GO OUT! - HTWK Leipzig

Transcrição

GO OUT! - HTWK Leipzig
HOCHSCHULE FÜR TECHNIK, WIRTSCHAFT UND KULTUR LEIPZIG
University of Applied Sciences
GO OUT!
Wissen schafft Verbindung
Ausgabe 2013/2014
Informationen des Akademischen Auslandsamtes
Aktuelles | Berichte | Exkursion | Panorama | Vorgestellt
SPRACHEN LERNEN MIT MOSAIK!
Der MOSAIK Sprachen e. V. an der HTWK Leipzig bietet Ihnen:
¢
¢
¢
¢
¢
¢
¢
allgemeinsprachliche und berufsbezogene Kurse in mehr als 10 Sprachen
Kurse während des Semesters und Intensivsprachkurse
sprachliche und landeskundliche Vorbereitung von Teilstudien oder Praktika
im Ausland
Seminare „Sprache und Kultur“
Vorbereitung auf den Erwerb international anerkannter Sprachenzertifikate,
z. B. IELTS, LCCI, University of Cambridge ESOL Examinations
Sprach- und Prüfungsberatung
Kompetenz in der Vermittlung von Fremdsprachenkenntnissen durch den Einsatz erfahrener Fremdsprachenlehrer
Kontakt und Beratung:
Dipl.-Lehrerin Barbara Müller
MOSAIK Sprachen e. V.
an der HTWK Leipzig
Karl-Liebknecht-Str. 145
04277 Leipzig
Tel.: (0341) 3076 6167
Fax: (0341) 3076 6164
E-Mail: [email protected]
www.htwk-leipzig.de/de/sprachen/mosaik
VORWORT
GO OUT! – Ihr Weg ins Ausland
E
in Semester oder Studienjahr im Ausland zu
verbringen – dafür gibt es viele gute Gründe.
Ist es der Ausbau von Fremdsprachenkenntnissen,
der Erwerb von interkultureller Kompetenz oder die
Fortbildung der Persönlichkeit. Im Ausland Erfahrungen sammeln, heißt dazulernen, die Dinge aus
einem anderen Blickwinkel betrachten, den eigenen
Horizont erweitern.
Internationale Vernetzung
Im Leitbild der HTWK Leipzig ist das Prinzip der
»Internationalen Vernetzung« fest verankert, es
spiegelt sich in der Entwicklung und im Handeln
der Hochschule wieder. So pflegt die HTWK Leipzig
aktive Beziehungen zu derzeit über 80 Partnerhochschulen weltweit. Der strategische Ausbau
Hochschule gebotenen Möglichkeiten für einen
von internationalen Beziehungen, die Förderung
der Auslandsmobilität und der interkulturellen
Kompetenz aller Hochschulmitglieder sind Leitlinien
unserer weltoffenen Hochschule. Professoren und
Mitarbeiter arbeiten am Auf- und Ausbau internationaler Lehr- und Forschungskooperationen, die das
Studieren in mehr und mehr international ausgerichteten Studienprogrammen noch attraktiver machen
sollen. Modularisierte Studienstrukturen bieten
gute Möglichkeiten für ein- oder zweisemestrige Studienaufenthalte an einer ausländischen Hochschule
und die Anerkennung der dort erbrachten Leistungen. Aber auch das Auslandspraktikum ist eine gute
Möglichkeit, um interkulturelle Erfahrungen zu
sammeln und Luft in der internationalen Arbeitswelt
zu schnuppern.
Mit der vorliegenden GO OUT! möchten wir Sie,
liebe Leser, dazu anregen, einen Blick über den
Auslandsaufenthalt zu nutzen. Stöbern Sie in den
einzelnen Rubriken von »Aktuelles« bis »Vorgestellt«
und erfahren Sie mehr über Fördermöglichkeiten,
Bewerbungstermine und -abläufe, unsere internationalen Partnerhochschulen und die Erfahrungen von
Kommilitonen, die bereits im Ausland waren.
Folgen Sie ihren guten Beispielen! Nutzen Sie die
Gelegenheit eines Auslandsstudiums oder sammeln
Sie praktische Erfahrungen in einem ausländischen
Unternehmen. Die Chance ins Ausland zu gehen,
kommt so leicht nicht wieder! Das Akademische
Auslandsamt unterstützt Sie gern durch eine
umfassende Beratung zur Planung und Finanzierung
Ihres Auslandsaufenthaltes sowie durch die direkte
Vergabe von Fördermitteln u. a. im Rahmen der
Bildungsprogramme der Europäischen Union.
Viel Freude und gute Anregungen bei der Lektüre
wünscht Ihnen
Tellerrand zu wagen und die vielfältigen an unserer
Ihr Akademisches Auslandsamt
1
2 HOCHSCHULE FÜR TECHNIK, WIRTSCHAFT UND KULTUR LEIPZIG
University of Applied Sciences
Horizonte erweitern – auf ins Ausland!
Fremdsprachen erlernen und Auslandserfahrung sammeln?
Das Hochschulsprachenzentrum und das Hochschulsportzentrum der HTWK Leipzig laden ein …
Internationaler Tag der Sprachen und des Sports
am 26. November 2014, ab 16:30 Uhr, im Hochschulsprachen­zentrum und
später im Hochschulsportzentrum (HTWK-Sporthalle)
•• Welche Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes
gibt es?
•• Sind meine Sprachkenntnisse ausreichend?
•• Wo kann ich Unterstützung bei der Finanzierung
meines Auslandsstudiums erhalten?
•• Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen?
•• Wer hilft mir, einen geeigneten Praktikumsplatz zu
finden?
Nach den Informationsveranstaltungen in allen
Räumen des Hochschulsprachenzentrums geht es
ab 19 Uhr sportlich weiter im Hochschulsportzentrum (HTWK-Sporthalle). Tauschen Sie sich aus zum
Thema Auslandsaufenthalt und beteiligen Sie sich
gemeinsam an verschiedenen Aktivitäten für Körper
und Geist.
Hochschulsprachenzentrum der HTWK Leipzig
Hochschulsportzentrum der HTWK Leipzig
Karl-Liebknecht-Straße 145 (Lipsius-Bau), 4. OG
Arno-Nitzsche-Straße 29
http://www.htwk-leipzig.de/de/sprachen
http://sport.htwk-leipzig.de
INHALT
28 Aufenthalt in Södertälje (Schweden): René Di Carlo
30 Aufenthalt in Panama-Stadt (Panama): Katrina Hutchison
Lehren im Ausland
32 Aufenthalt in Edinburgh (Schottland/GB):
Prof. Dr. Rüdiger Wink
Erfahrungsaustausch im Ausland
34 Aufenthalt in Helsinki (Finnland): Astrid Schiemichen
Foto: Tilo Müller
Berichte
Studium im Ausland
20 Aufenthalt in Istanbul (Türkei): Cristoph Dijoux
22 Aufenthalt in Budapest (Ungarn): Felix Schleinitz
24 Aufenthalt in Hangzhou (China): Tilo Müller
Praktikum im Ausland
26 Aufenthalt in Kopenhagen (Dänemark): Miriam Hausner
Die neue DAAD-Stipendienbroschüre ist da!
Studienaufenthalt in China
Foto: Katrina Hutchison
Aktuelles
04Bewerbungstermine
05 Auslandsstudium mit ERASMUS: Tipps zur richtigen Bewerbung
06 Übersicht zu Partnerhochschulen weltweit
14 Kooperatives Promotionsverfahren mit der University of the
West of Scotland
16 DAAD: Neuauflage der Stipendienbroschüre
17 15 Jahre Dozenten- und Studentenaustausch mit der
Université d’Artois, Bethúne
18 Neue Programmgeneration ERASMUS+
Foto: Artkolchose
In diesem Heft
Vorgestellt
42 Koordinatoren für Internationale Beziehungen der
Fakultäten
Foto: Edinburgh Napier University
Praktikumsaufenthalt in Panama
Panorama
36 Konferenzteilnahme in Berkely (USA): Tobias Rudloff
38 Mit »InfoMotion« nach Irland und Großbritannien
40 Ausland und wieder Ausland: Gerlind Schubert
41 Mentoren zu Besuch in Jordanien
Lehraufenthalt in Schottland
3
4 AKTUELLES
Bewerbungstermine
Sie möchten sich für ein Teilstudium oder Praktikum im Ausland bewerben?
Im Folgenden einige »Merkzettel« für wichtige Termine, die Sie beachten sollten:
ERASMUS+
Studium an einer Partnerhochschule im Rahmen
des Programms ERASMUS+ im Akademischen
Jahr 2014/2015: Abgabe der Bewerbungsunterlagen beim Koordinator für Internationale
Beziehungen Ihrer Fakultät bis 15.03.2014 für
ein Auslandsstudium ab WS 2014/2015, bis
15.10.2014 für ein Auslandsstudium ab SS 2015
PROMOS
Förderung von Auslandssemestern, Auslandspraktika sowie Studien- und Gruppenreisen:
Abgabe der Bewerbungsunterlagen im AAA bis
15.11.2013 für Auslandsaufenthalte, die im
ersten Halbjahr 2014 beginnen, bis 15.04.2014
für Auslandsaufenthalte, die im zweiten Halbjahr
2014 beginnen
Go East
Semesterstipendien im Rahmen von Hochschulkooperationen im Akademischen Jahr
2014/2015 für Studienaufenthalte in den Ländern Ost- und Südosteuropas sowie den Ländern
der GUS: Abgabe der Bewerbungsunterlagen im
AAA bis 17.01.2014
http://goeast.daad.de
Praktikum über das LEONARDO-BÜRO SACHSEN
(für Länder der EU)
ERASMUS-Praktikumsstipendium: Abgabe der
Bewerbungsunterlagen beim LEONARDO-BÜRO
SACHSEN spätestens 6 Monate vor Praktikums­
beginn empfohlenwww.leo.tu-dresden.de
Stipendien des DAAD
Jahresstipendien für Studienaufenthalte, kombinierte Praxisaufenthalte, Fahrtkostenzuschüsse
für Auslandspraktika u. a.
www.daad.de
Fulbright-Kommission (für USA)
Jahresstipendien für Studienaufenthalte:
Ausschreibung jeweils während des deutschen
Sommersemesters für einjährige Studienaufenthalte, die im August/September des Folgejahres
in den USA beginnen, Bewerbung einzureichen
über das AAA; Stipendien für Summer Schools:
Ausschreibung im Januar für Kurzstudienaufenthalte im Sommer desselben Jahres, Bewerbung
direkt bei der Fulbright-Kommission
www.fulbright.de/tousa/stipendien
Weitere Informationen: www.htwk-leipzig.de/de/internationales
AKTUELLES
ERASMUS: Tipps zur
Bewerbung für ein Auslandsstudium
E
in Auslandsstudium ist zweifellos ein großer
Zugewinn, denn jeder Student kann sich hier
fachlich, sozial, interkulturell und natürlich auch
sprachlich weiterentwickeln. Damit diese Erfahrung
möglichst viele Studierende machen können, hat die
Europäische Kommission das ERASMUS-Programm
ins Leben gerufen. Bereits nach dem ersten Studienjahr haben Studierende die Möglichkeit, für drei bis
zwölf Monate an einer europäischen Partnerhochschule zu studieren.
Was ist bei der Vorbereitung zu beachten?
•• Rechtzeitige Planung (empfohlene Vorlaufzeit:
mindestens ein Jahr)
•• Informationen einholen über Partnerhochschulen,
Gastland und Bewerbungsfristen
•• Beratungsgespräch mit dem Koordinator für
Internationale Beziehungen an der Fakultät (Wann
ist der richtige Zeitpunkt für meinen Auslandsaufenthalt? Wie lässt er sich am besten in meinen
Studienverlauf integrieren? Inwiefern werden im
Ausland erbrachte Studienleistungen anerkannt?)
•• Beratungsgespräch im Akademischen Auslandsamt
(Wie läuft der Bewerbungsprozess ab? Was ist
ein Learning Agreement? Was genau beinhaltet
die ERASMUS-Förderung? Wie erhalte ich mein
ERASMUS-Stipendium?)
•• Erfahrungsaustausch mit deutschen und ausländischen Kommilitonen (Empfehlung: Betreuung
von ausländischen Studierenden im Mentoren­
programm und Erwerb des »Zertifikats für Inter­
kulturelle Kompetenz«)
•• Kenntnisse der Sprache des Gastlandes bzw. der
Unterrichtssprache auffrischen
•• ggf. zusätzliche Förderung beantragen
(z. B. Auslands-BAföG)
Welche Unterlagen gehören zu einer erfolgreichen
Bewerbung?
•• Anschreiben an die Partnerhochschule
(Motivationsschreiben)
•• Bewerbungsformular der Partnerhochschule
bzw. Online-Bewerbung
•• Learning Agreement (beabsichtigtes Studien­
programm)
•• Transcript of Records (englischsprachiger Nachweis bisheriger Studien- und Prüfungsleistungen)
•• Nachweis ausreichender Kenntnisse der Sprache
des Gastlandes bzw. der Unterrichtssprache
•• tabellarischer Lebenslauf
•• zwei Passbilder
Bitte beachten Sie, dass die Bewerbungsunterlagen zweifach im Original und in englischer
Sprache beim Koordinator für Internationale
Beziehungen Ihrer Fakultät einzureichen sind!
