Medienmitteilung – vorläufiger Schlussbericht Theaterfestival Basel

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Medienmitteilung – vorläufiger Schlussbericht Theaterfestival Basel
c/o Kaserne Basel | Klybeckstrasse 1b | CH-4057 Basel | T +41 61 6666 000
[email protected] | theaterfestival.ch
Medienmitteilung – vorläufiger Schlussbericht
Theaterfestival Basel
Basel, am 7. September 2014
Heute Abend feiert das Theaterfestival Basel (die zweite Ausgabe unter der
künstlerischen Leitung von Carena Schlewitt) seinen erfolgreichen Abschluss.
Während französische Möbel quer durch Basel zogen und PassantInnen eine kurze
Pause ermöglichten, wurde in einer Turnhalle die Stadt am Rhein neu erbaut, spielten
sich parallel auf den Basler Bühnen politisch-gesellschaftlich brisante Geschichten aus
aller Welt in die Herzen des Publikums und zeigten Tanz und Performance
Produktionen ein breites Spektrum im Umgang mit Körperbildern und deren
Projektionen.
Vom 27. August bis 7. September 2014 wurden in Basel und Birsfelden 16 Produktionen
gezeigt und 50 Veranstaltungen durchgeführt. 170 Bühnenschaffende aus zehn
Ländern fanden in Basel ein neues temporäres Zuhause. Die Veranstaltungen in der
Kaserne Basel, im ROXY Birsfelden, im jungen theater basel und im Theater Basel
waren durchweg sehr gut besucht, weit mehr als die Hälfte der Vorstellungen waren
ausverkauft. Die Auslastung lag bei 86% (84% im Jahr 2012): es wurden rund 6000
Tickets abgesetzt. Zusätzlich besuchten rund 5500 Gäste das Festivalzentrum auf dem
Kasernenareal, das „ReiseBüro“ von boijeot.renauld.turon und die Stadtinstallation
„home sweet home“ in der Turnhalle Klingental.
Eine Gruppe internationaler KuratorInnen aus neun Ländern begleitete das Festival
über den gesamten Zeitraum im Rahmen des Migros-Kulturprozent-Residenzprojektes
„Watch & Talk“. Es wurden Publikumsgespräche sowie 14 Workshops für Schulklassen,
Profis und Laien angeboten.
Das Theaterfestival Basel ist bei Publikum und Presse auf begeisterte und breite
Resonanz gestossen und zieht auf allen Ebenen eine positive Bilanz!
Theater
Ein interessiertes Theater-Publikum hat die diesjährige Auswahl an Inszenierungen
zu schätzen gewusst. Eröffnet wurde das Theaterfestival Basel 2014 mit dem
Musiktheater „When the mountain changed its clothing“ von Heiner Goebbels und dem
Vocal Theatre Carmina Slovenica. Der Chor der 40 Mädchen aus Maribor begeisterte
mit hoher Gesangskunst und Spielfreude.
Gezeigt wurden ausserdem das explosive Bühnenfarbspektakel „Mystery Magnet“ von
Miet Warlop & CAMPO und Bruce Gladwin & Back to Back Theatre aus Australien mit
ihrem traurig-komischen Making-of des Holocaustmärchens „Ganesh Versus the Third
Reich“. Am Tag vor der ersten Aufführung in Basel wurde das Stück „Es sagt mir
nichts, das sogenannte Draußen“ (geschrieben von Sibylle Berg), inszeniert von
Sebastian Nübling am Maxim Gorki Theater Berlin, von der Zeitschrift Theater heute
zum Stück des Jahres gewählt. Der Künstlerschwerpunkt zu dem iranischen Autor und
Regisseur Amir Reza Koohestani und seiner Mehr Theatre Group wurde von Publikum
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und Kritik sehr interessiert angenommen. Ergänzt wurden die beiden Produktionen
„Iwanow“ und „Wo warst du am 8. Januar?“ durch ein Podium, unter anderem mit
Amir Reza Koohestani, über Produktionsbedingungen und Zensur in Iran sowie einen
iranischen Filmabend. „Iwanow“ war ebenso wie „Ganesh Versus the Third Reich“ in
Kooperation mit dem Theater Spektakel Zürich eingeladen. Das hochaktuelle
Dokumentartheater von Hans-Werner Kroesinger „FRONTex SECURITY“ über die
Organisation der europäischen Grenzschutzbehörde konfrontierte das Publikum mit
der Frage "Und was wäre, wenn wir die Grenzen öffneten?". Den Abschluss des
Theaterfestivals bildete die berührende Inszenierung „Unsere Geheimnisse“ von Béla
Pintér & Compagnie über die bis heute wenig aufgearbeitete sozialistische
Vergangenheit in Ungarn.
