Wer hat denn den Käser zum Rathaus gerollt?

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Wer hat denn den Käser zum Rathaus gerollt?
Der Pfaffenhofener
Ausgabe 4 / KW 17
FREITAG, 25. APRIL 2014
Preis: gratis!
La Eleganza
50 Jahre Schyren-Gymnasium
In ihrer Tanzschule bitten Stefani La Cognata
und Patric Scholl auch Hochzeitsmuffel aufs Parkett
Ein halbes Jahrhundert Erziehung und
Bildung im Zeichen von Kontinuität und Reform
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ABSCHIED
Monika Schratt verlässt
die politische Bühne mit
einem melancholischen
und einem fröhlichen
Auge
Seite 2
WER KENNT WEN?
Interessante Ergebnisse
brachte die Ausstellung
mit alten Fotografien
aus dem Stadtarchiv
Seite 6
KOSMETIK
Beste Pflege und
Entspannung bietet
Lilli Stabs in ihrer
hautmanufaktur
Seite 7
HOCH HINAUS
Nur Fliegen ist schöner
als ein Tag mit den
Attraktionen im
Waldkletterpark
Seite 8
Wer hat denn den Käser zum Rathaus gerollt?
von Lorenz Trapp
Nur, damit keine Missverständnisse
stehenbleiben: Ich weiß natürlich,
dass der Original-Text des Lieds
von Franz Straßmann nicht „Wer
hat denn den Käser zum Rathaus
gerollt?“ lautet, sondern ein ganz
klein bisschen anders. „Wer hat
denn den Käse zum Bahnhof gerollt?“, so fragte Herr Straßmann in
den Goldenen Zwanzigern des letzten Jahrhunderts; also doch schon
eine Zeitlang her, und nur die Älteren, quasi die ganz Alten, unter
uns werden den Text noch – und
wenn, dann im Höchstfall rudimentär – aus den grauen Meeren der Erinnerung fischen können.
Der Unterschied zwischen einem
Bahnhof und einem Rathaus, so
flüstern mir die fähigsten Köpfe
aus meinem Beraterschränkchen
zu, besteht darin, dass es ihn nicht
gibt. Man kann sowohl in einen
Bahnhof als auch in ein Rathaus
einlaufen; Gleiches gilt für das
Auslaufen. Wobei hier doch die feinen Unterschiede ins aufmerksame
Auge fallen sollten: Während der
durchschnittliche Mensch beim Betreten des Bahnhofs bereits einen
Fahrplan im Kopf und das zügige
Verlassen des Gebäudes im Sinn
zu haben pflegt, gibt es Menschen,
denen ein sich über Jahre erstreckender Aufenthalt in einem Rathaus als höchstes Ziel erscheint.
Dabei einen Plan im Kopf zu haben, hat sich als förderlich für die
Länge der Präsenz in kommunalen
Gebäuden herausgestellt, was nicht
ausschließt, von mehr oder weniger
(eher weniger) spontanen Fahrplanänderungen einer mobilmachenden
Bürgerschaft wieder aus dem Rathaus und speziell dessen Sitzungssaal befördert zu werden. In diesem
Zusammenhang muss offen bleiben,
welcher Beförderungsmittel sich
die Fahrplanrevolutionäre bedienen werden, wiewohl einiges dafür
spricht, dass sich die Transporte in
demokratisch vertretbarem Rahmen abspielen werden. Zumindest
optisch ergäbe die Verwendung von
Schubkarren ein schönes Szenario
– falls sich jemand findet, der das
Vehikel rollt.
Revenons à nos moutons! Zurück
zu den Schafen, zurück zu Markus
Käser, der mit Rollstuhl vor dem
Rathaus steht. Nicht, dass Sie weiterhin denken, ein aufgebrachter
Pöbel hätte ihn gerade aus dem
Zentrum der Kommunalpolitik gezerrt, um den armen Stadtrat nun
irgendwohin abzuschieben. Mitnichten, ganz im Gegenteil!
Markus Käser bereitet sich vor auf
den „Aktionstag 2014 zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung“. Schon seit 20 Jahren
veranstalten Organisationen der
Behindertenhilfe im Mai zahlreiche
Aktionen. Unter dem Motto „Schon
viel erreicht – noch viel mehr vor“
machen das Heilpädagogische Zentrum, die Lebenshilfe-Werkstätten
der Region 10, das Caritas-Zentrum Pfaffenhofen, der Landkreis
Pfaffenhofen, die VHS Pfaffenhofen, die Regens-Wagner-Stiftung
Hohenwart, Pro Familia Ingolstadt
und das Bündnis Familie Pfaffenhofen am Samstag, 10. Mai 2014,
von 9 bis 12.30 Uhr am Hauptplatz
auf die Situation von Menschen mit
Behinderung aufmerksam.
Wer Entscheidungen für Menschen
mit Behinderung trifft, sollte auch
deren Bedürfnisse kennen. Mit
diesem Gedanken im Hintergrund
entwickelten die teilnehmenden
Organisationen eine ganz spezielle
Aktion: Der Bürgermeister, Vertreter der Stadtverwaltung sowie Mitglieder der Stadtratsfraktionen und
weitere bekannte Persönlichkeiten
nehmen am sogenannten „Roll-
stuhl-Parcours“ teil, um die Stadt
im Rollstuhl zu erkunden. Begleitet
und „geschoben“ werden sie dabei
von behinderten Menschen, die ihnen an diesem Tag die alltäglichen
Herausforderungen in der Stadt
vor Augen führen – wenn sie diese
nicht am eigenen Leib erfahren. Ab
12 Uhr findet dann im Rathaussaal
die abschließende Diskussion statt,
in der die prominenten „KurzzeitRollis“ sich über ihre Rollstuhl-Erfahrungen austauschen. Zuschauer
und Diskussionsteilnehmer – behindert und nicht behindert – sind
dort herzlich willkommen!
Wenn Sie also Bürgermeister,
Stadträte und andere Prominenz
mal an den Rollstuhl gefesselt erleben wollen, merken Sie sich den
10. Mai, den Aktionstag 2014, ganz
dick im Kalender vor. Und seien Sie
auf jeden Fall dabei, dann nämlich
erleben Sie, wer den Käser zum
Rathaus rollt.
STADTKULTUR
Seite 2 | Der Pfaffenhofener
Pflanzen, Poesie und Politik
Abschied von der
politischen Bühne
Es ist schönes Wetter, die Sonne
scheint … so fing meine erste Kolumne an dieser Stelle an. Es ging
um Spielplätze, ein Thema, mit dem
ich vor 18 Jahren beschäftigt werden
sollte. Damit kann sie nicht viel kaputtmachen, wurde von den Stadtoberen gedacht. Das ist ein marginales Thema, das allenfalls Ärger
mit den Anwohnern einbringt. Dass
ich dann die Eltern zur Mitarbeit
aufrief, sorgte für Aufhorchen bei
den Kollegen und für Unmut bei den
Einflussreichen. Diese Schratt …!
Es hat sich seitdem viel auf diesem
Gebiet getan. Die Spielplätze verändern ihr Gesicht, sind nicht mehr nur
mit Sandkasten und Federwippe bestückt, sondern bieten den Kindern
Raum für Abenteuer und Eigeninitiative; bieten Eltern Bänke und Tische zum gemütlichen Aufenthalt. Es
ist schön, wenn man auf getane Arbeit zurückblicken kann, auch wenn
es noch mehr hätte sein können.
Aber man soll seinen Nachfolgern ja
auch noch was zu tun übrig lassen.
Die letzten 18 Jahre waren für mich
sehr spannend. Ich habe unheimlich
viel gelernt. Ich war ja auch immer
sehr wissensbegierig, wollte es ganz
genau wissen, wollte mich nicht abspeisen lassen. So mancher Mitarbeiter in der Verwaltung fand das sehr
lästig. Aber Aufgabe eines Stadtund Kreisrates ist es, die Verwaltung
zu kontrollieren.
Das Thema Stadtplanung, Stadtentwicklung lag mir immer am Herzen. Als ich mit meiner Familie 1975
hierher zog, war Pfaffenhofen eine
– mit Verlaub – ziemlich verschlafene Kleinstadt, fest in konservativer
Hand, und wenn jemand mit neuen
Ideen kam, wurde er scheel angeschaut. Man ließ ihn halt reden, aber
geändert hat man nichts. Der Wandel
hin zu einem modernen Mittelzentrum ging dann in den letzten Jahren
rasant von statten; für viele Bürger
geht es zu schnell. Alte Häuser werden abgerissen, die entstehenden
Neubauten geben sich nicht mehr
barock. Es ist eine Entwicklung, die
sich nicht aufhalten lässt. Sollte man
es überhaupt? Ich denke, besser ist
es, sich einzumischen und die Entwicklung zu beeinflussen; und zwar
nicht nur als Stadtrat, sondern auch
als Bürger.
Es gibt viele Themen, die zu bearbeiten sind; aber ich werde das aus der
Distanz beobachten; ob ich es schaffe, immer unkommentiert die Neuen
machen zu lassen? Das werde ich
lernen müssen und will das ja auch.
Es ist meine eigene Entscheidung gewesen, mit der Politik aufzuhören.
Und es freut mich natürlich, dass
viele Menschen sagen, dass das schade sei, oder dass ich fehlen werde.
Dann habe ich ja wohl nicht so viel
verkehrt gemacht. Und so ein bisschen mische ich ja noch mit: Natur
in Pfaffenhofen, die kleine Landesgartenschau begleite ich weiterhin
mit Ideen und Anregungen und Aufpassen. Ich freue mich auf 2017, der
neue Bürgerpark ist ein Meilenstein
für die Entwicklung in Pfaffenhofen.
Kostbaren Grund für Grünflächen
zu reservieren, dauerhaft von einer
Bebauung auszunehmen: das ist ein
Umdenken in Pfaffenhofen und wird
der Stadt gut tun.