Weitere Informationen: www.htwk-leipzig.de/de/internationales
5
6 AKTUELLES
Partnerhochschulen der HTWK weltweit
Legende
Angewandte Sozialwissenschaften (AS) Bauwesen (B) Elektrotechnik und Informationstechnik (EIT) Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften (IMN) Maschinenbau und Energietechnik (ME) Medien (M) Wirtschaftswissenschaften (W)
Australien
University of the Sunshine Coast, Sippy Downs
www.usc.edu.au
Partnerschaft W
Belgien
Artesis Plantijn University College Antwerp, Antwerpen
www.artesis.be
ERASMUS M
Karel de Grote Hogeschool, Hoboken (Antwerpen)
www.kdg.be
ERASMUS M
EPHEC – École Pratique des Hautes Etudes Commerciales, Brüssel
www.ephec.be
ERASMUS W
Arteveldehogeschool, Gent
www.arteveldehs.be
ERASMUS M
Brasilien
The Federal University of Santa Maria, Santa Maria
www.ufsm.br
allgemeiner
Partnerschaftsvertrag
7
China
Changzhou University of China (CCZU), Changzhou
www.jpu.edu.cn
allgemeiner
Partnerschaftsvertrag
Zhejiang University of Science and Technology, Hangzhou
www.zust.edu.cn/english
Partnerschaft ME W Jiaxing University, Jiaxing
www.zjxu.edu.cn/english
allgemeiner
Partnerschaftsvertrag
Jiangxi University of Science and Technology, Jiangxi
www.jxust.edu.cn
allgemeiner
Partnerschaftsvertrag
Nanjing University of Technology, Nanjing
www.njut.edu.cn
allgemeiner
Partnerschaftsvertrag
Dänemark
Aarhus University School of Engineering (ASE), Aarhus
www.au.dk/en
ERASMUS ME
Finnland
Helsinki Metropolia University of Applied Sciences, Helsinki
www.metropolia.fi
ERASMUS EIT IMN ME M
Laurea University of Applied Sciences, Espoo
www.laurea.fi
ERASMUS W
Satakunta University of Applied Sciences, Pori
www.samk.fi/english
ERASMUS W
Seinäjoki University of Applied Sciences, Seinäjoki
www.seamk.fi
ERASMUS ME
Frankreich
Université d‘Artois (Faculty of Applied Sciences), Arras/Béthune
www.univ-artois.fr
Partnerschaft ME
Université de Bourgogne, Dijon
www.u-bourgogne-formation.fr
ERASMUS M
IUT2 Grenoble Université Pierre Mendès, Grenoble
www.iut2.upmf-grenoble.fr
ERASMUS M
Université Catholique de Lille, Lille
www.univ-catholille.fr
ERASMUS W
Université Claude Bernard Lyon 1, Lyon
www.univ-lyon1.fr
ERASMUS M W
8 École Nationale Supérieure d‘Architecture de Nancy, Nancy
www.nancy.archi.fr
ERASMUS B
Université de Lorraine (Université Nancy 2), Nancy
www.univ-lorraine.fr
ERASMUS M W
Université Paris Ouest Nanterre La Défense (Université Paris 10), Nanterre
www.u-paris10.fr
ERASMUS M
École Nationale Supérieure d‘Architecture Paris Val de Seine, Paris
www.paris-valdeseine.archi.fr
ERASMUS B
IUT de l’Université Paris Descartes, Paris
www.univ-paris5.fr
ERASMUS M W
Groupe ESAIP, Saint-Barthélemy d’Anjou
www.esaip.org
ERASMUS IMN ME
IUT (Université Jean Monnet) St. Etienne, St. Etienne
www.iut.univ-st-etienne.fr
ERASMUS ME W
École Supérieure en Travail Éducatif et Social (ESTES), Strasbourg
www.estes.fr
ERASMUS AS
Université Francois Rabelais Tours, Tours
www.univ-tours.fr
ERASMUS W
Griechenland
Technological Educational Institute (T.E.I.) of Athens, Athen
www.teiath.gr/?lang=en
Partnerschaft M
Großbritannien
University of Bolton, Bolton
www.bolton.ac.uk
ERASMUS IMN W
Edinburgh Napier University, Edinburgh
www.napier.ac.uk
ERASMUS, nur
Dozentenmobilität
W
University of Strathclyde, Glasgow
www.strath.ac.uk
Partnerschaft EIT
University of Lincoln, Lincoln
www.lincoln.ac.uk
ERASMUS W
University of Ulster at Magee, Londonderry
www.ulster.ac.uk
ERASMUS AS
Oxford Brookes University, Oxford
www.brookes.ac.uk
ERASMUS M
University of the West of Scotland, Paisley
www.uws.ac.uk
ERASMUS AS B IMN ME M W
Foto: Tilo Müller
9
Israel
Ariel University Center of Samaria, Ariel
www.ariel.ac.il/en
Partnerschaft B
Italien
Università degli Studi di Brescia, Brescia
www.unibs.it
ERASMUS B
Università degli Studi di Firenze, Florenz
www.unifi.it
ERASMUS M
Universita degli Studi di Napoli Federico II, Neapel
www.unina.it
ERASMUS B
Università degli Studi di Roma Tor Vergata, Rom
www.uniroma2.it
ERASMUS W
Japan
Nagoya City University, Nagoya
www.nagoya-cu.ac.jp/english
Partnerschaft B
Jordanien
German-Jordanian University, Amman
www.gju.edu.jo
Partnerschaft ME W
Lettland
Riga Technical University, Riga
www.rtu.lv
ERASMUS
W
Litauen
Kaunas University of Technology, Kaunas
en.ktu.lt
ERASMUS B ME M
10 Kaunas University of Applied Engineering Sciences (Kauno Technikos Kolegija),
Kaunas
www.ktk.lt
ERASMUS B
Mykolo Romerio Universitetas, Vilnius
www.mruni.eu/lt
ERASMUS AS
Vilniaus Gedimino Technikos Universitetas (VGTU), Vilnius
www.vgtu.lt/en
ERASMUS B IMN ME W
Vilniaus Universitetas (Vilnius University), Vilnius
www.vu.lt/en
ERASMUS AS M
Niederlande
Reinwardt Academie (Amsterdamse Hogeschool voor de Kunsten), Amsterdam
www.ahk.nl/reinwardt
ERASMUS M
AVANS University of Applied Sciences, Breda
www.fh-avans.de oder www.avans.nl/international
ERASMUS M
Norwegen
Høgskolen i Gjøvik (Gjøvik University College), Gjøvik
www.hig.no
ERASMUS M
Norwegian University of Sciences and Technology (Norges Teknisk-Naturvitenskapelige Universitet-NTNU), Trondheim
www.ntnu.edu
ERASMUS ME
Österreich
FH Campus Wien (University of Applied Sciences), Wien
www.fh-campuswien.ac.at
ERASMUS AS
11
Polen
Karol Godula Upper Silesia Academy of Entrepreneurship, Chorzow
www.gwsp.edu.pl/en
ERASMUS W
University of Economics in Katowice
english.ue.katowice.pl
ERASMUS
W
University of Silesia, Katowice
english.us.edu.pl
ERASMUS M
Politechnika Opolska, Opole
www.po.opole.pl
ERASMUS ME W
Poznan University of Technology, Poznan
www.put.edu.pl
ERASMUS B
Wyzsza Szkola Komunikakcji i Zarzadzania (College of Communication and
Management), Poznan
www.english.wskiz.edu
ERASMUS IMN W
Warsaw University of Technology, Warsaw
www.pw.edu.pl/engpw
ERASMUS M
Portugal
Universidade do Porto, Porto
www.up.pt
ERASMUS W
Rumänien
Technical University of Civil Engineering Bucharest, Bukarest
www.utcb.ro
ERASMUS B
Babes-Bolyai University Cluj-Napoca, Cluj-Napoca
www.ubbcluj.ro
ERASMUS W
Russland
Südwestliche Staatliche Universität Kursk
www.swsu.ru/eng/index.php
allgemeiner
Partnerschaftsvertrag
Moskauer Staatliche Ivan-Fjedorow-Universität für das Druckwesen, Moskau
mgup.ru
Partnerschaft M
South Russian State Technical University Novocherkassk, Novocherkassk
www.npi-tu.ru/index.php?id=231
Partnerschaft B
Orenburg State University, Orenburg
www.osu.ru
allgemeiner
Partnerschaftsvertrag
Penzaer Staatliche Universität für Architektur und Bauwesen, Penza
www.pguas.ru
Partnerschaft B
12 Sankt Petersburger Staatliche Universität der Technologie und des Designs,
Sankt Petersburg
www.sutd.ru
allgemeiner
Partnerschaftsvertrag
Schweiz
Fachhochschule Nordwestschweiz, Olten
www.fhnw.ch
ERASMUS AS W
HEIG-VD École d‘Ingénierie et de Gestion du Canton de Vaud,
Haute Ecole Spécialisée de Suisse Occidentale (HES-SO), Yverdon-les-Bains
www.heig-vd.ch
ERASMUS ME M W
Slowenien
Univerza v Ljubljani, Ljubljana
www.uni-lj.si/en
ERASMUS M
Spanien
Universidade da A Coruña, A Coruña
www.udc.es
ERASMUS EIT W
Universidad del País Vasco, Bilbao
www.ehu.es
ERASMUS B
Universidad de Cádiz, Cádiz
www.uca.es
ERASMUS EIT
Universidad de Granada, Granada
www.ugr.es
ERASMUS AS M
Universidad de Jaén, Jaén
www.ujaen.es
ERASMUS AS B IMN ME W
Universidad de Salamanca, Salamanca
www.usal.es
ERASMUS M
Universidad de Navarra (TECNUN School of Engineering), San Sebastián
www.tecnun.es
ERASMUS ME
Syrien
Al Baath University, Homs
www.albaath-univ.edu.sy/en
Partnerschaft B
Arab International University, Damaskus
www.aiu.edu.sy
Partnerschaft B
Tishreen University, Lattakia
www.tishreen.edu.sy
Partnerschaft,
Dozentenaustausch
B
13
Tschechien
Vysoké učení v Brně (Brno University of Technology), Brno
www.vutbr.cz
ERASMUS EIT
Vysoká škola bárĭská – Technická univerzita Ostrava
(VšB – Technical University of Ostrava), Ostrava
www.vsb.cz
ERASMUS, nur
Dozentenmobilität
EIT W
Vysoká škola chemicko-technologická v Praze
(Institute of Chemical Technology, Prague), Prag
www.vscht.cz/homepage
ERASMUS ME
Vysoká škola ekonomie a managementu (Pracovište Praha), Prag
www.vsem.cz
ERASMUS W
Türkei
Istanbul Technical University, Istanbul
www.itu.edu.tr
ERASMUS B ME
Ege University, Izmir
ege.edu.tr
ERASMUS W
Ukraine
Nationale Technische Universität der Ukraine, Kiewer Polytechnisches Institut
(NTUU), Kiew
kpi.ua
Partnerschaft M
Ukrainische Akademie des Druckens Lemberg (UAD Lwiw), Lwiw
www.uad.lviv.ua
Partnerschaft M
Nationale Technische Juri-Kondratjuk Universität Poltawa, Poltawa
www.pntu.edu.ua
Partnerschaft B
Ungarn
Óbuda University (ehem. Budapest Tech, Politechnical Institution), Budapest
www.uni-obuda.hu
ERASMUS
M
Szent István Egyetem, Gödöllö/Budapest
www.szie.hu
ERASMUS B
Zypern
Frederick University, Nicosia
www.frederick.ac.cy
ERASMUS B
14 AKTUELLES
Erster schottischer Doktortitel verliehen
Markus Schmidt nahm UWS-Promotionsurkunde in Paisley entgegen
I
m November 2009 unterzeichneten Vertreter
der HTWK Leipzig und der University of the West
of Scotland in Paisley (UWS) einen Vertrag zur
Durchführung von kooperativen Promotionsverfahren, welcher es jungen Nachwuchswissenschaftlern
der HTWK Leipzig ermöglicht, den Doktortitel der
schottischen Partnerhochschule zu erlangen. Der
erste Promovend im Rahmen dieser Vereinbarung
ist Markus Schmidt, der im Sommer 2013 in Paisley
feierlich seine Promotionsurkunde überreicht bekam.
Nach Abschluss seines Masterstudiums begann
Markus Schmidt seine Tätigkeit als wissenschaft-
Als Supervisor konnte Dr. John Hughes gewonnen
werden, nachdem dieser einer Einladung an die
HTWK Leipzig gefolgt war und sich mit dem Forschungs- und Promotionsprojekt vertraut gemacht
hatte. Bezüglich organisatorischer Fragen an der
Gasthochschule stand David Smyth als Director of
Studies dem Promovierenden stets hilfreich zur Seite,
z. B. als es um die Einleitung und den Abschluss des
Promotionsverfahrens oder den Zugang zu Einrichtungen der UWS ging.
Vor der Entscheidung für eine Promotion in Kooperation mit der schottischen Partnerhochschule, so
rät Markus Schmidt, sollten sich angehende Doktoranden über ihre individuellen Vorstellungen und die
sachlichen Voraussetzungen genau im Klaren sein.
»Es hängt natürlich immer davon ab, was der Einzelne möchte und welche fachlichen und technischen
licher Mitarbeiter an der Fakultät Bauwesen. Bald
stellte sich heraus, dass seine Arbeit zur frühen
Rissbildung in Betonbauwerken das Potential für
eine Promotion hatte. Wenig später stand mit »Early
Age Concrete Curing Based on Capillary Pressure
Measurement« der Titel der Promotionsarbeit
fest und Markus Schmidt begann, an innovativen
Nachbehandlungskonzepten für Betonflächen unter
Zuhilfenahme spezieller Messtechnik zu arbeiten.
Am Anfang der Dissertation stand jedoch eine gute
Vorbereitung. Informationen zu den Rahmenbedingungen mussten eingeholt und ein Vorschlag für das
Promotionsthema erarbeitet werden. Hierbei sowie
während des gesamten Promotionsvorhabens erhielt
Markus Schmidt umfangreiche fachliche Unterstützung von Volker Slowik, Professor für Baumechanik
an der Fakultät Bauwesen der HTWK Leipzig. Es
folgte die Suche nach einem fachlichen Betreuer an
Ressourcen außerhalb der HTWK Leipzig für die
Durchführung der Promotion erforderlich sind«, sagt
Schmidt. Aber wenn die individuell notwendigen
Bedingungen gegeben sind, kann Markus Schmidt
ein kooperatives Promotionsverfahren empfehlen.
Anders als in Deutschland, wo sich Doktoranden
als solche immatrikulieren und ihre Promotion ohne
Zwischenprüfung absolvieren, wurde Markus Schmidt
an der UWS zunächst als Masterstudent eingeschrieben, um nach eineinhalb Jahren mit dem so
genannten Transfer Event geprüft und endgültig zur
Promotion zugelassen zu werden. Unterschiede zu
rein deutschen Promotionsverfahren gab es auch bei
der Verteidigung, die an der UWS zum einen nicht
öffentlich ist und bei der zum anderen nicht die
fachlichen Betreuer das Prüfrecht haben, sondern
unabhängige Gutachter.
In der Zeit des kooperativen Promotionsverfahrens
der schottischen Partnerhochschule.
reiste Markus Schmidt sowohl für einige kurzfristige
Am Anfang der Dissertation
stand eine gute Vorbereitung.
