FCK - Mainz 05 (17.09.2011)

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FCK - Mainz 05 (17.09.2011)
IN TEUFELS NAMEN
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ANSTOSS
LIEBE FANS UND FREUNDE
DES 1. FC KAISERSLAUTERN!
Vor dem heutigen Derby gegen den
1. FSV Mainz 05 steht unsere Mannschaft
auf dem 17. Tabellenplatz. Wir alle sind
mit dem Start in die Saison unzufrieden
und müssen uns mit mehr Einsatz, Laufbereitschaft, Selbstvertrauen und Siegeswillen in die Saison beißen. Ohne die
Augen vor den Tatsachen zu verschließen, haben wir gegen die ersten drei
Teams der aktuellen Bundesligatabelle
verloren, die allesamt einen „Lauf“ haben und gegen Mannschaften aus unserer Tabellenregion haben wir gepunktet.
Warum sprechen wir in dieser Saison von
der „schwersten“ der kommenden Jahre? Weil wir Leihspieler wie Jan Moravek
und Adam Hlousek aus wirtschaftlichen
Gründen nicht halten konnten und uns
mit Srdjan Lakic ein wichtiger Spieler
verlassen hat. Die Entwicklung unserer
neuen Spieler erfordert wie in den Jahren davor Geduld und Zeit.
Warum haben wir Ivo Ilicevic verkauft?
Seit dem geplatzten Wintertransfer zu
Wolfsburg und Bayern trauerte der Spieler dieser Chance hinterher und stand
uns verletzungsbedingt in der Rückrunde auch fast nicht zur Verfügung, ebenso
wie er uns die nächsten vier Spiele we-
gen seiner roten Karte gefehlt hätte.
Beim HSV-Angebot hat Ivo unmissverständlich erklärt, dass er diesem Angebot folgen möchte. Nachdem für den
FCK eine wirtschaftlich lohnende Lösung mit dem Hamburger SV gefunden
wurde, haben wir zugestimmt und zunächst auch wegen Zeitknappheit und
den damit verbundenen Preissteigerungen bei Spielern nicht auf dem Transfermarkt reagiert, sondern unserem Kader
das Vertrauen ausgesprochen. Mit den
Transfereinnahmen haben wir nun im
Winter bei Bedarf Handlungsspielraum
und sind in der Lage, unsere Verbindlichkeiten abzubauen sowie Zahlungspläne einzuhalten.
Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt
zur nachhaltigen wirtschaftlichen Gesundung des FCK, die auch für die Stadt
Kaiserslautern von Bedeutung ist. Wie
eng die Verbindung zwischen der Stadt
Kaiserslautern und dem FCK ist, kann
man an dem Beispiel Stadtgalerie festmachen. Eine geplante Investition in
die Stadtmitte von ca. 160 Mio. € und
800 neuen Arbeitsplätzen täte unserer
Stadt gut, ebenso wie die seit heute
sichtbare Zusammenarbeit mit ECE unserem Verein gut tut.
Zum heutigen Rheinland-Pfalz-Derby
möchte ich natürlich die Fans der Roten
Teufel, unsere Gäste aus der Landeshauptstadt, allen voran den Präsidenten der 05er Harald Strutz und Manager Christian Heidel, und das heutige
Schiedsrichterteam im Fritz-Walter-Stadion begrüßen.
Ich wünsche uns allen ein spannendes
und friedliches Derby, natürlich mit
dem besseren Ende für den FCK und
den drei Punkten in der Pfalz.
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IN TEUFELS NAMEN
MIXED-ZONE
ALLES RUND UM DEN FCK
Die Museumsloge mit der Fotoausstellung
„FCK International"
FRITZ-WALTER-MUSEUMSEBENE GEÖFFNET!
Ab sofort ist die Fritz-Walter-Museumsebene im Fritz-Walter-Stadion
jeden Donnerstagnachmittag für Besucher geöffnet. An Heimspieltagen
sind ebenfalls weite Teile der Ausstellung zu besichtigen.
Die beiden Ausstellungsbereiche halten allerlei Sehenswertes bereit. Die
Fotoausstellung „FCK International“
dokumentiert mit einzigartigen Bildern
und dazugehörigen Infos die Erfolge
der Roten Teufel, seiner Spieler und
natürlich die emotionalsten Momente
seiner Fans. Den zweiten Teil bildet
eine „work in progress“-Ausstellung,
ein begehbarer Sammelaufruf, bei dem
es eine ganze Reihe von Objekten aus
der Vereinsgeschichte zu entdecken
gibt. Die Besucher werden zudem aufgerufen, sich aktiv an der Gestaltung
der Museumsebene zu beteiligen. So
werden weiterhin Ausstellungsstücke
und Memorabilien aus allen Epochen
der FCK-Geschichte gesucht.
Alle Interessierten können ab sofort jeden
Donnerstag von 17 bis 19 Uhr kostenfrei
die Museumsebene in Block 18 der Osttribüne bestaunen. Eine Anmeldung ist hierzu nicht nötig. Neben einer Besichtigung
können in dieser Zeit auch Leihgaben oder
Schenkungen abgegeben werden. Das
Museums-Team ist unter [email protected]
erreichbar und steht für alle Fragen rund
um das Museum gerne zur Verfügung.
An Heimspieltagen des 1. FC Kaiserslautern bietet die Initiative Leidenschaft
außerdem eine kostenlose Führung
durch die Ausstellung an. Die Führung
startet am Stand der Initiative in der
Karlsberg-Fanhalle Nord. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, daher ist eine
rechtzeitige Anmeldung erforderlich.
Auch der 1. FC Kaiserslautern hat aus
diesem Anlass seine Stadionführungen
ausgebaut und bietet ab sofort eine
Fritz-Walter-Museumstour an. Weitere
Informationen auf www.fck.de
KATEGORIE
MIXED-ZONE
RECHTS
ROTE TEUFEL TESTEN GEGEN KOBLENZ
Der FCK wird die Länderspielpause
für ein Testspiel gegen den Regionalligisten TuS Koblenz nutzen. Anpfiff der Partie ist am Freitag, 7. Oktober 2011 um 17.30 Uhr, im Stadion
Oberwerth.
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Roten Teufel mit 4:1 gewannen und ins
Viertelfinale einzogen.
IN TEUFELS NAMEN
Ausgetragen wird die Partie im Stadion Oberwerth, das 15.000 Besuchern
Platz bietet. Die Tickets für das Testspiel sind ab Montag, 19. September
2011, in allen üblichen Vorverkaufsstellen der TuS erhältlich. Sitzplatzkarten kosten zwischen 12,50 und
25,00 Euro, Stehplatzkarten gibt es
ab 8,50 Euro (ermässigt 4 Euro). Rollstuhlfahrer zahlen 4,50 Euro.
Die TuS Koblenz kann in diesem Jahr
ihr 100-jähriges Vereinsbestehen feiern und wird aus diesem Anlass gegen
den Pfälzer Traditionsverein antreten.
Präsentiert wird das Freundschaftspiel von Lotto Rheinland-Pfalz und
der Rhein-Zeitung, die sich ebenso
wie Fans und Verantwortliche auf ein
interessantes Jubiläumsspiel freuen.
Chefcoach Marco Kurz wird das Rheinland-Pfalz-Duell nutzen, um seine
Stammspieler im Rhythmus zu halten
und den Profis mit weniger Einsatzzeit
die nötige Spielpraxis zu verschaffen.
Der letzte Vergleich mit der TuS fand im
Januar 2011 im DFB-Pokal statt, wo die
ALLE JAHRE WIEDER:
DER FCK AUF DEM WURSTMARKT
lautern das größte Weinfest der Welt
besuchen und eine Stunde lang für
möglichst viele Autogrammwünsche
zur Verfügung stehen.
Die Roten Teufel besuchen auch in
diesem Jahr wieder den Wurstmarkt
in Bad Dürkheim. Am Sonntag, 18.
September 2011 ab 17 Uhr, wird der
gesamte Profi-Kader des 1. FC Kaisers-
Bereits einen Tag nach dem großen
Derby gegen den 1. FSV Mainz 05 auf
dem Betzenberg steht für die Fans der
Roten Teufel das nächste Highlight mit
ihrem Lieblingsverein an. Bereits zum
vierten Mal in Folge wird der Pfälzer
Traditionsverein die pfälzische Veranstaltung schlechthin besuchen. Wie im
letzten Jahr werden die Roten Teufel im
Festzelt Hamel die Stifte heiß glühen
lassen. Mit von der Partie ist neben
den aktuellen Profi-Spielern natürlich
auch das gesamte Trainerteam.
Wenn alle Unterschriften geleistet sind,
werden die Spieler mit ihren Familien
über das Gelände flanieren und die einoder andere Fahrattraktion testen.
Nach einem gemeinsamen Abendessen
im Kreise der Betreuer, Trainer und Familien treten die FCKler gestärkt die Heimreise an, um im sich von einem solch
ereignisreichen Wochenende zu erholen.
MIXED-ZONE
FCK-TV JETZT IM APPSTORE
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Die Videoplattform des 1. FC Kaiserslautern ist ab sofort auch im AppStore
von Apple erhältlich. Somit müssen
die Fans der Roten Teufel auch unterwegs nicht mehr auf die Videobeiträge Ihres FCK verzichten.
