Brandenburgisches Ärzteblatt 11/2010

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Brandenburgisches Ärzteblatt 11/2010
www.laekb.de
Brandenburgisches
Ärzteblatt
Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg | 20. Jahrgang | November 2010
11 | 2010
Fotos: Claus Köhler/4iMEDIA
Jubiläum: Kammer feiert
20-jährige Erfolgsgeschichte
Symposium: Perspektiven der
medizinischen Versorgung
Seite 5
Seite 8
Ausstellung: „Ärzte als Künstler”
präsentieren ihre Arbeiten
Vorgestellt: Krankenhaus Forst
im Blickpunkt
Seite 10
Seite 24
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jährlich € 35,00; ermäßigter Preis für Studenten
€ 17,50. Einzelpreis € 3,35.
Inhalt
Brandenburgisches
Ärzteblatt
Offizielles Mitteilungsblatt der Landesärztekammer Brandenburg | 20. Jahrgang | November 2010
Kammerinformationen / Gesundheitspolitik
Seite 5
Jubiläumsveranstaltung: Landesärztekammer feiert 20-jährige Erfolgsgeschichte.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Impressionen: Festveranstaltung der LÄKB in Cottbus.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Berufspolitisches Symposium: Welche Perspektiven der medizinischen Versorgung gibt es in Brandenburg?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
Ankündigung: 8. Sitzung der Kammerversammlung (6. Legislaturperiode). . . 9
Porträtserie: „Ärzte als Künstler” – Brandenburgische Mediziner stellen ihre Kunstwerke aus. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Die ÄSQR informiert: Strahlenschutz der Augenlinsen bei der
Computertomo­graphie des Schädels.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Brandenburgs Vertragsärzte wählten neues Ärzteparlament. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
An der LÄKB erfolgreich abgeschlossene Weiterbildung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Termine: Nächste Sitzungen des Kammervorstandes. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Arzt und Recht
Steuertipp: Bundesverfassungsgericht kippt Arbeitszimmerregelung. . . . . . . . . 16
Aus der Fallsammlung der norddeutschen Schlichtungsstelle Heute: Nicht erkanntes Spätrezidiv eines Mammakarzinoms.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Fortbildung
Seite 8
Fortbildungsangebot.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
106. Jahrestagung der DGKJ: Erfolgreicher Kongress für die Kinder- und
Jugendmedizin.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Reliktzecken in ungewöhnlichen Biotopen: Haemaphysalis concinna in Ost-Brandenburg.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Aktuell
Brandenburgs Kliniken vorgestellt: Krankenhaus Forst GmbH.. . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Marketing im Gesundheitswesen: Werbung? Nein. Ausrichtung auf den Patienten? Ja... . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Seite 10
Rezensiert
Günter und Ralf Ewert: Gerhardt Katsch – Begründer des ersten deutschen Diabetikerheims und der Diabetikerfürsorge.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Das Erbe der Welt. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Personalia
Geburtstage im November. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Die LÄKB trauert.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
weitere Rubriken
Editorial.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4
Tagungen und Kongresse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
KVBB informiert.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
LUGV, Abteilung Gesundheit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 3
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editorial
Liebe Kolleginnen und liebe Kollegen,
Dipl.-Med. Hubertus Kruse
Foto: 4iMEDIA
die Sommer- und Urlaubszeit ist vorüber. Ärztemangel ist ein viel diskutiertes Thema. 1991 waren in Brandenburg
zirka 6.140 Ärzte gemeldet. Im Verlauf
von 20 Jahren war eine deutliche Zunahme auf fast 12.000 Ärzte im Jahr
2010 zu verzeichnen. Gleichzeitig stieg
der Rentneranteil in diesem Zeitraum
von zirka zwölf Prozent auf 23 Prozent.
Ein tatsächlicher Mangel an Ärzten ist
formal eigentlich nur in den berlinfernen Gebieten und entlang der OderNeiße-Linie zu verzeichnen. Hier sind
weder freie Kassenarztsitze noch freie
Stellen in den Krankenhäusern mangels
Bewerbern zu besetzen. Die ursprüngliche Lebensplanung der niedergelassenen Kollegen, durch den Verkauf der
Praxis an einen Nachfolger quasi ihre
Rente zu realisieren, erweist sich oft
nur noch als Illusion. In den Krankenhäusern ist die Situation nicht besser.
Krankenhäuser, denen es nicht gelingt,
Ärzte zu gewinnen, beziehungsweise die vorhandenen Ärzte zu halten,
werden als erste zunächst abteilungsweise, später komplett, schließen. Für
die Ärzte besteht sicher die Möglichkeit
der Anstellung in Nachbarkliniken. Das
mittlere medizinische Personal, die übrigen Krankenhausmitarbeiter, und nicht
zuletzt die wohnortnahe Versorgung,
gehen aber den Bach hinunter.
Das eigentliche Problem ist ein Mangel
an ärztlicher Arbeitszeit. Dafür gibt es
mehrere Gründe:
• Neue medizinische Strukturen und
Behandlungsmöglichkeiten wie Herzzentren, Reha-Kliniken, MDK et cetera erfordern mehr Personal.
• Die Umsetzung des Arbeitszeitgesetzes erfordert ebenfalls mehr Personal.
• Der zunehmende Anteil weiblicher
Kolleginnen ist, biologisch bedingt,
mit einer kürzeren Lebensarbeitszeit
verbunden.
• Nicht zuletzt hat sich auch die Einstellung der jüngeren Arztgeneration zur Freizeit und Familienplanung
verändert, es wird mehr Wert auf Lebensqualität gelegt.
• Die dramatisch zunehmende Bürokratie im niedergelassenen und angestellten Bereich vernichtet ärztliche
Arbeitszeit in Größenordnungen.
Bis auf den letzten Punkt sind oben
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genannte Dinge durchaus positiv zu sehen und nicht zu ändern.
Die Brandenburger Kliniken sind weitgehend modernisiert und technisch auf
dem neuesten Stand. Im niedergelassenen Bereich dürfte am Patientenklientel für eine Praxis ebenfalls kein Mangel sein. Warum kommen trotzdem so
wenige Ärzte nach Brandenburg? Und
wie könnte gegengesteuert werden?
Hier spielt sicher die peripher brachliegende Infrastruktur mit fehlenden Arbeitsplätzen und Perspektiven für Ehepartner und Kinder eine entscheidende
Rolle. Diese Seite ist nur durch die Landespolitik und Engagement auf Kreisund Kommunalebene zu verbessern.
Eine eventuelle Medizinische Fakultät in
Brandenburg wird am fehlenden Geld
scheitern; wäre aber sicher für die Bindung von Medizinstudenten an die Region von Vorteil. Eine Lenkung der Absolventen nach dem Medizinstudium,
wie zu DDR-Zeiten, ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Ein finanzieller
Anreiz zur Niederlassung in unterversorgten Gebieten mit zum Beispiel höheren Punktwerten dürfte in der Breite
der Ärzteschaft keine Mehrheit finden.
Brandenburger Krankenhäuser haben
keinen flächendeckenden Tarifvertrag
mehr. Theoretisch könnte eine Klinik
durch bessere Bezahlung Ärzte anwerben. Dies dürfte aber an den zu geringen Gesamteinnahmen des Krankenhauses scheitern.
Insgesamt mehr Ärzte auszubilden,
würde theoretisch eine höhere Nachfrage nach vorhandenen Stellen erwarten lassen. Ob diese Kollegen am Krankenbett beziehungsweise überhaupt in
Deutschland und auch in Brandenburg
ankommen, ist nicht sicher.
Was wird in Brandenburg unter anderem getan: Als einzige Landesärztekammer der Bundesrepublik unterstützt die
LÄKB die Ausbildung von Allgemeinmedizinern seit Jahren finanziell aus Beiträgen der Kammermitglieder. Dieser Beitrag wird durch die KV Brandenburg
und die Krankenkassen aufgestockt
und kommt seit Jahren der Ausbildung
von Allgemeinmedizinern in Brandenburg zu Gute. Ob diese Allgemeinmediziner dann aber auch in Brandenburg
bleiben, steht auf einem anderen Blatt.
Gemeinsam mit Krankenhäusern und
niedergelassenen Ärzten wurde eine
strukturierte Weiterbildungsmöglichkeit für Allgemeinmediziner geschaffen; aktuell konstituiert sich in Cottbus
ebenfalls eine Weiterbildungsakademie
mit diesem Ziel. Auftritte der LÄKB und
auch der KV in Berlin und Österreich
zwecks Werbung von Medizinern für
Brandenburg waren bisher kaum von
Erfolg gekrönt. Nicht zuletzt stützen
die KV und Krankenkassen die Niederlassung in unterversorgten Gebieten
mit bis zu 50.000 Euro. Insgesamt ist
das Verhältnis von LÄKB, KV, Krankenkassen und auch den Fachgremien im
Ministerium in Brandenburg durchaus
von gegenseitigem Respekt und kons­
truktiver Zusammenarbeit gekennzeichnet. Deprimierend ist die Erfahrung,
dass der eigene regionale Nachwuchs
nach erfolgreichem Medizinstudium
seit zehn bis 15 Jahren kaum in den
Brandenburger Randgebieten aufgetaucht ist.
Zum Thema Ärztemangel fand auf Einladung von Herrn Prof. Dr. med. Schie­
rack (CDU-Landtagsabgeordneter) am
29. September 2010 im Süden Brandenburgs, in Forst, eine Regionalkonferenz statt. Hier waren Vertreter von
Parteien, Krankenkassen, KV, LÄKB und
am Thema interessierte Krankenhäuser,
wie Cottbus und Guben, anwesend.
Folgende Punkte zur Linderung des
Ärztemangels wurden diskutiert:
• ärztlich geleitete MVZ als Struktur im
Sinne der früheren Poliklinik,
• Transport der Patienten zum Arzt,
weil nicht mehr überall Ärzte vorhanden sind,
• aber auch Transport des Arztes zum
Patienten (zum Beispiel Facharzt einen Tag in anderer Klinik oder MVZ).
• Telemedizin in der gesamten Breite
kann sicher ärztliche Arbeitszeit einsparen.
• AGnES verbesserte sicher die Sozialstruktur, wird aber kaum den Mangel
an ärztlicher Arbeitszeit lindern.
Eine zweite Regionalkonferenz im Norden Brandenburgs soll folgen, warten
wir ab, welche weiteren Ideen hier zur
Lösung des Problems beitragen können.
n Ihr Hubertus Kruse
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
Jubiläumsveranstaltung
Landesärztekammer feiert 20-jährige Erfolgsgeschichte
Zu ihrem 20-jährigen Bestehen
hatte die Landesärztekammer
Brandenburg (LÄKB) nach Cottbus
ins Radisson Blu Hotel eingeladen,
um in feierlicher Atmosphäre an
die bewegte Aufbauzeit der ärztlichen Selbstverwaltung zu erinnern. Zahlreiche geladene Gäste
aus Politik und Ärzteschaft kamen
nach Cottbus, um diesen Tag gebührend zu begehen. In ihren Ansprachen würdigten die Laudatoren vor allem das Engagement und
den Einsatz der LÄKB und ihren
Mitgliedern. Ein ganz besonderer
Höhepunkt der Veranstaltung war
dabei die Auszeichnung von Dr.
Udo Wolter, Präsident der LÄKB,
mit der Ehrennadel der Kammer.
Aufbau einer starken
Landesärztekammer
”Ich glaube, der Sommer und Herbst
1990 gehören zu den aufregendsten
Zeiten in meinem Leben.“ Mit diesen
Worten eröffnete Dr. med. Udo Wolter den festlichen Abend und gab einen Rückblick auf die ersten Stunden
der ärztlichen Selbstverwaltung in
Brandenburg. ”Vor 20 Jahren eilten
am 16. Juni 1990 42 Kolleginnen und
Kollegen aus den damaligen Bezirken
Cottbus, Frankfurt/Oder und Potsdam
nach Cottbus, um den Grundstein für
die spätere Landesärztekammer zu legen. Und obwohl uns die neuen Eindrücke fast erschlugen, konnte mit
der Unterstützung und dem Elan aller Beteiligten der manchmal schwierige Weg der Aufbauphase gemeistert
werden“, resümierte der Präsident und
ergänzte: “Mit der Wahl eines Vorstandes und der Erstellung einer Satzung
begann die Arbeit der damaligen Vereinigung Ärztekammer Land Brandenburg, die schließlich am 28. Juni 1990
ins Vereinsregister eingetragen wurde.
Die nächsten Schritte waren schnell
gemacht – die Ärztekammern der damaligen Bundesrepublik Deutschland,
besonders die Ärztekammern Westfalen-Lippe, Nordrhein, Saarland und
Berlin, standen uns intensiv bei Ordnungen und Satzungen zur Seite, so
Zahlreiche Gäste
reisten nach Cottbus,
um mit den Vertretern
der Ärzteschaft
Brandenburgs das runde
Jubiläum zu feiern.
dass wir langsam eine Vorstellung von
der Arbeit einer Ärztekammer bekamen. Die Kommunikation zwischen
Ost und West war nicht mehr aufzuhalten und einige von uns waren Gäste
des 93. Deutschen Ärztetages in Würzburg.“
Aufbau unserer Ärztekammer. Lassen
Sie uns deshalb den heutigen Abend
gebührend mit Kollegen, Freunden
und Gästen in diesem herrlichen Rahmen feiern.“
Ärztliche Selbstverwaltung
gemeinsam auf
In den vergangenen zwei Jahrzehnden Weg gebracht
ten, so der Präsident, haben alle Beteiligten viel geschaffen und erreicht –
vom Aufbau bis zur heutigen gut funktionierenden Kammer. Während dieser
Zeit gab es einige einschneidende Erlebnisse, die noch heute präsent sind.
„Darunter zähle ich auch die feierliche
Einweihung des Neubaus, an die sich
viele der Anwesenden sicherlich mit
Freude erinnern“, so Dr. Udo Wolter
weiter. „Wir können stolz auf unsere Arbeit sein und mittlerweile befindet sich die LÄKB in der Mitte der 6.
Legislaturperiode. Wir haben es also
geschafft. Wir sind 20 Jahre alt und
gehen unseren Weg als Dienstleister
mit großem Servicegedanken selbstbewusst in die Zukunft“, erläuterte der
Präsident und betonte: „Ich möchte
mich bei allen bedanken, die von Anfang an dabei waren. Dank den Gründungsmitgliedern, dem Interimsvorstand, den Mitarbeitern der Geschäftsstelle Cottbus, und auch denen, die bereits ihren wohlverdienten Ruhestand
genießen, für den kontinuierlichen
Die kontinuierliche und erfolgreiche
Zusammenarbeit unter allen Mitstreitern und Partnern lobten an diesem
festlichen Abend auch die Laudatoren
am Podium. ”Wir haben einiges voneinander gelernt und sind miteinander gewachsen. In den Anfangsjahren
war viel in Bewegung. Aber die Bundesärztekammer und die Landesärztekammer waren sich immer in einem
einig: Die Lebensbedingungen in Ost
und West sollen gleich sein. Die LÄKB
hat zwei Jahrzehnte stets bergauf gekämpft und wurde schnell zu einem
tragenden Pfeiler für die Bundesärztekammer. Und heute ist sie eine hoch
professionelle und kompetente Kammer“, erklärte Dr. med. Frank Ulrich
Montgomery, Vizepräsident der Bundesärztekammer und Präsident der
Ärztekammer Hamburg. ”Danke für
diese Erfahrung und die schöne Zeit.
Ich bin mir sicher, dass auch in Zukunft
die wachsenden Anforderungen einer
patientenorientierten Versorgung mit
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 5
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
Erfolg umgesetzt werden“, ist sich der
Mediziner sicher.
Seinen Worten schloss sich der Staatssekretär im Ministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz
(MUGV) des Landes Brandenburg, Dr.
med. Heinrich-Daniel Rühmkorf, in
seiner Rede an und ergänzte: ”Die große Herausforderung nach der Wiedervereinigung, eine bis dahin unbekannte
Struktur der Selbstverwaltung aus dem
einem bedeutungsvollen Partner in
der Gesundheitslandschaft unseres
Landes Brandenburg sowie zu einem
wichtigen unentbehrlichen Wegbegleiter der KVBB. Beide Institutionen sind
zwar räumlich getrennt, aber inhaltlich
eng miteinander verzahnt“, stellte der
Mediziner fest. „Durch die vertrauensvolle Beziehung zueinander haben wir
gemeinsam eine ärztliche Selbstverwaltung aufgebaut und Grenzen aus-
unserem Land. Hervorzuheben ist insbesondere der Einsatz im Bereich der
Ausbildung“, so der Kommunalpolitiker, der eine Frage in den Raum stellte:
„Was kann man tun, um Brandenburg
für junge Allgemeinmediziner attraktiv zu machen? Es liegt auf der Hand
– ein Institut gründen, um die Fachausbildung aus einer Hand zu sichern. Dr.
Udo Wolter berät die Stadt Cottbus bei
diesem Vorhaben und dafür möchte
ich ihm und der gesamten Ärzteschaft
aufrichtig danken. Die Kammer war
und ist immer ein wichtiger Kooperationspartner, um Projekte wie diese umzusetzen“, hob Szymanski hervor.
Besondere Auszeichnung:
Ehrennadel
für Dr. Udo Wolter
Wegbegleiter aus dem
Gesundheitswesen,
aber auch aus der
Politik nahmen an der
Festveranstaltung im
Radisson Blu Hotel in
Cottbus teil.
gelotet. Zusammen engagieren wir uns
für die Sicherung medizinischer Versorgung, für eine qualitative Ausübung
des Arztberufes, für die Ansiedlung
junger Ärzte und eine Einflussnahme
auf gesundheitspolitische Entwicklungen – und das mit Erfolg.“ Doch nicht
allein der Blick in die Vergangenheit
war aus Sicht des KV-Vorsitzenden
wichtig. Für ihn ist das Jubiläum auch
Anlass, einen Blick nach vorne zu richten – „denn das Gesundheitssystem ist
im Umbruch. Ich bin mir sicher, dass
wir mit einer engen koordinierten Zusammenarbeit auch die zukünftigen
Hürden erfolgreich bezwingen und uns
Enge Zusammenarbeit
für die Interessen der Kolleginnen und
der Körperschaften
Kollegen in Kliniken, Praxen und Verfortsetzen
sorgungseinrichtungen mit Freude und
Der Glückwunschreigen anlässlich Elan einsetzen werden“, so Dr. Hansdes 20-jährigen Jubiläums riss nicht Joachim Helming.
ab. Auch Dr. med. Hans-Joachim Helming, Vorsitzender des Vorstandes der Für das Engagement bedankte sich
Kassenärztlichen Vereinigung Branden- auch Frank Szymanski, Oberbürgerburg (KVBB), war der Einladung des meister der Stadt Cottbus. „Die LanKammervorstandes zur Festveranstal- desärztekammer ist für unsere Stadt
tung nach Cottbus gefolgt. „Die LÄKB eine bedeutende Beratungsinstanz
entwickelte sich im Laufe der Zeit zu und eine gute Adresse für Mediziner in
Nichts aufzubauen, und die medizinische Versorgung weiterhin zu gewährleisten, ist eine erstaunliche Leistung.