Bei einer Sache schaffe ich es allerdings nicht, Distanz zu wahren:
Wenn rechtes Gedankengut Einzug
hält und salonfähig wird, muss ich
was tun. Darum habe ich das Aktionsbündnis „Pfaffenhofen gegen
rechts – Bürger für Toleranz“ initiiert und werde auch weiter dabei
wachsam und aktiv bleiben.
Bei so einem Abschied wird man
schon ein wenig melancholisch. Es
geht ein Lebensabschnitt zu Ende,
aber es fängt auch ein neuer an, auf
den ich mich freue! Das Leben ist so
bunt und vielfältig! Es lohnt, gelebt
zu werden!
In diesem Sinne verabschiede ich
mich in einen fröhlichen Lebensabend.
Ihre
Monika Schratt
Freitag, 25. April 2014
Nach dem Wahlkampf oder vor der Gartenschau
von Claudia Erdenreich
Der für Wähler wie Kandidaten gleichermaßen kräftezehrende und aufregende Wahlkampf ist vorbei. Im
Stadtrat kann man sich wieder auf
Themen statt auf kleinere verbale
Gefechte konzentrieren, in der Stadt
wieder auf Optik statt auf Plakate.
Zu sehen und zu hören gibt es dennoch genug, die Stadt verändert sich
rasant, Pläne gibt es auch genug in
alle Richtungen. Pfaffenhofen, das
bestätigt jedes Wirtschaftsmagazin,
wird weiter wachsen, weiter gedeihen. Die Menschen wollen hierher,
hier gibt es Arbeitsplätze und Bauplätze, Natur und Stadt vereint. Und
langsam macht man sich Gedanken,
wie das werden soll, wie das aussehen soll mit immer mehr Menschen,
die hier wohnen wollen, ausgehen
wollen, sich vergnügen wollen.
Mit jedem alten Gebäude, das in
der Innenstadt fällt, wird Wehmut
laut, wird Geschichte plötzlich lebendig und interessant. Nachbarn
und Passanten fangen an zu erzählen, von ihrer Kindheit und Jugend,
das Bewusstsein für Veränderungen
wächst. Und man will erzählt haben aus noch viel früheren Zeiten,
aus vergangenen Jahrhunderten.
Die Stadtführungen sind längst kein
Geheimtipp mehr, Einheimische wie
Gäste wollen ihre Stadt anschauen,
sich die Geschichte und die Kuriositäten erzählen lassen und freuen sich
darüber.
Die Relikte des alten Pfaffenhofen
sind selten, aber doch noch häufiger
als man auf den ersten Blick sieht.
Man muss sie nur suchen, erhalten
und zeigen. Der Stadtturm am Platzl,
als Flaschlturm bekannt, ist so ein
freundliches Zeugnis aus dem Mittelalter. Aus einer Zeit, als Pfaffenhofen
noch keine 2.000 Einwohner hatte,
als der Bau der Stadtmauer noch 50
Jahre dauerte. Einer von insgesamt
17 Wehrtürmen, die die Stadt schützen sollte.
So richtig Schutz boten die Mauern
und Türme nicht, aber wenn sie Geschichten erzählen könnten, wäre es
doch spannend. Mal wurde angegriffen, mal war der Turm ein Sommerhaus, bis in jüngere Zeit ein Museum.
schen Fassaden, den neuen Dächern
kommt ganz automatisch auch der
Wunsch nach Grün auf, nach Pflanzen und Gärten.
Das passt ganz hervorragend, denn
die kleine Gartenschau liegt in nicht
allzu großer Ferne, so mancher sucht
sie schon in kleinen Nischen und
großen Plänen. Die Stadt kann nur
gewinnen, aus den geplanten Veränderungen und aus der versprochenen Natur. Und jetzt, nach dem
Wahlkampf, ist die Zeit auch reif, um
Ideen umzusetzen, für die Stadt, für
ihre Bewohner. Dann wird es noch
viel mehr zu entdecken geben.
Kaum mehr zu erkennen: die Kreisstadt vor einigen Jahrzehnten (Blick von der Quellengasse)
von Roland Scheerer
Mein Schwager und ich sehen uns
in der Wohnung um.
„Das Allermeiste von dem Krempel muss entsorgt werden. Packen
wir’s an“, sage ich trocken.
„Kurz hinter Ingolstadt gibt es
eine Art Deponie“, sagt mein
Schwager, „die nehmen alles.
Wir packen das ganze Zeug ohne
Unterschied in den Sprinter und
weg damit. Da tun wir nicht lange
rum.“
„Aber manche Sachen sind Sondermüll, die kann man nicht einfach so zusammenschmeißen.“
„Roland, auf der Deponie nehmen sie alles. Das ist keine Deponie im herkömmlichen Sinn, das
musst du dir vorstellen wie einen
riesigen Krater im Boden, und
am Grunde dieses Kraters läuft
ein monströses Förderband. Das
läuft da Tag und Nacht. Auf dem
Band werden die Sachen durch
einen Tunnel in eine Art Hochofen transportiert.“
„Aber zum Beispiel Lackreste
oder abgelaufene Medikamente
kann man nicht einfach verbrennen, dabei werden ja Giftstoffe
freigesetzt.“
„Wenn ich es dir sage, das Feuer
in der Anlage hat Abertausende
Grad, da verbrennen alle Chemikalien restlos, da kommt nur
noch heiße Luft raus und sonst
gar nichts.“
„Aber zum Beispiel alte Autoreifen.“
„Hör mir zu. Die Leute stehen
fröhlich am Kraterrand und lassen LKW-Reifen hinunterrollen.
Dem Feuer ist das völlig Wurscht.
Da bleibt nichts übrig, verstehst
du? Ein paar Autoreifen sind für
ein Feuer von solchen Ausmaßen...“
Zu einer Dichterwohnung wird der
Turm für eine kurze Zeit, profaner
bietet er Herberge und Arbeitsmöglichkeit für einen jungen Autor. Auf
eine charmante wie moderne Weise
wird der fast 600 Jahre alte Turm so
zum Sprechen gebracht und das ist
nicht die schlechteste Lösung für ein
bislang vernachlässigtes und etwas
heruntergekommenes Relikt aus dem
Mittelalter.
Mit großem Tempo entwickeln sich
die Straßen rund um den Hauptplatz,
erst mit der Veränderung wird vielen
der verschlafene, teils heruntergekommene Zustand klar. Mit den hüb-
„Aber zum Beispiel Elektronikschrott. Das Zeug ist ja hochproblematisch. Was in Mikroprozessoren für schwierige Legierungen
verbaut sind, schon mal gehört von
Seltenen Erden?“
„Roland, du hast mir nicht zugehört. Am Rande dieses Trichters
stehen Leute und werfen johlend
komplette PCs und Fotokopierer
in dem Abgrund. Versteh doch,
die Sachen werden restlos eingeschmolzen. Und da ist es völlig
egal, ob du noch einen Laptop mit
Flachbettscanner hinterherwirfst
oder eine komplette Sonnenbank.
Du darfst dir das nicht wie den
Pfaffenhofener Wertstoffhof vorstellen. So ein Heizkraftwerk, das
hat völlig andere Dimensionen. Da
kannst du einen Kleinbus in den
Trichter rollen lassen, der wird
eingeschmolzen. Da flackert das
Feuer gerade mal kurz auf bei sowas. Wenn überhaupt. Einmal die
Woche kratzen sie das blitzblanke,
eingeschmolzene Metall vom Boden des Hochofens, das war‘s.“
„Aber irgendwelche Umweltauflagen muss es doch geben.“
„Du machst dir keine Vorstellung.
Bei einem Feuer dieser Größenordnung entstehen keine Schadstoffe,
kein Ruß. Bei der Hitze werden die
ja alle mitverbrannt. In einem solchen Kraftwerk werden praktisch
alle chemischen Verbindungen in
die elementarsten Bestandteile
zerlegt. Ganz egal, was du in den
Trichter reinkippst, am Ende bleibt
reiner Kohlenstoff als Asche, und
ein wenig Sand. Der ganze Rest
wird in nützliche Wärme umgewandelt. Und eben die zusammengeschmolzenen Metalle. Blitzsauber in Schichten abgelagert. Unten
das schwerere Blei, drüber eine
dünnere Schicht Gold, dann Eisen,
Kupfer, Aluminium und so weiter. Die werden dann Schicht für
Schicht sauber recycelt.“
„Wie ist es mit Bauschutt?“
„Bauschutt geht natürlich auch.
Für das Feuer ist das kein Unterschied. Du musst endlich von
deiner herkömmlichen Vorstellung wegkommen und dich mal in
ein Feuer von vielen, vielen Tausend Grad versetzen: Ziegel, Zement, Betonbrocken zerspringen
zu einem feinen Silikat, das man
später als ultracleanen Sand für
Spielplätze und Vogelkäfige hernimmt. Aber du kannst genauso
verendete Zootiere reinschmeißen, eine Palette Solnhofener
Kalksteinfliesen oder, was weiß
ich, eine Ladung Waschmaschinen. Kanister mit Salzsäure, Altöl – diesem Feuer ist es sowas von
egal, Roland. Die Leute aus der
Gegend nördlich von Ingolstadt,
die bringen buchstäblich alles
dahin, weil es für sie einfach die
unkomplizierteste
Entsorgung
ist, verstehst du? Da hält sich
niemand damit auf, zu trennen,
Karton, Sperrmüll, Möbelholz.
Im Hochofen kommt alles zusammen. Der ganze Ballast unserer Zivilisation. Am Ende bleibt
nur Wärme, reine Wärme. Ein
Wärmekraftwerk. Und umweltfreundlich. Weil keinerlei Schadstoffe anfallen. Hochinfektiöse
Mullbinden aus dem Klinikum
werden da genauso entsorgt wie
Asbestpatten, Dachziegel, tonnenweise Altkleider. Eine Containerladung
ausgemusterter
Krankenhausbetten – in den
Schlund gekippt, fertig. Fahrräder, Bootsrümpfe aus Fiberglas.
