Gesamtbericht - Science Center Netzwerk

Сomentários

Transcrição

Gesamtbericht - Science Center Netzwerk
Verein ScienceCenter-Netzwerk
Landstraßer Hauptstraße 71/1/309
A-1030 Wien
T +43 (1) 710 1981
F +43 (1) 710 1981-99
E [email protected]
W www.science-center-net.at
ZVR-613537414
Begleitforschung zum Projekt KET –
Kinder Erleben Technik
Endbericht
Wien, April 2010
An der Studie arbeiteten mit:
Mag. Sara Hossein
Mag. Veronika Wieland
Manuel Kreuzer
Dr. Kathrin Unterleitner
Dr. Barbara Streicher
Diese Studie wurde von KET beauftragt:
1
INHALT:
1
Zusammenfassung....................................................................................................... 3
2
Einleitung...................................................................................................................... 6
3
4
2.1
Hintergrund .......................................................................................................... 6
2.2
Ziel der Studie ...................................................................................................... 8
2.3
Überblick Experimentierstationen .....................................................................10
Methode .......................................................................................................................16
3.1
Quantitativ ...........................................................................................................16
3.2
Qualitativ .............................................................................................................17
Auswertung .................................................................................................................18
4.1
4.1.1
Eltern-Fragebögen ............................................................................................18
4.1.2
Quick-Check .....................................................................................................27
4.1.3
Beobachtungsbögen Kindergarten-PädagogInnen ............................................30
4.2
5
Quantitativer Forschungsteil .............................................................................18
Qualitativer Forschungsteil................................................................................39
4.2.1
Beobachtung ScienceCenter-Netzwerk.............................................................39
4.2.2
Reflexionsworkshops ........................................................................................46
4.2.3
Reflexionsberichte KET-TrainerInnen................................................................56
Interpretation ...............................................................................................................68
5.1
Umfeld .................................................................................................................68
5.2
Wirkung ...............................................................................................................69
Organisation....................................................................................................................73
6
5.3
Erfolgskriterien ...................................................................................................74
5.4
Nachhaltigkeit .....................................................................................................76
Anhang.........................................................................................................................78
2
1
Zusammenfassung
Der Verein ScienceCenter-Netzwerk begleitete das oberösterreichische Projekt Kinder
Erleben Technik (KET), Theaterstück und Experimente im Kindergarten – wissenschaftlich.
Es wurde untersucht, ob das KET-Angebot aus Sicht der Eltern und KindergartenPädagogInnen zielführend war. Welche (Lern-) Prozesse konnten initiiert werden? Welche
Anregungen sind für Eltern und PädagogInnen auch nach KET nutzbar?
Die Begleitforschung enthielt quantitative und qualitative Elemente: Die KindergartenPädagogInnen hielten ihre Beobachtungen in Fragebögen fest. Zusätzlich tauschten sie sich
in
Reflexionsworkshops
aus.
Die
Eltern
wurden
ca.
zwei
Wochen
nach
der
Projektdurchführung ebenfalls gebeten, einen Fragebogen zu beantworten. Dokumentiert
wurden auch die Beobachtungen der KET-TrainerInnen und einer Mitarbeiterin des Vereins
ScienceCenter-Netzwerk.
Die Untersuchungen brachten folgende Ergebnisse:
Über zwei Drittel der Eltern kennen KET von den Erzählungen ihrer Kinder – die meisten
Befragten konnten von sich aus das Theaterstück, aber auch einzelne Stationen nennen.
Auffallend viele kennen die beiden Hauptfiguren des Stückes, nämlich „Gelb“ und „Rot“.
Ob sie eine stärkere Neugierde bei ihrem Kind im Alltag bemerkt haben, ist für viele Eltern
schwierig zu beantworten: Knapp die Hälfte der Eltern bejaht dies, ebenso viele verneinen.
Viele sind sich nicht sicher, ob die momentane große Neugier ihres Kindes direkt auf KET
zurückzuführen sei. Jedenfalls spricht KET die altersgemäße Neugier an, die Eltern mitunter
herausfordert.
Jene Eltern, die eine verstärkte Neugier bei ihren Kindern feststellten, geben an, dass ihr
Kind nun öfter Fragen stelle. Dies ist im KET Projekt ein essentieller Zugang. Die
PädagogInnen wurden bei den Einführungs-Workshops dazu ermutigt, den Kindern nicht
alles gleich zu erklären, sondern Fragen aufzuwerfen, um so zum Nachdenken und
Diskutieren anzuregen. Die Ergebnisse im Elternfragebogen bestätigen, dass sich dies bis
zu den Kindern durchgezogen hat, und auch diese beginnen, mehr Fragen zu stellen.
Ein Großteil der Eltern würde mehr spielerische wissenschaftliche Angebote im Kindergarten
begrüßen, über die Hälfte der Befragten wäre auch bereit, für wissenschaftliche Angebote im
Kindergarten einen finanziellen Beitrag zu leisten (zwischen 10 und 50 Euro im Jahr).
3
„Mag schon – Mag net“ (im oberösterreichischen Dialekt ausgesprochen) – mit diesem
Sprachspiel wurde im Theaterstück das Prinzip von Anziehung und Abstoßung bei Magneten
veranschaulicht. Dieses Wortspiel wurde teilweise Wochen später im Kindergarten und auch
zu Hause nachgesprochen. Einfache sprachliche Spiele bilden eine Stütze für Kinder, die
wissenschaftliche Inhalte dadurch leicht verstehen und merken und auch KindergartenPädagogInnen haben damit einen Anhaltspunkt bei der Interaktion an Stationen.
Ungewöhnliche Role-Models, die neue Aspekte in den Kindergarten einführen können, sind
im Rahmen von wissenschaftlichen Projekten wichtig: bei KET waren dies ein männlicher
KET-Trainer, da Männer im Kindergarten sonst eine Seltenheit sind, und ein Schauspieler
der Deutsch mit Akzent spricht – Kinder mit Migrationshintergrund fühlten sich von ihm sehr
angesprochen.
In der Wahrnehmung der PädagogInnen gibt es einen eindeutigen Unterschied zwischen der
Präferenz von Buben und Mädchen bei einzelnen Experimentierstationen: Buben
bevorzugten die Energie sowie die Mechanik Station, während Licht-Farben eindeutig bei
den Mädchen besser angekommen sei. Diese Einschätzung deckt sich nicht mit den
Beobachtungen von KET-TrainerInnen bzw. des Vereins Science Center Netzwerk. Von
diesen wurde ein Zusammenhang festgestellt zwischen Rollenspielen an diesen Stationen
und genderspezifischen Wahrnehmungen von Kindergarten-PädagogInnen.
Über
die
Hälfte
der
PädagogInnen
möchte
bei
zukünftigen
Angeboten
im
naturwissenschaftlich-technischen Bereich Ansätze von KET mit einfließen lassen (konkret
angedacht wird etwa: Zerlegen von Altgeräten, Nachbau von Energie).
Sich zurückzunehmen und Kinder ohne viel Anleitung ausprobieren zu lassen, ist einigen
PädagogInnen schwer gefallen. In den Reflexionsworkshops wurde diskutiert, ob und wieviel
Erklärung dennoch notwendig sei, damit Kinder an eine Station „richtig“ herangehen, wobei
es unter vielen Kindergarten-PädagogInnen durchaus kritische Stimmen gab, ob eine richtige
Herangehensweise festlegt werden könne.
In der Begleitforschung wurde deutlich, dass Kindergarten-PädagogInnen sehr konkrete und
hohe
Erwartungen
an
die
KET-TrainerInnen
haben
(Inhalt,
Pädagogik,
Präsenz,
organisatorische Unterstützung etc).
4
Fazit
KET zeigte Auswirkungen auf die Kinder, ihre Eltern und die Kindergarten-PädagogInnen:
Die
PädagogInnen
konnten
durch
das
externe
Angebot
ihre
Scheu
vor
naturwissenschaftlichen Themen abbauen und ihr eigenes Interesse an Wissenschaft und
Technik entdecken und weiterentwickeln. Zugleich waren sie genügend eingebunden, um
sich vom KET-Angebot konkrete inhaltliche wie auch pädagogische Anregungen für ihren
Regelbetrieb zu holen. Die Kindergarten-PädagogInnen begrüßen das Angebot, Kritik bzw.
Änderungswünsche wurden meist hinsichtlich äußerer Rahmenbedingungen ausgesprochen.
Es zeichnet sich ab, dass bei den beteiligten Kindergärten in Zukunft wissenschaftlichtechnisches Experimentieren einen höheren Stellenwert einnehmen wird.
Bei den Eltern erhöhte sich durch das Projekt das Bewusstsein für frühkindliches
experimentelles Lernen. Sie unterstützen solche Projekte im Kindergarten und sind auch
bereit, dafür einen finanziellen Beitrag zu leisten.
Die Kinder lernten auf der inhaltlichen und sprachlichen Ebene und waren fasziniert und
kreativ:
„Die Magnete tanzen.“
"I tu jetzt forschen und nachdenken!"
"Gehen wir morgen wieder explodieren (experimentieren)?"
"Nächstes Mal werde ich statt Papa bei unserem Auto die Reifen montieren!"
5
2 Einleitung
2.1 Hintergrund
Laut Berufsprognose des WIFO wird die Nachfrage nach qualifizierten technischen
Fachkräften steigen und nicht mit den in Ausbildung stehenden Jugendlichen gedeckt
werden können.1 Für die erfolgreiche Zukunftsgestaltung ist es wichtig, Kindern, (Groß)eltern und PädagogInnen einen neuen und anregenden Zugang zu Wissenschaft und
Technik zu ermöglichen. Die Bezirke Vöcklabruck, Gmunden und Kirchdorf haben bereits
regionale Projekte geplant bzw. durchgeführt. Die bisherigen Maßnahmen erreichten Kinder
ab dem Schulalter und zielten darauf ab, Kinder und Jugendliche – besonders Mädchen – für
technische Berufe zu begeistern. Das Land Oberösterreich hat aufgrund der dargestellten
Lage die Initiative „Jugend in die Technik” gestartet.
Das Pilotprojekt KET – „Kinder Erleben Technik” wurde entwickelt, um Kindern bereits am
Beginn ihres Bildungsweges – nämlich im Kindergarten – die Beschäftigung mit
naturwissenschaftlichen Phänomenen und technischen Fragestellungen zu ermöglichen.
Wissenschaftliche Untersuchungen von Frau Dr.in G. Lück (Univ. Bielefeld) weisen auf das
große Interesse von Kindergartenkindern an diesen Themen hin und zeigen auf, dass
Erlebnisse im Kindergartenalter wesentlich die weitere Interessensbildung und damit die
spätere Berufswahl beeinflussen können. Betriebe können sich in diesem Projekt im
Zusammenhang mit Bildungsangeboten für Kinder engagieren und so selbst einen weiteren
Beitrag leisten, damit sie auch langfristig genügend qualifiziertes Personal haben werden.
Kinder fragen ständig „Warum?“ und „Wie?“. Sie signalisieren uns damit, dass sie
unglaublich wissbegierig an den Vorgängen ihrer Umwelt interessiert sind. Sie wollen das
Wasser, das Wetter und die Gebrauchsmöglichkeiten technischer Geräte erkunden und
verstehen. Sie brauchen Zeit und Gelegenheit zum Beobachten, zum Experimentieren und
zum Forschen. Kinder sind kleine Wissenschaftler und bereits im Vorschulalter können
Kinder Experimente zur Beantwortung einfacher Fragestellungen auswählen. Sie entwerfen
intuitive Theorien und nutzen empirische Beobachtungen zur Bildung, Prüfung und Revision
dieser Theorien. Kinder können über diese Prozesse auch reflektieren.
Die Frage, ob Kinder im Vorschulalter bereits fähig sind, sich mit Themen aus
Naturwissenschaften und Technik näher auseinanderzusetzen, kann also mit einem klaren
1
WIFO - Wirtschaftsforschungsinstitut (Hg.) Mittelfristige Beschäftigungsprognose für Österreich und
die Bundesländer - Berufliche und sektorale Veränderungen 2006 bis 2012. Gesamtbericht
Österreich. Erstellt von O. Fritz et al. Wien, 2007.
6
„Ja“ beantwortet werden. Neuere Forschungsbefunde ergaben, dass auch Drei- bis
Fünfjährige die entwicklungs-psychologischen Voraussetzungen dafür haben. Schon
Kindergartenkinder verfügen über differenzierte Denkstrukturen, die es ihnen ermöglichen,
verschiedene Sachzusammenhänge aus Naturwissenschaften und Technik zu verstehen
und selbstständig grundlegende Wenn-Dann-Beziehungen herzustellen. Ihr Verständnis für
diese Fragestellungen scheint daher weitaus größer zu sein, als bisher angenommen.
Wer mit Kindern arbeiten möchte, muss sich vielen Herausforderungen stellen.
PädagogInnen müssen sich selbst als lernende Personen verstehen, mit der Bereitschaft
auch von Kindern lernen zu wollen, aber auch mit dem Wissen, nicht alles zu wissen – und
dies auch aussprechen zu können. Gemeinsam zu lernen ist wohl eine der schönsten
Herausforderungen in der Arbeit mit Kindern.
Um ein gemeinsames Lernen zu ermöglichen, sollten wir uns trauen, auch mal etwas
auszuprobieren von dem wir nicht wissen wie oder warum es funktioniert. Wir müssen und
können nicht alles wissen, aber warum nicht Internet oder ein Lexikon zur Hilfe holen und
einen Versuch noch einmal machen?
Speziell im Kindergarten müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass wir keine
Wissensvermittler sind, sondern vielmehr BetreuerInnen von Lernprozessen. Lernen ist zwar
eine individuelle Tätigkeit, aber sie vollzieht sich immer mit und in Beziehung zu Anderen. Im
Kindergarten befinden sich die Kinder in einer Gemeinschaft, sie sind in einen sozialen
Kontext eingebunden, der das Lernen mit beeinflusst. Die Anderen, sprich die anderen
Kinder, die PädagogInnen und HelferInnen konstruieren durch ihre spezifische Sprache und
Denkweise das Wissen der Kinder mit.
Das Ziel von KET ist es also, die Kinder zum selbstständigen Experimentieren zu ermuntern
und sie aufzufordern, ihre Beobachtungen, Hypothesen und Fragen zu formulieren.
Nicht alleine das Beobachten, sondern vor allem die eigene experimentelle Erfahrung hat
sich bei Kindern als ein erster Zugang zur Natur bewährt. Zugleich bildet das
Experimentieren auf mehrfache Weise: Es werden die Geschicklichkeit, der Sehsinn, die
akustische und die taktile Wahrnehmung geschult und geschärft. Außerdem müssen die
Kinder zu einem vorgegebenen Zeitpunkt beobachten, denn schon wenig später ist vielleicht
alles vorbei.
Durch die Aufforderung an die Kinder, ihre Beobachtungen und Hypothesen und Fragen zu
formulieren, sind außerdem die sprachlichen Fertigkeiten gefordert. Auch das Aufzählen der
für das Experiment benötigten Materialien braucht sprachliches Wissen und einen großen
Wortschatz.
7
Experimentieren hat zu dem auch noch einen kognitiven Aspekt: Es bedarf einer Deutung,
vor allem, wenn das Ergebnis verblüfft und Anlass zum Hinterfragen gibt. Dieses
Hinterfragen entspricht dem stark ausgeprägten Wissensdrang von Vorschulkindern, den sie
mit vielen „Warum-Wieso-Weshalb“ - Fragen zum Ausdruck bringen. Gerade Phänomene
der unbelebten Natur lassen sich durch Kausalbeziehungen, d.h. Wenn-dann-Bezüge
deuten. Z.B. „Immer wenn einer Kerze Luft entzogen wird, dann erlischt sie“.
2.2 Ziel der Studie
Die wissenschaftliche Arbeit zielte auf die Weiterentwicklung sowie Verbesserung des KETAngebotes im Kindergarten und bei Events ab. So sollte das Angebot laufend optimiert
werden, aber auch für die Kindergarten-PädagogInnen (Ki-Pä) sollten wichtige Rückschlüsse
für den Kindergartenalltag geboten werden: Wie haben Kinder und Eltern auf ein solches
Angebot reagiert? Welche (Lern-)Prozesse wurden initiiert? Welche Anregungen können
weiter verfolgt werden?
Fokussiert wurde auf die Fragen:
Ki-Pä
-
Wie/ was haben die Kinder gelernt/ erfahren?
-
Welche Haltung haben die Ki-Pä gegenüber dem KET-Projekt?
-
War Experimentieren in der pädagogischen Ausbildung bereits ein Thema?
-
War die Betreuung seitens der KET-TrainerInnen ausreichend oder gibt es
Verbesserungswünsche?
Eltern
-
Welche Einstellung haben Eltern zu wissenschaftlichen Projekten im Kindergarten?
-
War eine Veränderung durch KET spürbar?
-
Haben die Kinder im Alltag mehr/anders/bewusster über Alltagsphänomene
gesprochen?
Theaterstück
-
Wie ist das Theaterstück bei den Kindern angekommen?
-
Waren die darin aufbereiteten wissenschaftlichen und technischen Themen
verständlich?
-
Was ist der Mehrwert von Stationen und Theaterstück?
8
-
Haben die Kinder von selbst Verknüpfungen hergestellt zwischen Theaterstück und
Stationen?
Gender-Aspekt:
-
Wie haben sich Mädchen und Buben jeweils an die Stationen angenähert?
-
Gab es Unterschiede bei Mädchen und Buben im Umgang mit dem KET-Angebot?
-
Gab es eindeutige „Lieblingsstationen“ von Buben oder Mädchen?
Nachhaltigkeit
-
Werden Aspekte von KET auch nach den Projekttagen weiter verwendet?
-
In welcher Hinsicht bräuchten Ki-Pä Unterstützung, um wissenschaftliche Inhalte
verstärkt im Kindergarten zu integrieren?
9
2.3 Überblick Experimentierstationen
Energie
© Martin Hollinetz, RMOÖ GmbH
Eine kompakte Station aus Plexiglas mit ca. 100 Liter Wasser
gefüllt ermöglicht erste Einsichten in das Thema Energie.
Energieumwandlung kann beobachtet und mit gestaltet
werden.
Die Station erfordert von den Kindern ganzen Körpereinsatz.
Nur so gelingt es ihnen das Wasser von der untersten Ebene
der Station in den Behälter ganz oben zu transportieren. Von
dort kann das Wasser in Folge über ein Wasserrad gelenkt
werden. Ein Riemen bietet die zusätzliche Möglichkeit, selbst
gebaute Maschinen aus Duplo-Technik an das Wasserrad
anzuschließen – so lässt sich besser beobachten, welchen
Unterschied es macht, wie viel Wasser über das Wasserrad
fließt.
Die Kinder entscheiden selbst, wie viel Wasser sie
hochziehen, bevor sie den Abfluss öffnen und das Wasser
rauschend nach unten stürzt. Die Kinder sollen mit dem
ganzen Körper erleben können, was es heißt Arbeit im
physikalischen Sinn zu verrichten.
FAX - binäre Nachrichtenübermittlung
Zwei zweizeilige Raster mit weißen Klappen bilden den
Sende- bzw. Empfangsteil der Station. Eine visuelle
Nachricht kann in Form eines Piktogramms in die oberen
beiden Klappenreihen gedrückt werden. „Gesendet“ wird
das Bild durch das Drücken eines Hebels. Über ein
mechanisches System wird die Information auf die
unteren Klappen übertragen. Die Information wurde damit
sozusagen „empfangen“.
Die
Kinder
entwerfen
verschiedene
Muster.
© Ruth Stiebitzhofer, RMOÖ GmbH
Sie
entscheiden, ob sie das Bild „senden“ wollen und
überprüfen die „empfangene“ Nachricht auf Richtigkeit.
Aufliegende Mustervorlagen können von den Kindern auf
das Klappensystem der Station übertragen und gesendet
10
werden. Die Kinder können sich über eine analoge
Variante der Bildübertragung an ein Verständnis der
abstrakten Form der digitalen Datenübertragung, wie
beim Fax oder auch am PC, annähern. Die einzelnen
Klappen stehen für einzelne Bildpunkte (Pixel) die in der
digitalen Übertragung von Bildern eine große Rolle
spielen.
Kerzen drechseln
Eine kleine Drechselbank ermöglicht den Kindern
erste
Versuche
in
einer
typisch
technischen
Tätigkeit. Mit Werkzeugen aus Holz können die
Kerzen
in
Form
Kunststoffunterlage,
Staubsauger
halten
gebracht
werden.
Schutzanzüge
die
und
Wachsspäne
Eine
ein
unter
Kontrolle. Das weiche Material Wachs ermöglicht
echtes Drechseln bei niedriger Drehgeschwindigkeit
© Grüne Gruppe Zell
und mit Werkzeugen.
Konstruktion Destruktion
Die Kinder fertigen auf Teppichböden mit DuploLego –
Erste Technik und Einfache Maschinen - mit RiesenSoftlegosteinen
und
eigens
entwickelten
Zusatzmaterialien ihre persönlichen Konstruktionen.
Eine kleine Werkstatt lädt die Kinder dazu ein, das
Innenleben diverser Geräte mit Schraubenzieher und
Zange genauer zu erkunden. Der Geometrietisch mit
Motivplättchen, Hämmern und Nägel bietet ebenfalls
Anregung zum Konstruieren. Die Station Konstruktion-
© Kindergarten Pinsdorf
Destruktion bietet den Kindern in verschiedenen
Varianten Möglichkeiten, alleine oder gemeinsam mit
anderen Kindern, anhand eines Planes oder der
eigenen Fantasie folgend Konstruktionsprozesse zu
11
durchlaufen. Die Kinder können sich dabei mit
technischen
Elementen
wie
Zahnrad,
Seilwinde,
Schnecke, Schrauben, Achsen etc. auseinander zu
setzen.
© Kindergarten Pinsdorf
Licht-Farben
In einem schwarz ausgekleideten begehbaren Würfel
steht die Experimentierstation Licht-Farben. Die
Kinder experimentieren mit den Licht-Grundfarben
Rot, Grün und Blau. Zusätzlich gibt es eine UVLichtlampe, mit der „geheime“ Zeichen entdeckt
werden können. Die färbigen Lichter können,
abgeschirmt vom Tageslicht, auf der weißen Platte
beobachtet werden. Es ergeben sich verschiedene
Kombinationsmöglichkeiten der färbigen Lichter Mischfarben entstehen. Mischen sich Lichtfarben
genauso wie Malfarben? Die große Überraschung
birgt das Mischen aller drei Farblichtkegeln. Großen
Spaß bereiten auch die entstehenden Schatten.
Wechselweise kann auch mit dem UV-Licht
experimentiert werden.
© Andreas Stocker
Magnetismus
Ein
eigens
entworfenes
Spielobjekt
–
die
geschwungene Form ermöglicht den Kindern optimalen
Zugang zu den möglichen Aktivitäten. Verdeckte
Öffnungen enthalten verschiedene Kleinmaterialien,
Magnete sind gut sichtbar und sicher angebracht.
Eisenfeilspäne warten darauf in Bewegung gebracht zu
werden und auf der erhöhten Plexiglasplatte werden
Geschichten durch Magnetkraft lebendig. Bei der
© Nicolas Schossleitner
12
Experimentierstation Magnetismus können die Kinder
das Phänomen Magnetismus auf vielfältige Weise
erkunden;
Material
magnetisches
sortieren
und
und
nicht-magnetisches
damit
unterscheiden;
Eisenfeilspäne und ihre Ausrichtung
entlang
der
Magnetfeldlinien beobachten; durch die Plexiglasplatte
hindurch, geometrische Figuren aus dem Theaterstück
wieder lebendig werden lassen, ...
Mechanik
Zahnräder aus Schaumstoff in verschiedenen Größen
bilden ein mechanisches Werk. Montiert werden sie
von den Kindern an den Seitenteilen einer kleinen
Brücke, die über
Stufen zu erreichen ist. Eine
Seilrolle lädt ebenfalls zum aktiven Tun ein. Die
Kinder können die Anordnung und die Drehrichtung
der Zahnräder bestimmen und mit Pfeilen markieren.
Besonders große und schwere Zahnräder können mit
© Kindergarten Steinbach an der Steyr
der Seilrolle gemeinsam hochgehoben und montiert
werden.
Physikalische Experimentierkiste (Land OÖ)
Das Kindergarten- und Hortreferat des Landes OÖ hat unter Mithilfe engagierter
KindergärtnerInnen und ExpertInnen die Physikalische Experimentierkiste entwickelt. KET
bietet im Kindergarten sowie bei Events eine Auswahl von Versuchen aus der
Experimentierkiste an. Den Kindern werden in Kleingruppen gezielt physikalische
Phänomene vorgestellt. Hypothesenbildung und die Überprüfung derselben wird angeregt.
13
Schall~Wellen~Wasser
Ein blauer Würfel voller Überraschungen: untergebracht
sind darin ein Verstärker und zwei Lautsprecher. Ein
Lautsprecher wird durch eine flache, mit Wasser
gefüllte
Trommel
abgedeckt.
Die
Schallwellen
verschiedener Instrumente werden verstärkt und auf die
Trommel
übertragen.
Die
Schwingungen
der
Trommelmembran übertragen sich auf das Wasser und
das Prinzip der Schallwellen wird beobachtbar. Für
© Kindergarten Vorchdorf
größere Events ermöglicht ein Aufsatz mit eingebauter
Kamera die Projektion der Schall~Wasser~Wellen
mittels
Beamer
auf
Leinwand.
Ein
zusätzlicher
Frequenzgenerator ermöglicht das freie Assoziieren
während
der
Beobachtung
Wasserbewegungen:
klingt
der
so
ein
entstehenden
Traktor,
ein
Rasenmäher oder doch ein Moped?
Technik Mediathek
Eine kuschelige Zone, gemütlich gestaltet mit Polstern
und
Decken
Kopfhörern)
bietet
und
den
Kindern
Bücher
naturwissenschaftlichen
zu
Hörbücher
(mit
technischen
Inhalten.
/
Bilderbücher
anschauen, CDs hören, Sachbücher lesen, kuscheln
und "Fachgespräche" führen. Zwischendurch zur Ruhe
kommen
und
dabei
weitere
Experimente
oder
Phänomene kennen lernen.
© RMOÖ GmbH
14
Wasserbausteine
Zwei
Tische
Abflusswanne
mit
Gitterfläche
bilden
Wasserbausteine.
die
und
Basis
Das
integrierter
der
Station
Abfließen
des
Schmelzwassers ermöglicht längeres Bauen mit den
Bausteinen
aus
Eis.
Mit
den
Bausteinen
aus
gefrorenem Wasser darf nach Herzenslust konstruiert
werden - kalt werden dabei nur die Hände! Welche
kreativen Ideen die Kinder sonst noch beim Spiel mit
© Kindergarten Vorchdorf
den Wasserbausteinen haben – die vor sich hin
schmelzend – den Aggregatzustand wechseln, ist
immer wieder eine Überraschung!
15
3 Methode
Die Begleitforschung umfasste einen quantitativen Teil mit Frage- und Beobachtungsbögen
sowie einen qualitativen Teil mit Reflexionsworkshops für Ki-Pä, einer Beobachtungsphase
des Vereins ScienceCenter-Netzwerk sowie Reflexionsberichten von KET-TrainerInnen. Das
Gelingen der Begleitforschung war maßgeblich von der Kooperation der Ki-Pä abhängig,
sowohl inhaltlich als auch organisatorisch, da sie etwa die Fragebögen an die Eltern
austeilten und absammelten. Die Ki-Pä wurden im Rahmen des Einschulungsworkshops
über die Bandbreite der Begleitforschung informiert. Dem Verein ScienceCenter-Netzwerk
war es wichtig, den PädagogInnen wichtige Rückschlüsse für den eigenen Alltag im
Kindergarten zu ermöglichen, und die Forschung als einen Austausch zu sehen, damit alle
gemeinsam davon profitieren konnten.
3.1 Quantitativ
Kindergarten-PädagogInnen
o
Quick-Check
Im Rahmen der Einführungsworkshops füllten die Kindergarten-PädagogInnen einen „QuickCheck“ aus, der evaluierte, welche Einstellung die Pädagoginnen zu wissenschaftlichen
Projekten im Kindergarten haben und inwieweit sie allgemein mit wissenschaftlichen Themen
schon konfrontiert waren. Der Rücklauf belief sich auf 56 Quick-Checks.
o
Beobachtungsbogen
Kindergarten-PädagogInnen zeichneten ihre Beobachtungen während und unmittelbar nach
den
KET-Tagen auf. Von den insgesamt 143 Ki-Pä und HelferInnen wurden 127
Beobachtungsbögen ausgefüllt. Der Rücklauf belief sich auf 89 %.
Eltern
o
Fragebögen
Die Eltern wurden ca. 2 Wochen nach dem KET-Angebot gebeten, Fragebögen auszufüllen.
