WIR 02_2011 - Genossenschaftsverband eV

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WIR 02_2011 - Genossenschaftsverband eV
2
DAS GENOSSENSCHAFTSBLATT
AUS MITTELDEUTSCHLAND
Tradition und Moderne:
Wohnungsgenossenschaft
Roßwein eG.
Seiten 24 – 25
Lebensmittel Mehr Sicherheit für Verbraucher nötig • Seite 9
Freiberg Wohlfühl-Salon für Herren • Seite 12
Neue Genossenschaften MGV-Bilanz 2010 ist gut • Seite 27
2011
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7
5
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StaNDPUNkt
Zahlen sprechen
eine klare Sprache
A
lternativlos gefühlte Wirklichkeit“
wäre auch ein guter Vorschlag für das
Unwort des Jahres gewesen. Bisweilen
habe ich bei öffentlichen Diskussionen den
Eindruck, dass unsere gefühlten Wahrnehmungen und Bewertungen nicht nur von
der Realität gesteuert, sondern genauso
stark von Vermutungen und Erwartungen
beeinflusst werden. Keine Frage, die gefühlte Wirklichkeit der Bevölkerung besitzt
eine eigenständige Dimension der Realität
mit eigenen Strukturen, eigener Dynamik
und eigenen sozialen Auswirkungen auf die
gesellschaftliche Entwicklung. Das hat erhebliche gesellschaftspolitische Relevanz. So
kann z. B. soziale Gerechtigkeit aus zwei
Perspektiven beurteilt werden: der einzelfallbezogenen, ob sich ein Einzelner von
Ungerechtigkeit betroffen fühlt, und der
gesamtgesellschaftlichen, ob die Wohlfahrtsverteilung in Deutschland als gerecht
wahrgenommen wird. Einen Blick auf Sachverhalte nur aus der individuellen Perspektive wird der Wirklichkeit sicher nicht gerecht. Es bedarf – zumindest ergänzend –
eines „objektiven“ Indikatorensets, das die
kollektive Wirklichkeit möglichst annäherungsweise abbildet. Statistische Daten und
Fakten sind somit letztlich ein Instrument,
die Lebensrealität der Menschen bzw. der
Unternehmen insgesamt und Entwicklungstendenzen darzustellen und damit sowohl
Ansatzpunkte für politischen und gesellschaftlichen Handlungsbedarf zu liefern als
auch eine Art „Kalibrierung“ der eigenen Situation an den Durchschnittswerten zu ermöglichen.
Nun kennen wir alle den Witz „Wenn jemand mit einem Fuß im eiskalten und mit
einem Fuß im kochenden Wasser steht, so
ist die Wassertemperatur im statistischen
Durchschnitt gerade richtig“. Der Witz
macht deutlich, dass es vor einer sachgerechten Interpretation statistischer Daten
zwingend notwendig ist, quasi einen Blick
hinter die Kulissen zu werfen. Nur bei
Kenntnis von sogenannten „Metadaten“
(u. a. Aussagekraft der Erhebung, Erhebungsmethode, Zeitpunkt und Periodizität,
Stichprobenumfang) kann gewährleistet
werden, dass Statistik nicht instrumentalisiert und fehlinterpretiert wird.
Von Prof. Dr. Irene SchneiderBöttcher, Präsidentin des
Statistischen Landesamtes
des Freistaates Sachsen
„Statistische Daten und
Fakten sind letztlich ein
Instrument, die Lebensrealität
der Menschen bzw. der
Unternehmen insgesamt
darzustellen.
Natürlich verursacht die Beschaffung dieser
Daten auch Kosten und bindet Arbeitskapazität. Die „gefühlte Belastung“ von Un-
2/2011
“
ternehmen durch die Lieferung von Zahlen
an die amtliche Statistik ist vieldiskutiert,
und es werden auch große Anstrengungen
unternommen diese Belastungen weiter zu
reduzieren. Bei allem Verständnis für diese
Argumente sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass Informations- und Datenlücken auf Dauer kein guter Weg sind. Bisweilen erinnert mich das an einen Bootsmann, der auf hoher See auf den Kompass
verzichtet und auf den gesunden Menschenverstand vertraut. Eine unvorstellbare
Alternative!
Eigentlich kann sich kein wirtschaftlich geführtes Unternehmen, also auch keine eingetragene Genossenschaft, Management
ohne Daten als Kontroll- und Analyseinstrument und Grundlage für erfolgreiche Unternehmensplanung und -entwicklung vorstellen. Warum sollte es bei politischen und
gesellschaftlichen Entscheidungen grundsätzlich anders sein? Auch die Qualität derartiger Entscheidungen ist nicht zuletzt von
einer umfassenden und möglichst objektiven Datenbasis als Informationsgrundlage
abhängig. Die Statistik bietet darüber hinaus ein Instrument zur Evaluation von Entscheidungen. So liefert z. B. der alle zwei
Jahr veröffentlichte Indikatorenbericht der
amtlichen Statistik Kerninformationen über
die nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Gerade in unserer zunehmend individualisierten Gesellschaft ist faktenbasiertes
Regelwerk als „Diskussionsplattform“ notwendig, um der fortschreitenden Polarisierung entgegen zu wirken und politische
Schlagworte wie Generationengerechtigkeit mit konkreten Indikatoren zu untersetzen und an Hand derer auch die Entwicklungslinien in unserem Land zu beobachten
und zu steuern.
Soll die Statistik das leisten, bedarf es jedoch der Weiterentwicklung des statistischen Systems insgesamt. Es geht dabei um
die Aussagekraft einzelner Zahlen als Spiegel für gesellschaftliche und wirtschaftliche
Entwicklungen. Ich denke besonders an die
Fragestellung, wie sich der Wohlstand eines
Landes durch Zahlen und Fakten umfassender abbilden lässt, da z. B. das Bruttoinlandsprodukt und dessen Wachstumsraten
allein das nur teilweise beantworten hilft.
Hier verzahnen sich fachstatistische und gesamtgesellschaftliche Diskussion auf fruchtbringende Weise.
3
INhaLt
Standpunkt
Statistik ist ein Stück
Lebensrealität, weiß
Prof. Dr. Irene Schneider-Böttcher,
Präsidentin des Statistischen
Landesamtes des
Freistaates Sachsen
MC auch 2011 bei Ländlicher
Neuordnung aktiv / Beliebter
Dorfladen in Falkenau
3
aktuell
Auch ELMUG setzt auf
Systemlösungen bei
Wohnungen / Förderverein mit
neuem Namen / Kalenderblatt
Februar / DGRV-Wanderausstellung / Ich lese „WIR“
Verbände
20 Jahre FPV
DGRV lud zum Neujahrsempfang /
VSWG mit positivem
Jahresresümee / Verbände aktiv
18
Beilage „Visitenkarten“
Landkreis Mittelsachsen
19 – 23
Seite 8
Profile
Unternehmensreport
Wohnungsgenossenschaft
Roßwein eG
5
6
7
Landwirtschaft
Bank und Bauern Partner beim
Investieren / Ja zu sächsischen
Erzeugnissen / Dioxin im Spiegel
von Meinungen
8
Agrargenossenschaft
Oberbobritzsch baut aus alter
Hülle modernen Schweinestall
9
Finanzwirtschaft
Volksbank Chemnitz fördert
finanzielle Bildung für Schüler /
Marketing 2011 des DG Verlages /
Kurzmeldungen
10
Bei anderen gelesen:
Gerhard Schorr zur Zukunft
der Rechnungslegung
11
Gewerbe
Freiberger Friseurgenossenschaft
geht in die Offensive
12
Rochlitzer Dachdecker eG auch
in alten Bundesländern vor Ort /
Mittelstands-News
13
24 – 25
Geno-Mix
Nach Fusion hat VR-Bank
Mittelsachsen eG Fahrt
aufgenommen / Döbelner
Pferdebahn im RHG-Asyl /
Zur Sache / Wussten Sie schon?
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Neue Genossenschaften
MGV schafft gesundes Klima
für Neugründungen
27
kaleidoskop
28 – 30
Recht / Steuern /
Bildung
31 – 32
Bei Bärenhecke kommen keine
Rohlinge aus Fernost in die Tüte /
Aus dem Presseecho
Aus Redebeiträgen vom
17. Delitzscher Gespräch
„NL“ lud nach Berlin zum
8. Bodenforum ein: „Bodenmarkt
Ost – Wer bestimmt den Preis?“
Verbund / Partner
4
Seite 14
33
34
Verkaufsberaterin Carmen Hoffmann, Raiffeisen Handelsgenossenschaft Leisnig-Oschatz eG.
35 – 36
termine / Impressum
37
Personalien
38
Seiten 19 – 23
Betriebe, Anschriften, Leistungen – Beilage „Visitenkarten“ der Genossenschaften aus dem
Landkreis Mittelsachsen. ► Freiberger Ansicht
titelbilder
15
„WIR“ ist eine Publikation für die 1 000 genossenschaftlichen Unternehmen von:
16
Dienstleistung
Finanztest analysiert
Bankberatung
Moderner Herrensalon in Freiberg der Friseur Kosmetik eG.
1
Lutz Hammer, Vorstandsvorsitzender
der Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG, liebt seine Heimatstadt.
2
Bei Verkaufsberaterin Claudia Mitterer von der RHG in Döbeln ist
schon Frühling.
3
Gesundes Futter und gesunde Ferkel: die Agrar-Genossenschaft „Bobritzschtal“ Oberbobritzsch eG.
4
Januar 2011: Die Bobritzsch führt
Hochwasser.
5
Das Team vom Freiberger Herrensalon der Friseur Kosmetik eG, Freiberg.
14
Wohnen
Kürzungen kontra Stadtumbau /
Handwerkskammer Chemnitz & Co.
bauen „barrierefreies“ Netzwerk
Seite 12
Forum
handel
Lamina eG: einheitliches
Auftreten macht stark / Bei VG
nun auch kleinere Vorratsgrößen
Stallumbau in der Agrar-Genossenschaft
„Bobritzschtal“ Oberbobritzsch eG.
17
Mitteldeutscher Genossenschaftsverband
Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften
2/2011
Fotos der Seiten Titel/Inhalt: W. Schmidt
aktUELL
ELMUG vor Ort
Burg im Nebel
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Burgstädt: Zwei eG, ein Ziel
Um mögliche kooperationen bei „intelligenten Wohnungen“, auch für „alter leben“, ging es im Januar in Burgstädt bei
einem arbeitsgespräch von zwei Genossenschaften aus verschiedenen Bereichen, Bundesländern und Genossenschaftsverbänden.
Rückblick: Die Wohnungsbaugenossenschaft Burgstädt stellte im vorigen Sommer
ihre Pilotwohnung für das Projekt „Alter leben“ vor („WIR“ berichtete). Seit Mitte Juli
begrüßten die Genossenschafter über 750
Besucher aus Wohnungs- und Sozialverbän-
Steuerungssystemen mit vermittelbaren
Dienstleistungen“, wie WBG-Vorstand Rainer Richter sagte.
Sie kamen zu acht, die Vertreter des elf Firmen umfassenden Netzwerks SMART
HOME SERVICE, der ELMUG aus Ilmenau.
Auch sie agieren in puncto intelligentes
Haus von morgen, „ähnlich wie die Burgstädter, aber mit anderer Aufgabenstellung“, hob der stellvertretende Vorstandssprecher Frank Schnellhardt hervor. „Es
geht darum, neue Dienstleistungen für Vermieter und Wohnungsbetreiber durch inno-
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Das Kalenderblatt Februar des MGV-Almanachs 2011
stellt eine RHG aus Mittelsachsen vor und macht
deutlich, dass der Freistaat reich an kulturellen Sehenswürdigkeiten und prächtigen Landschaften ist.
Fotos: W. Schmidt
ausstellung zu mieten
Sehenswerte Wanderausstellung.
Winterliches Treffen in Burgstädt, rechts der Eingang zur Musterwohnung in der Dr.-Roth-Straße 9.
den, von Krankenkassen, aus der Politik und
selbstverständlich interessierte Bürger. Der
Ausgangspunkt für das Vorhaben der Burgstädter war die Frage: „Wie kommen alternde Menschen mit ihren Wohnbedingungen besser zurecht?“ Eine mögliche
Antwort, quasi als „sozialer Schirm“, gibt
die vernetzte Wohnung „als Kombination
von mikroelektronischen Erfassungs- und
Foto: wolf
vative Systemlösungen anzubieten. Voraussetzung ist die wohnungsbezogene anonymisierte Auswertung der Anlagennutzung.“
Erstes Fazit: Beide Modelle ergänzen sich
und sollten zum Vorteil vieler optimiert
werden. „Die Synergieeffekte liegen auf
der Hand“, betonten Burgstädter und Ilmenauer unisono. Deshalb werden die Gespräche schon im Februar fortgesetzt. wga
Neue Gesellschaft setzt Weg fort
Die Internetseite der Hermann-Schulze-DelitzschGesellschaft wird nach
Bestätigung der Satzungsänderung des Fördervereins nutzbar sein.
Diese Gesellschaft setzt
unter neuem Namen,
mit neuen Akzenten und neuer Satzung
die Arbeit des Fördervereins Hermann
Schulze-Delitzsch und Gedenkstätte des
deutschen Genossenschaftswesens fort.
Hauptaufgaben sind die Aufarbeitung der
Leistungen des Genossenschaftspioniers,
das Betreiben der neugestalteten Personalausstellung in Delitzsch sowie das Engagement für das heutige Genossenschaftswesen.
Informationen, auch zur Mitgliedschaft, unter:
www.schulze-delitzsch-gesellschaft.de
2/2011
Quelle: DGRV
Die Genossenschaftsidee ist eine weltweite
Erfolgsstory. Der DGRV unterstützt in über
30 Ländern den Aufbau genossenschaftlicher Strukturen. Das macht auch eine aktuelle Wanderausstellung der DGRV zum entwicklungspolitischen Engagement der Genossenschaftsorganisation deutlich, die auch
im Vorfeld des UNO-Jahres der Genossenschaften 2012 an Bedeutung gewinnt. Übrigens: Die Ausstellung kann gemietet werden!
www.dgrv.de
Ich lese „WIR“, …
… weil das Genossenschaftsblatt, das
ich regelmäßig zur Hand nehme, mich
mit kurzen, aber informativen Texten
versorgt. Damit weiß ich Monat für Monat, was in unserer regionalen Genossenschaftsfamilie „läuft“.
Uwe Teichmann, stellvertretender Marktleiter in
der Filiale Döbeln der
Raiffeisen Handelsgenossenschaft
LeisnigOschatz eG.
5
VERBäNDE
20 Jahre FPV: Gelebte
Interessenvertretung
Schreiben vom 20. August 1990 zur
fungsrechts (Ausschnitt).
Jubiläum
Im Februar 1991 wurde der Fachprüfungsverband von Produktivgenossenschaften in
Mitteldeutschland e. V. (FPV) gegründet.
„WIR“ wird in mehreren artikeln über Vorläufer, über das Werden und Wirken des
FPV informieren. Lesen Sie den Beitrag der
Vorstandsvorsitzenden Dr. Cornelia Wustmann, halle (Saale).
hintergrund
Nach der politischen Wende in der DDR hatten sich zahlreiche LPG und GPG mit dem Genossenschaftsverband der LPG und GPG e. V.
(im Folgenden als LPG-Verband bezeichnet)
einen eigenständigen Verband geschaffen,
der, unabhängig von Parteien und staatlichen
Institutionen, die spezifischen wirtschaftlichen,
sozialen und politischen Interessen der LPG
bzw. GPG und ihrer Mitglieder vertreten
wollte.
Diese Betriebe wollten sich auf der Grundlage
der freien Entscheidung der Bauern und der
Gewährleistung der vollen Verfügungsrechte
über ihr Eigentum in eingetragene Genossenschaften umwandeln. Dem entsprechend waren die Förderung des Genossenschaftswesens und die Wahrnehmung des genossenschaftlichen Prüfungswesens wesentliche Satzungsziele des LPG-Verbandes. Er bemühte
sich frühzeitig in Zusammenarbeit mit dem
ehemaligen Revisionsorgan der Bank für Landund Nahrungsgüterwirtschaft um die Bildung
von unabhängigen Fachprüfungsverbänden
bei den Landesverbänden des Genossenschaftsverbandes. Damit sollte eine wichtige
Voraussetzung für die Umwandlung der LPG
in eingetragene Genossenschaften geschaffen
werden, denn nach Genossenschaftsgesetz ist
dafür die Mitgliedschaft in einem genossenschaftlichen Prüfungsverband die Voraussetzung. Zudem waren geprüfte Bilanzen dringend erforderlich, um gegenüber den Banken
die Zahlungsfähigkeit nachzuweisen und damit die Kreditfähigkeit der LPG bzw. Agrargenossenschaften zu sichern.
Die angestrebte Erteilung des Prüfungsrechtes
an den LPG-Verband bzw. seine Landesverbände ging nicht reibungslos vonstatten und
wurde auch nicht in allen Bezirken bzw. Bundesländern realisiert. Die ersten Anträge an
die Landwirtschaftsminister und die Regierungsbevollmächtigen der damaligen Bezirke
wurden lange nicht entschieden, die Bezirke
erklärten sich teilweise für unzuständig, auch
6
wenn ihnen eigentlich bis zur Bildung der
Bundesländer die Wahrnehmung der Aufgaben der Landesregierung oblag. Darüber hinaus wurde auf den Raiffeisenverband der
DDR verwiesen, dem das alleinige Prüfungsrecht für Agrargenossenschaften automatisch
zufallen sollte, obwohl er nach DDR-Recht
nicht für landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften in der Primärproduktion zuständig gewesen ist. Inzwischen stand die Prüfung der DM-Eröffnungsbilanzen auf der Tagesordnung. Die ersten Agrargenossenschaften hatten sich bereits umgewandelt und
suchten einen Prüfungsverband, der in der
Lage war, kurzfristig ihre Prüfung und Betreuung zu übernehmen, mit den Besonderheiten
der LPG bzw. LPG-Nachfolgeunternehmen
Bis 1992 die erste FPV-Geschäftsstelle: Joliot-CuriePlatz 31, Halle (Saale).
Foto: FPV
vertraut war und deren spezifische Anforderungen an die Prüfung und umfassende Betreuung in rechtlichen, steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Belangen gewährleisten
konnte.
Schritte zur Gründung
Bereits am 18. Juni 1990 stellte der Landwirtschaftliche Unternehmensverband des Landes
Sachsen-Anhalt e.V. (LUV) als Landesverband
des LPG-Verbandes einen ersten Antrag auf
Erteilung des Prüfungsrechtes. Ziel war der
Aufbau eines landwirtschaftlichen Fachprüfungsverbandes im LUV, der als erste Aufgaben die Prüfung der DM-Eröffnungsbilanzen
und die Unterstützung der LPG bei der Umwandlung in eingetragene Genossenschaften
übernehmen sollte. Dem beharrlichen Einsatz
der Initiatoren ist es zu verdanken, dass der
LUV am 20. August 1990 vom Regierungsbe-
2/2011
Erteilung des PrüQuelle: FPV
vollmächtigten der Bezirksverwaltungsbehörde Magdeburg das Recht zur Prüfung der
LPG erhielt. Dieses Prüfungsrecht wurde am
7. Dezember 1990 vom Ministerium für Wirtschaft, Technologie und Verkehr des Landes
Sachsen-Anhalt auf eingetragene Genossenschaften erweitert. An dieses Prüfungsrecht
war allerdings die Auflage geknüpft, den Prüfungsverband als eigenständigen Verein nach
Maßgabe des Genossenschaftsgesetzes zu
gründen. Anfang 1991 hatte der Fachprüfungsverband im LUV bereits 30 Mitarbeiter;
195 LPG und eingetragene Genossenschaften
hatten ihren Beitritt erklärt.
Die FPV-Geburtsstunde
Am 20. Februar 1991 fand in Bernburg die
Gründungsversammlung des Fachprüfungsverbandes der Landwirtschaft Sachsen-Anhalt
statt. Damit war die Trennung vom LUV vollzogen und ein eigenständiger genossenschaftlicher Prüfungsverband in Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen. An der Gründungsversammlung nahmen Vertreter von 34 LPG und
eG bzw. eG i. G. teil, sieben von ihnen unterschrieben im Namen aller die erste Satzung.
Dem ersten Beirat gehörten Herr Dr. Kraft,
Langendorf, Frau Hildebrandt-Koch, Gröningen, Herr Möbius, Dixförda, Herr Schönefeld,
Emden-Altenhausen, und Herr Reiß, Kemberg,
an. Die Mitglieder wählten aus ihrer Mitte
Herrn Dr. Kraft zum ersten Beiratsvorsitzenden. Dem ersten Vorstand gehörten Dr. habil.
Paasch, der Hauptgeschäftsführer des LUV, als
Vorstandsvorsitzender und Dr. Hermann
Schmidt als zuständiger Wirtschaftsprüfer an.
Die Satzung schrieb die Prüfung der Genossenschaften und die fachliche Betreuung und
Beratung der Verbandsmitglieder sowie die
Wahrnehmung ihrer Interessen in genossenschaftlichen, steuerlichen, rechtlichen und
wirtschaftlichen Angelegenheiten fest. Verbandsterritorium war laut erster Satzung
(20. Februar 1991) das Land Sachsen-Anhalt,
weitere Bundesländer kamen später hinzu.
Obwohl als Prüfungsverband für die Landwirtschaft konzipiert, stand der Verband von
Anfang an auch Genossenschaften anderer
Branchen offen. Bereits bei seiner Gründung
betonte der FPV seine Absicht, Mitglied des
DGRV zu werden. Es sollte bis 2005 dauern,
bis dieses Ziel erreicht war. Am 11. Juni 1991
erfolgte die Eintragung des FPV in das Vereinsregister – der LUV hatte endgültig seine
Aufgaben erfüllt. Der LUV-Verbandstag beschloss am 20. Juli 1991 die Auflösung des
Verbandes. Die Aufgaben, die nicht durch den
FPV wahrgenommen wurden, gingen auf den
Bauernverband über.
www.fpv-halle.de
VERBäNDE
Ott: „Der Fokus verschiebt sich
immer mehr nach Europa“
DGRV-Flyer: „Entdecke die Möglichkeiten der Kooperation“.
„auch wenn die Luft derzeit etwas dünn
ist, sollte man die europäische Integration gewiss nicht grundsätzlich in Frage
stellen.“ Vielmehr gelte es aus der aktuellen Situation die richtigen Schlussfolgerungen und notwendigen Schritte zu ziehen. Das sagte Dr. Eckhard Ott, Vorstandsvorsitzender des DGRV, am 18. Januar beim Neujahrsempfang des genossenschaftlichen Spitzenverbandes in Berlin.
„Augenmaß ist nicht nur beim Euro-Rettungsschirm oder den jüngsten Maßnahmen zur Bankenregulierung erforderlich,
sondern auch bei der euopäischen Harmonisierung im Allgemeinen. Viele rechtliche
Vorgaben aus Brüssel sind dahingehend zu
prüfen, ob sie nachteilige und vor allem unangebrachte Regelungen für die Unternehmen darstellen“, betonte DGRV-Vorstandschef Dr. Eckhard Ott. Das gelte auch und
gerade für die Genossenschaften, denn die
eG aus dem kreditwirtschaftlichen, ländlichen und gewerblichen Bereich riefen die
aktuelle krisenhafte Situation nicht hervor.
„Im Gegenteil: Sie haben sich wieder einmal
in einer besonders schwierigen Situation
bewährt. Seriöse Geschäftsmodelle, ein regionales und überschaubares Geschäftsfeld
Klare Botschaft beim DGRV-Neujahrsempfang – Dr. Eckhard Ott: „Genossenschaften bewähren sich in schwieriger Situation.“
Fotos: DGRV
sowie die enge Bindung an die Mitglieder
machen die Genossenschaften zu verlässlichen Partnern und einem wesentlichen Teil
der mittelständischen Wirtschaft.“
Damit das so bleibt, wolle sich der DGRV
auch weiterhin in Berlin und Brüssel dafür
Sächsische WG bleiben wichtige Partner
Der Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften (VSWG) zog ein positives Jahresresümee 2010. So waren die 235 im VSWG
organisierten Wohnungsgenossenschaften – in ihnen wohnen 580 000
Menschen – erneut verlässliche
Partner
der
Kommunen. Demografischer Wandel, bezahlbarer Klimaschutz und die Weiterführung des
Stadtumbaus Ost stehen bei den Wohnungsgenossenschaften ganz oben auf der
Themenagenda.
In den letzten Jahren haben die eG viel in ihren Wohnungsbestand investiert und dabei
auch einen hohen energetischen Standard
erreicht. Zudem setzen sie verstärkt auf erneuerbare Energien, u. a. aus Photovoltaikanlagen, Biomasse-Heizungs-Anlagen oder
Blockheizkraftwerken. Mit einer Reduzierung
der CO2-Emissionen um 25 Prozent erfüllten
sie das deutsche Kyoto-Ziel schon um das
Doppelte. Kommende Modernisierungen
müssen sich allerdings zunehmend auf
schwierigere Bestände konzentrieren, da die
Potenziale für energetische Sanierung der
Gebäude in den neuen Bundesländern vorerst weitgehend ausgeschöpft sind. Auch auf
den Stadtumbau Ost lässt sich in Sachsen erfolgreich zurückblicken. Seit 2000 hat sich
der Wohnungsbestand bei sächsischen Wohnungsgenossenschaften durch geförderte
Abrissmaßnahmen um ca. 80 000 Wohnungen verringert. Das Thema bleibt aktuell.
