als pdf - Neuhauser Woche

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als pdf - Neuhauser Woche
Lokalzeitung für Neuhausen am Rheinfall und Umgebung
2. Jahrgang, Nr. 12
Referendum RhyTech
Heiter-luzide Gemälde
«Der Friedhof lebt»
CVP-Einwohnerrat Thomas
Theiler startete am Freitag die
Unterschriftensammlung. Seite 3
André Rawyler stellt zu seinem
85. Geburtstag rund 100 neue
Bilder in Schaffhausen aus. Seite 3
Am 23. März um 11 Uhr ist Vernissage im Friedhof Langacker mit
Werken von Martin Wiese. Seite 5
DONNERSTAG, 21. März 2013
A1320973
Kommentar
Mein Freund,
der Baum …
D
Bäume und die Elektrifizierung
Die Verwaltungspolizei regelte den Verkehr. Das war auch
nötig, denn es waren viele Autos und Lastwagen unterwegs an diesem Montagmorgen. Und ein Holztransporter
bildete einen spektakulären Engpass. Alfred Wüger
«Was ist denn hier los?», mag sich
manch einer gedacht haben, der
beim Einbiegen von der Industriestrasse in die Schaffhauserstrasse die
sich rückstauenden Autos sah. Und
dann sah man den riesigen Kran mit
der Greifzange, wie er gerade ein
Bündel starker Äste packte, die am
Fusse des steilen Abhangs zwischen
dem Schienenstrang der Deutschen
Bahn oben und der Schaffhauserstrasse unten lagen, um sie auf den
A1320973
bereitstehenden Langholztransporter der Firma Forsta + Forest AG aus
dem thurgauischen Stettfurt zu legen. Dann wurden die Autos wieder
durchgewinkt.
Der Grund für die «Vegetationsarbeiten», wie es in einem Schreiben der Deutschen Bahn heisst, ist
der Ausbau auf Doppelspur der
Bahnstrecke Erzingen–Beringen,
und im Fall von Neuhausen müssen sogenannte «Vegetationsrückschnittarbeiten» durchgeführt werden wegen der Elektrifizierung der
Strecke Erzingen–Schaffhausen.
Pappeln, Birken, 60 bis 80 Jahre alt
Die Arbeiten, so die Deutsche
Bahn weiter, erfolgen «in Abstimmung mit dem Planungs- und Naturschutzamt des Kantons Schaffhausen». Andreas Huber von der
Forsta + Forest AG sagte auf Anfrage, seit 14 Tagen sei seine Firma
nun damit beschäftigt, die von der
Deutschen Bahn in Auftrag gegebenen Arbeiten auszuführen. Routine
für die Firma. Ob es dennoch besondere Herausforderungen gebe?
«Ja, die engen Platzverhältnisse, bestehende Gebäude und Gartenanlagen.» Es seien im Wesentlichen
Laubbäume gefällt worden, Pappeln, Birken. Sie seien 60 bis 70, 80
Jahre alt gewesen. «Grundsätzlich
geht es darum, dass nichts auf die
neu zu erstellenden elektrischen
Leitungen fallen kann.»
Ersatzpflanzungen vorgesehen
Wenn man jetzt zum Bahndamm hoch blickt, dann wirkt die
Böschung kahl. Die Deutsche Bahn
schreibt indes: «Ersatzpflanzungen
sind im Rahmen des Projektes vorgesehen.»
Alfred
Wüger
Redaktor
5
Franken
�
Montagmorgen um halb zehn: Der letzte grosse Baum an der Schaffhauserstrasse fällt. Bild: Alfred Wüger
u fielst heut früh, ich kam
zu spät, du wirst dich nie
im Wind mehr wiegen,
du musst gefällt am Wege liegen …,
sang Alexandra 1968, sie könnte es
heute singen. Manches ändert sich
eben nicht, selbst wenn die Zeiten
sich ändern. Dass in Neuhausen am
Rheinfall im Zuge der Optimierung
der Schienenstränge des öffentlichen
Verkehrs und im Zuge der, wie man
gerne sagt, umweltfreundlichen
Elektrifizierung der Deutschen Bahn
Bäume und Hecken gestutzt oder
entfernt werden, erhitzt die Gemüter,
was sich nicht zuletzt in einem Leserbrief auf Seite 2 dieser Ausgabe
der «Neuhauser Woche» spiegelt.
Eine Seelenverwandtschaft verbindet
uns mit den Bäumen. Wenn es die,
die wir heute neu pflanzen, dereinst
nur zu spüren bekommen!
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am Rheinfall
gültig bis Ende Juli 2013
A1332809
2 Tribüne
leserbriefE
Kahlschlag an
der Hardstrasse
«Zurückschneiden der Vegetation
entlang der Hardstrasse», war der
Ankündigung zu entnehmen. Das
Resultat war dann aber haarsträubend. Vom Kindergarten Waldpark
bis Höhe Bachtelstrasse wurde die
ökologisch wertvolle Hecke total
entfernt! Wo vorher unzählige Vogelarten (u. a. auch der Neuntöter)
und anderes Getier Nahrung, Unterschlupf und Nistplätze fanden,
herrscht jetzt gähnende Leere! Gerade zum Beispiel für den oben erwähnten Neuntöter sind Hecken
überlebenswichtig, da er in Dornbüschen nistet und seine Beute auf die
langen Dornen des Schlehdorns aufspiesst zwecks späteren Verzehrs.
