PDF Geschäftsbericht 2010

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PDF Geschäftsbericht 2010
WIR FÜR HAMBURG
Information zum Geschäftsverlauf 2010
Lotto Hamburg GmbH
1
Inhalt
Editorial:
Vorwort
3
Galerie:
Engagement in Bildern
4
Thema:
Zerreißprobe
10
LOTTO IM Porträt: Über Lotto H a mburg 14
ngagement für
E
HAMBURG:
Mit Lotto gewinnen alle
22
Spielerschutz:
eim Spielen machen B
wir Ernst
26
Produkte:
Unser Angebot
33
Ausblick:
Service ist smart
40
Gewinne(r):
In Hamburg gibt es mehr als einen Lotto -King
42
2010 in Zahlen
44
Glücksspiel 1707
46
B Zahlen:
Epilog:
E dit o rial
V orwort
»Wir für Hamburg« ist der Titel unseres Berichts für das Jahr 2010. Und unser Selbstverständnis als Unternehmen der Freien und Hansestadt Hamburg. Engagement ist
wichtig. Deshalb machen wir uns für den Hamburger Sport stark und unterstützen
bei­spielsweise seit nahezu drei Jahrzehnten den Oddset-Pokal, den dfb-Pokal auf
regionaler Ebene. Im Berichtsjahr hat die siegreiche Herrenmannschaft Hamburger
Fußballgeschichte geschrieben: Das Team des sc Victoria beeindruckte in den ersten
beiden dfb-Pokal-Runden durch seinen Teamgeist und seine Spielfreude gegen seine
Gegner aus der Zweiten und der Ersten Bundesliga.
Für uns als verantwortungsvoller Anbieter von Glücksspiel ist das klare Bekenntnis
zum Responsible Gaming eine wesentliche Voraussetzung für unser unternehmerisches
Handeln – bereits lange vor der Verpflichtung durch den Glücksspielstaatsvertrag.
Deshalb haben wir uns im Berichtsjahr der Herausforderung gestellt und uns nach
den strengen Standards der European State Lottery and Toto Association für unser
richtungsweisendes Engagement zertifizieren lassen.
Zugegeben, das Jahr 2010 war eine echte Herausforderung für die staatlichen Lotterieunternehmen, so auch für Lotto Hamburg. Sollte ich einen aussagekräftigen Titel für
das Berichtsjahr finden, er würde »Zerreißprobe« lauten. Denn es ist eine Art Zerreißprobe, die die staatlichen Lotterieunternehmen bestehen müssen – zwischen dem klaren
gesetzlichen Auftrag zur Spielsuchtprävention einerseits und dem Kanalisie­rungsauftrag
andererseits. Und das in einem ausgeprägten Graumarkt, der sich ohne Erlaubnisse
und ohne die Berücksichtigung spielsuchtpräventiver Maßnahmen ent­wickelt hat. Für
die Verbraucher ist diese Situation so unübersichtlich wie unbefriedigend.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist es uns gelungen, wichtige Neuerungen
für unsere Kundinnen und Kunden sowie für unsere Vertriebspartnerinnen und -partner
einzuführen und umzusetzen – und damit wesentliche Weichen für die kommenden
Jahre zu stellen. Denn auch das bedeutet für uns: Wir für Hamburg.
Siegfried Spies
Geschäftsführer der Lotto H amburg GmbH
3
Gallerie
»So etwas habe
ich in meinem ganzen Leben
noch nicht erlebt.«
Der SC Victoria bestritt 2010 die Hamburger Spiele des Jahres: Gewinn des ODDSET-Pokals und dadurch Qualifikation für den DFB-Pokal,
Sieg in der ersten DFB-Pokal-Runde gegen Oberhausen und ein beeindruckendes 1 : 3 in der zweiten Runde gegen den VfL Wolfsburg.
»Spannung vom ersten
Hufabdruck bis zum ersten
Schnauben als Sieger.«
Der GroSSe Preis von LOTTO Hamburg wurde am 17. 07. auf
der Galopprennbahn in Hamburg-Horn gelaufen.
»Gemeinsam für ein Ziel –
mit Konsequenz, Leistungswillen
und Spaß am Gewinnen repräsentieren
die Behindertensportlerinnen
und -sportler Werte, für die auch
Lotto H a m b u r g steht.«
Thema
Thema
F ragen an
Prof. Dr. Tilman Becker
Warum kann man vom Glücksspiel süchtig werden?
Die Ursachen für ein pathologisches Spielverhalten sind
vielfältig. Wenn jemand glücksspielsüchtig wird, so ist
hierfür die genetische Veranlagung zur Hälfte verantwortlich. Darüber hinaus sind die Erziehung, die persönliche
Lebensgeschichte und die Umweltbedingungen mit dafür
verantwortlich, ob jemand glücksspielsüchtig wird oder
nicht. Bei einem pathologischen Spielverhalten handelt
Warum spielen Menschen?
es sich auch um ein eingeübtes Verhalten. Je öfter ein
Bei Kindern hängen das Spielen und das Lernen noch
Ver­halten praktiziert wird, umso schwerer fällt es, dieses
eng zusammen. Auch Erwachsene lernen im Spiel bzw.
Verhalten zu ändern.
können sich im Spiel ausleben. Nur im Spiel kann ein
In der Regel handelt es sich bei pathologischen Spie-
Mensch heutzutage in die Rolle eines Kriegers, eines
lern um Männer. Bei der Kaufsucht hingegen ist der Anteil
Zauberers, einer Fee, eines Banditen oder gar eines
der Frauen deutlich überrepräsentiert. Es finden sich
hartgesottenen Pokerprofis schlüpfen. Und nur durch
deutlich erhöhte Raten eines pathologischen Spielverhal-
einen hohen Geldgewinn erscheint es möglich, den
tens bei jüngeren Personen, Personen mit niedrigerem
Traum vom ewigen Urlaub und von einer hohen sozialen
Bildungsstatus, Personen mit Migrationserfahrung oder
Anerkennung zu realisieren. Bei Sportwetten ist die
-hintergrund und Arbeitslosen.
sportliche Expertise gefragt, der Sportwetter meint,
es besser zu wissen. Andere Menschen spielen auch
Machen alle Glücksspiele süchtig?
nur zum Zeit­vertreib oder weil sie in der Spielhalle oder
Was ist das Problem im Einzelnen?
Kneipe nicht ganz allein sind.
Das Suchtgefährdungspotenzial der einzelnen Formen
des Glücksspiels ist sehr unterschiedlich und hängt
Was macht den Reiz am Glücksspiel aus?
Verfügbarkeit ab. Lotto ist zwar leicht verfügbar, aber kein
Geld. Geld hat in unserer Gesellschaft eine ganz schnelles Spiel und daher hat hier ein pathologisches
besondere Bedeutung. Es ist ein Zahlungsmittel, mit dem
Spiel­verhalten kaum eine Bedeutung, da der Kick fehlt.
fast alle Wünsche erfüllt werden können. Es ist prak­
tisch geronnenes Glück. Es ist ein Statussymbol, das
Das EuGH-Urteil vom 08.09.2010 verstärkte die Diskussion um die Modifikation des ersten Glücksspielstaatsvertrags, der zum 31.12.2011 ausläuft. Wir haben den führenden deutschen Glücksspiel-Forscher um seine Einschätzung
gebeten.
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maß­geblich von der Schnelligkeit des Spiels und der
Der Reiz des Glücksspiels liegt in dem Einsatz von
Anders sieht dies bei Roulette oder dem Automatenspiel aus. Hier erfolgt die Entscheidung über Gewinn und
soziale Anerkennung bringt. Es ist die Währung, in der
Verlust im Sekundentakt und es kann im Sekunden­
in unserer Gesellschaft bezahlt wird. Besonders deutlich
takt nachgesetzt werden. Das Suchtgefährdungspotenzial
wird dies bei pathologischen Spielern. Hier ist Geld
der Spielautomaten in Spielbanken ist sicherlich zumin­
das Mittel zum Zweck. Ohne Geld kein Spielen. Geld ist
dest genauso hoch wie das der Spielautomaten in Spiel­
praktisch der Stoff, die Substanz. Geld ist »Spielgeld«
hallen und Gaststätten. Die Spielautomaten in Spiel-
und nur als solches für einen pathologischen Spieler von
banken sind jedoch weniger leicht verfügbar und des­halb
Bedeutung.
konzentriert sich das pathologische Spielverhalten auf
Spieler, die meinen, dass Glücksspiel weniger mit
das schnelle und leicht verfügbare Geldautomatenspiel
Glück als mit Können zu tun hat, neigen eher zu einem
in Spielhallen und Gaststätten. Etwa 70 Prozent aller
pathologischen Spielverhalten als solche Spieler, die
Klienten, die sich in therapeutische Behandlung bege-
wissen, dass alles nur Zufall ist und der Spieler auf
ben, haben als Hauptproblem oder einziges Problem die
Dauer immer verlieren muss.
Geldspielautomaten.
11
Thema
Thema
Bei Sportwetten und Poker kommt noch hinzu, dass hier
staatlichen Unternehmen leichter möglich ist als bei
den ungefährlichen Spielen gerecht werden dürfen.
im Vergleich zu den Automaten in Spielhallen belegen.
Spieler zumindest zu Beginn einer Spielerkarriere davon
einem privaten Unternehmen, das eine staatliche Lizenz
Um diesen Auftrag zu erfüllen, ist Werbung nötig und
Wenn die Spiele, die in Spielbanken angeboten werden,
ausgehen, dass durch Wissen bzw. Können auf die Dau-
hat.
sinnvoll. Das umfassende Werbeverbot sollte für unge-
auch legal im Internet erhältlich wären, würde sich der
fährliche Lotterien aufgegeben werden.
Gesetzgeber von dem bisherigen Regulierungskonzept
er Gewinne möglich seien. Ein pathologischer Spieler,
Auf der anderen Seite muss sich ein Monopol auch
der sich in Therapie begibt, hat erst auf dem harten Weg
am Markt als Monopol, d. h. als einziger Anbieter, durch-
lernen müssen, dass der Spieler auf Dauer immer nur
setzen. Dies ist dem staatlichen Monopolanbieter Oddset
voll sein, um auf das legale staatliche Angebot auf-
verlieren kann.
bisher nicht gelungen – weil das staatliche Wettangebot
merksam zu machen. Ein staatlicher Anbieter, der keine
mit privaten Anbietern in Konkurrenz steht, bei denen
Werbung machen darf und im Vergleich zu den illega­len
zial entscheidend von der Ausgestaltung ab. Bei Live-
die Abgabenbelastung entfällt und die auch attrak­
Anbietern ein Vielfaches an Abgaben zahlen muss, kann
Wetten während des Spiels im Sekundentakt ist das
tivere Produkte anbieten können. Es ist dann eine Frage
nicht erfolgreich überleben.
