Einstieg. Chancen. Karriere.

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Einstieg. Chancen. Karriere.
CAMPUS
JOBS, DIE AUF DER
ÜBERHOLSPUR LIEGEN
ZUKUNFT ELEKTRISIERT:
SPORTWAGEN UNTER STROM
ARBEITEN IN DEN USA:
DIE FREIHEIT NEHM ICH MIR
Magazin
für das
Sommersemester
2016
Einstieg. Chancen. Karriere.
UNSER ANTRIEB:
DIE MENSCHEN
ED I
TO R I
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erzlich willkommen auf dem Porsche
Campus! Unser Name und unsere
Fahrzeuge sind weltbekannt. Doch
wer sind die Menschen, die hinter
dem Mythos Porsche stehen und
jeden Tag daran arbeiten? Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus und was bewegt sie auch nach dem
Feierabend? Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt
es und wie kann man sich weiterentwickeln?
„Porsche Campus“ schaut hinter die Kulissen
und zeigt, was den Sportwagenhersteller als
Arbeitgeber ausmacht. Denn Porsche wächst nicht
nur, sondern entwickelt sich ständig weiter.
Dementsprechend bieten wir in den kommenden
Jahren eine Vielzahl von spannenden Heraus­
forderungen und Möglichkeiten. Das versprechen
allein die Stichworte Elektromobilität, Connected
Car und Industrie 4.0. Entwicklung heißt bei uns
auch immer persönliche Weiterentwicklung.
Denn in erster Linie geht es um die Menschen,
die an der Zukunft von Porsche mitarbeiten. Das
neue Magazin „Campus“ ist der Einstieg in die
Porsche-Welt.
Viel Spaß beim Lesen!
Das Team von Jobs und Karriere bei Porsche
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c o v e r Offen für alles, das trifft auf
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BESCHLEUNIGEN
REIN INS HEFT
Porsche, unser Titelmotiv und Yamile
Pariente Monalli zu. Sie hat als Praktikantin den Sprung über den Atlantik
gemacht – von Boston nach Stuttgart.
Eine spannende Erfahrung, die mit
einem großen Sieg endet. Mehr dazu
auf Seite 15.
WORK
AUTOS PRODUZIEREN,
TR ÄUME ERFÜLLEN
04
A u f d i e S p i t ze ge t r i e b e n
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D e r e r s t e Ta g b e i P o r s c h e
08
E n ga ge m e n t
10
D i e En t d e c k u n g e i n e r n e u e n (J o b -) We l t
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Die Zukunf t des Automobils
21
Digitale Chancen
22
F i t f o r Wo r k
BALANCE
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E i n Ty p m a c h t Te m p o
30
Realit y Check
32
Vitamin P
34
Blog in Print
Impressum
LIFE
W
as wir bei Porsche herstellen? Schon klar,
sportliche Automobile,
als eine der traditionsreichsten und profitabelsten Marken der Welt. Aber was wir
vor allem auch tun: Wir verwirk­lichen
Träume – wie mit unserem berühmten
911 Carrera. Und mit Sportwagen-Konzepten der Zukunft. Die Begeisterung,
die wir bei Kunden rund um den Globus
wecken, steckt in uns selbst.
Auch das wird so bleiben. Denn
Porsche ist ein ausgezeichneter Arbeitgeber – für mittlerweile mehr als
24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit. Auf der individuellen und
kollektiven Einsatzbereitschaft dieser
Menschen beruhen unsere Erfolge,
denn die Identifikation der Belegschaft
mit dem Unternehmen und die Motiva­
tion des Einzelnen sind außergewöhnlich
stark. Dennoch arbeiten wir permanent
daran, unsere Wettbewerbs­
f ähigkeit
und Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen. Durch Maßnahmen, die zum
Beispiel eine noch bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen. Durch attraktive Zusatzleistungen und individuelle Entwicklungsangebote, die langfristig beste Perspektiven bieten.
Die Zeichen stehen weiterhin auf
Wachstum: 150 junge Menschen starten jährlich im Rahmen einer Berufsausbildung oder eines dualen Studiums bei Porsche ins Berufsleben. Rund
500 Studierende pro Semester setzen
bei uns ihr theoretisches Wissen im
Rahmen eines Praktikums um. Und
auch für einen Einstieg nach dem Studium stehen die Chancen gut. Denn
eins brauchen wir immer: motivierte
Mitarbeiter, die sich mit den Zielen des
Unternehmens identifizieren, diese beherzt verfolgen und bestrebt sind, die
Messlatte noch ein Stückchen höher zu
legen. Gilt es doch, Träume zu erfüllen.
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K i t a - P l ä t ze h a t
das Unternehmen bereits
e i n ge r i c h t e t
0,6
Prozent beträg t
die jährliche
Mitarbeiter-Fluktuation
400
Patente meldet
Porsche jedes Jahr an
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REIN INS THEMA
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PERSPEKTIVEN
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AUF DIE SPITZE
GE TRIEBEN
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n e w s r o o m . p o r s c h e .c o m
Foto: Rafael Krötz
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Höchstleistungen, Athletik und Ästhetik,
das ist das, was man von Porsche und
seinen Sportwagen erwarten darf. Aber
mitten in Zuffenhausen, wo das Herz der
Marke schlägt, Balletttänzer zwischen
Rohkarosserieteilen? In der Tat eine ungewöhnliche Perspektive – und der Blick
in einen besonderen Arbeitsalltag. Einer,
der sehr wohl mit Porsche zu tun hat.
Denn das Unternehmen engagiert sich
seit Jahren in den Bereichen Bildung,
Soziales, Kultur und Sport. Die Partnerschaft mit dem berühmten Stuttgarter
Ballett gehört dazu – dementsprechend
unterstützt Porsche den Neubau für
die John Cranko Schule, wo tänzerischer
Nachwuchs aus der ganzen Welt ausgebildet wird, so wie Alicia García Torronteras
und Martí Fernández Paixà. Sie bringen
fast das Blech zum Tanzen.
5
CHECK
1.
Erste Arbeitswoche
bei Porsche 2013:
Dr. Oliver Blume (hinten)
in der Produktion
8
nehmen und dessen Kultur kennenzulernen.
Bei Porsche gibt es für neue Mitarbeiter eine
umfassende, mehrtägige Einführung.
P O RSCH E- CH EF
DR. OLIVER BLUME
WIE WAR DAS
NOCH DAMALS?
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Herr Dr. Blume, nach Ihrem Maschinenbaustudium in Braunschweig sind Sie 1994
nach Ingolstadt zu Audi gegangen. Waren
Sie an Ihrem ersten Arbeitstag nervös?
Natürlich war ich damals ein wenig angespannt.
Das ist, glaube ich, auch völlig normal. Man
möchte schließlich von Beginn an alles richtig
machen, bringt aber noch nicht die Berufserfahrung mit. Das ist eine herausfordernde
Situation.
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Hatten Sie sich Ihren ersten Arbeitstag
vorher genauso vorgestellt?
Vielleicht nicht im Detail, aber überrascht
war ich auch nicht. Ich war damals nicht völlig
unvorbereitet auf das, was mich erwartete.
Durch Praktika im In- und Ausland konnte
ich bereits während des Studiums erste Erfahrungen in der Arbeitswelt sammeln. Und
das Trainee-Programm war meine Wunschvorstellung.
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Welchen Tipp können Sie Studierenden
für die ersten Arbeitstage geben?
Aufgeschlossen für Neues sein sowie jeden
Tag den Anspruch haben, etwas dazuzulernen.
Wichtig ist auch, möglichst schnell das Unter-
Wie sieht diese Einführung
bei Porsche aus?
Das beginnt am ersten Arbeitstag mit einer
allgemeinen Begrüßungs- und Informationsveranstaltung. Dem folgt meistens schon am
zweiten und dritten Arbeitstag das Porsche
Warm-up. Dabei geht es vorrangig um ein
Kennenlernen des Unternehmens und seiner
Bereiche, aber auch um einen ersten Informationsaustausch zwischen den neuen Kolleginnen und Kollegen. Die ersten Monate dienen
dann der sorgfältigen Einarbeitung in das
jeweilige Aufgabengebiet. Dabei kommt es
immer wieder zu Gesprächen mit dem Vorgesetzten. Ein persönlicher Pate unterstützt den
neuen Kollegen zudem bei Fragen zum täglichen Arbeitsablauf. Bei Bedarf gibt es auch
ressortspezifische Qualifizierungsmaßnahmen.
Mittlerweile blicken Sie auf eine erfolgreiche internationale Karriere zurück und
sind seit Oktober 2015 Vorstandschef der
Porsche AG. Kann man so etwas planen?
Nein, im Voraus lässt sich so etwas nicht
planen. Wer sich von Anfang an in seinem Beruf
engagiert, wer ehrgeizig und zielstrebig ist,
Führungsqualitäten und fachliche Kompetenz
zeigt, wer neue Herausforderungen nicht
scheut und vor allem Erfolge vorweisen kann,
der bringt sicher gute Voraussetzungen mit,
um die Karriereleiter zu erklimmen. Aber der
Weg vom Berufsstart bis in die Vorstandsetage
ist lang. Und er ist auch keine breite, schnurgerade Autobahn, sondern eine schmale,
kurvenreiche und manchmal steinige Straße
mit vielen nicht ausgeschilderten Gabelungen.
Oft stellt sich erst im Nachhinein heraus, ob
die eingeschlagene Richtung richtig war. Da ist
also immer auch eine Portion Glück im Spiel.
Wichtig ist, immer den aktuellen Job so gut wie
möglich zu machen, ohne bereits über den
nächsten Schritt nachzudenken. Alles andere
kommt von allein.
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ESSENTIALS
KORREKT!
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Bewerbungsgespräche machen per se schon nervös.
Deshalb ist es gut, wenn man für alle Fälle die richtigen
Accessoires dabei hat. Eine Grundausstattung.
