Ein Prop packen und weitergeben - Das Render

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Ein Prop packen und weitergeben - Das Render
Ein Prop packen und weitergeben
Grundsätzlich: Nur selbst erstellte Sachen dürfen von Euch weitergegeben werden. Eine fertige Pose, bei der Ihr
die Handposition verändert habt, oder das Bein ein wenig angepasst, ist NICHT selbst erstellt. Im
Grafikprogramm die Farbe der Texturen von Blau auf Rot färben ist NICHT selbst erstellt.
Wenn Ihr Texturen verwendet, achtet darauf, unter welcher Lizenz sie veröffentlicht wurden. Einige Produkte, vor
allem Merchant Skins dürfen zb. nicht für Freebies benutzt werden. Benutzt nur Texturen, deren Urheber ihr auch
identifizieren könnt. "by Google" reicht allerdings nicht, denn Google ist eine Datensammlung, kein Urheber.
Nun ist Euer Freebie aber fertig und soll verpackt werden.
DAZ bietet uns da einige sehr schöne Möglichkeiten. Damit später keine Daten verloren gehen oder es großes
Rumgesuche gibt, erstelle ich mir für jedes Produkt einen eigenen Ordner, in den ich alles abspeichere und mache ihn mit
DAZ bekannt.
free1.JPG
Da ich meine Produkte gern für DAZ Studio UND Poser anbieten möchte, muss mein neuer Ordner als DAZ STudio
Formats und als Poser Formats eingetragen sein. Beim Eintragen in die Poser Formats-Liste wird eine Fehlermeldung
auftauchen, die Ihr aber getrost ignorieren könnt.
Mein Freebie ist in diesem Fall ein Prop mit einer Textur. Damit die Textur nachher nicht verloren geht, lege ich sie in
meinem Freebie-Content-Ordner ab und zwar IMMER unter dieser Ordner-Struktur, egal um was für eine Art Objekt es
sich handelt (Prop, KLamotte, Licht, Kamera ....):
Runtime > Textures > MeinName > Produktname > Textur-Dateien
"MeinName" kann Euer Nickname sein, Euer Vendorname oder ein Realname. Es sollte nur möglichst immer der gleiche
sein, wenn Ihr mehrere Produkte erstellt. So finden Eure Kunden die Daten leichter wieder.
Produktname sollte möglichst mit dem Namen übereinstimmen, den Ihr dem Produkt verpasst habt, damit man zuordnen
kann, was zu welchem Produkt gehört.
Gebt den Textur-Dateien möglichst keine Allerweltsnamen wie Textur1.jpg. DAZ verschluckt sich bei solchen Namen gern
einmal und findet die Texturen dann nicht, obwohl sie da sind oder lädt eine andere aus einem anderen Ordner mit dem
gleichen Namen. Ich setze immer Kürzel davor.
RW_FreeVase_VaseTX1.jpg
RW steht hier für meinen Namen (Renderwelten), FreeVase ist der Name des Freebies, Vase ist das Prop und TX1 steht
für Textur 1. Bumpmap kann man ensprechend BP abkürzen, Displacement DP und Specularmap SP.
Bei Objekten wie Props oder Klamotten kann das fertige Template mitgegeben werden, damit Eure Kunden später selbst
Texturen erstellen können. Diese Templates kommen in einen eigenen Templates-Ordner, der unter folgender OrdnerStruktur liegen sollte:
Runtime > Templates > MeinName > Produktname > Template-Dateien
Zuletzt lege ich noch eine Dateistruktur an für DAZ. Wo die einzelnen Sachen hingehören, kann man sich ganz gut am
eigenen Content ablesen.
Mein Prop soll später unter "Props" im DAZ Content zu finden sein, also lege ich in meinem Freebie-Content einen Ordner
Props an.
Props > MeinName > Produktname
Alle Dinge, die Figuren zugeordent werden, wie Posen und Klamotten, gehören entsprechend in die Ordner für die
Figuren, zb.
People > Genesis 2 Female > Poses > DeinName >Produktname
People > Genesis 2 Female > Clothing > DeinName > Produktname
Texturen zu Bekleidung sollten nach Möglichkeit immer im Ordner der Klamotte landen, also zb.
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People > Genesis 2 Female > Clothing > Renderwelten > RW Wood Nymph > Materials > DeinProdukt
Nun ist der Arbeitsbereich vorbereitet und es geht in DAZ Studio weiter. Meine Freebie-Vase habe ich nach DAZ
importiert und entsprechend bearbeitet, die Texturen aus meinem Content-Ordner sind im Surface eingetragen.
