Gesamtprogramm JazzFest Berlin

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Gesamtprogramm JazzFest Berlin
Liebe JazzFest Besucherinnen und Besucher,
Zum Jubiläumsjahrgang des JazzFest Berlin möchte ich Sie
sehr herzlich begrüßen. Seit vierzig Jahren haben sich die
Berliner Festspiele für diese Kunstform engagiert und ihre
Wandlungen dokumentiert. Im Laufe der Zeit haben wir
mit besonderer Unterstützung von RBB und DeutschlandRadio die zuweilen einengende Trennung von
konzertantem Musikerlebnis und vitaler Clubszene
weiter abbauen können.
Das „zurück zu den Wurzeln“ anlässlich des Eröffnungskonzerts in der Philharmonie wird beim Stammpublikum sicherlich für nostalgische Momente sorgen. Die
neue Nähe zum Kemperplatz kann ich hier vom Fasanenplatz nur willkommen heißen und hoffe mit Ihnen und Peter
Schulze auf spannende Konzerte. Ad multos annos.
Prof. Joachim Sartorius, Intendant der Berliner Festspiele
Grußwort der ARD zum JazzFest Berlin 2004
Das JazzFest Berlin, ehemals Berliner Jazztage, wird
40 Jahre alt. Das ist für ein Jazzfestival ein stolzes Alter
– zumal in Deutschland, wo der Jazz von 1933–1945
verboten war. Das Festival hat in diesen 40 Jahren
mit seinen vielfältigen Programmen nicht nur
Trends aufgezeigt, sondern gelegentlich
auch gesetzt: Wäre beispielsweise
der deutsch-europäische Beitrag zur Jazzgeschichte ohne
die Jazzfest-Konzerte der letzten
10 Jahre heute so anerkannt?
Auch sperrige Programme hat das Festival immer wieder präsentiert. Nicht immer
wurde es dafür nur belohnt. Das Festival hat
dennoch daran festgehalten, abseits der massenwirksamen
Straßen Pfade zu finden, die vielleicht erst übermorgen
asphaltiert werden. Die ARD hat diese Entwicklung über
Jahre durch Mitschnitte im Hörfunk und Fernsehen dokumentiert. Wir sind stolz, dass die ARD von Anfang an das
Festival begleitet und unterstützt hat – ein Beitrag zur kulturellen Vielfalt, der aus der Rundfunkgebühr finanziert wird
und von ihrer künftigen Entwicklung abhängt.
Zum Jubiläum gratuliere ich im Namen der ARD besonders
herzlich. Als Intendant des NDR freue ich mich zudem sehr,
dass das Jubiläumsfestival durch ein Konzert der NDR Bigband eröffnet wird.
Prof. Jobst Plog, ARD Vorsitzender und NDR Intendant
3
P
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Vorworte
M
3, 6
Veranstaltungsorte
6
Karteninformation
12–13
Do, 4. November
Ambassadors of New Orleans (Foyer)
19:00
10
Philharmonie
Michel Portal / Richard Galliano
George Gruntz, Albert Mangelsdorff,
mit Dieter Glawischnig und der NDR Bigband
11
12–13
Richard Galliano New York Trio,
special guest Jean ‘Toots’ Thielemans
14
Willem Breuker Kollektief and
Strings ’Rhapsody in Blue’
15
Fr, 5. November
18:00
UdK Konzertsaal Bundesallee
Ernst Reijseger Système D
19:30
22:00
22:30
17
Haus der Berliner Festspiele
ICP Orchestra
18
Josh Roseman Unit
19
Kulturbrauerei – Kesselhaus
Boi Akih
20
Dennis Rollins’ Badbone & Co
21
Quasimodo
Doug Wamble Quartet
22
Michael Blake’s Blake Tartare
23
4
Sa, 6. November
15:00
20:00
UdK Konzertsaal Bundesallee
Zbigniew Namyslowski Quintet
25
Andrew Robson Trio
26
Huw Warren Trio with special guests
June Tabor and Iain Ballamy
27
Ambassadors of New Orleans (Foyer)
10
Haus der Berliner Festspiele
Bennie Wallace ‘Coleman Hawkins Centennial Project’ 28
Aki Takase plays Fats Waller
22:00
22:30
31
Kulturbrauerei – Kesselhaus
Yakou Tribe
32
Armenian Navy Band
33
Quasimodo
Iain Ballamy with Stian Carstensen
34
Kevin Breit and the Sisters Euclid
35
So, 7. November
15:00
20:00
22:30
Kulturbrauerei – Palais
Acoustic Ladyland
36
Billy Jenkins / Fun Horns ‘Jazz gives me the Blues’
39
Haus der Berliner Festspiele
Charles Lloyd ‘Which Way is East’ – Homage to
Billy Higgins with Zakir Hussain and Eric Harland
40
Denys Baptiste ‘Let Freedom Ring!’
41
Quasimodo
Gerd Dudek International Quartet
42
Die Konferenz
45
Impressum
46
Jazzfest im Internet: www.jazzfest-berlin.de
Radio Live-Übertragungen
4. 11.
6. 11.
7. 11.
ab 19:04
ab 20:04
ab 20:03
ab 20:04
Kulturradio RBB + DLR Berlin (ab 20:03), NDR (ab 22:05)
Kulturradio RBB + WDR, SR, BR, RB, NDR (ab 22:05)
DLR Berlin
Kulturradio RBB
Jazzfest im TV
6. 11.
ab 00:00 RBB Fernsehen Aufzeichnung des Eröffnungskonzertes
in der Philharmonie (4. 11.)
