VZ Geschäftsbericht 2015 - Viehzentrale Südwest GmbH

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VZ Geschäftsbericht 2015 - Viehzentrale Südwest GmbH
GESCHÄFTSBERICHT 2015
Viehzentrale Südwest GmbH
Viehhofstraße 10
70188 Stuttgart
INHALT
Vorwort 2
Aktivitäten der VG / VZ - Gruppe
4
Lagebericht der
Viehzentrale Südwest GmbH
13
Jahresabschluss25
Bericht des Aufsichtsrats 38
Liebe Landwirte,
sehr geehrte Damen und Herren,
das Jahr 2015 war für die Landwirtschaft und Ihr Umfeld sicherlich kein leichtes Jahr.
Sowohl auf den weltweiten als auch auf den nationalen Märkten hat sich die Nachfrage nach Agrarprodukten deutlich verschlechtert. Viele Agrarmärkte
neigten plötzlich zur Schwäche – die Euphorie der Vorjahre war wie vom Winde verweht.
Mit dem weltweiten Stimmungswandel an den Agrarmärkten ging auch ein rasanter Preisverfall für unsere Agrarprodukte einher.
Bezogen auf unseren Geschäftsbereich schlossen die Märkte im Bereich der tierischen Veredlung mit ruinösen Schweine- und Ferkelpreisen zum Ende des Jahres 2015. Das anhaltend
große Angebot macht uns zum schwächsten Glied in der Wertschöpfungskette.
Etwas ausgeglichener gestalten sich glücklicherweise die Märkte für Rind- und Lammfleisch.
Insgesamt eine Situation, die im Bereich der Nutz- und Schlachtviehhaltung leider nicht neu
ist. Bereits in früheren Zeiten gab es immer wieder Phasen, in denen eine auskömmliche Tierhaltung nicht möglich war.
Neu sind aber die zusätzlichen Belastungen, die von unseren Betriebe zu tragen sind. Als Ausfluss des pauschale Mißtrauens in die Tierhaltung versucht die Politik unter dem Druck der
Gesellschaft mit einer Flut von neuen Gesetzen und Dokumentationspflichten die Tierhalter
zu reglementieren. Am Beispiel der Einführung der Ebermast wird deutlich sichtbar, dass es für
die Praxis keine schnellen und einfachen Lösungen gibt.
Im Gesamtkontext ist die Frage berechtigt, wie es bei diesen Rahmenbedingungen möglich
ist, seinen Betrieb für die Zukunft zu rüsten?
Einfache Antworten auf diese Frage gibt es nicht.
Ganz entscheidend ist aus meiner Sicht, wie sich jeder einzelne Betrieb diesen Herausforderungen stellt! Der Tierhalter der Zukunft muss Mut und Ideen haben.
Gleiches gilt aber auch für unseren genossenschaftlichen Verbund. Die Mitglieder sind Teil
des Unternehmens und können Entwicklungen beeinflussen. Mit 2,9 Millionen vermarkteten
Tieren und einer über 100 jährigen Geschichte sind wir eine feste Größe im deutschen Markt.
Auch die Generationen vor uns haben Veränderungen mitgemacht und mit neuen Ideen unser Unternehmen nach vorne gebracht.
Lassen Sie uns gemeinsam in diesem Sinne unsere Genossenschaft in die Zukunft führen.
Ihr
Dr. Reinhard Funk
Aufsichtsratsvorsitzender der Viehzentrale Südwest GmbH
Vorstandsvorsitzender der Vieherzeuger-Gemeinschaft e.G.
3
Liebe Marktpartner unserer
Unternehmensgruppe,
das Jahr 2015 war auf dem Vieh- und Fleischsektor – wie auch auf
den Agrarmärkten insgesamt – durch Licht und Schatten geprägt.
Der Schweine- und Ferkelmarkt stand fast ganzjährig unter Angebots- und Preisdruck. Dem gegenüber ermöglichte die ausgeglichene Marktlage im Rinderund Lämmerbereich ein akzeptables, zufriedenstellendes Preisniveau.
Die Unternehmen der VG/VZ-Gruppe sind Teil der Vermarktungskette und spüren deshalb in
direkter Weise den Bedarf bzw. den Druck der Märkte mit den entsprechenden wirtschaftlichen Konsequenzen.
Im zurückliegenden Jahr wurde einmal mehr deutlich, dass unsere Gruppe mit ihrem Portfolio
gut aufgestellt ist. Dies gilt nicht nur für die Diversifizierung nach Tierarten sowie nach Nutzund Schlachttieren, sondern auch für die unterschiedliche regionale Präsenz.
Enorme Strukturveränderungen in einer Region bzw. in einem Sektor können durch andere
Bereiche zumindest teilweise abgefedert werden. Durch dieses Portfolio ist es uns möglich,
eine kontinuierlichere Unternehmenspolitik mit stabilen Leistungsfaktoren zu fahren. Dies gilt
sowohl für die Konditionen gegenüber unseren Marktpartnern, für die Warenrückvergütungen und Dividende gegenüber unseren Mitgliedern als auch für die Eigenkapitalbildung der
VG/VZ-Gruppe.
Gerade in diesen Zeiten, in denen die Landwirtschaft und insbesondere die Tierhaltung enormen Herausforderungen gegenübersteht, ist die Verlässlichkeit, die Leistungsfähigkeit, die
Kontinuität und die wirtschaftliche Stärke des Vermarktungspartners von zentraler Bedeutung.
Diesen Ansprüchen wollen wir auch im vor uns liegenden Jahr 2016 in Ihrem Auftrag gerecht
werden.
Ihr
Dr. Rainer Pflugfelder
Geschäftsführer
der Viehzentrale Südwest GmbH, der NVG-bovex GmbH und
der Vieherzeuger-Gemeinschaft e.G.
Geschäftsbericht 2015
4
AKTIVITÄTEN DER VG/VZ-GRUPPE
AKTIVITÄTEN DER VG / VZ-GRUPPE
Winterveranstaltungen 2015/2016: Fütterungsmanagement, Ferkelkastration, Ebermast, Initiative Tierwohl, Öko-Erzeugung
Die Winterveranstaltungen starteten im
Dezember mit einer Gruppe von Schweinemästern, im Rahmen der Marktgemeinschaft tierischer Erzeugnisse e.V.
„Gesunder Darm = Gesunde Schweine“
Der Gastreferent Dr.
Gerhard Stalljohann,
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen,
informierte
über die Unerlässlichkeit von Futtermanagement und
Futterhygiene in der
Schweinehaltung.
Dr. Gerhard Stalljohann, LandwirtschaftsEs ist sehr wichtig,
kammer Nordrhein-Westfalen
die Schweine nach
ihrem Alter und ihrer Leistung zu füttern.
Der empfindliche Darm kann rapide Futterumstellungen nicht immer so leicht wegstecken. Eine Balance zwischen Ernährung,
Immunsystem und Mikroflora (=Darm)
muss hergestellt werden. Betriebsindividuell kann die Fütterungsstrategie nach
folgenden Parametern optimiert werden:
Leistungs- und umweltangepasstes Nährstoffangebot, ausreichende Faserversorgung und verdauungsfördernde Futteraufbereitung. Dadurch kann eine höhere
Effizienz mit einer besseren Nachhaltigkeit
erreicht werden. Verschiedene Fütterungsstrategien oder Zusätze wurden beleuchtet. CCM kombiniert mit Maissilage fördert
die Darmgesundheit und gibt viel Energie.
Versuche mit Wiesengraspellets zeigten einen Erfolg bei Schwanzbeißern und Durch-
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fall. Auch die Beschaffenheit des Getreides
gibt einen Aufschluss: zu fein gemahlenes
Getreide kann zu vermehrter Geschwürbildung führen. Die Homogenität der Fütterungsmasse ist ebenfalls wichtig, um eine
gleichmäßige Versorgung anzustreben.
Flüssigfutter sollte vor der Fütterung kurz
eingeweicht werden, um eine homogene
Masse zu erhalten.
Einsatz heimischer Proteinträger
Auf der Veranstaltung für die Aufzüchter
Mitte Januar 2016, referierte Martin Schäffler vom Institut für Schweinefütterung,
Tierernährung und
Fu t t e r w i r t s c h a f t
Grub, über den
Einsatz heimischer
Proteinträger in der
Schweinefütterung
und deren Möglichkeiten und Grenzen.
In Versuchen werden
zum einen die Aminosäure (AS)-Kon- Martin Schäffler, Institut für Schweinezentrationen (Lysin, fütterung, Tierernährung und Futterwirtschaft, Grub
Methionin, Cystein,
Threonin, Tryptophan) in den veschiedenen
Feldfrüchten verglichen und zum anderen
die Verdaulichkeit im Dünndarm untersucht. Dabei kam man zu dem Ergebnis,
dass bei den heimischen Leguminosen ein
anderes AS-Muster zu den nicht heimischen
AS vorhanden ist. Die hiesigen StandardMineralfutter sind nicht an diese Muster
angepasst. Die AS-Verdaulichkeit ist gering
und schwankend, ebenso haben die Legu-
AKTIVITÄTEN DER VG/VZ-GRUPPE
minosen verzehrshemmende Inhaltsstoffe.
Im Fütterungsversuch der Ferkelaufzucht
wurden HP-Soja, „Donausoja“, Rapsextraktionsschrot und Ackerbohnen verglichen.
Das Fazit der Versuche war, dass man bei
der Auswahl der Leguminose auf tanninarme Ackerbohnensorten zurückgreifen sollte, Erbsen sollten weißblühend sein und Lupinen sollten von der Sorte Süßlupine sein.
Durch Futteruntersuchungen sollten die
Eiweiß- und AS-Gehalte bestimmt werden.
Das verwendete Mineralfutter sollte abgestimmt sein. Der Einsatz von heimischem
Soja ist begrenzt durch die Aufbereitungsqualität, die Kosten und den Fettgehalt.
Rapsprodukte haben eine geringere Dünndarmverdaulichkeit.
Es ist also in jedem Fall eine Prüfung und
genaue Berechnung eines moderaten Einsatzes von heimischen Proteinquellen nötig.