Sucht­gefährdungspotenzial sehr viel höher als bei
der politischen Abwägung, in welchem Umfang ein ille-
einer Kombiwette, die bereits Tage vor den Spielereig­
galer Schwarzmarkt toleriert wird bzw. ob eine Legalisie-
Lotterien und für das legale Angebot von weitgehend
nissen abgegeben wird.
rung bisher illegaler Anbieter angestrebt wird.
ungefährlichen Formen der Sportwetten, wie es derzeit
Bei Sportwetten hängt das Suchtgefährdungspo­ten-
nicht schafft. Die wichtigste Maßnahme zum Schutz
eines problematischen oder pathologischen Spielers ist
die Möglichkeit, sich selbst freiwillig sperren zu lassen.
Dies ist bisher nur für die Spielbanken, K eno und die
Sportwetten bei Oddset möglich, nicht für die Geldspielgeräte in Spielhallen und Gaststätten.
Braucht verlässliches Glücksspiel ein Monopol?
Ökonomen mögen keine Monopole. Monopole führen
zu einer geringeren Angebotsmenge, höheren Preisen,
weniger Innovationen, höheren Kosten und weniger
»Spieler, die meinen, dass Glücks­
men gefördert.
spiel weniger mit Glück als mit
erweisen sich jedoch beim Glücksspiel als Vorteile.
Wenn wir gerade nicht das neueste und schärfste Glücks-
Spielformen gefördert.«
Sehen Sie Änderungsbedarf bei In dem Entwurf des neuen Glücksspielstaatsvertrags ist
wieder aufgehoben werden?
vorgesehen, dass die Länder gemeinsame Richtlinien
Auch hier ist zwischen den Spielformen zu differen­­
zur Konkretisierung von Art und Umfang der erlaubten
zieren. Wenn ein Lotto -Schein nicht bei der Lotto -Annah­
Wer­bung, d. h. Werberichtlinien, erlassen. Diese sollen
verhalten als solche Spieler, die
mestelle, sondern im Internet ausgefüllt wird, steigt
sich auf die vorliegenden wissenschaftlichen Erkennt-
nicht das Suchtgefährdungspotenzial von Lotto . Die Teil­
nisse zur Wirkung von Werbung auf jugendliche sowie
wissen, dass alles nur Zu­fall
nahme fällt nur etwas leichter. Von daher spricht nichts
problematische und pathologische Spieler stützen.
ist und der Spieler auf Dauer
tionell angebotenen Lotterien. Eine Lotterie im Sekun­
die gerichtliche Auslegung des Werbeverbots im Glücks­
dentakt ist im Prinzip dasselbe wie ein Geldspielgerät
spielstaatsvertrag. Es ist verboten, zum Spielen auf­­
und sollte daher nicht im Internet erlaubt werden.
zufordern, anzureizen oder zu ermuntern. Damit ist prak­-
zu einem pathologischen Spiel­
immer verlieren muss.«
gegen eine Aufhebung des Internetverbots für die tradi­
Die privaten Anbieter von Sportwetten sind erfolgrei-
Die bisherigen Werberichtlinien stützen sich auf tisch jede Werbung verboten, weil eine Werbung, die
cher als der legale staatliche Anbieter Oddset , da sie
nicht zum Konsum des beworbenen Produktes direkt
Sehen Sie Änderungsbedarf in der gesetzlichen
im Internet anbieten, keine Abgabenbelastung haben
oder indirekt auffordern darf, gar keine Werbung ist.
Rahmensituation, damit die staatlichen Anbieter
und attraktivere Produkte anbieten. Im Rahmen einer
ihrem Kanalisierungsauftrag besser nachkommen
Ka­nalisierung zu einem legalen Angebot kann es daher
nicht von den Gerichten, sondern von Wissenschaftlern
können?
sinnvoll sein, ein Angebot von Sportwetten im Internet
konzipiert werden.
Die ungefährlichen Lotterien sollten ohne wesent­liche
überall erhältlich haben wollen, ist ein Monopol die sinn­
Ein­schränkungen beworben werden dürfen. Je weniger
volle Marktform, um dies zu erreichen.
inte­res­sant ein Produkt an sich ist, desto wichtiger wird
ist nur an wenigen Orten in Deutschland in Spielban­
Es bleibt zu hoffen, dass die neuen Werberichtlinien
zuzulassen.
Die legale Teilnahme an traditionellen Casinospielen
die Werbung für dieses Produkt. Der staatliche Anbieter
ken möglich. Bei Spielbanken wird seit Jahrhunderten
einem privaten Monopol zu unterscheiden. Hier spräche
sollte seinem gesetzlichen Auftrag der Kanalisierung
durch die Einschränkung der Verfügbarkeit dem Spie­
für ein staatliches Monopol, dass der staatliche Durch-
des Spielens weg vom illegalen Angebot hin zum legalen
lerschutz erfolgreich Rechnung getragen, wie die Zahlen
griff auf die Unternehmensführung und -politik bei einem
Angebot und weg von den gefährlichen Spielen hin zu
patho­logischer Spieler an Automaten in Spielbanken
12
die gefährlichen und die illegalen
Sollte das Internetverbot für Glücksspiel
spiel zu möglichst günstigen Preisen und möglichst
Weiterhin wäre zwischen einem staatlichen und
einschränkungen werden nur
den Werberestriktionen?
Können zu tun hat, neigen eher
unserer Gesellschaft eine treibende Kraft für Preis­
Gerade diese ökonomischen Nachteile eines Monopols
»Durch die bestehenden Werbe­
werden nur die gefährlichen und die illegalen Spielfor-
Werbung als bei einem Wettbewerb. Wettbewerb ist in
senkungen und Innovationen.
dieser Spiele verabschieden.
duktiv. Durch die bestehenden Werbeeinschränkungen
durch aus, dass das Spielen mit negativen Konsequensie) gern mit dem Spielen aufhören möchte, es aber
Ein weitgehendes Werbeverbot für ungefährliche
besteht, ist im Sinne der Suchtprävention kontrapro-
Ein pathologisches Spielverhalten zeichnet sich dazen für den Spieler verbunden ist, dass er (oder seltener
Auch und gerade bei Sportwetten kann Werbung sinn­
13
Prof. Dr. Tilman Becker ist geschäftsführender Leiter der
For­s chungs­s telle Glücksspiel und Inhaber des Lehrstuhls
für Agrar­p olitik und Landwir tschaftliche Marktlehre an der
Universität Hohenheim.
L o t t o im P o rtr ät
Lo t t o im P ort r ä t
Über LOTTO
Hamburg
»Wir haben einen klaren
Auftrag, verantwor­
tungsvolles Glücksspiel
sicherzustellen.«
Für Hamburg kümmert sich die Lotto Hamburg GmbH als städtisches Tochterunternehmen um das staatliche Glücksspiel – die alleinige Gesellschafterin ist die Freie und
Hansestadt Hamburg. Lotto Hamburg beschäftigt 93 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Zentrale in der City Nord. Im Schulterschluss mit den Vertriebspartne­
rinnen und -partnern in den rund 430 Annahmestellen sowie deren insgesamt etwa
1.400 Mitarbei­terinnen und Mitarbei­tern kümmern sie sich um die Belange des staatlich
geschützten Glücksspiels in Hamburg und für Hamburg. Das bedeutet jedoch weit
mehr als die Bereitstellung von Spielscheinen, deren Annahme und spätere Auswertung.
Der Auftrag
Der staatliche Auftrag lautet, ein geschütztes und sicheres Glücksspielangebot – mit besonderem Augenmerk auf Spielsuchtprävention – zu entwickeln, anzubieten und durchzuführen und dadurch vorhandenen Spieltrieb der Bevölkerung in geordnete Bahnen zu
lenken. Um den Spieltrieb der Hamburgerinnen und Hamburger verantwortlich in das
staatliche Angebot zu kanalisieren, bietet Lotto Hamburg eine Vielzahl von Produkten an, um die unterschiedlichsten Zielgruppen befriedigen zu können. Neben Toto und
Lotto 6aus49, den Angeboten der ersten Stunde von 1948 bzw. 1955, gibt es heute
zudem Keno, Bingo, GlücksSpirale, Oddset, eine Auswahl an Sofortlotterien, den
»Rubbellosen«, sowie die Zusatzlotterien Spiel77, Super6 und plus 5. Lotto Hamburg
ist zudem die einzige deutsche Lotteriegesellschaft, die mit Traloppo eine Pferdewette
anbietet. (Für die genaue Beschreibung der Spiel- und Wettarten siehe bitte Seite 33 ff.)
Lotto – das ist die wohl bekannteste Marke in Deutschland.
Dahinter steht jedoch weit mehr als die Hoffnung vieler
Deutscher, einmal sechs Richtige zu tippen oder gar einen
Millionen-Jackpot zu knacken. Denn Lotto 6aus49 ist nur
ein Produkt aus einer ganzen Reihe staatlicher Glücksspiel­
angebote. Diese werden in Deutschland von 16 Lotterie­
unternehmen angeboten, die von den jeweiligen Bundes­
ländern eingesetzt werden.
14
Hier werden die
LOTTO-Millionäre gemacht
Was früher in mühevoller Handarbeit erledigt wurde, sichert heute ein leistungsfähiges komplexes Zentralsystem. Alle abgegebenen Spielscheine werden bereits in den
15
L o t t o im P o rtr ät
Lo t t o im P ort r ä t
G G Teamwork ist wichtig: Innovationen
gelingen nur im rücksichtsvollen Zusammenwirken der unterschiedlichen Disziplinen.
Gerade weil es sich bei Glücksspiel um ein
sensibles Produkt handelt.
A A Das Know-how und die Erfahrung aus allen Bereichen fließen in die Entwicklung
»Services werden immer wichtiger.«
neuer Service­angebote – für die Kundinnen und Kunden sowie die Ver triebspar tnerinnen
und -par tner in den Annahmestellen.
16
17
L o t t o im P o rtr ät
LOTTO Hamburg in Zahlen
1948 G
ründung der Nordwestdeutschen Klassenlotterie im Zusammenschluss
der Länder Bremen, Hamburg,
Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen
und Schleswig-Holstein
1948 Die Gesellschaft für Fußballwetten
m.b.H. erhält die Konzession für Toto
(Gesellschafter sind zu gleichen
Teilen der Hamburger Sportbund und
der Hamburger Fußball-Verband)
1955 Die Finanzbehörde beauftragt die
Ham­b urgische Landesbank mit der Durch­f ührung des Zahlenlottos – Gründung einer Lottodirektion
1958 Die Finanzbehörde überträgt der
Landesbank die Durchführung der
Staatslotterien, des Zahlenlottos und Fußballtotos: Übergang der Nord­
westdeutschen Klassenlotterie und der Lottodirektion in Nordwest
L otto und T oto Hamburg
2008 U
mfirmierung in L otto H a m b u r g GmbH (alleinige Gesellschafterin ist die
Freie und Hansestadt Hamburg)
3 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
9
in der Zentrale (Stand 2010)
430 Annahmestellen (Stand 2010)
Annahmestellen über die Terminals komplett erfasst. Die Auswertung erfolgt jeweils
am darauffolgenden Werktag – zentral gesteuert im Verbund mit den Lotterieunternehmen der anderen Bundesländer, dem Deutschen Lotto- und Totoblock (dltb).