Durch geburtenschwache Jahrgänge, Sterbeüberschuss und anhaltende Abwanderung
wird künftig immer weniger Wohnraum benötigt. Der Stadtumbau konzentrierte sich
bisher auf bereits leer stehende oder relativ
unkompliziert leer zu ziehende Wohnungsbestände. Das wird sich kontinuierlich in Richtung teilsanierter bzw. mit Neuschulden belasteter Bestände entwickeln.
Deshalb wird es 2011 auch darum gehen, die
Interessen der sächsischen Wohnungsgenossenschaften gegenüber den verantwortlichen Entscheidungsträgern zu wahren. Nötig
sind ungeschmälert fortgesetzte Städtebauförderung sowie eine endgültige Lösung der
Altschuldenfrage.
2/2011
einsetzen, „dass die Genossenschaften
gute rechtliche Rahmenbedingungen – insbesondere in den Bereichen der Rechnungslegung und Prüfung – haben werden. Der Fokus verschiebt sich dabei immer
mehr nach Europa“, so der Vorstandsvorsitzende.
wga
………………Verbände aktiv………………
+++ MGV-Präsident Dietmar Berger:
20./21. Januar Fachgespräche auf der
IGW mit Verantwortlichen der BayWa
AG, München +++ In einem Schreiben
an den Chefredakteur des „ND“ wendet
Berger sich gegen die Formulierung, dass
die EU Milliarden in den Agrarsektor
pumpe, der den Bürgern „regelmäßig
Gift und Gammel auftischt“. Einen ganzen Berufsstand zu diffamieren, „da hört
der Spaß auf“. Berger lud ein, sich konventionelle Landwirtschaft mal in einer
Agrargenossenschaft vor Ort anzusehen.
+++ Berger macht sich für einen Förderverein für die Raiffeisenhäuser in Hamm
und Flammersfeld ähnlich dem in Delitzsch stark. In einem Brief an WGZ Bank
AG-Vorstandsvorsitzenden
Werner
Böhnke unterbreitete er dazu konkrete
Vorschläge „mit Gesicht“. +++ VSWGVorstand Dr. axel Viehweger: 19./20. Januar Podiumsgespräch, Mitteldeutscher
Immobilienkongress, Leipzig; 27. Januar
Diskussion auf der Tagung des sächsischen Wirtschaftsministeriums zu „Alter
lebenswert gestalten“. +++
7
LaNDWIRtSChaFt
……………Dioxingeschehen……………
► aktionsplan Der DRV sieht den „Aktionsplan Verbraucherschutz in der Futtermittelkette“, den Bundesministerin Ilse Aigner am 14. Januar vorlegte, als realistischen
Lösungsansatz.
DRV-Präsident
Manfred Nüssel: „Die Futterfetthersteller
müssen verpflichtet werden, Rohstoffe
nur noch auszuliefern, wenn Freigabeuntersuchungen vorliegen. Andernfalls werden die Raiffeisen-Genossenschaften diesen Rohstoff nicht einsetzen.“
► Preiseinbruch Die Deutschen kaufen
weniger Schweinefleisch. Gleichzeitig
klemmt das wichtige Exportventil. Das bedeutet einen Preiseinbruch am Schweinemarkt von mehr als 34 Euro je Schwein.
Zudem stiegen die Futterkosten. Massive
Fleischüberhänge sollen durch mehr
Schlachtungen abgebaut werden.
In der Eifrisch-Vertriebsgesellschaft in NeukirFoto: W. Schmidt
chen.
► Mehr transparenz Der MGV sieht den
Aktionsplan der Länder und des Bundes
„Unbedenkliche Futtermittel, sichere Lebensmittel, Transparenz für den Verbraucher“ positiv. „Wir befürworten das Vorhaben, die Produktion von Industrie- und
Futterfetten strikt zu trennen und die behördliche Zulassungspflicht von Vorlieferanten der Futterwirtschaft zu verschärfen“, sagte gegenüber „WIR“ MGV-Bereichsleiterin Agrargenossenschaften Gabriele Seifert. „Es muss eine rechtlich verbindliche EU-Futtermittel-Positivliste geben.“ Blindes Vertrauen des Bauern zum
Lieferanten sei verantwortungslos.
► Verantwortung Für „nicht haltbar“ hält
Stefan Baldus, Landesgeschäftsführer des
Thüringer Bauernverbandes, den Vorwurf,
der Dioxinskandal offenbare ein fehlgeleitetes Landwirtschaftssystem in Deutschland. Gegenüber der BauernZeitung sagte
er; „Der Anlass wird vielmehr als Vehikel
missbraucht, um andere Interessen zu artikulieren.“ Im Übrigen könne die Branche –
Stichwort Futtermittel-Positivliste – sich
„bereits im Rahmen des QS-Systems einigen“. Auch das sollte aber einer Schwachstellenanalyse unterzogen werden.
► Feststellung Die BayWa AG teilte am
24. Januar mit, dass sie „von den Ereignissen zu erhöhten Dioxingehalten in Futterfetten in Deutschland nicht betroffen ist“.
► Darlehen Die Rentenbank bietet vom
Dioxingeschehen geschädigten Schweine
und Geflügel haltenden Betrieben ein Lidsc
quiditätshilfedarlehen an.
8
Partner: Bank und Bauern
Volksbank unterstreicht ihr Engagement
„Investieren und Finanzieren 2011“ – ein
hochaktuelles thema. Dazu informierte
die Volksbank Chemnitz am 14. Januar
auf einer Veranstaltung für Landwirte.
tionen, die von der Volksbank erfolgreich
begleitet wurden. „An unserem Engagement ändern auch Krisen nichts, durch die
wir gerade wegen des großen Vertrauens
unser Firmen- und Privatkunden und natürlich durch unser solides Anlagegeschäft gut
gekommen sind“, so der für das Firmenkundengeschäft verantwortliche Vorstand.
Mit den Themen Investieren und Finanzieren stieß die Volksbank auf großes Interesse, waren doch 60 Gäste der Einladung
gefolgt. Dr. Christian Bock, Bereichsleiter
Förderpolitik der Landwirtschaftlichen Rentenbank, informierte darüber, wie die führende Förderbank im Agrarbereich die Situation der Landwirtschaft einschätzt: sehr
positiv. Dr. Bock begründete das mit der
weltweiten Nachfrage nach Agrarrohstoffen und der hohen Wettbewerbsfähigkeit
der deutschen Landwirtschaft, die sich in
den letzten Jahren noch verbessert hat.
Trotz der positiven Tendenz muss sich die
Landwirtschaft aber auf ein stärkeres Auf
und Ab der Preise einstellen. Deshalb sind
auch Landwirte gut beraten, wenn sie stärker als bisher Risikovorsorge betreiben; das
kann zum Beispiel ein weiteres Standbein
sein. Dr. Bock sieht in Sachsen noch Potenzial für erneuerbare Energien, insbesondere
bei Biogas, und empfahl, in diesen Sektor
zu investieren. Insgesamt sprach er von einem guten Klima für Investitionen in der
Landwirtschaft.
Dr. Christian Bock bei seinem Vortrag in Chemnitz.
Foto: VB
„Unsere Volksbank hat da keinen Nachholbedarf“, betonte Vorstandsmitglied Gunnar Bertram, „die Landwirtschaft wird auch
künftig ein wichtiger Kunde für uns sein.“
Er verwies mit Stolz auf die vielen Investi-
mit Sicherheit eine Fortsetzung geben.“ Das
trifft bestimmt auch auf den deftigschmackhaften Imbiss zu, für den die Wirtschaftshof Sachsenland Röhrsdorf/Wittgensdorf e.G. sorgte.
gth
Unternehmenskundenbetreuer Jens Auerswald freute sich über die Resonanz auf die
Bankveranstaltung. „Die Teilnahme vieler
unserer Kunden ist Ausdruck des Vertrauensverhältnisses. Im nächsten Jahr wird es
Eier und Wurst sicher und gut
„Kauft sächsisch!“ Beim Agrar-Pressegespräch
im Vormonat in Limbach-Oberfrohna bekannte sich SLB-Präsident Wolfgang Vogel
demonstrativ zu sächsischen Eiern und
Bekennen sich zu regionalen Produkten: Christian Riedel, Wolfgang Vogel und Jens Hoffmann (v.l.n.r.).
Foto: SLB
2/2011
Schweinefleisch. „Diese
regionalen Produkte sind sicher, hochwertig und ein Genuss“, sagten Richtung
Verbraucher auch die Veredler Christian Riedel, Geschäftsführer des Großenhainer Geflügelhofes, und Jens Hoffmann, Vorstandsvorsitzender der Wirtschaftshof Sachsenland
Röhrsdorf/Wittgensdorf eG. Der SLB forderte
jedoch auch mehr Lebens- und Futtermittelsicherheit und verabschiedete dazu am
14. Januar einen Forderungskatalog. Es sei
wichtig, dass die Futtermittelindustrie jetzt in
die Haftung genommen werde und entstandene Schäden durch Sperrung ersetzt würden. Vogel: „Das ist schwierig genug, aber
der entstandene Imageschaden und das verlorengegangene Vertrauen der Verbraucher
sind eine Hypothek, die die Landwirte nun
tragen müssen. Wir Bauern stehen hinter unseren Produkten.“
LaNDWIRtSChaFt
Oberbobritzscher legen ihr Geld
sinnvoll an Zweite Biogasanlage, moderner Schweinestall
Es tut sich wieder was in der agrar-Genossenschaft „Bobritzschtal“ Oberbobritzsch eG! Der Gemischtbetrieb mit dem
hauptstandbein Milch investiert in moderne Stallanlagen und beweist sich auch
als Energiewirt.
Lars Furkert – ein noch junger Mann, seit
2006 Vorstandsvorsitzender der Agrar-Genossenschaft
„Bobritzschtal“
Oberbobritzsch eG und seit vorigem Jahr auch
MGV-Verbandsratsmitglied – macht mit seinen Vorstandskollegen Ulrike Finke und Felix Polster Nägel mit Köpfen. „Unserer Genossenschaft lag schon immer daran, ihr
Geld sinnvoll einzusetzen, also für das Heute
mit Blick auf die Zukunft zu planen. Das
bleibt so.“ Mit anderen Worten: In Zeiten
schwankender Märkte und Erzeugerpreise,
„wo gute Mitarbeiter besonders gefragt
sind und alles aufs richtige Wirtschaften hinausläuft, sind solide agierende Agrarbetriebe, die sich umtun, ihren Weg gehen
und dabei den Blick heben, unerlässlich“.
Viel Geld in die hand genommen
So modernisierten die Oberbobritzscher
2000/2003 für viel Geld ihre 1985 gebaute
Milchviehanlage und nahmen 2004 an der
Schweinezuchtanlage eine kleine Biogasanlage in Betrieb, die neben Wärme auch
Strom produziert und ihnen schon bald zusätzliches Geld brachte, das angelegt wird.
2007 dann die Wiederholung des Erfolgsmodells, eine knapp eine Million Euro teure
Vorstandschef Lars Furkert Mitte Januar im Schweinestall, der zur Zeit von einer Fachfirma modernisiert wird.
Der Bezug ist für Ende März 2011 vorgesehen.
Foto: W. Schmidt
300-kW-Biogasanlage ging an der Milchproduktionsanlage ans Netz. Auch sie trägt zur
Wirtschaftlichkeit des Betriebes bei. Apropos. Die in den letzten Jahren von 8 100 auf
8 500 Kilogramm Milch pro Kuh und Jahr
gesteigerte Milchleistung „darf für uns noch
nicht das Ende der Fahnenstange sein“, so
Furkert. „Die weitere Optimierung der Prozesse bleibt das Ziel.“ Stichworte Grundfutter, Transitphase und Kuhkomfort.
Die Genossenschaft – mit 55 Beschäftigten
größter Arbeitgeber im Ort – gehört 181
Mitgliedern. Bewirtschaftet werden 1 800
ha LF, davon 450 ha Grünland, in den Ställen
stehen 770 Milchkühe, 480 Sauen und 3 000
Läufer. Im Oberdorf lässt zurzeit eine regionale Firma aus der alten Hülle einen modernen Schweinestall für 240 Tiere entstehen.
Gerade werden die Güllewannen betoniert.
Das Projekt kostet ca. 300.000 Euro und soll
Ende März bezogen werden. Allerdings:
Mehr Ferkel werden dadurch nicht geboren,
auch kein Schwein wird zusätzlich verkauft.
„Hier geht’s nur um einen Stempel, dass wir
weiter produzieren dürfen.“ Die neue EUSchweinehaltungsverordnung lässt grüßen!
D. Schall
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2/2011
9
FINaNZWIRtSChaFt
Das Budget im Griff?
Finanzielle Bildung für Schüler gefördert
Falsches konsumverhalten stürzt immer
mehr Jugendliche in die Privatinsolvenz.
helfen will hier u. a. „Deutschland im Plus –
die Stiftung für private Überschuldungsprävention“ mit ihrem auch von der Volksbank
Chemnitz unterstützten Programm zur finanziellen Bildung von Schülern.
geplant – Budget im Griff“ wertvolle Tipps für
den Umgang mit dem eigenen Geld. Neben
der Sensibilisierung für den richtigen Umgang
mit Geld und der Vermittlung von Budgetkompetenz werden die Jugendlichen über
Funktionsweise und Risiken von Kreditgeschäften aufgeklärt.
Die Zahlen, die Ende Januar bei einer Pressekonferenz in Oelsnitz/Erzgebirge bekannt gegeben wurden, machen betroffen: 2010 war
laut Bürgel-Schuldenbarometer ein „InsolvenzRekordjahr“; die Zahl der Insolvenzfälle bei
jungen Erwachsenen stieg im Vergleich zum
Vorjahr um 34,5 Prozent (!). Eine Ursache: Falsches Konsumverhalten. Dagegen kämpft die
gemeinnützige „Deutschland im Plus“ –Stiftung an. Im Rahmen der finanziellen Bildung
erweitern Schüler der 9. und 10. Klassen ihr finanzielles Grundwissen und bekommen in Unterrichtseinheiten unter dem Motto „Konsum
Das Programm startete erstmals auch an
Schulen in Chemnitz und Umgebung, so am
Peter-Breuer-Gymnasium Zwickau, an der Annenschule in Chemnitz und der Turley-Mittelschule in Oelsnitz/Erzgebirge. Bemerkenswert:
Im Beisein der Schüler übergab Wolfgang Müller, Vorstandsvorsitzender der Volksbank
Chemnitz eG, der Stiftung eine Spende in
Höhe von 5.000 Euro. „Als ‚Bank für Mittelstand und Familie‘ machen wir uns für Kinder
und Jugendliche und deren verantwortungsvollen Umgang mit den eigenen Finanzen
stark.“
IBaN für alle
Spätestens ab 2013 soll der Einheitliche EuroZahlungsverkehrsraum vollendet sein. Die internationale Kontonummer IBAN wird dann
für alle Überweisungen und Lastschriften im
gesamten Euroraum gelten. Geringere Kosten
und schnellere Zahlungen über alle Grenzen
hinweg sind der Lohn. „Verbraucher brauchen
dann nur noch ein Konto, selbst wenn sie
nicht in ihrem Herkunftsstaat leben oder arbeiten. Ihre Zahlungen werden schneller,
preiswerter und sicherer“, sagte EU-Binnenmarktkommissar Michel Barnier. Der Nutzen
der SEPA wird in einer Studie immerhin auf
über 20 Milliarden Euro im Jahr geschätzt.
Deshalb sieht sich jetzt der europäische Gesetzgeber in der Pflicht. Vorgeschlagen
wurde, ein verbindliches Datum für den Umstieg festzusetzen. Ein Jahr nach Inkrafttreten
des Gesetzes, dem zuvor Ministerrat und Parlament zustimmen müssen, soll die SEPAÜberweisung alternativlos sein. Ein Jahr später
geht dann auch bei Lastschriften ohne IBAN
und BIC nichts mehr. Würde das Gesetz wie
geplant im Sommer 2011 verabschiedet, gäbe
es für Bankkunden ab Sommer 2012 nur noch
die Variante der Überweisung: mit der 22 Stellen langen IBAN-Nummer. Für Lastschriften
würden sie ab Sommer 2013 verpflichtend.
Gemälde übergeben
Bei der Spendenübergabe in Oelsnitz/Erzgebirge.
DG Verlag vor Ort
Vertreter von VR-Banken der Region informierten sich im Vormonat auf der Messe
„DG Verlag vor Ort – Marketing 2011“ in
den MGV-Geschäftsstellen in Dresden,
Chemnitz und Erfurt über die bunte Vielfalt
des Werbeartikelsortiments. Die MarketingExperten der Vereinigten Raiffeisenbank
Burgstädt eG waren sich am 26. Januar in
Chemnitz einig: „Wir haben uns das Angebot angeschaut und bestellen jetzt etliche
der Artikel“, sagte der für den Einkauf seiner
10
Foto: wolf
Bank zuständige Albrecht Gapsch. Seine Marketing-Kollegin Jana Gläser hob hervor: „Hier
gibt es für jede Zielgruppe und jeden Marketinganlass das Passende.“ So orderten die
Burgstädter 100 Stoff-Schäfchen, die RiesterSparer bei Vertragsabschluss im Rahmen der
Union-Investment-Aktion „Immer mehr bringen ihre Schäfchen ins Trockene“ als Dankeschön erhalten. Als Begrüßungsgeschenk für
die Neugeborenen von Kunden bestellten die
Burgstädter zudem hübsche Kapuzenhandtücher. Diese kommen zum Bank-Gutschein fürs
dsc
erste Sparbuch dazu.
2/2011
Zwei bedeutende Gemälde des Dresdners
Ernst Hassebrauk (1905 – 1974) haben der
Schriftsteller Dieter Hoffmann und seine Frau
Ilka im Januar der Städtischen Galerie und der
Dresdner Volksbank Raiffeisenbank geschenkt.
„Beide Einrichtungen sind für Kunst und
Künstler Dresdens wichtige Ansprechpartner“,
sagte Hoffmann.
Im Messegespräch: Die Berater des DG Verlags Jörg
Lehmann (vorn li.) und Frank Drechsler (vorn re.)
mit Jana Gläser und Albrecht Gapsch von der Vereinigten Raiffeisenbank Burgstädt eG. Foto: D. Schall
FINaNZWIRtSChaFt
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Mutiger werden!
Die Zukunft der Rechnungslegung
Bei anderen gelesen
Wer die Zukunft gestalten will, braucht
klare Zielvorstellungen. Wer die Zukunft
gestalten will, muss
aber genauso wissen, wo er herkommt. Dies gilt
auch für jeden, der
die Zukunft der Rechnungslegung skizzieren will. „WIR“ zitiert aus einem Beitrag
von Gerhard Schorr (abb.), Verbandsdirektor des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V.
Wo kommen wir her? Der Blick 35 Jahre zurück befördert manches auf den historischen
Bildschirm, was erstaunlich, fast unglaublich
wirkt. Mitte der 70er-Jahre des vergangenen
Jahrhunderts machte sich Europa daran, das
europäische Bilanzrecht zu kodifizieren. Die
4. und 7. EG-Richtlinie wurden leidenschaftlich debattiert – Kontinentaleuropa kreuzte
mit Großbritannien die Klinge. Der Deutsche
Elmendorff war eine der prägenden Persönlichkeiten des Diskurses, mit Durchsetzungskraft. Gleichwohl vergab sich Europa damals
eine historische Chance. Denn die 4. und 7.
Richtlinie waren am Ende Kompromisspapiere mit vielen Länderwahlrechten und ein
„muddling through" zwischen dem deutschen Vorsichtsprinzip und Gläubigerschutz
und der britischen „true and fair view", die
schon deutliche Nähe zu den heutigen IFRS
hatte. (...)
Das Mantra der Vergleichbarkeit
20 Jahre später, an der Schwelle zum neuen
Jahrhundert, hatte sich die Welt gedreht. Die
Globalisierung und der Glaube an die unbegrenzte Gestaltungskraft der Kapitalmärkte
hatten die International Accounting Standards (IAS) beziehungsweise die International Financial Reporting Standards (IFRS) nach
oben, ganz nach oben gespült. „There's a
need for comparability" lautete das schier
unschlagbare Mantra des Boards in London;
der Siegeszug schien unaufhaltsam. Und
Europa, und Deutschland? Das „good old
Europe" wirkte viele Jahre wie paralysiert,
hatte dem IAS-Feldzug nichts entgegenzusetzen. Aber gottlob gab man die 4. und 7.
Richtlinie auch nicht auf, was mit Blick auf die
Zukunft noch ein Segen sein wird. Und dann
die vergangenen drei, fünf Jahre: Welch ein
Debakel für die Leitgedanken der IFRS! Erst
Subprime-, dann Finanzkrise: Nicht dass das
Regelwerk der IFRS die weltweite Schieflage
auslöste, aber insbesondere das Fair-ValueDogma war unbezweifelbar Wegbegleiter
der Blasenbildung und am Ende Brandbeschleuniger. Unglaublich, aber wahr: Selbstkritik oder gar Demut vernimmt man von
den Gralshütern der internationalen Rechnungslegung nicht. Die Welt staunt, wagt
aber nicht, den Kapitalmärkten die „Droge"
IFRS wegzunehmen. Kurioser noch: Das Board in London glaubt nach wie vor unbeirrt
daran, dass auf Dauer alle Unternehmen
weltweit auf die IFRS-Welt einzuschwenken
haben.
So kann die Gegenwart charakterisiert werden als „Kampf der Systeme". Auf der einen
Seite zum Beispiel Deutschland und Teile
Kontinentaleuropas: Gläubigerschutz, Vorsichtsprinzip, Nominalwertprinzip, einfache,
konservative Systematik, Prinzipienorientierung. Im Fokus dieses Systems stehen Millionen kleiner, mittlerer, aber auch größerer
mittelständischer sowie eigentümergeführter Unternehmen. Auf der anderen Seite die
Protagonisten der IFRS: Investorensicht, Fair
Value, Fair Presentation, cash-flow-orientierte, eher offensive, risikobereite Bilanzierung. (...)
Nach alledem: Wie geht es mit der Rechnungslegung weiter – welches System wird
siegen? Vieles wird davon abhängen, wie es
den beiden Systemen gelingt, weltweit
Bündnisse zu schmieden. (...)
Schärfen wir den Zukunftsblick noch etwas.
Betrachten wir Deutschland, erscheint die
Gefechtslage sehr stabil. Mit dem BilMoG hat
sich der deutsche Gesetzgeber für eine eigenständige, gleichwertige und prinzipienorientierte Rechnungslegung entschieden –
fast eine Jahrhundertreform, getragen von
allen politischen Parteien. Gut so! Einige Kritiker sehen zu viele Kompromisse in Richtung
IFRS im Detail – unwiderlegbar ist das deutsche Bilanzrecht aber ein konservatives, noch
überschaubares Regelwerk, das dem Fair Value so gut wie keinen Einlass gewährt hat.
Ob die Auslegung von BilMoG-Fragen in der
Zukunft eigenständig „deutsch" beantwortet
wird oder durch permanentes Heranziehen
von IFRS-Standards geschieht, liegt auch an
den über 12 000 Wirtschaftsprüfern hierzulande. An deren Eigenverantwortlichkeit und
Engagement ist zu appellieren: Wenn möglichst viele der mittelstandsorientierten Wirtschaftsprüfer zu BilMoG veröffentlichen, wird
es eine eigenständige deutsche Kommentie-
2/2011
rung geben. Wenn nicht, dann werden die
Autoren der „big four" das BilMoG peu à
peu in Richtung IFRS wegkommentieren.
Von der Sache her ist BilMoG geeignet, für
deutlich mehr als ein oder zwei Jahrzehnte
den deutschen Rechnungslegern eine gesicherte Plattform für den Jahresabschluss zu
geben. (Ausgenommen „natürlich" die kapitalmarktorientierten Unternehmen: Sie müssen unverändert einen IFRS-Konzernabschluss erstellen.)
Rechnungslegung hat einfach
und nachhaltig zu sein
BilMoG wäre nicht möglich gewesen, hätte
es nicht die 4. und 7. EU-Richtlinie gegeben.
Wer systemisch denkt, weiß damit auch, dass
es eine langfristige Existenz der HGB-Rechnungslegung nur auf der Plattform dieser
EU-Richtlinien geben wird. Daraus folgt die
klare Forderung, die 4. und 7. EU-Richtlinie
dauerhaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. „Retro" sollte angesagt sein: Der Diskurs der 70er-Jahre (s.o.) muss fortgesetzt
werden – im Zweifel ohne Einstimmigkeit,
sondern mit Mehrheitsabstimmungen Jedenfalls ist Europa gut beraten, der Masse der
Unternehmen die IFRS zu ersparen und unter einem gemeinsamen Dach einer prinzipienorientierten Rechnungslegung überschaubare nationale Besonderheiten zu erlauben. Mit Verlaub: „There's no need for
comparability but for simplicity and sustainability" möchte man den Protagonisten der
IFRS entgegenschmettern: Die Rechnungslegung hat einfach und nachhaltig zu sein!
Und die (restliche) Welt? Ihr ist zu empfehlen,
die Lehren aus der Finanzkrise konsequent zu
ziehen. Insbesondere die weltweiten Kapitalmärkte würden davon profitieren, wenn den
IFRS-Fundamentalisten klar gemacht würde,
dass das unbeirrte Festhalten am Fair-ValueAnsatz ein Irrweg ist, der dringend korrigiert
werden muss. (...)