Alternativen und Perspektiven in der Nutztierhaltung
Einer der Gastreferenten der diesjährigen VZ-Winterveranstaltung war Frank
Bieger, Verkaufsleiter
Metzgerei
der REWE Region
Südwest. Er zeigte
die Verbraucherbedürfnisse
und
die Wichtigkeit der
Regionalität, also
dem Wissen um
die Herkunft der
Frank Bieger, REWE
Produkte, und der
Nachhaltigkeit auf. Dabei wies er auch auf
die Schwierigkeit hin, qualifizierte Fachkräfte und Auszubildende im Lebensmitteleinzelhandel zu finden. REWE spricht
sich zu diesem Zeitpunkt dafür aus, dass ab
2017 voraussichtlich nur noch Fleisch von
nicht betäubungslos kastrierten Schweinen
in den Filialen verkauft wird.
Zweiter Gastreferent
bei dieser Veranstaltung war der Naturland Fachberater
Jürgen Herrle. Vor
dem
Hintergrund
des
fortschreitenden
Strukturwandels und der immer
schwieriger
werdenden kostende- Jürgen Herrle, Naturland
ckenden Produktion im Nutztierbereich,
stellte Jürgen Herrle die Öko-Erzeugung als
mögliche Produktionsalternative vor. Die
Erzeugerpreise seien im Ökobereich stabil
mit garantierten Verträgen über 5 Jahre.
Die Absatzmarge sei im Verhältnis zur konventionellen Produktion relativ klein. Die
größten Herausforderungen liegen aktuell bei Betriebsumstellungen in der freien
Abferkelung, dem Auslauf und der betäubungslosen Kastration. Die Sauen haben
durchschnittlich 23 lebend geborene Ferkel
pro Jahr, die Säugezeit beträgt 40 Tage. Die
Fütterung der Schweine erfolgt größtenteils über heimische Eiweiß-Futtermittel.
Herrle geht davon aus, dass auch die konventionelle Produktion immer mehr in diese Richtung gehen wird. Der Ausstieg aus
der Ferkelkastration ist nur einer von vielen
Punkten. Hier ist Naturland ganz klar für die
Gabe von Isofluran, kombiniert mit Mitteln
zur Schmerzausschaltung während der Kastration.
Im Rinderbereich ist die Öko-Produktion
einfacher gestaltet. Mit raufutterbetonter
Fütterung im Milchviehbereich und Rindermast mit Mais statt Kleegras, ist die Umstellung leichter.
Geschäftsbericht 2015
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AKTIVITÄTEN DER VG/VZ-GRUPPE
Herausforderungen in der Schweinehaltung
Zu diesem Thema
referierte bei der
diesjährigen
DWAWinterveranstaltung
Werner Lichtendahl,
von der ASL GmbH.
Im Speziellen ging es
um Endotoxine in der
Sauenhaltung.
Die
Werner Lichtendahl, ASL GmbH
Gesundheit der Ferkel
fängt dabei schon bei der Gesundheit der
Sau an, da die Endotoxine über die Milch
der Muttersau weitergegeben werden.
Symptome sind Gefäßerweiterungen und
Rötung, Schmerz, Fieber, Blutdruckabfall
und Blutgerinsel. Bei der Behandlung mit
Antibiotika muss damit gerechnet werden,
dass Endotoxine freigesetzt werden. Darum sollten neben Antibiotika Medikamente
eingesetzt werden, welche die durch Endotoxine angeschobene Entzündungskaskaden über längere Zeit blockieren. Insbesondere das Fieber muss rasch gesenkt werden,
damit die Bildung größerer Endotoxinmengen verhindert wird.
Dr. Rebecca Holmes, von der Stabsstelle der
Landesbeauftragten für Tierschutz (MLR),
widmete sich dem umstrittenen Thema betäubungslose Kastration bei männlichen
Ferkeln. Als Alternativen zeigte Frau Holmes zuerst die Ebermast auf. Dabei zeigen
sich bei bis zu 80% der Tiere Penisverletzungen aufgrund von Rangkämpfen, zudem entwickeln 3-5% der Tiere Ebergeruch
wobei es nach wie vor
keine gesicherte Nachweismethode gibt. Die
zweite Möglichkeit lautet Immunokastration.
Hier fehlt derzeit zum
einen die Akzeptanz in
der Gesellschaft und
zum anderen ist es mit
4,50€/Tier relativ kos- Dr. Rebecca Holmes, Ministerium für
Ländlichen Raum und Verbrauchertenintensiv. Die dritte schutz
Möglichkeit über Inhalationsnarkose mit
Isofluran ist derzeit in Deutschland nicht zugelassen, da eine schmerzlinderne Wirkung
nicht bestätigt werden kann. Frau Dr. Holmes verweist auf die Agrarministerkonferenz im April, die hoffentlich mehr Klarheit
bringt.
Projekt: Schweineproduktion mit reduziertem Sojaschroteinsatz
Im Rahmen eines Fütterungsversuches prüfen wir derzeit gemeinsam mit Mitgliedsbetrieben, ob es möglich ist, bei einem
reduzierten Einsatz von Sojaschrot in der
Schweinefütterung ohne Leistungseinbußen Ferkel und Mastschweine zu erzeugen.
Um dies festzustellen haben sich mehrere Betriebe eines DWA-Systems sowie der
angeschlossene Ferkelaufzucht- und Mastbetrieb dazu bereit erklärt, ihre Fütterung
entsprechend umzustellen. Sojaschrot soll
so weit wie möglich unter anderem durch
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thermisch aufgeschlossenen Raps oder
Leinsaat ersetzt werden.
Seitens der VZ wird der Versuch von Herrn
Wolfgang Bieg begleitet, der auch Systembetreuer des betreffenden DWA-Systems
ist.
Sollte das Vorhaben gelingen, so haben die
Betriebe signalisiert, wollen sie auch künftig
den Einsatz von Sojaschrot reduzieren oder
wenn möglich völlig darauf verzichten.
Die VG hat sich bereit erklärt, das Projekt finanziell zu unterstützen.
AKTIVITÄTEN DER VG/VZ-GRUPPE
Projekt: EIP Projekt - heimisches Eiweiß
Das EIP-Projekt „Heimisches Eiweiß“ soll
landwirtschaftlichen Betrieben eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und
der Rentabilität bringen. Dabei bauen heimische Ackerbaubetriebe GVO-freies Soja
an, welches von schweinehaltende Betriebe
verfüttert wird. Das GVO-freie Soja ist als
Alternative zum importierten GVO-haltigen
Soja auf die biologische Leistung und die
Schlachtleistungen zu testen. Schweinehal-
tende Mitgliedsbetriebe der VG/VZ-Gruppe
sind hier mit in den Feldversuchen integriert. Die VG/VZ beschäftigt sich unter anderem mit den Leistungsergebnissen und
den daraus resultierenden Vermarktungspotenzialen.
Das Projekt ist vom Ministerium anerkannt
worden und befindet sich aktuell in der organisatorischen Phase.
Baden-Württembergische Lammfleischerzeugergemeinschaft
Mitgliederversammlung im EDKEA Fleischwerk
in Rheinstetten
Nach dem Besuch der EDEKA Südwestfleisch zum 10-jährigen Jubiläum des
Württemberger Lammes vor 3 Jahren, war
die Mitgliederversammlung in diesem
Jahr wieder mit einer Besichtigung des
Fleischwerkes in Rheinstetten verbunden.
Das Interesse der Schäfer war riesig. Es reisten so viele Personen an, dass der Raum nur
knapp ausreichte.
Zuvor begrüßte einer der beiden Geschäftsführer der EDEKA Südwestfleisch, Jürgen
Mäder, die Gäste und gab einen Überblick
über die EDEKA Südwestfleisch GmbH. Mäder betonte in seinem Vortrag vor allem,
dass das Bild der Landwirtschaft in der heutigen Gesellschaft nicht mehr realistisch ist.
Doch im Gegensatz zum Schweinebereich,
ist das Image des Schafbereichs weitaus
besser. Mit Regionalitäts- und Qualitätsprogrammen wie „Gutfleisch“ und „Hofglück“
im Schweinebereich, „Beef No.1“ im Rinderbereich und „Württemberger Lamm“ im
Lämmerbereich, möchte EDEKA das Image
in allen Bereichen zurückgewinnen.
Im Anschluss an seinen Vortrag bedankten sich der erste Vorstand, Herbert Wiedenman, sowie der Geschäftsführer Ulrich
Rothweiler im Namen der Baden-Württembergischen Lammfleischerzeugergemeinschaft bei Jürgen Mäder für die große
Gastfreundschaft und die gute langjährige
Zusammenarbeit.
Geschäftsbericht 2015
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AKTIVITÄTEN DER VG/VZ-GRUPPE
v.l.: Jürgen Mäder, Ulrich Rothweiler, Herbert Wiedenmann
Mit mehr als 60 Teilnehmern ging es dann in
2 Gruppen durch das Fleischwerk. In der Zerlegung kommen die Schweinehälften und
Rinderviertel an verschiedenen Bändern an.
Die Zerleger arbeiten an für sie angepassten Arbeitsplätzen am Band. Ein Teil der Zerlegung ist automatisiert, sodass die Hälften
beispielsweise in genau gleich große Stücke zerteilt werden und dementsprechend
genau zerkleinert werden können. Die Teilstücke werden in weißen und blauen Kisten
über Förderbänder zu dem nächsten Bearbeitungsschritt befördert. Über Strichcodes
ist jede Kiste mit ihrem Bestimmungsort
bezeichnet, welchen die Fördermaschine
abliest und entsprechend weiterbefördert.
Es geht dann in die Wurstproduktion oder
direkt in die Verpackung. Nachdem die Bearbeitungs- und Verpackungsschritte erledigt sind, geht es mit dem fertigen Produkt
entweder direkt in den Versand oder in das
Hochregallager. Nach dem Warenversand
war der Rundgang durch das Werk beendet.