FCK-TV bietet Euch Stadion-Atmosphäre
24 Stunden am Tag und das jetzt nicht
nur über den Laptop und Computer,
sondern auch mobil. Ab sofort ist die
FCK-TV-App im AppStore von Apple erhältlich! Somit könnt Ihr Euch bereits
auf dem Weg vom Stadion nach Hause
oder auf längeren Fahrten mit dem Bus
oder im Zug die Highlights der FCKSpiele angucken.
TV gewohnt seid. Die Partien der Roten
Teufel gibt es demnach auch noch einmal als Re-Live Spiel zu sehen, genauso
wie die Stimmen nach dem Spiel, den
Teufelshocker, und exklusive Interviews
mit Trainern, Spielern und Funktionären des Pfälzer Traditionsvereins.
Noch nicht dabei? Dann ladet Euch die
kostenlose FCK-TV-App herunter und
abonniert FCK-TV! Das sind unsere
Abonnements:
1 Monat für 4.95 €
3 Monate für 13.95 €
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Zudem bietet die neue FCK-TV-App auch
alle anderen Formate, die Ihr von FCK-
12 Monate für 47.40 €
STEFAN KUNTZ UNTERSTÜTZT KINDERHOSPIZ
Um den kranken Kindern der Einrichtung etwas Gutes zu tun, empfing der Vorstandsvorsitzende des
1. FC Kaiserserslautern, Stefan Kuntz,
zwei Kinder des Hospiz Sterntaler aus
Mannheim am Samstag, 27. August
2011, zum Spiel der Profis gegen den
FC Bayern München.
Die beiden Jungs, Tobias und Pascal,
konnten das Spiel im Stadion live verfolgen und hautnah mitfiebern. Trotz
der Niederlage ihres Lieblingsvereins
verbrachten sie einen tollen Nachmittag auf dem Betzenberg und fuhren mit
vielen positiven Eindrücken und schönen
Erinnerungsfotos wieder nach Hause.
IVO ILICEVIC WECHSELT ZUM HAMBURGER SV
Ivo Ilicevic hat den 1. FC Kaiserslautern
verlassen. Der 24-Jährige unterschrieb
beim Gründungsmitglied der Bundesliga kurz vor Ende des Transferfensters
einen Vierjahresvertrag. Über die Modalitäten des Transfers vereinbarten
die Vereine Stillschweigen.
Der in Aschaffenburg geborene kroatische Nationalspieler wechselte zur Saison 2009/10 zum FCK und absolvierte
25 Bundesliga-Spiele (6 Tore) und 30
Zweitligapartien (4 Tore) für die Pfälzer. Insgesamt absolvierte der offensive Mittelfeldspieler bisher 50 Bundesligaspiele für den 1. FC Kaiserslautern
und den VfL Bochum.
KATEGORIE
MIXED-ZONE
RECHTS
ROTE TEUFEL UNTERWEGS
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Während der spielfreien Zeit hatten
die FCK-Profis wieder viel Zeit, um ihren Fans ganz nah zu sein. Bei zahlreichen Autogrammstunden konnten die
Anhänger Unterschriften ergattern
und Erinnerungsfotos schießen.
Schon am Dienstag, 30. August 2011,
lud Sky zur Autogrammstunde mit Martin Amedick und Leon Jessen in den Media Markt Kaiserslautern. Besonderheit
dieses Events war das Exklusiv-Angebot
des Medienpartners Sky, bei dem zum
Kauf des Abos ein Trikot des FCK dazu
geschenkt wurde. Dieses konnte sich
der Käufer direkt von den beiden Abwehrspielern signieren lassen.
Am, Mittwoch, 31. August 2011, waren
wieder zwei Rote Teufel unterwegs. Jan
Simunek und Dorge Kouemaha vollzogen die Siegerehrung der LAG Fußballmeisterschaft auf dem Fröhnerhof
in Kaiserslautern. Die Teilnehmer der
Werkstätten für behinderte Menschen
Rheinland-Pfalz empfingen die Fußballprofis sehr herzlich und erfreuten sich
über ihre Anwesenheit. Im Anschluss an
die Pokal-Vergabe schrieben die Roten
Teufel noch fleißig Autogramme.
Passend zum freien Wochenende aufgrund des Länderspiels fuhren die Profis zu ihren Fans in verschiedene Regionen. Rodnei und Lucas waren zu Besuch
im Globus Neustadt an der Weinstraße.
Dort signierten sie am Stand des Exklusiv-Partners Coca-Cola alles, was ihnen
ihre Fans mitgebracht hatten. Beson-
ders toll zu sehen war, dass viele Brasilianer kamen.
Christian Tiffert war zeitgleich zu Besuch beim Sommerfest der Kinder- und
Jugendpsychiatrie in Kaiserslautern.
Die Kinder waren begeistert eine Unterschrift des FCK-Kapitäns zu erhalten.
Im Anschluss an die Autogrammstunde
ließ sich Tiffert durch die Räume des
Westpfalzklinikums führen, um sich ein
Bild von der Einrichtung zu machen.
Auch Oliver Kirch und Julian Derstroff
waren samstags in einer Fan-Region unterwegs. Sie führte es zum Real-Markt in
Bad Kreuznach. Dort lud der Betze-Partner Lotto zu einer Autogrammstunde.
Die beiden Roten Teufel unterschrieben
fleißig Autogrammkarten und Fan-Utensilien und der verletzte Julian Derstroff
nahm Genesungswünsche entgegen.
Für Mathias Abel ging es an diesem Wochenende nach Monzingen zum Regionsfest der Fanregion Nahe/Hunsrück/
Mosel. Dort stellte er sich zunächst einer Diskussionsrunde, an der auch zahlreiche Rollstuhlfahrer der Diakonie Bad
Kreuznach teilnahmen. Im Anschluss
hatten die Fans die Möglichkeit, sich
ein Autogramm zu holen und bei einer
Tombola FCK-Fanartikel zu gewinnen.
Der letzte Ausflug an diesem Wochenende führte Tobias Sippel und Willi Orban am Sonntag, 04. September 2011,
zum Sommerfest der Reha-Westpfalz
nach Landstuhl. Dort stellten sich die
beiden Profi-Fußballer zunächst einem
kleinen Fußballquiz vor der Bühne, wo
sie herzlich mit Applaus empfangen
wurden. Zum Abschluss gaben die Roten Teufel dann im Pavillon noch fleißig Autogramme, bevor dann für alle
ein freier Sonntag-Nachmittag auf dem
Programm stand.
Die nächste große Autogrammstunde
steht bereits vor der Tür. Ein Tag nach
dem Derby gegen Mainz geht es mit dem
gesamten Kader nach Bad Dürkheim auf
den Wurstmarkt, wo eine große Autogrammstunde anstehen wird.
MIXED-ZONE
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TRAPP UND FORTOUNIS MIT U21-TEAMS
ERFOLGREICH
Mit zwei Siegen haben Kevin Trapp und
die deutsche U21-Nationalmannschaft
einen wichtigen Schritt in Richtung
Qualifikation für die EM 2013 gemacht.
Ebenfalls erfolgreich waren Thanos
Petsos und Konstantinos Fortounis
mit den Auswahlmannschaften Griechenlands. Für Itay Shechter und Israel
ist der Traum von der erstmaligen EMTeilnahme dagegen geplatzt.
Die Israelis verloren in der Qualifikation
für die Endrunde 2012 in Polen und der
Ukraine beide Spiele gegen Griechenland
und Kroatien und können in der Gruppe
F keinen der beiden ersten Plätze mehr
erreichen. Beim 0:1 gegen die Griechen,
bei denen Thanos Petsos zum Kader gehörte, spielte Shechter bis zur 55. Minute. Sotiris Ninis markierte in der 60.
Minute das Tor des Tages. Durch die Niederlage ging es für die Israelis vier Tage
später in Kroatien um alles oder nichts.
Trotz einer 1:0-Führung ging aber auch
die Partie in Zagreb verloren. Der in der
68. Minute eingewechselte FCK-Stürmer
konnte nichts mehr ausrichten. Die Kroaten setzten sich durch den Erfolg an
die Tabellenspitze, da sich Griechenland
zeitgleich mit einem 1:1 in Lettland begnügen musste. Am 7. Oktober kommt es
in Piräus zum Showdown zwischen den
beiden Teams um den Gruppensieg.
Der Neuzugang der Roten Teufel führte
den Nachwuchs Griechenlands mit einem Freistoßtor zu einem 2:0-Erfolg in
Zypern. Mit dem ersten Sieg im zweiten
Spiel rückten die Hellenen in der Tabelle auf Platz fünf. Das direkte Duell zwischen den beiden Lautrern steigt am 11.
November zunächst in Griechenland.
Gleich zwei Siege verbuchte der Lautrer Torwart Kevin Trapp in der Qualifikation für die kommende U21-EM. Die
Mannschaft von Trainer Rainer Adrion
gewann zunächst in Paderborn gegen
Fußballzwerg San Marino standesgemäß
mit 7:0 und setzte sich dann auch in
Weißrussland mit 1:0 durch. Der Dritte
der letzten EM war die erste echte Prüfung, die das DFB-Team aber souverän
meisterte. Trapp hielt in beiden Partien
seinen Kasten sauber. Mit neun Punkten aus drei Spielen führt Deutschland
die Qualifikationsgruppe 1 an. Dort wird
es der FCK-Keeper auch noch mit Konstantinos Fortounis zu tun bekommen.
PATRICK WIRTH DAS HERZ EINES FUSSBALLERS
Patrick Wirth ist 25 Jahre alt. Vor
mehr als drei Jahren veränderte sich
schlagartig sein Leben: Der ehemalige Regionalliga-Fußballer des 1. FC
Kaiserslautern wurde zum Pflegefall.