4
1 Auf alles vorbereitet: Regenschirm 2 Abwarten und Nerven
beruhigen: Tea-to-go-Becher 3 Falls es nicht so gut läuft:
Taschentücher 4 Im Gespräch besser auf lautlos: Smartphone
5 Atemlos durch den Tag: Fisherman’s Friend 6 Fragen vorab
formulieren: Notizbuch 7 Für Durch- und Weitblick: Brille
8 Man weiß ja nie: Glücksbringer 9 Alles drin: Aktentasche
10 Pünktlichkeit schadet nicht: Uhr 11 Zur Vorbereitung: USB-Stick
12 Zum Mitschreiben: Stift 13 Zum Nachschlagen: Buch über
die Porsche-Geschichte 14 Autofahrer ohne Akku: ausgedruckter
Anfahrtsplan 15 Bahnfahrer ohne Akku: ÖPNV-Plan
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D E R E R S T E A R B E I T S TA G:
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SO
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Hück: Ich sage immer: Wir brauchen
Gewinne, um das Soziale zu verteidigen. Porsche ist seit Jahren hochprofitabel. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, denjenigen zu helfen, denen
es in unserer Gesellschaft nicht so gut
geht. Das war schon seit Ferry Porsche
so und das wird auch in Zukunft so sein.
Denn das ist unsere Porsche-Kultur, die
wir um jeden Preis bewahren werden.
Dafür kämpfen wir!
ENGAGEMENT
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WENN WIR NICHT
HELFEN, WER DANN?
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Bei der Integration von Flüchtlingen geht Porsche
einen ungewöhnlichen Weg: Über ein eigens entwickeltes
und sechs Monate dauerndes Integrationsprogramm
erhalten zunächst 15 Flüchtlinge im Alter von 16 bis
38 Jahren die Chance, sich für eine Ausbildung oder den
direkten Berufseinstieg zu quali­fizieren – möglicherweise
beim Sportwagenhersteller selbst, sofern die Frauen
und Männer aus sechs Nationen am Ende des Programms
die bei Porsche üblicherweise geforderten Voraussetzungen
dafür mitbringen. Personalvorstand Andreas Haffner
und Betriebsratschef Uwe Hück sind sich einig, dass
die Indu­s trie hier Verantwortung übernehmen muss.
In Zeiten wie diesen ist eine Sozial­kultur
notwendiger denn je. Was macht Porsche konkret, um Flüchtlingen zu helfen?
Uwe Hück: Wir werden sicherlich keine
Geschenke verteilen. Vielmehr wollen
wir eine Integrationspolitik durch Sprach­
förderung und Ausbildung. Wir möchten
Flüchtlingen Deutschkurse anbieten und
ermöglichen nun 15 von ihnen ein Integrationsjahr bei Porsche – zusätzlich zu den
elf Jugendlichen, die wir bislang schon jedes Jahr mit dem Förder­jahr unterstützen. Ziel ist es, auch Flüchtlinge zusätzlich an die Ausbildungsreife heranzuführen und ihnen die Möglichkeit zu geben,
eine Ausbildung bei uns zu beginnen.
Vorstand und Gesamtbetriebsrat sind
sich einig: Unser Förderjahr ist schon
ein Erfolgsmodell, jetzt soll auch das Integrationsjahr eines werden.
Andreas Haffner: Wir wollen Flüchtlingen mit dem Integrationsjahr helfen, in
unserer Mitte Fuß zu fassen. Die Flüchtlinge erhalten Deutschunterricht, lernen
unsere Kultur und Gesellschaft kennen
und sollen durch gezielte Förderung und
Qualifizierung fit werden, um sich für
einen Ausbildungsplatz bei Porsche zu
bewerben. Vorbild ist, wie bereits erwähnt, unser neunmonatiges Förderjahr: Bis dato haben es 31 von 33 Absolventen des Förderjahres in unsere Berufsausbildung geschafft.
Übernimmt das Unternehmen aus Ihrer
Sicht genügend soziale Verantwortung?
Haffner: Porsche ist sich seiner sozialen Verantwortung seit jeher bewusst
und handelt entsprechend. Davon profitiert nicht nur unsere Belegschaft in
Form von Urlaubs- und Weihnachtsgeld,
Sonderzahlungen, Förderprogrammen,
Weiterbildungsmaßnahmen oder Pflegezeiten. Wir unterstützen auch eine
Fülle an sozialen Projekten oder fördern
Sport und Kultur auf lokaler, regionaler,
nationaler und internationaler Ebene.
Sie sehen: Porsche macht schon eine
ganze Menge und wird sich angesichts
der aktuellen Flüchtlingssituation in Zukunft noch stärker gesellschaftlich engagieren.
Welche Hürden gilt es zu überwinden,
wenn ein Unternehmen Flüchtlingen
eine berufliche Perspektive bieten
möchte?
Haffner: Es gibt in der Tat einige Unwägbarkeiten, die es Unternehmen in
Deutschland erschweren, Flüchtlinge
sofort einzustellen. Zunächst einmal benötigen wir als Arbeitgeber Rechtssicherheit. Es bringt niemandem etwas,
wenn wir einen Flüchtling einstellen, diesem aber dann die Abschiebung droht,
weil sein Asylantrag noch nicht bewilligt
wurde. Je schneller an dieser Stelle
Klarheit herrscht, desto besser für alle
Beteiligten. Darüber hinaus sind
Sprachkenntnisse zwingend erforderlich, um erfolgreich in einen Betrieb integriert zu werden. Leider dauert es
mitunter noch recht lange, ehe Flüchtlinge Sprachkurse erhalten. Und natürlich sind, darauf möchte ich auch nochmals explizit hinweisen, viele Menschen
traumatisiert. Diesen Umstand müssen
wir ebenfalls berücksichtigen, wenn wir
Flüchtlingen erfolgreich eine nachhaltige Beschäftigungsperspektive bieten
möchten. Und das wollen wir bei Porsche.
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Andreas Haffner
(links) und Uwe Hück
haben sich auf ein
Integrationsjahr für
Flüchtlinge verständigt
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Gewinne erzielen, um das Soziale zu
verteidigen – wird das in Zukunft reichen?
Hück: Natürlich stehen wir vor enormen Herausforderungen. Klar ist auch:
Deutschland kann nicht alle Flüchtlinge
der Welt aufnehmen. Aber wir sind ein
reiches Land. Wenn wir nicht helfen, wer
dann? Das Gleiche gilt für uns bei Porsche: Wir sind erfolgreich. Deshalb
übernehmen wir auch gesellschaftliche
Verantwortung. Und wir wollen Menschen, denen es nicht so gut geht, eine
Perspektive bieten – vor allem Kindern
und Jugendlichen, denn sie sind unsere
Zukunft und haben das Recht auf ein Leben in Würde. Deshalb sollen diejenigen, die nicht hier in Deutschland aufgewachsen sind, die Chance bekommen,
sich zu integrieren. Dafür müssen sie
zuallererst Deutsch lernen. Gute
Sprachkenntnisse sind die Voraussetzung, um sich in Deutschland eine Zu-
kunft aufzubauen. Und weil viele Flüchtlinge durch das, was sie erleben oder
mit ansehen mussten, stark traumatisiert sind, benötigen wir auch Experten,
die den Menschen helfen, das Erlebte zu
verarbeiten.
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O N E P O R S C H E D R I V E, AT L A N TA
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DIE ENTDECKUNG
EINER NEUEN
(JOB)WELT
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Porsche, made in Germany, verkörpert einen
amerikanischen Traum. Der wird auch im neuen Headquarter
in Atlanta gelebt. Eine neue Arbeitskultur, die sich auch
von Praktikanten erleben lässt.
If you can make it there: Porsche-Mitarbeiter
vor der neuen Nordamerika-Zentrale in Atlanta
11
Henk-Jan Pit: Das Prinzip der kurzen Wege und die
Arbeitskultur in den USA überzeugen den Praktikanten
Instruktoren sind von allen Mitarbeitern am nächsten dran –
an der Rennstrecke, den Sportwagen und den Kunden
‚socializing‘ hilft auch bei der Arbeit. So
ergeben sich die Anknüpfpunkte fast
von selbst.“
Auch das ist ein Ausdruck der Bereit-für-alles-Mentalität bei PCNA, der
das Unternehmen mit einem architektonischen Ausrufezeichen begegnet. Ein
neues Heim in einer – für Porsche – alt-
„Gerade im dig it alen
Zeit alter er s e t z t nicht s das
Prinz ip der kur zen Wege.
St at t nur zu mailen, r e den
alle miteinander.“
bekannten Welt: Seit in den frühen
1950er-Jahren die ersten Sportwagen
aus Zuffenhausen an einem Ladekran
über Manhattan schwebten, nahm der
Mythos schnell Tempo auf. Wendig,
spritzig, zuverlässig, dazu tauglich für
Straße wie Rennstrecke. James Dean
transportiert die Marke nach Hollywood, auch die Stil-Ikone Steve McQueen lebt mit ihr. Porsche steht plötzlich für ein Lebensgefühl. Es muss
schon ein sehr mächtiges sein, wenn
dieses im stolzen Land der großen Freiheit durch ein Produkt made in Germany
verkörpert wird. Und umgekehrt muss
es sich um ein besonderes Automobil
handeln. Dieses Porsche-Feeling ist immer noch „up to date“.
Welcher Automobilhersteller sonst
stellt seine Zentrale in die Mitte einer
Teststrecke, von einem Formel-1-Architekten entworfen? 100 Millionen Dollar
hat das Projekt gekostet, konzipiert als
einzigartiger Ort, an dem die Besucher
die Marke mit eigenen Händen fassen
können: „dream experience“ genannt.
