2008_Sommer SR - Kirchengemeinden

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2008_Sommer SR - Kirchengemeinden
Pfarrbrief
St. Maria und St. Clemens
Firmung im
Pfarrverband
Frauengemeinschaft im
Bergischen Land
„Der Wandel kann
eine Chance sein“
Interview mit
Pastor Chillón
Seine Excellenz
der Apostolische
Nuntius Erzbischof
Dr. Pèrisset in
Schwarzrheindorf
110 Jahre
Cellitinnen
in Vilich und
Geislar
Feier des
Pfarrverbandes
in
Schwarzrheindorf
Gemeinsam sind
wir stark Interview mit
Pastor Dr. Evertz
Nr. 10
Ausgabe Juni 2008
Katholisches Pfarramt der Gemeinde St. Maria und St. Clemens Schwarzrheindorf
Der Wandel kann eine Chance sein
Pastor Servando Chillón zu den
Herausforderungen der Neugliederung
Für die Pfarrgemeinde Schwarzrheindorf wird sich ab dem nächsten Jahr einiges grundlegend verändern. Im Rahmen des Pastoralprogramms „Perspektive 2020“ des
Erzbistums Köln werden die sechs
Pfarrgemeinden an Rhein und Sieg
umstrukturiert. Gegen Ende des
Jahres wird darüber hinaus Pastor
Chillón in den Ruhestand gehen.
Über Hintergründe und die zukünftigen
Herausforderungen
in
Schwarzrheindorf informiert Pastor
Chillón im Interview.
Frage: Lieber Herr Pastor, vor kurzem haben Sie uns mitgeteilt, dass
Sie gegen Ende diesen Jahres in
den Ruhestand gehen. Steht dieser
persönliche Schritt im Zusammenhang mit den Umstrukturierungsmaßnahmen im Pfarrverband?
Pastor Chillón: Dies hat damit gar
nichts zu tun. Die Gemeinde von
Schwarzrheindorf weiß seit einiger
Zeit, dass ich gesundheitlich angeschlagen bin. Deshalb musste ich
auch vor einiger Zeit die Betreuung
der spanisch sprechenden Gemeinde aufgeben. Seit langem haben
meine Ärzte die dringende Empfehlung gegeben, die beruflichen Belastungen stark zu reduzieren. Diese
zeigen sich weniger in der Vorbereitung und Durchführung der Hei2
ligen Messen, was immer noch eine
der schönsten Seiten meines Berufs
ist, als vielmehr die gesamte Administration und Verwaltungsbürokratie im Zusammenhang mit der Führung einer Pfarrgemeinde.
Frage: Wie lange wirken Sie jetzt in
Schwarzrheindorf und können Sie
sich noch an die erste Zeit zurückerinnern?
Pastor Chillón: Im September bin
ich sieben Jahre in der Gemeinde,
in Bonn bin ich allerdings schon
seit 1996. Als ich davon erfuhr,
dass ich nach Schwarzrheindorf
komme, habe ich mich sehr darüber
gefreut. Ich muss aber auch sagen,
dass ich ein bisschen Angst hatte.
Pastor Königs war 36 Jahre ausschließlich für diese Gemeinde verfügbar und hat sie maßgeblich geprägt. Meine ersten Worte, die ich
an die Menschen in Schwarzrheindorf richtete, waren, dass ich neben
der Betreuung der spanisch sprechenden Gemeinde „auch“ ihr Pas-
tor sein werde. Dies bedeutete, dass
ich meine Zeit zwischen St. Paulus
und St. Maria und St. Clemens aufzuteilen hatte. Es bedeutete aber
auch, dass die Anzahl der Hl. Messen reduziert werden musste und
dass ich einfach weniger Zeit für
persönliche Gespräche hatte. Ich
muss im Nachhinein aber sagen,
dass die Gemeinde nach einer Phase
der Umstellung verstanden hat, sehr
gut mit dieser Situation umzugehen
und das Beste daraus zu machen.
Die Gemeinde von Schwarzrheindorf hat mich wunderbar aufgenommen und mich bei meiner Doppelbelastung unterstützt. Ich habe mich
am Anfang natürlich auch gefragt,
wie viele von den bei Pastor Königs
wirkenden ehrenamtlichen Mitarbeitern bei dem Übergang bei der
Stange bleiben würden. Glücklicherweise stellte ich rasch fest, dass
fast alle bis heute sehr aktiv geblieben
sind.
Hiermit
verfügt
Schwarzrheindorf über ein enormes
Potential, welches sicherlich hilft,
auch die zukünftigen Veränderungen zu meistern.
Frage: Die Veränderungen im
Pfarrverband im Zusammenhang
mit der Reform „Perspektive 2020“
sind voll im Gange. Worin sehen
Sie die besonderen Herausforderungen für die Gemeindemitglieder
von St. Maria und St. Clemens in
Schwarzrheindorf?
Pastor Chillón: Die Gemeinde muss
sich nochmals umstellen. Sicher
wird sie erfahren, dass nicht mehr
so viele Gottesdienste stattfinden,
auch dass nicht mehr nur eine feste
Person die Hl. Messen liest. Aber es
ist auch eine große Chance. Die
Menschen können über ihre Mauern
hinwegschauen und neue Dinge
erfahren und tun. Dabei sollte die
Gemeinde aber auch darauf achten,
dass gute Dinge bewahrt werden, ja
vielleicht sogar auf die anderen Gemeinden im Verband ausgedehnt
werden. Das Ehrenamt, das in
Schwarzrheindorf gut funktioniert,
spielt hier eine zentrale Rolle. Die
Kirche wird in Zukunft immer mehr
von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getragen.
Wenn die Gemeinde aus dem Glauben heraus den Heiligen Geist wirken lässt, wird sich aus der Reform
kein Nachteil für sie ergeben.
Frage: Was werden Sie zukünftig
tun?
Pastor Chillón: Das ist eine gute
Frage! Sicher ist, dass ich nach
Spanien zu meiner Familie zurückgehen werde. Sicher ist aber auch,
dass ich die Beziehung zu Bonn
und zu Schwarzrheindorf nicht abreißen lassen möchte, genauso wenig wie die wunderbare Beziehung
zu Bischof Rodolfo in Uruguay. Ich
sage immer, meine Familie lebt in
Spanien, meine Freunde aber leben
hier. Aufgrund meiner Krankheit
muss ich mir einen Ort suchen, an
dem ein trockenes Klima herrscht
und wo ich mich wohl fühle. Es
sollte in der Nähe des Wohnortes
meiner Schwester sein. Sie wohnt
3
in Vallolid, nördlich von Madrid, in
Altkastilien. Beruflich werde ich
auch in Spanien weiterhin das
Priesteramt ausüben, ich werde aber
auch dort keine Gemeinde mehr
leiten können.
Frage: Wie sehen jetzt die nächsten
Monate aus?
Pastor Chillón: Ich bin ja noch nicht
weg! Ich freue mich auf die Zeit,
die noch vor mir liegt hier in
Schwarzrheindorf. Ich bin sehr gerne Pfarrer von Schwarzrheindorf
gewesen und blicke auf eine glückliche Zeit zurück. Allen, die dazu
beigetragen haben, meine Aufgaben
hier zu unterstützen, bereits heute
ein herzliches Dankeschön.
Lieber Herr Pastor, wir danken Ihnen ganz herzlich für dieses Interview.
Die Fragen stellte Jürgen Hardt
Aus einer Predigt:
Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und
den andern lieben, oder er wird dem einen anhängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon. {Lukas.16,9}.
Dazu Pastor Servando:
„Wenn Menschen nur noch darüber nachdenken, was sie haben bzw. was
sie haben möchten, nur noch von irdischen Sorgen erfüllt und habgierig
sind aber nicht mehr wissen, was sie eigentlich sind, dann wenden sie sich
von Gott ab und dem Mammon zu.“
Das Pfarrbüro ist geöffnet:
Di.,
Mi.,
Do.,
Fr.,
von 09:00 bis 11:00 Uhr
von 09:00 bis 11:00 Uhr
von 15:30 bis 18:30 Uhr
von 09:00 bis 11:00 Uhr
Sprechzeiten Pfarrer Chillòn:
Fr.,
von 16:00 bis 18:00 Uhr
Kontakte des Pfarrbüros:
Kath. Pfarramt St. Maria und St. Clemens
Dixstr. 41, 53225 Bonn
Tel.:
Fax.:
eMail:
0228 / 46 16 09
0228 / 410 33 16
[email protected]
Spendenkonto: Kath. Kirchengemeinde St. Maria und St. Clemens
Sparkasse Köln/Bonn, BLZ: 370 501 98, Konto Nr. 329 017 95
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Nuntius Dr. Jean-Claude Pèrisset in Schwarzrheindorf
Am Montag, dem 5. Mai, besuchten
Seine Excellenz, der Apostolische
Nuntius Erzbischof Dr. Pèrisset und
der Nuntiaturrat Prälat Dr. Stocker
unsere Kirche. Begleitet wurden sie
von dem Sekretariat der Deutschen
Bischofskonferenz,
vertreten
durch
Herrn Dr. Ilgner.
Von der Schönheit
unserer
Pfarrkirche zeigten sich
alle sehr beeindruckt. Zum Abschluss des Besuches trugen sich
der Erzbischof und
seine Begleiter in
das Gästebuch unserer Pfarrgemeinde ein.
Rang eines Botschafters. Außerdem
vertritt er den Papst bei den jeweiligen Bischofskonferenzen. Am 15.
Oktober 2007 ernannte Papst Benedikt XVI. Dr. Jean-Claude Pèrisset
v.l.n.r. Prälat Dr. Stocker, der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Jean-Claude Pèrisset und Herr Dr. Ilgner
Der Apostolische Nuntius (d. h. so
viel wie „päpstlicher Gesandter“)
ist der ständige Vertreter des Heiligen Stuhles bei der Regierung eines
Staates. Er nimmt darüber hinaus
auch die Interessen des Staates Vatikanstadt wahr und vertritt den
Papst als Kirchenoberhaupt im Übrigen auch gegenüber den Ortskirchen des entsprechenden Landes.
