Die Auswirkung des Klimawandels auf den Nordatlantikstrom

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Die Auswirkung des Klimawandels auf den Nordatlantikstrom
Die Auswirkung des
Klimawandels auf den
Nordatlantikstrom
Nissen Gleuwitz
13.01.2014
Angefertigt am als Praktikant am Deutschen Klimarechenzentrum DKRZ
Nissen Gleuwitz
Bericht
30.01.2014
Inhalt
Einleitung ...........................................................................................................................................2
Die Bedeutung der Meeresströme: .....................................................................................................2
Globales Förderband...........................................................................................................................4
Thermohaline Zirkulation der Vergangenheit ......................................................................................6
Die Thermohaline Zirkulation in der Gegenwart ..................................................................................7
Mögliche Abschwächung der Thermohalinen Zirkulation ................................................................7
Ist der Nordatlantikstrom schon geschwächt? .................................................................................8
Die Thermohaline Zirkulation in der Zukunft .......................................................................................8
Die Zukunftsszenarien .....................................................................................................................8
Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur ..............................................................................9
Niederschlag über den Ozeanen.................................................................................................... 11
Auswirkungen des Klimawandels auf den Nordatlantikstrom ........................................................ 12
Bleibt der Nordatlantikstrom aus?................................................................................................ 13
Folgen der Abschwächung des Nordatlantikstroms ....................................................................... 13
Kommt der Nordatlantikstrom nach seiner Abschwächung wieder? .............................................. 13
Fazit .................................................................................................................................................. 13
Quellen ............................................................................................................................................. 14
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Nissen Gleuwitz
Bericht
30.01.2014
Einleitung
In meiner Darstellung über den Nordatlantikstrom gehe ich auf die Auswirkungen des Klimawandels
auf den Nordatlantikstrom selbst, aber auch auf die Folgen dieser Veränderungen ein. Ich habe mich
für dieses Thema entschieden, weil es mir neu war und ich nicht wusste, wie wichtig der
Nordatlantikstrom für Europa ist. Ich fand es auch sehr interessant zu sehen, wie viele
Veränderungen der Klimawandel mit sich bringt. Da ich auch selbst in Europa lebe, fand ich es auch
gut zu erfahren, wie es hier in der Zukunft aussieht und ob es kälter oder wärmer wird. Zuerst werde
ich auf die Bedeutung und Funktion des Nordatlantikstroms eingehen, danach über die
Vergangenheit und Gegenwart berichten und zuletzt die Zukunftstheorien erklären, bis ich zu einem
Fazit komme. Ich versuche dabei die Frage zu beantworten, ob das Klima Auswirkung auf den
Nordatlantikstrom hat und ob es Veränderungen im europäischen Klima geben wird.
Die Bedeutung der Meeresströme:
Die Meeresströmungen bringen Energie aus den strahlungsreichen niederen in die höheren Breiten.
Der Hauptteil des Wärmetranssportes im Atlantik kommt von der meridionalen Umwälzbewegung,
welche aus den Dichteunterschieden resultiert. Meeresströmungen entstehen aus mehreren
Faktoren: Winde, Gezeiten und Druckunterschiede spielen dabei eine wichtige Rolle.
Eines der bekanntesten Beispiele ist der Nordatlantikstrom, die nordöstliche Abzweigung des
Golfstroms. Er befördert warmes Wasser nach Europa und es kommt dort zu deutlichen
Temperaturunterschieden, da das Wasser die Wärme an die Luft abgibt und die Westwinde die
warme Luft nach Europa bringen. Zum Beispiel können in Irland oder Wales manche Palmenarten
überleben, während in Kanada, obwohl es sich auf den gleichen Breiten befindet, nur Nadelbäume
überleben können. Aufgrund dieses Temperatur-Unterschiedes leben auch zehnmal so viele
Menschen in Europa als in Kanada oder Sibirien.
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Abb.1 Der Golfstrom
Hier habe ich ein Experiment mit dem einfachen Klimamodel MSCM(mscm.dkrz.de) durchgeführt,
aus dem man die Temperaturunterschiede durch den Nordatlantikstrom deutlich erkennen kann.
Lufttemperatur in °C
Experiment A ist mit Ozean
Experiment B ohne Ozean
Europas Lufttemperatur sinkt bei B von 5 °C im Winter auf -20 °C, da der Nordatlantikstrom keine
Wärme mehr liefert und das maritime milde Klima ausfällt.
