EURO-AVIATION VERSICHERUNGS

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EURO-AVIATION VERSICHERUNGS
EURO-AVIATION
VERSICHERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
Hamburg
ANNUAL REPORT 2014 (short form)
UNTERNEHMENSKENNZAHLEN
2014
2013
2012
2011
2010
TE
11.860
12.338
12.599
11.848
11.897
%
-3,87
-2,49
6,34
-0,41
-7,57
Versicherungstechnisches Ergebnis
TE
569
673
530
621
543
Eigenkapital
TE
4.943
4.614
4.582
4.448
4.093
Versicherungstechnische Rückstellungen (brutto)
TE
11.353
12.078
11.126
10.950
10.949
Davon: Schwankungsrückstellung
TE
891
978
1.039
1.039
979
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
TE
634
679
700
587
569
Jahresüberschuss
TE
429
432
433
355
370
Combined Ratio (netto)
%
84,10
80,47
83,71
78,53
73,99
Combined Ratio (brutto)
%
103,17
72,14
74,80
79,99
63,10
Bruttobeiträge
Veränderung zum Vorjahr
COMBINED RATIO 2014 (NETTO)
73,98 %
78,53 %
83,71 %
80,47 %
BERICHT ÜBER
DAS GESCHÄFTSJAHR
2014
COMBINED RATIO 2014 (BRUTTO)
84,10 %
21,25 %
Kostenquote
81,92 %
Schadenquote
2010
2011
2012
2013
2014
EURO-AVIATION
VERSICHERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
Hamburg
ANNUAL REPORT 2014 (short form)
2
3
INHALT
VERWALTUNGSORGANE
AUFSICHTSRAT
VORSTAND
Alexander Stuhlmann
Michael Fischer
Unternehmensberater, Hamburg
Hamburg
Vorsitzender
Vorsitzender
Hans-Peter Schneider
Dr. Torsten Betzel
Investment Manager, Hamburg
Eibelstadt
Stellvertretender Vorsitzender
Verwaltungsorgane
4
Vorwort
6
Lagebericht
12
Bilanz zum 31. Dezember 2014
38
Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
40
Anhang
42
Erläuterungen zur Bilanz
44
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
45
Zusätzliche Erläuterungen gemäß § 51 RechVersV
46
Sonstige Angaben / Gewinnverwendungsvorschlag
48
Bestätigungsvermerk
49
Bericht des Aufsichtsrates
50
Glossar
52
Dr. Roland Kitschler
Diplom-Ökonom, Dortmund
ENGLISH VERSION
Heinz Grümmer
Unternehmensberater, Overath
Andreas Braasch
Versicherungsmakler, Hamburg
Andreas Peter
Unternehmensberater, Unteriberg, Schweiz
4
Annual Report 2014, Financial Statement (short form)
57
Key Figures
58
Editorial
59
Results
60
Balance Sheet as of December 31, 2014
62
Income Statement January 1 to December 31, 2014
64
Management
66
Contact address
67
Impressum
67
5
Sehr geehrte Aktionäre, Kunden
und Geschäftspartner,
liegenden Zeiträume, sondern basiert auf einer zukunftsorientierten vorausschauenden Betrachtung. Die Unternehmensziele, die Einhaltung regulatorischer Anforderungen
und das Risikomanagement haben sich an einer Vorausbe-
der deutsche Jurist und Ökonom Max Weber wird mit dem
trachtung für die kommenden Jahre zu orientieren, für die
Satz zitiert, dass „Politik das langsame Bohren von harten
die Vergangenheit lediglich den Ausgangspunkt definiert.
Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich“ sei.
Solvency II erfordert eine strategische Zukunftsprojektion.
Dieser Aphorismus bringt zum Ausdruck, was vielen Bürgern
Die Zukunft verlässlich einzuschätzen, ist eigentlich ein Ding
und Unternehmern nahezu täglich vor Augen steht. Poli-
der Unmöglichkeit. Dennoch werden alle Versicherungsun-
tische Institutionen wägen Problemfelder gleichsam im
ternehmen diesen Anforderungen genügen müssen. Die Ins-
Zeitlupentempo. Politiker verschieben Probleme, ohne sie
trumente, die uns in die Lage versetzen, dieses zu erreichen,
wirklich zu lösen. Absichtserklärungen folgen auf eben solche
sind detaillierte Planungsrechnungen, die versicherungs-
und lassen Problemlösungen in weite Ferne rücken. Das Spiel
mathematische Funktion, das Risikomanagement innerhalb
aus „Checks and Balances“, das zum Selbstverständnis eines
des Unternehmens und die Compliance-Funktion, die
jeden demokratischen Systems gehört, wird gleichzeitig zum
Vorstand und Aufsichtsrat des Unternehmens verpflichten,
Bremsklotz für notwendige, schnelle und ggf. auch unpopu-
die Geschäftsaktivitäten anhand von Planungsdaten laufend
läre Entscheidungen. Für die Wirtschaft ergibt sich hieraus
zu überprüfen. Hierbei darf nicht vergessen werden, dass ge-
alles andere als ein optimales Wachstumsumfeld.
rade das Versicherungsgeschäft darauf angewiesen ist, sich
stets ändernden Anforderungen anzupassen. Risiken lassen
Der vorliegende Geschäftsbericht ist ein temporärer Spiegel
sich einschätzen, sind jedoch in der Realität mannigfaltigen
unserer Unternehmensentwicklung über einen Zeitraum
Einflussnahmen ausgesetzt. Entscheidend ist die Flexibilität
von zwölf Monaten. Er kann immer nur einen Ausschnitt
eines Unternehmens, gegenüber sich ändernden Rahmen-
beleuchten, der allerdings in der historischen Abfolge aller
bedingungen Geschäftsprozesse effizient und marktnah zu
vorangegangenen Geschäftsjahre steht und auch in diesem
steuern. Dies fordert das Regelwerk Solvency II.
Umfeld zu bewerten ist.
Es ist innerhalb der Versicherungswirtschaft eine stetige
VORWORT
Inzwischen steht fest, dass das neue Aufsichtssystem Sol-
Forderung an die nationalen und europäischen Entschei-
vency II für Versicherungsunternehmen per 1. Januar 2016
dungsträger, den Versicherungsstandort Deutschland durch
in Kraft treten wird, womit grundlegende Änderungen für
die Einführung der neuen Kontroll- und Prüfungsstandards
die Unternehmensstruktur verbunden sind, die von vielen
nicht zu schwächen. Der Gesamtverband der deutschen
Versicherungsunternehmen, und hierzu gehört auch unsere
Versicherungswirtschaft (GDV) hat seit Jahren darauf hinge-
Gesellschaft, allerdings bereits „versuchsweise“ berück-
wiesen, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen von
sichtigt werden. Das Risikocontrolling und die Eigenmittel-
dem außerordentlich komplexen System Solvency II leicht
ausstattung für Versicherungsunternehmen erhalten einen
überfordert werden können. Unser Unternehmen widmet
neuen Stellenwert. Dies bedeutet auch für unser Unterneh-
sich seit Jahren diesem Thema intensiv. Deshalb begrüßen
men eine Zäsur.
wir die Initiative der Bundesregierung, die Solvency-II-Regeln
für kleinere und mittlere Unternehmen zu entbürokratisieren,
6
Das Aufsichtssystem Solvency II verlangt nicht nur eine Rück-
weil das neue Risikosystem nicht die Rechtfertigung dafür
besinnung auf das abgelaufene Geschäftsjahr und die davor
liefern darf, die Wettbewerbsverhältnisse im deutschen
7
VORWORT
Versicherungsmarkt grundlegend zu verändern 1. Gerade im
Die Zahl der getöteten Passagiere hat sich nach dem Absturz
deutschen Markt sind kleine und mittlere Versicherer eine
der Air Asia am 28. Dezember 2014 um 239 Reisende erhöht,
Besonderheit. Diese Unternehmen sind überproportional
sodass das Jahr 2014 mit einer negativen Unfallstatistik
von den bürokratischen und eigenkapitalmäßigen Anfor-
endet. Es ist hierbei zu berücksichtigen, dass der Abschuss
derungen durch Solvency II betroffen. Im Regelfall handelt
der Boeing 777 des Flugs MH17 über der Ukraine in jeder
es sich um Spezialversicherer, die für den Wettbewerb eine
Hinsicht ein ungewöhnliches Ereignis darstellt. Auch in
wichtige Rolle spielen, so wie unser Unternehmen, das in
der Allgemeinen Luftfahrt, insbesondere in der Privat- und
Deutschland und möglicherweise europaweit im Bereich aus-
Sportfliegerei, ist das Bewusstsein für die notwendigen
schließlicher Spezialversicherungen für die Luftfahrt einzigar-
Sicherheitsanforderungen gewachsen. Deshalb blieb die
tig ist. Das Geschäft der EURO-AVIATION Versicherungs-AG
Luftfahrt insgesamt und auch unser Unternehmen im Jahre
ist beschränkt auf die Deckung von Risiken im Bereich der
2014 von einer Schadenhäufung verschont. Jedes Unglück
Allgemeinen Luftfahrt. Wir versichern vom Modellflugzeug
schmerzt und ist verbunden mit Belastungen für die Betroffe-
bis zum mittleren Passagierflugzeug Luftfahrtrisiken aller Art
nen und die Angehörigen. Wir können hier nur Hilfestellung
und können auf eine inzwischen zwanzigjährige Unterneh-
leisten, was für unser Unternehmen aber stets Herausforde-
menshistorie zurückblicken.
rung und Aufgabe ist. Wir sorgen uns um die Sicherheit in
der Luftfahrt und das Sicherheitsbedürfnis unserer Kunden.
Das Jahr 2014 hat für die Luftfahrt insgesamt und speziell für
die Versicherung von Luftfahrtrisiken einige bemerkenswerte
Das Geschäftsfeld unseres Unternehmens kann nur dann
Ereignisse gebracht. Wir sprechen hierbei über ein Jahr für
erfolgreich sein, wenn die von uns übernommenen Risiken
die zivile Luftfahrt, das als eines der sichersten überhaupt be-
in einem ausgewogenen Verhältnis zu den vereinnahm-
zeichnet werden kann. Geschätzte 3,3 Milliarden Menschen
ten Prämien stehen. Risiken lassen sich statistisch erfassen
sind 2014 weltweit mit Flugzeugen befördert worden 2.
und berechnen. So liegt die Wahrscheinlichkeit, bei einem
Blitzschlag zu sterben, nach Berechnungen von Versiche-
1
2
Quelle: Versicherungswirtschaft Nr. 1 / 2015, S. 6.
Quelle: Welt am Sonntag vom 14. Dezember 2014, Seite 81.
rungsmathematikern bei 1:10.000.000, während das Risiko,
durch einen Flugzeugabsturz zu Tode zu kommen, bei
1:29.000.000 liegt. Diese statistischen Zahlen sagen aller-
Die Politik der Europäischen Zentralbank besteht darin, nicht
dings nur wenig über das individuelle Risiko aus, das jeder
nur die Leitzinsen auf ein historisch niedriges Maß zu senken
Versicherer im Rahmen seines „Underwritings“ zu kalkulieren
und damit die Verzinsung von Einlagen bei Kreditinstituten.
hat. So sind die Risiken der unterschiedlichen Flugzeugtypen
Vielmehr hat der EZB-Rat auch noch beschlossen, Anleihen
zu betrachten, die Verwendungszwecke für die konkrete
von Krisenstaaten in beliebigem Umfang aufzukaufen, um
Flugzeugnutzung, die fliegerischen Fähigkeiten der in Be-
damit die Inflation zu befördern und einer Verteuerung
tracht kommenden Piloten und viele weitere Merkmale, bis
von Schuldenaufnahmen entgegenzuwirken (Quantitative
hin zur Berücksichtigung geographischer Einflussfaktoren.
Easing). Vordergründig mag diese Politik ihren Charme
Aber nicht allein die Einschätzung des versicherungstechni-
Schuldenaufkaufprogramm jedoch berechtigt kritisiert.
entwickeln. Von der deutschen Bundesregierung wird das
schen Risikos entscheidet über den Erfolg einer Geschäfts-
Für die betroffenen Staaten und für die Gesamtheit des
politik. Es sind auch die Rahmenbedingungen, die unser
europäischen Wirtschaftsraumes dürfte diese Politik pures
Geschäft beeinflussen und letztendlich über Erfolg oder
Gift darstellen. Den Paradefall hierfür erleben wir im Falle
Misserfolg entscheiden. Hier zu nennen sind steuerliche und
Griechenlands. Nicht einmal die EZB ist bereit, mit ihrem gi-
sonstige fiskalische Regulierungen sowie die Entwicklung von
gantischen Anleihekaufprogramm auch griechische Anleihen
Gesetzgebung und Rechtsprechung auf den für Versicherer
zu erwerben. Über den Ausstieg Griechenlands aus dem Euro
maßgeblichen Ebenen. Wir verfolgen diese Entwicklungen
oder gar der gesamten EU wird offen diskutiert. Die neu ge-
intensiv und richten unsere Geschäftspolitik darauf ein.
bildete Links-Rechts-Koalition unter dem Ministerpräsidenten
Neben den erwähnten Rahmenbedingungen sind es die
Alexis Tsipras fordert einen erneuten Schuldenschnitt. Die
Entwicklungen im Finanzmarktsektor, die unsere Unterneh-
Ereignisse in Griechenland könnten für die EU tiefgreifende
menspolitik vor Herausforderungen stellen und Einfluss auf
Konsequenzen haben, auch wenn viele Politiker versuchen,
das Geschäftsergebnis nehmen. So bedarf es keiner weiteren
deren Bedeutung zu relativieren. Weder innerhalb der
Ausführungen, dass die europäische Finanzmarktkrise, die
EU noch im Euro gibt es Mechanismen, Griechenland ein
auch nach sechs Jahren keineswegs an Aktualität verloren
konkretes Wohlverhalten zu verordnen. Die EU besteht aus
hat, jedes Versicherungsunternehmen vor extreme Heraus-
autonomen Nationalstaaten, die weder mit dem Eintritt in
forderungen stellt. Auch Deutschland ist inzwischen bei
die Union noch mit ihrer Beteiligung am Euro ihre Souve-
Negativzinsen angelangt, die Banken dafür erheben, dass
ränität abgegeben haben. Auch wenn Griechenland ohne
man ihnen Geld zur Verfügung stellt. Dies ist eine absurde
weitere Kredite die Zahlungsunfähigkeit droht, bleibt das
Situation. Versicherer, nicht nur Lebensversicherer, sind
Land, solange es nicht selbst eine gegenteilige Entscheidung
fundamental darauf angewiesen, aus den Rückstellungen für
trifft, Mitglied im Euro und in der EU.
eingetretene Schadenfälle Zinsen zu erwirtschaften. Dies ist
unter den vorliegenden Bedingungen kaum noch zu reali-
Es ist eine Folge der weltweiten Finanzkrise, dass Banken und
sieren und müsste eigentlich dazu führen, dass der Versiche-
Versicherungen in vielen Ländern in schweres Fahrwasser
rungsschutz, den wir unseren Kunden bieten, sich erheblich
geraten sind. Es ist deshalb eine der wichtigsten Aufgaben
verteuert. Das Gegenteil ist aktuell allerdings der Fall. Ein
der EU, das Bankensystem zu stabilisieren und mit Hilfe
Grund dafür liegt in der Politik der EZB.
eines Fiskalplans sicherzustellen, dass die Staatsschulden
von Mitgliedsstaaten der EU nicht unkontrolliert steigen
können. Nicht nur Griechenland braucht eine grundlegendere Strukturreform. Dies gilt im Grunde für die gesamte EU,
8
9
VORWORT
deren Wirtschaft derart eng verflochten ist, dass keinem der
kommt der Qualität der von uns angebotenen Produkte
Mitgliedsstaaten das Scheitern eines anderen Staates gleich-
eine ebenso wichtige Rolle zu wie der Preisklarheit und der
gültig sein kann. Deutschland wird insoweit, wie im Übrigen
Preiswürdigkeit eines notwendigen oder wünschenswerten
hinsichtlich aller politischen Entscheidungen weltweit, eine
Versicherungsschutzes. Gerade im Bereich der Luftsportver-
Schlüsselrolle zukommen. Dies beinhaltet auch, dass Deutsch-
eine sind die finanziellen Spielräume klein. Dort findet aber
land finanzielle Mittel in erheblichem Umfange aufwenden
ein Großteil des ehrenamtlichen und leistungsorientieren
muss, die letztlich der deutsche Steuerzahler zu tragen hat.
Luftfahrtgeschehens statt, ohne das die Allgemeine Luftfahrt
in Deutschland nicht die Bedeutung hätte, die ihr heute
Als Ergebnis der jahrelangen Bestrebungen, der Kapitalmarkt-
zukommt. Wir wollen durch unser Leistungsangebot unseren
krise Einhalt zu gebieten, haben wir es mit einer langan-
Kunden die Möglichkeit geben, ihre individuellen Bedürfnis-
dauernden weltweiten Stagnation zu tun. Die Arbeitslosen-
se im Zusammenhang mit der Ausübung der Fliegerei und
quoten steigen, das Wirtschaftswachstum bleibt mäßig, die
des Luftsportes umzusetzen. Unser Leistungsangebot be-
Konsumenten sind nicht ausgabenfreudig, während sich
rücksichtigt die große Bandbreite von Möglichkeiten und die
die Zinsen auf einem Niveau bewegen, das den Geldwert
individuellen Bedürfnisse unserer Kunden, die den „Traum
massiv schrumpfen lässt. Gleichzeitig steigt das Geldvolumen
vom Fliegen“ für sich verwirklichen wollen und deshalb
weltweit, das sich Anlagemöglichkeiten sucht, die noch in
einen verlässlichen und erfahrenen Partner suchen. Auch
irgendeiner Weise Rendite versprechen. Speziell im welt-
unsere Geschäftskunden konnten und können sich immer
weiten Rückversicherungsmarkt sind diese Einflussfaktoren
auf uns verlassen.
spürbar und so kann es nicht verwundern, dass im Ergebnis
trotz gestiegener Risikofaktoren die Prämien für Versiche-
Es ist unser Bestreben, den Anforderungen und Wünschen
rungsrisiken eher nachgeben als, der mathematischen Logik
unserer Kunden soweit wie möglich gerecht zu werden, auch
folgend, in den risikobetroffenen Sparten zu steigen. Dies ist
wenn uns bewusst ist, dass dies ein Prozess ist, der niemals
eine zutiefst ungesunde Entwicklung.
ein wirkliches Ende findet. Wir danken unseren Mitarbeitern,
Geschäftsfreunden und Kunden für das Vertrauen, das sie im
Unser vorliegender Geschäftsbericht hat diese Einflussfak-
Jahre 2014 in unser Unternehmen gesetzt haben. Wir wer-
toren darzustellen und die daraus resultierenden Ergebnisse
den auch zukünftig bemüht sein, diesem Vertrauen gerecht
zu interpretieren. Wir hoffen, den Lesern unseres Geschäfts-
zu werden.
berichtes eine verständliche Darstellung unserer Geschäftsentwicklung für das abgelaufene Geschäftsjahr zu geben.
