ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten

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ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Kommunikation positiv gestalten
Gespräche zwischen
Eltern – Kindern – Lehrern –
Kindern – Partnern – Eltern
Impulsvortrag: Frau Mehnert Diakonie Eltern-­‐Lehrer-­‐Kommunikation -­‐ Die Lernsituation der Kinder verbessern Erfahrungen und Erwartungen bei Lehrer-­‐Eltern-­‐Gesprächen Konfliktsituationen im Gespräch Gut(e) Gespräche führen • eine positive Grundhaltung haben • nonverbale Kommunikationselemente hinterfragen • sich die vier Seiten der Nachricht bewusst machen • Urteilstendenzen bedenken • Aktives Zuhören • Ich-­‐Botschaften senden • richtig fragen • Gespräche vorbereiten Kommunikationssituationen in der Schule ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Reflexionsanregung: Meine Eltern haben ein Gespräch mit meiner/m Lehrer/in... Lehnen Sie sich zurück und wenden Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen zu Ihren Erinnerungen an Ihre Schulzeit und zwar an eine Begebenheit, als Ihre Eltern ein Gespräch mit Ihrer/m Klassenlehrer/in hatten. In welcher Klasse bin ich gewesen? Wie hieß die Lehrkraft? Wie alt waren meine Eltern damals? Wer ist zu diesem Gespräch gegangen, Vater, Mutter, beide? Um was genau ging es ? Welche Konsequenzen des Gespräches erinnere ich? Wenn Sie sich die Situation gut vor Ihrem geistigen Auge vorstellen können, widmen Sie sich untenstehenden Fragen: ? An welche eigene Stimmungslage oder an welches Gefühl erinnere ich mich? ? Mit welcher Stimmungslage haben meine Eltern auf die Einladung zu diesem Gespräch reagiert? ? Welche Hoffnungen und Befürchtungen haben meine Eltern in Bezug auf das Gespräch gehabt? ? Welche Hoffnungen und Befürchtungen habe ich in Bezug auf das Gespräch gehabt? ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Möglicherweise sind Sie selbst Eltern und können sich daran erinnern, wie Sie zu einem Gespräch in die Schule Ihres Kindes gebeten wurden. Dann lassen Sie auch diese Situation möglichst lebendig vor Ihrem geistigen Auge entstehen: In welcher Klasse ist unser Kind gewesen? Wie hieß die Lehrkraft? Wer ist zu dem Gespräch gegangen, ich, mein Partner, wir beide? Um was genau ist es in dem Gespräch gegangen? Welche Konsequenzen dieses Gespräches erinnere ich? Wenn Sie sich die Situation gut vor Ihrem geistigen Auge vorstellen können, widmen Sie sich untenstehenden Fragen: ? An welche eigene Stimmungslage oder an welches Gefühl erinnere ich mich? ? Welche Hoffnungen und Befürchtungen habe ich in Bezug auf das Gespräch gehabt? ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Auf dem Prüfstand -­ Mit welchen Erfahrungen, Erwartungen gehe ich ein Eltern-­Lehrer-­Gespräch? Es gibt Menschen, mit denen sucht man das Gespräch und es gibt Menschen, denen geht man lieber aus dem Weg. Wie geht es uns als Lehrer/in oder Eltern-­‐ würden wir uns den jeweils anderen Gesprächspartner aussuchen? Oder suchen wir das Gespräch erst dann, wenn es gar nicht mehr anders geht? Was macht das ‚Aufeinander-­‐zu-­‐gehen’ und ‚Miteinander-­‐reden’ manchmal so schwer? Das Erkennen mögliche Ursachen dieser Schwierigkeiten kann hilfreich sein. Schule ist kein