Ausgemusterte Schimmel- und
Bakterienkulturen aus biologischen Versuchsreihen. Volle Fäkalientanks und Munitionsreste
von Truppenübungsplätzen, Chemiewaffen der Bundeswehr. Am
Ende ist es die umweltfreundlichste Lösung. Es wird ja praktisch Wärme für alle produziert.“
„Chemiewaffen der Bundeswehr,
ich bitte dich.“
„Ha! Und Schlimmeres.“
„Packen wir’s an.“
„Und weit Schlimmeres, Roland.“
DIE SEITE 3
Freitag, 25. April 2014
M
achen wir es kurz, wir
glauben daran: „Was für
die Engel das Fliegen,
ist für die Menschen das
Tanzen!“ Stefani La Cognata lacht,
wenn sie ihr Motto in den Raum
stellt. Der Raum ist ein Tanzsaal, mit
der größten zusammenhängenden
Tanzfläche im Landkreis, an der Ingolstädter Straße, und dort gibt die
junge Dame, zusammen mit ihrem
Partner Patric Scholl, seit kurzem
ihre Kurse. Doch bevor Engel fliegen,
bevor Menschen tanzen, hat der liebe
Gott das Üben gestellt: in der Tanzschule „La Eleganza“.
Tanzschule „La Eleganza“
Stefani La Cognata
Ingolstädter Straße 92
85276 Pfaffenhofen
Tel. 0176 / 20 95 34 11
www.tanzschule-eleganza.de
„Tanzen“, sagt Patric Scholl, „ist
nicht nur unser Beruf – Tanzen ist
unsere Leidenschaft!“ Und das vermitteln die beiden nun in den neuen, großzügigen Räumlichkeiten:
eine riesige Tanzfläche, eine gut bestückte Bar und angenehm gestaltete
Sitzecken, damit der Tanzkurs auch
richtig Spaß macht. Tanzen bedeutet ja auch, nette Leute kennenzulernen, dem Alltag ein Schnippchen
zu schlagen, sogar Gesundheit und
körperliches Wohlbefinden profitieren davon – ein besonderes Lebensgefühl, an dem Steffi und Patric ihre
Schüler mit Elan teilhaben lassen.
M
it einer pfiffigen Idee Gutes
tun und soziale Projekte
unterstützen: Das hatten sich
Josef und Matthias Kratzer vorgenommen, und zum Frühlingsbeginn rührten dann die beiden
Geschäftsführer des Fahrradhauses an der Raiffeisenstraße
kräftig die Werbetrommel. Und
Von der Faszination des
Tanzes eingefangen wurde
Patric Scholl bereits beim
obligatorischen Tanzkurs in
der Schule, eine Liebe, die
ihn nicht mehr losließ, und
so waren seine Pläne für die
Zeit nach dem Abitur schon
vorgezeichnet: „Ich werde Tanzlehrer!“ Stefani La
Cognata – eine begeisternde
Mixtur aus italienischer Lebensfreude und bairischem
Dialekt – absolvierte nach
der Mittleren Reife die Ausbildung zum Tanzlehrer und
anschließend zur Fremdsprachenkorrespondentin.
Nebenbei arbeitete sie als
Tanzlehrerin und – wie sollte
es anders sein – lernte Patric
Scholl kennen. Zwei Tanzbegeisterte, eine Idee: „Wir
machen uns selbstständig!“
Das war vor drei Jahren. Im
vergangenen März feierten
sie den Umzug in die neuen
Räumlichkeiten mit einem
großen Fest für ihre Schüler – und alle, die es werden
wollen. Neben einer fetzigen
Choreographie der Gruppen
Zumba für Kids, Zumba für Erwachsene, Hip Hop und Jumpstyle zeigte
der Salsa-Club mit einer „Salsa
Rueda“ eine gelungene Showeinlage. „Zwei Monate haben wir für
die Auftritte geprobt und sind stolz,
dass es beim Publikum so gut angekommen ist“, freuen sich die beiden
ADTV-Tanzlehrer, deren eigene Medley-Performance den Zuschauern demonstrierte, wie sich Perfektion und
Eleganz hinreißend verbinden lassen.
Zeit für Hobbys bleibt nun kaum
ihre Aktion wurde ein voller Erfolg!
Wer nämlich sein altes Fahrrad zum
Kratzer brachte – egal, ob Kinderrad,
Mountainbike, Rennrad oder Citybike – und ein neues erstand, erhielt
nicht nur 12 % Tauschrabatt auf sein
Wunschrad, nein, zusätzlich gab’s
auch noch 25 Euro pro angelieferten
zweirädrigen fahrbaren Untersatz.
Der Pfaffenhofener | Seite 3
noch, doch Steffi und Patric haben
dafür eine schlaue Lösung gefunden: „Wir machen die Dinge, die wir
selbst gerne tun, einfach mit unseren
Tanzschülern“. Beispielsweise organisieren sie Ausflüge zum bekannten
„Hundertwasserturm“, gehen gemeinsam zum „Paintball“ und vieles
mehr – der Phantasie sind hier keine
Grenzen gesetzt.
Das Kursprogramm für die Tanzfläche reicht von Zumba, Salsa, Discofox bis hin zu allen gängigen Ge-
sellschaftstänzen, wie z. B. Walzer,
Tango, Cha Cha Cha und Jive. Und
Stefani La Cognata und Patric Scholl
versprechen: Schon nach ein paar
Stunden Tanzkurs sind auch Tanzmuffel (wie ich) fit für alle gesellschaftlichen Veranstaltungen. Ob auf
einem Abschluss- oder Faschingsball, einem Betriebsfest oder auf der
eigenen Hochzeit, mit ihren Kursen
macht garantiert jeder eine gute Figur auf dem Parkett. Dazu haben
Stefani La Cognata und Patric Scholl
noch einige Schmankerl im
Programm: Wer die Musik
der 50er, 60er und 70er Jahre
liebt, darf beim BoogieWoogie- und beim Rock’n’RollKurs nicht fehlen, und wem
vor dem eigenen Hochzeitswalzer graust, für den haben
die beiden Tanzlehrer einen
Hochzeitscrashkurs im Programm: Unter dem Motto
„So schnell wie möglich, so
viel wie nötig“ lernt nicht
nur der ängstliche Bräutigam in 4 Stunden die wichtigsten Tänze: Langsamer
Walzer, Wiener Walzer, Discofox und Foxtrott – und ist
bereit für jede Feier! Wer
den eigenen Hüftschwung
entdecken will, besucht einen Salsa-Kurs und bewegt
sich zu lebendiger und mitreißender Latino-Musik mit
variantenreichen Figuren,
Drehungen und Wickelkombinationen.
Wer die Tanzschule „La Eleganza“ unverbindlich kennenlernen will, hat natürlich
jederzeit die Möglichkeit,
dort einfach vorbeizuschauen – oder eine der regelmäßigen Veranstaltungen zu besuchen: Am 30.
April 2014 ab 20 Uhr heißt das Motto „Tanz in den Mai“, zu dem gerne
Tracht getragen werden darf, und
das nächste Highlight ist das Sommerfest am 12. Juli 2014, ebenfalls
ab 20 Uhr: „Cuba“ spielt dann nicht
nur die musikalische Hauptrolle,
mit „Cuba libre“ und weiteren karibischen Cocktails, mit karibischen
Rhythmen, mit genau diesem gewissen Flair – con eleganza eben!
Einmalige
FahrradTauschaktion
bei 2RAD
Kratzer
Kein Wunder also, dass die Aktion
einschlug und von den Kunden hervorragend angenommen wurde. Sehr
positiv wurde gesehen, dass die Räder nicht verschrottet oder weiterverkauft, sondern gespendet werden.
„Die 92 Räder, die wir bekommen haben“, sagt Juniorchef Matthias Kratzer, „gehen an den Freundeskreis der
Missionsbenediktiner hier in Pfaffenhofen, die die Fahrräder an
Bedürftige weiterleiten“. Besonders stolz ist er auf jene Kunden,
die ihre alten Räder vor der Abgabe noch extra blitzblank geputzt
und gereinigt haben. Schließlich
sollen sich die zukünftigen Besitzer im Sattel auch wohlfühlen.
Dürfen wir bitten,
signore e signori,
zum nächsten Tanz?
von Lorenz Trapp
Raiffeisenstr. 30
85276 Pfaffenhofen
Tel. 0 84 41 / 8 15 60
www.zweirad-kratzer.de
STADTKULTUR
Seite 4 | Der Pfaffenhofener
V
ier Jahre verbrachte
das 1964 in Pfaffenhofen
gegründete
„Realgymnasium für
Knaben und Mädchen
im Aufbau“ als Gast
in der Berufschule am Schleiferberg,
bevor es sein eigenes Gebäude, das
heute die Realschule beherbergt, beziehen konnte. Aber damit waren die
Kriterien einer lebendigen Bildungsstätte noch lange nicht erfüllt, zumal
„ein Bauwerk aus bloßem Gestein
keine Schule schafft“, wie es im
Prolog zu den Einweihungsfeierlichkeiten zum Ausdruck kam. Vielmehr
galt es jetzt, ein Profil zu erwerben,
das nicht nur den besonderen gymnasialen Erfordernissen entsprach,
sondern in dem sich auch ein Engagement im Kulturleben der schulischen Landschaft widerspiegelte.
