Wegweiser Sanierung Lich

Transcrição

Wegweiser Sanierung Lich
Wegweiser –
Sanierung Lichterfelde
Märkische Scholle Wohnungsunternehmen eG
Paderborner Straße 3 • 10709 Berlin • Telefon 030 896008-0
LAGEPLAN
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60er Jahre
30er Jahre
Bestandsersatz
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Konzeptstand: Januar 2013
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VORWORT
Liebe Mitglieder,
in Kürze starten wir unsere umfangreichen Sanierungsmaßnahmen
in Ihrer Wohnanlage. Es ist uns bewusst, dass die bevorstehenden
Arbeiten in Art und Umfang eine große Belastung für Sie darstellen
werden. Daher ist es uns wichtig, dass Sie rundum bestens informiert sind.
Dieser Wegweiser bietet Ihnen in komprimierter Form und auf einen
Blick die wesentlichen Daten und Fakten zu unserem Sanierungskonzept sowie einen Fragen- und Antwortkatalog. Die farbliche
Gestaltung des Wegweisers wird Ihnen dabei helfen, sich schnell
zurechtzufinden und gezielt an die für Sie wichtigen Informationen
zu gelangen. Die Farbe Orange steht dabei für die von der Strangsanierung betroffenen Gebäude aus den 60er-Jahren, grün verwenden wir für die erweiterte Strangsanierung samt Dachausbau an den
30er-Jahre-Bauten und mit blau ist der sogenannte Bestandsersatz
gekennzeichnet.
Sollten Sie darüber hinaus noch Fragen haben, können Sie sich
darauf verlassen, dass wir für Sie da sind. Sie finden in diesem Heft
alle Ansprechpartner, die Ihnen vor Ort während der Bauzeit gern zur
Verfügung stehen.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und freuen uns auf eine gute
und nachbarschaftliche Zusammenarbeit.
3
EINLEITUNG
Der Sanierungsbedarf der Gebäude in Lichterfelde, innen wie außen,
ist groß und spürbar. Wir planen daher, die Siedlung unter sozialen
und ökologischen Gesichtspunkten umfassend zu sanieren und
zusätzlichen barrierearmen Wohnraum zu schaffen.
Nach einer ausführlichen Analyse des Bestandes in Lichterfelde wurde ein
erhöhter Sanierungsbedarf ermittelt. Die aus den 30er und 60er Jahren
stammenden Gebäude wurden seit ihrem Bau noch nicht umfassend
saniert. Die Sanierung wird sozial verträglich erfolgen und allen Mietern
ermöglichen, in ihrer angestammten Umgebung wohnen zu bleiben.
Gebäudeanalysen
Obwohl die Gebäudetypen aus zwei unterschiedlichen Bauperioden
stammen (30er und 60er Jahre), ist der Sanierungsbedarf und sind
die Probleme innerhalb der Gebäude ähnlich: schlecht ablaufende
Abflüsse, zugige Fenster, hohe Heizkosten und vereinzelt feuchte
Keller. Durch den erheblichen Sanierungsbedarf in den Gebäuden
reicht es nicht mehr aus, Sanierungsarbeiten nur bei Neuvermietungen oder punktuell durchzuführen. Auch machen neue oder
verschärfte rechtliche Vorgaben, unter anderem zum Wärmeschutz,
eine Sanierung der Gebäude zwingend erforderlich.
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ALLGEMEINE PROBLEME IN LICHTERFELDE
Wohnungsgrößen und Grundrisse
Die überwiegende Anzahl der Wohnungen haben 1–2,5 Zimmer und
sind somit für Familien mit Kindern meist zu klein.
Nur einige der insgesamt 841 Wohnungen sind durch Aufzüge erschlossen und somit einigermaßen barrierearm. Viele Wohnungen
weisen ungünstige Grundrisse auf und entsprechen nicht mehr der
heutigen Nachfrage.
Heizkosten – Die „zweite Miete“
Ein sehr hoher Energiebedarf und eine teure, elektrische Warmwasserbereitung sorgen für stetig steigende Nebenkosten.
Probleme mit der ausreichenden Wärmeversorgung sowie sehr kalte
Außenwände, gerade bei den 30er-Jahre-Gebäuden, begünstigen
Schimmel und schaden der Gebäudesubstanz und dem Wohnkomfort. Der Energiebedarf der Gebäude liegt weit über den aktuell
üblichen Werten.