Vielleicht könnten sich die zuständigen Behörden auch einmal dazu
durchringen, die Bevölkerung vorgängig über solch radikale Eingriffe
genau zu informieren. Für mich ist
dieser Kahlschlag jedenfalls nicht
verständlich!
Barbara Rütti
Neuhausen
Unhaltbares
wildes Parkieren
Die Dreissiger-Zone am Flurlingerweg bringt zwar nicht weniger
Verkehr, aber wegen der wilden
Parkiererei hat es zeitweise zehn
Schikanen mehr! Es wäre langsam
Zeit, dass dort Parkfelder aufgemalt
werden, sodass nicht mehr überall
parkiert werden kann! Das ständige
Anhalten und Weiterfahren ist nicht
gerade umweltfreundlich und von
der Lärmemission ganz zu schweigen! Der Rheinweg von der Flurlingerbrücke bis zum Rheinfall ist zwar
mit einem allgemeinen Fahrverbot
versehen, aber das kümmert die
heutigen undisziplinierten Velofahrer herzlich wenig! Nein, es geht sogar so weit, dass man als Fussgänger
angepöbelt wird! Vor allem die
älteren Leute müssen froh sein,
wenn sie nicht umgefahren werden!
Es wäre für die Gemeinde ein Leichtes, diese Zustände zu verbessern!
Ein Veloverbotsschild oder endlich
einmal Bussen verteilen! Bei den
Parkbussen sind sie ja auch schnell!
Walter Schudel
Neuhausen
Neuhauser Woche
DONNERSTAG, 21. März 2013
Quartier mit grossen Chancen
D
ie Bauzone der Gemeinde Neuhausen
am Rheinfall ist,
einerseits durch den
Rhein sowie andererseits durch geschützte Waldflächen, eng begrenzt und ausserdem
praktisch restlos überbaut. Die einzigen Möglichkeiten einer zukünftigen baulichen Entwicklung wären
die Einzonung des heutigen Kulturlandes Richtung Aazheimerhof
oder auch die Neunutzung der ehemaligen Industrieareale SIG und
RhyTech (früher Alusuisse). Sogar
unser Gewerbegebiet Rundbuck
wie auch das Rheinwegquartier
stossen endgültig an ihre Grenzen.
Wenn wir also keine richtungsweisenden Entscheide fällen, könnten
in Zukunft praktisch keine neuen,
zeitgemässen Wohnungen, Bürogebäude oder Gewerbebetriebe mehr
gebaut werden. Dem stehen jedoch
der stetig wachsende Verbrauch der
Wohnfläche pro Kopf sowie ein
dringend notwendiges breites Angebot für gewünschte Zuzüger mit
zeitgemässen Wohnformen gegenüber. Fatal wäre, wegen der Angst
«Die Einzonung von
bestem Aazheimer-Kulturland kann wirklich
kein Thema mehr sein»
Markus Anderegg
Architekt/Einwohnerrat FDP
vor Veränderungen die Hände in
den Schoss zu legen und sich der
Illusion hinzugeben, dass solche
Entwicklungen gar nicht notwendig wären. Die vergangenen Volksabstimmungen über den Schutz
der Landschaft sind deutlich in der
Aussage, dass eine weitere Überbauung von Kulturland unerwünscht ist. Also kann in Neuhausen die Einzonung von bestem
Aazheimerhof-Kulturland wirklich
kein Thema mehr sein. Somit ist
die einzig richtige Lösung, dass wir
uns in der Zukunftsplanung auf die
teilweise brachliegenden Industrieareale konzentrieren. Das hat der
Gemeinderat richtig erkannt und
über ein Architekturwettbewerbsverfahren für das RhyTech-Areal
eine neue Nutzung formuliert. Das
ausgelobte Projekt ist von hoher
Qualität, was alle Beteiligten bestätigen. Natürlich ist ein Projekt mit
zwei Turmbauten ambitiös und auf
den ersten Blick für die Bevölkerung gewöhnungsbedürftig. Die
immensen Vorteile einer solchen
Bebauung, die viel mehr Freiräume
im Areal sowie die angestrebte Öffnung zu den umliegenden Quartieren gewährleistet, dürfen allerdings
keinesfalls ausser Acht gelassen
werden. Wenn nun statt einer Abwägung des grossen Chancenpotenzials gegen allenfalls nachteilige Einzelinteressen eine Verhinderungspolitik angestrebt wird, haben wir die Zukunft dieses Areals
für sehr lange Zeit blockiert. Weitere unrühmliche Bauruinen im
Ortsbild werden die Folgen sein.
3300 Franken zugunsten der Vereinigung krebskranker Kinder gespendet
Thomas Mändli, Rheinfallschiffer
(rechts), hatte die Idee, an der
Gewerbeausstellung Sitzkissen,
die früher in den Booten verwendet
wurden, zu verkaufen: «Diese Kissen
brauchen wir nicht mehr, wir müssen nun Schwimmwesten einsetzen.» 66 Stück wurden zu 5 Franken
an die Messebesucher verkauft.