Fotos: Markus Schmidt
AKTUELLES
Bildnachweis
Markus Schmidt (Mitte) und Prof. Slowik (2.v.r.) mit Vertretern der University of the West of Scotland
Jahr ist Markus Schmidt an der HTWK Leipzig in
einem Forschungsprojekt angestellt, welches sich
mit der Weiterentwicklung der in der Promotion erarbeiteten Messtechnik befasst. Auch danach würde er
gern auf dem Gebiet der Forschung weiterarbeiten.
Dass er der erste Promovend seiner Art ist, hat
für Markus Schmidt keine große Bedeutung. Er ist
als auch für bis zu sechswöchige Aufenthalte nach
Paisley, um an Doktorandenworkshops teilzunehmen, in der Bibliothek zu recherchieren, Prüfungen
abzulegen und sich mit seinen Betreuern abzustimmen. Den experimentellen Teil seiner Arbeit, den
er 2010 abschloss, führte er jedoch in den Laboren
der HTWK Leipzig durch. Im Mai 2012 konnte Markus
Schmidt seine Dissertation schließlich zur Begutachtung an der UWS einreichen.
Nach dem beruflichen Nutzen gefragt, den er für
sich aus dem kooperativen Promotionsverfahren
zieht, antwortet er: »In erster Linie ist dies sicherlich die fachliche Qualifikation, aber natürlich auch
die Verbesserung der Sprachkenntnisse und eine
Menge persönliche Erfahrungen.« Seit dem letzten
jedoch froh über das, was er erreicht hat. Am 10. Juli
2013 wurden seine Mühen schließlich mit dem Erhalt
des Doktortitels belohnt. Die feierliche Zeremonie
fand in der festlich geschmückten Thomas Coats
Memorial Baptist Church nahe des Campusgeländes
in Paisley statt. Nachdem der Principal and Vice
Chancellor der UWS eine Festrede gehalten hatte,
wurde jeder Absolvent einzeln aufgerufen, um
vor den Kanzler der Hochschule zu treten. Dieser
führte die eigentliche Graduierung durch, indem
er den Kopf jedes Promovenden mit dem Doktorhut
berührte. Anschließend wurde jedem Graduierten
die zum akademischen Gewand gehörende Kapuze
umgehängt und die Urkunde überreicht. Seinen
Erfolg feierte Markus Schmidt mit David Smyth, Prof.
Slowik und seiner Familie bei einem Abendessen und
einem Pub-Besuch und brachte so seine Promotion
entspannt zum Abschluss.
Andrea Siebeck, Akademisches Auslandsamt
15
16 AKTUELLES
Neuauflage der DAAD-Stipendienbroschüre
W
ie in jedem Jahr hat der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) auch 2013
wieder die Informationsbroschüre »Studium, Forschung, Lehre im Ausland – Förderungsmöglichkeiten für Deutsche« herausgegeben. Die Neuauflage
bietet einen umfassenden Überblick zum Angebot
an Auslandsstipendien für das Akademische Jahr
2014/2015 und enthält einige wichtige Neuerungen.
So stellt der DAAD sukzessive seine Bewerbungsabläufe auf ein elektronisches Verfahren um. Die
Beantragung von Fördermitteln
in den einzelnen
Stipendienprogrammen
wird künftig nur noch
online über das DAAD-Portal möglich sein. Der Zugang
zu den Bewerbungsunterlagen
erfolgt über die jeweilige Programmausschreibung im Internet (siehe Stipendien-
und die GUS gilt nun ebenfalls der 1. November 2013
als Bewerbungsfrist, für Nordamerika der 15. Juli
2013. Gleichzeitig wurde die Mindestaufenthaltsdauer in diesem Programm auf sieben Monate erhöht,
wobei der Studienabschnitt mindestens drei und das
Praktikum mindestens zwei Monate andauern sollen.
Eine weitere Neuerung betrifft die »Kurzzeitstipendien für deutsche Studierende der Natur- und
Ingenieurwissenschaften in Taiwan (Taiwan Summer
Institute Programme)«, für welche sich jetzt auch
Masterstudierende bewerben können.
Neu hinzugekommen ist das Stipendienprogramm »FITweltweit
(Internationale
Forschungsaufenthalte in der Informationstechnologie)«. Hier
können sich Informatiker in
drei Programmlinien (Masterstudie-
datenbank unter www.auslands-stipendien.de),
über die man auch zum DAAD-Portal gelangt.
Änderungen gibt es auch in einzelnen Programmen.
Bei den »Jahresstipendien für Studierende« und
den »Jahresstipendien für Graduierte« wurden die
Bewerbungstermine für die Regionen Westeuropa,
Türkei, Mittel- und Osteuropa (MOE) sowie die GUS
inklusive Kaukasus und Zentralasien auf den 1.
November 2013 vorverlegt.
Die Bewerbungstermine im Programm »Kombinierte
Studien- und Praxissemester im Ausland« wurden an
die Bewerbungstermine der Jahresstipendien angepasst: Für Westeuropa, die Türkei, die MOE-Länder
rende, Doktoranden und Postdocs) um
finanzielle Förderung bewerben.
Entfallen sind die Programme »Jahresstipendien
für empfohlene Studiengänge in Westeuropa« sowie
das »JSPS Summer Program in Japan«. Auch die
Ausschreibungen für die Programme im Rahmen der
»Projektförderung« (Projektbezogener Personenaustausch, ISAP und UNIBRAL) sind nicht mehr in der
Broschüre enthalten. Für diese Förderprogramme
steht jedoch ab sofort im Internet unter www.daad.
de/projektfoerderung eine eigene Datenbank zur
Verfügung.
Andrea Siebeck, Akademisches Auslandsamt
Ein gedrucktes Exemplar der DAAD-Stipendienbroschüre ist auf Anfrage im Akademischen Auslandsamt
erhältlich. Alle darin enthaltenen Informationen sowie die DAAD-Bewerbungs­formulare sind im Internet
zu finden unter www.auslands-stipendien.de.
AKTUELLES
A
ls der damalige Deutschdozent der FSA der Université d‘Artois in Béthune Daniel Leverd 1997
die damalige Dekanin der Fakultät Maschinenbau und
Energietechnik (F ME) Frau Prof. Wege mit dem Ziel
kontaktierte, seinen Maschinenbau-Studenten bald
Möglichkeiten zur Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse bieten zu können, ahnte wohl niemand, dass
daraus ein steter Dozenten- und Studentenaustausch
entstehen würde, der nun bereits 15 Jahre währt.
Der partnerschaftliche Austausch auf Dozenten­
ebene besteht darin, dass je ein Professor für eine
Woche im Semester an der jeweiligen Partnerhochschule fremdsprachige Fachvorlesungen hält.
Prof. Fritz Peter Schulze (F ME), der die Kooperation maßgeblich vorangetrieben hat, hielt seine
Vorlesungen in Hydraulik anfangs tatsächlich auf
Deutsch. Doch mittlerweile richtet er sich nach dem
in Frankreich verstärkten Bedarf an englischsprachigen Lehrangeboten und hält seine Vorlesungen
auf Englisch. Die Fachvorträge zu Themen wie
Robotertechnik und Visuelle Steuerung, die seine
französischen Kollegen an der Fakultät Maschinenbau und Energietechnik in Leipzig halten, finden
jedoch von jeher auf Englisch statt.
Die Austauschbeziehungen haben
sich inzwischen fest etabliert.
Einmal im Jahr besucht darüber hinaus eine
Gruppe von Studenten die jeweilige Partnerhochschule, um dort an Lehrveranstaltungen teilzunehmen und die Kultur des Gastlandes kennen zu
lernen. So reisen jedes Frühjahr Studierende der
HTWK Leipzig nach Béthune, wo sie ihre Kenntnisse
in der Konstruktionssoftware CATIA vertiefen und
Foto: Prof. Dr.-Ing. Fritz Peter Schulze
15 Jahre Dozenten- und
Studentenaustausch mit Béthune
HTWK-Studierende bei einer Werksbesichtigung in Béthune
im Labor Versuche im Bereich Technische Mechanik
durchführen. Ein typisch französisches Abendessen
und Ausflüge in die Umgebung gehören ebenfalls
immer zum Programm.
Im Gegenzug begrüßt die Fakultät Maschinenbau
und Energietechnik die französischen Studenten aus
Béthune zwei Wochen später an der HTWK Leipzig.
Hier konstruieren sie Volumenmodelle am PC, um
sie später im CNC-Labor herzustellen. Das kulturelle
Rahmenprogramm in Leipzig beinhaltet Werksbesichtigungen, Stadtrundgänge oder Ausflüge in die
Seenlandschaft südlich von Leipzig.
Die Austauschbeziehungen mit der Université
d’Artois haben sich in den vergangenen 15 Jahren
fest etabliert. Damit der Austausch für Studierende
der HTWK Leipzig auch weiterhin attraktiv bleibt,
werden neben den Vorlesungen bald gemeinsame
Projektarbeiten für transnationale Studentengruppen stattfinden. Geplant ist, eine Belegarbeit von
zwei französischen und zwei deutschen Studierenden in einer gemeinsamen Gruppe zu bearbeiten.
Die intensive Partnerschaft zwischen den beiden
Hochschulen wird fortentwickelt und soll auch in
Zukunft weiter Bestand haben.
Andrea Siebeck, Akademisches Auslandsamt
17
18 AKTUELLES
ERASMUS+
Neue Generation der EU-Bildungsprogramme ab 2014
S
eit über 25 Jahren fördert die Europäische Union
die grenzüberschreitende Mobilität von Angehörigen europäischer Bildungseinrichtungen. Ab 2014
beginnt für die EU-Bildungsprogramme, somit auch
für ERASMUS, eine neue Förderperiode (2014 – 2020),
die einige Veränderungen mit sich bringen wird. So
sollen das derzeitige Programm für lebenslanges
Lernen, welches das ERASMUS-Programm beinhaltet,
das Programm Jugend in Aktion und die internationalen EU-Hochschulprogramme mit Drittländern
(z. B. ERASMUS Mundus, Tempus) in einem einzigen
übergreifenden Programm zusammengefasst werden.
Das auf sieben Jahre angelegte neue EU-Programm
ihres Bildungswegs im Ausland absolvieren wollen,
können innerhalb eines Bildungsabschnitts (z. B.
Bachelor oder Master) mehrfach, jedoch insgesamt
in diesem Studienabschnitt maximal bis zu zwölf
Monate, über das Programm gefördert werden. Die
Mindestdauer eines ERASMUS-Auslandsstudiums
liegt auch im neuen Programm bei drei Monaten,
während Auslandspraktika nur noch mindestens
zwei Monate andauern müssen, um förderfähig zu
sein. Ab dem Akademischen Jahr 2015/2016 sollen
Austauschstudierende darüber hinaus auch außerhalb der Ländergrenzen der Europäischen Union
studieren können.
Auch im Bereich der Dozenten- und Personalmobilität gibt es einige Veränderungen. So verkürzt sich
beispielsweise bei Dozenten die Mindestaufenthaltsdauer an einer ausländischen Partnerhochschule
für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und
Sport geht am 1. Januar 2014 an den Start und trägt
den Titel »ERASMUS+«. Mit einem höheren Gesamtbudget und mehr Flexibilität eröffnet das Programm
neue Perspektiven zur Förderung von Auslandsmobilität und internationaler Zusammenarbeit in der
Hochschul- und Berufsbildung. ERASMUS+ bietet für
alle Bildungssektoren Fördermöglichkeiten in drei
Schlüsselaktionen: 1. Mobilität für Einzelpersonen,
2. Partnerschaften, 3. Politikunterstützung. Das
neue Programm wird die bisherigen EU-Bildungsprogramme ablösen, wobei bewährte Markennamen wie
ERASMUS (Hochschulbereich) oder LEONARDO DA
VINCI (Berufliche Bildung) erhalten bleiben sollen.
Im Rahmen von ERASMUS+ erhalten die europäischen Hochschulen einen größeren Handlungsspielraum für die Gestaltung von Kooperationsvorhaben
mit ausländischen Partnern. Studierende, die ab
zum Zweck der Lehre auf zwei Tage bei einem Lehranteil von mindestens acht Stunden. Die maximale
Aufenthaltsdauer liegt bei zwei Monaten, statt wie
bisher bei sechs Wochen. Auch soll hier ebenso ab
2015/2016 die außereuropäische Zusammenarbeit
förderfähig sein. Darüber hinaus sollen Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung von Langzeitaufenthalten von Hochschulpersonal an ausländischen
Partnerhochschulen geschaffen werden.
Wie genau das neue Programm ERASMUS+ in
seinen vielfältigen Details von den beteiligten
Akteuren in der Europäischen Union ausgestaltet
wird, konkretisiert sich im weiteren Verlauf des
Akademischen Jahres 2013/2014. Das Akademische
Auslandsamt behält die Entwicklungen im Blick und
stellt die aktuellsten Informationen zum Programm
im Internet unter www.htwk-leipzig.de/de/internationales zur Verfügung.
Förderung von Mobilität
dem Akademischen Jahr 2014/2015 einen Teil
Silke Mühl, Akademisches Auslandsamt
studieren
weltweit
20 BERICHTE – Studium im Ausland
Studieren an der Grenze Europas
Mein ERASMUS-Auslandsjahr an der Istanbul Teknik Üniversitesi
E
Fotos: Cristoph Dijoux
in Jahr Istanbul. Es war ein schönes Jahr. Ein
Jahr reich an neuen Eindrücken, voller schöner
Momente, auch ein chaotisches Jahr. Aber am
Anfang stand ein ziemlicher Planungsaufwand. Die
Vorbereitung, Bewerbung und Kommunikation mit
der HTWK Leipzig waren sehr unkompliziert. Einfach
zu den Verantwortlichen an der Fakultät und im Akademischen Auslandsamt gehen, nachfragen und ein
paar Formulare ausfüllen – viel mehr gab es da nicht
zu tun. Komplizierter war allerdings die Bewerbung
um Auslands-BAföG. Auch das Studentenvisum für
die Türkei zu erhalten, war nicht ganz einfach. Für
das Auslands-BAföG werden die Unterlagen per Post
verlangt. Das Visum muss jedoch persönlich beantragt und abgeholt werden. Und beides braucht Zeit,
also frühzeitig darum kümmern! In Istanbul selbst
müssen dann noch einige Dinge mehr beantragt,
ausgefüllt, eingereicht und abgeholt werden. Man
braucht eine Aufenthaltsgenehmigung und einige
Unterlagen müssen hin und her geschickt werden.