neutraler Ort, an dem sich Menschen begegnen. Jeder von uns hat seine eigene mehr oder weniger erfolgreiche ‚Schulgeschichte’. Und deshalb geht auch der eine gern und der andere weniger gern in ein Schulgebäude. Manchmal reicht schon das Betreten des Schulhauses oder der diesem eigene Geruch aus, um sich wieder als Schüler/in zu fühlen. Diese Gefühle können uns dann, vor allem dann, wenn sie uns nicht bewusst sind, bei Gesprächen beeinflussen. Aber es ist nicht nur das Gebäude. Auch bereits gemachte Erfahrungen mit Lehrern oder Eltern hinterlassen ihre Spuren. Eltern, die eine Lehrkraft bereits ‚kennen’, sei es durch Gespräche mit anderen Eltern, oder dadurch, dass ältere Kinder oder gar sie selbst von ihr unterrichtet wurden, können entspannt oder auch ziemlich angespannt in ein Gespräch gehen. Umgekehrt kann es auch Lehrern gehen, wenn diese glauben, dass sie die Eltern bereits kennen und ihr Bild schon fertig ist. Wenn sie zu wissen glauben, was wer falsch gemacht hat oder wer wofür zuständig ist. Manchmal sind es aber auch einfach ‚nur’ die Erwartungen an den Gesprächspartner, die Gespräche misslingen lassen. Wissen Sie, was Sie vom jeweils anderen erwarten? Sind Eltern für Sie als Lehrer/in eine Belastung, ein Störenfried oder ein willkommener Gast, jemand der Sie in Ihrer Arbeit unterstützt? Sind Lehrer/innen Für Sie als Eltern Besserwisser und Belehrer oder wichtige Gesprächspartner, denen Sie zugestehen, dass sie sich um Ihr Kind sorgen? Wer sich der Bilder und Gefühle bewusst ist, die Schule/Lehrer oder Eltern in ihm hervorrufen, kann mit Ihnen so umgehen lernen, dass sie ihm keinen Streich mehr spielen und in seinem Gesprächsverhalten behindern. Deshalb erhalten Sie jetzt einen Fragebogen, der einige Erwartungen an den jeweils anderen Partner deutlich machen kann. Dieser ist für Sie persönlich und sollte nicht mehr ausführlich diskutiert werden. (Ruth Weida, Beratungslehrerin) ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Fragebogen für Eltern Beim Stichwort Schule/Lehrer spüre ich Verschlossenheit Distanz Belastung Abwehr Unwillen Unbehagen Mir geht durch den Kopf Oh je, schon wieder Muss das sein Lästige Pflicht Langweilige Elternabende Meine Erfahrungen mit Schule sind negativ gemischt ambivalent unerfreulich Ich möchte am liebsten keinen Kontakt wenig Kontakt in Ruhe gelassen werden Ich sehe Schule als Notwendiges Übel Belastung Blockade hinderlich Lehrern gegenüber empfinde ich Ärger Gleichgültigkeit Missmut Ängste Unsicherheit Anspannung Lehrer erlebe ich hauptsächlich als unnahbar abweisend überheblich unfreundlich weltfremd inkompetent Lehrer sind für mich Konkurrenten Besserwisser Belehrer Pauker Störenfriede Offenheit Nähe Entlastung Entgegenkommen Wohlwollen Zufriedenheit Wie schön, dass Endlich... Erfreuliche Kür Interessante Zusammenarbeit positiv klar eindeutig erfreulich Kontakt Viel Kontakt Herausgefordert werden Wichtigen Ort der Bildung Entlastung Unterstützung förderlich Wohlwollen Interesse Freude Gelassenheit Sicherheit Lockerheit nahbar offen partnerschaftlich Freundlich Realistisch kompetent Partner Fachleute Begleiter Lernexperten Ermutiger ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Fragebogen für Lehrer Beim Stichwort Eltern spüre