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24.03.2011
?Tu Was!? ? Initiative zur Rettung von Herz und Hirn
Die HELIOS St. Elisabeth Klinik hat gemeinsam mit der AOK, der Ärztekammer Nordrhein und dem ambulanten Hospiz e.V. eine Initiative zur
Rettung von Herz und Hirn gegründet. Am Mittwoch, 30. März 2011 von 15 bis 18 Uhr, informieren sie in der HELIOS St. Elisabeth Klinik
Oberhausen über das neue Projekt ? das im Ernstfall helfen soll, Leben zu retten. Die Initiative wendet sich nicht nur an Angehörige herzkranker
Patienten, die durch ihr schnelles Handeln das Überleben im Falle eines Herzstillstandes deutlich erhöhen können. Denn: Jeder kann zum
Lebensretter werden ? jederzeit.
Der plötzliche Herztod stellt die häufigste tödliche Erscheinungsform einer Herzerkrankung dar. In Deutschland versterben an ihr bis zu 200.000
Menschen jährlich. Schon das Vorliegen einer Erkrankung der Herzkranzgefäße erhöht das Risiko um das Zwei- bis Vierfache.
Ein besonderes Problem bei der Therapie des Herzstillstandes ruft der durch Sauerstoffmangel (Hypoxie) hervorgerufene Hirnschaden hervor. Der
plötzliche Herzstillstand wird durch Reanimations-Maßnahmen und Defibrillation behandelt. Und einem drohenden Herztod und Hirnschaden
vorzubeugen, müssen diese umgehend eingeleitet werden.
?Der Erfolg der Reanimation und die Wahrscheinlichkeit, das Krankenhaus gesund, und vor allem ohne hypoxischen Hirnschaden zu verlassen,
hängt in besonderem Maße von der Qualität der Erstversorgung ab?, weiß Dr. Roland Issel, Leiter der Intensivmedizin der HELIOS St. Elisabeth
Klinik. Dr. Wilfried Abel, Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Wesel und leitender Arzt in der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie ergänzt:
?Eine schnelle Wiederbelebung durch Laien und die möglichst frühzeitige Defibrillation können die Überlebenswahrscheinlichkeit deutlich steigern.
Dazu tragen auch neue intensivmedizinische Methoden, etwa die Kühlung des Patienten in den ersten 24 Stunden, bei.?
Nur in etwa 30 Prozent aller Fälle werden Angehörige oder Augenzeugen aktiv und beginnen mit einer Reanimation. Nur selten steht ein für Laien
geeigneter Defibrillator, ein sogenannter AED (automatisierter externer Defibrillator) zur Verfügung. Um die Anzahl schwer hirngeschädigter
Patienten nach der Reanimation zu senken, haben sich die HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen und die AOK Oberhausen
zusammengeschlossen. ?Die Initiative ?Tu Was!? wendet sich vor allem an die Angehörigen herzkranker Patienten, die durch ihr schnelles Handeln
das Überleben im Falle eines Herzstillstandes deutlich erhöhen können?, so Hans-Werner Stratmann, Regionaldirektor der AOK Oberhausen. Wie
entscheidend eine regelmäßige Aufklärung ist, zeigt auch die Anzahl der Patienten mit einer koronaren Herzkrankheit, die in ein entsprechendes
Disease-Management-Programm (DMP) eingeschrieben sind. ?Allein bei der AOK in Oberhausen sind es momentan 1520 Patienten?, so
Stratmann weiter, ?Das macht deutlich, wie wichtig es ist, die Reanimationskompetenz in der Bevölkerung nachhaltig zu steigern?.
Angestoßen wurde die Initiative vom leitenden Intensivmediziner der HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen und Notarzt im Rettungsdienst der
Stadt Oberhausen, Dr. med. Roland Issel: ?Auch eine erfolgreiche Reanimation endet in einer Tragödie, wenn Angehörige nicht über die
Möglichkeiten verfügen, mit der Wiederbelebung zu beginnen. Die Rettungskräfte und der Notarzt benötigen mindestens fünf bis sechs Minuten bis
zum Eintreffen. In dieser Zeit hat der Sauerstoffmangel oft schon zu irreparablen Hirnschäden geführt. Wir müssen bei allen herzkranken Patienten
ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig die Ausbildung der nächsten Angehörigen ist.?
Aber die Reanimation müsse regelmäßig geübt werden. ?Ein vor 30 Jahren absolvierter Erste Hilfe Kurs reicht dazu nicht aus?, betont auch Michael
Patriki, Oberarzt der Inneren Medizin und Kardiologe der HELIOS Klinik.