Brücke über den atlantik schlagen
Ganz zum Schluss bleibt der – nur vordergründig kühne – Gedanke, für die Millionen
Mittelständler dieser Welt eine „Brücke über
den Kontinent", von Europa in die USA zu
schlagen. Der Mittelstand überall auf dieser
Welt braucht mehr denn je einfache, prinzipienorientierte Bilanzregeln. (...) „General accepted accounting rules" für den Mittelstand
sind keine Fieberphantasien – sie sind erreichbar, wenn der weltweite Diskurs jenseits
der IFRS endlich mit Mut und Entschlossenheit eröffnet wird! Aus: GENOGRAPH 1/2011
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GEWERBE
Werbemaßnahmen haben
Friseur-eG geholfen
Dem attraktiven Vorstands-Duo Diana
Schmidt und Ina Scheunemann der Friseur kosmetik eG in Freiberg sieht man
die Freude an ihrer arbeit an, glaubt ihnen die positive Ungeduld, wenn Neues
realisiert werden soll. Die beiden verweisen im „WIR“-Gespräch auf Ergebnisse,
die sich sehen lassen können und benennen aufgaben, die es in sich haben. Und
immer geht es dabei ums kundenwohl.
Hat in der Genossenschaft alles im Griff:
Diana Schmidt.
Hier haben ausschließlich Frauen das Sagen!
66 Mitarbeiterinnen sorgen sich in 14 Salons in Freiberg und im Umland für gut sitzende, individuelle Frisuren für Männer,
Frauen und Kinder, perfekte Kosmetik, totschicke Nägel und gepflegte Füße. „Wir sind
für unsere Kunden da und haben ihnen
rund um unsere Qualitätsarbeit ein Wohlfühlpaket geschnürt“, sagte Vorstand Diana
Schmidt.
Hinter fachlich versierter Frauenpower, die
immer auch freundliche Beratung einschließt, steht die klare Absicht, am längst in
Bewegung gekommenen Markt auch künftig ein Wörtchen mitzureden. „Im Selbstlauf
bewegt sich nichts“, weiß Vorstand Ina
Scheunemann. Deshalb hat das Unternehmen – 1965 als PGH gegründet und 1990 in
eine eG umgewandelt – u. a. in Marketingund Werbemaßnahmen investiert. „Verstärkt
schalteten wir Anzeigen, animierten mit diversen Aktionen Kunden zum Vorbei-
herren willkommen!
Im Stadtzentrum von Freiberg drängeln
sich die Friseurgeschäfte, aber bis 2006
war ein spezieller Herrensalon Fehlanzeige. Diese „Lücke“ erspähte die Friseur
Die eG-Geschäftsstelle mit Salon in Freiberg, Wasserturmstraße 2.
Fotos: W. Schmidt
schauen, stellten die speziellen Leistungen
einzelner Salons – zum Beispiel des Herrensalons hinterm Freiberger Rathaus – vor und
gingen überhaupt etwas mehr in die Offensive. Wir haben viel zu bieten, und das soll
auch der Kunde wissen, der noch nicht bei
uns war“, meinte Ina Scheunemann.
Kosmetik eG – und handelte prompt. Vier
Friseurinnen, von Wella- bzw. Paul-MitchellAusbildern fachlich fit gemacht, lassen seitdem im Salon „Creativ“ („Was Männer wollen“) in der Burgstraße hinterm Rathaus
Männerherzen höher schlagen. Neben dem
Der Herrensalon in der Freiberger Burgstraße. – Das junge Salonteam.
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Fotos: W. Schmidt
2/2011
Legt den Finger auf jeden Posten: Ina Scheunemann.
„Die Werbemaßnahmen haben sich gelohnt“, betonte Diana Schmidt. „Im vergangenen Jahr setzten wir 1,5 Millionen Euro
um. Das waren rund 40.000 Euro mehr als
im Jahr zuvor. Für uns eine Menge Geld!“
Es ist ein Erfolg des ganzen Teams, das regelmäßig geschult wird und nicht zuletzt
dadurch mit einer ordentlichen Portion
Selbstbewusstsein und motiviert Schönheits-Dienste leistet. Bekanntlich zehrt
auch in einer Friseurgenossenschaft die Explosion von Material- und Betriebskosten
an den Margen, aber die Freiberger Friseurinnen verfolgen ein klares Ziel, wofür sie
die Gewinne konsequent anlegen: „Die
Güte unserer Arbeit muss sich auch optisch, also in attraktiven Salons widerspiegeln.“ Ina Scheunemann und Diana
Schmidt wollen deshalb die 2010 begonnenen Modernisierungsmaßnahmen fortsetzen. Schritt für Schritt soll das gehen, „immer mit Augenmaß und Blick auf die Kosten“. Für Einrichtung, Arbeitsmittel, Bedienungsplätze und Innenraumgestaltung
sind pro Salon im Durchschnitt 25.000 Euro
eingeplant. Ein zweites Aufgabenfeld wird
die mittelfristige Sanierung von eG-eigenen Immobilien sein. „So bleiben wir auf
der Höhe der Zeit, also im Blickpunkt der
Kunden.“
D. Schall
individuellen Haarschnitt (hier gibt’s auch
Trendiges) werden die Kunden vom Studenten bis zum Rentner mit einem Bierchen verwöhnt, man kann im attraktiven
Wartebereich Fernsehen oder in zu einem
Herrensalon passenden Illustrierten blättern. Aktionen zum Männertag, zum Beispiel spezielle Haarwäschen oder ähnliches, gehören ebenso zum Programm wie
die beliebten Kopfmassagen mit Haarwasser oder eine Abschlusskompresse mit
„Teebaum-Öl“. Der Herrensalon lief anfangs nicht optimal, sei es, weil vor der
Einrichtung lange Zeit eine Baustelle war,
oder weil das Personal zu oft wechselte.
„Mittlerweile läuft unser Herrensalon
recht gut, wenngleich wir uns über noch
mehr Kunden freuen würden. Seit kurzem
muss sich der Kunde auch nicht mehr anmelden“, lädt Salonchefin Conny Graw die
Freiberger Männerwelt zum Kommen ein.
dsc
Staffelstab in petto
Rochlitzer Dachdecker eG gut aufgestellt
Die seit 50 Jahren bestehende Dachdecker-Genossenschaft Rochlitz eG trotzt der
komplizierten Marktlage und der starken
konkurrenz mit Qualitätsarbeit. Der Vorstandsvorsitzende arbeitet langfristig seinen Nachfolger ein.
Die Dachdecker-Genossenschaft Rochlitz eG,
vor allem die Männer der Praxis, die elf
Dachdecker, sind jahraus, jahrein nicht nur
zwischen Dresden, Leipzig und Chemnitz mit
ihren gefragten Diensten und dem Kleintransporter unterwegs. „Auch in Städten
wie Hamburg oder München steigen wir
den Leuten aufs Dach“, sagte Vorstandsvorsitzender Peter Scheitza im „WIR“-Gespräch.
Die Arbeit der Genossenschafter ist gefragt,
2010 standen 1,05 Millionen Euro Umsatz zu
Buche. „Wir halten unser Geld zusammen
und kommen so ordentlich über die Runden“, sagte Scheitza. Er beklagt jedoch, dass
nur etwa 20 Prozent der Aufträge Neudeckungen sind. „Der große Rest sind Reparaturen.“ Das mindert den Umsatz ebenso wie
die geringen Preise der öffentlichen Hand.
Überdies lassen nicht wenige Kunden von
der eG zwar die Angebote machen, übergeben die eigentlichen Aufträge dann aber an
Dachdeckerfirmen, die billiger sind. Da kann
(und will) die Genossenschaft, die auf Qualität und Seriosität setzt und im mittleren
Preissegment agiert, nicht mithalten.
„Halb Rochlitz und Umgebung und weit darüber hinaus haben wir in den zurückliegenden
Jahrzehnten
eingedeckt“,
blickt
Scheitza, seit 1987 Vorstandschef, zurück.
Die Auftragslage für 2011 sieht er recht optimistisch. Jubelrufe sind dennoch nicht angebracht. „Wir dürfen in der Akquise von
Neukunden nicht nachlassen und müssen
uns immer neu als Qualitätsdienstleister anbieten.“
Für den Platz ganz oben in der Dachdecker-Genossenschaft Rochlitz eG hat Peter Scheitza seinen Nachfolger längst erkoren.
Fotos: „WIR“-Archiv
In der Hansestadt decken sie in diesem Jahr
ein Ziegeldach ein, in der Isarmetropole ein
Schieferdach. Um an Aufträge auch außerhalb ihrer Region heranzukommen, versichern die Rochlitzer Handwerker sich der
verlässlichen Hilfe von Partnern, die u. a. in
puncto Ausschreibung aktiv sind und so
manchen Auftrag an Land ziehen.
In zwei Jahren wird Peter Scheitza 63. Dann
will er in Vorruhestand gehen. Seinen Nachfolger hat er schon zum Genossenschaftsjubiläum im September präsentiert. „Denn um
die anstehende Vorstands-Nachfolge dürfen
sich keine Gerüchte verbreiten, da muss
rechtzeitig Klarheit herrschen.“ Also: Andreas Dietrich heißt der Chef in spé, ist 33
Jahre alt, Dachdecker von Beruf und büffelt
die nächsten zwei Jahre auf der Meisterschule. „Der Andreas hat mein Vertrauen“,
sagt Peter Scheitza.
D. Schall
………Mittelstands-News………Mittelstands-News………Mittelstands-News………
► Ostthüringen Zusätzlich zum bestehenden Internetauftritt und dem wöchentlichen Newsletter erhalten die Mitgliedsbetriebe der Handwerkskammer für
Ostthüringen tagesaktuell wichtige Informationen. Dafür sorgt ein sogenannter
RSS-Feed auf der Internetseite unter
www.hwk-gera.de, der kostenfrei abonniert werden kann. Zudem erschloss sich
die Handwerkskammer das weite Feld der
sozialen Netzwerke.
► Slogan Mit der Rollbande „Ohne Handwerk würde heute hier keiner baggern“,
präsentiert sich seit Januar das Handwerk
und die Handwerkskammer Dresden bei
den Heimspielen der 1. Bundesligamann-
schaft Damen der Abteilung Volleyball im
Dresdner Sportclub 1898 in der MargonArena.
► Spende Genau 4 601,97 Euro sind das
Ergebnis einer gemeinsamen Spendenaktion zugunsten der Sanierung des Leipziger Völkerschlachtdenkmals (Foto: W. Schmidt)
des Neujahrsempfanges
von IHK, Handwerkskammer, Unternehmerverband und Marketingclub aus Leipzig.
800 „Völkerbrote“ hatten reißenden Absatz
gefunden.
2/2011
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DG HYP
haNDEL
Signal auf Optimierung
Lamina eG neu ausgerichtet
Andreas Schielke sorgt in
Döbeln mit seinem Gabelstapler für exakte Beladung.
Die RhG Leisnig-Oschatz eG vollzog am
1. Juli 2010 den Wechsel vom Franchisepartner BayWa zur kooperation EUROBaUStOFF. Weitere drei Raiffeisengenossenschaften aus Sachsen und Ostthüringen gingen den gleichen Weg. „WIR“ veröffentlicht Gedanken des Vorstandsvorsitzenden der RhG Leisnig-Oschatz eG
horst Franke zur neuen Qualität der Raiffeisen Großhandel Lamina eG.
„Ein neuer Franchisevertrag mit der BayWa
war für uns durchaus ein Thema“, sagte
Horst Franke. „Da aber unsere Vorstellungen
für einen neuen Vertrag nur teilweise Berücksichtigung fanden, vollzogen wir 2010
den Wechsel. Seitdem nutzen wir die Vorteile der Kooperation EUROBAUSTOFF mit
ihrer Einkaufsmacht, einer riesigen Marketingmaschine, einer vorhandenen Zentralfakturierung, einer guten Baustein- und Sortimentsentwicklung sowie vorhandener
Zentrallager.“ Um aber den Einkauf, den
Vertrieb und die Betriebsprozesse zu optimieren, war es erforderlich, noch enger zusammenzurücken und dafür die erforderlichen Voraussetzungen zu schaffen. „Das ha-
Neue Firmierung der RHG, aufgenommen in Döbeln.
ben wir erreicht, indem wir die Raiffeisen
Großhandel Lamina eG mit Jutta Besze in
dieses Aufgabenpaket integriert haben. Parallel dazu haben sich das äußere Erscheinungsbild und die technische Ausstattung
Stammkunde Horst Junghanns von der Fa. Abt, die eng mit dem Markt Döbeln der RHG Leisnig-Oschatz zusammenarbeitet, baut vor allem auf die Leistungen der Genossenschaft im Baustoffbereich.
Fotos: W. Schmidt
der Raiffeisen Großhandel Lamina eG verbessert, indem die Geschäftsstelle in Dresden von der Kieler Straße in moderne helle
Räume in die Lohrmannstraße, dem Hauptsitz der RHG Dresden, verlagert wurde. Die
Basis für ein einheitliches Auftreten ist, dass
sich die Laminamitglieder ausschließlich aus
Gesellschaftern der Kooperation EUROBAUSTOFF zusammensetzen. Das ist uns durch
das Entgegenkommen und die faire Auseinandersetzung mit Genossenschaften gelungen, die nach Auslaufen ihres Franchisevertrages einen neuen Vertrag mit der
BayWa eingegangen sind.“
Die Raiffeisen Großhandel Lamina eG stellt
ein Bindeglied zum regionalen Einkauf Ost
und dem Zentrallager Ost der Kooperation
EUROBAUSTOFF sowie der Lieferindustrie
dar. „Zur Umsetzung der hochgesteckten
Ziele wurden die Arbeitsgruppen Strategie,
Informationstechnik,
Einzelhandel
und
Großhandel gebildet. Schwerpunkte sind
dabei die Arbeit an einem einheitlichen Auf-
treten, Vereinheitlichung in den IT-Prozessen, gemeinsame Schulungsauftritte, die
Koordination der Werbung, der Lieferanten,
der Sortimente, des regionalen Einkaufs sowie der Durchführung von Sammeleinkäufen. Unser einheitliches Erscheinungsbild als
RHG-Gruppe ist u. a. erkennbar in den 22
gemeinsamen Prospektwerbeauftritten.“
Franke weiß: „Umsetzbar sind die Ziele nur
mit motiviertem und geschultem Personal.
Deshalb bieten wir allen Mitarbeitern Weiterbildungsmaßnahmen aus einem Schulungskatalog an, der sich aus Bildungsangeboten des Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes, von EUROBAUSTOFF sowie der Industrie zusammensetzt.“ Franke
fasst zusammen, „dass die Raiffeisen Großhandel Lamina eG als Genossenschaft des
Mitteldeutschen Genossenschaftsverbandes
auf hohem Niveau mit anspruchsvollen Zielen unterwegs ist. Wir haben schon viel erreicht, vor uns liegen aber auch noch viele
interessante Aufgaben.“
Verbrauchergemeinschaft: kleinere Vorratsgrößen, weniger Beitrag
Ein Wunsch der Mitglieder und Kunden ist
wahr geworden: Seit Januar hat der Naturladen der Dresdner VG Verbrauchergemeinschaft für umweltgerecht erzeugte Produkte
eG ständig Fünf- und Zehn-Liter-Behälter an
Wasch- und Geschirrspülmittel im Sortiment.
Das ist die Alternative zum Nachfüllen aus
den großen 25-Liter-Standkanistern, die
nicht mehr zur Verfügung gestellt werden. –
Auch das ist neu: Die VG, die Zuwachs bei
14
Das VG-Angebot für Baden und Waschen erweitert
sich.
Foto: wolf
2/2011
Mitgliederzahlen und zu bewältigenden Warenbergen verzeichnet, bietet ihren Anteilseignern eine Ermäßigung des monatlichen
Genossenschaftsbeitrags um 5,20 Euro an. Es
besteht die Möglichkeit, einen Teil des Beitrags im Tausch gegen Naturalien, sprich
Muskelkraft zu leisten und regelmäßig und
vor allem längerfristig zwei Stunden pro Monat im Laden zu helfen, von 7 bis 9 oder von
www.vg-dresden.de
18 bis 20 Uhr.
haNDEL
Bärenhecke will klasse statt Masse
Klare Linie: Rohlinge aus Fernost kommen nicht in die Tüte
Im Gespräch mit
Gerald Seifert, Vorstandsvorsitzender der
Mühle und Bäckerei Bärenhecke Raiffeisengenossenschaft eG
Wie ist „die Bärenhecke“ ins neue Jahr gestartet?
Mit dem Ziel, im Sinne unserer Mitglieder
und Kunden am Markt zu bestehen und dort
mit Qualität zu überzeugen. Mit anderen
Worten: Wie schon in den letzten zwei, drei
Jahren geht es unserer 112-jährigen produzierenden Raiffeisengenossenschaft auch
2011 darum, strikt unserer Weg fortzusetzen:
Klasse statt Masse!
also auch eine absage an handelsketten?
Ja, dieses Kapitel ist abgeschlossen, wir beliefern keine Handelsketten mehr. Wir mussten
dabei unsere Produkte weit unter Wert verkaufen, zudem dynamisierten sich die Bonuszahlungen von Jahr zu Jahr. Ein ökonomisches Unding! Was wir dagegen fortsetzen ist
die Belieferung großer Cateringgruppen mit
unserem gesamten Backwarensortiment.
hat der Preiskampf angezogen?
Der Verdrängungswettbewerb auf dem
Markt über den Preis, aber auch die verordnete staatliche Bürokratie lassen das Bäckerhandwerk nicht zur Ruhe kommen. Rohlinge
aus Fernost verschärfen die Lage. Hier geht
es nur um das Wort „billigst“. Leider greifen
zahlreiche Kunden – die meisten von ihnen
können aufgrund ihrer finanziellen Situation
gar nicht anders – zu solchen Angeboten mit
Dumpingpreisen: elf Cent für ein normales
Brötchen, da kann kein seriöser Bäcker mit-
Sächsischer Genuss mit einer Bärenhecke-Torte zum DGRV-Neujahrsempfang am 18. Januar: Dietmar Berger, Gerald Seifert, Dr. Eckhard Ott und Roman Seifert (v. r. n. l.).
Foto: DGRV
halten! Er bietet bessere Qualität, muss aber
etwa 30 Cent verlangen, um bestehen zu
können. Solche Rohlinge made in Fernost
kommen bei Bärenhecke nicht in die Tüte!
Wir setzen auf Bewährtes: auf eigene Herstellung, auf Getreide aus kontrolliertem, regionalem Anbau mit kurzen, umweltfreundlichen Transportwegen und nicht auf derzeit
billiges Getreide aus Osteuropa. Zudem haben wir mit unserer Eigenstromerzeugung
2010 rund zehn Prozent Energiekosten gespart.
Werden Sie 2011 investieren?
Ja, in neue Backtechnik für unseren Handwerksbetrieb. Wir wollen die Güte unserer
Naturprodukte weiter verbessern. Wir wissen
durch den Kundenzuspruch für unsere Backwaren in der Direktvermarktung um den engen Zusammenhang von Naturprodukten
und Qualität. Unser Weg ist also richtig: keine
Konservierung, keine Backtriebmittel, keine
Chemie, keine Farbstoffe…
23 Filialen tragen derzeit das Logo „Bärenhecke“. Sollen weitere Direktvermarktungsstandorte dazukommen?
In diesem Jahr noch zwei oder drei. Wohlgemerkt, wir expandieren nicht, um Umsatz
„auf Teufel komm‘ raus“ zu machen. An erster Stelle stehen Versorgungsauftrag und
Wirtschaftlichkeit.
Gespräch: D. Schall
……………………aus dem Presseecho……………………aus dem Presseecho……………………aus dem Presseecho……………………
Pro Bürgergenossenschaft
Pressecho fanden jüngst MGV-Aktivitäten
hinsichtlich von Bürgergenossenschaften. So
veröffentlichte die Chemnitzer „Freie
Presse“ am 12. Januar unter der Überschrift
„Plädoyer für Bürgergenossenschaften“ mit
Blick auf klamme Kommunen Aussagen von
MGV-Präsident Dietmar Berger: „Von Bürgern gegründete Genossenschaften könnten Abhilfe schaffen, indem sie etwa Freibäder und andere Freizeiteinrichtungen oder
Läden betreiben. Künftig könnten in genossenschaftlich betriebenen Versorgungszentren in kleineren Orten darüber hinaus auch
die Post, die Kita oder ein Arzt angesiedelt
werden.“ – „Weil im ländlichen Einkaufszentrum im Tauraer Ortsteil Köthensdorf zu
wenig gekauft wird, will der Betreiber den
Laden zum Jahresende schließen. Gemeinderat und Mitteldeutscher Genossenschaftsverband wollen das Aus für die Nahversorgung von 800 Einwohnern verhindern“,
schrieb „FP“ im Dezember. Ein Treffen mit
MGV-Bereichsleiter Sebastian Rösler „habe
Mut gemacht“, wird Bürgermeister Klaus Vivus zitiert.
Steile karriere
Das Kundenjournal 1/2011 von Konsum
Leipzig stellt in seiner Reihe „Karriere im
Konsum“ Yvonne Kühn vor, die es innerhalb
von sechs Jahren vom Lehrling zur Lehrausbilderin geschafft hat.
2/2011
15
WOhNEN
………………WBG-News………………
► heizkraftwerk Für die Wohngebiete
im Chemnitzer Westen soll es neue Formen der Versorgung mit Strom und
Wärme geben. Die Wohnungsbaugenossenschaft Chemnitz-West eG (WCW)
prüft derzeit mehrere Konzepte. Diese
umfassen Möglichkeiten wie Photovoltaikanlagen auf Dächern, eigenes Heizwerk oder Fernwärmeanschluss.
► Sicheres Wohnen Mit der Fertigstellung der Häuser am Königsheimplatz in
Dresden sind nun alle Bestände der
Wohnungsgenossenschaft Johannstadt
eG (WGJ) auf einen zeitgemäßen Stand
gebracht. Der Wohnungsleerstand ist
mit 1,39 Prozent sehr gering. Seit der
Wende wurden 380 Millionen Euro investiert. Rund 20 000 Mieter haben ein
modernes, sicheres Dach über den Kopf.
Das Stadtbild beleben nicht zuletzt die
Außenanlagen der eG mit 75 attraktiven
Spielplätzen.
„WGJournal“ und „wcw-echo“ gehören zu den
gern gelesenen Mitgliedermagazinen der Wohnungsgenossenschaften.
Fotos: „WIR“-Archiv
► Rückbau Im Rahmen des Integrierten
Stadtentwicklungskonzeptes will die
Wohnungsgenossenschaft Gröditz eG
zwei obere Etagen des Gebäudes Mozartallee 13 bis 19 zurückbauen lassen.
► Seniorenfreundlich Bei der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt Döbeln
eG gab es im vergangenen Jahr mehr
Einzüge (110) als Auszüge (90). Der
Leerstand sank dadurch auf 6,4 Prozent
– eigentlich die Zielstellung für 2014.
Der Durchschnittsmieter der eG ist 61
Jahre alt. Darauf stellt das Unternehmen
sich ein. So wird auch 2011 ein Wohnhaus mit einem Aufzug ausgestattet. In
Döbeln-Ost II erfahren im Haus Unnaer
Straße 38 (Abb.:
Ausriss aus „Döbelner
Anzeiger“, 25. Januar
2011) zehn WE eine umfassende Sanierung, sie werden barrierearm ausgestattet. Zudem will der Vorstand prüfen, ob
einzelne Elemente des Burgstädter Konzepts der intelligenten Wohnung im
Rahmen der Aktion „Alter leben“ übernommen werden können.
16
Staat kontra Wirtschaft?
Kongress: Die Immobilie im Spannungsfeld
Begleitende Fachausstellung. – Kommunikation zur Auftaktveranstaltung. – Aufmerksame Kongressteilnehmer.
Fotos: VSWG
Wieder trafen sich die Branchenvertreter
zum Mitteldeutschen Immobilienkongress,
veranstaltet von IVD, BFW und VSWG. am
19./20. Januar gab es in Leipzig die 9. auflage. Leitthema: „Staat kontra Wirtschaft?
Immobilie im Spannungsfeld“.
Zum Immobilienpolitischen Abend am
19. Januar verfolgten rund 200 Teilnehmer
eine interessante Podiumsdiskussion. Im
Mittelpunkt standen die Schwerpunktthemen des diesjährigen Kongresses: die Finanzsituation der Kommunen, der Fortgang des Städtebaus sowie Maßnahmen
der energetischen Sanierung und deren
Wirtschaftlichkeit.
Am folgenden Kongresstag waren sich Referenten und Diskutanten einig, dass Herausforderungen wie Bevölkerungsrückgang oder weltweiter Klimawandel nur mit
der Wohnungswirtschaft bewältigt werden
können. Über die Weiterführung des
„Stadtumbaus Ost“ sowie das Bestreben,
den CO2-Ausstoß zu reduzieren, herrschte
ebenfalls Einigkeit. „Dafür sind verlässliche
politische Rahmenbedingungen erforderlich“, betonte Dr. Axel Viehweger, Vorstand
des VSWG. „Es kann nicht sein, dass zwi-
schen vielen politischen Forderungen und
dem tatsächlich Möglichen oftmals eine
große Diskrepanz herrscht.“
Laut Jan Mücke (MdB), Parlamentarischer
Staatssekretär beim Bundesministerium für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, seien
die im letzten Jahr beschlossenen Kürzungen des Bundeshaushalts im Stadtumbau
(2011: 455 Mio. Euro, eine Kürzung um 155
Millionen Euro) für die Immobilienwirtschaft zwar spürbar gewesen, jedoch nicht
so drastisch wie befürchtet. Auch das CO2Gebäudesanierungsprogramm des Bundes
(Fördervolumen: ca. 900 Millionen Euro)
böte viele Anreize für Investitionen. Doch
wegen knapper Kassen müsse man bei der
Fördermittelhöhe Maß halten. „Damit haben wir als Wohnungswirtschaft kein Problem“, meinte Dr. Viehweger und verwies
auf Einsparungen in allen Branchen. „Doch
dann muss die Politik auch glaubwürdig
bleiben. Wer einen Sparkurs vorgibt, kann
im gleichen Atemzug nicht höhere Anforderungen zum Beispiel an das energetische
Sanieren stellen. Dann müssen Ziele niedriger gesteckt oder die Fördermöglichkeiten
im gleichen Maße fortgeführt werden wie
bisher.“
C. Sch.
Projekt mit viel komfort und wenig Barrieren
Ein Netzwerk-Ziel: Barriere freies Wohnen.