Eine Nervenkrankheit zerstörte seine
Spielerkarriere, raubte ihm die Stimme und fesselt ihn bis heute an sein
Bett. In seiner Not erfährt Patrick
Hilfe aus der Fußballfamilie. Gemeinsam engagieren sich die DFB-Stiftung
Sepp Herberger, der 1. FC Kaiserslautern und der Südwestdeutsche Fußballverband für den Vorderpfälzer.
Zu Patricks Gunsten versteigern die drei
Fußball-Organisationen mit Unterstützung der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“,
Hitradio RPR.1 sowie der InternetPlattform eBay einen überdimensional
großen adidas-Ball der Marke „Torfabrik“. Der Ball trägt die originalen Unterschriften zahlreicher prominenter
Fußball-Persönlichkeiten,
darunter
auch des FCK-Vorstandsvorsitzenden
Stefan Kuntz, WM-Held Horst Eckel
sowie die ehemaligen „Roten Teufel“
Axel Roos, Roger Lutz und Rathino. Besonders begehrt ist der Ball aber auch
deshalb, weil er die Signaturen der FCKProfi-Mannschaft, sowie der Deutschen
Fußball-Nationalmannschaft trägt. Vor
dem Länderspiel gegen Uruguay, das im
Mai in Sinsheim stattfand, signierte der
komplette Mannschaftskader den Ball.
In der Zeit vom 17. September bis 27.
September 2011 wird das Unikat nun auf
eBay zu Patricks Gunsten versteigert.
Den Höchstbietenden erwartet eine besondere Überraschung: Der Ball wird am
Freitag, 30. September 2011, vor dem
Heimspiel des 1. FC Kaiserslautern gegen
den VfB Stuttgart im Fritz-Walter-Stadion
übergeben werden. Einen Tag später feiert Patrick seinen 26. Geburtstag.
Spendenkonto:
Sepp-Herberger-Stiftung
Überweisungszweck: Patrick Wirth
Kontonummer 966 666 00
Commerzbank AG, Frankfurt/M.
Bankleitzahl 500 800 00
MIXED-ZONE
IN TEUFELS NAMEN
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TICKETS FÜR WOLFSBURG, SCHALKE &
FRANKFURT
Bundesligist 1. FC Kaiserslautern hat
am Montag, 12. September 2011, den
Vorverkauf für die Auswärtsspiele beim
VfL Wolfsburg (24.09., 15.30 Uhr), FC
Schalke 04 (15.10., 18.30 Uhr) und im
DFB-Pokal in Frankfurt (26.10., 20.30
Uhr) gestartet.
Für die Partie in Wolfsburg sind Sitzplatzkarten in den Blöcken 23, 35 und 36 zum
Preis von 19-44 Euro erhältlich. Stehplätze bietet der VfL in den Blöcken 29
& 33 für 12 Euro an (9 Euro ermäßigt).
Die Tickets gibt es bis einschließlich 21.
September 2011, 14 Uhr.
Für den Auftritt der Roten Teufel in
Gelsenkirchen sind Sitzplätze zu Preisen zwischen 30-50 Euro zu bekommen. Stehplatz-Tickets gibt es in der
Veltins-Arena für 15 Euro. Erhältlich
sind die Tickets bis Dienstag, 04. Oktober 2011, 14 Uhr.
FCK-Fans, die ihr Team beim DFB-Pokalspiel in Frankfurt unterstützen wollen,
erhalten Tickets zu Preisen von 23–29
Euro für einen Sitzplatz und 14 Euro für
einen Stehplatz (12 Euro ermäßigt). Diese Eintrittskarten gibt es bis 21. Oktober
2011, 14 Uhr.
Die Preise verstehen sich zuzüglich einer Ticketgebühr von 1 Euro. Die Karten
können telefonisch, im Online-Ticketshop und vor Ort im FCK-Service-Center
erworben werden.
Für das Spiel in Wolfsburg konnten Mitglieder und Dauerkarten-Abonnenten
bis Mittwoch, 14.September 2011, von
ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen,
am Donnerstag, 15. September 2011,
begann der freie Verkauf. Für das Spiel
auf Schalke und das Pokalspiel in Frankfurt haben Mitglieder und DauerkartenAbonnenten ein siebentägiges Vorkaufsrecht. Am Montag, 19. September
2011, beginnt für diese beiden Spiele
der freie Verkauf.
ROTE TEUFEL BEI MATCH ATTAX
Auch in dieser Saison gibt es wieder
das offizielle Bundesliga-Sammelkartenspiel von Topps. Mit neuen Spielformen und zusätzlichen Statistiken
gibt es das Trading Card Game ab sofort im Handel.
403 brandneue Karten der vierten Serie
des offiziellen Sammelkartenspiels sind
seit Donnerstag, 8. September 2011,
zum Sammeln, Tauschen und natürlich
Spielen im Handel erhältlich. Neben den
Spielern des 1. FC Kaiserslautern sind
die Hattrick-Helden, Matchwinner, Starspieler und der Club Einhundert dabei.
Aber das ist noch nicht alles: Von jedem
Club gibt es den "Top-Transfer" als Sonderkarte. Außerdem präsentiert Topps
sechs Zusatz-Kategorien in Abwehr und
Angriff, wodurch dem Sammler mehr
Spielmöglichkeiten und Informationen
geboten werden. Für alle Match AttaxFans und Sammler wird es im Oktober
2011 richtig spannend, wenn Topps quer
durch die Republik auf Deutschland-Tour
geht. Außerdem finden im März und April 2012, wie in den Jahren zuvor, die
Deutschen Match Attax Meisterschaften in der beliebten „Macht Attax-Liga“
statt. Ein Einzelpack mit fünf Karten
kostet 1,00 €. Das Starterpack mit einer
4-in-1-Sammelmappe und 11 Spielern
gibt es für 7,50 €. Zusätzlich sind nur im
Spielwarenhandel der Megapack mit 55
Karten für 9,99 € und die Sammeldose
für 12,99 € erhältlich.
FLIMMERKISTE MIT
LEON JESSEN
LIEBLINGSSERIE:
LIEBLINGSFILM:
DA SCHALTE ICH UM:
Kongekabale
(Dänischer Film über Politik)
Talkshows
(Geht gar nicht!)
Two and a half man
(Lustig, kann ich gut entspannen)
MIT OLCAY SAHAN
BIOSPHÄRENHAUS
NATUR PUR IM
PFÄLZERWALD
Das Biosphärenhaus in Fischbach liegt
inmitten des deutsch-französischen Biosphärenreservats, das sowohl den Pfälzerwald als auch die Nordvogesen umfasst.
Ein Biosphärenreservat ist ein Schutzgebiet, in dem weltweit typische Landschaften erhalten werden sollen.
Bäume, so weit das Auge reicht. Für
FCK-Neuzugang Olcay Sahan nichts
alltägliches, schließlich stammt der
24-Jährige aus Düsseldorf, wo das
Stadtbild von vielen Menschen, Hochhäusern und dem Rhein geprägt ist.
Und doch scheint sich der Allrounder in
luftiger Höhe auf dem Baumwipfelpfad
des Biosphärenhauses in Fischbach
wohl zu fühlen, während er seinen Blick
über den Pfälzerwald schweifen lässt.
Der Fußballprofi wird bereits von einem
Tross an Journalisten erwartet, als er
am Eingang des Biosphärenhauses ankommt und von Geschäftsführer Ulrich
Diehl begrüßt wird. Der Biologe will Olcay Sahan einen Einblick in Deutschlands
ersten Baumwipfelpfad geben, der sich
auf 270 Metern durch die Baumkronen
schlängelt. Doch bevor es los geht, erklärt Diehl seinem prominenten Gast die
Geschichte des Biosphärenreservats, das
jährlich zahlreiche Besucher nach Fischbach lockt. Schon der Übersichtsplan
macht deutlich, dass es für den Mittelfeldspieler zwischen Buchen, Eichen,
Kiefern und Fichten einiges zu erleben
gibt. Neben vielen Infostationen warten
eine 35 Meter hohe Plattform sowie eine
40 Meter lange Rutsche auf den 24-Jährigen, der zusammen mit Ulrich Diehl den
befestigten Holzsteg betritt. Abenteuerlustig, wie der Sohn türkischer Eltern ist,
zieht es ihn sofort auf die schwankende
Hängebrücke, die Teil des Parcours ist,
und den mitgereisten Fotografen als perfektes Motiv der heutigen Erkundungstour dient. Zurück auf dem Pfad ist Zeit
für ein erstes Gespräch.
Das Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen wurde 1998 anerkannt und ist das
bislang erste und einzige grenzüberschreitende Biosphärenreservat in Deutschland.
Mit einer Ausdehnung von 3105 km² und
einem Waldanteil von über 70% bilden der
Pfälzerwald und die Nordvogesen gemeinsam das größte zusammenhängende Waldgebiet Westeuropas. Im Jahr 2000 wurde
das Biosphärenhaus in Fischbach als Besucherinformationszentrum für das Biosphärenreservat eröffnet und bietet den jährlich
70.000 bis 90.000 Besuchern faszinierende
Einblicke in die einmalige Naturlandschaft
des Reservats.
