Harry Potter und der Stein der Weisen

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Harry Potter und der Stein der Weisen
Quelle: G+J Entertainment Media / © Warner Bros. Entertainment
Harry Potter und der Stein der Weisen
Seit Harry Potter in die Schule für Zauberer aufgenommen wurde, ist er glücklich wie noch
nie - aber auch in großer Gefahr. Ein Troll spaziert schließlich nicht von alleine so mir nichts,
dir nichts in die Schule! Hier führt eindeutig jemand Böses im Schilde. Harry und seine
Freunde Ron und Hermine haben einen Verdacht?
Beschreibung
Der Gegensatz könnte
kaum größer sein: Für seine schrecklichen Verwandten ist Harry nur ein Nichtsnutz, für den der
Schrank unter der Treppe als Zimmer gerade gut genug ist. Nun erfährt Harry nach elf
Jahren von einer anderen Welt, einer Welt, in der er sogar eine Berühmtheit ist! Plötzlich
wird er nicht mehr als Last empfunden, sondern findet Anerkennung und Freunde. Weil
uns am Anfang des Films gezeigt wird, wie schlecht Harry bisher behandelt wurde, können
wir uns ganz besonders stark über die glückliche Wendung in seinem Leben freuen.
Außerdem wünscht sich bestimmt jeder ab und zu mal, ein bisschen zaubern zu können ? vor
allem auf einem Besen zu fliegen muss wirklich aufregend sein!
Da für Harry die Welt der
Zauberer neu ist, muss ihm erst einmal alles gezeigt und erklärt werden ? das ist ein toller
Trick, um auch uns Zuschauern nach und nach die magische Welt zu zeigen. Neben
Harry, Ron und Hermine ist die Schule Hogwarts so etwas wie ein vierter Hauptdarsteller:
In vielen Szenen bekommen wir Zeit, uns in den Bildern umzuschauen und zu staunen.
Das Filmteam hat die schwierige Aufgabe, die vielen Ideen aus der Buchvorlage in Bilder
umzusetzen, sehr gut gemeistert, auch wenn nicht alle Computeranimationen aus
heutiger Sicht überzeugen. Und trotz aller Begeisterung und trotz des Staunens reißen wir
die Augen vielleicht nicht ganz so weit auf wie der Darsteller von Harry ? sein Schauspiel
ist oft ganz schön übertrieben, und auch bei der Musik hätte man nicht immer so dick
auftragen müssen.
Credits
Titel:
Harry Potter und der Stein der Weisen
Originaltitel:
Harry Potter and the Sorcerer's Stone
Kino-Start:
22.11.2001
DVD-Start:
11.05.2002
Genre:
Fantasy
Land:
USA
Jahr:
2001
Regie:
Chris Columbus
Darsteller:
Daniel Radcliffe Harry Potter
Emma Watson
Hermine Granger
Rupert Grint
Ron Weasley
John Cleese
Fast kopfloser
Nick
Robbie Coltrane Rubeus Hagrid
Länge:
146 Minuten
Farbe:
Farbe
Altersempfehlung: ab 8 Jahren
FSK:
FSK 6
Elterninfo
Die Altersfreigaben der FSK - das ist Ihnen sicher bekannt - dienen dem Schutz
von Kindern und Jugendlichen und sollen gewährleisten, dass diese durch Filme nicht in
ihrer Entwicklung beeinträchtigt werden. Die Freigaben sind allerdings nicht mit
pädagogischen Altersempfehlungen zu verwechseln, die - wie in diesem Fall - durchaus
nach oben abweichen können, was nicht zuletzt daran liegt, dass bei Empfehlungen feiner
differenziert werden kann als bei den vier Einstufungen der FSK. Dennoch hat die
Empfehlung nur orientierenden Charakter, da interindividuelle Unterschiede bei der
Medienrezeption eine große Rolle spielen können. Letztlich können Sie Ihr Kind wohl am
besten einschätzen - die Elterninfo soll Ihnen helfen, auch den Film einzuschätzen.
