
„Popliteratur“ einbezogen. Die leitenden Fragen sind dabei: Welche Gesellschaft wird in den Blick
genommen? Was sind die hervorgehobenen Hauptmerkmale dieser Gesellschaft? Welche Erklärungen
werden für den Zustand der Gesellschaft gegeben? Wie wird das Verhältnis von Individuum und
Gesellschaft beschrieben und erklärt?
Aufsätze in Fachzeitschriften
Thomas KRON: Die Physik sozialen Wandels. In: Hamburg Review of Social Sciences, 2007, H. 2:
1-29.
Thomas KRON: Integrale Akteurtheorie – zur Modellierung eines Bezugsrahmens für komplexe
Akteure. In: Zeitschrift für Soziologie, 2006, H. 3: 170-192.
Thomas KRON/Lars WINTER: Fuzzy Systems – Überlegungen zur Vagheit sozialer Systeme. In:
Soziale Systeme, 2005, H. 2: 370-394.
Thomas KRON: Fuzzy-Logik für die Soziologie. In: Österreichische Zeitschrift für Soziologie,
2005, H. 3: 51-89.
Thomas KRON: General Theory of Action? Inkonsistenzen in der Handlungstheorie von Hartmut
Esser. In: Zeitschrift für Soziologie, 2004, H. 3: 186-205.
Thomas KRON: Probleme der Voluntaristischen Handlungstheorie von Richard Münch. In:
Schweizerische Zeitschrift für Soziologie, 2004, H. 1: 35-58.
Thomas KRON: Ambivalenz und Entfremdung. Dialektische und abstrakte Individualisierung in
soziologischen Gegenwartsdiagnosen. In: Handlung Kultur Interpretation (Themenschwerpunkt
„Zeitdiagnostik“), 2004, H. 2: 257-286.
Lars WINTER/Rainer GRESHOFF: Was leistet eine reduktionistische evolutorische Ökonomik? In:
Erwägen, Wissen, Ethik, H. 1, 2004: 61-63.
Aufsätze in Sammelbänden
Thomas KRON: Fuzzy-Terrorism – Zur Strategie-Evolution des transnationalen Terrorismus. In:
Kron, Thomas/Melanie Reddig (Hrsg.): Analysen des transnationalen Terrorismus. Soziologische
Perspektiven. Wiesebaden. VS-Verlag, 2007: 84-121.
Thomas KRON/Melanie REDDIG: Die Kultur der Gegenwart bei Zygmunt Bauman. In: Junge,
Matthias/Thomas Kron (Hrsg.): Zygmunt Bauman: Postmoderne, Ethik, Gegenwartsdiagnose.
Wiesbaden. VS-Verlag, 2007: 401-425.
237
Thomas KRON: Zur sozionischen Notwendigkeit mechanistisch-soziologischer Erklärungen. In:
Malsch, Thomas/Marco Schmitt (Hrsg.): Reflexive soziale Mechanismen. Von soziologischen
Erklärungen zu sozionischen Modellen. Wiesbaden. VS-Verlag, 2006: 105-137.
Thomas KRON/Melanie REDDIG: Zygmunt Baumans kulturkritischer Blick. In: Moebius,
Stephan/Dirk Quadflieg (Hrsg.): Kulturtheorien der Gegenwart. Wiesbaden. VS-Verlag, 2006:
363-377.
Thomas KRON/Lars WINTER: Zum bivalenten Denken bei Niklas Luhmann, Hartmut Esser und
Max Weber. In: Greshoff, Rainer (Hrsg.): Die Integrative Sozialtheorie von Hartmut Esser im
Spiegel der Konzeptionen von Max Weber und Niklas Luhmann. Wiesbaden. VS-Verlag, 2006:
489-514.
Thomas KRON: Individualisierung – von der Entbettung über die Zumutung zur
Schaumgeborgenheit. In: Dollinger, Bernd (Hrsg.): Individualität als Risiko. Soziale Pädagogik
als Modernisierungsmanagement. Hamburg. LIT, 2006: 97-123.
Thomas KRON: Mechanistisch-soziologisches Erklärungsmodell – Auf dem Weg zu einer
„generativen Soziologie“. In: Schimank, Uwe/Rainer Greshoff (Hrsg.): Was erklärt die
Soziologie? Methodologien, Probleme, Perspektiven. Hamburg. LIT-Verlag, 2005: 172-205.
Thomas KRON: Selbstbehauptung – Zum Verlust sozialer Wertschätzung in der modernen
Gesellschaft. In: Kron, Thomas/Uwe Schimank (Hrsg.): Die Gesellschaft der Literatur. Opladen.
Budrich, 2004: 265-291.
Thomas KRON/Christian W.G. LASARCZYK: Coordination in Scaling Actor Constellations – The
Advantages of Small-World Networks. In: Florian, Michael/Klaus Fischer (Hrsg.): Socionics: Its
Contribution to the Scalability of Complex Systems. Berlin, Heidelberg. Springer, 2005: 199-217.
Athanasios KARAFILLIDIS: Alles nur Dienstleistung? Das sozialpolitische Aufgabenprofil der
Arbeitgeberverbände. In: Gegenwart und Zukunft, final report of a project on behalf of the
Arbeitgeberverbände Ruhr/Westfalen (Bochum), Witten, 2005.
Heidi JÖRGES/Lars ALBERTH: Naturalisierung und Verortung als Dispositive moderner Kindheit.
In: Rehberg, Karl-Siegbert (Hrsg.): Die Natur der Gesellschaft. Verhandlungen des 33.
Kongresses der Soziologie in Kassel 2006. Frankfurt/Main-New York: Campus, 2008, 27022708.
DRITTMITTELPROJEKTE
Thomas KRON: Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (2006 – 2007)
Thomas KRON: Untersuchungen zur Dynamik sozialer Systeme anhand der Simulation komplexer,
adaptiver Agenten (im Rahmen des DFG-Schwerpunktprogramms „Sozionik. Erforschung und
Modellierung künstlicher Sozialität“)
2000-2001 – Projekt: Grundlagen komplexer adaptiver Agenten
2001-2003 – Projekt: Modell dynamischer Netzwerkbildung
2003-2005 – Projekt: Flexible Hochschulgebühren – Eine Simulation hochschulpolitischer
Entscheidungen
Sozionik ist ein neues Forschungsfeld zwischen Soziologie und Künstlicher Intelligenz, dessen Konturen
sich erst allmählich auszuprägen beginnen. In der Sozionik geht es um die Frage, wie es möglich ist,
Vorbilder aus der sozialen Welt aufzugreifen, um daraus intelligente Computertechnologien zu entwickeln.
Die Zielsetzung des Schwerpunktprogramms ist, das Innovations- und Anwendungspotential künstlicher
238
Sozialität auszuloten und die Grundlagen für eine sozionische Technikentwicklung zu erarbeiten. Um dies
leisten zu können, ist das Forschungsfeld für eine breite Kooperation von Informatik und Soziologie und
für unterschiedliche Theorien, Methoden und Techniken zu öffnen. Dazu bedarf es der thematischen wie
auch der interdisziplinären Vernetzung durch "Tandemprojekte", die von Informatikern und Soziologen
gemeinsam verantwortet und durchgeführt werden.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Thomas Kron
Gutachter für verschiedene Fachzeitschriften (Zeitschrift für Soziologie, Soziologische Revue,
Journal of Artificial Societies and Social Simulation, Current Sociology)
Gutachter für Stiftungen (z.B. Körber-Stiftung, Thyssen-Stiftung)
239
SPRACH- UND KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT
240
DEUTSCHE PHILOLOGIE
Ludwig Jäger, Thomas Niehr, Meike Adam, Heiner Apel, Anna Bielefeld, Mareike Buss, Andreas
Corr, Julia Dobat, Gisela Fehrmann, Klaudia Grote, Paula Hesse, Wiebke Iversen, Jörg Jost, A.
Kaibel, Sabine Kortlepel, Florian Kramer, Katrin von Laguna, Erika Linz, Josefine Méndez, V.
Raithel, Horst Sieprath, M. Specht, Luise Springer, A. Straetz, Sven Trantow, Anna Valentine
Ullrich, Isa Werth
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
•
•
•
•
Allgemeine Sprachtheorie und Sprachphilosophie
Medientheorie
Gebärdensprache
NS-Fachgeschichtsschreibung
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Monographien
Ludwig JÄGER: Ferdinand de Saussure zur Einführung. Hamburg: Junius 2009 [im Druck].
Das Buch gibt eine Einführung in die Theorie des Genfer Sprachwissenschaftlers Ferdinand de Saussure.
Auf der Grundlage einer auf neuen Quellen basierten intellektuellen Biographie kontrastiert das Buch den
‚öffentlichenʻ, strukturalistischen Saussure, dessen Wirkung auf die zeitgenössische Linguistik nachhaltig
war, mit einem noch immer weithin unbekannten Autor gleichen Namens, dessen Werk aus den
vorliegenden handschriftlichen Texten und den Vorlesungsmitschriften der Genfer Schüler rekonstruiert
wird.
Thomas NIEHR: Der Streit um Migration in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine
vergleichende diskursgeschichtliche Untersuchung. Heidelberg 2004.
Ein linguistisch fundierter internationaler Vergleich öffentlichen Sprachgebrauchs. In Anlehnung an
diskursanalytische Ansätze und das Konzept der Sprachgeschichte als Mentalitätsgeschichte und in
gleichzeitiger Abgrenzung zu den Klassikern der Mentalitätsgeschichte französischer Provenienz wird ein
linguistisches Instrumentarium zur Analyse großer Textkorpora entwickelt. Der empirische Teil besteht aus
einer vergleichenden Analyse ausgewählter Zeitabschnitte der Migrationsdiskurse Deutschlands,
Österreichs und der Schweiz.
Andreas CORR: Ellipsen. Untersuchungen zu Elliptizität und elliptischem Sprachgebrauch.
Saarbrücken: VDM 2008.
Das Ziel dieser Arbeit ist eine Klärung der Frage, warum der Gegenstand ‚Ellipse‘ für die Linguistik bis
heute ein Problem darstellt. Hierbei beleuchtet der Autor zunächst den historischen Hintergrund der
aktuellen Diskussion. In einem weiterführenden Schritt wird die Vermutung zur Diskussion gestellt, dass
die Rede von elliptischem Sprachgebrauch für eine kommunikationsorientierte Sprachbetrachtung
aufschlussreich sein kann, da sie ein der Sprache wesentliches Moment zutage fördert. Um diesen Schluss
nahezulegen werden verschiedene Konzepte aus der Zeichen-, Kommunikations- und Medientheorie
aufgegriffen.
Jörg JOST: Topos und Metapher. Zur Pragmatik und Rhetorik des Verständlichmachens, Reihe
Sprache – Geschichte und Literatur, Studien zur Linguistik/Germanistik, Band 34, Heidelberg
2007.
241
Florian KRAMER: Kulturfaire Berufseignungsdiagnostik bei Gehörlosen und daraus abgeleitete
Untersuchungen zu den Unterschieden der Rechenfertigkeiten bei Gehörlosen und Hörenden.
Dissertation an der RWTH-Aachen 2007, http://darwin.bth.rwth-aachen.de/opus3/volltexte/
2007/1929/
Luise SPRINGER: Medienspezifische Sprachperformanz. Eine empirische Studie mit
Agrammatikern und Sprachgesunden, Reihe 3 Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft,
Band 117, Idstein: Schulz-Kirchner 2006.
Sven TRANTOW: Semiotik – Fallibilismus – Transzendentalpragmatik. Der Streit um die
sprachlichen Grenzen des Wissens. Saarbrücken: VDM 2008.
