Hırrohr Aug.2012,31.08. - Brüderkrankenhaus Trier

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Hırrohr Aug.2012,31.08. - Brüderkrankenhaus Trier
Mitarbeiterzeitung
•
Krankenhaus und Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier
Nr. 2/3
39. Jahrgang
September 2012
Chefarztwechsel Anästhesie und Intensivmedizin im Brüderkrankenhaus –
PD Dr. Fabian Spöhr folgt Dr. Alois Deller
Familienbewust
in die Zukunft
Seite 3
Brüderstiftung
Peter Friedhofen
Seite 7
Seiten 4 - 5
Waldwoche in der
Kita St. Martin
Seite 28
Inhalt
EDITORIAL
Seiten 3 – 9:
Informationen aus dem Direktorium
- Familienbewusst in die Zukunft
- Chefarztwechsel in der Anästhesie
- Brüder für Ostafrika
- Europäisches Forum für Gesundheitswirtschaft Trier
- Brüderstiftung Peter Friedhofen
- St. Josefsheim Alf mit neuem Träger
- QKK e.V. gegründet
Seiten 10 – 13:
Medizin
Liebe Leserin,
lieber Leser,
- Aktionstage „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“
- 24. Fachtagung Krankenhaushygiene
- Update Unfallchirurgie
- Für das BKT in Haifa
Seiten 14 – 17:
Pflege
in der vorliegenden Spätsommerausgabe unseres
HÖRROHRS berichten wir in gewohnter Weise
über die zahlreichen Ereignisse und Aktivitäten
der letzten Monate:
- Pflege ist Profession
- Drei Fragen an Eva Hirschmann
- Pflegekammer in Rheinland-Pfalz
- Nach einem FSJ in die Gesundheits- und Krankenpflege
Seite 18:
Informationen der MAV /JAV
- Halbzeit in der Amtsperiode; Sprechzeiten der MAV
Dazu gehören der Chefarztwechsel in der
Anästhesie, die erneute Auszeichnung unseres
Hauses für seine familienfreundliche Personalpolitik
oder die Gründungsveranstaltung der Brüderstiftung Peter Friedhofen.
Zum 1. August 2012 wechselte das Altenpflegeheim St. Josefsheim Alf in die Trägerschaft
der BBT-Gruppe.
Wir informieren über Aktionstage und verschiedene Fachtagungen in Medizin und Pflege.
Sie finden einen Rückblick in Bildern zur Pilgeroase,
der BBT-Wallfahrt zum Heiligen Rock, der Wallfahrt
des Seniorenzentrums oder der Kita St. Martin
sowie des diesjährigen Peter-Friedhofen-Festes.
Freuen Sie sich auf viele weitere Beiträge und
Interviews, wie z.B. den Bericht über die Waldwoche der Vorschulkinder der Kita St. Martin.
Seiten 19 – 22, 24 – 35:
Lebendige Dienstgemeinschaft
- SBB-Kernprozess „Ambulante Nachsorge“
- Pilgeroase – Über 5000 Urkunden überreicht
- Sterben und Tod
- Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“
- BKT-Basketballer
- Sicherheitstraining
- Motorradsegnung
- Waldwoche mit den Vorschulkindern der Kita St. Martin
- KiTa-Tag während der Heilig-Rock-Wallfahrt
- Man lernt nie aus!
- Schnupperkurs im Drachenboot
- 29. Internationaler Trierer Stadtlauf
- Peter Friedhofen Fest 2012
Seite 23: Haltepunkt
Seiten 36 – 39:
Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe
- Weiterbildungen erfolgreich abgeschlossen
- Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege
- Weiterbildung zum Wundexperten / zur Wundexpertin
- ISQ-Rezertifizierung der Physiotherapieschule
Seite 39: Termine 2012
Seiten 40 – 45:
Informationen aus dem Seniorenzentrum
Viel Spaß beim Lesen!
- Neuer Seelsorger
- Über die Generationen hinweg
- Neue Mitarbeiter
- Demenz ist anders – eine Wanderausstellung
- Wallfahrt der Senioren zum Heiligen Rock
Seiten 46 – 50:
BKT-Fragebogen – Wir gedenken – Nachwuchs –
Wir gratulieren – Neue Mitarbeiter – Jubilare
Ihre
Seiten 51 – 55:
Kunst und Kultur
Anne Britten
2
- Stationen des Lebens
- 50 Jahre Trierer Sängerknaben
- Jahreshauptversammlung 2012
- Chor- und Kammerkonzert
- Ausstellungen: Pflücke die Freude im Jetzt; Räume
Informationen aus dem Direktorium
Familienbewusst in die Zukunft:
Brüderkrankenhaus erhält zum dritten Mal das Zertifikat
zum audit berufundfamilie
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier wurde
am 11. Juni 2012 erneut für seine familienbewusste Personalpolitik ausgezeichnet. In einer Festveranstaltung in
Berlin erhielt es das von der berufundfamilie gGmbH –
eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – erteilte Zertifikat zum audit berufundfamilie. Unter den
insgesamt 371 ausgezeichneten Arbeitgebern sind 202
Unternehmen, 120 Institutionen und 49 Hochschulen.
Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier zählt zu den
78 Arbeitgebern dieses Zertifizierungsjahres, die das Zertifikat zum audit berufundfamilie bereits zum dritten Mal erhalten.
Von dem familienbewussten Angebot können mehr als
2300 Beschäftigte profitieren. „Das Brüderkrankenhaus bietet
seit mehreren Jahren flexible Möglichkeiten der Arbeitszeitgestaltung, unterschiedlichste Teilzeitvarianten im Pflegeund im ärztlichen Bereich, ein Kita- und Hortangebot für
Kinder von Beschäftigten, eine Babysitterbörse oder vielfältige Unterstützungsangebote zur Bewältigung von Pflegeaufgaben in der Familie an“, erklärt Christian Weiskopf, Kaufmännischer Direktor. Mit dem audit hat das Brüderkrankenhaus einen nachhaltigen Prozess der familienbewussten
Personalpolitik beschritten. Auch in Zukunft wird es an dem
Ausbau des betrieblichen Angebots zur Vereinbarkeit von
Beruf und Familie, der Verankerung und weiteren Verstetigung der Thematik arbeiten.
Insgesamt tragen in Deutschland aktuell rund 1.000 Arbeitgeber das Zertifikat zum audit berufundfamilie bzw.
audit familiengerechte hochschule, darunter 490 Unternehmen, 379 Institutionen und 129 Hochschulen. Sie gelten als
Vorreiter einer familienbewussten Personalpolitik, denn sie
bieten im Vergleich zum Bundesdurchschnitt der Arbeitgeber
ein deutlich besseres familienbewusstes Angebot.
Das audit, das unter der Schirmherrschaft von Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler steht, ist das strategische
Managementinstrument, das Arbeitgeber darin unterstützt,
Unternehmensziele und Mitarbeiterinteressen in eine tragfähige, wirtschaftlich attraktive Balance zu bringen. Es wird
von den führenden deutschen Wirtschaftsverbänden BDA,
BDI, DIHK und ZDH empfohlen.
Für den Erhalt des Qualitätssiegels hatte sich das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier zuvor einem eingehenden Auditierungsverfahren unterzogen, in dem der
Status quo der bereits angebotenen Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie erfasst, das betriebsindividuelle Potenzial systematisch entwickelt und maßgeschneiderte familienbewusste Maßnahmen geschaffen und
eingeführt wurden.
Mit verbindlichen Zielvereinbarungen sorgt das audit
dafür, dass Familienbewusstsein in der Unternehmenskultur
verankert wird.
□
Text: Anne Britten
Foto: berufundfamilie gGmbH
Das Brüderkrankenhaus Trier erhielt die Auszeichnung gemeinsam mit vier weiteren Arbeitgebern aus Rheinland-Pfalz.
Christian Weiskopf, Kaufmännischer Direktor, (zweiter von rechts) nahm die Auszeichnung entgegen.
2/3 2012
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Informationen aus dem Direktorium
Chefarztwechsel in der Anästhesie
Nach 21 Jahren geht die Leitung der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Brüderkrankenhauses Trier von Dr. med. Alois Deller auf seinen Nachfolger Privatdozent Dr. med. Fabian Spöhr über
Seit 2. Mai 2012 ist Privatdozent Dr. med. Fabian Spöhr neuer
Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin
am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier. In dieser
Funktion folgt er Dr. med. Alois Deller, der die Abteilung 21
Jahre lang als Chefarzt leitete und Ende April 2012 in den
Ruhestand ging. Der offizielle Stabwechsel wurde in einer
Feierstunde am Freitag, 1. Juni 2012 im Beisein von rund
130 Gästen vollzogen.
Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin übernimmt im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier die
anästhesiologische Versorgung und Betreuung aller operativ
und interventionell tätigen Abteilungen. Sie leitet die interdisziplinäre anästhesiologische Intensivstation mit 10 Betten
und stellt die innerklinische Notfallversorgung und den hausinternen Katastrophenschutz sicher. Die Abteilung ist verantwortlich für die Stellung der Leitenden Notärzte und die
ärztliche Besetzung des Notarztfahrzeuges am Notarztstandort der Stadt Trier.
Bruder Peter Berg, Vorstandsvorsitzender des BBT e.V.,
dankte Dr. Deller für seinen langjährigen hohen persönlichen
Einsatz, bei dem ihm eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung wie auch die ständige Fort- und Weiterbildung
aller ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter immer am
Herzen lag. Als Schwerpunkte in der Anästhesie nennt Dr.
Deller an erster Stelle Sicherheit und an zweiter Stelle Komfort für die Patienten. Lag zu Beginn seiner Tätigkeit als
Chefarzt 1991 im Brüderkrankenhaus der Fokus zunächst auf
noch besseren Überwachungsmethoden während der Narkose zur Verbesserung der Sicherheit der Patienten, so war es
Bruder Peter heißt den neuen Chefarzt willkommen
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Verabschiedung von Dr. med. Alois Deller durch den Vorstandsvorsitzenden des BBT e.V., Bruder Peter Berg, rechts Dellers Nachfolger PD Dr. med. Fabian Spöhr
in den letzten Jahren möglich, diesen auf die Verbesserung
des Patientenkomforts zu konzentrieren, wie beispielsweise
die Prophylaxe und Bekämpfung von Übelkeit und Erbrechen
nach Narkosen oder die perioperative Schmerztherapie mit
speziellen Nervenkathetern.
Deller nahm im Juni 1991 seine Tätigkeit als Chefarzt im
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier auf und beklei-
Dr. Alois Deller
Informationen aus dem Direktorium
dete dort von 1995 bis 2000 auch die Funktion des Ärztlichen
Direktors. Bis 30. April 2012 war er auch Leitender Notarzt
der Stadt Trier und wirkte als Ärztlicher Leiter des Notarztstandorts Trier seit 1992 wesentlich an der Ausbildung der
Rettungsassistenten mit. Unter seiner Führung wuchs die
Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin von damals 18
Vollkräften im ärztlichen Bereich auf heute rund 40 ärztliche
Vollkräfte. Heute werden etwa 11.000 Anästhesien pro Jahr
im Brüderkrankenhaus durchgeführt. Zu den Meilensteinen
seiner Tätigkeit zählt Deller insbesondere die Einführung der
Herzchirurgie im August 1991, die Etablierung des Qualitätsmanagements in seiner Zeit als Ärztlicher Direktor und die
Ernennung des Hauses zum Notfallmedizinischen Zentrum
durch das Innenministerium Rheinland-Pfalz.
Dellers Nachfolger Spöhr freut sich auf die neue Aufgabe
in einer gut aufgestellten Klinik und möchte im Zuge der
Weiterentwicklung der Abteilung von den vier Säulen des
Fachgebietes – Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin
insbesondere die Schmerztherapie weiter ausbauen. Spöhr
war seit 2007 an der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Klinikums der Universität zu Köln
zunächst als Oberarzt, dann als Bereichsleitender Oberarzt
Intensivmedizin und Notfallmedizin und zuletzt als Leitender
Oberarzt und Stellvertreter des Klinikdirektors tätig. Nach
dem Medizinstudium in Tübingen und den USA begann der
gebürtige Baden-Württemberger zunächst als Assistenzarzt
an der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums
Heidelberg, wo er 2004 seine Facharztprüfung für Anästhesiologie ablegte. Die Habilitation folgte 2009 an der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln.
□
Text: Anne Britten, Fotos: Willy Speicher
„Brüder für Ostafrika“ – Spendenübergabe und Vortragsveranstaltung des Hilfswerks Caritas International
Die Dürrekatastrophe in Ostafrika war Anlass für die im vergangenen Jahr gestartete Spendenaktion „Brüder für Ostafrika" der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf sowie des
Krankenhauses und Seniorenzentrums der Barmherzigen
Brüder Trier.
Zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Patientinnen
und Patienten, Besucherinnen und Besucher – Einzelpersonen, Gruppen oder Einrichtungen haben sich mit Spenden
oder Aktionen an dem Aufruf beteiligt, um damit einen
Beitrag zur Linderung der Not in Ostafrika zu leisten.
Durch die Aktion „Brüder für Ostafrika!“, die dem Spendenaufruf des Diözesan-Caritasverbandes Trier zur Unterstüt-
zung der Arbeit des Hilfswerks Caritas International folgte,
ist ein Spendenbetrag von rund 25.000,- Euro zusammengekommen.
Am 31. Mai 2012 wurde der Spendenscheck offiziell im
Rahmen einer Vortragsveranstaltung des Hilfswerks Caritas
International im Albertus-Magnus-Saal des Krankenhauses
der Barmherzigen Brüder Trier überreicht.
Michael Brücker, Leiter Öffentlichkeitsarbeit des Deutschen Caritasverbandes e.V., Caritas International, berichtete
über die Situation im vergangenen Jahr, die erfolgten Maßnahmen und über die Besonderheiten der Arbeitsweise des
Hilfswerks Caritas International in Afrika.
□
Text und Foto: Anne Britten
Überreichung des Spendenschecks an das Hilfswerk Caritas International
2/3 2012
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Informationen aus dem Direktorium
Europäisches Forum für Gesundheitswirtschaft Trier:
Gesundheitsfachberufe fördern
Unser Foto zeigt v.li.n.r.: Rolf Schmitz (Projektleitung Europäisches Forum für Gesundheitswirtschaft, Stadt Trier); Dr. Johannes Weinand
(Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik, Stadt Trier, Geschäftsführender Vorstand Europäisches Forum für Bildung und Forschung
im Gesundheitswesen Trier e.V.); Klaus Jensen (Oberbürgermeister der Stadt Trier, Vorsitzender Europäisches Forum für Bildung und
Forschung im Gesundheitswesen Trier e.V.); Malu Dreyer (Ministerin für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz);
Rainer Kropp (Geschäftsführer, Ökumenisches Verbundkrankenhaus Trier); Michael Metzdorf (Leitung Geschäftsbereich Recht und Personal,
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier, stellvertretender Vorsitzender Europäisches Forum für Bildung und Forschung im Gesundheitswesen Trier e.V.); Markus Leineweber (Hausoberer, Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier); Oliver Lauxen (Institut für Wirtschaft,
Arbeit und Kultur (IWAK) - Zentrum der Goethe-Universität Frankfurt).
Die Fachkräftesicherung und Qualifikation der Beschäftigten im Gesundheitssektor sowie die trägerübergreifende
Koordination zur akademischen und nichtakademischen
Fort- und Weiterbildung sind die Ergebnisse, die der von
Oberbürgermeister Klaus Jensen eingerichtete „Runde Tisch
Gesundheitswirtschaft Trier 2020+“ als zentrale Zukunftsherausforderungen für den Gesundheitsstandort Trier herausgearbeitet hat.
Arbeits- und Gesundheitsministerin Malu Dreyer unterstützt diesen Prozess intensiv im Rahmen der Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz mit dem Landesleitprojekt „Branchenmonitoring und Fachkräftebedarf in Gesundheitsfachberufen“. Die Ergebnisse des Branchenmonitorings und die Schlussfolgerungen für die Stadt Trier wurden
am 14. Mai 2012 im Rahmen einer Veranstaltung des Fördervereins „Europäisches Forum für Bildung und Forschung
im Gesundheitswesen Trier e.V. (EFG e.V.)“ mit Ministerin
Dreyer, den Trierer Krankenhäusern, ihren Trägern, der Stadt
Trier und Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus dem Bereich
der Gesundheitswirtschaft, der Hochschulen, Schulen, Verbände und Institutionen in Trier im Rokokosaal des Kurfürstlichen Palais Trier präsentiert und diskutiert.
Vorsitzender des Fördervereins „EFG e.V.“, der im Dezember 2010 von der Stadt Trier mit den Trierer Krankenhäusern gegründet wurde, ist Oberbürgermeister Klaus
Jensen, stellvertretender Vorsitzender ist Michael Metzdorf
vom Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier. Weitere
Mitglieder des Vorstandes sind Rainer Kropp, Geschäftsfüh-
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rer des Ökumenischen Verbundkrankenhauses Trier, Markus
Leineweber, Hausoberer im Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder Trier, sowie Dr. Johannes Weinand von der Stadtverwaltung Trier.
Der Zweck des Vereins ist die Entwicklung und Umsetzung des „Europäischen Forums für Gesundheitswirtschaft“.
Zu den Aufgaben des Vereins gehören u.a. die Mitwirkung
bei der Entwicklung von Inhalten zum geplanten Forum, die
Durchführung von begleitenden Fachveranstaltungen, die
Akquisition von öffentlichen Fördermitteln, insbesondere
der EU und auch von privaten Sponsoren, die Vermittlung
der gewonnenen Erkenntnisse an Fach-Öffentlichkeit, Institutionen, insbesondere aus dem Bereich der Gesundheitswirtschaft, Werbung für den Gedanken der grenzüberschreitenden und umsetzungsorientierten Kooperation auf europäischer Ebene und die Zusammenarbeit mit den Hochschulen in der Standortregion. Der Verein ist die einmalige
trägerübergreifende Zusammenarbeit aller Krankenhäuser
am Standort Trier.
Mit über 4600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellen
das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, das Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen Trier und das Ökumenische Verbundkrankenhaus Trier die größten Arbeitgeber
in der Gesundheitswirtschaft in Trier dar.
Das „Europäische Forum“ wird als Projekt der gemeinsam
vom Gesundheits- und Wirtschaftsministerium gestalteten
Initiative Gesundheitswirtschaft Rheinland-Pfalz durch das
Gesundheitsministerium gefördert. Vor allem in den zen-
Informationen aus dem Direktorium
tralen Bereichen der akademischen und nichtakademischen
Fort- und Weiterbildung, der Fachkräftesicherung, der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und dem Standortmarketing werden konkrete Konzepte und Maßnahmen
erarbeitet. Weiterhin werden Bedarfsanalysen zu den Qualifikationsanforderungen in der Pflege sowie Maßnahmen
zur Personalbindung und Personalgewinnung, die auch
grenzüberschreitend ausgelegt sind, konzipiert.
Oberbürgermeister Klaus Jensen und Michael Metzdorf
konstatieren mit ihren Vorstandskollegen: „Mit der Gründung des Vereins und dem Projektstart wurde ein erster
wichtiger Schritt zur Stärkung des Gesundheitsstandortes
Trier unternommen. Trotz der jeweiligen Individualität und
des Wettbewerbes der Krankenhäuser untereinander stellen
wir fest, dass es eine gute, vertrauensvolle und konstruktive
Zusammenarbeit im Vorstand und im Projekt gibt. Die
Auswirkungen und Herausforderungen des demografischen
Wandels sowie der überregionale Wettbewerb stellen uns
vor gemeinsame Anstrengungen zur Stärkung und Weiterentwicklung des Gesundheitsstandortes Trier".
Auch Ministerin Dreyer unterstützt diese Anliegen:
„Qualifizierte Fachkräfte für die Gesundheitsversorgung der
Menschen in Rheinland-Pfalz zu gewinnen und zu halten,
ist ein zentrales Anliegen der rheinland-pfälzischen Landesregierung. Die Initiative Gesundheitsfachberufe unterstützt
daher systematisch Strategien der Fachkräftesicherung im
Land. Das Branchenmonitoring der Gesundheitswirtschaft ist
dabei ein wichtiges Instrument. Es soll eine solide Datenbasis
schaffen, die für die unterschiedlichen Berufsgruppen und
Regionen die aktuellen und künftigen Bedarfe feststellt, um
daraus Handlungsstrategien ableiten zu können. Lösungsansätze zur Fachkräftesicherung erfordern dabei das Zusammenwirken aller Akteure in den Regionen in RheinlandPfalz. Deshalb fördert die Gesundheitswirtschaftsinitiative
regionale Ansätze, in denen betriebs- und einrichtungsübergreifend die Fachkräfte gewonnen und durch Fort- und
Weiterbildung bedarfsgerecht qualifiziert werden. Beispielhafte Lösungsansätze hierfür liefert das Projekt ‚Europäisches
Forum für Gesundheitswirtschaft‘ in Trier.“
□
Text und Foto: Europäisches Forum für Bildung und Forschung
im Gesundheitswesen Trier e.V.
Erste Hilfe gegen Armut – Gründungsveranstaltung
der „Brüderstiftung Peter Friedhofen“
Am 24. Mai 2012, dem Titularfest der Kongregation, fand in
Trier die Gründungsveranstaltung der „Brüderstiftung Peter
Friedhofen“ statt.