Unabhängig davon gebührt der Tatsache Beachtung, dass
Hamburg, 26. März 2015
unser Unternehmen im Jahre 2014 sein zwanzigjähriges
Jubiläum feierte. Die Wertschätzung, die wir von Seiten
unserer Kunden erfahren, ist uns ein stetiger Ansporn. Seit
20 Jahren bietet die EURO-AVIATION Versicherungs-AG als
einziger deutscher Spezialversicherer umfassenden Versicherungsschutz für die General Aviation. Unsere Erfahrungen
Michael Fischer
in diesem Teilsegment des Versicherungsmarktes befähigen
Vorsitzender des Vorstandes
uns, die speziellen Anforderungen unserer Kunden zu
analysieren und unser Produktangebot anzupassen. Hierbei
10
EURO-AVIATION Versicherungs-AG
11
Allgemeines wirtschaftliches
und politisches Umfeld
Leider werden diese strukturellen Unsicherheiten für die
zukünftige Entwicklung der Europäischen Union nicht
abgemildert von positiven Wachstumszahlen. Zwar hat die
Weltwirtschaft insgesamt Ansätze zu einer Verbesserung der
Das Wirtschaftsjahr 2014 erhielt seine Prägung vor allem
Situation erkennen lassen, die Europäische Union insgesamt
durch das niedrige Zinsumfeld und die global gestiegene
blieb jedoch hinter der weltweiten Entwicklung deutlich zu-
Geldmenge. Das allgemeine Zinsniveau ist auf nie gekannte
rück. Die deutsche Wirtschaft ist unmittelbar auf den Export
Tiefstände gesunken. Die Staatsverschuldung der meisten
innerhalb der Union angewiesen, sodass ein stagnierendes
europäischen Mitgliedsstaaten hat sich erhöht. Zugleich wird
Wachstum innerhalb der EU naturgemäß die wirtschaftlichen
die öffentliche Diskussion wie niemals zuvor bestimmt durch
Aussichten für unser Land beeinträchtigt. Diese Zusammen-
die Ankündigung des Präsidenten der Europäischen Zentral-
hänge spiegeln sich nicht zuletzt auch in der Entwicklung
bank (EZB), notfalls in unbeschränktem Umfange Staatsan-
der europäischen Währung gegenüber anderen Währungen
leihen von EU-Mitgliedsstaaten aufzukaufen, wenn dies der
wider, insbesondere dem Dollar. So hat der Euro gegenüber
Umsetzung währungspolitischer Ziele dienlich erscheint. Das
dem Dollar im Verlauf des Jahres 2014 erheblich an Wert
Bundesverfassungsgericht hat in dieser Ankündigung eine
verloren, gegenüber dem Schweizer Franken ist er zu Beginn
Überschreitung der Aufgaben und Zuständigkeiten der Euro-
des Jahres 2015 geradezu abgestürzt. Das Wirtschaftswachs-
päischen Zentralbank angenommen und deshalb zur Klärung
tum blieb hinter den Erwartungen zurück. Auch der Einbruch
dieser Rechtsfrage den Europäischen Gerichtshof angeru-
der Ölpreise konnte letztlich eine Korrektur dieser negativen
fen. Der Generalanwalt, der als Mitglied des Gerichtshofes
Entwicklung nicht bewirken.
durch sein Rechtsgutachten wesentlich die Weichen für die
Gerichtsentscheidung stellt, hat sich vor die Zentralbank ge-
Die Macht des Dollar und der amerikanischen FED zeigen
stellt. Dies wird allgemein als Freibrief für die EZB gewertet,
sich nicht nur in ihren Einflüssen auf Zinsen und Export-
ihren Kurs der Währungsstabilisierung durch den beliebigen
wirtschaft. Die USA sind der Motor für das Wachstum in
Ankauf von Anleihen der Mitgliedsstaaten fortzusetzen.
der gesamten Welt, wenn sich die derzeitige Entwicklung
als stetig erweist. Nach Schätzungen von Fachleuten haben
Die Frage ist, ob sich das Bundesverfassungsgericht der Linie
L AGEBERICHT
die USA allein in der Infrastruktur einen Investitionsbedarf
des EuGH anschließt oder aber im Ergebnis dennoch die Teil-
von mehreren Billionen Dollar, der das ohnehin bereits
nahme an Anleihekäufen untersagt. Es geht um die Definiti-
starke Wirtschaftswachstum weiter beflügeln dürfte. Hinzu
on der Grenze zwischen monetärer Staatsfinanzierung und
kommen der gefallene Ölpreis, die prosperierenden Akti-
Währungspolitik. Für die Versicherungswirtschaft ist die Er-
enbörsen und die in vielen Bereichen sich deutlich verbes-
haltung der Geldmarktstabilität von höchster Wichtigkeit. Al-
sernden Unternehmenszahlen. Trotz der relativen Stärke des
lein dies jedoch reicht nicht aus, um auf Dauer der Wirtschaft
Dollar gegenüber anderen Währungen sieht die Mehrheit
die notwendigen Impulse zu verleihen. Die Eigenmächtigkeit
der Fachleute auch für die Zukunft eine prosperierende US-
des Handelns des Präsidenten der EZB schwächt zugleich die
Konjunktur. In den Augen der Führungseliten der Wirtschaft
Rolle der Mitgliedsstaaten und der diese führenden nationa-
haben die USA China bereits als Wachstumsmarkt überholt.
len Regierungen. Deren wirtschaftspolitischer und fiskali-
Die USA sind inzwischen zum führenden Ölproduzenten
scher Spielraum wird automatisch enger, zumal eine Haftung
aufgestiegen, was die Zahlungsbilanz erheblich entlastet.
der Bürger für die Staatsschulden anderer Mitgliedsstaaten in
kaum noch überschaubarer Weise droht.
12
13
L AGEBERICHT
LEITZINSENTWICKLUNG EUROZONE / USA
Quelle: EZB / FED
6%
5%
In der Versicherungswirtschaft ist die Gefahr dauerhaft nied-
Versicherungsprodukte sind im Grundsatz verlässlich und
riger Zinsen ein zentrales Thema. Nicht nur für den Bereich
bieten über lange Zeiträume eine solide Planbarkeit für den
der Lebensversicherungen bedeuten die historisch niedrigen
Kunden. Dies gilt für das gesamte Spektrum der Produkte
Zinsen eine existenzielle Belastung. Traditionell hat die Scha-
und damit auch für den Bereich der von uns betriebenen
denversicherung die Erträge aus Schadenrückstellungen und
Sachversicherungen. Allerdings kann auf Dauer Sicherheit
Kapitalanlagen immer als Korrektiv für eventuell negative
nur dann gewährleistet sein, wenn die Rahmenbedingun-
Verläufe im technischen Versicherungsgeschäft benötigt. Der
gen stimmen. Hierfür ist es erforderlich, dass die Zinsen
Rückgang der Erträge aus Kapitalanlagen richtet den Fokus
steigen und sich insbesondere der ausufernde Druck auf
3%
nunmehr allein auf die Ertragsfähigkeit des technischen
das Prämienniveau verringert. Nicht immer ist das billigste
Versicherungsgeschäftes. Dieses leidet jedoch unter dem im
Versicherungsangebot auch das verbraucherfreundlichste.
2%
Sachgeschäft seit Jahren stagnierenden Prämienniveau, das
Gerade in unserem Geschäft kommt es auf Bonität, Seriosität
wiederum seine Ursache zu einem nicht unerheblichen Teil
und Langfristigkeit an. Wir stehen mit dem Namen unseres
in der enorm ausgeweiteten Geldmenge hat. Die internatio-
Unternehmens für diese Qualitäten und hoffen, dass die
4%
1%
0%
2002
2003
2004
2005
2006
2007
2008
2009
2010
2011
2012
2013
2014
2015
nalen Versicherungs- und Rückversicherungsmärkte scheinen
rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen uns
über eine nahezu unbegrenzte Liquidität zu verfügen. Das
zukünftig in dieser Unternehmensphilosophie bestätigen.
Kapital sucht sich Wege, um sich maximal zu vermehren.
EZB Leitzins 0,05 % (seit 04. September 2014)
USA Funds Rate 0 – 0,25 % (Target Range, seit 16.12.2008)
Damit steigt auch die Risikobereitschaft. Dies ist eine Entwicklung, die für den Versicherungsmarkt ungesund und auf
lange Sicht nicht erfolgversprechend erscheint.
Die USA sind und bleiben die westliche Führungsmacht und
Der Markt reagiert in vorhersehbarer Weise, wenn nicht
dominieren weltweit die Standards. Dies gilt insbesondere
gesetzliche Restriktionen dagegenwirken. Fusionen nehmen
auch für die immer größer werdenden Internetkonzerne aus
zu. Monopole werden immer wahrscheinlicher. Nur durch
den USA, denen für die Zukunft allenfalls China wohl etwas
Kartellrechtsbeschränkungen, ggf. Zerschlagung von
entgegenzusetzen hat. Europa jedenfalls wird nicht ernst-
übermächtigen Konzernen oder sonstige regulatorischen
haft in Konkurrenz zu den IT-Giganten aus den USA treten.
Maßnahmen, lassen sich Gegengewichte schaffen, die dem
Google, Apple oder Konzerne wie Facebook dominieren
Trend zu Machtzusammenballung aus schierer Größe ent-
den gesamten Markt der IT. Die Abhörskandale durch die
gegenwirken. Unter Wirtschaftswissenschaftlern wird längst
NSA haben gezeigt, wie hilflos rückständige Regionen wie
von einem Oligopol in diesem Markt gesprochen, einer
Geschäftsklima in der Versicherungswirtschaft und Wettbewerbssituation
Versicherungsmärkte eine weitere Steigerung des Beitragsaufkommens um etwa 2,5 %. Zwar bleiben die Voraussagen
für Deutschland damit deutlich unterhalb der Prognosen für
die globale Konjunkturentwicklung, für die das IWF für 2015
Europa diesen Giganten ausgesetzt sind und wie nachhaltig
Herrschaft von Wenigen, die sich vorübergehend den Markt
Das Geschäftsklima in der Versicherungswirtschaft bietet
ein Wachstum von 3,9 % unterstellt. Allerdings ist es unüber-
der Einfluss auf alle Bereiche unseres Wirtschaftslebens ist.
teilen und sich gegenseitig respektieren und schließlich zu
viele positive Anzeichen für das Jahr 2015. So sind die zu
sehbar, dass sich die Konjunktureinschätzungen im Verlauf
Es werden eben nicht nur Daten zugunsten der Terrorismus-
Monopolisten heranwachsen könnten.
bekämpfung ausgespäht, sondern auch in einem massiven
erwartenden öffentlichen Haushaltsüberschüsse ebenso ein
des Jahres 2014 verbessert haben und sowohl die erwarteten
Wachstumsfaktor wie die insgesamt positive wirtschaftliche
Investitionen als auch die Ausgaben der privaten Haushalte
Umfang Wirtschaftsdaten, die unmittelbar amerikanischen
Für das Jahr 2015 werden die Konjunkturaussichten für
Lage der privaten Haushalte. Die niedrige Arbeitslosenquo-
eine eigene Dynamik entwickeln, die für 2015 Optimismus
Unternehmen als Wettbewerbsvorsprung zur Verfügung ge-
Deutschland weithin positiv beurteilt. Der ifo-Geschäftskli-
te und die positiven Geschäftsaussichten für Deutschland
rechtfertigen. Hierbei ist auch zu berücksichtigen, dass die
stellt werden. Die Wirtschaftsspionage ist bereits seit Jahren
maindex ist zuletzt wiederholt gestiegen. Die Prognosen der
rechtfertigen die Hoffnung auf weitere Beitragssteigerun-
Inflationsraten niedrig sind, die Märkte weiterhin eine hohe
eines der größten Probleme dieser Welt und Europas.
führenden deutschen Wirtschaftsforscher stimmen überein.
gen. Die Schaden- und Unfallversicherung in Deutschland
Geldliquidität besitzen und die verfügbaren Einkommen
Sie gehen von einer stabilen Tendenz aus und halten Wachs-
verzeichnete in 2014 einen Anstieg der Beitragseinnahmen
der privaten Haushalte nicht nur in 2014 deutlich zugelegt
tumsraten von 2 % für durchaus wahrscheinlich.
von 3,4 %. Für 2015 prognostiziert der Arbeitskreis der
haben, sondern Gleiches auch für 2015 zu erwarten ist. Die
14
15
L AGEBERICHT
robuste Lage auf dem Arbeitsmarkt, Lohnsteigerungen und
Die Vorbereitungen für die Anwendung der zukünftigen
das extrem niedrige Zinsniveau, das einer zu hohen Sparquo-
Eigenkapitalvorschriften nach Solvency II sind in unserem
te entgegenwirkt, lassen diese Einschätzung als gerechtfer-
Unternehmen erheblich fortgeschritten. Eine angemessene
tigt erscheinen.
Eigenkapitalausstattung eines Versicherungsunternehmens
Das Jahr 2014 hat für unser Unternehmen einige unerwartete
weshalb wir seit Aufnahme unserer Unternehmenstätig-
bietet dem Kunden den besten Schutz im Schadenfall,
Entwicklungen gehabt. Insgesamt war das Ergebnis nicht
keit im Jahre 1994 auch durchgängig auf einen qualitativ
zufriedenstellend. Für die Luftfahrtversicherung sollte sich
hochwertigen und an den speziellen Erfordernissen unseres
mittelfristig die stabile wirtschaftliche Lage positiv auswir-
Risikoprofils und unserer Risikotragfähigkeit ausgerichteten
ken. Trotz des intensiven Wettbewerbs und einer hohen
Rückversicherungsschutz Wert legen.
Marktdurchdringung hat sich das Geschäft mit Luftfahrtversicherungen für unser Unternehmen seit unserer Gründung
Die Rolle der Versicherungswirtschaft besteht nicht zuletzt
als erfolgreich erwiesen. Für 2015 prognostizieren wir ein
darin, als Risikoträger und langfristiger Investor stabilisierend
ausgewogenes Verhältnis von Schäden und Beitragsein-
zu wirken. In der Vergangenheit hat sich die Versicherungs-
nahmen. Unter dieser Voraussetzung sollte trotz der weiter
branche, die für Sicherheit und langfristigen Wohlstand
zurückgehenden Zinserträge ein angemessenes Ergebnis
sorgt, gegenüber kurzfristigen finanziellen Turbulenzen
eintreten. Hierbei wird es darauf ankommen, dass sich das
nachhaltig als widerstandsfähig erwiesen. Der hohe Grad
Beitragsniveau in Kernbereichen unseres Geschäfts stabili-
an Vertrauen, welches die Verbraucher unserer Branche
siert. Wir haben Maßnahmen getroffen, um die Attraktivität
entgegenbringen, bestärkt uns in unserem Bemühen, dieses
der von uns angebotenen Versicherungsprodukte im Wettbe-
Vertrauen zu erhalten und zu rechtfertigen. Es ist eine wichti-
werb zu erhöhen und unsere Angebotspalette auszuweiten.
ge Aufgabe, diese Stabilisierungsfunktion zu erhalten.
Der Markt für Luftfahrtversicherungen
Das weltweite Prämienvolumen im Transport- und Luft-
Der Markt für Luftfahrtversicherungen befindet sich un-
des Volumens aller Sachversicherungsprämien weltweit.
verändert in Stagnation. Nach wie vor herrscht ein hoher
Internationaler Handel und wirtschaftliche Aktivitäten sind
Wettbewerbsdruck. Trotz der erheblichen Kompetenzanfor-
ohne diesen Versicherungsschutz kaum vorstellbar. Die Luft-
derungen, die Luftfahrtversicherungen an den Risikoträger
fahrtversicherung ist in diesem Segment der kleinere Prämi-
stellen, und der hohen Risikoallokation versuchen immer
enanteil. Der Markt für Luftfahrtversicherung ist traditionell
fahrtgeschäft dürfte geschätzt zwischen vierzig und fünfzig
Milliarden US-Dollar betragen. Dies entspricht nur rund 2 %
mehr Versicherer, auch im Luftfahrtversicherungssegment
international ausgerichtet, wobei dem Londoner Markt eine
Marktanteile zu gewinnen. Dies erzeugt Druck auf die Prämi-
Schlüsselrolle zukommt.
en, die sowohl im Bereich der Airlines als auch im Bereich der
General Aviation seit Jahren auf einem zu niedrigen Niveau
verharren. Die Folgen eines derart weichen Marktes waren
auch für unser Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr
2014 spürbar.
