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ZENTRALE RÜCKKEHRBERATUNG
IN SÜD- UND WESTBAYERN
1.07.2 004 b is 3 1.0 7 .2 0 14
Beratung und Hilfen für eine Rückkehr in Würde
Caritasverband
für die Diözese
Augsburg e. V.
Regierung von Schwaben
Regierung von Unterfranken
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INHALTSÜBERSICHT
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Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. - Dr. Magg ....................................................4
l
Bayerisches Staatsministerium - Sozialministerin Emilia Müller..............................................6
l
Stadt Augsburg - Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl.................................................................7
l
Vorwort ZRB.............................................................................................................................8
l
Schnappschüsse......................................................................................................................9
l
Trägervertreter zu 10 Jahren ZRB Süd- und Westbayern
Bayerisches Rotes Kreuz, Kreisverband Augsburg Stadt e. V. - Hr. Gebler............................10
Diakonisches Werk Augsburg e. V. - Hr. Graßmann................................................................11
Caritasverband für die Diözese Würzburg e. V. - Hr. Kipple....................................................12
Caritasverband der Erzdiözese München-Freising e. V. als Träger des Caritas Zentrum
Mühldorf /Inn - Hr. Späth .........................................................................................................13
ZENTRALE RÜCKKEHRBERATUNG
IN SÜD- UND WESTBAYERN (ZRB)
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ZENTRALE RÜCKKEHRBERATUNG
IN WESTBAYERN (ZRB West)
ZENTRALE RÜCKKEHRBERATUNG
IN SÜDBAYERN (ZRB Süd)
Röntgenring 3
97070 Würzburg
Lange Gasse 4
86152 Augsburg
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.zrb-westbayern.de
E-Mail: [email protected]üdbayern.de
Internet: http://www.zrb-südbayern.de
Tel: 0931 / 38 65 81 53
Fax: 0931 / 38 65 81 99
Tel: 0821 / 50 89 632
Fax: 0821 / 50 89 633
AUSSENSTELLE
AUSSENSTELLE
ZRB Ostbayern - Ost - Deggendorf
Metzgergasse 16
94469 Deggendorf
ZRB Ostbayern - Ost - Mühldorf
Kirchenplatz 5
84453 Mühldorf / Inn
Tel: 0151 / 23 74 04 89
Fax: 0821 / 50 89 633
Tel: 08631 / 37 63 34
Fax. 0821 / 50 89 633
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.zrb-südbayern.de
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.zrb-südbayern.de
Caritasverband für den Landkreis Deggendorf e. V. - Hr. Weißenborn....................................14
l
Schnappschüsse .....................................................................................................................15
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Regierung von Unterfranken - Hr. Dr.Beinhofer ......................................................................16
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Regierung von Schwaben - Fr. Schmid-Göller.........................................................................17
l
Team der ZRB..................................................................................................................... ...18
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Übersicht der bayerischen Rückkehrberatungsstellen / Landkarte .........................................20
l
Die ZRB – Kurzdarstellung (Was ist die ZRB?)........................................................................21
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Rückkehr bedeutet …...............................................................................................................23
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Angebote der ZRB....................................................................................................................24
l
Die ZRB Süd- und Westbayern – eine Erfolgsgeschichte für eine „Rückkehr in Würde".........30
l
Schnappschüsse......................................................................................................................35
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Zahlen, Daten und Statistik......................................................................................................36
l
Auszüge aus der Beratertätigkeit / Fallbeispiele......................................................................41
l
Rückmeldungen von Klienten...................................................................................................44
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Öffentlichkeitsarbeit..................................................................................................................46
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Fachlicher Austausch und Vernetzung.....................................................................................47
l
Weiterentwicklungen und Perspektiven der Rückkehrberatung...............................................48
l
Unser Dank gilt ........................................................................................................................50
l
Namen, Abkürzungen...............................................................................................................51
l
Kontakt.....................................................................................................................................52
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Projektleitung
Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V.
Direktorat
Domkapitular Dr. Andreas Magg
Diözesan-Caritasdirektor
Grußwort
Die Selige Mutter Theresa von Kalkutta (1910 – 1997)
hat einmal auf die Frage, wie und wo man denn am
besten damit beginne, die Welt zu verändern, kurz und
knapp geantwortet: „Bei sich selbst.“
Die Veränderung der Welt hat also mit uns selbst zu
tun. Deshalb gilt es stets damit anzufangen, sich selbst
zu fragen. Auch wie ich denn die Welt verändert wissen
will? Wie sollen meine Lebensbedingungen aussehen,
damit ich ein menschenwürdiges Leben führen kann?
Und so müssen wir uns nur selbst die Frage stellen, wie
wir denn leben wollten, wenn wir unser Land verlassen
müssten – wegen Ausweglosigkeit, Hunger, Dürre,
Krieg, Verfolgung oder anhaltender Diskriminierung,
wenn wir in ein anderes Land fliehen müssten, dessen
Sprache und Kultur wir nicht kennen und nicht verstehen?
Wir würden uns in dieser Situation einen freundlichen
Empfang, Hilfe, Beratung und Begleitung sowie eine
menschenwürdige Behandlung wünschen. Wir würden
darauf bestehen, mit allen unseren Fähigkeiten und
allem unserem Können anerkannt zu werden.
4
Und das zu Recht! Warum? Die Antwort ist ganz einfach: Wir sind Menschen – ausgestattet mit unveräußerlichen Rechten als Kinder Gottes!
Deshalb setzt sich der Caritasverband für die
Diözese Augsburg e. V. seit 1977 für Flüchtlinge
und Asylsuchende Menschen ein. Vor zehn Jahren
entstand schließlich das Angebot der Zentralen
Rückkehrberatung ZRB Südbayern, das sich in das
gesamte Angebot der Migrationsberatung und -begleitung wunderbar einfügt. Flüchtlinge wollen eigentlich wieder in ihre Heimat zurückkehren, wenn die
Bedingungen es nur erlauben. Sie wollen eigentlich
heimkehren und zuhause beweisen können, dass ihr
Weggang nicht umsonst war. Nicht wenige tun es auch
tatsächlich.
Damit diese Heimkehr gelingen kann, hat sich die
ZRB Südbayern dafür viel einfallen lassen – vom
Näh- oder Gabelstaplerkurs bis hin zu einem kleinen Schweißer-Lehrgang zusammen mit der Fakultät
Maschinenbau in Augsburg. Die Kurse wollen durch
Ausbildung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer befähigen, zuhause einer Tätigkeit nachgehen zu können,
die ihnen den Lebensunterhalt garantiert. Das Motto
der ZRB Südbayern könnte deshalb heißen ‚Bildung
und Befähigung statt Desinteresse‘.
So reiht sich dieser Dienst ein in die vielen Dienstleistungen
der Caritas für Solidarität und Subsidiarität, damit die
Personalität der Menschen nicht nur gewahrt werden,
sondern auch wachsen kann.
Papst Franziskus hat die westliche Welt dazu aufgefordert, von einer „Haltung der Verteidigung und
der Angst, des Desinteresses und der Ausgrenzung“
zu einer „Kultur der Begegnung“ überzugehen. Die
Zentrale Rückkehrberatung erfüllt – wenn auch wegen
ihrer Rahmenbedingungen letztlich nur in bescheidenem
Rahmen – diese Forderung. Eigentlich müsste noch viel
mehr getan werden. Flüchtlinge, die bei uns ausgebildet
werden und dann nach Hause zurückkehren, würden
unser Know-How mitnehmen und könnten mit diesem
Wissen ihre Heimatgesellschaften Stück für Stück verändern.
Allen, die mitgewirkt haben, ein herzliches Vergelt’s
Gott! Auch den Partnern dieses inzwischen zur ZRB
Süd- und Westbayern ausgeweiteten Dienstes, dem
Diakonischen Werk Augsburg e. V., dem Bayerischen
Roten Kreuz Kreisverband Augsburg Stadt e. V., dem
Erzdiözesancaritasverband München-Freising e. V.,
dem Caritasverband Deggendorf, dem Caritasverband
für die Diözese Würzburg e. V., sowie der Regierung von
Schwaben und Unterfranken gilt unser ausdrücklicher
Dank. Danke auch dem Bayerischen Sozialministerium
(STMAS) und dem Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge (BAMF), die dieses Projekt ermöglichten
und seit seiner Gründung in 2004 unterstützt haben.
Augsburg, im Juli 2014
Die Gründung der ZRB vor zehn Jahren ist auch heute
ein freiwilliges Hilfsangebot an rückkehrwillige Flüchtlinge.
Die ZRB entwickelte sich zum Ort der Begegnung,
weil sich der Flüchtling sehr ernstgenommen erfährt.
Und so verändert die ZRB nicht nur die Berater und
KursteilnehmerInnen selbst, sondern auch in kleinen
Schritten unsere Welt.
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Grußwort von Frau Staatsministerin
Emilia Müller
Emilia Müller
Bayerische Staatsministerin für Arbeit und Soziales,
Familie und Integration
Herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Bestehen der Zentralen Rückkehrberatung in Süd- und
Westbayern.
Sie können mit Stolz auf ein sehr erfolgreiches Jahrzehnt zurückblicken! Dank Ihres großen Engagements
ist es gelungen, weit mehr als 2.000 Menschen eine freiwillige Rückkehr in ihr Heimatland zu ermöglichen.
Mit gezielten Informationen über die aktuelle Situation in ihrer Heimat sowie Start- und medizinische Hilfen
haben Sie die Menschen bei ihrer schwierigen Entscheidungsfindung unterstützt und ihnen für die Zeit
nach ihrer Rückkehr eine Perspektive geben.
Der anhaltende Asylbewerberanstieg stellt alle Beteiligten und damit auch die Rückkehrberatung
in Bayern vor große Herausforderungen. Kamen 2007 noch knapp
20.000 Asylbewerber neu nach Deutschland, waren es 2013 rd.
110.000. Die aktuelle Prognose des Bundesamts für Migration und
Flüchtlinge (BAMF) stellt für 2014 einen Zugang von bundesweit
175.000 Erstantragsstellern in den Raum. Für Bayern bedeutet dies
einen möglichen Zugang von über 26.000 Personen. Rund 70% dieser Asylverfahren enden mit einer Ablehnung mit der Folge, dass die
abgelehnten Asylbewerber zur Ausreise verpflichtet sind. Diese Situation zeigt deutlich, wie wichtig und
unverzichtbar die Rückkehrberatung heute ist.
Von der Rückkehrberatung profitiert jedoch nicht nur Deutschland und Bayern – sie führt für alle
Seiten zu einer „Win-Win-Situation“: Für die Menschen selbst, die Starthilfen und Perspektiven in ihrer
Heimat erhalten. Für das Heimatland, das – besonders wenn es ein Entwicklungs- oder Schwellenland
ist – von Rückkehrern profitieren kann. Ich danke Ihnen herzlich für Ihre hervorragende Arbeit und
Einsatzbereitschaft und wünsche weiterhin guten
Erfolg zum Wohle der Rückkehrer.
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10
Jahre Zentrale Rückkehrberatung
Süd- und Westbayern
Dr. Kurt Gribl
Oberbürgermeister der Stadt Augsburg
Unsere Zeit ist geprägt von einer Vielzahl von Krisenherden, vor allem in der afrikanisch-arabischen
Welt, aber auch an der Nahtstelle zwischen Europa und Asien. Täglich erreichen uns Nachrichten über
Massenfluchten und Fluchtversuche; häufig mit desaströsem Ausgang.
Diese Entwicklung führt seit Jahren auch zu einer konstant steigenden Zahl an Flüchtlingen,
Asylbewerbern und Migranten, die in unserem Land, in unserer Region, Aufenthalt oder eine neue
Heimat suchen. Hierbei sind Hilfe, Rat und Unterstützung von vielen Seiten nötig, da gleichzeitig der
Beratungsbedarf erheblich zunimmt.
Einen wichtigen Teil dieser Beratung übernimmt seit nunmehr zehn Jahren, in
Kooperation mit den Wohlfahrtsverbänden der Caritas, der Diakonie-Augsburg und
dem BRK, die Zentrale Rückkehrberatung Süd- und Westbayern mit Sitz in Augsburg.
Im Zentrum ihrer Arbeit stehen praxisnahe Angebote und qualifizierende
Hilfsmaßnahmen, die eine Rückkehr der Flüchtlinge in die Heimatländer ermöglichen sollen. Nicht selten ist die ZRB einzige Informationsquelle zum Heimatland. In
den vergangenen zehn Jahren konnte in Südbayern allein über die Beratungsstelle
Augsburg 1353 Flüchtlingen eine Rückkehr in ihre Heimat ermöglicht werden.
Zehn Jahre ZRB dokumentieren somit für sich die Notwendigkeit der Unterstützung von Flüchtlingen
für eine Rückkehr in Würde. Dafür danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ZRB Süd- und
Westbayern für zehn Jahre Engagement, das stets den einzelnen Menschen mit seinem individuellen
Schicksal in den Mittelpunkt Ihrer Arbeit stellt.
