Selbstloser Einsatz für Menschen und Tiere als Bilanz Tierheim

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Selbstloser Einsatz für Menschen und Tiere als Bilanz Tierheim
Selbstloser Einsatz für Menschen und Tiere als Bilanz
Tierheim Wesendahl feiert mit Freunden 10. Geburtstag
(ws) Das konkrete Datum genommen war das 10-jährige Bestehen des Tierheims Wesendahl
am 18. Juli 2004 erreicht. Für das Geburtstagsfest steht aber schon lange das Wochenende 28.
/ 29. August fest. Zwar will sich im Team um Chefin Karin Szech angesichts tagtäglichen
Kampfes für anvertraute Menschen und Tiere Feierstimmung noch nicht so richtig einstellen,
aber die erreichte Bilanz und die unentbehrlichen tierliebenden Partner sind es Wert genug, das
Jubiläum öffentlich mit bester Laune zu würdigen. Schon damals, als ein Häuflein von
Enthusiasten mit der Urbarmachung der Tieroase begann, war der Aufbau eines Heimes für
hilfsbedürftige Tiere mehr als überfällig.
Dass sich dessen Notwendigkeit innerhalb von 10 Jahren bis ins jetzige Ausmaß potenzieren
würde, konnte seinerzeit nicht erahnt werden. Allein im Juni dieses Jahres hatte das Heim bei
längst ausgeschöpfter Kapazität beispielsweise einen Neuzugang von über 80 Tieren zu
bewältigen. Permanente Anspannung im Dienste Not leidender Tiere bis an die Grenze der
Aufopferung lässt für Karin Szech, Geschäftsführer Thomas Fritsch und engste Mitstreiter kaum
noch Zeit, um über den Jahrzehnterfolg nachzudenken. Neben beständiger Pflicht, die
tierischen Bewohner mit Futter und situationsbedingter Pflege zu umsorgen, wächst der
spontane Tag- und Nachteinsatz. Immer häufiger klingelt das Telefon, um oft kilometerweit
entfernt aufgegriffene Hunde und anderes Getier aufzunehmen. Seit Heimgründung bekamen
über 5000 ins Abseits gestoßene Tiere die Chance der Befreiung von Leid und für
weitestgehend artwürdige Unterbringung. Nüchternde Fakten widerspiegeln die große Leistung
einer kleinen, in Verein und Stiftung organisierten Menschengruppe. So ist für die öffentliche
Hand,
sprich
Kommunen,
Landkreis und Land,
gesetzlich eine
halbjährige
Aufbewahrungspflicht von Fundtieren festgelegt.
Da praktizierte Regelungen weit davon entfernt sind, entlastet das Tierheim öffentliche
Haushalte in großem Maße. Nicht zu reden von den Kosten, die sich aus der nachfolgenden
Verweildauer von Tieren ergeben bis hin zur ständigen Betreuung der Alten, Kranken und auch
anderweitig nicht mehr zu Vermittelnden unter ihnen. Bezogen auf ordnungsbehördliche
Verfügungen befindet sich im Tierheim Eindrittel sogenannter und meist vom Begriff weit
entfernter Kampfhunde des Landes Brandenburg.
Das Gesamtvolumen an Hilfeleistungen während des letzten Oderhochwassers ließe sich bei
einer messbaren Untergrenze von 40.000 Euro gar nicht erfassen. Bei den, für die
Tierschützlinge im Heim aufgebrachten Investitionen kann nach eigenen Berechnungen im
Vergleich das Land kaum mithalten. Schwer aufzurechnen ist das für Menschen Erreichte.
Besonders für jene, die vom Rand der Gesellschaft weggerissen im Verlaufe der 10 Jahre
durch das Heim und die vermittelte Hingabe für Tiere echten Lebensinhalt und Halt fanden.
Im Alter bis zu 95 Jahren haben derzeit 15 Mitstreiter dort einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz
(einschließlich dem auf dem Gebiet der Informationstechnik) oder ihr unverzichtbares Zuhause.
Ob Dorfjugend, Vereinsmitglieder oder der nicht abreißende Strom von Besuchern, die in freier
Zeit hier Entspannung finden, sie alle profitieren von der Heimexistenz. Unentbehrlich ist die
auch als Bildungsangebot insbesondere zahlreichen Schulpraktikanten bis nach Berlin hinein,
aber auch ungezählten älteren Menschen. Die Ergebnisse sind allemal zu feiern.
Dass bei mangelndem Budget das Fest mit allerlei Kurzweil und Höhepunkten aber stattfinden
kann, ist vielen Tierfreunden und Akteuren zu verdanken, die auf Gage verzichten. Vormerken
sollte man sich darunter am 28. August ab 14 Uhr das Showkonzert des Rock `n` Roll-Trios
„Schmitt`s Katze“ und den Matineeauftritt des französischen Chansonniers Jean - Luc Dancy
am 29. August ab 11 Uhr. Eingeweiht wird das Märchenhaus samt einer Bildergalerie mit
Zeichnungen der jetzigen Klasse 5b der Lehrerin Christel Kneppenberg von der Strausberger
Hegermühlen-Grundschule. Es sind Illustrationen zu einer spannenden Fantasiegeschichte von
Karin Szech.