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Experiment A –B
Die Wirkung des Ozeans auf die
Lufttemperatur über dem
Nordatlantik und Europa.
Abb.2 Die Auswirkung des Atlantischen Ozeans auf Europa
Aus der Differenz der beiden Experimenten(A-B) kann man die Bedeutung des Nordatlantikstroms
ablesen: Er bewirkt ein Temperaturanstieg von ca.25°C in Mitteleuropa, in Westeuropa sogar über
30°C.
Globales Förderband
Der Nordatlantikstrom und der Golfstrom sind Teil des weltumspannenden Globalen Förderbandes.
Das Globale Förderband beschreibt die Zirkulation der Meeresströmungen, die sich wie ein
Förderband um die Erde bewegen und Wasser von einem Ozean zum anderen transportieren. Es
erstreckt sich über den gesamten Globus und durchfließt alle drei Ozeane, daher auch der Name. Das
Globale Förderband wird durch Passat- und Westwinde angetrieben und auch durch die
Thermohaline Zirkulation, durch die auch der Nordatlantikstrom nach Europa kommt.
Abb.3 Das Globale Förderband
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Die Thermohaline Zirkulation entsteht durch den hohen Salzgehalt im Atlantischen Ozean, der durch
den Süßwasser-Export über die Atmosphäre aus dem Atlantischen in den Pazifischen Ozean
entsteht. Dieser Süßwasser-Export kommt folgendermaßen zustande: Durch die starke
Sonneneinstrahlung über den Subtropen kommt es dort zur Verdunstung von sehr viel Süßwasser.
Das verdunstete Wasser sammelt sich nun als Wasserdampf in der Atmosphäre. Dadurch steigt der
Salzgehalt im Ozeanwasser. Der Wasserdampf regnet sich aber meistens nicht über dem Atlantik
wieder aus, sondern wird von den Passatwinden über die schmale Landbrücke in Mittelamerika in
den Pazifik geweht und fällt dort als Niederschlag. So kommt es zu einem ständigen Süßwasserverlust
im Atlantik. Dieser Verlust wird auch nicht an anderen Stellen in der Atmosphäre wieder
ausgeglichen, da der Transport von Wasserdampf und Wolken dort von ausgedehnten Landmassen
und hohen Gebirgen( Rocky Mountains, Anden) begrenzt wird. Das salzhaltigere und damit auch
schwerere Wasser des Atlantiks schiebt sich daher im Südlichen Ozean in der Tiefe unter das Wasser
des Indischen-und Pazifischen Ozeans. Von dort strömt das wärmere und leichtere
Oberflächenwasser wieder in den Atlantik, um das verlorene Wasser auszugleichen.
Abb. 4: Wasserdampfexport vom Atlantik zum Pazifik und die Folgen für die Meeresströmungen
Ein weiterer wichtiger Motor des globalen Förderbandes befindet sich im Nordatlantik. Das schwere
salzhaltige Wasser aus den Subtropen (Golf von Mexiko) des Atlantischen Ozeans strömt als Golfund dann als Nordatlantikstrom nach Nordosten. Hier sinkt es durch den hohen Salzgehalt und die
Kälte, welches zu einer höheren Dichte führt, in die Tiefe(Abb.5). Das wird auch noch dadurch
gefördert, dass zu Eis werdendes Wasser das Salz an das andere Wasser abgibt und dadurch der
Salzgehalt noch einmal steigt. Im Norden des Atlantischen Ozeans entsteht nun ein starker Sog, da
dort das schwere salzhaltige und nun auch kalte Wasser in die Tiefe sinkt. Diese Gebiete nennt man
Absinkgebiete. So wird das warme Wasser, das vom Golf vom Mexiko kommt in den Norden
gesogen, um das vor der Arktis in die Tiefe sinkende Wasser auszugleichen. Das in die Tiefe
gesunkene Wasser (blau) fließt dann wieder aus dem Atlantik in die anderen Ozeane(Abb.3).
