kanton jura - Schweizer Jäger

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kanton jura - Schweizer Jäger
Schweizer
®
Das aktuelle
Monatsmagazin
für den Jäger
Nr. 6 Juni 2012
97. Jahrgang
Fr. 9.80 (inkl. MWST)
ISSN 0036-8016
Jahresberichte
aus den
Kantonen
32
Merkel RX.
Helix
56
«Runder Tisch»
zum Thema
Grossraubwild
80
Interview:
Etienne Dobler
20
ZU GAST
IM
K ANTON JURA
6
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ZECK-Protec erhält bei der
Herstellung eine Anti-ZeckenImprägnierung. Dadurch haben
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Regierungsrat Philippe Receveur
Leiter des Departementes für Umwelt und Infrastruktur
02 // Ultra-stabiles Leichtmetallgehäuse:
Ein Pfund Gewichtsersparnis am Schwerpunkt
der Waffe – das verleiht optimale Balance.
Mit einer Fläche von 838 km2 und etwa 70 000 Einwohnern ist der
Jura ein dünn besiedelter Kanton, der mit naturbelassenen Gebieten
und Landschaften aufwartet, die eine grosse Schönheit und ausserordentliche Vielfalt bieten. Von den bewaldeten Ebenen und Hügeln
bei Delsberg und Pruntrut bis hin zu dem wunderbaren und wilden
Tal des Doubs, das von den ausgedehnten Wäldern der Freiberge eingerahmt wird; überall ist die Natur präsent und macht Naturliebhaber,
Sportler sowie Anhänger des sanften Tourismus glücklich.
Natürlich profitieren auch die jurassischen Jägerinnen und Jäger
von dieser privilegierten Situation. Rehe, Wildschweine und Gämsen
waren noch nie so zahlreich in unserer Region. Ausserdem kehrt der
seit langem aus unseren Ebenen und Wäldern verschwundene Rothirsch in unsere Region zurück, sicher noch zaghaft, aber doch nicht
unbemerkt.
Während es der Fauna mit grösseren Tieren in unserem Kanton
und der Mehrzahl der Nachbarregionen wunderbar geht, ist die
Situation der Vögel und Kleinsäuger der Ebene besorgniserregender.
Der Rückgang des Feldhasen oder auch das vorhersehbare Aussterben
des Rebhuhns in der Schweiz können und dürfen nicht mit Gleichgültigkeit hingenommen werden. Die Organisationen der Jäger,
welche ununterbrochen für den Schutz der wildlebenden Tiere tätig
sind, spielen eine Schlüsselrolle bei der Erhaltung dieser symbolträchtigen Arten. Ihr Engagement, die guten Kontakte, die sie zu
den anderen betroffenen Akteuren pflegen, und schliesslich ihr
Pragmatismus sind ebenso unabdingbare Vorzüge, um grosse Schutzprojekte zum Erfolg zu führen.
Im Jura hat sich die Fédération cantonale jurassienne des chasseurs
auf den Anstoss durch ihren dynamischen Vorstand hin an der Seite
des Staates für die Umsetzung eines Massnahmeplans engagiert, der
die Erholung der Hasenbestände zum Ziel hat. Möge diese Partnerschaft als Beispiel dienen und uns den erhofften Erfolg bringen!
In diesem Geiste der Zusammenarbeit wünsche ich JagdSchweiz
eine vortreffliche und erfolgreiche Delegiertenversammlung 2012
in Pruntrut.
GIPFELSTÜRMER.
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Kanton Jura heisst Sie willkommen
03 // Kannelierter Lauf und Kammer: Gezielt auf
spielend leichtes Handling getrimmt und doch mit
der legendären SAUER-Präzision.
Abgabe von Waffen nur an Inhaber einer Erwerbserlaubnis.
Editorial
Foto: Alain Perret
6
Monatsthema
JagdSchweiz tagt im Jura
Die diesjährige DV von JagdSchweiz wird in Pruntrut, Kanton Jura,
durchgeführt. Grund genug, dem jüngsten Schweizer Kanton einen
Besuch abzustatten.
56
Ausrüstung
Die neuste Büchse von
Merkel weckt Neugier.
Peter Pulver hat sich den
Repetierer genauer
angesehen. Fakten, Zahlen,
Fotos und vor allem Eindrücke finden Sie in
diesem Bericht.
4
Schweizer Jäger 6/2012
Foto: Dr. Metzner
Merkel RX. HELIX –
Die Zeichen
der Zeit erkannt
Grafik: Schweizer Jäger
32
INHALT
Jagd & Wild
Monatsthema
Wildkunde
Lebensraum
6
22
48
Waffen & Ausrüstung
Jahresberichte
Präsidentenberichte aus den Kantonen
Traditionsgemäss veröffentlicht der
«Schweizer Jäger» die Jahresberichte
der Kantonalpräsidenten, um einen Einblick in
die Vereinstätigkeiten zu ermöglichen.
Merkel RX. HELIX
Neuheiten für den Jäger
56
62
Jäger & Hund
Englische Vorstehhunde
Wichtige Daten / Berichte
Jägermarkt
50
52
111
Jagdspektrum
Veranstaltungen
Satire
Interview
Kinderseite «Frechdachs»
Jahresberichte der Sektionen
Leser schreiben
Jagdschiessen
Testen Sie Ihr Wissen
Jagdpolitik
JagdSchweiz
Bund und Kantone
Auflösung Testbogen
Sonne Mond Solunar
Kapitale Trophäen
Abschied
Literatur
Impressum
Wettbewerb
Jagdpolitik
«Runder Tisch» zum Thema
Grossraubwild
Die vier Verbände JagdSchweiz, Pro Natura,
Schweizerischer Schafzuchtverband und
WWF Schweiz haben sich auf gemeinsame
Grundsätze in der Grossraubtierpolitik geeinigt.
80
12
12
20
31
32
55
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78
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86
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114
Foto:naturpix.ch
Vorschau 7/2012
www.schweizerjaeger.ch
sSwarovski EL Swarovision 8x32
sEinschiessen von Jagdwaffen
sVon Pendlern und Wanderern
2. Teil
Schweizer Jäger 6/2012
5
Monatsthema
Sangliers:
Ehemals Sinnbild politischer
Durchschlagskraft –
HEUTE DES JÄGERS
ERKLÄRTE BEUTE
6
Schweizer Jäger 6/2012
Monatsthema
Schweizer Jäger 6/2012
7
Foto: juratourisme.ch / gerry nitsch
Die diesjährige Delegiertenversammlung von JagdSchweiz in
Pruntrut verspricht nicht nur eine interessante Traktandenliste. Spannend ist auch der Austragungsort: Der Kanton Jura,
jüngster Teilstaat der Eidgenossenschaft, blickt auf eine bewegte
geschichtliche Vergangenheit zurück. Topographie, Geographie,
Bodenbeschaffenheit, Wetter, geringe Bevölkerungsdichte: Alles
dazu angetan, auf dass die Ausübung einer facettenreichen Jagd –
seit jeher in den Grundfesten der heutigen Republik Jura verankert – zum wichtigen Bestandteil des kulturellen Alltags gehört.
Monatsthema
Von John Stucki
Zahlen und Daten
Bei einer Gesamtfläche von
838,6 km2 weist der Kanton Jura
44,2 Prozent Waldfläche aus.
Gar 49,3 Prozent sind der landwirtschaftlichen Nutzung (Weideland!) vorbehalten. Der Rest
besteht aus Siedlungsgebiet (gerade mal 5,7 Prozent) sowie sogenannter unproduktiver Fläche (0,8 Prozent). Dass sich das
Wild bei solchen Voraussetzungen gern im Jura niedergelassen
hat, liegt auf der Hand. Spätestens
seit der Schulreise kennt man sie,
die lieblichen, von kleineren und
grösseren Wäldern durchsetzten
Juraweiden, manchmal umrandet
von jura-typischen Grenzmauern,
welche ihren Schöpfern tausende
harter Arbeitsstunden abtrotzten.
Schattige Talmulden, eingerahmt
von anschaulich geschwungenen
Höhenrücken, von welchen viele
eine atemberaubende Aussicht ins
grenznahe Frankreich erlauben.
Die Bevölkerungszunahmen
hielten sich im jüngsten Schweizer Teilstaat seit jeher in bescheidenem Rahmen. Im Jahre 1850
wohnten in den früheren Berner
Amtsbezirken, welche sich ver-
Auf den Jurahöhen
fühlen sich auch die
Gämsen wohl.
8
Schweizer Jäger 6/2012
gleichsweise etwa über die gleiche Fläche wie der heutige Kanton erstreckten, knapp 45 000
Menschen. Hundert Jahre später
waren es knapp 60 000, während
im Jahre 2000 auf jurassischem
Hoheitsgebiet 68 224 Personen
gezählt wurden. Gerade diese
(geringe) Entwicklung ist gleichbedeutend mit einer Einladung an
Reh, Hirsch, Gams, Wildschwein,
Hase und Raubwild: Kommt her
und gedeiht!
Ein nochmaliger Rückblick auf
die Jahrhundertwende zeigt, dass
der jurassische Bevölkerungsanteil im Jahr 2000 gerade mal 0,9
Prozent der Schweizer Gesamtbevölkerung ausmachte. Rund 90
Prozent der Jurassier sind französischsprachig, der Rest teilt sich
auf in die übrigen Landessprachen, vor allem Deutsch, sowie
die Idiome vom Ausland zugewanderter Arbeitskräfte (rund 12
Prozent der Gesamtbevölkerung).
Die grosse Mehrheit der jurassischen Einwohner ist katholischen
Glaubens.
Geschichtliches
Die Grenzen des heutigen Kantonsgebietes entsprechen mit geringen Abweichungen jenen der
früheren Amtsbezirke Pruntrut
(Porrentruy), Delsberg (Delémont) und der Freiberge (Franches Montagnes), zwischen 1815
Die zunehmenden
Schwarzwildbestände im Jura
verlangen nach
einer intensiven
Bejagung.
bis 1978, damals noch Bestandteile des Berner Juras. Bis zu diesem geschichtsträchtigen Datum:
Am 24. September 1978 hiess das
Schweizer Stimmvolk die Bildung eines neuen Kantons gut;
die Entscheidung an der Urne zog
eine Änderung in der Bundesverfassung nach sich. Die Republik Jura wurde als 23. Kanton in
den Kreis der Eidgenossenschaft
aufgenommen – der Schritt in die
Souveränität alsdann am 1. Januar 1979 vollzogen.
Foto: Kurt Gansner
NEU !
Dem Schwarzwild gehört
das Augenmerk
Dem Wort Sangliers kam in den
siebziger Jahren, im damals noch
Bernischen Jura, brisante politische
Bedeutung zu. Eine radikale Gruppe,
welche die Absplitterung vom Kanton
Bern mit vehement anarchistischen
Mitteln durchsetzen wollte, hatte sich
den Namen im Sinne symbolischer
Heraldik angeeignet. Wer damals dem
Jura einen Besuch abstattete, kam
nicht umhin, an allen Mauern und
Ecken vom politischen Willen der
Sangliers Kenntnis zu nehmen. Über
vierzig Jahre später ist der Begriff indes fast nur noch in jagdlicher Hinsicht bedeutungsvoll: «Les sangliers
Der diskrete
Beobachter
im Revier
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Mit Schwarzfilter –
unsichtbar für Mensch und Tier
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Bezug über den Fachhandel
Importeur: Glaser Handels AG
Foto: John Stucki
Als Folge der Wirren der Französischen Revolution hatte das Gebiet vorübergehend die «Raurachische Republik» geheissen, später mutierte es zu
einem integrierenden Bestandteil des
französischen Departementes «Mont
Terrible» und gehörte damit zum «Arrondissement Haut Rhin». Das Gebiet
wurde erst durch die Beschlüsse des
Wiener Kongresses dem Kanton Bern
zugeschlagen. Die damaligen Amtsbezirke Pruntrut, Delsberg und der Freiberge entsprechen in etwa dem heutigen Kantonsgebiet. Kantonshauptort
ist Delsberg (Delémont), die Amtssprache ist französisch.
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Foto: juratourisme.ch / alain perret
Monatsthema
défient les chasseurs jurassiens»
konnte man kürzlich in der welschen Tagespresse lesen, (Le Matin, 3. April 2012), zu deutsch
«Die Wildschweine fordern den
jurassischen Jäger heraus». In
der Tat: Die starke Zunahme der
Wildschweinpopulation verlangt
auch im Jura nach drakonischen
Abwehrmitteln. Dem forschen
Schwarzwild scheint mit organisierten Treibjagden, Erhöhung
der Abschussquoten und Nachtabschüssen alleine nicht mehr
beizukommen sein. Neue Massnahmen werden diskutiert. Soll
das legale Alter zur Erlangung eines Jagdscheins im Kanton von 20
auf 18 Jahre heruntergesetzt werden? Der jurassische Nationalrat
Dominique Bättig ist sich da nicht
10
Schweizer Jäger 6/2012
Oben links:
Herbststimmung
im Jura.
Oben rechts:
Zählt zu den
schönsten Flüssen
in Europa: der
Doubs.
sicher. Obschon auch er, aktiver
Jäger, eine Verjüngung der Jägerschaft begrüssen würde. Dann
geistert da noch eine weitere Idee
in den Köpfen einiger Befürworter herum. Will man angesichts
erhöhter Schwarzwildpopulationen den im benachbarten französischen Gebiet beheimateten Jägern freie Passage gewähren, um
der Lage Herr zu werden? Nationalrat Bättig steht dem Gedanken positiv gegenüber und lässt
gegenüber dem Le Matin etwas
zweideutig verlauten: «Ich bin für
die freie Grenzzirkulation, indes,
ausschliesslich für Wildschweine
und Jäger…».
Pro memoria: 2008 wurden
von den schweizerischen Jägern
8326 Wildschweine erlegt, Ende
der neunziger Jahre waren es noch
deren 2413 gewesen. Im Kanton
Jura erbeuten die rund vierhundert Jäger pro Jahr um die 400
– 450 Stück Schwarzwild, d.h.,
gut eine Sau pro Jäger. Trotzdem:
Genau wie in anderen (Westschweizer) Kantonen nehmen die
Schadenmeldungen und somit
die entsprechenden Entschädigungszahlungen an die Landwirtschaft stetig zu. Sie können rein
durch den Erlös an Patentgebühren nicht mehr absorbiert werden.
Diese Entwicklung, wie könnte es
anders sein, ist den Verantwortlichen ein Dorn im Auge.
Foto: juratourisme.ch / edition les buissons
SIE SEHEN
DIE JAGD MIT
ANDEREN AUGEN?
WIR AUCH!
Verschmutzung aufmerksam. Die trügerische Seite dieser heimtückischen
Krankheit: Sie wird vom Besucher
kaum wahrgenommen. Naturschützer
und Fischer hingegen befürchten das
Schlimmste für den Grenzfluss: «Der
Doubs ist praktisch tot», sagen sie.
Und: «Was hier vorgeht, muss allen
zu denken geben». Am Pranger stehen Energieerzeuger, Landwirtschaft,
Kläranlagen, aber auch tausende von
Freizeit-Aficionados. Nicht zuletzt
gefordert sind die jurassischen Behörden. Der jüngste Schweizer Kanton
hat alle Voraussetzungen, die schweizerische Vorreiterrolle in Bezug auf
den Natur- und Landschaftsschutz einzunehmen.
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Flecken im Reinheft
Leider, so vernimmt man dieser
Tage, bleibt auch der Bilderbuchkanton Jura nicht vor negativen Umwelteinflüssen verschont. So grassiert in
einem der schönsten Flüsse Europas,
dem Doubs, eine Pilzkrankheit (lat. saprolegnia parasitica),welcher für den
Lebensraum von Forellen und Äschen
eine echte Bedrohung darstellt.
Das gilt leider auch für eine Fischart, welche sich heute nur noch im sog.
Clos du Doubs finden lässt: Die Rede
ist von der Zingelasper (frz. Apron,
besser bekannt unter dem Namen Roi
du Doubs), von welcher im Doubs nur
einige hundert Exemplare vorkommen. Die auch Zingelbarsche genannten Schuppentiere sind zwar streng geschützt, trotzdem sind auch sie nicht
vor der Ausrottung bedroht. (Die französische Bezeichnung roi kommt übrigens nicht vom Wort König, sondern
von raide = steif, unbeweglich).
Im Mai 2011 machten etwa tausend
Menschen in einer Kundgebung im
malerischen Grenzort Gaumois auf die
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Früh buch us!
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Veranstaltungen
Veranstaltungen
Ausstellungen Ausflüge
8. Juni – 1. Juli
Ausstellung Bündnerjagd
– Natur – Wildfotografie
Talrestaurant Bergbahnen
Splügen (s. auch Seite 14)
11. Juni
Das Wildschwein –
Borstiger Allesfresser
im Vormarsch
Restaurant Rössli, Illnau
Vortrag von Dr. Hannes
Geisser, Direktor Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld
Verein Zürcher Jagdaufseher
(siehe auch Seite 14)
16. Juni
Ausstellung «Fernoptik
im Mittelpunkt
der Schweiz»
ab 09.00 Uhr bis Dämmerung
(Dämmerungsvergleich!)
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Anreise mit PW oder Bus
Infos unter Tel. 041 678 01 40
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16. Juni
10 Jahre Schiess-SportZentrum Brünig Indoor
Unterirdischer Biathlon
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Walchistr. 30, 6078 Lungern
www.bruenigindoor.ch
23.–24. Juni
50 Jahr Jubiläum
Hubertusgesellschaft
Escholzmatt
Ausstellung mit Jagdparcours
Hotel Krone
Escholzmatt LU
Sa 17.00 – 22.00 Uhr
So 10.00 – 16.00 Uhr
Natur- und Tierpark
Goldau
Parkstrasse 40
Telefon 041 859 06 06
www.tierpark.ch
Täglich geöffnet
1. April bis 31. Oktober:
Mo–Fr 9–18 Uhr,
Sa/So 9–19 Uhr
2. September
Jägertag Bezirk Brig
zum 100-jährigen Jubiläum
mit Standartenweihe
Burgspitz bei Ried-Brig
Heilige Messe; Begrüssung
durch den Präsidenten
L. Schmid und H. Egli, Präsident JagdSchweiz; Apéro und
Festbetrieb mit Wettbewerb.
Alle sind herzlich eingeladen!
Wildpark Peter und Paul
Kirchlistrasse 92, St. Gallen
Telefon 071 244 51 13
www.wildpark-peterundpaul.ch
Der Wildpark ist bei freiem
Eintritt 7 Tage in der Woche
geöffnet. Hunde sind an der
kurzen Leine zu führen!
Schweiz. Nationalpark
Zernez
Auskunft:
Tel. 081 851 41 11
Fax 081 851 41 12
Neue Sonderausstellung
im Nationalparkzentrum
Greifvögel und Eulen
Aktuelle Zusammenstellung
aller Anlässe und Tagesprogramm unter:
www.nationalpark.ch/
veranstaltungskalender
Schweizer Museum für
Wild und Jagd
Schloss Landshut
3427 Utzenstorf BE
Sonderausstellung 2012:
«Mauswiesel & Hermelin:
Kleine Tiere – grosse Jäger»
(siehe auch Seite 15)
Öffnungszeiten:
Di bis Sa 14–17 Uhr;
So 10–17 Uhr. Geschlossen:
Montags sowie 1. August
(Nationalfeiertag) und Eidg.
Bettag (16. September).
Veranstaltungen unter:
www.schlosslandshut.ch
Pro Natura Zentrum
Champ-Pittet,
Yverdon-les-Bains
Ausstellungen und Naturlehrpfade. Informationen:
Telefon 024 426 93 41
www.pronatura.ch/champ-pittet
Schweiz. Vogelwarte
Sempach
Vögel sehen und hören:
In der neuen Ausstellung
sind die Vögel der
Vogelwarte-Sammlung nach
Lebensräumen gruppiert; ihre
Stimmen können an Ort und
Stelle gehört werden.
Gruppen und Schulen bieten
wir spezielle Führungen an.
Auskunft und Vorbestellung
von Führungen:
Tel. 041 462 97 00
Fax 041 462 97 10
Aussenstelle Wallis:
Natur-Zentrum, Salgesch,
Tel. 027 456 88 56
Natur-Museum Luzern
Kasernenplatz 6, 6003 Luzern
Telefon 041 228 54 11
Öffnungszeiten:
Di–So 10–17 Uhr, Mo
geschlossen, geöffnet an
Feiertagen
www.naturmuseum.ch
Galerie «Arche de Noé»,
Vicques
Grösstes Privatmuseum für
präparierte Tiere in Europa
Öffnungszeiten:
Mi 13.30–17.30 Uhr,
Sa 14–17.30 Uhr, für
Gruppen nach Anfrage
www.arche-noe.ch
Bündner Naturmuseum
Masanserstrasse 31, Chur
Telefon 081 257 28 41
Öffnungszeiten:
Di–So 10–17 Uhr
Mo geschlossen
www.naturmuseum.gr.ch
Internationales Baumarchiv (IBA), Winterthur
Öffnungszeiten: Fr 10–12,
15–18 Uhr, Sa 11–17 Uhr
Schulklassen-Workshops
und Gruppenführungen nach
Absprache
Telefon 052 212 61 00
www.naturmuseum.tg.ch
12
Schweizer Jäger 6/2012
www.schweizerjaeger.ch
Jagdhornbläser
Hubertusmessen
4. November
09.00 Uhr
Hubertusmesse
in der Pfarrkirche Plaffeien,
gestaltet und begleitet von
den Jagdhornbläsern des
Oberländer Jagdvereins
Diana Sense
4. November
09.30 Uhr
Hubertusmesse
der Jagdhornbläser Diana
Hasle LU in der Wallfahrtskirche Heiligkreuz
16. November
19.30 Uhr
Ökumenischer
Jägergottesdienst
in der reformierten
Kirche in Untervaz
Jagdhornbläser Rätia
NEU Z6(i) – 2nd GENERATION
Veranstaltungen
17. Juni
10.00 Uhr
Hubertusgottesdienst in
der katholischen Kirche
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Egal, welche Jagdart bevorzugt wird, mit einem Z6(i) – 2nd Generation
können Sie sich auf das Wesentliche konzentrieren. Wählen Sie
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6fach-Zoom für ein überragendes Sehfeld, eine hohe Vergrößerung
und ein sicherer Augenabstand. Und durch das formschöne Design
passt das Z6(i) – 2nd Generation perfekt zu den
verschiedensten Jagdwaffen.
1. Juni 2013
28. Eidgenössisches
Jagdhornbläserfest
in Brig, der Oberwalliser
Alpenstadt am Simplon.
Der Oberwalliser Jagdhornbläserverband, der
Oberwalliser Jäger- und
Naturfreundechor sowie das
Organisationskomitee freuen
sich, Gäste und Besucher
aus der ganzen Schweiz
willkommen zu heissen
TV-Tipps
für den Jäger
Ostpreussens Wälder
Land der Wisente,
Wildpferde und Störche
Mittwoch, 13. Juni
11.30 Uhr
NDR Fernsehen
Ostpreussen – ein Land der
Seen und historischen Städte. Seine tiefen Wälder aber
haben noch viel mehr zu bieten: eine artenreiche Tier- und
Pflanzenwelt, wie man sie nur
noch in wenigen europäischen
Gebieten findet.
Die rbb Reporter
Stadtjäger auf der Pirsch!
Donnerstag, 14. Juni
8.35 Uhr
rbb Fernsehen
Leise raschelt es im Laub.
Eine Rotte Wildschweine bewegt sich im Unterholz –
gleich neben einer befahrenen
Strasse. Anwohner haben die
Stadtjäger gerufen. Sie sollen
dafür sorgen, dass Wildtiere in
der Stadt nicht überhand nehmen. Etwa 30 Stadtjäger neh-
men in Berlin freiwillig und
ehrenamtlich den Kampf für
ein Miteinander von Mensch
und Tier auf.
Achtung, wilde Nachbarn!
Tierisches Treiben in
deutschen Städten
Donnerstag, 14. Juni
12.00 Uhr
ZDF info
Wildtiere im Grossstadtdschungel – Wildschweine
verwüsten den Vorgarten, eine
Fuchsfamilie haust im Keller,
oder Waschbären randalieren
in der Mülltonne – auf der Suche nach Nahrung, Wohn- und
Schlafplätzen rücken uns die
Waldbewohner auf den Pelz.
Zauberberge
Die Wildnis
der Hohen Tatra
Freitag, 15. Juni
15.15 Uhr
hr fernsehen
Die Hohe Tatra an der Grenze zwischen der Slowakei und
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Schweizer Jäger 6/2012
13
Veranstaltungen
Polen mit einer Grundfläche
von nur dreissig mal zwanzig Kilometern wird als das
kleinste Gebirge der Welt bezeichnet. Dies klingt niedlich,
ist aber irreführend. Viele der
dreihundert Gipfel sind über
2500 Meter hoch, der höchste – der Gerlach – misst 2655
Meter. Hier hat sich eine Tierwelt erhalten, die man im restlichen Europa nicht mehr findet.
Geschichten aus
dem Wienerwald
Samstag, 16. Juni
9.35 Uhr
3sat
Die Dokumentation «Geschichten aus dem Wienerwald» begibt sich auf die
Spuren von Wildschweinen, Hirschen, Ameisen und
Spechten und porträtiert den
Wienerwald im Lauf der Jahreszeiten.
Zeit für Tiere
Was verrät die Körpersprache
Samstag, 16. Juni
14.35 Uhr
Bayerisches Fernsehen
«Zeit für Tiere» beschäftigt
sich diesmal mit den Signalen,
die Tiere senden und die wichtige Hinweise auf ihre Befindlichkeit und Bedürfnisse sind.
Wie Hunde oder Katzen ihre
Körpergrösse verändern, ihren Kopf halten, in welche
Richtung sie blicken und ihre
Ohren richten – all das sind
Botschaften, die Tierbesitzer
kennen und wahrnehmen sollten, wenn sie ein gutes Verhältnis zu ihrem Haustier pflegen wollen.
Das neue Tiermagazin
Wildes Land
Jeden Sonntag von
18.05 bis 18.35 Uhr
Servus TV (Österreich)
ServusTV bringt heimische Wildtiere in unsere
Wohnzimmer: «Wildes Land»
durchstreift die Tierwelt der
Umgebung und zeigt faszinierende Lebensweisen. Präsentiert wird die Sendung von
Zoologin Gudrun Kaufmann,
ihr zur Seite steht Prof. Walter Arnold, Leiter des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie in Wien.
14
Schweizer Jäger 6/2012
NETZ NATUR
Donnerstag, 21. Juni
20.05 Uhr
Schweizer Fernsehen SF1
NETZ NATUR versucht
Naturphänomene zu zeigen,
die man sonst nicht ohne Weiteres zu sehen bekommt, z. B.
schwer zugängliche Lebensräume wie Gebirge oder unter Wasser, Nachtaufnahmen,
heimliche Tiere.
Weitere Sendungen in diesem Jahr werden ausgestrahlt
auf SF1 am
20.09.2012, 20.05 Uhr
18.10.2012, 20.05 Uhr
15.11.2012, 20.05 Uhr
20.12.2012, 20.05 Uhr
Bündnerjagd – Natur
– Wildfotografie
Welt der Tiere
Von Bambis und
Brunfthirschen
Sonntag, 24. Juni
15.45 Uhr
Bayerisches Fernsehen
In deutschen Wäldern leben Hirsche und Rehe, in
manchen Regionen auch Einwanderer wie Sikahirsche und
Damhirsche nebeneinander.
Die meisten Menschen kennen den mächtigen Rothirsch
mit seinem riesigen Geweih
und haben schon mal auf einer
Waldlichtung ein Rudel Rehe
stehen sehen, die in der Morgen- oder Abenddämmerung
grasten. Und trotzdem wissen
sie nur wenig über die «Kronenträger» der Wälder.
Speziell:
Gamssymposium Samstag,
16. Juni, Voträge/Diskussionen zum Gamsbestand und zur
Gamsbejagung.
Kurzfristige Programmänderungen sind möglich
Ausstellung vom 8. Juni bis
1. Juli 2012 im Talrestaurant
Bergbahnen, Splügen (an
der San Bernardino-Route)
Der Jägerverein Rheinwald
organisiert in Zusammenarbeit
mit dem Amt für Jagd und Fischerei Graubünden und dem
Bündner Naturmuseum diese Ausstellung. Es lohnt sich,
diese vielseitige Veranstaltung
zu besuchen!
Inhalt:
Die diversen Module vom
AJF GR und dem Bündner Naturmuseum werden mit regionalen Infos ergänzt.
– Modul Jagdplanung: Bestandesaufnahmen aus dem
Rheinwald, regionale Auswertungen
– Modul Hege: Hinweis auf
Wildruhezonen im Rheinwald, Mapserver des Kantons, Hegeobjekte im
Rheinwald, Aussetzungsgeschichte des Steinwildes
– Modul
Landschaftsentwicklung: Alte Fotos aus
dem Rheinwald, alte Filme
– Modul Jagd: Geschichte der
Jägersektion Rheinwald
– Filme auf Flachbildschirm,
Hirschbrunft, Birkhuhnbalz, Schneehuhn
– Powerpoint-Präsentationen:
Endlospräsentationen mit
Jagdfotos aus der Sektion
– Fernrohr auf den Gegenhang gerichtet, um austretendes Wild 1:1 zu beobachten
– Modul Informationsmodul:
Pärke von Natur 2012 über
den Nationalpark Adula
Fotos und Videos
von Wildhüter und Wildtierfotograf Marco Banzer,
Schwanden.
Öffnungszeiten
Sa
10.00–20.00 Uhr
So
10.00–18.00 Uhr
Mi/Fr
14.00–20.00 Uhr
Mo/Di/Do auf Anfrage
Schulen
auf Anfrage
Auskunft: 079 429 46 11 /
[email protected]
Das Wildschwein – Borstiger
Allesfresser im Vormarsch
Öffentlicher Vortrag des
Vereins Zürcher Jagdaufseher
Montag, 11. Juni 2012,
20.00 Uhr, Rest. Rössli, Illnau
Das Wildschwein – borstiger
Allesfresser im Vormarsch
Vortrag von Dr. Hannes
Geisser, Direktor Naturmuseum Thurgau, Frauenfeld.
In den letzten Jahren sind
Wildschweine vermehrt ins
Blickfeld der Öffentlichkeit
gerückt. Zum einen haben
ihre Bestände vielerorts stark
zugenommen. Zum andern
häufen sich Meldungen über
Schäden in landwirtschaftlichen Kulturen. Trotz dieser
Konflikte sind Wildschweine
aber keine Schädlinge, die es
bis zur letzten Borste auszurotten gilt.
Im Vortrag werden Biologie und Lebensweise sowie die
aktuelle Bestandes- und Ver-
breitungssituation des Wildschweins in der Schweiz beschrieben und die Probleme
zwischen Landwirtschaft und
Wildschwein wie auch die Bejagung dieser faszinierenden
Wildart diskutiert. Eintritt frei.
Mauswiesel & Hermelin
KLEINE TIERE –
GROSSE JÄGER
Yukon Jacke
statt CHF 349.–
CHF 289.–
Kodiak Hose
Eine Karte des Schweizer
Zentrums für die Kartografie
der Fauna (SZKF/CSCF) informiert über Beobachtungen von
Mauswieseln und Hermelinen
im Kanton Bern. Wer ein Mauswiesel oder ein Hermelin in
freier Natur gesichtet hat, kann
dies dem SZKF melden. Die
Beobachtungen werden auf der
Observationskarte in der Ausstellung eingetragen. Meldeformulare liegen in der Ausstel-
lung auf. Meldungen können
auch online gemacht werden,
unter: www.cscf.ch, klicken auf
«Beobachtungen Online melden».
Die Ausstellung wurde konzipiert vom Naturhistorischen
Museum Fribourg und vom
Naturhistorischen
Museum
der Burgergemeinde Bern, das
die Ausstellungen im Schloss
Landshut betreut, adaptiert und
erweitert.
Die Sonderausstellung «Mauswiesel & Hermelin. Kleine Tiere – grosse
Jäger» ist vom 13. Mai bis 14. Oktober 2012 im Schweizer Museum für Wild und
Jagd, Schloss Landshut, in Utzenstorf zu sehen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 14 bis 17 Uhr
Sonntag sowie Auffahrt (17. Mai) 10 bis 17 Uhr
Geschlossen:
Montags sowie Pfingstmontag (28. Mai), 1. August und
Eidg. Bettag (16. September)
Schlossführungen auf Anfrage
Schloss Landshut, Schlossstrasse 17, 3427 Utzenstorf
Telefon 032 665 40 27, [email protected]
Aktuelle Informationen unter www.schloss-landshut.ch
Weitere Top-Angebote unter: www.felder-jagdhof.ch
Sie sind nicht leicht zu beobachten, und oft ist man sich gar
nicht bewusst, dass sie existieren. Sie sind buchstäblich wieselflink, doch wenn man sie zu
Gesicht bekommt, wird einem
nicht langweilig. Mauswiesel
und Hermeline sind sehr aktive
Tiere und dabei klein – ein hiesiges Mauswiesel misst kaum
20 cm von der Schnauze bis
zum Schwanz. Sie können sich
überall verstecken!
Mauswiesel und Hermelin
gehören zur Familie der Marder, wie auch der Dachs, der Iltis oder der in der Schweiz ausgestorbene Fischotter. Mit der
Ausbreitung des Siedlungsraumes und der intensiven Nutzung
von Agrarland sind Mauswiesel
und Hermelin in einigen Gegenden der Schweiz rar geworden.
Im Dachstock des Schlosses betreten die Besuchenden
die Welt von Mauswiesel und
Hermelin und finden Antworten auf Fragen wie: Wo kommen
sie vor? Wie unterscheiden sich
die beiden Arten? Wer sind ihre
Feinde? Warum schätzt sie der
Bauer? Was brauchen sie zum
Überleben und was für Jagdstrategien haben sie?
Sequenzen aus Dokumentarfilmen von Eric Dragesco und
Jean-Philippe Macchioni zeigen Mauswiesel und Hermeline
in ihrem Lebensraum, mit den
Jungen, beim Jagen und beim
Spielen.
An einer Fellstation können
die Besuchenden den Pelz von
Meister Grimmbart (Dachs),
Marder, Nerz, Iltis und einem
weissen Hermelin berühren und
selber herausfinden, welches
Fell das Feinste ist.
Foto: naturpix.ch
Am Muttertag, 13. Mai, öffnete das Schloss Landshut seine Tore für die
neue Saison. Die diesjährige Sonderausstellung des Schweizer Museums
für Wild und Jagd im Schloss Landshut stellt die zwei kleinsten einheimischen Raubsäugetiere, Mauswiesel und Hermelin, näher vor.
statt CHF 239.–
CHF 189.–
Set komplett
CHF 450.–
wasserdicht,
winddicht.
Produkte- und
Preisänderungen
vorbehalten.
Veranstaltungen
GALLUSJUBILÄUM ST. GALLEN
Am Anfang war der Mut
Weil er seinen eigenen Weg
gehen wollte, trennte sich Gallus, der Wandermönch irischer
Abstammung, von seinen langjährigen Gefährten. Es war ein
folgenschwerer Entschluss,
hatte er doch in jungen Jahren dem geistlichen Lehrer
Kolumban ewig währenden
Gehorsam versprochen. Die
Mönchsgemeinschaft zog mit
dem Abt, zerknirscht und gekränkt, weiter nach Bobbio in
Italien.
Der wortbrüchige Gallus
blieb allein zurück. In der Einöde begann sein frei gewähltes Leben. Mut und Urvertrauen prägten es.
Lächelnder Mönch mit
Zottelbär
Eine Sondermarke trägt die
Botschaft druckfrisch landauf
und landab. Die Stadt St. Gallen feiert. Das Gallusjubiläum
612–2012 überrascht mit einer
Fülle von kulturellen, unterhaltsamen und kulinarischen
Veranstaltungen, verspricht
ein buntes Programm bis im
Spätherbst. Unvergleichlich
war der Auftakt in der Kathedrale am 20. April, die hochkarätige Feier wird noch lange
nachklingen. Die Verbindung
St. Gallens mit der irischen
Kultur wurde bei der Eröffnung keinen Moment in Frage
gestellt, im Gegenteil. Die St.
Galler lassen sich nicht irritieren, mögen auch ernsthafte
Historiker die irische Herkunft
ihres Stadtpatrons hinterfragen. Ist es so unglaubwürdig,
dass der sprachgewandte Gallus alemannisch sprach? Sollte seine christliche Botschaft
die heidnische Bevölkerung
erreichen, musste der keltische Missionar schliesslich
die fremde Sprache verstehen.
Seit Generationen wird die
Gallusgeschichte
weitererzählt, es gilt die überlieferte
Tradition, anders gesagt, die
Mundpropaganda.
Legenden beflügeln die
Fantasie
Gallus suchte einen abgeschiedenen Ort, um zurückgezogen in der Stille des Waldes
die kommenden Jahre zu verbringen. Diakon Hiltibod aus
Arbon begleitete ihn. Er war
ortskundig, als Jäger kannte er den Wechsel des Rotwilds, auf einem Gemälde
trägt er gar einen Falken auf
der Hand. Zusammen streiften
sie der Steinach entlang bis
sie den Wasserfall in der Mülenenschlucht erreichten. Wie
vor 1400 Jahren schäumt das
Wasser auch heute über den
Felsen in die Tiefe.
Das Rauschen mag den irischen Mönch an die ferne Heimat, die Küste, die wild brausenden Wellen erinnert haben.
In Gedanken vertieft, strauchelte er und blieb in den Dornen hängen. «Hier bleibe ich»,
rief er. Gallus glaubte an Zeichen und Vorsehung.
Er begann zu roden, baute mit Brüdern, die sich ihm
anschlossen, ein Bethaus und
schlichte Zellen. Als er am
frühen Abend Psalmen las und
betete, vernahm er ein ungewöhnliches Schmatzen und
Knacken. Er schaute sich um
und sah in nächster Nähe einen stattlichen Bär. «Was hast
du, gefrässiger Geselle, in unsern Vorräten zu stöbern und
zu schmausen? Los hole Holz,
sodass uns das Feuer auch in
der kühlen Nacht wärmt.» Der
Braunbär trottete ins Gehölz,
brachte einen Prügel und erhielt zum Lohn ein Brot.
Holz und Brot sind bis heute die Attribute des St. Galler
Bärs. «Nun, verschwinde und
störe uns nicht weiter». Der Bär
verschwand zwischen den Bäumen, respektierte den Befehl.
Die Mönche teilten fortan mit den Bären den Lebensraum. Pilze, Beeren, Kräuter
hatte es mehr als genug. Jäger
Hiltibod hat wohl hie und da
die Mahlzeit der asketischen
Gemeinschaft mit einem Wildbret bereichert. Die Steinach
wimmelte von Fischen, welche dem passionierten Fischer
Gallus und den Bären gleichermassen mundeten.
Wo ist der Bär?
Es ist eine launige Fügung,
dass just zum Gallusjubiläum
ein Jungbär aus dem Trentino
16
Schweizer Jäger 6/2012
im Bündnerland auftauchte.
Er beschäftigt nicht nur Wildbiologen und Jagdinspektoren.
Der Bär fasziniert: Wo ist er?
Was macht er? Welch erstaunliches Medienereignis, sein
Trittsiegel ziert die Titelseiten.
WARTEN heisst eines der
Kunstprojekte in der Mülenenschlucht. Norbert Möslang will
die Bärenlegende in die Gegenwart übertragen. Damit die
Rückkehr des Bären erlebt werden kann, wurden sechs Überwachungskameras im Wald
installiert. In der Tal- und Bergstation der Mühleggbahn sind
Monitoren platziert. Wir sehen
den Forst, den Wildbach, ob die
Sonne scheint oder Regen auf
die Blätter tropft. Plötzlich,
sekundenschnell, erscheint der
Bär. Kaum hat man ihn wahrgenommen, ist der Spuk vorüber. Man wartet auf den Bären und verpasst die Bahn.
Wollte man nicht bergwärts
fahren? Lassen wir uns nicht
nerven, den Bär findet man in
der Stadt ohnehin auf Schritt
und Tritt. Als Wappentier, am
Chorgitter in der Kathedrale, in
Silber geprägt auf dem Mantel
des Weibels, auf Siegel, Münzen und Medaillen, als Schablonenmalerei an der Holzdecke
der Burgerstube im Schlössli.
Der Bär ziert Waffeln, Biber,
Schokoladentaler und das Jubiläumsbrot.
AD 612, ein Bärenleben zu
Gallus Zeiten und heute
Im Naturmuseum St. Gallen lädt Konservator Dr. Toni
Bürgin zu einer feinen, kleinen Ausstellung. Anschaulich
inszeniert, erfahren die Besucher viel Interessantes über
Bärensymbole und die ambivalenten Gefühle, welche der
Bär weckt. Berührend der putzige Jungbär, der als Präparat
vor der farbigen Handschrift
aus dem 15. Jahrhundert steht
(im Besitz der Stiftsbibliothek). Beeindruckend die Bärin, die sich beispielhaft um
ihre Jungen kümmert. Sie werden während zwei Jahren bemuttert, sind lernwillig und
besitzen ein hervorragendes
Gedächtnis. Zwei Problembären mussten vor einigen Jahren erlegt werden, weil sie die
Bärin begleiteten, wenn sie
Essensresten bei Mülltonnen
und Picknickplätzen suchte.
Ohne Scheu unternahmen sie
später Ausflüge in die Siedlungen, die Allesfresser hatten
früh gelernt, dass sie dort satt
würden.
Seit 1906 wirbt ein Trockenmilchproduzent aus dem
Allgäu erfolgreich mit der Bärenmarke. «Bärenmutter und
Teddy» garantieren kraftvolle, gesunde Nahrung. Das Unternehmen unterstützt übrigens dass WWW-Projekt zum
Anlässlich des Gallusjubiläums
wurde eine Sondermarke gedruckt.
Die Überfahrt der Heiligen Kolumban und Gallus um 610
auf dem Bodensee von Arbon nach Bregenz. Eine der zahlreichen
Illustrationen zum Leben des Gallus aus dem St.Galler Legendar.
Handschrift Nr. 602, um 1451/60, Kloster St.Gallen.
Barocksaal der Stiftsbibliothek St. Gallen.
Schutz der Braunbären in den
Alpen.
Der St. Galler Bär trägt ein
goldenes Halsband. Kaiser
Friedrich III dankte der Stadt
mit dem Bärenorden für militärische Dienste. Die Kette mit
Bärenkrallen suggeriert Mut
und Kraft, ob man das Amulett
wohl im Naturmuseum ausleihen könnte? Irgendwie versteht man nach dem Besuch
besser, warum Gallus ausgerechnet mit einem Bär abgebildet wird. Mut, den eigenen
Weg zu gehen, grenzenlose
Zuversicht und Beharrlichkeit
zeichnen den Mönch aus.
Zu Gallus Zeiten lebten die
Braunbären ungestört in den
dichten Wäldern im Bodenseegebiet, wo sie ausreichend Nahrung fanden. Schwierig wurde
es später, als durch grossflächige Rodungen und wachsende Siedlungen ihr Lebensraum
bedroht war. Die Bären überfielen Schafherden, schnappten
Hoftiere und plünderten Bienenkörbe, so wurden sie eine
Plage und zum Abschuss freigegeben. Im 20. Jahrhundert
war die Schweiz bärenfrei, es
gab nur noch Kuscheltiere im
Kinderzimmer und Gummibärli im Znünitäschli.
Leben-Legende-Kult
Im Jubiläumsjahr ist die
Galluskapelle, ein begehbares Bilderbuch, bis im Oktober frei zugänglich. Der barocke Gemäldezyklus erzählt
die Geschichte des heiligen
Gallus, wie sie der Abt vom
Kloster Reichenau, Walahfried
Strabo, aufgeschrieben hat.
Die farbige Broschüre enthält
Bilder und Texte und ist ein
sinnvolles Mitbringsel. Hochbetagt starb Gallus. Sein Grab
ist der Grundstein des späte-
ren Klosters und Ursprung der
Stadt, die seinen Namen trägt.
Die
Benediktiner-Abtei
war schon im frühen Mittelalter ein bedeutendes Zentrum
abendländischer Kultur. Was
an Schätzen aus längst vergangener Zeit in der Stiftsbibliothek aufbewahrt wird, lässt
sich in wenigen Worten nicht
beschreiben. Irische Handschriften bestätigen die enge
Verbindung mit der Grünen
Insel. Erwähnen möchten wir
wenigstens das Evangelium
longum mit dem Elfenbeineinband.
In der Jubiläumsausstellung
ist das Juwel in einer Vitrine
zu bewundern. Die prächtigen
Reliefs zeigen einen Löwen,
der eine Hirschkuh reisst und –
wie könnte es anders sein – die
älteste Abbildung des Stadtpatrons mit Bär. Die Handschrift
entstand im Jahre 894.
1983 wurde der Stiftsbezirk
als Weltkulturerbe registriert
und unter UNESCO-Schutz
gestellt. Neu ist das Besucherzentrum, Anlaufstelle für inund ausländische Gäste. Erde
aus Bangor wurde nach St.
Gallen gebracht, darin irische
Weissdornbüsche gepflanzt.
Sie mögen wachsen und gedeihen zur Erinnerung an den
irischen Missionar, der vor
1400 Jahren hier in der Wildnis Wurzeln schlug.
St. Gallen feiert das nachhaltige Ereignis
Nichts wurde gesagt über
das anregende Programm in
den kommenden Wochen. Wir
wollen es in der nächsten Ausgabe nachholen. Inzwischen
lohnt sich ein Besuch auf:
www. Gallusjubilaeum.ch
Magda Ganz
Schweizer Jäger 6/2012
17
Veranstaltungen
612-2012
Veranstaltungen
Akademische Jagdwirte
feiern den Abschluss
Neunzehn Akademische
Jagdwirte aus Österreich,
Deutschland und Liechtenstein feiern den festlichen
Abschluss ihres begehrten
Studiums an der BOKU
«Diese neunzehn g’standenen Jäger sind der lebendige
Beweis dafür, dass man besser
beraten ist, den düsteren Prognosen über die Zukunftsberechtigung der Jagd nicht mit
lautstarker Polemik entgegenzutreten, sondern mit umfangreichem Wissen, technischen
und sozialen Fähigkeiten der
Argumentation und Kommunikation», so Univ. Prof. Dr.
Klaus Hackländer in seiner
feierlichen Begrüssung und
Übergabe der Urkunden und
Abzeichen. «Wer hier an alten Traditionen festhält und
nicht neue und innovative Entwicklungen mit gestaltet, der
riskiert, dass es auch in Zukunft noch eine Jagd in Mitteleuropa wird geben können.
Weiterbildung ist damit gerade
für die Jagd nicht nur wichtig,
sondern sogar überlebensnotwendig. Um diesen Herausforderungen entsprechend begegnen zu können, bedarf es
nicht nur an aktuellem Wissen,
sondern es bedarf auch eines
ganzheitlichen Denkansatzes,
der die berechtigten Ansprüche der Land- und Forstwirtschaft, die Wertevorstellungen unserer Gesellschaft, aber
auch die Ansprüche unserer
Wildtiere erkennen lässt und
Die neuen Jagdwirte
Lösungsmöglichkeiten aufzeigt, die ein konfliktfreies Miteinander eröffnen», so
Hackländer weiter.
Der Universitätslehrgang
Jagdwirt/in zählt zu den
herausragenden innovativen
Weiterbildungsangeboten der
BOKU Wien und wird bereits zum fünften Mal durchgeführt. Zur Zeit lassen bzw.
liessen sich 102 Jägerinnen
und Jäger zu Multiplikatoren
und Meinungsbildnern im Sinne einer zukunftsfähigen Jagd,
die das Wild und seine nachhaltige Nutzung in den Vordergrund rückt, fortbilden. Bewerbungen für 2013 werden
bereits entgegen genommen.
Granser Global United Academy Forschungspreis für
eine Nachhaltige Jagd 2012
Im Rahmen der Akademischen Feier wurden 2012
zwei jagdlich relevante Preise für herausragende wissenschaftliche
Veröffentlichungen vergeben. Die hoch
dotierten
Forschungspreise
an Frau Dipl.-Ing. Dr. Ursula Nopp-Mayr und Dipl.-Biol. Luca Corlatti, beide vom
Institut für Wildbiologie und
Jagdwirtschaft an der BOKU
Wien, leisten einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung
von Managementstrategien im
Sinne einer nachhaltigen Jagd.
Die Forstwissenschafterin
Dipl.-Ing. Dr. Nopp-Mayr entwickelte eine Methode zur Be-
Granser-Verleihung
stimmung der Schälschadensanfälligkeit von Bergwäldern.
In der Arbeit werden Möglichkeiten für die Waldwirtschaft
gezeigt, wie Waldflächen präventiv vor Schälschäden durch
Rotwild bewahrt werden können. Bisher wurde als Ursache gravierender Rotwildschäle häufig das Vorliegen
überhöhter Wildstände allein
angeführt und somit die Verantwortung einseitig der Jagd
zugespielt. Durch das in diesem Werk klare Sichtbarmachen waldbaulicher Präventionsmöglichkeiten
im
Hinblick auf Wildschäden,
können jagdliche und forstliche Zielsetzungen im Sinne eines nachhaltigen WaldWild-Managements leichter
harmonisiert werden.
Die Arbeit von Frau Dr. Ursula Nopp-Mayr, Dr. Friedrich Reimoser (Veterinärmedizinische Universität Wien)
und Dr. Friedrich Völk (Österreichische Bundesforste) erreicht somit die Wald-WildDiskussion zu einem guten
Zeitpunkt.
Dipl.-Biol. Corlatti, ein italienischer Wissenschafter, der
seit Jahren in Italien Gamswildpopulationen erforscht,
widerlegt in seiner Studie die
althergebrachte Meinung, dass
Gamsböcke gegenüber Gamsgeissen eine geringere Lebenserwartung haben. Das ist
auch Lehrmeinung in der Jägerausbildung und somit auch
Grundlage für Abschussrichtlinien beim Gamswild.
Für die hier ausgezeichnete Arbeit wurden im Schweizer Nationalpark 40 männliche
und 76 weibliche Gams markiert und über 13 Jahre lang
beobachtet. Das Forscherteam
der BOKU, der Veterinärmedizinischen Universität Wien
und des Schweizer Nationalparks konnte eindeutig feststellen, dass männliches wie
weibliches Gamswild dieselbe
Überlebenswahrscheinlichkeit
haben. Dieses Ergebnis ist von
besonderer Bedeutung für die
zukünftige Abschussplanung
und somit für die nachhaltige Nutzung des Gamswildes
in den Alpen durch die Jagd.
Auch diese Arbeit erreicht das
österreichische Jagdmanagement zur richtigen Zeit, nimmt
doch die Gamswildstrecke in
Österreich seit dem Jahr 1990
kontinuierlich ab.
Weiterführende Informationen finden Sie unter
www.jagdwirt.at
18
Schweizer Jäger 6/2012
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E-mail: [email protected]
Amtsgericht Coesfeld, eingetragen HRB/6840 - Geschäftsführer: Paul Brüggemann, Heike Wagner, Rüdiger Walter
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Es gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen am Ende des gültigen Hauptkataloges
und unter www.askari-jagd.ch. Dieser Artikel ist nur über den Versand erhältlich, nicht in den Läden!
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Schweizer Jäger 6/2012
19
Interview
Etienne Dobler
EIN JURASSISCHER JÄGER
GIBT AUSKUNFT
Er ist 53 Jahre alt und beruflich selbständig. Seine Freizeit verbringt er mit
Vorliebe in der freien Natur, sei es als Präsident der Naturschutz-Vereinigung von Glovelier oder im Kreise seiner Jagdkollegen. Seit er als Dreizehnjähriger zum ersten Mal als Begleiter auf die Jagd durfte, hat er während der Jagdsaison keinen einzigen Samstag verpasst.
«Schweizer Jäger»: Etienne
Dobler, Sie sind passionierter Jäger und gleichzeitig Präsident der
Vereinigung der Naturschützer im
jurassischen Glovelier.
Etienne Dobler: In der Tat, seit
nunmehr etlichen Jahren. Wir organisieren, Hand in Hand mit den
Jägern, die vom Gesetz geforderten, obligatorischen Ausbildungstage in freier Natur. Von dieser
Zusammenarbeit profitiert in erster Linie das Wild.
haltet eingehende Kenntnisse unseres eigenen Jagdmilieus. Die
Jägerausbildung in Frankreich
unterscheidet sich zu stark von
der unseren, auf dass die Anerkennung des französischen Jagdscheins eins zu eins übernommen
werden kann. Im Vordergrund ste-
«Der gewissenhafte Jäger ist
erster Verbündeter der Natur.»
Sie sehen also durchaus wichtige Überschneidungspunkte zwischen Naturschutz und Jagd?
Ich persönlich bin durch den
Naturschutz zur Jagd gekommen
und deshalb überzeugt davon,
dass der gewissenhafte Jäger erster Verbündeter der Natur ist. Er
weiss, dass im ausgewogenen Habitat Jagd viel mehr bedeutet als
Schiessen.
Ihr Kollege, Dominique Bättig,
Nationalrat und Jäger, befürwortet das Hinzuziehen der französischen Jäger, um der Vermehrung
der Wildschweinpopulation im
Kanton Jura entgegen zu wirken.
Im Kanton Jura dauert die Ausbildung zum Jäger zwei Jahre. Im
ersten Jahr wird viel Wert auf die
Naturkenntnisse gelegt, das bein-
20
Schweizer Jäger 6/2012
hen eher die Harmonisierung der
helvetischen Jagdausbildung und
die gegenseitige Anerkennung
unter den Kantonen. Der jurassische Jäger setzt sich nach bestem
Wissen und Gewissen dafür ein,
dass die Wildschweinschäden in
Grenzen gehalten werden.
«Die Jägerausbildung
in Frankreich
unterscheidet sich
zu stark von der
unseren.»
Gleichzeitig wird im Kanton
eine Heruntersetzung der Altersgrenze für Jungjäger von 20 auf
18 Jahre diskutiert.
«Zahlreiche Jugendliche im
Kanton verspüren den Wunsch, die
Jagdprüfung zu absolvieren.»
Etwa 8300 Wildschweine werden in der Schweiz pro Jahr erlegt. Wie viele sind es im Kanton
Jura?
Seit einigen Jahren bewegen
sich die saisonalen Abschusszahlen um die 400 bis 450 Stück.
Diese Zahlen – rechtfertigen
sie überhaupt die von gewissen
Kreisen geforderten Massnahmen?
Klar, dass die verantwortlichen Behörden (Anm. die Wildhut) an einer Schadenverminderung stark interessiert sind. Die
entsprechenden
Abwehrmassnahmen werden in der beratenden Jagdkommission – in enger
Zusammenarbeit mit den Jägern
– diskutiert. Oft bestehen Meinungsunterschiede betreffend des
Vorgehens. Trotzdem findet man
immer wieder Wege, um die anstehenden Probleme gemeinsam
anzugehen.
Wo liegt für Sie die Faszination
der jurassischen Jagdausübung?
Was ist eine perfekte Jagd?
Jedermann ist im täglichen Leben starkem Druck ausgesetzt.
Das verlangt einen Ausgleich. Die
in freier Natur verbrachte Zeit erlaubt es den Jagdausübenden, gewisse Werte wieder zu finden.
Die perfekte Jagd? Dort, wo jeder Beteiligte seine Passion ausüben kann und dabei sowohl seine
Jagdkollegen wie auch das Wild
in seiner natürlichen Umgebung
respektiert.
Welcher andere Kanton zieht
Sie als Jäger an? Jagen Sie auch
in Frankreich?
Alle. Ich darf ein paar Tage
pro Jahr in den Kantonen Bern
und Aargau jagen. Die dabei gemachten Kontakte in einem anderen Kulturkreis sind äusserst
bereichernd. In diesem Zusammenhang: Mir fehlt jegliches Verständnis für jene Kantone, welche
den Jägern eines anderen Kantons
kein Gegenrecht einräumen. Was
Frankreich anbelangt, so durfte
ich gelegentlich im Elsass mittun,
wo ich die Gastfreundschaft und
die Gastronomie genoss. Mit der
«Gehegejagd», wie sie dort teilweise praktiziert wird, bekunde
ich indes eher Mühe.
Sind die Jäger aus anderen
Kantonen im Jura willkommen?
Die Jäger jener Kantone (oder
Nachbarländer), welche den jurassischen Jagdschein anerkennen, erhalten hier Gegenrecht.
Dies geschieht in der Praxis durch
Einladung. Pro Jahr sind es drei
Jagdtage.
«Mir fehlt jegliches Verständnis
für jene Kantone, welche den
Jägern eines anderen Kantons kein
Gegenrecht einräumen.»
Von welcher Art des Jagens
fühlen Sie sich speziell angesprochen?
Die Niederjagd im Spätherbst,
innerhalb einer Jagdgruppe und
hinter den Hunden; das möchte
ich nie und nimmer missen. Ein
ausserordentliches Erlebnis, Jahr
für Jahr, seit drei Jahrzehnten.
«Die Niederjagd im Spätherbst,
innerhalb einer Jagdgruppe und
hinter den Hunden; das möchte ich
nie und nimmer missen.»
In diesem Sinn, eine Jagd ohne
Hund …
… bedeutet für mich nicht
wirklich Jagd. Für mich ist der
Jagdhund Inbegriff der Jagd überhaupt.
Was die Nachwuchsförderung
bei den Jägern anbelangt, was
sind Ihre Ideen?
Da verfolgen wir im Kanton
Jura neue Wege: Einmal mit positiver Medienpräsenz. Dann befindet sich ein Konzept in Bearbeitung, welches die Kommunikation
nach innen und aussen propagiert.
Wie weit ist man im Jura
hinsichtlich der periodischen
Schiessprüfungen für die Jäger?
Die Sektionen veranstalten in
der jagdfreien Zeit Schiessveranstaltungen. Leider fehlen im Kanton derzeit noch die entsprechenden Anlagen (Jagdschiessstände),
um periodische Schiessprüfungen
durchführen zu können.
«Ob der Wolf sich
aufgrund der speziellen
Terrainverhältnisse hier
wohlfühlen würde, ist
doch eher zweifelhaft.»
Ein Wort zur Präsenz von
Luchs und Wolf.
Der Luchs hat auch hier zu reden gegeben, vor allem wenn ihm
Übergriffe auf Herdentiere zur
Last gelegt werden müssen. Meiner Meinung nach ist sein Einfluss auf die Jagd eher minim.
Im Jura zeigt der Abschussplan
bei den Rehen seit Jahren gleichbleibende Resultate. Ob der Wolf
sich aufgrund der speziellen Terrainverhältnisse hier wohlfühlen
würde, ist doch eher zweifelhaft.
Sollte sich ein einzelnes Exemplar herumtreiben, dann wohl nicht
für lange. Sein Einfluss bliebe
deshalb minim.
Was sagen Sie abschliessend zu
den Besuchern Ihres Kantons, ob
Jäger oder nicht?
Alle Regionen der Schweiz,
der ganzen Welt, verdienen Beachtung und Aufmerksamkeit.
Neben seiner speziellen Topographie verfügt der Kanton Jura über
eine reiche Palette an landschaftlicher Schönheit. Wer nie hier gewesen ist, hat gewissermassen
Nachholbedarf.
In diesem Sinne schätze ich
es sehr, als Ambassador meines Kantons auftreten zu dürfen.
Ich begrüsse die Initiative des
Schweizer Jägers.
Etienne Dobler, wir danken Ihnen für das aufschlussreiche Gespräch.
John Stucki
Schweizer Jäger 6/2012
21
Interview
Die Jäger selber stehen hinter
diesem Vorschlag. Zahlreiche Jugendliche im Kanton verspüren
den Wunsch, die Jagdprüfung zu
absolvieren. Es wäre egoistisch,
diesem Wunsch nicht zu entsprechen.
GÖTTERBOTEN
GALGENVÖGEL
INTELLIGENZWUNDER
Quelle: Wikipedia, Creative Commons, Foto: Jeff Hitchcock
Wildkunde
Rabenvögel in Kulturgeschichte und Verhaltensforschung (Schluss)
22
Schweizer Jäger 6/2012
Von Klaus Böhme
Streiten und Versöhnen –
Trösten und Bestrafen
Aus jüngster Zeit, nämlich aus
dem Jahre 2010, gibt es sogar Betrachtungen, die darauf schliessen
lassen, dass sie im Umgang unter-
Ein Prachtexemplar eines TowerRaben, bei dem die gestutzten Flügel
zu erkennen sind, zeigt dieses Foto.
einander eine Art von Anteilnahme zeigen, wenn es einem von
ihnen durch Aggressionen von
Artgenossen schlecht ergangen
war. So konnte beobachtet werden, dass attackierte Raben von
anderen durch Gefiederkraulen,
Schnäbeln oder einfach nur durch
beruhigenden Körperkontakt getröstet wurden. Meist geschah
dies durch Zuschauer der vorangegangenen Situation, manchmal
waren es aber sogar ehemalige
Kontrahenten, die sich auf diese
Weise wieder versöhnten. Manchmal geht es mit dem Trösten auch
etwas zu weit: Rabenvögel leben meist in lebenslanger «Einehe», Männchen wie Weibchen
sind jedoch einem gelegentlichen
Seitensprung nicht abgeneigt. So
manches aus dem Leben der Raben erinnert eben an andere Zweibeiner, aber das ist noch nicht alles …
Der Münchner Naturwissenschaftler und mehrfach preisgekrönte Wissenschaftsautor Josef
H. Reichholf nämlich schildert
in seinem überaus empfehlensund lesenswerten Buch «Rabenschwarze Intelligenz» einige
Begebenheiten mit einer Rabenkrähe und einem Kolkraben. Die
Vögel waren beide von Menschen
aufgezogen, mithin an Menschen
gewöhnt, aber keineswegs gegenüber jedermann handzahm und
konnten sich frei bewegen. Die
geschilderten Vorfälle lassen nur
den kaum fassbaren Schluss zu,
dass Raben und Krähen im Umgang mit Menschen gutes und böses Handeln ihrer menschlichen
Partner oder auch Widersacher
unterscheiden können, im letzteren Fall Bestrafungen vornehmen,
Personen, die ihnen wohlgesonnen sind, beschützen wollen und
allgemein nicht nur ein unglaubliches Talent, sondern auch eine
unbändige Lust zur Schauspielerei, zum Täuschen und zum Übertölpeln haben.
So näherte sich, um hier nur
zwei Geschehnisse zu erwähnen,
die von Reichholf gehaltene Rabenkrähe namens Tommy eines
Tages einem Nachbarn, der auf
der Bank vor dem Haus sass und
seine Brotzeit verzehrte. Natürlich wollte der Vogel an der Mahlzeit teilhaben und bettelte, erhielt
aber jeweils nur ein Stück Wurst
vor den Schnabel gehalten, das
der Mann jedes Mal, wenn Tommy zuschnappen wollte, wieder
zurückzog und selbst aufass. Die
Krähe verlor schliesslich scheinbar das Verlangen nach Wurst
und begann, sich betont desinteressiert zu putzen. Kaum jedoch
hatte der Mann seine Mahlzeit beendet und legte das Messer neben
sich, packte Tommy dieses und
trug es auf das Dach des gegenüberliegenden Hauses, bis ganz
nach oben, nahe dem First. Dort
musste der Mann unter dem Gelächter der anderen Anwohner hinaufklettern, die Krähe allerdings
zeigte sich völlig gleichgültig,
mochte jedoch diesen Nachbarn
von da an offenbar nicht mehr.
Diese Reaktion übrigens, nämlich Menschen, mit denen sie
schlechte Erfahrungen gemacht
haben, zu meiden, wird derzeit
von einem kanadischen Forscherteam näher untersucht. In Seattle
will man in Versuchen mit maskierten Personen herausfinden,
ob die Rabenvögel, in diesem Fall
Amerikanerkrähen (Corvus brachyrhnchos) sich nicht nur Gesichter im Zusammenhang mit
bestimmten Ereignissen merken
können, sondern ob sie sogar in
der Lage sind, diese Erkenntnisse
detailliert, also auf ein bestimmtes menschliches Gesicht bezogen, an ihre Jungen weiter zu geSchweizer Jäger 6/2012
23
Wildkunde
Wenigstens einen oder auch ein paar von ihnen sieht man eigentlich
fast immer und überall, auf den Dächern der Stadt und in den Parkanlagen, in den Gärten am Rand der Dörfer und auf den Feldern und
Wiesen, am Wegesrand oder auch mitten auf der Strasse, meist bei einem
überfahrenen Tier: Rabenvögel.
24
Schweizer Jäger 6/2012
Quelle: Wikipedia, gemeinfrei
Wildkunde
ben. Das wäre eine Fähigkeit,
über die nach Ansicht der Experten ausser dem Menschen kein
anderes Wesen verfügt.
Aber zurück zu Reichholfs Raben. Mao war ein Kolkrabe, der
dem Innsbrucker Alpenzoo entstammte, seinen Namen nach seiner ersten Lautäusserung erhielt
und von einem Freund des Autors gehalten wurde. Dieser hatte
häufig auf den umliegenden Bauernhöfen zu tun und wurde dabei,
wenn er die Wege zu Fuss ging,
ständig von einer Hofgrenze zur
nächsten von den jeweils zugehörigen, laut bellenden Hofhunden belästigt. Ihn selbst störte das
offenbar weniger als den ihn begleitenden Kolkraben. Ob sich in
diesem nun im Unterbewusstsein
gespeicherte Urerfahrungen mit
Wölfen regten, ob ihn der bellende Hund einfach störte oder ob er
«seinen Menschen» bedroht sah
und beschützen wollte – niemand
weiss es. Jedenfalls stieg er plötzlich, aber vollkommen unauffällig
in die Höhe, flog den Hund lautlos
von hinten an und verpasste ihm,
laut «mao!» rufend, einen gewaltigen Schnabelhieb genau zwischen die Ohren. Laut aufheulend
sprang der Hund mit allen Vieren
gleichzeitig in die Luft und verschwand auf Nimmerwiederhören
in Richtung Bauernhof. Nachdem
alle Hunde der Umgebung diese
schmerzhafte Erfahrung gemacht
hatten, konnte der Mann unbelästigt seiner Wege gehen, selbst
wenn der Rabe nicht dabei war.
Was den Raben aber veranlasste, eines Tages im geselligen
Kreis von Verhaltensforschern einen Hund, der ihm ausdrücklich
als «guter Hund» vorgestellt worden war, dazu zu bringen, ihn –
den tief über den Boden fliegenden Raben – im rasenden Lauf
zu verfolgen, bis er – der Hund
– dem Infarkt nahe zusammenbrach, das wusste nur der Rabe.
