PRÜFBERICHT Kranvollernter John Deere 1070 D mit

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PRÜFBERICHT Kranvollernter John Deere 1070 D mit
PRÜFBERICHT
Kranvollernter John Deere 1070 D
mit Vollernteaggregat 745
(baugleich mit Timberjack 1070 D)
INHABER DER PRÜFURKUNDE:
Anmelder/Vertreiber:
NUHN GmbH & Co. KG
Jossastraße 56
D – 36272 Niederaula
Internet: www.nuhn.de
HERSTELLER:
John Deere
FIN-33101 Tampere
Herausgegeben
mit Förderung durch das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und die
Landesforstverwaltungen
Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik e.V. (KWF)
Spremberger Straße 1
Telefon: 06078-785-0
D-64823 Groß-Umstadt
Telefax: 06078/785-39+50
E-mail: [email protected]
Internet: http://www.kwf-online.de
Kranvollernter John Deere 1070 D
mit Vollernteaggregat 745
Beurteilung – kurz gefasst
Prüfmerkmal
Prüfergebnis
Beurteilung
Kranvollernterklasse 2
70 kW < Motorleistung < 140 kW
Einsatzschwerpunkt
Nadelholzdurchforstungen einfachere bis schwierige Geländeverhältnisse, mittlerer BHD
der ausscheidenden Bäume 14-25 cm; maximaler Fälldurchmesser 50 cm
Fahrverhalten
gut
Fahrgeschwindigkeiten
bei Umsetzfahrten 19,5 km/h
Geländegängigkeit
Koeffizient der Geländegängigkeit: 0,75
Umsetzen
Gesamthöhe per Achse 3,6 m
++
o
++
Fällen/Aufarbeiten
gut
Auslegersteuerung
elektronisches Vorsteuersystem Timbermatic 300,
7 Fahrereinstellungen speicherbar
Auslegerkonstruktion
Netto-Hubkraft bei Vollauslage 0,0 kN, 4 m Auslage 16,2 kN
Maximalauslage 9,7 m, tiltbar
o
Standsicherheit
bei Maximalauslage seitlich mit Last gegeben (mit Wasserfüllung)
o
Entastung
Vorschubgeschwindigkeit 3,8 m/s, Vorschubkraft 11,0 kN
+
Mess- und Steuersystem
Timberjack Timbermatic 300
++
Ergonomie
gut
Lärm
Leq = 62 dB(A)
Vibration
K = 10,9
Kabine
sehr gute Anordnung von Display und Bedienelementen; komfortable und
großzügige Kabine
Sicht
hohe gewölbte Scheibe, schmale Karosseriestege
+
Arbeitsfeldausleuchtung
gute und blendfreie Ausleuchtung
+
Arbeitsschutz
sicherheitstechnisches Gutachten der DPLF
++
o
Umweltverträglichkeit
++
gut
Bodenpfleglichkeit
79 Bodenpfleglichkeitspunkte
-
Hydraulikflüssigkeiten und
Gefahrstoffe
biologisch schnell abbaubare Hydraulikflüssigkeit; 8 Gefahrstoffe mit
WGK > 1 nicht bekannt,
o
Kraftstoffverbrauch
11 l/MAS (spez. Verbrauch k.A.)
o.B.
Konstruktive Leckageminderung
Vakuumpumpe, Schnellverschlusskupplungen für Hydrauliktankbefüllung
und –entleerung, Hydraulik-Füllpumpe
++
Abgasemissionen
k.A.