Denn nur so lässt sich eine Schule
angebot verfügte wie nicht allzu
viele Gymnasien in Bayern. Zudem
konnte das Klostergymnasium mit
seiner Tradition schulische Erfahrung transferieren. Bereits zu diesem Zeitpunkt litt man in dem erst
errichteten Gebäude allerdings unter
einer solch extremen Raumnot, dass
ein Großteil der Klassen in Scheyern verblieb und somit nicht wenige Lehrer mehr als 5 Jahre zu Unterrichtspendlern gemacht wurden.
Zumeist mussten sie wegen der Hinund Herfahrten auf jegliche Pause verzichten. Da man bereits fünf
Anfangsklassen zählte und bis zum
Endausbau mit insgesamt 1200 Schülern rechnete, beschloss der Kreistag
am 04.12.1969, einen Neubau jenseits
des Gerolsbachs zu errichten und das
bestehende Gebäude der unter der
gleichen Misere leidenden Realschule
zu überlassen. Schon einige Wochen
Lehrer
(W. Stadler,
R. Koller,
E. Gruber,
F. Kreiter,
H. Inderwies,
E. Schneider)
testen 1977
das neue
Sprachlabor
eine Verwechslung mit dem ehemaligen Klostergymnasium in Scheyern
vermieden werden sollte, wählte
man die alte Wortform „Schyren“,
die sich vom germanischen „skir“
(= deutlich, klar) herleitet. Beim
Volksstamm der „Sciren“ bzw.
„Schyren“ handelt es sich dementsprechend um „Klare, Leuchtende,
Reine“. Zusammen mit der Namengebungsfeier wurde die neue Bühne in der Turnhalle eingeweiht. Die
Theatergruppe unter Leitung von
Dr. Konrad Lachenmayr führte das
Singspiel „Ali Baba und die vierzig
Räuber“ auf. Die vorzügliche Koproduktion mit den Fachschaften Musik
und Kunst fand so großen Anklang,
dass sie mehrmals wiederholt wurde.
Beim Festakt selbst konnte Oberstudiendirektor Fritz Ustrich eine
Vielzahl prominenter Gäste begrüßen, u. a. Prinz Franz von Bayern und
Dr. Johannes Höck, Abt des Klosters Scheyern, Kultusminister Ludwig Huber, Landwirtschaftsminister
Dr. Hans Eisenmann, den „Vater
des Gymnasiums“, und dessen Vorgänger im Amt, den „Altscheyerer“
Dr. Dr. Alois Hundhammer. Prof. Dr.
Karl Bosl, Lehrstuhlinhaber für bayerische Landesgeschichte an der
Universität München, veranschaulichte in seinem Festvortrag mit dem
Thema „Altbayerische Tradition und
moderne Bildung“ den inneren Zusammenhang und die Wechselwirkung von Geschichte und moderner
Schul- und Kulturpolitik.
Freitag, 25. April 2014
und Gipsplastiken gefertigt wurden. Reiner Schlamps Figurentheatergemeinschaft „Die Spielbude“
feierte mit dem Handpuppenspiel
„Die Mondlaterne“ die Premiere,
dem Beginn einer Serie von über 50
außerordentlich erfolgreichen Inszenierungen. Über drei Jahrzehnte
hinweg begeisterte er nicht nur die
aktiv beteiligten Schüler, mit denen
zusammen er alle notwendigen Theaterrequisiten schuf, sondern auch ein
50 Ja
Zahlreiche Aktivitäten über
den Pflichtunterricht hinaus
Überschwemmung 1977
(Bibliothek)
in die Gesellschaft integrieren. Und
dieses Unterfangen war nach Ansicht des Gründungsdirektors Fritz
Ustrich allein „mit einem jungen,
vorurteilslosen und pionierfreudigen Lehrkörper“ möglich. Kontinuität und zugleich Offenheit für
zukünftige Reformen und Entwicklungen galten als Direktive.
Auf Grund der nicht erwarteten
großen Resonanz der Schule und der
rasant steigenden Schülerzahlen genehmigte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus
bereits für das Schuljahr 1968/69 neben dem neusprachlichen auch einen
mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig und entsprach ein
Jahr später dem Antrag des Klosters
Scheyern auf Eingliederung seines
neunstufigen humanistischen Gymnasiums in das staatliche in Pfaffenhofen, das nunmehr mit den drei
elementaren Zweigen einer höheren
Schule über ein so breites Bildungs-
später erteilte das Kultusministerium hierfür seinen Segen, noch bevor
man am 20.02.1970 der Schule den
Namen „Schyren-Gymnasium Pfaffenhofen“ verlieh.
Die Verbundenheit mit der Hl. Kreuz
Abtei und der Heimat der Vorfahren
des Wittelsbacher Geschlechts gaben hierfür den Ausschlag, nachdem
kurzfristig auch „Johann Andreas
Schmeller“, der bekannte Germanist und Sprachforscher bayerischer
Mundart zur Diskussion stand. Der
Scheyerer Klosterschüler verbrachte
ab 1817 seine Kindheit und Jugend
auf einem kleinen Bauernhof in
Rinnberg (bei Rohrbach), wo er als
Gänsehirt über sprachliche Besonderheiten nachdachte und im frühen
Alter von elf Jahren, schon Schullehrer der Gemeinde, „eine Miene von
Allwissenheit affektieren musste“,
wie in seinen Erinnerungen zu lesen
ist. Da es bereits ein „Wittelsbacher
Gymnasium“ in München gab und
Zu dieser Zeit besuchten 800 Schüler das Schyren-Gymnasium. Sie
wurden von einem Kollegium unterrichtet, das zusammen mit den vom
Klostergymnasium übernommenen
und den nebenberuflichen und nebenamtlichen Lehrkräften sowie den
Referendaren, die im Schülerheim
Scheyern zumeist einen Teil ihres
Dienstes ableisteten, bereits auf 55
angewachsen war. Man war schnell
zu einer harmonischen und engagierten Einheit zusammengewachsen,
ohne die die außerordentlich zahlreichen, hier nur unvollständig skizzierten Aktivitäten, mit denen über
den Pflichtunterricht hinaus das
schulische und gesellschaftliche Leben bereichert wurde, nicht möglich
gewesen wären. Schon nach kurzer
Zeit gehörten Chor und Orchester sowie die Orff-Instrumentalgruppe der
Unterstufe (Dieter Sauer, Irmengard
Sauer, Oswald Sauer) in der breiten Öffentlichkeit zu den herausragenden Emblemen des jungen Gymnasiums. Karl-Heinz Söndermann
und Dr. Stefan Daubner setzten diese
Tradition in der Musik bis heute erfolgreich fort. Mit großzügiger finanzieller Hilfe der Eltern konnte eine
Schülerlesebücherei (Josef Futschik /
Hellmuth Inderwies) aufgebaut werden. Und der ebenfalls sehr aktiven
Fachschaft Kunst (Reiner Schlamp /
Manfred Leeb) wurde es ermöglicht,
einen Werkkurs anzubieten, in dem
Modellflugzeuge, Mosaike, Holz-
meinsames Training absolvierten.
Dies bedurfte damals allerdings der
Genehmigung durch die Eltern, da
schulische Koedukation in Bayern
nahezu noch ein Fremdwort war. Die
Initiatoren dieses Angebots, Helmut
König und der langjährige Fachbetreuer Rainer Fixl, bauten zudem
Handball-, Volleyball- und Basketballgruppen auf, die hernach teilweise zur Gründung entsprechender
Abteilungen in örtlichen Sportver-
Schyren-Gymnas
Erziehung und Bildung im Zeich
von Hellmut
breites Publikum in vielen Städten,
sogar außerhalb Bayerns. Zusammen mit Rainer Schuster gründete
er zudem den „Film-Club SchyrenGymnasium“, in dem die wichtigsten
Formen dieses Genres besprochen
wurden und später mit der entsprechenden Ausrüstung auch eigene
Produktionen entstanden. Beim
Aufbau einer Schülermitverwaltung
(SMV) zusammen mit der Herausgabe einer Schülerzeitung leisteten die
damaligen Vertrauenslehrer Rainer
Fixl, Hellmuth Inderwies und Erich
Gruber die notwendige Hilfestellung.
Neben dem Pflichtunterricht in Sport
wurde Nichtschwimmern im neuen
Hallenschwimmbad die Möglichkeit geboten, Versäumtes nachzuholen. Für Fortgeschrittene stand ein
Leistungskurs auf dem Programm,
in dem Mädchen und Buben ein ge-
einen führten. Eine Meisterschaft
der verschiedenen Klassenstufen im
Fußball wurde durchgeführt. Dass
die Schülerauswahl bei dem über
Jahre hinweg stattfindenden Spiel
um den „Hans-Eisenmann-Cup“ gegen die routinierte Kickerzunft der
Lehrer grundsätzlich den Kürzeren
zog, war bei deren hochkarätiger
Mannschaftsaufstellung kein Wunder. Als die Pauker freilich ins Alter
kamen und ihr erstes Spiel verloren
hatten, fand dieser Wettbewerb ein
jähes Ende.