Der Apostolische Nuntius bekleidet
seit Ende des Dreißigjährigen Krieges den Rang eines Titularerzbischofs mit dem Prädikatstitel Hochwürdigste Exzellenz und steht seit
dem Wiener Kongress 1815 im
als Nachfolger von Erwin Josef Ender zum Apostolischen Nuntius in
Deutschland. Dr. Périsset stammt
aus dem Bistum Lausanne-GenfFreiburg. Er studierte Philosophie
in Sarnen und danach Theologie im
Diözesanpriesterseminar in Freiburg. Am 28. Juni 1964 empfing er
in Freiburg die Priesterweihe. Nach
einer Zeit als Seelsorger an der Basilika Notre-Dame in Genf wurde
Périsset Mitarbeiter in vatikanischen Behörden. Zugleich studierte
er seit 1969 an der Päpstlichen Universität Gregoriana und wurde mit
einer Arbeit über das kirchenrechtliche Verhältnis zwischen Pfarrer
5
und Kirchenvorstand 1973 zum
Doktor des Kirchenrechts promoviert. Von 1971 bis 1973 wurde er
zudem an der Päpstlichen Diplomatenakademie ausgebildet. Am 4.
Juli 1973 trat Périsset in den diplomatischen Dienst des Heiligen
Stuhls ein. Er war in der diplomatischen Vertretung in Südafrika, Peru, Frankreich, Pakistan und Japan
tätig. Von 1986 bis 1991 war Périsset Diözesanrichter in seiner Heimatdiözese
Lausanne-GenfFreiburg. Zum 15. September 1991
wurde Périsset wieder beim Heiligen Stuhl tätig und wurde 1992
zum Nuntiaturrat ernannt.
Périsset wurde am 16. November
1996 von Papst Johannes Paul II.
zum Titularbischof von Accia ernannt und zum Sekretärsadjunkten
des Päpstlichen Rats zur Förderung
der Einheit der Christen bestellt.
Die Bischofsweihe spendete ihm
am 6. Januar 1997 Papst Johannes
Paul II. selbst. Am 12. November
1998 wurde Périsset zum Titularerzbischof von Iustiniana Prima und
zum Apostolischen Nuntius in Rumänien ernannt. Die frühe Amtszeit
Périssets in Bukarest wurde durch
einen Besuch des Papstes in Rumänien im Mai 1999 geprägt. Die Ernennung Périssets zum Nuntius
auch in Moldawien gab der Vatikan
am 22. März 2003 bekannt. Ein wesentliches Arbeitsgebiet des Nuntius in Rumänien war die Pflege des
Verhältnisses zwischen der Rumänisch-Orthodoxen Kirche, der römisch-katholischen (lateinischen)
Kirche des Landes und der mit Rom
unierten
griechisch-katholischen
Kirche Rumäniens.
Hans-Heinrich Emschermann
Jürgen Hardt
Schwarzrheindorfer Doppelkirche Foto: Farina Derendorf
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Tagesfahrt der Frauengemeinschaft
Tagesfahrt der Frauengemeinschaft am 28. Mai 2008 durch das
Bergische Land
Unsere Tagesfahrt führte uns in diesem Jahr bei sehr schönem Sommerwetter quer durch das Bergische
Land.
Mit zwei Bussen fuhren über achtzig Frauen am Morgen in Richtung
Altenberg. Hier war Gelegenheit,
den nunmehr renovierten Dom zu
besichtigen oder zu stillem Gebet.
nen Ständen in
der Innenstadt
Obst und Gemüse einzukaufen.
Weiter ging es
dann bis Schloss
Burg an der
Wupper
zum
Kaffeetrinken.
Hier konnte man Dröppelminna
auch die berühmte und reichhaltige Bergische
Kaffeetafel versuchen.
Dazu gibt es
Waffeln, Reisbrei, Schwarzbrot, Schinken,
Honig und vieles mehr. Natürlich durfte hier
auch
die
„Dröppelminna“
nicht
fehlen.
Anschließend ging es weiter durchs
So
gestärkt
konnten
wir
dann
gegen
16:30 Uhr die Heimfahrt antreten.
Alle Teilnehmerinnen
waren
sich einig: Es war ein sehr schöner,
erlebnisreicher Tag.
Altenberger Dom, Strebewerk an der Vierung
„Bergische“ nach Solingen. Dort
war Zeit zur Einkehr oder zu einem
Stadtbummel. Außerdem nahmen
etliche unserer Hausfrauen die Gelegenheit wahr, an den reich belade-
Für die Frauengemeinschaft
Thilde Büsgen
Schriftführerin
7
Erstkommunionfeier 2008
Am 30. März war es wieder so
weit: 15 Mädchen und 15 Jungen
feierten ihre 1. Heilige Kommunion. Seit Oktober 2007 hatten sich
die Kinder gemeinsam mit ihren
Katecheten/innen auf diesen besonderen Tag vorbereitet. Nach dem eher schlechten Wetter in den Osterferien strahlte am Weißen Sonntag
die Sonne vom Himmel. Und so zogen um 9:45 Uhr dreißig ebenso
strahlende Kinder in die vollbesetzte Doppelkirche ein.
Stolz trugen sie ihre selbst verzierten Kommunionskerzen. Auch die
Stola, die sie über den Alben trugen, hatte jedes Kind individuell
bedruckt. Alle versammelten sich
um den Altar und feierten gemeinsam mit ihren Familien die Hl.
Messe.
Jedes Kind übernahm eine Aufgabe, durfte eine Fürbitte vorlesen
oder bei der Gabenbereitung mithelfen. Gruppenweise und begleitet
von ihren Katecheten konnten die
aufgeregten Kommunionkinder
dann „endlich“ zum ersten mal den
Leib Christi empfangen.
Nach dem Auszug teilten die Kinder vor der Kirche mit allen Gästen
ihre mitgebrachten Brote.
Unser Dank gilt insbesondere Sr.
Oliveria, Pfr. Chillón und Frau Vilain, sowie den Katecheten/innen
für die Vorbereitung und liebevolle
Gestaltung der Erstkommunionsfeier. Dieser tolle Tag wird allen Kindern sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
Daniela Pütz
Foto: Florian Münch
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Die neue Gottesdienstordnung
Liebe Schwestern und Brüder!
In unserem Erzbistum Köln und damit auch in unserem Seelsorgebereich „An Rhein und Sieg“ kommen in nächster Zeit grundlegende
Veränderungen auf uns zu. Am
Pfingstwochenende haben wir Sie
in unserem „Brief an die Gemeinden“ eingehend über die anstehenden Veränderungen informiert. Die
Briefe liegen zurzeit noch an allen
Kirchentüren zum Mitnehmen aus.
Bitte informieren Sie sich!
Für die drei Kirchen St. Josef, St.
Paulus und St. Maria und St. Clemens wird es darüber hinaus aber
noch weitere Veränderungen geben.
Wie bekannt verlässt uns Pfarrer
Servando Chillón zum Ende des
Jahres aus gesundheitlichen Gründen. Für ihn wird ein neuer Diakon
in unser Seelsorgsteam kommen.
In Abstimmung mit den zuständigen Pfarrgemeinderäten haben sich
inzwischen bereits einige Eckpunkte für eine zukünftige Regelung ergeben, die wir Ihnen auf diesem
Wege mitteilen möchten:
Ab dem 01.12.2008 wird Pfarrer
Dr. Wilfried Evertz leitender Pfarrer im Seelsorgebereich. Pfarrer Michael Dörr übernimmt die Aufgabe
des Pfarrvikars. Voraussichtlich
wird der neue Diakon seinen Dienst
in unserem Seelsorgebereich am 01.
November diesen Jahres antreten.
Er wird mit seiner Familie im Pfarr-
haus von Schwarzrheindorf wohnen
und dort auch für die Ortsgemeinde
Kontaktperson sein. In diesem Rahmen wird er die bisher von Pfarrer
Chillón gehaltene Sprechstunde
(freitags 16.00-18.00 Uhr) weiter
fortführen. Schwester Oliveria tritt
Ende Juni in den Ruhestand. Sie
wird
keine
Nachfolgerin/
Nachfolger bekommen. Ihre Aufgaben müssen verteilt werden und
vom Seelsorgeteam bzw. ehrenamtlichen Kräften übernommen werden. Neben den beiden Priestern
und dem neuen Diakon steht uns
weiterhin Pastoralassistentin Clarissa Vilain hauptamtlich zur Verfügung. Pfarrer Dr. Evertz übernimmt
von Pfarrer Chillón ab September
´08 die Zuständigkeit für die Gremien (Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand) in Schwarzrheindorf;
ebenso wird er ab diesem Zeitpunkt
dort zuständig sein für die Verwaltung und die Kindertagesstätte.
Pfarrer Chillón, Pfarrer Dr. Evertz
und der neue Diakon möchten gerne
die Verabschiedung, bzw. die Einführung in einer gemeinsamen Feier
halten. Vorgesehen ist dafür Sonntag, der 11. Januar 2009 (Fest der
Taufe Jesu). Da in Zukunft nur
noch ein Priester für die drei Kirchen zur Verfügung steht, muss die
Gottesdienstordnung für St. Josef,
St. Paulus und St. Maria und St.
Clemens in Zukunft umgestellt werden.
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Dies bedeutet vor allem:
♦ In jedem Falle möchten wir auch
noch eine Vorabendmesse stattfinden um 18.30 Uhr in St. Josef; die Sonntagvorabendmesse
um 17.00 Uhr in St. Maria und
St. Clemens wird leider entfallen.
in St. Paulus weiterhin Gottesdienstangebote machen. Eine
Projektgruppe
„Pauluskirche“
wird in Kürze dazu Vorschläge
erarbeiten. In jedem Falle soll
auch einmal im Monat dort eine
hl. Messe stattfinden.
♦ An den Sonntagen können wir
♦ Weitere Informationen entneh-
♦ An den Samstagen kann nur
in St. Paulus leider keinen regelmäßigen Gottesdienst mehr halten; die Sonntagsmesse in St.
Maria und St. Clemens wird auf
9.30 Uhr vorverlegt werden, damit für den Priester im Anschluss noch Zeit bleibt für das
Gespräch und (auch für die Kirchenangestellten) genügend Zeit
bleibt für den Wechsel zwischen
den Kirchen.
♦ An den Freitagen entfällt in St.
Josef um 9.00 Uhr die hl. Messe
zugunsten der Abendmesse um
18.30 Uhr in St. Maria und St.
Clemens.