Die Forscher konnten nur Vermutungen anstellen und dieses
Meisterstück der Schauspielerei
und Täuschung, das offenbar seine Zuschauer haben sollte, als eines der vielen ungeklärten Rätsel
um die Raben und Krähen betrachten …
Bis in die 40er-Jahre des vorigen Jahrhunderts sorgten die
Ostseefischer auf der Kurischen Nehrung, wenn das Fischen
nicht möglich war, mit dem Fang von Krähen für ihre Ernährung und für den Lebensunterhalt. Die «Krajebieter»,
also «Krähenbeisser», töteten die Vögel dabei durch einen
kurzen, gekonnten Biss, mit dem die Schädeldecke eingedrückt und der Krähe ein schmerzloser Tod bereitet wurde.
Jagd gestern, heute
– und morgen?
Angesichts all dieser Fakten
um die Intelligenz und das manchmal fast menschlich anmutende
Verhalten der Rabenvögel fällt es
fast ein wenig schwer, sich daran
zu erinnern, dass Raben und Krähen von alters her auch bejagt wurden und weiterhin bejagt werden.
Obwohl dieser Artikel sich nahezu ausschliesslich mit der Rolle
der Raben in der Kulturgeschichte und ihrer legendären Intelligenz
beschäftigt und keineswegs einen
Beitrag zum anhaltenden und stets
aktuellen Rabenvogelstreit leisten will, soll dennoch am Schluss
noch ein kurzer Rückblick und
Ausblick auf diese andere Perspektive der Mensch-Raben-Beziehung stehen.
Kaum eine wesentliche Rolle bei der Jagd auf Rabenvögel spielte die menschliche Ernährung, obwohl sie in früheren
Epochen, insbesondere während
der zahlreichen Hungerperioden
ganz sicher sehr häufig und sogar,
trotz des offenbar sehr eigenartigen und gewöhnungsbedürftigen
Geschmacks noch in der jüngeren
Vergangenheit gegessen wurden.
Bis zum Zweiten Weltkrieg waren die Fischer auf der Kurischen
Nehrung an der Ostsee auch als
«Krajebieter», also «Krähenbeisser» bekannt, weil sie im Herbst
zum Nebenerwerb Krähen mit
Netzen fingen und diese durch einen Biss in die Schädeldecke töteten. Die Federn wurden geschlissen, also von den Kielen getrennt
und zu Bettfüllungen verarbeitet,
die Krähen selbst wurden gegessen und zum grossen Teil an gastronomische Betriebe verkauft.
Krähen und insbesondere Nebelkrähen galten in Ostpreussen, in
Königsberger Hotels und Restaurants bis in die 40er-Jahre des vorigen Jahrhunderts als Delikatesse und sogar noch heute kursieren
im Internet einige Rezepte zum
Braten von Krähen und Raben.
Abgesehen von solchen regionalen Gebräuchen war jedoch –
neben der christlich-religiös oder
auch durch Ängste vor der Verbreitung der Pest und anderer
Seuchen motivierten Verfolgung
im Mittelalter und in der frühen
Neuzeit – die Begrenzung der Bestände zum Schutz des Niederwildes und auch der Kleinvögel einer der hauptsächlichen Anlässe
für die Bejagung der Rabenvögel. Durch eigenständige Jagdverordnungen zur Vertilgung der
«Feinde des Niederwilds» und
lukrative Schuss- und Fangprämien wurde die Bejagung ab der
Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem systematischen Ausrottungsfeldzug. Diesen Massnahmen, die
durch unsachliche, unwahre und
überzogene Darstellungen in der
Presse und in der Öffentlichkeit
unterstützt wurden, fielen dann
besonders die Kolkrabenpopulationen in Mitteleuropa, aber auch
in England und in Nordamerika beinahe zum Opfer: Im Jahre
1950 existierten im mitteleuropäischen Raum nur noch Restbestände im schleswig-dänischen
Grenzgebiet, im östlichen Polen
und in etwas grösserer Zahl in
den Alpenländern.
Übliche Jagd- und Fangmethode war früher, insbesondere
vor der Einführung weittragender
Feuerwaffen, der Fang mit grossen Netzen, wie von den Ostseefischern berichtet, sowie die Fallenjagd mit dem Krähenfang, einer
Art Voliere mit einer Abdeckung,
die den Vögeln das Hineinschlüpfen, nicht mehr jedoch das Hinausfliegen ermöglicht und die es
Wildkunde
aus: Schmidt, Das Wild der Schweiz, ohne Quellenangabe, Repro: Verfasser
Mit solchen phantasievollen Zeichnungen, die Raben als
Rebhuhnfänger oder gar beim Angriff auf ein Reh zeigen,
wurden die Vögel noch vor weniger als hundert Jahren als
«furchtbare Feinde des Niederwilds» gebrandmarkt und
ihre völlige Ausrottung gefordert.
verboten.
Quelle: www.wolfsvögel.org, Foto: Wolfgang Epple
auch heute, wo sie nicht verboten
ist, noch gibt. Darüber hinaus wurden in Deutschland – und von dort
auch gerade in die Schweiz übernommen – bis in die erste Hälfte des vorigen Jahrhunderts gross
angelegte Vergiftungsaktionen betrieben, die jeglichem Gedanken
einer weidgerechten Jagd zuwider
laufen und die vielfach die Hauptursache drastischer Bestandsrückgänge waren. Zur Anwendung kamen meist Phosphormischungen
und Phosphoreier, «Krähentod»
genannt, die jedoch Hasen, Eichhörnchen und Kleinvögel, die eigentlich geschützt werden sollten,
gleich mit umbrachten.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg setzte sich der Widerstand
gegen eine derartig abstossende Form der «Krähenvertilgung»
durch. Der nunmehr seit langem
gängige Abschuss von Rabenvögeln erfolgt durch das traditionelle Ausschiessen der Nester,
dessen Effektivität jedoch zunehmend bezweifelt wird, die Hüttenjagd, sofern sie erlaubt ist und der
Ansitz am Luderplatz oder nahe
den Schlafbäumen.
In jüngerer Zeit sind Rabenvögel als Schädlinge in der Landwirtschaft wiederum verstärkt in
den Focus gerückt und es wird
von Einbussen an Kartoffeln, die
regelrecht ausgegraben werden,
ebenso an Rüben, Mais und Hülsenfrüchten berichtet. Auffällig
ist, dass besonders viele Meldun-
gen aus Anbaugebieten im näheren oder weiteren Umfeld der
ständig wachsenden Mülldeponien eingehen, während es im Übrigen nur gelegentlich Grund zur
Klage gibt. Hinzu kommen aber
seit einigen Jahren leidenschaftlich geführte Debatten um Rabenvögel, insbesondere Kolkraben als
Aggressoren auf Schaf- und Rinderweiden, die Lämmern und auch
Kälbern durch «Anpicken» Verletzungen zufügen sollen. Unstrittig
ist, dass es Vorkommnisse solcher
Art, übrigens schon immer, gegeDer Nordische
ben hat und gibt, überaus strittig ist
jedoch, selbst nach wissenschaftoder Norwegilichen Untersuchungen mit Hilfe
sche Krähenfang
von Videoaufnahmen, das tatsächist eine Draht-/
Holzkonstruktion lich durch Rabenvögel verursachmit einer Vorrich- te Ausmass der Schäden. Bedauertung, die den Ra- lich aber ist vor allem, dass ebenso
ben zwar das Hi- sensationslüsterne wie kenntnislose Journalisten durch polemische
neinschlüpfen,
und unsachliche Berichterstattung
aber nicht das
Ausfliegen ermög- die Diskussion bewusst verschärlicht. Die Anwen- fen.
Es geht auch anders. Schäden
dung ist in den
europäischen Län- im landwirtschaftlichen Anbau,
dern grundsätzlich insbesondere in der Nähe von
Deponien lassen sich vermeiden,
sowohl durch Massnahmen der
Landwirte bei der Auswahl der
Flächen und dem zeitlichen Ablauf der Aussaaten als auch durch
veränderte Deponiemassnahmen
und -techniken, wie man in Niedersachsen bereits erfolgreich gezeigt hat. Schwieriger wird es bei
der Abwehr von Belästigungen
der Weidetiere, aber auch hier
wäre eine Versachlichung der
Diskussion und die gemeinsame
Suche nach Lösungsmöglichkeiten, die durchaus denkbar sind,
ein erster Schritt.
Die Jagd auf Rabenvögel jedoch kann bei alledem nicht zur
Debatte stehen und dies nicht
nur aus dem – zumindest ausserhalb der Jägerschaft ohnehin suspekten – Blickwinkel der jagdlichen Tradition. Gerade die Jagd
auf Rabenvögel, die im Einklang
mit wünschenswert sinnvollen
Artenschutzbestimmungen erfolgen muss, offenbart die Bedeutung der Jagd für die Erhaltung
und letztlich den Schutz einer artenreichen Tier- und Vogelwelt
in einer vom Menschen und seinen oft genug zweifelhaften Errungenschaften geprägten Kulturlandschaft.
■
Literaturhinweise: Bauer, Wolfgang / Zerling,
Clemens: Rabengeschrei. Berlin, 2001 – Brehm, Alfred Edmund:
Illustrirtes Thierleben, Faksimile-Ausgabe der 1. Auflage
Hildburghausen 1866, Band 3: Die Vögel, Stuttgart, 1979 –
Epple,Wolfgang: Rabenvögel. Karlsruhe, 1997 – Gesner, Conrad:
Vogelbuch, Nachdruck der Ausgabe 1669, Hannover, 1980
– Glandt, Dieter: Kolkrabe & Co. – Verhalten und Strategien
intelligenter Lebenskünstler. Wiebelsheim, 2011 – Heinrich,
Bernd: Die Seele des Raben. Frankfurt, 1994 – Lieckfeld,
Claus-Peter / Straass,Veronika: Mythos Vogel. München, 2002 –
Reichholf, Josef H.: Rabenschwarze Intelligenz – Was wir von
Krähen lernen können. München, 2011 – Schmidt, Philipp: Das
Wild der Schweiz. Bern/Stuttgart, 1976.
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Schweizer Jäger 6/2012
Foto: naturpix.ch/ch.meier
Wanderungen von Wild interessieren
uns Jäger seit Urzeiten – seit es die Jagd
gibt. Auch bei heimischen Wildarten,
denen wir sie traditionell nicht so ohne
Weiteres zutrauen, kommen sie vor.
Wildbiologin und Rehwildexpertin
Gundula Thor berichtet und
nennt Beispiele.
Text und Fotos (6): Gundula Thor
Es war ein Abend Anfang Mai
und es dunkelte bereits. Der junge Mann glaubte, seinen Ohren
nicht zu trauen. Das Signal, das
über viele Monate getreulich von
einer bestimmten Fläche gekommen war, bewegte sich auf einmal
von dort weg. Zielstrebig und in
flottem Tempo, fort von der Heimat, ohne auch nur ein einziges
Mal innezuhalten. Unbemerkt
von seinem «Objekt» und in ausreichender Entfernung, wie wir
das aus Kriminalfilmen kennen,
machte sich der Mann an die Verfolgung. Jene sollte erst im Morgengrauen enden. Der Weg überquerte eine Bundesstrasse, folgte
einem Waldstreifen in der Feldflur, führte durch einige Tobel
und Anstiege bergab, bergauf,
und war mit etlichen Windungen
versehen. «Wie die Krähe fliegt»,
sprich Luftlinie, endete die Reise erst rund zehn Kilometer vom
Ausgangspunkt entfernt.
Zu Fuss war es natürlich eine
weitaus längere Strecke. Zu Fuss
für wen? Für eine hochbeschlagene, etwa fünf- bis sechsjährige Sendergeiss, die offenbar beschlossen hatte, von Jetzt auf Hopp
ihren Einstand zu verlassen. Innerhalb einer einzigen Nacht wackelte sie mit ihrer schweren Last weit
mehr als ein Dutzend Kilometer
durch unwegsames Gelände zu
neuen Ufern. Um dann dort ihre
Kitze zu setzen.
Heute kann die Verfolgung
von Wildtieren dank der Satellitentelemetrie natürlich weitaus
bequemer vom Schreibtisch und
PC aus erledigt werden. Wenn
die entsprechenden finanziellen
Mittel zur Verfügung stehen, versteht sich. Vor dieser praktischen
Erfindung musste sich der Wildforscher, bewaffnet mit Radioempfänger und Antenne, mit einem Fortbewegungsmittel oder
zu Fuss persönlich an ein Sendertier dranhängen. Mein Kollege folgte der Wandergeiss mit
dem Revierwagen so schnell es
eben ging, um sie nicht aus dem
Sendebereich zu verlieren, ortete
sie mehrfach kurz zwischendurch
und dann wieder am Endpunkt ihrer Wanderschaft.
Verschwunden
Diese Geiss war knapp zweieinhalb Jahre zuvor am 20. Dezember in einem meiner Rehwildforschungsreviere zum ersten Mal
von mir gefangen und mit Lauschermarken ausgestattet worden. Rechts wurde eine flexible
grössere Marke angebracht, deren Ziffern auch auf Entfernung
gut mit dem Glas abzulesen waren, und zur Sicherheit zusätzlich
links eine kleine Marke, wie sie
bei Kitzen verwendet wird. Beide
Marken trugen die Nummer 12.
Aufgrund der gründlichen Zahnkontrolle war das Alter der Geiss
bei diesem Erstfang von mir auf
zwei bis maximal drei Jahre geschätzt worden. Das ist bei einem lebenden Reh gar nicht so
einfach. Man setzt am besten ein
weiches «Beissholz» ein – und
dennoch lässt sich manchmal ein
gequetschter Finger nicht vermeiden, wie ich aus leidvoller Erfahrung weiss. Auch Rehe können
bissig sein!
(Teil 1)
Nach diversen Sichtbeobachtungen konnten wir diese Geiss
rund ein Jahr nach dem Erstfang
erneut fangen und legten ihr dabei ein gelbes, reflektierendes
Senderhalsband an. Daraufhin
wurde sie (zusammen mit weiteren Senderrehen) bis Ende April
regelmässig im Untersuchungsgebiet geortet. Dann war sie auf
einmal verschwunden. Die Suche
begann.
Ich kenne solche Suchaktionen recht gut. Denn zwischen
zwei Rehwildforschungsprojekten peilte ich für einen Kollegen
von mir, der eine Studie an Seehunden im Schleswig-Holsteinischen Wattenmeer durchführte,
zur Abwechslung über den Winter hinweg für ein paar Monate diese Meeressäuger. Sie unterstehen bei uns in Deutschland
dem Jagdrecht und sind ganzjährig geschont. Die Sender waren
den Seehunden aufs dichte Fell
aufgeklebt worden und wurden
beim nächsten Haarwechsel im
folgenden Juni abgeworfen. Katja, Jan und Co. bereiteten mir viele spannende Stunden bei steifer
Brise auf dem Deich, auf Schiffen
und in kleinen Propellermaschinen über der Nordsee, mit denen
sie bei ihren weiten Ausflügen
von mir gesucht und auch meist
gefunden wurden – einmal zum
Beispiel fast bei Helgoland, einmal mitten im Hafenbecken von
Husum (Theodor Storms Heimatstadt, der von ihm besungenen
«grauen Stadt am grauen Meer»).
Rehe sind aber nun mal keine Seehunde und gelten gemeinhin als sehr standorttreu. Also begannen wir die Suche nach der
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Wildkunde
VON PENDLERN
UND WANDERERN
Wildkunde
Sendergeiss mit der Lauschermarke Nr. 12 in kleinräumigen
Kreisen rund ums Forschungsrevier, die wir allmählich erweiterten. Zwei Wochen später fanden
wir sie endlich rund zehn Kilometer nördlich vom Untersuchungsgebiet. Aha, dachten wir, also ist
diese mittlerweile vier- bis fünfjährige, also mittelalte Geiss jetzt
in einen neuen Lebensraum abgewandert. Das ist aber doch eher
typisch für Jährlinge und Schmalrehe, oder?
Überraschung!
Wir orteten die Geiss den ganzen Sommer und Frühherbst hindurch in ihrem, wie wir glaubten, neuen Streifgebiet. Es war
etwas mühsamer geworden, weil
sie uns mit ihrer Extrawurst fernab des eigentlichen Forschungsreviers zusätzliche Kilometer
und Arbeitsstunden einbrachte.
Das konnten und wollten wir ihr
jedoch nicht übelnehmen. Sie
wurde eben in ein weniger dichtes Peilschema eingeteilt und ihr
Standort in etwas grösseren Zeitabständen kontrolliert. Sichtbeobachtungen zeigten, dass sie zwei
Kitze gesetzt hatte und munter und vergnügt mit ihnen ihr
(vermeintlich) frisch bezogenes
Heim bewohnte. Aber damit war
die Geschichte noch lange nicht
zu Ende.
Surprise, surprise! Wir staunten nicht schlecht, als die Geiss
samt Nachwuchs am 16. Dezember des gleichen Jahres auf einmal wieder im Forschungsrevier
auftauchte. Sie wurde gesichtet
und nachfolgend regelmässig geortet. Hier blieb sie nun den gan-
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Schweizer Jäger 6/2012
Oben: Bescherte
der Autorin interessante Stunden
an der Nordsee:
Studie eines
Kollegen über
Seehunde.
Oben links:
Bei Seehunden
wird der Sender
auf das Fell geklebt. Hier: Auf
einem Schiff kurz
vor der Freilassung im Wattenmeer.
Im Bayerischen
Wald passt sich
das Rehwild den
hohen Schneemengen im Winter an. Oft unternimmt es saisonale Wanderungen.
zen Winter und Vorfrühling, bis
sie unmittelbar vor dem nächsten Setzen Anfang Mai erneut ihren Zweitwohnsitz bezog. Dabei
wurde sie dann, wie eingangs beschrieben, auf frischer Tat ertappt
und die ganze Nacht über verfolgt. Anfang Dezember stellte
sie sich getreulich wieder im Forschungsrevier ein und wanderte
darauf am 8. Mai, in jenem Jahr
der Muttertag, wieder hochbeschlagen in ihren Sommerlebensraum. Seit jenem Tag hatte sie
ihren Spitznamen weg und war
die «Muttertagsgeiss». So ging
das Jahr für Jahr weiter bis zum
Ende des Langzeitprojekts, als
die Geiss schon um die acht Jahre auf dem Ziemer hatte.
Und wenn sie nicht gestorben
sind, so wandern sie noch heute…
Das ist aber kein Märchen, sondern es sind harte Fakten. Ohne
die Methode der Radiotelemetrie
hätten wir zunächst geglaubt, die
Geiss sei eben sehr heimlich, auf
der nahen Bundesstrasse überfahren worden, dauerhaft abgewan-
dert oder einfach verschwunden.
Bei ihrem Wiederauftauchen im
Herbst hätten wir dann Bauklötze gestaunt. Es war ein äusserst
glücklicher Zufall, dass genau an
jenem eingangs erwähnten Abend
eine Ortungsrunde für Senderrehe angesetzt und mein Kollege so
geistesgegenwärtig und zäh war
(man bedenke: das ging die ganze Nacht hindurch!), sich an die
Schalen jener aufregenden Geiss
zu heften. So konnten wir sogar
dokumentieren, dass sie die weite Strecke auf einmal zurücklegen
konnte und auf welcher Route sie
entlangzog.
Knackpunkt?
Die vorgestellte Rehgeiss unternahm jedenfalls richtige, regelmässige saisonale Wanderungen, wie sie im grossen Massstab
zum Beispiel von Karibus, Wapitis oder, je nach Lebensraum,
auch von Rotwild bekannt sind.
Damit sind wir genau bei einem
der Knackpunkte dieses Themas:
dem Lebensraum. Oder zumin-
Der grösste Teil meiner Bayerwaldrehe wanderte mit Einbruch
des Winters aus den höheren Mittelgebirgslagen in die Täler. Die
Winterstreifgebiete werden von
Jahr zu Jahr meist relativ ortstreu aufgesucht, können aber,
zum Beispiel in besonders harten
Wintern, auch flexibel gewählt
werden. Mit knapp 15 Hektar waren die Winterstreifgebiete deutlich kleiner als während des Sommerhalbjahrs; in schneereicheren
Ecken umfassten sie sogar nur
rund zehn Hektar. Klar: Je mehr
Schnee liegt, desto weniger will
Rehwild sich bewegen, um lebenswichtige Energie zu sparen.
Die Distanz zwischen Sommer- und Winterstreifgebieten
betrug im Mittel rund sechs Kilometer Luftlinie. Die weiteste Strecke zwischen Sommerund Winterhomerange legte mit
fast 17 Kilometern ein zweijähriger Senderbock zurück. Dieser
«Ausreisser» wurde hier bei der
Berechnung der durchschnittlichen Entfernung nicht einbezogen. (Wir werden im zweiten Teil
des Beitrags noch einmal auf ihn
zurückkommen.)
Die Sommerstreifgebiete lagen
durchschnittlich auf rund 900 Metern über Meereshöhe, die Winterstreifgebiete auf rund 750 Metern signifikant tiefer. Und alle an
Hängen mit Süd- oder Südwestexposition. Also nutzt offenbar
auch das Rehwild im Winter die
mehr oder weniger spärliche Sonnen- beziehungsweise Wärmeeinstrahlung so gut es geht (wie zum
Beispiel der Alpensteinbock, sie-
he «Schweizer Jäger» 3/2012).
Im Frühjahr zogen die Wanderer
unter meinen Senderrehen dann
wieder in ihre Sommerstreifgebiete in den Hang- und Hochlagen zurück.
Unten links:
Senderbock der
Autorin. Mit
Einbruch des
Winters zieht
Rehwild häufig
aus den höheren Lagen in die
Täler.
Unten rechts:
Ein Teil des Rehwilds behält im
Winter seinen
Einstand in Hochlagen und trotzt
dort erfolgreich
den harten
Bedingungen.
Auch anders
Interessant ist, dass keineswegs jedes Reh vor dem Winter
in die Täler flüchtet. Es gibt genug Beispiele dafür, dass ein Teil
der Rehe Schnee und Eis trotzt,
sich karge Äsung freischarrt und
(ohne jegliche Form der Winterfütterung) in Hochlagen überdauert. In meinem Untersuchungsgebiet im Bayerischen Wald waren
das die so genannten «Bergfichtenwaldrehe», die wir bis in die
Kammlagen auf etwa 1200 oder
1300 Meter N.N. fährten konnten. Ähnliches berichtet unter anderem auch mein Kollege Ulrich
Wotschikowsky aus seinem Untersuchungsgebiet Hahnebaum in
Südtirol (siehe Foto unten rechts),
in dem das Rehwild bis zur Baumgrenze auf etwa 1700 Meter N.N.
oder sogar darüber vorkam. Und
man denke beim Rotwild an die
eisenharten «Steinhirsche», die
genügsam in den felsigen Hochlagen der Alpen überwintern,
und die meine Kollegin Karoline
Schmidt untersucht hat.
Meine schwanger wandernde Sendergeiss lebte hingegen –
vollkommen anders als die Bayerwaldrehe – auf einem fruchtbaren,
schneearmen Hochplateau der
Schwäbischen Alb in einem rehwildfreundlichen Mix aus Feldern
und Wald auf rund 650 Metern
Schweizer Jäger 6/2012
29
Wildkunde
dest bei dem Punkt, den wir im
Allgemeinen dafür halten…
Bei Rehwild, das im Mitteloder Hochgebirge lebt, machen
saisonale Wanderungen (nach
unseren Massstäben) Sinn und
sind allgemein bekannt. Sie erfolgen vertikal. Im Frühjahr läuft
das Rehwild der Vegetation in die
Hochlagen hinauf hinterher, um
dann dem schwindenden Äsungsangebot vor dem Winter in tiefere Lagen auszuweichen. Das ist
beim Rotwild im Gebirge ähnlich
und ebenso plausibel. Diesen Fall
hatte ich bei einem meiner Rehwildforschungsprojekte im Bayerischen Wald. Jenes Mittelgebirge im Südosten Bayerns kann im
Winter bezüglich der Schneehöhen und anderer Klimafaktoren
durchaus mit einem Hochgebirgslebensraum mithalten.
Bei meinen Senderrehen im
Bayerischen Wald waren die Sommerstreifgebiete mit durchschnittlich knapp 45 Hektar vergleichsweise gross. Das war bedingt
durch die niedrige Rehwilddichte
von etwa acht Stück pro 100 Hektar Wald. Denn Rehe dehnen ihre
Flächen aus, wenn sie Platz haben,
und rücken eng zusammen, wenn
die Bestandsdichte hoch ist. Interessanterweise bestand kein Unterschied der Flächengrössen zwischen Böcken und Geissen. Die
Mädels pickten sich jedoch die
Rosinen aus dem Lebensraumkuchen und verfügten über mehr gute
Äsung. Was ja wegen Trächtigkeit
und Laktation durchaus nachvollziehbar ist. (Siehe auch «Schweizer Jäger» 4 und 5/2010.)
Wildkunde
über Meereshöhe (siehe Foto).
Die Rehwilddichte war dort mit
durch Zähltreiben belegten rund
80 Stück pro 100 Hektar Wald
(nach dem Abernten der Felder)
sehr, aber für Deutschland und
ein solch günstiges Habitat nicht
aussergewöhnlich hoch. Durch
ihr Hin- und Herwandern veränderte die Rehgeiss die Meereshöhe ihrer Sommer- und Winterstreifgebiete überhaupt nicht!
Ihr weit entfernter Sommereinstand lag auf fast exakt der gleichen Meereshöhe wie das Forschungsrevier und befand sich in
einem Wäldchen nahe einer Autobahn. Dem Rehwildkenner erschien es als Habitat weniger
attraktiv. Und doch setzte sie dort
ihre Kitze, verbrachte den Sommer und Herbst «im Exil» und
kehrte immer Anfang/Mitte Dezember bis spätestens Mitte Januar mit ihrem Nachwuchs ins Forschungsrevier zurück.
Kein Einzelfall
Die Wanderlust der Muttertagsgeiss regte uns natürlich zu
den wildesten Spekulationen und
Theorien an. Am wahrscheinlichsten ist folgende: Vermutlich
kehrte die Geiss stets vor dem
Setzen dorthin zurück, wo sie
selbst gesetzt worden war. Später zog sie ihre eigenen Kitze in
dem Gebiet auf, in dem sie ihren ersten Sommer verbracht hatte und das ihr deshalb kitzgerecht
erscheinen mochte. Vielleicht
verband sie damit so etwas wie
«schöne Kindheitserinnerungen».
Danach sind zwei Varianten
plausibel: Entweder wurde sie als
30
Schweizer Jäger 6/2012
Kitz bei Wintereinbruch von ihrer Muttergeiss auf das Gebiet des
späteren Forschungsreviers mitgenommen. Oder sie zog, nachdem ihre Mutter sie abgeschlagen hatte, als Schmalreh fort und
landete dabei in meinem Untersuchungsgebiet. Dort sagten ihr offensichtlich die Verhältnisse im
Winterhalbjahr zu. Aber irgendetwas muss sie dann im Frühjahr,
kurz bevor «ihre Zeit kam», wieder an ihren Geburtsort zurückgezogen haben. Diesen wählte
sie forthin als Sommerresidenz.
Und so blieb sie ein Wanderer
zwischen zwei Welten. Tatsächlich war sie weder von hier noch
von dort abgewandert, denn echte
Abwanderungen erfolgen defintionsgemäss ohne Wiederkehr. Es
lockte in diesem Fall auch kein
Äsungsgradient, wie ihm meine
Senderrehe im Bayerischen Wald
hinterhergelaufen waren. Die regelmässigen saisonalen Wanderungen dieser Rehgeiss müssen
also eher etwas mit individueller
Lebenserfahrung zu tun haben.
Dass dies kein anekdotenhafter Einzelfall ist, wurde nachher
durch eine Reihe weiterer Beispiele bestätigt, unter anderem
von meinem Kollegen John Linnell in Norwegen (Linnell 2007).
Man muss allerdings das Glück
und die Ausdauer haben, ein Senderreh beim Marschieren in flagranti zu erwischen und dranzubleiben. John verfolgte seine
Senderrehe sogar manchmal vom
Boot aus, wenn das ein oder andere sich aus freien Stücken als
Atlantikschwimmer versuchte.
Bei seinen Untersuchungen re-
Untersuchungsgebiet in einem
schneearmen,
rehwildfreundlichen Lebensraum
aus Feldern und
Wald. Trotzdem
wandert Rehwild
auch hier.
gistrierte er nie, dass einjährige
Rehe auf ihren saisonalen Wanderbewegungen von ihren Muttergeissen begleitet worden wären. Sie sind solo unterwegs. John
meint, dass es deshalb kein traditionelles Abwandern auf erlernten
Fernwechseln gewesen sein kann.
Das eine bedingt aber nicht
zwangsläufig das andere. Was,
wenn meine Muttertagsgeiss als
Kitz von ihrer Mutter zumindest
in die eine Richtung mitgenommen worden war, wie sie es später nachweislich mit ihren eigenen Kitzen tat? Denn es ist für ein
Wildtier ein Leichtes, den Rückweg in ein bekanntes Gebiet alleine zu finden. Es könnte also
durchaus sein, dass Rehkitze Mamas Wege abspeichern und es daher so etwas wie tradierte Wechsel oder bevorzugte Fernwechsel
auch beim Rehwild gibt.
Die Muttertagsgeiss und weitere ihrer besenderten Artgenossen sind kleine Beispiele dafür,
was uns Jägern in unserem Revier gegebenenfalls alles entgeht, weil wir nur aufgrund von
Momentaufnahmen des Augenscheins Schlüsse ziehen können.
Selbst Lauschermarken sind nicht
immer hilfreich. Wie oft ist es uns
zum Beispiel schon passiert, dass
wir einen markanten Bock fest
bestätigt hatten und er plötzlich
wie vom Erdboden verschluckt
war! Als Erstes fällt einem da natürlich ein, dass er auf der nächsten gefährlichen Strasse überfahren oder vom Nachbarn erlegt
worden sein könnte. Dabei befindet er sich womöglich nur gerade
beim Pendeln, Wandern oder Abwandern. Rehwild ist zwar sicher
nicht die wanderfreudigste Spezies, aber offenbar doch viel mobiler, als man lange Zeit glaubte.
Lesen Sie mehr darüber im
zweiten Teil des Beitrags in der
nächsten Ausgabe des «Schweizer Jäger» – zum Beispiel über
Tagespensum und Tagespendler,
Langstreckenwanderer und Ausflüge während der Blattzeit.
■
Fortsetzung folgt
Foto: naturpix.ch/Rosa M. Giger
Steinkäfer
Dazu braucht man nur Steine in beliebi
liebiger
Grösse, passende Farben (bevorzug witterungsbeständig) und
nd Pinsel.
Pin
zugt
Wenn Ihr
I tolle Steine gefunden habt, m
müsst Ihr
sie zuerst waschen. Sobald Sie trocken
cken sind,
sin könnt
Ihr sie bemalen, so dass sie wie richtige Marienkäfer
aussehen. Die grundsätzlich fertigen Käfer können
noch nach Belieben mit Fühlern oder Beinen verziert werden.
Toll sehen sie aus, unsere Steinkäfer!
fer! Und sie
bringen nicht nur Glück, sondern
br
n dekorie
dekorierren wunderbar
bar auch
auc Garten, Blumenumen
der Papas Schreibtisch.
töpfe oder
Kinderseite
Die Kinder-Seite im «Schweizer Jäger»
FrechDachs
Hallo Kinder
Marienkäfer sind richtig tolle und schöne Käfer! Sie sind bei uns
Menschen sogar so beliebt, dass wir sie als Symbol für Glück
einsetzen. In der Umgangssprache tragen sie die verschiedensten Kosenamen: Himmel- oder Himmugüegeli,
Himels-Tierli, Herrgotts-Chäferli, Liebgottchäferli,
Heereloobeli, Katriin(e)li,
Chäfertriinli, Anketriinli,
Anketierli, Brunnechüeli,
Meiechüeli, Goldgüegeli
und viele andere. Habt
Ihr diese Namen auch
schon gehört oder kennt Ihr
noch einen anderen Namen?
Die Marienkäfer sind nicht nur
wegen ihrem Aussehen so
beliebt, sondern weil sie für
Gartenbau und Landwirtschaft besonders nützlich sind.
Sie verspeisen nämlich bevorzugt Schädlinge wie Blattläuse.
Die allermeisten Marienkäfer-Arten haben schwarze Punkte auf
ihren Deckflügeln. Es gibt aber auch Käfer mit andersfarbigen
Punkten oder ganz ohne Punkte. Bei uns ist der Siebenpunkt-Marienkäfer die wohl bekannteste Art aus der Familie der Marienkäfer.
Euer Frechdachs
Hast Du schon
gewusst, dass….
…die Anzahl der Punkte nichts mit
dem Alter des Marienkäfers zu tun
hat?
Alle Marienkäfer mit der gleichen
Punktezahl gehören zu einer Familie.
Die kleinen Marienkäfer haben also von
Anfang an die gleiche Anzahl von Punkten auf ihren Flügeln, die sie später auch
als erwachsene Marienkäfer haben.
Impressum:
«Schweizer Jäger», Redaktion Frechdachs
Nina Hemmi
Parschientschstrasse 12, 7212 Seewis Dorf
Tel. 081 325 22 71, [email protected]
Illustrationen: Doris Lecher
menge Colin Em
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chen Dank
Vielen herzli
wir freuen
lieber Colin,
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uns auch jed
Hinweis:
Wir veröffentlichen monatlich Zeichnungen
und Bilder unserer Frechdachs-Leser! Schickt
uns diese doch bitte an die FrechdachsRedaktion (Adresse links).
Schweizer Jäger 6/2012
2/2012
4/2012
57
27
31
Jahresberichte
JAHRESBERICHTE
der Sektionen
Die Juniausgabe ist zum einen die Ausgabe, in welcher wir anlässlich der
DV in Pruntrut den Jura vorstellen und zum anderen die Jahresberichte
der Kantonalpräsidenten veröffentlichen. Damit bieten wir aktuell zur DV
von JagdSchweiz hin eine Übersicht über die Aktivitäten in den einzelnen
Kantonen. Die Redaktion bedankt sich an dieser Stelle beim SPW und seinen Mitgliedern für die angenehme und unterstützende Mitarbeit.
Kant. Patentjägerverein
Appenzell A.Rh.
AR
Bereits zum zweiten Mal habe ich
die Aufgabe, über ein Vereinsjahr zu
berichten. Auch mein zweites Präsidialjahr Jahr habe ich als insgesamt ruhig
erlebt, vor allem auch deshalb, weil die
Jagd unfallfrei verlief. Ich danke allen,
die mit ihrem weidgerechten, vorsichtigen Verhalten zu diesem erfreulichen
Fazit beigetragen haben.
Jagdverlauf 2011
Zu detaillierten Informationen
über den Jagdverlauf verweise ich auf
den Bericht des kantonalen Hegechefs
sowie des Hochjagdvereins.
Rückblick auf die HV 2011
Am Schluss der HV 2011 äusserte sich Christian Graf über den Jagdschiessstand hintere Au. Er griff die
Bewilligungsbehörden frontal an und
monierte, dass die Eingangssituation,
wie sie bei der Erstellung des Jagdschiessstandes etabliert wurde, aus
seiner Sicht allen Sicherheitsbestimmungen, die er kenne, widerspreche.
Schon vor einigen Jahren habe er auf
diesen Missstand aufmerksam gemacht, ohne dass darauf eingetreten
worden sei. Ich versprach ihm, die Sache im Zusammenhang mit dem notwendig werdenden Ersatz der elektronischen Trefferanzeige-Anlage zu
überprüfen.
Die Abklärungen der für die anstehenden Veränderungen eingesetzten Kommission haben ergeben, dass
eine Verlegung des Einganges ein
baulicher Eingriff in einer Grössenordnung wäre, die den Rahmen einer
normalen Sanierung übersteigen würde und Kredite in einer Höhe beanspruchen würde, die wahrscheinlich
einen Kantonsratsbeschluss notwendig machen würden.
32
Schweizer Jäger 6/2012
Nach nochmaliger Beurteilung
der Sicherheitssituation durch den
eidg. Schiessoffizier und den für die
Waffenplätze verantwortlichen Offizier im VBS wurde uns bestätigt, dass
die Sicherheit in unserem Jagdschiessstand als gewährleistet betrachtet werden darf.
Hegetätigkeit
Ich verweise auf die wie gewohnt
wertvollen und fundierten Ausführungen des kantonalen Hegechefs Michael Künzler sowie der vier Hegeringobmänner. Auch sie verdienen höchsten
Respekt und unsere uneingeschränkte Unterstützung für ihre wichtige und
öffentlichkeitswirksame Tätigkeit.
Die Hegeorganisation unseres Vereins ist mit der Unterstützung durch
die Mitglieder zufrieden. Es ist mir
darum ein Bedürfnis, allen, die Hegearbeit geleistet haben, für ihren Einsatz herzlich zu danken.
Schiesswesen
Schützenmeister René Frischknecht und sein Team bieten uns sowohl an dem gut besuchten Übungsschiessen, wie auch am leider weniger
gut besuchten kantonalen Jagdschiessen alles, was des Jagdschützen Herz
begehrt. Dafür gebührt ihnen allen
Dank und Anerkennung.
Das kantonale Jagdschiessen hätte mehr Beteiligung von den Mitgliedern unseres Vereins verdient. Nicht
jeder hat die Fertigkeit, um den Titel
oder die grössten Preise mitkämpfen
zu können. Aber gerade auch aus Respekt gegenüber dem unermüdlichen
Einsatz des Standteams und dem Team
der Festwirtschaft würde es den Mitgliedern gut anstehen, hier etwas mehr
Engagement zu zeigen.
Die elektronische Trefferanzeigeanlage ist in die Jahre gekommen.
Ab 2013 sind für unsere Anlagen keine Ersatzteile mehr erhältlich. Verdankenswerterweise hat sich Ehrenmitglied Ernst Menet zur Verfügung
gestellt eine Arbeitsgruppe zu leiten,
die sich mit allen Fragen um die Erneuerung der Trefferanzeige und weitere anstehende Probleme um unsere
Schiessanlage kümmern soll. Er wird
an der HV über den Stand der Abklärungen informieren und, wenn es dann
schon so weit ist, einen entsprechenden Antrag unterbreiten.
Aus- und Weiterbildung
Ausbildungschef Hans Baldegger und sein Team organisierten am
Samstag, 20. August 2011, im Saal
der Brauerei Stein und im Gelände
darum herum einen interessanten Ausbildungsnachmittag. Ihr Einsatz wurde leider nur mässig belohnt, trotz offeriertem Aser hielt sich das Interesse
in beschämend engem Rahmen. Es ist
unverständlich und für alle Engagierten demotivierend, dass an solchen Tagen nur relativ wenige Jäger und erst
noch immer die gleichen, den Weg an
solche Veranstaltungen finden. Seid so
gut und springt über euren Schatten.
Ihr werdet sehen, wie gut eine Repetition dessen, was man vermeintlich
weiss, jedem tut.
Öffentlichkeitsarbeit
Dank der Tätigkeit unseres Pressechefs Hans Hürlemann sind unsere
Aktivitäten sowohl in der Tages- wie
auch in der Fachpresse gut dargestellt.
Herzlichen Dank.
Meistens im Herbst sind wir jeweils auch der Tagespresse, in unserem Fall der «Appenzeller Zeitung»,
einen Artikel wert. Sie suchen sich
meistens selbständig jemanden aus,
den sie dann begleiten und darüber berichten. Es ist wichtig, dass entsprechende Anfragen positiv beantwortet
werden.
Im letzten Jahr fand ein klassischer
Öffentlichkeitsanlass der Jägerschaft
am 30. Oktober statt. Unsere Jagdhornbläsergruppe «Waldkauz» organisierte in Zusammenarbeit mit Pfarrer
Harald Greve, Schönengrund, in der
ev. Kirche eine Bläsermesse. Unser
Hegechef Michael Künzler gestaltete
den Gottesdienst mit. Die Kirche war
bis auf den letzten Platz gefüllt und
der Gottesdienst war beste Öffentlichkeitsarbeit.
Im Anschluss an den Gottesdienst
organisierte unser Mitglied Kurt Sturzenegger eine Jägerchilbi. Die Voraussetzungen für einen besinnlichen Anlass und ein gemütliches Stelldichein
waren ideal. Auch das Wetter spielte mit. Neben den Bläsern und ihren
Familien fand es kaum eine Handvoll
Mitglieder unseres Vereins für notwendig, diesen Anlass zu besuchen.
Wirklich sehr schade! Und es ist wie
immer, und das ist tröstlich: Die Abwesenden haben Unrecht, denn sie
haben einen eindrücklichen Gottesdienst mit einem uns sehr wohl gesinnten Pfarrer und einem Hegechef
in Bestform verpasst, ganz zu schweigen von den zu Herzen gehenden Melodien, die von unseren Jagdhornbläsern gespielt wurden.
Kantonale Jagdkommission
An zwei Sitzungen wurden die anstehenden Geschäfte behandelt. In der
Rückschau auf die Hochjagd 2011 ortete die Kantonale Jagdkommission
Handlungsbedarf bei der Bejagung
des Rotwilds. Es wurde beschlossen,
eine Arbeitsgruppe einzuberufen, die
die heutige Durchführung der Rotwildjagd hinterfragen und nach Alternativen suchen soll, gemeinsam mit
dem Vorstand des Hochjagdvereins.
Über das Ergebnis dieser Arbeit wird
der Hochjagdverein an seiner Hauptversammlung diskutieren können. Es
wird wahrscheinlich auch Thema an
unserer kantonalen Hauptversammlung sein.
Mitgliedermutationen
Kurz vor der letzten HV ist Niklaus Dörig in die ewigen Jagdgründe
abberufen worden. Infolge Kommunikationsproblemen lag es zeitlich nicht
mehr drin, eine Todesanzeige zu publizieren. Es waren deshalb nur vereinzelte Jäger aus unserem Verein an der
Abdankung anwesend.
Im vergangenen November ist
Hermann Lindemann, Rorschach,
in die ewigen Jagdgründe abberufen
worden. Eine kleine Anzahl Jäger aus
unserem Verein verabschiedete sich
von Hermann auf dem Friedhof in
Rorschach.
Ich wünsche den beiden Verstorbenen an dieser Stelle Weidmannsruh.
Im Laufe des Jahres hat Willi Buff
sen., Waldstatt, seinen Austritt aus
dem kantonalen Patentjägerverein erklärt. Ich danke dem Austretenden für
die langjährige Mitgliedschaft und das
Engagement für unseren Verein und
die Ausserrhoder Jagd.
Wildruhezonen
Im Spätherbst 2011 konnten an
den neuralgischen Punkten Informationstafeln über das Verhalten in Wildruhezonen aufgestellt werden. Die
Einhaltung der entsprechenden Vorschriften soll den Ansprechgruppen
weitgehend durch Information und
Motivation zu wildgerechtem Verhalten beigebracht werden und nicht
durch das Verteilen von Bussen.
SPW und JagdSchweiz
Am Samstag, 14. Mai 2011, fand
in Brunnen die 3. Delegiertenversammlung von JagdSchweiz statt. Unsere Aktuarin begleitete mich an diese
Veranstaltung, an der der neu formierte Vorstand über die Zielsetzungen
seiner Tätigkeit orientierte. Einmal
mehr wurde die Wichtigkeit der Kontaktpflege zu den Jägern im Eidgenössischen Parlament betont. Diese Verbindung ist ein wichtiges Instrument
Einfluss zu nehmen und bei Gesetzgebungsvorlagen in einem frühen Stadium mitgestalten zu können. Wichtigster Erfolg im letzten Jahr war, dass
auf Bundesebene nur die Jagdverordnung und nicht das Jagdgesetz revidiert wird. Die Schutzorganisationen
hätten es lieber anders gehabt.
Im Jahr 2013 werden Diskussionen stattfinden zur Finanzierung der
Verbandstätigkeit. Um auf ähnlicher
«Flughöhe» Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit betreiben zu können wie
die Schutzorganisationen, werden
wir nicht um Beitragserhöhungen herumkommen. In der Jagdpresse ist
die schon fast legendäre «HalbliterDiskussion» in vollem Gang. JagdSchweiz will sich vor dieser Diskussion so in Form bringen, dass die
Wahrnehmung ihres Wirkens stärker
wahrgenommen wird.
Der Schweizerische Patentjägerund Wildschutzverband SPW besteht
nur noch, um das Verlagsrecht am
«Schweizer Jäger» zu nutzen. Einziges Organ ist die Präsidentenkonferenz, die einmal jährlich stattfindet
und neben der Berichterstattung vor
allem auch der Kontaktpflege unter
den Patentkantonen dient. Diese Veranstaltung fand am 19./20. Februar
2011 in Davos statt.
Der SPW liefert aus dem Verlagsrecht «Schweizer Jäger» alljährlich Fr.
3.–/Mitglied den Kantonalsektionen
ab, für unseren Verein immerhin 513
Franken. Damit diese Beiträge möglichst lang ausbezahlt werden können,
wäre es wichtig, wenn möglichst viele unserer Mitglieder den «Schweizer
Jäger» abonnieren.
Eidg. Waffenschutzinitiative
Am 13. Februar 2011 war das
Schweizervolk aufgerufen, über die
Waffenschutzinitiative zu entscheiden. Von Jägerseite bestanden erhebliche Befürchtungen über neue Vorschriften und Einschränkungen, die
uns bei Annahme der Initiative erwartet hätten. Die Jägerschaft engagierte sich deshalb auch finanziell stark.
Schlussendlich kostete der Einsatz Fr.
7.50/Jäger oder Fr. 93 030.– für den
ganzen SPW. Der SPW finanzierte
diesen Betrag für alle Patentjäger aus
seinem Vermögen. Die Initiative wurde mit 56,3% Nein-Stimmen deutlicher als erwartet abgelehnt. Herzlichen Dank an alle, die sich in dieser
Sache engagiert haben.
Dank
Zum Schluss danke ich all jenen,
die ich im Bericht bisher noch nicht
erwähnt habe. Es geht vor allem um
diejenigen, die sich von Berufes wegen mit der Jagd und uns Jägern befassen müssen oder dürfen. Es sind dies:
der Jagdverwalter Willi Moesch, unser
oberster Jagdherr Landammann Hans
Diem, sowie der kantonale Wildhüter
Roland Guntli. Es ist wichtig und hilfreich, wenn die Zusammenarbeit reibungslos und fruchtbar ist. Ich durfte feststellen, dass das der Fall ist und
dass die Bereitschaft gross ist, Lösungen zu finden, die für beide Seiten stimmen.
Weiter danke ich allen Forstverantwortlichen sowie allen Menschen, die
sich mit uns zusammen für Wald und
Wild engagieren. Ich freue mich, die
Zusammenarbeit in dieser guten Atmosphäre fortsetzen zu dürfen.
Mit Weimannsdank und viel
Jeger’s Gfell für alle
Stefan Frischknecht, Präsident
Kant. Patentjägerverein
Appenzell I.Rh.
AI
Die Hauptversammlung am 2. Juni
2011 wurde bei frühlingshaften Temperaturen im Rest. Eggli abgehalten.
Wir konnten zehn Jungjäger begrüssen, die im Mai die Jägerprüfung mit
Erfolg bestanden haben. Sie brachten
der Versammlung gleich auch noch einen musikalischen Gruss mit.
Da das Wetter im März und April
sehr schön war, wurden die Jäger und
Jungjäger schon anfangs Mai für die
Rehkitzrettung aufgeboten. Viele Jäger besuchten die Milchzentralen und
machten die Bauern auf die kommende Rehkitzrettung aufmerksam. An
dieser Stelle herzlichen Dank allen Jägern, Jungjägern und Landwirten die
dazu beigetragen haben, einige Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren.
fenhandhabung begonnen. Im kommenden August wird die praktische
Schiessprüfung abgehalten. Es ist eine
flotte Truppe junger Männer, die sich
gegenseitig akzeptieren und ihre Aufgaben wahrnehmen. Allen Ausbildnern herzlichen Dank.
Jungjäger des Lehrganges
2012–2014
Unter der Leitung des Hegeobmanns und weiterer Instruktoren geniessen zurzeit zwölf Jungjäger die
Ausbildung zum Jäger.
Schon einige Hegeeinsätze konnten sie tätigen (Einbinden von Jungbäumen, Einzelschütze, usw.).
Anfangs April hat Hansi Dörig mit
der Ausbildung Schiessen und Waf-
Jagdschiessen
Das obligatorische Jagdschiessen
fand am Freitag/ Samstag, 19./20. August statt. Alle Innerrhoder Jäger, die
sich zur Jagd 2011 angemeldet hatten,
erfüllten die Mindestpunktzahl beim
Kugel- und Schrotprogramm und
durften somit dem Weidwerk auf ein
Neues frönen.
Danke an den Standchef Kurt Zeller und seine Helfer für den reibungs-
Jägermesse Neuenalpkapelle
Eggerstanden
Im Juni organisierte der Patentjägerverein zusammen mit der Jagdhornbläsergruppe Freiheit die Jägermesse in der Neuenalpkapelle. Michel
Corminboeuf gestaltete einen Gottesdienst, welcher musikalisch von den
Jagdhornbläsern umrahmt wurde. Für
das leibliche Wohl sorgten Jäger des
Vereins. Weidmannsdank.
Schweizer Jäger 6/2012
33
Jahresberichte
Vorstandstätigkeit
An den Vorstandssitzungen wurden die anstehenden Probleme eingehend diskutiert. Es ist mir ein grosses
Anliegen, meiner Kollegin und meinen Kollegen für ihre Unterstützung
herzlich zu danken. Nur weil jede und
jeder die Aufgaben seines Ressorts
mit Engagement angeht und erledigt,
ist auch das Präsidium ein Job, der
mach- und tragbar ist.
Zu diskutieren gab vor allem die
Vertretung der Jägerschaft in der Jagdkommission. Der kantonale Patentjägerverein hat ein Vorschlagsrecht für
drei Sitze. Gesetzt sind der Präsident
und der kantonale Hegechef, der dritte Sitz wird heute von Häsi Zellweger, Teufen, besetzt. Der Vorstand hat
beschlossen, dass nach dem Rücktritt
von Häsi Zellweger im nächsten Frühjahr der dritte Sitz dem Hochjagdverein zustehen soll, dessen HV dann
eine Nomination zuhanden des Regierungsrates machen muss.
Jahresberichte
losen und unfallfreien Verlauf des
Jagdschiessens. Ein Dank gebührt
auch den Wirtsleuten Astrid und Emil
vom Restaurant Eggli für die Bewirtung und Gastfreundschaft während
diesem Anlass.
Gämsjagd
Einem wildfreundlichen Winter
folgte ein idealer Übergang in den
Frühling, welcher kaum Abgänge bewirkte. Sehr erfreulich ist, dass fast
alle Kitze überlebten.
Man stellt fest, dass sich der gesamte Bestand nur langsam erholt.
Um die Bestandeszunahme zu fördern,
wurde ein schonender und gezielter
Abschuss von 36 Gämsen bewilligt (20
Böcke und 16 Geissen). Dazu kamen
33 Rehe (12 Böcke, 12 Geissen und 1
Kitz) im Hochwildjagdgebiet als Kompensation für den reduzierten Gämsabschuss. Die Gämsgeissen waren wieder erst ab dem Alter 4+ jagdbar. Der
Gämsabschuss wurde wie folgt getätigt: 20 Böcke, 9 Geissen.
Ordentliche Rotwildjagd
Beim Rotwild wurde anhand von
verschiedenen Zählungen im Frühling
keine Bestandesabnahme gegenüber
dem Vorjahr nachgewiesen.
BE
Steinbockjagd
Am 2. September erlegte Markus
Koster einen Steinbock der Altersklasse 9+. Ich wünsche dem Steinbockjäger Markus Weidmannsheil zu seinem
Abschuss.
Reh-Niederwildjagd
Der vergangene Winter hatte positive Auswirkungen auf die Bestandesentwicklung bei den Rehen. Wie
in den Vorjahren erfasste man durch
Nachttaxation den Bestandestrend.
Die Abschussplanung sah pro Jäger
zwei Rehe vor. Mit dem jagdlichen
Abgang von total 194 Rehen (Hochund Niederwildjagdgebiete: 63 Kitze, 71 Böcke und 60 Geissen) erfüllte
man den geplanten Abschuss zu 98%.
Der Fallwildanteil hat gegenüber dem
Vorjahr abgenommen und beträgt 68
Stück.
Gamszählung
Am 18. Oktober konnten bei idealen Bedingungen mit der bewährten
Zählmethode 520 Stück Gämswild erfasst werden. Die gewünschte Bestandesgrösse scheint somit bald wieder
erreicht zu sein. Zurzeit ist der Anteil
an Jungtieren sehr gross.
Jägerhock
Am Samstag des letzten Rehjagdtages fand der Jägerhock im Restaurant Rose in Rinkenbach bei guter Beteiligung statt. Bei gemütlicher
Stimmung genossen wir einen feinen Aser. Unser Standchef Kurt Zeller führte das Rangverlesen des
Jagdschiessens durch. Schützenkönig
wurde Hans Steuble. Herzliche Gratulation! Die Dekoration am Jägerhock
organisierte der Hegeobmann Christof
Inauen. Weidmannsdank!
Rotwild-Nachjagd
Zur Rotwild-Nachjagd kann man
nur sagen: Grosser Aufwand – tiefer
Ertrag.
In der ersten Nachjagdperiode
konnte in zwei Wochen nur ein Kalb,
und in der zweiten Periode ebenfalls
in zwei Wochen nur ein Kalb und eine
Kuh erlegt werden. Die ungünstigen
Wetterverhältnisse haben zum geringen Abschuss beigetragen; zu Beginn
wunderschönes Wanderwetter, dann
Schnee, Nebel und Sturm.
Rotwild-Jagdstrecke 2011: Total:
48 Stück (ordentliche Jagd Weissbachtal: 30 Stück, ordentliche Jagd
Eggerstanden: 11 Stück, Nachjagd
Weissbachtal: 3 Stück.
Fallwild: 1, Abgänge Banngebiet:
3 Stück.
Vorstandstätigkeit und Diverses
Der Vorstand traf sich vier Mal zu
seinen Sitzungen.
Im vergangenen Jahr mussten wir
von unseren Weidkameraden Chläus
Dörig, Peter Bucheli und Wisi Fässler Abschied nehmen. Ich entbiete den
Kollegen Weidmannsruh. Mögen sie
in Frieden ruhen!
Für die gute Zusammenarbeit danke ich allen und freue mich auf ein
neues, interessantes Vereinsjahr.
Weidmannsdank und Weidmannsheil !
Fabian Dörig, Präsident
Berner
Jägerverband BEJV
Bei einem Jahresrückblick ist man
oft versucht, erst einmal zu fragen,
war es ein «ruhiges» Jahr oder waren
viele sogenannte Höhepunkte – neudeutsch Highlights – zu verzeichnen?
Unmittelbar dazu gesellt sich dann die
Frage, ob eher ein ruhiges Jahr ein gutes Verbandsjahr ist oder ob es doch
Pauken und Trompeten braucht, damit
das Jahr einen besonderen Stellenwert bei der Rückschau erhält. Aus der
Sicht des Präsidenten halte ich es wie
mit der Jagd: Es soll und muss zwar
hie und da knallen und auch der Hörnerklang und das Hundegeläut dürfen
nicht fehlen, aber unter dem Strich haben Ruhe und Stille eine ganz zentrale
Bedeutung bei der Ausübung der Jagd.
So gesehen, kann das abgelaufene
Jahr als ein gefreutes betrachtet werden, da sowohl im gesellschaftlichen
und politischen Umfeld der Jagd als
auch innerhalb des Verbandes sich die
Nebengeräusche im Rahmen hielten,
viele im Stillen gearbeitet haben und
damit auch viel erreicht haben. Das
ist nicht selbstverständlich, hatten wir
doch auch heuer wieder ein paar Verordnungsänderungen zu gewärtigen,
von denen die Erleichterungen bei der
Bejagung von Hirschkühen am meisten zu reden gab. Es darf gesagt werden, dass unsere Mitglieder mit der
neuen Regelung umzugehen wussten
und so dazu beigetragen haben, die
Ziele der Rotwildjagd knapp zu erreichen. Viel Arbeit steckte auch hinter
der Vorbereitung der obligatorischen
Schiessübung. Ich bin überzeugt, dass
wir sowohl in den Verhandlungen wie
auch in der Vernehmlassung das best-
34
Die ordentliche Jagd verlief mit
dem Abgang von 30 Stück Rotwild
im Weissbachtal sehr positiv, im Gebiet Eggerstanden wurden 11 Stück
Rotwild erlegt.
Im Weissbachtal 7 Kälber, 5
Schmaltiere, 5 Kühe, 8 Spiesser und 5
Stiere und in Eggerstanden 3 Schmaltiere, 1 Kuh, 3 Spiesser und 4 Stiere.
Schweizer Jäger 6/2012
mögliche herausgeholt haben und mit
der ab jetzt geltenden Regelung dieses
Übungsobligatorium praxistauglich
umsetzen können. Probleme mit dem
Absolvieren dieser Übung hat nur, wer
bis jetzt zwischen Jagdende und Beginn der neuen Jagd nicht ein einziges Mal seine Waffen im Schiessstand
getestet hat. Ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten für ihre Mitarbeit.
Andere Projekte, wie zum Beispiel ein
zentrales Adressenmanagement sind
in Arbeit. Es soll zum einen den Vereinen die Arbeit erleichtern und zum
anderen dem Verband auch ermöglichen, in dringenden Angelegenheiten
so rasch wie möglich informieren und
mobilisieren zu können.
Schnelle und umfassende Information werden heutzutage von einem
Verband zu recht erwartet. Dazu gehört das Beantworten einer stattlichen
Anzahl von Medienanfragen während
des ganzen Jahres sowie das Bewirtschaften einer Homepage, die aktuell ist und den Besuchern weiterhilft.
Dazu wurden sämtliche Inhalte überarbeitet, das Navigationskonzept erneuert und alle Rubriken konsequent
ins Französische übersetzt. Überarbeitet haben wir auch den Auszug aus den
Jagdvorschriften und in Form einer
neuen, roten Auflage allen Vereinen
zuhanden der Mitglieder zugestellt.
Zu den präsidialen Pflichten gehört die Teilnahme an den Konferenzen von JagdSchweiz und des SPW.
Bei diesen Gelegenheiten sowie bei
anderen Treffen und Zusammenkünften mit Behörden und Verbänden bietet sich jeweils Gelegenheit, die An-
liegen und die Standpunkte des BEJV
einzubringen.
Noch wichtiger war mir aber in
diesem Jahr, sämtliche Ausbildungsmodule und einige Hundeprüfungen
zu besuchen, um dabei feststellen zu
können, dass hier ein grosser Aufwand
betrieben wird, der sich lohnt: Es ist
eindrücklich, was den Jungjägerinnen
und Jungjägern und Teilnehmenden
geboten wird.
Schlussendlich kann ein Verband
nur funktionieren, wenn auch das
«Rückwärtige» klappt. Hier darf gesagt werden, dass sich die Verkleinerung des Vorstands und die Einfüh-
rung einer Geschäftsstelle bewährt
haben. Die Geschäfte werden effizient abgewickelt und der Service für
die Mitglieder stimmt. Dafür danke ich allen Beteiligten – im Wissen,
dass wir immer noch ein bisschen besser werden können und dass sowohl in
ruhigen wie in unruhigen Jahren die
Arbeit für die Berner Jagd nie ausgehen wird!
Lorenz Hess, Präsident BEJV
Freiburger
Jägerverband
Am 3. März fand in Ependes
(Saanebezirk) die jährliche Delegiertenversammlung des Freiburger Jägerverbands statt. Nach der Begrüssung
der sehr zahlreich erschienenen Ehrengäste, unter ihnen die neu gewählte Staatsrätin Marie Garnier, die Grossratspräsidentin Gabrielle Bourquet,
der Oberamtmann des Saanebezirks
Charles-Alex Ridoré und auch Adrian
Zumstein von JagdSchweiz, und nach
den Berichten der Ständigen Kommissionen erstattete Präsident Bruno Fasel
den Delegierten seinen Jahresbericht:
Allgemein
2011 war das Internationale Jahr
des Waldes. Dabei wurde allen Jägern und der ganzen Bevölkerung die
grosse Bedeutung des Waldes ins Bewusstsein gerückt.
Auf der einen Seite dient der Wald
dem Schutz und der Erholung. Er hat
auch eine grosse wirtschaftliche Bedeutung. Aber für uns Jäger ist der
Wald (das Waldbiotop) vor allem Lebensraum für Wildtiere, für die Reh-,
Gäms- und Hirschpopulationen. Diese werden durch natürliche Feinde und
durch die Jagd im Gleichgewicht gehalten, so dass der Jungwald intakte
Überlebenschancen hat.
Es kommt daher nicht von ungefähr, das am 16. Juni 2011 – im Jahr
des Waldes – der Ständerat die Vorlage «Die Flexibilisierung der Waldflächenpolitik» traktandierte. Für uns Jäger und die Jagd bringt diese Vorlage
mehr Nachteile als Vorteile, vor allem
auch für das heimische Wild. Deshalb
hat JagdSchweiz reagiert und am 25.
Juni 2011 Stellung genommen. Der
Lebensraum Wald und die Waldränder sollen aufgewertet werden.
Rückblick
Das vergangene Vereinsjahr war
für uns Jäger ein markantes, ein wichtiges Jahr. Mit einem klaren Abstimmungsverhältnis von 57 Ja- zu 43
Nein-Stimmen wurde die Waffeninitiative am 13. Februar verworfen. Das
Waffenrecht wurde trotzdem weiter verschärft. Der Kampf um unsere Waffen und um den Waffenbesitz
wird nicht aufhören und muss weitergehen. Deshalb fordere ich Sie alle
auf: Bleiben wir auf der Hut, bleiben
wir wachsam!
Mitte Mai wurde unser Verband
mit der Vernehmlassung zur Revision der eidgenössischen Jagdverord-
nung konfrontiert Dabei geht es um
die Baujagd, den Gebrauch von Kommunikationsgeräten, die Wasservögel,
die Schonzeiten für Wildschweine, um
die Kormorane, die Rabenkrähen und
die Wildruhezonen. Die Kantone werden verpflichtet, hier eine Lösung für
die Natur herbeizuführen, und zwar
im Einklang und im Gespräch mit den
verschiedenen interessierten Partnern.
Einen grossen Zeitaufwand erforderten die Behandlung und die
Gespräche über die neue 3-Jahresplanung 2012–2014, auf die wir im
Traktandum 10 noch zu sprechen
kommen werden. Die verschiedenen
Kommissionen, der Kantonalvorstand,
die Arbeitsgruppe für die Zusammenarbeit mit dem Amt haben eine sehr
grosse Vorarbeit für die Konsultativkommission und als Grundlage für
den Entscheid des Staatsrates geleistet. Dafür gebührt allen, die mitgewirkt haben, bester Dank und grosse
Anerkennung. Aber auch hier gilt die
Alltagsweisheit: «Es allen recht machen, ist ein unmöglich Ding!»
Zwei grosse Probleme, die uns
weiterhin beschäftigen, sind die
Luchspopulation und das Vorkommen des Wolfes in unserem Freiburgerland. Hier muss nach Lösungen
gesucht werden, nachdem der Nationalrat und der Ständerat die Regulation dieser Grossraubtiere den Kantonen übertragen haben, natürlich nicht
ohne Rücksprache im einzelnen Fall
mit dem zuständigen Bundesamt. Hier
hoffe ich auf eine zielgerichtete, konsequente und vernünftige Zusammenarbeit mit allen Partnern, zu Gunsten
von Mensch und Tier.
Das Pilotprojekt «Zusammenarbeitsvereinbarung» zwischen der Jägerschaft und dem Amt, das am 23.
Februar vom Staatsrat unterschrieben
worden ist, ist auf gutem Weg. Dies
konnten wir vom Amt erfahren. Sie
spielte schon eine Rolle z.B. bei der
Regulationsjagd auf das Wildschwein.
Sicher braucht es noch eine gewisse
Zeit der Gewöhnung und vor allem gegenseitiges Vertrauen und gegenseitige partnerschaftliche Anerkennung.
Nach Ableistung des obligatorischen Trainingsschiessens haben 758
Jäger/innen die Jagd 2011/2012 gelöst, davon:
336 das A-Permis, 697 das B-Permis, 133 den Hirsch, 104 das Permis
C, 547 das D-Permis, 33 das E-Permis, 5 das Permis Kormoran, 1 das F-
Ausblick
Um geordnet und mit Umsicht
die Zukunft der Freiburger Jagd und
der Freiburger Jägerschaft sichern zu
können, müssen nachfolgende 5 Ziele angegangen und auch erreicht werden. Dies verlangt von allen eine volle Unterstützung!
Die fünf Ziele:
1. Weiterführung und Vertiefung der
Umsetzung der Zusammenarbeits-
2.
3.
4.
5.
vereinbarung zwischen dem Amt
für Wald, Wild und Fischerei und
dem Verband der Freiburger Jäger.
Respektierung der Inkraftsetzung
der neuen Jagdverordnung 2012–
2014.
Integrierung der Jungjäger/innen
in den Sektionen; denn sie sind die
Freiburger Jäger von Morgen!
Umsetzung und Verstärkung der
Zusammenarbeit gemäss unseren
Statuten zwischen den Kommissionen, den Sektionen, dem Büro
und dem Vorstand, dies vor allem
im Informations- und Kommunikationsbereich.
Gegenseitiges Respektieren der
Weidmannsgrundsätze vor, während und auch ausserhalb der Jagdsaison.
Schlusswort und Dank
Danken möchte ich allen Jägerinnen und Jägern, die sich zum Wohle
der Freiburger Jagd, bei den Hegearbeiten, bei Kitzrettungen und allgemein für das Wild und die Fauna insgesamt einsetzen und weiterhin sich
zu Verfügung stellen!
Meinen besten Dank richte ich an
den ehemaligen Staatsrat Pascal Corminboeuf, an den Amtsvorsteher Walter Schwab, an den kantonalen Jagdaufseher Roman Eyholzer, an die
Wildhut, an alle Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter im Amt für die grosse Unterstützung und die Zusammenarbeit,
vor allem an Roman Eyholzer für das
gegenseitige Vertrauen, die Bereitschaft zum offenen Gespräch und das
stets «offene Ohr» für unsere Anliegen.
Ein spezieller Dank allen Mitgliedern in den Kommissionen und
dem Vorstand, meinen Kameraden
im Büro, sowie an die beiden Presseverantwortlichen, Paul Duchein
für die Artikel in der «Chasse et Nature» und Edgar Marsch für die zwei
Hauptartikel und die 22 Beiträge im
«Schweizer Jäger». Damit ist der Verband der Freiburger Jäger in der ganzen Schweiz präsent. Für all die geleistete Arbeit von allen Kameraden
ein grosses Merci, denn ohne ihre Unterstützung wäre es mir nicht möglich unseren Verband zu führen, dafür
nochmals meinen besten Dank.
Danken möchte ich euch, liebe
Jägerinnen und Jäger, für das Vertrauen gegenüber dem Vorstand, dem
Büro und vor allem gegenüber mir.
Ich weiss: Allen kann man es nicht
recht machen, aber die Verantwortlichen und ich, wir versuchen das Beste zu geben. Kritisieren ist einfach, es
besser machen, das ist etwas anderes!