Selbstverständlich gehörten auch
jährliche Skikurse schon zum unterrichtsbegleitenden Programm. Dabei
kam es am 6. März 1971 bei der Fahrt
nach Saalbach auf der Autobahn am
Echinger Berg zu einem schweren
Verkehrsunfall. Ein österreichischer
Tankzug, der heißes Bitumen geladen
Termine der Veranstaltungen
• Mittwoch, 28. Mai 2014, 19.30 Uhr:
„50 Jahre Schyren-Gymnasium“
Vortrag des Schulleiters zur Schulgeschichte
(Aula des Gymnasiums)
• Freitag, 4. Juli / Samstag, 5. Juli 2014 / Freitag, 11. Juli 2014:
Aufführungen des Schyren-Theaters mit thematischem Bezug
zur Schulgeschichte (Aula)
• Sonntag, 13. Juli 2014, 11 Uhr:
Konzert / Matinée mit ehemaligen Lehrkräften und Schülern (Aula)
• Mittwoch, 16. Juli 2014, 19.30 Uhr:
Traditionelles Sommerkonzert (Aula)
• Freitag, 18. Juli 2014, 10 Uhr:
Jubiläums-Festakt mit Frau Staatsministerin Christine Haderthauer (Aula)
• Freitag, 18. Juli 2014, 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr:
Sommerfest der Schulgemeinschaft (Pausenhof)
Gegenwärtige Schulleitung: OStD Dietmar Boshof M. A. mit Stellvertreter StD Dr. Hans Kern im Direktorat
STADTKULTUR
Freitag, 25. April 2014
hatte, fuhr im Nebel auf den Omnibus
der Skigruppe des Schyren-Gymnasiums auf. Obwohl dieser sofort Feuer fing und ausbrannte, konnten die
Schüler zusammen mit ihren Lehrern
auf Grund ihrer besonnenen Haltung
ohne größere körperliche Schäden
das Fahrzeug verlassen. Schon sehr
früh bot die Schule ein außerordentlich breites Programm an Wahlunterricht und freiwilligen Arbeitskreisen
(Initiatoren jeweils in Klammern)
(Hellmuth Inderwies, Horst Sedlmaier und Josef Futschik), die zusammen mit den Volksschulkollegen in
Fachsitzungen und Arbeitsgruppen
den Unterricht zu koordinieren hatten, bedeutete dies eine außerordentliche Belastung, zumal sie zusätzlich
an der Erarbeitung neuer Lehrpläne am damaligen Staatsinstitut für
Schulpädagogik (ISB) mitwirkten
und als Multiplikatoren die Ergebnisse ihrer Arbeit an der Akade-
ein
mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium erhielt, und
ein bis zu diesem Zeitpunkt errichteter Anbau über den Gerolsbach waren notwendig geworden. Es dauerte
zuletzt bis zum Schuljahr 2011/12,
als unter dem jetzigen Schulleiter,
OStD Dietmar Boshof M.A., eine Generalsanierung des Verwaltungsbereichs notwendig wurde. Auch wenn
sich das Gebäude als sehr weitläufig
präsentiert, so bietet es doch weit
überdurchschnittliche Möglichkeiten
für zahlreiche pädagogische und didaktische Aktivitäten und für kulturelle Veranstaltungen.
Bestmögliche Erziehung
und Bildung im Mittelpunkt
ahre
sium Pfaffenhofen
hen von Kontinuität und Reform
th Inderwies
an: Stenographie (H. Sedlmaier / D.
Rohrmann), Photographie (M. Leeb),
Russisch (W. Stadler), Italienisch (R.
Koller), Theaterspiel (Dr. Konrad
Lachenmayr / Hellmuth Inderwies),
Astronomie (St. Schmidt), Keramik
(D. Prütting), Rechtskunde (Rechtsanwalt Paul Maier und Staatsanwalt
Dr. Paul Nappenbach), Politik und
Zeitgeschichte (G. Helmbrecht), Informatik (M. Kornprobst) usw. usw.
Ein reger Schüleraustausch begann
1980 mit der USA (W. Schöpf), es
folgten Italien (A. Concari), Frankreich (Th. Stöger), England (H. Kornprobst), Tschechien (W. Stadler / H.
Inderwies), Israel (W. Stadler) und
Polen (R. Scheerer). Bis zum heutigen
Tag gehören solche Aktivitäten, auch
wenn sie sich thematisch teilweise
geändert haben, zum Selbstverständnis der Schule.
Dass das noch junge Gymnasium
bei der Erfüllung schulspezifischer
Aufgaben schon sehr früh ein signifikantes Profil besaß, kam u. a.
dadurch zum Ausdruck, dass ihm
das Kultusministerium den Schulversuch mit der Orientierungsstufe
(1970 – 1993) gemeinsam mit den 13
Hauptschulen des Landkreises anvertraute. Die Federführung lag in
den Händen der beiden Oberstudiendirektoren (1970 bis 1972 Fritz
Ustrich und hernach Josef Irlinger,
der ab 01.07.1972 das Gymnasium
über 25 Jahre leitete). In den 5. und
6. Jahrgangsstufen sollte in einem
zweijährigen Beobachtungszeitraum
bei gezielter intensiver Förderung
die besondere Begabung und Eignung der Schüler festgestellt werden,
um ihren Bildungsweg auf die richtige Bahn zu lenken. Ein Lehreraustausch zwischen den beiden Schularten fand statt. Für einen Großteil
des Kollegiums und vor allem für
die Fachbetreuer der Kernfächer
Deutsch, Mathematik und Englisch
mie und am Staatlichen Institut für
Lehrerfortbildung in Dillingen und
Gars sowie in der Regionalen Lehrerfortbildung zu vermitteln hatten.
Als Ergänzung dieses Versuchs erarbeitete man am Schyren-Gymnasium
zudem das Modell des sog. „Offenen
Gymnasiums“, das die Wahl der Ausbildungsrichtung des Schülers entsprechend seiner Begabung erst nach
der 8. Jahrgangsstufe erforderte. Es
wurde in Bayern an mehreren Schulen erprobt. Beide Versuche führten
zu neuen Erkenntnissen bei der besonderen Förderung der Schüler und
der Organisation des Unterrichts.
Am 20. Mai 1976 konnte man nach
einem Umzug in Etappen das lang
ersehnte und großartig ausgestattete neue Gebäude unter tatkräftiger
Mithilfe der Schüler gänzlich in Besitz nehmen. Sie transportierten zuletzt das von ihnen benutzte Mobiliar
aus ihrer alten Schule über den Gerolsbach. Der Landkreis Pfaffenhofen mit Landrat Dr. Traugott Scherg
hatte keine Kosten gescheut, um ein
Gymnasium zu errichten, das damals
allenthalben als das modernste im
Freistaat gegolten hat. Mit der Vereinigung von Schul- und Kreisbücherei wurde zugleich eine Bibliothek
mit hauptamtlichem Bibliothekar
(Hans Peter Schratt) aufgebaut, die
auch die Anforderungen der neu
eingeführten Kollegstufe in vollem
Maße erfüllte. Den Schülern blieben
dadurch Fahrten in die Zentralbibliotheken größerer Städte erspart. Anerkennend hob der bayerische Kultusminister, Prof. Dr. Hans Maier, bei
der Einweihungsfeier in seiner Festansprache hervor, dass damit „ein
entscheidender Schritt zum Ausbau des Bildungswesens in Bayern
getan worden ist.“ Gegen Ende der
80er Jahre war allerdings erneute
Raumnot eingetreten. Eine Außenstelle in Wolnzach, das am 01.08.1994
Zum Selbstverständnis des SchyrenGymnasiums gehört es bis zum heutigen Tag, die Öffentlichkeit in das
Schulleben einzubeziehen. Und diese Aufgabe erfüllten vorab die musisch-künstlerischen Fachbereiche.
Nachdem Dr. Konrad Lachenmayr
andernorts neue Aufgaben übernommen hatte, wurde am 26.03.1977
mit der Premiere des „Innsbrucker
Osterspiels von 1391“ (Regie: Hellmuth Inderwies) die Tradition des
Theaterspiels nach geraumer Zeit
fortgesetzt. Die erste Inszenierung
auf der neuen Schulbühne erlebten
1400 Zuschauer bei drei Aufführungen. Reiner Schlamp hatte ein
eindrucksvolles Bühnenbild geschaffen. Über 60 Schüler, fast alle aus
den 10. Klassen, waren beteiligt. Ihre
Leistung wurde im Ilmgau-Kurier
(29.03.1977, S. 12) von Pfarrer Johann Braun, Wolnzach, wie folgt
kommentiert: „Den Lorbeer eines
Laienspielers, nämlich lang anhaltenden Beifall, haben die Schüler
des Schyren-Gymnasiums verdient
und bekommen, sowohl auf offener
Szene wie auch zum Abschluss der
Aufführung. Sie sind einem Auftrag gerecht geworden, der sicher
neben dem Lernen auch zu einem
Gymnasium gehört: mit zu den
Kulturträgern einer Region zu gehören.“ Es folgte unter der Regie von
Hellmuth Inderwies eine Reihe von
Stücken, vorweg von Gryphius und
Nestroy. Als Dr. Lorenz Kettner im
Februar 1977 neu an die Schule gekommen war, konnte man bald eine
zweite Theatergruppe bilden und
Wahlkurse „Dramatisches Gestalten“ anbieten. Er gründete zudem
einen Theaterkreis mit regelmäßigen
Theaterfahrten. Mit einer Vielzahl
von
Inszenierungen
klassischer
Dramen und bekannter Volksstücke,
Lesungen und Revuen begeisterte er
fortan ein breites Publikum. Und mit
einer weiteren Initiative wirkte man
über den engeren Bereich der Schule
hinaus: 1987 ging ein lang gehegter
Wunsch der Fachschaft Deutsch und
ihres Fachbetreuers Hellmuth Inderwies in Erfüllung. Das Mitglied des
Elternbeirats, Irmgard Bernhart,
konnte erwirken, dass aus der Elternspende Mittel für jährliche Dichterlesungen zur Verfügung gestellt
wurden. Sie sollten den Literaturunterricht und zugleich das kulturelle
Haupteingang
Der Pfaffenhofener | Seite 5
Schülerin
Mona Ginzel
(10. Jgst.)
interviewt als
Reporterin der
Schülerzeitung
Kultusminister
Prof. Dr. Hans
Maier bei der
Einweihung
des neuen
Gebäudes im
Oktober 1976
Leben der Region bereichern. Und so
kam in der Tat die literarische Elite
Deutschlands an das Schyren-Gymnasium. Martin Walser bestritt am 29.
Oktober vor etwa 700 Zuhörern eine
doppelte Premiere. „Ich habe bisher
an keiner Schule gelesen, weil ich
interpretierende Studienräte nicht
mag“, gestand er freimütig. Irmgard
Bernhart hatte ihn mit unnachgiebiger Geduld dazu verleiten können.