Vor allem, wenn man bedenkt, wie
schwierig es war, sich zu informieren
– Internet gab es ja noch nicht. Es war
nur dank des unermüdlichen Einsatzes
vieler Menschen möglich“, würdigte er
die geleistete Arbeit in Brandenburg
und blickte optimistisch auf die kommenden Jahre: ”Die konstruktive Zusammenarbeit in der Vergangenheit
ist die Basis für unsere erfolgreichen
Wege in der Zukunft.“
6 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
Für eine Überraschung zur Festveranstaltung sorgte der Vorstand der Landesärztekammer, als Vizepräsidentin
Elke Köhler den Präsidenten ans Rednerpult bat, um ihm die Ehrennadel
der Landesärztekammer Brandenburg
zu verleihen. Bislang war er es, der
Medizinern, die sich um die ärztliche
Selbstverwaltung im Land Brandenburg verdient gemacht hatten, diese
Auszeichnung überreichte. „Er war der
Mann der ersten Stunde und kämpft
seit 1990 an vorderster Front, um die
Interessen und Belange der Ärzteschaft
hier in Brandenburg zu vertreten. Seit
1996 ist Dr. Wolter Präsident unserer
Landesärztekammer und Mitglied in
zahlreichen Gremien. Sein Amt übt er
stets mit fachlicher Kompetenz, demokratischer Besinnung und großer Beliebtheit aus“, resümierte Elke Köhler.
An den Präsidenten gewandt, sagte
sie: „Im Namen des Vorstandes und
allen Mitgliedern der Kammer möchte
ich mich für deinen unermüdlichen Einsatz bedanken und dich für dein Engagement mit der goldenen Ehrennadel
auszeichnen.“ Sichtlich überrascht und
gerührt nahm Dr. Wolter die Auszeichnung entgegen: „Die Überraschung ist
gelungen und ich freue mich sehr über
diese Ehrung. Ich möchte mich an dieser Stelle bei den Rednern für Ihre ergreifenden Worte bedanken und wünsche uns allen einen schönen unvergesslichen Abend.“
n Julia Simon, 4iMEDIA
Fotos: Claus Köhler/4iMEDIA
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
Impressionen
Festveranstaltung der Landesärztekammer in Cottbus
Der Präsident der Landesärztekammer Brandenburg,
Dr. Udo Wolter, begrüßte die Besucher in Cottbus.
Überbrachte die Glückwünsche der BÄK:
Vizepräsident Dr. Frank Ulrich Montgomery
Staatssekretär Dr. Heinrich-Daniel
Rühmkorf würdigte die Aufbauarbeit
der Kammer.
Dr. Hans-Joachim Helming war als Vertreter der Kassenärztlichen
Vereinigung Brandenburg zu Gast.
Die anwesenden Gäste aus Gesundheitswesen und Politik verfolgten im Radisson Blu
Hotel interessiert die Reden der Laudatoren.
Vizepräsidentin Elke Köhler verlieh dem
Kammerpräsidenten die Goldene Ehrennadel der
Landesärztekammer Brandenburg.
Oberbürgermeister Frank Szymanski
dankte für das Engagement der
Kammer.
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 7
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
Berufspolitisches Symposium
Welche Perspektiven der medizinischen Versorgung
gibt es in Brandenburg?
"Um eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Versorgung zu
gewährleisten, brauchen
wir arztentlastende und
arztunterstützende Dienste", erklärte Staatssekretär Dr. Heinrich-Daniel
Rühmkorf.
Am 20. Oktober 2010 haben die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB)
und die Kassenärztliche Vereinigung
Brandenburg (KVBB) zum gemeinsamen Berufspolitischen Symposium
nach Potsdam eingeladen. Anlässlich
des 20-jährigen Bestehens der zwei
Körperschaften und der erfolgreichen
Zusammenarbeit in den letzten zwei
Jahrzehnten, richteten die geladenen
Referenten vor allem den Blick nach
vorne. Die zentrale Fragestellung war
dabei: Wie entwickeln sich neue Versorgungsstrukturen angesichts der zu
erwartenden demografischen Entwicklung vor allem im ländlichen Raum in
Brandenburg und wie gelingt es, Telemedizin und Palliativversorgung stärker darin einzubinden? Das Symposium diente dazu, mit der Ärzteschaft,
Vertretern der Landespolitik und der
Krankenkassen neue Perspektiven und
Lösungsansätze zu diskutieren und zu
entwickeln.
demografischen Entwicklung führte
Prof. Dr. Fritz Beske, Direktor des Fritz
Beske Instituts für Gesundheits-System-Forschung Kiel, in seinem Vortrag
näher aus. „Der demografische Wandel, bei dem in Zukunft immer weniger
Jüngere für immer Ältere arbeiten und
zahlen, sowie der medizinische Fortschritt werden dazu führen, dass die finanzielle Belastung derer, die arbeiten,
zunehmen wird. Der Beitragsatz von
heute 14,9 Prozent könnte auf mehr als
das Dreifache steigen“, erklärte Prof.
Beske und appellierte an die Zuhörer:
„Die nächsten 15 bis 20 Jahre werden
eine konfliktreiche Zeit sein, geprägt
von Auseinandersetzungen, was die
Gesetzliche Krankenversicherung noch
leisten kann. Aber ich betone: Wer Zukunft gestalten will, darf nicht warten,
bis er von der Zukunft eingeholt worden ist.“
Ärztemangel und
demografische Entwicklung
Dr. Hans-Joachim
Helming: Alle
Beteiligten sollten
offen für neue Wege
in der medizinischen
Versorgung sein.
Viele interessierte
Zuhörer fanden den Weg
zum Berufspolitischen
Symposium nach
Potsdam.
Bereits in den Eröffnungsreden der
Gastgeber Dr. Udo Wolter, Präsident
der LÄKB, und Dr. Hans-Joachim Helming, Vorstandsvorsitzender der KVBB,
war deutlich geworden, dass die medizinische Patientenversorgung in Brandenburg zwei strukturellen Herausforderungen gegenübersteht: zum einen
In seinen Ausführungen zum Thema
„Kooperationen und neues Denken“
berichtete Dr. Hans-Joachim Helming
über die Auswirkungen des Ärztemangels und problemorientierte Lösungen. „Wir sind mit der Tatsache konfrontiert, dass die junge Bevölkerung
die ländlichen Regionen verlässt und
zudem ein Mangel an Fachkräften
herrscht. Gleichzeitig steigt die Anzahl
der älteren Einwohner und somit der
Bedarf an medizinischer Versorgung.
zunehmender Ärztemangel auf dem Wie können wir also die zukünftige
Land und zum anderen eine altern- Patientenversorgung mit diesen Rahde Bevölkerung. Die Problematik der menbedingungen meistern?“, fragte
8 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
der Vorstandsvorsitzende und stellte in
diesem Zusammenhang sein Pilotprojekt eines „fachübergreifenden, ärzt-
Dr. Franz-Joseph Bartmann (l.) und Prof.
Fritz Beske waren zwei der von Kammer
und KVBB eingeladenen Referenten.
lichen Kooperationszentrums“ in Bad
Belzig vor. Bei diesem Lösungsansatz
handelt es sich um eine qualifizierte
Brückenverbindung zwischen stationärem und ambulantem Fachpersonal.
Auch Dr. Heinrich-Daniel Rühmkorf,
Staatssekretär im brandenburgischen
Ministerium für Umwelt, Gesundheit
und Verbraucherschutz (MUGV), erläuterte die Bedeutung einer qualitativ
hochwertigen und flächendeckenden
Versorgung. „Auch die Krankenhäuser
müssen ihre fachärztlichen Dienste für
ambulante Patienten anbieten. Besonders chronisch Kranke und multimorbide ältere Patienten können so besser
über einen längeren Zeitraum betreut
werden“, so der Staatssekretär.
Palliativmedizin und
Telemedizin – zukunftsorientierte Versorgungsstrukturen
Eine große Bedeutung in der Diskussion kam der Palliativmedizin und Telemedizin zu. In den Vorträgen von Dr.
Wilfried Pommerien, Ärztlicher Direktor des Städtischen Klinikums Brandenburg GmbH, und Dr. Franz-Joseph
Bartmann, Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein und Vorsitzender des Ausschusses Telematik der
Bundesärztekammer, wurde auf die
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
zukünftigen Entwicklungen, Möglichkeiten und neue Wege in den beiden
Themengebieten hingewiesen. „Aktuell werden weniger als 0,2 Prozent
der Gesundheitsausgaben von insgesamt 252 Milliarden Euro für die Palliativversorgung verwandt. Dieser An-
„Telemedizinische Verfahren verbreiten
sich bereits zunehmend – vor allem in
den Bereichen Telekonsultationen, Teleradiologie und Telemonitoring. Telemedizin ist somit die Zukunftsaufgabe
für die Ärzteschaft“, machte Dr. FranzJoseph Bartmann deutlich und wies
darauf hin, dass diese aber nicht als
Ersatz für konventionelle Versorgungsszenarien zu sehen sei, sondern als ergänzender Bestandteil. Zusammen – so
Dr. Bartmann – führe dies zu einer Steigerung der Behandlungsqualität.
Zukünftige Aufgaben
der beiden ärztlichen
Körperschaften
Dr. Wilfried Pommerien hob die
Bedeutung, die die Palliativmedizin in den
kommenden Jahren hat, hervor.
teil wird und muss höher werden, um
den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. In diesem Prozess ist
zu fordern: allgemeine Palliativversorgung stärken, ambulant vor stationär,
Weiterbildungen aller Professionen,
Forschung intensivieren und adäquate
Förderung“, betonte Dr. Wilfried Pommerien, der auch Mitglied des Kuratoriums der Akademie für Palliative Care
Brandenburg ist.
Auch die Bedeutung der Telemedizin im Gesundheitswesen wird
in den nächsten Jahren steigen.
Die beiden Bereiche Palliativversorgung und Telemedizin spielten auch in
den Schlussfolgerungen von Dr. Udo
Wolter eine wesentliche Rolle. „Die
Palliativversorgung gewährleistet eine
professionelle medizinische Qualität
am Lebensende in der häuslichen Umgebung. Daher ist es notwendig, dass
ein Netz von Palliativversorgungsangeboten existiert“, resümierte der Kammerpräsident und appellierte vor allem
an die Krankenkassen: „Die Gesundheitsausgaben sollten hier auch auf
0,5 Prozent ansteigen, um den zukünftigen Bedürfnissen gerecht zu werden.“ Ebenso befürwortete Dr. Wolter
den Einsatz der Telemedizin. „Sie ist ein
bedeutender Faktor für eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung,
wobei die Nähe zum Patienten beibehalten werden muss. Zudem sollten
Kammer und KVBB die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, wie sie mit
der Telemedizin umgehen“, so Dr. Udo
Wolter. Als Ausblick für die weiteren
Tätigkeiten der beiden Körperschaften richtete der Präsident bei der abschließenden Podiumsdiskussion sein
Wort an den Staatssekretär: „Wir würden uns wünschen, dass uns die Politik
in Zukunft noch mehr Gehör schenkt
und mit uns bei der Bewältigung der
bestehenden Versorgungslücken zusammenarbeitet. Wir haben bereits in
der Vergangenheit auf die kommenden
Ein offenes Ohr der
Politik für die Probleme
im Gesundheitswesen
wünschte sich Kammerpräsident Dr. Udo Wolter.
Probleme hingewiesen, ohne dass Lösungsansätze umgesetzt worden sind.
Nun müssen wir alle Kräfte bündeln
und daran arbeiten, dass strategische
Versorgungsstrukturen geschaffen
werden.“
n Julia Simon, 4iMEDIA
Fotos: 4iMEDIA
Ankündigung
8. Sitzung der Kammerversammlung (6. Legislaturperiode)
Termin: Samstag, 27. November 2010
Beginn: 10 Uhr
Veranstaltungsort: Hotel Berliner Ring
Adresse: Eschenweg 18,
15827 Blankenfelde-Mahlow
(Dahlewitz)
im Rahmen der Kammerversammlung
geehrt.
Teil der Novembertagung ist darüber hinaus der Haushaltsentwurf 2011,
über den die Delegierten abstimmen.
Auch zur Diskussion steht die Änderung der VerwaltungsgebührenordZum ersten Mal vergibt die Landes- nung für die Durchführung klinischer
ärztekammer Brandenburg (LÄKB) ei- Prüfungen mit Medizinprodukten.
nen Posterpreis, für den sich Ärzte
aus Brandenburg, die das 35. Lebens- In Vorbereitung auf den 114. Deutjahr noch nicht vollendet haben, be- schen Ärztetag wählen die Mitgliewerben konnten. Der Gewinner wird der der Kammerversammlung die
Delegierten, die Brandenburg im kommenden Jahr in Kiel vertreten.
Nach § 5 Absatz 5 der Hauptsatzung
der Landesärztekammer Brandenburg
vom 25. Juni 2003 haben die Mitglieder der Landesärztekammer Brandenburg nach Maßgabe der Geschäftsordnung Zutritt zur Kammerversammlung. Die Anzahl der Plätze ist jedoch
begrenzt.
n Anja Saller, 4iMEDIA
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 9
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
Porträtserie: „Ärzte als Künstler”
Brandenburgische Mediziner stellen ihre Kunstwerke aus
Künstlerisches Schaffen neben dem
medizinischen Arbeitsalltag – das
bedeutet für viele Ärzte entspannenden Ausgleich, geistige Erbauung und eine lebenslange Leidenschaft. Manchem Mediziner wird
die Kunst mit der Zeit gar zur unverzichtbaren meditativen Tätigkeit,
aus der Kunstwerke ersten Ranges
entstehen.
Dr. med. Günter Schulze
Um zahlreiche Exponate dieser künstlerisch aktiven Mediziner einem öffentlichen Publikum zugänglich zu
machen, organisierte die Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) in ihren
Räumlichkeiten eine Ausstellung unter
dem Titel „Ärzte als Künstler”. Noch bis
zum 31. März 2011 sind die Kunstwerke sieben ausstellender Mediziner des
10 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
Landes für alle Kunstinteressierten zu
sehen. Anlass genug, um in dieser und
den folgenden Ausgaben des Brandenburgischen Ärzteblattes die Menschen
hinter den künstlerischen Arbeiten vorzustellen.
stellte ich schon im Vorschulalter mein
Spielzeug aus Ton selbst her und fand
in der Töpferwerkstatt meines Vaters
einen hervorragenden Spielplatz. Und
obwohl ich später dann die schwierige
Aufnahmeprüfung als Maler und Modelleur in der Meißner PorzellanmanuJahrzehntelange Liebe
faktur bestand, habe ich mich damals
für ein Medizinstudium entschieden –
zur Kunst
und es nie bereut. Die Kunst, genauer
Zwei der ausstellenden Ärzte sind SR gesagt die Malerei und Plastik, nimmt
Dr. med. Manfred Tarnick aus Elster- einen sehr wichtigen Stellenwert in
werda und Dr. med. Günter Schulze meinem Leben ein.”
aus Cottbus, die sich bereits seit Jahrzehnten nebenberuflich voller BegeisDie Natur als Quelle der
terung der Kunst widmen. „AngefanInspiration
gen hat alles vor 40 Jahren mit einer
Plastik aus Gips, die ich ‚Schwester Dass das künstlerische Wirken oft mit
Erna‘ getauft habe – angelehnt an eine dem medizinischen Berufsalltag verKrankenschwester aus meinem medizi- bunden scheint, bestätigt Dr. Tarnick:
nischen Arbeitsalltag”, erinnert sich der „Als ich – inspiriert von Kunstzirkeln
pensionierte Facharzt für Haut- und und Künstlertreffen – anfing, mit meiGeschlechtskrankheiten, SR Dr. med. ner eigenen Kupferdruckpresse DruckManfred Tarnick. „Später dann begann grafiken zu erstellen, konnte ich zuich, Ölbilder zu malen – zunächst Mo- nächst Radierungen drucken. Darüber
tive von dem französischen Maler Hen- hinaus arbeitete ich die jeweiligen Mori Matisse. Nach und nach kreierte ich tive der Holzschnitte mit einem Skalpell
dann meine eigenen. Mittlerweile ist aus. Auch in meiner ehemaligen Pradie Kunst für mich zu einer regelrech- xis sind nahezu alle Wände mit meinen
ten Leidenschaft geworden.”
Bildern verziert. Was allerdings meine
Wahl der Themen betrifft, so lasse ich
Die Begabung für seine künstlerische mich eher von der Natur inspirieren.
Tätigkeit bekam Dr. med. Günter Schul- Hauptsächlich behandeln meine Arze, Facharzt für Frauenheilkunde und beiten figürliche und weniger abstrakGeburtshilfe und leitender Oberarzt im te Motive.”
Ruhestand, förmlich in die Wiege ge- Auch Dr. Schulze findet in der branlegt: „Ich stamme aus einer Familie mit denburgischen Natur, aber vor allem
jahrhundertealter Töpfertradition. So in der norddeutschen Küstengegend,
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
Anregungen für seine impressionistischen Bilder im Bereich der Landschafts- und Stilllebenmalerei. „Bei
meinen Plastiken überwiegen geschlossene Formen mit ruhenden und
besinnlichen Themen oder aber fragmentarische Darstellungen. Besonders
fasziniert mich zum Beispiel das Motiv des Schachspielers, dass ich schon
mehrfach in der Vergangenheit für Figuren verwendet habe”, erläutert Dr.
Günter Schulze, der trotz Ruhestand in
begenzter Stundenzahl immer noch als
Arzt in der Frauenklinik des Carl-ThiemKlinikums Cottbus tätig ist.
Künstler mit
Ausstellungserfahrung
Dr. med. Manfred Tarnick
„Vorwiegend meine Holzschnitte werden in der Landesärztekammer ausgestellt”, sagt Dr. Manfred Tarnick, der
schon während seiner aktiven medi-
die er neben seinen zahlreichen Skulpturen schon in vielen Ausstellungen in
ganz Deutschland und Polen ausstellte.