Bäder und Stränge
Ein Großteil der Bäder entspricht nicht mehr dem heutigen Standard.
Die Abwasserstränge wurden seit dem Bau der Gebäude nicht erneuert und sorgen immer wieder für Probleme durch Undichtigkeiten
und Verstopfungen.
Elektrik
In ca. 80 % der Wohnungen muss die Elektrik auf den Stand der
Technik gebracht werden. Bei der Strangsanierung ist es daher
unabdingbar, zumindest in den 30er-Jahre-Gebäuden, die Elektrik
komplett zu erneuern.
5
SANIERUNG DER 60ER-JAHRE-GEBÄUDE
Variante 1
Wormbacher Weg:
Holtheimer Weg:
Ostpreußendamm:
9, 11, 13, 15, 25, 27, 29
26, 26A, 26B
93–96B
Variante 2
Wormbacher Weg:
5
Schöppinger Straße: 1, 1A, 1B, 3, 3A, 14, 16, 18, 20
Ostpreußendamm: 97–100A
Die in den 60er-Jahren errichteten Gebäude verfügen bereits über
eine Wärmedämmung. Hier werden hauptsächlich die Wohnungen
und die Keller saniert. Vereinzelt wird auch die Fassade überarbeitet
(Variante 2).
Alle Wohnungen können weiterhin genutzt werden, auch wenn mit
Beeinträchtigungen durch die Bad- und Strangsanierungsarbeiten zu
rechnen ist.
Warum sanieren wir?
• Hoher bis mittlerer Energiebedarf für Heizung
• Sehr hoher Energiebedarf für Warmwasserbereitung
• Großer bis sehr großer Sanierungsbedarf
(Bäder, Stränge, Wärmeschutz)
Was wird saniert?
Variante 1
In den Wohnungen
• Neue Elektro-Unterverteilung (inkl. Sicherungskästen)
• Strangsanierung
• Badsanierung (bei Bedarf)
• Erneuerung der Elektrik in den Bädern
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SANIERUNG DER 60ER-JAHRE-GEBÄUDE
Am Gebäude
• Vereinzelt Gebäudedämmung (z. B. Sockel)
• Kellerdeckendämmung und Abdichtung
• Neue Fenster (bei Bedarf)
Variante 2
In den Wohnungen
• Neue Elektro-Unterverteilung (inkl. Sicherungskästen)
• Strangsanierung
• Badsanierung (bei Bedarf)
• Erneuerung der Elektrik in den Bädern
Am Gebäude
• Neue Fenster (bei Bedarf)
• Neue Hauseingangstür
• Zusätzliche Fassadendämmung
• Zusätzliche Dachdämmung und Abdichtung
• Kellerdeckendämmung und Abdichtung
Was verbessert sich für mich?
•
•
•
•
•
Moderne Bäder und Sanitärobjekte
Geringe Heiz- und Warmwasserkosten
Behaglich warme Wohnungen
Keine zugigen Fenster mehr
Gesunde Raumluft
In den Gebäuden der 60er Jahre erfolgt die Wärmeversorgung in
Zukunft weiterhin über Fernwärme, die Erdleitungen wurden schon in
den letzten Jahren saniert.
Die Warmwasserversorgung erfolgt derzeit über Durchlauferhitzer.
Diese sehr teure Art der Warmwassererzeugung wird durch eine Solaranlage auf dem Dach sowie eine Abluftwärmepumpe ersetzt, die
dann den größten Teil Ihres Warmwasserbedarfes deckt.
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SANIERUNG DER 60ER-JAHRE-GEBÄUDE
Die verbleibende Restenergie wird Ihnen über Fernwärme zur Verfügung gestellt. Eine Lüftungsanlage wird zukünftig für ein gesundes
Raumklima in Ihrer Wohnung sorgen.
Energiekonzept
Bestandteile des neuen Energiekonzeptes
• Hauswasserstationen zur Warmwasseraufbereitung
• Solarthermische Anlage zur Wärmeerzeugung
• Pufferspeicher
• Frischwasserstationen zur Warmwasserverteilung
• Lüftungsanlage für ein gesundes Raumklima
• Lüftungsventile
• Abluftwärmepumpe
• Energiezentrale zur Verteilung der Energieströme
Um genug Umsetzwohnungen für den Zeitraum der Sanierung sowie
zusätzlichen Wohnraum anbieten zu können, wird geplant, 1–2
Nachverdichtungsbauten mit 20–30 Wohneinheiten in unterschiedlicher Größe zu schaffen. Diese werden vermutlich im Bereich
Dorstener Straße und Schöppinger Straße errichtet.