ich Verschlossenheit Distanz Belastung Abwehr Anspannung Mir geht durch den Kopf Oh je, schon wieder Muss das sein Lästige Pflicht Nur ja keine Mehrbelastung Eltern gegenüber empfinde ich Ärger Gleichgültigkeit Missmut Ängste Unsicherheit Meine Erfahrungen mit Eltern sind negativ gemischt ambivalent unerfreulich Ich möchte am liebsten keinen Kontakt wenig Kontakt in Ruhe gelassen werden Keine Kooperation Ich sehe Eltern als Randfiguren Dreinmischer Verhinderer Konkurrenten Eltern sind für mich Erziehungslaien Kontrolleure Unliebsame Eindringlinge Sand im Getriebe Offenheit Nähe Entlastung Entgegenkommen Lockerheit Wie schön, dass Endlich... Erfreuliche Kür Interessante Zusammenarbeit Wohlwollen Interesse Freude Gelassenheit Sicherheit positiv klar eindeutig erfreulich Kontakt Viel Kontakt Herausgefordert werden Zusammenarbeit Hauptpersonen Mitmischer Helfer Partner Erziehungsexperten Unterstützer Willkommene Gäste Öl im Motor ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Zuhörübung Auswertung
Frau Martin spricht mit ihrem Kollegen Herrmann über ihre Urlaubsprobleme. Sie und
ihr Mann hätten dieses Jahr eine längere Reise unternehmen wollen. Dafür müssten
allerdings zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Sie selbst müsste eine Woche
zusätzlichen Urlaub erhalten- selbstverständlich unbezahlt- und zeitlich müssten ihre
beiden Urlaube zusammenfallen.
Der Vorgesetzte Ludwig habe ihr Ersuchen vorerst abgelehnt. Sie gebe aber nicht
ohne weiteres nach. Schließlich habe sie in all den Jahren noch kein größeres
Entgegenkommen von der Firma verlangt.
Als Frau Martin kurz darauf zu Herrn Walter gerufen wird, sieht Herr Hermann auf
ihrem Schreibtisch den Prospekt eines Reisebüros offen daliegen, in dem Angaben
über Westafrika angekreuzt sind.
1=?
Es wird nicht gesagt, wie das Gespräch begonnen hat.
2=R
Wortlaut: “Sie und ihr Mann hätten dieses Jahr eine längere Reise
unternehmen wollen.“
3=?
Frau Martin äußert nichts Derartiges; die Angaben im Reiseprospekt
könnte jemand anderes angekreuzt haben.
Es ist von einem Ersuchen die Rede. Ob mündlich oder schriftlich, bleibt
offen
Wortlaut: “Ludwig habe ihr Ersuchen vorerst abgelehnt.“
4=?
5=R
6=?
7=?
8=F
9=?
Frau Martin spricht nicht von höheren Vorgesetzten, sondern nur von
„nicht ohne weiteres nachgeben“, kann auch ein weiteres Gespräch mit
Ludwig sein
Sie spricht von „keinem größeren Entgegenkommen“. Sie kann also
durchaus früher schon bescheidenere Urlaubswünsche vorgebracht
haben.
Frau Martin sagt das Gegenteil. Wortlaut: “Schließlich habe sie in all den
Jahren...“
Es stimmt, dass Frau Martin zu Herrn Walter gerufen wird. Ob sich das
Gespräch aber um ihre Urlaubswünsche dreht, bleibt offen.
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Zuhörübung
Nachfolgend finden Sie 9 Behauptungen zu der Geschichte. Bitte kreuzen Sie nun zu
jeder dieser Behauptungen eine der drei Spalten mit R, F oder ? an.
R heißt: Behauptung stimmt mit dem Inhalt der Geschichte überein.
F bedeutet: Behauptung und Tatsachen in der Geschichte stimmen nicht überein.
? sagt aus: Richtigkeit oder Unrichtigkeit der Behauptung ist im Text nicht eindeutig.
Behauptungen
R
F
?
1.
Herr Hermann hatte seine Kollegin nach ihren
Urlaubswünschen gefragt.



