2013 Berichterstattung (, 1.6Mb)

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2013 Berichterstattung (, 1.6Mb)
BER ICHTERSTAT TU NG
GESCH Ä F TS JA HR
2013
KENNZAHLEN
Konzernerfolgsrechnung
in TCHF
2013
2012
Nettoumsatz
202 655
645 242
Betriebsleistung nach Materialaufwand und Vorleistungen
102 544
284 654
in % des Nettoumsatzes
EBITDA
in % des Nettoumsatzes
EBIT
in % des Nettoumsatzes
50.6%
44.1%
−117 294
−32 917
−57.9%
−5.1%
−196 848
−128 007
−97.1%
−19.8%
−162 817
−110 773
31.12.2013
31.12.2012
Bilanzsumme
784 017
834 769
Umlaufvermögen
377 719
389 945
Anlagevermögen
406 298
444 824
Kurzfristiges Fremdkapital
200 894
242 298
Langfristiges Fremdkapital
174 502
176 327
Eigenkapital
408 621
416 144
52.1%
49.9%
Konzernergebnis
300
875
200
250
750
100
500
50
0
Anmerkung: Rechnungslegung Geschäftsjahre 2013/2012 nach Swiss GAAP FER, Vorjahre nach IFRS
375
125
2013
0
2012
2013
1500
2011
2012
1250
2010
2011
1000
2009
2010
750
2009
500
in CHF Mio.
250
Eigenkapital
in CHF Mio.
0
Bilanzsumme
250
−100
2013
−150
2012
2013
1500
2011
2012
1250
2010
2011
1000
2009
2010
750
2009
500
in CHF Mio.
250
EBITDA
in CHF Mio.
0
Nettoumsatz
−50
Eigenkapitalquote
625
in TCHF
150
Konzernbilanz
INHALTSVERZEICHNIS
BERICHTERSTATTUNG
FIRMENPROFIL
LAGEBERICHT
DIE MEYER BURGER GRUPPE
2Lagebericht 2013
12Nachhaltigkeit
UKurzprofil
1Unsere globalen Aktivitäten
CORPORATE GOVERNANCE
BRIEF AN DIE AKTIONÄRE
26Konzernstruktur, Aktionariat
29Kapitalstruktur
34Verwaltungsrat
44Gruppenleitung
46Mitwirkungsrechte der Aktionäre
47Kontrollwechel und Abwehrmassnahmen
48Revisionsstelle
49Informationspolitik
50Veränderungen aufgrund VegüV
2Vorbereitet für nächste Wachstumsphase
VERGÜTUNGSBERICHT
18Mitarbeitende unserer Gruppe
51Vergütungsbericht 2013
FINANZBERICHT
VISION UND STRATEGIE
6Unsere Vision, Strategie und Werte
KOMPETENZEN UND TECHNOLOGIEN
9Technologien in der Photovoltaik
16Specialised Technologies
MITARBEITENDE
FÜNFJAHRESÜBERSICHT
20Kennzahlen 2009–2013
62Konzernrechnung
67 Anhang zur Konzernrechnung
110 Bericht der Revisionsstelle
112Jahresrechnung Meyer Burger
Technology AG
114 Anhang zur Jahresrechnung
122 Bericht der Revisionsstelle
ANDERE INFORMATIONEN
24 Adressen
1
125Informationen für Investoren
und Medien
FIR ME NPROFIL 2 013
BER ICHTERSTAT TU NG
GESCH Ä F TS JA HR
Geschäftsbericht 2013
INNOVATION UND
TECHNOLOGIE SIND
UNSER ANTRIEB
Meyer Burger
2013
87476_MB_Profil_2013_D.indd 1
12.03.14 16:07
87476_MB_Bericht_2013_D.indd 3
12.03.14 16:08
Der Geschäftsbericht 2013 besteht aus zwei Teilen: Firmenprofil und
Berichterstattung zum Geschäftsjahr 2013.
Beide Dokumente sind im Internet verfügbar unter:
http://www.meyerburger.com/investor-relations/berichte-publikationen/
berichte/
LAGEBERICHT 2013
MÄRKTE UND KUNDEN
Auf globaler Ebene wurden im Berichtsjahr 2013 rund
37 GW an neuer Photovoltaik (PV) Leistung bei privaten und kommerziellen Endkunden installiert, was gegenüber dem Vorjahr einer erneut hohen Wachstumsrate von 37% gleichkommt. Die weltweit installierte
INSTALLIERTE PHOTOVOLTAIK-LEISTUNG
WÄCHST UM 37%.
Kapazität hat sich damit auf rund 136.7 GW erhöht
(Quelle: EPIA Medienmitteilung März 2014). Dieser
Wachstumstrend wird langfristig anhalten: Bis ins Jahr
2017 erwarten namhafte Industrie­organisationen wie
die International Energy Agency (IEA) oder die European Photovoltaic Industry Asso­ciation (EPIA), dass
die global installierte PV-Basis auf 260–420 GW ansteigen wird. Dies entspricht einer durchschnittlichen
Wachstumsrate von 17 bis 33% pro Jahr.
Angeführt wurde die Liste der Länder, welche im
Berichtsjahr 2013 am meisten PV-Leistung installiert
haben, erstmals von China (+11 GW), Japan (+6.9
GW) und den USA (+4.8 GW). Damit ist 2013 das
erste Jahr, in dem die Mehrheit der global neu installierten PV-Leistung (72%) ausserhalb Europas realisiert wurde. Dies verdeutlicht, dass sich der PV-Markt
in den letzten zwei Jahren zu einem globalen Absatzmarkt entwickelt hat. Eine zentrale Rolle für das zukünftige Wachstum werden insbesondere die grossen
Volkswirtschaften im «Sonnengürtel» der Welt einnehmen. Entlang der Achse Nord-/Südamerika, in der
Mittelmeerregion/Nordafrika/Mittlerer Osten, in Indien,
China sowie in verschiedenen Ländern Südostasiens
befinden sich diejenigen Regionen, in denen Grossprojekte zur Förderung einer lokalen Solarproduktion
vorgesehen sind. Indien beispielsweise plant bis ins
Jahr 2022 den Aufbau von 20 GW (rund 4 GW bis
2015) an PV-Leistung oder Saudi Arabien strebt bis
ins Jahr 2030 eine Kapazität von 16 GW (rund 5 GW
bis 2016) an. Meyer Burger betreut Grossprojekte
2
in verschiedenen der neuen PV-Märkte und erhielt
beispielsweise im Berichtsjahr 2013 bereits erste Aufträge für Photovoltaik-Produktionslinien, die bei Projekten in Südamerika zum Einsatz kommen.
Wieder ansteigende Kapazitätsauslastungen
Bei den Solarzell- und Modulherstellern in den bestehenden Märkten hat die Krise der vergangenen zwei
Jahre ihre Spuren hinterlassen. Insbesondere kleinere
Produzenten wurden durch den starken Preiszerfall
von Solarmodulen und den enormen Margendruck
aus dem Markt verdrängt. Investitionen in neues Produktionsequipment kamen in 2012 und Anfang 2013
praktisch ganz zum Erliegen.
Während 2013 hat sich die Kapazitätsauslastung
bei den grossen Produzenten (Tier-1) wieder deutlich
verbessert und dies führte bei Meyer Burger in der
zweiten Jahreshälfte 2013 auch zu einzelnen grösseren Bestellungen für neues Produktionsequipment.
Mit dem Wachstum der installierten PV-Leistung und
der steigenden Kapazitätsauslastung bei Tier-1 Produzenten gehen wir davon aus, dass in 2014/2015
weitere Investitionen in Technologie-Upgrades und
Produktionserweiterungen stattfinden werden.
MANAGEMENT KOMMENTAR ZUM
JAHRESERGEBNIS 2013
Meyer Burger hat ihre Rechnungslegung im Berichtsjahr 2013 von IFRS auf Swiss GAAP FER umgestellt.
Die Umstellung erfolgte rückwirkend per 1. Januar
2013 und im konsolidierten Jahresabschluss wurden
die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Die Anwendung von Swiss GAAP FER gewährleistet, dass
die Meyer Burger Technology AG weiterhin eine aussagekräftige Rechnungslegung in hoher Qualität
bereitstellt, welche ein klares Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage nach dem Prinzip «true and
fair view» vermittelt.
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AUFSTREBENDE NEUE PHOTOVOLTAIK MÄRKTE
1500 kWh/m2
per annum
45°
2200 kWh/m2
per annum
0°
1500 kWh/m2
per annum
45°
Meyer Burger PV-Märkte mit Verkaufs- und/oder Projektaktivitäten
Sonnengürtel
Sonnengürtel-Regionen mit grossem PV-Potenzial (Quelle: EPIA)
Meyer Burger Gesellschaften
Der Wechsel zu Swiss GAAP FER führte aufgrund der
unterschiedlichen Rechnungslegungsgrundsätze insbesondere bei der Bewertung des Goodwill und anderen immateriellen Anlagen aus Akquisitionen (Kundenbeziehungen) sowie bei den Verbindlichkeiten aus
Vorsorgeplänen zu Veränderungen. Im Rahmen der
Umstellung wurde der Goodwill nach Swiss GAAP
FER über das Eigenkapital verrechnet und bezüglich
Vorsorgeverpflichtungen entstanden auf Basis der
existierenden Vorsorgepläne wesentlich geringere
3
Verpflichtungen als unter IFRS. Die Umstellungseffekte führten insgesamt zu einer Verkürzung der Bilanz und zu einer Reduktion der Eigenkapitalquote.
Per 31. Dezember 2013 belief sich die Bilanzsumme
auf CHF 784.0 Millionen und die Eigenkapitalquote
auf solide 52.1%.
→ Umstellungseffekte betreffend das Vorjahr 2012
sind detailliert in Erläuterung 2.2 im Anhang zur Konzernrechnung aufgeführt.
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Auftragseingang
Im Berichtsjahr 2013 erzielte die Meyer Burger Gruppe
ein Volumen an neu erteilten Aufträgen von CHF 287.7
Millionen, was gegenüber dem Vorjahreswert einer
Steigerung von 29% entspricht (Vorjahr CHF 223.4
Millionen). Die Dynamik bei den Kundenbestellungen
nahm insbesondere in der zweiten Jahreshälfte zu, in
der ein Gesamtauftragseingang von CHF 205.2 Mil­
lionen erreicht wurde, gegenüber CHF 82.5 Millionen
in der ersten Jahreshälfte. Die Aufträge umfassten
Bestellungen für Kapazitätserweiterungen und Technologie-Upgrades in bestehenden PV-Märkten, Photovoltaik-Produktionslinien für neue Märkte sowie verschiedene Aufträge in Specialised Technologies.
Die Book-to-bill Ratio (Verhältnis Auftragseingang zu Umsatz) lag erstmals seit Beginn der Solarmarktkrise im 2011 wieder bei einem Wert von >1
und erreichte 1.42 im Berichtsjahr 2013 (Vorjahr
0.35). Der Auftragsbestand per 31. Dezember 2013
lag bei CHF 399.6 Millionen (CHF 405.5 Millionen per
31. Dezember 2012). Der Auftragsbestand enthält
PV-Aufträge aus 2011 und früher, die aufgrund der
Solarkrise auf unbestimmte Zeit verschoben wurden.
Aus heutiger Sicht werden diese Aufträge in der einst
bestellten Art in näherer Zukunft nicht ausgeliefert
werden. Daher hat Meyer Burger beschlossen, den
Auftragsbestand um diese Aufträge zu bereinigen.
Der netto verbleibende Auftragsbestand beläuft sich
somit auf CHF 190.3 Millionen (Vorjahr CHF 111.9
Millionen).
folgt aus: Asien 45% des Nettoumsatzes (Vorjahr
81%), Europa 40% (Vorjahr 16%), USA 14% (Vorjahr
3%), übrige Länder 1% (Vorjahr 0).
Betriebsleistung
Die Betriebsleistung nach Materialaufwand und Vorleistungen erreichte CHF 102.5 Millionen (Vorjahr CHF
284.7 Millionen). Die Betriebsleistungsmarge erhöhte
sich um 6.5 Prozentpunkte auf überdurchschittlich
hohe 50.6% (Vorjahr 44.1%). Im Jahr 2012 war die
Marge belastet durch höhere Wertberichtigungen auf
Warenvorräten und getroffenen Close-out Agreements zwischen einzelnen Kunden und Meyer Burger.
Einen positiven Einfluss auf die Marge im 2013 hatte
die Auflösung von Rückstellungen belastender Verträge, welche in Vorjahren gebildet wurden.
Betriebskosten
Die Optimierungs- und Konzentrationsprogramme,
die Meyer Burger bereits im Jahr 2012 ausgelöst
hatte, konnten im Verlauf des Berichtsjahres 2013
abgeschlossen werden. Insgesamt wurden die operativen Kosten (Personalaufwand, sonstiger Betriebsaufwand) gegenüber dem Vorjahr um CHF 97.7 Millio­
nen reduziert. Diese Einsparungen machen sich auch
beim operativen Cashflow deutlich bemerkbar (siehe
Kommentar zum Cashflow).
OPEX GEGENÜBER VORJAHR
UM ÜBER CHF 97 MILLIONEN REDUZIERT.
Nettoumsatz
Der Nettoumsatz betrug CHF 202.7 Millionen (Vorjahr CHF 645.2 Millionen). Dieser Wert lag unter unseren Erwartungen zu Jahresbeginn, ist aber zu
einem gros­sen Teil darauf zurückzuführen, dass die
Nachfrage später im Jahr zugenommen hat als erwartet und die Mehrheit der neuen Aufträge im Berichtsjahr 2013 erst gegen Jahresende erteilt wurde.
Diese waren somit in der Berichtsperiode nicht mehr
umsatzwirksam. Die Umsatzverteilung pro Region
hat sich aufgrund des tiefen Umsatzniveaus und des
unterschiedlichen Umsatzmix im Vergleich zum Vorjahr verändert. Die Umsätze pro Region sahen wie
4
Der Personalbestand belief sich per 31. Dezember
2013 auf 1 781 Vollzeitstellen und lag damit rund
18.5% unter dem Vorjahreswert. Meyer Burger beschäftigte per Jahresende 2013 zudem 194 temporäre Mitarbeitende (79 per Jahresende 2012). Der
Aufbau an Temporärangestellten wurde aufgrund der
Auftragseingänge zum Jahresende 2013 notwendig.
Der Personalaufwand reduzierte sich um 22.5%
auf CHF 165.7 Millionen (Vorjahr CHF 213.7 Millionen).
Der sonstige Betriebsaufwand sank um 47.8% auf
CHF 54.2 Millionen (Vorjahr CHF 103.8 Millionen). Der
Rückgang im sonstigen Betriebsaufwand ist vor allem
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auf reduzierte Mietkosten, tiefere externe F&E Ausgaben, volumenbedingt geringere Transportkosten und
auf die erreichten Kostensenkungen aufgrund der
Optimierungsprogramme zurückzuführen.
EBITDA und EBIT
Als Folge des tiefen Umsatzniveaus lag das Betriebsergebnis EBITDA trotz der deutlich reduzierten Betriebskosten wie erwartet im negativen Bereich. Für
das Berichtsjahr 2013 belief sich das EBITDA auf
CHF –117.3 Millionen (Vorjahr CHF –32.9 Millionen).
Die Abschreibungen betrugen insgesamt CHF
79.6 Millionen (Vorjahr CHF 95.1 Millionen). Davon
entfielen CHF 27.3 Millionen auf Abschreibungen auf
Sachanlagen und CHF 52.2 Millionen auf planmäs­
sige Amortisationen von immateriellen Werten, die im
Wesentlichen aus den Unternehmenskäufen und Fusionen der vergangenen Jahre stammen.
Auf Stufe EBIT verzeichnete Meyer Burger
einen Verlust von CHF –196.8 Millionen (Vorjahr CHF
–128.0 Millionen).
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis netto belief sich auf CHF –14.1
Millionen (Vorjahr CHF –9.2 Millionen). Im Finanzaufwand des Berichtsjahres 2013 enthalten sind Zinsaufwendungen für die 5% Obligationenanleihe von CHF
6.4 Millionen (Vorjahr für rund 7 Monate CHF 3.9 Millionen). Die Bewertung von Inter-Company Darlehen
an ausländische Tochtergesellschaften führte zu
einem Finanzaufwand an nicht realisierten Wechselkursverlusten von CHF 3.5 Millionen (Vorjahr CHF 4.3
Millionen).
Steuern
Für das Berichtsjahr 2013 fiel ein Steuerertrag von
CHF 48.5 Millionen an (Vorjahr CHF 26.4 Millionen).
Das Steuerergebnis 2013 ist wie bereits im Vorjahr mehrheitlich auf die Reduktion von temporären
Differenzen auf immateriellen Anlagen und auf die
Akti­
vierung von Verlustvorträgen infolge negativer
steuerbarer Ergebnisse bei Tochtergesellschaften zurückzuführen.
5
Konzernergebnis
Das Ergebnis 2013 betrug CHF –162.8 Millionen (Vorjahr CHF –110.8 Millionen). Davon sind den Aktionären der Meyer Burger Technology AG CHF –158.8 Millionen zuzurechnen (restliche CHF –4.0 Millionen sind
den Minderheitsaktionären zuzurechnen). Das Ergebnis je Aktie belief sich auf CHF –2.26 (Vorjahr CHF
–2.23).
Bilanz
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2013 erreichte
CHF 784.0 Millionen (31.12. 2012 CHF 834.8 Millionen). Im Umlaufvermögen beliefen sich die flüssigen
Mittel auf CHF 173.2 Millionen, die Warenvorräte auf
CHF 147.9 Millionen. Das Anlagevermögen bestand
mehrheitlich aus Sachanlagen CHF 141.7 Millionen,
immateriellen Anlagen CHF 178.1 Millionen und latenten Ertragssteuerguthaben CHF 85.9 Millionen.
SOLIDE BILANZSTRUKTUR – EIGENKAPITALQUOTE VON 52.1% PER JAHRESENDE 2013.
Auf der Passivseite der Bilanz belief sich das
Fremdkapital auf insgesamt CHF 375.4 Millionen.
Davon betrugen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen CHF 44.0 Millionen, Kundenanzahlungen CHF 66.1 Millionen, Rückstellungen CHF
50.0 Millionen und Finanzverbindlichkeiten CHF 163.5
Millionen. Das Eigenkapital wurde durch die Kapitalerhöhung im Mai 2013 (Nettoerlös für die Gesellschaft
von CHF 144.8 Millionen) gestärkt und belief sich per
31. Dezember 2013 auf CHF 408.6 Millionen. Die
Eigenkapitalquote beträgt per Jahresende 2013
solide 52.1%.
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Umsatz nach Währungen
in 2013
60%EUR
22%CHF
Cashflow
Im Berichtsjahr 2013 betrug der operative Cashflow
CHF –130.4 Millionen (Vorjahr CHF –168.0 Millionen).
Trotz massiv angepasster Kostenbasis blieb der operative Cashflow aufgrund der Nachfragesituation
während weiter Teile des Jahres im negativen
Bereich. In der zweiten Jahreshälfte 2013 hat sich
der Cash Burn jedoch deutlich verbessert (2. Halbjahr CHF –48.1 Millionen gegenüber 1. Halbjahr CHF
–82.3 Millionen). Dies ist mehrheitlich auf den Effekt
der per Juni 2013 abgeschlossenen Optimierungsprogramme, auf die Kundenanzahlungen im Zusammenhang mit den neuen Aufträgen im zweiten Halbjahr sowie auf gewisse Auszahlungen, die jeweils in
der ersten Jahreshälfte fällig werden (Zinsaufwand),
zurückzuführen
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug CHF
–7.5 Millionen (Vorjahr CHF –68.0 Millionen). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf netto CHF
6.8 Millionen und umfassen übliche Investitionen in
CAPEX.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit erreichte
CHF +176.1 Millionen (Vorjahr CHF +111.6 Millionen).
Durch die Kapitalerhöhung flossen dem Unternehmen
netto CHF 144.8 Millionen und durch die Aufnahme
eines hypothekarisch gesicherten Kredits (auf das
Firmengebäude in Thun) CHF 30.0 Millionen an flüs­
sigen Mitteln zu.
F&E Investitionen
Mit Innovation und gezielter Forschung und Entwicklung sichert sich Meyer Burger den Technologie­
vorsprung und verstärkt die bestehende Markt- und
Produktpositionierung. Daher blieben substanzielle
Investitionen in F&E auch während der schwierigen
Marktphase in 2012/2013 ein zentrales strategisches
Thema. Im Geschäftsjahr 2013 investierte die Meyer
Burger Gruppe CHF 63.7 Millionen oder rund 31.4%
des Nettoumsatzes in Forschung und Entwicklung
(Vorjahr CHF 92.1 Millionen bzw. rund 14.3% des
Nettoumsatzes).
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden in der Bilanz nicht aktiviert, sondern als
6
10%USD
8%Übrige
Ausgaben in der Erfolgsrechnung erfasst. Insgesamt
arbeiteten im Berichtsjahr 382 Mitarbeitende (FTE) in
der Forschung und Entwicklung (Vorjahr 484 FTE).
WÄHRUNGSRISIKEN
Aufgrund des tieferen Umsatzniveaus und der Unterschiede bei der regionalen Verteilung der Nettoumsätze haben sich die Währungsanteile im Berichtsjahr
2013 im Vergleich zu den Vorjahren verändert. Für
2013 betrug der Anteil des Nettoumsatzes in Schweizer Franken 22% (Vorjahr 59%), in Euro 60% (Vorjahr
34%) und der US Dollar sowie andere Währungen
machten zusammen 18% aus (Vorjahr 7%). Nach wie
vor wird über 57% der Produktionswertschöpfung der
Meyer Burger Gruppe in den zwei grössten Kompetenzzentren in Thun (CH) und Hohenstein-Ernstthal
(DE) erwirtschaftet. Das Ziel von Meyer Burger, jeweils
einen möglichst hohen Anteil ihrer Umsätze in denjenigen Währungen zu erzielen, in denen die Tochtergesellschaften ihre Produktionsleistungen erbringen
(«Natural Hedging» angestrebt), wurde somit auch in
2013 erfüllt.
Zur Absicherung von verbleibenden Währungs­
risiken setzt Meyer Burger bei Bedarf Devisenterminkontrakte ein. Die Fremdwährungsrisiken auf Buchwerten der ausländischen Tochtergesellschaften oder
auf Umrechnung der Ergebnisse ausländischer Gesellschaften werden nicht abgesichert.
RISIKOMANAGEMENT
Um die strategischen, finanziellen und operativen
Risiken der Gruppe vorausschauend zu managen,
setzt Meyer Burger auf verschiedene Instrumente des
Risikomanagements. Für die Beurteilung der strategischen Risiken ist insbesondere der Verwaltungsrat
verantwortlich. Die finanziellen und operativen Risiken
werden hauptsächlich durch die Gruppenleitung der
Meyer Burger Technology AG beurteilt. Es erfolgen
regelmässige Reportings an den Verwaltungsrat. Das
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Personalstruktur nach Regionen
Mitarbeitende
in 2013
in 2013
27%Schweiz
17%Frauen
83%Männer
49%Europa*
12%Asien
12%USA
*ohne Schweiz
Risikomanagement ist in die Führungsprozesse der
Gesellschaft integriert und umfasst insbesondere die
Bereiche Planung, Finanzen & Controlling, interne
Revision, Produktion & Logistik, Forschung & Entwicklung, Produkt Management, Verkauf, IT, Corporate Communications, Human Resources sowie die
externe Steuer- und Rechtsberatung.
Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist Meyer Burger
ebenfalls ein grosses Anliegen. Mittels sorgfältiger
Analysen der verschiedenen Arbeitsabläufe und
Schulungen der Mitarbeitenden werden allfällige Risiken am Arbeitsplatz oder in der Arbeitsumgebung minimiert und eine höhere Prozesssicherheit erreicht.
→ Weitere Informationen zum finanziellen Risikomanagement Erläuterung 3 auf Seite 81.
→ Weitere Informationen zum Thema Mitarbeitende siehe nachfolgenden Abschnitt und den entsprechenden Teil im Nachhaltigkeitsbericht auf Seite
14.
MITARBEITENDE
Zum Jahresende 2013 beschäftigte die Meyer Burger
Gruppe über 1 800 Mitarbeitende. Die Zahl der festangestellten Mitarbeitenden belief sich auf 1 781 Personen (FTE), im Vergleich zu 2 186 Mitarbeitenden per
Ende 2012. Der Personalrückgang war noch eine
Folge der Optimierungs- und Konzentrationsprogramme, die im Verlauf des ersten Halbjahrs 2013
abgeschlossen wurden. Gegen Jahresende 2013 hat
die Gesellschaft die Anzahl an temporären Arbeitskräften vor allem in den Produktionsbereichen erhöht,
um die zeitgerechte Auslieferung der neuen Aufträge
während 2014 sicherzustellen. Per 31. Dezember
2013 beschäftigte die Gruppe zusätzlich zu den festangestellten Mitarbeitenden 194 temporäre Arbeitskräfte in Vollzeitbeschäftigung (Jahresende 2012: 79
temporär Mitarbeitende).
→ Weitere Informationen zu Human Resources
Themen auf Seite 14.
MANAGEMENTAUSBILDUNG
Meyer Burger pflegt seit Jahren einen gezielten Mana­
gement-Development-Prozess, um offene Positionen
in den Führungs- und Schlüsselpositionen wenn
immer möglich mit internen Kandidaten zu besetzen.
Im Berichtsjahr wurden verschiedene Führungs-Weiterbildungskurse in kleinen Gruppen von jeweils 8–12
Teilnehmenden durchgeführt. Ein zentraler Punkt dieser Weiterbildungskurse ist neben der zielgerichteten
Ausbildung auch immer eine Diskussionsrunde mit
dem CEO, um das gemeinsame Verständnis über
Führungskultur und Führung im Team zu verstärken.
Im Juni fand ein Group Management Meeting mit
30 Teilnehmenden statt, mit dem Fokus auf die Themen «Märkte und Technologien». Im September nahmen 67 Manager aus der gesamten Meyer Burger
Gruppe (Geschäftsleitungen aller Gesellschaften und
ausgewählte Schnittstellenfunktionen) an einem Leadership Workshop teil, der auf Organisationsentwicklung, Kundenfokus, Technologien, die neue Global
Sales Organisation und «Strong Leadership» ausgerichtet war.
Personalbestand
Mitarbeitende (FTE)
Total per Ende Jahr
7
2013
2012
2011
2010
2009
1 781
2 186
2 791
1 276
738
Produktion, Logistik
674
829
1 342
654
370
Forschung, Entwicklung
382
484
534
197
137
Verkauf, Services
507
597
615
299
156
Finanzen, Administration
218
276
300
126
75
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Logo Corporate Brand
Wafersonne
8
Marke
MEYER BURGER ALS MARKE
INNOVATION UND TECHNOLOGIE
Meyer Burger verfolgt eine stringente Dachmarkenstrategie, bei welcher die Einzigartigkeit und die Besonderheit der Technologiegruppe innerhalb ihrer
strategischen Geschäftsfelder vermittelt und gelebt
werden.
Das Logo besteht aus zwei Elementen. Die Bildmarke als Wafersonne, welche eine Anordnung von
Solarzellen oder -wafern darstellt und die Unternehmensmarke Meyer Burger. Die Bildmarke und Unternehmensmarke wird weltweit geschützt. Die Marke
Meyer Burger und die Technologiebrands geniessen
in der Solarindustrie weltweit eine ausgezeichnete
Reputation und einen hohen Bekanntheitsgrad.
Durch geeignete Massnahmen in Public Relations
und Werbung sowie einheitliche Auftritte an Industriemessen wird die Wahrnehmung und Wiedererkennung der Marke Meyer Burger strategisch gestärkt
und unterstützt. Die Markenpositionierung ist ein wesentlicher Bestandteil einer systematischen Kundenund Wettbewerbsorientierung. Mit einer klaren Dachmarkenstrategie baut Meyer Burger ihre Position als
Technologieführerin weiter aus und schafft sowohl intern als auch extern einen einheitlichen Auftritt für
sämtliche Produkte und Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Photovoltaik. Die
Zusammenfassung aller Prozessbereiche und der dazugehörenden Kompetenzen unter der Dachmarke
Meyer Burger führt zu einem erhöhten Bekanntheitsgrad am Markt. Der geschlossene Auftritt fördert den
Aufbau einer unverwechselbaren Unternehmensidentität und eines Unternehmensimages sowie die Bündelung und Fokussierung der Kräfte auf die Kern­
elemente der einzelnen Kompetenzen.
Das Jahr 2013 wurde über die gesamte PhotovoltaikBranche hinweg geprägt durch die globale Situation
von Überkapazitäten in der Solarmodulproduktion. Im
Berichtsjahr wurden die angekündigten Optimierungsund Konzentrationsprogramme der Meyer Burger
Gruppe vollständig umgesetzt, was auch Auswirkungen auf die Bereiche Forschung und Entwicklung
(F+E) hatte. Trotz der Reduktion des F+E Budgets um
etwa 30% wurde stark auf die strategischen Kernaufgaben der Technologie- und Produkteentwicklung fokussiert. Der umsichtige Umgang mit den finanziellen
Mitteln garantierte, dass die kritische F+E Masse nicht
unterschritten wurde. Somit konnte Meyer Burger sicherstellen, dass die notwendigen Entwicklungsressourcen weiter zur Verfügung standen, um aktiv an
der nächsten techno­logischen Aufschwungsphase in
der Photovoltaik zu partizipieren.
Investitionsschutz durch evolutionäre
Upgrades
Überkapazitäten und Preisdruck in der Photovoltaik
führen bei etablierten Kunden zur Forderung, dass
bestehendes Equipment und Technologien möglichst
lange im Produktionsprozess wirtschaftlich genutzt
werden können. Für diesen Investitionsschutz hat
Meyer Burger eine Reihe von Upgrade-Technologien
entwickelt.
MB-PERC Technologie
Mit dem MB-PERC (Passivated Emitter and Rear Cell)
Solarzellenkonzept und der Produktionsplattform
MAiA bietet Meyer Burger bewährte Technologien
und Systeme zur Steigerung des Solarzellenwirkungsgrades für Standard Linien an. Dank der sehr
guten Rückseitenpassivierung durch den MB-PERC
Prozess, kann die Effizienz von Solarzellen auf 20.5%
(mono-kristallines Material) beziehungsweise 18.8%
(multi-kristallin) Wirkungsgrad gesteigert. Bei der
MB-PERC-Technologie handelt es sich um eine Passivierung in der MAiA Plattform mit Aluminiumoxid auf
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der Rückseite sowie Siliziumnitrid-Schichten auf Vorder- und Rückseite der Solarzellen. Die Rückseitenschicht wird im nachgelagerten Laserprozess geöffnet und im folgenden Temperaturprozess mit einer
Aluminiumpaste im CAMiNI Ofen von Meyer Burger
kontaktiert. Das MB-PERC Zellkonzept ist eine kostengünstige Upgrade-Technologie, welche Kunden
erlaubt, bestehende Produktionslinien auch weiterhin
kosteneffizient zu betreiben.
5-Busbar Technologie für Module
Im Bereich Zellkontaktierung war es im Berichtsjahr
erstmals möglich, die 5-Busbar Zellkontaktierung mit
sehr dünnen Lötbändchen erfolgreich umzusetzen
und so eine weitere evolutionäre Upgrade-Technologie auf den PV-Markt zu bringen. Die bisherigen 1.0
mm breiten Lötbändchen werden durch 0.8 mm
breite Lötbändchen ersetzt. Diese werden hoch präzise ausgerichtet, um das Alignement auf die Zelle optimal sicherzustellen. Mit dieser neuen Verbindungstechnologie wird die Beschattung auf der Zellfläche
reduziert und die Zelle liefert dadurch mehr Strom,
das fertige Modul also mehr Leistung.
Die 5-Busbar Technologie wird bestehenden Kunden als Upgrade Technologie auf ihrer bestehenden
Rapid-Stringer-Plattform angeboten und ermöglicht
damit eine deutliche Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Erhöhung der Produktionskapazität. Diese
Rapid-Plattform wurde schon weltweit über 300-mal
verkauft und damit liegt ein grosses Potenzial in dieser Upgrade-Technologie.
9
Wire Management im Sägeprozess
Im Bereich Diamantdraht-Wafering konnte die Lebensdauer des Diamantdrahtes im Produktionsprozess signifikant erhöht werden. Da der Diamantdraht
einen bedeutenden Einfluss auf die Kosten im Waferingprozess hat, führt dies zu einer entsprechenden
Kosteneinsparung im Produktionsprozess. Ein wirtschaftliches Wire Management Konzept wird in den
neuen Diamantdrahtsägen eingebaut und 2014 im
Markt eingeführt. Im Rahmen der integrierten Linienkonzepte wurde die bisherige Brickline erfolgreich
weiterentwickelt. Die Prozessschritte Qualifying,
Croppen, Squaren und Grinding inklusive Glueing
sind neu in einem durchgehenden und vertikal vollintegrierten System abgebildet.
Disruptive Technologien
Die Heterojunction Zelltechnologie für höchste Wirkungsgrade wurde weiter entwickelt. Zum Beispiel
konnte durch die Verlegung der Emitterschicht von
vorne nach hinten die darüber liegende leitende TCO
Schicht (Transparent Conductive Oxide) optimiert
werden, wodurch mehr Licht in die Zelle dringt. Die
Breite der Kontaktfinger konnte reduziert werden,
was teure Silberpaste spart. Dies funktioniert nur zusammen mit der SmartWire Connection Technologie,
da sonst Leitfähigkeitsverluste auftreten würden.
Die ersten bifazialen Zellen, welche sowohl Licht
von der Frontseite als auch von der Rückseite in Energie umwandeln, konnten erfolgreich hergestellt werden. Werden bifaziale Zellen im Doppelglas-Modul
einlaminiert, so erhöht sich die Energieausbeute um
durchschnittlich 15%. Werden bifaziale Zellen in der
herkömmlichen Modulbauweise mit einem Frontglas
und einem weissen Backsheet einlaminiert, so erhöht
sich die Energieausbeute um ca. 5%. Schliesslich erhöhte sich die Prozessstabilität des Zellprozesses
weiter und im Labor wurden Zelleffizienzen von busbarfreien Zellen von über 23% gemessen. Die ersten
Kunden für die HELiA Tools, welche die amorphen
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Schichten und TCO Schichten abscheiden, wurden
gewonnen.
Im Weiteren ist es gelungen, die Sputterabscheideprozesse für die TCO Schicht für die Heterojunction Technologie sogar auf der MAiA Plattform zu realisieren. Damit war es möglich, evolutionäre und
disruptive Zellkonzepte auf derselben Plattform zu realisieren. Die Modularität der MAiA Plattform konnte
so erfolgreich unter Beweis gestellt werden. Dank der
Modularität können Innovationszyklen in der Produktion aufgefangen werden und ein Investitionsschutz
ist gegeben.
Zusammenarbeit mit Partnern in der
Forschung und Entwicklung
Meyer Burger arbeitet mit namhaften Forschungsinstituten weltweit intensiv zusammen, um ihre zukunftsorientierten Innovationen weiterzuentwickeln und zu
verbessern. Ziel aller Forschungsprojekte ist es, den
Kundennutzen zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe sicherzustellen. Ein Beispiel für
diese Kooperationen ist das Swiss-Inno HJT Projekt.
Das Bundesamt für Energie (BFE) zusammen mit
mehreren Industrie-Partnern und dem Kanton Neuenburg hat im Berichtsjahr entschieden, das Swiss-Inno
HJT Projekt für die kommenden drei Jahren mit einem
Budget von CHF 10 Millionen tatkräftig zu fördern.
Damit soll die Erstellung einer Pilotproduktionsanlage
für Hochleistungssolarzellen und Hochleistungsmodulen gefördert werden mit dem Ziel, photovoltaische
Energie zu tiefsten Preisen zu erzeugen und die Überlegenheit dieser innovativen Heterojunction Technologie in Demonstrationssystemen aufzuzeigen. Zusammen mit dem CSEM PV-Center in Neuenburg wird
Meyer Burger mit seinen Gruppengesellschaften Roth
& Rau Research in Neuenburg, Pasan Neuenburg
und dem Kompetenzzentrum für Wafer- und Modultechnologie in Thun an diesem wegweisenden Projekt
teilnehmen.
10
Technologietransfer in andere
Wachstumsfelder
Meyer Burger setzt die in der Photovoltaik erfolgreich
angewendeten Technologien auch in anderen Geschäftsfeldern ein. Im Bereich Saphir können die
Kerntechnologien der Meyer Burger in der Drahtherstellung, dem Sägen und dem Bricken von Saphir
Boules sowie das Vermessen der Oberflächengüte
solcher Saphirwafern ideal übertragen werden. Ein
grosser Auftrag konnte im Berichtsjahr für diese Anwendungen gewonnen werden. Hochfrequenzquellen
und Plasmaquellen werden in der Photovoltaik an­
gewendet, um Siliziumscheiben zu beschichten. Die
Hochfrequenzgeneratoren und Magnetrons von
Muegge finden neben der Photovoltaik auch in der
Erdölgewinnung Anwendung, nämlich beim industriellen Eintrocknen von Bohrschlamm auf Ölplatt­
formen. Mit hochfrequenten Plasmaquellen (MPCVD
Microwave Plasma Chemical Vapour Deposition) lassen sich auch künstliche Diamanten züchten, welche
in hoher Reinheit für verschiedene Applikationen in
der Halbleiterindustrie im Bereich Sensoren zur Anwendung kommen. Auch hier zeigt sich, dass unsere
Kerntechnologien in anderen Bereichen eingesetzt
werden.
So wie man photovoltaische Zellen beschichtet,
so kann man leicht angepasst die Anode von Lithium
Ionen Batterien beschichten und so die Lebensdauer
der Anode mehr als verdoppeln. Diese Technologie
konnte erfolgreich von Roth & Rau B.V. in einem Kundenprojekt implementiert werden. Erste Erfolge konnten bei Beschichtungssystemen in der OLED-Technologie erzielt werden sowohl für Prozessschritte im
Roll-to-Roll als auch im Sheet-to-Sheet Verfahren.
Insbesondere aus der Zusammenarbeit mit dem Holst
Centre in Eindhoven (Niederlande) ergeben sich
Chancen für einen zeitnahen Marktzugang auf diesem
Gebiet.
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NEUE VERORDNUNG FÜR
BÖRSENKOTIERTE UNTERNEHMEN
Im Frühjahr 2013 hat das Schweizer Stimmvolk neue
Bestimmungen zur Unternehmensführung angenommen, die ab dem 1. Januar 2014 für alle börsenkotierten Aktiengesellschaften gelten. Der Bundesrat hat
dazu im November 2013 eine entsprechende Verordnung (VegüV) erlassen, deren Bestimmungen und die
Umsetzung durch Meyer Burger Technology AG im
Corporate Governance Bericht unter Kapitel 10 auf
Seite 50 dieses Geschäftsberichts aufgeführt sind.
Meyer Burger wird der Generalversammlung vom
29. April 2014 die entsprechende Anpassung der Statuten beantragen. Die bindende Abstimmung über
die Vergütungen des Verwaltungsrats und der Gruppenleitung wird an der Generalversammlung 2015
stattfinden.
gehen davon aus, dass wir im Berichtsjahr 2014 weitere Kundenverträge zum Ausbau von Produktionskapazitäten und Investitionen in Technologie-Upgrades
unterzeichnen können. Zudem verfügen wir über eine
gute Projekt-Pipeline an Grossprojekten in neuen
Märkten, von denen das eine oder andere Projekt zu
einem Vertragsabschluss gelangen kann.
In Bezug auf Umsatz und Ergebnis erwarten wir
eine Verbesserung gegenüber dem Vorjahr 2013;
dennoch wird auch für 2014 mit einem Verlust gerechnet. Eine Rückkehr zu profitablen Ergebnissen auf
Stufe EBITDA ist frühestens für 2015 absehbar.
Die Meyer Burger Gruppe verfügt mit ihrer Eigenkapitalquote von 52.1% und flüssigen Mitteln von
CHF 173.2 Millionen per 31. Dezember 2013 über
ausreichende Finanzkraft, um ihren Technologievorsprung und die Entwicklung der verschiedenen
Märkte sicherzustellen.
AUSBLICK 2014
Die höheren Kapazitätsauslastungen bei Tier-1 Solarzell- und Modulproduzenten, die Stabilisierung von
Zell- und Modulpreisen sowie ein steigender Bedarf
an Technologieerneuerungen und Produktionserweiterungen sind für uns wichtige Anzeichen dafür, dass
der Tiefpunkt des Marktes für die Hersteller von
Solarproduktions-Equipment durchschritten ist. Wir
11
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NACHHALTIGKEIT
CEO STATEMENT
Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil des Alltagsgeschäfts und wird bei Meyer Burger in zahl­
reichen Bereichen gelebt. Umweltfreundliches und
soziales Handeln sowie ressourcenschonende Produkte und Energieeffizienzmassnahmen bilden dabei
wichtige Pfeiler.
Wir freuen uns, dass wir nach dem Einzug in das
neue Produktions- und Hauptsitzgebäude in Thun
während des Geschäftsjahrs 2013 erstmals in der
Lage waren, unsere Umwelt- und Emissionsdaten
während eines ganzen Jahrs zu sammeln. Auch wenn
die Produktion im Berichtsjahr nicht voll ausgelastet
war, belegen die Werte, dass sich die Energietechnik
vollumfänglich bewährt. Zusammen mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung vom Technologiestandort
Hohenstein-Ernstthal, in welchem die Entwicklung
inno­vativer Hocheffizienz-Zellkonzepte mit Hochdruck
vorangetrieben wird, haben wir die Möglichkeit, über
die nächsten Jahre ein umfassendes Bild zum betrieblichen Umweltschutz aufzubauen und darzulegen. Mit diesen beiden Standorten deckt unser Nachhaltigkeitsreport nicht nur mehr als die Hälfte aller
Mitarbeitenden der Meyer Burger Gruppe ab, er umfasst auch alle drei Kernbereiche der Photovoltaik,
Wafer, Zelle und Module sowie verschiedene Bereiche
des Geschäftsfeldes Specialised Technologies.
Mit dem Einzug in das neue Gebäude wurde auch
ein spezielles Augenmerk auf das IT-Konzept gelegt.
Beschaffung, Betrieb und Entsorgung wurden darauf
ausgerichtet, möglichst ressourcenschonend abzulaufen. Auch die Energieeffizienz spielt eine zentrale
Rolle. Ziel sind moderne, stromsparende Endgeräte
mit marktüblichen Zertifikaten wie zum Beispiel
Energy Star. Auch im Betrieb der IT-Struktur wird auf
die Umwelt geachtet. Die IT-Services werden weiter
zentralisiert und konsolidiert.
Des Weiteren haben wir im herausfordernden Geschäftsjahr 2013 unsere Unternehmensstruktur den
aktuellen Marktbedürfnissen angepasst und auf die
12
zukünftigen Herausforderungen ausgerichtet, um unsere Position im sichtbar anziehenden Solarmarkt als
führende Technologiegruppe weiter zu stärken. Mit
dem Aufbau einer Global Sales Organisation fokussieren wir uns klar auf den Kunden. Die globale Kundenbetreuung sichert uns dabei die nötige Kundennähe
und wir agieren mit einem einheitlichen Kundenauftritt: One face to the customer. Nicht nur qualitativ
hochwertige Anlagen, sondern auch umfassende
Services und Dienstleistungen bilden ein immer wich­
tigeres Marktkriterium. Mit einem hohen Reifegrad im
Servicebereich und individuellen Leistungskonzepten
verschafft sich Meyer Burger auch hier wichtige Vorteile in der Auftragsvergabe.
Wir freuen uns, diese Fortschritte in der Nachhaltigkeitsberichterstattung auch dieses Jahr wieder
nach den Richtlinien der Global Reporting Initiative
GRI zu publizieren. Dabei erreichen wir wiederum den
Transparenzlevel C, was von GRI geprüft und bestätigt wurde.
Peter Pauli
Chief Executive Officer
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EINLEITUNG
Die Energiewende ist und bleibt ein wichtiges globales Thema. Der weltweite Bedarf an Energie steigt
kontinuierlich an und Branchenexperten sind sich
einig, dass die Photovoltaik in Zukunft einen immer
wichtigeren Beitrag zum globalen Energiemix bei­
steuern wird. Nach einer Konsolidierungsphase der
Photovoltaikindustrie in den letzten beiden Jahren
stehen die Zeichen zunehmend wieder auf Wachstum. Obwohl 2013 insgesamt ein weiteres extrem
angespanntes Jahr für die Solarbranche war, haben
die Verkaufs- und Projektaktivitäten in der zweiten
Jahreshälfte zugenommen. Während der Konsolidierungsphase hat Meyer Burger die Zeit genutzt, um
ihre innovativen Technologien und Lösungen weiterzuentwickeln und sie entlang der verschiedenen Prozesse in der Wertschöpfungskette der Photovoltaik so
aufeinander abzustimmen, dass die Energieeffizienz
und die Herstellungskosten optimiert werden können.
Das Unternehmen entwickelt die Solartechnologien
stets weiter, sodass eine wirtschaftliche und industria­
lisierte Anwendung der Photovoltaik in Zukunft völlig
selbstverständlich wird.
Nachhaltigkeit ist ein integrierter Teil des Alltagsgeschäfts der Meyer Burger Technology AG. Das
Unternehmen berichtet bereits zum dritten Mal im
Geschäftsbericht systematisch über ihre Leistungen
zur Nachhaltigkeit. Dabei wurden wiederum die international führenden Richtlinien der Global Reporting
Initiative (GRI) zum Nachhaltigkeits-Reporting angewendet. Der Bericht ist nach den für die Meyer Burger
Gruppe wesentlichen Anspruchsgruppen gegliedert:
Kunden, Mitarbeitende, Umwelt und Gesellschaft.
KUNDEN
Einheitlicher Kundenauftritt
Meyer Burger Technology AG ist eine führende
An­bieterin von innovativen Systemen und Produk­
tionsanlagen für die Solar-, Halbleiter- und Optoelek­
tronik-Industrie sowie andere Industriezweige für
13
Halbleitermaterialien. Die Technologiegruppe bietet
ihren Kunden umfassende Lösungen und komplementäre Technologien entlang der Wertschöpfungskette in den Bereichen Wafer, Zellen und Module bis
hin zu gebäudeintegrierten Solarsystemen. Die Kunden profitieren vom weltweit breitesten Produktportfolio in dieser Industrie. Es gehört zur Vision der Meyer
Burger Gruppe, dass ihre Kunden die tiefsten Total
Cost of Ownership erreichen. In der Solarindustrie
beliefert Meyer Burger Wafer-, Zell- und Modulproduzenten weltweit. Kunden in den anderen Industriezweigen umfassen Hersteller verschiedenster Pro­
dukte in der Halbleiter-, Optoelektronik- und anderen
spezifischen Branchen für Halbleitermaterialien. Um
ihre Position im Solarmarkt zu verstärken und die
Nähe zum Kunden weiter auszubauen, hat Meyer
Burger im Berichtsjahr eine Global Sales Organisation
eingeführt. Zudem wird auf Stufe der Meyer Burger
Gruppenleitung per 1. Mai 2014 die neue Position des
Chief Sales Officer geschaffen. Mit Michael Escher,
einem erfahrenen Sales & Marketing Manager, konnte
diese wichtige Managementaufgabe bereits besetzt
werden.
Da Meyer Burger ihre Kunden mit technisch hochstehenden und innovativen Produkten beliefert, ist
die transparente Kommunikation bezüglich Produktverwendung und auch Entsorgung äusserst
wichtig. Eingehendes Training und direkte Übergabe
an den Kunden sind nach der Installation zwingend.
Nur dadurch können die Maschinenverfügbarkeit
(Uptime) maximiert, die Materialausbeute (Yield) markant erhöht und die Herstellkosten (Cost) reduziert
werden. Kunden profitieren von einem ausführlichen
Schulungsangebot sowie einem umfassenden Netz
an Kundendienstzentren, welche einen optimalen
Service vor Ort gewährleisten. Ausgestattet mit einer
breiten Palette von technischen Produkte-Datenblättern (Fact Sheets), Handbüchern und Gebrauchs­
anweisungen werden die Kunden geschult, eine maximale Performance mit ihren Systemen zu erreichen.
