Wasserpfeife / Shisha

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Wasserpfeife / Shisha
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Wasserpfeife / Shisha
Mittels Wasserpfeifen wird Tabak mit unterschiedlichen Fruchtaromen geraucht.
Dabei wird Tabak durch glühende Wasserpfeifenkohle verschwelt und der Rauch
durch ein Wassergefäß inhaliert. Wasserpfeifen oder auch Shishas kommen aus dem
arabischen Raum und erfreuen sich besonders bei Jugendlichen immer größerer
Beliebtheit.
Der Wissenstand über die gesundheitlichen Auswirkungen ist jedoch gering und es
gibt zahlreiche Fehlinformationen rund um dieses Thema. Einer Studie des deutschen
Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zufolge sind die Risiken des Konsums von
Wasserpfeifentabak jedoch nicht geringer als die von Zigarettentabak. Tabakwaren
fallen in Österreich unter das Jugendschutzgesetz. Der Konsum ist erst ab 16 Jahren erlaubt.
Szenenamen
Shisha, Nargileh, Arghileh, Hookah, Hubble Bubble
Aufnahme / Wirkungsdauer
Der Tabakkopf einer Wasserpfeife wird mit aromatisiertem Wasserpfeifentabak
gefüllt und mittels Wasserpfeifenkohle verschwelt. Der dadurch entstehende Rauch
wird durch das Wassergefäß hindurch in einen Schlauch gezogen und inhaliert. Das
Nikotin erreicht schon innerhalb von sieben bis zehn Sekunden das Gehirn. Die Wirkung von Nikotin hält nur wenige Minuten lang an.
Wirkung / Rausch
Nikotin wirkt anregend, erhöht die Wachheit und Leistungsfähigkeit, hebt leicht die Stimmung und unterdrückt
leicht das Hungergefühl. Das Herz schlägt schneller, der Blutdruck steigt, und die Haut und Blutgefäße werden
weniger stark durchblutet. Da die Hauttemperatur ebenfalls sinkt, frieren Raucher schneller.
Körperliche Wirkungen / Risiken
Nebenwirkungen sind Schwindel, Übelkeit, Harndrang oder Magenbeschwerden.
Durch die gemeinsame Nutzung eines Mundstücks besteht bei Shishas die Gefahr,
Infektionskrankheiten wie Herpes oder Tuberkulose zu übertragen.
Wasserpfeife / Shisha
Langzeitfolgen
Die Schädlichkeit ist immer abhängig von der konsumierten Dosis und der Häufigkeit des Konsums. Prinzipiell ist
die Verwendung der Wasserpfeife jedoch nicht weniger gefährlich als der Konsum von Zigaretten. Der regelmäßige Konsum von Nikotin führt zu einer Toleranzentwicklung und Entzugserscheinungen. Nikotin hat ein hohes
Abhängigkeitspotential.
Unzählige Studien haben belegt, dass Rauchen in den westlichen Industriegesellschaften zu den häufigsten
Ursachen für Krankheit, Invalidität und (frühzeitigem) Tod zählt. Dauerhafter Konsum führt zu einem erhöhten
Krebsrisiko (Lungen-, Kehlkopf-, Mundhöhlen-, Luftröhrenkrebs, usw.) und schweren Schädigungen der Atemwege (Bronchitis, Asthma) sowie zu einem erhöhten Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall). Potenzprobleme, vorzeitige Hautalterung, verringerte Erneuerung von Geschmacks- und Geruchssinneszellen und eine erhöhte Sterblichkeit von Föten und Neugeborenen sind weitere Langzeitfolgen.