DIN VDE 0100-410 - Elektrogemeinschaft Halle

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DIN VDE 0100-410 - Elektrogemeinschaft Halle
Reinhard Opitz
0170 6357332
[email protected]
DIN VDE 0100- 410
© ABB AG - 1 6-May-09
Juni 2007
EMV - Sachkundiger
Gesetz über die Elektrizitäts und Gasversorgung
EnWG Juli 2005 § 49
Anforderungen an Energieanlagen
© ABB AG - 2 6-May-09
(1) Energieanlagen sind so zu errichten und zu
betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet
ist. Dabei sind vorbehaltlich sonstiger Rechtsvorschriften die allgemein anerkannten Regeln der
Technik zu beachten.
(2) Die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln
der Technik wird vermutet, wenn bei Anlagen zur
Erzeugung, Fortleitung und Abgabe von Elektrizität die
technischen Regeln des Verbandes der Elektrotechnik
Elektronik Informationstechnik e. V.,eingehalten worden
sind.
© ABB AG - 3 6-May-09
Die Anforderungen dieser Norm sind dazu bestimmt, die Sicherheit
von Personen, Nutztieren und Sachwerten hinsichtlich der Gefahren
und Schäden sicherzustellen, die bei üblichem Gebrauch
elektrische Anlagen entstehen können.
© ABB AG - 4 6-May-09
131.6.2 Personen, Nutztiere und Sachwerte müssen gegen die
Auswirkung von Überspannungen, die erwartungsgemäß auftreten
können, geschützt werden, wenn ein nicht akzeptables Risiko
besteht. Ursachen dieser Überspannungen können z. B.
atmosphärische Einflüsse oder Schaltüberspannungen sein.
DIN VDE 0100-410
„
Titel:
Errichten von Niederspannungsanlagen – Teil 4-41:
Schutzmaßnahmen – Schutz gegen elektrischen Schlag
„
entspricht
IEC 60364-4-41:2005, modifiziert
Deutsche Übernahme HD 60364-4-41:2007
„
gilt ab 1.6.2007
daneben dürfen DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):1997-01, DIN VDE
0100-410/A1 (VDE 0100-410/A1):2003-06 und DIN VDE 0100-470 (VDE
0100-470):1996-02 noch bis 2009-02-01 angewendet werden
„
© ABB AG - 5 6-May-09
Das zuständige nationale Arbeitsgremium UK 221.1 „Schutz gegen
elektrischen Schlag“ der DKE empfiehlt, für neue Anlagen, Änderungen
oder Erweiterungen die DIN VDE 0100-410 (VDE 0100-410):2007-06
bereits ab 2007-06-01 anzuwenden.
DIN VDE 0100-410
© ABB AG - 6 6-May-09
Änderungen
„
Neustrukturierung der für den Errichter relevanten Schutzvorkehrungen und
Schutzmaßnahmen in der Reihenfolge ihrer Anwendungshäufigkeit; Basisschutz nun in
einem Anhang, weil er für den Errichter durch die Betriebsmittel üblicherweise
vorgegeben ist;
„
Zusammenführung von möglichen Schutzmaßnahmen und Anwendung der
Schutzmaßnahmen;
„
Anpassung der Begriffe an das Internationale Elektrotechnische Wörterbuch (IEV) IEC
60050-826, enthalten in DIN VDE 0100-200 (VDE 0100-200):2006-06, z. B. wurde der
Begriffserklärung des „Hauptpotentialausgleichs“ die Benennung
„Schutzpotentialausgleich“ zugeordnet;
„
differenzierte Abschaltzeiten für TT-Systeme;
„
im TT-System als Alternative zur Anforderung an den Erder der Anlage auch
Anforderung an den Schleifenwiderstand;
DIN VDE 0100-410
© ABB AG - 7 6-May-09
Änderungen
„
FELV der Schutzmaßnahme „automatische Abschaltung der Stromversorgung“
zugeordnet;
„
Mitführen des Schutzleiters bei Verwendung von Betriebsmittel mit „Doppelter oder
verstärkter Isolierung“ (Schutzklasse II);
„
zusätzlicher Schutz durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) mit einem
Bemessungsdifferenzstrom, der 30 mA nicht überschreitet, für Steckdosenstromkreise
im Laienbereich und für Endstromkreise im Außenbereich;
„
zusätzlicher Schutzpotentialausgleich als zusätzlicher Schutz;
„
zwischen SELV- und PELV- Stromkreisen genügt Basisisolierung.