Mühsam, aber letztendlich doch einfach, da alles
gut erklärt wird. Den Aufwand ist es definitiv
wert und ich würde ihn wieder auf mich nehmen.
Wie einfach es ist, in Istanbul eine Wohnung zu
finden, hängt stark von den eigenen Ansprüchen
ab. Ich wollte in einer WG wohnen und mir war es
wichtig, nicht in einer puren Zweck-WG zu landen.
Es gibt allzu viele WG-Angebote, die gezielt auf
ERASMUS-Studenten ausgelegt sind. Diese sind
dann meistens schon im Vorfeld recht einfach zu finden und zu mieten, aber für türkische Verhältnisse
irrsinnig teuer. Spätestens, wenn die Preise in Euro
angegeben werden, ist Vorsicht geboten. 300 Euro
für ein Zimmer in Istanbul sind definitiv zu viel! Ich
selbst habe erst vor Ort angefangen, eine Wohnung
zu suchen, und bin in dieser Zeit bei einem Couchsurfer und in einem Hostel untergekommen. Im
Nachhinein war das, trotz zwei Wochen ohne feste
Bleibe, die richtige Entscheidung. Zum einen habe
ich wunderbare Mitbewohner gefunden und zum
anderen ist es wichtig, nahe an der Uni oder mit
guter Verkehrsanbindung zu wohnen.
Es gibt in Istanbul zwar ein dichtes Busnetz, aber
eben auch ständig Stau. Daher ist der größte Campus
der Istanbul Teknik Üniversitesi (ITÜ) auch besser
mit der U-Bahn zu erreichen. Auf dem riesigen
Gelände gibt es von Fußballstadion, olympischer
Schwimmhalle über unzählige Institute bis hin zu
einem eigenen Busservice einfach alles. Die Uni hat
natürlich noch verschiedene weitere Gebäude, die
ebenfalls alle im europäischen Teil der Stadt liegen
BERICHTE – Studium im Ausland
Cristoph Dijoux als
ERASMUS-Student in
Istanbul
und in meinen Augen deutlich angenehmere Orte
zum Studieren sind als der Hauptcampus. Insbesondere sei Taşkişla genannt, ein Campus, zu dem
ich manchmal auch nur gegangen bin, um einen
interdisziplinäre Vorlesungen und etwa ein Drittel
des Angebots ist in englischer Sprache. Außerdem
können Bachelorstudenten Masterkurse belegen und
Masterstudenten PhD-Vorlesungen besuchen.
Çay, den typischen türkischen Schwarztee, auf der
Dachterrasse mit Bosporusblick zu genießen.
Neben dem Studium bleibt viel Zeit, um Stadt,
Land und Leute kennen zu lernen. Eine wichtige
Erkenntnis für mich dabei: Die Türkei ist groß, das
heißt, die verschiedenen Regionen unterscheiden
sich deutlich voneinander, so auch Istanbul vom
Rest der Türkei. Es ist nur zu empfehlen, sich den
»Rest« auch anzusehen. Man trifft auf eine Gastfreundschaft, wie sie anderswo nicht existiert, und
die Begegnungen beim Reisen helfen, das Land
besser zu verstehen.
Istanbul ist eine spannende, vielfältige Stadt.
Trotz des ewigen Lärms habe ich die Zeit sehr genossen, denn es gibt auch den einen oder anderen Ort
zum Entspannen. Auch wenn ich keine Vorlesungen
aus dem deutschen Studienplan belegt habe, habe
ich – vielleicht gerade deswegen – bezüglich des
Studiums, aber auch sprachlich und persönlich viel
aus dem Auslandsaufenthalt mitgenommen.
Den Aufwand ist es definitiv
wert und ich würde ihn wieder
auf mich nehmen.
Die ITÜ hat in der Türkei einen ausgesprochen
guten Ruf. Sie ist eine staatliche Hochschule,
weswegen das Studium nicht nur Wohlhabenden
vorbehalten ist, und sie hat ein vergleichsweise
hohes Lehrniveau und gute Einrichtungen. Generell
kann man sagen, dass ein Studium in der Türkei gelassener zugeht als in Deutschland. Die Vorlesungen
fangen etwas später an, und das Verhältnis zwischen
Professoren und Studierenden ist sehr entspannt.
ERASMUS-Studenten können aus dem gesamten
Vorlesungsprogramm wählen. Es gibt einige
Cristoph Dijoux, Student des Bauingenieurwesens
21
22 BERICHTE – Studium im Ausland
Szia Magyarország! Hallo Ungarn!
Mein ERASMUS-Jahr an der Óbuda-Universität in Budapest
S
chon im ersten Semester meines Studiums hatte
ich die Idee, für einige Zeit im Ausland zu studieren. Dass ich gleich für zwei Semester ins Ausland
gehen würde, hätte ich erst nicht gedacht. Aber die
Entscheidung war in zweierlei Hinsicht nur richtig.
Erstens kann man hinterher wieder ganz bequem in
das nächste Semester an der HTWK Leipzig einsteigen und zweitens lernt man die Vielfalt der Gaststadt
viel besser und intensiver kennen.
an die Planung der letzten Details und bald hielt
ich das Zugticket mit dem Reiseziel Budapest in den
Händen. Dort endlich angekommen, übernachtete
ich zunächst einige Tage im Hostel, bevor ich meine
endgültige Bleibe gefunden hatte. Schwierig war
die Suche danach nicht, denn es gibt keinen Mangel
an Wohnungen in Budapest. Die Miete zahlt man
übrigens bar.
Wenig später beim Welcome-Day der Universität
habe ich dann die ERASMUS-Koordinatoren, einige
Buddys und die anderen ERASMUS-Studenten
kennen gelernt. Beim gemeinsamen Mittagessen
konnte ich erste Kontakte knüpfen und die Buddys
halfen mir dabei, meine erste Monatskarte für die
öffentlichen Verkehrsmittel sowie eine ungarische
SIM-Karte zum Telefonieren zu kaufen.
Über eine ERASMUS-Gruppe bei Facebook haben
Nachdem ich mir einen Überblick über das ERASMUS-Programm und die möglichen Partnerhochschulen verschafft hatte, hieß es, Bewerbung, Lebenslauf
und Learning Agreement vorbereiten und mit den
restlichen Unterlagen beim Koordinator für Internationale Beziehungen meiner Fakultät abgeben. Zur
sprachlichen Vorbereitung habe ich einen UngarischKurs besucht. Die meiste Zeit braucht man jedoch,
um finanzielle Reserven aufzubauen, da vor allem der
erste Monat im Ausland recht teuer werden kann. Es
fallen einige Einmalausgaben an, wie die Unterkunft
im Hostel, später die Mietkaution und auch eine
Bettdecke will nach der Ankunft gekauft sein.
Nachdem ich die Zusage von der Partnerhoch-
wir uns später auch oft für gemeinsame Ausflüge
oder sportliche Aktivitäten verabredet. So kam ich
auch auf diesem Weg schnell in Kontakt mit anderen
und habe viel mit ERASMUS-Studenten aus Deutschland, Spanien oder Finnland unternommen.
Im ersten Semester hatte ich acht Kurse an der
Keleti-Károly-Fakultät, von denen jeder nur einmal
pro Woche stattfand. Im zweiten Semester belegte
ich dann neun Fächer, hauptsächlich an der RetjőFakultät. Inzwischen fand ich die Lehrveranstaltungen schon etwas familiärer, da ich die Erfahrung
aus dem ersten Semester hatte, die Anzahl der
Kursteilnehmer kleiner war und ich mich auch schon
mehr mit den Einheimischen unterhalten konnte.
Der Unterricht fand generell auf Englisch statt
und ein Fach belegte ich auch auf Deutsch. In den
meisten Fächern musste ich eine Präsentation in der
Unterrichtssprache halten, welche dann auch in die
schule in der Tasche hatte, machte ich mich schnell
Endnote mit einfloss.
23
Fotos: Felix Schleinitz
BERICHTE – Studium im Ausland
Ungarisches Parlament in Budapest
Die drei Standorte der Universität in Budapest
bieten jeweils Wi-Fi-Zugang, ein kleines Bistro,
einen Geldautomaten sowie eine Bibliothek mit
englisch- und deutschsprachiger Literatur. Schnell
hatte ich die Standorte erkundet. Um von A nach
B zu kommen, gab es für mich trotz der wirklich
sehr gut vernetzten öffentlichen Verkehrsmittel
nur einen Weg. Da ich ein wenig fahrradverrückt
bin, konnte ich es kaum erwarten, mit dem Fahrrad
durch Budapest zu fahren. Doch erst musste ich ein
nicht fehlen. Und wenn wir schon einmal beim Essen
sind: Die ungarische Küche ist ausgezeichnet! Ein
Beispiel dafür ist die Gulaschsuppe. In den Restaurants wird sie meist angeboten, um Touristen anzulocken. Aber das Original wird unter freiem Himmel im
Hängetopf zubereitet und ist ein echter Genuss!
In meiner Freizeit war ich auch in den verschiedenen Clubs, Ruin Pubs, Thermalbädern oder Cafés.
Auch im Kino, im Jazzclub und in der Oper bin ich
gewesen. Auf den Flohmärkten habe ich das eine
passendes Rad finden, was mir auch schnell gelang.
Auf Budapests Straßen zu fahren, bedarf allerdings
sehr viel Mut. Vor allem auf den Hauptstraßen hat
man kaum oder nur sehr enge Radwege. Hinzu kommen durchaus einige Schlaglöcher und nicht wenige
rücksichtslose Autofahrer.
Nach zwei Monaten Aufenthalt habe ich dann auch
etwas ganz Neues ausprobiert: das Meditieren. Dadurch bin ich mit den Ungarn noch mehr in Kontakt
gekommen und verstehe nun die Mentalität etwas
besser. Im Kontakt mit den Einheimischen lernte ich
auch, warum die ungarische Kartoffelsuppe rot ist,
oder andere Stück erworben und auf den lokalen
Designermärkten oft nicht schlecht gestaunt, auf
welche Ideen man alles kommen kann. Zudem war
ich viel im Land unterwegs, und auch für Ausflüge
nach Serbien und Österreich hat die Zeit noch
gereicht.
Leider war mein Aufenthalt am Ende trotz der Entscheidung für ein ganzes Jahr viel zu kurz. Die gute
Betreuung an der Óbuda-Universität und die Stadt, in
der es noch so viel zu entdecken gab, haben mir den
Abschied schwer gemacht. Zwar habe ich mich auf das
Wiedersehen mit meiner Familie und mit Freunden in
Leipzig gefreut, aber Budapest ist für mich wie eine
zweite Heimat geworden. Diese Erfahrung war wirklich einzigartig, und daher für euch mein Fazit: Man
kann viel über ERASMUS lesen, aber seine eigenen
Erfahrungen muss man immer noch selbst machen.
Ich kann es nur empfehlen – bewerbt euch!
denn Paprika darf in Ungarn auch bei diesem Gericht
Felix Schleinitz, Student der Verpackungstechnik
Die Entscheidung, für zwei
Semester ins Ausland zu
gehen, war nur richtig.
24 BERICHTE – Studium im Ausland
杭州欢迎你! Willkommen in Hangzhou!
Mein PROMOS-Auslandssemester an der Zhejiang University of Science
and Technology
C
hina ist von immer größerer Bedeutung für die
Welt. Besonders Deutschland genießt im Reich
der Mitte durch seine zahlreichen Partnerschaften
einen guten Ruf. Möchte man eine komplett andere
Gesellschaft kennenlernen, dann ist die Entscheidung für einen Aufenthalt in China genau richtig.
Da ich bereits nach meinem Bachelorabschluss für
(ZUST) befindet sich relativ weit außerhalb des
Stadtzentrums, was Vor- und Nachteile mit sich
bringt. Möchte man in die Innenstadt und zurück,
sollte man sich einige Stunden für die Busfahrt freihalten. Dafür liegt die ZUST inmitten einer Bergkette,
besitzt riesige Parkanlagen, einen eigenen See mit
Teehäusern, Teeplantagen, ein eigenes Stadion
ein halbes Jahr in Shanghai arbeiten konnte, ist mir
die Entscheidung für ein Auslandssemester an unserer chinesischen Partnerhochschule in Hangzhou
nicht schwer gefallen.
sowie Tennis- und Basketballfelder. Mit der großen
Bibliothek gibt es außerdem einen idealen und vor
allem klimatisierten Rückzugsort für alle Lernenden.
Als ausländischer Student kann man sich ein Zimmer in einem der universitätseigenen Wohnheime
mieten. Für Ausländer gibt es vier spezielle Gebäude,
wo man in 1- oder 2-Bett-Zimmern wohnen kann.
Die Zimmer verfügen neben dem Bett noch über
einen kleinen Kühlschrank, einen LCD-Fernseher,
eine besonders im Sommer geschätzte Klimaanlage
und natürlich ein kleines Bad mit Dusche und WC.
Gemeinschaftliche Waschmaschinen können gegen
kleines Geld benutzt werden, wenn auch, wie in
China üblich, nur mit kaltem Wasser.
Zusammen mit zwei Studienkollegen ging ich also
im März 2013 auf die große Reise. Die vorherige
Kommunikation mit China gestaltete sich etwas
schwierig, weil wir zum einen die ersten deutschen
China ist ein Abenteuer, ich
würde es jederzeit wiederholen.
Hangzhou liegt an der chinesischen Ostküste und
ist eine ideale Stadt zum Studieren. Den meisten
Deutschen unbekannt, ist die Stadt dennoch mehr
als doppelt so groß wie Berlin und als Hauptstadt
einer Provinz (vergleichbar mit einem deutschen
Bundesland) ein wichtiges Zentrum in China. Da
Shanghai mit dem Schnellzug gerade mal eine Stunde entfernt ist, bieten sich von Hangzhou aus ideale
Möglichkeiten, andere Regionen zu besuchen.
Die Zhejiang University of Science and Technology
Studenten im Austauschprogramm waren und Vieles
BERICHTE – Studium im Ausland
Blick auf Hangzhou
Fotos: Tilo Müller
noch geklärt werden musste, aber zum anderen auch
wegen des Zeitunterschiedes von sieben Stunden.
Nachdem einige Dokumente und Unterlagen in beide
Richtungen geschickt wurden, konnten wir dann
noch rechtzeitig vor Reisebeginn das chinesische
Visum beantragen. Schließlich ging es von der
weißen Schneepracht in Leipzig über Dubai bei
sommerlichen 33 Grad weiter nach Shanghai. Dort
angekommen, brauchten wir alle dringend etwas
Schlaf, sodass wir erst am nächsten Morgen mit dem
Zug nach Hangzhou weiterfuhren, wo wir am Bahnhof abgeholt und zur Uni gebracht wurden.