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Persönliche Kontakte zu Kunden
Die Meyer Burger Gruppe ist regelmässig an Fachund Industriemessen vertreten. Die Messen bieten
eine ideale Plattform für wichtige Gespräche auf Verkaufsebene sowohl mit bestehenden als auch mit potenziellen Kunden. Dieser persönliche Kontakt war im
schwierigen Photovoltaikmarkt des Berichtsjahres besonders wichtig. Der Austausch unter Fachspezialisten an den Konferenzen, welche zeitgleich mit den
Messen stattfinden, ist für Meyer Burger ebenfalls von
hoher Bedeutung. Daraus lassen sich zum Teil neue
Trends in der Photovoltaik erkennen oder Kunden­
bedürfnisse ableiten, welche später in den ProduktEntwicklungs-Prozess einfliessen. In 2013 nahm
Meyer Burger unter anderem an der SNEC International Photovoltaic Power Gene­ration Conference & Exhibition in Shanghai und der EUPVSEC European
Photovoltaic Solar Energy Exhibition and Conference
in Paris teil.
Kundenschulungen für sichere Handhabung
Alle Systeme und Maschinen der Meyer Burger
Gruppe werden systematisch geprüft, bevor eine
Auslieferung an Kunden und Anwender stattfindet.
Das vierstufige Sicherheitskonzept für Maschinen und
deren Herstellung ist vollständig in den Entwicklungsprozess eingebettet. Für ein zuverlässiges Funktionieren werden zudem regelmässige Trainings für Kunden
angeboten.
Mittels Trainingsmodulen, die von Basic Trainings
bis zu speziell zugeschnittenen Trainingskursen reichen, werden Anwender und Wartungspersonal in der
richtigen Handhabung der Maschinen und Systeme
geschult und so wird den individuellen Kundenbedürfnissen Rechnung getragen. Diese Schulungen können sowohl an den Meyer Burger Standorten als auch
direkt beim Kunden durchgeführt werden. Sämtliche
Meyer Burger Kunden können zudem von telefonischen Hotlines und vom Online Support profitieren.
Auch der Datenschutz geniesst hohe Priorität. Alle
Dokumente, Informationen und Daten werden grundsätzlich in die vier Kategorien – öffentlich, intern, vertraulich, streng vertraulich – eingeteilt und entspre-
14
chend behandelt. Im Berichtsjahr 2013 gab es keine
Fälle von Beschwerden bezüglich des Kundendatenschutzes.
Externe Anerkennung
Ein Highlight im Berichtsjahr war der gewonnene
internationale Solaraward 2013 in der Kategorie «Industry Development». Meyer Burger erhielt für ihre
Produktidee «Atacama-Modul» eine internationale
Auszeichnung. In diesem Forschungsprojekt werden
die HJT Technologie und die SmartWire Connection
Technologie in idealer Art und Weise kombiniert. Das
Design wurde speziell für extreme klimatische Bedingungen ausgelegt wie zum Beispiel Wüstenregionen,
salzhaltige Regionen in Küstennähe oder für hoch­
gelegene Bergregionen.
MITARBEITENDE
Die Konsolidierungsphase in der Solarindustrie hat die
Meyer Burger Gruppe vor grosse Herausforderungen
gestellt. Nicht nur im Hinblick auf die allgemein
schwierige Situation der PV-Industrie, sondern auch
hinsichtlich der Strukturanpassungen und Konsolidierungsmassnahmen innerhalb der Gruppe. Gegen
Ende des Berichtsjahres wurde eine Belebung des
Marktes spürbar und die Meyer Burger Gruppe
konnte mehrere zum Teil lang verhandelte und stra­
tegisch wichtige Aufträge abschliessen. Auch die
Mitarbeitenden spüren nun die Zunahme an Projektund Produktionsaktivitäten. Gegen Jahresende 2013
konnten aufgrund der gestiegenen Produktionsauslastung wieder neue Mitarbeitende auf temporärer
Basis eingestellt werden.
Meyer Burger betrachtet ihre Mitarbeitenden als
das wichtigste Kapital des Unternehmens. Ihr Wohlbefinden ist sowohl für die Unternehmenskultur wie
auch für den Unternehmenserfolg von zentraler Bedeutung.
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Mitarbeiterverteilung
Nach der Erweiterung des Nachhaltigkeitsberichts um
die Roth & Rau AG im Jahr 2012 sind im Berichtsjahr
2013 zum ersten Mal Vergleiche mit den Vorjahreswerten möglich. Gesamthaft arbeiteten Ende 2013
941 Personen bei Meyer Burger am Standort Thun
und bei Roth & Rau am Standort Hohenstein-Ernstthal (Vorjahr: 1 028). Davon arbeiteten 583 Personen
in Thun (Vorjahr 673) und 358 (Vorjahr 355) in Hohenstein-Ernstthal. Ohne temporäre Mitarbeitende und
Lernende/Praktikanten verteilte sich die Belegschaft
in Thun auf 372 Vollzeitstellen (Vorjahr 525 Vollzeitstellen) und 80 Teilzeitstellen (Vorjahr 96 Teilzeitstellen), in
Hohenstein-Ernstthal auf 319 Vollzeitstellen (Vorjahr
326) und 22 Teilzeitstellen (Vorjahr 0). Bezüglich Aufteilung nach Geschlecht zeigt sich folgende Aufteilung: in Thun sind es 484 männliche Mitarbeiter (Vorjahr 550) und 99 weibliche Mitarbeiterinnen (Vorjahr
123), wobei sich die weiblichen Angestellten der
Meyer Burger in den Kategorien wie folgt verteilen:
1 Person in der Geschäftsleitung (Vorjahr 2), 33 leitende Angestellte (Vorjahr 52), 55 Mitarbeiterinnen
(Vorjahr 62) und 10 Lernende oder Praktikantinnen
(Vorjahr 7). Dies entspricht einem Anteil an weiblichen
Mitarbeiterinnen von 17.0% (Vorjahr 18.3%) in Thun.
In Hohenstein-Ernstthal waren es Ende Berichtsjahr
280 männliche und 78 weibliche Mitarbeitende. Bei
Roth & Rau ist eine Person im Aufsichtsrat weiblich
und zwei weitere weibliche Personen sind Teil des Kaders. Der gesamte Anteil weiblicher Mitarbeiterinnen
entspricht dort 21.8%. Gesamthaft sind von den 941
Personen 177 weiblich, was einem Anteil von 18.8%
entspricht.
Die Altersstruktur für den Standort Thun exklusive
temporäre Mitarbeitende zeigt wiederum die eher
junge Belegschaft von Meyer Burger auf. 176 Personen waren unter 30 Jahre alt (Vorjahr 215), 324 sind
zwischen 30 und 50 Jahre alt (Vorjahr 366) und 83
sind über 50 Jahre alt (Vorjahr 92). In der Geschäftsleitung der Meyer Burger Technology AG sind 2 Mitglieder über 50 Jahre alt und 2 zwischen 30 und 50
Jahren alt. Im Verwaltungsrat sind 6 Personen über
50 Jahre alt und 1 Person ist zwischen 30 und 50
Jahren alt. In beiden Gremien hat sich die Altersstruktur im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.
Gesamtbelegschaft nach Beschäftigungsart und Region:
Mitarbeitende
Festangestellte
Gesamt
Hohenstein-Ernstthal
2012
2013
2012
2013
2012
793
947
452
621
341
326
Temporärangestellte
84
15
80
4
4
11
Lernende & Praktikanten
64
66
51
48
13
18
941
1 028
583
673
358
355
Total per Ende Jahr
Mitarbeitende
Gesamt
2013
15
Thun
2013
Thun
2012
2013
Hohenstein-Ernstthal
2012
2013
2012
Produktion, Infrastruktur
373
N/A
206
228
167
N/A
Forschung, Entwicklung
225
N/A
134
170
91
N/A
Administration, Finanzen/Controlling, HR, IT, CEO
163
N/A
115
133
48
N/A
Verkauf, Services
180
N/A
128
142
52
N/A
Total per Ende Jahr
941
N/A
583
669
358
N/A
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
MITARBEITENDE
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Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
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Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
Die Mitarbeitenden führen sehr vielfältige Funktionen aus und sind am Standort Thun in mehrere Verantwortungsstufen, sogenannte «Level of Competence and Responsibility LCR» eingeteilt. Diese gehen
von LCR 0 (Geschäftsleitung) bis LCR 5 (Mitarbeitende). Die Definition der LCR ermöglicht es, innerhalb von weitgehend einheitlichen Anstellungsbedingungen und Salärsystemen gewisse Nuancen zu
erreichen und damit auf die besondere Situation von
einzelnen Funktionsträgern einzugehen.
Die Fluktuationsrate blieb wie im Vorjahr hoch. Die
schwierigen Marktbedingungen und niedrige Produktionsaktivitäten haben vor allem im ersten Halbjahr
2013 ihre Spuren hinterlassen. Für den Standort Thun
betrug die Fluktuationsrate im Berichtsjahr 41.6%
(Vorjahr 13.8%). Bei Roth & Rau lag sie bei 19.4%
(Vorjahr 4.2%). Die Gesamtfluktuation betrug 32.2%. → Weitere Informationen zum Thema Mitarbeitende der Meyer Burger Gruppe im Lagebericht auf
Seite 7.
Am Standort Thun wurde vor den Kapazitäts­
anpassungen in Januar 2013 eine VorgesetztenSchulung zu den Massnahmen gehalten, um das
Management über den Entlassungsprozess und die
Formalitäten der Kündigungsgespräche zu informieren. Die Mitarbeitervertretung (MAV) am Standort
Thun wurde eng im Konsultationsprozess eingebunden, um die Interessen der Mitarbeitenden effektiv zu
vertreten. Die Kündigungen waren grundsätzlich bis
Ende Januar ausgesprochen und während der dreimonatigen Kündigungsfrist wurden ein Stellenmarkt
am Standort Thun eingerichtet und «Fit für den Arbeitsmarkt» Trainings für alle betroffenen Mitarbeitenden durchgeführt.
Durch die Verbesserung der Marktsituation in der
zweiten Jahreshälfte ist Meyer Burger nun zum Teil mit
einem Ressourcendefizit und mit rund 40 neu zu besetzenden Stellen konfrontiert. Der entsprechende
Rekrutierungsprozess läuft.
18
Die Ausbildung junger Leute ist für Meyer Burger
trotz der schwierigen Situation ein wichtiges Anliegen.
Im 2013/2014 bildet Meyer Burger am Standort Thun
45 Lernende in folgenden Bereichen aus: Kaufmännische Ausbildung (6), Informatik (3), Logistik (4), Kon­
struktion (9), Polymechanik (12) und Automatiker (11).
In Berichtsjahr 2013 haben alle elf abschliessenden
Lernenden ihre Abschlussprüfungen bestanden.
Meyer Burger hat fünf von ihnen in den Bereichen
Konstruktion, Polymechanik und kaufmännische Arbeit nach ihren Prüfungen angestellt, zum Teil auch in
befristeten Verträgen unter anderem bis zum Beginn
ihrer Rekrutenschule. Neu seit dem Lehrjahr 2013/
2014 besuchen nun alle Lernenden aus allen Berufsgruppen ein Sozialpraktikum bei der Stiftung Silea in
Thun. Die Silea bietet Menschen mit geistiger, mehrfacher oder psychischer Beeinträchtigung geschützte
Arbeits- und Wohnmöglichkeiten. Diese Einsätze dauern je nach Berufsgruppe zwischen 3 und 8 Wochen.
Die 45 Lernenden setzen insgesamt rund 60 Wochen
pro Jahr für einen sozialen Zweck ein. Ziel dieser
Einsätze ist es, vorurteilsfrei mit Menschen mit
Beeinträch­
tigungen zusammenzuarbeiten. Zudem
sind die Arbeitseinsätze ein klarer ökonomischer
Mehrwert, da sie das Betreuerteam und die mechanische Abteilung der Silea entlasten. Bei Roth & Rau
wurden im Berichtsjahr 13 Lernende ausgebildet, aufgeteilt in folgende Bereiche: Masterstudenten (2),
Bachelorstudenten (3), Elektronik/Automatisierungstechnik (4), Mikrotechnologie (1), Industriemechanik
(2) und Mechatroniker (1). Die vier im Berichtsjahr erfolgreich abschliessenden Lernenden wurden von
Roth & Rau festangestellt.
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Involvierte Mitarbeitende
Gerade in schwierigen Zeiten, wie sie Meyer Burger
auch im Berichtsjahr noch zu bewältigen hatte, ist die
Kommunikation mit den Mitarbeitenden äusserst
wichtig. Ihr Miteinbezug wurde in den letzten Jahren
laufend verbessert. Mit zweimal jährlichen Mitarbeiter­
informationen, speziellen Informationsveranstaltungen, jährlichen Mitarbeitergesprächen, dem Intranet
bei Roth & Rau und den beiden Kommunikations­
instru­
menten MBtimes und MBtarget, ist Meyer
Burger sehr aktiv. Im ersten Quartal 2013 wurde eine
Mitarbeiterumfrage zur dreimal jährlich erscheinenden
Mitarbeiterzeitung MBtimes und zum regelmässigen
MBtarget durchgeführt. Mit 82% bzw. 66% erhielten
die MBtimes und die MBtarget positives Feedback
ihrer Leser.
Am Standort Thun finden Quartalssitzungen zwischen der Mitarbeitervertretung (MAV) und dem Management statt, an welchen offene Punkte besprochen und diese je nach Thema umgesetzt werden.
In der zweiten Hälfte 2013 wurde ein weiteres
Kommunikationsinstrument eingeführt. Um den Mit­
arbeitenden die Werte und Kultur der Meyer Burger
Gruppe besser zu vermitteln, sie für die Zukunft der
Gruppe zu motivieren und die Unsicherheiten in den
stürmischen Zeiten durch direkte Kommunikation anzusprechen, wurden neu im Berichtsjahr zwei Videobotschaften des CEO Peter Pauli aufgenommen. Er
erläuterte darin erstens die Halbjahresresultate und
die Strategie der Gesamttechnologiegruppe entlang
der Photovoltaik-Wertschöpfungskette und zweitens
Anpassungen in der Struktur der Gruppe anlässlich
des jährlichen Leadership Workshops in Grindelwald.
Die Videobotschaften werden in zwei Sprachen –
Deutsch und Englisch – aufgenommen und den Mitarbeitenden weltweit zur Verfügung gestellt. Weiter
wird das Management ermuntert, die in den jeweiligen
Botschaften angesprochenen Themen mit ihren
Teams zu besprechen und allfällige Fragen an die Unternehmenskommunikation weiterzuleiten. Die Fragen
werden dann zusammen mit dem CEO diskutiert und
umgehend beantwortet. Es ist geplant, das Medium
19
«Videobotschaft» laufend zu verbessern, auszubauen
und in verschiedenen geeigneten Formen gezielt in
der internen Kommunikation einzusetzen.
Im vierten Quartal findet für alle Mitarbeitenden ein
jährliches Mitarbeitergespräch statt. Neben der Leistungsbeurteilung liegt das Augenmerk auch auf der
persönlichen Entwicklung jedes einzelnen Mitarbeitenden. Durch die persönlichen Gespräche wird der
Fokus von Meyer Burger auf die Mitarbeiterentwicklung gestärkt.
Work-Life Balance
Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäfts­
leitung sowie weitere ausgewählte Mitarbeitende der
Gruppengesellschaften können am Aktienplan der
Meyer Burger Technology AG teilhaben. Eine Teilnahme am Aktienplan bedingt ein unbefristetes
Arbeitsverhältnis in ungekündigter Stellung bzw. bei
Verwaltungsräten, dass diese nicht einen Rücktritt als
Verwaltungsratsmitglied erklärt haben. Ab einer gewissen Kaderstufe in der Schweiz haben Mitarbeitende nach ihrem 4. Jahr in der Firma zudem das
Recht auf ein Sabbatical. Diese Möglichkeit wird rege
genutzt und dient vor allem der Stabilität in der Belegschaft und der Mitarbeiterbindung. Neben Jahres­
arbeitszeit und Home Office Möglichkeiten nach
Absprache mit den Vorgesetzten wurde auch das
Time-for-Money-Prinzip während Zeiten der niedrigeren Produktion verstärkt genutzt. Nicht zuletzt können
Meyer Burger Mitarbeitende für sich und die nähere
Familie Photovoltaiksysteme von Meyer Burger für
Um- oder Neubaupläne zu Vorzugspreisen erwerben.
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Auch der Gesundheit wird Rechnung getragen. Im
Berichtsjahr fanden mehrere entsprechende Kam­
pagnen statt, so zum Beispiel in Thun der Bike-toWork Anlass im Juni, eine Früchteaktion sowie Sommer- und Winterfeste. Bei Roth & Rau gibt es eine
interne Sport-Infrastruktur für alle Mitarbeitenden. Im
Berichtsjahr wurde ein Winterfest und ein Familientag
durchgeführt und es besteht eine betriebliche Kindertagesstätte «das Haus der kleinen Forscher».
Die Sicherheit am Arbeitsplatz ist Meyer Burger
ebenfalls ein grosses Anliegen. Durch sorgfältige Analysen der Arbeitsabläufe und mit Schulungen der Mitarbeitenden werden Risiken minimiert und eine höhere Prozesssicherheit sichergestellt. Im Jahr 2013
ereigneten sich in Thun und Hohenstein-Ernstthal 21
Arbeitsunfälle (Vorjahr 25), 16 in Thun und 5 in Hohenstein-Ernstthal, woraus 73 Ausfalltage in Thun und
113 in Hohenstein-Ernstthal resultierten (Vorjahr insgesamt 625 Ausfalltage).
Weiterbildung
Am Standort Thun wurden in Zusammenarbeit mit
einem externen Spezialisten für 20 Teilnehmer zwei
Führungsseminare mit dem Schwerpunkt Change
Management und Veränderungsprozesse durchgeführt. Grundsätzlich erhalten alle Führungskräfte und
angehenden Führungskräfte mindestens 1.5 Tage
Führungstraining pro Jahr. Fachkurse, Weiterbildungen und Coachings werden mit den Mitarbeitenden in
den alljährlich stattfindenden Mitarbeitergesprächen
und den Zielvereinbarungen individuell festgelegt. In
Thun können die Mitarbeitenden zudem Englischkurse während der Arbeitszeit besuchen. Bei Roth &
Rau besteht keine formale Sollzeit für Weiterbildung
pro Mitarbeitenden, es bestehen jedoch unter anderem Angebote aus folgenden Gebieten: Finanz &
Rechnungswesen, IT, Sprachen, Management und
Führung, Recht, Technik und Logistik.
20
Korrektes Verhalten
Die Meyer Burger Gruppe ist weltweit als innovativer,
zuverlässiger Technologieführer entlang der gesamten
Photovoltaik-Wertschöpfungskette bekannt. Ein langfristiger unternehmerischer Erfolg hängt von unserem
nachhaltigen, verantwortungsvollen Agieren im internationalen Markt ab. Aus diesem Grund ist der Meyer
Burger Verhaltenskodex eines der wichtigsten Prinzipien der Unternehmens- und Geschäftsführung der
Meyer Burger Gruppe.
Vom Verwaltungsrat, von der Geschäftsleitung
und von allen Meyer Burger Mitarbeitenden wird erwartet, dass sie sich gemäss diesen Richtlinien verhalten und ihre Arbeit ausnahmslos unter Einhaltung
des Meyer Burger Verhaltenskodex erfüllen. Bei
Unklarheiten oder in Zweifelsfällen bieten die Vorgesetzten, der CC-Verantwortliche (Code of Conduct
Verantwortlicher) oder ein anderes Mitglied der Gruppenleitung der Meyer Burger Technology AG Rat und
Unterstützung. Werden Verletzungen der Verhaltensgrundsätze bekannt, so ist der Vorgesetzte oder in
Ausnahmefällen direkt der CC-Verantwortliche zu informieren. Als CC-Verantwortlicher der Meyer Burger
Gruppe hat der Verwaltungsrat den Chief Financial
Officer der Meyer Burger Technology AG ernannt. Die
Anerkennung und Akzeptanz des Verhaltenskodex ist
Bestandteil des Anstellungsreglements, welches von
allen Mitarbeitenden beim Stelleneintritt unterschrieben wird. Der Verhaltenskodex befindet sich in drei
Sprachen auch auf der Meyer Burger Website.
Meyer Burger ist überzeugt, dass sie durch die
Einhaltung des Meyer Burger Verhaltenskodex ihre
führende Marktposition weiter ausbauen und dadurch
den Wert der Unternehmensgruppe steigern kann.
Zusätzlich wurden erneut im Berichtsjahr das «Insider
Reglement» von allen betroffenen Mitarbeitenden
sowie die IT Sicherheitsrichtlinien von allen Mitarbeitenden der Meyer Burger Gruppe unterschrieben.
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UMWELT
Im Jahr 2012 bezog Meyer Burger den Neubau in
Thun, wo ein Solartechnologiezentrum mit einem
Fokus auf die Wafer und Module-Technologien entstand. In 2013 hat nun der Standort Thun erstmals die
Möglichkeit, Umweltkennzahlen während eines gesamten Berichtsjahrs systematisch zu erfassen. Zusammen mit den erfassten Kennzahlen von Roth &
Rau in Hohenstein-Ernstthal, dem zweiten Technologiezentrum der Meyer Burger Gruppe, in welchem die
Entwicklung innovativer Zelltechnologien vorangetrieben wird, werden erstmals die erfassten Werte für ein
gesamtes Jahr vorliegen. Mit diesen Ergebnissen verfügt Meyer Burger über umfassende Vergleichsmöglichkeiten, welche das langfristige Energiemanagement an beiden Standorten unterstützen werden.
Innovation und Fortschritt
Meyer Burger hat ihre Technologien und Produkte im
Berichtsjahr gezielt weiterentwickelt und optimiert. Mit
einer innovativen Forschung und Entwicklung konnte
Meyer Burger ihren Technologievorsprung vorantreiben und ihre führende Marktposition weiter stärken.
Meyer Burger verfügt über ein in der Solarindustrie
einmaliges Produktportfolio. Ihre fortschritt­
lichen
Technologien ermöglichen den Produzenten von Solarzellen und -modulen eine klare Reduktion der Material- und Energiekosten während des Produktionsprozesses und damit können auch die Gesamtkosten
der Solarenergie weiter gesenkt werden.
→ Weitere Informationen zum Thema Innovation
auf Seite 8.
Green IT
Nach dem Einzug in das neue Gebäude im 2012
wurde im Berichtsjahr dem Thema IT ein spezieller
Fokus gewidmet. Sowohl Beschaffung wie auch
Betrieb und Entsorgung sind darauf ausgerichtet,
möglichst ressourcenschonend abzulaufen. Die Beschaffung wird in der Schweiz zentral und weltweit
koordiniert, je nach Fall wird dann aber auch lokal eingekauft. Es werden die globalen Beschaffungsrichtlinien eingehalten, im Zentrum stehen Qualität und
21
Preis. Die Energieeffizienz wird ebenfalls berücksichtigt. Ziel sind moderne, stromsparende Endgeräte mit
marktüblichen Zertifikaten wie zum Beispiel Energy
Star. Nach der Verwendung werden Produktivsysteme nach Möglichkeit als Ersatz- und Testsysteme
weiterhin eingesetzt. Alte IT Geräte werden in Zusammenarbeit mit der GEWA Stiftung für berufliche Inte­
gration recycelt, sonstiger Elektroschrott wird gemäss
dem Abfallkonzept des Standortes Thun entsorgt.
Auch im Betrieb der IT Struktur wird auf die Umwelt geachtet. Die IT Services werden weiter zentralisiert und konsolidiert. Ein Haupt-Datencenter mit
Backup steht in Thun, lokale Serverräume sind an einzelnen Standorten vorhanden. Das Haupt-Datencenter wird mit modernster APC-Kühltechnik unterhalten.
Meyer Burger setzt hier auf wassergekühlte APCRacks mit Warmgangsystem. Dieser Ansatz bietet
nicht nur eine viel bessere Vorhersagbarkeit, sondern
auch eine grössere Dichte und eine verbesserte Effizienz. Bei der Rack-basierten Architektur können die
Kühlleistung und die Redundanz gezielt an den tatsächlichen Bedarf eines jeden Racks angepasst werden.
Dank Servervirtualisierung können sowohl Hardwarekosten wie auch Energieverbrauch eingespart
werden. Durch zentrale Druckzonen und schwarzweiss-Standard wird im administrativen Betrieb auf
Ressourcen-Einsparungen bei Papier und Energie geachtet. Videokonferenzen und die Vernetzung sämtlicher Mitarbeitenden durch Instant Messaging helfen
zudem mit, Reisetätigkeiten zu vermindern.
Lieferanten
Der Geschäftsverlauf im Markt von Meyer Burger ist
sehr volatil, vor allem in den letzten Jahren. Um laufend auf diese Schwankungen reagieren zu können,
ist die Versorgungskette flexibel aufgebaut. Entsprechend sind speziell für Just-in-time-Teile nur Liefe­
ranten aus dem lokalen Umfeld möglich, da diese
flexibler und kurzfristiger benötigtes Material liefern
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Umweltkennzahlen Meyer Burger 1
2013
2012
Energieverbrauch in Mwh
Total
13’171
7’801
Strom
Mwh
9’247
5’363
Wärme total
Mwh
2’720
2’124
Erdgas
Mwh
1’992
1’953
Wärmepumpe (Grundwasser)
Mwh
729
171
Treibstoffe total
Mwh
1’204
314
Diesel
Mwh
1’163
262
Benzin
Mwh
32
38
LPG/Propan
Mwh
9
14
Total CO2 Emissionen in tCO2e
tCO2e
5’516
5’682
Scope 1 total
tCO 2e
724
478
Brennstoffe
tCO 2e
403
395
Treibstoffe
tCO 2e
321
83
Scope 2 (Strom)
tCO 2e
3’256
2’376
Scope 3 (Flugreisen)
tCO 2e
Wasserverbrauch in m3
1’535
2’828
587’225
161’998
Trinkwasser/Frischwasser
m3
14’677
16’698
Grundwasser 2
m3
572’548
145’300
Abwasser m3
14’677
16’698
Kommunale Kläranlage
m3
13’479
16’426
davon lokale Aufbereitung, bevor Einleitung in kommunale Abwässer
m3
1’198
272
Abfall
Ungefährlicher Abfall
Restmüll in Verbrennung
Tonnen
48
35
Restmüll unbekannte Verwertung
Tonnen
35
29
Kompostierung
Tonnen
15
13
Holz (Verbrennung)
Tonnen
73
24
Recycling3
Tonnen
Papier
Tonnen
45
21
Karton
Tonnen
33
9
Glas
Tonnen
10
2
Metall (v.a. Aluminium, Kupfer, Eisen, Stahl)
Tonnen
216
66
Plastik
Tonnen
7
3
PET
Tonnen
3
2
0
Gefährlicher Abfall / Sonderabfall
Batterien, geschätzt (Recycling)3
Tonnen
1
Elektroschrott (Recycling)3
Tonnen
296
2
Öle, Fette, Chemikalien (v.a. wässrige Lösungen)3,4
Tonnen
588
260
Sondermüll (v.a. Slurry)5,6
Tonnen
108
12
m3
69
50
Sondermüll (wasserbasiert)6
tandorte Thun und Hohenstein-Ernsttahl (Roth & Rau). Sämtliche Umweltdaten 2012 des Standorts Thun decken nur die zweite Hälfte
S
2012 ab.
Das Grundwasser wird zu Heiz- bzw. Kühlzwecken gefördert und danach wieder dem Grundwasserreservoir zugeführt.
3
Angaben für Standort Thun für Recycling und Sonderabfall basieren auf Schätzungen.
4
Der Grossteil an Abfällen stammt prozessbedingt aus dem Standort Hohenstein-Ernsttahl.
5
Davon ins Recycling: Silizium-Waferbruch: 0,66 t und Leuchtstoffröhren: 0,08 t.
6
Angaben basieren auf Daten der Entsorgungsunternehmen.
1
2
22
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können. Aufträge werden neben Qualitätskriterien
und Verfügbarkeit zudem nach dem Prinzip der Total
Cost of Ownership vergeben, das heisst es werden
die Gesamtkosten berücksichtigt, die entstehen, bis
die Ware am Montageplatz ist. Vor einem ersten Auftrag werden die Lieferanten beurteilt. Dazu werden
neben technischen, qualitativen und kommerziellen
Themen auch Umweltaspekte in Betracht gezogen
und abgefragt.
Gesamthaft beziehen die Meyer Burger AG und
die Roth & Rau Waren und Dienstleistungen von 3 766
Lieferanten aus aller Welt. Von den 1 517 Lieferanten
in Thun kommen 1 250 aus der Schweiz und 170 aus
Deutschland, von den 999 Lieferanten für Roth & Rau
sind 928 aus Deutschland.
Das lokale Engagement bezüglich Lieferantenauswahl in Prozent: Rund 65% der gesamten Einkaufssumme (Vorjahr 79%) ging in Thun im Berichtsjahr an Zulieferer vor Ort. Bei Roth & Rau in
Hohenstein-Ernstthal sind es rund 81%.
GESELLSCHAFT
Regionales Engagement
Wie im Vorjahr engagiert sich Meyer Burger weiterhin
auf nationaler Ebene gemeinsam mit Partnern in der
Industrie, Forschung und Politik für die Bedeutung der
Photovoltaik als wesentlichen Teil der zukünftigen
Energieversorgung.
Im Februar 2013 gründete Meyer Burger zusammen mit sechs weiteren Unternehmen in der Schweiz
die Allianz 2SOL. Der Verein Allianz 2SOL hat zum
Ziel, die CO2-Emissionen von Gebäuden zuverlässig
und wirtschaftlich zu reduzieren. Mitglieder der Allianz
sind im Schweizer Markt tätige Geräte- und Systemanbieter, Ingenieur-, Planungs-, und ContractingUnternehmen, Installationsfirmen und technische Gebäudeausrüster sowie Facility-Management-Anbieter.
Im Vordergrund steht die Optimierung des Gesamtsystems, das heisst das ganze Gebäude wird als Einheit betrachtet. Das Hauptziel besteht in einer minimalen Zufuhr von Netzstrom nur während den
kältesten Wochen des Jahres. Eine Pilotanlage konnte
23
bereits realisiert werden, zwei weitere Anlagen befinden sich im Bau und mehrere in der Planungsphase.
Der Meyer Burger Hybridkollektor ist eine der wichtigsten Hauptkomponenten des Gesamtsystems und
leistet damit einen grossen Beitrag zur zukünftigen
Notwendigkeit, Gebäude in der Schweiz mit erneuerbarer Energie zu beheizen. Nur so können die ehrgeizigen Reduktionsziele für den CO2-Ausstoss erreicht
werden, die durch die Energiestrategie 2050 des
Bundesrates definiert wurden.
Dr. Patrick Hofer-Noser übt weiterhin seine Rolle
als Verantwortlicher für Renewable Energy Systems
innerhalb der Meyer Burger Gruppe aus. Gleichzeitig
ist er seit 2011 Präsident von Cleantech Switzerland,
wo er sich verstärkt für die Exportförderung der
Schweizer KMU im Cleantech-Bereich einsetzt.
Nachhaltiges Sponsoring
Seit 2011 verfügt Meyer Burger über ein SponsoringKonzept, das klare Leitlinien und Schwerpunkte festlegt, um das Sponsoring inhaltlich mit der Unternehmensstrategie, der allgemeinen Positionierung und
der Kommunikationsstrategie abzugleichen. Das
Konzept konzentriert sich auf die Themen Nachhaltigkeit, Forschung und Entwicklung sowie regionales
Engagement in der Jugendsportförderung. Im Berichtsjahr wurden nun Richtlinien zu Investitionen und
Verhalten erarbeitet, die der Sponsoringpolitik einen
Rahmen geben. So kann Meyer Burger gegenüber
Kunden und Mitarbeitenden eine glaubwürdige, berechenbare Kommunikationspolitik vermitteln.
Als Official Supplier unterstützt Meyer Burger im
Bereich Nachhaltigkeit das Pionierprojekt von Solar
Impulse mit ihrer verlässlichen, hocheffizienten Verbindungstechnologie in der solaren Energiebereitstellung. Die geplante Unterstützung eines Projektes von
Startup Africa, einer gemeinnützigen Schweizer Organisation, wurde aufgrund der wirtschaftlichen Lage
von Meyer Burger zurückgestellt.
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Ende Jahr konnte Meyer Burger jedoch mit zehn nach
Zimbabwe gelieferten Modulen aus eigener Produktion und einer Spende von CHF 10 000 trotzdem den
Aufbau der Kwayedzda-Lodge unterstützen. Die
Lodge wird die erste Tourismus-Einrichtung in Zimbabwe sein, die mit einer Photovoltaikanlage und
einer Solarwasserpumpe für die landwirtschaftliche
Bewässerung ausgestattet ist. Anlässlich des nationalen Sammeltages der Glückskette zugunsten der
Opfer des Taifuns Haiyan, der auf den Philippinen
enorme Schäden angerichtet hatte, spendete Meyer
Burger CHF 10 000.
Im Bereich Forschung und Entwicklung unterhielt
Meyer Burger einen Stand an der tunbern.ch. Diese
interaktive Erlebnisschau fand im Berichtsjahr das
erste Mal statt und hat zum Ziel, Kinder und Jugendliche vermehrt für naturwissenschaftliche und technische Berufe zu begeistern.
Die regionalen Aktivitäten von Meyer Burger verfolgen das Ziel, den Standort Thun überregional bekannt zu machen und das Wissen über die Technologien und Produkte der solaren Wertschöpfungskette
zu vermitteln. Dazu engagiert sich das Unternehmen
in der Jugendsportförderung und unterstützt ausgewählte Anlässe. Die Wanderausstellung «Erdbeeren
im Winter – ein Klimamärchen» wird von 2012 bis
2015 in diversen Städten der Schweiz gezeigt, und
will spe­ziell Schulklassen für die Klima- und Umweltthematik sensibilisieren. Meyer Burger zeigt an dieser
Ausstellung das Exponat «Vom Sand zum Solar­
system» und erklärt dabei, wie aus dem Ursprungsmaterial Silizium Solarstrom entsteht.
Diese sowie weitere kleinere energiebezogene
Sponsoring-Projekte wurden im 2013 mit einem Gesamtbetrag von CHF 90 000 unterstützt.
24
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CORPORATE
GOVERNANCE
Das Unternehmen stützt sich auf die Empfehlungen
des Swiss Code of Best Practice for Corporate
Governance der economiesuisse und hält sich an die
Standards der Richtlinie betreffend Informationen zur
Corporate Governance der SIX Swiss Exchange, soweit sie für Meyer Burger anwendbar und wesentlich
sind.
Die in diesem Corporate Governance Bericht
sowie im Vergütungsbericht gemachten Ausführungen beziehen sich auf die Unternehmensorganisation,
Reglemente und Statuten, die per 31. Dezember 2013
in Kraft waren. Durch die neu erlassene Verordnung
des Bundesrates aufgrund der «Minder Initiative»
(Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei
MEYER BURGER VERPFLICHTET SICH IM
VOLLEN UMFANG ZU EINER GUTEN
UNTERNEHMENSFÜHRUNG IM SINNE DER
CORPORATE GOVERNANCE.
börsenkotierten Aktiengesellschaften – VegüV vom
20. November 2013) ergeben sich diverse Änderungen (u.a. bei den Befugnissen der Generalversammlung, bei Statuten und Reglementen), die innerhalb
der vorgeschriebenen Übergangsfristen zu Anpassungen führen werden. Eine Übersicht der Themen
aufgrund der VegüV und deren Anwendungszeitpunkte bei Meyer Burger Technology AG ist in Kapitel
«10. Veränderungen aufgrund der neuen Verordnung
betreffend Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften» enthalten.
1.
KONZERNSTRUKTUR UND
AKTIONARIAT
1.1Konzernstruktur
Die Meyer Burger Technology AG (hernach auch
die Gesellschaft genannt) ist eine nach Schweizer
Recht organisierte Holdinggesellschaft und hält direkt
oder indirekt sämtliche Gesellschaften, die zur Meyer
Burger Gruppe gehören.
26
Die Meyer Burger Gruppe ist eine weltweit führende Anbieterin von innovativen Systemen und Produktionsanlagen auf Basis von Halbleitertechnologien.
Die gesamte Gruppe wird durch die Geschäftsleitung
(Gruppenleitung) geführt. Die operative Konzernstruktur umfasst verschiedene Verantwortungsbereiche
der Geschäftsleitung, die über die gesamte Gruppe
auf globaler Basis wahrgenommen werden.
–– Chief Executive Officer (CEO)
Operative Gesamtleitung, Strategie, Marketing &
Sales, Corporate Communications, Human
Resources
–– Chief Financial Officer (CFO)
Finanzen, Group Controlling, Treasury, Mergers &
Acquisitions, Investor Relations, Tax & Legal,
Group IT
–– Chief Innovation Officer (CIO)
Gruppenweite Leitung technische Forschung und
Entwicklung entlang der Prozesskette, Techno­
logie-Roadmap, Steuerung und Organisation der
Entwicklungsprozesse
–– Chief Operating Officer (COO)
Global Supply Chain Management, Global Ser­
vices, Vernetzung für ausgewählte Prozess- und
Integrations-Schlüsselprojekte, einzelne aus Sicht
von Sales-/Service-/Supply Chain Management
wichtige Gruppengesellschaften sind dem COO
direkt unterstellt
1.2
Börsenkotierte Gesellschaften
Die Aktien (Namenaktien) der Meyer Burger Technology AG mit Sitz in Thun/Schweiz sind an der SIX
Swiss Exchange kotiert (Valoren-Nr. 10850379, ISIN-
DIE BÖRSENKAPITALISIERUNG DER
GESELLSCHAFT ERREICHTE PER 31. DEZEMBER 2013 CHF 898.0 MILLIONEN.
Nr. CH0108503795). Das Ticker-Symbol lautet MBTN.
Die Meyer Burger Technology AG hielt 33 192 eigene
Aktien per 31. Dezember 2013. Die übrigen Konzern-
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gesellschaften der Meyer Burger Gruppe hielten per
31. Dezember 2013 einen Bestand von 406 660 Aktien der Meyer Burger Technology AG, welche im
Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms ausgegeben wurden und zur Erfüllung der bedingten Ansprüche (Anwartschaften) berechtigter Mit­arbeitender vorgesehen sind. Die Beteiligungsquote der gesamten
Gruppe belief sich somit insgesamt auf 0.52% der per
31. Dezember 2013 ausstehenden Namenaktien (im
Handelsregister eingetragen).
Das Grundkapital der Tochtergesellschaft Roth &
Rau AG mit Sitz in Hohenstein-Ernstthal (Deutschland), eingetragen im Handelsregister des Amts­
gerichts Chemnitz unter HRB 19213, beträgt EUR
16 207 045.00 und ist eingeteilt in 16 207 045 auf
den Inhaber lautende Stückaktien mit einem antei­
ligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1. Per
31. Dezember 2013 waren diese Aktien unter der ISIN
DE000A0JCZ51 (WKN A0JCZ5) in den Handel im
Freiverkehr der Börsen in Frankfurt am Main, Berlin,
Düsseldorf, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart einbezogen. Das Ticker-Symbol lautet R8R. Die
Meyer Burger Technology AG hielt per 31. Dezember
2013 (indirekt über ihre 100%-ige Tochtergesellschaft
MBT Systems GmbH) eine Beteiligung von 93.56%
an der Roth & Rau AG sowie eine Erwerbsposition
über weitere 3.94% des Grundkapitals und der
Stimmrechte. Die Roth & Rau AG hielt per 31. Dezember 2013 keine eigenen Aktien. Die Börsenkapitalisierung des verbleibenden Free Float von 6.44% der
Roth & Rau AG belief sich per 31. Dezember 2013 auf
EUR 10.4 Mil­lionen.
1.3
Nicht kotierte Gesellschaften
→ Der Konsolidierungskreis per 31. Dezember 2013
umfasst nicht kotierte Gesellschaften, die auf Seite 71
im Finanzteil dieses Geschäftsberichts erwähnt sind.
27
1.4 Bedeutende Aktionäre
Der Gesellschaft sind die folgenden Aktionäre bekannt, die per 31. Dezember 2013 gemäss Artikel 20
PER 31. DEZEMBER 2013 BETRÄGT DER
FREE FLOAT 100%.
BEHG einen Stimmanteil von mehr als 3% (bezogen
auf das im Handelsregister eingetragene Aktienkapital) hielten:
Aktionär
Stimmanteil
BlackRock Inc., USA-New York
>5%
Aktionärsgruppe Citadel 1
>3%
Norges Bank (the Central Bank of Norway),
NO-Oslo
>3%
Platinum Investment Management Limited,
AUS-Sydney
>5%
1
Kenneth C. Griffin ist der wirtschaftlich Berechtigte von Citadel
Advisors LLC und Citadel Advisors II LLC, c/o Citadel LLC,
USA-Chicago
Meldungen verschiedener Aktionäre gestützt auf Art.
20 BEHG während des Geschäftsjahres 2013:
–– Platinum Investment Management Limited und
Platinum International Fund, AUS-Sydney
Platinum International Fund ist der wirtschaftlich
Berechtigte der Namenaktien und Platinum Investment Management Limited verfügt als Investment
Manager des Funds über die Stimmrechte. Im
Januar 2013: Ergänzung einer Meldung vom November 2012 in Bezug auf den wirtschaftlich
Berechtigten der gehaltenen Position; offengelegte
Position per 28. Dezember 2012 war 3.01%. Überschreiten des Grenzwertes von 5% per 9. Januar
2013 aufgrund von Kauf-Transaktionen (5.33%
gemeldet).
–– Vontobel Fonds Services AG, CH-Zürich
Überschreiten des Grenzwertes von 3% per
7. Mai 2013 aufgrund der Teilnahme an der Kapitalerhöhung vom Mai 2013 (4.7815% gemeldet).
Überschreiten des Grenzwertes von 5% per
10. Mai 2013 aufgrund von Kauf-Transaktionen
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(6.1628% gemeldet). Unterschreiten des Grenzwertes von 5% per 13. Mai 2013 aufgrund der Veränderung des Gesellschaftskapitals im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung vom Mai 2013
(3.5216% gemeldet). Unterschreiten des Grenzwertes von 3% per 6. Juni 2013 aufgrund von Verkauf-Transaktionen.
–– Peter Pauli, CH-Möhlin
Lock-up Gruppe von 10 Personen im Verwaltungsrat und der Gruppenleitung der Meyer Burger
Technology AG im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung vom Mai 2013. Insgesamt gemeldete
Position per 7. Mai 2013 von 3.6%, aufgeteilt in
3.43% Namenaktien und 0.17% Mitarbeiteroptionen. Davon hielt Peter Pauli 2.868% der Stimmrechte. Die Lock-up Vereinbarung endete 90 Tage
nach dem ersten Handelstag der neuen Namenaktien. Einzelmeldung durch Peter Pauli betreffend
Unterschreiten des Grenzwertes von 3% per
7. Mai 2013 aufgrund der Veränderung des Gesellschaftskapitals im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung vom Mai 2013.
–– FIL Limited, BM-Hamilton, Bermuda
FIL Limited (Fidelity) agiert als Investment Advisor
für verschiedene Investment Companies, Trusts
und institutionelle Investoren. Meldung als Aktionärsgruppe für diverse Fonds des Fidelity Konzerns sowie BASF AG und Unilever Small Cap
Funds. Überschreiten des Grenzwertes von 3%
per 14. Mai 2013 aufgrund von Kauf-Transaktionen (3.14% gemeldet). Unterschreiten des Grenzwertes von 3% per 17. September 2013 aufgrund
von Verkauf-Transaktionen.
–– Norges Bank (the Central Bank of Norway),
NO-Oslo
Überschreiten des Grenzwertes von 3% per
5. Juni 2013 aufgrund von Kauf-Transaktionen
(3.18% gemeldet). Erreichen des Grenzwertes von
5% per 24. Juni 2013 aufgrund von Kauf-Transaktionen (5% gemeldet). Unterschreiten des Grenzwertes von 5% per 15. Juli 2013 aufgrund von
Verkauf-Transaktionen (4.98% gemeldet). Überschreiten des Grenzwertes von 5% per 20. September 2013 aufgrund von Kauf-Transaktionen
28
(5.16% gemeldet). Unterschreiten des Grenzwertes von 5% per 24. Oktober 2013 aufgrund von
Verkauf-Transaktionen (4.89% gemeldet).
–– BlackRock Inc., USA-New York
Meldung als Aktionärsgruppe für diverse Fonds
des BlackRock Konzerns.
Überschreiten des Grenzwertes von 3% per
2. Dezember 2013 aufgrund von Kauf-Transaktionen (Offengelegte Erwerbsposition von 4.68%, bestehend aus 2.36% an Namenaktien und 2.31%
an Differenzkontrakten. Veräusserungsposition von
0.09% bestehend aus Differenzkontrakten). Überschreiten des Grenzwertes von 5% per 13. Dezember 2013 aufgrund von Kauf-Transaktionen
(Offengelegte Erwerbsposition von 5.27%, bestehend aus 2.61% an Namenaktien und 2.66% an
Differenzkontrakten). Meldung, dass per 20. Dezember 2013 eine Erwerbsposition von 5.96% besteht (Offengelegte Erwerbsposition von 5.96%,
bestehend aus 3.09% an Namenaktien und 2.87%
an Differenzkontrakten). Die Meldung wurde ausgelöst durch das Überschreiten des 3% Grenzwertes an gehaltenen Namenaktien.
–– Aktionärsgruppe repräsentiert durch Citadel
Europe, UK-London
Meldung als Aktionärsgruppe für diverse Hedge
Fonds der Citadel Gruppe. Indirekter Halter ist
Kenneth C. Griffin. Er kontrolliert über 50% der
Stimmrechte in Citadel GP LLC und ist der wirtschaftlich Berechtigte von Citadel Advisors LLC
und Citadel Advisors II LLC, c/o Citadel LLC,
USA-Chicago. Überschreiten des Grenzwertes
von 3% per 9. Dezember 2013 aufgrund von KaufTransaktionen (Offengelegte Erwerbsposition von
3.09% bestehend aus 2.14% an Namenaktien und
0.95% an Equity Swaps. Veräusserungsposition
von 0.13% aus Equity Swaps).
–– Generation Investment Management LLP,
UK-London
Unterschreiten des Grenzwertes von 5% per
18. Dezember 2013 aufgrund von Verkauf-Trans­
aktionen (3.88% gemeldet). Unterschreiten des
Grenzwertes von 3% per 19. Dezember 2013 aufgrund von Verkauf-Trans­aktionen.
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
→ Details zu den einzelnen Meldungen sind verfügbar
auf der Website der SIX Swiss Exchange http://www.
six-swiss-exchange.com/shares/companies/major_
shareholders_de.html
Aktionärsbindungsverträge
Der Gesellschaft sind keine Aktionärsbindungsverträge bekannt.
1.5Kreuzbeteiligungen
Meyer Burger Technology AG hält per 31. Dezember
2013 keine Kreuzbeteiligungen an bzw. mit anderen
Gesellschaften.
2.KAPITALSTRUKTUR
2.1
Kapitalstruktur per 31. Dezember 2013
Ordentliches Aktienkapital
CHF 4 235 705.85
(im Handelsregister eingetragen: CHF 4 212 514.05)
84 714 117 voll einbezahlte Namenaktien mit einem Nennwert
von je CHF 0.05
(im Handelsregister eingetragen: 84 250 281 Namenaktien)
Bedingtes Aktienkapital
CHF 84 441.20
(gemäss Statuten: CHF 107 633.00)
1 688 824 Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 0.05
für die Ausübung von Optionsrechten für Mitarbeitende und
Mitglieder des Verwaltungsrats der Gesellschaft oder von
Konzerngesellschaften
(gemäss Statuten: 2 152 660 Namenaktien)
CHF 200 000.00
(gemäss Statuten: CHF 200 000.00)
4 000 000 Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 0.05
für die Ausübung von Wandel- und/oder Optionsrechten in
Verbindung mit Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen Finanzmarktinstrumenten der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften
(gemäss Statuten: 4 000 000 Namenaktien)
Genehmigtes Aktien­k apital
CHF 240 000.00
(gemäss Statuten: CHF 240 000.00)
4 800 000 Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 0.05
Ausgabe bis zum 26. April 2014 möglich
(gemäss Statuten: 4 800 000 Namenaktien)
29
2.2
Bedingtes Aktienkapital
Gemäss Art. 3b der Statuten der Gesellschaft in der
Fassung vom 7. Mai 2013 kann das Aktienkapital unter
Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre durch
Ausgabe von höchstens 2 152 660 voll zu liberierenden Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 um
den Maximalbetrag von CHF 107 633.00 erhöht werden durch Ausübung von Optionsrechten, die Mit­
arbeitenden und Mitgliedern des Verwaltungsrats der
Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften gemäss
einem vom Verwaltungsrat auszuarbeitenden Plan
eingeräumt werden. Die neuen Namenaktien unterliegen nach dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss Art. 4 der Statuten.