Dieser fulminante Auftakt war deshalb wichtig, weil man in der Folge
u. a. Wolfdietrich Schnurre, Reiner
schoss des Gebäudes über ein halbes
Jahr Wasserpumpen und Entfeuchtungsgeräte die Szene bestimmten,
ging das Leben in der Schule seinen
gewohnten Gang. Und das gilt bis
zum heutigen Tag. 2010 reihte sie sich
unter die Referenzgymnasien der TU
München ein, um die Lehrerbildung
zu optimieren und selbst Unterricht
auf neuestem fachwissenschaftlichen
Stand zu bieten. Im Herbst 2013 kam
unter der Gesamtleitung von Dr.
Stefan Daubner das Musikal „Gisela und Stefan“ zur Uraufführung,
Graffiti im
Treppenaufgang
(von Schülern
zur Verschönerung gefertigt)
Kunze, Gabriele Wohmann, Walter
Jens, Peter Härtling, Gertrud Fussenegger, Sarah Kirsch und nicht
zuletzt Herta Müller, die 2009 den
Nobelpreis erhielt, ein wenig leichter nach Pfaffenhofen locken konnte.
Eine Ausstellung informierte zusammen mit einem Begleitheft jeweils
über Leben und Werk des Autors. Sie
wurden von Hellmuth Inderwies und
Irmgard Bernhart in Zusammenarbeit mit Manfred Leeb gestaltet, den
Druck besorgte Hausmeister Heinrich Fischer. Ursula Beyer übernahm
ab 2002 die Organisation.
1987 erlebte man am 2. Juli aber
auch die Katastrophe einer Überschwemmung, als das Wehr des Gerolsbachs nicht geöffnet wurde und
das abfließende Hochwasser bis zur
Höhe von eineinhalb Metern in Turnhalle und Kellerräumen der Schule
stand. Foto- und Sprachlabor, Computerraum, Fundus der Theaterspielgruppe und des Figurenspiels, Garderobenschränke der Schüler sowie
wertvolle Nachschlagewerke in der
Bibliothek wurden stark beschädigt
bzw. gänzlich vernichtet. Doch selbst
in dieser Zeit, in der im Unterge-
eine Koproduktion mit der ZoltánKodály-Chorschule in Budapest, die
zweifelsohne zu den Glanzpunkten
der Schulgeschichte gehört.
Auch wenn die Öffentlichkeit die
Qualität einer Schule sehr oft nur
nach den Aktivitäten bewertet, die
sie außerhalb des Pflichtprogramms
anbietet und dabei nur in geringem
Maße die Alltagsarbeit in Betracht
zieht, so stand und steht mit Sicherheit am Schyren-Gymnasium
die Bemühung um eine bestmögliche unterrichtliche Erziehung und
Bildung junger Menschen stets im
Mittelpunkt aller Bemühungen. Und
wenn in dieser Hinsicht in der Vergangenheit mitunter die Meinung
vertreten wurde, man würde an dieser Schule zu streng sein und zu hohe
Anforderungen stellen, dann diente
dies eigentlich nur ihrem guten Ruf.
Denn ein Gymnasium, das nicht in
gleichem Maße „fordert“ wie es „fördert“, verfehlt gerade in Zeiten einer
mitunter recht merkwürdigen tendenziösen Auffassung von Kinderund Jugenderziehung mit Sicherheit
seinen gesellschaftlichen Bildungsauftrag.
STADTKULTUR
Seite 6 | Der Pfaffenhofener
Freitag, 25. April 2014
Kulturtermine
Jazz
Die Titus Waldenfels Band
spielt am 25.4. ab 21 Uhr in der
Künstlerwerkstatt eine eigene
Mischung verschiedener Musikstile.
Links Paula Lenz
Blick vom Schönblick
Blick von der Quellengasse
Wer kennt wen –
die Auflösung
Stahl
Peter Christian zeigt ab 3.5. unter dem Titel „Blow Up – der
große Alltag“ seine Stahlwerke.
Die Vernissage findet am 2.5.
ab 19.30 Uhr in der Städtischen
Galerie statt.
Herr Katzenmeier,
Vorsitzender des MTV
Dult
Mit der Maidult findet am 4.5.
ab 10 Uhr der zweite Jahrmarkt
des Jahres mit verkaufsoffenem
Sonntag statt.
Lesung
Willihard Kolbinger liest am 5.5.
ab 18.30 Uhr im Vereinsraum
des Heimat- und Kulturkreises
(Anbau der Spitalkirche) aus
Tagebüchern aus dem Ersten
Weltkrieg.
Film
Die vhs zeigt am 6.5. ab 19.30
Uhr im Rahmen des besonderen
Films „Blut muss fließen“ im
CineradoPlex.
Interkulturelle Wochen
Die Interkulturellen und Interreligiösen Wochen starten am
9.5. Siehe eigenes Programm.
Musik
Die Städtische Musikschule lädt
am 10.5. um 10.30 und 11 Uhr zu
einer musikalischen Stadtführung ein. Treffpunkt: Vor dem
Rathaus.
Juliana Koch, geb. 1891
mit Anna und Barbara
Familie Doll / Hegenberger,
Am Schwarzbach 5
von Claudia Erdenreich
Im März zeigte der Heimat- und Kulturkreis zusammen mit dem Stadtarchiv in der Alten Kämmerei historische Fotos. Unter dem Titel „Wer
kennt wen“ wurden die Besucher gebeten, sich zu melden, wenn sie Personen auf den Fotos erkennen. Dabei
kam es zu ganz überraschenden Ergebnissen. Stadtarchivar Andi Sauer
hatte aus dem umfangreichen Fundus
des Archivs eine Auswahl von knapp
über hundert Bildern getroffen. Gezeigt wurden Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen,
Handwerker, Kinder, alte Menschen.
Hochzeiten waren vereinzelt ebenso
abgebildet wie Familientreffen.
Gruppenbild aus den
zwanziger Jahren
Beeindruckt hat die Besucher vor
allem Aussehen und Frisuren sowie Kleidung der Menschen, aber
auch die Komposition der Fotos, die
sich deutlich von unseren heutigen
Schnappschüssen im Zeitalter digitaler Fotografie unterscheidet. Die
abgebildeten Menschen wirken oft
ein wenig streng, fast würdevoll und
ein wenig stolz. Fotografiert werden,
das zeigen die Bilder, war damals
nichts Alltägliches.
Rund 300 Besucher sahen sich die
Ausstellung an, die Resonanz war
durchgehend positiv, wenn auch die
Aufgabe, Personen zu identifizieren vor allem aufgrund des Alters
der Fotos schwierig war. Die Bilder
stammen von 1920 bis 1940. Dennoch
Blick von der alten Ilmbrücke zur alten Vogtmühle vor der Ilmregulierung
wurden auf 35 der 105 Aufnahmen
Menschen identifiziert oder es konnten Angaben zur Aufnahmezeit und
zu Orten gemacht werden.
Durch den persönlichen Kontakt mit
Besuchern konnten Hinweise auf
weitere Zeitzeugen gewonnen werden, vereinzelt wurden weitere Aufnahmen zur Verfügung gestellt und
ein Fotonachlass konnte zur Digitalisierung erworben werden.
Vereinsmitglied Monika Ständecke
konnte zudem zahlreiche Fotos aufgrund der Kleidung der dargestellten
Personen zeitlich einordnen.
Viele Besucher kamen mehrfach in
die Ausstellung, brachten Bekannte und Freunde mit. Gerade die gezeigten Gebäude und Ansichten auf
Pfaffenhofen gaben Anlass zu zahlreichen Diskussionen, es wurde klar
ersichtlich, wie sich das Stadtbild in
wenigen Jahrzehnten verändert hat.
Erstaunt und manchmal amüsiert
wurde Aussehen, Kleidung aber auch
die Lebenssituation der abgebildeten
Personen diskutiert, manche hatten
regelrechte Favoriten unter den Fotos und erkundigten sich, ob genau
dieses Foto jemand erkannt hatte.
Die Ausstellung zeigte deutlich, wie
groß das Interesse an Stadtgeschichte ist. Im kommenden Jahr wird es
daher eine weitere derartige Ausstellung mit etwas jüngeren Fotos geben,
bei denen die Chance, Personen zu
erkennen, dann auch deutlich größer
ausfällt.
Gstanzl
Das Festival Lokalklang startet am 16.5. um 20.30 Uhr mit
„Gstanzl RMX – Bayerischer
Poetry Slam“ im Müllerbräusaal.
Rock
Die Ron Evans Group tritt am
17.5. ab 20.30 Uhr mit Bluesrock
auf der intakt Musikbühne auf.
Sommer
„Sommer in der Stadt“ startet
am 24.5. von 9.30 bis 12.30 Uhr
mit einem Sinnesparcours für
Groß und Klein auf dem Hauptplatz.
IMPRESSUM
Verlag/Herausgeber/Herstellung:
KASTNER AG – das medienhaus,
Schloßhof 2–6, 85283 Wolnzach,
Telefon 08442/9253-0
V.i.S.d.P.: Kilian Well
E-Mail: [email protected]
Stadtarchivar Andi Sauer suchte die Fotos aus dem Stadtarchiv heraus
Bürgermeister Thomas Herker bei der Ausstellungseröffnung
Karte der Schlacht um Pfaffenhofen
von Claudia Erdenreich
Am 17. April 1745 fand während
des Österreichischen Erbfolgekriegs
die Schlacht um Pfaffenhofen statt,
bei der französische und bayerische
Truppen
gegen
österreichische
Truppen kämpften. Die eigentliche
Schlacht fand in der Nähe statt,
Pfaffenhofen wurde auch eingenommen, es kam zu einem Häuserkampf
am Hauptplatz.