Liebe Jägerinnen und Jäger, gemeinsam und gezielt wollen wir unsere Passion aufrecht erhalten, indem
wir das Gleichgewicht von Mensch,
Natur und Tier nachhaltig und respektvoll wahren. Peter Salm sagte: «Weil
wir aus dem Wild und aus seinem Lebensraum Nutzen und Freude ziehen,
sind wir als Jäger weit mehr verantwortlich als irgendeine andere soziale Gruppierung». Es lebe die Freiburger Jagd.
Bruno Fasel, Präsident
Schweizer Jäger 6/2012
35
Jahresberichte
FR
Permis, 3 das G-Permis und 14 das HPermis.
Dank Disziplin und weidmännischem Jagen haben sich keine nennenswerten Unfälle ereignet. Die Zusammenarbeit mit der Wildhut war
einvernehmlich und insgesamt sehr
gut. Es konnten 3 Steinböcke, 323
Gämse/86%, 1474 Rehe/98% und
24 Hirsche/100% (mit andern Worten 18,8% Jagderfolg im Verhältnis
zur Anzahl der gelösten Hirsch-Permis) erlegt werden. Somit können
wir zusammenfassend sagen, dass die
Herbstjagd ein Erfolg für die Jäger
Freiburgs war.
Was uns mehr zu denken gibt, sind
die Anzahl der 1807 Unfalltiere, darunter 586 Rehe, 34 Gämsen, 5 Hirsche, 4 Steinböcke, 31 Hasen, 25
Wildschweine, 852 Füchse und 270
Dachse. Hier ist es an der Hegekommission, mit den Sektionen, dem Amt
und dem Strassen- und Brückendepartement, nach Lösungen zu suchen. Die
ersten Pilotversuche sind im Gange,
und wir versprechen uns hier, in den
nächsten Jahren gute, gangbare und
wirksame Lösungen zu finden, welche die hohen Fallwildzahlen nachhaltig mindern werden.
Von den 7 gesteckten Zielen konnten dank grossem Arbeitseinsatz von
meinen Kameraden im Büro, den
Presseverantwortlichen, den Vorständen in den Sektionen, den Kommissionsmitgliedern mit ihren Präsidenten, sowie dem Amt (Sektor Jagd),
vor allem dem kantonalen Jagdaufseher Roman Eyholzer und der Wildhut und nicht zuletzt auch durch die
Arbeit der Mediatoren und des Amtes für den Veterinärdienst sehr vieles
erreicht werden. Für die Erfolge und
Teilerfolge, die erzielt wurden, allen,
die mitgearbeitet haben, meinen herzlichen Dank!
In 7 Bürositzungen und 6 Vorstandssitzungen konnten die anfallenden Geschäfte abgewickelt werden. In
den anderweitigen Sitzungen und Anlässen bei Sektionen- oder Kommissionssitzungen beschäftigten wir uns
mit den Problemen der eidgenössischen und kantonalen Gesetzgebung,
mit Reglementen und Verordnungen,
die zum Teil noch nicht abgeschlossen
werden konnten, da noch verschiedene
juristische Entscheide oder Vernehmlassungen ausstehend sind. Hier sind
wir Jäger mit dem Amt, der Wildhut
und der Regierung, sowie mit den verschiedenen Institutionen und Partnern
gefordert, nach bestmöglichen Lösungen für alle zu suchen. Dies braucht
Zeit, gegenseitiges Verständnis und
Kompromissbereitschaft von allen
Beteiligten. Kommt Zeit, kommt Rat!
Einzelaktionen und Schnellschüsse
haben keine Chance!
Jahresberichte
Jagdhundewesen
Der Tätigkeitsbericht 2011 der
Kantonalen Jagdhundekommission
wird im HV-Büchlein 2012 abgedruckt. Im Rahmen des Pikettdienstes wurden 105 Nachsuchen gemeldet
(Vorjahr 74), wovon 44 als Kontrollsuchen. Von den verbleibenden 61 Nachsuchen waren 25 erfolgreich (Vorjahr
= 26).
GL
Glarner
Jagdverein (GJV)
Jahresbericht des Präsidenten
(1.4.2011 – 31.3.2012)
Der Glarner Jagdverein wurde von
seinen Mitgliedern auch im vergangenen Jahr hervorragend unterstützt;
herzlichen Dank!
Jagdkommission
Um Transparenz in das Zustandekommen der Betriebsvorschriften zu
bringen, wurde ein Auszug aus den
Verhandlungen der Jagdkommission
vom 15. Juni 2011 auf der Website des
Vereins veröffentlicht.
Vereinsfinanzen
Die Schiessanlage im «Aeschen»
wurde auf CHF 1.– abgeschrieben. Die Erfolgsrechnung vom 1.1.–
31.12.2011 schliesst mit einem Gewinn (nach Abschreibungen) von
CHF 4044.75 ab. Für 2012 ist ein
Überschuss von CHF 2430.– budgetiert. Besten Dank an Kassierin Madeleine Stüssi für die hervorragende Geschäftsführung.
Rückblick auf das Jagdjahr
381 Jägerinnen und Jäger lösten
ein Glarner Patent; im Jahr 2009 waren es 388, im 2010 380 (Tendenz:
nach wie vor rückläufig). Es wurden
erlegt:
– Gämsen: 495 (2010 = 492), davon
264 Böcke, 169 Geissen, 28 Jährlinge m, 34 w. Zusatzmarken 23,
eingelöst 13.
– Rotwild 94 (2010 = 92), davon 58
Stiere, 19 Kühe, 17 Kälber.
– Rehwild 353 (2010 = 316), davon
192 Böcke, 97 Geissen, 25 Kitze
m. 39 w., Zusatzmarken 32, eingelöst 10.
– Steinwild 20 (2010 = 23)
– Murmeltiere 104 (2010 = 102)
– Feldhasen 7 (2010 = 9)
– Schneehasen 22 (2010 = 16)
– Birkhähne 9 (2010 = 3)
Von der Wildhut wurden erlegt:
Gamswild 126 (Gamsblindheit!);
Rehwild 50 (wovon 5 Beizugsjagd);
Rotwild 63 (wovon 17 Beizugsjagd).
Nachjagd: Rotwild 13, Rehwild 5.
Öffentlichkeitsarbeit
Am sehr gut besuchten Glarner
Pelzfellmarkt vom 28. Januar 2012
war die im Jahr 1976 gegründete Kantonale Jagdhundekommission erstmals mit einem professionell aufge-
36
Schweizer Jäger 6/2012
zogenen Informationsstand vertreten.
Die Abteilung Jagd und Fischerei des
Kantons Glarus zeigte dieses Jahr eine
interessante Ausstellung über die Seeforelle im Glarnerland. Besten Dank
an Organisator Rolf Spichtig für die
perfekte Organisation und Durchführung des Anlasses.
Der am 10. Februar 2012 von der
Naturforschenden Gesellschaft des
Kantons Glarus und dem Glarner
Jagdverein gemeinsam organisierte Vortragsabend war ein voller Erfolg. Wildtierfotograf Albert Mächler,
St. Moritz, zeigte «Tiere im besten
Licht», faszinierende Aufnahmen von
der Alpenwaldmaus bis zu kapitalen
Trophäenträgern.
Jagdlehrgang
Am Jagdlehrgang 2011/2012 nehmen 12 Jungjäger teil.
Hege
Der Bericht 2011 des kantonalen
Hegeobmannes wird im HV-Büchlein
2012 publiziert. An den offiziellen Hegetagen beteiligten sich 191 Jägerinnen und Jäger.
GR
Schiesswesen
Der Schiessbetrieb im Jagdstand
Aeschen verlief unfallfrei. Die Beteiligung an den Übungsschiessen war
durchwegs gut. Am Vereinsjagdschiessen waren 65 Teilnehmende (2008 =
51, 2009 = 60, 2010 = 66) zu verzeichnen. Die Schiessresultate waren erneut
stark. Beispiel Gamsstich (100 m, 6
Schüsse, 10er-Wertung): 60,1 Punkte
reichten gerade mal für den 28. Rang!
Besten Dank an Schiessobmann Ernst
Müller und an Standchef Ruedi Keller
für die geleisteten Sanierungsarbeiten
am Stand sowie an Franz Castelli für
die Revision der Hasenanlage.
Dank
Aktuar und Jungjägerobmann
Reto Oeler tritt aus beruflichen Gründen auf die HV 2012 zurück. Der Verein dankt ihm ganz herzlich für seine
langjährige, tatkräftige Mitarbeit sowie für sein vorbildliches Engagement
zugunsten unserer Patentjagd.
Der Vorstand dankt den Mitgliedern des Glarner Jagdvereins für ihre
Vereinstreue und wünscht allen Jägerinnen und Jägern für die kommende
Saison guten Anblick. Er bedankt sich
bei allen Funktionären, Jagdkommissionsmitgliedern, Sponsoren, Gönnern, freiwilligen Helferinnen und
Helfern für die Unterstützung im vergangenen Vereinsjahr.
Der Unterzeichnete dankt den Vorstandsmitgliedern für ihr grosses Engagement sowie den Repräsentanten
der Hege, des Jagdhundewesens und
der Jagdhornbläser für die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit dem Verein.
Alexander Kubli, Präsident
Bündner Kantonaler
Patentjäger-Verband
Vorstand / Verband
An der 97. Delegiertenversammlung auf der Lenzerheide waren 72
Sektionen mit 171 Sektionsdelegierten anwesend. Mit den Chargenträgern, dem BSC, dem SLC Sektion Graubünden und dem Verein
Jagd+Bündnerheimat, ergab dies 215
Delegiertenstimmen.
Die vom erweiterten Zentralvorstand gestellten Anträge über eine Statuten- und Strukturreform des BKPJV,
sowie der Hochjagdzeiten 2012, wurden mit grossem Mehr angenommen.
Ebenfalls angenommen wurde der Antrag der Sektion Felsberg «Aufbruch –
Weg zu den Unterkünften» am Tag vor
Jagdbeginn, am Eidgenössischen Bettag und am Bündner Erntedankfest.
Zuspruch erhielt ebenfalls der
Antrag der Sektion Vazerol, dass der
einseitige Kronenhirsch auch an den
letzten zwei Hochjagdtagen bejagt
werden darf. Ein zweiter Antrag der
Sektion Vazerol, der den Schutz der
Gämsjährlinge über der Höhenkurve forderte, wurde mit grossem Mehr
abgelehnt.
An dieser DV standen auch Neuund Wiederwahlen an. Im Vorfeld der
DV gab die Neuwahl des Vizepräsidenten Gaudenz Domenig, der A-Mitglied der Jägersektion Davos ist und
in Herrliberg ZH wohnt, zu reden. Zu
diskutieren gab nicht die Kompetenz
des Kandidaten, sondern der Umstand,
dass er in Zürich wohnt und dies ein
Novum im ZV des BKPJV wäre.
Der Vorort Davos-Mittelbünden,
der engere und der erweiterte Zent-
ralvorstand inklusive der Stellvertreter wurden alle mit grossem Mehr gewählt. Ebenfalls bestätigt wurden die
Rechnungsrevisoren mit den Stellvertretern und die sechs ordentlichen Delegierten des SPW (JS).
Zum neuen kantonalen Hegepräsidenten wurde Hansruedi Andreoli gewählt. Neue Präsidentin der KoAWJ
wurde Gaby Huber. Die Mitglieder
der Hegekommission wurden mit einer Vakanz einstimmig bestätigt. Paul
Sprecher und Mario Lombris erhielten
die Hegeauszeichnung. Mit der Verdienstauszeichnung wurden Jörg Guler, Ursin Cajochen, Noldi Tiri, Martino Righetti, Andrea Vondrasek, Bruno
Negrini, Ruggero Plozza, Daniel Cotti, Martin Thöny und Marcel Rickenbacher ausgezeichnet. Mit grossem
Applaus wurde der abtretende Hegepräsident Paul Sprecher zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt.
Der engere Zentralvorstand traf
sich zu zwölf Vorstandssitzungen. Der
neu gewählte Hegepräsident Hansruedi Andreoli hat sich schnell eingelebt
und die Sitzungen bereichert. Zu allen
Sitzungen wurde auch die Präsidentin
der KoAWJ, Gaby Huber, und der Redaktionsleiter des «Bündner Jäger»,
Walter Candreia, eingeladen.
Als ein grosser Brocken stellte
sich die Revision der Strukturen und
Statuten des Verbandes heraus. Die
dafür eingesetzte Kommission traf
sich zu mehreren Sitzungen, um an
der DV 2012 einen weiteren Antrag
zur Strukturrevision vorzulegen. Mit
den Vertretern des erweiterten Zentralvorstandes traf man sich fünf Mal.
Der engere Zentralvorstand bemüht
sich, den erweiterten ZV regelmässig
über wichtige Geschäfte zu informieren und diesen in das Verbandsgeschehen einzubinden.
An der Jungjägerfeier konnte am
27. Mai Jagdinspektor Dr. Georg Brosi mit Regierungsrat Dr. Mario Cavigelli den 192 promovierten Jungjägerinnen und Jungjägern das lang
ersehnte Patentbüchlein übergeben.
Bei einem Aperitif und guten Gesprächen fand dieser für mich sehr emotionelle und unvergessliche Anlass seinen Ausklang.
Am Freitag, 1. Juli, trafen sich verschiedene Chargenträger des BKPJV
zum traditionellen Sommerausflug in
Klosters. Nach einer Informationssitzung mit dem Hauptthema Jagdbetriebsvorschriften 2011 begrüsste uns
Kurt Steck, Mitglied des erweiterten
ZV und Präsident der Sektion Klosters, bei einem reichhaltigen Aperitif. Anschliessend wurden wir durch
das raue Vereinatal zum Berghaus Vereina gefahren. Nach dem gemeinsamen Nachtessen informierte uns der
Wildbiologe Hannes Jenny über das
Hirschprojekt Rätikon.
Am Samstagmorgen wanderten wir vom Berghaus Vereina über
die Stützalp zur Alp Garfiun. Unterwegs informierte uns WH Andrea Weber über die gemachten Erfahrungen
seit der letzten Asylrevision im Raum
Klosters. Nach einem interessanten
Vortrag über das Hochwasserschutzprojekt in Klosters und dem Mittagessen fand dieser interessante und kameradschaftliche Ausflug sein Ende.
Ich danke Kurt Steck, der Sekti-
Präsidentenversammlung
Die
Präsidentenversammlung
2012 fand am 25. Februar in Thusis
statt. Aufgrund verschiedener Anregungen und der gemachten Erfahrungen beschloss der ZV, den Informationsteil des AJF, aber auch unsere
Mitteilungen zu kürzen und die Versammlung mit einem anschliessenden
Podium mit dem Thema «Gämsjagd,
wie weiter» zu bereichern. Das AJF
hat sich bereit erklärt, die gesamten
Auswertungen der Jagden sowie ihre
Berichte dazu bereits einen Tag vor
der Präsidentenversammlung auf ihrer Homepage zu veröffentlichen. Somit konnte sich Dr. Georg Brosi und
Hannes Jenny auf das Wesentliche beschränken und den Infoteil bedeutend
attraktiver gestalten.
Auch dieses Jahr hat der Zentralvorstand die Eingabefrist für Anträge der Sektionen an die DV 2012 eine
Woche vor der Präsidentenversammlung festgelegt. Somit konnten die Anträge vorgestellt und von den antragstellenden Sektionen begründet und
erklärt werden. Nach dem Infoblock
stimmte uns der Wildbiologe Dr. Peter
Meile mit einem Input-Referat über
die Ökologie und Biologie der Gämsen auf das nachfolgende Thema ein.
Auf dem Podium nahmen die
Gämsjäger Werner Stucki, Domenic
Camastral, Gian Reto Borsien und
der Jagdinspektor Dr. Georg Brosi
Platz. Die Moderation übernahm Andrea Gilli. Nach einer guten Diskussion wurde die Runde geöffnet, und
die Versammlungsteilnehmer konnten
Fragen und Meinungen äussern.
Dachverbände
Die dritte Delegiertenversammlung von JagdSchweiz fand am 14.
Mai 2011 in Brunnen statt. Weil keine
heiklen Themen traktandiert und auch
keine Anträge vorgängig eingegangen
waren, nahmen wir daran nur mit einer
reduzierten Delegation teil.
Ein Haupttraktandum war die Revision der eidgenössischen Jagdverordnung. Zu diesem Thema hat der
Vorstand von JagdSchweiz einen Fragebogen mit den wichtigsten Punkten
zusammengestellt und zur Stellungnahme an die Mitgliederverbände verschickt. Der Zentralvorstand hat sich
mit dem Fragebogen auseinandergesetzt und eine entsprechende Stellungnahme verfasst.
Der Vorstand von JagdSchweiz hat
diese mit den Eingaben den anderen
Mitgliedern konsolidiert und eine gemeinsame Position dem UVEK unterbreitet.
Die Präsidentenversammlung von
JagdSchweiz fand am 9. Dezember in Bern statt. Nebst anderen aktuellen Themen wurde vor allem die
Biodiversitätsstrategie des Bundes
diskutiert und dazu ein Positionspapier verfasst, das zur Vernehmlassung eingereicht wurde. Der Vorstand
von JagdSchweiz hat sich mittlerweile
formiert und die Chargen wurden verteilt. Verschiedene Themen auf nationaler Ebene haben aufgezeigt, dass in
Zukunft ein starker und aktiver Dachverband auf Stufe Schweiz von grösster Bedeutung ist.
Die Präsidentenversammlung des
SPW hat anlässlich der Ausstellung
Fischen Jagen Schiessen am 18. Februar 2012 in Bern stattgefunden. Das
Verlagsrecht des «Schweizer Jäger»
bescherte dem SPW auch im vergangenen Jahr über 60 000 Franken. Diese werden – bezogen auf die Mitgliederstärke der dem SPW angehörenden
Patentkantone – verteilt. Als mitgliedstärkster Verband erhalten wir wieder
über 16 000 Franken. Die SPW-Stiftung Naturland (SNL) soll weiterhin im Besitz des SPW bleiben und
die vorgelebte Strategie und den Stiftungszweck beibehalten.
Politik
An den im Oktober stattgefundenen Parlamentswahlen hat unser Ehrenmitglied Stefan Engler mit einem
hervorragenden Resultat den Sprung
in den Ständerat geschafft. Die Wiederwahl in den Nationalrat hat leider
der Präsident des SPW und Vorstandsmitglied von JagdSchweiz, Tarcisius
Caviezel, nicht geschafft.
Die Grossratsjägerfraktion hat sich
unter der Leitung von ZV-Mitglied
Hannes Parpan zu zwei Sitzungen getroffen. An diesen Sitzungen haben
der Regierungsrat und Departementsvorsteher des BVFD, Dr. Mario Cavigelli, und der Jagdinspektor Dr. Georg Brosi und ich teilgenommen. Die
Erfahrung hat gezeigt, dass diese Sitzungen eine wichtige und ideale Plattform für den Informationsaustausch
ist, aber auch Problemfelder aus den
Wahlkreisen der Grossräte besprochen
werden können.
Bestandesaufnahmen – Jagden 2011
Wie im Vorjahr, so stand auch das
letzte Jahr ganz im Zeichen der Erholung von Schalenwildbeständen –
nach den regionalen Bestandeseinbrüchen während das strengen Winters
2008/09. Schon zwei Jahre nach diesem Ereignis erreichten die Hirschund Rehbestände wieder die ursprünglichen Bestandeshöhen. Hingegen
bei den Gämsen sind regional immer noch grosse Unterschiede festzustellen. Deshalb ist bei der Bejagung
weiterhin eine vorsichtige Strategie
angesagt. Bei der Jagd auf Gämsgeissen wurde bereits zum zweiten Mal
die Jagd auf 13 Tage beschränkt. Bei
Rehwild wird die Jagd wieder auf 21
Tage erweitert und beim Hirsch wird
der Abschussplan auf 4330 Tiere festgelegt.
Im Jahr 2011 war der Monat September einer der wärmsten in der
langjährigen Messreihe. Das Hochsommerwetter in der ersten Hochjagdwoche hat zu einer eher mageren Bilanz der ersten Jagdhälfte geführt. Am
Ende des einwöchigen Unterbruchs
setzte im ganzen Kanton massiver
Schneefall bis in mittlere Lagen ein.
Die winterlichen Verhältnisse sorgten
einerseits zu Beginn der zweiten Jagdphase für ausgezeichnete Verhältnisse
für die Hirschjäger und andererseits
für erschwerte Bedingungen bei der
Gämsjagd. Aufgrund dieser Voraussetzungen sind im langjährigen Vergleich bei der Hochjagd 2011 ein sehr
guter Erfolg bei der Hirsch- und Rehjagd sowie ein deutlich unterdurchschnittliches Resultat bei der Gämsjagd zu verzeichnen. Beim Hirschwild
war es sogar die zweithöchste je erreichte Septemberstrecke.
5553 Jäger, davon 162 Jägerinnen,
haben an der Bündner Hochjagd 2011
teilgenommen. Die Hochjagd wurde zum fünften Mal mit einem Unterbruch von sieben Tagen durchgeführt. Vergleicht man beim Hirsch die
hähnen, Schneehühnern, Kormoranen,
Stockenten, Kolkraben und Elstern
stieg die Strecke etwas an, hingegen
musste bei den Blässhühnern und Rabenkrähen ein leichter Rückgang verzeichnet werden.
Im Jahr 2011 wurden insgesamt
22 676 Tiere (im Vorjahr 23 191) erlegt. Die Schalenwildstrecke betrug
10 711 Tiere und lag somit 656 Tiere
über dem Vorjahr und 1968 Tiere über
dem Jahr 2009.
Jagdstrecke der letzten fünf Jahre mit
den neuen Jagdzeiten und die vorangegangenen fünf Jahre ohne den siebentägigen Unterbruch, so resultiert
mit den neuen Jagdzeiten ein erhöhter
Abschuss von 13 Prozent. Mit diesem
Unterbruch konnte somit ein wichtiges Ziel der Gesetzesrevision 2006 erreicht werden.
Die Hirsch- und Rehbestände
konnten trotzdem auf der ordentlichen Hochjagd nicht abschliessend
reguliert werden. Die Feinregulierung
erfolgte mit der Herbstjagd.
In 17 Regionen wurde die Sonderjagd durchgeführt, von denen vier
Regionen in Teilregionen aufgegliedert wurden. Aufgrund des milden
Herbstes, mit sehr spätem Schneefall, wurden die Abschusspläne beim
Hirsch, vor allem im Einflussbereich
des Schweizer Nationalparks, nicht
erreicht. Wir müssen davon ausgehen,
dass der jagdliche Eingriff nicht in allen Regionen zu einer Stabilisierung
des Hirschbestandes geführt hat.
Beim Rehwild wurde der gesamtkantonale Abschussplan zu 96 Prozent
erfüllt. Obwohl für die Murmeltierjagd eher schlechte Wetterbedingungen herrschten, wurden 5060 Murmeltiere erlegt.
Auf der Steinwildjagd wurden 502
der 514 geplanten Steinwildabschüsse getätigt, dies ist sicher auch auf die
idealen Wetterbedingungen zurückzuführen.
Bei der Niederjagd wurden 1746
(1788) Patente gelöst, was ein leichter
Rückgang gegenüber dem letzten Jahr
ist. Mit 851 (865) gelösten Jagdhundebewilligungen war auch ein leichter
Rückgang zu verzeichnen. Trotzdem
konnte eine erfreuliche Niederjagdstrecke erreicht werden. Im Vergleich
zum Vorjahr wurden weniger Feldhasen, aber deutlich mehr Schneehasen
erlegt.
Die Jagdstrecke bei den Füchsen,
und vor allem bei den Dachsen, ging
noch einmal zurück, wobei jene bei
den Mardern anstieg. Bei den Birk-
Grossraubtiere
In der Zeit von Mitte Juni bis ca.
Ende August hielt sich ein Bär im Unterengadin auf. Insgesamt konnten
diesem 35 Schafrisse nachgewiesen
werden. In den Gebieten S-chanf, Vorderprättigau, Sumvitg, im südlichen
Mesolcina und in Obersaxen/Lugnez
konnte die Präsenz von mindestens
einem Wolf nachgewiesen werden.
Im Calandamassiv, vom Kunkelspass
in Tamins bis Mastrils, konnten sogar
zwei Wölfe beobachtet werden.
Die Luchshinweise beschränken
sich auf einzelne Beobachtungen in
der Surselva sowie im Unterengadin
und Müstair. Ende Oktober wurde in
Maienfeld ein abgemagerter, verwaister Jungluchs in einer Marderfalle gefangen. Er wurde zur Behandlung und
Pflege in die Auffangstation, die sich
im Schloss Landshut befindet, gebracht.
Nachsuchen/Schweisshundewesen
Auch dieses Jahr durften die Bündner Jägerinnen und Jäger auf die Unterstützung von geprüften Schweisshundegespannen zählen. Die 160
Schweisshundeführer/innen mit ihren
Vierbeinern wurden zu 1054 Nachsuchen aufgeboten. In 193 Fällen handelte es sich um Kontrollsuchen zur
Feststellung einwandfreier Fehlschüsse. In 56 Prozent aller Fälle waren sie
erfolgreich.
Ich bedanke mich bei den Hundeführern für die grosse und äusserst
wichtige Arbeit zugunsten des Wildes
und der Bündner Patentjagd.
Hegetätigkeit, Ausbildung und
Öffentlichkeitsarbeit
Auch in diesem Jahr haben die
Bündner Jägerinnen und Jäger im
Rahmen der Biotophege einen wichtigen Beitrag zur Pflege des Lebensraumes des Wildes und vielen weiteren Tier- und Vogelarten beigetragen.
Zudem wurden in mehreren Gemeinden neue Wildruhezonen ausgeschieden oder von freiwillig einzuhaltenSchweizer Jäger 6/2012
37
Jahresberichte
on Klosters und allen, die sich aktiv
an der Organisation dieses unvergesslichen Anlasses beteiligt haben, ganz
herzlich.
Jahresberichte
den Zonen in gesetzlich geregelten
Zonen umgewandelt. Diese wichtige
Hegemassnahme dient nicht nur dem
Schutz des Schalenwildes vor Störungen, sondern auch dem Schutz zahlreicher geschützter Vogelarten.
Aktive Öffentlichkeitsarbeit leisteten etliche Sektionen mit der Durchführung und Organisation von Familienabenden, Trophäenschauen und
öffentlichen Vorträgen, zu denen die
Familienmitglieder und die nicht jagende Bevölkerung eingeladen waren. Ich danke allen, die sich aktiv an
der Hege und an Öffentlichkeitsarbeiten beteiligt haben.
Dank
Ich danke meinen Kameraden vom
engeren Zentralvorstand für ihre kol-
NW
legiale Zusammenarbeit und ihren
grossen Einsatz zugunsten der Bündner Patentjagd. In meinen Dank einschliessen möchte ich aber auch die
Mitglieder des erweiterten Zentralvorstandes sowie alle Chargenträger
des Verbandes. Allen Jägerinnen und
Jägern, die sich aktiv für unsere Patentjagd eingesetzt haben, gebührt ein
kräftiger Weidmannsdank. Einen ganz
speziellen Dank richte ich an den Regierungsrat Dr. Mario Cavigelli, den
Jagdinspektor Dr. Georg Brosi, an den
Wildbiologen Hannes Jenny und ans
gesamte Personal des Amtes für Jagd
und Fischerei.
Beat Angerer
Zentralpräsident des Bündner
Kantonalen Patentjägerverbandes
Nidwaldner
Patentjägerverein
Vorstand
Liebe Nidwaldner Jägerinnen und
Jäger. Ich erwähne das Vereinsjahr
2011 als Jahr der neuen Wege. Die neu
gewählten Vorstandsmitglieder Stefan
Christen und Urs Gabriel nutzten die
Gelegenheit, in ihren zugeteilten Verantwortungsbereichen zukunftsweisende Veränderungen anzugehen und
diese umzusetzen.
Der «Nidwaldner-Jeger» erreichte
uns in einem neuen Format. Die Struktur wurde neu gegliedert. Die VereinsHomepage erhielt einen erfreulichen
«Fellwechsel». Den zwei Newcomers
Stefan und Urs für ihren engagierten
Einstand ein Weidmannsdank.
Die anstehenden Geschäfte wurden an sechs Vorstandssitzungen behandelt. An dieser Stelle bedanke ich
mich bei meinen Vorstandskollegen für
ihre vorzügliche Arbeit zu Gunsten des
Vereins, insbesondere für die tatkräftige Unterstützung, auf welche ich mich
durchs Jahr hindurch verlassen durfte.
Jagdkommission
Die Eingabe aus dem Verein zuhanden der Jagdkommission bezüglich Hochjagd (die jagdbaren
Gämsgeissen über die volle Zeit der
Hochjagd offen zu lassen) wurde in
den Jagdbetriebsvorschriften 2011 berücksichtigt.
Jagdpassübergabe
Am 27. Mai 2011 fand in der
Wolfsschlucht bei Wolfenschiessen
die Jagdpassübergabe statt. Von den
fünf zur Jagdprüfung angetretenen
Kandidaten konnten drei Jungjäger
den Jagdfähigkeitsausweis entgegennehmen. Werner Durrer, Präsident der
Jagdprüfungskommission Nidwalden,
konnte somit Karoly Borszeky, Reto
Fluri und Adrian Achermann zum Erfolg gratulieren. Der Abend wurde feierlich umrahmt mit den Klängen der
Jagdhornbläsergruppe.
Schweisshundewesen
Mit dem Ziel, mit gut ausgebildeten und trainierten Gespannen für die
Nachsuche gerüstet zu sein, wurde
das Projekt «Koordinierte Schweissarbeit» angegangen.
Unter der Leitung von Werni Zumbühl wurden die Termine für Instruktion und Übungstage festgelegt und
durchgeführt. Die technische Leitung
übernahm Ruedi Merz.
Am Samstag, 2. Juli, organisierte die Kantonale Jagdverwaltung eine
Schweisshundeübung. Für Hundeführer, die sich auf der kantonalen Liste
für Nachsuchen zur Verfügung stellten, war die Teilnahme Pflicht.
Schiesstätigkeit
Der Schiessbetrieb wurde ohne
nennenswerte Vorkommnisse durchgeführt und verlief, und dies ist als
sehr positiv zu werten, unfallfrei. Die
Beteiligung am Übungsschiessen war
aber mässig. Das Ziel, 100 Schützen
an der kantonalen Jagdmeisterschaft
begrüssen zu können, wurde auch
dieses Jahr nicht erreicht. Die zehnte Jagdmeisterschaft wurde von 85
Jägern besucht. Jungjäger Reto Fluri
holte sich mit sagenhaften 86 Punkten
den Tagessieg. Herzliche Gratulation.
Auf Rang zwei folgte Matthias Kaufmann mit 82 Punkten und Rang drei
Franz Murer mit 81 Punkten.
Der neu ins Leben gerufene Schützenmeisterkurs für Jagdschiessstände
wurde von drei Vorstandsmitgliedern
besucht. Fazit für uns: Es entstanden
einige offene Fragen bezüglich Sicherheit, Versicherung und Verantwortung auf unsern Schiessplätzen.
Öffentlichkeitsarbeit
Unter dem Namen «Tag des Waldes» fand am 20. März in Stans ein
öffentlicher Anlass statt. Dem Patentjägerverein wurde die Möglichkeit
geboten, sich an diesem Tag zu präsentieren. Der Vorstand nutzte die Gelegenheit dazu, mit dem Thema «Die
Wiederansiedlung vom Steinwild am
Pilatus» in Erinnerung zu rufen und
war mit einem Infostand vor Ort.
Das Bildmaterial stellte uns alt
Wildhüter Hans Hug zur Verfügung.
Gespannt konnte man seinen Ausführungen folgen, erlebte er doch die Ansiedlung als Mann der ersten Stunden,
damals noch als Wagenführer bei der
Pilatusbahn. Weidmannsdank an Hans
Hug für seine Unterstützung, sowie allen Beteiligten für den Auf- und Abbau und für die Betretung vom Infostand.
Herbstversammlung
Die Herbstversammlung, mit Pfefferessen und anschliessendem Absenden der Jagdmeisterschaft, fand im
Landgasthof Sternen in Buochs statt.
Höhepunkt des Abends war wie
immer die Auslosung vom Gamsabschuss im Eidg. Banngebiet. Für die
grosszügige Spende bedanke ich mich
OW
Rückblick GV 2011
Am 11. März 2011 fand die jährliche Generalversammlung im Restaurant Bahnhof in Giswil statt. Mit rund
111 Vereinsmitgliedern und zahlreichen Gästen dürfen wir auf eine gut
Schweizer Jäger 6/2012
Jagdhornbläser
Per 31. Dezember 2011 wurde
die Nidwaldner Jagdhornbläsergruppe mangels Neumitglieder aufgelöst.
Der Entscheid wurde dem Vorstand
schriftlich zugestellt. Ich bedaure diesen Entscheid sehr, waren es doch die
wohl klingenden Töne der Bläsergruppe, die unsere Anlässe feierlich
umrahmten. Doch die Auflösung ist
nachvollziehbar und verständlich bei
fehlendem Nachwuchs.
Ich danke den Bläsern für ihr Ausharren, für die vielen Auftritte, bei
welchen sie so oft ihr Können zum
Besten gaben. Ein grosses Dankeschön an den musikalischen Leiter
Hans Wallimann für sein persönliches Engagement, welches er mit viel
Herzblut umzusetzen wusste.
Dank
Ich richte meinen Dank an den
Leiter der Fachstelle für Fischerei und
Jagd, Fabian Bieri, für die sehr gute
Zusammenarbeit und an die Wildhüter
Hansruedi Amstad und Hubert Käslin
für ihre Unterstützung bei der Trophäenbewertung und für die Führungen
der Schulklassen. Dank an die Ortsdelegierten mit ihren Helfern zum Wohle unseres Wildes. Ein weiteres Dankeschön gehört Christoph Durrer für
seine grosse Arbeit für die Betreuung
unserer interessanten und vielseitigen
Homepage.
All denen, die sich durchs Jahr
hindurch für unsere Vereinstätigkeiten stets breitwillig zur Verfügung
stellten, mein achtungsvoller Weidmannsdank.
Walter Würsch, Präsident
Obwaldner
Patentjägerverein
Bereits gehört das Vereinsjahr
2011 der Vergangenheit an. Ich durfte bereits das dritte Jahr als Präsident
amtieren und dem Vorstand des Obwaldner Patentjägervereins vorsitzen.
Das Vereinsjahr brachte einiges an politischen Diskussionen und neuen Erkenntnissen rund um den Schiessbetrieb in Alpnach. Gerne berichte ich
euch über diese Ereignisse.
38
im Namen der Nidwaldner Jäger beim
Nidwaldner Regierungsrat. Weidmannsdank auch an die Wildhüter
Hansruedi Amstad und Hubert Käslin für ihre Aufwendungen zu Gunsten der Jägerschaft. Als Gewinner des
Sonderpreises konnte Walter Würsch
aus Beckenried ausgerufen werden.
Mit Freuden durfte ich den Gutschein
«s’Wirschä Wouti» überbringen. Bei
Kaffee und Kuchen, mit etwas Jägerlatein, erlebte ich einen glücklichen
Gewinner. Auch dir Lisbeth herzlichen Dank.
besuchte Generalversammlung zurückblicken.
Besonders der Besuch und die Voten des Präsidenten von JagdSchweiz,
Hanspeter Egli, erfreuten mich sehr.
Weiter freute mich auch der Besuch
von Politikern wie Nationalrat Christoph von Rotz und dem Departementsvorsteher des Amtes für Wald und
Landschaft und damit Vorsteher der
Jagdverwaltung, Regierungsrat Paul
Federer.
Die an der Generalversammlung
behandelten Geschäfte wurden alle
genehmigt. Dafür und für das entgegengebrachte Vertrauen danke ich
herzlich. Unter anderem wurde der
Vorstandstätigkeit
Der Vorstand traf sich im vergangenen Jahr zu sechs Sitzungen, wovon
zwei zusammen mit der Schiesskommission abgehalten wurden. In diesem
Jahr wurden einige politische Vorlagen diskutiert und die Vernehmlassungen dazu verabschiedet (kantonal
und national). Weiter stand die Organisation des Schiessbetriebes, der Anlässe sowie der Jagdschiessen im Vordergrund.
Schiesswesen
Die Schiessanlässe, umfassend
die acht Trainingsschiessen sowie die
Schiesswettkämpfe mit dem kantonalen und dem Hubertusschiessen, verliefen unfallfrei.
Obwohl an den Wettkämpfen mit
guten Bedingungen und den bewährten Programmen geschossen wurde, ist die Teilnehmerzahl in den vergangenen Jahren stetig rückläufig.
Ein Trend, welcher der Vorstand wie
auch die Schiesskommission als sehr
schade empfindet, steckt doch jedes
Mal viel Arbeit hinter der Organisation und Durchführung dieser Anlässe. Wir möchten es aber nicht unterlassen, allen, welche teilnahmen, den
Helfern und Sponsoren ganz herzlich
zu danken. Wir hoffen, dass sich dieser Rückwärtstrend aufhebt und wir
künftig wieder auf mehr Teilnehmer
zählen dürfen. Wir rufen euch alle
auf, euch die Termine vorzumerken
und mitzumachen. Jedes Schiessen
stellt auch immer eine gute Trainingsmöglichkeit dar.
Unsere Jagdschiessanlage ist in
die Jahre gekommen. So mussten einige Sanierungen vorgenommen werden, damit der Schiessbetrieb aufrecht
erhalten werden konnte. So wurde die
Elektronik beim Blechhasen komplett
überarbeitet und saniert. Der Rollhase
wurde an der festen Stromversorgung
angeschlossen.
Manche mögen vielleicht denken,
dass man mit diesen Investitionen hätte warten sollen, bis geregelt wurde,
wie der Schiessbetrieb weiterlaufen
kann, zumal uns die Sanierungen auch
finanziell recht beanspruchen und den
Jahresabschluss stark negativ beeinflussen wird. Leider konnten wir diese Arbeiten nicht mehr aufschieben,
ansonsten wir bereits diesen Sommer
nicht mehr geschossen hätten. Somit
waren die Investitionen unumgänglich, obschon sie uns wie gesagt finanziell belasten.
Zu erwähnen ist zudem, dass viele Helfer zahlreiche Stunden Fronarbeit geleistet haben. Unter der Federführung von Paul Amstutz arbeiteten
die Hegelehrlinge an der Anlage. Sepp
Kiser trug ebenfalls viel zur Umsetzung der Sanierung bei. Die Maschinen offerierte uns Peter Garovi. Ihnen
allen danke ich für die geleistete Arbeit und Unterstützung ganz herzlich.
Auf Initiative von Niklaus Halter wurde mit dem Forst der Korporation Alpnach ein Holzwalm zwischen
Tauben- und Kugelanlage errichtet.
Dieser Walm dient der Sicherheit der
Schützen am Taubenstand. Unterstützt
und umgesetzt wurde die Realisierung
des Walms vom Korporationsförster
von Alpnach, Rolf Wallimann sowie
dem Transportunternehmen Bucher
Transport. Auch ihnen allen ein ganz
herzliches Dankeschön.
Nach wie vor sind wir verpflichtet,
die Altlastensanierung der Schiessanlage vorzunehmen. Dieses Jahr wurden wir seitens der Gemeinde Alpnach
über den Planungsstand für den Hochwasserschutz Chli Schliere informiert.
Das Projekt sieht dermassen weitreichende Massnahmen vor, dass der
Schiessbetrieb wie wir ihn heute kennen, sicherlich nicht mehr im gleichen
Stil weitergeführt werden kann. Hier
sind wir nun gefordert, nach alternativen Lösungen zu suchen. Offen ist, ob
wir mit anderen Lösungen am Standort Alpnach festhalten können oder ob
wir einen neuen Standort im Kanton
Obwalden suchen müssen. Die Abklärungen dafür laufen nun diesen Winter
durch die jeweiligen Gemeindevertreter in den einzelnen Gemeinden.
Betreffend dem Hochwasserschutz
sieht das weitere Vorgehen folgendermassen aus: Der erstellte technische
Bericht wurde dem Bund zur Überprüfung eingereicht. Wird der Bericht vom Bund abgesegnet, muss die
Gemeinde Alpnach über das Hochwasserschutzprojekt befinden und
die entsprechenden finanziellen Mittel müssen seitens Bund, Kanton und
Gemeinde gesprochen werden. Ein
Prozess, welcher noch einige Zeit in
Anspruch nehmen dürfte. Trotzdem
müssen wir einerseits die Altlastensanierung wie aber auch die Weiter-
Schiessanlage Alpnach: Die Sanierung und der Weiterbetrieb werden uns noch einige
Aufgaben bereiten.
führung des Schiessbetriebes an die
Hand nehmen. Bei der Altlastensanierung hoffen wir, diese im Rahmen
des Hochwasserschutzes zusammen
mit der Gemeinde Alpnach durchführen zu können, um so auch direkt vom
Hochwasserschutz respektive den dafür nötigen baulichen Massnahmen
und Einrichtungen profitieren zu können, was uns finanziell entlasten dürfte.
Die Gemeinde signalisierte diesbezüglich bereits die Bereitschaft,
uns und unsere Altlastensanierung im
Rahmen der baulichen Massnahmen
für den Hochwasserschutz zu integrieren und zu berücksichtigen.
Der Kanton seinerseits sicherte
uns die Unterstützung bei der Umsetzung von Alternativlösungen für den
Jagdschiessbetrieb in Obwalden zu.
Es wird also viel zusätzliche Arbeit
auf den Vorstand und den Verein zukommen.
Jagd
Vorab bleibt zu erwähnen, dass
auch die Jagd 2011 unfallfrei verlief.
Die Abschusszahlen sind auch wiederum im Jahresbericht abgedruckt. Ich
danke an dieser Stelle Conny Bucher
und der Jagdverwaltung für die Bereitstellung der Zahlen. Ersichtlich
ist, dass die Abschüsse, ausgenommen
dem Rotwild, erfüllt werden konnten.
Wir dürfen wiederum auf eine
schöne Jagd zurückblicken. Die trockene Witterung und das schöne und
warme Wetter erwiesen sich, vor allem
für die Rotwildjagd, als erschwerend.
Die Brunft setzte spät ein und verlief
weitgehend ruhig.
Die Gämsjagd in Engelberg wurde durch die traurige Feststellung geprägt, dass wir im ganzen Talkessel
die Blindheit antreffen mussten. Auch
hier trugen wohl der frühe und warme
Frühling sowie die überdurchschnittlich hohen Temperaturen im Sommer
und vor allem Herbst dazu bei, dass
die Krankheit über weite Gebiete verteilt werden konnte.
Weiter ist festzustellen, dass die
Alpwirtschaft zunehmend auf die Bewirtschaftung mit Schafen umstellt
(Urner Alpungen in Richtung Surenen), was für die Verdrängung der
Krankheit nicht förderlich sein dürfte. Hoffen wir, dass sich die Krankheit
nicht weiter im Kanton verbreitet und
der nicht zuletzt wegen der restriktiven Bejagung tendenziell steigende
Gämsbestand nicht allzu stark in Mitleidenschaft gezogen wird.
Jagdpolitik
Auf die kommende Saison wird
voraussichtlich ein Punkteobligatorium für den Schiessnachweis eingeführt. Je nach Waffe ist ein Minimum
an Treffern zu erzielen.
Die Vernehmlassung zum Entwurf der Ausführungsbestimmungen
für den jagdlichen Schiessnachweis
wurde seitens des Vorstandes eingereicht. Die detaillierten Informationen dazu folgen, sobald die Ausführungsbestimmungen, meines Wissens
durch den Regierungsrat, verabschiedet wurden.
Weiter plant die Jagdverwaltung
die Einführung von festen Ansitz-,
respektive Luderplätzen für die Bejagung von Haarraubwild. Diese Ansitzplätze, gedacht sind deren pro Jäger insgesamt vier Stück, müssen dem
Kanton vorgängig gemeldet werden.
Begründet wird dieses Vorhaben damit, dass die Bejagung mit künstlichen Lichtquellen und damit das Umherfahren unterbunden werden soll.
Zudem wird ausgeführt, dass die heutige Form der Rotwildregulation mit
dem Beschuss in der Nacht angezweifelt werde, weshalb auch der Beschuss
von Haarraubwild genauer betrachtet
werden müsse.
Ich frage mich hier effektiv, ob es
nun wirklich um die Unterbindung
der Bejagung von Haarraubwild mit
künstlichen Lichtquellen und das damit verbundene Umherfahren, was ja
gesetzlich bereits geregelt ist, geht
oder ob man eine Begründung für die
Nachtabschüsse von Rotwild sucht?
Der Vergleich der Haarraubwildjagd
mit den Nachtabschüssen von Rotwild vermag für mich aus wildbiologischen, weidethischen und jagdtechnischen Gründen nicht bestehen
und befremdet mich sehr. Zudem entspricht der von der Jagdverwaltung
vorgeschlagene Lösungsansatz auch
in keinen Teilen der Grundidee der
Patentjagd.
Der Vorstand des OPJV hält sicherlich an der heutigen Form der
Haarraubwildjagd fest, was wir in
unserer Stellungnahme entsprechend
mitgeteilt haben.
Ansonsten änderte sich in den
Jagdvorschriften nicht viel. Es wurde insgesamt in etwa gleich gejagt
wie in den Vorjahren. Der Vorstand
schaut nach wie vor kritisch auf Bauvorhaben, welche Wildeinstandsgebiete betreffen oder beinträchtigen
können und behält es sich vor, jeweils
Einsprache zu erheben, um sich für
Schweizer Jäger 6/2012
39
Jahresberichte
Projektierungskredit für die Sanierung der Schiessanlage in der Höhe
von CHF 16 000.– gutgeheissen und
dem Vorstand die Kompetenz erteilt.
Weiter wurde in Aussicht auf kommende Aufwendungen für die Sanierung der Schiessanlage die Erhöhung
des Mitgliederbeitrages auf CHF 40.–
genehmigt. CHF 10.– pro Mitglied
sollen davon jährlich für die ausstehenden Investitionen in den Schiessbetrieb und die laufenden Anlagesanierungen rückgestellt werden.
Mit Franz Röthlin gab unser Aktuar den Rücktritt aus dem Vorstand.
Wir haben seinen Entscheid bedauert,
verstehen jedoch, dass er als neuer Hegechef in Kerns zusätzliche Aufgaben
übernehmen muss und dafür auch entsprechende Ressourcen braucht. Ich
danke Franz nochmals für die schöne
Zeit und seine geleistete Arbeit.
Als Gemeindevertreter für Kerns
wurde Ueli Lischer vorgeschlagen
und einstimmig gewählt. Ich gratuliere Ueli für seine Wahl und freue mich
auf die gemeinsame Zusammenarbeit.
Auf Vorschlag des Vorstandes wurde neu Nadja Küchler, Sarnen, in den
Vorstand gewählt. Mit ihr wurde die
erste Frau in den Vorstand gewählt.
Nadja bringt als ausgebildete Kauffrau die idealen Voraussetzungen mit,
den Vorstand in administrativen Belangen zu unterstützen.
Aus der Schiesskommission ausgetreten war Hans Ettlin. Auch Hans
danke ich für die jahrelange Unterstützung. Als Neumitglied konnte Martin
Durrer aus Kerns in die Schiesskommission gewonnen werden.
Die ausführliche Protokollierung
zur letztjährigen Generalversammlung kann dem Jahresheft entnommen
werden.
Jahresberichte
die wildlebenden Tiere einbringen zu
können.
Ich rufe an dieser Stelle auch alle
Jäger und Jägerinnen auf, welche
Kenntnis von solchen Bauprojekten
erhalten, uns dies mitzuteilen, damit
wir nötigenfalls Einsprachen deponieren können.
Für die Umsetzung der Wildruhe
im Kanton Obwalden erliess der Regierungsrat auf diese Wintersaison
eine gültige Planungszone über den
ganzen Kanton. Ich begrüsse diese
Massnahme. Sie soll helfen, den touristischen Druck zu kanalisieren und
den wildlebenden Tieren wichtige
Einstandsgebiete zu sichern. An dieser Stelle danke ich allen Verantwortlichen, welche zur Realisierung der
Wildruhegebiete beigetragen haben.
JagdSchweiz
An der diesjährigen Delegiertenversammlung von JagdSchweiz nahmen Paul Amstutz und ich teil. Wir
wurden aus erster Hand über die künftigen Strategien und Handlungsfelder von JagdSchweiz informiert. Weiter wurde die anstehende Revision der
eidgenössischen Jagdverordnung vorgestellt. Nachdem die Politik nun zur
Umsetzung regulierender Massnahmen
zur Bewirtschaftung des Grossraubwildes grünes Licht gab, war es für mich
ernüchternd zu hören, wie der eidgenössische Jagdverwalter mitteilte, dass
bevor über Wolfabschüsse diskutiert
werde, Populationen ausgewiesen werden müssen. Was das heisst, brauche
ich wohl nicht weiter zu erläutern! Hier
werden wir als Jäger und JagdSchweiz
als Dachverband wohl weiter in einem
nicht einfachen Spannungsfeld von Interessen bleiben!
An der Präsidentenversammlung
wurde ich von Vizepräsident Niklaus
Halter vertreten.
Den rund dreissig Anwesenden
wurde eine Vielzahl von Informationen weitergegeben. JagdSchweiz ist in
einem breiten Umfeld tätig und leistet
auf nationaler Ebene wichtige Arbeiten wie laufende Geschäfte, Evaluation der Jagdleistungen, verschiedene
Projekte zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit, Nachhaltigkeit des Wildtiermanagements, Wildschadenregelung, etc. Diese Aufzählung ist längst
nicht abschliessend. Ich danke allen
Verantwortlichen von JagdSchweiz
für die grosse Arbeit, welche für die
Jagd geleistet wird.
Mutationen
Im Jahr 2011 sind bis dato fünf
Vereinsmitglieder verstorben. Es sind
dies: Hans Flück, Kerns; Anton Röthlin sen., Kerns; Rolf Kunz, Giswil; Jakob Burch, Sarnen; Josef Kiser, Sarnen. Wir gedenken den Verstorbenen
an dieser Stelle und wünschen ihnen
Weidmannsruh.
Begleitet wurden die Beisetzungen wiederum durch unsere Vereinsfahne. Unser Vereinsfähnrich Toni
Bünter vertrat mit seinen Helfern jeweils den OPJV. Wir danken Toni und
den Begleitern für ihre Tätigkeit ganz
herzlich.
Anlässe
Neben den Schiessanlässen fand
dieses Jahr wiederum eine Schweiss-
40
Schweizer Jäger 6/2012
hundeprüfung statt. Die Rückmeldungen waren äusserst positiv. Die
Teilnehmer sowie Experten berichteten über eine hervorragend organisierte Prüfung mit ausgezeichneten
Schweissfährten. Ich danke an dieser Stelle dem Hundeobmann Pascal
Rohrer für seine Arbeit und allen Helfern für die Unterstützung. Auch die
vorgängig organisierten Übungen sowie die Bereitschaft der Hundeführer
zur Ausbildung ihrer Hunde verdanke
ich bestens, steckt doch immer für alle
Beteiligten viel Arbeit in deren Freizeit dahinter.
Die nächste Generalversammlung
wird 2013 in Kerns stattfinden. Die
Details werden zeitgerecht bekannt
gegeben.
Rücktritt von Niklaus Halter,
Lungern
Niklaus Halter ist seit dem Jahr
2005 aktiv im Vorstand tätig. Niklaus
erfüllte seine Aufgaben stets prompt,
zuverlässig und sehr exakt. Als Vizepräsident vertrat mich Niklaus auch
an zahlreichen Anlässen. Auch der
Schiessbetrieb und vor allem die Sicherheit auf dem Schiessplatz waren
Niklaus stets ein sehr wichtiges Anliegen. So war Niklaus auch ausserhalb der Schiessen oft in Alpnach anzutreffen, wo er viele Arbeiten auf
dem Schiessstand erledigte. Ich danke
Niklaus an dieser Stelle bereits ganz
herzlich für seine grosse Arbeit und
Unterstützung und werde mir erlauben, ihn anlässlich der kommenden
Generalversammlung gebührend zu
verabschieden.
Festwirtschaft Jagdschiessstand
Alpnach
Nach seiner langjährigen Tätigkeit im Vorstand und der Führung der
Festwirtschaft hat Martin Spichtig zusammen mit seiner Frau Marianne die
letzten Jahre unsere Festwirtschaft in
Alpnach weitergeführt. Martin erklärte per Ende Vereinsjahr seinen Rücktritt. Mit Bedauern aber auch Verständnis für diesen Entscheid nahm
der Vorstand Kenntnis von Martin’s
Rücktritt als Festwirt des Patentjägervereins. Wir danken Martin und Marianne für ihre langjährige Arbeit für
den Patentjägerverein von ganzem
Herzen.
Ein weiteres grosses Dankeschön
geht an Peter und Marie Vogler, welche
uns jeweils an den Anlässen mit hervorragenden Kochkünsten verwöhnen.
Für die kommende Saison suchen wir noch immer einen Festwirt
oder ein Wirtepaar, welche das Vereinslokal an den Trainings- und Wettkampfschiessen führen. Falls jemand
Interesse hat, diese Aufgabe zu übernehmen, meldet euch bitte beim Vorstand.
Internetseite des OPJV
Dank der Unterstützung unseres
Kollegen Roli Kiser wurde auch dieses Jahr die Homepage stets aktuell
gehalten. Ich danke Roli für seine Arbeit ganz herzlich. Infos unter: www.
jagdobwalden.ch
Ausblick
Im kommenden Vereinsjahr werden wir wieder die ordentlichen Trai-
ningsschiessen, die Jagdschiessen
sowie die Generalversammlung organisieren. Im Frühling wird dieses Jahr
ein Jägerabend organisiert. Wir hoffen
auf zahlreiche Teilnahme. Die Details
zum Vereinsjahr 2012 mit sämtlichen
Anlässen werden zeitgerecht bekannt
gegeben.
Dankeschön
Ich komme zum Abschluss meines Jahresberichtes und hoffe, dass
nichts vergessen ging. Ich danke zum
Schluss allen für das im vergangenen
Vereinsjahr entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung. Ein spezieller Dank geht an meine Vorstandskollegin und -kollegen, den Fähnrich,
die Revisoren, den Helfern an den An-
SZ
lässen und der Schiesskommission für
die geleistete Arbeit. Ich danke auch
Martin Spichtig mit Marianne und
meinem Vorgänger Peter Vogler, Sarnen, mit Marie für die Führung der
Gastwirtschaft am Jagdschiessstand
in Alpnach. Ebenfalls danke ich dem
Bau- und Raumentwicklungdepartement mit der Jagdverwaltung und der
Wildhut für die gute und konstruktive
Zusammenarbeit. Ein weiterer Dank
geht an alle Gemeindevertreter für die
spannenden Berichte aus den Gemeinden, welche wir jedes Jahr abdrucken
dürfen und an Nadja Küchler, welche
das schöne Jahresheft des OPJV umsetzt. Ich freue mich auf ein spannendes neues Vereinsjahr.
René Geisser, Präsident OPJV
Schwyzer Kantonaler
Patentjägerverband
Es freut mich, über die Aktivitäten
des verflossenen Verbandsjahres berichten zu dürfen.
Jagdverlauf
Die Hoch- und die Niederwildjagd
verliefen im vergangenen Jahr erfreulicherweise wiederum unfallfrei. Das
trockene, schöne Wetter hat die Jagd
geprägt. So durften wir viele wunderschöne, sonnige Stunden in der freien Natur geniessen, welche jagdtechnisch gesehen nicht immer nur von
Vorteil waren. Dem kameradschaftlichen Aspekt waren sie aber nur förderlich. Zum ersten Mal durften wir
die Hochwildjagd eine halbe Stunde
länger geniessen.
sel von 55 männlichen und 65 weiblichen Tieren sowie 60 Kälbern wurde nicht nur erreicht, sondern gar weit
übertroffen. Beinahe musste die Jagd
auf den Rothirsch frühzeitig abgebrochen werden, da der Abschuss bei über
10 % der Vorgabe lag. Auf alle Fälle ist der Rotwildbestand im Kanton
Schwyz stabil und immer noch tendenziell steigend. Die weitere Entwicklung muss genau beobachtet werden.
Gamswild (siehe Tabelle nächste Seite oben): Das Geschlechterverhältnis beim Gamswildabschuss
beträgt im Jagdjahr 2012 1:0.60 (Vorjahr 1:0.69). Das Geschlechterverhältnis beim Abschuss hat sich wiederum
Jagdpatente
2011
442
451
53
946
Hochwildjagd
Niederwildjagd
Wasserwildjagd
Total gelöste Patente
Jagdlehrgang 2010–2011
Für den Jagdlehrgang 2010–2011
hatten sich 20 Personen angemeldet.
Die Schiessprüfung vom 10. Juli 2010
auf der Schiessanlage Selgis, RiedMuotathal, haben 14 Jagdlehrgänger mit Erfolg bestanden. Herzliche
Gratulation! Die Übergabe der Jagdpatente durch Regierungsrat Andreas
Barraud an die Jagdlehrgänger fand
am 30. Mai 2011 anlässlich eines Apéros statt. Die stolzen Empfänger haben
im letzten Herbst zum ersten Mal die
schwyzerische Jagd geniessen dürfen.
Jagdstrecke 2011
(Stand 05.12.2011)
Rotwild (siehe Tabelle unten):
Das gesteckte Ziel von 180 Stück
Rotwild gemäss dem VerteilerschlüsRotwild
Mehrjährige Hirsche
Spiesser
Hirschkälber
Galttiere
Schmaltiere
Wildkälber
Hirschkühe laktierend
Total
2010
427
440
62
929
2009
430
455
66
951
1998
397
430
40
867
verschlechtert. Nach wie vor werden
mehr männliche Jahrtiere gestreckt,
was sich negativ auf das Geschlechterverhältnis auswirkt. Die Jagdverwaltung arbeitet an Vorschlägen für
die künftige Gamsbejagung, damit
die Bestandesstruktur verbessert werden kann. In diesem Jahr wurden im
Wildraum 2 (Rigi) die Streckenvorgaben für Gämsen knapp nicht erreicht. Im Wildraum 2 wurden durch
die Wildhüter insgesamt zwei zusätzliche Gämsen erlegt. In diesem Jahr
konnten unlimitiert Zusatzmarken bezogen werden. Die Zusatzmarken waren gültig, bis das Kontingent von 35
Zusatzabschüssen erreicht wurde oder
die Jagd am 20. September 2011 beendet war. Das neue System hat sich somit im ersten Jahr bereits bewährt. In
2011
52
17
35
33
30
22
29
218
2010
59
12
24
18
17
19
19
168
2009
43
13
22
15
23
21
15
152
2008
46
14
16
13
24
16
14
143
1998
40
17
24
27
19
24
25
176
2011
193
67
42
115
417
2010
173
70
60
103
406
2009
208
70
44
93
415
2008
177
85
69
100
431
1998
236
45
47
93
421
Rehwild
1998 drei Rehwildmarken
Böcke
Bockkitz
Geissen
Geisskitz
Geissen laktierend
Total
2011
341
85
260
94
22
802
2010
349
87
253
89
27
805
2009
341
96
255
90
18
800
2008
370
78
286
70
26
831
1998
358
202
357
224
37
1178
absoluten Zahlen wurden an der Rigi
ohne Kanton Luzern total 76 Gamsabschüsse getätigt. Davon 26 an der
Nordlehne, 43 an der Hochfluh/Urmiberg und sieben am Gersauerstock.
Rehwild (siehe Tabelle oben):
Das Geschlechterverhältnis beim
Rehwildabschuss beträgt im Jagdjahr
1:0.88. Auch beim Rehwild darf der
Abschuss als erfüllt betrachtet werden. Dies, obwohl die gelbe Marke
für die Rehgeiss ab dem 16. Oktober
2011 verfiel.
Nachsuchen: Zum jetzigen Zeitpunkt liegen die Ergebnisse der Nachsuchen noch nicht vor. Bereits aber
jetzt von dieser Stelle ein herzliches
Dankeschön an alle 18 Gespanne für
ihren Einsatz.
Steinbock: Von insgesamt vier
verlosten Tieren wurden auf der Steinwildjagd in diesem Jahr beide Böcke
und beide Geissen erlegt. Weidmannsheil!
Munggenabschüsse: Im Jagdjahr
2011 wurden 32 (48) Tiere zum Abschuss freigegeben. Davon wurden 20
(34) erlegt.
Verbandstätigkeit
Jäger-Info-Tag
Der Informationstag 2011 fand
am 20. Mai zum Thema Vollzugshilfe
Wald-Wild statt. Die Wald-Wild-Vollzugshilfe des Bundes definiert Grundsätze für die nachhaltige Bewirtschaftung von Wald und Wild sowie die
Vorgehensweise bei Wald-Wild-Problemen. Die Vollzugshilfe richtet sich
primär an die kantonalen Wald- und
Jagdverwaltungen und an die Praktiker im Feld – Förster, Wildhüter
und Jäger. Nicole Imesch, Wildbiologin/Jägerin und Mitarbeiterin beim
BAFU erläuterte diese Thematik in
einem Vortrag. Der nächste Informationstag findet am 2. Juni 2012 zum
Thema «Wildbrethygiene heute» statt.
Trophäenschau und Pelzfellmarkt
Die Trophäenschau fand am 2./3.
März 2012 in Unteriberg statt. Es wurden insgesamt 313 Trophäen (128 Reh,
147 Gams, 36 Hirsch und 2 Steinwild)
ausgestellt. Am Pelzfellmarkt wurden insgesamt 342 Felle (295 Fuchs,
42 Marder, 3 Dachs und je eine Gämse und Rotwild) gehandelt. Die durchschnittlichen Preise betrugen je nach
Qualität beim Fuchs zwischen CHF
15–20 und beim Marder CHF 20–30.
war sich einig, dass bei der Einführung des Bedingungsschiessens versprochen wurde, nie eine Minimalpunktzahl einzuführen. Der Vorstand
ist sich aber bewusst, dass die Zeiten
und somit das Umfeld sich verändert
haben. Die gegenseitige Anerkennung
des Schiessnachweises mit den anderen Kantonen war immer wieder ein
Thema. Aus diesem Grund wurde zu
Handen der Delegiertenversammlung
ein Vorschlag mit einer Mindestpunktzahl ausgearbeitet. Das Programm
kann beliebig oft wiederholt werden
und die Wahl des Schiessstandes ist
frei wählbar. Wichtig ist dabei die Anerkennung unserer Schiessnachweise
in den anderen Kantonen.
Schweisshundewesen
Im Artikel 4: Aufgaben obliegen
dem SKPJV Buchstabe e) die Förderung der Jagd und Schweisshundeführung. Diesem Umstand will man in
Zukunft vermehrt Aufmerksamkeit
schenken. Für das nächste Vereinsjahr will der Vorstand einen Verant-
UR
Kantonale Jagdmeisterschaft vom
10./11. Juni 2011
Die siebte Auflage der Schwyzer
Kantonalen Jagdmeisterschaft im Selgis wurde am 10./11. Juni 2011 ausgetragen. Durch den Kanton wurde
wiederum ein Lebendpreis dem Erstrangierten übergeben. Zugleich wurde
unter allen Teilnehmern zwei Lebendpreise ausgelost. Gewinner des Wanderpreises, eines Steinbockgehörns,
sowie eines Lebendpreises wurde
schliesslich Roger Ruoss aus Bubikon
mit ausgezeichneten 79 Punkten. Der
zweitplatzierte Alex Müller von Schübelbach sowie der drittplatzierte Josef
Waldvogel von Brunnen folgten ihm
mit je 78 Punkten dicht auf.
Anschliessend ans Absenden
schritt unsere Jagdverwalterin Claudine Winter zur Ziehung der zwei Lebendpreise, auf die, unabhängig vom
Schiessresultat, jeder Teilnehmer hoffen durfte. Die glücklichen Gewinner der zwei Lebendpreise hiessen:
Jacques Vorpe von Schwyz und Willy Heinzer von Muotathal. Die nächste Kantonale Jagdmeisterschaft findet
am 8./9. Juni 2012 statt. Ich möchte
alle Weidmänner und -frauen auffordern, an diesem Anlass teilzunehmen.
Schiessnachweis /
Bedingungsschiessen
Im Vorstand wurde der Schiessnachweis intensiv besprochen. Man
wortlichen für das Schweisshundewesen bestimmen. Die obligatorischen
Schweisshundeprüfungen
werden
durch den SKPJV vergütet.
Gratulationen
In diesem Verbandsjahr haben wiederum zwei Vereine ihr Jubiläum gefeiert. Herzliche Gratulation den Jubilaren. Es sind dies der Jagdverein
Einsiedeln und der Jagdverein March.
Vorstand
Wiederum hat der Vorstand an vier
Vorstandssitzungen diverse Geschäfte
behandelt.
Bei dieser Gelegenheit darf der
Dank an meine Vorstandskollegen, an
die Jagdverwalterin Claudine Winter,
dem Wildhüter und kantonalen Hegeobmann Pius Reichlin und den Präsidenten der Vereine wiederum nicht
fehlen.
Ein erfolgreiches Jagdjahr 2012/
2013 wünscht
Aloys von Reding, Präsident
Urner
Jägerverein
Bereits schaue ich auf mein drittes Amtsjahr zurück. Auf Vereinsebene konnten wir die anstehenden Geschäfte ohne nennenswerte Probleme
angehen und behandeln. Die Einführung des Schiessobligatoriums erfolgte ohne erwähnenswerte Schwierigkeiten, und viele Jäger sind ihrer
Schiesspflicht für das Jahr 2012 bereits nachgekommen.
Überschattet wurde das vergangene Vereinsjahr von zwei tödlichen
Unglücksfällen. Unsere beiden Jagdkameraden Hans Gnos und Ruedi
Wyrsch verunglückten bei der Ausübung ihres geliebten Hobbys. Wir begleiteten die lieben Verstorbenen zur
letzten Ruhe.
Der Vorstand traf sich im vergangenen Jahr zu insgesamt sechs Sitzungen.
Jagdliches
Im vergangenen Jahr durften wir
im Grossen und Ganzen mit der Jagdstrecke zufrieden sein. Gemäss der
kantonalen Jagdstatistik wurden im
Jahr 2011 auf der ordentlichen Jagd
und auf der Nachjagd rund 30 Hirsche
mehr erlegt. Gämsen wurden im vergangenen Jahr total 620 Stück zur Strecke gebracht, was eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr um 11 Tiere
bedeutet. Die Rehstrecke verringerte sich um 30 Stück von 281 im Jahre 2010 auf 251 Tiere im Jahre 2011.
Das Thema «Luchs» beschäftigt uns immer noch sehr. In einzelnen Jagdgebieten (auch in kantonalen
und eidgenössischen Jagdbanngebieten) ist der Bestand an Gäms- und
Rehwild besorgniserregend eingebrochen. Im Bewusstsein, dass für diese
Rückläufigkeit der Wildbestände nicht
nur der Luchs eine Rolle spielt, hat der
Vorstand bei der Jagdverwaltung ein
Gesuch um Dezimierung der Luchs-
population eingereicht, das heisst, die
Jagdverwaltung wurde ersucht, beim
Bundesamt für Umwelt vorstellig zu
werden, damit dieses Grossraubwild
in unserem Kanton reguliert und auf
ein vernünftiges Mass reduziert werden kann.