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Abb.5 Die Absinkgebiete im Nordatlantik
Die Absinkgebiete des Nordatlantikstroms liegen vor der Arktis. Dort wird der Nordatlantikstrom hin
gesogen und man sieht, dass er sich im Norden auf die drei Absinkgebiete verteilt. Es gibt auch noch
andere Absinkgebiete nördlich der Antarktis, aber für den Nordatlantikstrom spielen nur diese eine
Rolle. Auch zu erkennen ist, dass das schwere Wasser in der Tiefe (blau) wieder aus dem Atlantik
verschwindet(Abb.3 oder 5)
Thermohaline Zirkulation der Vergangenheit
Dass der Nordatlantikstrom ausbleiben kann, hat uns die Vergangenheit schon gezeigt. Darum ist der
Gedanke an ein Ausbleiben in der Zukunft schon gerechtfertigt. Man nennt dieses Ereignis in der
Vergangenheit das jüngere Dyras-Ereignis.
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Abb.6: Das jüngere Dyras-Ereignis
Das jüngere Dyras-Ereignis fand vor 13000 bis 11500 Jahren statt. Es kam dabei zu einem starken
Absinken der Temperatur, die zu einer neuen kurzen Eiszeit in Europa führte. Der Grund für diese
erneute Eiszeit war, dass die Eismassen aus Nordamerika schmolzen und es zu einer gewaltigen
Süßwasser-Zufuhr in den Nordatlantik kam, die die Absinkgebiete der Thermohalinen Zirkulation
abschwächten. Der Nordatlantikstrom fiel aus und so kam es zu einer erneuten Eiszeit in Europa.
Die Thermohaline Zirkulation in der Gegenwart
Mögliche Abschwächung der Thermohalinen Zirkulation
Die Thermohaline Zirkulation ist in der Vergangenheit schon einmal abgebrochen. Ist es möglich, dass
sie durch den Klimawandel abgeschwächt werden kann?
Tatsächlich gibt es drei Faktoren, die die Thermohaline Zirkulation abschwächen können. Einmal,
wenn das Meereis der Arktis und auf Grönland schmilzt und dadurch mehr Wasser mit einer
geringeren Dichte in die Absinkgebiete kommt (es besitzt nur eine geringe Dichte, da es über kein
Salz verfügt). Zum anderen wird durch die Erwärmung der Atmosphäre auch die
Oberflächentemperatur des Wassers erhöht, wodurch die Dichte des vorher kalten Wassers
erniedrigt wird, weil es erwärmt wird. Und zuletzt dadurch, dass die warme Luft, aufgrund der
höheren Verdunstung in den Subtropen die mehr Feuchtigkeit enthält, in die höheren Breiten
geweht wird und es dann über den Absinkgebieten zu mehr Niederschlägen kommt, wodurch
ebenfalls Süßwasser in diese Gebiete gelangt. Das alles führt zur Verringerung der Dichte. Dadurch
wird das Absinken geschwächt. Deshalb würde der Nordatlantikstrom weniger warmes Wasser nach
Norden bringen, da der Sog von den Absinkgebieten schwächer sein würde. Daraufhin würde sich das
Klima in Europa verändern und es würde kälter werden.
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Ist der Nordatlantikstrom schon geschwächt?
Gegenwärtig ist noch keine Veränderung des Nordatlantikstroms gemessen worden und da die
Werte auch ohne Klimaeinwirkungen nicht immer gleich sind, muss man auch noch ein paar Jahre
warten um dann das Mittel zu messen. Erst danach kann man sehen, ob sich der Nordatlantikstrom
durch den Klimawandel ändert. Doch wie schon gesagt, Veränderungen hat es bisher noch nicht
gegeben.
Die Thermohaline Zirkulation in der Zukunft
Die Zukunftsszenarien
In der Zukunft soll es aber nach Klimamodellen Veränderungen durch den Klimawandel geben und
der Nordatlantikstrom soll geschwächt werden. Da man aber die Zukunft nicht vorhersagen kann,
entwerfen Wissenschaftler verschiedene Zukunftsszenarien, die alle von einem anderen Verhalten
des Menschen ausgehen.
Abb.7 Die Zukunftsszenarien
Die neuesten Szenarien sind die RCP-Szenarien, die jeweils nach ihren W/m² Wert benannt werden.