„Armut gibt es nicht nur in der Dritten Welt. Armut gibt
es auch bei uns. Sie hat bei uns ein anderes Gesicht, doch
immer mehr Menschen in Deutschland erleben diese Armut
ganz unmittelbar“ erklärt der Generalobere der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf, Bruder Peter Berg, anlässlich
der Gründungsveranstaltung der „Brüderstiftung Peter Friedhofen“.
„Mit dieser Stiftung möchte unsere Ordensgemeinschaft
ganz im Sinne unseres Ordensauftrages ,Erste Hilfe gegen
Armut’ leisten. In Zusammenarbeit mit unseren langjährigen Kooperationspartnern der Caritas möchten wir einfach,
schnell und unkompliziert dort helfen, wo Menschen in Not
sind“ so Bruder Peter. Dabei gehe es der Stiftung gerade
um die versteckte Armut, wie sie heute besonders Familien
oder alte Menschen in unserer Gesellschaft trifft.
„Es geht uns nicht nur darum, dass die Stiftung eigene
Projekte durchführt. Vielmehr wollen wir auch die unterstützen, die sich, wie die Caritasverbände, für eine nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe einsetzen“ erläutert der Vorsitzende
der Stiftung, Bruder Antonius Joos, eines der Ziele. „Für dieses Anliegen möchten wir Mittel einwerben und ein Zeichen
gesellschaftlicher Solidarität zwischen reich und arm setzen“
so Bruder Antonius.
Die „Brüderstiftung Peter Friedhofen“ startet mit einem
Stiftungskapital von 250.000,- EUR, das auch durch Spenden
an die Ordensgemeinschaft für ihr sozial-caritatives Engagement zusammen gekommen ist. Zum Stiftungskuratorium
gehören derzeit die Mitglieder des Generalrates der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf, BBT-Geschäftsführer Günter
2/3 2012
Br. Antonius Joos, Br. Peter, Fred Olk und Marcus Leineweber
Mosen, der Landrat des Landkreises Trier-Saarburg, Günther
Schartz, und der Bundestagsabgeordnete Josef Winkler,
stellv. Fraktionsvorsitzender Bündnis 90 / Die Grünen.
Den Stiftungsvorstand bilden Br. Antonius Joos (Vorsitz),
Fred Olk (Kaufm. Direktor Barmherzige Brüder Schönfelderhof) und Markus Leineweber (Hausoberer des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier).
Die „Brüderstiftung Peter Friedhofen“ ist eine selbstständige kirchliche Stiftung bürgerlichen Rechts. Der Stiftungssitz ist Trier.
□
Text: Brüderstiftung Peter Friedhofen, Foto: Willy Speicher
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Informationen aus dem Direktorium
St. Josefsheim Alf mit neuem Träger
Kuratorium St. Josefsheim e.V. gibt zum 1. August 2012 Trägerschaft an Barmherzige Brüder Trier e.V. –
Neue Einrichtungsleitung berufen.
Zum 1. August 2012 wechselte das Altenpflegeheim St. Josefsheim Alf in die Trägerschaft der BBT-Gruppe. Das St. Josefsheim liegt im Alfbachtal in Alf an der Mosel am Fuße der
Burg Arras. Das Haus verfügt über 80 Heimplätze.
Angesichts der zunehmenden Herausforderungen im Bereich der Gesundheits- und Sozialpolitik hat sich das Kuratorium des St. Josefsheims e.V. bereits im vergangenen Jahr
dazu entschlossen, die Trägerschaft abzugeben. „Mit dem
Trägerwechsel möchten wir die hohe Qualität der Pflege und
Betreuung des Altenpflegeheim St. Josefsheim Alf sicherstellen und für die Herausforderungen der Zukunft optimal vorbereiten. Weil wir als Einrichtung von der Kompetenz eines
erfahrenen Trägers von Krankenhäusern, Altenheimen und
Einrichtungen der Behindertenhilfe in unserer Region profitieren können, um die Eigenständigkeit, den christlichen
Auftrag und Geist unseres Hauses zu erhalten, haben wir uns
bewusst für die Barmherzigen Brüder und ihre BBT-Gruppe
als neuen Träger entschieden“ erläutert der Vorsitzende des
Kuratoriums, Pfarrer Markus Arndt, die Entscheidung.
Bruder Alfons Maria Michels, Sprecher der BBT-Geschäftsführung, unterstreicht, dass der Wechsel aus verantwortungsvoller Weitsicht heraus gestaltet wurde: „Die Verantwortlichen in Kuratorium und Einrichtungsleitung haben
frühzeitig erkannt, dass in der heutigen Zeit für solitäre Einrichtungen kaum noch Gestaltungsraum ist. Die sozialpolitischen Rahmenbedingungen erfordern Kooperation, keine
Konfrontation.“ Für die BBT-Gruppe ist wichtig, dass die
gewachsenen und funktionierenden Strukturen vor Ort erhalten bleiben. „Es ist Teil unserer Unternehmensphilosophie,
dass sich die Einrichtungen in unserer Gruppe aus sich selber
heraus weiterentwickeln und durch die Synergien, die ein
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Unternehmensverbund wie der BBT bietet,unterstützt werden“ so Bruder Alfons Maria. Hierzu gehören z.B. die Vorteile gemeinsamer Personalqualifizierung, der WissensTransfer zwischen den Einrichtungen oder auch die Nutzung
von Synergien in Einkauf und Logistik.
Die Geschäftsführung der BBT-Gruppe hat zum 1. August 2012 Christian Weiskopf, Kaufmännischer Direktor des
Brüderkrankenhauses Trier und Markus Leineweber, Hausoberer am Brüderkrankenhaus Trier, mit der Einrichtungsleitung beauftragt. Die Heimleitung erfolgt durch Daniel
Knopp, der zugleich auch das Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder in Trier führt. Die bisherige Heimleiterin,
Schwester M. Ulrika Wolfenstätter, wird weiterhin im seelsorgerischen Bereich und Sozialdienst tätig sein. Auch Schwester
M. Edelborg Metze bleibt den Bewohnerinnen und Mitarbeitenden des St. Josefsheim erhalten.
„Als neuer Träger freuen wir uns, dass die Schönstätter
Marienschwestern weiterhin den guten Geist und die Tradition des Hauses prägen werden“ betont Günter Mosen,
BBT-Geschäftsführer für den Bereich Altenhilfe. Der sogenannte ‚Betriebsübergang‘ verlief nach Plan, zumal alle Mitarbeitenden dem Trägerwechsel nach den Vorgaben der Mitarbeitervertretungsordnung zugestimmt haben und übernommen werden. „Das freundliche Willkommen, das uns hier
entgegen gebracht wird, ist nicht nur ein Zeichen für den
guten Geist des Hauses. Es zeigt, dass sich die Mitarbeitenden hier mit ganzem Herzen und hoher Kompetenz für die
Bewohnerinnen und Bewohner einsetzen. Es ist unsere Verantwortung dafür zu sorgen, dass das auch in Zukunft so
bleibt“ freut sich Mosen über dieses neue Haus in der BBTGruppe.
□
Text und Foto: Martin Fuchs
Informationen aus dem Direktorium
Qualitätsbenchmarking für kirchliche Krankenhäuser
QKK e.V. gegründet
Am 13. Juni 2012 fand in Berlin die Gründungsversammlung
des Vereins „Qualitätsindikatoren für Kirchliche Krankenhäuser – QKK“ statt. Das seit 2005 bestehende erfolgreiche
gleichnamige Projekt QKK tritt mit der Vereinsgründung in
eine neue Phase ein.
Zum Vorsitzenden des neuen Vereins wurde
- Dr. Christoph Scheu, Geschäftsführer, Klinikum
St. Elisabeth Straubing GmbH, Straubing, gewählt;
- Stellvertretender Vorsitzender ist Herr Thomas Jungen,
Referent, Diözesan-Caritasverband Trier e.V., Trier.
Behandlungsqualität und Patientensicherheit in christlichen
Krankenhäusern sollen kontinuierlich weiter verbessert
werden. Seit 2005 werden deshalb regelmäßig Qualitätsindikatoren ausgewertet,also Kennzahlen, die Rückschlüsse auf
die Qualität der Behandlung ermöglichen. Ein besonderes
Augenmerk liegt auf den Bereichen, die für christliche Krankenhäuser aus ihrem Selbstverständnis und ihrer Werteorientierung heraus prägend sind und bisher nicht mit Indikatoren
abgebildet wurden. Dazu wurden spezifische Qualitätsindikatoren für kirchliche Krankenhäuser entwickelt.
Weitere Vorstandsmitglieder sind:
- Margret Reiter, strategisches Medizincontrolling,
Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH, Saarbrücken;
- Georg Kohl, Medizin Controller im Zentralen Controlling,
Marienhaus GmbH, Waldbreitbach;
- Ralf Lunkenheimer, Geschäftsführer, Klinikum Mutterhaus
der Borromäerinnen gGmbH, Trier;
- Angela Schneiderhan, stellvertretende Geschäftsführerin,
Kath. Krankenhausverband Deutschland e.V., Freiburg;
- Dr. Michael Weber, Leiter Medizincontrolling, Saarland
Kliniken kreuznacher diakonie, Neunkirchen;
- Christian Weiskopf, Kaufmännischer Direktor, Krankenhaus
der Barmherzigen Brüder Trier.
Gründungsmitglieder des QKK e.V. sind zwei Verbände und
neun Krankenhausträger mit ca. 13.000 Krankenhausbetten:
Barmherzige Brüder gemeinnützige Träger GmbH
München
Barmherzige Brüder Trier e.V.
Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH
Evangelisches Krankenhaus Göttingen-Weende gGmbH
Heilig-Geist-Hospital, Bingen
Hospitalvereinigung St. Marien GmbH, Köln
Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen gGmbH, Trier
Marienhaus GmbH, Waldbreitbach
Saarland Kliniken kreuznacher diakonie, Saarbrücken
Diözesan-Caritasverband Trier e.V., Trier
Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V.,
Freiburg
Weitere Informationen erhalten Sie beim stellvertretenden Vorsitzenden von QKK, Thomas Jungen, der Ihnen auch
gerne Rückfragen beantwortet:
Thomas Jungen, Projektleiter, Geschäftsführer.
Arbeitsgemeinschaft kath. Krankenhäuser Saarland
Sichelstraße 10, 54290 Trier
Telefon: 0651/9493-285
□
E-Mail: [email protected]
Text und Foto: QKK
Vom Projekt zur festen Institution. In Berlin wurde der Verein „Qualitätsindikatoren für Kirchliche Krankenhäuser – QKK“ gegründet.
Die Gründungsmitglieder stammen aus dem gesamten Bundesgebiet.
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Informationen aus dem Direktorium
Aktionstage „Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“
Am 4. und 5. Mai 2012 veranstaltete der Schlaganfallverbund Trier–Saarburg im Rahmen der Kampagne
„Rheinland-Pfalz gegen den Schlaganfall“ zwei Aktionstage zum Thema Schlaganfall.
Risikocheck in Trier auf dem Kornmarkt und Informationsveranstaltung im Brüderkrankenhaus
Den Auftakt bildete der Halt des Schlaganfall-Busses am
4. Mai 2012 auf dem Trierer Kornmarkt: Ein signalroter Doppeldecker-Bus, der drei Wochen lang durch 19 rheinlandpfälzische Städte tourte. Hier informierten Prof. Dr. med. M.
Maschke (Chefarzt der Abteilung Neurologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier), Dr. med. K. Schröder
(Oberärztin der Abteilung Neurologie am Krankenhaus der
Barmherzigen Brüder Trier), Prof. Dr. B. Krönig (Leiter Haus
der Gesundheit Trier) und Dr. med. M. Schiffer (Oberarzt der
Abteilung Anästhesie am Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder Trier und Ärztlicher Leiter Rettungsdienst) interessierte Bürgerinnen und Bürger über mögliche Symptome und
Behandlungen eines Schlaganfalls. Zudem wurden im Bus
eine Dopplersonographie der Halsarterien sowie ein Schlaganfall-Risiko-Check angeboten.
Am 5. Mai 2012, fand im Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder von 10 bis 13 Uhr ein Aufklärungstag „Trier gegen
den Schlaganfall“ statt. Die Fachvorträge behandelten die
Fragen, wie man sich vor einem Schlaganfall schützen kann
und was bei der Akuttherapie des Schlaganfalls zu tun ist.
Der Sprecher des Schlaganfallverbundes Trier-Saarburg,
Prof. Dr. med. Matthias Maschke ging auf die Entwicklungen
der Schlaganfallversorgung in der Region Trier-Saarburg ein.
Ferner ging es um die Notwendigkeit einer Operation im
Falle von Einengungen der hirnversorgenden Gefäße. Ange-
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sprochen wurde weiterhin, was bei der Rehabilitation nach
einem Schlaganfall wichtig ist und was bei Multimorbidität
im hohen Lebensalter beachtet werden muss.
Zu den referierenden Experten zählten Prof. Dr. med.
Matthias Maschke, Chefarzt der Abteilung Neurologie am
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, Dr. med. Kerstin
Schröder, Oberärztin der Abteilung Neurologie am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier, Dr. med. Christina
Dr. Thomas Biundo und Prof. Dr. Matthias Maschke
Medizin
Dr. Kerstin Schröder
Dr. Christina Schneider
Schneider, Sektionsleiterin Gefäßchirurgie am Krankenhaus
der Barmherzigen Brüder Trier, Dr. med. Liane Arimond,
niedergelassene Fachärztin für Allgemeinmedizin, Dr. med.
Thomas Biundo, Ärztlicher Leiter der Geriatrischen Rehabilitationsklinik St. Irminen und Dr. med. Nikolai Wezler, Chefarzt der Abteilung Geriatrie am Ökumenischen Verbundkrankenhaus Trier.
Auch das Patienten-Informationszentrum des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier, das Haus der Gesundheit, Gesundheitspark Trier sowie die Krankenkassen Barmer
GEK und AOK waren mit ihrem Informations- und Beratungsangebot am Aufklärungstag vor Ort. Für interessierte
Besucher bestand die Möglichkeit, einen individuellen
Schlaganfall-Risiko-Check sowie eine dopplersonographische
Untersuchung der Gefäße durchführen zu lassen.
Trier-Saarburg das Ziel, mit öffentlichen Aktionen die Bevölkerung über Symptome des Schlaganfalls und das richtige
Handeln aufzuklären. Denn: Die unverzügliche Einweisung
in ein geeignetes Krankenhaus mit Schlaganfallspezialstation (Stroke Unit) ist die Voraussetzung für eine rechtzeitige
Behandlung! „Qualität und Zeitpunkt der Erstbehandlung
eines Schlaganfalls sind entscheidend für das weitere Schicksal eines Betroffenen. Innerhalb der ersten drei Stunden
kann durch moderne Medikamente das Blutgerinnsel in der
Hirnarterie aufgelöst werden, was die Folgen des Schlaganfalls vermindert,“ erklärt Professor Maschke, zu dessen
neurologischen Abteilung am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier auch eine Stroke-Unit mit zehn zertifizierten
Monitoring-Betten zur Akutbehandlung von Schlaganfällen
gehört.
Bei Schlaganfall ist schnelles Handeln gefragt!
Schlaganfallverbund Trier-Saarburg
Der Schlaganfall gehört zu den großen Volkskrankheiten,
alleine in Deutschland sind jährlich etwa 250.000 Menschen
davon betroffen. Das Wort „Schlaganfall“ drückt schon aus,
dass bei den betroffenen Personen schlagartig, wie aus
dem Nichts, neurologische Ausfälle auftreten. Am häufigsten
kommt es zu einer halbseitigen Lähmung von Arm und Bein,
einem Herabhängen des Mundwinkels, einem Ausfall der
Sprechfunktion oder zu Schwierigkeiten, Worte zu finden
und zu verstehen.
Die Aufklärungskampagne „Rheinland-Pfalz gegen den
Schlaganfall“, die von Boehringer Ingelheim gemeinsam mit
der Landesregierung und der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft initiiert wurde, verfolgt wie der Schlaganfallverbund
Der Schlaganfallverbund Trier-Saarburg verbindet bestehende
Institutionen, Krankenhäuser und Fachbereiche der Region
in der Versorgung von Schlaganfallpatienten in einem dichteren Netzwerk. Dies betrifft den Rettungsdienst sowie
Krankenhäuser in der Region, die Stroke Units vorhalten
und solche mit internistischen Abteilungen. Darüber hinaus
gehören niedergelassene Allgemein- und neurologische Fachärzte sowie ambulante und stationäre rehabilitative Einrichtungen, spezielle Fachabteilungen wie Neurochirurgie,
Neuroradiologie, Kardiologie und Gefäßchirurgie, Gesundheitsämter und Kostenträger zum Schlaganfallverbund. □
Text: Sandra Derber
Fotos: Wolfgang Claus, Anne Britten
Sagen Sie uns Ihre Meinung:
Neurochirurgie
Großes Lob an alle, sehr freundlich und kompetent, egal ob Pflegepersonal, Ärzte, Reinigungskräfte oder Büroangestellte.
Essen sehr gut.
Werde das Krankenhaus weiter empfehlen.
K3
Betreuung: freundlich bis liebevoll „weiter so“.
Ein großes Lob an die Küche, die sehr abwechslungsreich und schmackhaft unsere täglichen Mahlzeiten zubereitet hat.
Ich habe mich sehr gut betreut und aufgehoben gefühlt. Das konnte auch eine einzige Schwester nicht ändern.
Viele liebe Grüße und ihr seid mit gutem Gewissen weiter zu empfehlen.
2/3 2012
11
Medizin
24. Fachtagung Krankenhaushygiene
im Brüderkrankenhaus
Experten diskutierten über Maßnahmen der Infektionsprävention und des Hygienemanagements
Bereits zum 24. Mal lud das Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder am 6. Juni 2012 unter Federführung der Abteilung
Krankenhaushygiene und Infektionsprävention zu einer
überregionalen Fachtagung ein.
Über 200 Hygieneexperten aus ganz Deutschland und
dem benachbarten Luxemburg nutzten die Gelegenheit, die
interessanten Vorträge der sechs Referenten zu verfolgen
und in eine angeregte fachliche Diskussion einzusteigen.
Auch 164 Jahre nachdem Ignaz Semmelweis die moderne
Hygiene begründet hat, erkranken jährlich noch immer über
850.000 Patienten in deutschen Kliniken an nosokomialen
Infektionen, zum Teil mit tödlichem Ausgang. Die Bundesregierung hat durch eine Novellierung des Infektionsschutzgesetzes die Länder in die Pflicht genommen, bis zum 31. Mai
2012 eine Krankenhaushygieneverordnung zu erlassen und
damit eine Verbesserung der Situation in den Kliniken u.a.
durch intensiviertes Qualitätsmanagement, umfangreichere
statistische Aufzeichnungen und Benchmarking sowie durch
eine höhere Personaldecke im Bereich des Hygienefachpersonals herbeizuführen. Gleichzeitig wurde der Stellenwert der
Empfehlungen der KRINKO (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention am Robert-Koch-Institut
Berlin) als zentraler Maßstab der Hygiene neu definiert.
Privatdozent Dr. med. Arne Simon von der Klinik für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie der Universitätskliniken des Saarlandes informierte in seinem Einstiegsreferat
über die neuen KRINKO-Empfehlungen zur Durchführung
von Injektionen und Punktionen. Die Thematik besitzt nicht
nur praktische Relevanz für Klinikmitarbeiter sondern auch
für die niedergelassenen Ärzte, Pflegedienste und Pflegebzw. Reha-Einrichtungen.
Prof. Dr. med. Ulrich Junghannß von der medizinischen
Hochschule Anhalt ging auf die besonderen hygienischen
Anforderungen zum Schutz des Patienten bei Umbau- und
Sanierungsmaßnahmen innerhalb eines Krankenhauses ein.
Unter dem Titel „Löst Teamwork die Hygieneproblematik“
zeigte Flugkapitän Hans Härting (AssekuRisk Luxembourg)
realisierbare Wege zur Umsetzung der hohen Risk-Management-Anforderungen aus dem Personenflugverkehr im Klinikalltag bei der Bewältigung von Hygieneproblemen auf.
Dipl. Ing. Martin Scherrer vom Universitätsklinikum Heidelberg nahm zur Problematik der Partikelbelastung durch
Bereichskleidung im OP Stellung und legte seine eigenen
Untersuchungsergebnisse dar.
Über die besonderen Anforderungen an die Hygiene bei
der Herstellung von und dem Umgang mit Medikamenten
aus der Sicht der Klinikapothekerin referierte Frau Monika
Paul, Gesundheitsamt Köln.
Ausgehend von der EHEC Epidemie im vergangenen Jahr
beschäftigte sich Prof. Dr. med. Martin Exner, Institut für
Hygiene und Öffentliche Gesundheit, Universitätsklinikum
Bonn in seinem Vortrag „Ausbruchsmanagement/Lernen für
die Zukunft“ abschließend mit der Frage, wie schnell der
öffentliche Gesundheitsdienst auf das gehäufte Auftreten
von Erkrankungen durch infektiöse Erreger reagieren kann
und muss.