Das zeigt sich schon bei den Wegen
durch den lichten Gebäudekomplex: ›
CAYMAN GTS (TYP 981): CO2 -Emission (kombiniert): 211 (190*) g/km, Verbrauch innerorts: 12,7 (11,4*) l/100 km,
außerorts: 7,1 (6,3*) l/100 km, kombiniert: 9,0 (8,2*) l/100 km, Effizienzklasse: F – G. *mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe
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P o r s c h e -Z e n t r e n
gibt es in den USA
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h e i ß t d e r Po r s c h e -Ty p,
den James Dean zum
My thos machte
51 756
Fa h r z e u g e w u r d e n 2 015
an US- Kunden ausgeliefer t
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E
s scheint so, als ob die mächtigen
Landebahnen
des
Hartsfield-Jackson Atlanta
International Airport, des verkehrsreichsten Flughafens der
Welt, direkt in den Porsche Drive münden. Damit wird diese Straße gleich
doppelt zum Symbol: Durchstarten!
Freie Fahrt! Oder, wie sie im US-Bundesstaat Georgia gern sagen: „Ready for
anything!“ Das gilt für Porsche Cars
North America (PCNA) insgesamt – und
insbesondere für die gut 450 Mitar­
beiter, die im neuen Hauptquartier
für Nordamerika ihr Zuhause gefunden
haben.
Zu ihnen gehörte in den letzten
sechs Monaten auch Henk-Jan Pit (23),
der an der Universität St. Gallen seinen
Master in Strategie und Internationalem
Management macht und bei einem
Workshop auf die Möglichkeit eines
Praktikums bei Porsche aufmerksam
wurde. Schon als Praktikant sind Einsätze in den internationalen Tochtergesellschaften möglich, vorausgesetzt, man
hat zuvor schon in Deutschland ein erfolgreiches Praktikum absolviert. Der
Niederländer hatte sich für ein Praktikum im Bereich Business Development
beworben. Eine Stelle, die ihn schnell
mit so ziemlich jeder Abteilung im Hause und auch mit den Kollegen von Porsche Consulting in Kontakt brachte. Die
Arbeitskultur empfindet er informeller
als in Europa: „Mein Eindruck ist, dass
es in den USA prinzipiell weniger hierarchisch zugeht. Ich habe viel mit Strategien und Strukturen zu tun bei meinem
Praktikum und daher oft auch mit Direktoren und Präsidenten. Der Zugang ist
meistens direkt und unkompliziert, und
man wechselt auch ein paar Sätze außerhalb des Jobs. Das ist sehr typisch
für die amerikanische Art, und dieses
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G LO
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Tamika Money,
Einkäuferin
Brian Cunningham,
Instruktor
Sie sind so angeordnet, dass sich Kunden und Mitarbeiter ständig begegnen –
und die Sportwagen draußen immer nah
sind. Näher kann man einem Unternehmen nicht sein, näher kann man denjenigen nicht sein, für die man Automobile
baut. „Eine derartige Kombination aus
Unternehmenszentrale und Kunden­
e r­
lebniszentrum ist sonst nirgendwo anders auf der Welt zu finden“, heißt es
dann auch im Frühsommer 2015 bei der
Eröffnung von One Porsche Drive, im
Slang schnell „OPD“ getauft.
Der Porsche Job Locator weist
Karrieremöglichkeiten in Atlanta für
gleich vier Unternehmen aus: Porsche
Cars North America, Porsche Financial
Services, Porsche Consulting und MHP
Management- und IT-Beratung. Das ergibt neben einem Wir-Gefühl eine ziemliche Dynamik in der gemeinsamen Zen­
trale. Ross Dupper, CEO von Porsche
Financial Services North America, bestätigt: „Gerade im Zeitalter der Digitalisierung ersetzt nichts das Prinzip der
kurzen Wege. Statt nur zu mailen, reden
alle wieder mehr miteinander.“ Seine
Kollegin Tamika Money spricht gar von
einem „richtigen Zuhause für unsere
Porsche-Familie“. Nicht nur ihr ist es
wichtig, für eine Firma mit Identität zu
arbeiten.
Good company. Tatsächlich ist
auch die Innenwirkung des repräsentativen Gebäudes eine ganz besondere, sie
ist von Offenheit geprägt: Die gefürchteten Stellwände amerikanischer Büro­
etagen, cubicles genannt, sucht man vergeblich. Dr. Astrid Fontaine, Personalchefin von Porsche Cars North America,
über das Prinzip der hochmodernen gemeinsamen Arbeitsebenen: „Uns war es
extrem wichtig, die Arbeitsumgebung
offen zu gestalten und somit den Austausch unter den Mitarbeitern zu fördern.“ Sie war auch verantwortlich für
das Projekt „Move and Cultural Change“, das den Umzug der Belegschaft
und den Wandel der Unternehmenskultur zum Ziel hatte. Flexible Arbeitszeitmodelle, um dem Berufsverkehr auf der
nahen Interstate 75 zu entgehen, zwei
Tage pro Woche Home Office, Arbeitsplätze nach den neuesten ergonomischen Erkenntnissen und ein eigenes
Fitnesscenter zeigen die Wertschätzung, die Porsche seinen Mitarbeitern
entgegenbringt.
Die übergreifenden Projekte in
der Abteilung Business Development
haben Henk-Jan Pit geholfen, im Sportwagentempo PCNA kennenzulernen. Immer wenn zwei oder mehr Abteilungen
miteinander zu tun haben, sorgen die
Developer für die entsprechenden
Strukturen – der perfekte Mix aus
Theorie und Praxis. „Ich habe diese
One Porsche Drive
Nordamerika ist einer der
wichtigsten Auslandsmärkte
für Porsche. Seit 1998 hat
die 1984 gegründete unternehmenseigene Gesellschaft
Porsche Cars North America
ihren Sitz in Atlanta. Ein
echter Standortvorteil: Nahezu 80 Prozent der US-Bevölkerung können das neue
Headquarter mit Erlebniszentrum innerhalb von zweieinhalb Flugstunden erreichen.
Der Bau von One Porsche
Drive war mit 100 Millionen
Dollar die größte Auslandsinvestition in der Geschichte
von Porsche. Im Großraum
von Los Angeles entsteht ein
zweites Erlebniszentrum,
dort werden auch Motorsportund Oldtimer-Werkstatt
untergebracht. In New York
entsteht zudem ein Autohauskonzept der Zukunft.
D ie USA sind ein
spannender Mark t –
und wer den immer ein
Por s che -Land s ein.
Stelle schon einer Kommilitonin empfohlen“, sagt Henk-Jan Pit. Eine Spritztour mit einem professionellen Fahr­
instruktor wie Brian Cunningham über die
2,6 Kilometer lange Rennstrecke tat ein
Übriges, um sich vollends vom Porsche-Virus infizieren zu lassen. Die amerikanische Devise „Lebe deinen Traum“
kann der Student für sich ergänzen,
denn noch besser ist, seine Träume
steuern zu können.
Te x t E l m a r B r ü m m e r
j o b s . p o r s c h e .c o m
PRAKTIKUM BEI PORSCHE
AUF DER ÜBERHOL SPUR:
VON BOS TON NACH WEIS SACH
Was für ein Timing! Sechs Monate lang hat Yamile Pariente
Monalli aus Boston das Renn-Team von Porsche Motorsport
in Weissach als Praktikantin unterstützt – und einen
historischen Le-Mans-Doppelsieg sowie den Gewinn von
Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeisterschaft miterlebt.
Motorsport ist genau ihr Ding. War es schon immer. „Dank meinem
Vater“, sagt Yamile. Er hat die heute 21 Jahre alte Maschinenbau­studentin schon als kleines Mädchen regelmäßig zu Autorennen mitgenommen. Spätestens auf der Highschool war klar, in welche Richtung
Yamiles berufliche Laufbahn weisen würde. Dass diese gut 6000
Kilometer von zu Hause entfernt einen so frühen Höhepunkt erreichen
würde, eher nicht: Kaum hatte sie im Juni vergangenen Jahres den
Campus des Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge
gegen das Entwicklungslabor des LMP1-Teams in Weissach eingetauscht, fuhr Porsche bei den 24 Stunden von Le Mans den 17.
Gesamtsieg ein. Yamile war Teil des Teams. „Es ist toll, wie in Weissach
alles durch gemeinschaftliche Zusammenarbeit geprägt ist“, sagt
sie. Auch als Praktikantin konnte sie sich mit ihrem Know-how
einbringen. In der Motorenentwicklung erhielt sie vielfältige Einblicke,
von der Datenanalyse über die Motorsteuerung bis hin zur Zusammenarbeit mit Lieferanten. Die Arbeitskultur bei Porsche beeindruckt
sie: „Ich finde es großartig, wie ehrgeizig und engagiert dort alle
arbeiten und es dennoch schaffen, ausreichend Zeit für Familie oder
Freizeit zu haben.“ Und zum Feiern. An Yamiles letztem Tag stieg
die große Motorsportparty in Weissach, wo es unter anderem galt,
den Gewinn der Fahrer- und Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu feiern.
Ein super Abschluss. Jetzt will Yamile erstmal ihre Bachelorarbeit
schreiben. Dann könnte sie sich gut vorstellen, zu Porsche zurückzukehren. In den Motorsport, versteht sich.
w w w. p o r s c h e .d e / p r a k t i k u m
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Dr. Astrid Fontaine,
Personalchefin
Foto: Steffen Jahn
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UM
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Kraft-Ausdruck: Thomas Krickelberg und sein
Prachtexemplar – der Sechszylinder-Turbo
für die neueste Generation des Porsche 911
R A U S I N D I E W E LT
Zuffenhausen,
Großbritannien,
Singapur – Porsche
around the World.