Die Tagesordnung ging nach einem hervorragenden Mittagessen weiter mit der
Mitgliederversammlung. Ulrich Rothweiler berichtete über die Entwicklungen am
Lammfleischmarkt. Weltweit sind die größten Schafbestände in China, Indien, Sudan,
Australien und der EU zu verzeichnen. Afrika, Asien und China haben steigende Schaf-
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bestände, wobei Chinas
Nachfrage nach Importen
noch immer steigend ist.
In der EU ist der Bestand an
Schafen durch die Trockenheit, Blauzungenkrankheit,
geringe Margen, steigende Bürokratisierung und
dem fehlenden Nachwuchs
an Schäfer/innen sinkend.
Dennoch entwickeln sich
die Erzeugerpreise nachhaltig nach oben. Rothweiler macht vor allem
auf die Entwicklung am britischen Markt
aufmerksam. Hier werden mit EU-Fördermittel- Kampagnen zur Lammfleischvermarktung aufgebaut, die den heimischen
Lammfleischmarkt gefährden könnten.
Das Jahr 2015 war für das Württemberger
Lamm ein gutes Jahr. In Bayern gab es einen
großen Zuwachs an Betrieben. Schaut man
die Entwicklung seit 2006 an, ist im Zuge
des Strukturwandels ein Minus von 8 % zu
verzeichnen. Die EZG konnte also deutlich
an Marktanteilen gewinnen.
In den Regularien wurden Vorstand und
Kassenwart von den Mitgliedern einstimmig entlastet. Auch die Satzungsänderungen wurden mit nur einer Gegenstimme
befürwortet.
Das Ziel der Erzeugergemeinschaft ist es,
in Bayern und RheinlandPfalz ein Pendant zum
Württemberger Lamm
aufzubauen. Daran wird
momentan mit Hochdruck gearbeitet.
Die vielen Zuhörer wurden nach der Präsentation von Ulrich Rothweiler mit einem Schlusswort von Herbert Wiedenmann verabschiedet.
AKTIVITÄTEN DER VG/VZ-GRUPPE
Das Enthornen von Kälbern - eine neue Kälberpreisfindung
§ 5 , TierSchG
(1) An einem Wirbeltier darf ohne Betäubung ein mit Schmerzen verbundener Eingriff nicht vorgenommen werden. Die Betäubung warmblütiger Wirbeltiere sowie von Amphibien und Reptilien ist
von einem Tierarzt vorzunehmen. Dies gilt nicht, soweit die Betäubung ausschließlich durch äußerliche Anwendung eines Tierarzneimittels erfolgt, das nach arzneimittelrechtlichen Vorschriften zugelassen ist, um eine örtliche Schmerzausschaltung zu erreichen, und nach dem Stand von Wissenschaft und Technik zum Zweck der Durchführung des jeweiligen Eingriffs geeignet ist. (...)
(3) Eine Betäubung ist ferner nicht erforderlich
(...)
2. für das Enthornen oder das Verhindern des Hornwachstums bei unter sechs Wochen alten Rindern,
(...)
Laut §5 und §6 des Tierschutzgesetzes dürfen Kälber maximal bis zur 6. Lebenswoche
betäubungslos enthornt werden, für dessen Schutz oder zum Schutz anderer Tiere.
Das schonende Enthornen der Kälber ist
eine einzuhaltende CC-Verpflichtung und
wird demzufolge auch kontrolliert.
Bei unter 42 Tage alten Kälber sind alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Schmerzen und Leiden der Tiere beim Eingriff zu
vermindern. Über 42 Tage alte Kälber dürfen
nur nach tierärztlicher Betäubung enthornt
werden. Der Rindergesundheitsdienst empfiehlt daher die schonende Verödung der
Hornanlagen im Alter von 10-12 Tagen vorzunehmen. Die Kälberkäufer fordern bereits
zum jetzigen Zeitpunkt Kälberpartien mit
100%iger Enthornungsquote.
Die Märkte für enthornte und nicht enthornte Kälber entwickeln sich zunehmend unterschiedlich.
Wir haben daher seit dem 01. April 2016 eine neue Preisfindung:
BASISPREIS 1
für fachlich korrekt enthornte Kälber*
BASISPREIS 2
für nicht enthornte Kälber*
Die Basispreise sind an der Geschäftsstelle oder von Ihrem
zuständigen Außendienstmitarbeiter zu erfahren.
* Die Angaben gelten für Bullenkälber der Rassen Fleckvieh und Fleischrassen-Kreuzungen
Geschäftsbericht 2015 10
AKTIVITÄTEN DER VG/VZ-GRUPPE
Überarbeitung unserer Internetseiten
Bereits seit Anfang diesen Jahres hat die VZ einen
neuen Webauftritt. Einige Dinge sind verändert im
Vergleich zur alten Internetseite:
• In den Kacheln auf der Startseite haben wir unsere wichtigsten Dienstleistungen für Sie „auf einen
Klick“ zusammengefasst.
• Unter „Erzeugerdatenbanken“ finden Sie QS-Salmonellen- und -Antibiotikamonitoring, die HI-Tier
Datenbank, MAIS und die öffentliche QS-Suchabfrage.
• Der Schweinepreisticker läuft wie gewohnt im
oberen Rand durch den Bildschirm - mit einem
Klick darauf erfahren Sie mehr zur Marktlage.
• „Aktuelles“ sind aktuelle Nachrichten von und
über die VZ.
Auch die Vieherzeuger-Gemeinschaft e.G. sowie die
Tochterunternehmen NVG-bovex GmbH und UEG
Gölsdorf GmbH bekommen im Laufe des Frühjahrs
ein neues Layout. Dieses wird wieder ähnlich dem
Aufbau der VZ-Seite sein.
Initiative Heimische Landwirtschaft - Radiospots für die Landwirtschaft
Die VG/VZ ist seit diesem Jahr Fördermitglied der Initiative Heimische Landwirtschaft. Die Heimische Landwirtschaft ist
ein Zusammenschluss von Landwirten, die
der Gesellschaft zeigen wollen, wie moderne Landwirtschaft heute
funktioniert. Gemeinsam
wollen sie erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit für die
Branche gestalten und setzen hierfür auf das Medium Radio.
Mitglied werden funktioniert so: Über Mitgliedsbeiträge, die sich nach der Fläche
richten (0,50 €/Hektar, mind. 100€), wird
eine Finanzierung der Radiowerbung erreicht. Die Mitgliedsbeiträge werden dann
eingezogen, wenn genügend Geld für
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die Werbung zusammengekommen ist.
Die landwirtschaftlichen Organisationen
können Fördermitglieder werden. Vorgefertigte Radiospots kommen dann in der
Region zum Einsatz. Die „Heimische Landwirtschaft“ hat bereits über 1.000 Mitglieder in einigen Bundesländern in Deutschland. Dort werden regelmäßig Radiospots
für die Landwirtschaft geschaltet. So soll die
Verbindung zwischen der Gesellschaft und
der Landwirtschaft neu gestärkt und weiter
ausgebaut werden. Denn nur mit Hilfe der
Landwirtschaft kann für sichere, gesunde
und nachhaltig hergestellte Nahrungsmittel gesorgt werden!
Mehr Infos und Anmeldung
www.heimische-landwirtschaft.de
auf:
AKTIVITÄTEN DER VG/VZ-GRUPPE
Das Messejahr 2015 - Bildergalerie
Johannitag,
Triesdorf Juni. ´15
Agra,
Leipzig April. ´15
MeLa,
Mühlengeez Sept. ´15
Regio agrar,
Augsburg Feb. ´16
Geschäftsbericht 2015 12
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LAGEBERICHT VZ
LAGEBERICHT DER
VIEHZENTRALE SÜDWEST GMBH
I. Geschäftsverlauf
1. Gesamtwirtschaftliche Lage
Solides Wirtschaftswachstum
Im Jahr 2015 setzte sich der konjunkturelle
Aufschwung in Deutschland fort. Trotz der
Wachstumsschwäche in den Schwellenländern und der erneuten Zuspitzung der griechischen Schuldenkrise in den Sommermonaten des Berichtsjahres 2015 blieb die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung hierzulande robust.
Den ersten Schätzungen des statistischen
Bundesamtes zufolge ist das Bruttoinlandsprodukt mit 1,7 % nochmals etwas stärker
gestiegen als im Vorjahr.
Wichtigster Treiber waren erneut die Konsumausgaben. Die privaten Konsumausgaben sind im bisherigen Verlauf des Konjunkturaufschwungs dynamischer gestiegen als
in den früheren Zyklen. Die Konsumausgaben des Staates legten noch stärker zu als
der Privatkonsum (+2,4 %). Die steigenden
staatlichen Konsumausgaben wurden nicht
zuletzt durch das sprudelnde Steueraufkommen getragen. Des Weiteren wurde
diese Entwicklung zudem von der positiven
Beschäftigungs- und Tariflohnentwicklung
sowie durch Kaufkraftgewinne durch den
niedrigen Ölpreis begleitet.
Angesichts der nach wie vor hohen Unsicherheit über die künftige Wirtschaftentwicklung und Wirtschaftspolitik, insbesondere in Griechenland und im Euroraum als
Ganzes, blieb der Anstieg der Ausrüstungs-
investitionen (+4,8 %) im Berichtsjahr 2015
erneut hinter den Wachstumsraten vergangener Phasen zurück.
Ungeachtet der schwächeren Entwicklung
in den Schwellenländern konnten die Exporte (+5,4 %) der deutschen Wirtschaft
spürbar ausgeweitet werden. Der Rückgang
des Eurowechselkurses hat hierzu auch sicherlich beigetragen.
Der deutsche Arbeitsmarkt präsentierte
sich 2015 erstmals in einer guten Grundverfassung. Die Arbeitslosigkeit ging weiter zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt derzeit
rund 6,4 %.
Die Inflationsrate ist in Deutschland von
0,9 % in 2014 auf niedrige 0,3 % in 2015 gesunken. Ausschlaggebend hierfür war der
rapide Preisverfall bei Rohöl.
Internationale Märkte
Die weltweit großen Ernten, die russische
Einfuhrsperre und eine sinkende Nachfrage
nach landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus
den Schwellenländern sorgten dafür, dass
die Preise für Agrarrohstoffe im Berichtsjahr
weiter unter massiven Druck gerieten.
