Dieser Mann hat noch viel vor

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Dieser Mann hat noch viel vor
Sport.
| Freitag, 14. März 2014 | Seite 36
Viktor Axelsen ist am Swiss Open in Basel als Nummer 8 gesetzt, traut sich aber alles zu
Könne er hier in Basel gewinnen, wäre
das für ihn so viel wert wie der Junioren-WM-Titel, sagt Axelsen.
Von Bedeutung ist das Resultat auch
deshalb, weil er Punkte sammeln muss,
um an der Weltmeisterschaft in diesem
Jahr sicher dabei zu sein. Ganz speziell
wichtig sei das für ihn, weil der Austragungsort direkt vor seiner Haustüre ist:
Kopenhagen. «Da muss ich einfach dabei sein.»
Nächster Stopp ist in Polen am «Polish Open». Danach geht es weiter nach
China. Um sich dort besser verständigen zu können, nimmt Axelsen zweimal
wöchentlich Privatunterricht und lernt
Chinesisch. «Zur Schule gehe ich nicht
mehr, dafür ist keine Zeit. Aber Chinesisch wollte ich schon immer lernen.»
Ein Grund dafür seien die vielen TopSpieler, die von dort kommen und die er
schon in seiner Kindheit zum Vorbild
nahm. Axelsen will sich im asiatischen
Raum, wo Badminton einen viel höheren Stellenwert als in Europa geniesst,
durchsetzen und dort nach Anerkennung streben. So wie dies seinem inzwischen zurückgetretenen Landsmann
Peter Gade gelungen war. Gade, der das
Swiss Open 1998 für sich entschied,
wurde in Asien von den Fans verehrt.
Von Aron Schneider
Basel. 195 Zentimeter gross. Extrem
schnell. Und sehr jung. In Dänemark
und der internationalen BadmintonSzene ist er bereits ein Star. Die Rede ist
von Viktor Axelsen. Der 19-Jährige ist in
der Weltrangliste momentan auf dem
26. Rang platziert und am Badminton
Swiss Open als Nummer 8 gesetzt. Und
das zu Recht: Im Achtelfinal hat er gestern den Chinesen Chen Yuekun trotz
verlorenem erstem Satz klar mit 17:21,
21:16 und 21:13 besiegt. Damit steht er
in der Runde der letzten acht. Heute
Freitag kriegt er es aber mit einem richtig schweren Brocken zu tun: dem Briten Rajiv Ouseph, der in Basel als Nummer 4 gesetzt ist. «Ich bin im Moment so
gut in Form, dass ich jeden schlagen
kann», meint Axelsen jedoch selbstbewusst und setzt noch einen drauf: «Ich
traue mir den Turniersieg zu.»
Dem stimmt der Therwiler Christian
Kirchmayr, der in der ersten Runde gegen Axelsen klar verloren hat, zu. Und
nicht nur das: «Wenn er sich weiterhin
derart verbessert, wird er in der Weltrangliste schon bald in den Top Ten auftauchen.» Was macht Axelsen denn so
gefährlich? Die Grösse sei ein immenser
Vorteil, findet Kirchmayr. «Er kann so
einen enorm grossen Raum abdecken.
Und wenn er einen Ball herab schmettert, hat man als Gegner fast keine
Chance.» Solche Schmetterbälle können bei den besten Spielern der Welt
über 400 km/h schnell werden.
Bodenständig und bescheiden
So sicher und selbstbewusst Axelsen
auf dem Platz auftritt, so bodenständig
und zurückhaltend ist er daneben.
Wollte er doch nicht einmal den vom
Swiss Open gestellten Fahrdienst zum
Hotel in Anspruch nehmen. Er könne ja
laufen und wolle keine Umstände bereiten, war seine Antwort. Axelsen ist bodenständig geblieben, trotz den grossen
Erfolgen in seiner noch jungen Karriere.
2010 war er Junioren-Weltmeister und
das, obwohl all seine Konkurrenten
zwei Jahre älter waren als er. «Mein bisher grösster Erfolg», sagt er strahlend.