Foto: „WIR“-Archiv
2/2011
Ein Netzwerk für die alters- und behindertengerechte Umgestaltung von Wohnraum
ist in der Handwerkskammer Chemnitz ins
Leben gerufen worden. An diesem bundesweit ersten Modellprojekt zum altersgerechten Umbau von Gebäuden und Wohnungen beteiligen sich Handwerksbetriebe,
Innungen, Wohnungsbaugenossenschaften
und Architekten. Das im Rahmen eines KfWProgramms geförderte Projekt startet im
Frühjahr an der Handwerkskammer mit entsprechenden Lehrgängen für interessierte
Handwerker vor allem des Bau- und Ausbaugewerbes.
DIENStLEIStUNG
kunden erwarten immer
seriöse Bankberatung
„Die Bank ist für den kunden da und
nicht umgekehrt.“ Das betonte hermannJosef tenhagen, Chefredakteur des Magazins Finanztest, in einem Interview mit
marketing intern 4/2010, u. a. über Qualitätsunterschiede bei der kundenberatung. hier einige inhaltliche Schwerpunkte.
► Banken – Versicherungen Die Bank ist
der Finanzdienstleister, den der Verbraucher
auf jeden Fall braucht, um in allen Bereichen
des Lebens zurechtzukommen. Mit einer
Versicherung hat er nach Abschluss nur
noch Kontakt, sollte der Versicherungsfall
eintreten, mit einer Bank dagegen kommt
er häufig auf verschiedenen Ebenen in Berührung.
► Bankengruppen Es ist eine Branche,
aber es gibt Unterschiede. Durch die Einführung von Direktbanken auch bei Genossenschaftsbanken und Sparkassen und die Existenz großer Direktbanken hat sich ein weiteres Raster über diesen Bereich gelegt, sodass sich kaum noch ein einheitliches Bild er-
kennen lässt. Die Bankengruppen zeigen
Stärken und Schwächen abhängig vom getesteten Bereich.
► kundenerwartung Die Bank muss Leistungen erbringen, die der Kunde gerne
möchte, tatsächlich benötigt und die ihm
nutzen. Wichtig sind auch konkurrenzfähige
Leistung und angemessener Preis.
► Verantwortung Im Finanzbereich sollte
eine Qualifikationsvoraussetzung für Kundenberatung geschaffen werden. Dabei
geht es um Verantwortung der Firmenleitung. Die wird geprüft und muss in der
Folge sichern, dass die Mitarbeiter über die
nötigen Fähigkeiten verfügen.
► Mindestanforderungen Es gibt gesetzliche Standards, MiFID verlangt anleger- und
anlagegerechte Beratung. Dennoch gibt es
große Versäumnisse, bei der Kostenfrage ist
man entsetzt über die Informationspolitik
der Banken.
► Strukturierung Das gesetzlich vorgeschriebene Beratungsprotokoll sollte Standard werden. Anstatt sich aufzuregen,
könnten mit einer sinnvollen Strukturierung
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Seriöse Beratung – hier die Filiale Plauen der VR Bank
Hof eG – ist kundenorientiert.
Foto: W. Schmidt
der Prozesse sogar eine bessere Beratungsqualität und ein Imagegewinn erreicht werden.
DIENStLEIStUNG
In haselbach und Burghammer
vor Ort MC auch 2011 bei Bodenordnung aktiv
2011 wird für die Mitarbeiter im Bereich
Bodenordnung der in Chemnitz ansässigen MC Mitteldeutschen Consult Gmbh
wieder ein arbeitsreiches Jahr.
„Wir haben mehrere Verfahren der Ländlichen
Neuordnung in Arbeit. Ganz aktuell: Zwei Verfahren in Burghammer (Landkreis Bautzen) beziehungsweise Haselbach (Landkreis Leipzig)
sollen in diesem Jahr abgeschlossen werden“,
informierte im „WIR“-Gespräch Jens Schulze,
MC-Fachberater Bodenordnung. Dabei handelt es sich um ehemalige Tagebauflächen, deren Form der künftigen Nutzung, z. B. als Badestrand oder Waldflächen, angepasst wird.
Die Fachberater des in Sachsen tätigen und
vom SMUL bestellten Helferbüros bearbeiten
im Auftrag der Sächsischen Flurneuordnungsverwaltung Verfahren der Ländlichen Neuordnung. „Generelles Ziel der Flurbereinigung
ist die umfassende Neuordnung des ländlichen Raums, ihr Zweck die Verbesserung der
Produktions- und Arbeitsbedingungen in der
Land- und Forstwirtschaft, die Förderung der
allgemeinen Landeskultur und der Landentwicklung sowie die Wiederherstellung und
Garantie des Privateigentums“, erklärte Thomas Bachseitz, ebenfalls als Fachberater Bodenordnung der MC tätig. Er informierte zudem, dass Anfang des Jahres in Kummersheim (Landkreis Mittelsachsen) ein kleines,
aber, was die Besitzverhältnisse betrifft, kompliziertes Verfahren von der MC in Angriff genommen wurde.
Praxisnah: MC-Fachberater Thomas Bachseitz (li.) und BA-Student Alfred Johne (re.) in Schrebitz (Landkreis Mittelsachsen) mit einem Einwohner bei einem Verfahren der ländlichen Neuordnung.
Foto: „WIR“-Archiv
In der MC hat man sich darauf eingestellt,
dass mit den geltenden agrar- und umweltpolitischen Rahmenbedingungen das Aufgabenfeld umfangreicher und anspruchsvoller geworden ist. Schulze und Bachseitz wissen: „Konkurrierende Nutzungsansprüche
an Grund und Boden sind zu entflechten,
und wir haben den Interessen der Landund Forstwirtschaft, den Zielen des Umwelt- und Naturschutzes sowie der Land-
schaftspflege Rechnung zu tragen.“ Das
MC-Team vor Ort heißt, die Belange der
land- und forstwirtschaftlichen Betriebe
und der übrigen Eigentümer mit den wachsenden Ansprüchen der Gesellschaft in Einklang zu bringen. Das trifft auch bei einstigen Tagebauflächen zu.
D. Schall
MC Mitteldeutsche Consult GmbH,
Ruf: (03 71) 27 88-2 20,
E-Mail: [email protected]
Bürgerkonsum im Dorf nicht mehr wegzudenken
Auch für den 2009 eröffneten Markt der
„Unser Laden Falkenau eG“ hat ein neues
Jahr begonnen. 2010 – das erste komplette Wirtschaftsjahr – konnte sich vom
Ergebnis her sehen lassen, informierten
Thilo Walther, der Vorstand der Genossenschaft, und Gabriele Hübner, die Chefin
des Marktes. Der Bürgerkonsum setzt auf
Frische und Regionalität und ist aus dem
Dorf nicht mehr wegzudenken. „Besser
könnte die Nachfrage gar nicht sein“,
meinte die Marktleiterin strahlend. „Wir
erwarten Ende März, Anfang April unseren 100 000. Kunden.“ Sie verwies darauf,
dass der Markt nicht zuletzt bei den jüngeren Bewohnern des Ortes an Akzeptanz gewonnen hat. Dafür gibt es
mehrere Gründe, in erster Linie die Breite
des Sortiments mit ca. 5 500 Artikeln,
dann der regionale Touch mit 350 Produk-
18
ten „von hier“ – von der Fleischerei Richter,
Oederan, dem Obst- und Gemüseanbieter
„Fruchthof“ aus Chemnitz, dem Feinkostanbieter Resch, Eppendorf, bis hin zur Süßigkeiten-Firma Seidel – und nicht zuletzt die
vernünftige Preisstruktur. „Da hat es Veränderungen gegeben, die auch das Ergebnis
Thilo Walther und Gabriele Hübner mit regionalen
Produkten wie Kartoffeln der Agrargenossenschaft
Memmendorf.
Foto: wolf
2/2011
der Mitsprachemöglichkeit unserer Mitglieder sind“, fasste der Vorstandschef zusammen. „Es wird erfüllt, was machbar
ist“, deutete Gabriele Hübner auch künftiges Agieren im Sinne der Falkenauer an.
„Gern werden zudem unsere Platten und
Präsentkörbe für Feierlichkeiten aller Art in
Auftrag gegeben“, sagte Hübner. Walther
ergänzte, dass sie noch mehr vorgehabt
hätten, „aber ein zweiter Paketservice, eine
weitere Reinigung bzw. eine neue und zusätzliche Lotto-Annahmestelle rechnen sich
nicht“. Deshalb habe man sich im Sinne der
Dienstleistungen auf das Kerngeschäft beschränkt. „Geprüft und mit den Mitgliedern
diskutiert werden die Modalitäten für
einen Lieferservice. Der wird gewünscht,
aber aus rechtlicher und hygienischer Sicht
wga
ist noch manches zu prüfen“.
Beilage
DAS GENOSSENSCHAFTSBLATT
AUS MITTELDEUTSCHLAND
Visitenkarten aus dem Landkreis Mittelsachsen
Fotoimpressionen
1
Das Flüsschen Bobritzsch – hier im von
1 500 Bürgern bewohnten Ortsteil
Oberbobritzsch – führte Mitte Januar
viel Wasser.
2
Stimmungsvolles Motiv vom Freiberger
Obermarkt. In der Mitte steht das
Brunnendenkmal Markgraf Otto der
Reiche mit vier Wappenlöwen.
3
Das Symbol von Roßwein – ein weißes
Ross. Der Stadtname geht aber auf
Berthold von Rossewin zurück (1220).
4
Blick auf die 1 000-jährige Burg Mildenstein, das Wahrzeichen der Stadt
Leisnig.
Fotos dieser Beilage:
W. Schmidt, L. Furkert, „WIR“-Archiv
(Fotos im Uhrzeigersinn)
Genossenschaften aus dem Landkreis Mittelsachsen stellen sich vor:
Sachsen
Der Landkreis im Überblick
Bundesland: Freistaat Sachsen
Direktionsbezirk: Chemnitz
Einwohner: 333 801 (30.06.2009)
Fläche: 2 113,41 km² (31.12.2009)
Orte: 61 Gemeinden, Verwaltungssitz: Stadt
Freiberg, 41 690 Einwohner
agrargenossenschaften
• Reinsdorfer agrargenossenschaft eG
04736 Waldheim, Reinsdorf Nr. 31 a
Ruf: (03 43 27) 9 37 06, Fax: (03 43 27) 9 28 93
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Ekkehard Thiele,
Matthias Zschaage
aufsichtsratsvorsitzender:
Helmut Möbius
• Genossenschaft agrarland eG Lüttewitz
04720 Mochau OT Leschen, Nr. 8
Ruf: (03 43 25) 2 03 02, Fax: (03 43 25) 2 03 04
E-Mail: [email protected]
Internet: www.agrarland-leschen.de
Vorstand: Ralf Bergmann, Mike Domahs,
Heike Müller
aufsichtsratsvorsitzender:
Manfred Starke
• Leisniger agrargenossenschaft eG
04703 Leisnig OT Brösen, Nr. 11
2/2011
Ruf/Fax: (03 43 21) 1 23 19
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Volker Hynitzsch, Elke Berg
• agrargenossenschaft Flöha eG
09557 Flöha, Steiler Weg
Ruf: (0 37 26) 22 00, Fax: (0 37 26) 32 65
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Alice Seidel
tochtergesellschaften:
Agrar GmbH „Flöhatal“,
WEG Wohnungseigentumsgesellschaft Flöha mbH
• Gersdorfer agrarproduktion und handel eG
04746 Hartha OT Gersdorf, Pfarrhäuser 1
Ruf: (03 43 28) 3 80 77,
Fax: (03 43 28) 79 90 23
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Birgit Herbst, Werner Lantsch
aufsichtsratsvorsitzender: Hartmut Holz
• Polkenberger agrargenossenschaft eG
04703 Bockelwitz OT Polkenberg,
1 (19)
Visitenkarten aus dem Landkreis Mittelsachsen
Leisniger Straße 1
Ruf: (03 43 21) 1 22 33,
Fax: (03 43 21) 62 15 69
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Klaus-Jochen Kupfer,
Jochen Müller, Christian Uebigau
aufsichtsratsvorsitzender: Joachim Gruhl
• Molkereigenossenschaft eG hainichen
09599 Freiberg, Leipziger Straße 48
Ruf: (0 37 31) 30 21 04, Fax: (0 37 31) 30 21 01
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Friedrich Jahn, Andreas Beier,
Martin Fiedler, Renate Walter
aufsichtsratsvorsitzender: Tilo Eulitz
• agrar-Genossenschaft „Bobritzschtal“
Oberbobritzsch eG
09627 Bobritzsch OT Oberbobritzsch,
Bobritzschtalstraße 35
Ruf: (03 73 25) 2 33 11, Fax: (03 73 25) 65 12
E-Mail: [email protected]
Internet: www.agar-gen-bobritzsch.de
Vorstand: Lars Furkert, Ulrike Finke,
Felix Polster
aufsichtsratsvorsitzender: Bernd Klemm
• agrargenossenschaft Großschirma eG
09603 Großschirma, Am Schreiberschacht
Ruf: (03 73 28) 2 04, Fax: (03 73 28) 70 12
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Birgit Birkner, Gerald Lange
aufsichtsratsvorsitzender: Volkmar Schreiter
• agrargenossenschaft Friedebach eG
09619 Sayda, Dresdner Straße 147
Ruf: (03 73 65) 12 11, Fax: (03 73 65) 12 20
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Jürgen Stark, Dieter Rudolph
aufsichtsratsvorsitzender: Thomas Göpfert
• agrargenossenschaft Eppendorf eG
09575 Eppendorf, Freiberger Straße 35
Ruf: (03 72 93) 3 20, Fax: (03 72 93) 7 12 05
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Ronny Nagel, Bernd Enger
aufsichtsratsvorsitzender: Enrico Bender
• agrargenossenschaft Memmendorf eG
09569 Frankenstein OT Memmendorf,
Dorfstraße 11
Ruf: (03 72 92) 5 10-0, Fax: (03 72 92) 5 10-31
E-Mail: [email protected]
Internet: www.agrar-memmendorf.de
Vorstand: Hans-Joachim Weiß,
Maxim Steinhardt
aufsichtsratsvorsitzender: Arndt Meusel
Neun außenstellen
• agrargenossenschaft Sayda eG
09619 Sayda, Voigtsdorfer Weg 2,
Ruf: (03 73 65) 12 47, Fax: (03 73 65) 12 96
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Bernd Kaltofen,
Wolfgang Katzschner, Mathias Ginzel
aufsichtsratsvorsitzender: Bernd Möhr
• agrargenossenschaft Marbach e. G.
09573 Leubsdorf OT Marbach,
Lindenplatz 2
Ruf: (03 72 91) 2 08 97, Fax: (03 72 91) 1 27 52
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Hilmar Weißflog,
Gisbert Grischull, Uwe Matthes
aufsichtsratsvorsitzender: Jörg Hunger
• agrargenossenschaft „Bergland“ Clausnitz eG
09623 Rechenberg-Bienenmühle,
Hauptstraße 13
Ruf: (03 73 27) 8 39 30, Fax: (03 73 27) 12 93
E-Mail:
[email protected]
Vorstand: Lothar Eckardt, Matthias Hetze,
Torsten Krüger
aufsichtsratsvorsitzender: Bernd Winkler
tochtergesellschaften:
Clausnitzer Zucht und Mast GmbH,
Kartoffellagerhaus Clausnitz OHG,
Erzgebirgische Flachs GmbH,
• agrargenossenschaft
Oberschöna/Wegefarth eG
09600 Oberschöna OT Wegefarth, Talstraße 26
Ruf: (03 73 21) 2 02, Fax: (03 73 21) 8 05 76
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Steffen Tippmann, Margit Weiß
aufsichtsratsvorsitzender: Heinz Scheinpflug
• agrargenossenschaft
„am Zellwald“ eG Obergruna
09603 Großschirma OT Obergruna,
Dorfstraße 9
Ruf: (03 73 24) 74 32, Fax: (03 73 24) 79 37
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Holger Küchenmeister, Jens Schulze
aufsichtsratsvorsitzender: Frank Lucius
• agrargenossenschaft kleinschirma eG
09600 Kleinschirma, Wegefarther Straße 34
Ruf: (0 37 31) 76 88 14, Fax: (0 37 31) 69 15 03
Vorstand: Wolfgang Gärtner, Andreas Funke
aufsichtsratsvorsitzender: Hartmut Berndt
• agrargenossenschaft eG Niederschöna
09633 Halsbrücke OT Niederschöna,
Freiberger Straße 1
Ruf: (03 52 09) 2 36-10, Fax: (03 52 09) 2 36-26
E-Mail: [email protected]
Internet: www.agrar-niederschoena.de
Vorstand: Reiner Partzsch, Günter Kuckenburg,
Hiltrun Krönke
aufsichtsratsvorsitzender: Klaus Fritsche
Der Vorstandsvorsitzende der Agrar-Genossenschaft
in Oberbobritzsch Lars Furkert orientiert auf Investitionen in moderne Ställe.
• Vereinigte agrar eG
09618 Brand-Erbisdorf,
Großhartmannsdorfer Straße 15
Ruf: (03 73 22) 24 01, Fax: (03 73 22) 5 06 58
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Petra Löser, Detlef Rümmler
aufsichtsratsvorsitzender: Steffen Fischer
• agrargenossenschaft Langhennersdorf eG
09600 Oberschöna, Am Hofbusch 2
Ruf: (03 73 28) 2 03, Fax: (03 73 28) 1 67 80
E-Mail: [email protected]
Internet: www.ag-langhennersdorf.de
Vorstand: Rolf Büttner, Wolfgang Weigold
aufsichtsratsvorsitzender: Christian Leuschner
• agrargenossenschaft Großhartmannsdorf eG
09618 Großhartmannsdorf, Hauptstraße 183
Ruf: (03 73 29) 2 83, Fax: (03 73 29) 2 88
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Thomas Nitzsche, Thomas Gütling,
Kerstin Voigt
aufsichtsratsvorsitzende: Birgit Gütling
• agrargenossenschaft Mittweida eG
09648 Altmittweida, Hauptstraße 81 b
Ruf: (0 37 27) 61 22 12, Fax: (0 37 27) 20 58
E-Mail: [email protected]
Internet: www.agrar-mittweida.de
Vorstand: Marcus Hunger, Reinhard Hunger
aufsichtsratsvorsitzender: Horst Silbermann
2 (20)
2/2011
Beilage
• agrargenossenschaft
Neukirchen/hirschfeld eG
09629 Reinsberg OT Neukirchen,
Fasanenstraße 12
Ruf: (03 73 24) 74 14, Fax: (03 73 24) 74 15
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Andreas Schneider,
Karola Schönberg
aufsichtsratsvorsitzender:
Claus-Heinrich Scholz
• agrargenossenschaft Nassau eG
09623 Frauenstein OT Nassau, Dorfstraße 31
Ruf: (03 73 27) 71 03, Fax: (03 73 27) 83 97 19
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Ulrike Schmidt, Rico Zenker
aufsichtsratsvorsitzender: Steffen Exner
• agrargenossenschaft
Langenleuba-Oberhain e. G.
09322 Penig, An der Leuba 45
Ruf: (03 73 81) 93 00, Fax: (03 73 81) 55 02
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Christian Friedemann,
Annelie Weiske
aufsichtsratsvorsitzender: Andreas Schmidt
• agraset agrargenossenschaft eG
Naundorf bei Rochlitz
09306 Erlau OT Neugepülzig, Am Lagerhaus 1
Ruf: (0 37 37) 49 05-0, Fax: (0 37 37) 49 05-35
E-Mail:
[email protected]
Internet: www.agraset.de
Vorstand: Jan Gumpert, Sigrun Bothen,
Karin Schubert
aufsichtsratsvorsitzender: Frank Winkler
tochtergesellschaften:
Agraset Lager-, Verarbeitungs- und Handels
GmbH Naundorf,
Mutterkuh-GmbH Naundorf,
Agraset Service GmbH,
Frischkartoffelschälanlage
Agraset-Friweika
GmbH
• agrargenossenschaft Rossau eG
09661 Rossau, Waldblick 28
Ruf: (03 72 07) 23 36, Fax: (03 72 07) 8 89 77
E-Mail: [email protected]
Internet: www.agrargenossenschaft-rossau.de
Vorstand: Thomas Neubert, Ulrich Zieger
aufsichtsratsvorsitzender: Markus Vogtmann
Vorstand: Martin Fiedler, Andreas Beyer
aufsichtsratsvorsitzender:
Bernd von Schnurbein
tochtergesellschaft:
Königsfelder Rindfleisch GmbH
• agrargenossenschaft altmittweida eG
09648 Altmittweida, Hauptstraße 81 b
Ruf: (0 37 27) 26 52, Fax: (0 37 27) 28 83
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Rainer Groh, Gottfried Matthes
aufsichtsratsvorsitzender: Reinfried Seidel
Ruf: (0 37 31) 2 34 42, Fax: (0 37 31) 24 85 50
E-Mail: [email protected],
[email protected]
Vorstand: Diana Schmidt, Ina Scheunemann
aufsichtsratsvorsitzende: Roswitha Süß
• Gellertstadt Bäckerei Gmbh
09661 Hainichen, Kastanienring 22
Ruf: (03 72 07) 6 58 10,
Fax: (03 72 07) 65 81 11
E-Mail: [email protected]
Internet: www.gellertstadt-baeckerei.de
Geschäftsführer: Guido Rill
• Dachdeckergenossenschaft eG Rochlitz
09306 Rochlitz, Lindenallee 2
Ruf: (0 37 37) 4 20 12, 14 92 29,
Fax: (0 37 37) 14 92 30
E-Mail: [email protected]
Internet: www.dachdecker-rochlitz.de
Vorstand: Peter Scheitza, Dieter Holtzsch,
Silvio Kührt
aufsichtsratsvorsitzender: Jens Ackermann
Tierzüchter Friedrich Jahn, ein Urgestein der Agrargenossenschaft Hainichen-Pappendorf eG.
• agrargenossenschaft
hainichen-Pappendorf eG
09661 Hainichen, Oederaner Straße 27
Ruf: (03 72 07) 22 31, Fax: (03 72 07) 22 32
E-Mail: [email protected]
Internet: www.agrar-hainichen-pappendorf.de
Vorstand: Silvio Hainich, Thomas Richter,
Gerhard Uhlmann, Friedrich Jahn
aufsichtsratsvorsitzender: Siegmar Ranft
Gewerbliche Genossenschaften
• „hairchic“ Friseure hartha-Waldheim eG
04746 Hartha, Dresdener Straße 46
Ruf/Fax: (03 43 28) 4 11 29
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Ines Nier, Gudrun Thiel
aufsichtsratsvorsitzende: Gerti Zimmermann
• Friseur kosmetik eG
09581 Freiberg, PSF 11 42
• auto und mehr eG
09648 Kriebstein OT Ehrenberg, Dorfstraße 127
Ruf: (03 43 27) 6 22 24, Fax: (03 43 27) 6 22 31
E-Mail: [email protected]
Internet: www.auto-und-mehr.de
Vorstand: Christian Ertl, Marco Filla,
Joachim Schneider, Hans-Joachim Mosig
aufsichtsratsvorsitzende: Christine Mosig
• Unser Laden Falkenau eG
09569 Falkenau, Straße der Einheit 24
Ruf: (0 37 26) 79 25 34, Fax: (0 37 26) 79 25 35
E-Mail: [email protected]unser-laden-falkenau.de
Internet: www.unser-laden-falkenau.de
Vorstand: Thilo Walther, Frieder Neumann,
Kerstin Kluge, Rita Böhme, Gabriele Hübner
aufsichtsratsvorsitzende: Cornelie Sell
• Produktivgenossenschaft des handwerks
Elektrotechnik hainichen eG
09661 Hainichen, Bahnhofstraße 18
Ruf: (03 72 07) 5 61-0
(Telefon von Herrn Lange/Fa. Elektrotechnik),
• Landwirtschaftsgenossenschaft eG
Ottendorf/krumbach
09244 Lichtenau, Am Bahnhof 21
Ruf: (03 72 08) 22 35, Fax: (03 72 08) 40 08
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Eberhard Forchheim,
Christine Naumann, Klaus Ludwig,
Andreas Polster
aufsichtsratsvorsitzende: Christine Eisold
• agrargenossenschaft königsfeld eG
09306 Königsfeld, Hauptstraße 27
Ruf: (0 37 37) 4 22 70, Fax: (0 37 37) 4 24 28
E-Mail: [email protected]
Conny Graw leitet den Herrensalon der Friseur Kosmetik eG, Freiberg. Foto rechts: der eG-Geschäftssitz in Freiberg.