Die Jagdverwaltung hat uns mitgeteilt, dass die eidgenössische Jagdverordnung momentan revidiert wird. In
seiner Stellungnahme zur eidg. Jagdverordnung begrüsst der Regierungsrat die Möglichkeit, regulierenden
Massnahmen bezüglich der Handhabung von Luchsabschüssen zu ergreifen. Bevor nun der Kanton entsprechende Anträge stellen kann, muss
zuerst die Inkraftsetzung der Verordnung abgewartet werden.
Betreffs der Ausarbeitung eines
Gämskonzepts hat die Jagdkommission eine breit abgestützte Arbeitsgruppe, in der wir Jäger auch vertreten sind, eingesetzt. Die Kommission
ist immer noch mit der Ausarbeitung
von entsprechenden Lösungsvorschlägen beschäftigt.
Gedenken an unsere verstorbenen
Vereinsmitglieder
Im ablaufenden Jahr hatten wir in
unserem Verein leider sechs Todesfälle von Jagdkollegen zu beklagen. Es
sind dies: Anton Arnold, Bürglen (Ehrenmitglied); Vinzenz Arnold, Schattdorf; Friedrich Walker, Altdorf; Karl
Wyrsch, Flüelen; Hans Gnos, Erstfeld;
Sepp Schuler, Bürglen.
Wir entbieten den Angehörigen
unsere herzliche Anteilnahme und
wünschen den lieben Verstorbenen
Weidmannsruh.
Jägerprüfung
Am 30. April 2011 durfte unser
Vizepräsident Bruno Planzer an der
Schlussfeier den erfolgreichen PrüSchweizer Jäger 6/2012
41
Jahresberichte
Gamswild
Böcke 2½ +
Jahrtier männlich
Jahrtier weiblich
Geissen 2½ +
Total
lung des Urner Jägervereins statt.
Demzufolge werde ich im nächstfolgenden Jahresbericht über diesen Anlass berichten.
Jahresberichte
Dankeschön
Ich danke zum Schluss allen für
das mir und dem Vorstand im vergangenen Jahr entgegengebrachte Vertrauen und für die Unterstützung. Ein
spezieller Dank geht an meine Vorstandskollegen, an alle Mitglieder in
den verschiedenen Kommissionen, an
Lisbeth und Sepp Zgraggen, das Wirte-Ehepaar in der Jagdschiessanlage
«Standel», an den Fähnrich und Vizefähnrich und an die Revisoren. Aber
ZG
Zuger Kantonaler
Patentjägerverein
Ein sehr arbeitsreiches und interessantes Jahr 2011 ist zu Ende, von
dem ich euch allen hiermit Bericht erstatten möchte.
fungsabsolventen die Grussworte des
Vorstandes überbringen und den drei
Erstplatzierten traditionsgemäss einen
kleinen Zinnbecher überreichen. Von
den insgesamt 35 Prüflingen konnten
30 angehende Jäger das hart erarbeitete Diplom entgegennehmen. Nochmals herzliche Gratulation!
Weitere Aktivitäten
10. Mai 2011: Der Naturforschenden Gesellschaft Uri (Alpenund Naturforschung) wurde zu ihrem 100-jährigen Jubiläum gratuliert.
Im Historischen Museum in Altdorf
konnte eine Sonderausstellung über
den Steinbock bewundert werden.
14. Mai 2011: Delegiertenversammlung von JagdSchweiz in Brunnen.
21. Mai 2011: Besuch des eidgenössischen Jaghornbläserfestes in
Goldach durch den Präsidenten.
Schweisshundewesen
Erfreuliches gibt es auch wieder
aus dem «Schweisshundelager» zu berichten. Ramon Russi (1000-m-Fährte) und Oski Bissig (500-m-Fährte)
haben mit ihren Hunden in Göschenen die Schweisshundeprüfung erfolgreich absolviert. Herzliche Gratulation und ein kräftiges «Suchenheil»!
Die 20 Hundegespanne leisteten im
vergangenen Jahr auf der Hoch- und
Niederwildjagd wieder tolle Arbeit.
7. August 2011: Schweisshundeseminar mit Ulrich Bärtschi, Kanton
Bern; Kursort: bei der Jagdschiessanlage im «Standel», Wassen. Der sehr
interessant gestaltete Kurstag wurde
von den Schweisshundeführern vollzählig besucht.
Schiesswesen
Wie der Kommissionspräsident
Adrian Planzer in seinem Jahresbericht ausführt, erreichte die Jagdschiessanlage mit rund 20 offiziellen
Trainings eine gute Auslastung. Der
Jagdschiessbetrieb funktionierte ein-
42
Schweizer Jäger 6/2012
wandfrei, und das Jahr 2011 konnte
– und dies ist besonders wichtig und
erfreulich – unfallfrei abgeschlossen
werden.
Das Wirte-Ehepaar Lisbeth und
Sepp Zgraggen zauberte wieder mit
viel Fleiss und Engagement eine gemütliche Atmosphäre in unser «Jägerstübli».
Hegetätigkeit
Insgesamt 2200 Arbeitsstunden
wurden im vergangenen Vereinsjahr für
die Hege geleistet. Wahrlich eine sehr
stolze Bilanz! Dies ist ein erfreulich
grosses Arbeitspensum, das zugunsten
unserer Wildtiere geleistet wurde.
Alle Jägerinnen und Jäger sind
aufgerufen, sich auch im kommenden
Jahr an den im «Urner Jeger» publizierten Hegetagen aktiv zu beteiligen.
Hubertusjagd, Hubertusmesse,
Trophäenschau und Pelzfellmarkt
Die Hubertusjagd in Erstfeld, an
der sich rund 50 Jäger beteiligt haben,
war wiederum ein kameradschaftlicher Anlass, der noch lange in bester
Erinnerung bleibt. Ein grosses Kompliment den Erstfelder Jägern und den
Jagdführern für die ausgezeichnete
Organisation. Beute: 4 Schneehasen.
Ein Dankeschön auch der Jagdverwaltung für das spendierte Gämsfleisch, das im Hotel «Frohsinn» zu
einem schmackhaften Nachtessen zubereitet wurde!
Die Hubertusmesse in Schattdorf –
umrahmt von den bewegenden Klängen unserer Jagdhornbläsergruppe
«Bärgarvä» – war sehr besinnlich und
feierlich gestaltet. Der Aufmarsch der
Jäger hielt sich allerdings in Grenzen.
Ich hoffe im nächsten Jahr auf eine
grössere Beteiligung seitens der Jägerschaft.
Pelzfellmarkt mit Trophäenschau
Der Pelzfellmarkt und die Trophäenschau finden dieses Jahr erstmals
gemeinsam mit der Generalversamm-
auch den Helferinnen und Helfern an
allen Anlässen unseres Vereins gilt
ein ganz herzlicher Weidmannsdank.
Ebenfalls danken möchte ich der Sicherheitsdirektion unter der Leitung
von Regierungsrat Beat Arnold und
der Jagdverwaltung für die konstruktive Zusammenarbeit.
Walter Baumann, Präsident UJV
Generalversammlung und
Trophäenschau
Die Generalversammlung wurde
am 12. März 2011 in der Maienmatt
in Oberägeri durchgeführt. Der Anlass wurde von 123 Personen (davon
110 stimmberechtigten Vereinsmitgliedern) besucht. Als Gäste konnten
Regierungsrätin Manuela WeicheltPicard, Alt Jagdverwalter Armin Frei,
sowie der Ehrenpräsident ZKPJV, Paul
Wyss, begrüsst werden.
Einstimmig genehmigt wurden
von der Versammlung der Jahresbericht des Präsidenten und der einzelnen Ressorts, die Rechnung 2010
sowie das Jahresprogramm 2011. Speziell wurde beschlossen, zum Anlass
des UNO-Jahres des Waldes an den
drei geplanten Waldtagen im Kanton
Zug mit einer eigenen Ausstellung
mitzuwirken. Zu diesem Zweck wurde ein Budget von Fr. 6000.– als Kostendach genehmigt.
An der Versammlung wurde das
Ehrenmitglied Albert Stössel geehrt.
Er hat als Mitglied der Kantonalen
Jagdprüfungskommission demissioniert und somit sein letztes offizielles Amt für die Zuger Jagd abgegeben. Ein kräftiger Weidmannsdank für
sein sehr grosses Engagement für die
Jagd im Kanton Zug und in der ganzen Schweiz.
Hegetätigkeiten
Dieses Jahr wurden wiederum die
Hegetage in Zusammenarbeit mit dem
Kantonsforstamt durchgeführt. Die
beiden Arbeitstage in Walchwil und
Oberägeri zeichneten sich durch interessante Arbeiten und dessen Wichtigkeit für die Lebensräume der wildlebenden Tiere aus. Der zuständige
Förster begleitete die Arbeiten und
konnte die regionalen Zusammenhänge von Wald, Wild, Nutzung und Störung kompetent erklären.
Ich wiederhole mich, wie in den
letzten Jahresberichten: Die Beteiligung der Zuger Jäger ist an den Hege-
tagen zu gering und es muss sich diesbezüglich etwas ändern!
Wildzählungen
Die Rehwildzählungen wurden im
März/April im gewohnten Rahmen
durchgeführt. Mit dem Frühjahresbestand von 1010 (2010: 1094) Stück
Rehwild war dieser wie gewünscht
tiefer als im Vorjahr. Vom Betrag her
war er aber etwas tiefer als geplant.
Besten Dank den vielen Zählern
für ihre zuverlässige Arbeit!
Sommerversammlung
An der Sommerversammlung vom
18. Mai 2011 in der Aula der Kantonsschule in Zug wurden die Jagdbetriebsvorschriften für die nächste
Jagdsaison diskutiert.
Einleitend orientierte der Vorsteher des Kantonsforstamtes, Dr.
Martin Winkler, über die diesjährigen Aufnahmen der Waldverjüngung
im Kanton Zug. In drei von vier Inventarflächen im Kanton Zug hat der
Wildverbiss abgenommen. Einzig die
Aufnahmefläche Dachsflue in Unterägeri zeigt in der Aufnahme 2011
stark steigenden Verbiss, nachdem sie
noch 2010 eine fallende Tendenz aufzeigte. Wegen der Zunahme des Verbissschadens Dachsflue beantragte
der Kantonsförster eine Reduzierung
des Rehwildbestandes im Jagdbezirk 5. Ich wies aber darauf hin, dass
die zweite Inventarfläche im Jagdbezirk 5 abnehmenden Wildverbiss aufzeigt und so nicht einfach der grosse
Jagdbezirk 5 als problematisch eingestuft werden kann. Eventuell kann das
Problem Dachsflue auch mit dem Aufruf für eine örtlich stärkere Bejagung
gelöst werden. Der Antrag wurde anschliessend zurückgezogen.
Anhand des Frühjahresbestands
von 1010 Rehwild wurde für 2012 einen Zielbestand von 1024 definiert.
Für die Jagd bedeutete dies ein Reduktionskontingent von 365 Tieren. Es
wurde beschlossen, dass am 21.10.11
vom Amt für Jagd und Fischerei anhand der eingegangenen Schussmeldekarten entschieden wird, ob für die
letzte Woche Oktober Sondermarken
herausgegeben werden oder nicht. So-
Kantonale Jagdkommission
In der Jagdkommission wurde
der an der Sommerversammlung beschlossene Vorschlag der Jagdbetriebsvorschriften 2011/2012 besprochen. Es wurde einzig der Zeitraum
für die Regulierungs- und Reduktionsabschüsse auf Dachse einen halben Monat nach vorn geschoben,
damit im Sommer das notwendige
Tageslicht besser ausgenutzt werden
kann. Ansonsten wurde alles unverändert belassen und die Jagdbetriebsvorschriften genehmigt.
Jagd
(in Klammern: Zahlen der Vorjahre)
Die Jagd 2011 war ausserordentlich gut. Die Strecke der Rotwildjagd
2011 war ein Rekord. Seit der Einführung der Rotwildjagd konnte noch nie
eine so grosse Zahl von Rotwild erlegt
werden und auch nie so viele männliche Hirsche. Auffallend auch die
grosse Zahl von Rotspiessern. Dies
ist darauf zurückzuführen, dass in den
letzten Jahren der weibliche Teil des
Rotwildes sehr schonend bejagt worden ist und somit der Bestand und die
Nachwuchsrate erhöht worden sind.
Auf der Rotwildjagd konnten erlegt werden: 12 (6) männliche und 5
(2) weibliche Tiere: 0 (0) 12-Ender,
2 (3) 10-Ender, 2 (0) 8-Ender, 2 (2)
6-Ender, 6 (1) Spiesser, 2 (1) Schmaltiere und 3 (1) Hirschkühe.
Am 21. Oktober hat das Amt für
Fischerei und Jagd, anhand der vorher definierten Kriterien, entschieden, dass für die letzte Oktoberwoche
Sondermarken herausgegeben wer-
den. Zu diesem Zeitpunkt waren die
Abschusszahlen, nach den im Internet
veröffentlichten Zahlen, die schlechtesten seit 2003. Somit war dieser Entscheid richtig. Ab dem 21. Oktober
wurde das erste Gebiet wegen Erfüllung des Abschusses für die Nutzung
der Jagd eingeschränkt. Für den letzten Jagdtag waren nur noch die Jagdgebiete 1, 2, 4 und 5 eingeschränkt bejagdbar und die Jagdbezirke 3 und 6
mussten sogar geschlossen werden.
Auch die Zusatz- und die Sondermarken mussten geschlossen werden. Mit
den Abschüssen der Sondermarken
wurde das geplante Abschusskontingent erstmals übertroffen.
380 (430) der total 365 (470) ausgegebenen Rehwildmarken wurden
eingelöst. Erlegt wurden 154 (166)
Böcke, 146 (174) Geissen und 80
(90) Kitze. Das Geschlechtsverhältnis (exkl. Kitze) war bei 1.05:1. Der
Streckenanteil der Kitze betrug 21%
(20.9%). 33 (67) der ausgegebenen
67 (108) Sondermarken konnten eingelöst werden, d.h. umgerechnet 49%
(62%).
Jagdlehrgang
Im Sommer 2011 konnten 16 Teilnehmer des Lehrgangs die Prüfung
Waffen, Munition und Optik antreten.
Während der schriftliche und der Praxis-Teil weniger Probleme bereitete,
wurde die eigentliche Schiessprüfung
wiederum ein Stresstest für einige
Teilnehmer. Während eine Person aus
privaten Gründen die Prüfung nicht
antreten konnte, erfüllte eine Person
die Anforderungen bei der schriftlich/
praktischen Prüfung nicht und zwei
Personen sind leider bei der Schiessprüfung durchgefallen.
Schweizerischer Patentjäger- und
Wildschutzverband (SPW)
Die jährliche Präsidentenversammlung wurde am 19. Februar 2011
in Davos abgehalten. Der neue Präsident Tarzisi Caviezel führte gekonnt
durch die Geschäfte.
Die Zeitschrift «Schweizer Jäger»
spülte dem SPW 2011 wiederum ca.
64 850 Franken Ertrag in die Kasse. An die einzelnen Kantone konnten Fr. 3.– pro Jäger verteilt werden.
Für die Zukunft wird eine Erhöhung
der Abonnenten angestrebt. Ein Ziel,
das auch uns entgegenkommt: Je mehr
Ertrag der «Schweizer Jäger» erwirtschaftet, je mehr kann uns als Beteiligung zurückgezahlt werden.
JagdSchweiz
Am 15. Mai fand die Delegiertenversammlung in Brunnen statt, bei der
ich mich wegen Terminkollision mit
dem ersten Waldtag in Zug vertreten
lassen musste.
Am 9. Dezember fand die jährliche Präsidentenversammlung von
JagdSchweiz in Bern statt. Anlässlich dieser wurden die einzelnen Sektionsvertreter von Präsident Hanspeter Egli über die Arbeit im Vorstand
informiert, sowie einzelne Strategien
für die Zukunft diskutiert.
Aufwendungen zum UNO-Jahr des
Waldes 2011
Die drei Waldtage (Waldtag Zug/
Walchwil 15. Mai 2011 in Oberwil;
Flösserfest 17. Juni 2011 in Oberägeri; Waldtag Ennetsee vom 10. September 2011 in Cham) wurden vom Waldwirtschaftsverband des Kantons Zug
organisiert. Wir konnten jeweils eine
eigene Ausstellung über unsere Anliegen präsentieren und die Zusammenarbeit mit dem Organisator war stets
sehr zuvorkommend und kollegial.
Leider hatte der Wettergott in Oberwil
und Oberägeri kein Erbarmen und das
schlechte Wetter reduzierte den Zulauf
von Besuchern beträchtlich. Die Ausstellung in Cham war leider etwas abseits und es fanden nicht so viele Besucher den Weg zu uns.
Rückblickend war unser Aufwand
für die drei Waldtage mit ca. 200 Stunden, 70 Stunden alleine durch mich als
Organisator, sehr gross. Finanziell war
der Aufwand mit Fr. 5271.25 nicht so
gross wie anfangs geschätzt. 50% davon hat zudem freundlicherweise das
Amt für Fischerei und Jagd übernommen. Besten Dank an dieser Stelle.
Weiter hat unser Verein in Zusammenarbeit mit dem WWF des Kantons
Zug einen Abendspaziergang mit Jägern in Unterägeri organisiert. Dieser
wurde während meiner Ferienabwesenheit von Thomas Müller durchgeführt. Weiter wurde der Anlass «Unterwegs zu Gams und Hirsch» mit dem
Verein für Zuger Wanderwege durchgeführt, der von Jörg Rogenmoser und
Harry Frenademez begleitet worden
ist. Beide Anlässe waren sehr erfolgreich und gut besucht.
Am 15. September 2011 fand im
Gemeindehaus in Unterägeri die feierliche Eröffnung einer Fotoausstellung
von Naturfotograf und Jäger Josef
Griffel aus Baar statt. Gemäss dem
Gemeindepräsidenten war die Präsentation von Naturbildern im Gemeindehaus eine sehr bereichernde Aktion
und fand allseits guten Anklang.
Vernehmlassungen
In der Vernehmlassung zur Richtplananpassung 2011 hat der ZKPJV
festgestellt, dass sich die Biker durch
illegales Befahren von Downhillstrecken im Entwicklungsleitbild Zuger-,
Walchwiler- und Rossberg nun offizielle Möglichkeiten «erarbeitet» haben. Das sind problematische Zugeständnisse! Es wurde auch speziell
darauf hingewiesen, dass mit den geplanten Wochenendfahrverboten die
Zufahrt zu den Jagdparkplätzen für
die Jäger nicht eingeschränkt werden
kann. Auch könnte im Leitbild mehr
auf den Schutz der Wildtiere im Winter eingegangen werden.
Das neue Übertretungsstrafgesetz
wurde uns zur Vernehmlassung zugestellt. Zukünftig können gewisse
Übertretungen, die gemäss den Zuger
Gesetzen strafbar sind, mit einer Busse bestraft werden. Dazu gehören auch
bestimmte Strafbestände, gemäss der
Zuger Jagdgesetzgebung. Das neue
Gesetz bedeutet nicht, dass neue Einschränkungen für die Jagd geplant
sind, sondern, dass heute schon bestehende Übertretungstatbestände mit einer Busse bestraft werden können und
anschliessend abgeschlossen sind.
Eine Verzeigung und die heute übliche Verfolgung durch die Strafbehörden erfolgt nur, wenn die Busse durch
den Beschuldigten nicht akzeptiert
wird. Der ZPKJV hat sich dafür eingesetzt, dass einige Bussen nicht vollzogen werden sollen (z. B. ein vergessener Jagdausweis oder ein falsches
Datum auf einer Schussmeldekarte). Auch haben wir uns für moderate
Bussen eingesetzt. Diese sind im Bussenkatalog, unserer Meinung nach, zu
hoch angesetzt.
Wir trauern
Auch dieses Jahr haben uns einige Vereinsmitglieder für immer verlassen:
Am 2. März 2011 verstarb unser
Aktivmitglied Urs Rölli, Baar. Leider hat der Vorstand erst Monate später davon erfahren. – Am 20. November 2011 ist nach langer Krankheit
Hansjörg Ita aus Baar in seinem 69.
Lebensjahr verstorben. – Am 4. Dezember 2011 verstarb unerwartet Kari
Merz, Baar, in seinem 81. Lebensjahr.
Unsere Vereinsfahne hat Hansjörg
Ita und Kari Merz auf ihrem letzten
Weg begleitet. Wir bewahren allen ein
ehrendes Andenken!
Wiederum möchte ich alle dazu
aufrufen, den Vorstand möglichst
frühzeitig über das Ableben von Vereinsmitgliedern zu informieren.
Weidmannsdank
Zum Schluss möchte ich den vielen unersetzlichen Helfern ganz herzlich danken. Ohne diese kann unser
Verein nicht existieren! Herzlichen
Dank auch an meine Vorstandskollegen für ihre sehr umfangreiche und
wertvolle Mitarbeit!
Ich wünsche allen Jägern ein erfolgreiches neues Jagdjahr mit Gesundheit, viel Anblick und Weidmannsheil!
Alfred Meier, Präsident
Bei Redaktionsschluss stand
der Jahresbericht des Walliser
Jägerverbandes noch nicht zur
Verfügung. Dieser wird in einer
späteren Ausgabe veröffentlicht.
Schweizer Jäger 6/2012
43
Jahresberichte
mit kann nach Bedarf der Jagddruck
noch etwas erhöht werden, um die geplante Jagdstrecke auch sicher zu erreichen.
Nach der Pause erzählte Thomas
Müller, Rechtsanwalt und Mitglied
des Vorstandes ZKPJV, von seinen
Arbeiten für JagdSchweiz. Er hat für
diese zwei Gutachten zur rechtlichen
Situation des Schutzes der Grossraubtiere erstellt. Mit Hilfe dieser Gutachten gelang es JagdSchweiz, dem
Druck der Naturschutzorganisation
entgegenzuwirken und im Endeffekt
eine Herabstufung des Wolfsschutzes
in der Schweiz zu erreichen.
Jahresberichte
Schweizerischer Club
für Deutsche Jagdterrier
Das Jahr 2011 liegt hinter uns. Einiges hat man vergessen, anderes hat
man nicht gewusst und wieder anderes
ist uns noch sehr präsent.
Ich denke da an die Naturkatastrophe vom Frühjahr in Japan mit
dem verheerenden Tsunami. Zehntausende gingen in Nordafrika auf
die Strassen und zwangen Regierungschefs zurückzutreten. Ein Aufatmen ging durch die Welt, als Osama
bin Laden von US-Soldaten gefunden und erschossen wurde. Griechenland wurde von der Euro-Krise voll
erfasst. Prinzen und Fürsten heirateten. Die Frankenstärke, für einige ein
Segen, für andere ein Fluch. Kollegialitätsprinzip und Zauberformel wurde ...zigfach erwähnt und beschworen.
Die Waffenschutz-Initiative wurde abgelehnt. Das Aargauer Volk sagte mit
grossem Mehr Nein zum Treibjagdverbot.
Dies nur ein paar Rückblicke, international, national und regional.
Hält man sich einige dieser Ereignisse vor Augen, so relativiert sich vieles, was wir als Problem und Katastrophe betrachten.
Im Frühling und im Herbst wurde
je eine Zuchtprüfung organisiert. Da
zur Zeit keine Kunstbauanlage in der
Schweiz steht, war unser Club angewiesen auf nachbarschaftliche Hilfe.
Unser lieber Kamerad, Paul Schmid,
stellte die Bauanlage im Markgräflerland zur Verfügung. Besten Dank.
Unsere jährliche Schweissprüfung
organisierte der Prüfungsobmann in
seiner engeren Heimat, in Wiedlisbach. Der Förderverein Magyar Vizsla
betreute die Infrastruktur und war für
das Wohl der Prüfungsteilnehmer verantwortlich, ihnen herzlichen Dank.
Den erfolgreichen Führern sowie
dem Gewinner des Wanderpreises,
Roger Leuenberger, sei an dieser Stelle nochmals gratuliert.
In Preddvor/Slowenien organisierte der Slowenische Erdhundeclub im
August die 16. internationale Prüfung
«Arbeit nach dem Schuss». Die herrliche Landschaft und die Gastfreundschaft haben viele entzückt, einige
vielleicht etwas weniger! Organisatorisch gab es ein paar Defizite, insbesondere in der Ausschreibung. Es
waren meines Erachtens Kleinigkeiten, die man jedoch zufriedenstellend
Nachtessen in Slowenien.
44
Schweizer Jäger 6/2012
löste. Man soll nicht aus einer Mücke
einen Elefanten machen. Unserem
Prüfungsobmann gratuliere ich herzlich für den tollen 1. Preis mit seinem
Xeno.
Die 46. Dr. Lackner-Gedächtnisprüfung wurde von der Landesgruppe Thüringen in Uhlstädt-Kirchhasel organisiert und durchgeführt. Mit
18 gemeldeten Gespannen war diese
anspruchsvolle und für jeden Führer
und Hund der Höhepunkt von Hundeprüfungen, eher unterdurchschnittlich
besetzt. Umso erfreulicher war das
Abschneiden durch unsere 2 Clubmitglieder, Markus Annen und Marcel
Roos. Ihre Hunde zeigten hervorragende Arbeiten, die zu Spitzenergebnissen führten. Beide wurden mit einem 1. Preis belohnt. Ein feiner Lohn
für viele Stunden der Hundeausbildung. Bravo, super gemacht.
Markus Annen und Marcel Roos.
Ebenso lobenswert sind die fast
schon jährlichen Teilnahmen an der
Verbandsschweissprüfung in Zeil
am Main. Alle vier Führer haben die
Prüfung bestanden. Für die beste
Schweiss-Arbeit darf ich hier Roger
Leuenberger gratulieren, er führte seine Hündin auf der 40-Stunden Fährte
ohne Abruf in den 1. Preis. Spitzenklasse.
Unsere Clubschau anlässlich der
CAC-Terrierschau in Aarau wurde
wiederum gut besucht. Danken möchte ich dafür allen Hundeführern, die
ihre Hunde jeweils an diesem Anlass
Am Wasser: Zuchtprüfung.
präsentieren. Dies ist auch Öffentlichkeitsarbeit.
Die Ankörung wurde einmal mehr
anlässlich unserer Schweissprüfung
organisiert. Stefan Rahner hat alle
Hunde meines Erachtens seriös und
korrekt beurteilt. Dafür besten Dank.
Nicht immer sind alle mit dem Urteil
zufrieden. Wird zu wohlwollend bewertet, meldet sich niemand zu Wort.
Findet man die Bewertung zu hart, ist
man mit entsprechender Kritik nicht
zurückhaltend.
Ich lade alle Hundeführer an dieser
Stelle ein, die Ausbildung zum Formwertrichter zu machen. Der SCDJT
unterstützt alle Interessenten. Der
Club würde sich darüber freuen, eigene Formwertrichter in seinen Reihen
zu haben.
Erwähnen möchte ich wieder einmal, dass eine Beurteilung durch Leistungsrichter anlässlich einer ZP nicht
zur Zuchtzulassung führen kann. Es
braucht dafür eine Bewertung durch
einen anerkannten Formwertrichter
anlässlich einer Zuchtprüfung, unserer Ankörung, oder einer Zuchtschau.
Sehr erfreulich war das Zuchtgeschehen im letzten Jahr. So viele Welpen wie schon seit langem nicht mehr
wurden gezüchtet. Besonders schön
ist, dass praktisch alle Welpen platziert werden konnten. Es ist für den
Club und die Rasse zu hoffen, dass
dieser Trend anhält.
Ich denke, der Deutsche Jagdterrier hat sich in den letzten Jahren zugunsten eines alltagstauglichen
Gebrauchs- und Begleithundes entwickelt. Diese Anpassung und Veränderung finde ich nur gut. Sehr viel hat
die gesamte Umweltverträglichkeit
mit der Aufzucht, Sozialisierung und
Ausbildung zu tun und ist nicht genetisch bedingt, sondern wird erworben, gewollt oder ungewollt. Es soll
dabei aber nie vergessen werden, dass
der Jagdterrier ein Jagdgebrauchshund bleiben muss und nie zu einem
ausschliesslichen Familienhund werden darf.
Die Revision der eidg. Jagdverordnung verzögert sich, im Verlaufe dieses Jahres sollte sie jedoch abgeschlossen sein und in Kraft treten.
Ebenfalls revidiert werden soll das
Zucht- und Eintragungsreglement
der SKG, das würde Anpassungen im
Zuchtreglement des SCDJT nach sich
ziehen.
Die int. Prüfung «Arbeit nach dem
Schuss» findet dieses Jahr zum ersten mal in Schweden statt. Trotz des
weiten Weges hoffe ich, dass ein paar
Führer ihre Hunde im hohen Norden
führen. 2013 findet die Prüfung dann
bei uns statt und wir könnten dadurch
auch etwas Werbung im IV-DJT machen.
Ich möchte es an dieser Stelle
nicht unterlassen, meiner Hoffnung
Ausdruck zu verleihen, einen neuen
Kunstbau realisieren zu können. Es
würde mich ausserordentlich freuen,
in diesem Jahr einen Schritt weiterzukommen um betreffend Zuchtprüfung
wieder unabhängig zu sein.
Zum Schluss möchte ich allen
Mitgliedern des Clubs, den Richtern,
den stillen Helfern, den Gönnern sowie der Kollegin und den Kollegen im
Vorstand herzlich danken für alle Arbeiten zugunsten des SCDJT. Ich wünsche allen Freunden des Deutschen
Jagdterriers viel Erfolg, beste Gesundheit und Weidmannsheil.
Sepp Sticher, Präsident SCDJT
Schweizer Klub für
Österreichische Bracken
Unser Vereinsjahr begann am 21.
Mai 2011 mit der 12. Generalversammlung im Muotathal, welche von
unserem Vereinsmitglied Thierry Klonowski hervorragend organisiert wurde. Bereits am Vormittag trafen sich
zahlreiche Brackenführer zur Besichtigung der modernen Schiessanlage im Selgis. Anlässlich einer Richterschulung wurden die anwesenden
Richter und Richteranwärter von unserem Prüfungsobmann, Louis Kesseli, auf Besonderheiten der Prüfungsordnung hingewiesen. Unser
Zuchtwart, Roman Wieser, beurteilte
den Formwert zahlreicher Hunde und
äusserte die Hoffnung, dass die eine
oder andere Bracke nach bestandener
Gebrauchsprüfung zur Zucht eingesetzt werden kann.
Anlässlich der Versammlung
konnten 14 Neumitglieder in den Verein aufgenommen werden.
Unser Kassier, Christian Ludi, hatte bereits im Vorfeld den Wunsch geäussert, sein Amt abzugeben. Als Regionalgruppenleiter im Kanton Wallis
bleibt uns Christian glücklicherweise
erhalten, da er mit seinem grossen Engagement den österreichischen Bracken im Wallis zu einem grossen Aufschwung verholfen hat.
Mit Sven Böhringer aus Wettingen
haben wir aber einen erfahrenen Ersatz
gefunden. Sven wurde mit grossem
Applaus zum neuen Kassier gewählt.
Ein gutes Essen und anschliessender Erfahrungsaustausch bis spät
in die Nacht rundete die gelungene
Hauptversammlung ab.
Brackentag 2011
Bereits am 3. April 2011 führten die Regionalleitung Nordwestschweiz, unter der professionellen
Leitung von Hugo Bürki, ein ganztägiges Seminar im Revier BärschwilGrindel durch, welches von über 40
Teilnehmern besucht wurde! Es war
speziell für Junghundeführer ausgerichtet. Unterstützt wurde er von bewährten Kräften des Klubvorstandes,
von erfahrenen Mitgliedern und Hundeausbildnern.
Auf verschiedenen Posten konnten
die Teilnehmer bei schönstem Wetter
mit ihren Hunden aktiv teilnehmen.
Spannende Vorführungen lockerten
das Programm auf. Vieles wurde gezeigt und erlebt.
Nach dem die Posten: Gehorsam
im Gelände, Schleppe, Bringen, TotVerweisen, Verweisen von Anschuss
und Schweissfährte abgehandelt waren, machte sich bei Hunden und
Menschen das Bedürfnis nach dem
Aser bemerkbar. Dafür haben fleissige Helfer beim Jagdhaus in Bärschwil
einen feinen Aser bereitgestellt. Herzlichen Dank an Hugo und seine Mannschaft für das gute Gelingen dieses
tollen Anlasses.
Blutauffrischung Brandl- und
Steirische Rauhaarbracke
Im Sommer 2011 fielen in Österreich die angekündigten Würfe aus
den Blutauffrischungen der Brandlbracke sowie der Steirischen Rauhaarbracke. Die Welpen waren alle sehr
ausgeglichen und konnten allesamt in
erfahrene Führerhände vermittelt werden. In Deutschland wurde zudem ein
Montenegrinischer Bracken-Rüde aus
Serbien importiert. Auch er soll demnächst in die Brandlbrackenzucht einfliessen.
TKJ
An der diesjährigen Delegiertenversammlung der AGJ in Aarau standen zwei Traktanden im Vordergrund.
Die TKJ hat erkannt, dass bei vielen Jagdhunderassen wie auch beim
SKÖBr das Ausstellungswesen ein
Schattendasein pflegt. Durch Leistung
zum Typ ist die Devise und Pokale und
Schleifen sind Nebensache.
Die heutige Anforderung zum Erlangen des Formwert- und Ausstellungsrichters der SKG stellt für viele
Brandlbracke nach erfolgreicher Brackade eines weissen Hasen.
potenzielle Anwärter eine finanzielle
wie auch zeitliche Hürde dar.
Um diesem Phänomen entgegenzuwirken, hat die TKJ mit der SKG für
einige Jagdhunderassen eine erleichtere Anwartschaft aushandeln können. Diese können nun auch an internen Formwertprüfungen im In- und
Ausland gemacht werden, vorausgesetzt dass an solchen Veranstaltungen
ein anerkannter Rassen- oder Gruppenrichter amtet.
Im Weiteren stand die Revision
des Zuchtreglements (ZER) wie auch
die Handhabung der Wesensprüfungen innerhalb der Klubs zur Diskussion. Hier wurde keine Einmischung in
die Klubautorität beschlossen, da das
Beurteilen des Wesens jeder Rasse am
besten von den zuständigen Klubrichtern getätigt werden kann. Die Delegiertenversammlung beschloss einstimmig, das ZER in der heutigen
Form zu belassen.
Der detaillierte Bericht kann unter
www.ag-jagdhunde.ch heruntergeladen werden.
Prüfungs- und Ausstellungswesen
Im Wallis, Graubünden und in
Bern wurden Zuchtwert- und Anlagenprüfungen durchgeführt. Drei Bracken haben die anspruchsvolle Zuchtwertprüfung bestanden. Es sind dies
die Gespanne Marcel Fritsche mit seiner Tirolerbrackenhündin «Aika vom
Kreuzjöchl» mit 450 Punkten und einem 1. Preis, Ruedi Gujan mit seinem
Brandlrüden «Aron von der Milderaun» mit 437 Punkten, ebenfalls 1.
Preis, sowie Sven Böhringer mit dem
Steirischen
Rauhaarbrackenrüden
«Bruno vom Rogatsch», 297 Punkte
und einem 3. Preis. Eine erfolgreiche
Anlagenprüfung konnte Josef Bader
mit seinem Steirerrüden «Bodo vom
Sauzipf» in Nidwalden absolvieren.
Auf der klubinternen Schweissprüfung waren erfolgreich:
500-m-Schweissprüfung TKJ:
Gernot Seitz, mit STRHBR Amon
von der oberen Fluh; Hugo Bürki, mit
STRHBR Aick von der oberen Fluh;
Sven Böhringer, mit STRHBR Bruno
vom Rogatsch; Armin Brunner, mit
STRHBR Iwi von der Brandschmiede;
René Glenz mit BRBR; Marcel Fritsche mit TIBR Aika vom Kreuzjöchl.
1000-m-Schweissprüfung TKJ:
Annelies van Golstein, mit STRHBR
Arno vom Chrüzegg ; Max Gisler mit
BRBR Baiko vom Rötelstein; Rolf
Kuonen mit TIBR Cino von der Bretterwand; Sven Böhringer mit STRHBR Bruno vom Rogatsch.
In der ganzen Schweiz wurden unsere Bracken erfolgreich auf diversen kantonalen Prüfungen geführt
und haben dadurch positive Werbung
für unsere Rassen gemacht! Der Vorstand gratuliert zu den Gespannen zu
den hervorragenden Leistungen und
wünscht weiterhin viel Freude bei der
Ausbildung und Arbeit mit ihren Hunden.
Prüfungsbester Marcel Fritsche
mit Tirolerbracke «Aika vom
Kreuzjöchl»
Anlässlich der Bracken- und Laufhundeausstellung am 4. Juni 2011 in
Cazis GR konnten unsere Brackenführer mit ihren Hunden folgende Resultate erzielen:
Tirolerbracke Rüden: Cristof Badrutt mit Cyrano von der Thiejerfluh:
vorzüglich 1 (bester Rüde). – Tirolerbracken Hündinnen: Willy Schaad
mit Asta von Locherleck: vorzüglich 1 (beste Hündin). Urs Thöny mit
Caja von der Thiejerfluh: vorzüglich.
– Steirische Rauhaarbracken Rüden:
Sven Böhringer mit Bruno vom Rogatsch: vorzüglich 1 (bester Rüde);
Zuchtgeschehen und
Welpenvermittlung
Im Juni 2011 sind zwei gesunde
Welpen (eine Hündin und ein Rüde)
aus dem roten Tirolerbrackenzwinger «von der wisse Flüe» gefallen.
Im Weiteren sind ein Wurf schwarzroter Tirolerbracken, ein Wurf Steirischer Rauhaarbracken sowie ein Wurf
Brandlbracken in Planung. Erstaunlich ist die derzeit grosse Nachfrage
nach Hündinnen. Dadurch kann insbesondere bei der Welpenvermittlung der Frühjahrswürfe eine gewisse
Verzögerung auftreten. Unser Zuchtwart, Roman Wieser, hofft jedoch, alle
Wünsche in fristgerechter Zeit erfüllen zu können, auch wenn hierfür zum
Teil aber Hunde aus dem nahen Ausland importiert werden müssen.
Ausblick 2012
Die 13. GV des Schweizerischen
Klubs für Österreichische Bracken
tagt am 2. Juni 2012 in Linthal, im
wunderschönen Glarner Land. Die
klubinterne Schweissprüfung ist auf
den 17. Juni 2012 angesetzt und wird
wiederum von unserem Prüfungsleiter, Louis Kesseli, organisiert. Anmeldungen bitte nur mit offiziellem Formular, welches auf unserer Homepage
herunter geladen werden kann.
Das Highlight in diesem Jahr wird
aber das zweitägige Brackierseminar
in Maienfeld sein. Die Ehrenmitglieder Erhard Accola und Franz Joseph
Schawalder weihen uns in die Geheimnisse der Brackade auf Fuchs
und Hase ein. Hier sind vor allem
Junghundeführer aufgefordert, aktiv
an der Veranstaltung teilzunehmen.
Auch diese Informationen sind auf
der Homepage zu finden.
Am Sonntag, 26. August, führt uns
die traditionelle Familienwanderung
mit «Chind und Chegel» ins schöne
Suldtal bei Äschiried im Berner Oberland. Auch in diesem Jahr werden die
Regionalgruppen wieder Anlässe wie
Fuchs- und Hasenjagden, Brackenstammtische usw. organisieren, bei denen aber die Betroffenen auf direktem
Weg angeschrieben werden.
Zum Schluss möchte ich es nicht
unterlassen, meinen Vorstandsmitgliedern sowie unseren Richtern für deren unermüdlichen und ehrenamtlichen Einsatz zu danken, ohne diesen
der Schweizer Klub für Österreichische Bracken nicht bestehen könnte.
Mit Brackenheil
Tibor Rakoczy, Präsident SKÖBr
Arca vom «Rauchenkopf» mit ihren Welpen (1/1 rote Tirolerbracken «von der wisse Flüe»,
Zermatt).
Schweizer Jäger 6/2012
45
Jahresberichte
Mit Erfolg bestanden.
Urs Beat Waser mit Cico vom Sewirtsgraben: vorzüglich; Hugo Bürki
mit Aick von der oberen Fluh: vorzüglich. Bedauerlicherweise wurden keine Brandlbracken vorgestellt.
Rund 33 000 Besucher kamen
im Februar 2012 an die «Fischen Jagen Schiessen», die grösste Schweizer Messe in Sachen Jagd und Fischerei. Für uns war es selbstverständlich,
dass wir an allen vier Tagen präsent
waren und unsere Bracken dem grossen Publikum vorstellen konnten. Besten Dank an alle Hundeführer, welche
sich und ihre Vierbeiner zur Verfügung gestellt haben, um einen doch
anstrengenden Tag auf dem Berner
Messegelände zu verbringen.
Jahresberichte
Schweizerischer
Laufhundclub SLC
Die nachfolgenden Gedanken
stammen aus der Feder des Präsidenten der Zentralschweiz. Ich bin der
Meinung, dass diese für unsern Club
von allgemeinem Interesse sind, deshalb möchte ich sie in angepasster
Form weitergeben.
Die sieben RG-Regionalgruppen,
welche im Schweizerischen Laufhundeclub mit ungefähr 745 Mitgliedern
unter dem Dach des SLC vereint sind.
Die geografische Ansiedlung derselben verbirgt einige interessante sowie spannende Aspekte und stellt den
Club vor grosse Herausforderungen.
Mit Ausnahme von Genf umfasst der
SLC 25 Kantone, demzufolge sind wir
mit 25 verschiedenen Jagdgesetzen
konfrontiert; und zu guter Letzt vereint unser Club auch beide Jagdsysteme, Patent- sowie Revierjagd.
Ohne tiefer in die verschiedenen Jagdgesetzgebungen oder über
den Stellenwert des Laufhundes in
den einzelnen Kantonen einzugehen,
muss der Laufhund auf allen «Ebenen» der verschiedenen Kantone wieder vermehrt gefördert werden. Deshalb braucht es euch, als engagierte
und überzeugte Laufhundemitglieder.
Unsere langbehängten «Spezialisten» für die laute Jagd müssen vehement und mit grossem Einsatz, aber
auch mit Zivilcourage gegenüber «anders denkenden» nicht nur verteidigt,
sondern mit Argumenten und Aufklärungen ins rechte Licht gestellt werden!
Damit dies effektiv umgesetzt werden kann, braucht der SLC engagierte
Regionalgruppen, verstreut auf sämtliche Kantone, welche das «Laufhunde-Gedankengut» positiv in den jagdlichen Gremien vertreten, sowie den
Stellenwert des Laufhundes auch unter den «Nicht Laufhund-Jägern»
noch vermehrt steigern.
Zusammenfassend die Tätigkeiten
der Regionalgruppen mit nationalem
Interesse:
– 17 Jagdprüfungen mit 75 rangierten Hunden, organisiert durch alle
Regionalgruppen
– 1 Schweissprüfung mit 12 erfolg-
Paul Annen mit Juralaufhund Diana.
46
Schweizer Jäger 6/2012
reichen Hunden, organisiert durch
die Zentralschweiz
– CAC-Ausstellung, ausgestellt wurden 110 Laufhunde, organisiert
von der Regionalgruppe Graubünden, in Cazis.
Damit diese Veranstaltungen auch
von Erfolg gekrönt werden, besitzt der
SLC total 112 Leistungsrichter, das
sind 15% unserer Mitglieder! Ausserdem hat der Club 11 eigene Ausstellungsrichter. Diese Zahlen sind
sicher eindrücklich, trotzdem dürfen
wir nicht vergessen, dass einige Richter altershalber nicht mehr eingesetzt
werden möchten. Das gilt vor allem
für die Ausstellungsrichter, momentan haben wir hier nur einen Richteranwärter. Wir dürfen uns von den Zahlen nicht blenden lassen, wir brauchen
dringend neue Ausstellungsrichter.
Ich bin mir bewusst, dass andere
Jagdhunde-Clubs uns um diese Aktivitäten beneiden und ich kann dafür
den Regionalgruppen, die diese Prüfungen durchführen, gar nicht genug
danken!
Veranstaltungen des SLC resp.
SLC-Vertreter:
– 34. Delegiertenversammlung des
SLC vom 30. April 2011 im Restaurant Tells Hohle Gasse in Küssnacht/Immensee
– DV «JagdSchweiz» vom 14. Mai
2011 in Brunnen
– Präsidentenkonferenz «JagdSchweiz»
vom 9. Dezember 2011 in Bern
– Zentralvorstandssitzung vom 7. Januar 2012 im Reidermoos
– Präsidentenkonferenz der SKG
vom 14. Januar 2012 in Bern
Veranstaltungen, an denen SLCMitglieder mit ihren Hunden besonders geehrt wurden:
– Fiona vom Weisshorn von Anita und Emil Isenring erhielt am
3. August 2011 von der SKG die
Auszeichnung «Schweizer Schönheits-Champion».
– Am Europacup vom 10. September 2011 in Selbu Norwegen waren folgende Hunde erfolgreich:
1. Eika vom Weisshorn, Luzerner
von Walter Jäger, aus Domat-Ems,
erfolgreiche Titelverteidigung von
2010.
5. Diana vom Clüs, Luzerner von
Leo Duschen.
– An der IHA in Fribourg vom 26.
Februar 2012 erhielt die Luzerner
Hündin von Anita und Emil Isenring die Auszeichnung BOG, d.h.
bester Hund der Gruppe 6.
Herzliche Gratulation diesen erfolgreichen Hundeführern, sie machen beste Reklame für den Schweizer Laufhund.
Das Zuchtwesen im SLC ist im
Präsidentenbericht der Zuchtkommission wiederum übersichtlich und informativ zusammengefasst.
Zum Schluss danke ich allen, die
sich im vergangenen Jahr für unsere Laufhunde eingesetzt haben recht
herzlich. Ein spezieller Dank gehört
auch meinen Kameraden im Zentralvorstand und den Präsidenten der
drei SLC-Kommissionen. Ohne diese Kommissionen würden die Veranstaltungen im SLC nicht so vorzüglich
funktionieren.
Es lebe die Laute Jagd!
Paul Annen, Zentralpräsident
Schweizerischer Niederlaufund Dachsbracken-Club
Gerne gebe ich Ihnen über das abgelaufene Vereinsjahr meinen Bericht.
Da unsere diversen Kommissionen relativ selbständig arbeiten, beschränkte
sich der Vorstand auch im abgelaufenen
Vereinsjahr 2011 auf vier gemeinsame
Sitzungen, welche auch wiederum alle
in Lenzburg stattfanden. Lenzburg deshalb, weil sich die Zusammensetzung
des Vorstandes aus weiten Teilen der
Schweiz ergibt und mit diesem Sitzungsort wir in etwa das Zentrum getroffen haben. Mit den heutigen modernen Kommunikationsmitteln ist es
ja ein Leichtes, entstehende Probleme
und Abklärungen auf dem raschmöglichsten Weg im Internet zu erledigen.
So sind jeweils alle Vorstandsmitglieder stets zeitgleich über dieses schnelle Medium orientiert.
Die in meinem Jahresbericht 2010
angedeutete Unsicherheit bezüglich
der neuen Gesetze und deren Ausführungsbestimmungen im Bereich
der Kynologie haben sich etwas relativiert. Es ist auch hier so, dass nicht
so heiss gegessen wie gekocht wird.
Vielen neuen Hundebesitzern war
der Wunsch nach einem vierläufigen
Jagdkameraden doch grösser als die
Angst und Unsicherheit vor den neuen Umtrieben. Viele neue «Hündelerkameraden» haben feststellen dürfen,
dass nicht alle Gesetze, die das Halten
eines Hundes etwas einschränken, so
schlecht sind.
Meinen geäusserten Wunsch, es
möge etwas Ruhe einkehren, wurde
doch etwas erhöht.
Problematik eingegangen, zeigt sich
nun, dass gerade wir im richtigen Moment unsere Entscheidung zum Guten
getroffen haben.
Schon seit vielen Jahren haben anlässlich von Leistungsprüfungen unsere Richter das Wesen und Verhalten
der vierbeinigen Prüflinge beurteilt
und sich so die Grundvoraussetzungen
für die heutigen Wesens- und Verhaltensrichter erarbeitet resp. beibehalten. Nun können wir ernten, dass uns
das Wesen/Verhalten des Jagdhundes
schon immer ein ernstes Anliegen war.
Denn besonders wollen wir gesunde und im Wesen und Verhalten einwandfreie Vierbeiner in der Zucht verwenden. Dazu braucht es aber Richter,
welche sich speziell mit der unseren
Rassen eigenen Art auseinander setzen können. Denn das Wesen und/
oder Verhalten eines Laufhundes oder
eins anderen Jagdhundes ist und bleibt
nicht identisch. In meinem Jahresbericht vom Vorjahr habe ich dieses Thema aufgegriffen und versprochen, uns
diesbezüglich einzusetzen. Sie sehen, dies haben wir bestens umgesetzt. Denn heute haben wir erreicht,
dass die Rasse-Clubs ihre eigenen
Hunde selber beurteilen können. Es
braucht also keinen Allroundwesensrichter, welcher die Eigenarten eines
Hundes generell beurteilen muss. Unsere Richter kennen unsere Niederlaufhunde und Dachsbracken und sie
wissen sehr genau, was sie von denselben verlangen, aber auch nicht verlangen können.
Wesens-Verhaltenstest
Im vergangenen Jahr hat sich der
SNLC ganz gezielt auf den neuen vorgeschriebenen Wesens-Verhaltenstest
fixiert. Schon vor Jahren sah man diese Aufgaben auf die Rasseclubs zukommen. Obwohl man der Meinung
war, der SNLC sei zu schnell auf diese
Aktivitäten
Gerne teile ich Ihnen auch mit,
dass die angebotenen Kurse in unseren vier Regionalgruppen, Bern, Mittelland, Zürich und Ostschweiz bestens besucht werden. Über deren
Aktivitäten sind Sie im entsprechenden Jahresbericht orientiert. Etwas zu
stagnieren scheint die neue Gruppe im
Kanton Graubünden. Dies rührt daher,
dass gerade für Jagdhunde in diesem
Kanton relativ viele und gute Ausbildungsmöglichkeiten angeboten werden. Einstweilen machen die Interessierten deshalb weiterhin noch in der
Gruppe mit. Den Initianten empfehle
ich nicht aufzugeben, denn plötzlich
löst sich der Knoten.
Unsere traditionellen Schweissund Gebrauchsprüfungen im abgelaufenen Jahr in Unterägeri ZG und
Sarnen OW wurden unterschiedlich
besucht. War die Schweissprüfung
bestens besucht, so getrauten sich nur
wenige Hundeführer mit ihren Vierbeinern ins voralpine Gelände, womit die Abwesenden einen herrlichen
Prüfungstag versäumt haben. An dieser Stelle sei auf den Bericht unseres
Kommissionspräsidenten für das Prüfungswesen hingewiesen.
Auch auf den Bericht über unseren Körtag weise ich gerne hin, hat
doch unser Zuchtwart und Körmeister
Sämi Kaderli diesen Anlass bestens
neu organisiert und durchgeführt. Anlässlich dieses Anlasses wurden erstmals alle Hunde, wie bereits früher
im Bericht erwähnt, in einem zusätzlichen Fach auf ihr Wesen und Verhalten beurteilt und das Ergebnis für die
Zucht einbezogen.
Die von Sämi Kaderli eingeführte
Änderung dieses Anlasses hat sich sofort sehr bewährt. Die Durchführung
dieses Körtages in der Burgerhütte
Lotzwil hat uns nicht nur die Kosten
massiv gesenkt, sondern der Anlass
war nun wieder ein Niederlaufhundund Dachsbracken-Event. Sofern es
mit der eigenen Wirtschaft im neuen
Jahr auch noch klappt, werden wir diesen Kör- und Jägertag sogar weiter positiv gestalten. Es ist daher zu hoffen,
dass diese Gelegenheit auch von der
grossen SNLC-Familie zu einem Familientag benützt wird.
Finanzen
Damit knüpfe ich auf unsere Finanzen an. Sie sehen aus der Jahresrechnung, dass wir sehr gut gearbeitet haben. Das gute Ergebnis ist sicher
auch auf die Auswirkungen des höheren Jahresbeitrages zurückzuführen,
besonders aber haben sich alle Vorstandsmitglieder sehr grosse Mühe
gegeben, die Ausgaben in den Griff
zu bekommen. Es darf aber nicht sein,
dass von den Vorstandsmitgliedern
sowie Prüfungsleitern viele Unkosten
aus dem eigenen Geldbeutel bezahlt
Bläsergruppe des SNLC.
werden, um das Ergebnis günstiger zu
gestalten. Nebst der grossen Arbeit,
eine Prüfung durchzuführen, darf dies
nicht auch noch erwartet werden.
Zucht und Ausstellungen
Über unsere Zucht sind Sie mit
dem ausführlichen Jahresbericht unseres Zuchtwartes ebenfalls bestens informiert worden. Auch unsere Zucht
steht möglicherweise vor weiteren
Veränderungen, hat sich doch Sämi
Kaderli mit Genetikern zusammengesetzt und ein Konzept erarbeitet.
Zu diesem Zweck werden wir neues
Blut aus den eigenen Reihen unserer
Hunde, sprich anderen Farbvarietäten,
verwenden. Für unseren Zuchtwart
kommt dadurch zusätzlich noch verantwortungsvolle grosse Arbeit hinzu.
Leider wurden die Ausstellungen im abgelaufenen Jahr wiederum
schwach besucht.
Eine mittelprächtige Ausnahme
macht hier die Jagdhundeausstellung
in Cazis. Schade, denn nur an Ausstellungen können wir unsere seltenen Hunde einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen. Gerne hoffe
ich, dass wir an unserer Clubschau
vom 9. September 2012 in Embrach
mit vielen Anmeldungen nur so überrascht werden.
Auffahrtswanderung
Unsere traditionelle Auffahrtswanderung war, zumindest was das Wandern ab Tössegg allein gesehen betraf,
schwach besucht. Am Ende der Wanderung, also in Ellikon am Rhein, trafen sich dann doch noch einige unermüdliche SNLC-Mitglieder, welche
diesen traditionellen Tag nicht einfach so vergessen wollen. Vielen Kameraden fällt halt das Wandern nicht
mehr so leicht und die Jungen unter
übergeben. Ueli hat in all den Jahren
das Gesicht des heutigen Leistungsrichterwesens aufgebaut und geprägt.
Dass ihm auch künftig das Leistungsrichterwesen am Herzen liegt zeigt
sich auch darin, dass er uns einen
kompetenten jungen Nachfolger als
seinen Ersatz vorschlägt.
Drei der verdienten Veteranen.
den Mitgliedern können für einen solchen Anlass leider nicht mehr so mobilisiert werden. Macht uns aber doch
die Freude und kommt im 2012 zur
Wanderung über den Stammberg!
Personelles
Leider müssen wir uns von zwei
verdienstvollen Vorstandsmitgliedern
trennen. Beide möchten sich aus dem
Vorstand zurückziehen und werden
sich nicht mehr einer weiteren Wahl
zur Verfügung stellen.
Mit Trudi Fehlmann verlieren wir
eine überaus engagierte, kompetente,
grosszügige und liebe Kollegin, welche nun während vieler Jahre die Geschicke unseres Sekretariats führte.
Wir alle werden Trudi sehr vermissen,
war sie doch all die Jahre eine grosse
Sponsorin und unser Gewissen. Dass
uns Trudi Fehlmann als Abschiedsgeschenk sechs Paar Fährtenschuhe
geschenkt hat, zeigt ihre Liebe zum
Schweisshundewesen unseres Clubs.
Auch Ueli Eicher will sich nicht
mehr zur Wahl stellen und wird sein
Amt als Kommissionspräsidenten für
das Richterwesen in jüngere Hände
Dank
Bevor ich zum Schluss meines Rechenschaftsberichtes komme, bedanke
ich mich bei all meinen Vorstandskolleginnen und -kollegen herzlich für
die sehr gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Vereinsjahr. Nicht vergessen will ich aber auch die vielen stillen Helferinnen und Helfer, welche
bei Kursen, Prüfungen und sonstigen
Veranstaltungen immer ihren Beitrag
leisten. Ein ganz besonderer Dank gehört auch unseren vielen grosszügigen
Spendern, darunter unser Ehrenmitglied Dr. Günther Eckstein, welcher
uns eine grosse Anzahl von T-Shirts
und Caps für unseren Shop geschenkt
hat. Mein Dank geht auch an unsere
Materialverwalterin Käthi Holliger,
welche nebst dem Lagern unseres Materials auch vielfach an unseren Anlässen mit ihrem Kiosk anzutreffen ist.
Fredy Kuster, Präsident
Aufmerksame Zuhörer.
Schweizer Jäger 6/2012
47
Jahresberichte
GV 2012
Foto: naturpix.ch/gansner-hemmi
RETTET DIE
JUNGEN
Frühling und Frühsommer sind
die jungen Wildtiere (nicht nur
Säuger und Vögel, auch Reptilien,
Amphibien und Insekten) wieder
vermehrt gefährdet. In dieser sensiblen Jahreszeit sind in der Natur
Mütter und Väter mit ihrem Nachwuchs und dessen Aufzucht beschäftigt. Sie beanspruchen dazu
unter anderem den Lebensraum
Wiese und Feld, um den Bestand
ihrer eigenen Art zu sichern.
Demgegenüber hat die Landwirtschaft ein legitimes Interesse,
ihre Existenzgrundlage zu wahren und muss deshalb im Früh-
WILDTIERE !
ling und im Frühsommer Weiden
und Wiesen mähen. Hier entstehen Nutzungskonflikte. Seit einiger Zeit setzt sich die «Stiftung
Wildtiere, Natur, Landschaft und
Leben» mit dieser Thematik auseinander und bietet mit einfachen
Tipps und Vorschlägen nachhaltige Lösungen an. Ziel ist ein Wildtierschutz mit breiter Wirkung auf
die Artenvielfalt zu erreichen.
ren (Statistik 2005). Davon wurden rund 33 000 Hektaren oder
etwa 53% der gesamten landwirtschaftlichen Bodennutzung als
Kunst-, Naturwiese oder als Weiden bewirtschaftet. Diese Flächen
sind wichtig für die Produktion
von Nahrungs- und Futtermitteln.
Sie stellen aber auch einen unverzichtbaren Lebensraum für Wildtiere in vielfältiger Form dar. Dieser Nutzungsdualismus muss sich
nicht gegenseitig ausschliessen.
Überlebensstrategien
von
Wildtieren, die sich über Jahrtausende bestens bewährt haben,
Betroffene Flächen
Im Kanton Aargau beträgt
die gesamte landwirtschaftliche
Nutzfläche rund 62 000 Hekta-
Die Feldlerche ist
als Bodenbrüter ebenfalls
gefährdet.
Welche Tierarten sind betroffen?
Reh
Feldhase
Feldlerche
Erdkröte
Geburtshelferkröte, Grasfrosch
Laubfrosch
Zauneidechse
Blindschleiche
Ringelnatter
Igel
Insekten
48
Schweizer Jäger 6/2012
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Foto: WNLL
Feb
Lebensraum
Foto: WNLL
Foto: WNLL
Lösungen
Die Stiftung Wildtiere, Natur,
Landschaft und Leben setzt sich
zusammen mit ihren Partnern
(Bauernverband Aargau, Pro Natura Aargau, Aargauischer Jagdschutzverein) für optimale Lösungen ein. Dabei arbeiten Jäger und
Bauern eng zusammen. Sie beobachten die Wiesen und suchen
sie ab. Mit Scheuchen werden
Wildtiere vergrämt. Vogelgelege
werden dem Vogelschutzverein
gemeldet.
Optimale Schnitthöhe beim
Mähen sind 10–15 Zentimeter.
Gemäht wird von «innen nach
aussen» und idealerweise werden
für die Tiere Rückzugsstreifen erhalten.
Ducken hilft den Jungtieren vor ihren natürlichen
Feinden. Gegenüber einer Mähmaschine ist
dieses angeborene Verhalten tödlich.
Auch Amphibien und Reptilien gehören zu den
betroffenen Arten. Auf dem Bild eine Ringelnatter,
die Schutz im hohen Gras sucht.
Oben rechts: Eine
optimale Schnitthöhe von 10 bis
15 cm hilft Verluste zu reduzieren.
Wildtiere dürfen nur mit Grasbüscheln weggetragen werden.
Vogelgelege werden ausgeräumt.
Es empfiehlt sich, Mähzeiten mit
dem Jagdpächter und dem Vogelschutz abzusprechen.
Gemeinnützige Stiftung
«Wildtiere, Natur,
Landschaft und Leben»
Weitere Informationen findet man auf www.wnll.ch
Thomas Laube, Geschäftsführer, 5503 Schafisheim,
[email protected]
www.schweizerjaeger.ch
Foto: naturpix.ch/gansner-hemmi
Foto: naturpix.ch/gansner-hemmi
wirken beim Mähen verheerend.
Viele Jungtiere ducken sich bei
Gefahr und kauern regungslos auf
dem Boden. Dieses angeborene
Schutzverhalten wird ihnen zum
Verhängnis. Darüber hinaus trifft
es auf Wiesen brütende Vögel, deren Nester und Gelege durch die
Mähwerke zerstört werden. Viele
Wiesenbrüter stehen bereits auf
der roten Liste gefährdeter Arten.
Oben: Der gute
Kontakt zwischen
Landwirten und
Jägern fördert
die Zusammenarbeit.
Schweizer Jäger 6/2012
49
Hund
Pointer mit Dresseur und Richter.
Ectasy du gourg d’enfer, ein Irish Setter, mit ihrem Führer B. Gimbel.
Englische Vorstehhunde bei der Arbeit
THE ENGLISCH BEAUTYS
Frühlingswettbewerb
in Logelheim
13./14. April 2012
Im Elsass gibt es sie noch,
die wunderbaren Niederwildreviere mit reichem Wildbestand. Feldhasen, Kaninchen,
Fasanen, sowie Rebhühner und
Feldrehe. Beste Voraussetzungen bietet das Revier von Rico
Campana und seinen Partnern
in Logelheim. Sie stellten dem
Setter und Pointerclub Schweiz
ihr Revier für die Frühlingsprüfung zur Verfügung.
Marcel Fricker hat als Verantwortlicher Prüfungswesen
den Anlass geleitet. Das internationale Richterteam mit S.
Reymond, I. Kunz und D. Pini
hatte die rund 25 gemeldeten
Hunde zu bewerten.
Wir hatten Gelegenheit,
dem «Concours de printemps»
beizuwohnen und möchten einige Eindrücke an die Leser weitergeben. Die Resultate aller Hunde finden Sie auf
der Homepage der Setter und
Pointer.
Geschichte der
«Races britanniques»
Die englischen Vorstehhunde bieten bei der Recherche
eine spannende Geschichte.
So schreibt Hans Räber in der
«Enzyklopädie der Jagdhunde», erschienen im Kosmosverlag: «Von einer einheitlichen,
gezielten Reinzucht konnte
vor Beginn des 19. Jahrhunderts kaum gesprochen werden. Die Trennung der Haar-
50
Schweizer Jäger 6/2012
farben erfolgte ca. zwischen
1865 bis 1875. Auch geht man
davon aus, dass die ersten Setter von englischen Diplomaten
im Hannoverschen Königshof
eingezogen sind.»
Eindeutig ist die Funktion
der Hunde, deren kurzhaarige Vertreter Pointer genannt
sind. Das «the point», was
nichts anderes heisst als «auf
den Punkt hinweisen wo sich
das gewünschte Wild befindet», ist hier Namensgeber für
das, was die Arbeitshunde leisten sollen.
1912 wurde in Bingen (D)
der erste Pointer- und SetterClub gegründet. Die Reinzucht begann sich zu etablieren. Heute findet man an den
Prüfungen ausgewählte Vertreter der Rassen Irish Setter,
Gorden Setter – in den unterschiedlichen Farbschlägen –
sowie natürlich die kurzhaarigen, eleganten Pointer.
Mit der Reinzucht begann
sich auch das Arbeitsfeld der
Asti und Bolero im Einsatz
als Couple.
Hunde zu verändern. Die Niederwildreviere verschwanden
zunehmend. Mit der Industrialisierung begann auch der
grossangelegte Nahrungsanbau. Die Felder wurden vergrössert, Maschinen unterstützen die Landwirte beim
Anbau. Hecken wurden entfernt und somit der Lebensraum für Niederwild verändert.
Einerseits hatten sich die
englischen Vorstehhunde etabliert, anderseits verloren sie
also fast ein wenig ihr angestammtes Arbeitsgebiet. Die
Schönheit der Hunde zog natürlich auch Nichtjäger zunehmend an. Einige Züchter
begannen damit reine Schönheitslinien zu züchten.
Die Liebhaber der Rassen
haben jedoch immer mit grosser Freude und viel Einsatz
an der Weiterentwicklung der
Jagdhundearbeit mit den englischen Vorstehhunden gearbeitet. Sie nehmen sehr grosse Wege unter die Räder, um
innerhalb Europas an Jagden
und Prüfungen teilnehmen zu
können. Gleichwohl ist es eine
eingeschworene «Gemeinde»,
die sich kennt und die gegenseitig die Hunde und deren Arbeit begutachtet.
Der Wettbewerb
Bevor die eigentliche Arbeitsprüfung beginnen kann,
prüft ein französischer Veterinär die gemeldeten Hunde. Die vorwiegend aus der
Schweiz stammenden Züchter
und Besitzer und der Dresseur
François Boitier Mura, der aus
dem benachbarten Kogenheim
anreiste, geben keinen Anlass
zu irgendwelchen Beanstandungen.
Der Beruf des Dresseurs hat
in Frankreich eine lange Tradition. Die l’association des
dresseurs professionnels français, eine Vereinigung professioneller Hunde-Ausbilder für
den Bereich der englischen
Jagdhunde wurde 1901 gegründet. Jagdhundebesitzer,
die ihre Hunde nicht selbst an
den Prüfungen führen, geben
JagdHunde
Shop.ch
BIOTHANE
Hiflex
Braco du tourbillon blanc, Englisch
Setter Rüde mit seinem Führer.
Bolero of Flying Hunter, der Gorden Setter mit seinem Führer M. Fricker
erarbeitete ein «Exzellent». Hier steht er einem Fasan vor.
ihre Hunde den Dresseuren
ab. Diese arbeiten die Hunde
ein und besuchen die entsprechenden Prüfungen.
Zwei Ziele werden erreicht.
Die Hunde werden artgerecht gefördert und der Wert
der Hunde steigt zusätzlich
mit den gewonnenen Prüfungen an. An der Prüfung in Logelheim arbeiten zuerst die
Couple und anschliessend ein
Hund im Solo.
nem Hund eilen und ihm das
angezeigte Wild abnehmen.
Das heisst, er beschiesst das
Wild. Erst wenn dies erfolgt
ist, darf der Hund der Anweisung «Apport» nachkommen
und den Vogel im Fang zu seinem Herrn tragen und ihm diesen anbieten.