--
Wirtschaftlichkeit
Kosten (ohne Lohn)
nach Kalkulationsschema 86 EUR/MAS (bei 1500 MAS/Jahr)
Wartung (inkl. Tanken)
täglich ca. ¾ Stunde; wöchentlich zus. ca. 1,5 Stunden
Leistung
im Leistungsrahmen dieser Kranvollernterklasse
Besonderheiten
balancierter Bogie verringert Aufbäumneigung
++ = sehr gut, + = gut, o = befriedigend, - = ausreichend, -- = ungenügend
2/9
(* Herstellerangabe)
Kurzbeschreibung
Abbildung 1: Maschinenskizze und Auslegerbereichsdiagramm
•
Vorderwagen geschlossene Rahmen, Hinterwagen verstärkter Leiterrahmen,
Holme teilweise geschlossen
•
annähernd zentral gelegenes Knickgelenk und hintenliegendes Verschränkungsgelenk mit Scheibenbremse, unterschiedliche Spurweiten vorne und hinten
•
hydrostatisches Getriebe mit elektronischer Leistungsregelung und nachgeschaltetem 2-stufigem Verteilergetriebe;
Vorderwagenantrieb abschaltbar
•
Prüfbereifung:
•
•
lastfühlendes Hydrauliksystem mit Dauerdruck
•
•
•
•
•
vorne:
hinten:
Trelleborg 710/40-22,5 151 A 8
Trelleborg LS-2 620/55-30,5 158 A 8
elektronisches Vorsteuersystem für Hydraulik, Auslegerfunktionen und Maschinenregelung (Timberjack TMC zusammen mit Timbermatic 300)
Gesamtmasse (mit Wasserfüllung):
15140 kg
Transporthöhe für Tieflader:
für Straßenfahrt:
3555 mm
3555 mm
Breite (maximal):
2830 mm
Wendekreisdurchmesser:
14100 mm
Einsatzbereich
Die Grenzen der Befahrbarkeit werden unter Beachtung der örtlichen Gegebenheiten des Geländes (Mikrorelief,
Hindernisse) und der Witterungsverhältnisse bei etwa 35 % erreicht. Der Einsatzbereich wird auch durch den maximalen Fälldurchmesser von 55 cm und den maximalen Entastungsdurchmesser von 40 cm bestimmt. Es kann
Langholz ausgehalten und Laubholz aufgearbeitet werden.
Bruttohubmoment (kNm)
72,0
Min.
143,0
Akt.
200,0
Max.
0
50
100
150
200
250
Abbildung 2: Vergleich von Daten der aktuellen Prüfmaschine mit Minimal- und
Maximalwerten der bisher geprüften 12 Maschinen innerhalb der jeweiligen Leistungsklasse der Maschinengruppe
3/9
Motor
Flüssigkeitsgekühlter 4-Takt 6-Zylinder Constant-Power Dieselmotor JD 6081 HTJ 04 mit Common-Rail-Einspritzsystem,
Turboaufladung und Ladeluftkühlung, RME-tauglich, wenn Kraftstoffqualität DIN 51606 o.ä. Spezifikationen entspricht
Hubraum
6788 cm³
Leistung
bei Nenndrehzahl
1900 1/min
136 kW
Drehmoment
bei Nenndrehzahl
1900 1/min
684 Nm
Drehmoment
bei Arbeitsdrehzahl
1400 1/min
779 Nm
Drehmomentanstieg
14 %
Kraftstoffverbrauch im Arbeitseinsatz durchschnittlich
11 l/MAS
Kraftstofftankvolumen
300 l
RME- bzw. Pflanzenöltauglichkeit
bei Einhaltung der Kraftstoffspezifikationen des Herstellers
Motorleistung (kW)
83,0
Min.
136,0
Akt.
130,0
Max.
0
20
40
60
80
100
120
140
160
Abbildung 3: Vergleich von Daten der aktuellen Prüfmaschine mit Minimal- und
Maximalwerten der bisher geprüften 12 Maschinen innerhalb der jeweiligen Leistungsklasse der Maschinengruppe.
Kraftstoffverbrauch (l/M AS)
7,5
Min.
11,0
Akt.
18,0
Max.
0
5
10
15
20
Abbildung 4: Vergleich von Daten der aktuellen Prüfmaschine mit Minimal- und
Maximalwerten der bisher geprüften 12 Maschinen innerhalb der jeweiligen Leistungsklasse der Maschinengruppe.
Hydraulik Arbeitskreis
Lastfühlendes Hydrauliksystem mit Dauerdruck; verstellbare Schrägscheiben-Kolbenpumpe; Systeminhalt 200 l
Hydraulikpumpen
Bosch Rexroth A 11 VO
Fördermenge
bei Motor-Arbeitsdrehzahl(1400 U/min)
Leistungsabnahme
(installierte Leistung)
bei 1900 U/min
bei 1400 U/min
Hydraulikdruck
maximal
Tankvolumen
0 – 203
129
95
kW
kW
28
MPa
170
4/9
l/min
l
Hydraulik Fahrkreis
Hydrostatisches Getriebe elektronisch geregelt
Hydraulikpumpe
Bosch Rexroth A4VG 90
Fördermenge
bei Motor-Nenndrehzahl
(1900 1/min)
Leistungsabnahme
(installierte Leistung)
bei 1900 U/min
bei 1400 U/min
128
95
kW
kW
Hydraulikdruck
maximal
45,0
MPa
Hydraulikmotor
Bosch Rexroth A6VM
0 – 171
Schluckvolumen
0 - 160
l/min
cm³/U
Ausleger
TJ 180 97; auf dem Vorderwagen; Drehzapfen über der Vorderachsmitte; Drehzapfen über 4 Druckzylinder und 2
Zahnstangen angetrieben; Parallelkran aus Hubarm und Wipparm mit niedriger Kransäule und 1-stufigem Teleskop
Bruttohubmoment
143
Tiltwinkel vorwärts/rückwärts/links/rechts
Nm
16,5 / 16,5 / – / –
°
maximale Auslage (inkl.1-stufigem Teleskop)
9,7
m
Nettohubkraft (Maximalauslage/4m Auslage)
0 / 16
kN
Zugkraft des Teleskops
12,0
kN
Schwenkmoment (links/rechts)
35,2
kNm
Drehbereich (links/rechts)
226
°
erforderliche Hydraulikflüssigkeitsmenge *
k.A.