Dies wird unter anderem durch den FAOPreisindex belegt, der im August 2015 auf
den niedrigsten Stand seit sechs Jahren fiel.
Zu Ende des Berichtsjahres 2015 lag er noch
um rund 15 % niedriger als im Vorjahr.
Geschäftsbericht 2015 14
LAGEBERICHT VZ
Entwicklung in der EU-Agrarpolitik
2. Branchenentwicklung
Im Juni 2013 haben sich der Agrarrat, das
Europäische Parlament und die EU-Kommission auf die EU-Agrarpolitik für den Zeitraum bis 2020 verständigt.
Rindfleischmärkte
Die Unterschiede zwischen den Flächenzahlungen in den EU-Staaten werden um
ein Drittel vermindert. Für Deutschland
bedeutet dies ein Verlust von 3 % seiner Direktzahlungen.
Der Unterschied besteht darin, dass 30 %
der Direktzahlungen an die Einhaltung der
Greening-Auflagen zur Fruchtfolgediversifizierung, zum Dauergrünlanderhalt und zur
Anlage von ökologischen Vorrangflächen
geknüpft ist.
Rückläufiges Pro-Kopf Einkommen für
deutsche Landwirte
In der Landwirtschaft ist die Lage gemeinhin sehr durchwachsen geblieben.
Nach Angabe des Deutschen Bauernverbandes mussten die landwirtschaftlichen
Haupterwerbsbetriebe im Wirtschaftsjahr
2014/2015 gegenüber dem Vorjahr einen
Einbruch ihrer Unternehmensergebnisse
um 34,8 % auf rund 43.000,- € hinnehmen.
Ein wichtiger Grund hierfür war die konjunkturelle Abschwächung in den Schwellenländern, welche die weltweite Nachfrage
nach Fleisch und Milchprodukten dämpfte.
Die Ertragslage hätte sich sogar noch stärker verschlechtert, wenn die Betriebe nicht
durch die niedrigen Futtermittel und Energiepreise entlastet worden wären.
Nach Schätzung der Food and Agriculture
Organization of the United Nations (FAO)
hat die weltweite Rindfleischerzeugung im
Jahr 2014 um + 0,3 % auf 68,3 Mio. Tonnen
Schlachtgewicht zugenommen.
Der weltweite Handel von Rindfleisch ist im
Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Der
Import an Rindfleisch belief sich in 2015 auf
9,188 Mio. Tonnen (i.V. 9,161 Mio. Tonnen),
der Export auf 9,659 Mio. Tonnen (i.V. 9,607
Mio. Tonnen).
Die Rindfleischproduktion in der EU ist 2015
beachtlich gewachsen. Auf dem erhöhten
Niveau dürfte sich das Rinderaufkommen
im Jahr 2016 knapp behaupten. Laut AMIPrognosen wird für 2015 mit einer Produktionsmenge von 7,9 Mio. Tonnen Rindfleisch
gerechnet. Das ist ein Plus gegenüber dem
Vorjahr von rund 300.000 Tonnen oder 4 %.
Die Anzahl der in Deutschland gehaltenen
Rinder lag im Mai 2015 bei etwa 12,7 Mio.
Stück. Damit ist der deutsche Rinderbestand
annähernd stabil geblieben (-0,7 %).
Mit voraussichtlich 1,176 Mio. Tonnen
Schlachtgewicht liegt die deutsche Rindfleischerzeugung in 2015 um 0,4 % über dem
Stand des Vorjahres.
Mit 3,19 Millionen geschlachteten Rindern
(i.V.: 3,28 Mio.) in Deutschland verringerte
sich die Stückzahl um 2,8 %. Bei den Kuhschlachtungen ist ein Rückgang von 4 % auf
rund 1,24 Mio. Stück zu verzeichnen.
Nachdem die Preise für Jungbullen der Handelsklasse R3 im Juli 2015 ihren Jahrestiefstand erreichten, entwickeln sie sich seitdem
durchweg stabil bis fester.
Der Durchschnittspreis für Jungbullen der
15
LAGEBERICHT VZ
Handelsklasse R3 lag im Jahr 2015 bei 3,79
€/kg (i.V. 3,61 €/kg). Der Schlachtpreis für
Schlachtkühe (R3) belief sich auf 3,11 €/kg
(i.V. 3,03 €/kg).
Der Selbstversorgungsgrad lag bei 107 %
und der Pro-Kopf-Verbrauch bei 9,2 kg.
Schweinefleischmärkte
2015 bundesweit 56.000 Sauen oder 2,7 %
weniger gezählt als zum entsprechenden
Vorjahresmonat.
Die weltweite Erzeugung von Schweinefleisch wird von der FAO für 2015 auf 118,8
Mio. Tonnen geschätzt. Das sind gegenüber
dem Vorjahr 1,3 % mehr.
Der weltweite Handel von Schweinefleisch
hat im Vergleich zum Vorjahr abgenommen. Der Import an Schweinefleisch belief
sich in 2015 auf 6,818 Mio. Tonnen (i.V. 6,942
Mio. Tonnen), der Export auf 6,964 Mio. Tonnen (i.V. 7,006 Mio. Tonnen).
Auf Grund der Prognose aus Oktober 2015
der FAO liegt die Erzeugung von Schweinefleisch in der EU-27 im Jahr 2015 bei 22,4
Mio. Tonnen.
Es gibt rund 28,1 Mio. Schweine in Deutschland. Das entspricht dem Vorjahresniveau.
Mit rund 2,0 Mio. Tieren wurden im Mai
Im Jahr 2015 werden voraussichtlich rund
3,5 Mio. Schweine und Ferkel aus Deutschland im Ausland verkauft. Damit ist diese
Vermarktungsmenge stabil geblieben.
Während die Zahl der in Deutschland gehaltenen Schweine noch bis zur Mitte des
vergangenen Jahres stabil war, wurde in
der 2. Jahreshälfte ein deutlicher Rückgang
verzeichnet. Im November 2015 wurden
insgesamt 27,7 Mio. Schweine in 25.700 Betrieben gehalten. Gegenüber dem vergangenen Jahr entspricht dies einem Rückgang
um 2,4 %. Die Anzahl der Schweineschlachtungen für 2014 wird auf 59,4 Mio. Schweine geschätzt.
Geschäftsbericht 2015 16
LAGEBERICHT VZ
Der Selbstversorgungsgrad in Deutschland
liegt nach Schätzungen bei 120 %. Der ProKopf-Verbrauch lag bei 37,3 kg (i.V. 38,2 kg).
Die Erzeugerpreise in der EU sind in 2015 mit
geschätzt 1,40 Euro je Kilogramm Schlachtgewicht für Schweine der Handelsklasse
17
E um 17 Cent pro Kilogramm und damit
rund 11 % niedriger als im Vorjahr. Häufig
ist die Produktion kräftiger gewachsen als
die Fleischnachfrage Schritt halten konnte,
wodurch über weite Strecken des Jahres die
Schweinepreise unter Druck gerieten.
LAGEBERICHT VZ
3. Absatz- und Umsatzentwicklung der Viehzentrale Südwest GmbH
Der Absatz der gehandelten Tierarten entwickelte sich in den letzten fünf Jahren wie folgt:
2015
Stück
Veränderung
zum Vorjahr
%
122.548
+ 1,8
1.209.851
+ 2,5
78.869
82.184
+ 4,2
34.318
36.840
37.283
+ 1,2
1.419.980
1.372.928
1.463.343
1.326.468
- 9,4
82.193
69.789
61.970
54.669
- 11,8
Schlacht- und
3.036.678 2.829.929 2.801.662
Nutzvieh gesamt
2.942.236
2.833.003
- 3,7
2011
Stück
2012
Stück
2013
Stück
2014
Stück
Rinder
129.731
128.121
122.227
120.371
Schweine
1.145.701
1.076.323
1.123.218
1.180.843
Schafe, Lämmer
90.878
88.922
79.182
33.630
34.390
Ferkel 1.537.940
Unternehmensbereich
Schlachtvieh
Nutzvieh
Großvieh/Kälber
Sauen / Eber
98.798
Die Gesamtstückzahlentwicklung war im
Vergleich zum Vorjahr rückläufig.
Im Bereich Schlachtvieh/Rinder konnten
wir die Stückzahl insbesondere aufgrund
unserer Programmangebote um 2.177 Tiere
auf 122.548 Tiere steigern. Der wertmäßige
Umsatz ist überproportional um 5,8 % angestiegen.
Die Stückzahl vermarkteter Schlachtschweine ist deutlich um 29.008 Tiere angestiegen.
Der wertmäßige Umsatz ist jedoch trotz der
gestiegenen Stückzahl, aufgrund des hohen Angebotes und damit des gesunkenen
Preises, um 7,3 % zurückgegangen.
Im Bereich Schlachtvieh/Lämmer konnten
wir trotz eines etwas rückläufigen Angebotes die Stückzahl um 3.315 Tiere auf 82.184
Tiere steigern.
Aufgrund leicht gestiegener Preise hat der
wertmäßige Umsatz überproportional um
6,6 % zugelegt.
Im Bereich Nutzvieh/Großvieh/Kälber sind
die Stückzahlen um 443 Tieren auf 37.283
Tiere angestiegen.
Nach einem Preistief im Jahr 2014 haben
sich die Preise etwas erholt. Dies hat zu einem wertmäßigen Zuwachs für die von uns
gehandelten Tiere von 5,5 % geführt.
Im Bereich Zuchtschweine hat sich der
Stückzahlrückgang weiter fortgesetzt. Im
Vergleich zum Vorjahr haben wir 7.301 Tiere auf 54.669 Tiere verloren. Dies ist dem
andauernden Strukturwandel in unserem
Kerngebiet in Baden-Württemberg geschuldet.
Der wertmäßige Umsatz bildete sich um
26,6 % zurück.