Erlös: 330 Franken. «Wir hängten
dann einfach eine Null an», sagt
Thomas Mändli, «und übergeben
nun einen Check über 3300 Franken
an die Stiftung für krebskranke
Kinder von Daniel Ciapponi.» Dieser
wiederum erfuhr von dieser «Aufrundung» erst bei der Checkübergabe. «Das ist natürlich ganz wunderbar», sagte er, «dass es so grosszügige Menschen gibt in der heutigen Zeit, wo der Egoismus regiert.» –
«Wie setzen Sie das Geld ein?» – «Es
läuft in unseren Pool. Grundsätzlich
ist es so, dass wir immer garantieren
können, dass das Geld zu den krebskranken Kindern und den betroffenen Familien gelangt.» Es ist übrigens
das erste Mal, dass die Firma Mändli,
die hin und wieder Anlässe sponsert,
eine solche direkte Spende macht.
(Bild: Alfred Wüger)
DONNERSTAG, 21. März 2013
Neuhauser Woche
Politik und Kunst
3
Heitere Gemälde,
die Leichtigkeit
verbreiten
André Rawyler stellt
im Alten Amtshauskeller
in Schaffhausen aus.
Am Sonntag war
Vernissage. Alfred Wüger
CVP-Einwohnerrat Thomas Theiler erklärt einer Passantin das Anliegen seines Referendums. Bild: Alfred Wüger
«Die Euphorie von Fantasten
habe ich zur Genüge erlebt»
Das Projekt RhyTech polarisiert, von «vertikalen Slums»
ist die Rede, und an der Standaktion für das Referendum
fällt das Wort «Ghetto». Starker Tobak. Wir sprachen
mit Initiant Thomas Theiler. Alfred Wüger
Es drohe ein «Ghetto», meint CVPEinwohnerrat Thomas Theiler,
wenn es nicht gelingen sollte, dass
die geplante Ladenstrasse voll ist.
«Herr Theiler, was wäre denn aus
Ihrer Sicht eine Alternative zum geplanten Projekt? Sie sagen ja selber,
dass sie nicht grundsätzlich gegen
eine Überbauung des Areals sind.»
Thomas Theiler: «Wir brauchen
mehr Wohnungen für den Mittelstand und keine Läden, die nachher leer stehen. Coop oder Migros
oder Aldi, die rechnen das durch!
Nehmen Sie mal den FCS-Park im
Herblingertal. Der wäre so gut erschlossen mit Strassen und Bahn,
und sogar dort haben sie Probleme,
einen grossen Mieter zu finden.»
Insbesondere befürchtet Thomas Theiler, dass die in zwei Etappen geplante Erstellung der projektierten RhyTech-Areal-Überbauung
ins Stocken geraten könnte, wenn
man sähe, dass die erste Etappe
überhaupt nicht läuft. «Diese Dinge
kommen nun in der Debatte zur
Sprache.»
Der Initiant des Referendums
könnte sich eine Überbauung gut
vorstellen, zum Beispiel mit den
oben erwähnten Wohnungen für
den Mittelstand, aber ohne die Ladenstrasse. Thomas Teiler: «Wir
sollten hier ein neues Wohnquartier machen, meinetwegen unter
dem Schlagwort ‹Urbanes Wohnen›, das ist ja alles möglich.» Dabei könnten auch die alten bestehenden Hallen umgenutzt werden, aber: «Ich sehe nicht, dass
man so brutal verdichtet in die
Höhe bauen muss.»
Die Leute nach der Meinung fragen
Eine halbe Stunde ist vergangen,
seit der CVP-Einwohnerrat seinen
Stand aufgebaut hat, und bereits
sind rund 30 Unterschriften zusammengekommen. «Sind Sie eigentlich
ein Einzelkämpfer?» Thomas Theiler
lacht. Eigentlich wolle er die Sache
nicht als Einzelkämpfer stemmen,
«Teile der CVP- und Teile der ÖBSFraktion» würden ihn unterstützen,
im Ganzen seien sie etwa zu fünft.
«Wenn Leute anrufen und fragen:
‹Wo können wir unterschreiben?›,
dann gibt mir das das Gefühl, auf
dem richtigen Weg zu sein.» Die Pas-
santen jedenfalls interessieren sich
für den Stand mit den Visualisierungen der Hochhäuser. Immer wieder
bleibt jemand stehen, und jetzt
kommt auch CVP-Einwohnerrätin
Rita Flück Hänzi herzu.
Ein Anliegen von Thomas Theiler ist ganz allgemein, die öffentliche Debatte über Bauvorhaben in
der Gemeinde in Gang zu bringen,
auch im Zusammenhang mit dem
von ihm als sehr gut eingestuften
Projekt im Zentrum, Arc actuel.
Und dennoch: «Wenn die Leute
nicht zu uns Politikern kommen,
dann müssen wir zu ihnen hingehen und sie fragen: ‹Was ist eure
Meinung?›» Ohne Zweifel werde
Neuhausen einmal aussehen wie
ein Vorort von Zürich. «Das fängt ja
schon beim Bahnhof an, der aussieht wie alle Provinzbahnhöfe in
der Schweiz.» – «Vorhin äusserten
Sie die Befürchtung, die Läden im
RhyTech-Areal würden leer bleiben, warum, meinen Sie, kommen
kaum neue Geschäfte nach Neuhausen?» Theiler wiederholt sein
Argument, dass «die Grossen» rechnen würden. Und: «Wir sind nahe
bei Jestetten. Zu uns kommt kein
grosses Gartencenter, kein MMMCenter.» Aber der Hauptgrund für
das Referendum sei die Höhe der
geplanten Hochhäuser. «Die Euphorie von Fantasten habe ich in
der Politik zur Genüge erlebt.»