l/min
*Herstellerangabe
M aximale Auslage (m)
8,8
Min.
9,7
Akt.
10,3
Max.
0
2
4
6
8
10
12
Abbildung 5: Vergleich von Daten der aktuellen Prüfmaschine mit Minimal- und Maximalwerten der bisher geprüften 12 Maschinen innerhalb der jeweiligen Leistungsklasse der Maschinengruppe.
Vermessungssystem Bewertung gemäß KWF-Pflichtenheft
Timbermatic 300
Hardware
Display
grafikfähiges farbiges VGA-Display in Arbeitsrichtung direkt vor dem Fahrer, manuelle Helligkeits- und
Kontrastregulierung, Ablesbarkeit sehr gut
Eingabegerät
Tasten bei den Joysticks (Sondertasten für Baumart und Qualitäten), PC-Tastatur in Schieber unter
dem Display, Trackball zur Cursorsteuerung; Bedienbarkeit aufgrund Größe und Anordnung gut
Drucker
Tintenstrahldrucker mit Einzelblatteinzug (DIN A4)
Kontrollausdrucke
Vollständigkeit der Daten
erfüllt
Eindeutigkeit der Datenbeschriftung
ausreichend
HKS-Konformität
Anforderungen des KWF-Pflichtenheftes
erfüllt
Handhabung und Leistung Gesamtsystem
Kalibrierung und Kontrolle elektronische Kluppe/manuell
sehr gut/befriedigend
Messgenauigkeit
sehr gut
Messbeständigkeit
sehr gut
Gesamturteil:
gut
5/9
Aggregat
745
Gesamtmasse
871 kg
(mit Rotator und Pendelbremse)*
erforderliche Fördermenge*
k.A. l/min
Schnittlänge (nutzbar)
550 mm
Kettengeschwindigkeit
40 m/s
Schmierölverbrauch für Sägekette*
0,7* l/MAS
Tankvolumen für Sägekettenschmierung
5 l
Vorschubwalzendurchmesser
395/238 mm
Führungslänge
750 mm
Entastungsdurchmesser
400 mm
max. Fälldurchmesser
550 mm
Greiferfunktion
oben 2 und unten 1 stammumschließende Entastungsmesser; ggf. Unterstützung
durch die Vorschubwalzen
* Herstellerangabe
1
2
3
4
5
Einschneidevorrichtung mit elektro-hydraulisch betätigter und
angetriebener Kettensäge, durchmesserabhängige Sägeschnittkontrolle
6
federgespanntes Längenmessrad
7
Durchmessererfassung durch 2 Winkelgeber in den oberen
Entastungsmessern
manueller Kettenspanner
8
Abbildung 6 Aggregat
1 feststehendes oberes V-förmig ausgeformtes Entastungsmesser
2 obere, stammumschließend ausgeformte bewegliche Entastungsmesser im Grundrahmen gelagert, durchmesserabhängiger Anpressdruck
4 hydrostatisch angetriebene Vorschubwalzen (2 schwenkbare
Stahlwalzen mit elliptischen Spikes, 2 feststehende Profilwalzen)
1 unteres bewegliches Entastungsmesser
Maximaler Fälldurchmesser (cm)
35,0
Min.
55,0
60,0
Akt.
Max.
0
10
20
30
40
50
60
70
Abbildung 7: Vergleich von Daten der aktuellen Prüfmaschine mit Minimal- und Maximalwerten der bisher geprüften 16 Maschinen innerhalb der jeweiligen Leistungsklasse der Maschinengruppe.