Technische Daten RCD (VDE 0664 T 10)
© ABB AG - 8 6-May-09
„
DIN VDE 0100-410 - Auslösezeiten
TN-System (Abschn. 411.4.4):
© ABB AG - 9 6-May-09
ANMERKUNG Wenn zur Erfüllung der Anforderungen dieses
Unterabschnitts eine Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)
verwendet wird, stehen die Abschaltzeiten nach Tabelle 41.1 in
Beziehung zu im Fehlerfall erwarteten Fehlerströmen, die
bedeutend höher als der Bemessungsdifferenzstrom der RCD sind
(typisch 5 I∆N ).
Im TN-System sind die Fehlerströme wesentlich höher als 5 I∆N und
die Abschaltzeiten nach Tabelle 41.1 werden somit bei Verwendung
einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) immer eingehalten. Die
geforderten Abschaltzeiten werden für U0 ≤ 400 V auch mit
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD) Typ S erreicht, da bei
diesen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) schon ein
Fehlerstrom 2 I∆N ausreichend wäre.
DIN VDE 0100-410 - Auslösezeiten
„
TT-System (Abschn. 411.5.3):
ANMERKUNG 4 Die Abschaltzeiten nach Tabelle 41.1 stehen in
Beziehung zu im Fehlerfall erwarteten Fehlerströmen, die bedeutend
höher als der Bemessungsdifferenzstrom der RCD sind (typisch 5 I∆N).
Wenn die Bedingung ii) eingehalten wird, fließt bei einer Leiter-ErdeSpannung U0 = 230 V im Fehlerfall ein Fehlerstrom von (230V / 50V) x
I∆N = 4,6 x I∆N mit dem die Einhaltung der Abschaltzeit nach Tabelle
41.1 sichergestellt ist.
© ABB AG - 10 6-May-09
Die geforderten Abschaltzeiten werden auch mit FehlerstromSchutzeinrichtungen (RCD) Typ S erreicht, da bei diesen für U0 ≤ 230 V
Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) schon ein Fehlerstrom 2 I∆N
ausreichend wäre.
DIN VDE 0100-410 - Auslösezeiten
Öffentliches
HausVerteilungsnetz anschluss230/400 V
kasten
HauptstromVersorgungsSystem (schutzisoliert)
•
•
•
•
PE
VerteilungsStromkreise
kWh
•
alle EndStromkreise
bis 32A
•
•
•
•
•
••
• • •
kWh
RA
RB
≥ 1 Stunde
© ABB AG - 11 6-May-09
5s (TN) *)
1s (TT) *)
0,4s (TN)
0,2s (TT)
Abschaltzeiten gem. VDE 0100-410:2007-06
*) gilt auch für Endstromkreise > 32A
DIN VDE 0100-410 – Zusätzlicher Schutz
„
411.3.3 Zusätzlicher Schutz für Endstromkreise für den
Außenbereich und Steckdosen
In Wechselspannungssystemen muss ein zusätzlicher Schutz
durch Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) nach 415.1
vorgesehen werden für:
1. (alle) Steckdosen mit einem Bemessungsstrom nicht größer als
20 A, die für die Benutzung durch Laien und zur allgemeinen
Verwendung bestimmt sind;
© ABB AG - 12 6-May-09
2. (alle) Endstromkreise für*) im Außenbereich verwendete
tragbare Betriebsmittel mit einem Bemessungsstrom nicht
größer als 32 A.
