Offizielle Pressemappe mit allen Informationen für - musikfest-bw

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Offizielle Pressemappe mit allen Informationen für - musikfest-bw
PRESSEMAPPE
Inhalt
1. Das Musikfest Baden-Württemberg
2. BLASMUSIK GRENZENLOS - Ein Musikfest der Superlativen und Innovationen
3. Wussten Sie….? - Zahlen, Daten, Fakten zum Musikfest BW 2015
4. Programm - Highlights und Veranstaltungsorte
5. Blasmusik im Festgewand - Die Gala-Konzerte beim Musikfest BW
6. Die Ausstellung Inter-Kultur – Grenzenlose Integrationskraft
7. Interkultureller Musikspielplatz - Interkulturelle Spiele rund um die Musik
8. Mit „The Foggy Island“ auf Erfolgskurs - Patrick Egge gewinnt den Kompositionspreis für das Musikfest Baden-Württemberg
Beilagen
Live dabei - Akkreditierungsformular für Journalisten
Lockmittel – Werbemedien mit Detailinformationen
Ihre Ansprechpartnerin
Sibylle Schäfer
Bundespressereferentin BDB e. V.
(im Ehrenamt)
Office +49 6024 9124
Mobile +49 171 8960958
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1. DAS MUSIKFEST BADEN-WÜRTTEMBERG
Der Bund Deutscher Blasmusikverbände e.V. (BDB) und der Blasmusikverband Baden-Württemberg
e.V. (BVBW) veranstalten in Kooperation das Musikfest Baden-Württemberg in Karlsruhe. Nach
Villingen-Schwenningen im Jahre 2006 und Metzingen 2010 ist Karlsruhe die dritte Stadt, die das
gemeinsame Musikfest beherbergt. Unter dem Motto „Blasmusik grenzenlos“ erklingt die Stadt
Karlsruhe – als Auftakt zu ihrem 300. Geburtstag – an den drei Tagen im Mai 2015 jazzig, traditionell,
rockig, konzertant, poppig und symphonisch. Unter der Schirmherrschaft des badenwürttembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann vereint diese Veranstaltung
professionelles Musizieren und Amateurmusik und spiegelt die Leistungsfähigkeit der süddeutschen
Blasmusikkultur wider.
Das Musikfest Baden-Württemberg 2015 ist ein Fest vieler Premieren, Innovationen und einmaliger
Erlebnisse:
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6 Gala-Konzerte mit national und international hochkarätigen Orchestern
Landesentscheid zum Deutschen Orchesterwettbewerb (DOW)
Konzertwettbewerb mit der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände e. V. (BDMV)
Wettbewerb für Bläserklassen
Inter-Kultur: der Interkulturelle Musikspielplatz für Kinder und Erwachsene aller Kulturen
Kooperation mit der Hochschule für Musik Karlsruhe für das Konzertprojekt „Full-Orchestra“
Projektorchester „Südwestwind“
Kompositionswettbewerb unter dem Motto:
„Musikvereine und Kinder der musikalischen Früherziehung musizieren gemeinsam“
Bläser-Disco
VERANSTALTER
Das Musikfest Baden-Württemberg wir gemeinsam vom Blasmusikverband Baden-Württemberg und
vom Bund Deutscher Blasmusikverbände veranstaltet.
Seit seiner Gründung im Jahre 1977 hat sich der Blasmusikverband Baden-Württemberg e.V. (BVBW)
zum Ziel gesetzt, die Interessen seiner Mitglieder optimal gegenüber der Politik und in der Gesellschaft
zu vertreten. Der Verband betreut derzeit ca. 105.000 aktive Mitglieder in über 1.400
Mitgliedsvereinen, welche in 22 Kreisverbänden organisiert sind. Den Mitgliedsvereinen steht die
Verbandsgeschäftsstelle in Stuttgart-Bad Cannstatt als Kompetenzzentrum in allen Fragen rund um die
Vereinsführung mit Rat und Tat zur Seite. Ein besonderer Schwerpunkt ist die musikalische Aus- und
Weiterbildung von Musikern und Dirigenten. Zu diesem Zweck betreibt der Verband die
Musikakademie in Kürnbach, welche jedes Jahr ein umfassendes Kursangebot mit namhaften
Dozenten anbietet. Mit dem Landesblasorchester Baden-Württemberg unterhält der BVBW eines der
renommiertesten Blasorchester in Deutschland.
Seit 1998 führt Rudolf Köberle den Blasmusikverband Baden-Württemberg als Präsident an.
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Der Bund Deutscher Blasmusikverbände e.V. ist eine Dachorganisation mit insgesamt 18
Mitgliedsverbänden in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Mit
über 75.000 Aktiven in rund 2.500 Orchestern, organisiert in 1.150 Vereinen, nimmt der BDB eine
führende Position innerhalb der laienmusikalischen Organisationen im deutschsprachigen Raum ein.
Der BDB vertritt und artikuliert die Interessen seiner Mitglieder gegenüber Entscheidungsträgern in
Politik und Wirtschaft. Die Darstellung der vielseitigen Amateurmusiklandschaft gegenüber der Presse,
den Medien und der Öffentlichkeit gehört hier genauso dazu. Große Bedeutung misst der BDB der
Fort- und Weiterbildung seiner Mitglieder bei. Hierzu dient die Musikakademie in Staufen als zentrale
Bildungsstätte für die musikalische und überfachliche Bildung.
An der Spitze des BDB steht Präsident Dr. Patrick Rapp MdL.
ORGANISATOR
Blasmusikverband Karlsruhe e.V.
Der Blasmusikverband Karlsruhe ist einer der aktivsten und größten Verbände im BDB. Er besteht aus
7 Bezirken. In ihnen sind 107 Musikvereine mit 8.000 Aktiven, davon 4.500 unter 27 Jahren, vereint.
Seit 1993 steht Michael Weber an der Spitze des Verbandes. Als Präsident legt er großes Augenmerk
auf das Bildungswesen und die Jugendarbeit im Verband. Die hohe Anzahl an JMLA-Absolventen und
Absolventen der Jugendleiter- und Mentorenausbildung unterstreicht das alljährlich nachdrücklich.