Während der Frühjahresprüfungen sind die Rebhühner natürlich geschützt. Das
heisst, der Hund steht vor, der
zweite sekundiert und der Führer eilt dazu, nimmt das Wild
an und lässt einen «Simulationsschuss» fallen, der Hund
erkennt: Ok. Hab ich gut gemacht, neuer Einsatz!
Sekundiert ein zweiter
Hund nicht, wird er «eliminiert». Nimmt er unerwünschtes Wild an, ist er draussen.
Greift er nach dem Wild, ist er
draussen. Zieht er dem Wild
nach, weil sein Führer zu lange hat, bis er das Wild abnehmen kann, oder sieht dieser
das Wild nicht, Pech gehabt.
Es ist ein hochkomplexes
Arbeiten. Den Hunden wird
Gehorsam und Konzentration
abverlangt. Die Hunde arbeiten während 15 Minuten mit
einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa 20–35
Stundenkilometern auf Sicht
und mit der Nase auf dem jetzt
Dog at work
Die Hunde können es kaum
erwarten, ihren angewölften
Trieben endlich Folge zu leisten. Der Concours beginnt mit
dem ersten Couple. Die beiden
Hunde werden von ihren Führern in das Feld eingewiesen
und beginnen, dieses in sorgfältigen langen Bögen abzusuchen. Während der ersten
drei Minuten ist es den Hunden erlaubt, kleine Unzulänglichkeiten zu zeigen. Sind die
drei Minuten jedoch um, gilt
es ernst. Wird ein Hund fündig, zeigt er das Wild durch
«Vorstehen» an, der zweite Hund soll dieses erkennen
und «sekundieren». Der Hundeführer bzw. Jäger muss nun
innert nützlicher Frist zu sei-
Walti Senn mit seinem
Asti Glen Shellag.
trockenen Feld. Nur dank der
einzigartigen hohen Aufnahme von Sauerstoff ist es den
Hunden möglich, solche Spitzenleistungen zu erbringen.
Der Routinier unter den
Hundeführern, Walti Senn,
mit seinem Asti Glen Shellag,
hatte leider Pech. Sein Asti ist
hervorragend aufgelegt, vergisst aber das Sekundieren
nach den erlaubten drei Minuten. Sein Couple-Partner Bolero steht einem Fasan vor und
Asti erlaubt sich, einen Hasen zu verfolgen. Aber das ist
halt des Jägers und des Hundes Glück. Das Jagen und das
Finden von Wild und manch
ein Hund, der eine lange Reise im Auto verbracht hat, vergisst dann halt, wann die drei
Minuten um sind und es Ernst
gelten würde.
Was soll es –
neue Jagd, neues Glück
Wir haben viele ausgezeichnete Arbeiten sehen können,
es war ein jagdlich spannender
Wettbewerb. Kameradschaftliches Arbeiten, Hunde, die mit
Freude und Willen zu gefallen
arbeiten.
Einmal wurde am Freitag
ein CACIT vergeben. Ectasy du gourg d’enfer, ein Irish
Setter, mit ihrem Führer B.
Gimbel zeigte eine wirklich
herausragende Arbeit. Weiter brillierte Bolero of Flying
Hunter, der Gorden Setter mit
seinem Führer M. Fricker. Er
arbeitete ebenfalls exzellent.
Braco du tourbillon blanc,
ein wirklich engagierter und
schön arbeitender Englisch
Setter Rüde, mit seinem Führer Monsieur Feurté hat im
Solo ebenfalls ein Solo Exzellent erhalten.
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Hund
Schweisshundeprüfung
Ankörung und
Verhaltenstest nach TKJ/AGJ
für Schweizer Niederlaufhunde, Alpenländische und
Westfälische Dachsbracken am Sonntag, 1. Juli 2012, im
Burgerhaus Lotzwil ab 9.00 Uhr
Lassen Sie sich diesen einmaligen Anlass, die Zuchttauglichkeitsprüfung, nicht
entgehen, es werden nebst
den Kandidaten auch Welpen, Junghunde und bestan-
dene Jagdbegleiter zu bewundern sein. Dabei kommt
ebenfalls die Geselligkeit im
Burgerhaus nicht zu kurz.
Auskunft erteilt Samuel Kaderli, Kreuzfeldstrasse 44, 4932 Lotzwil
Schweissprüfung
«Der Silberne Bruch»
auf der künstlichen
Wundfährte
Ausarbeitung der Fährte ohne Richterbegleitung –
Fährte mit Wildschweiss (1
dl) mit Fährtenschuh gelegt
– Fährtenlänge 1000 bis 1100
Meter – Mind. 3 Winkel und
3 Wundbetten sowie gekennzeichnete Pirschzeichen auf
der Schweissfährte – Stehzeit
mindestens 20 Stunden.
Die Prüfung ist offen für
alle gemäss TKJ zur Jagd erlaubten Hunde im Alter von
mindestens 2 Jahren.
Datum: Samstag, den 18.
August 2012. Ort/ Raum: Meiringen (Berner Oberland). Anzahl: Maximal 12 Gespanne.
Meldeschluss: 2. Juli 2012.
Anmeldungen: Ruedi Hauser,
Spittel 11, 8762 Schwanden.
Zulassungsbedingungen
Nachweis der bestandenen
Schweissprüfungen 500-m- und
1000-m-Übernacht. Nachweis
einer Jagdberechtigung des
Schweisshundeführers, resp.
-führerin.
Anmeldungen
sind schriftlich zusammen
mit den nachstehend aufgeführten Unterlagen an den
Prüfungsleiter einzureichen.
Fotokopie der Ahnentafel mit dem Namen des Besitzers und den genauen Daten
des Hundes (Zuchtbuch-Nr.,
Rasse, Geschlecht, Name und
Zwingername sowie Wurfdatum). – Fotokopien der bestandenen Schweissprüfungen
500-m- und 1000-m-Übernacht. – Fotokopie einer Jagdberechtigung des Schweisshundeführers, resp. -führerin.
Die beigelegten Kopien
werden nicht retourniert.
Die Prüfungsleitung entscheidet in eigener Kompetenz über die Auswahl der 12
Gespanne und der ReserveGespanne. Dies unter Berücksichtigung des Alters, der Rasse, der bestandenen Prüfungen
des Hundes sowie der Landesgegend.
Es wird kein Nenngeld erhoben.
500 m und 1000 m
Datum: Samstag, 30. Juni
2012. Ort: Raum Rechthalten
FR. Organisator: Rote Fährte
Sense.
Fährten
500-m-Fährte
(Stehzeit
mind. 12 Std.); 1000-m-Fährte
(Stehzeit mind. 18 Std.). Anlage der Fährte: mit Fährtenstock.
Üben, üben,
üben
Der neu zusammengestellte Vorstand der Roten Fährte Sense hat in diesem Jahr
den Schweisshundeführerinnen und -führern Deutschfreiburgs ein attraktives Weiterbildungsangebot unterbreitet.
Nebst den üblichen Schweissübungen in den unterschiedlichen Geländetypen des Senseund Seebezirkes wurden noch
weitere wichtige Themen behandelt. Es wurden Kurse und
Referate zu «Fährtentechnik», «optimale Prüfungsvor-
Premium Alleinfutter für Hunde
Sport
Rohprotein 29%
Rohfett
22%
Anmeldung
Bedingung für 1000 m: bestandene 500-m-Schweissprüfung nach TKJ/AGJ.
Termin: Samstag, 15. Juni
2012.
Formulare können bei Nathalie Ravaz, F.X. Müllerstrasse 24C, 3185 Schmitten, 079
255 80 49, [email protected]
com bezogen werden.
Melior AG, Mühleweg 2-4
3360 Herzogenbuchsee
Tel. 058 434 15 15, Fax 0800 81 80 81
[email protected], www.melior.ch
bereitung», «Fangschuss in
Stresssituationen», «sichere
aber praktische Bekleidung»
und «Sicherheit bei Nachsuchen im Gebirge» angeboten. Auf den Bildern ist zu erkennen, wie unter Anleitung
der Wildhüter der Fangschuss
in Stresssituationen thematisiert wurde. Als erstes wurden die Schweisshundeführer auf die tödlichen Zonen,
bzw. die Organlage der Wildtiere hingewiesen und konnten
diese anhand der ausgestellten
Bestellen Sie
Ihren 15 kgProbesack für
nur Fr. 50.–!
ab Bestellmenge 150 kg
nur noch Fr.
42.35/Sack!
Modelle und dem eröffneten
Fallwild erkennen. Auf einem
weiteren Posten wurden die
ausgestellten und persönlichen
Fangschusswaffen besprochen
und auf deren Vorzüge oder
Grenzen hingewiesen. Bei der
praktischen Demonstration,
wo sich Jäger und Schweisshundeführer für eine bevorstehende Nachsuche absprechen
und diese auch durchführen,
wurden die Sicherheitsaspekte einer Nachsuche mit Fangschuss praxisnah dargestellt
und kommentiert. Danach
konnte sich jeder im Schiessen mit der Fangschusswaffe
aus verschiedenen Positionen
üben. Ein besonderer Dank ge-
bührt dem Amt für Wald und
Wild, im speziellen den Kursleitern und Wildhütern Elmar
Bürgy und Anton Jenny für die
professionell und hochinteressante Führung des Anlasses.
Der Vorstand der Roten
Fährte Sense möchte allen Instruktoren und den Teilnehmern
für die spannende und aktive
Zusammenarbeit danken und
wünscht den Schweisshundeführerinnen und -führern wenige, aber erfolgreiche Nachsuchen dank der optimalen
Vorbereitung.
Im Namen des Vorstandes,
der Obmann
Philippe Volery
Anlagenprüfung
Quo Vadis?
Schweizer Klub für Österreichische Bracken
Beim Erwerb eines Welpen richten wir grösstes Augenmerk auf die Prüfungsresultate der Elterntiere. Nur
beste Resultate und erste Preise sind gerade gut genug für
unseren zukünftigen Jagdbegleiter. Schliesslich soll auch
dieser bei uns einmal beste Leistungen erbringen. Wie
sieht es aber später mit der
Bereitschaft aus, unsere junge Bracke an einer Anlagenprüfung oder gar Zuchtwertprüfung vorzustellen? Leider
lässt die Teilnehmerquote bei
solchen Prüfungen zu wünschen übrig. Wie wichtig wäre
es jedoch für den Züchter, die
Vererblichkeit seiner Hündin
festzustellen? Denn nur mit
gutvererbenden Hunden sollte
weiter gezüchtet werden.
Immer häufiger wird der
Schweizer Klub für Österreichische Bracken mit dem
Wunsch konfrontiert, die An-
Nachsuchen geführt zu werden, sei dahin gestellt.
Für den Vorstand des
Schweizer Klubs für Österreichische Bracken ist nach Absprachen mit unseren Mutterklubs in Österreich jedoch
eines klar: Es führt kein Weg
an der Anlagenprüfung am
Hasen und Fuchs vorbei! Da
die Prüfungsvorbereitung jedoch mit viel Arbeit und Erfahrung verbunden ist, bietet
der SKÖBr am 11. und 12. August 2012 ein Seminar an, in
welchem die Einarbeitung der
jungen Bracke aufgezeigt werden soll.
Zudem ist unter Downloads der Homepage www.
bracken.ch der Artikel «Was
uns trennen darf und was uns
einen muss» des Zuchtwartes für Steirische Rauhaarbracken des ÖBV, Hannes Plenk,
aufgeschaltet, welcher sehr lesenswert ist und die Probleme unserer Zeit auf den Punkt
bringt!
Der Leitfaden: «Die Einschulung der Bracke auf Fuchs
und Hase» von Richard Sauerwein kann beim Präsidenten
bezogen werden.
Ich würde mich freuen,
möglichst viele Junghundeführer am Seminar und an den
Anlagenprüfungen begrüssen
zu dürfen.
In diesem Sinne, Brackenheil!
Tibor Rakoczy
Präsident Schweizer Klub für
Österreichische Bracken
Einschulung der Bracken auf Fuchs und Hase
Seminar SKÖBR 2012
Alles auf einen Blick
«Warum brackieren wir den Fuchs, den Feld- und Schneehasen?» (Referent F.J. Schawalder).
Brackierjagdpraxis: Worauf es ankommt! (Ein «alter Hase» gibt seine Erfahrungen weiter…)
Praktische Übungen mit Welpen und Junghunden für das Brackieren auf Fuchs und Hase
Organisator
Ort
Termin
Teilnahme
Anmeldung
Kosten
Verpflegung
Quartier
Auskunft
SKÖBR / Erhard Accola
Fläsch / WPL-St.Luzisteig
11. und 12. August 2012, Samstag 10.00 bis Sonntag 15.00 Uhr
Aktive
auf 10 Teilnehmer beschränkt (SKÖBR-Mitglieder Hde.Fhr. mit J.Hund, 9.–50. Woche)
Zuschauer SKÖBR-Mitglieder nur auf Anmeldung (Hund darf mitgeführt werden)
Per E-Mail (oder per Post): [email protected]
mit Vermerk «Aktive» oder «Zuschauer» bis 23. Juli 2012
Aktive: SFR 100.–; Zuschauer: SFR 75.–
Am Samstag und Sonntag ist die Mittagsverpflegung im Preis inbegriffen
Nachtessen, Übernachtung und Frühstück im Hotel Heidihof, Maienfeld, eigenständig buchen
E. Accola,Oberdorf, 7306 Fläsch, 079 357 21 59
Schweizer Jäger 6/2012
53
Hund
lagenprüfung doch am Reh
absolvieren zu können. Vielfältige Gründe werden hierfür genannt: Keine Hasen
im Revier, die Brackade störe die anderen Revierinhaber
und das Wild, dies sei nicht
mehr Tierschutzkonform, keine Zeit, usw. Die Ausarbeitung
der kalten Hasenspur am Riemen wird den Hasen aber mit
Sicherheit in keinster Weise
beunruhigen.
Die lange Tradition der
Schweiz, Rehwild mit dem
Hund zu bejagen, soll hier
nicht in Frage gestellt werden.
Die Prüfung von Spurwille,
Spursicherheit, Spurlaut einer Bracke dürfen aber nur am
Hasen gemacht werden, da nur
dieser allein höchste Anforderungen an die Hundenase stellt
und Aufschlüsse über die Anlagen unseres Hundes geben.
Wie die Bracke nach dem Absolvieren der Prüfung eingesetzt werden, ist jedem selbst
überlassen.
Vielfach werden unsere
Bracken nur auf Schweiss abgeführt. Das Ablegen der Anlagenprüfung als Junghund wird
der späteren Schweissarbeit sicher keinen Abbruch tun, sind
doch Fährtenwille und Fährtenlaut ein wichtiger Bestandteil der Hatz. Diese ist gerade
bei Schrotschüssen besonders
wichtig, geht hier doch das beschossene Wild ohne scharfes
Stellen des Hundes und Erlösen durch den Führer erst nach
Tagen elendiglich zu Grunde.
Ob es jedoch den Bedürfnissen einer Bracke aber auch eines BGS oder HSH entspricht,
jährlich auf nur fünf bis zehn
Hund
Behandlung einer Schnittwunde
Mund-zu-Mund-Beatmung
Ersthilfekoffer
SSC – Ersthilfe-Tag
Der vom SSC-Vorstand organisierte Ersthilfe-Tag besuchten am 10. März in Niederurnen ca. 50 Mitglieder. Es
waren auch einige Frauen und
Gäste anwesend.
Im ersten Teil erläuterte uns
Ueli Bärtschi einiges über das
Wesen des Junghundes. Folgende Themen hat er uns näher erklärt und aufgefrischt:
Als versierter Referent konnte
Ueli Bärtschi, Wildhüter und
Hundeausbildner – mit Leib und
Seele «Hündeler» – gewonnen
werden.
54
Schweizer Jäger 6/2012
Sozialisierung,
Vertrauen,
Prägung, Ausbildung – positives und negatives, genetisches
Korsett, Angst und Neugier,
Zeichen von Konflikten, mögliche Zeichen, Elemente einer
effektiven Ausbildung, gleichmässige Kommandos.
Fazit: Der Hund setzt die
Nase immer und überall und
für alles ein! (Lieber einmal
weniger üben, als?).
Ueli Bärtschi zeigte den
Anwesenden in einem zweiten
Teil, was für erste Massnahmen bei einem Notfall getroffen werden können.
Am Nachmittag führte uns
Sämi Gantner verschiedene
Ortungsgeräte vor. Er hat uns
Vor- und Nachteile der verschiedenen Marken aufgezeigt
und erklärt.
Mein Weidmannsdank für
den gelungenen Anlass geht
an Ueli Bärtschi, Rico Bertini, KVA Niederurnen, Sämi
Gantner, Marianne und Sepp
Klauser und Familie Küng.
Kurt Küng
Chef-Prüfungsleiter
Herzmassage
Um 12.00 Uhr hat uns die Familie Küng die Tische gedeckt, die Grills waren
bereit und jeder konnte seine Grilladen selbst zubereiten und den Aser geniessen. Die Kuchen wurden von den Frauen mitgebracht, herzlichen Dank!
Herzliche Gratulation
Schweiz. Niederlaufhund- und Dachsbracken-Club
Wir gratulieren den Mitgliedern zum Geburtstag
Juni
Zum 60.
Zum 65.
Zum 70.
Zum 71.
Zum 72.
Zum 75.
Zum 76.
Zum 77.
Zum 80.
Zum 89.
Zum 98.
Gaby Markwalder, St. Gallen (15.)
Otto Schlatter, Turgi (30.)
Beat-Felix Cagienard, Dietikon (1.)
Walter Vogel, Gettnau (16.)
Fritz Fischer, Volketswil (26.)
Roland Scheidegger, Deitingen (27.)
Karl Niederberger, Langnau am Albis (2.)
Fred Graf, Rohr (17.)
Georg Brunner, Oberembrach (17.)
Urs Roder, Unterägeri (21.)
Hans Manser, Gibswil (23.)
Mark Kamber, Amriswil (20.)
Hans Müller, Zollikon (14.)
Armin Bachmann, Hütten (17.)
Gustav Ungricht, Dietikon (10.)
Peter Rohner, Oberegg (29.)
Alfons Huber, Zürich (13.)
Edwin Lüthi, Zollikerberg (18.)
Walter Meier, Zürich (16.)
Präsident SNLC: Fredy Kuster, Gräbackerstrasse 117, 5735 Pfeffikon, Tel. 062 771 82 01
Sekretariat SNLC: Gertrud Fehlmann, Forchenmattweg 4, 8624 Grüt, Tel. 044 932 29 74
Zuchtwart: Samuel Kaderli, Kreuzfeldstrasse 44, 4932 Lotzwil, Tel. 062 922 16 87
Das Lorzentobel (Kanton
Zug) ist ein Bachtal mit sehr
steilen und feuchten Mischwaldstrukturen und reichlichem Unterwuchs, welches
sich zwischen Neuägeri und
der Gemeinde Baar hinzieht.
Hier haust eine Fuchsfähe mit neun Welpen, davon
zwei mit weissem Balg. Weisse Füchse kennt man eigentlich nur aus der Polarregion.
Bei den Jungfüchsen aus dem
Baarer Wald handelt es sich
aber vermutlich um zwei ganz
normale Jungtiere, die einfach einen Gendefekt aufweisen und daher ein weisses Fell
haben. Ihre Geschwister weisen nämlich ein ganz normales fuchsrotes Fell auf. In der
Fachsprache sagt man den
weissen Füchsen «Weisslinge», denn im Gegensatz zu
den sogenannten Albinos (rote
Augen) haben die Weisslinge
ganz normale Augen.
Ich kenne diesen Fuchsbau
seit 25 Jahren. In all den Jahren waren nur sechsmal Füchse dessen Bewohner, in den
übrigen Jahren waren es meist
Dachse, die hier residierten.
Diesen Frühling war ich mir
bereits anfangs April bewusst,
dass dieser Bau eine Fuchsfamilie beherbergt. Nach unzähligen Stunden erfolglosen Abwartens war die Freude umso
grösser, als neun Welpen mit
der Fähe auf dem Bau erschienen. Der Anblick zweier weisser Fuchswelpen erweckte in
mir ein Gefühl, das ich gar
nicht beschreiben kann. Si-
cherlich für jedermann nachvollziehbar, der sich mit der
Natur verbunden fühlt.
Für eine Fähe, die gleich
neun Welpen zu versorgen
hat, ist es sehr schwierig, alle
mit Nahrung zu versorgen. Bei
diesem Wurf ist die körperliche Verfassung jedes einzelnen Welpen deutlich auszumachen. Es zeigt sich, dass
sich das Geheck aus drei ganz
gut, drei mittelmässig und drei
schlecht entwickelten Welpen
zusammensetzt. Zu den drei
schlecht Entwickelten zählen
auch die zwei Weisslinge.
Eines Abends, kurz vor
dem Dunkelwerden, erblickte ich die Fähe mit einer weissen Beute im Fang. Ein Huhn
konnte es wohl nicht sein,
mangels Volumen. Ich dachte zuerst an ein weisses Stallkaninchen. Doch falsch geraten, es war einer der weissen
Fuchswelpen, der offenbar die
Kraft nicht aufbrachte, den
Erdhügel vor dem Fuchsbau
zu erklimmen.
In der zweiten Maiwoche
hat die Fuchsfamilie ihre Behausung verlassen und ist in
den dichten Unterwuchs im
Wald umgezogen. Ob alle
neun Welpen weiter gut heranwachsen, ist äusserst fraglich.
Georg Iten
www.wildkunde-georg-iten.ch
Und noch
zwei Launen der Natur
Hobbyfotograf Speedy Füllemann aus Grindelwald sandte uns das Foto eines weissen
Rehbockes (rechts), welchen
er auf einer Fototour in seinem Heimatort fotografieren
konnte.
Ein weiteres Foto (links)
kommt aus dem Engadin. Genauer aus dem Stazerwald
bei St. Moritz. Dieses weisse
Eichhörnchen konnte der Jäger Rolf Sarbach im April mit
dem Handy aufnehmen.
Gamsbock hängt
sich selbst auf
Dieses Bild eines verunglückten Gamsbockes sandte
uns der Berner Wildhüter Dolf
Roten. Entstanden ist es in der
Region Leukerbad, in einer
steil abfallenden Felswand.
Der Bock, ca. vierjährig, muss
beim Queren der steilen Grasflanke abgerutscht und mit
den Krickeln hängengeblieben
sein. Ein qualvolles Verenden
und ein weiteres Winteropfer.
Besten Dank für die Einsendungen.
Schweizer Jäger 6/2012
55
Leser schreiben
Zwei weisse Füchse streifen
durch die Wälder von Baar
Merkel RX. HELIX
Ausrüstung
DIE ZEICHEN DER
ZEIT ERKANNT
Der Begriff HELIX – für Schraube –
stammt aus dem griechischen und geistert
seit etwa zwei bis drei Jahren in der Jagdszene herum, als Inbegriff des Neuen und Revolutionären. Die neuste Repetierbüchse von Merkel weckte
Neugier. Wir haben uns diese Büchse genauer angesehen.
Von Peter Pulver
Gefällige, elegant wirkende
Jagdwaffe mit moderner Schaftform und sehr tief montiertem
grossem ZF und einreihigem herausnehmbarem Magazin und –
natürlich – Handspannung.
Take down
Heute ist eine Waffe, ohne
die Möglichkeit sie mit wenigen
Handgriffen in mindestens zwei
handliche Teile zu zerlegen, kaum
mehr zu verkaufen. Das ist bei der
Helix-Büchse wirklich gut gelungen. Mit zwei simplen Handgriffen ist die Waffe zerlegt und ebenso einfach wieder gebrauchsfertig
montiert. In der Schweiz steht in
der Verordnung zum Bundesjagdgesetz JSV v. 29.2.1988 unter Art
1. Verbotene Hilfsmittel: «Feu-
56
Schweizer Jäger 6/2012
erwaffen, deren Schaft klappbar
oder mit einem einfachen Handgriff abnehmbar ist.»
Die Helix fällt nicht unter diese Kategorie, da es neckischerweise zwei Handgriffe braucht.
Als erstes wird ein Knopf unter
dem Vorderschaft gedrückt. Der
Vorderschaft lässt sich nun ein-
Zerlegen der Helix:
Drücken des Knopfes am Vorderschaft…
fach nach vorne wegschieben.
Man stellt fest, dass dieser lediglich eine kosmetische Funktion
hat und als Waffenteil nicht zwingend gebraucht wird. Eine Ausnahme ist die Riemenöse daran.
Der Vorderschaft hat zwei lange fragil wirkende Seitenlappen,
welche unwillkürlich die Fra-
…und nach vorne ziehen….
Bei einer allfällig verklemmten
Hülse muss der – verriegelte –
Verschlusskopf gelöst werden.
Diese Nase am hinteren Teil des
Verschlusskopfes würde sich mit
einem passenden Schlüssel auch
im Felde lösen lassen.
ge auftauchen lassen: «Was passiert bei Bruch eines solchen Lappens?» Nichts, die Waffe bleibt
auch ohne Vorderschaft voll gebrauchsfähig. Der nun auftauchende Schwenkhebel wird um 90
Grad nach unten geschwenkt und
gibt dadurch den Lauf frei. Dieser
wird nun nach vorne aus dem System gezogen – fertig! Eine Kleinigkeit noch. Der Verschlusskopf
steckt noch im Lauf. Eine leichte
60-Grad-Drehung im Uhrzeigersinn gibt den Verschlusskopf frei.
Der Lauf kann nun ge- oder entfettet werden, oder gegen einen Lauf
in einem anderen Kaliber gewechselt werden etc. Den Verschlusskopf kann man in die Tasche stecken, man kann ihn auch verlieren
– was wir hier aber nicht empfehlen – ohne Verschlusskopf ist die
Waffe absolut sicher. Man kann
…der Vorderschaft ist weg.
Dieser Hebel verriegelt den Lauf.
aber auch nicht vergessen den Verschlusskopf wieder einzusetzen.
Die Waffe lässt sich nicht laden,
der Verschluss ist blockiert. Da
merkt auch der Dümmste – nach
kurzem Überlegen – wo was, bzw.
dass etwas fehlt. Falls das Herausnehmen des Verschlusskopfes unerwünscht ist, wird der Lauf bei
geöffnetem Verschluss entfernt.
Der Verschlusskopf bleibt dann
am Verschlusszylinder.
System
Der Verschluss ist völlig in einem nahezu geschlossenen Systemkasten aus Leichtmetall untergebracht. Der Kasten ist hinten
geschlossen, so dass beim Repetiervorgang der Verschlusszylinder nicht in die Nähe des Gesichtes des Schützen gerät, was als
angenehm empfunden wird. Über
die Verwendung von Leichtmetallen im Waffenbau liesse sich trefflich stundenlang philosophieren,
ohne zu einer einhelligen Meinung
zu kommen. Das heisst nichts anderes, als dass die Verwendung
von Leichtmetallen durchaus Vorteile aufweist, was auch durch die
konsequente Verwendung dieses
Materials durch Merkel dokumentiert wird. Die Reihe der Repetierer KR 1, SR1 wird seit Jahren in
dieser Art gebaut – offenbar bisher
ohne eklatante Nachteile.
Das Geheimnis der Helix…
ist der ultrakurze Repetierweg.
Genauer der kurze Weg, den der
Repetierhebel zurücklegen muss,
um den kompletten Repetiervorgang inklusiv Verriegelung,
durchzuführen. Das hat mit dem
Namen Helix = Schraube wenig
zu tun, sondern mit einer raffinierten Getriebemechanik.
Verschluss
Der Verschluss ist eine der
Neuheiten der Helix. Der Geradzugverschluss ist 1:2 übersetzt,
d.h. der Weg des Kammerstengels ist die Hälfte des Weges der
Kammer. Da lässt sich sehr, sehr
schnell repetieren. Das funktioniert mit Zahnstangen und einem
Zahnrad. Zahnradgetriebe gelten als heikel in Bezug auf Störanfälligkeit durch Schmutz und
Fremdteile. Die grosse Ausnahme hierbei sind Fahrradgetriebe.
Diese sind jedem Wetter und argem Schmutz permanent ausgesetzt, ohne Schwierigkeiten im
Betrieb aufzuweisen. Die Ver-
Hebel um 90 Grad schwenken…
…und der Lauf ist frei und kann aus
dem Verschlussgehäuse gezogen werden
Schweizer Jäger 6/2012
57
Ausrüstung
Der Verschlusskopf ist noch im
Lauf. Der Verschlusskopf bleibt
nur im Lauf, wenn der Verschluss
geschlossen ist. Wird der Lauf
bei geöffnetem Verschluss entfernt, bleibt der Verschlusskopf
am Verschluss.
Ausrüstung
Abzugseinheit mit Magazinschacht und unterer –
feststehender – Zahnstange.
zahnungen in der Helix sind allerdings wesentlich feiner als bei
einem Fahrrad. Als Tester müsste ich nun den Systemkasten mit
feinem Sand, Lehm, Tannennadeln oder dergleichen füllen, um
die Funktionsfähigkeit des Verschlusses in solchen Fällen zu
prüfen. Das nennt man dann Test
auf Praxistauglichkeit.
Etwas gewöhnungsbedürftig
ist das Herausnehmen des Verschlusses. Dazu muss zuerst der
Hinterschaft demontiert werden. Das erfolgt mit einem überlangen Inbusschlüssel, welcher
durch die Gummischaftkappe
gestossen werden muss, um zur
Schaftschraube zu gelangen. Es
erfordert das erste Mal etwas
Überwindung, den 5-mm-Inbusschlüssel durch den Gummi zu
drücken. Es geht viel leichter,
als man denken würde, denn der
Gummi der Schaftkappe ist dafür vorgesehen und entsprechend
vorgelocht. Nach entfernen des
Hinterschaftes ist der Zugang
zum Systemkasten frei. Nun brauchen noch zwei quer zur Schussrichtung eingesetzte zylindrische
Stifte herausgedrückt werden, um
die Abzugeinheit zu entfernen.
Nun liegt der Verschluss frei.
Lauf
Die Läufe der Helix werden bei
Merkel selbst, aus hochwertigsten
Stählen, gehämmert. Dass Merkel das versteht, wird klar, wenn
man weiss, welche renommierten
Waffenbauer ihre Läufe ebenfalls
bei Merkel fertigen lassen.
58
Schweizer Jäger 6/2012
Verschlussgehäuse und
Abzugseinheit getrennt.
chen durch dichtes Unterholz
nicht versehentlich der Verschluss
durch Äste oder Zweige geöffnet
wird.
Laufwechsel bzw.
Kaliberwechsel
Der Laufwechsel wurde bereits beschrieben. Merkel unterscheidet drei Kaliberklassen: S /
ST und M. (siehe Tabelle)
Innerhalb einer Gruppe braucht
nur der Lauf und eventuell das
Magazin gewechselt zu werden.
Von einer Kalibergruppe zur anderen muss noch der Verschlusskopf ausgetauscht werden.
Mini (S)
Standard (ST)
Magnum (M)
.222 Rem.
6,5x55
7 mm Rem. Mag.
.223 Rem.
.270 Win.
.300 Win. Mag.
7x64
.308 Win.
.30-06
8x57 IS
9,3x62
Handspannung
Wie praktisch jede moderne
Waffe ist auch die Helix mit einer Handspannung ausgerüstet.
Das ist bei ungespannter Waffe ein eminent wichtiges Sicherheitselement. Nach einem Schuss
und erfolgtem Repetieren, bleibt
ein potenzielles Sicherheitsrisiko. Es kann vorkommen, dass ein
beschossenes Tier nicht in der erwarteten Art und Weise reagiert.
Der Schütze kann auch durch
andere Vorkommnisse in eine
Stresssituation versetzt werden.
In dieser Situation wird jede Waffe gefährlich, ausser kombinierte
Waffen mit nur einem Schloss.
Wie bei den meisten modernen Repetierern mit Handspannung, lässt sich der Verschluss
nur öffnen, wenn der Hebel der
Handspannung leicht nach oben
geschoben wird oder wenn das
Schloss gespannt ist. Dadurch
soll verhindert werden, dass dem
pirschenden Jäger beim Schlei-
Die offene
Visierung mit
den gelben
Leuchtpunkten.
Magazin
Das einreihige Magazin, aus
Stahlblech gefertigt, mit Kunststoffboden, fasst die üblichen drei
Patronen im Kaliber 30-06, 8x57
IS oder 7x64. Ein längeres Magazin ist als Zubehör erhältlich. Bei
Laufwechsel innerhalb der Standardkaliber ist unter Umständen
ein Magazinwechsel nötig.
Abzug
Beim Abzug handelt es sich um
einen Direktabzug. Dieser löste
bei der Testwaffe bei 550 Gramm
sauber und ohne irgendwelches
Kriechen aus. Warum der Tester
lieber einen kombinierten Rückstecher hätte, zeigt sich jeweils
bei Schiessübungen der Jägeranwärter. Die meisten kommen mit
modernen Waffen ohne Stecher,
dafür mit Feinabzug und grossen
variablen ZF‘s. Mit einer solchen
Waffe darf kein Schuss ausserhalb
des Zehnerkreises liegen. Die häufigen 8-er sind auf das Abreissen
des Feinabzuges zurückzuführen,
dann, wenn der rote Punkt des mit
zu hoher Vergrösserung eingestellten ZF wieder einmal durchs
Scheibenzentrum schwankt!
Schaft, Schaftholz
Der Schaft ist vernünftigerweise mit geringer Senkung versehen. Damit wird
der Schaft für die Verwendung eines ZF tauglicher. Das
durch den Rückstoss ausgelöste Drehmoment, welches die
Waffe hochschlagen lässt, fällt
deutlich geringer aus.
Ein Lochschaft von Ulrich,
Schwyz, ist erhältlich. Ebenso
ist voraussichtlich ab Oktober
ein Kunststoffschaft über den
Fachhandel erhältlich.
Schafthölzer sind in den üblichen Klassierungen bis zum
Schaftholz Nr. 10 lieferbar.
Da kostet dann der Schaft ein
Mehrfaches der Waffe samt
ZF. Das üblicherweise gelieferte Standard-Schaftholz ist mit
geschnittener und gelaserter
Fischhaut zu haben. Gelaserte
Fischhaut ist günstiger und aus
30 cm Distanz fast nicht von
der von Hand geschnittenen zu
unterscheiden.
ZF-Montage
Es ist bei neueren Waffen
üblich, dass bereits Gewindelöcher zwecks ZF-Montage im
Systemkasten vorhanden sind.
Das ist bei der Helix gut ge-
löst. Da ist eine Picatinny- oder
Weaverschiene direkt auf dem
Verschlussgehäuse – integral
– vorhanden. Das ist ausgesprochen praktisch. Da können
Fest-, Schwenk-, Brücken- oder
Kippmontagen aufgesetzt werden. Die Doktrin, dass ZF müsse jederzeit mit einem Handgriff entfernt werden können,
gilt längst nicht mehr. Die früher als Arme-Leute-Montage belächelte Festmontage ist
heutzutage etabliert und anerkannt. Damit kann das ZF
tief montiert werden. Das bietet keinen Vorteil, die meisten
Jäger wünschen aber eine tief
sitzende ZF-Montage. Da mag
der unerschütterliche Glaube
des Jägers mitschwingen, die
Gefahr des Verkantens sei damit minimiert.
ZĞŵŝŶŐƚŽŶKZͲ>K<dWĂƚƌŽŶĞŶŝŵ
<ĂůŝďĞƌϳdžϲϰ͘:ĞƚnjƚŵŝƚϭϰϬŐƌƐƵŶĚ
ϭϳϬŐƌƐ'ĞƐĐŚŽƐƐ͘
ĞƐƚ͘Eƌ͘ZϳyϲϰϮͲϭϳϱŐƌƐ
ĞƐƚ͘Eƌ͘ZϳyϲϰϭͲϭϰϬŐƌƐ
ϮϬWĂƚƌŽŶĞŶĨƺƌ&ƌ͘ϰϰ͘ϱϬ͘Ͳ
Visierung
Die offene Visierung ist mit
drei gelben durchleuchtenden
Punkten an der Kimme und einem roten Leuchtkorn versehen. Die in gleicher Art schon
bei der Selbstladebüchse SR1
verwendete Visierung ist perfekt drückjagdtauglich. Das
hell leuchtende rote Korn ist
ein vollendeter Augenfänger.
Zum Lösen der Schaftschraube ist ein überlanger Inbusschlüssel
nötig.
ĞƌƚƂĚůŝĐŚƐƚĞWŝůnjŝŵtĂůĚ͘
Die Helix repetiert
schnell. Der Schütze
bleibt dabei mit
dem Auge im Ziel.
ĞnjƵŐƺďĞƌĚĞŶ&ĂĐŚŚĂŶĚĞů
/ŵƉŽƌƚĞƵƌ͗'ůĂƐĞƌ,ĂŶĚĞůƐ'͕ϴϰϬϱtŝŶƚĞƌƚŚƵƌ
ǁǁǁ͘ŐůĂƐĞƌͲŚĂŶĚĞůƐ͘ĐŚŝŶĨŽΛŐůĂƐĞƌͲŚĂŶĚĞůƐ͘ĐŚ
Ausrüstung
Schussleistung
Der Verfasser dieses Berichtes
ist bekannt dafür, dass er nichts
hält von Schussleistungstests in
Jagdzeitschriften. Erstens kennt
er die betreffenden Pappenheimer
und zweitens schiesst jede LaufPatronen-Kombination etwas anders. Der Aussagewert für den interessierten Jäger ist gering. Von
100 Läufen schiessen zwei Drittel Streukreise von 3 – 4 cm, je
etwa ein Sechstel produziert solche von 4 – 5 cm, ein weiterer
Sechstel solche von 1,5 – 3 cm.
Das alles mit derselben Patrone
und Läufen, welche auf den Hundertstelmillimeter gleich sind.
Nähme man eine andere Patrone,
würde das Ergebnis etwa gleich
ausfallen, aber mit völlig anderer Verteilung der Läufe. Nachher stellt sich die Frage, wie viele
Jäger in der Lage sind, «nur» den
Zehnerkreis zu halten.
Der Alu-Systemkasten lässt sich mit
gefälligen Gravuren verschönern.
Luxus, Gravuren
Auf einer nach oben offenen
Kosten-Skala ist fast alles möglich. Merkel hat in dieser Beziehung einen riesigen Fundus
an Vorschlägen und Mustern für
Gravuren etc.
Fazit
Helix ist eine gut gelungene elegante Waffe, welche konsequent dem durch KR1 und
SR1 vorgegebenen Konzept von
Merkel folgt. Systemkasten aus
Leichtmetall, geschlossen, Stahl
wo nötig, ausgewähltes Holz, elegante Linienführung etc. zeichnen diese Modelle aus. Wer in die
Weiten Alaskas oder die afrikanischen Wüsten zur Jagd geht, mag
mit einem robusten Mauser-Zylinderverschluss besser bedient
sein, als mit dem filigranen «Uhrwerk» Helix. Für die Jagd in gemässigten europäischen Gefilden
ist der Jäger, welcher das Wild
vom Hochsitz aus erwartet und
nicht stundenlang durch Urwälder
streift, Schluchten durchquert,
Sandstürme meidet und sich nicht
nach Tarzanart fortbewegt, eine
gute und durchaus zweckmässige Wahl. Der Kunststoffschaft in
Verbindung mit dem rostfreien
Leichtmetallgehäuse eröffnet die
Möglichkeit, bei eventueller Verschmutzung durch Tannennadeln,
Sand etc. die Waffe im nächsten
Bach gründlich auszuspülen ohne
Risiko des Rostens.
Auf Drückjagden ist man mit
der gut geschäfteten Helix und
der schnellen Schussfolge hervorragend bedient.
Es gibt die ultimative, einzig
wahre Jagdwaffe NICHT! – zum
Glück. Was dem einen dient und
gefällt, wird vom anderen verdammt oder belächelt. Das ist gut
so. Es ist bei Autos und bei Frauen ähnlich.
Zwei Verbesserungsvorschläge
Früher oder später wird – frei
nach Murphys Law – eine Patronenhülse im Lauf verklemmt sein.
Dann dürfte ein erheblicher Kraftaufwand nötig sein, um den Verschluss zu öffnen. In diesem Falle kann der Lauf mit dem – in den
Verriegelungsnuten verklemmten
– Verschlusskopf entfernt werden.
Merkel dürfte empfohlen werden,
dafür einen speziellen Schlüssel
für das Lösen des Verschlusskopfes zu fertigen und entweder mit
der Waffe mitzuliefern oder als
Zubehör anzubieten.
Hinterschaftschraube… wäre
diese länger, könnte der Hinterschaft mit einem normallangen
Inbusschlüssel demontiert werden. Zurzeit ist ein spezieller Inbusschlüssel von etwa 20 cm Länge erforderlich.
Kosten: Helix Standard 7x64, Holzklasse 4,
CHF 3500.– (ohne ZF)
Für Jagdreisen lässt
sich Helix mit zwei
Läufen und zwei ZF’s
in einem handlichen
Koffer verstauen.
60
Schweizer Jäger 6/2012
I H R FA C H M A N N F Ü R J A G D B E K L E I D U N G
➔ Unser Jagdangebot: Gültig bis Ende Juli 2012
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Schweizer Jäger 6/2012
61
NEUE CONQUESTFERNGLÄSER VON ZEISS
ZUM SUPERPREIS
Mit den beiden Conquest-HD-Ferngläsern 8x42 und 10x42 bietet Zeiss
eine preisgünstige Alternative für preisbewusste Jäger, die aber auf Qualität nicht verzichten möchten. Unser Mitarbeiter Peter Pulver hat sich die
Gläser näher angeschaut.
Von Peter Pulver
Es gab schon immer unterschiedliche Philosophien beim
Kauf eines Fernglases. Das gilt
auch für die Bezeichnung. Für
Deutsche ist das ein Fernglas oder
Glas, für den Bündner und den
Berner sind das «Spiegel», für
den Unterländer «Feldstecher».
Dann gibt es Leute, denen ist nur
das – wirklich – Beste gut genug.
Dafür pflegt Zeiss seine VictoryLinie.
Im «Geiz ist geil»-Zeitalter
verschieben sich Werte und Ansichten. Nicht zwingend ist das
Teuerste immer das Beste, umgekehrt ist auch das Günstige nicht
62
Schweizer Jäger 6/2012
immer automatisch nichts wert.
Kosten/Nutzenanalyse heisst es
heutzutage. Diesem Wertewandel oder Paradigmenwechsel, wie
es der Gebildete auszudrücken
pflegt, hat sich Zeiss schon vor
drei Jahren angepasst und dem
zunehmenden Angebot billiger
Fernostoptik die in Deutschland
gefertigte Duralyt ZielfernrohrLinie entgegengesetzt. Der grosse
Erfolg rechtfertigte die Massnahme vollauf. Nun wird sinngemäss
die gleiche Politik bei den Feldstechern fortgesetzt.
Die neuesten Produkte dieser Linie sind die Ferngläser
Conquest 8x42 HD und 10x42
HD. HD steht für «High Definition» und ist den Lesern geläu-
fig von den neuesten TV-Geräten
mit HD-Technik. High Definition heisst scharfzeichnend oder
hochauflösend. Das trifft für diese neuen Produkte zu.
Etwas bis zur Vollendung zu
treiben erfordert einen weitaus
grösseren Aufwand, als etwas für
breite Massen – zweckmässig –
aufzubereiten. Ein Ferrari kostet
einiges mehr als ein VW (ob er
technisch vollendeter ist, soll hier
offen bleiben). Die Nachfrage
nach VW’s ist aber sehr viel grösser. Hier spielt ganz klar das Gesetz von Kosten/Nutzen eine bedeutende Rolle.
Also, Zeiss macht das Unerwartete möglich. Diese neuen
Feldstecher sind qualitativ hoch-
wertig und preislich – in Bezug
auf Kosten/Nutzen – unschlagbar.
Da gibt es nichts zu mäkeln, zu
deuteln und zu rütteln.
Ingenieure verwenden, ähnlich
wie Ärzte, ihre Fachausdrücke.
Marketingleute verstehen diese
zwar nicht, nehmen sie aber begierig auf, das tönt nach «speziell». Oder interessiert es Sie als
Leser, ob Schmidt-Pechan-Prismen oder solche von Abbe-König verwendet werden? Für optisch Interessierte: Die ConquestGläser sind mit Schmidt-PechanPrismen ausgestattet, diejenigen der Victory Line mit solchen nach Abbe-König. Auch der
dielektrische Spiegel wird Sie
kaum beeindrucken. Wir zeigen
hier deshalb nur die für den Jäger
wichtigsten Kenndaten:
‹ Robustes Alu-Gehäuse mit
griffiger schwarzer Gummiummantelung
‹ 3-stufig ausziehbare Okulare,
für Brillenträger ideal in der 1.
Stufe
‹ Naheinstellentfernung 2 m
‹ Wasserdicht bis 4 m Tiefe
‹ Transmission = Lichtdurchlässigkeit 90% des – theoretisch –
möglichen
‹ Sehfeld 128 m / 1000 m beim
8x42, 115 m / 1000 m beim
10x42
‹ Stickstofffüllung
‹ Gewicht 750 g
‹ LotuTec-Beschichtung
Die CONQUEST-HD-Fernglaslinie beinhaltet folgende Modelle:
8x42: Der robuste Begleiter mit vielseitigen Einsatzmöglichkeiten, ob am Tag oder in der Dämmerung. Die 8-fache Vergrösserung sorgt für ein stabiles Bild in jeder Situation und das HDLinsensystem liefert beeindruckende Bilder.
Modell
Vergrösserung
Objektivdurchmesser
Austrittspupille
Dämmerungszahl
Sehfeld
Subjektiver Sehwinkel
Naheinstellgrenze
Dioptrien-Verstellbereich
Austrittspupillen-Abstand
Objektiv-Typ
Prismensystem
Vergütung
Stickstofffüllung
Wasserdichtigkeit
Funktionstemperatur
Höhe
Breite bei einer Augenweite von 65mm
Gewicht
Preis CHF
Die Dioptrieneinstellung
erfolgt über einen
Drehring am
rechten Okular.
Optikhandbuch neu aufgelegt
Der Vorgänger war ein beliebter Klassiker und längst vergriffen, jetzt hat
Zeiss das Buch «Optik für Jagd und
Naturbeobachtung» auf den neuesten Stand gebracht. Das Buch mit
140 Seiten geballter Information ist
besonders empfehlenswert für Jagdprüfungsanwärter, enthält es doch die
wichtigsten theoretischen Grundlagen zu Aufbau und Technologien von
Ziel- und Beobachtungsoptiken. Darüber hinaus werden Fragen wie: «Warum ein Nachtsichtgerät?» oder «Welche Ferngläser für welchen
Zweck?» beantwortet.
Das Buch kann über Carl Zeiss Sports Optics-Fachhändler zum Preis
von Fr. 23.95 bezogen werden. ISBN 978-3-00-03495-2.
Weitere Infos unter: www.zeiss.de/sportsoptics
10x42
10
42 mm
4.2 mm
20,5
115 m / 1000 m
66°
2m
+/– 4 dpt
17 mm
HD
Schmidt Pechan
LotuTec® / T*
Ja
400 mbar
–30 / +60°C
155 mm
120 mm
750 g
1230.–
ten Einsatz als Brillenträger das
Finden der richtigen Augenmuschelstellung. Dieses Phänomen
kennen wir aber auch bei anderen Produkten und ist eine Frage
der Handhabung. Der Käufer erhält zu einem sensationellen Preis
ein optisch hervorragendes Fernglas als Revierbegleiter.
Die ConquestGläser verfügen
über einen
griffigen, leicht
gehenden Drehknopf für die
Schärfeeinstellung.
Die Preise der Conquest-Ferngläser liegen deutlich unter dem
der Victory-Linie, sprich der
8x42
8
42 mm
5.25 mm
18,3
128 m / 1000 m
59°
2m
+/– 4 dpt
18 mm
HD
Schmidt Pechan
LotuTec® / T*
Ja
400 mbar
–30 / +60°C
155 mm
120 mm
750 g
1160.–
Ausrüstung
10x42: Das Glas mit dem grössten Sehfeld seiner Klasse. Durch die 10-fache Vergrösserung
ist man der Natur sehr nahe und kann auch über weite Distanzen detailreich beobachten.
«Ferrari-Klasse» von Zeiss. In der
Tat sind die Victory-Modelle das
Beste vom Besten und der Mehrpreis ist auch bezüglich der Lichtdurchlässigkeit von 95% gerechtfertigt.
Subjektive Beurteilung
Gefälliges, robust wirkendes
Glas, mit griffiger Gummiarmierung, kristallklares, farbechtes
Bild ohne Farbsäume oder Schärfeabfall im Randbereich. Die
Zeiss-Marketingleute beschreiben das Bild als lebhaft. Wir würden es eher als brillant bezeichnen. In der Dämmerung ist es
schwer, sich ein helleres Bild
vorzustellen. Das Glas flösst in
jeder Beziehung Vertrauen ein.
Etwas Mühe bereitete beim ers-
Zubehör
Jedes CONQUEST-HD-Fernglas ist mit einem Okularschutzdeckel, Objektivschutzdeckel, einem Neoprentrageriemen sowie
einer strapazierfähigen CorduraTasche für den sicheren Transport
ausgestattet.
■
Was ist eine LotuTec®Beschichtung?
Carl Zeiss hat für den Anwender eine Beschichtung der Linsen von Ferngläsern und
Zielfernrohren entwickelt, die uneingeschränkt klare Sicht bei jeder Wetterlage erlaubt. Dabei wurden die Blätter der
Lotus-Pflanze mit ihrer wasserabstossenden (hydrophoben) Wirkung zum Vorbild genommen und auf die äusseren Linsen vieler ZEISS-Geräte eine mehrlagige
Schutzschicht (LotuTec®-Beschichtung)
aufgedampft. Sie sorgt dafür, dass Wasser
sofort ohne Rückstände abperlt, Schmutz
und Fingerabdrücke nicht anhaften.
Die Carl Zeiss LotuTec®-Beschichtung hat
keine Auswirkungen auf die Transmission
und Kratzfestigkeit und die Gläser lassen
sich dadurch noch schneller und einfacher
reinigen.
Schweizer Jäger 6/2012
63
Funktionsbekleidung von Outfox
DEM WILD
Foto: naturpix.ch/m.p.stähli
ETWAS NÄHER
64
Schweizer Jäger 6/2012
Speziell für Jäger entwickelt
Outfox auf der Grundlage einer
einzigartigen Filtertechnologie
Funktionsbekleidung, welche die
Geruchsentwicklung von innen
nach aussen reduziert. Jäger wollen schliesslich nicht gerochen
werden. Ungeachtet der Spezies
verlassen sich alle Wildarten in
allen Jagdgebieten der Erde vor
allem auf ihren Geruchssinn,
um mögliche Gefahren frühzeitig erkennen zu können. Durch
die Outfox-Funktionsbekleidung
werden die Tiere überlistet (Englisch: «outfoxed»), denn mithilfe
der ERGOTARN-Filter werden
die menschlichen Geruchsstoffe
nahezu vollständig gebunden und
die Witterung des Menschen wird
nachhaltig reduziert. Auf diese Weise wird der Jäger für das
Wild geruchlich unsichtbar und
kann sich viel näher an sein Ziel
heranpirschen.
Aber nicht nur Jäger sind an
der Outfox-Funktionsbekleidung
interessiert: auch Naturbeobachter, Tierfilmer oder Abenteuerreisende legen Wert darauf, dass ihre
Witterung nicht aufgenommen
wird. Das Unternehmen hat das
notwendige Know-how, um auf
die unterschiedlichen Anforderungen der Jäger, Wildnis-Abenteurer und Naturbeobachter ausgerichtete Hightech-Bekleidung
herzustellen.
Teamarbeit als Grundpfeiler
Die Herstellung der Funktionsbekleidung ist das Ergebnis einer
engen Zusammenarbeit zwischen
absoluten Meistern ihres Fachs.
Entwickelt und produziert wird
die ERGOTARN-Filtertechnologie von der Blücher GmbH, einer der führenden Anbieter von
permeabler Schutzbekleidung für
Militär und Feuerwehr sowie von
innovativen Technologien für besondere Anwendungen, beispielsweise im Bereich der Wasser- und
Luftfiltration.
Die Firma Schöffel liefert das
Know-how in Hinsicht auf die
Fertigung hochtechnischer Jagdund Outdoorkleidung und trägt
die Venturi-Membrane bei: leistungsfähige Zwei- und Drei-Lagen-Laminate, die zu einer einzigartigen Membran verarbeitet
werden. Der Name Schöffel steht
seit über 200 Jahren für neue
Ideen und verantwortungsvolles
Handeln: Funktionsbekleidung
von Schöffel ist Präzisionsarbeit.
Aber wie können diese beiden Aspekte auch zu wirklich
jagdtauglicher Kleidung zusammengeführt werden? Mit dem
Jagdexperten K&K Premium Jagd
wird auch die Jagdkompetenz ins
Boot geholt. Durch die Kombination dieser unterschiedlichen
Kompetenzen kann eine einmalige Qualität gewährleistet werden –
Funktion und Design werden optimal aufeinander abgestimmt und
miteinander verbunden.
ERGOTARN –
Die Techonologie
Das Geheimnis liegt in der Filtertechnologie: Millionen von winzigen und sehr harten Kügelchen
aus reinem Kohlenstoff, die auf
einen Trägerstoff fixiert werden.
Diese Kügelchen haben eine extrem grosse innere Oberfläche, die
gasförmige Schad- und Geruchs-
stoffe aus der Luft herausfiltern
und nahezu unlöslich binden. Bei
allen Outfox-Kleidungsstücken,
die mit dem ERGOTARN-Filterstoff gefüttert sind, können körpereigene Gerüche nur noch äusserst
reduziert an die Nase der Tiere gelangen. Der Effekt ist tatsächlich
verblüffend und wurde in der Ausgabe 04/11 im «Schweizer Jäger»
bereits eingehend beschrieben.
Nach rund hundert Einsätzen empfiehlt der Hersteller eine
Durchlüftung des herauszippbaren Filters im Trockner/Tumbler. Die gebundenen Geruchsmoleküle werden dadurch entfernt
und der Filter ist wieder wie neu.
Die Kleidung selbst ist maschinenwaschbar. Zur optimalen Pflege bietet Outfox auch ein eigenes
Waschmittel an. Wenn das Kleidungsstück nicht getragen wird,
Das Basismaterial:
High-Tech-Aktivkohle in Form winziger Kügelchen.
Die Kügelchen
werden auf luftdurchlässigen
Stoff laminiert.
Das Ergebnis:
Ein hauchdünner
Filterstoff –
flexibel, geruchsabsorbierend
und hoch luftdurchlässig.
Fotos: www.outfox-wear.com
Text und Bilder: Nina Hemmi
Ausrüstung
Um grosse Jagderfolge zu feiern, braucht ein Jäger eine sichere Hand, viel
Geduld und Funktionsbekleidung von OUTFOX. Die Outfox-Kollektion
ist das Ergebnis einer Kooperation von Experten der Jagd, der Freizeitbekleidung, der Filtertechnologie und der Designentwicklung. Der Hersteller verspricht genaue Passform, einmaligen Tragekomfort und kompromisslose Funktionalität.
Schweizer Jäger 6/2012
65
Ausrüstung
muss es geruchsneutral gelagert
werden, damit keine störenden Gerüche vom Oberstoff angenommen
werden.
Der integrierte
Zeckenschutz ist
im jagdlichen
Gebrauch durchaus positiv aufgefallen.
Das sportliche
Outfit für den
robusten Einsatz
mit CorduraBesätzen an
exponierten
Stellen wie z.B.
im Kniebereich.
Praktische
Taschen auch an
der Hose: eine
mit und eine
ohne Reissverschluss.
Das Herauszippen des Filters
ist wesentlich
anwenderfreundlicher als
bei den ersten
Modellen.
Die Reissverschlüsse sind
sauber verarbeitet und
praktisch
angelegt.
66
Schweizer Jäger 6/2012
Integrierter Zeckenschutz
Outfox schiebt Zecken einen
Riegel vor und geht mit TICKLOCK-Zeckenschutz und ERGOTARN-Filter gegen Zecken vor
– eine technische Meisterleistung
im Doppelpack! Mit der innovativen Tick-Lock-Lösung hat die Zecke in den neuen Outfox-Hosen
keinerlei Chance auf Jägerblut.
Die Zeckenschutzmanschette ist
eine Stulpe, die im Hosenbein unterhalb des Knies angenäht ist und
beim Anziehen unten im Schuh
(unter der Ferse) fixiert wird. Dadurch hat die Zecke keine Möglichkeit mehr, innen im Hosenbein
hoch zu wandern und Hautkontakt zu bekommen. Zusätzlichen
Schutz vor den Parasiten bietet der
ERGOTARN-Geruchsfilter, da Zecken ihre Opfer hauptsächlich über
den Geruch erkennen!
Jagdanzug OUTBACK im
«SchweizerJäger»-Test
Das grosszügige Kleiderprogramm von Outfox mit diversen
Modellen für Jägerinnen und Jäger lässt kaum einen Wunsch offen. Der «Schweizer Jäger» hat den
Jagdanzug OUTBACK im praktischen Einsatz bei der Ausübung
der Gebirgsjagd im Herbst auf
Herz und Nieren geprüft.
Die Hose und Jacke des Modells
OUTBACK sitzen perfekt und
überzeugen mit ihrem angenehmen
Schnitt und den praktischen Accessoires. Die verstellbare Bundweite
bei den Hosen sowie die verstellbare Taillenweite bei der Jacke optimieren den Tragekomfort. Das
Herauszippen und vor allem das
anschliessende Wieder-Einzippen
des ERGOTARN-Filters ist wesentlich anwenderfreundlicher als
noch bei den ersten Outfox-Kollektionen. Das Modell OUTBACK ist
besonders strapazierfähig und verfügt über Cordura-Besätze mit wasserdichter und abriebfester Membran. Die Cordura-Besätze schützen
besonders exponierte Stellen an
Knie, Schienbein und Gesäss sowie bei Ellbogen und Schulter. Die
Modell OUTBACK in den Grössen 48–62,
Farben: «dark oak» (braun) oder
«dark olive» (grün).
Material: 65% Polyester, 35% Baumwolle;
Besätze: 100% Polyamid-Cordura
Preise (inkl. MwSt): Jacke CHF 524.–,
Hose CHF 389.–
Weitere Infos unter: www.outfox-wear.com
und www.birkenast.ch
Hose ist zusätzlich mit der bereits
beschriebenen Zeckenschutz-Manschette versehen. Die Jacke trumpft
ebenfalls mit praktischen Highlights auf: Gewehrgurtstopper auf
beiden Schultern und ein Putztuch
für die Optik sind genauso vorhanden wie Gummilaschen für mitgeführte Munition oder die praktische Aufhängung der Taschen zum
schnellen Zugriff auf Ersatzpatronen bei Drückjagden.
Die vielseitigen Taschen an Hose
wie an Jacke sind abwechslungsweise als Einschub- oder Pattentaschen gestaltet oder mit Zippern
ausgestattet. Diese Vielfalt garantiert eine optimale Handhabung für
alle erdenklichen Situationen.
Die Bekleidung erhebt keinerlei Anspruch auf Wasserdichtheit,
ist aber gut wasserabweisend und
bleibt auch bei andauerndem Regenwetter lange trocken. Hierbei
kommen auch die flexible Ärmelweitenverstellung bei der Jacke sowie die entsprechende Saumverstellung bei den Hosen positiv zum
Tragen.
Outfox beschreibt das Modell OUTBACK als «superleichten und atmungsaktiven Jagdanzug für Frühjahr, Sommer und
Herbst». Diese Beschreibung ist
je nach Bewegungsintensität bei
der Jagd wohl etwas zu hoch gegriffen. Schon bei nur milden, geschweige denn bei sommerlichen
Temperaturen kommt man auch
bei leichten Pirschgängen schon
ganz schön ins Schwitzen. Der im
Verhältnis zum Gewicht der Kleidung relativ schwere Geruchsfilter
trägt dazu nicht unwesentlich bei.
Für lange Marschzeiten und steiles
Gelände ist dieses Modell deshalb
wenig geeignet. Aber nichts desto
trotz, die Wirkung des Geruchsfilters hat uns vollends überzeugt –
je nach Situation nimmt man dafür
gerne auch etwas mehr Schweiss in
Kauf.
■
Die Anforderungen an einen Jagdschuh sind vielfältig.
Die wichtigsten Eigenschaften
sind sicher: Stabilität, Trittsicherheit und Dichtheit.
Bevor man einen Schuh für
die Jagd kauft, sollte man sich
genau überlegen, welche Jagd
man mit diesem Schuhtyp ausüben will. Unterstützung dabei
bietet Degiacomi Schuhmode
mit einer grossen Auswahl an
verschiedenen Marken und
Sie sind selber passionierte Jäger:
Peter und Hildegard Degiacomi.
Modellen und fachkundiger Beratung. Die Geschäftsinhaber Peter und Hildegard
Degiacomi sind beide passionierte Jäger, welche die Gebirgsjagd in Graubünden und
Jagden im Ausland ausüben.
Anprobe an beiden Füssen
wichtig
Jagdschuhe immer mit den
passenden Socken anprobieren: Die Fussgrösse messen
wir links und rechts bei belastetem Fuss mit einem Fussmass. Wir beurteilen den Fuss
nach Typ, Form und Ausbildung. Aufgrund der Bedürfnisse des Jägers empfehlen wir
die richtigen Modelle.
Bei der Anprobe sollte man
sich vor allem auf die Passform und nicht so sehr auf die
Marke konzentrieren, nur weil
der Jagdkamerad ein bestimmtes Modell bevorzugt. Ein
Laufsohle abschleifen
Finish der neuen Laufsohle
Schuh, der schon bei der Anprobe nicht sauber passt, wird
auch später nicht besser sitzen.
de werden für alle Marken die
Sohlen in der eigenen Werkstatt neu montiert und nach
Wunsch mit Bont Blanc- oder
Tricounibeschlägen ergänzt.
Auch allgemeine Schuhreparaturen wie Fersenfutter, Näharbeiten usw. werden ausgeführt.
Bei Fussproblemen werden
auch Schuheinlagen nach Mass
angefertigt und Schuhanpassungen vorgenommen.
Degiacomi Schuhmode, der
kompetente Ansprechpartner
für Jagd- und Outdoorschuhe
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kräftiges Weidmannsheil!
Gute Sohlen sind besser als
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vulkanisiert und hat verschiedene Halte-, Grip- und Bremszonen. Unbestrittener MarktLeader ist Vibram. Diese
Sohlenkonstruktionen haben
auch im steilsten Grashang
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Davos und Flims haben
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wir liefern aber alle
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Schweizer Jäger 6/2012
67
Ausrüstung
Jagdschuhe für eine
erfolgreiche Jagd
Ausrüstung
Mit einem optischen Zoom
von 25–600 mm deckt die
Leica V-Lux 3 vom Weitwinkelbereich bis hin zum
starken Tele alles ab.
Der Zoom-Riese
MIT DER NEUEN
LEICA-K AMERA V-LUX 3
AUF DER JAGD
Leica bietet seit wenigen Wochen eine brandneue Fotokamera an,
die einfach aufgebaut, leicht und ein kleines Packmass hat sowie
einen Zoombereich von 25 bis sagenhaften 600 mm aufweist.
Damit sollen laut Herstellerangaben formatfüllende Fotos von
Wildtieren auf grössere Entfernungen sachgerecht möglich sein.
Der «Schweizer Jäger» hat es als erste Jagdzeitschrift im Test.
68
Schweizer Jäger 6/2012
Ausrüstung
Text: Dr. Metzner
Fotos: Antonio Zaragoza
In den letzten Jahren hat sich
bekanntlicherweise einiges in der
Fotografie getan. Zunächst verschwand der Farbfilm zugunsten der digitalen Fotografie, dann
wurden die Geräte immer kleiner
und leistungsstärker.
Viele Jäger wollten schon immer die Tiere auch fotografieren
denen sie nachstellen, jedoch war
das immer mit grösseren Mühen
und hohen Kosten verbunden.
Denn mit einem 28–70-mm-Standardobjektiv lassen sich nun mal
keine Tiere auf 50 Meter formatfüllend ablichten. Da braucht man
wesentlich mehr Power.
Um die Leitbache an der Kirrung, den Rehbock auf der Lichtung schön ins Bild zu setzen, ist
mindestens ein 300-mm-Teleobjetiv nötig, was in der Vergangenheit sperrig und teuer war. Und
300 mm war die unterste Grenze,
besser waren 500 mm, denn man
möchte die Aufnahmen ja von
seinem gewohnten, jagdlichen
Standort aus fertigen, meist vom
Hochsitz. Und dazu kann kaum
ein Jäger noch eine Kameraausrüstung mit 2,5 kg und einer Länge von über 40 cm schleppen.
Dies alles soll nun die Leica
V-Lux 3 ermöglichen, auch wenn
wohl eher Outdooraktivitäten wie
Sport oder Tierbeobachtung bei
der konzeptionellen Entwicklung im Vordergrund standen, da
es hierfür weitaus mehr Kundenpotenzial gibt, von dem aber jetzt
auch der Jäger profitiert.
Da ist sie. Im März 2012 vorgestellt und jetzt schon in der Redaktion. Schon beim Auspacken
der Kamera kommt das LeicaFeeling auf. Das klassische
Schwarz, der markante Schriftzug
und der berühmte rote Punkt…,
es hat einfach was!
Wer sich auch nur grundlegend mit Fotoapparaten auskennt, kommt gleich mit den Bedienungselementen zurecht. Ein
Ein- und Ausschalter, ein grosses Einstellrad, ein Zoomknopf,
sowie Tasten für Foto und Video,
das ist es.
Nach dem Einführen des Akkus und dem ersten Einschalten
erfolgt gleich die Abfrage nach
der Sprachführung des Menüs.
Das ist durchdacht und erleichtert
die ersten Schritte, wie auch die
leicht verständliche Bedienungsanleitung mit knappen 30 Seiten.
Kein Vergleich zu unserer ebenso neuen Videocamera Canon XA
10, die über 200 Seiten hat und
man das Gefühl bekommt, ein
Physik-Studium zu absolvieren.
Die V-Lux 3 hat einen Brennweitenbereich von 25 bis sagenhaften 600 mm und das
alles auf optischer, nicht auf digitaler Basis. Mit den Abmessungen 12,4x8,1 und 9,5 cm in der
Tiefe sowie einem Gewicht von
540 g passt sie nicht in die Hosentasche, lässt sich aber noch
leicht transportieren. Umgehängt
Oben links:
Storchenpaar
mit 150 mm Tele
(Blende 4,6 und
ISO 100).
Oben rechts:
Und auch im
extremen Telebereich von
600 mm (Blende
5,2 und ISO 100)
dürfen sich die
Resultate sehen
lassen.
oder im Rucksack macht sich das
kaum bemerkbar, wobei man immer wieder erwähnen muss, dass
diese Leica ein 600-mm-Tele hat.
