Sookmyung Women`s University

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Sookmyung Women`s University
Auslandssemester in Südkorea
Sookmyung Womens University Seoul, Südkorea
Allgemeines
Die Sookmyung Womens University ist eine von mehr als 30 Universitäten in der
Megametropole Seoul (Südkorea) und auch eine der Universitäten wo eigentlich nur Frauen
zugelassen sind. Als Austauschstudent ist es aber auch möglich als Mann an dem Universitären
Austauschprogrammen der Sookmyung teilzunehmen.
Vorbereitung/Bewerbung und Wohnen
Die Bewerbung läuft zunächst ganz normal über das Bewerbungsverfahren der Heimatuniversität
ab, die Viadrina sucht also wie üblich die Studenten für den Austausch aus. Dabei sind sowohl
Studenten der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (BWL, IBWL, VWL, IBA) als auch der
Kulturwissenschaftlichen Fakultät zugelassen. Nachdem die Viadrina euch an der Sookmyung
Womans University vorgeschlagen hat bekommt Ihr in der Regel binnen weniger Wochen eine
Zusage der Sookmyung mit einer „Willkommens Mappe“. Diese Beinhaltet eine Bestätigung
Eurer Studienberechtigung in Korea und diverse Informationen zu den Wohnmöglichkeiten
sowie zu Campusaktivitäten und Auststattung der Universität. Ihr habt dann einige Wochen Zeit
zwischen den verschiedenen Wohnmöglichkeiten auszuwählen. Es gibt sowohl Einzelzimmer
mit Toilette und Gemeinschaftsküche (ca. 380-400€) als auch Doppelzimmer mit Toilette und
Gemeinschaftsküche (180€ p.P). Diese Möglichkeit der Unterkunft ist in Seoul definitiv die
günstigste und auch die einzige die man als Austauschstudent in der Regel bekommen kann.
Eigene Appartements kosten schnell wesentlich mehr und verlangen in der Regel mehrere
tausend USD Kaution und einen Arbeitsnachweis. Außerdem ist die Campusunterkunft nur
zwischen 3-5 Minuten vom Campus entfernt und daher sehr komfortabel. Auf der Internetseite
kann man Fotos der Zimmer sehen, ich kann nur sagen das mich ein Doppelzimmer nicht weiter
gestört hat da ich mit meinem Zimmernachbarn sehr gut klargekommen bin. So gab es aber auch
Fälle wo dem nicht so war und bei 25 qm zu zweit ist es ja unerlässlich das man miteinander gut
klarkommt. Die Zimmer sind streng nach Mann und Frau getrennt und auch die Flure für die
wenigen Männer sind in der Regel von Frauen am besten nicht zu betreten, gleiches gilt für die
Männer bei den Frauen. Die Unterkünfte werden 24h von Sicherheitspersonal bewacht, zunächst
etwas befremdlich und man fühlt sich ein bisschen bevormundet aber wenn man sich mit dem
Sicherheitspersonal etwas anfreundet ist in der Regel auch die 23 Uhr – 05 Uhr Ausgangssperre
kein Problem mehr.
Flug und Anreise
Wenn man sich rechtzeitig um einen Flug nach Korea bemüht, also am besten bald nach der
definitiven Zusage der Sookmyung Womans University kann man sehr günstig nach Seoul
fliegen. Ich habe dabei auf STA (Student Travel Agengy) Travel in der Hadenbergstraße in
Berlin zurückgegriffen. Ich kann diese nur empfehlen da sie exclusiv z. B bei Emirates nochmal
circa 10 % Studentenrabatt geben. Dies war in meinem Fall sogar noch günstiger als alle
Internetpreise (Hin und Rückflug circa. 680€). Um die Flugpreis vorher schonmal
nachzuschauen würde ich als Kalkulationsgrundlage emirates.com empfehlen, in der Regel
fliegen die über Dubai nach Seoul und man hat sogar noch die Möglichkeit kostenlos 3 Tage in
Dubai zwischenstopp zu machen, wenn es von Interesse sein sollte. Grundsätzlich würde ich
empfehlen mindestens eine Woche vor Studienbeginn in Seoul einzutreffen um sich ein bisschen
einzugewöhnen, besonders wenn man vorher noch nie in Asien war sollte der Kulturshock nicht
zu knapp ausfallen. Vom Flughafen ist es zunächst etwas schwierig sich zur Universität zu
navigieren wenn man das erste mal ankommt. Der Bus 5001 (ca 10 €) fährt bis zur Station
Sookmyung Station und von dort aus sollte man sich am besten durchfragen bzw. Umbeding bei
googlemaps im Internet vorher schauen wie man laufen muss, da erstaunlicherweise die
Wegeauskünfte der Koreaner aufgrund mangelndem Englisch eher mager ausfallen. Ein Taxi ist
sicherlich leichter kostet aber nach 45min Fahrt einen Festpreis von circa 60 € den man eventuell
lieber woanders investiert. Informationen zur Anreise sind auch nochmal in der „Willkommens
Mappe“ der Universität zu finden.
Die Universität
Wie schon erwähnt ist Seoul ein Mekka der Studierenden und es Studiert der Großteil der jungen
Koreaner in Seoul. Dabei ist die Seoul National University eine der größten und hat so auch das
größte aus Austauschprogramm mit über 700 Studenten. Die Sookmyung Womans University
hingegen gehört mit nur 60 Austauschstudenten (hauptsächlich Asiaten) zu den kleineren
Austauschprogrammen.