2/2011
3 (21)
Visitenkarten aus dem Landkreis Mittelsachsen
Fax: (03 72 07) 5 61-50
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Wolfgang Krause, Renate Schroeter
aufsichtsratsvorsitzender: Wolfgang Lange
• MW Mittweidaer Wohnbau eG
09648 Mittweida, Markt 25
Ruf: (0 37 27) 94 44-4 50,
Fax: (0 37 27) 94 44-2 99
E-Mail: [email protected]
Internet: www.mittweidaer-wohnbau.de
Vorstand: Leonhard Zintl,
Michael Schlagenhaufer
aufsichtsratsvorsitzender: Roland Bauer
Internet: www.raiffeisen-burgstaedt.de
Vorstand: Michael Steinfeld
aufsichtsratsvorsitzender: Ulrich Schreinert
• Raiffeisen handelsgenossenschaft
Leisnig-Oschatz eG
04703 Leisnig, An der Muldenwiese 4 b
Ruf: (03 43 21) 1 29 56, Fax: (03 43 21) 5 15 51
E-Mail: [email protected] oder
[email protected]
Vorstand: Horst Franke, Torsten Hamann
aufsichtsratsvorsitzender: Lothar Hertzsch
acht Geschäftsstellen
• Regio Energie eG
09648 Mittweida, Markt 25
Ruf: (0 37 27) 94 44-4 14,
Fax: (0 37 27) 94 44-4 51
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Raymond Uhlig, Marcus Starke
aufsichtsratsvorsitzender:
Michael Schlagenhaufer
• kOWa handelsgenossenschaft Döbeln eG
04720 Döbeln, Theaterstraße 8
Ruf: (0 34 31) 70 60-31, Fax: (0 34 31) 70 60-33
E-Mail: [email protected]
Internet: www.kowa-doebeln.de
Vorstand: Erika Pester, Dagmar Kienzle
aufsichtsratsvorsitzende: Margot Czekalla
Raiffeisen handelsgenossenschaften
• Raiffeisen-handelsgenossenschaft
hainichen eG
09661 Rossau, Hainichener Straße 1 a
Ruf: (03 72 07) 6 72-0, Fax: (03 72 07) 6 72-48
E-Mail: [email protected]
Internet: www.rhg.eu
Vorstand: Friedmar Peters, Achim Neuber
aufsichtsratsvorsitzender: Wolfgang Müller
Sieben Geschäftsstellen
tochtergesellschaft:
BGB Verwaltungsgesellschaft Wohnblock Ottendorfer Straße
• Raiffeisen-handelsgenossenschaft
Burgstädt und Umgebung eG
09217 Burgstädt, Goethestraße 19
Ruf: (0 37 24) 31 42, Fax: (0 37 24) 26 98
E-Mail: [email protected]
4 (22)
Wohnungsgenossenschaften
• Wohnungsgenossenschaft
„Fortschritt“ Döbeln eG
04720 Döbeln, Blumenstraße 71
Ruf: (0 34 31) 71 92-0, Fax: (0 34 31) 71 92-60
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wgf-doebeln.de
Vorstand: Stefan Viehrig, Bernd Wetzig
aufsichtsratsvorsitzender: Heiner Hellfritzsch
• Wohnungsgenossenschaft – Süd Roßwein eG
04741 Roßwein, Grundstrasse 6
Ruf/Fax: (03 43 22) 4 22 10
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Manuela Greter, Ingrid Franz,
Marlis Dornis
aufsichtsratsvorsitzende: Kerstin Förster
konsumgenossenschaften
• Ländliche Dienstleistungs- und
handelsgenossenschaft (DhG)
Niederbobritzsch eG
09627 Bobritzsch, Bahnhofstraße 3
Ruf: (03 73 25) 2 99-0, 2 99-12,
Fax: (03 73 25) 2 99-15
E-Mail: [email protected]
Internet: www.dhgeg.de
Vorstand: Lars Scheide, Susanne Weise,
Christine Küchenmeister, Reiner Partzsch
aufsichtsratsvorsitzender: Bernd Klemm
Sechs Geschäftsstellen
E-Mail: [email protected]
Internet: www.volksbank-mittweida.de
Vorstand: Michael Schlagenhaufer,
Leonhard Zintl
aufsichtsratsvorsitzender: Dr. Frank Strobel
13 Geschäftsstellen
* 0,14 Euro/Min. aus dem Festnetz;
max. 0,42 Euro/Min. aus den Mobilfunknetzen
Birgit Gribowski ist Verkaufsberaterin Baustoffe im
Markt Döbeln der RHG Leisnig-Oschatz. Dieser bietet
ein breites Angebotsspektrum, das bis hin zu Frühlingsblühern reicht.
kreditgenossenschaften
• Vereinigte Raiffeisenbank Burgstädt eG
09217 Burgstädt, Goethestraße 36
Ruf: (0 37 24) 13 14-0, Fax: (0 37 24) 13 14-13
E-Mail: [email protected]
Internet: www.rb-burgstaedt.de
Vorstand: Wolfram Gapsch, Monika Kunze
aufsichtsratsvorsitzender: Jörg Krummel
Zehn Geschäftsstellen
• VR-Bank Mittelsachsen eG
09599 Freiberg, Korngasse 7 – 9
Ruf: (0 37 31) 3 74-0, Fax: (0 37 31) 3 74-1 43
E-Mail: [email protected]
Internet: www.vr-bank-mittelsachsen.de
Vorstand: Angelika Belletti, Gerhard Brunner,
Dr. Wolfgang Licht, Wilhelm Reinking
aufsichtsratsvorsitzender: Wolfgang Barran
21 Geschäftsstellen
• Volksbank Mittweida eG
09648 Mittweida, Markt 25
Ruf: (01 80) 5 87 09 61 24*,
Fax: (0 37 27) 94 44-1 01
2/2011
• Wohnungsgenossenschaft „Glückauf“
Langenau eG
09618 Brand-Erbisdorf, Glück-Auf-Ring 24
Ruf/Fax: (03 73 22) 4 15 25
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-langenau.de
Vorstand: Carmen Franke, Anke Patzig,
Ramona Zückmantel, Jana Lösch
aufsichtsratsvorsitzender:
Dr. Martin Antonow
• Wohnungsgenossenschaft „eG“ Penig
09322 Penig, Pestalozzistraße 7
Ruf: (03 73 81) 6 66 99-0,
Fax: (03 73 81) 6 66 99-36
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wgeno-penig.de
Vorstand: Andreas Günther, Jörg Weinhold,
Jörg Hofmann
aufsichtsratsvorsitzende: Helga Bengs
• Wohnungsgenossenschaft Falkenau/Sa. eG
09569 Falkenau, Straße der Einheit 34,
Sitz: Plauer Straße 3
Ruf: (0 37 26) 72 49 85, Fax: (0 37 26) 72 49 85
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-falkenau.de
Vorstand: Uta Steidte, Erhard Urban,
Kerstin Schulze
aufsichtsratsvorsitzender: Dietmar Dehne
• Wohnungsgenossenschaft Brand-Erbisdorf eG
09618 Brand-Erbisdorf, Fabrikstraße 5
Ruf: (03 73 22) 20 96, Fax: (03 73 22) 8 10 68
E-Mail: [email protected]
Internet:
www.wohnungsgenossenschaft-bed.de
Vorstand: Ines Kaden, Sylvio Rost
aufsichtsratsvorsitzender: Christian Dittmann
Beilage
• Wohnungsgenossenschaft hainichen eG
09661 Hainichen, Ottendorfer Hang 34
Ruf: (03 72 07) 82 06, Fax: (03 72 07) 82 05
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-hainichen.de
Vorstand: Rainer Künzel, Wolfgang Uhlig,
Karola Bals
aufsichtsratsvorsitzende: Anita Bradler
• Wohnungsbaugenossenschaft
„Glück-auf“ Oederan eG
09569 Oederan, Heinestraße 36
Ruf: (03 72 92) 2 07 58, Fax: (03 72 92) 6 56 97
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-oederan.de
Vorstand: Reiner Lojewski, Cornelia Ulbricht,
Sylvia Brinning
aufsichtsratsvorsitzender: Günter Kunze
• Wohnungsgenossenschaft
Frankenberg/Sa. eG
09669 Frankenberg, Kirchgasse 8
Ruf: (03 72 06) 54 00, Fax: (03 72 06) 54 02
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wgen.de
Vorstand: Lutz Schröder, Peter Pöhnisch,
Denise Oehms
aufsichtsratsvorsitzender: Manfred Lehmann
• Wohnungsgenossenschaft Freiberg eG
09599 Freiberg, Siedlerweg 1
Ruf: (0 37 31) 6 76 50, Fax: (0 37 31) 67 65 55
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-freiberg.de
Vorstand: Jürgen Bellmann, Irene Doberstein
aufsichtsratsvorsitzender:
Prof. Dr. Gottfried Jäckel
• Wohnungsgenossenschaft Flöha eG
09557 Flöha, Schillerstraße 24 a
Ruf: (0 37 26) 29 91, Fax: (0 37 26) 72 14 14
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-floeha.de
Vorstand: Gotthold Gerbeth, Daniel Kästner
aufsichtsratsvorsitzende: Susann Martin
• Wohnungsgenossenschaft Mittweida eG
09648 Mittweida, Theodor-Heuss-Straße 23
Ruf: (0 37 27) 99 77-66, Fax: (0 37 27) 99 77-88
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-mittweida.de
Vorstand: Günter Schubert, Matthias Frießlich
aufsichtsratsvorsitzender: Roland Hering
• Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG
04741 Roßwein, Dr.-Otto-Nuschke-Straße 2
Ruf: (03 43 22) 4 26 63,
Fax: (03 43 22) 66 17 85
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Lutz Hammer, Udo Zill
aufsichtsratsvorsitzender: Jens Rosemann
• Wohnungsbaugenossenschaft
augustusburg/Erzgeb. eG
09573 Augustusburg, Im Buschgarten 8
Ruf: (03 72 91) 1 26 08,
Fax: (03 72 91) 32 99 89
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Reiner Ehrlich, Fritz Auerbach,
Gerd Uhlig, Bernd Richter
aufsichtsratsvorsitzender: Peter Hennig
• Wohnungsgenossenschaft Leisnig eG
04703 Leisnig, Sachsenplatz 14
Ruf: (03 43 21) 1 20 58, Fax: (03 43 21) 6 89 32
E-Mail: [email protected]
Internet:
• Wohnungsgenossenschaft eG hartha
bis 01.07.2010: 04746 Hartha,
Straße des Friedens 18 a
ab 01.07.2010: 04746 Hartha,
Straße der Jugend 47
Ruf: (03 43 28) 3 88 10, Fax: (03 43 28) 3 88 12
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-hartha.de
Vorstand: Bernd Schröter, Karola Seidler,
Evelyn Ernst
aufsichtsratsvorsitzender: Rainer Freiberger
Das Stadtwappen auf dem Giebel: Gutes, sicheres Wohnen garantiert die Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG.
• Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft
Neuhausen eG
09544 Neuhausen, August-Bebel-Straße 12
Ruf: (03 73 61) 4 53 19,
Fax: (03 73 61) 1 56 00
E-Mail: [email protected]
Internet: www.gwg-neuhausen.de
Vorstand: Peter Rodehacke, Petra Ackermann,
Rosmarie Därr
aufsichtsratsvorsitzender: Florian Wolf
• Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft
eG Waldheim
04736 Waldheim, Lindenstraße 2
Ruf/Fax: (03 43 27) 9 19 29
E-Mail: [email protected]
Internet: www.gwg-waldheim.de
Vorstand: Gudrun Keidel, Heiderose Schmidt,
Wolfgang Mäckel, Wolfgang Janasek,
Carsten Tröger
aufsichtsratsvorsitzende: Gisela Pabst
• Wohnungsgenossenschaft Waldheim eG
04736 Waldheim, Pestalozzistraße 09
Ruf/Fax: (03 43 27) 9 23 44
Internet: www.wg-waldheim.de
Vorstand: Gerd Zickmann, Joachim Heßler,
Andreas Voigt
aufsichtsratsvorsitzender: Gert Teichert
• Wohnungsbaugenossenschaft
Geringswalde eG
09326 Geringswalde, Goldammerstraße 38
Ruf/Fax: (03 73 82) 87 01
E-Mail: [email protected]
Vorstand: Peter Reiche, Katrin Helm
aufsichtsratsvorsitzende: Kerstin Otto
• Wohnungsbaugenossenschaft Burgstädt eG
09217 Burgstädt, Dr.-Roth-Straße 13
Ruf: (0 37 24) 20 88, Fax: (0 37 24) 1 45 30
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wbg-burgstaedt.de
Vorstand: Rainer Richter, Volkmar Gerlach,
Uwe Hofmann
Prokuristin: Kristin Schön
aufsichtsratsvorsitzender: Uwe Trenkmann
• Wohnungsgenossenschaft Rochlitz eG
09306 Rochlitz, Bahnhofstraße 43
Ruf: (0 37 37) 4 25 18,
Fax: (0 37 37) 4 22 00
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wg-rochlitz.de
Vorstand: Manfred Gärtitz, Uwe Hahn,
Bernd Kusche, Werner Liedtke, Katja Pohl,
Manfred Wuttke
aufsichtsratsvorsitzender: Hartmut Hecht
2/2011
www.wohnungsgenossenschaft-leisnig.de
Vorstand: Dieter Schumann,
Hans-Joachim Herda, Siegmar Lindner
aufsichtsratsvorsitzender: Dieter Görlich
• Wohnungsgenossenschaft eG Lunzenau
09328 Lunzenau, Goethestraße 37
Ruf: (03 73 83) 6 91 01, Fax: (03 73 83) 6 00 03
E-Mail: [email protected]
Internet: www.wglunzenau.de
Vorstand: Steffi Saupe
aufsichtsratsvorsitzender: Roland Viertel
• Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft
Leisnig eG
04703 Leisnig, Jahnstraße 13
Ruf: (03 43 21) 1 37 00, Fax: (03 43 21) 6 27 42
E-Mail: [email protected]
Internet: www.gwg-leisnig.de
Vorstand: Britt Greiff, Konrad Graupner,
Ines Bauske
aufsichtsratsvorsitzender: Christian Maluche
In der ausgabe 3/2011 stellen sich
Genossenschaften aus dem Landkreis Nordsachsen, den nördlichen
neuen Bundesländern und Berlin
vor.
5 (23)
PROFILE
ältere Mitglieder rücken in Vordergrund
Unternehmensreport Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG
Die Wohnungsgenossenschaft im sächsischen Roßwein ermöglicht ihren Mitgliedern sicheres, gutes, preiswertes Leben
und Wohnen. Doch die Folgen des demografischen Wandels spielen eine immer
größere Rolle.
Auf Vorder- und Rückseite des attraktiven
Planers, den die Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG jüngst als Jahresgabe erhielten und in den sie wichtige
Dokumente, Schriftverkehr mit der WG usw.
einheften können, sind Aufnahmen aus den
Anfangsjahren des Unternehmens denen
von heute gegenübergestellt; meist vom
gleichen Standort aus geknipst. Eine
Schwarz-Weiß-Fotografie aus den späten
1950er-Jahren zeigt Männer, die mit Hacke
Zeitgenossen
Lutz hammer, Vorstandsvorsitzender der
Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG
Als Wohnungsgenossenschafter ist er ein
Quereinsteiger, der 1955 geborene Lutz
Hammer. Viele Jahre hat er im Schmiedewerk Roßwein als Fertigungsingenieur gearbeitet, war Bereichsleiter im Maschinenbau. Die Wende rüttelte vieles durcheinander und stellte manches auf den Kopf. In
der Roßweiner Industrie brachen massenhaft Jobs weg. Wertvolle Arbeitskräfte und
und Schaufel hantieren oder mit Sand gefüllte Schubkarren schieben und ein neues
Wohnhaus errichten. Es sind Mitglieder der
am 7. Juli 1954 gegründeten Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft (AWG) „Einheit“ in
Roßwein. Roßwein ist eine damals im Wachsen begriffene Industriestadt, und Wohnungen werden dringend gebraucht.
Über 50 Jahre nach den heute nur noch
schwer vorstellbaren schweißtreibenden
AWG-Arbeitseinsätzen – die, neben der Erfüllung der Pflichtaufgaben, ein enormes
Gemeinschaftsgefühl der Menschen erkennen lassen – zeigen sich die Quartiere des
1990 zur Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG umgewandelten Betriebes von ihrer besten Seite. Die zum größten Teil sa-
ganze Familien verließen die Region. Viele
Menschen mussten sich neu orientieren. Insofern eröffnete die Wende auch neue Chancen. Und so fand sich Lutz Hammer, der gut
ausgebildete Ingenieur, eines Tages als Vorstandsmitglied der Wohnungsgenossenschaft
Roßwein wieder. Der Bereich Technik war
sein Revier.
Bei Lutz Hammer klappten Übergang und
Start in eine völlig neue berufliche Tätigkeit
ziemlich reibungslos. Bald schon hatte der
Neuling – entsprechend angeleitet, gefördert
und gefordert – sein Aufgabengebiet im
Vorstandschef Lutz Hammer zeigt in der Geschäftsstelle der Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG auf eine
alte gerahmte Aufnahme des Schmiedewerks der Stadt. Früher war Hammer dort als Ingenieur tätig. Die WG
hält die historischen Fotos in Ehren.
Foto: W. Schmidt
24
2/2011
nierten Häuser tragen frische Farben, die
Anlagen sind gepflegt. Die Genossenschaft
hat 421 Wohneinheiten in ihrem Bestand.
Sie entstanden zwischen 1955 und 1969,
zuerst in monolithischer Bauweise, die
jüngsten als „Platte“ mit vier Etagen – ohne
Aufzug, versteht sich.
„Mit der Sanierung wird man nie ganz fertig“, verwies Vorstandsvorsitzender Lutz
Hammer auf eine permanente Aufgabe des
Unternehmens. Jahr für Jahr steckt die Genossenschaft, die acht Männer und Frauen,
davon sechs gewerbliche Mitarbeiter, beschäftigt, ca. 500.000 Euro in den Fortgang
von Sanierung und Instandhaltung. „Wir
modernisieren allerdings nicht ‚auf Teufel
komm‘ raus‘“, ergänzte das für die eG-Fi>>>
Griff. „Ich sah das als Herausforderung und
nahm sie an“, sagte er. Vor fast genau fünf
Jahren trat Hammer das Erbe des Vorstandsvorsitzenden der WG, der in Rente
ging, an. Da war er schon über 50. „Es war
ein wohlüberlegter Schritt, ich habe ihn an
noch keinem Tag bereut.“
Eine Genossenschaft zu leiten macht einer
nicht mit links. Auch Lutz Hammer nicht.
Immerhin ist das Interesse von recht unterschiedlichen Mitglieder-Mietern der 421
Wohnungen unter einen Hut zu bringen,
müssen Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten gemanagt werden. Ihm zur Seite
steht Vorstandsmitglied Udo Zill. Der junge
Mann, Jahrgang 1976, sorgt u. a. für die
solide Finanzlage der eG. „Wir sind ein gutes Team“, ist er sich sicher, „und bei uns
wird nichts überstürzt.“
Hammer lebt mit seiner Frau in Roßwein in
einer 3-Raum-Genossenschaftswohnung.
Roßwein ist seine Heimatstadt, auf sie lässt
er nichts kommen. „Auch wenn sie bessere
Zeiten gesehen hat.“ In der WG-Geschäftsstelle hängen viele gerahmte Fotos mit alten Stadtmotiven. Es sind Aufnahmen der
Roßweiner Fotografen-Familie Hanisch.
Schon der Hanisch-Großvater drückte auf
den Auslöser. Viele reizvolle Fotografien
sind so entstanden, die Stadthistorie deutlich machen. Der Vorstand hat etliche dieser Aufnahmen gekauft, rahmen lassen
und hält sie in Ehren. Lutz Hammer steht
vor einem Bild, das das Schmiedewerk
zeigt. „Dort habe ich viele Jahre gearbeitet…“
dsc
PROFILE
Wohnen und Leben in Roßwein macht die Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG allen Generationen schmackhaft.
>>>
nanzen zuständige Vorstandsmitglied Udo
Zill. „Das geben erstens unsere Einnahmen
nicht her, und zweitens ist solides Wirtschaften mit Augenmaß und Blick nach
vorn unser Geschäftsprinzip.“ Kleine, stetige
Schritte statt teurem Aktionismus. Vernunft
statt Hauruck. „Unser Ziel ist klar umrissen“,
betonte Lutz Hammer, „wir müssen und
wollen ohne Fremdkapital auskommen.“
Laufende Kredite verlangen nach Zins und
Tilgung, und die zu zahlenden Altschulden
in Höhe von jährlich 120.000 Euro sind für
die kleine Genossenschaft alles andere als
ein Pappenstiel.
Seriöse Leitungsarbeit zahlt sich aus. Ein vorzeigbares Ergebnis: Die Genossenschaft hat
den Wohnungsleerstand bis auf einige 2Raum-WE im Griff. Nur drei Prozent der
Wohnungen haben keine Mieter. Die Miete
ist günstig: pro Quadratmeter durchschnittlich 3,80 Euro kalt, plus 1,10 Euro/m² Nebenkosten. Die eG hat nur geringe Erlösschmälerungen, die Mieteinnahmen fließen kontinuierlich. Das stellt die Liquiditätsplanung
auf ein stabiles Fundament. Das Geld ist auf
Festgeldkonten angelegt und wird gezielt
im Sinne der Mieter eingesetzt.
„Die Leerstandsituation mit den drei Prozent beschreibt den Ist-Zustand“, betonte
Lutz Hammer. „Wir wissen, dass das ganz
schnell anders werden kann – und wohl
Jahresgabe
Vorstandsmitglied Udo Zill mit
der aktuellen Jahresgabe der
Wohnungsgenossenschaft Roßwein, dem Mieter-Ordner. Jedes Jahr lässt der Vorstand sich
eine andere Überraschung einfallen, die immer wieder eines
deutlich macht: Das Unternehmen hält den genossenschaftlichen Gedanken hoch und setzt
ganz auf das Miteinander von
Genossenschaft und Mitglied.
auch wird. Denn der Altersdurchschnitt der
Mitglieder unserer Genossenschaft liegt jenseits der 67. Dazu kommt noch die Tatsache,
dass die Zahl der Bevölkerung schrumpft.
Wir erwarten keine großen Zuwachsraten
beim Zuzug. Zumal: Roßwein, wo so viele
Arbeitsplätze weg gebrochen sind, übt
keine Magnetwirkung mehr auf die Jugend,
gar auf junge Familien aus. Da dürfen wir
uns nichts vormachen, aber wir müssen uns
einen Kopf machen und mal ein paar Jahre
weiter denken.“
Wenn die WG also Häuser und Umland saniert, modernisiert und instand setzt, dann
immer im Wissen darum, dass es nicht nur
den heutigen, sondern auch künftigen Mieter-Mitgliedern (die mit Kusshand begrüßt
werden) gefallen soll. „Wir versuchen alles,
das Wohngebiet so attraktiv, so lebenswert
wie möglich zu gestalten“, meinte Zill. Dazu
zählen intakte und freundlich aussehende
Häuser, innen und außen sauber, breit aufgestellte,
verlässliche
Serviceleistungen
durch eigenes Personal, inklusive Winterdienst, Grünlandpflege und Hausreinigung.
Mehr und mehr rücken die älteren der Mitglieder in den Vordergrund und werden zu
einer ganz wichtigen Zielgruppe. Schon
jetzt bereitet die Genossenschaft leer gezogene Wohnungen entsprechend auf: Badewannen machen Platz für ebenerdige
Duschen, Schwellen werden entfernt, um
die Räume barrierearm zu gestalten. „Wenn
für uns auch kein Mehrgenerationenhaus
infrage kommt, so haben wir doch andere
Visionen wie zum Beispiel Balkonanbau
oder Grundrissänderungen. Auf alle Fälle
werden wir auch der wachsenden Zahl unserer betagten Mitglieder etwas bieten,
das ihnen den Lebensabend in der Wohnungsgenossenschaft Roßwein noch angenehmer macht“, so der Vorstandschef.
Diethart Schall
2/2011
Fotos: W. Schmidt
……………Zahlen und Fakten……………
Wohnungsgenossenschaft Roßwein eG
> Das Unternehmen: Die am 7. Juli 1954
als AWG „Einheit“ gegründete Wohnungsgenossenschaft, 1990 in eine eG
umgewandelt, präsentiert sich mit einem Bestand von 421 Wohnungen.
Das kleine Unternehmen mit eigenem
Hausmeisterservice steht wirtschaftlich
auf soliden Füßen und macht den ersten nicht vor dem zweiten Schritt. Es
bietet Wohnen in Sicherheit und Geborgenheit und richtet den Fokus verstärkt auf die älteren Mieter.
Die Geschäftsstelle in Roßwein.
>Unternehmenssitz: 04741 Roßwein,
Dr.-Otto-Nuschke-Straße 2,
Ruf: (03 43 22) 4 26 63,
Fax: (03 43 22) 66 17 85,
E-Mail: [email protected]
> Mitglieder: 425
> Mitarbeiter: acht im Innendienst (davon sechs gewerbliche Mitarbeiter)
> Vorstand: Lutz Hammer, Udo Zill
> aufsichtsratsvorsitzender:
Jens Rosemann
> Umsatz 2010: ca. 1,4 Millionen Euro
25
GENO-MIx
Gut aufgestellt, kundennah
Neue VR-Bank Mittelsachsen nimmt Fahrt auf
Nachgehakt
Nach der 2010 erfolgten Fusion legte die
VR-Bank Mittelsachsen eG mit dem vorläufigen Jahresabschluss nun erste Zahlen
vor. Die können sich sehen lassen.
Die neue Gemeinschaft funktioniert. Am
29. Juli 2010 war die VR-Bank Mittelsachsen
eG durch Fusion der Volksbank-Raiffeisenbank Döbeln eG mit der Freiberger Bank eG
(rückwirkend zum 1. Januar 2010) juristisch
entstanden. Den vollen Geschäftsbetrieb
nahm das Institut mit der technischen Fusion
am 18. September auf. „Zwischenzeitlich“, so
betonte Vorstandsmitglied Dr. Wolfgang
Licht, „sind auch die mit der Fusion verbundenen organisatorischen und EDV-technischen Maßnahmen abgeschlossen.“
In der Kreditgenossenschaft mit Sitz in Freiberg – Hauptgeschäftsstellen sind in Freiberg
und Döbeln – kümmern sich 170 motivierte
und gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter um die ca. 50 000 Kunden, davon
rund 14 500 Mitglieder der Bank. Mit 21 Geschäftsstellen und zwei SB-Filialen ist die VRBank Mittelsachsen eG gut in der Fläche aufgestellt und ermöglicht eine kundennahe Betreuung. Auch in der nun wesentlich größeren Bank können die Kunden und Mitglieder
auf schnelle und unbürokratische Entscheidungen sowie persönliche Betreuung durch
die bekannten Bankmitarbeiter bauen. Der
Vorstand verwies vor allem darauf, „dass die
Leistungsfähigkeit der Bank insbesondere im
Kreditgeschäft infolge der Verdopplung des
Eigenkapitals wesentlich gestiegen ist“.