In den drei Wochen dieses
Tests begleitete sie uns nach Afrika, nach England und in deutsche Gefilde. Nach mehreren
tausend Fotos lässt sich nun festhalten: Zunächst hat die Kamera
keine Kinderkrankheiten, was bei
einem technischen Gerät der ersten Generation öfters vorkommt.
Sie funktionierte vom ersten Moment an, bei Hitze und Kälte. Sie
liegt durch den seitlichen Griff
gut in der Hand, auch wenn der
Kunststoff in der Oberflächenbeschaffenheit noch verbesserungswürdig ist. Er ist etwas rau und
nimmt schnell Hautschuppen auf,
die einen leichten weissen Schleier ergeben. Das ist aber nichts,
was mit einem nebel-feuchten
Tuch und mit einem Wisch wieder weg ist.
Mit dem 25-mm-Weitwinkel
lassen sich sehr gute Erlegerfotos
ablichten, das Tier und der Jäger
sind auch unter beengten Verhältnissen randscharf auf dem Foto.
Wenn man dann den alten Trick
beherzigt, die Kamera sehr tief
zu halten, um die optische Verzerrung proaktiv zu nutzen, sieht
alles noch mal einen Tick besser aus. Das grosse dreh- und
schwenkbare Display unterstützt
das, allerding muss man darauf
achten, die Sonnenblende (die
sonst immer aufgeschraubt sein
sollte) bei Fotos mit Blitz zu entSchweizer Jäger 6/2012
69
Ausrüstung
Da schätzt man die
Distanz und das
Heranzoomen des
Objekts – Puffotter.
nehmen, da es sonst zu Randabschattungen kommt. So ist uns
leider ein Bild im Sonnenuntergang im Jagdgebiet des englischen Königs Henry der Achte
missglückt. Allerdings haben wir
auch vergessen, das Bild gleich
zu kontrollieren, was mit einem
Tastdruck möglich ist. Ein Anfängerfehler, der auch Profis passieren kann.
Mit der Einstellung von 50 mm
lassen sich im Bresson-Stil schöne Blickwinkel festhalten, die für
das Auge immer am realsten wirken. Eine Empfehlung von uns,
versuchen Sie mal in dieser Einstellung zu fotografieren. Sie werden erstaunt sein. Da die meisten
Objektive in dieser Einstellung
auch berechnet sind, sind die
technischen Werte optimal.
Doch nun zum absoluten Vorteil dieses neuen Modells, der
600-mm-Teleeinstellung. Selbst
erfahrene Fotojournalisten waren erst ungläubig, «ob das was
ist», und waren nach ersten Versuchen eines Besseren belehrt. Ob
die züngelnde Puffotter in Botswana, der man besser nicht näher
kommt, oder dem Keiler im heimischen Wald, dem man nicht näher
kommen kann, die Abbildungsleistung ist genial. Wir haben hier
in der Redaktion die neue Nikon
D800 und das Sigma 50–500 mm
in der professionellen Verwendung
und können unseren Lesern versichern, dass der normal-sterbliche
Anwender keinen grossen Unterschied feststellen wird. Ausser
dass diese Kombination ein Vielfaches mehr kostet und wiegt.
70
Schweizer Jäger 6/2012
Klar lassen sich in Grenzbereichen und in Testaufbauten bessere
Ergebnisse erzielen, der Jäger im
heimischen Revier oder auf der
Jagdreise ist mit der Leica V-Lux
3 aber besser bedient.
Die neue Leica hat mehrere
Automatiken, wobei wir die Blendenautomatik bevorzugen, um die
Bewegungsschärfe selbst zu bestimmen. Erfahrene Anwender
gehen mehr in manuelle und individualisierte Einstellungen. Der
Anfänger stellt das Rad auf das
rot unterlegte A und die Kamera
funktioniert vollautomatisch. So
kann man sich auf das wichtigste
konzentrieren, das Bild.
Neben Fotos lassen sich auch
Videos in Full HD aufnehmen,
die Qualität ist wirklich überraschend. Nach dem Ansitz schnell
die Speicherkarte in den PC-Slot
und schon lassen sich die Erlebnisse noch mal ansehen.
Die Kamera ist
eine interessante
und günstige
Alternative zu
teuren Wechselsystemen und liefert hervorragende Bildresultate.
Die Karte ist als Speichermedium das Herz der Kamera. Leider sehen wir immer wieder, dass
No-Name-Karten gekauft werden, die dann schnell Schwächen
aufweisen und die Aufnahmen einer gesamten Reise gefährden.
Wir empfehlen ausdrücklich die
Verwendung der Speicherkarte
SanDisk Extreme Pro 8 GB, die
selbst härteste Touren übersteht,
oder anderer hochwertiger Marken. Auch dann wenn die Kamera schon lange defekt ist, wie
z. B. nach einem Sturz ins eiskalte Wasser eines Bergbaches
bei einer Marco-Polo-Jagd, sind
die Aufnahmen noch unversehrt.
Die SanDisk Pro ist ab einem
Preis von ca. Fr. 25.– erhältlich
und ermöglicht 2632 Aufnahmen
bei der mittleren Einstellung von
fünf Millionen Pixeln, was für
den Hausgebrauch vollkommen
ausreicht.
Fazit: Mit der Leica V-Lux 3 ist
den Ingenieuren aus Wetzlar ein
grosser Wurf gelungen. Sie haben
eine wertige Kamera geschaffen,
die für den Jäger praxisorientiert
zu verwenden ist. Sie liegt gut in
der Hand, sie ermöglicht bis zu
12 Bilder pro Sekunde bei voller
Auflösung und hat vielseitige Automatiken. Sie hat ein Spitzenobjektiv mit einem starken Tele, das
voll überzeugt. Die Kamera ist
im Fachhandel zum Preis von Fr.
1000.– erhältlich.
■
Jagdschiessverein
Gampel und Umgebung
Jahresprogramm 2012
jeweils 17.30–20.00 Uhr
Juni: Sa 16., 23.
August: Sa 4., 11., 25.
September: Fr 7., Sa 8., Fr 14.
Jagdschiessanlage
Zumdorf bei Hospental
Schiesstraining jeden
Mittwoch ab 17.00 Uhr ab
Mitte Mai bis 5. September.
Andere Termine auf Anfrage
bei: Schmid-Sport & Jagd,
Beat Schmid, 6493 Hospental,
079 219 65 38
Jagdschiessanlage
Mattmark/Saas-Almagell
Jeden Dienstag und
Freitag ab 18.00 Uhr bis
zur Dämmerung Kugelund Schrotschiessen auf
Zugscheiben, laufenden
Keiler, Tontauben, Roll- und
Kipphasen
Letztmals Freitag,
14. September 2012
Jagdhof Felder
Entlebuch
Jagd- und Sportwaffen –
Schiesszentrum – Schiessschule
Die Innenschiessanlage ist
während der Geschäftszeit
geöffnet. Di–Fr: 8.00–12.00
und 13.30 –18.00 Uhr, Sa
9.00–15.00 durchgehend,
Do Abendverkauf bis 20.30
Uhr, Mo geschlossen
Die Schiessnadel an
Hut oder Kittel ist das
sichtbare Zeichen des
weidgerechten Jägers,
dass er auch seine
Waffe beherrscht.
Die Nadel trägt Jahrzahl und das Logo von JagdSchweiz.
Sie kann an den bezeichneten Jagdschiessen erworben werden. Bestellungen der Schiessnadel (es werden
nur Sammelbestellungen für Schiessanlässe ausgeführt) sind so früh als
möglich zu richten an Verlag Schweizer Jäger, Pf. 261, 8840 Einsiedeln, Tel.
055 418 43 43, Fax 055 418 43 44, EMail: [email protected],
wo auch jede gewünschte Auskunft
erhältlich ist.
www.schweizerjaeger.ch
ohne Gewähr
8. Juni
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
9. Juni
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
9. Juni
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
13.30–18.00 Uhr
9./10. Juni
32. Jagdschiessen Pfannenstiel Meilen
Sa: 08.00–12.00 und 13.00–
18.00 Uhr; So: 08.00–12.00
und 13.00–17.00 Uhr
Auskunft:
www.jagdschützen-meilen.ch
11. Juni
Nur Schrotübung
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
11. Juni
Kugel Reserviert JVO & JSB
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
11. Juni
Nur Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
13. Juni
Schiessanlage Mattwald
Training Kugel
18.30–20.00 Uhr
15. Juni
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
16. Juni
O Vereinsschiessen Diana
Gruyère im Stand Zollhaus, Diana Sense
09.00–12.00 Uhr
16. Juni
Munggenschiessen
Glarner Jagdverein
08.00–09.30 Uhr
16./17. Juni
O Zürcher Oberländer
Jagdschiessen auf der
Jagdschiessanlage
Pfäffikon ZH
Sa 13.30–18.00 Uhr
So 09.00–12.00 Uhr und
13.30–15.30 Uhr
16. Juni
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
16. Juni
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
13.30–18.00 Uhr
17. Juni
100er-Match
ganzer Tag
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
18. Juni
Nur Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
20. Juni
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
17.30–20.30 Uhr
21. Juni
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
21./23. Juni
72. Urner Jagdschiessen 2012
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Do 18.00–19.45 Uhr
Sa 13.00–18.00 Uhr
Letzte Standblattausgabe:
Samstag, 17.00 Uhr
Letzte Standblattabgabe:
Samstag, 18.15 Uhr
Schöner Gabentempel sowie
Kranz oder Gutschein; Verlosung eines Hochwildjagdpatents an Schützen mit Urner
Jagdausweis
www.urnerjaegerverein.ch
22. Juni
O Kugel+Schrotschiessen
im Stand Zollhaus,
Diana Sense
17.00–20.00 Uhr
22. Juni
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
23. Juni
Übungstag
13.00–18.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
23. Juni
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
25. Juni
Nur Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
28. Juni
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
29. Juni
O Kugel+Schrotschiessen
im Stand Zollhaus,
Diana Sense
17.00–20.00 Uhr
Schweizer Jäger 6/2012
71
Jagdschiessen
Jagdschiessen
Daten 2012
15./16. Juni
25 Jahre Jagdschiessen
der Jägervereinigung
Sarganserland in Vättis
(siehe auch Seite 75)
29. Juni
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
29. Juni
Schiessanlage Mattwald
Training Kugel und Schrot
18.30–20.00 Uhr
29./30. Juni
Appenzeller AR
Jagdschiessen
Fr 16–20 Uhr
Sa 8.30–12, 13.30–17 Uhr,
17–18 Uhr Ehrenscheibe
Am Samstag ist 16.00 Uhr
Doppelschluss! Schrot muss
im Schiessstand bezogen werden, weitere Weisungen werden im Stand angeschlagen.
30. Juni
Vereinsjagdschiessen
Glarner Jagdverein
09.00–15.00 Uhr
30. Juni
Training
09.30–11.30 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
30. Juni
Gruppenwettkampf
09.30–16.00 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
30. Juni
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
72
Schweizer Jäger 6/2012
30. Juni
1. Urner Tontaubenschiessen
Jagdschiessstand «Standel» in
Wassen UR
09.30–17.00 Uhr
Standblattausgabe bis 16.00 Uhr
Kontaktadressen:
Heinz Merenda
Altdorf, 079 572 36 23
[email protected]
suisse.ch
[email protected]
[email protected]
(siehe auch Seite 76)
2. Juli
Nur Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
2. Juli
Nur Schrotübung
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
2. Juli
Kugel Reserviert JVO & JSB
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
4. Juli
Schiessanlage Mattwald
Training Kugel
18.30–20.00 Uhr
5. Juli
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
6. Juli
Öffentliches Training
17.00–20.00 Uhr
Jagdparcours Schaniela,
7240 Küblis
6. Juli
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
6./7./8. Juli
O 56. Jagdschiessen
Goldingen 2012
im Töbeli, Goldingen
Programm erhalten Sie
bei T. Oberholzer, Telefon
055 284 16 72, oder E-Mail
[email protected]
(siehe auch Seite 75)
Jagd- und Sportschützenverein
Selgis
6436 Ried (Muotathal)
www.selgis.ch
Besuchen Sie unsere top moderne Trainingsund Schiessanlage im schönen Muotathal SZ
Öffnungszeiten
Schiesstunnel
während des ganzen Jahres rund um die Uhr für Vereinsmitglieder mit Vereinbarung, ausser montags von
08.00-16.00 Uhr (Unterhaltsarbeiten)
Aussen-, Jagdparcours- und
Trapanlage
Dienstag bis Samstag, 08.00-12.00 und 13.30 bis
Dämmerung, max. 21.00 Uhr
Instruktion
Für die selbständige Benützung der verschiedenen Anlagen ist eine Instruktion obligatorisch; Termine auf Anfrage bei:
Waffen-Ulrich, Selgis, Tel. 041 811 64 40 oder [email protected]
Vereinsmitglieder mit Vereinbarung können die Anlagen
nach Anmeldung bei Waffen-Ulrich oder online über das
Internet selbständig nützen.
Einladung Selgis Trophy 2012
Samstag, 7. Juli 2012
Jagd- und Sportschützen Selgis AG
Jagd- und Sportschützenverein Selgis
Standblattausgabe ab 07.30
Letzte Standblattausgabe 12.00
Grillbuffet mit Beilagen und Salaten
Grosser Gabentisch mit faszinierenden Preisen
Teilnahmeberechtigt sind alle Aktionäre und Vereinsmitglieder (Aktienkauf oder Beitritt auf
Platz möglich). Das Schiessprogramm und Reglement sind auf der Homepage
www.selgis.ch einsehbar und liegen im Selgis-Stübli bei Waffen Ulrich auf.
6.–8. Juli
Öffentliches Jagdschiessen
Versam, Jägerverein Safien
und Jägerverein Versam
Fr 13.00–21.00 Uhr
Sa 08.00–21.00 Uhr
So 08.00–15.00 Uhr
Kontakt:
Bruno Derungs, Zizers,
[email protected]
(siehe auch Seite 75)
7. Juli
100-Tauben-Match,
TTS Schüpfen
08.00 Uhr bis Schluss
Teilnehmer max. 30 Schützen,
Voranmeldung erforderlich!
Programm und Anmeldung:
Daniela Fahrni, Dennli,
3537 Eggiwil, 079 345 23 23,
[email protected]
7. Juli
Doppelflinten- & Doppelbüchsenschiessen im Jagdstand Landgut, Davos
7. Juli
O Vereinsschiessen Diana
Sense im Stand Zollhaus,
Diana Sense
08.00–12.00 Uhr
7. Juli
Schiesskurs
ganzer Tag
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
9. Juli
Nur Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
12. Juli
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
13. Juli
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
Anzeige
Jagdschiessen
An Schiessen mit blauem Punkt
O kann die Schiessnadel erworben werden. Auskünfte über die
Schiessnadel und Bestellungen:
Verlag Schweizer Jäger, PF 261,
8840 Einsiedeln, Telefon 055
418 43 43, Fax 055 418 43 44,
[email protected]
14. Juli
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
13.30–18.00 Uhr
14. Juli
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
16. Juli
Nur Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
20. Juli
Öffentliches Training
17.00–20.00 Uhr
Jagdparcours Schaniela,
7240 Küblis
19. Juli
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
26. Juli
Training, 18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
4. August
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
27. Juli
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
4. August
Jagdparcours 2012
«Whisky-Cup» 100 Tauben
Anmeldung erforderlich, Teilnehmerzahl 56, Nenngeld
Fr. 130.– / Junioren Fr. 50.–,
Verpflegung auf dem Platz.
Teilübung: Donnerstag,
2. August, ab 17.30 Uhr.
Kontakt: Ferdinand Gertsch,
Tel. 079 431 54 68 (ab Mittag)
28. Juli
Schiesskurs, ganzer Tag
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
28./29. Juli
26. Urschner Jagdschiessen
auf der Jagdschiessanlage
Zumdorf bei Hospental
Kontakt: Beat Schmid,
Tel. 079 219 65 38
30. Juli
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
3. August
Öffentliches Training
14.00–20.00 Uhr
Jagdparcours Schaniela,
7240 Küblis
20. Juli
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
3. August
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
21. Juli
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
3. August
Schiessanlage Mattwald
Training Kugel und Schrot
18.30–20.00 Uhr
23. Juli
Nur Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
25. Juli
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
17.30–20.30 Uhr
4. August
Training, 09.30–11.30 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
4. August
28. Grün-Bruch Jagdschiessen
Jagdschiessanlage «Standel»
in Wassen UR
09.30–16.00 Uhr
Standblattausgabe bis 15.00 Uhr
Kontaktadresse:
Max Baumann, Spiringen
079 425 52 64
[email protected]
4./5. August
Internationales Jagdschiessen
Sa 09.00–18.00 Uhr
So 09.00–16.00 Uhr
Jagdparcours Schaniela,
7240 Küblis
6. August
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
8. August
Schiessanlage Mattwald
Training Kugel
18.30–20.00 Uhr
8. August
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
17.30–20.30 Uhr
9. August
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
10. August
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
10. August
Vorstands- und Funktionärcup
Glarner Jagdverein
18.00–20.00 Uhr
10./11. August
Brienzer Jagdschiessen
Sa 13.00–18.00 Uhr
So 09.00–16.00 Uhr
Hotline: 079 302 85 60
10./11. August
Pirsch Rouchgrat
Fr 13.00–19.00 Uhr,
Sa 08.00–17.00 Uhr
Auskunft: Franco Catocchia,
Tel. 079 235 43 43
(siehe auch Seite 75)
11. August
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
11. August
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
13.30–18.00 Uhr
11. August
Jagdschiessen
Schiessanlage Mattwald
08.00–12.00, 13.30–17.00 Uhr
alle Anlagen offen
13. August
Nur Schrotübung
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
13. August
Kugel Reserviert JVO & JSB
17.30–20.00 Uhr
www.jagschuetzen-berken.ch
13. August
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
17. August
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
18. August
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
Schweizer Jäger 6/2012
73
Jagdschiessen
13. Juli
Schiessanlage Mattwald
Training Kugel und Schrot
18.30–20.00 Uhr
Jagdschiessen
18. August
Einschiessen Jagdgewehre
Schiessanlage Mattwald
08.00–12.00, 13.30–17.00 Uhr
alle Anlagen offen
18. August
Training
09.30–11.30 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
18. August
3.Klausengarage-Cup
Jagdschiessanlage «Standel»
in Wassen UR
09.00–17.00 Uhr
Standblattausgabe bis 16.30 Uhr
Kontaktadresse:
Kilian Lagnaz, 079 722 28 00
www.kg-cup.ch
[email protected]
18. August
Übungstag
13.00–18.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
18./19. August
8. Walliser Jagdparcours in
Oberwald (Gerental)
Sa 13.00–18.00 Uhr
So 08.00–17.00 Uhr
www.diana-goms.ch
20. August
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
23. August
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
24. August
O Kugel+Schrotschiessen
im Stand Zollhaus,
Diana Sense
17.00–20.00 Uhr
24./25. August
Stich «Riedertal»
Fr 17.00–19.30 Uhr
Sa 13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
74
Schweizer Jäger 6/2012
25. August
Jagdschiessen Diana
Mettelhorn
Schiessanlage Mattwald
Schiessbetrieb: 08.00 bis
17.00 Uhr
Ganzer Tag Kantinenbetrieb
Jäger/innen und Bevölkerung
sind herzlich eingeladen
25. August
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Rebeschiessen
13.30–18.00 Uhr
25./26. August
Pirsch am Sustenpass
Sa 08.00–18.00 Uhr,
So 08.00–17.00 Uhr
Auskunft: Ruedi Rohrbach,
Telefon 079 222 40 04
(siehe auch Seite 75)
27. August
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
29. August
Parcours-Training
17.30–20.00 Uhr
Kugelübung
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
30. August
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
31. August
Nur Kugel
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
1. September
Einschiessen Jagdgewehre
Schiessanlage Mattwald
08.00–12.00, 13.30–17.00 Uhr
alle Anlagen offen
1. September
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
2. September
Jagdparcours
Jagdschützen Berken
08.30–17.00 Uhr
Auskunft bei F. Gertsch,
Tel. 062 961 25 04 oder
www.jagdschuetzen-berken.ch
3. September
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
4. September
Nur Kugel
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
11. September
Nur Kugel, 17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
12. September
Nur Kugel
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
12. September
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
17.30–20.30 Uhr
5. September
Übungsabend
17.30–20.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
14. September
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
5. September
Nur Kugel
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
15. September
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
6. September
Training
18.00–19.45 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
15. September
Jägerverein des Seebezirks,
Diana du Lac
Schiessanlage Rebe-Ulmiz
Übungsschiessen
13.30–18.00 Uhr
7. September
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
8. September
Kugel und Schrot
13.30–17.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
8. September
Einschiessen Jagdgewehre
Schiessanlage Mattwald
08.00–12.00, 13.30–17.00 Uhr
alle Anlagen offen
10. September
Kugel und Schrot
17.00–19.30 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
22. September
Übungstag
13.00–18.00 Uhr
www.jagdschuetzen-berken.ch
4. Oktober
Training
17.30–19.00 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
5. Oktober
Kugel und Schrot
17.00–19.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
8. Oktober
Kugel und Schrot
17.00–19.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
12. Oktober
Kugel und Schrot
17.00–19.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
15. Oktober
Kugel und Schrot
17.00–19.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
19. Oktober
Kugel und Schrot
17.00–19.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
22. Oktober
Kugel und Schrot
17.00–19.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
26. Oktober
Kugel und Schrot
17.00–19.00 Uhr
Schiesscenter Riedertal
www.oberwalliser
jagdschiessverein.ch
Jagdschiessen Versam
6.–8. Juli, Jägerverein Safien
und Jägerverein Versam
Topmoderne Jagdschiessanlage Islabord Versam mit
vier elektronischen 100-mScheiben.
Kugel frei ab Kaliber 222
Rem. Hase Schrot 3.5 mm.
Gängige Munition kann auf
dem Stand bezogen werden.
Festwirtschaft und grosser Gabentempel für alle Stiche.
– Gabenstich je 2 Schüsse Reh-/Fuchs-/Steinbockscheibe, 100er-Wertung, 3
verschiedene Stellungen.
– Hasenstich 10 Schüsse auf
den laufenden Kipphasen.
– Meisterschaft auf Gamsscheibe je 3 Schüsse liegend/sitzend/stehend 100erWertung.
– Haupt- und Nachdoppel
Schiessbetrieb:
Freitag
ab 13.00 bis 21.00, Samstag 08.00 bis 21.00, Sonntag
08.00 bis 15.00. Letzte Standblattausgabe: Sonntag 13.00,
Absenden Sonntag ca. 16.30.
Kontakt: Bruno Derungs, Zizers, [email protected]
bluewin.ch
25 Jahre Jagdschiessen
der Jägervereinigung
Sarganserland
Freitag/Samstag
15./16. Juni
Der Jagdparcours findet in
der näheren Umgebung des
300-m-Schützenstandes Spina statt (ist signalisiert). Die
Infrastruktur (Festwirtschaft,
Anmeldung, Büro usw.) befindet sich direkt beim Schützenhaus.
Der Jagdparcours besteht
aus 5 Schüssen auf 5 verschiedene Wildtierscheiben, ohne
Probe (Der erste Schuss zählt!).
Jeder Teilnehmer erhält eine
feine «Vättner-Nusstorte» und
für die besten 70 Schützen gibt
es Naturalgaben!
Kontakt: OK-Präsident Karl Kohler, Halde 12,
7315 Vättis, 079 476 11 60, [email protected],
www.jagd-sarganserland.ch
Praxisgerechte
Jagdvorbereitung
Veranstaltungen des Berner Jägerverbandes
Pirsch am Sustenpass
25./26. August 2012
Samstag 08.00–18.00 Uhr
Sonntag 08.00–17.00 Uhr
Schiessplatz ab Hotel Steingletscher (3863 Sustenpass,
Berner Seite) signalisiert.
Auskunft: 079 222 40 04
(OK, R. Rohrbach).
Pirsch Rouchgrat
10./11. August 2012
Freitag 13.00–19.00 Uhr
Samstag 08.00–17.00 Uhr
Schiessplatz ab 3538 Röthenbach i. E. signalisiert.
Auskunft: 079 235 43 43
(OK, F. Catocchia).
Bei Absolvieren der praxisgerechten Pirschgänge gilt die obligatorische Einschiesspflicht BEJV für die Kugelwaffe als erfüllt. Zusätzlich zu den Pirschgängen stehen die Anlagen für den
Schrotschuss zur Verfügung, auf welchen die Einschiesspflicht
für Flinten erfüllt werden kann.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
56. Jagdschiessen
in Goldingen
6.–8. Juli 2012
Zum 56. Mal führen die
Goldinger Jäger diesen traditionellen Schiesswettkampf
im Töbeli in Hintergoldingen durch. Das Schiessprogramm bleibt unverändert
und so wird wieder um die
Goldinger Jagdmeisterschaft
(Gabenstich), umfassend die
fünf Einzelstiche auf Hirsch,
Bock, Fuchs sowie laufender
Hase und Tontaube gekämpft.
Auch ein Schrot- und ein Kugelmeister wird erkoren sowie
ein Wettkampf in den jeweiligen Stichen durchgeführt.
Für die Freunde des jagdnahen Schiessens besteht die
Möglichkeit den Pirschstich
zu absolvieren, das heisst, dass
der erste abgegebene Schuss
pro Scheibe (bzw. Hase, Taube) jeweils gewertet wird. Der
Pirschstich berechtigt zum Be-
zug der JagdSchweiz-Schiessnadel.
Es warten nicht nur ein
wertvoller Gabentisch und
die bekannt schönen Kranzauszeichnungen auf die erfolgreichen Schützinnen und
Schützen, sondern auch eine
Festwirtschaft mit Speis und
Trank.
Die Schiesszeiten am Freitag wurden geändert, Schiessbeginn wird erst um 14.00 Uhr
sein, aber dafür bis 20.00 Uhr
verlängert (Standblattausgabe
bis 19.00 Uhr).
Die Goldinger Jäger freuen
sich auf Euren Besuch.
Schweizer Jäger 6/2012
75
Jagdschiessen
11. Oktober
Training
17.30–19.00 Uhr
Jagdschiessstand «Standel»,
Wassen, Uri
Kontakt: [email protected]
urnerjaegerverein.ch
Am 30. Juni 2012 freut sich
das Urner Jagdschützen-Team
FELAME, dass das erste Urner Tontaubenschiessen im
Urner Jagdschiessstand «Standel» in Wassen Tatsache wird.
Mit attraktivem Gabentempel will man möglichst viele
Jagdschützen für das sportliche Tontaubenschiessen aus
nah und fern anlocken und begeistern.
Das jagdliche Tontaubenschiessen war im Kanton Uri
seit jeher eine Randsportart.
Der Teamname FELAME entstand aus den Anfangsbuchstaben von Fedier Albin, Lagnaz
Kilian und Merenda Heinz.
Zusammen mit Gleichgesinnten Jagdschützen setzt sich
das Trio zum Ziel, das sport-
liche Tontaubenschiessen zu
fördern und bekannter zu machen.
Einzel- und Gruppenerfolge unter anderem in Biasca, Mäder und Au Bregenzerwald in Österreich beflügelte
das begeisterte JagdschützenTeam FELAME, selber einen
Wettkampf zu organisieren.
Am Samstag, 30. Juni 2012,
von 09.30–16.00 Uhr, geht in
der Urner Jagdschiessanlage «Standel» in Wassen das 1.
Urner Tontaubenschiessen (in
Trab) über die Bühne. Gefordert werden mindestens drei
«10er-Serien», es können aber
unbeschränkt Passen à 6 Franken nachgelöst werden. Dies
macht den Wettkampf richtig
interessant, gegenseitig ver-
sucht man das Spitzenergebnis neu in die Höhe zu treiben.
Die Auswertung erfolgt
nach Treffer, bei Punktgleichheit entscheidet, wer weniger zweite Schüsse brauchte,
um die Taube zu treffen. Gewonnen hat schlussendlich der
Schütze oder Schützin, der am
meisten 10/0 Passen aufweist,
das heisst Maximumpassen
ohne zweite Schüsse.
In fairen Kosten von 60
Franken ist ein feines Nachtessen inbegriffen und jeder
Teilnehmer erhält einen Preis,
die Preise müssen jedoch persönlich abgeholt werden. Zusätzlich wird unter jenen 15
Schützen, welche am meisten
Serien gelöst haben, ein Spezialpreis verlost. Das Absenden
wird um ca. 17.00 Uhr über
die Bühne gehen.
Um
Wettbewerbsgleichheit zu erreichen, darf nur
mit Standmunition geschossen werden. Der Wettkampf
geht bei jeder Witterung über
die Bühne, eine Anmeldung ist
nicht erforderlich.
Auch Zuschauer sind herzlich willkommen, den Wettkampf zu verfolgen oder einfach Jägerkameradschaft im
«Jägerstübli» zu geniessen.
Eg.
Für Auskünfte stehen zur Verfügung: Kilian
Lagnaz, [email protected] oder Mobile 079
722 28 00; Albin Fedier, [email protected]
oder Mobile 079 682 93 72
Bereits zwei Saisonsiege für
Kilian Lagnaz und Team MAKURA
Tontauben-Schiessen Mäder
und Au Bregenzerwald
Auf die neue Saison hin haben sich gleichgesinnte Jagdschützen aus Uri, Schwyz,
Nidwalden und Luzern zum
Team MAKURA, gleichnamig wie ihr Hauptsponsor Makura AG, Schindellegi, zusammengetan. Das Team startete
optimal, bereits konnten verschiedene Einzel- und Gruppenerfolge gefeiert werden.
Einen besseren Start hätte
sich das neu gegründete Jagdschützen-Team Makura aus
Zentralschweizer Jagdschützen nicht vorstellen können.
Dank intensivem Winter-Training dominierte man das Geschehen in den österreichischen
Tontaubenschiessen
Mäder und Au Bregenzerwald. In Mäder gab es sogar
einen Makura-Doppelsieg im
Einzel- wie auch im Gruppenwettkampf.
Unter 24 Dreierteams setzte sich etwas überraschend
das Team Makura II mit Ve-
76
Schweizer Jäger 6/2012
rena Ulrich, Christian Ulrich
und Armin Lehmann vor dem
reinen Urner Team Makura III
(Heinz Merenda/Albin Fedier/
Kilian Lagnaz) durch.
Nicht ganz nach Wunsch
lief es der Gruppe Makura
I mit Peter Tresch, Michael
Zberg und Marco Wyrsch, sie
klassierten sich schlussendlich
auf Rang 6.
Mit dem Punktemaximum
gab es aber für Teamleader
Kilian Lagnaz einen undiskutablen Tagessieg, vor Gruppenkamerad Heinz Merenda. Für Kilian Lagnaz war es
nach dem Sieg im 50-TaubenMatch in Biasca bereits der
zweite Saisonerfolg.
Albin Fedier verpasste
das Podest auf Rang vier nur
hauchdünn und mit Marco
Wyrsch (6.) und Peter Tresch
(12.) landeten zwei weitere
Makura-Schützen im ersten
Teil der Rangliste.
Nicht ganz, aber ähnlich
gut lief es den erwähnten
Jagdschützen in Au Bregen-
zerwald. Bei herrlich warmem
Frühlingswetter wurde um
jede «Flugtaube gekämpft».
Es galt, mit so wenig Schüssen wie möglich eine 10er-Serie zu erzielen. Das gemischte
CH-Team kämpfte hervorragend. Bald war klar, dass sich
der eine oder andere in den
vordersten Plätzen klassieren
kann.
149 Teilnehmer/innen aus
verschiedenen Ländern, ja sogar ein Schütze aus Portugal,
kämpften um die Ränge. Bei
ausgezeichneter
Kamerad-
Foto ZVG
Jagdschiessen
Team FELAME lanciert
erstes Urner Tontaubenschiessen
Im Bild das erfolgreiche Jagdschützen-Team Makura.Von links Albin Fedier,
Armin Lehmann, Christian Ulrich,Verena Ulrich (unten), Heinz Merenda
(oben), Kilian Lagnaz (unten), Michael Zberg, Peter Tresch und Marco Wyrsch.
Frühjahrs-75-Taubenmatch
Berken
Am 19. Mai führten die
Berkener Jagdschützen den
Frühjahrs-75-Taubenmatch
durch. Am Schiessen massen sich erfreulicherweise 31
Schützen aus der «halben»
Schweiz in drei Kategorien
um schöne Preise (Warenkörbe) und Medaillen.
Der Tagessieger nach Stechen heisst Montano Pesce
aus Zermatt mit 71 Treffern
von total 75!
Herzlichen Dank allen Teilnehmern und Gratulation den
Gewinnern. Ein spezieller
Dank geht an alle Sponsoren
und Helfer des Vereins.
Fritz Gertsch
Präsident JS Berken
Rangliste
Kat. A: 1. Montano Pesce, Zermatt, 71; 2. Dionys
Imboden, Täsch, 71; 3. Antonio Albuquerquue, Zermatt,
70; 4. Stefan Amherd, Wollerau, 69; 5. Urs Schnell,
Wahlen, 68; 6. Beat Kübler, Oberwil, 68; 7. Max Moduli,
Rüegsauschachen, 68; 8. Hugo Schober, Bellmund,
67; 9. Kilian Lagnaz, Schattdorf, 67; 10. Alois Schnell
sen., Wahlen, 67.
Kat. B: 1. Rolf Vogt, Strengelbach, 66; 2. Christian Ulrich, Ried-Muotathal, 65; 3. Urs Rotzetter,
Aarwangen, 65; 4. Rudolf Graber, Niederönz, 63; 5.
Roger Huser, Brunnen, 63; 6. Paul Zimmermann, Vitznau, 63; 7. Joseph Gwerder, Muotathal, 63; 8. Pascal
Marti, Guttet, 63; 9. Rainer Schnider, Leuk-Stadt, 63;
10. Gerry Kuchta, Niederbipp, 63.
Kat. C: 1. Jürg Grütter, Wangen b. Olten, 59;
2. Jörn Übelhart, Laupersdorf, 59; 3. Urs Gwerder,
Muotathal, 59; 4. Michael Imboden, Täsch, 58; 5. Armin
Lehmann, Seewen, 58; 6. Ludwig Imboden, Zermatt,
57; 7. Thomas Fink, Welschenrohr, 57; 8. Christine
Marti,Wangen, 52; 9. Albin Fedier, Amsteg, 47; 10. Lutz
Dembowski, Wolfisberg, 42; 11. Thomas Brönimann,
Wolfisberg, 30.
8. Vereinsschiessen des
Patentjägervereins Hubertus Schwyz
11. und 12. Mai 2012 im
Selgis Muotathal
«Unter neuer Führung»
Nachdem sich beim letztjährigen Jubiläumsschiessen
dank der Abgabe eines Lebendpreises immerhin 101
Vereinsmitglieder daran beteiligten, waren es heuer gerade mal 89, die sich dem fairen und friedlichen Wettkampf
stellten. Diese hingegen kamen in den Genuss eines weiteren, jagdgesellschaftlichen
Anlasses und erfüllten gleichzeitig den obligaten Schiessnachweis für das Jahr 2012.
Die 65 Erstrangierten profitierten wiederum von einem
äusserst reichhaltigen Gabentempel und holten einen mehr
oder weniger begehrten Preis
ab, welche von Werner Laimbacher und Bruno Föhn zusammengestellt wurden.
Damit sich der bisherige
OKP Markus Raschle wieder vermehrt seiner Aufgabe
als Vereinspräsident widmen
kann, wurde ein neuer «Chef»
gesucht – und auch gefunden.
Verdankenswerterweise übernimmt Pius Suter – «einä vos
Guggelers, aber vo Fillgau» –
dieses Amt und wird es als engagierter (Selgis-)Jagdschütze sicher bestens organisieren.
Markus hingegen gebührt der
beste Dank aller Vereinsmitglieder für die bisherigen acht
erfolgreichen Durchführungen.
Ansonsten bewältigte das
altbewährte Team die anfallenden Arbeiten mit Bravour
und brachte den Anlass reibungslos und unfallfrei über
die Bühne.
Es wurde besser geschossen!
Auffallend sind die deutlich
besseren Resultate gegenüber
früherer Jahre, insbesondere
beim laufenden Keiler. Dies
ist sicher auch darauf zurückzuführen, dass heute jeder Berechtigte fast uneingeschränkt
auf der Jagdschiessanlage
im Selgis üben kann. Natürlich bildet der laufende Keiler weiterhin die Knacknuss
und beim einen oder anderen
auch der dreiteilige Klapphase. Hingegen bieten (oder
sollten!?) die fünf Schüsse auf
die Gamsscheibe sitzend aufgelegt für die meisten keine
Schwierigkeiten.
Ganze sechs Teilnehmer
schossen das Bestresultat von
116 der möglichen 130 Punkte, so dass für einmal das ganze Sortiment des Rangierungsreglements zum Zuge kam.
Die Reihenfolge: Gesamtresultat, Gams, Hase, Keiler und
Alter bildete die Grundlage
für die nachfolgende Rangierung.
So gewann der Kassier
Markus Betschart von Illgau
mit dem besseren Hasenresultat von 24 gegenüber demjenigen des Ehrenpräsidenten
Ruedi Suter mit 22 Punkten.
Der drittplatzierte Aldo Speck
unterlag einzig wegen des Alters, da er ansonsten die genau
gleichen Stichresultate schoss
wie Ruedi. Ebenfalls auf 116
Punkte brachten es Vitus
Lüönd vom Sattel, Ralf Schelbert vom Muotathal und Philipp Lüönd vom Sattel.
Beim Glücksstich auf den
Fuchs stehend angestrichen
und ohne Probeschuss gewann
der ältere Gery Imhof vom
Muotathal mit einem 99erTiefschuss, gefolgt vom jüngeren Noldi Schuler von Rothenthurm mit dem gleichen
Resultat. Ersterem wird der
über fünf Kilo schwere Schin-
ken wohl für längere Zeit über
den verbleibenden Winter helfen. Auch der Trostpreis in
Form einer Rahmkirschtorte fand in August Imhof vom
Ried einen willkommenen Abnehmer.
Nach dem Absenden benützten einige der Anwesenden die günstige Gelegenheit,
in Vorfreude auf den kommenden Herbst, sich schon mal im
Jägerlatein zu üben.
Auszug aus der Rangliste
Markus Betschart, Illgau, 116/50/24/42; Ruedi
Suter, Muotathal, 116/50/22/44; Aldo Speck, Goldau,
116/50/22/44; Vitus Lüönd, Sattel, 116/49/27/40;
Ralf Schelbert, Muotathal, 116/49/21/46; Philipp Lüönd, Sattel, 116/47/24/45; André Schelbert, Muotathal, 115/50/21/44; Manuel Imhof,
Muotathal, 114/50/18/46; Martin Mettler, Muotathal, 112/50/22/40; Sepp Waldvogel, Brunnen,
112/50/19/43; Roger Suter, Muotathal, 111/50/19/42;
Kurt Imhof, Ried (Muotathal), 110/50/23/37; Armin Späni jun., Rothenthurm, 109/50/21/38; Beat
Henseler, Goldau, 106/50/24/32; Fredi Späni, Sattel, 106/49/23/34; Mario Schnüriger, Rothenthurm,
106/49/22/35; Werner Suter, Ried (Muotathal),
106/49/19/38; Thomas Nigg, Gersau, 105/50/19/36;
Marc Truttmann, Steinerberg, 105/50/17/38; Ronny
Mettler, Muotathal, 105/48/26/31; Armin Späni sen.,
Rothenthurm, 105/47/20/38.
OK Vereinsschiessen
PJVHS 2012
Ruedi Suter,
Ehrenpräsident
Schweizer Jäger 6/2012
77
Jagdschiessen
schaft und guten Jagdgesprächen unter Gleichgesinnten
ging auch dieser Wettkampf
über die Bühne.
Heinz Merenda und Kilian
Lagnaz mussten sich hier nur
von Walter Hagen aus Lustenau geschlagen geben, es gab
eine hauchdünne Entscheidung. Von 8 teilnehmenden
Makura-Schützen klassierten
sich nicht weniger als sieben
in den ersten 33 Rängen. Dies
ist eine ausgezeichnete Bilanz.
Bei der Zusatzverlosung
lachte Kilian Lagnaz noch einmal das Glück, er durfte eine
wertvolle Naturalgabe ins Urnerland entführen. Bereits ist
sicher, dass das Makura-Team
auch im nächsten Jahr erneut
in Au im Bregenzerwald anzutreffen ist.
Eg.
Foto: Helge Schulz
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weniger
ungenügend
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von Heintges Lehr- und Lernsystem GmbH.
(Vervielfältigung, Fotokopie und Nachdruck
verboten!) Bezugsquellennachweis siehe
Rubrik «Jägermarkt», Seite 1, oben links.
Antworten Seite 88
Wildtierkunde
Rehwild
a
b
e
d
c
f
h
g
k
i
m
n
q
l
o
78
Schweizer Jäger 6/2012
p
1
Die Abbildung zeigt verschiedene Regelwidrigkeiten (Abnormitäten) der Geweihbildung. Die
jeweiligen Ursachen sind massgebend für die Beurteilung
(Krankheit, mehr oder weniger
schwere Verletzung, Erbfehler).
A
«Pechgehörn»
B
Einstangigkeit infolge Stangenbruchs
C
«Frostgehörn»
D
Rosenstockbruch (Pendelstange)
E
Vielendigkeit, Stangenteilung
F
Plattkopf
G
«Blasengehörn»
H
Stangenverwachsung
I
Perücke
J
Knickbruch mit «Notenden»
K
Einstangigkeit infolge
Rosenstockbruchs
L
Knickbruch einer Stange
M
«Ledergehörn»
N
Mehrstangigkeit
O
«Korkenzieher-» und «Widdergehörn»
P
Einstangigkeit infolge Fehlens eines
Rosenstockes
2
Welche Biotope bevorzugt
Rehwild besonders?
A
grosse geschlossene Wälder in
höheren Berglagen
B
ausgedehnte offene Feldfluren
C
gemischte Wald-Feld-Landschaften,
Mischwälder mit Unterholz
3
Wie können wir die Sinnesleistungen von Rehwild beurteilen?
A
Es vernimmt mässig und äugt gut
B
Es äugt mässig, vernimmt gut
und windet sehr gut
C
Es vernimmt sehr gut, äugt und
windet mässig
4
Im Frühjahr zeigen Rehböcke
ein unverträgliches Verhalten.
Worum handelt es sich?
A
um Einstandskämpfe
(Territorialverhalten)
B
um Brunftverhalten
5
Wie lebt Rehwild zu den
einzelnen Jahreszeiten?
Welche Einflüsse können Geweihmissbildungen hervorrufen?
A
Parasitenbefall,
Stoffwechselstörungen
B
mechanische Verletzungen
während des Geweihschiebens
C
Verletzung des Kurzwildbrets
(Kastration)
Stangenverwachsungen
B
Mitte Juli bis Mitte August
C
Stangenbrüche
C
Mitte August bis Mitte September
17
Welche Lautäusserung ist beim
treibenden Bock zu hören?
10
11
Bei welcher Abnormität wird das
Gehörn nicht mehr abgeworfen?
Wie entsteht eine «Perücke»?
Wann ist die Brunftzeit des
Rehwildes?
A
heftiges Fiepen
B
Schrecken
C
Keuchen
18
Die Kitze werden im Mai/Juni
gesetzt. Welche der folgenden
Aussagen sind richtig?
Infolge Ausfalls der hormonalen
Steuerung (Kastration) wächst das
Bastgewebe ungehemmt weiter
B
Infolge Kalkmangels kommt es nicht
zur Verfestigung der Kolben
A
Die Entwicklung des befruchteten Eies
ruht von der Brunft bis Dezember.
C
Infolge Frosteinwirkung unterbleibt
das Fegen
B
Wir sprechen von Eiruhe. Diese führt
zu einer verlängerten Tragzeit.
C
Alle Paarhufer haben diese Eiruhe.
A
mechanische Verletzungen des
Bastgeweihs
B
Parasitenbefall
A
Stangenbruch, Stangenteilung,
Vielendigkeit
C
Äsungsmangel im Winter
B
C
www.schweizerjaeger.ch
16
A
Was ist in der Regel die Ursache
für Stangenteilungen,
Knickbrüche und Vielendigkeit?
Perücke, «Frostgehörn»
Die Stangen bleiben infolge Kalkmangels weich und biegsam
B
6
C
C
Mitte Juni bis Mitte Juli
das ganze Jahr über gesellig
Pendelstange, «Blasengehörn»
Das Bastgewebe ist bei strengem
Frost erfroren
A
C
B
B
Rosenstockbrüche
im Winter einzeln,
im Sommer gesellig
A
Der Bast wird nicht abgefegt, sondern trocknet an den Stangen fest
A
B
Stangenverwachsung, Einstangigkeit
(Fehlen eines Rosenstockes)
A
Welche Regelwidrigkeiten
bleiben immer ohne Einfluss
auf das Folgegehörn?
A
Welche Regelwidrigkeiten
können möglicherweise vererbt
werden?
Wodurch entsteht ein
«Ledergehörn?
9
im Sommer einzeln,
im Winter gesellig
7
15
12
Welche Regelwidrigkeiten beim
Geweih (Gehörn) stehen in
enger Beziehung zum Befall
mit Wurmparasiten (Stoffwechselstörungen)?
19
Rehkitze nehmen von der
3. Lebenswoche an regelmässig
Grünäsung auf. Wie lange
werden sie gesäugt?
13
Welche Regelwidrigkeiten sind
unbedingt ein Abschussgrund?
20
Wie viele Kitze setzt die
Rehgeiss in der Regel?
14
A
immer zwei
Pendelstange, Perücke, Plattkopf
B
eins oder zwei
«Frostgehörn», «Blasengehörn»
C
selten drei
Was kennzeichnet ein echtes
Mehrstangengehörn?
A
zusätzliche Stange an beliebiger
Stelle des Stirnbeins
B
C
21
Testen Sie Ihr Wissen
8
Welche Lautäusserungen kennen
wir beim Rehwild?
A
Fiepen
die Teilung der Stange dicht
über der Rose
B
Schrecken
mehrere zusätzliche Enden
an einer Stange
C
Klagen
Schweizer Jäger 6/2012
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Schweizer Jäger 6/2012
Foto: Michael Breuer
Jagdpolitik
Grossraubtierpolitik:
VERBÄNDE FASSEN
GEMEINSAME
GRUNDSÄTZE
Die vier Verbände JagdSchweiz, Pro Natura, Schweizerischer
Schafzuchtverband und WWF Schweiz haben sich auf gemeinsame Grundsätze, Ziele und Handlungsfelder in der Grossraubtierpolitik geeinigt. Sie verpflichten sich zu einer lösungsorientierten Zusammenarbeit.
Wenn Grossraubtiere in ihren natürlichen Lebensraum zurückkehren, führte das oft zu
Konflikten, die nicht selten im
Gerichtssaal endeten und zu
unüberbrückbaren Differenzen
führten. Auch in der Schweiz
sind viele Jahre mit Auseinandersetzungen der Naturschutz
und Nutzerverbände verstrichen.
Ende 2010 wurde auf Initiative
Grosses Interesse anlässlich der Medienkonferenz anfangs
Mai zum Thema Grossraubwild. Von links nach rechts: Kurt
Eichenberger, WWF, German Schmutz, Präsident Schweizerischer Schafzuchtverband, Mirjam Ballmer, Pro Natura, und
Peter Zenklusen, Vize-Präsident von JagdSchweiz.
www.schweizerjaeger.ch
von JagdSchweiz, Pro Natura,
Schweizerischem Schafzuchtverband und WWF Schweiz ein Prozess in Gang gebracht mit dem
Ziel, künftig gemeinsam von allen Seiten konstruktive Lösungen
anzustreben. Die Gespräche zwischen den vier Verbänden wurden vom Bundesamt für Umwelt
(BAFU) moderiert und vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW)
und der KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung
und zum Management der Grossraubtiere in der Schweiz) begleitet.
Lösungs- statt konfliktorientiert
In langwierigen, aber konstruktiv geführten Verhandlungsrunden wurde ein gemeinsames
Grundsatzpapier erarbeitet, das
nun von allen Organisationen verabschiedet worden ist. Es beinhaltet vier Grundsätze, vier Ziele
und sechs Handlungsfelder. Alle
Verbände betrachten die Rückkehr und die Bestandesbildung
der Grossraubtiere auf Schweizer Territorium als natürlichen
Prozess. Ebenso werden Regulationsabschüsse nicht mehr ausgeschlossen, wenn dadurch deren Bestand in der Schweiz nicht
gefährdet wird. Bei Schäden an
Nutztieren können die Schaden
stiftenden Einzeltiere weiterhin
gemäss den gültigen Konzepten abgeschossen werden. Zentraler Pfeiler für die weitere Strategie ist die Weiterentwicklung
des Schutzes von Nutztierherden
mit geeigneten und zumutbaren
Massnahmen.
Die beteiligten Interessengruppen vereinbaren eine konstruktiSchweizer Jäger 6/2012
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Jagdpolitik
ve Zusammenarbeit. Bei Konflikten um die Grossraubtiere, die
Nutztierhaltung und die jagdliche
Nutzung von Wildtieren sind sie
bereit, nach Kompromissen und
gemeinsam getragenen Lösungen zu suchen. Das schafft unterschiedliche Sichtweisen und Interessen nicht aus der Welt. Aber es
verlagert die Lösung von Konflikten vom medialen oder gerichtlichen Schlagabtausch an den Sitzungstisch oder die gemeinsame
Feldbegehung. In den Augen der
beteiligten Verbände wird hiermit
ein wichtiger Paradigmenwechsel
erreicht.
Statements der gemeinsamen Vereinbarung
zur Grossraubtierpolitik der Verbände
Pro Natura
Das Papier «Grossraubtier-Management in der Schweiz» ist Resultat der von den vier Organisationen geführten Verhandlungen.
Es besteht aus Grundsätzen, Zielen und Handlungsfeldern. Zu den
Grundsätzen gehört Folgendes:
Die Jagd und die Sömmerung von
Nutztieren sind Bewirtschaftungsformen, die nachhaltig betrieben
wichtige gemeinwirtschaftliche
Leistungen erbringen. Sie werden
von den Umweltverbänden als solche anerkannt. Diese kommen den
Nutzerverbänden entgegen, indem
die Regulation von Grossraubtieren kein Tabu mehr ist.
Bei Konflikten um die Grossraubtiere, die Nutztierhaltung und
die jagdliche Nutzung von Wildtieren, sind alle vier Organisationen somit bereit, mit einem
pragmatischen Vorgehen nach
Kompromissen und gemeinsam
getragenen Lösungen zu suchen.
Als Kurzformel zusammengefasst bedeutet unser Papier, dass
JagdSchweiz und der Schweizerische Schafzuchtverband die natürliche Rückkehr und Ausbreitung der Grossraubtiere in der
Schweiz akzeptieren und dass die
Umweltorganisationen sich klar
für die Nutzungsformen Jagd und
Schafsömmerung aussprechen.
Der Herdenschutz soll einen
zentralen Pfeiler darstellen. Dieser soll künftig von den Schafzüchtern sowohl in der Praxis als
auch ideell mitgetragen werden.
Die Jäger anerkennen offiziell,
in den Grossraubtieren natürliche
Konkurrenten bekommen zu haben. Im Gegenzug bieten die Naturschutzorganisationen Hand für
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Schweizer Jäger 6/2012
Mirjam Ballmer,
Projektleiterin
Naturschutzpolitik,
Pro Natura
die Regulation von Grossraubtieren, wenn sich Bestände etabliert haben. Einzelabschüsse von
schadenstiftenden Einzeltieren
sind gemäss Konzepten auch heute schon möglich und werden in
der Praxis seit Jahren angewandt.
Als Handlungsfelder festgelegt werden die Zusammenarbeit
mit den Nachbarländern, der Ausbau, beziehungsweise die Weiterführung des wissenschaftlichen
Grossraubtier-Monitorings, der
Einsatz von geeigneten Herdenschutzmassnahmen wo möglich
und nötig sowie die Zucht und
der Einsatz von tauglichen Herdenschutzhunden.
Diese Vereinbarung regelt
nicht alles. Es ist nicht mehr –
aber auch nicht weniger – als
eine Absichtserklärung. Wir sind
uns bewusst, dass sie nicht alle
Fragen klärt. Im folgenden Prozess der Ausarbeitung der neuen Grossraubtierkonzepte werden
viele Details diskutiert werden
müssen, die mit diesem Papier
noch nicht geklärt werden. Es
gibt auch Themen, die die Vereinbarung gar nicht anspricht, weil
weiterhin unterschiedliche Meinungen dazu bestehen.
Es darf kein Wunder erwartet werden. Unterschätzen dürfen
Sie die Bedeutung dieser Vereinbarung aber nicht. Es ist das erste
Mal, nach jahrelangen Kämpfen,
dass die Organisationen (mehrmals) zusammen an einen Tisch
gesessen sind und sich überlegt
haben, wo eigentlich die Gemeinsamkeiten stecken und wo Kompromisse möglich sind.
Dieser Prozess hat sowohl bei
den Beteiligten, als auch in den
Verbänden für viele Diskussionen
gesorgt und wird das wohl auch
in nächster Zeit tun. Die Beteiligten erhoffen sich von diesem ersten Schritt eine Versachlichung
der Diskussion in den Medien,
Parlamenten und Regierungsstuben. Wir wollen ein Signal senden, dass nicht gewonnen hat, wer
im Ring länger stehen bleibt und
den Ring mit weniger Blessuren
verlässt. Gewonnen haben die, die
den Ring gar nicht mehr besteigen und vorab gemeinsame Lösungen suchen.
German Schmutz,
Präsident
Schweizerischer
Schafzuchtverband
Schweizerischer
Schafzuchtverband
Das gemeinsame Papier wird
uns in Zukunft helfen, Konflikte konstruktiv anzugehen, sei es
mittels Informationen durch Beratung, bei der Umsetzung von
Schutzmassnahmen und bei Schadensfällen. Züchter und Halter
sind bereit, unter Berücksichtigung der regionalen Verhältnisse, zumutbare Massnahmen zum
Schutz der Herden zu ergreifen,
um ein Nebeneinander von Grossraubtieren mit der nachhaltigen
Nutztierhaltung sowie Alpsömmerung zu ermöglichen.
Die Arbeit wird weiter gehen:
Das Parlament hat das Bundesamt für Umwelt mit der Überarbeitung der bestehenden Grossraubtierkonzepte
beauftragt
(Motion Hassler «Grossraubtier-Management», 10.3605, siehe Kasten oben). Die Antwort
des Europarates auf den Antrag
der Schweiz, die Konvention von
Bern anzupassen (Motion Fournier 10.3264) steht noch aus.
Die Verantwortlichen für das
Grossraubtiermanagement der
Organisationen JagdSchweiz, Pro
Natura, Schweizerischer Schafzuchtverband und WWF sind bereit, bei den notwendigen Anpassungen der bestehenden Konzepte
Bär, Luchs und Wolf lösungsorientiert mitzuarbeiten.
Die gemeinsamen Grundsätze,
Ziele und Handlungsfelder gelten
bei der Revision der Konzepte als
Grundlage. Dieser Prozess wird
voraussichtlich nach der Inkraftsetzung der neuen Jagdverordnung im Herbst 2012 beginnen.
Kurt Eichenberger,
WWF Schweiz
Etwa ein Dutzend Wölfe leben in der Schweiz – doch diese wenigen Individuen sorgten in
den vergangenen Jahren für Tausende von Artikeln und Sendungen. Wolf, Luchs und Bär bewegen. Und sie haben Sie heute
offensichtlich auch dazu bewegt,
hier bei uns Gast zu sein an dieser Medienkonferenz. Wer weiss,
vielleicht wird heute der Tag sein,
an dem ein Denkprozess in beiden Lagern manifest wird. Dieser Denkprozess hat bei uns stattgefunden, und deshalb stehen wir
heute gemeinsam hier: Naturschützer, Jäger, Schafzüchter und
die Behörden in der Person von
Reinhard Schnidrig, dem obersten Jagdaufseher der Schweiz, der
den Denkprozess moderierte.
18 Jahre ist es her, dass im Val
Ferret im Kanton Wallis die ersten Wölfe nachgewiesen wurden.
Der nie gesehene Wolf, der auf
völlig unvorbereitete Schafhalter traf, wurde nach zahlreichen
Rissen mit dem wenig schmeichelhaften Namen «la bête du
Val Ferret» benannt. Seither ist
eine natürliche Wiederbesiedlung
durch Wölfe aus den italienischen
Abruzzen über die Südalpen in
die Zentralalpen zu beobachten.
Der Luchs schaffte die Rückkehr nicht alleine und so wurden mit Bewilligung des Bundes
zwischen 1971 und 1976 in der
Schweiz acht Individuen angesiedelt. Bären kommen – wie Sie wissen – bisher vereinzelte aus dem
italienischen Trentino zu uns.
Kurt Eichenberger,
GrossraubtierExperte, WWF
Die Emotionen, die beim ersten
Auftauchen des Wolfes aufwallten, sind bis heute nicht verhallt.
Der Wolf ist mehr als ein Tier,
er ist als grosse Märchen- und
Sagenfigur auch schon längst
ein Mythos geworden: Er ruft
bei vielen von uns Erinnerungen und Sehnsüchte wach nach
der unverfälschten Natur, die wir
in der Schweiz in dieser Form
schon längst verloren haben. Genau deshalb ist er für die Städter
ein Symboltier. Und genau gleich
ein Symboltier ist er für die andere Seite. Als Bedrohung der Nutzviehhaltung und als Vorbote von
Wildnis wird der Wolf bekämpft.
Dabei ist der Wolf einfach ein
Raubtier, das auf natürlichem
Wege in die Schweiz zurückkehrt.
Mehr ist da nicht, aber auch nicht
weniger.
Höhepunkt der emotionalen
Auseinandersetzung war der Wolf
vom Chablais, der im Herbst 2006
zu ungeahnter Berühmtheit kam.
Ein Wolfsweibchen und ein Männchen waren im Unterwallis unterwegs – mehr als 100 Schafe wurden gerissen. Der Herdenschutz,
mit dem in den späten 90er-Jahren begonnen wurde, hatte sich
noch längst nicht überall eingestellt, wo Wölfe auftauchten. Die
Wogen gingen auf und ab. Weit
über 1000 Artikel zählten wir in
den Pressespiegeln der Schweizer Medien. Im Anschluss gab es
ein Katz- und Mausspiel mit Wolf
und Schaf: Aufsichtsbeschwerden
gegen den Abschuss, Strafanzeige gegen den fehlbaren Politiker,
Artikel und Leserbriefe zuhauf.
In dieser Zeit querten die ersten
Wölfe den Alpenkamm Richtung
Norden. In jedem neu betroffenen
Kanton spielte sich wieder dasselbe ab: Der Wolf teilte die Akteure
in zwei Lager, dazwischen gibt es
nur wenig besonnene Köpfe: Breite Akzeptanz erhielt der Wolf bei
der Bevölkerung in urbanen Regionen, teilweise auch in Bergkantonen wie Tessin und Graubünden.
Heftiger Widerstand kam aus betroffenen Bauern- und Jägerkreisen, insbesondere aus dem Wallis.
Auch der Luchs bewegt die
Gemüter, vor allem in Jagdkreisen. Als Predator macht er den Jägern in seinen Revieren Konkurrenz vor allem bei der Reh- und
Gämsjagd.
Obwohl in der Tragweite ein
untergeordnetes Thema, schaffen es die Grossraubtiere immer
wieder zu grosser öffentlicher
Wahrnehmung. Der Wolf erreichte sogar 13 parlamentarische Vorstösse in der Herbstsession 2010
– das ist etwa für jeden Wolf ein
Vorstoss! Der Bundesrat wurde
unter anderem beauftragt, bei der
Berner Konvention vorstellig zu
werden und eine Ausnahmeregelung für die Schweiz zu erwirken
– ansonsten müsste die Schweiz
das internationale Vertragswerk
kündigen. Ein Vertragswerk notabene, das seit über dreissig Jahren den Schutz von Hunderten
von Tier- und Pflanzenarten europaweit sichert.
Schweizer Jäger 6/2012
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Jagdpolitik
10.3605 – Motion
Grossraubtier-Management.
Erleichterte Regulation
Der Bundesrat wird beauftragt, ein langfristiges und international abgestimmtes Grossraubtiermanagement in die Wege zu leiten und die
gesetzlichen Grundlagen dafür zu schaffen, um Schäden von Wolf,
Luchs und Bär langfristig zu minimieren und gleichzeitig die internationalen Verpflichtungen einzuhalten, wie dies Frankreich vormacht.
Eingereicht am 18. Juni 2010 durch NR Hansjörg Hassler, BDP.
Es beweist sich einmal mehr, dass es sich an
einem Tisch von Angesicht zu Angesicht besser
argumentieren lässt, auch zu einem so brisanten Thema wie dem Grossraubwild. Dabei ist
alleine schon die Annäherung der Interessensgruppen lobenswert, denn die Faust im Hosensack hilft, und das hat sich in der Vergangenheit
klar gezeigt, bei einem so emotionalen Thema
überhaupt nicht weiter. Eine erste grobe Auslegeordnung hat stattgefunden und es gilt nun
die Feinheiten herauszuarbeiten. Ohne jetzt alles schönzureden: es wird kein einfacher Weg
sein und sensible Fragen wie «wer Massnahmen
bei auftretenden Problemen mit Wolf, Luchs und
Bär trifft oder durchführt» und wenn «ab wann»
deuten auf einen langen Weg hin.
Die klare Grundaussage zur Notwendigkeit
der heutigen Jagd unserer beiden grossen Naturschutzorganisationen ist nicht nur ein Lippenbekenntnis und soll auch Signalwirkung zeigen. Wir Jäger sind gut beraten diesen Dialog
zu suchen und entsprechend zu nutzen, auch im
Wissen zu einer Schweizer Minderheit zu gehören. Denn die Botschaft von Pro Natura und
dem WWF für eine nachhaltig geregelte Jagd
wird in ihren eigenen Reihen aufgenommen. Bei
einer Zahl von über 300 000 Mitgliedern in den
beiden Organisationen ist jede weitere Erklärung überflüssig.
Unabhängig dessen müssen und dürfen wir
unsere Anliegen einbringen, denn die 30 000
Jägerinnen und Jäger leisten neben der Jagd einen nicht unerheblichen Beitrag in diversen Belangen wie Lebensraumverbesserungen, Jungtierschutz oder Förderung geschützter Arten.
All diese Personen leisten aktiven Naturschutz
aus Freude an der Natur, aber auch aus Freude an der Jagd.
Ein «Knackpunkt» dürften die von den Naturschutzorganisationen im Gegenzug geforderten «Raubwildbestände» sein, bevor erst über
jagdliche Eingriffe verhandelt wird. Hier wird
von Populationen gesprochen, sprich beim Wolf
von Familienverbänden und bei Bär und Luchs
von Individuen, welche die zur Verfügung stehenden Lebensräume in dem Moment nutzen
können und in arterhaltender Anzahl auftreten.
Ab welcher Grösse von einem Bestand gesprochen wird und in welchem Ausmass dies von der
gesamten Bevölkerung mitgetragen wird, das
wird sich zeigen. Konfliktpotential gibt es genügend und es bleibt zu hoffen, dass der «Runde Tisch» auch in Zukunft lösungsorientiert arbeiten kann.
Kurt Gansner
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Schweizer Jäger 6/2012
Bisher gab es nur Verlierer in diesem schlechten Spiel:
Beim Wolf gab es keinen Nachwuchs, und auch die Landwirtschaft konnte bisher nicht aufatmen. Einzig der Luchs konnte
sich bisher einigermassen etablieren, aber auch hier besteht die
Gefahr eines erneuten Rückgangs
der kleinen Population. Rechtsfälle, Aufsichtsbeschwerden und
Strafanklagen, politische Vorstösse, Polemik hüben und drüben haben bisher die Lösungen
eher erschwert als erleichtert. In
dieser Pattsituation und Verhärtung tagte im Herbst 2009 die AG
Grossraubtiere, eine Arbeitsgruppe des Bundesamtes für Umwelt
mit allen relevanten Akteuren zur
Grossraubtierfrage.
WWF und Pro Natura machten
einen Vorstoss für einen runden
Tisch. Dieser Vorschlag wurde
vom BAFU an derselben Sitzung
aufgegriffen und die Idee einer
Charta lanciert.
JagdSchweiz und der Schweizerische Schafzuchtverband waren spontan bereit, in Gespräche
einzutreten. Allen gemeinsam war
der Wunsch, dass das BAFU den
Prozess moderiert. Das BAFU
nahm diese Herausforderung an
und gemeinsam haben wir Mitte
2010 einen Gesprächs- und Verhandlungsprozess gestartet. Dieser Prozess ist noch längst nicht
zu Ende, doch wir stehen heute an
einem Wendepunkt.
Peter Zenklusen, JagdSchweiz
Unter der Moderation von
Reinhard Schnidrig vom Bundesamt für Umwelt haben sich
die Vertreter unserer vier grossen Verbände auf gemeinsamen
Wunsch an einen Tisch gesetzt,
um über den zukünftigen Umgang mit Bär, Wolf und Luchs zu
sprechen. Dies mit dem klaren
Ziel, zum ersten Mal gemeinsam
mindestens den kleinsten gemeinsamen Nenner für eine zukünftige
Managementstrategie zu definieren. Vertreter vom Bundesamt für
Landwirtschaft sowie der KORA
leisteten dabei fachlichen Support.
Am ersten Treffen auf dem
Gurten erklärten sich alle Ver-
Foto: Josef Griffel
Jagdpolitik
Randbemerkung
Peter Zenklusen,
Vize-Präsident JagdSchweiz.
bandsvertretenden zu dieser Zielsetzung bereit. Auf dieses Treffen
folgten weitere sechs und auf die
erste Version des Papiers weitere sieben. Regelmässig gab es bei
den Treffen zuerst eine «Kropfleerete» über neue vom Wolf verursachte Schäden, über in den Medien gelesene Äusserungen und
über andere neue und für den einen oder anderen ärgerliche Vorkommnisse.
Die Erarbeitung dieses Papiers war zeitweise ein steiniger
Weg, ein hartes Ringen um das
«Wie weiter», nicht nur einmal
stand das Projekt kurz vor dem
Aus. Aber trotzdem haben sich
alle Beteiligten im Interesse der
Sache immer wieder zusammengerauft und nach konstruktiven
Lösungen gesucht. Und wir meinen heute ein erstes Zwischenziel auch erreicht zu haben. Das
Resultat ersehen Sie in der Ihnen
vorliegenden Fassung des Papiers
«Grossraubtiermanagement in
der Schweiz».
Pro Natura und WWF akzeptieren darin die nachhaltige Jagd
und Nutztierhaltung als Bewirtschaftungsformen, die wichtige
gemeinwirtschaftliche Leistungen erbringen. Der Schweizerische Schafzuchtverband sowie JagdSchweiz anerkennen die
natürliche Rückkehr und Ausbreitung der Grossraubtiere in
die Schweiz. Dies ist ein erster
Schritt für gemeinsame Lösungen auch in Zukunft.