In seiner heutigen Form ist der Blasmusikverband Karlsruhe ein recht junger Verband. Seine
Vorgängerorganisationen reichen jedoch bis in das Jahr 1926 zurück. Die direkten Vorgänger waren
der Volksmusikverband Baden-Pfalz und der Kreisverband Karlsruhe Nord im Deutschen
Volksmusikverbund. Entsprechend der Kreisreform wurde das Verbandgebiet 1977 weitestgehend
dem Stadt- und Landkreis Karlsruhe angepasst und der Blasmusikverband Karlsruhe gegründet. Mit in
die Vereinigung wurde das heutige Sinfonische Jugendblasorchester Karlsruhe (SJBO) eingebracht, das
seither den Blasmusikverband Karlsruhe weltweit repräsentiert.
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2. BLASMUSIK GRENZENLOS –Hingehört! Aufgepasst! Mitgemacht!
Ein Musikfest der Superlativen und Innovationen
„Noch nie gab es ein so innovatives Musikfest Baden-Württemberg in einer so attraktiven Umgebung“,
freut sich Michael Weber, Präsident des ausrichtenden Blasmusikverbands Karlruhe, auf das
Großereignis. Nach der Premiere in Villingen-Schwenningen im Jahr 2006 ist das Musikfest in Karlsruhe
nun das dritte in der gemeinsamer Regie vom Bund Deutscher Blasmusikverbände e.V. (BDB) und dem
Blasmusikverband Baden-Württemberg e.V. (BVBW).
Karlsruhe hat sich als Gastgeber geradezu angeboten. Denn auf Feiern ist Badens Hauptstadt 2015
eingestellt. Immerhin begeht die Fächerstadt 2015 ab dem 17. Juni, dem Tag der Grundsteinlegung des
Schlosses, ihr 300-jähriges Stadtjubiläum mit einem 15-wöchigen Festivalsommer. Das Musikfest
macht dazu nicht nur den passenden Auftakt, auch das Jubiläumsmotto „Es geht rund“ kann das
Musikfest für sich gut und gerne in Anspruch nehmen. Ein Blick in das umfangreiche Programm
unterstreicht das eindrücklich und gibt auch Michael Weber nachdrücklich Recht. Da finden sich so
viele Premieren, innovative Programmpunkte und Facetten der Blasmusik wieder, dass mit Fug und
Recht von Blasmusik grenzenlos gesprochen werden darf.
Sechs hochkarätig besetzte Galakonzerte, neun Wettbewerbe und Wertungsspiele, unzählige Konzerte
und Shows und all das findet nur wenige Schritte von einander entfernt statt vor Kulissen und in
Konzertsälen, die jedes Musik- und Zuhörerherz höherschlagen lassen: vor dem Schloss, auf dem
Festplatz vor dem imposanten alten Säulengang der Stadthalle, im Stadtgarten, auf dem
Friedrichsplatz und in den prachtvollen Sälen der Stadthalle. Gleichsam als Festzelt fungiert die
Schwarzwaldhalle. Hier findet Bewirtung, zwanglose Begegnung und Unterhaltung statt. Unter dem
Stichwort „Musik, Unterhaltung und Show“, präsentieren sich hier an allen drei Tagen Orchester aller
Stilrichtungen, die im Unterhaltungsbereich etwas Besonderes zu bieten haben.
„Das Musikfest Baden-Württemberg bietet Blasmusik in grenzenloser Vielfalt und Qualität, mit
grenzenlosen Innovationen und Teilnahmemöglichkeiten. Die Räumlichkeiten sind fantastisch und die
Entfernungen kurz“, betont Michael Weber. „Dieses einmalige Ereignis sollte sich niemand entgehen
lassen!“.
MITGEMACHT!
Über 200 Musikvereine und Blasorchester aller Niveaustufen mit insgesamt rund 10 000 Musikern
haben die Einladung der Veranstalter angenommen und wirken beim Musikfest Baden-Württemberg
aktiv mit, sei es bei Platzkonzerten, beim Festumzug, den großen Gemeinschaftskonzerten oder bei
einem der zahlreichen Wettbewerbe und Wertungsspiele.
… bei Wettbewerben: Erstmals wird beim Musikfest in Karlsruhe nicht nur der Landesentscheid zum
Deutschen Orchesterwettbewerb in Kooperation mit dem Landesmusikrat ausgetragen, vielmehr gibt
es Wertungsspiele für Blasorchester in alle Kategorien, Wettbewerbe in unterschiedlichen Bereichen
sowie einen Konzertwettbewerbe für Blasorchester der Kategorien 3-5.
Besonders hervorzuheben ist der Konzertwettbewerb in der Kategorie 3. Er wird von der
Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV) ausgelobt und ausgetragen. Neu ist außerdem
der Bläserklassenwettbewerb.
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Lohnend ist die Teilnahme an den Wettbewerben auf jeden Fall, nicht nur in musikalischer Hinsicht.
Immerhin sind alle Wettbewerbe mit beachtlichen Preisgeldern dotiert, die sich insgesamt auf über 15
000 Euro summieren.
…beim Jugendprojektorchester „Südwestwind“:
Die BDB-Bläserjugend hat ambitionierte
Nachwuchsmusiker, insbesondere die Absolventen des Jungmusikerleistungsabzeichens (JMLA) in
Gold, zu einem Werkstattprojekt eingeladen. Alle Teilnehmer werden sich am Freitag, 15. Mai, unter
dem Namen „Südwestwind“ zu einer BW-Youth Band formieren und unter der professionellen Leitung
von Denis Laile einen Vormittag lang ein anspruchsvolles Konzertprogramm aus zeitgenössischen
deutschen Werken erarbeiten, das noch am selben Tag, um 16 Uhr im Weinbrennersaal zur Aufführung
kommt.
…beim Improvisationsworkshop: Das Team von Musik macht Schule entwickelt seit vielen Jahren
Workshopformate für verschiedensten Anlässe und Gruppenkonstellationen. Beim Musikfest BadenWürttemberg in Karlsruhe bieten sie einen Improvisationsworkshop nach der Herangehensweise von
Karsten Gorzel, Dozent für Improvisation an der Hochschule für Musik Freiburg, an. Improvisiert wird
über Loops (z. B. Rhythm Changes), dadurch haben die Teilnehmer die Chance, jeden Klang und Akkord
intensiv kennenzulernen und wahrzunehmen. Der Anspruch des Workshops ergibt sich aus den
individuellen Fähigkeiten der Teilnehmenden. Es besteht für JEDEN die Möglichkeit zur Teilnahme.
Eine Anmeldung ist hierfür nicht erforderlich – einfach in der Stadthalle zum Hans-Thoma-Saal
kommen, eigene Instrumente mitbringen und dabei sein!