VON GROSSBRITANNIEN NACH
DEUTSCHLAND (HEMMINGEN):
Dimitra Tamvaki (29),
Produktkalkulation SUV
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Way of Porsche nicht nur im
Büro kennengelernt – wir Praktikanten haben zusammen ein
Truthahnessen an Thanksgiving
zubereitet.“
„Deutsche arbeiten viel, genießen aber auch ihre Freizeit –
‚work hard, play hard‘.“
VON CHINA NACH SINGAPUR: Florian Weber (34),
Managing Director Porsche Financial
Services „Hier ist es sehr einfach, sich zu-
recht zu finden. Sogar meine Frau habe ich
auf einer Geschäftsreise in Singapur
kennengelernt.“
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KLASSIKER MIT ZUKUNFT
VON DEUTSCHLAND IN DIE USA (ATLANTA):
Simon Kuhnimhof (32), Corporate Business
Development Manager „In den USA ist es
Wo r l d W i d e Wo r k –
v i e l f ä l t i ge O p t i o n e n
sehr leicht, eine kollegiale Beziehung aufzubauen.“
VON DEUTSCHLAND IN DIE USA
(ATLANTA): Barbara Böckenhoff (37),
Manager Porsche Exclusive –
Personal Design „Es ist wichtig,
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die Marke und Philosophie auch im
Ausland zu repräsentieren und
die Werte zu vertreten.“
16
VON GROSSBRITANNIEN NACH DEUTSCHLAND (WEISSACH):
Ashley Blakemore (45), Integration Manager Panamera
„An die Worte meines Abteilungsleiters an meinem
ersten Tag hier werde ich mich immer erinnern:
‚Welcome to the Porsche family‘.“
Wer für Porsche im Ausland
tätig sein möchte, hat dafür
viele Möglichkeiten – sei
es als Praktikant während des
Studiums, als Trainee, als
Auszubildender im Rahmen
eines „Wanderjahres“ oder
als sogenannter Expat für
mehrere Jahre.
porsche.de/ karriere
WIE DER
TURBO
K ARRIERE
MACHT
Der 911 Carrera ist eine Ikone.
Eine ziemlich lebendige. Dafür
sorgt Thomas Krickelberg,
der Turbo-Mann.
E
s ist nicht einfach nur ein
Motor und schon gar kein
einfacher, der im Heck des
Porsche 911 Carrera sitzt –
es ist das pure Leistungsprinzip. Mit der jüngsten Modellgeneration wird die Ikone des Sportwagen-­
b aus komplett auf Turboaggregate
­
um­gestellt – das bringt mehr Leistung
und weniger Verbrauch. Eine höchst
aktuelle Technik, die Porsche seit fünf
Jahrzehnten pflegt und die im Rennsport
so perfektioniert wurde, dass man automatisch Porsche denkt, wenn Turbo gesagt wird – und umgekehrt. Unter den
mehr als 5000 Mitarbeitern im Entwicklungszentrum in Weissach ist der Inge­
nieur Thomas Krickelberg jener, den
man „Mister 911“ nennen kann. Er hat
das gleiche Baujahr wie der erste Elfer
(1963) und er arbeitet seit 1990 an den
unterschiedlichsten Antriebsarten. Eine
technisch-schöpferische Freiheit, die er
auch allen neuen Mitarbeitern gewährt,
die gerade von der Uni kommen. „Das
hat bei uns Prinzip. Wer eine gute Idee
hat, der kann sie nicht nur verfolgen,
der bekommt auch Unterstützung.“ Wer
neu anfängt, erhält sofort eine Aufgabe –
und zwar eine, die Sinn macht. Dann
geht es im rasanten Teamwork weiter.
Es ist für die Weiterentwicklung, auch
für die persönliche, von Vorteil, dass bei
Porsche alles unter einem Dach ist. „Wir
sprechen eine Sprache, die Wege sind
kurz“, sagt Krickelberg aus Erfahrung.
Die Aufgabenstellung ist hingegen ziemlich komplex, ein Elfer muss renn­
streckentauglich sein, aber auch für
den Einkaufsbummel taugen: „Wir wollen
einen Alleskönner.“ Te x t E l m a r B r ü m m e r
911 (TYP 991 II): CO2-Emission (kombiniert): 216– 169 g/km, Verbrauch kombiniert: 9,3 – 7,4 l/100 km, Effizienzklassen: F – D.
01/ 20 16
VON DEUTSCHLAND IN DIE USA
(ATLANTA): Mette Kaiser (22),
Praktikantin im Bereich Human
Resources „Ich habe den American
17
ZU
KUN
FT
MISSION E
WER UNS
KÜNFTIG BEWEGT
01/ 20 16
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18
D
er Porsche von morgen beschleunigt
bereits heute das Unternehmen. In
drei Jahren sollen in StuttgartZuffenhausen, wo das Herz der Marke
schlägt, die ersten rein elektrisch angetriebenen viersitzigen Sportlimousinen vom
Band laufen. Dafür sind bereits jetzt eine Milliarde
Euro an Investitionen in den Standort bewilligt.
1000 neue Arbeitsplätze entstehen für den Seriennachfolger der Konzeptstudie Mission E, der emotionales Design und überragende Fahrleistungen
mit zukunftsweisender Alltagstauglichkeit kombiniert. Eine große Rolle spielt die Vernetzung des
Fahrzeugs.
Moment mal: ein Elektroauto von Porsche?
Oh, ja. Ein ganz besonderes sogar. Mit 600 PS und
einer Reichweite von 500 Kilometern, vor allem
aber einer Batterieladezeit von nur 15 Minuten.
„Der Mission E ist kein Zugeständnis, eher eine Bereicherung. Wir setzen ein dickes Ausrufezeichen
für die Zukunft der Marke“, sagt Vorstandschef
Dr. Oliver Blume, „Porsche baut nicht einfach Elek­
troautos. Wir bauen Sportwagen in einer neuen
Ära der Mobilität, die wie ein Porsche fahren, wie
ein Porsche riechen und sich wie ein Porsche anfühlen. Auch batteriebetrieben wollen wir unseren
Kunden das sportlichste und technologisch anspruchsvollste Modell im Segment bieten.“
So wie die Ladetechnik wird auch der Motor
kein Standardprodukt sein: „Bei Kernkompetenzen, die einen Porsche ausmachen, behalten wir
einen hohen Eigenanteil. Wir können handfeste Erkenntnisse aus dem Elektromotor gewinnen, den
wir schon im Rennsport erfolgreich im Einsatz ha-
ben“, sagt Dr. Blume. Das ist Porsche schon seiner
Tradition, aus einem legendären Ingenieursbüro
hervorgegangen zu sein, schuldig. Bereits jetzt
kümmern sich mehr als 600 Ingenieure und IT-Spezialisten darum, die besten Lösungen für den
Sportwagen und die Mobilität der Zukunft zu finden. Im Entwicklungszentrum in Weissach arbeiten insgesamt rund 6000 Spezialisten aus allen
Bereichen.
Über 1000 neue Stellen
ent s tehen für den Elek tr o Por s che. B es onder s gute
Chancen haben Abs olventen
von IT-Studiengängen.
Hier ist auch das futuristische Cockpit entstanden, eine Verknüpfung intelligenter Technologien von morgen. „Das Bedienkonzept gibt ein
Stück weit eine Antwort, wie sich Porsche in Zukunft Connectivity und Infotainment vorstellt“,
sagt Porsche-Designchef Michael Mauer. Die Maxime dabei: intuitiv, schnell, ablenkungsfrei. So werden die Instrumente im Cockpit mittels Blick- und
Gestensteuerung bedient, teilweise sogar über
Hologramme. Das Display folgt der Sitzposition
und Körperhaltung des Fahrers. Dadurch bleibt
ausgeschlossen, dass das Lenkrad wichtige Informationen verdeckt. Über Apps steuern Fahrer
oder Beifahrer Funktionen wie Medien, Navigation,
Klima und Fahrzeug – berührungsfrei. Alleine
durch Gesten, die von Sensoren erkannt werden,
wird das gewünschte Symbol aktiviert. ›
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01/ 20 16
Tribut an morgen: Porsche baut den ersten rein elektrisch
angetriebenen viersitzigen Sportwagen. Hinter dem Mission E
steckt die Vision ehrgeiziger Ingenieure. Entsprechend gut
sind die Karrierechancen – auch für IT-Spezialisten.
Kilometer Reichwei te
bei stat tlichen 600 PS
Leistung bestimmen
d a s Te m p o d e r Z u k u n f t .
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IT
W E LT
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„Wir nehmen die
Heraus f or derung der Elek tr o mobilit ät kons equent an.“
D r. O l i v e r B l u m e , Po r s c h e - C h e f
01/ 20 16
Selbst Fahrspaß kann der Mission E digitalisieren: Eine Kamera im Innenspiegel erkennt die
gute Laune und zeigt sie als Emoticon im Rundins­
trument an. Der Spaßfaktor lässt sich zusammen
mit Informationen wie Strecke oder Geschwindigkeit speichern oder via Social Media den Freunden
mitteilen. Aber vor allem zeigt es, wie ernst es Porsche ist, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten.
Im Sportwagentempo, wie auch sonst!
Te x t A l e x a n d e r G ü n z l e r
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Ei n s t i egs m ög l i c h ke i t e n i n d e n B e re i c h e n
C o n n e c t e d C a r : b i t . l y/ 1Q t I R q 8
u n d E- M o b i l i t y : b i t . l y/ 1T S j c N G
I T: Z W E I B U C H S T A B E N , V I E L E C H A N C E N
„DAS AUTO ALS
MOBILES ENDGERÄT“
IT-Experten sind in der Automobilbranche
gefragter denn je – auch bei Porsche. Was junge
Talente mitbringen sollten, weiß Dr. Sven Lorenz,
Leiter Informationssysteme (CIO).
Herr Lorenz, befinden wir uns in Zeiten von Big
Data, Connected Car und dem Internet of Things in
einer goldenen Ära für IT-Spezialisten in der Automobilbranche?
Ja, definitiv. IT und Automobilindustrie wachsen
zusammen. Das Fahrzeug wird als das ultimative
mobile Endgerät begriffen. Aber die Digitalisierung betrifft nicht nur das Produkt Fahrzeug und
die digitalen Services rundherum, sondern insbesondere auch die Interaktion mit unseren Kunden.
Und nicht zu vergessen: Mit Industrie 4.0, Big Data
und dem Internet of Things bekommt auch die Digitalisierung der Unternehmensprozesse noch einmal eine neue Qualität.
Warum sollten sich IT-Talente für Porsche als
Arbeitgeber entscheiden statt für ein Start-up?