Die Fragebögen wurden vom Kindergarten ausgegeben und wieder abgesammelt. Die
Leitung des Kindergartens schickte die Fragebögen an das KET-Team weiter. Diese wurden
schließlich dem Verein ScienceCenter-Netzwerk übermittelt. Der Rücklauf belief sich auf 567
Fragebögen aus insgesamt 24 Kindergärten.
16
3.2 Qualitativ
Kindergarten-PädagogInnen
Die Teilnahme der Ki-Pä an einem Reflexionsworkshop erfolgte mit einem zeitlichen
Abstand von min. 2 Wochen bis max. 6 Monaten nach den Projekttagen. Insgesamt fanden
drei Reflexions-Workshops statt.
Termine (jeweils von 18:00 bis 20:30) und Anzahl TeilnehmerInnen:
10.06.2009: 12 Ki-Pä und eine Helferin aus 7 Kindergärten
29.09.2009: 11 Ki-Pä aus 4 Kindergärten
14.12.2009: 9 Ki-Pä aus 5 Kindergärten
An den drei Terminen nahmen insgesamt 32 Ki-Pä und eine Helferin aus 16 Kindergärten
teil.
Ablauf:
Die Begrüßung erfolgte durch Mag. Sara Hossein (Verein ScienceCenter-Netzwerk,
Projektleiterin der Begleitforschung) und Hannelore Hollinetz (Projektleiterin von KET).
Zuerst wurden die Teilnehmerinnen2 aufgefordert, ein Erlebnis von KET, das sie geprägt hat,
zu schildern. Danach diskutierten die Ki-Pä in drei Kleingruppen (3-4 Personen). Jeder Tisch
behandelte einen Aspekt des Projektes. Diskutiert wurde ca. 20 Minuten, danach wechselte
die Gruppe zum nächsten Tisch.3 Pro Tisch gab es eine Schriftführerin, Mitarbeiterinnen des
RMOÖ und Sara Hossein.
ScienceCenter-Netzwerk
Die dreitägige Beobachtungsphase des Vereins ScienceCenter-Netzwerks wurde im
Kindergarten Ohlsdorf durch die Projektleiterin der Begleitforschung, Mag. Sara Hossein, von
23. bis 25. März 2009 durchgeführt.
KET-TrainerInnen
KET-TrainerInnen zeichneten Ihre Beobachtungen während und kurz nach den Projekttagen
in sog. Reflexionsberichten auf. Insgesamt wurden dem Verein ScienceCenter-Netzwerk
16 Reflexionsberichte von insgesamt fünf KET-TrainerInnen4 übermittelt.
2
Es waren durchwegs Frauen.
Detailablauf siehe Anhang Seite 118.
4
Die KET- TrainerInnen setzten sich aus 4 Frauen und einem Mann zusammen.
3
17
4 Auswertung
4.1 Quantitativer Forschungsteil
Die quantitative Forschungsphase umfasste Elternfragebögen (post-Phase), Quickchecks
(prä-Phase) und Beobachtungsbögen für Ki-Pä. Folgende Daten wurden erhoben:
4.1.1 Eltern-Fragebögen
Allgemein: Auskunft der Kinder
Ja
91,7%
Nein
7,4%
0,9%
Keine Angabe
Abbildung 1 - Erzählt Ihr Kind manchmal, was es im Kindergarten erlebt hat?
Diese Frage diente dazu herauszufinden, ob die Kinder ihre Erlebnisse im Kindergarten des
Öfteren ihren Eltern zu Hause berichten. Etwa 92% der Kinder erzählen ihren Eltern
zumindest manchmal, was sie im Kindergarten gemacht bzw. erlebt haben. Nur etwas mehr
als 7% der Kinder berichten ihren Eltern nicht von den Erlebnissen im Kindergarten.
Allgemein: Beschäftigungen der Kinder
Im Rahmen der offenen Frage nach der Beschäftigung, bei welcher sich die Kinder
besonders lange konzentrieren können, wurden die Antworten der 567 Elternfragebögen
analysiert, kategorisiert und je nach Häufigkeit der Nennung gereiht.
1. Malen/Zeichnen
(217)
2. Lego
(145)
3. Puzzle
(137)
4. Basteln
(100)
5. Bücher/lesen
(98)
6. Outdoor-Aktivitäten
(58)
18
7. Gesellschaftsspiele
(53)
8. Bauen
(42)
9. Rollenspiele
(40)
10. mit Autos spielen
(35)
Unumstrittene Lieblingsbeschäftigung der Kinder ist das Malen und Zeichnen. Auch die
weitere Reihung von Lego über Puzzle zum Basteln lässt erkennen, dass sich Kinder
vermehrt im Rahmen von kreativen und/oder motorischen
Beschäftigungen begeistern
lassen. In weiterer Folge befinden sich auch noch andere kreative Aktivitäten innerhalb der
zehn meist genannten Antworten, nämlich Rollenspiele, Bauen (mit Bauklötzen, Holz etc.)
Ebenfalls interessant ist das große Interesse am Lesen bzw. Vorgelesen bekommen aus
diversen Kinderbüchern. Darüber hinaus sind die Kinder auch begeistert von Aktivitäten die
im Freien stattfinden (z.B. Sandspielen) und klassischen Gesellschaftsspielen. Zu guter Letzt
kristallisierte sich eine gewisse Begeisterung für Spielzeugautos heraus.
Allgemein: Kinderfragen5
Im Rahmen dieser Frage galt es herauszufinden, zu welchem Thema bzw. zu welchem
Themenbereich die Kinder besonders viele Fragen stellen. Eltern geben am häufigsten an,
dass
ihr
Kind
Fragen
zur
Tierwelt
stellt.
Besonders
Dinosaurier
schienen
im
Befragungszeitraum auffallend viele Kinder zu beschäftigen.
Am zweithäufigsten vermerkten Eltern, dass eine generell große Neugier bei ihren Kindern
festzustellen ist, welche sich durch vermehrtes Hinterfragen der verschiedensten alltäglichen
Begebenheiten äußert – dabei wurden aber keine spezifischen Themen genannt.
Ebenfalls mehrere Nennungen fielen in den Themenbereich Fahrzeuge, welcher sich aus
verschiedenen motorisierten Fortbewegungsmitteln zusammensetzt. Die gleiche Beliebtheit
bei den Kindern hat laut der Nennungshäufigkeit auch das Thema Natur und Umwelt.
Bemerkenswert ist auch das Interesse der Kinder am Themenbereich Mensch: die Fragen
reichen vom Geburtsthema über die allgemeinen Lebensfunktionen bis hin zum Tod bzw.
dem Leben nach dem Tod.
5
Siehe Gesamtliste der Antworten im Anhang ab Seite 98
19
Auch über die menschliche Vergangenheit wollen die Kinder Bescheid wissen. Neben
gezielten Fragen über Rittern und Piraten, wecken auch viele andere geschichtliche Themen
ihr Interesse.
Themen, welche im Zuge von KET verstärkt in den Alltag der Kinder gebracht wurden, wie
etwa Technik im Allgemeinen, oder auch Licht & Farben, fallen ebenfalls in die
Interessensgebiete der Kinder.
KET zu Hause ein Thema?
Ja
Nei
Keine Angabe
70,5%
28,4%
1,1%
Abbildung 2 – Hat Ihr Kind von sich aus erzählt, dass im Kindergarten ein Theaterstück, Stationen und
Experimente gezeigt wurden?
Deutlich mehr als zwei Drittel der Kinder berichteten aus eigener Initiative von ihren
Erlebnissen im Zuge der KET-Aktivitäten.
Gefragt wurde auch, ob das Kind allgemein zu Hause manchmal von seinen Erlebnissen im
Kindergarten erzähle. Von jenen 7% der Kinder, die sonst nie über ihre Erlebnisse im
Kindergarten erzählen, berichteten Rund ein Viertel dieses Mal von KET. Daraus lässt sich
schließen, dass die KET-Aktivitäten einen deutlich erkennbaren Eindruck bei den Kindern
hinterlassen haben.
20
33,5%
Theaterstück
Kerzen drechseln
Wasserbausteine
Mechanik
Kons
/Dekon
14,0%
11,0%
Energie
Magnet
23,0%
8,0%
7,3%
6,8%
Abbildung 3 - Wenn ja, was wurde konkret angesprochen?
Diese Frage war bewusst als offene Frage ohne vorgegebene Antwortmöglichkeiten
konzipiert. Die Antworten wurden erst in der Auswertung in Kategorien zusammengefasst.
Hier die Liste jener Nennungen, die mindestens zehn Mal genannt wurden:
Am häufigsten wurde zu Hause über das Theaterstück erzählt, wobei auffallend viele Eltern
auch die beiden Hauptfiguren des Stückes, nämlich „Gelb“ und „Rot“ kannten.
Dass die Station Kerzen drechseln verhältnismäßig häufig genannt wurde, könnte auch
damit zusammenhängen, dass die Kinder ihre eigene Kerze mit nach Hause nehmen
konnten und die Eltern daher automatisch davon erfuhren. Dass die Wasserbausteine so gut
angekommen sind, hängt vielleicht auch damit zusammen, dass den Kindern die Form der
Eiswürfel (ähnlich wie Lego-Bausteine) vertraut ist. Weitere häufig genannte Stationen waren
Energie, Magnet, Mechanik und Konstruktion/Dekonstruktion.
21
Neugierde
Ja
39,2%
38,1%
Nein
Weiß nicht
Keine Angabe
20,8%
1,9%
Abbildung 4 - Haben Sie bei Ihrem Kind eine stärkere Neugierde im Alltag bemerkt?
Während 39% der befragten Eltern eine Steigerung der Neugierde ihrer Kinder im Alltag
feststellen konnten, veränderte sich bei 38% der Grad der Neugierde ihrer Kinder nicht bzw.
blieb auf demselben Level wie bisher. Darüber hinaus gab ein Fünftel der Befragten an, nicht
zu wissen bzw. nicht bemerkt zu haben, ob eine Veränderung stattgefunden hat. Viele Eltern
bemerkten hier, dass ihr Kind immer schon sehr neugierig ist.
22
Mein Kind hat öfters Fragen gestellt.
70,1%
Mein Kind hat versucht, Erklärungen für
Alltagserscheinungen zu finden.
Meinem Kind sind Phänomene im
Alltag bewusster aufgefallen.
Mein Kind hat eigene
Experimente erfunden.
Mein Kind hat mehr
gestaunt.
38,2%
31,9%
26,7%
20,3%
Weitere
Antworten 11,2%
Abbildung 5- Wenn ja, wie äußert sich die Neugierde?
Bei jenen Befragten, welche angaben, eine positive Veränderung der Neugierde ihrer Kinder
bemerkt zu haben, war die deutlichste Veränderung mit 70% das vermehrte Stellen von
Fragen. Auch der Versuch, Erklärungen für Alltagserscheinungen zu finden bzw. das
bewusstere Entdecken von Phänomenen im Alltag, galt für rund ein Drittel der Befragten als
Folge der gesteigerten Neugierde. Beinahe ein Viertel der Eltern gab an, dass ihre Kinder im
Nachhinein selbst Experimente erfunden haben um ihrer wachsenden Neugierde genüge zu
tun. Bei gut einem Fünftel der Kinder äußerte sich die wachsende Neugierde durch
häufigeres Staunen.
Siehe alle Antworten im Anhang Seite 109, hier einige Beispiele:
„Man muss immer erklären, warum man was macht. z.B. beim Autofahren: ‚Warum bremst
du jetzt?’; Beim Rasenmähen: ‚Warum färbt das Gras die Hand grün?’“
„Mein Kind erfindet derzeit ohne Ende, was das Leben leichter macht, meins, seins, das der
Geschwister, Großeltern. Baut Werkzeuge selbst.“
„Mein Kind hat im Sandkasten einen Vulkan gebaut und gefragt, wie man einen
Vulkanausbruch machen kann.“
„Mein Kind wollte unseren (funktionsfähigen) Laptop zerlegen.“
„Will alles noch genauer wissen und alles wird 3x hinterfragt.“
23
„Im Altstoffsammelzentrum wurde eine alte Tastatur mit nach Hause genommen und
zerlegt.“
„Wir waren beim Zauberer und mein Kind hat sofort gewusst, dass er mit Magneten die
Tricks durchführt“
Einstellung der Eltern
Ja
77,2%
Eventuell
Nein
20,6%
0,9%
Keine Angabe
1,2%
Abbildung 6 - Würden Sie es begrüßen, wenn der Kindergarten vermehrt spielerische wissenschaftliche
Angebote anbietet?
Mehr als drei Viertel der befragten Eltern wären erfreut darüber, wenn der Kindergarten
vermehrt wissenschaftliche Programme anbieten würde. Im Gegensatz dazu können sich
20% der Eltern zumindest eventuell vorstellen, neuen wissenschaftlichen Angeboten positiv
gegenüber zu stehen. Jene Gruppe, die sich gegen solche Angebote ausspricht, ist mit
weniger als 1% verschwindend gering.
24
Finanzielle Komponente
53,9%
Ja
Eventuell
Nein
36,7%
7,0%
Keine Angabe
2,5%
Abbildung 7 - Wären Sie bereit, für solche Angebote einen finanziellen Beitrag zu leisten?
Die Frage nach einem finanziellen Beitrag beantwortete ca. die Hälfte der Befragten mit „ja“.
Etwa ein Drittel kann sich immerhin eventuell einen finanziellen Beitrag vorstellen. Nur etwa
7 % schließen eine finanzielle Unterstützung für wissenschaftliche Angebote ganz aus.
In weiterer Folge wurde die Frage nach dem möglichen finanziellen Beitrag durch eine
Zusatzfrage nach der möglichen Höhe des finanziellen Beitrages pro Kindergartenjahr
erweitert. Die Anzahl dieser überarbeiteten Bögen belief sich auf 343 Stück.
31,8%
10 Euro
41,7%
20 Euro
50
10,5%
Keine Angabe
16,0%
Abbildung 8 - Maximal vorstellbare Beitragshöhe
25
Über 40% der befragten Eltern können sich einen maximalen Beitrag von bis zu 20 € pro
Kindergartenjahr vorstellen. Etwa 10% der Eltern wären sogar bereit, bis zu 50 € pro
Kindergartenjahr als Beitrag für wissenschaftliche Projekte zu bezahlen. Rund ein Drittel der
Befragten kann sich immerhin vorstellen 10 € beizusteuern.
26
4.1.2 Quick-Check
Der Quick-Check diente zur Bestimmung der Ausgangssituation vor Projektbeginn. In wie
weit setzten sich Ki-Pä mit Experimenten auseinander bzw. wann und warum sie dies tun
bzw. getan haben, sollte im Rahmen der Quick-Checks eruiert werden.
Im letzten Monat
25,0%
Im letzten Jahr
53,6%
Länger als ein Jahr
Keine Angabe
7,1%
14,3%
Abbildung 9 - Wann haben Sie das letzte Mal experimentiert?
Als Einstiegsfrage für den Quick-Check wurde die Frage nach dem letzten durchgeführten
Experiment gewählt. Mehr als die Hälfte der befragten PädagogInnen, gaben an, im letzen
Jahr experimentiert zu haben. Ein weiteres Viertel der Befragten führte sogar innerhalb des
letzten Monats mindestens ein Experiment durch. Nur 7% der PädagogInnen haben schon
länger als ein Jahr nicht experimentiert.
27
Wissenschaftliche Themen in der Ausbildung
Ja
12,5%
Teilweise
3,6%
30,4%
Wenig bzw. kaum
50,0%
Nein
Keine Angabe
3,6%
Abbildung 10 - War wissenschaftliches Experimentieren schon in Ihrer pädagogischen Ausbildung ein
Thema?
Im Rahmen dieser Frage galt es festzustellen, inwieweit bereits in der Ausbildung der
PädagogInnen die Einbindung von wissenschaftlichem Experimentieren stattgefunden hat.
Beachtliche 55% der PädagogInnen geben an, dass wissenschaftliches Experimentieren
keine Rolle in Ihrer Ausbildung war. Im Gegensatz dazu geben 14% der Befragten an, dass
dies bei ihnen doch der Fall war. Ein Drittel der befragten PädagogInnen gibt an, dass
wissenschaftliches Experimentieren wenig bzw. kaum eine Rolle in ihrer Ausbildung gespielt
hat und 3% meint, dass wissenschaftliches Experimentieren teilweise in ihre Ausbildung
integriert war.
Ein interessanter Aspekt hierbei ist, dass 75% der „Ja“ - Antworten von PädagogInnen im
Alter von 19-25 Jahren stammt und nur 12,5% der „Ja“ - Antworten aus den Altersgruppen
26-32 Jahre bzw. 40-46 Jahre. Die Altersgruppe welche die Frage am häufigsten mit „Nein“
beantwortete, ist mit 75% die Altersgruppe von 40-46 Jahren, am seltensten kamen „Nein“Antworten aus der Gruppe der 19-35 Jährigen mit 6,25 Prozent. Um hier jedoch keinen
falschen Anschein zu erwecken sei jedoch gesagt, dass die Gesamtzahl der „Ja“ - Antworten
acht Stück betrug und jene der „Nein“-Antworten 31 Stück. Dass wissenschaftliche
Experimente zumindest wenig bzw. kaum oder teilweise in ihre Ausbildung einflossen, war
mit 30% der Nennungen bei den 40-46 Jährigen der Fall.
28
Begünstigende Faktoren
26,8%
Material
Zeit
25,0%
Wissenschaftliche Unterlagen
25,0%
Personal
Geld
14,3%
10,7%
Abbildung 11 - Was bräuchten Sie Ihrer Meinung nach an Unterstützung, um vermehrt im Kindergarten zu
experimentieren?
Bei dieser Frage sollte aufgezeigt werden, in welchen Bereichen die PädagogInnen vermehrt
Unterstützung brauchen würden bzw. wo ihrer Meinung nach noch Ressourcen aufgestockt
werden sollten. Am deutlichsten als verbesserungswürdig wurde die Komponente
„Materialien“ erwähnt. Rund 26% der befragten PädagogInnen vertreten die Ansicht, dass
hier Handlungsbedarf besteht. Genau ein Viertel der Befragten sieht ebenfalls in Punkto
„Zeit“ und „wissenschaftliche Unterlagen“ Verbesserungsbedarf. Mehr Personal zur
Verfügung wünschen sich hingegen 14% und erstaunlicherweise ist „Geld“ mit ca. 10% die
am seltensten genannte Komponente.
29
4.1.3 Beobachtungsbögen Kindergarten-PädagogInnen
Ki-Pä zeichneten ihre Beobachtungen und Wahrnehmungen auf. Fokus war dabei die Kinder
beim Umgang mit den Stationen zu beobachten, aber auch andere Facetten des Projekts,
wie die eigene Herangehensweise zum Projekt und die Zusammenarbeit mit den KETTrainerInnen
zu
protokollieren.
Weiters
waren
Verbesserungsvorschläge
und
Änderungswünsche für zukünftige wissenschaftliche Projekte erwünscht.
Beobachtung der Kinder
Die Angaben der Ki-Pä bei der Frage „Wie haben Sie ihre Kinder erlebt?“ (mit offener
Antwortmöglichkeit) lässt eine sehr positive Grundhaltung der Kinder erkennen. Die Attribute
„interessiert“, „neugierig“, „aktiv“, „konzentriert“ und „ausdauernd“ kamen bei den meisten
Antworten vor.
Nur vereinzelt kamen Beobachtungen wie „anfangs verunsichert“, „vorsichtig“ oder
„desorientiert“. Immer wieder wurden Unterschiede bei jüngeren und älteren Kindern
wahrgenommen, vor allem dass bei den älteren Kindern das Interesse die ersten 2 Tage
sehr groß war, dann aber etwas nachließ, während die jüngeren Kinder erst nach ein paar
Tagen sicherer und motivierter wurden
Die selbständige und von Neugierde geprägte Art der Kinder wurde von sämtlichen
PädagogInnen gleichermaßen wahrgenommen.
Selbständigkeit der Kinder
Neben dem bereits angesprochenen hohen grundlegenden Interesse der Kinder an den
Stationen bewerteten die PädagogInnen das Handeln der Kinder als durchwegs selbständig.
Nur vereinzelt mussten die PädagogInnen kurze Impulse in Form von anleitenden Fragen
und (Beobachtungs-)Anregungen zu den Stationen geben. Nach einigen Projekttagen war
die verstärkte Rolle der Ki-Pä, die Kinder zu motivieren, sich vertieft mit den bereits
bekannten Stationen einzulassen. Je vertrauter die Kinder mit den Stationen waren, desto
selbständiger wurde auch das Spielverhalten und Improvisieren.
Immer wieder wurden altersmäßige Unterschiede in der Selbstständigkeit der Kinder
festgestellt.
Dabei kam es auch zu interessanten gruppendynamischen Prozessen: die Kinder fanden
sich an den einzelnen Stationen selbstständig zusammen und fanden intuitiv die passende
Gruppenstruktur. Vor allem die älteren Kinder waren im sozialen Verhalten teilweise sehr
kompromissbereit, es gab kaum Streitereien. Die größeren Kinder hatten Spaß daran, sich
30
gegenseitig bei den Stationen zu helfen und speziell die Jüngeren an die Stationen
heranzuführen (etwa Kerzen drechseln).
Selbst, wenn kaum Unterstützung für die Handhabung der Stationen notwendig war,
betonten einige Ki-Pä, dass die Kinder sich über die Begleitung und das Feed-back von
Erwachsenen freuten; es wichtig war, gemeinsam zu agieren.
KET-Stationen
46,5%
Energie
43,3%
Mechanik
34,6%
Schall ~ Wellen ~ Wasser
27,6%
Kerzen drechseln
Magnetismus
26,0%
Konstruktion - Destruktion
Wasserbausteine
21,3%
15,0%
Abbildung 12 - Womit haben sich die Kinder hauptsächlich beschäftigt?
Im Rahmen dieser Frage sollte herausgefunden werden, welche der angebotenen Stationen
die Kinder am häufigsten benutzten. Zu berücksichtigen ist, dass die Kindergärten eine
individuelle
Auswahl
an
Stationen
gebucht
hatten.
Bei
dieser
Frage
waren
Mehrfachnennungen möglich. Rund 46% der Kinder haben sich laut Aussage der
Pädagoginnen hauptsächlich mit Energie beschäftigt. Für knapp 43% der Kinder war auch
die Station Mechanik ein wesentlicher Beschäftigungspunkt. Rund ein Drittel der Kinder
konnte sich am intensivsten mit Schall-Wellen-Wasser beschäftigen. Jeweils etwa ein Viertel
der teilnehmenden Kinder schenkten ihre Aufmerksamkeit weitestgehend den Stationen
Kerzen drechseln und Magnetismus.
Die Fähigkeiten im Konstruieren und Zerlegen
auszutesten, fanden 21% am spannendsten und 15% der Kinder verbrachten ihre Zeit
weitestgehend bei der Station Wasserbausteine.
31
motorisch
92,4%
visuell
35,3%
akustisch
anders
31,9%
10,1%
Abbildung 13 - Wie haben sich die Kinder am ehesten den Stationen angenähert?
Diese
Frage
beschäftigte
sich
mit
den
unterschiedlichen
Möglichkeiten
der
Herangehensweise der Kinder an die jeweiligen Stationen. Bei dieser Frage waren ebenfalls
Mehrfachnennungen möglich. Über 90% der Kinder betätigten sich motorisch an den
jeweiligen Stationen. Eine visuelle bzw. akustische Herangehensweise an die jeweiligen
Stationen wurde bei 35% bzw. 31% der Kinder bemerkt. Weitere Herangehensweisen
(„Anders“) waren etwa Rollenspiele oder auch anhand des Geschmacksinns (Schlecken von
Eiswürfel).
Gender
Haben Mädchen und Buben die Stationen gemeinsam ausprobiert oder waren die Gruppen
eher geschlechtsspezifisch getrennt? 54% der Ki-Pä meinen, dass die Kinder vorwiegend in
gemischten
Gruppen
interagiert
haben,
28%
haben
eher
gemeinsame
Gruppen
wahrgenommen, während 18% eher getrennte Gruppen beobachteten. Zu berücksichtigen
ist, dass teilweise Gruppen bewusst für das Experimentieren geschlechtsspezifisch getrennt
wurden.
32
Energie
39,4 %
32,2 %
Mechanik
Kerzen drechseln
27,6 %
nur Mädchen
Schall ~ Wellen ~
Wasser
beide
21,3 %
nur Buben
Magnetismus
17,3 %
Konstruktion Dekstruktion
16,5 %
Licht - Farben
11,8 %
0%
5%
10%
15%
20%
25%
30%
35%
40%
45%
Abbildung 14 - Gab es Lieblingsstationen? Gab es dabei Unterschiede zwischen Mädchen und Buben?
Im Zuge dieser Frage wurde versucht herauszufinden ob sich einzelne Stationen als
Favoriten für Mädchen oder Buben herauskristallisiert haben. Der gelb eingefärbte Bereich
stellt den Anteil der Nennungen da, der nach Einschätzung der PädagogInnen bei beiden
Geschlechtern als Lieblingsstation wahrnehmbar war6. Bei Betrachtung der Grafik fällt auf,
dass es weitestgehend geschlechtsspezifisch ausgeglichene Zustimmung zu den jeweiligen
Stationen gibt. Stationen welche überwiegend von einem jeweiligen Geschlecht als
Lieblingsstation tituliert wurden, sind auf der einen Seite die Licht-Farben Station bei den
Mädchen und auf der andern Seite die Mechanik sowie Konstruktion-Destruktion bei den
Buben.
Unbeachtet der Geschlechterfrage kann aus dem Diagramm abgelesen werden, dass die
Energie Station mit 39% den meisten Zuspruch unter den Kindern gehabt hat.
6
Angezeigt werden die sieben meist genannten Stationen.
33
Ja
51,2%
Nein
48,0%
Keine Angabe
0,8%
Abbildung 15 - Haben die Kinder Verbindungen zwischen den Stationen und dem Theaterstück
hergestellt?
Bei dieser Frage sollte herausgefunden werde, inwieweit die Kinder eine Verbindung des
Theaterstückes zu den angebotenen KET-Stationen herstellten. Die Grafik lässt erkennen,
dass ca. jedes zweite Kind das Theaterstück in irgendeiner Form mit den jeweiligen KETStationen in Verbindung brachte.
Gruppentrennung
Keine Trennung
46,2%
Trennung Schulanfänger und
mittlere/jüngere Kinder
Trennung Buben
Mädchen
Keine Angabe
31,9%
11,8%
10,1%
Abbildung 16 - Bei welcher Gruppeneinteilung im Zuge des Experimentierens an den Stationen hatten Sie
das Gefühl, dass die Kinder am intensivsten "bei der Sache" waren?
34
Im Zuge dieser Frage sollte herausgefunden werde, bei welcher spezifischen Trennung in
Gruppen die Kinder am intensivsten vom KET-Programm profitierten. Am deutlichsten zeigt
sich mit 46%, dass die PädagogInnen für ein intensives Forschen und Experimentieren gar
keine Trennung als notwendig ansehen. Bei knapp einem Drittel der Kinder sorgte eine
Trennung in Altersklassen für intensivere Beschäftigung mit den jeweiligen Stationen. Eine
geschlechtspezifische Trennung war nur für knapp 11% ausschlaggebend.
Erfahrungen mit den Stationen
Die Frage „Haben Sie die Gelegenheit genützt, die Kinder beim Experimentieren an den
Stationen zu begleiten?“, beantwortete keine Person mit Nein. Rund 60% der befragten KiPä konnten die Kinder stetig bei den Stationen begleiten bzw. unterstützen und 36% gaben
an, immerhin manchmal mit den Kindern gemeinsam die Stationen ausprobiert zu haben.
Danach wurde auch abgefragt, was den Ki-Pä dabei vertraut war, was für sie neu war, was
ihnen leicht gefallen ist und schließlich was eine Herausforderung darstellte; dieser Teil der
Frage war als offene Antwortmöglichkeit konzipiert.
Knapp die Hälfte der Befragten gibt an, dass Ihnen unter sämtlichen Stationen Magnetismus
am meisten vertraut war. Am wenigsten vertraut für die PädagogInnen waren die Stationen
Kreativität und Technik/Mediathek. Grundtenor ist, das es den PädagogInnen sehr leicht
gefallen ist, sich selbst von den Stationen begeistern zu lassen und teilweise auch für eine
gewisse Zeit in die Rolle der Beobachter zu schlüpfen. Für rund ein Viertel der
PädagogInnen war die Station Kerzen drechseln besonders neu, und stellte für viele
gleichzeitig eine Herausforderung dar, insbesondere die korrekte Handhabung der
Drechselstation. Als weitere große Herausforderung wurde die Station Mechanik
eingeschätzt.