16
17
L AGEBERICHT
Wir engagieren uns nicht nur im deutschen Markt, sondern
Wir mussten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 diesen
chenden Haftpflichtversicherungsschutz darf kein Flugzeug
schwierig, die Angemessenheit von Preis und Gegenleistung
auch in den größten EU-Auslandsmärkten und können auf
Grundsätzen unseren Tribut zollen und haben unseren
abheben. Die hohen Werte, die Luftfahrzeuge verkörpern,
zu beurteilen. Umso wichtiger sollte das Vertrauen in gefes-
langjährige Erfahrungen in diesem Bereich zurückblicken.
größten Flottenvertrag nicht mehr verlängert. Bereits in der
und die durchaus hohen finanziellen Investitionen erfordern
tigte Geschäftsbeziehungen sein. Wir erreichen mit unserem
Zunehmend wichtiger neben dem allgemeinen Geschäft der
Vergangenheit bewegte sich dieses spezielle Risiko prämien-
einen qualifizierten Versicherungsschutz. Mit der Kaskoversi-
Versicherungsangebot vornehmlich private Geschäfts- und
Sport- und Freizeitfliegerei sind für uns Geschäftsflugzeuge,
mäßig an der untersten Grenze dessen, was unter Risiko-
cherung wird das Sacherhaltsinteresse des Eigentümers des
Sportflieger, ebenso aber auch gewerbliche Luftfahrtunter-
die von größeren Unternehmen oder auch kleineren Flugge-
gesichtspunkten noch akzeptabel war. Die Konkurrenz hat
Luftfahrzeuges vor allgegenwärtigen Gefahren geschützt.
nehmen. Durch Rahmenvereinbarungen mit Luftfahrtver-
sellschaften eingesetzt werden. Hierbei handelt es sich nicht
jedoch diese Prämien nochmals nahezu halbiert, sodass wir
Wir haben sowohl im Bereich des Kasko- als auch Haftpflicht-
bänden engagieren wir uns in den Vereinen und bieten über
nur um ganz erhebliche Werte, die im Rahmen der Kasko-
entschieden haben, uns aus diesem Vertrag zurückzuziehen.
geschäftes positive Ergebnisse zu verzeichnen.
den klassischen Bereich von Luftfahrtkasko-, Luftfahrthaft-
Hoch komplexe Versicherungen, wie sie unser Unternehmen
für alle Arten von Vereinsrisiken. Unsere Erfahrungen aus der
Versicherung zu kalkulieren sind. Mit der Größe der Flug-
Wir danken unserem Kunden für sein langjähriges Vertrauen.
zeuge steigt auch der Bedarf an Haftpflichtdeckungen sowie
Eine solche Entscheidung bei einem wichtigen Kunden, für
pflicht- und Luftfahrtunfallversicherung hinaus Deckungen
gegebenenfalls, je nach Einsatz, der zusätzliche Bedarf für die
den wir zudem noch unmittelbar vor Ablauf des Vertrages
anbietet, bedürfen einer kontinuierlichen Verbesserung
Vergangenheit ermöglichen es uns, die von uns übernomme-
Absicherung von Kriegs- und Terrorrisiken. Die Bedeutung von
erhebliche Schäden regulieren mussten, fällt einem Versiche-
durch Risikomodelle und Kalkulation. Dem Risikomanage-
nen Risiken einzuschätzen. Hierbei hilft uns der enge Kontakt
Kriegs- und Terrordeckungen hat sich bei den Anschlägen am
rer nicht leicht. Es ist jedoch eine keineswegs neue Erkennt-
ment in unserem Unternehmen kommt deshalb eine große
zu Maklern und Kunden, mit denen wir in einem ständigen
11. September 2001 gezeigt. Die amerikanische Regierung hat
nis, dass sich Risikokapital immer wieder Anlagemöglichkei-
Bedeutung zu. Die „Combined Ratio“ (Schaden-Kostenquote
Informationsaustausch stehen. Gegenstand dieses Informati-
damals mit einem sog. TRIAS-Gesetz reagiert und alle Versi-
ten sucht und diese Anleger ganz offensichtlich glauben, mit
nach Abwicklung) ist für die Schaden- und Unfallversiche-
onsaustausches sind notwendigerweise auch die sich ständig
cherer verpflichtet, die standardmäßigen Ausschlüsse für Krieg
einer kurzfristigen Kalkulation ihre Ziele erreichen zu können.
rung von besonderer Bedeutung. Da bei der Auswahl der
verändernden und insgesamt zunehmenden gesetzlichen
Anforderungen an die Luftfahrt.
und Terror zu streichen. Da dies letztlich keine wirtschaftlich
Schadenarme Jahre ziehen immer Wettbewerber an. Dass
Versicherungsrisiken, die ein Unternehmen unserer Größe
tragfähigere Kalkulation ermöglicht, musste die amerikanische
aber auch ein schadenbelasteter Vertrag für Wettbewerber
zeichnet, vor allem den Gesichtspunkten der Schadenbelas-
Regierung den Versicherungen helfen und hat einen Spezial-
Anlass gibt, Niedrigprämien anzubieten, ist eine Erscheinung
tung in der Vergangenheit, der individuellen Schadenexpo-
Die erhebliche Breite unseres Versicherungsgeschäftes und
fonds zur Absicherung dieser Risiken gegründet. Derzeit
der heutigen Zeit.
nierung des einzelnen Risikos und der langjährigen Erfahrung
die Tatsache, dass wir auf eine lange Erfahrung in diesem
mit unterschiedlichen Flugzeugmustern und Einsatzmöglich-
Spezialsegment seit Gründung unseres Unternehmens
Seit Jahren erleben wir eine Stagnation bei dem Bestand der
keiten ausschlaggebendes Gewicht beizumessen sind, legen
zurückblicken können, sind hilfreich und nützen letztlich
Flugzeuge. Es dürften sich aufgrund der zu erwartenden
wir Wert auf langfristige Kundenbeziehungen. Ungeachtet
unseren Kunden. In die Prämienermittlung und Risikoanalyse
Währungsentwicklungen erhebliche Überprüfungsnotwen-
der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden wir an
fließt eine Vielzahl unterschiedlicher Faktoren ein. Die sich
schwebt zwischen den großen Parteien in den USA der Streit
um die Verlängerung dieses Fonds, der in 2015 auslaufen wird.
Es gehört zu den Grundlagen des Versicherungsgeschäftes,
dass Bedarfsprämien auf der Basis der Schadendaten der
digkeiten bei den Kaskowerten ergeben. Die meisten Flug-
einer zurückhaltenden und an qualitativen Kriterien orientier-
ständig verändernden Rahmenbedingungen erzeugen einen
gesamten Branche und der unternehmensindividuellen Scha-
zeuge stammen von amerikanischen Herstellern und werden
ten Zeichnungspraxis von Versicherungsrisiken festhalten.
hohen Anpassungsbedarf. In der Vergangenheit gewonnene
denerfahrungen gebildet werden müssen. Ein Unternehmen,
in US-Dollar gehandelt. Der Dollar hat in der Vergangenheit
das unterhalb des eigenen Schadenbedarfs Versicherungs-
bereits gegenüber dem Euro deutlich an Wert gewonnen und
Angesichts der heute zunehmend divergierenden Leistungs-
produkte vertreibt, wird sich langfristig nicht am Markt
es steht zu erwarten, dass sich diese Entwicklung in Zukunft
versprechen der einzelnen Anbieter ist es für die Kunden
halten können. Auch für den Verbraucher sind unterta-
fortsetzen wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Markt im
rifierte Prämien auf Dauer kein tragfähiges Konzept. Die
Jahre 2015 auf diese veränderten Umstände einstellt.
Erfahrungen bilden die Grundlage für unsere Geschäfts- und
Zeichnungspolitik in der Zukunft.
Versicherungswirtschaft lebt von der Ausgewogenheit von
Risikoprämien und Risikoübernahmen. Ein ausgewogener
Aufgrund der unverzichtbaren Funktion der von uns angebo-
Versicherungsmarkt wird immer Schwankungen hinsichtlich
tenen Versicherungen bei der Abdeckung von privaten und
der Schadeneintrittsvolumina aufweisen. Das Prämienniveau
gewerblichen Risiken besteht immer eine konstante Nach-
lässt sich niemals kurzfristig an einzelnen Schadenjahren
fragebasis. Die Luftfahrtversicherung deckt generell hohe
messen. Langfristig garantieren auskömmliche Prämien aber
Risiken. Versicherungsschutz ist in der Luftfahrt eine Grund-
anhand mathematischer Berechnungen und eines professio-
voraussetzung für wirtschaftliche Aktivität und das Eingehen
nellen Underwriting den Geschäftserfolg.
privater und unternehmerischer Risiken. Ohne einen ausrei-
18
19
L AGEBERICHT
ANTEILE DER LUFTFAHRZEUGKLASSEN
AM GESAMTBESTAND 2014
BESTAND DER LUFTFAHRZEUGE IN DEUTSCHLAND
ENTWICKLUNG DES LUFTFAHRZEUGBESTANDES IN DEUTSCHLAND
8.000
3,48 %
7.500
0,01 %
21.703
21.603
21.546
21.462
21.395
2010
2011
2012
2013
2014
0,70 %
7.000
4,63 %
31,26 %
5,53 %
6.500
6.000
5.500
5.000
4.500
4.000
3.500
3.000
2.500
2.000
1.500
1000
500
250
0
2010
20
35,79 %
unter 2 t
2011
Motorsegler
2012
Segelflugzeuge
2013
Ballone
über 5,7 t
2 bis 5,7 t
Drehflügler
Luftschiffe
15,69 %
unter 2 t
Motorsegler
Segelflugzeuge
Ballone
über 5,7 t
2 t bis 5,7 t
Drehflügler
Luftschiffe
2014
21
L AGEBERICHT
Das abgelaufene Geschäftsjahr
Einbeziehung sämtlicher Faktoren haben wir ein positives
technisches Ergebnis erzielt, das mit den Ergebnissen der
Vorjahre vergleichbar ist.
Hiermit legen wir den Jahresabschluss der EURO-AVIATION
Versicherungs-AG für das Geschäftsjahr 2014 vor. Dieser
Außergewöhnlich für unser Unternehmen war der Verlust
dokumentiert in einem weiterhin schwierigen Umfeld ein
eines langjährigen Großkunden. Aus den bereits beschriebe-
Ergebnis, das nicht den Erwartungen des Vorstandes ent-
nen Gründen haben wir uns entschieden, dieses Risiko nicht
spricht. Insgesamt ergibt die langjährige Rückschau unseres
mehr fortzuführen und damit in Kauf genommen, dass sich
Unternehmens eine kontinuierliche Geschäftstätigkeit in
vorübergehend ein fühlbarer Rückgang unserer Bruttoprämi-
einem anspruchsvollen Spezialsegment des Versicherungs-
en ergibt. Schon aufgrund der Größe dieses Geschäftes wird
marktes. Wir konnten unseren Kunden jederzeit den Schutz
dieses ein Einzelereignis bleiben.
gewährleisten, für den wir mit unserem Namen stehen und
auf den unsere Kunden einen vertraglichen Anspruch haben.
Die Erträge aus Kapitalanlagen liegen auf dem Niveau des
Vorjahres. Das Kapitalanlageumfeld ist seit Jahren durch
Das an Ereignissen reiche Jahr 2014 hat die Geschäftsführung
einen Rückgang des allgemeinen Zinsniveaus geprägt. Hinzu
vor erhebliche Herausforderungen gestellt. Unser Bestands-
kommen Unsicherheiten und Gefährdungen bei einzelnen
geschäft hat sich als widerstandsfähig erwiesen; die Brutto-
Vermögensanlagen. Wir bilanzieren ein positives Kapitalan-
beiträge sind allerdings gesunken. Die Anzahl der Schäden
lageergebnis, wobei wir in Anwendung des strengen Nie-
lag innerhalb der Durchschnittswerte der vergangenen Jahre.
derstwertprinzips unsere Kapitalanlagen grundsätzlich nach
Die Gesamtschadenbelastung ist jedoch gestiegen. Unter
Marktwerten bilanzieren.
Die Bruttobeiträge erreichen € 11.859.763 und bleiben
Der Bereich Schaden entwickelte sich insgesamt im langjährigen
damit unter dem Vorjahresstand (i. Vj. € 12.338.306). Die
Durchschnitt. Sowohl die Frequenzschäden als auch größere
Gesamtzahl der bestehenden Versicherungsverträge hat
Einzelschäden bewegen sich innerhalb der statistischen Erfah-
sich um 3,68 % reduziert. Rückgänge im normalen Versiche-
rungen. Soweit unsere Analyse reicht, haben sich die Schäden
rungsgeschäft und die Auswirkungen der verschärften Kon-
über alle Bereiche unserer Geschäftstätigkeit verteilt. Wir halten
kurrenz in unserem Geschäftsfeld konnten durch Zugänge
die Schadenentwicklung für normal und gehen davon aus,
nur teilweise ausgeglichen werden. Wir haben insgesamt ein
dass sich zukünftig die durchschnittliche Schadenerwartung
nicht unerhebliches Neugeschäft zu verzeichnen.
nicht grundlegend verändern wird. Besondere Gefährdungen
erkennen wir nicht. Unser Risikoprofil und die Leitlinien unseres
Die Anlagen des Unternehmens bestehen überwiegend aus
Underwritings haben sich bewährt und bleiben unverändert.
liquiden Mitteln (Festgelder, Tagesgelder, Geldmarktfonds)
und Renten kurzer und mittlerer Laufzeit. Die Aktienquote ist
Das spezifische Gefährdungspotenzial von Luftfahrzeugen
in unserem Unternehmen traditionell gering. Damit sind wir
erfordert einen angepassten und hochwertigen Versiche-
den Schwankungen des Aktienmarktes weitgehend entzo-
rungsschutz. Diesen bietet unser Unternehmen. Wir verwen-
gen, müssen aber mit geringeren Renditen bei dem derzeit
stagnierenden Zinsniveau auskommen. Abschreibungen im
Falle steigender Zinsen, die wir nicht erwarten, sind begrenzt
durch die Diversifikation unserer Vermögensanlagen.
den jedes Jahr die überwiegenden Anteile der eingenommenen Beiträge für die Regulierung von Schäden. Unser Ziel,
Sicherheit zu einem angemessenen Preis zu gewährleisten,
können wir deshalb auf Dauer nur erreichen, wenn sich die
Schadenfrequenz in einem angemessenen Verhältnis zu den
eingenommen Beiträgen verhält.
22
23
L AGEBERICHT
Wir vertrauen darauf, dass wir durch die Nähe zu unseren
Wir sind uns dessen bewusst, dass unser Unternehmenser-
Kunden, durch die Wettbewerbsfähigkeit unseres Versiche-
folg ganz entscheidend von dem Vertrauen abhängt, das
rungsangebotes und angemessene Prämien an Attraktivität
unsere Kunden unseren Produkten, unserer Verlässlichkeit
für die Kunden gewinnen und uns deshalb im Markt behaup-
und unserer Unternehmensseriösität entgegenbringen. Wir
Auslandsgeschäft
ten Vertriebsbeziehungen sind die Basis unseres Geschäftserfolges. Zudem muss das allgemeine Umfeld stimmen. An
diesen geschäftspolitischen Grundsätzen werden wir auch in
Im europäischen Ausland gezeichnetes Geschäft hat neben
Zukunft nichts ändern. Im Zweifel verzichten wir auf risikorei-
ten werden. Die Regulierung von Schäden gehört zu unserem
versuchen laufend, durch höhere Service- und Qualitäts-
dem traditionell deutschen Kerngeschäft in erheblichem Um-
ches Neugeschäft. Hierbei stellen wir immer wieder fest, dass
Kerngeschäft. Wir sind uns dessen bewusst und bemühen uns,
standards unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Unsere
fang zum Geschäftsergebnis der EURO-AVIATION Versiche-
im Ausland deutsche Versicherungen einen erheblichen Ver-
unsere langjährige Erfahrung in diesem Bereich unseren Kun-
Mitarbeiter sind sich jederzeit dieser Aufgabe bewusst und
rungs-AG im Jahre 2014 beigetragen. Die Entwicklung in den
trauensvorschuss erhalten. Dieses werten wir als Kompliment.
den zugute kommen zu lassen. Positive Reaktionen aus dem
haben insoweit eine Schlüsselfunktion. Die Wechselwirkun-
wichtigsten Auslandsmärkten verlief gemäß unseren zurück-
Bereich der Schadenregulierung sind für uns immer wieder
gen behalten wir hierbei im Auge. Wir haben abzuwägen das
haltenden Prognosen erwartungsgemäß. In den ausländischen
Entscheidend für eine Ausweitung unseres europäischen Ver-
eine Bestätigung dieser Unternehmensphilosophie.
Einzelkundeninteresse in jeder Phase der Kundenbeziehung
Märkten der EU ist festzustellen, dass sich die schwierige Wirt-
sicherungsgeschäftes ist neben der Bewertung des gewählten
gegen die Interessen der Gesamtheit aller Versicherten. Diese
schaftslage mit hoher Arbeitslosigkeit bemerkbar macht. Die
Risikos auch die Einschätzung der jeweiligen Rechtsordnungen
Für jeden Versicherer ist die Kundenorientierung von ent-
Aufgabe haben wir in der Vergangenheit pragmatisch und
Auswirkungen spüren wir auch im Schadenbereich. Ausländische
und der politischen Stabilität. Eine Angleichung der Rechts-
scheidender Bedeutung. Nicht nur unser Unternehmen sieht
kundenorientiert gelöst und werden dieses Prinzip auch für
Risiken beinhalten teilweise erhebliche Schadenbelastungen.
vorschriften im Bereich der Finanzleistungen und des Vertrags-
daher in der Kundenzufriedenheit als Unternehmensziel
die Zukunft gewährleisten.
einen Wert mit hoher Priorität. Die Überprüfung der Qualität
Wir analysieren laufend das Umfeld in den für uns wichtigen
in anderen Mitgliedsstaaten der EU das Rechtssystem mit un-
unserer Produkte und unseres Services ist ein laufendes An-
EU-Ländern und unterstützen unsere Vertriebspartner in
serem deutschen nicht vergleichbar. Dies ist einer der Gründe,
ihren Aktivitäten. Wir legen vor allem Wert darauf, dass ein
warum wir uns z. B. in Griechenland nicht engagieren.
liegen und eine Verpflichtung gegenüber unseren Kunden.
rechtes wurde noch nicht erreicht. Für das Schadenrecht ist
hohes Maß an Transparenz und Planungssicherheit gegeben
Beitragsentwicklung / Gesamtergebnis
ist. Entscheidend für die Aktivitäten unseres Unternehmens
Wir unterhalten im Ausland keine eigenen Niederlassungen,
in den ausländischen Märkten ist die Kenntnis der dortigen
sondern beschränken uns auf den freien Dienstleistungsver-
Marktgegebenheiten. Unsere langjährigen und damit bewähr-
kehr.