„Durch meine Freundschaften zu nam-
Kunstwerke in der Landesärztekammer
Brandenburg. In den nächsten
Ausgaben des Brandenburgischen
Ärzteblattes stellen wir den Lesern
zinischen Tätigkeit einen großen Teil
seiner Freizeit der Kunst widmete. „Bereits vorher habe ich mit meinen Arbeiten an verschiedenen Ausstellungen
teilgenommen. So konnte ich auch vor
fünf Jahren im Museum in Bad Liebenwerda einige meiner Werke ausstellen.
Es ist für einen Künstler ein schönes
Gefühl, wenn die Besucher vor den Bildern stehen und sie bewundern”, betont Dr. Tarnick, der neben der Ausstellung in der Kammer in diesem Jahr
auch eine Ausstellung anlässlich seines
75. Geburtstages in Elsterwerda hatte.
Dr. Günter Schulze zeigt in der LÄKB
eine Auswahl seiner Landschaftsbilder,
haften Bildhauern und Malern, wie
Theo Balden, Ernst Sauer oder Günter
Friedrich habe ich mich ständig weitergebildet. So sind im Laufe meiner Tätigkeit als nebenberuflicher Künstler
zahlreiche Exponate entstanden, die
Sammler im In- und Ausland gefunden haben. Die Kunst hat in jedem Fall
eben auch einen therapeutischen Aspekt: Sie setzt angenehme Impulse frei
und baut auf diese Weise Spannungen
und Konflikte ab.”
das künstlerische Schaffen von Dr.
med. Marina Brauer, Dr. med. Martina
Flöter, Dr. med. Sabine Lerche, Hasmik
Hovsepyan sowie Dr. sc. med. Ulf
Rüdiger Meinel vor.
Hinweis: Neben SR Dr. med. Manfred
Tarnick und Dr. med. Günter Schulze
zeigen fünf weitere Mediziner ihre
n Anne Barnitzke, 4iMEDIA
Die Ausstellung „Ärzte als Künstler”
ist noch bis 31. März 2011 in den
Räumen der Hauptgeschäftsstelle der
Landesärztekammer Brandenburg in
der Dreifertstraße 12 in Cottbus für
alle interessierten Besucher zu den
Geschäftszeiten geöffnet.
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 11
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
Die ÄSQR informiert:
Strahlenschutz der Augenlinsen bei der Computertomo­
graphie des Schädels
Prof. Dr. med. habil.
Claus-Peter Muth
Foto: CTK
Die Augenlinse des Menschen ist eines
der sensibelsten Organe des menschlichen Körpers und bedarf im Strahlenschutz einer besonderen Betrachtung.
Aus diesem Grund wurden stets Grenzwerte für die Belastung der Augenlinse
mit Strahlung ermittelt und durch die
International Commission on Radiation Units and Measurements (ICRU) bekannt gegeben. Als Beispiele seien hier
der Grenzwert für beruflich strahlenexponierte Personen in der Röntgenverordnung von 150 mSv angeführt, sowie der Schwellenwert für die messbare Trübung der Augenlinse von 0,5
– 2,0 Gy in der ICRU 60. Bei Patienten,
die sich auf Grund einer speziellen Erkrankung der Überwachung durch CTUntersuchungen befinden und somit
eine fraktionierte Dosis erhalten, beträgt der Schwellenwert für die messbare Trübung der Augenlinse 0,1 Gy
pro Jahr. Die durchschnittliche Strahlendosis der Augen beträgt bei einer
Schädeluntersuchung bei der, sich die
Augen im Nutzstrahlenfeld befinden,
ca. 50 mGy.
Protektoren war bisher die Akzeptanz Topogrammes. In dem Fall ist der Strahdieser bezüglich einer möglichen Ein- lenschutz erst nach dem Topogramm
schränkung der diagnostischen Aussa- anzulegen, da er sonst nicht als Schutz
Aus vorgenannten Gründen liegt ein
besonderes Bemühen um einen effektiven Strahlenschutz nahe. Dem Schutz
der Augen vor Strahlung bei der Schädel-CT wurde in der Zeit der SingleSlice CT-Technik durch die Kippung der
Gantry nachgekommen. Die Augen
aus dem Nutzstrahlenfeld herauszuhalten ist noch immer das effektivste Mittel. Bei Multi-Slice-Geräten mit mehr
als 4 Zeilen ist dies jedoch nicht mehr
möglich und wird geräteseitig teilweise
nicht mehr angeboten, so dass ein effizienter Augenschutz ohne zusätzliche
Maßnahmen nicht mehr gewährleistet
werden kann.
Zum Zweck des Strahlenschutzes
werden im Handel Protektoren aus
verschiedenen Materialien angeboten. Diese erreichen eine Dosiseinsparung an der Augenlinse von ca. 48 %
bei Protektoren aus Bi/Sb/Gd/W (Bismut/Antimon/Gadolinium/Wolfram)
und 38 % bei Bi-Protektoren (Bismut).
Das Problem bei der Benutzung der
Bei der Neubeschaffung eines Computertomographen oder bei Upgrades
der Software zu CT’s sollte man sich
dahingehend beraten lassen, welche
geräteseitigen Schutzmaßnahmen der
Hersteller anbieten kann. Es gibt Geräte, die ein Schädelprogramm haben,
welches mit einem partiellen Scan arbeitet. In diesem Fall wird die Strahlung
abgeschaltet, wenn sich die Augen im
direkten Nutzstrahlenfeld befinden. Dadurch erzielt man ebenfalls eine erhebliche Dosiseinsparung.
12 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
ge. Die Entwicklung des Protektorenmaterials wurde jedoch so weit fortgeführt, dass eine befundungsrelevante
Beeinträchtigung nur noch bei wenigen Indikationen vorhanden ist. Es gibt
bereits Studien, die belegen, dass die
Artefaktbildung der Protektoren im Bereich der Weichteildiagnostik keine Rolle mehr spielt. Bei der Skelettdiagnostik
sind die Protektoren speziell im Bereich
der Orbita bildwirksam. Inwieweit dieses die Diagnosefindung beeinträchtigen kann, muss der Radiologe anhand
der Indikationsstellung vor Beginn
der Untersuchung feststellen. Wie die
Handhabung in vielen Kliniken zeigt, ist
der Strahlenschutz der Augen grundsätzlich anwendbar. Indikationsabhängige Abweichungen sind möglich.
Deshalb sollte nunmehr der Grundsatz
bestehen, dass der Strahlenschutz immer zu legen ist, es sei denn, die Indikationsstellung lässt dies nicht zu.
wirksam ist und zu einer höheren Strahlenexposition führt. Für andere Möglichkeiten der Dosismodulation ist der
Hersteller zu befragen, so dass dieser
auch effektiv verwendet werden kann.
Zusammenfassend ist festzustellen,
dass die Mittel, einen effektiven Strahlenschutz der Augenlinse zu gewährleisten, vielfältig geworden sind. Von
Ein Problem, das bei der Anwendung der Industrie werden ausreichend Mögdes Protektors auftreten kann, ist der lichkeiten angeboten, die es nunmehr
Einsatz der Dosismodulation. Hier muss im Sinne des Patienten umzusetzen gilt.
der Betreiber berücksichtigen, wann
die Absorptionsunterschiede des zu n Prof. Dr. med. habil. C.- P. Muth
Vorsitzender der Ärztlichen Stelle
untersuchenden Organs ermittelt werRadiologie
den. Häufig erfolgt dies mittels des
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
Brandenburgs Vertragsärzte
wählten neues Ärzteparlament
3.791 Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten waren Anfang Oktober aufgerufen, die 30 Mitglieder der
VI. Vertreterversammlung der KV Brandenburg für die Wahlperiode 2011 bis
2016 zu wählen.
Insgesamt lag die Wahlbeteiligung
bei 55,12 Prozent. In der Gruppen der
zugelassenen und ermächtigten Ärzte
machten 55,9 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch, in der Gruppe der angestellten Ärzte 41,7 Prozent und bei
den zugelassenen Psychotherapeuten/
ermächtigten Krankenhauspsychotherapeuten waren es 63,8 Prozent.
Am 13. Oktober begann bereits um
14 Uhr die Auszählung der Stimmen,
die erst in den Morgenstunden des 14.
Oktober beendet war. An der Wahl beteiligt hatten sich drei Listen und ein
Einzelkandidat in der Gruppe der zugelassenen und ermächtigten Ärzte, zwei
Listen bei den angestellt tätigen Ärzten
sowie eine Liste in der Gruppe der Psychotherapeuten.
In der neuen Vertreterversammlung
erhielt der jetzige Vorstandsvorsitzende Dr. Hans-Joachim Helming die
meisten Stimmen. Sowohl der haus- als
auch der fachärztliche Versorgungsbereich ist mit je 15 Mitgliedern vertreten. Die Fachärzte für Allgemeinmedizin stellen zehn Vertreter, die Kinderärzte fünf, die Gynäkologen und Chirurgen jeweils drei, die Orthopäden,
Urologen, HNO-Ärzte und Augenärzte
jeweils zwei, die Psychotherapeuten
ein Mitglied.
MU/Dr.CS Peter Noack,
Facharzt für Chirurgie
Dr. med. Gerald Gronke,
Facharzt für HNO-Heilkunde
Dr. med. Andreas Huth,
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. med. Sabine Lerche,
Fachärztin für
Allgemeinmedizin
Dipl.-Med. Klaus-Dieter Priem,
Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Dr. med. Johannes Becker,
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. med. Holger Siggel,
Facharzt für Augenheilkunde
Catrin Steiniger,
Fachärztin für Urologie
Dr. med. Antje Nimtz-Talaska,
Fachärztin für Kinder- und
Jugendmedizin
Dipl.-Med. Ulrich Piatkowiak,
Facharzt für HNO-Heilkunde
Dipl.-Med. Jens-Uwe Köhler,
Facharzt für Kinder- und
Jugendmedizin
Dr. med. Ralph Schürer,
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. med. Torsten Braunsdorf,
Facharzt für Chirurgie
Dipl.-Med. Uwe Müller,
Facharzt für Urologie
Dr. med. Reinhold Schrambke,
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. med. Christine Gronke,
Fachärztin für Kinderund Jugendmedizin
Dipl.-Med. Michael Kirsch,
Facharzt für Orthopädie
Dipl.-Med. Gisela Polzin,
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Dipl.-Med. Frank-Ullrich Schulz,
Facharzt für Orthopädie
Dr. med. Hanjo Pohle,
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dipl.-Med. Birgit Köhler,
Fachärztin für Augenheilkunde
Dipl.-Med. Heinz Uhlmann,
Folgende Kolleginnen und Kollegen Facharzt für
sind in der neuen Vertreterversamm- Allgemeinmedizin
lung der KV Brandenburg:
Reiner Studt,
Facharzt für Frauenheilkunde
Dr. med. Hans-Joachim Helming,
und Geburtshilfe
Facharzt für Frauenheilkunde
und Geburtshilfe
Dr. med. Gerd Neubüser,
Facharzt für Kinder- und
Dipl.-Med. Andreas Schwark,
Jugendmedizin
Facharzt für Allgemeinmedizin
Dr. med. Björn Matthies,
Facharzt für Chirurgie
Kathrin Neubert,
Fachärztin für Allgemeinmedizin
Dr. med. Anke Speth,
Fachärztin für Kinder- und
Jugendmedizin
Dipl.-Psych. Hartmut Uhl,
Psychologischer Psychotherapeut
Einsprüche gegen die Gültigkeit der
Wahl können von Wahlberechtigten
bis zum 12. November 2010 schriftlich
beim Landeswahlausschuss erhoben
werden.
n Wolf-Rüdiger Boettcher
Landeswahlleiter
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 13
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
An der Landesärztekammer Brandenburg erfolgreich
abgeschlossene Weiterbildung
Chirurgie
Michael Glöckler
Orthopädie und
Unfallchirurgie
Bardia Bayat
Dr. med. Susann Borgwardt
Dr. med. Sven Hufnagel
André Kutz
Ulrike Schwarz
Frauenheilkunde und
Geburtshilfe
Dr. med. Eva Dorothea Hacker
Dr. Joanna Agnieszka Kramek-Schulz
Katharina Steer-Beck
Allgemeinmedizin
Dr. med. Adelheid Franz
Melanie Jahn
Dipl.-Med. Rita Kaireitis
Anja Vollnhals
Irene Warmuth
Selsa Damaris Watt
Innere und Allgemeinmedizin
Lydia Erhardt
Dennis Poser
Barbara Wenzel
Innere Medizin und
Rheumato­logie
Dr. med. Ludmila Winterholler
Innere Medizin
Irena Jarick
Dr. med. Mario Aussieker
Barbara Chlebanska
Dr. med. Adrienne Kröger
Florian Reichenberger
Dr. med. Katrin Semmler-Tazzioli
Dr. med. Theodoros Thomas
Kinder- und Jugendmedizin
Dr. med. Christiane Madloch
Dr. med. Eva Matzker
Cynthia Moreau
Physikalische und Rehabilitative Röntgendiagnostik – fachgebunMedizin
den
Steffen Ramoth
Dr. med. Thomas Barz
Spezielle Unfallchirurgie
Psychiatrie und Psychotherapie
Dr. med. Thoralf Wiegand
Gero Gandert
Tomasz Jacek Nowakowski
Ute Rittermeier
Tobias Schmitt
Ärztinnen und Ärzte, die mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sind,
Diagnostische Radiologie
bitten wir um rechtzeitige Mitteilung
Dr. med. Marcus Winter
an das Referat Weiterbildung schriftlich
oder telefonisch unter 0355 7801042,
Neonatologie
E-Mail: [email protected]
Mathias Müller
Homöopathie
Maria Hartenstein
Dr. med. Ingo Teichmann
Manuelle Medizin/Chirotherapie
Andreas Denecke
Naturheilverfahren
Dr. med. Anja Kötting
Ärztliches Qualitätsmanagement
Dr. med. Sebastian Graune
Diabetologie
Dr. med. Stefan Dostal
Dr. med. Ute Kracht
Intensivmedizin
Juta Mizar
André Mundt
Notfallmedizin
Dr. med. Winnie Berlin
Ralitza Ognianova Guergovska
Tobias Kaschel
Katrin Lewandowitz
Axel Mertens
Sylvia Nikisch
Dr. med. Michael Woitow
Dr. med. Marc Zoller
Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
Dr. med. dent. Eirini Rompola
Palliativmedizin
Baigal Kutzer
Dr. med. Michael Skierlo
Öffentliches Gesundheitswesen
Jens Heimann
Dr. med. Wiete Viererbe-Pohl
Physikalische Therapie und
Balneologie
Dr. med. Friedbert Herm
14 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
Termine
Nächste Sitzungen
des Kammervorstandes
Am 26. November trifft sich der Vorstand der Landesärztekammer Brandenburg (LÄKB) zu seiner Tagung in
Blankenfelde-Mahlow
(Dahlewitz).
Die Kammerangehörigen haben an
diesem Tag die Möglichkeit, mit den
Vorstandsmitgliedern direkt ins Gespräch zu kommen und Fragen sowie
Anliegen vorzubringen. Für den Termin werden die Mediziner um vorherige Anmeldung bei der Büroleiterin des
Präsidenten, Heike Wetterau, unter Telefon 0355 7801012 gebeten. Wie bisher erfahren Interessierte von ihr den
genauen Tagungsort sowie die Zeit des
Termins.
Zu seiner letzten Tagung in diesem
Jahr kommt der Vorstand am 4. Dezember in Burg zusammen. Auch hier
haben die brandenburgischen Ärzte
die Chance auf einen Termin mit den
einzelnen Vorstandsmitgliedern. Wenden Sie sich für die Anmeldung ebenfalls an das Büro des Präsidenten.
n Anja Saller, 4iMEDIA
Neueröffnung eines Ärztehauses
Kammerinformationen/Gesundheitspolitik
in Strausberg bei Berlin
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Gro
a
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ist eine florierende, wachsende Stadt im Landkreis Märkisch-Oderland östlich von Berlin
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Mail: [email protected]
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 15
Arzt & Recht
Steuertipp
Bundesverfassungsgericht kippt Arbeitszimmerregelung
Yvonne Stroisch
Torsten Feiertag
Fotos: Treuhand Hannover
Das Bundesverfassungsgericht hat
eine vor allem von Lehrern und Außendienstmitarbeitern lang erwartete Entscheidung gefällt: Die Karlsruher Richter kippten das seit 2007
geltende Abzugsverbot für Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer. Wenn für die betriebliche
oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung
steht, verstößt das Abzugsverbot
gegen Artikel 3 des Grundgesetzes.
Der Gesetzgeber ist nun verpflichtet, rückwirkend auf den 1.1.2007
eine verfassungsgemäße Neuregelung zu schaffen. Auch für Ärzte ist
das Urteil von Interesse.
Seit 2007 können Aufwendungen für
ein Arbeitszimmer steuerlich nur noch
berücksichtigt werden, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildet.
Bis 2007 war immerhin ein Abzug bis
1250 Euro möglich, wenn für die Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur
Verfügung stand oder wenn die betriebliche oder berufliche Nutzung des
JAHRE
Fachkompetenz
Praxis- und Patientenbedarf
Gewinner 2008
Bestes
Sanitätshaus
Deutschland
Praxisplanung, Praxiseinrichtung, Medizintechnik,
Medizintechnische Wartung und Service (MEDGV),
Praxis- und Patientenbedarf, Sprechstundenbedarf,
Rehatechnik u.v.m.
Servicetel. 03531-799065
medizintechnik-kroeger.de
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16 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
Arbeitszimmers mehr als 50 Prozent
der gesamten Tätigkeit betrug. Ein voller Abzug war möglich, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten beruflichen Tätigkeit bildete.
Mit dem Steueränderungsgesetz
2007 wurde die beschränkte Abzugsmöglichkeit abgeschafft. Dagegen
klagte ein Hauptschullehrer, dem in der
Schule für die Vor- und Nachbereitung
des Unterrichtes kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung stand. Das Bundesverfassungsgericht gab ihm Recht.
Jetzt ist der Gesetzgeber gefragt. Es
kann sein, dass der Gesetzgeber die
bis 2007 geltende Regelung wieder
aufleben lässt. Denn das Bundesverfassungsgericht hat eine Beschränkung
des Abzugs der Höhe nach (also auf
1250 Euro) nicht moniert. Als verfassungskonform hat das höchste Gericht
auch die Abschaffung der Ausnahmeregelung „mehr als 50 Prozent der
gesamten Tätigkeit findet im Arbeitszimmer statt = Abzug von bis zu 1250
Euro“ eingestuft.