♦ An der Gottesdienstordnung für
Festtage,
insbesondere
für
Weihnachten, die Karwoche und
Ostern wird sich nichts ändern,
außer dass die Familienchristmette für St. Josef und
Paulus in Zukunft in St. Josef
stattfindet. Die Feierlichkeiten
zum Herz-Jesu-Fest bleiben in
Schwarzrheindorf in vollem
Umfang erhalten.
♦ Kreuzweg-, Mai- und Rosen-
kranzandachten werden wie
bisher gehalten.
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men Sie bitte der beiliegenden
Übersicht über die neue Gottesdienstordnung.
♦ Die neue Gottesdienstordnung
soll zum 1. Advent diesen Jahres eingeführt werden.
Wir wissen, dass diese Veränderungen für viele einen gewichtigen
Einschnitt bedeuten. Aber wir sind
zuversichtlich, dass wir miteinander
in unseren Gemeinden einen guten
Weg in die Zukunft gehen können.
Das Seelsorgsteam
Pfarrer Dr. Wilfried Evertz
Diakon Klaus Behne
Pfarrer Servando Chillón
Schwester Oliveria Scherer
Pfarrer Michael Dörr
Pastoralassistentin Clarissa Vilain
Schulpfarrer Dieter Scharf
Glaube gibt Flügel; Ein Hirtenbrief an die Kinder
Liebe Kinder,
Schon lange wollte ich euch wieder
einmal einen eigenen Hirtenbrief
schreiben. Mit einem Hirtenbrief
wendet sich der Bischof in wichtigen Fragen an die Gläubigen in seinem Bistum. Für die Erwachsenen
tue ich es jedes Jahr zu Beginn der
österlichen Bußzeit. Für euch tue
ich es eigentlich nur selten. Aber
als ich in die Heilige Schrift hineinschaute und sah, wie wichtig ihr für
Jesus seid, da dachte ich mir, ich
muss mich wieder einmal mit einem eigenen Hirtenbrief an euch
wenden.
Ihr wisst sicher, dass Jesus gern in
Bildern und Gleichnissen gesprochen hat. Für ihn sind die Vögel das
Beispiel der Sorglosigkeit. Er sieht,
dass die Menschen sich viele Sorgen machen, und er möchte, dass
sie eigentlich so beschwingt wie die
Vögel des Himmels sind. Wir wollen darum die Vögel auch einmal zu
uns sprechen lassen. Vielleicht können sie uns ebenfalls helfen, unser
Leben schöner und christusnäher zu
gestalten.
1. Die Vögel haben Flügel, die sie
über sich selbst hinaustragen
Unser Glaube an Gott ist so etwas
wie die Flügel für die Vögel. Der
Glaube lässt uns Menschen über
uns selbst hinauskommen. Wir können uns zum Beispiel durch das Gebet zu Gott erheben und in seine
Nähe kommen. Darum ist es schon
wichtig, dass wir am frühen Morgen, bevor wir in die Schule gehen,
zu Gott beten, das heißt, uns über
allen Kleinkram, mit dem wir in
Schule und Zuhause und beim Spielen beschäftigt sind, erheben, damit
wir in die Größe und Nähe Gottes
gelangen. Denn wir sind nicht nur
für die Erde geboren, sondern auch
für den Himmel.
2. Vögel singen
Besonders im Frühjahr in den Morgenstunden kann man die Vögel
singen hören. Viele Stimmen, die
hoch und niedrig, dunkel und hell
sind, lassen ein richtiges Konzert
erklingen. Auch den Menschen ist
die Gabe gegeben, singen zu können. Diese Gabe sollen wir sehr
reichlich nutzen! Manche Leute haben das Singen völlig verlernt, weil
sie nur noch über die Lasten, die ihnen das Leben auferlegt, brummen,
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knurren und schimpfen. Die Mönche und die Schwestern in den
Klöstern unserer Kirche singen jeden Tag das so genannte Stundengebet. Wir sollten von den Vögeln
des Himmels ein wenig das Singen
lernen. Das Singen macht unser
Herz froh, hell und schön. Beim
Singen fallen alle dunklen und bösen Gedanken und Vorsätze aus
dem Herzen heraus. Und es entsteht
dann Platz für helle Gedanken, gute
Wünsche und hilfreiche Absichten.
Ich freue mich immer, wenn ich im
Kölner Dom die heilige Messe feiere und dabei erlebe, dass so viele
Kinder im Domchor mitsingen. Ihre
Stimmen erinnern dann schon ein
wenig an den Lobgesang der Engel
im Himmel.
3. Vögel sind keine Einzelgänger
Die Vögel sind meistens mit ihren
Artgenossen zusammen, aber auch
mit anderen Vögeln. Ich kann von
den Fenstern meiner Wohnung auf
die Bäume in meinem Garten
schauen. Dann beobachte ich gern,
wie die Vögel gemeinsam im Futterhäuschen ihr Futter suchen, wie
sie gemeinsam auf den Ästen der
Bäume herumhüpfen und in kleinen
Schwärmen durch die Luft fliegen.
Auch die Kinder sind nicht dazu da,
ganz allein zu spielen, zu singen, zu
lernen, zu essen und zu trinken.
Kinder sollen und müssen das gemeinsam mit anderen tun. Darum
ist es schön, wenn Kinder Geschwister haben, kleine Schwestern
oder Brüder oder auch große
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Schwestern oder Brüder. Das ist
auch für eine Kirchengemeinde
wichtig. Wenn im Gottesdienst die
Kinder fehlen, ist das manchmal
sehr traurig. Die Kinder bereiten
sich in der zweiten oder dritten
Klasse auf die erste heilige Beichte
und auf die Erstkommunion vor.
Unsere Priester machen dabei die
Erfahrung, dass die Kinder dann
eifrig dabei sind. Aber nach der
Erstkommunion fliegen sie wie die
Vögel weg, dann sind sie oft nicht
mehr zu sehen und zu finden. Ich
möchte euch, liebe Kinder, als euer
Bischof ganz herzlich bitten: Nach
der Erstkommunion solltet ihr in eine Ministrantengruppe, in einen
Kinderchor oder eine andere Kindergruppe der Gemeinde eintreten,
damit ihr – durch die Gemeinschaft
mitgetragen – jeden Sonntag beim
Gottesdienst dabei sein könnt. Es ist
wichtig, dass ihr eure Gemeinde
nicht aus den Augen verliert und
damit auch Jesus nicht vergesst!
Dazu segne euch alle der allmächtige Gott, der Vater, der Sohn und der
Heilige Geist. Amen.
Köln, im April 2008
Euer Joachim Kardinal Meisner
Erzbischof von Köln
Anm. der Redaktion: Dies ist ein
Auszug des Hirtenbriefs. Den vollständigen Text findet ihr unter
http://www.erzbistum-koeln.de/
Gemeinsam sind wir stark
Unter dem Motto „Gemeinsam sind
wir stark“ fand am Pfingstmontag
ein Treffen der Pfarrverbandsgemeinden in unserem Pfarrgarten
statt. Im Mittelpunkt dieser Begegnung stand zunächst eine sehr würdig gestaltete Messe, die wir bei
strahlendem Sonnenschein miteinander feiern konnten.
Der Zelebrant, Dechant Dr. Wilfried Evertz, begrüßte die zahlreichen Mitglieder des Seelsorgebereichs, die sich auf einfachen Bänken und Hockern, im warmen Gras,
oder auch stehend, rund um den
aufgebauten Altar versammelt hatten.
Schon in seinen eindrucksvollen
Begrüßungsworten hob Dr. Evertz
den besonderen Sinn dieses Treffens hervor, nämlich zu erkennen,
dass wir zwar aus verschiedenen
Gemeinden zusammengekommen
seien, hier aber eine Gemeinde bildeten. Diese bittet: „Herr, gib uns
allen deinen Geist!“
Auch in der Predigt ging der Dechant mehrmals auf das Wirken des
Heiligen Geistes ein: „Es ist der
Geist, der verändert und neue Lebenskraft schenkt. Es ist der Geist,
der vom Vater ausgeht, der vereint.“
Der Prediger legte auch dar, dass
die Kirche vor bedeutenden Veränderungen stehe. Wir sollten aber
nicht trauern und klagen über Priester- und Gläubigenmangel, sondern
Foto: Werner Ciupka
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
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aufeinander zugehen, selber mittun,
sich kennen lernen, gemeinsam auf
den Weg machen zuversichtlich auf
Gottes Geist vertrauen.
„Gemeinsam sind wir stark!“
Besonders Anklang fanden bei den
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die modernen Lieder, die von
einer „flotten“ Band und einem umsichtigen, mitreißenden Dirigenten
sicher geleitet wurden.
Unter Anleitung von Pastoralassistentin Clarissa Vilain hefteten alle
Kinder je eine kleine rote oder gelbe Flamme an eine bereitstehende
Stellwand. Diese Flammen, dicht
aneinander gerückt, fügten sich zu
einem lodernden Feuer zusammen –
als Symbol für den Heiligen Geist.
Nach dem Gottesdienst hatten viele
fleißige Hände für das leibliche
Wohl gesorgt. Es gab Grillwürstchen mit Brötchen, diverse Kuchen
mit einer guten Tasse Kaffee, und
für durstige Kehlen war mit einem
kühlen Bier, erfrischendem Wasser
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Foto: Florian Münch
und verschiedenen alkoholfreien
Getränken bestens vorgesorgt.
Bis in die Nachmittagsstunden hinein nutzten viele die Gelegenheit,
miteinander ins Gespräch zu kommen, zu diskutieren, zu überlegen,
sich kennen zu lernen.
Überwiegender Eindruck: Solche
Begegnungen sind sehr dienlich für
die zukünftige gemeinsame Arbeit
im Pfarrverband.
Zum Schluss, doch nicht zuletzt, ein
ganz herzliches Dankeschön dem
Hausherrn, unserem lieben, verehrten Pastor Servando Chillòn, für die
zur Verfügungstellung des herrlichen Pfarrgartens, dem Organisationskomitee und all den vielen fleißigen Helfern. Nur durch ihr Engagement wird ein solcher Tag allen
Teilnehmern in bester Erinnerung
bleiben und zu weiteren ähnlichen
Begegnungen Anreiz geben.