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Bund und Kantone
DIE JAGD
IN DIE SCHULE
BRINGEN
Von der Faszination des Naturerlebnisses
aus der Sicht des Jägers
Anton Wagner (links) und Marco Giacometti
anlässlich des Projektstarts am 1. Mai 2012
am Sitz von KIK in Wettingen.
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Schweizer Jäger 6/2012
Von Marco Giacometti,
Geschäftsführer von JagdSchweiz
Bereits im Jahr 2009 hat JagdSchweiz mit der Wettinger Firma KIK (Konzepte in Kommunikation) erste Lektionen über
das Wild und die Jagd realisiert
und online gestellt. Die Internetplattform Kiknet bietet Lehrpersonen kostenlose Materialien
für den Unterricht zu den unterschiedlichsten Fachthemen: Arbeitsblätter, Tests, Kreativ-Ideen,
Exkursionsvorschläge und vieles mehr. Pädagoginnen und Pädagogen, Internetprofis und Branchenexperten aus Organisationen
und Unternehmen, so auch JagdSchweiz, haben sich mit dem Ziel
zusammengetan, die Lehrkräfte in ihrer Unterrichtsgestaltung
zu unterstützen. Auf der InternetPlattform kiknet.ch stehen eine
grosse Auswahl spannender Themen für den Unterricht zur Verfügung.
Im Jahr 2011 wurden bei kiknet über eine halbe Million
Downloads verzeichnet, wobei die Plattform derzeit 21 000
Registrierte aufweist (was rund
60 000 Lehrpersonen in der gan-
www.kiknet.ch
www.kik-ag.ch
Anton Wagner, der Projektleiter
der kiknet-Lektionen über die Jagd
Als Bauernsohn hatte Anton Wagner direkten Bezug zu Tieren. Er
verfasste eine Geschichte über Wilhelm Tell als Jäger, der seinem
Sohn Walter das authentische Naturerlebnis in der Urschweiz näher
brachte. In Afrika erlebt Anton Wagner regelmässig traditionelle Jagden von Volksstämmen, welche das Wild mit Fallen und Speer überlisten und erlegen. Durch die direkte Konfrontation mit dem Wildtier und das Erleben des rituellen Tötens ist Wagner in der Lage, die
Faszination der Jagd aus erster Hand zu vermitteln.
Drei weitere KIK-Mitarbeitende werden sich bei der Erarbeitung der
kiknet-Lektionen über das Wild und die Jagd einbringen: Timo Albiez, Doris Pascual und Daniela von Bergen Tomic. Für JagdSchweiz
dabei ist Geschäftsführer Marco Giacometti.
zen Schweiz bedeutet). Die Lektionen «Jagd und Wildtiere» von
JagdSchweiz sind seit ihrer Aufschaltung im Jahr 2009 insgesamt
7500 Mal herunter geladen worden.
Die volle Medienvielfalt
ausnutzen
Nun ist es an der Zeit, neue
attraktive Lektionen zu realisieren. Wir wollen den Schülerinnen
und Schülern der Mittel-, Oberund Sekundarstufe die Faszination und die Passion des Jägers
vermitteln. Im klassischen Unterricht und anlässlich von Exkursionen sollen Erlebnisse und
multisensorielle Assoziationen
ermöglicht werden.
Mit den neuen Lektionen wird
auf die ganze Medienvielfalt und
nicht allein auf Printlehrmittel gesetzt. Lernanker sollen dafür sorgen, dass das Thema «Jagd» bei
den Schülerinnen und Schülern
nachhaltig in Erinnerung bleibt.
Hier wird auch ein Potenzial für
die Zusammenarbeit mit Anbietern von Lernanhängern der Jä-
gerschaft geortet. Sinnvoll wäre
auch die Realisierung eines Kurzfilms, mit dem ausgewählte Tierarten und das Beobachten des
Wildes durch einen Jäger gezeigt
werden.
Die Themen der
JagdSchweiz-Lektionen
Die Themen und die Lektionen
werden stufengerecht aufbereitet und zusammengestellt, wobei
sprachliche, rechnerische, musische und optische Elemente in
idealer Weise kombiniert werden.
Messbare Lernziele und Tests sorgen dafür, dass die Wissensvermittlung sinnvoll überprüft werden kann.
Für die Mittelstufe geht es in
erster Linie darum, die Welt der
Wildtiere zu entdecken, den Jäger
in der Geschichte der Menschheit kennen zu lernen und Geräte, die der Jäger früher verwendete, zu basteln. Für die Oberstufe
wird die Tradition der Jagd in
der Schweiz, der Sinn und Nutzen der Jagd und das Vereinsleben aufbereitet. Daneben werden
zwei ausgewählte Jagdgebiete
porträtiert. Für die Sekundarstufe
behandelt werden das Berufsbild
des Jägers und des Wildhüters,
die volkswirtschaftliche Bedeutung der Jagd, die Zersiedelung
und die Einengung des Lebensraumes der Wildtiere sowie der
Ausgleich in den natürlichen Beständen im Sinne eines integrierten Handelns.
■
Schweizer Jäger 6/2012
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Bund und Kantone
Was Jagd ist und was sie der Natur und der Gesellschaft bringt, das wissen wir Jägerinnen und Jäger sehr gut. Die breite Öffentlichkeit und die Jugend haben dazu aber
allzu oft ein distanziertes und neutrales Bild, zumal im städtischen Umfeld. Eine Arbeitsgruppe von JagdSchweiz prüfte letztes Jahr daher die Frage, welche Kommunikationsmassnahmen für Jugendliche die breiteste Entfaltung zeigen würden wenn es
darum geht, ein angemessenes Bild der Jagd zu vermitteln. Aufgrund dieser Auslegeordnung entschied sich JagdSchweiz für neue, fix fertige Lektionen, die Lehrpersonen kostenlos von der erfolgreichen Internetplattform www.kiknet.ch herunterladen können.
Bund und Kantone
STIFTUNG NATURLAND
Jahressitzung der
SPW-Stiftung Naturland in Visp
Zurück zu den Wurzeln –
unter diesem Motto schien die
diesjährige Ratssitzung der
SPW-Stiftung Naturland zu
stehen. 22 Jahre nach der Stiftungsgründung fanden am 28.
April 2012 die Ratsmitglieder
den Weg an den Gründungsort
im Wallis.
Einige Stiftungsräte liessen
es sich nicht nehmen, bereits
am Vorabend anzureisen. Bei
einem Raclette und den feinen Weinen von Leon Mengis
(ehemaliger Stiftungsrat VS)
wurde in seiner historischen
Kellerei «Cave de la Tour» ein
gemütlicher Abend verbracht.
Natürlich durfte dabei Peter
Furger als Mitgründer und erster Präsident der Stiftung nicht
fehlen.
Am Samstag standen bei
der jährlichen Sitzung wiederum einige interessante Punkte auf der Traktandenliste.
Das Wichtigste hier in Kürze
zusammengefasst:
Zusammensetzung des
Stiftungsrates
2012 ist ein Wahljahr. Die
kantonalen Patentjagdverbände unterbreiten ihre Mitgliedervorschläge an den SPW.
Die Präsidentenkonferenz des
SPW befindet anschliessend
über die neue Zusammensetzung des Rates für die kommenden drei Jahre. Die neue
Zusammensetzung des Rates
wird sich in den kommenden
Wochen zeigen.
Neuer Kassier
Nach langjähriger Tätigkeit
als Kassier legt Alfred Meier aus Unterägeri (ZG) dieses
Amt nieder. Seine Nachfolge
übernimmt Roger Gmünder
aus Appenzell (AI).
Abgeschlossene Projekte
Im vergangenen Jahr konnten wieder verschiedene interessante Projekte abgeschlos-
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Schweizer Jäger 6/2012
sen werden. Dazu gehören
unter anderem ein Projekt
zum Thema Gämsblindheit im
Euschelsgebiet (FR), Massnahmen gegen die Austrocknung eines Moorsees in Davos
(GR), die Wiederherstellung
des Staldiseelis in Beckenried (NW) oder ein Unterstützungsbeitrag an den Wald- und
Naturlehrpfad in Wikon (LU).
Ausserdem wurden folgende neue Projekteingaben im
Rat behandelt:
GR: Naturlehrpfad in Davos
Dieses Projekt besteht aus
dem Naturlehrpfad Gwunderland, in welchem die Stiftung
Naturland den Aktivposten
«Jagd» übernimmt. Der Pfad
soll den Besuchern Einblick in
die Themenkreise Wald, Wild
und Jagd geben.
CH: Filmprojekt Bergjagd
Das Filmprojekt von Ronny Mast wird ebenfalls unterstützt. Es soll Ausschnitte aus
der Bergjagd wiedergeben und
bei der Bevölkerung die Akzeptanz der Jagd fördern.
SZ: Ökologische Aufwertung
von Waldrändern
In verschiedenen Kantonen
wurden Massnahmen zur Aufwertung der Waldränder als
Lebensraum für das einheimische Wild in die Wege geleitet. Im Kanton Schwyz wird
ein Pilotprojekt unterstützt, in
welchem alle Waldränder des
Kantons aufgenommen und
validiert werden. Anschliessend können die ausgewählten Gebiete dem jährlichen
Budget entsprechend Schritt
um Schritt aufgewertet werden. Die Ergebnisse dieses Pilotprojektes werden anschliessend auch anderen Kantonen
zur Verfügung gestellt.
Anwesende Stiftungsräte und Gäste. Hinten, von links nach rechts:
Alexander Kubli (GL), Roger Gmünder (AI / neuer Kassier), Philippe Volery
(FR / Präsident), Markus Truffer (Präsident des Oberwalliser Jagdverbandes).
Vorne, von links nach rechts: Alfred Meier (ZG / ehemaliger Kassier),
Roger Bisig (SZ), Othmar Käslin (NW / Sekretär), Stefan Imhof (GL), Leo
Mengis (Gastgeber und ehemaliger Stiftungsrat VS).
CH: Fachbuch über
Steinwild
In einem weiteren Projekt
wird die Herausgabe eines
Fachbuches über Steinwild unterstützt. Es soll Einblicke in
die Wiederansiedelung in der
Schweiz, die Ausbreitung in
den verschiedenen Landesteilen sowie die genetischen Spuren geben.
Einige Projekte mussten
zur Überarbeitung zurückgestellt oder abgewiesen werden,
da sie zu wenig Informationen
enthielten oder nicht dem Stiftungszweck entsprachen.
Othmar Käslin
Sekretär der Stiftung
Naturland
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Auflösung
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2C
3B
4A
5A
6A
7A
8A+B+C
9C
10 beim Perückengehörn
11 A
12 Korkenzieher- und
Widdergehörn
13 B
14 A
15 A
16 B
17 C
18 A + B
19 zirka 6 Monate
20 B + C
21 A + B + C
FR
Lettre de la
Romandie
Ich bin ein grosser Verfechter des obligatorischen
Schiesswesens für Jäger. Warum sich einige Kantone so
schwer tun damit, ist mir unverständlich. Ein pflichtbewusster Jäger begibt sich sowieso einige Male pro Jahr
zum Schiessstand. Wo ist da
das Problem, durch die Absolvierung einiger Disziplinen
seine Bereitschaft als treffsicherer Schütze zu beweisen und dem im kommenden
Herbst anzusprechenden Wild
jetzt schon seine Hochachtung
und Referenz zu erweisen?
Nichts als recht ist das.
Glückliche Hauptprobe …
Sowie jede Jagdsituation
sich von einer anderen unterscheidet, so hat jeder Jagdschiessstand seine Eigenheiten: Lichteinfall, Distanz,
Umfeld, Lärmeinflüsse. Das
ist gut so. Ein Golfer spielt
auch nicht nur die ganze Saison auf seinem Heimplatz, er
will sein Können auch mal auf
einem anderen Parcours unter Beweis stellen. Genauso
ist es mit dem Jäger. Indem er
ein-, zweimal ausserhalb der
Jagdsaison den Schiessstand
wechselt, supponiert er die
Vielfältigkeit der im Feld anzutreffenden Jagdsituation.
In der Waadt kann ich für
die Prüfung, für welche ich
alle fünf Jahre antreten muss,
unter drei Anlagen auswählen;
Vallorbe, Curanens-L’Isle und
Longirod. Für das Üben und
Einschiessen kann ich indes
auch einen anderen Stand benutzen. In meinem Fall ist das
Villeneuve, am oberen Ende
des Genfersees. Wie wichtig
diese Schiessprüfung, welche
für einen gewissenhaften Jäger kein gewaltiges Hindernis
darstellt, ist, beweist das folgende Beispiel.
Anfangs Mai trage ich meine Büchse und die Flinte zur
besagten Schiessanlage in Villeneuve. Los geht’s, zuerst auf
die 150 Meter entfernt stehende Gämse. Lauter Schwarztreffer. Jean Pittier, welcher
VD
GE
NE
JU
den Stand betreut, sagt zu
mir: «Pass auf, in CuarnensL’Isle, (wo ich zwei Tage später die Schiessprüfung ablegen will, notabene), fehlt auf
der Gämsscheibe im Zehnerkreis der kleine weisse Fleck
als Zielhilfe». Ich nehme es
zur Kenntnis, trage dem Einwand indes wenig Rechnung.
Weiter geht’s mit der Flinte
zum laufenden Hasen. Ich mache das Übungsprogramm mit
einem Jagdkollegen, man hilft
sich gegenseitig, spornt sich an,
macht Sprüche. Gut geht’s, der
dreiteilige Hase fällt, manchmal der Kopfteil, manchmal d’s
Füdli, oft alle drei Teile. Kein
Problem, soweit.
Die Wildsau haben wir uns
als Abschlussübung aufgespart. Mein Kollege schiesst
zuerst und trifft.
An der Prüfung sollen fünf
Schüsse abgegeben werden,
drei auf die stehende (!), zwei
auf den laufenden Keiler. Wir
notieren beide fünf Treffer, an
der Prüfung genügen deren
drei. Übung abgeschlossen.
Wir begiessen das mit einem
Glas Wein, dann geht jeder
seinen eigenen Weg.
… und Denkzettel bei der
Prüfung
Am Freitagabend kommt
ein SMS von Alexandre:
«Obligatorisches Schiessen
gut verlaufen, alles OK, viel
Glück». Ich habe am darauffolgenden Samstagmorgen anzutreten und fange wie üblich
mit der stehenden Gams an.
Die einzige wahre Prüfung:
kein Probeschuss. Ich installiere mich, bemerke die Unterschiede zum Stand in Villeneuve. Das Licht ist auch nicht
gerade toll heute morgen, geht
es mir durch den Kopf.
Boom! Die unbestechliche Eeltktronik direkt neben
meinem Kopf zeigt mir einen
Nuller an. Unverhofft, bizarr,
enttäuschend. Die Waffe war
eingeschossen, in Villeneuve
hatte ich zwei Tage vorher lauter Schwarztreffer zu verzeichnen. Was nun, schrübele? Wohl
eher nicht, das bringt nur zusätzliche Unsicherheit. Die
nächsten zwei Schüsse sind
Treffer, nicht ganz im Zentrum, es ist wahr. Trotzdem,
die Anfangsdisziplin habe ich
schon einmal hinter mir, obwohl mich der Nuller gleich zu
Beginn etwas wurmt. Entladen
und dann nochmals ein Blick
durchs ZF: Klaro, da fehlt der
weisse Fleck im Zielzentrum
der Scheibe. Die Rechtfertigung für einen Fehltreffer?
Wohl kaum. Der Haltepunkt ist
auch so gegeben. Also, Hülsen
zusammennehmen und aufstehen. Ich entledige mich des Gehörschutzes. Hinter mir diskutieren zwei Jäger. «Die Distanz
hier», sagt der eine, «beträgt
fast 190 Meter», vernehme ich.
Aha. Aber das alleine erklärt
den Nuller, ganz unten auf der
Scheibe, auch nicht. Dass die
Kugel in Cuarnens einen Höhenunterschied zu überwinden
hat, von der Abgabe zur Scheibe etwa 20 Meter … der Schütze also bergauf schiesst? Die
Gedanken sausen mir durch
den Kopf. Jede Jagd unterscheidet sich von der anderen,
hirne ich, jede Schussabgabe
im Feld unterliegt seinen eigenen Gesetzen. Genauso von
einer Schiessanlage zur anderen. Darum, meine ich, schadet
es nicht, in der jagdfreien Zeit
verschiedene Schiessstände zu
prüfen. Macht es bessere Jäger
aus uns? Nein, aber mit Sicherheit bessere Schützen. Und das
sind wir dem angesprochenen
Wild schuldig.
Als sympathischer Abschluss des Obligatorischen,
überreicht mir der Rechner im
Schützenhaus ein Abzeichen.
Es ist die Hutnadel von Jagd
Schweiz. Ich stecke sie mir
gleich in den Filz. Stolz? Nein,
aber zufrieden. Die Schiessprüfung für Jäger. So locker
und beschwingt wie der Gang
auf den Hochsitz.
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Bund und Kantone
Einen Jägergottesdienst gemeinsam
erleben schliesst Freundschaften
Am Donnerstag, den 17.
Mai, an Auffahrt, fand in
der reformierten Kirche von
Schöftland AG mit Pfarrerin Rosmarie Müller und den
Aargauer Jagdhornbläsern SonatES ein gut besuchter Jägergottesdienst statt. Nebst
zahlreich erschienenen Mitgliedern aus der Gemeinde
nahmen auch viele Jäger mit
ihren Angehörigen und Freunden daran teil. Mit Jagdmusik
ehren wir unseren Schöpfer
und sagen danke für die wunderschöne Natur.
Ein Gottesdienst dieser Art
bietet uns Gelegenheit, der
Hektik des Alltags für eine
Weile zu entfliehen. Der nachdenklich stimmenden, aber
zum Thema passenden Predigt
von Pfarrerin Rosmarie Müller zu lauschen und die wohlklingenden Töne der Jagdhörner in sich aufzunehmen
– gemeinsame Erlebnisse dieser Art vertiefen die Freundschaft mit der Bevölkerung,
den Jägerfreunden und den
Freunden der Jagd.
Es gibt viele Möglichkeiten
Öffentlichkeitsarbeit für Jagd
und Jäger zu leisten, wo Jägerinnen und Jäger auf verschiedene Arten auch Gebrauch machen, aber mit Hörnerklang ist
das sicher die wohlklingendste
und eindrücklichste Art. Jagdhornbläser wie SonatES mit
ihrem grossen Repertoire von
Jagdmusik sind gern gesehene
Botschafter und Repräsentanten der Jagd und deren Traditionen.
SonatES wurde 1997 gegründet. Ihr Leitbild ist: Pflege des jagdlichen Brauchtums;
Mitwirkung bei Öffentlichkeitsarbeit für die Jagd; Pflege der Kameradschaft und der
Geselligkeit; Erarbeitung eines reichhaltigen Repertoires
in ES von üblichen Jagdsignalen bis hin zu konzertanten Vortragsstücken; jährliche
Mitwirkung an Jägergottesdiensten und/oder Messen und
Teilnahme an Bläserwettbewerben im In- und Ausland.
Die 14 Mitglieder werden
90
Schweizer Jäger 6/2012
Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen Apéro,
offeriert von den Jagdgesellschaften Staffelbach, Suhrental und Schöftland. Eine
beispielhafte Zusammenar-
beit, die Schule machen sollte. Beim Apéro hatte man Gelegenheit, Freundschaften zu
vertiefen und neue zu knüpfen, was für uns Jäger und die
Jagd sehr wichtig ist.
Josef Griffel
Dauerbrenner
Abschusszahlen
ter, Teufen, und Norbert Parpan, Schwellbrunn.
In seinem Jahresbericht
nahm Präsident Hanspeter Gantenbein, Urnäsch, das
Hauptthema des Abends vorweg: Die Rotwildjagd. Er erinnerte daran, dass die von der
Jagdkommission verlangten
Abschüsse bei weitem nicht
erreicht wurden, immerhin
aber ohne Unfall. Er mahnte
die Mitglieder, besonnen zu
reagieren, nicht zu hohe Abschusszahlen zu beantragen,
Hirschkühe zurückhaltend zu
bejagen und vor allem nach
hegerischen Grundsätzen vorzugehen. Das Ausserrhoder
Hochjagdgebiet sei für das
Rotwild eine Randregion, und
deshalb sei die Zusammenarbeit mit den umliegenden
Kantonen besonders wichtig,
vor allem mit Innerrhoden.
In diesem Bereich gäbe es
noch Verbesserungspotenzial,
meinte der Präsident.
von ihrem Obmann Andreas
Baumann umsichtig geführt.
Sie kommen alle aus dem Kanton Aargau und sind aktive Jäger, mit Ausnahme des Hornmeisters Simon Mattmüller.
AR
An der HV der Hochwildjäger standen die Abschusszahlen des Rotwildes im Zentrum.
Erst nach langer Diskussion
konnte aus mehreren Vorschlägen ein Antrag an die Jagdkommission verabschiedet werden.
Zu Beginn der Versammlung konnten fünf neue Mitglieder in den Hochjagdverein
aufgenommen werden: Corinne Guntli, Urnäsch, Ruedi Preisig, Teufen, Patrick
Eugster, Speicher, Urs Eugs-
Hege, Pflege und Abschüsse
Markus Zellweger, der Hegechef der Hochwildjäger, lieferte die Zahlen zum abgeschlossenen Jagdjahr. Im Kerngebiet in den Gemeinden Urnäsch, Hundwil und
Schönengrund hätten eigentlich sechs alte Gämsen geschossen werden sollen.
Erlegt wurden aber nur ein Bock und eine Geiss. Im übrigen Gebiet war der Erfolg
zwar etwas besser, die Zahlen wurden aber auch da nicht erreicht.
Am Osterwochenende 2011 lud der Hegechef zu einer Gamswildzählung im Neckertal ein. Da wurden 13 Böcke, 14 Geissen und zehn Jährlinge gesichtet. Die
Zählung soll auch in den folgenden Jahren weitergeführt werden, damit mit Vergleichszahlen Tendenzen abgeschätzt werden können.
Rotwildabschüsse
Im Hochjagdkerngebiet hätten gesamthaft 33 Tiere geschossen werden sollen,
nämlich elf Stiere und 22 Kahle (weibliche und junge Tiere). Erlegt wurden 20 Tiere, davon drei Stiere. Das unbefriedigende Resultat kam auch deshalb zustande,
weil auf den drei Treibjagden in gesamthaft sieben Einstandsgebieten trotz grosser Beteiligung der Jäger und einer Jägerin kein einziger Hirsch geschossen werden konnte, wie Jagdleiter René Büchel berichtete.
Bei mehreren Hegeeinsätzen wurden Hochsitze in Stand gestellt, steile Äsungsflächen gemäht und Verbissschäden umwickelt. Im Winter mit den grossen Schneemengen wurde dem Wild Prossholz zur Verfügung gestellt, das heisst, dass in
den Einstandsgebieten passende Bäume geschlagen und als Nahrung angeboten wurden.
Anträge an die
Jagdkommission
Weil noch keine verlässlichen Zahlen über die Gamsbestände vorliegen, sollen die
Abschusszahlen vorerst so
bleiben wie im abgelaufenen
Jagdjahr.
Beim Rotwild war man sich
lange nicht einig über die Abschusszahlen. In einer langen
und spannenden Diskussion
wurden die verschiedensten
Ansichten vorgebracht. Die
einen warnten davor, zu viele
Kühe und Kälber zu schiessen,
weil dann auch die männlichen Tiere wegbleiben könnten. Andere legten mehr Gewicht auf den Abschuss von
Jungtieren. Ein erfahrener Jäger aus der östlichen Nachbarschaft machte darauf aufmerksam, dass einzelne Abschüsse
von Jungtieren die Muttertiere
so prägen, dass sie bisher gerne besuchte Einstandsgebiete
meiden würden. Als Lösung
schlug er vor, jeweils ganze
«Mannschaften» zu schiessen,
d.h. Kühe und die dazu gehörigen Kälber. Andere baten
darum, doch mehr darauf zu
achten, nicht planlos im Jagdgebiet herumzustreifen und
bei schlechten Wetterbedingungen, z. B. im Nebel, abzubrechen und das Jagdgebiet zu
verlassen.
Am Schluss wurde beschlossen, eine wesentliche
Reduktion der Abschusszahlen zu beantragen, aber je nach
Verlauf der Jagd eine flexible
Lösung zu wählen mit 18 bis
24 Rothirschen.
Hans Hürlemann, Heiden
Jagdschiessstand muss
erneuert werden
An der Hauptversammlung der Ausserrhoder Patentjäger wurde beschlossen,
14 000 Franken in die Erneuerung des Schiessstandes zu investieren. Mit Georges Kamber wurde ein Nachfolger für
Ausbildungschef Hans Baldegger gewählt.
Das Hauptaugenmerk der
Ausserrhoder Jägerinnen und
Jäger galt an der von Präsident
Stefan Frischknecht, Urnäsch,
geleiteten Hauptversammlung
in der «Linde», der Erneuerung des in die Jahre gekommenen Schiessstandes in der
Hinteren Au in Schwellbrunn.
Militärisches Gebiet
Die elektronische Trefferanzeige war 1993 eingerich-
tet worden, vor 19 Jahren also.
Da verwundert es wohl niemanden, dass angesichts des
«biblischen» Alters keine Ersatzteile mehr geliefert werden können. Ein Ersatz wurde
zwingend nötig. Ernst Menet hatte an der letzten Hauptversammlung den Auftrag
gefasst, mit einer Kommission nach einer gangbaren Lösung zu suchen. Die Aufgabe
war schon deshalb nicht ganz
einfach zu lösen, weil mehrere Partner zu berücksichtigen
waren. Die Schiessanlage befindet sich auf militärischem
Hoheitsgebiet, und deshalb
musste das VBS einbezogen
werden, aber auch die Gemeinde Schwellbrunn, zu der
die Hintere Au gehört und der
Kanton, der zwei der drei zu
ersetzenden Scheiben besitzt.
Das ist so geregelt, weil der
Kanton zwingend die Schiessprüfungen für die Erlangung
des Patents vorschreibt.
Ernst Menet rühmte die positive Einstellung aller Partner.
Die Erarbeitung des vorgelegten Konzepts hatte sich aber
deshalb ziemlich verspätet,
weil einer der wichtigen Beteiligten aus gesundheitlichen
Gründen nicht früher zur Verfügung stand.
Drei Varianten
Ein erster Vorschlag sah
vor, die zwei Scheiben des
Kantons im Scheibengraben
auf 100 Metern und die den
Jägern gehörende Gamsscheibe auf 170 Metern im Zielhang
zu belassen. Der dazu nötige
neue Kabelgraben führt aber
leider durch ein Rutschgebiet
im Zielhang, zudem wäre der
Transport der Scheiben zum
Standort und zurück mühsam
und nicht ungefährlich. Die
Geologen stellten dieser Variante kein gutes Zeugnis aus
und warnten davor, dass man
keine Garantie abgeben könne, was die Gefahr von Rut-
Stefan Frischknecht, rechts, überreicht Hans Baldegger ein von Gret
Zellweger, Teufen, prächtig gestaltetes Ehrenzeichen.
schungen belange. Der Verein
müsste sich mit 20 000 Franken beteiligen.
Eine zweite Variante sah
eine Verschiebung taleinwärts
um 100 Meter vor. Weil diese Lösung ausserhalb des bisherigen Zielhanges gelegen
wäre, müsste ein neues Bewilligungsverfahren mit ungewissem Ausgang eingereicht werden. Die Kosten beliefen sich
hier auf 39 000 Franken.
Der dritte Vorschlag fand
schliesslich nach etlichen Diskussionsbeiträgen eine solide Mehrheit. Dabei verzichtet
man in Zukunft auf die Gamsscheibe auf 170 Metern Distanz, setzt sie auf 100 Meter, muss weniger investieren
für die Kabelführung und erhält vom Kanton zwei Wechselscheiben, die den Betrieb
wesentlich erleichtern, vor allem bei grossem Andrang. Mit
14 000 Franken ist es zudem
die für die Jäger günstigste
Lösung.
Hans Hürlemann, Heiden
Anerkennung für Hans Baldegger
Von den gesamthaft 185 Mitgliedern des Ausserrhoder Patentjägervereins konnte Präsident Stefan Frischknecht deren 61 zur Hauptversammlung begrüssen, die
von der Jagdhorn-Bläsergruppe «Waldkauz» stimmungsvoll umrahmt wurde. Vizepräsident und Ausbildungsleiter Hans Baldegger hatte auf die Versammlung hin
den Rücktritt erklärt. Stefan Frischknecht dankte dem scheidenden Amtsträger
mit herzlichen Worten für die grosse Arbeit als Leiter von vier Jungjägerkursen seit
dem Jahr 2000 und für die aktive Mitarbeit im Vorstand seit 2003. Hans Baldegger
wurde als Ehrenmitglied gewählt und erhielt unter anderem eine von Gret Zellweger gestaltete Inschrift auf Holz zur Erinnerung an seine guten Dienste. In besonderem Masse wurden sie von jenen 50 Jägerinnen und Jägern geschätzt, die er in
dieser Zeit ausgebildet hat. Als Nachfolger stellte sich erfreulicherweise Georges
Kamber, Wolfhalden, ein bewährtes Ehrenmitglied, zur Verfügung.
Siegerehrung der Schützen
Schützenmeister René Frischknecht verkündete die besten Resultate der verschiedenen Schiessanlässe. Gesamtsieger wurde Marco Hertler, der auch der
beste Schütze auf die Hasenscheibe war. Gleich drei Jäger erreichten die gleiche
Punktzahl im Hegeringschiessen, nämlich Hanspeter Gantenbein, Hansueli Frischknecht und Sepp Lenherr. Die Reihenfolge wurde nach der Anzahl Mouchen und
nach dem Geburtstag der drei Konkurrenten ermittelt.
Schweizer Jäger 6/2012
91
Bund und Kantone
Foto: Hans Hürlemann
Aktuar Aldo Dalle Case begutachtet
das Ölbild, das eine Gönnerin aus
Teufen dem Hochjagdverein geschenkt hat.
Bund und Kantone
Die Delegation aus dem Jura Bernois.
BE
Das OK des JV Niedersimmental hat grossartige Arbeit geleistet (vlnr):
Jürg Kunz, Bruno Kunz und OK-Präsident Bernhard Meyer.
Delegiertenversammlung
des BEJV
21./22. April 2012 im
Diemtigtal
Bei kühlem Aprilwetter
durfte Präsident Lorenz Hess
die 79 Delegierten, die geladenen Gäste und die Ehrenmitglieder des BEJV im Sportzentrum Diemtigtal zur 123.
Delegiertenversammlung des
BEJV begrüssen.
Vor dem statutarischen Teil,
der eigentlichen Delegiertenversammlung, begrüssten
die Parforcehornbläser Berner Oberland mit einer stimmungsvollen Darbietung die
Anwesenden. Anschliessend
richtete Peter Knutti, Gemeindepräsident der Gemeinde
Diemtigen, der fünftgrössten
Gemeinde im Kanton Bern,
im Namen des Gesamtgemeinderates einige sympathische
Worte an die Delegierten und
stellte ihnen seine Gemeinde
kurz vor.
Jagdinspektor Peter Juesy
informierte die Delegierten
zur Jagd 2011 und zog ein Fazit zur Gäms-, Reh- und insbesondere zur Rothirschjagd.
Im Weiteren äusserte sich der
Jagdinspektor zur erfolgreichen Ansiedlung des Steinwildes im Diemtigtal, zum Projekt «Reh/Luchs» und zu den
Wildschutzgebieten.
Lorenz Hess führte umsichtig und mit dem nötigen Humor durch die 15 Traktanden
des statutarischen Teils. Neben
den Standardtraktanden (Genehmigung der verschiedenen
Jahresberichte, Rechnungsablage und Budget), präsentierte der Vorstand des BEJV
den Delegierten das Projekt
«Einführung einer zentralen Adressverwaltung» und
ein Reglement zur künftigen
Verwendung der Gelder im
BEJV-Fonds.
Der 1. Vizepräsident, Bruno Sommer, präsentierte den
Anwesenden das Projekt der
zentralen Adressverwaltung.
Der ehemalige BEJV-Präsident Ruedi von Fischer (links) mit
dem amtierenden BEJV-Präsidenten Lorenz Hess.
92
Schweizer Jäger 6/2012
Geschaffen werden soll eine
zentrale Ablage der Mitglieder- und Adress-Informationen des BEJV und der angeschlossenen Vereine. Es wird
eine dezentrale Erfassungsund Verwaltungsmöglichkeit
auf Vereinsebene, geregelt mit
Zugriffsrechten, eingeführt.
Zentral am System ist, dass
die Adressen den Vereinen gehören. Daten können nur auf
Stufe Verein geändert werden.
Auf Stufe Verband gibt es verschiedene Abfragemöglichkeiten. Das System funktioniert
via Online-Portal.
Die Delegierten stimmten
dem Vorhaben einstimmig zu.
Ausblick: Zur konkreten
Umsetzung und Einführung
des Projektes wird eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus
einzelnen Sektionen gebildet,
damit das Projekt möglichst
Praxis bezogen und auf die Bedürfnisse der Sektionen angepasst, realisiert werden kann.
Präsident Lorenz Hess erläuterte, warum der Vorstand
BEJV ein Reglement für die
Verwendung des BEJV-Fonds
erarbeitet hat. Erster Zweck
des Fonds ist nach wie vor,
dass bei einer Abstimmung
gegen die Jagd reagiert werden kann. Das Reglement sieht
weiter vor, dass die Präsidentenkonferenz über die Vergabe von Beiträgen entscheidet.
Es dürfen nur Projekte über
den BEJV-Fonds finanziert
werden, wenn alle Mitglieder davon profitieren können.
Bei Erreichung einer Untergrenze von CHF 150 000.– ist
über eine weitere Äufnung des
Fonds abzustimmen. Nach den
Erläuterungen des Präsidenten
stimmen die Delegierten dem
neu geschaffenen Reglement
zur Verwendung des BEJVFonds einstimmig zu.
Lorenz Hess dankte Ehrenmitglied Rolf Zingg, der per
Ende 2011 aus der Jagdkom-
Zufriedene Gesichter bei den Gästen und dem Vorstand des BEJV:
Werner Siegenthaler, Ehrenmitglied des BEJV (links) und Jakob Zwygart,
Kassier des BEJV (rechts).
GL
Jagdlehrgang
gestartet
Am 26. März 2012 durfte
Jagdlehrgangs-Obmann Reto
Oeler zehn Jagdlehrgänger
zum ersten Kursabend begrüssen. Erfreulich, dass dieses
Jahr auch zwei Lehrgängerinnen den Lehrgang in Angriff
nehmen.
Im ersten Teil des Jagdlehrganges, unter der Führung von
Kursleiter Hans Oeler, geht
es um die Schiessfertigkeiten, Waffenhandhabung, Sicherheit sowie Ballistik. Die
entsprechende Prüfung werden die Lehrgänger bereits
zu Beginn des Sommers ablegen, bevor sie sich im zweiten
Teil des Lehrganges, im sogenannten Hegejahr (Sommer/
Herbst/Winter) um die Rehkitzrettung, Futterbeschaffung
und Aufbereitung, Biotophege, Wildfütterung sowie Jagdbegleitung kümmern werden.
Der dritte Teil des Lehrgan-
ges wird im folgenden Frühjahr starten. In diesem letzten Lehrgangsteil wird den
Lernenden an mehreren Kursabenden in den Fächern Jagdrecht, Jagdkunde, Wildkunde,
Waffenkunde sowie Hundewesen das nötige Wissen vermittelt. Grundlage dieser Theoriestunden bildet dazu u.a. das
neue Lehrmittel «Jagen in der
Schweiz – Auf dem Weg zur
Jagdprüfung».
Mit gut 150 Aufwand-Stunden aus dem gesamten Lehrgang werden so die Lehrgänger auf die verschiedenen
Prüfungen umfassend vorbereitet. Mit dem erfolgreichen
Prüfungsabschluss wird der
Jagd-Fähigkeitsausweis
erlangt, was berechtigt, ein entsprechendes Jagdpatent zu lösen.
Im Namen der LehrgangKursleiter wünsche ich allen
Bund und Kantone
die Anwesenden. Für einige
der Delegierten soll es eine
eher kurze Nacht gegeben haben! Aber nichts desto trotz
präsentierte am Sonntagmorgen Sabrina Beutler aus Düdingen den Delegierten das
Handwerk der Tierpräparatorin und fand mit ihren Worten viele interessierte Zuhörer. Mit einem Apéro riche,
guten Gesprächen und zufriedenen Delegierten und Gästen
fand die DV 2012 ihren würdigen Abschluss.
Ein grosser Weidmannsdank gebührt dem Jägerverein
Niedersimmental mit seinem
OK-Präsidenten
Bernhard
Meyer und Vereinspräsident
Bruno Kunz und ihrer gesamten Helfercrew für die hervorragende Organisation der 123.
Delegiertenversammlung. Der
Anlass war von A wie «Anfang» bis Z für «Zurück-Kehren» perfekt organisiert.
Daniela Jost
Leiterin Geschäftsstelle
BEJV
wa-zoom.com
mission ausgeschieden ist, mit
einem Präsent für seine geleistete Arbeit. Peter Knöri wurde
für seine langjährige Arbeit zu
Gunsten der Berner Jagd (Präsident des ehemaligen Jagdkreises Mittelland, Mitglied
und Präsident der Jagdkommission, «Manager» der Gästekarten) zum Ehrenmitglied
des BEJV ernannt.
Zum Schluss der Delegiertenversammlung richteten die
Gäste Dr. Marco Giacometti,
Geschäftsführer JagdSchweiz,
Grossrat Fritz Ruchti, Vertreter des Verbandes Bernischer
Waldbesitzer und Grossrat Dr.
Markus Meyer, Präsident des
Bernischen Kantonalen Fischereiverbandes, einige Worte an die Delegierten.
Anschliessend durften die
Anwesenden den offerierten
feinen Apéro geniessen. Einmal mehr bot dies Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen, interessante Gespräche zu
führen und die jagdliche Kameradschaft zu pflegen.
Um 19.30 Uhr wartete ein
wunderbares Nachtessen auf
Schweizer Jäger 6/2012
93
Bund und Kantone
neuen Lehrgängern einen interessanten, lehrreichen Jagdlehrgang und hoffe, dass alle
optimal und gut vorbereitet
am 9. Juni 2012 zur Schiessprüfung im Klöntal antreten
und diese erfolgreich ablegen
können.
Gleichzeitig wünschen wir
allen Jagdlehrgängern aus dem
Vorjahres-Lehrgang 2011/12
für die bevorstehende Theorie-Abschlussprüfung vom 22.
Juni 2012 ruhig Blut und viel
Glück.
Der neue Jagdlehrgang
mit den beiden Kursleitern
Hans Zopfi und Hans Oeler
(rechts im Bild).
Sicher werden sich auch
dieses Jahr wieder Lerngruppen bilden, was sich für Lernende mit dem nötigen Lernwillen in der Vergangenheit
sehr positiv ausgewirkt hat.
Reto Oeler
Obmann Jagdlehrgang
Kanton Glarus
Jagd- und
Jodelchränzli
Am Samstag, 14. April,
lud der Jodelklub Niederurnen in die Mehrzweckhalle in
Niederurnen zum Jagd- und
Jodelchränzli. Wie es der Titel
bereits verrät, drehte sich alles
um die Jagd.
Stefan Roth konnte viele
Freunde und Freundinnen des
Freunde des Jodellieds kamen in
Niederurnen am Jagd- und Jodelchränzli auf ihre Kosten.
94
Schweizer Jäger 6/2012
Jodellieds begrüssen. Er führte dann mit viel Humor durchs
Programm. Der Präsident des
Jodelklubs Niederurnen, Res
Menzi, konnte viele Delegationen willkommen heissen.
Erwähnenswert ist die ausserordentlich schöne Tischdekoration, die das Mitglied Franz
Thoma und seine Partnerin Liselotte Landolt in vielen Stunden Arbeit hergestellt hat.
Wie es dem Thema des
Abends entsprach, waren die
Jagdhornbläser Glarnerland
da. Sie standen unter der Leitung von Heiri Menzi. Mit ihren Stücken zauberten sie
zusätzlich
Jagdatmosphäre
herbei, zumal drei ihrer Stücke mit der Jagd zu tun hatten: «Jagdstück», «Le Rendez-vous de Chasse» und «Le
March des Cerfs».
Dazwischen sang der Jodelklub Niederurnen unter
der Leitung von Walter Sprenger Lieder, unter anderem das
Lied «Uf der Gemsjagd» von
Franz Stadelmann: Auch der
Jäger hat ein Herz für Tiere.
Er schiesst nicht einfach auf
alles. Trotzdem fleht ein krankes Gämskitz, der Jäger möge
es erlösen, da es den strengen
Winter doch nicht mehr überleben werde.
Nicht fehlen durfte natürlich das berühmte Lied «Der
Gemsjäger» von Ruedi Rymann, das vom Jäger erzählt,
der so leidenschaftlich seinem
Hobby frönt, dass er dabei vergisst, sich nach einer Frau umzuschauen. Das Lied erhielt
auch starken Applaus.
Eindrücklich war das Gesamtchorlied. Da dürfen alle
Das Theaterstück «Uf de Gämselialp», unter der Leitung von Heidi
Beeler, sorgte für manchen Lacher.
Sängerinnen und Sänger, die
im Saal anwesend sind, mitsingen. Darum tönt es immer
besonders kräftig.
Dann führten Mitglieder
des Jodelklubs Niederurnen
und andere befreundete, theaterbegeisterte Leute, unter der
Leitung von Heidi Beeler, ein
Theater in zwei Akten auf. Es
versteht sich von selbst, dass
es auch da um die Jagd ging.
Das Stück hiess «Uf de Gämselialp». Wildern lohnt sich nicht,
auch wenn man es noch so
schlau anstellt und sogar einen
Kinderwagen dafür einsetzt.
Dabei kann eine Freundschaft
in die Brüche gehen, und der
Wildhüter merkt es am Schluss
immer! Trotzdem war es ein
heiteres Stück, und es wurde
viel gelacht. Der Präsident belohnte alle, die vor oder hinter
den Kulissen mitgewirkt hatten, mit einem Blumenstrauss,
Wein oder Schokolade.
Dann unterhielt uns das
Duo Heinz und Roman mit
rassiger Musik und lud die
Leute zum Tanz ein. Es wurde
auch fleissig das Tanzbein geschwungen. Wer andere Musik
liebte, kam in der Gämselibar
auf seine Rechnung.
Für das leibliche Wohl sorgte eine sehr gute Küche, und
nicht wenige gingen wohl beschenkt nach Hause, denn es
winkte eine schöne Tombola.
Den meisten Besucherinnen
und Besuchern war die Begeisterung über den gelungenen Abend anzusehen.
Ein grosser Dank gilt allen, die auf irgendeine Weise mitgeholfen haben, dass
das Chränzli gelungen ist. Namentlich erwähnen möchte ich
zwei Personen, die sich besonders engagiert haben: Stefan
und Lisabeth Roth.
Gebi Jörger
GR
der Jäger des Bündner
Kantonalen Patentjägerverbandes in Cazis
Der Weiterbildungstag kann
auf Grund der Einzigartigkeit
und der durchwegs nur positiven Reaktionen der Besucher
als
Meilenstein betrachtet
werden. Mit diesem Tag wurde
ein Leitsatz der KoAWJ «Verbesserung der Kenntnisse über
die weidmännische Ausübung
der Jagd, insbesondere weidmännische Grundsätze, ethische Einstellung, fachliches
Wissen und Können des Jägers, Wildbrethygiene, usw.»
voll erfüllt.
Gaby Huber, Präsidentin
der KoAWJ, konnte über 100
Interessierte begrüssen. Dr.
J.P. Müller, verantwortlich für
die Aus- und Weiterbildung
der Jäger in der KoAWJ, hatte in Zusammenarbeit mit Dr.
Georg Brosi, Jagdinspektor
des Kantons Graubünden, drei
Referenten – alles Veterinäre und auch Jäger – verpflichtet. Die Ansage durch Dr. J.P.
Müller «Was vorerst fast etwas wissenschaftlich tönt –
beim näheren Hinschauen entdeckt man die Anwendbarkeit
im praktischen Jagdalltag. Das
mündet gar in die Fragen, wo
ist der optimale Haltepunkt,
welche Organe befinden sich
denn überhaupt im Schusskanal?» entsprach dem Gehörten
und Gesehenen absolut.
Umso mehr als am Nachmittag anhand von mehreren Wildkörpern (Reh, Gams,
Hirsch, Steinbock), die einzelnen Organe, teilweise unter
Mithilfe von Jungjägern, herausseziert wurden. Die Wildkörper wurden durch Hans
Gartmann, Wildhüterbezirkschef des Bezirkes III, bereit
gestellt.
Ein kleiner Einblick in den
Inhalt der Vorträge
Dr. med. vet. Toni Theus
referierte im Detail über «Die
Fortpflanzung beim Wild im
Allgemeinen», «Die Fortpflanzung beim Rothirsch», «Die
Fortpflanzung beim Reh». Es
gäbe Arten mit hoher Geburtenrate, meist verbunden mit
grosser Jugendsterblichkeit,
andere wiesen geringere Geburtenraten auf, meist verbunden mit einer höheren Überlebensrate der Jungtiere, in der
Regel ergäbe sich so ein natürliches Gleichgewicht.
Der Zeitpunkt der Geburten sei vorgegeben, die Dauer
der Tragzeit der Arten variere;
zu entsprechend verschiedenen Zeiten finde demnach die
Paarung statt: Im Winter oder
gegen Frühling paaren sich
Fuchs, Hase, Maus; im August-September das Reh, im
Oktober-November das Stein-
Dr. Toni Theus gewährt einen tiefen Einblick.
wild und im Dezember die
Gämse.
So ging er weiter der Frage
nach: «Wieso finden die Paarungszeiten immer zum glei-
chen Zeitpunkt statt?» Er erklärte, dass die Paarungszeiten
hormonell gesteuert seien, unter anderem würden sie induziert durch Lichteinflüsse
Sonne Mond Solunar
Juni
Sa
So
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
Juli
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Untergang
Aufgang
Untergang
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19.
20.
21.
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23.
24.
25.
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30.
05.30
05.30
05.30
05.31
05.31
05.31
05.31
05.32
05.32
05.32
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05.33
05.34
05.34
05.35
21.23
21.24
21.24
21.24
21.25
21.25
21.25
21.25
21.25
21.25
21.25
21.25
21.25
21.25
21.25
03.17
03.53
04.35
05.24
06.19
07.20
08.24
09.31
10.39
11.48
12.59
14.12
15.27
16.43
17.58
18.39
19.35
20.27
21.13
21.54
22.29
23.00
23.28
23.53
––
00.18
00.44
01.12
01.44
02.23
03.23
04.06
04.52
05.40
00.18
01.11
02.04
02.57
03.49
04.41
05.31
00.07
01.00
01.46
02.38
09.35
10.18
11.04
11.53
16.31
07.23
08.16
09.09
10.01
10.52
11.43
06.20
07.10
08.01
08.53
15.47
16.31
17.17
18.05
12.15
13.35
14.28
15.21
16.13
17.04
17.55
12.33
13.24
14.15
15.08
21.59
22.43
23.29
––
18.56
19.48
20.40
21.32
22.24
23.16
––
18.46
19.37
20.29
21.23
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
15.
05.35
05.36
05.36
05.37
05.38
05.39
05.39
05.40
05.41
05.42
05.43
05.44
05.45
05.45
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21.25
21.24
21.24
21.24
21.23
21.23
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21.22
21.21
21.21
21.20
21.19
21.19
21.18
21.17
19.08
20.10
21.01
21.43
22.17
22.46
23.12
23.35
23.59
––
00.23
00.49
01.18
01.52
02.32
03.10
04.07
05.13
06.26
07.40
08.54
10.05
11.14
12.20
13.24
14.27
15.29
16.29
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18.20
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05.28
00.13
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00.07
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02.14
02.57
09.48
10.45
11.43
06.28
07.27
08.25
09.20
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11.46
06.19
07.01
07.43
08.26
09.09
16.03
17.00
17.48
12.42
13.41
14.37
15.31
16.22
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17.56
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13.13
13.55
14.38
15.22
22.19
23.16
––
19.54
19.54
20.07
21.43
22.33
23.21
––
18.41
19.24
20.07
20.50
21.34
Solunarzeiten: Die fettgedruckten Zeiten erstrecken sich auf einen Zeitraum von 2½ Stunden, während die normal gedruckten Zeiten ungefähr 1½ Stunden
andauern. Die Solunarzeiten sind Beisszeiten der Fische, können aber auch für den Jagderfolg günstig sein. Entsprechenden Rückmeldungen sehen wir mit Interesse
entgegen.
Die Redaktion
Schweizer Jäger 6/2012
95
Bund und Kantone
Weiterbildungstag der Kommission
Aus- und Weiterbildung
Bund und Kantone
Dr. Georg Brosi «mit Assistenten».
(Hirsch: Tag- und Nachtgleiche am 21.09). Die Paarungszeit sei auch beim männlichen
Wild gesteuert und der Geschlechtsgeruch sei nur während dieser Zeit vorhanden.
Des Weiteren erklärte er
im Detail die Fortpflanzungsbiologie des Rothirsches und
des Rehs; vom Deckakt über
das Geschehen in der Gebärmutter bis zum Setzen und die
ersten Monate im Leben eines
Jungtieres.
Dr. med. vet. Georg Brosi
referierte
anschliessend
über «Verschiedene Ernährungsstrategien beim Schalenwild. Wie funktioniert denn eigentlich die Verdauung?»
Er erklärte im Detail die Ernährungsstrategien der Pflanzenfresser und auch die Verdauung des aufgenommenen
Futters. So bräuchten Pflanzenfresser Gärkammern, in
denen Zellulase bildende Bakterien ein für sie günstiges Arbeitsklima vorfänden. Dafür
Präsidentin KoAWJ, Gaby Huber, und Verantwortlicher Aus- und Weiterbildung, Dr. J.P. Müller, als interessierte Zuschauer.
sei der Wiederkäuermagen
das Topmodell für Zelluloseverwertung: der Wiederkäuermagen habe drei Vormägen
(Pansen, Netz- und Blättermagen) und einen Drüsenmagen
(Labmagen).
Die Physiologie = Funktion des Pansen/netzmagen
(=Ruminoreticulum) ermögliche eine zeitliche Trennung
von Futteraufnahme und Futterverwertung, Wiederkauen/
Durchmischung, Speichel, effiziente Verwertung von Zellulose (v.a. Bakterien), Abbau
zu kurzkettigen Fettsäuren
und Resorption durch die Pansenwand, Gärkammer, Eiweissproduktion (v.a. Protozoen), Vitaminproduktion K,
B-Gruppe (Bakterien), Stickstoffkreislauf.
Wiederkäuer ist nicht gleich
Wiederkäuer. Es gäbe Konzentrat-Selektierer, dazu ist
u.a. das Reh zu zählen, Intermediär-Typen sind das Gams,
der Hirsch und der Steinbock.
Je nach Jahreszeit lebten sie
Dr. Georg Brosi und Hannes Jenny: Wo ist nun wirklich der Zehner??
96
Schweizer Jäger 6/2012
als Intermediär-Typen oder
Raufutterfresser. Somit gäbe
es verschiedene Äsungstypen, z.B. das Reh nimmt eher
«Leichtverdauliches» auf, der
Steinbock hingegen sei ein
«Raufutterfresser». Dies zeige
sich auch in den Verdauungsfunktionen.
Das Reh ernähre sich von
Gräsern, Knospen, Blättern,
Zweigen, Pilzen und Obst, der
Steinbock hingegen auch von
Baumrinden, Nadeln, Flechten, Moosen und auch dürrem
Gras. So meinte Brosi: «Das
Reh ist keine Minikuh!»
Dr. med.vet Adrian Arquint
referierte über «Schusslage
und ihre Auswirkung auf die
Wildbrethygiene oder: Lässt
sich ein schlechter Schuss
nicht mehr korrigieren?»
Er erklärte, dass WildbretQualität eine Forderung des
Konsumenten sei, also auch
des Jägers sein sollte. Wildbret-Qualität sei ein Prozess
in zahlreichen Schritten.
Bei einem Weidwund- oder
anderen Schuss mit Verletzung
von Pansen oder Därmen oder
geplatzter Pansen werde die
Bauchhöhle verunreinigt/kontaminiert. Es sei unbedingt darauf zu achten, dass «saubere»
Organe/Körperteile nicht kontaminiert würden (z.B. Brusthöhle u.a. wenn nach dem
Entfernen von Pansen oder
Därmen mit ungewaschenen
Händen das Zwerchfell eröffnet und Lunge und Herz herausgenommen werden). Nach
dem Transport seien die verunreinigten Körperteile mög-
lichst schnell zu entfernen,
trotzdem bleibe die Qualität
des Wildbrets schlecht!
Es sollte auch üblich sein,
dass man die Organe auf Veränderungen untersuche. Was
tun, wenn man glaube, am erlegten Wild eine Organveränderung festgestellt zu haben? Dazu erklärte er, dass
man sich an eine Fachperson
wenden solle, also Wildhüter,
Metzger, Tierarzt. Auch dokumentierte er die «Tötungskriterien».
Ein schlechter Schuss lässt
sich betr. Wildbretqualität
nicht korrigieren! Übrigens:
«Die vorhandenen Wildscheiben zeigen nicht unbedingt
den genauen tödlichen Trefferort (Herz)».
Hannes Jenny,
Wildbiologe AJF
über «Das Bejagungs- und
Schutzkonzept
Rothirsch
Graubünden als Beispiel für
angewandte Ökologie» (Jagdplanung ist gelebte Ökologie).
Seine Aussagen: «Jagdplanung legitimiere die Jagd, Rothirsche seien auf Bejagung angewiesen. Deshalb wurde das
Bejagungs-/Schutzkonzept
Rothirsch eingeführt. Die Erkenntnisse würden auch in die
Eignungsprüfung für Bündner Jägerinnen und Jäger eingebaut (Broschüre info pic:
www.jagd-fischerei.gr.ch/Publikationen).
Ferner erklärte er: Jagdplanung sei nicht eine Beschäftigungstherapie für Wildhüter und Wildbiologen, sondern
seit 1986 das wichtigste Mit-
Dr. Franco Ardüser mit interessierten Zuschauern, u.a. ZP Beat Angerer.
tel, um die Ziele der Jagdgesetzgebung zu erreichen und
damit ganz klar ein Gesetzesauftrag und übrigens ein wichtiges Instrument, um die Jagd
in der heutigen Zeit zu legitimieren. Jedes Rothirsch-Bejagungskonzept sei ein multidimensionaler «Cocktail». Die
Abschussplanung basiere auf
Ebene Hirschregion/-Areal,
der Hirschtaxation (Zählung)
im Frühjahr (2400 km Fahrten
auf einer Fläche von 550 km2).
Weitere Bestandesindikatoren
seien Kohortenanalysen, körperlicher Zustand, Zustand
Lebensraum, etc. Der quantitative Abschussplan betrage durchschnittlich 32% des
Bestandes. Der Abschussplan
sei erfüllt, wenn der Abschuss
an weiblichen Tieren 50% des
Planes entspreche.
Der Nachmittag stand unter dem Motto: «Angewandte Anatomie und Physiologie
beim Schalenwild»
Dabei wurden durch Dr.
med. vet. Franco Ardüser, Dr.
med. vet. Georg Brosi, Dr.
med. vet. Adrian Arquint und
Dr. med vet. Toni Theus die
Anatomie von Schalenwild
(Hirsch, Reh, Gäms, Steinbock) am toten Objekt (Fallwild) gezeigt. Aufgrund der
zum Teil «staunenden Gesichter» darf man feststellen,
dass wohl nur die wenigsten
Teilnehmer/innen die Innereien und deren Lage im Körper
im Detail kannten und je beim
«Ausweiden» genau unter die
Lupe nahmen! Dieser Kurs
wäre manchem sogenannten
erfahrenen Jäger zu empfehlen.
In der Ausbildung der
Jungjäger wurde bis heute
schwergewichtig in Sachen
«Anatomie des Wildes» und
«Wildbrethygiene» nur theoretisch ausgebildet; zukünftig
sollte den Kandidaten in allen
Regionen Demonstrationen
am toten Wild als praktischer
Ausbildungsteil
angeboten
werden. Es war ein Weiterbildungstag, der das Übliche
übertraf und bei allen auf ein
überaus zustimmendes Echo
stiess!
Die höchst interessanten
und ausführlichen Vorträge
der namhaften Dozenten sind
unter www.bkpjv.ch / Weiterbildung-Präsentationen zu finden.
ToPfi
Bund und Kantone
Beim ganzen «Management» dürfe der Lebensraum
nicht vergessen werden. Wichtig sei die Biotophege (Wiesen
und Hecken erhalten, naturnahe Waldränder, Feuchtflächen
etc.), Wildruhezonen (Verhindern von unnötigen Störungen, v.a. im Winter), Verzicht
auf eine Fütterung des Wildes, ausgenommen Notmassnahmen.
ker, Ständerat Stefan Engler,
Regierungsrat Dr. Mario Cavigelli, den Präsidenten von
JagdSchweiz, Hanspeter Egli.
Dieser überbrachte die Grüsse
von JagdSchweiz und dankte
für die gute Zusammenarbeit.
Einen speziellen Dank richtete Beat Angerer an die organisierende Sektion Prättigau,
deren Präsident Franco Cicerone (auch OK-Präsident dieser DV) und seine vielen Helfer. Dies war die zweite DV in
Schiers, die erste fand im 1987
statt. Musikalisch umrahmt
wurde die DV von der Jagdhornbläsergruppe Falknis. Die
gepflegte Abendunterhaltung
wurde durch das Jodelquartett Rosenberg, den Männerchor Schiers, die Musikgesellschaft Grüsch und die Old Styl
Big Band bestritten.
Beat Angerer spricht verschiedene Themen an
Die über 700 Verkehrsunfälle mit Wildtieren in Graubünden hätten aufgeschreckt.
Im Bewusstsein, dass es heute
effiziente Möglichkeiten gebe,
dieses Leid, für das Wild und
die Menschen, präventiv zu reduzieren, diese aber mit hohen
Kosten verbunden sei, hätte
der Zentralvorstand nach entsprechenden Finanzierungsmöglichkeiten gesucht. Mit
dem Mobilanbieter Sunrise
Buissnes Schweiz sei ein Partner gefunden, der bereit sei,
den BKPJV in seinem Bestreben zu unterstützen. Mit diesem einzigartigen Projekt
könne das Wild, die Verkehrsteilnehmer, die Sektionen, der
Verband und zuletzt auch jede
Jägerin und jeder Jäger nur
gewinnen. Das Projekt wurde
schon verschiedentlich vorgestellt. Sein Aufruf: «Wenn Sie
ein Handy besitzen und rechnen können, empfehle ich Ihnen, dieses einmalige Angebot
mit den verschiedenen Möglichkeiten zu prüfen. Ein Vergleich lohnt sich, Sie werden
profitieren».
Unter der Leitung des alten
Zentralvizepräsidenten
Giachen Bott (übrigens ein
hervorragender Sänger) wurde das seit Jahren vergriffene Liederbüchlein des BKPJV
redigiert, mit verschiedenen
Liedern ergänzt und eine Neuauflage gedruckt. Durch grosszügige Sponsorenbeiträge (Fr.
10 000.–) sei das handliche
und einmalige Werk, ohne die
Verbandskasse zu belasten,
produziert worden. Dieses
Liederbüchlein gehöre in jede
Jagdhütte und überall dort hin,
wo es gemütlich sei. An dieser
Stelle dankte ich den Sponsoren und allen, die mitgeholfen
haben, dieses einmalige Liederbüchlein zu realisieren.
Bündner Patentjagd
stehe heute auf vier stabilen
Säulen
Beat Angerer nahm den
Start zum 100. Verbandsjahr
zum Anlass, eine Standortbestimmung der Bündner Patentjagd zu machen, nachfolgend
ein paar Auszüge.
Erste Säule:
Die Jagdplanung
Eine nachhaltige und ökologische Jagd muss geplant
werden. Wir verfügen heute in
Graubünden über zehntausende Daten, Auswertungen und
Erkenntnissen, mit denen wir
Veränderungen und Gegebenheiten minutiös nachverfolgen
und dann auch entsprechend
reagieren können.
Die Jagdplanung basiert
aber auch auf Erkenntnissen
Foto: ToPfi
Foto: ToPfi
Trotz vorgängig der Delegiertenversammlung zum Teil
heftigen Diskussionen innerhalb der Jägerschaft über die
Gämsbejagung wurden entsprechende Anträge abgelehnt.
Es wurden sogar alle Sektionsanträge abgelehnt. Hingegen
dem Antrag des erw. Zentralvorstandes zur «Strukturreform» des Verbandes wurde
mehrheitlich zugestimmt. Es
erstaunt, dass Sektionsanträge trotz mehrmaliger Ablehnung in den letzten Jahren immer wieder gestellt werden.
Meistens sind es Anträge, die
nur auf die betreffende Region
«zugeschnitten» sind.
Zentralpräsident Beat Angerer konnte Vertreter sämtlicher 74 Sektionen sowie Vertreter des Bündner
Schweisshundeclubs,
des
Schweizer Laufhundeclubs
Regionalgruppe Graubünden
sowie den Verein Bündner
Heimat begrüssen. Ebenfalls
begrüsste er verschiedene politische Vertreter der Region
und des Kantons sowie Ehrengäste, Ehrenmitglieder und
Chargenträger des BKPJV. So
u.a. die Herren der «Politik»:
Standespräsident Ueli Blei-
Giachen Bott, ehem.Vizezentralpräsident, Gusti
Möckli, ehem. Kant. Hegepräsident und Christian
Riffel, ehem. Zentralpräsident (vlnr).
Foto: ToPfi
Bund und Kantone
98. Delegiertenversammlung des
Bündner Kantonalen Patentjägerverbandes
Es herrschte mehrheitlich Einstimmigkeit.
98
Schweizer Jäger 6/2012
Ehrungen: Jakob Wieland, alt Wildhüter (links), erhielt die Hegeauszeichnung und Christian Buchli
wurde zum Ehrenmitglied ernannt (rechts).
Foto: ToPfi
Foto: ToPfi
Zweite Säule:
Die Ausbildung und
Weiterbildung
Heute wird die Jagd und
unser Tun von der nichtjagenden Bevölkerung mit Argus-
augen beobachtet. Um diesen
stetig steigenden Ansprüchen
gerecht zu werden, müssen wir unsere Jagdprüflinge
gründlich ausbilden. Eine fundierte Ausbildung muss stetig den Neuerkenntnissen der
Forschung und der Wissenschaft angepasst werden. Wir
müssen uns spezialisieren, das
heisst professionalisieren.
Aber auch der Umgang mit
der Waffe muss zwingend geschult und vertieft werden.
Das sichere Bedienen der Waffen, das man früher in der Rekrutenschule gelernt hat, muss
in der Zukunft, bei der Ausund Weiterbildung, minutiös geschult, wenn nicht sogar
obligatorisch erklärt werden.
Aber auch bei den gestandenen Jägern sieht man manchmal haarsträubende Bilder.
Grundsätzlich müssen wir
uns bewusst werden, dass
wenn wir bei der Jagdplanung mitreden wollen, es unerlässlich ist, dass wir uns
weiterbilden und auch weiterentwickeln. Nur mit einer hohen Kompetenz können wir
unser Tun rechtfertigen und
vertreten.
Die Kommission für Ausund Weiterbildung der Jäger,
unter der Leitung der Präsidentin Gaby Huber, hat im vergangenen Verbandsjahr, zwei
Aus- und Weiterbildungstage
organisiert. Beide Tage waren
geprägt von sehr spannenden
Themen und hoch qualifizierten Referenten. Auch die vermeintlich «besten» Jäger hätten da noch etwas dazu lernen
können.
Dritte Säule:
Die Hege
Im Kanton Graubünden
werden jährlich über 25 000
Hegestunden freiwillig und
zum grössten Teil unentgeltlich geleistet. Dies sind vor allem praktische Arbeiten, wie
Bewirtschaftung von brachliegenden Wiesen, Waldrandund Heckenpflege, sowie das
Anlegen oder Unterhalten von
Feuchtbiotopen. Aber auch das
Anbringen von Markierungstafeln für Ruhezonen, das
Verblenden von Wiesen zum
Schutz von Rehkitzen und die
verschiedenen Massnahmen
zur Vermeidung von Wildunfällen, sind wichtige Arbeiten.
Viele dieser Arbeiten sind Lebensraumverbesserungen für
die Wildtiere und dies nicht
nur für die Tiere, die wir jagdlich nutzen, sondern auch Lebensqualitätsverbesserung für
geschützte und bedrohte Wildtiere. Mit der Weiterentwicklung der Hege zu einer Biotophege haben wir Meilensteine
gesetzt, die auch bei der nicht
jagenden Bevölkerung und
bei den Schutzorganisationen
grosse Beachtung finden.
Vierte Säule:
Das Nachsuche- und
Schweisshundewesen
Dieser wichtige Grundpfeiler der Bündner Patentjagd
wird vom Bündner Schweisshundeclub (BSC) organisiert.
Auch der BSC ist stetig bestrebt, ihre Hundegespanne
und ihre Verfügbarkeit zu verbessern und zu professionalisieren. Wir Bündner Jägerinnen und Jäger können uns
stets auf eine hervorragende
Schweisshundeorganisation
verlassen.
Zum Schluss seiner Rede
erklärte er, dass manchmal auf
sehr hohem Niveau gejammert werde. Den Blick aber
auf die nächsten 100 Jahre gerichtet, müssten wir uns, wie
es auch unsere Vorfahren gemacht hätten, stetig, stetig verbessern und weiterentwickeln.
Denn auch bei der Jagd bedeute Stillstand ein Rückschritt.
Wahlen
Wahlen für eine dreijährige Amtsdauer: Rechnungsrevisor-Stellvertreter: Martin
Thöny, Sektion Prättigau, neu.
Hegekommission Vorstandsmitglied: Peter Tobler, Sektion
Davos, neu.
Wahlen für eine vierjährige
Amtsdauer Jagdkommission:
Christian Riffel, Sektion Calanda, bisher. Ugo Maurizio,
Societa Cacciatori Bregaglia,
neu. Jagdkommission Stellvertreterin: Gaby Huber, neu,
Präsidentin der KoAWJ.
Es wurden alle mit eindeutigem Mehr und mit Applaus
in die Funktionen gewählt.
ToPfi
Die detaillierten Begründungen zu den Anträgen
der Sektionen und des erw. Zentralvorstandes sind
in der Aprilausgabe 2012 «BÜNDNER JÄGER» oder
unter www.bkpjv.ch zu finden. Ein Zusammenzug der
Ansprachen von Dr. Georg Brosi und Mario Cavigelli
findet sich in der Juliausgabe.
Hanspeter Egli, Präsident JagdSchweiz, gut gelaunt als Ehrengast.
