Gute Stimmung und Zusammenhalt in der Zahnarztpraxis – nein

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Gute Stimmung und Zusammenhalt in der Zahnarztpraxis – nein
DHZH
LZK und KZV Hessen
Magazin für
Zahnmedizinische
Fachangestellte
in Hessen
Reden
ist Gold!
Gute Stimmung und Zusammenhalt
in der Zahnarztpraxis – nein?
Konflikte mit dem Chef – jede Menge?
Miteinander reden – nicht angesagt?
Ausgabe 2/2015
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©apops – Fotolia.com
Praxisjubiläen ...........................
Editorial ......................................
Reden ist Gold! .........................
Rechtsecke ................................
Kammer lässt
(Phantom)Köpfe rollen .........
Auszeichnung für
Berufsjubiläum .........................
Buchvorstellung ......................
Abrechnungswesen ..............
Prüfungsfragen ......................
Kreuzworträtsel .....................
Fragebogen .............................
Impressum ...............................
Fortbildung ...............................
Herzliche Glückwünsche zum
30-jährigen Berufsjubiläum
Liebe Christine!
Bettina Weinzierl
Wir sagen Danke
für 25 Jahre
… persönlichen Einsatz, Fleiß, Loyalität, Geduld, Zuverlässigkeit, Kenntnisreichtum, Kompetenz, Engagement und
Verständnis (für Patienten und Chefs).
Wir freuen uns alle auf viele weitere Jahre mit Dir!
30 Jahre sind vergangen, unglaublich, toll, grandios.
Ich bin sehr dankbar für Ihre treue, zuverlässige Mitarbeit,
Ihr Engagement in meiner Praxis und viele tolle
private Momente.
Meinen allerherzlichsten Dank zu Ihrem Jubiläum
am 30.6.2015 von
Ihrer Sabine Weidlich
Dres. Ritter-Becker & Becker
und das gesamte Team
Liebe
Nadine Winkel,
dem absoluten Mädchen für alles, der Frau für alle Fälle:
ob Abrechnung oder PZR, ob Reparatur von diversen
Dingen, immer den Überblick behaltend
und noch viel mehr!
Herzlichen Glückwunsch zum
Wir gratulieren ganz herzlich
Barbara Delarü
15-jährigen Helferinnen-Jubiläum
zum
20-jährigen Betriebsjubiläum
Du warst und bist ein Glücksgriff.
Ein ganz herzliches Dankeschön für stets engagierte,
kompetente und vertrauensvolle Mitarbeit in unserer Praxis
und die große Loyalität. Wir freuen uns auf viele weitere
Jahre der erfolgreichen Zusammenarbeit
Dr. Wolfgang Zeisbrich
und Brigitte Zeisbrich
Dres. Ina und Dieter Nolte
sowie das gesamte Praxisteam
Liebe
Christina Hild,
wir gratulieren Dir ganz herzlich zu Deinem
30-jährigen Jubiläum
in unserer Praxis. Immer loyal, immer zuverlässig, immer
pünktlich, freundlich … Du bist einfach spitze! Wir werden
auch die verbleibende Zeit noch gemeinsam meistern.
Vielen Dank für alles.
Dr. Wolfgang Zeisbrich
und Brigitte Zeisbrich
© lily - Fotolia.com
Sie wollen auch eine Jubilarin beglückwünschen? Dann mailen Sie uns
Ihren Wunschtext rechtzeitig an die
Redaktion (Anschrift im Impressum).
Der Abdruck ist kostenlos. Bitte beachten Sie, dass der DHZH dreimal im
Jahr erscheint. Den genauen Erscheinungstermin können Sie gerne bei
uns erfragen.
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DHZH 2/2015
Liebe Olga!
Wir bedanken uns für
20 Jahre
verlässliche Unterstützung, wünschen im Vorfeld
eine schöne Babypause und stoßen gerne auf die
nächsten 20 Jahre mit Ihnen an.
Es grüßt das gesamte
Praxisteam Dr. Lorenz mit Familie
Von Stewardessen
und Zahnarzthelferinnen
Liebe Leserin,
ach, wie schön, dass ich Sie so ansprechen kann: mit „Liebe Leserin“! Da kann ich auf keinen Fall etwas falsch machen.
So wie mein Schwiegervater zum Beispiel, er klagt mir gerne sein Leid über seinen Zahnarzt und kommt dabei auch stets
auf dessen „Sprechstundenhilfe“ zu sprechen. Das letzte Mal, als ich ihn diesbezüglich verbessert habe, meinte ich: „Das
heißt Zahnarzthelferin!“ Sie merken, es ist schon eine Ewigkeit her, dass wir dieses Gespräch führten. Mittlerweile hat mein
Schwiegervater offensichtlich nichts mehr über seinen Zahnarzt und die vermeintliche „Sprechstundenhilfe“ zu meckern
oder er geht (was ich eher vermute) gar nicht mehr hin.
Petra Hensen
Fast 15 Jahre ist es nun her, dass aus der Zahnarzthelferin die Zahnmedizinische Fachangestellte geworden ist. Gehören Sie
schon dazu? Die Berufsbezeichnung klingt im ersten Moment vielleicht etwas sperrig, wertet den Beruf aber – meiner Meinung nach – auf. „Zahnarzthelferin klingt doch gut“, meinte eine Kollegin von mir, als ich das Thema ansprach. „Es ist doch
schön, anderen zu helfen.“ „Ja, klar“, kam die etwas süffisante Antwort einer anderen Kollegin, „aber nur für die Männer.“
Ja, es ist nicht so leicht mit der Begrifflichkeit. Jeder hat so seine eigenen Vorstellungen. Als es Mitte der neunziger Jahre zum
ersten Mal um eine neue Berufsbezeichnung ging, gab es sicherlich die ulkigsten Vorschläge, bei denen sich die Fachleute
aber natürlich irgendetwas Schlaues gedacht haben. Mit in die engere Auswahl kam damals die Bezeichnung „Dental-Medikantin“. Hätte sich das durchgesetzt, würden wir heute dafür sicher die Abkürzung DM benutzen – ich denke bei DM an etwas
ganz anderes.
Nun ist es also die ZFA. Aber vielleicht sind Sie ja sogar mehr als das? Eine ZMV vielleicht oder eine ZMF – eine fortgebildete
ZFA also?
Wie bezeichnen Sie sich eigentlich? Was sagen Sie, wenn Sie nach Ihrem Beruf gefragt werden? Ich habe mich mal umgehört und eine (natürlich) nicht repräsentative Umfrage im sogenannten „Baustein 8“ gemacht. 16 Antworten kamen zurück.