Die Planung und der Bau werden vorraussichtlich in den Jahren
2014–2016 durchgeführt.
Die Märkische Scholle wird Sie über den weiteren Planungsverlauf
auf dem Laufenden halten.
Nachverdichtung
Neubau
• Schaffung von zusätzlichem Wohnraum
• Schaffung von Umsetzwohnungen
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SANIERUNG DER 60ER-JAHRE-GEBÄUDE
•
•
•
•
Teilweise durch Aufzug erschlossen
Barrierefreie Wohnungsgrundrisse
Balkone an allen Wohnungen
Generationenübergreifendes Wohnen durch Wohnungsangebot
für unterschiedliche Bedürfnisse
• Hochwertiges Energiekonzept, d. h. geringe Heizkosten
Was Sie wissen sollten:
Die Sanierungsarbeiten innerhalb Ihrer Wohnung können bis zu
einem Monat dauern. In Ausnahmefällen können Sie für diesen Zeitraum in Gästewohnungen untergebracht werden.
Sie werden mindestens 6 Monate vor der Sanierung Ihrer Wohnung
informiert.
Die Sanierung Ihres Bades (Art der Fliesen, Dusche oder Badewanne
etc.) wird mit Ihnen zusammen abgestimmt.
Vor und während der Sanierungsarbeiten stehen Ihnen die Mitarbeiter der Märkischen Scholle vor Ort sowie der Sanierungsbeirat für
Fragen und Antworten zur Verfügung.
Vor Ort:
Frau Annett Fuhrmann
Tel. 030 75513286
Fax 030 75513287
[email protected]
Ein Sanierungsbeirat wird in Kürze bestimmt. Wenn Sie Interesse an
dieser Aufgabe haben, wenden Sie sich bitte an uns.
Konzeptstand: Januar 2013
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SANIERUNG DER 30ER-JAHRE-GEBÄUDE
Adressen
Schwelmer Straße:
Schöppinger Straße:
Dorstener Straße:
Ostpreußendamm:
1–36
2, 4, 6, 6A, 8, 10, 12, 11, 13, 15
2, 4, 6, 8
101 – 105
In den Gebäuden ist der Sanierungsbedarf so groß, dass die Betroffenen während der Arbeiten für ca. 6–7 Monate nicht in den Wohnungen
verbleiben können. Ersatzwohnungen werden zur Verfügung gestellt.
Die vorübergehende Baufreiheit ermöglicht eine komplette Umstellung des Heizsystems inkl. des Austausches der Heizkörper, sowie die
Erneuerung der Elektrik in der gesamten Wohnung.
Zusätzlich wird in den Dachgeschossen neuer Wohnraum geschaffen.
Warum sanieren wir?
• Sehr hoher Energiebedarf bei Heizung und Warmwasser
• Wohnungen werden zeitweise nicht ausreichend warm
• Hoher Sanierungsbedarf
(Elektrik, Bäder, Stränge, Heizkörper, Wärmeschutz)
Was wird saniert?
Am Gebäude
• Neue Fenster (bei Bedarf)
• Fassadendämmung, Kellerdämmung, Dachdämmung
• Kellerabdichtung
• Neues Heizsystem
• Keller
• Dachgeschossausbau
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SANIERUNG DER 30ER-JAHRE-GEBÄUDE
In den Wohnungen
• Neue Elektro-Sicherungskästen
• Neue Elektrik (komplett), Ergänzung von Steckdosen
• Neue Wasser- und Abwasserrohre
• Badsanierung (bei Bedarf)
• Verbesserung des Schallschutzes
• Neue Heizkörper und Thermostatventile
Was verbessert sich für mich?
•
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•
•
•
•
Neue Bäder und Sanitärobjekte
Sehr geringe Heiz- und Warmwasserkosten
Behaglich warme Wohnungen
Keine kalten Außenwände mehr
Keine zugigen Fenster mehr
Gesunde Raumluft
Neue Lichtschalter und Steckdosen
Die 30er-Jahre-Gebäude werden von der Fernwärme abgekoppelt.