Das Studieren an der ZUST gliedert sich in zwei
Bereiche. Einerseits besucht man englischsprachige
Vorlesungen an der betreffenden Fakultät und andererseits kann jeder Austauschstudent am chinesischen Sprachunterricht teilnehmen. Durch die große
Auswahl an Kursangeboten und Sprachniveaus war
es für mich nicht schwer, meinen Stundenplan zusammenzustellen. Jeden Monat gab es im Kurs dann
eine Zwischenprüfung, in der der Fortschritt meiner
chinesischen Sprachkenntnisse getestet wurde.
Neben den Vorlesungen bietet die ZUST auch
zahlreiche Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten an.
Regelmäßig finden Turniere in verschiedenen Sportarten mit anderen Unis benachbarter Regionen statt,
wobei alle Austauschstudenten im internationalen
Uni-Team mitmachen können. Nahezu jedes Wochenende werden zudem Touren für internationale
Studenten organisiert, um die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Zhejiang-Provinz zu besichtigen.
Als Großstadt bietet Hangzhou auch zahlreiche Bars
und Clubs für jeden Geschmack, jedoch sind diese
nur mit hohem Zeitaufwand zu erreichen.
Dadurch, dass in den Wohnheimen so gut wie keine
Kochmöglichkeiten vorhanden sind, blieb mir nichts
anderes übrig, als mich komplett außerhalb der eigenen vier Wände zu ernähren. Supermärkte findet man
aber an jeder Ecke. Selbst die Universität hat einen
eigenen Supermarkt, in dem ich mich gut mit den
wichtigsten Dingen eindecken konnte. Das Angebot
in den vielen Mensen auf dem Unigelände ist groß.
Hier findet man aber größtenteils Reis- und Nudelgerichte. Doch konnte ich am Abend auch auf den Markt
direkt neben der Uni gehen und dort von Grillspezialitäten bis Sushi alles zum kleinen Preis finden. Nicht
zuletzt war das auch eine super Gelegenheit, mein
frisch erlerntes Chinesisch anzuwenden.
Ich kann jedem nur empfehlen, den Schritt ins Ausland zu wagen. China ist in jedem Fall ein Abenteuer,
ich würde es jederzeit wiederholen!
Tilo Müller, Student des Wirtschaftsingenieurwesens
Maschinenbau und Energietechnik
25
26 BERICHTE – Praktikum im Ausland
Auf den Spuren der Künste in Kopenhagen
Mein ERASMUS-Praktikum im Königlichen Kupferstichkabinett
Miriam Hausner (l.) mit Freunden vor dem dänischen Parlament
E
in praktisches Semester im Ausland zu verbringen, war schon zu Beginn meines Studiums für
mich ein großer Wunsch. Ich hatte bereits ein Jahr in
Paris gelebt und liebe es, das Leben in Großstädten
zu erkunden, für eine Weile daran teilzuhaben und
eine neue Sprache zu erlernen. Durch enge Freunde
der Familie hatte ich zudem einen besonderen Bezug
zu Kopenhagen, der Haupt­stadt von Dänemark.
Bereits im November 2011 begann ich mit der
Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz
und bewarb mich unverzüglich, da ich wegen des
überlasteten Wohnungsmarktes in Kopenhagen mit
einer langen Suche nach einer günstigen Unterkunft
rechnete.
Die Praktikumsstelle im Statens Museum for Kunst
der Fakultät Medien empfohlen. Als ich im Januar
2012 die Zusage erhielt, war meine Freude über
diese Chance riesig. In den folgenden Monaten
besuchte ich einen vorbereitenden Sprachkurs und
kümmerte mich um die Unterkunft. Auch wenn hierbei die Webseite des International Office der Kopenhagener Universität mit ihren Listen zu Unterkünften
sehr hilfreich war, klappte es letztlich mit einem
Zimmer über einen privaten Kontakt. So bewohnte
ich ab Ende September 2012 ein wunderschönes,
25 m² großes Zimmer bei einer sehr netten Familie in
einem großen Haus, das etwas außerhalb der Stadt
auf der Insel Amager lag. Da sich die Metro-Station
ganz in der Nähe befand, konnte ich problemlos innerhalb von 30 Minuten an meinem Praktikumsplatz
(SMK) wurde mir von Professor Johannes Tripps an
im Kopenhagener Stadt­zentrum sein.
Das SMK ist Dänemarks Nationalgalerie, die
in verschiedene Abteilungen unterteilt ist. Ich
habe mein Praktikum im Königlichen Kupferstichkabinett des SMK als persönliche Assistentin der
Abteilungsleitung absolviert. Meine Aufgabe war
es, einen 400-seitigen Katalog zu editieren und die
darin behandelten Werke in ein neues Sammlungssystem einzuordnen. Da der Katalog in nächster
Zeit gedruckt werden sollte, blieb nicht allzu viel
Zeit für Korrekturen durch Dritte, also war ich zum
Großteil eigens für eine gute und fehlerfreie Abgabe
verantwortlich.
Das Arbeiten im Museum hat mir sehr große Freude
bereitet, was vor allem an der entspannten Atmosphäre in der Abteilung und dem freundlichen Umgang der Kollegen untereinander lag. Da die Dänen
nahezu perfekt Englisch sprechen, gab es keinerlei
Verständigungsprobleme und hin und wieder hatte
ich auch die Möglichkeit, mein bis dahin erlerntes
Dänisch anzuwenden.
Der Umgang mit den Originalzeichnungen von Rembrandt,
Picasso, Dalí oder Munch war
mein persönliches Highlight.
Fotos: Miriam Hausner
BERICHTE – Praktikum im Ausland
gefunden habe. Gemeinsam mit ihnen habe ich mich
an die Entdeckung der Stadt gemacht. Für Kulturbegeisterte wie mich hat die Stadt so einiges zu bieten.
Zahlreiche Museen und Galerien zeigen hochwertige
Werke nationaler und internationaler Künstler. Die
prunkvollen Schlösser und gepflegten Gartenanlagen zeugen vom Stolz Dänemarks, Königsmacht zu
sein. Am Abend laden viele Kneipen, Bars und Discos
Der Umgang mit den Originalzeichnungen von
Rembrandt, Picasso, Dalí oder Munch war mein
persönliches Highlight. Ich habe in dieser Zeit sehr
viel gelernt, nicht nur über Zeichnungen im Allgemeinen, sondern auch über die unzähligen kleinen
Arbeitsschritte, die letzten Endes zum Druck eines
Kataloges führen. Da ich als Praktikantin 35 Stunden
in der Woche im Museum verbrachte, war es recht
schwierig, mit anderen ausländischen Studenten
in Kontakt zu kommen. Glücklicherweise erhielt
ich jedoch von einer Freundin den Tipp, mal einen
Kaffee im »Studenterhuset« zu trinken, wo ich auch
zum gemütlichen und ausgelassenen Beisammensein ein.
Während der sechs Monate habe ich aber auch über
die Grenzen der Stadt hinaus viele wunderbare Orte
bereist. Höhepunkte waren das Louisiana-Museum
für Moderne Kunst in Helsingor, zwei Tage Couchsurfing in der Stadt Aarhus mit dem beeindruckenden
Museum für Gegenwartskunst ARoS, eine Busreise
nach Oslo, wo ich das Munch-Gemälde »Der Schrei«
bewundern konnte, oder eine Woche in Lappland, wo
ich die sagenhaften Nordlichter gesehen habe.
All diese Erfahrungen haben mein Auslandssemester zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lassen.
Ich habe wundervolle neue Freunde gefunden, mein
Englisch um einiges verbessert und etwas Dänisch
gelernt. Ich kann jedem, der überlegt ein Auslandssemester in Kopenhagen zu verbringen, diese
wundervolle Stadt nur weiterempfehlen.
schnell viele nette Leute getroffen und neue Freunde
Miriam Hausner, Studentin der Museologie
27
28 BERICHTE – Praktikum im Ausland
Soziale Arbeit im hohen Norden
Mein ERASMUS-Praktikum in Södertälje, Schweden
»
Was mich an Schweden fachlich sehr interessierte,
war die gute Versorgung im sozialen Sektor, die so
oft gelobt wird. Die Kommune Södertälje verwaltet
alle erdenklichen Hilfsleistungen und Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderungen.
Ich saß jedoch nicht nur im Büro, sondern hatte
auch die Gelegenheit, nahezu jedes der Hilfs- und
Unterstützungsangebote praktisch kennen zu lernen.
Meine ersten Wochen verbrachte ich in Einrichtungen, in denen Menschen mit Behinderungen arbeiten
oder Therapien bekommen. Ich habe in dieser Zeit
jede Woche eine andere Einrichtung besucht und so
viele Menschen kennen gelernt. Jedes Mal bin ich
äußerst freundlich aufgenommen worden. Aber es
war auch ganz schön anstrengend, sich jede Woche
auf neue Leute und eine neue Umgebung einzustellen. Oft fand ich es auch schade, ein Team, welches
Dieser bot mir sofort sein Heim an, als ich von meinen Lebens- und Wohnvorstellungen erzählte. Somit
hatte ich ganz spontan eine schwedische Gastfamilie
gefunden.
mir gerade ans Herz gewachsen war, schon wieder zu
verlassen.
Fotos: René di Carlo
Das Reisen bildet sehr, es entwöhnt von allen
Vorurteilen …« Was schon Immanuel Kant
(1724 –1804) beschrieben hatte, ließ ich mir nicht
zweimal sagen, als es um die Wahl meines Praktikumsplatzes ging. Denn für mich konnte dieser nur
im Ausland zu finden sein. Da mich die nordeuropäische Kultur und Natur von jeher sehr interessierte,
fiel die Wahl schnell auf Schweden. Ich stellte mir
vor, gemeinsam mit Freunden auf einem kleinen
Hof zu leben, auf dem wir uns weitestgehend selbst
versorgen könnten. Schließlich bietet Schweden viel
Platz und gute Möglichkeiten für solche Vorhaben.
Doch zu Beginn gab ich mich mit einem Zimmer in
Södertälje zufrieden, wo ich auch meine Praktikumsstelle bei der Kommune gefunden hatte. Um der
Natur ein Stück näher zu sein, zog ich etwas später
in einen kleineren Ort zur Familie eines Kollegen.
Was mich an Schweden interessierte, war der gute soziale Sektor.
Was mir an der Arbeit mit behinderten Menschen
besonders gut gefiel, war, dass die individuellen
Wünsche und Bedürfnisse der Personen klar im
Vordergrund stehen. Sie können sich die Art und
Weise der Unterstützung selbst aussuchen. Es wird
großer Wert auf Selbstbestimmung gelegt. Nach
meinen ersten Wochen in den verschiedenen Einrichtungen nahm ich auch als Zuhörer an Meetings und
Konferenzen teil, bei denen Personal, Sozialarbeiter
und Sachbearbeiter sowie Politiker zusammenkamen.
Da die Veranstaltungen vorwiegend auf Schwedisch
stattfanden, war es nicht immer ganz einfach, neue
BERICHTE – Praktikum im Ausland
René Di Carlo (l.) mit seinem schwedischen Kollegen
Erkenntnisse zu sammeln. Aber auch das wurde mit
der Zeit immer besser. Denn zu meinen Vorbereitungen auf den Auslandsaufenthalt gehörte auch ein
Schwedisch-Kurs, den ich an der Universität Leipzig
belegt hatte. Darauf aufbauend hat es richtig Spaß
besser kennen lernt, dann tun sie oft alles in ihrer
Macht stehende, um einem zu helfen. Angeregte
Gespräche finden vor allem beim gemeinsamen
Kaffeetrinken (Fika) statt, auf das kein Schwede
verzichten möchte. Mehrmals am Tag wird dies auch
gemacht, durch das tägliche Anwenden die Sprache
zu erlernen.
Einmal hatte ich auch Besuch von meinen Freunden aus Chemnitz. Dafür konnte ich mir eine Woche
frei nehmen und wir mieteten uns eine kleine Ferienhütte. Von dort aus haben wir kleinere Städte und
die herrliche Natur Södermanlands sowie Södertälje
und Stockholm erkundet. Besonders gut hat mir
dabei Trosa, eine kleine Hafenstadt, gefallen. Kleine
Holzhäuser in allen möglichen Farben dominieren
den alten Stadtkern. Obwohl es schon April war, war
noch tiefster Winter und die Seen waren zugefroren.
Das Eis war so stark, dass wir mit dem Quad-Bike
eine Runde darauf fahren konnten. Als dann mit ca.
einem Monat Verspätung doch noch der Frühling
kam, luden die blühenden Wiesen und grünen Wälder zum Wandern ein.
Es stimmt übrigens, dass die Schweden etwas
auf Arbeit zelebriert, was eine äußerst entspannte
Arbeitsatmosphäre zur Folge hat, die ich sehr zu
schätzen gelernt habe.
Als der Sommer schließlich vor der Tür stand,
nahm ich wieder Kontakt zu ökologischen Höfen auf,
da ich ja ursprünglich so wohnen wollte. Über das
Internet fand ich einen Hof in der Nähe von Södertälje. Hier wohnte ich nun die letzten zwei Monate
meines Praktikums in einer kleinen Hütte (Stuga).
Als Gegenleistung für die Beherbergung stellte ich
meine gärtnerischen, landschaftsgestalterischen
und tischlerischen Fähigkeiten zur Verfügung.
Ich habe während meines Praktikums viel über
Schweden, seine Menschen und auch über mich
selbst gelernt. Ich empfehle jedem, der die Gelegenheit hat, ein anderes Land zu erkunden, dies zu
tun. In diesem Sinne: Packt eure Koffer und startet
durch! Die Welt ist groß!
zurückhaltend sind. Wenn man sie allerdings etwas
René Di Carlo, Student der Sozialen Arbeit
29
30 BERICHTE – Praktikum im Ausland
Katrina Hutchison an ihrem Arbeitsplatz
»Oh, wie schön ist Panama!«
Mein PROMOS-Auslandspraktikum in Mittelamerika
D
er eine oder andere kennt bestimmt die
Geschichte von Janosch. Warum und wie es nun
ich mich für das Praktikum in Panama. Es folgte ein
Telefoninterview mit der verantwortlichen Controlle-
mich nach Panama verschlagen hat, könnt ihr hier
lesen. Bereits in meinem zweiten Semester hatte
ich recherchiert, welche Praktikumsangebote es im
fernen Ausland gibt und wo auf der Welt bestimmte
Firmen sitzen. Da ich bereits längere Zeit in England
und Spanien verbracht hatte, stand für mich fest,
dass mein nächster Auslandsaufenthalt so weit weg
und so anders wie möglich werden sollte. Auf der
Suche nach Praktika in Asien, Afrika oder Mittel-/
Südamerika stieß ich auf das Regionalbüro von BMW
in Panama.