Wer heute - im Nachklang der linguistischen und pragmatischen Wende - wissen will, was er wissen kann,
kommt an einer Reflexion der Möglichkeiten und Voraussetzungen sprachlicher Kommunikation nicht
vorbei. Auf Basis der semiotischen Erkenntnistheorie von Charles S. Peirce diskutiert das Buch den
elementaren Zusammenhang von Sprache und Wissen. Mit dem konsequenten Fallibilismus Hans Alberts
und der Transzendentalpragmatik Karl-Otto Apels werden zwei konträre Ansätze kritisch beleuchtet,
welche beide auf ihre Weise versuchen, Peirces philosophische Position für sich in Anspruch zu nehmen.
Anna Valentine ULLRICH: Musik - Transkription - Sprache. Musikalische Bearbeitung als
Sinnerzeugung? 2005 [Magisterarbeit, seit 2006 online verfügbar unter: darwin.bth.rwth-aachen.
de/opus/volltexte].
Herausgeberwerke
Reihenherausgabe
Ludwig JÄGER: Herausgeber der Reihe „Mediologie“, Verlag Fink, München, zuvor DuMont,
Köln (seit 2002, 17 Bde.)
Zeitschriftenherausgabe
Ludwig JÄGER: Mitherausgeber der Zeitschrift „Sprache und Literatur“, Verlag Fink, München
(seit 1994)
Herausgabe von Handbüchern
Ludwig JÄGER/ Werner HOLLY/Peter KRAPP/ Samuel WEBER (Hg.): Language/Culture/
Communication. Handbuch zur Sprach- und Kommunikationswissenschaft. Berlin, New York: De
Gruyter [in progress].
Bucheditionen
Ludwig JÄGER/ Erika LINZ: Medialität und Mentalität. Theoretische und empirische Sudien zum
Verhältnis von Sprache, Subjektivität und Kognition. München: Fink 2004.
Der Aspekt des Medialen ist der blinde Fleck der Kognitionswissenschaften. Nach Jahrzehnten der
Vorherrschaft mentalistischer Geistkonzepte gewinnen Forschungsansätze an Einfluß, die unter Begriffen
wie „embodied cognition“ und „interactive mind“ die Körper- und Weltverankerung von Kognition
hervorheben. Mentalität, verstanden als Gesamtheit aller mentalen Strukturen und Prozesse, läßt sich – so
die These – nur über die Interaktionen mit Körper und Außenwelt angemessen verstehen. Weiterhin
242
undiskutiert ist bislang, ob und wenn ja inwiefern die medialen Formate, in denen sich die Interaktion
vollzieht, Einfluß auf die Kognition ausüben.
Horst WENZEL/ Ludwig JÄGER in Zusammenarbeit mit Robin Curtis und Christina Lechtermann:
Deixis und Evidenz. Freiburg i.Br.: Rombach 2008.
Die in diesem Band versammelten Beiträge, die sich alle aus verschiedenen thematischen Perspektiven mit
dem Problem von Indexikalität, Deixis und Evidenz auseinandersetzen, sind in ihrem thematischen Fokus
hervorgegangen aus der Kooperation zweier Arbeitsgruppen des SFB 447 („Kulturen des Performativen“
Berlin) auf der einen und des SFB 427 („Medien und kulturelle Kommunikation“ Köln/Aachen/Bonn) auf
der anderen Seite. Während sich das Interesse der Berliner Gruppe aus dem Horizont der Frage nach der
Funktion bildlicher, (körper-)sprachlicher und narrativer Deixis für die Konstitution von Imaginationsund Mediationsräumen in den ‚Schauräumenʻ der höfischen Literatur, der Frage also nach der Rolle
deiktischer Verfahren als Verfahren der Evidentialisierung entfaltet, wird der Arbeitshintergrund der
Kölner Gruppe durch Fragen nach der Medialität von Sprachzeichen insbesondere der
Gebärdensprachzeichen bestimmt, deren räumlich-visueller Performanzmodus in einer von Lautsprachen
signifikant verschiedenen Weise durch semiotische Eigenschaften wir Ikonizität, Indexikalität und
(blick-)deiktische Verfahren charakterisiert ist.
Ludwig JÄGER/ Gisela FEHRMANN/ Meike ADAM: Medienbewegungen. Praktiken der
Bezugnahme (Mediologie, Bd. 18), München 2008 [im Druck].
Medien nehmen intermedial Bezug aufeinander und beziehen sich in rekursiven Schleifen intramedial auf
sich selbst. Transportieren die vielfältigen Verfahren medialer Bezugnahme dabei einen
bewegungsresistenten Sinn oder erzeugen sie im Zuge ihrer Prozessierung erst Bedeutung? Lässt sich über
die medialen Praktiken der Bezugnahme ein Muster freilegen, das die Verfahrenslogik der kulturellen
Semantik bestimmt? Im Anschluss an Überlegungen zu einer Transkriptionstheorie untersucht der Band
Formen kultureller Kommunikation auf eine hnen eigene Logik der Transkription. Anhand von
Fallbeispielen aus verschiedenen Materialfeldern werden die medialen Bedingungen transkriptiver
Verfahren freigelegt und spezifiziert.
Dietrich BUSSE/ Thomas NIEHR/ Martin WENGELER: Brisante Semantik. Neuere Konzepte und
Forschungsergebnisse einer kulturwissenschaftlichen Linguistik 2005.
Festschrift für Fritz Hermanns, in der die kulturwissenschaftliche Perspektive der Sprachwissenschaft
akzentuiert wird. In drei thematischen Blöcken (Theorie und Programmatik; Sprachgeschichte des 17.-20.
Jahrhunderts; Gegenwartssprache) arbeiten die Beiträger Bedeutung und Potential einer sich als
hermeneutisch verstehenden Linguistik heraus.
Mareike BUSS/ Stephan HABSCHEID/ Sabine JAUTZ/ Frank LIEDTKE/ Jan Georg
SCHNEIDER: Theatralität des sprachlichen Handelns. Eine Metaphorik zwischen Linguistik und
Kulturwissenschaften. Paderborn: Fink 2009.
Der Band geht zurück auf die 10. Arbeitstagung Linguistische Pragmatik, die im Februar 2007 zum Thema
„Theatralität des sprachlichen Handelns“ an der Universität Siegen stattfand. Neben ausgewählten
Beiträgen zur Arbeitstagung enthält der Band auch systematisierende Rahmentexte sowie weitere Beiträge,
die gezielt für den Band eingeworben wurden. In vier thematischen Blöcken (Theatralität und Sprachspiel,
Performativität und Medialität, Inszenierung in Alltags- und Mediendiskursen, Inszenierung und
Grammatik) diskutieren die AutorInnen des Bandes die Theatermetaphorik und benachbarte Konzepte in
historischer wie in systematischer Perspektive.
243
Aufsätze
Erika LINZ/ Ludwig JÄGER: Einleitung. In: Jäger, Ludwig / Linz, Erika (2004): Medialität und
Mentalität. Theoretische und empirische Studien zum Verhältnis von Sprache, Subjektivität und
Kognition. München: Fink 2004, S. 9-14.
Ludwig JÄGER: Wieviel Sprache braucht der Geist? Mediale Konstitutionsbedingungen des
Mentalen. In: Jäger, Ludwig / Linz, Erika (2004): Medialität und Mentalität. Theoretische und
empirische Studien zum Verhältnis von Sprache, Subjektivität und Kognition. München: Fink
2004, S. 15-42.
Gisela FEHRMANN/ Ludwig JÄGER: Sprachraum - Raumsprache. Raumstrategien in
Gebärdensprachen und ihre Bedeutung für die kognitive Strukturierung. In: Jäger, Ludwig/ Linz,
Erika (2004): Medialität und Mentalität. Theoretische und empirische Studien zum Verhältnis von
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Tanner, Jakob (Hg.): Nach Feierabend 2008. Zürcher Jahrbuch für Wissensgeschichte 4: Darwin.
Zürich: Diaphanes 2008, S. 149-169 [Dieser Aufsatz wird besprochen im Feuilleton der FAZ vom
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Brisante Semantik. Neuere Konzepte und Forschungsergebnisse einer kulturwissenschaftlichen
Linguistik. Tübingen 2005, S. 169-185.
Thomas NIEHR/ Jörg BECKER: Migranten in den Medien. In: Kölnischer Kunstverein u.a. (Hrsg.):
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Überlegungen und erste Ergebnisse. In: Wengeler, Martin (Hrsg.): Sprachgeschichte als
Zeitgeschichte. Germanistische Linguistik 180-181 (2005), S. 437-468.
Thomas NIEHR: Textsortenmischung und ihre Funktion am Beispiel des Wahlmanifests der SPD.
In: Aptum 1/2006, S. 25-42.
Thomas NIEHR: Die „biographische Qualifikationsschrift“ als neue Textsorte in der politischen
Kommunikation oder: Wie qualifiziert man sich eigentlich für das Amt des Bundespräsidenten?
In: Girnth, Heiko / Spieß, Constanze (Hrsg.): Strategien politischer Kommunikation.
Pragmatische Analysen. Berlin 2006, S. 121-147.
Thomas NIEHR: Investigativer Lingualismus. Eine Replik zur Replik von Hermann Zabel. In:
Aptum 2/2006, S. 186-192.
Thomas NIEHR: „Nochmal schaue ich mir so etwas nicht an, da gehe ich lieber eine Currywurst
essen.“ Das TV-Duell Merkel/Schröder als Medienereignis. In: Schneider, Irmela / Bartz,
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Anna Valentine ULLRICH: Die badende Venus. In: Sicks, Kai Marcel / Stauff, Markus (Hrsg.):
Filmgenres: Sportfilm. Stuttgart: Reclam [erscheint]
DRITTMITTELPROJEKTE
Aachener Internetlernsoftware zur Berufsqualifizierung von Gehörlosen (AILB I), Projekt aus dem
Ausgleichsfond des BMAS, 5/2003 – 4/2006, 875.200 €
Ausbau der Aachener Internetlernsoftware zur Berufsqualifizierung von Gehörlosen (AILBII),
Projekt aus dem Ausgleichsfond des BMAS, 5/2006 – 4/2009, 880.000 €
Fit im Job, Projekt aus dem Ausgleichsfond des BMAS, 1/2008 – 8/2009, 62.000 €
FB/FK 427 „Medien und kulturelle Kommunikation“, Teilprojekt A1: Medialität und Sprachzeichen
II: Transkriptive Verfahren, Förderer: DFG, 2002-2004, 777.943 €
SFB/FK 427 „Medien und kulturelle Kommunikation“, Teilprojekt A1: Medialität und
Sprachzeichen III: Semiologische Agency, Förderer: DFG, 2005-2008, 833.200 €
250
Andere Projekte
Entwicklung eines Gebärdensprachtutors mit Feedback durch Gebärdenspracherkennung, Förderer:
IZKF „BIOMAT“ – Bereich ZNS, 2004-2006, Eigenmittel, mit Kraiss, Willmesvon Hinckeldey
Kognitive Grundlagen der Rechenverarbeitung bei gehörlosen Gebärdensprechern, Förderer: IZKF
„BIOMAT“, 2004-2006, 130.000 €, mit Willmes-von Hinckeldey, Nuerk, Huber
Neuronale Grundlagen des Satzverstehens in Laut- und Gebärdensprache, Förderer: IZKF
„BIOMAT“ – Bereich ZNS, 2004-2006, 168.115 €, mit Huber, Thron
Natural Media and Engineering: Emotion-Cognition Interactions and their Modification, DFG,
10/2008 – 10/2012, ca. 800.000 €*, mit Koch, Schneider, Habel, Huber, Willmes-von Hinckeldey,
Jarke, Prinz, Mathiak
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Dissertationen
Luise SPRINGER: Medienspezifische Sprachperformanz. Eine empirische Studie zum Einfluß von
Medialität bei Agrammatikern und Sprachgesunden; erschienen als: Medienspezifische
Sprachperformanz. Eine empirische Studie mit Agrammatikern und Sprachgesunden, Reihe 3
Beiträge zur Sprach- und Literaturwissenschaft, Band 117, Idstein: Schulz-Kirchner 2006.