Gemäss Art. 3c der Statuten der Gesellschaft in
der Fassung vom 7. Mai 2013 kann das Aktienkapital
unter Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre
durch Ausgabe von höchstens 4 000 000 voll zu liberierenden Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05
um den Maximalbetrag von CHF 200 000.00 erhöht
werden durch Ausübung von Wandel- und/oder Op­
tionsrechten, die in Verbindung mit Wandelanleihen,
Optionsanleihen oder anderen Finanzmarktinstrumenten der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften eingeräumt werden.
Bei der Ausgabe von Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen Finanzmarktinstrumenten, mit
denen Wandel- und/oder Optionsrechte verbunden
sind, ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Zum Bezug der neuen Aktien sind die jeweiligen
Inhaber von Wandel- und/oder Optionsrechten berechtigt.
Der Erwerb von Aktien durch die Ausübung von
Wandel- und/oder Optionsrechten sowie jede nachfolgende Übertragung der Aktien unterliegen nach
dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss Art. 4 der Statuten.
Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, bei der Ausgabe von Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen ähnlichen Finanzmarktinstrumenten das Vorwegzeichnungsrecht der Aktionäre zu beschränken
oder aufzuheben, falls
1) die Finanzierungsinstrumente mit Wandel- oder
Optionsrechten im Zusammenhang mit der Finan-
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
zierung oder Refinanzierung des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen
oder neuer Investitionsvorhaben ausgegeben werden oder
2) eine Ausgabe durch Festübernahme durch eine
Bank oder ein Bankenkonsortium mit anschlies­
sendem öffentlichen Angebot unter Ausschluss
des Vorwegzeichnungsrechts als die zu diesem
Zeitpunkt am besten geeignete Ausgabeart erscheint, besonders in Bezug auf die Ausgabebedingungen oder den Zeitplan der Transaktion.
3) für die rasche und flexible Beschaffung von Eigenkapital durch eine Aktienplatzierung, welche mit
Bezugsrechten nur erschwert möglich wäre.
Wird das Vorwegzeichnungsrecht durch Beschluss
des Verwaltungsrats aufgehoben, gilt, dass
1) Wandelrechte höchstens während 10 Jahren, Optionsrechte höchstens während 7 Jahren ab dem
Zeitpunkt der betreffenden Emission ausübbar
sein dürfen und
2) die entsprechenden Finanzmarktinstrumente zu
den jeweiligen Marktkonditionen auszugeben sind.
2.4 Kapitalveränderungen in den letzten
drei Berichtsjahren
2.3
Genehmigtes Aktienkapital
Gemäss Art. 3a der Statuten der Gesellschaft in der
Fassung vom 7. Mai 2013 ist der Verwaltungsrat ermächtigt, das Aktienkapital der Gesellschaft bis zum
26. April 2014 um höchstens CHF 240 000.00 durch
die Ausgabe von höchstens 4 800 000 voll zu liberierenden Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 zu
erhöhen.
Der Verwaltungsrat ist berechtigt (einschliesslich
im Falle eines öffentlichen Angebots für Aktien der
Gesellschaft), das Bezugsrecht der Aktionäre einzuschränken oder auszuschliessen und Dritten zuzuweisen, wenn die neuen Aktien verwendet werden
sollen
1) für die Übernahme von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder neue Investitionsvorhaben oder im Falle einer Aktienplatzierung für
die Finanzierung oder Refinanzierung solcher
Transaktionen
2) für Zwecke der Beteiligung strategischer Partner
oder Investoren oder
30
Die Erhöhung kann mittels Festübernahme und/oder
in Teilbeträgen erfolgen. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, den Ausgabepreis der Aktien, die Art der
Einlage sowie den Zeitpunkt der Dividendenberechtigung festzusetzen. Die neuen Namenaktien unterliegen nach dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss Art. 4 der Statuten der Gesellschaft.
in TCHF
Aktienkapital
Kapitaleinlagereserve
Allgemeine Reserve
Reserve für eigene Aktien
31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
4 236
2 407
2 386
391 244
235 636
229 685
232
–855
4 457
3 511
7 383
2 090
Bilanzgewinn
296 297
302 402
145 338
Total Eigenkapital
695 520
546 973
383 956
2.4.1 Kapitalveränderungen 2013
Im Mai 2013 fand eine ordentliche Kapitalerhöhung
unter Wahrung der Bezugsrechte der Aktionäre (Bezugsfrist 29. April bis 7. Mai 2013) statt, durch welche
das ordentliche Aktienkapital von CHF 2 407 150.90
(48 143 018 Namenaktien) um CHF 1 805 363.15
(36 107 263 Namenaktien) auf CHF 4 212 514.05
(84 250 281 Namenaktien) erhöht wurde. Die Eintragung der entsprechenden Statutenänderung erfolgte
im Handelsregister am 7. Mai 2013.
Durch die Zuteilung von 463 836 Mitarbeiteraktien
bzw. Ausübung von Mitarbeiteroptionen im Zeitraum
zwischen dem 8. Mai 2013 und 31. Dezember 2013
hat sich das ordentliche Aktienkapital um CHF
23 191.80 erhöht. Das bedingte Aktienkapital für die
Ausübung von Optionsrechten für Mitarbeitende und
Mitglieder des Verwaltungsrats hat sich im gleichen
Zeitraum entsprechend auf CHF 84 441.20 reduziert.
Die Eintragung der entsprechenden Änderung im
Handelsregister erfolgte am 20. Februar 2014.
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2.4.2 Kapitalveränderungen 2012
Per 31. Dezember 2011 verfügte die Gesellschaft
über genehmigtes Aktienkapital von CHF 170 684.60
(3 413 692 Namenaktien), ausgabefähig bis 29. April
2012. Die Generalversammlung vom 26. April 2012
beschloss entsprechend dem Antrag des Verwaltungsrates, die Weiterführung bzw. Schaffung von
genehmigtem Kapital in der Höhe von höchstens
CHF 240 000.00 (4 800 000 Namenaktien), ausgabefähig bis 26. April 2014.
Durch die Ausübung von 32 421 Mitarbeiteroptionen im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2012 bis 17.
Februar 2012 hat sich das ordentliche Aktienkapital
um CHF 1 621.05 erhöht. Das bedingte Aktienkapital
für die Ausübung von Optionsrechten für Mitarbeitende und Mitglieder des Verwaltungsrats hat sich im
gleichen Zeitraum entsprechend auf CHF 127 058.35
reduziert. Die Eintragung der entsprechenden Statutenänderung im Handelsregister erfolgte – zusammen
mit den weiteren Statutenänderungen, die von der
Generalversammlung am 26. April 2012 beschlossen
wurden – am 27. April 2012. Durch die Ausübung von
weiteren 388 507 Mitarbeiteroptionen im Zeitraum
zwischen dem 18. Februar 2012 bis 31. Dezember
2012 hat sich das ordentliche Aktienkapital um CHF
19 425.35 erhöht und das bedingte Aktienkapital für
die Ausübung von Optionsrechten hat sich entsprechend auf CHF 107 633.00 reduziert. Die Eintragung
der entsprechenden Änderung im Handelsregister erfolgte am 26. Februar 2013.
Das genehmigte Aktienkapital reduzierte sich entsprechend insgesamt um diesen Betrag auf CHF
170 684.60. Die Eintragungen der entsprechenden
Statutenänderungen vom 10. April 2011 und 20. April
2011 im Handelsregister erfolgten am 11. April bzw.
21. April 2011.
Durch die Ausübung von 573 907 Mitarbeiterop­
tionen im Zeitraum zwischen dem 15. Januar 2010
bis 28. Februar 2011 hat sich das ordentliche Aktienkapital um CHF 28 695.35 erhöht (in der Zeitperiode
zwischen dem 1. Januar 2011 bis 28. Februar 2011
wurden 148 304 Mitarbeiteroptionen ausgeübt). Das
bedingte Aktienkapital für die Ausübung von Optionsrechten für Mitarbeitende und Mitglieder des Verwaltungsrats hat sich im gleichen Zeitraum entsprechend
auf CHF 173 817.15 reduziert. Die Eintragung der entsprechenden Statutenänderung vom 15. März 2011
im Handelsregister erfolgte am 16. März 2011. Durch
die Ausübung von weiteren 902 755 Mitarbeiteroptionen im Zeitraum zwischen dem 1. März bis 31. Dezember 2011 hat sich das ordentliche Aktienkapital
um CHF 45 137.75 erhöht und das bedingte Aktienkapital für die Ausübung von Optionsrechten hat sich
entsprechend auf CHF 128 679.40 reduziert.
Insgesamt hat sich das ordentliche Aktienkapital
im Berichtsjahr 2011 somit von CHF 2 279 236.15
(ausgegebenes Kapital per 31. Dezember 2010) um
CHF 106 868.35 auf CHF 2 386 104.50 erhöht (im
Handelsregister eingetragen: CHF 2 340 966.75).
2.5 Aktien
2.4.3 Kapitalveränderungen 2011
Im Zusammenhang mit dem Vollzug von Aktientauschverträgen, die im Hinblick auf die Übernahme
der Roth & Rau AG abgeschlossen wurden, wurden
aus dem genehmigten Kapital am 10. April und am
20. April 2011 insgesamt 1 086 308 Namenaktien der
Gesellschaft ausgegeben. Durch diese beiden genehmigten Kapitalerhöhungen erhöhte sich das ordent­
liche Aktienkapital um insgesamt CHF 54 315.40.
31
Das Aktienkapital der Meyer Burger Technology AG
war per 31. Dezember 2013 eingeteilt in 84 714 117
Namenaktien (im Handelsregister per 31.12. 2013 eingetragene Anzahl: 84 250 281 Namenaktien) mit
einem Nennwert von je CHF 0.05. Sämtliche Aktien
sind voll einbezahlt. Jede Aktie berechtigt zu einer
Stimme. Alle Aktien sind dividendenberechtigt. Die
Gesellschaft anerkennt für jede Aktie nur einen Berechtigten. Über die ausgegebenen Aktien wird ein
Aktienbuch geführt, in welches die Eigentümer, Nutzniesser und Nominees der Namenaktien mit Namen,
Wohnort, Adresse und Staatsangehörigkeit eingetra-
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
gen werden. Die Eintragung im Aktienbuch setzt den
Ausweis über die formrichtige und statutengemässe
Übertragung der Aktie zu Eigentum oder die Begründung einer Nutzniessung voraus. Der Gesellschaft gegenüber gilt nur derjenige als Aktionär, der im Aktienbuch eingetragen ist.
BEI MEYER BURGER TECHNOLOGY AG
BERECHTIGT JEDE AKTIE ZU EINER STIMME
(«ONE SHARE – ONE VOTE» PRINZIP).
2.6 Partizipationsscheine oder
Genussscheine
Die Gesellschaft hat weder Partizipations- noch Genussscheine ausstehend.
2.7 Beschränkung der Übertragbarkeit
und Nominee-Eintragungen
Grundsätzlich beinhalten die Statuten der Gesellschaft keine Übertragungsbeschränkungen. Die Statuten enthalten jedoch die folgenden Eintragungsbeschränkungen:
–– Erwerber von Namenaktien werden auf Gesuch
hin als Aktionäre mit Stimmrecht im Aktienbuch
eingetragen, falls sie ausdrücklich erklären, diese
Namenaktien im eigenen Namen und für eigene
Rechnung erworben zu haben.
–– Der Verwaltungsrat kann Nominees bis maximal
3% des im Handelsregister eingetragenen Namenaktienkapitals mit Stimmrecht im Aktienbuch eintragen. Als Nominee im Sinne dieser Bestimmung
gelten Personen, die im Eintragungsgesuch nicht
ausdrücklich erklären, die Aktien für eigene Rechnung zu halten und mit denen der Verwaltungsrat
eine entsprechende Vereinbarung abgeschlossen
hat.
–– Über diese Limite kann der Verwaltungsrat Namenaktien von Nominees mit Stimmrecht im Aktienbuch eintragen, sofern der betreffende Nominee
32
die Namen, Adressen und Aktienbestände derjenigen Personen bekannt gibt, für deren Rechnung
er 0.5% oder mehr des im Handelsregister eingetragenen Namenaktienkapitals hält.
–– Juristische Personen und Personengesellschaften
oder andere Personenzusammenschlüsse oder
Gesamthandverhältnisse die untereinander kapitalund stimmenmässig durch einheitliche Leitung
oder auf andere Weise verbunden sind, sowie natürliche oder juristische Personen oder Personengesellschaften, die im Hinblick auf eine Umgehung
der Bestimmungen über die Beteiligungsgrenze
oder die Nominees (insbesondere als Syndikat)
koordiniert vorgehen, gelten als eine Person oder
ein Nominee.
–– Die Eintragungsbeschränkungen gelten auch für
Namenaktien, die über die Ausübung eines Bezugs-, Options- oder Wandelrechts gezeichnet
oder erworben werden.
2.8 Wandelanleihen, Optionen,
Aktienbeteiligungsprogramm
Die Meyer Burger Technology AG hat per 31. Dezember 2013 keine Wandelanleihen bzw. Optionen ausstehend.
Aktienbeteiligungsprogramm
Die Gesellschaft verfügt über ein Aktienbeteiligungsprogramm als Long-Term Incentive, an dem die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung
sowie weitere ausgewählte Mitarbeitende der Gruppengesellschaften teilhaben können. Der Verwaltungsrat bestimmt nach freiem Ermessen die Teilnehmer des Plans. Aktien können nur an Teilnehmer mit
unbefristeten Arbeitsverhältnissen in ungekündigter
Stellung und an Mitglieder des Verwaltungsrats im
Amt, welche ihren Rücktritt nicht erklärt haben, zugeteilt werden.
Jedem Teilnehmer wird ein individuelles Angebot
in einem Angebotsschreiben unterbreitet, in welchem
die Anzahl angebotener Anwartschaften zum Erwerb
von Aktien, der Bezugspreis pro Aktie, die Zahlungs-
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
modalitäten, die Frist, innert welcher der Teilnehmer
das Angebot anzunehmen hat, sowie die (freiwilligen)
Sperrfristen festgelegt sind. Innert der Annahmefrist
hat der Teilnehmer
1) die Annahme des Angebots zu erklären,
2) zu erklären, unter welcher der vom Verwaltungsrat
bestimmten Sperrfristen er die Aktien erwerben
möchte,
3) den gesamten Kaufpreis für sämtliche Aktien, welche der Teilnehmer erwerben möchte, zu bezahlen.
Der Erwerb des Eigentums an den durch den Verwaltungsrat anwartschaftlich zugeteilten Aktien unterliegt
in der Regel einer Vesting-Periode von 2 Jahren und
einer freiwilligen, von den Teilnehmern wählbaren
Sperrfrist von null, drei oder fünf Jahren (auf den Ablauf der Vesting-Periode folgend). Während der Vesting-Periode erwerben die Teilnehmer kein Eigentum
an den zugeteilten Aktien. Während der VestingPerio­de und der freiwilligen Sperrfrist dürfen die Teilnehmer die Aktien weder ganz noch teilweise verkaufen, abtreten, übertragen, verpfänden oder in einer
anderen Form belasten. Im Falle einer Kündigung
oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch den
Arbeitnehmer oder durch den Arbeitgeber vor Ablauf
der Vesting-Periode fällt das Recht auf den Eigentums­
erwerb an den unter diesem Plan anwartschaftlich zugeteilten Aktien entschädigungslos dahin (einzelne
Spezialfälle, wie z.B. infolge Pensionierung, Todesfall,
dauernde Arbeitsunfähigkeit infolge Invalidität, Kündigung durch den Arbeitgeber aus wirtschaftlichen
Gründen, etc. vorbehalten). Das Gleiche gilt bei freiwilligem Rücktritt eines Verwaltungsratsmitglieds
(oder Abwahl durch die Generalversammlung) vor Ablauf der Vesting-Periode.
Der Verwaltungsrat ist zudem berechtigt, die Modalitäten für Teilnehmer mit Wohnsitz ausserhalb der
Schweiz vom oben Genannten unterschiedlich auszugestalten. Dabei wird eine Gleichbehandlung der Teilnehmer unter Berücksichtigung der steuerlichen Besonderheiten des jeweiligen Wohnsitzes angestrebt.
33
Leicht modifizierte Konditionen gelten für Mitarbeitende in Deutschland (keine wählbare Sperrfrist), den
USA (keine Sperrfrist) und in allen weiteren Ländern
ausserhalb der Schweiz, Deutschland und den USA
(hier wurden den Mitarbeitenden sogenannte Phantom-Aktien angeboten).
Anzahl Aktien ausstehend per 31. Dezember 2013,
die unter dem Aktienplan zum Bezug angeboten wurden:
Zuteilung
Anzahl
Aktien
Bezugspreis
VestingPeriode
05.04.2012
239 982
CHF 0.05 01.04.2012–
31.03.2014
25.10.2013
377 143
CHF 0.05
25.10.2013–
24.04.2015
Die erwähnten 617 125 Namenaktien entsprechen
0.73% des per 31. Dezember 2013 ausstehenden
ordentlichen Aktienkapitals der Gesellschaft (im
Handelsregister eingetragen). Unter dem Aktienplan
zugeteilte Aktien werden jeweils nach dem Zuteilungsdatum aus dem bedingten Aktienkapital der Gesellschaft geschaffen. Die in der Tabelle erwähnte
Anzahl Aktien ist bereits in dem ausstehenden ordentlichen Aktienkapital per 31. Dezember des jeweiligen
Jahres enthalten und führt zu keiner zukünftigen Verwässerung mehr.
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3.VERWALTUNGSRAT
rating Officer der AMB Apparate + Maschinenbau GmbH,
DE-Langweid → 2011 Vorsitzender des Aufsichtsrats der
Peter M. Wagner
Roth & Rau AG, DE-Hohenstein-Ernstthal (August–Oktober
2011) → 2011–2013 Ad interim Funktion als Vorstands­
vorsitzender der Roth & Rau AG, DE-Hohenstein-Ernstthal
Präsident des Verwaltungsrats,
nicht exekutives Mitglied
des Verwaltungsrats, deutsche
Staatsangehörigkeit
Ausbildung Studium der Mathematik und Physik an der
Universität Mainz, DE-Mainz. Erwerb des Abschlusses als
Diplom-Mathematiker → 1978–1987 Software-Ingenieur bei
der Alcatel SEL AG (vormals Standard Elektrik Lorenz AG),
DE-Stuttgart → 1987–1989 Assistent des Vorstandsvor­
sitzenden und anschliessend Leiter der Stabsstelle Produktionsstrategien und Synergien der Alcatel SEL AG, DEStuttgart → 1989–1995 Leiter des Unternehmensbereichs
Übertragungssysteme bei der Alcatel SEL AG, DE-Stuttgart
→ 1995–1998 Geschäftsführer der Wandel & Goltermann
Management Holding GmbH, DE-Eningen → 1998 Vor­
sitzender der Geschäftsführung der Wandel & Goltermann
Management Holding GmbH, DE-Eningen → 1998–2000
Vorsitzender der Geschäftsführung der Wavetek Wandel
Goltermann GmbH, DE-Eningen und Präsident/CEO der
Wavetek Wandel Goltermann, Inc., USA-Raleigh/NC
→ 2000–2004 Vorsitzender des Vorstands der debitel AG,
DE-Stuttgart → Seit 2004 Selbständiger Unternehmens­
berater, DE-Überlingen → 2007–2008 Ad interim Funktion
als Leiter Forschung & Entwicklung bei Meyer Burger AG,
CH-Thun → 2010–2011 Ad interim Funktion als Chief Ope-
(Oktober 2011–Juni 2013)
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Seit 1990 zahlreiche Mandate als Aufsichtsratsmitglied oder in ähnlichen Positionen bei diversen Technologieunternehmen sowie Mandatsträger bei Verbänden, darunter: Vorsitzender des Aufsichtsrats der
DATAGROUP IT Services Holding AG, DE-Pliezhausen; Vorsitzender des Aufsichtsrats der KEYMILE
International GmbH, AT-Wien. Mitglied des Aufsichtsrats der Deutsche Messe AG, DE-Hannover; Mitglied
des Präsidiums der DEKRA e.V., DE-Stuttgart; Mitglied des Hauptvorstands des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue
Medien e.V., DE-Berlin (BITKOM) und Präsident des
Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und
Mehrwertdiensten e.V., DE-Köln/DE-Berlin (VATM),
Mitglied des Beirats des Wissenschaftlichen Instituts
für Kommunikationsforschung, DE-Bonn (WIK).
Mandate in 2013: Vorsitzender des Beirats der Stiftung für konkrete Kunst, DE-Reutlingen. Keine wesentliche amtliche Funktionen oder politische Ämter.
→ Weitere Informationen zu den Dienstleistungen als
Vorsitzender des Vorstands der Roth & Rau AG im
Vergütungsbericht auf Seite 53 «Vergütungen an die
Mitglieder des Verwaltungsrats».
Verwaltungsrat per 31. Dezember 2013
34
Name
Jahrgang
Funktion
Eintritt
Gewählt bis GV
Peter M. Wagner
1953
Präsident
2006
2015
Dr. Alexander Vogel
1964
Vizepräsident
1999
2015
2010
2016
Rudolf Güdel
1949
Mitglied
Peter Pauli
1960
Delegierter, CEO 2011
2014
Dr. Dietmar Roth
1949
Mitglied
2014
2011
Heinz Roth
1954
Mitglied
2009
2015
Prof. Dr. Konrad Wegener
1958
Mitglied
2010
2016
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
Dr. Alexander Vogel, LL.M.
Vizepräsident, nicht exekutives
Mitglied des Verwaltungsrats,
schweizerische Staatsange­hörigkeit
Ausbildung Studium Betriebswirtschaft und Recht an der
nach in der Regel die Geschäftsleitung ohne weitere
Konsultation des Verwaltungsrats.
→ Weitere Informationen im Finanzteil Erläuterung
4.32.4 auf Seite 107 «Transaktionen mit nahe stehenden Personen».
Rudolf Güdel
Universität St. Gallen, CH-St. Gallen. Dissertation auf dem
Gebiet des Gesellschafts- und Konzernrechts. Forschungsprojekt des Nationalfonds im Bereich Konzernrecht. Anwaltspatent, Notariatspatent (Luzern und Zug). Nachdiplomstudium (LL. M.) an der Northwestern University in Chicago,
Nicht exekutives Mitglied
des Verwaltungsrats,
schweizerische Staatsange­hörigkeit
USA-Chicago → 1992–1999 Associate bei der Anwaltskanzlei meyerlustenberger in Zürich und Zug. Tätigkeit auf
Ausbildung Maschinenbaustudium an der ETH Zürich, CH-
den Gebieten des Gesellschafts- und Handelsrechts sowie
Zürich. Abschlussarbeit bei Prof. Traupel über thermische
des Bank-, Finanz- und Kapitalmarktrechts → 1994 Tätig-
Maschinen → 1970 Austauschsemester in Korea und Prak-
keit für die Anwaltskanzlei Mayer Brown & Platt in Chicago,
tikum in einem südkoreanischen Kraftwerk → 1972 Ausbil-
Zulassung als Anwalt in New York → Seit 2000 Partner
dung zum Offizier der Schweizer Armee → 1973–1979 Effi­
bei der Anwaltskanzlei Meyerlustenberger Lachenal (früher
ciency Engineer und stellvertretender Kraftwerkleiter für das
meyerlustenberger) in Zürich und Zug, Leiter Practice
135-MW-Kraftwerk des Alusuisse Tonerdewerkes im Nor­
Group Gesellschafts- und Finanzmarktrecht, diverse Publi-
thern Territory, Australien → Seit 1979 Inhaber und Delegier-
kationen und Vorträge in den Bereichen M&A, Gesellschafts-
ter des Verwaltungsrats der Güdel Group AG (Robotik und
und Finanzmarktrecht
Automation) und CEO der Güdel Group AG, CH-Langenthal
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Präsident des Verwaltungsrats der I.P.S. Innovative
Packing Solutions AG, CH-Baar, sowie Mitglied des
Verwaltungsrates verschiedener mittelständischer
Gesellschaften in der Schweiz. Mitglied des Vorstandes und Sekretär des Schweizer Verbandes der Investmentgesellschaften (SVIG). Keine wesentliche
amtliche Funktionen oder politische Ämter.
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Mitglied des Verwaltungsrats der 3S Industries AG bis
zur Fusion mit der Meyer Burger Technology AG (im
Januar 2010). Vorstandsmitglied im Vorstand des
VDMA Sektor Robotics und Vision, DE-Frankfurt.
Gründungsmitglied EUnited, BE-Bruxelles. Schulrat
der Berner Fachhochschule (BFH), CH-Bern. Ansonsten keine Verwaltungsratsmandate für wichtige
schweizerische oder ausländische Organisationen.
Keine wesentliche amtliche Funktionen oder politische Ämter.
Die Gesellschaft bezieht Beratungsdienstleistungen in
rechtlichen Angelegenheiten von mehreren Rechtsanwaltskanzleien, unter anderem auch von Meyerlustenberger Lachenal, in der Dr. Vogel einer von mehreren
Partnern ist. Über den Umfang der Zusammenarbeit
mit Meyerlustenberger Lachenal entscheidet der Verwaltungsrat durch die Freigabe des Jahresbudgets.
Über die Erteilung einzelner Mandate entscheidet da-
35
Die Gesellschaft bezieht und erbringt Leistungen gegenüber der Güdel Group. Über den Umfang der Zusammenarbeit mit der Güdel Group entscheidet der
Verwaltungsrat durch die Freigabe des Jahresbudgets. Über die Erteilung einzelner Aufträge entschei-
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
det danach in der Regel die Geschäftsleitung ohne
weitere Konsultation des Verwaltungsrats.
→ Seit 2011 Mitglied des Verwaltungsrats der Gesellschaft
→ Weitere Informationen im Finanzteil Erläuterung
4.32.4 auf Seite 107 «Transaktionen mit nahe stehenden Personen».
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Mitglied des Kuratoriums des Fraunhofer-Instituts für
Solare Energiesysteme (ISE), DE-Freiburg; Mitglied
des Gutachterausschusses bei der AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen
«Otto von Guericke» e.V.; Beirat der Deutschen Bank
AG seit 2010. Keine weiteren Verwaltungsratsmandate für wichtige schweizerische oder ausländische
Organisationen. Keine wesentliche amtliche Funktionen oder politische Ämter.
Peter Pauli
Exekutives Mitglied des Ver­
waltungsrats, Delegierter des
Verwaltungsrats und Chief
Executive ­Officer, schweize­
rische Staatsangehörigkeit
→ Detaillierte Angaben zu Peter Pauli finden sich
unter der Rubrik «Gruppenleitung» auf Seite 44 dieses
Geschäftsberichts
und selbständiger Berater
Es bestehen keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen mit der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften.
Heinz Roth
Dr. Dietmar Roth
Nicht exekutives Mitglied
des Verwaltungsrats, deutsche
Staatsangehörigkeit
Nicht exekutives Mitglied des
Verwaltungsrats, schweizerische
Staatsangehörigkeit
Ausbildung Kaufmännische Grundausbildung und Weiterbildung zum eidg. dipl. Bankfachmann und Abschluss der
Ausbildung Studium in Fachrichtung Physik/Elektronische
Swiss Banking School → 1977–2002 Verschiedene natio-
Bauelemente der heutigen Technischen Universität Chem-
nale und internationale Führungstätigkeiten innerhalb der
nitz, DE-Chemnitz. Anschliessend dreijähriges Forschungs-
Credit Suisse Group, u. a. Key Account Manager Corporate
studium im selben Fachbereich und Promotion im Jahr
Banking, Regionenleiter Zürich Nord-West, Mitglied der
1974 → 1974–1990 Wissenschaftlicher Assistent mit ver-
Geschäftsleitung Credit Suisse Private Banking und Head
schiedenen Aufgaben im Bereich Dünnschicht- und Ober-
Zentral-/Nord-/und Osteuropa, zuletzt Mitglied der Ge-
flächentechnologie. Dozent in der Ingenieurausbildung
schäftsleitung der Credit Suisse Financial Services und
an der Technischen Universität Chemnitz, DE-Chemnitz
CEO Private Banking Switzerland → 2002 Executive Pro-
→ 1990 Habilitation. Gründungsmitglied der Roth & Rau
gram an der Stanford University → Seit 2003 Selbständige
Oberflächentechnik GmbH, DE-Hohenstein-Ernstthal
Tätigkeit im Finanzbereich für Unternehmen (VR-Mandate
→ 1990–2001 Geschäftsführer der Roth & Rau Oberflächen-
und Projekte)
technik GmbH → 2001–2011 Wechsel der Rechtsform der
Roth & Rau Oberflächentechnik GmbH in die Roth & Rau AG
im Jahr 2001. Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG
36
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Mitglied des Verwaltungsrats der Vontobel Holding
AG, Zürich, und der Bank Vontobel AG, CH-Zürich,
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von 2004 bis 2009 (Mitglied Audit Committee, Vorsitz IT Committee). Mitglied des Verwaltungsrats
der Banca Arner SA, CH-Lugano von 2009 bis 2011.
Mitglied des Verwaltungsrats der Walter Meier AG,
CH-Schwerzenbach (Vizepräsident und Vorsitz Audit
Committee). Mitglied des Verwaltungsrats der KORAS
AG (Blaser Swisslube AG), CH-Hasle-Rüegsau. Mitglied des Verwaltungsrats verschiedener nicht kotierter Gesellschaften in der Schweiz und Mitglied in verschiedenen Stiftungsräten. Präsident der Stiftung
Davos Festival von 2006 bis 2011. Keine wesentliche
amtliche Funktionen oder politische Ämter.
Es bestehen keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen mit der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften.
Ordentlicher Professor für Produktionstechnik und Werkzeugmaschinen an der ETH Zürich, CH-Zürich. Leitung IWF
(Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigung) sowie der
Arbeitsgruppen iwf und irpd der inspire AG, einem Transferzentrum für die Produktionstechnik an der ETH Zürich.
Mitglied des Verwaltungsrats der inspire AG, CH-Zürich
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Mitglied des Verwaltungsrats der 3S Industries AG bis
zur Fusion mit der Meyer Burger Technology AG (im
Januar 2010). Mitglied des Vorstands des Schweize­
rischen Vereins für Schweisstechnik (SVS). Keine wesentliche amtliche Funktionen oder politische Ämter.
Es bestehen keine wesentlichen geschäftlichen Beziehungen mit der Gesellschaft oder einer ihrer Konzerngesellschaften.
Prof. Dr. Konrad Wegener
Exekutive Tätigkeiten für die Gesellschaft
oder Konzerngesellschaften
Nicht exekutives Mitglied
des Verwaltungsrats, deutsche
Staatsangehörigkeit
Ausbildung Maschinenbaustudium und Promotion über
Stoffgesetze für plastisches Materialverhalten an der TU
Braunschweig, DE-Braunschweig → 1990–1999 Schuler
Pressen GmbH & Co. KG, DE-Göppingen. Tätigkeiten für
die Restrukturierung der Konstruktionsabteilungen. Leiter
der Projektierung von Serienmaschinen. Bereichsleiter für
technische Dienste. Vorbereitung des Engagements von
Schuler in der Lasertechnik → 1999–2003 Technischer Geschäftsführer der Schuler Lasertechnik, DE-Heusenstamm.
Die nicht exekutiven Mitglieder des Verwaltungsrats,
Dr. Alexander Vogel, Rudolf Güdel, Heinz Roth und
Prof. Dr. Konrad Wegener, waren nie Mitglieder der
Geschäftsleitung der Gesellschaft oder einer der Konzerngesellschaften.
Peter M. Wagner war von Mai 2010 bis März 2011 ad
interim als COO der AMB Apparate + Maschinenbau
GmbH tätig. Im Berichtsjahr 2011 hat er zudem die
Somont GmbH strategisch beraten. Von August bis
Oktober 2011 war er Vorsitzender des Aufsichtsrats
der Roth & Rau AG. Er stand ab Oktober 2011 bis
Juni 2013 vorübergehend in der Funktion als Vorstandsvorsitzender dem Vorstand der Roth & Rau AG
vor.
Entwicklung und Bau von Grossschweissanlagen für die
Schiffbau- und Flugzeugindustrie sowie Schweiss- und
Schneidanlagen für Anwendungen im Karosseriebau und
Gewebeschneidanlagen. Halten von Vorlesungen über Tensorrechnung und Kontinuumsmechanik an der TU Braunschweig sowie im Bereich Umformtechnik und Umformmaschinen in Darmstadt → 2003–2011 Delegierter des
Verwaltungsrats der inspire AG, CH-Zürich → Seit 2003
37
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Dr. Dietmar Roth ist einer der Gründer der Roth &
Rau AG und war Geschäftsführer (1990–2001) bzw.
von 2001 bis Anfang Oktober 2011 Vorstandsvorsitzender der Roth & Rau AG.
Peter Pauli ist seit 2002 Chief Executive Officer der
Meyer Burger Gruppe.
3.1
fasst. Die Verwaltungsratssitzungen mit physischer
Präsenz der Mitglieder dauern in der Regel einen halben bis einen ganzen Tag, die Telefonkonferenzen
richteten sich nach den jeweiligen Geschäften und
dauerten bis zu 1.5 Stunden. Im Berichtsjahr 2013
nahmen der CEO an neun Sitzungen und der CFO an
zehn Sitzungen teil. Zudem nahmen der CIO und der
COO an jeweils drei Sitzungen teil.
Wahl und Amtszeit
Gemäss Statuten der Gesellschaft in der Fassung
vom 7. Mai 2013 besteht der Verwaltungsrat aus
einem oder mehreren Mitgliedern. Die Mitglieder des
Verwaltungsrats werden jeweils einzeln und für die
Dauer von drei Jahren bis und mit der nächsten ordentlichen Generalversammlung gewählt. Wiederwahl ist zulässig. Die Amtszeit eines Verwaltungsrats
endet jedoch endgültig mit dem Datum der ordent­
lichen Generalversammlung, die dem 70. Geburtstag
des Verwaltungsratsmitglieds folgt.
Anlässlich der Generalversammlung vom 25. April
2013 wurden die Verwaltungsratsmitglieder Rudolf
Güdel und Prof. Dr. Konrad Wegener in Einzelwahlen
für eine Amtsdauer von drei Jahren in den Verwaltungsrat wieder gewählt.
Der Verwaltungsrat kann zur Vorbereitung einzelner Beschlüsse, zur Wahrnehmung gewisser Kon­
trollfunktionen sowie für sonstige Spezialaufgaben
ständige oder Ad hoc Ausschüsse einsetzen. Die
Ausschüsse haben, ohne anders lautenden Dele­
gationsbeschluss des Verwaltungsrats, keine Beschlusskompetenzen.
Der Verwaltungsrat hatte im Berichtsjahr 2013 vier
ständige Verwaltungsratsausschüsse: Den Risk &
Audit Ausschuss, den Nominierungs- & Entschädigungsausschuss, den Mergers & Acquisitions Ausschuss sowie den Innovationsausschuss. Die Sitzungsdauer der Ausschüsse richtet sich nach den
jeweiligen Geschäften.
3.2.1 Risk & Audit Ausschuss
3.2
Interne Organisation
Der Verwaltungsrat konstituiert sich selbst. Er bestimmt seinen Präsidenten, einen oder mehrere Vizepräsidenten, die Ausschussmitglieder und einen Sekretär, der nicht dem Verwaltungsrat angehören muss.
Sofern der Chief Executive Officer dem Verwaltungsrat angehört, übernimmt er die Funktion des Delegierten des Verwaltungsrats. Peter M. Wagner amtet seit
September 2006 als Verwaltungsratspräsident, Vizepräsident ist Dr. Alexander Vogel, Delegierter ist Peter
Pauli.
Der Verwaltungsrat hält mindestens viermal jährlich
ordentliche Verwaltungsratssitzungen ab (in der Regel
mindestens einmal pro Quartal). Im Übrigen trifft er
sich sooft wie notwendig. Im Berichtsjahr 2013 fanden zehn Verwaltungsratssitzungen statt, wovon
sechs als Telefonkonferenzen abgehalten wurden.
Zudem wurde ein Beschluss im Zirkularverfahren ge-
38
Mitglieder im Berichtsjahr 2013: Heinz Roth (Vorsitz),
Peter M. Wagner und Dr. Alexander Vogel.
Der R&A Ausschuss ist für die Überprüfung der Ausgestaltung des Rechnungswesens zuständig und
überwacht die Einschätzung der Unternehmensrisiken und das interne Kontrollsystem IKS. Der Ausschuss ist zudem für die Überprüfung des Jahres­
abschlusses und anderer Finanzinformationen, der
Versicherungen, der Geschäftstätigkeit hinsichtlich
Compliance, der Leistung, Unabhängigkeit und Honorierung der Revisionsstelle und deren Empfehlungen sowie der Leistung und Honorierung von Beratungsmandaten zuständig.
Der Ausschuss tagt, sooft es die Geschäfte erfordern,
mindestens aber dreimal im Jahr. Der Chief Financial
Officer nimmt in der Regel an diesen Sitzungen teil.
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Andere Mitglieder des Verwaltungsrats, der Chief Executive Officer oder andere Mitglieder der Geschäftsleitung, Vertreter der externen Revision, Vertreter der internen Revision oder andere Fachspezialisten können
zu den Sitzungen ebenfalls beigezogen werden. Der
Entscheid obliegt dem Vorsitzenden des R&A Ausschusses. Die Erteilung von Aufträgen an Dritte erfordert die Zustimmung des Verwaltungsrats oder in
dringenden Fällen des Verwaltungsratspräsidenten.
Der Ausschuss trifft sich mindestens zweimal im Jahr
mit Vertretern der externen Revision. Diese Sitzungen
können unter Ausschluss der Mitglieder der Geschäftsleitung stattfinden.
Im Berichtsjahr 2013 hielt der R&A Ausschuss zehn
Sitzungen ab, wovon fünf als Telefonkonferenzen
durchgeführt wurden. Die Sitzungen mit physischer
Präsenz der Mitglieder dauerten zwischen 1 und 5
Stunden, die Telefonkonferenzen richteten sich nach
den jeweiligen Geschäften und dauerten bis zu 1.5
Stunden. Der CFO nahm an zehn Sitzungen und der
CEO an fünf Sitzungen teil. Die Revisionsstelle nahm
an drei Sitzungen teil. Ernst & Young nahm als interne
Revision an einer Sitzung teil. Es fand kein regelmäs­
siger Beizug von anderen externen Fachspezialisten
statt.
3.2.2 Nominierungs- & Entschädigungsausschuss
Mitglieder im Berichtsjahr 2013: Dr. Alexander Vogel
(Vorsitz), Rudolf Güdel und Peter M. Wagner.
Der N&E Ausschuss leitet den Selektionsprozess und
die Antragstellung für neue Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder. Zudem beantragt der Ausschuss die Vergütung der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Verwaltungsratsausschüsse sowie der
Mitglieder der Geschäftsleitung. Schliesslich ist der
Ausschuss zuständig für die Prüfung, Beantragung
und Überwachung der Implementierung von Aktienund Beteiligungsplänen sowie für die Nachfolgeplanung auf oberster Führungsebene.
→ Detaillierte Informationen zu den einzelnen Ent-
39
scheidungsebenen für die Festlegung der Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der
Geschäftsleitung sind im Vergütungsbericht auf Seite
52 enthalten.
Der Ausschuss trifft sich, sooft es die Geschäfte erfordern (in der Regel mindestens viermal pro Jahr). Der
Vorsitzende kann zu den Sitzungen Mitglieder der Geschäftsleitung, Mitglieder der Leitungsgremien wesentlicher Tochtergesellschaften oder Dritte einladen.
Die Erteilung von Aufträgen an Dritte erfordert die Zustimmung des Verwaltungsrats/Verwaltungsratspräsidenten.
Im Berichtsjahr 2013 hielt der N&E Ausschuss dreizehn Sitzungen ab, wovon vier als Telefonkonferenzen
durchgeführt wurden. Der N&E Ausschuss hat im
2013 in diversen Sitzungen Interviews mit Kandidaten
für Kaderstufen der Gesellschaft und von einzelnen
Gruppengesellschaften geführt und deren Bewerbungen beurteilt. Die Sitzungen mit physischer Präsenz
der Mitglieder dauerten zwischen 1 und 4 Stunden,
die Telefonkonferenzen richteten sich nach den jeweiligen Geschäften und dauerten bis zu 2.5 Stunden.
Der CEO nahm an neun Sitzungen und der CFO an
acht Sitzungen teil. Der CIO nahm an einer Sitzung
teil. Es fand kein regelmässiger Beizug von externen
Beratern statt.
3.2.3 Mergers & Acquisitions Ausschuss
Mitglieder im Berichtsjahr 2013: Peter M. Wagner
(Vorsitz), Heinz Roth, Dr. Alexander Vogel, Rudolf
Güdel.
Der M&A Ausschuss ist zuständig für die Vorprüfung
von wesentlichen Investitionen (namentlich Unternehmenskäufen) und Devestitionen sowie für die Überwachung und, soweit sinnvoll, Begleitung und Unterstützung der Gruppenleitung bei der Vorbereitung,
Bewertung bzw. Preisfindung und gegebenenfalls
Verhandlungen im Zusammenhang mit Investitionen/
Devestitionen und wesentlichen Finanzierungsgeschäften. Zudem entscheidet er über Vorschläge der
Geschäftsleitung betreffend Initiierung, Fortsetzung
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oder Abbruch von wesentlichen Investitions-/Devestitionsprojekten (vorbehältlich der Grundsatzentscheidung des Gesamtverwaltungsrats über die Durchführung der entsprechenden Investition/Devestition)
sowie Ausführungsentscheidungen hinsichtlich wesentlicher Eckpunkte solcher Transaktionen. Des
Weiteren begleitet und unterstützt er, soweit sinnvoll,
die Gruppenleitung bei der Implementierung bzw. Integration von Investitions- oder Umstrukturierungsprojekten.
Der Ausschuss trifft sich, sooft es die Geschäfte erfordern. Der Chief Executive Officer und nach Möglichkeit der Chief Financial Officer nehmen in aller Regel
an den Sitzungen des M&A Ausschusses teil. Der
Vorsitzende kann zu den Sitzungen andere Mitglieder
des Verwaltungsrats, weitere Mitglieder der Geschäftsleitung oder andere Fachspezialisten einladen.
Die Erteilung von Aufträgen an Dritte erfordert die Zustimmung des Verwaltungsrats/Verwaltungsratspräsidenten.
Im Berichtsjahr 2013 hielt der M&A Ausschuss acht
Sitzungen ab, wovon sechs als Telefonkonferenzen
durchgeführt wurden. Die Sitzungen mit physischer
Präsenz der Mitglieder dauerten zwischen 4 und 6
Stunden, die Telefonkonferenzen richteten sich nach
den jeweiligen Geschäften und dauerten bis zu 2
Stunden. Der CEO nahm an sieben Sitzungen und der
CFO an acht Sitzungen teil. Der Ausschuss hat zur
Unterstützung bei der Kapitalerhöhung vereinzelt externe Berater (Corporate Finance, Rechtsberatung)
zugezogen.
3.2.4 Innovationsausschuss
Mitglieder im Berichtsjahr 2013: Dr. Dietmar Roth
(Vorsitz), Prof. Dr. Konrad Wegener.
Der Innovationsausschuss wurde im Dezember 2012
als ständiger Ausschuss gebildet und ersetzte den
seit Februar 2010 bestehenden Technologie-Beirat.
40
→ Informationen zum Beschrieb des bisherigen
Technologie-Beirats und dessen Mitglieder sind im
Geschäftsbericht 2011 auf Seite 64 aufgeführt
http://www.meyerburger.com/investor-relations/
berichte-publikationen/archiv-berichte/
Der Innovationsausschuss erstellt Analysen zur Sicherung der Innovationskraft der Meyer Burger
Gruppe (namentlich technologische Marktanalysen,
Empfehlungen für strategische Innovationen sowie für
technologiebezogene Schwerpunktsetzung in der
Gruppe) und Analysen hinsichtlich der möglichen Erschliessung neuer Geschäftsfelder (namentlich Beurteilung der Synergien zu bestehenden Produkten und
Technologien sowie der Risiken und Chancen neuer
Geschäftsfelder; organische und nicht-organische
Entwicklung). Der Ausschuss macht Empfehlungen
an die Geschäftsleitung der Meyer Burger Gruppe
(namentlich zur strategischen Ausrichtung von Innovationen sowie zu möglichen neuen Geschäftsfeldern).
Der Ausschuss trifft sich, sooft es die Geschäfte erfordern (in der Regel mindestens viermal pro Jahr). Der
Vorsitzende kann zu den Sitzungen Mitglieder der Geschäftsleitung, Mitglieder der Leitungsgremien wesentlicher Tochtergesellschaften oder andere Fachspezialisten einladen. Die Erteilung von Aufträgen an
Dritte erfordert die Zustimmung des Verwaltungsrats/
Verwaltungsratspräsidenten.
Im Berichtsjahr 2013 hielt der Innovationsausschuss
sieben Sitzungen ab, wovon drei als Telefonkonferenzen durchgeführt wurden. Die Sitzungen mit physischer Präsenz dauerten zwischen 3 und 8 Stunden,
die Telefonkonferenzen richteten sich nach den jeweiligen Geschäften und dauerten bis zu 3 Stunden. Der
CIO nahm an allen Sitzungen des Innovationsausschusses teil. Es fand kein regelmässiger Beizug von
externen Beratern statt.
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3.2.5 Teilnahme der Verwaltungsratsmitglieder an Sitzungen (inkl. Telefonkonferenzen)
des Verwaltungsrats bzw. der Ausschüsse
Mitglieder
Verwaltungsrat
R&A
Ausschuss
N&E
Ausschuss
M&A
Ausschuss
Innovations­
ausschuss
P. M. Wagner
10
10
11
8
•
Dr. A. Vogel
10
10
13
8
•
R. Güdel
9
•
11
7
•
P. Pauli
8
5 1)
9 2)
7 3)
•
Dr. D. Roth
7
•
•
•
7 4)
H. Roth
10
10
•
8
•
Prof. Dr. K. Wegener
7
•
•
•
5
Total Anzahl Sitzungen
10
10
13
8
7 4)
• Kein Mitglied des entsprechenden Ausschusses
1)
P. Pauli hat an fünf Sitzungen des R&A Ausschusses teilgenommen, ist aber nicht Mitglied des Ausschusses
2)
P. Pauli hat an neun Sitzungen des N&E Ausschusses teilgenommen, ist aber nicht Mitglied des Ausschusses
3)
P. Pauli hat an sieben Sitzungen des M&A Ausschusses teilgenommen, ist aber nicht Mitglied des Ausschusses
4)
CIO Sylvère Leu hat an allen sieben Sitzungen des Innovationsausschusses teilgenommen, ist aber nicht Mitglied des Ausschusses
3.3Kompetenzregelung
Die Hauptaufgaben des Verwaltungsrats bestehen in
der Festlegung und periodischen Überprüfung der
Unternehmensstrategie, der Geschäftspolitik sowie
der Organisation (einschliesslich Kontrollsystemen)
der Gruppe, der Kontrolle der operativen Geschäftsleitung und des Risikomanagements sowie in der periodischen Beurteilung der Leistungen der Geschäftsleitung und sich selbst.
Der Verwaltungsrat hat die operative Geschäftsführung der Gruppe im Grundsatz vollumfänglich an den
CEO bzw. die Geschäftsleitung delegiert.