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Vorwort
Schnappschüsse aus der
ZRB
Nähkurs in Augsburg - 2014
EDV-Kurs in Augsburg 2013
Vor 10 Jahren - im Jahre 2004 - startete die Rückkehrberatung sowohl in Süd- als auch in Westbayern als
wichtige Anlaufstelle für interessierte Rückkehrer. Damals wurden die beiden Standorte als zwei voneinander getrennt geführte Projekte beantragt, bewilligt und geführt. Die ZRB Südbayern, unter Federführung
des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg e. V., nahm bereits im Juli 2004 ihre Arbeit in der
Rückkehrberatung auf. Im Dezember 2004 folgt die ZRB West - unter Federführung des Caritasverbandes
für die Diözese Würzburg e. V. - als vierter Standort (neben der ZRB Nord und Coming Home) einer
Rückkehrberatungsstelle in Bayern. Inzwischen können die beiden Rückkehrberatungsstellen auf umfangreiche Erfahrungen und zahlreiche Veränderungen und Entwicklungen zurückblicken.
Im August 2011 kam es zu ersten großen Veränderungen. Die bis dato getrennt geführten Beratungsstellen
wurden zu einem Großprojekt „der ZRB Süd- und Westbayern" unter Federführung des Caritasverbandes
für die Diözese Augsburg e. V. im Europäischen Rückkehrfonds zusammengeführt. Aufgrund der räumlichen Trennung der beiden Einrichtungen (Augsburg / Würzburg) kam es während der Zusammenlegung
immer wieder zu Schwierigkeiten und neuen Herausforderungen bei der Projektgesamtführung, welche
manchmal ein großes Maß an „Verwaltungs- und Koordinationsgeschick“ abverlangten. Dennoch ist es
dem Gesamtteam gelungen weiter zusammen zu wachsen und seinen beachtlichen Erfahrungsschatz
zu bewahren und auszubauen. Eine weitere Veränderung stellte der Ausstieg des BRK Kreisverband
Würzburg e. V. im August 2012 dar. Der vom Bayerischen Staatsministerium geforderte Eigenanteil,
welcher anfangs bei 0 % lag und dann auf 10 % erhöht wurde, veranlasste das BRK Würzburg e. V. aus
dem ZRB-Projekt auszusteigen. Heute bildet die ZRB eine starke Kooperationsgemeinschaft bestehend
aus 8 Partnern, auf die wir sehr stolz sind.
Die ZRB setzt sich in seiner Arbeit und mit seinem Grundgedanken für eine "Rückkehr in Würde" ein.
Dabei sieht sie sich selbst und auch im Sinne ihrer Kooperationspartner als kritischer Partner sowohl
gegenüber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) als auch der Europäischen Union mit
deren teilweise notwendigen aber auch bürokratischen Statuten.
Schweißkurs I in Augsburg 2014
Schweißkurs II in Augsburg
2014
Wir wünschen uns für die Zukunft, dass mit der neuen Förderperiode ab dem 01.01.2015 unter dem neuen
Förderfonds AMIF (Asyl-Migration-Integrationsfonds) eine Vereinfachung und Erleichterung bezüglich
Bürokratie und Abrechnungsgegebenheiten ermöglicht werden wird.
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9
Michael F. Gebler
Kreisgeschäftsführer Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Augsburg Stadt e. V.
10 Jahre Zentrale Rückkehrberatung in Bayern, 150
Jahre Rotes Kreuz und Genfer Konvention. Beides
Institutionen, die entstanden sind, um Menschen zu
helfen und in Notsituationen ein Leben in Würde zu
ermöglichen.
Das Bayerische Rote Kreuz ist als Landesverband
des Deutschen Roten Kreuzes Teil der weltweiten Rot Kreuz und Rot Halbmond Bewegung.
Eine unserer Hauptaufgaben ist die Hilfe für
Flüchtlinge in der Welt. Es war daher für uns
Aufgabe und Verpflichtung, zusammen mit den
Kooperationspartnern Diakonie und Caritas, uns
dieser Herausforderung vor 10 Jahren zu stellen. Unsere Motivation war damals wie heute,
Menschen eine Rückkehr in ihr Heimatland in
Würde zu ermöglichen.
Nach 10 Jahren ist dieses Thema aktueller denn je.
Zu keinem Zeitpunkt, seit dem zweiten Weltkrieg,
gab es mehr Flüchtlinge als jetzt. Die Brennpunkte
in Osteuropa und im Mittleren und Nahen Osten
sowie in Afrika stellen uns vor immer neue
Herausforderungen.
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Um diese zu lösen brauchen
wir vor allem Tatkraft aber
auch Fantasie und Ideen.
Mit herkömmlichen Mitteln
sind diese Probleme nicht zu
lösen.
Einer der sieben Grundsätze des Roten Kreuzes ist die
FREIWILLIGKEIT. Um diesem Grundsatz gerecht zu
werden, ist es unabdingbar, dass die Menschen unser
Beratungsangebot freiwillig annehmen können und über die
Möglichkeiten und die Sicherheitslage in ihrem Heimatland
objektiv beraten werden.
Ich wünsche der ZRB sowie unseren Partnern und allen
Verantwortlichen in Bund, Land und in den Kommunen,
weiterhin viel Erfolg und danke vor allem den Mitarbeitern
für ihr Engagement und ihre Geduld. Nur gemeinsam können wir die kommenden Probleme lösen, für die Menschen
und zum Wohle aller.
Pfarrer Fritz Graßmann
Vorstand des Diakonischen Werkes Augsburg e.V.
Es ist gut, dass wir die Zentrale
Rückkehrberatung haben. Wie
wichtig sie 2014 ist, konnte
2004 bei der Gründung sicher
noch keiner wissen. Mancher
hoffte damals vielleicht auch, dass es die ZRB bald nicht
mehr brauchen wird. Wenn man aber heute auf die ständig steigenden Beratungszahlen und die vielen begleiteten Ausreisen von Flüchtlingen und Asylsuchenden
in ihre Heimatländer blickt, dann wird man ohne Scheu
feststellen können: die ZRB wird mehr denn je gebraucht
und sie ist eine Erfolgsgeschichte.
Dabei darf natürlich nicht übersehen werden, wie schwer
der Weg zur ZRB für die meisten Flüchtlinge ist. Ehe
ein Flüchtling oder eine ausreisewillige Familie zur
Rückkehrberatung kommt, haben sie in der Regel eine
lange, schmerzhafte Erfahrung des Scheiterns in unserem Land hinter sich. Die ZRB ist dann nur die beste von
den noch verbleibenden schlechten Möglichkeiten. Jetzt,
nachdem alle Türen in Deutschland geschlossen blieben
oder sogar zugeschlossen wurden, öffnet die Zentrale
Rückkehrberatung den Flüchtlingen eine neue Tür in eine
Richtung, die zunächst alles andere als erwünscht ist.
Umso wichtiger sind Sensibilität und ehrliche, menschliche Zuwendung durch die Mitarbeitenden. In vielen
Kontakten mit den Mitarbeitenden der ZRB, aber auch aus
Äußerungen von Flüchtlingen, die sich für die Ausreise
und Rückkehr in ihr Heimatland entschieden haben,
konnte ich beobachten, mit wie viel Menschlichkeit und
Sorgfalt unsere Mitarbeitenden vorgehen.
Dass es dabei nicht primär darum gehen kann, eine
zügige und kostengünstige Ausreise zu gestalten,
sondern den Menschen eine Rückkehr in Würde zu
ermöglichen, ist aus Sicht der Diakonie unverzichtbar.
Wir freuen uns, dass das Diakonische Werk Augsburg
als Partner in der ZRB Süd- und Westbayern am
Standort Augsburg seine jahrelange Kompetenz
und Erfahrung in der Arbeit mit und für Flüchtlinge
in unserer Region einbringen kann. Sehr wohltuend
für uns ist dabei die Zusammenarbeit mit unseren
Partnern von der Caritas, dem Bayerischen Roten
Kreuz und der Regierung von Schwaben.
Das Diakonische Werk Augsburg dankt für 10 Jahre
gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit zum
Wohle der Flüchtlinge. Danke vor allem auch den
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ZRB, die ihre
schwierige Aufgabe mit viel Gespür, Geduld und
Menschlichkeit erfüllen. Wir gratulieren der Zentralen
Rückkehrberatung zu ihrem 10jährigen Jubiläum und
hoffen auf Gottes Segen: für diese Arbeit, für die
Mitarbeitenden und besonders für die Menschen, die
mit Hilfe der ZRB in ihrem Heimatland neu angefangen haben oder neu anfangen werden.
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Caritasverband für die Diözese Würzburg e. V.
Migration und Integration
sind ureigene Themen der
Kirche. Die Solidarität mit
Fremden und die Begegnung mit anderen Kulturen
sind Kernbestandteil der
christlichen Solidarität. Der
biblische Auftrag, Fremden
Schutz und Gastrecht zu
gewähren, ist für die Kirche
Verpflichtung und Leitbild.
Unser Engagement wurzelt
insbesondere in der Überzeugung, dass die Menschenwürde
unantastbar ist und in der Gottebenbildlichkeit des Menschen
begründet ist.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Beratung der
Auswanderer aus Deutschland nach Nordamerika eine wichtige Aufgabe. Nach dem zweiten Weltkrieg rückten die
Vertriebene und in der Folge die Aussiedler in den Mittelpunkt.
In den 60-iger Jahren wurde ein Beratungsnetz für ausländische Arbeitnehmer, den „Gastarbeitern“ aufgebaut.
Ab 1985 entstand das Beratungsnetz für Asylbewerber und
Flüchtlinge der Caritas in Deutschland, in enger Vernetzung mit
dem Rechtsberatungsnetz des Hohen Flüchtlingskommissars
der UN und den Verbänden der freien Wohlfahrtspflege.
Im Jahr 1992 hat der Caritasverband Würzburg die soziale
Betreuung der Flüchtlinge in den Räumen der damals neu
eröffneten „Erstaufnahmeeinrichtung“ übernommen. All diese
Dienste sind heute noch aktuell und haben Bestand.
Durch die Entwicklungen der letzten zehn Jahre im nationalen und im europäischen Asylrecht ist eine weitere Aufgabe
entstanden.
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Viele Flüchtlinge und auch ehemalige Flüchtlinge
suchen eine neue Perspektive in ihrer Heimat.
Hierzu bedarf es einer kompetenten und mit
vielen Organisationen im In- und Ausland vernetzten Beratung, sowie der Möglichkeit den
Heimkehrwilligen eine materielle Grundlage zu
ermöglichen. Die Caritas hat sich auf Grund
ihrer langjährigen Erfahrung im Bereich der
Flüchtlingshilfe dieser Herausforderung gestellt.
Im Verbund mit starken Partnern die sich in
einer Kooperation zusammenfanden, konnte
das Angebot der Rückkehrberatung (ZRB West
- Beginn 2004) geschaffen werden.
Die Betonung liegt tatsächlich auf „Angebot“,
denn alle Hilfesuchenden kommen freiwillig und
nehmen die Möglichkeiten auf eigenen Wunsch
in Anspruch, ohne Druck von Ausländerbehörden
oder anderen öffentlichen Stellen.
Wir danken unseren Kooperationspartnern
dafür, dass sie diese Arbeit mit ermöglichen und
mittragen. Wir danken den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern, die täglich fachlich und menschlich
qualifizierte Arbeit leisten.
Und wir danken der Öffentlichkeit, wenn sie uns
wohlwollend unterstützt und den Rücken stärkt.
Thomas Kipple
Fachbereichsleiter Migration
Caritasverband für die Erzdiözese
München-Freising e. V.
vertreten durch Caritas-Zentrum Mühldorf/Inn
Es ist eine ureigene Aufgabe der Caritas und der katholischen Kirche „Suchende“ auf ihrem Weg ein Stück zu
begleiten. Deshalb waren wir als Caritas-Zentrum Mühldorf
von der Idee begeistert, als wir als neue Außenstelle "Ost" in
Südbayern als weiterer Kooperationspartner 2014 angefragt
wurden. Das Caritas-Zentrum hat jahrelange Erfahrung
in der Migrations- und Asylarbeit und kann dabei auf eine
hohe Fachkompetenz zurückgreifen. Nach Rücksprache
mit dem Diözesancaritasverband der Erzdiözese München
und Freising e.V. als unseren Träger konnten wir mit der
Umsetzung dieses neuen Beratungsangebots der ZRB ab
April 2014 beginnen. Unser Gebiet erstreckt sich über die
Landkreise Mühldorf, Altötting, Berchtesgadener Land und
Traunstein.