□
Starkes Interesse an der Fachtagung für Krankenhaushygiene im Brüderkrankenhaus
12
Text: Matthias Neumann, Dr. Joachim Vogt
Fotos: Jutta Roth
Prof. Dr. Martin Exner, Universitätsklinik Bonn
Medizin
Update Unfallchirurgie
„Verletzung rund um den Ellenbogen“
Am 27. Juni 2012 fand das diesjährige „Update Unfallchirurgie" der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie unter der Moderation von Chefarzt Dr. med. Andreas
Junge statt. Veranstaltungsort war diesmal der Seminarraum
der EGP auf dem Petrisberg. Thema der diesjährigen Veranstaltung waren „Verletzungen rund um den Ellenbogen“.
Nach einem einleitenden Vortrag von Dr. med. Holger
Grell aus dem Zentrum für Radiologie, Neuroradiologie, Sonographie und Nuklearmedizin des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier über die radiologische Diagnostik rund
um den Ellenbogen, stellte im Anschluss Markus Baacke,
Oberarzt der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, die aktuellen Behandlungsstrategien und Versorgungsmöglichkeiten an der proximalen Ulna dar.
Als erster Gastreferent sprach Dr. med. Eckhard Brück aus
Gießen über die differenzierte Therapie bei Frakturen des
proximalen Radius.
Therapie und Nachbehandlung der Ellenbogenluxation
war Gegenstand des Vortrages von Dr. med. Christian Beck,
leitender Oberarzt der Abteilung für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie.
Den thematischen Abschluss der Veranstaltung bildete
der Vortrag von Prof. Dr. med. Lars P. Müller, Leiter der Unfall-
Für das BKT
in Haifa
Gespräch mit
Dr. Maria Mörsdorf,
Leiterin der Sektion
Neuroradiologie am BKT
HÖRROHR: Frau Dr. Mörsdorf, wir haben uns vor einiger Zeit
getroffen, da kamen Sie gerade aus Haifa zurück, was haben
Sie dort gemacht?
Als europäisches Referenz- und Anwendungszentrum von
Philips arbeitet das Team des Zentrums für Radiologie, Neuroradiologie, Sonografie und Nuklearmedizin schon viele
Jahre mit bei der Einführung neuer Untersuchungstechniken
in der Radiologie. Ich habe mich in Haifa mit den Softwareentwicklern von Philips getroffen, die ihren Sitz südlich von
Haifa haben. Dort sind auch viele weitere Hightech-Unternehmen, wie Microsoft, Intel oder Google ansässig.
HÖRROHR: Als Sektionsleiterin Neuroradiologie sind Sie zuständig für die Bildgebung für Neurologen, Neurochirurgen,
Augen- und HNO-Ärzte. Des Weiteren behandeln Sie die Gefäße des Gehirns, z.B. durch Coiling oder Lyse. Wie kam es zu
der Zusammenarbeit mit den Softwareentwicklern von Philips?
Seit Anschaffung des CT Philips Brilliance 64 im Jahr 2004 ist
unser Zentrum auch in die Weiterentwicklung der Kopfbild-
2/3 2012
Moderator Chefarzt Dr. Andreas Junge (3. v. l.) und Referenten beim
diesjährigen Update Unfallchirurgie
und Handchirurgie des Universitätsklinikums Köln, zu den
Komplexverletzungen des distalen Humerus, wo über die
Möglichkeiten der Rekonstruktion, aber auch fundiert über
die prothetische Versorgung berichtet wurde.
Rund 60 Teilnehmer beteiligten sich zum Teil lebhaft an
den Diskussionen über die aktuellen Trends in der Versorgung von Ellenbogenverletzungen. In angenehmem Ambiente wurde im Anschluss bei einem Imbiss die Diskussion
zwischen den niedergelassenen und den im Krankenhaus
tätigen Kollegen fortgeführt.
Text: Dr. Andreas Junge □
gebung für dieses Gerät eingebunden. Da die Strahlendosis,
die man bei einem Schädel-CT geben darf, nach den neuesten gesetzlichen Vorschriften immer weiter abgesenkt werden muss, die Bildqualität sich bei einer geringeren Dosis
jedoch verschlechtert, ist der Forschungsansatz, die Software,
mit der aus den Rohdaten ein Bild berechnet, weiterzuentwickeln. Mit Hilfe der Software soll der sehr geringe Kontrast
zwischen grauer und weißer Substanz angehoben werden.
HÖRROHR: Und wie können Sie die Softwareentwickler von
Philips hierbei unterstützen?
Die Software-Entwickler wissen nicht, ob das, was sie produzieren, genau so ist, wie es die Anwender benötigen. Dazu
brauchen sie erfahrene Neuroradiologen.
Über mehrere Tage habe ich in Haifa mit den Softwareentwicklern Schädel-CTs in verschiedenen Varianten der Bildberechnung angeschaut, insgesamt 340 Schädel-CT‘s. Grundlage
waren hier anonymisierte Datensätze von Infarktpatienten,
die wir mit vier verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen
untersucht haben.
Im Fokus stehen Schädelaufnahmen von Schlaganfallpatienten im Behandlungszeitfenster, d.h. innerhalb von 4,5 Stunden nach Symptom-Beginn. Entwickelt wird ein neues Softwaretool, durch das die Erkennung von Infarktfrühzeichen
im Schädel-CT von Schlaganfallpatienten verbessert werden
soll, indem die Dichte der Rinde künstlich angehoben wird
und damit der Kontrast zwischen grauer und weißer Substanz vergrößert wird, möglichst ohne unerwünschte Nebenwirkungen an anderer Stelle.
□
Das Interview führte: Anne Britten
13
Pflege
Leitsatz des Pflegekongresses 2012 im Brüderkrankenhaus Trier:
Pflege ist Profession
„Professionelle Pflege ist die Grundhaltung, mit der wir anderen begegnen“, mit diesen Worten eröffnete Aloys Adler,
Pflegedirektor am Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
Trier den Pflegekongress am 15. Mai 2012. Den etwa 150 Kongressteilnehmern wurden Fachvorträge und Intensivseminare
rund um das Themengebiet angeboten. Die Veranstaltung
war ein Beitrag zum Internationalen Tag der Pflege.
Mit den berufspolitischen Fragestellungen der Sicherstellung der Versorgung der Menschen in unserer Gesellschaft mit
pflegerischen Leistungen beschäftigte sich der Präsident des
Deutschen Pflegerates, Andreas Westerfellhaus, im ersten Kongressvortrag. Petra Blumenberg, Dipl. Pflegewirtin und Mitarbeiterin im Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung
in der Pflege (DNQP) erläuterte die Fortschritte in der Pflegequalität durch die seit 1999 eingeführten Praxis- und Expertenstandards in vielen Einsatzfeldern der Pflege, wie beispielsweise bei der Dekubitusprophylaxe oder dem Schmerzma-
Pflege tut gut
Eine Kampagne
der BBT-Gruppe
nagement. Auf den wichtigen Aspekt der Selbstpflege ging
Holger Jungandreas, Dipl. Sportwissenschaftler vom Gesundheitspark Trier in seinem Vortrag „Mental aktiv – Positive Lebenseinstellung in der Pflege“ ein. Prof. Dr. Angelika Zegelin,
Professorin für Pflegewissenschaft an der Privaten Universität
Witten-Herdecke betonte die Wichtigkeit der Interaktion und
des persönlichen Gesprächs zwischen Pflegekraft und Patient
und forderte hierfür einen höheren Stellenwert.
Ergänzt wurden die Fachvorträge durch Intensivseminare,
in denen die Teilnehmer zusammen mit Experten unterschiedlichste Themen rund um das Kongressthema „Pflege ist
Profession“ bearbeiteten.
Zum Pflegekongress gehörte auch ein Posterwettbewerb:
Einzelpersonen, Schülergruppen und Teams aus dem pflegerischen Bereich waren dazu aufgerufen, sich mit dem Kon-
Dipl. Sozialwissenschaftler Holger Jungandreas brachte die KongressteilnehmerInnen in Bewegung
14
Pflege
ressthema auseinanderzusetzen und die Inhalte professioneller Pflege auf Postern für Kollegen darzustellen.
Laut Statistischem Bundesamt wird es im Jahr 2030 3,4
Millionen pflegebedürftige Menschen geben. Fast zwei Drittel von ihnen werden dann mindestens 80 Jahre alt sein. Für
2050 wird sogar mit 4,5 Millionen Pflegebedürftigen gerechnet. Der Grund ist die höhere Lebenserwartung.
Der Pflegekongress des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier ist ein Beitrag zu der Kampagne „Pflege tut
gut“ der BBT-Gruppe, die das Bewusstsein für die wachsenden Aufgaben, Anforderungen und Ansprüche an „Pflege“
schärfen will.
Hintergrund „Tag der Pflege 2011“
Der Internationale Tag der Pflege wird jährlich am 12. Mai
begangen, dem Geburtstag von Florence Nightingale (1820 1910), der Begründerin der modernen Krankenpflege.
Nightingale gelang es, den Pflegeberuf zu einem allgemein
anerkannten Beruf für Frauen zu machen und neue Standards in der Pflege zu definieren. Sie gilt auch als Vorreiterin
bei der Anwendung statistischer Hilfsmittel in der Epidemiologie und als Pionierin in der visuellen Darstellung mathematisch-statistischer Zusammenhänge. Ihre Erfahrungen und
ihr Wissen dokumentierte sie in den „Notes on Hospitals”
und in den „Notes on Nursing”, die bis heute in der Praxis
der Krankenpflege lebendig sind.
□
Gewinnerplakat
des Pflegekongresses
2/3 2012
Text: Anne Britten
Fotos: Wolfgang Claus
15
Pflege
Drei Fragen an Eva Hirschmann
Pflege tut gut
stellv. Stationsleiterin Station 2a
Eine Kampagne
der BBT-Gruppe
Schon mit 15 stand für mich fest, dass ich in die Pflege gehen
wollte. Über eine Anzeige im Paulinus wurde ich auf die
Pflegevorschule in Köln, ein Internat, aufmerksam, die ich
dann drei Jahre besuchte. Dort hatten wir morgens praktischen Unterricht in den Bereichen Altenpflege, Krankenpflege, Familienpflege und Hauswirtschaft und nachmittags
theoretischen Unterricht in Englisch, Deutsch, Mathe, Religion, Biologie und weiteren Fächern. Nach dem Abschluss
der „sozialen mittlere Reife“ bewarb ich mich um einen Ausbildungsplatz im Brüderkrankenhaus Trier, wo ich seit 1970
tätig bin.
HÖRROHR: Was verbinden Sie mit dem Motto der Pflegekampagne „Pflege tut gut“?
Aus zweiundvierzigjähriger Erfahrung kann ich persönlich
sagen „mir tut Pflege gut“. Ich freue mich, dass die vielfältigen Aufgaben des Pflegeberufes über diese Kampagne
stärker in der Öffentlichkeit bekannt gemacht werden. Ich
hoffe, dass mit dieser Kampagne zunehmend junge Leute
motiviert werden, sich diesen Beruf anzuschauen und sich
dafür zu entscheiden.
HÖRROHR: Was würden Sie jungen Pflegekräften mit auf
den Weg geben bzw. jungen Leuten, die sich für einen
Pflegeberuf interessieren?
HÖRROHR: Die Image-Kampagne „Pflege tut gut“ der BBTGruppe will das Bewusstsein für die Leistung der Pflege
schärfen und die wachsenden Aufgaben, Anforderungen
und Ansprüche in der Pflege deutlich machen.
Frau Hirschmann, aus welcher Motivation haben Sie sich vor
vielen Jahren für den Pflegeberuf entschieden?
Ich finde es wichtig, den kranken und hilfsbedürftigen Menschen in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen und ihm
empathisch zu begegnen. Wenn man gerne mit Menschen zu
tun hat und gerne im Team arbeitet, ist der Pflegeberuf ein
Beruf mit vielseitigen Anforderungen, der mein Leben sehr
bereichert hat.
□
Interview: Anne Britten, Foto: Hans Edmund Kieren-Ehses
Pflegekammer in Rheinland-Pfalz
Am 30. Mai 2012 fand im Rahmen einer Sitzung des Sozialpolitischen Ausschuss des Landtags die Anhörung zur Einführung einer Pflegekammer in Rheinland-Pfalz statt. Dabei
sprachen sich die Vertreter aller Parteien grundsätzlich für
die Einrichtung dieser Pflegekammer aus. Da die Kammer
eine verpflichtende Mitgliedschaft aller vollständig examinierten Pflegekräfte hat, soll nun zunächst eine repräsentative Befragung der Pflegenden stattfinden. Ein wesentliches
Ziel der Kammer ist nach Auffassung von Sozialministerin
Dreyer, die bessere berufsständige Vertretung von Pflegenden im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren. Weiterhin
trage die Kammer zu einer Imagesteigerung des Berufs bei
und leiste so einen Beitrag zur Bewältigung des Nachwuchsproblems in den Pflegeberufen. Aus Sicht der Berufsverbände
tritt die Kammer darüber hinaus auch als Sprachrohr für die
Pflege in der Öffentlichkeit auf. Das ist längst überfällig,
beachtet man, wer ansonsten in originärenpflege bezogenen Fragestellungen und im politischen Diskurs das Wort
führt. Zusätzlich soll die Kammer dazu beitragen, dass Pflegende ihre Tätigkeiten mit einer hohen Sicherheit ausführen,
um letztlich pflegebedingte Schäden an den zu pflegenden
Patienten oder Bewohnern zu vermeiden. Letztlich leistet die
Kammer dadurch einen positiven Beitrag für das gesellschaftliche Gesamtwohl.
Mitarbeiterinformation zur Pflegekammer
Nach der Sommerpause werden wir alle pflegerischen Mitarbeiter unserer Einrichtung über das Vorhaben zur Einrichtung einer Pflegekammer sowie über die geplante Befragung
der Pflegekräfte im Rahmen von schriftlichen Informationsmaterialien und Präsenzveranstaltungen informieren. Eine
Einladung hierzu ergeht rechtzeitig.
□
Text: Dr. Markus Mai
16
Pflege
Nach einem Freiwilligen Sozialen
Jahr (FSJ) in die Gesundheits- und
Krankenpflege
Pflege tut gut
Eine Kampagne
der BBT-Gruppe
„Pflege ist gut!“
das behaupten jedenfalls die fünf jungen Menschen die am
1. August 2012 ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Krankenpflegedienst im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder
begonnen haben. „Ich bewerbe mich für ein FSJ im Brüderkrankenhaus Trier, weil mir der Umgang mit Menschen Freude
macht und ich gerne den Pflegeberuf besser kennen lernen
möchte“. So oder so ähnlich beginnen in der Regel die Anschreiben zur Bewerbung für ein FSJ, berichtet Pflegedirektor Aloys Adler.
Einer, der diese Erfahrung hinter
sich hat, ist Filippo Moncada,
FSJ-ler in der Station 3 E. Nach
einem Jahr praktischer Erfahrung hat er sich entschlossen die
Ausbildung zum Gesundheitsund Krankenpfleger an unserer
Krankenpflegeschule am 1.0ktober 2012 zu beginnen.
Im Interview mit Pflegedirektor
Aloys Adler spricht er über seine
Erfahrungen.
Adler: Herr Moncada, warum haben Sie sich entschieden Gesundheits- und Krankenpfleger zu werden?
Moncada: Weil ich einen sicheren Beruf erlernen möchte,
in dem ich mich engagieren und vielen Menschen helfen
kann. Außerdem macht mir Arbeit im Team, aber auch eigenverantwortliches Arbeiten Spaß und medizinische sowie auch
pflegerische Sachverhalte interessieren mich sehr".
besucht, mir dort auch Artikel durchgelesen und Videos angeschaut habe. Die Internetseite hat bei mir Interesse geweckt, da viel über Pflege und Pflegeberufe der BBT-Gruppe
informiert wird".
Adler: „Warum wollen Sie Ihre Ausbildung gerade bei uns
im Brüderkrankenhaus machen?
Moncada: „Aufgrund des FSJ habe ich das Krankenhaus
schon kennengelernt, in dem ich auch schon Einblicke in die
Ausbildung bekommen habe, da ich mit vielen verschiedenen Auszubildenden zusammengearbeitet habe, die mir die
Ausbildung auch empfohlen hatten. Außerdem bietet die
Einrichtung sehr gute Möglichkeiten, sich beruflich weiter
zu entwickeln“.
Adler: „Wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor?
Moncada: „Ich werde erst einmal in die dreijährige Ausbildung starten. Weitere Berufsziele habe ich mir noch nicht
gesetzt, doch das kann sich in der Ausbildungszeit ergeben,
da ich nach der Ausbildung viele Weiterbildungsmöglichkeiten besitze und auch studieren kann“.
Adler: „Wenn Sie einen Wunsch frei hätten?
Moncada: „Ein langes, gesundes und glückliches Leben“.
Adler: „Dann wünsche ich Ihnen, dass Ihre Träume in Erfüllung gehen und die Gesundheits- und Krankenpflege den
Patienten und Angehörigen, der Gesellschaft und Ihnen persönlich weiterhin gut tut.
□
Adler: Was sagen eigentlich Ihre Freunde
und Bekannten dazu?
Moncada: Die stehen natürlich hinter mir und freuen sich,
dass ich mich entschieden und einen Ausbildungsplatz gefunden habe.
Adler: Haben Sie Situationen auf Station erlebt, wo Sie sagen:
„Pflege tut mir gut, Pflege tut dem Patienten gut,
Pflege tut den Angehörigen gut“?
Moncada: Ja klar, wenn ich Aufgaben erfüllt habe und der
Patient oder ein Vorgesetzter zufrieden war, war ich natürlich auch stolz und glücklich, wenn ich etwas Gutes geleistet
habe. Die Patienten stehen immer im Mittelpunkt und an
erster Stelle. Patienten erleben durch Pflege täglich Gutes,
da man ihnen immer wieder hilft und für ihr Wohlergehen
sorgt. Für die Angehörigen sind Mitarbeiter in der Pflege
die Ansprechpartner, die auch viele Fragen beantworten und
Ratschläge geben, dass sich auch so die Angehörigen immer
an das Pflegepersonal wenden können.
Adler: Kennen Sie unsere Internetseiten
www.pflegetutgut.de?
Moncada: „Ja, durch die Mitarbeiterzeitung wurde ich über
diese Internetseite informiert, so dass ich die Seiten auch
2/3 2012
Die neuen FSJ-ler bei der Ausgabe ihrer Dienstkleidung in unserer
Wäscherei: Caroline Borne, Robin Becker, Marius Knippertz,
Helen Theisen und Daniel Zonker.
Foto: Brigitta Butterbach
17
MAV / JAV
Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) –
Halbzeit in der Amtsperiode
Die Amtsperiode der Sprecherin der Jugend und Auszubildenden (JAV) befindet sich in der „Halbzeit“. Grund genug,
mit der aktuellen Sprecherin Lisa Scholz noch einmal zurück
aber auch nach vorne zu schauen.
MAV: Kannst Du dich noch erinnern, warum Du Dich vor einem Jahr bereit erklärt hast, für die JAV-Wahl zu kandidieren?
Scholz: Ich fand und finde es wichtig, dass die Schüler in der
MAV vertreten sind und einen Ansprechpartner haben, an
den sie sich wenden können.
MAV: Bevor Du zum Jugendsprecher gewählt wurdest,
hattest Du eine Vorstellung von dem, was Dich erwartet?
Scholz: Ja, ein wenig hatte ich mich vor der Wahl informiert
z.B.: Bei den damaligen Schülervertretern. Im Amt merkte
ich, dass die Termin vereinbarungen schon schwieriger sind,
z.B. von Schule, Station, MAV besonders in den „Lernphasen“.
Aber Lehrer und Stationsleitungen gehen gut auf mich als
Jugendsprecher ein.
MAV: Hattest Du die Möglichkeit, Dich fortzubilden und
für das Amt wichtige Informationen zu erhalten?
Scholz: Ja, ich konnte vom 16. – 18. Januar 2012 in Ludwigshafen an einem Seminar für Jugendsprecher in der MAV teilnehmen.
MAV: Du hast gerade berichtet, dass Du als Einstieg in
die JAV-Arbeit eine dreitägige Schulung für Jugendsprecher
in Ludwigshafen besucht hast. Was hast Du davon mitgenommen?
Scholz: Das Seminar war toll. Wir haben die rechtlichen
Grundlagen gelernt und die Grundlagen der Kommunikation
z.B.: das Verhalten in Streitgesprächen. Besonders gefallen
hat mir, dass ich viele andere JAVler kennenlernen und mit
Ihnen Erfahrungen austauschen konnte.
MAV: Wie sieht die Unterstützung durch die
MAV-Mitglieder aus?
Scholz: Ich habe drei „Paten“, an die ich mich wenden kann.
MAV: Findest Du die „Patenschaft“ von Michael Molitor,
Markus Brixius und Marion Schuh hilfreich für Dein Amt?
Scholz: Ja sehr, wenn ich Fragen habe, kann ich mich immer
an einen von den Paten wenden. Marion Schuh unterstützt
mich auch bei den Sprechstunden (JAV-Sprechstunden biete
ich meist im Zwei-Wochen-Rhythmus im MAV-Büro an). Es ist
gut zu wissen an, wen ich mich wenden kann und dass mich
jemand unterstützt. An dieser Stelle Danke!!!