Es ist immer beglückend, wenn
die Ausstellungsräumlichkeiten an
einer Vernissage aus allen Nähten
platzen, selbst wenn man dabei den
Nachteil in Kauf nehmen muss, dass
man kaum einen Blick auf die Bilder
werfen kann. Im Falle von André Rawyler sah man aber auf Anhieb etwas: Diese Bilder haben eine grosse
Leuchtkraft! Hier strahlt ein kräftiges Rot, da ein blauer See, hier Blumen. Menschenbildnisse sind seltener. Der Künstler, Vater des Neuhauser Gemeindepräsidenten Stephan
Rawyler, selbstverständlich auch
anwesend, ist 85 Jahre alt. Regierungsrat Reto Dubach sagte in seiner Laudatio: «Was Rawyler geleistet
hat, ist ausserordentlich.» Über
hundert Bilder seien ausgestellt, davon habe der Maler mehr als 50 in
den letzten zwei Jahren geschaffen.
«Das Ziel von André Rawyler ist es,
Menschen froh zu stimmen.» Dubach ortete Einflüsse aus Südfrankreich – Arles ist explizit zu erkennen
– und Spanien, lobte die Vielfalt der
Sujets und sagte: «Ich sehe eine Weiterentwicklung. Es gibt Bilder, wo
der Vordergrund konkret ist und der
Hintergrund abstrakt, woraus sich
eine eigentümliche Spannung ergibt.» Auch wand er Galerist Ueli
Grossmann ein Kränzchen: Seit
31 Jahren betreibt dieser am Platz
seine Galerie: «Und er setzt heute
einen weiteren Glanzpunkt.»
Musikalische Glanzpunkte setzte
Überraschungsgast Helena Winkelman, Komponistin und Weltklassegeigerin, mit zwei kurzen Stücken
von Kreisler und De Falla. Ein begeisterndes Tüpfelchen auf dem i.
André Rawyler zwischen Bildern und
Gästen im Dialog. Bild: Alfred Wüger
4 Vereine und Chöre
Massenweise
Kleider an
der Kleiderbörse
Seit einem Jahr ist Marina
Oswald Präsidentin des
Vereins Kinderkleiderbörse
Neuhausen. Alfred Wüger
Eine neue Präsidentin bringt normalerweise einen frischen Wind,
und das ist natürlich auch im Falle
von Marina Oswald so. «Ich hatte
die Idee, Gutscheine zu 50 Franken
an die Sozialämter Schaffhausen
und Neuhausen zu verteilen, die
die Ämter dann wiederum an finanziell Schwache weitergeben
können.» 14 Tage vor der Kleiderbörse – sie ist übrigens die grösste
im ganzen Kanton – konnten diese
Gutscheine bezogen werden.
«Wie kam es, Frau Oswald,
dazu, dass Sie das Präsidium übernahmen?» – «Wegen der Betreuung
der eigenen Kinder habe ich vor
anderthalb Jahren meinen Job als
Business-Analystin bei einer amerikanischen Firma in Schaffhausen gekündigt und dachte mir
dann, dass ich mich bei Benevol,
der Dachorganisation der Fachund Vermittlungsstellen für Freiwilligenarbeit in der Deutschschweiz, engagieren möchte.» Gedacht, getan. Auch hat jetzt der
Verein Kinderkleiderbörse mit seinen 80 Mitgliedern – alles Frauen,
wie die Präsidentin sagt – eine
eigene Hompage – www.kinderkleiderboerse-neuhausen.ch – und
ein Logo.
Am Samstag standen 14 312 Artikel zum Verkauf, rund die Hälfte
davon ging weg. Die Preise an der
Börse sind sehr günstig, und der Erlös geht grossenteils wieder an gemeinnützige Organisationen wie
Zündschnur und den Jugendtreff in
Neuhausen (vgl. Seite 7).
in kürze
Pfader Neuhausen U 13 HRVOst-Vizemeister Nach dem
letztjährigen Meistertitel holen
die Pfader-U-13-Junioren in der
zu Ende gegangenen Saison auf
überzeugende Art und Weise
die Silbermedaille. Den Titel holte
sich das Team aus Kreuzlingen,
auf den dritten Rang kam Fortitudo Gossau. Die Kadetten, als
weiteres Schaffhauser Team, landeten im Mittelfeld der Tabelle.
Neuhauser Woche
DONNERSTAG, 21. März 2013
Der katholische Kirchenchor
Neuhausen feiert 100 Jahre
Die katholische Kirche Neuhausen steht im Jubiläumsjahr.