Es ist daher fraglich, ob der Gesetzgeber die alte, bis 2007 geltende Regelung in vollem Umfang wieder aufleben lässt oder einen beschränkten Abzug zum Beispiel bis zu 1250 Euro nur
für die Fälle zulässt, in denen kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Dann würde zum Beispiel ein Richter,
der einen Arbeitsplatz im Gericht hat,
aber zu mehr als 50 Prozent in seinem
häuslichen Arbeitszimmer tätig ist, leer
Arzt & Recht
Handlungsbedarf
Einkommensteuerbescheide enthalten
seit April 2009 einen sogenannten Vorläufigkeitsvermerk. Damit brauchten
die Steuerzahler bei Nichtanerkennung
eines Arbeitszimmers keinen Einspruch
einlegen. Wenn ein solcher Vorläufigkeitsvermerk im Bescheid enthalten
ist, können die Aufwendungen für das
Arbeitszimmer auch beim Finanzamt
noch nachgemeldet werden.
Bei Bescheiden, die vor April 2009
verschickt wurden (zum Beispiel Steuerbescheid für 2007 in 2008), musste
im Wege des Einspruchs gegen eine
Nichtanerkennung des Arbeitszimmers
vorgegangen werden. Wurde kein Einspruch eingelegt, kann nur noch eine
Änderung des Bescheides erreicht werden, wenn der Bescheid einen Vorbehalt der Nachprüfung enthält.
Abwarten bis zur
Neuregelung?
Das Bundesfinanzministerium hat
bereits mit einem Schreiben vom 12.
August 2010 auf den Beschluss des
BVerfG reagiert und im Interesse der
Bürger sowie aus verwaltungsökonomischen Gründen die Möglichkeit geschaffen, dass Steuerpflichtige schon
jetzt Aufwendungen geltend machen
können. Bürger können vor Verabschiedung einer neuen Gesetzesregelung einen Antrag auf Berücksichtigung der Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer stellen, wenn kein
anderer Arbeitsplatz zur Verfügung
Mit dem Betrag von 1250 Euro orientiert sich die Finanzverwaltung an der
bis einschließlich 2006 geltenden Regelung, wonach ein Abzug bis 1250
Euro möglich war, wenn für die Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur
Verfügung stand. Da das BVerfG diese Grenze als verfassungsgemäß anerkannt hat, ist nicht damit zu rechnen,
dass der Gesetzgeber davon deutlich
abweicht, vor allem sicherlich nicht
nach unten.
Kontakt:
Treuhand Hannover GmbH
Steuerberatungsgesellschaft
StB Torsten Feiertag
Niederlassungen Berlin, Bernau,
Neuruppin, Potsdam
Tel. 030 315947-0
E-Mail:
[email protected]
StB Yvonne Stroisch
Niederlassung Cottbus
Tel. 0355 38052-0
E-Mail:
[email protected]
Weitere Infos unter
www.treuhand-hannover.de
2. Brandenburger Krebskongress
2011
25. - 26. Februar
am
Auch Ärzte können betroffen sein.
Beispiel: Ein selbständiger Arzt hält neben seiner Tätigkeit in der Praxis Vorträge an der Uni. Für die Vorbereitung
dieser Tätigkeit steht ihm nur das häusliche Arbeitszimmer zur Verfügung. Da
der Arzt für die Vortragstätigkeit keinen anderen Arbeitsplatz hat, kann er
die Aufwendungen für das häusliche
Arbeitszimmer von den Einnahmen für
seine Vortragstätigkeit abziehen.
Aber auch wer die gesetzliche Neuregelung abwarten möchte, hat keine
Nachteile und muss auch gegen jetzt
ergehende Einkommensteuerbescheide keinen Einspruch einlegen. Die Bescheide werden weiterhin mit einem
Vorläufigkeitsvermerk versehen, so
dass die Aufwendungen für das Arbeitszimmer beim Finanzamt auch
noch nachgemeldet werden können.
Pot
sd
Ärzte und Arbeitszimmer
steht. Die Aufwendungen werden
dann vorläufig bis zu einem Betrag von
1250 Euro als Betriebsausgaben oder
Werbungskosten berücksichtigt. Ohne
ausdrücklichen Antrag reagiert das Finanzamt allerdings nicht. Durch die
Verfahrenweise der Finanzämter wird
einer gesetzlichen Regelung nicht vorgegriffen. Es kann durchaus sein, dass
der Gesetzgeber eine andere Höchstgrenze festlegt. Daher werden die
Steuerbescheide mit einem entsprechenden Vorläufigkeitsvermerk versehen.
kon Kr BB
gre ebs
ss
ausgehen. Anders sieht es aus, wenn
der Richter eine unabhängig von seiner Haupttätigkeit wissenschaftliche
Nebentätigkeit ausübt und ihm dafür
kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht.
Onkologie
im Land Brandenburg –
Herausforderungen
eines Flächenlandes
www.lago-brandenburg.de
www.tumorzentrum-brandenburg.de
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Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 17
Arzt & Recht
Aus der Fallsammlung der
norddeutschen Schlichtungsstelle
Heute: Nicht erkanntes
Spätrezidiv eines Mammakarzinoms
Patientinnen mit primär erfolgreich
behandeltem Mammakarzinom haben trotz adjuvanter Therapiemaßnahmen ein Rezidivrisiko auch jenseits der 5-Jahres-Überlebenszeit,
das für das Stadium I mit sieben
Prozent, für das Stadium II mit elf
Prozent und für das Stadium III mit
13 Prozent angegeben wird. Spätrezidive beziehungsweise -metastasen
sind relativ selten, können jedoch im
Einzelfall noch bis zu 25 Jahre nach
Erstdiagnose und Primärtherapie eines Mammakarzinoms auftreten.
Kasuistik
Bei der 1960 geborenen Patientin war
im Dezember 1993 wegen eines Mammakarzinoms rechts eine brusterhaltende Operation mit Axilladissektion
im Stadium pT1c pN1 M0 mit anschließend adjuvanter Chemo- und Radiotherapie durchgeführt worden. Nachsorgeuntersuchungen in der Folgezeit
blieben zunächst ohne pathologische
Befunde. Im Januar 2005 wurde ein
Anstieg des Tumormarkers CA 15-3 beobachtet. Die deshalb kurzfristig in der
Frauenklinik veranlasste Untersuchung
mit bildgebender Diagnostik (unter
anderem Mammographie, RöntgenThorax, Ultraschall Leber, Skelettszintigraphie) ergab keine Hinweise auf Lokalrezidiv, Metastasen oder ein Zweitkarzinom. Die Patientin war zu diesem
Zeitpunkt ohne konkrete Beschwerden.
Am 11. April 2005 stellte sich die Patientin wegen seit einigen Wochen
zunehmenden Hustenreizes bei ihrem
Hausarzt vor, der noch am gleichen
Tag eine Röntgenuntersuchung der
Thoraxorgane veranlasste. Der radiologische Befund war unauffällig. Mit
diesem Ergebnis und anhaltendem
Hustenreiz kam die Patientin am 29.
April 2005 in Behandlung eines Facharztes für Pulmologie. Spezielle Untersuchungen führten zur Diagnose einer
18 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
bronchialen Hyperreagilibität. Diese
Diagnose wurde nach einer Bronchoskopie am 26. Mai 2005 auf „hypersekretorische Bronchitis“ ergänzt beziehungsweise modifiziert. Eine symptomatische Behandlung wurde eingeleitet. Anlässlich der nächsten Vorstellung bei diesem Arzt am 11. Juli 2005
berichtete die Patientin über anhaltend
starke Hustenanfälle und zusätzlich
aufgetretene Thoraxschmerzen. Lungenfunktionsuntersuchungen zeigten
eine restriktive Ventilationsstörung.
Die symptomatische Behandlung wurde intensiviert. Am 18. August 2005
kam es bei anhaltenden beziehungsweise progredienten Atembeschwerden zur erneuten Vorstellung bei dem
Pulmologen, der die Fortführung der
bisherigen Behandlungsmaßnahmen
empfahl.
Tumorkrankheit auf akzeptablem Niveau erhalten.
Die Patientin beanstandete die Behandlung durch den Pulmologen ab
29. April 2005 und wandte sich an die
Schlichtungsstelle. Die Lungen- und
Pleurametastasierung sei fehlerhaft
nicht erkannt worden. Das habe zu
einer erheblichen Einschränkung ihrer
Lebensqualität über einen Zeitraum
von zirka vier Monaten bis zur Einleitung der adäquaten Therapie geführt.
Der von der Schlichtungsstelle beauftragte Gutachter kam zu folgenden
Feststellungen:
Die am 29. April und 26. Mai 2005
von dem Pulmologen durchgeführten diagnostischen Maßnahmen und
die von ihm zu diesem Zeitpunkt gestellten Diagnosen der nicht-malignen
Lungenerkrankung (bronchiale Hyperreagibilität nach Inhalation von Histamin, hypersekretorische Bronchitis in
der Bronchoskopie) seien nachvollziehbar und nicht zu beanstanden. Auch
mit dem insoweit eingesetzten Therapiekonzept wären keine geltenden
Standards missachtet worden. Bei der
Vorstellung am 11. Juli 2005 sei – bei
fehlender Besserung der Beschwerdesymptomatik und zusätzlicher Angabe von Thoraxschmerzen – in der
Lungenfunktionsuntersuchung eine
zwischenzeitlich neu aufgetretene Res­
triktion feststellbar gewesen. An diesem Tag hätten die initialen Diagnosen
Anlass zu kritischem Überdenken geben müssen. Eine radiologische Diagnostik sei am 11. Juli 2005, spätestens
aber am 18. August 2005 erforderlich
gewesen. Das wäre fehlerhaft unterlassen worden.
Am 20. August 2005 traten als neues
Symptom Sehstörungen auf. Die vom
konsultierten Augenarzt sofort veranlasste Kernspintomographie des Kopfes
zeigte tumoröse Veränderungen im
Bereich der Aderhaut links. Das führte
kurzfristig zur stationären Einweisung
und Diagnose einer ausgedehnten
Metastasierung (Tumorbefall am Augenhintergrund links, Pleura mit malignen Ergüssen, Lungen beiderseits
sowie Wirbelsäule). Die Histologie von
Pleurabiopsien sprach für Metastasen
eines Mammakarzinoms. Eine systemische Chemotherapie, die Behandlung
mit Bisphosphonaten und eine lokale
Bestrahlung des linken Auges wurden
eingeleitet. Innerhalb weniger Wochen
kam es zu deutlich gebesserter Befindlichkeit. Ein Jahr später, im Oktober
2006, waren die Sehkraft des linken
Auges weitgehend unbeeinträchtigt,
die Pleuraergüsse nicht mehr nachweisbar, die noch immer weitgehend
asymptomatischen Lungen- und Wirbelsäulenmetastasen in bildgebender Diagnostik nicht progredient und In seiner Stellungnahme macht der
die Lebensqualität in Kenntnis der in Anspruch genommene Pulmologe
Arzt & Recht
geltend, dass die am 11. Juli 2005
von der Patientin berichteten Thoraxschmerzen aus seiner Sicht Folge der
Hustenanfälle waren. Das Ergebnis der
Tumormarker-Bestimmung von Januar
2005 sei ihm nicht bekannt gewesen.
In Kenntnis dieses Befunds hätte er sofort eine weiterführende Diagnostik
eingeleitet.
Die Entscheidung der
Schlichtungsstelle:
Es ist davon auszugehen, dass es bei
der Patientin ab Anfang 2005 zu einer
langsam progredienten und bis April
2005 in der konventionellen Röntgendiagnostik noch nicht nachweisbaren
Lungenmetastasierung des 1993 erfolgreich behandelten Mammakarzinoms kam. Mit dieser Annahme vereinbar sind der im Januar 2005 festgestellte Anstieg des Tumormarkers
und der kurzfristig danach neu aufgetretene Hustenreiz. Derartig verzögerte Verlaufsformen von Tumorkrankheiten sind selten. Sie kommen
jedoch – insbesondere bei der Häufigkeit zunächst erfolgreich behandelter
Mammakarzinome bei jungen Frauen
– in der täglichen Praxis vor und ihre
Manifestationen müssen von Fachärzten in die differenzialdiagnostischen
Überlegungen einbezogen werden. In
Übereinstimmung mit dem Gutachter
ist feststellbar, dass die am 29. April
und 26. Mai 2005 von dem Internisten gestellten „konkurrierenden Diagnosen“ der nicht-malignen Lungenerkrankungen sowie seine darauf basierenden therapeutischen Maßnahmen
hinsichtlich der Prognose gehabt. Eine
Heilung wäre auch im Juli 2005 nicht
mehr möglich gewesen. Ziel aller Behandlungsmaßnahmen konnte es damit – wie im August 2005 – lediglich
sein, die Beschwerden zu lindern und
das Fortschreiten der Erkrankung zu
verlangsamen. Zu einer Beeinträchtigung der Lebenserwartung ist es nicht
gekommen. Der vermeidbare Fehler
hat jedoch zu einer Verlängerung der
Bei der nächsten Vorstellung am Krankheitsdauer der Patientin von fünf
11. Juli 2005 musste jedoch zur Kennt- Wochen bis zum Beginn der erfordernis genommen werden, dass trotz der lichen Therapiemaßnahmen geführt.
bisher durchgeführten Therapie keine
Besserung der Beschwerdesymptoma- Die Schlichtungsstelle hielt Schadentik zu verzeichnen war. Zusätzlich wur- ersatzansprüche in diesem Rahmen für
den von der Antragstellerin jetzt auch begründet und empfahl eine außergeThoraxschmerzen beklagt. An diesem richtliche Regulierung.
Punkt hätte die initiale Diagnose der
nicht-malignen
Lungenerkrankung
überprüft werden müssen, zumal auch n Anschrift des Verfassers:
Professor Dr. med. Herbert Rasche
die mittlerweile eingetretene RestrikÄrztliches Mitglied der Schlichtungsstelle
tion in der Lungenfunktionsprüfung
für Arzthaftpflichtfragen der
hiermit nicht mehr vereinbar war. Der
norddeutschen Ärztekammern
Hans-Böckler-Allee 3
Verzicht auf eine Röntgen-Kontrollun30173 Hannover
tersuchung der Thoraxorgane am beziehungsweise kurzfristig nach dem
11. Juli 2005 ist als vermeidbarer Behandlungsfehler (Befunderhebungs- Hinweis:
mangel) zu klassifizieren. Es ist davon Weitere Fälle aus der norddeutschen
auszugehen, dass bei weiterführen- Schlichtungsstelle finden Interessierder Diag­nostik am 11. Juli 2005 – also te im Internet unter www.laekb.de,
etwa fünf Wochen früher als tatsäch- Rubrik ‚Arzt‘ – ‚Kasuistiken‘.
lich erfolgt – die Lungen- beziehungsweise Pleurametastasierung nachgewiesen worden wäre. Die frühzeitigeAlle Fälle entstammen der gemeinsare Diagnose hätte allerdings unter Be- men Fallsammlung der neun Mitgliedsrücksichtigung der zu diesem Zeitpunkt kammern der norddeutschen Schlichbereits anzunehmenden Ausdehnung tungsstelle.
der Tumorkrankheit keine Auswirkung
nachvollziehbar und nicht zu beanstanden sind. Selbst in Kenntnis erhöhter Tumormarker wäre der Arzt unter
Berücksichtigung der weiteren Befunde (unter anderem Röntgen-Thorax
unauffällig, Prick-Test, Bronchoskopie)
berechtigt gewesen, seine initial gestellten Diagnosen zu favorisieren und
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fortbildung
106. Jahrestagung der DGKJ
Erfolgreicher Kongress für die Kinder- und Jugendmedizin
Zum 106. Mal trafen sich im September Experten aus Medizin,
Politik und Industrie auf dem Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e. V. (DGKJ). Mit der Wahl
Potsdams fand der DGKJ-Kongress erstmals in Brandenburg
statt. Inmitten der Kulissen des
Babelsberger Filmstudios nahmen gut 3000 Teilnehmer an ausgebuchten Workshops und über
100 Veranstaltungen teil. Damit
war die Tagung der größte wissenschaftliche Kongress, der sich
bisher im Land Brandenburg ereignet hat. Aber nicht nur die außergewöhnliche Tagungsstätte
machte den Kongress zu etwas
Besonderem, sondern auch die
Teilnahme des Bundesgesundheitsministers Dr. Philipp Rösler.
Tagungspräsident Prof. Dr. Michael Radke zieht im Brandenburgischen Ärzteblatt ein Resümee des
Kongresses in Potsdam.
Kongress der Deutschen Gesellschaft
für Kinder- und Jugendmedizin teilgenommen hat. Von daher war es für
uns eine besondere und große Ehre,
nicht mehr aufrecht erhalten. Es geht
also nicht nur um die Wissenschaft,
sondern auch um die Frage, wie man
die Patientenversorgung sicherstellt.
Bild links: Mit Dr. Philipp
Rösler nahm erstmalig ein
Bundesgesundheitsminister an einer DGKJ-Tagung
teil.
Bild Mitte: Prof. Dr.
Michael Radke organisierte die 106. Jahrestagung.
Bild rechts: Brandenburgs
Ministerpräsident
Matthias Platzeck verwies auf eine stärkere
Kooperation in der kinderärztlichen Versorgung.
Fotos: Deutsche Gesellschaft für
Kinder- und Jugendmedizin
dass Herr Rösler bei diesem Kongress,
der erstmalig in Brandenburg stattfand, anwesend war. Herrn Platzeck
liegt die Kindermedizin und die kinderärztliche Versorgung am Herzen,
so dass seine Teilnahme, so denke
ich, für ihn selbstverständlich war.
1. Herr Prof. Radke, wie fällt Ihr
Fazit von der 106. Jahrestagung 3. Welche Signale gab es für die
der DGKJ aus?
Zukunft der kinderärztlichen Versorgung aus der Politik?
Die Tagung war ein großer Erfolg. Ich
habe aus dem gesamten Bundesge- Der Bundesgesundheitsminister will
biet viele positive Rückmeldungen er- sich dafür einsetzen, dass zum einen
halten – sowohl über den Inhalt und die fachgerechte Versorgung der Kindie Themenauswahl der Tagung als der durch Kinderärzte sichergestellt
auch über das außergewöhnliche ist und zum anderen sogenannte
Ambiente. Im Gegensatz zu den sonst Spezialambulanzen nachhaltig uneher etwas „sterilen“ Umgebungen terstützt werden. Dies ist vor allem
bot der Babelsberger Filmpark eine für Brandenburg wichtig, da wir nicht
besondere Atmosphäre, was auch ausreichend viele Spezialambulanzen
von den Teilnehmern gut angenom- haben. Ministerpräsident Platzeck hat
men wurde.
sich mit Bezug auf Brandenburg klar
zur Überwindung alter Strukturen hin
2. Mit Bundesgesundheitsminister zu neuen Organisationsformen beDr. Philipp Rösler und Branden- kannt. Er hat auf die demografischen
burgs Ministerpräsident Matthias Probleme Brandenburgs als FlächenPlatzeck waren gleich zwei hoch- land hingewiesen und eine neue
rangige Politiker in Potsdam ver- Form der sektorübergreifenden Betreten. Gab es schon immer eine handlungen, sprich stärkere Koopesolch starke Beteiligung aus der rationen zwischen Krankenhäusern,
Politik?