Die größte erwähnte Herausforderung für die Ki-Pä stellte die Umstellung ihrer Aufgabe dar,
welche sich auf Beobachtung und minimale Hilfestellung beschränken sollte. Vor allem das
Vermeiden von vorwegnehmenden Erklärungen einzelner Stationen war eine nicht zu
unterschätzende Herausforderung für sämtliche Ki-Pä. Darüber hinaus durften sie jedoch
nicht vergessen, ein Auge auf die Kinder zu haben, damit die große Freiheit, mit welcher die
Kinder experimentieren durften, nicht in ein wildes Durcheinander ausartete. Neben diesen
beiden Gründen führte ein großer Teil der PädagogInnen auch an, dass sie nach einer
gewissen Dauer Probleme hatten, die Kinder zu motivieren, da einige nach anfänglichem
Enthusiasmus mit der Zeit an Interesse verloren.
35
Involvierung der Ki-Pä
Die Frage, womit sich Ki-Pä während der Projekttage hauptsächlich beschäftigt haben
(offene Antwortmöglichkeit), wurde wie folgt beantwortet:
-
Beobachtung und Beaufsichtigung
-
Fragen der Kinder beantworten
-
Betreuung von Stationen, häufig erwähnt werden Schall~Wellen~Wasser, Kerzen
drechseln, Destruktion, Wasserbausteine, Magnetismus
-
„Führen“ der Kinder
-
Organisation Tagesablauf
-
Übersicht behalten
-
Aufteilung der Kinder an den Stationen
-
Mitspielen
-
auf Integrationskinder achten
-
Fotografieren
Zusammenarbeit KET-TrainerInnen
Die Zufriedenheit der Ki-Pä hinsichtlich der Zusammenarbeit mit den KET-TrainerInnen war
allgemein sehr groß. Dennoch gab es ein paar Kritikpunkte. Vereinzelt hätten sich Ki-Pä
mehr Präsenz und Unterstützung durch die KET-TrainerInnen gewünscht. Einige Befragte
hätten sich leichter getan, wenn es klarere Abmachungen und Vorgaben im Vorfeld gegeben
hätte, wer, wann, wofür verantwortlich ist. Weiters hätten sich einige gerne die Stationen
mehr gemeinsam erarbeitet und auch mehr Hintergrundwissen dazu gehabt7.
7
Anzumerken ist, dass auch HelferInnen wider erwarten ohne einer vorherigen Teilnahme an einem
Einschulungsworkshop in die Betreuung eingebunden waren. Diese kritischen Stimmen bezüglich
Vorwissen sind oft aus den Beobachtungsbögen von HelferInnen zu entnehmen.
36
Nachhaltigkeit
Ja
55,5%
Eventuell
Nein
33,6%
0,0%
Keine Angabe
10,9%
Abbildung 17 - Werden sie bei zukünftigen Angeboten im naturwissenschaftlichen und technischen
Bereich Ansätze, die Sie im Rahmen des KET-Projektes erfahren und ausprobiert haben, einfließen
lassen?
Im Rahmen dieser Frage wurde ermittelt, inwieweit Anregungen aus dem KET-Projekt für die
Zukunft relevant sind. Für das KET-Projekt spricht hier, dass über die Hälfte der
PädagogInnen diese Erfahrungen in weitere zukünftige Projekte einfließen lassen möchten.
Darüber hinaus kann sich das ein Drittel der Befragten eventuell vorstellen.
Ansätze, die Ki-Pä aufgreifen wollen, sind etwa Nachbau und Adaptierungen von KETStationen, hier die meistgenannten Elemente:
-
Konstruieren mit den verschiedensten Materialien
-
Experimente mit Wasser und Eis und Schnee
-
Station Energie im Garten
-
Magnete anbieten
-
Im Garten Seilwinde (Flaschenzug) bei Baum anbinden
-
Rakete bauen
-
Experimente mit Farben
In einem Kindergarten wurde eigens eine Werkstatt eingerichtet, wo Kinder verschiedene
Geräte zerlegen können. Weiters wurden sprachliche Elemente aufgenommen, wie bei den
Magneten („Mag ned, Mag schon“).
37
Hier eine Liste mit den häufigst genannten Antworten, was sich Ki-Pä wünschen würden,
wenn das Projekt nochmal in den Kindergarten käme:
-
Kürze bzw. längere Zeitspanne
-
Das alle Stationen gut funktionieren und nichts defekt ist
-
Eventuell eine zweite Begleitperson (zumindest die ersten 3 tage)
-
Eindeutigere Erklärungen zur Vermeidung von CHAOS
-
Mehr Stationen, dafür aber gestaffelt anbieten
-
Anderer Termin (etwa nicht in der letzen Kindergartenwoche)
-
Eine Station fix im Kindergarten anbieten
-
Stationen in den Kindergartenbetrieb einbauen
-
Wieder neue Stationen zum Experimentieren
-
Nicht so viel Vor- und Nachbereitung
-
In kleinerem Rahmen, andere Räumlichkeiten
-
Weniger Kosten
-
Mehr Stationen mit konkreten Technikbezug
38
4.2 Qualitativer Forschungsteil
4.2.1 Beobachtung ScienceCenter-Netzwerk
Die Beobachtungsphase wurde von Mag. Sara Hossein von 23. bis 25. März 2009 im
Kindergarten Ohlsdorf durchgeführt.
© Hossein, ScienceCenter-Netzwerk
Programm
Tag 1:
Vormittag: Theaterstück, Experimentierstationen, Schulanfänger 1,5 h
Nachmittag: Experimentierstationen, jüngere Kinder
Tag 2:
Vormittag: Mädchen ca. 1,5 h
Nachmittag: Buben ca. 1,5 h
Tag 3:
Vormittag: Buben ca. 1,5 h
Nachmittag: Mädchen ca. 1,5 h
39
Theaterstück
o
Präsenz
Das Theaterstück ist v.a. durch die Anwesenheit von Frau Hollinetz (im Stück Figur „Rot“)
sehr präsent. Ein Mädchen spricht sie an:
„Du bist Rot! Wie heißt du? Und der Mann, der Gelbe? Der ist lustig gewesen! Ist das dein
Mann?“
Die Geschichte und Details aus der Handlung werden aufgegriffen:
„Er hat gesungen, aber du hast beim Laufen gewonnen. Du hast fünf Punkte, er hatte zwei.“
Die Figur wird von Frau Hollinetz auch ohne Kostüm und Bühne weiter getragen:
„Der lässt mir manchmal keine Ruh. Ich will schlafen aber er lässt mir keine Ruh.“ Das
Mädchen antwortet: „So wie mein Bruder.“
Fr. Hollinetz: „Aber wir haben Spaß gemeinsam. Ich traue mich Sachen, die ich mich alleine
nicht traue. Ich hätte mich nicht getraut zu springen.“
o
Figuren als Rolemodels
Die Kinder können sich mit den zwei Figuren aus dem Theaterstück offensichtlich gut
identifizieren. Sie beziehen sich entweder direkt auf die Figuren, oder der Bezug ist implizit
durch ihr Verhalten bemerkbar.
Zum Beispiel:
Auf der Lichtstation sind Bilder von Gelb und Rot angebracht. Zwei Mädchen schauen sie
sich an. Eine sagt: „Ich war gestern schon ‚Gelb’.“ Die andere: „Ich ‚Rot’.“
Das Sprachspiel der Figuren wird entweder übernommen und nachgesprochen („Mag ned mag scho“) oder als Ansporn für eigene Wortreime gesehen: Ein Bub nimmt an der
Magnetstation zwei Magnetstäbe und sagt:
„Mag net - Mag Donald.: Schau MagDonald!“
In Licht-Farben hält ein Mädchen ihrer Freundin die Lampe ins Gesicht und sagt:
„Miriam ist blink, plink, stink, fink“.
Das „Magnet-Wortspiel“ ist auch ein wichtiger Anhaltspunkt für die Ki-Pä beim Interagieren
mit den Kindern. Sie gehen die verschiedenen Magnete durch, wenn zwei Magnetstäbe
kleben: „Mag scho“, wenn nicht: „Mag ned“.
40
o
Imitation
Die Kinder greifen Aktivitäten aus dem Theaterstück auf und imitieren sie, wie zum Beispiel
den Bau eines Turmes von „Gelb“ und „Rot“:
Bub: „Wir haben hier eine Arbeit, wir tun einen Turm bauen.“
Ein anderer Bub baut mit den Magneten ein ähnliches Bild wie im Theaterstück.
o
Kostüme
Wenn die Kinder in die Kostüme der Theaterfiguren schlüpfen, werden die Charakterzüge
von „Rot“ und „Gelb“ auffallend stärker imitiert.
Zwei Mädchen ziehen sich Kostüme an, und versuchen, sich gegenseitig mit den Noppen
von der Magnetstation zu bekleben. Dies erinnert z.B. an das ständige gegenseitige Necken
im Theaterstück.
Rollenspiele
Rollenspiele können hauptsächlich bei den Stationen Licht-Farben und Mechanik
beobachtet
werden.
V.a.
letztere
wird
sehr
phantasievoll
eingesetzt
(als
Schiff,
Kaufmannsladen, Brücke mit Keller). Interessant ist dabei, dass viele Termini aus der
Seefahrt verwendet werden:
-
Board
-
Ich habe Windsperre gemacht
-
elektrische Sperre
-
Ankersperre
Genderaspekt
o
Gemischte Gruppen
In den gemischten Gruppen ergeben sich intensive Spielgruppen zwischen Mädchen und
Buben. V.a bei Mechanik, werden die Rollen erst untereinander ausgehandelt und
vereinbart.
Beispiel A – Konverstation zwischen einem Buben und einem Mädchen:
B: „Magst du die Prinzessin sein oder ned?“ M: „Nein ich bin die Kapitänin“. B: „Ich bin der
Vater“. Mädchen wiederholt regelmäßig „Ich bin der Kapitän.“ Einer der Buben: „Ich bin der
Bösewicht“.
Beispiel B – Mädchen ist sehr bestimmt, gibt das Kommando an:
„SCHNELLER! Der Anker ist nicht kaputt, ich sage wann der Anker kaputt ist!“
41
Sie sagt zu einem Buben: „Chef, Du bist der Beste! Du bist der beste Chef aber nicht der
beste Anführer. Der beste Anführer bin immer ich!“
Danach beginnen die zwei zu raufen. Ki-Pä greift ein.
o
Getrennte Gruppen: nur Buben
Die Bubengruppe ist eher ungestüm und wild. Bei Wasserbausteine versuchen sie sich
gegenseitig die Eiswürfel an die Ohren zu kleben. Es gibt kleine Rangeleien. Einer sagt
schließlich „nass“ und beginnt fast zu heulen. Mit der Zeit werden die Buben immer wilder,
laufen herum und lassen sich auf den Boden fallen.
Bei Energie wird das Seil so fest gezogen, dass das Wasser rausspritzt, Bub beginnt zu
heulen. Nach einer Stunde ist die „Luft raus“. Entweder sie werden immer wilder oder einer
sagt: „I mag nimma.“ Die Stimmung ist eher gedrückt, Zitat eines Buben „das Schiff geht
unter“. Beim Schiff tut sich ein Bub weh, Buben wälzen sich am Boden. Zwei Buben ziehen
sich Kostüme an: Beide „Rot“. Vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit bekommen die
Stationen Licht-Farben und Magnetismus. Hier halten sich die Buben fast nicht auf.
o
Getrennte Gruppen: nur Mädchen
Bei Mechanik kommt es wie am Tag mit der gemischten Gruppe ebenfalls zu Rollenspielen.
Heute spielen die Mädchen Kaufmannsladen:
Es gibt eine Verkäuferin, die Lebensmittel verkauft (die Hacken für die Zahnräder). „Magst du
zu mir einkaufen kommen? Ich bin nämlich ein Geschäft.“ Mutter/ Kind kommen, kaufen
Süßigkeiten. Danach: „Komm wir gehen wieder ‚heim’.“ Sie gehen zu Licht-Farben, das als
ihr Haus fungiert.
Zum Schluss gehen fünf Mädchen auf die Brücke. Schiffsszenarium vom vorigen Tag wird
wieder gespielt. „Da ist ein Haifisch“ (Die Zahnräder sind die Haifische) „Ich habe den
Haifisch!“
„Die Hela und ich san der Chef“. Auch innerhalb der Mädchengruppe wird – analog zum
Vortag in der gemischten Gruppe – die Aushandlung von Hierarchien beobachtet.
Sprache
Neben dem
Experimentieren an den Stationen wird zusätzlich
eine gesteigerte
Experimentierfreudigkeit mit dem Element Sprache beobachtet.
o
Sprache be-greifen
42
Kinder die mit den Eiswürfel gespielt haben gehen abwechselnd zur Ki-Pä und drücken die
Hände in ihre Hand.
Ki-Pä sagt: „Hast jetzt ganz kalte Finger!“ Die Ki-Pä wärmt die Hände der Kinder und sagt:
„Spürst Du meine Wärme? Das ist warm.“
Das Bewusstsein für Wörter, welche die Kinder schon kennen, scheint geschärft zu werden:
Ein Kind spielt lange mit den Eiswürfeln, hält eines in der Hand und sagt langsam: „Das ist
EIS-KALT.“ Die Bedeutung dieses Begriffs scheint ihm gerade so richtig klar zu werden.
o
Kinder mit Migrationshintergrund - Sprachtraining
Beobachtet wird das Experimentieren von Zwillingen (Mädchen, 4 Jahre), die zu diesem
Zeitpunkt seit ca. einem halben Jahr im Kindergarten sind und kaum Deutsch sprechen. Sie
beschäftigen sich eher an ruhigeren Stationen, sind fokussiert auf jene, die keine oder wenig
Kommunikation und Austausch abverlangen (Fax, Magnetismus). Sie reden nicht mit den
anderen, auch kaum miteinander. Zu den „lauteren“ Stationen gehen sie erst hin, wenn dort
niemand mehr steht.
Eine der beiden bleibt tatsächlich die ganze Zeit bei Magnetismus. Die andere geht zu
Energie. Eine Kindergärtnerin versucht, sie in ein Gespräch zu verwickeln („Das ist ein
Genuss, wenn man das Wasser ablässt, gell?“). Das Kind steigt nicht darauf ein.
Dann gehen sie zu den Eiswürfeln, die Kindergärtnerin geht sehr auf sie ein. Sie gibt ihr
einen schmelzenden Eiswürfel auf die Hand und sagt langsam und deutlich: „Schau das ist
WAS-SER. Das ist EIS.“ Die Ki-Pä setzt die Elemente der Station für Sprachtraining mit den
Mädchen ein.
o
Sprache kreativ einsetzen
Bub erklärt einem anderen Kind bei Licht-Farben das Prinzip:
„Hier kann man die Lichter verwandeln, wenn man die Lichter drunter hält, dann
‚verwurschteln’ sich die Farben.“
43
Rolle der Ki-Pä
Es gibt Stationen, die sehr beliebt sind bei den Ki-Pä, und wo sie eine verstärkte Sicherheit
zeigen. Bei Magnetismus beteiligen sie sich am Experimentierprozess, probieren mit. Es gibt
viel Interaktion zwischen den Pädagoginnen und den Kindern.
o
Verweis auf Stationen
Ki-Pä fordert bei Licht-Farben ein Kind auf, da hinein zu gehen („Thomas, magst du…?“)
Sofort sind die anderen Kinder auch interessiert.
o
Ansprechperson
Ki-Pä sind präsent, stehen aber nicht klar bei einer Station. Sie gehen herum, sind
Ansprechpersonen bei Erkenntnissen, Aha-Erlebnissen der Kinder, greifen einzelne
Beobachtungen auf, aber forcieren nichts.
Die Stationen im großen Raum (mit Magnet, Mechanik, Licht-Farben) stehen lange
unbeaufsichtigt ohne KET-Trainerin und Ki-Pä. Die Kinder scheinen keine Betreuung zu
brauchen bzw. danach zu verlangen, sie spielen sehr selbstständig. Sie suchen niemanden,
ab und zu schauen Ki-Pä vorbei.
o
Unterstützung KET-Trainerin
Beteiligung der Ki-Pä ist v.a. bei Energie und Wasserbausteine unerlässlich. Energie: Ihre
Hilfe besteht darin, beim Aufbauen das Wasser aus den Kübeln oben in den Behälter hinein
zu schütten bzw. auf der einen Seite zu ziehen. Kinder stellen sich mit den vollen Kübeln
hintereinander an, bis sie an der Reihe sind (jeweils ca. 3-4). Zwischendurch geben die
Pädagoginnen praktische Anweisungen. „Zieh einmal an Jonas“, „Wieder füllen mit Wasser“.
Wasserbausteine: In die Mäntel helfen.
o
Auf Fragen folgen Gegenfragen
Das Konzept von KET, auch als Pädagogin Fragen zu stellen und nicht sofort Antworten zu
liefern, wird von den Ki-Pä aufgenommen.
Beispiel – Kind bei Wasserbausteine: „Was kann man mit denen machen?“ Ki-Pä: „Probier´s
einmal! Was kann man denn machen?“
o
Für Disziplin sorgen
Wasserbausteine: „Eiswürfel nicht in den Mund nehmen“, „Nicht schießen, dafür ist es nicht
gedacht.“
44
Gruppendynamik
o
Kinder erklären
Größere Kinder haben Freude damit, ihre jüngeren FreundInnen zu unterstützen. Beispiel –
Ein größeres Kind erklärt: „Die Silikonschüssel werden mit Wasser in den Kühlschrank rein
gegeben und dann entstehen solche“ (zeigt auf den Eiswürfel auf dem Tisch).
o
Kinder helfen mit
Die KET-Trainerin holt das Eis gemeinsam mit den Kindern aus der Schale heraus, und füllt
die leeren Behälter wieder mit Wasser, es ist eine gemeinsame Aktivität. Die älteren Kinder
genießen es, mitzuhelfen und in die Arbeiten der Erwachsenen „eingeweiht“ zu sein.
Zitate von Buben: „Ich bin hier der Arbeiter“. „Wir sind Eis-Arbeiter.“
45
4.2.2 Reflexionsworkshops
© RMOÖ GmbH
Theaterstück
Das Theaterstück wurde von den Ki-Pä sehr positiv bewertet. Es sei einfach, altersadäquat,
und nicht überfordernd gewesen. Die Faszination der Kinder war groß und ihre
Aufmerksamkeit bis zum Schluss vorhanden. Verschiedene Momente, wie etwa der
Überraschungseffekt bei der Kistenöffnung, weckten die Neugier der Kinder. Auch die
Aufforderung der Schauspieler zur aktiven Teilnahme hat die Kinder angeregt, an den
Stationen selbstständig zu experimentieren. Nur wenige, eher ängstliche Kinder waren
zurückhaltend.
o
Kombination mit Stationen
Die Kombination wurde als sinnvoll angesehen, da es einen guten Einstieg in die
Experimentiertage bildete und den klaren Projektbeginn mit einer Besonderheit darstellte.
Die unterschiedliche Aufbereitung von wissenschaftlichen Phänomenen – die Kombination
der beiden Elemente Theaterstück und Stationen – förderte Aha-Erlebnisse.
Auch eine Alternativvariante wurde diskutiert, nämlich der umgekehrte Ablauf, also zuerst
die Stationen anzubieten und erst dann das Theaterstück zu zeigen. Viele Ki-Pä würden
allerdings die Ideallösung im Zeigen des Theaterstücks vor UND nach den Stationen sehen.
Die Kostüme der Schauspieler in Kindergröße, die während der Projekttage zur Verfügung
standen, schaffte eine weitere visuelle Präsenz der Theaterfiguren. Teilweise waren die
Kostüme aber warm und zu klein.
o
Sprache
Prinzipiell wurde betont, dass wenig – dafür aber prägnanter – Text besser sei als sehr viel
Text. Je mehr Mimik und Gestik eingesetzt werden, desto interessanter und verständlicher
werde der Inhalt auch für Kinder mit nicht-deutscher Muttersprache. Kinder mit
46
Migrationshintergrund fühlten sich sehr von der Figur „Gelb“ angezogen, der Schauspieler
sprach deutsch mit italienischem Akzent, dieser stellte eine Identifikationsfigur für sie dar.
Die
naturwissenschaftlichen
Themen
im
Theaterstück
wurden,
abgesehen
vom
Magnetismus, eher nicht explizit wahrgenommen. „Magnetismus“ wurde mit dem Wortspiel in
durchgängig allen Kindergärten zu einem zentralen Thema, das Wortspiel auch nach KET
immer wieder nachgesprochenen, es hat sich im Wortschatz der Kinder verankert.
o
Konkrete Bezüge
Kinder liefen gerne als „Gelb“ oder „Rot“ (Hauptfiguren des Theaterstücks) herum, schlüpften
in
Entdeckerrollen
und
spielten
Szenen
aus
dem
Theaterstück
nach.
Für
die
Experimentiertage standen die Verhaltensweisen der Figuren, sowie das geweckte Interesse
und die Neugier der Kinder im Mittelpunkt.
Eine weitere Inspiration aus dem Theaterstück war, Dinge zweckfremd zu verwenden.
Elemente, wie die Seilrolle oder die Wippe motivierten die Kinder zum Nachspielen und
Experimentieren. Es wurde in einem Kindergarten sogar einige Wochen später die Seilrolle
aus dem Theaterstück nachgebaut.
Die Kinder konnten im Theaterstück das Schicken des Baumes gut nachvollziehen, das Wort
Fax und die Funktion eines Faxgerätes kennen sie jedoch nicht, der Alltagsbezug hätte hier
noch prägnanter vorhanden sein können.
KET-TrainerInnen
Die Betreuung von KET vor Ort wurde als sehr wichtig eingestuft. In den Gesprächen mit den
Ki-Pä wurde deutlich, dass sie sehr konkrete und hohe Erwartungen an die KETTrainerInnen hatten (Präsenz, Motivation, kindgerechte Sprache, pädagogische Ausbildung,
Beliebtheit bei den Kindern, Unterstützung, Einstellung, Laune, Erfahrung, Freundlichkeit
etc.).
Positiv bemerkt wurde, dass sich die TrainerInnen Zeit nahmen, mit Pädagoginnen und
Helferinnen, die noch nicht eingeschult waren, die Stationen durchzugehen. Allgemein
fungierten KET-TrainerInnen für die Ki-Pä als erste Ansprechperson bei Fragen und
Unsicherheiten oder wenn Stationen nicht funktionierten.
Dass es im KET Betreuungsteam einen männlichen Pädagogen gab, war für die Kinder
anfangs ungewohnt. Die Ki-Pä hielten es aber ausdrücklich für wichtig, dass auch Männer
als Rollenvorbilder fungieren. Ki-Pä äußerten den Wunsch, vermehrt junge und technisch
begabte Männer als KET-Trainer einzusetzen, da Männer im Kindergarten eher eine
Seltenheit sind.
47
Folgende Situationen könnten Konflikte bergen/begünstigen:
o
Rollenverteilung KET-TrainerIn/ Ki-Päd
Prinzipiell wurde der Start als schwierig empfunden, da erst erspürt werden musste, was der
Part der KET-TrainerInnen im Gegensatz zu den Ki-Pä ist.
o
Doppelrolle KET-TrainerIn
KET-TrainerInnen befanden sich oft in einer Doppelrolle, da sie in Organisation (Auf- und
Abbau) und gleichzeitig in der Betreuung involviert waren. Der Wunsch nach einer zweiten
Person, speziell für diese Phasen wurde mehrfach von Ki-Pä geäußert, im Bewusstsein,
dass dies finanziell schwierig sei.
o
Umsetzungsstärke KET-TrainerIn
Im Gespräch wurden große Unterschiede zwischen den KET- BetreuerInnen festgestellt,
einige von ihnen haben den Kindern viel Freiraum gelassen, andere wiederum gingen die
Betreuung sehr systematisch an.
Laut den Ki-Pä sei es auch den KET-TrainerInnen nicht immer leicht gefallen, die Pädagogik
von KET, so wie im Einschulungs-Workshop vorgestellt, tatsächlich umzusetzen. Kinder
ganz frei experimentieren zu lassen, sei von den KET-TrainerInnen nicht immer vorgelebt
worden. Die Philosophie und die Motivation, die die Ki-Pä beim Einschulungs-Workshop
mitbekommen haben, sollten idealerweise durchgezogen werden.
o
Präsenz der KET-TrainerInnen
Ki-Pä erwarteten, dass die KET-TrainerInnen ihre Aufmerksamkeit dem Programm
widmeten. Dass manche zwischendurch abgelenkt waren, z.b. durch Telefonate, wurde
beanstandet.
o
Überforderung Ki-Pä
Teilweise war es für Ki-Pä eine Stresssituation, dass die Stationen zu betreuen sind. Idee
von KET wäre jedoch, Kinder bei den Stationen auch alleine zu lassen, sie frei
experimentieren zu lassen.
HelferInnen
Ein spezieller Fall im Kindergarten waren die HelferInnen. Diskutiert wurde, wie sie besser in
KET eingebunden werden können. In den meisten Fällen war es aus organisatorischen
Gründen nicht möglich, dass die HelferInnen die Einschulung besucht hätten.
Gleiches
Wissen zum Projekt wäre zum Startzeitpunkt eigentlich als sinnvoll erachtert worden. Oft
48
wurden
die
HelferInnen
vor
Ort
für
einige
betreuungsintensive
Stationen
(etwa
Wasserbausteine, Energie) schnell eingeschult. In den Kindergärten, wo KET extern
stattfand, war eine Gleichstellung der HelferInnen durch KET gegeben, diese waren voll
involviert und nicht mit anderen organisatorischen Tätigkeiten beschäftigt. Es war
ursprünglich gar nicht geplant, dass die HelferInnen eingebunden werden.
Allgemeines Feed-Back
o
Situation in den Kindergärten
Ein großes Thema unter Ki-Pä sind die verstärkten Anforderungen, die an sie gestellt
werden. Ältere PädagogInnen stellen fest, dass im Laufe der Jahre einerseits immer mehr
Aktivitäten im Kindergarten vorgeschrieben werden (Fremdsprachen, Kulturprogramme,
Wissenschaften&Technik).
Andererseits
brächten
die
Kinder
immer
weniger
Kernkompetenzen von zu Hause mit. Im Moment scheitere es bei vielen Kindern an ganz
grundsätzlicheren Fähigkeiten, die teilweise im Kindergarten erst gelernt werden müssten.
Es herrscht eine Flut von Angeboten für Kindergärten. Neue, externe Angebote würden
daher mit einer verstärkten Skepsis auf die pädagogischen Qualitäten des Programms
überprüft. Aufgrund des hohen Personal- und Zeitaufwandes sei es innerhalb der Arbeitszeit
für die Ki-Pä kaum schaffbar, zusätzlich zum Regelprogramm neue Inhalte zu erarbeiten. Es
wird darum grundsätzlich begrüßt, wenn Externe in den Kindergarten kommen und Projekte
durchführen. Die meisten Ki-Pä nahmen KET daher positiv auf; als gut durchdachtes
Programm, bei dem die Organisation weitgehend erledigt sei, und man als Ki-Pä inhaltlich
nicht einzugreifen brauche.
o
Finanzierung
In den Reflexions-Workshops war meistens Thema, wie die Finanzierung von KET in den
einzelnen Kindergärten gewährleistet wurde. Genannt wurden etwa private Sponsoren, die
Gemeinde, oder auch das Jahresbudget des Kindergartens. Je nachdem wie das Projekt
finanziert war, variierte auch die Einstellung gegenüber KET. Jene, die extern finanziert
wurden, sahen es meistens als Geschenk und Bereicherung für den Kindergarten-Alltag,
andere die es aus dem Topf des Jahresbudgets bezahlt hatten, überlegten, ob eine fixe
Anschaffung nicht nachhaltiger sei und merkten an, dass so eine Investition zwar wichtig,
aber nicht jedes Jahr möglich wäre. Für viele stellt das Aufstellen der Finanzierung für solche
Projekte eine große Herausforderung dar.
49
o
Arbeitsrahmen
Die Teilnahme am Einschulungs-Workshop war für viele im Rahmen des verpflichtenden
Fortbildungs-Seminars (2 Tage im Jahr) anrechenbar, andere kamen in ihrer Freizeit. Auch
der im Rahmen der Begleitforschung festgesetzte Reflexionsworkshop war für manche
Arbeitszeit, für manche nicht. Optimal ist, wenn sämtliche Treffen eines solchen Projekts im
Rahmen der Arbeitszeit abgehalten werden können. Dies wirkt sich positiv auf die Motivation
der Ki-Pä aus.
o
Einschulungs-Workshop
Prinzipiell wurde der Einführungsworkshop für das gegenseitige Kennenlernen und als
Einführung in die KET-Methodik als sehr wichtig bewertet. Uneinigkeit herrschte darüber, wie
ausführlich dieser Workshop sein sollte. Einige Ki-Pä meinten, dass der bloße
„Hausverstand“ reiche, um die Stationen betreuen zu können. Andere waren der Meinung,
dass möglichst fundierter theoretischer Background nützlich sei, um die Kinder im
Forschungsprozess zu begleiten.