Der Verwaltungsrat hat sich die Genehmigung der folgenden Sachverhalte explizit vorbehalten:
–– Gründung/Finanzierung/Auflösung von Tochtergesellschaften; Eingehen/Veräussern von Beteiligungen, Ändern der Beteiligungsquote oder der Beteiligungsverhältnisse; Erwerb eines Geschäfts oder
einer Gesellschaft oder Teilen davon durch Übernahme von Aktiven oder von Aktiven und Passiven
41
(einschliesslich Personal); Eröffnungsbilanz der in
Tochtergesellschaften auszulagernden Unternehmensteile sowie Konzept und Grundzüge von Verträgen zwischen Gruppengesellschaften
–– Eingehen/Auflösen von strategischen Allianzen mit
Einfluss auf den Business Scope, geografischen
Scope oder die Kapitalstruktur der Meyer Burger
Technology AG oder einer Gruppengesellschaft
–– Entscheidungen über Geschäfte, die für die Meyer
Burger Gruppe von grosser Bedeutung sind
–– Einzelne Ausgaben, Investitionen und Devestitionen; Veräusserung von Anlagewerten, Ausser­
betriebnahme von Anlagen, Liquidation von
Vermögenswerten, Verzicht auf Forderungen;
Gewährung von Erlösminderungen bzw. Rechnungskorrekturen; Durchführung von ForderungsAbschreibungen: Über CHF 1.5 Millionen, sofern
im Budget enthalten; über CHF 1 Million, sofern
im Budget nicht enthalten
–– Eingehen und Gewährung von Bürgschaften und
Garantien
–– Darlehens- und Kreditgewährung an Dritte
–– Finanzierungen (Bankdarlehen, Obligationenanleihen), Leasing über CHF 5 Millionen
–– Strukturierte Finanzierungen
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–– Entscheidungen im Bereich Kommunikation
(Identity, Design, Branding, Kommunikationspolitik,
Marketingkommunikationsstrategie)
–– Personal- und Salärpolitik der Gruppe
–– Lohnrunden und Sozialpläne der Gruppe
–– Ernennung, Abberufung und Salarierung von Mitgliedern der Geschäftsleitung
–– Anstellungsbedingungen für Inhaber der obersten
Führungspositionen
–– Aktien- und Optionsprogramme sowie Erfolgs­
beteiligungsprogramme für Kader und Mitarbeiter
–– Grundsätze für die Vorsorgeeinrichtungen und der
Sozialleistungen
–– Grosse Restrukturierungsprojekte
–– Stufengerecht erforderliche Informationen über Ereignisse, die das interne Kontrollsystem bzw. das
Risk Management betreffen
Die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung der Gesellschaft zeichnen kollektiv zu
zweien für die Gesellschaft.
Anlässlich der Verwaltungsratssitzungen kann jedes
Mitglied des Verwaltungsrats von anderen Mitgliedern
und von der Geschäftsleitung Auskunft über alle Angelegenheiten der Gesellschaft verlangen. Ausserhalb
der Sitzungen kann jedes Verwaltungsratsmitglied
vom CEO, vom CFO und von den übrigen Mitgliedern
der Geschäftsleitung Auskunft über den Geschäftsgang und wesentliche Geschäfte verlangen. Mitglieder des Verwaltungsrats können in Absprache mit der
Geschäftsleitung auch weitere Kadermitglieder kontaktieren.
3.4 Informations- und Kontrollinstrumente
gegenüber der Geschäftsleitung
Der Verwaltungsrat erhält von der Geschäftsleitung im
Rahmen eines strukturierten Informationssystems
monatlich ein Reporting über die Geschäftsentwicklung und die wesentlichen Kennzahlen aller Konzerngesellschaften. Die Informationen umfassen insbesondere:
–– Detaillierte Monatsberichte und konsolidierte Monatsabschlüsse inklusive Zahlen seit Jahresbeginn
(Year-to-Date, Vergleich zu Budget und Vorjahr)
und wesentlicher Kennzahlen für die Gruppe
–– Detailliertes Treasury-Reporting mit Informationen
zu Liquidität, Verschuldung, Währungssituation
und Working Capital
–– Informationen zu Auftragseingang, Auftragsbestand, Lagersituation, Produktionsdaten, Personalentwicklung
Auf Verwaltungsratssitzungen hin erhalten die Verwaltungsratsmitglieder zusätzlich:
–– Zwischenberichte über den Geschäftsgang
–– Informationen über Geschäfts- und Marktentwicklungen
42
An den Verwaltungsratssitzungen, an denen die Finanzzahlen besprochen werden, nehmen sowohl
CEO als auch CFO teil.
→ Detaillierte Informationen zur Teilnahme von Geschäftsleitungsmitgliedern an Sitzungen des Verwaltungsrats und der Ausschüsse sind in den Kommentaren zu Punkt 3.2 «Interne Organisation» und den
Beschreibungen der Ausschüsse auf Seite 38 ff enthalten.
Risikomanagement
Im Rahmen der Risikobewertungen werden die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie mögliche Schaden­
höhen der Risiken betrachtet. Dabei setzt die Gesellschaft sowohl quantitative als auch qualitative
Methoden ein, die unternehmensweit einheitlich gestaltet sind und damit eine Vergleichbarkeit der Risikobewertung über verschiedene Geschäftsbereiche
hinweg ermöglichen. Entsprechend dem Ergebnis
aus Eintrittswahrscheinlichkeit und erwarteter Tragweite wird eine übersichtliche Risikobewertungsmatrix erstellt.
→ Weitere Informationen zum Thema Risikomanagement sind im Anhang zum Finanzteil unter Erläuterung 3 auf Seite 81 zu finden.
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Internes Kontrollsystem
Interne Revision
Der Verwaltungsrat hat ein internes Kontrollsystem
(IKS) genehmigt, das seit 1. Januar 2009 in Kraft ist.
Das IKS verfolgt einen risikoorientierten Ansatz (Konzentration auf Schlüsselrisiken und -kontrollen). Die
Ausgestaltung des IKS erfolgt in Abhängigkeit der
Grösse und Risiken der einzelnen Gesellschaften. Die
einzelnen Meyer Burger Gesellschaften werden dabei
in «Full-Scope», bzw. «Limited-Scope» Gesellschaften unterteilt. Diese Einteilung wird jährlich überprüft.
Bei Full-Scope Gesellschaften werden Schlüsselrisiken kontinuierlich überwacht und in einem Turnus von
drei Jahren werden die Kontrollen aller für die finan­
zielle Berichterstattung wesentlichen Prozesse mindestens einmal auf ihre Wirksamkeit geprüft. Bei Limited-Scope Gesellschaften können Kontrollen anhand
eines jährlich festgesetzten Plans durchgeführt werden. Auf Gruppenstufe sind Kontrollen in Bezug auf
den Konzernabschluss implementiert.
Die Gesellschaft hat Ernst & Young, Zürich, mit der
internen Revision mandatiert (Mandatsbeginn 1. Juli
2011, zuvor eigene interne Revision). Das Mandat
wurde für einen Zeitraum von drei Jahren erteilt und
wird auf den Ablauf des Mandats hin wieder neu beurteilt.
Die folgenden Prozesse wurden als finanzrelevant definiert: Verkauf, Materialwirtschaft, Produktion, Sachanlagen, Lohnabrechung, Finanzen, Informationstechnologie. Für jeden Prozess ist ein IKS
Verantwortlicher definiert. Zur Beurteilung der unternehmensweiten Kontrollen gemäss Scoping Umfang
wird jährlich im ersten Halbjahr eine Selbsteinschätzung durch die Geschäftsleitungen der Gruppengesellschaften durchgeführt. Darauf resultierende Massnahmen werden bis zum Ende des jeweiligen
Geschäftsjahres umgesetzt.
Der Verwaltungsrat erhält halbjährlich ein detailliertes
Reporting über die Risiken der Gesellschaft und einmal jährlich einen Bericht über das IKS. Im Berichtsjahr 2013 diskutierte der Verwaltungsrat das Risikoportfolio während zwei Verwaltungsratssitzungen. Die
externe Revisionsstelle prüft zudem im Rahmen der
Jahresrevision die Einhaltung der IKS Vorschriften und
rapportiert ihre Feststellungen und Empfehlungen direkt an den Risk & Audit Ausschuss sowie an den Verwaltungsrat.
43
Der Risk & Audit Ausschuss überprüft regelmässig
den Umfang der internen Revision und genehmigt
einmal jährlich (üblicherweise im 4. Quartal eines laufenden Jahres) einen Prüfplan für durchzuführende interne Revisionen, die durch Ernst & Young durchgeführt werden. Der Prüfplan beinhaltet eine längerfristige
Planung über die kommenden drei Jahre sowie einen
Detailplan für das kommende Jahr. Die Prüfungen
sind schwerpunktmässig auf Financial, Operational,
Compliance oder Management konzentriert. In Erfüllung ihrer Prüfungsaufgaben kann die interne Revision alle Prüfungen vornehmen, alle Unterlagen einsehen und verlangen, dass ihr alle gewünschten
Auskünfte erteilt werden.
Die interne Revision erstellt jeweils schriftliche Berichte über die durchgeführten Prüfhandlungen, die
Erkenntnisse resultierend aus der Durchführung der
Prüfhandlungen und erteilt, falls notwendig, geeignete Empfehlungen für die Verbesserung in Systemen
und Prozessen. Die interne Revisionsstelle ist verpflichtet, allfällige Unregelmässigkeiten oder wesentliche Mängel unverzüglich an den Risk & Audit Ausschuss sowie an den Verwaltungsratspräsidenten zu
melden. Ernst & Young hat im Berichtsjahr 2013 sieben interne Revisionen durchgeführt und darüber jeweils einen Bericht erstellt. Darüber hinaus wurde
zudem ein zusammengefasster Bericht aller Überprüfungen während des Berichtsjahres 2013 verfasst. Es
wurden keine Vorfälle in Bezug auf Unregelmässigkeiten oder wesentliche Mängel durch die interne Revision festgestellt. Im Berichtsjahr 2013 fand eine Sitzung zwischen Ernst & Young und dem Risk & Audit
Ausschuss statt.
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
4. GRUPPENLEITUNG
zudem Mitglied des Verwaltungsrats und/oder der
Geschäftsleitung verschiedener Tochtergesellschaften der Meyer Burger Technology AG. Seit April 2012
ist er Verwaltungsratsmitglied der Gurit Holding AG,
CH-Wattwil. Von 2008 bis 2011 war er Mitglied des
Swisscanto Nachhaltigkeitsbeirats der Swisscanto
Fondsleitung AG, CH-Zürich. Keine weitere Verwaltungsratsmandate oder Beratungsaktivitäten für wichtige schweizerische oder ausländische Organisationen. Keine wesentliche amtliche Funktionen oder
politische Ämter.
Peter Pauli
Chief Executive Officer,
schweizerische
Staatsangehörigkeit
Ausbildung Gelernter Maschinenschlosser. Diplom-Inge­
nieur FH in Maschinenbau mit Fachrichtung Betriebsinge­
Michel Hirschi
nieurwesen. Nachdiplomstudium Wirtschaftsingenieur mit
Fachrichtung Unternehmensführung. Advanced Management Program, INSEAD → 1985–1990 Assistent der
Geschäftsleitung und Leiter IT bei der Transelastic AG,
Chief Financial Officer,
schweizerische
Staatsangehörigkeit
CH-Wallbach (Tochtergesellschaft der Siegling Gruppe)
→ 1990–1995 Betriebsleitung und Mitglied der Geschäfts­
leitung der Transelastic AG, CH-Wallbach → 1995–2000
Übernahme (1995) der Geschäftsleitung der Siegling
(Schweiz) im Rahmen der Übernahme durch Forbo, verant-
Ausbildung Gelernter kaufmännischer Angestellter (Bank).
wortlich für die Produktgruppe Extremultus innerhalb der
Software Programmier- und Analyseausbildung, Betriebs-
Siegling Gruppe → 2000–2002 Übernahme (2000) des
ökonom FH/HWV. Executive Master of Corporate Finance,
europäischen Vertriebs und der Service Organisationen als
Fachhochschule Zentralschweiz → 1983–1993 Analytiker-
Leiter Vertrieb & Marketing der Siegling GmbH in DE-Han-
Programmierer bei der Valiant Bank in CH-Bern → 1995–
nover → 2002–2010 Chief Executive Officer (CEO) und
1997 Teamleiter/Projektleiter eines BPR-Projekts bei der
Mitglied des Verwaltungsrats der Gesellschaft (VR Mitglied
neu gegründeten Bankeninformatik-Outsourcing Firma
bis 14. Januar 2010) und der Meyer Burger AG, CH-Thun
RBA-Service AG in Gümlingen, CH-Bern → 1997–1999
→ Seit 2011 Chief Executive Officer (CEO) und wiederum
Profitcenter Controller bei der Swatch AG, CH-Biel, für die
Mitglied des Verwaltungsrats der Gesellschaft, Mitglied der
Profitcenter FlikFlak, Swatch Telecom und Swatch Access
Gruppenleitung der Gesellschaft
→ 1999–2002 Leiter Controlling bei der Swisscom Gruppe,
CH-Bern, mit Betreuung des Geschäftsfelds International
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Peter Pauli ist Mitglied und Delegierter des Verwaltungsrats der Meyer Burger Technology AG. Er ist
Business Solutions, Projektmitarbeit und Projektleiter u.a.
bei der Entwicklung eines vollständig neuen Werteflussmodells im SAP → 2002–2006 Leiter Finanzen, Administration
Gruppenleitung per 31. Dezember 2013
44
Name
Jahrgang
Funktion
Mitglied seit
Peter Pauli
1960
Chief Executive Officer
2002
Michel Hirschi
1967
Chief Financial Officer
2006
Sylvère Leu
1952
Chief Innovation Officer
2010
Bernhard Gerber
1972
Chief Operating Officer
2011
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
und Personalwesen (CFO) sowie Mitglied der Geschäfts­
mechanischen Instrumenten auf elektronische Instrumente
leitung bei Infonet Schweiz AG, CH-Bern (Joint Venture der
(Memobox) → 1989–1997 Mitglied der Geschäftsleitung der
Swisscom mit Infonet USA) → 2006–2010 Mitglied der
Firma Fabrimex AG, CH-Schwerzenbach. Turnaround, Füh-
Geschäftsleitung und CFO der Meyer Burger AG, CH-Thun
rung der vier Business Units: Photovoltaik, Stromversorgun-
→ Seit 2006 Chief Financial Officer (CFO) und Mitglied der
gen, EMC und Real Time Image Processing. Bau der ersten
Gruppenleitung der Gesellschaft
PV-Netzverbundanlagen in der Schweiz. Mitinhaber EMC
Testcenter (MBO aus Contraves), 1995–2005 → 1997–2001
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Michel Hirschi ist Mitglied des Verwaltungsrats und/
oder der Geschäftsleitung verschiedener Tochter­
gesellschaften der Meyer Burger Technology AG. Er
ist zudem Mitglied des Aufsichtsrats der Roth & Rau
AG, DE-Hohenstein-Ernstthal. Mitglied des Verwaltungsrats der Comsol AG, CH-Bern von 2001 bis
2003. Mitglied des Verwaltungsrats der Zurmont Capital I AG, CH-Baar seit 2005. Mitglied des Verwaltungsrats und Mitglied des Investment Committee der
Zurmont Madison Management AG, CH-Zürich seit
2006. Mitglied des Verwaltungsrats der CLS Corporate Language Services Holding AG, CH-Basel seit
2009, sowie Mitglied des Audit Committee der CLS
seit 2010. Keine weitere Verwaltungsratsmandate
oder Beratungsaktivitäten für wichtige schweizerische oder ausländische Organisationen. Keine wesentliche amtliche Funktionen oder politische Ämter.
Sylvère Leu
Chief Innovation Officer,
schweizerische
Staatsangehörigkeit
Ausbildung Studium an der ETH Zürich (dipl. El. Ing. ETH),
CH-Zürich. Abschluss in Betriebswirtschaft an der Hochschule St. Gallen (lic. oec. HSG), CH-St. Gallen → 1975–
Gründung und Managing Director Fabrisolar AG, CH-Küsnacht. MBO aus Fabrimex AG. Verkauf an Suntechnics HH
im Jahre 2001 (Conergy Gruppe) → 2001–2005 Managing
Director Suntechnics GmbH, DE-Hamburg (Conergy
Gruppe). Bau der ersten PV-Megawattkraftwerke. Aufbau
von Engineering und Vertrieb in 7 Ländern → 2006–2008
Managing Director Conergy SolarModule GmbH, DE-Frankfurt (Oder). Aufbau der weltweit ersten vollintegrierten Fertigung mit Wafer-, Zell- und Modulfertigung → 2008–2010
Chief Operating Officer der 3S Industries AG, CH-Lyss
→ Seit 2010 Chief Innovation Officer (CIO) und Mitglied der
Gruppenleitung der Gesellschaft
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Verwaltungsrat der Ciptec AG Unternehmensberatung, CH-Schönenberg seit 1992. Verwaltungsrat der
SunTechnics Fabrisolar AG, CH-Küsnacht seit 2013
(bereits früher VR-Mitglied von 1997 bis 2010). Keine
weitere Verwaltungsratsmandate oder Beratungsaktivitäten für wichtige schweizerische oder ausländische
Organisationen. Keine wesentliche amtliche Funktionen oder politische Ämter.
Bernhard Gerber
Chief Operating Officer,
schweizerische
Staatsangehörigkeit
1978 BBC Baden, Projektierung Grosskraftwerke → 1979–
1986 Assistent Produktionsvorstand und Leiter Controlling
45
Ausbildung Studium Maschineningenieur FH. Nachdiplom-
für Produktionswerke der Hilti AG, LI-Schaan. Dozent mit
studium Wirtschaftsingenieur FH. Executive Master of
Lehrauftrag an der HSG → 1986–1988 Managing Director
Business Administration → 1996–1998 Manager CNC
Elmess (Turnaround). Entwicklung, Produktion und Verkauf
Zerspanungsanlage, Verantwortlich für Werkzeugeinkauf,
elektronischer Messsysteme. Neuausrichtung von elektro-
Projektleiter Betriebserweiterung Bystronic Laser AG,
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
CH-Niederönz → 1999 Project Manager Planung Betriebserweiterung Bystronic Inc., USA-New York → 2000 AVOR
und Materialwirtschaft, Bystronic Laser AG, CH-Niederönz
→ 2001–2002 Assistent des COO Bystronic Laser AG,
CH-Niederönz → 2003 Leiter Montage, Automation und
Syngenta in Basel (Head of Corporate Strategic Planning, Global Business Manager Head of Seed Care
Europe, Africa and Middle East) und Syngenta
Deutschland (Geschäftsführer Deutschland/Österreich Syngenta Agro GmbH) tätig.
Handling Bystronic Laser AG, CH-Niederönz → 2004–2005
Manager Laser Machines China bei AFM Machinery Ltd
(Bystronic Group) ), CN-Tianjin → 2006–2007 Leiter Produktion und Supply Chain Management bei HTT Hauser
→ Medienmitteilung vom 13. Dezember 2013 auf
http://www.meyerburger.com/medien/
ad-hoc-commercial-news/aktuell/
Tripet Tschudin AG, CH-Biel → 2007–2008 Produktions­leiter
der Meyer Burger AG, CH-Thun → 2009 Leiter Verkauf und
4.1Managementverträge
Marketing der Meyer Burger AG, CH-Thun → 2010–2011
Es bestehen keine Managementverträge zwischen
der Meyer Burger Technology AG oder einer ihrer
Gruppengesellschaften mit Drittparteien.
Chief Executive Officer der Meyer Burger AG, CH-Thun
→ Seit 2011 Chief Operating Officer (COO) und Mitglied der
Gruppenleitung der Gesellschaft → Seit 2013 Vorstand und
COO der Roth & Rau AG, DE-Hohenstein-Ernstthal
Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen
Bernhard Gerber ist Mitglied des Verwaltungsrats
und/oder der Geschäftsleitung verschiedener Tochtergesellschaften der Meyer Burger Technology AG.
Er ist zudem Mitglied des Vorstands der Roth & Rau
AG, DE-Hohenstein-Ernstthal. Keine weiteren Verwaltungsratsmandate oder Beratungsaktivitäten für wichtige schweizerische oder ausländische Organisationen. Keine wesentliche amtliche Funktionen oder
politische Ämter.
Erweiterung der Gruppenleitung
auf den 1. Mai 2014
Im Dezember 2013 gab Meyer Burger bekannt, dass
die Gruppenleitung per 1. Mai 2014 durch Michael
Escher in der neu geschaffenen Position des Chief
Sales Officer verstärkt wird. Als CSO wird er insbesondere für die Umsetzung der kommerziellen Strategie, für das Geschäftswachstum und für die Erweiterung der Marktanteile verantwortlich sein.
Michael Escher ist Schweizer Staatsbürger und war
von 1996 bis 2004 bei Lonza in verschiedenen Führungspositionen (Senior Business Analysis Manager,
Leiter Kostenleistungsrechnung, Head of Global Supply Chain & Strategic Sourcing, Director Business
Technology Development) tätig. Seit 2004 war er bei
46
5.ENTSCHÄDIGUNGEN,
BETEILIGUNGEN UND DARLEHEN
→ Die Details zu Entschädigungen, Beteiligungen
und Darlehen an amtierende und ehemalige Mitglieder
des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung sind im
Vergütungsbericht auf den Seiten 51 bis 59 bzw. im
Finanzteil im Anhang zur Jahresberichterstattung auf
den Seiten 105 bis 109 dieses Geschäftsberichts enthalten.
6.MITWIRKUNGSRECHTE
DER AKTIONÄRE
6.1Stimmrechtsbeschränkung
und -vertretung
Jede Aktie berechtigt zu einer Stimme. Die Mitgliedschaftsrechte kann ausüben, wer 30 Tage vor der Generalversammlung im Aktienbuch als Aktionär eingetragen ist und seine Aktien bis zum Abschluss der
Generalversammlung nicht veräussert hat.
Ein Aktionär kann sich an der Generalversammlung
durch eine schriftlich bevollmächtigte Person vertreten lassen, die nicht Aktionär zu sein braucht. Alle von
einem Aktionär direkt oder indirekt gehaltenen Aktien
können nur von einer Person vertreten werden. Für
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
die Stimmrechte von Nominees wird auf die Rubrik
«Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee
Eintragungen» auf Seite 32 dieses Geschäftsberichts
verwiesen. Für eine Aufhebung, Lockerung oder Verschärfung der in den Statuten festgehaltenen Eintragungsbeschränkungen für Nominees sind mindestens zwei Drittel der vertretenen Aktienstimmen und
die absolute Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte erforderlich.
6.2 Statutarische Quoren
Die Generalversammlung fasst ihre Beschlüsse und
vollzieht ihre Wahlen mit der absoluten Mehrheit der
vertretenen, stimmberechtigten Aktienstimmen. Mindestens zwei Drittel der vertretenen Aktienstimmen
und die absolute Mehrheit der vertretenen Aktiennennwerte sind u.a. für Beschlüsse in Übereinstimmung mit Art. 704 Abs. 1 und 2 OR erforderlich.
Anträge zu nicht gehörig angekündigten Verhandlungsgegenständen können auf Beschluss der Generalversammlung zur Diskussion zugelassen werden.
Eine Beschlussfassung ist jedoch erst in der nächsten
Generalversammlung möglich. Ausgenommen sind
die Anträge auf Einberufung einer ausserordentlichen
Generalversammlung oder auf Durchführung einer
Sonderprüfung.
Zur Stellung von Anträgen im Rahmen der Verhandlungsgegenstände bedarf es keiner vorgängigen Ankündigung.
6.5 Eintragungen im Aktienbuch
Ab 30 Tagen vor einer Generalversammlung bis zu
dem auf die Generalversammlung folgenden Tag werden keine Eintragungen in das Aktienbuch vorgenommen.
6.3 Einberufung der Generalversammlung
Die Einberufung der Generalversammlung erfolgt
durch Publikation der Einladung im Schweizerischen
Handelsamtsblatt mindestens 20 Tage vor dem Verhandlungstag. Die im Aktienbuch eingetragenen
Aktio­näre erhalten zudem von der Gesellschaft eine
schriftliche Einladung zur Generalversammlung. Die
Einladung muss die Verhandlungsgegenstände und
die Anträge des Verwaltungsrats und der Aktionäre
enthalten, welche die Einberufung oder die Traktandierung bestimmter Verhandlungsgegenstände verlangt haben.
6.4Traktandierungsanträge
Aktionäre, die Aktien von mindestens 10% des stimmberechtigten Aktienkapitals vertreten, können die
Traktandierung eines Verhandlungsgegenstandes zuhanden der Generalversammlung verlangen, wobei
die Traktandierung bis 45 Tage vor der Generalversammlung schriftlich unter Angabe des Verhandlungsgegenstandes und der Anträge beim Verwaltungsrat anbegehrt werden muss.
47
7.
KONTROLLWECHSEL UND
ABWEHRMASSNAHMEN
7.1Angebotspflicht
Es bestehen keine statutarischen Regelungen be­
treffend opting-out (Art. 22 BEHG) bzw. opting-up
(Art. 32 Abs. 1 BEHG).
7.2Kontrollwechselklauseln
Im Falle eines Erwerbs von mehr als 33¹/³% der
Stimmrechte an der Meyer Burger Technology AG
durch eine Drittpartei fallen allfällige vom Verwaltungsrat festgesetzte Vesting-Perioden für Mitarbeiteraktien und/oder Sperrfristen dahin und zwar am ersten
Tag der Nachfrist des erfolgreichen öffentlichen Angebotes. Es bestehen keine weiteren Kontrollwechselklauseln zugunsten von Mitgliedern des Verwaltungsrats, Mitgliedern der Geschäftsleitung oder weiteren
Kadermitgliedern.
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8.REVISIONSSTELLE
8.1 Dauer des Mandats und Amtsdauer
des leitenden Revisors
Revisionsstelle der Gesellschaft ist seit dem Geschäftsjahr 2003 die PricewaterhouseCoopers AG
(ab Berichtsjahr 2012: Bahnhofplatz 10, CH-3001
Bern; Berichtsjahre 2003 bis 2011: Bälliz 64,
CH-3600 Thun). Der leitende Revisor, Rolf Johner, ist
seit 2013 für das Revisionsmandat verantwortlich. Die
Revisionsstelle wird jedes Jahr durch die Generalversammlung gewählt.
8.2Revisionshonorar
Das Revisionshonorar von PricewaterhouseCoopers
AG für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der
Prüfung der Jahresrechnungen der Meyer Burger
Technology AG und der Konzerngesellschaften, der
Konzernrechnung der Meyer Burger Gruppe, dem
Review für den Halbjahresbericht und der entsprechenden Abschlüsse der noch separat kotierten
Roth & Rau AG beläuft sich für das Berichtsjahr 2013
insgesamt auf TCHF 878. Das Honorar von Price­
waterhouseCoopers AG für Dienstleistungen im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung und der Kotierung der neu ausgegebenen Aktien betrug TCHF 122.
8.3 Zusätzliche Honorare
Zusätzliche Honorare von PricewaterhouseCoopers,
für weitere Dienstleistungen im Berichtsjahr 2013:
Steuerberatung
TCHF 67
Übriges
TCHF 20
Total
TCHF 87
8.4 Aufsichts- und Kontrollinstrumente
gegenüber der Revision
Der Risk & Audit Ausschuss überprüft einmal jährlich
das Revisionskonzept, den Revisionsplan, die Honorarstruktur und die Unabhängigkeit der Revisionsgesellschaft.
48
Die externe Revisionsstelle verfasst mindestens einmal pro Jahr einen umfassenden Prüfbericht und rapportiert ausführlich an den Risk & Audit Ausschuss.
Die bedeutenden Feststellungen und Empfehlungen
in den Prüfberichten der externen Revision werden
danach detailliert mit dem Gesamtverwaltungsrat und
der Geschäftsleitung besprochen.
Im Berichtsjahr 2013 wurden zwei Berichte durch die
Revisionsstelle verfasst (anlässlich des Halbjahresberichts und des Jahresberichts). Vertreter der externen
Revision nahmen an drei Sitzungen des Risk & Audit
Ausschusses teil. Vertreter der internen Revision von
Meyer Burger Technology AG (Ernst & Young, Zürich)
nahmen an einer dieser Sitzungen des Risk & Audit
Ausschusses teil.
Der Verwaltungsrat überprüft jährlich die Auswahl der
externen Revisionsstelle, um diese der Generalversammlung zur Wahl vorzuschlagen. Der Risk & Audit
Ausschuss beurteilt die Wirksamkeit der Revisoren in
Übereinstimmung mit den gesetzlichen Bestimmungen in der Schweiz. Bei dieser Beurteilung legt der
Risk & Audit Ausschuss besonderen Wert auf folgen­
­de Kriterien: Unabhängigkeit der Revisoren (persön­
liche Unabhängigkeit des Revisors und allgemeine
Unabhängigkeit der Revisionsstelle), Verständnis für
die Geschäftsfelder der Gesellschaft, Bereitstellen der
entsprechenden Ressourcen durch die Revisionsstelle, praktische Empfehlungen bei der Umsetzung
der handelsrechtlichen und IFRS (ab Berichtsjahr 2013: Swiss GAAP FER) Richtlinien, globales
Netzwerk der Revisionsstelle, Verständnis für die
spezifischen Geschäftsrisiken der Gesellschaft, Prüfungsschwerpunkte im Revisionsprogramm, Zusammenarbeit mit dem Risk & Audit Ausschuss sowie der
internen Revision und der Geschäftsleitung.
Beim Rotationsrhythmus des leitenden Revisors
stützt sich der Verwaltungsrat auf die Bestimmungen
des Schweizerischen Obligationenrechts, d.h. dass
der leitende Revisor alle sieben Jahre im Rotationsverfahren ausgetauscht wird.
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Der Risk & Audit Ausschuss überprüft das Verhältnis
zwischen dem jährlichen Revisionshonorar und den
zusätzlichen Non-Audit Dienstleistungen der Revi­
sionsstelle und allfällige sich daraus ergebende Auswirkungen auf die Unabhängigkeit der Revisionsstelle.
Bis zu einem Betrag von TCHF 50 kann die Geschäftsleitung Non-Audit Aufträge an die Revisionsstelle vergeben. Ab diesem Betrag müssen Non-Audit Aufträge vorgängig durch den Risk & Audit
Ausschuss genehmigt werden. Das jährliche Revi­
sionshonorar wird abschliessend durch den Gesamtverwaltungsrat genehmigt.
Detaillierte Informationen über die Offenlegungsmeldungen sind unter www.six-swiss-exchange.com,
Produktsuche «MBTN», Übersicht, Bedeutende
Aktio­näre, abrufbar.
Im Berichtsjahr 2013, wie auch im Vorjahr hat die Gesellschaft insbesondere für diverse Steuerberatung
zwei andere international anerkannte Beratungs- und
Revisionsgesellschaften berücksichtigt. Für das Berichtsjahr 2013 ist der Verwaltungsrat zum Schluss
gekommen, dass die Unabhängigkeit der Revisionsstelle vollumfänglich gewährleistet war.
Als an der SIX Swiss Exchange kotiertes Unternehmen werden kursrelevante Informationen gemäss der
Ad hoc Publizität veröffentlicht. Die Modalitäten der
Verbreitung von Ad hoc Mitteilungen (das sogenannte
Push- und Pull-System) sind gemäss der Ad hoc
Publizitäts-Richtlinie der SIX Swiss Exchange implementiert worden.
9.INFORMATIONSPOLITIK
Die Medienmitteilungen sind abrufbar unter
http://www.meyerburger.com/medien/
ad-hoc-commercial-news/aktuell/
Die Meyer Burger Technology AG lebt eine trans­
parente Kommunikation und informiert Aktionäre,
Analysten, Geschäftspartner, Mitarbeitende sowie die
Öffentlichkeit gleichberechtigt und zeitnah über ak­
tuelle Unternehmensentwicklungen.
Das Kontaktformular, um Ad hoc Medienmitteilungen
zu abonnieren, ist abrufbar unter
http://www.meyerburger.com/medien/news-service/
Meyer Burger Technology AG veröffentlicht die Geschäftsergebnisse in einem Jahresbericht und einem
Halbjahresbericht sowie in Medienmitteilungen. Beim
Jahresergebnis finden zudem eine Bilanzmedien- und
Finanzanalystenkonferenz und ein Conference Call
statt. Beim Halbjahresergebnis findet entweder eine
Bilanzmedien-/Finanzanalystenkonferenz oder ein
Conference Call statt. Die Finanzberichte sind auf der
Website der Gesellschaft elektronisch verfügbar oder
können bei der Gesellschaft in gedruckter Form kostenlos bezogen werden.
Offizielles Publikationsorgan der Gesellschaft ist das
Schweizerische Handelsamtsblatt (SHAB). Veröffentli-
49
chungen im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung der Kotierung der Namenaktien an der SIX Swiss
Exchange erfolgen in Übereinstimmung mit dem Kotierungsreglement der SIX Swiss Exchange. Dieses
kann unter
http://www.six-exchange-regulation.com/regulation/
listing_rules_de.html abgerufen werden.
Angaben zu Transaktionen von Verwaltungsrat und
Geschäftsleitung mit Wertpapieren der Gesellschaft
sind laufend unter www.six-swiss-exchange.com,
Produktsuche «MBTN», Übersicht, ManagementTransaktionen, publiziert.
Die Statuten der Gesellschaft sind bei folgendem Link
abrufbar
http://www.meyerburger.com/investor-relations/
statuten/
→ Die Kontaktpersonen für Investor Relations sowie
eine Agenda mit wichtigen Daten im Berichtsjahr 2014
befinden sich auf Seite 125 dieses Geschäftsberichts.
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10. VERÄNDERUNGEN AUFGRUND
DER NEUEN VERORDNUNG BETREFFEND
VERGÜTUNGEN BEI BÖRSENKOTIERTEN
AKTIENGESELLSCHAFTEN
Übersicht der Themen im Zusammenhang mit der
durch den Bundesrat erlassenen Verordnung gegen
übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Ak­
tiengesellschaften (VegüV) vom 20. November 2013
und deren Anwendungszeitpunkte bei Meyer Burger
Technology AG:
Bestimmungen
Umsetzung
Organstimmrecht und Depotstimmrecht aufgehoben
1.1. 2014
Erstellen eines Vergütungsberichts
Geschäftsbericht 2013
Einzelwahlen der Mitglieder des Verwaltungsrats durch die GV für eine einjährige Amtsdauer
Generalversammlung 2014
Wahl des Präsidenten des Verwaltungsrats durch die GV für eine einjährige Amtsdauer
Generalversammlung 2014
Einzelwahlen der Mitglieder des Entschädigungsausschusses durch die GV für eine einjährige
Amtsdauer
Generalversammlung 2014
Verwaltungsrat bestimmt unabhängigen Stimmrechtsvertreter für die erste ordentliche oder
ausserordentliche GV in 2014
März 2014 (GV Einladung)
Wahl des unabhängigen Stimmrechtsvertreters durch die GV für eine einjährige Amtsdauer
Generalversammlung 2014
Anpassung der bestehenden Arbeitsverträge an die Anforderungen der VegüV
Bis spätestens 31.12. 2015
Elektronische Weisungserteilung an den unabhängigen Stimmrechtsvertreter möglich
Für Generalversammlung 2015
Genehmigung der Vergütungen an Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und Beirat durch die GV
Generalversammlung 2015
Anpassung/Ergänzung der Statuten
Generalversammlung 2014
Anpassung/Ergänzung der internen Reglemente
Bis Generalversammlung 2015
In der obigen Tabelle nicht aufgeführt sind weitere Bestimmungen, die bei Meyer Burger keinen Anpassungsbedarf auslösen:
– Die Verbote für Abgangsentschädigungen, Vergütungen im Voraus, Provisionen für die Übernahme oder Übertragung von Unternehmen und
Teilen davon (Anwendung per 1. Januar 2014). Meyer Burger hatte auch in der Vergangenheit keine solchen Entschädigungen getätigt.
– Übertragung der Geschäftsführung nur an natürliche Personen (Anwendung per 1. Januar 2014). Meyer Burger hatte bereits in der Vergangenheit die operative Geschäftsführung im Grundsatz an den CEO bzw. die Gruppenleitung (natürliche Personen) übertragen.
– Stimmpflicht für Vorsorgeeinrichtungen (Anwendung per 1. Januar 2015). Diese Vorschriften betreffen Pensionskassen und Vorsorgeeinrichtungen, die dem Schweizer Freizügigkeitsgesetz vom 17. Dezember 1993 unterstellt sind.
50
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Der vorliegende Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2013 legt das Vergütungssystem und die Vergütungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats und der
Geschäftsleitung (Gruppenleitung) der Meyer Burger
Technology AG dar. Inhalt und Umfang der Angaben
folgen den Vorschriften der durch den Bundesrat erlassenen «Verordnung gegen übermässige Vergütungen bei börsenkotierten Aktiengesellschaften»
(VegüV), die am 1. Januar 2014 in Kraft trat, der Richtlinie Corporate Governance der SIX Swiss Exchange
und den Grundsätzen des «Swiss Code of Best
Practice» von economiesuisse. Die Tabellen mit den
detaillierten Entschädigungen des Verwaltungsrats
und der Mitglieder der Geschäftsleitung nach Art.
663bbis OR sowie die Beteiligungen nach Art. 663c
OR sind ab Seite 105 in den Erläuterungen zur Jahresrechnung aufgeführt und werden in diesem Vergütungsbericht nicht wiederholt.
GRUNDSÄTZE DER VERGÜTUNG
Die Meyer Burger Gruppe bietet ihren Mitarbeitenden
auf allen Stufen ein wettbewerbsfähiges, leistungsbezogenes und auf nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtetes Entschädigungssystem. Die Vergütung beruht insbesondere auf folgenden Grundsätzen:
–– Gewinnen von hochqualifizierten und motivierten
Mitarbeitenden, Fach- und Führungskräften
–– Faire und wettbewerbsfähige Vergütung, die unternehmerisches Handeln fördert
–– Gesamtvergütung, welche die langfristige Strategie des Unternehmens und die Interessen von Mitarbeitenden, Geschäftsleitung, Verwaltungsrat und
Aktionären in Einklang bringt
–– Leistungsorientierte Vergütung zur Unterstützung
der kurz- und langfristigen Unternehmensziele
–– Aktienbeteiligungsprogramm, je nach Hierarchiestufe, das eine direkte finanzielle Beteiligung an
der mittel- und langfristigen Wertentwicklung der
Meyer Burger Aktie ermöglicht
51
Aktienbeteiligungsprogramm als
Long-Term Incentive
Seit dem Berichtsjahr 2010 ist ein Aktienbeteiligungsprogramm in Kraft, an dem die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung sowie weitere
ausgewählte Mitarbeitende der Gruppengesellschaften teilhaben können (bis Ende 2009 Optionsplan).
Der Verwaltungsrat bestimmt nach freiem Ermessen
die Teilnehmer des Plans. Aktien können nur an Teilnehmer mit unbefristeten Arbeitsverhältnissen in ungekündigter Stellung und an Mitglieder des Verwaltungsrats im Amt, welche ihren Rücktritt nicht erklärt
haben, zugeteilt werden.
Jedem Teilnehmer wird ein individuelles Angebot in
einem Angebotsschreiben unterbreitet, in welchem
die Anzahl angebotener Anwartschaften zum Erwerb
von Aktien, der Bezugspreis pro Aktie, die Zahlungsmodalitäten, die Frist innert welcher der Teilnehmer
das Angebot anzunehmen hat, sowie die (freiwilligen)
Sperrfristen festgelegt sind. Innert der Annahmefrist
hat der Teilnehmer
1) die Annahme des Angebots zu erklären,
2) zu erklären, unter welcher der vom Verwaltungsrat
bestimmten Sperrfristen er die Aktien erwerben
möchte,
3) den gesamten Kaufpreis für sämtliche Aktien, welcher der Teilnehmer erwerben möchte, zu bezahlen.
Der Erwerb des Eigentums an den durch den Verwaltungsrat anwartschaftlich zugeteilten Aktien unterliegt
in der Regel einer Vesting-Periode von 2 Jahren und
einer freiwilligen, von den Teilnehmern wählbaren
Sperrfrist von null, drei oder fünf Jahren (auf den Ablauf der Vesting-Periode folgend). Während der Vesting-Periode und der freiwilligen Sperrfrist erwerben
die Teilnehmer kein Eigentum an den zugeteilten
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
Aktien, die anwartschaftlich zugeteilten Aktien können
entsprechend weder ganz noch teilweise verkauft,
abgetreten, übertragen, verpfändet oder in einer anderen Form belastet werden. Im Falle einer Kündigung oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses
durch den Arbeitnehmer oder durch den Arbeitgeber
vor Ablauf der Vesting-Periode fällt das Recht auf den
Eigentumserwerb an den unter diesem Plan anwartschaftlich zugeteilten Aktien entschädigungslos dahin
(einzelne Spezialfälle, wie z.B. infolge Pensionierung,
Todesfall, dauernde Arbeitsunfähigkeit infolge Invalidität, Kündigung durch den Arbeitgeber aus wirtschaftlichen Gründen, etc. vorbehalten). Das Gleiche gilt bei
freiwilligem Rücktritt eines Verwaltungsratsmitglieds
(oder Abwahl durch die Generalversammlung) vor Ablauf der Vesting-Periode.
Der Verwaltungsrat ist berechtigt, die Modalitäten für
Teilnehmer mit Wohnsitz ausserhalb der Schweiz vom
oben Genannten unterschiedlich auszugestalten.
Dabei wird eine Gleichbehandlung der Teilnehmer
unter Berücksichtigung der steuerlichen Besonderheiten des jeweiligen Wohnsitzes angestrebt. Leicht
modifizierte Konditionen gelten für Mitarbeitende in
Deutschland (keine wählbare Sperrfrist), in den USA
(keine Sperrfrist) und in allen weiteren Ländern aus­
serhalb der Schweiz, Deutschland und den USA (hier
wurden den Mitarbeitenden sogenannte PhantomAktien angeboten).
NOMINIERUNGS- UND
ENTSCHÄDIGUNGSAUSSCHUSS
Im Berichtsjahr 2013 hatte der Verwaltungsrat vier
Ausschüsse, namentlich den Nominierungs- und Entschädigungsausschuss (N&E), den Risk & Audit Ausschuss (R&A), den Mergers & Acquisitions Ausschuss
(M&A) sowie den Innovationsausschuss.
Mitglieder der Ausschüsse per 31. Dezember 2013
Verwaltungsrats-Mitglieder
N&E Ausschuss
R&A Ausschuss
Peter M. Wagner, Präsident des VR
Dr. Alexander Vogel, Vizepräsident des VR
M&A Ausschuss
Innova­tionsausschuss
(Vorsitz)
(Vorsitz)
Rudolf Güdel
Peter Pauli, Delegierter des VR, CEO
Dr. Dietmar Roth
Heinz Roth
(Vorsitz)
(Vorsitz)
Prof. Dr. Konrad Wegener
Mitglied des Ausschusses
Entscheidungsebenen
Vergütungsart
N&E ­Ausschuss
Gesamtver­waltungsrat
Vergütung Verwaltungsräte
CEO
Antrag
Genehmigung
Aktienbeteiligungsprogramm Verwaltungsräte
Antrag
Genehmigung
Vergütung für allfällige exe­k utive / beratende Funktionen von
­Verwaltungsräten
Antrag
Prüfung, Empfehlung Genehmigung
Vergütung Geschäftsleitung ­(Basissalär, variabler Bonus,
Sachleistungen, Vorsorgeleistungen)
Antrag
Prüfung, Empfehlung Genehmigung
Vergütung CEO (Basissalär, ­variabler Bonus, Sachleistungen,
Vorsorgeleistungen)
Aktienbeteiligungsprogramm Geschäftsleitung
Aktienbeteiligungsprogramm CEO
52
Antrag
Antrag
Genehmigung
Prüfung, Empfehlung Genehmigung
Antrag
Genehmigung
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss
(N&E Ausschuss) leitet den Selektionsprozess und die
Antragstellung für neue Verwaltungsräte und Geschäftsleitungsmitglieder. Der Ausschuss beantragt
die Entschädigung der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Verwaltungsratsausschüsse sowie der
Mitglieder der Geschäftsleitung. Zudem ist der Ausschuss zuständig für die Prüfung, Beantragung und
Überwachung der Implementierung von Aktien- und
Beteiligungsplänen sowie für die Nachfolgeplanung
auf oberster Führungsebene.
VERGÜTUNGEN AN DIE MITGLIEDER
DES VERWALTUNGSRATS
Vergütung für Verwaltungsratsaufgaben
Die Vergütung der Mitglieder des Verwaltungsrats
richtet sich nach dem Tätigkeitsumfang und der Verantwortlichkeit der einzelnen Mitglieder (Verwaltungsrat: Präsidium, Vizepräsidium, Mitglied; Ausschüsse:
Vorsitz, Mitglied). Die Gesamtvergütung enthält folgende Elemente:
–– Fixes Verwaltungsratshonorar (in der Regel in bar
ausbezahlt)
–– Zuteilung von Aktien als Long-term Incentive
­(Aktienbeteiligungsprogramm)
–– Staatliche Sozialabgaben
Die Vergütungsstruktur mit einem fixen Verwaltungsratshonorar und einem Anteil durch Zuteilung von Aktien als Long-Term Incentive gewährleistet den Fokus
des Verwaltungsrats auf den langfristigen Erfolg des
Unternehmens. Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss beantragt in der Regel einmal jährlich die Höhe der Verwaltungsrats- und Ausschuss­
honorare und ebenfalls einmal pro Jahr die
Entschädigung durch Zuteilung von Aktien. Der Gesamtverwaltungsrat legt auf Basis dieser Anträge die
Entschädigung nach pflichtgemässem Ermessen fest.
Die Entschädigungen an die Mitglieder des Verwaltungsrats für deren Verwaltungsratsaufgaben sind
nicht an Zielvorgaben der Gesellschaft gebunden.
Für das Berichtsjahr 2013 hatte der Verwaltungsrat
das fixe Verwaltungsratshonorar für seine Mitglieder
(als Mitglied des Verwaltungsrats bzw. von Ausschüssen) wie folgt festgelegt:
Funktion / Verantwortung
Präsident des Verwaltungsrats
2013
CHF
2012
CHF
140 000
150 000
Vizepräsident des Verwaltungsrats
36 000
58 000
Mitglied des Verwaltungsrats
34 000
55 000
Vorsitzender bei Ausschüssen
35 000
23 000
Mitglied bei Ausschüssen
24 000
15 000
Die beiden Mitglieder des Innovationsausschusses bezogen je TCHF
29.5 pro Mitglied (keine Berücksichtigung Vorsitz/Mitglied).
Der Verwaltungsrat hat im Berichtsjahr 2013 beschlossen, die Honorare als Mitglied des Verwaltungsrats zu reduzieren und demgegenüber die Vergütung für die Tätigkeit in Ausschüssen zu erhöhen.
Damit wird dem wachsenden Umfang und der hohen
Intensität der Arbeiten in den Ausschüssen Rechnung
getragen. Die Verwaltungsrats- und Ausschusshonorare werden jeweils halbjährlich ausbezahlt.
Im ersten Halbjahr 2013 hat der Verwaltungsrat auf
Antrag des Nominierungs- und Entschädigungsausschusses unter Berücksichtigung der Liquiditätssituation der Gesellschaft beschlossen, die anteilmässige
Barentschädigung für das erste Halbjahr 2013 (die
Hälfte der Barhonorare) nicht wie üblich in bar, sondern in Aktien der Gesellschaft zu beziehen. Diese
Aktien wurden am 29. Mai 2013 zu CHF 7.60 (Schlusskurs per dieses Datum an der SIX Swiss Exchange)
zugeteilt. Diese Aktien unterliegen keiner (bedingten)
Rückgabeverpflichtung (Vesting), aber einer durch
das jeweilige Verwaltungsratsmitglied wählbaren
Sperrfrist von null, drei oder fünf Jahren.
Die unter dem Aktienbeteiligungsprogramm anwartschaftlich zugeteilten Aktien, die den zweiten Bestandteil der Entschädigung des Verwaltungsrats dar-
53
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
stellen, wurden am 25. Oktober 2013 zugeteilt. Der
Erwerb des Eigentums an diesen Aktien ist für die
Dauer der Vesting-Periode vom 25. Oktober 2013 bis
24. April 2015 aufgeschoben. Anschliessend steht
jedem Verwaltungsratsmitglied eine wählbare Sperrfrist von null, drei oder fünf Jahren offen.
Vergütung für exekutive bzw. beratende
Funktionen
Im Berichtsjahr 2013 waren zwei Mitglieder des Verwaltungsrats (Peter M. Wagner bis 27. Juni 2013 und
Peter Pauli) in exekutiven Funktionen innerhalb der
Meyer Burger Gruppe tätig. Die Entschädigungen
hierfür richten sich nach dem Umfang ihrer exekutiven
Tätigkeit sowie bei Peter Pauli unter Berücksichtigung
des Umstandes, dass ihm für seine Tätigkeit im Verwaltungsrat keine separate Vergütung ausgerichtet
wird.