6/9
Ersatzteillieferung, Handbücher und Service
gut
Wartungsfreundlichkeit
grundsätzlich befriedigend; Wartung einfach und zweckmäßig möglich, Kran durch Zentralschmierung des Auslegers einfach zu warten; vordere untere Wartungsabdeckungen nur mit
großer Vorsicht zu öffnen
Wartungsumfang
nach Fristenplan und nach Bedarf; der Zeitbedarf für die tägliche Wartung (einschließlich
Nachfüllen der Betriebsstoffe) beträgt ca. ¾ Stunde, für die wöchentlich durchzuführende
Wartung ca. 1,5 Stunden
Betriebsanleitung
sehr gut aufgebaute klar verständliche und leicht lesbare Anleitung
Ersatzteilliste
reichlich bebildert und gut gegliedert; das Auffinden von sämtlichen Teilen ist problemlos möglich
Schulung
Schulung während des Ersteinsatzes und bedarfsweise Nachschulung; 3 Tage Einweisung an
der Maschine und 1 Tag Nachschulung durch Schulungdienstleister
Kabine
schwingungsgedämpft gelagerte, ROPS-, FOPS- und OPS-geprüfte großzügige komfortable Sicherheitskabine mit
weit hochgezogener Frontscheibe, sehr aufgeräumter Bauweise
Fahrersitz
luftgefederter, beheizter vielfach verstellbarer Komfortsitz KAB 56, um 90 ° drehbar,
elektromechanisch gebremst seitlich um jeweils 12 ° neigbar, mit pneumatischer Lendenwirbelstütze
Bemerkungen / Bewertung
Norm erfüllt
Kabinenmaße und
-gestaltung
komfortable helle Sicherheitskabine mit weit hochgezogener
Frontscheibe, sehr aufgeräumter Bauweise, zweckmäßiger
Ausstattung und gutem Verarbeitungseindruck
ja
Klimatisierung
Heizung und manuell regelbare Klimaanlage mit 3-stufigem hörbaren Gebläse, Umluftschaltung, Vorwärmanlage
Bedienelemente
sinnfällige aufgeräumte Anordnung und gute Erreichbarkeit
aller Schalter mit sehr guter Kennzeichnung, teilweise Funktion
ertastbar
Nivellierbarkeit
seitliche Sitznivellierung
Arbeitsfeldausleuchtung
die Arbeitsfeldausleuchtung ist durch eine große Anzahl Halogen – Arbeitsscheinwerfer
und 4 Kranleuchten gut, im Vergleich zu Xenon-Licht aber nur befriedigend
Sichtverhältnisse
Durch großzügige Verglasung, schmale Karosseriestege und weit nach oben gezogene
Frontscheibe gute Sicht, auch auf die Vorderräder und die Baumkronen, Einschränkungen durch die Kransäule, nicht ausreichender Blendschutz durch relativ kleines Sonnenschutzrollo
Lärmbelastung
niedrig
Schwingungsbelastung
K-Wert = 10,9
Schallpegel 61,9 dB(A)
ja
ja
Bei einer Einwirkungsdauer von 8 Stunden (Arbeitsschicht) ist eine Beeinträchtigung der
Gesundheit durch Schwingungseinwirkung nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu
erwarten.
Stauvolumen an der Maschine
mit 185 l ausreichend bemessen; 1 Stauraum für Werkzeug vorne am Fahrzeug, 2
Stauräume am Heck, 1 weiterer kleiner Stauraum im Bereich der Einstiegsleiter
Stauraum in der Kabine
für Bedienungsanleitung und Erste-Hilfe-Set spezielle Ablage vorhanden, weiterer Stauraum für 1 kleine Kühlbox und persönlichen Bedarf; im Kabinenfußboden Stauraum für
Sägeschwerter
7/9
Maschinenkosten und Kalkulationsgrundlagen
288000
Anschaffungspreis geprüfte Ausführung
Auslastung MAS/Jahr
1500
2000
3000
Abschreibungszeitraum
(in Jahren)
6,7
5
3,3
€/MAS
(gerundet)
€MAS
(gerundet)
€/MAS
(gerundet)
Gesamtnutzungsdauer [MAS]
Reparaturkostenfaktor
€
10000
1,0
Betriebsstoffkosten (Kraft- + Schmierstoffe) in €/MAS
14,30
Abschreibung
28,80
28,80
28,80
Dieselpreis [€/l]
1,0
Reparatur und Wartung
28,80
28,80
28,80
Zinssatz [%]
8,0
Kraft- und Schmierstoff
14,30
14,30
14,30
Umsetzkosten [€]/1000 MAS
4500
Zinsen
7,70
5,80
3,80
sonstige Kosten [€]
7500
Umsetzen, An- und Abfahrt
4,50
4,50
4,50
Technische Arbeitsproduktivität:
Sonstiges
5,00
3,80
2,50
89,10
86,00
82,70
Maschinenkosten
9,6
Fm/MAS
Im Leistungsrahmen der Kranvollernterklasse 2
Andere Ausrüstung (nicht geprüft)
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Alternative Aggregate mit Fälldurchmesser: H 732 (400 mm), H 742 (470 mm), H 752 (550 mm), H 754 (550 mm)
Dreh- und nivellierbare Kabine
Weitere Ausleger mit geänderter Reichweite: TJ 180 H 83 (8,3 m), TJ 180 H 110 (11,0 m)
Alternativ 600er oder 700er Bereifungen (beide Achsen)
Xenon Beleuchtung
Feuerlöschanlage
Wurzelstockbehandlungssystem
automatische Krannivellierung
Software Timberoffice
GPS-Ausrüstung
Rückfahrwarnton
Prüfung
Hinweis zu den Auflagen: Aufgrund der Produktionseinstellung des Modells ist eine Umsetzung
der Auflagen nicht mehr möglich. Die Hinweise der Auflagen und Empfehlungen wurden vom Hersteller bei der Gestaltung der Nachfolgeserie aufgenommen
Noch verbliebene Auflagen:
Die Achslastangaben zum zulässigen Gesamtgewicht und zur zulässigen Hinterachslast auf dem Fabrikschild sind
geringer als die gemessenen Werte. Die Angaben sind zu korrigieren.