Für diese Gebäude wurde ein Konzept entwickelt, in dem die gesamte Wärme für Heizung und Warmwasser mit erneuerbaren Energien
erzeugt wird. Die Versorgungssicherheit bleibt dabei natürlich gewährleistet.
Die Solaranlage erzeugt das ganze Jahr über Wärme. Im Sommer
wird überschüssige Wärme in einem Langzeitspeicher gepuffert. Dieser wird zwischen den Gebäuden im Erdreich gebaut und ist später
nicht mehr sichtbar. Eine Photovoltaikanlage produziert den Strom
für die Anlagentechnik des Heizsystems.
Zukünftig wird eine Lüftungsanlage für ein gesundes Raumklima in
Ihrer Wohnung sorgen.
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SANIERUNG DER 30ER-JAHRE-GEBÄUDE
Energiekonzept
Bestandteile des neuen Heizsystems
• Hauswasserstationen zur Warmwasseraufbereitung
• Neue Heizkörper und Thermostatventile
• Solarthermische Anlage zur Wärmeerzeugung
• Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung
• Pufferspeicher
• Langzeitspeicher für Solarenergie
• Lüftungsanlage für ein gesundes Raumklima
• Abluftwärmepumpe
• Energiezentrale zur Verteilung der Energieströme
Um in der Wohnanlage mehr Wohnraum zu schaffen und zusätzlich das Angebot an größeren Wohnungen zu erhöhen, werden die
Dachgeschosse der 30er-Jahre-Gebäude ausgebaut und dabei leicht
erhöht (ca. 1,15 m). Hierbei werden neue, moderne Wohnungen mit
55–110 m² entstehen.
Dachgeschossausbau
Entscheidungsgrundlage
• Bessere Nutzung der Dachgeschosse
• In Lichterfelde werden dringend zusätzliche große Wohnungen
benötigt
• Es ist nur eine leichte Erhöhung des Gebäudes nötig
• Wir sparen die Kosten für die Dachdämmung und -sanierung ein
• Baufreiheit während der Sanierungsarbeiten ermöglicht
problemlose Aufstockung
• Der Neubau im DG subventioniert die Sanierung der Bestandswohnungen
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SANIERUNG DER 30ER-JAHRE-GEBÄUDE
Was Sie wissen sollten:
Für den Zeitraum der Sanierung wird Ihnen die Märkische Scholle
eine Ersatzwohnung anbieten und Ihren Umzug auf Wunsch organisieren. Natürlich können Sie nach Abschluss der Bauarbeiten in Ihre
Wohnung zurückkehren.
Sie werden mindestens 8 Monate vor der Sanierung Ihrer Wohnung
informiert.
Die Sanierung Ihres Bades (Art der Fliesen, Dusche oder Badewanne
etc.) wird mit Ihnen zusammen abgestimmt.
Vor und während der Sanierungsarbeiten stehen Ihnen die Mitarbeiter der Märkischen Scholle vor Ort sowie der Sanierungsbeirat für
Fragen und Antworten zur Seite.
Vor Ort:
Frau Annett Fuhrmann
Tel. 030 75513286
Fax 030 75513287
[email protected]
Ein Sanierungsbeirat wird in Kürze bestimmt. Wenn Sie Interesse an
dieser Aufgabe haben, wenden Sie sich bitte an uns.
Konzeptstand: Januar 2013
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BESTANDSERSATZ
Adressen
Wormbacher Weg:
Holtheimer Weg:
Schwelmer Straße:
alle geraden Hausnummern 2–36, 6A, 6B
alle geraden Hausnummern 30–38
35
Die Kosten für eine Sanierung und Anpassungen dieser Wohnungen
an die heutigen Ansprüche (etwa Änderung der Grundrisse, Balkone,
Schallschutz) liegen über den Kosten für einen Neubau. Dies ist für
die Märkische Scholle wirtschaftlich nicht vertretbar. Nach reiflicher
Überlegung haben wir daher beschlossen, diese Gebäude an gleicher Stelle durch Neubauten zu ersetzen.
Diese Baumaßnahmen werden erst in ein paar Jahren begonnen.
Die betroffenen Mieter werden mindestens 2 Jahre vorher über den
genauen Zeitablauf informiert. Es muss kein Mieter aus seiner angestammten Umgebung wegziehen.