Sicher üben junge Firmen beziehungsweise Startups auf manche IT-Absolventen einen besonderen
Reiz aus und können hervorragende Startpunkte
für eine spannende IT-Karriere sein. Porsche hat
aber einen ganz anderen Hintergrund. Wir stellen
faszinierende Sportwagen her und begeistern unsere Kunden durch das ganz spezielle Markenerlebnis. IT spielt dabei eine immer größere Rolle,
sowohl strategisch als auch ganz konkret als Teil
des Produktes. Dieses Zusammenwachsen von IT
und Sportwagenbau beim weltweit erfolgreichsten
Sportwagenhersteller können in dieser Form eigentlich nur wir bieten.
Welche fünf Eigenschaften sollten IT-Talente mitbringen, wenn sie sich bei Porsche bewerben?
Sie sollten kreativ sein und Mut zu neuen Ideen
mitbringen. Auch sollten sie ihr Fachgebiet beherrschen und zu den Besten gehören. Gleichzeitig
sollte ein Funke Unternehmertum in ihnen
stecken. Nicht zuletzt müssen sie authentisch und
gute Teamplayer sein. Das waren jetzt sechs
Eigenschaften, aber ich möchte eigentlich nichts
streichen.
Gibt es innerhalb der IT-Studiengänge bestimmte Fachrichtungen, die bei Porsche besonders
gefragt sind?
Wir haben in der Vergangenheit
schwerpunktmäßig Wirt­schafts­
informatiker gesucht. Aber das
Suchfeld öffnet sich zunehmend auf Absolventen der
Angewandten Informatik, der
Soft­
w are-Technik und auch
auf Spezialstudiengänge wie
zum Beispiel Data Science. Ergänzt wird das Ganze durch
kreative Köpfe aus der Medien­
tech­n ik und technikaffine Ab­­
solventen von Wirtschaftsstu­
diengängen.
Te x t A l e x a n d e r G ü n z l e r
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Die Chancen auf
I T- J o b s s t e h e n g u t
Rund 350 Menschen sind bei
Porsche im klassischen
IT-Bereich tätig. Hinzu kommen
rund 300 Mitarbeiter im
Bereich Entwicklung Elektrik/
Elektronik. Aktuell werden vor
allem Absolventen und
Professionals mit folgenden
Schwerpunkten gesucht:
– Projektmanagement
– Web Service Plattformen
– Micro Architecture
– Machine Learning
– Big Data Analytics
– Smart Factory Technologien
01/ 20 16
Intelligente neue Mobilitätskonzepte und die Verbindung
des Autos mit dem Internet
(Connectivity) stehen im Fokus
des 43-jährigen Maschinenbauingenieurs. Zudem
kümmert er sich zusammen
mit seinen Mitarbeitern
um den Aufbau einer weltweit
flächendeckenden Ladeinfrastruktur für den Mission E.
Besonders fasziniert ihn dabei
der schnelle Wandel der Welt
um ihn herum und die Möglichkeit, an spannenden Innova­tionen für Porsche zu arbeiten.
Illustration: Bernd Schifferdecker
D r. M a t t h i a s L e d e r e r
Leiter Smar t Mobilit y
Generell führt die fortschreitende Digitalisierung in allen Unternehmensbereichen bei Porsche zu vielen neuen IT-Projekten. Das vernetzte
Fahrzeug liefert über IT-Systeme im Back End neue
innovative Features und Dienstleistungen. Daraus
ergeben sich für Ingenieure und Spezialisten eine
Vielzahl an hochinteressanten IT-Tätig­keiten mit
direktem Produkt- und Kundenbezug, beispielsweise in dem von Dr. Matthias Lederer geleiteten Bereich Smart Mobility. „Künftige Generationen stellen ganz andere Anforderungen an unsere Produkte.
Das fängt damit an, dass zum Beispiel die Generation Z, die jetzt fünf bis 15 Jahre alt ist, immer und
überall auf alles einen digitalen Zugriff haben will“,
erklärt Lederer.
Das „Erlebnis Porsche“ ist ein ganzheitliches.
Aus den aktuellen Projekten kann für Right Poten­
tials auch eine persönliche Zukunft entstehen. Die
Chancen zum Einstieg sind nach wie vor hervorragend. Gesucht werden vor allem Absolventen und
Professionals mit Schwerpunkt in den Bereichen
Projektmanagement, Web Service Plattformen,
Micro Architecture, Machine Learning, Big Data
Analytics und Smart Factory Technologien.
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NACH
FÜNF
FIT FOR WORK ,
WORK FOR FIT
2
W O R K I N G P L AY L I S T
GUT
DRAUF
Bad Girls
M.I.A.
3
Jeder Morgen hat seine eigene
Stimmung, auch musikalisch
gesehen. Ohne Musik kommen viele
nicht in die Gänge. Sven von Thülen
vom Magazin „electronic beats“
weiß mit seinen Tracks Abhilfe. Er
empfiehlt einen Mix, der Sportwagenfahrer in Schwung bringt – und
nicht nur fürs Auto geeignet ist.
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Bang Bang
Nicki Minaj
C u t o f f t h e To p
Beatsteaks
8
Die Wälder, Wiesen und Felder rund um das Porsche-Entwicklungszentrum in Weissach kennt die Betriebssportgruppe Mountainbike sehr gut. Während der Sommermonate startet die bunt
gemischte Gruppe immer dienstags nach der Arbeit zu Feierabendtouren, die zwischen 25 und 60 Kilometer lang sind und bei
denen bis zu 1000 Höhenmeter überwunden werden. Die mehrstündigen Ausfahrten sind ein gutes Training für Bike-Marathons,
an denen einige Mitglieder der Gruppe regelmäßig teilnehmen,
oder Wochenendtouren zum Beispiel im Schwarzwald oder
in der Pfalz.
Die Möglichkeiten für Mitarbeiter, ihre eigene Sportlichkeit unter
Beweis zu stellen, sind bei Porsche allgemein äußerst vielfältig:
Mehr als 30 verschiedene Sportarten werden allein an den
Standorten im Raum Stuttgart angeboten, rund 20 sind es in
Leipzig. Hinzu kommen Freizeitgruppen, die sich beispielsweise
der Fotografie, dem Modellflug oder luftgekühlten Boxermotoren
widmen. Prinzipiell können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
von Porsche an diesen Gruppen teilnehmen, die sich immer
nach Arbeitsschluss oder am Wochenende treffen. Ehrenamtlich
engagierte Spartenleiter kümmern sich um die Organisation
und Durchführung. Trainiert wird bei Bedarf in angemieteten
Sportstätten, wobei eng mit lokalen Vereinen kooperiert wird.
Da das Budget für die Sport- und Freizeitgruppen von Porsche
gestellt wird, fallen im Gegensatz zu Vereinen keine Mitgliedsbeiträge für die Teilnehmer an.
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Sky and Sand
Paul Kalkbrenner
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Shut Up and
Let Me Go
The Ting Tings
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Tr a n s a t l a n t i c
Quantic
Foto: Steffen Jahn
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6
5
Cr ystalised
The xx
7
Wo r k i t !
Missy Elliot t
www.s poti.fi/
1 V i XYpU
911 CARRERA 4 (TYP 991 II): CO2-Emission (kombiniert): 201 ( 177*) g/km, Verbrauch innerorts: 12,2 (10,1*) l/100 km,
außerorts: 6,7 (6,3*) l/100 km, kombiniert: 8,7 (7,7*) l/100 km, Effizienzklassen: F – E. * mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe
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BETRIEBSSPORT
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EMO
TION
ON THE ROAD
FERNBE ZIEHUNG,
NÄHE BEIBEHALTEN
Er in Stuttgart-Zuffenhausen, sie in Leipzig. Ein ganz
normales Paar, das sich im Studium kennengelernt hat und
jetzt für den Job eine Beziehung über 478 Autobahnkilometer
hinweg führt. Wie die Liebe nicht auf der Strecke bleibt.
24
„Plö t z lich is t alles auf
einmal da: das, was man
lieb t , und das, was ner v t .“
aus. Man lernt, die Zeit mehr zu schätzen und zu nutzen – für das Ich wie für
das Wir. Die Wochenenden sind intensiv,
es ist plötzlich alles auf einmal da: das,
was man am anderen liebt, und das, was
einen nervt. Gute Abwechslung, aber es
gilt, die Erwartungen und die Kommunikation anzupassen. Irgendwann hat
auch der Abschiedsschmerz keine
Chance mehr, mit etwas Übung gelingt
das Ausweichen ziemlich gut. Dann wartet schon die nächste Herausforderung
auf uns: zusammenziehen. Te x t A n n a D r e h e r
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LIEBLINGSREZEPTE AUS DER KANTINE
WÜR ZIGE CURRYSUPPE
FÜR SPÄTE WG - GÄS TE
NATIONALITÄTEN
Porsche-Koch Marcel Karle zaubert einfallsreiche Gerichte fast aus dem Nichts. Ein
Trick zum Nachkochen – raffiniert und simpel
zugleich.
finden sich unter den
24 0 0 0 P o r s c h e - M i t a r b e i t e r n ,
d i e 2 015 m e h r a l s
2 2 0 0 0 0 Fa h r ze u ge ge b a u t
h a b e n . G l o b a l d e n ke n i s t
unsere Basis.
Porsche beschäftigt Mitarbeiter
unter anderem aus dem Irak, aus Vietnam,
Kamerun, Japan, Jordanien, Sri Lanka,
Neuseeland, Bolivien, Israel und Peru.
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3 EL Ö l (Erd nussöl )
1 Z wi ebel
3 Bananen
3 EL Curry (Mad ras- Curry/ Ind i sc her Cur r y )
8 0 g Ing wer g esc häl t
7 5 0 m l Hühnerbrühe od er Gem üsebr ühe
2 5 0 m l Kok osm i l c h
2 5 0 m l S ahne
2 EL Mang oc hut ney
S al z / P fef fer
Zubereitung (für sechs Personen):
Ingwer und Zwiebeln schälen und in feine Würfel
schneiden, Bananen mit einer Gabel zerdrücken (Ingwer
kann auch auf der Rohkostreibe fein gerieben werden).