Jörg JOST: Topisches und metaphorisches Verständlichmachen; erschienen als: Topos und
Metapher. Zur Pragmatik und Rhetorik des Verständlichmachens, Reihe Sprache – Geschichte und
Literatur, Studien zur Linguistik/Germanistik, Band 34, Heidelberg: Winter 2007.
Stefanie ABEL: Modellgeleitete Aphasietherapie bei lexikalischen Störungen. Konnektionistische
Diagnostik in der Benenntherapie; erschienen 2007 unter gleichem Titel bei Shaker, Aachen.
Elisabeth BIRK: Dissertation Beispiel und Regel. Zur Frage des Mustergebrauchs bei Goodman
und Wittgenstein (mündliche Doktorprüfung am 17. 7. 2007); wurde mit dem Friedrich-WilhelmPreis 2008 der RWTH Aachen ausgezeichnet
Florian KRAMER: Kulturfaire Berufseignungsdiagnostik bei Gehörlosen und daraus abgeleitete
Untersuchungen zu den Unterschieden der Rechenfertigkeiten bei Gehörlosen und Hörenden;
erschienen 2007 online unter URL: http://darwin.bth.rwthaachen.de/opus3/volltexte/2007/1929/,
URN: urn:nbn:de:hbz:82-opus-19298.
Marc Thomas SPANIOL: Informatische Methoden zur Unterstützung von Transkription,
Lokalisierung und Adressierung in kulturwissenschaftlichen Communities; erschienen 2007
online unter URL: http://darwin.bth.rwth-aachen.de/opus3/volltexte/2007/1981/, URN:
urn:nbn:de:hbz:82-opus-19814.
Habilitationen:
Jan SCHNEIDER: Spielräume der Medialität – Untersuchungen zur linguistischen
Gegenstandskonstitution; erschienen als: Spielräume der Medialität. Linguistische
Gegenstandskonstitution aus medientheoretischer und pragmatischer Perspektive, Reihe
Linguistik, Impulse &Tendenzen, Band 29, Berlin/New York: De Gruyter 2008.
251
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Ludwig Jäger
seit 1988 Wissenschaftlicher Beirat des Instituts für Deutsche Sprache, Mannheim
seit 1991 Mitglied des „Cercle Ferdinand de Saussure“, Genf
01/2003-01/2004 Visiting Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften
(IFK) Wien
seit 2006 Mitglied im Review Panel der Swiss National Science Foundation (NCCR Iconic
Criticism), Basel
seit 2007 Gewähltes Mitglied der „Société de linguistique de Paris“
seit 2007 Berufen in das „comité scientifique“ des „Institut Ferdinand de Saussure“, Paris
252
TEXTLINGUISTIK
Eva-Maria Jakobs, Jörg Jost (bis 2005), Kirsten Schindler (bis 2007), Katrin Lehnen (bis 2007),
Anne Kursten (seit 2007), Simone Wirtz (seit 2007), Michael Heuters (seit 2008)
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
(1) Technik- und Unternehmenskommunikation
(2) Textproduktion und Kommunikation im Beruf,
(3) elektronische Medien und kommunikative Usability.
Die Forschung intendiert neuer interdisziplinärer Methoden und Modelle im Grenzbereich von
Geistes-, Sozial- und Technikwissenschaften durch die Verbindung textlinguistischer Ansätze und
Verfahren mit Fragestellungen, Methoden und Modellen anderer Disziplinen und/oder ihre Modifikation und Weiterentwicklung in interdisziplinären Diskursen und Projekten. Gegenstand sind die
Konzeption, Produktion, Rezeption und Optimierung professioneller Texte, elektronischer Kommunikate und sprachlicher Anteile elektronischer Umgebungen und technischer Applikationen. Untersucht werden Fragestellungen der Experten-Experten- wie auch der Experten-Laien-Kommunikation.
(1) Technik- und Unternehmenskommunikation: Gegenstand: Formen und Strategien der aufgaben-,
adressaten- und mediengerechten Vermittlung komplexer technischer Sachverhalte für verschiedene
Zielgruppen und Zwecke (Lean Communication, Dokumentation, Softwareengineering, Berichte
etc.). Teil der Forschung ist „Kommunikation über Technik“, d.h. wie sich die Darstellung von
Technik – etwa im Web – auf Wahrnehmungen, Einstellungen und Nutzung von Technologien (wie
Mobilfunknetze) auswirken wie auch auf die Gewinnung technischen Nachwuchses. Die Professur
koordiniert den interdisziplinären Studiengang Technik-Kommunikation über fünf Fakultäten (FB
1, 4, 5, 6, 7).
(2) Textproduktion und Kommunikation im Beruf: Gegenstand: Prozesse, Methoden und Verfahren
schriftlicher Kommunikation in Domänen wie Technik, Verwaltung und Wissenschaft aus der Sicht
ihrer Modellierung. Das Forschungsinteresse gilt dem Zusammenhang von situativen Bedingungen
(Institution, Arbeitsaufgabe und -kontext), Prozessgestaltung und Produkt. Aus der Analyse domänenspezifischer Textproduktionsstrategien und Kommunikationsstörungen werden Konzepte und
Weiterbildungsangebote abgeleitet.
(3) Elektronische Medien und Usability: Gegenstand: Muster und Barrieren der Gestaltung und
Nutzung elektronischer Kommunikate (Website, Portal, User Interface technischer Geräte, elektronische Arbeitsumgebungen) sowie Profile, Anforderungen und Strategien von Nutzergruppen in
Aufgaben- und Anwendungskontexten. Von besonderem Interesse ist die Modellierung des Einflusses von Alter, Geschlecht und Vorbildung auf die Handhabung sprachlich-kommunikativer Anteile
von Technik (Bedienoberfläche, Gebrauchsanweisung, Dialoggestaltung etc.). Teil der Forschung
sind Usability-Tests, Befragungen und Produktanalysen.
AUSGEWÄHLTE PUBLIKATIONEN
Im Zeitraum 2004 bis 2008 entstanden – 40 Publikationen, 3 Studien sowie 2 Expertisen für die
Deutsche Akademie der Technikwissenschaften. 11 der 40 Publikationen sind gereviewt, viele Beiträge erschienen in hochwertigen Verlagen (de Gruyter, Springer, Narr). Die Publikationen umfas-
253
sen: 2 Monographien, 4 Sammelbände, 24 Buchbeiträge, einen Handbuchartikel sowie 10 Beiträge
in Zeitschriften und Proceedings. Vier Publikationen sind englischsprachig.
Prof. Jakobs ist Herausgeberin zweier wissenschaftlicher Buchreihen sowie Mitglied des Beirates
zweier internationaler Fachzeitschriften.
E.-M. JAKOBS: Technikakzeptanz und -teilhabe. In: Technikfolgenabschätzung Theorie und Praxis
(TaTuP) [14, 3], 2005, 68-75.
Der Beitrag diskutiert Technikakzeptanz und -teilhabe von Gymnasiasten und Technikstudierenden in ihren
Rollen als Nutzer von Technik und Techniknachwuchs. Er basiert auf einer größeren Studie zu
Technikkonzepten, -nutzung und -bewertung der Zielgruppe und ihrer Einstellung zu technischen Berufen
(n=1000).
E.-M. JAKOBS: Telefon, Email oder Fax? Medial gestützte Kommunikation in Unternehmen. In:
Perrin, D./ Kessler, H. (Hrsg.): Schreiben für’s Netz. Frankfurt/M.: VS, 2005, 23-37.
Kommunikationsprozesse am Arbeitsplatz verlaufen zunehmend medial vermittelt. Der Einsatz neuer
Technologien bringt Nutzen wie Kosten mit sich. Zu letzterem gehören wohldurchdachte Nutzungskonzepte
und Medienkompetenz. Ihre Entwicklung setzt Wissen über die Mediennutzung im Berufsalltag voraus. Der
Beitrag stellt Ergebnisse einer empirischen Studie zu diesem Thema vor. Die Ergebnisse zeigen, dass die
Wahl wie auch die Nutzung von Kommunikationsmitteln wesentlich von der Organisation der Arbeit, den
zu lösenden Aufgaben und den Beziehungen (Status) der Interagierenden abhängen. Der sprach- und
kommunikationswissenschaftlich
orientierte
Ansatz
wird
ergänzt
durch
Anleihen
bei
gegenstandsbezogenen Disziplinen wie Soziologie, Psychologie und Arbeitswissenschaft.
E.-M. JAKOBS: Bewertungsperspektiven auf Websites. In: Schütz, A./ Habscheid, St./ Holly, W./
Krems, J./ Voß, G. (Hrsg.): Neue Medien im Alltag. Befunde aus den Bereichen Arbeit, Lernen
und Freizeit. Lengerich u.a.: Papst, 2005, 71-86.
Der Beitrag diskutiert Bewertungsverfahren für Websites am Beispiel der Webauftritte von Banken.
Ausgehend von Website als Sammelbegriff für verschiedene kommunikative Gebrauchsmuster wird
diskutiert, welche Eigenschaften von Websitetypen als bewertungsrelevant gelten und woher
Bewertungssubjekte ihre Maßstäbe beziehen. Basierend auf einem handlungstheoretischen
Bewertenkonzept werden am Beispiel des ibi Website Ranking von Finanzdienstleistern die Vor- und
Nachteile disziplinenspezifisch geprägter Bewertungsverfahren genannt und Möglichkeiten eines stärker
sprach- und kommunikationswissenschaftlich geprägten Zugangs aufgezeigt.
E.-M. JAKOBS: Texte im Berufsalltag. Schreiben, um verstanden zu werden? In: Blühdorn,
H./Breindl, E./Waßner, U. H. (Hrsg.): Text – Verstehen. Grammatik und darüber hinaus. Berlin/
New York: de Gruyter: 2006, 315-331.
Der Beitrag fokussiert Textverständlichkeit aus der Sicht des Schreibens am Arbeitsplatz. Er vertritt die
These, dass es im beruflichen Alltag häufig weniger um die Verständlichkeit des Produkts geht als um
andere Ziele, wie die Absicherung des Verfassers. Die Kategorie Verständlichkeit wird status-, situationsund kontextabhängig unterschiedlich gehandhabt. Der Produktionsprozess wie auch das Produkt werden
wesentlich durch innere und äußere Bedingungen des Arbeitskontextes geprägt. An Beispielen aus
verschiedenen Berufswelten wird gezeigt, wie sich Status, Zeitdruck und psychischer Stress, subjektive
Theorien über Textfunktionen und Adressaten, Arbeitsaufgabe und -organisation sowie Tendenzen der
Arbeitswelt wie die Industrialisierung des Schreibens auf Schreibprozesse und ihre Produkte auswirken.
Sie erzeugen berufs- und domänenspezifische wie auch übergreifende Phänomene mit z.T. weitreichenden
Folgen für die Wirtschaft. Probleme entstehen vor allem bei schwierigen Themen, emotionaler
Betroffenheit, konfligierenden Zielen und Mehrfachadressierung. Die Diskussion stützt sich auf kognitivtextlinguistisch fundierte Modelle des Textproduzierens sowie 180 Interviews mit Vertretern verschiedener
beruflicher Domänen.