Kinderabteilungen und Kinderärzten,
gefordert. Aufgrund der Demografie
Es war das erste Mal, dass ein Bun- lässt sich ein Parallelsystem von stadesgesundheitsminister an einem tionärer und ambulanter Versorgung
4. Unter dem Stichwort „Agenda
2020“ gab es eine gesonderte Plenarsitzung zur Sicherung der medizinischen Versorgungsqualität
für Kinder in Deutschland in der
Zukunft. Wo besteht vor allem in
Brandenburg Handlungsbedarf?
Ein wichtiges Problem ist nach wie
vor die fachgerechte Versorgung
chronisch kranker Kinder in den sogenannten äußeren Entwicklungsräumen, wie der Lausitz oder der Uckermark. Diese muss noch besser organisiert werden, um den Eltern und
Kindern stundenlange Anfahrtswege
zu ersparen. Ein zweiter wichtiger
Punkt, dem wir uns in Zukunft widmen müssen, ist die Geburtsmedizin.
Aufgrund der Demografie und des
Geburtenrückgangs wird es in zehn
Jahren kaum noch Kinderärzte in der
Peripherie geben. Es ist fraglich, ob
kleinere Geburtsstationen ohne Kinderarzt überhaupt eine qualitätsgesicherte Geburtsmedizin gewährleisten
können. Dies sind Probleme in allen
Flächenländern Deutschlands, die
aber im Land Brandenburg besonders
akut sind und denen sich alle Beteiligten annehmen müssen.
n Mit Prof. Dr. Michael Radke sprach
Carina Brümmer, 4iMEDIA.
Hintergrund:
Der 106. Jahreskongress der DGKJ fand
vom 16. bis zum 19.
September 2010 in
Potsdam statt. Inhaltliche Schwerpunkte
der über 100 Veranstaltungen waren
unter anderem Themen aus der Kindergastroenterologie
und der Ernährungsmedizin. Ebenfalls im
Mittelpunkt standen
die Diagnostik und
Behandlung
chronisch-entzündlicher
Darmerkrankungen
sowie Probiotika und
Präbiotika in der Frühund Neugeborenenmedizin.
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 21
fortbildung
Reliktzecken in ungewöhnlichen Biotopen
Haemaphysalis concinna in Ost-Brandenburg
T. Talaska, B.Horitz, M. Faulde
Institut für durch Zecken übertragbare Krankheiten e.V. Brieskow-Finkenheerd
Zentrales Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Koblenz
Abb. 1: Haemaphysalis
concinna, adult,
männlich, Juni 2009,
leg. B. Horitz,
Brieskow-Finkenheerd;
det. M. Faulde, Koblenz
Foto: P. Pleul, dpa.
Auf Grund des Klima- und Umweltwandels sind auch in unseren Breiten
neue Vektoren für Infektionskrankheiten zu beobachten. Ixodes ricinus
(Akari, Ixodidae), der Gemeine Holzbock, war über viele Jahrzehnte die
häufigste und verbreitetste Zeckenart,
die faktisch 100 % der beobachteten
freilebenden Zeckenfauna ausmachte.
Haemaphysalis concinna, die Relikt­
zecke, war ursprünglich hauptsächlich
in Osteuropa und Asien verbreitet; selten, sylvatisch und lediglich fokal vorkommend in Mitteleuropa bis Nordost-Frankreich. Aus der Literatur um
die Jahrhundertwende des 19. Jahrhunderts geht hervor, dass die Reliktzecke auch in Deutschland in abgelegenen Laub- und Mischwaldgebieten an
Wildtieren gelegentlich zu finden war.
Für den Raum Leipzig wurden 1990
vereinzelte Funde von Haemaphysalis concinna beschrieben. Nördlicher
wurde diese Zeckenart in Deutschland
bisher nicht beobachtet.
Seit 1999 fangen wir um BrieskowFinkenheerd regelmäßig Zecken für
die Bestimmung der Populationsdichte und Infektionsrate mit Borrelien (ca.
60 Fangaktionen/Jahr). Dabei wurde
bis 2008 ausschließlich Ixodes ricinus
durch Abflaggen nachgewiesen.
Im Januar/Februar des Jahres 2007
(Winteraktivität!) bekamen wir erstmals aus der Mitte der Ortslage Brieskow-Finkenheerd neun Nymphen von
Haemaphysalis concinna zugesendet,
die von privaten Tierhaltern von Hunden und Katzen abgesammelt wurden. Ab Mai 2009 bekamen wir erneut zwei männliche Exemplare dieser
Art von einem Jäger aus Brieskow-Finkenheerd. Diese Zecken wurden nach
der Jagd in der Nähe des Ortes an der
Person gefunden, konnten jedoch vor
dem Stich entfernt werden. Das dritte
Exem­plar wurde unmittelbar am Rande eines Waldweges in zirca 500 Meter
22 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
Entfernung von dem Ortsrand durch
einen Mitarbeiter unseres Institutes
geflaggt. Diese ungewöhnlichen Funde ließen den Verdacht aufkommen,
dass Haemaphysalis concinna sich im
periurbanen (anstatt bisher nur im sylvatischen) Bereich von Brieskow-Finkenheerd angesiedelt haben und damit ein potenzielles Gesundheitsrisiko
im human- und veterinärmedizinischen
Bereich werden könnte.
sich hautsächlich von dieser Art durch
unterschiedlich ausgeprägte Mundwerkzeuge (Pedipalpen) und dem Vorliegen von „Girlanden“ (festoons) am
terminalen Ende des Rückenschildes
(Scutum) (siehe Abbildung 1). Die Unterschiede zwischen männlichen und
weiblichen Zecken sind von dorsal nur
gering. Das Scutum der weiblichen Zecke hebt sich dabei nur minimal ab. Die
Färbung der Zecke ist bräunlich und
In einer nachfolgenden Untersuchung
sollte festgestellt werden,
- wo sich aktuell welche Befallshabitate von Haemaphysalis concinna um Brieskow-Finkenheerd
befinden (GIS)
- welche Populationsdichten und
-zusammensetzungen
vom
Haemaphysalis concinna vorliegen
- wie weit sich die Befallsgebiete
ausdehnen (GIS)
- wie sich die mikroklimatischen
Verhältnisse und die Biotopstruktur an den Fundorten
gestalten.
Haemaphysalis concinna, eine Schildzecke, hat etwa die Größe wie Ixodes
ricinus. Adulte Tiere sind zirca zwei bis
drei Millimeter lang. Sie unterscheidet
der Mitteldarm erscheint als schwarze
Struktur durch das Rückenschild.
Im Raum Brieskow-Finkenheerd
konnte Haemaphysalis concinna an
verschiedenen Stellen in einem Radius von zirca zwei Kilometern ab April 2010 durch Abgeflaggen nachgewiesen werden. Es wurden drei
Überwachungs­areale von jeweils zirca
100 Quadratmeter Fläche als Fanggebiete ausgewählt. Der Abstand zwischen den Fanggebieten beträgt zwischen ein und zwei Kilometern. Diese
wurden georeferenziert, im Gelände
markiert, und mittels Google Earth
kartiert. Das Befallsgebiet, welches
am dichtesten an der Gemeinde liegt
(Abbildung 2, Standort 1), befindet
fortbildung
sich auf einem ehemaligen Betriebsgelände in zirca 100 Meter Abstand
von genutzten Gebäuden. Allen drei
Standorten war gemeinsam, dass auf
sandigem, trockenem Boden ein Bewuchs mit Sanddorn und SchlehenGebüsch vorherrschte. Zusätzlich gab
es am Standort drei noch einen lichten
Bestand von Pappeln und vereinzelten
Kiefern (Bergbaufolgelandschaft).
Geflaggt wurde in 14-tägigem Abstand von März 2010 bis September
2010 und einer Dauer von zehn Minuten – entsprechend zirca 100 Quadratmetern. Parallel wurden Temperatur und Luftfeuchtigkeit dokumentiert.
Auf allen identifizierten Befallsflächen
konnten Larven, Nymphen und adulte
männliche sowie weibliche Zecken gefangen werden.
und geringer Luftfeuchtigkeit (< 50
Prozent) aktiv waren; Bedingungen,
bei denen Ixodes ricinus bekanntermaßen ihre Wirtssuchaktivität einstellt.
Auf dichter, mit Laub- oder Mischwald
bestandenen und beschatteten Flächen mit Unterbewuchs aus Brombeeren, Springkraut und/oder Farn als Leitpflanzen war Haemaphysalis concinna
nicht anzutreffen.
Um die klimatische Widerstandsfähigkeit der Larven von Ixodes ricinus und
Haemaphysalis concinna zu testen,
wurde die maximale Überlebenszeit
– sowohl über mehrere Tage im Freiland als auch unter direkter Sonneneinstrahlung auf einer Flagge (bis 39 Grad
Celsius; 30 Prozent Luftfeuchtigkeit) –
sowie unter Innenraumbedingungen
(27 Grad, 35 Prozent Luftfeuchtigkeit)
konnte seit 2004 bereits bei der Auwaldzecke, Dermacentor reticulatus,
beobachtet werden. Auwaldzecken
haben sich mittlerweile in großen Teilen von Deutschland und insbesondere auch im Großraum Berlin-Brandenburg ausgebreitet. Mit der Reliktzecke
ist nun eine weitere neue Zeckenspezies heimisch und lokal häufig geworden, die auch den Menschen als Wirt
annimmt. Daten zur Vektorkompetenz
für Bakterien und Viren liegen bisher
aus dem deutschen Raum nicht vor.
Untersuchungen zur Vektorkompetenz
belegen, dass Haemaphysalis concinna potenziell in der Lage ist, Q-Fieber-,
Rickettsiosen-, Tularämie- und FSMEErreger, nicht jedoch Borrelia burgdorferli s.l., zu übertragen. Ob die Reliktzecke für die Tularämie-Ausbreitung,
Abb. 2: Fundorte
und Verbreitung von
Haemaphysalis concinna
im Raum BrieskowFinkenheerd
Die nachgewiesene Geschlechterund Stadienverteilung sowie die erstaunliche Häufigkeit des Vorkommens
von Haemaphysalis concinna mit Zeckendichten von fünf bis zu 1000 Zecken pro 100 qm schließt aus, dass es
sich hier um nur zufällig eingeschleppte Exemplare (zum Beispiel durch Zugvögel) handelt. Letzteres wurde beispielsweise bei Hyalomma-Zecken in
Süddeutschland gelegentlich beobachtet, die offensichtlich aus Endemiegebieten Südeuropas eingeschleppt
wurden.
beobachtet. Erste Ergebnisse zeigen,
dass beide Spezies unter den gegebenen Versuchsbedingungen bis zu 24
Stunden im Freiland und 73 Stunden
im Innenraum überleben konnten. Es
ist deshalb anzunehmen, dass im Einzelfall Wirt suchende Zecken, die in Innenräume eingeschleppt werden (zum
Beispiel über Haustiere oder an der
Kleidung), Mensch und Tier stechen
und gegebenenfalls eine Infektion verursachen können. Im Versuch erwiesen
sich Larven von Reliktzecken als widerstandsfähiger als die des Holzbocks.
Auffällig war zudem, dass die Relikt- Wir gehen daher davon aus, dass
zecken auf Flächen mit direkter Son- Haema­physalis concinna in Ostbranneneinstrahlung und auch bei hohen denburg stabile Populationen ausgeTemperaturen (bis 30 Grad Celsius) bildet hat. Ein ähnliches Phänomen
ebenso wie die Auwaldzecke, von
Bedeutung ist, werden jüngst initiierte Untersuchungen zeigen. Deutliche
Hinweise lassen vermuten, dass die Tularämie oder Hasenpest in Deutschland
auf dem Vormarsch ist und mit hoher
Wahrscheinlichkeit unterdiagnostiziert
wird. Auch aus diesem Grund wurde in
Kooperation mit dem Robert Koch-Institut in diesem Jahr eine Studie begonnen, um das endemische humanpathogene Erregerspektrum in Haemaphysalis concinna zu untersuchen.
n Dr. Thomas Talaska
Institut für duch Zecken übertragbare Krankheiten e.V.
Georg-Schacht-Straße 23
15295 Brieskow-Finkenheerd
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 23
Aktuell
Brandenburgs Kliniken vorgestellt
Krankenhaus Forst GmbH: Individualität und Kompetenz
Das Forster Traditionskranken­
haus hat sich in seiner über
100-jährigen Bestehenszeit zu einem modernen Grundversorger für
die Patienten entwickelt. Mit sieben Fachabteilungen und sieben
Funktionsbereichen ist das Krankenhaus eine etablierte Einrichtung
in der Grenzregion Brandenburgs.
Träger der Einrichtung,
die in der Robert-KochStraße ansässig ist, ist die
Stadt Forst.
Fotos: Krankenhaus Forst
Klinke rückblickend. „Nach dem zweiten Weltkrieg war das Haus stark beschädigt und es mangelte am Nötigsten – Fensterscheiben und Türen fehlten und medizinische Geräte waren
aufgrund der Kriegsgeschehnisse ausgelagert“, erklärt sie. Bis in die 50er
Jahre wurde das Gebäude saniert und
aufgebaut. In dieser Zeit begann au-
In den folgenden Jahren entstanden
zu den bestehenden weitere Fachabteilungen, wie die Intensivstation, die
urologische Station und eine geriatrische Abteilung. Vor drei Jahren wurde
schließlich ein Teilneubau als Untersuchungs- und Behandlungstrakt für zirka 18 Millionen Euro mit neuen OP-Sälen, einer hochmodernen Notaufnah-
Individuelle
Patientenversorgung ßerdem der Neubau einer Kinderklinik,
und hochmoderne medizintechni- eines OPs sowie einer HNO-Abteilung.
sche Ausstattung – das zeichnet laut
Klinikgeschäftsführerin Dagmar KlinDas Krankenhaus Forst zeichke die Krankenhaus Forst GmbH aus.
net sich durch ein umfangreiGenerationen von Ärzten, Schwesches Leistungsspektrum aus.
tern und Verwaltungsangestellten
Es verfügt insgesamt über
machten das Klinikum zu dem, was
sieben Fachabteilungen und
es heute ist: eine angesehene medizisieben Funktionsbereichen:
me, einer Zentralsterilisation und 120
Bettenzimmern fertiggestellt. „Das
Krankenhaus war und ist für die Mitarbeiter nicht nur eine Arbeitsstätte,
sondern oftmals auch Lebensaufgabe.
Ein gutes und gemeinsames Miteinander ist auch wichtig, denn nur dadurch
entsteht eine Atmosphäre, in der sich
sowohl Mitarbeiter als auch Patienten
wohl fühlen.
Fachabteilungen:
– Innere Medizin
– Gastroenterologie
– Kardiologie
– Diabetologie
– Pneumologie
– Geriatrie
– mit geriatrischer Tagesklinik
– Chirurgie
– Gynäkologie/Geburtshilfe
– Urologie
– Anästhesiologie und Intensivtherapie
– Belegabteilung HNO
Der Uhrenturm ist
das Wahrzeichen des
Krankenhauses Forst.
nische Einrichtung der Region. Dabei
kennzeichnen Höhen und Tiefen die
über 100-jährige Entwicklungszeit des
Krankenhauses. „1892 wurde der Betrieb aufgenommen“, erzählt Dagmar
24 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
Funktionsbereiche:
– Notaufnahme
– Physiotherapie
– Ergotherapie
– Logopädie
– Psychologie
– Radiologie als Niederlassung am
Haus
– Zentrallabor in Kooperation im
Haus
Medizinernachwuchs
fördern
Um auch in Zukunft die medizinische
Versorgung der Patienten in allen Abteilungen sicher zu stellen, bietet das
Forster Krankenhaus gute Aus- und
Weiterbildungsmöglichkeiten für den
medizinischen Nachwuchs an. Medizinstudenten können Famulaturen absolvieren. Der Aufsichtsrat genehmigte im April dieses Jahres die Förderung
von Studenten mittels Stipendien und
Studienbeihilfen. „Dies ist ein wichtiger Schritt, die Rückkehr junger Brandenburger/Lausitzer in ihre Heimat zu
fördern und damit die künftige medizinische Versorgung der Bevölkerung in
der Forster Region zu sichern“, erklärt
Dr. med. Torsten Schüler und fügt hinzu: „Die Investition in den Nachwuchs
Aktuell
Fachübergreifende
ambulante Versorgung
unter einem Dach
ist eine Investition in die Zukunft.“ Neben der praktischen Ausbildung während des Studiums ist außerdem eine
Facharztweiterbildung in fast allen
Fachbereichen möglich. Informationen
zu freien Stellenangeboten sowie den
zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten
finden sich auf der Internetseite des
Krankenhauses unter www.krankenhaus-forst.de.
Dem medizinischen Nachwuchs bieten sich auch in technischer Hinsicht
beste Ausbildungsmöglichkeiten. Die
Geräte des Krankenhauses sind den
modernen und neuesten Standards angepasst. So werden in der Unfallchirurgie moderne Osteosyntheseverfahren
durchgeführt. Die Krankenhausleitung
ist dabei immer bemüht, die medizinische Technik den neuesten Erkenntnissen anzupassen.
finden sich aktuell auf der Internetseite der Krankenhaus Forst GmbH. „Mit
dieser Vortragsreihe wollen wir den Patienten einen zusätzlichen Service bieNeben stetiger Verbesserung der ten, bei dem wir auch die Möglichkeit
technischen Ausstattung ist man in haben, unsere Einrichtung mit ihrem
Forst stets bemüht, die Versorgungsqualität für die Patienten zu optimieren. In diesem Zusammenhang eröffnete im Januar 2009 das Medizinische
Versorgungszentrum am Krankenhaus.
„Die unmittelbare Nähe beider Einrichtungen und die enge Zusammenarbeit
zwischen den Ärzten des Krankenhauses und des Versorgungszentrums unterstützen den Optimierungsprozess
der medizinischen Betreuung“, betont
die Klinikgeschäftsführerin. Im Versorgungszentrum sind unter anderem die
Fachgebiete Chirurgie, Gynäkologie
und Innere Medizin/Gastroenterologie
und HNO angesiedelt, so dass auch
hier eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung der Patienten ergesamten Behandlungs- und Betreufolgen kann.
ungsspektrum näher vorzustellen“, so
Besucher und Patienten haben dar- Dr. Torsten Schüler.