5
Liebe JazzFest Besucherinnen und Besucher,
mit dem 41. Jahrgang blicken wir auf 40 Jahre Festivalgeschehen
zurück. Der Jazz hat sich, seit er bei den Berliner Festwochen 1964 zum Thema wurde, einen Stammplatz
im Berliner Kulturherbst erobert. Die „Wechselwirkungen zwischen der Kultur des Abendlandes und der des schwarzen Afrika“, so
das Festwochenthema damals, sind es bis
auf den heutigen Tag, die den Gang der
musikalischen Dinge in Bewegung halten.
Europa mit seiner kolonialen Vergangenheit und
seinen aktuellen Migranten-Szenen scheint mir
eine Fundgrube für attraktive Festivalgestaltung
auf Jahre hinaus zu sein, – parallel zu dem, was
jenseits des Mainstreams an Interessantem aus
den Vereinigten Staaten angeboten wird.
Den ‘40er’ Auftakt bildet ein Jazz-back-at-the-Philharmonic Konzert
am 4.11.04 mit vier Acts. Der Jubiläumsblick zurück fällt auf die
Class of ’64 und auf einstige und treue Weggefährten. Fats Waller
und Coleman Hawkins bekommen Hommagen zum Hundertsten.
Zum x-ten Mal geben Tenorsaxofonisten dem Festival sein jetziges
Gepräge, das von Stromgitarristen flankiert, einer Brassband durchschritten und in der Kulturbrauerei neu geerdet wird.
Ich wünsche Ihnen für vier randvolle Jazztage und -nächte Neugier,
Ausdauer und viel Vergnügen.
Ihr Peter Schulze, Künstlerischer Leiter
Veranstaltungs
Orte
Haus der Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
Berlin Wilmersdorf
Telefon (030) 254 89–0
U-Bahn Spichernstraße
(Ausgang Bundesallee)
Bus 249
www.berlinerfestspiele.de
+
Verkehrsverbindungen
Kulturbrauerei
Schönhauser Allee 36
(Eingänge Knaackstraße 97
und Sredzkistraße 1)
Berlin Prenzlauer Berg
Telefon (030) 44 31 51-52
U-Bahn Eberswalder Straße
Tram 13, 53, 50, 20
www.kulturbrauerei-berlin.de
Philharmonie
Herbert-von-Karajan-Str. 1
Berlin Tiergarten
Telefon (030) 254 88–0
S- & U-Bahn Potsdamer Platz
Bus 129, 148, 200, 248, 348
www.berliner-philharmoniker.de
Quasimodo
Kantstraße 12 a
Berlin Charlottenburg
Telefon (030) 312 80 86
S- & U-Bahn
Zoologischer Garten
Bus 149
www.quasimodo.de
UdK Konzertsaal Bundesallee
Bundesallee 1–12
Berlin Wilmersdorf
U-Bahn Spichernstraße
(Ausgang Bundesallee)
Bus 249
www.udk-berlin.de
6
Philharmonie
Haus der Berliner Festspiele
Do 4. November
Sa 6. November
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im Foyer
Foto: Häbse Theater, Basel
Wir müssen draußen blasen! So war es in 1964: die Original
Tuxedo Jass Band aus New Orleans gehörte nicht in die Philharmonie sondern in den Prälat Schöneberg, befand der damalige „brassed off“ Zeitgeist im Programmheft. Das wurde später
dann etwas legerer gehandhabt und die Konkurrenz vom heimischen Congo Square, die Young Tuxedo Brass Band, durfte
1980 mit „klingendem Spiel“ und Grand Marshall vorneweg die
Philharmoniebühne entern: „Focus on the South“. Pianist und
Kanzler Helmut Schmidt war begeistert.
Die aktuellen ‘Ambassadors’ um den Sousaphon-Weltmeister
Matt Perrine sind eine Art leichte Übersee-Version der an sich
schon recht mobilen New Orleans Nightcrawlers. Sie bilden als
Vorhut (auf Französisch: avant-garde) im Foyer die Glasur auf
dem musikalischen Geburtstagskuchen.
Matt Perrine sousaphon
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Rick Trolsen trombone
Eric Lucero trumpet
Brent Rose tenor sax Ker
ry Hunter snare drum
Cayetanio Hingle bass drum
Philharmonie
Do 4. November | 19:00 Uhr
Michel Portal
Richard
Galliano
Foto: Alvaro Yanez
Michel Portal
soprano sax,
clarinet,
bandoneon
Richard
Galliano
accordion
Schade,
dass der
Begriff das
‘Dynamische
Duo’ schon an
Batman und Robin
vergeben wurde. In
die Programmfindungsphase – Richard
Gallianos New York Trio
war schon ‘dingfest
gemacht’, – platzte Concerts,
die live-CD Michel Portals mit
Richard Galliano.
Wer kann einem solch ungewöhnlichen, ergreifenden Stück Duo-Kultur
widerstehen, wenn sich diese Verklärung anbietet: Richard Galliano hatte
im Abschiedsjahr von George Gruntz als
künstlerischer Leiter gerade sein Trio mit
Daniel Humair und J.F. Jenny-Clark (beim
Festival von Anthony Cox ersetzt) gegründet und gehörte am letzten Festival-Abend
der Gruntzschen Ägide quasi zu dessen
musikalischem Vermächtnis. Die Wunschliste Albert Mangelsdorffs im darauffolgenden Jahr (’95) wurde angeführt von Michel
Portal… Zugegeben, Jahrestage machen
sentimental – und doch auch ein wenig
stolz: JazzFest Berlin präsentiert „proudly“:
Le duo dynamique!