Dass wir die Sichtung der ersten Harry-Potter-Verfilmung erst ab einem Alter
von 8 Jahren nahe legen, hängt mit der kognitiven Entwicklung von Kindern zusammen,
die sich darauf auswirkt, welche Ängste in einem bestimmten Alter typisch sind. Patti M.
Valkenburg, Professorin für Kommunikationswissenschaft an der Universität in Amsterdam,
hat die Forschungsergebnisse in diesem Bereich anschaulich zusammengefasst.
So weiß man, dass Kinder zwar schon im Alter von 3 oder 4 Jahren beginnen, zwischen
Phantasie und Realität zu unterscheiden, wenn sie aber ängstigende fiktionale
Medienprodukte sehen, sind sie erst ab einem Alter von 7 Jahren zunehmend dazu in der
Lage, die Informationen über den Realitätsstatus eines Medienprodukts eigenständig zu
nutzen. Mit der größeren Fähigkeit, zwischen Phantasie und Realität zu unterscheiden, geht
auch die Veränderung typischer Ängste einher: Während die Angst vor ?Monstern?, also
Phantasiewesen, schnell zurückgeht, steigt die Angst vor realistischen Bedrohungen. Vor
diesem Hintergrund ist sicher verständlich, dass trotz der FSK-Freigabe ab 6 Jahren von
einer Sichtung des Films ?Harry Potter und der Stein der Weisen? vor dem Alter von 8
Jahren abzuraten ist. Vor allem Monster wie der dreiköpfige Hund ?Fluffy?, aber auch das
erste Zusammentreffen mit Lord Voldemort, bei dem Professor Quirrell unter Harrys
Berührung dampfend zu Staub zerfällt, könnten jüngere Kinder stark ängstigen. Auch wenn 8Jährige diese Szenen sicher ebenfalls ?zum Fürchten? finden, können sie die Geschichte
doch eindeutig in die Sphäre der Phantasie einordnen.
Insgesamt sind gruselige Szenen im ersten Teil der Harry-Potter-Verfilmungen auch noch
vergleichsweise rar gesät. Der Fokus des Films liegt auf der Entdeckung der ?magischen
Welt? und der ungeahnten Fähigkeiten Harrys, sowie auf der beginnenden Freundschaft
Harrys zu Hermine und Ron. Die Betonung der Glücks, das Harry erlebt, der in seinem
bisherigen Leben in liebloser Umgebung aufwuchs und keine Freundschaft kannte, sowie
sein freudiges Staunen dominieren über die bedrohlicheren Szenen des Films. So wird
nach der nervenaufreibenden Begegnung mit Voldemort darauf geachtet, mit positiven
Szenen anzuschließen und dem glücklichen Ende einen großen Raum zu geben: Ausgiebig
werden Harry und seine Freunde für ihren Mut gefeiert. Trotz der (mit)erlebten Schrecken
entlässt der Film derart mit einem bestärkenden, zuversichtlichen Grundgefühl. Aufgrund
dieser ausgleichenden Passagen rechtfertigt sich auch die Länge des Films, die für die
geringere Aufmerksamkeitsspanne von Kindern sicherlich eine Herausforderung darstellt.
Link zu den Alterseinstufungen der FSK:
http://www.spio.de/index.asp?SeitID=18
Literaturtipp für medienpsychologisch interessierte Eltern:
Patty M. Valkenburg: Children?s Responses to the Screen. A Media Psychological
Approach. Routledge 2004
Weitere Informationen zu diesem Film finden Eltern und Pädagogen auf
kinofenster.de.
Das Online-Portal für Filmbildung bietet Filmbesprechungen, Hintergrundinformationen,
filmpädagogische Begleitmaterialien, News, Termine, Veranstaltungen, Adressen und
Links für die schulische und außerschulische Filmarbeit.
Dieser Film hat von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW)
das Prädikat
?wertvoll? erhalten. Die Begründung finden Siehier.
Die FBW wurde 1951 als gutachterliche Einrichtung aller Bundesländer gegründet.
Unabhängige Jurys mit je fünf Medienexperten bewerten die Filme innerhalb ihres
Genres und zeichnen herausragende Werke mit den Prädikaten ?wertvoll" und
?besonders wertvoll" aus.
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