Team von Musik macht Schule
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…beim Interkulturellen Musikspielplatz: Er will Kinder, Eltern und Familien aller Kulturen für Musik
begeistern. In neuen Spielstationen können sie auf spielerische Art die Erfahrung machen, dass Musik
als erste Muttersprache aller Nationen verbindet und Gemeinschaft schafft. Denn Musik kennt keine
politischen und religiösen Grenzen. In Musik, Rhythmik, Tanz und Bewegung besteht grenzenlose
Integrationskraft. (Für ausführlichere Informationen siehe Punkt 7 der Pressemappe).
….bei der Bläserdisco darf am Samstag, 16. Mai, ab 21.30 Uhr in der Gartenhalle abgetanzt werden.
Die Besucher dürfen im Vorfeld selbst das Programm mitgestalten und ihre Hitparade wählen. Darüber
hinaus müssen auch die Besucher der Bläser-Disco, der Saxophonistin Angela Weiss sei Dank, nicht auf
das verzichten, was das Musikfest Baden-Württemberg ausmacht: nämlich auf mitreißende LiveBläser-Acts.
Hingehört!
Hingehört werden darf beim Musikfest BW immer und überall, in Straßen, auf Plätzen, in Kirchen, und
in Konzertsälen, beim KiKiKo mit Gogol&Mäx in der Gartenhalle und bei der Late-Night-Show mit der
Blassportgruppe, und auch bei den Wertungsspielen und Wettbewerben sind Zuhörer ausdrücklich
erlaubt.
Blassportgruppe
Hier und dort wird den Zuhörern die ganze Bandbreite der Blas- und Amateurmusik und so mancher
Ohrenschmaus geboten. Garantiert der Fall sein wird das jedoch bei den sechs Galakonzerten (weitere
Infos unter Punkt 5 der Pressemappe). Sie werden zu einem Stelldichein von wahren Größen der
Blasmusik. Für einen klangvollen Auftakt werden am Freitag das Landesblasorchester BadenWürttemberg und die Bigband der Bundeswehr sorgen, das Musikkorps der Bundeswehr wird ein
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weiteres Galakonzert und die Polizeimusikkorps aus Bayern und Baden-Württemberg ein
gemeinsamen Konzert bestreiten und mit Mnozil Brass wird auch ein Brass Ensemble mit Kultstatus im
Rahmen des Musikfestes ein Gastspiel in Karlsruhe geben.
Aufgepasst!
Interesse wecken, Aufmerksamkeit erregen und Begeisterung auslösen für die grenzenlose Vielfalt der
Musik will auch das Rahmenprogramm des Musikfestes Baden-Württemberg in der Gartenhalle. Es
besteht aus der Ausstellung Inter-Kultur, der Kooperationsbühne mit Impulsvorträgen, zwei
außergewöhnlichen Konzerten und dem Interkulturellen Musikspielplatz. „Wir möchten auch im
Rahmenprogramm lebendig darstellen, erfahrbar- und erfühlbar machen, dass Musik alle nur
denkbaren und auch nicht vorstellbaren Grenzen überwinden kann“, betont der geschäftsführende
BDB-Präsident Christoph Karle. Eben ganz getreu dem Musikfest Motto: „Blasmusik grenzenlos.“
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3. Wussten Sie…? Zahlen, Daten und Fakten zum Musikfest BW 2015
Teilnehmer:
Alle Teilnehmer
(inkl. Begleitpersonen der Orchester)
10.246 (!)
Ehrengäste/VIPs:
110 Ehrengäste
Helfer:
120 Helfer
Orchester/Ensembles:
davon…
211
149 Blasorchester mit 6.971 Musikern
19 Bläserklassen mit 612 Musikern
1 Brass Band mit 35 Musikern
21 Jugendblasorchester mit 797 Musikern
3 Spielmannszüge mit 150 Musikern
2 Big Bands mit 41 Musikern
6 Seniorenorchester mit 195 Musikern
10 Alphorngruppen mit 93 Musikern
Auftritte:
Bläserklassenwettbewerb:
15 teilnehmende Orchester/Bläserklassen  390 Musiker (!)
Landesentscheid zum DOW:
8 teilnehmende Orchester
Konzertwettbewerb Blasorchester:
19 teilnehmende Orchester
Konzertwettbewerb BDMV Kat. 3:
5 teilnehmende Orchester
Wertungsspiel Blasorchester:
53 teilnehmende Orchester (!)
Wertungsspiel Jugendblasorchester:
10 teilnehmende Orchester
Unterhaltung und Show:
16 Orchester/Ensembles
Open-Air-Konzerte:
92 Orchester/Ensembles (!)
davon 6 Seniorenorchester, 6 Alphornensembles
 auf 8 Bühnen/Plätzen  2.397 Musiker
Festumzug:
46 teilnehmende Orchester/Ensembles  2.073 Musiker (!)
Gemeinschaftskonzert Senioren:
5 teilnehmende Orchester  170 Musiker
Großes Gemeinschaftskonzert:
59 teilnehmende Orchester  über 2.000 Musiker (!)
Bühnen:
Open-Air-Konzerte
Wettbewerbe/Wertungsspiele
Übernachtungen:
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auf 8 Bühnen/Plätzen
in 10 Sälen/Hallen
2.378 (!) Hotelübernachtungen teilnehmender Orchestern
810 in 4 Gemeinschaftsquartieren
4. Programm und Veranstaltungsorte
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5. Blasmusik im Festgewand: Die Gala-Konzerte beim Musikfest BW
Musik, Musik, Musik – drei Tage lang spielt in Karlsruhe die Musik. Nicht nur Musikvereine aus dem
ganzen Bundesland kommen vom 15. bis 17. Mai 2015 beim Musikfest zusammen, um in
Wettbewerben, Platz- und Freiluftkonzerten aufzuzeigen, wie Baden-Württemberg vom Odenwald
bis an den Hochrhein klingt. Auch die Crème de la Crème der Blasmusik wird sich bei den GalaKonzerten ein Stelldichein im Konzerthaus und im Brahmssaal der Stadthalle geben: Große Namen
und innovative Programme vor beeindruckender Kulisse. Also, nichts wie Hingehört!