Ein besonderes Erlebnis ist dabei der Baumwipfelpfad. Auf einer Länge von 270 Metern
bietet er die Möglichkeit zu einem luftigen
Spaziergang durch das Geäst von heimischen
Buchen, Eichen, Kiefern und Fichten. In 1535 Metern Höhe geht es durch die Baumkronen, wobei neben einem festen Holzsteg mit
vielen Infostationen auch ein abenteuerlicher Parcours über schwankende Dschungelbrücken, luftige Aussichtstürme und eine 40
Meter lange Baumrutsche begehbar ist.
Im Biosphärenhaus informiert die interaktive Ausstellung über spannende Aspekte des
Biosphärenreservats. So können Besucher in
der „Nachtetage“ die Nacht am Tag erleben.
Wer die Nacht lieber live kennen lernen
möchte, kann an einer Nachtexkursion teilnehmen oder sogar eine Übernachtung auf
dem Wipfelpfad buchen. Daneben sind ein
Erlebnisrundweg, ein großes Außengelände
und viele weitere Veranstaltungen für große
und kleine Abenteurer im Jahresprogramm
des Biosphärenhauses enthalten.
MEHR INFOS: WWW.
BIOSPHAERENHAUS.DE
IN TEUFELS NAMEN
PFÄLZER (W)ORTE
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INTERVIEW
Was heißt Höhenangst?! Bungee-Jumping oder so würde ich jetzt nicht machen, aber ich probiere gerne neue Dinge
aus und bin bei Achterbahnfarten oder
ähnlichem immer dabei. Der Ausflug hierher ist eine schöne Abwechslung zum
Training. Schade, dass die Baumrutsche
erst am Ende des Pfades ist, die würde ich
gern sofort ausprobieren (lacht).
Du bist in einer Großstadt geboren und im
Rheinland groß geworden. Bist Du auch in
Deiner Freizeit gerne in der Natur?
Ja klar! Ich bin gerne draußen und mag
es, neue Dinge zu erleben. Wenn dann
auch noch so gutes Wetter ist wie heute,
zieht es mich erst recht ins Freie. Die Pfalz
ist natürlich nicht mit meiner Geburtsstadt
Düsseldorf zu vergleichen, aber ich fühle
mich hier sehr wohl und freue mich, die
Region zu erkunden.
ben, mich schnell einzuleben. Mir ist wichtig, dass ich mich dort, wo ich spiele, voll
und ganz auf den Fußball konzentrieren
kann. Und das kann ich hier.
„Du spielst jetzt noch eine gute Saison beim
MSV und dann kommst Du auch zum FCK.“
Er hat das also schon vorhergesagt und
jetzt bin ich hier (lacht).
Du hast in der vergangenen Spielzeit
beim MSV Duisburg einige Vereine auf
Dich aufmerksam gemacht. Wieso hast
Du Dich für einen Wechsel nach Kaiserslautern entschieden?
„ICH STELLE MICH
GERNE NEUEN
HERAUSFORDERUNGEN“
Es stimmt, dass sich neben dem FCK auch
noch weitere Vereine aus der Bundesliga sowie der Türkei für mich interessiert haben.
Das große Interesse hat mich natürlich mit
Stolz erfüllt und mir gezeigt, dass ich in
Duisburg vieles richtig gemacht habe. Die
Gespräche mit Stefan Kuntz und Marco Kurz
waren sehr positiv und mir wurde von beiden vermittelt, dass sie unbedingt mit mir
arbeiten wollen. Nach zweieinhalb Jahren
in der Zweiten Bundesliga wollte ich mich
weiterentwickeln und der FCK hat mir dazu
die besten Perspektiven geboten. Ich stelle
mich gerne neuen Herausforderungen und
will mich in Kaiserslautern als Bundesligaspieler etablieren.
Als erster Neuzugang hast Du bereits
zu Beginn des Sommers für vier Jahre
beim FCK unterschrieben. Hast Du Dich
schnell eingelebt?
Mit Christian Tiffert hast Du bereits
beim MSV zusammengespielt. Hat er Dir
einen Wechsel zum FCK empfohlen?
Auch wenn ich zum ersten Mal weiter weg
von zu Hause und meiner Familie wohne,
habe ich mich sehr schnell in Kaiserslautern
heimisch gefühlt. Mir gefallen die Stadt und
die Menschen hier, die es mir durch ihre
Freundlichkeit nicht schwer gemacht ha-
Ich habe mich im Vorfeld über den Verein
informiert und Tiffi hatte nur Positives zu
berichten. Dazu gibt es auch eine witzige
Geschichte. Wir waren nämlich schon in
Duisburg gute Freunde und als er nach Kaiserslautern gewechselt ist, sagte er zu mir:
Du hast mit sieben Jahren in Düsseldorf mit dem Fußball angefangen. Wie
kam es dazu?
Das war eher Zufall. Mein großer Bruder
wurde von Fortuna Düsseldorf zum Training eingeladen und ich hab ihn zusammen mit meinen Eltern begleitet. Während er auf dem Rasen trainiert hat, habe
ich neben dem Platz Fußball gespielt. Das
hat der damalige Jugendtrainer gesehen
und mich direkt in die Mannschaft mit
aufgenommen. Von da an zählte nur noch
Fußball (lacht).
In der D-Jugend bist Du zum Stadtnachbarn Bayer Leverkusen gewechselt. Dort hast Du erstmals mit Pierre
De Wit zusammen in einer Mannschaft
gekickt…
Ja, Pierre und ich kennen uns schon seit
Kindertagen. Wir waren damals richtig
gute Freunde, haben beieinander übernachtet und viel unternommen. Ich erinnere mich noch gut, als ich mir bei einem
Hallenturnier das Wadenbein gebrochen
habe. Da war Pierre so wütend auf meinen
IN TEUFELS NAMEN
Olcay, wir sind hier inmitten des Pfälzerwaldes auf 18 Metern Höhe. Hast Du Höhenangst?
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PFÄLZER (W)ORTE
PFÄLZER (W)ORTE
Und doch ging es schon nach einem Jahr
wieder zurück zu Fortuna Düsseldorf,
bevor Du in der A-Jugend zu Borussia
Mönchengladbach gewechselt bist.
Uli Sude, der bis 2008 als Jugendtrainer bei der Borussia tätig war, hat mich
Den Profivertrag hast Du dann erst
in Duisburg bekommen. Aus heutiger
Sicht die richtige Entscheidung, 2008
zum MSV zu gehen?
Auf jeden Fall! Ich wollte in meiner Karriere einen weiteren Schritt nach vorne machen. Ich habe mich daher entschieden, den Weg über Duisburg in der
Zweiten Liga zu gehen. Dort hat meine Karriere ihren eigentlichen Anfang
gemacht. Ich weiß noch genau, als ich
gegen Greuther Fürth zum ersten Mal
in der Startformation stand und direkt
zwei Tore zum Sieg des MSV beigesteuert habe. Ich habe mich selbst belohnt
und konnte gleich meine erste Chance
nutzen. Endlich war ich im Profifußball
angekommen.
Wir unterbrechen das Gespräch und
setzen unseren Spaziergang auf dem
Baumwipfelpfad fort. Von bisher 18
Metern geht es weiter bergauf. Ulrich
Diehl führt seinen sportlichen Gast
auf eine 35 Meter hohe Plattform, den
Adlerhorst. Während die mitgereisten
Medienvertreter mächtig ins Schwitzen kommen, ist es für Olcay Sahan ein
leichtes die Treppen hinaufzusteigen.
Oben angekommen bietet sich dem Besucher ein atemberaubender Blick über
den Wasgau.
Geschäftsführer Diehl erklärt, dass die
Plattform als eines der Highlights im
Biosphärenhaus bei ihrem Bau wie ein
Baumwipfel konzipiert wurde, der sich
mit dem Wind sanft hin und her bewegt.
„Hier hat man wirklich einen schönen
Ausblick“, befindet auch der 24-jährige
Neulautrer, der sich auf dem Abstieg
natürlich Zeit nimmt, die mitgebrachte
FCK-Fahne von oben herunter zu lassen.
Du bist ein sehr offener Mensch, der
sowohl auf als auch neben dem Platz
immer gute Laune versprüht. Ist es
Dir dadurch leicht gefallen, Dich in
die Mannschaft zu integrieren?
Die Jungs haben mich super aufgenommen und es mir sehr einfach gemacht,
mich zu integrieren. Ich kannte ja bereits Tiffi und Pierre, aber auch zu den
anderen habe ich schnell einen Draht
entwickelt.
Zu Beginn der Saison standest Du dreimal in der Startelf, danach bist Du nur
25
damals nach Gladbach geholt und mir
ermöglicht, mich auf einem höheren Niveau weiterzuentwickeln. Ich habe recht
schnell den Sprung in die zweite Mannschaft geschafft und konnte mich dort
im Seniorenbereich beweisen. Die Erfahrungen, die ich dort gesammelt habe,
waren für mich und meine Entwicklung
sehr wichtig. Im ersten Jahr sind wir
zwar abgestiegen, aber uns ist der direkte Wiederaufstieg gelungen, sodass ich
zum Schluss auf 76 Regionalligaeinsätze
gekommen bin. Leider hat es dann aber
nicht mit einem Profivertrag geklappt.
IN TEUFELS NAMEN
Gegenspieler, dass er ihn gerne selbst umgehauen hätte (lacht). Damals war nicht
abzusehen, dass wir beide einmal den
Sprung in den Profifußball schaffen, umso
schöner, dass wir jetzt wieder zusammen
beim FCK und in der Bundesliga spielen.