Dazu kommen Gruppierungen, die sich vor 100 Jahren
formierten, so etwa der katholische Kirchenchor. Ein
Bericht von der Generalversammlung. Wilma Kwasnicki
Am Samstag führte der Kirchenchor
seine 100. Generalversammlung
durch. Dieser ging unter Mitwirkung
des Chores ein festlicher Gottesdienst voraus. Kirchenchorpräsident
Elias Kwasnicki führte anschliessend
in der Jubiläums-GV zügig durch die
statutarischen Geschäfte. Im Jahresbericht liess er amüsant das vergangene Vereinsjahr des Chores mit insgesamt 39 Proben und 14 Auftritten
Revue passieren. Die Chorliteratur
mit Werken von Vivaldi, Mendelssohn, Mawby und vielen anderen
weist auf eine grosse Vielfalt des Gesanges hin, dessen hervorragende
musikalische Leitung Roberto Alfarè
innehat. Der gesamte Vorstand
wurde bei der anschliessenden Wahl
bestätigt, die darauf folgende Jahresrechnung mit Applaus angenommen. Chorleiter Roberto Alfarè richtet den Fokus im kommenden Vereinsjahr ganz auf das Jubiläum. Zahlreiche Einsätze sind geplant. Ein
grosses Highlight wird das Kirchenchorkonzert am 6. September in der
Kirche Heilig Kreuz sein, welches
nebst Teilen der Dominicus-Messe
von Wolfgang Amadeus Mozart
einen Querschnitt des Chorrepertoires beinhalten wird.
Traditionsgemäss wurden an
der Generalversammlung Sangesjubiläen gefeiert. Rosa Zehnder
wurde für stattliche fünfundsechzig
und Paul Fehrenbacher sowie Hanspeter Herzog für je fünfzig der insgesamt einhundert Vereinsjahre geehrt. Die anwesende «Alt-Dirigentin» Vreni Winzeler, die den Chor
Zwischen Hanspeter Herzog (links) und Chorpräsident Elias Kwasnicki
steht Rosa Zehnder. Sie singt seit 65 Jahren im Chor. Bild: Wilma Kwasnicki
Generalversammlung
der Neuhauser Kantorei
«Singen macht Spass», so das Lied
zum Anfang der GV, auch wenn es
für zahlreiche Chormitglieder gilt,
eine befrachtete Traktandenliste
abzuarbeiten. Barbara Mähr, Präsidentin der Neuhauser Kantorei, bedankt sich für die vielfältige Mitarbeit bei allen Mitwirkenden mit
persönlichen Geschenken. Der Aufwand für ein Jahreskonzert, die Mitwirkung an den Gottesdiensten der
Kirchgemeinde sowie am Kantatengottesdienst des Bachfestes sind
ohne Freiwillige undenkbar, ebenso
wenig ohne den Motor und die bewundernswerte Ausdauer der Präsidentin.
Die Aufführung des BrahmsRequiems bringt dem Dirigenten
über mehrere Jahre geleitet hatte,
meldete sich anschliessend zu Wort.
Ihre «Ode an das Chilechörli» zeigte,
dass sie sich gern an die Zeit mit
dem Neuhauser Kirchenchor zurückerinnert. Präses Pfarrer Hans
Zünd dankte in seiner Rede dem
Chor für dessen engagiertes Wirken
in der Pfarrei. «Musik berührt die
Menschen bis ins Innerste und verbindet sie», sagte er und sprach Roberto Alfarè, der mit der Zeit gehe
und die Sprache der Zeit im Wandel
der Gesellschaft fabelhaft kirchenmusikalisch umsetze, seine Hochachtung aus. Dass den Kirchenchörlern das gesellige Miteinander
wichtig ist, zeigten die frohen Stunden im Anschluss an die GV.
Valentin Gloor breite Anerkennung
für seine musikalischen Leistungen
ein, dem Kassier Fredi Roth eine
positiv abschliessende Jahresrechnung. Damit lassen sich Reserven
für künftige Konzerte bilden, fliessen doch Sponsorenbeiträge immer spärlicher. Einige verdiente
Chormitglieder verlassen uns altershalber. Sie beteuern, wie erfüllend das regelmässige Singen sei.
Die eindrücklichen Erlebnisse der
Konzertaufführungen und die
freundschaftliche Chorgemeinschaft würden fehlen. Neue Chormitglieder stossen zu uns, da sie
die konzentrierte Probenarbeit
schätzen.
Hans Martin Bernath
in kürze
GV TC Langriet An der vergangenen Jahresversammlung wurden mit Jack Brüllmann (34 Jahre
Anlagenchef) und Doris Frank
(28 Jahre Aktuarin) zwei langjährige verdiente Vorstandsmitglieder aus ihren Ämtern verabschiedet. Als Ersatz wurden mit
Nathalie Regli und Martin Früh
zwei jüngere Mitglieder neu in
den Vorstand gewählt. Darüber
hinaus genehmigte die Versammlung die Verlängerung des Baurechtsvertrages mit der Gemeinde
Neuhausen am Rheinfall für
weitere 30 Jahre und bewilligte
einen Rahmenkredit für die Sanierung und Erweiterung des Clubhauses, die im Winter 2013/2014
realisiert werden soll. Damit ist
der TC Langriet für eine erfolgreiche Zukunft gut gerüstet.
