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Eckernförder Nachrichten – 2015.08.28 – Lokales – Bolzen, wenn die ...
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Bolzen, wenn die Eltern arbeiten
Mit einem abwechslungsreichen Programm füllt die Awo sechs schulfreie Wochen
Von Jan Torben Budde
Gettorf. Die Sommerferien gelten bei Schulkindern als schönste Zeit des Jahres. Doch wer kümmert sich
um die Lütten, wenn die Eltern in den sechseinhalb Wochen arbeiten müssen? Besonders
Alleinerziehende stellen sich diese Frage. Seit 2012 wird in Gettorf unter Federführung der
Arbeiterwohlfahrt (Awo) Gettorf und Umgebung in den Oster-, Sommer- und Herbstferien eine
verlässliche Betreuung angeboten.
Die Ferienbetreuung ist für Kinder und
Eltern ein Volltreffer: Der Gettorfer SC
beteiligt sich mit einem Fußballtraining an
der Sommeraktion. © Jan Torben Budde
„König Fußball“ darf nicht fehlen. Die Kinder dribbeln über den Sportplatz am Ringweg, kicken aufs Tor.
Danach bolzen sich Paul und Julia (beide 8) einen Ball zu – üben das Passspiel. Das zweistündige
Training begleiten Ekkehard Krüger, Jugendwart beim Gettorfer Sportclub (GSC), und sein Sohn Caje,
der Trainer im Verein ist. Der GSC gehört ebenso wie Gettorfer Turnverein, Tennisclub und
Schachgemeinschaft Phönix zu den Kooperationspartnern der Awo. Fußball finden Paul und Julia zwar
klasse. Welche Aktion lag aber ganz weit vorn? „Minigolf!“, rufen die zwei Schüler.
Die Bilanz von Geschäftsführerin Katrin Mates fällt positiv aus: „Die Ferienbetreuung wird gut
angenommen.“ Sie spricht von einer leichten Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Allein in den Sommerferien kümmerte sich das zehnköpfige
Betreuerteam um rund 70 Kinder der Klassenstufen eins bis sechs aus dem Dänischen Wohld. Im Frühjahr waren es zudem 20 Mädchen und Jungen.
„Es geht um die Entlastung der Eltern, die natürlich nicht alle sechs Wochen lang Urlaub nehmen können“, so Mates. Für die Betreuung ihrer Kinder
zahlen die Mütter und Väter einen Tagessatz von 20 Euro, worin das Mittagessen enthalten ist. Familien mit kleinerem Geldbeutel erhalten der
Awo-Geschäftsführerin zufolge von der Gemeinde Gettorf einen Zuschuss. Manche Eltern buchen die Betreuung nur für wenige Tage, was von den
Veranstaltern eher als Ausnahme gedacht ist. Andere geben ihre Kinder für eine, zwei oder gleich drei oder vier Wochen in die Obhut der
pädagogisch qualifizierten Fachkräfte sowie geschulten Betreuungspersonen – montags bis freitags von 7 bis 16 Uhr.
Anlaufpunkt für die Kinder ist das ehemalige Hausmeisterhaus am Schulzentrum in Gettorf. Bevor die Mädchen und Jungen in den Tag starten,
frühstücken sie zusammen die selbst mitgebrachte Brotzeit. Weiter geht es mit Spielen, Sport oder Ausflügen. Zu den Freizeitaktivitäten gehören
unter anderem Bogenschießen, Trommeln, Schach, ein Musikworkshop, Einblicke in die Natur und eben Minigolf sowie Fußball, aber auch Pizza
backen und grillen.
„Auf den Ausflügen sollen die Kinder ihre Umgebung besser kennenlernen“, erklärt Katrin Mates, die von einem abwechslungsreichen Programm
spricht. Es gebe regelmäßige Elternbefragung zum Ferienprogramm, in dem Spaß und Gruppendynamik im Vordergrund stünden. Für die Betreuung
im Herbst gebe es schon Anmeldungen.
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01.09.2015 17:00
Eckernförder Nachrichten – 2015.08.28 – Lokales – Bolzen, wenn die ...
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