11
Philharmonie
Foto: Heinz Stucki
Foto: Steven Haberland
Do 4. November | 19:00 Uhr
Leitung: Dieter Glawischnig
George
Gruntz, Albert
Mangelsdorff,
mit Dieter
Glawischnig
und der
NDR Bigband
George Gruntz
Albert Mangelsdorff
Peter Bolte alto sax
Lutz Büchner tenor sax
Frank Delle saxes, clarinets
Fiete Felsch alto sax
Christof Lauer tenor sax
Reiner Winterschladen
Ingolf Burkhardt
Claus Stötter
Lennart Axelsson trumpets
Jose Gallardo
Dan Gottshall
Ingo Lahme
Stefan Lottermann
trombones
Stephan Diez guitar
Marcio Doctor percussion
Lucas Lindholm bass
Vladyslav Sendecki piano
Danny Gottlieb drums
Vorverkauf
Eintrittspreise
Haus der Berliner Festspiele
Philharmonie / Großer Saal
UdK Konzertsaal Bundesallee
Kulturbrauerei / Kesselhaus
Kulturbrauerei / Palais
Quasimodo
Festival-Pass
5
5
5
5
5
5
5
12
6,– bis 5 25,–
10,– bis 5 30,–
6,– bis 5 12,–
14,–
8,–
14,–
70,– ermäßigt 5 40,–
Die NDR Bigband unter Dieter Glawischnig ist
das ‘diplomatische ARD-Corps’ am Beginn
des Band-Defilees zum 40er-Jubiläum. In ihr
verkörpert sich der von George Gruntz in
dessen Ägide so häufig geforderte „kreative Imperativ“
besonders eindrucksvoll. Zwar experimentiert auch dieses
Ensemble mit allen Schattierungen kompakter Sounds, die
einer Big Band zur Verfügung stehen, doch baut kaum
eine andere Big Band ihren Klang so konsequent auf den
individuellen Stärken ihrer Mitglieder auf. Namen wie
Christof Lauer, Claus Stötter, Reiner Winterschladen,
Stefan Lottermann und Vladyslav Sendecki sprechen für
sich. Die Abenteuerlust der Band bestimmt und trägt das
Repertoire. Es lag auf der einladenden Hand, dieses
„Spielzeug“ den beiden langjährigen künstlerischen Leitern
des Jazzfests, George Gruntz und Albert Mangelsdorff zum
Mitfeiern zu überlassen – zumal beide mit der Band bestens vertraut sind. Womit der Begriff der „Berlin Dreamband“ ad hoc eine hanseatische Variante bekommt.
Vorverkauf ab 11. Oktober
Kasse im Haus der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24
Mo–Sa 12–18 Uhr, Telefon 030–254 89 100
und bei den bekannten Vorverkaufsstellen
Abendkasse jeweils eine Stunde vor Beginn
(während der Abendkassen kein Vorverkauf)
Kartenbestellungen
Schriftliche Kartenbestellungen bitte mit dem Bestell-Coupon, erhältlich
beim Kartenbüro der Berliner Festspiele, Schaperstraße 24,
10719 Berlin, Telefon 030–254 89 100, Telefax 030–254 89 230,
[email protected], www.berlinerfestspiele.de
13
Philharmonie
Jean ‘Toots’ Thielemans
special guest
Richard Galliano
New York Trio
Bei Akkordeon und Mundharmonika
vibriert die Luft – im technischen wie
im übertragenen Sinne. So ergänzen
sich die Temperamente des französischen Akkordeon-Wizards Richard
Galliano und des belgischen Mundharmonika-Sophisten Toots Thielemans aufs Trefflichste.
Galliano arbeitete für Juliette Greco
und Charles Aznavour, bevor er sich
nach 1980 dem Jazz zuwandte. „New
Musette“ nennt er seinen Stil-Mix,
Anstifter hierzu war „New Tango“Erfinder Astor Piazzolla. Aktuellste
Wegmarke seiner Karriere: das New
York Trio.
„Man Bites Harmonica“: Mit 82 Jahren
ist Toots Thielemans nicht nur eine
lebende Legende des europäischen
Jazz, er ist der ‘elder statesman’ der
Jazz-Internationale. Am wohlsten fühle
er sich in der „kleinen Zone zwischen
einem Lächeln und einer Träne“, so
seine kokette Selbstbescheidung. Seit
1995 und dem Album Laurita kennen
sich Galliano und Thielemans und
wollen nach dem Berliner Intermezzo
im Frühjahr 2005 eine gemeinsame
Tournee anschließen lassen.
Foto: Jos Knaepen
Do 4. November | 19:00 Uhr
Richard Galliano
Scott Colley bass
Clarence Penn drums
Toots Thielemans
harmonica
14
Foto: P. Othoniel
accordion
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Philharmo
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Do 4. Nove
| 19:00 Uhr
Willem Breuker
Kollektief
and Strings
‘Rhapsody in Blue’
Seit dreißig Jahren entkräftet Willem Breuker erfolgreich das Vorurteil, Jazz sei eine ernste Angelegenheit. Dennoch wäre es voreilig, den holländischen
Puristen-Schreck auf seinen schrillen Humor zu
reduzieren. Seine Musik hat alles, was die europäische Tradition über die Lager hinweg zu bieten
hat. Marsch und Moritat, Proletarisches und Prozession, Blasmusik und Blasphemie, Krawall und
Kabarett, und über allem unüberhörbar
Willem Breuker
Kurt Weill. Zuvor Mitglied beim Instant
saxophones, clarinet
Composers Pool und im Globe Unity
Hermine Deurloo
Orchestra, gründete Breuker 1974 sein
saxophones, harmonica
„ganz demokratisches, eigentlich
Maarten van Norden
saxophones
sozialistisches Kollektief“, um seiner
Boy Raaymakers trumpet Affinität zum Musiktheater nachzugeAndy Altenfelder trumpet
hen. Auf der CD With Strings Attached
Andy Bruce trombone
hat der „MenschenMusik“-Erfinder und
Bernard Hunnekink
Chef-Exzentriker seine gesammelten
trombone, tuba
‘Streiche mit Streichern’ im Reich der
Arjen Gorter bass
Henk de Jonge piano
Musik des 20. Jahrhunderts dokumenRob Verdurmen drums
tiert, unter anderem mit einer fulminanEastPark Strings
ten Version von George Gershwins
Arlia de Ruiter violin
Rhapsody In Blue, vor 80 Jahren komSarah Koch violin
poniert. „Zutreffendes bitte streichen“
Herman van Haaren violin
wäre ein Motto, das Willem ‘UilenAlison Isodora violin
spiegel’ gefallen könnte.