Lotto Hamburg ist für die Ermittlung der Quoten bei Lotto 6aus49 zuständig:
Jeweils montags und donnerstags frühmorgens ist die Spannung in der IT-Abteilung
groß, denn dann melden alle Lotteriegesellschaften ihre Spieleinsätze und wie viele
Gewinner sie in den acht Gewinnklassen ermittelt haben. Im Hamburger IT-System
werden diese Informationen zusammengeführt, daraus die Quoten ermittelt und die
Gewinnsummen bekannt gegeben. Die dabei wichtigste Frage lautet: Hat jemand den
Jackpot geknackt? Im Berichtsjahr fehlte den Hamburger Lotto-Tippern leider die
richtige Superzahl, die Lotto-Hochgewinne 2010 sind siebenmal sechs Richtige mit
Gewinnsummen zwischen 36.966,20 und 904.124,80 Euro.
Gut aufgehoben:
Hamburger Glückspilze
Wer bei Lotto Hamburg gewinnt, wird sich gut aufgehoben fühlen. Im Rahmen
aller Tätigkeiten zum Verantwortlichen Spielen (Responsible Gaming, kurz rg) nimmt
die Hochgewinnerbetreuung einen wichtigen Stellenwert ein. Oberstes Ziel ist, dass
die Gewinner sich sicher fühlen: Sie genießen Datenschutz und das Spielgeheimnis.
Medienanfragen nach Interviews oder Reportagen lehnt Lotto Hamburg mit dem
Hin­weis auf den Spielerschutz ab. Spezialisierte Kollegen aus dem Kundenservice führen
ein ausführliches Gespräch mit den Gewinnern. »Ein Lotto-Gewinn ist hochemo­
tional und kann von einem auf den anderen Moment das gesamte Leben in ganz neue
Bahnen lenken«, sagt Siegfried Spies, Geschäftsführer der Lotto Hamburg GmbH.
»Deshalb nehmen wir uns Zeit und führen ein ausführliches Gespräch mit unseren
Glückspilzen. Denn Sprechen hilft in der Regel, diese neue Situation zu norma­lisieren.«
Dabei lauten die wichtigsten Ratschläge, die die Gewinner einer mehrstelligen Summe
mit auf den Weg bekommen: erst einmal in Ruhe so weitermachen wie bisher
und Zeit zum Nachdenken nehmen. Und dem sozialen Umfeld dann einen kleineren
Gewinn nennen und diesen bei einer Party feiern.
Mit LOTTO
gewinnen alle
Von Lotto profitieren nicht nur die Gewinnerinnen und Gewinner, sondern alle
Hamburgerinnen und Hamburger. Exakt 89,7 Prozent der gesamten Spieleinsätze fließen
direkt oder indirekt an die Hamburger Bürgerinnen und Bürger zurück. Direkt in
Form von Gewinnen, aber auch indirekt in Form von Lotteriesteuern und Abgaben, die
an die Freie und Hansestadt Hamburg abgeführt werden und mit denen kulturelle,
gemeinnützige oder Umweltprojekte unterstützt bzw. erst ermöglicht werden. Seit 1955
wurden rund sieben Milliarden Euro für Hamburg erlöst (2010: 150 Millionen).
2,5 Milliarden Euro wurden an den Hamburger Haushalt abgeführt (2010: 55 Mil­
lionen Euro). Für rund eine Milliarde Euro hat Lotto Hamburg Aufträge an die
Wirt­schaft (2010: zehn Millionen Euro) vergeben und insgesamt drei Milli­arden
Euro haben die Hamburgerinnen und Hamburger seit 1955 gewonnen (2010: 69
Millionen Euro). Stolze Zahlen, die die Wichtigkeit der staatlichen Lotterie für
die Freie und Hansestadt Hamburg eindrucksvoll belegen.
18
»Ein Lotto -Gewinn ist
hoch­e motional und kann von
einem auf den anderen
Moment das gesamte Leben in
ganz neue Bahnen lenken.«
G G Die Hochgewinner bei Lotto H a m b u r g
werden in diesen Raum geführ t. Damit die
Gewinner gut mit ihrem neuen Reichtum
zurechtkommen, nehmen sich speziell
aus­­gebildete Mitarbeiter aus dem Kundenser vice Zeit für ausführliche Gespräche.
Der wichtigste Rat: »Erst einmal in Ruhe so
weitermachen wie bisher und Zeit zum Nachdenken nehmen.«
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L o t t o im P o rtr ät
Lo t t o im P ort r ä t
Services werden immer
wichtiger
A A Die WinCheck-App für iPhone und Co. übertraf bereits bei der Einführung im September
2010 alle Erwartungen – ein wichtiger Service,
der angenommen wird.
E E Für Lotto H a m bu r g arbeiten 93 Mitarbei­
terinnen und Mitarbeiter in der Zentrale
und etwa 1.800 Menschen in den rund 430
Annahmestellen: die Vertriebspartnerinnen
»In Hamburg
sind wir in der ganzen
Stadt präsent.«
und -par tner mit ihren Teams. Ob Kundenbetreuer oder Techniker, gemeinsam erfüllen
sie einen Auftrag: sichereres und verantwortungsvolles Glücksspiel für Hamburg.
»Das Angebot von Glücksspielprodukten in diesem hart umkämpften Markt erfordert
ein hohes Maß an technischem Know-how und eine passgenaue Logistik. Insbesondere
das Angebot von Services wird immer wichtiger«, erklärt Siegfried Spies, Geschäftsführer der Lotto Hamburg GmbH. Für die Lotto Hamburg-Kunden bedeutete das
im Jahr 2010 vor allem: WinCheck per iPhone, Spenden per Lotto-Tipp und Spielen
ohne Karte. Die WinCheck-App wurde im Herbst 2010 gelauncht und übertraf
mit rund 10.500 Downloads sowie mehr als 22.000 Gewinnabfragen in den ersten
drei Mo­naten alle Erwartungen. Der Kurs ist damit gesetzt und für die iPhone-App
werden 2011 weitere Service-Optionen realisiert. Um die European Company Sports
Games 2011 in Hamburg mit zusätzlichen Spendengeldern zu unterstützen, realisierte
Lotto Hamburg den Spenden-Tipp. Mit jedem abgegebenen Tipp nahmen die
Lotto-Tipper mit vier Spielfeldern bei Lotto 6aus49 und Spiel 77 teil und spendeten
darüber hinaus automatisch zwei Euro auf das Spendenkonto der ecsg 2011, die vom
Betriebssportverband Hamburg organisiert wurden. Die Hamburger Lotto-Annah­
mestellen fungierten damit als moderne Spendenbüchse. Mit dem Spielen ohne Karte
gelang Lotto Hamburg zum Beginn der Fifa wm 2010 ein wesentlicher Beitrag, um
wettbegei­sterte Fußballfans ins staatliche Sportwettenangebot zurückzuholen. Wer in
Hamburg bei Oddset, der legalen Sportwette von Lotto, teilnehmen möchte, muss
nicht mehr zwingend eine Lotto-Ident-Card besitzen, die Vorlage des Personalaus­
weises genügt: Der Tipp wird interaktiv am JackPoint unter Angabe des Namens und
Geburtsdatums vorbereitet, der Abgleich mit der Spieler-Sperrdatei und etwa vorhande­
nen Spielein­satzlimits erfolgt automatisch. Beim Bezahlen überprüft das Personal der
Annahmestellen die Angaben mit dem Personalausweis.
Diese Serviceorientierung gilt jedoch nicht nur den Kunden, sondern insbesondere auch
für die Vertriebspartner: Seit 2010 haben die Inhaberinnen und Inhaber der LottoAnnahmestellen über den JackPoint Zugriff auf ihre Statistikdaten, sodass sie ihre
Aktivitäten gezielt evaluieren und planen können. Zudem eröffnete Lotto Hamburg
seinen Vertriebspartnern – allesamt freie Handelsvertreter – die Möglichkeit, PrepaidKarten der gängigen Mobilfunkanbieter in ihr Produktportfolio aufzunehmen.
Wir setzen Standards –
mit Sicherheit
Die vom Hamburger Corporate Governance
Kodex geforder te Entsprechenserklärung
wurde von der Geschäftsführung und dem
Aufsichtsrat abgegeben und im Internet
zugänglich gemacht: www.lotto-hh.de
(B Infos & mehr B Lotto H a m b urg transparent
B Wir über uns).
20
21
Mit der Einhaltung des Hamburger Corporate Governance Kodex (hcgk) erfüllt Lotto Hamburg die rechtlichen Vorgaben der Stadt. Mit folgenden Zertifizierungen setzt
das Unternehmen Maßstäbe: Lotto Hamburg war das erste Unternehmen weltweit,
das nach wla scs : 2006 und nach iso 27001:2005 zertifiziert wurde. Beide Zertifikate
zeugen von den hohen Sicherheitsstandards, denen sich Lotto Hamburg verpflichtet
hat. Im Herbst 2010 unterzog sich Lotto Hamburg mit großem Erfolg einer weiteren
Zertifizierung: Als viertes deutsches Lotterieunternehmen erfüllt Lotto Hamburg
die strengen Standards für Verantwortungsvolles Glücksspiel (Responsible Gaming) der
European State Lottery and Toto Association (el), der die europäischen Lotterie­
unternehmen angeschlossen sind. Im Jahr 2011 wird Lotto Hamburg daraufhin als
drittes deutsches und 17. internationales Lotterieunternehmen mit dem Zertifikat
der World Lottery Association (wla) für Responsible Gaming in der höchsten Stufe
(Klasse vier) ausgezeichnet.
E ngagement für H amburg
E ngagemen t für H amburg
LOTTO Hamburg für Hamburg in Zahlen
Folgende Mittel führte L otto H a m b u r g im
Jahr 2010 ab
Mit LOTTO
gewinnen
alle
otteriesteuer an die Stadt Hamburg:
L
25.012.550 €
onzessionsabgabe an die Stadt Hamburg:
K
28.150.040 €
Verteilung
Spieleinsätze
Insgesamt fließen 89,7 % des gesamten L otto 6aus49-Spieleinsatzes direkt und indirekt an die Bürger zurück
22,6 %
50 %
Abführung
an die Stadt
Hamburg
Gewinnausschüttung an
die Spieler
16,7 %
7,5 %
Lotteriesteuer
an die Stadt
Hamburg
Vergütung an
Annahmestellen
Wie viel Euro werden jährlich von den staatlichen Lotteriegesellschaften für die Förderung von sozialen Projekten,
Sport und Kultur zur Verfügung gestellt?