PFÄLZER (W)ORTE
IN TEUFELS NAMEN
26
„ENDLICH WAR ICH IM
PROFIFUSSBALL
ANGEKOMMEN“
noch eingewechselt worden oder hast
wie gegen Bayern München gar nicht
gespielt. Wie bewertest Du Deinen Start
beim FCK?
Man muss realistisch sein und sagen,
dass ich zum Auftakt nicht meine beste
Leistung abrufen konnte. Besonders beim
Spiel in Bremen habe ich Fehler gemacht,
die mir sonst nie passieren. Das muss und
werde ich abstellen. Ich habe den Willen,
mich hier durchzubeißen und werde den
Durchbruch schaffen.
Was würdest Du als Deine Stärken bezeichnen? Wo besteht Verbesserungspotential?
Ganz klar, leidenschaftlich Fußballspielen.
Meine Unbekümmertheit ist das, was mich
stark macht und mich gute Leistungen
erbringen lässt. Das hat mir am Anfang
etwas gefehlt, aber ich bin sicher, dass
ich mich nun besser auf die Erste Liga eingestellt habe und an die gute Saison im
vergangenen Jahr in Duisburg anknüpfen
kann. Was das Verbessern angeht: Verbessern kann man sich in allen Bereichen und
in jedem einzelnen Training.
Zum privaten Olcay Sahan. Du bist in
Deutschland geboren, aber Deine Eltern
stammen aus der Türkei. Was bedeutet
für Dich Heimat?
Für mich bedeuten beide Länder Heimat.
Ich bin in Deutschland geboren und zusammen mit zwei Schwestern und einem Bruder
in Düsseldorf aufgewachsen. Die Türkei kenne ich hauptsächlich aus dem Urlaub, den
wir im Sommer natürlich immer in Kayseri,
der Heimatstadt meiner Eltern, verbringen.
Dort leben noch viele Verwandte von uns
und wir stehen regelmäßig in Kontakt. Besonders mit meinen beiden Onkels verstehe ich mich gut, die gucken jedes meiner
Fußballspiele im Fernsehen oder Internet
und sind sehr stolz auf mich (lacht). Meine
Familie und meine Freundin stehen für mich
an erster Stelle und ich bin froh, dass sie
mich unterstützen.
„MEINE STÄRKEN?
LEIDENSCHAFTLICH
FUSSBALLSPIELEN!“
Im Frühjahr hast Du Dein Debüt im A2Team der türkischen Nationalmannschaft
gegeben. Ein besonderer Moment?
Oh ja, das war einer der schönsten Momente meiner bisherigen Karriere. Wir
sind in einem Testspiel gegen die A-Nationalmannschaft von Finnland angetreten
und haben vor toller Kulisse im Stadion
von Erstligist Kasimpasa SK gespielt. Ich
hoffe natürlich, dass ich irgendwann einmal auch für das A-Team auflaufen darf,
aber dafür muss ich weiter an mir arbeiten und gute Leistungen bringen.
Da würde ein Platz in der Startelf der
Roten Teufel helfen?
Ganz klar! Ich will in die Startformation
und dem FCK helfen, die Klasse zu halten.
Das ist mein Ziel für die Saison. Noch einmal nach Berlin zu fahren und im DFB-Pokalfinale zu spielen, wäre natürlich auch
nicht schlecht…
Wir sind am Ende des 270 Metern langen
Baumwipfelpfades angekommen, aber bevor es für den 24-Jährigen wieder zurück
nach Kaiserslautern geht, steht ihm noch
eine ganze besondere Aufgabe bevor. Die
Baumrutsche, auf die sich Olcay Sahan bereits zu Beginn des Spaziergangs gefreut
hat, wartet darauf, herunter gerutscht zu
werden. Nach einer kurzen Einweisung
geht es für den unerschrockenen Flügelflitzer in die Tiefe. Unten angekommen
verabschiedet sich der Mittelfeldspieler
von seinem Gastgeber Ulrich Diehl und
versichert lächelnd: „Auch wenn es mit der
Rutsche abwärts ging, mit mir und dem
FCK geht es ab sofort nur noch aufwärts.“
28
IN TEUFELS NAMEN
MITTELKREIS
ALLES RUND UM DEN SPIELTAG
„MIT DER QUALITÄT DES GESAMTEN KADERS!“
gereist, denn zwei Spieler meldeten sich im
Abschlusstraining angeschlagen. Der Israeli
fiel aber letztlich aus taktischen Erwägungen
aus dem Kader, da beide Spieler rechtzeitig
einsatzfähig waren. Mit neuer Zuversicht
ging es ins Spiel bei den Gladbacher Fohlen, doch die Gastgeber traten forsch und
zielstrebig auf. Eine erste Anfangsoffensive überstanden die Roten Teufel schadlos
und tasteten sich in Richtung des Gladbacher Gehäuses. Doch obwohl im Defensivverbund ein sehr gutes Spiel abgeliefert
wurde, konnten Kapitän Christian Tiffert
und seine Kollegen kaum Druck aufbauen.
Die Stimmung war sicherlich schon besser auf dem „Betze“. Nach der deutlichen
Niederlage gegen den FC Bayern München
gab es eine weitere bei Borussia Mönchengladbach. Dem 0:3 folgte zwar eine
ausgeglichene Partie am Niederrhein,
aber letztlich erspielten sich die Roten
Teufel zu wenige Torchancen beim 0:1 im
Borussia-Park. Vor dem Derby gegen den
1. FSV Mainz 05 legen Cheftrainer Marco
Kurz und seine Spieler ihre volle Konzentration in jede Einheit und arbeiten daran, ihre Fehler abzustellen.
49.780 Zuschauer machten das Fritz-Walter-Stadion zu einem echten Tollhaus. Es
war angerichtet und die Fans der Roten
Teufel gingen erwartungsvoll in die Partie.
Leider erfüllte die Partie die Erwartungen
nicht und übermächtige Bayern erspielten
sich einen ungefährdeten Sieg. Und zu
guter Letzt holte sich Ivo Ilicevic kurz vor
Abpfiff der Partie noch eine Rote Karte für
ein grobes Foulspiel ab, für das er später
vier Spiele gesperrt wurde. Doch während die Fans noch ihren Ärger über die
Niederlage verdauten, suchte Ilicevic das
Weite und wechselte für vier Jahre zum
Hamburger SV. Natürlich waren die ersten
Reaktionen von tiefer Enttäuschung geprägt, denn mit dem jungen Kroaten ver-
lor der FCK einige Offensivqualität. Doch
Marco Kurz und Stefan Kuntz hatten die
Situation intensiv besprochen und kamen
übereinstimmend zum Ergebnis, dass dem
Wechsel eines Spielers, der wiederholt um
einen Transfer ersucht hatte und zudem
auch wirtschaftlich sinnvoll war, im Sinne
des Vereins zuzustimmen sei.
„Mit der Qualität des gesamten Kaders“,
so Kuntz und Kurz unisono, wolle man
den Verlust kompensieren und als Kollektiv die Punkte zum Klassenerhalt erringen.
So wurde der Verzicht auf einen Neuzugang kurz vor Schluss des Transferfensters glaubhaft begründet. Vierzehn Tage
waren nach der Partie bis zum Spiel in
Mönchengladbach zu überbrücken und die
FCK-Nationalspieler hatten einige lange
Reisen zu absolvieren. Alle kamen gesund
wieder und besonders Torwart Kevin Trapp
hatte bei zwei siegreichen Einsätzen über
die volle Distanz mit der deutschen U21
einiges an Selbstbewusstsein getankt.
Der Cheftrainer und sein Team arbeiteten
fieberhaft an der zuletzt fehlenden Kompaktheit, versuchten aber gleichzeitig mehr
Klarheit und Präzision in die Offensivaktion
zu bekommen. Gil Vermouth war erstmals
mit der Mannschaft zu einem Auswärtsspiel
Als alles auf ein verdientes Unentschieden
hinauslief, denn auch das Team von Lucien
Favre hatte kaum Mittel gegen die aufopferungsvoll verteidigenden Gäste, landete eine Flanke beim Venezulaner Arango,
der volley abschloss und Trapp überwand.
Hierbei blieb es, trotz eines sehenswerten
Fallrückziehers des Lautrer Kapitäns leider
bis zum Abpfiff und erneut stand der FCK
mit leeren Händen da.
Glücklicherweise verletzte sich keiner der
Lautrer Spieler und so konnte Marco Kurz
am Dienstagmorgen mit einem fast kompletten Kader in die Vorbereitung auf das
Rheinland-Pfalz-Derby gehen. Schon in
der Woche vor dem Spiel in Gladbach war
Etwa 45.000 Zuschauer werden zum
Rheinland-Pfalz-Derby erwartet, nur etwa
2.000 davon Gästefans aus Mainz. Doch
trotz dieser sicherlich enttäuschenden
Anzahl an Mitreisenden aus der Landes-
hauptstadt wollten die FCK-Spieler zusammen mit ihren Fans nicht nur den ersten
Dreier der Saison erspielen, sondern endlich einen lang ersehnten Derbysieg einfahren. Das Top-Spiel am Samstagabend
auf dem Betzenberg bietet den idealen
Rahmen und die Fans und Spieler des FCK
sind bereit, den ersten Sieg der Saison zu
holen. Auf geht’s, Rote Teufel!
INTERVIEW MIT CHEFTRAINER MARCO KURZ
„EINEN SCHRITT NACH VORNE GEMACHT!“
gen einen Gegner wie die Bayern bestehen zu können, müssten wir an unsere
Leistungsgrenze kommen. Das ist uns
nicht gelungen. Für uns war es natürlich ärgerlich, dass wir die gefährlichen
Szenen der ersten zehn Minuten überstanden haben und dann durch zwei
Elfmeter ins Hintertreffen gerieten.