Im Ferkelbereich war die Stückzahlentwicklung aufgrund des Rückganges der
Sauenhalter und auch aufgrund geringerer
externer Zukäufe deutlich rückläufig. Hier
ging die Stückzahl um 136.875 Tiere auf
Geschäftsbericht 2015 18
LAGEBERICHT VZ
1.326.468 Tiere zurück.
Aufgrund des Überangebotes an Ferkeln
haben sich die Preise deutlich zurückgebildet. Der wertmäßige Umsatz ist um 24,4 %
eingebrochen.
Investitionen und Finanzierung
Die Sachinvestitionen beliefen sich im Berichtsjahr auf 1.409,1 TEUR. Davon entfielen 1.291,3 TEUR auf Ersatzinvestitionen im
Fuhrpark.
Die Finanzierung der Sach- und Finanzinvestitionen erfolgte durch verdiente Abschreibungen und aus dem Ergebnis.
Die Investitionen für das Jahr 2016 sind mit
1.950 TEUR geplant, schwerpunktmäßig für
den Fuhrpark.
Personal- und Sozialbereich
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
während des Geschäftsjahres betrug 213
Mitarbeiter und hat sich damit um 4 Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr erhöht.
Der Zuwachs resultiert aus der Erhöhung von
geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen.
19
Die Viehzentrale Südwest GmbH beschäftigt
eine große Anzahl langjähriger Mitarbeiter.
Die Fluktuation war wie in den Vorjahren
niedrig.
Wir haben den Weiterbildungsbedarf unserer Mitarbeiter systematisch ermittelt. Daraufhin haben wir im Jahr 2015 mit unseren
Mitarbeitern zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen im Bereich Vertrieb und Führung
durchgeführt.
Sonstige wichtige Vorgänge des
Geschäftsjahres
Die Gesellschafter der Viehzentrale Südwest GmbH, Stuttgart haben diese auf ihre
Schwestergesellschaft, die Agrar-Service
GmbH, Stuttgart rückwirkend zum 01.01.2015
verschmolzen.
Anschließend wurde das aufnehmende Unternehmen in Viehzentrale Südwest GmbH,
Stuttgart umfirmiert.
LAGEBERICHT VZ
II. Lage des Unternehmens
1. Vermögens- und Finanzlage
780,0 TEUR zurückgeführt.
Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtvermögen beträgt 21,3 % (i.V. 22,0 %).
Die Pensionsrückstellungen haben sich um
9,6 TEUR vermindert. Trotz umfangreicher
Rentenzahlungen erfolgt nur eine geringe
Verringerung der Rückstellungen. Dies ist
durch die Absenkung des Abzinsungssatzes
bedingt.
Der Anteil des Eigenkapitals am Gesamtkapital ist weiter von 42,2 % auf 44,2 %
angestiegen. Das Anlagevermögen ist vollständig durch eigene Mittel finanziert, der
Anlagendeckungsgrad beträgt 207 %.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind der wesentliche Aktivposten.
Sie liegen mit 20.798 TEUR über denen des
Vorjahresniveaus (19.368 TEUR).
Die liquiden Mittel bewegen sich mit 5.641,4
TEUR über dem Vorjahresniveau (4.669,1
TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten wurden um 130,3 TEUR auf
Die sonstigen Rückstellungen sind aufgrund höherer Erfordernisse um 60 TEUR
angestiegen. Die Steuerrückstellungen sind
aufgrund der mit der Verschmelzung verbundenen Grundstücksübertragungen um
86 TEUR auf 100 TEUR angestiegen.
Die relevanten Kennzahlen zur Vermögensund Finanzlage sind in den nachfolgend
aufgeführten Tabellen über einen Zeitraum
von fünf Jahren dargestellt.
2011
2012
2013
2014
2015
Anlagenintensität
20,7
20,4
20,6
22,0
21,3
Eigenkapitalquote
28,0
31,1
36,4
42,4
44,2
Geschäftsbericht 2015 20
LAGEBERICHT VZ
Kapitalflussrechnung DRS 2 (indirekte Mittel)
2014
TEUR
2015
TEUR
705
1.294
Ab-/Zuschreibungen auf Gegenstände
des Anlagevermögens
1.126
979
Veränderung der Rückstellungen
-319
136
Jahresüberschuss
Jahres-Cashflow
Veränderungen der übrigen Posten
aus der laufenden Geschäftstätigkeit
Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Veränderung der liquiden Mittel
(Finanzmittelfonds)
2.409
1.484
-510
2.996
1.899
-643
-1.178
-2.280
252
73
973
2. Ertragslage
im Dienstleistungsbereich geführt hat.
Der Rohertrag ist im Vergleich zum Vorjahr
um 4,5 % angestiegen. Insbesondere haben
Einsparungen beim externen Warenaufwand zu dieser Rohertragsverbesserung
geführt.
Im Fuhrparkbereich haben wir von den
rückläufigen Treibstoffkosten profitiert.
Insgesamt gingen die Aufwendungen im
Fuhrbetriebsbereich um 6,5 % zurück.
Die sonstigen Betriebserträge sind aufgrund
höherer Dienstleistungs- und Personalgestellungserträge gegenüber Tochterunternehmen um 87,1 TEUR auf 2.458,7 TEUR
angestiegen.
Der Personalaufwand ist aufgrund Tariferhöhungen leicht angestiegen.
Die sonstigen Verwaltungskosten sind, bedingt durch die Verschmelzung der Viehzentrale Südwest GmbH auf die Agrar-Service
GmbH, Stuttgart im Bereich Rechts- und
Beratungskosten angestiegen. Des Weiteren weisen wir höhere Beratungskosten im
EDV-Bereich aufgrund der Modernisierung
der EDV-Ausstattung aus. Im Rahmen der
Initiative Tierwohl haben wir weitere externe Leistungen in Anspruch genommen,
was ebenfalls zu einem Anstieg der Kosten
21
1.512
Die Erträge aus Beteiligungen sind leicht
angestiegen.
Das Zinsergebnis hat sich trotz geringerer
Ausleihungen im Wechselbereich aufgrund
geringerer Sollzinsen leicht verbessert.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist deutlich von 1.093,5 TEUR auf
1.530,2 TEUR angestiegen.
Aufgrund der vorhandenen steuerlichen
Verlustvorträge ist der Aufwand für Ertragssteuern deutlich zurückgegangen.
Aufgrund der Übertragung von Grundstücken durch den Verschmelzungsprozess
sind die sonstigen Steuern deutlich angestiegen.
Der Jahresüberschuss wird mit 1.294,4 TEUR
um 589,6 TEUR über dem Vorjahreswert
ausgewiesen .
LAGEBERICHT VZ
Veränderung
zum Vorjahr
%
2011
2012
2013
2014
2015
14.846
16.008
14.411
13.815
14.441
4,5
2.321
2.351
2.421
2.384
2.459
3,2
Summe ordentliche
Erträge
17.167
18.359
16.832
16.199
16.900
4,3
Personal- und
Sachaufwand
16.722
17.335
16.716
16.159
16.026
-0,8
534
741
690
604
622
3,0
-488
-396
125
61
-202
0
0
0
0
0
0
0
491
1.369
931
705
Rohertrag
Sonstige
Betriebserträge
Finanzergebnis
Neutrales Ergebnis
und Steuern
a.o. Ergebnis
Jahresergebnis
1.294
83,6
2011
2012
2013
2014
2015
Umsatzrentabilität1
0,1
0,5
0,4
0,3
0,4
Gesamtkapitalrentabilität2
3,4
6,3
4,6
4,1
4,5
Ergebnis vor Ertragssteuern und Zinsaufwand ÷ Umsatzerlöse
Ergebnis vor Ertragssteuern und Zinsaufwand ÷ Bilanzsumme
1
2
III. Chancen- und Risikobericht
Die Risiken der Viehzentrale Südwest GmbH
wurden analysiert und mittels Inventur festgestellt. Zur genauen Quantifizierung möglicher Risiken werden diese konstant überwacht und an die Unternehmensaktivitäten
angepasst.
Dabei haben wir folgende Risiken ausfindig
gemacht:
• Beschaffungsmarkt, Vieheinkauf;
• Absatzmarkt; Konzentration auf wenige
Abnehmer;
• Vertrieb, Verteuerung der Transportkosten
durch Autobahnmaut und Treibstoffkosten;
• Debitorenrisiko, Ausfall von Forderungen;
• Zinsänderungsrisiko;
• Seuchenausbruch;
• Verwaltungsrisiko;
• Ausfall der EDV;
• Kündigung von Mitarbeitern;
• Vertrauensschaden durch Mitarbeiter.
Zur Überwachung, Vermeidung bzw. Minimierung der einzelnen Risiken sind Maßnahmen getroffen oder eingeleitet. Ein
Überwachungssystem ist eingerichtet; es
beruht im Wesentlichen aus dem Unterneh-
Geschäftsbericht 2015 22
LAGEBERICHT VZ
menscontrolling, der Auswertung ergänzender Unterlagen und der Überwachung
der Einhaltung rechtlicher Vorschriften.
Die Risikoinventur und Risikoanalyse wird
vierteljährlich durchgeführt. Für das Debitorenrisiko besteht eine Warenkreditversicherung, die die Forderungssalden jedoch
nicht immer komplett abdeckt. Für die
ungesicherten Forderungen besteht eine
Pauschalwertberichtigung in Höhe von
715 TEUR. Durch ein konsequentes Debitorenmanagement wurden Ausfallrisiken ausreichend überwacht. Für durch Mitarbeiter
verursachte Vermögensschäden besteht
eine Vertrauensschadenversicherung. Die
übrigen Risiken können durch Risikohandhabung und -steuerung selbst getragen
werden.
Zur teilweisen Absicherung des Dieseleinkaufs wurde für den Zeitraum März 2015
bis Dezember 2016 drei Rohölswap abgeschlossen.
Berichtspflichtige Vorgänge nach dem
Schluss des Geschäftsjahres ergaben sich
nicht.
In der Vermarktung von Schlachttieren sehen wir Chancen über das Angebot von
Programmen in Zusammenarbeit mit dem
Lebensmitteleinzelhandel.
Als langjähriger QS-Bündler haben wir uns
im Markt gut etabliert.