22
23
3,2 %
Sonstige Kosten
– Produktion
– Spielerschutz
– Verwaltung
– Personal
Im Rahmen einer repräsentativen Befragung im Januar 2011 fand forsa* heraus, dass 96
Prozent der deutschen Bevölkerung keinerlei Vorstellung von den Zusammenhängen
von staatlichem Glücksspiel und der maßgeblichen Förderung des Gemeinwohls haben.
Nur vier Prozent der Befragten antworteten: »Mehr als eine Milliarde Euro« und lagen
damit richtig. Bundesweit stellen die Lotteriegesellschaften insgesamt mehr als 2,5
Milliarden Euro für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung. Diese setzen sich zusammen
aus der Lotteriesteuer, den Konzessionsabgaben sowie den Zweckerträgen einzelner
Produkte. Lotto Hamburg konnte dem Gemeinwohl im Berichtsjahr insgesamt mehr
als 61 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Mehr als 25 Millionen Euro wurden in
Form von Lotteriesteuern an die Stadt Hamburg abgeführt sowie mehr als 28 Millionen Euro Konzessionsabgabe. Die Zweckerträge von insgesamt mehr als 1,7 Millio­nen
Euro aus den Lotterien GlücksSpirale und Bingo wurden direkt an gemeinnützig tätige
Destinatäre abgeführt. Die Mittel aus Bingo in Höhe von 784.960 Euro gingen an
die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung (nue), die damit zahlreiche regio­nale Projekte des Natur- und Umweltschutzes sowie der Entwicklungshilfe
unterstützte und dadurch häufig erst ermöglichte. Die Zweckerträge der GlücksSpirale
fließen zu gleichen Teilen an den Deutschen Olympischen Sportbund, die Bundes­
arbeitsgemeinschaft Wohlfahrtspflege, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie die
Freie und Hansestadt Hamburg. Mit je 235.390 Euro wurden zahlreiche Projekte im
regionalen Sport, in der Wohlfahrtspflege und der Denkmalpflege gefördert und ermöglicht. Die Stadt Hamburg unterstützte mit den Mitteln der GlücksSpirale beispiels­
weise die Rettungshundestaffel Hamburg und Harburg, den Arbeiter-Samariter-Bund,
die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, die thw Landeshelfervereinigung Hamburg, die Johanniter Unfall Hilfe, den Malteser Hilfsdienst, das Deutsche Rote Kreuz.
Zweckerträge aus den Lotterien,
deren Überschüsse direkt
Destinatären zugeführt werden
– Bingo : 784.960 Euro an die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung.
– GlücksSpirale: 941.560 Euro zu gleichen Teilen an den Deutschen Olympischen
Sportbund, die Bundesarbeitsgemeinschaft für Wohlfahrtspflege, die Deutsche Stiftung
Denkmalschutz sowie die Stadt Hamburg.
– Mehr als 200.000 Euro flossen in den Hamburger Amateur- und Profisport durch
Unterstützung des Oddset-Pokals, des Galopp-Derbys in Hamburg-Horn sowie des
Behindertensportverbandes.
– Mit mehr als 40.000 Euro unterstützte Lotto Hamburg die Erzieherinnenausbildung innerhalb des Präventionsprogramms Papilio, das den Kleinsten in der Hansestadt zugutekommt.
* Das Meinungsforschungsinstitut forsa erstellte die repräsentative Umfrage im Januar 2011
anhand von computergestützten Telefoninter views im Auftrag der Westdeutschen Lotterie
GmbH & Co. ohg .
E ngagement für H amburg
E ngagemen t für H amburg
»Jugendschutz fängt schon
im Kindergarten an«
Zum
Engagement von
LOTTO Hamburg
So wirkt Papilio
Papilio setzt auf drei Ebenen an: bei den Kindern, den
Erzieherinnen und Erziehern und den Eltern.
Die Erzieherinnen und Erzieher haben eine Schlüssel­
Als Anbieter der staatlichen Lotterien und Wetten er­füllt
rolle inne: Nach einer fundierten Fortbildung führen sie
Lotto H am b u r g selbstverständlich die strengen ge­setz­
Papilio im Kindergarten ein und unterstützen die Kin­­
lichen Vorgaben in puncto Spielsuchtprävention. »Da­
der mithilfe des »entwicklungsfördernden Erziehungs­
rüber hinaus unterstützen wir Papilio, weil wir überzeugt
ver­haltens«. Die Fortbildung umfasst in verschiedenen
sind, dass der beste Schutz vor Suchterkrankungen
Abschnitten über ein Jahr verteilt insgesamt 53 Stun-
ist, erst gar nicht gefährdet zu werden«, sagt Siegfried
den und kann in einzelnen Modulen absolviert werden.
Spies, Geschäftsführer der Lotto H a m bur g GmbH. Lotto
Ha m b u r g ermöglicht die Fortbildung der Erzieherin­nen
Die Eltern werden über Elternabende und Informatio-
und Erzieher – und schafft damit die Vorausset­zung für
nen einbezogen und lernen, Teile von Papilio zu Hause
die Ein­führung von Papilio in den Kindergärten. »Papilio
umzusetzen.
mit seiner frühkindlichen Förderung sozial-emotionaler
Kompetenzen lässt alle Kinder profitieren«, so Spies
Für Kinder gibt es drei Maßnahmen:
weiter.
BB Die faszinierende Geschichte »Paula und die Kisten­
kobolde« unterstützt die Kinder durch die vier nach
Das ist Papilio
den Grundgefühlen benannten Kistenkobolde beim
Papilio beugt Sucht und Gewalt im Jugendalter vor und
»Gefühlelernen«, also beim Erwerb emotionaler
legt die Basis für ein selbstbestimmtes und eigen­ver­
Kom­peten­zen. »Paula und die Kistenkobolde« wurde
antwortliches Leben im Erwachsenenalter, indem es die
inszeniert von der Augsburger Puppenkiste. Die
sozial-emotionalen Kom­petenzen der Kinder stärkt.
Puppen tanzen auch regelmäßig in Hamburg.
Anders als die gängigen Präventionsprogramme, die
BB Einmal die Woche darf herkömmliches Spielzeug
häu­fig erst im Schul­kind- bzw. Jugendalter ansetzen,
Urlaub machen. Am Spielzeug-macht-Ferien-Tag
wurde Papilio speziell für Kinder­gärten entwickelt. Kinder
lernen die Kinder, sich kreativ mit sich selbst und
lernen spielerisch den Um­gang mit ihren Gefühlen
und den Gefühlen anderer. Sie lernen soziale Regeln,
anderen zu beschäftigen.
BB Das Spiel »Meins-deins-deins-unser« steht für die
den Umgang miteinander und gewaltfreies Lösen von
gegenseitige Unterstützung beim Einhalten von
Kon­flikten. Insgesamt fördert das die sozial-­emotionale
gemein­sam vereinbarten sozialen Regeln.
Kom­petenz, reduziert Verhaltensauffälligkeiten und
gibt den Kindern ein Rüstzeug mit auf den Lebensweg,
2007 wurde Papilio in den ersten Hamburger Kindergär-
Sucht und Gewalt macht. Papilio basiert auf wissen-
ten eingeführt. Mittlerweile gibt es in der Hansestadt
schaftlichen Erkenntnissen. Die Wirksamkeit wurde in
fast 40 Papilio Kindergärten, knapp 200 Erzieherinnen
einer der größten Kindergar­tenstudien Deutschlands
und sieben Trainerinnen, die für die Fortbildung der Erzie­
mit 700 Kindern, 1.200 Eltern und über 100 Erzieherin-
herinnen verantwortlich sind. Ermöglicht wird Papilio
nen und Erziehern bewiesen (Augsburger Längsschnitt-
in Hamburg durch die großzügige Unterstützung der
studie zur Evaluation des Pro­gramms Papilio: www.papilio.
B arm e r
de/papilio_studien.php in Zusammenarbeit mit den Universi­
wie der Hamburgischen Landesstelle für Suchtfragen e. V.
täten Bremen, Augsburg und der Freien Universität Berlin).
24
Papilio in Hamburg
das sie später stabiler gegen die Entwicklung von
25
gek Hamburg
und der Lotto Ha m b u r g GmbH so-
S piel erschutz
Beim
Spielen machen
wir Ernst
Spie lersc hut z
»Wir stellen uns der Ver­
antwortung mithilfe in­
ternationaler europäischer
Standards. Das macht uns
stolz – weil unser Engage­
ment in der gemeinsamen
Summe mit den anderen
europäischen Lotterien noch
mehr Gewicht bekommt.«
Im Berichtsjahr wurde die Lotto Hamburg GmbH für ihr Engagement im Bereich
Responsible Gaming von der European State Lottery and Toto Association (el) aus­
gezeich­net. Aufgrund dessen erhält Lotto Hamburg zudem als drittes deutsches und
17. internationales Lotterieunternehmen das Zertifikat der World Lottery Associa­tion
(wla) für Responsible Gaming in der höchsten Stufe (Klasse vier). Lotto Hamburg
stellt sich der Verantwortung zu Spielsuchtprävention in allen Unternehmensbereichen:
Schulung und Information der Mitarbeiter und Vertriebspartner, Spieldesign und
Produktangebot, Werbung und Produktpräsentation, Information der Spieler bis hin
zur Behandlungsvermittlung bei auffälligem Spielverhalten sowie Zusammenarbeit mit
Interessenvertretern, um das Bewusstsein für die Notwendigkeit von Responsible Gaming
auch über den eigenen Wirkungskreis hinaus zu verankern. Um in diesen Bereichen
wirkungsvoll agieren und den neuesten Stand der Forschung in die tägliche Arbeit integrieren zu können, arbeitet Lotto Hamburg seit vielen Jahren eng mit den Wissenschaftlern des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung am Universitätskrankenhaus
Eppendorf (zis) zusammen.
Spielerschutz beginnt
beim Jugendschutz
Für Lotto Hamburg ist das klare Bekenntnis zum Responsible Gaming schon lange vor den gesetzlichen Verpflichtungen durch den Glücksspielstaatsvertrag gelebte Verantwortung als seriöser Anbieter von Glücksspiel.
G G In den Schulungen ist Raum für Austausch
26
27
und Diskussion. So lernen wir stetig von­
einander und sichern unsere gemeinsame Ver­
antwor tung auf einem breiten Fundament.