Es wurde wiederholt vorgeschlagen, den Workshop kompakter zu halten (halb- statt
ganztags). Argumentiert wurde damit, dass auch Ki-Pä – so wie die Kinder – die Stationen
möglichst vorbehaltlos kennenlernen sollten, ohne bereits im Vorfeld zu tief in die Theorie
einzusteigen.
Grundsätzlich stellte KET den Kindergärten zwei Termine zur Verfügung, damit allen
gruppenleitenden PädagagoInnen die Teilnahme möglich sein sollte
Nur in 2
Ausnahmefällen war es nicht möglich.
In einem Kindergarten konnte von 5 Ki-Pä nur eine dabei sein, das sei zu wenig für die
spätere Arbeit gewesen. Die meisten Ki-Pä waren der Meinung, dass die praktische
Komponente der Einschulung unerlässlich wäre, eine Mappe nur unterstützen könne.
Viele finden, dass der Workshop auch für die HelferInnen sinnvoll wäre. Weiters wurde
angemerkt, dass der Workshop nicht zu lange vor dem Einsatz von KET im Kindergarten
stattfinden sollte, da man sonst wieder sehr schnell viel vergisst.
Dem KET Team ist erst im Laufe der Zeit bewusst geworden, wie sehr die HelferInnen wider
Erwarten eingebunden werden. Es muss klar sein, wer für die Betreuung zuständig sein wird.
Alle Beteiligten sollten eine Einschulung haben.
50
o
KET-Infomappe
Die vom KET Team aufbereitete Infomappe wurde als sehr hilfreich angesehen und teilweise
sogar privat verwendet. In manchen Kindergärten blieb sie als Nachschlagwerk zugänglich.
Auch von jenen, die nicht beim Einführungs-Workshop dabei waren, wurde sie als hilfreich
eingestuft. Positiv hervorgehoben wurde, dass die Formulierungen verständlich sind. Im
Einführungsworkshop wird man aktiv, danach kann man sich mit der Mappe tiefer
auseinandersetzen.
o
Organisation
Die Organisation wurde als sehr gut und professionell befunden, von der Anreise bis zur
Abreise alles gut durchgeplant (sowohl vor Ort als auch die Kommunikation über E-Mail etc.).
Wenn Stationen defekt waren, wurde rasch gehandelt.
o
Robustheit Stationen
Viele Ki-Pä merkten an, dass Stationen defekt waren oder nur teilweise nutzbar. Es wurde
vielfach der Wunsch geäußert, die Stationen robuster zu bauen, damit diese nicht so
reparaturanfällig und schnell abgenutzt waren. Manche Stationen hätten inhaltlich
ausgereifter sein können. Positiv hervorgehoben wurde, dass das KET-Team bei defekten
Stationen schnell reagierte und, wenn möglich, den Mangel an Ort und Stelle behob.
o
Einbindung der Eltern
Die Eltern ins Programm einzubinden, wurde als sehr wichtig angesehen. Eine Beobachtung
war, dass bei dem Elternnachmittag eher die Eltern von Buben gekommen sind, vielleicht
weil sie sich dachten, das ist für das Kind eher interessant. Zitat einer Kindergärtnerin:
„Vielleicht wäre es interessanter für Eltern von Mädchen gewesen wenn das Thema Puppen
gewesen wäre“.
Auch beim Sommerfest war auffallend, dass die Väter mehr mit den KET-Stationen
interagieren als die Mütter. Beim Picknick unterhielten sie sich eher mit anderen Müttern,
während die Väter eher mit den Kindern die Stationen anschauten. Die Eltern zeigten sich
aber insgesamt sehr begeistert von dem wissenschaftlichen Programm; in einem
Kindergarten fragten drei Elternpaare nach Empfehlungen für Experimentierkisten. Viele KiPä hatten den Eindruck, dass die Eltern durch KET sensibilisiert worden waren.
Die Erfahrung zeigt, dass man einen Elterntermin zur Demonstration von KET gut wählen
sollte, am besten eignet sich der Abend, da die meisten vorher arbeiten.
51
o
Räumlichkeiten
Die individuellen Raummöglichkeiten werden bei der gemeinsamen Planung mit dem KETTeam berücksichtigt. In manchen Kindergärten ist durch eine schwierige Raumsituation
keine vollständig befriedigende Lösung möglich gewesen. Ein Kindergarten hatte die
Stationen etwa auf zwei Häuser aufgeteilt, was sich hinsichtlich Betreuung in der Praxis als
schwierig herausstellte.
Sonderfall KET Extern
In einer Gemeinde gab es eine Ausnahmesituation bezüglich der Räumlichkeiten: die
Projekttage fanden nicht direkt in den Kindergärten statt, sondern in einer angemieteten
Räumlichkeit, wo die 5 Kindergärten zum Experimentieren anreisten. Dies sei nicht so
günstig gewesen, da es wie ein Ausflug mit großem Aufwand verbunden ist (Kinder
anziehen, Begleitperson finden, etc). KET direkt im Kindergarten ermöglicht ein flexibleres
Einlassen seitens der Kinder und es sei individueller gestaltbar. Kinder die Lust haben,
können sich KET widmen, andere können in der Gruppe bleiben.
Manche Kinder waren extern voll vertieft in die Arbeit an den Stationen, aber sie mussten
dann zurück zum Kindergarten. Andere Kinder hätten KET „nicht jeden Tag gebraucht“ – war
aber bei einer externen Location nicht anders möglich – das hätte man im Kindergarten
besser lösen können.
o
KET-Pädagogik
Viele Ki-Päd gaben an, dass der KET-Ansatz „nichts Neues“ sei: v.a. das freie Spielen und
Erkunden. Eher sei neu gewesen, neue Inhalte über das Experimentieren anzugehen. Die
KET-Pädagogik wurde als zeitgemäß empfunden, v.a. die Komponente sich individuell und
selbst forschend wissenschaftlichen Themen anzunähern.
Das offene Vermittlungskonzept wurde mehrheitlich begrüßt, jedoch meistens mit der
Bemerkung: ganz ohne Anleitung gehe es nicht. Zumindest ein Impuls bzw. Denkanstoß
sollte den Kindern gegeben werden, sei es von den Ki-Pä oder den KET-TrainerInnen. Dies
müsse aber nicht durch Erklären geschehen, sondern etwa auch durch „Fragen stellen“.
Ein Grundtenor war: Es kommen sehr wenige Wissen- und Verständnisfragen von den
Kindern aufgrund der Dauerberieselung durch digitale Medien; daher sind Projekte wie KET
wichtig.
52
o
Kombination mit Regelprogramm
Jene Ki-Pä, die KET im Rahmen eigener Fixtermine nutzten, fühlten sich entlastet.
Besonders in Kombination mit dem Sommerfest wurde KET als persönliche Entlastung für
die Ki-Pä dargestellt: die Inhalte waren vorgegeben, es musste nicht eigens ein Programm
erstellt werden.
In einem anderen Kindergarten gab es neben KET im gleichen Jahr ein zweites
Naturwissenschaften-Projekt, KET bildete hier den „technischen Abschluss“.
Einig sind sich die Ki-Pä, dass der reguläre Betrieb im Kindergarten durch KET
zurückgestellt werden muss. Generell fordere das Projekt auch die Ki-Pä, es liegt viel
Verantwortung bei ihnen. Abhilfe schafft hier der Einsatz der HelferInnen, um den normalen
Ablauf inkl. zusätzlicher Aktivitäten (etwa Geburtstage) zu gewährleisten.
Stationen
o
Rollenspiele
„Wie weit darf ich als Ki-Pä was sagen? Muss ich mich ganz zurücknehmen?“ Ein HauptDiskussionsthema in der qualitativen Forschungsphase war die Frage, inwieweit der
Rahmen des selbstständigen, freien Forschens dennoch eine Anleitung und Lenkung
brauche.
Speziell bei den Stationen, die für Rollenspiele genutzt wurden, meinten viele Ki-Pä, es sei
ihnen oft schwer gefallen, nicht einzugreifen und auch nicht-wissenschaftliche Spiele zu
dulden. Die Station Mechanik etwa, die als sehr beliebt eingestuft wurde, wäre von einigen
als zweckentfremdet empfunden worden, wenn „Piraten und Raubritter“ gespielt oder in
Licht-Farben nur Verstecken gespielt wurde. Diese Ki-Pä hielten Rollenspiele im Rahmen
von KET für unangebracht. Interessant ist, dass auch die finanzielle Komponente von KET in
diesem Zusammenhang oft erwähnt wurde. Es sei „schade“, wenn die Kinder die Station
nicht „richtig“ oder „wissenschaftlich“ benützen.
o
Genderaspekt
Die Einschätzung über Lieblingsstationen der Kinder war ganz unterschiedlich, prinzipiell
waren unabhängig vom Geschlecht v.a. jene Stationen besonders begehrt, die eine aktive
und motorische Beschäftigung ermöglichten. Daher wurden etwa Mechanik und Energie oft
als am beliebtesten eingeschätzt. Auch Magnetismus sei allein aufgrund des Sprachspiels
„in aller Munde“ gewesen.
53
Die Stationen Energie und Konstruktion/Dekonstruktion wurde nach Einschätzung der Ki-Päd
verstärkt von Buben und größeren Mädchen verwendet. Entgegen den Erwartungen hätten
sich viele Mädchen an Konstruktion/Dekonstruktion aktiv beteiligt.
o
Alltagsbezug
Bei Kerzen drechseln fertigten Kinder mancher Kindergärten Kerzen für Adventkränze an.
Für Dekonstruktion nahmen Eltern Altgeräte von zu Hause mit und stellten sie für das
Zerlegen im Kindergarten zur Verfügung. Je mehr der Bezug zum eigenen Leben vorhanden
ist, desto beliebter waren die Stationen bei den Ki-Pä.
Was bleibt?
Die Nachhaltigkeit wurde von Ki-Pä als wichtiges Kriterium genannt, da KET aufwendig und
kostenintensiv ist. Das Interesse der Kinder für solche Projekte wurde von den Ki-Pä
registriert, man wird zukünftig im Kindergarten Akzente in diese Richtung setzen.
o
Stationen für den Regelbetrieb
Dekonstruktion ist am einfachsten zu realisieren und wird bei vielen als fixer Bestandteil ins
Kindergartenprogramm aufgenommen. Es muss nichts Spezielles dafür gebaut werden,
sondern es reichen lediglich alte, nicht mehr funktionstüchtige Geräte, die die Kinder
zerlegen können.
o
Wünsche zur Nachhaltigkeit:
Einige meinen, dass für eine Sicherung der Nachhaltigkeit das Projekt noch länger hätte
stattfinden müssen. Ki-Pä diskutierten Möglichkeiten, wie von KET auch nach den
Projekttagen profitiert werden könnten:
• Die Stationen nach 14 Tagen oder 1 Monat zeigen oder dauerhaft für 4-6 Wochen
anbieten, damit mehrere „Lernschleifen“ möglich werden.
• Einige Stationen eigens für den Kindergarten produzieren – am besten gefördert
und evtl. Mietvarianten (Problem Geldbeschaffung und Platz für das Verstauen).
• Die großen Stationen als Vorbild nehmen und kleinere Angebote zu den einzelnen
Themen entwickeln, die dann im Kindergarten bleiben können.
• Ein Video vom Theaterstück wäre hilfreich, um Inhalte zu vertiefen und sich
zwischendurch einzelne Ausschnitte mit den Kindern anzusehen.
• Energie hätten viele Ki-Pä gerne fix im Garten, manche haben schon den Bau der
Station beauftragt. Weitere Stationen die vereinzelt zum Nachbau beauftragt wurden:
Mechanik und Magnet.
54
Persönlicher Nutzen
Hier eine Liste der von den Ki-Pä am meisten genannten Faktoren:
o
Scheu verlieren
Dies war eine sehr häufig genannte Komponente. Ki-Pä gaben an, dass durch KET
Hemmschwellen abgebaut wurden und viele Lust bekommen hätten, auch selbst mehr zu
experimentieren und naturwissenschaftliche Inhalte auszuprobieren. Ein großer Lerneffekt
war die Erfahrung, dass man sich auch ohne viel wissenschaftliches Hintergrundwissen an
Experimente trauen kann. Die Einstellung: „Ich probiere es einfach aus“ hat einigen Ki-Pä
auch persönlich etwas gebracht, z. B. hinsichtlich Problemlösungen selbst Wege zu finden.
Viele sagen, KET sei „belebend“, eine Abwechslung und neue Herausforderung im
Arbeitsalltag gewesen.
o
Anregungen für den Regelbetrieb
KET gab vielen neue Impulse für die eigene Tätigkeit, auch im Umgang mit den Kindern.
Viele erwähnen die Komponente, dass sie gelernt haben, sich selbst zurückzunehmen und
Kinder mit wenig bzw. ohne Anleitung ausprobieren zu lassen. Ein weiterer Nutzen wurde in
der verstärkten Sensibilisierung für die „großen Kinderfragen“ (etwa „Wo kommt der Schnee
her“) benannt.
o
Alltagsbezug
Stationen mit Alltagsbezug bewirken dass man sensibler für Phänomene im Alltag wird (etwa
alte Geräte zerlegen und das Innere eines Föns kennen lernen).
o
Prozesshaftes Arbeiten
Beim Experimentieren muss man nicht alles von Anfang an durchgeplant haben, dies war für
Ki-Pä angenehm. Man konnte mit den Kindern mitexperimentieren, ohne vorher das genaue
Ergebnis dieses Prozesses zu kennen („Ich weiß es auch nicht, schauen wir einmal wie es
funktioniert“). Hervorgehoben wurde, dass es angenehm war, einmal nicht als ExpertIn
auftreten zu müssen, die macht/ präsentiert/ erklärt/ Infos weitergibt, sondern dass das
prinzipielle Interesse am „Sich-Einlassen“ reiche. Gerade bei völlig neuen Angeboten sei es
eine Erleichterung nicht immer für alles 100 %ig verantwortlich zu sein oder selbst alles
präsentieren zu müssen (wie etwa in einer Turnstunde).
55
4.2.3 Reflexionsberichte KET-TrainerInnen
KET-TrainerInnen zeichneten Ihre Beobachtungen während und kurz nach den Projekttagen
auf. Insgesamt wurden dem ScienceCenter-Netzwerk 16 Reflexionsberichte von insgesamt
fünf KET-TrainerInnen übermittelt. Die Aufzeichnungen fokussierten auf Beobachtungen der
TrainerInnen während des Theaterstücks und an den Experimentierstationen, die
Zusammenarbeit mit den Ki-Pä und deren Umgang mit dem Projekt. Weiters wurden
Besonderheiten an den einzelnen Stationen aufgezeichnet und auch die allgemeine
Stationenorganisation thematisiert. Schließlich wurden Eindrücke von Interaktionen der
Eltern vermerkt.
Allgemein
Einer KET-Trainerin erschien es wichtig, die Kinder entsprechend zu begrüßen und zu
verabschieden oder ein gemeinsames Foto zu machen. Sie merkte an, dass dieses Ritual für
die Kinder wichtig wäre.
Es wurde vorgeschlagen, möglichst keine Stationen in die Gruppenräume zu stellen, damit
die Kinder erstens ihren Raum als Rückzugsmöglichkeit haben (wo keine fremde Person wie
selbstverständlich unterwegs ist) und zweitens, damit alle Stationen von allen Kindergruppen
zugleich genutzt werden können.
Stationen
o
Magnetismus
Diese Station war durchgehend sehr gut bespielt. Am meisten Interesse weckten die
Eisenfeilspäne. Zu dieser Station hatten auch die Ki-Pä einen guten Zugang. Der Bezug zum
Theater wurde immer wieder genannt. Magnetismus stellte sich als eine eher ruhigere
Station dar, bei der sich besonders Jüngere schnell und lange vertiefen konnten, allgemein
sei sie als Ausgleich benützt worden. Eine KET-Trainerin gab die Anregung, Metallteile vom
Boden aufzuheben. Einige taten dies mit den Händen, andere wendeten gleich das MagnetPrinzip an und hoben die Teile mit einem Magnet auf. Durchgängig wurde ein gleiches
Interesse bei Mädchen und Buben berichtet.
Anekdote einer KET-Trainerin:
Zwei Burschen stellten mit den Eisenfeilspänen eine Armee auf und es wurde gekämpft, wer
die meisten Eisenfeilspäne auf seine Seite zieht (sie hatten unterschiedlich starke
Magneten). Ich wurde gefragt, was das für ein Staub unter der Glasscheibe sei. Die Antwort
– Staub vom Feilen von Eisen, so wie der Staub, der entsteht, wenn man Holz mit
56
Schleifpapier schleift, nur eben von einem Metall –, war völlig zufriedenstellend. Danach
wurde sofort weitergespielt.
o
Schall~Wellen~Wasser
Die Beliebtheit dieser Station variierte, manchmal war sie stark, manchmal mäßig
frequentiert. Viele TrainerInnen beobachteten, dass, das Trommeln oder die Schwingungen
der Trommelmembran zu fühlen, in der das Wasser ist, eine große Faszination auf die
Kinder ausübte. Der Frequenzgenerator interessierte neben der Trommel am meisten. Es
wurde sehr viel und mit großer Kreativität ausprobiert und beobachtet: Das Wasser „hüpft“
und macht lustige „Traktor- oder Motorradgeräusche“. Einige Kinder legten sich unter die
Trommel und „fönten“ mit dem Blasbalg die Haare. Meistens standen die Musik und der
Lärm im Vordergrund, oft wurden aber auch die Schwingungen sehr bewusst betrachtet.
Schall~Wellen~Wasser ist eine Station zum Austoben, auch sehr beliebt bei hyperaktiven
Kindern. Beobachtet wurden gruppendynamische Prozesse, die Kinder haben sehr viel
miteinander kommuniziert und gemeinsam Dinge ausprobiert. Schall~Wellen~Wasser stieß
auf gleich hohes Interesse von Buben und Mädchen.
Bei dieser Station kam es immer wieder zu technischen Schwierigkeiten.
Aufgrund der akustischen Belastung wurde darauf geachtet, diese Station wenn möglich in
einen abgetrennten Raum zu stellen.
o
Mechanik
Die Station ist in allen Kindergärten für Rollenspiele genützt worden (Piratenschiff,
Pferdestall, Küche. Verkaufsladen, Schloss etc.). Auch wenn Buben hier manchmal
dominanter auftraten, war in allen Aufzeichnungen vermerkt, dass Buben und Mädchen
gleich hohes Interesse an dieser Station zeigten.
Aus den Aufzeichnungen einer KET-Trainerin:
Nach den 1,5 h mussten die Mädchen wieder zurück in die Gruppen, weil die Buben dran
waren. Da sagte ein Mädchen zu mir: „Dann verkleide ich mich halt als Bub und bleib noch
etwas“.
Besonders Spaß bereitete den Kindern das Hochziehen der Zahnräder mit der Seilrolle.
Manche suchten andere, große Gegenstände zum Hochziehen, wie Sessel oder Tische. Das
Hochziehen wurde meist als beliebter als das Stecken der Zahnräder beschrieben.
Als problematisch angesprochen wurde von den KET-TrainerInnen, dass die Ki-Pä hier oft
Schwierigkeiten hatten, sich mit Anmerkungen oder Vorgaben zurück zu nehmen. Etwa
57
durften einmal nicht mehr als 3 Kinder auf die Brücke, was zu Konflikten innerhalb der
Gruppe führte. Immer wieder kamen Einwürfe wie: „Das passt aber nicht gut zusammen“,
„Das dreht sich nicht gut“.
Buben interessierte meistens das Konstruieren oder das Anbringen der Zahnräder. Eine
TrainerIn beobachtete, dass sich Buben da wesentlich geschickter angestellt hätten und
stellte die Vermutung auf, das hier wohl ein Zusammenhang bestünde, zwischen ihrer
Beobachtung und der Förderung von Buben von Seiten der Eltern in Richtung Technik und
Handwerk.
Aus den Aufzeichnungen einer KET-Trainerin:
Besonders ein Junge war technisch sehr weit fortgeschritten. Sie schafften gemeinsam eine
durchgehend funktionierende Räderkonstruktion. Angetrieben von einem Rad in der Mitte –
oben mit dem Seil.
In einem Kindergarten wurde bei der Trennung von Buben und Mädchen erwähnt, dass die
Mädchen offensichtlich mehr die Seile interessiert hätten. Sie wurden als Absperrung oder
als Aufzug benutzt.
o
Konstruktion-Destruktion
Kinder konnten sich hier lange und konzentriert beschäftigen.
Buben brauchten hier weniger Hilfe, hatten keine Schwierigkeiten mit dem Werkzeug. Bei
ihnen wurde eher von dem Problem der Ungeduld berichtet. Mädchen gingen wiederholt am
ersten und zweiten Tag sehr bedacht und vorsichtig damit um, es dauerte etwas länger bis
sie sich auf das Experiment einließen, sie verlangten mehr Unterstützung. Erst nach einigen
Tagen waren viele Mädchen an dieser Station aktiv.
Als besonders positiv an dieser Station wurden die Erfolgserlebnisse der Kinder empfunden:
Beispiele:
•
Am Hammertisch hat ein Mädchen eine Uhr gebaut
•
Ein Kind (Thomas) hat als erstes Kind das kleine Zahnrad in einem Achsenloch eines
großen Legobausteins eingebaut
•
Ein Mädchen (Schulanfängerin) hat allein geschafft, ein Auto mit einer großen
Bodenplatte zu bauen
58
Auch hier waren immer wieder Erfolgserlebnisse zu beobachten:
Ein Kind hat eine Schraube heraus geschraubt. Es sagt stolz: „Ich habe wieder eine
Schraube. (…) Ich bin soo gut!“
Diese Erfolgerlebnisse stellten sich nicht nur bei den Kindern, sondern auch bei den
Erwachsenen ein. So schreibt eine KET-Trainerin:
Ich habe auch mal Dekonstruktion betreut, dabei hatte ich auch Zeit, einen Drucker zu
zerlegen. Ich freute mich auch richtig, dass es mir gelang, das Gehäuse bei diversen
Kunststoffverschlüssen so zu öffnen, dass ich wenige „Schnapperl“ abbrach. Das Zerlegen
ohne „kaputt zu machen“ hat dann die Kinder auch angesteckt.
o
Licht-Farben
Auch hier fanden sehr viele Rollenspiele statt – die Station selbst wurde gerne als Höhle
benutzt, Lampen wurden zu Mikrofonen oder Monstern.
KET-TrainerInnen haben die Stationen nicht eindeutig einer Gruppe zugeordnet, zum Teil
waren hier eher Mädchen vertreten, zum Teil beide Geschlechter. Die Ausdauer der Kinder
an dieser Station wurde als eher gering beschrieben, in einem Kindergarten fiel es den
Kindern trotz Betreuung schwer, sich zu beschäftigen.
Als aufregend wurden die farbigen Schatten von den Kindern wahrgenommen. Anregung
einer Ki-Pä: Um das Experimentieren mit Schatten noch besser zu ermöglichen, wurde eine
kleine weiße Leinwand hineingehängt.
o
Kerzen drechseln
Dieser Station wurde als der „große Run“ beschrieben, oft hätten die Kinder gerne mehrere
Kerzen gedrechselt. Hier war ständige Betreuung notwendig und die Station deswegen
zwischenzeitlich geschlossen. Eine Trainerin berichtete davon, dass manche Kinder, einfach
gerne bei dieser Station sitzen und nur ganz wenig drechseln. Sie vermutete, dass sie hier
entweder die Aufmerksamkeit der Erwachsenen, oder das Gefühl des Vibrierens der
Maschine genossen.
Als „schön“ erlebt wurde von den KET-TrainerInnen, dass sehr individuelle Ergebnisse
entstanden, die Kinder sich sehr viel Zeit nahmen (bis zu 20 Minuten) und vertieft und
selbstständig arbeiteten. Es tauchte die Bemerkung auf, dass offenbar auch Ki-Pä selbst
Spaß daran hatten, Kerzen zu drechseln.
59
o
Energie
„Diese Station ist bei den Kindern voll angekommen“, hieß es in einem Bericht. Bemerkt
wurden auffällige genderspezifische Unterschiede: Während Buben hier oft die Vorherrschaft
zu übernehmen schienen, mussten die Mädchen bei ihren Versuchen, sich Platz zu
schaffen, unterstützt werden. Speziell für die Buben sei vor allem die körperliche
Herausforderung attraktiv gewesen. Während bei den Mädchen der soziale Zusammenhalt
(z..B. dass alle beim Ziehen zusammenhelfen) im Vordergrund stand. Zu Rivalitäten konnte
die Rollenverteilung führen, beispielsweise beim Schöpfen und Abfluss ziehen. Oft bestand
bestand großes Interesse am Konstruieren von Maschinen aus Duplotechnik, die durch das
Wasserrad angetrieben werden konnten.
Kleinere Kinder benötigten in der Anfangsphase oft Unterstützung, weil sie den Zugklöppel
nicht erreichen konnten. Eine Pädagogin löste das Problem mit einem Stockerl als
Erhöhung, eine andere zog das erste Stück selbst und gab dem Kind den Klöppel in die
Hand. Beide Lösungen hatten Vor- und Nachteile: Das Stockerl funktionierte für Kinder die
nach hinten zogen nicht gut, da sie während des Ziehens vom Stockerl steigen mussten.
Beim in die Hand geben, waren manche Kinder etwas enttäuscht, weil sie es so nicht ganz
alleine geschafft hatten. Das Problem wurde vom KET-Team erkannt und eine Verlängerung
des Seiles angebracht.
o
Wasserbausteine
Diese Station faszinierte viele Kinder, ihre Kreativität sei hier sehr deutlich sichtbar
geworden: mit den Bausteinen wurde Verschiedenstes ausprobiert, z.B. Bausteine in den
Händen schmelzen lassen oder durch ein Gitter durchreiben. Kälteempfindliche Kinder
besuchten die Station eher kurz. Andere schienen genau diesen Aspekt reizvoll zu finden.
Eine KET-Trainerin beschrieb, wie die Kinder, sie und die Ki-Pä immer wieder abwechselnd
angegriffen hatten: „So kalt sind meine Hände!“ oder wie Kinder einen Wettbewerb machten,
wer das Eis am längsten halten kann.
Eine KET-Trainerin legte zu der Station einen Stein und versuchte anhand eines
Experimentes zu zeigen, was schwerer ist, Stein oder Eiswürfel.
Einige Kinder wollten in die organisatorische Arbeit, nämlich regelmäßig die Behälter mit
Wasser zu befüllen, involviert sein. In einem Kindergarten waren zwei Buben die
„Eiswürfelbefüller“. Jeden Tag kamen sie, bevor sie etwas anderes machten, zur KETTrainerin und wollte neue Eiswürfel machen.
In einem Kindergarten wurden die Wasserbausteine mit Lebensmittelfarbe bunt eingefärbt.
Ein Kind versuchte daraufhin die Wasserbausteine zu kosten – in der Hoffnung es könnte
60
richtiges Speiseeis sein. Dadurch kam eine Diskussion mit den Kindern in Gang. Allgemein
wussten Schulanfänger oft über das Thema Wasser-Eis Bescheid.
Logistisch erwies sich das Vorfrieren der Steine oft als umständlich. Auch in einem
Gefrierschrank (bei ca. -15 Grad) brauchen die Formen mehr als 4 Stunden. Nur wenn die
Formen korrekt gefüllt sind, kann damit gut gebaut werden. Nach den Angaben einer KETTrainerin brauche es mindstens zehn funktionierende Bausteine pro Tisch, damit das Bauen
auch interessant wird.
Experimentierphasen
o
Allgemein
Von den KET-TrainerInnen wurden die Kinder in manchen Kindergärten am Anfang als sehr
vorsichtig erlebt. Eine Trainerin meinte, am ersten Tag durfte sie die Kinder nicht einmal
richtig ansehen, weil sie sonst weggingen. Zum Teil trauten sie sich (noch) nicht an den
Stationen
spielen,
sondern
standen
abwartend
davor.
Manchmal
wurde
von
Zurechtweisungen von Ki-Pä berichtet, wenn sich Kinder „nicht an Regeln hielten“ – obwohl
diese von ihnen oder von KET gar nicht definiert worden waren. Eine KET-Trainerin
vermutete, dass eine derartige autoritäre Grundstimmung die Neugier der Kinder
unterdrücken könnte.
o
Atmosphäre
Das Klima, war auch bei unvorhergesehenen Vorkommnissen meist sehr angenehm und
entspannt. In fast allen Fällen agierten die Kinder sehr frei und es gab ein gutes Miteinander
und Nebeneinander. Es entstand im Regelfall kaum der Eindruck, dass jemand nicht nach
seinen/ihren Wünschen agieren konnte.
o
Schwierige Stationen
Für die KET-TrainerInnen war überraschend, dass beispielsweise die als schwierig
eingestufte Fax-Station: „von vielen Kindern ohne jegliche Erläuterung und Unterstützung
erarbeitet wurde. Ein Mädchen (5 Jahre) stand ganz alleine für eine halbe Stunde an der
Station, probierte so lange herum, bis sie die Funktionsweise durchschaut hatte. Dann
machte es alle Mustervorlagen nach und ging ohne einen Kommentar. Bei der
Elternexperimentierstunde, zeigte es seiner Mutter als erstes die Fax Station und erklärte
ausführlich was man machen muss.“ Anzumerken ist, dass diese Station im Vergleich zu
anderen Stationen sehr selten von Kindergärten ausgewählt wurde.