Die Sookymung Womans University hat knapp über 15.000 Studentinnen und in jedem Semester
circa 10 männliche Austauschstudenten, wenn nicht sogar weniger. Ich selbst habe mich nicht
befremdet gewühlt an einer Universität mit nur Frauen. Eher umgekehrt war dies der Fall. Die
sehr zurückhaltene Art der Koreanischen Mitstudentinnen war so teilweise schon fast etwas
nervig da die Kontaktaufnahme stark erschwert war. In der Regel wird man doch recht skeptisch
begutachtet und auch wenn man dann im Gespräch ist gefragt: „Warum man denn gerade an
einer Frauenuniversität“ studiert. Was die Mitstudentinnen angeht würde ich also sagen sollte
jeder seine eigenen Erfahrungen machen. So gibt es wie überall sehr unterschiedliche
Kommilitonen.
Die Universität selbst ist super organisiert und vor allem das Internationale Büro kümmert sich
mit seinem Team um alle Belange. Sowohl Kurswahl, Anmeldungen und auch Problemen bei
der Wohnsituation. Die Betreuung ist top und reicht bis hin zu Anrufen auf dem privaten Handy
und der Nachfrage ob man denn im dunkeln auch gut nach Hause gekommen wäre. Alles in
allem ist auch die Organisation vom Studienablauf so vollkommen unproblematisch. Kurse
werden gewählt und mit Thorsten Glase in Deutschland abgesprochen und können binnen der
ersten 2-3 Wochen in Korea nochmals getauscht werden. Anwesenheit ist in fast allen Kursen zu
100 % nötig und macht auch sehr oft einen Teil der Endnote aus. Das koreanische
Hochschulsystem basiert auf dem amerikanischen und gestaltet daher seine Vorlesungen mit
stetigen Hausaufgaben, Essays und Präsentationen wo eine Teilnote bereits vor der Endklausur
erreicht werden kann. Man muss viel Anwesend sein und auch regelmäßig für die Universität
arbeiten, meiner Meinung nach wesentlich mehr als in Deutschland. Ich habe das Fazit gezogen:
Hoher Zeitaufwand, mäßiges Schwierigkeitslevel.
Außer studieren organisiert die Universität diverse Ausflüge in Seoul als auch quer durch Korea.
Sonstige Freizeitmöglichkeiten reichen von verschiedenen Arbeitsgemeinschaften am
Nachmittag als auch die Möglichkeit eines der 2 Fitness Studios zu benutzen. Überhaupt sollte
einem in der Nähe der Universität nicht langweilig werden. Es gibt mehrere hauseigene Mensen
und Cafés zu moderaten Preisen (Essen 1€-3€ , Kaffee 1-2€). Die Nachbarschaft der Universität
hat außerdem diverse kleine Restaurants (Essen 1-3€) und zumindestens wo wir dort waren noch
über 50 Coffeeshops im Starbucksstil zwischen Frauenklamottenläden. Also an günstigem
Kaffee und Essen sollte es nicht mangeln :D .
Anjooong Seoul!
Seoul ist die Hauptstadt von Südkorea und Megametropole in Asien. In der Stadt selbst leben
circa 10 millionen Menschen und im gesamten Einzugsgebiet circa 23 millionen Menschen was
die Stadt von Ihrer Größendimension schwer beschreiblich macht. Ja Seoul ist riesengroß! Seoul
ist nicht nur riesengroß sondern auch voll mit lärmenden Autos, Motoradfahrern und Menschen.
Eine richtige Asiatische Megametropole also. Ich würde aber sagen wenn man die meisten
anderen Asiatischen Megametropolen kennt wie z.B Bangkok, Beijing usw gehört Seoul noch zu
der „light“ version. So ist es recht sauber und zivilisiert und man muss zu keiner Tages oder
Nachtzeit sorgen haben das einem etwas passiert, auch nicht allein oder als Frau. Was Korea und
dessen Alltagsleben bzw. Gesellschaft angeht möchte ich mit diesem Bericht nicht zu viel
vorweg nehmen, denn der kleine Kulturschock macht Korea um so interissanter denke ich. Eines
sollte einen definitiv klar sein, in Korea steht alles Kopf und jeden Tag schütteln man auch aufs
neue den Kopf und kann kaum glauben was nun schon wieder total anders tickt. Es ist ein Land
der Gegensätze, nicht zuletzt aufgrund der politischen und geschichtlichen Hintergründe. So
steckt die Gesellschaft noch etwas in den 60 Jahren fest was bestimmte Bereiche des sozialen
Lebens angeht, zum gleichen Zeitpunkt ist das Alltagsbild jedoch geprägt von 70 Jährigen
Koreanishcen Omas (Ajummas) die in der Metro mit Ihrem Iphone Farmville spielen. Also
Gegensätzlicher kännte es nicht sein und genau das macht es meiner Meinung nach zu dem wohl
interissantesten Austauschprogramm was die Viadrina anbietet. Ich würde es jedem
Weiterempfehlen der nicht scheut mal eine ganz andere Welt kennenzulernen und die ist
Südkorea ganz bestimmt. Freut euch auf ein oder zwei spannende Auslandssemester!