Zwiebeln im Öl anbraten. Ingwer, Curry und Bananen
kurz mitrösten. Mit Hühnerbrühe, Kokosmilch und Sahne
aufgießen, aufkochen und bei schwacher Hitze 30 min
köcheln. Dann die Suppe pürieren, nochmals aufkochen
und mit Salz, Pfeffer und Mangochutney abschmecken.
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N
kann sie nicht. Und umgekehrt. Oft
auch, weil das Ich im Wir zu dominant
ist. So entstehen Missverständnisse.
Planung wird zur Wissenschaft.
Aber dann ist da auch der Reiz der
besonderen Beziehung. Jeder hat sein
eigenes Leben, sein eigenes Ich, und
dann gibt es eben noch das gemeinsame Leben, das Wir. Bei der richtigen Balance bringt das mehr Eigenständigkeit
und Konzentration auf persönliche Ziele. Und vielleicht sogar mehr Knistern.
Die Herausforderung macht den Reiz
Foto: Frederik Laux
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atürlich, er schon wieder.
Von Anfang an hatte er sich
angekündigt, jetzt war er
da. Lauerte an der Tür und
wartete nur darauf zuzuschlagen. Manchmal waren die Schläge
erträglich, manchmal kamen sie mit voller Wucht. Und das an einem Sonntag.
Gnadenlos getroffen vom Abschiedsschmerz – Alltag in einer Fernbeziehung.
Der Anfang jedes Treffens ist immer auch gleich sein Ende. Egal, ob es
nach zwei Tagen, zwei Wochen oder
nach einem Monat kommt. Natürlich ist
vieles eine Frage der Einstellung, eine
Frage der Gewohnheit. In einer Fernbeziehung ist man frei und auch unfrei zugleich. Weil man ein Paar ist und auch
wieder nicht. Und weil viele Fragen bleiben: Ist der Job wichtiger? Geht es nicht
anders? Will man es nicht anders? Wie
kann Nähe entstehen, sich halten? Und
wie lange hält eine Liebe so etwas aus?
Skype, WhatsApp, günstige Zug- und
Flugverbindungen machen vieles leichter. Fahrzeit kann ja auch Denkzeit sein.
Nichts nervt so sehr wie ein Skype-Gespräch, bei dem die Verbindung alle
paar Minuten abbricht. Oder abgebrochen wird, im Streit. Offline gehen ist
wie die Türe zuschlagen – nur kann keiner hinterherrennen und weiterreden.
Ein Paar, zwei Leben. Wenn er Zeit hat,
25
KAR
RIE
RE
Fr a n k- S t e f f e n
Wa l l i s e r
Leiter Motorspor t
u n d G T- Fa h r ze u ge
Geboren am 16.8.1969
in Stuttgart
1989 Abitur in Reutlingen
1991–1999 Maschinenbaustudium an der Uni Stuttgart,
Promotion an der Uni Chemnitz
1998–2000 Leiter Technologiebeobachtung und Fremdfahrzeuganalyse, Porsche AG
2000–2003 Assistent des
Vorstandes für Forschung
und Entwicklung
2003–2008 Leiter
Motorsportstrategie
2008 Leiter Systemmanagement im Bereich
Elektrik/Elektronik
2008–2010 Leiter Hardwareintegration im Bereich Elektrik/
Elektronik
2010–2014 Gesamtprojektleiter
918 Spyder
Seit Oktober 2014 Leiter
Motorsport und GT-Fahrzeuge
ENTWICKLE DICH WEITER
T YP BLEIBEN,
TEMPO MACHEN
Foto: Rafael Krötz, Illustration: Project-2
chon die Manschettenknöpfe weisen
Dr. Frank-Steffen Walliser als Grenzgänger aus. Kleine silberne Sportwagensilhouetten, leicht erkennbar als Typ 918
Spyder. Jenen Porsche also, der die
Gene aus zwei Welten in sich vereint, aus dem Motorsport und aus der Serientechnologie. Mit dem
Träger der Manschettenknöpfe verhält es sich
kaum anders, wie dieser mit einem Lächeln bereitwillig zugibt: „Ich habe eine linke und eine rechte
Herzkammer – die eine schlägt für den Sport, die
andere für die Serie.“ Zusammen ergibt das jede
Menge Porsche-Herzblut. Unabdingbar für einen,
der seit Oktober 2014 die Leitung des Motorsports der Porsche AG übernommen hat und damit
für die weltweiten Aktivitäten im GT-Sport sowie
die GT-Seriensportwagen verantwortlich ist.
Ein Wanderer zwischen den Welten war
Frank-Steffen Walliser schon immer. Seit mehr als
20 Jahren steht er in Diensten von Porsche, 1995
kommt er als Maschinenbaustudent ins Entwicklungszentrum Weissach. Schwerpunkt: Verbrennungsmotoren, in Kombination mit dem Studienfach Technologiemanagement. Wissen und Leidenschaft ergeben 2003 in Kombination die Führungsaufgabe als Leiter der Motorsportstrategie bei
Porsche. Der von ihm mitentwickelte RS Spyder
fährt drei Fahrer- und Teamtitel in der American Le
Mans Series ein. Derart beschleunigt ging es zurück in die Serienentwicklung. Als Gesamtprojektleiter bringt der heute 46-Jährige den wegweisenden Supersportwagen 918 Spyder zur Serienreife –
und zur Rekordrunde auf dem Nürburgring. „In der
Serienentwicklung geht es um komplexe techni- ›
01/ 20 16
Motorsport ist wie das Leben – es gilt, seine Talente
zu erkennen und seine Chancen zu nutzen. Eine gute Schule, findet
Dr. Frank-Steffen Walliser, der den Motorsport bei Porsche leitet.
S
Frank-Steffen Walliser auf der Spur einer großen Tradition:
Porsche hat über 28 000 Siege im Motorsport errungen
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ARBEIT
GEBER
Emotion ist auch Treibstoff: Frank-Steffen Walliser
lässt sich begeistern, bleibt aber analytisch
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Fr a n k- S t e f f e n Wa l l i s e r,
v o m M a s c h i n e n b a u s t u d e n t i n d i e B o xe n ga s s e
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und dann die richtigen Schlüsse ziehen“, sagt er
über die veränderten Anforderungen. Das mögen
schnelle Entscheidungen an der Strecke sein, die
aber auf einer akribischen Vorarbeit basieren. Der
GT-Sport ist Porsches Heimat, aber auch ein von
vielen Herstellern hart umkämpftes Terrain. „In der
Serie hat man natürlich auch Wettbewerber, aber
selten so direkt. Motorsport bedeutet, die Leistung auf den Punkt zu bringen“, sagt Walliser über
sein neues, altes Arbeitsumfeld. Augen und Gesichtszügen ist dabei anzumerken, wie sehr er die-
S T R AT EG I E
FÜHRUNG,
FAMILIE ,
TALENTE
Porsche liegt viel daran, ein
attraktiver Arbeitgeber zu sein.
In den vergangenen Jahren hat das
Unternehmen daher viele Initiativen
gestartet, um Mitarbeiter gezielter
zu fördern und ihnen eine möglichst
flexible Lebensgestaltung zu ermöglichen.
FLE XIBILITÄT
Für den Arbeitsmarkt der Zukunft
bietet Porsche höchste Flexibilität. So wird eine lebensphasenorientierte Arbeitszeitgestaltung ermöglicht, etwa durch die
Absenkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf 20 Stunden für einen
Zeitraum von bis zu zwei Jahren. Weitere Optionen zur individuellen
Gestaltung der Karriere sind Home Office an bis zu zwei Tagen
die Woche und persönliche Auszeiten („Sabbaticals“) für eine Dauer
von bis zu zwölf Monaten.
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FAMILIE
Porsche sorgt für Belegplätze in Kindertageseinrichtungen und unterstützt Familien in Kooperation mit dem
Familien­s ervice bei der Kinderbetreuung. Auch in Krankheits- und
Pflegefällen können die Mitarbeiter auf Porsche zählen. Darüber
hinaus kann nach der Elternzeit der Wiedereinstieg familien­
freundlich über Teilzeitmodelle geregelt werden.
FÜHRUNG
Auch in Führungspositionen ist es bei Porsche
möglich, sich eine Stelle zu teilen, wenn es sinnvoll und gewünscht
ist. Erste entsprechende Job-Sharing-Modelle wurden bereits
erfolgreich etabliert. Dass Führung keine reine Männerangelegenheit ist, unterstreicht das Unternehmen dadurch, dass in den
vergangenen Jahren wichtige Schlüsselfunktionen bei Porsche
mit weiblichen Leistungs­t rägern besetzt wurden.
TALENTE
Nachwuchskräfte werden bei Porsche durch
Mentorenschaften und Beteiligung an Nachwuchsförder­p rogrammen
nachhaltig entwickelt.
01/ 20 16
„Ich habe eine linke und
eine r echte Her zkammer –
die eine s chlä g t für den Sp or t ,
die ander e für die S erie.“
se Herausforderung schätzt. Er glaube an das
Teamplay, sagt der Coach von 350 Mitarbeitern
mit zwei Tochtergesellschaften, und das Ziel für
sein Team umschreibt er in bestem Renn-Slang:
„Die Sache zum Fliegen bringen!“ Der Motorsport verändert sich, Energie und Effizienz werden in Zukunft
eine größere Rolle spielen. Porsche ist einer der Vorreiter. Auch künftig geht es darum, solche Trends zu
setzen und zu verfolgen.