Schwerpunkte unserer Geschäftstätigkeit
Traditionell birgt das Haftpflichtgeschäft die größten Risiken
Unsere Geschäftstätigkeit hat ihren Schwerpunkt im Bereich
gesetzgeberisch fixiert sind. Die Schäden im Kaskobereich
Es gehört zu der Philosophie unseres Unternehmens, risikoreiches oder stark untertarifiertes Geschäft im Zweifel nicht
zu zeichnen. Der Versicherungsnehmer erwartet im Schaden-
Die Beitragsentwicklung liegt unter den Planungen des Vor-
fall einen Rückhalt bei seinem Versicherer. Deshalb müssen
standes. Wir verzeichneten in der Sparte Luftfahrzeugkasko
wir auf die Richtigkeit und Seriosität der uns seitens der Kun-
einen Beitragsrückgang in Höhe von 5,62 %, in der Sparte
den gemachten Angaben vertrauen. Bei der Kalkulation der
Luftfahrzeughaftpflicht von 0,52 %. In der Unfallsparte haben
von uns gezeichneten Risiken ermitteln wir das Ausmaß und
wir einen Beitragsrückgang in Höhe von 10,52 % zu verzeich-
die Eintrittswahrscheinlichkeit von Schäden. Wir praktizieren
in der Luftfahrt, wobei die Deckungsanforderungen für
Luftfahrzeuge vor allem im Bereich der Dritthaftpflicht
nen. Die Sparte Allgemeine Haftpflicht blieb hinsichtlich der
damit ein qualitatives und risikoorientiertes Underwriting.
der Zeichnung von Luftfahrtrisiken. Wir versichern die Allge-
verlaufen linear zu den vereinbarten Versicherungssummen.
Bruttobeiträge nahezu konstant (4,49 %).
Wir haben eine einmalig bilanzwirksame Reduzierung unse-
meine Luftfahrt in Deutschland und im EU-Ausland. Unsere
Unser Risiko wird in unserem Unternehmen durch Rückversi-
rer Bruttoprämien in Kauf genommen, die wir erwartungs-
Geschäftstätigkeit umfasst die gesamte Bandbreite in diesem
cherungskonstruktionen abgesichert.
gemäß nicht ausgleichen konnten. Mittel- und langfristig
Segment, angefangen von Modellfliegern bis hin zum obers-
glauben wir allerdings, mit dieser Entscheidung unserem
ten Preissegment der Geschäftsflugzeuge und Helikopter.
Inzwischen liegen erhebliche Erfahrungen mit den Änderun-
Unternehmensinteresse gedient zu haben.
Durch unser Engagement im Bereich von Luftsportverbänden
gen des Versicherungsvertragsgesetzes vor. Erwartungsgemäß
haben wir ein stabiles Geschäft auch in der Sparte der Allge-
hat sich vor allem im Bereich der Haftpflichtrisiken eine
meinen Haftpflicht. Unsere Erfahrungen hiermit sind positiv.
Steigerung der Schadenaufwendungen vor allem bei Personen-
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25
L AGEBERICHT
schäden ergeben. Nach wie vor sind wir der Auffassung, dass
Im Geschäftsjahr 2014 hat die Sparte Haftpflicht ein positives
die neue Fassung des VVG insgesamt ausgewogen ist und
Ergebnis gezeigt. Die Schäden blieben sowohl hinsicht-
sowohl den Interessen der Versicherer als auch denen der
lich der Anzahl als auch hinsichtlich der Gesamtbelastung
Kunden gerecht wird. Flexibilität und Kundenorientiertheit
innerhalb des langjährigen Durchschnitts. Im versicherungs-
gehören seit jeher zu unserem obersten Unternehmensziel.
technischen Geschäft haben wir einen Gewinn erwirtschaf-
Auch aus diesem Grunde glauben wir, für die Zukunft richtig
ten können. Die Sparte Unfall ist von der Größe für unser
aufgestellt zu sein. Allerdings wird der Entwicklung der
Unternehmen nur von untergeordneter Bedeutung.
Rechtsprechung und Gesetzgebung in Zukunft eine entscheidende Rolle hierbei zukommen.
Geschäftsverlauf in einzelnen
Versicherungszweigen
Die Luftfahrzeug-Haftpflichtversicherung verlief im Großen
und Ganzen zufriedenstellend. Im Vergleich zum Vorjahr
(T € 3.733) wurden im Geschäftsjahr gebuchte Bruttobeiträge von T € 3.718 erzielt. Dies bedeutet eine Abnahme
Unser Unternehmen betreibt Geschäfte in folgenden
um 0,38 %. Die Brutto-Schadenquote betrug 64,22 % (i. Vj.
Versicherungszweigen und -arten:
59,93 %). Die Sparte Luftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
– Luftfahrzeug-Kaskoversicherung
– Luftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
– Allgemeine Luftfahrtunfallversicherung
– Allgemeine Haftpflichtversicherung
Der Geschäftsverlauf in den einzelnen Versicherungszweigen
stellt sich wie folgt dar:
weist im versicherungstechnischen Ergebnis sowohl brutto
als auch netto einen Gewinn aus.
Die gebuchten Bruttobeiträge in den Sparten namentliche
Unfall- und Luftfahrtunfallversicherung reduzierten sich um
10,52 % auf T € 198 (i. Vj. T € 221) und blieben damit unter
unseren Erwartungen. Die Schadenquote in Unfall sank auf
0,29 % (i. Vj. 81,31 %). Wir weisen im versicherungstech-
In der größten Sparte Luftfahrzeug-Kaskoversicherung be-
nischen Ergebnis sowohl brutto als auch netto einen Gewinn
trugen unsere gebuchten Bruttobeiträge T € 7.779
aus.
(i. Vj. T € 8.227), entsprechend einer Abnahme um 5,45 %.
Die Schadenquote erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr
Die gebuchten Beiträge in der Sparte Allgemeine Haftpflicht
(Brutto-Schadenquote 93,27 % gegenüber 47,11 % im
betrugen T € 165 (i. Vj. T € 158). Die Schadenquote beläuft
Vorjahr). Es wurde insgesamt brutto ein negatives versiche-
sich auf 49,08 % (i. Vj. 22,07 %). Wir weisen im versiche-
rungstechnisches Ergebnis in Höhe von -13,82 % (i. Vj. posi-
rungstechnischen Ergebnis brutto einen Gewinn und netto
tives Ergebnis 32,97 %) ausgewiesen. Nach Entnahme aus
einen Verlust von T € 10 aus.
der Schwankungsrückstellung in Höhe von € 87.001 ergibt
sich ein positives Ergebnis für eigene Rechnung (f.e.R.).
26
27
L AGEBERICHT
BRUTTOPRÄMIENENTWICKLUNG IN EUR
13 Mio.
6,34 %
12 Mio.
-7,57 %
-2,08 %
-3,88 %
-0,41 %
11 Mio.
10 Mio.
9 Mio.
Grund hierfür ist zum einen das bereits erzielte hohe Preis-
jedoch eine schlechtere Rendite in Kauf, um bei einem sich
niveau, andererseits aber auch Gründe der Sicherheit der
zukünftig ändernden Zinsniveau flexibel reagieren zu können.
Kapitalanlagen insgesamt. Schließlich ist zu beachten, dass
8 Mio.
7 Mio.
6 Mio.
die zukünftigen Eigenkapitalanforderungen nach Solvency II
Vor dem Hintergrund der gesunkenen Zinsen sowie der
für Aktienanlagen einen deutlich erhöhten Kapitalbedarf
allgemeinen finanzpolitischen Rahmenbedingungen ist
erzeugen werden.
ein Anlageergebnis von 2,53 % brutto als angemessen zu
betrachten. Unter dem Gesichtspunkt der grundsätzlichen
5 Mio.
Unsere Anlagen in Unternehmensanleihen haben wir aufgrund
Risikovermeidung werden wir eventuell im Geschäftsjahr
der besseren Verzinsung gehalten. Der größte Teil unserer Ver-
2015 diese Rendite nicht mehr ganz erreichen können.
mögensanlagen ist in festverzinslichen Wertpapieren (Renten)
4 Mio.
3 Mio.
bester Bonität angelegt. Der Anteil der Festgelder und der
Entwicklungen im Devisenbereich blieben für unser Unter-
Geldmarktfonds blieb konstant, obgleich die Renditen für
nehmen ohne nachteilige Auswirkungen, weil Devisen nur in
liquide Geldanlagen deutlich gesunken sind. Wir nehmen
geringem Umfang vorgehalten werden.
2 Mio.
1 Mio.
0
Unfall
ENTWICKLUNG DER KAPITALANLAGEN IN EUR
2009
2010
Haftpflicht (inkl. Allg. Haftpflicht 165.141,00)
2011
Kasko
2012
2013
2014
Gesamt
9,871
10 Mio.
9,493
8,802
9 Mio.
Kapitalanlagen und -ergebnis
8,179
Die Entwicklung an den deutschen Aktienmärkten im Jahre
2014 verlief positiv. Der Dax hatte zum Jahresverlauf die
8,422
8 Mio.
Marke von 11.000 Punkten erreicht. Obgleich unsere VermöDie Kapitalanlagen betrugen am Bilanzstichtag € 9.492.875
gensanlagen überwiegend in festverzinslichen Anleihen und
(i. Vj. € 9.871.016), wobei die Brutto-Durchschnittsverzin-
liquiden Werten vorgehalten werden, hat sich die Entwick-
sung 2,53 % (i. Vj. 2,42 %) betrug. Dies entsprach nahezu
lung an den Börsen auf das Ergebnis positiv ausgewirkt. Der
den Prognosen des Vorstandes. Das Kapitalanlageergebnis
größte Teil der Aktienanlagen ist in DAX-Titel investiert. Wir
wird durch das niedrigere allgemeine Zinsniveau beeinflusst.
7 Mio.
2010
2011
2012
2013
2014
hatten trotz der positiven Entwicklung der Aktienmärkte davon abgesehen, unsere Aktienquote wesentlich zu erhöhen.
28
29
L AGEBERICHT
Funktionsausgliederungsverträge
tungsunternehmen übertragen. Die elektronische Datenver-
Im Rahmen der Planungs- und Controllingtätigkeit ist es
Neben den Markt- und Bonitätsrisiken sind vor allem das
arbeitung ist teilweise aufgrund eines Funktionsausgliede-
ständige Aufgabe im Unternehmen, die Struktur und Aus-
Konzentrationsrisiko sowie operationelle Risiken zu iden-
rungsvertrages auf ein externes Dienstleistungsunternehmen
richtung unseres Versicherungsbestandes den erkennbaren
tifizieren und zu kontrollieren. Auf der Basis der internen
Die Aufgaben und Tätigkeiten der Verwaltung von Versiche-
ausgegliedert. Wir haben weiterhin die Innenrevision mit
Risikofaktoren zuzuordnen. Die Beurteilung der zurückliegen-
Berichterstattung wird entschieden, ob und welche Maß-
rungsverträgen waren auch in diesem Geschäftsjahr aufgrund
Genehmigung der Finanzaufsicht auf ein Steuerprüfungsun-
den Schadenentwicklung sowie die Gesamtschadenbetrach-
nahmen zur Beseitigung der Ursachen bereits identifizierter
eines Funktionsausgliederungsvertrages auf ein Dienstleis-
ternehmen ausgegliedert.
tung sind Elemente für die Planung und Berechnung von
Risiken zu treffen sind. Die Umsetzung der zu treffenden
Risikofaktoren.
Maßnahmen wurde von der Geschäftsleitung überwacht.
Marktrisiken
Vergleich des Verhältnisses beider Seiten zueinander ist eine
Das Ergebnis aus den Kapitalanlagen ermitteln wir unter Be-
Unternehmen.
Sonstige Angaben
Die EURO-AVIATION Versicherungs-AG ist Mitglied in folgenden Verbänden:
– Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V.
(GDV)
– Hanse-Aerospace e.V.
– AOPA-Germany e.V.
wesentliche Voraussetzung für die Konzeption der Vermögensanlagepolitik und ihre konkrete Umsetzung in unserem
rücksichtigung des strengen Niederstwertprinzips. Wir verzichten damit bewusst auf die Möglichkeit, durch Glättung
Durch Tests der Elastizität des Anlagebestandes (Stresstests)
von Wertansätzen Schwankungen an den Kapitalmärkten
gegenüber einer Reihe von Kapitalmarktszenarien und Investi-
auszugleichen. Wir folgen generell dem Gebot der Vorsicht.
tionsbedingungen (unter anderem Änderungen der Zinsen,
Aktienmärkte und Währungen bezogen auf verschiedene Zeit-
Die Kapitalanlagetätigkeit der Versicherungsunternehmen
Risikobericht
Als Versicherungsunternehmen müssen wir über das Risikomanagement detailliert berichten. Der Vorstand legt die
Unternehmensziele fest, zu deren Erreichung das installierte
Compliance-System dient. Unter Compliance wird gemeinhin die Einhaltung von Gesetzen einschließlich der Sicherstellung des gesetzmäßigen Verhaltens in einer Unternehmensorganisation verstanden. Die Solvency-II-Richtlinien
fordern von den Versicherungsunternehmen, dass diese eine
Compliance-Funktion als Teil ihres internen Kontrollsystems
einrichten. Die Einrichtung der Compliance-Funktion ist
in unserem Unternehmen in einer Compliance-Richtlinie
niedergelegt und dokumentiert. Die Compliance-Funktion ist
horizonte) sowie deren Auswirkungen auf die Bedeckung des
In unserem Unternehmen werde alle verfügbaren Informatio-
unterliegt gesetzlichen und aufsichtsbehördlichen Vorgaben,
gebundenen Vermögens kommen wir zu nachprüfbaren Er-
nen zu diesem Zwecke ausgewertet, insbesondere:
die vornehmlich aus allgemeinen Anlagegrundsätzen (Sicher-
gebnissen. Wir verwenden hierbei standardisierte Bewertungs-
heit, Rentabilität, Liquidität, Mischung und Streuung) sowie
methoden. Wir stellen sicher, dass unser Portfolio breit diversi-
qualitativen und quantitativen Anlageerfordernissen bestehen.
fiziert ist und qualitativ hochwertige Kapitalanlagen enthält.
Die Beachtung dieser Anlagegrundsätze ist eine wichtige
In den von uns betriebenen Luftfahrtversicherungszweigen
Aufgabe der Unternehmensleitung. Entscheidend ist es,
(Schaden- und Unfallversicherung) können sich Risiken ergeben
– Revisionsbericht
– Ergebnisse des Beschwerdemanagements
– Risikoberichte
– Berichte des Datenschutzbeauftragten
Als national und international tätiger Luftfahrtversicherer
ist die EURO-AVIATION Versicherungs-AG allgemeinen
unternehmerischen und besonderen branchenspezifischen
Risiken ausgesetzt. Unsere Risikopolitik beinhaltet daher die
bewusste Steuerung von Chancen und Risiken als integralen
Bestandteil unserer Unternehmensführung.
Kapital fristgerecht bereitzustellen, damit die gegenüber den
aus einer unerwarteten Abweichung des Schadenvolumens
Versicherungsnehmern bestehenden Verpflichtungen jeder-
von dem durch die abgeschlossenen Versicherungsverträge
zeit erfüllt werden können. Wir entsprechen diesem Postulat
definierten Beitragsniveau (Beitragsrisiko). Erhöhte Auszah-
durch einen überproportional hohen Anteil an liquiden
lungen für eingetretene Schäden gegenüber den gebildeten
Vermögensanlagen.
Rückstellungen definieren das sogenannte Rückstellungsrisiko.
Neben dem Gebot der Sicherheit ist die Erzielung einer
Unsere Schadenrückstellungen sind angemessen bewertet
möglichst hohen Rendite bei verantwortbarem Risiko ein
und werden in definierten Intervallen überprüft und gege-
wichtiges Ziel unserer Geschäftstätigkeit. Wir verfolgen
benenfalls angepasst. Durch eine möglichst zügige Abwick-
eine langfristig orientierte Anlagepolitik unter Einsatz eines
lung von Schäden sorgen wir dafür, dass die Ungewissheit
(Compliance-Risikos) verantwortlich und hat sicherzustellen,
Unser Risikomanagement reicht von der Risikoplanung über
die Risikoermittlung und -analyse bis hin zur Risikobehebung.
Darüber hinaus dokumentieren wir unternehmensweit einheitlich unsere internen Kontrollmechanismen und bewerten
konsequenten Asset-Liability-Managements. Eine detaillierte
über mögliche Abweichungen bei der Schadenabwicklung
dass die Compliance-Ziele erreicht werden.
regelmäßig deren Effektivität.
Analyse der Risiken auf der Aktiv- und Passivseite und ein
vermindert wird.
für die Identifizierung und Beurteilung des mit der Nichteinhaltung der rechtlichen Vorgaben verbundenen Risikos
30
31
L AGEBERICHT
Bonitätsrisiken
Dem Ausfallrisiko gegenüber Rückversicherern wird durch
Dem Ausfallrisiko im Bereich der Beiträge wird dadurch be-
uns qualifizierter Rückversicherungsmakler, um Risiken bei
gegnet, dass laufend geeignete Maßnahmen ergriffen
der Auswahl der Rückversicherer und dem allgemeinen Ver-
werden, die Außenstände gering zu halten. Hierbei beob-
tragsrecht zu minimieren.
die Zusammenarbeit mit durchweg namhaften Rückversicherungsunternehmen bester Bonität begegnet. Wir bedienen
achten wir den Umfang und den Zeitrahmen der Beitragsaußenstände und wirken bei unseren Vertriebspartnern auf
Währungskursschwankungen stellen in unserem Versiche-
fristgerechte Zahlungen hin. Dadurch begrenzen wir unser
rungsgeschäft erfahrungsgemäß nur eine geringe Gefahr
Beitragsausfallrisiko. Auf die im Inkasso befindlichen Forde-
dar. Wir verzichten daher im Regelfall auf Mittel zur Wäh-
rungen nehmen wir eine angemessene Pauschalwertberich-
rungsabsicherung. Die Grundsätze der Mischung und Streu-
tigung vor.
ung unserer Vermögenswerte werden beachtet und sind ein
wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements.
Unsere Unternehmensphilosophie, vornehmlich mit langjährig bewährten Vertriebspartnern zusammen zu arbeiten,
Dem Bonitätsrisiko bei Banken begegnen wir einerseits durch
bietet ein erhebliches Sicherheitspolster. Hinsichtlich der
die Einhaltung der Mischungsgrundsätze und andererseits
Forderungen gegenüber der Kunden ist gewährleistet, dass
dadurch, dass wir unsere Vermögensanlagen nach dem Ge-
Forderungen zeitnah realisiert werden. Das Forderungs-
bot der Streuung auf unterschiedliche Institute verteilen. Auf
ausfallrisiko ist demgemäß als gering zu bewerten. Unsere
diese Weise wird auch das Konzentrationsrisiko bei einzelnen
Kunden im Luftfahrtsegment haben ein hohes Eigeninteres-
Bankinstituten begrenzt.
se, ihren Versicherungsschutz aufrechtzuerhalten.