Es gibt vier verschiedene Szenarien, wobei das Szenario RCP 8.5 davon ausgeht, dass der Mensch
genauso weiter macht wie jetzt. Dieses Szenario ist auch das schlimmste berechnete Szenario. Das
Szenario RCP 2.6 ist das optimistischste Szenario, um das aber zu erreichen, müssten wir sofort den
Verbrauch von CO2 stoppen und der Welt auch noch auf eine andere Weise helfen, also z.B Bäume
pflanzen. Das Szenario 2.6 ist für einige Experten aber schon unerreichbar. Ein mittleres Szenario ist
RCP 4.5.
W/m²
W/m² benutzt man um Strahlungen zu messen. Die Strahlungen, die auf der Abbildung gemessen
worden sind langwellige Strahlungen. Das ist die Wärmestrahlung, die von der Erde kommt. Sie
kommt durch den Treibhauseffekt zustande.
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Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur
Mit Klimamodellen lassen sich diese Szenarien berechnen. So wird auch die mögliche
Meeresoberflächentemperatur berechnet. Die dabei entstehenden Daten können mit einem
Graphik-Programm visualisiert werden. Die folgenden Graphiken habe ich mit dem
Visualisierungsprogramm Panoply, das die NASA (http://www.giss.nasa.gov/tools/panoply/)
anbietet, erzeugt. Die Daten kommen vom Max-Plank-Institut für Meteorologie aus Hamburg.1
Abb.8 Meeresoberflächentemperatur RCP-Szenario 4.5
Diese Abbildung zeigt die Erwärmung der Meeresoberflächentemperatur im Vergleich zu heute. Sie
zeigt das Szenario RCP 4.5. Nach dem Zukunft Szenario RCP 4.5 wird der Atlantik ganz im Norden
auf der Höhe von Großbritannien nur schwach erwärmt, da der Nordatlantikstrom in diese Gebiete
weniger warmes Wasser mit sich bringt, weil er vom Klimawandel geschwächt wird. Man sieht auch,
dass der Atlantische Ozean auf der Höhe von Spanien deutlich erwärmt wird. Um Szenario RCP 4.5
zu erreichen, müssen wir mehr für das Klima tun . Es reicht nicht einfach nur so weiter zu machen.
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CMIP5 simulations of the Max Planck Institute for Meteorology (MPI-M) based on the MPI-ESM-MR model:
The rcp45 experiment, served by ESGF http://dx.doi.org/10.1594/WDCC/CMIP5.MXELr4
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Abb.9 Meeresoberflächentemperatur RCP- Szenario 8.5
Nach dem Zukunft Szenario 8.5 wird die Welt stark erwärmt und das Wasser östlich von Nordamerika
wird nach diesem Szenario schon über 4°C wärmer als heute, trotzdem bleibt es im nördlichen
Bereich vom Atlantik kalt, auch das liegt an der Abschwächung des Nordatlantikstroms. In beiden
Szenarien blieb das Wasser westlich von Großbritannien kühl. Man sieht also, dass die
Abschwächung des Nordatlantikstroms zu kälteren Temperaturen führt.
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Niederschlag über den Ozeanen
In beiden Szenarien kommt es in Sibirien und über Grönland zu mehr Niederschlag. Wenn es im
Norden Russlands zu Niederschlägen kommt, sorgen Strömungen dafür, dass auch dieses Süßwasser
in die Absinkgebiete kommt (siehe Pfeil). Man kann also die Süßwasser-Zufuhr in die Absinkgebiete
durch den Niederschlag erkennen.
Abb.10-11 Globaler Niederschlag(oben RCP-Szenario 4.5, unten RCP-Szenario 8.5)
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Auswirkungen des Klimawandels auf den Nordatlantikstrom
Ich habe jetzt sehr viel über die Auswirkung auf das Wasser und über die Auswirkungen auf die
Absinkgebiete geschrieben, aber um meine eigentliche Frage zu beantworten, gehe ich nun auf die
Auswirkungen der ganzen Veränderungen des Klimas auf den Nordatlantikstrom selbst ein. Die große
und wichtige Veränderung ist, dass der Strom nicht mehr so viel warmes Wasser mit sich nimmt.
Abb.13 Die Abschwächung des Nordatlantikstroms
(Die Farben stehen für drei verschiedene Modelsimulation: rot für MPI-M Hamburg, lila für Hadley
Centre Großbritannien und grün für die NASA/GISS USA)
Sverdrup
Die Maßeinheit Sverdrup wird von Ozeanographen für Meeresströmungen genutzt. Sie
zeigt das Volumen transportierten Wassers pro Zeit:
Eine Folge dieses Ausbleibens ist die deutlich niedrigere Luft- und Wassertemperatur in Europa. Wie
sich der Strom allerdings abschwächen wird, ist noch nicht sicher. Es ist auch noch offen, wie groß
die Auswirkungen in Europa sein werden. Aus den Modellen sieht man aber eine Abschwächung um
mindestens 20 %.
