Gerloffsche Villa Braunschweig

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Gerloffsche Villa Braunschweig
Gerloffsche Villa Braunschweig
Gartendenkmalpflegerisches Gutachten
Aus
zug
Abb. 1 Gerloffsche Villa
sbk > xx
Villa Gerloff, Braunschweig > Inhalt
Erarbeitung einer fachlichen Grundlage zur Sicherung und Entwicklung der Gartenanlage der Gerloffschen Villa
in Braunschweig unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten
2
1. 1.1
Vorbemerkungen
Vorgehensweise
2. 2.1
2.2 2.3
2.4
Bestandsaufnahme
Lage
Bestandsplan
Anlagenbestand
Baumkataster
3.
3.1
3.2
3.3
3.4
3.5
3.6
3.7
3.8
Historische Entwicklung
Anlagengeschichte
Ursprung der Anlage
Anwesen Langerfeldt 1820 - 1880
Anwesen Gerloff 1880 - 1889
Villa Gerloff 1889/90
Der Gerloffsche Garten 1889 - 1945
Der Gerloffsche Garten 1945 - 1976
Der öffentliche Garten 1976 - 2004
4.
4.1
4.2
4.3
Denkmalpflegerische Bewertung
Bestandsbewertung
Denkmalwert
Kunsthistorische Einordnung
5.
5.1
5.2
5.3
5.4
Entwicklungsziele
Pflege-/ Entwicklungskonzept
Empfehlungen Struktur
Empfehlungen Vegetation
Empfehlungen Gartenelemente
6.
6.1
Quellen
Quellennachweis
7.
7.1
7.2
Anhang
Bestandsplan M 1:200
Anlagengenese/ Zeitschichten 1865 - 2007
1. Vorbemerkungen > 1.1 Vorgehensweise
Einleitung
Im Jahr 2004 erwarb die heutige Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz von der Stadt Braunschweig die sogenannte „Gerloffsche Villa“, die
einen bedeutenden Mosaikstein der Braunschweiger
Stadtgeschichte repräsentiert.
Im Zuge der Restaurierungsarbeiten an der Villa
strebt die Stiftung auch eine denkmalgerechte Herrichtung der Gartenanlage an. Eine tiefgründige
Erforschung der Anlagegeschichte und die Analyse
des überkommenen Bestandes fehlten bisher. Der
bestehende Handlungsbedarf und der Wille des
Eigentümers, den Garten bedarfsgerecht zu nutzen,
gleichwohl nach historischem Vorbild gestalterisch zu
entwickeln, bildeten den Anlass für die vorliegende
Studie. Ziel dieser Studie ist es, ein Konzept für die
denkmalgerechte Entwicklung der Gartenanlage zu
erarbeiten und dafür die theoretische Grundlage zu
bilden.
Juni 2007
Vorgehensweise
Auf der Grundlage der Recherche von Literatur, Karten, Abbildungen und Archivalien sowie der Untersuchung des aktuellen Bestandes will die Studie einen
Beitrag zur Klärung der Anlagengeschichte leisten.
Der mit Hilfe des aktuellen Katasterplans dokumentierte Bestand wurde im Einzelnen identifiziert, historisch eingeordnet, charakterisiert und hinsichtlich
seiner historischen Aussagefähigkeit beurteilt.
Ausgehend vom erhaltungswürdigen Bestand und
den heutigen Funktionen des Gartens wird ein Konzept für seine weitere denkmalgerechte Entwicklung
erarbeitet.
Die zur Verwirklichung der Entwicklungsziele erforderlichen Maßnahmen werden anhand strukturbestimmender Merkmale im letzten Kapitel dieser
Studie erläuternd dargestellt.
Quellenlage
Schriftliche Quellen, Literatur oder historische Pläne, die eine eindeutige Aussage über die historische
Gestaltung der Gartenanlage selbst treffen, konnten
nicht recherchiert bzw. belegt werden. Deshalb stellen
historische Karten der Umgebung und dokumentierte
Planungen angrenzender Nutzungen wichtige Grundlagen für die Erforschung der Anlagengeschichte dar.
Anhand von Katasterkarten lässt sich die Entwicklung
der Flächennutzung nachvollziehen.
Für die Analyse des aktuellen Bestandes konnten
umfangreiche Unterlagen aus den Umgestaltungsmaßnahmen von 1983 ausgewertet werden.
Weiterhin wurden für die Erforschung des familiengeschichtlichen Hintergrundes Dokumentationen des
Stadtarchivs Braunschweig herangezogen. Einzelne
Sachverhalte konnten aufgrund mündlicher Auskünfte von Zeitzeugen bestätigt oder geklärt werden.
3
2. Bestandsaufnahme > 2.1 Lage
Löwenwall Braunschweig
Die nach den Plänen des Architekten Peter Joseph
Krahe umgestalteten Befestigungsanlagen geben der
Stadt bis heute eine prägnante Kontur.
Die ringförmige Fassung der historischen Innenstadt
vermittelt dabei über die sorgfältig gestalteten Wallanlagen in die Stadterweiterungsflächen des 19.
Jahrhunderts.
Eine der fünf „Traditionsinseln“ Braunschweigs, das
Magniviertel, zu der neben den mittelalterlichen
Fachwerkgebäuden auch das Ensemble des heutigen
Löwenwalls zählt, bildet den südöstlichen Abschnitt
Braunschweigs grüner Lunge.
Geografische Lage: Einwohner: 52° 16’ 09” nördliche Breite
10° 31’ 16” östliche Länge
240171
(Dezember 2006)
Fläche des Stadtgebietes: 192 km²
Abb. 2 Luftbild
4
Ausdehnung Nord-Süd: 19,1 km
Ost-West: 15,7 km
Höchster Punkt:
Geitelder Berg,
111 m über NN
2. Bestandsaufnahme > 2.1 Lage
Löwenwall 16, 38100 Braunschweig
Innerhalb der gesamten, noch erkennbaren, ehemaligen Wallanlagen stellt der Braunschweiger Löwenwall den markantesten Teil des historischen Stadtgrundrisses dar.
Das zu betrachtende Grundstück bildet mit der heutigen Gauß-Schule den nordwestlichen Abschluss des
Löwenwalls und ist zu diesem achsial ausgerichtet.
Gemeinsam mit der nach Nordosten und Südwesten
angrenzenden Nachbarbebauung bildet es die städtische Kante des Löwenwalls. Nach Südosten wird die
Wallanalge von der landschaftlichen Gestaltung der
Okerumflut gefasst.
Über die verlängerte Steintorwall-Straße ist der Löwenwall nach Norden an das öffentliche Erschließungsnetz angebunden (MIV). Den südlichen Abschluss der Anlage bildet eine breite Treppenanlage,
die auf den Kreuzungsbereich der Kurt-SchumacherStraße führt.
Von hier aus ist der Löwenwall an das öffentliche
Verkehrsnetz der Braunschweiger Verkehrsbetriebe
angebunden.