Operationelle Risiken
Konzentrationsrisiko
Im Bereich der Kapitalanlagen begrenzen wir das Konzentrationsrisiko vor allem durch laufende Überwachung und
Einhaltung der Streuungs- und Mischungsregeln. Dem
Das Konzentrationsrisiko im Bereich der Versicherungstech-
Konzentrationsrisiko bei den Rückversicherern wird dadurch
nik steuern wir bei den Versicherungsnehmern durch die
begegnet, dass die maximale Größe der Anteile eines einzel-
geschäftspolitische Entscheidung, eine möglichst große
nen Rückversicherers bestimmte Grenzen nicht überschrei-
Anzahl von Versicherungsnehmern im Bestand zu führen. Bei
tet. Außerdem achten wir darauf, dass Forderungen gegen
größeren Flotten und größeren Prämienvolumina begrenzen
Rückversicherer möglichst zeitnah realisiert werden. Für
wir das Risiko durch einen erhöhten Rückversicherungsanteil
Großschäden haben wir eine Einschusspflicht vereinbart.
und eine intensivere Überwachung der Zahlungsströme.
Wir benutzen elektronische Datenverarbeitung als unterstützendes Kontrollinstrument. Durch die konkrete Ausgestaltung des von uns eingesetzten IT-Systems gewährleisten wir
Durch Fehler in internen Abläufen können operative Risiken
eine hohe Datensicherheit. Die Datensicherung in unserem
begründet werden. Operationelles Risiko ist die Gefahr von
Unternehmen ist dezentralisiert. Gespeicherte Daten und
Verlusten, die in Folge der Unangemessenheit oder des
Informationen unterliegen höchster Vertraulichkeit und sind
Versagens von internen Verfahren, Menschen und Systemen
durch geeignete Maßnahmen gegen Missbrauch geschützt.
oder in Folge externer Ereignisse eintreten. Hierin einge-
Es gibt ein komplexes Zugriffsberechtigungssystem, Über-
schlossen sind Rechtsrisiken.
wachungs- und Kontrollprozesse.
Wir schützen uns durch geeignete Systeme interner Kontrol-
Die Überwachung der relevanten Unternehmensbereiche er-
len und laufende Überprüfung vor diesen Risiken. Soweit
folgt wöchentlich, monatlich zurückblickend und tagesaktuell.
wir Fehler in Geschäftsprozessen feststellen, werden diese
untersucht. Wir treffen gegebenenfalls Maßnahmen, um
Die Organisationsstrukturen im Unternehmen sind so aus-
zukünftige Wiederholungen nach unternehmerischem Er-
gelegt, dass sowohl hinsichtlich interner als auch externer
messen auszuschließen. Mitarbeiter in sicherheitsrelevanten
Risiken den verschiedenen gesetzlichen und behördlichen
Bereichen werden laufend überprüft und geschult.
Anforderungen, u.a. § 91 Abs. 2 AktG, § 64a VAG, MaRisk VA,
Rechnung getragen wird.
32
33
L AGEBERICHT
Risikoerfassung durchgeführt. Signifikante Veränderungen
Gerade der Einsatz der fakultativen Rückversicherung, gleich-
werden im Rahmen einer internen ad-hoc-Berichterstattung
gültig, ob proportional oder nicht-proportional, ermöglicht
sofort kommuniziert.
es, in einem größeren Umfange die Chancen des Marktes
wahrzunehmen und Risiken so rückzuversichern, dass sich
Bei der Steuerung von Chancen sind wirkungsbezogene
das Erstversicherungsrisiko in einem vordefinierten Rahmen
Maßnahmen zu ergreifen. Diese streben eine Optimierung
hält.
des unternehmerischen Nutzens durch Chancenlokalisierung
Prognosebericht
Der Vorstand sieht die Chancen des Unternehmens in einer
Pflege der bestehenden Geschäftsbeziehungen, wobei die
Tatsache, dass sich unser Unternehmen vor allem in dem
Gemäß § 289 HGB sind im Prognosebericht nicht nur die
Spezialsegment Luftfahrtversicherungen betätigt, den
wesentlichen Risiken, sondern auch die Chancen der voraus-
Vorteil einer zunehmenden Bekanntheit bei dem in Betracht
sichtlichen Entwicklung der Kapitalgesellschaft zu beurteilen
kommenden Kundenkreis und den Vertriebspartnern (natio-
und zu erläutern.
nal wie international) bietet. Wir wollen diese Chance zur
Ausweitung unseres Geschäftes nutzen.
Aus der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung resul-
an. So kann etwa durch Mitversicherung das Instrument der
Das Chancenmanagement hat neben dem Risikomanage-
Chancenteilung verwendet werden, wodurch dem Nachteil
ment eine grundlegende Bedeutung für die Sicherung der
eines geringeren Ertrages der Vorteil eines geringeren Ver-
Überlebens- und Entwicklungsfähigkeit des Unternehmens.
lustrisikos der mit der Chancennutzung verbundenen Risiken
Diese Bedeutung wird unter den Rahmenbedingungen einer
gegenübersteht.
angespannten konjunkturellen Wirtschaftslage und einem
dauerhaft intensiven Wettbewerb, insbesondere in einer um
Ursachenbezogene Maßnahmen streben eine Risikovermei-
osteuropäische Länder erweiterten EU, noch erhöht. Wir
dung durch Verringerung der Unwissenheitskomponente an.
nutzen die so identifizierten Chancen im Rahmen unserer
Das Risiko wird einerseits durch Verzicht auf risikobehaftete
Zeichnungspolitik, ohne die Risiken zu ignorieren. Unsere
Alternativen vermieden oder das Unternehmen entscheidet
Zeichnungspolitik ist konservativ. Wir verzichten auch auf
sich für ein vorläufiges Abwarten. Dies gilt insbesondere
risikoreiches Geschäft, wenn dieses unsere internen Vorga-
auch für die Chancennutzung im Bereich von Kapitalanlagen.
ben nicht erfüllt.
Der Einsatz wirkungsbezogener Maßnahmen strebt einen Ri-
Die Überprüfung ausländischer Märkte im Hinblick auf die
sikoausgleich durch Verringerung der Verlustwirkung an. Dies
Aufnahme oder Intensivierung einer Geschäftstätigkeit
geschieht insbesondere durch den Einsatz geeigneter Rückver-
gehört zur wesentlichen Aufgabe der Unternehmenslenkung
sicherungskonzerne, wodurch die Chance eröffnet wird, auch
und ist Teil des Chancenmanagements. Wir nutzen diese
Chance unter Wahrung des Prinzips der Vorsicht und unter
tieren nicht nur negative Aspekte (Risiken), sondern auch
Zum System des Chancen- / Risikomanagements gehört
positive Entwicklungsmöglichkeiten. Der Chancenbegriff 3
insbesondere die fortwährende Beobachtung des Marktes,
umfasst in der sprachlichen Bedeutung die Aussicht auf
um Kundenwünsche zu analysieren. Im Unternehmen sind
Erfolg. Für die Beurteilung einer Chance ist ein konkretes
laufend die Möglichkeiten für neue Produktentwicklungen
unternehmerisches Ziel erforderlich. Dieses wird in unserem
zu überprüfen und an den Marktgegebenheiten zu testen.
Unternehmen durch die zu Jahresbeginn erstellten Progno-
Allerdings suchen wir nicht Scheinlösungen, die unseren
größere Risiken, die ansonsten die finanzielle Leistungsfähig-
sen über die zukünftige Geschäftsentwicklung definiert.
Kunden im Ergebnis keinen wirklichen Vorteil verschaffen.
keit des Unternehmens übersteigen würden, einzugehen.
Die Anpassung unserer Versicherungsbedingungen erfolgt
Beachtung unserer allgemeinen Geschäftsgrundsätze. Wir
sondieren sorgfältig das jeweilige Wettbewerbsumfeld, die
Erfahrungen aus der Vergangenheit seit Gründung unseres
gemäß gesetzlichen Vorgaben und der hierzu ergangenen
Wir bedienen uns der Instrumente der fakultativen und obli-
besonderen Risikofaktoren und die Angemessenheit des
Unternehmens haben gezeigt, dass Prognosen des Vorstandes
Rechtsprechung. Neue Produkte offerieren wir erst dann,
gatorischen Rückversicherung. Obligatorische Rückversiche-
Prämienniveaus. Wir sind im Rahmen des Dienstleistungs-
hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen einen hohen Grad
wenn deren Nutzen moduliert und nachgewiesen ist.
rung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein bestimmtes umris-
verkehrs in den wichtigsten EU-Mitgliedsstaaten tätig.
an Zuverlässigkeit besitzen. Allerdings können auch unge-
senes Portfolio von Policen zwischen dem Rückversicherer
wöhnliche Entwicklungen eintreten, etwa durch den Zuwachs
Bei der Bewertung und Umsetzung von Chancen sind die
und dem Erstversicherer proportional geteilt wird, sodass der
Ein weiteres Instrument des Chancenmanagements ist der
oder Abgang größerer Versicherungsbestände, durch Kunden-
möglichen Risiken abzuwägen. Die Relation von Nutzen und
Rückversicherer an allen Risiken dieses Portfolios zu einem
Einsatz einer internen Revision. Der Tätigkeitsbereich unserer
bewegungen aufgrund des Ausscheidens einzelner Mitwett-
Schaden einer Wahrscheinlichkeit bestimmt letztlich die
bestimmten Prozentsatz partizipiert und zum selben Prozent-
internen Revision ist um eine chancenorientierte Kompo-
bewerber, durch Gesetzesänderungen, welche zu einem
Entscheidung, sich anbietende Chancen zu ergreifen oder
satz die Originalprämien erhält. Demgegenüber werden im
nente erweitert. Die interne Revision hat das notwendige
zusätzlichen Versicherungsbedarf auf der Kundenseite führen,
darauf zu verzichten.
Bereich der fakultativen Rückversicherung einzelne Risiken
Wissen über Chancenmanagement aufzubauen, um hieraus
rückversichert, sodass sich der Rückversicherer im Einzelfall
qualifizierte Aussagen ableiten zu können. Die Berichtspflicht
oder durch ungewöhnliche Groß- oder Kumulschäden. Wir
sind uns daher der Tatsache bewusst, dass Prognosen immer
Chancen sind ebenso wie Risiken in der Bewertung niemals
die Entscheidung vorbehält, ob er an einem bestimmten Ri-
besteht unmittelbar gegenüber dem Vorstand, sodass kurze
mit einem letzten Grad an Unsicherheit behaftet sind.
statisch. Veränderungen der Ausgangsbedingungen sowie
siko partizipiert und gegebenenfalls zu welchem Prozentsatz.
Informations- und Entscheidungswege gewährleistet sind.
sonstige Einflussfaktoren erfordern Anpassungen bei den
In der Mitversicherung teilen wir uns mit anderen Unter-
3
Vgl. Lück, Wolfgang, Chancenmanagementsystem – neue Chancen für
Unternehmen, BB 2001, S. 2312 - 2315.
34
Bewertungen. In unserem Unternehmen werden Aktuali-
nehmen ein bestimmtes Risiko, das wir allein entweder nicht
sierungen regelmäßig zusammen mit der Chancen- und
übernehmen wollen oder können.
35
L AGEBERICHT
Ausblick
Das Geschäftsjahr 2014 verlief teilweise unerwartet. Das ver-
auf lange Sicht aber nicht verfehlen. In Deutschland sollte sich
rellen Wirtschaftsprobleme sowie die Einbrüche im Konsum-
unserer Geschäftsentwicklung vorzunehmen. Spezielle
das Konsumklima weiter verbessern. Dies ist eine wesentliche
verhalten kaum kalkulierbar. Gleiches gilt für die Entwicklung
Risiken für die Gesellschaft werden nicht erwartet. Unsere
Bedingung für die Erholung auch derjenigen europäischen
der Staatsfinanzen. Wir werden nach wie vor von risikoreichen
bisherige Geschäftspolitik, grundsätzlich Zurückhaltung bei
Länder, die derzeit noch unterdurchschnittliches Wachstum
Engagements im Ausland absehen, unser bewährtes Standard-
der Zeichnung exponierter Risiken zu üben und auf einen
sicherungstechnische Ergebnis verhielt sich nicht vollständig
und hohe Arbeitslosigkeit aufweisen. Ebenfalls positiv auswir-
geschäft jedoch weiterhin pflegen und den für uns wichtigen
ausreichenden und qualitativ hohen Rückversicherungsschutz
im langjährigen Durchschnitt. Insbesondere der Rückgang
ken sollte sich die geringe Arbeitslosigkeit in Deutschland.
Märkten gesteigerte Aufmerksamkeit zuteilwerden lassen.
Wert zu legen, wird unverändert beibehalten.
denaufwendungen haben bewirkt, dass das prognostizierte
Wir generieren nach wie vor den weitaus größten Teil unse-
Unser Unternehmen wird sich auch zukünftig auf eine
Der Rückversicherungsschutz unseres Unternehmens wurde
Ergebnis nicht erreicht werden konnte. Das Ergebnis der Er-
res Geschäftes im deutschen Markt und sind von diesem
Geschäftstätigkeit im Ausland ausschließlich im Rahmen des
mit unseren bewährten Rückversicherungspartnern verlän-
träge aus Kapitalanlagen war per Saldo positiv. Wir verzeich-
in besonderer Weise beeinflusst. Der auf längere Sicht eher
EU-Dienstleistungsverkehrs beschränkten. Wir planen keine
gert. Unser Rückversicherungskonzept bietet einen insge-
nen wegen der erhöhten Schadenaufwendungen ein leicht
starke US-Dollar sollte die Wirtschaftsdaten in Deutschland
Errichtung von Niederlassungen im Ausland.
zurückgehendes Jahresergebnis.
und Europa ebenfalls positiv beeinflussen.
Die Erfahrungen mit unserer Bestandszusammensetzung
nehmung von Marktchancen, die sich unserem Unterneh-
Die Aussichten für die Geschäftsentwicklung im Jahre 2015
Bisher haben sich die Hoffnungen auf ein Ende des seit Jah-
dürften auch unter Berücksichtigung des insgesamt niedrigen
men zukünftig eröffnen.
und danach beurteilen wir vom Grundsatz her positiv.
ren anhaltenden Prämiendrucks nicht erfüllt. Wir erwarten,
Prämienniveaus eine tragfähige Basis für die zu erwartende
dass sich die Konkurrenzsituation im deutschen Markt wie
Schadenbelastung darstellen. Die statistisch geringe Wahr-
Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind berichtspflichtige Vorgänge von besonderer Bedeutung nicht eingetreten.
der Bruttobeiträge sowie der erhebliche Anstieg der Scha-
Risiken sehen wir hinsichtlich der Entwicklung der Prämien.
in den europäischen Auslandsmärkten eher verstärken wird.
scheinlichkeit ungewöhnlich hoher Einzelschäden, das
Diese stehen weiterhin unter Druck. Jeder Versicherer muss
Die Form des Wettbewerbs, die bis Anfang der 90-er Jahre
bisherige Ausbleiben extremer Kumulschäden sowie die
für seinen gesamten Versicherungsbestand und letztendlich
aufgrund strikter staatlicher Regulierung mit genehmigten
Spannbreite der vielen von uns gezeichneten Einzelrisiken
für das Kollektiv aller Versicherten seine Kalkulation vorneh-
Preisen und Bedingungen Standard war, wird sich nicht wie-
rechtfertigen nach unserer Überzeugung für die Zukunft die
men. Hierbei spielt die Einschätzung rechtlicher Rahmenbe-
der einstellen. Hinzu kommen die Folgen der Finanzkrise und
Annahme, dass die „Combined Ratio“ sich in einem insge-
dingungen und der Entwicklung von Prämien und Schäden
die Anleihepolitik der EZB.
Wir werden auch im Jahr 2015 den Schwerpunkt unserer
Der Vorstand
Aussagekraft unserer Prognoseplanungen beeinflussen kön-
Die Risiken aus der Zinspolitik halten wir für kalkulierbar. Für
Geschäftstätigkeit im Inland behalten. Das Auslandsgeschäft,
nen. Unsere konservative Zeichnungspolitik und die genaue
2015 sehen wir Tendenzen zu einer moderaten Abkehr von
das mehr als 25 % unseres gesamten Bestandes ausmacht,
Kenntnis der einzelnen Märkte, der Marktentwicklungen so-
der bisherigen Niedrigzinspolitik der USA, der allerdings die
behält seinen unveränderten Stellenwert. Die Entwicklung in
wie der jeweiligen Geschäftsbereiche unseres Unternehmens
Europäische Zentralbank zunächst nicht folgen dürfte. Gute
den Auslandsmärkten abzuschätzen, fällt schwer. Gerade in
versetzen uns jedoch in die Lage, auch unter dem Gesichts-
Wirtschaftsdaten aus den USA werden ihren Einfluss weltweit
den südlichen EU-Ländern sind die beschriebenen struktu-
punkt des Prognoserisikos eine ausreichende Vorausplanung
36
Hamburg, den 26. März 2015
samt tragfähigen Bereich bewegen wird. Wir sind uns dabei
dessen bewusst, dass unterschiedliche Einflussfaktoren die
eine entscheidende Rolle.
samt angemessenen Schutz für das von uns zukünftig zu
zeichnende Versicherungsgeschäft und die Basis zur Wahr-
Michael Fischer
Dr. Torsten Betzel
37
EURO-AVIATION VERSICHERUNGS-AG
JAHRESBIL ANZ
zum 31. Dezember 2014
Angaben in E
AKTIVA
Geschäftsjahr
PASSIVA
Vorjahr
A. Immaterielle
Vermögensgegenstände
I. Gezeichnetes Kapital
abzüglich nicht eingeforderter
ausstehender Einlagen
166,68
483,98
B. Kapitalanlagen
1.754.472,46
1.772.419,77
2. Inhaberschuldverschreibungen
und andere festverzinsliche
Wertpapiere
3.888.402,40
3.712.524,26
3. Einlagen bei Kreditinstituten
3.850.000,00
4.386.072,00
68.202,75
9.871.016,03
143.830,97
272.151,59
481,95
91.859,86
1.508.424,22
21.811,61
1.366.915,34
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand
1.844,10
217.712,64
4.077,93
219.556,74
142.257,86
146.335,79
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
59.867,77
7.727,26
407.444,62
11.288.617,53
10.548,14
1. Bruttobetrag
2.826.253,91
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft
1.744.034,30
1. Bruttobetrag
7.610.514,94
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft
5.334.709,53
1. Bruttobetrag
25.500,00
2. davon ab:
Anteil für das in Rückdeckung
gegebene Versicherungsgeschäft
16.575,00
IV. Schwankungsrückstellung und
ähnliche Rückstellungen
76.862,01
67.595,03
282.533,63
1.641.840,62
1.027.511,34
4.942.510,11
1.310.044,97
410.351,20
4.613.621,04
2.692.584,29
1.626.506,12
1.082.219,61
1.066.078,17
8.381.045,02
2.275.805,41
5.778.004,94
2.603.040,08
III. Rückstellung für erfolgsabhängige
und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte
303.978,08
1.337.862,54
II. Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
1.200.790,81
1.144.412,77
2.893.224,87
I. Beitragsüberträge
I. Forderungen aus saV an:
1.076.210,02
-306.775,13
2.893.224,87
B. Versicherungstechnische
Rückstellungen
C. Forderungen
III. Sonstige Forderungen
-306.775,13
III. Bilanzgewinn
9.492.874,86
3.200.000,00
II. Gewinnrücklagen
2. Andere Gewinnrücklagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an
Investmentvermögen und andere
nicht festverzinsliche Wertpapiere
2. Versicherungsvermittler
Vorjahr
3.200.000,00
eingefordertes Kapital
1. Gesetzliche Rücklage
Sonstige Kapitalanlagen
II. Abrechnungsforderungen aus
dem Rückversicherungsgeschäft
Geschäftsjahr
A. Eigenkapital
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
1. Versicherungsnehmer
Angaben in E
87.410,15
11.472.161,29
27.000,00
8.925,00
890.587,00
17.550,00
4.257.537,02
9.450,00
977.588,00
4.656.156,25
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen
II. Steuerrückstellungen
871.848,25
829.211,25
3.800,00
6.400,00
51.252,00
III. Sonstige Rückstellungen
926.900,25
60.657,00
896.268,25
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus saV gegenüber
1. Versicherungsnehmern
95.582,49
2. Versicherungsvermittlern
161.895,14
II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus
dem Rückversicherungsgeschäft
III. Sonstige Verbindlichkeiten
– davon: aus Steuern
267.959,75 (Vj. 314.782,31)
193.500,07
257.477,63
168.120,47
506.111,80
398.080,72
533.513,33
1.161.670,15
11.288.617,53
38
361.620,54
410.981,88
1.306.115,75
11.472.161,29
39
GEWINN- UND
VERLUSTRECHNUNG
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014
Angaben in E
Angaben in E
I.