MAV: Wurdest Du für alle Termine und Gespräche oder
Veranstaltungen frei gestellt oder habt ihr die JAV-Arbeit
in Eurer Freizeit erledigt?
Scholz: Meist wurde ich freigestellt oder habe es als Dienstzeit angerechnet bekommen.
MAV: Wie sieht Dein „JAV-Alltag“?
18
Scholz: Ich biete Jugend-und-Auszubildenden Sprechzeiten,
bei denen ich im MAV Büro bin. Dann bin ich für die Jugendlichen und Auszubildenden ansprechbar und zudem erfahre
ich, was zurzeit Themen in der MAV und JAV sind. Für die
MAV Vollversammlung habe ich bei Schülern und Auszubildenden Fragen gesammelt und habe der MAV geholfen.
Wenn neue Kurse in die Krankenpflegeschule kommen, stellen wir uns und unsere Arbeit vor. Außerdem darf ich an den
MAV-Sitzungen teilnehmen, die an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat stattfinden. Dort kann ich dann
auch die Anliegen der Jugendlichen und Auszubildenden
vorbringen. Und bei Anträgen, die die Jugendlichen und Auszubildenden betreffen, darf ich mit abstimmen.
MAV: Hast Du schon Pläne für das kommende Jahr?
Scholz: Weiterhin für die Jugendlichen und Auszubildenden
ansprechbar sein. Die nächste JAV-Wahl gut vorbereiten, den
neuen Interessenten für den Jugendsprecher (JAV) informieren und helfen.
MAV: Was wünscht Du dir für das kommende Jahr?
Scholz: Insgesamt wünsche ich allen ein gutes Examen. Gute
Unterstützung für meine Arbeit als JAVler und für die nächste Wahl eine höhere Beteiligung und dass sich wieder ein
JAV-Team bildet.
MAV: Herzlichen Dank für dieses Interview und für Dein
bisheriges Engagement in der MAV und wir wünschen Dir
für den Rest Deiner Amtsperiode noch ganz viel Spaß.
Dieses Interview führte Marion Schuh
□
Sprechzeiten der Mitarbeitervertretung Akademische Lehre
Raum 110 /112
Die Mitglieder der MAV bieten Ihnen für Ihre Probleme,
Wünsche oder Anregungen Gesprächsmöglichkeiten in vertraulicher Atmosphäre an. In wechselnder Besetzung stehen
sie Ihnen als Ansprechperson und Berater zur Verfügung.
Datum
Wochentag
Uhrzeit
Ort
12.09.2012
27.09.2012
11.10.2012
25.10.2012
08.11.2012
Mittwoch
Donnerstag
Donnerstag
Donnerstag
Donnerstag
13.00 – 15.00 Uhr
10.00 – 12.00 Uhr
09.00 – 11.00 Uhr
09.00 – 11.00 Uhr
10.00 – 12.00 Uhr
MAV-Büro
MAV-Büro
MAV-Büro
MAV-Büro
MAV-Büro
Selbstverständlich können Sie außerhalb der angegebenen
Sprechstunden mit uns einen Gesprächstermin vereinbaren.
Telefon: 0651/208-1280 oder -1281, e-mail: [email protected]
Petra Nievelstein, Vorsitzende der Mitarbeitervertretung
Lebendige Dienstgemeinschaft
SBB -Kernprozess „Ambulante Nachsorge“
Wie angekündigt, stellen wir hiermit den dritten von fünf Kernprozessen (Gesetzliche Betreuung / Geriatrische Rehabilitation / Anschlussheilbehandlung (AHB) / ambulante Nachsorge / Stationäre Nachsorge) der Abteilung Soziale Beratung und
Betreuung (SBB) vor; demnächst nachzulesen im Organisationshandbuch.
Rechtecke = Prozess-Schritte / Rauten = Entscheidungsfelder
Patient mit häuslichem Hilfebedarf
Der Prozess beginnt mit der Feststellung, dass der Patient einen
poststationären Pflege- und Unterstützungsbedarf im häuslichen
Umfeld hat, der nicht von den Mitarbeitern der Station organisiert
werden kann.
Die Station fordert über Orbis die gewünschte Leistung
der Ambulanten Nachsorge an.
Die Sekretärin der Abteilung SBB ordnet die Anforderung einem
Mitarbeiter zu.
Anforderung SBB
Amb. Nachsorge
Informationssammlung
Für die weitere Beratung sind umfangreiche Informationen erforderlich.
Diese werden mit Hilfe von: Ärzten, Pflegekräften auf Station, Angehörigen, Patienten, Krankenakten und ggf. Weiterversorgern ermittelt.
Wichtige Informationen sind z.B. Informationen zum häuslichen Umfeld,
bisherige Hilfen, der aktuelle Hilfe- und Pflegebedarf des Patienten,
das genaue Entlassungsdatum, Ansprechpartner mit Telefonnummer.
Amb. Nachsorge
Voraussetzung ist, dass der Patient mit der Beratung einverstanden ist.
Gemäß des Grundsatzes „Reha vor Pflege“, muss vom Arzt geprüft
werden, ob eine Rehabilitationsmaßnahme indiziert ist.
Ist dies der Fall, tritt der Prozess geriatrische Rehabilitation oder AHB
in Kraft. Die Organisation der ambulanten Nachsorge wird dann von
der Rehabilitations-Einrichtung übernommen.
Antragstellung
bei Kostenträger
Es folgt die Beratungsphase, in der der Patient und/oder die Angehörigen individuell zum aktuellen Hilfebedarf beraten werden. Hauptthemen bei der Beratung zur Ambulanten Nachsorge sind u.a. Leistungen
der Pflegeversicherung, Pflegedienste, Hilfsmittel, häusliche Krankenpflege, Haushaltshilfe, Essen auf Rädern, Hausnotruf, ambulanter Hospizdienst, ambulante Beratungsstellen.
Häusliche Hilfen?
Welche?
Zu Beginn der Organisationsphase wird abgesprochen, wer was bis
wann durchführt. In dieser Phase werden Anträge, Verordnungen
sowie Ärztliche Atteste an die entsprechenden Stellen weitergeleitet
und Weiterversorger bzw. ambulante Beratungsstellen
eingeschaltet.
Organisation
In der Entscheidungsphase klären der Patient und/oder seine Angehörigen welche Hilfen organisiert werden sollen.
Wichtig: Es können nur Hilfen mit Einverständnis des Patienten oder
seines gesetzlichen Vertreters organisiert werden.
Ende
Zusammenfassung: Der Prozess der ambulanten Nachsorge ist ein komplexer Vorgang, der im Rahmen des Entlassungsmanagements stattfindet. Die Schritte im Einzelnen lassen sich in der Kürze nicht darstellen. Der Prozess ist kein starrer
Prozess, so dass es möglich ist, dass von einem Prozessschritt wieder auf einen vorherigen zurückgegangen werden muss bzw.
ein anderer in die Wege geleitet wird. Nach dem Expertenstandard Entlassungsmanagement führt die verantwortliche
Pflegekraft mit dem Patienten und seinen Angehörigen spätestens 24 Stunden vor der Entlassung eine Überprüfung der
Entlassungsplanung durch. Bei Bedarf werden Modifikationen eingeleitet.
Anita Born / Sarah Steuer / Hedi Weber
2/3 2012
19
Lebendige Dienstgemeinschaft
Pilgeroase im Brüderkrankenhaus Trier
Über 5.000 Pilgerurkunden überreicht
Anlässlich der Heilig-Rock-Wallfahrt 2012 vom 13. April bis
13. Mai 2012 verwandelte sich das Krankenhaus- und Klostergelände der Barmherzigen Brüder Trier zur Pilgeroase
für Fuß- und Radpilgergruppen sowie Einzelpilgerinnen und
Einzelpilger. Als kirchliche Einrichtung in der Bistumsstadt
wurde das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier auf
unterschiedliche Weise auch Teil dieses Ereignisses.
Die Pilgeroase auf dem Gelände des Brüderkrankenhauses war ein Ort des Ankommens und der Begrüßung und bot
die Möglichkeit zur Erfrischung, zum Kurz-Aufenthalt oder
Regeneration. Hier befand sich auch ein Informationsstand
des Heilig-Rock-Wallfahrt-Büros, in dem Pilgerstempel und
Pilgerurkunde erhältlich waren. Über 5.000 Pilgerurkunden
wurden hier während der Heilig-Rock-Wallfahrt ausgestellt.
In Santiago werden im Durchschnitt pro Jahr ca. 5.000 Pilgerurkunden an Pilger und Pilgerinnen aus Deutschland aus-
Weihbischof Dr. Helmut Dieser besuchte anläßlich der Mitarbeiterwallfahrt der BBT-Gruppe die Pilgeroase
Bischof Dr. Stephan Ackermann zu Gast in der Pilgeroase
20
Lebendige Dienstgemeinschaft
Die Schüler des Cusanus Gymnasium Koblenz haben ihr Ziel erreicht
gehändigt. „Neben den Pilgerinnen und Pilgern aus aller
Welt konnten wir zur Mitarbeiterwallfahrt der BBT-Gruppe
am 25. April über 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus
den Einrichtungen begrüßen“, so Hausoberer Markus Leineweber. „Mit der Pilgeroase haben wir an die Tradition der
großen Wallfahrtsorte angeknüpft, die dafür gesorgt haben,
dass erste „stationäre“ Heime, Gästehäuser, Pilgerhospize
entstanden, die sich um die ankommenden Pilger kümmerten und ihnen Obdach gaben. Hier konnten die Pilger, die
Christus begegnen wollten, leibhaftig christliche Gastfreundschaft und gelebte Nächstenliebe erfahren. Noch heute existieren an diesen Orten Krankenhäuser, die in ihrer Gründung auf diese Tradition zurückgehen. Auch wenn unser
Haus noch nicht so alt ist, dürfen wir uns doch in dieser Tradition sehen und auch unser Engagement im Rahmen der
Wallfahrt als Verwirklichung unseres christlichen Grundauftrages verstehen.“
Etwa 108 Fuß- und Radpilgergruppen zwischen 10 und
172 Personen, 81 Kleinpilgergruppen und 144 Einzelpilgerinnen und Pilger haben die Pilgeroase besucht. 561 Gäste
haben kostenlos in den Zelten auf dem Krankenhaus- und
Klostergelände übernachtet. Die Pilger kamen aus England,
Belgien, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz, Frankreich, Dänemark, Österreich, Tschechien, Polen, der Ukraine,
dem Kongo, Armenien, Italien, Brasilien, Korea, Vietnam und
den USA. 173 ehrenamtliche Helfer und Helferinnen der Wallfahrt und 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier haben von 8 bis
22 Uhr die Pilgeroase am Laufen gehalten. Ihnen allen ein
herzliches Dankeschön.
Text und Fotos: Anne Britten □
Das ehrenamtliche Helferteam
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Lebendige Dienstgemeinschaft
BBT-Pilger
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HALTEPUNKT
Zeichen in Kirche und Gottesdienst
Liebe Leserinnen und Leser des Hörrohrs,
gelegentlich werden wir im Team der Seelsorge gefragt,
was das eine oder andere Zeichen in der Kirche und
im Gottesdienst bedeutet.
An dieser Stelle wollen wir Ihnen ab dieser Ausgabe darauf
Antwort geben.
Weihwasser
und Kreuzzeichen
Weihwasser am Eingang der Kirche hat seinen Ursprung
sicher in den rituellen Waschungen, die es in fast allen Kulten gibt.
Im Christentum, ganz besonders an den Türen unserer Kirchen, hat es dann aber eine etwas andere Bedeutung erhalten. Weihwasser zu nehmen, ist nun nicht mehr eine
Waschung, es ist vielmehr Erinnerung – Erinnerung daran,
dass wir getauft sind – dass wir Erlöste sind und uns in diesem
Zeichen zu Jesus Christus, unserem Erlöser bekennen.
Und wenn wir uns mit diesem Wasser bekreuzigen, dann will
uns das an den dreifaltigen Gott erinnern, dass wir „im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“
getauft wurden.
Es kann auch die Frage an mich sein –
sage ich JA zu meiner Taufe?
Machen wir das Kreuzzeichen einmal ganz bewusst.
„Ein rechtes Kreuzzeichen, langsam, groß von der Stirn zur
Brust, von einer Schulter zur andern. Fühlst du, wie es dich
ganz umfasst? Sammle dich recht; alle Gedanken und dein
ganzes Gemüt sammle in dieses Zeichen, wie es geht ( … )
von der Stirn zur Brust, von Schulter zu Schulter. Dann fühlst
du es: ganz umspannt es dich, Leib und Seele; nimmt dich
zusammen, weiht dich, heiligt dich. ( … ) Wir machen es vor
dem Beten, damit es uns ordne und sammle, Gedanken
und Herz und Willen in Gott fasse. Nach dem Gebet, damit
in uns bleibe, was Gott uns geschenkt hat. In der Versuchung, dass er uns stärke. In der Gefahr, dass er uns schütze.
Beim Segen, auf dass Gottes Lebensfülle hereingenommen
werde in die Seele und alles darinnen befruchte und weihe.
Denke daran, so oft du das Kreuzzeichen machst. Es ist das
heiligste Zeichen, das es gibt. Mache es recht, langsam, groß,
mit Bedacht. Dann umfasst es dein ganzes Wesen, Gestalt
und Seele, deine Gedanken und deinen Willen, Sinn und
Gemüt, Tun und Lassen, und alles wird darin gestärkt, gezeichnet, geweiht, in der Kraft Christi, im Namen des dreieinen Gottes.“
□
Weihwasserbecken in der Kloster- und Krankenhauskirche
Brüderkrankenhaus Trier
(aus: Romano Guardini: Von heiligen Zeichen)
Wir wünschen Ihnen den Segen Gottes:
Des Vaters und des Sohnes und des Hl. Geistes
Weihwasserbecken in St. Martin, Metz
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Lebendige Dienstgemeinschaft
Sterben und Tod – ein Projekt aus dem Jahr 2011
Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte in der Ausgabe
vom 26. Mai 2012 folgendes Titelthema: „Ein gutes Ende –
Wege zu einem würdevollen Sterben“.
Im Artikel beschäftigen sich die Autoren mit dem ‚angeblichen Tabuthema‘ Sterben und Tod. Sie stellten aus ihrer
Perspektive Ideen zum ‚Sterben ohne Angst‘ vor. Sie richteten
den Appell an den Leser, über das Thema stärker mit seinen
Mitmenschen zu sprechen, um damit einen Angstabbau zu
bewirken.
Über diesen aktuellen Artikel hinaus wird in der Gesellschaft die Debatte zu Sterben und Tod weitgehend unter den
zwei folgenden ethischen Aspekten geführt: dem Aspekt der
Autonomie, d.h. das selbstbestimmte Handeln am Ende der
menschlichen Existenz steht im Zentrum und dem Gesichtspunkt der Würde des menschlichen Daseins.
Eine Ausgangsmotivation zum Projekt „Sterben und Tod“
war es, zu unausgesprochenen Befindlichkeiten zum Themenkomplex Sterben und Tod ins Gespräch zu kommen und
diese konkreter zu benennen.
Deshalb wurde im Jahr 2011 eine interdisziplinäre und
interprofessionelle Projektgruppe initiiert, um sich mit dieser
Thematik im Krankenhaus auf einer anderen Ebene auseinander zu setzen. Folgende Bereiche waren im Projekt vertreten: Pflege, Medizin, Seelsorge, Psychologischer Fachdienst,
Sozialdienst (SBB), Bildungsinstitut, Qualitätsmanagement.
19 Personen näherten sich unter der Projektleitung von
24
Christian Ludwig (Assistent des Hausoberen) in monatlichen
Projektteamsitzungen und einzelnen Arbeitsgruppen mit
verschiedenen Teilzielen dem Themenkomplex.
Das Gesamtprojektziel war wie folgt formuliert: Das Krankenhaus ermöglicht ein würdiges Sterben und einen würdevollen Abschied.
Folgende Teilziele wurden in der Projektgruppe vereinbart:
Allen Beteiligten sind die aktuellen Stärken und konkreten Handlungsbedarfe bekannt.
Die allgemeinen Standards sind allen beteiligten
Personen bekannt.
Es besteht ein auf Dauer angelegtes Schulungsangebot
für die Mitarbeiter.
Die Einbindung der Angehörigen findet eine ausreichende
Berücksichtigung.
Es bestehen ausreichende Betreuungsangebote für
Patienten und Angehörige sowie für die Mitarbeiter.
Die Mitarbeiter sind sich ihrer Kompetenz in diesem
Bereich bewusst. Die Erfahrung älterer Mitarbeiter wird
weitergegeben.
Der Umgang mit dem Thema Sterben und Tod in verschiedenen Kulturen ist bekannt.
Es sind konkrete Maßnahmen in den unterschiedlichen
Bereichen beschrieben und umgesetzt.
Lebendige Dienstgemeinschaft
Zu den Liefergegenständen gehörte eine Ist-Analyse zu
den bereits bestehenden Strukturen zum Projektthema. Zufriedenheit und perspektivische Wünsche wurden benannt
und gesammelt. Dabei stellte sich heraus, dass im pflegerischen Alltag viele Dinge bereits implementiert sind und in
der Umsetzung praktiziert werden. Die Zusammenarbeit mit
den unterschiedlichen Berufsgruppen wird als gut bewertet.
Ein Verbesserungsvorschlag wird in der Transparenz des Therapiezieles ausgemacht. Eine mögliche Methode, den Patienten und seine Angehörigen in ihrer Ganzheitlichkeit in den
Blick zu nehmen, wäre ein weiterer Ausbau der Ethischen
Fallbesprechung, die von allen in die Behandlung involvierten Gruppen getragen wird.
Ein weiterer Ausbau der Fortbildungs- und Weiterbildungsangebote für alle Berufsgruppen wird von allen Befragten gewünscht. Vor allem sollten die Berufsgruppen die
Fragestellungen zum Thema Sterben und Tod noch stärker
als Teamaufgabe wahrnehmen. Ein hilfreiches Instrumentarium wäre hier der Austausch zwischen jüngeren und erfahrenen Mitarbeitern. Die große Herausforderung ist hier
die zeitliche Integration in den Arbeitsalltag. Aus diesen
Rückmeldungen wurden innerhalb der Projektgruppe weitere Arbeitspakete entwickelt und die Vorgehensweise im
Projekt abgestimmt.
In der weiteren Auseinandersetzung beschäftigte sich
eine Arbeitsgruppe innerhalb der Projektgruppe mit der
„Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender
Menschen in Deutschland“. Mit Hilfe dieser Vorlage entwickelte die Projektgruppe eigene Leitsätze zum Sterben
und Abschiednehmen im Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder Trier.
Diese lauten wie folgt:
1. Sterben und Abschiednehmen geschehen im Glauben
an Christus und die Auferstehung.
2. Aus dieser Hoffnung leben und handeln wir!
3. Sterben und Abschiednehmen in Würde sind
ermöglicht!
4. Der Wille des Patienten wird respektiert.
5. Ein angstfreies und schmerzfreies Sterben wird
angestrebt.
6. Eine Begleitung des Sterbenden und seiner
Angehörigen wird ermöglicht.
7. Die Behandlung und Betreuung sterbender Menschen
erfolgt interdisziplinär und interprofessionell.
8. Die jeweiligen spirituellen sowie religiösen Bedürfnisse und Einstellungen werden respektiert und aktiv
beachtet.
9. Sterben und Tod sind Thema in der Aus-, Fort- und
Weiterbildung.
Diese Leitsätze wurden dem Direktorium neben den anderen
Ergebnissen am Ende des Projektes vorgestellt und zur weiteren Verwendung in der Praxis freigestellt. Jeder Mitarbeiter soll sich mit Hilfe dieser kurzen und prägnanten Leitsätze
seiner inneren Grundhaltung zum Thema Sterben und Tod
bewusster werden und dies in seinen Arbeitsalltag integrieren.
Ein weiteres Ergebnis aus dem Projekt ist ein Ausbau des
Angebotes an Fortbildungen zum Themenkomplex Sterben.
Im Februar 2012 fand so zum ersten Mal für die Schülerinnen
und Schüler der Physiotherapieschule ein Seminar zum Thema Krankheit, Sterben und Tod statt. Die Auszubildenden
sollten auf ihr praktisches Einsatzjahr vorbereitet werden.
Das Seminar erfuhr eine sehr positive Rückmeldung und
wird somit auch im Jahr 2013 angeboten. In Ethikseminaren
für Ärzte im Praktischen Jahr ist ein Modul zur ethischen
Auseinandersetzung zum Thema Sterben und Tod implementiert.
Eine strukturelle Veränderung und Verbesserung fand
im Bereich der Verabschiedung von Verstorbenen statt. Angehörige können ihre verstorbenen Verwandten auch am
Wochenende, an Feiertagen und nach Ende der Dienstzeit
im Verabschiedungsraum der Prosektur unabhängig von den
Stationen sehen. Dazu wurde eine Rufbereitschaft installiert
und etabliert.
In der neu entstehenden Station 2E wird ein Patientenzimmer für die besondere Betreuungsanforderung von verwirrten, schwerstkranken und sterbenden Menschen vorgehalten. Nach momentanen Planungen soll dieses Zimmer
ein besonderes Raum- und Nutzungskonzept erhalten. Die
Verantwortlichkeit und Nutzungsmöglichkeiten des Zimmers
werden genau festgeschrieben.