Demnach nennen sechs Damen, wenn sie nach ihrem Beruf gefragt werden, die Zahnmedizinische Fachangestellte, eine
davon bevorzugt aber den Begriff „Zahni“. Sechs weitere betiteln sich als Zahnarzthelferin, wobei bei einer Antwort sogar
die Begründung steht, dass „die Leute Zahnarzthelferin besser verstehen als Zahnmedizinische Fachangestellte“. Eine andere hat zusätzlich die „Zahnfee“ genannt – auch süß – wobei ich mir die Gewänder einer Fee als recht unvorteilhaft im
Arbeitsalltag vorstelle.
Dann wollte ich bei meiner kleinen Umfrage noch wissen, ob es noch mehr Patienten wie meinen Schwiegervater gibt, ob
also noch mehr ZFAs als Sprechstundenhilfe angesprochen werden. „Nein, nie“ antworteten vier Teilnehmerinnen. Zehn
antworteten mit „selten“ und immerhin noch zwei mit „oft“. Die Herren Schwiegerväter sind also überall.
Sprechstundenhilfe ist ja nun wirklich keine schöne Bezeichnung. Es ist bestimmt schon 25 Jahre her, dass Lufthansa versucht
hat, aus ihren Stewardessen, Flugbegleiterinnen zu machen, sicher auch mit dem Hintergrund, dass es immer mehr Männer in
den Beruf gezogen hat. Auch hier gefällt mir der neue Begriff wesentlich besser, als der alte, aber es gibt offensichtlich Wörter, die
einfach nicht kaputtzukriegen sind.
Herzlichst
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© prodente
T I T E LT H E M A ( T E I L 2)
Reden ist Gold!
Autorin:
Petra Hensen, LZKH
In der letzten Ausgabe des DHZH hatten wir über Konflikte von Praxismitarbeiterinnen
untereinander gesprochen. Heute geht es um die Auseinandersetzung mit dem Chef bzw.
der Chefin*.
Anders als in großen Unternehmen mit mehreren Abteilungen, ist eine Auseinandersetzung mit dem Vorgesetzten in
der Zahnarzt­praxis ziemlich unangenehm. Hier, wo man sich
den ganzen Tag mit dem Chef auf engstem Raum befindet,
können sich aus kleinen Zankereien schnell ernstzunehmende Konflikte entwickeln. Und wie soll man seine Arbeit einwandfrei und vor allem mit Freude erledigen, wenn man sich
absolut unwohl fühlt? Und was ist eigentlich schlimmer? Ein
handfester Streit oder eine unterschwellig schlechte Stimmung?
Stephanie hat gerade in der Zahnarztpraxis von Herrn Dr. F. angefangen, dem sie nun tagtäglich am Stuhl assistiert. Stephanie weiß jedoch nicht, dass ihre Vorgängerin, eine langjähri-
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DHZH 2/2015
ge Mitarbeiterin, sich förmlich blind mit ihrem Chef verstand.
Die Zusammenarbeit funktionierte ohne große Worte. Doch
zwischen Stephanie und ihrem neuen Chef läuft es überhaupt nicht gut. Er scheint ständig schlecht gelaunt und verliert schnell die Geduld. Es kommt Stephanie vor, als würde
Dr. F. nicht gerne mit ihr arbeiten und nicht viel von ihr halten.
Was tun? Es liegt nahe, dass man in einem solchen Fall emotional reagiert. Man ist verärgert und jammert hinter dem Rücken des Chefs herum oder lästert über ihn. Langfristig helfen
wird einem das nicht.
Dabei ist der Hintergrund der schlechten Stimmung banal:
Dr. F. und Stephanie sind einfach noch nicht aufeinander
eingespielt; seiner Meinung nach muss er noch zu viel erklären, während Stephanie als Neue noch etwas unsicher ist.
© prodente
Die Lösung für das hier beschriebene Problem liegt auf
der Hand: Miteinander reden und zwar in Ruhe, nicht im
Praxisalltag zwischen Tür und Angel. Wenn der Chef nicht
von alleine darauf kommt (passiert leider), sollten Sie als
Mitarbeiterin die Initiative ergreifen. Sprechen Sie Ihren
Chef an und bitten Sie ihn um ein Gespräch in der Mittagspause oder wenn der letzte Patient die Praxis verlassen hat.
Sie können davon ausgehen, dass auch der Praxischef an
einem freundlichen Miteinander und einem harmonischen
Arbeitsklima interessiert ist. Sprechen Sie ihn dann ganz
konkret an: Was mache ich falsch? Was soll ich anders machen? Welche Erwartungen haben Sie an mich?
Sie werden schnell merken, ob Ihr Chef wirklich nichts von
Ihnen hält oder ob es sich – wie in dem hier geschilderten
Fall – um ein Missverständnis handelt.
Ist es kein dummes Missverständnis, sondern stimmt die
Chemie einfach nicht, sollten Sie einen Wechsel in Betracht ziehen. Aber hier richtig zu reagieren, ist unheimlich
wichtig, deshalb informieren Sie sich gut vorab. In unserer
„Rechtsecke“ in den Heften 1/15 (Vermittlungsgespräche)
und 3/14 (Fristen und Aufhebungsvertrag) finden Sie wichtige Informationen und die Telefonnummer der Abteilung
Zahnmedizinische Fachangestellte der Landeszahnärztekammer Hessen.
Außer der hier genannten gibt es natürlich noch wesentlich
unangenehmere Konfliktsituationen in der Zahnarztpraxis.
Streit um Urlaubstage und Gehalt gehören sicher dazu und
können ebenfalls das Arbeitsklima vergiften. Auch in diesem Fall gilt: Reden Sie mit Ihrem Chef – aber sammeln Sie
vorher sachliche Argumente, um Ihre Position zu unterstreichen. Dazu empfiehlt es sich auch vorab einen Blick in den
Vertrag zu werfen und die rechtliche Situation zu klären.
Konflikte im Team – den guten Weg
zwischen Chance und Zerreißprobe finden
Konflikte werden als belastende Situation im Team empfunden. Doch sind Konflikte im Team überhaupt vermeid- und
lösbar? In diesem (Team)Workshop werden Konfliktquellen
analysiert, Kommunikationsregeln vertieft und praxisorientierte Lösungsstrategien erarbeitet. Missverständnisse
werden durchleuchtet und Stolpersteine offenkundig.
Sammeln Sie Ideen und Optionen für Ihre persönliche Konfliktstrategie!