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Bleibt der Nordatlantikstrom aus?
In der Vergangenheit ist es schon einmal zu solch einem Ausbleiben gekommen, daraufhin begann
eine neue Eiszeit. Das allerdings wird nach Aussagen von Klimaforschern in Zukunft nicht passieren,
denn die Einwirkungen des Klimawandels sind zu gering um den Nordatlantikstrom plötzlich ausfallen
zu lassen wie es z.B im Film „The Day After Tomorrow“ gezeigt würde. Trotzdem sollte man dieses
Problem ernstnehmen, da es über längere Zeit schon Folgen auf die Lufttemperatur in Europa hat.
Folgen der Abschwächung des Nordatlantikstroms
Dass der Nordatlantikstrom bei einer Abschwächung weniger warmes Wasser mit sich bringt, hat zur
Folge, dass in Europa die Lufttemperatur niedriger wird. Das könnte sich im Klimawandel durchaus
positive auf Europa auswirken, da man die Erderwärmung damit ausgleichen könnte. Man weiß
allerdings nicht, wie genau die Abschwächung sein wird oder wie stark die Temperatur fällt. Es
könnte sein, dass man in Mitteleuropa die Abschwächung erst gar nicht bemerkt.
Man könnte aber meinen, dass das Ausbleiben des Nordatlantikstroms gut für Europa ist, da es die
Globale Erwärmung ausgleichen bzw. abmildern könnte.
Kommt der Nordatlantikstrom nach seiner Abschwächung wieder?
Wenn der Mensch nichts für das Klima tut und das RCP-Szenario 8.5 eintritt, wird der
Nordatlantikstrom trotzdem wieder zurückkehren?
Man hat zwei Faktoren, die führ die Rückkehr des Nordatlantikstroms sprechen. Einmal wird es im
Norden durch das Ausbleiben des Nordatlantikstroms kälter, wodurch das Wasser wieder schwerer
wird. Ein anderer Punkt ist die höhere Verdunstung in den Subtropen des Atlantischen Ozeans. Das
führt zu einem höheren Salzgehalt im Atlantik. Auch das erhöht die Dichte des Wassers. Es kann also
sein, dass sich der Nordatlantikstrom für kurze Zeit erholt. Das würde aber nur für kurze Zeit so sein,
da es danach wieder wärmer wird und der Sog wieder nachlässt.
Dagegen spricht die Erwärmung der Meeresoberfläche, die immer weiter voran schreitet und das
Wasser immer leichter macht. Außerdem werden durch das Abschmelzen der Arktis, die
Absinkgebiete geschwächt. Und auch der zunehmende Niederschlag schwächt diese Gebiete.
Die Frage ist, ob die Absinkgebiete ohne Eis und mit höherer Süßwasser-Zufuhr überhaupt noch
entstehen können. Dieselbe Menge an warmem Wasser wird der Strom allerdings nie wieder mit sich
bringen, wenn das Szenario RCP 8.5 eintritt.
Fazit
Dass das Klima Auswirkung auf den Nordatlantikstrom haben wird, ist nach den Modellen nicht zu
vermeiden. Wie groß diese Auswirkungen sein werden, ist aber noch nicht klar, weil man weder
weiß, welches Szenario eintritt, noch ob die Modelle die Zukunft genau richtig treffen. Einen
richtigen messbaren Beweis für gegenwärtige Veränderungen hat man noch nicht, da sich noch
nichts verändert hat. Trotzdem würde ich diese Ergebnisse ernst nehmen. Mich haben diese
Ergebnisse überrascht. Ich habe nicht mit solchen Änderungen des Klimas gerechnet. Offen bleibt
noch, ob Europa den Klimawandel überhaupt spürt. Das müsste man herausfinden, wenn man die
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Zukunft besser eingrenzen kann. Im Moment haben wir noch viele Möglichkeiten und das finde ich
auch gut so. Wir können noch immer vieles ändern und vielleicht eine bemerkbare Abschwächung
des Nordatlantikstroms verhindern. Das Problem sehe ich darin, die neuen Industrieländer oder
Entwicklungsländer davon zu überzeugen, das Klima zu schonen, denn gerade wir in Europa sind
noch am meisten Schuld am Klimawandel und noch wachsende Länder brauchen die Industrie,
trotzdem müssen wir zu einem Schluss kommen und weniger CO2 in die Atmosphäre emittieren.