Bildquelle: Google Maps
Abb. 3 Luftbild
Juni 2007
5
2. Bestandsaufnahme > 2.2 Bestandsplan
Obergarten
Abb. 5
Seitenbereich West
Untergarten
Abb. 4
Bestandsplan, Juni 2007
6
Abb. 6
Abb. 7
2. Bestandsaufnahme > 2.3 Anlagenbestand
Eingangsbereich
Abb. 8
Zufahrt
Abb. 9
Seitenbereich Ost Abb. 10
Seitenbereich OstAbb. 11
Untergarten
Untergarten
Juni 2007
Abb. 12
Abb. 13
Von März bis Mai 2007 wurde eine Aufnahme des
aktuellen Bestandes durchgeführt und fotografisch
dokumentiert. Als Grundlage wurden die Umgestaltungspläne von 1983 und 1993 herangezogen und
mit dem Bestand abgeglichen. Mit Hilfe dieser Unterlagen wurden die baulichen Ausstattungen, Wege,
Relief und Nutzung identifiziert. Darüber hinaus wurden die markanten, einzeln stehenden Großbäume
nach Vitalität und Stammumfang bewertet.
Neben der Bestandsaufnahme bildet die Bestandsanalyse eine wichtige Grundlage zur Erforschung der
Anlagengeschichte, mit deren Hilfe die historische
Einordnung und Beurteilung des Bestandes bewertet
werden konnte. Mit Hilfe des Vergleichs von historischen Karten, Plänen und Abbildungen mit dem heutigen Bestand sowie der Auswertung von schriftlichen
Quellen konnten die einzelnen Anlagenbestandteile
demnach weitestgehend zugeordnet werden.
Räumliche Struktur
Die räumliche Struktur der Gartenanlage wird im Wesentlichen vom repräsentativen Vorbereich mit der
seitlich anschließenden, offenen Wiesenfläche des
Obergartens und Solitärbäumen mit dichten Gehölzbeständen im Untergarten geprägt.
Der repräsentative Eingangsbereich mit dem Pflanzrondell bestimmt heute maßgeblich den Charakter des Gartens. Nach Nordosten bildet eine dichte
Gehölzpflanzung mit einzelnen Solitärbäumen eine
markante Raumkante aus, die Garten- und Zufahrtsbereich optisch und funktional voneinander trennt.
Die räumliche Begrenzung nach Süden bildet eine
Gehölzpflanzung aus Kirschlorbeer, die das Eingangstor rahmt und sich im weiteren Verlauf nach Osten
bis zu einem weiteren, heute nicht mehr genutzten
Gartentor erstreckt.
Von hier aus öffnet sich der Garten zum Löwenwall.
Der zentrale Freiraum wird an dieser Stelle auch von
Außen erlebbar. Den östlichen Raumabschluss bildet
entlang der gesamten Grundstücksgrenze eine dichte Gehölzpflanzung, die aus Laubbäumen und einer
mehr oder weniger stark ausgebildeten Strauch- und
Krautschicht besteht.
Einen markanten Sichtbezug kennzeichnet eine südlich der Villa vorgelagerte Baumgruppe, die von einer
mächtigen ca. 170 Jahre alten Blut-Buche dominiert
wird. Von hier aus eröffnen sich Sichtbezüge in den
unteren Teil des Gartens. Eine im abfallenden Hang
stehende große Pappel, Eibe und mehrstämmige Robinien bilden einen stimmungsvollen Filter zum Untergarten.
7
2. Bestandsaufnahme > 2.3 Anlagenbestand
Abb. 14 Eingangsbereich
Das Zentrum des repräsentativen Eingangsbereiches
bildet ein Pflanzrondell. Aus den Umgestaltungsplänen von 1983 geht hervor, dass es mit weißen, gefüllt blühenden Bodendeckerrosen der Sorte ‘Swany‘
bepflanzt war.
Im Rahmen der Umgestaltungsmaßnahmen des
Jahres 1993, die offensichtlich eine pflegeextensivere Lösung anstrebten, wurde das Rosenrondell
8
jedoch durch eine Eibenhecke und ein kreisrundes
Beet (Sommerblumen oder Rasen) mit einer Plastik/
Skulptur ersetzt. Zur Zeit der Bestandsaufnahme lag
das Beet ohne Bepflanzung und Skulptur vor.
Den Rahmen des Pflanzrondells formt eine Staudenpflanzung. Sie ist als Monopflanzung mit schlichter,
beruhigender Wirkung angelegt und besteht aus Lavendel (Lavandula angustifolia ‘Hidcote Blue‘) und
Abb. 15 Rondell
Schleifenblumen (Iberis sempervirens ‘Schneeflocke‘), die einen weißblauen Blütenteppich erzeugen.
In regelmäßiger Anordnung sind Palmlilien (Yucca
filamentosa) und zwei weiß blühende Alpenrosen
(Rhododendron ‘Cunninghams White‘) als Solitäre in
die Pflanzung integriert.
2. Bestandsaufnahme > 2.3 Anlagenbestand
Die nördliche Grundstücksgrenze des Untergartens
ist mehrheitlich durch mit Efeu beranktes Maschendrahtgeflecht gekennzeichnet. Durch eine aus Garten-Ziersträuchern bestehende Gehölzpflanzung ist
im westlichen Bereich des Untergartens ein blickdichter Raum separiert (linke Abbildung), der momentan als Lagerplatz genutzt wird.
Abb. 16 Obergarten
Abb. 17 Untergarten
Die Strauchbestände des Gartens lassen sich in
zwei Gruppen einteilen. Im Bereich des Obergartens findet man monostrukturierte Strauchpflanzungen mit Unterpflanzungen aus bodendeckenden
Kleinsträuchern: Prunus laurocerasus mit Euonymus
fortunei ‘Vegetus‘, Taxus baccata ‘Nissens Präsident‘
mit Mahonia aquifolium und Ligustrum vulgare mit
Mahonia aquifolium.
Der Untergarten dagegen weist gemischte Strauchpflanzungen auf, die als eingeschobener Riegel oder
Abpflanzung vorhanden sind. Sie bestehen aus typischen Gartensträuchern wie Forsythie (Forsythia),
Blut-Johannisbeere (Ribes sanguinuem), Schwarzer
Holunder (Sambucus nigra), Liguster (Ligustrum vulgare) und Pracht-Spiere (Spirea x vanhouttei) und
wirken wenig repräsentativ.
Juni 2007
Ein weiterer, der Villa zugewandter Raum ist wieder
über die gesamte Länge bis zur nordöstlichen Grundstücksgrenze erlebbar. In diesem etwa 20m breiten
und 50m langen Freiraum ist unter anderem der Zufahrtsbereich zur Garage integriert. Akzentuiert wird
er durch zwei ältere Ahornbäume, die mit ihren ausladenden Ästen bis in den Wiesenraum hineinragen.
Dieser Bereich wurde in der Vergangenheit hauptsächlich als Hof und Lagerfläche genutzt und ist nicht
Bestandteil der 1983 erfolgten Umgestaltungsmaßnahme gewesen.
Eine nach Norden abgetreppte Natursteinmauer begleitet auf ganzer Länge die östliche Grundstücksgrenze. Dieser Bereich nimmt die Haupterschließung
für Fahrzeuge sowie die erforderliche Stellplatzanlage auf.