Bei der Initiative Tierwohl/Schwein haben
wir uns ebenfalls als Beratungsunternehmen engagiert. Hiervon erwarten wir uns
eine verstärkte Kundenbindung sowie die
Möglichkeit, weitere Kunden zu gewinnen.
IV. Berichtspflichtige Vorgänge nach dem Ende des
Geschäftsjahres
Berichtspflichtige Vorgänge haben sich
nicht ergeben.
V. Voraussichtliche Entwicklung
Zum 01.04.2015 wurde die Milchquote
aufgehoben. In der Folge kam es zu einem
deutlichen Preisrückgang für Milch.
Dadurch geraten viele Betriebe in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Es sind erste Betriebsaufgaben festzustellen. Damit
kommt mittelfristig ein etwas höheres Angebot an Schlachtkühen auf den Markt.
Die Notierung für Bullen und Schlachtkühe
haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich
nachgegeben.
Im Laufe des Jahres rechnen wir mit einer
leichten Preiserholung.
23
Durch das nach wie vor hohe Angebot
an Schweinen in der EU hat der Preis zum
Jahresende 2015 deutlich nachgegeben.
Mit einem geschätzten Durchschnittspreis von 1,40 EUR kg/SG in 2015 lagen
wir um 17 Cent unter dem Vorjahreswert.
In 2016 lagen wir am Jahresanfang bereits mehrere Wochen unter dem Preis von
1,30 EUR kg/SG.
Ein rückläufiges Angebot ist derzeit nicht
absehbar, da insbesondere Spanien bei der
Schweinefleischerzeugung weiter wachsen
wird.
LAGEBERICHT VZ
Zu einer Marktentlastung könnte es nur
kommen, falls die Einfuhrsperre nach Russland aufgehoben werden würde.
Insgesamt liegt unsere Stückzahlenerwartung für das Jahr 2016 unter der des Jahres
2015.
Im Schaf-/ und Lämmerbereich ist das Angebot an Tieren weiterhin rückläufig. Der
Schafbestand ist in den vergangenen Jahren in Deutschland aufgrund entsprechender Prämienregelungen deutlich zurückgegangen. Für das Jahr 2016 erwarten wir
einen leichten Rückgang im Angebot.
Unseren schweinehaltenden Betrieben haben wir unsere Dienstleistungen im Rahmen der Initiative Tierwohl angeboten, die
seitens der Betriebe auch stark nachgefragt
wurde.
Für das Jahr 2016 haben wir im Bereich
Schlachtvieh mit einer leicht rückläufigen
Stückzahlenentwicklung geplant.
Auch sehen wir bei der Stückzahlenentwicklung im Nutzviehbereich eher einen
Rückgang.
Durch unsere Dienstleistungsangebote und
zahlreiche Qualitätsprogramme in der Vermarktung sind wir überzeugt, uns weiterhin
gut am Markt behaupten zu können.
Das voraussichtliche Ergebnis 2016 haben
wir deutlich unter dem erreichten Jahresergebnis 2015 geplant.
VI. Zusammenfassende Beurteilung durch die
Geschäftsführung
Die Viehzentrale Südwest GmbH konnte
im Jahr 2015 die Stückzahlen im Bereich
Schlachtvieh und Nutzvieh/Großvieh/Kälber steigern.
Dagegen mussten wir im Bereich Nutzvieh/Schwein (Sauen und Ferkel) deutliche
Stückzahlrückgänge hinnehmen.
Im Bereich Sauen war dies strukturbedingt.
Im Bereich Ferkel haben wir einige margenschwache Geschäfte nicht mehr getätigt.
Der Rohertrag ist insgesamt um 4.5 % angestiegen.
Die Beschäftigtenzahl ist aufgrund der
Erhöhung von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen leicht angestiegen. Der
Personalaufwand liegt aufgrund von Tariferhöhungen leicht über dem Vorjahreswert.
Die Sachaufwendungen liegen auf Vorjahresniveau.
Das Finanzergebnis liegt aufgrund etwas
höherer Dividendeneinnahmen und eines
etwas höheren Zinsergebnisses insgesamt
leicht über dem Vorjahreswert.
Die Tochterunternehmen haben sich im Geschäftsjahr 2015 gut entwickelt.
Der Jahresüberschuss liegt mit 1.294,4 TEUR
deutlich über dem Vorjahreswert.
Insgesamt beurteilen wir die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage als zufriedenstellend.
25
JAHRESABSCHLUSS 2015
Viehzentrale Südwest GmbH
70188 Stuttgart
Jahresabschluss 2015
Geschäftsbericht 2015 26
JAHRESABSCHLUSS 2015
Bilanz der Viehzentrale Südwest GmbH zum 31. Dezember 2015
AKTIVA
31.12.2015
EUR
Vorjahr
EUR
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
109.312,00
98.941,00
109.312,00
98.941,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken
1.438.606,64
1.530.400,64
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.676.017,00
2.230.352,00
1.486,62
1.486,62
3. Geleistete Anzahlungen u. Anlagen im Bau
4.116.110,26
3.762.239,26
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen
1.294.062,78
1.294.062,78
2. Beteiligungen
1.886.261,86
1.961.261,86
50.966,64
11.359,94
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
3.231.291,28
3.266.684,58
7.456.713,54
7.127.864,84
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
13.563,14
23.086,98
2. Fertige Erzeugnisse und Waren
85.873,18
208.620,24
99.436,32
231.707,22
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
20.798.390,69
19.368.023,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
200.000,00
245.052,07
3. Sonstige Vermögensgegenstände
683.821,15
727.271,72
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und
Schecks
C. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe der Aktivseite
27
21.682.211,84
20.340.346,93
5.641.376,20
4.669.087,45
27.423.024,36
25.241.141,60
70.079,64
100.213,72
34.949.817,54
32.469.220,16
JAHRESABSCHLUSS 2015
PASSIVA
31.12.2015
EUR
Vorjahr
EUR
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
II. Kapitalrücklagen
III. Gewinnrücklagen
1. Rücklagen für Anteile an einem herrschenden oder
mit Mehrheit beteiligten Unternehmen
2. Satzungsmäßige Rücklagen
VI. Bilanzgewinn
1. Jahresüberschuss
2. Einstellung Rücklagen für Anteile an einem herrschenden oder mit Mehrheit beteiligten Unternehmen
3. Einstellung in satzungsmäßige Rückstellungen
4. Bilanzgewinn
4.014.000,00
3.000.000,00
10.133.708,74
524.107,92
39.600,00
129.500,00
9.536.780,47
1.294.365,84
39.600,00
129.500,00
1.125.265,84
0,00
0,00
704.758,03
15.442.074,58
13.764.646,42
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
2. Steuerrückstellungen
3. Sonstige Rückstellungen
4.610.182,00
4.619.821,00
100.000,00
14.058,64
1.937.363,00
1.877.200,00
6.647.545,00
6.511.079,64
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
780.002,60
910.329,53
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
8.502.198,45
8.926.232,19
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
3.111,77
0,00
262.056,22
183.308,28
2.817.252,55
1.732.202,42
405.532,73
360.993,12
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
6. Sonstige Verbindlichkeiten
Davon aus Steuer: EUR 108.457,11 (VJ: EUR 95.634,30)
Davon im Rahmen der sozialen Sicherhiet: EUR 20.736,50
(VJ: EUR 20.001,20)
D. Rechnungsabgrenzungsposten
Summe der Passivseite
12.770.154,32
12.113.065,54
90.043,64
79.428,56
34.949.817,54
32.469.220,16
Geschäftsbericht 2015 28
JAHRESABSCHLUSS 2015
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 01.01.2015 bis 31.12.2015
2015
EUR
1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge
Vorjahr
EUR
TEUR
410.899.661,33
440.077.125,24
3.125.566,60
3.107.363,15
414.025.227,93
443.184.488,39
-396.459.235,54
-426.261.544,72
-426.261.544,72
17.565.992,39
16.922.943,67
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
-396.459.235,54
Rohergebnis
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
-7.895.627,66
-7.919.427,43
-1.839.415,81
-1.791.257,25
davon für Altersversorgung EUR 259.960,86
(Vorjahr: EUR 206.672,50)
-9.735.043,47
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Zwischensumme
-978.698,08
-1.125.826,19
-5.944.038,74
-5.597.415,08
908.212,10
489.017,72
7. Erträge aus Beteiligungen und
Geschäftsguthaben
357.599,88
343.703,63
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
543.999,98
625.455,95
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
-279.583,77
-364.727,42
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
11. Außerordentliches Ergebnis
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
13. Sonstige Steuern
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag
15. Einstellung in Rücklagen
16. Bilanzgewinn
29
-1.125.826,19
-978.698,08
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen
-9.710.684,38
622.016,09
604.432,16
1.530.228,19
1.093.449,88
0,00
0,00
-12.928,87
-269.686,01
-222.933,48
-119.005,84
1.294.365,84
704.758,03
169.100,00
0,00
1.125.265,84
704.758,03
JAHRESABSCHLUSS 2015
ANHANG
(verkürzte Form)
der
Viehzentrale Südwest GmbH, Stuttgart
für das
Geschäftsjahr 2015
A. Allgemeine Angaben
Der vorliegende Jahresabschluss wurde nach den maßgeblichen Vorschriften des Handelsgesetzbuches und denen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.
Gem. § 267 HGB weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag 31.12.2014 die Größenmerkmale einer kleinen Kapitalgesellschaft aus. Zum Bilanzstichtag 31.12.2015 wurden erstmals die Größenmerkmale einer großen Kapitalgesellschaft überschritten. Aufgrund § 267 Abs. 4 Satz 2 HGB
(umwandlungsrechtliche Verschmelzung) sind die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.
Die Bilanz ist entsprechend den Bestimmungen des HGB gem. § § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB. Leerposten wurden gemäß § 265 Abs. 8 HGB nicht angegeben.
Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.