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RECHNUNG
2014
II. NICHTVERSICHERUNGSTECHNISCHE RECHNUNG
2013
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge
11.859.762,77
8.811.058,74
c) Veränderung der
Bruttobeitragsüberträge
-133.669,62
d) Veränderung des Anteils der
Rückversicherer an den
Bruttobeitragsüberträgen
-117.528,18
9.223.166,53
3.048.704,03
3.115.139,69
-1.807,34
-16.141,44
3.032.562,59
-20.147,07
18.339,73
3.133.479,42
10.377.641,13
7.777.826,32
5.344.817,75
2.599.814,81
3.374.963,13
1.969.854,62
-770.530,08
bb) Anteil der Rückversicherer
-443.295,41
985.065,16
-327.234,67
3. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattungen f. e. R.
2.272.580,14
10.150,00
712.131,04
272.934,12
2.242.788,74
6. Zwischensumme
7.
Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher
Rückstellungen
8. Versicherungstechnisches
Ergebnis f. e. R.
40
17.808,92
c) Gewinne aus dem Abgang
von Kapitalanlagen
72.161,75
42.773,00
226.114,13
39.893,24
38.852,10
b) Abschreibungen auf
Kapitalanlagen
41.468,47
60.321,47
4.760,00
2.517.382,16
86.121,71
1.854,00
101.027,57
37.697,66
33.256,45
4. Sonstige Aufwendungen
130.678,33
152.190,25
5. Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit
634.464,21
679.178,78
7.
2.461.938,01
244.659,78
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen,
Zinsaufwendungen und
sonstige Aufwendungen für
die Kapitalanlagen
6. Außerordentliche
Aufwendungen
18.375,00
4. Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb f.e.R.
5. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R.
19.151,36
3. Sonstige Erträge
aa) Bruttobetrag
b) davon ab:
erhaltene Provisionen und
Gewinnbeteiligungen aus dem
in Rückdeckung gegebenen
Versicherungsgeschäft
b) Erträge aus Zuschreibungen
c) Verluste aus dem Abgang
von Kapitalanlagen
b) Veränderung der Rückstellung
für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
a) Bruttoaufwendungen für den
Versicherungsbetrieb
165.532,21
2. Aufwendungen für
Kapitalanlagen
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
bb) Anteil der Rückversicherer
153.346,67
a) Erträge aus anderen
Kapitalanlagen
12.338.306,22
2. Aufwendungen für
Versicherungsfälle f. e. R.
aa) Bruttobetrag
2013
1. Erträge aus Kapitalanlagen
1. Verdiente Beiträge für
eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge
2014
8.943,00
Außerordentliches Ergebnis
19.164,00
-8.943,00
-19.164,00
8. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag
196.632,14
228.066,15
9. Jahresüberschuss
428.889,07
431.948,63
10. Einstellung in Gewinnrücklagen
2.194.057,74
267.880,27
2.256.871,29
260.510,87
46,37
43,79
481.905,81
611.761,02
87.001,00
61.265,00
568.906,81
673.026,02
a) in die gesetzliche Rücklage
b) in andere Gewinnrücklagen
11. Bilanzgewinn
21.444,45
0,00
21.597,43
21.444,45
407.444,62
0,00
21.597,43
410.351,20
41
ALLE ANDEREN FORDERUNGEN UND SONSTIGE
ANHANG
SCHWANKUNGSRÜCKSTELLUNGEN
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Die Rückstellungen zum Ausgleich der Schwankungen im
Die Aktivierung erfolgte grundsätzlich zum Nennwert. Dem
jährlichen Schadenbedarf wurden gemäß § 341 h HGB in Ver-
in den Forderungen an Versicherungsnehmer liegenden
bindung mit § 29 RechVersV für den Selbstbehalt ermittelt.
allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.
ANDERE RÜCKSTELLUNGEN
Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen
Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten an-
wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung
gesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibun-
wurde gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach
gen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen
nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögens-
Erfüllungsbetrags bewertet. Die Bewertung erfolgte unter
gegenstände linear vorgenommen. Im Berichtsjahr erworbe-
Zugrundelegung eines Zinssatzes von 4,58 %, Rententrend
ne geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach steuerlichen
1 %, des Rentenbeginnalters von 67, Berücksichtigung von
Vorschriften abgeschrieben.
50 % des Ruhegeldanspruchs bei der Witwenrente und der
Richttafel 2005 G von Klaus Heubeck.
BEITRAGSÜBERTRÄGE
Die Ermittlung für das selbst abgeschlossene Versicherungs-
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen
geschäft wurde, ausgehend von den gebuchten Beiträgen,
wurden nach dem voraussichtlichen Bedarf ermittelt.
grundsätzlich nach dem Dreihundertsechzigstel-System vorgenommen. Der BdF-Erlass vom 30.04.1974 wurde beachtet.
LATENTE STEUERN
Latente Steuern beruhen auf einem höheren handelsbilan-
Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen
ziellen Ansatz der Pensionsrückstellungen, sowie auf einem
wurden nach dem gleichen Berechnungssystem ermittelt.
niedrigeren steuerbilanziellen Ansatz der Rückstellungen
für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Von der
RÜCKSTELLUNG FÜR NOCH NICHT ABGEWICKELTE
Möglichkeit, einen Aktiv-Posten für latente Steuern zu bilden,
VERSICHERUNGSFÄLLE
wurde kein Gebrauch gemacht. Der Bewertung liegt ein
Die Rückstellung wurde für jeden bekannten Anspruch ein-
Steuersatz von 32,28 % zugrunde.
zeln ermittelt, darüber hinaus passivierten wir für unbekannte Spätschäden einen Pauschalbetrag je Versicherungszweig.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
tungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.
Die Anteile der Rückversicherer an den Schadenrückstellungen
wurden auf der Grundlage der Rückversicherungsverträge
KAPITALANLAGEN
VERBINDLICHKEITEN
Die Passivierung wurde mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewer-
errechnet.
GRUNDSÄTZE DER WÄHRUNGSUMRECHNUNG
Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende
Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maß-
Wertpapiere wurden gemäß § 341 b Abs. 2 HGB i.V.m. § 253
gabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB),
Abs. 4 HGB nach dem strengen Niederstwertprinzip bewer-
RÜCKSTELLUNG FÜR ERFOLGSABHÄNGIGE UND
des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgeset-
tet. Das Wertaufholungsgebot nach § 253 Abs. 5 HGB wurde
ERFOLGSUNABHÄNGIGE BEITRAGSRÜCKERSTATTUNG
Die Bewertung erfolgte mit dem Devisenkassamittelkurs am
zes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung
beachtet.
Aufgrund günstiger Schadenentwicklung wurden Rückstel-
Bilanzstichtag.
lungen für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen
von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt.
Einlagen bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt.
42
gebildet.
43
ERL ÄUTERUNGEN ZUR BIL ANZ
Aktiva
Angaben in E
ENTWICKLUNG DES AKTIVPOSTEN A UND B IM GESCHÄFTSJAHR 2014
Bilanzwerte Zugänge
Vorjahr
Umbuchungen
Abgänge
Zuschreibungen
Abschrei- Bilanzwerte Zeitwerte
bungen Geschäfts- Geschäftsjahr
jahr
A. IMMATERIELLE
VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
über einen Zeitraum von 7 Jahren zu verteilen. Im Berichts-
Verpflichtungen
jahr wurde die Zuführung auf den Mindestbetrag von 1 / 15
Zur Ermittlung der Pensionsrückstellung wurde das Anwart-
des ursprünglichen Zuführungsbetrag reduziert. Zum Bilanz-
schaftsbarwertverfahren angewendet. Für die Berechnungen
stichtag besteht noch ein ausstehender Auffüllungsbedarf in
wurden folgende Annahmen getroffen:
Höhe von € 48.544 (Vj. € 57.487).
– Zinssatz 4,58 %
– Berücksichtigung von 50 % des Ruhegeldanspruchs bei
484
0
0
0
0
317
167
167
2. Summe A
484
0
0
0
0
317
167
167
der Witwenrente
– Rentenbeginnalter 67
B. SONSTIGE
KAPITALANLAGEN
1. Aktien, Anteile oder Aktien
an Investmentvermögen und
andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
1.772.420
0
0
0
1.745
19.692
1.754.473
1.790.295
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
3.712.524
1.232.996
0
1.052.748
17.406
21.776
3.888.402
4.076.258
3. Einlagen bei Kreditinstituten
4.386.072
1.950.000
0
2.486.072
0
0
3.850.000
3.850.000
9.871.016 3.182.996
0 3.538.820
19.151
41.468 9.492.875
9.716.553
9.871.500 3.182.996
0 3.538.820
19.151
41.785 9.493.042 9.716.720
Insgesamt
erforderlich. Ursprünglich wurde beschlossen, die Zuführung
– Rententrend 1 %
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
4. Summe B
C. ANDERE RÜCKSTELLUNGEN
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
III. Sonstige Rückstellungen
Sie betreffen im Wesentlichen die Jahresabschlusskosten,
ausstehende Rechnungen sowie Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen.
– zugrunde gelegte Sterbetafel „Richttafel 2005 G“
von Klaus Heubeck
D. ANDERE VERBINDLICHKEITEN
Aus der geänderten Bewertung der laufenden Pensionszu-
Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu
sagen zum 01.01.2010 war eine Zuführung zur Rückstellung
einem Jahr in Höhe von € 1.161.670 (Vj. € 1.306.116).
ERL ÄUTERUNGEN ZUR GEWINNUND VERLUSTRECHNUNG
ZEITWERT
und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere richten sich
Für die Ermittlung des Zeitwertes wurde der Freiverkehrs-
die Zeitwerte börsengängiger Titel nach den Börsenkursen
wert unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Vorsicht
und derjenige der Investmentanteile nach den Rücknahme-
I.1. Verdiente Beiträge f.e.R.
II.1. Erträge aus Kapitalanlagen
entsprechend § 56 RechVersV herangezogen. Hinsichtlich
preisen am Bilanzstichtag.
Die gebuchten Beiträge des selbst abgeschlossenen Versi-
Der Posten enthält im Wesentlichen Erträge aus Einlagen bei
cherungsgeschäfts gliedern sich nach der Herkunft aus dem
Kreditinstituten, Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren
Inland mit € 8.554.544 (i. Vj. € 9.233.199) und aus den
und Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen.
der Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen
übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft mit
Passiva
€ 2.122.246 (i. Vj. € 1.996.178).
II.3. Sonstige Erträge
I.2. Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R.
gewinnen.
Der Posten enthält € 19.798 (Vj. € 5.428) aus WährungskursAus den Versicherungszweigen Unfall, Haftpflicht und
Kasko ergeben sich insgesamt 1,91 % Abwicklungsverluste
II.4. Sonstige Aufwendungen
A. EIGENKAPITAL
II. Gewinnrücklagen
I. Gezeichnetes Kapital
Der gesetzlichen Rücklage wurden € 21.444 (i. Vj. € 21.597)
Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 3.000 nennwertlose
zugeführt.
I.3. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f.e.R.
Gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung wurden
Die Brutto-Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
wendungen zur Pensionsrückstellung. Der Posten enthält
enthalten € 2.133.864 (i. Vj. € 2.189.010) Abschluss- und
€ 3.584 (Vj. € 16.046) aus Währungsverlusten.
Stückaktien, die auf Namen lauten.
Das Grundkapital beträgt € 3.200.000.
den anderen Gewinnrücklagen € 310.351 (i. Vj. € 11.677)
zugeführt.
(i. Vj. 2,78 % Abwicklungsverluste).
Der Posten setzt sich vor allem aus den Aufwendungen für
das Unternehmen als Ganzes mit € 127.094 (i. Vj. € 136.144)
zusammen. Es entfallen € 41.506 (Vj € 39.069) auf Zinsauf-
€ 328.044 (i. Vj. € 328.372) Verwaltungsaufwendungen.
II.6. Außerordentliche Aufwendungen
Es handelt sich um die Zuführung des Anpassungsbetrags
(Art. 67 Abs. 7 EGHGB) aus der Bewertung der Pensionsrückstellung zum 31.12.2009 / 01.01.2010.
44
45
ZUSÄTZLICHE
ERL ÄUTERUNGEN
Angaben in E
2014
LuftfahrzeugHaftpflicht
LuftfahrtUnfall
LuftfahrzeugKasko
Allgemeine
Haftpflicht
Gesamt
SELBSTABGESCHLOSSENES
VERSICHERUNGSGESCHÄFT
Angaben in E
2013
LuftfahrzeugHaftpflicht
LuftfahrtUnfall
LuftfahrzeugKasko
Allgemeine
Haftpflicht
Gesamt
SELBSTABGESCHLOSSENES
VERSICHERUNGSGESCHÄFT
Gebuchte Bruttobeiträge
3.718.430
197.654
7.778.538
165.141
11.859.763
Gebuchte Bruttobeiträge
3.732.786
220.890
8.226.585
158.045
12.338.306
Verdiente Bruttobeiträge
3.677.749
202.454
7.680.749
165.141
11.726.093
Verdiente Bruttobeiträge
3.759.700
221.991
8.196.735
158.072
12.336.498
Verdiente Nettobeiträge
1.119.485
40.829
1.814.449
57.799
3.032.563
Verdiente Nettobeiträge
1.184.200
44.397
1.849.555
55.327
3.133.479
Brutto-Aufwendungen
für Versicherungsfälle
2.362.097
598
7.163.358
81.058
9.607.111
Brutto-Aufwendungen
für Versicherungsfälle
2.253.268
180.507
3.861.226
34.881
6.329.882
Brutto-Aufwendungen
für den Versicherungsbetrieb
795.465
52.045
1.579.015
35.414
2.461.938
Brutto-Aufwendungen
für den Versicherungsbetrieb
792.782
57.892
1.632.968
33.740
2.517.382
Rückversicherungssaldo
404.998
132.326
-1.420.556
29.325
-853.908
Rückversicherungssaldo
482.077
1.225
2.328.175
13.452
2.824.929
Versicherungstechnisches
Ergebnis f. e. R.
115.189
17.440
445.934
-9.656
568.907
Versicherungstechnisches
Ergebnis f. e. R.
231.574
-17.676
435.631
23.498
673.027
a) Insgesamt
6.765.616
484.132
4.788.914
39.555
12.078.217
Versicherungstechnische
Bruttorückstellung
Versicherungstechnische
Bruttorückstellung
a) Insgesamt
5.769.253
315.453
5.187.047
81.102
11.352.856
b) Davon für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
4.747.869
274.151
2.532.892
55.602
7.610.515
b) Davon für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle
5.784.914
438.030
2.145.546
12.555
8.381.045
Anzahl der mindestens einjährigen
Versicherungsverträge (Stück)
6.868
1.603
3.843
19
12.333
Anzahl der mindestens einjährigen
Versicherungsverträge (Stück)
7.024
1.807
3.963
10
12.804
46
47
SONSTIGE ANGABEN
BESTÄTIGUNGSVERMERK
Provisionen und sonstige Bezüge der
Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
Nach dem Ergebnis der Prüfung, die zu keinen Beanstan-
Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht
dungen führte, erteilen wir dem Jahresabschluss 2014 sowie
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die
dem Lagebericht der EURO-AVIATION Versicherungs-AG,
Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzie-
Hamburg, den folgenden
rungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der
Angaben in E
2014
1. Provisionen jeglicher Art der
Versicherungsvertreter i. S. d.
§ 92 HGB für das selbst
abgeschlossene Versicherungsgeschäft
2. Löhne und Gehälter
3. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung
4. Aufwendungen für
Altersversorgung
4. Aufwendungen insgesamt
2013
2.199.237
2.256.013
233.314
234.614
7.064
6.793
-7.812
51.582
2.431.803
2.549.002
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn von € 407.444,62 wie folgt zu verteilen:
Dividende auf das Grundkapital in Höhe von
€ 3.200.000
200.000,00
Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen
207.444,62
Gesamt
gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdar-
Angaben in E
407.444,62
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter
Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der
Die Dividende entspricht einer Verzinsung des Grundkapitals
in Höhe von 6,25 %.