Der Bereich der palliativen Versorgung im Krankenhaus
wurde als ausbaufähiger Bereich erkannt und soll weiter in
den Blick genommen werden. Die genaue strategische Zielrichtung wird mit den bereits vorhandenen Kräften in Pflege
und Medizin weiter gestärkt und ausgebaut. Grundlage sollen hier die Ergebnisse des trägerweiten Projekts zur palliativen Versorgung sein.
Der interdisziplinäre und überprofessionelle Austausch
zum Thema Sterben und Tod im Rahmen des Projekts hat sich
bewährt. Die formulierten Leitsätze sollen dazu beitragen,
die eigene Grundhaltung zum Themenbereich zu reflektieren und gegebenenfalls zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Langfristiges Ziel ist die Konkretisierung der Leitsätze im Krankenhausalltag. Hierbei haben wir mit den angestrebten und umgesetzten Maßnahmen einen guten Weg
beschritten.
Es ist Aufgabe jedes einzelnen Mitarbeiters die generelle Umsetzung unserer Grund- und Leitlinien –
gerade in der schwierigen Phase des Verabschiedens –
zu gewährleisten.
Text und Foto: Christian Ludwig
□
10. Die Begleitung und Unterstützung von Mitarbeitern
ist unser Auftrag.
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Lebendige Dienstgemeinschaft
Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“
präsentierte sich im Brüderkrankenhaus
Die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ stellte sich vom
24. April bis 14. Mai 2012 im Foyer des Krankenhauses der
Barmherzigen Brüder Trier vor. Gezeigt wurde ein Querschnitt der im Taubertal angebotenen Urlaubsmöglichkeiten.
Möglich wurde diese Werbung aufgrund der bestehenden
Gesundheitspartnerschaft zwischen dem Main-Tauber-Kreis
und den Barmherzigen Brüdern Trier.
Der Tourismusverband „Liebliches Taubertal“ setzt bei
seiner Bewerbung für die Landschaft an Tauber und Main
auch auf unkonventionelle Wege. So wurde im Vorstand des
„Lieblichen Taubertals“ unter Vorsitz von Landrat Reinhard
Frank bereits im Jahr 2010 vorgeschlagen, auch über touristische Partner Werbekooperationen einzugehen. Diese
Vorschläge wurden bereits im zurückliegenden Jahr verwirklicht. So warb das „Liebliche Taubertal“ im Rhein-HunsrückKreis. Diese Reihe der touristischen Werbekooperationen
wurde nun mit einem weiteren Engagement im Krankenhaus
der Barmherzigen Brüder in Trier fortgesetzt. Täglich kommen rund 2000 Menschen in das Krankenhaus, um Patientenbesuche oder ambulante Behandlungen durchzuführen. Damit besteht ein willkommener Marktplatz, um
ablenkend von den Sorgen des Alltags auf die Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“ hinzuweisen. Zum Auftakt hatten sich auch der Hausobere Markus Leineweber sowie die
Direktoriumsmitglieder Christian Weiskopf, Aloys Adler und
Personalleiter Josef Willems eingefunden. Geschäftsführer
Jochen Müssig führte zur Begrüßung aus, dass sich das
„Liebliche Taubertal“ inzwischen als eine beliebte Rad- und
Wanderdestination in Deutschland etablieren konnte. „Um
diesen Rang in der deutschen Tourismuswirtschaft zu errei-
26
Auftakt zur Präsentation
v.li.n.re.: Josef Willems und
Markus Leineweber (beide BKT),
Jochen Müssig (Tourismusverband
Liebliches Taubertal),
Weinkönigin Eva-Maria Klingert,
Winzer u. Kellermeister Martin Ries,
Aloys Adler u. Christian Weiskopf
(beide BKT).
chen, war und ist der Tourismusverband mit seinem Team
vielfältigst in Deutschland unterwegs“, so Jochen Müssig
weiter. Weiter informierte Müssig, dass das „Liebliche
Taubertal“ von Rothenburg ob der Tauber bis Wertheim
am Main mit dem Radwegklassiker einen der beiden FünfSterne-Radwege Deutschlands vorzuweisen hat. Besonders
stolz sei man auch auf die Klassifizierung des Panoramaweges Taubertal von Freudenberg durch das Maintal und
Taubertal bis nach Rothenburg mit dem Siegel „Wanderbares Deutschland“.
Auf ein besonderes Interesse in Trier stieß auch die Taubertäler Angebotslinie Kultur mit ihren Burgen, Schlössern,
Klöstern, Gärten und Museen. So wurde informiert, dass
diese Produktlinie in dem soeben begonnenen Schwerpunktthema Wein-Kultur-Genuss exzellent eingebunden ist. Auch
hier können Gäste aus über 100 Veranstaltungen ihren persönlichen Favoriten auswählen.
Zum Auftakt der Präsentation wurden Taubertäler Weintropfen, ein Tauberschwarz und ein Silvanerwein gereicht.
Die Weine präsentierten Martin Ries aus Waldenhausen und
die Becksteiner Weinkönigin Eva-Maria Klingert. Ebenso
wurden als Taubertäler Spezialitäten Wildschwein- und Rehbeißer gereicht.
Informationen zur Ferienlandschaft „Liebliches Taubertal“
gibt es kostenfrei bei dem:
Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Gartenstraße 1,
97941Tauberbischofsheim,Tel.: 09341/82-5806,Fax: -/82-5700,
E-Mail: [email protected],
Internet: www.liebliches-taubertal.de
□
Text: Tourismusverband „Liebliches Taubertal“, Foto: Anne Britten
Lebendige Dienstgemeinschaft
BKT-Basketballer gewinnen gegen Justiz-Mannschaft mit 60:51
Am 2. Mai fand für die vor ca. 6 Monaten neu gegründete
Basketball-Mannschaft des BKT das erste Spiel statt. Gegner
war die „Justiz-Mannschaft“, ein Team bestehend aus Mitarbeitern der Staatsanwaltschaft Trier, des Landgerichts, der
JVA Trier sowie der JVA und JSA Wittlich und des Amtsgerichts Wittlich.
Die BKTler gewannen dieses erste Spiel souverän mit
60:51. Im Anschluss wurde der Sieg bei einem gemeinsamen
Essen (zusammen mit der „Justiz-Mannschaft“) im Textorium
gefeiert.
Mit dabei waren (v.li.n.re.):
Benjamin Mosmann, Daniel Franzen, Sebastian Lechtenfeld,
Dario Sljukic (Mutterhaus), Susann Lorenz, Christian Wiebe,
Stephan Lutz, Jacques Blondelot, Friedhelm Daus (Mutterhaus),
Matthias Gehlen, Sebastian Rhoden und Anne Maria Hofmann
□
(auf dem Bild fehlend)
Text: Stephan Lutz / Matthias Gehlen
Foto: Brüderkrankenhaus
Sicherheitstraining für 13 Mitarbeiter des Brüderkrankenhauses
An einem Ereignis der besonderen Art nahmen Mitte April 13 BKT-Mitarbeiter teil. Auf ihren Motorrädern wurden Sie durch
die Instruktorin Sylvie von der Verkehrswacht Trier auf die Biker-Saison vorbereitet. Langsames Slalom fahren und verschiedene Ausweichmanöver standen ebenso auf dem Programm wie die Gefahrenbremsung. Am Ende des Fahrsicherheitstrainings
waren alle Teilnehmer doch sichtlich überrascht, wie sich ihr Bike in verschiedenen Grenzsituationen so verhält und fühlten
sich gut vorbereitet für den Motorradalltag. Die Teilnehmer waren: Dr. Andy Ottenbacher, Ulrich Seider, Gerhard Paulus,
Thomas Pieroth, Birgit Thöne, Christoph Theis, Petra Weissensteiner, Björn Janssen, Andrea Blasius, Thomas Fischer, Kerstin
Ausmeier, Renate Schmitt, Christian Schmitt.
Text: Andrea Blasius, Foto: Dr. Andy Ottenbacher □
Motorradsegnung
am 27. April 2012
vor der Maria-Hilf-Kapelle
des Brüderkrankenhauses
mit Krankenhauspfarrer
Edmund Kiehren-Ehses
Foto: Brigitta Butterbach
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Lebendige Dienstgemeinschaft
Unsere Waldwoche mit den Vorschulkindern
der Kindertagestätte St. Martin
Vom 7. bis 11. Mai 2012 fand zum wiederholten Male eine
Waldwoche für unsere „Bärenkinder" der Kindertagesstätte
St. Martin statt. Im Wald konnten sich die Kinder und auch
wir unmittelbar als Teil der Natur erleben und eine individuelle Beziehung zu ihr aufbauen.
Spielerische Formen zur Schulung der Sinne, wie z.B. Hören,
Tasten, Riechen und Sehen waren große Bestandteile unserer
Waldtage. Darüber hinaus wollten wir den Kindern vermitteln, dass auch sie in der Lage sind, etwas für unseren Wald
und unsere Umwelt zu tun.
Unterstützung hatten wir von einem Förster und zwei
Naturtrainern der NABU, die uns abwechselnd bei unseren
Waldtagen begleiteten. Diese Unterstützung haben wir und
die Kinder als große Bereicherung empfunden.
Ein Schwerpunkt in unserer Waldwoche war die Achtsamkeit gegenüber anderen Lebewesen. Dafür haben wir uns
ein Raupen-Schmetterlingsprojekt ausgedacht, welches die
Kinder sich im Vorfeld bei der Auswahl der Vorschulprojekte
gewünscht hatten. Unser Raupen-Schmetterlingsprojekt sollte uns auch nach den Waldtagen im Kindergarten begleiten.
Während unserer Waldwoche erhielten wir einen Brief.
Darin wurden uns zwei Aufgaben gestellt: den Müll im Wald
sammeln und verschiedene Blumen auf der Wiese finden.
Von wem der Brief war, wurde nicht verraten, aber durch ein
Rätsel vermuteten wir schnell, dass es sich um eine Raupe
handeln musste. Am nächsten Tag fanden wir dann auch die
Raupe Roberta im Wald unter einer Wurzel und nahmen sie
mit in den Kindergarten. Eine Woche später fanden wir bei
der Raupe einen zweiten Brief, in dem sie uns von ihren
Freunden aus England berichtete, die uns auch gerne einmal
kennen lernen wollten.
Am Donnerstag, den 24. Mai, kam dann ein kleines Päckchen im Kindergarten an. Und es stammte aus England!
Wir waren auf den Inhalt gespannt, deshalb öffneten wir es
gleich. Hervor kam ein Becher mit fünf kleinen Raupen: War
das eine Überraschung! Wir stellten den Becher geschützt in
ein altes Aquarium in den Flur und freuen uns nun auf span-
28
nende Wochen, in denen wir die Verwandlung der Raupen in
Schmetterlinge beobachten können.
Beobachtung zum Raupen-Schmetterlingsprojekt:
Am Anfang war das ein Krabbeln und stetiges Fressen und
die Raupen wurden in kürzester Zeit doppelt so groß. Wir
beobachteten die Raupen weiter und malten genau auf, was
passiert. Nach sechs Tagen, also am 29. Mai kletterten die
Raupen zur Verpuppung hoch und hängten sich mit dem
Schwanzende nach oben auf.
Wir beobachteten die Verwandlung von der Raupe zur
Puppe. Die Raupe schwingt sich hin und her und zwängt sich
schließlich in ihren Kokon. Der Schwanz ist abgefallen. Das
sah etwas eklig aus.
Am 6. Juni haben wir die Puppen in ihren Brutlebensraum
verlegt. Die Puppen hingen an der Papierscheibe unter dem
Lebendige Dienstgemeinschaft
Becherdeckel fest. Vorsichtig haben wir den Deckel geöffnet
und die Papierscheibe mit den daran befestigten Puppen herausgenommen und mit einer Sicherheitsnadel in einen Käfig
aus Netzstoff (Brutlebensraum) verlegt. Nun warteten wir
gespannt was weiter passiert.
Am Montag, den 11. Juni 2012 war es dann soweit, die
Schmetterlinge waren da. Wir konnten miterleben wie die
Schmetterlinge aus dem Kokon schlüpften. Das war ganz
schön spannend. Die Schmetterlinge gaben nach dem schlüpfen eine rote Flüssigkeit ab, die wie Blut aussah. Man nennt
diese Flüssigkeit Mekonium und sie besteht aus übriger Flügelfarbe und überflüssigem Gewebe. Nachdem die Schmetterlinge sich ganz geformt hatten und sich ihre Flügel erhärtet hatten, haben wir sie mit einer Orange und einer Nektarmischung gefüttert. In den darauf folgenden Tagen haben
wir unsere Schmetterlinge noch ein wenig bei ihrer Nahrungsaufnahme beobachtet. Am Donnerstag, den 14. Juni
2012 mussten wir uns dann von unseren Schmetterlingen
trennen, wir ließen sie im Garten des Seniorenzentrums
Mutter Rosa frei. Die Schmetterlinge flatterten aus unserem
Käfig und freuen sich sicher über ihre gewonnene Freiheit.
Jetzt freuen wir uns auf unsere bevorstehende Abschlussfahrt in den Schmetterlingspark nach Luxemburg. Dort können wir dann verschiedene exotische Schmetterlinge sehen
und unsere Erfahrungen mit Schmetterlingen austauschen.
Bis dahin möchten wir Euch auf unsere Aktionswoche zur
Kindermeilenkampagne vom 17. bis 21. September 2012 hinweisen. Die Kinder der Kindertagesstätte St. Martin konnten
während ihrer Waldwoche schon einige Kindermeilen sammeln. Da wir aber noch mehr für unsere Umwelt tun wollen,
haben wir beschlossen während der Europäischen Mobilitätswoche (EMW), die vom 16. – 22. September 2012 in ganz
Europa stattfindet, weitere Kindermeilen zu sammeln.
Der Verein Lokale Agenda 21 Trier e.V. organisiert die Kindermeilenkampagne. Während dieser Woche sollen Kinder
bewusst die Vorzüge einer autofreien Umwelt erleben und
genießen. Jeder Weg, den sie zu Fuß gehen, mit Rad, Roller
oder Bus fahren, anstatt sich von den Eltern kutschieren zu
lassen, ist eine Grüne Meile wert. Alle Grünen Meilen werden im Rathaus gesammelt und von dort ans Europäische
Klimabündnis in Frankfurt geschickt. Die Grünen Kindermeilen aus ganz Europa werden an Politiker/innen übergeben,
die für die internationale Klimapolitik verantwortlich sind.
Deshalb unser Aufruf: Macht mit und sammelt ganz, ganz
viele Grüne Meilen. – Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der
Welt verändern! (afrikanisches Sprichwort)
Was haben die „Bärenkinder“ während unserer
Waldwoche alles erlebt?
Kinderaussagen zur Waldwoche:
Caroline: Mir hat es gefallen im Wald wie wir die Tippis gemacht
haben und die Raupe Roberta gefunden haben. Ich hab ein
Tongesicht am Baum gemacht und mich an einem Seil hochgezogen.
Gut fand ich, als wir Müll gesammelt haben, das war eine ganze
Tüte voll. In der Hängematte war es gemütlich.
Lara: Wir haben uns ein Waldsofa und eine Toilette gebaut. Wir
haben uns es mit der Ulrike gemütlich gemacht und auf der Wiese
eine Geschichte gehört, dann sind wir wie Schmetterlinge geflogen
und haben uns einen Partner gesucht und Hochzeit gefeiert.
Das Spiel, wo wir auf dem Spielplatz uns als Füchse angeschlichen
und uns der Schatzbewacher nass gespritzt hat, fand ich schön.
Gloria: Wir haben die Babytiere besucht, die kleinen Schweine,
die Frischlinge heißen und Fotos gemacht. Das Schmetterlingsspiel
hat mir sehr gefallen.
Charlotte: Was mir so gut gefallen hat war, dass wir ein Tippi und
eine Toilette gebaut haben. Wir haben Tiere und Gesichter aus Ton
an die Bäume gemacht und ich fand es toll, als wir die Roberta
gefunden haben. Wir haben wie Schmetterlinge auf der Wiese
getanzt und Hochzeit gefeiert. Bei dem Förster durften wir Futter
verpacken und dann die Tiere füttern.
Hai Anh: Mir hat gefallen, als wir ins Haus des Waldes gegangen
sind. Mir hat die Wiese gefallen, da sind wir runter gerannt.
Mir haben die tausend Treppen gefallen, die wir gegangen sind.
Mir hat das Bus fahren gefallen und das der so lang war.
Kilian: Mir hat auch das mit der Wiese gefallen, wie wir immer zusammen runter gerannt sind. Die Mufflons fand ich toll, die haben
wir gefüttert und da hat es mich gebissen. Wir haben auch noch
Wollschweine gesehen und Waldarbeiter, die haben gerade einen
Baum gefällt. Wir haben ein Tippi gebaut und gekämpft. Das mit
dem Seil war cool und als wir das Tierfutter verpackt haben.
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Lebendige Dienstgemeinschaft
Eric: Mir hat gefallen, dass wir die Tiere gefüttert haben und dass
wir ein Tippi gebaut haben. Da haben wir Äste und Stöcke gesammelt und das Tippi mit Blättern abgedeckt.
Chiara: Mir hat voll gefallen als wir eine Toilette gebaut haben und
es war schön wie wir das Waldsofa gemacht haben. Dann haben
wir zwei Tippis gebaut. Eins für Jungen und eins für Mädchen.
Josephine: Mir hat gefallen, wo wir die Baumgesichter gemacht
haben und das Spiel mit der Kamera.
Jasine: Wir haben die Tiere gefüttert. Es gab auch zwei Esel.
Die Wiese war schön, da sind wir runter gelaufen.
Ky-Anh: Mir hat auch die tausend Treppe gefallen und die Wiese.
Da lauf ich immer runter, das macht Spaß.
Anne: Mir hat am besten gefallen, als wir die Tiere gefüttert und
das Futter verpackt haben. Das Waldsofa haben wir gemacht und
eine Toilette. Bunte Bänder haben wir an die Bäume gebunden,
da durften wir nicht weiter.
Gloria: Wir haben die Tier gefüttert und Futter beim Förster verpackt. Ich fand es gut, dass wir den Müll gesammelt haben. Unser
„Wolfsruf“ war gut, da müssen die Kinder kommen und sich versammeln. Der Spielplatz ist schön.
Hinweis: Die Stadt Trier wird sich dieses Jahr auch an der Aktion Stadtradeln beteiligen (http:www.stadtradeln.de).
„Wir sind auf dem Weg zu Jesus“
KiTa-Tag während der Heilig Rock-Wallfahrt
Am Mittwoch, 18. April 2012 fand der erste KiTa-Tag während der Heilig Rock-Wallfahrt statt, an dem auch die Vorschulkinder (Bärenkinder) der Kindertagesstätte St. Martin
teilnahmen. In den Wochen vorher hatten wir uns schon darauf vorbereitet. Wir hörten die Geschichte vom Heiligen
Rock, sangen Lieder, gestalteten Anhänger, eine Wallfahrtskerze und einen Pilgerstock.
Am Wallfahrtstag machten wir uns dann morgens auf
den Weg zum Dom. Nachdem wir in der Schlange geduldig
gewartet hatten, gingen wir am Schrein vorbei und konnten
das Gewand von Jesus mit eigenen Augen sehen. Danach
gaben wir unsere Kerze ab, die zusammen mit den Kerzen
der anderen Einrichtungen in Form des Heiligen Rockes
neben dem Dom aufgestellt und angezündet wurde.
Nachdem wir uns mit Essen und Trinken gestärkt hatten,
lernten wir in der Grundschule St. Paulin die Mitmach-Lieder
von Eddi Zauberfinger kennen. War das ein Spaß!
Im Palastgarten fand zum Abschluss noch ein Gottesdienst mit Weihbischof Jörg Michael Peters statt. Auf dem
Weg dorthin konnten wir zuschauen, wie der „Schaffrock“
auf dem Basilikavorplatz aufgestellt wurde. Da es regnete,
verbrachten wir den Gottesdienst unter großen, roten
Schirmen. Auch auf dem Rückweg hörte es nicht auf zu regnen, und so kamen wir völlig durchnässt, aber glücklich
wieder im Kindergarten an.
Dieser Wallfahrtstag war für uns alle ein schönes und beeindruckendes Erlebnis!
Text und Fotos:
Diana Erzig, Heike Steffan-Geist
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Diese Aktion wird direkt über den städtischen Umweltberater Johannes Hill organisiert. Das Stadtradeln in Trier findet vom 21.08. – 20.09.2012 statt.
Naturtrainer: Was ist das?
Senioren übernehmen als ehrenamtliche Mitarbeiter die
Patenschaft für einen Kindergarten und vermitteln neben
Naturwissen auch emotionale und soziale Kompetenzen aus
ihrer eigenen Lebenserfahrung.
Mit dem Projekt „Naturtrainer – leben-gestaltenlernen"
spricht der NABU in Rheinland-Pfalz Menschen in der nachberuflichen Phase an. Sie werden in einer zweijährigen Ausbildung für ihr ehrenamtliches Engagement in Kindertagesstätten geschult. Das Programm leistet einen innovativen Ansatz
zur Bildung für Nachhaltigkeit im Elementarbereich.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzeptes ist der generationsübergreifende Ansatz. Ältere bringen ihre Lebenserfahrungen und ihr Wissen in den Alltag der Kindertagesstätten ein. Gleichzeitig lernen sie die Lebenswirklichkeit von
Kindern in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld kennen.