Aber wir wussten, wo wir mit unserer
Arbeit ansetzen müssen und haben das
im Vorfeld des Spiels gegen Borussia
Mönchengladbach auch getan.
War die Länderspielpause nach dem
Spiel förderlich oder hinderlich?
Wir haben zwei Wochen Zeit gehabt, um
intensiv zu arbeiten. Doch uns haben
auch Nationalspieler gefehlt, die glücklicherweise gesund von ihren Einsätzen
zurückgekehrt sind.
Hallo Herr Kurz, nach fünf Spielen hat
der FCK zwei Punkte auf dem Konto
und steht auf dem vorletzten Rang.
Grund zur Beunruhigung?
Ich bin nicht beunruhigt. Wir können
mit dem Druck sehr gut umgehen und
wissen die Schwere der Situation sehr
gut einzuschätzen. Wir wissen aber
auch um die Qualität unserer Spieler
und um die große Herausforderung,
auch in diesem Jahr in der Bundesliga
zu bestehen. Wie gesagt: Uns ist klar,
dass wir eine klare Steigerung in unserem gesamten Spiel benötigen.
Gegen den FC Bayern kann man verlieren. Vielerorts wurde aber die Art
und Weise bemängelt.
Wir waren gegen die Bayern das klar
unterlegene Team und hatten zu keinem Zeitpunkt die Möglichkeiten, ihnen
irgendwie gefährlich zu werden. Um ge-
In Mönchengladbach trat Ihre Mannschaft verbessert auf.
Ja, man hat der Mannschaft angemerkt,
dass sie im taktischen Bereich einen
Schritt nach vorne gemacht hat. Wir
haben gut gegen den Ball gearbeitet,
waren dann aber im Offensivspiel zu
ungenau und haben die Bälle fehlerhaft
nach vorne getragen. Aus dem Spiel haben wir vor allem nach der Pause nicht
viele Möglichkeiten zugelassen, haben
aber im Spiel nach vorne zu unsauber
gespielt und falsche Entscheidungen
getroffen. Bis in die gegnerische Zone
war es teilweise sehr ordentlich, dann
fehlte jedoch die Durchschlagskraft.
Letztlich war es eine verdiente Niederlage, denn nur wenn man Tore schießt,
kann man Spiele gewinnen. Daran haben wir in dieser Woche hart gearbeitet
und müssen es im Derby nun umsetzen.
Sie sprechen das heutige Spiel an. Mainz
hat die zurückliegende Partie ebenfalls
verloren. Ein Vorteil für Ihre Mannschaft?
Wir schauen einzig auf unsere eigene
Leistung. Nur wenn wir unser Potential
abrufen und uns mit aller Kraft in die
Partie reinbeißen, werden wir gegen
Mainz erfolgreich sein. Natürlich wollen wir das Derby gewinnen. Mainz hat
eine sehr spielstarke Mannschaft von
hoher Qualität, gegen die wir alles in
die Waagschale werfen müssen, um zu
bestehen. Wir haben das Publikum im
Fritz-Walter-Stadion hinter uns und wir
wollen uns erneut die Unterstützung
dieser Wand verdienen.
29
Zellner und Willi Orban, die ihr Aufbautraining vorantreiben, um bald wieder
eingreifen zu können.
IN TEUFELS NAMEN
Adam Nemec ins Training zurückgekehrt.
Dorge Kouemaha arbeitete unterdessen
hart an seiner Rückkehr, doch seine Muskelverletzung erwies sich als hartnäckig.
Nicht zur Verfügung stehen vor der Partie
gegen den 1. FSV Mainz 05 folglich aktuell
Jan Simunek, der weiterhin in der Reha
am Ende seiner Leidenszeit arbeitet, und
die Youngster Julian Derstroff, Steven
GÄSTEKABINE
IN TEUFELS NAMEN
36
GEGNER IM VISIER: 1. FSV MAINZ 05
Zum Topspiel am 6. Spieltag der Bundesliga-Saison 2011/12 empfängt der
1. FC Kaiserslautern den 1. FSV Mainz
05. Im Flutlicht des Fritz-WalterStadions kämpfen beide Teams um
die Vorherrschaft in Rheinland-Pfalz.
Zuletzt hatte der Club aus der Landeshauptstadt die Nase vorn. Das soll
sich jetzt wieder ändern.
In beiden Duellen der vergangenen
Saison hatten sich die Roten Teufel
knapp geschlagen geben müssen. Die
Mainzer, die am Ende mit Platz fünf im
Abschlussklassement die beste Spielzeit der Vereinsgeschichte hingelegt
hatten, entschieden sowohl das Hinspiel im heimischen Bruchweg (2:1)
als auch die Partie auf dem Betzenberg
(1:0) für sich.
Angetrieben von ihrem furiosen Offensiv-Trio Lewis Holtby, Andre Schürrle
und Adam Szalai, von denen die ersten beiden während der Hinserie auch
gleich ihr Nationalmannschafts-Debüt
feierten, spielten die 05er vor allem
zu Beginn der Spielzeit groß auf. Mit
sieben Siegen zum Auftakt stellte der
FSV den Startrekord in der Bundesliga,
aufgestellt ausgerechnet vom Lokalrivalen aus Kaiserslautern sowie dem FC
Bayern München, ein. Am Ende qualifizierten sich die 05er zum zweiten Mal
in der Vereinsgeschichte für die Europa
League. Schlüssel zum Erfolg waren die
ständig wechselnden Startaufstellungen und individuell auf den jeweiligen
Gegner ausgelegten Taktikvorgaben,
welche die Mainzer zu so mancher
Überraschung befähigten.
Zuvor hatten die Mainzer jahrzehntelang eher eine untergeordnete Rolle im Fußballgeschäft gespielt. Nach
zwei Spielzeiten der Zweitklassigkeit
in den 70ern, gelang es dem FSV erst
zwei Jahrzehnte später sich dauerhaft
im Profi-Fußball zu etablieren. Unter
der Leitung des 1988 ins Amt gewählten Vereinspräsidenten Harald Strutz,
der bis heute die Geschicke des Clubs
leitet, begann dann jedoch ein konstanter Aufstieg.
Nachdem man die Saison 1997 erstmals als Vierter beendet hatte und
damit wie auch 2002 und 2003 nur
knapp den Aufstieg in die Bundesliga verpasst hatte, gelang 2004 mit
dem Sprung ins Fußball-Oberhaus der
vorläufig größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Und auch wenn man zwischen 2007 und 2009 zwischenzeitlich
noch einmal zurück musste ins zweite
Glied, spätestens nach den Erfolgen
der vergangenen Spielzeit ist der 1.
FSV Mainz 05 wohl auch in der Bundesliga etabliert.
Nach dem berauschenden letzten Jahr,
stand im Sommer 2011 allerdings ein
kräftiger Umbruch an. Die Nationalspieler Holtby (war ausgeliehen vom FC
Schalke 04) und Schürrle (zu Bayer Leverkusen) verließen den Verein ebenso
wie der österreichische Linksverteidiger
Christian Fuchs. Zudem zog der Verein
vom altehrwürdigen Stadion am Bruchweg in die nagelneue Coface-Arena an
den Rand der Stadt.
Auf der anderen Seite verzeichneten die
05er gleich eine ganze Reihe an äußerst
vielversprechenden Neuzugängen. Der
Champions-League-erfahrene Zdenek
Pospech kam vom FC Kopenhagen, ExLautrer Fabian Schönheim aus Wiesbaden und Eric-Maxim Choupo-Moting vom
Hamburger SV. Mit Nicolai Müller und
Das Team des 1. FSV Mainz 05
in der Saison 2011/12
Hintere Reihe von links: Cheftrainer Thomas Tuchel, Co-Trainer Arno Michels, Torwarttrainer Stephan Kuhnert, Athletiktrainer
Rainer Schrey, Konditionstrainer Axel Busenkell, Benjamin Weber, Physiotherapeut Ulli Maerten, Physiotherapeut Christopher Rohrbeck, Physiotherapeut Stefan Stuewe, Mannschaftsarzt Dr. Klaus Gerlach, Mannschaftsarzt Dr. Stefan Rimoldi, Zeugwart Walter Notter
Mittlere Reihe von links: Nikolce Noveski, Jan Kirchhoff, Adam Szalai, Bo Swensson, Petar Sliskovic, Eric-Maxim Choupo-Moting,
Niko Bungert, Marco Caligiuri, Fabian Schoenheim, Adreas Ivanschitz, Deniz Yilmaz, Marcel Risse, Julian Baumgartlinger
Vordere Reihe von links: Sami Allagui, Eugen Gopko, Zoltan Stieber, Nicolai Mueller, Anthony Ujah, Christian Wetklo,
Heinz Mueller, Zdenek Porspech, Radoslav Zabavnik, Yunus Malli, Florian Heller, Eugen Polanski
GÄSTEKABINE
werden jedoch alles daran setzen, dies
zu verhindern.