Die umfassend geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Annahmestellen
stellen die Einhaltung der strengen Standards im Kontakt zu den Kunden sicher. Die
wichtigste Regel lautet: Glücksspiel erst ab 18 Jahren. Die Vertriebspartner sind deshalb
angewiesen, die »18 +5-Regel« anzuwenden. Das bedeutet, dass Kunden, die jünger als 23
Jahre erscheinen, generell aufgefordert werden, ihren Ausweis vorzuzeigen, bevor sie
ein Produkt von Lotto Hamburg erwerben dürfen. Die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen in Bezug auf das Glücksspiel wird regelmäßig mit unange­kün­digten
Testkäufen überprüft – jede Annahmestelle wird mindestens einmal jähr­lich getestet. Bei
S piel erschutz
18 + 5-REGEL FÜR ANNAHME-­ STELLEN
Spie lersc hut z
fehlerhaften Testkäufen greift ein standardisiertes Eskalationsverfahren, das zunächst
zu Nachschulungen zum Thema rg und Jugendschutz verpflichtet und an dessen Ende
schlimmstenfalls die Kündigung der Annahmestelle steht. Um die Wichtigkeit und
die Bedeutung des Themas für das gesamte unternehmerische Handeln hervorzuheben, hat Lotto Hamburg für erfolgreich absolvierte Testkäufe im Berichtsjahr ein
Prämienmodell eingeführt. Annahmestellen, die bis zum 31.12.2011 die regulären
Testkäufe zufriedenstellend absolvieren, bekommen eine Prämie von 450 Euro – was
für die Vertriebspartnerinnen und -partner eine wichtige Anerkennung darstellt.
»Im Zweifel frage ich immer nach dem
Ausweis, denn wer noch grün
hinter den Ohren ist, hat beim Lotto
nichts verloren.«
Testkaufszenario bei
LOTTO Hamburg
Alle Testkäuferinnen und -käufer sind so gebrieft, dass ein sehr realistisches Testkauf­
szenario entsteht: Auf die Frage nach dem Alter bzw. dem Ausweis antworten die Testkaufpersonen in Hamburg ausweichend oder »lügen sich volljährig«. Denn nur so kann
realistisch bewertet werden, ob sich die Verkäufer an die Jugendschutzbestim­mungen
halten: dass sie also nur dann ein Glücksspielprodukt verkaufen, wenn sie im Zweifels­
fall den Ausweis vorgelegt bekommen, und den Verkauf andernfalls verweigern. Dies
führt zwar zu potenziell höheren Fehlerquoten, bildet aber das tatsächliche Verkaufsver­
halten realistisch ab und macht das Personal der Hamburger Annahmestellen fit für
den Ernstfall ­– ­in dem kaufwillige Jugendliche die Frage nach ihrem Alter kaum wahr­­
heitsgemäß beantworten werden. Das Testkaufszenario bei Lotto Hamburg wird
erst dann aufgelöst, wenn der Verkauf erfolgt ist bzw. verweigert wurde.
H H Den Ver triebspar tnerinnen und -par tnern kommt eine
wesentliche Verantwortung beim Responsible Gaming zu:
Im täglichen Kundenkontakt sichern sie die Einhaltung des
Jugendschutzes und den Spielerschutz.
Wesentliches Ziel:
Gut informierte Kunden
Alle Spielscheine, Werbe- und Informationsmaterialien von Lotto H amburg sind
deutlich mit dem Hinweis versehen, dass Glücksspiel süchtig machen kann und die
Teilnahme erst ab 18 Jahren möglich ist. Zudem sind die kostenfreie Telefonnummer
der Helpline Glücksspielsucht (0800 1372700) sowie die von Lotto Hamburg
betriebenen Informationsseite www.spielen-ohne-sucht.de angegeben. Die bundesweite Helpline betreibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (bzga) im
Auf­trag von Lotto Hamburg und den anderen 15 deutschen Lotteriegesellschaften.
Sie stellt eine wichtige Anlaufstelle zur Information und Beratung von Betroffenen
und deren Angehörigen dar – insbesondere weil die Hilfe kostenfrei und anonym in
Anspruch genommen werden kann. Im Jahr 2010 wurden insgesamt mehr als 1.750
telefonische Beratungsgespräche geführt. Zwei Drittel der Anrufer sind männlich.
Knapp drei Viertel (72,9 Prozent) der Hilfesuchenden spielen an Geldautomaten in
Spielbanken oder Gaststätten. 4,6 Prozent der Hilfesuchenden spielen – meist unter
anderem – Lotto 6aus49.
Das bundesweite
Spieler-Sperrsystem
Alle 16 deutschen Lotteriegesellschaften betreiben gemeinsam mit den Spielbanken
die bundesweite Spieler-Sperrdatei als Instrument des Spielerschutzes. Der GlüStV sieht
vor, dass die aus einer Glücksspielsucht bzw. krankhaftem Spielverhalten resultieren den Folgen (wie Verlust der Handlungskontrolle, hohe Verschuldung, Verlust
28
29
S piel erschutz
Spie lersc hut z
A A Vor dem ersten Einsatz in der Annahmestelle durchlaufen neue Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in der Zentrale der L otto H a m burg
GmbH ein ausführliches Schulungsprogramm
zu den Produkten, zum Terminal sowie zu
den Anforderungen und Maßnahmen in puncto Spielsuchtprävention.
Responsible
Gaming bei
LOTTO Hamburg in Zahlen
Aufwendungen für den Spieler- und Jugendschutz: 208.540 Euro (2009: 186.300 Euro)
Anzahl Teilnehmer der interaktiven Schwerpunktschulung am JackPoint zu Spieler- und
Jugendschutzthemen: 1.256 Personen (2009: 633 Personen)
Anzahl L otto - I dent - C ards :
32.400 Stück (2009: 28.500 Stück)
der wirtschaftlichen Existenz) durch den Eintrag in das Sperrsystem und den daraus
realisier­ten Ausschluss vom überprüfungsbedürftigen Spielangebot verhindert werden.
Die Aufnahme in die Sperrdatei erfolgt über eine Selbst- oder Fremdsperre bei einer der
16 deutschen Lotteriegesellschaften oder einer Spielbank in Deutschland. Personen in der
Sperrdatei wird die Teilnahme an den staatlichen Sportwetten und Lotterien, denen ein
besonderes Gefährdungspotenzial zugeschrieben wird (Lotterien, die häufiger als zwei­
mal pro Woche stattfinden, wie Keno und plus 5), verweigert, ebenso wie der Eintritt
in die Spielbanken.
Eine Selbstsperre – der Spielteilnehmer lässt sich selbst vom Spiel ausschließen – wird
umgehend wirksam. Eine Fremdsperre kann auf Initiative des Glücksspielveranstalters
oder durch Angehörige erfolgen und wird zunächst als zweiwöchige vorläufige Sperre
eingerichtet. Der Spieler wird benachrichtigt und hat die Möglichkeit, in dieser Anhörungsfrist schriftlich Stellung zu nehmen. Können die Verdachtsmomente nicht entkräftet werden, tritt die Spielersperre in Kraft. Lotto Hamburg hat intern ein speziell
ausgebildetes vierköpfiges Gremium eingerichtet, das über eingegangene Sperranträge
berät und dann eine verbindliche Entscheidung trifft. Die Sperre gilt daraufhin unbefristet. Nach frühestens einem Jahr kann die gesperrte Person einen schriftlichen Antrag
auf Aufhebung der Sperre stellen.
Spielerschutz
selbstverständlich inbegriffen –
LIC sei Dank
Bei jeder Transaktion in den Hamburger Lotto-Annahmestellen für die Produkte Keno,
plus 5, Oddset, Toto und Traloppo erfolgt ein automatischer Abgleich mit der
Spieler-Sperrdatei. Um dies leisten zu können, hat der Gesetzgeber für diese Spiele
das personalisierte Spiel vorgesehen. Lotto Hamburg setzt hierfür die Lotto-IdentCard (lic) ein. Die Inhaber der Kundenkarte von Lotto Hamburg können mit
der lic nicht nur an den personalisierten Spielen teilnehmen, sondern zudem ihre
Spielteilnahme aktiv kontrollieren, indem sie für jede einzelne Lotterie bzw. Wette ihre
persönlichen monatlichen Spieleinsatz-Limits festlegen.
Gut geschützt
Lotto Hamburg beschäftigt eine speziell ausgebildete Beauftragte für Responsible
Gaming, die in Zusammenarbeit mit der internen Revision unter anderem die Testkäufe auswertet sowie die Spielaktivitäten der Lotto-Ident-Cards einem ausführlichen
Monitoring unterzieht. Etwaige Auffälligkeiten werden intensiv beobachtet und verfolgt.
Dies ist abhängig vom Einzelfall und kann von einem klärenden Informationsgespräch
bis hin zur Vermittlung eines Hilfs- bzw. Behandlungsangebots reichen.
»Austausch ist wichtig:
Gemeinsam werden wir der
Verantwortung gerecht.«
30
Das Schulungsangebot
von LOTTO Hamburg
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hamburger Lotto-Annahmestellen und
in der Zentrale absolvieren eine Basisschulung zur Spielsuchtprävention, die von den
Experten des Zentrums für Interdisziplinäre Suchtforschung am Universitätskrankenhaus Eppendorf (zis) geleitet wird. Ziel der Schulung ist, über Glücksspielsucht zu
31
S piel erschutz
Pro du k te
informieren und zu sensibilisieren, damit bereits frühe Anzeichen im Arbeitsalltag
erkannt werden.
Alle Annahmestellenleiterinnen/-leiter absolvieren zudem verpflichtend eine weiter­füh­
rende Schulung. Hier geht es verstärkt darum, Möglichkeiten zur Interaktion aufzuzeigen, wenn die Schulungsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit Kunden konfrontiert
sind, die ein auffälliges Spielverhalten zeigen. In Rollenspielen üben sie beispielsweise auf
die betreffenden Kunden zuzugehen, um in einem ersten Gespräch Hilfe anzubieten.
Um das Thema Responsible Gaming stets im Bewusstsein der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter in den Annahmestellen zu halten, sind alle verpflichtet, einmal im Jahr
eine Schulung zum Thema Jugendschutz und Spielsuchtprävention zu absolvieren.
Lotto Hamburg bietet neben den Seminaren in der Zentrale zudem interaktive
Schwerpunktschulungen über den JackPoint an. Auch diese Schulungen werden mit
Unterstützung der Wissenschaftler des zis konzipiert und lassen sich leicht in den
Arbeitsalltag integrieren. Sie dauern je nach Themenkomplex zwischen 20 und 45
Minuten und enden stets mit einem Wissenstest, um das Gelernte zu festigen und
einen Eindruck über den eigenen Wissensstand zu gewinnen.
LOTTO HAMBURG IM GESAMTSYSTEM
L otto H a m b u r g ist ein­gebunden in ein viel­­fach
vernetztes Gesamtsystem zur Optimierung
der Präventions­a rbeit gegen die Gefahren des
Glücksspiels
Lotto Hamburg
Responsible Gaming Framework
− − Sozialkonzept
− − Schulung
− − Spielsuchtprävention
− − Aufklärung
− − L o tto -I d e n t -C a r d
− − Sperrsystem
− − Information
I nstitutionen
−−Aufsichtsrat
−−Glücksspielaufsicht*
−− Fachbeirat
−− Ethikbeirat
−−dltb
−−el
−−wla
* Behörde für Inneres
und Sport der Freien und
Hansestadt Hamburg.