Durch das Projekt „Naturtrainer“ wird der Dialog zwischen
den Generationen gefördert.
□
Text und Fotos: Heike Steffan Geist und Diana Erzig
Lebendige Dienstgemeinschaft
Man lernt nie aus! – Grüne Damen und Herren
bilden sich regelmäßig fort
Der letzte Freitag im Monat ist „jour fix“ für die Ehrenamtlichen des BKT und SZ.
Von 14.00 Uhr bis 15.30 Uhr treffen sie sich an diesem Tag
regelmäßig, um sich für ihren Dienst weiter zu qualifizieren.
Ob es sich um Themen wie Hygiene, Datenschutz, Gesprächsführung handelt oder bei einer Hausführung einmal Bereiche gezeigt werden, die man sonst nicht so ohne weiteres
zu sehen bekommt – wie die Wäscherei, die Dialyse- oder
Herzkatheterstation – es gibt so viel interessantes und auch
notwendiges Wissen, um diese Aufgabe gut erfüllen zu können. Häufige oder besonders wichtige Fragen werden in den
gruppeninternen Treffen gesammelt.
In Zusammenarbeit mit dem Bildungsinstitut, das freundlicherweise die Referentenanfrage und Raumorganisation
übernimmt, entsteht so eine abwechslungsreiche Fortbildungsreihe, die gerne angenommen wird.
Die meist hausinternen Referenten gestalten die Treffen
praxisnah und lassen Raum für die vielen konkreten Fragen,
die sich aus dem Alltag des Besuchs- und Begleitdienstes
ergeben. Seit diesem Jahr sind die Veranstaltungen auch für
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizes offen und
umgekehrt. Im Augenblick setzt sich die Gruppe intensiv mit
der Problematik „Der alte Mensch im Krankenhaus“ auseinander und sucht nach Möglichkeiten, sich in diesem Bereich
sinnvoll einzubringen.
Im Anschluss an die Fortbildungen trifft sich wer kann im
Domus culinae zu einem Kaffee und einem Stückchen Kuchen und vor allen Dingen zum zwanglosen Gespräch. Das
kann mal heiter, mal ernster sein und gibt den nötigen Rückhalt der Gruppe für den manchmal gar nicht so einfachen
Dienst als grüne Dame oder Herr. Es tut einfach gut mitein-
Oliver Wetzorke erklärt bei einer Hausführung den Stand der
neuesten Baumaßnahmen des BKT
Rita Jung führt in die Thematik „Alter Mensch im Krankenhaus“ ein
ander über die vielen Erlebnisse zu sprechen, die man macht
und zu spüren, in der Gruppe werde ich verstanden.
□
Text und Fotos: Annegret Kaltenborn-Reiter
Wir sitzen alle in einem Boot – Schnupperkurs im
Drachenboot, ein besonderes Erlebnis!
Verschiedene Berufsgruppen aus den Bereichen Pflege, EDV,
Technik und Verwaltung des Brüderkrankenhauses trafen
sich im Juni zu einer Fahrt im Drachenboot. Was aus der
Ferne betrachtet als eine einfache Übung erscheint, stellte
sich schnell als eine besondere Herausforderung dar.
Das Einsteigen in das schwankende Boot, das synchrone
Paddeln, das Befolgen der Anweisungen unserer Steuerfrau,
alle diese Aufgaben mußten erst trainiert werden, um dann
das Boot in Bewegung setzen zu können. Rasch wurde klar,
dass diese Anforderungen nur mit guter Führung und Team-
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2/3 2012
geist zu bewältigen waren. Dass dies auch für die Erfordernisse im Arbeitsalltag gilt, war die tiefere Erkenntnis dieser
aufschlussreichen Bootsfahrt.
Sie möchten einsteigen und selbst Ihre Erfahrungen machen?
Wir bieten erneut Schnupperkurse an. Bitte lesen Sie den
Aushang.
Text: Hedi Schuh, Foto: Michael Theis □
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Impressionen vom 29. Intern. Trierer Stadtlauf
BKT wieder beim Trierer
Firmenlauf dabei
Insgesamt 38 Läuferinnen und Läufer waren am
24. Juni 2012 am Start, um gemeinsam die Strecke von
4,2 km durch Deutschlands älteste Stadt zu laufen.
2
Bei diesem Lauf geht es nicht um Zeit und Leistung, im Mittelpunkt dieser Aktion stehen Gesundheit, die Freude
an der Bewegung und das gemeinsame Erlebnis.
Im Vorfeld wurde fleißig trainiert und so erreichten alle 38 Läuferinnen und Läufer das Ziel vor der Porta Nigra.
Wie in den vergangenen Jahren, boten die Physiotherapieschüler des Brüderkrankenhauses wieder ein kostenfreies
Massageangebot für die Wettkampfteilnehmer.
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Impressionen vom 29. Intern. Trierer Stadtlauf
2
Wir waren auch beim 10 km-Lauf und beim Halbmarathon vertreten, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erreichten
hier beste Ergebnisse. Herzlichen Glückwunsch allen Läuferinnen und Läufern. Im kommenden Jahr bieten wir erneut
Vorbereitungskurse für Laufeinsteiger an. Vielleicht möchten auch Sie 2013 mitmachen und das Gemeinschaftsgefühl im
blauen FirmenT-Shirt erleben.
Hedi Schuh, Mitarbeiterin der Pflegedirektion
Entspannung für die Läuferbeine beim 29. Intern. Trierer Stadtlauf
Physiotherapieschüler
des Brüderkrankenhauses Trier boten
auch in diesem Jahr
ein kostenfreies
Massageangebot für
die Wettkampfteilnehmer
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Peter Friedhofen Fest 2012
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Peter Friedhofen Fest 2012
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Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe
Weiterbildungen erfolgreich abgeschlossen
Das Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe
des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier
gratuliert 70 Krankenschwestern/-pfleger,
Gesundheits- und KrankenpflegerInnen zu ihrer
erfolgreich abgeschlossenen Weiterbildung.
Die Absolventen, aus über 20 Krankenhäusern und Altenheimen sowie anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens
in Rheinland-Pfalz und dem Saarland, wurden durch die Weiterbildungsmaßnahmen auf die sich stetig verändernden und
steigenden beruflichen Anforderungen in ihren Tätigkeitsbereichen vorbereitet. Die Qualifikation erfolgte für die speziellen Aufgaben und Tätigkeiten in den Bereichen der In-
Nephrologie:
v.l.n.r. (vordere Reihe): Josef Fusenig, Andrea Momertz, Patricia Kemper, Thomas Dannapfel, Nicole Benz, Simone Mich, Bernd
Haller, Manfred Breit, CA Prof. Dr. Weiner; (hintere Reihe): OA Dr. Wirtz, Esther Brüggemann, Ute Keller, Lidia Venter, Simone
Heck, Angela Jakob, Oliver Wetzorke
Intensivpflege
v. l. n.r.: CA Dr. Deller. Rüdiger Pies, Johannes Timmer, OÄ Dr. Heuer, Kathrin Sieve, Melanie Johann, Katrin Paulus, Jutta Nickels,
Johanna Klein, Jörg Steinmill, Andrea Simon, Julia Rebelein, Katrin Röll, Nina Biwer, Romina Hindirchs, Nina Hard, Theresia
Kewes, Melanie Fischbach, Nina Kirchen, Anne Schmidt, Claudia Schulze, Franz Josef Müller, Steffi Waschburger, Björn Millen,
Maike Schuster, Carina Mai, Katja Lebert, Svea Illgen, Josef Fusenig, Manfred Breit, Alexander Müller, Sabine Thesen
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Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe
tensivpflege, der operativen Funktionsbereiche, der Nephrologie und der Praxisanleitung und setzte eine zweijährige
Tätigkeit im Beruf sowie Erfahrung in dem jeweiligen Arbeitsfeld voraus.
Die zweijährigen Weiterbildungen erfolgten berufsbegleitend und wurden nach den Vorgaben des Landes RheinlandPfalz sowie der Deutschen Krankenhausgesellschaft durchgeführt und endeten mit einer Prüfung. Die Absolventen sind
nun berechtigt die Weiterbildungsbezeichnung für den jeweiligen Fachbereich zu führen.
Bereits im März 2012 haben 19 Pflegekräfte aus Krankenhäusern und Altenheimen der Region ihre pädagogische
Weiterbildung zur Praxisanleitung erfolgreich beendet. Ihre
Aufgabe ist die Anleitung von Aus- und Weiterzubildenden
sowie die Einarbeitung neuer Mitarbeiter im Praxisfeld.
Text: Michael Mayer
Fotos: Wolfgang Claus
Praxisanleitung
v.l.n.r.: Astrid Franke, Andreas Okfen, Ulrike Schneider, Kathrin Lorscheter, Josef Fusenig, Laura Schommer, Sarah Broy,
Siegfried Hopp, Sandra Neutscher, Andreas Barg, Carola Alt, Guido Plein, Agnes Oest, Claudia Freis-Nilles, Ariane Stempien,
Karin Becker, Gerhard Feltes, Michael Hoffmann, Rita Neisius, Stephanie Klein, Isabell Loureiro, Elina Merk
Fachweiterbildung für operative Funktionsbereiche
v.l.n.r. (vord. Reihe): Michael Mayer, Matthias Neumann, CA Prof. Dr. Ockert, Markus Leineweber, Barbara Schäfer, Josef Fusenig,
Elisabete Marx, Nadja Wohlrabe, Julia Schmitz, Sabine Reuter, Johannes Schürmann, Marina Nauerz, Marita Cannivé-Fresache;
(hint. Reihe): Ute Palm, Recep Cekin, Stefan Christmann, Michael Thies, Juliane Schmitz, Nicole Weirauch, Astrid Etringer, Anne
Peifer, Christof Sänger
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Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe
Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege
27 Schülerinnen und Schüler haben am 2. April 2012 ihre Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege begonnen.
Herzlich willkommen: Annika Beck, Verena Biwer, Jasmin Brommenschenkel, Franziska Ernzerhof, Eva-Maria Esch, Maike
Eschstruth, Lucie Fassbender, Laura Franckè, Nadine Haep, Kerstin Hansen, Sabine Hartung, Stefanie Henn, Lisa Kister, Katharina Kleeblatt, Nico Kootz, Laura Leinen, Ina Lichter, Torsten Löde, Christina Monzel, Anne Pfeifer, Walter Rennert, Ramona
Schmitt, Theresa Schmitt, Isabell Schmitz, Arne Schumacher, Maria Thiel und Yasemin Vierbuchen.
Foto: Sebastian Thommes □
Weiterbildung zum Wundexperten/zur Wundexpertin
Im Rahmen der demografischen Entwicklung hat die Thematik „chronische Wunden“ in den letzten Jahren immer
mehr an Bedeutung gewonnen. Die Betreuung von Menschen mit chronischen Wunden ist heute ein elementarer
Bestandteil der medizinisch-pflegerischen Versorgung. Um
dieser Problematik in Zukunft Rechnung zu tragen, ist es notwendig medizinisches Personal zielgerichtet auszubilden.
Das Bildungsinstitut am Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder in Trier ist seit Anfang des Jahres zertifiziert, dieses
Fachpersonal entsprechend den Leitlinien der ICW (Initiative
chronische Wunden) und des TÜV Rheinland auszubilden.
Unter der fachlichen Leitung von Johannes Timmer (zert.
Wundmanager) und Michael Mayer (operative Weiterbil-
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dung) absolvierten im Juni 2012 erstmals 30 Teilnehmer/-innen die Ausbildung zum Wundexperten/zur Wundexpertin.
Die Weiterbildung umfasst 64 Unterrichtsstunden, 16 Hospitationsstunden und schließt mit einer schriftlichen Prüfung
und einer Fallbeschreibung. Bei bestandener Prüfung wird
das Zertifikat durch die Zertifizierungsstelle ICW und TÜV
Rheinland überreicht.
Das Bildungsinstitut am Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder Trier wird diese Weiterbildung künftig regelmäßig
anbieten und somit einen wichtigen Beitrag leisten, die Versorgung von Menschen mit chronischen Wunden zu optimieren.
□
Text und Foto: Johannes Timmer
Bildungsinstitut für Gesundheitsfachberufe
ISQ-Rezertifizierung bestätigt die Qualität der
Ausbildung in der Physiotherapieschule
Der ISQ ist der Interessenverband zur Sicherung der Qualität
der Ausbildung an den deutschen Schulen für Physiotherapie. Die Physiotherapieschule des Bildungsinstitutes ist Gründungsmitglied in diesem Verband und hat ihre strukturellen
Bedingungen und ihre Prozesse an die Kriterien des ISQ an-
tern wollen, in Anlehnung an die Grundsätze und Leitlinien,
nach denen die Ausbildung mehr ist als die Vermittlung von
Kenntnissen,“ führte Monika Serwas in ihrer Antwort aus. □
Text und Foto: Arnold Becker
Interessenverband
zur Sicherung der Qualität
der Ausbildung an den deutschen
Schulen für Physiotherapie e.V.
gepasst. Die Fremdbewertung erfolgt nach einer Auditcheckliste und der Auswertung von Schülerfragebögen. Weitere
Kriterien beziehen sich z.b. auf: Räumlichkeiten, Unterrichtsgestaltung, die klinische Ausbildung, Qualifizierung der Dozenten, um nur einige Prüfkriterien zu nennen. Nach der
Auswertung des gesamten Kataloges ergibt sich ein aussagekräftiges Profil der Qualität der Ausbildung am Brüderkrankenhaus und das Qualitätssiegel kann vergeben werden.
Die am Verfahren beteiligten Mitarbeiter (Lehrer der
Schule, Praxisanleiter aus dem Medico und die Leitung des
Bildungsinstituts) trafen sich zu einer kleinen Feierstunde in
den Schulräumen des Bootshauses. Der Hausobere Markus
Leineweber überreichte das Qualitätssiegel an die Schulleiterin Monika Serwas. In seiner Ansprache gratulierte Markus
Leineweber der Physiotherapieschule zum erreichten Ergebnis und wies auf die Bedeutung von Qualitätssicherungsmaßnahmen im Hinblick auf einen schwieriger werdenden Markt
in der Zukunft hin.
„Die ISQ-Kriterien sind für uns Orientierung und sie
geben uns einen Rahmen vor, den wir jedoch ständig erwei-
Hausoberer Markus Leineweber überreicht der Schulleiterin
der Physiotherapieschule Monika Serwas die Urkunde.
20. September
Vortragsreihe Schlaganfall
21. September
Weltalzheimertag (Trier, Kornmarkt)
28. September
Vernissage „Verein Kunst und Kultur“
29. September
Darmkrebstag
01. Oktober
Begrüßungstag neue Mitarbeiter
23. Oktober
„Das künstliche Kniegelenk“
27. Oktober
Gefäßtag
Termine
03. November
Gesundheitswoche
13. November
Tag der Pflege (Europahalle)
2012
14. November
Informationsveranstaltung Ärzte ohne Grenzen
17. November
Prostatatag
22. November
Vortragsreihe Schlaganfall
24. November
Umgang mit Lungenkrebs
30. November
Vernissage „Verein Kunst und Kultur“
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Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder
Neuer Seelsorger im Seniorenzentrum: Pater Hans Ide
Am 15. April 2012 wurde der neue Hausgeistliche Pater Hans
Ide im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier in
einem Gottesdienst begrüßt.
Monsignore Helmut Gammel stand als Mitglied des Qualitätsbeirats des Seniorenzentrums der Eucharistiefeier vor.
In einem Frühschoppen nach dem Gottesdienst konnten die
Bewohner und Gottesdienstteilnehmer dem neuen Hausseelsorger begegnen und mit ihm ins Gespräch kommen.
Kurzbiographie:
Pater Hans Ide geboren 1941 in Bernkastel-Kues
im September 1981 Eintritt in die Gemeinschaft der
Weißen Väter (Gesellschaft der Missionare von Afrika)
1984 Priesterweihe in Uganda
12 Jahre Aufenthalt in Afrika (Dienst in der Gemeinde,
Jugendarbeit in den Slums von Kampala)
danach 11 Jahre Berlin (Arbeit im Bereich Migration
und Spiritualität im Alltag)
drei Jahre Wirken in Frankfurt im Arbeitsbereich
Spiritualität im Alltag
Seit 2008 in Trier im Ruhestand
Die Hausleitung des BKT wünscht Pater Hans Ide alles Gute
und Gottes Segen für seine neue Aufgabe im Seniorenzentrum.
Text und Foto: Christian Ludwig □
Pater Hans Ide und Monsignore Helmut Gammel
Über die Generationen hinweg
Im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier finden Jung und Alt zusammen
Wie viele Kinder erleben einen Großvater, der mit ihnen in
den Wald geht oder eine Großmutter, die immer Zeit hat und
den besten Streuselkuchen backen kann? Oft liegen viele
Kilometer zwischen ihnen, es mangelt an Zeit, manchmal
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trennen auch Streit oder Unverständnis die Generationen. Im
Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier finden sie
zusammen – nicht real verwandte Großeltern und Enkelkinder, aber Alt und Jung. Unter dem Wallfahrtsmotto „und
Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder
führe zusammen, was getrennt ist“ haben sich in der Vorbereitungszeit auf die Wallfahrt jeden Mittwoch eine
Gruppe Schülerinnen und Schüler der Meulenwald-Schule
Schweich und Bewohner des Wohnbereichs St. Maria getroffen – zum Erzählen über die Erlebnisse der alten Menschen
bei ihren Wallfahrten zum heiligen Rock 1933 und 1959.
Anhand von Fotos aus dieser Zeit, alten Pilgerabzeichen,
Andenkenbildern und den Berichten der Bewohner haben
die Schüler ein lebendiges Bild von den früheren Wallfahrten
erhalten.
Und da gibt es so einiges zum Staunen. Wie, es gab eine
Straßenbahn in Trier? Was ist denn ein Domschweizer?
Kostete die Straßenbahnfahrt durch Trier für Kinder wirklich nur einen Groschen, also 5 Cent? Anneliese Schimmelpfennig beschreibt Kappes Teerdisch – das traditionelle
Trierer Essen, das sie mit den Großeltern nach der Wallfahrt
genossen hat.
Maria Weinand erzählt, wie sie mit ihren Geschwistern in
den dunklen Kriegsjahren bei einem heftigen Bombenangriff
versprochen hatte, dass sie jedes Jahr nach Klausen pilgern
würde, wenn sie diesen Tag überlebten. So erfahren die
Schüler eine ganz andere Dimension von Wallfahrt als wir sie
in der heutigen Zeit erleben.
Neue Mitarbeiter im Seniorenzentrum
I. Quartal 2012
Julia Bonitz
Wohnbereich III - St. Johannes, Praktikantin
Pater Hans Ide
Monika Klause
Wohnbereich I - St. Antonius, FSJ-lerin
II. Quartal 2012
Thekla Feilen
Wohnbereich I - St. Antonius, FSJ-lerin
Sie stützen und stärken sich gegenseitig
Umgekehrt sind die Senioren neugierig auf so manche Dinge
aus der Lebenswelt der jungen Leute: Ach- das kann Dein
Handy alles? Was ist denn „chatten“, MP3 Player und facebook?
Während der Bastelarbeiten zur Gestaltung von Plakaten,
auf denen das gemeinsame Projekt dokumentiert wird, entwickeln sich Gespräche, die allen gut tun. Die Jugendlichen,
die als Förderschüler oft selbst Erfahrungen mit Misserfolg
und Versagen gemacht haben, können sich sensibel in die
Situation der alten Menschen einfühlen.
„Das schaffen Sie schon“, sagt René zu Marga Fuxen. „Ich
kenne das. Mein Bild ist auch nicht so genau geschnitten“,
und ein Lächeln geht über das Gesicht der alten Dame. Bei
einem Besuch schenkt Bianca ihrer Partnerin eine Luftmaschenkette, die diese gleich wie ein wertvolles Collier anlegt.
Beim Gestalten der Lebensfäden, die am Pilgertag verwebt werden sollen, lässt Mathilde Wandner Jaqueline
schreiben, weil ihre Hand gelähmt ist. Kein Krieg soll Trier
mehr treffen, wünscht sie sich.
Stephanie sehnt sich danach, wieder zu ihren Eltern zu
dürfen. Sie lebt in einer Jugendhilfeeinrichtung. Ihre Partnerin ist ganz betroffen und nimmt sie in die Arme.
Es ist etwas entstanden zwischen den alten und den
jungen Menschen, das über das nüchterne „Wir befragen
Zeitzeugen über die Wallfahrten von früher“ hinausgeht.
So ist es auch selbstverständlich, dass die jungen Leute ihre
neuen Freunde beim Pilgern zum Heiligen Rock begleiten
und anschließend im hauseigenen Café Klatsch bei Saft und
Kuchen noch ein wenig zusammen sitzen.
Menschen haben zueinander gefunden, die sich sonst nicht
begegnet wären, ganz gemäß dem Wallfahrtsmotto.