37
Nach dem wenig vielversprechenden Auftakt mit dem frühen EuropaLeague-Aus gegen das rumänische
Team von GAZ Metan Medias und dem
mühevollen Pokal-Auftritt beim SVN
Zweibrücken (2:1 nach Verlängerung)
scheinen die 05er zumindest in der
Bundesliga schon gut in Form und starteten mit zwei Siegen in die aktuelle
Saison. Derzeit stehen sieben Punkte für die Rheinhessen zu Buche. Nun
wollen sie auch ihre Bilanz gegen den
Lokalrivalen aus Kaiserslautern, wo
bisher fünf Siege, acht Unentschieden
und acht Niederlagen zu Buche stehen,
weiter aufbessern. Die Roten Teufel
INTERVIEW MIT ANDREAS IVANSCHITZ
„WIR WOLLEN DEN KAMPF ANNEHMEN“
Zu Saisonbeginn gab es nicht nur personelle Veränderungen, sondern auch
den Umzug vom Bruchweg in die neue
Coface-Arena. Fühlt sich das Team dort
schon zu Hause? Wie ist die Atmosphäre im neuen Stadion?
Mir persönlich gefällt das Stadion sehr
gut, es ist topmodern und die Zuschauer sind auf sehr steilen Rängen ganz nah
am Spielfeld dran. Die Coface-Arena hebt
den Verein einfach auf ein ganz anderes
Level, 10.000 Zuschauer mehr, das macht
sich schon bemerkbar. Die Stimmung ist
fantastisch, noch extremer und besser
als am Bruchweg.
Andreas Ivanschitz (rechts) zusammen mit
Mannschaftskollege Elkin Soto (links)
Andreas Ivanschitz, der 1. FSV Mainz
05 ist nach dem bitteren Europapokalaus bei GAZ Metan Medias dennoch
mit zwei Siegen gut in die Saison gestartet. Wie hat das Team das Ausscheiden im internationalen Geschäft
so schnell verarbeitet?
Wir hatten ehrlich gesagt wenig Zeit,
dem Ausscheiden groß hinterherzutrauern, weil wir drei Tage später zu
Hause schon gegen Leverkusen spielen mussten. Natürlich entwickelt man
nach einer solchen Niederlage wie in
Medias eine gewisse Wut, und dementsprechend wollten wir Gas geben. Wir
wussten, dass wir uns rehabilitieren
können mit einem guten Start und diese Chance haben wir genutzt.
Zieht man nach fünf Spielen eine erste
Zwischenbilanz – womit ist man zufrieden, wo läuft es noch nicht ganz rund?
Wir stehen noch ziemlich am Anfang
der Saison, daher kann man noch keine
allgemeingültigen Aussagen machen.
Sicherlich schmerzen die zwei letzten
Heimniederlagen noch sehr, aber ich
bin zuversichtlich, dass wir uns in Kaiserslautern besser präsentieren werden
als zuletzt gegen Hoffenheim und auswärts etwas holen können. Für eine Bilanz ist es jedoch nach fünf Spieltagen
noch zu früh.
Mit Andre Schürrle und Lewis Holtby
haben zwei Leistungsträger den Verein
verlassen. Wie möchte man die Beiden
ersetzen?
Natürlich waren die Beiden zwei wichtige Spieler für uns, nicht nur auf dem
Platz, sondern auch abseits des Rasens.
Mainz 05 lebt allerdings grundsätzlich
vom Kollektiv und nicht so sehr von
den einzelnen Spielern. Wir sind schon
dabei, sie zu ersetzen, haben einige
talentierte neue Spieler, und die haben sich schnell und gut integriert und
bringen ebenfalls gute Leistungen auf
dem Platz.
Wenn der 1. FSV Mainz 05 auf den FCK
trifft, dann bedeutet das für viele
Fans der Vereine eines der Saisonhighlights. Wie nimmt man dies als
Spieler wahr?
Auch für uns ist es ein Highlight, ein
ganz wichtiges Duell. Das merkt man
schon in den Tagen vor dem Spiel, man
freut sich einfach besonders auf ein
Derby. Wir haben nach der Heimniederlage ja auch einiges gut zu machen
und in Kaiserslautern die Möglichkeit,
das zu tun. Diese Chance wollen wir
auch nutzen.
Was für eine Partie erwarten Sie auf
dem Betzenberg?
Ich erwarte ein hitziges Derby mit vielen Zweikämpfen. Kaiserslautern ist
eine fleißige, aggressive Mannschaft,
da müssen wir voll dagegenhalten.
Fleiß und Aggressivität sind auch unsere Stärken, aber diese müssen wir von
Sekunde eins an auf den Platz bringen
und den Kampf annehmen. Dann kann
man auch in Kaiserslautern was holen.
IN TEUFELS NAMEN
Zoltan Stieber verpflichteten die Mainzer zudem zwei der auffälligsten Spieler
der vergangenen Zweitliga-Saison.
52
IN TEUFELS NAMEN
FANKURVE
DIE FANS DER ROTEN TEUFEL
„DIE LEIDENSCHAFT IM FUSSBALL IST
EINZIGARTIG“
gene Songs spielen. Sechs Monate später
hatten wir einen Vertrag bei einem großen Label. Inzwischen haben wir zwei
Alben rausgebracht und spielen Shows in
Venezuela, Tschechien oder bei Monsters
of Rock vor tausenden Leuten. Und die
Tatsache, dass ich in New York und die
restlichen Mitglieder in Kaiserslautern leben, bereitet uns dabei keine Probleme.
Ihr habt sogar einen eigenen MetalSong für den FCK aufgenommen
Ross Friedman ist nicht nur Mitbegründer und langjähriger Gittarist der legendären Heavy-Metal-Band Manowar, der
New Yorker ist auch bekennender Fan
der Roten Teufel. Zum Heimspiel gegen
den FC Bayern München war „Ross the
Boss“ zu Besuch auf dem Betzenberg.
Wir sprachen mit der Musiklegende über
Fußball, Fans und Musik. Und darüber
wie es ist, ein FCK-Fan in NYC zu sein.
Ross, wie kommt man als Musiker aus
New York City zum Fußball und zum FCK?
Ich war schon immer ein totaler Sportsfreak. In Amerika sind American Football
und Baseball die Sportarten Nummer eins
und die New York Giants und die New York
Mets sind meine Teams. Die Leidenschaft
für Fußball habe ich vor allem während
der WM 2006 kennengelernt. In New York
leben ja viele verschiedene Nationalitäten,
vor allem viele Italiener, daher hat man die
WM hautnah mitbekommen. Ich habe im
Fußball Emotionen erlebt, die es so bei den
amerikanischen Sportarten selten gibt. Die
Menschen waren voller Leidenschaft dabei.
Da musste man einfach Fußballfan werden.
Hinzu kommen natürlich meine Bandkol-
legen, die ja alle drei aus Kaiserslautern
stammen und mir natürlich viel vom FCK
erzählt haben. Und inzwischen habe ich
mich selbst mit dem Verein beschäftigt, mit
seiner ruhmreichen Geschichte und dem legendären Fritz Walter.
Erklär uns mal etwas über Eure Band,
die „Ross the Boss“-Band
Zunächst mal muss ich sagen, dass der
Bandname „Ross the Boss“ die Idee des
Labels war. Meine erste Band, in der ich
spielte, waren The Dictators, eine PunkBand. 1980 habe ich dann zusammen mit
Joey DeMaio Manowar gegründet. Nach
sechs Alben und erfolgreichen Jahren
habe ich die Band 1988 verlassen. In den
nächsten Jahren habe ich in verschiedenen Bands gespielt und viele Alben aufgenommen. Nicht nur Heavy-Metal, auch
Hard Rock oder Blues-Rock, ich bin da sehr
vielseitig. 2006 gab es dann das Keep-ItTrue-Festival in Deutschland. Und da habe
ich mit der Manowar-Coverband „Men of
War“ zusammen gespielt, drei Jungs aus
Kaiserslautern. Und das lief gut. Zunächst
haben wir Manowar-Songs gecovert, doch
dann dachten wir, wir könnten auch ei-
Ja, eines Tages haben Sie mich dann mal
mitgenommen zu einem Spiel auf dem
Betzenberg. Es war 2006, ein Heimspiel
gegen Freiburg. Und obwohl der FCK verloren hat, war es für mich ein einmaliges
Erlebnis. Mich beeindruckt, dass die Fans
hinter dem Verein stehen, egal ob es gut
oder schlecht läuft. Diese kämpfenden Roten Teufel auf dem Platz, die Leidenschaft
der Fans in der Kurve, das war unglaublich. Da haben wir uns entschlossen, ein
Lied für den FCK aufzunehmen. Dass dieses auch im Stadion gespielt wird, macht
uns natürlich stolz. Wir haben versucht
die Power und den Rhythmus der Kurve in
unsere „FCK Fan Hymn“ einzubauen.
Als FCK-Fan in New York ist es bestimmt
nicht einfach. Woher bekommt man die
Informationen?
Leider kann ich in New York die Spiele nicht im Fernsehen schauen, aber ich
bekomme alle Neuigkeiten auf ESPN. Natürlich informiere ich mich viel im Internet über den FCK. Die Homepage des FCK
hat ja auch englische Seiten. Und meine
Bandkollegen schicken mir viele links,
beispielsweise auf youtube. Beim Aufstieg
in die Bundesliga habe ich mich total gefreut und war sehr glücklich. Leider bin
ich in New York der einzige FCK-Fan und
musste alleine feiern. Zumindest kenne
ich sonst keinen.
LEGENDÄRE SPIELE AUF DEM BETZENBERG
FCK – 1. FSV MAINZ 05
berg die Lautrer mit 1:0 in Führung, zehn
Minuten später gelang Marco Grevelhörster noch der Ausgleich zum 1:1-Endstand.