DONNERSTAG, 21. März 2013
Neuhauser Woche
«Der Friedhof lebt»
5
«Den Schmerz durchleben die Betrachter»
Am Samstag, 23. März, um 11 Uhr ist Vernissage der
Ausstellung «Seelenwanderung – Der Friedhof lebt» mit
Skulpturen des Bildhauers Martin Wiese. Der Künstler
erläuterte die Idee im Friedhof Langacker. Alfred Wüger
Im Büro von Friedhofsleiter Pascal
Chollet informierten vor Kurzem
der Bildhauer Martin Wiese, sein
Mitarbeiter Thomas Schmid und
Pascal Chollet die Gemeinderäte
Christian Di Ronco und Ruedi Meier,
die das künstlerische Projekt «Seelenwanderung», das vom 23. März
bis zum 15. Mai auf dem Neuhauser
Friedhof stattfinden soll, ideell und
finanziell unterstützen, Eine Ausstellung von grossen Steinskulpturen hat es hier noch nie gegeben.
Herr Wiese, in welchem Kontext
stehen Ihre Skulpturen?
Martin Wiese: Bei Ausgrabungen in
Pergamon war ich als Restaurator
dabei, das war sehr prägend. Alle
meine Skulpturen haben geschlossene Augen, denn ich will die Figuren nicht aus dem Ursprungsgestein heraustreten lassen, sie sollen
noch ruhen. Im Mittelalter war es
üblich, einen gewissen Zustand der
Bearbeitung, eine Momentaufnahme, festzuhalten und es dabei
zu belassen. Die geschlossenen Augen passen auch zum Thema «Seelenwanderung» der kommenden
Ausstellung.
Schlafen die Figuren, sind sie tot
oder in sich versunken?
Wiese: Sie sind in Versunkenheit,
noch nicht zum Leben erweckt.
Die Skulpturen haben mich an
Ägypten oder an die Figuren der Osterinsel erinnert. Was haben Sie für
eine Affinität zu derart archaischen
Formsprachen?
Wiese: Ich habe das Urtümliche in
mir. Diesen Überbau, den Sie eben
gemacht haben zur Osterinsel oder
zu anderen Skulpturenwelten, den
habe ich im Moment, wo ich an
einer Skulptur arbeite, gar nicht gesehen. Wenn ich jetzt darauf angesprochen werde, dann denke ich:
«Okay», und gebe mir dann eine Erklärung. Aber ich fange immer aus
dem Bauch heraus an.
Arbeiten Sie auch für den öffentlichen Raum?
Wiese: Soweit sich Möglichkeiten ergeben. Südlich von Freiburg im Breis-
gau bin ich an einer Ausschreibung
mit dabei. Die meisten Aufträge sind
aber privat oder von Firmen.
Auf welchem Weg kamen Sie zur
Bildhauerei?
Wiese: Das ging bei mir übers
Handwerk, den Steinmetzberuf.
Restaurierung, das Erhalten, das
hat mich immer sehr interessiert.
Über das Restaurieren kam ich
dann zur Kunst. Das Restaurieren
ist eine spannende Sache, denken
Sie an Dombauhütten. Mit einfachen Mitteln wird gearbeitet, wie
im Mittelalter, und der Beste ist der,
der die beste Kopie macht. Das war
für mich lange Zeit eine Herausforderung, Aber dann dachte ich:
«Spannender ist es, etwas Eigenes
zu machen. 1998 fing ich dann damit an. Insgesamt arbeite ich nun
schon seit 35 Jahren mit Naturstein.
Was wünschen Sie sich noch zu erreichen auf künstlerischem Gebiet?
Wiese: Eine schöne Ausstellung in
einer Galerie oder in einem Museum, sofern der Platz für grosse
Skulpturen vorhanden ist.
Ist es schwer, eine Ausstellung
zu bekommen?
Wiese: Ich habe mich nie wirklich
vermarktet, sondern bin meinen
eigenen, unkonventionellen Weg
gegangen, zum Beispiel wie hier:
Ich lerne einen Friedhofsleiter ken-
«Ich habe mich nie
wirklich vermarktet,
sondern bin meinen
eigenen Weg gegangen»
nen, und so ergibt sich eine Ausstellung. Es ergab sich bisher immer abseits den Mainstreams.
Skulpturen, wie ich sie mache, in
einer Galerie, das ist schon schwierig. Der Markt dafür ist klein.
Welche Bildhauer haben Sie geprägt?
Wiese: Max Ernst zum Beispiel,
dann aber auch Konstantin Bran-
Erst Architekt, dann Steinmetz und Restaurator, nun Künstler: Martin
Wiese stellt ab dem 23. März im Friedhof Langacker aus. Bild: Alfred Wüger
cusi, seine «Endlose Säule» etwa,
vielleicht gerade, weil auch er einen
unkonventionellen Weg gegangen
ist und ein Quereinsteiger in die
Kunst war.
Am 15. Mai ist dann ab 19 Uhr die
Finissage mit einer Feuerskulptur.
Was ist das?
Wiese: Die Feuerskulpturen habe
habe ich in letzten Jahren weiterentwickelt. Sie stehen im Kontrast
zu den langlebigen Steinskulpturen. Holzskulpturen sind ja ohnehin vergänglich, und ich setze da
noch einmal eins drauf, indem ich
sie verbrenne. Man kann das Werk
nur durch Fotos festhalten, es ist
eine vergängliche Kunst.
Wie viel Gestaltungskraft lassen Sie
in eine Skulptur fliessen, von der Sie
wissen, dass Sie sie verbrennen werden? Schmerzt Sie diese Zerstörung
nicht?