Aber auch Turniere wie das Swiss
Open sind dem Jungstar sehr wichtig.
«Ich traue mir den Turniersieg zu.» Viktor axelsen (19) freut sich emotional über
seinen gestrigen Erfolg gegen den chinesen chen Yuekun. Foto Dominik Plüss
Was, wann, wo?
Badminton
SWISS OPEN BaSEl
Was? Internationales Badminton-Turnier.
Wann? Bis Sonntag, Finals von 12 bis 17 Uhr.
Wo? St. Jakobshalle.
www.swissopen.ch
Basketball
SchWEIzEr MEISTErSchaFT
Männer. Nationalliga A. Boncourt–Starwings (So, 16.00).
1. Liga. Starwings U23–cossonay (Sa,
17.30, Sporthalle Birsfelden).
Boxen
BOxEO 28
Was? Traditionelle Boxveranstaltung mit
mehreren Kämpfen unter anderem auch der
24. Kampf von arnold «The cobra» Gjergjaj
gegen Emilio Ezequiel «chiquito» zarate.
Wann? Samstag, Türöffnung 19 Uhr.
Wo? Grand casino Basel.
Sepak Takraw
Fussballtennis
im Flug
Es gibt Sportarten, die kennt anderswo
jedes Kind, hier hingegen kaum einer:
Sepak Takraw ist so eine, Nationalsportart in Malaysia und Thailand.
Dabei versuchen zwei Mannschaften
auf einem Badmintonfeld den Ball mit
den Füssen übers Netz zu bugsieren.
Spektakuläre Kicks inklusive. zum
12. Mal treffen sich die europäischen
Topteams an diesem Wochenende in
der St. Jakobshalle. Natürlich Teams
aus der Schweiz und auch unter anderem aus Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Belgien, Thailand,
Malaysia, Singapur, Indien, china, Brasilien und Iran. tvr
Samstag und Sonntag, kl. St.Jakobshalle.
Fasnacht aus der Ferne
Doch nun freut er sich erst einmal
auf den heutigen Viertelfinal. «Es hat
von Tag zu Tag mehr Zuschauer und die
Stimmung wird immer besser!», sagt er.
Axelsen kommt sehr gerne nach Basel.
«Die Leute sind freundlich, der Rhein
wunderschön und das Wetter traumhaft», schwärmt der Däne. Die Basler
Fasnacht hat er aber nur aus der Ferne
mitbekommen, weil er in der St. Jakobshalle im Einsatz stand. Er ist sich indes
sicher, dass er die Basler Traditionsveranstaltung irgendwann am Strassenrand miterleben will. «Da muss man
doch zumindest einmal dabei gewesen
sein», sagt Axelsen.
Bis ins Jahr 2019 wird dies jedoch
nicht mehr der Fall sein, bis dann gibt es
sicher keine Überschneidung mehr von
Fasnacht und Swiss Open. Und dass
Viktor Axelsen vorher seine Karriere beendet, ist eher unwahrscheinlich. Dafür
hat er noch zu viel vor.
Swiss Open
Jorgensen mit Mühe,
Nehwal souverän
Foto Keystone
Dieser Mann hat noch viel vor
Im Viertelfinal. Mehr Mühe als erwartet bekundete Jan O. Jorgensen, die
Nummer 1 des Swiss Open. Der Däne
musste gegen den Deutschen Dieter
Domke über drei Sätze, um sich
schliesslich für die heutigen Viertelfinals zu qualifizieren. Souverän in die
runde der letzten acht zog hingegen
die Inderin Saina Nehwal (Bild) ein: Die
Swiss-Open-Siegerin von 2011 und
2012 besiegte die Französin Sashin
Vignes Waran mit 21:17 und 21:4. aws
Resultate
Männer
Achtelfinals. Jan O. Jorgensen (Dä) s. Dieter
Domke (De) 21:13, 19:21, 21:11. Viktor axelsen
(Dä) s. chen Yuekun (china) 17:21, 21:16, 21:13.
