weinberge im herzen auf weizsäckers und goethes spuren

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weinberge im herzen auf weizsäckers und goethes spuren
TOUR 12
Einzellage „Schwobajörgle“ – Weinort Eschelbach
WEINBERGE IM HERZEN
hohenlohes
AUF WEIZSÄCKERS UND GOETHES SPUREN
34
ie ein großer fruchtbarer Garten
liegt Hohenlohe bei dieser Tour
dem Wanderer zu Füßen. Ausgangspunkt
ist die Stadt Neuenstein, wo die fürstliche
Familie zu Hohenlohe-Oehringen ihren
Sitz im mächtigen Renaissance-Schloss
hat. In diesem imposanten Profanbau
befinden sich auch das Hohenlohe-Museum und das Hohenlohe-Zentralarchiv.
Das Museum beherbergt wertvolle
Sammlungen, unter anderem ein Kunstund Raritätenkabinett der Malerei, der
Goldschmiedekunst und der Elfenbeinschnitzerei. Im Kaisersaal befindet sich
eine umfangreiche Waffensammlung.
Erhalten wurde eine voll funktionsfähige
spätmittelalterliche Schlossküche. Wallensteins Hut ist zu bewundern und der
mit 190 Gramm angeblich größte Blasen-
stein der Welt. Bär, Bison & Co. sind in
der Jagdtrophäen-Abteilung zu sehen. Sie
stammen aus der Hohen Tatra, wo noch
heute das stilvolle, aus Holz gebaute Jagdschloss Hohenlohe steht. Das Jagdrevier
von Fürst Christian Kraft zu HohenloheOehringen, des Großonkels des heutigen
Fürsten, gilt als die Urzelle des heutigen
Nationalparks Hohe Tatra.
Von Neuenstein führt ein Wanderweg
hinauf in die Weinberge und ins große
Waldgebiet zwischen dem Berghäusle
und Waldenburg. Von dort bieten sich
weite Blicke über die Hohenloher Ebene
an, bei klarer Sicht bis in den Odenwald.
Wein von der bekannten Lage „Schwobajörgle“ trank auch schon Goethes Ururgroßvater.
wegbeschreibung
dem Bürgerturm. In der Altstadt mit
ihren Fachwerkhäusern befindet sich
das malerische Rathaus. Und gleich nebenan weist eine Gedenktafel an einem
Haus darauf hin, dass hier Goethes Ururgroßvater Johann Wolfgang Textor 1638
geboren wurde. Unweit davon an der
Apotheke in der Hinteren Straße ein anderer Hinweis: „Geburtshaus des Hohenloher Dialektdichters Wilhelm Schrader
„Gäwele“ geb. 12. Januar 1847, gestorben zu Ulm 1914“. Seine „Hohenloher
Gschichddlich vum alte Gäwele“ sind
mit deftigem Humor durchzogen. Der
fürstliche Leibjäger und Förster Gäwele
hatte im nahen Michelbach am Wald bis
hin zu den Wanderwegen auf dieser Tour
sein Revier.
Start
P
P
START Parkplatz Seewiese beim Schloss
oder beim Sportplatz.
KARTE Hohenlohe 1:50000 Rad- und
Wanderrouten, Freizeitkarte 518.
WANDERSTRECKE Markierung:
Rotes W (Wald- und Weinbergweg) auf
weißem Grund. Etwa 3 ½ Stunden, ca. 13 km.
EINKEHR Neuenstein und Obersöllbach.
BESONDERHEITEN Von Neuenstein
bis zum Berghäusle und von Eichberg
bis Neuenstein asphaltierte Wege.
Untereppach
Neuenstein
ach
Epb
Bernhardsmühle
Esc
hel
bac
Eschelbach
h
Wir beginnen die Wanderung auf der
Seewiese beim Schloss (W-Markierung)
und gehen zu den Sportanlagen. Dem
Epbach entlang wird Bernhardsmühle
erreicht. Hier, und weiter bachabwärts in
Eckartsweiler, lebten im 17. Jahrhundert
die Müllersleut Weidsecker, die direkten
Vorfahren des Alt-Bundespräsidenten
Richard von Weizsäcker.
Die Bernhardsmühle verlassen wir in
Richtung Süden und überschreiten die
L 1036 in Richtung Obersöllbach. Rechts
tut sich das sanfte Söllbachtal auf. Wir
wandern Richtung Obersöllbach, dem
Wanderzeichen Rotes W auf weißem
Grund folgend. Je höher man kommt,
um so weiter schaut man auf Hohenlohe
hinaus. Fruchtbare Felder und Obstanlagen sowie gepflegte Weinberge sorgen
für einen schönen, abwechslungsreichen
Panoramablick. Oben am Berghäusle auf
dem Pfaffenberg befindet sich eine kleine Waldwiese, die als Festplatz der einheimischen Vereine genutzt wird. Hier
hat auch der Neuensteiner Waldkindergarten Eulennest seinen Platz gefunden.
Nun führt an der Schranke der Wanderweg eben in den Wald hinein. Zwischendurch erlauben Schneisen einen
Blick auf Obersöllbach, Neuenstein und
Öhringen. Ihre ruhige Lage und den
weiten Ausblick auf Eschelbach und
das Hohenloher Land können auch die
Leute vom Gehöft Eichberg genießen,
das am Waldrand liegt. Der markierte
Wanderweg zieht sich durch Weinberge,
Obstanlagen und Felder hinab nach Untereppach. Vor dem Ortsanfang links ein
Mineralbrunnen. Bald danach fließt der
Kesselbach in Richtung Neuenstein und
folgt der Gehweg der K 2355 ins nahe
Städtle. Neuenstein wird überragt von
den Schlosstürmen, der Stadtkirche und
infos
Söllb
ac
h
Obersöllbach
500 m
Die Stadt.
neuenstein
35
Bernhardsmühle – Stammhaus der Familie von Weizsäcker
Bürgermeisteramt Neuenstein
Schloßstraße 20 · 74632 Neuenstein
Tel. 07942 105-0 · Fax 07942 105-66
[email protected]
www.neuenstein.de

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