□
Text: Annegret Kaltenborn-Reiter
Foto: Ruth Haupenthal
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Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder
Fotografien des Künstlers Michael Hagedorn
im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder Trier
Demenz ist anders
Eine Wanderausstellung für Rheinland-Pfalz
Die von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in
Rheinland-Pfalz e.V. (LZG) konzipierte Wanderausstellung
„Demenz ist anders“ mit Bildern des Fotografen Michael
Hagedorn war seit Anfang letzten Jahres bereits an über
20 Orten in Rheinland-Pfalz zu sehen und ist überall dort
auf sehr gute Resonanz gestoßen. Das Seniorenzentrum der
Barmherzigen Brüder Trier machte sie nun auch allen Interessierten in Trier zugänglich: Vom 4. – 28. Juni 2012 machte
„Demenz ist anders“ Station im Seniorenzentrum der
Barmherzigen Brüder Trier, Bruchhausenstraße 22a. Zur
Vernissage der Wanderausstellung am Montag, 11. Juni 2012
um 17 Uhr waren alle Interessierten herzlich eingeladen.
Nach einer Begrüßung durch Daniel Knopp, Heimleiter
des Seniorenzentrums und Christian Ludwig, Assistent des
Hausoberen führte Jupp Arldt, Geschäftsführer der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.
(LZG) in die Ausstellung ein. Prof. Dr. Matthias Maschke,
Chefarzt der Abteilung Neurologie und Neurophysiologie am
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier ergänzte das
Programm mit einem Kurzvortrag zum Thema Demenz.
Die Ausstellung „Demenz ist anders“ präsentierte zwanzig großformatige Fotografien, die Menschen mit Demenz in
verschiedenen Lebenssituationen abbilden. Man sieht diesen
Bildern an, dass sich der Fotograf Michael Hagedorn schon
Begrüßung durch Heimleiter Daniel Knopp
lange dem Thema Alter und Demenz widmet. Seit gut fünf
Jahren porträtiert er Menschen mit Demenz und gibt so
Bürgerinnen und Bürgern, die sonst für die Gesellschaft
unsichtbar sind, ein Gesicht. Die Fotografien führen deutlich
vor Augen, dass jeder an Demenz erkrankte Mensch seine
eigene, individuelle Form der Demenz entwickelt und eine
sehr persönliche Art hat, mit den entstehenden Einschränkungen und Veränderungen umzugehen.
Prof. Dr. Matthias Maschke bei seinem Kurzvortrag zum Thema Demenz
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Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder
Durch seine künstlerische Arbeit hat die Erkrankung
Demenz für Michael Hagedorn etwas von ihrem Schrecken
verloren. Hagedorn möchte diese Erfahrung weitergeben
und dazu beitragen, dass auch andere begreifen: Menschen
mit Demenz sind zwar anders, aber dennoch gehören sie zu
uns, sind Teil dieser Gesellschaft. Entgegen verbreiteter Vorstellungen von der Krankheit zeigen die Bilder, dass auch
demenziell erkrankte Menschen Freude empfinden, Spaß am
Leben haben und auf ihre Weise besonders intensiv mit allen
Sinnen wahrnehmen. „Ich möchte die Leute zum Umdenken
bewegen und dazu bringen, genau hinzuschauen“, sagt der
Künstler Michael Hagedorn. „Es geht darum, die Person anzusehen und sie nicht auf die Demenz zu reduzieren.“
Seit März 2004 klärt die LZG im Auftrag von Sozialministerin Malu Dreyer die Öffentlichkeit in Rheinland-Pfalz
über die Hintergründe der Demenzerkrankung auf. Gemeinsam mit regionalen Demenznetzwerken und Partnerinnen
und Partnern vor Ort trägt die Demenzkampagne dazu bei,
über Entstehung und Verlauf der Krankheit zu informieren,
Vorurteile gegenüber Menschen mit Demenz abzubauen und
für mehr Verständnis im Umgang mit ihnen und ihren pflegenden Angehörigen zu werben. Ziel dieser Aufklärungsarbeit ist, Betroffene zu einer frühen Diagnose und Therapie
zu bewegen, ihnen ein frühzeitiges Nutzen der Beratungsangebote der Pflegestützpunkte nahzulegen sowie die Hilfsund Unterstützungsangebote vor Ort bekannt zu machen.
Etwa 80.000 Menschen in Rheinland-Pfalz leiden aktuell
an einer Demenz. Durch die gestiegene Lebenserwartung
wird die Zahl demenziell erkrankter Menschen in den nächsten Jahren weiter wachsen – wir alle können einmal betroffen sein. Die Ausstellung „Demenz ist anders“ versteht
sich als visuelles Plädoyer für den Umgang mit Betroffenen,
ihren Angehörigen und Pflegenden.
Die Ausstellung „Demenz ist anders“ wird gefördert
durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und
Demografie im Rahmen der Initiative „Menschen pflegen“
und zur Verfügung gestellt vom Landes-Netz-Werk Demenz
Rheinland-Pfalz.
Die weiteren Ausstellungstermine in Rheinland-Pfalz und
Informationen zu Demenz und regionalen Hilfsangeboten unter:
www.demenz-rlp.de
Informationen zum Künstler unter:
□
www.michaelhagedorn.de
Text: LZG, Fotos: Anne Britten
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Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder
Wallfahrt der Senioren zum Heiligen Rock
Am 8. Mai 2012 machten sich die Seniorinnen und Senioren sowie Mitarbeiter des Seniorenzentrums der Barmherzigen
Brüder Trier auf den Weg zum Dom, um die bedeutendste Kostbarkeit – den Heiligen Rock – die Tunika Christi – zu sehen.
In der Gruppenaktivierung wurde auf den jeweiligen Wohnbereichen durch die Bewohner der „Heilige Rock“ entsprechend
Ihren Ideen und Ressourcen gefertigt und gestaltet, welches jedem Einzelnen viel Freude bereitete. Tief bewegt und mit
Stolz trugen die Bewohner, Mitarbeiter und Schüler den von uns gefertigten Rock zum Trierer Dom.
Auf dem Rückweg wurden wir herzlich mit Kaffee und Kuchen in unserem Cafe „Klatsch“ empfangen. Für uns ein einmaliges Erlebnis – ein großes Glaubensfest. „Und führe zusammen was getrennt ist“ – sicherlich ein sinnvolles Motto weit über
die Wallfahrt hinaus.
Text: Judith Leineweber, Fotos: Willy Speicher
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Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder
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BKT-Fragebogen
Wir gedenken ...
Roland Fritz verstorben am 7. Februar 2012
Maren Wagner
stellvertr. Abteilungsleiterin
Zentraleinkauf
ledig, 30 Jahre
Die 5 wichtigsten Ereignisse im beruflichen Rückblick:
Fachhochschulreife Cusanus-Gymnasium Wittlich
Ausbildungsabschluss zur Kauffrau im Groß- und Außenhandel
LCCI Zertifikat English for Business
Abschluss BWL-Studium an der VWA (Verwaltungs- und
Wirtschaftsakademie) Trier
Neue Stelle hier im BKT
1. Welche natürliche Gabe würden Sie gerne besitzen?
Gut singen können wäre ein Traum.
2. Bei welchem historischen Ereignis wären Sie gerne dabei
gewesen?
Am liebsten wäre ich mit Neil Armstrong auf dem Mond
spazieren gegangen.
3. Welches medizinisches Fach bewundern Sie am meisten?
Gynäkologie/ Geburtshilfe, dicht gefolgt von der Kardiologie.
4. Ihre Lieblingsschauspieler/in?
Will Smith
5. Ihr Lieblingsschriftsteller?
Festlegen kann ich mich hier nicht, zuletzt verschlungen habe
ich ‚Der Schatten des Windes‘ von Carlos Ruiz Zafón und
‚Léon und Louise‘ von Alex Capus.
6. Ihre Lieblingsmusik?
Stimmungsabhängig, quer Beet von Klassischem Klavier bis
Rock & Pop, mit wenigen Ausnahmen.
7. Ihre Lieblingsfigur in der Geschichte?
Martin Luther King – ‚I have a dream …‘
8. Ihre Lieblingsfigur in der Kirchengeschichte?
Hildegard von Bingen
9. Welche Stelle in der Bibel schätzen Sie besonders?
AT, Das Buch Kohelet 3, 1-8 ‚Alles hat seine Zeit …‘
10. Ihre Lieblingsbeschäftigung?
Gartenarbeit (alles außer Rasenmähen)
11. Wo machen Sie am liebsten Urlaub?
In südlichen warmen Ländern mit Strand und Kultur.
12. Als Kind wollten Sie sein wie ...?
Mit 5 Jahren war ich der festen Überzeugung, Prinzessin wäre
mein ‚Traumberuf‘, um einmal im Leben einen Frosch an die
Wand knallen zu können und somit einen Prinzen zu bekommen… (historisch belegt im Tagebuch meiner Mutter)
13. Mit welcher Person würden Sie gerne einen Tag tauschen?
Mit Lang Lang – ich finde es bewundernswert wie er am
Klavier scheinbar in eine andere Welt abtaucht
14. Wie können Sie am Besten entspannen?
IMit einem guten Hörbuch im Auto und beim Joggen mit
Freunden
15. Welche drei Dinge würden Sie auf die berühmte einsame
Insel mitnehmen?
Spontan: Essen (immer Hunger!) – iPod mit Hörbüchern –
meine bessere Hälfte.
Überlegt: Konservendosen – Wasserkanister – Leuchtpistole
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In christlicher Hoffnung nehmen wir als Dienstgemeinschaft des Brüderkrankenhauses Anteil am Tode unseres Mitarbeiters
Herrn Roland Fritz
Roland Fritz war seit 15. Januar 2005 als Koch in der
Küche unseres Hauses tätig und brachte sich mit seiner
freundlichen Art und seiner hohen fachlichen Kompetenz und Erfahrung mit viel Engagement in unsere
Dienstgemeinschaft ein. Ein lieber Mensch und Mitarbeiter ist uns verloren gegangen.
In dankbarer Erinnerung und Respekt gegenüber dem
Verstorbenen und seinem Dienst in unserem Hause
bringen wir den Angehörigen unsere aufrichtige Anteilnahme entgegen und wünschen ihnen, dass sie den
Trost und die Hoffnung der christlichen Botschaft der
Auferstehung in der Begegnung mit ihren Mitmenschen leibhaftig erfahren.
Für die Brüdergemeinschaft
Br. Raphael Lichtle, Konventoberer
Für das Direktorium
Markus Leineweber, Hausoberer
Für das Küchenteam
Werner Zervas, Küchenleiter
Für die Mitarbeitervertretung
Petra Nievelstein, Vorsitzende
Pater Alfred Heintz verstorben am 27. Febr. 2012
In christlicher Hoffnung nehmen wir Abschied von
unserem lieben
Pater Alfred Heintz
Seinen Angehörigen und seinen Confratres gilt unsere
aufrichtige Anteilnahme.
Ihm selbst sind wir dankbar für all das, was er durch
seinen priesterlichen Dienst als Seelsorger in unserem
Haus, aber auch durch seine menschliche, unkomplizierte und humorvolle Art für Mitarbeiter und Bewohner bewirkt hat. Wie er in tiefem Gottvertrauen mit
dem Leben, mit seinem eigenen Gebrechen und denen
der anderen umgegangen ist, war stets sehr beeindruckend und ermutigend.
Allen sei Dank, die Pater Heintz insbesondere in seinen
letzten Lebenstagen begleitet und betreut haben.
Für die Brüdergemeinschaft
Br. Peter Berg, Generaloberer
Für das Seniorenzentrum
Markus Leineweber, Hausoberer
Christian Weiskopf, Kaufmännischer Direktor
Daniel Knopp, Heimleiter
Manfred Gäbel, Vorsitzender MAV
Nachwuchs im BKT
Martina und Ronny Schreiner
* Tochter Sarah Anna-Edith
Stefanie und Frank Jacoby
* Sohn Tobias
Melanie und Christian Peier
* Tochter Sophie
Nisha Kondattukunnel und
Antony Jimmy
* Sohn Rohan
Manuela und Jan-Henning Syrbe
* Tochter Leevke
William und Stefanie Reade
* Sohn Jannis Noah
Gernot Surges und Bettina
Schmidtke-Surges
* Tochter Paula Josefine
Stefanie und Markus Follmann
* Tochter Alia
Anna und Michael Simon
* Tochter Zoey
Sebastian Thommes und
Nicole Wartner
* Tochter Matilda Zoe
Petra und Christian Schilling
* Sohn Luis
Michelle Groß u. Jacques Blondelot
* Sohn Tom Johann
Manuela Kirst und Peter Ambré
* Sohn Ben
Natascha Arielli-Waßermann
und Niko Waßermann
* Tochter Lilly Marie
Anne Katrin und Sascha Weiland
* Sohn Björn Ole
Enise und Michael Lauterbach
* Tochter Amelie Didem
Patrizia Del Fabbro und Jacques
Seywert
* Tochter Norah Emma
Julia und Tevfik Kismetli
* Sohn Simon
Alexandra und Stefan Arenz
* Sohn Jonah
Michael Kalisch und Anne Simon
* Sohn Luca
Klaus-Peter und Susanne Arenth
* Sohn Levi
Monika und Christian Mühlen
* Sohn Gabriel Andreas
Marco und Diana Scherf
* Tochter Johanna
Bernadette und Edmund Marx
* Sohn Jonah
Holger und Tanja Claus
* Tochter Sofia
Markus und Ramona Jakobs
* Tochter Nica
Marc und Rebecca Dahm
* Sohn Jonas Heinz
Natascha und Michael Lofy
* Sohn Ben
Nicole Kreuder und Frank Junk
* Sohn Ben Luca
Flora und Ulrich Keller
* Tochter Nelly Friederike
Kerstin und Daniel Justinger
* Sohn Jannik
Alexandra Braun-Brust und
Thomas Brust
* Tochter Anna Katharina
Wir gratulieren
Zeugnisübergabe
in Mainz
Am 13. Juni 2012 fand in Mainz-Lerchenberg unter
Durchführung der Landesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft e.V. (LAG) die landesweite Zeugnisübergabe im
Ausbildungsberuf Hauswirtschafter/-in statt.
Frau Silvia Conrad, Vorsitzende der LAG, hielt die Festrede. Vertreter des zuständigen Ministeriums, der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion als zuständige Stelle
sowie des Berufsverbandes Hauswirtschaftsmeister sprachen ihre Grußworte.
Auch die Auszubildenden des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier, Johanna Becker (links) und Svenja
Heinzen (rechts), konnten hier feierlich ihre Gesellenbriefe entgegennehmen.
Wir gratulieren den beiden recht herzlich
für ihren erfolgreichen Abschluss und wünschen
ihnen alles Gute.
□
Text und Foto: Elke Münch
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Neue Mitarbeiter im BKT
Foto vom Begrüßungstag der neuen Mitarbeiter am 2. April 2012
I. Quartal 2012
Anton Balmes
Stat. 1D1, Krankenpfleger
Robin Billen
Küche, Auszubildender
Modesta Dargeviciute
Anästhesie
Assistenzärztin in Weiterbild.
Sylvie Kerstin
Innere Medizin I
Assistenzärztin in Weiterbild.
Dr. rer. nat. Doris Naumann
Psychologischer Fachdienst
Diplom-Psychologin
Guillermo Marcos Sommer
Stat. 1D2,
Krankenpfleger
Jessica Krahl
Küche, Küchenhilfe
Claudio Rodrigues da Cunha
Bettenzentrale, Mitarbeiter
Simona Krupkaite
Anästhesie, Assistenzärztin
Javier Rodriguez Lega
Herzchirurgie
Assistenzarzt in Weiterbild.
Dr. med. Susanne Stolz
Anästhesie
Assistenzärztin in Weiterbild.
Sabine Freyer
Innere Medizin III, Fachärztin
Andra Lesanu
Stat. 2D, Pflegehelferin
Nina Maria Heidger
Urologie
Assistenzärztin in Weiterbild.
Mohammad Jabarin
Neurologie
Assistenzarzt in Weiterbild.
Rolf Johannes
Zentraleinkauf, Mitarbeiter
Juliane Volland
Technische Leitung
Sekretärin
Max Letule
Küche, Küchenhilfe
Cedric Roth
Neurologie
Assistenzarzt in Weiterbil.
Maren Katherina Wagner
Zentraleinkauf
Stv. Abteilungsleiterin
Lisa Meister
Zentrale Reinigung
Raumpflegerin
Sabine Schlottbauer
Zentrale Reinigung
Raumpflegerin
Nadine Wollscheid
Nuklearmedizin
Arzthelferin
Andreas Mirbach
EDV-Abteilung
Datenver.-Kaufmann
Dr. med. Philipp Simon
Radiologie
Assistenzarzt in Weiterbild.
Silke Zemann
Herzchirurgie
Kardiotechnikerin
Basem Duwederi
Herzchirurgie
Facharzt
II. Quartal 2012
Inguna Andreisone
Stat. KIII Neuro
Pflegehelferin
Anne Berger
Endoskopiem
Krankenschwester
Annika Brandscheidt
Stat. 1D2
Krankenschwester
Claudia Anton
Stat. 5A, Krankenschwester
Martin Bernard
Stat. 1E1, Krankenpfleger
Manuela Backes
Psychologischer Fachdienst
Diplom-Psychologin
Verena Biwer
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Jasmin Brommenschenkel
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Annika Beck
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Roland Boelles
Urologie, Facharzt
Heinrich Becker
Radiologie, MTA
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Dorothee Boerder
Technische Leitung
Chefsekretärin
Sandra Derber
Unternehmenskommunikation
Mitarbeiterin
Guido Doehe
Zentr. Reinig., Raumpflegerin
Nadalja Drosdowa
Apotheke, Praktikantin
Franziska Ernzerhof
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Eva-Maria Esch
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Maike Eschstruth
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Neue Mitarbeiter im BKT
Foto vom Begrüßungstag der neuen Mitarbeiter am 2. Juli 2012
Jennifer Falk
Innere Medizin II
Assistenzärztin in Weiterbild.
Ruken Hassan
Nuklearmedizin
Arzthelferin
Torsten Loede
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschüler
Arne Schumacher
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschüler
Lucie Faßbender
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Christopher Hayes
Zentrale Reinigung
Raumpfleger
Annemarie Mertes
Zentrale Reinigung
Raumpflegerin
PD Dr. med. Fabian Spoehr
Anästhesie, Chefarzt
Ruth Ferreira
Linkskathetermessplatz
Stationshilfe
Stefanie Henn
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Martina Merz
Zentrum für Notaufnahme
Krankenschwester
Julia Filipenko
Zentralsterilisation
Mitarbeiterin
Dr. med. Michael Hower
Orthopädie
Assistenzarzt in Weiterbild.
Ute Metzdorf
Diabetologie, Arzthelferin
Laura Francke
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Sonja Huber
Stat. 2B, Krankenschwester
Verena Franzen-Gorges
Innere Medizin I
Assistenzärztin in Weiterbil.
Melanie Frechen
Endoskopie
Krankenschwester
Lukas Fritz
Linkskathetermessplatz
Krankenpfleger
Julia Hutmacher
Stat. KII Frühreha
Krankenschwester
Maike Jost
Stat. KII Stroke Unit
Krankenschwester
Lisa Kister
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Christina Monzel
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Ramona Neises
Medico I, Ergotherapeutin
Jeremias Oest
Zentral-OP, Krankenpfleger
Anne Pfeifer
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Silke Prim
Kita St. Monika, Erzieherin
Katharina Kleeblatt
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Walter Rennert
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschüler
Tina-Maria Greif
Stat. 3E, Krankenschwester
Nico Kootz
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschüler
Cedric Roubeix
Innere Medizin III
Assistenzarzt in Weiterbild.
Nadine Haep
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Carina Kraemer
EKG-Abteilung
Arzthelferin
Ramona Schmitt
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Kerstin Hansen
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Laura Leinen
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Theresa Schmitt
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Sabine Hartung
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Ina Lichter
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Isabell Schmitz
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Ralf Goettert
Stat. 1D2, IntensivFachpfleger
2/3 2012
Magdalena Steinle
Stat. 3E, Krankenschwester
Heike Stuelp
Stat. 4D, Krankenschwester
Tanja Sturges
Stat. 2B, Krankenschwester
Maria Thiel
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Claudia Thiel
Zentrale Reinigung
Raumpflegein
Janina Thies
Stat. 1E1, Krankenschwester
Johannes Timmer
Haustechnik, Praktikant
Yasemin Vierbuchen
Krankenpflegeschule
Krankenpflegeschülerin
Nadine Weber
Stat. KII Stroke Unit
Krankenschwester
Sarah Werner
Diabetologie, Arzthelferin
Hannah Windeln
Neurologie
Assistenzärztin in Weiterbil.