254
E.-M. JAKOBS: E-Health-Kommunikation. In: Gross, D./Jakobs, E.-M. (2007) (Hrsg.): E-Health
und technisierte Medizin. Neue Herausforderungen im Gesundheitswesen. Münster: Lit Verlag,
2007, 51-64
Der Beitrag thematisiert sprachlich-kommunikative Aspekte des Einsatzes elektronischer Informationsund Kommunikationstechnologien in der Medizinwirtschaft am Beispiel ausgewählter Themen:
Telemedizin, Dokumentation, Personal Health Care-Systeme. Er diskutiert aus der Sicht Angewandter
Linguistik und Kommunikationswissenschaft ausgewählte Aspekte und Fragestellungen, wie
Arbeitsprozessgestaltung (Wie verändern sich die Inhalte und Formen der Kommunikation und Interaktion
zwischen den Akteuren, z.B. Patient – medizinisches Personal oder Leistungsträger – Leistungserbringer)?
Welchen Gewinn versprechen neuartige mediale Lösungen? Wo erzeugen sie Probleme?),
Technikgestaltung (Wie müssen (medizin-)technische Mittel beschaffen sein, um akzeptiert zu werden? Wie
sehen Mensch-Maschine-Schnittstellen aus, die den Nutzer intuitiv unterstützen? Wie soll die
Kommunikation zwischen Mensch und Gerät, z. B. Pflegeroboter, aussehen?), Nutzerunterstützung (Welche
Vermittlungsleistungen helfen dem Anwender, neuartige Dienste und Geräte unaufwändig (und störfrei) für
ihre Zwecke zu nutzen? Auf welchem Niveau, in welcher Granularität und mit welchen medialen Mitteln
sollen oder müssen Informationen über hochkomplexe Technologien und medizintechnische Produkte den
Anwendern vermittelt werden?), Qualifikation der Akteure (Welche kommunikativen und medialen
Fähigkeiten benötigen die Nutzer neuartiger Technologien?).
E.-M. JAKOBS: Textproduktion und Kontext. In: Janich, N. (Hrsg.): Textlinguistik. Tübingen:
Narr, 2008, 151-16.
Der Beitrag bietet einen Überblick zu Domänenspezifik als Parameter der jüngeren
Textproduktionsforschung (Modelle und Methoden, Einfluss domänenspezifischer Bedingungen auf
textproduktives Handeln, Konsequenzen kultureller und medialer Rahmung domänenspezifischer
Textproduktionsaufgaben).
E.-M. JAKOBS: Unternehmenskommunikation. Arbeitsfelder, Trends und Defizite. In: Niemeyer,
S./ Dieckmannshenke, H. (Hrsg.): Profession und Kommunikation. Frankfurt/M.: Lang, 2008, 1331
Gegenstand des Beitrages ist ein neuartiger, prozessorientierter Ansatz der Bestimmung von
Unternehmenskommunikation, der sprach- und kommunikationswissenschaftliche Sichtweisen (MikroEbene) mit Ansätzen der Ingenieur- und Betriebswissenschaften (Lean Management, Makro-Ebene)
verbindet und aufeinander bezieht. Unternehmenskommunikation wird definiert als Gesamtheit der
sprachlich-kommunikativen Anteile und Prozesse von Aktivitäten entlang der Wertschöpfungskette in
Unternehmen und Services, von unterstützenden Aktivitäten (Administration etc.) sowie Aktivitäten des
Management und ihr Zusammenspiel. Der Ansatz betont die Relevanz der Analyse von Kooperations- und
Schnittstellenkommunikation (z.B. Vorserie – Produktion oder Vertrieb – F&E).
E.-M. JAKOBS/ K. LEHNEN: Linguistische Aspekte der Website-Evaluation. In: Androutsopoulos,
J.K./Runkehl, J./Schlobinski, P./Siever, T. (Hrsg.): Neuere Entwicklungen in der linguistischen
Internetforschung. Hildesheim: Olms 2006, 263-282
Der Beitrag diskutiert Methoden der Website-Evaluation mit einem Fokus auf Anforderungen sprachlicher
Testanteile: Formulierungsleistungen der Testenden sowie die Auswertung von Nutzer-Kommentaren mit
linguistischen Methoden (Welche Typen von Daten entstehen? Welche Rückschlüsse lassen
gesprächsanalytische Auswertungsverfahren zu?).
E.-M. JAKOBS/ K. LEHNEN (Hrsg.): Coaching und berufliches Schreiben. Frankfurt/M.: Lang
2008.
255
E.-M. JAKOBS/ K. LEHNEN/ M. ZIEFLE: Alter und Technik. Eine Studie zur altersbezogenen
Wahrnehmung und Gestaltung von Technik. Aachen: Aprimus 2008.
Die Entwicklung nutzergerecht gestalteter Technik bedingt die Kenntnis der Bedürfnisse und
Voraussetzungen der Nutzer und ihrer Kontextbedingungen. Die Studie erhebt den Einfluss von Alter,
Geschlecht, Lebensgeschichte und Generationszugehörigkeit auf die Einstellung zu Technik, ihre Nutzung
und Bewertung (Fokus: Alltagstechnik, IuK, Automobil, Medizintechnik). Die Studie basiert auf 48
leitfadengestützten Interviews mit Vertretern der Altersgruppen 55+, 65+ und 75+. Generationsbedingte
Unterschiede werden durch den Vergleich mit Daten einer Jugendstudie (Jakobs et al. 2005) geprüft. Die
Methodik verbindet sozialwissenschaftliche Methoden mit sprach- und kommunikationswissenschaftlichen
Auswertungsverfahren.
Die Studie umfasst 9 Kapitel. Kapitel 2 führt in die Problematik „Demographischer Wandel – Technik –
Altersforschung“ ein. Kapitel 3 beschreibt das Selbstverständnis der Zielgruppe: ihre Sicht auf Alter,
Lebenswünsche und -ansprüche, Altersgenossen und heranwachsende Generationen. Auffällig ist u.a. ein
stark gewandeltes Selbstverständnis älterer Frauen, die als Zielgruppe für Technik an Bedeutung
gewinnen. Kapitel 4 behandelt den Zusammenhang von Alter, Generationszugehörigkeit, Techniknutzung,
-interesse und -bewertung sowie wahrgenommener Technikkompetenz. Prägend für den Umgang mit
Technik scheint die Technik, mit der die Nutzer aufgewachsen sind; sie wird zur Bezugs- und
Vergleichsgröße, z.B. für die Bewertung technischer Entwicklungen oder als mentaler Ausgangspunkt für
das Verständnis der Funktionsweise eines Produktes. Der Zugang zu neuer Technik erfolgt tendenziell über
den Kontakt zu Jüngeren (z.B. Kinder und Enkel). Kapitel 5 skizziert das technische Umfeld der Befragten,
ihre Kaufmotive und Strategien der Technikaneignung. Die Nutzung variiert – techniktypabhängig – nach
Geschlecht und Lebenskontext. Ältere wollen das genutzte Produkt und seine Funktionalität verstehen. Als
wichtigster Zugang gilt die Produktdokumentation und ihre Qualität). Drei Kapitel behandeln ausgewählte
Technologiebereiche im Detail: die Sicht Älterer auf moderne Informations- und
Kommunikationstechnologien (Kap. 6), Automobilität und Fahrerassistenzsysteme (7) sowie
medizintechnische Produkte (Kap. 8). Die Studie schließt mit einem Ausblick auf Handlungsbedarf.
E.-M. JAKOBS/ D. PERRIN: Training of Reading and Writing. In: Handbook of Applied
Linguistics (Ed. by H. Strohner and G. Rickheit). Berlin/New York: Mouton de Gruyter, 2008,
357-391.
M. KLEMM/ E.-M.JAKOB: Das Vergnügen in und an den Medien. Interdisziplinäre Perspektiven.
Frankfurt/M.: Lang 2007.
L. REPSCHLÄGER/ M. ZIEFLE/ E.-M. JAKOBS/ S. HELLER/ K.-H. KREMPELS: Internet
application for mobility: new challenges due to an aging world. In: Proceedings of the 39th
Nordic Ergonomics Society Conference, Oct 1-3 2007, Lysekil, Sweden. Berlin, C./Bligård, L-O.
(eds.) 2007.
K. SCHINDLER/ K. LEHNEN/ E.-M. JAKOBS: Konzeptualisierung von Wissenschaft und
Kontroverse bei Schülern und Studierenden. In: Liebert, W.-A./Weitze, M.-D. (Hrsg.):
Kontroversen als Schlüssel zur Wissenschaft?. Bielefeld: transcript, 2006, 81-94.
K. SCHINDLER/ S. PIERICK/ E.-M. JAKOBS: Klar, kurz, korrekt. Anleitungen zum Schreiben für
Ingenieure. In: Fachsprache – Internationale Zeitschrift für Fachsprachenforschung, -didaktik und
Terminologie. 1-2 (2007), 26-40.
Der Beitrag stellt Teilergebnisse des Projekts „Schreiben in den Ingenieurwissenschaften“ vor. Dazu
gehört die Analyse von Ratgebern für wissenschaftliches Schreiben für Studierende und Berufsvertreter der
Ingenieurwissenschaften. Auswertungsschwerpunkte bilden das zugrundegelegte Verständnis
wissenschaftlichen Schreibens und Kommunizierens und die dahinter stehenden Konzepte, Schwerpunkte
von Empfehlungen und die Bewertung ihrer Qualität aus der Sicht textlinguistischer Modelle und
Theorien.
256
M. ZIEFLE/ P. PAPPACHAN/ E.-M. JAKOBS/ H. WALLENTOWITZ: Visual and auditory
interfaces of in-vehicle-technologies for older adults. In: Miesenberger, K. et al. (eds.): ICCHP
2008, LNCS 5105. Heidelberg: Springer 2008, 62-69
DRITTMITTELPROJEKTE
Das Drittmittelaufkommen wuchs im Berichtszeitraum kontinuierlich. Im Jahr 2008 belegte die
Professur im Drittmittelranking der Fakultät Platz 3. Das Spektrum der Drittmittelgeber umfasst
neben DFG- und BMBF-Projekten Förderer wie das Land NRW, die Exzellenzinitiative von Bund
und Ländern, öffentliche Institutionen (Akademie der Technikwissenschaft, Stiftungen) und die
Industrie (Siemens, Georgsmarienhütte). Die meisten Projekte sind dem Bereich
Technikkommunikation zuzuordnen. Eine zweite Säule der Drittmitteleinwerbung betrifft
Weiterbildungsangebote (Trainings, Seminare, Coaching) zur Kommunikation in den Natur- und
Technikwissenschaften sowie Unternehmen.
Enhancing Mobility with Aging. Adaptive Immersive Interfaces to Personal Healthcare Systems
(Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder/Project House HumTec, 2008-2013, ca. 900.000
€)
Kommunikationswissenschaftler, Psychologen, Informatiker, Architekturen und Medizintechniker
entwickeln integrative, multidisziplinäre Modelle für die Gestaltung nutzerorientierter eHealth-Systeme,
genauer: neue Konzepte für elektronische Überwachungssysteme in intelligenten Umgebungen, die
anpassungsfähig sind (Krankheitsverlauf, Situation, Lebensbedingung) und den Nutzer individuell
unterstützen. Die kommunikationswissenschaftliche Forschung fokussiert nutzer-, situations- und
techniktypspezifische
Anforderungen
der
sprachlich-kommunikativen
Gestaltung
von
Zukunftstechnologien.