Gala-Konzerte gehören zum Landesmusikfest wie die Butter aufs Brot. Schon immer waren sie fester
Bestandteil des Festivalprogramms. Noch nie jedoch ließ sich das Programm als eine solche
Aneinanderreihung von Höhepunkten lesen wie 2015. „Wir wollen unseren teilnehmenden Vereinen
etwas Besonderes bieten und die Verbindung zu den Profis aufzeigen“, sagt Michael Weber, Präsident
des ausrichtenden Karlsruher Blasmusikverbands. Und in Karlruhe sind die Voraussetzungen so gut wie
noch nie. „Wir haben hier einzigartige Räumlichkeiten in unmittelbarer Nähe“, betont Michael Weber,
„und deshalb die Möglichkeit zwei Gala-Konzerte pro Abend zu veranstalten“. Ganz getreu dem Motto
Grenzenlos werden dabei die unterschiedlichsten Genres bedient. Von sinfonischer Blasmusik über
Big Band-Sound bis hin zu der von Mnozil Brass zelebrierten Mischung aus professioneller Blasmusik,
Witz und Choreographie. Eröffnet wird jeweils mit einem frühen Konzert im Konzerthaus, bevor der
Konzertabend im Brahmssaal seine Fortsetzung erfährt.
Das Landesblasorchester Baden-Württemberg: Aushängeschild Baden-Württembergs und musikalische Botschafter Deutschlands
 Konzertprogramm unter: musikfest-bw.de/musikfest-bw/gala-konzerte
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Den Auftakt zur Eröffnung des Festivals macht am Freitag, 15.Mai 2015, um 19 Uhr im Konzerthaus,
wie könnte es anders sein, das Auswahlorchester von Baden-Württemberg, das Landesblasorchester.
Seit seiner Gründung 1978 genießt das LBO europaweit großes Ansehen und gilt als eines der
erfolgreichsten deutschen Blasorchester. Zahlreiche internationale Preise, darunter ein erster Preis in
Gold mit Auszeichnung in der Konzertklasse beim World Music Contest 2005 (WMC) in Kerkrade,
Niederlande, sowie der Sieg beim 2. Internationalen Blasorchesterwettbewerb 2011 in Berlin mit 99,5
von 100 möglichen Punkten, dokumentieren die besondere Qualität des Klangkörpers.
Da ist es kein Wunder, dass das LBO als einziges europäisches Orchester ausgewählt wurde,
Deutschland bei der Weltkonferenz der WASBE in San José (Kalifornien) musikalisch zu repräsentieren.
Wenn das LBO im Juli 2015 dem Ruf „Go West“ folgt, wird es so wie auch bei seinem Gala-Konzert
beim Musikfest Baden-Württemberg unter der Leitung von Björn Bus stehen. Der junge Niederländer
hat Anfang 2014 die Leitung der rund 85 Musikerinnen und Musiker übernommen und schon in einigen
Konzerten unter Beweis gestellt, dass er nicht nur die richtige Besetzung für diese Herausforderung ist.
Vielmehr hat er schon mehrfach, unter anderem mit der CD-Einspielung »Transitions«, „seine
klingende Visitenkarte abgegeben“ (eurowinds Juli/August 2014). Erkennbar wird seine musikalische
Handschrift auch im Programm für das Gala-Konzert beim Musikfest Baden-Württemberg. Das steht
ganz im Zeichen der WASBE-Konferenz in San José. Denn um Baden-Württemberg, Deutschland und
ganz Europa dort würdig zu vertreten, ist, so der Musikreferent des LBO, Thomas Kuhn, „natürlich ein
ganz besonderes Programm notwendig“. Hauptwerk wird die deutsche Erstaufführung des Sinfonie
„The Fool’s Journey“ von Hans von der Heide sein. „Die Reise des Narren“, so der deutsche Titel, basiert
auf den Karten des Tarot, die weit entfernt von jeglicher esoterischer Bedeutung für unterschiedliche
Etappen im Leben eines Menschen stehen. Van der Heide ließ sich von den Zeichnungen der Bilder
inspirieren und schuf eine umfassende Sinfonie über diese Schule des Lebens. Als Ehrerbietung an die
amerikanischen Gastgeber ist auch das Werk „Cap Kennedy“ des französischen Komponisten Serge
Lancen gesetzt, das als Programmmusik im besten Sinne die erste Mondlandung vom Start der Rakete
bis zur triumphalen Rückkehr klanggewaltig und facettenreich in Szene setzt.
Als Vertreter Deutschlands war es für das LBO selbstverständlich, auch das Werk eines deutschen
Komponisten ins Programm zu nehmen. Die Wahl fiel auf “BACHseits” von Johannes Stert. Dieses noch
recht junge, erst 2011 entstandene Werk, ist nicht nur Ausdruck der zeitgenössischen sinfonischen
Blasmusik in Deutschland, sondern knüpft auch die Bande zum Altmeister Johann Sebastian Bach.
Basiert es doch auf Motiven der Ciaconna d-Moll für Violine und gehört schon jetzt zu den technisch
und künstlerisch schwierigsten Werken, die für Bläserorchester geschrieben wurden. Als Fantasie auf
der Suche nach Neuem im Alten, nach Bach in der Musikgeschichte und nach der besonderen
Bedeutung von Bach für die Bläser passt dieses Werk zur Eröffnung der WASBE-Konferenz genauso gut
wie zum Musikfest Baden-Württemberg.
Die Big Band der Bundeswehr – Gala-Benefizkonzert
Nur einen Steinwurf entfernt, im Brahmssaal der Stadthalle, werden direkt im Anschluss an das Konzert
des Landesblasorchesters ganz andere Töne erklingen. Beginnt dort doch am 15. Mai 2015 um 21 Uhr
das Galakonzert der Big Band der Bundeswehr. „Gute Musik professionell präsentieren“, das Motto
von Oberstleutnant Christoph Lieder, hat wohl dazu beigetragen, dass die Big Band zum
Sympathieträger in der ganzen Welt und zu einem der besten Showorchester Europas geworden ist.
Denn ob beim Staatsbesuch, Benefizkonzert, der Tanzgala oder dem Opernball, ob auf Tournee oder
in diplomatischer Mission, die Big Band der Bundeswehr trifft immer den richtigen Ton, sorgt bei jedem
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Anlass für den richtigen musikalischen Rahmen und beweist immer wieder aufs Neue, dass bei der
Bundeswehr nicht nur Marschmusik gespielt werden muss. Das war auch die Ausgangsüberlegung des
damaligen Bundesverteidigungsministers und passionierten Musikfreunds Helmut Schmidt. Aus der
Überzeugung heraus, dass eine moderne Armee sich auch moderner Töne bedienen darf und dass der
Sound der Zeit eine Bereicherung für die Militärmusik darstellen könnte, gab er den Impuls zur
Gründung eines „Schauorchesters der Bundeswehr“. Er erteilte Günter Noris den Auftrag zur
Gründung der Big Band und der Jazzpianist, Komponist, Arrangeur und musikalische Begleiter von
Hildegard Knef legte den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Big Band der Bundeswehr.