Da ich kein Vorpraktikum in der BMW AG vorweisen
konnte, war mir bewusst, dass ich mit meiner Bewerbung überzeugen musste. Ich griff auf das Angebot
des Career Office der HTWK Leipzig zurück, schickte
ihnen meinen Lebenslauf und mein Anschreiben
zu und vereinbarte einen Beratungstermin, aus
welchem ich mit einigen hilfreichen Anregungen und
rin sowie der Personalleiterin und Ende Januar 2013
erhielt ich die ersehnte Zusage! Da BMW Wohnungen
für seine Praktikanten zur Verfügung stellt, sich
auch um Visumsangelegenheiten und Krankenversicherung kümmert, musste ich eigentlich nur noch
den Flug buchen. Knapp vier Wochen vor Beginn des
Praktikums waren die Flüge natürlich sehr teuer. Das
PROMOS-Reisekostenstipendium des Akademischen
Auslandsamtes, für welches ich mich beworben hatte,
war hier jedoch eine große Hilfe und reduzierte
meine Sorgen in der ohnehin schon stressigen Prüfungszeit enorm. Nur ein paar Tage nach der letzten
Prüfung saß ich also voller Vorfreude im Flieger auf
dem Weg ins fast 10 000 km entfernte Panama.
Mein erster Eindruck? Ich kann nicht atmen! Neben
der Hitze setzte mir vor allem die hohe Luftfeuchtigkeit ziemlich zu. Dazu kamen der Stau in den Straßen
sowie der Lärm und der Dreck unzähliger Baustellen.
Tipps herauskam. Anfang November 2012 bewarb
Außerdem gab es immer wieder Stromprobleme,
BERICHTE – Praktikum im Ausland
Vom Career Office erhielt ich
hilfreiche Tipps zur Bewerbung.
Das BWM-Regionalbüro ist für 23 Märkte in Lateinamerika und der Karibik verantwortlich. Anders als
in Deutschland handelt es sich hierbei um Importmärkte, wodurch sich das Geschäft stark von dem in
Deutschland unterscheidet. Hinzu kommen kulturelle Unterschiede, die man nicht unterschätzen darf.
Man muss lernen, die typisch deutsche überkorrekte
und planungswillige Art einfach mal abzulegen.
Dank unseres internationalen Teams, bestehend aus
13 Nationalitäten, taucht man schnell in ein multikulturelles Denken und Handeln ein, doch ertappte
ich auch immer wieder »die Deutsche« in mir ... Mit
ca. 40 Mitarbeitern ist das Büro überschaubar, was
ich sehr gut fand, da man als Praktikant so die
Möglichkeit hatte, abteilungsübergreifend zu lernen.
Mit meinem Aufgabenbereich im Controlling war
ich sehr zufrieden und freute mich, dass ich im Anschluss an mein reguläres sechsmonatiges Praktikum
ein weiteres Semester bei BMW in Panama bleiben
durfte, um meine Kenntnisse zu vertiefen und meine
Erfahrungen auszuweiten.
Der Arbeitstag war meist sehr lang, sodass ich froh
war, nach stundenlangem Sitzen vor dem PC im Kampf
gegen wunderschön komplizierte Excel-Dateien und
dem sorgfältigen Zuordnen von Chassis-Nummern,
den Stress des Alltags im Fitnessstudio, welches sich
in der Social Area in meinem Gebäude befand, abbauen zu können. An den Wochenenden nutzte ich die
Chance, der riesigen Stadt zu entfliehen – mit einem
Spaziergang im Parque Metropolitano oder in Gamboa, unweit vom Kanal, oder direkt an den Strand, der
keine Stunde entfernt liegt, und wo man sogar die
Wahl zwischen dem Pazifik und dem Karibischen Meer
hat. Aber auch Ausflugsziele wie Santa Catalina und
Isla Coiba (Nationalpark und Traum aller Wassersportfans), San Blas (mein gefundenes Paradies), Boquete
(wo man sich von Vegetation, Kaffeeplantagen und
dem Vulkan beeindrucken lassen kann) und Bocas del
Toro (Party) sind in nur ein paar Stunden zu erreichen.
Das etwas weiter entfernte Costa Rica oder Kolumbien
lohnen sich ebenfalls allemal.
Mein Fazit: Ich bin froh, dass ich mich für dieses
Abenteuer entschieden habe, und empfehle jedem,
einmal in eine komplett andere Welt einzutauchen!
Ich bin dankbar, dass mir diese Erfahrung durch das
PROMOS-Reisekostenstipendium sowie die guten
Konditionen von BMW ermöglicht wurde.
Katrina Hutchison, Studentin des International Management
Das Team Administration & Controlling
Fotos: Katrina Hutchison
die im Mai 2013 dann ihren Höhepunkt fanden, da
dem Kraftwerk durch das zu späte Einsetzen der
Regenzeit das Wasser fehlte. Einige Wochen wurden
wir teilweise nur per Notstrom versorgt. Restaurants
und Supermärkte blieben dunkel, die Klimaanlagen
der sonst stark klimatisierten Einkaufsmalls blieben
aus. Doch endlich kam die Regenzeit und zeitweise
konnte man denken, die Welt geht unter: Es war
stockdunkel und es gab Regenströme, gegen die kein
Regenschirm ankam.
31
32 BERICHTE – Lehren im Ausland
Mit »Staff Exchange« nach Schottland
Mein ERASMUS-Dozentenaufenthalt an der Edinburgh Napier University
V
orlesungen in Gebäuden, die eine Mischung
aus ehrwürdig-schottischer Architektur, einem
in das Mittelalter zurückreichenden Clan-Sitz und
futuristischen Elementen bilden, mit Blicken aus
dem Vorlesungssaal weit über die schottische
Küste, und dabei eine unmittelbare Anbindung an
einer intensiven Kooperation vorbereitet wurden.
Zwischenzeitlich haben zahlreiche Diplom- und Bachelorstudierende die Möglichkeit genutzt, über das
ERASMUS-Programm für ein bis zwei Semester an der
schottischen Partnerhochschule zu studieren. Wenngleich diese Option infolge von Veränderungen im
britischen Bildungssystem heute nicht mehr besteht,
so ermöglicht ein im Jahr 2009 unterzeichneter neuer ERASMUS-Vertrag nunmehr den Austausch von
Dozenten. In der Weiterentwicklung der Kooperation
dient dieser Austausch heute als Instrument zum
besseren gegenseitigen Kennenlernen inhaltlicher
und didaktischer Vorgehensweisen an der jeweiligen
Partnerhochschule.
Niemand erwartet perfekte englischsprachige Formulierungen.
Edinburghs vielfältige Kulturlandschaft, aber auch
Spätwirkungen der weltweiten Finanzkrise – das
erwartet Dozenten in einem »Staff Exchange« (engl.
für Dozentenaustausch) mit der Edinburgh Napier
University. Der nachstehende Bericht bündelt meine
Eindrücke aus einem Besuch im Rahmen dieses
Austausches im Februar 2013.
Die Edinburgh Napier University ist für die Fakultät
Wirtschaftswissenschaften besonders interessant, da
die dortige Business School neben dem attraktiven
Standort über ein gutes Ranking in Großbritannien
verfügt. Zudem weist die schottische Partnerhochschule aufgrund der interdisziplinären Ausrichtung
mit Studienangeboten in ingenieur- und sozialwissenschaftlichen, kreativen und auf den Gesundheitssektor ausgerichteten Berufsfeldern vergleichbare
Bedien- und Kooperationsstrukturen auf.
Die Zusammenarbeit beider Hochschulen reicht zu-
Bereits vier Monate vor dem Aufenthalt in Schott­land habe ich mit den dortigen Kollegen die
thematischen Schwerpunkte der Veranstaltungen,
die betroffenen Studiengänge und die didaktischen
Besonderheiten abgestimmt. Da ich vor meiner Zeit
an der HTWK Leipzig an einer britischen Hochschule unterrichtete, waren mir die Eigenheiten und
Erwartungen vertraut. Aber auch für Lehrkräfte
ohne diese Erfahrung sollten sich keine unüberwindlichen Hürden aufstellen. Niemand erwartet an einer
britischen Hochschule perfekte englischsprachige
Formulierungen, da der Großteil der Studierenden
und Lehrkräfte keine Englisch-Muttersprachler sind.
Aufwendiger sind hingegen die Abstimmungen zu
Lehrinhalten und Übungsfragen, da in Großbritannien nahezu alles bis hin zum »wording« der Prüfungs-
rück bis ins Jahr 2002, als erste Schritte zum Aufbau
fragen detailliert vorab normiert wird. Hierbei ist es
Fotos: Prof. Dr. rer. oec. Rüdiger Wink, Edinburgh Napier University
BERICHTE – Lehren im Ausland
Craiglockhart Campus der Edinburgh Napier University
jedoch hilfreich, dass die Kolleginnen und Kollegen
an der Business School jederzeit ansprechbar sind
und einen bei der Anpassung unterstützen.
gegeben. Daher zählt die Internationalisierung bei
der Programmgestaltung und Rekrutierung von
Studierenden und Lehrkräften neben einer moder-
Für meinen Aufenthalt wurden drei unterschiedliche Veranstaltungen vereinbart, sodass ich
möglichst breite Erfahrungen mit den dortigen
Lehrveranstaltungen sammeln konnte. So hielt ich
eine Vorlesung mit Bedienleistung für Studierende
aus zahlreichen anderen Fakultäten im Undergraduate-Bereich (Bachelor) sowie eine Vorlesung und ein
Seminar in den Master-Programmen. Hier fanden die
Veranstaltungen in Kleingruppen statt und es wird
besonders Wert gelegt auf die Vermittlung wissenschaftlicher Methoden.
Die Edinburgh Napier University hat den Status
einer Universität erst seit 1992, zählt aber unter
den »former polytechnics« zu den am schnellsten
wachsenden Hochschulen in Großbritannien. Im
Gegensatz zu englischen Hochschulen, an denen es
vornehmlich um die Gewinnung von zahlungsbereiten »overseas students« geht, ist in Schottland ein
nen Infrastruktur zu den Schlüsselfaktoren für das
erfolgreiche Wachstum an der Hochschule. Zugleich
schafft die technische Ausstattung gute Voraussetzungen für ein echtes Campus-Gefühl. So sind
Studierende auch außerhalb ihrer Vorlesungszeiten
an der Hochschule anzutreffen. Ansonsten bietet
Edinburgh natürlich auch ein reichhaltiges Angebot
jenseits von Hochschule und Wissenschaft: Die Siedlungsstruktur, das Kulturleben und der Grünanteil
der Stadt sind durchaus mit Leipzig vergleichbar,
wenngleich Lebenshaltung und Wohnen deutlich
teurer sind. Aus meiner Erfahrung schließend, kann
ich jedem Kollegen, der eine anregende Mischung
aus professioneller Zusammenarbeit und internationalem Campus-Leben in einer anderen Kultur
erleben möchte, eine Beteiligung am ERASMUSDozentenaustausch nur empfehlen!
erhöhtes Interesse an europäischen Kooperationen
Prof. Dr. rer. oec. Rüdiger Wink,
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
33
34 BERICHTE – Erfahrungsaustausch im Ausland
Zu Gast in Helsinki
Fotos: Astrid Schiemichen
Meine Teilnahme an einer Internationalen Woche in Finnland
Z
wie die Lern- und Arbeitsatmosphäre an den Hochschulen weiter verbessert werden kann.
Bei der Vorbereitung meiner Reise unterstützte mich Frau Mühl von unserem Akademischen
Auslandsamt. Sie gab mir wichtige Tipps für den Aufenthalt an der Gasthochschule und zur Beantragung
der ERASMUS-Förderung. Zu den finnischen Kollegen
konnte ich bereits im Vorfeld gute Kontakte knüpfen.
So wurden nicht nur Formalitäten schon per E-Mail
erledigt, sondern auch das Programm der Internationalen Woche mit den Teilnehmern abgestimmt.
Bei der herzlichen persönlichen Begrüßung durch
das Organisationsteam an der Metropolia University
vertieften sich diese Kontakte schnell.
Zum Auftakt der Internationalen Woche wurde
zunächst die Universität vorgestellt, ihre Struktur
und Organisation, das Leitbild und das vielfältige
ugegeben: Beim Stichwort »Helsinki« dachte ich
bisher nicht an hochsommerliche Hitze, vollbesetzte Freisitze vor Cafés und Restaurants, Familien
und Gruppen junger Leute in Parks und Grünanlagen.
Doch als ich Helsinki im Sommer 2013 über das
ERASMUS-Programm zum ersten Mal besuchte, war
überall ein offenes, fröhliches Lebensgefühl zu
spüren. Wer konnte, hielt sich im Freien auf. Schöner
und lebendiger hätte sich die Stadt nicht präsentieren können.
Vom 3. bis 7. Juni 2013 hatte eine unserer finnischen Partnerhochschulen, die Helsinki Metropolia
University of Applied Sciences, Kollegen und Mitarbeiter von Partnereinrichtungen zu einem internationalen Erfahrungsaustausch zum Thema »Student
and Employee Well-being« eingeladen. Insgesamt 42
Teilnehmer aus verschiedenen Serviceeinrichtungen
der internationalen Partnerhochschulen waren der
Studienangebot in den Bereichen Technik, Wirtschaft, Gesundheits- und Sozialwesen sowie Kultur
und Künste. Mit etwa 16 000 Studenten, die in 68
Studiengängen studieren, ist die »Metropolia« die
größte Fachhochschule Finnlands. Sie verteilt sich
auf 20 Standorte, an denen insgesamt 1 200 Professoren und Mitarbeiter tätig sind.