HUMIC. Akzeptanzbewertung als integraler Bestandteil von Entwicklung und Ausbau komplexer
technischer Systeme. Am Beispiel Mobilfunk (Exzellenzinitiative des Bundes und der
Länder/Project House HumTec, 2009-2012, ca. 750.000 €)
Projektziel ist die Weiterentwicklung von Prozessen der Entwicklung und Umsetzung komplexer
technischer Systeme durch die Integration von Akzeptanz als prozessimmanenter Faktor. Die Entwicklung
erfolgt am Beispiel Mobilfunksysteme, der Ansatz soll grundsätzlich auf andere komplexe technische
Systeme übertragbar sein. Soziologen, Psychologen, Ethik-, Sprach- und Kommunikationswissenschaftler
entwickeln mit Ingenieurwissenschaftlern ein integratives Bewertungsmodell für komplexe technische
Systeme unter Einbeziehung technischer Systemeigenschaften. Ziel ist die Entwicklung von Ansätzen, die
mit verschiedenen, auf einander abgestimmten Methoden Bewertungen komplexer technischer Systeme
erfassen. Eine Methode ist die Rekonstruktion von Bewertungseigenschaften und -maßstäben komplexer
Technologien über den Zugriff auf sprachliche Bewertungen in Internet-Diskursen per Webmining.
IMIP: Interdisziplinäre Methoden industrieller Prozessmodellierung (BMBF, 2008-2010, ca.
418.000 €)
Das Verbundprojekt von Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Arbeitswissenschaft und Psychologie
entwickelt einen integrativen Ansatz für die Bewertung, Weiterentwicklung und Anwendung von
Prozessmodellierungen in Unternehmen. Die Erstellung und Nutzung von Prozessmodellen enthält
sprachlich-visuelle Verfahren und Mittel, die in ingenieurwissenschaftlichen Ansätzen wenig berücksichtigt
werden. Ziel des Projekts ist u.a., sprachlich-kommunikative Schwachstellen des Verfahrens zu
identifizieren und Methoden zu entwickeln, die es erlauben, Informations- und Kommunikationsverluste bei
Prozessbeschreibungen zu minimieren und Notationssysteme zu optimieren. Die Umsetzung erfolgt in
Kooperation mit einem KMU.
ipTS: Interdisziplinäres Portal für Textproduktion und Schreibforschung (DFG, 2007-2009, ca.
200.000 €)
257
Im Projekt wird ein interdisziplinäres Web-Portal für Textproduktion und Schreibforschung aufgebaut. Es
führt fachlich heterogene Literaturbestände zusammen, informiert zentral über Modelle, Methoden und
Forschungsergebnisse und bietet Überblicke zu Forschern und Institutionen. Der Nutzer wird durch
neuartige Zugriffsformen (Interaktive Forscherlandkarte, semantische Netze, domänenspezifische
Ontologien) unterstützt. Das Portal entsteht in enger Kooperation mit Experten und Fachgesellschaften
des In- und Auslandes. Die Entwicklung domänenspezifischer Ontologien erfordert die Ermittlung und
Rekonstruktion zentraler fachwissenschaftlicher Konzepte (Begriffe und ihre semantischen Relationen).
cairo – context aware intermodal routing (BMBF, 2008-2011, ca. 1.100.000 €)
Ziel des Projektverbundes von Deutsche Bahn AG, HaCon, InnoZ, RWTH und anderen Partnern ist die
Entwicklung neuartiger mobiler kontextsensitiver Kundeninformationssysteme für multimodale
Reiseszenarien (Reisen unter Nutzung verschiedener Transportsysteme). Zum Projekt gehört die
Entwicklung neuartiger Oberflächen und sprachlich-visueller Darstellungssysteme für unterschiedliche
Informationsarten und –aufgaben, ihre exemplarische Umsetzung und ihre Testung mit
Zielgruppenvertretern.
MOMOTEC. Motivation durch Modellprojekte. Zur Untersuchung der Effekte beispielhafter
Modellprojekte auf das Interesse an Technik bei Schülern und Jugendlichen (Deutsche Akademie
der Technikwissenschaften & Georgsmarienhütte Holding, 2007-2009, ca. 300.000 €)
In drei Teilprojekten wird (in Zusammenarbeit mit der Universität Stuttgart, Techniksoziologie) untersucht,
welche Faktoren und Maßnahmen nicht nur Einstellungen, sondern vor allem Entscheidungen von Kindern
und Jugendlichen für oder gegen ein Engagement in der Technik maßgeblich beeinflussen. Ein Teilprojekt
ist als Interviewstudie mit 12-jährigen Schülern, Eltern und Lehrern angelegt, deren Ergebnisse
gesprächsanalytisch ausgewertet werden. Das Sprechen über Technik und Ausbildung wird als Zugang zu
mentalen Konzepten und Einstellungen genutzt. Die Ergebnisse werden in einer Monographie dargestellt,
die 2009 erscheint.
TEKLA. Technik-Kultur-Alter. Zukunftstechnologien für Mobilität und Gesundheit (Ministerium
für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen; Ausschreibung: NRWExzellenzwettbewerb „Geisteswissenschaften gestalten Zukunftsperspektiven, 2005-2006, ca.
240.000 €)
Ziel des interdisziplinären Projekts (Sprach- und Kommunikationswissenschaft, Psychologie,
Kraftfahrwesen, Medizintechnik) ist die Entwicklung interdisziplinärer Ansätze für die altersgerechte
Gestaltung von Zukunftstechnologien. TEKLA geht der Frage nach, welche Anforderungen ältere
Menschen an Technik stellen und wie Technik gestaltet sein muss, um diesen Ansprüchen gerecht zu
werden. Exemplarische Anwendungsbereiche des Projekts sind Technologien für Mobilität
(Fahrerassistenz im PKW) und Gesundheit (Medizintechnik). Teil des Projektes ist die Erhebung
generationsspezifischer Technikkonzepte wie auch Wünsche an die Gestaltung von Technik, etwa
sprachlich-kommunikative Anteile (Dokumentation, Funktionsbenennung, Instruktion, Hilfen etc.).
Ausgewählte Publikationen zum Projekt
E.-M. JAKOBS/ K. LEHNEN/ M. ZIEFLE: Alter und Technik. Eine Studie zur altersbezogenen
Wahrnehmung und Gestaltung von Technik. Aachen: Aprimus 2008.
E.-M. JAKOBS/ M. ZIEFLE: What’s the problem: Age or technology? International Conference on
health care systems, Ergonomics and Patient safety (HEPS 2008).
M. ZIEFLE/ P. PAPPACHAN/ E.-M. JAKOBS/ H. WALLENTOWITZ: Visual and auditory
interfaces of in-vehicle-technologies for older adults. In: Miesenberger, K. et al. (eds.): ICCHP
2008, LNCS 5105. Heidelberg: Springer 2008, 62-69.
Siemens Schülerwettbewerb 2006/2007, 2007/2008 (Siemens AG, ca. 60.000 €)
258
Die Professur Textlinguistik koordiniert im Auftrag der Siemens AG den o.g. Wettbewerb. Er wendet sich
an Schüler und Schülerinnen der Klassenstufen 11 und 12. Austragungsorte sind die Technischen
Universitäten Aachen, Berlin und München. Der thematische Fokus des Wettbe-werbs ergibt sich mit
zentralen, die Menschheit betreffenden Themen (z.B. Wasser, Leben in Großstädten, Energie), für die
Lösungsansätze entwickelt werden sollen. Die Koordinationsstelle Technikkommunikation der RWTH
betreut die Bundesländer Hessen, NRW und Rheinland-Pfalz sowie den dazugehörigen regionalen
Wettbewerb. Bisher kamen alle nationalen Sieger des Wettbewerbs aus den in Aachen betreuten Teams.
Technophil – Technophob (VDI, VDE, 2004, ca. 32.000 €)
In der Studie wurden 500 Schülerinnen und Schüler sowie 500 Studierende der Fächer Maschinenbau und
Elektrotechnik befragt zu ihren Lebenskonzepten, zu ihrer Einstellung zu Technik sowie zu Quellen, aus
denen sie ihr technisches Wissen beziehen (Medien, Fachliteratur, Internet etc.).
Ausgewählte Publikationen zum Projekt
E.-M JAKOBS/ K. SCHINDLER/ S. STAETMANS: Technophil – technophob? Eine Studie zur
altersabhängigen Konzeptualisierung von Technik. RWTH Aachen 2005.
E.-M. JAKOBS: Technikakzeptanz und -teilhabe. In: Technikfolgenabschätzung Theorie und Praxis
(TaTuP) [14, 3], 2005, 68-75
Exzellenzinitiative: Professor Jakobs war in den Jahren 2006 und 2007 als Mitglied der
Lenkungsgruppe des Rektors an der Entwicklung und Verteidigung des Zukunftskonzeptes der
RWTH Aachen und damit des Titels Exzellenzuniversität beteiligt. Ihr spezieller Beitrag bestand
in der Konzeption und Einwerbung des Project House HumTec als institutionelle Form der
Förderung interdisziplinärer Forschung im Grenzbereich zwischen Humanities und
Ingenieurwissenschaft. Sie hat die Startphase des Projekt House als stellvertretende Direktorin
begleitet.
Andere Projekte
Die Forschungsschwerpunkte umfassen neben drittmittelfinanzierten Projekten weitere Vorhaben,
von denen im Folgenden drei kurz vorgestellt werden.
TIK - Technik im Klartext
Das Projekt lief mit großem Erfolg bis 2006. Mit ihm beschritt die RWTH neue Wege in der Vermittlung
von Wissen. Teil des Projektes war das Seminar "Popularisieren: Schreiben in Medien und Öffentlichkeit",
in dem Studierende der Technikkommunikation und Kommunikationswissenschaft Fähigkeiten und
Kenntnisse in der Berichterstattung über Technik und Technikforschung erwarben. Die Berichte über
Institute der RWTH wurden für Schülerredaktionen verfasst und bildeten einen idealen Link zu
potentiellem Nachwuchs an Schulen. Im Projekt entstand der erste bundesweite Newsletter einer
technischen Universität für Schüler und eine Online-Datenbank für Schülerzeitungen. Der
projektorientierte Ansatz verband konkrete Lehrinhalte mit zielgruppenorientierter Öffentlichkeitsarbeit.
Es wurde in enger Zusammenarbeit mit Toni Wimmer, dem Leiter der Pressestelle der RWTH Aachen,
umgesetzt. Das Projekt wurde im Jahr 2003 vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft
ausgezeichnet.
Schreiben in den Ingenieurwissenschaften
Das vom Rektorat der RWTH geförderte Projekt „Schreiben in den Ingenieurwissenschaften“ ermittelte
Anforderungsprofile schriftsprachlicher Arbeitsaufgaben in den Ingenieurwissenschaften (Studium und
Beruf). Dazu wurden Hochschullehrer, AssistentInnen und Studierende aus Instituten des Maschinenbaus
und der Elektrotechnik zu Problemen, Bedarf und Anforderungen kommunikativer Kompetenzen in
Studium und Beruf befragt. Das Projekt reagiert auf den Wandel der beruflichen Profile von
259
IngenieurInnen, u.a. in Form zunehmend kommunikativ zu bewältigender Anteile des Arbeitsalltages. Die
Befragungen wurden durch die Analyse von Schreibratgebern und die Analyse ausgewählter Textbeispiele
ergänzt. Die Ergebnisse flossen in die Entwicklung von Aus- und Weiterbildungsangeboten ein, die u.a.