Der Schwerpunkt in der Philosophie der Zentralen Rückkehrberatung liegt unserer Meinung nach
auf einer ergebnisoffenen Beratung. Durch das Aufzeigen von unterschiedlichen Möglichkeiten
und Perspektiven kann der Klient selbst seine Entscheidungen treffen und damit eigenständig
die Verantwortung über die Gestaltung seiner Rückkehr in das Heimatland übernehmen. Damit
gibt die Zentrale Rückkehrberatung punktuelle Hilfe zur Selbsthilfe in der zukünftigen Heimat.
Hier steht weniger das Geld als vielmehr eine nachhaltige Existenzsicherung durch Bildung und
Qualifikation im Vordergrund.
Anlässlich ihres 10-jährigen Bestehens wünschen wir der Zentralen Rückkehrberatung alles
Gute und hoffen, dass sie noch lange Jahre den Menschen eine würdevolle Rückkehr in ihr
Heimatland ermöglichen kann.
Herbert Späth
Caritas Kreisgeschäftsführer
Mühldorf am Inn
13
Caritasverband Deggendorf e. V.
Schnappschüsse aus der ZRB
Seit der Ankunft der mittlerweile legendären „Boatpeople“ aus Vietnam in den
1970er Jahren ist der Caritasverband für den Landkreis Deggendorf in der
Arbeit mit Menschen tätig, die ihre gesamte Existenz in ihren Heimatländern
aufgegeben haben in der Hoffnung, in Europa Sicherheit vor Verfolgung und
Hunger, aber auch eine menschenwürdige Lebensperspektive zu finden.
Sie setzen all ihr Hab und Gut, ihre Gesundheit und ihr Leben für diesen Traum
ein. Fast täglich erfahren wir über die Medien, wie viele Menschen dafür ausgebeutet werden, in hoffnungslos überfrachteten Booten eine lebensgefährliche
Reise antreten, die sie vielfach mit dem Leben bezahlen. Wir erleben, wie sich
die Flüchtlingszahlen stetig nach oben bewegen und die „Festung Europa“ sich
ratlos diesem Problem gegenüber sieht und die geforderte Menschlichkeit oft
mit dem Argument „Wir können in Europa nicht die Not der ganzen Welt lösen“
versagt wird.
Mittlerweile kommen die Menschen allerdings zunehmend auch aus europäischen Staaten, gerade aus
den östlichen Ländern, weil sie auch dort ihre existenziellen Perspektiven verloren haben und es mit
Menschenrechten oft auch nicht sehr weit her ist…
Die allermeisten der eingereichten Asylanträge werden allerdings nach oft jahrelangen Bearbeitungsund Entscheidungsprozessen abgelehnt und die
betroffenen Menschen dann von einem Tag auf
den anderen wieder in ihr Heimatland abgeschoben, wo sie nunmehr wieder vollkommen entwurzelt
eine neue Existenz aufbauen müssen. Ein späteres
Einreiserecht in das abschiebende Land ist zudem für
immer verwirkt.
Die Rückkehrberatung versucht, dem – in zugegeben
vergleichsweise wenigen Fällen – entgegenzuwirken,
indem sie rückkehrwillige Asylbewerber darin unterstützt, eine geordnete Rückkehr zu organisieren und
in Zusammenarbeit mit verschiedensten Stellen auch
in den Heimatländern auch die wirtschaftlichen und
existenziellen Gegebenheiten vor Ort so zu gestalten,
dass dort ein würdiges Weiterleben ermöglicht wird.
14
Dies ist in vielen Fällen eine echte Alternative zu
dem auch in Deutschland armseligen und unwürdigen Dasein in Massenunterkünften in völliger
Perspektivlosigkeit.
Die Zukunft in die Hand nehmen...
Wir gratulieren der Zentralen Rückkehrberatung daher
von ganzem Herzen zu ihrem 10-jährigen Bestehen
und danken für die beherzte Initiative, dieses wichtige
Angebot zu implementieren und weiter auszubauen!
Dieser klassischen Aufgabe christlicher Nächstenliebe
wollen wir uns als kirchlicher Wohlfahrtsverband nicht
versagen und künftig weiter daran mitarbeiten, möglichst vielen Menschen die Möglichkeit zu eröffnen,
ihre Geschicke wieder selbst in die Hand nehmen zu
können.
Wir lassen uns gerne von Ihnen mitnehmen…
Hans-Jürgen Weißenborn
Geschäftsführer
... und seinen eigenen Weg gehen
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Grußwort des Regierungspräsidenten
Regierung von Schwaben
Dr. Paul Beinhofer
10 Jahre Zentrale Rückkehrberatung – die Regierung von Schwaben gratuliert
Aus der Zentralen Rückkehrberatung Westbayern wurde inzwischen die Zentrale Rückkehrberatung Süd- und
Westbayern. Der Zusammenschluss fand im Jahr 2011 statt. Aus Sicht der Regierung von Unterfranken und auch
der Kooperationspartner hat er sich bewährt. Die erhofften und erwarteten Synergieeffekte sind eingetreten. So wurden allein in Unterfranken im letzten Jahr 142 Erstberatungen durchgeführt, die zusammen mit den Folgeberatungen
zu 141 freiwilligen Rückreisen ins Heimatland führten.
Die Zentrale Rückkehrberatung für Flüchtlinge in Süd- und Westbayern (ZRB) feiert 2014 ihr zehnjähriges Bestehen.
Zehn Jahre Dienst am Menschen unter dem Motto „Rückkehr in Würde“ – das ist ein Grund zum Feiern, aber auch
zum Innehalten, um die geleistete Arbeit zu würdigen und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen.
Dennoch stehen schon wieder Veränderungen in der
Rückkehrberatung Unterfranken an.
Ab dem 01.01.2015 wird die ZRB Westbayern mit einem
neuen Kooperationspartner, der ZRB Nordbayern
zusammenarbeiten. Grund für diese Entscheidung war
hauptsächlich die geringere Entfernung zwischen dem
Sitz der ZRB Nordbayern (Nürnberg und Würzburg) im
Vergleich zu dem Sitz der ZRB Südbayern (Augsburg
und Würzburg). Kürzere Dienstwege und bessere
Anbindung sollen die Zusammenarbeit zwischen den
Kooperationspartnern optimieren.
Die Rückkehrberatung in Unterfranken ist zu einer
Institution geworden. Den Erfolg des Projektes bestätigen die enorm gesteigerten Rückkehrzahlen. Diese
Steigerung ist nicht zuletzt auf den in einer fast dramatischen Art und Weise gestiegenen Zugang von
Asylbewerbern in den letzten Monaten zurückzuführen.
Da ein Ende dieser Entwicklung nicht abzusehen
ist, brauchen wir heute mehr denn je eine professionelle Beratung der Rückkehrwilligen. All denen, die
mit einer Perspektive und nicht mit leeren Händen
in ihre Heimat zurückkehren wollen, sollen Hilfen
von der Rückkehrberatung angeboten werden. Die
Regierung von Unterfranken wird sich nicht zuletzt
deshalb weiterhin mit Personal und Räumlichkeiten
in dieses Projekt einbringen.
Abschließend möchte ich allen danken, die sich in
der Rückkehrberatung zum Wohl der Hilfe suchenden Asylbewerber engagieren, und freue mich auf
die weitere Kooperation mit unse-ren Partnern in der
ZRB Westbayern.
Dr. Paul Beinhofer
Regierungspräsident
Die ZRB (damals noch) Südbayern wurde 2004 auf Anregung des Freistaats Bayern unter Trägerschaft der Freien
Wohlfahrtsverbände gegründet. Die ZRB unterstützt Personen, die in ihre Heimat zurückkehren – sei es, weil sie
nicht dauerhaft in Deutschland bleiben dürfen oder sei es, weil sie selbst keine langfristige Perspektive für sich in
unserem Land sehen – durch umfassende Beratung und gezielte Hilfestellung. War die Idee anfangs durchaus
umstritten, gehören Rückkehrberatung, Rückkehr- und Reintegrationshilfen heute zu den wesentlichen Elementen
der Asylsozialpolitik der Bayerischen Staatsregierung. Rückkehr- und Reintegrationsmittel können auch deshalb
besonders erfolgreich eingesetzt werden, da die Rückkehrer in Deutschland und im Herkunftsland Hilfen nach ihren
persönlichen Bedürfnissen und Möglichkeiten erhalten, wie zum Beispiel Fortbildung, finanzielle und / oder materielle
Hilfen oder die Vermittlung von Kontakten.
Entscheidend für den Erfolg der ZRB sind aber nicht allein die finanziellen oder politischen Rahmenbedingungen,
sondern die Menschen, die hinter diesen drei Buchstaben stehen. Die engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
der ZRB Süd- und Westbayern zeichnen sich durch Kompetenz, Einfühlungsvermögen und Unabhängigkeit aus.
So können sie die Hilfesuchenden fundiert beraten und gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungsmöglichkeit in oftmals ausweglos erscheinenden Situationen erarbeiten. Reintegrationshilfen, Transportkostenzuschüsse, Hilfen zur
Existenzsicherung oder Qualifizierungsmaßnahmen, um den Aufbau einer beruflichen Perspektive im Heimatland
zu ermöglichen – all diese Hilfestellungen sind für die betroffenen Personen, aber auch in gesamtgesellschaftlicher
Hinsicht von unschätzbarem Wert. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ZRB Süd- und Westbayern gebührt für
ihren unermüdlichen Dienst am Menschen große Anerkennung und unser aufrichtiger Dank!
So wie sich die weltpolitische Lage aktuell darstellt, wird die Anzahl der Menschen, die ihre Heimatländer verlassen,
weiter steigen. Auch in Zukunft werden nicht alle, die auf der Suche nach einem vermeintlich besseren Leben nach
Deutschland gekommen sind, dauerhaft bleiben können oder wollen. Damit wird es auch künftig ganz entscheidend
sein, mit Hilfe der ZRB die Voraussetzungen für eine menschenwürdige Rückkehr von Flüchtlingen zu schaffen und
individuelle Perspektiven im Heimatland aufzuzeigen.
Für die kommenden Herausforderungen wünschen wir dem Team der ZRB Süd- und Westbayern auch weiterhin
viel Erfolg!
Regierung von Schwaben
Sachgebiet Flüchtlingsbetreuung, Integration
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Das Team der ZRB Süd- und Westbayern
ZRB Süd- und Westbayern mit Außenstellen "Ostbayern"
Anita Werner
Dipl. Sozialpädagogin (FH)
Projektleitung
Aufgaben
Öffentlichkeitsarbeit, Beratung, Qualifizierungsmaßnahmen, Projektorganisation und -durchführung
Sonja Förg
Bachelor of Arts
Soziale Arbeit
Beraterin, Öffentlichkeitsarbeit
Qualifizierungsmaßnahme Solarkocherbaukurse,
Nähkurse, EDV-Kurse, Gabelstaplerkurse (Ost,
West, Allgäu)
Caritasverband f. d. Diözese Augsburg e. V.
Beratungsschwerpunkt: Afrika
Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V.
Träger
Projektassistenz, Verwaltung Süd
Regierung von Schwaben
Heinrich Kuchenbaur
Verwaltungsangestellter
ZRB Westbayern
Martina Blomberger
Dipl. Sozialpädagogin
(FH)
Tatjana Geist
Dipl. Sozialpädagogin
(FH)
Erika Seidel
Verwaltungsangestellte
Beraterin
Qualifizierungsmaßnahme EDV-Kurs, Nähkurs
Caritasverband f. d. Diözese Würzburg e. V.
Beratungsschwerpunkt:
Asien, Irak, Türkei, Afrika
Beraterin
Qualifizierungsmaßnahme Gabelstaplerschein
Caritasverband f. d. Diözese Würzburg e. V.
Johann Klein
Projektassistenz
Beratungsschwerpunkt:
Russ. Föderation, Nachfolgestaaten Sowjetunion
Projektassistenz, Verwaltung West
Regierung von Unterfranken
ZRB Südbayern
Ursula Dollinger
Dipl. Sozialpädagogin
(FH)
Projektassistenz, Verwaltung Süd
Caritasverband f. d. Diözese Augsburg e. V.
Beraterin,
Qualifizierungsmaßnahme Gabelstaplerschein
und Gesundheitskurs
BRK Kreisverband Augsburg Stadt e. V.
ZRB Ostbayern
Maria Brunner
Dipl. Sozialpädagogin
(FH)
18
Beraterin
Qualifizierungsmaßnahme Filmworkshop
Diakonisches Werk Augsburg e. V.
Beratungsschwerpunkt: Russ. Föderation, Nachfolgestaaten Sowjetunion, Irak, Afghanistan
Seit 01.06.2014 im Projekt tätig
Einsatzort: Mühldorf /Inn
Jeweils montags und mittwochs
Beraterin
Diakonisches Werk Augsburg e. V.