9
2. Bestandsaufnahme > 2.4 Baumkataster
Abb. 48
10
2. Bestandsaufnahme > 2.4 Baumkataster
Nr. Baumart (wiss.Name) Baumart (dt.Name) Stammumfang (cm)
Alter ca. (Jahre)
Notizen zum Zustand
1
Acer negundo Eschen-Ahorn 87 25
2 Leittriebe (Zwille)
2
Acer campestre
Feld-Ahorn
163 55
starker Efeubewuchs, Standort auf Erdhügel
3
Fagus sylvatica Rot-Buche 184 70
tief hängende Schleppen
4
Acer pseudoplatanus
Berg-Ahorn 155
55 starker Efeubewuchs
5
Picea spec.
Fichte
-- --
--
6
Betula pendula
Weiß-Birke
38 10 Ruderalvegetation
7
Fagus sylvatica ‘Atropunicea‘
Blut-Buche 420 170 tief hängende Schleppen
8
Populus nigra
Schwarz-Pappel 253 80 Efeubewuchs
9
Robinia pseudoacacia
Robinie 34-73 (pro Stamm)
20-30
mehrstämmig, Efeubewuchs
10 Taxus baccata Eibe
146 80 --
11 Acer saccharinum ‘Wieri‘ Geschl. Silber-Ahorn
240 (gesamt)
35
2-stämmig
12 Acer campestre Feld-Ahorn
-- --
6-stämmig, Efeubewuchs
13 Acer saccharinum ‘Wieri‘
Geschl. Silber-Ahorn
303 (gesamt)
35
3-stämmig
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3. Historische Entwicklung > 3.1 Anlagengeschichte
ca. 1760
In der Districtkarte der östlichen Wallanlage sind südlich des Dehnschen Schlößchens
erste Gebäude auf den Flurstücken entlang
der Stadtmauer verzeichnet
ca. 1820
Der angesehene Kaufmann und Geheime
Finanzrat in Braunschweig, Jakob Friedrich
Langerfeldt (1773-1848), erwirbt vermutlich um 1820 eines der neu parzellierten
Grundstücke am Löwenwall
1880
1888/89
1944
12
Der Zuckergroßhändler Louis Gerloff erwirbt das Grundstück am Löwenwall 18
(Haus Langerfeldt) als Sommersitz der Familie Gerloff
Louis Gerloff lässt durch den damaligen
Stadtbaurat Ludwig Winter, ein Verwandter
von Gerloff, eine fünfgeschossige Villa (incl.
Souterrain und Keller), im italienischen Renaissancestil, als ständigen Wohnsitz der
Familie Gerloff errichten
Durch die Bombenangriffe der Alliierten
wird das Sommerhaus (Löwenwall 18) zerstört und nicht wieder aufgebaut
1976
Die Stadt Braunschweig erwirbt das Grundstück Löwenwall 16-18 und durch einen
Grundstückstausch mit dem Land Niedersachsen, das angrenzende südliche
Grundstück (Löwenwall 15)
1983
04. September 1983
Eröffnung der neu ausgebauten und renovierten Villa Gerloff, für die Abteilung
„Formsammlung der Stadt“ des Städtischen Museums und für die Städtische
Musikschule
1993
Erneuerung von Belagsmaterialien und
Pflanzflächen im Eingangsbereich der Gerloffschen Villa
2004
Grunderwerb durch die heutige Stiftung
Braunschweigischer Kulturbesitz und Beginn der Sanierungsarbeiten an der Gerloffschen Villa
2006
04. Juli 2006
Feierliche Eröffnung des Hauses der Braunschweigischen Stiftungen am Löwenwall
3. Historische Entwicklung > 3.2 Ursprung der Anlage
Nachfolgende Erläuterungen zur Bestandsanalyse bilden in Zusammenhang mit den Ergebnissen der Bestandsaufnahme die
Basis hinsichtlich der Einordnung des Denkmalwertes der Gartenanlage der Gerloffschen Villa.
Die im Zuge der Beseitigung der Befestigungsanlagen geschaffenen, attraktiven Wallgrundstücke waren zunächst ideales Terrain für das im 18. Jahrhundert erstarkende, nach Repräsentation strebende Bürgertum aus wohlhabenden Kaufleuten und
Gewerbetreibenden, später auch von Fachärzten, Professoren
und Juristen.
Unter dem Einfluss des Herzogs Karl Wilhelm Ferdinand, der von
1780 bis 1806 regierte, wurde die Lage der Landesbewohner ab
1790 durch Wegfall einiger Steuern und infolge einer Neuordnung des Steuerwesens wesentlich erleichtert. Die attraktiven
Braunschweiger Wallgrundstücke, die überwiegend an der Oker
oder ihren Umflutgräben lagen und in der Regel einen großzügigen Zuschnitt hatten, waren daher in relativ kurzer Zeit verkauft.
Aus ursprünglich 75 Grundstücken, teilweise damals „Gärten“
genannt, sind innerhalb von hundert Jahren durch Teilung mehr
als 300 Bauplätze geworden, deren Attraktivität bis zum heutigen
Tage erhalten geblieben ist. Der Besitzerwechsel der Grundstücke erfolgte überwiegend nur beim Tode der Eigentümer, in mehreren Fällen jedoch auch in Zusammenhang mit wirtschaftlichen
und finanziellen Problemen der Besitzer-Familien.
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3. Historische Entwicklung > 3.3 Anwesen Langerfeldt 1820 - 1880
Abb. 52
Stadtplan Braunschweig 1821/22
„Braunschweig mit der Promenade und den daranstoßenden Gärten.“ Stadtplan
Ernst v. Heinemann, 1826.
14
Stadtplan Braunschweig 1826
Abb. 53
Dieser Plan von technisch hoher Qualität gibt den Stand von 1821/22 wieder;
1826 wurden nur ergänzende Vermessungen nachgetragen.
3. Historische Entwicklung > 3.3 Anwesen Langerfeldt 1820 - 1880
Den frühesten Nachweis für einen Garten auf dem heutigen Grundstück der
Braunschweiger Kulturstiftung bildet
eine Karte von 1821, auf der die durch
die Kraheschen Umgestaltungsmaßnahmen entstandenen Gartengrundstücke verzeichnet sind. Hinter der
Grundstücksbezeichnung 29 ist der
Name Langerfeldt vermerkt.
Mit Langerfeldt ist vermutlich Jakob
Friedrich
Langerfeldt,
1773-1848,
Kaufmann und Geheimer Finanzrat
in Braunschweig gemeint. Sein Sohn,
Gustav Anton Friedrich Langerfeldt,
wirkte als Jurist, Advokat und Notar in
Wolfenbüttel, 1832 als Assessor und
Geheimer Hofrat am Landesgericht
ebd., 1848/49 Mitglied der Frankfurter
Nationalversammlung (Casinopartei),
1849-1861 braunschweigischer Geheimer Rat und Staatsminister für Inneres und Kultus, sowie braunschweigischer Historiker.
Er war ein Onkel 2. Grades von Carl
Ernst Friedrich Langerfeldt, des Gründers der Firma Carl Langerfeldt (* 12.
April 1849 in Bückeburg, † 21. Oktober 1908 in Braunschweig).
Quelle: Auszug
Elektronische Allgemeine Deutsche Biographie
Synoptische Karte von 1764 & 1826
Die Überlagerung der beiden Karten zeigt den ursprünglichen
Abb. 54
Verlauf der Stadtmauer in Bezug zum späteren Gartengrundstück
Langerfeldt.