Das Prop ist nun im Scene Tab angewählt und ich gehe über das Menü zum Speicherpunkt:
File > Save as > Support Asset > Figure/Prop Assets
Es geht nun das Speicherfenster auf. Suche nun den passenden Ordner auf Deinem Rechner, wo die Datei hinsoll und
vergebe einen Dateinamen.
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Nach dem Speichern geht es weiter dem entsprechenden Assets-Fenster. Bei Props und Figures gibt man hier noch
einige Daten einzutragen.
Asset Directory ist der Ordner, in den Du speicherst. Überprüfe hier immer, ob auch wirklich Dein Ordner, in den Du
speichern willst, eingetragen ist, ansonsten musst Du später Deine Daten suchen
Alle anderen Daten sollten selbsterklärend sein.
"Compress File" speichert Deine .duf in einem verschlüsselten Format ab. Praktisch, wenn man nicht möchte, das andere
sehen, was man gemacht hat. Blöd, weil man die Datei auch selbst nicht lesen kann und evtl. Fehler wie einen
Dateinamen zu einer Textur nicht mehr über den Editor ändern kann. Ob man das verschlüsselt haben möchte, muss man
im Endeffekt dann selbst entscheiden.
Mit Accept wird das Prop gespeichert.
Handelt es sich bei meinem Freebie um eine Pose, Textur oder Shader, kann ich auch direkt in der Content Library
speichern über das kleine + unten in der Ecke.
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Je nach Art des Presets gehen natürlich immer unterschiedliche Fenster auf mit unterschiedlichen Funktionen. Bei einem
Material kann man zb. auswählen, ob alle oder nur bestimmte Materialien eines Objektes gespeichert werden sollen.
Ist alles richtig gelaufen, taucht mein Freebie nun in meinem Content auf, sogar mit passendem Label
Schauen wir uns nun unseren Content-Ordner nochmal an, sehen wir einen neuen Ordner data, den DAZ angelegt hat. Er
enthält alle Objekt-Daten meines Props. Poser-Nutzer kennen das noch als .obj oder unter dem Stichwort Geometry.
Dieser Ordner ist für Props und Figures elementar wichtig, ohne ihn läuft Euer Objekt nicht. Und ganz wichtig, fummelt nie
daran herum, wenn Ihr nicht wirklich wisst, was Ihr da tut. Eine kleine Datei in deinen anderen Ordner verschoben kann
ein komplettes Outfit oder Prop unbrauchbar machen.
Nun wollte ich doch aber gern noch Poser-Dateien für mein Freebie machen. Im Fall des Props könnte ich das auch direkt
in Poser machen, aber ich gehe hier mal den allgemeinen und kürzeren Weg über die DSON-Files. Im Menü der Content
Library findet sich der Menüpunkt Create DSON-Files.
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Im folgenden Menü müssen wieder die Dateipfade überprüft werden.
Der Base-Path (1) ist der Ordner, in dem Deine DAZ-Files bereits liegen. Hier sollte in der Regel nichts zu ändern sein.
Unter (2) wird der Pfad zum Poser Format Content angegeben. Taucht dort Dein Freebie-Ordner nicht auf, hast Du
vergessen, ihn unter Poser Formats bekannt zu machen.
Bei (3) trägst Du die Struktur innerhalb der Poser-Runtime ein. Da die DAZ-Sachen in Poser noch nicht so stark
strukturiert sind wie in DAZ, wirkt der Aufbau in Poser oft chaotisch.
Ich trage da meint nur den Produktnamen ein.
Neuere Produkte für die DAZ People werden inzwischen ähnlich wie in Studio sortiert. Für ein Dress wäre die Struktur
also etwa so:
/Genesis 2 Female/Clothing/Produktname
Mit Accept werden die Daten gespeichert und in der Regel erstellt DAZ problemlos die Dateien, die dann im Contenthttps://render-atelier.de/tutorials/index.php/Entry/88-Ein-Prop-packen-und-weitergeben/
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Ordner unter Runtime>libraries zu finden sind.
Und das wars auch schon. Auf meinem Rechner kann ich mein Prop nun schon als Item in meiner Content Library
benutzten.
Damit sie nun auch für alle anderen zugänglich sind, schnappe ich mir alles, was in meinem Freebie-Content-Ordner drin
ist und verpacke es als zip mit 7-zip oder dem Windows-eigenen Tool.
Wichtig ist, das nur der Inhalt des Content-Ordners und nicht der Ordner selbst mit in der ZIP landet.
Wer möchte, kann noch eine Readme oder ein Bild dazupacken, um sein Produkt näher zu erklären oder zb. bei Texturen
notwendige Credits geben zu können.
weitere Daten
Programm:
DAZ Studio Hexagon
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