Peter M. Wagner erhielt für seine ad interim Tätigkeit
als Vorstandsvorsitzender bei der Roth & Rau AG bei
einem Pensum von 40% für den Zeitraum 1. Januar
bis 27. Juni 2013 ein fixes Basissalär von TEUR 44
brutto (2012: Arbeitspensum von 80%, fixes Basissalär von TEUR 176 brutto und Bonus in bar von TEUR
53). Der Anteil der leistungsabhängigen Komponente
(Bonus in bar) im Verhältnis zum Basissalär lag im
Gesamtjahr 2012 bei 30%. Die Entschädigung (Fixsalär und Rahmenbedingungen der variablen Komponente) waren im Anstellungsvertrag zwischen der
Roth & Rau AG und Peter M. Wagner vereinbart. Der
Aufsichtsrat der Roth & Rau AG legte einmal jährlich,
in Absprache mit dem Nominierungs- und Entschä­
digungsausschuss, die für die Berechnung der variablen Komponente massgeblichen Zielvorgaben für
P. M. Wagner fest. Als Kriterien zur Bestimmung der
Bonushöhe galten finanzielle Ziele der gesamten Roth
& Rau Gruppe und der Einzelgesellschaft Roth & Rau
AG und individuelle «nicht finanzielle» Zielvereinbarungen. Für die Beurteilung der Zielerreichung bei den
54
finanziellen Zielen wurden Nettoumsatz und EBITDA
gegenüber Budget bewertet. Die Gewichtung der Gesamtziele für Herrn Wagner war wie folgt: 30% finanzielle Ziele Roth & Rau Gruppe, 20% finanzielle Ziele
Roth & Rau AG, 50% nicht finanzielle Ziele.
→ Für die Entschädigung von Peter Pauli als Chief
Executive Officer und Delegierter des Verwaltungsrats
wird auf die nachfolgenden Ausführungen unter «Vergütungen an die Mitglieder der Geschäftsleitung» verwiesen.
Gesamtentschädigung an die Mitglieder
des Verwaltungsrats
Im Berichtsjahr 2013 erhielten die sieben Mitglieder
des Verwaltungsrats eine Gesamtvergütung von CHF
1.00 Millionen (2012: CHF 1.15 Millionen). Davon wurden CHF 0.64 Millionen (2012: CHF 0.59 Millionen) in
Form von fixen Honoraren für die Tätigkeit im Verwaltungsrat und in den Verwaltungsrats-Ausschüssen
ausbezahlt. Die aktienbasierte Entschädigung belief
sich auf CHF 0.27 Millionen (2012: CHF 0.26 Millionen). Für exekutive Tätigkeiten wurde ein Mitglied des
Verwaltungsrats mit CHF 0.05 Millionen entschädigt
(2012: CHF 0.28 Millionen). Die Sozial­abgaben be­
liefen sich insgesamt auf CHF 0.03 Millionen (2012:
CHF 0.03 Millionen).
→ Einzelheiten zur Entschädigung der Mitglieder des
Verwaltungsrats finden sich in Erläuterung 4.32 auf
Seite 105 im Anhang zur Jahresberichterstattung.
Die Unterschiede in der Gesamtentschädigung der
Mitglieder des Verwaltungsrats für deren Verwaltungsratsaufgaben im Vergleich zum Vorjahr ergeben
sich insbesondere durch die vorab erwähnten Anpassungen bei den Honoraren als Verwaltungsrat bzw.
als Mitglieder der Ausschüsse sowie durch Unterschiede in der Zusammensetzung der Ausschüsse
(M&A Ausschuss ein zusätzliches Mitglied sowie Innovationsausschuss mit zwei Mitgliedern seit Dezember
2012).
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VERGÜTUNGEN AN DIE MITGLIEDER
DER GESCHÄFTSLEITUNG
Die Vergütungsstruktur für die Mitglieder der Geschäftsleitung umfasst einen fixen Anteil (jährliches
Basisgehalt, Sachleistungen), einen variablen Anteil
(variable leistungsabhängige Komponente, langfristige Vergütungspläne) sowie Altersvorsorgeleistungen.
Die Höhe der kurzfristigen variablen leistungsabhängigen Komponente (Bonus) ist davon abhängig, in welchem Masse die jährlich gesetzten operativen Ziele
erreicht wurden und wie sich die Performance der
Meyer Burger Gruppe im Vergleich zu einer ausgewählten Peer-Group verhält. Die Zuteilung von Aktien
als Long-Term Incentive ermöglicht eine direkte Beteiligung am Unternehmen und gewährleistet damit den
Fokus der Geschäftsleitung auf die mittel- und langfristige Wertentwicklung der Gesellschaft sowie auf
die Interessen der Aktionäre. Längerfristig ist angestrebt, dass das Basissalär, der kurzfristige Bonus
(Zielbonus) und die langfristig orientierte aktienbasierte Entschädigung jeweils rund ein Drittel der Entschädigung der Mitglieder der Geschäftsleitung ausmachen (ohne Sachleistungen und Vorsorgeleistungen).
Die Vergütungen für die Mitglieder der Geschäftsleitung werden vom Nominierungs- und Entschädigungsausschuss zusammen mit dem Chief Executive
Officer (mit Ausnahme der Vergütung des Chief Executive Officer) geprüft und dem Verwaltungsrat zur
Genehmigung unterbreitet. Die Gesamtentschädigung wird vom Gesamtverwaltungsrat in der Regel
einmal jährlich festgelegt, wobei der CEO (seit 21.
April 2011 Mitglied und Delegierter des Verwaltungsrats) bei der eigenen Vergütung in den Ausstand tritt.
Die anderen Mitglieder der Geschäftsleitung nehmen
während der Dauer der Entschädigungsbesprechung
durch den Verwaltungsrat an der Verwaltungsratssitzung nicht teil.
Basissalär
Als Basisvergütung erhalten die Mitglieder der Geschäftsleitung ein jährliches Grundgehalt, das die Position und Verantwortung des entsprechenden Mitglieds berücksichtigt. Das Basissalär wird jeweils
Anfang Jahr festgelegt und während der Berichtsperiode nicht angepasst.
Vergütungselemente für die Mitglieder der Geschäftsleitung
Sachleistungen,
Vorsorgeleistungen
–A
bsicherung gegen Risiken, Mitarbeiter­gewinnung/-anbindung
– Marktübliche Praxis, gesetzliche Regelungen
– Sozialversicherungs- und Pensionskassen­beiträge,
Privatbenutzung Geschäftswagen
Long-term Incentive
Aktienbasierte Entschädigung
– Langfristige Vergütung, um Fokus auf m
­ ittel-/langfristige
­Entwicklung des Unternehmens zu legen
– Einklang mit Aktionärsinteressen
– Vergütung durch Zuteilung von Namenaktien
Short-term Incentive
Variable leistungsabhängige Komponente
– Variable leistungsabhängige Komponente (Pay for Performance)
– Erreichungsgrad der Leistungsziele über e
­ injährige Periode
– Vergütung grundsätzlich in bar
Basissalär
55
– Mitarbeitergewinnung/-anbindung
–M
arktübliche Praxis, Position und Erfahrung der Person
– Vergütung in bar
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Short-term Incentive – Variable leistungs­
abhängige Komponente (Bonus)
Für jedes Mitglied der Geschäftsleitung ist ein Zielbonus definiert, anhand dessen sich der effektive Bonus
berechnet. Der Bonus wird in der Regel in bar ausbezahlt. Der Zielbonus belief sich im Berichtsjahr 2013
für den CEO auf 100% und für die weiteren Mitglieder
der Geschäftsleitung auf zwischen 64% bis 78% des
Basissalärs. Als Kriterien zur Bestimmung der effek­
tiven Bonushöhe gelten für die Mitglieder der
­Geschäftsleitung finanzielle Ziele der Gruppe und individuelle vorwiegend «nicht finanzielle» Zielvereinbarungen. Der maximale Bonus ist in jedem Falle auf
maximal 150% des für jedes Mitglied der Geschäftsleitung individuell festgelegten Zielbonusbetrags beschränkt.
Zur Bemessung des Bonusanteils im Zusammenhang
mit den finanziellen Zielsetzungen wurde im
­Berichtsjahr 2013 (wie auch im Vorjahr 2012) der Erreichungsgrad bei Nettoumsatz und EBITDA berücksichtigt. Dabei wurden zwei Referenzgrössen angewendet:
–– Absolut erzielter Nettoumsatz / EBITDA gegenüber
Budget mit 50% Gewichtung («Budget Vergleich»)
–– Veränderung Nettoumsatz / EBITDA gegenüber
Vorjahr im Rahmen eines Peer-Group Vergleichs
mit 50% Gewichtung («Peer-Group Vergleich»)
Bei der Bemessung der Zielerreichung unter dem
Budget Vergleich werden Nettoumsatz und EBITDA je
zur Hälfte gewichtet. Bei einer Zielerreichung von
<50% des jeweiligen budgetierten Wertes fällt kein
Bonusanteil an. Bei einer Zielerreichung zwischen 50
und 100% beträgt der Bonusanteil 1–100% und wird
linear berechnet. Bei Zielerreichung zwischen 101
und 125% beträgt der Bonusanteil 101–150% (Berechnung ebenfalls linear). Bei Zielerreichung von
>125% ist der Bonus auf 150% begrenzt.
Für die Bemessung der Zielerreichung im Peer-Group
Vergleich (Anwendung seit Berichtsjahr 2012) verwendet die Meyer Burger Gruppe den Bonusindex
des unabhängigen Finanzresearch-Unternehmens
Obermatt AG (www.obermatt.com). Obermatt berechnet dabei die relative Performance der Meyer
Burger Gruppe in Bezug auf die Veränderung von
Nettoumsatz und EBITDA (Delta EBITDA skaliert mit
dem Jahresumsatz des Vorjahres) im Vergleich mit
den Peer-Group Gesellschaften. Die aktuelle Leistung
der Meyer Burger Gruppe wird als Rang in der Vergleichsgruppe ausgedrückt (d.h., wie viele Prozent der
Peer-Group Unternehmen durch Meyer Burger übertroffen wurden). Dieser Rang kann Werte zwischen
0% und 100% annehmen (bei 0% wurde kein Wett­
bewerber übertroffen, bei 100% hat Meyer Burger alle
Wettbewerber übertroffen). Der daraus resultierende
Bonusanteil berechnet sich linear aufgrund des er­
Peer-Group Universum1 im Geschäftsjahr 2013
Amtech Systems
Applied Materials
Segment Energy & En­v ironmental Solutions
Beijing Jingyuntong Technology
GT Solar International
Komax Holding
Segment Solar
Manz Automation
Segment Solar
NPC Incorporated
PVA Tepla
Segment Solar Systems
Renesola Limited
San Chih Semiconductor Company
Limited
Singulus Technologies
Segment Solar
SMA Solar Technology
Segment High & Medium Power Solutions
Solaria Energia Y Medio
Solarworld
Segment Produktion Deutschland
Spire
Segment Solar
Wacker Chemie
Segment Polysilicon
Wafer Works Corp.
Meyer Burger Technology AG
1
56
Bei Angabe eines Unternehmenssegments wurde dieses relevante Segment beim Peer-Vergleich durch Obermatt AG berücksichtigt.
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Entschädigung Geschäftsleitung im Berichtsjahr 2013
in TCHF
Ziel­­verein­barung (100%)
Maximal­variante (150%)
Effektive E
­ ntschädigung 2013
13%
14%
0
1000 2000 3000 4000
39%
35%
n Basissalär n Bonus n Aktienbezogene Entschädigung n Sach-, Vorsorgeleistungen
zielten Ranges und kann zwischen 0% und maximal
150% betragen. Bei ≤20% übertroffener Peers beläuft
sich der Bonusanteil auf 0%, bei 60% übertroffener
Peers auf 100% und bei ≥80% übertroffener Peers auf
150%.
tienzuteilungen für das Berichtsjahr 2013 wurde vom
Nominierungs- und Entschädigungsausschuss gestützt auf einen entsprechenden Delegationsbeschluss des Verwaltungsrats vorgenommen und vom
Verwaltungsrat genehmigt.
Der Zielerreichungsgrad betreffend individuelle vorwiegend «nicht finanzielle» Zielvereinbarungen (z.B.
spezifische Projektziele, Produkt-Markteinführungsoder Marktentwicklungsziele, etc.) wird durch den
Nominierungs- und Entschädigungsausschuss in Absprache mit dem CEO bestimmt und dem Gesamtverwaltungsrat zur Genehmigung vorgelegt.
Sachleistungen und Vorsorgeleistungen
Im Berichtsjahr 2013 wurde die Aufteilung zwischen
finanziellen Zielen (finanzielle Ziele Meyer Burger
Gruppe) und individuellen Zielen für die einzelnen Mitglieder der Geschäftsleitung wie folgt festgelegt (Aufteilung unverändert gegenüber dem Berichtsjahr
2012):
–– CEO 80% finanzielle und 20% individuelle Ziele
–– CFO 70% finanzielle und 30% individuelle Ziele
–– CIO 50% finanzielle und 50% individuelle Ziele
–– COO 50% finanzielle und 50% individuelle Ziele
Für das Berichtsjahr 2013 lag der Anteil der leistungsabhängigen Komponente (Bonus) im Verhältnis zum
Basissalär bei 24% für den CEO (2012: 44%) und zwischen 28% bis 42% für die weiteren Mitglieder der
Geschäftsleitung (2012: zwischen 38% und 55%).
Long-term Incentive – Aktienbasierte
Entschädigung
Den Mitgliedern der Geschäftsleitung sowie weiteren
Kadermitarbeitenden wird jeweils durch den Verwaltungsrat eine Anzahl Aktien entsprechend der Führungsebene bzw. Funktion als Long-term Incentive
zugeteilt. Damit wird die Mitarbeiterbindung gefördert
und durch die direkte Beteiligung der Fokus der Geschäftsleitung auf den mittel- und langfristigen Erfolg
des Unternehmens verstärkt. Die Festlegung der Ak-
57
Unter Sachleistungen wird die private Benutzung des
Geschäftswagens ausgewiesen. Die Mitglieder der
Geschäftsleitung der Gesellschaft sind wie alle anderen Mitarbeitenden (mit Wohnsitz in der Schweiz) der
Pensionskasse in der Schweiz angeschlossen. Die
Vergütungen für Vorsorgeleistungen enthalten die
staatlichen Sozialversicherungsbeiträge (AHV, ALV,
FAK) sowie die durch die Gesellschaft erbrachten Beiträge an die Pensionskasse.
Vergütungen an die Mitglieder der
Geschäftsleitung
Die Grafiken oben auf dieser Seite zeigen die effektive
Entschädigung der gesamten Geschäftsleitung im
Berichtsjahr 2013 gegenüber der potenziellen Entschädigung bei Erreichen von 100% des Zielbonus
und der maximalen Variante mit 150% Begrenzung
des Zielbonus sowie den Mix der Entschädigung im
Berichtsjahr 2013.
Gesamtentschädigung an die Mitglieder
der Geschäftsleitung
Im Berichtsjahr 2013 erhielten die vier Mitglieder der
Geschäftsleitung eine Gesamtvergütung in Höhe von
CHF 2.23 Millionen (2012: CHF 2.65 Millionen). Dieser Betrag setzt sich wie folgt zusammen: Basissalär
von CHF 0.86 Millionen (2012: CHF 1.07 Millionen),
kurzfristiger Bonus von CHF 0.28 Millionen (2012:
CHF 0.48 Millionen), aktienbasierte Entschädigung
von CHF 0.78 Millionen (2012: CHF 0.72 Millionen),
sowie Sachleistungen und Vorsorgeleistungen von
CHF 0.31 Millionen (2012: CHF 0.39 Millionen).
→ Einzelheiten zur Entschädigung der Mitglieder der
Geschäftsleitung finden sich in Erläuterung 4.32.3 auf
Seite 106 im Anhang zur Jahresberichterstattung.
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Die Höhe der Basissaläre, der leistungsabhängigen
Komponente (Höhe Zielbonus und massgebliche Zielvorgaben) sowie der Zuteilung von Aktien wird vom
Nominierungs- und Entschädigungsausschuss in Absprache mit dem CEO nach pflichtgemässem Ermessen festgelegt und dem Gesamtverwaltungsrat zur
Genehmigung vorgelegt, ohne Beizug von externen
Beratern oder spezifischen Studien. Die Obermatt AG
liefert als externes Beratungsunternehmen wie oben
erwähnt die Peer-Group Berechnung für einen Bestandteil der finanziellen Zielerreichung.
Die Veränderungen bei der Gesamtentschädigung der
Geschäftsleitungsmitglieder (siehe Seite 106 im Finanz­
teil des Geschäftsberichts) sind mehrheitlich auf eine
Reduktion der Basissaläre (um 19%), tiefere Beträge
bei der variablen Komponente und die daraus folgenden Sozialabgaben zurückzuführen.
LEISTUNGEN, VERTRAGSBEDINGUNGEN
BEI AUSSCHEIDEN AUS DER GESELL­SCHAFT
Weder die Mitglieder des Verwaltungsrats noch Mitglieder der Geschäftsleitung verfügen über Verträge
mit speziellen Abgangsvereinbarungen oder Verträge
mit ungewöhnlich langen Vertragsdauern (Arbeitsverträge mit Mitgliedern der Geschäftsleitung sehen Kündigungsfristen von sechs bzw. zwölf Monaten vor).
Der Erwerb des Eigentums an den anwartschaftlich
zugeteilten Aktien (aus dem Aktienbeteiligungsprogramm) steht grundsätzlich unter einer Aufschubfrist
(Vesting-Periode). Für den Fall, dass während der
Vesting-Periode eine der nachfolgenden Bedingungen eintritt, fällt das Recht auf Erwerb des Eigentums
und auf Lieferung der zugeteilten Aktien ersatzlos
dahin:
58
a) Bei Kündigung oder Beendigung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer vor Ablauf der
Vesting-Periode (2 Jahre). Ausgenommen ist die
Beendigung des Arbeitsverhältnisses infolge Pensionierung, Todesfall oder dauernder Arbeitsunfähigkeit infolge Invalidität des Teilnehmers sowie
wenn der Arbeitnehmer das Arbeitsverhältnis aus
einem begründeten, von der Arbeitgeberin zu verantwortenden Anlass kündigt (analog Art. 340c
OR).
b) Bei Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch den
Arbeitgeber vor Ablauf der Vesting-Periode. Hiervon ausgenommen sind Kündigungen, zu denen
der Arbeitnehmer keinen begründeten Anlass gegeben hat (analog Art. 340c OR), namentlich bei
Kündigungen aus wirtschaftlichen Gründen.
c) Bei freiwilligem Rücktritt eines Verwaltungsratsmitglieds (sofern der Rücktritt nicht auf Wunsch der
Gesellschaft erfolgt und dafür kein dem betreffenden Verwaltungsratsmitglied zuzurechnender begründeter Anlass besteht) oder Abwahl durch die
Generalversammlung vor Ablauf der VestingPerio­
de (sofern die Abwahl zufolge eines dem
betreffenden Verwaltungsratsmitglied zuzurechnenden begründeten Anlasses erfolgt).
Der Teilnehmer erhält bei Verfall des Rechts auf Zuteilung und Lieferung der anwartschaftlich zugeteilten
Aktien den von ihm für die Zuteilung entrichteten Erwerbspreis (ohne Verzinsung) zurück.
Erfolgt eine Beendigung des Arbeits- oder Organverhältnisses nach Ablauf der Vesting-Periode, so bleibt
die durch den Arbeitnehmer oder das Verwaltungsratsmitglied gewählte Sperrfrist (null, drei oder fünf
Jahre) bei zugeteilten Aktien nach wie vor be­stehen.
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Kontrollwechselklausel betreffend Mitarbeiteraktien:
Im Falle eines Erwerbs von mehr als 33¹⁄³ der Stimmrechte an der Meyer Burger Technology AG durch
eine Drittpartei fallen allfällige vom Verwaltungsrat
festgesetzte Vesting-Perioden für Mitarbeiteraktien
und/oder Sperrfristen dahin, und zwar am ersten Tag
der Nachfrist eines erfolgreichen öffentlichen Ange­
botes. Es bestehen keine weiteren Kontrollwechselklauseln.
Verwaltungsräte, Geschäftsleitungsmitglieder und
Mitarbeitende werden in Bezug auf die Konditionen
aus dem Aktienbeteiligungsprogramm bei einem allfälligen Ausscheiden aus der Gesellschaft gleich behandelt.
ORGANDARLEHEN UND -KREDITE
Per 31. Dezember 2013 respektive 31. Dezember
2012 waren keine Organdarlehen oder -kredite ausstehend, welche die Gesellschaft den gegenwärtigen
Mitgliedern des Verwaltungsrats oder der Geschäftsleitung gewährt hat. Es bestanden auch keine Organdarlehen oder -kredite gegenüber ehemaligen Organmitgliedern oder nahe stehenden Personen.
VERGÜTUNGEN AN DEN (FRÜHEREN)
TECHNOLOGIE-BEIRAT
Im Berichtsjahr 2013 hatte die Gesellschaft keinen
Beirat. Im Jahr 2012 wurden die fünf Mitglieder des
damaligen Technologie-Beirats mit CHF 0.04 Millionen entschädigt.
VERGÜTUNGEN AN EHEMALIGE
ORGANMITGLIEDER
Im Berichtsjahr 2013 und im Vorjahr 2012 wurden
keine Entschädigungen an ehemalige Organmitglieder bezahlt.
VERGÜTUNGEN AN NAHE STEHENDE
­PERSONEN UND GESELLSCHAFTEN
Zu den nahe stehenden Personen und Gesellschaften
gehören insbesondere Aktionäre, Verwaltungsräte,
Geschäftsleitungsmitglieder sowie nicht konsolidierte
Beteiligungen.
→ Angaben zu Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Personen finden sich in Erläuterung 4.32.4
auf Seite 107 im Anhang zur Jahresberichter­stattung.
BETEILIGUNGEN AN DER GESELLSCHAFT
Die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung (einschliesslich nahe stehender Personen) hielten per 31. Dezember 2013 eine Beteiligung
von insgesamt 3.03% der ausstehenden Namenaktien (2012: 4.16%). Diese Beteiligung beinhaltet erworbene Namenaktien sowie im Rahmen der Entschädigungspläne zugeteilte Aktien (2012: erworbene
Namenaktien, als Entschädigung zugeteilte Aktien
und Optionen aus früheren Optionsplänen).
→ Einzelheiten zu den Beteiligungen finden sich in Erläuterung 4.32.7 auf den Seiten 108–109 im Anhang
zur Jahresberichterstattung.
→ Einzelheiten zur Entschädigung der Mitglieder des
Technologiebeirats finden sich in Erläuterung 4.32.2
auf Seite 106 im Anhang zur Jahresberichterstattung.
59
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60
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INHALTSVERZEICHNIS
FINANZBERICHT
KONZERNRECHNUNG
62 Konzernbilanz
63 Konzernerfolgsrechnung
64 Konsolidierter Eigenkapitalnachweis
66 Konsolidierte Geldflussrechnung
67 Anhang zur Konzernrechnung
110 Bericht der Revisionsstelle
ANDERE INFORMATIONEN
124 Adressen
125 Informationen für Investoren und Medien
JAHRESRECHNUNG MEYER BURGER
TECHNOLOGY AG
112
113
114
122
61
Bilanz
Erfolgsrechnung
Anhang zur Jahresrechnung
Bericht der Revisionsstelle
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KONZERNRECHNUNG
KONZERNBILANZ
in TCHF
Erläuterungen
31.12. 2013
31.12. 2012
4.x
Aktiven
Umlaufvermögen
Flüssige Mittel
173 179
134 504
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1
27 802
36 637
Sonstige Forderungen
2
19 976
27 040
Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen
3
233
841
Warenvorräte
4
147 887
173 733
Aktive Rechnungsabgrenzungen
5
Total Umlaufvermögen
8 643
377 719
17 190
48.2 %
389 945
46.7 %
Anlagevermögen
Sonstige langfristige Forderungen
2
694
672
Finanzanlagen
6
–
335
Sachanlagen
7
141 665
164 443
Immaterielle Anlagen
8
178 088
227 130
14
85 851
Latente Ertragssteuerguthaben
52 245
Total Anlagevermögen
406 298
51.8 %
444 824
53.3 %
Total Aktiven
784 017
100.0 %
834 769
100.0 %
Passiven
Fremdkapital
Kurzfristiges Fremdkapital
Finanzverbindlichkeiten
9
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Nettoverbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen
3
Anzahlungen von Kunden
Sonstige Verbindlichkeiten
Rückstellungen
11
Passive Rechnungsabgrenzungen
12
Kurzfristiges Fremdkapital
298
825
44 043
31 404
415
8 883
66 092
62 247
3 575
6 589
46 574
73 272
39 898
200 894
59 079
25.6%
242 298
29.0 %
Langfristiges Fremdkapital
Finanzverbindlichkeiten
9
Sonstige Verbindlichkeiten
Rückstellungen
11
Latente Ertragssteuerverbindlichkeiten
14
163 201
132 975
2 228
2 225
3 381
21 790
5 692
19 337
Langfristiges Fremdkapital
174 502
22.3 %
176 327
21.1 %
Total Fremdkapital
375 396
47.9 %
418 625
50.1 %
Eigenkapital
Aktienkapital
15
Kapitalreserven
Eigene Aktien
Reserve für aktienbasierte Vergütungen
Gewinnreserven
16
4 236
2 407
667 079
512 156
–3 523
–7 384
3 652
10 642
–269 310
Total Eigenkapital exkl. Minderheitsanteile
Minderheitsanteile
402 134
–114 194
51.3 %
403 626
6 487
48.4 %
12 518
Total Eigenkapital inkl. Minderheitsanteile
408 621
52.1 %
416 144
49.9 %
Total Passiven
784 017
100.0 %
834 769
100.0 %
Die Anhangangaben als integrierender Bestandteil der Konzernrechnung befinden sich ab Seite 67.
Die in der Konzernbilanz, Konzernerfolgsrechnung und den Tabellen aufgeführten Beträge sind gerundet. Das Total kann deshalb von der Summe der einzelnen
Werte abweichen.
62
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KONZERNERFOLGSRECHNUNG
in TCHF
Erläuterungen
1.1.–31.12. 2013
1.1.–31.12. 2012
4.x
Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen
Andere betriebliche Erträge
18/19
202 655
20
10 814
Ertrag
Bestandesänderungen Halb- und Fertigfabrikate sowie Maschinen vor Abnahme
Materialaufwand und Vorleistungen
Aktivierte Eigenleistungen
7/8
Betriebsleistung nach Materialaufwand und Vorleistungen
21
Sonstiger Betriebsaufwand
22
Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern, und Abschreibungen (EBITDA)
7
Abschreibungen auf immateriellen Anlagen
8
Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Finanzergebnis
23
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften
–158 228
5 989
19 267
50.6 %
–165 675
284 654
24
–103 839
–57.9 %
–32 917
–27 346
Ergebnis
–70 048
–97.1 %
–128 007
–14 052
6
–104.1 %
–137 226
den Aktionären der Meyer Burger Technology AG
–104.3 %
–137 203
48 493
–21.3 %
26 429
–80.3 %
–110 773
–158 827
–106 067
–3 990
–4 706
Ergebnis je Aktie
unverwässert
27
–2.26
–2.23
verwässert
27
–2.26
–2.23
Die Anhangangaben als integrierender Bestandteil der Konzernrechnung befinden sich ab Seite 67.
63
–21.3 %
24
Davon zuzurechnen
den Minderheitsanteilen
–19.8 %
–9 226
–410
–162 817
–5.1 %
–25 042
–52 208
–211 310
25
44.1 %
–213 732
–54 163
–210 900
Ergebnis vor Steuern
Ertragssteuern
–110 218
–
Ordentliches Ergebnis
Betriebsfremdes Ergebnis
664 934
–241 319
–196 848
100.0 %
19 693
–6 697
–117 294
Abschreibungen auf Sachanlagen
645 242
213 470
102 544
Personalaufwand
100.0 %
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–17.2 %
KONSOLIDIERTER
EIGENKAPITALNACHWEIS
in TCHF
Aktionäre der Meyer Burger Technology AG
Erläuterungen
Eigenkapital per 1.1. 2012 (nach IFRS)
Anpassungen aufgrund Umstellung von IFRS zu Swiss GAAP FER
Eigenkapital per 1.1. 2012 (nach Swiss GAAP FER)
2.2
Aktienkapital
Kapitalreserven
2 386
509 052
–
–
2 386
509 052
Ergebnis
–
–
21
2 393
Erwerb Roth & Rau-Anteile nach Kontrollübernahme
–
–1 766
Erwerb von eigenen Aktien
–
–
Veräusserung von eigenen Aktien
–
–3 776
Anteilsbasierte Vergütungen
–
–
Ausgabe Mitarbeiteraktien
–
–
Übergabe Mitarbeiteraktien an die Planteilnehmer nach Ablauf der Vesting-Periode
–
–
Umgliederungen
–
6 252
2 407
512 156
Ergebnis
–
–
In der Berichtsperiode erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen
–
–
1 829
145 871
In der Berichtsperiode erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen
Kapitalerhöhungen
Eigenkapital per 31.12. 2012 (nach Swiss GAAP FER)
Kapitalerhöhungen
Erwerb Roth & Rau-Anteile nach Kontrollübernahme
–
882
Veräusserung von eigenen Aktien
–
–1 555
Anteilsbasierte Vergütungen
–
–
Ausgabe Mitarbeiteraktien
–
–
Übergabe Mitarbeiteraktien an die Planteilnehmer nach Ablauf der Vesting-Periode
–
–
Umgliederungen
–
9 726
4 236
667 079
Eigenkapital per 31.12. 2013 (nach Swiss GAAP FER)
Die Anhangangaben als integrierender Bestandteil der Konzernrechnung befinden sich ab Seite 67. Erläuterungen zu den Posten des Eigenkapitals
befinden sich unter 4.15 bis 4.17.
64
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Aktionäre der Meyer Burger Technology AG
Eigene Aktien
Reserve für
anteilsbasierte
Vergütungen
Währungsumrechnungs
differenzen
Verrechnung
Goodwill
übrige
Gewinnreserven
–2 090
11 215
–
–
–19 652
–
231 097
211 444
732 006
24 816
756 822
19 652
–244 858
12 586
–212 620
–212 620
–279
–212 898
–2 090
11 215
–
–244 858
243 683
–1 175
519 387
24 537
543 924
–
–
–
–
–
–106 067
–106 067
–106 067
–4 706
–110 773
–
–5 432
–
–
–5 432
–5 432
–2 297
–7 729
–
–
–
–
–
–
2 414
–
2 414
–
–
–
–
–1 519
–1 519
–3 285
–5 016
–8 301
–11 193
–
–
–
–
–
–11 193
–
–11 193
6 798
–
–
–
–
–
3 022
–
3 022
–
5 680
–
–
–
–
5 680
–
5 680
–1 495
–
–
–
–
–
–1 495
–
–1 495
596
–
–
–
–
–
596
–
596
–
–6 252
–
–
–
–
–
–
–
–7 384
10 642
–5 432
–244 858
136 097
–114 194
403 626
12 518
416 144
–
–
–
–
–158 827
–158 827
–158 827
–3 990
–162 817
–
–
4 357
–
–
4 357
4 357
–124
4 233
–
–
–
–
–
–
147 699
–
147 699
–1 681
Total Eigenkapital
Gewinn- exkl. Minderheitsreserven
anteile
Total Eigenkapital
Minderheits- inkl. Minderheitsanteile
anteile
–
–
–
–
–646
–646
236
–1 917
5 353
–
–
–
–
–
3 798
–
3 798
–
2 737
–
–
–
–
2 737
–
2 737
–2 593
–
–
–
–
–
–2 593
–
–2 593
1 102
–
–
–
–
–
1 102
–
1 102
–
–9 726
–
–
–
–
–
–
–
–3 523
3 652
–1 075
–244 858
–23 376
–269 309
402 134
6 487
408 621
65
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KONSOLIDIERTE
GELDFLUSSRECHNUNG
in TCHF
Erläuterungen
1.1.–31.12. 2013
1.1.–31.12. 2012
–162 817
–110 773
4x
Ergebnis
Erfolg aus assoziierten Gesellschaften
Ordentliche Abschreibungen
Wertberichtigungen / Wertaufholungen auf dem Anlagevermögen
Gewinne / Verluste aus Verkäufen von Sachanlagen und immateriellen Anlagen
Latente Ertragssteuern
–
–6
7/8
73 030
86 476
8 667
7
6 523
20/22/24
–795
–51
25
–48 788
–37 254
–846
4 431
Abnahme (+) / Zunahme (–) von sonstigen (langfristigen) Vermögenswerten
Zunahme (+) / Abnahme (–) von (langfristigen) Finanzverbindlichkeiten
–
–32
11
–18 409
–2 200
182
1 091
Abnahme (+) / Zunahme (–) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1
8 877
42 092
Abnahme (+) / Zunahme (–) der Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen
3
640
11 689
Abnahme (+) / Zunahme (–) von Vorräten
4
30 045
37 217
2/5
14 632
29 737
Zunahme (+) / Abnahme (–) von (langfristigen) Rückstellungen
Zunahme (+) / Abnahme (–) von sonstigen (langfristigen) Verbindlichkeiten
Abnahme (+) / Zunahme (–) von sonstigen Forderungen und aktiven
Rechnungsabgrenzungen
Abnahme (+) / Zunahme (–) von übrigen (kurzfristigen) Vermögenswerten
Zunahme (+) / Abnahme (–) von (kurzfristigen) Rückstellungen
11
–
2 343
–27 117
–20 243
Zunahme (+) / Abnahme (–) von (kurzfristigen) Finanzverbindlichkeiten
Zunahme (+) / Abnahme (–) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Zunahme (+) / Abnahme (–) von Anzahlungen von Kunden
Zunahme (+) / Abnahme (–) von sonstigen (kurzfristigen) Verbindlichkeiten und passiven
Rechnungsabgrenzungen
Sonstige nicht liquiditätswirksamen Veränderungen
Geldfluss aus Betriebstätigkeit (operativer Cash Flow)
–
–670
12 546
–33 910
3 788
–168 306
–31 340
–21 591
9 429
3 278
–130 419
–168 014
Veräusserung / Erwerb von Finanzanlagen (zur Veräusserung verfügbar und Darlehen)
–
7
Erwerb und Herstellung von Sachanlagen
7
–11 896
–59 399
Veräusserung von Sachanlagen
7
5 095
1 935
Veräusserung von Renditeliegenschaften
Erwerb und Herstellung von immateriellen Anlagen
170
8
Veräusserung von Tochtergesellschaften abzüglich veräusserter flüssiger Mittel
Geldfluss aus Investitionstätigkeit
Kapitalerhöhungen (inkl. Agio)
–960
–137
–7 467
–67 997
144 838
2 415
–
–11 193
Erwerb von eigenen Aktien
Erwerb von Anteilen an Roth & Rau nach Kontrollübernahme
–10 403
124
–2 028
–11 176
Veräusserung von eigenen Aktien
3 786
6 798
Rückzahlung von (kurzfristigen) Finanzverbindlichkeiten
–546
–241
30 000
129 091
Aufnahme von (langfristigen) Finanzverbindlichkeiten
9
Rückzahlung von (langfristigen) Finanzverbindlichkeiten
Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit
Veränderung der flüssigen Mittel
Flüssige Mittel Anfang Periode
Währungsdifferenzen auf flüssigen Mitteln
Flüssige Mittel Ende Periode
–
–4 112
176 050
111 583
38 165
–124 428
134 503
260 180
511
–1 248
173 179
134 503
Die Anhangangaben als integrierender Bestandteil der Konzernrechnung befinden sich ab Seite 67.
66
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ANHANG ZUR
KONZERNRECHNUNG
1
GRUNDLEGENDE INFORMATIONEN
Die Meyer Burger Technology AG ist eine Aktiengesellschaft schweizerischen Rechts. Die Adresse des ein­
getragenen Firmensitzes lautet: Schorenstrasse 39, 3645 Gwatt/Thun, Schweiz. Die Namenaktien der Meyer
Burger Technology AG (Ticker: MBTN) sind an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange in Zürich kotiert. Das
Geschäftsjahr der Meyer Burger Technology AG umfasst die Periode vom 1. Januar bis zum 31. Dezember. Die
vorliegende Konzernrechnung wurde am 19. März 2014 vom Verwaltungsrat zur Veröffentlichung freigegeben.
Sie wird der Generalversammlung, die am 29. April 2014 stattfinden wird, zur Genehmigung beantragt.
Die Konzernwährung (Darstellungswährung) ist Schweizer Franken (CHF). Die Konzernrechnung wird in Tausend Schweizer Franken dargestellt.
2
WESENTLICHE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, die bei der Erstellung der vorliegenden Konzernrechnung angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Grundsätze wurden stetig auf
die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben wird.
2.1
Grundlagen der Rechnungslegung
Die Erstellung der konsolidierten Halbjahres- und Jahresrechnungen erfolgt mit Wirkung per 1. Januar 2013 in
Übereinstimmung mit den gesamten bestehenden Richtlinien von Swiss GAAP FER (Fachempfehlung zur Rechnungslegung) und vermitteln ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage. Es findet keine vorzeitige Anwendung von Swiss GAAP FER 31 statt. Im Weiteren wurden die
Bestimmungen des Kotierungsreglements der SIX Swiss Exchange sowie des Schweizerischen Aktienrechts
eingehalten.
Per 31. Dezember 2012 hat Meyer Burger die Halbjahres- und Jahresrechnungen gemäss IFRS (International
Financial Reporting Standards) erstellt. Mit Ausnahme der im nachfolgenden Kapitel erwähnten Posten stimmen
die zur Erstellung der Jahresrechnung angewendeten Rechnungslegungsgrundsätze mit den Rechnungslegungsgrundsätzen überein, die auch der konsolidierten Jahresrechnung per 31. Dezember 2012 gemäss IFRS
zu Grunde liegen.
2.2 Anpassungen infolge Umstellung der Rechnungslegungsgrundsätze
Mit der Medienmitteilung vom 18. Oktober 2013 wurde der Wechsel des Rechnungslegungsstandards von IFRS
zu Swiss GAAP FER ab dem Geschäftsjahr 2013 kommuniziert. Zu diesem Entschluss haben insbesondere die
zunehmende Komplexität und die immer aufwendigeren Detailregelungen von IFRS geführt.
Die für die Erstellung und Präsentation des konsolidierten Jahresabschlusses 2013 angewandten Grundsätze
der Rechnungslegung weichen in den folgenden wesentlichen Punkten von der nach IFRS erstellten konsolidierten Jahresrechnung per 31. Dezember 2012 ab:
67
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2.2.1 Goodwill aus Akquisitionen
Goodwill aus Akquisitionen wird gemäss dem nach Swiss GAAP FER 30 «Konzernrechnung» bestehenden
Wahlrecht per Erwerb direkt mit den Gewinnreserven im Eigenkapital verrechnet. Nach IFRS war Goodwill aktiviert und jährlich auf Werthaltigkeit überprüft worden. Unter Swiss GAAP FER hätte Meyer Burger die durch
Akquisitionen entstandenen Kundenbeziehungen bereits zum Zeitpunkt der Akquisition dem Goodwill zugerechnet und damit ebenfalls direkt mit den Gewinnreserven verrechnet. Im Zusammenhang mit Akquisitionen
anfallende Transaktionskosten werden nach Swiss GAAP FER als Bestandteil der Erwerbskosten behandelt.
Nach IFRS waren die Transaktionskosten für die Akquisition der Roth & Rau-Gruppe im Umfang von CHF 5.1
Mio. im Jahr 2011 erfolgswirksam erfasst worden. Unter IFRS wurde im Jahr 2011 auf der Goodwill-Position der
Roth & Rau AG und Roth & Rau B.V. eine Wertminderung (Impairment) von rund CHF 73 Mio. erfasst. In nachstehender Übersicht zu den Umstellungseffekten wird dieser Effekt brutto dargestellt und die ausgewiesenen
Goodwill-Positionen enthalten den per Erwerbszeitpunkt identifizierten gesamten Goodwill der Roth & Rau AG
und Roth & Rau B.V.
2.2.2Personalvorsorge
Nach IFRS waren leistungsorientierte Vorsorgepläne gemäss der Projected-Unit-Credit-Methode berechnet
und in Übereinstimmung mit IAS 19rev. bilanziert worden. Eine Unterdeckung wurde dabei passiviert und die
kumulierten versicherungsmathematischen Verluste direkt im Sonstigen Ergebnis gemäss IFRS erfasst.
Gemäss Swiss GAAP FER 16 «Vorsorgeverpflichtungen» werden wirtschaftliche Verpflichtungen bzw. Nutzen
von Schweizer Vorsorgeplänen auf Basis der nach Swiss GAAP FER 26 «Rechnungslegung von Personalvorsorgeeinrichtungen» erstellten Abschlüssen ermittelt. Der wirtschaftliche Einfluss aus Vorsorgeplänen ausländischer Tochtergesellschaften wird gemäss den lokal angewandten Bewertungsmethoden ermittelt. Arbeitgeberbeitragsreserven und vergleichbare Posten werden nach Swiss GAAP FER 16 aktiviert. Die Meyer Burger
Gruppe hat sich in der Schweiz bezüglich der Personalvorsorge einer Sammelstiftung mit Vollversicherungscharakter angeschlossen. In den ausländischen Gesellschaften bestehen jeweils länderspezifische Pensionspläne,
bei denen die Verpflichtung nicht bei diesen Ländergesellschaften, sondern bei den Vorsorgeeinrichtungen liegt.
Für die Meyer Burger Gruppe besteht somit unter Swiss GAAP FER keine wirtschaftliche Verpflichtung aus Vorsorgelösungen, die in der Bilanz abgebildet werden muss.
Die Vorperioden wurden zwecks Vergleichbarkeit der Darstellung der laufenden Berichtsperiode entsprechend
angepasst (Restatement).
2.2.3 Latente Ertragssteuerguthaben
Bei zwei Gruppengesellschaften kann der identifizierte Goodwill steuerwirksam abgeschrieben werden. Unter
IFRS wurde in der Höhe der Differenz zwischen dem steuerlichen und dem IFRS Goodwill eine latente Steuerverbindlichkeit gebildet. Unter Swiss GAAP FER wurde für diesen Sachverhalt im Zeitpunkt des Erwerbs ein latentes Ertragsteuerguthaben über die Gewinnreserven erfasst. Dieses Aktivum wird über die gleiche Nutzungsdauer wie die steuerlichen Abschreibungen auf dem Goodwill erfolgswirksam amortisiert.
2.2.4 Anzahlungen von Kunden und Anzahlungen an Lieferanten
Die in den sonstigen Forderungen enthaltenen Anzahlungen an Lieferanten und die passivierten Anzahlungen
von Kunden in Fremdwährung gelten unter IFRS als nicht monetäre Posten und wurden demzufolge zum historischen Kurs bewertet. Unter Swiss GAAP FER werden die Anzahlungen von Kunden und die Anzahlungen
an Lieferanten jedoch zum Stichtagskurs bewertet. Der erfolgswirksame Anpassungseffekt wird unter Swiss
GAAP FER in den sonstigen betrieblichen Erträgen als Fremdwährungsumrechnungserfolg ausgewiesen.
68
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2.2.5 Latente Ertragssteuern
Aufgrund der beschriebenen Anpassungseffekte resultiert ebenfalls eine Anpassung der latenten Ertragssteuerverbindlichkeiten, da die Bewertungsdifferenzen unter Swiss GAAP FER unterschiedlich zu IFRS ausfallen.
Die Auswirkungen der oben genannten Anpassungen auf das Eigenkapital und auf die Erfolgsrechnung von
Meyer Burger sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefasst:
Umstellungseffekte im Eigenkapital
in TCHF
Eigenkapital nach IFRS
31.12.2012
1.1.2012
618 091
756 822
56.1 %
54.9 %
–280 874
–283 065
72 092
72 683
Eigenkapitalquote in %
Umstellungseffekte in:
2.2.1) Goodwill (inkl. aktivierter Transaktionskosten aus Akquisitionen)
2.2.1) Rückbuchung Goodwill Wertminderung R & R AG /R & R B.V.
2.2.1) Aktivierte Transaktionskosten aus Akquisitionen
5 059
5 059
–38 105
–45 537
2.2.2) Verbindlichkeit aus leistungsorientierten Vorsorgeplänen
17 535
11 149
2.2.3) Latente Ertragssteuerguthaben
16 189
17 092
2.2.1) Kundenbeziehungen
2.2.4) Anzahlungen von Kunden/Lieferanten
–284
343
2.2.5) Latente Ertragssteuerverbindlichkeiten
6 440
9 378
–201 947
–212 898
416 144
543 924
49.9 %
49.1 %
Umstellungseffekte
Eigenkapital nach Swiss GAAP FER
Eigenkapitalquote in %
Beim Eigenkapital nach IFRS handelt es sich um die angepassten Werte wie per 30.6.2013 publiziert. Diese enthalten die per 1.1.2013 in Kraft
getretenen Änderungen von IAS 19rev.
Umstellungseffekte im Ergebnis
in TCHF
Ergebnis nach IFRS
–116 423
2.2.4) Sonstiger Ertrag
–627
2.2.2) Personalaufwand
1 596
2.2.1) Abschreibungen
7 088
2.2.3) Ertragssteuern
–2 408
Umstellungseffekte
5 650
Ergebnis nach Swiss GAAP FER
69
2012
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
–110 773
2.2.6 Änderungen in der Darstellung der Konzernrechnung
Zusätzlich zu den Bewertungseffekten wird die Konzernrechnung nach den Vorgaben von Swiss GAAP FER in
gewissen Punkten anders dargestellt als gemäss IFRS. Dabei ergeben sich in folgenden wesentlichen Punkten
Abweichungen zu der Darstellung unter IFRS:
–– Unter IFRS wurden aktivierte Verlustvorträge nie mit vorhandenen latenten Steuerverbindlichkeiten verrechnet, sondern jeweils separat unter den Aktiven ausgewiesen. Unter Swiss GAAP FER können alle
aktiven latenten Steuerguthaben mit vorhandenen passiven latenten Steuerverbindlichkeiten verrechnet
werden, soweit es sich um das gleiche Steuersubjekt handelt. Von diesem Wahlrecht, die aktivierten
Verlustvorträge mit den latenten Steuerverbindlichkeiten zu verrechnen, wurde in vorliegender Konzern­
rechnung Gebrauch gemacht. Die Vorjahresbilanz wurde dementsprechend angepasst.
–– Unter Swiss GAAP FER müssen die aktiven und passiven Rechnungsabgrenzungen separat in der Bilanz
ausgewiesen werden. Unter IFRS waren diese als Bestandteil der sonstigen Forderungen resp. sonstigen
Verbindlichkeiten ausgewiesen.
–– Unter Swiss GAAP FER müssen ausserordentliche und betriebsfremde Erfolge in der Erfolgsrechnung
separat ausgewiesen werden (vgl. hierzu Erläuterung 4.24).
2.3Konsolidierungsgrundsätze
Gruppengesellschaften sind alle Unternehmen, bei denen die Meyer Burger Technology AG direkt oder indirekt
mehr als die Hälfte der Stimmrechte hält oder in anderer Weise die Beherrschung ausübt. Neue Gruppengesellschaften werden von dem Zeitpunkt an voll konsolidiert, an dem die Beherrschung auf Meyer Burger übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt dekonsolidiert, an dem die Beherrschung endet.
Aktiven und Passiven sowie Aufwand und Ertrag werden zu 100 % erfasst. Die Minderheitsanteile werden in der
Bilanz bzw. Erfolgsrechnung separat ausgewiesen. Alle materiellen gruppeninternen Transaktionen, Salden
sowie unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen Gruppengesellschaften werden eliminiert.
Die Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung verlangt vom Management, Einschätzungen und Annahmen
zu treffen, welche die ausgewiesenen Erträge, Aufwendungen, Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Bilanzierung beeinflussen. Wenn zu einem späteren Zeitpunkt derartige
Einschätzungen und Annahmen, die vom Management zum Zeitpunkt der Bilanzierung nach bestem Wissen
getroffen wurden, von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen, werden die ursprünglichen Einschätzungen und Annahmen in jener Berichtsperiode entsprechend angepasst, in der sich die Gegebenheiten geändert
haben. In der konsolidierten Jahresrechnung wurden vom Management keine neuen Annahmen und Einschätzungen im Vergleich zur Konzernrechnung per 31. Dezember 2012 getroffen, die über die Anpassung aus der
Umstellung auf Swiss GAAP FER hinausgehen.