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3. Historische Entwicklung > 3.3 Anwesen Langerfeldt 1820 - 1880
Braunschweig
1841
„Plan von Braunschweig mit den
Wa l l p r o m e n a den.“ Ch. Wicker,
1841. Die gesamte
Platzanlage, die Wege,
auch die neu entstandene Anlage
im Nordosten des
Monumentplatzes
vor der Husarenkaserne
lassen
sich in ihrer Entwicklung im Vergleich mit dem
letzten Stadtplan
von 1826 nachvollziehen.
Abb. 55
16
Abb. 56
Malerei auf einer Tasse aus Fürstenberger Porzellan (Ausschnitt). Der Blick nach Nordwesten auf das Haus Langerfeldt
und, rechts, die Türme der Magnikirche. Um 1840.
rechte Abbildung
Ansicht von Südosten auf den Obelisken, das sog. Fritzesche
Haus, links, und rechts auf das Haus Langerfeldt sowie das
Dehnsche Palais. Lithografie (17,9 x 28,8 cm), L. Sebbers,
1823.
3. Historische Entwicklung > 3.3 Anwesen Langerfeldt 1820 - 1880
Abb. 57
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3. Historische Entwicklung > 3.4 Anwesen Gerloff 1880 - 1889
18
3. Historische Entwicklung > 3.4 Anwesen Gerloff 1880 - 1889
Abb. 61
Der Löwenwall 1882
„Aufnahme zur Aushauung von Kastanien-Bäumen und Neuanpflanzung von jungen Bäumen in der stadtseitigen Baumlinie am Monumentplatz.“ Kol. Zeichnung (18 x 69 cm),
16.09.1882.
Juni 2007
Louis Gerloff
Der erste Beleg für die Anwesenheit der Gerloffs am Löwenwall geht aus einer Zeichnung von 1882 zur „Aushauung von
Kastanien-Bäumen“ am Monumentplatz hervor.
Der Zuckergroßhändler Louis Gerloff erwarb 1880 das Anwesen Langerfeldt mit dem darauf stehenden kleinen Gartenhaus. Bis dahin residierten die Gerloffs in einem Patrizierhaus
in der Steinstraße 2 und 3. Hier fand auch 1871 die Gründung der Zucker-Firma Vibrans & Gerloff statt.
Gerloffs wirtschaftlicher Erfolg ist eng mit dem Siegeszug
der Zuckerrübe und einer wegweisenden Idee verbunden.
Die neugezüchtete Zuckerrübe wurde schnell eine wichtige
Anbaupflanze für die Bauern. Es wurden Zuckerfabriken gegründet und bald gab es in den „Kolonialwarenläden“ überall
den billigeren „Rübenzucker“ zu kaufen.
Mit Napoleons Kontinentalsperre verschwand der karibische
Rohrzucker von den Tafeln - man war fortan auf Rübenzucker
angewiesen. Das Zeitalter der eigentlichen Rübenzuckerindustrie war eröffnet.
Der „Kolonialwarenhändler“ füllte damals noch den Zucker
beim Verkauf aus Säcken in Papiertüten. Dann kam Zuckergroßhändler Louis Gerloff auf die Idee mit der Einwegverpackung. Der Zucker wurde, bereits in Pfundtüten abgewogen,
an die Kaufleute abgegeben. Dies brachte ihm in der Folge
Wohlstand und die finanziellen Möglichkeiten, 1880 das Anwesen Langerfeldt zu erwerben.
19
3. Historische Entwicklung > 3.4 Anwesen Gerloff 1880 - 1889
Abb. 63
Abb. 62
20
Gartenhaus Gerloff um 1880
Originalzeichnung zum Umbau des Gartenhauses
von 1909, die jedoch den Zustand des Gebäudes
zum Zeitpunkt des Erwerbs um 1880 wiedergibt.
Jeden Sommer zog die Familie aus der Stadt in
das älteste Haus am Löwenwall Nr. 18 - dem
Sommerhaus -, bis dann auf dem rückwärtigen
Grundstück 1888/89 die heutige Villa Gerloff erbaut wurde.
Bis dahin beschäftigte sich Gerloff intensiv mit
Verschönerungsarbeiten zur Einfriedung seines
neuen Gartengrundstücks, wie nachfolgende
Zeichnungen aus dem Bauarchiv der Stadt Braunschweig belegen.
3. Historische Entwicklung > 3.4 Anwesen Gerloff 1880 - 1889
Zeichnung zur Garteneinfriedung am Monumentplatz Nr. 7
für Herrn L. Gerloff
Revisionsbemerkungen
Von den architektonischen Formen der Pfeiler und den dazwischen befindlichen Füllungen sind die Teilzeichnungen in
1/10 der natürlichen Größe dem Unterzeichneten zur Genehmigung vorzulegen. Ein Überbauen der Futtermauer im
Mittelfeldbau „a“ ist unstatthaft. Der Sockel mit dem Quadratsockel soll auf der ganzen Länge in derselben Fluchtlinie
eingehen. Werkvollendung der Baulichkeit ist dem Unterzeichneten behuf (Kanzleisprache: Zweck, Erfordernis) Aufsicht der vorschriftsmäßigen Revision Anzeige zu erstatten.
gez. L. Winter
Braunschweig, d. 12. August
Luis Gerloff
Originalzeichnung
Bauarchiv Stadt Braunschweig
Abb. 64
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3. Historische Entwicklung > 3.4 Anwesen Gerloff 1880 - 1889
Reg: Nr. 266 de 82
Linke Spalte:
Herzogliche Polizeidirektion hierselbst.
Nr. 1124 as ge: Nr. 2988
Registriert Braunschweig, den 24. April 1882
Die auf Vorladung erschienenen Kaufmann L. Gerloff und Schmiedemeister C. Behrens erklärten zu
nebenstehender Anzeige, der Meinung gewesen zu
sein, dass zu der Erneuerung der Eingangsthür keine
spezielle Genehmigung erforderlich gewesen wäre,
zumal Dr. j. Gerloff früher einmal eine Skizze zu der
neuen Thür dem Unterzeichneten vorgelegt und von
ihm die wünschenwerten Abänderungen zugesagt
und erhalten habe.Bauherr sagte die nachträgliche Einlieferung einer
Projektzeichnung mit dem Bemerken zu, die nachträgl. noch zu fordernden Abänderungen an fraglicher Eisentür vornehmen zu wollen.
Beglaubigt.
L Winter.
Abb. 67
22
Reg: Nr. 266 de 82
rechte Spalte
Der Kaufmann Gerloff hier:
hat in die draußenseitige Befreidung seines sub.ord.
Nr. 7 am Monumentplatz belegenen Gründstückes
vor einigen Tagen das alte, aus Holz contruierte Eingangsthor nebst Pfostenn beseitigen und an dessen
Stelle ein neues eisernes Thor herrichten lassen.
Obgleich nun die neue Anlage des schlechten Ausgangs wegen stark auffällt und der Plan, für derselben der Behörde vorgelegen hätte, jedenfalls nicht
genehmigt worden wäre, so dürfte das im Rückblick
drauf, dass das Thor nun einmal fertig ist, dasselbe in
der gegenwärtigen Form zu belassen sein; da ja auch
die bauliche Veränderung ohne zuvorherige Einwirkung der baupolizeilichen Erlaubnis zur Ausführung
gebracht ist, so ersuche Herzogliche Polizeidirektion
ich dienstergebendst, dass p. Gerloff wie auch der
ausführende Schlossermeister in eine Ahndungsstrafe von je 30 M. nehmen.