Als Kind wollte Frank-Steffen Walliser nie
Rennfahrer werden. „Bei mir sind die Autos im Kopf
schnell“, sagt er, das gelte bis heute. Mit 16 nahm
der Berufswunsch, „etwas mit Automobilen“ zu
machen, ernsthaft Gestalt an. Für Porsche zu arbeiten war damals ein ferner Traum. Und plötzlich
ist alles ganz nah, ist er mittendrin. Die Emotionen,
die im Motorsport eine besondere Rolle spielen,
sind für ihn als promovierten Ingenieur kein Widerspruch: „Ein Auto, zumal ein Porsche, ist immer
etwas Emotionales. Wir freuen uns doch alle an
Technik, die Spaß macht.“ Ob Racer besondere
Menschen sind? „Einen Beruf mit diesen Belastungen macht niemand aus Versehen, das ist eine bewusste Entscheidung“, weiß Frank-Steffen Walliser. Was ihn am Motorsport aber immer wieder
besonders fasziniert und reizt: „Wir leben in einer
Welt, in der es in vielen Bereichen immer mehr
Grautöne gibt. Auf der Rennstrecke aber gilt
Schwarz-Weiß. Nach der Zielflagge habe ich immer
ein klares Ergebnis. Ausreden gibt es da keine.“ Te x t E l m a r B r ü m m e r
Foto: Rafael Krötz, Illustration links: Project-2, rechts: Shutterstock
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sche Prozesse. Aber auch da wird eine hohe Geschwindigkeit und Konzentration verlangt, die Anforderungen sind also gar nicht so unterschiedlich“, sagt Walliser über seinen inneren Technologietransfer. In seiner neuen Rolle ist er Manager,
Techniker und Taktiker in einem. Er ist jetzt auch
für alle Porsche-Motorsportkunden verantwortlich. Analyse kommt dabei aber immer vor Begeisterung. „Ich muss einen Rennverlauf lesen können,
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ALL
TÄ G
LICH
PRAKTIKUM
TOP 5
R E A L I T Y CH ECK
Porsche bietet viele unterschiedliche Praktika an.
Hier eine Auswahl aktuell
spannender Themenbereiche.
Bewerben lohnt sich!
VOLL IM TEAM
INTEGRIERT
01/ 20 16
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ie erste Bewährungsprobe ließ nicht
lange auf sich warten: Wenige Tage,
nachdem Svenja Knaf mit ihrem Praktikum in der IT-Programmplanung bei
Porsche in Zuffenhausen begonnen
hatte, stand ein IT-Workshop zusammen mit Konzernkollegen von Bentley an. „Im Vorfeld sollte ich
eine Liste mit offenen Themen zusammenstellen,
dann den Workshop protokollieren und daraus im
Anschluss Fragen der Teilnehmer beantworten“,
erinnert sich die 25-jährige Studentin. Da sie zu
diesem Zeitpunkt noch nicht allzu tief in das Thema
eingearbeitet war und die Veranstaltung zudem
auf Englisch stattfand, war dies für die angehende
Wirtschaftsingenieurin mit Studienschwerpunkt
Elektro- und Informationstechnik durchaus herausfordernd. „Letztlich hat aber alles super geklappt
und ich habe positives Feedback bekommen“,
sagt sie.
Neben der Organisation von Meetings und
Workshops sowie der Ausplanung von Budgets ist
Svenja Knaf auch in konkrete Fahrzeugprojekte
eingebunden, etwa die Vorplanung für den
Elektrosportler Mission E oder Planungen für den
Cayenne. „Dabei geht es um unterschiedliche
IT-Vorgänge im Hintergrund, von der Entwicklung
über die Produktion bis hin zum Bereich After Sales“,
IT, die begeistert:
Praktikantin Svenja Knaf
ist bei Porsche auch in
einige sensible Themen
eingebunden
Unterstützung
beim Aufbau von
Testszenarien,
der Testdurchführung
sowie Mitwirkung beim
Testmanagement
Mitwirkung bei
der Steuerung und
Durchführung von
IT-Projekten und
des Applikationsmanagements
unter der Nutzung
moderner Planungsund Verfolgungswerkzeuge
Mitarbeit bei der
Analyse und des
Entwurfs von
IT-Applikationen
Fe m t e c .G m b H
Karriereplat t form
und Netzwerk
Die im Jahr 2001 von
der EAF Berlin und der
TU Berlin gegründete
Femtec.GmbH gewinnt
weiblichen Nachwuchs
für die MINT-Berufe,
bietet zielstrebigen
Studentinnen ausgezeichnete Karriereperspektiven und qualifiziert sowie vermittelt
exzellente MINTProfessionals. Als
Gründungsmitglied ist
Porsche seit 2001
Femtec-Partner.
femtec.org
Praktikant/in Projektmanagement
Entwicklung Fahrzeugprojekte
Kennziffer: PAG-P-6320020-E
erklärt die Master-Studentin. Für den Mission E,
der bislang nur als Konzeptstudie existiert, gelte
es zu klären, welche IT-Systeme und -Kapazitäten
dafür überhaupt an welcher Stelle benötigt werden. „Die Logistiksysteme müssen dafür zum Beispiel völlig neu aufgesetzt werden, was wir IT-seitig unterstützen“, sagt Svenja Knaf. Beim Cayenne
plane sie hingegen derzeit mit, wie der dort vorher
notwendige IT-Systemtest genau ablaufen soll.
Auch wenn Svenja Knaf durch ihr Studium
über Hintergrundwissen für ihr Praktikum verfügt,
sind viele ihrer Aufgaben komplett neu für sie. Daher frage sie so viel es geht bei ihren Kollegen
nach. „Die helfen mir immer gerne weiter“, erklärt
sie. Dieser offene Umgang miteinander und die
Miteinbeziehung auch in sensible Themen begeistern sie besonders. „Da fühlt man sich schnell als
vollwertiges Teammitglied.“
Von der positiven Stimmung bei Porsche hatte sie sich bereits vor ihrem Praktikum überzeugt.
Im Rahmen von Femtec, einer internationalen Karriereplattform für Frauen in Ingenieur- und Naturwissenschaften, arbeitete sie über drei Monate
hinweg in einer Innovationswerkstatt in Zuffenhausen mit. „Eine super Erfahrung, die mich nun letztlich hierhergeführt hat.“
Te x t A l e x a n d e r G ü n z l e r
Praktikant/in Entwicklung Cockpit,
Klima- und Kraftstoffsysteme
Kennziffer: PAG-P-6320023-E
Praktikant/in Produktion und
Logistik Informationsprozesse
Kennziffer: PAG-P-6507915-E
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Praktikant/in Produktionsplanung
neue Fahrzeugprojekte
Kennziffer: PAG-P-6507917-E
jobs.porsche.com
„E n t s ch e i d e n d
für eine er f olgreiche Karriere ist
nicht das X- oder
Y- C h r o m o s o m ,
sondern das
P o r s c h e - G e n .“
Ko n s t a n z e M a r i n o f f,
L e i t e r i n Pe r s o n a l m a r ke t i n g
01/ 20 16
Svenja Knaf unterstützt als Praktikantin
das IT-Programmmanagement bei Porsche.
Deckt sich ihre Arbeit mit der Praktikumsausschreibung? Ein Vergleich.
Praktikant/in Vertrieb und
Marketing Connected Car
Kennziffer: PAG-P-6508054-E
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02.05. Bonding / Stut tgar t
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VON MANIL A
BIS DUBAI
R
01/ 20 16
ichard Carvalho ist im Porsche Zen­
trum Al Nabooda Automobiles LLC
nicht nur der Chef von Jayson Supan, er
ist auch Familienersatz, Kumpel und
Kompass für seinen Kollegen, der seit
2009 fern der Heimat in Dubai lebt. Supan ist einer
von mehr als 250 jungen Filipinos, die in den vergangenen Jahren im Porsche Training and Recruitment Center Asia in Manila zu Kfz-Service­mecha­
tronikern ausgebildet wurden. Von dort gehen sie
vor allem in die Porsche-Zentren im Mittleren Osten. Porsche deckt damit seinen steigenden Bedarf an qualifizierten Servicemitarbeitern in einer
absoluten Wachstumsregion. Und die neuen Kollegen, die alle aus benachteiligten Verhältnissen
stammen, erhalten eine außergewöhnliche beruf­
liche Perspektive. Jayson Supan nutzt diese Chance auch, um seine Familie zu Hause zu unterstützen, wo er nur kann.
32
n e w s r o o m . p o r s c h e .c o m
10.05. Konak t iva / Darmstadt
11.05. Indust rietag / Esslingen
12.05. Tigers Career Day / Tübingen
24.05. Bonding / Braunschweig
31.05. KIT-Karrieremesse / Karlsruhe
04.06. Messe Kongress women&work / Bonn
21.06. IKOM / München
05.07. Bonding Automot ive Day / Aachen
16.09. European MINT Convent ion / Stut tgar t
3000 MAL
pro Minute schlägt der Kolibri mit seinen Flügeln.
Der Turbolader des neuen Porsche 911 Carrera S dreht
200 000 Mal in der Minute – und hebt dabei nicht ab.
VEGANER TIERISCH UNTERWEGS
Attila Hildmann ist angehender Physiker, der bekannteste
Vegan-Koch Deutschlands – und überzeugter Porsche-Fan.
Mit ihm ist vegane Ernährung salonfähig geworden, der
34-Jährige selbst ist ein Medienstar. Mehr als eine Million
seiner Kochbücher hat er schon verkauft, auch weil er gern
provoziert mit Aussagen wie: „Nur weil ich mich gesund und
ökologisch ernähren will, muss ich nicht im Kloster leben oder
Dreadlocks tragen.“ Durch die Vermeidung von tierischen
Nahrungsmitteln hatte Attila Hildmann 35 Kilogramm
abgenommen, Fitness spielt für ihn eine große Rolle. Die
Philosophie des bekennenden Porsche-Fans: Halte es
einfach und sei damit immer noch besser als der Rest …
Der Videobeweis hinter dem Steuer des 911 Carrera GTS
wurde schon 1,1 Millionen Mal geklickt.
y o u t u b e .c o m / p o r s c h e
911 CARRERA S (TYP 991 II): CO2-Emission (kombiniert): 199 (174*) g/km, Verbrauch innerorts: 12,2 (10,1*) l/100 km,
außerorts: 6,6 (6,4*) l/100 km, kombiniert: 8,7 (7,7*) l/100 km, Effizienzklassen: F – E. * mit Porsche-Doppelkupplungsgetriebe
PERSPEKTIVEN
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01/ 20 16
29.04. IT Day / Stut tgar t
Sie hat im Automobilbereich zwar nicht direkt
etwas mit Liebe zu tun, steht aber doch für
eine möglichst langanhaltende Verbindung.