Kathrin Zeien
Stat. 3E, Krankenschwester
Annika Zwerenz
Zentral-OP
Krankenschwester
49
Jubilare im BKT – II. Quartal 2012
40-jähriges
Dienstjubiläum
Matthias Berndt
OP-Anästhesie
Gisela Brandt
Anästhesie-Ambulanz
Ansgar Weber
Station 2D
Michael Steinwand
Station 3B
Nicole Kohlmetz
Zentrale Reinigung
Annette Willems
Station 3B
Claudia Thielen-Belavic
OP-Anästhesie
Anna Kurnov
Station 4B
Claudie Thoernich
Station 4B
Monika Lautwein
Zentrum für Notaufnahme
Birgit Trapp
KfH-Bitburg
Dr. med. Elke Lenz
Chirurgie
Eva Wissmann
Kita St. Monika
Katharina Meister
Zentrale Reinigung
20-jähriges
Dienstjubiläum
Gabriele Olinger
Patientenarchiv
Rudolf Berschens
Küche
Therese Seibel
Station 3D
Marlies Bielhenn
Station 2A
Jürgen Uhl
Zentral-OP
Thomas Greif
Medico I
10-jähriges
Dienstjubiläum
Elisabeth Heib
Zentral-OP
30-jähriges
Dienstjubiläum
Erika Follmann
Orthopädie
Annette Henter
KfH Saarburg
Ingold Junk
Neurologie
Helmut Hubert
Bettenzentrale
Albayrak Hatice
Station 2A
Simone Basten
Zentrallabor
Helga Blasius
Innere Medizin I
Eva-Maria Kraft
Zentrallabor
Heike Bleck
Anästhesie
Jenny Lundgren
Station 4D
Susanne Blume
Apotheke
Petra Maxheim
Zentrum für Notaufnahme
Carmen Edlinger
Station 3D
Claudia Neisius
Station 5D
El Odeh Fadie
Chirurgie
Johannes Hoffmann
Zentrale Reinigung
Lieselotte Pütz
Zentrale Reinigung
Kerstin Franzen
Station 1E1
Hartmut Konz
Küche
Birgit Rading
Station 3B
Dagmar Hettgen
Station Dialyse
Christa Kreber
Station 1E2
Michael Riss
KfH Saarburg
Eva Jackson
Zentrale Reinigung
Johann Loerscher
Bewachung
Sonja Schmitz
Station 5A
Anke Kampmann
Station KI
Simone Scheiblich
Chirurgie
Irmgard Scholer
Röntgenabteilung
Marie-Veronique Kempfer
Linkskathetermessplatz
Thomas Schuh
Klinik-Hygiene
Bettina Schwarz
Station 1E2
Dr. med. Christoph Klawe
Neurologie
Johannes Timmer
Station 1D2
25-jähriges
Dienstjubiläum
Jürgen Blau
Linksherzkathetermessplatz
Gabriele Mergener
Station 3D
Carmen Michels
Station 1E1
Melanie Michels
EKG-Abteilung
Melanie Peier
Anäesthesie
Rüdiger Pies
Station 1E1
Franziska Prinz
Zentrum für Notaufnahme
Martina Ruschel-Rütz
Station 4A
Olga Schneider
Station 2A
Gertrud Schwang
Zentrale Reinigung
Nina Tischler
Zentrallabor
Silvia Wagner
Küche
Judith Wirtz
Station KII Frühreha
Kerstin Zillgen
Station 3E
Allen Jubilaren einen herzlichen Glückwunsch!
Wir gratulieren
Christine Heinz
Lehrerin in der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege
hat am 12. März 2011 die Diplomprüfung in Erziehungswissenschaft an der Universität
Koblenz-Landau erfolgreich bestanden.
Auf Grund dieser Prüfung wird ihr der akademische Grad Diplom-Pädagogin (Dipl.-Päd.) verliehen.
50
Kunst und Kultur
FIGURENZYKLUS
„Stationen
des Lebens“
wurde im
Brüderkrankenhaus gezeigt
Es waren „nur“ fünf Köpfe und eine lebensgroße Figur, die
der Bildhauer Andreas Kuhnlein in der Klosterkirche des
Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in Trier während
der Heilig-Rock-Wallfahrt ausstellte. Und doch war sein
Figurenzyklus „Stationen des Lebens“ eine große Bereicherung für diesen Raum, an dem auch die Pilgeroase während
der Wallfahrt beheimatet war. In besonderer Weise luden
die Skulpturen die Betrachter ein, sich mit dem eigenen Leben, dem eigenen Pilgerweg und dem Ziel dieses Unterwegsseins auseinanderzusetzen.
Wallfahrtsleiter Monsignore Georg Bätzing verglich bei
der Vernissage am 1. April die zahlreichen Aktivitäten und
Ausstellungen, die im Wallfahrtszeitraum rund ums Thema
Pilgern stattfanden, mit dem Einrichten einer Wohnung.
„Wir erwarten viele Gäste und richten unser Zuhause her.“
So wollten die Skulpturen von Kuhnlein in der Pilgeroase
Inspiration und Impulsgeber sein für die Menschen, die mit
ihren Sorgen, Nöten und Ängsten hier Station machten.
Besonders dankte der Wallfahrtsleiter der Referentin für
Pilgertage und Pilgerwege im Wallfahrtsbüro, Karin Müller-
Pilgerin Sofia ist in der Kirche des Brüderkrankenhauses Trier angekommen. Begrüßt wird sie von Bildhauer Andreas Kuhnlein,
Karin Müller-Bauer, Bruder Raphael, Peter Lupp und Wallfahrtsleiter Monsignore Georg Bätzing (von links).
2/3 2012
51
Kunst und Kultur
Bauer, die mit ihren vielfältigen Erfahrungen des Pilgerns
bereicherte und am Zustandekommen der Ausstellung maßgeblichen Anteil hatte.
Sofia heißt die lebensgroße Holzfigur, die hinten im Mittelgang der Krankenhauskirche stand und nach vorne zum
Altar und dem Kopf Christi schaute. Ihn hat sie als klares Ziel
vor Augen, während sie gleichzeitig ihr ganzes Leben im
Blick hat. Da sind die Bilder ihrer Kindheit und Jugend, ihres
Erwachsenseins und ihres Alters. Die vier Lebenszeiten stellt
Kuhnlein in eindrucksvollen Köpfen dar. Die Entstehung des
Figurenzyklus erläuterte Peter Lupp, Regionalentwickler
vom Regionalverband Saarbrücken, den Gästen der Vernissage. Ursprünglich hatte Kuhnlein die Figuren nämlich 2010
für den Kulturort Wintringer Kapelle in der Region Saarbrücken geschaffen. Mit seiner Figurensprache stelle der
Künstler dar, wie Menschen seit dem Mittelalter bis in die
Gegenwart Räume erschließen und in unterschiedlicher
Intensität als Pilgerstätten begreifen würden. Aus der gotischen Kapelle zogen die „Stationen des Lebens“ weiter nach
St. Thomas, wo sie im Jahr der geistlichen Vorbereitung auf
die Wallfahrt im Kloster zu sehen waren.
„Nun ist die Pilgerin in Trier angekommen“, stellte der
Bildhauer fest. Damit habe sich der eigentliche Sinn seines
Werks erfüllt, was anfangs gar nicht absehbar war. Für den
Regionalverband Saarbrücken sei es sehr wichtig, sich mit
diesem relativ kleinen, aber doch wertvollen Beitrag an der
großen Wallfahrt zu beteiligen und durch die Kunst eine
Brücke nach Trier bauen zu können, betonte Lupp bei der
Eröffnung, die Volker Krebs musikalisch gestaltete. Passend
zu den Lebensstationen spielte der Regionalkantor Variationen über „Zu Bethlehem geboren“, eine Choralbearbeitung von Bach sowie Variationen des Trierer Komponisten
Joachim Reidenbach.
Dankbar für das „tief religiöse und spirituelle Werk“ zeigte sich Christian Ludwig, stellvertretend für den Hausoberen
des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier. Und auch
Bruder Raphael Lichtlé, Konventoberer des Mutterhauskonvents der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf, äußerte seine
Freude über diese Ausstellung. „Obwohl wir anfangs etwas
skeptisch waren“, seien die Brüder nun froh, dass die Figuren
an diesem Ort stehen, an dem sich in der Wallfahrtszeit täglich alle abgebildeten Generationen begegnen werden.
Sofia, die weitblickende, weise Pilgerin, will ihnen helfen,
den Blick auf die Stationen des Lebens zu lenken und dabei
Jesus Christus, den Heiland und Erlöser, als klares Ziel vor
Augen zu haben.
□
Text: Judith Rupp, Bistum Trier
Fotos: Willy Speicher, Christine Küppers
50 Jahre Trierer Sängerknaben
Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Trierer Sängerknaben fand am Samstag, 23. Juni, ein Festakt im Albertus-Magnus-Saal im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder statt.
Als Vertreter der Stadt Trier war Kulturdezernent Thomas
Egger beim Festakt zu Gast; die Barmherzigen Brüder von
Maria Hilf, die die Trierer Sängerknaben finanziell und ideell
wesentlich unterstützen, waren durch ihren Generaloberen
Bruder Peter Berg vertreten.
Auf dem musikalischen Programm des Festaktes standen
weltliche Werke von Schubert, Schumann und Orff. Am
Klavier wurden die Trierer Sängerknaben begleitet von
52
Klauspeter Bungert, der ebenfalls viele Jahre Mitglied des
Chores gewesen ist. Dem Festakt voraus ging um 18 Uhr ein
Dankgottesdienst in der Klosterkirche des Brüderkrankenhauses, in dem die „Missa variabilis“ des Trierer Komponisten
Joachim Reidenbach zur Uraufführung gebracht wurde. Nach
dem Jubiläumskonzert vom 3. Juni und einer Konzertreise
nach Wiesbaden mit Auftritten in der Basilika St. Johannisberg und der Wiesbadener Marktkirche stellte der Festakt
den dritten Höhepunkt im ersten Halbjahr des Jubiläumsjahres der Trierer Sängerknaben dar.
□
Text: Sängerknaben
Kunst und Kultur
Der Verein „Kunst und Kultur im Krankenhaus“ auf dem Hubschrauberlandeplatz des Brüderkrankenhauses
Jahreshauptversammlung 2012 des Vereins Kunst
und Kultur im Krankenhaus
Am 30. Mai 2012 fand die Jahreshauptversammlung des
Vereins Kunst und Kultur im Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder Trier statt, an der 30 Mitglieder teilnahmen. Nach
einer Besichtigung des Hubschrauberlandeplatzes warf die
Vorsitzende Hildegard Schmidt einen Rückblick auf das vergangene Jahr. Geschäftsführer Friedhelm Ackermann stellte
den Geschäftsbericht vor, den die Rechnungsprüfer freigaben
und den Vorstand entlasteten. Bei der anschließenden Wahl
der Rechnungsprüfer wurde Jutta Bretz im Amt bestätigt,
neu gewählt wurde Cilly Peters. Der Vorstand sprach seinen
Dank an Gisela Becker aus, die das Amt mehrere Jahre bekleidet hat.
Der Verein Kunst und Kultur, der im März 1993 auf Initiative des damaligen Hausoberen des Brüderkrankenhauses,
Bruder Athanasius gegründet wurde, hat es sich zur Aufgabe
gemacht, durch die regelmäßige Organisation kultureller
Veranstaltungen in Form von Vernissagen, Ausstellungen,
Liederabenden und Konzerten, die Lebensqualität für Patienten, Mitarbeiter und Besucher im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier zu steigern.
Die Veranstaltungen bringen Abwechslung, unterbrechen
den Krankenhausalltag und kommen dem ganzheitlichen
Anspruch nach, dass auch in einem Krankenhaus der Mensch
nicht auf sein natürliches Bedürfnis nach Kultur verzichten
muss.
Für 2012 stehen sechs Ausstellungen auf dem Programm
sowie am 19. August 2012 ein Kammerkonzert der Sommerakademie Konz.
Dem Verein gehören derzeit 115 Mitglieder an.
□
Text und Foto: Anne Britten
Chor- und Kammerkonzert des Gesangvereins Trier-Pallien 1876 e.V.
und des Camerata Musica Quartetts, Saarburg
Am Sonntag, 10. Juni 2012 veranstaltete der Verein „Kunst
und Kultur im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder von
Maria-Hilf in Trier e.V.“ ein Chor- und Kammerkonzert im
Albertus-Magnus-Saal des Brüderkrankenhauses. Der Gesangverein Trier- Pallien 1876 e.V. und das Camerata Musica
Quartett Saarburg brachten ein abwechslungsreiches Musikangebot zu Gehör.
Das Programm enthielt Chorsätze namhafter Meister von
der Renaissance bis zur Moderne. Klavierlieder und Gedichtvorträge mit Texten von Goethe, Eichendorff und Uh-
2/3 2012
land entfalteten ein Stimmungsbild vom Erleben der Natur,
das in allen Chorsätzen anklang. Solisten waren Andrea
Hagen, Sopran und Günter Horsch, Tenor.
Den kammermusikalischen Part übernahm das Saarburger Camerata Musica Quartett. Zusammen mit dem Solisten
Klauspeter Bungert erklang das A-Dur Klavierkonzert Nr. 12
KV 414 von Wolfgang Amadeus Mozart in der kammermusikalischen Fassung des Komponisten.
□
Text: Verein Kunst und Kultur
53
Kunst und Kultur
Ausstellung „Pflücke die Freude im Jetzt“
von Petra Henneberger
Vom 23. März bis 11. Mai 2012 war im Ausstellungsflur des
Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier die Ausstellung „Pflücke die Freude im Jetzt“ zu sehen.
Es handelte sich um Acryl- und Aquarellgemälde von Petra
Henneberger. Am Freitag, den 23. März 2012 wurde die
Ausstellung im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Walter
Oberbillig begrüßte die Malerin Petra Henneberger sowie
alle kunstinteressierten Anwesenden. Petra Henneberger,
Jahrgang 1973, stellte in einer Einführung ihren künstlerischen und beruflichen Werdegang sowie die Entstehungsweise ihrer Bilder vor.
Die Malerei ist eine Passion der Künstlerin, welche schon
zeitlebens besteht. 1998 stellte die Diplom-Geographin ihre
Arbeiten zum ersten Mal aus. Ihre Bilder in Acryl auf Keilrahmen waren im Rahmen von Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem im „Lesecafé Palais“ Trier oder im
Schloss Weilerbach (Bollendorf) zu sehen. 2009 machte sie
sich mit der Acryl- und Aquarellmalerei selbständig.
Die Ausstellung „Pflücke die Freude im Jetzt“ forderte
den Betrachter auf, sich dem Gefühl im Augenblick, im Jetzt,
hinzugeben. Basis ihres Schaffens war das Spiel mit Form und
Farbe, Licht und Schatten. Die Künstlerin strebt z.Z. die Auflösung von Farben und Formen an, um das Gefühl, welches
sich in den Gemälden spiegelt, in den Vordergrund zu rücken.
Die Ad-Hoc-Malerei, ein von ihr geprägter Begriff, bei der
ein Gemälde ohne vorherige Form- oder Farbwahl aus dem
Moment heraus entsteht, ist für sie die ursprünglichste, reinste Form, ein Gemälde zu kreieren, da hierbei im Augenblick
des Schaffens die Liebe des Seins ungehindert zum Ausdruck
kommen kann.
Die ausgestellten Arbeiten zeigten farbenfrohe, spielerische Inhalte, welche von einer abstrakt-surrealistischen Dar-
Vernissage am 23. März 2012
stellung über den Pointillismus bis hin zum Fotorealismus
reichten.
Ein Einblick in ihr Schaffen kann unter:
www.henneberger.artists.de gewonnen werden.
Die Vernissage wurde musikalisch mit Geige, Klavier und
Trompete von Aloys und Julian Pinn begleitet.
□
Der Ausstellungsflur des Krankenhauses mit Bildern von Petra Henneberger
54
Text: Hildegard Schmidt, Fotos: Friedhelm Ackermann
Kunst und Kultur
Ausstellung „RÄUME“ – Abstrakte Ölgemälde
von Berenike Michalke
Vom 25. Mai – 6. Juli 2012 zeigte der Verein Kunst und Kultur Arbeiten von Berenike Michalke im Ausstellungsflur des
Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Trier. Es handelte
sich um abstrakte Ölmalereien.
Die Eröffnung der Ausstellung fand im Rahmen einer Vernissage am 25. Mai 2012 statt. Walter Oberbillig begrüßte die
Anwesenden und bedankte sich für ihr Kommen. Musikalisch
umrahmt wurde die Vernissage von den beiden Geigerinnen
Teresa Müller und Hanna Schneider, die zwei Stücke aus Don
Giovanni von Mozart und die 1. Sonate von Georg Philipp
Telemann spielten.
Psychologische Wirkung des Bildraumes
Die 1967 in Biberach/Riss geborene Malerin Berenike Michalke lebt und arbeitet in Kasel bei Trier. Die Grafik-Designerin,
die an der Fachhochschule Trier ihr Studium absolviert hat,
beschäftigte sich nach einigen Jahren in der Industrie intensiv mit der Malerei und betreibt seit 1995 erfolgreich ihr
Atelier in Kasel, wie zahlreiche Ausstellungen u.a. bis nach
Finnland belegen. Sie ist Mitglied im BBK Köln/NRW und
Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Lemniskate“. Ihre
Malerei ist maßgeblich von einer inneren Sicht geleitet, die
Themen bewegen sich im religiösen bzw. philosophischen Bereich, aber auch ihr leidenschaftliches Verhältnis zur Musik
schlägt sich oft darin nieder.
In der Ausstellung „Räume“ beschäftigte sich die Künstlerin mit der psychologischen Wirkung des Bildraumes auf
den Betrachter. Die Fähigkeit, eine räumliche Quasi-Begehbarkeit zu schaffen, ist eines der Grundanliegen ihrer Malerei. Basis ihres Schaffens sind dabei starke Farb- und HellDunkel-Kontraste, die Tiefe entstehen lassen. Eine Dynamisierung der abstrakten Bildmotive erreicht die Malerin durch
eine kraftvolle Öl-Spachtel-Technik, die hauptsächlich „nass
in nass“ gearbeitet wird und eine differenzierte Oberflächenstruktur aufweist.
Viel Interesse bei der Vernissage am 25. Mai im Brüderkrankenhaus
Die beiden Geigerinnen Teresa Müller und Hanna Schneider
bei der musikalischen Umrahmung der Vernissage
Weitere Informationen können ihrer Homepage:
www.berenike-michalke.de entnommen werden.
□
Text: Hildegard Schmidt, Fotos: Friedhelm Ackermann
Werden Sie Kunst- und Kulturförderer
Die „Freunde und Förderer im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf in Trier e.V.“ bereichern den
Lebensraum Krankenhaus mit Vernissagen, Ausstellungen,
Liederabenden und Konzerten. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Lebensqualität im Krankenhaus bei Patienten, Mitarbeitern und Besuchern zu steigern.
Denn: Eine gute Atmosphäre im Krankenhaus trägt zur Genesung der Patienten bei und wirkt wohltuend auf Besucher
und Mitarbeiter.
Regelmäßig organisiert der Förderverein künstlerische und
kulturelle Veranstaltungen für die Patienten, Besucher,
Mitarbeiter, Freunde und Förderer des Vereins und des
Brüderkrankenhauses Trier. Diese Veranstaltungen bringen Abwechslung, sie unterbrechen den Krankenhausalltag
und leisten damit einen Beitrag zur Genesung.
Mit Ihrer Mitgliedschaft helfen Sie uns und unterstützen die
„Freunde und Förderer im Krankenhaus der Barmherzigen
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Brüder von Maria-Hilf in Trier e.V.“ Für einen Mitgliedsbeitrag von nur 20,- Euro jährlich bieten wir Ihnen ein vielseitiges kulturelles Angebot. Sie bekommen für alle Veranstaltungen eine Einladung zugeschickt. Außerdem können
Sie am jährlichen Ausflug für Mitglieder des Fördervereins
teilnehmen. Wir würden uns freuen Sie als Mitglied bei uns
begrüßen zu können.
Informieren und anmelden können Sie sich:
bei der Vorsitzenden Hildegard Schmidt, Tel.: 0651/39600
oder bei Friedhelm Ackermann, Tel.: 06501/17463,
E-Mail: [email protected]
Postanschrift:
Freunde und Förderer im Krankenhaus der Barmherzigen
Brüder von Maria-Hilf e.V. Trier, Nordallee 1, 54292 Trier
oder Friedhelm Ackermann, Saarburger Str. 5, 54456 Tawern
Friedhelm Ackermann, Geschäftsführer K u. K
55
Mein
www.bruederstiftung.de
Spendenkonto: 22 80 80
Sparkasse Trier
Herausgeber:
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier
Redaktion: Anne Britten, Reinhard Boesten, Brigitta Butterbach, Arnold Becker, Sandra Derber, Christian Ludwig, Petra Nievelstein, Marion Schuh
Zuschriften und Beiträge an: HÖRROHR-Redaktion, Brüderkrankenhaus Trier, e-Mail: [email protected]
Spenden erbeten auf die Konten des Brüderkrankenhauses: Sparkasse Trier 958 827 (Vermerk: HÖRROHR).
Layout/Satz/Druck: Schneider&Alt GmbH, Rudolf-Diesel-Str. 4, 54292 Trier, Tel. 0651/9 911010, Fax - /9 911011, [email protected]
Auflage 3.000 Exemplare
Eingesendete Manuskripte dürfen, falls technische Notwendigkeiten dies erforderlich machen – unter Berücksichtigung des beabsichtigten
Informationsgehaltes –, gekürzt, redigiert oder auf eine der nächsten Ausgaben verschoben werden.
Namentlich gekennzeichnete Artikel sowie Leserbriefe müssen nicht mit der Meinung der Redaktion oder des Herausgebers übereinstimmen.
Redaktionsschluss für die Ausgabe 4/2012 ist der 15. Oktober 2012
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