Die Türkontaktschalter können leicht überbrückt werden; die Schalter sind dergestalt zu ändern, dass Manipulationen
zum Umgehen der Schalter erschwert werden.
An der Zugangstüre zur Kabine ist der Handgriff dergestalt zu ändern, dass dieser Handgriff beim Aufstieg ohne Umgreifen benutzt werden kann.
Die Stufe des Aufstiegs zum Wartungsplatz ist zu schmal und sie weist mangelnden Freiraum auf, darüber hinaus ist
sie zu hoch angebracht; die Stufe ist entsprechend zu ändern.
An der Sitzneigungsverstellung (Seitenneigung) unten über dem Kabinenboden befinden sich Quetschstellen; diese
sind zu beseitigen.
Die untere vordere Wartungsklappe ist nicht scharniert und ihre Öffnungsweite ist nicht begrenzt. Das Öffnen der Klappe ist mit erheblichen Gefahren verbunden. Die Klappe ist entsprechend der gültigen Sicherheitsanforderungen zu gestalten.
Die +-Pole der Batterie sind nicht ausreichend gegen Kurzschluss gesichert. Die +-Pole sind gemäß den gültigen Sicherheitsanforderungen zu gestalten.
8/9
Beim Betrieb mit Bändern kann der Aufstieg durch hoch geförderten Schlagabraum beschädigt werden; der Aufstieg ist
dergestalt zu ändern, dass solche Beschädigungen vermieden werden.
Es fehlen Angaben zur bestimmungsgemäßen Verwendung der Maschine. Diese sind zu ergänzen.
In der Betriebsanleitung fehlen Hinweise auf die Belastung des Bedieners durch Ganzkörperschwingungen und HandArm-Schwingungen. Diese sind zu ergänzen.
Empfehlungen:
Der Luftfilter lässt sich bei vollständig geöffneter Motorhaube nur schlecht entfernen; die Anordnung des Filters zur
Motorhaube sollte verbessert werden.
Der Sonnenschutz in der Kabine ist mangelhaft und sollte verbessert werden.
Der Zwischenraum zwischen Kabine und Kransäule ist nicht abgedeckt. Dadurch sammelt sich dort brennbares Material
an. Dies sollte verbessert werden.
Die Befestigungen der beiden schwenkbaren Vorschubmotoren des Harvesteraggregats sind ungenügend standhaft
und sollten verbessert werden.
Hydraulikschläuche am Harvesteraggregat neigen zur Bildung von Scheuerstellen; diesbezüglich sollten Verbesserungsmöglichkeiten gesucht werden.
Die Bedienung der Handhebellenkung ist nicht ohne weiteres als sinnfällig zu erkennen. Eine sinnfälligere Anbringung
sollte entwickelt werden.
Folgende Unterlagen wurden nicht vorgelegt:
Die Dokumentation zur Maschine fehlt bislang und ist noch nachzuliefern.
Prüfungsdurchführung
Kuratorium für Waldarbeit und Forsttechnik, Groß-Umstadt
Berichterstatter
Dr. Günther Weise, Lars Nick, Dr. Andreas Forbrig, KWF, Groß-Umstadt
KWF-Gebrauchswert-Anerkennung
Prüf-Nr. 4013, gültig bis zum 30.06.2014
Der Anmelder ist berechtigt, die Prüfzeichen gemäß Prüfungsordnung an Maschinen dieses Typs zu
führen und die Anerkennung in der Werbung zu verwenden.
9/9