Wiese: Genau gleich viel Herzblut
fliesst in die Feuerskulptur wie in
eine Steinskulptur. Den Schmerz
durchleben die Betrachter, die nicht
wissen, dass diese Skulptur verbrannt wird. Der Kopf der Feuerskulptur ist ausgearbeitet, dann hat’s
da Schnitte, Mund, Ohren, Nase sind
durchbohrt zur Mitte hin wie bei den
Finnenkerzen. Eine Feuerskulptur
zeigt den Prozess der Veränderung.
Das sieht dann im Prinzip aus wie
ein Mensch, der auf einem Scheiterhaufen verbrannt wird?
Wiese: Diese Assoziation habe ich
so noch nie gehabt.
Was haben Sie für eine Beziehung
zur Religion?
Wiese: Puh! Ich habe meinen eigenen Glauben, der nicht gebunden ist
an die Institution der Kirche. Wo dieser eigene Glaube anzusiedeln ist,
kann ich gar nicht so genau sagen.
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Donnerstag, 21. März
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DONNERSTAG, 21. März 2013
Leute
Neuhauser Woche
Wer einkauft, soll auch essen.
7
In der Aula der Rhyfallhalle, wo sonst der Einwohnerrat tagt, wurde am Samstag in den Kleiderbeigen gewühlt.
Die grösste Kinderkleiderbörse der Region
Am Samstag um 10 Uhr stürmten die Kaufinteressierten
die Rhyfallhalle. Laut Monika Ciceri gab es 14 312 Gegenstände zu kaufen, und rund die Hälfte sei verkauft
Katharina Anato, Conny Ancarola,
Fränzi Vögele (von links) verkaufen.
Pedell Willi Meister und Susi Hug
vom Sicherheitsdienst.
Tochter Laura und Dragana Kneževic stehen an der Kasse an.
Klaus Urban hat für Sohn Maurizio
ein Fahrrad gekauft.
worden. Übrigens gab es auch Kleider für Erwachsene.
Vor den Umkleidekabinen herrschte Grossandrang.
Die Börse war sehr gut organisiert. Bilder Alfred Wüger
Elisabeth Neukom ist ganz aufgedreht, und stolz zeigt sie ein Stück,
das sie für ihre 10-jährige Urenkelin Chiara ergattert hat.
mein neuhausen
«Ich würde versuchen, wieder mehr Spezialgeschäfte hierher zu holen»
Was haben Sie für eine Beziehung
zur Gemeinde Neuhausen am
Rheinfall?
Sonja Macher: Ich wohne seit gut
dreissig Jahren hier. Zwischendurch
lebte ich zehn Jahre lang im Ausland. Zuerst wohnte ich im Oberdorf und jetzt hier im Zentrum. Ich
hatte das Vereinsleben immer gern
und war Präsidentin des Frauenchors Neuhausen. Leider mussten
wir den Chor letztes Jahr mangels
Nachwuchses auflösen, das war
keine schöne Aufgabe für mich als
Präsidentin. Es beschäftigte mich
lange, dass man diesen Chor, er
hatte über 95 Jahre bestanden, auflösen musste. Ich kam mir ein wenig
wie eine Totengräberin vor.
Was gefällt Ihnen an Neuhausen
als Wohnort am besten?
Macher: Die Beschaulichkeit des
Dorfcharakters und die Nähe zu
Rhein und Randen.
Was würden Sie in der Gemeinde
ändern?
Macher: Da fällt mir eine Menge ein!
Aber das Wesentliche, das ich än-
dern würde, wenn ich könnte, wäre,
dass ich wieder mehr Spezialgeschäfte nach Neuhausen holen
würde. Es gibt zum Beispiel keine
Buchhandlung mehr. Für alles und
jedes musst du in die Stadt, wenn
man etwas für den Computer
braucht oder so, oder nach Zürich
oder Winterthur. Und dann kauft
man das andere halt auch dort ein.
Ihr letzter Besuch am Rheinfall?
Macher: Letzten Samstag.
Welches ist Ihr Lieblingsort?
Macher: Der Rundwanderweg am
Rhein und das Gebiet um den Aazheimerhof.
Was ist das Wichtigste für Sie
im Leben?
Macher: Zufriedenheit, Gesundheit, Familie und Freunde. (Wü.)
Sonja
Macher
Rentnerin
8 Die Letzte
angetroffen
Neuhauser Woche
DONNERSTAG, 21. märz 2013
der hingucker
Die zurzeit interessanteste Baustelle in Neuhausen
Lena Ulmer wartet mit den Söhnen
Max (mit Nuggi) und Nick beim
Brunnen vor dem Gemeindehaus,
bis die Bibliothek öffnet, und
gerade hat die Mutter, die mit Flyer
und Anhänger unterwegs ist, festgestellt, dass es im Zentrum keinen
richtigen Spielplatz hat. «Für meine
kleinen Kinder, sie sind ein und
zweieinhalb Jahre alt, hat es nichts.
Vielleicht bekomme ich jetzt dann
viele Anrufe, die mich eines Besseren belehren.» Die Familie wohnt
seit rund zwei Jahren in Neuhausen.