Beim Kerzendrechseln waren Kinder einer Gruppe zurückhaltend und zögerlich. Sie fragten,
was man da machen könne: Beim Kerzen drechseln konnte schließlich beobachtet werden,
61
wie die Kinder zu einer inneren Ruhe gekommen seien, sich die Zeit nahmen, die sie
brauchten, mit den Werkzeugen spielten und am Ende sehr zufrieden mit ihrer Kerze waren.
o
Aufteilung
An manchen Standorten gingen nach dem Theaterstück alle Kinder gemeinsam zu den
Stationen, um sie kennen zu lernen. In anderen Kindergärten wurden andere Lösungen
gesucht: z.B. erhielten max. 20 Kinder „Eintrittskarten“ als Umhänger oder es wurde
vereinbart, dass pro Station nur fünf Kinder zugleich experimentieren dürfen. Beide
Lösungsansätze werden von den KET-TrainerInnen befürwortet bzw. wurde den Ki-Pä
bewusst Spielraum für die Gestaltung dieses Prozesses gelassen. Beim Planungsgespräch
werden den PädagogInnen die Möglichkeiten, die die KET-TrainerInnen kennen gelernt
haben vorgestellt und gemeinsam wurde passend für den Kindergarten ausgewählt. Wichtig
war dem KET-Team, auf gewisse Gewohnheiten des Kindergartens einzugehen.
Alter
Ältere Kinder sind untereinander bereits besser eingespielt, sie haben eigene Routinen, wie
sie sich Regeln untereinander ausmachen. Eine Trennung nach Alter wurde daher als
sinnvoll erachtet.
Bei der Trennung Ältere Kinder und jüngere Kinder konnte man speziell bei den älteren
feststellen, dass die Buben Energie und Mechanik fest in ihrer Hand hatten. Mädchen hatten
kaum eine Chance da etwas zu probieren. Die PädagogInnen mussten sich vermehrt
„einmischen“.
Mädchen – Buben
Bubengruppen wurden meist als lauter empfunden. Mädchen als sehr konzentriert
beobachtet.
o
Sprache
Während der Experimentierphasen wurde wiederholt von interessanten sprachlichen
Prozessen mit den Kindern berichtet.
62
Theater
Bei fast allen Aufführungen wurde die Stimmung als angenehm, locker aber auffallend
konzentriert beschrieben: Es wurde viel gelacht und die Kinder waren mit Begeisterung dabei
und beteiligten sich rege: Viele Kinder machten nicht nur den Eindruck, dass sie den Inhalten
folgen können, sie dachten auch laut mit. Mitmachen und sich aktiv einbringen war
erwünscht. Dies wurde durch die Haltung der Schauspieler anregend kommuniziert. In einem
Einzelfall störten zwei Kinder anfangs mit „Buh-Rufen“ was eine absolute Ausnahme
darstellte. Fast immer wollen sich die Kinder nach der Vorstellung mit Handschlag
verabschieden und so direkt Kontakt zu den Schauspielern bekommen. Manche stellen dann
auch noch Fragen oder wollten gerne auf der Bühne spielen. Bedauerlicherweise waren die
Bühnenbildelemente nicht belastbar genug gebaut, um die Kinder frei damit spielen lassen
zu können, was ursprünglich geplant war.
o
Interaktion
Dass die Kinder angeregt mitdachten, wurde aus ihren Wortmeldungen und Interaktionen mit
den Schauspielern deutlich: So wurden insbesondere bei der Magnet-Szene Anziehung und
Abstoßung mit dem vereinbarten Vokabular („mag“ bzw. „net“) vorausgesagt, schon bevor
das Phänomen sichtbar wurde. Die Kinder machten auch beim Bauen auf der Bühne viele
Vorschläge für Bauwerke – sowohl klassische Bauwerke als auch besonders kreative wie
„einen Regenwurm“. Weniger vertraute Inhalte, wie z. B. das Fax wurden konzentriert
mitverfolgt und auch kommentiert. Diese komplexeren Inhalte waren von den jüngeren
Kindergartenkindern mitunter nicht verständlich. Ganz selten waren junge Kindergarten
Kinder von der Lautstärke und emotional von einzelnen Szenen überfordert. So begann z.B.
ein dreijähriges Mädchen zu weinen als eine der Figuren stürzte.
Hier einige weitere Schilderungen
Es kommen oft ungewöhnliche Ideen, die man bauen könnte, wie Garten oder Regenwurm
Kinder waren sehr konzentriert dabei. Haben gut mitgedacht und sich sehr aktiv eingebracht.
Magnet war klar; auch bei Fax konnten einige korrekt folgen.
Eine Kindergruppe wirkte ungewöhnlich still und zurückhaltend was auch daran liegen
könnte, dass viele bevor und auch während KET zu Gast war krank waren. Auch die
Einstellung der Ki-Pä beeinflusst die Beteiligung mancher Kindergruppen sehr stark: erst als
die Pädagogin beim ersten Gag laut lachte, schmolz das Eis und die besonders jungen
Kinder in dieser Gruppe verloren auch die Scheu.
63
Der Pinguin-Effekt, also dass erst einer sich trauen muss und dann viele andere nachziehen,
war beim Bauen auf der Bühne fast immer zuerst ein Hemmnis.
Im Fall, dass sich ein Kind freiwillig meldete, sprangen dann viele andere „Ich! Ich!“ rufend
auf und der Lärmpegel stieg. „Gelb“ versuchte dann durch gespanntes und leises Reden die
Aufmerksamkeit der Kinder wieder zu gewinnen und wenn „Rot“ dann Gelb ins Ohr flüsterte,
gelang es langsam die Kinder wieder zu beruhigen, sodass sie sich wieder konzentrierten,
um nichts zu verpassen.
Nach dem Stück konnten die Kinder auch selbst in die Rolle – respektive die Kostüme – von
„Rot“ und „Gelb“ schlüpfen. In vielen Kindergärten war das verkleiden und „Experimentieren
wie Rot/Gelb“ sehr beliebt.
Kindergarten-PädagogInnen
Die KET-TrainerInnen nahmen in ihrem Fragebogen auch Stellung zur Frage nach den KiPä. Also, wie sie die Rolle der Ki-Pä im Rahmen von KET erlebten, wo sie Schwierigkeiten,
wo besondere Potenziale wahrnahmen. Im Folgenden sind die Beobachtungen der KETTrainerInnen nach Themenbereichen zusammengefasst.
o
Gruppeneinteilung
Bezüglich Gruppeneinteilung wurden von den Ki-Pä unterschiedliche Wege vorgeschlagen.
Manche funktionierten aus Sicht der KET-TrainerInnen besser, andere weniger gut.
Verallgemeinernd kann festgestellt werden, dass Aufteilungen gut funktionierten, die den
Kindern – entsprechend der Grundidee von KET – Freiräume für das eigene Tempo lassen.
Drei bewährte Möglichkeiten der Einteilung:
Die Einteilung der Kinder wurde wenn möglich auf den Erfahrungen der Experimentiertage
beruhend, jeden Tag neu gemacht.
•
Halbierung
des
Experimentiervormittages
und
Einteilung
von
zwei
Kindergartengruppen pro Vormittag.
•
Die Kinder wurden auch manchmal in eigene Gruppen eingeteilt – Mädchen und
Buben, Schulanfänger und Jüngere.
•
Alle Kinder sind sehr offen und frei in unterschiedlichen Grüppchen an den Stationen
– dann erübrigt sich eine spezielle Gruppeneinteilung durch die PädagogInnen.
o
Umgang der PädagogInnen mit einer neuen Form der Vermittlung
Nach anfänglicher Zurückhaltung, erlebten die KET-TrainerInnen die Ki-Pä meist sehr aktiv
und animierend, die Helferinnen unterstützend, zum Teil etwas zurückhaltend. Nicht in
64
erreichten
Lernzielen,
sondern
prozessorientiert
zu
denken,
war
für
die
Ki-Pä
herausfordernd.
o
Zurücknehmen in ihrer Rolle als Pädagogin
An den ersten Tagen waren viele Ki-Pä versucht, den Kindern (zu) viel zu erklären. Nur
wenigen gelang es, sich sofort auf „beobachten“ umzustellen. Nach der bewussten
Aufforderung durch die KET-TrainerInnen, erst einmal nur zu beobachten, entdeckten auch
Helferinnen und Pädagoginnen, wie selbstständig die Kinder nach Lösungen suchten und
sich nach einer Anlaufzeit intensiv mit den Stationen auseinandersetzten. Auch wenn für die
Ki-Pä das Tun-lassen, das „Begleiten“ zum Teil eine große Herausforderung war, waren sie
positiv überrascht darüber, wie intensiv sich die Kinder selbst beschäftigten.
Insgesamt wurde die aktive Beteiligung der Ki-Pä von den KET-TrainerInnen zumeist als
positiv erlebt. Es war ein guter Austausch zwischen KET-TrainerInnen und Ki-Pä möglich,
was die Beobachtung der Kinder und ihre eigene Befindlichkeit betraf – um hier auch
reagieren zu können. Ideen, wie manche Angebote in einfacher Form von KET für den
Kindergartenalltag übernommen werden könnten, wurden mit Interesse aufgenommen.
o
Optimierung/Instandhaltung
Eine Ki-Pä hat aktiv Vorschläge eingebracht, wie Stationen noch ergänzt werden könnten –
bezogen auf den eigenen Kindergarten.
Da zwei Stationen immer wieder Schwierigkeiten machten, war eine KET-Trainerin auch
damit beschäftigt, selbst nach Problemlösungen zu suchen. Sie versuchte die Stationen
zumindest interimistisch zu reparieren. Dabei konnte sie sich über Unterstützung des
Kindergartenpersonals freuen.
o
Begeisterung der Ki-Pä
Die Ki-Pä kamen zum Teil gemeinsam mit den Kindern in intensive Experimentierphasen
und entdeckten Dinge, die sie beim PädagogInnenworkshop noch nicht entdeckt oder
kennen gelernt hatten. Eine Pädagogin war mit ihren zweijährigen Kindern (alterserweiterte
Gruppe)
an
der
Schall~Wellen~Wasser
Station
und
bemerkte,
dass
man
beim
Frequenzgenerator den Kontakt auch über zwei Personen herstellen konnte. Es wurde nun
gemeinsam versucht ob das mit dem Berühren der Nase geht, mit den Haaren (geht nicht),
mit einem Stift dazwischen, einer Nadel, … Das Staunen war sowohl bei den Kindern, als
auch bei der Pädagogin groß und sie berichtete davon voller Begeisterung.
Die meisten Ki-Pä beteiligten sich aktiv an den Stationen und waren sehr motiviert. Manche
(v.a. jene, die den Vorbereitungsworkshop besucht hatten) haben auch „aufwändigere“
65
Stationen aktiv betreut (Dekonstruktion und Kerzen drechseln) und waren begeistert. KETTrainerInnen berichteten aber auch von anderen Ki-Pä, die zwar sehr interessiert aber
trotzdem eher zurückhaltend in der aktiven Begleitung der Kinder waren. Die Schwierigkeit
sich zurückzunehmen und nicht zu erklären/zu zeigen „wie es geht“ und trotzdem aktiv zu
begleiten wurde als Balanceakt beschrieben.
o
Offenheit der PädagogInnen gegenüber KET
Ein Kindergarten hatte im gleichen Jahr den Schwerpunkt auf Naturwissenschaften, die KiPä hatte schon vor KET bereits Versuche u.a. zu den Themen Magnetismus, Farben und
geometrischen Formen gemacht. Diese Pädagogin beobachtete genau, was an den
Stationen
geschah
und
wurde
auf
Grund
ihres
persönlichen
Zugangs
zu
Naturwissenschaftsvermittlung als sehr engagiert erlebt. Eine Ki-Pä wollte manche Stationen
für den Kindergarten nachbauen, auch andere haben Ideen aufgenommen, die sie vom KET
Angebot vereinfacht gestaltet übernehmen möchten.
Im Ausnahmefall hielten die KET-TrainerInnen die Kooperationsbereitschaft der Ki-Pä für
nicht so ausgeprägt. Trotz positivem Vorgespräch scheint manchen Ki-Pä die Offenheit von
KET Schwierigkeiten zu bereiten. Manche Ki-Pä versuchten auch, zusätzlich zu KET das
laufende
Regelprogramm
im
Kindergarten
weiterzuführen.
Kombiniert
mit
einer
Krankheitswelle unter den Kindern führte dies zu einer – nicht allzu einfach zu bewältigenden
– Doppelbelastung.
Eine Ki-Pä, die nicht am Einschulungsworkshop teilnehmen konnte, wirkte auf die KETTrainerin unsicher. Sie hatte offenbar Bedenken, die Kinder frei experimentieren zu lassen.
Dadurch wurden auch gruppendynamische Prozesse aus dem sonstigen Kindergartenalltag
in die Arbeit von KET übernommen. Kindern wurden unterschiedliche Dinge zugetraut, je
nachdem, was sie sonst „können“. Die KET-Trainerin versuchte, in einzelnen Fällen bei
erfolgreicher Musterunterbrechung mit „schwierigen“ Kindern, dies der Ki-Pä zu erzählen,
damit sie sieht, dass es auch „andere“ Verhaltensmöglichkeiten gibt, als die gewohnten. Mit
der Zeit wurde aber auch in diesem Fall KET für die Ki-Pä zu einer erfreulichen Aktion.
Elternarbeit
Auffallend war, dass Väter bei Eltern-Experimentierstunden präsenter waren, manchmal von
der Anzahl, manchmal weil sie aktiver wirkten. Mütter hätten diese Einheiten oft zum
Austausch mit anderen Eltern genutzt. Eine Station, die wiederholt gerne auch von den
Eltern ausprobiert wurde, war Kerzen drechseln.
Allgemein war zu beobachten. dass die Haltung der Eltern ganz unterschiedlich war: von
sehr belehrend über abfragend bis mitspielend oder unbeteiligt, manchmal waren Eltern eher
66
ungeduldig, und wollten gleich wissen was man da tut. Manche Eltern hatten
Berührungsängste mit den Stationen, in einem Fall hatten sie Angst etwas zu beschädigen.
KET-TrainerInnen berichteten, dass sie erst über die Kinder erreichen konnten, dass sich die
Eltern auf gewisse Stationen einließen. Es entstanden mitunter Diskussionen unter den
Erwachsenen, bei Licht-Farben über die Primärfarben („Ist es nun gelb oder grün?“).
Die Kinder zeigten große Freude daran die Stationen herzuzeigen und waren zum Teil
enttäuscht, wenn die Eltern ihnen keine Aufmerksamkeit schenkten. Interessant war, dass
ein Mädchen einem Erwachsenen (Vater einer Freundin) vieles zeigte und dabei merklich die
KET-Trainerin und die Ki-Pä mit Sätzen wie: „Probier´s mal aus! Was siehst du? Schau, da
kann man beobachten was passiert“, zu imitieren schien.
67
5 Interpretation
5.1 Umfeld
Kindergarten-PädagogInnen
Über die Hälfte aller Ki-Pä gibt an, dass wissenschaftliches Arbeiten in ihrer Ausbildung nicht
thematisiert wurde (vorwiegend über Vierzigjährige). Diese Zahl verdeutlicht, dass es
unbedingt notwendig wäre, verstärkt bereits in der Ausbildung Naturwissenschaften und
Technik zu integrieren.
Die Frage, was Ki-Pä hinsichtlich einer vermehrten Nutzung von wissenschaftlichen
Aktivitäten bräuchten, beantworteten die meisten mit „Materialien“. Dies kann damit
zusammenhängen, dass der Kindergartenalltag es zeitlich nicht ermöglicht, sich selbst neue
Inhalte zu erarbeiten. Wissenschaftliche Projekte wie KET sind ein wichtiger Beitrag, um hier
Schwachstellen zu überbrücken, da sie mit durchdachten Inhalten Ki-Pä unterstützen und
den Alltag im Kindergarten bereichern können. Dennoch sind Materialien alleine nicht
ausreichend (Experimentierkoffer etc.), die persönliche Betreuung und Unterstützung zu
ihrer Nutzung sollte dabei nicht unterschätzt werden.
Eltern
Die Antworten der Eltern im Fragebogen haben gezeigt, dass diese von ihren Kindern durch
die „Warum“-Fragen sehr wohl mit wissenschaftlichen Themen konfrontiert werden. Eltern
sind zum Teil herausgefordert und wissen oft entweder keine Antworten auf diese teils
wissenschaftlichen Fragen oder haben Schwierigkeiten kindergerechte Antworten zu geben.
Fakt ist, dass wissenschaftliche Projekte wie KET bei den Eltern das Bewusstsein schärfen
können, diese verstärkte altersgemäße Neugier der Kinder Ernst zu nehmen und das
Potential, das in diesem Alter steckt, wahrzunehmen. Hier kann der Grundstein für
zukünftige Interessen gelegt werden.
Die Angaben in den Eltern-Fragebögen verdeutlichen, dass Eltern sehr offen sind für weitere
derartige Projekte und auch bereit wären, einen finanziellen Beitrag dafür zu leisten.
In allen Forschungsphasen wurde festgestellt, dass die Haltung der Erwachsenen (ganz
gleich ob Ki-Pä oder Eltern) noch immer differenziert ist gegenüber Buben und Mädchen. So
gehen noch immer viele davon aus, dass Naturwissenschaften und Technik eher für Buben
geeignet seien. Auch die Väter involvierten sich bei KET mehr als bei sonstigen Projekten.
Diese frühkindliche Prägung seitens Erziehungsberechtigten und PädagogInnen sollte bei
naturwissenschaftlichen Projekten bewusst im Auge behalten werden.
68
5.2 Wirkung
KET regt zum Fragen an.
Jene Eltern, die nach den KET-Projekttagen eine verstärkte Neugier bei ihren Kindern
gemerkt haben, geben vor allem an, dass ihr Kind nun öfter Fragen stelle. Das Fragenstellen
ist im Projekt KET ein essentieller Zugang. Die PädagogInnen wurden dazu ermutigt, den
Kindern nicht alles gleich zu erklären, sondern Fragen aufzuwerfen, um so zum Nachdenken
und
Diskutieren
anzuregen.
Ein
KET-Trainer
beobachtete,
dass
ein
Kind
die
Herangehensweise der Ki-Pä bzw. KET-TrainerInnen imitierte und seinem Elternteil die
Station selbst durch anregendes Fragen die Station vorführte. Daraus lässt sich schließen,
dass Kinder die Methoden der Vermittlung wahrnehmen und aufgreifen.
Pädagogik
Sich zurückzunehmen und Kinder ohne viel Anleitung ausprobieren zu lassen, ist einigen
PädagogInnen schwer gefallen. In den Reflexionsworkshops wurde diskutiert, ob und wieviel
Erklärung dennoch notwendig sei, damit Kinder an eine Station „richtig“ herangehen. Hier
kommt der Unterschied zwischen formellem Lernen (ergebnisorientiert) und informellem
Lernen (nach eigenen Interessen, prozessorinetiert) besonders stark zum Tragen.
Sprache
o
Wortspiel
„Mag schon – Mag net“ (im oberösterreichischen Dialekt ausgesprochen) – mit diesem
Sprachspiel
wurde
das
Prinzip
von
Anziehung
und
Abstoßung
bei
Magneten
veranschaulicht. Dieser Wortwitz wurde teilweise Wochen später im Kindergarten und auch
zu Hause nachgesprochen. Das Prinzip des Magnetismus wurde von den Kindern auf diese
Weise sehr schnell verstanden und im Weiteren imitiert. In den weiteren Projekttagen
wurden die Kinder oft beim Kreieren von neuen Wortspielen beobachtet (siehe Kapitel 4.2.1)
Nicht nur die Kinder, sondern auch die Ki-Pä konnten mit diesem Wortspiel etwas anfangen:
Beobachtungen von KET-TrainerInnen und des Vereins ScienceCenter-Netzwerk zeigen,
dass sich Ki-Pä dieses Sprachspiels bedienten, um mit Kindern an der Magnet-Station zu
interagieren.
Es bildete eine „kreative Stütze“, die ermöglichte, ohne Anleitung oder Erklärung über dieses
Phänomen zu kommunizieren. Fazit ist also, dass es Ki-Pä leichter fiel, die „freie Pädagogik“
anzuwenden, wenn ihnen statt Einschränkungen oder Verbote Alternativen vorgeschlagen
werden. Wie bereits erörtert, haben Ki-Pä oft Schwierigkeiten, sich selbst zurückzunehmen
und nicht in die erklärende, belehrende Rolle zu fallen. Dieses Beispiel zeigt, dass solche
69
spielerischen Tools wichtig sind, um theoretische oder belehrende Erklärungen zu
vermeiden. Einzelne, gemeinsam erlebte Szenen des Theaterstücks als integraler
Bestandteil des Projektes ermöglichen diese Herangehensweise. Alle Beteiligten schöpfen
aus diesem gemeinsamen Erlebnis, und übernehmen dieses Sprachspiel als „Code“ um
wissenschaftliche Inhalte spielerisch zu wiederholen und zu festigen.
o
Sprache be-greifen
Das Bewusstsein der Kinder für jene Wörter, die sie schon kennen, kann durch das
Experimentieren geschärft werden (etwa „Eis-kalt“, siehe Kapitel 4.2.1)
Es ist ersichtlich, dass die Kinder für die vielen neuen Phänomene, die sie beobachten auch
Worte finden und sie beschreiben wollen. Die Herausforderung besteht für sie darin, sich
jenseits von technischen oder wissenschaftlichen Fachtermini, die sie ja nicht kennen,
auszudrücken. Ganz intuitiv nähern sich Kinder mit ihrem vorhandenen Wortschatz mithilfe
von Metaphern an die Phänomene (siehe Kapitel 4.2.1).
o
Kinder mit Migrationshintergrund
Das Theaterstück wurde unter anderem als gelungen erachtet, weil es mit wenig – dafür
einprägsamen – Text ausgekommen ist, was speziell für Kinder mit nicht-deutscher
Muttersprache wichtig war. Es wurde immer wieder angemerkt, dass auch Kinder mit
Migrationshintergrund KET gut aufgenommen haben, was sich einige Ki-Pä schwieriger
vorgestellt hätten.
Jedoch wurde mehrfach beobachtet, dass diese Kinder dabei wieder eher untereinander
blieben, und sich mit den Freunden in der eigenen Sprache darüber unterhielten. Sie fühlten
sich ferner eher zu den ruhigeren, nicht so kommunikativen Stationen hingezogen.
Erfahrungen
aus
dem
Volksschulbereich
(Forschungsprojekt
„Forschend
lernen“,
ScienceCenter-Netzwerk, 2010) zeigen, dass Science-Center-Aktivitäten zu sprachlichen
Fortschritten führen können, etwa wenn Beobachtungen beschrieben werden. Auch in der
qualitativen Forschung zu KET wurden immer wieder Momente beobachtet, wo Ki-Pä sich
Kindern aktiv zugewendet haben, um auch die Sprache anhand der Experimente zu
trainieren. Ein gezieltes Sprachtraining anhand des offenen Lernsettings wäre denkbar.
Role-Models
Die Tatsache, dass im KET-Team ein männlicher Trainer eingesetzt war, fanden Ki-Pä
ungewöhnlich, aber wichtig, da Männer im Kindergarten sonst eine Seltenheit sind. Ein
weiteres neues Rollenvorbild sahen Ki-Pä in der Figur „Gelb“ aus dem Theaterstück – der
70
Schauspieler ist gebürtiger Italiener und spricht Deutsch mit einem Akzent. Es wurde
festgestellt, dass sich Kinder mit Migrationshintergrund sehr von dieser Figur angezogen
fühlten und dieser eine Identifikationsfigur für sie darstellte. Auch bei zukünftigen Projekten
sollte Wert auf ein heterogenes Vermittlungsteam gelegt werden.
Gender
Viele Ki-Pä konnten als Fazit von KET eine wichtige Erkenntnis für sich mitnehmen: es
besteht
ein
großes
Interesse
an
Naturwissenschaften
und
Technik
bei
beiden
Geschlechtern. Dass gängige Rollenklischees nicht immer auszuschalten seien, war ein
Thema, etwa bei der Station Dekonstruktion. Entgegen den Erwartungen haben sich
Mädchen aktiv beteiligt und waren genauso lange und mit Leidenschaft mit der Zerlegung
von alten Geräten beschäftigt.
Prinzipiell gaben Ki-Pä in beiden Forschungsphasen an, dass unabhängig vom Geschlecht
v.a. jene Stationen gut angekommen sind, die eine aktive und motorische Beschäftigung
begünstigen.
o
Sonderfall Rollenspiele
Rollenspiele wurden unter den Kindern v.a. bei den zwei Stationen Mechanik und LichtFarben durchgeführt. Erstere wurde als Schiff, bevorzugt als von wilden Haien bedrohtes
Piratenschiff, Licht-Farben dagegen oft als „Haus“ oder „Höhle“ benutzt.
Diese Stationen wurden in der Wahrnehmung der Kindergarten-PädagogInnen als
eindeutige Lieblingsstationen von eher Buben bzw. eher Mädchen angesehen. Diese
Wahrnehmung deckte sich nicht mit den Beobachtungen von KET-TrainerInnen bzw. den
Beobachtungen einer Mitarbeiterin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk.
Dies
könnte
vielleicht
darin
begründet
liegen,
dass
Ki-Pä
mit
einer
gewissen
Erwartungshaltung beobachteten. Diese These müsste jedoch noch weiter untersucht
werden. Andrerseits gab es auch die Beobachtung, dass sich Kinder bei Rollenspielen
entweder in klassische Gender-Rollen einfügen und diese reproduzieren oder aber sich
dezidiert davon distanzieren. Diese Stationen provozierten jedenfalls Diskussionen unter
Kindern, bei denen die jeweiligen Rollen erst untereinander ausgehandelt und vereinbart
wurden. (Siehe Kapitel 4.2.1)
Rollenspiele werden an Stationen begünstigt, die:
o
dazu animieren, eine Geschichte rundherum zu kreieren, sich selbst und anderen
eine Rolle zuzuteilen.
71
o
dazu einladen von außen wahrgenommen zu werden – im Gegensatz zu Stationen
die zum Verweilen, Beobachten, Staunen, Sich selbst vergessen, einladen.
o
in ihrer Form an beliebte Rollenspiel-Objekte (zum Beispiel vom Spielplatz, aus dem
Alltag etc.) erinnern.
Allgemein war es ein Diskussionsthema unter den Pädagoginnen, ob Rollenspiele an
Experimentierstationen den eigentlichen Sinn verfehlten und da eingegriffen werden sollte.
o
Gruppentrennung
In einigen Kindergärten wurden die KET-Angebote teilweise für Gruppen nach Geschlecht
oder Alter getrennt zugänglich gemacht, dies scheint jedoch nicht prinzipiell hilfreich zu sein.
Lediglich ein Zehntel der Ki-Pä erachtete es für sinnvoll, Gruppen nach Geschlecht zu
trennen um die Spielphasen zu intensivieren. Knapp die Hälfte der Ki-Pä ist der Meinung,
dass in gemischten Gruppen intensiver geforscht wurde. Bei knapp einem Drittel der Kinder
sorgte eine Trennung in Altersgruppen für intensivere Beschäftigung mit den jeweiligen
Stationen.
Eltern
Die Mehrheit der Eltern würden mehr spielerische wissenschaftliche Angebote im
Kindergarten begrüßen. Mehr als die Hälfte der Befragten wäre auch bereit, dafür einen
finanziellen Beitrag zu leisten (zwischen 10 und 50 Euro pro Jahr).
Die Eltern in das Projekt mit einzubinden, befanden die PädagogInnen großteils als sehr
effektiv8. Elternnachmittage bzw. -abende zum Kennenlernen von KET waren überwiegend
gut besucht, wobei festgestellt wurde, dass Väter präsenter und aktiver waren.
Diese Treffen mit Eltern könnten daher eine Gelegenheit bieten, Genderfragen bewusst zu
thematisieren.
Jedenfalls ist nach Auffassung der Ki-Pä eine Sensibilisierung der Eltern durch KET für
Wissenschaft und Technik gelungen. Es gäbe nun ein stärkeres Bewusstsein, dass diese
Förderung schon im Kindergartenalter nützlich sei. Man kann annehmen dass viele Eltern
zukünftig mehr Wert auf solche Projekte legen.9
8
Zahlreiche Eltern steuerten für die Station Dekonstruktion Altgeräte bei.
9
In einem Kiga haben nach KET mehrere Eltern gefragt, ob der Kindergarten eine Empfehlung für
Experimentierkisten geben kann.