Diese Konzernrechnung wird in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht. Die deutsche Originalversion
ist verbindlich.
70
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2.4 Konsolidierungskreis
Aktive Gesellschaften
Kapitalanteil 1
Gesellschaft
Sitz
Währung
Nominalwert
AIS Automation Dresden GmbH
AMB Apparate + Maschinenbau GmbH
Dresden, Deutschland
EUR
51 000
93.56 %
92.54 %
Umkirch, Deutschland
EUR
30 000
100.00 %
100.00 %
Diamond Materials Tech, Inc.
Colorado Springs, USA
USD
100
100.00 %
100.00 %
Hennecke Systems GmbH
Zülpich, Deutschland
EUR
25 000
100.00 %
100.00 %
MB Services Co. Ltd
Zhubei City, Taiwan
TWD
5 000 000
100.00 %
100.00 %
MB Services Pte. Ltd
Singapur, Singapur
SGD
1
100.00 %
100.00 %
MB Systems Co. Ltd
Seoul, Korea
KRW
50 000 000
100.00 %
100.00 %
Meyer Burger India Private Ltd
Pune, Indien
INR
18 552 930
99.19 %
99.19 %
MBT Systems GmbH
Zülpich, Deutschland
EUR
25 000
100.00 %
100.00 %
MBT Systems Ltd
Columbia, USA
USD
1
100.00%
100.00 %
Meyer Burger AG
Thun, Schweiz
CHF
500 000
100.00 %
100.00 %
Meyer Burger Global AG
Thun, Schweiz
CHF
500 000
100.00 %
–
Meyer Burger GmbH
Zülpich, Deutschland
EUR
25 000
100.00 %
100.00 %
Meyer Burger Kabushiki Kaisha
Tokyo, Japan
JPY
10 000 000
100.00 %
100.00 %
Meyer Burger Trading (Shanghai) Co. Ltd
Shanghai, China
CNY
1 655 400
100.00 %
100.00 %
Meyer Burger Systems (Shanghai) Co. Ltd
Shanghai, China
CNY
6 816 060
100.00 %
100.00 %
Meyer Burger Technology AG
Thun, Schweiz
CHF
4 235 705
100.00 %
100.00 %
Muegge GmbH
Reichelsheim, Deutschland
EUR
400 000
93.56 %
92.54 %
Pasan SA
Neuenburg, Schweiz
CHF
102 000
100.00 %
100.00 %
Roth & Rau Ortner GmbH
Dresden, Deutschland
EUR
305 000
93.56 %
92.54 %
Roth & Rau Ortner Malaysia Sdn. Bhd.
Cyberjaya, Malaysia
MYR
100 000
100.00 %
100.00 %
Roth & Rau Ortner USA, Inc.
Sandy, USA
USD
50 000
93.56 %
92.54 %
Roth & Rau AG
Hohenstein–Ernstthal, Deutschland
EUR
16 207 045
93.56 %
92.54 %
Roth & Rau B.V.
Eindhoven, Niederlande
EUR
18 200
93.56 %
92.54 %
Roth & Rau Research AG
Hauterive, Schweiz
CHF
100 000
93.56 %
92.54 %
Somont GmbH
Umkirch, Deutschland
EUR
25 000
100.00 %
100.00 %
1)
71
31.12.13
Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil.
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31.12.12
Im Berichtsjahr fusionierte und liquidierte Gesellschaften
Kapitalanteil 1)
Gesellschaft
Sitz
Währung
Nominalwert
31.12.13
MicroSystems GmbH 2)
MB Services AS3)
Meyer Burger S.L. 3)
Barcelona, Spanien
Roth & Rau Australia Pty. Ltd 3)
Sydney, Australien
Roth & Rau Korea Co. Ltd 3)
Seoul, Korea
Roth & Rau Shanghai Trading Ltd 3)
Tecnifinico Italy S.r.l. i.L. 3)
31.12.12
Hohenstein–Ernstthal, Deutschland
EUR
500 000
–
92.54 %
Porsgrunn, Norwegen
NOK
100 000
–
100.00 %
EUR
3 010
–
100.00 %
AUD
100 000
–
92.54 %
KRW
50 000 000
–
92.54 %
Shanghai, China
EUR
500 000
–
92.54 %
Monza, Italien
EUR
100 000
–
92.54 %
Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil.
Die MicroSystems GmbH wurde im Berichtsjahr 2013 mit der Roth & Rau AG fusioniert.
3)
Die Gesellschaften wurden im Berichtsjahr 2013 liquidiert.
1)
2)
Zukünftig nicht mehr operative Gesellschaften
2)
Kapitalanteil 1)
Gesellschaft
Sitz
Meyer Burger Services GmbH
Hohenossig, Deutschland
Roth & Rau India Pvt. Ltd
Mumbay, Indien
Roth & Rau Singapore Pte. Ltd
Nominalwert
31.12.13
31.12.12
EUR
25 000
100.00 %
100.00 %
INR
926 200
93.56 %
92.54 %
Singapur, Singapur
EUR
5 315
93.56 %
92.54 %
Roth & Rau USA Inc.
San José, USA
USD
100
93.56 %
92.54 %
Solar Holding Inc.
City of Wilmington, USA
USD
100
93.56 %
92.54 %
1) Währung
Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil.
Als Folge der Zusammenführung von Roth & Rau Service- und Vertriebsgesellschaften mit Meyer Burger Gesellschaften und als weitere
anstehende Massnahmen zur Vereinfachung der Gruppenstruktur werden in den kommenden Monaten die Gesellschaften liquidiert oder
­fusioniert.
2) Assoziierte Gesellschaften
Kapitalanteil 1)
Gesellschaft
Cober Muegge LLC
Sitz
2)
Norwalk, USA
Währung
Nominalwert
31.12.13
31.12.12
USD
244 006
–
46 %
Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil.
2)
Cober Muegge LLC wurde im Berichtsjahr 2013 verkauft. Aus dem Verkauf resultierte ein Verlust von TCHF 61.
1)
72
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2.5Fremdwährungsumrechnung
2.5.1 Fremdwährungsumrechnung von Abschlüssen von Tochtergesellschaften
in fremder Währung
Die einzelnen Gruppengesellschaften erstellen ihre Abschlüsse in Lokalwährung (funktionale Währung).
Aktiven und Fremdkapital von in Fremdwährung erstellten Bilanzen werden zum Umrechnungskurs des Bilanzstichtags umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs, Erträge, Aufwendungen und Geldflüsse
werden zum Durchschnittskurs des Jahres umgerechnet. Die aus der Anwendung dieser Methode entstehenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral mit den Gewinnreserven resp. kumulierten Verlusten verrechnet.
Andere Kursdifferenzen, inklusive denjenigen aus Fremdwährungstransaktionen der laufenden Geschäftstätigkeit werden der Erfolgsrechnung belastet bzw. gutgeschrieben.
Im Berichtsjahr wurden die folgenden Umrechnungskurse in Schweizer Franken angewendet:
Bilanz
2013
2012
2013
2012
Europäischer Euro (EUR)
1
1.2259
1.2077
1.2307
1.2053
US Dollar (USD)
1
0.8905
0.9139
0.9270
0.9378
Chinesische Yuan Renminbi (CNY)
100
14.5740
14.5040
14.9650
14.8590
Japanischer Yen (JPY)
100
0.8463
1.0640
0.9515
1.1765
1
0.7903
0.9481
0.8977
0.9711
Hongkong Dollar (HKD)
100
11.4840
11.7910
11.9505
12.0900
Indische Rupie (INR)
100
1.4420
1.6710
1.5925
1.7510
Koreanische Won (KRW)
100
0.0847
0.0857
0.0845
0.0835
Malaysischer Ringgit (MYR)
100
27.0560
30.5590
29.4635
30.3725
Norwegische Kronen (NOK)
100
14.5550
16.371
15.7885
16.1175
1
0.7022
0.7470
0.7410
0.7506
100
2.9690
3.1490
3.1220
3.1710
Australischer Dollar (AUD)
Singapore Dollar (SGD)
Taiwan Dollar (TWD)
73
Erfolgsrechnung
Einheit
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2.6
Flüssige Mittel
Zu den Flüssigen Mitteln zählen sämtliche Barbestände von Kassen, Sichtguthaben bei der Post und den Banken, Checks und Wechselforderungen sowie Fest- und Termingelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis
und mit 90 Tagen.
Flüssige Mittel werden zum Nominalwert bewertet.
2.7
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Meyer Burger produziert Maschinen zu einem grossen Teil gegen Anzahlungen von Kunden. Diese Anzahlungen
machen im Zeitpunkt der Auslieferung an den Kunden rund 70 %–80 % des Vertragswertes aus. Beim Abschluss
des Projektes durch eine finale Abnahme des Kunden vor Ort werden die Anzahlungen verrechnet und nur noch
die Schlusszahlung als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bilanziert. Die bilanzierten Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen enthalten demnach nur noch die nicht bereits durch Anzahlungen gedeckte
Restforderung. Bei der Erbringung von Service und Dienstleistungen erfolgt in der Regel keine Anzahlung und
die Forderungen aus diesen Leistungen enthalten daher den vollen Auftragswert.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zum Nominalwert unter Abzug allfälliger Wertbeeinträchtigungen bewertet. Es werden grundsätzlich Einzelwertberichtigungen aufgrund der spezifischen Schuldnerrisiken sowie aufgrund weiterer bekannter Risiken vorgenommen. Falls es aufgrund historischer Erfahrungswerte
angebracht erscheint, kann auch eine Wertberichtigung auf Portfoliobasis vorgenommen werden. In diesem Fall
wird das Risikomuster regelmässig beurteilt und falls notwendig angepasst.
Die Veränderung des Delkredere sowie effektive Debitorenverluste werden im Sonstigen Betriebsaufwand ausgewiesen.
2.8
Sonstige kurzfristige Forderungen
Diese Position beinhaltet alle sonstigen Forderungen, die nicht aus Lieferungen und Leistungen stammen (z.B.
MWSt-Guthaben, Verrechnungssteuerguthaben, Forderungen gegenüber Sozialversicherungen, etc.). Darunter
fallen auch die Anzahlungen an Lieferanten. Des Weiteren werden auch die positiven Wiederbeschaffungswerte
von derivativen Finanzinstrumenten in dieser Position abgebildet, wenn es sich um Absicherungsgeschäfte handelt.
Sonstige Forderungen werden zum Nominalwert unter Abzug allfälliger Wertberichtigungen bewertet. Anschlies­
send erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen.
74
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2.9Warenvorräte
Die Vorräte werden anhand des Fertigstellungsgrads der einzelnen Produkte und ihrer Bestimmung unterschieden in Rohmaterial, Kaufteile und Handelsware, Ware in Konsignation, Halbfabrikate und Fabrikate in Arbeit,
Fertigfabrikate sowie Maschinen vor Abnahme. Eine Bilanzierung unter Maschinen vor Abnahme erfolgt ab Auslieferung der Maschine bis zum Zeitpunkt der Endabnahme durch den Kunden.
Rohmaterial, Kaufteile, Handelsware und Ware in Konsignation werden zu gewichteten, durchschnittlichen Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräusserungswert bewertet. Halbfabrikate, Fabrikate in Arbeit,
Fertigfabrikate sowie Maschinen vor Abnahme werden zu Herstellkosten oder zum niedrigeren Nettoveräusserungswert bewertet. Skontoabzüge werden als Anschaffungswertminderungen behandelt. Der Nettoveräusserungswert entspricht dem geschätzten Verkaufspreis abzüglich direkter Verkaufskosten und gegebenenfalls
Kosten der Fertigstellung.
Wertberichtigungen werden für zu hohe Bestände an Vorräten, die voraussichtlich nicht veräussert werden können, für Vorräte, die kaum oder keine Lagerumschläge erzielen und für beschädigte und unverkäufliche Vorräte
vorgenommen.
Anzahlungen von Kunden, welche einer Maschine oder einem Auftrag direkt zugeordnet werden können und
für welche kein Rückforderungsanspruch besteht, werden als Abzugsposition in den Warenvorräten ausgewiesen, jedoch nur bis zum Betrag des bilanzierten Warenwertes.
2.10Fertigungsaufträge
Fertigungsaufträge sind Aufträge zur kundenspezifischen Fertigung von Vermögenswerten oder Gruppen von
Vermögenswerten, die üblicherweise über mehrere Monate abgewickelt werden.
Fertigungsaufträge werden mit der Percentage-of-Completion-Methode bewertet (PoC), wenn diese Aufträge
einen wesentlichen Einfluss auf den Gesamtumsatz resp. das Ergebnis haben. Der Fertigstellungsgrad wird individuell für jeden Fertigungsauftrag ermittelt und entspricht dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen
Auftragskosten zu den am Stichtag geschätzten gesamten Auftragskosten. Die aufgelaufenen Kosten und die
gemäss Fertigstellungsgrad realisierten Nettoerlöse werden laufend in der Erfolgsrechnung ausgewiesen.
Sofern das Ergebnis des Fertigungsauftrages verlässlich geschätzt werden kann, wird ein entsprechender Gewinnanteil realisiert. Für Fertigungsaufträge, wo das Ergebnis des Fertigungsauftrages noch nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden die Umsätze in der gleichen Höhe wie die bereits aufgelaufenen Kosten erfasst.
In der Bilanz werden die aufgelaufenen Kosten plus Gewinnanteil (bei verlässlicher Schätzung) minus Anzahlungen von Kunden als Nettoguthaben resp. Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen.
75
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2.11
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften
Eine Beteiligung an einer assoziierten Gesellschaft liegt normalerweise bei einem Stimmrechtsanteil zwischen
20 und 50 % vor. Es kann sich auch bei einem Stimmrechtsanteil von weniger als 20% um eine Beteiligung an
einer assoziierten Gesellschaft handeln, falls ein massgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann.
Beteiligungen an einer assoziierten Gesellschaft werden nach der Equity-Methode erfasst. Bei der erstmaligen
Erfassung einer Beteiligung an einer assoziierten Gesellschaft werden die erworbenen Anteile zu den Anschaffungskosten bilanziert. Nachfolgend werden die Anteile an der assoziierten Gesellschaft entsprechend des sich
ändernden Reinvermögens berichtigt.
2.12Sachanlagen
Die Sachanlagen umfassen Grundstücke, betriebliche Liegenschaften, Einrichtungen, Maschinen, EDV, Fahrzeuge sowie Anlagen im Bau.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich der kumulierten planmässigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungen bewertet.
Planmässige Abschreibungen erfolgen in der Regel linear über die folgenden Nutzungsdauern:
Nutzungsdauer in Jahren
Grundstücke
Betriebliche Liegenschaften
Keine Abschreibung
10–30
Einrichtungen
5–20
Maschinen
3–10
EDV
3
Fahrzeuge
4–8
Sachanlagen, die ausschliesslich zu Renditezwecken gehalten werden (z.B. vermietete Wohnhäuser), sind bei
der Folgebewertung zum aktuellen Wert oder zu Anschaffungs-/ Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen
auszuweisen. Die Meyer Burger Gruppe verfügt gegenwärtig über keine ausschliesslich zu Renditezwecken gehaltenen Sachanlagen.
76
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2.13
Immaterielle Anlagen
Als immaterielle Anlagen qualifizieren insbesondere Goodwill, Entwicklungskosten, erworbene Software, Patente, Lizenzen sowie immaterielle Werte aus Akquisitionen. Die immateriellen Werte aus Akquisitionen enthalten bewertete Technologien, Kundenbeziehungen, Marken und Auftragsbestände. Wenn im Zeitpunkt des Erwerbs noch keine Kundenbeziehungen verbucht sind, werden diese nicht neu bewertet, sondern als
Bestandteil des Goodwills direkt mit dem Eigenkapital (Gewinnreserven) verrechnet.
Goodwill wird im Zeitpunkt der Akquisition direkt mit dem Eigenkapital (Gewinnreserven) verrechnet. Gemäss den
Vorgaben der Swiss GAAP FER werden die Auswirkungen einer theoretischen Aktivierung (Anschaffungswert,
Restwert, Nutzungsdauer, Abschreibung) sowie einer allfälligen Wertbeeinträchtigung im Anhang als Schattenrechnung dargestellt. Bei Veräusserung ist der zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Eigenkapital verrechnete
erworbene Goodwill zu berücksichtigen, um den erfolgswirksamen Gewinn oder Verlust zu ermitteln.
Immaterielle Anlagen aus Akquisitionen (wie z.B. Technologie, Marken) werden zum Fair Value per Akquisitionszeitpunkt bewertet und anschliessend linear über die planmässige Nutzungsdauer abgeschrieben.
Entwicklungskosten werden nur dann aktiviert, wenn die technologische Realisierbarkeit gegeben, ein zukünftiger Nutzenzufluss wahrscheinlich ist und die Kosten verlässlich bestimmbar sind. Forschungskosten werden
erfolgswirksam erfasst.
Entwicklungskosten sowie alle übrigen immateriellen Anlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten abzüglich der kumulierten planmässigen Abschreibungen und kumulierten Wertminderungen bewertet.
Die immateriellen Werte aus Akquisitionen werden über folgende Nutzungsdauer abgeschrieben:
Nutzungsdauer in Jahren
Auftragsbestand
1–2
Technologien
6 –10
Kundenbeziehungen
6 –10
Marken
6 –10
Die Immateriellen Anlagen werden linear über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Software wird über
3 Jahre linear abgeschrieben. Alle übrigen immateriellen Anlagen werden über die zu erwartende Nutzungsdauer, höchstens aber über 10 Jahre, abgeschrieben.
2.14Ertragssteuern
Ertragssteuern umfassen die laufenden und die latenten Ertragssteuern.
Die laufenden Ertragssteuern sind die erwarteten, geschuldeten Steuern auf den steuerlich massgeblichen Ergebnissen der jeweiligen Konzerngesellschaften sowie Berichtigungen von Steuern für Vorjahre. Die laufenden
Ertragssteuern werden periodengerecht abgegrenzt und unter den passiven resp. aktiven Rechnungsabgrenzungen ausgewiesen.
Latente Ertragssteuern werden unter Verwendung der bilanzorientierten Betrachtungsweise auf sämtlichen
temporären Differenzen (Bewertungsunterschiede) zwischen der Steuerbasis der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihren Buchwerten im Swiss GAAP FER Abschluss angesetzt. Latente Ertragssteuern werden
77
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unter Anwendung der Steuersätze und -vorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Ertragssteuerguthaben beziehungsweise der Begleichung der latenten Ertragssteuerverbindlichkeit erwartet wird.
Latente Ertragssteuerguthaben werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz oder ein Verlustvortrag verwendet
werden kann. Aktive latente Ertragssteuerguthaben werden mit passiven latenten Ertragssteuerverbindlichkeiten verrechnet, soweit es sich um das gleiche Steuersubjekt handelt.
2.15Finanzverbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten werden nach Fristigkeit in kurz- und langfristig unterteilt und umfassen insbesondere
Verbindlichkeiten gegenüber Banken, Obligationenanleihen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, Darlehen und Hypotheken.
Die ausgegebene Obligationenanleihe wurde beim erstmaligen Ansatz zum Fair Value inklusive Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der EffektivzinsMethode.
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Fair Value inklusive Transaktionskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzins-­
Methode, welche im Normalfall dem Nominalwert entspricht.
Finanzierungsleasing wird in Erläuterung 2.24 behandelt.
2.16
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden dann erfasst, wenn aufgrund einer bereits erbrachten
Leistung die rechtliche Verpflichtung zur Zahlung von Flüssigen Mitteln besteht.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, welche
im Normalfall dem Nominalwert entsprechen.
2.17
Anzahlungen von Kunden
Eine Anzahlung ist eine unverzinsliche Zahlung eines Kunden im Rahmen eines bestehenden Vertrages über die
Fertigung und/oder Lieferung von Produkten und Dienstleistungen.
Anzahlungen von Kunden werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, welche dem Nominalwert
entsprechen.
Anzahlungen von Kunden, welche einer Maschine direkt zugeordnet werden können und für welche kein Rückforderungsanspruch besteht resp. Anzahlungen, welche einem langfristigen Fertigungsauftrag direkt zugeordnet werden können, werden als Abzugsposition bei den Warenvorräten resp. bei den langfristigen Fertigungs­
aufträgen ausgewiesen. Diese Verrechnung von Anzahlungen mit den Warenvorräten erfolgt jedoch maximal
bis zum Betrag des bilanzierten Warenwertes resp. langfristigen Fertigungsauftrags.
Die Anzahlungen für die noch keine Herstellkosten für den Bau von Maschinen aufgelaufen sind resp. wenn die
Anzahlungen die bereits aufgelaufenen Herstellkosten übersteigen, werden diese in den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
78
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2.18
Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten umfassen nicht verzinsliche Verbindlichkeiten, insbesondere Mehrwertsteuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungen, kurzfristige und langfristige Leistungen gegenüber Mitarbeitenden (z.B. Ferien- und Überzeitguthaben, Erfolgsbeteiligungen, Boni, etc.). Des Weiteren werden
auch die negativen Wiederbeschaffungswerte von derivativen Finanzinstrumenten in dieser Position abgebildet,
wenn es sich um Absicherungsgeschäfte handelt.
Die Bewertung der Sonstigen Verbindlichkeiten erfolgt normalerweise zu Anschaffungskosten, welche in der
Regel dem Nominalwert entsprechen. Anschliessend erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten, welche in der Regel ebenfalls dem Nominalwert entsprechen. Die derivativen Finanzinstrumente werden zu
Wiederbeschaffungswerten bewertet.
2.19
Rückstellungen und Eventualverbindlichkeiten
Meyer Burger unterscheidet die folgenden Kategorien von Rückstellungen: Garantierückstellungen, Rückstellungen für Restrukturierung, belastende Verträge, Rechtsfälle sowie andere Rückstellungen.
Rückstellungen werden nur dann gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, welche auf ein
Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist, wenn die Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann und
ein Mittelabfluss wahrscheinlich ist. Falls die Verpflichtung nicht genügend zuverlässig geschätzt werden kann,
wird sie als Eventualverbindlichkeit ausgewiesen, jedoch nicht bilanziert.
Garantierückstellungen werden aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit und den aktuell bekannten
Garantierisiken bestimmt. Rückstellungen für belastende Verträge werden gebildet, wenn die unvermeidbaren
Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen.
Die Bewertung einer Rückstellung erfolgt nach dem Best-Estimate Konzept, d.h. es ist der Betrag zu passivieren, der die bestmögliche Schätzung der Ausgabe darstellt, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung
zum Bilanzstichtag erforderlich ist. Die Höhe einer Rückstellung wird an jedem Bilanzstichtag auf deren Angemessenheit überprüft. Langfristige Rückstellungen werden diskontiert.
2.20Eigenkapital
Das Eigenkapital umfasst das Aktienkapital, die Kapitalreserven, eigene Aktien, die Reserve für aktienbasierte
Vergütungen, die Gewinnreserven resp. kumulierten Verluste sowie die Minderheitsanteile am Eigenkapital.
Das Aktienkapital entspricht dem Nominalwert aller ausstehenden Gesellschaftsanteile.
Die Kapitalreserven beinhalten die über dem Nennwert liegenden Einzahlungen von Aktionären. Es handelt sich
somit um das Agio, reduziert um den über dem Nennwert liegenden Betrag aus der Vernichtung von eigenen
Aktien. Ebenso werden realisierte Gewinne und Verluste aus dem Verkauf von eigenen Aktien direkt in den Kapitalreserven erfasst. Des Weiteren werden auch die Reserven für aktienbasierte Vergütungen nach Ablauf des
Erdienungszeitraums in die Kapitalreserven umgebucht. Ein allfälliger Differenzbetrag zwischen dem Kaufpreis
und dem erworbenen Minderheitskapital wird ebenfalls in den Kapitalreserven verbucht.
Als eigene Aktien gelten Aktien der Meyer Burger Technology AG, die von der Meyer Burger Technology AG direkt oder indirekt über eine Konzerngesellschaft gehalten werden. Eigene Aktien werden zum Anschaffungswert
erfasst und zum Stichtag nicht neu bewertet. Beim Verkauf von eigenen Aktien wird der allenfalls entstehende
Verlust resp. Gewinn in die Kapitalreserven transferiert.
79
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Die Reserve für aktienbasierte Vergütungen umfasst den über den Erdienungszeitraum erfassten Fair Value der
an Geschäftsleitung, Verwaltungsrat und Schlüsselmitarbeitende ausgegebenen Aktien.
Bei den Gewinnreserven resp. kumulierten Verlusten handelt es sich um nicht ausgeschüttete (thesaurierte) Gewinne und Verluste der Meyer Burger Gruppe, die grösstenteils frei verfügbar sind. Sie enthalten die gesetzlichen, statutarischen und freien Reserven. Ein aus einem Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird im
Zeitpunkt der Akquisition direkt mit den Gewinnreserven verrechnet. Des Weitern werden die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung von Jahresrechnungen von ausländischen Tochtergesellschaften in den
Gewinnreserven ausgewiesen.
Die Minderheitsanteile am Eigenkapital umfassen den Teil des Eigenkapitals der Konzerngesellschaften, welcher
direkt oder indirekt Drittaktionären zusteht.
2.21
Erfassung von Erträgen
Die Erträge entsprechen dem Fair Value des erhaltenen oder zu beanspruchenden Entgelts aus dem Verkauf
von Gütern und Dienstleistungen. Erträge werden netto von Umsatz- oder anderen Verkehrssteuern, Abzügen
von Gutschriften, Rücksendungen und Rabatten ausgewiesen.
Für erwartete Gewährleistungsansprüche aus der Leistungserbringung werden angemessene Rückstellungen
gebildet.
Erträge werden erfasst, wenn deren Höhe verlässlich bestimmbar ist, es wahrscheinlich ist, dass der mit der
Transaktion verbundene wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufliesst und zudem die nachfolgend aufgeführten spezifischen Kriterien erfüllt werden:
Nettoerlöse aus dem Verkauf von Maschinen werden nach Abzug der Erlösminderungen zum Zeitpunkt der
Leistungserbringung (Verkauf an Kunde) erfasst, wenn die mit dem Eigentum der Produkte verbundenen Risiken und Erträge auf den Käufer übergegangen sind. Bei Meyer Burger werden die Nettoerlöse aus dem Verkauf
von Maschinen in der Regel erst bei Vorliegen eines vom Kunden am Bestimmungsort unterzeichneten Abnahmeprotokolls (Final Acceptance Test) verbucht und realisiert. Nettoerlöse aus langfristigen Fertigungsaufträgen
werden mit der Percentage-of-Completion-Methode (PoC) bewertet (vgl. Absatz 2.10).
Nettoerlöse aus Serviceleistungen werden im Umfang der erbrachten Leistungen bis zum Bilanzstichtag erfasst.
Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode periodengerecht, Dividendenerträge sobald der
Rechtsanspruch auf die Zahlung entsteht, erfasst.
2.22
Aktienbasierte Vergütungen
Eine aktienbasierte Vergütung ist eine Transaktion, in der ein Unternehmen Güter oder Dienstleistungen erhält
oder erwirbt, entweder als Gegenleistung für seine Eigenkapitalinstrumente oder durch Aufnahme von Schulden für Beträge, die auf dem Kurs von Aktien oder anderen Eigenkapitalinstrumenten des Unternehmens basieren. Die bilanzielle Behandlung von anteilsbasierten Vergütungen hängt davon ab, wie die Transaktion erfüllt
wird, nämlich ob mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente oder mit Barausgleich. Unter dem aktuellen Aktienbeteiligungsprogramm unterbreitet die Meyer Burger Technology AG jedem Planteilnehmer ein individuelles
Angebot in einem Angebotsschreiben, in welchem die Anzahl angebotener Anwartschaften zum Erwerb von Aktien, der Bezugspreis pro Aktie, die Zahlungsmodalitäten, die Annahmefrist sowie die (freiwilligen) Sperrfristen
festgelegt sind. Der Fair Value zum Zeitpunkt der Gewährung von Anwartschaften, Aktien oder Optionen wird
im Zeitpunkt der Ausgabe resp. über den Erdienungszeitraum erfolgswirksam im Personalaufwand erfasst.
80
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2.23Unternehmenszusammenschlüsse
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der «Akquisitionsmethode». Zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung werden die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen Verbindlichkeiten einer erworbenen Gesellschaft zum Fair Value bewertet. Der Goodwill wird zum Zeitpunkt der Kontrollübernahme als Differenz zwischen den Kosten der Akquisition (bewertet zum Fair Value) und dem Nettobetrag der erworbenen
Vermögenswerte ermittelt. Goodwillbeträge in fremder Währung werden zu jedem Bilanzstichtag zu Stichtagskursen umgerechnet. Der entstandene Goodwill wird im Zeitpunkt der Akquisition direkt mit dem Eigenkapital
(Gewinnreserven) verrechnet. Gemäss den Vorgaben von Swiss GAAP FER werden die Auswirkungen einer
theoretischen Aktivierung (Anschaffungswert, Restwert, Nutzungsdauer, Abschreibung) sowie einer allfälligen
Wertbeeinträchtigung im Anhang als Schattenrechnung dargestellt.
2.24Leasing
Es wird grundsätzlich zwischen Finanzierungsleasing und operativem Leasing unterschieden. Die Meyer Burger
Gruppe verfügt über kein Finanzierungsleasing, sondern nur über operatives Leasing. Das operative Leasing
wird wie normale Mieten behandelt, d.h., die resultierenden Zahlungen werden als Aufwand erfasst.
2.25
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten (Impairment)
Auf jeden Bilanzstichtag ist zu prüfen, ob Aktiven in ihrem Wert beeinträchtigt sind. Diese Prüfung erfolgt aufgrund von Anzeichen, die darauf hindeuten, dass einzelne Aktiven von einer solchen Wertbeeinträchtigung betroffen sein könnten. Falls solche Anzeichen vorliegen, ist der erzielbare Wert zu bestimmen.
Für Wertaufholungen wird die gleiche Methode wie für das Feststellen von Wertminderungen angewendet, d.h.,
es wird zu jedem Berichtsstichtag überprüft, ob Anzeichen dafür vorliegen, dass eine Wertaufholung stattgefunden hat. Falls ja, ist der Betrag der Wertaufholung zu bestimmen (Differenz zwischen erzielbarem Betrag und
maximalem Buchwert ohne ursprüngliche Wertberichtung) und eine entsprechende Wertaufholung zu erfassen.
2.26Personalvorsorge
Die Meyer Burger Gruppe hat sich in der Schweiz bezüglich der Personalvorsorge einer Sammelstiftung mit Vollversicherungscharakter angeschlossen. In den ausländischen Gesellschaften bestehen jeweils länderspezi­
fische Pensionspläne, bei denen die Verpflichtung nicht bei diesen Ländergesellschaften, sondern bei den
Vorsorgeeinrichtungen liegt. Für die Meyer Burger Gruppe besteht somit keine wirtschaftliche Verpflichtung aus
Vorsorgelösungen, die in der Bilanz abgebildet werden muss.
3RISIKOMANAGEMENT
Als internationales Unternehmen ist die Meyer Burger Gruppe verschiedenen finanziellen und nichtfinanziellen
Risiken ausgesetzt, welche untrennbar mit der unternehmerischen Tätigkeit des Konzerns verbunden sind. Die
definierten Risiken werden im weitesten Sinne als die Gefahr bestimmt, die finanziellen, operativen oder strategischen Ziele nicht wie geplant zu erreichen. Um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist es daher
unerlässlich, die Risiken effektiv zu identifizieren, zu analysieren und durch geeignete Steuerungsmassnahmen
zu beseitigen oder zu begrenzen.
Mit klar definierten Managementinformations- und Kontrollsystemen werden die Risiken, denen Meyer Burger
ausgesetzt ist, gemessen, überwacht und kontrolliert. Ein entsprechendes detailliertes Reporting wird halbjährlich erstellt und gegenüber dem Verwaltungsrat berichtet. Im Berichtsjahr diskutierte der Verwaltungsrat das
Risikoportfolio während zwei Verwaltungsratssitzungen.
81
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Zur Sicherstellung der Effektivität des Risikomanagements, der Tranparenz und der Aggregation von Risiken im
Rahmen der Berichterstattung hat sich Meyer Burger für einen unternehmensweit einheitlichen und integrierten
Ansatz zum Management von Unternehmensrisiken entschieden.
Im Rahmen der Risikobewertung werden die Eintrittswahrscheinlichkeit sowie die Schadenhöhe der Risiken betrachtet. Dabei setzt Meyer Burger sowohl quantitative also auch qualitative Methoden ein, die unternehmensweit einheitlich gestaltet sind und damit eine Vergleichbarkeit der Risikobewertung über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg ermöglichen. Entsprechend dem Ergebnis aus Eintrittswahrscheinlichkeit und
erwarteter Tragweite wird eine übersichtliche Risikobewertungsmatrix erstellt.
3.1Fremdwährungsrisiken
Die Meyer Burger Gruppe ist vor allem Wechselkursschwankungen aus betrieblichen Aufwendungen und Finanzierungen, welche in einer von der Lokalwährung (funktionale Währung) der jeweiligen Tochtergesellschaft abweichenden Währung denominiert sind, ausgesetzt. Geringer ist das Ausmass der in einer Fremdwährung
denominierten Umsätze. Auf konsolidierter Ebene ist die Gruppe auch Wechselkursschwankungen zwischen
Schweizer Franken und den jeweiligen Lokalwährungen der Tochtergesellschaften ausgesetzt. Die bedeutendsten Fremdwährungen für die Meyer Burger Gruppe sind Euro, US-Dollar und Chinesische Yuan Renminbi.
Die Meyer Burger Gruppe setzt Devisenterminkontrakte zur Absicherung von Wechselkursrisiken ein. Die meisten Absicherungskontrakte haben eine Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Fremdwährungskursrisiken auf dem
Buchwert des Nettovermögens einer ausländischen Tochtergesellschaft («net investment in a foreign entity»)
oder auf der Umrechnung der Ergebnisse ausländischer Gesellschaften werden nicht abgesichert.
3.2Zinssatzrisiken
Die Meyer Burger Gruppe trägt ein Zinsrisiko aufgrund von Schwankungen der Zinssätze auf dem Kapitalmarkt,
dabei sind insbesondere die flüssigen Mittel und die Verbindlichkeiten aus der Beanspruchung des syndizierten
Bankkredits dem Risiko von Zinsschwankungen unterworfen mit entsprechenden möglichen Auswirkungen auf
den Cashflow. Die übrigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen festverzinslich. Die Zins­
risiken werden bei der Meyer Burger Gruppe aktiv bewirtschaftet. Das Hauptziel des Managements von Zinssatzrisiken durch die Meyer Burger Gruppe ist die Einschränkung der Volatilität der geplanten Geldflüsse.
3.3
Weitere Preisrisiken
Die Meyer Burger Gruppe hält zurzeit keine Finanzinstrumente mit Eigenkapitalcharakter und ist daher keinen
diesbezüglichen Preisrisiken ausgesetzt. Eine Ware ist eine physische Substanz, in der Regel eine grundlegende
Ressource wie Eisenerz, Nickel, Aluminium, Kupfer und andere Metalle, Rohöl, Erdgas und Kohle usw. Grundsätzlich ist Meyer Burger nur indirekt durch ihre erworbenen Produkte solchen Commodity-Preisschwankungen
ausgesetzt. Das eigentliche Preisrisiko entsteht durch den zeitlichen Abstand zwischen Kostensteigerungen von
Lieferanten aufgrund von Rohstoff-Preiserhöhungen und der Fähigkeit der Gruppengesellschaften, ihre Preise
zu erhöhen. Jede Gruppengesellschaft trägt die Verantwortung für die Identifizierung und Quantifizierung von
Commodity-Preis-Risiken. Die Meyer Burger Gruppe hat in den Berichtsjahren 2013 und 2012 keine derartigen
Derivative gehandelt.
82
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3.4Kreditrisiken
Die Meyer Burger Gruppe ist aufgrund ihrer operativen Geschäftstätigkeit verschiedenen Kreditrisiken ausgesetzt. Die Meyer Burger Gruppe verfügt über Richtlinien, die sicherstellen, dass Produkte und Dienstleistungen
nur an kreditwürdige Kunden verkauft werden. Weiter werden in der operativen Geschäftstätigkeit die Ausstände laufend überwacht. Kreditrisiken auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf Vorauszahlungen wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalisierten Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die
Gefahr von Ausfallrisiken wird wenn immer möglich durch Kundenanzahlungen sowie Kreditzusagen von Banken minimiert. Die Gegenparteien für Wertschriftentransaktionen, derivative Finanzinstrumente und Geldanlagen
sind sorgfältig ausgewählte Finanzinstitute mit einem Mindestrating von A-, welche mit definierten Limiten laufend überwacht werden. Bei wesentlichen kurzfristigen Finanzanlagen mit einer Laufzeit von weniger als 6 Monaten achten wir darauf, dass die Gegenpartei ein Rating von A-1 besitzt. Mittels der bestehenden Richtlinie
wird sichergestellt, dass das Kreditrisiko gegenüber Finanzinstituten angemessen überwacht wird. Die vorhandenen Limiten gegenüber Banken werden fortlaufend überwacht und im Bedarfsfall entsprechend realloziert.
Hinsichtlich der am Bilanzstichtag weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen finanziellen
Vermögenswerte deuten keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht
nachkommen werden. Aufgrund deren Bonität erwartet die Meyer Burger Gruppe keine Verluste wegen Nichterfüllung der Verträge.
3.5Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Meyer Burger Gruppe ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nicht nachkommen kann. Die Sicherung der Liquidität wird permanent überwacht und monatlich dem Management und dem Verwaltungsrat rapportiert.
Im ersten Halbjahr 2013 konnte die Liquidität durch eine ordentliche Kapitalerhöhung über CHF 150 Mio. gestärkt werden. Zusätzlich flossen der Meyer Burger Gruppe in der ersten Jahreshälfte CHF 30 Mio. aufgrund
der Aufnahme eines hypothekarisch gesicherten Kredites zu.
Aufgrund der vollzogenen Optimierungs- und Konzentrationsprogramme im Berichtsjahr 2013 konnten die operativen Kosten im Vergleich zum Vorjahr 2012 um rund CHF 97.7 Mio. reduziert werden. Dies liegt deutlich über
dem kommunizierten Ziel von CHF 50 bis 60 Mio. zu Jahresbeginn 2013. Diese Kostensenkungsmassnahmen
und neue Kundenanzahlungen führten dazu, dass der Geldabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte 2013 signifikant gesenkt werden konnte. Verglichen mit CHF –82 Mio. im ersten Halbjahr 2013
konnte der Geldabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit im zweiten Halbjahr 2013 um 41% auf CHF –48 Mio.
reduziert werden. Aufgrund des vorhandenen Bestandes an flüssigen Mitteln im Umfang von rund CHF 173.2
Mio., den erwarteten Kundenzahlungen aus neuen Aufträgen und weiteren Finanzierungsmöglichkeiten (vgl.
nachstehend) geht das Management und der Verwaltungsrat aus heutiger Sicht davon aus, dass die Liquiditätssituation für die absehbare Zukunft gesichert ist.
83
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Der im April 2011 mit mehreren Schweizer Finanzinstituten zur Akquisitions- und Betriebsmittelfinanzierung abgeschlossene Rahmenkreditvertrag in Höhe von CHF 180 Mio. wurde im ersten Quartal 2013 neu verhandelt.
Der neu abgeschlossene Rahmenkreditvertrag ist in eine Garantie- und Betriebsmittellimite in der Höhe von insgesamt CHF 150 Mio. aufgeteilt, wobei die Inanspruchnahme der Betriebslimite in Form von festen Vorschüssen nur mit Zustimmung sämtlicher Syndikatsbanken bis maximal CHF 60 Mio. zulässig ist. Für Bankgarantien
und Bürgschaften steht die Garantielimite unwiderruflich bis maximal CHF 150 Mio. zu Verfügung. Der Zins
beträgt Libor plus Marge auf Grundlage eines vorgegebenen Margenrasters und wird vierteljährlich festgelegt.
Kreditnehmerinnen sind die Meyer Burger Technology AG und die Meyer Burger AG. Gegenwärtig werden unter
dem Rahmenkreditvertrag keine festen Vorschüsse bezogen.
Zusätzlich zu dieser neuen Garantie- und Betriebsmittellimite von CHF 150 Mio. steht der Meyer Burger Gruppe
gemäss Rahmenkreditvertrag die Möglichkeit offen, die bestehenden Betriebsgebäude mit einem hypothekarisch gesicherten Kredit von CHF 50 Mio. zu belasten. Von dieser Möglichkeit wurde im ersten Quartal 2013 Gebrauch gemacht und es konnte ein entsprechender hypothekarisch gesicherter Kreditvertrag über CHF 30 Mio.
mit dem gleichen Bankenkonsortium für das Betriebsgebäude in Thun abgeschlossen werden. Die Auszahlung
des hypothekarisch gesicherten Kredites ist im ersten Quartal 2013 erfolgt.
4
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNRECHNUNG
4.1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
in TCHF
31.12. 2013
31.12. 2012
Kundenforderungen
61 475
86 426
Wertberichtigungen
–33 673
–49 789
27 802
36 637
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Meyer Burger Gruppe hat keine Forderungen als Sicherheitsleistungen gegenüber Dritten verpfändet. Das
maximale Kreditrisiko der Meyer Burger Gruppe entspricht jeweils dem Buchwert der erfassten Forderung.
Bei den Wertberichtigungen handelt es sich fast ausschliesslich um Einzelwertberichtigungen, die auf eine geringe Anzahl von Kunden zurückzuführen sind. Diese wurden aufgrund der kundenspezifischen Bonität eingeschätzt. Die Pauschalwertberichtigungen machen mit TCHF 348 (2012 TCHF 77) einen sehr geringen Teil der
Wertberichtigungen aus. Die pauschale Wertberichtigung auf Forderungen basiert auf Erfahrungswerten.
Im Jahr 2013 wurden rund CHF 14.7 Mio. wertberichtigte Forderungen definitiv abgeschrieben (2012 CHF 17.4
Mio.), was den Grossteil der Verringerung der Wertberichtigungen begründet. Über die Erfolgsrechnung wurden
in 2013 netto rund CHF 1.4 Mio. Wertberichtigungen erfolgswirksam aufgelöst (2012 netto Bildung CHF 13.1
Mio.).
Die Forderungen gegenüber von nahestehenden Personen werden unter Erläuterung 4.32.4 separat offengelegt.
84
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4.2
Sonstige Forderungen
in TCHF
31.12. 2013
31.12. 2012
10 221
15 011
Anzahlungen an Lieferanten
Derivative Finanzinstrumente
Übrige Forderungen
–
82
11 618
13 796
Wertberichtigungen
–1 169
–1 178
Übrige Forderungen
20 670
27 712
694
672
31.12. 2013
31.12. 2012
Davon langfristig
4.3
Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen
in TCHF
Aufträge in Arbeit
Anzahlungen von Kunden
8 465
15 720
– 8 647
–23 762
–182
–8 043
Fertigungsaufträge netto
davon
Nettoguthaben aus Fertigungsaufträgen
233
841
Nettoverbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen
415
8 883
3 234
15 666
Zusätzliche Informationen
Ertrag aus der PoC Methode (Erfolgsrechnung)
4.4Warenvorräte
in TCHF
Rohmaterial, Einkaufsteile, Handelsware
31.12. 2013
31.12. 2012
123 202
113 784
1 247
161
Halbfabrikate
92 675
91 597
Fertigfabrikate
33 580
56 870
Maschinen vor Abnahme
53 375
28 460
Anzahlungen von Kunden
–40 707
–33 702
Ware in Konsignation
Wertberichtigungen
Warenvorräte
–115 484
–83 437
147 887
173 733
Wertberichtigungen werden für zu hohe Bestände an Vorräten, die voraussichtlich nicht veräussert werden können, für Vorräte, die kaum oder keine Lagerumschläge erzielen und für beschädigte und unverkäufliche Vorräte
vorgenommen.
Insgesamt haben sich die Wertberichtigungen auf dem Lager um rund CHF 32 Mio. erhöht. Davon sind rund
CHF 11 Mio. auf die Verschiebung von Rückstellungen für belastende Verträge zu den Wertberichtigungen auf
Warenvorräte zurückzuführen. In den Vorjahren wurden in den Rückstellungen für belastende Verträge für bestehende Rahmenverträge Rückstellungen gebildet. Im Berichtsjahr 2013 wurde ein Teil dieses Materials nun
effektiv bezogen und an Lager gelegt. Da die Ware nun physisch vorhanden ist, wurden die entsprechenden
Rückstellungen aufgelöst und die Warenvorräte direkt wertberichtigt. Diese Erhöhung der Wertberichtigung ist
somit erfolgsneutral erfolgt.
85
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Die restliche Erhöhung von rund CHF 21 Mio. ist grösstenteils auf die erfolgswirksame Bildung von zusätzlichen
Wertberichtigungen auf Rohmaterialen und Halbfabrikaten zurückzuführen. Dies betraf im Wesentlichen Rohmaterial für eine ältere Generation von Maschinen, welche weitestgehend durch eine neue Generation ersetzt
werden.
4.5
Aktive Rechnungsabgrenzungen
in TCHF
31.12. 2013
31.12. 2012
8 563
9 532
80
7 659
8 643
17 190
31.12. 2013
31.12. 2012
Equity Beteiligungen
–
181
Übrige Finanzanlagen Dritte
–
154
Finanzanlagen
–
335
Bereits bezahlte Aufwendungen
Forderungen gegenüber der Steuerbehörde
Aktive Rechnungsabgrenzungen
4.6Finanzanlagen
in TCHF
86
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4.7Sachanlagen
in TCHF
Grundstücke
& Bauten
Ein­
richtungen
Maschinen
EDV
Fahrzeuge
Rendite­
liegen­
schaften
Anlagen
in Bau
Total
31 092
24 280
79 933
1 266
1 496
640
35 336
174 043
–
–165
–2 758
–
–
–
–
–2 923
1 238
1 563
6 817
778
97
–
31 719
42 212
18 463
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
Zugänge
Aktivierte Eigenleistungen
Umgliederungen innerhalb Sachanlagen
Abgänge
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
Zugänge
–
118
4 704
–
–
–
13 641
46 629
10 959
7 156
510
10
–
–65 264
–
–323
–5 994
–10 475
–226
–129
–
–
–17 146
–336
–217
–838
–5
–7
–5
–99
–1 508
78 299
30 545
84 540
2 323
1 467
635
15 332
213 141
–
–
–
–
–
–
–
–
239
759
5 468
118
35
–
813
7 432
5 486
340
111
621
–
–
–
4 414
Umgliederungen innerhalb Sachanlagen
1 694
655
9 711
81
5
–
–12 146
–
Abgänge
–775
–1 321
–33 189
–70
–37
–652
–2 049
–38 093
Aktivierte Eigenleistungen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.2013
489
257
68
–4
–7
17
112
932
80 285
31 005
67 220
2 448
1 464
–
6 475
188 898
–1 226
–9 450
–28 464
–839
–598
–12
–
–40 591
–
107
445
–
–
–
–
553
–2 205
–4 598
–13 854
–350
–181
–27
–
–21 215
–3 854
Kumulierte Abschreibungen
und ­Wertminderungen
Stand 1.1.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
Planmässige Abschreibungen
Wertminderungen
Umgliederungen innerhalb Sachanlagen
Abgänge
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
Planmässige Abschreibungen
–71
–492
–3 288
–
–3
–
–
–400
414
–
–13
–2
–
–
–
303
5 589
9 750
224
74
–
–
15 940
48
103
309
4
7
–
–
470
–3 552
–8 327
–35 102
–974
–703
–39
–
–48 696
–
–
–
–
–
–
–
–
–3 149
–3 969
–12 955
–564
–170
–14
–
–20 822
Wertminderungen
–
–207
–6 381
–
–1
–
–907
–7 495
Wertaufholung
–
–
972
–
–
–
–
972
Umgliederungen innerhalb Sachanlagen
–
–139
172
–34
–
–
–
–
697
1 279
26 908
67
29
59
–
29 040
Abgänge
–35
–155
–81
4
6
–7
36
–231
–6 038
–11 517
–26 467
–1 501
–838
–
–872
–47 233
01.01.2012
29 865
14 829
51 469
427
897
628
35 336
133 452
31.12.2012
74 747
22 217
49 437
1 349
765
596
15 332
164 443
31.12.2013
74 247
19 488
40 753
947
626
–
5 604
141 665
01.01. 2012
–
–
–
–
–
–
–
–
31.12. 2012
–
–
–
–
–
–
–
–
31.12. 2013
–
–
–
–
–
–
–
–
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.2013
Bilanzwerte netto
Davon Finanzierungsleasing
87
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
Die Wertminderungen im Berichtsjahr 2013 von rund CHF 7.5 Mio. bei den Maschinen erfolgte grösstenteils für
technologisch veraltete, noch nicht vollständig wertberichtigte Produktionsanlagen und für nicht mehr be­
nötigte, aber verkäufliche Maschinen, die auf den tieferen Verkaufspreis wertberichtigt wurden.
