MIFA setzt Sanierung des Geschäftsbetriebs in Eigenverwaltung fort

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MIFA setzt Sanierung des Geschäftsbetriebs in Eigenverwaltung fort
Corporate News
MIFA setzt Sanierung des Geschäftsbetriebs in Eigenverwaltung fort
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MIFA-Vorstand beantragte heute Eigenverwaltung beim zuständigen Amtsgericht Halle
(Saale)
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Mit dem Antrag reagiert der Vorstand auf nicht eingehaltene Zusagen in der Umsetzung
der am 22. August geschlossenen Grundlagenvereinbarung zur finanziellen Sanierung
der MIFA
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Operatives Geschäft der MIFA läuft während des Insolvenzverfahrens in
Eigenverwaltung wie geplant weiter
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MIFA-Vorstand leitet parallel zum weiteren Restrukturierungsprozess umgehend einen
Verkaufsprozess in die Wege
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Positive Einschätzung zur industriellen Sanierungsfähigkeit der MIFA unverändert
Sangerhausen, 29. September 2014 - Der Vorstand der MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke
AG (WKN: A0B95Y / ISIN: DE000A0B95Y8; „MIFA“) hat heute beim zuständigen Amtsgericht
Halle (Saale) einen Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung
gemäß Paragraf 270a Insolvenzordnung (InsO) gestellt, um den Restrukturierungsprozess
der MIFA in Eigenregie fortsetzen zu können. Das operative Geschäft der MIFA bleibt davon
unberührt und läuft wie geplant weiter.
Ein wesentlicher Bestandteil der Grundlagenvereinbarung, die am 22. August mit der OPM Global
B.V., einer Tochtergesellschaft des indischen Fahrradherstellers Hero Cycles Ltd. („HERO“), zur
finanziellen Sanierung der MIFA geschlossen wurde, konnte abweichend von gegebenen Zusagen
nicht umgesetzt werden.
„Trotz intensiver Verhandlungen mit den Verantwortlichen von HERO ist es bislang nicht gelungen,
bei einem wesentlichen Bestandteil der Vereinbarung zu einer abschließenden Lösung zu
gelangen. Daher habe ich mich heute auch vor dem Hintergrund meiner Verantwortung
gegenüber den Mitarbeitern der MIFA entschieden, einen entsprechenden Antrag beim
Amtsgericht zu stellen“, sagt Dr. Stefan Weniger, derzeitiger Alleinvorstand der MIFA. „Das
Instrument der Eigenverwaltung gibt uns die Möglichkeit, die erfolgreich begonnene
Restrukturierung in Eigenregie fortsetzen und den reibungslosen Fortgang des operativen
Geschäfts gewährleisten zu können.“
Stimmt das Amtsgericht dem Antrag auf Eigenverwaltung zu, wird dem Vorstand der MIFA ein
vorläufiger Sachwalter zur Seite gestellt. Die unternehmerische Verantwortung bleibt dabei in den
Händen des Vorstands, in dem neben dem heutigen Alleinvorstand Dr. Weniger ab dem 1. Oktober
Thomas Mayer wie angekündigt das operative Geschäft verantwortet. Voraussetzung ist, dass das
Unternehmen über einen fortführungswürdigen Geschäftsbetrieb verfügt. Bei der MIFA sind diese
Voraussetzungen nach Ansicht Dr. Wenigers gegeben: „Wir sind grundsätzlich in der Lage, unsere
gut gefüllten Auftragsbücher wie geplant zu bedienen und können nicht das Risiko eingehen,
aufgrund von Verzögerungen in der Umsetzung der Kapitalrestrukturierung den reibungslosen
Fortgang des Geschäfts zu gefährden. Denn neben der finanzwirtschaftlichen muss auch die
leistungswirtschaftliche Sanierung zeitnah umgesetzt werden. An der positiven Einschätzung der
industriellen Sanierungsfähigkeit der MIFA hat sich durch den Antrag nichts geändert.“ Der
Vorstand führt den Geschäftsbetrieb der MIFA in vollem Umfang fort.
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Zudem wird der Vorstand umgehend einen Verkaufsprozess in die Wege leiten. „Das Signal ist
eindeutig: Die MIFA hat in den vergangenen Monaten auch aus eigener Kraft große Fortschritte bei
der
Restrukturierung
erzielt.
Das
noch
in
der
Umsetzung
befindliche
Gesamtrestrukturierungskonzept sieht umfassende Maßnahmen zur künftigen strategischen und
operativen Ausgestaltung des Geschäftsbetriebs vor. Gepaart mit dem großen Marktpotenzial der
Fahrradindustrie bildet dies nach meiner Überzeugung eine ideale Grundlage, um schon im
kommenden Geschäftsjahr 2015 wieder in die Gewinnzone zurückkehren zu können. Ich bin
überzeugt, dass die MIFA als zukunftsfähig aufgestelltes Unternehmen in einer der Industrien der
Zukunft auf großes Interesse bei dem einen oder anderen Investor stoßen wird“, sagt Dr. Weniger.
Die Löhne und Gehälter der aktuell rund 600 Mitarbeiter sind für drei Monate über die
Bundesagentur für Arbeit gesichert.
Zum Unternehmen:
Die MIFA Mitteldeutsche Fahrradwerke AG mit Sitz in Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) ist der
absatzstärkste deutsche Fahrradhersteller. Das Unternehmen verfügt über eine umfassende
Modellpalette an Fahrrädern vom Preiseinstiegs- bis zum Premiumbereich. Die in die
Fahrradproduktion eingehenden Komponenten werden von namhaften Zulieferern bezogen und
am einzigen Produktionsstandort in Sangerhausen zusammengeführt. Dabei liegt der
Schwerpunkt des Geschäfts auf projektbezogener Auftragsfertigung für große Einzelhandelsketten
und OEM (Original Equipment Manufacturer)-Kunden. Seit dem Geschäftsjahr 2011 werden auch EBikes gefertigt. Unter anderem produziert die MIFA das E-Bike des Automobilherstellers smart,
stellt die Fahrradflotte der Deutschen Post her und beliefert kommunale Verleihsysteme mit MultiUser-Fahrzeugen. Im Jahr 2012 hat die MIFA den Berliner E-Bike-Hersteller Grace sowie die
bayerische Kultfahrradschmiede Steppenwolf übernommen und intensiviert dadurch die
Vertriebsaktivitäten über den Fachhandel. Die MIFA setzt ihre Fahrräder hauptsächlich im
Heimatmarkt Deutschland ab. Die weiteren Absatzmärkte befinden sich vornehmlich in
Westeuropa. Dabei werden sowohl das operative Geschäft als auch Verwaltung und Logistik am
einzigen Produktionsstandort in Sangerhausen gesteuert.
Seit Mai 2004 ist die MIFA börsennotiert. Ihre Aktien werden im Prime Standard des Regulierten
Marktes der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Die Unternehmensanleihe der MIFA notiert
seit Oktober 2013 im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse.
Kontakt:
Mark Appoh
cometis AG
Unter den Eichen 7
65195 Wiesbaden
Telefon: 0611-205855-21
Fax: 0611-205855-66
E-Mail: [email protected]
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