Maria Winkel
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
Firmung im Seelsorgebereich am 1. Juni 2008
85 mal erklang die Formel ‚Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den
Heiligen Geist’ und doch war es eben alles andere als eine Formel. Im
feierlichen Gottesdienst in St. Josef,
in dem Firmlinge aus dem ganzen
Seelsorgebereich gefirmt wurden,
hat sich Weihbischof Dr. Heiner
Koch jedem der Jugendlichen persönlich zugewandt und mit der Bedeutung des jeweiligen Namens einen Wunsch für den Firmanden formuliert. Auch die Paten sprach der
Weihbischof persönlich an.
Der Firmgottesdienst war der Höhepunkt der Vorbereitungszeit, die
Anfang des Jahres begonnen hat.
Der feierliche Gottesdienst konnte
wirklich als Höhepunkt erlebt wer-
den und daran haben viele mitgewirkt – die Schola unter Leitung
von Herbert Jütten, der Jugendgospelchor ‚Young Gospel Power’ unter Leitung von Angela Neuhaus
und Seelsorgebereichsmusiker Hans
Peter Reiners, die für stimmungsvolle Musik sorgten und die Gemeinde zum begeisterten mitsingen
bewegten.
Sicher konnte dieser Tag so auch
für die Firmlinge und ihre Familien
und Freunde ein ganz besonderer
Tag ihres Lebens werden. An dieser
Stelle möchte ich auch im Namen
des Pastoralteams allen danken, die
die jungen Menschen in den letzten
Monaten begleitet haben - sei es
durch ihr Gebet, durch die Beglei-
Foto: Alexander Brüggemann
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
15
tung einer Gruppe oder durch die
Mitgestaltung von Thementagen.
Wir können uns glücklich schätzen,
dass
sich
Frauen und
Männer in
unserem
Seelsorgebereich gefunden haben,
die
sich nicht
nur mit viel
Zeit, sondern auch
mit viel Idealismus
für die jungen Menschen als Wegbegleiter zur
Verfügung gestellt haben.
Pastoralassistentin Clarissa Vilain
100 Jahre für die Menschen im Einsatz
„Im Dienst des Nächsten“, lautete
die Überschrift eines Vortrages anlässlich des Rückblicks auf das segensreiche Wirken der Cellitinnen
in Vilich und Geislar. Die Schwestern der sozial-karikativen Ordensgemeinschaft der Cellitinnen zur
heiligen Maria in der Kupfergasse
zu Köln haben „den Geist Jesu
Christi gelebt“ und waren Vorbild
für praktizierte Nächstenliebe.
Ihre Wirkungsstätten befanden sich
zum einen 52 Jahre lang im St. Josefshaus in Geislar (aufgelöst am
31. März 1969) und zum anderen
insgesamt 100 Jahre im St. Adelheidis-Stift. Zuletzt wurde dort am 6.
Mai Schwester Maria-Verona verabschiedet. Damit endete die Epo16
che der Ordensniederlassung in Vilich. Der 3. Mai 1908 war für alle
Beteiligten ein denkwürdiger Tag,
denn an diesem Tag konnten die
Cellitinnen dank einer großzügigen
Schenkung des Kölners Peter Joseph Roeckerath ihre Tätigkeit aufnehmen. Über das Leben und Wirken der Cellitinnen sprach Wolfgang Allhorn, Referent für Ethik
und Seelsorge bei den Cellitinnen
in Köln-Longerich. Er und seine
Frau Stephanie Habeth-Allhorn
stellten im Flurbereich des St. Adelheidis-Stiftes eine Bilddokumentation zusammen, die zeigt, wie die
Schwestern im Stift gewohnt, gewirkt und am Leben der Vilicher
und Geislarer Bevölkerung teilge-
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
nommen haben.
Am 3. Mai war in der Kirche St. Peter das Festhochamt mit Weihbi-
schof Dr. Heiner Koch. Die
Schwestern waren zu jeder Zeit bei
den Menschen, in Kriegs- wie in
Friedenszeiten und sie hätten bei
Bedarf weit über das Medizinische
hinaus geholfen. Bei einem Festakt
im unmittelbaren Anschluss an das
Festhochamt begrüßte Frau Martina
Müller, Leiterin des Seniorenhauses
St. Adelheidis-Stift, die Gäste. Das
Dasein der Schwestern in all den
Jahren betrachtete sie als „etwas
Besonderes“. Das Gefühl zu wissen,
es ist jemand bei mir im Alltag und
in kritischen Lebenssituationen, sei
von allen als sehr wertvoll empfunden worden. „Der 3. Mai ist ein besonderer Tag für Bonn“, führte Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann aus. Sie dankte im Namen der
Stadt und der vielen Menschen, die
den „unermesslichen Einsatz“ der
Schwestern in Anspruch nehmen
durften. Dienst am Menschen zu
tun, sei ein Leitgedanken der Cellitinnen gewesen. „Wir bedauern
sehr, dass diese Epoche zu Ende
ist.“ 116 Mitschwestern seien in Vilich oder von hier aus und in den
umliegenden Orten tätig gewesen,
war der Ansprache von Schwester
Bernharda, Generaloberin der Cellitinnen zur heiligen Maria, zu entnehmen. Es sei immer geholfen
worden, wo Hilfe notwendig war,
auch ganz im Sinne der heiligen Adelheid. Mit behördlicher und allgemeiner Unterstützung sollte es in
absehbarer Zeit gelingen, die heilige
Adelheid offiziell als Stadtpatronin
zu erklären; denn das wäre das
schönste Abschiedsgeschenk, was
man den Schwestern machen könnte, meinte Monsignore Stadtdechant
Wilfried Schumacher. Den Veranstaltungszyklus beendete das Sommerfest im Stiftsgarten unter dem
Motto „Eine Zeitreise durch 100
Jahre Adelheidis-Stift“.
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
Peter Flühr
17
Samstag
09:15 Uhr (Krh)
11:15 Uhr
18:30 Uhr
St. Paulus
Beuel Ost
9:30 Uhr
19:00 Uhr
St. Peter
Vilich
11:00 Uhr
09:00 Uhr (1.Di)
18:00 Uhr
18:00 Uhr
09:30 Uhr
St. Maria
Königin
Vilich Müldorf
Heilige Messen im Pfarrverband an Rhein und Sieg
Sonntag
19:15 Uhr
St. Josef
Beuel Mitte
Montag
15:00 Uhr (Krh)
9:00 Uhr
9:00 Uhr
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
St. Joseph
Geislar
17:30 Uhr
08:30 Uhr (1.Mi)
18:00 Uhr
St. Maria und
St. Clemens
Schwarzrheindorf
17:00 Uhr
09:45 Uhr
09:15 Uhr
11:00 Uhr (4.Mi)
15:00 Uhr (3.Mi)
im Tentenhaus
18:30 Uhr
Bitte beachten Sie, dass ab 1. Advent eine neue Messfeierregelung für St. Josef und St. Paulus Beuel sowie für St. Maria und
St. Clemens Schwarzrheindorf in Kraft tritt.
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
18
Termine im Seelsorgebereich an Rhein und Sieg
So.
Sa.
So.
Fr.
22.06.08
28.06.08
29.06.08
15.08.08
16:30
19:00
11:00
19:15
Sa. 17.08.08 11:15
17:00
Fr.
22.08.08 19:00
So. 24.08.08 10:00
So. 14.09.08
So. 05.10.08 11:15
Sa. 11.10.08 13:30
17:30
So. 12.10.08 09:45
Mo. 13.10.08 20:15
Mo. 20.10.08 20:15
Sa. 25.10.08 19:00
Mo. 27.10.08 20:15
Mo. 03.11.08 20:00
So.
Mo.
So.
Mo.
Mi.
09.11.08
10.11.08
16.11.08
17.11.08
19.11.08
11:00
20:00
11:00
20:00
19:00
20:00
So. 23.11.08 11:00
Fr. 28.11.08 20:00
20:00
21:00
22:30
Führung durch die Doppelkirche in Schwarzrheindorf
Evensong, St. Peter, Vilich
Patrozinium, St. Peter, Vilich
lat. Hochamt, St. Josef, Beuel, anschl. Verabschiedung
von Schwester Oliveria
Festmesse, St. Josef, Beuel, 100 Jahre Freiwillige
Feuerwehr Beuel
Konzert Collegium Cantandi,
St. Maria und St. Clemens, Schwarzrheindorf
Evensong, St.Josef, Beuel,
anschließend Dämmerschoppen im Pfarrgarten
lat. Hochamt in St. Josef, Beuel, aus Anlass des 110jährigen Bestehens des Kirchenchores an St. Josef
Bischof Rodolfo zu Besuch in Schwarzrheindorf
Familienmesse zum Erntedank in St. Josef, Beuel
Erntedank– Herbstmarkt rund um die
Kirche St. Joseph, Geislar
Familienmesse in St. Joseph, Geislar
Besuch der Seelsorgeschwestern aus Peru in
Schwarzrheindorf
ökumenischer Bibelabend im Pfarrh. St. Josef, Beuel
ökumenischer Bibelabend im Pfarrh. St. Josef, Beuel
Nacht der Kirchenmusik in St. Peter, Vilich, anlässlich
des 190– jährigen Jubiläums des Adelheidischores
ökumenischer Bibelabend im Pfarrh. St. Josef, Beuel
ökumenisches Bibelgespräch im Haus der Gemeinde,
Adelheidisstr. 72, Vilich
Gottesdienst in St. Peter, Vilich, anschl. Pferdesegnung
ökumenisches Bibelgespräch im Haus der Gemeinde (s.o.)
Mundartmesse Rot Weiße Senat. in St. Peter, Vilich
ökumenisches Bibelgespräch im Haus der Gemeinde (s.o.)
ökumen. Gottesdienst in St. Maria Königin,
Vilich-Müldorf
ökumenischer Gottesdienst in der Krankenhauskapelle
Cäcilienfest in St. Peter, Vilich
bis 24:00 „Nacht der offenen Kirchen“ in St.Peter,
Vilich, zusammen mit der evangelischen Gemeinde
„Nacht der offenen Kirchen“ in Schwarzrheindorf
„Nacht der offenen Kirchen“ in St. Josef, Beuel
Geistliche Abendmusik
Komplet—Nachtgebet
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
19
Die neue Gottesdienstordnung
(gültig ab 1. Advent 2008)
St. Josef u. Paulus
Samstag:
St.Maria u. St.Clemens
Samstag:
8.00 Uhr Laudes
Taufen am 1. u. 3.