Und ein feierlicher Moment ist es auch, denn
Hochzeit meint in der Produktion die
Zusammenführung von Karosserie und
Fahrwerk inklusive Antriebsstrang.
Anschließend fehlt eigentlich nur noch das
Interieur sowie die Räder, und der Porsche
kann die Herzen höherschlagen lassen.
28.04. Karrieremesse Teconomy / Graz
Der Sohn von Ferdinand Porsche hieß
Ferdinand Anton Ernst (1909–1998), doch
alle nannten ihn Ferry. 1931 tritt er in das
Konstrukteursbüro seines Vaters ein. In
Gmünd (Österreich), wohin die Firma
während des Zweiten Weltkriegs ausweichen
muss, realisiert er den gemeinamen Traum:
Er entwickelt den Porsche 356 Nummer 1,
den ersten eigenen Sportwagen, und begründet mit ihm 1948 den Anfang der Marke.
26.04. X-Day / P forzheim
In der Langstreckenrennserie FIA World
Endurance Championship (WEC) tritt
Porsche mit dem 919 Hybrid bei den
Sportproto­t ypen (LMP1) und dem 911 bei
den Gran Turismos (GT) an. Neben
6-Stunden-Rennen gehören die 24 Stunden
von Le Mans zum Programm, die Porsche
2015 zum 17. Mal gewinnt. Zudem holt das
Motorsportteam die Konstrukteurs- und
Fahrertitel beider Klassen.
21.04. Career Fair / Mannheim
Die Wiege des Sportwagenherstellers und
zugleich der älteste Teil des Stammwerks in
Zuffenhausen. Die Anfänge reichen bis ins
Jahr 1937 zurück, als Firmengründer
Ferdinand Porsche sein Ingenieurbüro in
eine Kommanditgesellschaft umwandelt
und diese von der Kronenstraße 24 in
Stuttgart-Mitte nach Zuffenhausen umzieht.
Heute ist im Werk 1 unter anderem die
Geschäftsleitung untergebracht.
Mat thias Wissmann,
Präsi d en t d es Ver ba nd es d er Au to m obi l i nd us t r i e
HOCHZEIT
20.04. Bonding / Dresden
FERRY
14.04. Polymesse / Zürich
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T E R M I N E S O M M E R S E M E S T E R 2 0 16
„Der Ingenieur
der Zukunf t is t ein
Allr ounder: Wer
er f olgr eich s ein will,
mus s auch über den
Tellerrand s einer
Fachrichtung hinausgucken können.“
WERK 1
informativ
interessant
interaktiv
PORSCHE VERSTEHE N – LEICHT GEMACHT
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zwischen 9 und 18 Uhr)
34
E
s gibt einen Punkt im Arbeitsleben, da merkt man schlagartig, worauf es wirklich ankommt und worauf es eigentlich schon immer angekommen ist. Unser Leben ist nämlich
rückblickend doch kein Kino-Block­
buster, in dem wir an seinem Ende im
Zeitraffer all die typischen Meilensteine
als blurry und absolut emotionale Bilder
vor uns ablaufen sehen. Die Übergabe
des Bachelor-Zeugnisses? Die Party zog
sich, und wie eine Prinzessin in den
US-Movies habe ich mich auch nicht gefühlt. Was bleibt, ist diese Beurkundung, die in irgendeiner Klarsichtfolie
schlummert – um nicht zu verstauben.
So wichtig mir dieser Schrieb auch viele
Jahre erschien, wurde er nach den ersten Bewerbungen kaum noch eines Blickes gewürdigt.
Und jetzt also: Mia Bühler arbeitet
„richtig“. Eine 28 Jahre junge Frau in
ständiger Begleitung winziger Erwar-
IMPRESSUM
Porsche Campus
01/2016
tungssplitter. Meine Kollegen und ich
tauschen uns über Authentizität für unsere Kunden aus. Wir fragen uns, wie
Budgetierungen aussehen sollten, suchen nach Beispielen und finden Argumente. Irgendwann zwischen diesen
Momenten, bei einem Kaffee ohne
Milch, sind wir wieder beim Thema
Glaubwürdigkeit.
Uns wird bewusst: Auf dem Weg
vom Studenten ins Arbeitsleben muss
man vor allem an sich selbst glauben.
Egal, ob man wie wir in einer Digitalagentur oder bei Porsche seine ersten Schritte unternimmt. Karriereführer
und Berufsratgeber erzählen nämlich
nichts von Großraumbüros oder auch
mal zähen Arbeitstagen. Und sie erzählen noch viel weniger davon, wie wir unsere Grenzen austesten, uns ausprobieren und wie wir kommunizieren können.
Sie erzählen nicht, wie uns das Herz
fast aus der Brust springt bei einer der
200 E-Mails, die am Tag reinflattern,
Herausgeber, Chefredaktion und Verlag
Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft
Personalmarketing, Porscheplatz 1
70435 Stuttgart, Telefon: 0711 - 911 - 28858
Redaktion und Gestaltung
C3 Stuttgart Creative Code
and Content GmbH, Stuttgart
Deutschland
und auch nicht davon, dass man im
Grunde einfach so gut sein kann, wie
man es möchte, ganz unabhängig von
Zeugnissen und Studium. Man kann
nicht alles nachvollziehen mit Reportings und Messwerkzeugen, aber mit
dem eigenen Gefühl und dem eigenen
Glauben – an sich selbst und an die Kollegen, die täglich an der gegenüberliegenden Seite der Schreibtischplatte
sitzen, die dann und wann aufschauen,
einen anlächeln, und dass der Arbeitstag am Ende absolut okay war. Wir machen Fehler, wir entwickeln uns, und wir
hoffen nicht nur, dass wir mit diesen
Kleinigkeiten im Alltag Spuren hinterlassen, sondern wir wissen es. Es ist kein
Versprechen an unsere Chefs, sondern
an uns selbst. Jeden Tag.
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MIA BÜHLER arbeitet
täglich an ihrem Blog
uberding.net
Cover
Fotograf
Steffen Jahn
Herstellung & Druck
Elanders GmbH
Waiblingen, Deutschland
Urheber- und Verlagsrecht Die Zeitschrift und alle in ihr enthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Mit Annahme des Manuskripts gehen das Recht
zur Veröffentlichung sowie die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken, Fotokopien und
Mikrokopien an den Verlag über. Jede Verwertung außerhalb der durch das Urheberrechtsgesetz festgelegten Grenzen ist ohne Zustimmung des Verlags unzulässig.
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Foto rechts: Steffen Jahn, Illustration: We & Me Design Studio
Vor den großen Schritten in der
Karriere kommen die kleinen – wie lassen
sich die eigenen Erwartungen mit dem
Arbeitsleben abgleichen? Die Bloggerin
Mia Bühler darüber, wie ihre Generation
glaubwürdige Fußabdrücke im Arbeitsleben hinterlassen kann.
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Andreas Wobst, Maschinen- und Anlagentechniker U
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„Hightech oder Handarbeit?
Wieso oder?“
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Produktionsverfahren mit akribischer Handarbeit verbinden. Informieren Sie
sich über unsere flexiblen Arbeitszeitmodelle, die Initiativen zur Vereinbarkeit von
01/ 20 16
Beruf und Familie sowie die vielfältigen Einstiegsmöglichkeiten bei Porsche.
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Individuelle Kult-Burger, die schon seit mehr
als 50 Jahren serviert werden.
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Der Pavillon mit Teich liegt direkt an der
Panoramastraße – so ist auch der Blick.
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2 Schankstelle
Insider nennen es nur Super, aber die Bar
Pop-up goes Einkaufspassage: Concept Mall.
mit Wochenend-Disco ist eher Super plus.
DieUMini-Kaffeebar
Tatti gehört zum Konzept.
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3 Biergarten im Schlossgarten
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6 Höhenfreibad Killesberg s t r
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und Whisky-Bar.
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Typisch für den Stuttgarter Westen:
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Der Ort, an dem das Herz von Porsche
Szene-Laden am Straßendreieck.
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22 Fischlabor
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alles gut sein können: Auf l r s und passende Speisen.
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9 Palast der Republik
Cooler Japaner am Rande des Gerberviertels.
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Schwaben sind bescheiden:
Kirschblütentapete.
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Dieser Bier-Palast ist ein ehemaligesr.
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Ganz oben lockt ein Biergarten.
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Vorsicht, Verwechslungsgefahr!
Uni-Gelände
www.marshallbar.com/tschechen
gibt es auch in Vaihingen und Hohenheim.
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Neues gastronomisches Epizentrum
11 Waranga
an der Zahnradbahn, Zacke genannt.
Bar mit Open-Air-Gelände direkt hinter
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dem Kunstmuseum. Überblick garantiert.
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Zutiefst schwäbische Küche: von Rostbraten
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Erst Schlange stehen, dann am
über Kutteln bis zu Linsen und Spätzle.
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Galatea-Brunnen den Blick genießen.
www.kochenbas.de
www.eispinguin.de
27 Teehaus
13 Markthalle
Der Aufstieg in den Weißenburgpark ist
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Alles frisch! Einkaufen für Genießer.
etwas beschwerlich, aber die Location toll.
www.markthalle-stuttgart.de
www.teehaus-stuttgart.de
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Neu in der Stadt, in der Porsche zu Hause ist?
Stuttgart liegt in einem Kessel, aber in einem, der kocht!
Szene-Kenner Alexander Günzler gibt einige Tipps für
den Summer in the City.
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