Wir werden Ihnen selbstverständlich helfen, eine neue Wohnung zu finden
und Ihnen Ausweichwohnungen in unserem Wohnungsbestand anbieten.
Warum Bestandsersatz?
• Sanierungs- und Optimierungskosten über Neubaukosten
• Sehr hoher Sanierungsbedarf (Elektrik, Bäder, Stränge, Heizkörper, Wärmeschutz)
• Höchster Heizenergieverbrauch in der Siedlung
• Teilweise sehr ungünstige Wohnungsgrundrisse
• Keine Balkone
Konzept
Der Bestandsersatz hat den Vorteil, dass derzeit vorhandene Missstände, wie z. B. problematische Grundrisse, behoben werden können. Zusätzlich kann durch eine Aufstockung von 2 auf 3 Geschosse
mehr Wohnraum geschaffen werden.
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BESTANDSERSATZ
Für den Neubau werden Entwürfe von verschiedenen ausgewählten
Ingenieurbüros erstellt. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Schaffung von barrierearmen Wohnungen für alle Generationen liegen.
Was verändert sich durch den Bestandsersatz?
•
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•
Schaffung von zusätzlichem Wohnraum
1,5- bis 4-Zimmer-Wohnungen
Teilweise durch Aufzug erschlossen
Barrierearme Wohnungsgrundrisse
Balkone an allen Wohnungen
Seniorengerechtes Wohnen
Generationenübergreifendes Wohnen
Hoher Energiestandard, d. h. geringe Energiekosten
Einrichtung von betreutem Wohnen
Evtl. Bau einer Tiefgarage zur Parkplatzentlastung
Eine Mieterumfrage für kostenpflichtige Stellplätze wird im Laufe
des Sanierungsprozesses erfolgen.
Was Sie wissen sollten:
Der Abriss der Bestandsgebäude wird frühestens 2016 begonnen.
Wir werden uns rechtzeitig bei Ihnen melden, um mit Ihnen ein weitergehendes persönliches Gespräch zu führen.
Vor und während der Sanierungsarbeiten stehen Ihnen die Mitarbeiter der Märkischen Scholle vor Ort sowie der Sanierungsbeirat für
Fragen und Antworten zur Seite.
Konzeptstand: Januar 2013
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FRAGEN- UND ANTWORTKATALOG
Grundsätzliches
Wie lange vor Beginn der Arbeiten in meiner Wohnung werde
ich erstmals informiert?
60er-Jahre-Gebäude: Strangsanierung ca. 6 Monate vorher
30er-Jahre-Gebäude: erweiterte Strangsanierung und Dachausbau ca. 1 Jahr vorher
Bestandsersatz: ca. 2 Jahre vorher
An wen kann ich mich wenden, wenn ich Fragen habe?
Ab sofort können Sie sich zu den üblichen Geschäftszeiten
im Verwalterbüro am Ostpreußendamm 98 c persönlich oder
auch unter der Telefonnummer 030 75513286 an Frau
Fuhrmann wenden.
Ab Baubeginn stehen Ihnen unsere Mitarbeiter und die örtliche Bauleitung sowie ein Sanierungsbeirat zur Verfügung.
Veränderungen
Wird meine Miete steigen?
Ja, sowohl für die 60er- als auch 30er-Jahre-Gebäude, jedoch
wird die Mietsteigerung moderat und sozialverträglich ausfallen. Jeder wird sich auch weiterhin eine Wohnung in Lichterfelde leisten können.
Die gesetzlich mögliche Modernisierungsumlage von 11 %
p. a. wird in dieser Höhe von der Märkischen Scholle nicht
angesetzt.
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FRAGEN- UND ANTWORTKATALOG
Kann ich bei der Sanierung meiner Wohnung mitreden?
60er- und 30er-Jahre-Gebäude: generell wird jeder Mieter
in den Prozess einbezogen. Wir werden vor Beginn der Arbeiten Einzelgespräche mit jedem Mieter führen.
Kosten
Ich habe gerade auf eigene Kosten eine neue Einbauküche eingebaut. Was passiert damit?
60er-Jahre-Gebäude: in der Regel kann die Einbauküche verbleiben. Ansonsten wird eine von uns beauftragte Tischlerei
diese ausbauen und wieder fachgerecht montieren.