Die Zugänge und Aktivierungen im Berichtsjahr 2013 beinhalten grösstenteils Erneuerungsinvestitionen und die
Aktivierung von selbst hergestellten Testmaschinen.
Die Zugänge von rund CHF 46.6 Mio. in der Kategorie Grundstücke und Bauten und die Zugänge von rund CHF
11.0 Mio. in der Kategorie Einrichtungen im Jahr 2012 waren grösstenteils auf den Neubau des neuen Firmengengebäudes der Meyer Burger AG in Thun zurückzuführen. Dieser Neubau wurde im Mai 2012 bezogen.
Am 7. März 2013 wurde für das Betriebsgebäude in Thun mit einem Bankenkonsortium ein hypothekarisch gesicherter Kreditvertrag über CHF 30 Mio. abgeschlossen und die Mittel wurden im ersten Quartal 2013 bezogen. In diesem Zusammenhang wurden Schuldbriefe von CHF 33 Mio. auf diesem Gebäude errichtet und an
das Bankenkonsortium verpfändet.
Die Investitionsverpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen sind unter Erläuterung 4.28 offengelegt.
88
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
4.8
Immaterielle Anlagen
Sonstige
immate­
rielle
Anlagen
Total
3 021
52 222
403 979
–
–107
–6 232
–
–
9 629
9 629
–
–
–
–
–
–
–
405
399
804
–
–
–
–
–
–
–
–4 197
–
–2 919
–33 882
–40 998
Kunden–
Ent­
bezie– wicklungshungen
kosten
Tech–
nologie
Marken
269 797
68 186
10 752
–6 125
–
–
Zugänge
–
–
Wertanpassungen
–
Aktivierte Eigenleistungen
–
Umgliederungen innerhalb immateriellen Anlagen
Abgänge
in TCHF
Anschaffungswerte
Stand 1.1.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
–2 647
–479
–88
–2
–355
–3 572
261 025
63 510
10 664
505
27 907
363 611
Veränderung Konsolidierungskreis
–
–
–
–
–
–
Zugänge
–
–
–
–
457
457
Wertanpassungen
–
–
–
–
–
–
Aktivierte Eigenleistungen
–
–
–
503
–
503
–
–
–
–
–
–
–7 225
–
–1 488
–351
–445
–9 509
Stand 31.12.2012
Umgliederungen innerhalb immateriellen Anlagen
Abgänge
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
1 858
618
167
8
191
2 843
255 658
64 128
9 343
666
28 110
357 906
–74 749
–6 474
–1 859
–2 970
6 125
–
–
–
71
6 196
–39 037
–6 785
–918
–16
–18 504
–65 261
Wertminderungen
–
–3 602
–
–
–1 211
–4 814
Wertaufholungen
–
–
–
–
–
–
Umgliederungen innerhalb immateriellen Anlagen
–
–
–
–
–
–
Wertanpassungen
–
–
–
–
–
–
Abgänge
–
4 197
–
2 919
33 852
40 968
191
1 075
Stand 31.12.2013
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand 1.1.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
Planmässige Abschreibungen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
839
29
14
3
–106 823
–12 635
–2 764
–64
–28 594 –114 646
–14 196 –136 482
–
–
–
–
–
–
–39 509
–6 457
–938
–53
–5 252
–52 208
Wertminderungen
–
–
–
–
–
–
Wertaufholungen
–
–
–
–
–
–
Umgliederungen innerhalb immateriellen Anlagen
–
–
–
–
–
–
Wertanpassungen
–
–
–
–
–
–
7 225
–
1 488
351
439
9 152
–71
–625
Planmässige Abschreibungen
Abgänge
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
–439
–71
–44
–7
–139 546
–19 162
–2 258
227
01.01. 2012
195 048
61 712
8 893
52
23 628
289 333
31.12. 2012
154 202
50 875
7 900
441
13 710
227 129
31.12. 2013
116 112
44 966
7 085
893
9 030
178 087
Stand 31.12.2013
–19 080 –179 819
Bilanzwerte netto
Davon Finanzierungsleasing
89
01.01. 2012
–
–
–
–
–
–
31.12. 2012
–
–
–
–
–
–
31.12. 2013
–
–
–
–
–
–
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Die immateriellen Anlagen stammen grösstenteils aus Unternehmensakquisitionen aus Vorjahren und sind damit
käuflich erworben worden. Die selbst erarbeiteten immateriellen Anlagen betreffen mit TCHF 893 (2012:
TCHF 441) die Entwicklungskosten und mit TCHF 1 056 (2012 TCHF 1 940) die Leistungen im Zusammenhang
mit der Einführung von SAP bei verschiedenen Tochtergesellschaften. Insgesamt handelt es sich somit bei
TCHF 1 949 (2012 TCHF 2 381) um selbst erarbeitete immaterielle Anlagen.
Bei den Abgängen der Anschaffungswerte von rund CHF 7.2 Mio. bei der Technologie und rund CHF 1.5 Mio.
bei den Marken handelt es sich um bereits in Vorjahren vollständig wertberichtigte Anlagen.
Die Produkte der Roth & Rau B.V. werden ab 2012 unter dem Markennamen «Roth & Rau Cell & Coating
Systems» vertrieben. Deshalb wurde im Jahr 2012 die aktivierte Marke «OTB» der Roth & Rau B.V. (ehemals OTB
Solar B.V.) im Umfang von TCHF 3 602 vollständig wertgemindert.
Die Investitionsverpflichtungen für den Erwerb von immateriellen Anlagen sind unter Erläuterung 4.24 offengelegt.
Der Goodwill wird unter Swiss GAAP FER im Zeitpunkt des Erwerbs direkt mit dem Eigenkapital (Gewinnreserven) verrechnet. Der Effekt einer theoretischen Aktivierung des Goodwills und linearer Abschreibung über 5 Jahre
auf das Eigenkapital und das Ergebnis wird in nachstehender Übersicht dargestellt:
Goodwill Verrechnung mit dem Eigenkapital
in TCHF
2013
2012
Anschaffungswerte
Stand 1.1.
327 457
329 980
Zugänge
–
–
Abgänge
–
–
2 654
–2 523
330 111
327 457
–230 366
–180 643
–44 784
–52 968
Wertminderungen
–
–
Abgänge
–
–
–1 859
3 245
–277 008
–230 366
53 104
97 091
Ausgewiesenes Eigenkapital inkl. Minderheitsanteile
408 621
416 144
Theoretische Aktivierung Goodwill (Nettobuchwert)
53 104
97 091
Theoretisches Eigenkapital inkl. Minderheitsanteile und Nettobuchwert Goodwill
461 725
513 235
Ausgewiesenes Eigenkapital inkl. Minderheitsanteile
408 621
416 144
52.1 %
49.9 %
461 725
513 235
55.2 %
55.1 %
–162 817
–110 773
–44 784
–52 968
–207 601
–163 741
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.
Kumulierte Amortisationen
Stand 1.1.
Amortisationen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.
Theoretischer Nettobuchwert 31.12.
Eigenkapitalquote
Theoretisches Eigenkapital inkl. Minderheitsanteile und Nettobuchwert Goodwill
Theoretische Eigenkapitalquote inkl. Minderheitsanteile und Nettobuchwert Goodwill
Ausgewiesenes Ergebnis inkl. Minderheitsanteile
Theoretische Abschreibung auf Goodwill
Theoretisches Ergebnis inkl. Minderheitsanteile nach Goodwill Abschreibung
90
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4.9Finanzverbindlichkeiten
in TCHF
31.12. 2013
31.12. 2012
Kurzfristig
Verbindlichkeiten gegenüber Banken
Kurzfristiger Anteil langfristiger Verbindlichkeiten
Sonstige
1
1
297
785
–
39
298
825
129 383
129 201
3 818
3 774
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Langfristig
Obligationenanleihe
Darlehen
Hypotheken
30 000
–
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
163 201
132 975
Finanzverbindlichkeiten
163 499
133 799
Die Meyer Burger Technology AG hat am 24. Mai 2012 mit einer Schweizer Franken Obligationenanleihe in
Höhe von CHF 130 Mio. erfolgreich langfristiges Fremdkapital aufgenommen. Die Anleihe wird mit 5 Prozent
p.a. verzinst und läuft über 5 Jahre (Endfälligkeit 24. Mai 2017). Die Obligationenanleihe wird zu fortgeführten
Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Aufgrund dieser Bewertung resultiert
ein Buchwert von CHF 129.4 Mio. per Bilanzstichtag.
Der im April 2011 mit mehreren Schweizer Finanzinstituten zur Akquisitions- und Betriebsmittelfinanzierung abgeschlossene Rahmenkreditvertrag in Höhe von CHF 180 Mio. wurde im ersten Quartal 2013 neu verhandelt.
Der neu abgeschlossene Rahmenkreditvertrag ist in eine Garantie- und Betriebsmittellimite in der Höhe von insgesamt CHF 150 Mio. aufgeteilt, wobei die Inanspruchnahme der Betriebslimite in Form von festen Vorschüssen nur mit Zustimmung sämtlicher Syndikatsbanken bis maximal CHF 60 Mio. zulässig ist. Für Bankgarantien
und Bürgschaften steht die Garantielimite unwiderruflich bis maximal CHF 150 Mio. zu Verfügung. Der Zins
beträgt Libor plus Marge auf Grundlage eines vorgegebenen Margenrasters und wird vierteljährlich festgelegt.
Kreditnehmerinnen sind die Meyer Burger Technology AG und die Meyer Burger AG. Gegenwärtig werden unter
dem Rahmenkreditvertrag keine festen Vorschüsse bezogen.
Zusätzlich zu dieser neuen Garantie- und Betriebsmittellimite von CHF 150 Mio. steht der Meyer Burger Gruppe
gemäss Rahmenkreditvertrag die Möglichkeit offen, die bestehenden Betriebsgebäude mit einem hypothekarisch gesicherten Kredit von CHF 50 Mio. zu belasten. Von dieser Möglichkeit wurde im ersten Quartal 2013 Gebrauch gemacht und es konnte ein entsprechender hypothekarisch gesicherter Kreditvertrag über CHF 30 Mio.
mit dem gleichen Bankenkonsortium für das Betriebsgebäude in Thun abgeschlossen werden. Die Auszahlung
des hypothekarisch gesicherten Kredites ist im ersten Quartal 2013 erfolgt.
Der Wert der verpfändeten Aktiven beträgt per 31.12. 2013 CHF 34.8 Mio., wobei der grösste Teil auf die Verpfändung des Betriebsgebäudes in Thun zurückzuführen ist. Per 31.12. 2012 waren CHF 3.1 Mio. der Aktiven
verpfändet.
91
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4.10
Derivative Finanzinstrumente
Positive
Verkehrswerte
in TCHF
Währung
Zinsen
31.12.2012
Negative
Verkehrswerte
82
–
–
14
82
14
Per 31.12.2013 sind keine derivativen Finanzinstrumente ausstehend.
4.11Rückstellungen
Garantierückstellungen
Restruktu­
rierung
Belastende
Verträge
Rechtsfälle
Andere
Total
17 023
–
81 389
11 380
8 018
117 809
–
–
–
–
–199
–199
3 099
2 460
11 492
491
6 174
23 716
Verwendung
–6 256
–
–23 443
–2 094
–1 223
–33 016
Auflösung
–2 932
–
–7 933
–1 687
–391
–12 944
–
–
–
–
–
–
–55
–
–115
–99
–33
–302
10 878
2 460
61 390
7 991
12 345
95 063
–
–
–
–
–
–
1 746
158
8 550
90
2 342
12 886
Verwendung
–4 216
–1 284
–21 056
–682
565
–26 672
Auflösung
–5 124
–264
–22 490
–77
–3 784
–31 740
1
–
438
–
–439
–
78
–
117
123
98
416
3 365
1 070
26 948
7 445
11 127
49 954
93 818
in TCHF
Stand 1.1.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
Bildung
Umgliederungen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.2012
Veränderung Konsolidierungskreis
Bildung
Umgliederungen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12.2013
Davon kurzfristig
01.01.2012
16 120
–
58 819
11 380
7 499
31.12.2012
10 580
1 698
42 014
7 991
10 989
73 272
31.12.2013
2 568
580
25 063
7 445
10 918
46 574
Garantierückstellungen: Rückstellungen für während der vertraglich vereinbarten Garantiedauer zu erbringende
Leistungen. Die Höhe der Rückstellungen wird aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit und den
aktuell bekannten Garantierisiken bestimmt. Der Mittelabfluss wird innerhalb der gewährten Garantiedauer erwartet. Die gewährte Garantiedauer beträgt grösstenteils ein Jahr resp. maximal zwei Jahre.
Restrukturierungsrückstellungen: Die Rückstellung resultiert im Wesentlichen aus der Aufhebung des Standorts
der ehemaligen 3S Swiss Solar Systems AG in Lyss im Jahr 2012 und des Umzugs deren Geschäftsaktivitäten
nach Thun.
92
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Belastende Verträge: Rückstellungen für Verträge, bei welchen die unvermeidbaren Kosten zur Erfüllung der
vertraglichen Verpflichtungen höher sind als der erwartete wirtschaftliche Nutzen. Im Jahr 2011 mussten insbesondere aufgrund des plötzlichen Einbruchs der Marktnachfrage im Jahresabschluss Rückstellungen für Materialabnahmeverpflichtungen von spezifischen Bauteilen gebildet werden. Im Berichtsjahr 2013 führten davon
letztlich CHF 21.1 Mio. zu einem Geldabfluss (2012: CHF 23.4 Mio. Geldabfluss). Durch erfolgreiche Verhandlungen mit Gegenparteien konnten im Umfang von nahezu CHF 10 Mio. (2012: Auflösung von CHF 8 Mio.) gütliche Einigungen getroffen und Rückstellungen entsprechend aufgelöst werden. Des Weiteren konnten aufgrund
der Erhöhung der Marktnachfrage und damit verbundenen höheren Absatzprognosen rund CHF 7 Mio. erfolgswirksam aufgelöst werden. Zusätzlich konnten Rückstellungen in der Höhe von rund CHF 5.2 Mio. aufgelöst
werden, welche ursprünglich für Verpflichtungen aus schwebenden Kundengeschäften gebildet wurden.
Rechtsfälle: Die Roth & Rau AG hat im Jahr 2006 mit der Conergy Solar Module GmbH & Co. KG einen Vertrag
über die Lieferung und Errichtung von vier Zellfertigungslinien am Standort Frankfurt/Oder mit einem Gesamtauftragswert in Höhe von ca. EUR 58 Mio. geschlossen. Nach Auffassung der Roth & Rau AG stehen der
Gesellschaft aus dem Vertrag noch Ansprüche in Höhe von rund EUR 8 Mio. zu. Die Conergy Solar Module
GmbH & Co. KG verweigert dagegen die Begleichung der Zahlungsforderungen der Roth & Rau AG und erhebt
ihrerseits Schadensersatzforderungen, die die Forderungen der Roth & Rau AG um ein Vielfaches übersteigen.
Aus diesem Grund wurde die Forderung bereits in den Vorjahren vollständig wertberichtigt. In dieser Angelegenheit ist nunmehr seit Anfang Februar 2011 ein Rechtsstreit vor dem Landgericht Hamburg anhängig. Infolge
der am 1. Oktober 2013 eröffneten Insolvenz über das Vermögen der Conergy Solar Module GmbH & Co. KG
wird das Verfahren nunmehr vom eingesetzten Insolvenzverwalter fortgeführt. Eine Gläubigerversammlung hat
stattgefunden. Zum Ende des Jahres 2013 ist es in der Sache selbst zu zwei gerichtlichen Vergleichsverhandlungen gekommen, in denen sich die Parteien jedoch nicht auf einen Vergleich verständigen konnten. Die
gerichtlich vorgeschlagene und von der Klägerseite aufgegriffene Vergleichssumme ist aus Sicht der Roth &
Rau AG sowie deren rechtlichen Vertreter in Anbetracht des Sach- und Streitstandes deutlich zu hoch. Ins­
besondere rechtfertigen die Beweislastregeln und die damit für die Klägerseite auch seitens des Gerichtes
deutlich angemahnten Beweisschwierigkeiten keine entsprechende Vergleichszahlung. Derzeit geht der Vorstand der Roth & Rau AG davon aus, dass die für Kosten im Rahmen von Rechtsstreitigkeiten im Geschäftsjahr 2010 gebildete Rückstellung auch zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 der Höhe nach ausreichend
bemessen ist.
Andere Rückstellungen: Die übrigen Rückstellungen decken verschiedene Risiken ab, die im normalen
Geschäftsbetrieb anfallen. Der Mittelabfluss wird grösstenteils innerhalb der nächsten 12 Monate erwartet.
4.12
Passive Rechnungsabgrenzungen
in TCHF
31.12. 2013
31.12. 2012
Nicht bezahlte Aufwendungen gegenüber Dritten
19 196
20 348
Leistungen gegenüber Arbeitnehmern
12 584
17 583
8 118
21 147
39 898
59 079
Verbindlichkeiten aus laufenden Ertragssteuern
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
93
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4.13Personalvorsorge
Die Meyer Burger Gruppe hat sich in der Schweiz bezüglich der Personalvorsorge einer Sammelstiftung mit Vollversicherungscharakter angeschlossen. Aufgrund dieser Vollversicherung ist die Meyer Burger Gruppe nicht
Risikoträgerin und es ergibt sich neben den ordentlichen Beiträgen keine wirtschaftliche Verpflichtung. Es
bestehen auch keine Arbeitgeberbeitragsreserven und somit verfügt die Gruppe über keinen aktivierbaren wirtschaftlichen Nutzen aus Vorsorgeplänen.
Die Mitarbeitenden der nicht schweizerischen Konzerngesellschaften sind im jeweiligen Land den gemäss lokalen Gesetzen geltenden staatlichen Vorsorgeeinrichtungen angeschlossen. In der Folge ergeben sich daraus
ausser den als Aufwand verbuchten Beitragszahlungen weder wirtschaftlicher Nutzen noch wirtschaftliche Verpflichtungen.
Per 31.12. 2013 waren rund TCHF 121 der Beiträge noch nicht bezahlt (2012: TCHF 114).
Wirtschaftlicher Nutzen bzw. wirtschaftliche Verpflichtung und Vorsorgeaufwand stellen sich wie folgt dar:
Vorsorgeeinrichtungen 31.12.2013
Wirtschaftlicher Nutzen/wirtschaftliche
Verpflichtung und Vorsorgeaufwand in TCHF
Über-/
Unterdeckung
31.12. 2013
Wirtschaftlicher Wirtschaftlicher
Veränderung
Anteil der
Anteil der
zum VJ Auf die Periode
Gesellschaft
Gesellschaft erfolgs­wirksam
abgegrenzte
Vorsorge­
31.12. 2013
31.12. 2012
im GJ
Beiträge aufwand 2013
Vorsorgeinrichtung der Meyer Burger
Technology AG ohne Über-/Unterdeckung
–
–
–
–
Vorsorgeinrichtung von Tochtergesellschaften der Meyer Burger Technology AG
ohne Über-/ Unterdeckung
–
–
–
–
4 350
4 350
Total
–
–
–
–
4 779
4 779
429
429
Vorsorgeeinrichtungen 31.12.2012
Wirtschaftlicher Nutzen / wirtschaftliche
Verpflichtung und Vorsorgeaufwand in TCHF
94
Über-/
Unterdeckung
31.12. 2012
Wirtschaftlicher Wirtschaftlicher
Veränderung
Anteil der
Anteil der
zum VJ Auf die Periode
Gesellschaft
Gesellschaft erfolgswirksam
abgegrenzte
Vorsorge­
31.12. 2012
31.12. 2011
im GJ
Beiträge aufwand 2012
Vorsorgeinrichtung der Meyer Burger
Technology AG ohne Über-/Unterdeckung
–
–
–
–
Vorsorgeinrichtung von Tochtergesellschaften der Meyer Burger Technology AG
ohne Über-/ Unterdeckung
–
–
–
–
5 348
5 348
Total
–
–
–
–
5 803
5 803
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455
455
4.14
Latente Ertragssteuern
in TCHF
Flüssige Mittel
Latente Ertrags­steuer­guthaben
Latente Ertragssteuer­
verbindlichkeiten
31.12. 2013
31.12. 2013
31.12. 2012
31.12. 2012
–
–
–
–
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
1 023
1 075
265
729
Warenvorräte
8 686
3 775
5 742
3 853
Finanzanlagen
128
–
156
–
Sachanlagen
301
290
3 401
3 344
18 389
19 150
41 973
51 455
287
465
451
765
101 146
65 052
–
–
7 978
6 671
–
10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
707
3 505
2 513
4 248
Rückstellungen
209
1 560
1 212
1 392
40
–
–
–
–
24
–
–
Subtotal
133 984
103 536
53 825
70 627
Verrechnung
–48 133
–51 290
–48 133
–51 290
85 851
52 245
5 692
19 337
Immaterielle Anlagen
Sonstige Aktiven
Steuerliche Verlustvorträge
Finanzverbindlichkeiten
Vorsorgeverpflichtungen
Sonstige Verbindlichkeiten
Latente Ertragssteuern in der Bilanz
Die latenten Ertragssteuern auf den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Warenvorräten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind kurzfristiger Natur. Der durchschnittlich verwendete Steuersatz
liegt im Berichtsjahr bei 26.67% (2012 bei 26.27%).
Die aktivierten steuerlichen Verlustvorträge resultieren im Wesentlichen aus realisierten Verlusten bei der Roth &
Rau AG, der Diamond Materials Tech, Inc. und der Meyer Burger AG. Es wird damit gerechnet, dass diese Verlustvorträge in mittlerer Zukunft steuerlich geltend gemacht werden können.
Entwicklung der Latenten Ertragssteuerverbindlichkeit
in TCHF
Stand 1.1. 2012
Bildung
Auflösung
Verwendung
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12. 2012
Bildung
Auflösung
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
Stand 31.12. 2013
Passive latente
Ertragssteuern
43 498
244
–17 359
–6 851
–196
19 337
204
–14 031
182
5 692
Die in den Berichtsjahren 2013 und 2012 aufgelösten latenten Ertragssteuern sind im Wesentlichen auf die ordentliche Abschreibung der bilanzierten immateriellen Vermögenswerte zurückzuführen. Die Verwendung im Berichtsjahr 2012 bezieht sich auf die Verrechnung von Verlustvorträgen für steuerbare Gewinne im Jahr 2012.
95
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Nicht berücksichtigte steuerliche Verlustvorträge
in TCHF
31.12. 2013
31.12. 2012
–
5 449
Verfall in 1 Jahr
Verfall in 2–3 Jahren
1 730
–
Verfall in 4–5 Jahren
4 228
1 170
Verfall in über 5 Jahren
124 423
121 983
Nicht berücksichtigte steuerliche Verlustvorträge
130 382
128 601
Anzahl
Aktien
in CHF
47 722 090
2 386 104
4.15Aktienkapital
Stand per 1.1. 2012
Mitarbeiteraktienpläne
420 928
21 046
Stand per 31.12. 2012
48 143 018
2 407 150
Kapitalerhöhung per Mai 2013
36 107 263
1 805 363
Mitarbeiteraktienpläne
463 836
23 192
Stand per 31.12. 2013
84 714 117
4 235 706
Das Aktienkapital der Meyer Burger Technology AG ist per 31. Dezember 2013 eingeteilt in 84 714 117 Namenaktien mit einem Nennwert von je CHF 0.05. Das Aktienkapital ist voll liberiert.
Am 7. Mai 2013 hat die Meyer Burger Technology AG eine Kapitalerhöhung durchgeführt und es wurden ins­
gesamt 36 107 263 neue Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 ausgegeben. Die Kapitalerhöhungskosten
für diese Kapitalerhöhung betrugen insgesamt TCHF 7 331 und wurden vollständig mit den Kapitalreserven verrechnet.
Die im Zusammenhang mit den im Vorjahr 2012 durchgeführten Kapitalerhöhungen entstandenen Kapitalerhöhungskosten von TCHF 56 wurden ebenfalls mit den Kapitalreserven verrechnet.
Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurde keine Dividende entrichtet.
Die nicht ausschüttbaren Reserven im Eigenkapital des Konzerns betrugen per Ende des Berichtsjahres
CHF 146.7 Mio. (2012 CHF 2.9 Mio.). Diese sind grösstenteils auf die Kapitalreserven der Meyer Burger Technology AG im Rahmen der durchgeführten Kapitalerhöhungen zurückzuführen. Gemäss den Vorgaben von Art.
680 des Schweizerischen Obligationenrechts dürfen diese innerhalb eines Geschäftsjahres nicht ausgeschüttet
werden (Einlagerückgewähr).
Bedingtes Kapital
Gemäss Art. 3b der Statuten der Gesellschaft in der Fassung vom 7. Mai 2013 kann das Aktienkapital unter
Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre durch Ausgabe von höchstens 2 152 660 voll zu liberierenden
Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 um den Maximalbetrag von CHF 107 633 durch Ausübung von
Optionsrechten, die Mitarbeitenden und Mitgliedern des Verwaltungsrats der Gesellschaft oder von Konzern­
gesellschaften gemäss einem vom Verwaltungsrat auszuarbeitenden Plan eingeräumt werden, erhöht werden.
Die neuen Namenaktien unterliegen nach dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss Art. 4 der
Statuten.
96
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Gemäss Art. 3c der Statuten der Gesellschaft in der Fassung vom 7. Mai 2013 kann das Aktienkapital unter
Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre durch Ausgabe von höchstens 4 000 000 voll zu liberierenden
Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 um den Maximalbetrag von CHF 200 000 durch Ausübung von
Wandel- und/oder Optionsrechten, die in Verbindung mit Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen
Finanzmarktinstrumenten der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften eingeräumt werden erhöht werden.
Bei der Ausgabe von Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen Finanzmarktinstrumenten, mit denen
Wandel- und/oder Optionsrechte verbunden sind, ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Zum
Bezug der neuen Aktien sind die jeweiligen Inhaber von Wandel- und/oder Optionsrechten berechtigt.
Der Erwerb von Aktien durch die Ausübung von Wandel- und/oder Optionsrechten sowie jede nachfolgende
Übertragung der Aktien unterliegen nach dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss Art. 4 der
Statuten.
Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, bei der Ausgabe von Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen ähn­
lichen Finanzmarktinstrumenten das Vorwegzeichnungsrecht der Aktionäre zu beschränken oder aufzuheben,
falls
1) die Finanzierungsinstrumente mit Wandel- oder Optionsrechten im Zusammenhang mit der Finanzierung
oder Refinanzierung des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder neuer Investitionsvorhaben ausgegeben werden oder
2) eine Ausgabe durch Festübernahme durch eine Bank oder ein Bankenkonsortium mit anschliessendem
öffentlichen Angebot unter Ausschluss des Vorwegzeichnungsrechts als die zu diesem Zeitpunkt am besten geeignete Ausgabeart erscheint, besonders in Bezug auf die Ausgabebedingungen oder den Zeitplan
der Transaktion.
Wird das Vorwegzeichnungsrecht durch Beschluss des Verwaltungsrats aufgehoben, gilt, dass
1) Wandelrechte höchstens während 10 Jahren, Optionsrechte höchstens während 7 Jahren ab dem Zeitpunkt der betreffenden Emission ausübbar sein dürfen und
2) die entsprechenden Finanzmarktinstrumente zu den jeweiligen Marktkonditionen auszugeben sind.
Genehmigtes Kapital
Gemäss Art. 3a der Statuten der Gesellschaft in der Fassung vom 7. Mai 2013 ist der Verwaltungsrat ermächtigt, das Aktienkapital der Gesellschaft bis zum 26. April 2014 um höchstens CHF 240 000 durch die Ausgabe
von höchstens 4 800 000 voll zu liberierenden Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 zu erhöhen.
Der Verwaltungsrat ist berechtigt (einschliesslich im Falle eines öffentlichen Angebots für Aktien der Gesellschaft), das Bezugsrecht der Aktionäre einzuschränken oder auszuschliessen und Dritten zuzuweisen, wenn die
neuen Aktien verwendet werden sollen
1) für die Übernahme von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder neue Investitionsvorhaben
oder im Falle einer Aktienplatzierung für die Finanzierung oder Refinanzierung solcher Transaktionen,
2) für Zwecke der Beteiligung strategischer Partner oder Investoren oder
3) für die rasche und flexible Beschaffung von Eigenkapital durch eine Aktienplatzierung, welche mit Bezugsrechten nur erschwert möglich wäre.
97
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
Die Erhöhung kann mittels Festübernahme und/oder in Teilbeträgen erfolgen. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, den Ausgabepreis der Aktien, die Art der Einlage sowie den Zeitpunkt der Dividendenberechtigung festzusetzen. Die neuen Namenaktien unterliegen nach dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss Art. 4
der Statuten der Gesellschaft.
4.16
Eigene Aktien
Von der Meyer Burger Technology AG gehaltene eigene Aktien
in TCHF
1.1. 2012
Kauf eigene Aktien
Verkauf eigene Aktien
31.12. 2012
Kauf eigene Aktien
Verkauf eigene Aktien
31.12. 2013
Anzahl Aktien
Preis/Aktie
Wert eigene ­Aktien
50 971
14.10
719
727 897
15.47
11 257
–442 073
15.52
–6 862
336 795
15.18
5 113
49 470
15.16
750
–353 073
15.28
–5 395
33 192
14.13
469
Von Tochtergesellschaften gehaltene eigene Aktien der Meyer Burger Technology AG
in TCHF
1.1. 2012
Anzahl Aktien
Preis/Aktie
Wert eigene ­Aktien
41 470
33.07
1 371
Zunahme aus Mitarbeiteraktienplan 2012 1)
109 471
13.65
1 494
Abnahme aus Mitarbeiteraktienplan 2010 2)
–20 650
28.85
–596
31.12.2012
130 291
17.42
2 270
Zunahme aus Mitarbeiteraktienplan 2013 3)
343 797
6.38
2 195
Abnahme aus Mitarbeiteraktienplan 2011 4)
–20 820
37.25
–776
Abnahme aus Mitarbeiteraktienplan 2012 5)
–46 484
13.65
–635
Abnahme aus Mitarbeiteraktienplan 2013 5)
–124
10.60
–1
406 660
7.51
3 053
31.12. 2013
Aktienplan 2012: die Aktien wurden zum Preis von CHF 13.65 (Marktpreis im Zeitpunkt der Zuteilung abzüglich CHF 0.05 Nennwert) zugeteilt
und ausgegeben und unterliegen einer zweijährigen Veräusserungs-Sperrfrist (Vesting-Periode) ab Zeitpunkt der Zuteilung.
Im Dezember 2012 ist die zweijährige Vesting-Periode des Aktienplans 2010 abgelaufen und die zugeteilten Aktien wurden an die Planteilnehmer übertragen.
3)
Aktienplan 2013: die Aktien wurden zum Preis von CHF 10.60 (Marktpreis im Zeitpunkt der Zuteilung abzüglich CHF 0.05 Nennwert)
zugeteilt und ausgegeben. Sie unterliegen einer achtzehnmonatigen Veräusserungs-Sperrfrist (Vesting-Periode) ab Zeitpunkt der Zuteilung.
Aus rechtlichen Gründen werden die dem Verwaltungsrat und den Mitarbeitenden der Meyer Burger Technology AG zugeteilten Aktien
(137 774 Stück) von der Meyer Burger AG gehalten. Diese Aktien wurden zu CHF 0.05 (Nennwert) übertragen.
4)
Im Juli 2013 ist die zweijährige Vesting-Periode des Aktienplans 2011 abgelaufen und die zugeteilten Aktien wurden an die Planteilnehmer
übertragen.
5)
Wenn ein Planteilnehmer innerhalb der Vesting-Periode das Arbeitsverhältnis kündigt, gehen die zugeteilten Aktien an die Meyer Burger
Technology AG zurück.
1)
2)
Alle eigenen Aktien, die in Zusammenhang mit den Aktienplänen für Mitarbeitende gehalten werden, werden
durch Tochtergesellschaften der Meyer Burger Technology AG gehalten. Diese sind somit vollumfänglich reserviert und werden jeweils nach Ablauf der Sperrfrist an die Mitarbeitenden übertragen.
Die Meyer Burger Technology hält keine eigenen Aktien in Zusammenhang mit dem Mitarbeiteraktienplan und
es sind keine eigenen Aktien die von der Meyer Burger Technology AG gehalten werden reserviert.
Der Meyer Burger Gruppe ist nicht bekannt, ob die Vorsorgeeinrichtung Aktien der Gesellschaft hält.
98
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4.17
Anteilsbasierte Vergütung
Die Gesellschaft verfügt über ein Aktienbeteiligungsprogramm als Long-Term Incentive, an dem die Mitglieder
des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung sowie weitere ausgewählte Mitarbeitende der Gruppengesellschaften teilhaben können. Der Verwaltungsrat bestimmt nach freiem Ermessen die Teilnehmer des Plans.
Aktien können nur an Mitarbeitende mit unbefristeten Arbeitsverhältnissen in ungekündigter Stellung und an Mitglieder des Verwaltungsrats im Amt, welche ihren Rücktritt nicht erklärt haben, zugeteilt werden. Jedem
Teilnehmer wird ein individuelles Angebot in einem Angebotsschreiben unterbreitet, in welchem die Anzahl angebotener Anwartschaften zum Erwerb von Aktien, der Bezugspreis pro Aktie, die Zahlungsmodalitäten, die
Frist innert welcher der Teilnehmer das Angebot anzunehmen hat, sowie die (freiwilligen) Sperrfristen festgelegt
sind. Der Erwerb des Eigentums an den durch den Verwaltungsrat anwartschaftlich zugeteilten Aktien unterliegen in der Regel einer Vesting-Periode von 2 Jahren und einer freiwilligen, von den Teilnehmern wählbaren
Sperrfrist von null, drei oder fünf Jahren (auf den Ablauf der Vesting-Periode folgend). Während der VestingPeriode erwerben die Teilnehmer kein Eigentum an den zugeteilten Aktien. Während der Vesting-Periode und
der freiwilligen Sperrfrist, dürfen die Teilnehmer die Aktien weder ganz noch teilweise verkaufen, abtreten, übertragen, verpfänden oder in einer anderen Form belasten. Im Falle einer Kündigung oder Beendigung des
Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer oder durch den Arbeitgeber vor Ablauf der Vesting-Periode fällt
das Recht auf den Eigentumserwerb an den unter diesem Plan anwartschaftlich zugeteilten Aktien entschädigungslos dahin. Der Betrag der aktienbezogenen Entschädigung wird zum Kurs an dem Tag berechnet, an welchem die Empfänger der Aktien über die Zuteilung und den damit geltenden Bestimmungen informiert wurden.
Der vor der Einführung des aktienbasierten Vergütungsplans gültige Optionsplan ist 2013 ausgelaufen. Die
Erdienungsperioden der letztmals im Jahr 2009 zugeteilten Optionen und der im Rahmen der Fusion mit der
3S Industries AG im Jahr 2010 übernommenen Optionspläne sind im Jahr 2011 abgelaufen. Im Berichtsjahr
2012 und 2013 ist daher kein Aufwand für diese Optionspläne mehr angefallen. Im Berichtsjahr 2013 sind die
letzten Optionen verfallen. Im Jahr 2013 wurden keine Optionen ausgeübt.
Aktienplan
2013
Anzahl ausgegebene Aktien
Zuteilungsdatum
2012
377 267
347 857
25.10. 2013
05.04. 2012
Aktienkurs per Zuteilungsdatum in CHF
10.65
13.70
Wert der zugeteilten Aktien in CHF
4 017 894
4 765 641
Zuteilungspreis (Nennwert) in CHF
0.05
0.05
Sowohl an die Mitglieder des Verwaltungsrates wie auch an die Mitglieder der Geschäftsleitung wurde in den
Berichtsjahren 2013 und 2012 ein Teil der Entschädigung in Aktien entrichtet (siehe dazu Erläuterung 4.32).
99
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Optionsplan
Anzahl
Optionen
Durchschnitt–
licher Ausübungspreis
in CHF
Stand per 1.1. 2012
735 957
17.85
davon ausübbar
244 750
Ausgegeben
–
–
–115 686
15.17
Ausgeübt
–82 785
11.59
Stand per 31.12. 2012
537 486
19.39
davon ausübbar
537 486
19.39
Verfallen
Ausgegeben
–
–
–537 486
19.39
Ausgeübt
–
–
Stand per 31.12. 2013
–
–
davon ausübbar
–
–
2013
2012
180 960
608 604
18 461
20 972
Verfallen
4.18
Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen
in TCHF
Nettoerlöse aus Verkauf von Produkten
Nettoerlöse aus Dienstleistungen
Nettoerlöse aus Fertigungsaufträgen
Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen
3 234
15 666
202 655
645 242
4.19Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen nach geografischen Märkten
in TCHF
2013
2012
Schweiz
21 807
19 975
Deutschland
44 016
64 659
Übrige Länder Europas
15 411
19 747
Asien
91 245
520 802
USA
28 534
18 804
Übrige Länder
Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen
4.20
1 642
1 255
202 655
645 242
2013
2012
Andere betriebliche Erträge
in TCHF
Gewinn aus Veräusserung von Sachanlagen
2 938
560
Fremdwährungsumrechnungsgewinne
308
-140
Gewinne aus Devisentermingeschäften
248
889
–
5 059
Gewinn aus dem Verkauf von Tochtergesellschaften
Ertrag aus nachträglicher Kaufpreisminderung einer akquirierten Gesellschaft
–
1 691
7 320
11 634
10 814
19 693
Übriger Ertrag
Andere betriebliche Erträge
100
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4.21Personalaufwand
in TCHF
2013
2012
–121 290
–154 574
–18 140
–22 778
Vorsorgeaufwand
–4 779
–5 803
Aufwand aus anteilsbasierten Vergütungen
–3 620
–5 454
Temporärpersonal
–5 021
–6 683
–12 824
–18 439
–165 675
–213 732
2013
2012
Mietaufwand
–6 882
–12 931
Unterhalt und Reparatur
–4 610
–6 004
Fahrzeug- und Transportaufwand
–5 464
–9 524
Sachversicherungen, Gebühren und Abgaben
–2 723
–4 890
Energie- und Entsorgungsaufwand
–4 196
–4 620
Löhne und Gehälter
Sozialversicherungsaufwand
Übriger Personalaufwand
Personalaufwand
4.22
Sonstiger Betriebsaufwand
in TCHF
Verwaltungsaufwand
–10 431
–9 901
Informatikaufwand
–4 787
–6 352
Marketingaufwand
–4 178
–6 384
Verlust aus Veräusserung von Sachanlagen
–1 714
–498
Aufwand für Forschung und Entwicklung
–8 694
–16 590
Übriger Betriebsaufwand
Sonstiger Betriebsaufwand
–484
–26 144
–54 163
–103 839
2013
2012
334
974
4.23 Finanzergebnis
in TCHF
Zinsertrag
Flüssige Mittel
Darlehen
1
4
335
979
–1 624
–1 021
–89
–163
Finanzertrag
Zinsaufwand
Verbindlichkeiten gegenüber Banken
Darlehen
Hypotheken
Obligationenanleihe
–793
–
–6 403
–3 859
Wertminderungen auf Finanzanlagen
Darlehen
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen (netto)
Übriger Finanzaufwand
101
–
–329
–3 475
–4 316
–2 003
–516
Finanzaufwand
–14 387
–10 204
Finanzergebnis netto
–14 052
–9 226
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4.24
Betriebsfremdes Ergebnis
in TCHF
2013
Ertrag aus Renditeliegenschaften
Abschreibungen auf Renditeliegenschaften
2012
27
51
–14
–27
Verlust aus dem Verkauf Renditeliegenschaften
–423
–
Betriebsfremde Erfolge
–410
24
In dem betriebsfremden Ergebnis werden die Effekte aus der im Rahmen des Erwerbs der Roth & Rau AG im
Jahr 2011 übernommenen Liegenschaft «Gewerbering 10, Hohenstein-Ernstthal, Deutschland» ausgewiesen.
Diese Liegenschaft wurde als reine Renditeliegenschaft gehalten und nicht betrieblich genutzt. Die Liegenschaft
wurde im Berichtsjahr 2013 verkauft. Aus dem Verkauf resultierte ein Buchverlust von TCHF 423. Bis zum Verkaufszeitpunkt wurde aus der Vermietung der Liegenschaft ein Ertrag von TCHF 27 erzielt (2012: TCHF 51) und
es fielen Abschreibungen in der Höhe von TCHF 14 (2012: TCHF 27) an.
4.25Ertragssteuern
in TCHF
Laufende Ertragssteuern
2013
2012
–296
–10 825
Latente Ertragssteuern
48 788
37 254
Ertragssteuern
48 493
26 429
2013
2012
Überleitungsrechnung von den erwarteten auf die effektiven Ertragssteuern
in TCHF
Ergebnis vor Steuern
–211 310
–137 203
Erwarteter Steuersatz in %
22.50%
22.50%
Erwartete Ertragssteuern
47 545
30 871
Ursachen für Abweichungen:
Abweichungen vom Steuersatz zu dem erwarteten Steuersatz der Gruppe
11 489
6 198
Nicht aktivierte Verlustvorträge auf Periodenverlust
–8 953
–5 719
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen
–1 758
–2 489
Veränderung latenter Ertragssteuersatz im Vergleich zum Vorjahr
–1 196
–2 725
Periodenfremde Ertragssteuern
710
–677
Nachträgliche Aktivierung von Verlustvorträgen aus Vorjahren
342
553
–810
–487
Steuerbefreite Erträge
978
425
Übrige Effekte
144
480
Ertragssteuern
48 493
26 429
Effektiver Gewinnsteueraufwand in %
22.9%
19.3%
Abschreibung aktivierter Verlustvorträge
Der erwartete Steuersatz von 22.5% errechnet sich aus den voraussichtlichen anwendbaren Gewinnsteuer­
sätzen der operativen Gesellschaften in der Schweiz, der sich naturgemäss nach Höhe der einzelnen Gewinne
verändern kann.
102
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
Die Position «Abweichungen vom Steuersatz zu dem erwarteten Steuersatz der Gruppe» ist im Jahr 2013 und
im Jahr 2012 insbesondere beeinflusst durch den Effekt aus den realisierten Verlusten von ausländischen Tochtergesellschaften, welche zu einem höheren Steuersatz besteuert werden.
Die nicht aktivierbaren Verlustvorträge betreffen Gesellschaften, wo gemäss den gegenwärtig vorliegenden
Planrechnungen unzureichend hohe Gewinne erwirtschaftet werden können, um die steuerlichen Verlustvorträge vor Verjährung amortisieren zu können.
4.26Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
in TCHF
2013
2012
Sonstiger Ertrag
308
485
Materialaufwand und Vorleistungen Dritter
–51
928
Sonstiger Betriebsaufwand
–596
373
Finanzaufwand
–3 475
–4 316
Fremdwährungsumrechnungsdifferenzen
–3 814
–2 530
2013
2012
–158 827
–106 067
70 172
47 628
–2.26
–2.23
–158 827
–106 067
70 172
47 628
4.27
Ergebnis je Aktie
Unverwässert
Ergebnis den Aktionären der Meyer Burger Technology AG zuzurechnen (in TCHF)
Durchschnittlich gewichtete Anzahl ausstehender Aktien (in 1 000)
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in CHF)
Verwässert
Ergebnis den Aktionären der Meyer Burger Technology AG zuzurechnen (in TCHF)
Durchschnittlich gewichtete Anzahl ausstehender Aktien (in 1 000)
Anpassung für ausgegebene Optionen (in 1 000)
Durchschnittlich gewichtete Anzahl Aktien verwässert (in 1 000)
–
–
70 172
47 628
–2.26
–2.23
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in CHF)
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis der Berichtsperiode dividiert durch die
durchschnittlich ausstehenden Aktien. Die Verwässerung berücksichtigt den möglichen Einfluss aus der Wandlung der Optionen aus dem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm, wobei per 31.12. 2013 keine Optionen aus Mit­
arbeiterplänen mehr bestanden, die zu einer Verwässerung führen könnten. Per 31.12. 2012 wurden keine
ausgegebenen Optionen in die Berechnung der Verwässerung einbezogen, da die Ausübungspreise aller
Optionstranchen jeweils über dem durchschnittlichen Kurs lagen.
103
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4.28
Nicht zu bilanzierende Verpflichtungen
in TCHF
2013
2012
Investitionsverpflichtungen aus bereits abgeschlossenen Verträgen
2 095
1 980
Die Investitionsverpflichtungen im Jahr 2013 betrafen mit TCHF 2 070 (2012: TCHF 1 925) den Erwerb von
Sachanlagen und mit TCHF 25 (2012: TCHF 55) den Erwerb von immateriellen Anlagen.
4.29
Künftige Verpflichtungen aus Operating Leasing
in TCHF
2013
Fälligkeiten im folgenden Geschäftsjahr
2012
7 980
7 500
Fälligkeiten von 1 bis 5 Jahren
18 156
19 883
Fälligkeiten von mehr als 5 Jahren
32 408
30 607
Künftige Verpflichtungen aus Operating Leasing
58 545
57 990
Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen betreffen hauptsächlich Verbindlichkeiten für nicht kündbare Baurechts- und Mietverträge. Die grösste Position bildet dabei der Baurechtsvertrag der Meyer Burger AG
für den Neubau des Firmengebäudes mit der Stadt Thun. In diesem Zusammenhang wurde ein Baurechtsvertrag über 99 Jahre abgeschlossen. Die Leasingverpflichtungen für diese künftigen Baurechtszinse betragen
rund CHF 30.7 Mio.
4.30Eventualverbindlichkeiten
in TCHF
2013
2012
Bürgschaften
–
–
Garantien (nicht Produktgarantie)
–
–
Übrige
–
967
Eventualverbindlichkeiten
–
967
Per 31. Dezember 2013 bestehen keine externen Eventualverbindlichkeiten für die Meyer Burger Gruppe. Per
31. Dezember 2012 bestanden Eventualverbindlichkeiten in der Höhe von TCHF 967 aus potentiellen Ab­
nahmeverpflichtungen mit Lieferanten. Die Eventualverpflichtungen werden zum Nominalwert bewertet.