Illustre Ehrengäste (vorne nach hinten): Domenico Züst, ehemaliger Zentralpräsident, Otto Vital,ehemaliger
Kantonaler Hegepräsident, Andreas
Gredig, ehemaliger Redaktor «Bündner Jäger», und Georg Niggli. ehemaliger Zentralpräsident.
Schweizer Jäger 6/2012
99
Bund und Kantone
aus wissenschaftlichen Forschungsprojekten und aus Erfahrungen. Erfahrungen, die
so alt sind wie unser Verband.
Auch wenn wir manchmal
über den Jagdinspektor, die
Wildbiologen und Wildhüter wettern und nicht mit allem einverstanden sind, was
sie von uns verlangen, dürfen
wir nicht vergessen, das dies
alles Profis sind. Spezialisten,
wie wir es in unseren Berufen
auch sind, die sich tagtäglich
mit dieser sehr sensiblen Thematik befassen und zuletzt nur
ein Ziel haben, gesunde, gut
strukturierte und dem zur Verfügung stehende Lebensraum,
angepasste Wildbestände.
Die Jagdplanung wird heute aber nicht nur von uns Jägern gemacht, die Forstorgane, die Landwirtschaft und die
verschiedenen Schutzorganisationen haben ein schwer gewichtiges Wort mit zu reden.
Dass es da manchmal zu Interessenkonflikten kommt, liegt
in der Sache der Natur. Gerade
dann sind die seit Jahrzehnten
gesammelten Daten und Auswertung bei einer Entscheidungsfindung sehr wesentlich.
Bund und Kantone
SG
St. Gallischer Jägerverein Hubertus.
Ordentliche Hauptversammlung 2012
177 Vereinsmitglieder und
11 Gäste aus benachbarten Jägervereinen, Ämtern, Kommissionen und Organisationen
folgten am 17. März der Einladung zur ordentlichen HV
des St. Gallischen Jägervereins Hubertus ins Gemeindezentrum von Mörschwil. Für
die Dekoration von Tischen
und Bühne waren wiederum
die Mitglieder und deren Partnerinnen der ortsansässigen
Jagdgesellschaft besorgt und
verantwortlich. Musikalisch
umrahmt wurde der Anlass
durch die Jagdhornbläsergruppe Hubertus, unter der Stabführung von Erwin Müller. Im
Anschluss an die Versammlung waren sämtliche Anwesende zu Apéro und Aser eingeladen.
Rückschau
Auf das vergangene Vereinsjahr beleuchtet der Präsident Oskar Trunz noch einmal
kurz ein paar hervorstechende Höhepunkte, wie das 27.
Eidg. Jagdhornbläserfest vom
21. Mai 2011 in Goldach,
das dreitägige Steinbockfest
zu Beginn des gleichen Monats im Weisstannental, die
geglückte Bartgeierauswilderung im Calfeisental und den
Anlass Wald 11 in den Wäldern der einstigen Äbtestadt
Wil. Er geht aber auch auf
Themen wie Naturereignisse und Wildruhezonen ein. So
haben die massiven Schnee-
Oskar Trunz führte kompetent und
zügig durch die Geschäfte.
100
Schweizer Jäger 6/2012
fälle zu Jahresbeginn auch im
Kanton St. Gallen nebst andern Bergregionen die Wildtiere hohen Belastungen ausgesetzt.
Was ihnen je länger je mehr
zu schaffen macht, ist die dauernde Belastung ihrer Lebensräume durch immer mehr und
immer neuere Möglichkeiten
der menschlichen Freizeitgestaltung, die auch vor überlebenswichtigen Rückzuggebieten einzelner Arten nicht Halt
machen.
Diesen Umständen Rechnung tragend, hat sich unter
der Leitung des ANJF eine
Arbeitsgruppe ausführlich mit
dem Thema «Wildruhezonen»
befasst. Nebst Vertretern der
Jäger gehörten dem Arbeitskreis auch solche von PRO
Natura, WWF, SAC, Forst und
Gemeinden an.
Die Jäger wollten nicht
Mehr Platz nimmt im Bericht von Trunz die II. Teilrevision des Jagdgesetzes in Anspruch. 2009 beschloss die
Regierung auf Grund von Vorschlägen aus jagdlichen Kreisen eine Teilrevision des Jagdgesetzes (JG) auszulösen und
definierte dabei folgende vier
Schwerpunktsbereiche:
– Geschlossener Finanzkreislauf (Spezialfinanzierung)
– Wildschadenverfahren
– Reviervergabe / Revierbewertung
– Strafbestimmungen / Admi-
Hans-Peter Kamber präsidiert
die Schiesskommission noch bis zur
HV 2013.
nistrativmassnahmen (Ordnungsbussenverfahren)
Vom VD eingesetzte Projektgruppen befassten sich in
der Folge vertieft mit diesen
Schwerpunktthemen. Das Resultat ihrer Lösungsvorschläge stellte dann die durch die
Gesamtregierung verabschiedete Vernehmlassungsvorlage
dar, über die auch die Mitglieder der JaKo laufend orientiert
wurden.
Innerhalb des SGJV Hubertus setzten sich der Präsident,
Vizepräsident und Aktuar intensiv mit der Materie auseinander. Die Unterlagen gingen
mit der Bitte um Stellungnahme an sämtliche Obmänner
im Einzugsbereich des Vereins. Die eingegangenen Antworten zeichneten sich durch
Sachlichkeit aus, gingen aber
teilweise auch über die vom
Kanton festgelegten Schwerpunkte hinaus. Sie konnten
daher in der Zusammenfassung der Subkommission zHv
RJSG nicht in jedem Fall mitberücksichtigt werden.
Sie konzentrierte sich in ihrer Stellungsnahme auf die vier
von der Regierung definierten
Schwerpunkte und brachte dies
auch deutlich zum Ausdruck.
Trunz war allerdings nicht
überrascht, dass die weitergehenden «Forderungen und
Wünsche», wie sie durch die
Stellungsnahmen der einzelnen Jägervereine in der Zu-
Peter Weigelt, der neue Vizepräsident.
sammenfassung von RJSG
beim für die Jagd zuständigen
Departement eingebracht wurden, dort verständliches Erstaunen auslösten. Auch Trunz
ist aber der Meinung, dass eine
Überarbeitung der von Regierungsseite vorgeschlagenen
Punkte durchaus angezeigt sei.
Er entschied, die Prioritätenordnung der Reformarbeiten
anzupassen. So hat sich eine
durch ihn im Frühjahr 2011
eingesetzte Strategiegruppe
«Wald-Wild-Lebensräume» intensiv mit der Wildschadenthematik auseinandergesetzt und
diesbezüglich auch bereits gute
Grundlagen erarbeitet. Das
VD hat zusammen mit der Arbeitsgruppe die anzugehenden
Massnahmen festgelegt, deren Umsetzung neu durch eine
Kommission begleitet wird. Sie
wird durch den Generalsekretär
des VD geleitet und hat sich, so
die Erwartungen von RR Benedikt Würth, der Weiterentwicklung der Empfehlungen
zu einem nachhaltigen Verfahren für den Umgang mit WaldWild-Lebensraum-Problemen
zu widmen, das bei sämtlichen
davon Betroffenen auf Akzeptanz stösst.
Einer der grössten Jägervereine in der Schweiz
An einen kurzen Rückblick
in die jüngere Geschichte der
St. Galler Jagd skizziert Trunz
in geraffter Form die Hauptaufgaben des heutigen St. Gal-
Thomas Feil zieht neu dem Ressort
Aus- und Weiterbildung die Zähne.
Der Vorstand
traf sich zu drei Sitzungen,
um anstehende und laufende
Geschäfte zu diskutieren und
nach Möglichkeit auch zu erledigen. Schwerpunkte der Tätigkeit bildeten u.a. die Vorbereitung des Säulischiessens,
der Hauptversammlung, der
Schiesssaison, der Jagdhundeausbildung und der Ausund Weiterbildungsanlässe.
Die Ressortverantwortlichen erledigten ihre Ressortaufgaben in eigener Verantwortung und Kompetenz. Über
die Arbeit der Subkommission
in Sachen Teilrevision JG wurde vorangehend berichtet.
Eine weitere Projektgruppe befasste sich mit der Umsetzung der anlässlich der HV
2011 beschlossenen Strategie
und begann ihre Arbeit im Juni
2011. Kernthema der fünf Sitzungen bildete dabei die Sanierung des Blockhauses und
dessen Nebenanlagen.
Zwei verdiente
Vorstandsmitglieder
traten anlässlich der diesjährigen HV ins Glied zurück.
Christoph Markwalder organisierte ab 2002 die Ausund Weiterbildung. Sein
Faible für Jagdwaffen prädestinierte ihn auch zur Wahl in
die Schiesskommission. So
organisierte er das jährliche
Brenneke-Kontrollschiessen
ebenso wie auch die Schiessaufsicht im Kipphas-, Keilerund Rollhasenstand.
Marcel Zoller gehörte dem
Vorstand seit 2005 an und
übernahm gleich das Amt des
Vizepräsidenten. Als Projektleiter trug er wesentlich zum
guten Gelingen der Projekte «Erneuerung Kugelanlagen
mit dazugehörenden Kugelfängen» und «Erstellung eines
Compact-Jagdparcours» bei.
Er rief zudem den Arbeitstag
im Erlenholz ins Leben, den
er auch immer zusammen mit
seinen freiwilligen Helferinnen und Helfern an vorderster
Front bewältigte. Der Verein
durfte dabei stets auf seine ma-
Die neuen Ehrenmitglieder Pius Gadola und Zoltan Varga (vlnr).
terielle und finanzielle Unterstützung zählen. Trunz dankte den beiden im Namen des
Vorstandes und stellvertretend
für den Verein für ihren unermüdlichen Einsatz und vor allem die gute Zusammenarbeit
im Vorstand.
Neue Gesichter
Als Nachfolger für Marcel Zoller und gleichzeitig
auch als Vizepräsident machte Trunz sodann den St. Galler Unternehmer Peter Weigelt beliebt. Sein berufliches
Palmares befähigt ihn laut
Trunz trotz seiner «jagdlichen
Jugend» – Weigelt bestand
2011 die Jägerprüfung – für
das Amt, zumal er auch stark in
Politik und Wirtschaft vernetzt
ist. Er hält auf seinem privaten
Grundstück seit 2008 Damwild
und absolvierte 2011 nebst der
Vorbereitung auf die Jägerprüfung auch die Fachausbildung Greifvogelhaltung. Dem
Facharzt Markwalder wird der
Zahnarzt Feil, auch er in St.
Gallen tätig und wohnhaft, im
Amt folgen. Er jagt als Pächter
im Calfeisental.
Und da zudem der langjährige Revisor Hanspeter Wüst
aus Gossau auf die diesjährige HV zurücktrat, musste
auch nach einem Ersatz für ihn
Um- und Ausschau gehalten
werden. Er wurde in der Person von Ernst Locher, Bankleiter in Goldach, gefunden.
Der eidgenössische Finanzfachmann Roland Lustenberger wird zudem als dritter im
Bunde das Revisorenteam ergänzen und unterstützen.
Ernst Mohr, St. Gallen,
wird neu die Schiesskommis-
sion erweitern und dort vor allem administrative und strategische Belange betreuen. Er
analysierte bereits im Sommer 2011 die Auslastung der
Schiessanlage und legte darauf fussend dem Vorstand ein
Konzept vor, das Möglichkeiten aufzeigt, wie dieses in den
kommenden Jahren umgesetzt
und den aktuellen Bedürfnissen angepasst werden kann.
www.jagd-hubertus.ch
Am 24. Dezember 2011
konnte das neue Internetportal
des Jägervereins aufgeschaltet
werden. Seine Gestaltung lag
in den Händen von Peter Weigelt, der das Projekt in enger
Zusammenarbeit mit Gerhard
Santner, ipmedia AG St. Gallen, nicht nur fachlich kompetent sondern auch finanziell tatkräftig unterstützte. Die
Website wird künftig von Peter Weigelt, Gerhard Santner,
Hansruedi Albrecht und Oskar Trunz betreut.
Wildabgänge
Jägerprüfungen,
Öffentlichkeitsarbeit, JagdSchweiz,
RJSG und die STS-Petition
«Mehr Tierschutz auf der
Jagd» sind weitere Themen,
die Trunz in seiner Rückschau
aufgreift. Auf sie wird hier
aber nicht näher eingegangen,
da die Inhalte teilweise bereits in der Jagdpresse publik
gemacht wurden oder, RJSG,
noch werden.
Zum Arbeitstag 2011
trafen sich wiederum über
70 Helferinnen und Helfer im Erlenholz. Während
eine Gruppe den Endaus-
Oskar Trunz verabschiedet Marcel Zoller (links) und Christoph Markwalder
(rechts).
Schweizer Jäger 6/2012
101
Bund und Kantone
lischen Jägervereins Hubertus. Erwähnt werden durch ihn
die Interessenvertretung der
Mitglieder, die Erhaltung und
Förderung wildlebender Säugetiere und Vögel, der Schutz
bedrohter Tierarten, die Unterstützung der Landwirte, Waldbesitzer und Jäger bei der Schadenabwehr durch Wildtiere in
Feld, Wald und in der Kulturlandschaft, die weidgerechte,
jagdliche Nutzung und Regulierung der Wildbestände, die
Öffentlichkeitsarbeit, der Betrieb und Unterhalt der vereinseigenen Jagdschiessanlage Erlenholz zur Förderung der jagdlichen Schiessfertigkeit, aber
auch die Pflege von Brauchtum
und Kameradschaft.
Der Verein zählte am 15. Februar 2012 798 Mitglieder und
reiht sich damit in die Schar der
Grossen innerhalb der Schweiz
ein. Im Berichtsjahr konnten 56
Jägerinnen und Jäger neu aufgenommen werden. Fünf Mitglieder erklärten aus verschiedenen Gründen ihren Austritt.
Leider musste auch von fünf
Kameraden für immer Abschied genommen werden. Ihrer gedachte die Versammlung
zum Klang der Hörner mit
schweigendem Innehalten.
Bund und Kantone
bau der zweiten Rollhasenanlage bewerkstelligte, fällte und zerwirkte eine zweite
die störenden Tannen beim
Jagdparcours. Wieder andere nahmen den Unterhalt der
Schiessanlagen und deren
Umgebung in Angriff, dieweil
eine vierte Frau- und Mannschaft sich der Reinigung des
Blockhauses und dessen Nebengebäuden hingab. Das Zeichen zum Mittagessen war
gleichzeitig auch Signal zum
Arbeitsschluss. Gekocht und
Getränke hergekarrt haben für
die Helferschar einmal mehr
Bruno Kaufmann und Renato
Mariana. Und dies wiederum
ohne Belastung der Vereinskasse. Soweit der Bericht des
Vizepräsidenten.
Eine unfallfreie
Schiess-Saison
Darüber ist im Bericht des
Obmanns der Schiesskommission, Hans-Peter Kamber,
nachzulesen. 275 Schützinnen
und Schützen kämpften am 12.
Februar 2011 um Teile der beiden gesponserten Schweine.
Die Schiess-Saison selbst wurde am 11. März eröffnet. Zu
Beginn des Monats Mai dienten die Anlagen der Durchführung der Schiessprüfung für
angehende Jägerinnen und Jäger und am 18. Juni fand wieder ein Hubertusschiessen im
Erlenholz statt. Zum grossen
Erfolg gerieten die 11 Jagdparcourskurse mit Markus Felder. Und am 30. September bewiesen Bruno Kaufmann und
Mauro Colombo ein weiteres
Mal mit Schweinshaxen und
Risotto ihre Kochkünste zum
Wohle und Ergötzen aller Helfer im Schiessbetrieb. Das Jahresprogramm und der Schiessplan 2012 können in der neuen
Website studiert werden.
«Hubertus Aktuell»
schreibt nach wie vor
schwarze Zahlen
Und dies nicht allein auf
Grund der Tatsache, dass der
Chefredaktor und seine beiden
Adlaten sich um Gotteslohn
für das geistige Wohl ihrer Leserinnen und Leser bemühen,
sondern auch, weil eine grosse und treue Schar von Inserenten 81 der total 268 Seiten
der dreimal jährlich erschei-
102
Schweizer Jäger 6/2012
nenden Gesamtauflage mit ihren gewinnbringenden Beiträgen, lies Inserate, füllten.
187 weitere Seiten boten
Platz für Beiträge aus dem
Vorstand, dem ANJF, dem
Forstamt, von Pro Natura und
WWF und vor allem auch aus
den Reihen der Mitglieder.
Dabei verstehen es Hansruedi Albrecht, Oskar Trunz und
Dani Küng, sie bilden das Redaktionsteam, auch hervorragend, die Texte durch zutreffende Bilder aufzulockern.
Neu betreuen sie ja auch die
zuvor erwähnte Website und
sind damit besorgt, sie inhaltlich stets auf dem neuesten
Stand zu halten.
Funktionelle Jagdbekleidung
Dies das Thema der letztjährigen Weiterbildung. Peter
Ruckstuhl, CEO der Fa. Comfor Trust in Frauenfeld, entführte seine Zuhörer/innen in
Bild und Ton in die Welt moderner Textilien, wie sie nicht
nur auf die Jagdausübung ausgerichtet sind, sondern überall dort eingesetzt werden, wo
die Leistungsfähigkeit und
der Tragekomfort des aktiven Menschen gesteigert werden sollen. Zu seinen Kunden
zählen deshalb nebst Outdoorsportlern auch Polizei, Rettungsdienste und die Armee.
Praktische Demonstrationen
ergänzten zum bessern Verständnis den Bild- und Tonteil.
Schweisshundeübungen und
-prüfungen
hielten auch den Ressortchef Jagdhundewesen auf
Trab. Vier Jagdgesellschaften stellten ihre Reviere für
Übungen auf der Kunstfährte
zur Verfügung und unterstützten die Fährtenleger durch ihre
Ortskenntnisse. Bruno Kaufmann lieferte dafür wiederum
das notwendige Rinderblut
und die Rehdecken. RJSG organisierte dann im Juni und
August im Auftrag des ANJF
zwei Schweissprüfungen in
den Revieren Nesslau-Stein
und Degersheim-Magdenau,
anlässlich derer auch fünf Vereinsmitglieder mit ihren treuen Weidgesellen zur Decke
fanden. Kaufmann und Mariana sponserten an sämtlichen
Übungen das Grillgut.
Über den Unterhalt der
Schiessanlage
und des Blockhauses kann
wiederum bei Oskar Trunz
nachgelesen werden. So erwähnt er in seinem Kurzbericht das Aufstellen des von
Renato Mariana gesponserten
«Schwingerbrunnens»,
der
nun gekrönt von einem wunderschön geschnitzten Steinbock den Vorplatz bereichert.
Kurt Bosshard aus Urnäsch
griff in die eigene Tasche, um
«springgewaltigen»
Wolfsnachfahren das Verlassen der
Zwingeranlage zu verleiden.
Am 10. Juli setzte ein heftiges Unwetter die Schiessanlage unter Wasser, was
erhebliche Umtriebe und Reinigungsarbeiten zur Folge hatte. Die Gemeinde Wittenbach
klärt nun ab, wie solchen Vorkommnissen künftig begegnet
werden kann. Ein Dezembersturm beschädigte zum Abschluss die Tontaubenauffangnetze. Für die Pflege und den
Unterhalt des Blockhauses
und seiner Umgebung sorgten
auch im vergangenen Vereinsjahr der Präsident und seine
Gemahlin. Ihnen oblag auch
die Vermietung des Vereinslokals für externe Gesellschaften und damit eine zusätzliche
Äufnung der Vereinskasse.
Gold-, Silber- und
Bronzemedaillen
Sie wurden durch die
Trophäenbewertungskommission an die glücklichen Erleger von Reh- und Steinwild
vergeben. Dass auch im Toggenburg starke Rehböcke ihre
Reviere verteidigen bewies ein
Hemberger Jäger mit einem
durch ihn erbeuteten Gehörn,
das die kritischen Begutachter
mit 131.95 Punkten bewerteten. Sie taxierten übrigens 24
Reh-, 2 Gams- und 2 Steinwildtrophäen.
Projekt Sanierung Blockhaus und Nebengebäude
Der Projektbeschrieb wurde in Form eines Flyers jedem
Vereinsmitglied ebenfalls zusammen mit der Einladung
zum gründlichen Studium beigelegt. Er wurde durch den Architekten Peter Jörg und durch
den Präsidenten nochmals
kurz erläutert und das weite-
re Vorgehen vorgestellt. Vier
Mitglieder nutzten die Möglichkeit der Diskussion, um
in zwei Fällen ihre begründete Ablehnung des Vorhabens
und in zwei weitern ihre überzeugte und überzeugende Befürwortung zum Ausdruck zu
bringen. In der sich daran anschliessenden Konsultativabstimmung sprach sich eine unübersehbare Mehrheit für die
Weiterverfolgung des Projekts
aus. Ebenso deutlich wurde
auch ein vom Vorstand beantragter Projektierungskredit
von CHF 50 000.– gut geheissen. Das bedeutet Grünlicht
für die Projekterarbeitung
und das damit verbundene Finanzierungskonzept. Anlässlich der HV 2013 soll dann
an Hand eines umfassenden
Dossiers inkl. einem Finanzierungskonzept über die Realisation des Projekts abgestimmt werden, so dass bereits
im Herbst 2013 mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden könnte.
Neue Ehrenmitglieder
Ihr unermüdlicher Einsatz
beim Bau und Unterhalt der
Schiessanlagen, des Blockhauses und dessen Umgebung,
und dies seit Jahren, wurden
zwei Urgesteinen mit der Ehrenmitgliedschaft verdankt.
Darüber freuen sich Pius Gadola aus Gossau und Zoltan
Varga aus Roggwil.
Für 50 Jahre Treue zum
Verein durfte Oskar Trunz Mario Ceccinato auszeichnen. Er
genoss den Ehrenwein ebenso wie die 11 Mitglieder, die
durch 25-jährige ununterbrochene Vereinszugehörigkeit
zu Veteranen ernannt wurden.
Unter ihnen auch der Leiter
des ANJF. Dank und Lob gingen auch an Christoph Markwalder und Marcel Zoller. Sie
werden sich zusammen mit ihren Frauen am Bodensee in einem Feinschmeckerrestaurant
verwöhnen lassen und dabei
über das Geleistete Rückschau
halten können.
Neues aus RJSG und ANJF
Der Präsident des JV See
& Gaster orientierte stellvertretend für Rolf Domenig über
Aktualitäten aus RJSG. So
über den Dauerauftrag «Der
www.schweizerjaeger.ch
VS
Delegiertenversammlung
des Walliser Jägerverbandes
Markus Truffer im Vorstand –
Periodische Schiessprüfung
angenommen – Departementsvorsteher sieht Differenzen
zwischen Stadt und Land –
Mehr Jungjäger – 47 Trophäen
in den Medaillenrängen
An
der Versammlung
herrschte Einigkeit. Alle Anträge wurden angenommen.
Anträge
Markus Truffer nahm mit
Bravour den durch das Ausscheiden von Daniel F. Lauber
vakanten Sitz im Vorstand ein.
Er bekleidet das Amt eines
Grossrates, ist ein versierter
Kenner der Jagd, der Fischerei und der Jagdhornbläserszene. Markus Truffer nimmt zum
zweiten Mal Einsitz in die Ge-
schäftsleitung. Die Delegierten befürworteten einstimmig
die Einführung der periodischen Schiessprüfung.
Der Antrag der Diana Hérens zielt auf die Schaffung
eines Fonds zur Finanzierung
einer dauernden Kommunikationskampagne gegen Wildstörungen.
Wahrscheinlich
kommen die Behörden nicht
umhin, zusätzlich vermehrt
Wildruhezonen zu schaffen.
Damit hätten sie die rechtliche
Handhabe bei Nichtbeachtung
der Vorschriften, die Unverbesserlichen zur Rechenschaft
und Kasse zu ziehen.
Worte in des Jägers Ohr
Staatsrat und Departementschef Jacques Melly
zeigte sich mit dem Ausgang
der Jagd 2011 äusserst zufrieden. Das Wetter, der milde vorausgegangene Winter und der
spätere Jagdbeginn spielten zu
Gunsten der Jäger mit.
Er gratulierte den Jägern
für die nachhaltige Jagd zum
Erhalt der Wildbestände. Melly bedauerte einige unrühmliche Vorfälle. Mit Genugtuung
nahm er die klare Positionierung und die Verurteilung der
Verstösse durch den Verband
und die Dianas zur Kenntnis
und hofft, dass die zuständigen Gerichtsbehörden mit den
Sanktionen deutliche Zeichen
setzen würden.
Der Graben zwischen Stadt
und Land scheint sich seiner
Meinung nach immer weiter zu verbreitern. Er sieht im
Wunsch der Stadtbevölkerung
Kapitale Trophäen
Rehbock
Gross ist die Freude, wenn
ein Bock mit kapitalen Trophäen erlegt werden kann,
wohlwissend, dass Hegeabschüsse für die Entwicklung
einer Population von grosser
Bedeutung sind. Der «Schweizer Jäger» bietet den Service
der Trophäenbewertung weiterhin an. Mit Ruedi Suter,
Muotathal, und Röbi Nigg,
Gersau, konnten dafür zwei
anerkannte Juroren gewonnen
werden. Damit die Bewertung
transparent wird und die Leserschaft daraus lernen kann,
publizieren wir jeweils das Bewertungsblatt mit Foto.
Wenn Sie eine Trophäe bewerten lassen wollen, schicken
Sie diese gut verpackt und
eingeschrieben an: Ruedi Suter, Schützenstrasse 5, 6436
Muotathal.
Notieren Sie neben Ihrem
Namen diejenigen Angaben,
die Sie auf dem Bewertungsblatt erwähnt haben wollen.
Bei grossen Trophäen und
Vollpräparaten vereinbaren Sie
mit Ruedi Suter einen Termin
(Tel. 041 830 22 59). Eine Bewertung inkl. Rücksendung
der Trophäe und detailliertes
Bewertungsblatt mit Foto kostet Fr. 40.–. Bitte diesen Betrag beilegen. Die Veröffentlichung im «Schweizer Jäger»
geschieht nach der Reihenfolge der Eingänge.
Erleger: Hans Rudolf Frey, Trub BE
Datum: 14. 11. 2010
Messung
Stangenlänge
Durchschnitt
Faktor
Punkte
links
rechts
22.6 cm
22.4
x 0.5
11.200
22.2 cm
Gewicht
284 g
x 0.1
28.400
Gehörnvolumen
123.5 ccm
x 0.3
37.050
Auslage
9.7 cm
43.3%
3.000
Beim Gewicht wurden 25 g wegen zu grossem Schädel abgezogen
Farbe
0–4 P.
3.000
Perlung
0–4 P.
1.000
Rosen
0–4 P.
2.000
Spitzen der Enden
0–2 P.
0.500
Regelmässigkeit und Güte
0–5 P.
3.500
Abzüge
0–5 P.
1.500
Gesamtsumme
88.150
Schweizer Jäger 6/2012
103
Bund und Kantone
erste Schuss trifft», über den
Info-Abend für St. Galler Jäger, den erneut durchgeführten
Tageskurs «Treffpunkt Jagd»
und den geplanten Lernanhänger RJSG.
G. Ackermann fasste kurz
die Ergebnisse der Jagd 2011
zusammen und zeigte sich mit
dem Einsatz der Jäger zufrieden. Wobei allerdings beim
Rotwild nicht alles so wie geplant verlief.
Bezüglich
Teilrevision
JG hob er vor allem die Arbeit der Kommission WaldWild-Lebensraum hervor und
ging auch etwas näher auf deren künftige Strategien in der
Schaffung von Ruhezonen ein.
Neu soll auch die Möglichkeit geschaffen werden,
dass AzuBis anlässlich des
OAK «Wildbrethygiene» den
Sachkundeausweis erwerben
können. Sie haben dazu am
Abend des Ausbildungstages
eine schriftliche Prüfung abzulegen und müssen im Anschluss daran in Anwesenheit
eines Sachkundigen selbständig drei Stück Wild aufbrechen und versorgen. In diesem
Zusammenhang bat Ackermann die Jagdpächter um tatkräftige Unterstützung.
Er dankte aber auch dem
Vorstand und den Anwesenden für ihren dauernden Einsatz für Wild und Jagd und
wünschte ihnen guten Anblick
und Weidmannsheil.
Erwin Müller, kantonaler
Bläserobmann, machte noch
auf das von den Jagdhornbläsern des JV See & Gaster organisierte Bläsertreffen
in Amden aufmerksam. Dort
werden am 24. Juni 2012 wiederum zahlreiche Bläser aus
dem Fürstentum, dem Kanton
St. Gallen und beider Appenzell zu friedlichem Wettstreit
erwartet. Ein Anlass, den zu
besuchen, sich nach Müller
immer lohnt. Ja. Und damit
war der Weg frei für den Marathon des Servicepersonals.
Markus Boschung danke ich
herzlich für die Überlassung
der Bilder.
fjs
nach mehr Wolf und in der
Unterstützung der Zweitwohnungsinitiative einen Affront
gegen die Bergregion.
Präsident Patrick Lavanchy
durfte für sich in Anspruch
nehmen, das erste Präsidialjahr und die Delegiertenversammlung bestens durchgeführt zu haben. Wenn alle
Anträge ohne Gegenstimmen
oder Enthaltungen über die
Bühne gehen, zeugt dies von
einem diplomatischen Geschick und guter Vorarbeit.
Sein Grundanliegen sei, die
Walliser Jagd in ihrer Eigenart
zu verteidigen. Die Jägerinnen
und Jäger seien seit langem
von der Notwendigkeit eines
regelmässigen und sicheren
Schiesstrainings überzeugt.
Mit den periodischen Schiessprüfungen beweisen sie ihren
Willen, der Entwicklung ihrer
Umwelt Rechnung zu tragen
und den Forderungen der Umweltverbände nachzukommen.
Die Jagd, die ausgeübt wird,
bedeute Abschöpfung der Zinsen. Wichtig sei aber, dass
dieses Kapital durch die Anwesenheit der Grossraubtiere
nicht vernichtet werde.
Adrian Zumstein, Vorstandsmitglied von JagdSchweiz, überbrachte deren
Grüsse. Er teilte mit, dass in
sechs Jahren die Grundlagen
geschaffen wurden, die nun
umgesetzt werden können. Die
neu geschaffene Kommunikationsagentur sei ein Teil dieser
Arbeit.
Jungjäger
2011 bestanden 104 Jungjäger die Prüfung. Mehr als
2010.
Das kantonale Ausbildungsreglement kennt zwei
Ausbildungsjahre. Das erste
Ausbildungsjahr absolvieren
zurzeit 100 Kandidaten.
Die Jagd im Wallis kennt
keine Nachwuchssorgen.
Trophäenwettbewerb
Am interkantonalen Westschweizer Trophäenwettbewerb wurden 190 Trophäen
präsentiert. Das Wallis war
mit 60 vertreten und gewann
47 Medaillen.
Das kapitale Hirschgeweih
von Konrad Wenger und das
Rehgehörn von Marie-Louise
Kummer, beide aus dem Oberwallis, nahmen die ersten Plätze ein.
r.w.
Die obligatorische
Schiessprüfung
Starke Trophäen.
Foto zvg Walliser Bote
Bund und Kantone
An die 200 Teilnehmer besuchten
die Delegiertenversammlung.
Von links: Dienstchef Peter Scheibler, Präsident Patrick Lavanchy,
Staatsrat und Departementsvorsteher Jacques Melly und Adrian Zumstein
von JagdSchweiz.
104
Schweizer Jäger 6/2012
Auszüge aus dem Reglement
Die Dienststelle und der
kantonale Jägerverband erarbeiteten das Reglement für
die obligatorische Schiessprüfung. Dieses wurde vom 21.
April 2012 von den Delegierten des Kantonalen Walliser
Jägerverbandes einstimmig
verabschiedet.
Ab Mai 2012 tritt die obligatorische Schiessprüfung
in Kraft. In den nächsten fünf
Jahren hat der Patentlöser die
Pflicht, sich dieser zu stellen.
Es dürfen nur Waffen benutzt werden, die zur Jagd zugelassen sind. Patent A und S
sind mit Kugelwaffen, Patent
E mit Kugel- und Flintenwaffen und die übrigen Patente
mit der Flinte zu absolvieren.
Das Schiessen mit der Kugel
erfolgt auf einer Distanz zwischen 50 bis 250 Meter. Die
Scheibenart ist dem Organisator überlassen. Das Programm besteht aus 4 Schuss.
Das Schiessen mit der Flinte erfolgt auf Tontauben oder
Hasen. Die Wahl nimmt der
Jäger vor. Es sind 8 Schüsse
abzugeben.
Die Wiederholungsschiessen können nur auf homologierten Ständen und Schusslinien durchgeführt werden.
Nur ein vom Organisator bezeichneter Kontrolleur,
der von der Dienststelle anerkannt wurde, darf die Bestätigung ausstellen. Das erfolgte Schiessen und das Datum
werden im Patent eingetragen.
Jeder Jäger, der am Wiederholungsschiessen teilnimmt,
muss über eine Jagdhaftpflicht
verfügen.
r.w.
Das Jubiläumsprojekt
der Diana Bezirk Brig
zum Wohle der Menschen
und des Wildes
Im Rahmen des 100-JahrJubiläums lässt die Diana Bezirk Brig in Zusammenarbeit
mit den Wildhütern risikobehaftete Strassenabschnitte mit
Wildwarnanlagen ausstatten.
Die Mobilität des Menschen und der damit verbundene Ausbau von Verkehrswegen stehen im Konflikt mit
den Raumansprüchen von
Wildtieren. Ihr Lebensraum
wird immer stärker eingeengt.
Mehr und mehr muss das Wild
Strassen überqueren, um seine Grundbedürfnisse erfüllen
zu können.
Seit 2009 machte die kantonale Dienststelle gute Erfahrungen mit Wildwarnanlagen.
Bereits sind im ganzen Kanton
600 Geräte im Betrieb.
Die Diana wollte zum Geburtstag nicht nur Gratulationen entgegen nehmen, sondern der Öffentlichkeit ein
sinnvolles Geschenk überreichen.
An neuralgischen Strassenabschnitten im Bezirk Brig
werden insgesammt 60 akustische Lichtreflektoren angebracht. Die Finanzierung
in der Höhe von CHF 10 000
wird je zur Hälfte vom Jagdverein und acht Oberwalliser Versicherungsgesellschaften (Allianz, Axa-Winterthur,
Basler, Helvetia, Mobiliar,
National-Suisse, Vaudoise und
Zürich) getragen.
Jährlich werden in der
Schweiz rund 20 000 Unfälle mit grossem und kleinerem
Wild gemeldet. Nicht immer
bleibt es für den Menschen
beim Schrecken. Jedes Jahr
verletzen sich auch über 60
Personen bei den Unfällen. Allein der Sachschaden beläuft
sich auf CHF 25 Millionen.
ten am Strassenrand angebracht. Ein Lichtsensor wird
durch das Scheinwerferlicht
der Autos aktiviert. Der Sensor löst einen gut hörbaren
Pfeifton aus, der das Wild vor
herannahenden Fahrzeugen
warnt und von der Überquerung der Strasse abhält. Der
Wildwechsel in gefahrlosen
Momenten ist weiterhin gewährleistet.
Die verantwortlichen Wildhüter Josef Theler und Bernhard Ruppen, die auch für die
Wartung zuständig sind, bestätigten, dass einige Reflektoren
diesen Winter schon im Einsatz standen und positive Ergebnisse zeitigten. Die Zahl
der Wildunfälle war rückläufig. Im Bezirk Brig fielen in
den letzten fünf Jahren 106
Wildtiere dem Strassenverkehr zum Opfer und verursachten grossen Sachschaden,
bei denen auch Menschenleben gefährdet waren. Das
Strassennetz des Bezirks Brig
ist sicherer geworden.
r.w.
Pflege- und Hegetag
der Diana Aletsch
Die Diana lud am Samstag, 28. April 2012, zum bereits traditionellen Hegetag im
Raume Ried-Mörel ein. Wie
bei jedem Hegeeinsatz ist das
Mittun der Forst- und Wildhutorgane unerlässlich. So zeigten sich für die Organisation
nebst dem Vorstand, der Förster und Jäger Uli Burgener so-
wie der Wildhüter Bernhard
Ruppen verantwortlich.
Grossrätin, Gemeindepräsidentin und Jägerin Graziella
Walker Salzmann begrüsste 21
Hegetagbegeisterte, die in drei
Gruppen zu Werke gingen.
Alte
Weidezäune
aus
Holz und Metall und diverse
«Schandflecke» in der Land-
Leitpfosten mit der akustischen
Warnanlage.
Die Scheckübergabe durch die
Versicherungsgesellschaften. Der
Vertreter der Helvetia, Mobiliar,
Axa-Winterthur, National, Allianz,
Zürich,Vaudoise und der Vorstand
der Diana Bezirk Brig (vl).
schaft wurden entfernt, sodass
nach getaner Arbeit drei Anhänger voll Zäune, Eisenstangen, Kabel usw. zur Entsorgung bereit standen.
Für das leibliche Wohl der
«Chrampfer» standen Raymund Tscherry und Roberta
hinter den Töpfen.
Angesichts der sinnvollen
Tätigkeit zum Wohle der Fauna und Flora unterstützen die
Gemeinde Riederalp, die Burgergemeinde, das Forstrevier,
ein einheimischer Bauer und
der Fonds Biotop den Hegeund Pflegetag.
r.w.
Wie funktioniert ein
akustischer Wildwarner?
Meistens werden die mit
Solarzellen ausgestatteten Geräte an vorhandenen LeitpfosSchweizer Jäger 6/2012
105
Bund und Kantone
Eine leuchtende
Idee
«Zuger Spielhähne»
40 Jahre alt!
Bund und Kantone
ZG
Im Zuge der vermehrten
Pflege des jagdlichen Brauchtums in den sechziger Jahren
des letzten Jahrhunderts gründete Sebi Schicker aus BaarBlickensdorf mit ein paar
anderen Jägern und musikalischen Könnern eine JagdhornBläsergruppe. Ein Name war
schnell gefunden: Der Birkhahn, dessen Lautäusserungen in der Balz in der Weidmanns-Sprache als «Kullern
und Blasen» bekannt sind,
lieh der Gruppe den Namen.
Die Jäger nennen diesen Vogel
Spielhahn – der Name «Zuger Spielhähne» war geboren.
Dies war im Jahre 1972.
Viele Anlässe und Erfolge
Die junge Gruppe übte
fleissig und wurde noch ergänzt durch weitere Jagdmusik-Liebhaber. Bereits im Jahre 1978 wurde Wisel Gyr vom
Schweizer Fernsehen auf die
Gruppe aufmerksam, als es
um dessen Sendung «Für Stadt
und Land» ging, die in Cham
gedreht wurde. Wir durften
uns einem grösseren FernsehPublikum präsentieren.
Das Jahr 1979 sah uns als
Teilnehmer des internationalen Trachtenfestes in Baar und
wir liessen uns am Eidgenössischen Jagdhornbläser-Wettbe-
106
Schweizer Jäger 6/2012
werb in Schönenwerd mit dem
Prädikat «sehr gut» prämieren.
Die schweizweit beliebten Jagdhornbläser-Schiessen,
eine Kombination von Bläser- und Schiesswettbewerb,
führten wir in Hünenberg in
der Rainmatt als Organisator
in den Jahren 1980 und 1982
durch.
Der Ehrgeiz der Zuger
Spielhähne ging so weit, dass
wir die damals modernste Art
von Tonträgern bespielten.
Eine Tonband-Kassette wurde aufgenommen und manch
ein Jäger und Laie hörte sich
die Spielstücke und Jagdsignale im Auto oder zu Hause an.
Als wir dann 1987 am Bläser-Wettbewerb im Albisgüetli in Zürich mit der Bestnote
«Vorzüglich» abschlossen, gaben wir die Teilnahme an solchen Wettbewerben auf – noch
besser ging es bei uns einfach
nicht.
Unsere Instrumente kamen
in die Jahre – und wir spürten
die grosse Verbundenheit der
Jäger mit dem Kulturgut Jagdmusik. Anders konnten wir
den Grosserfolg unserer Geldsammlung für die neuen Instrumente nicht erklären und
wir dankten den vielen Sponsoren ihre Grosszügigkeit mit
einem fröhlichen Neu-Inst-
rumentierungsfest im Jahre
1990.
Erstmals in der Öffentlichkeit blieb es nicht nur beim
Hornblasen – nein, wir gaben
unsere schönsten Jagdlieder
zum Besten, die uns in verdankenswerter Weise der Lehrer
Räto Genelin aus Baar eingepaukt hatte.
Der Kavallerieverein Zug
feierte 1995 sein 100-jähriges
Jubiläum und lud uns ein, mit
einem separaten Pferdewagen
am grandiosen Umzug teilzunehmen.
Eine weitere Teilnahme am
internationalen Trachtenfest in
Baar im Jahre 2001 fand statt,
bevor wir bei unserem 30. Ge-
burtstag im Jahr 2002 anlässlich eines bäumigen Gönnerfestes die neue Uniform im
Schluechthof
präsentieren
durften.
Nach 38 Jahren, im Jahre 2010, konnte Sebi Schicker
als Obmann und Vorbläser die
musikalische Leitung an das
Aktivmitglied Job Müller, Unterägeri, übergeben.
Neue Uniform und
Gönnerfest
Warum üben und proben
wir, warum treten wir pro Jahr
im Schnitt 45 mal bei Proben
und Auftritten an, in Altersheimen und Spitälern, bei Geburtstagen und Hochzeiten,
beim letzten Geleit eines Jagdkameraden oder begleiten musikalisch die Vereinsanlässe
des Zuger Patentjägervereins?
Weil wir, alles passionierte und aktive Jäger, eine ungemeine Freude am Singen und
Musizieren haben und damit
auch anderen Menschen eine
Freude machen, die der Jagd
zugetan sind.
Damit pflegen wir ein seit
dem späten Mittelalter gepflegtes Kulturgut, das sich
lohnt, weitergeführt zu werden.
In diesem Jahr, zum 40-jährigen Bestehen, durften wir
uns mit einer neuen Uniform
am Gönnerfest am Freitag, 11.
Mai 2012 in Inwil/Baar präsentieren. Einen ganz herzlichen Dank an unsere grosszügigen Freunde und Sponsoren,
die uns wiederum so selbstlos
unterstützt haben.
Fragen beantwortet gerne unser Obmann Sebi
Schicker, Obere Rebhalde 17 in 6340 Baar, Telefon
079 425 01 91 oder [email protected]
Agenda Juni–Juli
Samstag, 2. Juni: Schweisshundeübung der NAORG,
Treffpunkt: 08.00 Uhr, JPP
Höll, Baar
Sa/So 9./10. Juni: Jägertag
des ZKPJV, Programm gemäss separater Einladung
Samstag, 16. Juni: Schweisshundeübung der NAORG,
Treffpunkt: 08.00 Uhr, JPP
Schneit, Unterägeri
Donnerstag, 28. Juni: Übungsschiessen ab 18.00 Uhr in der
Chuewart Unterägeri
Juli 2012: Aktivitäten im
Rahmen des Zuger-Ferienpasses für Schulkinder. Gemäss spez. Aufgebot
Samstag, 7 Juli: Schweisshundeübung der NAORG,
Treffpunkt 08.00 Uhr, JPP Fiselstuden
Fleissig bei der Arbeit.
Hegetage des ZKPJV
Unterägeri, zum zweiten Hegetag. Nach der Begrüssung
und Instruktion durch Sebi
Merz und weiteren Mitarbeitern der Korporation Unterägeri schwärmten die Gruppen in
verschiedene Richtungen aus.
Es wurden Arbeiten im Gebiet Nollen, Neuägeri und hinter der Schiessanlage Chuewart
ausgeführt. Diesmal war uns
der Wettergott deutlich besser
gesinnt. Bei strahlendem Sonnenschein wurden alte Verbissschütze entfernt, Douglasien
gepflanzt und geschützt, alte
und unnötig gewordene Zäune entfernt und Sträucher zum
Schutz des Wildes verpflanzt.
Zur Stärkung offerierte die
Korporation Unterägeri einen
«Znüni» – Weidmannsdank!
Auch dieses Jahr konnten die Mitglieder des ZKPJV
an zwei hervorragend organisierten Hegetagen teilnehmen. Um mehr Teilnehmer zu
mobilisieren, durfte der Verein eine Reh-Marke verlosen.
Diese wurde grosszügigerweise durch das Amt für Wald und
Wild gespendet.
Dieser Anreiz verfehlte seine Wirkung nicht, denn an beiden Tagen konnten die Förster
der Korporationen Ober- und
Unterägeri auf eine stattliche
Anzahl Helfer blicken.
Der erste Hegetag vom 14.
April fand im Raum Raten
statt. Nachdem uns Karl Henggeler, Förster der Korporation
Oberägeri, beim Morgenkaffee die Arbeiten erklärt hatte,
teilten wir uns in zwei Arbeitsgruppen auf.
Die Arbeiten beinhalteten die Neuaufforstung von
Sturmflächen, in welchen die
Naturverjüngung nicht mehr
wunschgemäss
vonstattengeht. Da im Vorfeld die Wetterprognosen kräftigen Niederschlag versprachen, lud die
Korporation zum Mittagessen
im Restaurant Raten ein.
Zwei Wochen später traf
man sich in der Chuewart,
JägerTool
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Am Ende des ergebnisreichen Arbeitstages versammelten wir uns wieder in der
Chuewart, um eine Wurst zu
geniessen und um uns auszutauschen. Am Ende des zweiten Tages wurde die RehMarke unter den Teilnehmern
beider Tage verlost. Der glückliche Gewinner dieser Marke
ist Walter Nussbaumer, Oberägeri.
Der Hegeobmann, Hannes
Brandenberg, bedankt sich
bei allen Teilnehmern für ihren Einsatz und hofft, dass die
Beteiligung im nächsten Jahr
wieder so gut ist.
Philipp Gisiger,
Hannes Brandenberg
Bund und Kantone
Kari erklärt die Arbeit.
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Hans Götschi-Stübi
Abschied
Hütten ZH, 18.10.1943 – 23.03.2012
Anfangs April nahmen
wir Abschied von unserem
leider viel zu früh verstorbenen Hans Götschi-Stübi.
Hans musste nach einem langen Leidensweg den Kampf
gegen die heimtückische
Krankheit aufgeben und ist
am 23. März friedlich in den
Armen seiner geliebten Frau
Trudi eingeschlafen.
Trotz örtlicher Distanz
war Hans mit dem St. Gallischen Jägerverein Hubertus, welcher sich aus dem
Kontakt mit dem Präsidenten Oskar Trunz ergeben
hat, eng verbunden. Wann
immer möglich, nahm er am
traditionellen Säulischiessen und an den Hauptversammlungen in Mörschwil
teil.
Hans war ein leidenschaftlicher Jäger. Während
vieler Jahre war er im Revier Hütten, Kanton Zürich,
bei Wind und Wetter auf der
Jagd anzutreffen. Zusammen mit seinen Jagdkollegen durfte er in einem der
schönsten Reviere im Kanton Zürich mit einem sehr
guten Reh- und Rotwildbestand weidwerken.
Hans hatte auch eine Leidenschaft für Jagdhunde.
Zur Familie gehörte deshalb mindestens immer ein
«vierbeiniger Jagdgefährte». Er engagierte sich ausserordentlich stark für das
Schweisshundewesen und
für die Bayrischen Gebirgsschweisshunde (BGS). Zusammen mit seiner Trudi
108
Schweizer Jäger 6/2012
züchtete er diese auf der Jagd
sehr hilfreichen Hunde und
hatte zwei Würfe mit seiner
Hündin Bella. Die Junghunde aus dem Zwinger «Von der
Höhrohnen» sind überall anzutreffen und Hans liebte und
pflegte den Kontakt zu den Besitzerinnen und Besitzern der
Junghunde über alles. Diesem
Umstand ist es auch zu verdanken, dass Hans Oskar Trunz
kennen lernte, welcher seit einigen Jahren auch glücklicher
Besitzer einer Hündin ist.
Hans hinterlässt in seiner
Familie und bei seinen Jagdund Hundefreunden eine grosse Lücke. Er fehlt uns sehr.
Seine offene, hilfsbereite Art
schätzten alle, die Hans kennen lernen durften. Auch seine Grosszügigkeit gegenüber
Jung- und Gastjägern war stets
vorbildlich. So hatten im Revier Hütten alle eine Chance,
einen kapitalen Rehbock oder
gar einen Hirsch zu erlegen.
Neid und Missgunst waren für
ihn ein Fremdwort.
Wir können nicht verstehen, warum ihm nicht noch einige Jahre auf dieser Welt vergönnt waren. Er wollte noch so
vieles anpacken und die Zeit
mit seiner Frau und seinen
Kindern und Enkelkindern sowie der Jagd geniessen.
Nun beginnt in einigen
Tagen dieses Jagdjahr ohne
Hans. Schlussendlich musste er seinen Kampf gegen den
Krebs aufgeben. Er genoss das
Leben trotz seiner grossen Beschwerden bis zur letzen Mi-
nute. Er ertrug sein Schicksal
tapfer und verlor auch seinen
Humor nicht. Er schätzte die
Unterstützung und die Pflege
von seiner Familie ausserordentlich.
Nun ist er nicht mehr unter uns und wir müssen damit leben. Wir vermissen dich
so sehr und du fehlst uns.
Uns bleibt nur der Dank, dass
du unter würdigen Umständen aus dem irdischen Leben
scheiden durftest und wir von
dir gebührend Abschied nehmen konnten. Für die vielen
gemeinsamen Jahre danken
wir dir bestens.
Wir werden dir ein ehrendes Andenken bewahren.
Für deine Jagdkollegen und
Familie
Hans Götschi jun., Sohn
Beat E. Corpataux
18.2.1951 – 5.6.2011
Beat wurde am 18. Februar 1951 als zweites von fünf
Kindern der Eltern Gustav
und Marie-Louise geboren.
Sein Vater war Leiter der LG
Tentlingen, wo Beat während
den Schulferien tatkräftig anpacken musste und so auch etwas Sackgeld verdienen konnte.
Nach der obligatorischen
Schulzeit besuchte er das Kollegium St. Michel. Bald traf
er seine zukünftige Frau An-
ne-Marie Stempfel. 1970 heirateten sie. Tochter Claudia
und Sohn Marc kamen auf die
Welt. Beat arbeitete als Bankangestellter in Zürich und investierte gleichzeitig viel in
die zusätzliche Ausbildung als
Bücherexperte.
Sein Vater war mit Leib
und Seele Jäger. Somit interessierte sich Beat auch schon
früh für die Jägerei. Auf seinen Geschäftsreisen nahm er
sich immer wieder einige Tage
Zeit für die Jagd. 1994 absolvierte er die Jägerprüfung.
Mit seinen Jagdkollegen verbrachte er viele schöne Momente. Er stellte seine Kenntnisse auch der Öffentlichkeit
zur Verfügung und dies trotz
grosser Arbeit in seinem Geschäft. Von 1996 bis 2006 war
er Kantonaler Vizepräsident.
Dazu war er im Vorstand der
Stiftung Naturlandschaft des
SPW von 2001–2006 tätig sowie Vizepräsident der DianaSense. Sein grosses Engagement zehrte aber immer mehr
an seiner Gesundheit. Nach
mehreren Spitalaufenthalten
schlief er in den frühen Morgenstunden des 5. Juni friedlich ein.
Unter grosser Anteilnahme, dem Kantonal-Banner und
den Klängen der Jagdhornbläser, gaben ihm seine Familie,
Freunde und Jagdkollegen ein
letztes Geleit.
Wir vermissen Beat sehr,
sei es auf der Jagd oder bei einem gemütlichen Zusammensein.
Die Jagdgruppe
Maurus Imhof
1932 – 2012
Deine Jagdkameraden
der Jagdgesellschaften
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Am 12. April 2012 haben
wir zu den Klängen der Jagdhornbläser «Freiämter Dachse» in der Kirche Berikon im
Rahmen einer würdigen Feier von unserem lieben Jagdkameraden und Mitpächter
Maurus Imhof-Iten Abschied
genommen.
In seinem Leben war Maurus neben seinen Familienund
Berufsverpflichtungen
ein passionierter und sehr aktiver Jäger. Als Instruktor für
die Genietruppen diente er bis
zu seiner Pensionierung in der
Schweizer Armee, was nach
seinen Worten sein Hobby war
– die Jagd aber war seine Berufung. In den Aargauer Revieren Berikon und Beinwil
(Freiamt) hat er die Revierjagd über 40 Jahre gewissenhaft, korrekt und stets weidmännisch ausgeübt.
Die Jagdethik und das
Brauchtum standen bei all seinen Tätigkeiten immer an vorderster Front. Auch die Hochwildjagd hatte für ihn einen
sehr hohen Stellenwert. Bis
vor kurzem hat er im schönen
Alpthal (SZ) kaum eine Jagdsaison ausgelassen. Seine Trophäensammlung zeugt von
seinem erfolgreichen Weidwerken in den Bergen und im
Tal.
Das Revier Berikon hat
Maurus bis zum Ende der letzten Pachtperiode als Obmann
und über viele Jahre auch als
Jagdleiter mit seiner gleichnamigen Jagdgesellschaft
bejagt. Gegen Ende der
letzten Pachtperiode wollte
Maurus verständlicherweise kürzer treten und suchte dann für das Revier Berikon eine neue Lösung. So
kam es noch im Jahr 2010 zu
einer Fusion mit der Nachbarsjagdgesellschaft
Rudolfstetten. Zur wirklichen
Jagdausübung mit der neu
gegründeten JG Friedlisberg
kam es dann aus gesundheitlichen Gründen leider nicht
mehr.
In der Jagdgesellschaft
Beinwil (Freiamt) wirkte
Maurus über vier Jahrzehnte
als Mitpächter mit grossem
Engagement. 18 Jahre lang
stellte er sich als Aktuar zur
Verfügung und führte die
Protokolle mit gewiefter Feder. Auch dieses Revier hat
er kompetent und sorgsam
gehegt und bejagt. Maurus wurde als zuverlässiger
Mitpächter und vor allem als
Heger und Jäger über alle
Jahre sehr geschätzt.
In den Jahren 1980 bis
1992 vertrat Maurus den
Bezirk Bremgarten im Aargauischen Jagdschutzverein
und brachte es dort bis zum
Vizepräsidenten. Nach Abschluss seiner Amtszeit wurde er vom AJV als Dank für
seine Dienste in den Ehrenstand erhoben.
Maurus ist nach kurzer,
schwerer Krankheit am 29.
März 2012 friedlich eingeschlafen. In Anerkennung
deiner Hingabe für die Jagd,
das Wild und die Natur verdienst du einen letzten kräftigen Weidmannsdank.
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Literatur
Rabenschwarze
Intelligenz
Was wir von Krähen lernen
können
Raben und Krähen sind die
intelligentesten Vögel: Sie
schwindeln,
unterscheiden
Freund und Feind und passen sich erstaunlich gewitzt an
die Menschenwelt an. Sie sind
Singvögel, singen aber nicht
und können die menschliche
Stimme so täuschend ähnlich
wie kein anderes Tier nach-
ahmen. Sie bestechen durch
ihre Gedächtnisleistung derart, dass Forscher weltweit
mehr über ihre Intelligenz herausfinden wollen. Der renommierte Zoologe und Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf
beschreibt die Verhaltensweisen der cleveren Schwarzfedrigen und erzählt spannend und
unterhaltsam, was er mit seinen
eigenen Rabenvögeln erlebte.
«Rabenmutter», «rabenschwarz», «Unglücksraben»
– in der menschlichen Kommunikation kommen die Rabenvögel nicht gut weg. Kein
Wunder, entsprechen sie doch
so gar nicht dem, was der
Homo sapiens so liebt: Kuscheliges und Wuscheliges,
vermeintlich Hilfebedürftiges.
Kleine Tierchen mit grossen
Knopfaugen, die dem sogenannten Kindchenschema entsprechen. Rabenvögel passen
da nicht ins Bild. Man kann
sie nicht streicheln, sie haben
keine Knopfaugen, mit denen
sie die Menschen anschauen
und nach Futter betteln, sie
sind extrem scheu und sehr,
sehr schwarz – rabenschwarz
eben. Das ist den Menschen
noch heute per se ein bisschen
unheimlich.
«Wer mag sie schon, die
Raben», fragt der prominente Naturwissenschaftler und
Autor Josef H. Reichholf. Die
Antwort ist leicht: Jeder, der
dieses Buch gelesen hat. Ein
absolutes Muss für Vogelfreunde.
Klaus Böhme und
Nina Hemmi
Josef H. Reichholf, CHF 14,90. Rabenschwarze
Intelligenz. 256 Seiten, m. Abb., Taschenbuch. Piper
Verlag, ISBN 978-3-492-25915-6. In gebundener
Form, CHF 29,90, HERBIG Verlag, ISBN 978-3-77662600-1. Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite «Jägermarkt», oben links.
Kolkrabe & Co.
Verhalten und Strategien intelligenter Lebenskünstler
Das Verhältnis der Menschen zu den Rabenvögeln
ist seit jeher zwiespältig und
nicht konfliktfrei! Die Ursache
liegt meist in Missverständnissen und Fehlinterpretationen,
die dem Raben Schäden zuschreiben, die er, von lokalen
Ausnahmen abgesehen, nicht
begangen hat.
Rabenvögel sind und bleiben ein spannendes Thema,
welches die Menschen bereits
110
Schweizer Jäger 6/2012
seit Jahrhunderten polarisiert:
Verehrung auf der einen und
Verfolgung auf der anderen
Seite, spiegeln bis heute unsere konträre Beziehung zu diesen Vögeln wider. Daher ist
dem Autor ein wichtiges Anliegen, diese Tierart in einer
objektiven Betrachtungsweise
vorzustellen.
Nach dem erfolgreichen
Buch «Der Kolkrabe» legt der
Verfasser, ein profunder Kenner der Rabenszene, hier ein
fundiertes Fach- und Sachbuch
vor, welches die schwarzen
Gesellen mit ihrer legendären
Intelligenz und ihren aussergewöhnlichen (Über)Lebensstrategien in eindrucksvoller
Weise porträtiert. Er räumt dabei mit so manchem Vorurteil
auf und baut durch die gründ-
lich recherchierten Fakten und
die eindrucksvolle Illustration
dieses Buches neue Brücken
zu einer überaus bemerkenswerten Vogelart, die lange und
zu Unrecht verfolgt wurde.
«Kolkrabe & Co.» ist ein
modernes Aufklärungsbuch
über eine bemerkenswerte Vogelart, das nicht nur für Zoologen, Ornithologen, Jagd,
Forst- und Landwirtschaft interessant ist, sondern auch den
versierten Vogelbeobachter
und interessierten Vogel- und
Naturfreund in seinen Bann
ziehen wird.
Nina Hemmi
Dieter Glandt, EUR 19,95, KOLKRABE & CO.
Verhalten und Strategien intelligenter Lebenskünstler.
159 Seiten, m. Abb., kartoniert. AULA Verlag, ISBN 9783-89104-760-6. Bezugsquellennachweis siehe 1. Seite
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Dieses
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gibt dem interessierten Jäger
endlich die Hintergrundinformationen zum
Thema
Rehwild, welche zwar seit dem
Buch des Herzogs Albrecht von
Bayern immer wieder diskutiert
werden, welche aber kaum bekannt sind: Wie hege ich Rehwild nachhaltig, naturnah und
weidgerecht?
Kursch,
Tasmanische
Impressionen. NeumannNeudamm; Fr. 28.50. «Vor vielen Jahren lud
mein australischer Freund
Simon mich zu
einer Rundreise nach Tasmanien ein», erinnert sich der
Autor. Gefangen von der natürlichen Schönheit der Insel ist der Autor noch heute.
Die vielfältige Natur, die Geschichte, die Gastfreundschaft
der Menschen, all das macht
Tasmanien zu einer ganz besonderen Insel, die in Europa jedoch fast unbekannt ist.
Das will der Autor ändern und
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Schaftrücken und ventilierter Gummi-Schaftkappe, ZF Leutpold 2x7 VARI X-II, VB CHF
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Verkaufe Blaser Kugelbüchse R93 Offroad
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älterer Drilling Kaliber 7x65R /12-70,
mit Rückstecher, ZF Hensoldt Diatal-D 4x32.
Sehr gepflegte Waffe, gute Schussleistung.
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neu. NP Fr. 3485.–, VP Fr. 2600.–. Telefon 079
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CSX 1,5-6x42, inkl. Blaser Sattelmontage, Abs.
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Zeiss Duralyt 3-12x50 LP, Fr. 1350.–
Swarovski Z6i 2-12x50, Fr. 2600.–
Zeiss Varipoint 3-12x56, Fr. 2150.–
Meopta Meostar 3-12x56, Fr. 1050.–
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Drilling Simson 6.5x57 12/70
mit ZF und Aimpoint mit Einhakmontage
guter Zustand, Preis nach Absprache
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Gesamtkatalog gegen Voreinsendung von
SFr 6.–/Bar (keine Briefmarken) erhältlich
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Tel. 0049-7351-76777 • Fax 76778
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CH-3900 Brig
Jagd - Fischerei
Optik - Bekleidung
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steirischem Gebirgsrevier mit
grossem Waldgatter, Gesamtgrösse 540 ha,
zu vergeben.
Tel. 071 755 33 23
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Wegen altershalber Jagdaufgabe verschiedene Jagdutensilien zu verkaufen wie:
Autowanne, Autowildwanne, Wildtragtasche,
zusammenklappbares Asertischchen, neuer
Sitzgehstock, Sichtgeräte, Blashorn, usw.
50 schöne Trophäen: Hirsch, starkes Reh.
Div. Präparate: Birkhahn, Marder, Füchse,
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Aussergewöhnliches: «Indoor Jagdhaus»,
konzipiert als geselliger Raum (Blockhaus mit
Schindeldach), demontierbar.
Dekoratives: Jagdbilder, Jägerpuppe mit
Hund, Jägerplastik als Weinhalter usw.
Tel. 031 763 71 90
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Wien und Bratislava.
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Zu verkaufen: Auszieher/Spektiv Swarovski Habicht 25-40x75, umschaltbar Nahbereich 8-25, NP 1800.–, VP!. Jagdbibliothek
CH, Loos, Frevert, usw. Waffen: Krico 222,
Ferlacher HF, VP-Preise. Tel. 061 751 45 73
Kontakt:
Gutsverwaltung Konradsheim
Albrecht Konradsheim
+43 (0) 699 12331089, [email protected]
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Sauriegeljagd Kroatien
www.riegeljadg-kroatien.at
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Bestelltalon für Kleinanzeigen im «Jägermarkt» Schweizer Jäger
Platzierung unter Rubrik:
In Blockschrift ausfüllen, pro Feld ein Buchstabe, Satzzeichen oder Wortabstand
6.- 6.- 6.-
38.-
❏ Ausbildung
❏ Ausrüstung
❏ Bekanntschaften
❏ Essen & Trinken
❏ Fahrzeuge
❏ Haushalt / Hobby
❏ Hunde
❏ Jagdpacht
❏ Jagdreisen
❏ Optik
❏ Pelzveredelung
❏ Präparatorien
❏ Reviereinrichtungen
❏ Trophäen
❏ Veranstaltungen
❏ Waffen
❏ Verschiedenes
Bis 5 Zeilen Fr. 38.–, jede weitere Zeile Fr. 6.–, Foto Fr. 15.–, Chiffregebühr Fr. 22.–
Zahlungsweise:
❏ Postquittung beiliegend: PC 50-502-9, RG Annoncen, Schweizer Jäger, 5401 Baden
❏ Betrag inliegend
Meine Adresse:
Kleinanzeige
mit Foto:
Name:
Vorname:
❏ F oto (+Fr. 15.–)
Strasse:
PLZ/Ort:
Telefon:
Unterschrift:
Bitte Foto per Mail an
[email protected]
Gewünschte Erscheinungsdaten:
❏
A
usgaben
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Einsenden an:
RG-Annoncen GmbH, Schweizer Jäger
Postfach 1121, 5401 Baden
rg
A N N O N C
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N
Telefon 056 221 88 12, Fax 056 221 84 34
[email protected]
/
❏ n ächstmögliche Ausgabe
❏ unter Chiffre (+Fr. 22.–)
Nächste Nummer: 9. Juli
Inseratenschluss: 20. Juni
Schweizer Jäger 6/2012
113
Wettbewerb
Der Experte
Auflösung Wettbewerb
Ausgabe 4/2012:
Eichhörnchen dürfen seit 1988
in der Schweiz nicht mehr bejagt
werden.
WELCHE TIERART ZIERT DAS
WAPPEN VON PRUNTRUT?
Mitmachen beim Wettbewerb lohnt sich!
Unter den richtigen Einsendern werden jeweils
1 Jägeruhr «SWISS TIMER», Wert Fr. 220.–
3 Bücher «Jagen in der Schweiz – Auf dem Weg zur Jagdprüfung»,
das neue Lehrmittel für die Jagd, Wert je Fr. 86.–
1 Taschenmesser Victorinox «Waiter», Wert Fr. 14.–, verlost.
Senden Sie Ihre Antwort mit Angabe des Absenders bis zum
10. Juli 2012 an: Verlag Schweizer Jäger, «Der Experte», Postfach 261,
CH-8840 Einsiedeln, oder per E-Mail an: [email protected]
Herzliche Gratulation den Gewinnern!
1 Jägeruhr «SWISS TIMER»:
Adrian Bernhard, Hindelbank
Je 1 Buch «Jagen in der Schweiz»:
Hans Wenger, Uetendorf; Elmar Foffa, Domat-Ems;
Walter Egle, Thusis
1 Taschenmesser Victorinox «Waiter»:
Felix Lutz, Wienacht-Tobel
Die Gewinner/innen erhalten den Preis persönlich
zugestellt. Wir danken fürs Mitmachen und muntern Sie auf, die gestellten Wettbewerbsaufgaben
weiterhin zu lösen!
Von der Teilnahme ausgeschlossen sind die Mitarbeiter/innen des Verlages, der Redaktion und der RG Annoncen und ihre Angehörigen.
Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
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Für diesen Moment arbeiten wir.
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Brix Waffen
Jagd-Fischerei-Optik-Bekleidung
Rhonesandstrasse 10, 3900 Brig
Tel. 027 924 19 39
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bis Ende August 2012
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Portofrei
Hanwag Omega GTX
Kompromisloser, warmer
und fester Hochgebirgsstiefel mit individueller
Volumenanpassung.
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Steigeisenfester Bergschuh
für anspruchsvolle
Touren in Fels und Eis.
Sein Scarpa-Ergo-Fit-System
gewährt grosse Präzision
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beim Klettern und
Komfort beim Gehen.
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DATUM
26.05.12
02.06.12
30.06.12
FACHHÄNDLER / PARTNER
Waffenhaus Schneider, Wichtrach
Emil Rüegg, Schwanden
Brix Waffen, Brig
VERANSTALTUNGSORT
Schiessanlage Mitholz, Kandergrund (BE)
Geschäftsschiessanlage, Schwanden (GL)
Schiessanlage Visp, Riedertal (VS)
Testmunition steht gratis zur Verfügung
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