Braunschweig, den 11. April 1882
Die Städtische Bauverwaltung
3. Historische Entwicklung > 3.4 Anwesen Gerloff 1880 - 1889
Mauerstein aus der Befestigungsanlage
Datierter großer Mauerstein aus der Befestigungsanlage. Heute eingemauert in die äußere Gartenmauer des Anwesens Löwenwall 18.
Abbildung aus: Der Braunschweiger Löwenwall, S. 120.
Abb. 68
Abb. 69
Garteneingang nebst Freitreppe
Originalzeichnung,
Bauarchiv Stadt Braunschweig
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3. Historische Entwicklung > 3.5 Villa Gerloff 1889/90
Abb. 71
Löwenwall 1890
Lageplan, Löwenwall 16 (Monumentplatz 7). Zeichnung (21 x 26 cm).
Abb. 70
Ortsbauplan 1889
„Ortsbauplan der Stadt Braunschweig“ (Ausschnitt).
Entworfen: L. Winter, 1889.
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3. Historische Entwicklung > 3.5 Villa Gerloff 1889/90
Entwurfszeichnung zur Villa Gerloff 1888
rekonstruierte Originalzeichnung aus dem Bauarchiv der Stadt Braunschweig, Architekt: Ludwig Winter, Baukosten ca. 170.000,- Mark
Dem damaligen Zeitgeschmack entsprechend, entwarf Winter für seinen
Cousin eine insgesamt fünfgeschossige Villa (incl. Souterrain und Keller), die im italienischen Renaissancestil gehalten ist.
„Unter den vielen Gründerzeitvillen der Stadt Braunschweig im Wallringbereich stellt das Haus am Löwenwall 16 ein besonders eigenwilliges dar.
Schon seine Errichtung und nicht nur das Aussehen waren zur damaligen
Zeit außergewöhnlich. Um an das Grundstück mit dem Baumaterial heranzufahren, wurden im Westen anschließende Grundstücksteile und bestehende Gebäude am Klint vom Bauherrn aufgekauft und abgebrochen.
Die Bewohner fanden andere Wohnungen während der Bauzeit, bis sie
nach Abschluß der Baumaßnahme in die wiederaufgebauten Gebäude
einziehen konnten.
So aufwendig wie die Vorarbeiten für das Haus waren auch die Innenausstattungen, es wurde weder am Anbau noch an der Einrichtung gespart.
Gedacht war stets, die Eingangseite zum Löwenwall auszurichten. Die
Rückseite war für Nebenräume und Kutschwagen im Untergeschoß vorgesehen. Die Geländeverhältnisse ließen es zu, das Souterraingeschoß
vom Löwenwall nicht einsehbar zu gestalten. Diese ungewöhnliche Bauweise ist bis heute erhalten geblieben.“*
Die Zeichnung gibt Auskunft über den ursprünglichen, am Haus vorgesehenen Geländeverlauf mit einer Terrassierung im östlichen und einem
steil abfallenden Hang im westlichen Seitenbereich.
Abb. 72
*Schneidewind, Frank, Die Villa am Löwenwall, in Deine Stadt, Heft 5, 1983
Juni 2007
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3. Historische Entwicklung > 3.6 Der Gerloffsche Garten 1889 - 1945
Der heutige Gartenzaun und das Eingangstor sind der historischen Form weitestgehend nachempfunden. Die ursprüngliche Fassung ist aus den noch vorhandenen Konstruktionszeichnungen hervorragend abzulesen. Ob die nachträglich
anzubringenden Ziereisen tatsächlich eingefügt worden sind, ist heute nicht mehr
nachzuvollziehen.
Ursprünglicher Baumbestand ist heute nicht mehr vorhanden. Überliefert ist die
Existenz eines Kastanienbaums sowie eines, die Höhe der Häuser überragenden,
großen Birnenbaumes nordöstlich des Eingangsportals. Auf alten Fotos lassen
sich weitere Obstbäume im sog. Untergarten verifizieren. Die aus der Entstehungszeit des Gartens resultierende Blut-Buche sowie die alte Eibe, befanden
sich auf dem damaligem Nachbargrundstück Löwenwall 15.
Der Garten der Gerloffs war für Familienfeste und den Besuch von Gästen für den
Aufenthalt im Freien mit vielen Sitzgelegenheiten ausgestattet.
Diese waren über das gesamte Grundstück verteilt, so dass für jede Jahreszeit
und jede Tagesstunde ein angenehmes Plätzchen im Garten bereitstand. So befand sich westlich des Eingangsweges, unmittelbar an der Grundstücksgrenze zu
Löwenwall 15, ein großer Grottensitzplatz. Hier traf sich die Familie zum Sonntagskaffee. Ein weiterer Grottensitzplatz ist im Hang an der nordöstlichen Ecke
der Villa, im Bereich der Zufahrt zur Garage, nachgewiesen. An der nördlichen
Grundstücksgrenze, vor dem heute nicht mehr existenten Stall und der späteren
Garage, befand sich ein Steintisch mit einer Gartenbank.
Die nordöstliche Grundstücksgrenze wurde 1909, gemäß nebenstehender Zeichnung, mit einem Holzspalierzaun abgeschlossen. In diesem war ebenso eine
kleine Sitznische eingelassen. Ein Gartentor ermöglichte damals den direkten
Zugang zum Klint. Der Zaun ist heute nicht mehr existent.
Abb. 79
26
3. Historische Entwicklung > 3.6 Der Gerloffsche Garten 1889 - 1945
Nördlich des ehemaligen Gebäudes
Löwenwall 18, direkt neben der Villa, befand sich ein großer Gartenpavillon, in der die ganze Familie an
heißen Tagen Schatten suchen oder
bei Regen im Trockenen sitzen konnte. Vorwiegend diente der Pavillon
jedoch den zahlreichen Kindern als
Spielplatz und Unterstellmöglichkeit
für diverse Spielgeräte.
Der Standort des Pavillons ist auf
einer Karte von 1938 verzeichnet
und heute ebenso nicht mehr erhalten. Die Fundamente des Pavillons
wurden im Zuge der 1982 erfolgten
Umgestaltung freigelegt und abgetragen.
Gerloffsches Anwesen um 1920
Blick vom Städtischen Museum nach
Südwesten auf die Städtische Handwerkerschule und Löwenwall 18,
links, und das zurückliegende Gebäude Löwenwall 16, das Gerloffsche
Anwesen. Foto, 1920.
Abb. 80
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3. Historische Entwicklung > 3.7 Der Gerloffsche Garten 1945 - 1976
Abb. 86
Anlage 1 zur Bauvoranfrage
Architekt Gerike, 09.02.1970
Bauarchiv Stadt Braunschweig
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Die Grundstückseigentümerin, die Braunschweiger
Lagerhausgesellschaft Gerloff & Co, vertreten durch
Argon-Helmut Gerloff, geriet Ende der 60er Jahre in
wirtschaftliche Schwierigkeiten und versuchte deshalb aus der exzellenten Lage des Grundstücks einen
finanziellen Mehrwert zu generieren.