EURO-AVIATION Versicherungs-AG, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss
und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der
Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Be-
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen € 204.890
(i. Vj. € 200.532) und die des Aufsichtsrates € 32.775
(i. Vj. € 32.775).
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB
sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den
gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht
steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Hamburg, den 26. März 2015
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
Die Gesellschaft hat 4 Mitarbeiter.
Abschlussprüferkosten
urteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der
stellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir
sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so
RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG
zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Ver-
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
stöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresab-
Steuerberatungsgesellschaft
schluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger
Hamburg, den 26. März 2015
Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswir-
Das von den Abschlussprüfer berechnete Honorar im abgelaufenen Geschäftsjahr gliedert sich wie folgt:
ken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der
Der Vorstand
Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
Angaben in E
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche
und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartun-
2014
Abschlussprüferleistung
22.015
Steuerberatungsleistung
6.483
48
Dr. Wiechmann
Bonin
Wirtschaftsprüfer
Wirtschaftsprüfer
gen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsMichael Fischer
Dr. Torsten Betzel
bezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die
49
BERICHT DES
AUFSICHTSR ATES
Der Aufsichtsrat wurde durch den Vorstand regelmäßig, zeit-
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Jahr 2014,
nah und umfassend mündlich bzw. schriftlich über die Lage
den Lagebericht des Vorstandes und den Vorschlag für die
und die Entwicklung des Unternehmens unterrichtet und
Verwendung des Bilanzgewinnes geprüft und erhebt nach
hat sich von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung
dem abschließenden Ergebnis dieser Prüfung keine Einwen-
überzeugt. Durch vier Sitzungen wurde eingehend mündlich
dungen. Er schließt sich hinsichtlich der Gewinnverwendung
gemäß § 90 AktG über die allgemeine Geschäftsentwick-
dem Vorschlag des Vorstandes an und billigt den vom Vor-
lung und über grundlegende Fragen der Geschäftsführung
stand aufgestellten Jahresabschluss, der damit mit heutigem
informiert. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik,
Datum festgestellt ist.
die Lage sowie die Entwicklung der Gesellschaft wurden in
den Aufsichtsratssitzungen ausführlich erörtert. Insbesondere wurden dazu die Bedingungen an den Rückversiche-
Hamburg, den 18. Mai 2015
rungsmärkten dargestellt und die Geschäftsbeziehungen zu
Großkunden. Der Vorstand erläuterte ferner den Verlauf in
den einzelnen Geschäftssegmenten. Kontinuierlich wurden
Der Aufsichtsrat
wir vom Vorstand über den Stand wesentlicher Rechtsstreitigkeiten informiert. Weiterhin wurde die Planung im
Geschäftsjahr 2014 sowie die Mittelfristplanung behandelt.
Weitere Punkte der Berichterstattung waren das Inkassomanagement, der amtliche Stresstest sowie der Stand der
Alexander Stuhlmann
Vorbereitungen auf die Solvency-II-Anforderungen, die zum
Vorsitzender des Aufsichtsrates
1. Januar 2016 in Kraft treten.
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und der
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sind durch RBS
RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg geprüft. Die Prüfungen haben zu
einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk geführt.
Der Bericht des Abschlussprüfers lag allen Mitgliedern des
Aufsichtsrates vor. In der Bilanz feststellenden Sitzung des
Aufsichtsrates hat der Abschlussprüfer zusätzlich den Bericht
erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der
Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen
zustimmend zur Kenntnis.
50
51
GLOSSAR
AKTIVA
BEITRAGSÜBERTRÄGE
DAX
Politikbereich der Europäischen Union (EU). Er wird von
Bezeichnung für das Vermögen als Gesamtheit aller im Un-
Sie umfassen den Teil der Beitragseinnahmen, die im
Der Auswahlindex DAX, ursprünglich für Deutscher Aktien-
der Europäischen Zentralbank emittiert und fungiert als
ternehmen eingesetzten Wirtschaftsgüter. In der Bilanz wer-
Geschäftsjahr gezahlt und vereinnahmt wurden, aber die
index, ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Der DAX
gemeinsame offizielle Währung in 19 EU-Mitgliedstaaten,
den die Aktiva im Wesentlichen nach ihrer Liquidierbarkeit
Folgeperiode betreffen.
ist eine Kennziffer, die über Entwicklung und Stand der
die zusammen die Eurozone bilden, sowie in sechs weiteren
deutschen Aktienkurse der 30 größten und umsatzstärksten
europäischen Staaten. Nach dem US-Dollar ist der Euro die
der Bilanz noch Forderungen, sonstige Vermögensgegen-
BETRIEBSBERATER (BB)
Unternehmen an der Frankfurter Wertpapierbörse Auskunft
wichtigste Reservewährung der Welt.
stände und den Rechnungsabgrenzungsposten auf.
Deutsche Fachzeitschrift für den Bereich Recht, Wirtschaft
gibt. Er bildet damit das Marktsegment der deutschen Blue
und Steuern, die sich vor allem an Unternehmen und die
Chips ab und ist der Leitindex für den deutschen Aktien-
EUROPÄISCHE UNION
beratenden Berufe wendet.
markt.
Die Europäische Union (EU) ist ein aus 28 europäischen
Unternehmens. Zentrale Aufgabe ist die kombinierte
BILANZ
EIOPA
den Ländern der EU umfasst derzeit rund eine halbe Milliarde
Betrachtungsweise von Aktiva und Passiva, um Zusammen-
Gegenüberstellung von Aktiva und Passiva, also des Soll
Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswe-
Einwohner. Gemeinsam erwirtschaften die Mitgliedstaaten
hänge und Risiken zwischen dem Aktiv- und Passivgeschäft
und Habens eines Unternehmens zum Ende des Geschäfts-
sen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA, European
im Europäischen Binnenmarkt das größte Bruttoinlandspro-
analysieren und steuern zu können.
jahres, woraus der Vermögensstand hervorgeht. Sie bildet
Insurance and Occupational Pensions Authority) ist eine
dukt der Welt.
gegliedert. Neben den Kapitalanlagen nimmt die Aktivseite
ASSET-LIABILITY-MANAGEMENT
Staaten bestehender Staatenverbund. Die Bevölkerung in
Prozess zur Gewährleistung der finanziellen Stabilität des
gemeinsam mit der Gewinn- und Verlustrechnung und dem
europäische Behörde zur Finanzmarktaufsicht, die 2011
AUFWENDUNGEN FÜR DEN VERSICHERUNGS-
Anhang den Jahresabschluss. Die Gliederung der Bilanz von
ihre Arbeit aufgenommen hat. Sie ist Teil des Europäischen
EUROPÄISCHE KOMMISSION
BETRIEB f.e.R.
Versicherungsunternehmen ist im Abschnitt 3 der RechVersV
Finanzaufsichtssystems (ESFS). Sitz der EIOPA ist Frankfurt
Die Europäische Kommission ist im politischen System der
Provisionen, Gehälter, Sachkosten und andere Aufwendun-
gesetzlich vorgeschrieben.
am Main. Als erster Präsident der neuen EU-Versicherungs-
Europäischen Union die Exekutive und als solche für die
aufsichtsbehörde wurde Gabriel Bernardino gewählt.
Umsetzung der Beschlüsse von Ministerrat und Parlament
gen für die Unternehmung und die laufende Verwaltung von
Versicherungsverträgen.
zuständig. Sie schlägt darüber hinaus in Ausübung ihres
BRUTTO / NETTO
In der Versicherungsterminologie bedeuten „brutto / netto“
EFSF
Initiativrechtes Rechtsvorschriften, politische Maßnahmen
AUFWENDUNGEN FÜR VERSICHERUNGSFÄLLE f.e.R.
vor bzw. nach Abzug der Rückversicherung. („Netto“ wird
Europäische Finanzstabilisierungsfazilität. Die Europäische
und Programme vor. Die Kommission ist ein von den Mit-
Summe aus bezahlten Schäden und den Rückstellungen für
auch „für eigene Rechnung“ genannt.) Im Zusammenhang
Finanzstabilisierungsfazilität (englisch: European Financial
gliedstaaten unabhängiges und somit supranationales Organ
Schadenereignisse, die im Geschäftsjahr eingetreten sind;
mit Erträgen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen,
Stability Facility) ist eine Aktiengesellschaft nach luxembur-
der Europäischen Gemeinschaften. Die Kommissare dienen
ergänzt um das Ergebnis der Abwicklung der Rückstellungen
Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen
gischem Recht mit Sitz in Luxemburg (Stadt) und dient als
alleine der Gemeinschaft, nicht ihren jeweiligen Herkunfts-
für Schadenergebnisse der Vorjahre; jeweils nach Abzug der
wird der Begriff „netto“ dann verwendet, wenn von den
provisorischer vorläufiger Stabilisierungsmechanismus. Sie
staaten. Die Kommission hat ihren Sitz in Brüssel.
eigenen Rückversicherungsabgaben.
Erträgen die entsprechenden Aufwendungen (z. B. Abschrei-
wurde am 7. Juni 2010 gegründet, am 4. August 2010 voll
bungen und Verluste aus dem Abgang) bereits abgezogen
handlungsfähig und soll im Juni 2014 auslaufen.
EU-RAT
Der Rat der Europäischen Union (umgangssprachlich (EU-)
AUSFALLRISIKO
wurden. Damit zeigen Erträge (netto) aus Anteilen an ver-
Mögliche Gefahr, dass ein Vertragspartner bei einem Geschäft
bundenen Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und
ESM
Ministerrat) ist das wichtigste Entscheidungsorgan der
seine Verpflichtungen nicht nachkommen kann und dadurch
assoziierten Unternehmen das Ergebnis aus diesen Anteilen.
Europäischer Stabilitätsmechanismus (englisch: European
Europäischen Union. Der Rat ist Teil des politischen Systems
Stability Mechanism) ist eine internationale Finanzinstitution
der EU. Er setzt sich aus den Ministern der Mitgliedstaaten
zusammen, wobei je nach behandeltem Thema die Vertreter
bei dem anderen Partner finanzielle Verluste verursacht.
COMBINED RATIO
mit Sitz in Luxemburg. Er trat am 27. September 2012 mit
BAFIN
(engl., „kombinierte Quote“) Die Summe aus der Schaden-
der Hinterlegung der deutschen Ratifikationsurkunde beim
unterschiedlicher Ressorts zusammenkommen. Sitz des Rats
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
quote und der Kostenquote. Die kombinierte Schaden- /
Generalsekretariat des Rates der Europäischen Union in Kraft.
ist das Consilium, das Justus-Lipsius-Gebäude in Brüssel; in
ist eine selbstständige Bundesanstalt mit Sitz in Bonn und
Kostenquote ist eine wichtige Kennzahl bei der Betrachtung
Der ESM ist Teil des „Euro-Rettungsschirms“ und wird die
den Monaten April, Juni und Oktober tagt er in Luxemburg.
Frankfurt am Main. Sie untersteht der Rechts- und Fachauf-
der Rentabilität nicht nur eines Vertrags, sondern auch eines
Europäische Finanzstabilisierungsfazilität (EFSF) ablösen.
sicht des Bundesministeriums der Finanzen. Die BaFin be-
Teilbestands oder des gesamten Versicherungsbestands.
aufsichtigt und kontrolliert als Finanzmarktaufsichtsbehörde
Überschreitet sie die 100-Prozent-Marke, ergibt sich für das
EURO
im Rahmen einer Allfinanzaufsicht alle Bereiche des Finanz-
betrachtete Geschäft ein versicherungstechnischer Verlust.
Der Euro (ISO-Code: EUR, Symbol: €) ist laut Art. 3 Abs.
wesens in Deutschland. Diese Funktionen und Tätigkeiten
4 EUV die Währung der Europäischen Wirtschafts- und
werden „nur im öffentlichen Interesse“ wahrgenommen.
Währungsunion, einem in Art. 127–144 AEUV geregelten
52
53
GLOSSA R
EUROPÄISCHES FINANZAUFSICHTSSYSTEM
GEWINN UND VERLUSTRECHNUNG (GUV)
IFO INSTITUT FÜR WIRTSCHAFTSFORSCHUNG E.V.
Das Europäische Finanzaufsichtssystem (englisch European
Der Erfolg des Unternehmens ergibt sich als Saldogröße aus
Münchner Forschungseinrichtung, die als eines der größten
Der von der zuständigen Zentralbank festgelegte Zinssatz
System of Financial Supervision, ESFS) ist ein System von
der Gegenüberstellung der Aufwendungen und Erträge des
Wirtschaftsforschungsinstitute Deutschlands ihre Arbeit der
zur Steuerung des Geld- und Kapitalmarkts. Er legt denje-
Behörden und Ausschüssen der Europäischen Union zur
Geschäftsjahres. Er kann sowohl positiv (Gewinn) als auch
Analyse der Wirtschaftspolitik widmet und monatlich den ifo
nigen Zinssatz fest, zu dem sich Geschäftsbanken bei einer
Geschäftsklimaindex ermittelt.
Zentral- oder Notenbank gegen Verpfändung notenbankpensionsgeschäftes Zentralbankgeld beschaffen können.
LEITZINS
Finanzmarktaufsicht, das am 1. Januar 2011 seine Arbeit
negativ (Verlust) sein. Die GuV ist Pflichtbestandteil des
aufgenommen hat. Wichtigster Bestandteil des ESFS sind drei
Jahresabschlusses und klar und übersichtlich zu gliedern.
Europäische Finanzaufsichtsbehörden (englisch European
Die Darstellungsform im Versicherungswesen ist in der
INTERNATIONAL CIVIL AVIATION ORGANIZATION (ICAO)
Supervisory Authorities, ESA) für das Bankwesen, das Ver-
Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungs-
Die International Civil Aviation Organization (ICAO)
sicherungswesen und das Wertpapierwesen.
unternehmen (Abschn. 2 RechVersV) festgelegt. Beizuhalten
(deutsch: Internationale Zivilluftfahrt-Organisation) wurde
QUANTITATIVE EASING (QE)
sind die Postenbezeichnung und Postenfolge, (Grundsatz
durch das Abkommen über die internationale Zivilluftfahrt
Quantitative Lockerung, auch monetäre Lockerung, englisch
EZB
der formellen Bilanzkontinuität bzw. Stetigkeit), damit die
vom 7. Dezember 1944 (Chicagoer Abkommen) gegründet
quantitative easing, ist eine Geldpolitik der Zentralbanken für
Die Europäische Zentralbank (engl. European Central Bank,
Vergleichbarkeit der GuV gewährleistet ist.
und hat ihren Hauptsitz in Montréal (Kanada). Mit dem
außergewöhnliche Umstände, mit der die Geldbasis ausge-
Beitritt von Südsudan am 10. November 2011 gehören ihr
weitet wird, um die Realzinsen zu senken. Das Ziel besteht
ECB; frz. Banque centrale européenne, BCE) ist ein Organ der
fähiger Sicherheiten oder unter Eingehung eines Wertpapier-
Europäischen Union. Sie ist die 1998 gegründete gemein-
GEWINNRÜCKLAGEN
nunmehr 191 Vertragsstaaten an (Stand Ende 2011). Auf
darin, eine Rezession und ggf. eine Deflation zu bekämpfen.
same Währungsbehörde der Mitgliedstaaten der Europäischen
Diejenigen Teile des Eigenkapitals, die aus nicht ausgeschüt-
Grund einer am 13. Mai 1947 in Kraft getretenen Vereinba-
Ein weiteres Ziel kann es sein, die Reserven in den Bilanzen
Währungsunion und bildet mit den nationalen Zentralbanken
teten Gewinnen früherer Rechnungsperioden oder des aktu-
rung hat die ICAO den Status einer Sonderorganisation der
der Geschäftsbanken zu erhöhen. Unter normalen Umstän-
(NZB) der EU-Staaten das Europäische System der Zentralban-
ellen Geschäftsjahres der Unternehmung gebildet wurden.
Vereinten Nationen.
den erfolgt eine expansive Geldpolitik durch Zinssteuerung.
ken (ESZB). Ihr Sitz ist im Eurotower in Frankfurt am Main.
Dazu gehört vor allen Dingen die gesetzliche Rücklage sowie
andere Gewinnrücklagen.
FED
Bei sehr niedriger Inflation oder Deflation kann es vorkomINTERNATIONALER WÄHRUNGSFONDS (IWF)
men, dass selbst Nominalzinsen nahe null keinen ausrei-
Der Internationale Währungsfonds (IWF; englisch Internati-
chenden Investitionsanreiz setzen. In diesem Fall wird eine
quantitative Lockerung erwogen.
Das Federal Reserve System (oft auch Federal Reserve oder
GEWINNVORTRAG
onal Monetary Fund, IMF; auch bekannt als Weltwährungs-
Fed) genannt, ist das Zentralbank-System der Vereinigten
Der Teil des Bilanzgewinns des vorhergehenden Geschäfts-
fonds) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen
Staaten, das allgemein auch US-Notenbank genannt wird. Es
jahres, der nicht als Dividende an die Aktionäre ausgeschüt-
und hat seinen Sitz in Washington, D.C., USA. Zu seinen
PRÄMIE
besteht aus dem Board of Governors, zwölf regionalen Federal
tet oder den Rücklagen zugeführt, sondern ins nächste
Aufgaben gehören: Förderung der internationalen Zusam-
(auch: Beiträge) Vereinbartes Entgelt für die vom Versiche-
Reserve Banks und einer Vielzahl von Mitgliedsbanken und
Geschäftsjahr vorgetragen wurde.
menarbeit in der Währungspolitik, Ausweitung des Welt-
rungsunternehmen übernommen Risiken. Die gebuchten
handels, Stabilisierung von Wechselkursen, Kreditvergabe,
(auch: verrechneten) Prämien sind im Gegensatz zu den
Überwachung der Geldpolitik sowie technische Hilfe.
verdienten Prämien zeitlich nicht abgegrenzt.
anderen Institutionen. Sitz der FED ist in Washington D.C.