Wan ho Son (Südkor) s. Thomas rouxel (Fr.)
21:11, 21:15. Kashyap Parupalli (Indien) s. lukas
Schmidt (De) 21:15, 21:14.
Frauen
Achtelfinals. Saina Nehwal (Indien) s. Sashin
Vignes Waran (Fr) 21:17, 21:4. Yihan Wang
(china) s. Yu Po Pai (Taiwan) 21:17, 21:15.
Die vollständige Übersicht der Resultate finden
Sie unter: www.swissopen.com
Programm
St. Jakobshalle
Heute Freitag. 13.30 bis 18 Uhr und 19 bis 23
Uhr: Viertelfinals. Der Eintritt für einen unnummerierten Platz kostet 35 Franken.
Nachrichten
Fussball
SchWEIzEr MEISTErSchaFT
Super League. Fc Basel–Fc aarau (So,
16.00, St.-Jakob-Park).
Frauen. NLA. Young Boys Bern–Fc Basel
(Sa, 19.00).
Junioren. U18. Gruppe A: Fc Basel–Young
Boys (Sa, 15.00, Kr campus). – Gruppe B:
Team Basel/Jura–Team luzern/Kriens (So,
13.00, Kr campus).
MEISTErSchaFT UNTErE lIGEN
1. Liga Promotion. Old Boys–Fc Basel U21
(Sa, 17.00, Schützenmatte).
1. Liga Classic. Schötz–Black Stars (Sa,
16.00). Baden–Fc concordia (Sa, 16.00).
2. Liga interregional. Kilchberg-rüschlikon–Muttenz (Sa, 16.00). Dornach–red-Star
(Sa, 16.00, Gigersloch). allschwil–Seefeld
(Sa, 18.00). Kosova–liestal (So, 15.30). Binningen–laufen (So, 16.30, Spiegelfeld).
3. Liga. Gruppe 1: US Olympia–Wallbach
(Sa, 18.00).
Handball
SchWEIzEr MEISTErSchaFT
Männer. Nationalliga B. Kadetten Espoirs–
rTV Basel (Sa, 17.00). Möhlin–Suhr aarau
(Sa, 19.00, Steinli).
1. Liga. Gruppe 2: Pratteln–Olten (Sa, 15.00,
KSz). Birsfelden–Brugg (So, 15.30, Sporthalle). – Gruppe 3: leimental–herzogenbuchsee (Sa, 17.30, Spiegelfeld).
Frauen. Auf-/Abstiegsrunde NLA/NLB.
Uster–Basel regio (Sa, 18.00). – Nationalliga
B. Spono Nottwil 2–leimental (Sa, 19.00).
Rugby
SchWEIzEr MEISTErSchaFT
Nationalliga A. Gc zürich rugby–rFc
Basel (So, 14.00).
Nationalliga C. Gc zürich rugby 2–Future
Team (So, 12.30, allmend Brunau).
Sepak Takraw
SWISS OPEN
Was? Turnier in der malaysischen Sportart.
Wann? Samstag (13–20 Uhr) und Sonntag
(10–17 Uhr) – Gratiseintritt.
Wo? Kleine St. Jakobshalle.
Tennis
TalENTSIchTUNG
Was? Die jährliche Talentsichtung des regionalverbandes trb (tennisregionbasel) findet
statt. Tennisvorkenntnisse sind nicht nötig.
Diejenigen Kinder, die Talent zeigen, werden
in die trb-Talentgruppen aufgenommen.
Wann? Sonntag. Jahrgänge 2006–2008:
12–14 Uhr getestet (anmeldung vor Ort um
11.30). 2002–2005: 14.30–17 Uhr, (anmeld.
14.00). (Outfit: Tennisschuhe und Sportbekleidung.)