«Es gefällt uns hier.» (Wü.)
nd Kate
BERINGER JAZZ&BLUES DAYS
Samstag, 23. März 2013
Bigband MKS Schaffhausen
Pats Big Band und
Kate Michaels
Little Martin
and the Roosters
Sonntagsbrunch,
24. März 2013
Sid Kucera
International Band
Kinder bis 14 Jahre
in Begleitung
Erwachsener GRATIS!
www.beringer-jazz-and-bluesdays.ch
IMPRESSUM
Verlag und Druck
Kuhn-Druck AG, Neuhausen
Dieter Mändli, [email protected]
Telefon +41 52 672 10 88
Redaktion Alfred Wüger
[email protected]
Telefon +41 52 670 01 30
Anzeigenverkauf Peter Aragai
[email protected]
Telefon +41 52 633 32 68
Layout Anja Künast, Gaby Hürlemann
Kooperationspartner
Meier + Cie AG, Schaffhausen
Adresse «Neuhauser Woche»,
Kuhn-Druck AG, Industriestrasse 43,
8212 Neuhausen am Rheinfall
Erscheinungsweise
Jeweils am Donnerstag
Anzeigenschluss Mittwoch, 9 Uhr
Auflage 5200 Exemplare, verteilt
in alle Neuhauser Haushaltungen
Online www.neuhauserwoche.ch
PERFOR MANCE
neutral
Drucksache
01-12-317927
myclimate.org
Die Vorarbeiten für den Tunnelvortrieb in der Enge sind schon ziemlich weit fortgeschritten! Bild: Hans Krapf
Tipp der woche
agenda
Do., 21. März
• Lesung mit Hanna
Scheuring, «Eine Frau
ist eine Frau ist eine
Frau», Frauen-Forum,
evang.-ref. Kirchgemeindehaus, 9–11 Uhr.
• Infoabend Frühlingszeit – Heuschnupfenzeit
Madeleine Mathei Binkert, Industriestrasse
43, 15.15–18 Uhr.
• Geistiges Heilen
• Venedig im
Schnee, Kinotheater
Central, 20 Uhr.
• Spielzeug und
Kinderartikelbörse,
Annahme der Artikel,
Flurlingen, Turnhalle,
17–19 Uhr.
• Chilekino, Hans
Küng «Das Judentum»,
Kirche Laufen, 20 Uhr.
Sa., 23. März
schaft, Rhyfallhalle,
8–17 Uhr.
• Spielzeug- und
Kinderartikelbörse,
Turnhalle, 10–12 Uhr.
So., 24. März
• Venedig im
Schnee, Kinotheater
Central, 17 Uhr.
• 15. Rhyfallcup,
Kunstturnerinnen,
Rhyfallhalle, 8–17 Uhr.
und Medialität, Anmeldung mit Namen
erwünscht an Telefon
079 450 34 07. Der
Abend wird nur durchgeführt bei genügend
hoher Teilnehmerzahl.
Zeit: 19.30–22.30 Uhr.
• Venedig im
Fr., 22. März
• 25. Beringer Jazz &
• Neuhuuser Märkt
Blues Days, Zimmerberghalle, 18.45 Uhr.
• Velofahren Pro
Senectute, ca. 40 Kilometer, Bad. Bahnhof,
13.30 Uhr.
• Big Band Project
MI., 27. März
13 mit Barbara
Balzan, Jestetten,
Gemeindehalle, 20 Uhr.
• Meitli-Technik-
auf dem Platz für alli
an der Zentralstrasse
34 in Neuhausen
am Rheinfall. Beginn
um 15.30 Uhr, Dauer
bis 19 Uhr. Mit einem
grossen Sortiment an
Frischprodukten und
Spezialitäten.
Schnee, Kinotheater
Central, 20 Uhr.
• Besuchsmorgen
im Gemeindewiesenschulhaus 1, «Wir
Artisten», ab 8.30 Uhr.
• 15. Rhyfallcup,
Kunstturnerinnen,
Kantonale Meister-
• Akkordeon-Orchester Schaffhausen,
Flurlingen, Restaurant
Rheintal, 13 Uhr.
DI., 26. März
Tage, Anmeldung
unter [email protected]
wibilea.ch oder Telefon +41 52 674 69 42,
Wibilea, 8–16.15 Uhr.
Besuchen Sie einen Gottesdienst! Wenn die Zeiger der Neuhauser Kirche so stehen wie auf
dem Bild oben, dann haben Sie
noch genügend Zeit, sich auf den
Weg zu machen, denn in der
reformierten Kirche beginnt der
Gottesdienst um 9.30 Uhr. Wann
waren Sie zum letzten Mal in der
Kirche? Dabei haben wir in
letzter Zeit so viel davon gehört,
dass gespart werden muss, dass
Pfarrstellen gefährdet sind, dass
viele aus der Kirche austreten
und so weiter. Was macht ein
Pfarrer eigentlich? Hat das, was
er am Sonntag von der Kanzel
verkündet, Hand und Fuss?
Was gibt es da zu hören? Was hat
die Kirche für soziale Aufgaben,
was würde fehlen, wenn die Neuhauser Kirchen, sagen wir, zu
Einkaufszentren umfunktioniert
würden? Solcherart Umnutzungen sind in Holland, in England,
in Skandinavien gang und gäbe.
Wenn uns jemand die Gretchenfrage stellt: «Sag, wie hast du’s
mit der Religion?», was sagen wir
dann? Wie viel wissen wir über
unsere eigene Kultur? (Wü.)