Aimee Versloot viola
Norman Jansen viola
Susanne Degerfors cello
Pascal Went cello
15
UdK Konzertsaal Bundesallee
Fr 5. November | 18:00 Uhr
Ernst Reijseger
Système D
Klassische Strenge, herzerweichende Romantik, konkrete und imaginäre Folklore, zwangloser Rock und
abstrakte Improvisation prägen Spiel und Ton von
Ernst Reijseger. Der holländische Cellist mag gerade
noch eine impressionistische Cello-Sonate zitieren,
um sein Instrument im nächsten Moment wie eine
Gitarre übers Knie zu legen oder den Klang der Kora
nachzufühlen. Kein anderer Europäer hat die Emanzipation des Cellos im Jazz und über alle GenErnst Reijseger
regrenzen hinaus so weit vorangetrieben wie
er. Seine außerordentliche Vielfalt präsentierte cello, percussion
Mola Sylla vocals,
er bisher in Bands wie dem Clusone Trio und
percussion
dem Arcado String Trio. Nicht zuletzt über sei- Serigne C. M.
ne Adoptivtochter Janna pflegt er enge Verbin- Gueye percussion
dungen nach Afrika. Seine Kooperation mit den
in Amsterdam lebenden Senegalesen Mola Sylla und
Serigne C.M. Gueye in Système D dokumentiert die
enge Vernetzung der holländischen Free-Szene mit
Zugereisten unterschiedlichster Herkunft.
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Foto: Francesca Patella
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ICP Or
Gegründet 1967 in den Niederlanden von dem
1935 in der Ukraine geborenen Pianisten Misha
Mengelberg mit Drummer Han Bennink und
Saxofonist Willem Breuker (der den lockeren Verbund bereits 1973 verließ), war der Instant Composers Pool ein nationales Sammelbecken
gleichgesinnter Improvisierer. Mengelberg und
Bennink hatten bereits 1964 gemeinsam Akzente
als europäische Rhythmusgruppe Eric
Misha Mengelberg
Dolphys gesetzt, u.a. dokumentiert in Last
piano Ab Baars
Date – Eric Dolphy, einem Film von Hans
clarinet, sax
Michael Moore
Hylkema. Der Altsaxofonist, Flötist und vor
clarinet, sax
allem Bass-Klarinettist war wenig später
Tobias Delius
unter tragischen Umständen im Juni 1964
clarinet, sax
während eines Clubgastspiels in Berlin
Wolter Wierbos
gestorben.
trombone
Thomas Heberer
Bei konsequenter Betonung ihrer europäitrumpet
schen Wurzeln suchten die ICP-ler auch in
Mary Oliver
der Folgezeit stets nach organischen Verbinviolin, viola
dungen zur amerikanischen Jazz-Avantgarde,
Tristan Honsinger
so zum Beispiel auf Two Days In Chicago
cello
Ernst Glerum bass (1998). Grenzenlose individuelle Freiheit,
Han Bennink
hemmungslose Kreativität und bodenloses
drums
Draufgängertum sind bis heute die Charakteristika des Ensembles. Den Jazzfest Auftritt widmet
das ICP Orchestra Eric Dolphy.
18
Haus der Berliner Festspiele
Fr 5. November | 19:30 Uhr
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R
Josh
Unit
Von Klezmer- und Balkan Jazz über New Orleans und Mainstream bis Avantgarde, Funk und Rock – es gibt kaum eine
relevante Spielart im Jazz, die der New Yorker Posaunist Josh
Roseman nicht bedient hätte. „Ich bin nicht wie J.J. Johnson
oder andere Spezialisten. Ich brauche mehrere Stile, um mich
auszudrücken.“ Roseman spielt mit Idiomen, ohne sie voll auszuleben. Gerade der heitere Abstand zu jeder Fusionsarithmetik bewahrt ihn vor der Trivialität, mit der mehrere Genres
einander oft angeglichen werden. Auf seinem Debütalbum
Cherry coverte er sich voller Lust durch die Pop-Geschichte
von Elvis, den Beatles, Led Zeppelin bis Nirvana und versetzte Lester Bowie auf seiner Wolke in einen Freudentanz. Auf
seiner neuen CD Treats For The Nightwalker erweitert er diesen Kosmos um eigene Kompositionen.
Josh Roseman
trombone,
electronics
Peter Apfelbaum
tenor sax
Barney McAll
keyboards
Liberty Ellman
guitar
Gabe Jarrett
drums
19
Foto: Angele Essamba Etoundi
Kulturbrauerei
Fr 5. November | 22:00 Uhr
Boi
Akih
Gibt es einen von den Zentren der modernen Zivilisation weiter entfernten Ort als den „wo der Pfeffer
wächst“, wohin wir bis heute im Geiste unsere Widersacher verbannen? Auf eben jenen Gewürzinseln oder
besser auf den Molukken hat die Sängerin Monica
Akihary ihre Wurzeln. Zur nicht gerade unbedeutenden
molukkischen Minderheit Hollands gehörend, singt sie
in der Sprache der Insel Haruku, die nur noch von wenigen tausend Menschen gesprochen wird. Sie will die
uralte Tradition des Eilands jedoch weniger bewahren als
weiterspinnen. Gemeinsam mit ihrem Partner und Gitarristen Niels Brouwer studierte sie südindische
Monica
Musik, die das Klangbild des aktuellen Boi AkihAkihary
Albums Uwa I stark prägt. Der indische Tablavocals
Niels Brouwer
Virtuose und Shankar-Schüler Sandip Bhattachguitar
arya und Cellist Ernst Reijseger vervollständigen
Sandip
Boi Akih zu einem Quartett, dessen globale AusgeBhattacharya
wogenheit, spielerische Spannung und paradiesitabla,
sche Buntheit für die Weltoffenheit des aktuellen
percussion
niederländischen Jazz stehen.