32
Unser
Angebot
− − Jugendschutz
− − Kontrollkäufe
− − Kommunikationskonzept
− − Wissenschaftliche Forschung
− − B est practice national
und international
Gesetze
Vorschriften/
Leitlinien
− −GlüStV
− −HmbGlüStVAG
−−JuSchG
−−Werberichtlinien der Glücksspielaufsichten
−−Mindeststandards für Sozialkonzepte des dltb
− −Responsible-Gaming-
Standard der el
− −Responsible-Gaming-
Prinzipien der wla
− −Code of Conduct on Sportsbetting der el
− − Supervision
− − Evaluation
− − Helpline Glücksspielsucht
− − www.spielen-ohne-sucht.de
− − Spielsuchtbeauftragte
− − Internetberatung
Wissenschaft
−−zis
−−Bzga
− − Hamburgische Landesstelle für Suchtfragen ( hls )
− − Akademie Sucht
− − Austausch mit Wissenschaftlern auf den jährlichen rg -Symposien der el und wl a
33
P ro duk te
Pro du k te
Spieleinsatz 2010
95,57 Mio. €
Spieleinsatz 2009
108,16 Mio. €
Beim Geld hört die Freundschaft auf und für so manche
Bei den Vollsystemen 007 bis 013 können zwischen
Tippgemeinschaft könnte es im Fall der Fälle brenzlig
sieben und 13 Zahlen getippt werden, die dann in allen
werden: Einmal den Beitrag nicht rechtzeitig beigesteu-
möglichen Kombinationen gespielt werden. Der Voll­
ert, schon gehört man für die anderen Tipper vielleicht
systemschein fungiert damit als »Ankreuzhilfe«, denn die
Spieleinsatz 2010
21,96 Mio. €
Spieleinsatz 2009
20,68 Mio. €
Änderung zu 2009
Hamburg: +6,2 %; Blockniveau: +9 %
Höchstmöglicher Gewinn
Kl.1: 1.777.777 Kl.2: 77.777 €
Änderung zu 2009
Hamburg: − 1 2,8 %; Blockniveau: −10,7 %
Höchster Jackpot
45,4 Mio. €, 05.12.2007
Höchster Einzelgewinn
37,7 Mio. €, 07.10.2006
nicht zur Gemeinschaft. Klarheit und Sicherheit für alle
Zahlen werden zusammen in einem Spielfeld angekreuzt.
Gewinnwahrscheinlichkeit
Kl.1: 1:10 Mio. Kl.2: 1:1.111.111
Einsatz
0,75 €
Mitglieder einer Tippgemeinschaft bietet der Team-Tipp
Um die gleichen Kombinationen mit einem Normal-
Einsatz
2,50 € (seit 01.09.2010, zuvor 1,50 €)
von Lotto Ha m b u r g . Wird auf dem Lotto -Schein die Option
schein zu spielen, müssten entsprechend viele Spielfelder
Lotto 6aus49 ist die bekannte wie beliebte große
»Team-Tipp« angekreuzt, erhält jedes Mitglied eine eigene
angekreuzt werden, um alle möglichen Kombinationen
Spiel77 bietet als Zusatzlotterie eine weitere Gewinnchance
deutsche Zahlenlotterie mit der Spielformel 6 aus 49. Die
Quittung, auf der sowohl der eigene Einsatz als auch der
spielen zu können: Beim Vollsystem 008 wären dies bei­
und ist wie S uper 6 nur in Verbindung mit den Hauptlot-
sechs Gewinnzahlen, die Superzahl (zwischen 0 und 9)
Gesamteinsatz des Teams aufgeführt sind – und kann damit
spiels­weise 28 Spielfelder. Die Gewinnwahrscheinlich­keit
terien Lotto 6aus49, Toto , Bi ngo oder Glücks­Spirale spiel-
und die Zusatzzahl (aus den verbleibenden 43 Zahlen)
seinen Gewinnanspruch von den anderen unabhängig
in Summe steigt, je mehr Zahlen, also Kombinationen,
bar. Die beliebte Endziffernlotterie bietet feste Gewinn-
werden live in der
geltend machen. Die Option Team-Tipp gibt es für zwei bis
getippt werden. Im Gewinnfall können mehrere Gewinne
beträge und Jackpotbildung in der ersten Gewinnklasse.
zwölf Tipper und bislang nur bei Lotto Ha m b u r g .
in einer Gewinnklasse bzw. auch zusätzliche Gewinne in
zdf
a rd
(samstags gegen 22 Uhr) bzw. im
(mittwochs um 18:50 Uhr) gezogen.
anderen Gewinnklassen anfallen. Bei den Teilsystemschei-
BB Die Steigerung des Spieleinsatzes ist in erster Linie
benötigt man »sechs Richtige« sowie die richtige Superzahl
BB Unser Team-Tipp wird von den Hamburger Tipp­
nen, den
auf die mit der Änderung des Gewinnplans einhergehen­­
(letzte Ziffer der aufgedruckten Losnummer). Die wei-
gemeinschaften gut angenommen. Im Einführungsjahr
Wahl), wird hingegen eine Auswahl aus den möglichen Spiel­
de Preisanpassung im September 2010 um einen Euro
teren Gewinnklassen: 2 = sechs Richtige, 3 = fünf Richtige
2009 wurden 25.197 Scheine mit einem Einsatz von
kombinationen getippt (beispielsweise werden bei neun
zurückzuführen. Der alte Gewinnplan (bis August 2010)
plus Zusatzzahl, 4 = fünf Richtige, 5 = vier Richtige plus
insgesamt 521.531 Euro abgegeben. 2010 waren es
getippten Zahlen zwölf Kombinationen gespielt, bei zehn
sah für die erste Gewinnklasse 1.000.000 Euro (theoreti-
Zusatzzahl usw. Bleibt die erste oder zweite Gewinnklasse
42.642 Stück mit einem Einsatz von 1,03 Millionen Euro
System­zahlen ergeben sich 15 Spiele).
sche Quote) vor, für die zweite Gewinnklasse 70.000 Euro.
unbesetzt, bildet sich jeweils ein Jackpot.
(jeweils inklusive der Zusatzlotterien). Am häufigsten
2010 wurde Extra -Lotto nicht angeboten (eine limitierte
traten 2010 Zweier-Teams mit 21.752 Tipps an, gefolgt
»Extra«-Lotterie mit der Ursprungsformel 6aus49 von
von Teams mit drei Mitgliedern mit 6.202 Tipps und
Millionen Euro am Lotto -Umsatz. Insbesondere Medien
1955, die am Ziehungstag Silvester 2008 ausgespielt
Zwölfer-Teams von 5.409 Tipps.
fragen zu Jackpotzeiten vermehrt diese Tipps für ihre
Für einen Gewinn in der ersten der acht Gewinnklassen
vew - Systemscheinen (vew = verkürzte
engere
BB Systemscheine haben 2010 einen Anteil von 24
Umsatz 2010
12,30 Mio. €
Umsatz 2009
14,55 Mio. €
BB Die Umsätze der gewerblichen Spielevermittler, die
Änderung zu 2009
Hamburg: − 15,5 %; Blockniveau: − 11,8 %
Lotto Ha m burg zugeführt werden, nehmen stetig ab: Da
Höchstmöglicher Gewinn
100.000 €
diese Vertriebspartner ihre Kunden früher auf Wegen
Gewinnwahrscheinlichkeit
1 : 1.000.000
Einsatz
1,25 €
und dem Geschäftsjahr 2009 zugerechnet wurde).
Verlosungsaktionen nach, weil im Gewinnfall zusätzliche
Gewinne in niedrigeren Gewinnklassen anfallen können.
und mit Mitteln angesprochen haben, die im Glücksspielstaatsvertrag nicht mehr erlaubt sind, übersteigt die
Zahl der Kündigungen die der Neukunden bei Weitem.
Super 6 bietet als Zusatzlotterie eine weitere Gewinnchance
Auch fehlende Jackpot-Einflüsse im Vergleich zum
und ist wie Spiel77 nur in Verbindung mit den Hauptlotte­
Vor­jahr machen sich im Umsatz bemerkbar. Allein im ter-
rien Lotto 6aus49, Toto , Bingo oder GlücksSpirale spielbar.
restrischen Vertriebsweg führte dies zu einem Umsatz-
Die Endziffernlotterie bietet feste Gewinnbeträge. Die Ge-
rückgang von 6,6 Millionen Euro (minus sieben Prozent)
winnklasse 1 (sechs richtige Endziffern) bringt 100.000 Euro.
gegenüber dem Vorjahr.
BB Der Umsatzrückgang ist sowohl durch den Wegfall
der gewerblich vermittelten Kunden als auch durch die
fehlenden Jackpots beeinflusst und liegt auf dem Niveau
des Deutschen Lotto- und Totoblocks (dltb ).
34
35
P ro duk te
Pro du k te
Spieleinsatz 2010
3,26 Mio. €
Spieleinsatz 2010
3,21 Mio. €
lic -Pflicht
Spieleinsatz 2009
3,01 Mio. €
Spieleinsatz 2009
2,41 Mio. €
Spieleinsatz 2010
2,22 Mio. €
Spieleinsatz 2010
0,177 Mio. €
Änderung zu 2009
Hamburg: + 8,3 %; Blockniveau: − 1,0 %
Änderung zu 2009
Hamburg: + 3 3,2 %; Blockniveau: + 3 4,5 %
Spieleinsatz 2009
2,34 Mio. €
Spieleinsatz 2009
0,183 Mio. €
Gewinnwahrscheinlichkeit
1 : 500.000
Gewinnwahrscheinlichkeit
1 : 1.299.780
Änderung zu 2009
Hamburg: − 5 ,0 %; Blockniveau: − 3 ,4 %
Änderung zu 2009
Hamburg: − 3,3 %; Blockniveau: − 3 ,8 %
Einsatz
5 €
Einsatz
3 €
Höchstmöglicher Gewinn
1 Mio. €
Höchstmöglicher Gewinn
5.000 €
lic -Pflicht
Die GlücksSpirale ist eine Endziffernlotterie mit festen
Bingo – die Umweltlotterie ist eine Geld- und Sachgewinn­
Die tägliche Zahlenlotterie Keno verfügt über eine lange
Die Endziffernlotterie plus 5 kann nur in Verbindung mit
Gewinnbeträgen und in Deutschland die Lotterie mit den
lot­terie zur Förderung von Umweltprojekten und wird von
Tradition: Bereits vor mehr als 2.000 Jahren wurde im
Keno gespielt werden: Dabei werden fünf Gewinnzahlen
höchsten lebenslangen Sofortrenten: mindestens 7.500
den Lotteriegesellschaften der Länder Bremen, Hamburg,
alten China eine sehr ähnliche Lotterie gespielt. In der
gezogen. Es gewinnen die Losnummern, bei denen eine
Euro (berechnet für eine 18-jährige Frau). Der Differenz-
Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-
modernen Fassung werden aus 70 Zahlen 20 Zahlen per
oder mehrere Endziffern in der richtigen Reihenfolge mit
betrag zwischen dem gewonnenen Kapitalstock von 2,1
Anhalt und Schleswig-Holstein in Kooperation mit dem
Zufallsgenerator ermittelt. Die Spieler können zwischen
der gezogenen Gewinnzahl übereinstimmen.