Wo? Tenniscenter an der Birs.
www.tennisregionbasel.ch
Volleyball
SchWEIzEr MEISTErSchaFT
Frauen. Nationalliga A. Playouts. cheseaux–Sm’Aesch-Pfeffingen (Sa, 17.30). –
Nationalliga B. aufstiegsrunde. Therwil–
aadorf (So, 16.00). – 1. Liga. abstiegsrunde.
Toggenburg 2–KTV riehen (Sa, 14.15).
Männer. Nationalliga A. Playouts. Smash
05 laufenburg-Kaisten–Einsiedeln (Sa,
19.00, hoftstatt). – 1. Liga. Playoff-Halbfinal.
lutry-lavaux–VBc laufen (Sa, 17.00).
Eishockey
Bronze für EHC-Junioren
Basel. Die Young Sharks des Ehc
Basel haben mit 5:3 (2:0, 2:2, 1:1) gegen
den Ehc Bülach vor 134 zuschauern in
der St.-Jakob-arena den kleinen Final
der Elite-B-Junioren für sich entschieden. Im Entscheidungsspiel steuerte
Flügelstürmer Yves Morand vier
assists zu diesem heimsieg bei. wko
Hiller ausgewechselt
Anaheim. Jonas hiller und die anaheim Ducks erlebten bei ihrem Gastspiel in calgary einen schwarzen
abend. hiller wurde nach elfeinhalb
Minuten und drei Gegentreffern frühzeitig ausgewechselt, am Ende verloren die Ducks gegen die Flames 2:7.
Fussball
Rangers steigen auf
Glasgow. Die Glasgow rangers haben
den nächsten Schritt auf dem Weg
zurück in die schottische FussballPremier-league gemacht. Der rekordmeister sicherte sich mit einem 3:0Sieg gegen airdrieonians bereits acht
runden vor Schluss den Titel in der
league One, der dritten leistungsstufe. Die rangers haben in 28 Spielen
26 Siege und 2 remis geholt, Verfolger
Dunfermline liegt 26 Punkte zurück.
Der 54-fache Meister war 2012 wegen
Insolvenz in die vierte liga zwangsrelegiert worden. SI
Motorrad
Lüthi spürt Nachwehen
Jerez de la Frontera. Für Tom lüthi
war der letzte offizielle Testtag vor dem
WM-Start in gut einer Woche schon
vorzeitig zu Ende. Der 27-jährige
Emmentaler verzichtete in Jerez de la
Frontera auf die letzte Trainings-Session, weil er nach dem highsider am
Vortag noch Nachwehen verspürte. Die
Muskulatur an rücken, Nacken und
Schultern machte dem 125-ccm-Weltmeister von 2005 gestern in Jerez de la
Frontera zu schaffen. Nach dem brutalen Sturz am Mittwoch, bei dem die
Innenschale seines helmes gespalten
wurde, liess sich lüthi vom Physiotherapeuten behandeln, der ihm gleich
mitteilte, dass er sich bei diesen Verspannungen besser schonen würde. SI
Ski nordisch
Ammann in WM-Form
Harrachov. Gregor Deschwanden hat
an der Skiflug-WM in Harrachov (Tsch)
die Qualifikation wie erwartet problemlos überstanden. Mit 169,5 m belegte
der 23-Jährige den 20. Platz. Deutlich
besser zurecht mit der Schanze kam
der bereits vorqualifizierte Simon
ammann. Mit 196 m erreichte er die
viertbeste Weite, nachdem er bereits in
den Trainings mit den Plätzen 2 und 3
vorne dabei gewesen war. SI
Tennis
Hingis wieder mit Lisicki
Key Biscayne. Martina hingis wird
auch an dem am Dienstag beginnenden Turnier auf Key Biscayne im Doppel antreten. Die 33-jährige Ostschweizerin erhielt zusammen mit ihrer Partnerin Sabine lisicki eine Wildcard. Die
beiden hatten erstmals in Indian Wells
zusammengespielt, verloren in der kalifornischen Wüste allerdings in der
1. Runde gegen Ashleigh Barty und
casey Dellacqua aus australien knapp
in drei Sätzen. SI

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