Samstag, Trauungen
17.30 Uhr Beichte
18.00 Uhr Rosenkranz
18.30 Uhr Sonntagvorabendmesse
Sonntag:
Trauungen am 2. u. 4.
Samstag (aus dem Ort)
17.30 Uhr Rosenkranz
anschl. Komplet
Sonntag:
11.15 Uhr hl. Messe
9.30 Uhr hl. Messe
14.30 Uhr Taufe (1. u. 3. Sonntag)
Montag:
Montag:
19.15 Uhr Abendmesse
7.00 Uhr Morgengebet
19.00 Uhr Abendgebet
Dienstag:
Dienstag:
7.30 Uhr Laudes
8.05 Uhr Schulgottesdienst
(SchuG) Josefschule
16.00 Uhr Rosenkranz
Mittwoch:
8.00 Uhr SchuG Paul-GerhardSchule (1. u. 3. Mi.)
9.00 Uhr hl. Messe (1. Mi.:
Frauenmesse)
Donnerstag:
1. Do.: 7.50 Uhr SchuG
Realschule
1. Di.: 9.15 Uhr Frauenmesse
Mittwoch:
4. Mi.: 11.00 Uhr Gottesdienst im
Tentenhaus
Donnerstag:
Alle 14 Tage: 8.00 Uhr SchuG
Arnold v. Wied-Schule
Freitag:
Freitag:
Morgen- /Abendgebet
18.00 Uhr Beichte
18.30 Uhr Abendmesse
20
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
Wandel Gestalten - Glauben Entfalten
Perspektive 2020
Zeitplan: Für die Seelsorgebereiche
ohne Veränderung der Grenzen ist
folgender Zeitplan vorgesehen:
Entscheidung für Fusion oder Pfarreiengemeinschaft
bis 31.7.2008
Vorbereitung der Fusion aller Pfarreien bzw. Übertragung
aller operativen Aufgaben zum Kirchengemeindeverband
und Vorbereitung der Wahl des gemeinsamen PGR für
den gesamten Seelsorgebereich
im Jahr 2008
Ernennung des kanonischen Pfarrers im Seelsorgebereich
1.1.2009
Fusion erfolgt zum
1.1.2009
oder 1.1.2010
oder 1.1.2011
Pfarreiengemeinschaften: Übertragung aller operativen
Aufgaben zum Kirchengemeindeverband (KGV)
1.1.2009
oder 1.1.2010
Wahl eines gemeinsamen PGR je Seelsorgebereich
Herbst 2009
KV - Wahlen: Für die Kirchenvorstandswahlen ist folgende Zeitplanung
vorgesehen:
Bei Fusion aller Pfarreien im SB zum
1.1.2009
KV-Wahl Frühjahr 2009
KV-Wahl Herbst 2009 entfällt
Bei Fusion aller Pfarreien im SB zum
1.1.2010
Bei Fusion zum 1.1.2011
KV-Wahl Herbst 2009 verschoben auf Frühjahr 2010
KV-Wahl Herbst 2009
Neue KV-Wahl Frühjahr 2011
KV-Wahl Herbst 2009
Seelsorgebereiche mit Kirchengemeindeverband
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
21
Gemeinsam sind wir stark
Seelsorgebereich „An Rhein und
Sieg“ strebt noch engere Zusammenarbeit an
„Wandel gestalten – Glauben entfalten“ nennt Kardinal Joachim
Meisner seine Überlegungen für eine „Perspektive 2020“. Dabei haben
wir die Möglichkeit in unserem
Seelsorgebereich, nicht durch Vorschriften „von oben“, sondern auf
der Basis der freien Entscheidung
aller Beteiligten mit aktivem Handeln das Zusammenwachsen zu fördern. Schon seit Jahren arbeiten die
Pfarrgemeinden St. Josef und Paulus, Beuel-Mitte, St. Maria und Clemens, Schwarzrheindorf, St. Peter,
Vilich, St. Joseph, Geislar und St.
Maria Königin, Vilich-Müldorf unter dem Leitwort „Gemeinsam sind
wir stark“ zusammen und unterstützen und stärken sich gegenseitig.
Wir wollen als kooperationsbereite
Pfarrgemeinden allen Menschen
Gottes Botschaft vom Leben in Fülle vermitteln und nicht im Jammern
und Klagen über Priester- und
Gläubigenmangel die Chance verpassen, Boten von Gottes Liebe zu
sein.
Vorbildlich klappt die Zusammenarbeit der sechs Kindertagesstätten,
die zum „Familienzentrum St. Paulus“ gehören. Die ErzieherinnenTeams stehen in enger Verbindung
miteinander, tauschen Erfahrungen
und manchmal auch Kindergarten22
plätze und
Personal aus,
wenn es notwendig ist.
Die Seelsorger
helfen
sich seit langem gegenseitig aus. Nicht nur bei Ferienvertretungen, sondern auch dann, wenn
jemandem im Lauf des Jahres die
Arbeit über den Kopf wächst. Keinen Streit hat es gegeben, als Sparmaßnahmen des Bistums die Existenz von Pfarrheimen und Büchereien gefährdeten. In geduldigem
Suchen wurden Wege gefunden.
Die Pfarrheime blieben erhalten,
weil ein Finanzaustausch über die
Gemeindegrenzen hinaus ermöglicht wurde.
Wir wollen gemeinsam versuchen,
für die Jungen und die Alten, die
Gesunden und die Kranken, die
Hilfsbedürftigen und Hilfsbereiten,
die Frauen, Männer, Kinder und Jugendlichen in den Gemeindebereichen „Heimat“ zu bieten, als Christen bei den Menschen zu sein. Niemand muss befürchten, dass in seinem Gemeindeteil Taufe, Kindergarten, Kommunion- und Firmvorbereitung, Trauung und auch Beerdigung nicht mehr möglich ist. Die
Nähe zu den Menschen, der Dienst
am Menschen, liegt uns am Herzen.
Sie sollen wissen: Alles, was möglich ist, wird mit Gottes Hilfe und
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
Ihrer Mitarbeit und Unterstützung
getan. Sprechen Sie die Priester, die
Diakone und die hauptamtlichen
pastoralen Mitarbeiterinnen an. Äußern Sie Ihre Anregungen und
Wünsche – und vor allem: Bieten
Sie, wenn es Ihnen möglich ist, Ihre
Mitarbeit an. Jeder ist mit seinen
Anregungen willkommen. Die
durch Taufe und Firmung geschenkten Gaben des Heiligen
Geistes und die Stärkung durch die
Sakramente Versöhnung, Eucharistie, Ehe und Krankensalbung sind
Grundlage für die von Gott erwünschte Mitwirkung bei der Gestaltung der Welt. Alle Christen sind
berufen, Zeugen Gottes in der Welt
zu sein.
Die anstehenden Aufgaben sind
nicht leicht zu lösen. So hat der
Erzbischof von Köln für alle Pfarreien im Bistum vorgegeben, dass
bis zum 31. Juli 2008 die Entscheidung darüber gefallen sein muss, ob
wir in Zukunft als Pfarreiengemeinschaft wirken oder die Fusion zu einer Pfarrei wählen wollen. „An
Rhein und Sieg“ wollen wir in jedem Fall eng zusammenarbeiten,
weil wir auf diese Weise gesichert
sehen, dass das Eigenprofil der bisher selbstständigen Gemeinden am
ehesten erhalten bleibt. Mit den
„Pfunden“ Adelheid-Verehrung in
Vilich, Herz-Jesu-Verehrung in
Schwarzrheindorf und in St. Josef
und Paulus die starke Kirchenmusik-Tradition haben wir eine Basis,
um die von Kardinal Meisner ge-
nannten fünf Säulen der Pastoral für
unseren Lebensbereich auszugestalten. Er nannte als Aufgaben: die lebendige Feier der Liturgie, solide
Glaubensverkündigung, missionarische Ausstrahlung, Engagement für
Jugend und Familien sowie karitatives Handeln.
Zum 1. Januar 2009 will der Erzbischof den kanonischen Pfarrer im
Seelsorgebereich ernennen. Bei uns
wird Dechant Pfarrer Dr. Wilfried
Evertz diese Aufgabe übernehmen.
Im Einvernehmen wurde entschieden, dass Pfarrer Michael Dörr als
Pfarrvikar wirken wird und auf
Grund seiner Ausbildung außerdem
in der supervisorischen Beratung
und Begleitung von Personen und
Gemeinden tätig sein wird. Pfarrer
Chillón wird Ende des Jahres aus
gesundheitlichen Gründen unseren
Seelsorgebereich verlassen. Für ihn
wird ein hauptamtlicher Diakon
kommen, der auch im Pfarrhaus
von Schwarzrheindorf wohnen
wird. Die Kirchenvorstände sollen
bis zum 1. Januar 2009 oder 2010
alle operativen Aufgaben dem Kirchengemeindeverband übertragen.
Das bedeutet, dass der Kirchengemeindeverband folgende Bereiche
übernimmt: die Betriebsträgerschaft
aller Kindertagesstätten, die Anstellungsträgerschaft von Folgediensten
(Küster, Organisten, Sekretärinnen)
und eigenfinanzierten Anstellungsverhältnissen, Pastorale Kooperation, Abwicklung von Fahrt- und
Reisekosten und die Abrechnung
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
23
von Aushilfen/Vertretungen/
Priesterdiensten. Außerdem sollen
nach Vorstellung des Generalvikariats die Koordination der Nutzung
und Finanzierung von Büro- und/
oder Versammlungsflächen
(Pfarrheime); Trägerschaften von
Büchereien, Altentagesstätten, Einrichtungen der Offenen Tür (für
Kinder und Jugendliche), Einrichtungen ähnlicher Art und Caritasarbeit im Seelsorgebereich dem Kirchengemeindeverband übertragen
werden.
Keineswegs soll durch die Umstrukturierung die Bedeutung der
ehrenamtlich mitwirkenden Frauen
und Männer auf Gemeinde- und
Seelsorgebereichsebene in Zweifel
gezogen werden. Ausdrücklich wird
vom Erzbischof und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die
Bedeutung des Ehrenamts gewürdigt. Anerkannt wird, dass viele ehrenamtlich engagierte Menschen in
den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen ihr Tun als gelebtes
Kirche- und Christsein und als Ausdruck ihres Glaubens und ihrer Religiosität verstehen.