72
Organisation
Der Grundtenor war, dass hinter KET sehr viel Organisation stecke, die professionell
abgewickelt wurde.
Ein Kritikpunkt kam hinsichtlich des Zustandes der Stationen: Immer wieder merkten Ki-Pä
an, dass Stationen defekt oder nur teilweise nutzbar waren. Es wurde vielfach der Wunsch
geäußert, die Stationen robuster zu bauen. Positiv registriert wurde, dass das KET-Team bei
defekten Stationen schnell reagierte und, wenn möglich, den Mangel an Ort und Stelle
behob.
o
Einschulungs-Workshop
Die meisten Ki-Pä konnten sich diesen Workshop für das verpflichtende Fortbildungsseminar
anrechnen lassen. Die KET-Methode des offenen Lernens sollte sich auch bei der
Einführung der Ki-Pä an das Projekt widerspiegeln.
o
HelferInnen
Wie kann man HelferInnen mehr in wissenschaftliche Projekte eingliedern? Oft besteht
doppelte Unsicherheit – sie sind im Kindergarten eher für organisatorische Tätigkeiten
verantwortlich und die Einschulung ist daher nicht für sie vorgesehen. Trotzdem sind sie
teilweise in die Betreuung der Stationen eingebunden. Wichtig wäre, die HelferInnen
bewusster als Teil des Kindergarten-Teams wahrzunehmen und sie – zumindest vor Ort –
kurz in das Projekt und die Inhalte einzuweisen.
Anderseits wäre es für das KET-Team auch wichtig, schon im Vorhinein zu wissen, inwieweit
geplant ist, dass die HelferInnen in die Betreuung mit einbezogen werden.
o
Räumlichkeiten
Der Sonderfall einer Gemeinde, wo die Kindergärten an einem externen Ort anreisten, um
das KET-Angebot zu nutzen, hat bewiesen, dass es Sinn macht, solche Projekte direkt im
Kindergarten anzubieten. Allein aufgrund von organisatorischen Überlegungen ist es für KiPä einfacher und flexibler, da nicht jeder Experimentier-Tag wie ein Ausflug geplant werden
muss. Ausserdem können Kinder nach ihrem eigenen Rhythmus forschen und sich auch
einmal eine Weile zurückziehen.
73
5.3 Erfolgskriterien
Rahmenbedingungen
Die Einstellung der Ki-Pä zu externen Projekten hängt sehr von den strukturellen und
organisatorischen Rahmenbedingungen ab:
Der Zeitpunkt des Projekts ist relevant, terminlich sollte KET nicht mit anderen
außertourlichen Ereignissen oder großen Festen im Kindergarten kollidieren.
Jene Ki-Pä, die KET im Rahmen eigener Fixtermine nutzten, fühlten sich entlastet.
Besonders in Kombination mit dem Sommerfest wurde KET als persönliche Entlastung für
die Ki-Pä dargestellt.
Auch sollten die PädagogInnen an den KET-Projekttagen das reguläre KindergartenProgramm auf ein Minimum einschränken, damit die Kinder und die PädagogInnen sich auf
das neue Angebot konzentrieren können.
Die Finanzierung von KET wurde je nach Kindergarten ganz unterschiedlich aufgestellt
(private Sponsoren, Gemeinde, Jahresbudget etc), diese Komponente wirkt sich auf die
Einstellung der Ki-Pä zu diesem Projekt aus. Wenn es aus dem eigenen Budget finanziert
wurde, war die Überlegung vieler Ki-Pä, ob eine „längerfristige Anschaffung“ effektiver sei.
Daher sollten die nachhaltigen Elemente des Projekts besonders betont und bleibende
Elemente gewährleistet werden.
Optimal
wäre,
wenn
sämtliche
Treffen
eines
solchen
Projekts
(Einschulung,
Begleitforschung) im Rahmen der Arbeitszeit oder der verpflichtenden Fortbildungsseminare
abgehalten werden können. Dies wirkt sich positiv auf die Motivation der Ki-Pä aus.
Verbindung Theater und Stationen
Die Ki-Pä sind der Ansicht, dass das Theaterstück einen guten Einstieg in die Projekttage
bildete und den klaren Projektbeginn mit einer Besonderheit markiert. Das Theater alleine
wäre nicht so nachhaltig wie die durchgeführte Kombination.
Die Verhaltensweise der Figuren wurde von den Kindern imitiert (etwa Gegenstände
zweckfremd zu verwenden, Flaschenzug bauen bei Mechanik).
Die Kinder erzählten zu Hause am häufigsten vom Theaterstück, auffallend viele Eltern
kannten von sich aus die zwei Hauptfiguren des Stückes.
74
Alltag
Vertraute Elemente aus dem Alltag oder der kindlichen Spielwelt aufzugreifen, scheint ein
wichtiger Erfolgsfaktor zu sein. Beliebt war die Experimentierstation Wasserbausteine – die
Form der Eiswürfel erinnert an Lego-Bausteine.
Die Experimentierstation Kerzen drechseln kannten viele Eltern, v.a. auch weil die Kinder
ihre Kerze als Geschenk mit nach Hause nehmen durften. In manchen Kindergärten wurden
Kerzen für die Adventkränze gedrechselt. Es sollte mehr Möglichkeiten geben, etwas
herzustellen und mit nach Hause zu nehmen. Wissenschaften und Technik werden noch
immer als abgehoben, unzugänglich und kompliziert angesehen, dies zeigt sich etwa an der
geäußerten Scheu der Ki-Pä vor wissenschafltichen Projekten. Es ist essentiell, eine
Verbindung zu schaffen zu Wissenschaften und Technik und der Alltagswelt sowohl von
Kindern, als auch von involvierten Erwachsenen. Je mehr Assoziationen und Verknüpfungen
bei allen Beteiligten zur eigenen Realität geweckt werden, umso höher ist die Chance,
Forschung anhand der eigenen Lebenswelt zu denken und in diese zu integrieren.
Kooperation KET-TrainerInnen
Die Betreuung von KET vor Ort ist sehr wichtig. In der Begleitforschung wurde deutlich, dass
Ki-Pä sehr konkrete und hohe Erwartungen an die KET-TrainerInnen haben (Präsenz,
Motivation, kindgerechte Sprache, pädagogische Ausbildung, Beliebtheit bei den Kindern,
Unterstützung, Einstellung, Laune, Erfahrung, Freundlichkeit etc.). Ki-Pä hatten mitunter das
Gefühl, dass es auch TrainerInnen nicht leicht falle, sich zurückzunehmen und auf die Kinder
nicht belehrend zu wirken. Es ist wichtig, dass die Ki-Pä merken, dass TrainerInnen nicht
rein als „Kenner“ oder „Experten“ für die Station auftreten, sondern Lernprozesse begleiten,
mitunter selbst Teil davon sind. Aus den Berichten der KET-TrainerInnen geht etwa hervor,
dass sie selbst immer wieder Erfolgserlebnisse bei den Stationen hatten (z.B. nach
mehreren Versuchen, ein Gerät zu zerlegen ohne es kaputt zu machen). Diese Erfahrungen
können verbindend zwischen allen am Projekt Beteiligten (Kinder, Ki-Pä, KET-TrainerInnen)
wirken.
Vorschläge, die eine Zusammenarbeit erleichtern würden:
Gute Arbeitsaufteiltung von Anfang an, damit Unklarheiten so weit wie möglich vermieden
werden; eine 2. Person bei Auf- und Abbau damit die KET-TrainerInnen sich vorwiegend um
die inhaltliche und pädagogische Tätigkeiten konzentrieren können.
75
5.4 Nachhaltigkeit
Die nachhaltige Wirkung des Projekts ist in vielen Kindergärten konkret feststellbar:
Stationen wurden übernommen oder nachgebaut (etwa Energie, Konstruktion-Destruktion,
Magnetismus und Mechanik) oder die Infomappe wird weiterhin als Nachschlagewerk
benützt. Auch auf das Theaterstück würden viele Ki-Pä gerne weiterhin in Form eines Videos
zugreifen10.
Neben diesen konkreten, physischen Aspekten hat KET aber auch indirekt seine Spuren
hinterlassen: die Einstellung und Haltung der PädagogInnen hat sich geändert, viele wurden
durch die Anregungen, aber auch die pädagogische Zugangsweise von KET inspiriert.
Es wäre sinnvoll, auch Forschung über die langfristige Wirkung von solchen Projekten im
Kindergarten anzudenken.
Dass die Station Dekonstruktion von sehr vielen Kindergärten übernommen wurde, hat auch
damit zu tun, dass sie unaufwändig und kostengünstig ist – man braucht lediglich alte Geräte
zum Zerlegen. Dieses Beispiel zeigt, dass einfache Elemente oder auch Variationen von
größeren Stationen sehr gut ankommen und die Nachhaltigkeit in Kindergärten sichern.
Ähnliches wurde von Ki-Pä auch in den Reflexionsworkshops angeregt: man könnte die
großen Stationen als Vorbild nehmen und kleinere Angebote zu den Themen entwickeln, die
dann im Kindergarten bleiben. KET regt zum Forschen und Experimentiere an, daher sollten
Tools bereitgestellt werden, die diese Aktivitäten auch nach den Projekttagen ermöglichen.
Ein anderes wichtiges Tool von KET, das Ki-Pä weiterhin verwenden möchten, ist die KETInfomappe. Dass diese Mappe seine Gültigkeit und Relevanz über den Projekttagen hinaus
aufrechthält – es wird in vielen Kindergärten weiterhin als Nachschlagwerk verwendet – hat
folgende Gründe: einfache Experimente mit Anleitung, theoretische Aufbereitung von
wissenschaftlichen Phänomenen in kindgerechter Sprache, Fragen an die Kinder als
Anregungen bei den Stationen statt reinen Antworten, Anreungen für Aktivitäten in Bereich
Kreativität, Bewegung, Musik, Sprache usw. zum jeweiligen Thema.
Die Ki-Pä haben den Nutzen von KET auf unterschiedlichen Ebenen wahrgenommen:
-
in
pädagogischer
Hinsicht:
Kinder
ohne
bzw.
mit
wenig
Anleitung
beim
Experimentieren zu begleiten; prozesshaftes statt ergebnisorientiertem Lernen.
10
Die Geschichte des Theaterstücks „Fang die Kuh“ ist in der KET Abschlussbroschüre als
Bildergeschichte aufbereitet und wurde allen beteiligten Kindergärten übermittelt. Herausgeber:
Regionalmanagement Oberösterreich GmbH (RMOÖ), 2010. Zu Bestellen unter [email protected] um
drei Euro ohne Porto.
76
-
in persönlicher Hinsicht: Scheu vor wissenschaftlichen Themen verlieren, verstärkte
Wahrnehmung von wissenschaftlichen und technischen Phänomenen im Alltag.
-
für den Arbeitsalltag: Inspirationen für den Regelbetrieb.
77
6 Anhang
78
79
80
81
82
83
84
85
Eltern: Fragebogen
Bei welchen Beschäftigungen kann sich ihr Kind besonders lange konzentrieren?
•
basteln, bauen mit Bausteine, malen, Bilderrätsel
•
malen, Geschichten anhören
•
malen
•
Puzzle, Spiele, Fußball
•
beim Schreiben
•
Puzzle, Puppen, Auto, Spielplatz, Lego, Playmobil , Konzentrationspiele
•
Lego, Puzzle, Bauzeug mit vielen kleine Teilen
•
zeichnen!
•
Puzzle zusammenbauen
•
malen, Lego bauen
•
Kinderrätsel, Bücher
•
mit Autos spielen
•
malen, Lego
•
schreiben, malen
•
Lego bauen
•
Lego bauen, Ritter spielen, Gameboy
•
Puzzle spielen, Lego bauen
•
Tiere beobachten, Karten spielen
•
Puzzle, Rechenspiele
•
Vorlesen, Gemeinschaftsspiele
•
Puzzle spielen, malen, Spiel mit Steckperlen
•
Lego-Piratenschiff, Mensch ärgere dich nicht
•
Puzzle , malen
•
Bei den meisten Beschäftigungen, wenn Interesse besteht
•
malen
•
malen, Lego
•
Spielen mit Traktor, Fernsehen, Bausteine
•
Beim Spielen mit Tieren, Memory spielen
•
malen, Lego bauen
•
Lego, Traktoren mit diversen Anhängern
•
Lego bauen, Traktor spielen, Geomac
•
Lego
•
Puppen spielen, Lego, Rad fahren
•
Knex spielen
•
Memory, Puzzle, mit Papa in der Werkstadt
86
•
Zeichnen, basteln, Bücher anschauen
•
malen, basteln, Bücher anschauen
•
malen, Puzzle bauen, Traktor spielen
•
wenn es um Technik geht, Bauecke, mit Autos spielen, Gesellschaftsspiele
•
malen, Spiele mit dem Spielzeugtraktor & Maschinen, Bauernhofspiele
•
alles was mit bauen, aufbauen, zusammenbauen, ausprobieren, experimentieren,
zählen zu tun hat, Labyrinth, Fehlersuchen
•
Puzzle bauen, Bausteine, Lego oder Kapla bauen, malen
•
basteln, Puzzle, Matador
•
Memory
•
Memory, malen und basteln, Puzzle
•
malen, zeichnen, basteln, mit Papa in der Werkstatt arbeiten ( z.B.: alte Geräte
zerlegen)
•
Fäden & Schnüre verknüpfen, Kochen spielen mit Naturmaterialien
•
malen, Lego bauen, Bügelperlen bauen
•
Puppen spielen, lesen, schreiben
•
Weben, Bügelperlen, Puzzle bauen
•
Buch anschauen, und vorlesen, Lego oder Playmobil spielen
•
malen, Puppen spielen. Memory
•
weben, fingerstricken, malen
•
Memory, Lego, Play Mais, Traktor + Zubehör
•
basteln, zeichnen
•
spielen mit der Eisenbahn
•
Puzzle bauen, spielen (z.B.: Baustelle), arbeiten mit der Laubsäge
•
beim Rechnen, Schreiben, Laubsägen
•
Memory, Puzzle
•
basteln, Bücher ansehen, zeichnen
•
Magnet Station, Musik
•
Laubsägen, Dinge in der Werkstatt zerlegen ( alte Computer, Stempeluhren,…), mit
Holz arbeiten (sägen, Nägel hineinhämmern)
•
Lego Technik, Puzzle bauen
•
Beim Spielen mit Karten und Spielsachen
•
Puzzle spielen, vorlesen, Rollenspiele, Lego
•
beim Zuhören, Malen, Musikhören, Spielen (Karten)
•
Hörspiele, Buch ansehen, Lego Duplo spielen
•
malen, Autos
•
Musikinstrumente ausprobieren, hineinhorchen in die Klangwelt der verschiedenen
Schwingungen
87
•
fernsehen, draußen beim Spielen
•
Puzzle, Memory, malen, Buchstaben schreiben
•
basteln, malen, Mensch ärgere dich nicht spielen
•
Puzzle bauen, Puppen, Karten spielen
•
Brettspiele, Bücher, Türme bauen
•
malen, verschieden Kinderspiele (Puzzle, Memory,…), beim Singen
•
Buch vorlesen
•
basteln, malen
•
Blättern in Büchern, Hören von MC`s, bauen, ausmalen
•
kochen, basteln
•
zeichnen und schreiben, Ballspielen
•
Karten spielen, Fantasie-Geschichten erzählen
•
Memory, Hama-Perlen stecken, spielen, malen
•
Memory, malen
•
Spielen mit Playmobil, bastelt gerade ständig Fische aus Karton oder Papier
•
Rollenspiel mit Autos oder Figuren, Spielen mit Autos
•
Gesellschaftsspiele, malen
•
Steckspiele (Perlen), Puppe
•
Lego, Playmobil, Löcher graben
•
malen, Memory, basteln, Gesellschaftsspiele, fernsehen (DVD)
•
Hama Perlen, Puzzle, zeichnen
•
malen, Rollenspiele
•
Auto spielen
•
Hama Perlen stecken, zeichnen, basteln
•
malen, mit der Katze spielen
•
Bilder legen aus Bügelperlen, bauen mit Holzklötzen
•
spielen
•
Bilder legen aus Bügelperlen, bauen mit Holzklötzen
•
malen, basteln
•
Bücher vorlesen
•
Kartenspiel, Play Station spielen, Nintendo DS spielen
•
Pferde spielen, singen
•
Rollenspiel, Memory, Puzzle, Bücher lesen
•
Puzzle bauen, Lego bauen
•
basteln, malen
•
Plastilin, Hama-Perlen, Rollenspiele, Sand, Schnee, vor allem basteln mit Kleber
&Schere
88
•
Puzzle, Hama-Perlen, Playmobil aufbauen, Lego
•
malen, basteln, Barbie spielen, mit Stofftieren spielen
•
Puzzle, Lego
•
Playmobil, Lego
•
zeichnen , malen, spielen mit Puppen, Bücher anschauen
•
bei zeichnen, malen , basteln
•
malen, Lego spielen, Eisenbahn spielen
•
Puzzle
•
Experimentier-Station Mechanik, Memory spielen
•
Lego Fahrzeuge bauen und immer mehr verbessern, Playmobil-Welten erfinden und
darin "leben"
•
"kochen" spielen, schreiben, malen
•
Puzzle bauen, alleine Bücher anschauen, draußen sandspielen
•
Puzzle bauen, malen, Lego spielen
•
Puzzle bauen, Konstruktionsspiele
•
Beim Fernsehen und er lernt seinen eigenen Namen zu schreiben
•
Lego bauen, Puzzle bauen
•
Tätigkeiten mit Körpereinsatz
•
malen, mini LÜK, Playmobil, Bücher
•
Lego bauen
•
malen, zeichnen, Barbie spielen
•
Lego, klein & große Bausteine, basteln mit Schere & Kleber, im Freien Pflanzen einbzw. ausgraben, Auto spielen
•
Puzzle bauen, malen, basteln, sandspielen, "wasser-" spiele
•
Lego, Mobilo
•
sandspielen, Puzzle bauen, Spielzimmer
•
sandspielen, Spielzimmer
•
Brettspiele
•
mit Autos spielen
•
malen, gepflegtes Aussehen / sich hübsch anziehen, die haare frisieren, Lego bauen,
Ketterl herstellen
•
Basteln, malen, Lego
•
zeichnen und malen, Puzzle kochen und backen, diverse Spiele im Freien
•
beim Lego bauen oder beim Traktor und Bagger spielen
•
Puzzle bauen, malen
•
malen, Auto spielen
•
wenn er mit Duplo, Autos, Dinosauriern spielt und beim Vorlesen von Geschichten
•
Spielen mit Autos, spielen mit Sand
89
•
mit ihren Pferden, zeichnen
•
Puzzle bauen, malen, Rad fahren
•
zeichnen, malen, basteln, puzzeln, mini Lük
•
Puzzle, malen
•
zeichnen, Playmobil aufbauen
•
Lego, Playmobil, Memory
•
lesen, spielen
•
Puzzle, spielen mit Wasser
•
malen, Bücher anschauen, Puzzle bauen
•
Bügelperlen, Puzzle
•
puzzlen, zeichnen/ malen, Lük
•
Beim Bauen, Basteln und Malen
•
kreative Spiele (Bügelperlen, zeichnen, bauen), Bücher anschauen, vorlesen und
besprechen
•
Experimente, Computer, Vorschulbücher
•
Bügelperlen, basteln, Wasserfarben malen
•
Puzzle, Steckspiele, Lego, Sandkasten
•
Puzzle bauen, Uno spielen, Holzbausteine, Lego
•
Spielen mit Traktor, Domino
•
schreiben , malen
•
Puzzle, malen, basteln, Beschäftigungen mit Wasser
•
malen, puzzeln, Bücher vorlesen und anschauen
•
Bügelperlen, mini Lük
•
Playmobil, Lego spielen, mit Traktor mitfahren
•
versch. Spiele, malen
•
Memory, Uno
•
Puzzle
•
Puzzle bauen, an etwas herumschrauben oder etwas reparieren ( Fahrrad, altes
Radio)
•
Lego bauen, Bücher anschauen
•
basteln, Puzzle oder Memory spielen, Activity spielen
•
malen, Lego spielen, im Sandhaufen etwas bauen
•
malen, Bügelperlen stecken
•
basteln, Sandspielen
•
Lego, malen, spielen in der Natur
•
Lego bauen, Natur & Blumen und Tier beobachten, Kartenspiele
•
Puzzle bauen, Blumen pflücken, zeichnen
90
•
malen, Sandspielen
•
Beim Spielen mit Puppen und in der Natur mit Freunden
•
Memory
•
Bügelperlen bauen, malen, Puzzlebauen, Puppen spielen, Polly-Pocket Puppen
•
lesen, handwerken
•
Puzzle bauen, vorlesen
•
Puzzle bauen, sandspielen, Rollenspiele mit Playmobilfiguren
•
Lego bauen, Holz bearbeiten, bei Geschichten zuhören
•
Bauecke, turnen
•
Rollenspiele
•
Puzzle, malen, Lernspiele, mit Puppen spielen, Bücher anschauen, Playmobil,
Kartenspiele
•
basteln, malen
•
Puzzle, sandspielen
•
zeichnen, tanzen, Blumen pflücken
•
malen, "Bügelspielen", Fingersticken
•
Bücher vorlesen, singen
•
zeichnen, malen
•
malen, basteln, div. Spiele
•
DKT, Lego
•
beim Basteln, Malen und Tanzen
•
Puppen spielen, sandspielen, Trampolin hüpfen, Puzzle bauen
•
basteln, bauen
•
Puzzle
•
Bücher lesen, Plastilin spielen, Steckspiele
•
schreiben, malen, schneiden, engl. Computerspiel für KK
•
Puzzle bauen, basteln, Lego spielen
•
Experimentieren mit Wasser
•
malen, lesen
•
Puzzle spielen, Bausteine bauen
•
Zuhören beim Büchervorlesen
•
Spielzeuge
•
Lego, Memory, Spiele im Garten, Meine kleine Welt Spiele mit Tieren, Spiele mit
Wasser / Sand
•
Bei Beschäftigung mit Bücher , Plastilin, Sand
•
Lego spielen
•
Zeichnen und malen
91
•
Vorlesen, Kapla bauen
•
malen, zeichnen
•
Tiere, Theater
•
keine lange Konzentration
•
Bücher vorlesen bzw. selbst anschauen, Tiere beobachten, Pflanzen u. Materialien
sammeln
•
Lego, Mini-Lük, Puzzle
•
Lego spielen
•
Klavier spielen, Bügelspielen
•
Puzzle bauen
•
Beim Kochen, Sandspielen, Knetmasse, Wasser umfüllen, beim Arbeiten mit Papa &
Onkel in der Garage (Mechaniker), Auto oder Traktor reparieren, Das Buch: "Alle
meine Fahrzeuge" ansehen, Mit Opa Legotechnik bauen zusehen und helfen, Tiere
versorgen und füttern
•
Puzzle bauen, Lego bauen
•
Buch Seite für Seite anschauen, Magnetspiel, Puzzle spielen, Mit Holz sägen und
hämmern
•
Tiere beobachten, zeichnen, sandspielen, Rad fahren
•
Lego bauen, Matador, Magnet
•
Malen, Lego bauen, Puzzle
•
Malen
•
Indianer spielen, Lego Duplo spielen, Knetmasse, Ritterspielen, Dialogspiele
•
CD anhören, Bücher anschauen, Lego spielen
•
Lego bauen
•
malen, Puppen/Barbies spielen
•
malen, schneiden, basteln, lesen, mit Puppen spielen
•
bauen, graben,…
•
malen, Puppen spielen
•
aufbauen oder zerlegen
•
malen, vorlesen, Puzzle
•
malen, basteln, rätseln (Bilderrätsel/altersgemäße Rätselaufgaben)
•
reparieren spielen, Puppen
•
Rollenspiele
•
Perlen fädeln, malen, Puppen spielen
•
bauen & Bücher und Zeitschriften anschauen
•
Auto spielen
•
Puzzle bauen, Autos, im Garten spielen
•
Puzzle, Lego bauen, Kapla, Kugelbahn, Bilderbücher anschauen, anmalen, zeichnen
92
•
malen, Traktor spielen, "Brio Zeug" spielen, Sand spielen
•
malen, Lego
•
Musik
•
basteln, Bücher, Lego bauen
•
Lego Duplo, Buch anschauen (besonders über Fahrzeuge)
•
Zeichnen, basteln
•
Elektrogeräte zerlegen/schrauben
•
Puzzle bauen, Lego bauen
•
Memory, Puzzle bauen
•
malen, Bügelperlen, Memory
•
beim Basteln, spielen mit Traktor, Sandspielen
•
bauen, Bügelperlen, singen
•
lesen!, ausprobieren!, Feuer, Luft, Wasser
•
Puzzle
•
Basteln, Puzzle, Bücher, Turnsaal
•
Malen, Puzzle bauen
•
Lego
•
Puppen spielen, mit Papa in der Werkstatt stehen!!
•
Kochen-Spiel, malen, Auto,…
•
Lego bauen, Puzzle spielen
•
Lego Duplo spielen, weben, Hörspiele anhören, malen/zeichnen, LÜK Übungen
•
basteln, malen, Puzzle bauen, spielen im Garten
•
Buch ansehen, Pladoo spielen, Lego
•
Beim Malen & Basteln
•
Malen, PC Lernspiele, in der Natur
•
Lego
•
Zeichnen, Lego spielen
•
Ketten fädeln, Bücher anschauen
•
Basteln, Zeichnen, spielen mit Autos, CD anhören
•
Duplo Lego, Auto
•
Bauen, konstruieren, Kochen helfen, basteln, Gartenarbeit
•
Brettspiele, Playmobilfiguren neu einkleiden
•
Puzzle
•
Memory, Lego, Matador
•
Puzzle, Labyrinth
•
Malen, basteln
•
Malen, "Lesen"
93
•
malen, basteln
•
Bügelperlen
•
basteln, fernsehen
•
puzzle bauen, Rollenspiele, zeichnen
•
Puppen spielen
•
Malen, Monopoly spielen, Musik (Flöte spielen)
•
Lego bauen, kneten und formen mit Teig (Plastilin)
•
Lego bauen, zeichnen, Bücher anschauen
•
Traktor spielen, Zugschienen bauen
•
Lego bauen, beim zuhören
•
mit Autos spielen, Lego bauen
•
turnen, mit Stofftieren Familie spielen und sie ist die Mama
•
Sand spielen, Katzen spielen
•
spielen mit Stofftieren, Lego bauen, malen, Puzzle
•
beim Kochen, Bei Spielen (Schnipp-Schnapp, Uno, Brettspiele,…)
•
Hämmern mit Nägeln
•
Bücher anschauen
•
Lego Duplo spielen, Rollenspiele (Playmobil), Gesellschaftsspiele, Geschichten
hören (vorlesen)
•
Rollenspiele mit Dinosaurier, Playmobil, Bügelperlen
•
alles was mit Basteln zu tun hat
•
malen, bauen, Bücher vorlesen / anschauen
•
Puzzle bauen, Elektrogeräte zerlegen (Schrauben herausdrehen), Puppen spielen
•
Auto spielen
•
Bilder betrachten, zeichnen, Musik hören
•
Beim Duplo spielen, bei der Gartenarbeit
•
Puzzle spielen, Geschichten auf Kassetten/CDs hören, Geschichten vorlesen
•
Bücher vorlesen, Geschichten erzählen, Gesellschaftsspiele, Spielen alleine
(Playmobil, Lego)
•
Rollenspiele
•
kleben, schrauben, basteln
•
malen, basteln, Rollenspiele
•
Malen, Zeichen, Sand spielen, Perlen fädeln, Kochen helfen
•
Basteln, Bügelperlen stecken, "Arbeiten" im Freien
•
Bauen (Lego), Puzzle, Spiele, arbeiten in der Werkstatt
•
Lego spielen, Kinder-Laptop, Rennbahn
•
Puppen spielen, Traktor od. Fahrrad fahren, malen od. zeichnen, Kochen helfen,
schminken lassen, spielen mit anderen Kindern, vorlesen
94
•
Memory spielen, kochen
•
Puzzle, Bauer spielen
•
Spielzeugtraktor fahren, mit Spielzeugstapler Paletten aufstapeln
•
Lego bauen, Autos, schreiben , hämmern, bohren, Magnetspiele
•
Lego bauen, basteln, im Freien spielen (Sand, Schnee,…)
•
Lego bauen
•
Bügelperlen, schreiben am Computer, Playmobil spielen
•
Sand spielen
•
Beim Computer spielen, Uno-Spiel!