Frieder Leipold hat über die Schlacht
intensiv geforscht und neue Details
herausgearbeitet. Er informierte in
einer Ausstellung im Haus der Begegnung und immer wieder in Führungen.
Stadtarchivar Andi Sauer ist zudem
stets auf der Suche nach Informationen und Dokumenten zu Pfaffenhofen. Er sucht gezielt in Antiquariaten
nach Urkunden, Karten und Schriftstücken zur Kreisstadt und versucht
diese dann für die Stadt und die Öffentlichkeit zu sichern.
Dabei fiel ihm auch eine sehr gut erhaltene Karte zur Schlacht um Pfaffenhofen in die Hände, die schließlich
die Vorsitzende des Heimat- und Kulturkreises, Uschi Beyer, erwarb.
Die Karte wird sie dem Verein und
dem Archiv zur Verfügung stellen.
Die Karte zeigt in genauen Details
Orte und Truppenaufstellungen sowie -bewegungen und ist somit ein
wertvolles historisches Dokument für
die Ortsgeschichte. Sie kann die Fakten um die Schlacht ergänzen und erweitern und ist bei Interesse über den
Heimat- und Kulturkreis zu sehen.
Heimat- und Kulturkreis
Pfaffenhofen
U. Beyer
[email protected]
www.hkk-paf.de
Redaktion: Claudia Erdenreich,
Kilian Well, Hellmuth Inderwies,
Lorenz Trapp
Layout: Monika Lang
Anzeigen: Claudia Sünder
Telefon: 0 84 42 / 92 53-7 05
Mobil: 01 71 / 1 22 27 22
Erscheinungsweise: monatlich
Der Pfaffenhofener erhalten Sie in der
Buchhandlung Pesch, der Buchhandlung Kilgus, bei Schreibwaren Daubmeier, Schreibwaren Prechter, Tabak
Bergmeister, Tabak Breitner etc.
Nächste Ausgabe voraussichtlich
Freitag, 23. 05. 2014
Ursula Beyer, Heimat- und Kulturkreis, präsentiert die Karte
Details des Schlachtverlaufs sind auf der Karte erkennbar
STADTKULTUR
Freitag, 25. April 2014
Der Pfaffenhofener | Seite 7
Neue Volksmusik
Suche nach dem Sound von Pfaffenhofen
von Claudia Erdenreich
„Volksmusik ist salonfähig geworden“, stellt Sebastian Daschner fest.
Der Kulturmanager organisiert mit
Lokalklang acht ganz unterschiedliche Veranstaltungen im Main und
Juni. Dabei ist Lokalklang ein Teil des
Festivals für Volks- und Weltmusik
in Bayern, das von StadtKultur, dem
Netzwerk bayerischer Städte, veranstaltet wird. Was so hochtrabend
klingt, will einfach nur neue Volksmusik in allen Facetten vorstellen.
Ähnlich wie StadtGeschichteZukunft vor zwei Jahren, finden bayernweit Veranstaltungen statt, zum
Auftakt laden die Veranstalter Mitte
Mai nach Würzburg. Dabei steht die
Frage „Wie klingt Heimat heute?“ im
Mittelpunkt. Musik und Klang, aber
auch einfach Mundart in all ihren
Ausprägungen soll dabei ein Heimatgefühl vermitteln. Volksmusik
hat sich gerade in den letzten Jahren
vom verstaubten Image gründlich
befreit, Dialekt ist ebenso wie Tracht
angesagt. Gerade junge Menschen
sprechen wieder ganz bewusst den
Dialekt ihrer Heimat, tragen stolz
ihre Tracht.
„Wir suchen nach dem Sound von
Pfaffenhofen“, erklärt Sebastian
Daschner, der lokale Identität gerade
im Zuge der Globalisierung wichtig
findet.
In Pfaffenhofen spielen daher zum
Lokalklang nur bayerische Bands an
insgesamt zehn Locations, auch ein
Kneipenfest gibt es erstmals seit 2002
wieder. Die Veranstaltungen sind
bunt und vielfältig, neben Musik von
der Blaskapelle bis zur Klangkunstperformance gibt es auch einen bayerischen Poetry Slam und Volkstanz
und damit eine große Bandbreite von
Heimatklängen.
Am Festival beteiligen sich verschiedene Pfaffenhofener Vereine und natürlich die Stadt.
Den Auftakt am 16.5. macht
„Gstanzl RMX“ im Müllerbräusaal.
Es folgt am 17.5. das Wirtshaus- und
Kneipenfest in der Innenstadt. Dabei
ist von neuer Volksmusik über bayerischen Blues bis zu Songwritern alles zu hören. Eine Klangstudie in der
Tiefgarage und ein Jubiläumskonzert
in der Künstlerwerkstatt schließen
sich an, ebenso spielt die Stadtkapelle ihr Sommerkonzert im Rahmen
des Festivals. Ein Sängertreff auf
dem Hauptplatz und ein Morgentanzl runden das Programm ab.
Lokalklang Festival für
Volks- und Weltmusik in Bayern
16.5. – 22.6.2014
Sebastian Daschner
Kulturmanager Pfaffenhofen
Tel. 0 84 41 / 7 81 48
[email protected]
stadt-pfaffenhofen.de
Beste Pflege und Entspannung
Lilli Stabs eröffnet die Hautmanufaktur
von Claudia Erdenreich
Die Räume sind hell und weiß,
freundlich und einladend. Lilli Stabs
war es wichtig, eine ruhige und entspannte Atmosphäre für ihre Kundinnen zu schaffen.
Seit Anfang April betreibt die
30-jährige Kosmetikerin ihre Hautmanufaktur. Die Räume liegen direkt
beim inform Fitnessstudio in der
Raiffeisenstraße.
Lilli Stabs, geboren in Moldawien,
kam mit acht Jahren mit ihren Eltern nach Deutschland, wo sie zunächst zwölf Jahre in der Nähe von
Stuttgart lebte. Nach der Realschule
entschied sie sich zunächst für eine
Ausbildung im Garten- und Landschaftsbau: „Die Ausbildung war
nicht das Richtige, aber Garten und
Pflanzen sind heute noch meine Leidenschaft“, erklärt Lilli Stabs.
Vor acht Jahren zog sie aus privaten
Gründen nach München und besuchte dort eine einjährige staatlich
anerkannte Kosmetikschule. Ihren
Abschluss machte sie mit der Note
eins, damit fand sie eine Festanstellung als Kosmetikerin. Sie hat viel
dabei gelernt, nicht nur fachlich,
sondern auch für ihre lange geplante
Selbständigkeit.
Vor einem Jahr zog sie mit ihrem
Freund, der ursprünglich aus der
Mainburger Gegend stammt, nach
Pfaffenhofen. „Wir wollten uns vergrößern“, sagt Lilli Stabs, die sich
sofort in der Kreisstadt heimisch
fühlte. Sie bewohnen nun nicht nur
das ersehnte Häuschen, sondern haben auch einen Garten. „Mein Ruhepol“, bekennt sie.
Lilli Stabs gefällt alles an Pfaffenhofen, nicht nur der schöne Haupt-
platz und die übersichtliche Stadt,
auch die Menschen sind noch freundlich und haben Zeit, es geht ruhiger
zu: „Positiv ländlich“, findet sie es
hier.
Seither trainiert sie im inform
Fitness-Studio und daraus ergab
sich im Laufe der Zeit, dass sie einen
ehemaligen Lagerraum des Studios
im Erdgeschoss mieten, umbauen und als Kosmetikstudio nutzen
kann.
Die Umsetzung brauchte dennoch
fast ein Jahr, eine Selbständigkeit
sollte gut geplant sein, wenn sie
funktionieren soll. Lilli Stabs bekam
dabei Hilfe von den Aktivsenioren,
wurde zu Bankgesprächen begleitet
und erhielt viele wertvolle Tipps.
„Ich wurde sehr gut betreut“, findet
sie.
„Es war schon eine Umstellung“,
so Lilli Stabs, die von Dienstag bis
Samstag für ihre Kundinnen da ist.
Sie sieht Kosmetik nicht nur als reine
Verschönerung an, bei ihr steht eine
umfassende Beratung am Beginn jeder Behandlung. Sie arbeitet nicht
nur kurzfristig, sondern will individuell auf jede Kundin eingehen, mit
ihr gemeinsam arbeiten. Jede Kundin bekommt einen Plan und Pröbchen, damit sie zu Hause alles erst
einmal in Ruhe ausprobieren kann.
Verschiedene Enthaarungsmethoden
gehören ebenfalls zum Angebot der
Kosmetikerin.
Neben dem klassischen Enthaaren
mit Wachs beherrscht Lilli Stabs
auch das Sugaring, eine jahrtausende
alte Methode, die ursprünglich aus
dem Orient kommt und schonender
ist.
Dazu gibt es dauerhafte Haarentfernung mit Elektroepilation.
„Auch Männer kommen zum Enthaaren“, weiß Lilli Stabs. Bei den
Herren stehen Brust- und Rückenenthaarung im Trend, auch die Radsportler aus dem Studio wünschen
haarfreie Beine.
Selbstverständlich sind auch die
„Klassiker“ wie Wimpern- oder Augenbrauenfärben verfügbar, ebenso
entspannende Gesichtsmassagen.
Ihr Studio steht allen offen, jungen
Frauen ebenso wie Rentnerinnen,
das Pflegen und Verwöhnen ist stets
im Mittelpunkt. Ihre Hautmanufaktur soll für die Kundinnen eine Ruheinsel im stressigen Alltag sein.
Sie selbst entgeht dem Stress durch
Sport, Gartenarbeit und Lesen, wenn
dazu Zeit bleibt.