Beratungsschwerpunkt: Asien, Türkei, Jordanien,
Natalie Wachowski
Dipl. Sozialpädagogin
(FH)
Beraterin
Erzdiözesancaritasverband München-Freising e. V.
bzw. Caritas-Zentrum Mühldorf am Inn
Natalie Wachowski
Dipl. Sozialpädagogin
(FH)
Seit 29.04.2014 Betreuung der Außenstelle "OST"
in Deggendorf bis zur Stellenbesetzung
Seit 01.08.2014 wöchentlich Di und Mi
19
ZRB Süd- und Westbayern
Kurzdarstellung
ZRB West
ZRB Nord
Was ist die ZRB?
Die ZRB Süd- und Westbayern ist ein Zusammenschluss der Wohlfahrtsverbände Bayerisches Rotes
Kreuz Kreisverband Augsburg Stadt e. V., Diakonisches Werk Augsburg e. V., Caritasverband Deggendorf,
Erzdiözesancaritasverband München-Freising e. V., Caritasverband für die Diözese Würzburg e. V. und dem
Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V.
Diese bilden eine Trägergemeinschaft in Kooperation mit der Regierung von Schwaben sowie der Regierung von
Unterfranken. Die Geschäftsführung obliegt dem Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V.
Würzburg
Die ZRB Süd- und Westbayern agiert an mehreren Standorten in Bayern. Die ZRB West betreut ihr Einzugsgebiet
vom Standort Würzburg, die ZRB Süd vom Standort Augsburg und die beiden Außenstellen „Ost" von Deggendorf
und Mühldorf/Inn aus.
Finanziert wird das Projekt durch den Europäischen Rückkehrfonds und dem Freistaat Bayern.
Nürnberg
Die Rückkehrberatung ist durch die Leitlinien der Verbände geprägt:
Augsburg
München
Zentraler Punkt des Beratungskonzeptes ist die
Freiwilligkeit, d. h. es ist allein die Entscheidung des
Ratsuchenden selbst, die Beratungsstelle aufzusuchen. Die Beratung verläuft im Sinne des Klienten und
ist ergebnisoffen.
Die ZRB ergänzt die bestehende Beratungsstruktur
im Asylbereich durch ihr Beratungsangebot für den
Bereich Rückkehr. Mit unserem Angebot wollen wir
eine Rückkehr in Würde ermöglichen. Das Ziel ist
es, durch Beratung, durch materielle Hilfe und durch
den Aufbau von Hilfsstrukturen im Herkunftsland eine
gelungene Reintegration zu unterstützen.
ZRB SÜD
20
Der Begriff „Rückkehrberatung“ wird von den verschiedenen Einrichtungen, die sich mit der Rückkehr
von Flüchtlingen befassen, unterschiedlich interpretiert. Deshalb ist eine Definition im Vorfeld wichtig.
Wenn in dieser Broschüre von Rückkehrberatung
gesprochen wird, ist damit die qualifizierte Fachberatung der Beratungsstellen der freien Wohlfahrt
und anderer Sozialdienste gemeint, die unabhängig beraten, mit dem Ziel, die Hilfesuchenden in
ihren Entscheidungen zu begleiten und zu unterstützen. Der Entschluss die Beratungsstelle aufzusuchen ist dem Hilfesuchenden überlassen. Die
Rückkehrberatungsstellen verstehen sich als Anwalt
und Partner der Flüchtlinge.
21
ZRB Süd- und Westbayern
Rückkehr bedeutet …
Die Beratungsstelle
Wie funktioniert Rückkehrberatung? (Auszug aus dem Positionspapier von Januar
2006, entwickelt von den Bayerischen Rückkehrberatungsstellen und Heimatgarten)
„… Die Rückkehr in Begleitung einer Beratungsstelle der freien Wohlfahrt oder anderer Sozialdienste ist ein
komplexer Prozess. Viele einzelne Teilschritte müssen beachtet werden. Das Positionspapier zeigt den „roten
Faden“ einer Rückkehr.
In der Beratung durch die Wohlfahrtsverbände und anderer Sozialdienste steht der Mensch mit seinen
Wünschen und individuellen Anliegen im Mittelpunkt. Diesen wird nach Möglichkeit entsprochen. Dadurch
unterscheiden sich die Rückkehrberatungsstellen der freien Wohlfahrt und anderer Sozialdienste deutlich von
den Angeboten der Ausländerbehörden und staatlichen Rückführungsstellen.
… „Neubeginn"
Die Rückkehrberatungsstellen der freien Wohlfahrt haben eine verantwortungsvolle Aufgabe. Sie begleiten Menschen auf einem sehr wichtigen Abschnitt ihres Lebens, der über ihre weitere Zukunft bestimmt.
Dieser Verantwortung sind sich die Beratungsstellen sehr bewusst und versuchen ihr durch eine ständige
Weiterentwicklung und Diskussion gerecht zu werden…“.
… „Chancen zu nutzen“
… „sich eine Existenz
aufzubauen“
…„nach Hause in
die Heimat zu kehren“
22
23
Angebote der ZRB
- Beratungsgespräch -
- Beratungsangebot Das Beratungsangebot ist der wesentliche Baustein
der Rückkehrberatung. Die Mitarbeiterinnen der
ZRB Süd- und Westbayern haben sich auf bestimmte Herkunftsländer spezialisiert, um so möglichst im
Detail auf die Fragen und Anliegen der Klienten eingehen zu können. Eine ständige Weiterbildung sowie
der Besuch von Länderkundeseminaren gewährleisten,
dass die Beraterinnen aktuelle Informationen aus den
Schwerpunktregionen haben.
BERATUNG
QUALIFIZIERUNG
EXISTENZGRÜNDUNG
DIREKTHILFEN
NACHBETREUUNG
Im Beratungsgespräch werden die Klienten
bezüglich ihrer Ausreise, der Situation in ihrem
Heimatland, der Medikamentenversorgung, der
Arbeitsmarktsituation, möglicher Direkthilfen etc.
individuell beraten. Die Beratung ist freiwillig und
ergebnisoffen.
Das bedeutet, sollte sich ein Klient nach einem
Beratungsgespräch gegen eine Ausreise entscheiden, so wird dies von den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der ZRB respektiert.
Durch eine möglichst breit angelegte Beratung
unterstützen wir die Klienten, dass sie zu einer
fundierten Entscheidung gelangen können – ganz
gleich, wie diese ausfällt.
Die Hauptzielgruppe der Ausreisenden stellen in
der ZRB Süd- und Westbayern Einzelpersonen dar.
Gelegentlich entscheidet sich auch eine Familie
für eine Rückkehr in ihr Heimatland. Unbegleitete
minderjährige Flüchtlinge (UMF) hingegen sind eher
selten.
24
Die Gründe für eine Rückkehr sind sehr verschieden. Angefangen von der Trennung bzw. Sehnsucht
nach der Familie, Freunden, Verwandten, von
Frustrationserlebnissen im Gastland, Arbeitsverbot
bzw. Arbeitslosigkeit in Deutschland, Heimweh nach
Kultur und Heimatland und Bräuchen bis hin zur
Stabilisierung der Situation im Heimatland.
Die ZRB Süd- und Westbayern arbeitet mit
den Beratern der Gemeinschaftsunterkünfte,
Organisationen der Flüchtlingshilfe sowie den
Ausländerbehörden zusammen. Das Angebot der
Beratungsstelle erreicht die Flüchtlinge über Berichte
von Landsleuten, Qualifizierungsmaßnahmen
in den Unterkünften, Gesprächen mit Beratern
bzw. Betreuern in den Unterkünften oder über die
Behörden.
Zahlreiche Kooperationspartner und Partnereinrichtungen
bilden ein effektives Netzwerk. Diese sind bspw.
Internationale Organisationen der Wohlfahrtsverbände,
Auslandspfarreien, IOM (Internationale Organisation für
Migration), UNHCR (United Nations High Commissioner
for Refugees), SOLWODI (Solidary with women in distress) und verschiedene humanitäre Organisationen. Sie
recherchieren vor Ort, informieren über die Situation im
Heimatland und unterstützen den Rückkehrer – wenn
erwünscht – bei der Reintegration.
Im Beratungsgespräch wird die aktuelle Situation des
Klienten analysiert, d. h. der Aufenthaltsstatus sowie die
Rückkehrperspektiven werden geklärt und Informationen
über die aktuelle Situation im Heimatland zusammengetragen.
Mögliche Hilfen seitens der ZRB werden aufgezeigt. Abschließend wird besprochen, welche konkreten Schritte bezüglich einer Rückkehr notwendig und zu beachten sind bzw. wären. Im gesamten Beratungsverfahren steht der Klient mit seinem
Anliegen und seiner Lebenssituation im Mittelpunkt.
Der Klient entscheidet, ob er das Hilfsangebot der ZRB
annehmen möchte oder nicht. Das Beratungsgespräch
ist ergebnisoffen und freiwillig.
Bei unklaren Aufenthaltssituationen und –perspektiven sowie schwankender Meinungsbildung arbeiten wir gegebenenfalls mit anderen Beratungsstellen
bzw. Anwälten zusammen, um so eine tragfähige
Entscheidung herbeizuführen.
Die Beraterinnen nutzen in ihrer täglichen Beraterpraxis
sowohl das Internet, als auch die ZIRF-Datenbank des
BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge)
mit seinen hilfreichen Informationen zur Situation
in den Heimatländern. Wertneutral werden diese
Informationen dem Klienten zur Verfügung gestellt.
25
- Qualifizierung / Existenzgründung Einen weiteren Baustein der ZRB-Arbeit stellt der Besuch einer Qualifizierungsmaßnahme dar. Die ZRB
Süd- und Westbayern bietet seit 2007 neben einem Solarkocherbaukurs, einen Filmworkshop sowie einen
Gesundheitskurs an.
Dankenswerterweise konnte binnen der letzten 5 Jahre unser Angebot der Qualifizierungsmaßnahmen um
weitere Fachbereiche erweitert werden. So kamen zu den oben genannten Kurse mehrere Nähkurse (an
den Standorten Neuburg/Donau, Augsburg, Würzburg), EDV-Kurse (Würzburg, Neuburg/Donau, Augsburg),
Fahrrad-Reparatur-Workshops (Augsburg), Gabelstapelfahrerausbildungen (Augsburg, und ab Okt/Nov auch in
Würzburg, Landshut, Mindelheim), ein Schweißkurs (Augsburg) dazu. In Kleingruppen werden die wichtigsten
Informationen vermittelt und einzelne Arbeitsschritte eingeübt. Grundgedanke der Qualifizierungsmaßnahme
ist es, durch die Vermittlung von Wissen Motivation und Kompetenz zu schaffen, um nach einer Rückkehr zum
Beispiel ein eigenes kleines Unternehmen aufbauen zu können.
Einige Klienten erwägen die Eröffnung eines eigenen Betriebes
oder einer kleinen Firma im Heimatland. Um dauerhaft den
Lebensunterhalt zu sichern, kann eine solche Existenzgründung
sinnvoll sein. Mit Unterstützung eines Beraters des ZRB-Teams
wird ein Businessplan erstellt, um so die wichtigsten Faktoren
für eine erfolgreiche Geschäftsgründung festzulegen. Dabei
werden örtliche Gegebenheiten (Lage, Räumlichkeiten, infrastrukturelle Anbindung, Bedarf), das vorhandene und notwendige Startkapital, aber auch mögliche Schwierigkeiten soweit als
möglich analysiert.
Die ZRB hat die Möglichkeit, fundierte Geschäftsideen durch
finanzielle Mittel zu unterstützen, notwendige Fachinformationen
aus dem Heimatland einzuholen (ZIRF-Datenbank) und dadurch
dem Rückkehrer - nach einer positiven Einschätzung - eine
neue Existenzgrundlage, auf Basis einer Selbständigkeit, im
Heimatland zu ermöglichen.
26
Die Geschäftsideen waren in den letzten zehn Jahren vielfältig. Umgesetzt wurden z.B.:
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Apotheke
Bäckerei
Damenbekleidung
Fitnessstudio
Geldwechselstube
Hühnerzucht
Internetcafe
Kleidergroßhandel
Lackiererei
Plastikhandel
Schneiderei
Schweißerei
Teppichgeschäft
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Autowerkstatt
Cafe / Bar
Werkstatt f. Kühlgerate
Fliesenlegerei
Handyladen
Imbiss
Kakao- u. Maishandel
Lebensmittelladen
Pizzeria
Sanitärinstallation
Tuchladen
Transportunternehmen
Übersetzungsbüro
•
•
•
•
•
•
Malerbetrieb
Kameramann
Fahrrad-Reparatur-Werkstatt
Schlosserei
Restaurant
Elektrohandel
•
•
Gärtnerei
Friseursalon
27
- Direkthilfen Die sogenannten Direkthilfen runden das Hilfsangebot
der ZRB Süd- und Westbayern ab. Sie sind vielfältig und
werden einzelfallbezogen eingesetzt. Hauptsächlich
werden diese in Form von Transportkostenzuschüssen,
für die Existenzsicherung gleich nach der Rückkehr
(„Überbrückungshilfe“) und für Hilfen in individuellen
Notlagen z. B. Krankheit, Invalidität und Alter gewährt.