1996: SCHIEDLICH-FRIEDLICH:
1:1 IN LIGA ZWEI
Zugegeben, seit einigen Jahren ist das
Duell gegen den 1. FSV Mainz 05 für die
Roten Teufel und ihre Anhängerschaft
eines der wichtigsten Spiele der Saison. Es geht um die Vorherrschaft im
Bundesland Rheinland-Pfalz, das die
Lautrer über Jahrzehnte weitgehend
ohne regionale Konkurrenz auf die
deutsche Fußball-Landkarte gesetzt
haben. Frühe Begegnungen mit den
Mainzern lassen sich dagegen fast an
einer Hand abzählen. Die Geschichte
der regelmäßig stattfindenden Rheinland-Pfalz-Derbys begann erst mit der
Saison 1996/97, als sich beide Vereine
am 6. September 1996 zum ersten Mal
in der zweiten Liga gegenüberstanden.
Nachdem die Roten Teufel in der Vorsaison
erstmals in der Clubgeschichte absteigen
mussten, fand sich der Traditionsverein
im Fußball-Unterhaus auf teilweise völlig neuem Terrain wieder. Statt München,
Hamburg oder Schalke hießen die Gegner
nun Meppen, Gütersloh oder Zwickau.
Auch das Kräftemessen mit dem FSV aus
der 80 Kilometer entfernten Landeshauptstadt stand auf dem Programm, wobei die
Partie durchaus in die Kategorie der Duelle David gegen Goliath einzuordnen war.
FCK-Trainer Otto Rehhagel konnte trotz
des Abstieges fast durchweg auf erstklassiges Personal zurückgreifen, während die
damalige Mainzer Mannschaft wohl eher
den Fußball-Insidern ein Begriff war.
Nichtsdestotrotz spielten die 05er in dieser Spielzeit in der Liga eine überraschend
starke Rolle und reisten als Sechster zum
Tabellenführer auf den Betzenberg.
Der war mit 38.000 Zuschauern natürlich
auch für das Rheinland-Pfalz-Derby ausverkauft. Von der erst später bei Spielen
gegen Mainz einsetzenden Brisanz war
aber wenig zu spüren. Die Lautrer Fans
hatten sich längst auf das Abenteuer
zweite Liga eingelassen und machten die
Heim- aber auch die Auswärtsspiele gegen die vermeintlich kleinen Gegner zu
einer ausgelassenen Party. Im Vergleich
zu den längst legendären Partien gegen
Eintracht Frankfurt (5:0), Waldhof Mannheim (5:0), VfB Lübeck (7:0) oder den SV
Meppen (7:6) bot das Flutlichtspiel gegen
die 05er allerdings eher Hausmannskost.
In der 70. Minute brachte Michael Schjön-
Für den FCK war es der Auftakt einer Serie
von fünf Unentschieden, von der sich die
Pfälzer bei der angepeilten Rückkehr in die
Bundesliga aber nicht beeindrucken ließen. Für Mainz hingegen stellte die Partie
im Fritz-Walter-Stadion den ersten Auftritt
auf der großen Fußballbühne dar. Womöglich beflügelt von dieser Erfahrung kämpfte die Mannschaft sogar bis zum Schluss
um den Aufstieg mit. Erst am letzten Spieltag mussten sich die Mainzer nach einem
dramatischen 4:5 beim VfL Wolfsburg mit
dem undankbaren vierten Platz abfinden.
In der Pfalz knallten da schon längst die
Sektkorken. Der Betriebsunfall Abstieg war
korrigiert und die Derbys gegen Mainz in
der allgemeinen Aufstiegseuphorie allenfalls noch eine Randnotiz.
STATISTIK · 5. Spieltag 1996/97
FCK: Reinke - Greiner, Schjönberg
(85. Rische), Brehme, Roos - Riedl,
Schäfer, Wagner, Ratinho - Wegmann,
Kuka
1. FSV Mainz 05: Wache - Lieberknecht, Neustädter, Tanjga, Lemsalu
(65. Herzberger) - Stöver, Schmidt,
Akrapovic, Hock (57. Grevelhörster),
Ouakili, Demandt (77. Erhard)
Tore: 1:0 Schjönberg (70.),
1:1 Grevelhörster (80.)
Zuschauer: 38.000
IN TEUFELS NAMEN
65
RÜCKPASS
RÜCKPASS
66
20 04: “FÜR IMMER DIE NUMMER EINS!” 2:0 IM ERSTEN BUNDESLIGA-DERBY
IN TEUFELS NAMEN
ses mörderische Tempo bis zum Ende
durchhalten könne. In der Tat agierten
die Gastgeber mit Beginn der zweiten
Halbzeit etwas defensiver und lauerten
nun verstärkt auf Konter. Nach ziemlich
genau einer Stunde Spielzeit waren aber
auch die letzten Zweifel am Erfolg weggeblasen. Ciriaco Sforza spielte Kosowski wunderbar frei und der Pole ließ sich
diese Gelegenheit in seinem mit Abstand besten Spiel für die Roten Teufel
nicht entgehen. 2:0 in der 59. Minute,
der Betze außer Rand und Band!
Nach mehreren knapp gescheiterten
Versuchen war der 1. FSV Mainz 05
im Sommer 2004 am Ziel. Die Rheinhessen stiegen als zweiter rheinlandpfälzischer Verein in die Bundesliga
auf. Am 5. Dezember 2004 reiste der
Aufsteiger nach einer bis dato guten
Saison mit viel Selbstvertrauen zum
Derby nach Kaiserslautern. Wenige
Stunden später wusste er, was es mit
dem Ruf des Betzenbergs als uneinnehmbare Festung auf sich hat.
Man habe sich den Schneid abkaufen
lassen, sagte FSV-Präsident Harald
Strutz nach der Partie und musste
eingestehen, dass die Mannschaft aus
der Landeshauptstadt angesichts der
aufgeheizten Atmosphäre im mit mehr
als 46.000 Zuschauern ausverkauften
Fritz-Walter-Stadion wohl doch etwas
nervös gewesen sei. Gut möglich, dass
den Spielern von Trainer Jürgen Klopp
schon beim Einlaufen das Herz in die
Hose gerutscht ist, als die bestens aufgelegte Westkurve beide Mannschaften
mit einer riesigen Choreographie willkommen hieß. “Für immer die Nummer
eins im Land”, war überlebensgroß zu
lesen, und die Roten Teufel setzten diesen Anspruch von Beginn an in die Tat
um. Der wegen seiner eher abwartenden Spielweise des öfteren in der Kritik
stehende FCK-Trainer Kurt Jara hatte
offensichtlich genau die richtigen Wor-
te gefunden, um seine Jungs für das
Derby richtig heiß zu machen.
Schon nach einer Minute hatten die
Fans nach einem Schuss von Carsten
Jancker den Torschrei auf den Lippen
und auch in der Folge ließen die Roten
Teufel den Gegner nicht im geringsten
zur Entfaltung kommen. Angesichts
dieses Spielverlaufs war die Führung
nur eine Frage der Zeit und nach 20
Minuten war es dann soweit. Von Kamil Kosowski und Ioannis Amanatidis
unter Druck gesetzt, bugsierte der damalige Mainzer Mathias Abel eine Hereingabe zum 1:0 ins eigene Netz. Ein
hochverdienter Treffer, wenn auch für
den Abwehrspieler eine unglückliche
Aktion. Dass Abel als gebürtiger Lautrer in seinem ersten Profispiel auf dem
Betzenberg gleich ein Tor für den FCK
erzielte, wird ihm heute sicherlich eine
Schmunzeln entlocken.
Auch in der Folge kamen die 05er kaum
aus der eigenen Hälfte und die Gäste konnten von Glück sagen, dass die
Chancenauswertung der Roten Teufel
an diesem Abend noch zu wünschen
übrig ließ. Ansonsten wäre die Partie
schon zur Pause entschieden gewesen,
wie Trainer Jürgen Klopp anschließend
analysierte. War sie aber nicht, und so
fragte sich der ein oder andere Lautrer
Fan wohl auch, ob die Mannschaft die-
Eine Viertelstunde vor dem Ende hatte
dann noch Jürgen Klopp seinen Auftritt. Von Schiedsrichter Wolfgang Stark
wegen eines Tritts gegen die Werbebande auf die Tribüne verbannt, lief der
Coach einmal quer über den Rasen, um
auf der Nordtribüne nach einem freien
Sitzplatz Ausschau zu halten. Der sollte sich natürlich auch finden, mit weiterem Entgegenkommen durfte Klopp
an diesem Abend allerdings nicht mehr
rechnen. Mit 2:0 entschied der FCK das
erste Bundesliga-Duell mit dem 1. FSV
Mainz 05 für sich. Als Belohnung gab es
von Trainer Jara einige zusätzliche freie
Tage in der Winterpause. Schließlich sei
die Partie das Beste gewesen, dass man
seit langer Zeit auf dem Betzenberg gesehen habe, so der Coach.
STATISTIK · 16. Spieltag 2004/05
FCK: Ernst - Riedl, Hertzsch, Mettomo
(46. Lembi), Tchato - Sforza, Engelhardt, Zandi, Kosowski - Jancker (65.
Teber), Amanatidis (73. Grammozis)
1. FSV Mainz 05: Wache - Abel (66.
Weber), Friedrich, Noveski, Weigelt
- Gerber (76. Casey), Kramny (46. Teinert), Babatz, da Silva - Auer, Weiland
Tore: 1:0 Abel (20./ET),
2:0 Kosowski (59.)
Zuschauer: 46.100

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