Unter dem Motto »Überleben in Finnland« gab
es auch eine kleine, unterhaltsame Einführung
in die finnische Sprache mit praktischen Übungen. Schwierig blieb es dennoch bei Wörtern wie
»Ammattikorkeakoulu«, dem finnischen Begriff für
Fachhochschule. Englisch als Tagungssprache fiel
mir entschieden leichter und letzte Bedenken, ob
meine Englischkenntnisse für die Woche ausreichen
würden, waren spätestens an dieser Stelle zerstreut.
Ein Tag der Woche war speziell reserviert für Veranstaltungen in den Servicebereichen, in dem jeder
Einladung gefolgt und tauschten sich darüber aus,
Teilnehmer selbst tätig ist. Für Mitarbeiter aus Bib-
BERICHTE – Erfahrungsaustausch im Ausland
liotheken stand eine Exkursion in die Vanha maantie
Campus Library (Leppävaara, Espoo), eine modern
ausgestattete Bibliothek mit einer sehr guten Ar-
Helsinki bietet sehr viel an Kunst, Kultur, Architektur und Design. Aus zwei Gründen gab es gute Möglichkeiten, auch einiges davon zu sehen: Zum einen
beitsatmosphäre, auf dem Programm. Entsprechend
der überwiegend technisch orientierten Studiengänge am Vanha maantie Campus werden unter anderem
Medien für die Fachgebiete Informationstechnologie,
Medientechnik, Vermessungswesen und Gebäudetechnik bereitgestellt.
wurde es abends kaum dunkel, da Mittsommernacht
bevorstand. Zum anderen ist Helsinki eine Stadt
der kurzen Wege und viele der Sehenswürdigkeiten
waren gut zu Fuß erreichbar. Der weiße Dom (Helsingin tuomiokirkko), das Wahrzeichen Helsinkis,
gehört zweifellos zu den Hauptanziehungspunkten
der Stadt. Von dort aus gelangt man schnell zum
Fährhafen. Eine Bootsfahrt nach Suomenlinna, eine
der größten Seefestungsanlagen auf mehreren
miteinander verbundenen Inseln vor den Toren der
Stadt, wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Ein großes Dankeschön geht an die finnischen
Kollegen für die hervorragende Organisation, das
abwechslungsreiche Programm aus gemeinsamen
Exkursionen, Workshops und Vorträgen sowie die
herzlichen persönlichen Begegnungen. Es war
eine wirklich gute Erfahrung, unsere Hochschule
bei der Internationalen Woche zu vertreten. Einen
ERASMUS-Aufenthalt an unserer Partnerhochschule
in Helsinki kann ich allen Studierenden und Mitarbeitern sehr empfehlen!
Es wurde deutlich, dass über
Länder­grenzen hinweg der
Arbeitsalltag viele Gemeinsam­
keiten aufweist.
Der Erwerb und die Bereitstellung von elek­
tronischen Medien, die Vermittlung von Informationskompetenz, die Schaffung optimaler Lernumgebungen für Nutzer und die Erweiterung von
Serviceleistungen waren Themen, die gemeinsam
diskutiert wurden. Eines der drängendsten Probleme
der Gastbibliothek ist die bevorstehende Zusammenlegung von derzeit neun Bibliotheksstandorten
zu geplanten vier Teilbibliotheken, um künftig mit
einem Team von insgesamt 38 Mitarbeitern effektiver
arbeiten zu können.
Jeder Teilnehmer hatte auch die Gelegenheit, seine
Heimathochschule und Einrichtungen, wie in
meinem Fall die Hochschul­bibliothek, vorzustellen.
Durch die Vielfalt der eingebrachten Aspekte konnten ganz individuell neue Ideen und Anregungen für
die eigene Arbeit gesammelt werden. Zugleich wurde
deutlich, dass über Ländergrenzen hinweg der Arbeitsalltag in einer modernen Hochschulbibliothek
viele Gemeinsamkeiten aufweist.
Durch den Erfahrungsaustausch mit Teilnehmern
aus verschiedenen Verwaltungsbereichen, Akademischen Auslandsämtern oder IT-Service-Centern
waren aber auch interessante Einblicke in weitere
Arbeitsbereiche möglich. Es zeigte sich, dass das
gute Zusammenspiel aller Serviceeinrichtungen
einen entscheidenden Einfluss auf die Erhöhung des
»Wohlfühl-Faktors« an einer Hochschule hat.
Astrid Schiemichen, Hochschulbibliothek
Der Dom von Helsinki
35
36 PANORAMA
Eine Woche am Tor zum Pazifik
Tobias Rudloff (r.) mit Prof. Heimbold auf dem Campus der University of California in Berkeley
Foto: Tobias Rudloff
Meine Teilnahme an einem internationalen Kongress in Kalifornien
PANORAMA
D
enke ich an San Francisco und die University
of California in Berkeley, schlägt mein Herz
schneller und mir gehen sofort tausend Erinne­
rungen durch den Kopf: der Wind des Pazifiks durch
die Bucht, das bunte Treiben in der Region, der
Klang von Polizeisirenen und dem riesigen Horn,
welches Schiffe im Nebel vor der Golden Gate Bridge
warnt, oder das Rattern und Klingeln der Cable Cars.
Ermutigt durch Professor Tilo Heimbold von der
Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
reichte ich im Juli 2012 beim Komitee des World
Congress on Engineering and Computer Sciences
(WCECS) sowie der International Conference on
Circuits and Systems (ICCS) ein Papier zu den Ergebnissen unserer Forschungen ein. Zu meiner großen
Freude erhielt ich drei Wochen später eine Einladung,
dieses an der UC Berkeley vorzutragen. Nachdem
der Flug und das Hotel gebucht waren, fehlte nur
noch der ESTA-Antrag zur Einreise in die USA. Die U.S.
Homeland Security forderte allerlei Angaben zur Reise und ohne Probleme erhielten Professor Heimbold
Ein Blick auf dem Weg zurück eröffnete uns eine
wundervolle Sicht auf die Skyline von San Francisco
sowie die Golden Gate Bridge. Vom Straßenschild
bis zum Auto und selbst die Verbindungshäuser – all
dies war irgendwie seltsam vertraut. Wahrscheinlich
sind wir durch die heutigen Medien schon grundlegend »amerikanisiert«.
Am Clark Kerr Campus meldeten wir uns an und
hörten uns zunächst diverse Vorträge an, um ein
Gefühl für die Abläufe beim Kongress zu bekommen
und uns bestimmte Redewendungen von Muttersprachlern anzueignen.
Als meine Session begann, war ich zwar nervös,
freute mich aber auf meinen Vortrag und war vor
allem gespannt auf die Diskussionsrunde danach.
Belohnt wurden wir am Ende mit einem 2. Platz beim
Best Paper Award sowie einem »Certificate of Merit
for ICCS 2012«.
Während wir tagsüber den Kongress besuchten
und uns mit den anderen Teilnehmern austauschten,
erkundeten wir abends San Francisco, fuhren mit der
und ich wenig später die Einreisegenehmigung.
Am 22. Oktober 2012 ging es dann per Direktflug
von München nach San Francisco. Nach zwölf Stunden Flug und mit neun Stunden Zeitverschiebung
setzte die Maschine im Dunkeln schließlich zum
Landeanflug an. Wie Perlenketten schlängelten sich
die Highways entlang der Bay Area bis ins Silicon
Valley. Nach einer freundlichen Begrüßung durch die
US-amerikanischen Behörden inklusive Fototermin
und Fingerabdruckerfassung ging es per Bay Area
Rapid Transit, dem öffentlichen Nahverkehr, direkt
ins Hotel.
Am nächsten Morgen fuhren wir gleich zur UC Berkeley, mitten durch Oakland, vorbei an Überseecontainern, Frachtkränen und Loks der Union Pacific.
Nach 25 Minuten Fahrt kamen wir in Berkeley an und
mussten nur dem Strom von Studenten in Richtung
Campus folgen. Schon von weitem war der Sather
Cable Car zum weltberühmten Fisherman‘s Wharf,
aßen Clam Chowder (Muschelsuppe) und schauten
dem Treiben der Seelöwen und Möwen zu. Eine Fährfahrt nach Sausalito war ebenso Teil des Programms
wie ein Marsch von Twin Peaks durch den Golden
Gate Park, entlang dem Ocean Beach und vorbei am
ehemaligen Militärstützpunkt Presidio bis zur Golden
Gate Bridge – ein wirklich einzigartiges Bauwerk.
Leider ist natürlich eine Woche viel zu kurz, um
vollständig in diese atemberaubende Region einzutauchen. Was ich mitgenommen habe, sind bleibende Eindrücke, Erfahrungen und Erinnerungen. Wer
also die Gelegenheit bekommt, einen Forschungsbeitrag bei einer großen internationalen Konferenz
einzureichen, sollte die Gelegenheit unbedingt
nutzen. In diesem Sinne: cheer up and go out!
Tower, das Wahrzeichen der Universität, zu sehen.
Tobias Rudloff, Wissenschaftlicher Mitarbeiter,
Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
37
Foto: Regina Bruch
38 PANORAMA
»InfoMotion«
Projektmanagement der anderen Art
A
Exkursionsteilnehmer 2010 in Dublin
ls vor genau 10 Jahren zwei hoch motivierte
und außerordentlich engagierte Studenten des
Studiengangs Buchhandel / Verlagswirtschaft nach
dem Englischseminar zu mir kamen und mich fragten,
ob man im Rahmen des Seminars eine Fachexkursion
planen könne, vermutete ich nicht, dass sich daraus
eine feste Größe, genannt »InfoMotion«, entwickeln
würde. Bereits fünf Mal hat sich InfoMotion bisher
auf den Weg gemacht, jeweils initiiert von zwei
Studenten, die federführend die Planung der Projektgruppen koordinierten und nach der Rückkehr
verlegerisch geübt die Erfahrungsberichte in einer
Informationsmappe zusammenstellten. So reisten
die Gruppen mal mit dem Nachtbus von London nach
Edinburgh, mit dem Flugzeug von Dublin nach London, mit dem Zug von London nach Oxford oder mit
In der Regel besuchten die Gruppen mehrere
Unternehmen pro Tag. Die Teilnehmer führten
außergewöhnliche Gespräche und Diskussionen mit
Verlegern, erlebten bei Lonely Planet ein phantastisches Marketingseminar mit dem Marketingmanager,
waren Teil eines studentischen Seminars mit Penguin,
sprachen mit Kleinverlegern über die sich verändernde Verlagswelt, diskutierten mit Publishing Scotland
und eingeladenen schottischen Verlagsvertretern
über die neuen Herausforderungen für zukünftige
Absolventen und genossen hochinteressante und
offene Präsentationen bei Hachette, Getty Images
und an der Edinburgh Napier University. Durch die
British Library und die irische Nationalbibliothek
wurden sie fachkundig geführt und selbstverständlich durften auch ein Rundgang durch die Old Library
dem Bus von Glasgow nach Edinburgh, um jeweils
vor Ort die Verlags-, Buchhandels- und Bibliothekswelt kennen zu lernen. Ziel aller Exkursionen war
es, nach vorheriger Recherche und erfolgreicher
Kontaktaufnahme zu Unternehmen der Branche, die
britische Welt der Verlage und Buchhandlungen zu
erkunden und Einblicke in die Buchwelt Großbritanniens zu erhalten.
Zwei bis drei Semester Vorbereitung waren jeweils
notwendig, in denen zusätzlich zum regulären
Englischseminar E-Mails verfasst, Telefonate geführt,
Gesprächstermine koordiniert und ausreichend zum
britischen Buchmarkt recherchiert wurde. Rechtzeitig standen die verantwortlichen Studenten in den
Startlöchern um die Flüge für die Gruppe zu buchen,
während sich andere Studenten um Unterkünfte
und logistisch effiziente Transportmöglichkeiten
kümmerten. Die Stadtführungen erarbeiteten die
und die Chester Beatty Library in Dublin nicht fehlen.
Zurückblickend kann ich sagen, dass alle Studentengruppen mit voller Begeisterung, erstaunlicher
Kreativität und einer enormen Zuverlässigkeit bei
der Sache waren. Es gab weder Noten, ECTS Punkte
noch sonstige Anerkennungen für die zusätzliche
Arbeit, und finanziell war die Unterstützung seitens
der Hochschule begrenzt. Würdig vertraten die
Studenten die HTWK Leipzig, berichteten über ihren
Studiengang und waren potentielle Gesprächspartner, wenn es um vergleichende Analysen der
Buchbranche ging. Mein Resümee: Selbst minimale
Mittel, gepaart mit Engagement und einem enormen
Elan können zu Erkenntnissen führen, die vielleicht
wegweisend für den einen oder anderen Studenten
sind und ermutigen, nicht nur über den Tellerrand zu
schauen, sondern bei späteren Auslandsaufenthalten tiefer vorzudringen.
Gruppen in Eigenregie.
Regina Bruch, Hochschulsprachenzentrum
PANORAMA
Studierende der Fakultät Medien
mit »InfoMotion« auf Reisen
Boarding Pass
Buchhandel / Verlagswirtscha
ft
»Die Gespräche mit den schottisc
hen
Verlägern haben mich sehr beei
ndruckt
und ich finde, dass wir eine rich
tig tolle
Gruppe waren!«
Glasgow
20 07
Bo
arding
Buchhand Pass
el / Verlag
sw
ir tschaft
»Die Stud
ienfahrt w
ar eine to
in der wir
lle Erf ahru
nicht nur
ng,
als Grupp
gewachse
e zusamm
n sind, so
e
n
n
dern auch
den ir isch
viel über
en Buchm
arkt gelern
t haben.«
Dublin
2011
ss
Boarding Pl /a Verlagswirtschaft
Buchhande
e und lehr­
st spannend
»Eine äußer
ationen.«
voller Inspir
reiche Woche
London
2012
Boarding Pass
Buchhandel / Verlagswirts
chaft
»Alles in allem eine sehr
aufschlussreiche und inte
ressante Studienreise. Wir
haben sowohl die irische
Verlags-/Buchbranche als
auch das Land mit allen
Facetten (Kultur, Temper
ament der Iren, Landschaf
t)
kennen gelernt.«
Dublin
20 10
Weitere persönliche Erfahrungs- und Exkursionsberichte sind auf der Webseite
des Hochschulsprachenzentrums unter www.htwk-leipzig.de/de/sprachen/exkursionen zu finden.