• Affenzirkus, Zickenkrieg und Stutenbeißen: Konfliktquellen im Team
• Emotionen sind menschlich, aber manchmal hinderlich:
Kommunikationsfallen und Fettnäpfchen in Stresssituationen.
• Durch die Brille des Anderen: Typenvielfalt und Perspektiven, Unterschiede der Wahrnehmung, Veränderbarkeit
von Meinungen, Werten und Einstellungen.
• Wer hat recht und was ist richtig? Optionen und Möglichkeiten zur Konfliktlösung.
Kurs-Nr.:
Datum:
Referentin:
Uhrzeit:
Kursgebühr:
Kursort:
30211-15002
Mittwoch, 23.09.2015
Stephanie Weitz, ZMV, Bürstadt
14:00 Uhr bis 18:00 Uhr
125,00 EUR inkl. 19% MwSt.
FAZH GmbH, Rhonestr. 4, 60528 Frankfurt
Ihre Ansprechpartnerin:
Tanja Kaiser
Telefon:
069 427275-184
E-Mail:
[email protected]
Nur keine Angst! Schweigen ist nicht immer Gold!
*Der Einfachheit halber und der Lesbarkeit geschuldet nutzen wir mit Ausnahme der zahnmedizinischen Hilfsberufe in
diesem Text nur die männliche Form, obwohl uns durchaus
bewusst ist, dass es bald mehr Zahnärztinnen als Zahnärzte
geben wird.
Tipps zur Kommunikation finden Sie übrigens auch in Ausgabe 1/15 (auch als pdf unter lzkh.de/praxispersonal).
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R E CH T S E CK E
Überstunden:
5 Fakten,
die Sie kennen sollten
Innerhalb der EU ist Deutschland das Land, in dem die meisten Überstunden geleistet
werden. Also ist es gut zu wissen, was im Falle von Überstunden beachtet werden muss.
Bin ich dazu verpflichtet Überstunden zu leisten?
Martin Dennis Boost
Wie viele Überstunden sind erlaubt?
Die tägliche Arbeitszeit beträgt in der Regel 8 Stunden.
Sie darf auf bis zu 10 Stunden erhöht werden, wenn die
wöchentliche Höchstarbeitszeit von maximal 60 Stunden
innerhalb von sechs Werktagen (als Werktage gelten sämtliche Tage der Woche mit Ausnahme von Sonn- und Feiertagen) nicht überschritten und in einem Ausgleichszeitraum
von 6 Monaten bzw. 24 Wochen im Durchschnitt nicht mehr
als 8 Stunden täglich gearbeitet wird.
Wann muss es Pausen geben?
Während der täglichen Arbeitszeit müssen Pausenzeiten
eingehalten werden, die im Voraus vom Arbeitgeber festgelegt werden. Bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden
sind den Arbeitnehmern mindestens 30 Minuten zu gewähren, bei einer Arbeitszeit von mehr als 9 Stunden, ist diese
durch mindestens eine Pause von 45 Minuten Dauer zu un-
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terbrechen. Diese Ruhepause kann in kürzere Zeitabschnitte von mindestens 15 Minuten Dauer aufgeteilt werden.
Zwischen dem Arbeitsende des Vortages und dem Arbeitsbeginn des nachfolgenden Tages müssen zwischen den
Arbeitseinsätzen mindestens 11 Stunden Ruhezeit liegen.
Sind Überstundenklauseln zulässig, wonach
Überstunden mit dem Grundgehalt bereits
abgegolten sind?
Solche Klauseln können unzulässig sein, wenn sie nicht
völlig klar und verständlich formuliert sind. Eine die pauschale Vergütung von Überstunden regelnde Klausel ist
nur dann klar und verständlich, wenn sich aus dem Arbeitsvertrag selbst ergibt, wie viele Stunden der Arbeitnehmer insgesamt leisten muss, um sein Gehalt zu verdienen. Der Arbeitnehmer muss bereits bei Vertragsschluss
erkennen können, was gegebenenfalls „auf ihn zukommt“
und welche Leistung er für die vereinbarte Vergütung maximal erbringen muss. Daher ist eine Klausel denkbar, wonach „5 Überstunden in der Woche mit dem Grundgehalt
abgegolten sind“. Bei einer 40-Stunden-Woche wäre für
den Arbeitnehmer somit klar, dass er für sein Grundgehalt
maximal 45 Stunden in der Woche arbeiten muss. Arbeitszeiten über diese 45 Stunden in der Woche wären dann
als Überstunden gesondert durch Freizeit bzw. Gehalt zu
vergüten.
©vege – Fotolia.com
Autor:
Grundsätzlich gilt: Überstunden können erforderlich werden, wenn ein überwiegendes betriebliches Interesse die
sofortige Anordnung z.B. aufgrund eines zahnärztlichen
Notfalls nach Feierabend notwendig macht. Handelt es sich
nicht um einen akuten Notfall, muss die Anordnung rechtzeitig, das heißt in der Regel mindestens eine Woche vor
der Durchführung von Überstunden erfolgen.
©vege – Fotolia.com
Muss ich die Überstunden im Zweifel beweisen
können?
Ja. Kommt es zu einer Auseinandersetzung und verweigert
der Arbeitgeber etwa die Vergütung der Überstunden,
muss der Arbeitnehmer nachvollziehbar auflisten können,
welche Arbeiten er konkret in dieser Zeit erbracht hat. Am
besten führt der Arbeitnehmer eine Liste mit den Überstunden, die er sich regelmäßig vom Arbeitgeber abzeichnen
lässt.
Bei Fragen hilft Ihnen Katharina Ehlert
Telefon: 069 427275-172
E-Mail: [email protected]
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H E SS E N U N D D I E W E LT
LZKH-Vorstandsmitglied Dr. Andreas
Friedrich übergibt einen der zehn
Köpfe an Frau Dr. Karin Sies von der
Martin-Behaim-­Schule in Darmstadt,
unterstützt von Dennis Dörrsieb von der
Abteilung Ausbildung ZFA.
Kammer lässt (Phantom)Köpfe rollen
Künftige Fachkräfte erhalten Ausstattung für praktisches Üben
Autor:
Veit Justus Rollmann,
LZKH
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Die Schulung praktischer Fertigkeiten ist integraler Bestandteil der dualen Ausbildung
zum/zur Zahnmedizinischen Fachangestellten (ZFA). Dies betrifft nicht nur die Ausbildung in den hessischen Zahnarztpraxen, sondern auch das fachbezogene Lernen an den
Berufsschulen. Hierfür ist eine zeitgemäße und funktionale Ausstattung der Übungsräume an den Berufsschulen notwendig. Wenngleich es nicht Aufgabe der Landeszahnärztekammer Hessen ist, für diese Ausstattung Sorge zu tragen, brachte eine Umfrage bei
den Berufsschulen und die in zeitlichem Zusammenhang erfolgte Neuausstattung des
Phantomkopfraums der Fortbildungsakademie Zahnmedizin Hessen (FAZH) GmbH die
Verantwortlichen auf eine gute Idee.