In Absprache mit den Klienten kontaktieren die
Beraterinnen die zuständigen Ausländerbehörden,
Sozialämter, ARGEn, Botschaften, Konsulate,
Rentenversicherungsträger,
Gesundheitsämter,
Justizbehörden u. a., um alle notwendigen Schritte für
eine Rückkehr einzuleiten. Gelegentlich werden auch
Rücksprachen mit Anwälten und Ärzten getroffen.
Durch "Vernetzung" - Hilfe an Menschen weiter geben
Schnappschüsse aus der ZRB
- Nachbetreuung Wird bei einer Ausreise eine individuelle Einzelfallbetreuung (z. B.
bei psychisch erkrankten Menschen oder erschwerten sozialen
Bedingungen) nötig, übernimmt die ZRB Süd- und Westbayern
auch die Organisation der Nachbetreuung. Bis zu 12 Monate
nach einer Ausreise mit der Rückkehrberatung kann hier die ZRB
unterstützend tätig werden.
Sie arbeitet hierbei eng mit diversen Partnerorganisationen und
NGOs zusammen.
Um sich selbst ein Bild von der Situation zu machen, gibt es auch
die Möglichkeit von Projektreisen, die einzelne Mitarbeiterinnen
in den letzten Jahren z. B. in den Kosovo oder nach Afghanistan
geführt haben.
28
Nachbetreuung im Kosovo im April 2013
Transnationaler Austausch von Rückkehrberatungsstellen in St. Ottilien im November 2013
29
Eine Erfolgsgeschichte
für eine Rückkehr in Würde
2004
Was war?
01.07.
Die ZRB Südbayern beginnt mit der Beratungsarbeit.
.02.07.
Der erste Klient nutzt das Beratungsangebot der ZRB Süd.
Juli
Die ZRB Beratungsstandards werden eingeführt.
August
Flyer und Plakate der ZRB werden erstmalig erstellt und an relevante Stellen wie z. B. Ausländerbehörden, Berater der Gemeinschaftsunterkünfte, Heimleiter, … weitergeleitet.
August
Die erste Ausreise von Rückkehrern in den Irak findet statt.
07.10.
Die Kooperationspartner unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
2007
Was war?
Mai
Die Qualifizierungsmaßnahme „Solarkocherbaukurs“ findet erstmalig in Augsburg statt. Zahlreiche weitere Kurse folgen bayernweit.
September
Der Zukunftspreis der Stadt Augsburg wird an die ZRB Süd bzw. deren Solarkocherprojekt verliehen.
September
Eine Radiosendung über die ZRB Süd wird über die evangelische Funkagentur (Eva) ausgestrahlt.
08.-12.10.
Eine Mitarbeiterin der ZRB Süd beteiligt sich beim Treffen des Kooperationsprojektes der Rückkehrberatungsstellen ERSO in Österreich.
07.10.
Die ZRB beteiligt sich an der Veranstaltung „30 Jahre kirchliche Flüchtlingsarbeit“ in Augsburg.
30.11.
Die Kooperationspartner unterzeichnen den Kooperationsvertrag.
2008
Was war?
01.01.
Die Zuständigkeit für Rückkehrhilfen finanziert durch den europäischen
Flüchtlingsfonds wird auf den Europäischen Rückkehrfonds übertragen.
Januar
Die Beratungsstandards werden überarbeitet.
Die neuen Evaluationsbögen werden eingeführt.
2005
Was war?
Juni
Die Homepage der ZRB wird initiiert und frei geschalten.
Juni
Pressekonferenz mit Sozialministerin Christa Stewens in den Räumlichkeiten des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg e. V.
11.06.-22.06.
Projektreise in den Kosovo
Oktober
Reise nach Afghanistan mit Besuch von Rückkehrern.
März
Das Solarkocherprojekt und die ZRB Südbayern wird auf der internationalen Solarkochertagung in Burghausen vorgestellt.
03.12.
Die ZRB Süd veranstaltet ein interkulturelles Seminar zum Thema „Das Dilemma und die
Lüge Afrika – Europa und zurück“.
10.-15.11.
Eine Mitarbeiterin der ZRB Süd beteiligt sich beim Treffen des Kooperationsprojektes der Rückkehrberatungsstellen ERSO in Spanien.
2006
Was war?
2009
Was war?
Das Positionspapier der bayerischen Rückkehrberatungsstellen erscheint.
März
Die Qualifizierungsmaßnahme „Filmworkshop“ findet erstmalig in Augsburg statt.
Januar
06.05.
Die ZRB Süd in Kooperation mit dem Caritasverband Augsburg veranstaltet einen Seminartag
zum Thema „Modell einer Rückkehr“.
01.04.
Die Projektleitung der ZRB Südbayern wechselt nach knapp 4 ½ Jahren. Werner Neumann übergibt
seinen Aufgabenbereich an Anita Werner.
10.07.-11.07.
Mitarbeiterinnen der ZRB nehmen an einer Schulung zum Thema „Existenzgründung“ bei
AGEF teil.
04.06.
Informationstag im STMAS mit Ministerin Christine Haderthauer – Die ZRB Südbayern stellt
sich und ihre Arbeit in München vor.
06.10.
Die ZRB Süd beteiligt sich aktiv beim internationalen Fest (mit weiteren Kooperationspartnern) im Rahmen der interkulturellen Wochen.
24.06.
Präsentation der ZRB Südbayern auf dem Sommerfest des Caritasverbandes für die Diözese
Augsburg e. V.
November
Die Beratungsstandards werden überarbeitet.
20.07.
Die Qualifizierungsmaßnahme „Gesundheitskurs“ startet mit 10 Teilnehmern in Augsburg. Es
werden 1. Hilfe – Kenntnisse vermittelt und eingeübt.
02.10.
Präsentation der ZRB Südbayern am „Tag des Flüchtlings“ in Augsburg.
22.10.
„5 Jahre ZRB Südbayern“ – Informationsveranstaltung und kleine Feier im Caritasverband für
die Diözese Augsburg e. V.
30
31
Die Erfolgsgeschichte geht weiter...
2010
Was war?
Februar
Die Qualifizierungsmaßnahme „Gabelstaplerkurs“ findet erstmalig in Augsburg statt. Weitere
Kurse folgen in den nächsten Jahren und erfreuen sich großer Beliebtheit.
Mai
Die Projektleitung der ZRB Südbayern wechselt. Anita Werner geht in Elternzeit und übergibt ihren
Aufgabenbereich an Philipp Schaffner.
Juli
Die Projektleitung der ZRB West wechselt. Isabell Schätzlein geht in Elternzeit und übergibt
ihren Aufgabenbereich an Thomas Kipple.
01.-05.10.
Die Qualifizierungsmaßnahme "Fahrrad-Reparatur-Workshop" startet in Augsburg.
11.-13.10.
Beraterinnen der ZRB Süd- und Westbayern nehmen am Workshop „psychisch kranke Menschen“ in Tutzing teil.
20.-21.10.
Die ZRB Süd- und Westbayern nimmt an der Regionaltagung bayerischer EU-Projekte in
Tutzing teil.
15.-16.11.
Die Fachtagung ERF-Projekte findet statt. Vertreter der ZRB Süd- und Westbayern nehmen
an dieser Veranstaltung teil.
2011
Was war?
28.05.
Teilnahme am Flüchtlingsfest Integrationsbeirat in Augsburg
11.-15.07.
1. Hilfe-Kurs
2012
Was war?
16.03.
Das Positionspapier der bayerischen Rückkehrberatungsstellen erscheint.
31.07.
Die ZRB Süd in Kooperation mit dem Caritasverband Augsburg veranstaltet einen Seminartag zum
Juli
Mitarbeiterinnen der ZRB nehmen an einer Schulung zum Thema „Existenzgründung“ bei
01.10.
Die ZRB Süd beteiligt sich aktiv beim internationalen Fest (mit weiteren Kooperationspart-
01.10.
Die Projektleitung der ZRB Süd- und Westbayern wechselt. Anita Werner kommt aus der
Oktober
Die Beratungsstandards werden überarbeitet.
2013
Was war?
19.-21.03.
Die ZRB präsentiert sich auf der Augsburger Frühjahrsausstellung „afa“.
April
Exkursion in den Kosovo – Eine Beraterin der ZRB Südbayern reist mit IntegPlan in den Koso-
01.04.
Das Projekt „Transnationaler Austausch II“ in Kooperation mit der ZRB Südbayern beginnt.
April / Sept / Nov.
Die Qualifizierungsmaßnahme „Nähkurs“ startet in Augsburg, Neuburg (Donau), Würzburg
20.-21.04.
Teilnahme an der Solarkochertagung in Altötting
01.08.
Die ZRB Südbayern fusioniert mit der ZRB Westbayern und wir zu einem Projekt zusammengeführt unter Federführung des Caritasverbandes für die Diözese Augsburg e. V.
Mai
Teilnahme an der jährlich stattfindenden Fachtagung "Rückkehr Deutschland" in Magdeburg
19.-23.09.
1. Transnationaler Austausch zum Thema Rückkehr in Augsburg in Kooperation mit der ZRB
Südbayern; („Transnational Exchange between repatriation counselling centres in europe“)
Mai
Die Homepage der ZRB Süd- und Westbayern wird überarbeitet und freigeschaltet.
21.-24.05.
Die Qualifizierungsmaßnahme „EDV-Kurs“ in Neuburg/Donau startet.
19.06.
Die Organisation „Hilfe von Mensch zu Mensch“ stellt sich bei der ZRB Süd in Augsburg vor.
Verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen wie Solarkocherbaukurs, Gabelstaplerscheinausbildung, 1. Hilfe-Kurse und Fahrrad-Reparatur-Workshop fanden auf das Jahr über verteilt
statt.
26.06.
29.07.
15.10.
12.-14.11.
Am Länderkundeseminar „Irak“ in München nehmen Beraterinnen der ZRB Süd- und
Mitarbeiterinnen der ZRB Südbayern nehmen am Workshop „Ein-Dollar-Brille“ in Erlangen teil
1. Informationsveranstaltung: Die bayerischen Rückkehrberatungsstellen stellen sich allen
interessierten bayerischen Ausländerbehörden im Rathaus in Nürnberg vor.
2. Transnationaler Austausch zum Thema „Rückkehr“ in St. Ottilien in Kooperation mit der ZRB
Verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen wie Nähkurse, Fahrradworkshop, Gabelstaplerausbildungen, EDV-Kurse fanden auf das Kalenderjahr über verteilt statt.
32
33
Die Erfolgsgeschichte geht weiter...
2014
Was war?
27.-31.01.
Die Qualifizierungsmaßnahme „Schweißkurs“ findet erstmalig in Augsburg statt. Als Kooperationspartner konnten wir die Fakultät Maschinenbau in Augsburg gewinnen.
21.03.
Die ZRB Südbayern zieht in neue Räumlichkeiten ca. 100 m entfernt von den alten Büros.
Neue Anschrift: Lange Gasse 4, Augsburg.
02.04.
2. Informationsveranstaltung: Die bayerischen Rückkehrberatungsstellen stellen sich allen
interessierten bayerischen Ausländerbehörden im STMAS in München vor.
April
Die „Online-Beratung“ der ZRB Süd- und Westbayern wird freigeschaltet. Ab nun kann die
ZRB Südbayern deutschlandweite „Online“- Anfragen zum Thema Rückkehr beantworten.
(www.zrb-suedbayern.de)
22.-23.04.
Die Rückkehrberatungsstelle in Mühldorf/Inn (eine neue Außenstelle der ZRB Süd – Standort
„OST“) wird eröffnet. Die Beratung findet dort 14-tägig jeweils dienstags und mittwochs statt.
29.-30.04.
Die Rückkehrberatungsstelle in Deggendorf (eine neue Außenstelle der ZRB Süd – Standort
„OST“) wird eröffnet. Die Beratung findet dort 14-tägig jeweils dienstags und mittwochs im
Wechsel mit Mühldorf statt.
28.05.
Besuch der Fachtagung "Rückkehr Deutschland" in Karlsruhe durch Vertreterinnen der ZRB
Süd- und Westbayern.
01.06.
Die Außenstelle „OST“ in Mühldorf /Inn kann mit einer neuen Mitarbeiterin besetzt werden.
12.-13.06.
Fachtagung zum Thema „Antragstellung AMIF“ in Frankfurt
01.08.
Oktober
Oktober
Schnappschüsse aus der ZRB
… „schweißen bis die
Funken fliegen"
… „Theorie und
Praxis vereint"
solar
Die Außenstelle „OST“ in Deggendorf wird jede Woche dienstags und mittwochs von Augsburg
aus vor Ort betreut.