über hinaus die Chance, sich fernab
vom Behandlungszimmer über Krankheiten und Behandlungsmöglichkei- n Carina Brümmer, 4iMEDIA
ten zu informieren. So veranstaltet
das Krankenhaus beispielsweise regelmäßig Vorträge zur Prävention und
Informationen in Zahlen:
Früherkennung. Erfahrene Mediziner
aus allen Fachbereichen erklären un• 458 Kinder wurden im letzten Jahr
ter anderem, wie man Symptome für
im Krankenhaus Forst geboren.
• 215 Betten stehen für die PatienTumorkrankheiten frühzeitig erkennt
tenversorgung bereit, zuzüglich 10
oder wie man Volkskrankheiten, wie
Tagesklinikbetten.
Arthrose, vorbeugt oder sie behandelt.
• 37 voll beziehungsweise teilzeit anThemen und Termine der Vorlesung
Impressionen vom
Krankenhausgebäude
gestellte Ärzte und 118 Pflegekräfte
sind in der Einrichtung angestellt.
• 6 Auszubildende sind derzeit im
Krankenhaus beschäftigt.
Allgemeine Daten:
Name: Krankenhaus Forst GmbH
gegründet: 1892 erfolgte die Inbetriebnahme des Krankenhauses
Fläche: 14.000 Quadratmeter
Nutzflächen
Geschäftsführerin: Dagmar Klinke
Ärztlicher Direktor:
Dr. med. Torsten Schüler
Pflegedienstleitung: Michaela Marx
Adresse:
Robert-Koch-Straße 35, 03149 Forst
Telefonnummer: 03562 9850
Telefax: 03562 985150
E-Mail: [email protected]
Internetseite:
www.krankenhaus-forst.de
Ein Blick in den OPBereich
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 25
Aktuell
Marketing im Gesundheitswesen
Werbung? Nein. Ausrichtung auf den Patienten? Ja.
Krankenkassen haben sich mit Marketingstrategien anvertraut. Anders
ist das jedoch noch bei vielen Ärzten,
die der Meinung sind, dass sie Marketing in ihrer Arbeit nicht brauchen.
Einen Grund hierfür vermute ich in
dem Gleichsetzen von Marketing mit
Werbung. Ich denke, dass es noch
Berührungsängste gibt und einiges
für das Marketingverständnis getan
werden muss. Denn letztlich geht es
nicht um Werbung, sondern darum,
sich auf seine Patienten auszurichten,
so selbstverständlich sich das auch
anhören mag.
Tanja Donkersloot
Foto: Labor3
In der Praxis oder im Krankenhaus: Marketing gewinnt im Gesundheitswesen immer mehr an
Bedeutung. Einige Ärzte setzen
bereits heute auf einen eigenen
Internetauftritt oder auf Visitenkarten. Im Gespräch mit Kommunikationswissenschaftlerin Tanja
Donkersloot geht das Brandenburgische Ärzteblatt der Frage
nach, welche Marketingmöglichkeiten Mediziner haben.
1. Frau Donkersloot, welchen
Stellenwert hat Marketing im Gesundheitswesen?
Ich glaube, hierbei kann man nicht
im Allgemeinen für das Gesundheitswesen von hohem oder niedrigem Stellenwert sprechen. Marketing
ist mit Sicherheit in der Pharmaindustrie angekommen und auch die
Anzeigen
26 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
echt oder aufgesetzt ist. Ich denke,
dass sich Ärzte mit der Zeit immer
mehr von dem Gedanken einer schönen Website allein entfernen, sich immer mehr in die Patientenrolle begeben und sich fragen werden: Wenn
ich Patient wäre, was würde ich mir
im Praxis- oder Krankenhausumfeld
wünschen?
3. Jeder Arzt hat demzufolge die
Möglichkeit, in verschiedener
Form Marketing zu betreiben.
Was genau umfasst dieses aus Ihrer Sicht?
2. Welche ersten Schritte sind da- Immer noch üblich im Bereich Marbei empfehlenswert?
keting ist eine Einteilung in Produkt,
Preis, Vertrieb und Kommunikation.
Marketing fängt häufig beim eige- Viele Ärzte und Ärztinnen fühlen sich
nen Internetauftritt oder den Visiten- davon, meines Erachtens völlig zukarten an, umfasst aber noch ganz recht, nicht angesprochen.
andere Aspekte, wie beispielswei- Der niederländische Marketingprofesse flexible Sprechzeiten oder das Er- sor John Koster hat die Frage «Was
scheinungsbild des Arztes während ist Marketing» mal anders beantworseiner Arbeit. Ein Beispiel: Um Ver- tet, in dem er eine neue Einteilung
trauen bei seinen jungen Patienten zum Thema Marketing vorgenommen
zu wecken, trägt ein Kinderarzt viel- hat. Ein Kernbereich im Marketing beleicht keinen weißen Kittel, sondern steht aus so genannten Marketingaklässt sich etwas einfallen, wie er den tionen, wie beispielsweise die angeKleinen die Angst nehmen kann. Es sprochene eigene Website, die Visisind oft kleine Dinge, mit denen sich tenkarten, Flyer, ein Tag der offenen
ein Arzt oder eine Ärztin auf die Pa- Tür – zusammengefasst: die klassitienten ausrichten und damit selbst schen Werbe- und PR-Instrumente.
Marketing betreiben kann. Wichtig Darüber hinaus sollte ein Marketingist, dass der Marketinggedanke nicht programm bestehen, das vor allem
aufgesetzt wirkt, wie das in einem eines beinhaltet: die gute ZusammenVerkaufsgespräch der Fall ist. Der Pa- arbeit aller bestehenden Abteilungen.
tient sollte mit seinen Sorgen dort ab- Auf das Krankenhaus übertragen, begeholt werden, wo er sich befindet, deutet das ein gutes Zusammenwirweil die Patienten in der Regel eine ken und Arbeiten aller Beteiligten.
feine Antenne dafür haben, ob etwas Der Patient soll das Gefühl haben,
dass Ärzte und Pflegepersonal aufeinander abgestimmt sind und miteinander kommunizieren. Der dritte
Bereich der Einteilung nennt Koster
das Marketingkonzept. Der Begriff
ist vielleicht etwas verwirrend, gemeint ist hiermit, dass alle Beteiligten sich mit ihrer Arbeit und ihrem
Arbeitgeber völlig identifizieren. Dieses Zusammenspiel aller Bestandteile ist die Grundlage für ein erfolgreiches Marketing. Grundsätzlich kommt
es gerade im Gesundheitswesen auf
Aktuell
das Miteinander der Beteiligten und
auf Transparenz an. Patienten setzen
eine optimale Behandlung voraus. Es
wird nicht so schnell passieren, dass
ein Patient seine Arztwahl nach dem
Umfang seines Geldbeutels trifft oder
treffen muss. Ob er zufrieden ist mit
der medizinischen Leistung, hängt damit selbstverständlich vom Erfolg einer Behandlung ab, aber in großem
Maße auch davon, ob er wertschätzend behandelt wurde.
4. Wo ist der Marketinggedanke bislang mehr angekommen: in
den Praxen oder im Krankenhaus?
Ich denke, dass die Ärzte im Krankenhaus dem Thema gegenüber etwas aufgeschlossener sind. Das ist sicher dem Wettbewerbsdruck geschuldet, aber auch dem festeren Gefüge,
welches dort existiert. Ein Krankenhaus verfügt über eine eigene komplexe Verwaltung, die so mit der in
der Praxis nicht zu vergleichen ist.
Das hat sicher Einfluss auf das Mar- mündiger und wollen Informationen
keting.
und Aufklärung, und das nicht allein
vom Arzt. Der Satz ‚Ich habe aber
5. Ein kleiner Blick voraus: Welche gelesen, dass…’ wird einer sein, mit
Rolle spielt das Marketing im Ge- dem sich Ärzte immer häufiger konsundheitswesen in zehn Jahren?
frontiert sehen werden und umgehen
lernen müssen.
Man sieht jetzt schon, dass ein eigener Internetauftritt oder ein Logo n Mit Tanja Donkersloot sprach Anja Saller,
4iMEDIA.
– generell eine grafische Darstellung
welcher Art auch immer – Standard
für Mediziner sind. Das wird sich weiHintergrund:
ter entwickeln. Sicherlich wird der
eine oder andere auch regelmäßig Tanja Donkersloot ist Kommunikatinach der Patientenzufriedenheit fra- onswissenschaftlerin und Mitbegrüngen. Was aber eine große Aufgabe derin der Kommunikationsagentur
Labor3, die ihren Sitz in Potsdam hat.
für Mediziner in Zukunft sein wird, ist Im Mittelpunkt der Arbeit der seit
eine verstärkte Aktivität im Internet. 2006 existierenden GmbH steht der
Soziale Netzwerke, wie Twitter oder Themenbereich Healthcare (GesundFacebook, sind Plattformen, die auch heitswesen). Über die Kampagne
für Praxen und Krankenhäuser immer „Hausarzt in Brandenburg“, welche
mehr an Bedeutung gewinnen. Fakt in Zusammenarbeit vieler Partner aus
ist, dass Patienten auf der Suche nach dem Gesundheitswesen ins Leben
Informationen sich über das Internet, gerufen wurde, entstand auch der
Kontakt von Labor3 mit der Landesbeispielsweise in Blogs oder Foren, ärztekammer Brandenburg.
miteinander austauschen. Sie werden
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Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 27
rezensiert
Ewert_UM_Glanz.qxd
15.06.2010
17:33
Seite 1
Günter und Ralf Ewert (Hrsg.)
Gerhardt Katsch – Begründer des ersten deutschen
Diabetikerheims und der
Diabetikerfürsorge
Vorgenommene Recherchen führten zum Ergebnis, dass die Arbeit mit hoher
Wahrscheinlichkeit bisher nicht publiziert wurde, der Autor Wulf Lübken
bereits 1991 verstorben ist und im Bereich der Universität Greifswald anderen Direktoren von Kliniken und Instituten eine ähnlich gelagerte wissenschaftliche Reparationsleistung nach Kriegsende nach Kenntnislage nicht
abverlangt worden war.
Das engere Anliegen besteht deshalb darin, den Originalbericht von Wulf
Lübken als zeitgeschichtliches Dokument öffentlich zu machen.
Ihm wird ein zu seinem Verständnis erforderlicher Kontext bezüglich der
Geschichte der Diabetologie und der Reparationsleistungen nach dem
2. Weltkrieg vorangestellt.
von uns vorgenommenen Ergänzungen aus noch
verfügbaren Quellen
ProDie
Business-Verlag,
2010
erlauben es, das persönliche Wirken von Gerhardt Katsch als Begründer des
ersten deutschen Diabetikerheimes und der Diabetikerfürsorge im Zeitgeschehen besser als bisher nachzuvollziehen.
Aufgewertet
wird das Manuskript dadurch, dass ihm neben
zahlreichen19,90
Fotos
ISBN
978-3-86805-665-5,
Preis
€
auch Bilder von alten Fotoplatten beigegeben werden konnten, die es ermöglichen, an einigen wissenschaftlichen Arbeiten beispielhaft die Bemühungen
der Katschschen Schule um Fortschritte in der Diabetologie zu demonstrieren.
Günter Ewert
Ralf Ewert
Gerhardt Katsch - Begründer des ersten deutschen Diabetikerheims
und der Diabetikerfürsorge
Wir fanden bei der Durchsicht der entsorgten Restbestände der früheren
Bibliothek der Medizinischen Klinik der Universität Greifswald ein
Manuskript mit dem Titel Diabetesbehandlung und Diabetesforschung.
Verfasst wurde der Bericht im April 1948 von Dr. Wulf Lübken, damals
Assistent der Medizinischen Klinik der Universität Greifswald. Im Vorwort
fiel der Hinweis auf, dass die vorliegende Arbeit auf Wunsch der
Sowjetischen Militäradministration angefertigt wurde.
Gerhardt Katsch
Begründer des ersten deutschen Diabetikerheims
und der Diabetikerfürsorge
Günter Ewert
Ralf Ewert
Nach den erst kürzlich (2008) erschienenen Tagebuchaufzeichnungen
1914/1949 von Gerhardt Katsch aus
Bericht von Wulf Lübken
Greifswald überraschte das familiäre
als Wissenschaftliche Reparationsleistung
an die Sowjetische Militäradministration Deutschland (SMAD)
Professorenduo Günter und Ralf Ewert
mit dem sensationellen Fund des Lübken-Berichts erneut die diabetologische Fachwelt.
Arbeit des Diabetikerheimes Graz (Rügen) von 1939 bis 1947“. In ihm wird
Im Auftrag von Professor Gerhardt von dem namhaften Katsch-Schüler die
Katsch verfasste Dr. Wulf Lübken Arbeitsweise der Grazer Einrichtung
(*1920 in Stralsund, †1991 in Heil- bei der Behandlung der Diabetiker
bronn), damals Assistenzarzt an der ausführlich geschildert und der DiabeMedizinischen Universitätsklinik in tes sowohl in seiner Funktion als VolksGreifswald, auf Wunsch der Sowjeti- krankheit als auch als soziales Problem
schen Militäradministration in Deutsch- dargestellt. Der ”Arbeitstherapie“ wird
land (SMAD) – offenbar als wissen- ein besonderes Kapitel gewidmet. Die
schaftliche Reparationsleistungen – ”Grazer Thesen“ (1937), die die damaeinen ausführlichen ”Bericht über die lige Diabetestherapie revolutionierten,
ISBN 978-3-86805-665-5
www.book-on-demand.de
9 783868 056655
Das Erbe der Welt
Verlag Wolfgang Kunth
GmbH & Co. KG
München 2010
528 Seiten
ISBN: 978-3-89944-548-0, Preis: 49,95 €
Das Buch vereint alle 890 Kultur- und
Naturmonumente der Erde nach der
Welterbeliste der UNESCO und ermöglicht damit einen Blick in 148 Länder.
Der Leser wird auf eine Reise zu den
unterschiedlichsten Baudenkmälern,
Kultur- und Naturlandschaften mitgenommen und lernt dabei die Vielfalt
und Schönheit der Erde kennen. Farbenreiche Illustrationen zu den einzelnen Monumenten zusammen mit kurzen Erläuterungstexten bieten einiges
fürs Auge und wecken Interesse, noch
mehr über die Stationen zu erfahren.
28 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
werden von Dr. Lübken ausführlich erläutert und die ”freie“ Kost von Professor Stolte wird aus Sicht von Professor
Katsch (1947) abgelehnt. Erstmalig
wird auch die Einordnung der ganzheitlichen Diabetikerfürsorge in die
vielfältigen Bestrebungen der Wohlfahrtspflege, der Gesundheitsfürsorge
sowie der Dispensairebetreuung am
Beginn des 20. Jahrhunderts belegt
und diskutiert (J. 148 ff). Insgesamt
handelt es sich um ein gut bebildertes,
wertvolles Buch zur Medizingeschichte – speziell des Diabetes mellitus – im
ostdeutschen Raum von zirca 1930 bis
zum Tode von Professor Katsch im Jahre 1961, wobei es von den Autoren
ergänzt wird um wichtige Dokumente, die bei der Gründung des Diabetikerheimes Karlsburg (1947) eine Rolle gespielt haben. Die Kurzbiografien
namhafter Diabetologen der Nachkriegszeit sowie die Schilderung gegenwärtig noch lebender Zeitzeugen
(O. Günther und V. Schliack) ergänzen
das preiswerte Buch um wertvolle Aspekte. Es ist Diabetologen, Medizinhistorikern und Sozialmedizinern sehr zu
empfehlen.
n Dr. H. Schneider, Mahlow
nächsten Urlaub, um sich bekannte
oder weniger bekannte Monumente
aus der Nähe anzusehen. So finden
sich in „Das Erbe der Welt“ unter anderen der Kreml und Rote Platz in Moskau, das Panda-Naturreservat in Sichuan/China, der Nationalpark Purnululu
in Australien, das Wildreservat Selous
in Tansania oder das Pantanal-Schutzgebiet in Brasilien – um nur einige wenige Beispiele zu nennen.
Übersichtliches Kartenmaterial am
Ende des Buches zeigt zur besseren lokalen Orientierung, wo genau sich die
Welterbestätten befinden. Eine Liste
ergänzt diesen Überblick, so dass die
Suche nach einem bestimmten Monument erleichtert wird. Alles in allem
Das Durchstöbern des Buches wird eine gelungene Darstellung des impokeineswegs langweilig, während man santen Welterbes, die man zum Nachsich von Kontinent zu Kontinent und lesen und Bestaunen empfehlen kann.
Monument zu Monument hangelt.