Die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr
2010 bescheinigen der VR-Bank Mittelsachsen eG eine positive Entwicklung. Die Bilanzsumme stieg von 596 Millionen Euro um 7,5
Prozent auf 640 Millionen Euro. Grundlage
dieses Wachstums war der Anstieg der bilanziellen Kundeneinlagen einschließlich Inhaberschuldverschreibungen um 45 Millionen
Euro (+ neun Prozent) auf 545 Millionen
Euro. „Das beweist erneut, dass die Bevölkerung in der Region der VR-Bank Mittelsachsen eG ihr Vertrauen entgegenbringt und die
Konditionen als attraktiv empfunden“, so Dr.
Licht. Auch im Kreditgeschäft belebte sich
2010 das Geschäft erfreulich. Am 31. Dezember war das Kundenkreditvolumen um sechs
Prozent auf 255 Millionen Euro gestiegen.
„Das Betriebsergebnis übertrifft trotz der Fusionskosten wiederum die Marke von einem
Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme.
Das erlaubt uns eine weitere Stärkung der
Reserven und des Eigenkapitals.“
Der Vorstand zieht für das vergangene Jahr
ein positives Resümee: „Die reibungslose
Umsetzung der Verschmelzung und das erfreuliche Geschäftsergebnis belegen die
Richtigkeit der Entscheidung, die Kräfte der
Genossenschaftsbanken in Freiberg und Döbeln zu bündeln. Auch in den nächsten Jahren sind positive Synergieeffekte zu erwarten. Unser vorrangiges Ziel ist es, die Mitglieder und Kunden durch gute Leistungen
und flexiblen Service zu überzeugen und so
die Marktstellung der VR-Bank Mittelsachsen eG zu stärken.“
dsc
RHG-Nachbarschaftshilfe für die Historische Döbelner
Fotos: W. Schmidt
Pferdestraßenbahn.
asyl für Pferde-tram
Ein Waggon der im Sommer aus dem Stadtbild von Döbeln nicht mehr wegzudenkenden historischen Pferdebahn musste kurzzeitig umziehen. Das in Muldennähe befindliche Depot als Winterquartier der Touristenattraktion war Mitte Januar stark hochwassergefährdet. Unbürokratisch gewährte das
Team vom Markt Döbeln der RHG LeisnigOschatz dem die Bahn gehörenden Traditionsverein kostenlose Nachbarschaftshilfe
und brachte das rot-gelbe Gefährt für einige Tage in seiner Baustofflagerhalle unter.
Der Baumaschinen- und -gerätebetrieb von
Thomas Hofmann vom Verein grenzt an das
RHG-Betriebsgelände.
dsc
Zur Sache
Genossenschaftliche Gemeinschaft
Die Genossenschaftsidee hat viele Gesichter.
Elke Glöckner ist in der Agrar-Genossenschaft (siehe Seite 9) u. a. zuständig für die
Lohnbuchhaltung. Sie ist aber auch so etwas
wie die „gute Seele“ im Betrieb. In der eG haben einstige Arbeitskollegen und Mitglieder
einen hohen Stellenwert, ihre Lebensleistung
wird geachtet. Das ganze Jahr über werden
Kontakte gepflegt, und zu Jubiläen gibt‘s
Blumen und Geschenke. Am 1. Januar erklangen bei Reiner Wetzel die Gläser. Lange Jahre
arbeitete er in der „Pflanze“, nun feierte er
seinen 75. – mit alten Kollegen in der Runde.
Ein schönes Gefühl, und Ausdruck des genossenschaftlichen Miteinanders.
dsc
?
…………Wussten Sie schon, ……………
… dass die Agrar-Genossenschaft Oberbobritzsch nicht nur größter Arbeitgeber im Ort ist, sondern auch Kindergarten, Fußballverein und Freiwillige Feuerwehr tatkräftig unterstützt?
… dass Klinge & Wagner aus Leipzig, die
Gestalter der neuen Schulze-DelitzschAusstellung, den Jurypreis der Designers
Open 2010 erhalten haben?
… dass in Sachsen 1 200 Milchproduzenten mit 5 000 Beschäftigten sich um
190 000 Kühe kümmern?
Die Hauptgeschäftsstelle der VR-Bank Mittelsachsen eG in Freiberg. 2011 wird neu firmiert.
26
2/2011
NEUE GENOSSENSChaFtEN
Gutes klima für eG-Gründungen
MGV begleitet Interessenten Schritt für Schritt
www.neuegenossenschaften.de
Ein neues Jahr hat begonnen. Erste Gründungsanträge für neue Genossenschaften
liegen vor. Der MGV ist wieder gefragt.
Rückblick: Im august 2006 wurde das Genossenschaftsgesetz in Deutschland mit
der Erweiterung der Förderzwecke novelliert. Das vereinfacht auch Gründungen.
aber man muss realistisch bleiben.
So manch einer aus der Politik hatte mit der
Novellierung des Genossenschaftsrechts einen wahren eG-Gründungsboom erwartet.
Der ist zwar im Vergleich zur Anzahl der
Gründungen in anderen Rechtsformen nicht
eingetreten, dennoch sprach MGV-Präsident
Dietmar Berger mit Blick auf die zurückliegenden 52 Monate im „WIR“-Gespräch von
einer „‚kleinen Renaissance der Genossenschaftsidee“. Zudem gelte: „Genossenschaftsgründungen sind ein Zusammenschluss von
mehreren dann Gleichberechtigten, die wirtschaftlich auf längere Zeit zusammen wirksam werden wollen.“ Bei Genossenschaftsgründern falle das Argument, „eine Gründung, um für kurze Zeit mit einem NischenAngebot das große Geld zu machen“, weg.
Erfolgreiche genossenschaftliche „Geburten“
beim MGV belegen das gute Klima für Neugründungen. „2006 und 2007 betreuten wir
jeweils vier Gründungsprojekte“, informierte
MGV-Bereichsleiter Sebastian Rösler, der im
MGV die Beratungen für Gründungen koordiniert. Dazu gehörten solche wegweisenden
„Pilot-Gründungen“ wie die Frischemarkt
Bad Schlema eG, die Augenärztegenossenschaft Sachsen sowie die TowerVenture eG,
Jena. 2008 seien es 13 Gründungen, 2009 sogar 21 und im vorigen Jahr zehn erfolgver-
sprechende Vorhaben gewesen. Aus dem
Gründungsjahrgang 2009 sind aufgrund ihrer Erfolge beispielsweise die ELG Sonnenstrom, Leipzig, die Fischgut Mitte eG, Leipzig,
und die „Unser Laden“ Falkenau eG aus den
Medien bekannt. Auf öffentliches Interesse
stießen auch die in den Verband aufgenommenen E-Commerce-Genossenschaft Leipzig
eG, Bürger Energie Zittau Görlitz eG, BürgerSolar Bad Bibra-Querfurt eG, Regio Energie
eG Mittweida, GEFA – Genossenschaft für
Fahrdienstleistungen eG Leipzig, Bürgergenossenschaft Weindorf Burgwerben eG und
nicht zuletzt die Einzelhandelsgenossenschaft Täler eG aus Ottendorf in Thüringen.
2010 kamen zwei der „Neuen“ aus dem Bereich Handel: die Kelterei Mylau eG und die
Raiffeisen Internetshop eG, Artern – ein Zusammenschluss verschiedener Handelsgenossenschaften aus mehreren Bundesländer zum
Betreiben eines gemeinsamen Internetportals mit Online-Bestellmöglichkeit. Acht
MGV-Zuwächse sind im Bereich der Gewerblichen Genossenschaften angesiedelt, so zum
Beispiel die GRIMMAERLEBEN Marketing
eG, die Energiegenossenschaft Mitte, Jena,
die Chic Frisurenmode eG, Dippoldiswalde,
und Die Nachbarschaftshelfer eG mit Sitz in
Gera.
„Auch der Blick auf die von den eG ‚zu beackernden Felder‘ ist wichtig, will man die
Entwicklung der Unternehmen verstehen“,
sagte Rösler. Neun eG sind im Energiebereich tätig, sechs kümmern sich um Soziales
und Gesundheit, fünf sind Dienstleister, jeweils vier agieren in den Bereichen Einzelhandel bzw. Groß- und Einzelhandel, weitere
In puncto Gründungen hat sich seit 2006 im MGV viel getan.
Genossenschaften engagieren sich für Bildung, Kultur, Regionalmarketing, Medien, IT
oder Unternehmensberatung. „Man sieht, es
gibt genossenschaftliche Zusammenschlüsse
als Lösungsversuche für alle Aufgaben in der
Wirtschaft, im Kultur- und Bildungsbereich
sowie für das Soziale – ob durch Einzelpersonen als Mitglieder oder dank sich ergänzender Unternehmen in einer eG auf ‚zweiter Ebene‘.“
Wie kommen Interessenten an die Informationen? „Alles dafür Notwendige steht auf
der
Internetseite
unseres
Verbandes
www.mgv-info.de sowie bei www.neuegenossenschaften.de. Alles Weitere kann durch
einen Anruf oder ein Gespräch bei bzw. mit
uns geklärt werden. Das Arbeits- und Informationsmedium für Genossenschaftsgründer, das wir ausgeben bzw. verschicken,
wurde auf Grund des steigenden Bedarfs
vom DGRV in Zusammenarbeit mit den regionalen Genossenschaftsverbänden überarbeitet“, bekräftigte Sebastian Rösler. Auf einer 2010 aktualisierten und über den MGV
erhältlichen CD-ROM wird alles Wichtige
über die Rechtsform eG erläutert. Ein umfangreicher Arbeitsteil hält betriebswirtschaftliche und rechtliche Tipps parat. Checklisten und Arbeitsunterlagen bereiten potenzielle Gründer für Gespräche mit ihren Partnern, Beratern oder Banken vor. Schritt für
Schritt bis zur Genossenschaftsgründung.
Dr. Wolfgang Allert
Kontakt:
Ruf: (03 71) 27 88-1 81,
Internet: www.mgv-info.de,
E-Mail: [email protected]
Quellen: „WIR“-Archiv / eG
2/2011
27
kaLEIDOSkOP
Guter Rat
hochwasser und autos…
… sind in der Regel nicht kompatibel. Wer
sein Auto trotz Warnschildern oder Absperrungen direkt an einem hochwassergefährdeten Fluss abstellt, riskiert möglicherweise
seinen Versicherungsschutz. Darauf macht
das Infocenter der R+V Versicherung aufmerksam.
kontra Fahrlässigkeit
Auch die Fahrt durch eine überflutete
Straße ist nicht immer versichert. In einer
Teil- oder Vollkaskoversicherung sind Schäden durch Überschwemmung mitversichert,
aber nur solange der Autobesitzer nicht
grob fahrlässig handelt. „Die Versicherung
zahlt in der Regel nur dann, wenn das Wasser zum Auto kommt. Der umgekehrte Fall
ist nicht abgedeckt“, erklärte Karl Walter,
Kfz-Experte beim R+V-Infocenter. Für Autofahrer bedeutet das: Schon nach der ersten
behördlichen Hochwasserwarnung sollten
Das Befahren überfluteter Straßen ist doppelt riskant, und manchmal geht, wie hier 2002 bzw. 2011, überhaupt
nichts mehr.
Fotos: „WIR“-Archiv; A. Seidel
sie ihr Fahrzeug aus dem gefährdeten Gebiet herausfahren. Achtung, auch Tiefgaragen werden schnell überschwemmt!
R+V-Experte Walter rät zudem davon ab,
mit dem Auto durch überflutete Straßen zu
fahren. „Autos sind nicht wassertauglich,
auch wenn man das in Kinofilmen immer
wieder sieht. Der Versicherungsschutz ist
bei einer solchen Aktion gefährdet.“
Lösung
aus heft 1/2011
Das Fotorätsel „Bei uns zu hause“
1886 bis 1888 wurde der
Elbehafen in Riesa-Gröba
gebaut. heute agiert hier
die Sächsische Binnenhäfen
Oberelbe Gmbh. Das moderne
Logistikunternehmen verbindet die Verkehrsträger
Binnenschiff,
Bahn und Lkw zu kompletten transportketten. Es betreibt die häfen Dresden,
Riesa und torgau.
Manufaktur der träume war’s!
Die Lösung unseres Fotorätsels aus Heft
1/2011 lautet A: Manufaktur der Träume! In
dieser neuen Einrichtung in Annaberg wird
auf einzigartige Weise erzgebirgische Volkskunst vom frühen 17. Jahrhundert bis zur
Gegenwart gezeigt.
Unser Glückwunsch gilt folgenden Gewinnern, die je 30 Euro erhalten (der Rechtsweg ist ausgeschlossen):
Unsere Frage: an welchem
Elbe-kilometer liegt der hafen Riesa?
> a 107,39,
> B 125,88 oder
> C 139,15?
alle Schäden melden
Stand das Wasser bereits höher als bis zur
Türkante, sollte das Auto vor dem Start von
einem Pannendienst oder in einer Werkstatt
überprüft werden. Motor, Katalysator oder
Elektronik könnten durch die Flut beschädigt worden sein. Wenn das Fahrzeug komplett unter Wasser stand, ist es meist irreparabel. Ebenfalls wichtig: Alle Schäden müssen sofort der Kfz-Versicherung melden!
Elke Obst, 09526 Pfaffroda;
Gudrun Schaffer, 04874 Belgern.
Containerverladung im Riesaer Elbehafen. Hier werden auch Stück-,
Schütt- und Schwergüter umgeschlagen.
Foto: W. Schmidt
Senden Sie Ihre antwort bis zum 4. März 2011 an:
„WIR. Das Genossenschaftsblatt aus Mitteldeutschland“, Helbersdorfer Straße 46-48,
09120 Chemnitz per Fax: (03 71) 27 88-1 69 oder per E-Mail: [email protected]
kennwort: Fotorätsel 2/2011
Zwei Gewinner können sich über je 30 Euro freuen. Viel Glück beim Rätseln!
28
1/2011
Ein Besuch in der Ende 2010 eröffneten Manufaktur
der Träume in Annaberg-Buchholz lohnt.
Foto: „WIR“-Archiv
kaLEIDOSkOP
Leselust
Das unsichtbare Visier
Das unsichtbare Visier“ war eine Kultserie des
DDR-Fernsehens in 16 Folgen, Regie Peter
Hagen. Die Spionageserie
wurde 1973 bis 1979 produziert. Spannende Geschichten, exotische Kulissen, namhafte Schauspieler und die
geradezu
elektrisierende
Filmmusik machen bis heute
den Reiz dieser Serie aus, die
den Vergleich mit internationalen Produktionen nicht zu
scheuen braucht. Die einzelnen Folgen werden im Buch vorgestellt, analysiert und mit
Hintergrundinformationen versehen. Bekannte Interviewpartner wie Armin MüllerStahl wurden gewonnen.
ten mit flüssiger Rinde verschlossen werden.
Filigrane Blüten wie diese machen sich auch im Kübel
auf der Terrasse gut. Das Gartenjahr 2011 kann kommen!
Foto: D. Schall
Gärtner-tipp
arbeiten im Winter
Das unsichtbare Visier, Stefan Wogawa, Greifenverlag zu Rudolstadt & Berlin, 2010, 19,90
Euro, ISBN 978-3-86939-412-1.
Bei frostfreiem Wetter ist der Schnitt der
Obstbäume und Beerensträucher im Februar
möglich. Mit einem Schnitt soll Altholz entfernt, die Neubildung von Fruchtholz gefördert und dafür gesorgt werden, dass genügend Licht in die Kronen gelangt. Alle Obstgehölze benötigen einen so genannten Erziehungsschnitt. Wichtig für diese Arbeit sind
scharfe Werkzeuge, damit glatte Schnittstellen
entstehen. Ausgefranste Schnittstellen stellen
Angriffspunkte für Schädlinge und Pilzkrankheiten dar. Um eine Weiterverbreitung von
Krankheiten zu verhindern, sollten Werkzeuge
nach jedem Schnitt desinfiziert werden, z. B.
mit Spiritus. Schnittwunden können am bes-
Unterwegs entdeckt
Hauch Hochmittelalter weht den Besucher
an!
kostümkunde auf der Rochsburg
Das alte Gemäuer beherbergt auch die
Dauerausstellung „Kostüme aus zehn Jahrhunderten“. 113 Frauen des Vereins NetzWerk aus Mittweida forschten und fertigten in sieben Jahren die prächtigen Gewänder an. Die 52 Kostüme repräsentieren
1 000 Jahre europäische Mode. Sie enthalten Beispiele für die Bekleidung des Adels,
In die Ferne reisen ist nicht nötig. Mitten
in Sachsen, im Tal der Burgen, gibt’s so viel
zu entdecken: ein märchenhaftes Schloss
in Rochsburg, ein trutziges in Rochlitz, unterirdische Kellergänge in Penig, Geschichte zum Anfassen in den Museen von
Burgstädt, Schwarzbach, Königshain-Wiederau und Wechselburg, kulturhistorische
Kleinode wie die Basilika Wechselburg
oder die Ladegast-Orgel in der Kirche von
Hermsdorf bei Geringswalde, dazu beeindruckende Naturphänomene wie die Strudeltöpfe und Gneisblöcke in Taura und
Claußnitz oder der Rochlitzer Berg mit seinen Porphyrbrüchen…
Machen wir auf Schloss Rochsburg Station.
„Rochsburg“ verweist auf „roch“, das bedeutet Berg oder Felsvorsprung. Ja, die
Burg ragt weithin sichtbar über das Muldental. Gegründet wurde sie im 12. Jahrhundert und 1195 mit ihrem Besitzer Gunteros de Rochsburg erstmals urkundlich erwähnt. Aus dieser Zeit sind Bergfried, Palas und Teile der Ringmauer erhalten. Ein
Kostümwelten auf Rochsburg.
1/2011
Auch das kann im Februar erledigt werden:
• Sämereien von Arten kaufen, die man selbst
anziehen möchte.
• Knollen von Canna und Begonien ab Mitte
Februar in Töpfen vortreiben.
• Überwinterte Knollen durchsehen und
eventuell ersetzen.
• Düngemittel und Pflanzenschutzmittel kontrollieren und bei Bedarf auffüllen.
• Gartengeräte überprüfen, reparieren und
eventuell ersetzen.
Praxistipps zum Obstbaumschnitt gibt’s im Gartenfachmarkt am 26. Februar, 10 bis 14 Uhr.
Chemnitzer Blumenring eG,
Gartenfachmarkt
Zschopauer Straße 277,
09126 Chemnitz,
Tel.: (03 71) 5 39 37 13.
des Bürgertums, der Handwerker und Bauern. Die Frauen verarbeiteten 10 000 Kilometer Nähfaden, drei Kilometer Stoff und
500 Meter Spitze. 800 Knöpfe mit Knopflöchern waren zu bewältigen, dabei wurden tausende Nadeln verschlissen. Die
Mühe hat sich gelohnt! Die Schau ist einzigartig und auch Kindern sehr zu empfehlen.
dsc
www.kultur-mittelsachsen.de,
www.rochlitzer-muldental.de
Foto: www.moxxo.de
29
kaLEIDOSkOP
Opa arndt wie „Monsieur 100 000 Volt“
T
treffpunkt
ooor, Tooor, Tooor! Sieeeg!“ Den großen,
kräftigen und nicht mehr jungen Mann
mit Sonnenbrille und Basecap hält nichts
mehr an der Seitenlinie. Mit dem Schlusspfiff des Endspiels im Kleinfeld-Fußballturnier der Raiffeisengenossenschaften stürmt
er auf den Rasen und klatscht seine ausgepumpten Spieler ab. „Bestimmt der Trainer“,
sagen ein paar Zuschauer. Aber der da feiert, Fans seiner Jungs ist und übers ganze
Gesicht strahlt ist kein Übungsleiter. Das ist
Arndt Hofmann, wochentags der Vorgesetzte der Freizeitfußballer. Hofmann ist –
jetzt muss man sagen: war – der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenhandelsgenossenschaft Hainichen eG. Seit Anfang 2011 ist er
Vorruheständler.
heute im Porträt:
arndt hofmann*,
ein Vierteljahrhundert lang
leitete er die Geschicke der
Raiffeisen handelsgenossenschaft hainichen eG.
Maxime: „Mittendrin statt
nur dabei.“
Arndt Hofmann, der Mann mit den saloppen Jacken und offenen Hemdkragen,
konnte nie anders: Wenn’s um seinen Job,
seine Raiffeisengenossenschaft ging, war er
(wie einst der französische Chansonnier Gilbert Bécaud) ein „Monsieur 100 000 Volt“.
Immer voller Einsatz, immer Motivator, immer mittendrin statt nur dabei. Hofmann
will das Maximum, geht an Grenzen (auch
an gesundheitliche) und sucht das Besondere, ob in der Arbeit oder eben beim
Sportfest. Für die Fahrt der Betriebsmannschaft nebst Familienangehörigen zum Turnier nach Mecklenburg hatte er sogar den
Mannschaftsbus des Chemnitzer Fußballclubs gechartert. Als er die staunenden Gesichter ringsum sah, rieb er sich vergnügt
die Hände. So mag’s Hofmann.
Auch das ist Arndt Hofmann: Organisator eines Freizeit-Fußballturniers von Raiffeisen-Handelsgenossenschaften.
Fotos: D. Schall, „WIR“-Archiv
Wer ihn kennt, weiß: Ein Mann mit rauer
Schale und weichem Kern. Einer, der für
seine Genossenschaft, die Mitarbeiter und
Mitglieder durch dick und dünn ging, mit
dem man Pferde stehlen kann, mit dem mitunter aber auch nicht gut Kirschen essen ist.
So mancher kann ein Lied davon singen. Alles das ist Arndt Hofmann – ein grundehrlicher Kerl mit Ecken und Kanten, ein Mann
vom Fach, lebenserfahren, Genossenschafter
mit Leib und Seele, ein harter Hund und
konsequent, bis alles im Sinne der Genossenschaft und oft auch der Region in trockenen Tüchern war.
Über viele Jahre hinweg ein Unternehmen
zu leiten wie die Raiffeisen Handelsgenossenschaft Hainichen eG mit 94 Mitarbeitern
und elf Lehrlingen an sieben Standorten,
mit Bau- und Gartenmärkten sowie Baustoff-Fachhandel und einem Jahresumsatz
von rund 16,5 Millionen Euro, ist kompli-
30
UNSER GESPRäChSPaRtNER –
VIta IM StENOGRaMM
*
Arndt Hofmann, 1949 in AnnabergBuchholz geboren, lernte nach Abschluss der POS Graveur; 1975 Maschinenbauingenieur,
bis 1986 im VEB
Monsator in Dresden im Kundendienst tätig, zuletzt als leitender
Kundendienstingenieur. Seit 1986
Leiter der BHG
Hainichen, ab 1990 Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Handelsgenossenschaft – BHG – Hainichen eG. Unser Gesprächspartner übte Ehrenämter aus, so
als Mitglied in Präsidium und Verbandsrat des MGV, als Mitglied im BayWa-Beirat für die sächsischen Warengenossenschaften, als Vorstandsvorsitzender der
Raiffeisen Großhandelsgenossenschaft,
Dresden, und seit 1992 als Aufsichtsratsmitglied der Volksbank Mittweida eG.
Hofmann, eine Leseratte, ist seit 1974
verheiratet, hat eine Tochter und ist
stolzer Opa.
2/2011
ziert. Das verlangt wie beim Fußball Teamgeist. Zumal in wirtschaftlich schwer zu packenden Zeiten, die an den Margen des
klassischen Nahversorgers auf dem Lande
zehren. Es war eine der Stärken Hofmanns,
Mitarbeiter von einer Sache zu überzeugen
und sie hinter sich zu bringen. „Wer auf der
Stelle tritt“, sagte er, „wird über kurz oder
lang überholt. Das heißt, wer auch künftig
am hart umkämpften Markt ein Wörtchen
mitreden will, muss dafür einiges tun.“ Strategisches Gespür gehört dazu. Beispiel Annaberg-Buchholz. Die äußeren Bedingungen
waren alles andere als einfach: Ende 2003
hatte Hofmann dafür Sorge getragen, dass
die RHG mit der Ausgliederung des Bauzentrums Annaberg aus dem Insolvenzvermögen der Raiffeisengenossenschaft in Neukirchen sich vergrößerte. Diese Übernahme
bewahrte 23 Annaberger Mitarbeiter vor
drohender Arbeitslosigkeit. Im Betrieb waren sich alle einig: Ohne Hofmanns schnelles
Handeln wäre das Ding vor den Baum gegangen.
Arndt Hofmann blickt beim „WIR“-Gespräch
kurz aus dem Fenster. „Damals hatten wir
einen ähnlich strengen Winter wie heute,
und es war eine genauso bewegte Zeit.“
Mit damals meint er den Februar 1986, als
er seine ersten – nicht immer festen –
Schritte als Chef der BHG Hainichen ging.
„Ich kam als Kundendienstingenieur von
Monsator und hatte von der BHG keine Ahnung.“ Das „Einfuchsen“ ging dann schneller
als gedacht, auch weil man den Neuen nicht
im Regen stehen ließ und ihn schulte.