30er-Jahre-Gebäude: die Einbauküche wird von einer durch
uns beauftragten Tischlerei ausgebaut, eingelagert und zum
Abschluss der Sanierung wieder eingebaut.
Bestandsersatz: es werden individuelle Entscheidungen, wie
z. B. bei Umzug in eine andere Wohnung unseres Wohnungsbestandes o. Ä., getroffen.
Ich habe gerade auf eigene Kosten neue Auslegware/Bodenbelag
verlegt. Was passiert damit?
60er-Jahre-Gebäude: die Bodenbeläge können liegen bleiben
und werden durch die ausführenden Firmen geschützt. Im Flur
wäre es – wenn möglich – sinnvoll, den Bodenbelag für die
Dauer der Arbeiten aufzunehmen.
30er-Jahre-Gebäude: je nach Gegebenheit können die Beläge
liegen bleiben und werden durch die ausführenden Firmen geschützt oder z. B. textile Bodenbeläge werden aufgenommen,
eingelagert und zum Abschluss der Sanierung wieder verlegt.
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FRAGEN- UND ANTWORTKATALOG
Bestandsersatz: es werden individuelle Entscheidungen, wie
z. B. bei Umzug in eine andere Wohnung unseres Wohnungsbestandes o. Ä., getroffen.
Ich habe mit Eigenanteil neue Fenster eingebaut.
Was passiert damit?
60er-Jahre-Gebäude: die Fenster verbleiben und werden bei
der Modernisierungserhöhung berücksichtigt.
30er-Jahre-Gebäude: die Fenster verbleiben und werden bei
der Modernisierungserhöhung berücksichtigt.
Bestandsersatz: wir werden Sie entsprechend der mit Ihnen
seinerzeit geschlossenen Modernisierungsvereinbarung entschädigen.
Ich habe mein Bad mit einem beträchtlichen Eigenanteil sanieren
lassen. Was passiert damit?
60er-Jahre-Gebäude: die bereits mit uns modernisierten
Bäder bleiben in der Regel erhalten. Die durch die Sanierung
entstehenden Schäden werden durch uns wieder in Ordnung
gebracht. Wir werden dieses bei der Modernisierungserhöhung berücksichtigen.
30er-Jahre-Gebäude: die bereits mit uns modernisierten
Bäder bleiben in der Regel erhalten. Die durch die Sanierung
entstehenden Schäden werden durch uns wieder in Ordnung
gebracht. Wir werden dieses bei der Modernisierungserhöhung berücksichtigen.
Bestandsersatz: wir werden Sie entsprechend der mit Ihnen
seinerzeit geschlossenen Modernisierungsvereinbarung entschädigen.
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FRAGEN- UND ANTWORTKATALOG
Umzug/Umsetzung/Auszug
Müssen alle Mieter während der Bauarbeiten ausziehen?
60er-Jahre-Gebäude: die Mieter können während der ca. 4
Wochen dauernden Sanierungsarbeiten in ihren Wohnungen
verbleiben, müssen aber mit Einschränkungen rechnen.
30er-Jahre-Gebäude: da neben den Wasserleitungen und der
Heizung auch die komplette Elektrik in der Wohnung saniert
und im Gebäude die Fenster erneuert werden, kann in dieser
Zeit kein Mieter in seiner Wohnung verbleiben. Die gesamte
Energieversorgung wird im Sanierungszeitraum weitestgehend
außer Betrieb sein.
Aufgrund dieser umfassenden Sanierungsmaßnahmen muss
der Mieter für einen Zeitraum von ca. 6–7 Monaten umziehen.
Entsprechende Umsetzwohnungen werden Ihnen von uns angeboten.
Bestandsersatz: wir werden allen betroffenen Mietern ein
Wohnungsangebot unterbreiten. Wir lassen Sie nicht allein
und werden in Gesprächen mit Ihnen eine gemeinsame Lösung finden.
Ich will während der Strangsanierung nicht in meiner Wohnung
wohnen bleiben.
60er-Jahre-Gebäude: in begründeten Einzelfällen werden wir
versuchen, Ihnen ein Gästeapartment zur Verfügung zu stellen.
Dieses kann sich auch in einer anderen Wohnanlage der
Märkischen Scholle befinden.
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FRAGEN- UND ANTWORTKATALOG
Muss ich meinen Keller in jedem Fall räumen?