Weitere normative Festlegungen
„
DIN VDE 0100-530 zu „Auswahl und Errichtung von RCD“:
zu: Vermeidung von unerwünschtem Abschalten
„Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) müssen so ausgewählt und die elektrischen
Stromkreise einer Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD) oder mehrerer FehlerstromSchutzeinrichtungen (RCDs) müssen so zugeordnet sein, dass im vorgesehenen
Normalbetrieb einer nach den Normen der Reihe DIN VDE 0100 (VDE 0100)
errichteten Anlage ein unerwünschtes Abschalten unwahrscheinlich ist.“
„Um unerwünschtes Abschalten durch Schutzleiterströme und/oder Erdableitströme zu
vermeiden, darf deren Summe auf der Lastseite der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung
(RCD) nicht mehr als das 0,4fache des Bemessungsdifferenzstroms betragen.
Gegebenfalls muss eine Aufteilung der Stromkreise auf mehrere FehlerstromSchutzeinrichtungen (RCDs) erfolgen.“
© ABB AG - 13 6-May-09
„Bei Einschaltvorgängen kann es durch das Laden von Ableitkapazitäten oder durch
andere elektromagnetische Störungen zum Auslösen der FehlerstromSchutzeinrichtungen (RCDs) kommen. Dies kann durch den Einsatz von
zeitverzögerten Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) nach Anhang A
vermieden werden.“
„In Anlagen mit Überspannungs-Schutzeinrichtungen (SPDs) sind diese auf der
Versorgungsseite von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs) zu errichten (siehe
DIN V VDE V 0100-534 (VDE V 0100-534)).“
© ABB AG - 14 6-May-09
DIN VDE 0100 -510
„
Diese Norm gilt ab 2007-06-01
„
Daneben dürfen DIN VDE 0100-510 1997-01
und DIN VDE 0100-510 Beiblatt 1 2003-06
noch bis 2008-09-01 angewendet werden.
Inhalte
„
„
„
„
„
„
„
„
„
„
„
© ABB AG - 15 6-May-09
„
512 Betriebsbedingungen und äußere Einflüsse
512.2 Äußere Einflüsse
513 Zugänglichkeit
514 Kennzeichnung
514.2 Kabel- und Leitungsanlagen
514.3 Kennzeichnung von Neutralleitern und Schutzleitern sowie sonstigen
Leitern
514.4 Schutzeinrichtungen
514.5 Schaltpläne
515 Vermeidung gegenseitiger nachteiliger Beeinflussung
516 Maßnahmen bezüglich Schutzleiterströmen
Anhang ZD (normativ) Besondere nationale Bedingungen
Anhang ZE (informativ) A-Abweichungen
© ABB AG - 16 6-May-09
Kennzeichnung von Neutral- und Schutzleitern
„
514.3.1 Neutralleiter oder Mittelleiter müssen
durchgehend in ihrem ganzen Verlauf blau
gekennzeichnet sein.
„
514.3.1 Schutzleiter müssen mit der Zwei-FarbenKombination Grün-gelb gekennzeichnet sein. Diese
Farbkennzeichnung darf für keinen anderen Zweck
verwendet werden (numerisch gekennzeichnete an den
Leiterenden g/g)
„
514.3.2 PEN-Leiter müssen, wenn sie isoliert sind, grüngelb durchgehend in ihrem ganzen Verlauf, zusätzlich
mit blauer Markierung an den Leiterenden
gekennzeichnet sein
© ABB AG - 17 6-May-09
Aderfarben
514 Schaltpläne
„
„
„
„
„
„
„
„
© ABB AG - 18 6-May-09
„
Soweit zweckmäßig, sind Schaltpläne, Diagramme oder Tabellen nach DIN
EN 61346-1 und der Normenreihe DIN EN 61082 mitzuliefern, aus denen
insbesondere ersichtlich sind:
Bei einfachen Anlagen dürfen diese Angaben in Form einer Liste
gemacht werden.