Im Geschäftsjahr 2015 haben die Gesellschafter der AGRAR-Service GmbH, Stuttgart, und der
Viehzentrale Südwest GmbH, Stuttgart, die Verschmelzung der Viehzentrale Südwest GmbH,
Stuttgart, als übertragender Rechtsträger auf die AGRAR-Service GmbH, Stuttgart, (übernehmender Rechtsträger) beschlossen. Gleichzeitig erfolgte eine Umfirmierung des übernehmenden Rechtsträgers in Viehzentrale Südwest GmbH, Stuttgart. Bezüglich der Vorjahresangaben
2014 wären insofern die Verhältnisse der AGRAR-Service GmbH, Stuttgart, maßgeblich. Aufgrund der Größenverhältnisse der beiden Unternehmen besteht jedoch eine wirtschaftliche
Identität mit dem Verschmelzungspartner Viehzentrale Südwest GmbH, Stuttgart. Insofern
wurden in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang sowie Lagebericht die Vorjahreszahlen des übertragenden Rechtträgers, Viehzentrale Südwest GmbH, Stuttgart, dargestellt. Die
AGRAR-Service GmbH, Stuttgart, wies zum 31.12.2014 folgende Werte aus:
Geschäftsbericht 2015 30
JAHRESABSCHLUSS 2015
Aktiva
Bilanz
TEUR Passiva
TEUR
Sonstige Ausleihungen
106,5 Eigenkapital
622,1
Forderungen aus
und Leistungen
Lieferungen
Sonstige Vermögensgegenstände
Guthaben bei Kreditinstituten
26,4 Sonstige Rückstellungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
462,2 Sonstige Verbindlichkeiten
649,2
54,1
Gewinn- und Verlustrechnung
TEUR
Sonstige betriebliche Erträge
484,3
Personalaufwand
-4,0
Abschreibungen
-30,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Erträge aus Beteiligungen
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Jahresüberschuss
9,1
2,7
15,3
649,2
-8,8
1,8
-1,2
411,9
Aufgrund der Größenverhältnisse sind die angegebenen Vorjahreszahlen (übertragender
Rechtsträger) insgesamt vergleichbar.
Im Anlagenspiegel wurden von dem in IDW RS HFA 42 Tz. 34 dargestellten Wahlrecht Gebrauch
gemacht, die ursprünglichen Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen des
übertragenden Rechtsträgers einzubeziehen. Hierdurch erfolgt eine zutreffende Darstellung
der Struktur des Anlagenvermögens.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie zur Bilanz und Gewinn- und
Verlustrechnung
1. Anlagevermögen
Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind auf
einer Anlage zu diesem Anhang dargestellt.
a) Immaterielle Vermögensgegenstände
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über eine
Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.
31
JAHRESABSCHLUSS 2015
b) Sachanlagen
Der Ansatz erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, entsprechend der
betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die planmäßigen Abschreibungen sind bei Gebäuden
über eine Nutzungsdauer von 25-50 Jahren, bei den anderen Anlagen sowie Betriebs- und
Geschäftsausstattung von zwei Jahren bis zu zehn Jahren angesetzt.
Die Abschreibungen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgen, unter Beachtung
der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern, teils nach der degressiven, teils nach der linearen
Methode.
Die im Berichtsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten
bis 150 EUR wurden in voller Höhe als Sofortaufwand erfasst.
Die im Berichtsjahr angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten
von 150 bis 410 EUR wurden voll abgeschrieben.
2. Finanzanlagen
Die Finanzanlagen sind unverändert mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.
Abschreibungen wurden bei dauerhaften Wertminderungen vorgenommen. Die Gesellschaft
besitzt folgende Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 % an anderen Unternehmen:
65,11 %
50 %
UEG Gölsdorf GmbH1)
14913 Niedergörsdorf
NVG-bovex GmbH1)
50 %
KälberKontorSüd
GmbH1)
97080 Würzburg
88339 Bad Waldsee
Eigenkapital am
Eigenkapital am
Eigenkapital am
31.12.2015
31.12.2015
31.12.2015
= 993,8 TEUR
= 1.611,6 TEUR
= 891,5 TEUR
Jahresüberschuss 2015 Jahresüberschuss 2015 Jahresüberschuss 2015
= 174,8 TEUR
= 255,2 TEUR
= 312,0 TEUR
1)
100 %
Viehverkaufsgesellschaft mbH1)
70188 Stuttgart
Eigenkapital am
31.12.2015
= 43,9 TEUR
Jahresüberschuss 2015
= 0,9 TEUR
Es handelt sich um geprüfte Jahresabschlüsse.
Seit dem Geschäftsjahr 2012 erstellt das Unternehmen einen Konzernabschluss.
3. Vorräte
Die Vorräte wurden grundsätzlich zu Anschaffungskosten bewertet. Das strenge Niederwertprinzip wurde beachtet.
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nominalbeträgen, vermindert um angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, angesetzt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegenüber Beteiligungsunternehmen in Höhe von 52.281,53 EUR.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen aus einem Darlehen in Höhe
Geschäftsbericht 2015 32
JAHRESABSCHLUSS 2015
von 200 TEUR.
In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von
405 TEUR und Darlehen in Höhe von 181 TEUR enthalten. Von den sonstigen Forderungen
haben 190 TEUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
5. Rechnungsabgrenzungsposten
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, werden unter dem Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt.
6. Eigenkapital
Die Veränderung der Kapitalrücklage resultiert aus der verschmelzungsbedingten Kapitalzuführung. Aus dem Jahresüberschuss des laufenden Jahres hat die Viehzentrale Südwest GmbH
129,5 TEUR in die satzungsmäßige Rücklagen eingestellt.
7. Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der „Projected-Unit-Credit-Methode“ errechnet. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die „Richttafeln 2005“ von Klaus Heubeck verwendet.
Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher
Marktzins von 3,89 % (30. November 2015) bei der Bewertung zugrunde gelegt, der sich gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Gehaltsanpassungen sind mit 2,0 % und Rentenanpassungen mit 1,5 % p.a. eingerechnet.
Die sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Abzinsungen nach §253 (2) HGB wurden vorgenommen.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen:
• Rückstellungen für Preispoolung
• Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen
• Rückstellungen für rückständigen Urlaub
• Rückstellungen für Erfolgsvergütung
• Wechselobligo
• Berufsgenossenschaftsbeiträge
• Rückstellungen für Altersteilzeit
• Rückstellung für Vertragsbonus
Verpflichtungen aus langfristigen Arbeitszeitkonten in Höhe von 109.096,91 EUR sind durch
Vermögensgegenstände gesichert, die bei unterschiedlichen Spezialfonds treuhänderisch angelegt sind. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der
Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie
sind nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HBG mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet.
33
JAHRESABSCHLUSS 2015
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten:
Beizulegender Zeitwert des bei Spezialfonds angelegten Vermögens:
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtung aus Arbeitszeitkonten (aktiver Unterschiedsbetrag):
Anschaffungskosten der bei den Spezialfonds angelegten Guthaben:
109.096,91 EUR
109.096,91 EUR
0,00 EUR
97.880,00 EUR
8. Verbindlichkeiten
Alle Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeiträgen angesetzt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen
und Leistungen.
In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 108,4 TEUR
(i.V. TEUR 95,6) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 20,7 TEUR
(i.V. TEUR 20,0) enthalten.
Die Restlaufzeit der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsjahr
mit einer Restlaufzeit von
Verbindlichkeitenspiegel (TEUR)
bis zu 1 Jahr
1-5 Jahre
über 5 Jahre
780
-
-
Aus Lieferungen und Leistungen
8.502
-
-
Gegenüber Beteiligungsunternehmen
2.817
-
-
3
-
-
Sonstige Verbindlichkeiten
406
-
-
Gegenüber Gesellschafter
262
-
-
Gegenüber Kreditinstituten
Gegenüber Verb. Unternehmen
Summe
12.770
Es bestehen unverändert zum Vorjahr keine Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung.
9. Haftungsverhältnisse und Angaben zu sonstigen finanziellen Verpflichtungen
Die Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln betragen 6.609 TEUR.
Auf Grund unserer Einblicke in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Wechselbezogenen gehen wir davon aus, dass die den Wechsel zugrunde liegenden Verpflichtungen erfüllt werden.
Für die Haftung aufgrund der Ausstellung von Wechsel haben wir für Wechsel, die nach dem
31.01.2016 fällig werden pauschale Rückstellung sowie in Einzelfällen Einzelrückstellungen
gebildet.
Die finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen 511,1 TEUR und
sind in den nächsten fünf Jahren fällig. Der Abschluss erfolgte um die Kapitalbindung zu verringern.
Geschäftsbericht 2015 34
JAHRESABSCHLUSS 2015
Es bestehen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften in Höhe von 5 TEUR.
10. Sicherungsgeschäfte / Bewertungseinheiten
Zur Absicherung von Marktpreisschwankungen wurden Finanzinstrumente eingesetzt. Auf
Grund der bestehenden Sicherungsbeziehung erfolgte die Bilanzierung im Rahmen von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB.
Am Bilanzstichtag bestanden drei Rohölswaps zur Absicherung von Preisschwankungen für
den Treibstoffeinkauf mit einem Nominalwert von 281,6 TEUR. Die nach der indikativen Methode ermittelten beizulegenden Marktwerte betragen insgesamt -85,8 TEUR. Diese wurden
mit dem Ziel abgeschlossen, die monatlichen Treibstoffkosten des Fuhrparks abzusichern. Daher werden sie als Bewertungseinheit mit der variabel notierten Basisfinanzierung (31.12.2015:
560 metrische Tonnen) betrachtet.
11. Angaben zu latenten Steuern
Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern wurden auf Grund des ausgeübten Wahlrechts verzichtet.
Die voraussichtlichen Steuerbelastungen betragen 0,8 TEUR und die voraussichtlichen Steuerentlastungen 701,7 TEUR. Bei der Berechnung wurde ein Steuersatz von 29,5 % zugrunde
gelegt. Die voraussichtlichen Steuerentlastungen stammen aus den Bilanzposten Rückstellungen (Pensionsrückstellungen, Altersteilzeitrückstellungen, Rückstellungen für Jubiläumsverpflichtungen); Forderungen und Sonstige Verbindlichkeiten, sowie den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die voraussichtlichen Steuerbelastungen stammen aus den Bilanzposten
Rückstellungen (Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen).