•
basteln, vorlesen, Bausteine
•
basteln, Lernbücher
•
Puzzle bauen, Bügelperlenbilder machen, Puppen versorgen, Mosaik stecken, Perlen
&Knöpfe auffädeln
•
malen, singen
•
Bücher, Bausteine, basteln
•
malen. singen
•
zeichnen, Puzzle zusammenbauen
•
malen, Puzzle bauen
•
Lego spielen, malen, kneten
•
Lego bauen, schneiden und kleben, mit Fahrzeugen spielen (Traktor, Bagger,
Laster), Bilderbuch betrachten (Lieblingsbuch: "Laster, Bagger und Traktoren)
•
Puzzle, Perlen fädeln, Bügelperlen
•
malen, Lego spielen
•
Lego bauen, malen
•
Puzzle bauen, Buch anschauen, Lego
•
Steckperlen spielen, malen, Puzzle
•
malen
•
mit Autos spielen, Kassetten hören, Bobycar fahren
•
Angeln, Lego bauen
•
beim Basteln mit Schere und Uhu
•
schneiden, malen
•
malen, Brettspiele, Puzzle bauen, basteln
•
malen, Brettspiele, Puzzle bauen, basteln
•
malen, Bücher anschauen, Teile zusammenstecken, Puzzle zusammenbauen
•
beim Schneiden
•
Puzzle bauen
•
Fernsehen, spielen, Rad fahren
95
•
Lego spielen
•
Wenn er etwas zusammenbauen kann: Lego, Bausteine, Puzzle; Auto spielen; Wenn
er bei verschiedenen Arbeiten mithelfen darf. Z.B.: Schrank zusammenbauen
•
Basteln, Malen
•
Rollenspiele, basteln, malen
•
Memory
•
Puzzle, Playmobil, zerlegen
•
Playmobil, Somos
•
Computer. Lego, Puzzle
•
Buch anschauen, Puzzle bauen
•
spielen mit Autos oder Werkzeugkasten
•
Puzzle spielen, malen, zeichnen
•
spielen mit Autos
•
spielen mit Puppen
•
Puzzle bauen, Rollenspiele
•
zeichnen, malen
•
malen
•
In der Puppenküche spielen, Puzzle bauen, fernsehen
•
malen, Spielzeugautos, Buch zusammen lesen
•
Malen, basteln, Wimmel-Bücher
•
Puzzle bauen, spielen, malen, basteln
•
Puzzle, Rollenspiele
•
Puzzle bauen, Puppen spielen
•
malen, lesen, Kartenspiele
•
Gesellschaftsspiele: kleiner König räumt auf, Lotti Karotti, Lego-Fahrzeuge oder
Lego-Eigenkreationen bauen, mit Legosteinen in der Sandkiste bauen
•
Puzzle, Auto spielen, Zug, Ball
•
Computer spielen, puzzle bauen
•
Puzzle bauen, Bücher anschauen bzw. beim Vorlesen
•
malen, buch anschauen, vorlesen
•
Bügelperlen, Puzzle bauen
•
Lerncomputer für Kinder, Taschenrechner
•
basteln, schneiden, kleben; Geschichten vorlesen, Rollenspiel
•
malen, zeichnen, Rollenspiel, Lego bauen, nach eigenen Ideen
•
Rad fahren, Zeichentrickfilme anschauen, zeichnen
•
malen, basteln, backen
•
malen, bauen, musizieren
96
•
malen, Puzzlespiel
•
Lego bauen, basteln
•
Puzzle bauen, Lego spielen, Uno spielen
•
malen, basteln, fischen, Rad fahren
•
malen
•
im Garten spielen oder Karten spielen
•
Lego spielen
•
Puzzle bauen, basteln, Hörspiel, Duplo, zeichnen
•
mit Puzzle und Pferden
•
Lego bauen, Playmobil spielen
•
Lego, Bügelperlen, handwerkliche Tätigkeiten, selbständiges Basteln aus Papier
•
malen, Perlen fädeln
•
Puzzle. Lego
•
Bei Aufgaben, die sie sich selbst stellt (Basteln, Handarbeiten, schreiben; bei
spannenden Angeboten
•
buch vorlesen, zuhören, basteln, spielen
•
Lego bauen
•
Lego bauen, Buch anschauen, mit Fahrzeugen spielen, klettern, Rad fahren, Schi
fahren, Gartenarbeit
•
Mithilfe beim kochen, beim spielen fehlt die Ausdauer großteils noch
•
Puzzle, Lego; Geschichten vorlesen, Kinderspiele
•
Puzzle, Lego, basteln
•
Kappla-Steine, Traktor bzw. Bauernhofspiel
•
Bügelperlen stecken, etwas schneiden (fürs Essen), ein Buch vorlesen
•
malen, basteln, Bilderbücher ansehen
•
LÜK, mit Lego od. Playmobil, selbst etwas ausprobieren und gestalten
•
Beim Spielen, vorlesen
•
Buch anschauen, Puzzle bauen, kochen
•
Beim Kleiderkaste und Schmuck, zeichnen
•
Puzzle bauen, zeichnen & basteln
•
beim Kochen, Bücher ansehen, malen
•
Bügelperlen stecken, Papier schneiden und kleben
•
Malen, Bügelperlenbilder machen
•
malen, zeichnen, basteln & schneiden; zuhören (Geschichten vorlesen); Bauen
(Duplo, Lego); mit Fahrzeugen
•
Ketten fädeln, malen, vorlesen
•
alles was mit Holz und Schrauben zu tun hat
•
Lego bauen, mit Autos spielen
97
•
Autos, Gartenarbeit, Kochen
•
Duplo, Vorlesen, Bücher anschauen, Basteln, Lego
•
Auto spielen, Dinosaurier spielen, Buch vorlesen
•
Duplo spielen, Puppen spielen, Puzzle bauen, malen
•
anmalen, Bügelperlen, Perlen fädeln, Lego bauen
•
Puzzle bauen, zeichnen, bauen mit Legosteinen
•
Bücher lesen, malen, kochen, backen, Experimente,…
•
lesen, Duplo spielen
•
beim gemeinsamen Lesen oder auch beim Bilder anschauen, beim Radio hören
(Märchen & Geschichten), beim Zeichnen
•
Gesellschaftsspiele, Puzzle bauen
•
zeichnen, lesen/ vorgelesen bekommen, Buchstaben üben, malen, singen und
musizieren
•
Bücher lesen / vorgelesen bekommen, Legoturm bauen
•
malen, spielen
•
mit Autos, Zug und Büchern spielen
•
Lego Bausteine, Bücher ansehen, entdecken im Garten -sammeln von Blättern und
Steinen, Zerlegen und zusammensetzen von Playmobil
•
malen, basteln
•
Kassetten hören, Playmobil + Lego +Bausteine, basteln, malen, fernsehen,
Rollenspiele
•
malen, Puzzle bauen, Plastilin spielen
•
malen, Duplo spielen, Puppen spielen, verkleiden
•
Perlen fädeln, malen, Mandalas, Puzzle bauen
•
Puzzle bauen, basteln
•
malen, basteln, Musik hören, Spiel mit Tieren
•
zeichnen, basteln
•
malen, basteln, Duplo
•
Puzzle bauen, Spiele spielen
•
Punkte verbinden, mit Bausteinen bauen
•
Lego, basteln
•
malen, zeichnen
•
zeichnen, Buch ansehen, Spiele
•
malen, basteln
•
Bücher zum Lesen
•
malen, schreiben
•
Lego bauen, Plastilin spielen, malen, Sand spielen, Dreirad fahren
•
malen, Lego bauen, basteln, Puzzle bauen
98
•
malen, basteln, Puzzle bauen
•
Buch vorlesen, CD hören, Gemeinschaftsspiele, Puzzle bauen, zeichnen, LogikSpiele, Mama/Papa/Opa helfen
•
Lego, Baustelle, Holz basteln
•
basteln, malen, Puzzle bauen, Spiele spielen
•
zeichnen, malen, basteln, Geschichten vorlesen (zuhören), Rollenspiele
•
Puzzle bauen ,Lego spielen
•
Fährt mit seinem Spielzeugauto minutenlang im Kreis
•
zeichnen, malen
•
Puzzle bauen, Rollenspiele, Brettspiele, Memory, Hörspiele
•
Figuren aufstellen -->Rollenspiele mit den Figuren, Teig oder Knete formen, Wasser
planschen (von einem Behälter in den anderen,…)
•
zeichnen, malen
•
malen, Rollenspiele
•
basteln, malen, Hörspiel horchen
•
Buch lesen
•
malen , Lego bauen
•
malen, basteln, Musik hören, Tiere beobachten, Spiele
•
beim Malen u. Zeichnen, basteln
•
basteln, experimentieren, zeichnen, Arbeitsblätter usw.
•
malen
•
Lego, zeichnen
•
etwas zusammen bauen, Holzspiele, Lego
•
malen
•
Karten spielen, Puzzle bauen, Memory
•
basteln
•
technisch, basteln, malen
•
Lego bauen (Lego Technik, Lego Crator, Lego City), Puzzle bauen, rechnen
•
malen, Karten spielen
•
Freies Spiel mit Figuren, Lego, Fahrzeuge
•
malen, basteln, Puzzle bauen, Lego
•
malen, Puppen spielen, Puzzle bauen
•
malen, basteln mit Holz
•
Puzzle, PC-Spiele, Gemeinschaftsspiel
•
vorlesen, Bücher
•
malen, basteln, Plastilin, Lego
•
basteln, malen, Puppen spielen
99
•
Gartenarbeit, basteln
•
malen, basteln, Technisch mit seinem Vater arbeiten
•
malen, zeichnen
•
Puzzle spielen
•
malen, Ketten fädeln, basteln
•
Spiele spielen, Lego bauen, malen
•
Puzzle bauen, Lego bauen, Bücher anschauen
•
Geschichten vorlesen, Karten spielen, Matador bauen
•
Uno, Memory
•
Bauen
•
Puzzle bauen, Memory & malen
•
Beim Karten spielen
•
zeichnen, malen
•
Lego spielen, Puzzle spielen, Auto spielen
•
basteln, Rätsel lösen - z.B.: Fehlersuche, bauen mit Legosteinen
•
schreiben, basteln, malen
•
Puzzle bauen, buch lesen
•
konstruieren (Lego)
•
basteln, ausmalen, Puzzle, Computerlehrspiele
•
spielen mit Playmobil Bauernhof
•
spielen mit Bausteinen, mit Knete, mit Spielzeugautos
•
Bücher vorlesen, eigene Experimente machen
•
Puzzle bauen, Bücher anschauen und lesen, singen
•
Puzzle bauen, Lego Duplo
•
Lego bauen, Buch lesen oder anschauen
•
, malen, Wimmel-Bilderbücher anschauen, Kekse backen
•
Spiele, Sport
•
Bauecke, Duplo, im Gartenarbeiten, spielen
•
Bügelperlenbilder
•
malen, Puzzle bauen
•
Bauen von Autos etc mit Lego oder andern Bausteinen, Bücher vorlesen
•
"Somos", Lego-Flugzeuge bauen, Magnete
•
Tiere füttern
•
Spiele bei Tisch, basteln
•
Lego bauen
•
Im Freien-->Beim Bauen von "Fallen", Burgen; Beim Spielen mit Autos & Ritter; Beim
Puzzle spielen, lesen bzw. Buch anschauen
100
•
basteln, Puppenspiel, Didaktische Spiele, Bilderbücher,…
•
Bausteine, Rollenspiel (Hund -Katze)
•
Playmobil, Bücher, basteln
•
Puzzle bauen, Lego, zeichnen, Bücher betrachten
•
Puzzle & Lego bauen, spielen mit Fahrzeugen
•
beim Malen
•
malen, zeichnen, Playmobil spielen
•
spielen mit Autos, Flugzeugen, Bauspiel
•
Bücher vorlesen, manche Spiele
•
singen, Bücher, Lego bauen,…
•
Lego-Bausteine, Spielzeugauto fahren
Eltern: Fragebogen
Zu welchem Thema hat Ihr Kind zurzeit besonders viele Fragen? Können Sie eine
der Fragen als Beispiel aufschreiben?
•
Hat alles verstanden und ist sehr begeistert.
•
Wetter, Woher kommt der Regen?
•
Wie kommen die Lebensmittel ins Geschäft? Was ist das für ein Verkehrsschild? Was
ist das für eine Blume?
•
Warum können Schnecken so langsam kriechen?
•
Tod: Warum, Wieso...; Baby im Bauch; Geld - Sparen, Schule, Arbeiten, uvm.
•
Powerranger
•
Fragt allgemein sehr viel
•
Die Frage "Warum" ist das so? (Kochen, Reparaturen bei Maschinen)
•
Was sind das für Buchstaben?
•
Hauptsächlich über Tiere (Katze und Hund)
•
Mein Kind stellt zu allem Fragen: Woher kommt dies, oder warum und wieso
•
Wie heißt dieser Ort, Stadt, Bahnhof, Straße?
•
Tod: Mama, ist die Uroma alt? Wann ist sie tot? Was machen die Menschen in den
Gräbern?
•
bei Filmen (warum hat er das gemacht, wieso ist das passiert)
•
Zu allen möglichen Themen, fragt ständig
•
Fragen zu Fahrzeugen, welche das genau sind?
•
Alles was mit Tieren zu tun hat
•
Warum kann das Licht mehrere Farben haben?
•
Zu Gefühlen anderer Menschen
•
Wenn er im Fernsehen etwas sieht, fragt er immer nach.
101
•
Buchstaben und Zahlen lesen, erkennen, schreiben
•
Wo kommen die Tiere her?
•
Ist das Gras eine Blume? Oder wird das Gras ein Salat?
•
Wann schlüpfen die Küken aus den Eiern?; alles über Dinosaurier
•
Jahreszeiten
•
Wie kommt der Osterhase durch die verschlossene Tür?
•
Geburt und Tod
•
Zu Tieren
•
Natur: z.B. Warum wird der Baum abgeschnitten? Sind im Wasser Haie?
•
Andere Kinder treffen, mit ihnen spielen
•
Wie entsteht der Regen, Orkan...
•
zu allem
•
Was ist der Magnet?
•
Warum bei uns zuhause Kriegsspielzeug verboten ist
•
Über Zähne, wenn die ersten Zähne herausfallen
•
Thema: Baby
•
Warum muss ich früher ins Bett als Mama und Papa? Warum soll ich das tun was du
sagst? Fragen zum Körper
•
Ist allgemein sehr neugierig
•
Fahrzeuge, Baufahrzeuge, landwirtschaftliche Geräte
•
Was und wie man das kocht
•
Schule: Kommen meine Freunde vom Kindergarten in die gleiche Schule wie ich?
•
Warum sind Wolken am Himmel? Natur, Tiere; Ist Autofahren schwer?
•
Leben die Dinosaurier noch?
•
Hell/dunkel – Licht-Erscheinungen während des Tages (dunkle Wolken - Regen Hagel - Schnee - Sonnenschein), die Farben des Regenbogens
•
bei Filmen (warum hat er das gemacht, wieso ist das passiert)
•
Über Zahlen: Wieviel ist/Was ist z.B. 13, 14,... Sie hat Luftblasen in stehendem
Wasser bemerkt und hat gesagt: Schau Mama, im Wasser sind die "Punkte" zu
sehen. Wie kommen die Punkte in das Wasser?
•
Tiere und Natur, Materialien: Woraus besteht Holz, Plastik,...?
•
Thema Zahlen
•
Momentan fragt er viel über Bäume, was man alles daraus machen kann.
•
Wo kommen die Babys her?
•
unsere Erde, unser Sonnensystem
•
Fragen zu Superlativen: Was ist am höchsten, größten, stärksten...; vergleichende
Fragen: Was ist stärker, höher,... als...
•
Zu allem was um ihn herum geschieht. Zur Zeit fragt er einem Löcher in den Bauch
102
•
Geburtstag; Zählen von Zahlen
•
Wo kommen die Wolken her?
•
Warum wohnt Papa nicht mehr bei uns? Hast du mich immer lieb? ...auch wenn du
gestorben ist?
•
Welche Fische gibt es im Meer? Alles über Ritter
•
Zu Alltagsdingen, die gerade stattfinden, z.B. beim Kuchen backen: Wieso geht der
Teig auf?
•
Mama, wie heißt ... auf Englisch? Mama, hast du auch eine Mama? Welcher
Wochentag ist heute?
•
Tod - Himmel: Kommt die Blume in den "Blumenhimmel"?
•
über das Sterben
•
verschiedene Fragen zu Magnetismus, z.B. Warum werden die Späne angezogen?
•
Über wie Welt: Wo leben welche Menschen und Tiere?
•
verschiedene Fragen zu Magnetismus
•
Medizin (weil Schwester krank war): Was passiert mit dem Blut bei der Blutabnahme,
nach dem Labor?
•
Fragen rund um den Alltag, Tagesablauf, keine "Fachfragen"
•
Sport: Fußball
•
Baby, Tod, Natur, Tiere
•
Buchstaben schreiben; Was heißt das? Welcher Buchstabe ist das? Sprache wird
erforscht; Spiel mit der Sprache; z.B. Reime erfinden
•
Natur
•
Kann ich dir helfen?
•
Allgemeine Dinge des Alltags od. Erlebnisse
•
Sonne, Mond, Himmelsgestirne, (Flugzeug), Sterne
•
sehr vielschichtig und unterschiedlich
•
Eisenbahn: Wie schnell ist welche Lokomotive?
•
Gewicht, Größe
•
Schule - schreiben, rechnen
•
Fragen, auf die es kaum eine (keine) Antwort gibt: Warum ist der Himmel blau?
Warum steht es Kalb nach der Geburt und ein Baby nicht?
•
Über Menschen: warum die Haarfarbe, Augenfarbe, groß/klein, dick,...
•
zu allem
•
Natur: Warum wird aus der Raupe ein Schmetterling?
•
über die Schule und Schulanfänger
•
Er fragt ohnehin sehr viel. Besonders viel über Autos und Tiere
•
kein bestimmtes Thema; Fragen über alles Mögliche
•
zur Natur: Wie kommt es zu einem Gewitter; zum Körper
•
Allgemein viele Fragen: Was ist ein Begräbnis? Was ist ein Vulkan?
103
•
z.B. Gewitter: Warum blitzt es? Was ist der Donner?
•
Wasser, Holz
•
Mama, magst du mit mir spielen? Mama, zähle wie oft ich "Springschnurhüpfen"
kann.
•
Wenn kein Licht brennt, darf ich nicht hinein?!
•
Über das Eier ausbrüten im Kindergarten: Wie kommen die Küken in die Eier?
•
Wieso es keine Dinosaurier mehr gibt.
•
Warum gibt es Tunnel? Wie funktioniert Elektrizität?
•
Wenn Papa wegfährt: Warum?
•
Dinosaurier, Haie, Wale, Delphine; Welches ist der gefährlichste Hai?
•
Fragen zu Insekten: Was ist das? Was kann das?
•
Was kann alles aus Milch gemacht werden? Wie heißen die verschiedensten
Blumen?
•
kein bestimmtes
•
Wann er wieder raus kann
•
über die Geburt; Wie kommt das Baby in den Bauch?
•
Schwäne
•
Farben und Lichter
•
Wie wird es in der Schule?
•
Technik interessiert ihn schon immer
•
über die Arbeit, die gerade gemacht wird + über die Werkzeuge, die dazu verwendet
werden; z.B. Wozu braucht man diesen Schraubenschlüssel?
•
Wetter: Warum blitzt es? Kann man Wolken anfassen? Warum hat Papa
"Sonnenbrand"?
•
Wie und woher kommen die Babys? Was machen Opa und Onkel im Himmel?
•
Gibt es Dinosaurier noch?
•
Viele Fragen von der Tierwelt: Pferde, Dinosaurier
•
Energie: Wieso leuchtet das Licht?
•
Wie wird man ein Junge oder ein Mädchen?
•
Tiere: was sie machen, was sie essen, wo sie leben
•
Ernährung: Ist da etwas Gesundes drin und wenn ja, was und wie hilft es meinem
Körper?
•
Natur: Wann blüht diese Pflanze/Baum? Wann kann ich einen Samen davon
einsetzen?
•
Zahlen und Buchstaben: Wie schreibt man...?
•
Schule
•
Wie, was lernt man in der Schule?
•
Ritterzeit: Was haben die Ritter gegessen?
104
•
Warum die Erde rund ist? Warum jetzt die Tage wieder länger sind? Wo leben die
verschiedenen Tiere?
•
Warum kommt der Maulwurf durch den Erdhügel?
•
Natur: spezielle Fragen von Tieren
•
Natur, Umwelt; Wann beginnt der Frühling (der Sommer usw.)?
•
Fragen über den Körper (z.B. Zähne)
•
zu allem Möglichen
•
Wie kommt ein Baby zur Welt? (Technische Fragen fallen mir keine ein)
•
Warum Zähne bei Erwachsenen nicht nachwachsen; Weltraum, über die Erde: ist die
Erde immer blau?, über den Mond: wo ist er am Tag?
•
Was ist das für ein Buchstabe?
•
Ritter, Autos
•
Tiere
•
Tiere & Natur; Warum gehen die Wolken hinter den Berg & der Mond auch?
•
Warum ist die ungekochte Nudel weiß, wenn man daran kratzt? Übers Kinderkriegen
•
Tiere, Schule
•
Über die Schule; Zahlen & Buchstaben
•
Fragen zu normalen Alltagsabläufen
•
Geld; Was kostet wieviel
•
Welcher Tiere aus Eiern schlüpfen und welche nicht
•
Flugzeug, landwirtschaftliche Maschinen, Baustelle
•
Weltraum; was sind schwarze Löcher?; Was können die alles verschlucken? Was
passiert wenn ein Komet einschlägt?
•
Geschichte , Tierwelt
•
Papa was machst du jetzt? Papa tun wir heute arbeiten?; Mama ich helfe dir, oder?
Opa, kannst du mir helfen, was brauchen wir da jetzt? Beim Opa in der Bienenhütte:
Opa, warum müssen wir da Rauch machen?
•
Alles rund ums Auto
•
Über das Thema Rad; Warum Luft im Reifern ist & wieso man ohne Luft nicht fahren
darf
•
Tiere
•
Welche Farbe haben Sonne, Mond & Sterne; Kann ein Flugzeug auch fahren?;
Woher kommt das Wasser zum duschen?
•
Wie schaut ein Radio/Fernseher von innen aus und funktioniert er?
•
Nachfragen was bestimmte Wörter bedeuten
•
Generell: Himmelsrichtungen, Länder
•
warum sie ihren Eltern "folgen" (gehorchen) muss und Tiere
•
Natur; Warum leuchten Glühwürmchen nicht das ganze Jahr?
•
Landwirtschaft, Wie funktioniert die "Ballenpresse?"
105
•
Ist der Opa der Papa vom Papa?
•
Tiere: Was fressen sie wo leben sie?
•
Universum, weihnachten; Was ist das Universum?, Wie lebten die Saurier & wie
sahen die aus?
•
Schule
•
Feuerwehr
•
Weihnachten
•
z.B.: Was tust du mit dem Traktor?
•
über Maschinen aus der Landwirtschaft
•
Warum ist das Wasser so durchsichtig?
•
Tiere
•
Wie funktioniert der Körper?
•
Wie funktionieren Bagger und Lastwagen?
•
allgemein; was ist das? Oder was machst du da?
•
Wetter -->Woher kommt das Wetter
•
fragt viel, aber zu keinem konkreten Thema - je nach Situation
•
zum Thema Weihnachten, ansonst alltägliche Situationen
•
kein spezielles Thema
•
Ist ein Stier gefährlich? Was kann ein Fuchs? Weil Oma gestorben ist, sterbe ich, du,
Papa, David auch mal?
•
Übers Christkind und über den Nikolaus
•
Zahlen, Rechnen, Weltraum
•
kochen
•
Weihnachten
•
Will alles genau wissen
•
zu allem
•
Zahlen Zeit, "Wie viele Stunden haben 1,2,3….Tage?"; "Wie lange dauert es noch bis
Weihnachten?"
•
Wo wohnt das Christkind?; Wie sieht das Christkind aus?
•
Rechnen; Wie viel ist 3+3?,…
•
Thema Weltall und Urzeit (Dinosaurier); Wieso ist die Erde rund?, Wieso sehe ich das
nicht?, Wieso wird es in Amerika jetzt finster?
•
Sie hinterfragt alles!! Am liebsten würde sie zu jedem Satz ein „warum“ stellen!!
•
Arme Kinder aus der ganzen Welt, Einbrecher
•
Tier, insbesondere Dinosaurier, welche Arten…
•
Was war früher? z.B.: Wie habt ihr früher Weihnachten gefeiert?
•
zu allem
•
zum Leben von verschiedenen Tieren im Wasser
106
•
Schule--> waren Schuleinschreiben. "wie lernt man da?"
•
Müssen Frauen Kinder bekommen und warum?
•
Wie entsteht ein Gewitter?
•
derzeit. Thema Körperfunktionen besonders häufig: warum & wie können wir hören?;
warum & wie können wir sehen?; Wie & warum kann ich meine Finger bewegen?
•
Ritterzeit, Wikinger, Römer
•
Schule; OB man in der Schule die ganze Zeit ruhig sitzen muss und wieviel
Hausaufgaben es gibt
•
Babys
•
zu Insekten und Tieren, zum Sterben und tot sein
•
Funktion aller Art von Fahrzeugen; Speziell Bagger, Kran, Traktor, Mähdrescher
•
Gibt kein bestimmtes Thema; fragt nach was sie gerade sieht, hört (Wie funktioniert
das?, Warum ist das so?)
•
Zur Natur; Wie entstehen Wolken?, Woher kommt der Regenbogen? Wie schwer ist
ein Zimmer?
•
Pferde, Schule; Warum gibt man Pferde auf eine Koppel?
•
Viele, viele Fragen!!! Z.B.: "Wie bekommt man Ohrringe?"
•
Weltall (Sterne, Himmel,…), Technik im Haushalt
•
zu den Jahreszeiten, Herbst und Winter aktuell: allgemeine Zeitfragen: " Wann ist das
& das…?", "Wie lange muss ich noch warten bis…?"
•
alles was mit der Landwirtschaft zu tun hat
•
Unser Kind will immer schon "alles" wissen!
•
Fragen übern Alltag und das Leben! Was wieviel kostet? Ob das teuer ist?
•
Wann kommt das Christkind?
•
Alltagsfragen
•
Technik, Magnete; "Warum ist die Haarspange magnetisch?"
•
KET-Theaterstück! Fang die Kuh!
•
Wann kommt das Christkind?
•
Warum bestimmte Dinge gewisse Farben haben oder hat bzw. weich sind?
•
Wie groß und stark die verschiedenen Traktoren sind; Warum kommt der Schnee
bzw. wie entsteht der Schnee
•
Tiere, Fahrzeuge
•
Fragt alles zu jedem Thema, besonders Strom u. Wasserleitungen
•
Thema: Tiere, Pferde
•
er hat gerade die "Warum?"-Phase, er hinterfragt gerade alles
•
Mehr interessiert an Tieren; "Wieso kann der Delfin nicht im Bach schwimmen?"
•
Eigentlich zu allem
•
Eigentlich zu allem
•
warum etwas nicht funktioniert, wie manche Dinge repariert werden
107
•
Welche Lebensmittel sind gesund? Welche haben viele Vitamine?
•
Mensch, Baby, Gott, Kirche
•
wie war alles früher? z.B.: in der Steinzeit?
•
generell: warum-weshalb-wieso
•
Leben,…
•
nichts bestimmtes
•
zu allem
•
Automarken lernen, Wochentage lernen, Fragen über Weihnachten und andere
Bräuche,…
•
Wochentage lernen, Jahreszeiten, über Weihnachten, Pflanzen lernen
•
Autos
•
Puppen
•
Was kann ich später weiter (schulisch) machen?
•
zum Rechnen (was ist 3+2?), zum Bastelen & Handarbeiten
•
Warum sind die Blätter im Herbst rot, gelb,…?; Was ist wenn wir tot sind?; War ich in
deinem Bauch?
•
Buchstaben, Allgemeinwissen; Wie spricht man das?
•
Natur
•
viele Fragen, kein konkretes Thema
•
Wie funktioniert das Flugzeug?
•
Warum regnet es?; Warum gibt es den Mond?
•
Buchstaben Uhrzeit
•
warum, wieso
•
Alltagssituationen
•
Dinosaurier, Ritter
•
Über Frauen-Männer Beziehungen, ob sie sich küssen
•
über Menschen, Universum, Mond, das sie einmal auf den Mond will
•
Weihnachten; Hilft der Weihnachtsmann dem Christkind tragen, weil es noch klein
ist?
•
beim Kochen, zur Zeit (Uhr, Kalender)
•
Natur-->Jahreszeiten, Dinosaurier
•
Geld (Kann ich dieses oder jenes verkaufen? Wie kommt das Geld in den Bankomat,
etc.?)
•
Sonne, Mond, Sterne
•
Thema: Sprache, lesen & schreiben; "Mama, wie schreibt man,…?
•
Wertigkeit von Geld
•
Vulkane, Wasser-Eis, Wasser mischen, Schiffe
•
zu Dinos
108
•
Hausbau, da ein Nachbar gerade ein Haus baut
•
malen
•
Natur, Tiere
•
Sie interessiert sich für alles. "Wann und wieso ist die Oma gestorben?"