60er-Jahre-Gebäude: ja, da auch in den Kellern umfangreiche
Arbeiten wie die Erneuerung sämtlicher Wasser-, Heizungsund Elektroleitungen, Dämmung der Kellerdecke, Austausch
der Kellerfenster sowie eine Abdichtung gegen Feuchtigkeit
durchgeführt werden.
Hier gibt es mit ausreichend Vorlauf eine schriftliche Information.
30er-Jahre-Gebäude: ja, die Gegenstände können durch die
von uns beauftragte Umzugsfirma eingelagert werden.
Bekomme ich meinen alten Kellerraum wieder?
60er-Jahre-Gebäude: ja, nach Abschluss der Sanierung.
30er-Jahre-Gebäude: jeder Wohnung wird ein Kellerraum zugewiesen.
Kann ich in meine alte Wohnung zurück?
30er-Jahre-Gebäude: jeder Mieter kann in seine angestammte Wohnung zurück, hat aber auch die Möglichkeit, sich im
Zuge der Sanierung für eine andere Wohnung (größer, kleiner,
anderes Geschoss, andere Lage) zu bewerben.
20
FRAGEN- UND ANTWORTKATALOG
Wer bezahlt mir den Umzug?
30er-Jahre-Gebäude: für die Umzüge innerhalb des Wohnungsbestandes der Märkischen Scholle werden wir einen
Umzugsservice engagieren und auch bezahlen. Beim zwischenzeitlichen Bezug einer Umsetzwohnung kann ein Teil der
Möbel mitziehen, der Rest wird durch die Umzugsfirma eingelagert. Möchten Sie Ihren Umzug innerhalb der Märkischen
Scholle selbst durchführen, werden wir Ihnen eine Umzugspauschale bezahlen.
Bestandsersatz: für die Umzüge innerhalb des Wohnungsbestandes der Märkischen Scholle werden wir einen Umzugsservice engagieren und auch bezahlen. Möchten Sie Ihren
Umzug innerhalb der Märkischen Scholle selbst durchführen,
werden wir Ihnen eine Umzugspauschale bezahlen.
Wie wird eine Umsetzwohnung eingerichtet?
30er-Jahre-Gebäude: von uns wird eine Küche zur Verfügung
gestellt, das weitere Mobiliar können Sie dagegen aus der
eigenen Wohnung (durch die Umzugsfirma) mitbringen.
Muss ich für die Zeit der Umsetzung Miete bezahlen?
30er-Jahre-Gebäude: bei Umzug in eine kleinere Wohnung
wird nur die Kaltmiete dieser kleineren Wohnung in Ansatz
gebracht.
Bei Umzug in eine größere Wohnung wird dagegen nur die
Kaltmiete Ihrer eigenen Wohnung berechnet.
Die Betriebskosten werden jedoch korrekt nach der jeweils
genutzten Wohnung abgerechnet.
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FRAGEN- UND ANTWORTKATALOG
Wo lasse ich alte nicht mehr benötigte Gegenstände und Sperrmüll aus meinem Keller?
Wir werden jeweils rechtzeitig vor Beginn der Sanierungsarbeiten im Bereich der betreffenden Gebäude Sperrmülltage
organisieren, wo Sie sämtliche nicht mehr benötigten Gegenstände (außer Sondermüll) kostenlos entsorgen können. Die
Termine werden durch Hausaushang angekündigt.
Sonstiges
Wird ein Handwerkerservice für kleinere Montagearbeiten vor und
nach der Sanierung zur Verfügung gestellt?
60er-Jahre-Gebäude: im Zuge der Strangsanierung wird es einen Handwerkerservice geben, der bei Bedarf nach Rücksprache mit uns bei kleineren Demontage- und Montagearbeiten
im Bad behilflich sein kann.
30er-Jahre-Gebäude: diese Arbeiten werden durch den Umzugsservice für Sie kostenlos ausgeführt.
Mieter, die eine Umzugspauschale wählen, führen diese Arbeiten in Eigenregie aus.
Was passiert mit meiner Gartenparzelle?
Während der Sanierungsmaßnahmen können die Gartenparzellen nicht genutzt werden.