Millionen Euro und den ausgezahlten Monatsrenten ist
ndr -Fernsehen
zwei und zehn Zahlen ankreuzen. Die Anzahl der getipp-
veranstaltet. Alleiniger Destinatär ist in
vererbbar. Die Erträge gehen zu je 25 Prozent an die
Hamburg die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Ent-
ten Zahlen bestimmt den Keno -Typ. Jeder Keno-Typ hat ei-
Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege
wicklung (nue ). Die Zahlenlotterie hat die Formel 5 aus 22
nen eigenen Gewinnplan mit festen Quoten, der sich nach
(bagfw ), den Deutschen Olympischen Sportbund (dosb )
von 25 aus 75: Ein Bingo -Spielfeld besteht aus 25 Zahlen.
der Höhe des Einsatzes richtet. Bei zehn richtigen Zahlen
sowie die Deutsche Stiftung Denkmalschutz e. V. (dsd ).
Wer von den 22 Gewinnzahlen fünf waagrecht, senkrecht
werden beispielsweise je nach Spieleinsatz von 100.000
In Hamburg werden mit den verbleibenden 25 Prozent
oder diagonal in einer Reihe ankreuzen kann, gewinnt. In
Euro (bei einem Euro Einsatz) bis zu einer Million Euro
zahlreiche soziale und kulturelle Projekte nach Vorgabe
der TV-Sendung (sonntags 17 Uhr im
(bei zehn Euro Einsatz) an Gewinnen ausgeschüttet. Eine
der Stadt Hamburg gefördert. Die GlücksSpirale wurde
es zusätzliche Gewinnmöglichkeiten.
ndr -Fernsehen)
gibt
1970 zur Finanzierung der Olympischen Sommerspiele
1972 in München eingeführt.
weitere Gewinnoption ergibt sich für die Keno -Typen 8, 9
und 10, wenn keine einzige der getippten Zahlen gezogen
BB Zur Umsatzsteigerung trägt die Preisanpassung
wird: Je nach Einsatz werden dann zwischen einem und
Ende 2009 von 2,50 auf drei Euro bei – die Bingo -Spiel-
20 Euro gewonnen.
BB Dass seit Mitte 2009 in Hamburg die GlücksSpirale
freude blieb davon unberührt. Ein weiterer Grund für die
ganz bequem über den Lotto -Schein mitgespielt werden
gesteigerten Spieleinsätze sind die vier großen Jackpots
BB K eno ist zum einen sehr erklärungsbedürftig und
kann, wurde gerne angenommen und führte allein im
im Berichtsjahr zwischen 1,1 und drei Millionen Euro.
zum anderen relativ unbekannt. Um mit diesem Produkt
ersten Halbjahr 2010 zu einer Steigerung der Spielein-
die Zielgruppe der erlebnisorientierten Spontanspieler
sätze von zehn Prozent.
zu erreichen und deren Spieltrieb zu kanalisieren, wäre
zumindest zeitweise eine deutlichere kommunikative
Begleitung erforderlich – was jedoch aufgrund des der­
zeitigen GlüStV nicht realisierbar ist. Zudem schränkt
die
lic -Pflicht
den Kreis der K eno -Spieler ein, da damit
Spontanspieler nicht erreicht werden. Hieraus resultieren die stagnierenden Spieleinsätze; dies konnte auch
die im Juni 2010 eingeführte Sonntagsziehung kaum
aufhalten, die vom regionalen Fernsehsender Hamburg 1
übertragen wird.
36
37
Aufgrund des Glücksspielstaatsver trags dürfen in Deutschland bestimmte Lotterien und Wetten nur nach Kontrolle
des Ausweises oder einer vergleichbaren Identitätskontrolle
und Abgleich der Sperrdatei vertrieben werden. L otto H a m b u r g
erfüllt diese Auflagen mit der L otto -I dent -C ard ( lic ). Inhaber
dieser Kundenkarte profitieren auch bei allen anderen Lotterien
von deren Einsatz. Denn bei Lotto H a m b u r g kann ein selbstbestimmtes Spieleinsatzlimit – sogar je Lotterie bzw. Wette
einzeln – festgelegt werden. Wer möchte, bekommt etwaige
Gewinne zudem automatisch überwiesen.
P ro duk te
Pro du k te
Spieleinsatz 2010
1,62 Mio. €
lic -Pflicht
Spieleinsatz 2009
1,75 Mio. €
Einsatz
Änderung zu 2009
Hamburg: −7,4 % Höchstmöglicher Gewinn
0,50-Euro-Lose Hauptgewinn: 5.000 Euro
1-Euro-Lose
d rei Hauptgewinne von je
10.000 Euro
2-Euro-Lose
d rei Hauptgewinne von je
25.000 Euro
lic -Pflicht
lic -Pflicht
Spieleinsatz 2010
0,363 Mio. €
Spieleinsatz 2009
0,399 Mio. €
Änderung zu 2009
Hamburg: − 8,8 %; Blockniveau: − 3 ,4 %
sport. Lotto Hamburg ist die einzige deutsche Lotterie-
Höchster Jackpot
2,5 Mio. €, November 1991
gesellschaft, die eine Pferdewette anbietet. Traloppo
Höchster Einzelgewinn
1,3 Mio. €, November 1995
Einsatz
0,65 €
ab 0,10 €
Traloppo ist die Pferdewette bei Lotto Hamburg auf die
Highlights aus dem deutschen Trab- und Galopprenn-
ist eine Kombination aus Viererwette und Siegwette und
Spieleinsatz 2010
2,99 Mio. €
davon:
Spieleinsatz 2009
3,17 Mio. €
davon:
Änderung zu 2009
Hamburg:
Blockniveau:
wird in jeder Hamburger Lotto -Annahmestelle ange­
Top –Wette: 0,33 Mio. €
Kombi –Wette: 2,66 Mio. €
Top -Wette: 0,23 Mio. €
Kombi –Wette: 2,94 Mio. €
K ombi –Wette: − 9 ,8 %
Top -Wette: + 4 4,7 %
K ombi –Wette: − 9 ,2 %
Top -Wette: + 4 4,6 %
Rubbellose sind eine Lotterie mit sofortigem Gewinnent­
nommen. Das Besondere: Traloppo bietet die Möglichkeit,
Die Toto Auswahlwette ist eine Wette mit der Spielformel
scheid. Es gibt sie mit wechselnden Motiven für drei
Vollkombinationswetten auf der Basis von nur zehn Cent
6 aus 45, bei der sechs Fußballspiele mit den höchsten
ten Quoten: Odds (Englisch für Gewinnchancen/Quoten)
verschiedene Einsätze: 0,50-Euro-Lose (saisonal zu Weih-
abzuschließen – üblich ist ein Mindesteinsatz von 50 Cent
unentschiedenen Ergebnissen aus insgesamt 45 Spiel­
und Set (Englisch für festgesetzt/festgelegt). Gewettet
nachten), 1-Euro-Lose sowie 2-Euro-Lose. Die Spielformel
oder einem Euro. Traloppo -Rennen fanden im Berichts-
paarungen vorherzusagen sind. Dabei gilt immer das
wird bei der Top-Wette auf den Sieger oder den genauen
bei den 1-Euro-Losen lautet drei aus sechs: Im Gewinnfall
jahr donnerstags und sonntags statt. Gewettet wird mit
Ergebnis nach der regulären Spielzeit (90 Minuten) – ohne
Ausgang eines Ereignisses, beispielsweise: Wer wird Euro-
zeigen von den sechs frei zu rubbelnden Feldern drei
dem Traloppo -Wettschein oder interaktiv am JackPoint.
Verlän­gerung bzw. Elfmeterschießen Jackpots sind möglich.
pameister? Wer wird deutscher Meister? Wer wird Formel-
Felder denselben Betrag an, der damit einmal gewonnen
Bei der Vollkombination wettet man auf den Sieger und
1-Weltmeister? Die Kombi-Wette wird als Kombination von
ist. Lotto Hamburg bietet die Rubbellose in Kooperation
den Einlauf der ersten vier Pferde in beliebiger Reihen­
zwei bis zehn Wettereignissen angeboten und umfasst die
mit den Lotteriegesellschaften der Länder Berlin, Bremen
folge. Bei der Einzelwette wettet man auf den Sieger sowie
Vorhersage des Spielausgangs nach der Formel: Heim­
und Mecklenburg-Vorpommern an.
die ersten vier Pferde in der richtigen Reihenfolge.
sieg (1), Unentschieden (0), Auswärtssieg (2). Oddset
garan­tiert die sichere und seriöse Wettabwicklung. Es ist
lic -Pflicht
BB Durch einen Produzentenwechsel kam es im dritten
BB Traloppo wird von Lotto Hamburg vermittelt;
Quartal 2010 zu Out-of-Stock-Situationen in einigen An-
Veranstalter sind die deutschen Rennvereine, in deren
nahmestellen, was insgesamt zu einem Umsatzrückgang
Totalisator die Einsätze eingespielt werden.
gegenüber 2009 führte.
Für alle Sportwetten ist ein massiver Umsatzverlust zu verzeichnen, die zum Teil sehr viel stärker über dem Niveau des dltb
liegen. Der wesentliche Einflussfaktor sind die Aktivitäten der
Sport­wetten­anbieter ohne Erlaubnis sowohl im terrestrischen
Bereich als auch im Internet. Insbeson­d ere Hamburg ist eine
Stadt mit einer hohen Dichte an privaten Sportwetten­lokalen.
Erschwerend kommt hinzu: Durch die Berichterstattung im
Nachgang des EuGH-Urteils vom 08.09.2010 wurde in der
Öffentlichkeit der Eindruck vermittelt, dass die bisher illegal
am Markt agierenden Anbieter nun legal am Markt auftreten könnten. Dies lässt auch viele derjenigen abwandern, die
bislang legale Angebote bevorzugten.
38
Oddset ist die große legale Sportwette von Lotto mit fes-
Spieleinsatz 2010
0,649 Mio. €
Spieleinsatz 2009
0,808 Mio. €
0,808 Mio. Euro
Hamburg: − 19,6 %; Blockniveau: − 9,6 %
Höchster Jackpot
378.000 €, November 1995
Höchster Einzelgewinn
378.000 €, November 1995
Einsatz
0,50 €
Die Toto Ergebniswette ist eine Fußballwette auf den
Ausgang der 13 Spielpaarungen des jeweiligen Toto -Spielplans mit der Vorhersage von Sieg (1), Unentschieden (0)
oder Niederlage (2) der Heimmannschaft. Es gibt vier
Gewinnklassen – ein Gewinn liegt vor, wenn mindestens
zehn Spielpaarungen richtig getippt worden sind. Jackpots
sind möglich.