Von den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der
Seelsorge wird erwartet, dass sie
sich intensiv um die Förderung des
Ehrenamts kümmern. Mehr als bisher soll die Aus- und Weiterbildung
sowie die Begleitung der ehrenamtlich Tätigen gefördert werden. Hierfür hat der Erzbischof auch einen
24
eigenen Ansprechpartner im Generalvikariat ernannt. Nach einem
wahren Protesthagel sind der Erzbischof und seine verantwortlichen
Mitarbeiter inzwischen überzeugt,
dass auch auf der jeweiligen Gemeindeebene eine Gruppe von
Menschen notwendig ist, die sich
um die Verlebendigung des christlichen Zeugnisses vor Ort kümmern.
Deshalb soll es unterhalb des in Zukunft für den Seelsorgebereich zuständigen Pfarrgemeinderates Ortsausschüsse (mit Mandat) geben.
Der für den Seelsorgebereich zuständige Pfarrgemeinderat kann auf
keinen Fall die Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter vor Ort in den Gemeinden ersetzen!
So wird sich Vieles in den nächsten
Jahren in den Gemeinden unseres
Seelsorgebereiches verändern, aber
wir dürfen zuversichtlich sein:
„Gemeinsam sind wir stark!“
Das Seelsorgeteam
Pfarrer Dr. Wilfried Evertz
Pfarrer Michael Dörr
Diakon Klaus Behne
Schwester Oliveria Scherer
Pastoralassistentin Clarissa Vilain
Für die Pfarrverbandskonferenz
Der Vorstand:
Christiane Herbst-Jütten
Monika Pitzen
Gemeinsamer Teil des Pfarrverbands an Rhein und Sieg
Arme leben mitten unter uns!
Anpackende Helfer und clevere
Fachleute gesucht
Mehr Einsatz für Familien in Not
fordert der Katholikenrat im Bistum
Osnabrück. In seiner Stellungnahme beklagt er, dass sich die Schere
zwischen Arm und Reich in
Deutschland immer weiter öffne.
Hinter dem Begriff „Armut“ verbirgt sich eine Vielzahl von Problemen. So verweist der Katholikenrat
sowohl auf wirtschaftliche als auch
auf Armut an Chancen und Perspektiven. Davon sind besonders
Kinder und Jugendliche betroffen.
Immer mehr Kinder lernen vom
ersten Lebensmonat nichts anderes
als Armut kennen.
Neben finanziellen Einschränkungen bedeutet dies für diese Kinder
auch soziale Ausgrenzung, etwa
wenn die Teilnahme an kulturellen
Veranstaltungen, Schulausflügen,
Vereinsmitgliedschaften aus Kostengründen nicht möglich ist. Kirchengemeinden und kirchliche Verbände sollen sich nach Vorstellung
des Diözesanrates mit Beratungsund Unterstützungsangeboten und
ehrenamtlichem Einsatz, Tafeln,
Kleiderkammern, Begegnungsorten, Obdachlosenarbeit, Hausaufgabenhilfe oder Arbeit mit Migranten
für die betroffenen Kinder, Jugendlichen und Eltern einsetzen.
Auch in unserer Pfarrgemeinde und
im Seelsorgebereich „An Rhein und
Sieg“ wächst die soziale Not. Die
Sozialberatung der Caritas im Familienzentrum St. Paulus an der
Siegburger Straße ist an jedem
Donnerstagmorgen überlaufen. Ratund Hilfesuchende müssen viel Geduld aufbringen, bis sie mit der Beraterin Gabriele Steffen-Zündorf
reden können. Sie nimmt sich für
jeden Besucher ausführlich Zeit,
um die Situation zu klären und,
wenn möglich, Hilfestellung zu geben. Die Möglichkeiten, Erziehungsberatung oder in der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und
Lebensberatung zu bekommen,
werden dankbar angenommen.
Wir haben die Erfahrung gemacht,
dass Menschen, denen im wahrsten
Sinn des Wortes „das Wasser bis
zum Hals steht“, bereit sind, Lebensmittelspenden anzunehmen.
Das haben wir in den vergangenen
Monaten nur lückenhaft anbieten
können. Spender, die bereit sind,
zur Linderung der Not von Menschen in unserer Nachbarschaft ohne Rücksicht auf Rasse oder Religion beizutragen, gibt es dankenswerterweise. Wichtig wäre aber auch
eine Helfergruppe, die sowohl den
Einkauf als auch die Vergabe von
Lebensmittelpaketen organisiert.
Wir denken daran, für Menschen,
die Hilfe nötig haben, wenn gegen
25
Monatsende das Geld knapp wird,
einige Frauen und Männer zu suchen. Unser Ziel: In unserer Nachbarschaft sollte niemand weinen,
weil er seine Kinder nicht ernähren
kann und selbst nicht satt ist.
Wenn Sie Interesse haben, melden
Sie sich bitte bei Diakon Klaus
Behne (Tel. 46 02 40). Mit der Suche nach Personen, die bereit sind,
Besuche bei alten Menschen zu
machen oder Familien beizustehen,
haben wir vor Jahren erfolgreich
begonnen. Nun hoffen wir, dass
sich Menschen finden lassen, die
diesen Dienst übernehmen. Gut
wäre auch, wenn sich Frauen und
Männer mit Verwaltungserfahrung
bereit erklärten, anderen Menschen
durch den Behörden-Dschungel
oder bei der Abwendung oder dem
Abbau von Schulden zu helfen. Für
die katholische Gemeinde St. Josef
und Paulus und auch die anderen
Pfarrgemeinden im Seelsorgebereich ist der Dienst an den Armen
von großer Bedeutung. Clevere
Fachleute für die Abwicklung oder
Förderung von Projekten zu haben,
ist allemal sinnvoll.
Spurensuche in der modernen Literatur
Literaturgesprächskreis im Stiftsgewölbe Schwarzrheindorf
in Zusammenarbeit mit dem katholischen Bildungswerk Bonn
Menschenwege-Gotteswege
Spurensuche in der modernen Literatur
Leitung: Annette Ruland-Kind
Termine in 2008:
25. August, 22. September, 27. Oktober und 24. November
Beginn jeweils um 20:00 Uhr im Stiftsgewölbe Schwarzrheindorf
Literatur:
Kurt Tucholsky: Schloss Gripsholm
Uwe Timm: Rot
Urs Wittmer: Der Geliebte der Mutter
F.C. Delius: Bilder der Mutter als junge Frau
Anmeldung bitte bis zum 1. August 2008 an:
Irmgard Keller, Tel.: 0228 / 47 15 50
[email protected]
26
Die Schmuckfahne der Frauengemeinschaft
Lange, zu lange war sie außer Ge- chel. Darunter windet sich besiegt
brauch gekommen, zeitweilig als der Drache. Dies ist die Darstellung
unmodern empfunden, fast verges- der Frau am Himmel, wie in der Asen dennoch mit Glück bewahrt, pokalypse des Johannes geschildert
wenn auch beschädigt.
Zweifellos war und ist es schwierig, sie in einer Prozession zu tragen. Mit zwei Metern Höhe und
fast 70 Zentimetern Breite verhält
sich das reich bestickte Tuch fast
wie ein Segel im Wind. Tatsächlich wurde inzwischen diese Fahne
erkannt als ein kostbares Stück unter den nicht umfangreichen Kirchenschätzen unserer Gemeinde;
diese reichen ohnehin nur bis 1869
zurück und was einst das adlige
Damenstift und seine Stiftskirche
geschmückt haben mag, wurde
1803 versteigert.
Pfarrer Witte (in Schw.rh.df. 19181950) schreibt in der Pfarrchronik:
„Am Sonntag, dem 3. Februar
1929 erhielt die Fahne des Frauenvereins ihre kirchliche Weihe.
Die Fahne wurde nach einem Entwurf des Malers Gottwald von dem
Atelier für Kunststickerei Leo Pe- Die Vertreterinnen der Frauengemeinters in Kevelaer angefertigt.“ Die schaft freuen sich mit Pastor Chillón über
das gelungene Ergebnis. Rechts die
hochrechteckige Grundfläche endet
Restauratorin Anna-Luisa Grossmann
in Zipfeln mit Quasten. Schlingen
an der Oberkante geben Halt an ei- (Apk 12,1 ff). Gleichzeitig ist es
ner Querstange. Am mittleren Zip- das Bild der Aufnahme Mariens in
fel befindet sich eine Schlinge, die den Himmel. Zwei Hände - des Vadie senkrecht (!) zu haltende Trage- ters und des Sohnes - halten die
stange umgreift. Die Vorderseite himmlische Krone bereit. Mit auszeigt die Mutter Gottes in betender gebreiteten Schwingen schwebt die
Haltung, faltenreich umhüllt von Heiliggeisttaube Maria entgegen.
Gewand und Mantel. Das leicht ge- Darüber enthüllt sich der Himmel
neigte Haupt umkreisen zwölf Ster- wie hinter einem festlich gerafften
ne. Die Füße ruhen auf der Mondsi- Vorhang. Sensibel abgestimmte
27
Farben und an den Jugendstil erinnernde Formen verweisen auf den
Maler Gottwald.
Die Rückseite wurde zweifellos von
dem sehr kunstsinnigen Pfarrer Witte vorgegeben. Die gesamte Fläche
besteht aus einem separat aufgenähten Leinenstoff. Dieser wird im oberen Teil von einem großen,
schlanken Kreuz gegliedert.
Über bzw. unter dessen Querarm ist
aufgestickt: KATHOLISCHER
FRAUENVEREIN PFARRGEMEINDE SCHWARZRHEINDORF. Der in Zipfeln endende untere Teil zeigt zwei Wappenschilde.