Ernst
Reijseger
cello
20
Kulturbrauerei
Fr 5. November | 22.00 Uhr
Dennis Rollins’
Badbone & Co
Berliner Jazztage in
Der 196 4, im ersten Jahr der
aunist Dennis Rollins eröffBirmingham geborene Pos
punkt des diesjährigen
net den englischen Schwer
nischer Einwanderer veraika
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Jazzfests. Als Soh
gae mit der Kraft des Jazz
band er den Geist des Reg
Voraussetzungen mit, um in
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z Warriors schwarze Jazzden Achtzigern mit den Jaz
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schreiben. Von der Presse
Geschichte in England zu
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Prie
Wesley und Julian
mit den Amerik anern Fred
n in den Dienst von PopHor
sein
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verglichen,
vies, Jamiroquai und
Hea
Bands wie The Brand New
y Pine und US3. Mit
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Blur, tourte abe
rten Ton vermittelt er
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seinem kraftvollen, Groove
Funk. Seine Vok alund
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selbstbewusst zwisch
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r Form auf, deren DurchBühne betritt, läuft er zu eine
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Momente des Funk Jazz erin
schlagkraft an die größten
Dennis Rollins trombone, electronics, voice
Jay Phelps trumpet Johnny Heyes guitar
John Escreet piano, keys Zoltan Dekany bass
Samuel Agard drums
21
Quasimodo
Fr 5. November | 22:30 Uhr
Doug
Wamble
guitar,
vocals
Roy Dunlap
piano
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Doug Wam
Quartet
bass
Peter Miles
drums
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wandelndes
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Avant-Americana.
Quasimodo
Fr 5. November | 22:3 0 Uhr
Mit seinem vollen, mondänen Ton auf dem Tenorsax
schlägt Michael Blake eine Brücke von der New
Yorker Downtown-Avantgarde zu neueren Spielauffassungen im Big Apple. In den Neunzigern gehörte der gebürtige Kanadier zum Stamm der Lounge
Lizards, in Ben Allisons Medicine Wheel spielt er
Michael Blake’s
Foto: Jacob
Blickenstaff
Blake Tartare
heute fulminanten Kammer-Jazz in der Nachfolge
Gil Evans’. Mit Kingdom Of Champa und Drift
realisierte er unter Aufsicht Teo Maceros komplexe
Großprojekte, und mit Slow Poke zelebrierte er
waghalsigen Trash Jazz. All diese Erfahrungen
fließen (sehr „roh a la Steak Tartare“) in seiner
aktuellen Band Blake Tartare zusammen. Keyboarder Søren Kjaergaard, Bassist
Michael Blake
Jonas Westergaard und Drummer
tenor + soprano
Kresten Osgood, ein Schüler Ed
sax, kalimba
Thigpens, spielten in Kopenhagen
Søren Kjaergaard
bereits unter dem Logo Fuschia
piano, keyboards
zusammen, bevor sie sich in New York
Jonas Westergaard
mit Blake vereinten. Fünfter im Bunde
bass
Kresten Osgood
ist Gitarrist Teddy Kumpel. Mit Blake
drums
Tartare schießt Blake ein transatlantispecial guest:
sches Feuerwerk zwischen explosivem
Teddy Kumpel
Mainstream, packenden Grooves und
guitar
hintergründigem Fake Jazz ab.
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Zbigniew Namyslowski
alto + sopranino sax
Jacek Namyslowski trombone
Slawomir Jaskulke piano
Olo Walicki bass
Grzegorz Grzyb drums
Mit seinem Quartett eröffnete
Zbigniew Namyslowski 1964
die erste Ausgabe der Berliner Jazztage. Folkloristische
Extravaganz, spontane Erfindungslust und sensibles
Klangbewusstsein kennzeichnen das Spiel des polnischen Saxofonisten bis
heute. Nach ersten Erfolgen auf Posaune und
Cello ‘konvertierte’ er 1960 in der Combo von
Andrzej Trzaskowski zum Altsax. Unter dem Einfluss Coltranes, Colemans, Parkers und Rollins’
gründete er im selben Jahr eine Gruppe mit
dem prophetischen Namen Jazz Rockers, zu der
wenig später Michal Urbaniak stieß. In der Band
des Film-Komponisten Krzysztof Komeda trug er
den polnischen Jazz in den Westen. Bis Ende
der Sechziger zelebrierte er von polnischer Folklore durchtränkten Hardbop. 1973 überraschte
Namyslowski mit eigenständigem Jazzrock, den
er zwei Jahre später auf seinem Meisterwerk
Kujawiak Goes Funky fundamentierte. 1978
begann eine Serie von Aufnahmen in den USA.
In seiner Band Air Condition experimentierte er
mit Idiomen von Reggae und Pop und mit den
Zakopane Highlanders spielte er polnische
Folklore.
25
Bundesallee
UdK Konzertsaal
| 15:00 Uhr
Sa 6. November
Andrew
Robson
Trio
Andrew
Robson
alto sax
Steve Elphick
bass
Hamish Stuart
drums
Der Saxofonist
Andrew Robson
gehört zu den
Attraktionen der
quirligen JazzSzene von Sydney. Bevor er in
Australien mit
seinem Trio Aufsehen erregte,
spielte er mit
Sandy Evans
und The World According To James.