Im Rahmen der Initiative wird ein Flyer vorgestellt, der alle Adressen und Übungsmöglichkeiten zur Durchführung einer Reanimation der Hilfswerke
in Oberhausen und Umgebung umfasst. Anbieter solcher Seminare sind insbesondere das Rote Kreuz Oberhausen, der Malteser Hilfsdienst und
der Arbeiter Samariter Bund. Der Flyer wird auch an niedergelassene Ärzte verteilt. Kardiologen und Hausärzte werden gebeten, den Flyer an
Angehörige gefährdeter Patienten weiterzugeben. Ein weiteres Anliegen der Initiative ist es, die Anzahl der öffentlich verfügbaren AED zu erhöhen.
Die Informationsveranstaltung zum Start der Initiative, bei der alle relevanten Themenbereiche angesprochen werden, findet am Mittwoch, den
30.03.2011 von 15 bis 18 Uhr in der Cafeteria und im Foyer der HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen statt.
Die folgenden Ärzte werden verschiedene Vorträge zum Thema ?Initiative zur Rettung von Herz und Hirn? in der Cafeteria der HELIOS St.
Elisabeth Klinik halten:
Dr. Wilfried Abel, Leiter des Zentrums für Schulter und Ellenbogenchirurgie und ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes des Kreises Wesel
Dr. Michael Patriki, Oberarzt der Abteilung für Innere Medizin der HELIOS Klinik, Kardiologe
E. Illigen, Ausbildungsleiter der Rettungsassistentenschule der Berufsfeuerwehr Oberhausen
Chefarzt PD Dr. Zimmermann , Chefarzt der Neurologie des St. Josef Hospitals
Dr. Michael Etges, stellvertretender Vorsitzender des ambulanten Hospizes Oberhausen und niedergelassener Palliativmediziner
Oberarzt Dr. Roland Issel, Leiter des Zentrums für Intensivmedizin, Vorsitzender des klinischen Ethikkomitees der HELIOS Klinik
Neben Informationen zur Initiative durch die Regionaldirektor der AOK Oberhausen, Hans-Werner Stratmann, des Geschäftsführers der HELIOS
Klinik Oberhausen, Herrn Dr. Niklas Cruse und des Vorsitzenden der Kreisstelle Oberhausen (Ärztekammer Nordrhein) Dr. Kaup sind Vorträge
folgender Referenten geplant:
Dr. Michael Patriki (Innere Medizin, Kardiologie): Welche Herzerkrankungen sind potentiell lebensbedrohlich?
Dr. Winfried Abel (Unfallchirurgie, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes Kreis Wesel): Was können Sie tun? Laien-Wiederbelebung (BLS) für
Angehörige ? Was können die Niedergelassenen tun? ? Vermittlung von BLS Schulungen durch die Hilfswerke ? Neue Methoden der Reanimation.
E. Illigen (Berufsfeuerwehr Stadt Oberhausen) : Die Meldung an die Feuerwehr ? Anfahrtszeiten der Rettungskräfte ? Ablauf der professionellen
Reanimation (ALS) ? Transport in die Klinik.
Dr. Roland Issel (Leitender Arzt der Intensivstation): Intensivmedizinische Versorgung des reanimierten Patienten ? Kühlung des Patienten.
PD Dr. Christoph W. Zimmermann (Chefarzt der Neurologie des St. Josef Hospitals): Der hypoxische Hirnschaden ? Ursache ? Symptome ?
Therapie ? Prognose
Dr. Roland Issel (Vorsitzender des klinischen Ethik Komitees): Ethische Aspekte bei der Therapie des hirngeschädigten Patienten: Bedeutung von
Patientenverfügung / Vorsorgevollmacht ? Der mutmaßliche Wille des Patienten ? Therapiebeschränkung ? Vorstellung des KEK.
Dr. Michael Etges (stellvertretender Vorsitzender des ambulanten Hospizes Oberhausen und niedergelassener Palliativmediziner) palliative
Versorgungsmöglichkeiten bei hypoxischer Hirnschädigung - Hospizarbeit
Im Rahmenprogramm können Reanimationsübungen durchgeführt werden. Ein AED steht zur Verfügung.
Natürlich ist den Zuhörern die Möglichkeit gegeben, Fragen zustellen und mit den Referenten über das Thema zu diskutieren.
Die Vorträge sind kostenlos. Eine Vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
Hier finden Sie unseren Flyer dazu.
Expertenkontakt:
HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen
Dr. Roland Issel
Leiter des Zentrums für Intensivmedizin
Tel.: 0208 - 8508 6030
E-Mail
Pressekontakt:
HELIOS St. Elisabeth Klinik Oberhausen
Gisela Rautenstrauch
Sekretariat der Geschäftsführung
Tel.: 0208 - 8508 2001
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