Fachhochschule Gelsenkirchen, Abteilung Bocholt

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Fachhochschule Gelsenkirchen, Abteilung Bocholt
Fachhochschule Gelsenkirchen, Abteilung Bocholt
Betreuender Hochschullehrer: Prof. Dr. Harald G. Kundoch
Studentische Teammitglieder: Gamze Cagsar, Stefanie Delsing, Lea Hüllstrung, Mario Sack
Essay
Das Retailbanking hat einen hohen Stellenwert im heutigen Bankengeschäft. Es gilt die
Unstimmigkeit von langfristigem Kundennutzen und kurzfristigem Verkaufserfolg so gut wie
möglich zu minimieren.
Durch die Finanzkrise wurden mehr Gesetze eingeführt und der Freiraum eingegrenzt.
Manche behaupten, dass eine Verstaatlichung der Banken zu besserem Erfolg führe. Aber
ist das wahr? Durch MiFID und den damit verbundenen Protokollen soll der Verbraucher
mehr geschützt werden. Doch versteht der Verbraucher das Protokoll? Nutzt der
Verbraucher die Möglichkeit der Protokolle, um die Beratungen besser nachzuvollziehen?
Teilweise sind die Protokolle so umfangreich, dass viele Kunden eher von ihnen
abgeschreckt werden, als eine Hilfe darin zu sehen. Des Weiteren kann ein Protokoll nur
dann erfolgreich sein, wenn beide Seiten, somit die Bank und der Kunde, daraus profitieren.
Das ist nur möglich, wenn der Kunde schon mit der Bankensprache vertraut ist.
Dies ist aber in der heutigen Gesellschaft eher unüblich. Senioren, welche einen immer
größeren Stellenwert der Gesellschaft darstellen, vertrauen den Banken meist blind. Banken
stellen für die Senioren seriöse Ämter da, somit sind sie sich der Gefahr der Falschberatung
nicht bewusst. Die Bevölkerung ist in Bankenangelegenheiten meist unzureichend
aufgeklärt. Viele Banken erwarten von ihren Kunden, dass sie sich selbst über
Bankenprodukte und deren Risiken informieren. Die Kunden verlassen sich meist auf die
Aussagen des Bankberaters. Dieses Vertrauen kann teils fatale Folgen haben. So nutzen
manche Banker die Chance den Kunden so zu beraten, dass sie den bestmöglichen Profit
daraus schlagen können.
Es werden immer mehr Fälle aufgedeckt wo Kunden, durch hohe Risikoanlagen, zu
verlustreichen Bankgeschäften bewogen wurden, welche auf eine falsche Bankberatung
zurückführen. Dies kam früher auch vor, aber da waren die Kunden noch nicht bereit, dies
öffentlich zu sagen. Zu groß war die Scham, sich zu wenig informiert zu haben.
Die Zeiten haben sich geändert, gerade nach der Finanzkrise sind alle Banken sowie
Bankenkunden mit Investitionen vorsichtiger. Viele Banken versuchen Vertrauen bei den
Kunden zu gewinnen, indem sie sich durch Ratingsysteme oder den TÜV bewerten lassen.
Doch auch hier gibt es diverse Probleme, denn keine Bank möchte schlecht geratet werden.
Eine weitere Möglichkeit der Banken, welche noch nicht überall umgesetzt wird, ist die
Honorarberatung. Diese soll den Druck von dem Berater nehmen und das Profitdenken
beseitigen. Leider ist noch nicht jeder Kunde soweit, Geld für sichere Beratungen zu
investieren.
Beitrag zum Postbank Finance Award 2010