Ein Kritiker seiner Heimatstadt nannte
ihn einen Ikarus, dessen Flügel einfach
nicht schmelzen wollen. Von Jugend an
kultivierte Robson seinen absolut individuellen Ton, der von „Erdigkeit, emotionaler Direktheit und Grazie“ geprägt ist,
wie der Sydney Morning Herald treffend
beschrieb. Robson erweckt den Eindruck,
als wäre er mit einem Saxofon auf die Welt
gekommen. Melodien fliegen ihm zu, als
würde er versonnen vor sich hin pfeifen, das
originäre Klangspektrum des Altsax ist ihm
eher Ausgangspunkt als Gebot. In Australien
wird er vor allem wegen seiner Lust am Fabulieren und Kommunizieren geschätzt. Robson
spielt, um gehört zu werden, im zeitgenössischen Jazz nicht immer eine Alltäglichkeit.
26
UdK
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„Den wahrsten Satz soll man immer zuerst aufschreiben: June Tabor ist die beste Sängerin
der Welt“, so Christoph Diekmann in der
saxes
Dudley Phillips
ZEIT. Und wir fügen hinzu: „Und ihr Konzertbass
meister, der walisische Pianist Huw Warren
Martin France
ist der originellste (hier) unbekannte Pianist
drums
der britischen Jazz-Szene.“ Zwischen sensiblen Kammerklängen und derben Gassenhauern
beherrscht er ein weites Spektrum musikalischer
Expressionen. Warrens Quellen reichen von John
Dowland über Charlie Parker und Hermeto Pascoal
bis zu Björk. Seine Keyboards sind ihm ein virtuelles
Orchester, was ihm einzigartige Klangfülle verleiht.
Als Jugendlicher spielte er in Clubs Hammondorgel,
entdeckte dann im Radio den Jazz und erschloss
sich Anfang der Achtziger als Student von John
Tilbury die Neue Musik. Mitte der Achtziger spielte
er mit den Loose Tubes, wo er Saxofonist Iain
Ballamy kennenlernte. Wenig später begann er sich
mit brasilianischer und südafrikanischer Township
Music zu befassen. Sein Nonett-Album A Barrel
Organ Far From Home (1997) ist eines der schrulligsten und schönsten Statements des jüngeren
britischen Jazz.
Iain Ballamy
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Haus der Berliner Festspiele
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Sa 6. November | 20:00 Uhr
Die Ära der Tenor-Giganten scheint
unwiederbringlich vorbei. Nur noch
Wenige beherrschen das Tenorsaxofon heute so souverän wie Bennie
Wallace. Mit Fulminanz und Intensität
verinnerlicht er Coltrane und Rollins,
geschmeidig und kontrolliert abstrahiert
er in seinem Spiel aber auch Lester
Young, Charlie Parker und Eric Dolphy.
Als Bandleader und Improvisator seit
den Siebzigern auf den Festivals der
Welt gefragt, widmete er sich nach 1990
mehr der Filmmusik.
Seit er spielen kann, betont Wallace,
genoss Coleman Hawkins eine Sonderstellung in seinem musikalischen Bewusstsein, aber erst in den letzten Jahren setzt
sich dieser Einfluss mit voller Kraft durch.
Hawkins allein ist es zu verdanken, dass
das Tenorsax sich im Konzert der Saxofone
nicht nur emanzipieren konnte, sondern dass
es den Jazz über mehrere Dekaden dominierte. Am 21. November dieses Jahres würde er
seinen hundertsten Geburtstag feiern.
Bennie Wallace tenor sax
Terrell Stafford trumpet
Ray Anderson trombone
Jerry Dodgion alto sax
Jesse Davis alto sax
Adam Schroeder baritone sax
Donald Vega piano
Danton Boller bass
Alvin Queen drums
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Foto: Andree Möhling
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Wie gehen wir mit dem Nachlass des 20. Jahrhunderts um?
Verschließen wir ihn sicher hinter dicken Vitrinen oder feiern
wir mit ihm ein ausgelassenes Fest? Mit ihrem Fats Waller
Projekt anlässlich dessen hundertsten Geburtstags entscheidet sich die Pianistin Aki Takase unzweifelhaft für die
zweite Variante. Waller, der nicht einmal 40 wurde, gehört
zu den einflussreichsten Pianisten der Zwanziger bis Vierziger. Sein Humor war legenAki Takase
där, sein Einfallsreichtum ohne Vergleich,
piano, toypiano
und ganz nebenbei führte er auch noch die
Eugene Chadbourne
Hammondorgel im Jazz ein. Aki Takase folgt
vocals, banjo,
guitar
Wallers Fährten aus der Perspektive des 21.
Rudi Mahall
Jahrhunderts. Sie würzt seine Originale mit
bass clarinet
Stücken aus eigener Feder, gern auch mit
Thomas Heberer
einer Prise Schlager-Seligkeit versetzt, und
trumpet
holt sich die wichtigsten Heim-Spieler ihrer
Paul Lovens
musikalischen Tafelrunde in Berlin; dazu den
drums
„Dr. Demento auf der Gitarre“, das geniale
Gesamtkunstwerk Eugene Chadbourne, bekannt
durch Shockabilly und Camper van Chadbourne-Skurrilitäten, und versieht ihre Hommage an Fats Waller mit dem
Slapstick-Potential alter Filme von Buster Keaton und
Harold Lloyd.