Im Februar 1970 wurde durch ein beauftragtes Architekturbüro eine Bauvoranfrage an das Bauamt gestellt: „Um im Rahmen der zulässigen Geschoßfläche
eine neuzeitliche Bebauung mit Komfortwohnungen
durchführen zu können, wird die in Anlage 1, beigefügte Bebauung vorgeschlagen. Anstelle des Steildaches soll ein Terrassengeschoß errichtet werden.
Hierbei wird eine baukörperliche Angleichung an die
benachbarte Turnhalle der Gauß-Schule erreicht.“
Das Ansinnen wurde seitens der Stadt jedoch negativ beurteilt und die Pläne, die auch einen Abriss der
Villa beabsichtigten, zu den Akten gelegt.
Drei Jahre später wurde der Stadt ein Angebot unterbreitet, Haus und Grundstück als Ausländerwohnheim zu nutzen, wobei “...das parkähnliche Grundstück von ca. 3.000m² auch zum großen Teil als
Abstellplätze für Autos benutzt werden könne.“
1976 kam es dann zum Verkauf des Gerloffschen Anwesens an die Stadt, die damit von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machte.
3. Historische Entwicklung > 3.8 Der öffentliche Garten 1976 - 2004
Abb. 87
Anlage zur Stellungnahme des Stadtplanungsamtes 12.06.1981
Bauarchiv Stadt Braunschweig
Hinsichtlich der im Lageplan dargestellten Führung
der Erschließung, bestehen erhebliche Zweifel an der
Richtigkeit der Zeichnung. Die eingetragene Positionierung des Pavillons zumindest, entspricht nicht den
Angaben des mit der Umgestaltung beauftragten Architekten, noch den Angaben der Vorbesitzer.
Zunächst schien man eine Zeit lang nach einer sinnvollen Nutzung von Haus und Garten zu suchen.
„Der Zustand des Hauses war erschreckend. Der
Zahn der Zeit und die nicht gerade sorgfältigen Umbauten haben zu dem seinerzeitigen Zustand stark
beigetragen. Die Gartenflächen waren verwildert.
Das Gebäude machte einen bedenklichen Eindruck.
Eine lange Zeit des Nachdenkens setzte ein und damit leider der weitere Verfall. Durch einen glücklichen
Umstand ergab sich jedoch die wohl sinnvollste neue
Nutzung des Hauses.
Ein über den Raum Braunschweig hinaus bei Fachleuten weitbekannte Abteilung des Städtischen Museums -die Formensammlung- brauchte neue Räume.
Gleichzeitig vergrößerte sich der Bedarf der Lehrplätze an der Städtischen Musikschule. Dieses geradezu
symbolhafte Zusammentreffen der schönen Künste,
der Musik als Klangform und einer Sammlung von
Gefäßen und Geräten in schönen Formen, die einen
ansprechenden Platz suchte, war die Initialzündung
zum Entschluß, beide in einem Haus zu vereinen.“*
*Schneidewind, Frank, Die Villa am Löwenwall, in Deine Stadt,
Heft 5, 1983, S. 7-8
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3. Historische Entwicklung > 3.8 Der öffentliche Garten 1976 - 2004
Abb. 93
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Abb. 94
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Abb. 95
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Abb. 96
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5. Entwicklungsziele > 5.1 Pflege-/ Entwicklungskonzept
Gemäß den Ausführungen zum Denkmalwert der Anlage, stellt der Gerloffsche Garten einen wesentlichen
Baustein zum Verständnis gartenkünstlerischer Vorstellungen in Deutschland und deren Vermittlungswege und -formen für die Zeit um 1900 dar. Der derzeitige Befund im Gerloffsche Garten ist jedoch, wie
erläutert, nicht von denkmalwürdigem Bestand. Um
die Aussagekraft der Anlage zu erhalten bzw. abzubilden, müsste das Gewicht des Pflege- und Entwicklungskonzeptes demnach, neben regenerativen und
restaurierenden, auf nachbildenden und erneuernden
Maßnahmen beruhen.
der anzunähern, z.B. das Beseitigen von Gehölzsämlingen und Wildkräutern in Schmuckpflanzungen und
das Auffüllen der Bepflanzungslücken durch Pflanzen,
die nachweislich zum ursprünglichen Bestand zählten (hierzu liegen für den Gerloffschen Garten jedoch
keine Anhaltspunkte mehr vor).
Zur Bewahrung historischer Substanz können regenerative, restaurative, nachbildende und erneuernde
Maßnahmen in Betracht gezogen werden.
Unter Regeneration versteht man das Wiederherstellen der natürlichen Komponenten, wie die Entschlammung eines Gewässers oder die Freistellung
ehemals solitärer Einzelgehölze (z.B. im Bereich der
alten Eibe).
Unter Nachbildung versteht man, in jüngerer Zeit
Verlorengegangenes mit Hilfe von greifbaren Resten
bzw. fundierten Bestandsplänen zu erneuern, wobei
auf die letzte stilistische Erscheinungsform zurückzugreifen ist, z.B. Wege freilegen und neu aufbauen, Heckenreste zu einer geschlossenen Form entwickeln. Unter diese Maßnahmen könnte ebenso die
originalgetreue Herrichtung des eisernen Zaunes mit
dazu gehörender Eingangstreppe und der Beleuchtungskörper zählen. Denkbar wäre auch, auf die
Konstruktionszeichnungen zur hölzernen Einfassung
der nördlichen Grundstücksgrenze zurückzugreifen.
Hier müssten allerdings Anpassungen an die heutige
Grundstücksform erfolgen.
Restaurierung ist das Bereinigen oder Ergänzen
vorhandener Elemente und deren überkommener
Substanz, um den Erhalt und Fortbestand dieser zu
sichern und einem früheren Zustand der Anlage wie-
Erneuernde Maßnahmen sind sensibel durchgeführte Veränderungen der jetzigen Situation, die im
Augenblick unbefriedigend ist, aber im Gegensatz zu
Nachbildung oder Rekonstruktion historische Authen-
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tizität nicht oberstes Ziel ist. Dafür z.B. kommt das
ehemals im Eingangsbereich vorhandene Fontänenbecken in Betracht.
Darüber hinaus ist die durch den Grundstückszukauf
in den 70er Jahren des 20. Jahrhundert erfolgte Erweiterung der Gartenfläche, vor allem im Bereich des
Obergartens, stilistisch sicher einzubinden.
Da die ursprünglich private Nutzung nicht wieder
hergestellt werden soll, wird bei dem nachfolgend
erarbeiteten Konzept von einer öffentlichen, jedoch
kontrollierbaren Nutzung ausgegangen. Das heißt,
der Garten sollte durch seine bestehende Einfriedung
auch weiterhin vor Vandalismus geschützt und zu bestimmten Zeiten bzw. für öffentliche oder halböffentlich Anlässe zugänglich sein.
Da es sich bei Gärten um eine lebendige Anlage
handelt, die den naturgemäßen Veränderungen und
Verfallserscheinungen unterworfen ist, muss man
sich darüber im Klaren sein, dass Substanzgewinn
mehr bedeutet als nur eine Wiederbelebung von Elementen durch einmalige Aktionen, sondern der Erfolg
maßgeblich von den langfristigen und andauernden
Pflegemaßnahmen abhängig ist.