39
die einzige legale Sportwette auf dem deutschen Markt.
Dennoch beträgt ihr Marktanteil insgesamt nur ca. drei
Prozent.
BB Die Steigerung bei der Top -Wette ist auf die Fifa WM 2010 zurückzuführen und insbesondere auf das in diesem Zusammenhang ermöglichte »Spielen ohne Karte«.
A usbl i c k
Ausbl ic k
WinCheck-App
mit Locator
Die App wird um eine Locator-Funktion
ergänzt: Egal wo man sich in Hamburg
aufhält, die App zeigt die nächstgelegene
Lotto -Annahmestelle. Und: In Zukunft
Service
ist
smart
wird die Gewinnklasse ermittelt, sobald
die Lotto -Zahlen gezogen sind (bislang
gibt die App erst Auskunft über Gewinne,
wenn die Quoten vorliegen – also jeweils
am folgenden Werktag vormittags).
Selbstverständlich gibt es die Benach­
rich­tigung über die Höhe des Gewinns wei­
ter­hin, sobald die Quoten ermittelt sind.
Neuerungen
2011
2010 wurden die entscheidenden Weichen gestellt, um den
Kanalisierungsauftrag noch besser dort wahrnehmen zu können, wo die Menschen in ihrem modernen Lebensumfeld
anzutreffen sind. Die WinCheck-App für iPhone und iPad
war dafür ein wichtiger Anfang. Der Erfolg bestätigt, dass es
einen Bedarf an digitalen Servicefunktionen gibt. Zahlreiche weitere Projekte sind in der Planung, die ersten werden
2011 realisiert werden.
40
LOTTO Hamburg spricht QR LOTTO macht
eXpress
Eine weitere wichtige Serviceneuheit
Ähnlich wie die Quick-Tipp-Karten, die
für 2011 ist der
es in jeder Annahmestelle gibt, wird es
qr -WinCheck
für
alle Smart­phones bzw. der »Mein Tipp«.
ein speziell auf die Besonderheiten
Ab dem Herbst 2011 wird auf jeder
der Einkaufssituation zugeschnittenes
Spiel­scheinquit­tung von Lotto Hamburg
Spielan­gebot geben, das schnell und
ein
einfach beim Einkaufen wahrgenommen
qr -Code
aufgedruckt. Sobald die­­ser
kleine Kasten mithilfe eines
qr -Code-
werden kann. An Standorten mit hoher
Readers eingescannt wird, verrät das
Kundenfrequenz wie beispielsweise dem
Smartphone in Sekundenschnelle
Lebensmitteleinzelhandel oder in Con­
das Ergebnis der automa­tisch erfolgten
veniencestores werden eigene L otto
Gewinnprüfung.
eX­press Karten spielbar sein. Der erste
Kreuzchen machen war gestern, Ham­
Test­lauf wird im Frühjahr 2011 in einem
bur­­gerinnen und Hamburger werden ab
Test-Shop realisiert.
Mitte 2011 sicher gern ihren »Mein Tipp«
im Scheckkartenformat zücken, um ihre
Stammzahlen zu spielen. Der »Mein Tipp«
speichert einmal gemachte Spielvorhersagen in einem
qr -Code. Mit
dem »Mein
Tipp« kommt man schnell und unkompli­
ziert ins Spiel. Ein wichtiges Medium für
Standorte mit hoher Kundenfrequenz und
schnell drehenden Abwicklungsprozessen.
41
G ewin n e( R )
Gewin n e ( R )
In Hamburg
gibt es
mehr als
einen
Lotto-King
LOTTO 6aus49
2.355.276
42.660.664,50 €
SUPER6
980.014
5.429.352,00 €
TRALOPPO
1.795
26.904,80 €
TOTO Ergebniswette
23.242
329.575,20 €
GlücksSpirale
69.808
1.050.270,00 €
ODDSET Topwette
3.594
209.977,50 €
plus 5
23.887
88.883,00 €
KENO
353.329
1.064.976,00 €
Sonderauslosungen
44
11.400,00 €
ODDSET Kombiwette
31.047
1.300.917,80 €
Spiel77
1.197.583
7.903.962,00 €
TOTO Auswahlwette
16.753
135.125,90 €
Spiel:
Anzahl Gewinner:
Gewinne gesamt für 2010:
BINGO
12.964
620.742,10 €
G EWINNE
IN
HAMBURG
SLS, der für sich schon einen Wert von 185.000 Euro
hat, im Jahr 2010 an Hamburger Glückspilze. Zehn
Kreuzfahrten für je zwei Personen im Wert von insgesamt
28.000 Euro und sieben begehrte iPads inklusive zwei-
Im Jahr 2010 hat Fortuna ihren Beitrag dazu geleistet:
jähriger Internet-Flatrate wurden ebenfalls von Hambur-
Mehr als 61 Millionen Euro in Form von Geld- und Sach­
gerinnen und Hamburgern gewonnen.
gewinnen wurden von Lotto H a m b urg ausgeschüttet.
60,8 Millionen Euro als Geldgewinne und zahlreiche
Tatsache 2011: Die glücklichsten Menschen in Deutschland
leben in Hamburg.*
42
Sach­gewinne aus Sonderauslosungen: Autos im Wert
von mehr als 357.000 Euro, Reisen sowie Technik­spaß
für mehr als 36.000 Euro. Konkret gingen ein
vw
Polo,
ein Audi tt , drei Mercedes c 200 sowie ein Mercedes
43
* Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler Renate
Köcher und Bernd Raffelhüschen, die für den Glücks­a tlas
2011 die Daten des sozioökonomischen Panels ( soep ) ausgewertet haben. Bereits seit 1984 werden für das soep regel­
mäßig 11.000 Haushalte befragt.
Zahl en
Zahl e n
2010
in Zahlen
Kurzfassung Bilanz
zum 31. Dezember 2010
Verkürzte Gewinn- und-Verlust-rechnung 2010
AK T IV A
In €
A. ANLAGEVERMÖGEN
31.12.2010
1.442.519,99
2.277.563,12
1. Umsatzerlöse
II. Sachanlagen
1.019.565,58
1.749.070,41
a) Spieleinsätze
12.525.000,00
12.880.400,00
14.987.085,57
16.907.033,53
670.871,33
425.768,42
II. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
3.333.455,88
8.666.191,74
III. Wertpapiere
1.981.200,00
0,00
I. Vorräte
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
D. LATENTE STEUERN
144.330.006,60
158.872.059,40
5.745.298,00
6.413.670,70
150.075.304,60
165.285.730,10
1.888.068,18
2.719.877,52
a) Gewinnausschüttungen
69.234.785,40
76.625.927,37
b) Lotteriesteuer
25.012.549,77
27.547.620,58
c) Vergütung auf das Spielgeschäft
10.820.511,34
11.729.245,60
d) Konzessionsabgabe
28.150.037,29
30.731.074,95
1.726.523,73
1.337.141,32
− 1 34.944.407,53
− 1 47.971.009,82
17.018.965,25
20.034.597,80
− 5 .566.539,93
− 5 .449.048,64
6. Abschreibungen
− 1 .972.715,48
− 2 .146.102,80
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
− 7 .797.483,06
− 7 .497.687,13
1.682.226,78
4.941.759,23
523.064,28
579.772,95
2.205.291,06
5.521.532,18
− 1 .201.160,00
0,00
− 8 33.520,10
− 2 .115.926,29
170.610,96
3.405.605,89
b) Bearbeitungsgebühren
2. Sonstige betriebliche Erträge
7.647.926,45
9.228.933,93
13.633.453,66
18.320.894,09
352.158,21
265.715,26
198.698,00
0,00
29.171.395,44
35.493.642,88
e) Zwecker trag GlücksSpirale und B ingo
4. Rohergebnis
5.
P A S S IV A
In €
31.12.2010
I. Gezeichnetes Kapital
31.12.2009
Löhne und Gehälter, soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung
26.000,00
26.000,00
3.684.865,00
2.374.000,00
0,00
36.647,38
170.610,96
3.405.605,89
10. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
3.881.466,96
5.842.253,27
11. Außerordentliche Aufwendungen
B. RÜCKSTELLUNGEN
12.165.054,45
11.854.112,32
C. VERBINDLICHKEITEN
10.542.250,89
15.215.831,89
2.582.623,14
2.581.445,40
29.171.395,44
35.493.642,88
II. Gewinnrücklagen
III. Gewinnvortrag
IV. Jahresüberschuss/abzuf. Gewinn
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN
44
2009
3. Umsatzaufwendungen
IV. Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten
A. EIGENKAPITAL
2010
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
III. Finanzanlagen
B. UMLAUFVERMÖGEN
In €
31.12.2009
8. Betriebsergebnis
9. Finanzergebnis
12. Steuern vom Einkommen und vom Er trag
13. Jahresüberschuss
45
E pil o g
Eine der ersten großen Lotterien auf deutschem Boden wurde 1614 in Hamburg ausgespielt,
deren Ablauf 1707 wie folgt beschrieben wurde:
»Es waren zwey grosse Körbe gesetzet/
aus welchen die Zettel der Nahmen und der Gewinne/
durch einen Waysen-Knaben ausgegriffen/
und denn von denen beysitzenden Herren und Bürgern
durch den dabey gebrauchten beeydigten
Not­­arium verzeichnet worden. Auf dem Korbe/darinnen
die Nahmen lagen/stunden diese Verse:
Wer im Beinhause erkennen kan Einen Armen
für einen reichen Mann/Der kan in dieses Korbes Ort Hie
Heintzen treffen/Cuntzen dort. Auf dem/
darinnen die Gewinn-Zettel lagen/hieSS es: In diesem
Korbe die Gewinnen seyn Für grosse/mittel und
auch klein. Niemand kan sagen an dieser Sydt Liegen die
Gewinn und da die Nydt.«
Peter A. Lehmann: Historische Remarques über die neuesten Sachen in Europa, 1707 [2]
46
im pressu m
herausgeber
Gestaltung
Fotonachweis
Lotto H amburg GmbH
Überseering 4
22297 Hamburg
Juno, Hamburg
Telefon: 040 63205 - 0
Telefax: 040 63205 - 7 00
E-Mail: [email protected]
Internet: www.lotto-hh.de
Borek Kommunikation,
Osterwieck
S. 4/5: Norbert Gettschat
S. 6/7: Frank Sorge
S. 8/9: poster-networks/Red Rabbit
S. 11: Universität Hohenheim
S. 24: Papilio e.V.
Alle anderen Fotos: Lotto H a m b u r g GmbH
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