GEZEICHNETES KAPITAL
GEBUCHTE / VERDIENTE BEITRÄGE
Das Kapital, auf das die Haftung der Gesellschafter einer
Gebuchte Beiträge sind die Beitragseinnahmen des jeweiligen
Kapitalgesellschaft für seine Verbindlichkeiten gegenüber
KOSTENQUOTE
RÜCKSTELLUNG
Geschäftsjahres. Die Anteile, die davon auf den Versicherungs-
den Gläubigern beschränkt ist gem. § 272 I HGB. Bei Aktien-
Prozentualer Anteil der gesamten Aufwendungen für den
Passivposten am Bilanzstichtag zur Erfüllung der Verbind-
schutz im Geschäftsjahr entfallen, sind verdiente Beiträge.
gesellschaften bildet das Produkt aus Nennwert je Aktie und
Versicherungsbetrieb an den verdienten Beiträgen.
lichkeiten, die dem Grunde nach bestehen, wobei die Höhe
Anzahl der Aktien das gezeichnete Kapital. Es ist Bestandteil
und / oder der Zeitpunkt der Fälligkeit noch nicht bekannt ist.
GENERAL AVIATION (GA)
des bilanziellen Eigenkapitals und stellt das nominale Grund-
KUMULSCHÄDEN
Versicherungstechnisch z. B. für bereits eingetretene, jedoch
Allgemeine Luftfahrt oder General Aviation (GA) ist die Be-
kapital dar.
Summe von mehreren einzelnen, bei unterschiedlichen
noch nicht oder nur teilweise regulierte Versicherungsfälle
Versicherungsnehmern eingetretenen Schäden, die durch
(Schadenrückstellung).
und Charterverkehrs. Sie umfasst bestimmte gewerbliche
G-20
das gleiche Schadenereignis (z. B. Sturm, Feuer) verursacht
zeichnung für die zivile Luftfahrt mit Ausnahme des Linienund jegliche private Flüge, die sowohl nach den Regeln für
Die Gruppe der 20 Finanzminister und Notenbankgouver-
wurden. Führt ggf. zu einer erhöhten Belastung des Erst-
Sichtflüge (VFR) als auch für Instrumentenflüge (IFR) durch-
neure der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer bildet
oder Rückversicherers, wenn mehrere betroffene Versiche-
Ein Versicherungsunternehmen versichert einen Teil seines
geführt werden können, zum Beispiel von Leichtflugzeugen,
seit 1999 einen informellen Zusammenschluss zur Koope-
rungsnehmer bei ihm versichert sind.
Risikos bei einem anderen Versicherungsunternehmen.
Geschäftsreiseflugzeugen oder von Rettungshubschraubern.
ration über Fragen der internationalen Wirtschafts- und
Die allgemeine Luftfahrt stellt damit die Individualverkehrs-
Währungspolitik.
RÜCKVERSICHERUNG
komponente des Luftverkehrs dar.
54
55
GLOSSA R
SCHADENQUOTE
VERSICHERUNGSTECHNISCHE RECHNUNG
Prozentualer Anteil der Aufwendungen für Geschäftsjahres-
Umfasst Erträge und Aufwendungen des versicherungs-
schäden, abzüglich dem Abwicklungsergebnis aus der
technischen Geschäfts – also alles, was unmittelbar mit dem
Vorjahresrückstellung für noch nicht abgewickelte Versiche-
Abschluss von Versicherungsverträgen sowie der Verwaltung
rungsfälle, an den verdienten Beiträgen.
des Versicherungsbestands und dem Erbringen der Leistung
SOLVABILITÄT
tige versicherungstechnische Erträge sowie Aufwendungen
Die Relation zwischen Beitragseinnahmen und Schäden
für Versicherungsbetrieb- und Versicherungsfälle.
zusammenhängt. Im Wesentlichen sind dieses Beiträge, sons-
einerseits und Eigenkapital andererseits, oder kürzer ausgedrückt: die Ausstattung mit Eigenmitteln. Um die dauernde
VERSICHERUNGSTECHNISCHES ERGEBNIS f.e.R.
Erfüllbarkeit der Verträge sicherzustellen, sind Versicherungs-
Saldo aus Erträgen und Aufwendungen der versicherungs-
unternehmen verpflichtet, Eigenmittel mindestens in der
technischen Rechnung, die dem Versicherungsgeschäft
Höhe einer Solvabilitätsspanne zu bilden. Die Höhe dieser
zugeordnet und in der versicherungstechnischen Gewinn-
Spanne bemisst sich entweder nach den jährlichen Beiträgen
und Verlustrechnung ausgewiesen werden.
(Beitragsindex) oder nach den durchschnittlichen Aufwendungen für Versicherungsfälle der letzten drei Geschäftsjahre
(Schadenindex). Maßgebend ist der jeweils höhere Index.
VVG
Das Gesetz über den Versicherungsvertrag ist ein Bundesgesetz, das in Deutschland die Rechte und Pflichten von Ver-
SOLVENCY II
sicherer und Versicherungsnehmer regelt. Die ursprüngliche
Ist ein Projekt der EU-Kommission zu einer grundlegenden
Fassung stammt vom 30. Mai 1908. Das VVG wurde durch
Reform des Versicherungsaufsichtsrechts in Europa, vor allem
das Gesetz zur Reform des Versicherungsvertragsrechts
der Solvabilitätsvorschriften für die Eigenmittelausstattung
grundlegend reformiert. Das reformierte Gesetz ist am
von Versicherungsunternehmen. Am 10. Juli 2007 hat die
1. Januar 2008 in Kraft getreten.
EURO-AVIATION
VERSICHERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
Hamburg
Europäische Kommission einen Vorschlag für eine SolvencyII-Rahmenrichtlinie dem Europäischen Parlament und Rat
ZUSCHREIBUNGEN
vorgelegt.
Die Erhöhung des Wertansatzes in der Bilanz, wenn die
Gründe für eine zuvor vorgenommene außerplanmäßige
Abschreibung weggefallen sind und der niedrige Wert
SUBVENTIONEN
nicht mehr beibehalten werden soll.
Sind materielle Vorteile ohne unmittelbare Gegenleistung,
die von einem Staat an private Haushalte, an Unternehmen
oder andere Staaten geleistet werden.
UNDERWRITING
(engl., „Zeichnung“) Übernahme von Risiken durch Abschluss von Versicherungsverträgen. Die Zeichnung erfolgt
durch entsprechend bevollmächtigte Underwriter. Entscheidend für die Zeichnung ist zum einen der Wille des Unternehmens, das Risiko überhaupt zu übernehmen, und zum
anderen die Zeichnungshöhe.
56
57
KEY FIGURES
2014
2013
2012
2011
2010
Thou E
11.860
12.338
12.599
11.848
11.897
%
-3.87
-2.49
6.34
-0.41
-7.57
Underwriting result
Thou E
569
673
530
621
543
Shareholders‘ equity
Thou E
4.943
4.614
4.582
4.448
4.093
Outstanding claims
Thou E
11.353
12.078
11.126
10.950
10.949
Equalisation
Thou E
891
978
1.039
1.039
979
Operating result
Thou E
634
679
700
587
569
Net income
Thou E
429
432
433
355
370
Combined Ratio (net)
%
84.10
80.47
83.71
78.53
73.99
Combined Ratio (gross)
%
103.17
72.14
74.80
79.99
63.10
Gross premiums written
Change from previous year
COMBINED RATIO 2014 (NET)
73.98 %
78.53 %
83.71 %
80.47 %
EDITORIAL
COMBINED RATIO 2014 (GROSS)
84.10 %
21.25 %
Since its foundation in 1994 EURO-AVIATION Versicherungs-
A strict risk management strategy regarding our liabilities
Aktiengesellschaft has been committed to aviation insurance
remains a core value of our company. EURO-AVIATION
exclusively. All shares of the company are held by private
business is reinsured with top-rated reinsurers only. We aim
owners.
at organic growth and at retaining our present position as
the only German Insurer specialising exclusively in General
expense ratio
The main underwriting territory of EURO-AVIATION is
Aviation.
Germany and other member-states of the EU, e.g. Austria,
Spain, Italy and the Netherlands.
Hamburg, 26th March 2015
81.92 %
claims ratio
Insurance Programmes offered encompass: Aviation Hull,
Third Party Legal Liability (TPLL), Personal Legal Liability (PLL),
Personal Accident (PA) and General Liability
The EURO-AVIATION philosophy of doing business is built
2010
2011
2012
2013
2014
upon the long-standing experience of its founders, focused
Michael Fischer (CEO)
Dr. Torsten Betzel
on building close and mutually beneficial partnerships with
its clients and business partners on a long term basis.
58
59
Net incurred claims remained almost unchanged at T€ 2.272
as against T€ 2.241 in 2013. After expenses of T€ 278 (2013:
Investment (non-technical) result
T€ 279) and a further withdrawal from the claims fluctuation
RESULTS
reserve of T€ 87 (2013: T€ 61) the net underwriting results
On average assets of T€ 9.682 in 2014 the interest income
has been down to T€ 569 (2013: T€ 673).
was a mere 1.6 %, contributing T€ 159 (T€ 125 in 2013) to
our overall net result.
Overall our reinsurers experienced a negative result in 2014
mainly caused by the aforementioned total loss of a helicopter. At a premium income of T€ 8.693 and incurred
claims of T€ 7.335 and expenses of T€ 2.149 the reinsurers
combined ratio has been 109.6 %.
KEY FIGURES OF THE INDIVIDUAL LINES WRITTEN BY EURO-AVIATION
GROSS
2014
2013
NET
2014
2013
Thou E
3.678
3.760
Thou E
1.184
1.185
%
85.8
81.0
combined ratio
%
90.3
80.4
Thou E
251
714
u / w result
Thou E
115
232
Thou E
7.680
8.197
premium income
Thou E
1.814
1.850
%
106.2
67.0
%
75.5
79.8
Thou E
476
2.703
u / w result
Thou E
445
436
Thou E
202
222
premium income
Thou E
40
44
%
26.2
107.4
%
57.5
139.8
Thou E
149
-16
u / w result
Thou E
17
-18
Thou E
165
158
premium income
Thou E
57
55
%
70.3
76.62
%
117.5
23.11
Thou E
49
37
Thou E
10
23
AVIATION LIABILITY
premium income
combined ratio
u / w result
premium income
AVIATION HULL
premium income
Overall Result
Underwriting (technical) result
Euro-Aviation has been able to achieve a return on equity
The gross premium income of T€ 11.860 is a further reduc-
of 8.7 % in 2014 (2013: 9.40 %), which we consider again
tion of 3.9 % as against the previous year (2013: T€ 12.338),
AVIATION ACCIDENT
acceptable given continuously very competitive market envi-
basically caused by the loss of the most voluminous policy in
premium income
ronment and the historically low interest rates.
our account. Despite this policy producing a very substantial
claim in 2014 it has been renewed elsewhere at rate, terms
combined ratio
u / w result
combined ratio
The widespread and well balanced structure of our portfolio
and conditions we were unable to match. This may illustrate
u / w result
GENERAL LIABILITY
of aviation risks written in combination with our outwards
the fierce competition prevailing the market. The loss of this
reinsurance concept, which meanwhile has stood the test of
policy and the general pressure on the rates we have been
time, has enabled us to again produce a stable result.
unable to fully compensate.
The Vorstand (Executive Board) will propose to the Annual
The gross claims ratio has substantially increased in 2014 to
Meeting of the shareholders to pay out a dividend of
81 % mainly caused by the aforementioned individual claim
€ 200.000.00 to the shareholders and allocate 207.000.00 to
(2013: 51.3 %). With the gross operation expenses remaining
other retained earnings.
almost unchanged at T€ 2.462 (2013: T€ 2.517) the gross
premium income
combined ratio
u / w result
combined ratio
combined ratio
combined ratio
u / w result
combined ratio was 101.4 %. On net the premium income
has been down by 2.1 % to T€ 3.032 from T€ 3.115 in 2013.
60
61
EURO-AVIATION VERSICHERUNGS-AG
BAL ANCE SHEET
as at Dezember 31, 2014
Specifications in E
ASSETS
A. Intangible assets
2014
EQUITY AND LIABILITIES
2013
166.68
Specifications in E
483.98
./. subscribed capital unpaid
I. Other financial investments
3.200.000.00
3.200.000.00
-306.775.13
-306.775.13
2.893.224.87
1. Shares, units in unit trusts and other variable-yield
securities
1.754.472.46
1.772.419.77
2. Bearer debt securities and other fixed-income
securities
3.888.402.40
3.712.524.26
3. Bank deposits
3.850.000.00
4.386.072.00
9.492.874.86
9.871.016.03
I. Receivables on direct insurance business from:
2. Insurance agents and brokers
1.076.210.02
1.200.790.81
68.202.75
143.830.97
II. Accounts receivable on reinsurance business
III. Other receivables
1.144.412.77
1.344.621.78
272.151.59
481.95
91.859.86
21.811.61
1.508.424.22
1.366.915.34
D. Other assets
I. Tangible assets and stocks
II. Current accounts with banks, cheques and cash
1.844.10
4.077.93
217.712.64
142.257.86
219.556.74
146.335.79
E. Prepayments and deferred income
I. Deferred Interest and rent
II. Other prepayments
59.867.77
1. Legal reserve
2. Other retained earnings
303.978.08
282.533.63
1.337.862.54
1.027.511.34
III. Balance sheet profit
10.548.14
67.595.03
87.410.15
11.288.617.53
11.472.161.29
1.641.840.62
1.310.044.97
407.444.62
410.351.20
4.942.510.11
4.613.621.04
B. Technical provisions
I. Unearned premiums
1. Gross amount
2.826.253.91
2.692.584.29
2. Less: reinsured amount
1.744.034.30
1.626.506.12
1.082.219.61
1.066.078.17
II. Provisions for outstanding claims
1. Gross amount
7.610.514.94
2. Less: reinsured amount
5.334.709.53
8.381.045.02
5.778.004.94
2.275.805.41
2.603.040.08
III. Provisions for premium funds
1. Gross amount
25.500.00
27.000.00
2. Less: reinsured amount
16.575.00
17.550.00
76.862.01
7.727.26
2.893.224.87
II. Retained earnings
C. Receivables
1. Policy holders
2013
A. Shareholders’ equity
I. Share capital
B. Investments
2014
IV. Equalisation reserves and similar provisions
8.925.00
9.450.00
4.257.537.02
4.656.156.25
890.587.00
977.588.00
C. Other provisions
I. Provisions for pensions and similar obligations
II. Provisions for taxation
III. Other provisions
871.848.25
829.211.25
3.800.00
6.400.00
51.252.00
60.657.00
926.900.25
896.268.25
D. Other liabilities
I. Accounts payable on direct insurance business to
62
1. Policy holders
95.582.49
2. Insurance agents and brokers
161.895.14
193.500.07
168.120.47
257.477.63
361.620.54
II. Reinsurance accounts payable
506.111.80
533.513.33
III. Miscellaneous liabilities
– including taxes of € 287.776.35 (2013: € 267.959.75)
– including social security € 661.50 (2013: € 0.00)
398.080.72
410.981.88
1.161.670.15
1.306.115.75
11.472.161.29
11.034.445.00
63
INCOME STATEMENT
for the Period from January 1 to Dezember 31, 2014
Specifications in E
I.
TECHNICAL ACCOUNT
2014
II. NON-TECHNICAL ACCOUNT
2013
1. Earned Premiums
a) Gross premiums written
b) Premiums ceded to reinsurer
Specifications in E
11.859.762.77
12.338.306.22
8.811.058.74
9.223.166.53
c) Change in unearned premiums
-133.669.62
-1.807.34
-117.528.18
-20.147.07
-16.141.44
18.339.73
3.032.562.59
3.133.479.42
153.346.67
165.532.21
b) Income from write-up of investments
19.151.36
17.808.92
c) Realized gains on investment
72.161.75
42.773.00
a) Income from other investments
3.115.139.69
d) Change in the reinsurer‘s share of unearned
premiums
244.659.78
a) Expenses for management of investments,
interest and other expenses on investment
39.893.24
38.852.10
b) Writedown on investments
41.468.47
60.321.47
4.760.00
1.854.00
c) Losses from the disposal of investments
86.121.71
101.027.57
37.697.66
33.256.45
4. Other expenses
130.678.33
152.190.25
5. Operating result
634.464.21
679.178.78
8.943.00
19.164.00
-8.943.00
-19.164.00
3. Claims incurred
3. Other income
a) Claims paid
10.377.641.13
5.344.817.75
7.777.826.32
3.374.963.13
2.599.814.81
1.969.854.62
b) Change in provisions for outstanding claims
-770.530.08
985.065.16
7.
bb) Reinsurers‘ share
-443.295.41
712.131.04
8. Taxes on income
196.632.14
228.066.15
9. Profit for the year
428.889.07
431.948.63
21.444.45
21.597.43
-327.234.67
272.934.12
2.272.580.14
2.242.788.74
10.150.00
18.375.00
5. Operating expenses
2.461.938.01
2.517.382.16
b) Less: commission and profit commission from
reinsured business
2.194.057.74
2.256.871.29
Subtotal
8. Change in equalisation reserves and similar
provisions
9. Net technical result
Uncommon result
10. Allocation to retained earnings
a) to the statutory reserve
b) other retained earnings
a) Gross operating expenses for insurance business
6. Other technical expenses
64
6. Uncommon expenses
aa) Gross amount
4. Expenses for premium refunds
7.
226.114.13
2. Investment expenses
2. Other technical income
bb) Reinsurers‘ share
2013
1. Investment income
3.048.704.03
aa) Gross amount
2014
267.880.27
260.510.87
46.37
43.79
481.905.81
611.761.02
87.001.00
61.265.00
568.906.81
673.026.02
11. Balance sheet profit
0.00
0.00
21.444.45
21.597.43
407.444.62
410.351.20
65
CONTAC T ADDRESS
EURO-AVIATION VERSICHERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
Hochallee 80
I
20149 Hamburg
Tel. +49 40/44 59 41
I
[email protected]
Jurisdiction Hamburg
MANAGEMENT
SUPERVISORY BOARD
EXECUTIVE BOARD
Alexander Stuhlmann
Michael Fischer
Management Consultant, Hamburg
Hamburg
Chairman
CEO
Hans-Peter Schneider
Dr. Torsten Betzel
Investment Manager, Hamburg
Eibelstadt
I
I
Germany
Fax +49 40/450 59 94
I
www.euroaviation.de
HRB 57950
The Annual Report 2014 is available only in German at:
http://www.euroaviation.de/bericht/EA_GB_2014.pdf
IMPRESSUM
Vice Chairman
Dr. Roland Kitschler
Graduate Economist, Dortmund
Heinz Grümmer
Management Consultant, Overath
Andreas Braasch
Insurance Broker, Hamburg
Andreas Peter
VERANTWORTLICH
EURO-AVIATION VERSICHERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
Hochallee 80
I
D-20149 Hamburg
Tel. +49 40/44 59 41
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