5. Entwicklungsziele > 5.2 Empfehlungen Struktur
Maßnahmen für Wege und Plätze
Durch das Wegesystem erhält der Garten seine wesentliche Hauptstruktur. Es erfüllt als gestaltendes
Element neben rein funktionalen Aspekten, wie der
Geländeerschließung, auch künstlerische Aufgaben,
wie die Geländegliederung.
Die Wegeerschließung im gesamten Garten ist lückenhaft. Im Bereich des Untergartens ist sie überhaupt nicht (mehr) vorhanden. Der westliche Bereich
des Obergartens (Grundstückszukauf) sollte künftig
in die Wegestruktur eingebunden werden.
Die überlieferte, hufeisenförmige Wegestruktur des
Eingangsbereiches sollte wieder hergestellt werden.
Da der Weg mit Asphalt befestigt war, sollte die neue
Wegedecke ebenfalls in Asphaltbauweise ausgeführt
werden. Denkbar ist auch eine Kombination aus Asphaltschicht mit eingewalzter Deckschicht aus Promenadengrand. Der Vorteil dieser Bauweise liegt in
der Kombination von funktionalen (geringerer Pflegeaufwand) und ästhetischen (Anmutung wie „normaler“ Promenadengrand) Eigenschaften.
Für die restlichen Wegeflächen können handelsübliche Mischungen wie „Lüneburger Promenadengrand“, „Stiefmutterkies“ oder „Sabalith“ empfohlen
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werden. Die Kantensteine des Pflanzrondells sollten
möglichst erhalten werden. Werden sie für die Erneuerung ausgebaut, sind sie für die Wiederverwendung
aufzubewahren und wieder einzubauen.
Wegelinien, die keine Kanten besitzen, sollten eine
punktuelle Markierung (keine Bandeisen!, sondern
Stahlstifte oder Stahlröhrchen) alle 50cm bis 1m erhalten, damit der Verlauf beim Kantenschneiden eingehalten werden kann.
Die Pflasterung im nördöstlichen Seitenbereich der
Villa ist nicht historisch und sollte bei den Wegearbeiten entfernt werden.
Alle wieder hergestellten und neu angelegten Wege
verursachen einen regelmäßigen Pflegeaufwand. So
sollte beispielweise das Laub nicht so lange auf den
Wegen liegen bis es bereits Humus bildet, der nur
mühsam wieder zu beseitigen ist. Weiterhin muss für
ein gewölbtes Wegeprofil gesorgt werden. Die kiesige
Verschleißschicht ist ggf. jährlich zu ergänzen.
Beleuchtung
Zur öffentlichen Nutzung des Gartens sollte hier noch
eine Anmerkung zur Beleuchtung der Wege erfolgen.
Die Basis der Überlegungen in dieser Richtung sollte
von einer punktuellen Beleuchtung, die Details des
Gartens und des Hauses in „Szene“ setzen ausgehen. Eine flächenhafte Ausleuchtung des Gartens ist
zu vermeiden. Die momentan vorhandenen Beleuchtungselemente
sind zurück zubauen. Alternativen temporärer Art
wie Fackeln oder Öllampen ist der Vorzug zu geben,
wenn der Garten bei Festivitäten in den Abendstunden aufgesucht wird.
Bäume
Wie bereits aus der Bestandsbewertung hervorgeht,
gibt es Gerüst bildende Bäume, die einen hohen gestalterischen Wert besitzen. Diese sind bei Abgang
unbedingt zur Erhaltung der Farb- und Raumwirkung
durch gleiche Arten an gleicher Stelle nachzupflanzen.
Die Einzelgehölze (Bäume Nr. 2, 3, 4, 7, 9, 10 sowie
11, 12 und 13 der Liste) sind zu erhalten. Sie bedrängender Wildwuchs oder überdimensionierte Sträucher sollten entfernt oder zurückgeschnitten werden.
Der Efeubewuchs am Stamm bzw. abgestorbene Äste
sollten ggf. beseitigt werden.
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5. Entwicklungsziele > 5.3 Empfehlungen Vegetation
Sträucher
Strauchbestände können störend, aber auch wichtige
Bestandteile von Pflanzungen sein, wenn sie nämlich
Raum bildend wirken bzw. Durchsichten verhindern.
So ist im Einzelfall zu entscheiden, ob die Gehölze
an dieser Stelle von Bedeutung und gestalterischer
Absicht sind, oder ob sie sich willkürlich ausgebreitet
haben.
Die dichten Strauchpflanzungen an der westlichen
Gartengrenze im Untergarten sollten entfernt werden, da sie erst in der jüngeren Gartengeschichte
hinzugefügt worden sind. Der Erhalt der Strauchpflanzungen des Obergartens ist abzuwägen, da diese ebenfalls der jüngeren Gartengeschichte entstammen, aber z.T. sinnvolle Raumkanten bilden. Es ist
zu prüfen, ob die Pflanzenverwendung durch Ersatz
einzelner Gehölze der Entstehungszeit des Gartens
angepasst werden kann.
Stauden, Rosen, Hecken
Die Staudenrabatte des Pflanzenrondells in der Gartenmitte des Eingangsbereichs entspricht nicht der
historischen Intention dieses Bereichs und sollte entfernt werden, oder wenn eine Umpflanzung erfolgsversprechend ist, auch in einem anderem Bereich
des Gartens wieder eingebracht werden.
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Zunächst sollte der Versuch unternommen werden,
die eigentlichen Staudenpflanzen des Pflanzrondells
zu selektieren. Es ist darauf zu achten, dass brauchbare Einzelpflanzen wiederverwendet werden können. Sind die Sorten nicht mehr im Handel erhältlich,
sollte die so gesammelte Pflanzenware in einem Beetbereich zusammengefasst werden.
Der zentrale Vorgartenbereich sollte, basierend
auf historischen Überlieferungen sowie der kunsthistorischen Betrachtung, einer Neukonzeption entgegen sehen.
Maßgeblich hierfür sind Merkmale der Jugendstilbeete (1900- etwa 1914), die mit der Rückkehr zu Beetflächen im Rasen operierten. Oft standen in der Mitte eine hervorgehobene Blumengruppe und an den
Rändern Teppichpflanzen.
„Die Hauptvoraussetzungen für Teppichbeete waren
ihre Nähe zu einer Architektur, das Vorhandensein
eines kurz geschorenen Rasens und die Möglichkeit,
sie als Ganzes überblicken zu können (evtl. vertieft).
Ihre Größe schwankte meistens zwischen 2 - 10 m
(gewöhnlich 5 m). Gestalterisch war für sie die Farbauswahl entscheidend (in Deutschland nach der Farbenlehre Goethes, in Frankreich nach der Chevreuls).
Gewünscht waren angenehme Farbkontraste. Im
Frühjahr pflanzte man wie heute bunte Tulpen, Narzissen, Hyazinthen, Krokusse, Stiefmütterchen u.ä.,
im Sommer in der Mitte etwas Höheres wie Canna
und Rizinus und an den Rändern buntlaubige Pflanzen, Lobelien, Echeverien, Petunien u.ä.. Es gab sogar spezifische Nur-Teppichpflanzen wie Alternanthera (Papageienblatt) und Iresinen. Gewünscht waren
niedrige Pflanzen mit einem buschigen und ausbreitenden Wuchs. Die verschiedenen Pflanzungen waren in ihrer Pflanzenauswahl sehr zeitabhängig. Die
Eisbegonien kamen z.B. in Deutschland erst ab 1900
auf. Oft konnten Beete der verschiedenen Entwicklungsphasen in einem Garten neben einander stehen
(z.B. bei Pückler).“*
Das Eingangsportal und der Verandabereich der Villa
sind wieder mit Kletterrosen zu akzentuieren. Darüber hinaus sollte zur weiteren Ausschmückung des
Gartens der Einsatz von Topf- und Kübelpflanzen wieder in Betracht gezogen werden.