Ziel der Umfrage war es, die Ausstattung der Übungsräume bei den 20 infrage stehenden Berufsschulen in Hessen
in Erfahrung zu bringen. Geschult und geprüft wird dort,
neben anderen Fertigkeiten, der Umgang mit EDV, das Arbeiten als Assistenz an der Behandlungseinheit und nicht
zuletzt die Assistenz beim Röntgen, deren Nachweis durch
die Röntgenprüfung erbracht wird. Zur notwendigen Ausgestaltung des Schulungsraums „Röntgen“ gehört neben
Rechtwinkel- und Paralleltechnikzubehör, Bleischürze, Ent­­wicklungsgerät und weiteren Gegenständen auch ein
Phantomkopf, an dem u.a. Einstellungen geübt werden
können. Gerade im Fall der Köpfe zeigte die Umfrage, dass
durchaus Bedarf bestand.
Der großflächige Umbau und die damit einhergehende
Neuausstattung des Phantomkopfraums der FAZH GmbH
im vergangenen Sommer brachte es mit sich, dass auch
die bis dato genutzten Phantomköpfe außer Dienst gestellt
und ersetzt wurden. Seitens des zuständigen Vorstandsmitglieds der LZKH, Dr. Andreas Friedrich, und der Abteilung
für die Ausbildung ZFA kam die Idee aufs Tapet, zehn der
Köpfe, entsprechend aufgearbeitet, an interessierte Berufsschulen zu verschenken. Die Kosten der Neuanschaffung
eines vergleichbaren Kopfes würden pro Schule bei rund
vierzehnhundert Euro liegen. Auf eine erste Anfrage bekundeten spontan sieben Schulen ihr Interesse. Im Rahmen
einer Fachlehrertagung im Haus der LZKH wurden dann die
letzten drei Köpfe vergeben. Wie Jutta Heine, Leiterin der
Abteilung Ausbildung ZFA, berichtet, konnte man gar nicht
so schnell schauen, wie bei diesem Anlass die Hände der
Interessenten in die Höhe schnellten.
Gut ausgebildetes und geschultes Fachpersonal auch in
Zukunft in Hessen in ausreichendem Maße sicherzustellen,
ist eine zentrale Aufgabe der LZKH. Die Weitergabe ausgetauschter Schulungsmaterialien wie der Phantomköpfe –
einzig und allein für schulische Zwecke – ist insofern durchaus ein Beispiel, das Schule machen kann.
Schülerinnen und Schüler der Martin-­
Behaim-Schule mit ihrem neuen „Ausbildungsbegleiter“. Ein klares „Daumen
hoch“!
Folgende Schulen erhielten einen der Phantomköpfe, ausgestattet mit
Artikulator, Modell und Tischhalterung als Geschenk:
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Max-Eyth-Schule Alsfeld
Martin-Behaim-Schule Darmstadt
Julius-Leber-Schule Frankfurt
Eduard-Stieler-Schule Fulda
Berufliche Schulen des Kreises Groß-Gerau
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Kaufmännische Schulen Hanau
Konrad-Adenauer-Schule Kriftel
Theodor-Heuß-Schule Offenbach
Saalburgschule Usingen
Louise-Schroeder-Schule Wiesbaden
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©pressmaster – Fotolia.com
AUS Z E I CH N U N G FÜ R B E R U FS J U B I L ÄU M
Auszeichnung verdienter Zahnarzthelferinnen / Zahnmedizinischer Fachangestellter
Als Dank und Anerkennung veröffentlicht die Landeszahnärztekammer Hessen die Berufsjubiläen der in hessischen Praxen tätigen Zahnarzthelferinnen / Zahnmedizinischen
Fachangestellten. Zusätzlich möchten wir diese langjährig tätigen Mitarbeiterinnen anlässlich des Deutschen Zahnärztetages 2015 auszeichnen.
Damit sollen Leistungen und Engagement von Zahnarzthelferinnen / Zahnmedizinischen Fachangestellten gewürdigt werden, die über lange Jahre hinweg diesen verantwortungsvollen Beruf ausgeübt haben, der nicht nur vollste
Einsatzbereitschaft erfordert, sondern auch Gelegenheit
bietet, kranken Menschen zu helfen und sie fürsorglich zu
betreuen. Den heutigen Ansprüchen in unseren Praxen folgend bedeutet diese Tätigkeit, Teamfähigkeit unter Beweis
zu stellen, in zunehmendem Maße Kenntnisse und Fertigkeiten weiterzuentwickeln und einzelne Bereiche mit steigender Eigenverantwortung auszufüllen.
Die Landeszahnärztekammer Hessen ist der Auffassung,
dass diesen wertvollen, dem Beruf und der Praxis verbundenen Mitarbeiterinnen in einem besonderen Rahmen, den
der Deutsche Zahnärztetag als Treffpunkt der hessischen
Zahnärzte / Zahnärztinnen ohne Zweifel bietet, einmal
Dank für die geleistete Arbeit gesagt werden sollte.
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Wir bitten daher alle hessischen Kolleginnen und Kollegen,
bis spätestens 1. Oktober 2015 ihre Mitarbeiterinnen anzumelden, die bis zu diesem Zeitpunkt ein „halbrundes“ oder
ein „rundes“ Berufsjubiläum beginnend mit der 10-jährigen
Berufstätigkeit feiern.
Bitte fügen Sie der schriftlichen Mitteilung eine Bestätigung über die Berufstätigkeit sowie eine unbeglaubigte
Kopie der Urkunde bzw. des Prüfungszeugnisses bei.
Kontaktanschrift:
Landeszahnärztekammer Hessen
Frau Susanne Schorn
Rhonestraße 4, 60528 Frankfurt
Telefon: 069 427275-171
Telefax: 069 427275-105
E-Mail: [email protected]
©pressmaster – Fotolia.com
B U CH VO R S T E L LU N G
Das Institut der
letzten Wünsche
Das Jahr,
in dem ich dich traf
Die Bild-Zeitung behauptet,
dieses Buch sei „Perfekt für
alle Fans von Jojo Moyes“,
und ich muss zugegeben, da
ist etwas Wahres dran.