Doch das ist den Politikern überlassen, die auch schon versuchen eine Lösung zu finden. Das soll
allerdings nicht heißen, dass man selbst nicht in der Lage ist das Klima zu schützen. Man kann durch
das Umsteigen auf erneuerbare Energien, durch Fahrrad fahren oder durch das Vermeiden der
sinnlosen Energieverschwendung selbst das Klima schützen.
Quellen
Bilder:
Abb.1
Wikimedia: der Golfstrom,
http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Golfstrom_Karte_2.png
Abb.2
DKRZ : MSCM-Klimamodel, http://mscm.dkrz.de
Abb.3 Klimawiki: Das Globale Förderband
http://klimawiki.org/klimawandel/index.php/Datei:Stroemungssystem.jpg
Abb.4 Klimawiki: Der Wasserexport
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:Wasserexport_atlantik_pazif.jpg
Abb.5 Klimawiki: Die Nordatlantikzirkulation
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:Nordatlantikzirkulation.jpg
Abb.6 Klimawiki: Thermohaline Zirkulation der Vergangenheit
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:Laurentischer_Eisschild.gif
Abb.7 Klimawiki: RCP-Szenarios
http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Datei:SRES_RCP_RF_2100.jpg
Abb.8-11 sind von mir über Panoply erstellt worden hier einmal Panoply und die Datensätze für
die Abbildungen.
Panoply: http://www.giss.nasa.gov/tools/panoply/
Abb.8 Die Meeresoberflächentemperatur nach dem RCP-Szenario 4.5:
CMIP5 simulations of the Max Planck Institute for Meteorology (MPI-M) based on the MPIESM-MR
model: The rcp45 experiment, served by ESGF
http://dx.doi.org/10.1594/WDCC/CMIP5.MXELr4
Abb.9 Die Meeresoberflächentemperatur nach dem RCP-Szenario 8.5:
CMIP5 simulations of the Max Planck Institute for Meteorology (MPI-M) based on the MPIESM-MR
model: The rcp85 experiment, served by ESGF
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http://dx.doi.org/10.1594/WDCC/CMIP5.MXELr8
Abb.10 Der Niederschlag nach dem RCP-Szenario 4.5:
CMIP5 simulations of the Max Planck Institute for Meteorology (MPI-M) based on the MPIESM-MR
model: The rcp45 experiment, served by ESGF
http://dx.doi.org/10.1594/WDCC/CMIP5.MXELr4
Abb.11 Der Niederschlag nach dem RCP-Szenario 8.5:
CMIP5 simulations of the Max Planck Institute for Meteorology (MPI-M) based on the MPIESMMR model: The rcp85 experiment, served by ESGF
http://dx.doi.org/10.1594/WDCC/CMIP5.MXELr8
Abb.12 Die Verdunstung nach dem Szenario A1B:
Roeckner, Erich; Lautenschlager, Michael; Schneider, Heiko 2006; IPCC-AR4
MPI-ECHAM5_T63L31; MPImet/MaD Germany. World Data Center for Climate.
Abb.13 Klimawiki: Die Abschwächung der Thermohalinen Zirkulation:
http://klimawiki.org/klimawandel/index.php/Datei:MOC2200.jpg
Literaturverzeichnis:
Klimawiki:
Abschwächung der Thermohalinen Zirkulation:
http://klimawiki.org/klimawandel/index.php/Abschw%C3%A4chung_der_thermohalinen_Zirk
ulation
Das Globale Förderband:
http://klimawiki.org/klimawandel/index.php/Globales_F%C3%B6rderband
Der Golfstrom:
http://klimawiki.org/klimawandel/index.php/Golfstrom
Die Meeresströmung:
http://klimawiki.org/klimawandel/index.php/Meeresstr%C3%B6mungen
Thermohaline Zirkulation der Vergangenheit:
http://klimawiki.org/klimawandel/index.php/Thermohaline_Zirkulation_der_Vergangenheit
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