*Bert Breitmann in Geschichte der Gartenkunst, Band I,
„Einst war sie die bedeutendste unter den Künsten“, S.123
5. Entwicklungsziele > 5.4 Empfehlungen Gartenelemente
Die ehemals in mehreren Linien ausgepflanzten
Buchshecken im Eingangsbereich sind heute nicht
mehr vorhanden. Hier ist entsprechend der Neu- konzeption darüber nachzudenken, wie diesem Gartenelement wieder Geltung verschafft werden
kann. Für die Wiedereinführung des Elements ist es
nicht zwingend erforderlich, alle Buchslinien wieder
herzustellen. Die Spuren der Vergangenheit, z.B. die
Vereinfachung des Ornaments, tragen zur
Authentizität des überlieferten Gartenbildes bei.
Spezielle Gartenelemente
Diese Elemente erfüllen spezielle, gestalterische
Funktionen und sollten in ihrem Zusammenhang zur
Stilepoche, ebenfalls mit anderen, gleichzeitig entstandenen Elementen konserviert, restauriert, ggf.
auch nachgebildet werden.
In diesem Zusammenhang ist der Gartenzaun an
der südöstlichen Grundstücksgrenze zu nennen, für
den noch die originalen Konstruktionspläne vorliegen. Demnach basiert die momentan vorhandene
Situation, stark auf Vereinfachungen und Reduzierungen der ursprünglichen Konzeption mit Antrittspodest, zurückliegender Gartenpforte und einer sich
anschließenden geschwungenen Freitreppe mit integrierten Handläufen.
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Die Vereinfachung bezieht sich weiterhin auf die
Höhe des Zaunelementes insgesamt, als auch auf
fehlende, steinerne Gliederungselemente in der Abwicklung der Zaunanlage.
Denkbar, aber keineswegs vordringlich für die
Wiederbelebung des Garten, ist die Nachbildung des
Sitzbereiches mit Steintisch im Bereich des Untergartens.
Als weiteres stilbildendes Element könnte für
eine Nachbildung die Konstruktionszeichnung des hölzernen Zauns an der nördlichen Grundstücksgrenze herangezogen werden. Da der Grenzverlauf
mit dem Originalzustand nicht mehr identisch ist, sollte eine Anpassung an den momentanen Verlauf
entlang der gesamten Grundstücksgrenze vorgenommen werden. Die Ausdehnung bis auf das ehemalige
Nachbargrundstück (Löwenwall 15) hätte den Vorteil,
die ehemals separierten Grundstücke in
einen Zusammenhang zu stellen und gleichzeitig die
gewünschten Sitzbereiche integrieren zu können.
Auf eine Nachbildung des Fontänenbeckens als
Herzstück des Vorgartenbereiches sollte hingegen
nicht verzichtet werden. Neben atmosphärischen
und repräsentativen Eigenschaften, würde die Wiedereinführung eines solchen Elementes der Gartenentwicklung und -authentizität in besonderer Weise
Rechnung tragen.
Die vormals nördlich der Villa im heutigem Zufahrtsbereich positionierte große Gartenlaube, sollte
aufgrund der geänderten Situation und fehlender
Abbildungen für eine Nachbildung nicht in Betracht
gezogen werden. Mit den überlieferten Grotten im
Bereich des Ober- und Untergartens ist ebenso zu
verfahren.
Abschließend sei darauf hingewiesen, dass es trotz
des zur damaligen Zeit gängigen Stilpluralismus, eine
Überfrachtung des Gartens mit Elementen des Biedermeier, Jugendstil und architektonischen Gartens,
zu vermeiden gilt. Generell ist darauf zu achten, dass
der Eingangsbereich nicht nur durch vegetative Maßnahmen einen repräsentativen Rahmen für das Haus
der Braunschweiger Stiftungen bildet.
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6. Quellen > 6.1 Quellennachweis
Tute, Hans-Joachim; Köhler, Marcus „Braunschweiger Werkstücke“. Gartenkunst in Braunschweig.
Von den fürstlichen Gärten des Barock zum Bürgerpark der Gründerzeit. Reihe A Bd. 28.
Braunschweig: Waisenhaus-Druckerei GmbH, 1989.
Spies, Gerd (Hrsg.) „Der Braunschweiger Löwenwall“
Braunschweig: Städtisches Museum Braunschweig, 1997.
„Braunschweig. Das Bild der Stadt in 900 Jahren“. Geschichte und Ansichten. Band 2.
Braunschweig: Städtisches Museum Braunschweig, 1985.
Gerhard, Margret Gerhard, Jörn-Uwe Gesprächsprotokoll mit Frau Margret und Herrn Jörn-Uwe Gerhard
und Matthias Staubach vom 15.05.2007 und 13.06.2007.
Gerloff, Argon-Helmut
„100 Jahre Löwenwall 16 in Braunschweig“
Erinnerungen von Argon-Helmut Gerloff, Braunschweig, 1989.
Stadtarchiv Braunschweig
Schneidewind, Frank
„Die Villa am Löwenwall“,
in Deine Stadt, Kunst Kultur und Leben in Braunschweig
Heft 5, 1983
Meyer, Gustav
„Lehrbuch der Schönen Gartenkunst“. Berlin 1860
Reprint 1999
Beitmann, Gert
„Geschichte der Gartenkunst“,
Band I
36
6. Quellen > 6.1 Quellennachweis
Hennebo, D. / Hoffmann, A. „Geschichte der deutschen Gartenkunst“, Bd. II, Hamburg 1965
Schneider, Uwe „Hermann Muthesius‘ Vorstellungen zur Gartenarchitektur: Seine Auseinandersetzungen mit dem Vorbild England“
in: Die Gartenkunst 1/1998
Wimmer, Clemens Alexander „Bäume und Sträucher in historischen Gärten“,
Dresden 2001
Zauner, Ernst-Johann
„Braunschweiger Bilder aus der Fliegenden Kiste“.
Braunschweig: Verlag Joh. Heinr. Meyer, 1996.
Nieders. Landesverwaltungsamt Hannover Institut für Denkmalpflege:
Denkmaltopografische Bundesrepublik Deutschland. Baudenkmale in Niedersachsen. Stadt Braunschweig, Teil 1. Band 1.1.
Hameln: CW Niemeyer Verlag, 1993.
Elektronische Allgemeine Deutsche Biographie
TU Braunschweig
Fachgebiet Städtebau und Landschaftsplanung,
Kartenmaterial
Fachgebiet Architektur- und Stadtbaugeschichte, TU Braunschweig, Prof. Dr. phil. Kristiana Hartmann (Hrsg:):
Braunschweig - Ausgewählte Kapitel zur Stadtbaugeschichte. Zusammenstellung der Ergebnisse eines stadtbaugeschichtlichen Seminars im WS 1977/78.
Stadt Braunschweig
Bauarchiv,
Konstruktionspläne, Abbildungen
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