Sicher bekommt der eine oder andere Leser auch Anregungen für seinen n Anja Saller, 4iMEDIA
personalia
Wir gratulieren
zum Geburtstag im November
90 Jahre
78 Jahre
SR Dr. med. Gerhard Brosig,
Senftenberg
MR Gerhard Sorge,
Oderaue, OT Altreetz
Dr. med. Renate Weise, Templin
89 Jahre
Prof. Dr. med. habil. Heinrich-Theodor
Mönnich, Potsdam
SR Dr. med. Gerd Newiadomsky,
Wittenberge
77 Jahre
Dr. med. Heinz Laubstein, Potsdam
Doz. Dr. med. habil. Else Ackermann,
Neuenhagen
SR Dr. med. Manfred Apert, Hirschfeld
Prof. Dr. med. Heimfrid Nonnemann,
Kleinmachnow
Dr. med. Hans-Joachim Plietzsch,
Eberswalde
Dr. med. Helga Richter, Teltow
SR Dr. med. Erika Schubbert,
Wittenberge
86 Jahre
76 Jahre
88 Jahre
Dr. med. Karlheinz Neumann,
Schwante
87 Jahre
Dr. med. Gerhart Korte,
Strausberg
OMR Prof. Dr. med. habil. Karl Vetter,
Bergholz-Rehbrücke
85 Jahre
Dr. med. Ingeborg Tautz,
Kleinmachnow
84 Jahre
MR Prof. Dr. sc. med. Erhard Kucher,
Schwedt
83 Jahre
Dr. med. Helmut Dreßler, Zeuthen
MR Dr. med. Werner Gaude, Geesow
MR Dr. med. Günter Grünert,
Großräschen
Dr. med. Gottfried Kuhn, Jüterbog
82 Jahre
MR Dr. med. Friedrich-Wilhelm Hilker,
Potsdam
81 Jahre
Dr. med. Christa Fickenwirth,
Luckenwalde
OMR Prof. Dr. sc. med. Wolfgang Krüger,
Lebus
SR Dr. med. Otto Linz, Cottbus
OMR Prof. Dr. med. habil. Gerhard Schüßling, Frankfurt (Oder)
SR Dr. med. Christa Stolte, Rüdersdorf
80 Jahre
OMR Dr. sc. med. Josef Horntrich,
Cottbus
Dr. med. Wolfgang Kruse, Kleinmachnow
MR Dr. med. Reiner Matthes, Kyritz
MR Dr. med. Rolf Meyer, Strausberg
79 Jahre
Dr. med. Wolfram Altrogge, Potsdam
OMR Dr. med. Siegfried Möpert,
Blankenfelde
Doz. Dr. sc. med. Annelies Peltz,
Mühlenbecker Land, OT Schildow
Prof. Dr. med. Gabriele Taugner,
Bergholz-Rehbrücke
OMR Prof. Dr. med. habil. Werner Bousseljot, Bad Saarow
MR Dr. med. Irmgard Glatz, Brandenburg
MR Dr. med. Johannes Werner Hofmann,
Wahlsdorf
Dr. med. Hanna Kasueske, Gosen
Irmhild Kögler, Chorin, OT Serwest
MR Dr. sc. med. Wolfgang Kurz, Lübben
OMR Dr. med. Hans Joachim Lehmann,
Müllrose
Gerda Löffler, Neuenhagen
Dr. med. Susanne Oleak, Potsdam
MR Dr. med. Marie Pforte, Glindow
Dr. med. Helmut Pißarek, Cottbus
SR Horst Redel, Warnitz
MR Dr. med. Horst Rose, Lebus
OMR Dr. med. Gerhard Segler, Teltow
SR Elfriede Stein, Senftenberg
SR Dr. med. Ursula Struck, Potsdam
SR Dr. med. Herbert Sturm, Stahnsdorf
MR Gisela Svarovski, Potsdam
MR Dr. med. Christian Töpfer,
Fürstenberg
MR Dr. med. Gerhard Ullrich,
Frankfurt (Oder)
75 Jahre
SR Antonia Abraham, Fürstenberg
OMR Dr. med. Reinhold Bettle,
Hohen Neuendorf, OT Borgsdorf
Dr. med. Eberhard Biene, Brandenburg
Dr. med. Klaus Heinicke, Zühlsdorf
Dr. med. Ursula Kaszubowski,
Potsdam, OT Neu Fahrland
Annefriedel Nehring, Wittenberge
SR Dipl.-Med. Brigitte Paulick, Peitz
Dr. med. Gerhard Schott, Ahrensfelde
Christa Seiler, Hennickendorf
Dr. med. Gerda Wernicke, Basdorf
70 Jahre
Dr. med. Hans Bettac, Frankfurt (Oder)
MR Dr. med. Klaus Borisch, Forst
SR Renate Drope, Petershagen
Gisela Dustmann, Niebel
Dr. med. Armin Endmann,
Frankfurt (Oder)
Dr. med. Siegfried Franz, Wandlitz
Dr. med. Karin Funke, Potsdam
Günther Hessel, Kremmen
Rainer Hohnstädter, Gröden
Ulrich Jensch, Schlepzig
OMR Dr. med. Günter Krauße,
Zeuthen
MR Dr. sc. med. Fred Georg Machan,
Semlin
Dr. med. Sieglinde Marwitz, Schöneiche
MR Doz. Dr. med. habil. Rainer Metze,
Frankfurt (Oder)
Dr. med. Günter Nährig, Potsdam
Dr. med. Karin Nordbeck, Wittenberge
Volker Pohle, Friesack
Rosemarie Rakowsky, Falkensee
Jürgen Rodau, Vehlow
Dr. med. Hartmut Rossius,
Frankfurt (Oder)
Dr. med. Peter Runge, Teupitz
Dr. med. Rosemarie Schaepe, Templin
Dipl.-Med. Gerhard Scheibe, Zeesen
Hannelore Schülein, Bad Freienwalde
Dr. med. Frank Seifert, Michendorf
Dr. med. Horst Trenner, Meyenburg
MR Dr. med. Sigrid Walz, Neuruppin
Norbert Weber, Wittenberge
Dr. med. habil. Christian Zur,
Bad Saarow
65 Jahre
Dr. med. Alfons Czekala, Forst
Dr. med. Victor Lehr,
Panketal, OT Zepernick
Dr. med. Peter Michalczyk, Schöneiche
Dr. med. Esther Nickles-Jonen,
Potsdam, OT Groß Glienicke
Dr. med. Ute Weiss,
Königs Wusterhausen
60 Jahre
Martin Binder,
Hohen Neuendorf, OT Borgsdorf
Dr. med. Christoph Borch, Falkensee
Dr. med. Hartmut Fischer,
Senftenberg, OT Brieske
Dr. med. Bernhard Geiselmann, Berlin
Dr. sc. med. Bernd-Joachim Gestewitz,
Bad Saarow
Dr. med. Eckhard Haß, Klettwitz
Renate Höhne, Wittstock
Dipl.-Med. Dagmar Joecks, Erkner
Hans-Christian Kuderna, Falkensee
Dr. med. Marion Kunzelmann, Berlin
Gisela Lehmann,
Rietz-Neuendorf, OT Herzberg
Gerhard Lenting, Jüterbog
Dr. med. Gisela Renner, Senftenberg
Dipl.-Med. Torsten Ruhnke, Panketal
Dr. med. Christina Semmler, Werder
Dipl.-Med. Angelika Uzikova,
Brandenburg
Dr. med. Viola Wegner, Strausberg
Dr. med. Wolfram Wisotzki,
Brandenburg
Wir bitten unsere Leser, die nicht mit
der Veröffentlichung einverstanden
sind, um rechtzeitige (bis 5. des Vormonats) Mitteilung (schriftlich oder telefonisch unter 0355 7801018 oder
E-Mail: [email protected]).
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 29
personalia
Die Landesärztekammer Brandenburg betrauert
den Tod der Kolleginnen und Kollegen
Prof. Dr. med. Basilius Bingas
Kleinmachnow
geboren: 13.06.1932
verstorben:06.05.2010
SR Horst Hintersatz
Bad Liebenwerda
geboren: 25.12.1924
verstorben:17.08.2010
Prof. Dr. med.
Franz von Bruchhausen
Mühlenbecker Land, OT Schönfl.
geboren: 02.09.1929
verstorben:25.02.2010
Dr. med. Ute Kensche
Deutsch Wusterhausen
geboren: 24.05.1957
verstorben:25.04.2010
Dr. med. Kay Butenschön
Berlin
geboren: 10.06.1956
verstorben:04.04.2010
Prof. Dr. med. habil.
Gottfried Dominok
Cottbus
geboren: 18.01.1932
verstorben:25.07.2010
Frieda Fiebing
Frankfurt, Oder
geboren: 08.05.1941
verstorben:20.03.2010
Leokadia-Maria Fischer
Cottbus
geboren: 25.02.1940
verstorben:23.02.2010
Annemarie Forbrig
Ahrensfelde
geboren: 14.05.1930
verstorben:23.08.2010
Klaus Walter Frohn
Potsdam
geboren: 16.03.1936
verstorben:14.03.2010
SR Dr. med. Otto Griep
Luckenwalde
geboren: 22.02.1925
verstorben:01.07.2010
Dr. med.
Rosemarie Herrmann
Guben
geboren: 28.11.1939
verstorben:01.04.2010
30 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
Prof. Dr. med. habil.
Hans-Georg Knoch
Lindthal
geboren: 19.09.1931
verstorben:07.06.2010
Dipl.-Med. Steffen Kummer
Hennigsdorf
geboren: 12.05.1957
verstorben:16.02.2010
Siegfried Langnickel
Luckenwalde
geboren: 30.09.1938
verstorben:05.01.2010
SR Dr. med. Ursula Leskien
Beelitz
geboren: 30.04.1930
verstorben:21.07.2010
MR Dr. med. Ruth Moeller
Treuenbrietzen
geboren: 16.09.1913
verstorben:23.09.2010
Dr. med. Josef Niggemann
Potsdam
geboren: 06.03.1942
verstorben:19.07.2010
Dipl.-Med. Hans-Georg Otto
Groß Machnow
geboren: 26.09.1954
verstorben:13.05.2010
Dr. med. Waldtraut PapeHoesche
Cottbus
geboren: 06.03.1933
verstorben:30.06.2010
SR Dr. med.
Hannelore Poggendorff
Schwedt
geboren: 13.10.1935
verstorben:19.02.2010
MR Dr. med.
Annette-Christine Rechenberg
Kleinmachnow
geboren: 09.01.1937
verstorben:25.06.2010
Dr. med. Uwe Rodemerk
Potsdam
geboren: 24.06.1963
verstorben:28.03.2010
Dipl.-Med. Evelyn Schulz
Schwedt
geboren: 13.06.1949
verstorben:11.07.2010
Dr. med. Michael Skierlo
Dresden
geboren: 10.01.1968
verstorben:30.08.2010
Inge Tigör
Falkensee
geboren: 14.11.1938
verstorben:29.08.2010
MR Dr. med. Heinz Ullrich
Frankfurt (Oder)
geboren: 06.12.1925
verstorben:01.05.2010
tagungen & kongresse
Tagungen und Kongresse
Land Brandenburg
Andere Bundesländer
Interdisziplinäres Tumorkonsil
je 1 P
jeweils mittwochs, 15.30 bis 16.30 Uhr
Ort: Demonstrationsraum Radiologie Cottbus
Leitung: Dr. med. J. Knobloch
Auskunft: J. Danke, Carl-Thiem-Klinikum,
Thiemstraße 111, 03048 Cottbus
Telefon: (0355) 46 20 46
Fax: (0355) 46 20 47
E-Mail: [email protected]
Fuß und Sprunggelenk
7P
4. Dez. 2010, 9.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Kleist-Forum Frankfurt (Oder)
Leitung und Auskunft: Dr. med. Weigert,
Klinikum Frankfurt (Oder),
Müllroser Chaussee, 15236 Frankfurt (Oder)
Telefon: (0335) 5 48 26 31
Fax: (0335) 5 48 26 32
E-Mail: [email protected]
Interdisziplinäre Falldemonstrationen
typischer Mammabefunde und sinnvolle
präoperative Diagnostik in aktuellen
Fällen
je 1 P
jeden Mittwoch, 16.00 Uhr
Ort: Z-Haus
Auskunft: Dr. med. Christensen,
Ruppiner Kliniken,
Fehrbelliner Straße 38, 16816 Neuruppin
Telefon: (03391) 39 39 10
Fax: (03391) 39 39 09
E-Mail: [email protected]
Psoriasis
5P
4. Dez. 2010, 9.00 Uhr
Ort: Inselhotel Hermannswerder Potsdam
Leitung und Auskunft: Dr. H.-J. Lüdcke,
Praxis Großbeerenstraße 301, 14480 Potsdam
Telefon: (0331) 7 26 10 04
Fax: (0331) 6 26 10 05
18. Herbsttagung des Verbandes der
Allergologen Brandenburgs e. V. 8P
mit Arzthelferinnenseminar
13. Nov. 2010 in Bad Saarow
Leitung und Auskunft. Dr: D. Stiller, Neue Gartenstraße 22, 15890 Eisenhüttenstadt
E-Mail: [email protected]
Seehof-Kolloquium „Wirkungen und
Nebenwirkungen von Patienteninformation und Bibliotherapie“ 2P
20. Nov. 2010, 10.00 bis 12.00 Uhr
Leitung: Prof. Dr. Linden
Ort und Auskunft: Reha-Zentrum Seehof,
Lichterfelder Allee 55, 14513 Teltow
Telefon: (03328) 34 56 79
Fax: (03328) 34 55 55
E-Mail: [email protected]
Basisseminar für Existenzgründer
8P
20. Nov. 2010, 9.00 bis 17.00 Uhr
Teilnehmergebühr: 30 €
Ort und Auskunft: Landesgeschäftsstelle der
Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg,
Gregor-Mendel-Straße 10-11, 14469 Potsdam
Telefon: (0331) 2 30 94 59
Fax: (0331) 2 30 92 88
E-Mail: [email protected]
Workshop Pilzinfektionen
23. Nov. 2010, 16.00 bis 18.00 Uhr
Ort. Hörsaal Altbau
Leitung: PD Dr. med. Th. Schulz,
Dr. med. M. Prediger
Auskunft: Carl-Thiem-Klinikum,
III. Medizinische Klinik,
Thiemstraße 111, 03048 Cottbus
Telefon: (0355) 46 13 22
Fax: (0355) 46 11 30
E-Mail: [email protected]
Praktischer Kurs
Elektroenzephalographie
Das normale EEG, Normvarianten,
Vigilanz, diffuse Störungen
21./22. Jan. 2011
Epilepsie und EEG, Provokationsmaßnahmen, Artefakte
8./9. April 2011
Umschriebene Funktionsstörungen,
Artefakt oder realer Befund?
24./25. Juni 2011
Ort: Eberswalde
Leitung und Auskunft: Dr. med. A. Grüger,
Martin Gropius-Krankenhaus GmbH,
Oderberger Straße 8, 16225 Eberswalde
Telefon: (03334) 5 34 25
Fax: (03334) 5 34 26
E-Mail: [email protected]
Kurs Psychosomatische Frauenheilkunde
(30 Stunden Interventionstechniken, 30 Stunden Balintgruppenarbeit, 20 Stunden Theorie
der psychosomatischen Frauenheilkunde und
Geburtshilfe)
29./30. Jan. 2011
26./27. Febr. 2011
12./13. März 2011
9./10. April 2011
20./21. Aug. 2011
jeweils 9.00 bis 16.00 Uhr
Ort: Hotel Brandenburg, Königs Wusterhausen
Teilnehmergebühr: 1.200 €
Anmeldung bis 31.12.2010
Auskunft: Dr. med. R. Kirchner,
Finsterwalder Straße 62, 03048 Cottbus
Telefon: (0355) 47 28 28
Fax: (0355) 47 26 47
E-Mail: [email protected]
Echokardiographie-Dopplerechokardiographie-Grundkurs
nach den Richtlinien der KBV und DEGUM
24. bis 27. Febr. 2011 in Berlin
Information unter www.echokurs.de
Symposium Dermatotherapie – was
gibt es Neues?
20. Nov. 2010, 8.00 bis 13.00 Uhr
Ort: Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt
Leitung: Prof. Dr. med. Wollina
Auskunft: Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt,
Klinik für Dermatologie und Allergologie, Friedrichstraße 41, 01067 Dresden,
Annett Thiele
Telefon: (0351) 4 80 16 85
Fax: (0351) 4 80 12 19
E-Mail: [email protected]
Spezielle Schmerztherapie (Teil 1) 40 P
25. bis 28. Nov. 2011
Teilnehmergebühr: 340 €
Naturheilverfahren
Kurs I
40 P
28. bis 30. Jan. und 11. bis 13. Febr. 2011
Kurs II
40 P
18. bis 20. März und 1. bis 3. April 2011
Kurs III
40 P
29. April bis 1. Mai und 6. bis 8. Mai 2011
Kurs III
mit Selbsterfahrung Heilfasten
40 P
17. bis 24. Juni 2011
Kurs IV
40 P
26. bis 28. Aug. und 16. bis 18. Sept. 2011
Teilnehmergebühr: jeweils 440 €
80-Stunden-Fallseminar
80 P
12. bis 19. Nov. 2011
Teilnehmergebühr: 1.100 €
Ort: Fortbildungsakademie Hamburg
Auskunft: Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg,
Lerchenfeld 14, 22081 Hamburg
Telefon: (040) 22 80 25 10
Fax: (040) 22 72 88 22
E-Mail: [email protected]
Internet: www.aerztekammer-hamburg.de
Doppler- und Duplexsonographie
in der Gefäßdiagnostik
Interdisziplinärer Grundkurs
26. bis 28. Nov. 2010 in Dresden
Leitung: Prof. Dr. med. J. Schweizer
Auskunft: Krankenhaus Küchwald, Klinik für
Innere Medizin I, Frau Weißflog, Bürgerstraße 2,
09113 Chemnitz
Telefon: (371) 33 34 25 01
Fax: (0371) 33 34 25 67
E-Mail: [email protected]
Allgemeinmedizin-Refresher
je 32 P
2. bis 5. Dez. 2010 in Köln
26. bis 29. Jan. 2011 in Berlin
13. bis 16. April 2011 in Stuttgart
26. bis 29. Mai 2011 in Hamburg
7. bis 10. Dez. 2011 in Köln
Teilnehmergebühren: 490 € für Fachärzte,
390 € für Assistenzärzte
Auskunft: Forum für medizinische Fortbildung,
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Telefon: 01801 95 96 97
Fax: (06192) 9 57 89 44
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Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 31
kvbb informiert
Übersicht der Entscheidungen des Landes- Die Übersicht enthält die Entscheidungen des Lanausschusses der Ärzte und Krankenkassen desausschusses per 29.09.2010 für die Arztgruppen
des Landes Brandenburg zur Anordnung bzw. in den jeweiligen Planungsbereichen bis einschließAufhebung von Zulassungsbeschränkungen lich des Beschlusses Nr. 44/10. Die für Zulassungen
im Bezirk der Kassenärztlichen Vereinigung gesperrten Planungsbereiche/Arztgruppen sind mit
Brandenburg nach § 103 Abs. 1 bis 3 SGB V einem „x“ gekennzeichnet. Die Anzahl der möglichen
i.V.m. § 16b Ärzte-ZV
Zulassungen in vormals geschlossenen Planungsbereichen ist in Klammern (...) gesetzt.
Planungsbereich/ Arztgruppen
Anästhesie
Augen
Chirurgie
Fachärzte
Intern.
Frauen
HNO
Hautkrank.
Kinder
Nerven
OrthoDiag.Ra­pädie Psychoth. diol.