Der linke Schild zeigt in linearer
Darstellung den Pfarrpatron (damals
noch ausschließlich) den Hl. Clemens, Papst und Märtyrer, mit
Papstkrone, Stab und Anker. Auf
dem rechten Schild zeigt sich ein
großes Andreaskreuz, weiß (= Silber) auf rotem Feld. Eindeutig sind
diese beiden Darstellung en
übertragen aus dem Wappen der
Äbtissin Eleonore von Hompesch,
Gründerin der Herz-Jesu-Bruderschaft in Schwarzrheindorf, wie
es im Bruderschaftsbuch von 1756
abgedruckt ist; dieses Buch lag
Pfarrer Witte natürlich vor. Damit
ist die Beheimatung der Frauengemeinschaft in der Gemeinde St. Maria und St. Clemens deutlich dokumentiert. Und man darf nicht
übersehen, dass die Rückseite der
Fahne den ihr folgenden Prozessionsteilnehmern vor Augen ist.
Die Wiederherstellung dieser ganz
besonderen Fahne ist einerseits der
Initiative des Kirchenvorstandes
28
und andererseits dem dringenden
Wunsch der Frauengemeinschaft zu
danken. Ausgeführt in zeitaufwändiger und fachkompetenter Weise
wurde die Restaurierung von der
Bonner Textilkünstlerin Frau AnnaLuisa Grossmann. Dabei war es insbesondere die sehr schadhafte
Rückseite, deren Stickereiauflagen
gerettet und umsichtig übertragen
werden mussten, um diese Seite der
Fahne überhaupt wieder ansehnlich
zu machen. Mit der Frauengemeinschaft darf sich die ganze Gemeinde
über dieses neu gewonnene
Schmuckstück freuen. Am 23. Mai
erhielt diese Fahne in einer sehr
würdigen Feier erneut ihre kirchliche Weihe durch unseren Pfarrer
Chillón. In überraschender Weise
ergänzt das Bild der Aufnahme Mariens die im unteren Kirchenraum
bereits vorhandenen Deutungen auf
Maria: Die Ikone mit der Darstellung des Mysteriums der Schwangerschaft Mariens („brennender
Dornbusch“), das Bild des Mysteriums der Geburt Jesu („Himmlische
Pforte“) im östlichen Feld des Vierungsgewölbes und die „Rosa
Mystica“ (beide Lauretanische Litanei) im Fenster des Chorhauptes,
die gekrönte Himmelskönigin mit
ihrem Sohn und die Schmerzhafte
Mutter im Kreuzigungsbild des
nördlichen Querarms.
Das Motiv der Fahne ist gleichsam
ein Schlussbild im Kranz der Betrachtungen über die Gottesmutter,
die uns selbst wie ein Mysterium erscheinen will.
Friedrich Münch
Das Ehrenamt ist ein kostbarer Schatz
Pastor Dr. Evertz zu den Herausforderungen der Neugliederung
Mit dem Pastoralprogramm „Perspektive 2020“ stehen die Pfarreien
An Rhein und Sieg vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig wird
Ende dieses Jahres unser Pastor
Servando Chillón in den Ruhestand
gehen. Was das konkret bedeutet
und welchen Kurs das Seelsorgeteam für diese Umgestaltung einschlagen möchte, erläutert der
Kommissarische Leitende Pfarrer
im Seelsorgebereich Dr. Wilfried
Evertz im Interview.
Frage: Für unseren Pfarrverband
und insbesondere für Schwarzrheindorf kommen in diesem Jahr
zwei Dinge zusammen: Mit dem
Programm 2020 wird unser Pfarrverband neu strukturiert und ebenfalls in diesem Jahr wird uns Pastor
Chillón verlassen. Wie hängen diese Dinge zusammen?
Ja, diese beiden Entwicklungen
kommen nun zusammen. Aber das
war von uns nicht so geplant! Die
uns vom Bistum vorgegebene Neustrukturierung des Seelsorgebereiches ist das eine und das Ausscheiden von Pfarrer Chillón aus gesundheitlichen Gründen ist das andere.
Nun kommen aber beide Umstände
zusammen, so dass wir die Chance
haben, die Dinge miteinander auf
den Weg zu bringen. Mit Pfarrer
Chillón ist besprochen, dass ich be-
reits ab 01. September des Jahres in
Schwarzrheindorf zuständig sein
werde
für
die
Gremien
(Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand). So habe ich die Möglichkeit, mit den Verantwortlichen vor
Ort sowohl die Zukunft in St. Maria und St. Clemens wie auch im
Seelsorgebereich zu planen.
Frage: Herr Pfarrer Chillón wird
uns im Januar 2009 verlassen. Können Sie schon etwas sagen, wie es
danach für Schwarzrheindorf aussehen wird?
Es ist der gemeinsame Wunsch von
Pfarrer Chillón, dem neuen Diakon
und mir, dass die Verabschiedung
von Pfarrer Chillón und unsere Einführung als neuer Pastor und neuer
Diakon in einer Feier stattfinden.
Vorgesehen ist dafür Sonntag, der
11.01.2009 (Fest der Taufe des
Herrn). Zeitgleich mit dem Ausscheiden ihres bisherigen Pastors
werde ich von unserem Kardinal als
kanonischer Pfarrer für alle sechs
Kirchen im Seelsorgebereich ernannt, damit auch für Schwarz29
rheindorf. Pfarrer Dörr wird die
Aufgabe des Pfarrvikars übernehmen. Neben dem neuen Diakon
wird weiterhin unsere Pastoralassistentin, Frau Clarissa Vilain, hauptamtlich mit zuständig sein für die
Seelsorge in unseren Pfarreien. Sowohl für die Pfarrgemeinden wie
auch für mich als Pastor und das
ganze Seelsorgeteam ist dies eine
neue Situation, an die wir uns alle
sicher erst gewöhnen müssen. Klar
ist: ab dem neuen Jahr bin ich nicht
mehr nur Pastor in Beuel, sondern
auch in Schwarzrheindorf!
Frage: In den vergangenen Jahren
hat die Ausarbeitung des Pfarrverbands für die Hauptbeteiligten bereits einige Energie benötigt. Nun
kommt eine neue Reform. War das
Bisherige also umsonst?
Dr. Evertz: Gott sei Dank zählt unser Seelsorgebereich „An Rhein
und Sieg“ ja zu jenen im Erzbistum,
die nicht neu zugeschnitten werden
müssen. Die Gemeinden St. Josef
und Paulus; St. Peter, Vilich, mit St.
Maria Königin, Müldorf; St. Joseph, Geislar, und St. Maria und St.
Clemens, Schwarzrheindorf, können also die Kooperation, die sie
vor Jahren begonnen haben, auch
unter den neuen Bedingungen kontinuierlich fortsetzen.
Frage: Das Reformkonzept des Erzbistums heißt: „Perspektive 2020 –
Wandel gestalten, Glauben entfalten“. Lässt sich nach Ihrer Einschätzung der Glaube so besser
entfalten als bisher?
30
Dr. Evertz: Zweifellos hat die engere Zusammenarbeit der Gemeinden
in unserem Seelsorgebereich in der
Vergangenheit bereits viele gute
Früchte getragen. Ich denke etwa an
die Erstkommunion- und Firmvorbereitung, die seit Jahren gemeinsam läuft. Vorbildlich klappt auch
die Zusammenarbeit der sechs Kindertagesstätten, die zum „Familienzentrum St. Paulus“ gehören. Darüber hinaus helfen sich die Seelsorger seit langem gegenseitig aus.
Keinen Streit hat es gegeben, als
die Sparmaßnahmen des Bistums
die Existenz von Pfarrheimen und
Büchereien gefährdeten. In geduldigem Suchen haben wir Wege gefunden. Die Pfarrheime bleiben erhalten, weil ein Finanzaustausch über die Gemeindegrenzen hinaus ermöglicht wurde. Ich bin zuversichtlich, dass sich diese positive Entwicklung der vergangenen Jahre
auch in Zukunft weiter fortsetzen
wird. Das religiöse Leben vor Ort
kann davon nur profitieren!
Frage: Können Sie in diesem Zusammenhang etwas zur Zukunft des
Haus Michael sagen? Müsste es
nicht Zielsetzung sein, die Inhalte
und das Programm des Hauses auf
die gesamte Pfarreiengemeinschaft
auszudehnen?
Sobald ich zuständig bin für den
Kirchenvorstand von St. Maria und
St. Clemens werde ich mich mit
den dortigen Verantwortlichen zusammensetzen und diese Fragen besprechen. Eines möchte ich an die-
ser Stelle aber bereits betonen: Kinder-, Jugend- und Familienarbeit
gehören für mich auch in Zukunft
zu den vorrangigen Aufgaben in der
Seelsorge!
Frage: Wird es im Pfarrverband an
Rhein und Sieg eher auf eine Fusion zu einer Gemeinde oder auf eine
Pfarreiengemeinschaft hinauslaufen?
Dr. Evertz: Wenn ich eine Prognose
wagen darf: Ich glaube, dass sich
unsere Gemeinden mehrheitlich für
eine Pfarreiengemeinschaft entscheiden werden.
Frage: Im Erzbistum wird die Zahl
der Pfarrgemeinderäte von 600 auf
180 schrumpfen, dementsprechend
auch die Zahl der ehrenamtlichen
Mitglieder. Die Kirchenvorstände
werden in ihren Aufgaben beschnitten. Kritiker sehen darin eine massive Schwächung des LaienEngagements. Die Bistumsleitung
argumentiert, die Ehrenamtlichen
würden so von der Last der Gremienarbeit befreit und könnten
stattdessen neue, kreative Formen
für eine missionarische Kirche finden. Ihr Eindruck?
Dr. Evertz: Ich möchte an dieser
Stelle eines ganz deutlich sagen:
Die geplanten Umstrukturierungen
auf Seelsorgebereichsebene dürfen
nicht die Bedeutung des Ehrenamtes in Frage stellen! Wir brauchen
auch in Zukunft die vielen Frauen
und Männer, die sich vor Ort in unseren Gemeinden ehrenamtlich en-
gagieren! Als leitender Pfarrer sehe
ich gemeinsam mit dem gesamten
Team eine unserer vorrangigen
Aufgaben darin, das Ehrenamt zu
fördern und zu stärken. Wir dürfen
diesen kostbaren Schatz gelebten
Kirche- und Christseins so vieler
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
nicht leichtfertig durch die uns vorgegebenen Strukturveränderungen
verspielen!
Frage: Viele sehen beim Konstrukt
einer Pfarreiengemeinschaft die
Schwierigkeit, eine emotionale Bindung und eine Identifikation mit einem „großen Verwaltungsgebilde“
zu schaffen. Und die ist ja Voraussetzung für ein Ehrenamt.
