Vorstand der Stadtwerke Espelkamp Klaus Hagemeier

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Vorstand der Stadtwerke Espelkamp Klaus Hagemeier
Ratssitzung 13.05.2009
Rede des Vorstandes der Stadtwerke Espelkamp, Klaus Hagemeier
Die Stadtwerke Espelkamp möchten die Möglichkeiten der Energieerzeugung durch erneuerbare Energien nutzen und zu diesem Zweck eine Biogaserzeugungs- und -aufbereitungsanlage
in der Stadt Espelkamp errichten.
Diese Anlage wird aus nachwachsenden Rohstoffen Biogas erzeugen und auf Erdgasqualität
aufbereiten.
Die Biogaseinspeisung in das Erdgasnetz ist Energie und klimapolitisch erforderlich um die
Importabhängigkeit bei Erdgas zu verringern sowie Impulse für eine klimaschonende und
effiziente Energieerzeugung zugeben.
Durch die Biogaseinspeisung eröffnet sich die Möglichkeit, Biogas unabhängig vom Standort
der BGA zu nutzen, beispielweise dort, wo es eine Wärmenachfrage gibt.
Unabdingbare Voraussetzung für die Nutzung von Bioenergie ist ein nachhaltigkeitsgerechter
Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen.
Als Standort für die BGA ist aus Sicht der Stadtwerke die Fläche nördlich der Kläranlage
sinnvoll. Durch die Verknüpfung zur Kläranlage entstehen wirtschaftliche Möglichkeiten zur
Nutzung von vorhandener Infrastruktur im Bereich der Mess-, Steuerungs- und Leittechnik.
Vor allem ist ein sehr effizienter Personaleinsatz möglich. Zur Substratlagerung könnte eine
weitere Fläche westlich der Kläranlage tlw. In Anspruch genommen werden. Zur Abwicklung
der An und Abtransport der Substrate wäre eine eigene Zuwegung von der Kreisstraße Alte
Waldstraße zu schaffen. Aber auch andere Standorte sind im weiteren Verfahren zu prüfen.
Um einen wirtschaftlichen Betrieb der Gasaufbereitung über die geplante Nutzungsdauer von
20 Jahren zu gewährleisten, ist eine Anlagengröße von ca. 4 MW Wärmeleistung erforderlich.
Dies entspricht etwa einer elektrischen Leistung von 1,6 MW.
Für die Substratbereitstellung ist eine Fläche von ca. 700 ha erforderlich. Der Substratmix
gliedert sich im nachwachsenden Rohstoffe wie Mais, Grünroggen und Gras. Zur Prozessstabilisierung ist eine geringe Güllebeimischung erforderlich. (Mais 67%, Grünroggen 20%,
Gras 6%, Gülle 7%).
Die Stadtwerke Espelkamp haben langjährige Erfahrungen auf dem Gebiet der Gaserzeugung
der sog. Fermentation. Der Prozess der Gasaufbereitung ist ein hochtechnischer Ablauf und
erfordert dementsprechendes Know-how. Da wir in Espelkamp nur einmal eine Gasaufbereitung betreiben werden, ist eine partnerschaftliche Kooperation mit einem Partner aus der
Energiewirtschaft sinnvoll. Die Stadtwerke möchten gemeinsam mit der E.ON Bioerdgas
GmbH die Möglichkeit einer entsprechenden Anlage prüfen. Durch die Beteiligung von E.On
gewinnt man einen Partner, der bereits mehrere Anlagen in Deutschland betreibt und entsprechende Erfahrungen auf dem Gebiet der Aufbereitung sowie der Energierechtlichen Anforderungen der Einspeisung und Vertriebsbilanzierung besitzt.
Um die erforderlichen weiteren Schritte wie die konkrete Anlagenplanung, Gutachten zum
Emissionsschutz auf dem Weg zu bringen ist eine Grundsatzentscheidung zu einer Biogasanlage zu treffen.