2.
Martins wollen dieses Jahr eine längere Urlaubsreise
unternehmen.



3.
Sie interessieren sich für eine Safari in Westafrika.



4.
Frau Martin hat ein Gesuch um eine Woche zusätzlichen,
unbezahlten Urlaub geschrieben.



5.
Ihr Vorgesetzter hat ihr Ersuchen vorerst abgelehnt.
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

6.
Frau Martin will die Angelegenheit an höhere Vorgesetzte
weiterleiten.
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

7.
Es ist das erste Mal, dass Frau Martin besondere
Urlaubswünsche anmeldet.



8.
Frau Martin arbeitet noch nicht sehr lange in der Firma.
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

9.
Kurz nach dem Gespräch über die Urlaubsprobleme wird sie 
in dieser Sache zu Herrn Walter gerufen.

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Übung: Formulieren Sie die 4 Seiten der Nachricht Elternteil zum Lehrer : „ Bei Ihrem Vorgänger hat Johanna in Mathe aber noch eine 2 gehabt, keine 4!“ Sachinhalt -­ worüber ich informiere Selbstoffenbarung – was ich von mir selbst preisgebe Beziehung – wie ich den anderen behandle oder über ihn denke Appell – wozu ich den anderen veranlassen möchte Elternteil zum Lehrer: „ Ich kann mir nicht vorstellen, dass Martin so aggressiv sein soll. Zuhause gibt es keine Probleme mit ihm.“ Sachinhalt -­ worüber ich informiere Selbstoffenbarung – was ich von mir selbst preisgebe Beziehung – wie ich den anderen behandle oder über ihn denke Appell – wozu ich den anderen veranlassen möchte ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Übung: Formulieren Sie die Ich-­Botschaften zu den Du-­Botschaften Du übergehst mich einfach immer! Du spielst jetzt den großen Macker! Nie hörst du mir zu! Du bist einfach redefaul! Du regst dich unnötig auf! Du hast ja immer recht! Immer muss ich alles machen! Du kommst wieder mal zu spät! Was du sagst, ist unlogisch! Immer kritisierst Du an mir herum! Das stimmt hinten und vorne nicht! Alles für die Katz! Du redest immer zu schnell! ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Übung: Formulieren Sie die Aussagen positiv Das Glas ist halb leer. Das Glas ist halb voll. Ich kann Ihnen nichts versprechen. Ihr Sohn ist so pingelig. Heute ist da nichts mehr zu machen. Der Lehrer ist ein Langweiler. Der Kaffee ist viel zu heiß. Das Lernen von Vokabeln ist Pflicht. Das habe ich nicht gesagt. Wollen Sie sonst noch etwas? Das ist doch risikolos. Heute wird viel zu viel verlangt. Sie müssen jetzt folgendes ... So geht das nicht. Nichts zu danken. ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Übung: Reagieren Sie durch Aktives Zuhören (VEE)
Schüler zu Eltern: „Manchmal glaube ich, ich schaffe es nicht mehr. Der Lehrer ist
doch immer unzufrieden!“
Lehrer zu Lehrer: „Mein Schuleiter? Dem ist doch ganz egal, was ich denke.“
Chef zu Chef: “ Wenn ich wenigstens interessierte Mitarbeiter hätte, aber die wollen
doch nur Geld verdienen und nichts dafür tun?“
Mutter zu Pubertist: „Ich sage nichts mehr. Ihr macht ja doch, was ihr wollt.“
Kollegen untereinander: “ Immer diese Ausarbeitungen. Die halten sich ja doch nicht
an meine Vorschläge. Vielleicht lesen sie die gar nicht.“
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Übung: Gute Gesprächsanfänge finden
Was läuft bei den Gesprächspartnern gefühlsmäßig ab und
wie könnte eine bessere Gesprächseröffnung aussehen?
Die Kinder streiten sich, welches Fernsehprogramm sie sehen wollen.
„Hört mit dem Streiten auf und stellt sofort den Apparat ab“
Die Tochter kommt um 1.30 Uhr nach Hause, obwohl 24 Uhr verabredet war. Die
Eltern sind sauer.
„Man kann Dir nicht vertrauen. Du wirst einen Monat Hausarrest haben.“
Der Sohn stellt Musik so laut, dass die Unterhaltung der Eltern schwierig wird.
„Kannst Du nicht mehr Rücksicht nehmen auf andere? Warum musst Du das so laut
machen?“
Das Kind mault schon den ganzen Tag. Die Mutter weiß nicht warum.
„Nun hör mit dem Gehabe auf, sonst geh in dein Zimmer!“
Das Kind wollte helfen, hat aber getrödelt und noch nicht mit der versprochenen
Arbeit begonnen.
„Du hast den ganzen Tag gebummelt. Wie kannst Du nur so gedankenlos ohne
Verantwortungsgefühl sein?“
Das Zimmer der Tochter ist nicht aufgeräumt.
„Dieser Saustall. Räum endlich auf.“