Das zuvor besprochene Buch ist
– meiner Meinung nach – auch
für Fans von Cecelia Ahern perfekt. Zumindest den Fans, die
Bücher wie „PS, ich liebe dich“,
„100 Namen!“ oder „Die Liebe
deines Lebens“ zu ihren persönlichen Bestsellern zählen. Diesen
Leserinnen wird das neueste
Werk der irischen Autorin wahrscheinlich nicht gefallen.
Dabei ist „Das Jahr, in dem ich dich traf“ nicht schlecht; es
ist einfach nur anders. Eben nicht typisch Cecelia Ahern –
wie man sie bisher kennt.
Zum Inhalt: Jasmine liebt ihre Schwester und ihre Arbeit. Als
sie für ein ganzes Jahr freigestellt wird, weiß sie überhaupt
nicht mehr, was sie tun soll – und wer sie eigentlich ist.
Matt braucht seine Familie und den Alkohol. Ohne sie steht
er vor dem Abgrund.
Jasmine und Matt sind Nachbarn, doch sie haben noch nie
miteinander gesprochen. Da Jasmine so viel freie Zeit zu
Hause hat, beginnt sie, Matt zu beobachten. Sie macht sich
ihre Gedanken über ihn und fängt in ihrem Kopf Gespräche
mit ihm an. Nur in echt will sie mit diesem Kerl nichts zu tun
haben – dafür hat sie ihre eigenen, guten Gründe.
Doch dann beginnt ein Jahr voll heller Mondnächte, langer
Gartentage und berührender Überraschungen – ein Jahr,
das alles verändert.
Bei der Erzählweise des Buches handelt es sich um eine Art
Selbstgespräch von Jasmine. Dementsprechend irritierend
ist es, dass sie in ihren Gedanken Matt mit „Sie“ anspricht.
Noch irritierender ist es, dass sich das Sie (als Höflichkeitsform – großgeschrieben) durch den ganzen Roman zieht.
Selten war es so empfehlenswert, sich vor Kauf eines Buches die Leseprobe zu laden, weil die Stammleserinnen
Aherns sicherlich etwas anderes erwarten.
„Das Institut der letzten Wünsche“ von Antonia Michaelis
ist ein toller Roman; er ist leise
und zart, mutet ein bisschen
melancholisch an und ist definitiv unterhaltsam.
Zum Inhalt: Mathilda, so der Name der Protagonistin,
arbeitet im besagten Institut, welches seinem Namen
entsprechend sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten
im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem
stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles
kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich,
als Mathilda Birger begegnet. Er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine frühere Freundin Doreen
und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda
soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar
nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt.
Das hört sich jetzt nach totalem Kitschroman an – aber
davon ist „Das Institut der letzten Wünsche“ weit entfernt. Im Klappentext heißt es: Bewegend, aber frei von
Klischees, lebensklug, aber niemals bedrückend, zauberhaft, aber nie trivial erzählt Antonia Michaelis eine ebenso traurige wie wunderschöne Geschichte vom Leben und
Sterben, eine Geschichte, bei der man lächelt, während
man Tränen in den Augen hat.
Und genau so ist!
Antonia Michaelis – Das Institut der letzten Wünsche
– ca. 500 Seiten – Knaur Verlag – Hardcover 19,99 € –
E-Book 17,99 €
Cecelia Ahern – Das Jahr, in dem ich dich traf – Fischer
Krüger – 384 Seiten – Broschur 14,99 € – E-Book 12,99 €
(ph)
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ABRECHNUNGSWESEN
Abrechnung von zahnärztlichen und zahn­technischen Leistungen bei der Verwendung
­eines Gesichtsbogens
Der GKV-Spitzenverband und die KZBV haben sich in einer gemeinsamen Erklärung auf
die näheren Einzelheiten bei der Verwendung eines Gesichtsbogens bei der Versorgung
mit Zahnersatz und bei der Versorgung von Aufbissbehelfen verständigt. Nachfolgende
Zusammenfassung soll Ihnen einen Überblick geben.
Autorin:
Dr. Heike Dyrna,
Abrechnung,
ZE-RegelversorgungAufbissbehelf
(wurde im DHZH 1/2015 beschrieben)
KZV Hessen
*Kennzeichnung
im Feld KZV
intern: Artikulator
NBL-Leistung
Versorgungsart
wird gleichartig
Sachleistung
Abrechnung der zahnärztlichen
Leistung
Leistungen der Regelversorgung nach BEMA
Aufbissbehelf nach BEMA
Anlegen des Gesichtsbogens
nach GOZ
Anlegen des Gesichtsbogens
nach GOZ
Abrechnung Zahntechnik
die zahntechnischen Leistungen der Regelversorgung nach BEL II-2014 und die Modell-
montage nach BEB auf einer
Rechnung
Aufbissbehelf und Begleitleistungen
nach BEL II-2014 (ohne L-Nr. 0120)
auf getrennter Rechnung*
Modellmontage nach BEB auf
getrennter Rechnung
Zum besseren Verständnis möchten wir Ihnen die oben aufgeführten
Bestimmungen an einem einfachen Beispiel erläutern:
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DHZH 2/2015
DHZH_Magazin_Nr2_2015_WZ4.indd 12
13.07.15 08:33
Leistungsbereich ZE:
Beispiel: Herstellung von zwei Brücken 45-47, 35-37 unter
Verwendung eines Gesichtsbogens
a) Zahnärztliche Leistungen für die Brücken
Leistungen der Regelversorgung nach BEMA
entsprechend HKP
b) Für die Verwendung des Gesichtsbogens für Patient
Mustermann GOZ-Rechnung
c) Zahntechnische Leistungen:
Alle zahntechnischen Leistungen einschließlich Mittelwertartikulator nach BEB auf einer Rechnung
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PR Ü FU N G S FR AG E N
Zwischenprüfung
Praxisfall
Vor Beginn der Ausbildung zur Zahnmedizinischen Fachangestellten muss sich die minderjährige Sarah gegen
Hepatitis B impfen lassen.
(Lösungsmöglichkeiten: 3)
1. Der Impfschutz ist unbedingt notwendig, da ein
hohes Infektionsrisiko bei Blutkontakt besteht.
2. Dabei werden fertige Antikörper gegen Hepatitis B
injiziert.
3. Es handelt sich um eine passive Schutzimpfung.
4. Der Impfschutz ist nur einige Monate wirksam.
5. Durch den Impfstoff wird der Körper angeregt, selbst
Antikörper zu bilden.
6. Der Impfschutz ist viele Jahre wirksam, muss aber
regelmäßig überprüft werden.
7. Ein ausreichender Schutz besteht bereits nach der
ersten Impfung.