•
Baustelle, kochen
•
Jahreszeiten abhängig, z.B.: "Mama wann kommt der Schnee? Wann kommt das
Christkind?, Wie kann das Christkind all die Geschenke bezahlen? Wo arbeitet das
Christkind im Sommer?"
•
Möchte eigentlich alles wissen, fragt immer gleich nach, interessiert sich für alles
•
alltägliche Dinge
•
"Wie fliegt ein Flugzeug? Wie gibt`s das, dass ein Flugzeug fliegen kann, obwohls so
schwer ist?"; Wie funktioniert ein Hubschrauber?"
•
Babys
•
zu Familienthemen: "Was macht mein Bruder dort?" od. "Wann kommst du wieder?"
•
Gibt es im Himmel auch ein Spielzeug?
•
Warum färben sich die Blätter?/Natur; Wie schreibt man das?/Schrift; Warum kann
das meine klein Schwester noch nicht? / vom Wachsen
•
Wie war’s früher (Kindheit der Eltern)?; Wie war’s in der Steinzeit?
•
Hl. Nikolaus, Krampus, Christkind; Wieso schaut der Krampus so böse aus?
•
Werkzeuge: Was ist das?; Wofür braucht man das?
•
Körper, Zahlen & Buchstaben
•
Wie baut man eine Rakete? Wie fliegt ein Flugzeug? Warum...? Weshalb…?
•
Nasa, Weltall, Astronauten, Feuerwehr
•
wie etwas funktioniert
•
alle mögliche Themen; Warum regnet es?, Wie funktioniert ein Auto? Warum braucht
man Verkehrszeichen?
•
Fragen zum Thema Familie, z.B.: Was habe ich gemacht als ich ein baby war? Was
machst du in der Arbeit?
•
Unser Sohn stellt zu sehr vielen Themen Fragen - uns fällt kein Thema ein, welches
besonders herausstechen würde
•
Welcher Mensch stirbt zuletzt auf der Erde?
•
Wie groß ist das Weltall?
•
Zum Weltall; Was sind Sterne, kann man zu den Sternen fliegen?
•
Wer war der erste Mensch und wer war seine Mama; Straßenverkehr bzw.
Verkehrszeichen
•
englische Wörter, Buchstaben, Tiere, Was heißt gelb auf Englisch?
•
wie man Dinge, Gegenstände, Stoffe usw. herstellt
•
Bei Tieren
•
Freundschaft, Aufräumen
109
•
Wie funktioniert der Bagger?, wie funktioniert das Flugzeug / der Flughafen?; welche
Blätter haben wir gesammelt?
•
gibt kein bestimmtes Thema; mein Kind hat schon immer viele Frage gestellt
•
"Was kann ich jetzt tun, spielen,…"
•
Was bedeutet das gelbe Schild auf dem Lkw?, Verkehrstafeln
•
Zur Schule, schreiben; wie schreibt man z.B.: Start usw.
•
Wie baut man ein Haus?, wie wird ein Lastwagen gebaut?
•
"Wo sind meine Farbstifte, Bücher und Heft?"
•
Körper: Bekomme ich weniger
•
über den Kindergarten
•
Warum heißt der Ball Ball?, Warum legen die Hühner Eier? Was war zuerst da, ein
Ei?
•
Technik-Fahrzeuge; Wie schnell fliegt ein Flugzeug? Wie kann ein Paragleiter
fliegen?
•
z.B.: Wie entsteht Nebel?
•
Natur & Tiere, Technik, allgemein sehr viel
•
Fragen zu Verhaltensweisen: warum fährt der so schnell? Warum muss ich etwas
essen?
•
Mathematik
•
Kein bestimmtes Thema, alles wird hinterfragt mit "warum?"
•
Buchstaben; was steht denn da?
•
Auto: Weil wir einen Unfall hatten, fragt er immer nach, wann wieder unser Auto fertig
wird.
•
Naturwissenschaftliche Themen | Evolution | Dinosaurier; z.B.:" Woher wissen
Wissenschaftler, wie ein Dinosaurier aussah?" (Meint aber nicht das Skelett, sondern
die Haut usw.); Computer
•
Zeitangaben, Jahreszeiten
•
kein bes. Thema
•
Babys; Mama, bekommt jeder mal ein Baby?
•
Kochen
•
familiäre Fragen (Krankheit der Großmutter)
•
Tod & Leben, müssen alle Menschen sterben und auch ich?
•
Mama, wie kommen die Babys aus dem Bauch heraus?
•
Winter: Wann kommt er?, wieso kommt er?, Was ist Schnee?
•
wie die Erwachsenen ein richtig schönes Haus malen oder wie man ein Boot mit
Batterie bastelt
•
Tierwelt (Dinosaurier,…)
•
Autos; Welche Autos sind besonders schnell
•
Tiere, Natur, Kristalle
110
•
Er ist zur Zeit generell sehr wissbegierig, auf fast jeden Satz folgt die Fr4gae"Warum
ist das so?"
•
Warum Leute alt werden
•
Für alles, besonders für Werkzeuge
•
Was passiert Weihnachten?, Schnee
•
Jahreszeiten; warum ist es im Winter früher dunkel?, Warum fällt Schnee?
•
Wie alt er ist, wie man das Alter schreibt, wie man gewisse Namen schreibt, die ihm
einfallen od. Wörter; Wie er/warum er zur Schule geht? Wie er mit dem Bus zur
Schule fährt?
•
Übers Christkind und über den Nikolaus
•
Naturwissenschaftliche Fragen; (Warum ist es im Winter kalt und früher Dunkel?)
•
Weihnachten (Adventkalender), Mittagsschlaf-Muss ich heute wieder schlafen?
•
momentan das Christkind
•
Menschlicher Körper, Technik
•
Über den Krampus macht sie sich viele "Sorgen" - ob er auch nicht herein kommt und
sie auch ja keinen sehen muss
•
Was ist nach dem Tod?; Engerl ja/nein?; Wie ist die Welt entstanden?
•
Rechnen (möchte gerne rechnen lernen--> 2 ältere Geschwister in der Schule); Stellt
viele Fragen hinsichtlich Reiter und Pferden
•
Warum geht man eigentlich in die Schule?
•
Fragen rund um den Bauerhof, spezielle Fahrzeuge
•
Was ist eine Allergie?
•
Züge, Raumfahrt, Auto, Schiffe; wie funktioniert z.B.: ein Motor, Zug,…
•
nichts bestimmtes
•
Stellt viele Fragen (Darf ich…? Können wir etwas spielen?,….) keine im Bezug auf
KET
•
Warum braucht der Traktor vorne ein Gewicht? Warum kann das Auto nicht im Feld
fahren?
•
Es werden ständig Fragen gestellt, bzw. alles in Frage gestellt. Z.B.: Warum heißt die
Gabel Gabel? Warum ist das so…? Warum hat es früher Ritter, Piraten,… gegeben?;
Warum leuchten die Sterne?
•
Wie man Feuer macht; in welche Richtung sich die Erde dreht.
•
Babys: "War ich vor deiner Geburt auch in deinem Bauch?"
•
Wo wohnen Jesus und der liebe Gott?
•
Wetter
•
Tiere, Technik
111
Eltern-Fragebogen
(Haben Sie bei ihrem Kind eine stärkere Neugierde im Alltag bemerkt? z.B. beim
gemeinsamen Kochen, bei Spaziergängen etc.)
Wenn ja, wie äußert sich die Neugierde?
•
Gemeinsam den Tisch decken beim Frühstück und Abendessen
•
War immer schon sehr ehrgeizig
•
Ist so und so neugierig
•
Immer erklären, warum man was macht. z.B. beim Autofahren: Warum bremst du
jetzt?; Beim Rasenmähen: Warum färbt das Gras die Hand grün?
•
Wollte mir nur alles im Kindergarten zeigen
•
Kochen Radfahren
•
Ist immer neugierig
•
Will mir mehr helfen - vor allem beim Kochen
•
Hat sowieso eine starke Neugierde
•
Kochen, Wäsche aufhängen
•
Kind ist eh immer neugierig
•
Mein Kind erfindet derzeit ohne Ende was das Leben leichter macht – meins, seins,
das der Geschwister, Großeltern. Baut Werkzeuge selbst.
•
Meine Töchter experimentieren schon länger gerne.
•
War zuvor schon vorhanden
•
Ist immer neugierig
•
Im Sandkasten einen Vulkan gebaut und hat gefragt, wie man einen Vulkanausbruch
machen kann.
•
Spielt mehr mit Wasser. Zufall?
•
Beim gemeinsamen Kochen
•
Zuhause wurde wieder ein Magnetspiel hergeräumt
•
Beim Kochen mitgeholfen und gefragt warum es so gemacht wird.
•
Sie fragt immer sehr viel!
•
Will beim Kochen mithelfen
•
schon immer
•
Neugierde schon immer vorhanden
•
Grundsätzlich neugierig. z.B.: Was steht in der Zeitung. Wie werden verschiedene
Dinge hergestellt; nicht speziell aufgrund der Projektwoche
•
sowieso sehr neugierig
•
die Neugierde war schon vor den Experimenten da
•
Backen, im Wald, mit Tieren
•
Sie ist immer schon neugierig gewesen, sie will alles wissen und fragt immer "warum"
•
wollte unseren (funktionsfähigen) Laptop zerlegen
112
•
will alles noch genauer wissen und alles wird 3x hinterfragt
•
im Altstoffsammelzentrum wurde eine alte Tastatur mit nach Hause genommen und
zerlegt
•
will sehr gerne beim Kochen helfen
•
Wir waren beim Zauberer und mein Kind hat sofort gewusst, dass er mit Magneten
die Tricks durchführt
•
ja, weil er große Freude daran hat alte Elektrogeräte alleine zu zerlegen; nein, weiler
schon vorher recht interessiert war
•
mein Kind ist immer neugierig
•
Sie hat plötzlich ihre Magnete auf der Tafel entdeckt und in der Wohnung
herumprobiert wo sie halten.
•
unser Sohn ist im Allgemeinen wissensbegieriger geworden, seit dem er den
Kindergarten besucht
•
Kochen
•
Er st sowieso an allem sehr interessiert
•
ist immer schon neugierig gewesen
•
mit Papa mehr arbeiten
•
macht’s immer schon
•
ist sowieso sehr neugierig und interessiert
•
aber schon immer
•
technische Geräte zerlegen
•
will alles genau wissen
•
elektrische Geräte zerlegen
•
Zeit, die Frage zu beantworten zu kurzfristig
•
starkes Interesse fürs kochen
Ki-Pä: Quick-Check
(Können Sie sich an eine Situation in Ihrer Kindheit erinnern, in der sie sich für ein
technisches, physikalisches oder chemisches Phänomen interessiert haben?)
Wenn ja, was war das?
•
Aufzug, Dampflok
•
Steckdose - woher kommt der Strom?
•
beim Kochen - Verbindung Öl und Wasser
•
in der Sandkiste - Sand durch versch. große Trichter laufen lassen
•
Magnete
•
Natur - Winter; Schnee - Eis
•
Wir bauten einen Damm im Bauch, "Kanalsystem" aus Löwenzahn
•
Magnet
113
•
ausprobiert, wie Pflanzen in Verbindung mit Wasser, Sand, Erde... reagieren
•
Physikunterricht: Magnete
•
Färben, Schwerkraft
•
Eis zu Wasser, Salzkristalle entstehen lassen, Licht, Schatten
•
mit Wasser (am Fluss): Wasser aufstauen, Wasserrad betreiben, Matsch und Ton
herstellen, damit formen
•
Mithelfen in der Schlosserwerkstätte meines Vaters - konkret schweißen, abkühlen v.
Eisen, formbar machen d. Kohlenfeuer
•
Zahnradfunktion, Gewichtverlagerung (Schaukel)
•
"Magnetische Steine"
•
Wetter - Hagel, Blitz
•
Wieso schwimmen manche Gegenstände an der Wasseroberfläche, oder gehen
unter? Wie kann bei einem kleinen Experiment in der Schule die Glühbirne leuchten?
•
Kerzenlicht / Luft / Strom
•
ein Stück (1m2) Wiese liegend beobachtet
•
Eierschale in Essig auflösen
•
Fahrrad
•
Erdumdrehung, Erdanziehungskraft
•
Magnet
•
Wie funktioniert das Radio / Fernsehen?
•
Maschinen in der Werkstatt meiner Eltern
•
Stromkreis
•
Magnete / Eisenspäne
•
Physik in der Schule
•
Wie kann man durch das Kabel jemanden hören? (Telefon)
•
Backpulver-Essig Raketen
•
Hauptschulunterricht, ansonsten war es mir nicht so bewusst
•
Magnetismus, bestimmte Situationen dazu fallen mir nicht ein
•
Zusammenmixen von Flüssigkeiten, ins Mikroskop schauen und Beobachtungen
machen,…
Ki-Pä: Quick-Check
Welche Themen interessieren Sie heute?
•
Elektrizität
•
Naturphänomene
•
technisch und physikalisch
•
Strom
•
Magnete
114
•
Magnetismus, Licht, Wasser
•
Experimentieren allgemein
•
Lauft, Wasser, Zeit, Farben-Licht
•
Wasser, Magnetismus
•
durch Zeitmangel - nein
•
Ins Thema schnuppern
•
eher Dinge aus der Biologie
•
nein
•
Licht und Farben
•
Mechanik
•
Chemie
•
Bewegung einer Materie
•
Farbe - Licht - Schatten, Geräusche - Töne, Schall - Wellen
•
Naturwissenschaft
•
Neue Wege der Energiegewinnung
•
chemische Phänomene
•
Bin für alles offen
•
Weiß ich jetzt noch nicht
•
Wasser, experimentieren mit den Elementen
•
Vorgänge in der Natur
•
kein bestimmtes Thema
•
Themen, die für KollegInnen umsetzbar sind
•
Mechanik
•
Elektrizität, Motoren, Strom,…
•
Wasser
•
Naturphänomene
•
alles mit Wasser, Schwimmen,…
•
Strahlung und Gefährdung dadurch für Menschen (Handy, W-Lan,…)
•
Erstaunliches, nicht durchschaubares / nicht sichtbares
•
Magnetismus
•
alltägliche Abläufe, wie kommt Strom in die Geräte? Chemie, verschiedene
Experimente
•
Mechanik
•
Magnete, Wasser
•
Wasser
•
Informationstechnologie
•
Wasser, Luft, Sonne, Weltall
115
•
Naturwissenschaftliche Themen, Biologie
•
Technik auch für Mädchen interessant machen
•
bin musikalisch, geschichtlich, politisch interessiert und habe keine Ambitionen
•
Naturwissenschaft, technische Funktionen (einfache Zusammenhänge)
•
Farben – meiner Erfahrung nach besonders interessant für Kinder. Experimente rund
ums Wetter – Kinder fragen diesbezüglich sehr viel
•
Medien und ihre Funktionen
•
Naturwissenschaften, Naturphänomene wie Klimawandel, Biologie
Ki-Pä: Quick-Check
Was bräuchten Sie Ihrer Meinung nach an Unterstützung, um vermehrt im
Kindergarten zu experimentieren?
•
Was lässt sich gut und einfach und wie durchführen?
•
Anregungen, die wir hoffentlich heute bekommen
•
Experimentieranstöße und wie man es kindlich erklärt
•
Mut dazu
•
Fortbildungen, Ideen, Medien
•
KET
•
Ideen
•
Räumlichkeiten
•
selbst mehr Interesse daran
•
Zeit für die Vorbereitung
•
Bücher, die kindgerecht sind
•
Ich bin mit der aktuellen Unterstützung sehr zufrieden und brauche nur Zeit und
Ruhe, um sie mit den Kindern umzusetzen.
•
Bücher, DVDs, Praxisanregungen
•
ja
•
mehr Angebote von Projekten
•
Seminar, Material - was wir jetzt machen!
•
mehr Information
•
mehr Vorbereitungszeit
•
Mehr Kurse & Weiterbildung
•
Experimentierkiste ist sehr hilfreich
•
Informationen
•
Experimentierkiste ist angekauft
•
Platz, Hintergründe, kindliche Erklärungen
•
Hilfe bei der Planung, Verständnis
•
Experimentierkoffer
116
•
Fortbildung in dieser Hinsicht
•
Bessere Information, weitere Zugänge
•
Mehr Zeit sich dieses Thema zugänglicher zu machen (aber nicht meine Freizeit!)
•
Praxis-Ansätze und entsprechendes Hintergrundwissen für mich, welches ich den
Kindern geben kann
•
Sicherheit bei den Experimenten bzw. genug Fachwissen darüber, um den Kindern
bei ihrem Forschen und Experimentieren zu unterstützen
•
bin mir dem Defizit bewusst und brauche Anregung von außen
•
Mut, Fachwissen, Neugierde
•
Mehr Hintergrundwissen zu diesem Thema
•
Mehr Zeit zum Planen und Vorbereiten
Ki-Pä: Beobachtungsbogen
Was ist Ihnen leicht gefallen?
•
alles
•
so ziemlich alles
•
ja, ich habe aber eine beobachtende Rolle eingenommen!
•
mitspielen, Kinder motivieren
•
Den Kindern die Dinge zu erklären und sie ausprobieren lassen
•
ohne Druck spielerisch, gemeinsam mit den Kindern Erfahrungen sammeln bze sich
mit den Kindern auszutauschen
•
Kinder durch fragen und kleine Hilfestellungen zum Handeln anzuregen
•
Beobachterrolle bzw. Motivator und Moderator (Konfliktsituationen)
•
alles
•
Mich mit den Kindern auf etwas "neues" einzulassen
•
die Kinder frei entscheiden und auswählen zu lassen
•
Beim Entstehen eines hohen Turms zuzuschauen und nur meine Hilfe im Bezug auf
Bereitstellen einer Leiter zu beschränken
•
mitspielen, ausprobieren, beobachten
•
selbst begeistert sein!
•
Selbst begeistert sein von den Stationen
•
Mir ist leicht gefallen, dass ich in die Beobachterrolle geschlüpft bin, denn ich merkte,
dass die Kinder fast keine Hilfe brauchten, da sie so eigenständig experimentierten
•
mich mit den Kindern zu beschäftigen
•
Die Kontaktaufnahme mit den Kindern, Kommunikation
•
Den Kindern Fragen zu beantworten
•
mit den Kindern vertraut zu werden
•
mit den Kindern vertraut werden
117
•
den Kindern Fragen zu beantworten
•
ihnen zu erklären
•
selber begeistert sein von den Stationen und das den Kindern vermitteln
•
mitspielen, selbst begeistert sein
•
mit den Kindern über Experimente zu staunen
•
Die Kinder experimentieren zu lassen
•
Rakete
•
funktionierende Zahnräder, die ineinander greifen
•
Die Zahnräder so montieren, dass sie ineinander greifen
•
Beim Zerlegebereich achten, dass sich niemand verletzt
•
die Stationen zu betreuen
•
selber zu experimentieren und neue Erkenntnisse zu machen
•
das Erklären war für mich nicht schwer
•
die Kinder dabei zu beaufsichtigen und ihre Interessen zu beobachten
•
mich zurück zu nehmen und zu beobachten
•
Magnetismus, ein Thema das bei uns im Haus schon öfter vorkam und die Kinder
kennen es auch von zu Hause
•
die Stationen zu begleiten
•
Ihnen beim tun zuzusehen
•
in die Helferrolle zu schlüpfen
•
selbst "Kind" zu sein und zu experimentieren
•
Betreuen beim Kerzen drechseln und Schall~Wellen~Wasser
•
Kinder Zeit & Ruhe zum experimentieren zu geben
Kindergarten-PädagogInnen: Beobachtungsbögen
Was war eine Herausforderung?
•
für mich persönlich war es wichtig, dass sie ineinander greifen und ein gut
funktionierender Kreislauf entsteht. Was gar nicht so einfach war
•
Mechanik
•
Mir ist das "Raushalten" schwer gefallen
•
Reaktionen / Fragen der Kinder, Organisation des Ablaufes
•
Für mich war es schwierig nicht sofort einzugreifen oder Tipps an die Gruppe zu
geben.
•
Die jüngeren Kinder dazu zu bewegen, bei der Energiestation zu kooperieren
•
Den Kindern die technischen "Hintergründe" / Erklärungen zu liefern, war eine
Herausforderung
•
sich zurückzuhalten
118
•
Störung durch andere Personen, weil im Gangbereich zu viele Schulklassen sind / an
einem Tag zu viel Bewegung
•
Sich zurückzunehmen! Enormer Krafteinsatz mancher Kinder führte zu gefährlichen
Situationen
•
Fax wegen fehlender Beschreibung
•
nicht zu viel einzugreifendes Tun
•
Mich zurück zu nehmen und den Kinder keine Vorschläge zu präsentieren und nur
auf Fragen zu agieren
•
Mit den Großbausteinen das Auto zu bauen
•
richtiges Einspannen der Kerze in der Drehbank (Kerzen drechseln)
•
Richtiges montieren der Zahnräder
•
einspannen beim Kerzendrehen
•
Einschränkung der Zeiten für die einzelnen Kindergruppen / zum Teil musste
abgebrochen werden um anderen Kindern die Möglichkeit zu geben. Wechsel der
Kinder zu den einzelnen Räumen
•
Wasserkraft umsetzen auf selbst gemachtes Bauwerk
•
Die Kinder gehen zu lassen, wenn sie keine Lust mehr hatten
•
Motivation; die eigenen 3-5 Kinder zusammenzuhalten (gemeinsam von Station zu
Station zu gehen!)
•
die Kinder zu motivieren
•
Anfangs schaffte ich das mit der Kerze befestigen nicht so ganz. Doch ab der 2. oder
3. Kerze ging’s schon sehr gut.
•
mit etwas "schlimmeren" Kindern, kein Chaos entstehen zu lassen. Teilweise die
Erklärungen
•
dem Kind, das nicht so deutlich sprechen konnte, zu erklären wie die einzelnen
Stationen funktionieren, wenn es fragte
•
den Kindern Impuls zu geben
•
ihnen alles physikalisch richtig zu erklären
•
den Kindern Anregungen zu geben
•
nichts zu sagen
•
die Kinder zu motivieren
•
Kinder zu motivieren
•
Kinder zu motivieren
•
meine Beobachterrolle war zu Beginn etwas ungewohnt- ich freundete mich aber
sehr damit an und fand es sehr spannend
•
Zurücknehmen meinerseits
•
Die Eisbausteine; das man einen Turm oder überhaupt eine Mauer zustande bringt
•
Den Kindern wenige (keine) Lösungen anzubieten
•
Nicht einzugreifen. Beim Suchen nach Lösungen und Konflikten bzw. mit den
richtigen Fragestellungen ein Ergebnis zu bekommen
119
•
Erklärungen zu geben, wenn sie erwünscht waren. Es kamen jedoch beinahe keine
Fragen der Kinder- das Tun war wichtiger
•
das richtige Werkzeug zu finden war wirklich eine Herausforderung
•
Umgang mit Instrumenten bei Schall-Wellen-Wasser (Kraftdosierung) war für junge
Kinder schwierig (konnten nicht warten)
•
Wasserturm mit Duplo dazu bauen
•
Zeit haben, den Kinder etwas zu erklären, weil es für sie einfach so viel zu tun gab.
Kinder waren sehr motiviert, aber manchmal auch von anderen Kindern abgelenkt;
musste sie wieder fokussieren
•
Den Kindern nichts vorweg zu nehmen
•
Die Kinder nicht zu führen und mit gute Tipps zu versorgen
•
Schall-Wellen-Wasser für Kinder zwischen 3-6 Jahren nicht nachvollziehbar
•
Manche Kinder zur Ordnung im Umgang mit den verschiedenen Materialien
anzuhalten
•
Organisation: MP3-Wagerl aufladen, Wasserbausteine vorbereiten; Selber -phantasie
entwickeln bei den Wasserbausteinen
•
bewusste Zurückhaltung
•
Umgang mit der Drechselmaschine
•
nicht selbst aktiv zu arbeiten
•
Es war oft schwer sich nicht allzu viel in das Geschehen der Kinder einzubringen,
sondern sie alleine agieren zu lassen
•
Eiswürfel herauszubringen, dass sie nicht beschädigt sind
•
Andere Möglichkeiten die Instrumente zum Klingen zu bringen bei der Akustikstation
(Einsatz mehrerer Kinder)
•
sich in den Experimentierphasen zurückzuhalten
•
die Kinder (vor allem jüngeren) für längere Zeit ruhig zu halten; brauchten Bewegung
dazwischen, kurze Konzentrationsphase, teilweise zu anspruchsvoll
•
den Kindern keine Anweisungen zu geben, die Kinder selber auf Lösungen kommen
lassen
•
Den Kindern keine Lösungsvorschläge zu bieten, sondern nur zu beobachten und
selbstständig experimentieren zu lassen!
•
Bei Energiestation nicht zu sagen, als sie Behälter zum Schöpfen nur kurz ins
Wasser tauchten, sie wenig Wasser aufnahmen. Sie stopften Seil noch ein wenig
nach, damit ganz viel Wasser rein läuft
•
Mechanik: Es ist schwierig nichts zu sagen. Man möchte anleiten, helfen,...
•
art-unspezifisches Spielen gelten zu lassen, nicht eingreifen dürfen
120
Reflexionsworkshops Ki-Pä, Design
18.00 -18.10
Begrüßung, Ablauf, Ziel, Anlass
10 min
18.10-18.25
Überblick über die TeilnehmerInnen bekommen
15 min
-
1. Überblick
Aus welchem Kindergarten kommen sie?
-
2. Anekdote
Einen Aspekt der den TeilnehmerInnen von KET hängen geblieben
ist (Anekdote, besonderes Erlebnis etc.).
18.25-18:35
Kommende Methode erklären und Fragen dazu durchgehen
18.35- 20.00
10 min
75 min
1. Theaterstück und Stationen
2. KET-TrainerInnen
+ 10 min Pause
3. Feedback
Tisch 1: Theaterstück und Stationen
-
Lieblingsstationen
-
Gender-Aspekt
-
Mehrwert von Kombination
-
Neue Variante: umgekehrter Ablauf?
Tisch 2 : KET-TrainerInnen
-
Wie hat die Zusammenarbeit funktioniert?
-
Wünsche an die/den TrainerIn?
-
Wie war die Einbindung der Helferinnen, wie wurden sie
von den Ki-Pä vorbereitet?
-
Welche Rolle hatten die HelferInnen? Ist das ausbau- bzw.
verbesserungsfähig?
TeilnehmerInnen
in Gruppen
einteilen, mind.
3 Pers. pro
Gruppe,
Bei jedem Tisch
gibt es eine
Schriftführerin:
Pro Tisch gibt es
25 Minuten Zeit.
Die Gruppen
wechseln im
Uhrzeigersinn.
Jede Gruppe
macht alle 3
Tische durch.
121
Tisch 3: Feedback für die verschiedenen Phasen des Projekts
Davor:
-
Bewerbung: Von wem haben Sie über KET erfahren?
-
Entscheidung über das Projekt: Wer hat es im
Kindergarten initiiert? Gab es eine Abstimmung im Team?
-
Einführungsworkshop: (siehe unten)
Währenddessen:
-
allg. KET-Pädagogik
Danach:
20:00-20:25
-
Nachhaltigkeit: Würden Sie ein solches Projekt wieder
begrüßen? Was müsste nächstes Mal noch beachtet
werden?
-
Hat eine Ki-Pä die Anregungen für den Alltag aus der
Infomappe genutzt?
-
Haben sie persönlich von KET profitiert?
Plenum
20 min
Ergebnisse
- Zusammentragen, Highlights von jedem Tisch
20:25-20:30
Ende Verabschiedung
5 min
122
K
Kiinnddeerr E
Errlleebbeenn TTeecchhnniikk
Reflexion Kiga (Name einfügen)
Wann:
Anwesende KET-PädagogIn:
Kindergarten
Name:
Anzahl Kinder:
Anzahl Kinder 3-4:
Anzahl Kinder 5-6:
Leiterin
Weitere PädagogInnen:
Adresse:
E-Mail:
Tel:
KindergärtnerInnen
Experimentierphasen
Gruppenaufteilungen:
Stationenorganisation
(Anmerkung: Wer betreut wann – es wurde bei der Auwahl mit
berücksichtigt, dass die Stationen so in Gruppen aufgestellt wurden, dass möglichst alle
gleichzeitig mit den vorhandenen PädagogInnen betreut werden konnten.) Diese Rubrik
führten wir später ein, da die vereinbarte Betreuung nicht immer so gut funktioniert hat, half
aber auch nicht unbedingt weiter.
Theater:
Stationen:
Auf- und Abbau
Auswahl, Aufstellung, (Anmerkung: bei diesem Punkt wurde auch über Ablauf und
Bespielung an den Stationen berichtet)
Bücher
Reflexionsworkshop
Elternarbeit
KET 2009
123

Documentos relacionados