Solarkocherbaukurs am Standort „OST“ Standort Geisenhausen
Exkursion in den Kosovo – Eine Mitarbeiterin der ZRB Süd und Westbayern reiste mit IntegPlan in den Kosovo um sich dort u. a. mit Rückkehrern und staatlichen Einrichtungen zu treffen
und auszutauschen.
Oktober
Gabelstaplerausbildungen in Mindelheim, Landshut und Würzburg
19.11.
Die ZRB Süd- und Westbayern feiert ihr 10-jähiges Bestehen in Augsburg.
… „mit Sonnenkraft
Energie nutzen "
Verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen wie Gabelstaplerscheinausbildungen, Nähkurse,
EDV-Ausbildung und Solarkocherbaukurse fanden auf das gesamte Kalenderjahr verteilt statt.
… „Erlerntes umsetzen
und üben"
34
35
Beratungen und Ausreisen der ZRB Südbayern
in den letzten 10 Jahren (2004 -31.07.2014)
- nach Länder sortiert (jeder Klient ist nur einmal gerechnet) LAND
Afghanistan
Ägypten
Albanien
Algerien
Angola
Armenien
Aserbaidschan
Äthiopien
Bosnien-Herzegowina
Botswana
Brasilien
Benin
Bulgarien
Burkina Faso
Burundi
China
Cote d´ivoire
Dagestan
Dänemark
Dem. Rep. Kongo
Eritrea
Estland
Gambia
Georgien
Ghana
Guinea
Indien
Indonesien
Irak
B
154
3
5
23
6
25
31
43
0
15
0
4
0
2
0
219
1
0
1
36
10
0
1
21
35
0
20
0
556
A
76
1
1
7
3
18
19
13
0
13
0
1
0
1
0
89
0
0
1
4
2
0
1
15
1
0
6
0
245
LAND
Iran
Israel
Jamaica
Jordanien
Kambodscha
Kamerun
Kasachstan
Kenia
Kolumbien
Kosovo
Kroatien
Kuba
Kuwait
Laos
Lettland
Libanon
Libyen
Malaysia
Marokko
Mazedonien
Mongolei
Montenegro
Mosambique
Namibia
Nepal
Nigeria
Pakistan
Palästina
Paraquay
B
35
30
1
30
5
0
20
12
0
196
5
1
5
0
0
12
1
0
3
128
7
15
1
0
2
118
16
6
2
A
16
18
1
11
4
0
10
2
0
77
0
0
0
0
0
8
1
2
0
117
2
13
1
0
1
30
7
2
0
LAND
Peru
Philippinen
Polen
Ruanda
Rumänien
Russ. Föderation
Sambia
Senegal
Serbien
Sierra Leone
Slowakei
Somalia
Sri Lanka
Sudan
Syrien
Tansania
Thailand
Togo
Tunesien
Türkei
Uganda
Ukraine
Ungarn
USA
Usbekistan
Vietnam
Weißrussland
Gesamt
B
1
0
0
4
2
253
0
45
201
32
0
51
1
5
21
1
1
21
0
84
19
19
0
0
1
74
16
2714
ZRB Südbayern - 10 Jahre Rückkehrberatung
A
0
0
0
2
1
218
0
2
177
5
0
0
1
0
2
0
0
3
0
44
2
9
0
0
0
39
8
1353
5 Jahre
5 Jahre II
10 Jahre
2004-2009
2009-2014
2004-2014
2
4
6
58
30
88
Aufenthaltsgestattung
43
425
468
Ausreiseschein/GÜB
130
164
294
Duldung
214
268
482
Fiktionsbescheinigung
0
10
10
Touristenvisum
0
1
1
Illegal
0
4
4
Gesamt
447
906
1353
Niederlassungserlaubnis
Aufenthaltserlaubnis
Würzburg
Nürnberg
Augsburg
München
*B = Beratung - Anzahl Länder gesamt: 65
*A = Ausreise - Anzahl Länder gesamt: 59
Beratungen nach Länder 1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
36
Irak
Russ. Föderation
China
Serbien
Kosovo
Afghanistan
Mazedonien
Nigeria
Türkei
Vietnam
Ausreisen nach Länder
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Irak
Russ. Föderation
Serbien
Mazedonien
China
Kosovo
Afghanistan
Türkei
Vietnam
Nigeria
37
Beratungen und Ausreisen der ZRB
Westbayern in den letzten 10 Jahren
ZRB Westbayern - 10 Jahre Rückkehrberatung
(2004 -31.07.2014)
LAND
Afghanistan
Ägypten
Albanien
Algerien
Angola
Armenien
Aserbaidschan
Äthiopien
Benin
Bosnien-Herz.
Botswana
Brasilien
Bulgarien
Burkina Faso
Burundi
China
Cote d´ivoire
Dagestan
Dänemark
Dem. Rep. Kongo
Eritrea
Estland
Gambia
Georgien
Ghana
Guinea
Indien
Indonesien
Irak
B
219
41
1
37
0
119
197
213
2
15
1
13
6
0
1
204
0
3
0
0
49
12
3
86
1
4
72
2
312
A
29
6
0
2
0
11
38
21
0
3
0
5
4
0
0
23
0
2
0
0
3
1
1
17
0
1
1
1
58
LAND
Iran
Israel
Jamaica
Jordanien
Kambodscha
Kamerun
Kasachstan
Kenia
Kolumbien
Kosovo
Kroatien
Kuba
Kuwait
Laos
Lettland
Libanon
Libyen
Malaysia
Marokko
Mazedonien
Mongolei
Montenegro
Mosambique
Namibia
Nepal
Nigeria
Pakistan
Palästina
Paraquay
B
171
74
3
67
2
11
43
10
3
85
0
12
0
19
1
71
0
0
1
12
32
3
0
1
2
52
52
1
0
A
32
16
3
16
0
1
9
3
3
31
0
1
0
2
0
21
0
0
1
11
2
0
0
1
0
5
4
0
0
LAND
Peru
Philippinen
Polen
Ruanda
Rumänien
Russ. Föderation
Sambia
Senegal
Serbien
Sierra Leone
Slowakei
Somalia
Sri Lanka
Sudan
Syrien
Tansania
Thailand
Togo
Tunesien
Türkei
Uganda
Ukraine
Ungarn
USA
Usbekistan
Vietnam
Weißrussland
Gesamt
B
0
1
1
0
9
493
51
0
103
0
0
2
2
7
44
2
0
24
0
38
86
123
2
3
0
29
139
3500
A
0
0
1
0
0
210
0
0
43
0
0
0
1
0
8
1
0
8
0
4
6
13
4
0
0
5
19
5 Jahre
5 Jahre II
10 Jahre
2004-2009
2009-2014
2004-2014
Niederlassungserlaubnis
7
6
13
Aufenthaltserlaubnis
24
5
29
Aufenthaltsgestattung
87
270
357
Ausreiseschein/GÜB
34
66
100
Duldung
137
51
188
Fiktionsbescheinigung
0
1
1
Touristenvisum
0
0
0
0
6
399
694
Würzburg
Illegal
Gesamt
Beratungen nach Länder 1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
38
Irak
Russ. Föderation
Afghanistan
Äthiopien
China
Aserbaidschan
Iran
Weissrussland
Ukraine
Armenien
Ausreisen nach Länder
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Russ. Föderation
Irak
Serbien
Aserbaidschan
Iran
Kosovo
Afghanistan
China
Äthiopien
Libanon
295
1 EU Freizügigkeit
1 EU Freizügigkeit
5 Dt Pässe
2 Spätaussiedler
5 DT Pässe
2 Spätaussiedler
712
* alle Angaben ohne Gewähr
*B = Beratung - Anzahl Länder gesamt: 66
*A = Ausreise - Anzahl Länder gesamt: 50
Nürnberg
6
5 Dt Pässe
Augsburg
München
39
Beratungen gesamt 10 Jahre ZRB
Süd- und Westbayern
- nach Länder sortiert (jeder Klient ist nur einmal gerechnet) B
A
B
A
B
A
LAND
LAND
Afghanistan
Ägypten
Albanien
Algerien
Angola
Armenien
Aserbaidschan
Äthiopien
Bosnien-Herzegowina
Botswana
Brasilien
Benin
Bulgarien
Burkina Faso
Burundi
China
Cote d´ivoire
Dagestan
Dänemark
Dem. Rep. Kongo
Eritrea
Estland
Gambia
Georgien
Ghana
Guinea
Indien
Indonesien
Irak
373
44
6
60
6
144
228
256
2
30
1
17
6
2
1
423
1
3
1
36
59
12
4
107
36
4
92
2
868
105
7
1
9
3
29
57
34
0
16
0
6
4
1
0
112
0
2
1
4
5
1
2
32
1
1
7
1
303
Iran
Israel
Jamaica
Jordanien
Kambodscha
Kamerun
Kasachstan
Kenia
Kolumbien
Kosovo
Kroatien
Kuba
Kuwait
Laos
Lettland
Libanon
Libyen
Malaysia
Marokko
Mazedonien
Montenegro
Mongolei
Mosambique
Namibia
Nepal
Nigeria
Pakistan
Palästina
Paraquay
LAND
206
104
4
97
7
11
63
22
3
281
5
13
5
19
1
83
1
0
4
140
18
39
1
1
4
170
68
7
2
48
34
4
27
4
1
19
5
3
108
0
1
0
2
0
29
1
0
3
128
13
4
1
1
1
35
11
2
0
Peru
Philippinen
Polen
Ruanda
Rumänien
Russ. Föderation
Sambia
Senegal
Serbien
Sierra Leone
Slowakei
Somalia
Sri Lanka
Sudan
Syrien
Tansania
Thailand
Togo
Tunesien
Türkei
Uganda
Ukraine
Ungarn
USA
Usbekistan
Vietnam
Weißrussland
1
1
1
4
11
746
51
45
304
32
0
53
3
12
65
3
1
45
0
122
105
142
2
3
1
103
155
0
0
1
2
1
428
0
2
220
5
0
0
2
0
10
1
0
11
0
48
8
22
4
0
0
44
27
Gesamt
6214
2065
*B = Beratung - Anzahl Länder gesamt: 81
*A = Ausreise - Anzahl Länder gesamt: 66
Beratungen nach Länder 1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
40
Irak
Russ. Föderation
China
Afghanistan
Serbien
Kosovo
Äthiopien
Aserbaidschan
Iran
Nigeria
Ausreisen nach Länder
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
Russ. Föderation
Irak
Serbien
Mazedonien
China
Kosovo
Afghanistan
Aserbaidschan
Iran
Türkei
Fallbeispiele
- Auszüge aus der Beratertätigkeit -
Unser erster Klient … (Irak)
… war Familie A., aus dem Irak / Bagdad. Aufenthaltsstatus: Aufenthaltsbefugnis. Der Familienvater war gelernter
Hotelfachmann und siedelte damals vor über drei Jahren zusammen mit seiner Frau und den beiden Kindern nach
Deutschland über. In Deutschland bekam er nur Anstellungen als Hilfsarbeiter. Sowohl politisch als auch in der Arbeitssituation fühlte sich Hr. A. seit längerem gedemütigt und unter Druck gesetzt. Er wurde depressiv. Neben dem
Gefühl des „Unverstandenseins“ und einem umfassenden Entfremdungserleben hatte er Sehnsucht nach seiner
Heimat. Im August 2004 reiste die vierköpfige Familie mit Unterstützung der ZRB Südbayern zurück in den Irak.
Rückkehr innerhalb von 48 Stunden (Kosovo)
Dieser Fall war bis heute unser „schnellster" Fall. Frau Z. ließ sich auf Schlepper ein, um ihre vier Kinder endlich
wieder zu sehen, die mit ihrem Vater in der Schweiz leben. Der von ihr geschiedene Ehemann verweigert Frau Z.
jeden Kontakt zu ihren Kindern. Damit konnte sie auch kein offizielles Besuchsvisum für die Schweiz erhalten und
in die Schweiz auf legalem Weg gelangen. Um ein Touristenvisum hatte sie sich bisher vergeblich bemüht. Die
Schlepper verlangten 2500 € von ihr und setzten Frau Z. dann mitten in der Nacht in einer Autobahnraststätte aus.
Als Frau Z. merkte, dass sie in Deutschland gelandet war, wandte sie sich völlig verzweifelt an die Polizei. Mit Hilfe
eines Dolmetschers erzählte sie dann ihre Geschichte. Nachdem Frau Z. die Nacht in einer Arrestzelle verbracht hat,
nahm die Polizei Kontakt mit uns auf, um eine zügige Rückkehr zu organisieren. Frau Z. wollte nun so schnell wie
möglich wieder zurück in ihre Heimat, den Kosovo, denn das erhoffte Wiedersehen mit ihren Kindern in der Schweiz
war gescheitert.