2. Hepatitis B wird durch Viren hervorgerufen.
Welche Aussagen zu Viren sind zutreffend?
(Lösungsmöglichkeiten: 3)
1. Sie haben keinen eigenen Stoffwechsel.
2. Sie sind auf Nährböden züchtbar.
3. Sie sind kleiner als Bakterien.
4. Sie sind größer als Bakterien.
5. Die Vermehrung erfolgt durch Zellteilung.
6. Zur Vermehrung sind Viren auf lebende Zellen
angewiesen.
3. Wie wird die Hepatitis B in der Regel übertragen?
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DHZH 2/2015
(Lösungsmöglichkeiten: 2)
1. Wasser- und Nahrungsmittelinfektion
2. Durch Aerosole
3. Perkutane Infektion
4.Tröpfcheninfektion
5. Ungeschützte Sexualkontakte
6.Schmierinfektion
4. Zur Vermeidung von Infektionen in der Zahnarztpraxis sollte man mit Fachbegriffen aus dem Bereich
der Hygiene sicher umgehen können.
(Zuordnungsaufgabe)
Bitte ordnen Sie die Fachbezeichnungen (1 - 7)
1.Asepsis
2.Sporen
3.Parasiten
4.apathogen
5.anaerob
6.Desinfektion
7.Sterilisation
den entsprechenden Erläuterungen (A - G) zu!
A. Gesamtheit aller Maßnahmen, um Keimfreiheit zu
erzielen
B. Maßnahme, um alle Krankheitserreger unschädlich
zu machen
C. Dauerformen von Bakterien
D. Lebewesen, die auf Kosten anderer Organismen leben
E. nicht krankheitserregend
F. Maßnahme, um eine völlige Keimfreiheit zu erzielen
G. ohne Sauerstoff lebend
5. Welche der folgenden Gesetze enthalten wichtige
Regelungen für die Ausbildung von Sarah?
(Lösungsmöglichkeiten: 2) 1.Bundesurlaubsgesetz
2.Jugendarbeitsschutzgesetz
3.Arbeitszeitgesetz
4.Berufsbildungsgesetz
5.Ausbildungsgesetz
6.Sozialgesetzbuch
©Kzenon – Fotolia.com
1. Welche Aussagen zur Hepatitis B-Impfung sind zutreffend?
Wirtschaftsund Sozialkunde
Praxisfall
In der Praxisgemeinschaft Dr. Otto Knapp und Dr. Eveline Kohl sind u. a. die verheiratete Özlem Atay und die
ledige Melissa Raber, evangelisch, beschäftigt. Hierbei
tauchen folgende Fragen auf:
6.Die ersten Wochen der Ausbildung sind sehr anstrengend. Sarah will am liebsten nur schlafen,
wenn sie nach Hause kommt. Daher überlegt sie, in
der Probezeit zu kündigen.
Welche der folgenden Regelungen gelten für Sarah?
(Lösungsmöglichkeiten: 2) 1. Sie kann nur aus wichtigem Grund kündigen.
2. Sie kann ohne Frist kündigen.
3. Sie kann nur in beiderseitigem Einvernehmen kündigen.
4. Sie kann ohne einen Grund kündigen.
5. Sie kann nur mündlich kündigen.
6. Sie muss eine Kündigungsfrist von vier Wochen
einhalten.
1. Özlem Atay verdient 1.643,- € und ihr Ehemann 2.500,- € brutto.
Welche Kombination der Lohnsteuerklassen ist in diesem Fall sinnvoll?
Begründen Sie bitte Ihre Antwort!
2. In welche Lohnsteuerklasse ist Melissa Raber eingeordnet, wenn sie kinderlos ist?
3. Welche Abzüge muss der Arbeitgeber an das zuständige
Finanzamt für Frau Raber abführen?
4. Melissa Rabers Bruttogehalt beträgt 2.235,- €. Sie ist lohnund kirchensteuerpflichtig. Die durchschnittliche Lohnsteuer beträgt 11 % vom Bruttogehalt und die Kirchensteuer 9 % von der Lohnsteuer.
a) Wie viel Euro beträgt die Lohnsteuer?
Bitte geben Sie den Rechenweg an!
b) Wie viel Euro beträgt die Kirchensteuer?
Bitte geben Sie den Rechenweg an!
5.Melissa Raber hat von einem Steuerberater erfahren,
dass sie durch Beantragung von Steuerfreibeträgen den
monatlichen Steuerabzug reduzieren kann.
Nennen Sie zwei Freibeträge, die Melissa beim Finanzamt beantragen kann und geben jeweils ein Beispiel!
Steuerfreibetrag
Beispiel
©Kzenon – Fotolia.com
15
PR Ü FU N G S FR AG E N
Praxisorganisation
und -verwaltung
Behandlungsassistenz
Praxisfall
Praxisfall
Bei der letzten Teambesprechung wurde vereinbart,
dass Sonja Salon für die Wartezimmersituation, für die
Lagerbetreuung und Bestellung zuständig ist.
Eine langjährige Patientin kommt in Ihre Praxis. Sie
klagt über Schmerzen im zweiten Quadranten. Zahn 26
reagiert empfindlich auf Reize wie „kalt“ oder „süß“.
1. Nennen Sie zwei Tätigkeiten, die ein- bis mehrmals täglich im Wartezimmer durchgeführt werden müssen!
1. Es wird ein Röntgenbild angefertigt, auf dem am Zahn
26 eine Caries profunda diagnostiziert wird.
Was ist das?
2.Welche Möglichkeiten kann Frau Salon wahrnehmen,
um den Patienten die Wartezeit angenehmer zu gestalten?
Nennen Sie zwei Beispiele!
3. Sonja Salon führt Lieferantenstammblätter für die wichtigsten Lieferanten.
Nennen Sie vier Punkte, nach denen in einer Zahnarztpraxis die Lieferanten ausgewählt werden!
4. Das Lager und die Bestände werden von Sonja Salon
wöchentlich überprüft.
Auf welche zwei Gesichtspunkte achtet Frau Salon bei
dieser Überprüfung vor allem?
5. Frau Dr. Otto möchte auf jeden Fall einen Mindestbestand von 150 Handschuhen haben.
Sonja Salon hat berechnet, dass täglich 30 Handschuhe verbraucht werden. Sie weiß, dass die Lieferzeit für
Handschuhe drei Tage beträgt.
Bei welchem Meldebestand wird Sonja neue Handschuhe bestellen?
2. Am Zahn 26 wird die vitale Pulpa unter Anästhesie vollständig entfernt.
Wie nennt man dieses Vorgehen?