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Situationsbeispiele -­ Kleingruppenarbeit: Erarbeiten Sie unter den Aspekten der positiven Gesprächsführung einen möglichen Gesprächsablauf und präsentieren Sie dieses Gespräch im Plenum. Situation 1 Der Lehrer bittet ein Elternteil zum Gespräch, weil der Schüler im Unterricht unkonzentriert und unaufmerksam ist. Die Hausaufgaben werden nicht erledigt trotz mehrfacher Ermahnung. Situation 2 Ein Elternteil wünscht ein Lehrergespräch. Die Tochter ist seit einiger Zeit frustriert und lustlos. Die Leistungen haben sich deutlich verschlechtert. Schwierigkeiten gibt es auch zuhause. Situation 3 Sie unterrichten seit diesem Schuljahr D/M in der 7.Klasse. Das erste Halbjahr ist vorbei. Paul, ein Schüler von ihnen, hat sich im Vergleich zum letzten Schuljahr um zwei Noten (von 2 auf 4) verschlechtert. Frau S. , Mutter von Paul, ruft Sie an und bittet um ein Gespräch. Bereits am Telefon hören Sie von ihr: „ Die Noten sind runtergegangen, seit Sie Paul unterrichten ... Sie geben auch wirklich viele Hausaufgaben ... in den Klassenarbeiten bewerten Sie auch echt streng...“ Situation 4 Sie werden vom Klassenlehrer zum Gespräch gebeten. Ihr Sohn zeigt sich zunehmend verhaltensauffällig, hält sich nicht an Regeln der Schule (z.B. Handyverbot), stört wiederholt den Unterricht. Einige Mitschüler ärgert er fortwährend und hat gestern einen Mitschüler ernsthaft verletzt. Sie können das gar nicht verstehen, zuhause gibt es keinerlei Probleme mit ihm. Situation 5 Elternabend: Die Eltern beklagen die schlechten Noten, das Absacken der Klasse nach Fachlehrerwechsel, neue Methoden, ungewohnte Vorgehensweise. Sie müssen sich verteidigen?! ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Gut(e) Gespräche führen Grundsätzliches: Gefahr von Urteilstendenzen berücksichtigen Techniken einsetzen, die zu guter Gesprächsführung beitragen -­‐ sich die vier Seiten einer Nachricht bewusst machen -­‐ non-­‐verbale Signale beachten -­‐ aktiv zuhören: paraphrasieren – nachfragen – klären – verbalisieren – zusammenfassen -­‐ Feedback geben -­‐ Ich-­‐Botschaften senden -­‐ richtig fragen: offene Fragen – zusammenfassende Fragen -­‐ verständlich formulieren: einfach – klar gegliedert – prägnant -­‐ anschaulich Gesprächsvorbereitung Termin und Zeitrahmen festlegen und kommunizieren Raum mit angenehmer Gesprächsatmosphäre wählen Bitte nicht stören! mit Gesprächspartner Thema und Ziele des Gespräches festlegen Hilfsmittel/Unterlagen bereitlegen bei Gesprächsnotizen vorher Erlaubnis holen Gesprächdurchführung 1. Eröffnung: persönlichen Kontakt herstellen (Namen, Händedruck, Lächeln, Getränk anbieten) Gesprächsanlass, Thema und Ziel benennen Ablauf und Zeit festlegen 2. Kerngespräch: Gesprächsthema/Problem steht im Mittelpunkt roten Faden beachten und immer zum Thema zurückführen Problemverstehen und Aspekte, Erwartungen und Ziele, mögliche Lösungsversuche Urteilstendenzen, eigene Befindlichkeiten und Gesprächstechniken reflektieren und anwenden 3. Gesprächsabschluss: Vereinbarungen treffen, wie das Thema weiter bearbeitet wird und schriftlich festhalten was? wer ? wie ? bis wann? positive Atmosphäre behalten Verabschiedung Gesprächsauswertung Wie war das Gespräch? Wie haben sich beide gefühlt? Kam alles zur Sprache, blieb etwas ungeklärt? auch das eigene Verhalten kritisch prüfen ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych ELSA WORKSHOP 2013 - Kommunikation positiv gestalten
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Und zum guten Schluss einige Gedanken ... Es geht um das Kind, deshalb geht es nur gemeinsam Eltern sind Experten für Ihr Kind im privaten/häuslichen Bereich, Lehrer sind Experten für das Kind im schulischen Bereich Eltern stehen den Kindern emotional nah, übernehmen Verantwortung für die Kinder und haben den meisten Einfluss, auch wenn sie aus Sicht anderer versagen Wenn Eltern keine Probleme bei ihrem Kind sehen, werden sie den Hinweisen, Anregungen, Ratschlägen der Lehrer nicht folgen. Dann muss dieser sich auf seinen Bereich beschränken und auf künftige Kooperation der Eltern hoffen Lehrerverantwortung und Elternverantwortung sind zwei verschiedene Dinge, Vorsicht vor Einmischung in die jeweiligen Bereiche Eltern sind am Wohl des Kindes interessiert wünschen sich das Beste für ihr Kind wollen gute Eltern sein, die wirksam erzieherisch handeln sorgen sich um ihr Kind, wenn es Probleme oder Schwierigkeiten hat möchten stolz sein auf ihre Kinder hören gern über Erfolge und Stärken Lehrer sind am Wohle des Kindes interessiert wollen das Beste für den Schüler wollen Lernerfolge möchten, dass der Unterricht Früchte trägt wollen gute Lehrer sein ELSA Workshop 9. November 2013 Michaela.Schreiber DiplPsych 

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