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Kulturbrauerei
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Sa 6. November | 22:30
Foto: Arne Kristian Gansmo, NRK
Iain Ballamy with
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Stian Carstens
Der englische Saxofonist Iain Ballamy und der norwegische
Akkordeonist Stian Carstensen scheinen ihre gemeinsamen
Erkundungen weniger in den Jazzclubs als auf den Trottoirs
dieser Welt vorzunehmen. Obgleich sie auf höchstem musikalischem Niveau kommunizieren, klingen ihre Weisen so
leicht und unverbindlich, als wären sie flüchtig am Straßenrand aufgeschnappt. Ihre Walzer, Tangos, Chansons und
Balladen erinnern an den wohltuend wehmütigen Charme
von Leierkastenmännern, um nicht selten im nächsten
Augenblick in Richtung Ambient oder Minimal Music abzudriften. Iain Ballamy erprobte seinen Spielwitz unter anderem
bei Django Bates, den Loose Tubes und in der Carla Bley
Band. Stian Carstensen gehört zu den Fixgrößen der europäischen Improv-Szene und fährt mit seiner Band Farmer’s
Market irrwitzige Highspeed-Rennen zwischen Balkanfolklore
und Patchwork Jazz. Ihr Duo-Album The Little
Radio ist ein Marktplatz voller großer Emotionen, kleiner Zufälligkeiten und augenzwinkernd arrangierter Trivialitäten.
Iain Ballamy tenor sax
Stian Carstensen
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Fotos: Joanna DeSouza
Zwischen zwei MontagsGigs im Orbit Room in Toronto: Verträumte Country-Phantasien, kraftstrotzender
Powerblues und tückisch angejazzte Rock-Improvisationen trägt Kevin Breit mit seinen Sisters Euclid
zusammen. Mit Tönen, so spitz wie Nadelstiche,
schroffen Licks und einfühlsamen Melodien gleitet
das kanadische Saiten-Genie über triefende
Orgelsounds, hypnotische Drum Beats und
behäbig tuckernde Bässe. Breit beherrscht
Kevin Breit
ein ganzes Arsenal von Saiteninstrumenten
guitar
von Gitarre und Dobro über Banjo und
Rob Gusevs
Mandoline bis zu Exoten wie Guitorgan,
keyboards
Mandocello oder Vibro-Bass. Bekannt
Ian DeSouza
bass
wurde er vor allem durch seine UnterstütGary Taylor
zung von Sängerinnen wie Cassandra
drums
Wilson, Norah Jones, Holly Cole und
k.d.lang. Mit dem brasilianischen Perkussionisten Cyro Baptista nahm er 2000 das
transamerikanische Kaleidoskop Supergenerous
auf. Mit keinem anderen Projekt geht der introvertierte Kanadier jedoch so couragiert in die Offensive wie mit den Sisters Euclid. Auf dem Jazzfest
erleben wir das Europadebüt dieser seit acht
Jahren fest zusammenarbeitenden Band.
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Fotos: Jacqueli
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Anders als sein Name vermuten lässt, betont das Londoner
Quartett Acoustic Ladyland, dass es keine Hendrix-CoverBand ist. 2001 gegründet, erfreute sich die Band binnen
kürzester Zeit erstaunlicher Beliebtheit in britischen JazzKreisen. Mit ganzwöchigen Auftritten wurden sie quasi zur
Hausband des Londoner Jazzclubs Ronnie Scott’s. Das
Magazin Dazed & Confused rief sie gar zur UK-Antwort
auf Medeski Martin & Wood aus. Saxofonist Pete
Wareham wird eine Eindringlichkeit bescheinigt, die an
John Coltrane erinnert. Bassist Tom Herbert machte sich
bereits mit den Tomorrow’s Warriors einen Namen.
Pianist Tom Cawley und Drummer Seb Rochford komplettieren das rein akustisch agierende Quartett, dessen
Verbindung mit Jimi Hendrix eher spirituell ist. Transformierte Hendrix einst das Tenorsaxofon auf die Gitarre,
führt Wareham sein Timbre wieder aufs Horn zurück.
Mit feinem Humor beziehen sich die Vier hier offen, dort
unterschwellig auf
Hendrix’ Titel, Riffs,
Dramaturgien und
vor allem SongIntros.
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Foto: Simon Thackray
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Der Londoner Gitarren-Eulenspiegel Billy
Jenkins neigt nicht eben dazu, sein
Publikum intellektuell zu überfordern. Mit
seinem Voice Of God Collective, einer derben Monty Python-Variante des neuen Jazz,
tanzte, tobte und taumelte er in den Neunzigern wie ein Derwisch durch die Musikgeschichte. Seit 2000 versucht der passioBilly Jenkins
nierte Querkopf, der am liebsten in seiguitar
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von London unsicher macht, die
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Ursprünge des Blues vom MississippiMartin France
Delta in die Pubs der englischen Wordrums
king Class zu verlegen. Eine langjährige
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Freundschaft verbindet ihn mit dem BerVolker Schlott
liner Bläserquartett Fun Horns.
saxophone, flute
Gemeinsam schwelgen sie in Ragtime,
Falk Breitkreuz
Ska, Rock’n’Roll, freier Improvisation,
saxophone,
somnambulen Bossa-Träumereien,
clarinet, flute
Country-Klängen und simplem MainJörg Huke
trombone
stream. Jähe Brüche, wilde Ostinati
Rainer Brennecke
und spontane Spiel- und Erfindungstrumpet,
freude machen diese Show zum zirflugelhorn
zensischen Spektakel. Verwirrend,
charmant, witzig, frech und virtuos blasen
Jenkins und die Fun Horns zur musikalischen Treibjagd.
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Haus der Berliner Festspiele
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Charles Lloyd
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Eric Harland drums
Zu den ergreifendsten Dokumenten
der jüngeren Jazz-Geschichte gehört
die Begegnung von Kult-Saxofonist
Charles Lloyd und Schlagzeuger
Billy Higgins kurz vor dessen Tod,
festgehalten auf der Doppel-CD
Which Way Is East. Zwei Musiker
gehen bedingungslos ineinander
auf, entdecken und durchschreiten
einen gemeinsamen spirituellen
Kosmos. Oft merkt man als Hörer
selbst nicht, ob man in abgrundtiefer Spiritualität ertrinkt oder sich
von Oberflächenspannung tragen
lässt.