3. Der Zahnarzt verwendet zur lokalen Schmerzausschaltung eine intraligamentäre Anästhesie.
Erklären Sie den Begriff!
4. Die Patientin fragt, welche Erkrankung denn nun hier
vorliegt. Sie erklären ihr, dass es sich um eine Entzündung der Pulpa handelt.
Was sind die fünf Hauptsymptome einer lokalen
a)
Entzündung? (Deutsche oder lateinische Bezeichnung!)
b) Nennen Sie zwei mögliche Formen der Pulpitis!
5. Welche zwei Möglichkeiten der Längenbestimmung des
Wurzelkanals kennen Sie?
6. Welche Eigenschaften sollte ein Wurzelfüllmaterial haben?
Nennen Sie drei Eigenschaften.
Die Lösungen der Prüfungsfragen finden Sie auf der Internetseite der Landeszahnärztekammer www.lzkh.de
in der Rubrik „Praxispersonal“ und dort unter DHZH.
16
DHZH 2/2015
Abrechnungswesen
Praxisfall
Rechnen Sie folgenden Behandlungsablauf für einen GKV- und einen Privatpatienten ab und erstellen Sie einen
Heil- und Kostenplan für einen GKV-Patienten. Es wird der 2,3-fache / 1,8-­fache / 1,0-fache Satz berechnet, soweit
keine anderen Vorgaben gemacht sind.
12.05.2015
Herr Richter kommt zur Routineuntersuchung in die Praxis.
Folgender Befund wird dokumentiert:
f: 18-28, 38-35, 45-48
z: 42-32
c: 44
Der Oberkiefer ist mit einer intakten Totalprothese versorgt.
Im Unterkiefer trägt der Patient eine intakte Modellgussprothese mit gegossenen Halteelementen bei 44 und 34.
UK Zahnstein ist vorhanden und wird an allen Zähnen entfernt.
Die Zähne 42-32 weisen Lockerungsgrad II auf.
Die Vitalität des Zahnes 44 wird überprüft und ist positiv.
Ein Zahnfilm dieses Zahnes mit Verdacht auf Pulpitis wird
angefertigt und ein Besprechungstermin für den nächsten
Tag wird vereinbart.
13.05.2015
Es erfolgt eine 15-minütige Beratung:
Die Zähne 42-32 müssen extrahiert werden. Die vorhandene Modellgussprothese kann erweitert werden. Der Zahn
44 benötigt eine Wurzelkanalbehandlung.
Nach Aufklärung über alle Risiken, erklärt sich der Patient
mit der Behandlung einverstanden.
26.05.2015
Nach Leitungsanästhesien regio 44 und 32 (2 Ampullen
Anästhetikum) erfolgt die Exstirpation der gesamten Pulpa
des Zahnes 44. Danach wird der Kanal aufbereitet und eine
Nadelmessaufnahme angefertigt. Es erfolgt eine medikamentöse Einlage und die Kavität wird mit einem temporären speicheldichten Verschluss versorgt.
Die Zähne 42-32 werden extrahiert, die Wunde genäht
(1 x Nahtmaterial) und die erweiterte Prothese eingesetzt.
03.06.2015
Die Fäden in der Unterkieferfront werden entfernt. Gute
Wundheilung.
An Zahn 44 erfolgt die Wurzelkanalfüllung mit anschließender Kontrollaufnahme.
Der Zahn wird mit einer okklusalen plastischen Füllung versorgt.
Material- und Laborkosten: 250,- €
Punktwert: 0,8358
Bonus 0
1 x Ampulle Anästhetikum: 0,80 €
1 x Nahtmaterial: 9,80 €
1 x Alginat: 3,20 €
© proDente
©Idprod
– Fotolia.com
e.V./Johann Peter Kierzkowski
25.05.2015
Es werden Oberkiefer- und Unterkiefer-Alginatabformungen zur Erweiterung der Zähne 42-32 mit gegossener Retention und zwei gegossenen Halteelementen bei 33 und
43 angefertigt.
17
Lösungswort:
1
2
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13
14
15
R ÄT S E L
Sie sind ZFA und wollen einen Fortbildungsgutschein der
FAZH im Wert von 95,- Euro gewinnen? Dann mailen Sie
uns das Lösungswort bis zum 13. September 2015 an:
[email protected] und vergessen Sie Ihre Postanschrift nicht.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinnerin (oder der
Gewinner) wird im September per Mail benachrichtigt.
Fachbegriffe Endodontie
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3
1
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4
5
2
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6
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6
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© Dr. Bernhard Alfter, 2015
© Dr. Bernhard Alfter, 2015
17
10
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19
20
3
14
Waagerecht:
5. Instrument zur Erweiterung des Wurzelkanaleingangs 6. Verfahren
Waagerecht:
3. Röntgenaufnahme zur Überprüfung der durchgeführten Wurzelkanalfüllung
4. Bakterien abtötende Spüllösung
zur absoluten Trockenlegung z.B. während einer Wurzelkanalbehand3. Röntgenaufnahme zur Überprüfung der durchgeführten Wurzelka(NaOCl)
6.
Hilfsmittel
zur
Überprüfung
der
Empfindlichkeit
der
Pulpa
8. Entzündung
des Pulpagewebes
lung
7. Entfernung
der vitalen Kronenpulpa
9. allgemeine Bezeichnung
nalfüllung 4. Bakterien abtötende Spüllösung (NaOCl) 6. Hilfsmittel zur
für
die Amputation der
Kronenpulpa
14. Entfernung
dervon
10. Bakterien
abtötende Spüllösung
für Wurzelkanalzement
11. rotierendes
Instrument
zum Einbringen
Überprüfung
der Empfindlichkeit
der Pulpa 8.(H
Entzündung
des Pulpa2O2) 12. Fachbegriff
z.B. Wurzelkanalzement
13. Überprüfung
Empfindlichkeit
gewebes
10. Bakterien abtötende
Spüllösung
(H2O2)
12.der
Fachbegriff
für
zuvor abgetöteten
Pulpa 15.
Eröffnung
z.B.
Pulpahöhle
17.
Stifte aus Naturkautschuk
zur der
Füllung
eines der Pulpa
16.19.
Aufbereitungsinstrument
Erweiterung
der Wurzelkanäle
die
Amputation der18.