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SANIERUNGSÜBERSICHT UND STRASSENVERZEICHNIS
Sanierung der 60er-Jahre-Gebäude
Variante 1
Wormbacher Weg:
Holtheimer Weg:
Ostpreußendamm:
9, 11, 13, 15 25, 27, 29
26, 26A, 26B
93–96B
Variante 2
Wormbacher Weg:
5
Schöppinger Straße: 1, 1A, 1B, 3, 3A, 14, 16, 18, 20
Ostpreußendamm: 97–100A
Sanierung der 30er-Jahre-Gebäude
Schwelmer Straße:
Schöppinger Straße:
Dorstener Straße:
Ostpreußendamm:
1–36
2, 4, 6, 6A, 8, 10, 12, 11, 13, 15
2, 4, 6, 8
101–105
Bestandsersatz
Wormbacher Weg:
Holtheimer Weg:
Schwelmer Straße:
alle geraden Hausnummern 2–36, 6A, 6B
alle geraden Hausnummern 30–38
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ANSPRECHPARTNER
Vor Ort
Frau Annett Fuhrmann
Tel. 030 75513286
Fax 030 75513287
[email protected]
Zentrale
Märkische Scholle Wohnungsunternehmen eG
Paderborner Straße 3
10709 Berlin
Tel. 030 896008-0
Fax 030 896008-545
[email protected]
www.maerkische-scholle.de
Sanierungsbeirat
Die Mitglieder des Sanierungsbeirates und Angaben zu deren Erreichbarkeit werden an dieser Stelle ergänzt, sobald der Sanierungsbeirat gebildet wurde.
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GLOSSAR
Thermische Solaranlage (auf dem Dach)
Sonnenenergie kann mittels einer thermischen Solaranlage in Wärme umgewandelt werden. Die können wir dann beispielsweise zur
Warmwasserbereitung oder zum Heizen nutzen. Der Einsatz solarer
Energie ist nicht nur umweltschonend, sondern hilft dabei, Kosten zu
sparen.
Pufferspeicher/Kurzzeitspeicher (im Keller)
Wir haben das Ziel, die Wärme, die wir aus dem Sonnenlicht gewinnen, möglichst effizient zu nutzen. Da über eine thermische Solaranlage häufig mehr Energie produziert wird, als eingesetzt werden
kann, sind Möglichkeiten gefragt, dieses „Mehr an Wärme“ zwischenzuspeichern, um es später bedarfsweise einzusetzen. Hierzu werden
Pufferspeicher genutzt.
Solare Langzeitwärmespeicher (im Erdreich):
Je größer die Menge an Energie ist, desto größer muss der Speicher
sein. Ein sogenannter Langzeitspeicher bietet die Möglichkeit Wärme
über einen längeren Zeitraum zu speichern. Das bietet den Vorteil,
dass die im Sommer gespeicherte Sonnenenergie ohne weiteres
erst im Winter eingesetzt werden kann. Man spricht daher auch von
„saisonalen Speichern“.
Photovoltaikanlage (auf dem Dach)
Photovoltaikanlagen bestehen aus Solarzellen. Deren Aufgabe ist es,
Sonnenenergie direkt in Strom umzuwandeln, d. h.: wir erzeugen
unseren eigenen Strom. Das führt letztlich zur Entlastung der
Betriebskosten, weil wir diese Energie – unabhängig von der öffent-
25
GLOSSAR
lichen Stromversorgung – beispielsweise für die Treppenhaus- und
Kellerbeleuchtung, aber auch für den Betrieb von Anlagen wie der
Heizungstechnik einsetzen können.
Abluftwärmepumpe (im Keller)
Eine Abluftwärmepumpe entzieht der verbrauchten Raumluft (Abluft)
einen hohen Anteil an Wärme und führt diese dem Heizungskreislauf
zu.
Energiezentrale (im Keller)
Die Energiezentrale sorgt dafür, dass die auf natürlichem Weg
gewonnene Energie optimal eingesetzt werden kann. Dieses Gerät
steuert Heizung, Kühlung, Lüftung und Warmwasseraufbereitung –
also die gesamte Haustechnik.
Frischwasserstation (in der Wohnung)
Frischwasserstationen stellen sicher, dass Sie permanent mit
frischem, also gefiltertem Trinkwasser, versorgt werden.
Lüftungsanlage (im Keller)
Je besser die Wärmedämmung an einem Wohngebäude ist, desto
wichtiger ist eine effiziente Hauslüftungsanlage. Diese optimiert den
Luftaustausch und trägt erheblich zu einem gesunden Raumklima
und individuellem Wohlbefinden bei.
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NOTIZEN
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