Urologen
Hausärzte
(1)
Potsdam/Stadt
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x 3**
x
x
Brandenb. a.d. Havel/
St.Potsdam-Mittelmark
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Havelland
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Oberhavel
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Ostprignitz-Ruppin
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Prignitz
x
x
x
x
x
x
(1)
x
x
x
x
x
x
Teltow-Fläming
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x 1**
x
x
Cottbus/Stadt
x
x
x
x
x
x
x
x
(1)
x
1*/x3**
x
x
Dahme-Spreewald
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x 1**
x
x
Elbe-Elster
x
x
x
x
x
x
(1)
x
x
x
x 1**
x
x
Oberspreew.-Lausitz
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
1*/x1**
x
x
Spree-Neiße
x
x
x
x
x
x
(1)
x
x
x
2*/x1**
x
x
Frankfurt/Stadt/OderSpree
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
Barnim
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x 1**
x
x
Märkisch-Oderland
x
x
x
x
x
x
x
x
x
x
1*/x
x
x
Uckermark
(1)
x
x
x
x
x
x
x
x
x
1*/x
x
x
(7)
x
x
x
(19)
In Regionen der blau gekennzeichneten Bereiche werden Zulassungen gefördert
* Zulassungsmöglichkeit für ärztl. Psychotherapeuten; ** Zulassungsmöglichkeit für Psychotherapeuten, die ausschließl. Kinder und Jugendliche behandeln
Öffentliche Ausschreibungen von Vertragsarztsitzen gemäß § 103 Abs. 4 SGB V
In Gebieten, für die der Landesausschuss der Ärzte und
Krankenkassen eine Zulassungssperre angeordnet hat,
schreibt die KV Brandenburg gem. § 103 Abs. 4 SGB V
nach Antragstellung folgende Vertragsarztsitze zur
Nachbesetzung aus:
laufende Bewerbungskennziffer: 76/2010
Fachrichtung: Kinder- u. Jugendlichen-psychotherapeut
(halber Vertragsarztsitz)
Planungsbereich: Oberhavel
gewünschter Übergabetermin: 01.01.2011
Nähere Auskünfte erhalten Sie beim Unternehmensbereich
Qualitätssicherung/Sicherstellung der Kassenärztlichen
Vereinigung Brandenburg, Ansprechpartnerin:
Ingeborg Prößdorf, Telefon: 0331 2309-323 oder
Karin Rettkowski, Telefon: 0331 2309-320.
Bewerbungsfrist bis 10.12.2010
laufende Bewerbungskennziffer: 77/2010
Fachrichtung: Kinder- u. Jugendlichen-psychotherapeut
(halber Vertragsarztsitz)
Planungsbereich: Teltow-Fläming
gewünschter Übergabetermin: 01.04.2011
Die schriftliche Bewerbung für die ausgeschriebenen
Vertragsarztsitze ist zwingend erforderlich. Sie muss die
Bewerbungskennziffer, die Anschrift, die Telefonnummer,
die Facharztanerkennung sowie Angaben zum möglichen
Praxisübernahmezeitpunkt enthalten.
laufende Bewerbungskennziffer: 73/2010
Fachrichtung: Innere Medizin/FA, (halber Vertragsarztsitz)
Planungsbereich: Potsdam/Stadt
gewünschter Übergabetermin: 01.04.2011
laufende Bewerbungskennziffer: 78/2010
Fachrichtung: Psychologischer Psychotherapeut
(halber Vertragsarztsitz)
Planungsbereich: Teltow-Fläming
gewünschter Übergabetermin: 01.04.2011
Unter dem Stichwort „Ausschreibung“ sind die Unterlagen bei der KV Brandenburg, Friedrich-Engels-Str.
103/104, 14473 Potsdam, einzureichen.
laufende Bewerbungskennziffer: 74/2010
Fachrichtung: Innere Medizin/FA
(halber Vertragsarztsitz)
Planungsbereich: Uckermark
gewünschter Übergabetermin: 01.01.2011
laufende Bewerbungskennziffer: 79/2010
Fachrichtung: Frauenheilkunde
Planungsbereich: Brandenburg a.d.H. (St.)/PotsdamMittelmark
gewünschter Übergabetermin: 01.07.2011
laufende Bewerbungskennziffer: 75/2010
Fachrichtung: Haut- u. Geschlechtskrankheiten
Planungsbereich: Frankfurt (Oder)/Stadt/Oder-Spree
gewünschter Übergabetermin: sofort
laufende Bewerbungskennziffer: 80/2010
Fachrichtung: Orthopädie
Planungsbereich: Barnim
gewünschter Übergabetermin: 01.01.2011
laufende Bewerbungskennziffer: 72/2010
Fachrichtung: Frauenheilkunde
Planungsbereich: Oberspreewald-Lausitz
gewünschter Übergabetermin: 2011/2012
32 | Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010
Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, dass in
der Warteliste eingetragene Ärzte nicht automatisch
als Bewerber für die ausgeschriebenen Vertragsarztpraxen gelten.
Weitere Informationen über Angebote für Praxisübernahmen können Sie unserer Homepage unter www.kvbb.de
(Stichwort: Praxisbörse) entnehmen oder persönlich unter der Rufnummer 0331/2309-320 oder -323 erfragen.
LUGV, Abteilung Gesundheit
Infektionsschutz
Infektionskrankheiten/Impfschutz/Krankenhaushygiene (September 2010 – Auszug)
ENTWICKLUNG DER
VARIZELLEN-ERKRANKUNGEN
IN BRANDENBURG
Sowohl in 2009 als auch in 2010 (bisher
720 E, Stand: 30.09.) zeigten die Infektionen
in Brandenburg einen saisonalen Verlauf nur
in den Frühjahrsmonaten. So wurden in 2009
51 % der Fälle in den Monaten März bis Juni
gemeldet. Im Vergleichszeitraum 2010 traten
68 % der bisher gemeldeten Fälle auf. In 2009
fanden sich die höchsten altersspezifischen Inzidenzen bei Kindern im Vorschulalter mit einem Maximum von 689,58 E pro 100.000 Einwohner bei den 4-Jährigen, gefolgt von den
3-Jährigen mit 346,44 E pro 100.000 Einwohner [5].
Die Inzidenzen nach Landkreisen/kreisfreien
Städten zeigen deutliche Unterschiede. Sie bewegten sich in 2009 zwischen 83 E/100.000
Einwohner (Märkisch-Oderland) und 2,3
E/100.000 Einwohner (Prignitz).
Von den insgesamt 767 gemeldeten Fällen
wurden 71 % ausschließlich klinisch, 1 % klinisch-labordiagnostisch und 28 % klinisch-epidemiologisch diagnostiziert bzw. bestätigt. In
746 Fällen lagen Angaben zum Impfstatus vor.
Demnach waren 101 Erkrankte 1 mal und 24 2
mal gegen Varizellen geimpft.
Im Jahr 2009 wurden 29 Varizellen-Ausbrüche
(A) mit 238 E aus 7 Landkreisen/1 kreisfreien
Stadt gemeldet. Betroffen waren Kindertagesstätten (19 A, 166 E), Schulen (9 A, 70 E, darunter 2 kreisübergreifende A) und 1 Privathaushalt
mit 2 Fällen.
Im Jahr 2010 meldete der Landkreis MärkischOderland einen Ausbruch mit 42 E in einer Kindertagesstätte, der ein Schulhort angegliedert
ist. Der Ausbruch erstreckte sich vom 13.06.
bis zum 26.07.2010 (s. Diagramm). Alle Erkrankungen wurden nur klinisch diagnostiziert. In
der Altersgruppe der 3- bis 5-Jährigen traten
62 % und in der Altersgruppe der 7-jährigen
14 % der Fälle auf. Insgesamt 9 Kinder waren
geimpft, davon 8 einmalig.
Seit Sommer 2004 empfiehlt die Ständige
Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Ins­
titut (RKI) die Varizellen-Impfung für Kinder
und Jugendliche [1]. Daten aus verschiedenen
epidemiologischen Überwachungssystemen,
zu denen die Sentinelerhebung der AG Masern
und Varizellen und das KV-Sentinel-Projekt gehörten, zeigten deutlich rückläufige Erkrankungszahlen, was Hinweise auf die Inanspruchnahme der Impfungen zulässt [2]. Die erhobenen Daten haben darüber hinaus mit dazu beigetragen, die Impfempfehlungen anzupassen.
Demnach traten Durchbruchserkrankungen
bei zweimal gegen Varizellen geimpften Personen signifikant weniger häufig auf als bei einmal Geimpften [2]. Dieses Ergebnis führte zu
der STIKO-Empfehlung vom Juli 2009, wonach
nun für alle Kinder eine 2. Varizellenimpfung
empfohlen wird, vorzugsweise im Alter von
15 – 23 Monaten [3].
Da keine einheitlichen Regelungen zur Varizellen-Meldepflicht existieren, kann die populationsbezogene Varizellenmorbidität in
Deutschland nicht bestimmt werden [2]. Durch
erweiterte Meldeverordnungen haben einige
Bundesländer, zu denen auch Brandenburg gehört, die Möglichkeit geschaffen, entsprechende epidemiologische Daten auf Landesebene
zu erheben.
Nach Einführung der Meldepflicht in Brandenburg im Januar 2009 wurden für 2009 insgesamt 767 Erkrankungen (E) an Varizellen gemeldet [5]. Das entspricht einer Inzidenz von
29,97 E pro 100.000 Einwohner [5]. Deutlich
niedrigere Inzidenzen verzeichneten die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern (24,39)
und Sachsen (23,95) [4].
Das Gesundheitsamt legte eine Aufnahmesperre für Personen ohne Impfschutz bzw.
ohne früher durchgemachte Varizellen-Erkrankungen fest. Darüber hinaus wurden Impfempfehlungen gegeben und die Eltern ausführlich
über die Krankheit aufgeklärt.
Quellen:
1.RKI (2004) Empfehlungen der STIKO am RKI/
Stand Juli 2004. Epid Bull: 30: 235-250
2.RKI (2009) Impfung gegen Varizellen im Kindesalter: Empfehlung einer zweiten Varizellenimpfung. Epid Bull 32: 328-336
3.RKI (2009) Empfehlungen der STIKO am RKI/
Stand Juli 2009. Epid Bull: 30: 279-298
4.RKI-SurvStat
5.LUGV Brandenburg, Abt. Gesundheit – SurvNET
Infektionsschutz
Infektionskrankheiten/lmpfschutz/Krankenhaushygiene
(September 2010 – Auszug)
Kumulativwert
Fälle
(03.01.2010 – 03.10.2010)*
5
15
Lyme-Borreliose
231
1057
Campylobacter
244
1549
E.-coli-Enteritis
41
221
Denguefieber
1
5
Giardiasis
9
69
Hantavirus
1
2
Hepatitis E
1
16
Keuchhusten
49
410
MRSA
10
74
Adenovirus
2
7
Salmonellose
100
663
Windpocken
23
728
Meningokokken
* vorläufige Zahlen (durch Nachmeldungen kann es
Differenzen zwischen der Summe der Einzelmonate und
dem aktuellen Kumulativwert geben)
7
6
2x geimpft
5
1x geimpft
4
ungeimpft
3
2
1
0
01
0
.2
.7
01
01
.2
.7
25
.2
.7
23
27
0
0
01
.2
01
0
.7
21
.7
.2
19
0
20
10
7.
.7
.2
01
01
15
.2
.7
17
.
0
01
0
13
7.
9.
.2
10
20
20
7.
Datum der Erkrankungen
11
.7
10
10
7.
10
20
7.
20
7.
3.
5.
10
20
7.
1.
01
0
0
01
.2
.2
29
.6
0
.6
27
.2
01
0
.6
01
.2
01
.2
.6
23
25
0
0
.6
21
.2
01
0
.6
01
.2
.6
19
01
17
.2
.6
.2
.6
15
01
0
0
0
13
Anzahl der Erkrankungen
Varizellen-Ausbruch 2010 in Märkisch-Oderland / Epidemiologische Ausbruchskurve
Quelle: LUGV, Abteilung Gesundheit; SurvNET
Brandenburgisches Ärzteblatt 11 • 2010 | 33
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Rehabilitation GmbH
Die Vivantes Rehabilitation GmbH betreibt auf dem Gelände
des Auguste-Viktoria-Klinikums in Berlin Schöneberg ein ganztägiges ambulantes Rehabilitationszentrum für die Indikationen
Onkologie, Orthopädie, Neurologie, Kardiologie und Pneumologie
Für die Orthopädie in der ambulanten Rehabilitation suchen
wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/einen
Fachärztin/Facharzt
Ihre Aufgaben
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Sie betreuen orthopädische Patienten im ambulanten
Bereich
Sie führen Patientenschulungen durch
Sie arbeiten interdisziplinär mit den anderen Abteilungen
der Einrichtung zusammen
Ihr Profil
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Sie sind Fachärztin/Facharzt für Orthopädie oder
Fachärztin/Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Sie verfügen über Erfahrung in der orthopädischen
Rehabilitation
Sie verfügen über die Zusatzbezeichnung Sozialmedizin
(wünschenswert aber nicht Voraussetzung)
Sie haben Interesse an reha- und sozialmedizinischen
Fragestellungen
Sie arbeiten gern im Team
Sie haben EDV-Kenntnisse
Ihre Perspektiven
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Ein herausforderndes und interessantes Aufgabengebiet
Ein angenehmes Arbeitsumfeld
Ein hoch motiviertes Team
Die Möglichkeit zur fachübergreifenden Kooperation
Keine Teilnahme an Nacht- oder Wochenenddiensten
Eine angemessene Vergütung
Ihre Fragen beantwortet Ihnen Dr. Tillmann Stock, Chefarzt
Tel. 030 130 20 2487, [email protected]
Bewerbungen mit vollständigen Unterlagen richten Sie bitte
bis 30.11.2010 an:
Vivantes Rehabilitation GmbH
Kennziffer 13/2010
Rubensstr. 125, 12157 Berlin
Kurse / Seminare / Fortbildung
Balint-Intensiv-Sonntage 2010 – Dr. med. Sebastian Schildbach
je 6 Doppelstunden, 28.11., 9 – 19 Uhr
in 10707 Berlin-Wilmersdorf, Bayerische Straße 33
Teilnahmegebühr: je 150,- Euro, ÄK-zertifiziert – 10 CME-Punkte!
Kontakt: [email protected]; Tel. 030/7446256
Kombinierte Kurse der Doppler- und Duplex-Sonographie
nach den Richtlinien der KBV und der DEGUM
Gefäßzentrum Berlin/Brandenburg im Ev. Krankenhaus Hubertus Berlin,
akademisches Lehrkrankenhaus der Charité Universitätsmedizin Berlin
- Interdiszipl. Grundkurs der Gefäßdiagnostik 10.-12.12.10 28 Pkt.
- Aufbaukurs d. peripheren Arterien u. Venen 28.-30.01.11 27 Pkt.
- Aufbaukurs d. hirnversorgenden Gefäße
18.- 20.02.11 27 Pkt.
Anmeldung schriftlich an: Dr. med. C. Fahrig, Chefarzt der Inneren
Abteilung des Ev. Krankenhauses Hubertus, DEGUM Seminarleiter,
Spanische Allee 10-14, 14129 Berlin oder unter: Tel.: 030/392 34 51;
Fax: 030/394 80 180 oder Tel.: 030/810 08 233; Fax: 030/810 08 135
Weitere Informationen: www.EKH-Berlin.de/Ultraschallkurse
KLASSISCHE HOMÖOPATHIE
Erwerb der Zusatzweiterbildung und des Homöopathiediploms
Ab 26. März 2011 (Dreijahreskurs)
(Nach der Approbation ohne Facharzt möglich)
Dozenten: Roland von Nieda . Gesine Seck
Zeit: 1x monatlich samstags 10.00 - 17.30 Uhr.
Anmeldungen (mit Approbationsurkunde und Lichtbild) bitte an den
Berliner Verein homöopathischer Ärzte e.V., Nassauische Str. 2,
10717 Berlin, Rückfragen unter 030-873 25 93 und [email protected]
Praxisräume
STUHR-VARREL (LANDESGRENZE BREMEN)
Praxisräume in Ärztehaus (Arzt-, Zahnarzt-Praxis und Apotheke im Hause),
130 qm, 1. OG, neuer Fahrstuhl vorhanden, zentrale Ortslage, nebenliegend Filialen der Kreissparkasse und Volksbank, Vielzahl an Parkplätzen.
Bus-Haltestelle gegenüberliegend, Renovierung nach Ihren Wünschen,
1. Jahr mietfrei, Überlassung gut erhaltener Praxis-Einrichtung unentgeltlich, von privat an Arzt für Allgemeinmedizin (Russisch-Kenntnisse
von Vorteil) kurzfristig zu vermieten. Hoher Anteil Privat-Patienten.
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dem Internet unter
www.ImmobilienScout24.de (Scout-ID: 56510077).
Chiffre BÄB 102-11/10 an: Verlagsbüro Kneiseler, Uhlandstr. 161, 10719 Berlin
Wir sind Ihr kompetenter Partner für professionelles
Abrechnungs- und Forderungsmanagement...
Wir bieten für niedergelassene Ärzte, Chefärzte und Kliniken die folgenden Leistungen:
•
Liquidation privatärztlicher und berufsgenossenschaftlicher Leistungen
•
Rechnungserstellung inkl. Prüfung gemäß GOÄ sowie BG-GOÄ
•
Korrespondenz mit Patienten und Kostenträgern
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Ratenzahlungsvereinbarungen mit den Patienten
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Ausführliche Buchführung und Dokumentation
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Vorgerichtliches und gerichtliches Mahnverfahren
inkl. Vollstreckungsmaßnahmen
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Fortbildung für Sie und Ihr Praxisteam
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Unterstützung bei der Einführung des PVS PraxisQualitätsmanagementsystems in Ihrer Praxis
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CashDirect
(Sofortauszahlung der Honorare direkt nach Rechnungsversand)
Ihre Ansprechpartnerinnen freuen sich auf Ihren Anruf:
Geschäftsstelle Berlin:
Frau Annette Friedt
Tel. 030/31 90 08 68
Geschäftsstelle Cottbus:
Frau Uta Kallet
Tel. 0355/38 00 19 10
Geschäftsstelle Potsdam:
Frau Daniela Bartz
Tel. 0331/280 06 58
Geschäftsstelle Cottbus:
Geschäftsstelle Potsdam:
Straße der Jugend 113 • 03046 Cottbus
Hegelallee 15 • 14467 Potsdam
Tel. 0355/38 00 19 10 • Fax 0355/38 00 19 14
Tel. 0331/280 06 58 • Fax 0331/24 02 00
Beantworten Sie die folgende Frage und gewinnen Sie einen von 10 Gutscheinen* für eines
unserer regelmäßig stattfindenden GOÄ-Seminare:
Wo finden Sie im Internet mehr Informationen über Ihre PVS?
Einfach ausfüllen und per Post oder per Fax
an die PVS schicken:
PVS für Berlin/Brandenburg
Invalidenstr. 92 • 10115 Berlin
Fax: 030 -312 10 20
Praxisstempel:
Brandenburgisches Ärzteblatt 11/2010
Verlosung erfolgt unter allen bis zum 30. November 2010 eingehenden Antworten.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Invalidenstraße 92 • 10115 Berlin
Tel. 030/31 90 08 45 • Fax 030/312 10 20
[email protected] • www.pvs-portal.de

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