Mit der von der Polizei ausgestellten Grenzübertrittsbescheinigung,
ihrem Pass sowie der Erklärung zur Mittellosigkeit waren alle
Unterlagen für IOM vorhanden und so konnte die Beraterin der
ZRB Süd bei IOM nach einem möglichst schnellen Flugtermin
in den Kosovo anfragen. Innerhalb einer halben Stunde lag die
Flugbestätigung für einen Flug in zwei Tagen in der ZRB vor. Somit
führten wir auch gleich das Abschlussgespräch im Beisein des
Dolmetschers. Frau Z. war nur froh, dass sie bald wieder zurück
in ihre Heimat kam und bedankte sich sehr für die schnelle Hilfe.
Inzwischen fand sich auch noch eine Unterkunft für Frau Z. bis
zur Ausreise. Da Frau Z. kein Wort Deutsch oder Englisch spricht,
erklärte sich der verständnisvolle Polizist bereit, Frau Z. rechtzeitig
zu dem richtigen Zug zum Flughafen zu bringen.
41
Medizinische Flugbegleitung
Existenzgründung Nigeria
- Rückkehr nach Armenien -
- Rückkehr nach Nigeria -
Die ZRB Westbayern erreichte ein Anruf durch den Sozialdienst der Uni-Klinik in Würzburg mit der Anfrage, ob
eine freiwillige Ausreise nach Armenien für Frau M. und den schwerstkranken Sohn durch die Rückkehrberatung
organisiert werden kann. Die Behandlung des Kindes war palliativ und es war der sehnlichste Wunsch des Kindes,
seinen Vater und seine Schwester in Armenien noch sehen zu können. Die Ausreise musste dabei schnellstmöglich
erfolgen, da das Krankheitsbild des Kindes sich täglich verschlechtern konnte. Frau M. war 2013 mit ihrem Sohn
nach Deutschland eingereist und hatte Asyl beantragt. Die ZRB organisierte über IOM und in Zusammenarbeit
mit MELONET die Ausreise nach Armenien mit medizinischer Flugbegleitung. Die Kosten für die medizinische
Flugbegleitung konnten aus den bayerischen Rückkehrhilfegeldern finanziert werden.
Die Elterninitiative an der Uni-Klinik erstattete später einen Teil der Summe für die medizinische Flugbegleitung.
Während der umfangreichen Ausreisevorbereitung war eine intensive Zusammenarbeit mit dem Sozialdienst der
Uni-Klinik, sowie mit verschiedenen anderen Stellen notwendig.
Die ZRB West konnte Frau M. darüber hinaus in das Armenien-Projekt von „Heimatgarten" vermitteln. So besteht
für Frau M. und ihre Familie die Möglichkeit eine psychologische Betreuung nach der Rückkehr in Anspruch zu
nehmen, sowie über das Projekt eine zusätzliche finanzielle Unterstützung für die erste Zeit nach der Rückkehr
gewährt zu bekommen. Die ZRB erhielt mehrere Rückmeldungen von der Partnerorganisation über die Situation
von Fam. M und die Tätigkeit der Partnerorganisation vor Ort.
Herr E. verließ sein Heimatland Nigeria und erreichte im Januar 2011 Deutschland, um hier einen Asylantrag zu
stellen. Sein Antrag wurde abgelehnt und da er keine Perspektive für ein erfüllendes Leben in Deutschland mehr
sah, entschloss er sich alle Vorkehrungen für eine Rückkehr nach Nigeria in Ruhe und gemeinsam mit der ZRBSüdbayern zu treffen. Dafür war er insgesamt von April bis September 2013 in der Beratung.
Herr E. entschied in seine Heimatstadt Benin City zurückzukehren, wo sowohl seine Brüder und seine Schwester,
als auch sein Sohn und seine Partnerin lebten. Bevor er nach Deutschland kam, hatte er in Benin City sein eigenes Geschäft (für Getränke und Drogerieartikel) und versorgte damit seine jüngeren Geschwister, da seine Eltern
bereits verstorben waren.
(Auszug aus einer Mail an die ZRB : „Großen Dank auch von unserer Seite nochmals für Ihre Bemühungen, die damit verbundene Arbeit und die sehr gute Kooperation!“)
Überbrückungshilfe für Hr. C.
- Rückkehr in den Senegal -
Hr. D. ist vor vier Jahren von Senegal nach Europa aufgebrochen und stellte schließlich im Dezember 2013 einen Asylantrag in Deutschland mit der
Hoffnung auf ein besseres Leben. Er hatte während seines Aufenthaltes
in Deutschland große Sehnsucht nach seiner Frau und seinen insgesamt
fünf Kindern bekommen und sieht für sich hier keine Zukunft mehr. Auch
dahingehend, dass er keine Arbeitserlaubnis besitzt und sich deshalb
nutzlos fühlt. Sobald Hr. D. wieder im Senegal angelangt ist, möchte er zu
seinem alten Dorf zurück in dem noch seine Frau zusammen mit den fünf
gemeinsamen Kindern lebt. Das Dorf liegt über 250 km vom Flughafen entfernt. Damit Hr. D. die ersten Tage in Senegal überbrücken und zu seiner
Familie zurückkehren konnte, erhielt er von uns 500 € Überbrückungshilfe
für Miet-, Transport- und Verpflegungskosten.
42
Er bereitete alle Pläne für die Eröffnung eines ähnlichen Geschäftes vor. Für die Betreuung vor Ort, sowie den
Großteil der finanziellen Förderung für die Geschäftseröffnung, nahm die ZRB Kontakt zum ERI (European Return
Instrument) Projekt für Nigeria auf. Das Projekt wird über das BAMF koordiniert und arbeitet mit einer nigerianischen Partnerorganisation zusammen. Für den Klienten war es beruhigend schon vor der Ausreise mit seinem
Ansprechpartner in Benin City Kontakt aufzunehmen und genau zu wissen was auf ihn zukommen wird.
Herr E. reiste im September 2013 aus und bereits einen Monat später stand er in seinem eigenen Laden, gefüllt
mit Drogerieartikeln. Die gute Kooperation zwischen der ZRB- Südbayern, dem Klienten und der Organisation vor
Ort ermöglichten einen zügigen Ablauf, sowie ein vertrauensvolles Arbeiten von allen Seiten.
... die letzten Tage im Heimatland verbringen - Hr. N.
- Russland -
Herr N. und seine Familie haben Russland aufgrund
einer schweren Erkrankung des Herr N. verlassen.
Sie erhofften sich in Deutschland eine Heilung der
Krankheit. Nachdem die Ärzte alle ihre medizinischen
Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft haben,
haben sie Herr N. mitgeteilt, dass er nur noch eine
sehr begrenzte Lebenszeit haben wird.
Die Familie hat sich für die freiwillige Rückkehr in ihr
Heimatland entschieden. Die Ärzte haben der Familie
wegen Verschlechterung des Gesundheitszustandes
vom Herrn N. empfohlen zeitnah zurückzukehren.
Durch Kontakt zu IOM und den involvierten Ärzten
wurde ersichtlich, dass eine Ausreise nur mit
einer medizinischen Flugbegleitung möglich ist. In
Zusammenarbeit mit MELONET konnte möglichst
schnell die medizinische Flugbegleitung vom Herrn N.
in sein Heimatland organisiert bzw. durchgeführt werden. Die Beförderung vom Herrn N. bis zum Flughafen
Frankfurt am Main konnte in Zusammenarbeit mit der
Missionsärztlichen Klinik mit einem Krankenwagen
in die Wege geleitet werden. Um den Transport vom
Herrn N. durch die Familienangehörigen im Heimatland
zu erleichtern, konnte über ein Sanitätshaus ein passender Rollstuhl für Herrn N. organisiert bzw. mitgegeben werden.
43
Rückmeldungen von Klienten
- Auszüge aus E-Mail-Kontakten -
Rückkehr in die Türkei, Ausreise 2009
Rückkehr eines Nigerianers, Ausreise 2005
„…Liebe Gertraud, entschuliegung, ich hab vergessen sende maine handy nummer.
Bitte schreaiben sie … maybe one day you like travel to ISTANBUL. All the best for you,
vielen dank emit freundlichen grüsen…”
„… I ve been to the market and done everything I supposed to do. I ve sent a letter
to you but I don’t know when it will get to you that is why I send this mail. … Everybody in the market were very happy to see me. …”
„… thanks you very much may God in his mercy continue tob e with you. I got the
money without any problem, so thank you very much. I will always remember you
and continue to pray for you. My regards to all members of your family and friends.
I appreciate your effort. Thanks so much…”
Rückkehr nach Indien, Ausreise 2009
„…hier ist deepak aus indien wie geht’s ihnen. Tut mir leid das ich zu spaet gemeldet
hab. Weil ich hatte ihren karte verloren drom koennete ich nich melden ich war gut zu
hause angekommen und alle freuen sich, ich danke innen fuer hilfe und wuensche was
gutes…“
Rückkehr einer Familie in den Irak, Ausreise 2006
„…ich bin heer… uns get es gut hir. Ich finde hir nit wie Deutschland. Aber es get gut.
Wier Kinder wollen zürk nach Deuschland… DarmHin ist nicht gut weil wir immer Angst
Haben in Irak. Viel dank für Ire Hilfe wihr vergessen nicht deine Hife sie und Herr Kamleiter. Viele grüs an alle. Wir haben eine Werkstad gebaud…“
Rückkehr in den Togo, Ausreise 2006
„…tout dabord je vourdrais presenter mes exuses pour ce retard. Pou commencr, je
vous confirme que je suis bien arrive au pays; je voulais vous envoyer un note depuis,
mais en afrique, tout est autrement, chaque jour a pes imprévus. Il faut voir en afrique tut
e reveil avec un programme, mais la famille peux faire autrement et surtout c’est ca yui
bouverse les programme. … Bien de chose à vous tous les membres de l’association.
Je garderais toujour le contaete. Merci et à la prochaine.”
Rückkehr nach Armenien, Ausreise 2008
“Thanksgiving letter – Dear Ms Muller we want to thank you an your Organization for
your attitude and want you to be healthy and have success in your job. We received your
help…”
44
Rückkehr nach Äthiopien, Ausreise 2003
„Auszug aus dem Briefwechsel“
„…es war nicht einfah zum organisieren (schone plats zu finden) das wegen hat
ein bissischen lange gedauert aber ich glaube nexte woche wird erledigt. Ich
bedanke mich for alles…“
“…es tut mir leid, dass es lange gedauert hat aber ich musste viele moglichkeit
versuchen und auch viel machen God sei dank endlich habe ich gefunden so wie
ich gewolt habbe ich hoffe das ich shaffen can mit ihre hilfe. Ich bedanke mich…“
“…dankshon fur ihre E-mail, MikiZs1 und Miki’s s2 sind Mietvertrag und Pizzaofen
Kostenvoranschlag, ich habe dass mit scan geshickt und die sind das weg die sie
ofnnen konnen. …Wenn sie fragen haben, Gerne moschte ich erkleren (zuruk
schreiben). Vielendank und shone wochenende,…“
„…ich habe das geld gestern shon bekommen 3183.26 US Dollar auf ethiopian
geld,das hat mich sehr gefreut und heute habe ich menen ofen gekauft, alles
hat geklapt wegen ihre hilfe, ich wollte unsere contact behalten so wie es ist das
wegen mocht ich immerwider ihnen bedanken…“
Rückkehr nach Äthiopien, Ausreise 2014
“Dear Förg,
I arrived well. Its always great to be home. How are you? I was thinking of writing
to you the day I come home but couldn't have internet access.
I hope we will be friends as of today. :-)…”
45
Zentrale Rückkehrberatung lädt Öffentlichkeit ein
Fachlicher Austausch und Vernetzung
Die erfolgreiche Arbeit der Büros der Rückkehrberatungsstellen ist auf die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch mit anderen Beratungs- und Hilfsorganisationen zurückzuführen. Diese
Zusammenarbeit findet sowohl auf lokaler, nationaler
aber auch internationaler Ebene statt. Da die Unterstützungsmöglichkeiten für Rückkehrer begrenzt sind,
ermöglicht die gute Kooperation untereinander den
bestmöglichen Einsatz aller verfügbaren Hilfsangebote.
Auf kommunaler Ebene kooperiert die ZRB Süd- und
Westbayern bspw. mit dem Augsburger Flüchtlingsrat,
der Auslandshilfe des Roten Kreuzes, den Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände, Amnesty International,
den Ausländerbehörden, sowie verschiedenen Frauenhilfs- und Migrantenorganisationen.
Auf nationaler Ebene stellen z. B. wichtige Partner
IOM, das BAMF, der UNHCR, IntegPlan, Heimatgarten
und Solwodi dar. Die ZRB Süd- und Westbayern beteiligt sich an Facharbeitskreisen und nahm bislang an
zwei Auslandstreffen des ERSO-Projektes teil. Ebenso
besuchten binnen der letzten 10 Jahre im Rahmen von
Exkursionen Beraterinnen der Rückkehrberatungsstelle mehrfach den Kosovo und Afghanistan. Die Beraterinnen hatten dort die Möglichkeit, einzelne Rückkehrer
in deren Heimat zu besuchen und sich ein Bild von der
„Vor-Ort-Situation" im Heimatland zu machen.