Die BHG war damals im Altkreis Hainichen
Platzhirsch und machte pro Jahr um die 18
Millionen DDR-Mark Umsatz. Da auch der
Bankbetrieb zur BHG gehörte, kostete die
Währungsumstellung nach der Wende etliche Nerven. Und was wurde nach 1990
nicht alles investiert! Hofmann nennt da nur
den Neubau des Garten- und Baufachmarktes in Penig. Aufregende Jahre!
Ein Vierteljahrhundert ist seit 1986 vergangen. Hofmann hat mit seinen Leuten ordentlich was auf die Beine gestellt. Er hat es
sogar geschafft, als Chef loszulassen. „In
Friedmar Peters, meinem langjährigen Stellvertreter, habe ich einen, der die Genossenschaft in meinem Sinne fortführt.“ Sagt’s
und hat’s plötzlich eilig: Opa Arndt muss Enkelchen Lina, 4, („das Beste von der Welt“)
aus dem Kindergarten abholen. Gibt’s einen
wichtigeren Termin?
Diethart Schall
RECht / StEUERN / BILDUNG
Jahresabschluss ist zu prüfen
§ §§
Rechts- und Steuertipps für Genossenschafter und Unternehmer
„WIR“ veröffentlicht monatlich ausgewählte Beiträge zu aktuellen Rechts- und
Steuerfragen.
Recht aktuell
Pflicht zur Prüfung des
Jahresabschlusses durch
den aufsichtsrat
Der Bericht des Aufsichtsrates über die Prüfung des Jahresabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Verwendung des Bilanzgewinns muss zwingend
durch Beschluss festgestellt und zusätzlich
zumindest durch den Aufsichtsratsvorsitzenden eigenhändig unterschrieben werden.
Erst durch den förmlichen Beschluss übernimmt der Aufsichtsrat die Verantwortung
für den Inhalt und gibt ihm seine Funktion
als wesentliche Informationsgrundlage für
die Aktionäre im Hinblick auf die Ausübung
ihrer Rechte in der Hauptversammlung. Anderenfalls sind Beschlüsse der Hauptversammlung anfechtbar, weil im Rahmen zu
deren Einberufung kein ordnungsgemäßer
Bericht des Aufsichtsrates ausgelegt worden ist.
BGH 21.6.2010 – II ZR 24/09
Quelle: ZdK
Erntehelfer im Fokus
Die EU-Kommission will die Arbeitsbedin-
gungen für Saisonkräfte aus Drittländern
verbessern und ein verändertes Verfahren
für die Einreise und den Aufenthalt von Saisonarbeitern einführen. Dazu gehört zwingend ein Arbeitsvertrag, der zwischen dem
Saisonarbeitnehmer und einem in der EU
niedergelassenen Arbeitgeber geschlossen
wurde. Ersatzweise gilt auch ein verbindliches Beschäftigungsangebot, wenn darin
ein bestimmtes Entgelt festgelegt ist. Der
Arbeitgeber muss den Angaben zufolge für
eine angemessene Unterbringung garantieren. Für die gesamte EU soll eine einheitliche
Höchstdauer für Saisonarbeit von sechs Monaten pro Kalenderjahr festgeschrieben
werden. Saisonarbeiter sollen mit inländischen Arbeitnehmern in Bezug auf bestimmte Rechte gleichgestellt werden. Dazu
gehört die Vereinigungsfreiheit sowie das
Recht auf Mitgliedschaft in einer Arbeitnehmerorganisation, der Empfang von Sozialleistungen oder der Erwerb einkommensabhängiger gesetzlicher Rentenansprüche.
Steuerliche aspekte: Für Aushilfskräfte in
der Land- und Forstwirtschaft gibt es eine
Ausnahmeregelung für den Lohnsteuerabzug. Auf einen Stundenlohn von 4,50 bis 7
Euro kann pauschal fünf Prozent Lohnsteuer erhoben werden. Hierfür muss es
sich beim Arbeitgeber aber unbedingt um
einen land- und forstwirtschaftlichen Betrieb handeln. Weitere Bedingungen: Der
Arbeitnehmer ist maximal 180 Tage pro Jahr
für die Firma tätig, arbeitet dabei ausschließlich als Gärtner oder Erntehelfer und
sein Stundenlohn übersteigt die Obergrenze von durchschnittlich 12 Euro nicht.
Aus dem Gesetzentwurf für das Jahressteuergesetz 2010 geht hervor, dass bereits ab
dem Veranlagungsjahr 2009 Arbeitnehmer,
die weniger als 10.200 Euro Arbeitslohn im
Jahr beziehen, keine Steuererklärung abgeben müssen.
Vermittlung der arbeitnehmer: Voraussetzung für die Beschäftigung ausländischer
Saisonarbeitnehmer ist laut der Bundesagentur für Arbeit (BA), dass keine bevorrechtigten Arbeitnehmer zur Verfügung
stehen, in erster Linie deutsche Arbeiter,
aber auch „Ausländer, die den deutschen
Arbeitern hinsichtlich der Arbeitsaufnahme
rechtlich gleichgestellt sind oder andere
Ausländer, die nach dem Recht der Europäischen Union einen Anspruch auf vorrangigen Zugang zum Arbeitsmarkt haben“, so
die BA. Darüber hinaus müssen die Arbeitskräfte in Absprache mit der Arbeitsverwaltung des Herkunftslandes vermittelt werden. Für jede Vermittlung erhebt die BA
eine Verwaltungsgebühr von 60 EUR. Der
Lohn richtet sich nach den tariflichen oder
ortsüblichen Bedingungen. Die Arbeitnehmer (außer aus EU-Mitgliedstaaten) müssen
für ihren Arbeitsaufenthalt in Deutschland
ein Visum beantragen.
Quelle: R+V., E. Blumenfeld
>>>
…………………Für Ihre Fachbibliothek…………………Für Ihre Fachbibliothek…………………Für Ihre Fachbibliothek…………………
Die informative Broschüre erläutert Firmenkunden die Möglichkeiten des Umgangs mit insolventen Kunden und Lieferanten. Dabei
geht es ausschließlich um
den Einkauf und Verkauf
von Waren und Dienstleistungen von und an Unternehmen oder Kaufleute;
Verbraucherinsolvenzen
werden hier nicht behandelt. Die Aussagen und Vorschläge wurden von erfahrenen Insolvenzverwaltern geprüft und entsprechen dem Standard und der Praxis bei
der Insolvenzabwicklung.
„Erste Hilfe“ bei Insolvenz von Geschäftspartnern, Ein Praxisratgeber für Unternehmen und Selbstständige, DG VERLAG,
Art.-Nr. 962280, Schutzgebühr: 5 Euro
Ein preiswertes und handliches Nachschlagewerk für die tägliche Arbeit von Firmenkundenberatung, Controlling, Revision, Personal-, Stabs- und Vorstandsabteilung und
natürlich für Mitarbeiter in
den genossenschaftlichen
Prüfungsorganisationen .
Das Steuerberater- und
Wirtschaftsprüfer-Jahrbuch
2011 hilft dabei, die Vielfalt
der Gesetzänderungen zu
überschauen und bieten Sicherheit für die tägliche Arbeit. Das Jahrbuch ist topaktuell und bringt
umfassende Hinweise auf die zu erwartende Rechtsentwicklung.
Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer-Jahrbuch 2011, DG VERLAG (Lizenzausgabe),
Ausgabe 2011, Art.-Nr. 967231, 16,80 Euro.
2/2011
Nahezu 700 Seiten umfasst der neu aufgelegte Reiseführer „Raus aufs Land – Urlaub auf dem Bauernhof“. Ferien auf dem Lande – mehr
als 1 200 Bauern- und Landgasthöfe werden vorgestellt
– versprechen natürlich wunderschöne Urlaubstage für
die ganze Familie. Und die
neue Ausgabe bietet noch
mehr: So hat eine Vielzahl
deutscher Naturparks Gratis-Coupons gestiftet, und es lockt ein Gewinnspiel.
„Raus aufs Land – Urlaub auf dem Bauernhof“,
Deutscher
Landschriftenverlag,
Bonn, 2010, 9,90 Euro inkl. Versand,
www.bauernhofurlaub.com;
außerdem
erhältlich vom selben Verlag: „Raus auf die
Berge“ und „Lust aufs Land“.
31
StEUERN / RECht / BILDUNG
………………Bildungs-News………………
Lehrlinge on tour
Mit einem kostenlosen Shuttle-Bus waren beim Tag der Bildung in Chemnitz
und Plauen etwa 1 500 künftige Lehrlinge, Eltern und Lehrer auf einer Erkundungstour unterwegs. Etliche Jugendliche hatten ihre Bewerbungsmappen
gleich mitgebracht. Die Veranstaltung
am 22. Januar, an der sich ca. 100 Ausbildungsbetriebe aus allen Branchen beteiligten, organisierten IHK, Handwerkskammer und Agentur für Arbeit. 10 000
Elternbriefe waren zuvor als Einladung
verschickt worden.
350 Lehrstellen verfügbar
Bei der Messe KarriereStart, zur Mitteldeutschen Handwerksmesse und beim
Tag der Bildung machten sich in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres
viele sächsische Schüler über das Lehrstellenangebot für das kommende Ausbildungsjahr 2011/2012 schlau und kamen mit Ausbildungsexperten ins Gespräch. In der Online-Lehrstellenbörse
der Jugendseite des
Sächsischen Handw e r k s t a g e s
www.ich-kann-etwas.de (Abb.) sind
über 350 Lehrstellen aufgelistet. Bis
Ende Dezember 2010 waren im Sachsen-Handwerk 5 388 Lehrverträge besiegelt.
alles fürs köpfchen
Zu einem Fachtag Weiterbildung hatte
jüngst die Handwerkskammer Dresden
eingeladen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Mehr Wissen – mehr
Chancen“. Interessenten aus allen Bereichen informierten sich über das gesamte Bildungsprogramm der Kammer.
Die Türen der Werkstätten des Bildungszentrums waren weit geöffnet. Die Besucher wurden fachlich beraten, es gab
interessante Vorträge sowie umfassende
Informationen zu Studium, Aus- und
Weiterbildung.
Ran an die Berufspraxis
Auf die frühzeitige Berufsorientierung
setzt die Handwerkskammer Leipzig. Da
zu viele Schüler zu wenige Kenntnisse
über die zahlreichen beruflichen Möglichkeiten, selten Erfahrungen im Betriebsalltag und oft Leistungsschwächen
haben, wird das Handwerk selbst aktiv.
So absolvieren jährlich mehr als 1 000
Schüler der 7. bis 9. Klassen die Berufsorientierungskurse der Kammer.
32
top-Verkäufer Lehrling?
Blick ins MGV-Bildungsprogramm 2011
Die in den MGV-Mitgliedsunternehmen
beschäftigten ca. 1 400 Lehrlinge erhalten in ihren Genossenschaften eine fundierte praktische Berufsausbildung. aber
auch ein Blick ins aktuelle Bildungsprogramm des MGV kann nicht schaden.
Junge Leute und Bildungsprogramme?
Nun ja, Hand aufs Herz, Lehrlinge werden
so häufig nicht in ein solches Kompendium
hineinschauen. Aber da gibt’s ja noch den
Praxisausbilder und den Vorstand, die ein
paar kluge Tipps geben können. Zum Beispiel diesen: Umfangreich ist das Angebot
im MGV-Bildungsprogramm 2011 auch für
Waren-, Dienstleistungs- und Produktivgenossenschaften. Unter den Seminaren für
den Bereich Marketing und Vertrieb findet
der aufgeschlossene Lehrling im Ausbildungsberuf Kaufmann unter Punkt 2.3.5
folgendes Thema: „Einfach besser verkaufen als Auszubildender“.
„Nicht ganz uncool“, sagt sich jetzt vielleicht der eine oder andere Lehrling zum
Beispiel in Raiffeisen-Handelsgenossenschaften. „Es kann ja nicht schaden, ein
paar Grundlagen des Verkaufs zu kennen
und auch, wie man sich professionell und
erfolgreich dem Kunden gegenüber verhält. Also kümmere ich mich mal drum.“
Die Seminare finden dezentral nach Absprache statt, Referent ist der versierte
BDVT-Trainer Detlev Brumm. Das Ganze
gibt’s auch als Inhouseveranstaltung, oder
es kann territorial von mehreren Genossenschaften zu ausgewählten Schwerpunkten
gebucht werden. Es ist also vieles möglich.
Lehrlinge bzw. Praktikanten in RHG wie Luisa Köllmer
aus Olbernhau (Foto ganz oben) oder Sophie Schulze
aus Döbeln, hier mit Verkaufsberaterin Carmen Hoffmann, lernen gern dazu.
Fotos: W. Schmidt
Dazu kommt, dass die BHSS die Seminargebühr für Mitarbeiter von Franchisepartnern der BayWa AG übernimmt.
Also nichts wie anmelden – per Brief, Fax
oder E-Mail mit dem Anmeldeformular, im
Internet unter www.mgv-info.de
dsc
>>>
Steuer aktuell
Meldepflichten bei Mini-Jobbern
Eine am 1. Januar 2011 in Kraft getretene
Änderung der Beitragsverfahrensverordnung verpflichtet Arbeitgeber, die MiniJobber beschäftigen, folgende Unterlagen
zu den Entgeltunterlagen zu nehmen: Bei
kurzfristig geringfügig Beschäftigten: Die
Erklärung über etwaige weitere kurzfristige
Beschäftigungen im Kalenderjahr. Bei geringfügig entlohnten Beschäftigten: Die Erklärung über weitere Beschäftigungen. Sowohl bei kurzfristig geringfügig und geringfügig entlohnten Beschäftigten: Die Bestätigung, dass die Aufnahme weiterer Beschäftigungen dem Arbeitgeber anzuzeigen ist.
2/2011
Diese ausdrückliche Verpflichtung wurde mit
dem „Dritten Gesetz zur Änderung des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze“ neu in den § 8 Abs. 2 der Beitragsverfahrensverordnung als Nummer 7 eingefügt
(BGBI. I 2010, S. 1 127 ff.). Sie dürfte aber in
der Praxis zu keinen Änderungen führen. Die
entsprechenden Daten musste der Arbeitgeber nämlich auch in der Vergangenheit erheben.
Steuerfreiheit von Zuschlägen
Die Vereinbarung eines durchschnittlichen
Auszahlungsbetrages pro tatsächlich geleisteter Arbeitsstunde steht der Steuerbefreiung
nach § 3b EStG (Sonntags-, Feiertags- undNachtarbeit) nicht entgegen. Der laufende
Arbeitslohn kann der Höhe nach schwanken.
BFH, 17.6.2010 – VI R 50/09
Quelle: ZdK
FORUM
Geeignetes Instrument ländliche eG
Aus Beiträgen beim 17. Delitzscher Gespräch zitiert
Dr. Volker Petersen (Foto), Berlin, befasste
sich mit der Problematik „Landwirtschaftliche absatzgenossenschaften – bewährtes
Modell ohne Ermüdungserscheinungen“. Er
sagte: „Das heutige thema ist kein rein ostdeutsches. Insofern sollten wir nicht nur
auf die ostdeutschen Bundesländer sehen,
wenn wir uns über die absatzgenossenschaften unterhalten.“
„Wenn man als Gebirgsbauer in das Leipziger tiefland fährt, dann schlägt das herz
des Landwirts höher, so eben und steinlos.
Da ‚tickt‘ es bei mir automatisch: Ungefähr
15 bis 20 Prozent weniger Energiekosten
pro hektar!“ Das sagte Dr. Claus Voigt
(Foto), Colmnitz, in seinem Beitrag „Landwirtschaftliche Produktivgenossenschaften
– Wettbewerbsfähigkeit durch Größe?“
(…) Ich möchte kurz die Ausgangssituation darstellen, die wir 1989 im
Bereich der Land- und Agrarwirtschaft hatten: Westdeutschland 1990:
550 000 landwirtschaftliche Betriebe und etwa 5 500 landwirtschaftliche
Genossenschaften in der Verarbeitung und in der Vermarktung. Die DDR
das genaue Gegenteil: 4 500 landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften, also das genossenschaftliche Element nicht im Absatz, in der
Verarbeitung, sondern in der Produktion; die Vermarktung hingegen war
organisiert in territorial ausgerichteten Kombinaten. (...) Aber es gab im
Bereich der Verarbeitung, des Absatzes im weiteren Sinne auch noch genossenschaftliche Wurzeln: 270 BHG, 70 Molkereigenossenschaften und
zwei Winzergenossenschaften. (…)
Warum gilt Größe als das Entscheidende? Ohne Wachstum keine Zukunft, insofern ist ein wachsender Betrieb bezogen auf die Größe ein
Kriterium für die Wirtschaftlichkeit. (…) Der zweite Punkt machte mir
mehr Kopfschmerzen: Produktivgenossenschaften. Wir sind als Agrargenossenschaft eine Produktionsgenossenschaft. Ob sie produktiv ist, das
steht auf einem völlig anderen Blatt. Wir gehen davon aus, dass sie es
wird. Aber die Verschiedenheit der Unternehmen zeigt etwas anderes.
(…) Mehr als 200 Mitglieder zeichnen Agrargenossenschaften heute
aus. Der Trend: Reduzierung der Mitglieder! Im Mittel 1 200 bis 1 500 ha
LN groß, bei einer sehr großen Streubreite der Betriebe. Diese nimmt zu.
Der Trend geht weiter, entweder unter 500 oder umgekehrt 5 000 aufwärts. Anteilmäßig ist diese Unternehmensform im Osten durchaus dominierend. Und es gibt ja eigentlich kaum noch reine Agrargenossenschaften. Wir haben in der Zwischenzeit so viele Töchter aller Unternehmensstrukturen, dass dies miteinander eng verwoben sind. Wir sind sehr
vielseitig strukturiert, im Einkommen wie in der Produktion. (…)
Was hat sich in der Zwischenzeit getan? Aus den 4 500 LPG sind insgesamt 28 000 landwirtschaftliche Betriebe hervorgegangen. 78 Prozent
von diesen Unternehmen sind Einzelbetriebe, Familienbetriebe. Daneben
gibt es Personengesellschaften und juristische Personen in Form der eingetragenen Genossenschaften, aber auch in anderen Rechtsformen. Die
juristischen Personen zusammen bewirtschaften etwas mehr als die
Hälfte der Flächen in den neuen Bundesländern, 28 Prozent die eingetragenen Genossenschaften. (…) Ein Viertel der Fläche entfällt auf die Bewirtschaftung durch Einzelunternehmen, und ein weiteres ungefähres
Viertel auf die Personengesellschaften. (…) Was gibt es sonst an ländlichen Genossenschaften? 79 Raiffeisen Handelsgenossenschaften, die als
Versorger für den ländlichen Raum fungieren, 31 Molkereigenossenschaften, die zum größeren Teil als Liefergenossenschaften arbeiten. Im Fleischbereich haben wir sieben, im Obst-Gemüse-Bereich 20 Absatzgenossenschaften. Und bei den Winzergenossenschaften, wo es ursprünglich zwei
waren, habe ich jetzt vier vermerkt. So registrieren wir heute 131 ländliche Genossenschaften im landwirtschaftlichen Absatz- und Verarbeitungsbereich.
In Brüssel ist die Diskussion zum Thema „Wie können wir die Stellung der
Landwirte auf dem Markt verbessern?“ entbrannt. (…) Zu welcher
Schlussfolgerung sind diese hochrangigen Experten gekommen? Die
Landwirte müssen sich wieder stärker organisieren, um (…) ihre Wettbewerbsposition zu verbessern. Wie kann man das anders machen, als über
Erzeugergemeinschaften, über Genossenschaften? Zum ersten Mal erlebe ich, dass eine Bundesregierung, eine Europäische Kommission das
Wort „Genossenschaft“ im landwirtschaftlichen Kontext in dieser originären Form aufgreift und darin eine Lösungsperspektive für heutige und
künftige Probleme sieht. (...) Das macht deutlich, dass unter den heutigen
Marktverhältnissen in der Genossenschaft, im Zusammenschluss der landwirtschaftlichen Erzeuger (…) ein geeignetes und erfolgsversprechendes
Instrument gesehen wird, um die künftigen Herausforderungen auf den
internationalen Agrarmärkten erfolgreich bewältigen zu können. Es ist
eine große Leistung der genossenschaftlich engagierten Menschen hier
in Ostdeutschland, in den letzten 20 Jahren das Konzept der Genossenschaft so erfolgreich umgesetzt und entwickelt zu haben. (...)
Was 1990 passierte, ist heute von vielen Rednern gesagt worden. Ich will
diese Worte einfach mal wiederholen. Ob „Wende“, ob „Umbruch“ oder
„Zusammensturz“, egal wie Sie das bezeichnen, die Gesetzgebung hat
einer Zielfunktion Rechnung getragen, die da lautete: „freier Bauer“.
Wenn ich das Wort „freier Bauer“ höre, nehmen Sie mir das nicht übel,
dann denke ich an „freie“ Marktwirtschaft. Das sind beides Hirngespinste! Entweder ist der Bauer in der Lage, wirtschaftlich zu existieren,
aber allein mit dem Titel „freier Bauer“ ist er meistens ein „unfreier“ gewesen. Die Wenigsten, die diesen gebrauchen, sind eigentlich in der
Landwirtschaft groß geworden, sie formulieren uns aber so ein Leitbild!
(…) Was sind die Einflussfaktoren des wirtschaftlichen und sozialen Erfolges und welche Anforderungen gibt es an die Zukunft? Gestatten Sie
mir, dass ich das thesenhaft mache! Nicht die Kräfte verzetteln, sondern
die Kräfte konzentrieren! Ich zeige den Studenten dann eine Folie: „Vereinzeln hilft nur einer Rübe! (…) Weiterhin will ich darauf aufmerksam
machen. Wir müssen in die Köpfe investieren! Getreideflächen, Kuhschwänze, das kann ich alles kaufen. Wenn ich den falschen Kopf habe,
da kommt unterm Strich gar nichts heraus. (…) Ich muss kaufmännisch
handeln, mit Risikobereitschaft und persönlicher Verantwortung. Das ist
das wesentliche Kriterium eines Vorstandes. (…) Ich will noch auf das soziale Verhalten aufmerksam machen: Wer 70 und mehr Prozent des Landes im Dorf bewirtschaftet, was anderen gehört, muss ein entsprechendes Verhältnis zu den Eigentümern aufbauen. Da gehört eine bestimmte soziale Pflicht im Dorf dazu – Unterstützung des Sportes, der
Vereine und so weiter. Die Möglichkeiten sind sehr vielseitig. (…) Die Genossenschaft hat den Vorteil, dass sie eigentlich eine gebremste Gier im
Handeln der Vorstände bewirkt. Ich sage das ganz bewusst. Das egoistische Handeln zum Nutzen des Einzelnen ist dort gebremst. (…) Zum
Schluss noch ein Zitat, weil mir das so gefiel: „Wer glaubt, etwas zu sein,
hat aufgehört, etwas zu werden“ (Sokrates).
Alle Beiträge werden ungekürzt in der DOKUMENTATIONSREIHE sowie auf der Internetseite www.schulze-delitzsch-gesellschaft.de veröffentlicht.
2/2011
33
FORUM
Bodenmarkt Ost – Wer bestimmt
den Preis? 8. Bodenforum der „NL“ auf der IGW
Das thema des 8. Bodenforums der
„Neuen Landwirtschaft“ hatte es in sich:
Bodenmarkt Ost – Wer bestimmt den
Preis?“ Während dieses Forums am 25.
Januar auf der Grünen Woche im Berliner
ICC kam mir – nicht von ungefähr – ein
Spruch in den Sinn, den ich bei Johannes
Rau gehört hatte: „Wir kennen von allem
den Preis und von nichts den Wert“.
Steigende Preise
Wie in den Vorjahren hatten sich zum 8. Bodenforum im Rahmen der Internationalen
Grünen Woche in Berlin mindestens 200 Zuhörer im Saal 9 des ICC versammelt. Zu Beginn informierte der Chefredakteur der
einladenden „Neuen Landwirtschaft“, Prof.
Dr. Klaus Böhme, über die neueste Entwicklung auf dem Bodenmarkt. Er beschrieb eine bekannte Entwicklung, die nun
schon seit Jahren zu beobachten ist: die
Preise für landwirtschaftliche Flächen in
den neuen Ländern steigen. Neu waren lediglich die Höhe der Preissteigerungen und
die Tatsache, dass auch in den alten Ländern die Bodenpreise spürbar anziehen, obwohl das Preisniveau noch deutlich über
dem der neuen Länder liegt. Besonders
hoch war die Bodenpreissteigerung im
Nordosten. Kurzer Vergleich: SchleswigHolstein erlebte vom Jahr 2008 zum Jahr
2009 einen Preisanstieg von 13.700 auf
16.085 Euro – eine Steigerung um 17,4
Prozent. In Brandenburg betrug die Steigerung im gleichen Zeitraum 27,2 Prozent auf
4.715 Euro. Das bedeutet gegenüber 1997
fast eine Verdopplung des Bodenpreises.
Ähnliche Entwicklungen gab es auch in
Mecklenburg-Vorpommern und SachsenAnhalt. Dagegen stiegen die durchschnittlichen Bodenpreise in Sachsen auf 5.156
Euro. Im Vergleich zu 2008 entspricht das
einer Steigerung um 4,5.
Flächen meistbietend verkaufen?
Der Preis spiegelt also durchaus den Wert
des Bodens wider, um den eingangs zitierten Gedanken noch einmal aufzunehmen.
Und der Wert des Bodens ist in der Tat sehr
hoch, es stellt die Grundlage für die Ernährung von bald acht Milliarden Menschen
dar. Die landwirtschaftlichen Flächen sind
auch in Deutschland die Produktionsgrundlage für die Landwirtschaftsbetriebe und
damit für die Existenz von Hunderttausenden Landwirtsfamilien, ganz egal ob sie allein oder gemeinsam wie in den Agrargenossenschaften die Flächen bewirtschaften.