Die Big Band der Bundeswehr
Heute ist die Big Band nicht nur eine der vielseitigsten musikalischen Formationen ihrer Art in Europa.
Vielmehr hat sie seit ihrer Gründung vor 43 Jahren rund 15 Millionen Euro für wohltätige Zwecke
eingespielt. Diese Erfolgsgeschichte fortzuschreiben hat sich auch Timor Oliver Chadic vorgenommen.
Der junge Dirigent ist seit Anfang des Jahres der siebte Bandleader der Big Band. Und wenn er mit
seinem Orchester die Euskirchener Kaserne verlässt, um auf Tournee oder auf diplomatische Mission
von Moskau bis New York und von Lissabon bis Oslo zu gehen, dann beherzigt er stets die Maßgabe
aus den Gründertagen und spielt neben den Klassikern aus Swing, Rock und Pop immer auch aktuelle
Charthits und Benny Goodmann und Glenn Miller genauso selbstverständlich wie den „Sound unserer
Zeit“.
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Neben seiner großen Vielseitigkeit und den Arrangements, die nur für die Big Band der Bundeswehr
geschrieben und auch nur von ihr gespielt werden, ist die ausgefeilte Bühnenshow heute ein
Markenzeichen der Band. Man darf also gespannt sein, wenn es auch beim Landesmusikfest BadenWürttemberg heißt „Licht aus, Bühne frei für die Big Band der Bundeswehr“.
Das Musikkorps der Bundeswehr - Gala-Benefizkonzert
„Blasmusik vom Feinsten“ gespielt von einem der besten Symphonische Blasorchester der Welt – das
verspricht laut Michael Weber das Gala-Konzert des Musikkorps der Bundeswehr am Samstag,
16. Mai 2015, um 19 Uhr. Ursprünglich in erster Linie mit Aufgaben im Rahmen des protokollarischen
Ehrendienstes betraut, ist der traditionsreiche Klangkörper seit der Neubestimmung des Auftrages und
Umbenennung in Musikkorps der Bundeswehr im Jahre 2000 heute das repräsentative
Konzertorchester der Bundeswehr schlechthin. Herausragende Galakonzerte, u. a. im Rahmen der
MidEurope in Österreich, der internationalen Konferenz der WASBE in Schweden, dem World Band
Festival in Luzern trugen in der Vergangenheit entscheidend dazu bei, das nunmehr repräsentative
Konzertorchester der Bundeswehr auch in der zivilen Fachwelt zu etablieren.
Musikkorps der Bundeswehr
 Konzertprogramm unter: musikfest-bw.de/musikfest-bw/gala-konzerte
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Das Musikkorps der Bundeswehr ist seitdem ein gefragter Klangkörper und richtungsweisender
Maßstab für die Blasmusikszene. Mit jährlich rund 50 Konzerten im In- und Ausland begeistert das
Musikkorps mit breit gefächertem Repertoire ein vielschichtiges und interessiertes Publikum. In
zahlreichen Veranstaltungen trat das Musikkorps mit hochkarätigen internationalen Künstlern wie
Jiggs Whigham oder auch weltbekannten Ensembles wie German Brass gemeinsam auf. Zuletzt sorgte
das Musikkorps unter der Leitung von Christoph Scheibling mit der Uraufführung einer
Auftragskomposition anlässlich des 25-jährlichen Jubiläums des Mauerfalls für Furore. Gemeinsam mit
dem Knabenchor der Kölner Dommusik führte das Musikkorps der Bundeswehr die Komposition „Wir
sind das Volk“ – Eine Freiheitssinfonie von Guido Rennert auf.
Mnozil Brass - YES, YES, YES
Eigentlich keiner wortreichen Ankündigungen mehr bedarf das Bläser-Septett Mnozil Brass. Mit ihrem
einzigartigen Witz, ihrem Talent zur Improvisation und ihrem unglaublich virtuosen Zusammenspiel
haben sich die Herren von Mnozil Brass im Laufe ihrer mehr als 20-jährigen Karriere eine riesige
Fangemeinde erspielt. Wo sie auch hinkommen, spielen sie vor ausverkauftem Haus. Doch auch nach
22 Jahren im Dienste der gelebten Blechmusik beweisen die sieben Vollblutmusiker ungebrochenen
Optimismus und bewegen sich mit ihrer neuen Show zielsicher und mühelos durchs geblasene
Paradies.
Mnozil Brass
Auch am Samstag, 16. Mai 2015, um 21 Uhr im Brahmssaal der Stadthalle Karlsruhe werden Slapstick
und schwarzer Humor wieder aufeinander treffen und die Lippen mit einem satten „pffrrr“ im Dienste
der Sache vibrieren. YES, YES, YES, das neue Konzertprogramm des einzigartigen Septetts wird
aufgrund einer Vielzahl von Coverversionen, Eigenkompositionen und fulminanten Choreografien
erneut eine Darbietung der ganz besonderen Art, die man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte.
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Das Full-Orchestra
Gleiches gilt für das 5. Gala-Konzert am Sonntag, 17. Mai 2015 um 11 Uhr im Konzerthaus. Denn getreu
des Musikfest-Mottos Grenzen zu sprengen, das hat sich auch Will Sanders vorgenommen.
Eigens für das Musikfest Baden-Württemberg erweitert der Hornprofessor das Sinfonische
Blasorchester der Musikhochschule zu einem Full-Orchestra nach amerikanischem Vorbild. Damit will
er nicht nur für einen Crossover-Einschlag im Programm des Musikfests Baden-Württemberg sorgen,
sondern auch für eine Orchesterform Werbung machen, die im europäischen Raum, besonders aber
in Deutschland, noch eine eher ungewöhnliche Formation darstellt. Klanglich zwischen einem klassisch
besetzten Sinfonieorchester und einem sinfonischen Blasorchester angesiedelt, verspricht das FullOrchester ein ganz besonderes Hörerlebnis. Beide Gruppen, Bläser wie Streicher sollen darin in allen
Aspekten gleichwertig sein, in Harmonik, Melodieführung, Rhythmik, erklärt Will Sanders. „So ein
Konzert kann eine tolle Verbindung zwischen diesen Welten schaffen", freut sich Sanders und verrät
heute schon, was auf dem Konzertprogramm stehen wird, wenn sich am 17. Mai 2015 um 11 Uhr
Bläser und Streicher auf der Bühne des Konzerthauses zum Full-Orchestra vereinigen. Amerikanische
Filmmusiken sollen es werden. Sie bieten sich, so Sanders, für ein Zusammenspiel von Bläsern und
Streichern besonders an.