Der Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V.
ging im Jahre 2011 erstmalig bezüglich einer internationalen Vernetzung im Bereich Rückkehr noch einen
Schritt weiter. Er organisierte in Kooperation mit der
ZRB Südbayern (und deren Partner) eine einwöchige
Fachtagung in Augsburg, zu der über 50 Repräsentanten aus den verschiedenen deutschen Bundesländern,
der EU- aber auch Drittstaatenländer kamen.
46
Die Ergebnisse der Fachtagung konnten in die die tägliche Arbeit der Rückkehrberatung teilweise übertragen
werden und sind in einer separaten Niederschrift über
die ZRB Südbayern zu beziehen.
Die Wichtigkeit einer internationalen Vernetzung ist sowohl dem Caritasverbandes für die Diözese Augsburg
e. V. als auch der ZRB Südbayern sehr wichtig. Und
so gelang es, im November 2013 eine zweite Fachtagung in St. Ottilien anzubieten. Über 50 Teilnehmer aus
12 verschiedenen Ländern nahmen an dieser Veranstaltung teil. Die Referenten der zweiten Veranstaltung
kamen u. a. aus den Niederlanden, Ghana, London,
Nigeria, Irak, Kosovo und aus Russland. Auch hier ist
die entstandene Dokumentation der Fachtagung über
die ZRB Südbayern zu beziehen.
Wir hoffen, dass es auch in naher Zukunft dem Caritasverband für die Diözese Augsburg e. V. möglich ist,
die internationale Vernetzungsarbeit weiter voranzutreiben, zu pflegen und weiter auszubauen. Denn, die im
Rahmen internationaler Treffen gewonnen Erkenntnisse, sowie der dort stattfindende Erfahrungsaustausch
fördert die Weiterentwicklung der eigenen Arbeit und
liefert neue Anstöße.
Weiter wollen wir an dieser Stelle darauf verweisen,
dass einmal im Jahr ein Treffen aller Beraterinnen und
Berater von Rückkehrhilfeprojekten in Bayern stattfindet, um sich über die neu gewonnenen Erfahrungen
und bevorstehenden Planungen auszutauschen und
über aktuelle Themen zu diskutieren. Zusätzlich tagen
die Projektleitungen zweimal jährlich, um die Arbeitsstandards untereinander abzustimmen.
47
Entwicklung und Perspektiven
der Rückkehrberatung
Die Zentrale Rückkehrberatung Süd- und Westbayern hat sich zur Aufgabe gemacht, sich neben einer
ergebnisoffenen Beratung potentieller Rückkehrerinnen und Rückkehrer für eine Qualifizierung der
Flüchtlinge einzusetzen und stark zu machen.
Seit 2005 werden verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen für die Flüchtlinge durch die ZRB in den
Gemeinschaftsunterkünften oder anderen Lehranstalten angeboten. Die Teilnahme der interessierten Klientinnen und Klienten an den verschiedenen
Maßnahmen ist für diese kostenlos – das Angebot
der Maßnahmen wird kontinuierlich ausgebaut und
ergänzt.
Ziel ist es, Perspektiven für die Rückkehr sowie fundierte Grundkenntnisse über verschiedene Fachbereiche zu vermitteln. So konnten binnen der letzten
10 Jahre an den verschiedensten Standorten im Einzugsgebiet der ZRB Qualifizierungsmaßnahmen im
Bereich Solarenergie, Medien/Filmarbeit, Schweißverfahren, Näh- und Schneiderhandwerk, FahrradReparatur, PC-Kurse, Gabelstaplerfahrer-Ausbildungskurse oder im Bereich Gesundheit angeboten
werden.
Wir freuen uns, dass diese Möglichkeit u. a. auch
genutzt werden kann, um für eine faire Rückkehrberatung zu werben und die Institution ZRB Süd- und
Westbayern vorzustellen.
Die Mitarbeiter der ZRBs setzen sich von Anfang
an dafür ein, die Qualität der Rückkehrberatung im
Sinne der Klienten zu verbessern und die ethischen
Standpunkte der Wohlfahrtsverbände auch bundesweit zu verbreiten. Das gemeinsam entwickelte Positionspapier „Rückkehr" – erarbeitet von den
bayerischen Rückkehrberatungsstellen und Heimatgarten – zeigt unter anderem die Anforderungen der
Klientenbetreuung auf und legt Standards der Rückkehrberatungsstellen fest. Des weiteren agieren und
engagieren sich die bayerischen Rückkehrberatungsstellen bei Fachvorträgen
48
Neben Gesprächen mit Ministerien, Ausländerbehörden, sowie dem Flüchtlingsrat informieren die ZRBs
die breite Öffentlichkeit über die Situation der Flüchtlinge, deren Heimkehr, sowie dem Verständnis für die
individuelle Beratung im Sinne der Klienten unabhängig von den politischen Gegebenheiten. Die Erstellung
und aktive Mitarbeit an diversen Positionspapieren verdeutlicht, dass die Zentralen Rückkehrberatungsstellen
sowohl verbandsintern, als auch überverbandlich sich
ihrer innenpolitischen Bedeutung bewusst sind. Die
Forderung nach einem fairen, würdevollen und individuellen Umgang mit dem Thema Rückkehr wird dadurch verdeutlicht.
So wird die ZRB Süd- und Westbayern auch weiterhin
den Austausch mit allen für den Asylbereich zuständigen Institutionen pflegen und weiter ausbauen, um den
Vorrang und die Möglichkeit einer freiwilligen Ausreise
in Bayern zu fördern.
Seit 2008 wurden die Rückkehrberatungsstellen – nicht mehr wie bis dahin aus dem Budget des EFF
(Europäischer Flüchtlingsfonds) – sondern durch Mittel des neu geschaffenen RF (Rückkehrfonds / Solidfonds) finanziert. Die neuen Richtlinien dieses Fonds forderten die Einführung eines Eigenmittelanteils
für jeden der beteiligten Wohlfahrtsverbände. Aufgrund der Wichtigkeit des Projektes, und um weiterhin
eine „Rückkehr in Würde" ausreisenden Menschen zu ermöglichen, entschlossen sich die Verbände den
Eigenanteil aufzubringen. Für die ZRBs zog dies diverse Veränderungen nach sich, und so verließ u. a.
ein Kooperationspartner das Projekt.
Im Jahr 2013 endet die Zeit des Solidfonds (Rückkehrfonds) und ab 2014 wird es weitere Veränderungen
mit der Einführung des neuen AMIF (Asyl-Migrations-Integrationsfonds) geben. Gespannt wird erwartet
was dieser Förderperiode - ab 01.01.2015 - für die Rückkehrberatungsstellen in Bayern bedeuten wird.
Zukunftweisend wünschen wir uns, dass die ZRB Süd- und Westbayern mit Ihren beiden Außenstandorten Mühldorf/Inn und Deggendorf weiterhin als starke Trägergemeinschaft weitergeführt werden kann.
49
10 Jahre ZRB Süd- und Westbayern heißt,
10 Jahre ...
Namen, Abkürzungen
AMIF
... Kreativität, Geduld, Verständnis und Weiterentwicklung
Asyl-Migrations-Integrations-Fonds. Der neue Fonds
umfasst die Förderperiode 2014 bis 2020 und deckt
mit seinen Schwerpunkten „Gemeinsames Europäisches Asylsystem", „Integration von Drittstaatsangehörigen und legale Migration" sowie „Rückkehr" ab,
die bisher durch den EFF, EIF und RF gefördert wurden. Er schließt an die Förderperiode des Solidfonds
(RF) an.
www.bamf.de
... da zu sein für die Klienten und deren Rückkehrwünsche inkl. Ängste, Bedenken und Schicksale.
BAMF
.... individuelle Beratungen,
... Einfühlungsvermögen und Verständnis für die Entscheidung und Situation der Klienten
... ein hohes Maß an Anpassung und Flexibilität
... engagierte und hoch motivierte Mitarbeiter.
Wir bedauern dass einige unsere Mitarbeiter binnen der letzten 10 Jahre die Rückkehrberatung verlassen
haben und freuen uns jedoch auch sehr über die neuen Kolleginnen und Kollegen die uns in unserer täglichen Rückkehrarbeit unterstützen.
Wir danken unseren ehemaligen Kollegen in der "direkten Projektarbeit":
Am Standort Augsburg - ZRB Süd: Werner Neumann (Projektleitung - DiCV Augsburg), Philipp Schaffner
(Projektleitung - DiCV Augsburg), Birgitta Leitner (DiCV Augsburg), Gloria Marjanovic (DiCV Augsburg),
Verena Hinze (DiCV Augsburg), Sonja Schipf (Diakonie Augsburg), Gertraud Müller (BRK Augsburg),
Hans Klein (Verwaltung - Regierung von Schwaben), Gisela Langenberg (Verwaltung - Regierung von
Schwaben), Walter Muckenschnabel (Verwaltung – Regierung von Niederbayern)
Am Standort Würzburg - ZRB West:
Isabell Schätzlein (Projektleitung - DiCV Würzburg), Ilona Kaup (DiCV Würzburg), Nicole Gössl (DiCV
Würzburg), Klaus Oßwald (DiCV Würzburg), Anna Klassen (BRK Würzburg), Iris Bouhra (BRK Würzburg),
Harald Priebe (Verwaltung - Regierung von Unterfranken), Yvonne Güther (Verwaltung – Regierung von
Unterfranken)
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DiCV = Diözesan Caritasverband für die Diözese
BRK = Bayerisches Rotes Kreuz
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Das BAMF
ist zuständig für die Förderung von Projekten mit
dem Ziel der Verbesserung der gesellschaftlichen
und sozialen Integration von Zuwanderern.
www.bamf.de
Solidfonds
Das Bundesamt verwaltet für die Förderperiode 2007
bis 2013 EU-Mittel aus dem Programm „Solidarität und
Steuerung der Migrationsströme" (SOLID). Dieses besteht aus folgenden Einzelfonds: Europäischer Flüchtlingsfonds (EFF), Europäischer Integrationsfonds (EIF)
Europäischer Rückkehrfonds (RF). Die ZRB Süd- und
Westbayern wird aus diesem Fonds bis 31.12.2014
gefördert.
Solwodi
Soldiarity with Women in Distresse / Solidarität mit
Frauen in Not. Hilfsorganisation, die allein stehende
bzw. allein erziehende Frauen bei ihrer Reintegration
individuell unterstützt.
UNHCR
Government Assisted Repatriation Programm. Ein
Reintegrationsprogramm von IOM.
Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinigten Nationen.
Situationsberichte und Stellungnahmen vom Flüchtlingskommissariat der UN;
www.unhcr.de
IntegPlan
ZIRF
GARP
Integrierte Rückkehrplanung. IntegPlan ist ein Kooperationsnetzwerk verschiedener Träger und
Bundesländer. Diese Webseite bietet allgemein zugängliche Informationen für alle Interessierten sowie
einen internen Bereich, der nur Beratern sowie anderen beruflich in der Reintegrationsförderung Tätigen
zur Verfügung steht.
www.integplan.de
Das Counselling der Zentralstelle für Informationsvermittlung zur Rückkehrförderung (ZIRF) stellt länderspezifische Informationsblätter und Antworten auf konkrete
Anfragen von Rückkehrinteressenten zur Verfügung.
www.bamf.de
IOM
Internationale Organisation für Migration
www.iom.int/germany
REAG
Reintegration and Emigration Programme für Asylum Seekers in Germany. Ein Reintegrationsprogramm von IOM.
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Zentrale Rückkehrberatungsstelle
Südbayern
Zentrale Rückkehrberatungsstelle
Westbayern
Lange Gasse 4
86152 Augsburg
Röntgenring 3
97070 Würzburg
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.zrb-westbayern.de
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.zrb-suedbayern.de
Tel: 0931 / 38 65 81 53
Fax: 0931 / 38 65 81 99
Tel: 0821 / 50 89 632
Fax: 0821 / 50 89 633
Außenstelle "Ost" - Deggendorf
Außenstelle "Ost" - Mühldorf
Caritas - Zentrum Mühldorf / Inn
Kirchenplatz 5
84453 Mühldorf / Inn
ZRB Ostbayern - Ost - Deggendorf
Metzgergasse 16
94469 Deggendorf
Tel: 08631 / 37 63 34
Fax. 0821 / 50 89 633
Tel: 0151 / 23 74 04 89
Fax: 0821 / 50 89 633
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.zrb-südbayern.de
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.zrb-südbayern.de
Projektbericht : 2004 bis 31.07.2014
Projektleitung: Anita Werner
Text/Fotos:
ZRB Süd- Westbayern
Gestaltung:
dtp/Layout Mediendesign Agata Rys
Druck:
Comuto Digital Media, Augsburg
Das Projekt wird gefördert durch die Europäischen Kommission und den Freistaat Bayern.
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