Teil der Doktoranden-Ausbildung der RWTH Aachen sind.
Ausgewählte Publikationen zum Projekt
E.-M. JAKOBS/ K. SCHINDLER: Wie viel Kommunikation braucht der Ingenieur?
Ausbildungsbedarf in technischen Berufen. In: Effing, Chr./ Janich, N. (Hrsg.): Förderung der
berufsbezogenen Sprachkompetenz. Befunde und Perspektiven. Paderborn: Ernst 2006, 133-153.
K. SCHINDLER/ S. PIERICK/ E.-M. JAKOBS: Klar, kurz, korrekt. Anleitungen zum Schreiben für
Ingenieure. In: Fachsprache – Internationale Zeitschrift für Fachsprachenforschung, -didaktik und
Terminologie. 1-2 (2007), 26-40.
Schreiben im beruflichen Alltag
Das bereits vier Jahre laufende Projekt erhebt Anforderungen an schriftliche Aufgaben im Beruf. Bisher
wurden über 30 Berufsgruppen befragt. Der Datenbestand liegt inzwischen bei ca. 400 Interviews. Sie
vermitteln einen reichen Einblick in berufliche Schreibaufgaben und -kontexte, ihre Einbettung in
übergeordnete berufliche Aufgaben und ihre mediale Unterstützung. Insgesamt wird erstaunlich viel
geschrieben. Schriftliche Ausdrucksfähigkeiten entscheiden häufig über Aufstiegschancen. Das Spektrum
beruflicher Schreibaufgaben ist äußerst breit. Nur wenige dieser Aufgaben und der daraus erwachsenden
Strategien, Fähigkeiten und Verfahren sind bisher untersucht. Der europäische Raum unterscheidet sich
deutlich in seinem Ansatz von dem anglo-amerikanischen.
Ausgewählte Publikationen zum Projekt
E.-M. JAKOBS: Writing at Work. In: Jakobs, E.-M./ Lehnen, K./ Schindler, K. (Hrsg.): Schreiben
am Arbeitsplatz. Frankfurt am Main: Verlag für Sozialwissenschaften 2005, 13-40.
E.-M. JAKOBS/ K.LEHNEN: Coaching und berufliches Schreiben. Frankfurt/Main: Lang 2008.
D. PERRIN/ E.-M. JAKOBS: Training beruflicher Textkompetenz. In: Schmölzer-Eibinger, S./
Weidacher, G. (Hrsg.): Textkompetenz. Eine Schlüsselkompetenz und ihre Vermittlung. Tübingen:
Narr 2007, 181-198.
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Ein abgeschlossenes Promotionsverfahren als Erstgutachterin (s.u.) sowie die Begleitung dreier
Promotionsverfahren als Berichterin.
J. JOST: Topos und Metapher. Zur Pragmatik und Rhetorik des Verständlichmachens. Heidelberg:
Universitätsverlag Winter 2008.
Eine Mitarbeiterin der Professur Textlinguistik (Dr. Katrin Lehnen) erhielt 2007 den Ruf an die
Universität Gießen (Professur für Medienlinguistik).
Prof. Jakobs engagiert sich besonders für den hochtalentierten Nachwuchs. Sie betreut als
federführende Vertrauensdozentin die Studienstiftung des deutschen Volkes am Standort Aachen.
Die Studienstiftung zählt an der RWTH Aachen ca. 280 Stipendiaten und 15 Vertrauensdozenten.
260
ANDERE HERVORGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Prof. Jakobs ist Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften und dort aktives Mitglied der Themennetzwerke „Ausbildung und Wissensmanagement“ sowie „Informations- und
Kommunikationstechnologien“. Im Jahr 2008 wurde sie in eine vom Präsidenten der Akademie,
Prof. Milberg, geleitete Gruppe aufgenommen, die Strategien für die Nachwuchsgewinnung in den
Ingenieurwissenschaften erarbeitet. Teil der Erarbeitung waren Expertisen. Prof. Jakobs war an
zwei Expertisen beteiligt, die sich mit dem Image des Ingenieurberufs, der Kommunikation von
Technik in den Medien sowie mit Technikakzeptanz in Deutschland befassen. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2009 in einem Bildungsgipfel mit der Bundeskanzlerin und der Bundesministerin
für Bildung und Forschung vorgestellt und diskutiert.
Prof. Jakobs ist seit 2006 Direktorin des Instituts für Industriekommunikation und Fachmedien an
der RWTH Aachen.
Von 2007 bis 2009 begleitete sie als stellvertretende Direktorin die Gründung und den Aufbau des
interdisziplinären Project House „Human and Technology“ (HumTec) als Teil des Zukunftsprogramms der RWTH Aachen in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern.
Bis 2006 war sie Mitglied des Beirates der deutschen Gesellschaft für Angewandte Linguistik. Im
Jahr 2006 wurde sie als Vizepräsidentin gewählt und nahm dieses Amt bis August 2008 wahr. Teil
ihrer Aufgaben war die Vorbereitung und Durchführung des Weltkongresses für Applied Linguistics
(AILA) im August 2008 in Essen.
Prof. Jakobs ist Mitglied des Editorial Boards zweier internationaler Fachzeitschriften sowie Herausgeberin zweier wissenschaftlicher Buchreihen. Sie arbeitet u.a. als Fachgutachterin für den
Schweizer Nationalfond.
261
GERMANISTISCHE LINGUISTIK
Christian Stetter, Jan Georg Schneider, Elisabeth Birk
FORSCHUNGSSCHWERPUNKTE
• Allg. Sprach- und Schrifttheorie
• Sprachphilosophie, insbes. Philosophie der Schrift
• Medientheorie
PUBLIKATIONEN
Monographien
Christian STETTER: System und Performanz. Symboltheoretische Grundlagen von Medientheorie
und Sprachwissenschaft. Weilerswist: Velbrück 2005.
Hundert Jahre nach Saussure ist der Sprachwissenschaft ihr Gegenstand kategorial zerfallen in die
Bereiche von Sprachsystem und Performanz, die einander nicht mehr zu vermitteln sind. Mit der
kognitiven Wende der Linguistik ist dies offenkundig geworden. Die Disziplin befindet sich in einer
Grundlagenkrise. Sie wird in diesem Buch auf drei Tatbestände zurückgeführt: auf die Medienneutralität
der Theorie, auf die Vernachlässigung des Induktionsproblems und auf die Typ-Token-Problematik, die
schon die nachsaussuresche linguistischen Schulen prägt.
Dementsprechend werden in diesem Buch zunächst die medientheoretischen Grundlagen der Linguistik
erörtert und die dabei gewonnene Sicht der Dinge an einer Interpretation der Alphabetschrift bewährt.
Erstmals wohl wird hier – mit Mitteln der Symboltheorie Nelson Goodmans – der digitale Grundcharakter
dieses Schrifttypus erwiesen, damit zugleich die These vom Skriptizismus der Gegenwartslinguistik
erhärtet. Im zweiten Teil wird, darauf aufbauend, die Ausgangsthese gewonnen: Aussagen über ein
internes Sprachsystem bleiben leer, denn sie sind nicht auf die stets medial vermittelte Performanz
abbildbar. Das Sprachsystem kann somit nicht jenseits, sondern nur in der Performanz verortet werden.
Hierfür wird in den beiden abschließenden Kapiteln eine logische Deutung entwickelt: Zunächst wird die
allgemeine Repräsentation eines Sprachsystems symboltheoretisch so re-interpretiert, daß die Teil-GanzesLogik sichtbar wird, die das System konstituiert. Dies ermöglicht, in einem zweiten Schritt, die
Rekonstruktion dieser Logik. Es zeigt sich, daß diese auch der Typ-Token-Problematik zugrunde liegt,
wenn man nämlich den Typ nicht, wie Chomsky, universalienrealistisch versteht, sondern mit Goodman
nominalistisch. Mit den Mitteln des Individuenkalküls wird schließlich eine Interpretation des sprachlichen
Typs entwickelt, in der die alten Oppositionen von langue und parole, Synchronie und Diachronie
darstellbar und doch als kategoriale Widersprüche aufgehoben sind.
Damit sind für die Linguistik bislang nicht verfügbare symboltheoretische wie logische Grundlagen
gewonnen. Sie gestatten es, das Verhältnis von System und Performanz neu zu verstehen, nämlich als die
Grenzwerte ein und desselben Prozesses. Das, was wir „System“ nennen, erweist sich als das diesem
Prozeß inhärente Systematische, weil Typenbildende, das gegenüber der Performanz, dem manifeste Teil
desselben Prozesses, virtuell bleibt und gleichwohl real ist.
Jan Georg SCHNEIDER: Spielräume der Medialität. Linguistische Gegenstandskonstitution aus
medientheoretischer und pragmatischer Perspektive. Berlin / New York: de Gruyter 2008 (=
Linguistik – Impulse & Tendenzen 29). [Habilitationsschrift]
Das Buch ist ein Beitrag zur linguistischen Gegenstandskonstitution, insbesondere zum Verhältnis von
Sprachkompetenz und Medialität. Die Grundfrage lautet: Wenn es keine medienunabhängige Kompetenz
gibt, inwiefern ist die Kompetenz dann trotzdem 'frei'? – In kritischer Abgrenzung vom 'mentalistischen'
262
Kompetenzbegriff einerseits und vom Mediendeterminismus andererseits wird im Anschluss an
Wittgenstein und Hymes, auch im Anschluss an neuere medientheoretische Diskurse, die These entwickelt,
dass sich Sprachkompetenz in vielen Fällen angemessener als Sprachspielkompetenz fassen lässt. Wie sich
diese im Einzelnen ausbuchstabieren lässt, wird anhand zahlreicher Beispiele aus unterschiedlichen
Medien (gesprochene und geschriebene Sprache, computervermittelte Kommunikation, …) untersucht.
Dabei geht es immer darum zu zeigen, inwiefern der Sprachgebrauch zwar durch das jeweilige Medium
konturiert, aber nicht determiniert ist. Medien eröffnen Spielräume, und die Kompetenz der Akteure zeigt
sich darin, wie sie sich dieser Spielräume im jeweiligen kommunikativen Kontext bedienen.
Jan Georg SCHNEIDER: Wittgenstein und Platon. Sokratisch-platonische Dialektik im Lichte der
wittgensteinschen Sprachspielkonzeption. Freiburg / München: Alber 2002 (= Symposion 120).
[Dissertation] (Rezensiert in: Historiographia Linguistica XXXII.1-2 (2005), 243-247)
In diesem Buch wird der – zunächst wohl überraschende – Versuch unternommen, die im allgemeinen als
unvereinbar betrachteten philosophischen Konzeptionen Wittgensteins und Platons als weitgehend
"kompatibel" zu rekonstruieren. Die Argumentationsstrategie der Arbeit läuft darauf hinaus, die
sokratisch-platonische Dialektik in ihrer ethisch-praktischen Dimension gegen die platonistische
Vorstellung einer verdinglichenden "Ideenlehre" stark zu machen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf
der dialogischen Form des Philosophierens: Ähnlich wie Wittgenstein begreift Platons Sokrates die
Philosophie nicht so sehr als eine Lehre, sondern vielmehr als ein dialogisches Gespräch, als eine
Tätigkeit zur Klärung von Gedanken durch Klärung des Sprachgebrauchs.