Sie inszenieren ein Theater der
Klänge und Rhythmen, ähnlich
den frühen Aufnahmen des Art
Ensemble Of Chicago, nur ungleich entspannter. Ihr einziges
Programm sind sie selbst. Den
Spirit jener Session in seinem
kalifornischen Strandhaus trägt
Lloyd nun im Trio mit dem indischen Tabla-Virtuosen Zakir
Hussain und Drummer Eric
Harland in die Welt hinaus.
Diese Tournee ist als letzte
Charles Lloyds angekündigt.
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Abram Wilson trumpet Trevor Mires trombone
Andrew McCormack piano Giorgio Serci guitar
Gary Crosby bass Rod Youngs drums Satin Singh
percussion Omar Puente violin Jenny Adejayan cello
Marc Silver visuals Marc Francis visuals
41
Quasimodo
So 7. November | 22:30 Uhr
Gerd Dudek
International
Quartet
Gerd Dudek
tenor +
soprano sax
John Parricelli
guitar
Chris Laurence
bass
Tony Levin
Foto: Caroline Forbes
drums
Nur wenige Musiker haben den deutschen Jazz mit ähnlicher Kontinuität bereichert wie Gerd Dudek. Er gehört
zu den elegantesten wie auch experimentierfreudigsten
Saxofonisten Europas, sträubte sich jedoch beharrlich
dagegen, den Platz in der ‘Alten Garde’ des europäischen Jazz einzunehmen, der ihm gebührt. Nach Engagements bei Kurt Edelhagen und Helmut Brandt forcierte er ab 1965 an der Seite Manfred Schoofs die
Revolution des deutschen Jazz. Er spielte mit dem
Globe Unity Orchestra, Albert Mangelsdorff, Wolfgang Dauner, Peter Brötzmann, George Russell,
Don Cherry und den German Jazz Allstars.
’Smatter, seine erste CD unter eigenem Namen auf
Evan Parkers Label, weist Dudek einmal mehr als
stilsicheren, geschmackvollen, ensembledienlichen und doch solistisch offensiven Bläser der
Extraklasse aus. Gerd Dudek hielt dem Jazzfest
mit zahlreichen Auftritten als Sideman die
Treue, in diesem Jahr präsentiert er sich mit
seinen englischen Begleitern erstmalig auch
als Bandleader.
42
Quasimodo
Die
Konferenz
Foto: Eckardt/Hufeld
So 7. November | 22:30 Uhr
Die Bielefelder Gruppe Die Konferenz macht ihrem Namen
zum Glück wenig Ehre. Ihre wahnwitzigen Kombinationen aus
vertrautem Bebop, hartem Funk, atemlosem Drum’n’Bass,
rockigem Noise, septischen Sampling-Fetzen, zufälligen Alltagsgeräuschen und individuellem Druck klingt ganz und gar
nicht nach einer langweiligen Zusammenkunft an polierten
Sitzungstischen. Gitarrist Uwe Niepel und Drummer Karl
Godejohann kennen sich schon aus der Band Alte Leidenschaften. Mit Bassist Hartmut Kracht (Das Böse Ding) sowie
Saxofonist und Bassklarinettist Veit Lange finden sie zu einer
Einheit, die nicht nur die Grenzen zwischen Tradition und
Avantgarde, sondern auch zwischen akustischem und elektrischem Spiel bzw. virtuellem Kalkül und Echtzeit-Improvisation
aufhebt. Rasante Sprints, schrille Sounds, überraschende
Déjà-vus, Bekenntnisse zu den Innovationen von Miles Davis
bis DJ Spooky und doch eine ganz unverkennbar eigene
Chemie machen Die Konferenz zu einer der aktuell interessantesten deutschen Bands.
Karl Godejohann drums, samples
Hartmut Kracht bass
Veit Lange tenor sax, bass clarinet
Uwe Niepel guitar, samples
45
JazzFest Berlin 2004
Veranstalter Berliner Festspiele – Ein Geschäftsbereich
der Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH
Intendant Prof. Dr. Joachim Sartorius
Kaufm. Geschäftsführung Dr. Thomas Köstlin
Künstlerische Leitung Peter Schulze
Produktionsleitung Ihno von Hasselt
Produktionsassistenz Bianka Göbel
Mitarbeit Andrea Dürr
Kommunikation Leitung Kerstin Schilling
Presse Jagoda Engelbrecht,
Tel. (030) 254 89-223, [email protected]
Kartenbüro/Protokoll Peter Böhme, Michael Grimm, Heinz-Bernd Kleinpaß
IMPRESSUM Herausgeber Berliner Festspiele
Texte Wolf Kampmann u.a.
Plakat, Titel Henning Wagenbreth
Gesamtherstellung + Verlag Runze & Casper Werbeagentur GmbH
Gestaltung up_designers berlin-wien | Logokonzept Berchtold
© 2004 Berliner Festspiele Schaperstr. 24, 10719 Berlin
Telefon (030) 254 89–0, Telefax (030) 254 89–111, www.berlinerfestspiele.de
Anzeigen Runze&Casper Verlagsservice OHG,
Linienstraße 214, 10119 Berlin, Telefon (030) 280 18–0
Unter Beteiligung der Hörfunkanstalten der ARD und des DeutschlandRadio
sowie des Fernsehens von RBB Berlin
ARD-Gremium Dr. Peter Kleiß, SR Sprecher | Barbara Haßlauer-Rüger, DLR
Ulf Drechsel, RBB | Dr. Bernd Hoffmann, WDR | Guenter Hottmann, HR
Dr. Reinhard Kager, SWR | Wolfgang Kunert, NDR | Dr. Bert Noglik, MDR
Harald Rehmann, DLF | Arne Schumacher, RB | Roland Spiegel, BR
Wir danken unseren Sponsoren und Partnern:
Programmänderungen vorbehalten
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