Kronenpulpa
14. Entfernung
der zuvor
abgetöteten
Wurzelkanals
Instrument
zur Entfernung
der
vitalen Pulpa
fauliger Zerfall derzur
Pulpa
20. Entfernung
der
Pulpa 15. Eröffnung z.B. der Pulpahöhle 17. Stifte aus Naturkautschuk zur
vitalen
Pulpa
Bitte beachten:
Füllung eines Wurzelkanals 18. Instrument zur Entfernung der vitalen
Senkrecht:
1. Die Umlaute (ä, ö ü) der Fachbegriffe werden in ein Kästchen gePulpa
19. fauliger Zerfall der Pulpa 20. Entfernung der vitalen Pulpa
1. Röntgenaufnahme zur Bestimmung der Arbeitslänge der Wurzelkanalinstrumente
2. Einmalmaterial zur
schrieben.
Senkrecht:
2.des
Zur Ermittlung
des Lösungswortes
die grauen
Kästchen mit
1.Trocknung
Röntgenaufnahme
zur Bestimmung 5.
derInstrument
Arbeitslängezur
der Erweiterung
Wurzel­
eines Wurzelkanals
Wurzelkanaleingangs
6.müssen
Verfahren
zur absoluten
roten Nummerierung
in die
richtige Reihenfolge
gebracht werden.
kanalinstrumente
Einmalmaterial
Trocknung
eines Wurzelkanals
Trockenlegung2.z.B.
währendzur
einer
Wurzelkanalbehandlung
7. der
Entfernung
der vitalen
Kronenpulpa
9. allgemeine
Bezeichnung für Wurzelkanalzement 11. rotierendes Instrument zum Einbringen von z.B. Wurzelkanalzement
13. Überprüfung der Empfindlichkeit der Pulpa 16. Aufbereitungsinstrument zur Erweiterung der Wurzelkanäle
18
DHZH 2/2015
PE R S Ö N L I CH E S
Wir wollen unsere Leserinnen besser kennenlernen. Aus
diesem Grund haben wir einen Fragebogen entwickelt,
der uns dabei helfen soll. Für jeden veröffentlichten Frage-
bogen (gerne auch anonym) bedanken wir uns mit einem
Douglas-Gutschein in Höhe von 15 Euro bei Ihnen. Nähere
Infos dazu in der nächsten Ausgabe.
AUSZUBILDENDE / ZFA / ZMF / ZMV
Vorname
Alter
Ort
Bianca
25 Jahre
Mörfelden-Walldorf
Mein/e ideale/r Chef/in:
begegnet mir jeden Morgen am Stuhl/in der Praxis
nimmt sich noch mehr Zeit für meine Probleme/­Fragen/
Ausbildung
drückt beide Augen zu, wenn ich verschlafe
hat den Kaffee schon gekocht, wenn ich komme
erklärt, statt zu schimpfen, wenn ich Fehler mache
Zahnarztangst, …
kenne ich überhaupt nicht
habe ich nicht, gehe aber lieber in eine andere Praxis
habe ich, besonders, wenn meine/e Chef/in mich
­behandelt
weiß nicht, ich gehe privat nicht zum Zahnarzt
Unseren ängstlichen Patienten sage ich:
An meinem Beruf gefällt mir besonders:
die abwechslungsreiche Tätigkeit
der Umgang mit Menschen
die enge Zusammenarbeit im Team
dass ICH nicht auf dem Stuhl sitzen muss
(eigene Ergänzung möglich)
keine Panik, das kriegen wir wieder hin
Oh, oh, das könnte schmerzhaft werden
Hätten Sie doch lieber mal öfter die Zähne geputzt
Am liebsten sind mir Patienten, die …
Was werde ich beruflich in zehn Jahren sein?
eine zufriedene ZFA mit jeder Menge Berufserfahrung
Eine ZMV und Führungskraft im Team, denn mit mir ist
(ab)zurechnen
Als ZMF die rechte Hand für meine/n Chef/in während
der Behandlung
Eine Prophylaxe-Fachkraft mit eigenen, spannenden
Aufgabengebieten innerhalb meines Praxisteams
Hoffentlich etwas ganz anderes
mit geputzten Zähnen in die
Praxis kommen.
Hinweis:
Bitte beachten
Sie, dass der
Fragebogen nicht
die Meinung der
Darauf kann ich verzichten:
Ungeduldige Patienten, Kollegen, die nicht teamfähig sind.
Landeszahnärzte­
kammer wiedergibt.
Die blauen Anmerkungen wurden
von den Befragten
Nur eine zufriedene ZFA ist eine gute ZFA.
angegeben.
IMPRESSUM
Verantwortliche Redakteurin / V. i. S. d. P. Annette Borngräber
Redakteurin für Text und Layout / Chefin vom Dienst
Petra Hensen, Telefon 069 427275-185
E-Mail: [email protected]
Layout: Annette Becker, www.beckerpunkt.de
Bildnachweis: prodente, Fotolia.com ©: apops, lily, vega, pressmaster,
Kzenon, ldprod
Herausgeber:
Landeszahnärztekammer Hessen
Rhonestraße 4, 60528 Frankfurt am Main
Kassenzahnärztliche Vereinigung Hessen
Lyoner Straße 21, 60528 Frankfurt am Main
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FO R T B I L D U N G
VERGE
NICHT
SSEN!
Röntgenaktualisierung
Kenntnisse im Strahlenschutz im Jahr
2010 erworben oder aktualisiert?
Achten Sie bitte auf Ihre persönliche, tagesgenaue
Aktualisierungsfrist! Entscheidend hierbei ist das
Ausstellungsdatum Ihres „Röntgenscheins“ bzw.
das Datum der letzten Aktualisierung.
(Beispiel: Letzte Aktualisierung war am 30.06.2010; spätestens am 29.06.2015 muss der Röntgenschein aktualisiert werden, sonst muss ein Antrag auf verspätete Aktualisierung gestellt werden!)
Informationen und ein Skriptum zur Vorbereitung, sowie das Anmeldeformular „F“ finden Sie unter:
www.fazh.de unter der Rubrik
Praxispersonal ► Röntgen/Strahlenschutz
Ihre Ansprechpartnerin:
Röntgenkurse
Tanja Kaiser
Telefon: 069 427275-184
Telefax: 069 427275-194
E-Mail: [email protected]
Deutscher Zahnärztetag
Der aktuelle Flyer mit Anmeldeformular liegt dem Fortbildungsprogramm für Praxismitarbeiter/-innen bei.
Oder Sie finden ihn unter:
www.fazh.de unter der Rubrik
Kongresse/Tagungen ► Deutscher Zahnärztetag
20
DHZH 2/2015
Ihr Ansprechpartner:
Deutscher Zahnärztetag
Christian Müller
Telefon: 069 427272-192
Telefax: 069 427275-194
E-Mail: [email protected]

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