Denn Lilli Stabs bietet ihren Kundinnen bei Bedarf auch gerne Termine nach Wunsch an.
hautmanufaktur
Lilli Stabs
Raiffeisenstraße 30
85276 Pfaffenhofen
Di. – Fr. 9.00 bis 18.30 Uhr
Sa. 10.00 – 14.00 Uhr
Tel. 0 84 41 / 4 00 96 66
www.hautmanufaktur.de
Der Vorverkauf läuft für UMANAND, das Wirtshaus- und Kneipenfestival
Bayerische Musik-Vielfalt in allen
Gassen! So heißt es am Samstag,
17. Mai in der gesamten Innenstadt Pfaffenhofens, wenn das
Wirtshaus- und Kneipenfestival
in zehn verschiedenen Kneipen,
Wirtshäusern und Spielorten im Rahmen des Festivals LOKALKLANG
stattfindet. Mit „Umanand“ kehrt ein
Klassiker der Pfaffenhofener MusikKultur wieder: 2002 fand das letzte
Kneipenfest statt, das bis dato ein
wiederkehrendes und vielbesuchtes
Highlight in Pfaffenhofen war.
An diesem Abend wird Live-Musik im Mittelpunkt stehen und dabei wird kein Genre ausgelassen.
Von Volksmusik über Neue Volksmusik, bayerischen Blues und Ska bis
hin zu bayerischen Songwritern: Das
Festival zeigt das unglaubliche Spektrum, das mit dem Revival der bayerischen Kultur in den letzten Jahren
entstanden ist. Die ganze Breite von
ländlicher bis urbaner Musikkultur findet sich hier an einem Abend
über die bayerische Sprache und Mu-
siktradition. Bayerischer Weltsound!
Mit dabei sind Gruppen, die das
Wirtshauslied wieder aufleben lassen, mal traditionell wie im Müllerbräu mit den bekannten „Holledauer Tanzbodnfegern“ oder eher
spielerisch wie die „Unverschämte
Wirtshausmusik“ in der Alten Eiche. Es wird bayerischen Blues von
„Blues Rick“ im Moosburger Hof,
Rock’n’Roll mit deftigen bayrischen
Texten von den „Hongkong Tits“ im
Centro und südstaaten-inspirierten
Country-Sound von der „Donkeyhonk Company“ im Jungbräu geben.
Im Müllerbräu-Saal, der von Mobile e. V. bespielt wird, können sich
Freunde des eher schnelleren, gitarrenlastigen Sounds auf Auftritte
von „Fuadadeimuada“ und „Django
S“ freuen. Der Stegerbräu nimmt
mit zwei Orten am Festival teil: In
der Stube spielen die Liedermacher
„Zwoa Bier“ auf, während im Soundkeller der „Bairische Rundfank“
mit Funk & Soul auf Sendung geht.
„dicht & ergreifend“, eine bayerische
Rap-Truppe, die jüngst einen Youtube-Hit mit „Zipfeschwinga“ lieferte,
ist das Highlight in der Atrium Bar.
Der Pop-Barde „Flo Pfeiffer“ sorgt
mit seiner Band derweil für facettenreiche Unterhaltung im Cafe Jürgens. Im Jugendzentrum schließlich
werden gleich drei Gruppen – „The
Backwaters“, „Deching Sky“ und
„Greabauer Experience“ – für einen
unterhaltsamen Abend sorgen.
Das Programm kann auch auf www.
facebook.com/wie.klingt.pfaffenhofen
nachgelesen werden.
Karten können ab sofort für 7 Euro
(ermäßigt 5 Euro) bei den Vorverkaufsstellen im Bürgerbüro, beim
Pfaffenhofener Kurier und bei allen beteiligten Gaststätten erworben werden. An der Abendkasse
sind sie für 8 Euro erhältlich.
ANSICHTEN
Seite 8 | Der Pfaffenhofener
Freitag, 25. April 2014
S
ie können selbstverständlich, wenn Sie den ultimativen Kick suchen, auch
in den kolumbianischen
Dschungel oder ins chinesische Hinterland reisen. Da soll es
noch Hängebrücken geben, bei deren
Anblick schon jedem Mitteleuropäer
das Herz aus der Hose rutscht und
sich an den Sandalen festklammert.
Wollen Sie sich aber trotzdem mal
wie Tarzan an der Liane fühlen, ohne
Gefahr zu laufen,
abzustürzen und in
einen Gorilla-Hinterhalt zu geraten, dann
sind sie im Waldkletterpark besser aufgehoben. Oberbayern,
Jetzendorf, quasi vor
der Haustür.
Ein unvergessliches
Outdoor-Erlebnis, für
von Lorenz Trapp
alle, die hoch hinaus
und sich einen Traum
erfüllen wollen! Im August 2008 eröffnet, bietet der Waldkletterpark
Oberbayern Spaß und Action für
Groß und Klein, Familien, Vereine,
Firmen, Schulklassen, für alle eben,
die die Natur gerne sportlich erleben.
Zwischen mächtigen Eichen und Buchen können Kinder und Erwachsene nach Herzenslust klettern sowie
ihre Ausdauer und Geschicklichkeit
testen. 14 verschiedene Parcours mit
einer Gesamtlänge von 1,8 Kilometer
schlängeln sich über Plattformen,
Stege und Hängebrücken durch den
herrlich idyllischen Wald und verlaufen je nach Schwierigkeitsgrad in
einer Höhe von 1 Meter bis 24 Meter.
Über 120 verschiedene Übungen machen die Klettertour so richtig spannend.
„Nur Fliegen ist schöner“, wird jeder
denken, der einmal mit den einzigartigen Seilbahnen durch die Lüfte
gebraust ist. Bayerns längster und
höchster Seilbahnparcours mit 250
Metern Länge in 24 Meter Höhe ist
einzigartig, und als neue Attraktion
für Kinder ab 1,30 m Körpergröße gibt es seit 2011 einen 200 Meter
langen Seilbahnparcours in 10 Meter
Höhe.
„Selbstverständlich ist alles TÜVzertifiziert“, sagt Jürgen Edinger,
Waldkletterpark Oberbayern
„trotz Spaß, Adrenalin und neuen
Schrobenhausener Straße
Erfahrungen steht die Sicherheit un85305 Jetzendorf
serer Gäste an erster Stelle“. Bei der
Tel. 01 70 / 3 26 72 97
Errichtung des Kletterparks achtete
www.waldkletterpark-oberbayern.de
er auf ökologisch verantwortungs-
Nur Fliegen
ist schöner
volle, umweltschonende Bauweise
– im Einklang mit der Natur. Sämtliche Montagen und Befestigungen
an den Bäumen wurden ohne Bohrungen durchgeführt. Um das Wachstum von Flora und Fauna nicht zu
beeinträchtigen, setzte er auf ein sogenanntes Umspann-System.
Der Leiter des Kletterparks erläutert
gerne, wie unkompliziert ein Besuch
in der Anlage abläuft: Klettererfahrung ist übrigens nicht erforderlich.
Die Gäste erhalten vom geschulten
Personal und den Trainern die professionelle Ausrüstung sowie eine
ausführliche Einweisung im speziellen Einweisungsparcours, die mit
dem Umgang mit Klettergurten und
Selbstsicherungen vertraut macht.
Und dann geht’s los, selbstständig
durch die verschiedenen Parcours,
doch immer unter den Augen eines
Trainers. „Verantwortungsbewusstes
Handeln ist aber auch bei den Gästen
unabdingbar“, stellt Jürgen Edinger
klar.
Besonders für Schulklassen ist der
Waldkletterpark eine spannende
und aufregende Alternative zum
herkömmlichen Wandertag. Inmitten der Natur erleben Schüler und
Lehrer außergewöhnliche Herausforderungen und Erfahrungen. Gemeinschaftssinn sowie kooperatives Handeln stärken den Zusammenhalt der
Klasse und das Selbstbewusstsein
der Schüler. Diese kreative Verbindung von Teamerlebnis und Einzelerfahrung macht den Klassenausflug
zu einem einzigartigen Erlebnis.
Ebenso interessant ist der Besuch im
Kletterpark für Firmen: der ideale
Ort für einen Mitarbeiterausflug oder
ein Teambuilding-Event. Neben dem
Klettern bieten ausgebildete Sicherheitstrainer und Erlebnispädagogen
unterschiedliche Module, die viel
Spaß bringen, Nervenkitzel erzeugen
und Teamgeist und Kommunikation
auf spielerische Art und Weise fördern – eine perfekte Möglichkeit,
seine Kollegen mal von einer völlig
anderen Seite kennen und schätzen
zu lernen. Für mehrtägige Veranstaltungen inklusive Übernachtung bietet Jürgen Edinger mit seinem Team
nur fünf Gehminuten vom Kletterpark entfernt die ideale Location:
das „Baumhaushotel Oberbayern“
– mit idealen Voraussetzungen, sich
mitten in der Natur stressfrei und
ohne Ablenkung einem Projekt zu
widmen, inklusive Tagungsraum.
Klettern an der frischen Luft macht
natürlich richtig hungrig und durstig. Deshalb halten Jürgen Edinger
und sein Team für die Klettergäste
– und selbstverständlich für alle, die
auf dem Boden geblieben sind – am
Kiosk Snacks sowie gekühlte Getränke bereit. An Wochenenden und
Feiertagen gibt’s zu Kaffeespezialitäten sogar hausgemachten Kuchen.
Die ganz Kleinen lockt ein Spielplatz
unter schattigen Bäumen, und die
müden Kletterer lassen den Tag in
netter Atmosphäre im gemütlichen
Biergarten ausklingen.
Noch ein Tipp für all diejenigen, die
nicht beim Klettern müde werden
oder lieber auf Tarzan warten wollen: Wer im Waldkletterpark Oberbayern auf dem Boden bleibt, zahlt
selbstredend keinen Eintritt. Also:
Nur Kucken kann auch schon Spaß
machen – und vielleicht wird’s ja
doch noch was mit Anfassen!