Dr. Evertz: Ja, das wird nicht ganz
einfach werden. Ich brauche kein
Prophet zu sein, um vorauszusagen,
dass dieser Prozess der Öffnung auf
den Seelsorgebereich hin eine Herausforderung nicht nur der nächsten
Jahre sein wird. Hier müssen wir
längerfristig denken und den sprichwörtlichen „langen Atem“ haben.
Mit Geduld und Augenmaß werden
wir Schritt für Schritt vorankommen. Aktuell ist wichtig, dass wir
uns durch gemeinsame Gottesdienste im Seelsorgebereich, etwa den
am Pfingstmontag im Pfarrgarten
von Schwarzrheindorf, durch Feste,
Feiern und viele gemeinsame Veranstaltungen immer besser kennen
lernen! Gerade die Pfarreiengemeinschaft macht deutlich, dass jeweils „vor Ort“ ehrenamtliche Mitarbeit notwendig ist.
31
Frage: Im Rahmen der Umstrukturierung soll es künftig auch so genannte Sach- oder Ortsausschüsse
geben, die sich mit bestimmten Themen des Gemeindelebens beschäftigen. Wie wird das praktisch aussehen?
Dr. Evertz: Ursprünglich hatte die
Bistumsleitung wohl nur noch einen
einzigen Pfarrgemeinderat für alle
Pfarreien auf Seelsorgebereichsebene geplant. Nach einem wahren
Protesthagel sind der Erzbischof
und seine verantwortlichen Mitarbeiter inzwischen überzeugt, dass
auch auf der jeweiligen Gemeindeebene eine Gruppe von Menschen
notwendig ist, die sich um die Verlebendigung des christlichen Zeugnisses vor Ort kümmert. Deshalb
soll es unterhalb des in Zukunft für
den Seelsorgebereich zuständigen
Pfarrgemeinderates Ortsausschüsse
geben. Der Pfarrgemeinderat in seiner künftigen Form kann auf keinen
Fall die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort in den Gemeinden
ersetzen.
Frage: Als Beispiele für neue Initiativen, um so genannte Kirchenferne mit Kirche in Verbindung zu
bringen, nennt der Kardinal zum
Beispiel die Segnung von Paaren
am Valentinstag oder abendliche
Jugendgottesdienste unter dem
Motto „Night fever“. Was könnte
unsere Gemeinde dazu beisteuern?
Dr. Evertz: In regelmäßigen Abständen bieten wir in unserer schönen Schwarzrheindorfer Doppelkir32
che eine - durchweg gut besuchte Jugendmesse an; ebenso regelmäßig macht Pfarrer Scharf das Angebot so genannter Ü-30-Gottesdienste hier in der Auferstehungskapelle
an der Josefskirche. Da sind Menschen eingeladen, die sich mal eine
Auszeit nehmen und zur Ruhe kommen möchten. Und in der Tat lassen
sich gerade für diese Gottesdienstform oft Personen ansprechen, die
sonst weniger am Gemeindeleben
teilnehmen.
Frage: Am Wochenende haben wir
heute im Seelsorgeverband ARUS
noch neun heilige Messen. In
Schwarzrheindorf haben wir eine
Vorabendmesse sowie einen Sonntagsgottesdienst. Wird es zukünftig
zu einer reduzierten Anzahl von
Gottesdiensten im Pfarrverband
kommen oder sehen Sie andere
Möglichkeiten, hier einen Ausgleich
zu schaffen?
Die neue Gottesdienstordnung ist ja
inzwischen veröffentlicht (Anm. d.
Red.: Weitere Informationen dazu
auch auf den Seiten 9,10 und 20 in
diesem Pfarrbrief). Leider (!) wird
Schwarzrheindorf die Sonntagvorabendmesse verlieren. Das ist sicher
für manche – gerade für ältere Menschen – nicht ganz leicht. Andererseits können wir aber weiterhin
zwei Sonntagvorabendmessen im
Seelsorgebereich anbieten: um
17.00 Uhr in St. Joseph, Geislar,
und um 18.30 Uhr in St. Josef, Beuel.
Frage: Haben Sie bereits ein Kon-
zept, welcher Pfarrer die Gottesdienste in den unterschiedlichen
Kirchen hält, wird es eine feste Zuordnung geben oder muss sich beispielsweise Schwarzrheindorf darauf einstellen, dass jeden Sonntag
ein anderer Pfarrer aus dem Pfarrgemeindeverband oder eine Aushilfe die hl. Messe zelebriert?
Ja, es wird eine klare, feste Zuordnung geben: Sobald ich von Pfarrer
Chillón den Stab übernehme und
zum neuen Jahr Pastor in
Schwarzrheindorf werde, bin ich ab
Januar dann auch dort zuständig für
die Gottesdienste. Ebenso wird der
neue Diakon dann zum Einsatz
kommen. Er wird als seelsorgliche
Kontaktperson auch im Pfarrhaus
von Schwarzrheindorf wohnen und
dort auch die Sprechstunde von
Pfarrer Chillón (freitags 16.0018.00 Uhr) fortsetzen. An Festtagen
werden uns wechselweise in Beuel
und in Schwarzrheindorf die Priester aus dem Seelsorgebereich helfen.
Die Fragen stellten Alexander
Brüggemann und Jürgen Hardt
Wir gratulieren zum Geburtstag
Im März 2008:
80 Jahre
Bruno Ostrowicki
86 Jahre
Sibilla Wicharz
Rosa Knörr
87 Jahre
Johanna Reuter
88 Jahre
Christine SoppPreuß
Robert Lux
Christine Linden
89 Jahre
Gertrud Dahl
92 Jahre
Gerda Fischer
94 Jahre
Helene Lambertz
Im April 2008:
80 Jahre
Matthias Eppstein
Ursula Schieren
Paula Franzen
Karl Gyßer
Kaspar Pohl
85 Jahre
Friederika Kleinert
86 Jahre
Ruth Napp
88 Jahre
Johanna Odijk
93 Jahre
Katharina Wesseling
96 Jahre
Maria Kurscheid
Im Mai 2008:
80 Jahre
Ursula Ciolek
Heinrich Poos
Maria Hohn
85 Jahre
Elisabeth Schneider
87 Jahre
Anneliese Kürten
Marianne Braun
Magdalene Frank
88 Jahre
Mathias Link
Anna Bennerscheidt
89 Jahre
Margarete Schulz
90 Jahre
Franz Heuchemer
94 Jahre
Anna Gries
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Terminübersicht Schwarzrheindorf
So.
Mi.
Mo.
So.
So.
Di.
Mi.
So.
Mi.
22.06.08
25.06.08
28.07.08
17.08.08
14.09.08
02.09.08
17.09.08
21.09.08
22.10.08
Sa.
Fr
So.
So.
Mi.
01.11.08
28.11.08
30.11.08
30.11.08
10.12.08
16:30 Kirchenführung
10:45 Abschluss-Schulgottesdienst
Schiffstour der Frauengemeinschaft
09:45 Familiengottesdienst
Bischof Rodolfo zu Besuch in Schwarzrheindorf
Wallfahrt der Frauengemeinschaft nach Pützchen
Wanderung der Frauengemeinschaft
09:45 Familiengottesdienst
Wallfahrt der Frauengemeinschaft nach
Heisterbacherrott
09:45 Hl. Messe Allerheiligen
20:00 Nacht der offenen Kirchen
Weihnachtsbasar
17:00 Konzert
Adventfeier der Frauengemeinschaft
Regelmäßige Messen in Schwarzrheindorf an Wochentagen
Jeden 3. Mittwoch im Monat, 15:00 Uhr Hl. Messe
Jeden 1. Dienstag im Monat, 9:15 Uhr Frauenmesse
Jeden 4. Mittwoch im Monat, 11:00 Uhr Hl. Messe im Tentenhaus
Freitags: 18:30 Hl. Messe (1. Fr. anschl. Herz-Jesu Andacht)
Erstkommunion 2009 in Beuel und Schwarzrheindorf
Für alle, die frühzeitig planen möchten: Die Erstkommunionfeiern in unserem Nahbereich werden im nächsten Jahr wie folgt stattfinden:
St. Maria und St. Clemens, Schwarzrheindorf:
Sonntag, 19. April 2009 (Weißer Sonntag), 9.30 Uhr
Und eine Woche später in:
St. Josef und Paulus, Beuel:
Sonntag, 26. April 2009, 10.00 Uhr
Grund für die Neuordnung der Erstkommuniontermine sind die kommenden personellen Veränderungen im Seelsorgebereich. In Zukunft wird es so
sein, dass die Erstkommunionfeiern immer am Weißen Sonntag und dem
darauf folgenden Sonntag im Wechsel zwischen unseren beiden Gemeinden gehalten werden.
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Blick durch das Fenster
Mein Blick aus dem Fenster ist ein
Blick nach draußen
Sie schauen in eine Richtung die jeden woanders hinführt
Ich sehe durch schlanke Pappeln
hindurch die Böschung der Autobahn
Ich sehe die Blätter der Sträucher,
Ich sehe die Wagen von Menschen,
die jagen jeder mit einem anderen
Ziel auf derselben Strecke
auch sie lassen sich bewegen,
doch sie bleiben am Orte
- zumindest für einen Sommer
Meine Augen erblicken Gesichter
die alle verschieden dasselbe tun
Conrad M. Siegers
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(s.u.) oder im Pfarrbüro ab. Ebenfalls suchen wir Menschen, die bereit
sind, dreimal im Jahr in zwei oder drei Straßen den Pfarrbrief zu verteilen.
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Pfarrbrief technisch zu erstellen.
Ihr Pfarrbriefteam
Impressum:
Der Pfarrbrief der katholischen Kirche St. Maria und
St. Clemens wird kostenlos verteilt.
Redaktionsschluss der folgenden Ausgabe: 15.11.2008
Herausgeber: Der Pfarrgemeinderat der Pfarrei St. Maria und
St. Clemens
Redaktion:
Elisabeth Reichelt, Regine Lösch, Bettina
Rütten, Klaus Sandmann, Jürgen Hardt
Anschrift:
Katholische Kirchengemeinde St. Maria und St.
Clemens, Dixstraße 41, 53225 Bonn
Druck:
Druckerei Leppelt, Königswinterer Str. 116,
53227 Bonn
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