Tanz & Performance
Die Basler und Birsfeldner Partner-Bühnen des Theaterfestivals wurden zudem von
verschiedenen Tanz & Performance Produktionen bespielt. Eine grosse Kraft entfaltete
„D’après une histoire vraie“ von Christian Rizzo & l’association fragile im Grossen
Haus des Theater Basel und riss – wie versprochen – das Publikum von den Sitzen.
Louise Lecavalier aus Kanada stellte mit ihrem Stück „So Blue“ erneut ihren Status als
Ausnahmetänzerin und Kultfigur des zeitgenössischen Tanzes unter Beweis. Dana
Michel spielte sich mit ihrer Performance-Collage durch Identitäten und Stereotypen
der Black Culture und Eisa Jocson hat in philippinischen Nachtclubs nach
Inspirationen gesucht, um Themen der Verführung und des Voyeurismus zu
hinterfragen. „Logobi 05“ von Gintersdorfer/Klaßen hat an zwei Abenden
unterschiedliche Themen im Spannungsfeld zwischen afrikanischen Tanzstilen und
westlichen zeitgenössischen Tanzsprachen verhandelt. Antonia Baehr führte die
Zuschauenden durch ein ABC der Affinitäten in Tiermetaphern.
Stadtraum
Mit einem Tisch, Bett und Stuhl als kleinstmöglicher Bühne und der Stadt als
grösstmöglicher Szenerie hat sich das „ReiseBüro“ des französischen Künstlertrios
boijeot.renauld.turon durch Basel bewegt. Während der zwölf Festivaltage sind sie
unter reger Publikumsbeteiligung vom ROXY Birsfelden bis zur Kaserne Basel quer
durch die Stadt gezügelt und haben mit ihren Möbeln Strassen und das Kasernenareal
bewohnbar gemacht.
In der Turnhalle Klingental wurden bei „home sweet home“ von Subject to_change
Immobilienträume erfüllt und fantasievollste Geschäftsideen ermöglicht. Am Ende
feierte „home sweet home“ ein Strassenfest, das zu später Stunde im Rossstall in die
ausgelassene Theaterfestival-Abschlussparty mit Friedrich Liechtenstein und DJ Fett
überging.
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watch & talk
Mit
dem
Residenzprogramm
des
Migros-Kulturprozent
konnten
neun
TheaterleiterInnen, DramaturgInnen und KuratorInnen am Theaterfestival
teilnehmen. Unter der Leitung und Moderation von Anja Dirks haben sie sämtliche
Produktionen besucht, reflektiert und diskutiert.
Vermittlung
Die Anwesenheit von internationalen KünstlerInnen nutzend, hat das Theaterfestival
insgesamt 14 Workshops für SchülerInnen, Profis und Laien organisiert. Angeboten
wurden Tanzworkshops mit den Tänzern von Christian Rizzo und Louise Lecavalier,
Einführungen
in
verschiedene
Stücke
und
die
Teilnahme
an
dem
Stadtinstallationsprojekt „home sweet home“, sowie Publikumsgespräche. Das
Vermittlungsangebot wurde von insgesamt 700 BesucherInnen genutzt.
Danke
Unterstützt wurde das Theaterfestival Basel von Swisslos-Fonds Basel-Stadt und
Swisslos Basel-Landschaft. Weiterhin von der Ernst Göhner Stiftung, der L. + Th. La
Roche-Stiftung, der GGG Basel, der MBF Foundation, Migros-Kulturprozent, der
Stanley Thomas Johnson Stiftung, Heivisch, dem Südkulturfonds, der
Kulturverwaltung des Landes Berlin, der Kulturbox, der MCH Group AG, der Stiftung
Edith Maryon, dem Institut Français, der Französischen Botschaft, Vitra AG, Jean
Cron AG, Roser AG, Blaser AG und Basel Tourismus.
Das Theaterfestival Basel dankt allen Förderern, Sponsoren, Unterstützern und
Freunden, den Vorstandsmitgliedern des Verein Theaterfestival Basel, dem
künstlerischen Beirat, dem Institut Innenarchitektur und Szenografie der FHNW, dem
Restaurant Landestelle, allen Kooperationspartnern, den Partnerhotels und den
Medienpartnern, die alle entscheidend zum diesjährigen Erfolg beigetragen haben und
freut sich auf seine nächste Ausgabe, die vom 31. August bis 11. September 2016
stattfindet.
Für Fragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Franziska Castell
Presse & Öffentlichkeitsarbeit
[email protected]
+41 61 6666 019
Niklaus Bein
[email protected]
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