 Konzertprogramm unter: musikfest-bw.de/musikfest-bw/gala-konzerte
Die Landespolizeiorchester aus Bayern und Baden-Württemberg gemeinsam im Konzert
Gala-Benefizkonzert
Landesgrenzen überschreitend musikalisch
grenzenlos musizieren, das wollen die
beiden Polizeikorps aus Bayern und BadenWürttemberg bei ihrem gemeinsamen
Konzert zum Abschluss des Musikfests
Baden-Württemberg am Sonntag, 17.Mai
um 18 Uhr im Konzerthaus. „Wir freuen uns
dabei sein zu dürfen und musikalische
Grüße aus Bayern überbringen zu können“,
sagt Johann Mösenbichler, Musikalischer
Leiter des Bayrischen Polizeiorchesters.
Polizeiorchester Baden-Württemberg
„Das wird eine tolle Sache auch im Sinne der
polizeilichen Kooperation über Landesgrenzen hinweg“, ist sich Mösenbichler sicher und
verspricht dem Publikum heute schon „einen
interessanten und attraktiven Querschnitt
durch die Blasmusik“.
Polizeiorchester Bayern
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6. Die Ausstellung Inter-Kultur
Vielmehr als nur eine Ausstellung ist die Ausstellung Inter-Kultur!
Versammeln sich unter dem Schlagwort „Inter-Kultur“ doch nicht rund 25 Aussteller, die ihre Produkte
und jede Menge Know-How zu den Themen „Bläserklasse“ und „Musik und Kind“ präsentieren. Auch
mit den Referenten auf dem Podium, die ihre ganze Expertise zu eben diesen Themen in sechs
Fachvorträge darlegen, und dem Fachpublikum dazu Rede und Antwort stehen, erschöpft sich das
Konzept noch lange nicht.
Vielmehr wird die Ausstellung Inter-Kultur in der Gartenhalle zu einem Treffpunkt von Menschen, die
hier Musik im eigenen Tun praktisch erleben und ihre integrative Kraft, Grenzen sprengende und
begeisternde Wirkung selbst erfahren möchten.
Möglich wird beides, sowohl in der Ausstellung und beim Kinder-Kissen-Konzert „KiKiKo“ auf der Bühne
der Gartenhalle als auch bei dem von Gert Balzer konzipierten und vom Innovationsfonds
Baden-Württemberg geförderten Interkulturellen Musikspielplatz.
Sie alle eint die Fragestellung „Wie erreichen wir alle Kinder in unserer Gesellschaft?“
Gogol & Mäx müssen sich über diese
Frage nicht den Kopf zerbrechen. Mit ihrer
atemberaubenden
Mischung
aus
akrobatischer
und
musikalischer
Kunstfertigkeit erreichen die beiden
Musikclowns und Konzertakrobaten beim
KinderKissenKonzert (KiKiKo) am Freitag,
15. Mai, um 14 Uhr, die Kinder garantiert
mühelos. Im Handumdrehen bringen sie
Kinder, und nicht nur sie, zum Staunen
und Lachen. Und wenn Gogol & Mäx ihre
schier unbegreifliche Instrumentenvielfalt
auspacken und ihre ganze Virtuosität entfalten, dann begeistern sie Menschen jeden Alters für die
Musik − und das ganz ohne Worte.
Gleiches gilt für die Aufführung der Mentoren gemeinsam
mit den Kindern der Klassenstufe 7 der Eduard-SprangerSchule aus Oberderdingen/Landkreis Karlsruhe. Denn mit
ihrem Musical „Im Zauberdschungel sind die Töne los“
machen die Akteure auf eindrucksvolle Weise am Samstag,
16. Mai 2015, um 14 Uhr, deutlich, dass Musik eine Brücke
zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigung bauen
und wie Integration und Inklusion gelingen kann.
Keinesfalls ohne Worte, so wie Gogol & Mäx, werden indes
die Referenten auf Podium und Kooperationsbühne
auskommen. In ihren Impulsreferaten werden sie Ideen, Konzepte und Praxisbeispiele präsentieren,
wie sich Kinder an die Musik heranführen lassen und damit für die Verantwortlichen in der
Vereinspraxis viele nachahmungswerte Beispiele aufzeigen und lohnende Modelle vor Augen führen.
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Auch bei den rund 25 Ausstellern wird es ohne Worte nicht gehen, wenn sie den
Ausstellungsbesuchern ihre Instrumente und Produkte zum Ausprobieren oder Informationen über
ihre Konzepte anbieten. Das Spektrum reicht dabei von Kinderinstrumenten über Musikspiele jeder
Art bis zur Instrumentenpflegewerkstatt und Konzepten für musikalischen Früherziehung. Genauso
wie beim KiKiKo, den Impulsreferaten und dem Interkulturellen Musikspielplatz wird dabei aber auch
das Kind und die Musikvermittlung ganz im Mittelpunkt stehen.
Die Ausstellung Interkultur ist am Freitag, 15. Mai und Samstag, 16. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr
geöffnet. Der Eintritt zu den Konzerten und Ausstellung ist frei.