39
40 PANORAMA
Ausland und wieder Ausland
Gerlind Schubert verschlug es gleich mehrmals nach Schottland
E
igentlich lief für die Studentin Gerlind Schubert
alles gut in Leipzig. Auch hatte sie anfangs keine Ambitionen, einen Teil ihres Studiums im Ausland
zu verbringen. Professor Volker Slowik, Koordinator
für Internationale Beziehungen im Bereich Bauingenieurwesen an der Fakultät Bauwesen, konnte
sie jedoch davon überzeugen, am Doppel-MasterProgramm der HTWK Leipzig mit der University of
the West of Scotland in Paisley (UWS) teilzunehmen.
»Und das war gut so«, sagt Gerlind Schubert heute.
Im September 2007 absolvierte sie den damals
zweiwöchigen Einführungskurs in Paisley und ging
zu Beginn des Jahres 2008 dorthin zurück, um ein
volles Semester an der UWS zu absolvieren. Die
Master-Kurse hat Gerlind Schubert in guter Erinnerung, denn sie waren anspruchsvoll und interessant
zugleich. Auch die Zweifel im Hinblick auf ihre, wie
Nach der Rückkehr aus Paisley verfasste die Studentin in Leipzig ihre Master-Arbeit und beendete ihr
Studium 2009 erfolgreich mit dem Doppel-Master.
Beflügelt von ihren Erfahrungen im Master wollte
Gerlind Schubert nun promovieren. Auf die Frage, ob
sie ihr erster Aufenthalt in Schottland dazu bewogen
hat, für die Promotion zurück nach Schottland zu
gehen, antwortete sie: »Ja, definitiv ja.« Da es zu
jenem Zeitpunkt für Absolventen von Fachhochschulen jedoch noch schwieriger war, eine Doktorandenstelle zu bekommen, kontaktierte Gerlind
Schubert einen ihrer ehemaligen Professoren von
der UWS, der ihr über einige weitere Kontakte ihren
jetzigen Doktorvater von der University of Glasgow
vermittelte. Bei Dr. Phil Harrison promoviert sie nun
zum Thema »Manufacture and Characterisation of
Magneto-Rheological Elastomers (MREs)«, also über
sie sagt, nicht ganz so guten Englischkenntnisse verflogen, als die Studentin merkte, dass sie den Vorlesungen gut folgen konnte. Nicht zuletzt haben ihr
die Schotten, die Frau Schubert als sehr liebenswert
beschreibt, die Pubs und die herrliche Natur ihren
Auslandsaufenthalt unvergesslich werden lassen.
intelligente Materialien, die beim Einschalten eines
Magnetfeldes steifer werden und beim Ausschalten
wieder ihre ursprüngliche Festigkeit erlangen.
Im Juni 2014 wird Frau Schubert ihre Promotion
abschließen und sich auf Jobsuche begeben. Vorstellungen von ihrer zukünftigen Tätigkeit hat sie
natürlich bereits: »Rechnen und knobeln möchte ich,
wenn möglich in einer Firma die international agiert,
um mein Englisch nicht zu vergessen.«
Gerlind Schubert ist froh, dass sie damals dem
Vorschlag von Professor Slowik gefolgt ist, und sie
empfiehlt auch den heutigen Studierenden der HTWK
Leipzig einen Auslandsaufenthalt. »Es ist immer eine
gute Erfahrung, für eine Weile ins Ausland zu gehen,
ein anderes Land und andere Leute kennenzulernen.
Ein Auslandsaufenthalt kann Tür und Tor für die
Zukunft öffnen.«
Foto: Gerlind Schubert
Gerlind Schubert auf dem Ben Nevis
Andrea Siebeck, Akademisches Auslandsamt
Unser Traum
von 1001 Nacht
Ein etwas anderer Besuch in Jordanien
Foto: Dorothea Franke
PANORAMA
Die HTWK-Studentinnen (Mitte) mit ihren Mentees in Jerash
Y
a Allah! Wann bekommt man im Leben schon
einmal die Chance, im privaten Kontext nach
Jordanien zu reisen? Genau das dachten wir uns, als
es auf die Planung der Semesterferien 2012 zuging.
Nachdem wir beide jeweils ein Jahr quer durch
Europa gereist waren, erst zum ERASMUS-Studium in
Finnland bzw. Spanien und dann zum Auslandspraktikum in den Niederlanden und Luxemburg, hatte
uns die Reiselust nicht wirklich losgelassen. Also
entschieden wir uns, dem Wunsch unserer Mentees
nachzukommen und sie in ihrem Heimatland zu
besuchen.
Unsere Mentees? Seit unserem zweiten Semester
betreuen wir im Rahmen des Mentorenprogramms
Im darauf folgenden Semester haben wir viel
geskypt, die Flugpreise verglichen und Besuchspläne
geschmiedet. Und so entschieden wir uns für die Studentenvariante: Die günstigsten Flüge nach Amman
gehen von London aus und ein Zwischenstopp in der
britischen Metropole – zur Zeit der Olympischen Spiele – kam uns sehr gelegen. Anfang September 2012
ging es dann los: Leipzig – London – und schlussendlich Amman. Erschöpft vom langen Flug wurden wir
mit einem Willkommensplakat begrüßt und von den
Familien der Mädels, bei denen wir auch wohnen durften, überschwänglich empfangen und nach Strich und
Faden verwöhnt. Die arabische Küche ist himmlisch,
und die Familien haben uns wie ihre eigenen Töchter
des Akademischen Auslandsamtes unsere »Incomings«, d. h. Austauschstudenten, die von
internationalen Partnerhochschulen an die HTWK
Leipzig kommen, um hier einen Teil ihres Studiums
zu absolvieren. Wir entschieden uns spontan, doch
mal ein paar »exotische« Mädels zu betreuen. Wenig
später holten wir unsere beiden »habibtis« (arab.
für Schatz) am Leipziger Bahnhof ab. Von der ersten
Sekunde an haben wir uns super verstanden und
im Laufe des Semesters viele gemeinsame Stunden
verbracht, in denen uns die arabische Kultur näher
gebracht wurde und wir im Gegenzug den Mädels
zeigten, wie das denn so geht mit dem Studenten­
leben in Leipzig. Umso schwerer fiel dann der
Abschied, als wir uns beide selbst ins ERASMUSSemester verabschiedeten und die Jordanierinnen
nach Bonn gingen, um dort ein Praktikum zu machen.
Aber ein Wiedersehen war Pflicht.
behandelt und auch jede Frage zum Islam und zu
arabischen Traditionen beantwortet.
Jordanien selbst hat unglaublich viel zu bieten.
Wir »schwebten« im Toten Meer, erkundeten die
Städte Jerash und Madaba und stiegen auf den biblischen Berg Nebo. Wir schliefen unterm Sternenhimmel der Wüste Wadi Rum, genossen die Strände des
Roten Meeres und reisten in die Ruinenstadt Petra –
immer zusammen mit unseren Mentees, ihren Familien und Freunden. Amman selbst ist eine unglaublich
quirlige Stadt, die das moderne Jordanien zeigt.
Dass Freundschaft kulturelle Unterschiede und
lange Zeit überdauern kann, kommt öfters vor;
aber dass man es in dieser Form und so wunderbar
erleben kann, war einzigartig für uns und bleibt uns
sicher ein Leben lang in Erinnerung.
Vivien Hentschke und Dorothea Franke,
Studentinnen des International Management
41
42 VORGESTELLT
Koordinatoren für Internationale
Beziehungen an den Fakultäten
Die Koordinatoren für Internationale Beziehungen der einzelnen Fakultäten
sind Ansprechpartner für Studierende, die ein Teilstudium oder Praktikum im
Ausland absolvieren wollen.
Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften
Prof. Dr. Stefan Danner
Lipsius-Bau, Raum LI 027
Tel.: +49 341 3076 - 4418
[email protected]
Fakultät Bauwesen
Prof. B. Arch. Marina Stankovic (Architektur)
Geutebrück-Bau, Raum G 411
Tel.: +49 341 3076 - 6351, - 6207
[email protected] und [email protected]
Prof. Dr.-Ing. Volker Slowik (Bauingenieurwesen)
Geutebrück-Bau, Raum G 205
Tel.: +49 341 3076 - 6261
[email protected]
Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik
Prof. Dr.-Ing. Tilo Heimbold
Wiener-Bau, Raum W 112.2
Tel.: +49 341 3076 - 1178
[email protected]
Fakultät Informatik, Mathematik und Naturwissenschaften
Prof. Dr. Bernd Engelmann
Zuse-Bau, Raum Z 516
Tel.: +49 341 3076 - 6494
[email protected]
VORGESTELLT
Fakultät Maschinenbau und Energietechnik
Prof. Dr.-Ing. Anke Bucher
Raum MA 205, Haus II (Markkleeberg)
Tel.: +49 341 3076 - 4224
[email protected]
Fakultät Medien
Prof. Dr. Frank Roch (Standort Gutenberg-Bau)
Raum GU 316
Tel.: +49 341 3076 - 2338
[email protected]
Prof. Dr. Johannes Tripps (Standort Lipsius-Bau)
Lipsius-Bau, Raum LI 316
Tel.: +49 341 3076 - 5439
[email protected]
Fakultät Wirtschaftswissenschaften
Prof. Dr. Cornelia Manger-Nestler
Zuse-Bau, Raum Z 111
Tel.: +49 341 3076 - 6720
[email protected]
Prof. Dr. Bodo Sturm
Zuse-Bau, Raum Z 119
Tel.: +49 341 3076 - 6388
[email protected]
Impressum
Herausgeber
Hochschule für Technik, Wirtschaft
und Kultur Leipzig
Konzeption und Redaktion
Akademisches Auslandsamt
der HTWK Leipzig
Silke Mühl (Leitung)
Andrea Siebeck
Erscheinungsweise
einmal jährlich
Sitz der Redaktion
Akademisches Auslandsamt
Eichendorffstraße 2
04277 Leipzig
Satz und Layout
Artkolchose GmbH
Kontakt
Tel.: +49 341 3076 - 6637
Fax: +49 341 3076 - 6415
[email protected]
www.htwk-leipzig.de/de/
internationales
Bildnachweis
Soweit nicht anders angegeben:
HTWK Leipzig
Titelseite: Vivien Hentschke
Druck
DruckZeichen GmbH
43
44 Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!
Stipendien für Praktika im europäischen Ausland
Das LEONARDO-BÜRO SACHSEN ist das Praktikumsbüro für sächsische Universitäten und Hochschulen und hat seinen Sitz an der Technischen
Universität Dresden. Es können alle sächsischen
Studierenden ein ERASMUS-Stipendium bzw. Graduierte/Absolventen ein LEONARDO-Stipendium
für Praktika im europäischen Ausland beantragen.
Es wird Ihnen eine persönliche Beratung zur Vorbereitung und Durchführung eines Praktikums angeboten. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, im
Firmenpool nach einem passenden Unternehmen
zu suchen und die Erfahrungsberichte ehemaliger
Praktikanten einzusehen. Weitere Hilfen und Linktipps stehen auf den Internetseiten zur Verfügung.
Praktikumsdauer: Studierende können mit einer
Dauer von drei bis zwölf Monaten, Graduierte zwischen 13 und 26 Wochen mit einem Stipendium unterstützt werden.
Praktikumsländer: Die Stipendien stehen für Praktika in fast allen Ländern der EU zur Verfügung,
dazu gehören auch die überseeischen Gebiete. Darüber hinaus können ERASMUS-Praktika in Island,
Kroatien, Norwegen, Liechtenstein, in der Schweiz
und der Türkei gefördert werden.
Stipendienhöhe: Die Höhe des Stipendiums ist variabel und kann bis zu 400 EUR pro Monat betragen.
Bei Graduierten richtet sich die Höhe des Stipendiums nach dem jeweiligen Praktikumsland und wird
gestaffelt vergeben.
Interkulturelle Weiterbildungsangebote
Das LEONARDO-BÜRO SACHSEN bietet jedes
Semester ein vielfältiges Weiterbildungsangebot für
Studierende und Graduierte zur Vorbereitung auf
Praktika und Berufsstart an. Auf den Internetseiten
finden Sie Angebote zu Kursen, die Ihnen helfen,
Kompetenzen für den erfolgreichen Sprung in die
Berufswelt zu entwickeln.
Beantwortet werden folgende Fragen:
Wie bewerbe ich mich erfolgreich in Deutschland
und im Ausland?
Wie verhalte ich mich in interkulturellen Problemsituationen?
Wie kommuniziere ich erfolgreich in in- und ausländischen Unternehmen?
Wie trete ich in Konfliktgesprächen mit in- und
ausländischen Partnern auf?
Welche Kernkompetenzen benötige ich im Auslandspraktikum und wie kann ich meinen Erfolg
im Praktikum sichern?
Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.leo.tu-dresden.de
Bereiten Sie sich optimal auf Ihren Auslands­
aufenthalt vor!
Ihr LEONARDO-BÜRO SACHSEN
Postanschrift
Technische Universität Dresden, LEONARDO-BÜRO SACHSEN, 01062 Dresden
Tel.: 0351 / 463 42444 | Fax: 0351 / 463 37156 | www.leo.tu-dresden.de
E-Mail
Praktika: [email protected] | Kursangebote: [email protected]
Besuchs-/Sprechzeiten:
Dienstag: 9:00 bis 12:00 und 13:00 bis 18:00 Uhr
Donnerstag: 9:00 bis 12:00 Uhr, außerhalb der Sprechzeiten nach Vereinbarung.
HOCHSCHULE FÜR TECHNIK, WIRTSCHAFT UND KULTUR LEIPZIG
University of Applied Sciences
Akademisches Auslandsamt
der HTWK Leipzig
Kontakt
rr Information und Beratung zum Teilstudium oder
Praktikum im Ausland
rr Hilfestellung bei Beantragung von Fördermitteln
für Vorhaben mit ausländischen Institutionen
(Projekte, Exkursionen, Sprachkurse etc.)
rr Betreuung von Teilstudenten ausländischer
Partnerhochschulen (Mentorenprogramm)
rr Möglichkeit zum Erwerb des »Zertifikats für
Interkulturelle Kompetenz«
rr Regelmäßige Kurz- und Beratungssprechstunden
www.htwk-leipzig.de/de/internationales
Eichendorffstraße 2
04277 Leipzig
Tel.: +49 341 3076 - 6637 / - 6244
Fax: +49 341 3076 - 6415
[email protected]
Sprechzeiten
Kurzsprechstunden
Montag
Dienstag
13:00 – 15:00 Uhr
13:00 – 15:00 Uhr
Beratungssprechstunde
Donnerstag
09:30 – 11:30 Uhr