4.31Brandversicherungswerte
in TCHF
104
2013
2012
299 475
Waren und Einrichtungen
309 819
Liegenschaften
145 733
125 592
Brandversicherungswerte
455 552
425 067
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4.32Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen von
Mitgliedern des Verwaltungsrats, des Beirats und der Geschäftsleitung
(Offenlegung gemäss Schweizerischem Obligationenrecht)
4.32.1 Entschädigungen an Mitglieder des Verwaltungsrats
2013
VR-Honorar 1)
(CHF)
Aktienbezogene
Entschädigung 2)
(Anzahl) Aktienbezogene
Entschädigung 2)
(CHF)
Zusätzliche
Entschädigung 3)
(CHF)
Sozialabgaben 4)
(CHF)
Total
(CHF)
379 664
Name
Funktion im
Verwaltungsrat
Peter M. Wagner
Präsident
223 000
9 412
100 238
54 151
2 275
Dr. Alexander Vogel
Vizepräsident
119 000
4 366
46 498
–
9 986
175 484
Rudolf Samuel Güdel
Mitglied
82 000
2 911
31 002
–
6 913
119 915
Peter Pauli
Mitglied 5)
–
–
–
–
–
–
Dr. Dietmar Roth
Mitglied
63 500
2 911
31 002
–
–
94 502
Heinz Roth
Mitglied
93 000
2 911
31 002
–
7 863
131 865
Prof. Dr. Konrad Wegener
Mitglied
63 500
2 911
31 002
–
5 441
99 943
644 000
25 422
270 744
54 151
32 478
1 001 373
VR-Honorar 1)
(CHF)
Aktienbezogene
Entschädigung 2)
(Anzahl) Aktienbezogene
Entschädigung 2)
(CHF)
Zusätzliche
Entschädigung 3)
(CHF)
Sozialabgaben 4)
(CHF)
Total
(CHF)
587 852
Total
2012
Name
Funktion im
Verwaltungsrat
Peter M. Wagner
Präsident
203 000
7 647
104 382
276 169
4 301
Dr. Alexander Vogel
Vizepräsident
111 000
3 100
42 315
–
9 334
162 649
Rudolf Samuel Güdel
Mitglied
70 000
2 067
28 215
–
5 950
104 165
Peter Pauli
Mitglied 5)
–
–
–
–
–
Dr. Dietmar Roth
Mitglied
55 000
2 067
28 215
–
Heinz Roth
Mitglied
93 000
2 067
28 215
–
7 851
Prof. Dr. Konrad Wegener
Mitglied
55 000
2 067
28 215
–
4 760
87 975
587 000
19 015
259 555
276 169
32 196
1 154 920
Total
1)Honorare als Mitglied des Verwaltungsrates und Mitglied in Verwaltungsrats-Ausschüssen. Im ersten Halbjahr 2013 hat der Verwaltungsrat
auf Antrag des Nominierungs- und Entschädigungsausschusses unter Berücksichtigung der Liquiditätssituation der Gesellschaft beschlossen, die anteilmässige Barentschädigung für das erste Halbjahr 2013 (die Hälfte der Barhonorare) nicht wie üblich in bar, sondern in Aktien
der Gesellschaft zu beziehen. Die Aktien unterliegen keiner Vesting-Periode, aber einer durch das jeweilige Verwaltungsratsmitglied frei
wählbaren Sperrfrist von null, drei oder fünf Jahren.
2)Die Aktien wurden am 25. Oktober 2013 (2012: 5. April 2012) zum Nominalwert CHF 0.05 zugeteilt. Der Aktienkurs im Zeitpunkt der Zuteilung betrug CHF 10.65 (2012: CHF 13.70). Für die Berechnung der Gesamtentschädigung wurden die zugeteilten Aktien mit CHF 10.60
(2012: CHF 13.65) bewertet. Die Aktien haben eine Vesting-Periode von 1.5 Jahren (2012: 2 Jahre). Bei einer Beendigung des Arbeits- oder
Organverhältnisses fallen die Anzahl Aktien an die Gesellschaft zurück, für welche die Vesting-Periode noch nicht abgelaufen ist. Weitere
Informationen zum Aktienplan siehe Abschnitt 4.17.
3)Die zusätzliche Entschädigung von Herr Peter M. Wagner entspricht der Entschädigung für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Vorstands
der Roth & Rau AG. Per 30. Juni 2013 ist Herr Peter M. Wagner aus dem Vorstand der Roth & Rau AG ausgetreten.
4)Abzuführende staatliche Sozialversicherungsbeiträge (AHV, ALV und FAK) für VR-Honorar, für zusätzliche Entschädigung und für im Berichtsjahr freigewordene Aktien aus dem Aktienplan.
5)Das Honorar als Mitglied des Verwaltungsrates von Peter Pauli ist in der Entschädigung als Mitglied der Geschäftsleitung enthalten.
105
–
83 215
Berichterstattung | 2_Lagebericht | 12_Nachhaltigkeit | 26_Corporate Governance | 51_Vergütungsbericht | 62_Konzernrechnung | 112_Jahresrechnung der Meyer Burger Technology AG | 124_Weitere Informationen
129 066
4.32.2 Entschädigungen an Mitglieder des Technologie Beirats
2013
Der Technologie-Beirat wurde per 31. Dezember 2012 aufgelöst und im Berichtsjahr 2013 erfolgten dementsprechend keine Entschädigungen für diese Beiratstätigkeit mehr.
2012
Honorar Beirat
(CHF)
Total
(CHF)
23 000
23 000
–
–
Name
Funktion im Beirat
Prof. Dr. Eicke Weber
Vorsitz
Dr. Patrick Hofer-Noser
Mitglied 1
Sylvère Leu
Mitglied 1
–
–
Ralf Preu
Mitglied
15 000
15 000
Prof. Dr. Konrad Wegener
Mitglied
Total
–
–
38 000
38 000
Das Honorar als Beirat von Dr. Patrick Hofer-Noser ist bis zum 31. März 2012 in der Entschädigung als Mitglied der Geschäftsleitung enthalten. Dr. Patrick Hofer-Noser übernahm per 1. April 2012 innerhalb der Meyer Burger Gruppe die Funktion des Verantwortlichen Renewable
Energy Systems. Er trat auf dieses Datum aus der Geschäftsleitung der Meyer Burger Technology AG aus. Ab 1. April 2012 ist das Honorar
Bestandteil seiner arbeitsvertraglichen Entschädigung.
2)
Das Honorar als Beirat von Sylvère Leu ist in der Entschädigung als Mitglied der Geschäftsleitung enthalten.
1)
4.32.3 Entschädigungen an die Mitglieder der Geschäftsleitung
2013
Name
Funktion
Peter Pauli
CEO
Basissalär 1)
(CHF)
Bonus
(CHF)
Aktienbezogene
Entschädigung 3)
(Anzahl)
Aktienbezogene
Entschädigung 3)
(CHF)
Sachleistungen 4)
(CHF)
Vorsorge­
leistungen
(CHF)
Total
(CHF)
279 630
66 263
29 108
310 000
9 900
96 075
761 868
Übrige Mitglieder
der Geschäftsleitung 5)
585 000
212 544
43 954
468 110
22 070
181 246
1 468 970
Total
864 630
278 807
73 062
778 110
31 970
277 321
2 230 838
Basissalär 1)
(CHF)
Bonus 2)
(CHF)
Aktienbezogene
Entschädigung 3)
(Anzahl)
Aktienbezogene
Entschädigung 3)
(CHF)
Sachleistungen 4)
(CHF)
Vorsorge­
leistungen
(CHF)
Total
(CHF)
310 700
137 190
21 451
294 061
9 900
111 985
863 835
755 300
338 060
31 207
425 976
23 485
240 633
1 783 453
1 066 000
475 250
52 658
720 036
33 384
352 618
2 647 288
2012
Name
Funktion
Peter Pauli
CEO
Übrige Mitglieder
der Geschäftsleitung 5)
Total
Das Basissalär von Peter Pauli beinhaltet sein vertraglich vereinbartes Fixsalär als CEO der Gesellschaft und sein anteiliges Honorar als Verwaltungsrat der Gesellschaft.
2)
Der Bonus für das Geschäftsjahr 2012 wurde im Umfang von CHF 363 797 nicht wie üblich in bar, sondern in Aktien der Gesellschaft aus­
bezahlt. Diese Aktien unterliegen weder einer (bedingten) Rückgabeverpflichtung noch einer Sperrfrist.
3)
Die Aktien wurden am 25. Oktober 2013 (2012: 5. April 2012) zum Nominalwert CHF 0.05 zugeteilt. Der Aktienkurs im Zeitpunkt der Ausgabe betrug CHF 10.65 (2012: CHF 13.70). Für die Berechnung der Gesamtentschädigung wurden die zugeteilten Aktien mit CHF 10.60
(2012: CHF 13.65) bewertet. Die Aktien haben eine Vesting-Periode 1.5 Jahren (2012: 2 Jahre). Bei einer Beendigung des Arbeits- oder
Organverhältnisses fallen die Anzahl Aktien an die Gesellschaft zurück, für welche die Vesting-Periode noch nicht abgelaufen ist. Weitere
Informationen zum Aktienplan siehe Abschnitt 4.17. Peter Pauli wurden zudem im Jahr 2012 784 Jubiläumsaktien zugeteilt. Der Aktienkurs
im Zeitpunkt der Zuteilung betrug für diese 784 Aktien CHF 15.25.
4)
Sachleistungen beinhalten die Vergütung für die private Benutzung eines Geschäftswagens. Als Gehaltsbestandteil wurde derjenige Betrag
verwendet, der im Lohnausweis zur Steuererklärung unter «Privatanteil Geschäftswagen» deklariert wurde.
5)
Dr. Patrick Hofer-Noser übernahm per 1. April 2012 innerhalb der Meyer Burger Gruppe die Funktion des Verantwortlichen Renewable
Energy Systems. Er trat auf dieses Datum aus der Geschäftsleitung der Meyer Burger Technology AG aus. In der Entschädigung der übrigen
Mitglieder der Geschäftsleitung ist sein Anteil entsprechend bis zum 31. März 2012 berücksichtigt.
1)
106
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4.32.4 Transaktionen mit nahe stehenden Personen
Salden und Geschäftsvorfälle zwischen den Gesellschaften innerhalb des Konsolidierungskreises (siehe
Abschnitt 2.4) wurden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht
erläutert. Einzelheiten zu Geschäftsvorfällen zwischen einer Meyer Burger Gesellschaft und anderen nahe­
stehenden Unternehmen und Personen sind nachfolgend angegeben.
Informationen zur Zuteilung von Aktien an den Verwaltungsrat und an die Geschäftsleitung sind ausführlich unter
Erläuterungen 4.32.1 und 4.32.3 offengelegt.
Die Gesellschaft und die Meyer Burger AG beziehen Beratungsdienstleistungen u.a. auch von Meyerlusten­
berger Lachenal Rechtsanwälte. Verwaltungsrat Dr. Alexander Vogel ist Partner dieser Rechtsanwaltskanzlei.
Der Umfang der bezogenen Dienstleistungen belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf TCHF 314 und im Geschäftsjahr 2012 auf TCHF 354.
Die Gesellschaft bezieht Leistungen von der Güdel Group. Herr Rudolf Güdel ist Mitglied des Verwaltungsrats
der Meyer Burger Technology AG. Er ist beteiligt an der Güdel Group und ist auch Mitglied dieses Verwaltungsrats. Der Umfang der bezogenen Leistungen betrug im Berichtsjahr 2013 TCHF 578 (2012: TCHF 679). Gesellschaften der Güdel Group haben im Jahr 2013 von der Meyer Burger AG Lieferungen und Leistungen im Umfang von TCHF 194 bezogen. Im Vorjahr wurden keine Leistungen an die Güdel Group erbracht.
Von den oben beschriebenen Transaktionen mit nahestehenden Personen waren per 31. Dezember 2013 deren
TCHF 133 (31.12.2012: TCHF 123) noch nicht bezahlt und als Verbindlichkeiten bilanziert. Per 31. Dezember
2013 bestanden nicht bezahlte Forderungen gegenüber nahe stehende Personen von TCHF 47 (31. Dezember
2012: TCHF 0).
Weder mit den Hauptaktionären noch mit anderen nahestehenden Personen haben unübliche Transaktionen
stattgefunden.
4.32.5 Entschädigungen an ehemalige Organmitglieder
Im Jahr 2013 und im 2012 wurden keine Entschädigungen an ehemalige Organmitglieder bezahlt.
4.32.6 Organdarlehen und -kredite
Per 31. Dezember 2013 respektive 31. Dezember 2012 waren keine Organdarlehen oder -kredite ausstehend,
welche die Gesellschaft den gegenwärtigen Mitgliedern des Verwaltungsrats, des Technologie-Beirats oder der
Geschäftsleitung gewährt hat. Es bestanden auch keine Organdarlehen gegenüber ehemaligen Organmitgliedern oder nahe stehenden Personen.
107
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4.32.7 Beteiligungen an der Gesellschaft
2013
Die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung (einschliesslich nahe stehender Personen) hielten
per 31. Dezember 2013 die folgenden Beteiligungen an der Meyer Burger Technology AG via Aktien und zur
Ausübung gesperrter Aktien:
Namenaktien (frei)
(Anzahl)
Gesperrte
Namenaktien 1)
(Anzahl)
Beteiligung total 2)
(in % der ausstehenden Namenaktien)
35 574
17 059
0.06%
115 869
32 559
0.18%
Name
Funktion
Peter M. Wagner
Präsident des
Verwaltungsrats
Dr. Alexander Vogel
Vizepräsident des
Verwaltungsrats
Rudolf Samuel Güdel
Mitglied des
Verwaltungsrats
17 888
6 978
0.03%
Heinz Roth
Mitglied des
Verwaltungsrats
38 599
4 978
0.05%
Dr. Dietmar Roth
Mitglied des
Verwaltungsrats
6 725
4 978
0.01%
Prof. Dr. Konrad Wegener
Mitglied des
Verwaltungsrats
19 585
6 978
0.03%
Peter Pauli
Chief Executive Officer
1 685 045
377 029
2.43%
Bernhard Gerber
Chief Operating Officer
8 582
23 911
0.04%
Michel Hirschi
Chief Financial Officer
75 000
61 865
0.16%
Sylvère Leu
Chief Innovation Officer
–
35 985
0.04%
Details zu den Aktien, welche sich in der Vesting-Periode befinden, sind in der nachfolgenden Tabelle ersichtlich.
Zuteilung
Anzahl Aktien
Vesting bis
25.10.2013
98 484
24.04.2015
05.04.2012
70 889
31.03.2014
Die übrigen gesperrten Namenaktien wurden freiwillig einer Sperrfrist unterlegt.
2)
Beteiligung total ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen BEHG, gültig ab 1. Dezember 2007, als prozentuale Gesamtbeteiligung zur
Anzahl der per 31. Dezember 2013 ausstehenden Namenaktien ausgewiesen.
1)
108
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2012
Die Mitglieder des Verwaltungsrats, des Technologie Beirats und der Geschäftsleitung (einschliesslich nahe­
stehender Personen) hielten per 31. Dezember 2012 die folgenden Beteiligungen an der Meyer Burger Technology AG via Aktien, Optionsrechten und zur Ausübung gesperrter Aktien:
Namenaktien (frei)
(Anzahl)
1)
Optionen
(Anzahl)
Gesperrte
Namenaktien 2)
(Anzahl)
Beteiligung total 3)
(in % der
ausstehenden
Namenaktien)
Name
Funktion
Peter M. Wagner
Präsident des
Verwaltungsrats
16 876
25 000
10 147
0.11%
Dr. Alexander Vogel
Vizepräsident des
Verwaltungsrats
57 168
15 000
21 100
0.19%
Rudolf Samuel Güdel
Mitglied des
Verwaltungsrats
4 513
7 143
4 067
0.03%
Heinz Roth
Mitglied des
Verwaltungsrats
17 002
10 000
3 067
0.06%
Dr. Dietmar Roth
Mitglied des
Verwaltungsrats
2 940
–
2 067
0.01%
Prof. Dr. Konrad Wegener
Mitglied des
Verwaltungsrats
3 537
3 571
4 067
0.02%
Peter Pauli
Chief Executive Officer
1 220 784
–
331 567
3.22%
Bernhard Gerber
Chief Operating Officer
2 920
35 000
12 267
0.10%
Michel Hirschi
Chief Financial Officer
85 000
50 000
49 400
0.38%
Sylvère Leu
Chief Innovation Officer
–
–
21 140
0.04%
Details zu den Optionen sind in der nachfolgenden Tabelle ersichtlich.
Zuteilung
Anzahl Aktien
Ausübungspreis (CHF)
Bezugsverhältnis
Sperrfrist
Ausübungsperiode
07.09.2009
135 000
19.50
1 : 1
2 Jahre
07.09.2011–06.09.2013
14.01.2010
10 714
6.41
1 : 1
div.
div.
Die Optionen wurden unentgeltlich zugeteilt. Sie sind nicht übertragbar. Jede Option berechtigt zum Bezug von einer Namenaktie der
Meyer Burger Technology AG. Die Optionen können nach Ablauf der festgesetzten Vesting Periode während der Ausübungsperiode und
nur während eines bestehenden Arbeits- oder Organverhältnisses ausgeübt werden. Nicht ausgeübte Optionen verfallen nach Ablauf der
Ausübungsfrist.
2)
Details zu den Aktien (in der Vesting-Periode befindend) sind in der nachfolgenden Tabelle ersichtlich.
Zuteilung
Anzahl Aktien
Vesting bis
05.04.2012
70 889
31.03.2014
07.07.2011
32 100
30.06.2013
Die übrigen gesperrten Namenaktien wurden freiwillig einer Sperrfrist unterlegt.
3)
Beteiligung total ist in Übereinstimmung mit den Bestimmungen BEHG, gültig ab 1. Dezember 2007, als prozentuale Gesamtbeteiligung
zur Anzahl der per 31. Dezember 2012 ausstehenden Namenaktien ausgewiesen.
1)
4.33
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Seit dem Bilanzstichtag sind keine Ereignisse eingetreten, welche einen wesentlichen Einfluss auf die Jahresrechnung 2013 haben.
109
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BERICHT DER REVISIONSSTELLE
110
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BERICHT DER REVISIONSSTELLE
111
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JAHRESRECHNUNG
MEYER BURGER TECHNOLOGY AG
BILANZ
in TCHF
31.12. 2013
31.12. 2012
Flüssige Mittel
120 259
56 539
Eigene Aktien
352
2 277
12 362
13 012
Aktiven
Umlaufvermögen
Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften
Übrige Forderungen gegenüber Dritten
Übrige Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften
127
702
281 035
198 139
Aktive Rechnungsabgrenzung
Total Umlaufvermögen
250
436
414 385
271 105
389 045
384 070
27 618
27 940
Anlagevermögen
Beteiligungen
Darlehen gegenüber Konzerngesellschaften
Immaterielle Anlagen
910
910
Total Anlagevermögen
417 573
412 920
Total Aktiven
831 958
684 025
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten
785
912
Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften
370
180
5 527
6 415
129 383
129 201
Passiven
Fremdkapital
Passive Rechnungsabgrenzung
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Langfristige Rückstellungen
Total Fremdkapital
373
344
136 438
137 052
Eigenkapital
Aktienkapital
Kapitaleinlagereserve
4 236
2 407
391 244
235 636
Allgemeine Reserve
Reserve für eigene Aktien
112
232
–855
3 511
7 383
Bilanzgewinn
296 297
302 402
Total Eigenkapital
695 520
546 973
Total Passiven
831 958
684 025
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ERFOLGSRECHNUNG
in TCHF
1.1.–31.12. 2013
1.1.–31.12. 2012
Ertrag
Übriger Betriebsertrag
11 589
15 151
-
170 000
4 767
5 010
Dividendenertrag
Finanzertrag
Zinsertrag
11 547
9 904
Total Ertrag
27 903
200 065
8 334
9 458
Aufwand
Personalaufwand
Verwaltungsratshonorare
113
646
629
Verwaltungsaufwand
5 911
8 796
Finanzaufwand
8 313
14 434
Zinsaufwand & -spesen
8 169
5 351
Verlust aus Fremdwährungsumrechnung
2 636
4 322
Abschreibungen
–
11
Steuern
–
–
Total Aufwand
34 009
43 001
Verlust/Gewinn
-6 106
157 064
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ANHANG ZUR JAHRESRECHNUNG
Beteiligungen
Die Meyer Burger Technology AG hält die folgenden direkten Beteiligungen:
Aktive Gesellschaften
Kapitalanteil 1)
Gesellschaft
Sitz
Zweck
Währung
Nominalwert
MB Services Co. Ltd
MB Services Pte. Ltd
31.12.13
31.12.12
Zhubei City, Taiwan
a)
TWD
5 000 000
100.00%
100.00%
Singapur, Singapur
a)
SGD
1
100.00%
100.00%
MB Systems Co. Ltd
Seoul, Korea
a)
KRW
50 000 000
100.00%
100.00%
Meyer Burger India Private Ltd
Pune, Indien
a)
INR
18 552 930
99.19%
99.19%
MBT Systems GmbH
Zülpich, Deutschland
b)
EUR
25 000
100.00%
100.00%
Meyer Burger AG
Thun, Schweiz
c)
CHF
500 000
100.00%
100.00%
Meyer Burger Global AG 2)
Thun, Schweiz
d)
CHF
500 000
100.00%
–
Meyer Burger GmbH
Zülpich, Deutschland
b)
EUR
25 000
100.00%
100.00%
Meyer Burger Systems (Shanghai) Co. Ltd
Shanghai, China
a)
CNY
6 816 060
100.00%
100.00%
Pasan SA
Neuenburg, Schweiz
e)
CHF
102 000
100.00%
100.00%
1)Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil.
2)Die Meyer Burger Global AG wurde im Geschäftsjahr 2013 neu gegründet.
a)Erbringung von Dienstleistungen
b)Halten von Beteiligungen der Meyer Burger Gruppe in Deutschland
c)Herstellung von und Handel mit Maschinen, Apparaten und deren Teilen
d)Vertrieb von Produkten im Linien-Geschäft
e)Herstellung, Kauf und Verkauf von elektronischen, elektromechanischen und audiovisuellen Solarstromanlagen
Im Berichtsjahr liquidierte Gesellschaften
Kapitalanteil 1)
Gesellschaft
Sitz
Zweck
Währung
Nominalwert
31.12.13
31.12.12
MB Services AS 2)
Meyer Burger S.L. 2)
Porsgrunn, Norwegen
a)
NOK
100 000
–
100.00%
Barcelona, Spanien
a)
EUR
3 010
–
100.00%
Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil.
Die Gesellschaften wurden im Berichtsjahr 2013 liquidiert
a)
Erbringung von Dienstleistungen
1)
2)
Bezüglich Beteiligungen, welche die Meyer Burger Technology AG indirekt über ihre Tochtergesellschaften
hält, wird auf den im Konzernbericht ausgewiesenen Konsolidierungskreis verwiesen (Seite 71).
114
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Übriger Betriebsertrag
Der ausgewiesene übrige Betriebsertrag umfasst hauptsächlich Managementgebühren, welche den
Konzern­gesellschaften in Rechnung gestellt wurden.
Dividendenertrag
Der im Berichtsjahr 2012 ausgewiesene Dividendenertrag von TCHF 170 000 betraf die Dividendenausschüttung
der Meyer Burger AG für das Geschäftsjahr 2011.
Zinsertrag
Der ausgewiesene Zinsertrag umfasst hauptsächlich die Verzinsung der gewährten Darlehen an Konzerngesellschaften sowie die Bankzinsen und Zinsen aus kurzfristigen Geldanlagen.
Finanzertrag
Im Finanzertrag sind im Geschäftsjahr 2013 die Bewertung der gehaltenen eigenen Aktien, der Gewinn aus dem
Verkauf von Bezugsrechten anlässlich der Kapitalerhöhung vom Mai 2013 und die Auflösung von Wertberich­
tigungen von Konzerndarlehen enthalten. Im Vorjahr waren im Finanzertrag hauptsächlich die Kursgewinne aus
kurzfristigen Devisen-Termingeschäften in EUR verbucht.
Zinsaufwand
Als Zinsaufwand wurden in beiden Berichtsjahren 2013 und 2012 die Zinsen und Gebühren für die ausgegebene Anleihensobligation sowie die Bereitstellungskosten aus dem Kredit-Facility-Agreement mit dem Bankensyndikat erfasst. Die Erhöhung von TCHF 2 818 im Berichtsjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr ist grösstenteils
darauf zurückzuführen, dass die Verzinsung der ausgegebenen Anleihensobligation im Jahr 2012 nur für sieben
Monate enthalten war, da die Anleihe Ende Mai 2012 ausgegeben wurde.
Finanzaufwand
Der ausgewiesene Finanzaufwand im Berichtsjahr 2013 umfasst hauptsächlich die Kosten im Zusammenhang
mit der Aktienkapital-Erhöhung vom Mai 2013 sowie die Differenz zwischen Tageskurs und historischen Anschaffungswerten beim Verkauf von eigenen Aktien. Der Finanzaufwand im Jahr 2012 umfasste hauptsächlich
Wertberichtigungen von Forderungen sowie die Bewertung der Eigenen Aktien zum Stichtagskurs.
Verlust aus Fremdwährungsumrechnung
Negative Fremdwährungseffekte auf Bewertungen von konzerninternen Darlehen an ausländische Tochter­
gesellschaften führten in den beiden letzten Geschäftsjahren zu einem Verlust aus Fremdwährungsumrechnung,
vor allem beim USD. Der Verlust ist primär auf die Neubewertungen dieser konzerninternen Darlehen zurück­
zuführen.
Nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten
Per 31. Dezember 2013 bestanden nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten im Umfang von TCHF 108
(31. Dezember 2012 TCHF 191).
Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen
Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen.
115
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Brandversicherungswerte
Die Meyer Burger Technology AG verfügt im Rahmen ihres internationalen Sach- und BetriebsunterbrechungsVersicherungsprogramms über eine Grunddeckung (Brandfall eingeschlossen) mit einer maximalen Entschädigungslimite von CHF 180 Mio. Mitversichert sind alle Tochter- und Beteiligungsgesellschaften.
Anleihensobligation
Meyer Burger Technology hat per Mai 2012 eine Anleihensobligation von TCHF 130 000 ausgegeben. Der Zinssatz beträgt 5 Prozent, die Rückzahlung wird im Mai 2017 fällig.
Garantieverpflichtungen, Bürgschaften und Pfandbestellungen zugunsten Dritter
Die Meyer Burger Technology AG bürgt per 31.12. 2013 für den Rahmenkreditvertrag mit mehreren Schweizer
Finanzinstituten mit einer Laufzeit bis am 18. April 2015. Der Rahmenkreditvertrag ist in eine Garantie- und
Betriebsmittellimite in der Höhe von CHF 150 Mio. aufgeteilt. Sowohl per 31.12. 2013 und 31.12. 2012 wurden
unter dem Rahmenkreditvertrag keine festen Vorschüsse bezogen. Die Inanspruchnahme für Bankgarantien
betrug per 31.12. 2013 TCHF 28 975 (2012 TCHF 14 421).
Die Meyer Burger Technology AG ist Kreditnehmerin bei zwei Avalrahmenkrediten von Deutschen Finanzinstituten. Der Kreditrahmen beträgt per 31.12. 2013 insgesamt TCHF 27 244 (2012: TCHF 60 385). Die Avalrahmenkredite werden wahlweise von Tochtergesellschaften durch Übernahme von Bürgschaften/Garantien für Anzahlungen, Gewährleistungen und Erfüllungen, jedoch nicht für Kreditsicherungen in Anspruch genommen. Die
Inanspruchnahme dieser beiden Avalkredite betrug per 31. Dezember 2013 insgesamt TCHF 14 749 (2012:
TCHF 20 939).
Die Meyer Burger Technology AG bürgt für den hypothekarisch gesicherten Kreditvertrag für das Betriebs­
gebäude in Thun. Dieser Kreditvertrag wurde zwischen der Meyer Burger AG und mehreren Schweizer Bank­
instituten im März 2013 abgeschlossen und es sind TCHF 30 000 der Meyer Burger AG zugeflossen. Die Meyer
Burger Technology AG bürgt für diesen Vertrag mit maximal TCHF 33 000.
Des Weiteren bestehen verschiedene Garantieverpflichtungen der Meyer Burger Technology AG für Gruppen­
gesellschaften zugunsten Dritter im Umfang von maximal TCHF 117 111 per 31.12. 2013 (2012: TCHF 5 337).
Diese betreffen hauptsächlich Garantien an Kunden und Lieferanten von Gruppengesellschaften.
Patronatserklärungen und Liquiditätszusagen zugunsten von Gruppengesellschaften
Die Meyer Burger Technology AG hat eine Patronatserklärung zu Gunsten der Roth & Rau AG und deren Tochtergesellschaften ausgestellt, mittels derer die Liquiditätszuführung seitens Meyer Burger Technology AG bis zu
einem Höchstbetrag von EUR 60 Mio. im Bedarfsfall sichergestellt ist. Davon haben die Roth & Rau Gesellschaften per 31. Dezember 2013 EUR 43.5 Mio. und USD 3.15 Mio. (2012: EUR 19.2 Mio). bezogen. Die Patronatserklärung ist befristet bis zum 30. Januar 2016.
Die Meyer Burger Technology AG hat nebst der Patronatserklärung zu Gunsten der Roth & Rau Gruppe weitere
Liquiditätszusagen zu Gunsten von Tochtergesellschaften ausgestellt, mittels derer die Liquiditätszuführung seitens Meyer Burger Technology AG sichergestellt wird. Damit sollen die entsprechenden Gruppengesellschaften
in die Lage versetzt werden, ihre Verbindlichkeiten gegenüber Ihren Gläubigern fristgerecht begleichen zu können.
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Aktienkapital
Das Aktienkapital der Meyer Burger Technology AG ist per 31. Dezember 2013 eingeteilt in 84 714 117 Namen­
aktien mit einem Nennwert von je CHF 0.05. Das Aktienkapital ist voll liberiert.
Bedingtes Aktienkapital
Gemäss Art. 3b der Statuten der Gesellschaft in der Fassung vom 7. Mai 2013 kann das Aktienkapital unter
Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre durch Ausgabe von höchstens 2 152 660 voll zu liberierenden
Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 um den Maximalbetrag von CHF 107 633 durch Ausübung von
Optionsrechten, die Mitarbeitenden und Mitgliedern des Verwaltungsrats der Gesellschaft oder von Konzern­
gesellschaften gemäss einem vom Verwaltungsrat auszuarbeitenden Plan eingeräumt werden, erhöht werden.
Die neuen Namenaktien unterliegen nach dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss Art. 4 der
Statuten.
Gemäss Art. 3c der Statuten der Gesellschaft in der Fassung vom 7. Mai 2013 kann das Aktienkapital unter
Ausschluss der Bezugsrechte der Aktionäre durch Ausgabe von höchstens 4 000 000 voll zu liberierenden
Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 um den Maximalbetrag von CHF 200 000 durch Ausübung von
Wandel- und/oder Optionsrechten, die in Verbindung mit Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen
Finanzmarktinstrumenten der Gesellschaft oder von Konzerngesellschaften eingeräumt werden, erhöht werden.
Bei der Ausgabe von Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen Finanzmarktinstrumenten, mit denen
Wandel- und/oder Optionsrechte verbunden sind, ist das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen. Zum
Bezug der neuen Aktien sind die jeweiligen Inhaber von Wandel- und/oder Optionsrechten berechtigt.
Der Erwerb von Aktien durch die Ausübung von Wandel- und/oder Optionsrechten sowie jede nachfolgende
Übertragung der Aktien unterliegen nach dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss Art. 4 der
Statuten.
Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, bei der Ausgabe von Wandelanleihen, Optionsanleihen oder anderen ähn­
lichen Finanzmarktinstrumenten das Vorwegzeichnungsrecht der Aktionäre zu beschränken oder aufzuheben,
falls
1)die Finanzierungsinstrumente mit Wandel- oder Optionsrechten im Zusammenhang mit der Finanzierung
oder Refinanzierung des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder neuer Investitionsvorhaben ausgegeben werden oder
2)eine Ausgabe durch Festübernahme durch eine Bank oder ein Bankenkonsortium mit anschliessendem
öffentlichen Angebot unter Ausschluss des Vorwegzeichnungsrechts als die zu diesem Zeitpunkt am besten geeignete Ausgabeart erscheint, besonders in Bezug auf die Ausgabebedingungen oder den Zeitplan
der Transaktion.
Wird das Vorwegzeichnungsrecht durch Beschluss des Verwaltungsrats aufgehoben, gilt, dass
1)Wandelrechte höchstens während 10 Jahren, Optionsrechte höchstens während 7 Jahren ab dem Zeitpunkt der betreffenden Emission ausübbar sein dürfen und
2) die entsprechenden Finanzmarktinstrumente zu den jeweiligen Marktkonditionen auszugeben sind.
117
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Genehmigtes Aktienkapital
Gemäss Art. 3a der Statuten der Gesellschaft in der Fassung vom 7. Mai 2013 ist der Verwaltungsrat
ermächtigt, das Aktienkapital der Gesellschaft bis zum 26. April 2014 um höchstens CHF 240 000 durch
die Ausgabe von höchstens 4 800 000 voll zu liberierenden Namenaktien zum Nennwert von CHF 0.05 zu
erhöhen.
Der Verwaltungsrat ist berechtigt (einschliesslich im Falle eines öffentlichen Angebots für Aktien der Gesellschaft), das Bezugsrecht der Aktionäre einzuschränken oder auszuschliessen und Dritten zuzuweisen,
wenn die neuen Aktien verwendet werden sollen
1)für die Übernahme von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen oder neue Investitionsvorhaben
oder im Falle einer Aktienplatzierung für die Finanzierung oder Refinanzierung solcher Transaktionen.
2) für Zwecke der Beteiligung strategischer Partner oder Investoren oder
3)für die rasche und flexible Beschaffung von Eigenkapital durch eine Aktienplatzierung, welche mit Bezugsrechten nur erschwert möglich wäre.
Die Erhöhung kann mittels Festübernahme und/oder in Teilbeträgen erfolgen. Der Verwaltungsrat ist ermächtigt, den Ausgabepreis der Aktien, die Art der Einlage sowie den Zeitpunkt der Dividendenberechtigung fest­
zusetzen. Die neuen Namenaktien unterliegen nach dem Erwerb den Eintragungsbeschränkungen gemäss
Art. 4 der Statuten der Gesellschaft.
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Eigene Aktien
Von der Meyer Burger Technology AG gehaltene eigene Aktien
in TCHF
1.1. 2012
Kauf eigene Aktien
Verkauf eigene Aktien
31.12. 2012
Kauf eigene Aktien
Verkauf eigene Aktien
31.12. 2013
Anzahl Aktien
Preis/Aktie
Wert eigene ­Aktien
50 971
14.10
719
727 897
15.47
11 257
–442 073
15.52
–6 862
336 795
15.18
5 113
49 470
15.16
750
–353 073
15.28
–5 395
33 192
14.13
469
Von Tochtergesellschaften gehaltene eigene Aktien der Meyer Burger Technology AG
in TCHF
1. 1. 2012
Anzahl Aktien
Preis/Aktie
Wert eigene ­Aktien
41 470
33.07
1 371
Zunahme aus Mitarbeiteraktienplan 20121)
109 471
13.65
1 494
Abnahme aus Mitarbeiteraktienplan 2010 2)
–20 650
28.85
–596
31.12. 2012
130 291
17.42
2 270
Zunahme aus Mitarbeiteraktienplan 2013 3)
343 797
6.38
2 195
Abnahme aus Mitarbeiteraktienplan 20114)
–20 820
37.25
–776
Abnahme aus Mitarbeiteraktienplan 2012 5)
–46 484
13.65
–635
Abnahme aus Mitarbeiteraktienplan 2013 6)
–124
10.60
–1
406 660
7.51
3 053
31.12. 2013
1)Aktienplan 2012: die Aktien wurden zum Preis von CHF 13.65 (Marktpreis im Zeitpunkt der Zuteilung abzüglich CHF 0.05 Nennwert)
zugeteilt und ausgegeben und unterliegen einer zweijährigen Veräusserungs-Sperrfrist (Vesting-Periode) ab Zeitpunkt der Zuteilung.
2)Im Dezember 2012 ist die zweijährige Vesting-Periode des Aktienplans 2010 abgelaufen und die zugeteilten Aktien wurden an die
Planteilnehmer übertragen.
3)Aktienplan 2013: die Aktien wurden zum Preis von CHF 10.60 (Marktpreis im Zeitpunkt der Zuteilung abzüglich CHF 0.05 Nennwert)
zugeteilt und ausgegeben. Sie unterliegen einer achtzehnmonatigen Veräusserungs-Sperrfrist (Vesting-Periode) ab Zeitpunkt der Zuteilung.
Aus rechtlichen Gründen werden die dem Verwaltungsrat und den Mitarbeitenden der Meyer Burger Technology AG zugeteilten Aktien
(137 774 Stück) von der Meyer Burger AG gehalten. Diese Aktien wurden zu CHF 0.05 (Nennwert) übertragen.
4)Im Juli 2013 ist die zweijährige Vesting-Periode des Aktienplans 2011 abgelaufen und die zugeteilten Aktien wurden an die Planteilnehmer
übertragen.
5)Wenn ein Planteilnehmer innerhalb der Vesting-Periode das Arbeitsverhältnis kündigt, gehen die zugeteilten Aktien an die Meyer Burger
Technology AG zurück.
Alle eigenen Aktien, die in Zusammenhang mit den Aktienplänen für Mitarbeitende gehalten werden, werden
durch Tochtergesellschaften der Meyer Burger Technology AG gehalten. Diese sind somit vollumfänglich reserviert und werden jeweils nach Ablauf der Sperrfrist an die Mitarbeitenden übertragen.
Die Meyer Burger Technology hält keine eigenen Aktien in Zusammenhang mit dem Mitarbeiteraktienplan und
es sind keine eigenen Aktien die von der Meyer Burger Technology AG gehalten werden reserviert.
Der Meyer Burger Gruppe ist nicht bekannt, ob die Vorsorgeeinrichtung Aktien der Gesellschaft hält.
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Kapitaleinlagereserven
Vom Totalbetrag von TCHF 391 244 per 31.12.2013 wurden TCHF 235 636 von der Eidgenössischen Steuerverwaltung genehmigt und stehen damit zur verrechnungssteuerfreien Ausschüttung zur Verfügung. Die Zunahme gegenüber dem 31.12.2012 von TCHF 155 608 entspricht dem im Rahmen der Kapitalerhöhung einbezahlten Aufgeld und wird der Steuerverwaltung für eine mögliche verrechnungssteuerfreie Ausschüttung
gemeldet.
Aktionäre mit bedeutendem Einfluss
Aktionär
Stimmanteil
31.12. 2013
Blackrock Inc.
USA-New York
Platinum Investment Management Limited
AUS-Sydney
Aktionärsgruppe Citadel
Norges Bank (the Central Bank of Norway)
> 5%
> 5%
> 3%1)
NO-Oslo
> 3%
31.12. 2012
Generation Investment Management LLP
UK-London
> 5%
Peter Pauli
CH-Möhlin
3.22%2)
Platinum Investment Management Limited
AUS-Sydney
> 3%
1)Kenneth C. Griffin ist der wirtschaftlich Berechtigte von Citadel Advisors LLC und Citadel Advisors II LLC, c/o Citadel LLC, USA-Chicago.
2)Der Stimmanteil setzt sich aus Namenaktien, aus Mitarbeiter-Optionen sowie aus gesperrten Aktien zusammen.
Entschädigung, Beteiligungen und Darlehen von Mitgliedern des Verwaltungsrats,
des Beirats und der Geschäftsleitung (Offenlegung gemäss Schweizerischem
Obligationenrecht)
Der Ausweis der Entschädigung ist im Konzernbericht im Anhang zur Konzernrechnung Seite 105 aufgeführt.
Angaben über die Durchführung einer Risikobeurteilung
Die Beschreibung über die Ausgestaltung des Risikomanagements ist im Konzernbericht im Anhang zur
Konzernrechnung Seite 81 aufgeführt.
120
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ANTRAG DES VERWALTUNGS–
RATS UBER DIE VERWENDUNG
DES BILANZGEWINNS
in TCHF
2013
2012
Antrag des
Beschluss der
Verwaltungsrates Generalver­sammlung
Zur Verfügung der Generalversammlung
Gewinnvortrag
Jahresverlust/Jahresgewinn
Bilanzgewinn
302 402
145 338
–6 106
157 064
296 296
302 402
Antrag des Verwaltungsrates
Zuweisung gesetzliche Reserve
121
–
–
Vortrag auf neue Rechnung
296 296
302 402
Bilanzgewinn
296 296
302 402
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BERICHT DER REVISIONSSTELLE
122
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BERICHT DER REVISIONSSTELLE
123
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ADRESSEN
Interessante und nützliche Produktportfolio-Informationen und Hintergrundwissen
über die gesamte Technologiegruppe bietet die Homepage www.meyerburger.com an.
Alle Gesellschaften der Meyer Burger Gruppe können über die Emailadresse
[email protected] erreicht werden.
Gruppengesellschaften
Meyer Burger Technology AG (Holding)
Schorenstrasse 39, 3645 Gwatt (Thun),
Schweiz, Tel. +41 33 221 28 00,
Fax +41 33 221 28 08
AIS Automation Dresden GmbH
Otto-Mohr-Strasse 6, 01237 Dresden,
Deutschland, Tel. +49 351 2166 0,
Fax +49 351 2166 3000,
Email [email protected],
www.ais-automation.com
Diamond Materials Tech, Inc.
3505 N. Stone Ave., Colorado Springs,
CO 80907, USA, Tel. +1 719 570 1150,
Fax +1 719 570 1176
Hennecke Systems GmbH
Aachener Strasse 100, 53909 Zülpich,
Deutschland, Tel. +49 2252 9408 01,
Fax +49 2252 9408 98
Meyer Burger AG
Schorenstrasse 39, 3645 Gwatt (Thun),
Schweiz, Tel. +41 33 221 28 00,
Fax +41 33 221 25 10
Meyer Burger Global AG
Schorenstrasse 39, 3645 Gwatt (Thun),
Schweiz, Tel. +41 33 221 28 00,
Fax +41 33 221 28 08
Meyer Burger Trading (Shanghai) Co. Ltd.
17th F, Building 1, Guosheng Center, No. 5,
Lane 388 Daduhe Road, Putuo District,
Shanghai, China, 200062,
Tel. +86 21 2221 7333,
Fax +86 21 6350 4715
Pasan SA
Rue Jaquet-Droz 8, 2000 Neuchâtel,
Schweiz, Tel. +41 32 391 16 00,
Fax +41 32 391 16 99
Roth & Rau AG
An der Baumschule 6–8, 09337 HohensteinErnstthal, Deutschland,
Tel. +49 3723 671 234,
Fax +49 3723 671 1000
Roth & Rau B.V.
Luchthavenweg 10, 5657 EB Eindhoven,
Niederlande, Tel. +31 4025 81581,
Fax +31 4025 41 985
Roth & Rau Research AG
Rouges-Terres 61, 2068 Hauterive, Schweiz,
Tel. +41 32 566 15 20
Muegge GmbH
Hochstrasse 4–6, 64385 Reichelsheim,
Deutschland, Tel. +49 6164 9307 0,
Fax +49 6164 9307 93,
Email [email protected], www.muegge.de
Roth & Rau – Ortner GmbH
Manfred-von-Ardenne-Ring 7,
01099 Dresden, Deutschland,
Tel. +49 3518 8861 0, Fax +49 3518 8861 20,
Email [email protected],
www.rr-ortner.com
Somont GmbH
Im Brunnenfeld 8, 79224 Umkirch,
­Deutschland, Tel. +49 7665 9809 7000,
Fax +49 7665 9809 7999
Sales- & Servicegesellschaften
Meyer Burger Trading (Shanghai) Co. Ltd.
17th F, Building 1, Guosheng Center, No. 5,
Lane 388 Daduhe Road, Putuo District,
Shanghai, China, 200062,
Tel. +86 21 2221 7333,
Fax +86 21 6350 4715
MB Systems Co. Ltd
7F, Othrys B/D, 24-1, Samseong-ro,
­Gangnam-gu, Seoul 135-090, Korea,
Tel. +82 2 3454 0701, Fax +82 2 3454 0760
Meyer Burger Co. Ltd
13F-1, No. 8 Ziqiang S. Road, Zhubei City,
Hsinchu County 302, Taiwan,
Tel. +886 3 657 86 12, Fax +886 3 657 85 24
Meyer Burger India Private Ltd
19B Commerce Avenue, Mahaganesh
­Colony, Paud Road, Pune-411 038, India,
Tel. +91 20 3058 2920
MBT Systems Ltd
309 Route 94, Columbia, NJ, 07832, USA,
Tel. +1 908 496 8999, Fax +1 908 496 8998
Servicegesellschaften
Meyer Burger KK
Ishikawa Building 4F, 2-5-5 Kudan Minami,
102-0074 Chiyoda-ku, Tokyo, Japan,
Tel. +81 3 5211 2123, Fax +81 3 4496 4206
MBT Systems Ltd
23562 N Clara Ln, 97124 Hillsboro, OR,
USA, Tel. +1 503 645 3200,
Fax +1 503 645 6707
MB Services Pte. Ltd
20, Tuas South Avenue 14,
637312 Singapore, Singapore,
Tel. +65 6686 2170,
Fax +65 6686 2173
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INFORMATIONEN FÜR
INVESTOREN UND MEDIEN
WICHTIGE TERMINE
24. März 2014: PUBLIKATION JAHRESERGEBNIS 2013 ANALYSTEN– UND
MEDIENKONFERENZ SIX SWISS EXCHANGE, ZÜRICH
29. April 2014: ORDENTLICHE GENERALVERSAMMLUNG STADE DE SUISSE, BERN
12. August 2014: PUBLIKATION HALBJAHRESERGEBNIS 2014 ANALYSTEN–
UND ­MEDIENKONFERENZ SIX SWISS EXCHANGE, ZÜRICH
Angaben zur Namenaktie
Valorennummer 10850379
ISIN CH0108503795
Kotierung
SIX Swiss Exchange
Ticker Symbol MBTN
ReutersMBTN.S
Bloomberg
MBTN SW
Nennwert pro Namenaktie
CHF 0.05
Anzahl ausstehende Namenaktien84 714 117 per 31. Dezember 2013
Höchst-/Tiefstkurs 2013
CHF 11.75 / CHF 5.20
Jahresschlusskurs 2013
CHF 10.60
Angaben zur 5% Obligationenanleihe 2017
Valorennummer ISIN Kotierung
Ticker Symbol Reuters
Bloomberg
Coupon
Emittierter Betrag
Verfall
Höchst-/Tiefstkurs 2013
Jahresschlusskurs 2013
18498778
CH0184987789
SIX Swiss Exchange
MBT12
MBTN MBTN SW
5.00% p.a.
CHF 130 000 000
24. Mai 2017
104.20% / 90.40%
104.00%
Weitere Informationen
Rechnungslegungsstandard Revisionsstelle
Aktienregister
125
Swiss GAAP FER
PricewaterhouseCoopers AG
SIX SAG AG
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Kontaktadresse
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CH-3645 Gwatt (Thun)
Schweiz
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Fax +41 33 221 28 08
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Media Relations
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Head of Corporate Communications
Tel. +41 33 221 28 00
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Ingrid Carstensen
Corporate Communications
Tel. +41 33 221 28 00
Fax +41 33 221 28 08
Email [email protected]
Aktienchart (Jan 2013–Feb 2014)
in CHF
17.5
15.0
12.5
10.0
 7.5
eyer Burger
M
Technology AG
 5.0
SPI Index
 2.5
126
Feb
Dez
2014
Nov
Okt
Sep
Aug
Jul
Jun
Apr
Mai
Feb
Mär
SPI Index angeglichen
Quelle: Swissquote
2013
 0.0
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Erklärung über zukunftsbezogene Aussagen
Dieses Dokument Berichterstattung Geschäftsjahr 2013 und das Firmenprofil sind Bestandteile des
Geschäftsberichts 2013 der Meyer Burger Technology AG. Beide Dokumente enthalten auf die Zukunft
­bezogene Aussagen über Meyer Burger, die mit Unsicherheiten und Risiken behaftet sein können. Der
Leser muss sich daher bewusst sein, dass solche Aussagen von den zukünftigen tatsächlichen Ereignissen
abweichen können. Bei den zukunftsbezogenen Aussagen handelt es sich um Projektionen möglicher Entwicklungen. Sämtliche auf die Zukunft bezogenen Aussagen beruhen auf Daten, die Meyer Burger zum
Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts 2013 vorlagen. Meyer Burger übernimmt keinerlei Verpflichtung, zukunftsorientierte Aussagen in diesen Dokumenten zu einem späteren Zeitpunkt aufgrund neuer
­Informationen, zukünftiger Ereignisse oder Ähnlichem zu aktualisieren.
Das Firmenprofil und die Berichterstattung Geschäftsjahr 2013 sind auch in elektronischer Form und
in englischer Sprache verfügbar. Das Original in deutscher Sprache ist verbindlich.
Sie finden das Firmenprofil und die Berichterstattung Geschäftsjahr 2013 im Internet unter:
www.meyerburger.com
Impressum
Herausgeberin: Meyer Burger Technology AG, Gwatt (Thun)
Konzept: Tolxdorff & Eicher Consulting, Horgen
Layout, visuelles Konzept/Design/Realisation: Linkgroup, Zürich
Beratung Nachhaltigkeit: sustainserv, Zürich und Boston
Übersetzung: CLS Communication AG, Basel
© Meyer Burger Technology AG 2014
Klimaneutral produziert durch Linkgroup.
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Meyer Burger Berichterstattung Geschäftsjahr 2013

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