Impulsreferate - Bläserklasse & Musikalische Früherziehung
Freitag, 15. Mai 2015
11.00 Uhr
BläserKlasse PLUS - Christoph Breithack, YAMAHA
11.30 Uhr
Wie Klassen in den USA musizieren - Oliver Grote
(HeBu-Musikverlag/ North Eastern Music Band Programm)
13/15.30 Uhr
KlingSing - Karin Schuh (Schuh Verlag)
14.00 Uhr
Gogol&Mäx
Samstag, 16. Mai 2015
11.00 Uhr
Leitfaden Bläserklasse, Bernhard Sommer - Dominik Schneider (Helbling Verlag)
12.00 Uhr
Junior Band – live - Norbert Engelmann
13.00 Uhr
Musikalische Früherziehung – Konzepte für Musikvereine - Karin Schuh
14.00 Uhr
Im Zauberdschungel sind die Töne los
Inklusionsprojekt mit geistig behinderten Kindern
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7. Interkultureller Musikspielplatz: Interkulturelle Spiele rund um die Musik
Grenzenlos! Das Motto gab den Anstoß. Beim Musikfest Baden-Württemberg in Karlsruhe sollte
Musik nicht nur die Grenzen von Stilarten, Genres und Besetzungsformen sprengen und
Altersgrenzen überwinden. Musik sollte vielmehr als ein Medium erfahrbar werden, das Menschen
unterschiedlicher Sprache, Herkunft und kulturellen Hintergrunds mühelos miteinander verbindet.
Mit dem vom BDB initiierten und von Gert Balzer umgesetzten „Interkulturellen Musikspielplatz“
wird das nun möglich. Und nicht nur beim Musikfest.
„Unsere Gesellschaft wird kulturell immer vielfältiger“, weiß Christoph Karle. „Grenzenlos kann für uns
als Veranstalter deshalb nicht heißen, dass wir die Blasmusik beim Musikfest Baden-Württemberg nur
in ihrer ganzen stilistischen Vielfalt präsentieren“. Auch die Grenzen der Vereine, die Grenzen von
Schulen, Kindergärten und anderen Institutionen aufzubrechen, um beim Musikfest aufeinander
zugehen, ist ihm ein wichtiges Anliegen, aber immer noch nicht genug. „Musik als die erste, universelle
Muttersprache aller Menschen ist wie kein anderes Medium dazu in der Lage, Grenzen von Sprache,
Herkunft und Kultur zu überwinden und Menschen miteinander in Beziehung zu bringen“. Dass dieser
Aspekt beim Musikfest Baden-Württemberg nicht nur sichtbar, sondern auch erfahr- und erlebbar
wird, war für Christoph Karle deshalb Herzenssache. Zusammen mit Gert Balzer vom Verlag „Das
kreative Klassenzimmer“ hat der BDB für das Musikfest Baden-Württemberg ein Konzept erarbeitet,
das der Innovationsfond Kunst Baden-Württemberg für förderungswürdig hielt: der Interkulturelle
Musikspielplatz. Er versammelt eine ausgewählte Sammlung an bereits praxiserprobten Musikspielen,
die jede Person, unabhängig von Alter, Sprache und Herkunft, spielend in die Welt der Musik
eintauchen lässt. Gert Balzer konnte dazu aus dem Vollem schöpfen. Der studierte Musikpädagoge ist
hauptberuflich Fachleiter für Musik am Seminar für Didaktik und Lehrerbildung in Lörrach und
unterrichtet in diesem Rahmen auch als Musiklehrer an der Johann Heinrich von Landeck Schule in Bad
Krozingen. Damit steht er mit beiden Beinen sowohl in der Lehrerausbildung als auch in der täglichen
Unterrichtspraxis. Für den Interkulturellen Musikspielplatz hat Gert Balzer nun neun Spiele
ausgewählt, die Musik zum Erlebnis für alle Sinne werden lassen. Dabei wird kein Themenfeld der
Musikdidaktik ausgelassen, sondern über das Bewegen, Hören, Singen und aktive Musizieren
verschiedene Zugänge zur Musik gesucht. Durch den entdeckenden, handlungsorientierten,
differenzierten und spielerischen Aufbau sprechen die Spiele zudem nahezu alle Menschen an und
entfalten so ihre starke integrative Wirkung.
Da garantiert schon das erste Spiel, „Bruder Jakob Orff-Arrangement“, Musizierspaß für Jedermann.
Ohne Notenkenntnisse können die Teilnehmer hier verschiedene Instrumente kennenlernen und
benutzen, gemeinsam singen und musizieren und dabei Freude und Bestätigung ihrer Fähigkeiten
erleben. Dem Hören widmen sich gleich drei Spiele. Braucht man im gleichnamigen Spiel „Ohren wie
ein Luchs“ um gleiche Geräuschpaare zu entdecken, geht es beim „Abenteuerinsel-Klangbild“ allein
mit den Ohren auf eine spannende Abenteuerreise und im Spiel „In guter Stimmung“ darum, einen
überzeugenden und ausgewogenen Gesamtklang zu formen. Auch das Experimentieren mit Rhythmus,
tänzerischen Elementen, Körperklängen, Stimme und Sprache kommt im „Interkulturellen
Musikspielplatz“ nicht zu kurz. Mit Kopf, Herz und Hand können sich die Teilnehmer mit der Cajon auf
die Suche nach dem eigenen Rhythmus machen und mit Bodypercussion ihr Körpergefühl, ihre
Ausdrucksfähigkeit und Koordinationsfähigkeit erweitern, während eine ansprechende Choreographie
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im Spiel „Panda Ben und seine Freunde“ rhythmisch-musikalische Erziehung zum großen
Bewegungsspaß und Musik tatsächlich greif-, spür-, hör- und sichtbar werden lässt.
Beim Musikfest Baden-Württemberg erlebt der Interkulturelle Musikspielplatz nun gleichsam seine
Uraufführung und kann zwei Tage lang als Parcours mit Spielstationen bespielt und Musik so kreativ,
spielerisch und inspirierend erlebt werden. Dieses Erlebnis muss indes nicht auf das Musikfest BadenWürttemberg in Karlsruhe beschränkt bleiben.
Ergänzt um ausführliche methodisch-didaktische Handreichungen und ansprechende Kopiervorlagen
werden die Spiele des Interkulturellen Musikspielplatzes graphisch aufbereitet in einer
96-Seiten-starken Broschüre rechtzeitig
zum Musikfest vorliegen und dort
kostenlos ausgegeben. Mit dieser
Broschüre können auch fachfremde
Personen mit wenig Aufwand zu
kompetenten
„MusikspielplatzLeiterInnen“ werden und die Spiele des
Musikspielplatzes, auch einzeln,
in
schulischen
oder
außerschulischen
Kontexten, zum Beispiel in Musikvereinen,
Kindergärten, Musikfreizeiten, aber auch
in nicht-musikalischen Settings, einsetzen.