Obwohl die Untersuchung historisch-hermeneutisch ansetzt, ist sie in ihrem Kern von einem
systematischen Interesse geleitet. Sie beruht auf der Überzeugung, daß Platons Texte auch für
Philosophen, die den linguistic turn mitvollzogen haben, nicht nur von historischem Wert sind. Angesichts
der zeitgenössischen Debatten um "postmoderne" Vernunftkritik, in deren Mittelpunkt die Frage nach dem
Geltungsanspruch bzw. der Reichweite des "abendländischen Rationalitätsbegriffs" steht, hält der
Verfasser eine Rehabilitierung des sokratischen lógon didónai im Lichte der Ordinary Language
Philosophy wittgensteinscher Prägung für angebracht.
Herausgebertätigkeit
Christian STETTER: Wilhelm von Humboldt. Grundzüge des allgemeinen Sprachtypus. Hgg. Von
Christian Stetter. Berlin: Philo 2004.
Erste Einzelausgabe von Humboldts systematischem Hauptwerk. Die Ausgabe enthält darüber hinaus –
gleichfalls erstmals als Einzelausgabe – den „Essai sur les langues du nouveau continent“ von 1811/12
mit einer Übersetzung, sowie Humboldts Abhandlung „Über den grammatischen Bau der chinesischen
Sprache“ und eine Einleitung des Herausgebers.
Jan Georg SCHNEIDER: Medialität und Sozialität sprachlicher Zeichen. Zeitschrift für Semiotik
30.1-2 (2008). Themenheft
Die Aufsätze dieses Themenheftes decken einerseits ein breites Spektrum an zeichenphilosophischen
Ansätzen (von der Antike bis zur Gegenwart) ab, andererseits werden sie aber auch durch eine inhaltlichsystematische Klammer zusammengehalten. Diese Klammer ließe sich in etwa folgender Frage
zusammenfassen: Welche systematische Relevanz haben die jeweils erörterten 'Klassiker' für die aktuellen,
performanzorientierten Zeichen- und Mediendiskurse?
Eine systematische Gemeinsamkeit liegt darin, dass die Beiträge allesamt die Exteriorität, die Materialität
und den sozialen Aspekt des Sprachzeichengebrauchs betonen, in diesem Sinne anti-platonistisch (aber
nicht unbedingt anti-platonisch) ausgerichtet sind und somit einen Bezug zu aktuellen Debatten um
Medialität und Performativität herstellen.
263
Mareike BUSS/Stephan HABSCHEID/Sabine JAUTZ/Frank LIEDTKE/Jan Georg SCHNEIDER
(Hgg.): Theatralität des sprachlichen Handelns. Eine Metaphorik zwischen Linguistik und
Kulturwissenschaften. München: Fink 2009.
Während ‚Theatralität‘ in den Kulturwissenschaften seit einiger Zeit zu den Schlüsselkonzepten gehört,
spielte der Begriff in der Linguistik bisher kaum eine Rolle. Ein Grund dafür ist, dass die linguistische
Pragmatik seit ihren Anfängen Teilaspekte des Gegenstandsbereichs durch verwandte Begriffsbildungen
fasst, ein anderer, dass viele Sprachwissenschaftler den weiten Begriff des kulturwissenschaftlichen
Diskurses für linguistisch nicht hinreichend operationalisierbar halten. Dagegen liegt dem vorliegenden
Band die Auffassung zugrunde, dass durch eine klärende Aufarbeitung der einschlägigen
Theorietraditionen nicht nur weite Teile der „Kommunikationslinguistik“ in einen konzisen begrifflichen
und methodologischen Zusammenhang zu bringen sind, sondern auch äußerst fruchtbare wechselseitige
Anregungen zwischen Sprach- und Kulturwissenschaften befördert werden.
In historischer und systematischer Perspektive fragen die Autoren des Bandes nach den Gründen für die
aktuelle Konjunktur der Theatermetaphorik und benachbarter Konzepte. Sie rekonstruieren den
wissenschaftsgeschichtlichen Hintergrund der Theorien und verfolgen deren Rezeption bis zur Gegenwart.
In diesem Zusammenhang werden mehrdeutige Verwendungsweisen bestimmter Benennungen systematisch
beschrieben, in größere wissenschaftshistorische Zusammenhänge eingebettet und im Verhältnis
zueinander fallbezogen präzisiert. Die einzelnen Beiträge leisten diese Arbeit, indem sie jeweils ein
bestimmtes Konzept bzw. einen Aspekt von Theatralität an einem bestimmten linguistischen Gegenstand
darstellen und erörtern.
Elisabeth BIRK, und Jan Georg SCHNEIDER (Hgg.) (im Druck): Philosophie der Schrift.
[Erscheint bei Niemeyer, Reihe Germanistische Linguistik.]
Der Band vereint Beiträge zu neueren Entwicklungen in der Schrifttheorie, vor allem aus linguistischer,
philosophischer, medientheoretischer und sprachdidaktischer Perspektive. Dabei geht es zum einen um die
Frage, mit welchen Methoden und Kategorien Schrift und Schreiben analysiert werden können und worin
sich die geschriebene Sprache medial von der gesprochenen unterscheidet. Zum anderen werden Einflüsse
des Mediums Alphabetschrift auf die historische Entwicklung dieser Disziplinen nachgezeichnet und
verschiedene Schrifttypen im Verhältnis zueinander beschrieben. Ausgangspunkt für die Beiträge waren
die schrifttheoretischen Arbeiten Christian Stetters, insbesondere seine Thesen, dass die Alphabetschrift
nicht als eine Art Lautschrift zu begreifen sei, und dass die spezifischen Eigenschaften dieses Schrifttyps
zur Genese formaler Sprachbetrachtung in Sprachwissenschaft und Philosophie entscheidend beigetragen
haben. In den Beiträgen des Bandes werden Schwierigkeiten der Orthographie-Reform ebenso reflektiert
wie didaktische Kontroversen zum Schriftspracherwerb, die Pragmatik des Schreibens ebenso wie die
Ästhetik unterschiedlicher Schriftarten.
Aufsätze
Christian STETTER: Die Grundlegung der Aristotelischen Zeichenkonzeption in der Platonischen
Dialektik. In: Zeitschrift für Semiotik, Bd. 30, 2008, S. 29 – 47.
Christian STETTER: Stimme und Schrift. In: Waltraud Wiethölter, Hans-Georg Pott und Alfred
Messerli, Hgg. (2008): Stimme und Schrift. München: Fink. S. 115 – 131.
Christian STETTER: Alphabetschrift und Sprache. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 55,
2007, Heft 1 (2007), S. 1 – 14.
Christian STETTER: Wilhelm von Humboldts „Grundzüge des allgemeinen Sprachtypus“ im
Kontext seiner Philosophie der Sprache. In: Susanne Görlitzer und Jürgen Roth, Hgg. (2007):
Wirklichkeitssinn und Allegorese. Festschrift für Hubert Ivo zum achtzigsten Geburtstag.
Münster: Monsenstein & Vannerdat. S. 21 – 41.
264
Christian STETTER: Der Begriff der Grammatik in Wittgensteins Big Typescript. In: Stefan
Majetschak, Hg. (2006): Wittgensteins ‚große Maschinenschrift’. Untersuchungen zum
philosophischen Ort des Big Typescript (TS 213) im Werk Ludwig Wittgensteins. Frankfurt a. M.
u. a.: Lang. S. 99 – 114.
Christian STETTER: Sprache und Schrift. In: Peter Eisenberg, Hg. (2006): Niemand hat das letzte
Wort. Sprache – Schrift – Orthographie. Valerio 3, 2006. Göttingen: Wallstein. S. 72 – 77.
Christian STETTER: Wittgensteins „Tractatus“ – symboltheoretisch gelesen. In: Chris Bezzel, Hg.
(2005): Sagen und Zeigen. Wittgensteins „Tractatus“, Sprache und Kunst. Berlin: Parerga. S. 55 –
78.
Christian STETTER: Bild, Diagramm, Schrift. In: Grube, Gernot, Kogge, Werner, und Krämer,
Sybille, Hgg. (2005): Schrift: Kulturtechnik zwischen Auge, Hand und Maschine. München: Fink.
S. 115 – 135.
Christian STETTER: Nach Chomsky. Überlegungen zu einer symboltheoretisch fundierten
Linguistik. In: Jürgen Fohrmann, Hg. (2004): Rhetorik. Figuration und Performanz. Stuttgart,
Weimer: Metzler. S. 193 – 218.
Jan Georg SCHNEIDER: Was ist richtiges und gutes Deutsch? Sprachratgeber auf dem Prüfstand.
[Erscheint im Themenheft "Sprachverfall?" der Zeitschrift "Der Deutschunterricht", DU 5/6 2009;
hg. von Peter Schlobinski.] (im Druck)
Jan Georg SCHNEIDER: Über den Zusammenhang von Sprachkompetenz und Medienkompetenz.
[Erscheint im Sammelband zum Themenbereich "Sprachbasierte Medienkompetenz von Kindern
und Jugendlichen" der GAL-Tagung 2007; hg. von Franc Wagner, Ulla Kleinberger und Rüdiger
Vogt.] (im Druck).
Jan Georg SCHNEIDER: Sprachkompetenz als Sprachspielkompetenz. In: Mareike Buss et al.
(Hgg.): Theatralität des sprachlichen Handelns. Eine Metaphorik zwischen Linguistik und
Kulturwissenschaften, München: Fink 2009, 59-78
Jan Georg SCHNEIDER: Medialität und Sozialität sprachlicher Zeichen. In: Zeitschrift für
Semiotik 30.1-2 (2008), 3-10.
Jan Georg SCHNEIDER: "Macht das Sinn?" – Überlegungen zur Anglizismenkritik im
Gesamtzusammenhang der populären Sprachkritik. In: Muttersprache 1 (2008), 56-71.
Jan Georg SCHNEIDER: Das Phänomen Zwiebelfisch. Bastian Sicks Sprachkritik und die Rolle
der Linguistik. In: Sprachdienst 4 (2008), 172-180.
Jan Georg SCHNEIDER: Warum die populäre Sprachkritik oft auf dem Holzweg ist. In: Dirk
Lehmanski / Michael Braun (Hgg.): Schreibbuch – das Handbuch für alle, die professionell
schreiben. Waltrop 2008: ISB-Verlag, 211-223.
Jan Georg SCHNEIDER: Sprache als kranker Organismus. Linguistische Anmerkungen zum
"Spiegel"-Titel "Rettet dem Deutsch!". In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik und Sprachkultur 1
(2007), 1-23.
Jan Georg SCHNEIDER: Gibt es nichtmediale Kommunikation? In: Zeitschrift für Angewandte
Linguistik 44 (2006), 71-90.
Jan Georg SCHNEIDER: Language and mediality. On the medial status of 'everyday language'. In:
Language & Communication 26.3-4 (2006), 331-342.
Jan Georg SCHNEIDER: Von free-floatendem Kapital, Hardlinern und Instructions. Linguistische
Anmerkungen zur populären Anglizismenkritik. In: LeO (Internet-Zeitschrift) 12 (2006).
265
Jan Georg SCHNEIDER: Erfolgreich kommunizieren. In: UmweltMagazin. Das EntscheiderMagazin für Technik und Management 1/2 (2006). Düsseldorf: Springer-VDI-Verlag, 17.
Jan Georg SCHNEIDER: Zur Normativität von Sprachregeln. Ist Sprechen 'regelgeleitetes'
Handeln? In: Zeitschrift für germanistische Linguistik 33.1 (2005), 1-24.
Jan Georg SCHNEIDER: Was ist ein sprachlicher Fehler? Anmerkungen zu populärer Sprachkritik
am Beispiel der Kolumnensammlung von Bastian Sick. In: Aptum. Zeitschrift für Sprachkritik
und Sprachkultur 2 (2005), 154-177.