Ist es deshalb richtig, diese Flächen meistbietend zu verkaufen? Diese Frage stellte in
Berlin der Aufsichtsratsvorsitzende der
Colmnitzer Agrar-Genossenschaft in den
Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Geht die
BVVG als Nachfolgeeinrichtung der Treuhand wirklich „treuhänderisch“ mit diesem
wertvollen Besitz um, erst recht wenn man
bedenkt, welche Wertsteigerungen eingetreten sind? Auf diesen Wertzuwachs hat
der Staat verzichtet und die Käufer sind in
Wer bestimmt beim Boden den Preis?
34
Foto: „WIR“-Archiv
2/2011
deren Genuss gekommen. Wie gehen diese
mit dem Wertgut „Boden“ um, wird er so
verwendet, dass „sein Gebrauch zugleich
dem Wohle der Allgemeinwesen dient“ wie
es in der Verfassung heißt? Zweifel, wie sie
Dr. Claus Voigt gegenüber dem Vorgehen
der BVVG äußerte, müssen erlaubt sein. Allerdings ist die BVVG nicht der richtige
Adressat für die Kritik an der Privatisierungspraxis. Der Gesetzgeber hat einen klaren Privatisierungsauftrag auch für den Boden erteilt, und der ist fast erfüllt. Dass es
auch anders geht, machte Volker Bruns, der
Geschäftsführer der Landgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern in seinem Vortrag
deutlich. Die Landgesellschaft erwirbt Flächen, um diese anschließend an interessierte Landwirtschaftsbetriebe zu verpachten. Zunehmend werden von der Landgesellschaft Flächen nach dem Grundstücksverkehrsgesetz erworben, weil den ursprünglich Interessierten der endgültige Erwerb verweigert wurde.
Wer profitiert?
Auch die Frage, wer die Profiteure der Entwicklung sind, wurde kontrovers diskutiert.
Gewinner sind eindeutig die Verkäufer,
dass machte Jourec Birnstengel in der Erörterung der Frage „Was bestimmt den
Preis?“ deutlich. Eigentlich ist der Bodenkauf bei derartig hohen Preisen unwirtschaftlich. Bezieht man in die Überlegung
allerdings die Tatsachse ein, dass es bei Boden keinen Wertverzehr wie bei anderen
Wirtschaftsgütern gibt und der Boden „inflationssicher ist, sieht die Sache schon anders aus. Selbst für Landwirte kann nach
Jourec Birnstengels Auffassung der Landkauf trotz höchster Preise noch sinnvoll
sein, wenn der Betrieb Überkapazitäten an
Personal und Technik hat und die Bewirtschaftung nach Grenzkosten kalkuliert. Allerdings wird bei derartig hohen Bodenpreisen der Deckungsbeitrag für bis zu
zwanzig Jahre an den Verkäufer „abgetreten“. Bleibt noch hinzuzufügen, dass Dr.
Wilhelm Müller als Geschäftsführer der
BVVG bekannter weise die Preisbildung
verteidigte und sich dabei vor allem auf das
EU-Recht berief. Das mag zutreffen. Die Zuhörer überzeugte das dennoch wenig.
Die Landwirte unter ihnen gingen voller
Sorgen aus dem Raum, dass die Bodenpreise weiter steigen und sie beim Kauf
nicht mehr mithalten können und dadurch
eventuell Flächen verlieren.
gth
www.bodenmarkt.info
VERBUND / PaRtNER
In jedem steckt ein Fuchs.
Foto: HALLAKTUELL 4.10
BVR
BSh
DG hYP
Rückgang der Inflation
„Pack‘ den Fuchs ins haus“…
Vorjahresergebnisse gesteigert
Mit einem Rückgang der Inflation im weiteren Jahresverlauf rechnet der Bundesverband
der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in seinem
aktuellen Konjunkturbericht. „Die Inflationsrisiken haben sich zwar aufgrund steigender
Rohstoffpreise erhöht, auf mittlere Sicht rechnen wir aber weiterhin mit einem Preisanstieg unterhalb der Marke von zwei Prozent“,
sagte BVR-Vorstandsmitglied Dr. Andreas
Martin. Daher könne die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins vorerst noch auf dem
historisch niedrigen Niveau von einem Prozent belassen.
…heißt die neue Schwerpunktkampagne
der Bausparkasse Schwäbisch Hall. Die Leitidee ist, dass der Fuchs mit den Angeboten
der FinanzGruppe und von Schwäbisch Hall
beim Modernisieren und Energie sparen
hilft. Mit „Pack’ den Fuchs ins Haus“ appelliert Schwäbisch Hall an die Kunden, die eigene Immobilie energetisch zu modernisieren und günstig ab einem Darlehenszins
von 1,95 Prozent nominal zu finanzieren.
• Eine Million Genohaushalte planen kurzfristig Modernisierungsmaßnahmen.
• Für zwei Drittel der Genokunden, die einen Umbau oder eine Renovierung planen, ist Energie sparen äußerst bzw. sehr
wichtig.
• Rund 26.000 Euro kostet solch eine Maßnahme im Durchschnitt.
• Modernisierer wollen mehr Fremdkapital
zur Finanzierung einsetzen.
Das Neugeschäft der DG HYP in der gewerblichen Immobilienfinanzierung ist gegenüber dem Vorjahr weiter gestiegen.
Das höchste Wachstum lag erneut im Verbundgeschäft, das mit einem Plus um 40
Prozent die Schwelle von einer Milliarde
Euro erreicht hat. Bei der Auswahl der Engagements hat sich das Unternehmen auf
qualitativ gutes Geschäft mit ausgewogenem Risiko- und Ertragsprofil konzentriert.
Mit diesem Neugeschäftsergebnis konnte
die DG HYP ihre Marktanteile ausbauen
und hat sich in Deutschland als einer der
führenden Immobilienfinanzierer etabliert.
Das operative Ergebnis 2010 ist in allen
Segmenten positiv verlaufen. Sowohl Zinsals auch Provisionsergebnis sind spürbar
gestiegen und liegen deutlich über Vorjahr
und Plan. Die verbesserten Kostenstrukturen haben zu einer nachhaltigen Senkung
der Verwaltungsaufwendungen geführt,
die Entwicklung der Risikovorsorge verläuft planmäßig. Die DG HYP ist auf einem
guten Weg. Gleichwohl wird ihr Geschäftsergebnis weiter von Altlasten – insbesondere im MBS-Portfolio – aus den Vorjahren
belastet, sodass noch ein ausgleichender
Ergebnisbeitrag der DZ BANK notwendig
ist. Das Unternehmen ist zuversichtlich,
diese Altlasten bis 2012 abgedeckt zu haben.
Der Preisauftrieb sei strukturell noch als maßvoll einzuschätzen, verlautbart der BVR. Denn
die jüngste Zunahme der Steigerungsrate im
Euroraum auf 2,2 Prozent gehe zum überwiegenden Teil auf eine scharfe Zunahme der
globalen Energie- und Nahrungsmittelpreise
zurück. So waren die Einfuhrpreise im Dezember 2010 so stark gestiegen wie seit Oktober
1981 nicht mehr.
Ein anhaltend hoher Preisdruck an den Rohstoffmärkten stelle zwar ein ernstes Gefahrenpotential für die Preisstabilität in der Eurozone dar, andererseits befinde sich die um
Energie und andere schwankungsanfällige
Preise bereinigte Kerninflationsrate aber noch
auf einem niedrigen Niveau. Auch gehe vom
Geldmengenwachstum momentan noch kein
Preisdruck aus. So rechnet der BVR mit Blick
auf die Zahlen für Dezember 2010 mit einem
Wachstum der Geldmenge M3 in Höhe von
2,1 Prozent.
Dennoch Gefahren
Auf längere Sicht seien steigende Inflationsgefahren nicht auszuschließen. Hierzu würde
es insbesondere dann kommen, wenn der aktuelle Anstieg der Rohstoffpreise zu Zweitrundeneffekten führe oder falls sich die Lohnentwicklung beschleunige. Wegen der langen
Wirkungsverzögerungen müsse man die
Geldpolitik die Preisentwicklung daher mit erhöhter Aufmerksamkeit beobachten und
frühzeitig reagieren, falls sich die Inflationsperspektiven fundamental verschlechtern sollten. Einen Zinsschritt der EZB in der ersten
Jahreshälfte hält der BVR jedoch für unwahrscheinlich.
Deshalb wirbt der Fuchs für die finanzielle
Vorsorge oder Sofortfinanzierung energetischer Modernisierungen.
Raiffeisendruckerei
Print-Sektor zu Görres
Die Raiffeisendruckerei GmbH in Neuwied
wird sich künftig ganz auf ihr Geschäftsfeld „Kartensysteme“
konzentrieren und sich
vom
klassischen Akzidenzdruck trennen. Dieser Geschäftsbereich soll zum 1. April 2011 auf
die Görres-Druckerei und Verlag GmbH,
Koblenz, übertragen werden. Durch die
Übernahme von rund 60 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter und fünf Auszubildenden
sowie dem größten Teil der Produktionstechnik bleiben das Know-how und die
Leistungsfähigkeit der Druckerei auch in
der neuen Gesellschaft am Standort Neuwied erhalten. Durch den Zusammenschluss der Printleistungen der beiden Traditionsunternehmen wird ein leistungsstarkes und wettbewerbsfähiges Druckunternehmen entstehen, das größte in der
Region mit einem Team von rund 110 Beschäftigten.
2/2011
rentenbank
Förderkredite gefragt
Die Landwirtschaftliche Rentenbank konnte
2010 für die Agrarwirtschaft das Fördervolumen abermals steigern. Nach ersten Berechnungen wuchs der Darlehensbestand
des Fördergeschäftes bei Programmkrediten
um 17,3 Prozent auf 23 Milliarden Euro. Die
Förderbank setzte 2010 eigene Erträge von
79 Millionen Euro (82) zur Verbilligung der
Programmkredite ein. Für Förderzwecke
wird auch der Bilanzgewinn in Höhe von
zwölf Millionen Euro verwendet. Einschließlich der ebenfalls aus Erträgen der Bank finanzierten Kapitalaufstockung der EdmundRehwinkel-Stiftung summieren sich die für
Förderzwecke ausgeschütteten Erträge
(Förderdividende) 2010 auf 93 Millionen
Euro (95).
35
VERBUND / PaRtNER
Center-Werbung Gmbh
Neues aus der Branche
Rekord im Bruttowerbemarkt
Der deutsche Bruttowerbemarkt hat 2010
einen neuen Höchstwert erreicht. Laut
Nielsen Media Research wurde im vergangenen Jahr 25 Milliarden Euro (zu Listenpreisen bewertet) in die Werbung investiert. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein
Plus von 2,5 Milliarden Euro.
Anders als 2009 sind alle Gattungen im
Plus. Vor allem das Fernsehen hat von der
Entwicklung auf Bruttobasis profitiert.
10,9 Milliarden Euro haben die Unternehmen in die TV-Werbung gesteckt, ein Plus
von 16,2 Prozent. Die Werbungtreibenden
haben den TV-Anteil im Mediamix damit
wieder deutlich angehoben.
Gleiches gilt für Online. In der digitalen
Welt steigt der Werbedruck um fast 35
Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Die Tageszeitungen legen um 1,1 Prozent zu, wobei
Nielsen das Rubrikengeschäft nicht erfasst.
Die Publikumstitel kommen auf ein Plus
von 4,3 Prozent. Plakat wächst um 6,4 Prozent, Kino um 12,2 Prozent und Radio um
5,2 Prozent. Größter Werbungtreibender
in Deutschland war 2010 Procter & Gamble mit brutto 590 Millionen Euro vor Media-Saturn und Ferrero.
airport Media sieht Buchungsplus
Werbung an Flughäfen gewinnt 2011 weiter an Bedeutung. Während 2010 nur zwei
der insgesamt 16 Mitglieder der Initiative
Airport Media (IAM) kein Wachstum bei
den Spendings melden können, blicken
alle IAM-Airports positiv auf 2011. Alle
Flughäfen weisen ein Buchungsplus aus,
dessen Höhe wird aber nicht kommuniziert. Dafür gibt es neue Kunden, etwa aus
der Pharma- und Finanzbranche.
Graurheindorfer Straße 149 a • 53117 Bonn
Telefon 0228/91449-0
Telefax 0228/91449-99
E-Mail [email protected]
www.center-werbung.de
36
Nicht nur Annaberg, das ganze Erzgebirge (hier der Blick vom Fichtelberg auf den Pöhlberg) wartet auf das Veranstaltungszentrum. 2012 wollen die eG und ihre Partner den Umbau beendet haben. – Foto unten: Die Festhalle Annaberg Ende Januar, links der neue Anbau.
Fotos: W. Hofmann
kulturraum Erzgebirge
Festhalle annaberg-B. „im Plan“
Zwei Jahre ist es her, da die Mitglieder der
ersten Stunde im Sitzungssaal der Volksbank Erzgebirge eG zusammensaßen und
über Inhalte und Aufgaben der neu gegründeten Genossenschaft „Festhalle Annaberg-Buchholz eG“ debattierten. Klar
definiertes Ziel: Um- und Ausbau der maroden Festhalle zu einem erzgebirgischen
Kongress- und Veranstaltungszentrum. Die
Baumaßnahmen sind in vollem Gange, im
April 2012 sollen sie abgeschlossen sein.
Damit dieser eng gestrickte Zeitplan in die
Tat umgesetzt werden kann, wurde eine
Vorort-Besichtigung vorgenommen, an der
auch Oberbürgermeisterin Barbara Klepsch
teilnahm. Das Planungskonzept wurde abgestimmt, Details der nächsten Bauabschnitte beschlossen. Themen waren dabei
u. a. der Fußboden der Halle, der komplett
erneuert werden soll, die Anbindung des
Caterings an die Küche sowie die Akustik.
Zudem muss eine leichtere Begehbarkeit
für behinderte Menschen geschaffen werden.
Rohbau des Anbaus im Zuge der jetzigen
Baumaßnahmen mit realisiert werden
kann. Das würde Kosten sparen. Vorstandsund Aufsichtsratsmitglieder der Genossenschaft waren in den letzten Wochen im
Erzgebirgskreis unterwegs, um das Vorhaben Interessengruppen vorzustellen und
Mitglieder zu gewinnen. Schwerpunkte
der nächsten Bauabschnitte sind der Innenausbau, die weitere Sanierung des Daches,
die Errichtung einer Brandschutzwand, die
Modernisierung der Heizungs- und Lüftungsanlage, Baumaßnahmen im sanitären
Bereich sowie die Erweiterung des Treppenhauses im Außenbereich. Um die Öffentlichkeit über Aktivitäten der Genossenschaft auch online zu informieren, wird zudem mit Hochdruck an einer Internetpräsenz gearbeitet.
Die Genossenschaft prüft derzeit, ob der
Infos zur Genossenschaft:
Ruf (0 37 33) 28 89 55
Landesgartenschau
thüringen
Oelsnitz/E. hat die Nase vorn
Milchbetriebe geehrt
Oelsnitz im Erzgebirge wird Ausrichter der
sächsischen Landesgartenschau 2015. Das
Kabinett folgte mit seiner Entscheidung
dem Vorschlag der Bewertungskommission.
Oelsnitz konnte mit einem schlüssigen Konzept überzeugen. Das Bahnhofsareal und
die anliegenden Teichanlagen bieten auf
Grund der Größe von 15 Hektar, der topografischen Eigenschaften und der direkten
Anbindung an den Bahnhof beste Voraussetzungen zur Durchführung einer Landesgartenschau.
Mit der Landesvereinigung Thüringer
Milch e.V. veranstaltete das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz den 15. Thüringer
Milchtag. Am 31. Januar wurden auf der
Messe Erfurt auch erfolgreiche Unternehmen geehrt, so die Milcherzeuger Agrargenossenschaft Kirschkau eG und die
Agrargenossenschaft Frankenwald eG Lehesten. Zu den ausgezeichneten Molkereien zählt die Herzgut Landmolkerei
Schwarza eG.
2/2011
tERMINE / IMPRESSUM
termine
Impressum
MGV
18. Februar 2011
Großer Preis der Vogtländischen Landwirtschaft,
Plauen
2. März 2011
Agrarfinanztagung 2011 der
Landwirtschaftlichen Rentenbank, Berlin
3. März 2011
Fachausschuss Agrargenossenschaften des DRV,
Neu-Seddin
9. März 2011
Fachausschüsse Gewerbe/Handel, Chemnitz
18. März 2011
Arbeitskreis Neugründung MGV, Chemnitz
VSWG
DAS GENOSSENSCHAFTSBLATT
AUS MITTELDETUTSCHLAND
21. Jahrgang
10. März 2011
Arbeitsrecht für Arbeitgeber –
Aktuelle Rechtsprechung, Chemnitz
14. März 2011
Verkaufstraining: „Einfach besser Verkaufen“
(Modulprogramm) – Modul 5, Chemnitz
15. März 2011
Umgang mit schwierigen Kunden –
professionelle Gesprächsführung
bei Reklamationen und Beschwerden, Chemnitz
15. Februar 2011
Fachausschuss Betriebswirtschaft/Steuern, Dresden
16. März 2011
Arbeitsrecht für Arbeitgeber –
Aktuelle Rechtsprechung, Stadtroda
23. Februar 2011
Fachausschuss Berufliche Bildung und
Personalentwicklung, Dresden
16. März 2011
Investitionspotenziale analysieren und professionell
Finanzentscheidungen vorbereiten, Chemnitz
7. März 2011
AG Große Wohnungsgenossenschaften, Dresden
22. März 2011
Lohnsteuer aktuell 2011, Bautzen
9. März 2011
Regionalberatung Lausitz
23. März 2011
Besser schlagfertig als mundtot, Chemnitz
10. März 2011
Regionalberatung Erzgebirge/Vogtland
24. März 2011
Lohnsteuer aktuell 2011, Groitzsch
11. März 2011
Regionalberatung Dresden, Dresden
VSWG
16. März 2011
Regionalberatung Chemnitz
18. März 2011
Regionalberatung Leipzig
Bildungsmaßnahmen
herausgeber:
Mitteldeutscher Genossenschaftsverband
(Raiffeisen/Schulze-Delitzsch) e. V. in Kooperation
mit dem Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V.
28. Februar 2011
Verwahrlosung abbauen – ein Training
zum Umgang mit verwahrlosten Mietern, Dresden
2. März 2011
Vollmachten im Geschäftsbereich der
Wohnungsgenossenschaften –
Praxisbezogene Anwendungsfälle, Dresden
MGV
7. März 2011
Grundstücksrecht, Grundbuchrecht, Dresden
1. März 2011
Verkaufstraining: „Einfach besser Verkaufen“
(Modulprogramm) – Modul 4, Chemnitz
8. März 2011
Praktisches Forderungsmanagement für
Wohnungsunternehmen, Dresden
2. März 2011
Betriebswirtschaftliches Basiswissen, Chemnitz
10. März 2011
Verhandlungstechnik und Verhandlungspsychologie,
Dresden
9. März 2011
Vorbereitung und Durchführung
einer Generalversammlung, Chemnitz
14. März 2011
Richtiges Mahnen, Klagen und Vollstrecken, Dresden
10. März 2011
Vorbereitung und Durchführung
einer Generalversammlung, Stadtroda
15. März 2011
Energiekosteneinsparung – so senken Sie die
Betriebskosten, Dresden
2/2011
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ISSN
1613-2165
Redaktionsschluss:
31. Januar 2011
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PERSONaLIEN
Die Vorstände gratulieren
Ehrennadel in Gold
des DRV
Eckart Richter, Vorstandsvorsitzender der
Migma eG Musikinstrumenten-HandwerkerGenossenschaft Markneukirchen.
Dietmar Lehmann, Vorsitzender des Agrarunternehmens am Leinawald eG, Langenleuba-Niederhain, anlässlich seines 60. Geburtstages.
Raiffeisen-Medaille in Gold
des DRV
Foto: F. Peters
arndt
hofmann
(Foto),
langjähriger
Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen
Handelsgenossenschaft Hainichen eG,
Rossau, aus Anlass seiner Verabschiedung
in den Vorruhestand.
(Lesen Sie auch das Porträt auf Seite 30.)
80. Geburtstag
karl Groß, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft „Glück Auf“ eG, Marienberg.
75. Geburtstag
Else Liebsch, Vorstandsvorsitzende der
Wohnungsgenossenschaft Obergurig eG.
Volker Naumann, Vorstand der United
Wohnungsgenossenschaft eG, Zwickau.
65. Geburtstag
Rainer Löhnert, Vors t a n d s vo r s i t z e n d e r
der Wohnungsbaugenossenschaft
„Kontakt“ eG, Leipzig.
Rita Röhle, Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft Klitten eG, Boxberg.
helmut Müller (Foto),
Geschäftsführer der
RKW Sachsen GmbH
Dienstleistung und Beratung.
Johanna Winefeld, Aufsichtsratsvorsitzende der FLEIGENO Genossenschaft des
Fleischerhandwerks Plauen eG, Treuen.
helmut hercher, Vorstandsvorsitzender der
Agrargenossenschaft Königsee eG, aus Anlass seines 70. Geburtstages (s. „Vorgestellt“).
Ehrennadel in Silber
des DRV
Frank Langer, Vorstand der Festhalle Annaberg-Buchholz eG.
60. Geburtstag
Jürgen Bitriol, Vorstandsvorsitzender der
Wohnungsgenossenschaft Gröditz eG.
Frieder häntzschel, Vorstandsmitglied der
Landwirtschaftlichen Erzeuger- und Absatzgenossenschaft Ehrenberg eG.
Wolfgang Meißner, Vorstandsvorsitzender
der Landgenossenschaft Oppurg eG.
Christoph Rißka, Vorstandsmitglied der Agrargenossenschaft Liebenau eG, Schönteichen.
Dieter Schlunke, Vorstandsvorsitzender des
Sächsischen Rinderzuchtverbandes eG, Meißen.
50. Geburtstag
Monika kube, Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Erzgebirge eG, AnnabergBuchholz.
Frank Standfest, Vorstandsvorsitzender der
Agrargenossenschaft Roitzsch eG.
Jubiläum
BäkO Ost eG, 105-jähriges Bestehen am
12. Februar 2011.
Personalia
axel
Gedaschko
(Foto) wurde von den
Delegierten des GdWVerbandstages
am
11. November
2010
zum Präsidenten des
GdW, des Bundesverbandes
deutscher
Wohnungs- und Immobilienunternehmen, gewählt. Er war zuletzt
Wirtschaftssenator in Hamburg. Am 1. Februar
2011 übernahm er das Amt von Lutz Freitag.
Carsten Graaf, Vorstandsvorsitzender der
Volksbank Meerbusch, wurde vom BVR-Verbandsrat für die Mandatsperiode 2011 bis
2013 einstimmig zum BVR-Verbandsratsvorsitzenden gewählt.
Foto: W. Wühst
………Vorgestellt………Vorgestellt………Vorgestellt………Vorgestellt………Vorgestellt………Vorgestellt………Vorgestellt………
helmut
hercher,
Vorstandsvorsitzender der agrargenossenschaft
königsee eG
Dem Mann macht in
puncto
Landwirtschaft niemand so
schnell ein X für ein U vor. Er hat von der
Pike auf gelernt und in seinem langen Berufsleben einiges bewegt. Der Facharbeiter
für Landwirtschaft agierte u. a. als Vorsitzender der LPGen in Solsdorf und Rottenbach. Über die Stationen Aufbauleiter und
Leiter der ZgE Königsee (Jungrinderaufzucht) wurde Helmut Hercher 1989 Vorsitzender der heutigen Agrargenossenschaft
Königsee eG. Unter seiner Leitung entwickelte sich die eG zu einem der leistungsstärksten Agrarunternehmen der Region.
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Hercher, der nicht nur bei seinen Berufskollegen hohes Ansehen genießt, ist einer, der sich
einmischt. Davon künden auch seine zahlreichen Ehrenämter. Von 1990 bis 2006 wirkte
er als Vorstandsmitglied des TBV. Bis 2010
fungierte er als stellvertretendes MGV-Verbandsratsmitglied. Seit 1997 ist Hercher Landesvorsitzender des Thüringer Verbandes der
Jagdgenossenschaften. Sein Fachwissen stellt
Helmut Hercher auch als Mitglied des MGVFachausschusses unter Beweis.
Das Deutsche handwerksblatt
widmet
tischlermeister
Roland thier aus Leipzig,
der sich für eine ELG
engagiert, ein Porträt
Bei der Handwerkskammer Leipzig sind
2/2011
zwölf Genossenschaften eingetragen, dazu
zählen die ELG Bau und die EVG Holz.
Beide Dienstleister sind seit sechs Jahrzehnten Partner für die Handwerksbetriebe der
Region. Ein Zeitzeuge ist Tischlermeister
Roland Thier, 16 Jahre lang Vizepräsident
der Kammer, heute ihr Ehrenpräsident. Er
hat Handwerkspolitik mitgeschrieben –
und den genossenschaftlichen Gedanken
hochgehalten. Trotz seiner 72 Jahre ist er
noch immer im Aufsichtsrat der EVG Holz
tätig und schaut regelmäßig im von ihm 47
Jahre lang geführten Betrieb nach dem
Rechten. „Zu DDR-Zeiten war unsere
größte Sorge die Materialbereitstellung,
heute setzen wir unter anderem auf kompetente Beratung“, sagt der rüstige Tischler. Die Leipziger Genossen, so schreibt
DHZ, erhalten dabei Unterstützung vom
MGV, der die eG vor allem in betriebswirtschaftlichen Fragen unterstützt.
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