Wie ermöglichen wir allen Kindern in unserer Gesellschaft einen Zugang zur Musik? Dieser Frage wird
im Rahmen des Musikfests Baden-Württemberg von verschiedenen Seiten beleuchtet. Auch bei der
Ausstellung Interkultur steht sie im Mittelpunkt. Mit kindgerechten Instrumenten, Materialien und
Konzepten versuchen Instrumentenbauer, der Fachhandel und eine große Experten in Impulsreferaten
darauf eine Antwort zu geben. „Doch wenn wir diese Frage wirklich ernst nehmen, dann brauchen wir
den interkulturellen Aspekt und kreative und innovative Konzepte wie den Interkulturellen
Musikspielplatz“, betont Christoph Karle. „Mit ihm geben wir unseren Vereinen und anderen
Institutionen ein Mittel an die Hand, auch Kindern mit Migrationshintergrund den Weg zum aktiven
Musizieren zu eröffnen. Denn der Interkulturelle Musikspielplatz gibt die Antwort auf diese Frage in
einer Sprache, die alle Menschen aller Nationen verstehen: in der universellen Muttersprache Musik.
Info: Die Broschüre mit Handreichungen zum Interkulturellen Musikspielplatz ist im Anschluss an
das Musikfest Baden-Württemberg auch über den Online-Shop des BDB erhältlich:
 blasmusikverbaende.de/shop/
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8. Mit „The Foggy Island“ auf Erfolgskurs  Patrick Egge gewinnt
den Kompositionspreis für das Musikfest Baden-Württemberg
„The Foggy Island“ heißt das Stück, mit dem der 1987
geborene Patrick Egge den Kompositionswettbewerb
für das Musikfest Baden-Württemberg in Karlsruhe
gewonnen hat. Der Wettbewerb wurde ausgeschrieben
vom Blasmusikverband Baden-Württemberg (BVBW)
und dem Bund Deutscher Blasmusikverbände (BDB).
Gemäß der Ausschreibung sollte die Komposition für die
Aufführung durch Blasorchester in Zusammenarbeit mit
Schülerklassen des frühen Ausbildungsbereichs
(Blockflöten-, Bläser, Tastenklassen) geeignet sein. Der
Gedanke dahinter ist, dass die Kinder beim
Zusammenspiel mit einer Blaskapelle schon früh
Aufführungspraxis bekommen und reinschnuppern
können, um zu erfahren, was es heißt, in einem
Orchester mitzuspielen.
„Das Stück sollte so angelegt sein, dass verschiedene Schülerklassen flexibel mit einer Jugendkapelle
zusammen musizieren können“, erklärt Patrick Egge die Voraussetzungen, die an die Kompositionen
gestellt wurden.
„The Foggy Island beschreibt in dramatischen Bildern eine Phantasiereise, die man sich auch als
Filmmusik vorstellen kann“, so der Komponist über sein Werk, das im Rahmen des Musikfestes BadenWürttemberg uraufgeführt werden soll. „In „The Foggy Island“ werden drei prägnante Themen
vorgestellt: „Neblige See“ – „Land in Sicht“ und „Abenteuermelodie“. Diese Themen werden besonders
hervorgehoben und auf verschiedene Instrumentengruppen verteilt und entsprechend arrangiert.
„Die Kinder der Schülerklassen können dann immer bei den prägnanten Themen mitspielen und somit
etwas über Formenlehre und genaues Zuhören erlernen.“ Dabei darf die Freude am Spiel natürlich
nicht zu kurz kommen. „Jeder Mitspieler soll an dem Stück seinen Spaß haben und auf seine Kosten
kommen. Das bedeutet für die Komposition, dass keine Instrumentengruppe zu lange Pausen hat, dass
die Mitspieler alle kontinuierlich etwas zu tun haben.“
Diese Art von Programmmusik ist für Kinder natürlich besonders geeignet, weiß der Komponist. Die
prägnanten Themen regen die Phantasie an, die Zuhörer können regelrecht mitfiebern. „Es gibt eine
Stelle, an der das ganze Orchester erschrickt und beginnt, davonzulaufen. Da können auch ein paar
Sätze gesprochen oder geschrien werden. Die Zuschauer sollen so in die Handlung einbezogen
werden.“
Das Komponieren für Kinder stellt den Künstler vor ganz besondere Herausforderungen. Das Stück soll
ja das Zusammenspielen einer guten Jugendkapelle mit Kindern möglich machen.
„Ich musste mich ein bisschen bremsen“, sagt Egge. Die Stücke, die er bisher komponiert hatte, waren
für erfahrene Blasmusiker geschrieben. Bei dem vom BDB und BVBW ausgeschriebenen Wettbewerb
ging es jedoch darum, dass auch Vorschulkinder mitspielen und die musikalischen Themen gut
bewältigen können. Die Komposition darf daher technisch nicht zu anspruchsvoll sein und muss im
gewohnten Tonumfang bleiben.
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Zum Komponieren ist Patrick Egge im Laufe seines Studiums an der Musikhochschule Trossingen Dort
studierte er zwischen 2009 bis 2013 Schulmusik mit Hauptfach „Klavier“ und Leistungsfach
„Komposition“ an der Musikhochschule in Trossingen. Zusätzlich erweiterte er im Oktober 2014 sein
Studium durch das wissenschaftliche Beifach „Jazz und Popularmusik“. Seit dem Sommersemester
2014 bildet er sich im Studiengang „Master Dirigieren“ bei Professor Alber weiter. Patrick Egge ist
derzeit Dirigent bei der Stadtkapelle Bonndorf und beim MV Dormettingen. Gegenwärtig ist er neben
dem Studium als freiberuflicher Dirigent, Komponist, Arrangeur und Klavierpädagoge tätig.
Prägenden Einfluss auf seine Laufbahn als Komponist hatte der Klarinettist und Chefdirigent des
Landespolizeiorchesters Böblingen, Stefan Halder, der an der Musikhochschule Trossingen lehrt und
während Egges Studienzeit auch die Stadtkapelle Trossingen leitete. „Ich habe einfach mal mit dem
Komponieren angefangen und hatte das Glück, dass mein Blasorchester-Leitungslehrer Stefan Halder
mich gleich ein paar Dinge ausprobieren ließ.“ Mit Erfolg. „Im zweiten oder dritten Semester hatten
wir unsere erste Uraufführung.“
Eine Sammlung mit einigen seiner Kompositionen erscheint demnächst im Musikverlag Scherbacher.
Aufnahmen mit der Einspielung durch das Landespolizeiorchester (Leitung: Stefan Halder) sind in
Arbeit.
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