Der saldierte Aktivüberhang wurde aufgrund des Wahlrechts nicht bilanziert.
12. Umsatzerlöse
Aufgliederung des Umsatzes 2015
nach geographisch bestimmten Märkten:
Inland
EUR
403.551.052,90
Ausland
EUR
7.348.608,43
Gesamt
EUR 410.899.661,33
Aufgliederung des Umsatzes 2015 nach Sparten:
Schlachtviehbereich
EUR
307.796.707,59
Nutzviehbereich
EUR
101.697.695,39
Sonstige Leistungsumsätze
EUR
1.405.258,35
Gesamt
EUR 410.899.661,33
JAHRESABSCHLUSS 2015
13. Angabe über Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Es werden Geschäfte mit verbundenen und Beteiligungsunternehmen sowie mit Organmitgliedern getätigt. Alle oben genannten Geschäfte werden zu marktüblichen Bedingungen
abgeschlossen.
14. Personal
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer
während des Geschäftsjahres betrug:
Vollzeit
Teilzeit
Gesamt
Arbeiter
49
35
84
Angestellte
99
30
129
148
65
213
Gesamt
15. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind - soweit nicht an anderer Stelle erläutert
oder gesondert ausgewiesen - periodenfremde Erträge in Höhe von 0,6 Mio. EUR im Wesentlichen aus Auflösung von Rückstellungen und Einzelwertberichtigungen und den Abgängen
von Sachanlagen enthalten.
16. Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben
Innerhalb der Position sind Erträge aus verbundenen Unternehmen von 42,1 TEUR
(Vj. TEUR 28,4) beinhaltet.
17. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Hier sind Zinsen aus verbundenen Unternehmen von 5,7 TEUR (Vj. TEUR 3,9) beihaltet.
18. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In den Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“ sind Aufwendungen aus der Aufzinsung
von Rückstellungen in Höhe von 192,1 TEUR enthalten. Zudem sind Zinsaufwendungen gegen verbundene Unternehmen von 33,0 TEUR (Vj. TEUR 0,8) beinhaltet.
19. Angabe des von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete
Gesamthonorar
Abschluss Prüfungsleistungen38.500,00 EUR
Steuerberatungsleistung
3.000,00 EUR
Sonstige Leistungen
1.350,00 EUR
Geschäftsbericht 2015 36
JAHRESABSCHLUSS 2015
20. Gewinnverwendungsvorschlag
Nach einer Zuführung von 39.600,-- EUR zu den Rücklagen für Anteile an einem herrschenden
oder mit Mehrheit beteiligten Unternehmen und einer Zuführung in die satzungsmäßigen
Rücklagen in Höhe von 129.500,-- EUR wird der Gesellschafterversammlung vorgeschlagen,
eine Dividende von 6 % auf das Stammkapital von 4.014.000 EUR (240.840,-- EUR) auszubezahlen und eine Zuweisung zu den Gewinnrücklagen in Höhe von 884.425,84 EUR vorzunehmen.
C. Sonstige Angaben
Aufsichtsrat
Dr. Reinhard Funk, LandwirtVorsitzender
Hans-Benno Wichert, Dipl.-Ing. agr., Landwirt
stellv. Vorsitzender
Michael Eißler, Dipl.-oec., Geschäftsführendes Vorstandsmitglied
der BAG Hohenlohe-Raiffeisen eG
Georg Häckel, (LM), Landwirt
Klaus Jakob, (LM), Landwirt
Martin Kühnle, Dipl.-Ing. agr., Landwirt
Toralf Müller, Dipl.-Ing. agr., Geschäftsführer
Harald Rabausch, Dipl.-Ing. agr., Landwirt
Christof Söll, (LM), Landwirt
Walter Söllner, (LM), Landwirt
Ulrich Werner, Leiter Stabstelle Sonderaufgaben beim
Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V.
Thomas Zimmerer, (LM), Landwirt
Geschäftsführung
Lothar Bosch, Geschäftsführer Verwaltung
Dr. Rainer Pflugfelder, Geschäftsführer Vertrieb
Stuttgart, 23. März 2016
Die Geschäftsführer:
Bosch
Dr. Pflugfelder
Dem vollständigen Jahresabschluss und dem vollständigen Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015
wurde am 20. Mai 2016 von der Audit GmbH Karlsruhe Stuttgart Wirtschaftprüfungsgesellschaft, der
uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt.
37
Fuhrpark gesamt
3. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
2. Beteiligungen
Unternehmen
1. Anteile an verbundenen
11.366,64
3.266.691,28
20.051.740,69
106.582,12
106.582,12
1.961.261,86
1.294.062,78
106.582,12
0,00
0,00
16.053.640,40
0,00
III. Finanzanlagen
1.486,62
0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen
im Bau
11.558.220,07
0,00
Betriebs- und Geschäftsausstattung
gesamt
1.470.245,26
1.136.232,91
334.012,35
10.087.974,81
5.829.840,81
3.187.633,55
1.070.500,45
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
4.493.933,71
279.185,41
0,00
0,00
4.214.748,30
731.409,01
0,00
0,00
731.409,01
EUR
EUR
0,00
Zugänge
18.642.605,91
3.266.684,58
11.359,94
1.961.261,86
1.294.062,78
14.695.588,93
1.486,62
10.200.168,60
1.403.528,48
1.082.258,23
321.270,25
8.796.640,12
4.869.630,54
3.019.331,95
907.677,63
4.493.933,71
279.185,41
4.214.748,30
680.332,40
680.332,40
Verschmelzung
davon aus
1.101.298,54
141.979,19
66.979,19
75.000,00
0,00
923.642,98
0,00
834.971,39
77.391,99
54.675,96
22.716,03
757.579,40
436.497,58
74.667,43
246.414,39
88.671,59
88.671,59
0,00
35.676,37
35.676,37
EUR
Abgänge
Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung gesamt
Geringwertige Anlagengüter
b) Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung allgemein
Personenkraftwagen
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung
a) Fuhrpark
Lastkraftwagen/GD
Anhänger
Grundstücke gesamt
II. Sachanlagen
1. Grundstücke
a) Grundstücke mit Geschäftsbauten
b) Bauten auf fremden
Grundstücken
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Schutzrechte und
ähnliche Rechte
Entwicklung des
Anlagevermögens
19.057.024,27
3.231.294,21
50.969,57
1.886.261,86
1.294.062,78
15.129.997,42
1.486,62
10.723.248,68
1.392.853,27
1.081.556,95
311.296,32
9.330.395,41
5.393.343,23
3.112.966,12
824.086,06
4.405.262,12
190.513,82
4.214.748,30
695.732,64
695.732,64
EUR
31.12.2015
2,93
2,93
2,93
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
EUR
01.01.2015
12.493.439,15
0,00
0,00
0,00
0,00
11.871.342,14
0,00
8.816.327,07
1.354.206,26
1.020.193,91
334.012,35
7.462.120,81
4.074.668,81
2.661.157,55
726.294,45
3.055.015,07
278.873,41
2.776.141,66
622.097,01
11.514.741,07
0,00
0,00
0,00
0,00
10.933.349,67
0,00
7.969.816,60
1.297.052,48
975.782,23
321.270,25
6.672.764,12
3.610.263,54
2.470.179,95
592.320,63
2.963.533,07
278.053,41
2.685.479,66
581.391,40
581.391,40
Verschmelzung
davon aus
893.131,35
0,00
0,00
0,00
0,00
857.454,98
0,00
769.095,39
71.999,99
49.283,96
22.716,03
697.095,40
395.109,58
70.014,43
231.971,39
88.359,59
88.359,59
0,00
35.676,37
35.676,37
EUR
Abgänge
Kumulierte Abschreibungen
622.097,01
EUR
Zugänge
11.600.310,73
2,93
2,93
0,00
0,00
11.013.887,16
0,00
8.047.231,68
1.282.206,27
970.909,95
311.296,32
6.765.025,41
3.679.559,23
2.591.143,12
494.323,06
2.966.655,48
190.513,82
2.776.141,66
586.420,64
586.420,64
EUR
31.12.2015
106.579,19
106.579,19
106.579,19
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
EUR
7.456.713,54
3.231.291,28
50.966,64
1.886.261,86
1.294.062,78
4.116.110,26
1.486,62
2.676.017,00
110.647,00
110.647,00
0,00
2.565.370,00
1.713.784,00
521.823,00
329.763,00
1.438.606,64
0,00
1.438.606,64
109.312,00
109.312,00
EUR
31.12.2015
Buchwerte
01.01.2015
Bericht des Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung nach den
gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften überwacht und beratend begleitet.
Im Geschäftsjahr fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Gegenstand der Sitzungen war
die Unternehmensplanung sowie die aktuelle Geschäftslage des Unternehmens.
Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat mündlich und schriftlich über die Situation des Unternehmens informiert.
Wir waren in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung des Unternehmens eingebunden und
haben, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung unsere Zustimmung erteilt.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 eingehend
geprüft. Hierzu lag der Prüfungsbericht der Audit GmbH Karlsruhe Stuttgart, Wirtschaftprüfungsgesellschaft, die den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt hat, vor.
Der Aufsichtsrat hat gegen den von der Geschäftsführung aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 keine Einwendungen erhoben und sich dem Prüfungsergebnis angeschlossen.
Für die im Berichtsjahr geleistete erfolgreiche Arbeit spricht der Aufsichtsrat der Geschäftsführung
und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seinen Dank aus.
Stuttgart, 08.06.2016
Der Aufsichtsrat
Dr. Reinhard Funk
Vorsitzender
39
Gesellschafter
Stammkapital
4,014 Mio. EUR
Anteile in %
Vieherzeuger-Gemeinschaft e.G.
79,5
Schweinezuchtverband
Baden-Württemberg e.V.
13,5
Rinderunion Baden-Württemberg e.V.
7,0
Verbundene Unternehmen
Viehverkaufsgesellschaft mbH, Stuttgart
100 %
NVG-bovex GmbH, Würzburg
50 %
KälberKontorSüd GmbH, Bad Waldsee
50 %
UEG Gölsdorf GmbH, Niedergörsdorf
65,11 %

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