Jan Georg SCHNEIDER: Die Grenzen der 'Kommunikation' – Sprache als Medium. In:
Tagungsband zur 9. Fachtagung Informations- und Kommunikationsmanagement in der Umweltund Abfallwirtschaft. Hamburg 2005, 9 pp.
Jan Georg SCHNEIDER: Die Unhintergehbarkeit der 'normalen Sprache'. Ein Beitrag zum
Medienbegriff. In: Trans Internetzeitschrift für Kulturwissenschaften 15 (2003)
http://www.inst.at/trans/15Nr/06_2/schneider15.htm.
Elisabeth BIRK: „The Use of Examples.” Paper presented at the Conference Beyond Mimesis and
Nominalism: Representation in Art and Science (London School of Economics, 22.-23. June
2006). Publikation unter: http://philsci-archive.pitt.edu/view/confandvol/bmanriaas.html.
Elisabeth BIRK, Mareike Buss: „'Keine Figuren mehr'? Die Funktion von Metaphern und
Beispielen in Ferdinand de Saussures Notes.” In: Scientia Poetica 9 (2005), S. 86-113.
Elisabeth BIRK, Hanne Birk: „'Today is going to be the longest day of my life': A Narratological
Analysis of 24.” In: G. Allrath und M. Gymnich (Hgg., 2005): Narrative Strategies in Television
Series. Houndmills, Basingstoke/New York: Palgrave Macmillan, S. 47-61.
Elisabeth BIRK, Sonja Häffner: „Was ist phonologische Bewußtheit? Schrifttheoretische Analyse
einer psychologischen Fragestellung.“ In: H.-W. Huneke (Hg., 2005): Geschriebene Sprache.
Strukturen, Erwerb, didaktische Modellbildungen. Heidelberg: Mattes, S. 53-72.
Elisabeth BIRK: „Das visuelle Zimmer. Phänomenologische Fragen in Wittgensteins
Spätphilosophie.“ In: J. Ch. Marek und M. E. Reicher (Hgg., 2004): Erfahrung und Analyse.
Beiträge des 27. Internationalen Wittgenstein Symposiums. Kirchberg am Wechsel. S. 41-43.
Übersetzungen
Roy Harris: Visuelle und verbale Mehrdeutigkeit – oder: Warum ceci niemals eine Pfeife war. Aus
dem Englischen übersetzt von Jan Georg Schneider. In: Sprache und Literatur 98 (2006), 77-91.
Roy Harris: Die integrationale Zeichenkonzeption. Aus dem Englischen übersetzt von Jan Georg
Schneider. In: Zeitschrift für Semiotik 30.1-2. Themenheft "Medialität und Sozialität sprachlicher
Zeichen" (2008), 11-28.
Mika Lätheenmäki: Zeichen, Ideologie und Bedeutung bei Valentin Voloshinov. Aus dem
Englischen übersetzt von Jan Georg Schneider. In: Zeitschrift für Semiotik 30.1-2. Themenheft
"Medialität und Sozialität sprachlicher Zeichen" (2008), 73-92.
Rezensionen, Lexikonartikel, Miszellen
Elisabeth BIRK: „Alphabetisierung.“ In: D. Burdorf, Ch. Fasbender und B. Mönninghoff (Hgg.,
2007): Metzler Literatur Lexikon. 3. überarbeitete Auflage. Stuttgart: Metzler, S. 16.
266
Elisabeth
BIRK:
Rezension
zu
Frederik
Stjernfelt,
Diagrammatology.
[http://linguistlist.org/pubs/reviews/get-review.cfm?SubID=197848].
(2008)
Jan Georg SCHNEIDER: Rezension zu Barbara Schmitz: Wittgenstein über Sprache und
Empfindung. Eine historische und systematische Darstellung. In: Historiographia Linguistica
32.1-2 (2005), 248-254
DRITTMITTELPROJEKTE
Christian STETTER: Forschungsprojekt „Sprachliche Universalien – kulturelle Differenzen.
Vergleichende Studie zur kognitiven Verarbeitung von Alphabetschrift und japanischer Schrift.“
(in Kooperation mit Prof. Ziefle, Psychologie, und Prof. Huber, Neurolinguistik; Projektleitung:
Prof. Stetter). Gefördert durch das BMBF im Rahmen des Programms „Wechselwirkungen
zwischen Natur- und Geisteswissenschaften“; Vollfinanzierung; Bewilligungszeitraum: 6/2008–
5/2011. Bewilligungssumme: EUR 506.000
Ziel des interdisziplinären Projekts, einer Kooperation zwischen der Germanistischen Linguistik (Prof. Dr.
Christian Stetter, der Neurolinguistik (Prof. Dr. Walter Huber und der Psychologie (Prof. Dr. Martina
Ziefle sowie Partnern der Universitäten Tokio und Chiba in Japan, ist es, zu eruieren, inwieweit der
Gebrauch eines Schriftsystems als Symbolsystem durch universale kognitive Mechanismen einerseits und
kulturelle Einflüsse andererseits bestimmt ist. Dafür wird eine vergleichende Analyse des deutschen
Schriftsystems als alphabetischer Orthographie und des japanischen Schriftsystems als Kombination von
Logographie und Silbenschrift durchgeführt. Eine Beschreibung, basierend auf der Symboltheorie Nelson
Goodmans, ermöglicht die Vergleichbarkeit beide Schriftsysteme jenseits der eurozentristischen
Auffassung der Schrift als Zeichensystem zweiter Ordnung. Anhand von Reaktionszeitexperimenten werden
die hier erarbeiteten, theoretisch fundierten Hypothesen experimentell überprüft und Rückschlüsse auf die
Verarbeitung der unterschiedlichen Schriftsysteme gezogen. Weiterführend bieten bildgebende Verfahren
die Möglichkeit, die jeweils angesprochenen neuralen Netzwerke zu untersuchen. Schließlich werden die
Ergebnisse in ein konnektionistisches Modell übertragen, welches eine computergestützte Simulation der
Verarbeitung innerhalb des spezifischen Symbolsystems erlaubt.
Innerhalb der dreijährigen Laufzeit des Projekts werden verschiedene internationale Workshops und
Kolloquien ausgerichtet. Das Projekt kombiniert linguistisch-philosophische mit psychologischen und
neuropsychologischen Ansätzen und bildet somit einen interdisziplinären Forschungsverbund, in dem
Geistes- und Naturwissenschaften voneinander profitieren.
Ch. STETTER/Elisabeth BIRK: Organisation von zwei internationalen Konferenzen: Nelson
Goodmans Symboltheorie. Medientheoretische und sprachphilosophische Problemstellungen am
Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Aachen (16. Mai 2007);
gefördert von der Fritz Thyssen Stiftung, Fördersumme: 4045, 22 Euro
Die Konferenz hatte die Anwendung der Goodmanschen Symboltheorie auf Kernprobleme aus den
Bereichen der Kulturtheorie, der Medientheorie und der Sprachphilosophie zum Ziel. Hier wird Goodman
bislang eher zurückhaltend rezipiert. Die Beiträge (u.a. von Catherine Elgin (Harvard), Hans Julius
Schneider (Potsdam) und Mark Textor (London)) konnten aber deutlich machen, wie fruchtbar eine
Anwendung der Goodmanschen Kategorien hier ist.
Ch. STETTER/Elisabeth BIRK: Literalisierung im Deutschen und im Japanischen. Systematische,
historische und didaktische Aspekte am Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft
und am Institut für Psychologie der RWTH Aachen (1.-4. Sept. 2004); gefördert von der WernerReimers-Stiftung, Fördersumme: 7.900 €
In Kooperation mit einer japanischen Forschergruppe und dem Institut für Psychologie der RWTH wurde
der Literalisierungsprozeß in einer Alphabetschrift (dem Deutschen) und einem Schriftsystem, das
267
logographische und sibenschriftliche Elemente verbindet (dem Japanischen), aus unterschiedlichen
Perspektiven beleuchtet: aus der Sicht
(1) der japanologischen und linguistischen Erforschung des japanischen Schriftsystems,
(2) der schriftdidaktischen Forschung,
(3) der psychologischen Leseforschung sowie
(4) einer symbol- und medientheoretischen Herangehensweise.
Damit wurden auch wesentliche Grundlagen für das laufende Drittmittelprojekt gelegt.
Jan Georg SCHNEIDER: Forschungsprojekt "Medialität und Sprachpragmatik. Untersuchungen zu
den erkenntnistheoretischen Grundlagen der Linguistik" (Projektleitung: Jan Georg Schneider);
Gefördert durch die DFG; Zeitraum: April 05-März 06; Bewilligungssumme: ca. 24.000 €;
http://gepris.dfg.de/gepris/OCTOPUS/
BETREUTE PROMOTIONEN UND HABILITATIONEN
Promotionen
2007: Elisabeth BIRK: Beispiel und Regel. Zur Frage des Mustergebrauchs bei Goodman und
Wittgenstein. (Im Druck)
2007: Sonja HÄFFNER: Universalien der Schrift und Schriftverarbeitung.
schrifttheoretischen Prämissen psychologischer Lesemodelle. (Im Druck)
Zu
den
Habilitationen
2007: Dr. Jan Georg SCHNEIDER: Spielräume der Medialität. Untersuchungen zur linguistischen
Gegenstandskonstitution. Berlin: de Gruyter 2008.
ANDERE HERAUSGEHOBENE WISSENSCHAFTLICHE LEISTUNGEN
Elisabeth Birk
Die Disseration Beispiel und Regel. Zur Frage des Mustergebrauchs bei Goodman und
Wittgenstein. wurde mit dem Friedrich-Wilhelm-Preis 2008 der RWTH Aachen ausgezeichnet.
Stipendium (Aufenthalts- und Reisekosten sowie Teilnahmebeitrag) von den Veranstaltern zur
Teilnahme am Stone Summer Theory Institute 2008: What is an Image? an der School of the Art
Institute of Chicago (13. -19. Juli 2008).]
Sonja Häffner
Einladung zur und Teilnahme an der 5th European Summerschool on Literacy Research. 23. -28.
August 2008 in Egmont aan Zee, Niederlande. Veranstalter: Ludo Verhoeven, Pieter Reitsma &
Carsten Elbro, Behavioural Science Institute, Radboud University Nijmegen
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Jan Georg Schneider
Gastherausgeber der Zeitschrift für Semiotik
Fellow beim Post-doc Summer Institute beim National Humanities Center in North Carolina (USA)
und beim Wissenschaftskolleg in Berlin: "The Con-cept of Language in the Academic
Disciplines"
Prof. Dr. Christian Stetter
Seit 2000: Gründung und Leitung (zusammen mit meinem ehemaligen Mitarbeiter Kay
Heiligenhaus M.A.) der ersten Spin-off-Gründung eines Unternehmens aus der Philosophischen
Fakultät: die semantics Kommunikationsmanagement GmbH in Aachen;
Entwicklung von Software für Kommunikations- und Literaturmanagement (in Kombination von
Linguistik, Logik und Informatik);
Seit 2000: Entwicklung des Kommunikationsmanagement-Systems Corporate Library für die
Allianz Deutschland AG, eingeführt 2005, seit 2006 Konzernstandard der ADAG;
Seit 2001: Entwicklung des Literaturdigitalisierungsverfahrens Visual Library; inzwischen genutzt
von vielen Universitäts- und Landesbibliotheken, gefördert durch die DFG.
Personalstand 2009: 20 feste Mitarbeiter, davon 15 RWTH-Absolventen (2/3 Informatik und
Informationstechnik, 1/3 Linguistik).
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