Schaltpläne und Dokumentationen sollten im Einzelnen folgende
Informationen enthalten:
- Typ und Querschnitt von Leitern;
- Länge der Stromkreise;
- Art und Typ der Schutzeinrichtungen;
- Bemessungsstrom oder Einstellwert der Schutzeinrichtungen;
- zu erwartende Kurzschlussströme und Kurzschluss-Ausschaltvermögen
der Schutzeinrichtungen.
Diese Informationen sollten für jeden einzelnen Stromkreis geliefert
werden.
Maximale Grenzen für Schutzleiterströme
© ABB AG - 19 6-May-09
„
Steckbare Verbrauchsmittel, bis einschließlich 32 A.
Maximale Grenzen für Schutzleiterströme
© ABB AG - 20 6-May-09
„
Verbrauchsmittel für dauerhaften Anschluss
und ortsfeste Verbrauchsmittel, beide ohne
spezielle Maßnahmen für den Schutzleiter, oder
steckbare Verbrauchsmittel, größer als 32 A.
© ABB AG - 21 6-May-09
Betriebsmittel SL Strom über 10 mA
„
- eine Anschlussklemme für einen Schutzleiter mit
mindestens 10 mm Cu oder 16 mm Al muss vorgesehen
werden,
oder
-
eine zweite Klemme für einen Schutzleiter mit gleichem
Querschnitt wie der normale Schutzleiter
„
Produktkomitees sollten den maximalen Schutzleiterstrom festlegen, welcher in keinem Fall 5 % des
Bemessungsstromes je Außenleiter überschreiten darf.
Weitere normative Festlegungen
„
DIN 18015-1 „Planung elektrischer Anlagen in Wohngebäuden“:
zu „Aufteilung der Stromkreise und Koordination von
Schutzeinrichtungen“
„Die Zuordnung von Anschlussstellen für Verbrauchsmittel zu einem Stromkreis ist so
© ABB AG - 22 6-May-09
vorzunehmen, dass durch das automatische Abschalten der diesem Stromkreis
zugeordneten Schutzeinrichtung (z. B. Leitungsschutzschalter, FehlerstromSchutzschalter) im Fehlerfall oder bei notwendiger manueller Abschaltung nur ein
kleiner Teil der Kundenanlage abgeschaltet wird. Hiermit wird die größtmögliche
Verfügbarkeit der elektrischen Anlage für den Nutzer erreicht.“
„Um Selektivität in einer elektrischen Anlage bei einer Hintereinanderschaltung von
Schutzgeräten zum Überstromschutz und zum Schutz gegen elektrischen Schlag (wie
Leitungsschutzschalter und Fehlerstrom-Schutzschalter) zu erreichen, ist der Einsatz
von Geräten mit entsprechenden Selektiveigenschaften (z. B. selektive HauptLeitungsschutzschalter am Zählerplatz, selektive Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD))
erforderlich.“
Weitere normative Festlegungen
„
DIN 18015-2 „Mindestausstattung in Wohngebäuden“:
zu „Aufteilung der Stromkreise und Koordination von
Schutzeinrichtungen“
„Die Zuordnung von Fehlerstrom-Schutzschaltern zu den Stromkreisen ist so
© ABB AG - 23 6-May-09
vorzunehmen, dass das Abschalten eines Fehlerstrom-Schutzschalters nicht zum
Ausfall aller Stromkreise führt. Ausgenommen sind selektive FehlerstromSchutzschalter.“
Weitere normative Festlegungen
„
TAB 2007 „Technische Anschlussbedingungen für den
Anschluss an das Niederspannungsnetz “:
zu „Koordination von Schutzeinrichtungen“
„
„Planer und Errichter der elektrischen Anlage berücksichtigen, dass
Selektivität zwischen den Überstrom-Schutzeinrichtungen in der
Kundenanlage und denjenigen im Hauptstromversorgungssystem sowie
den Hausanschlusssicherungen besteht.“
„
„In Hauptstromversorgungssystemen sind die Schutzeinrichtungen gemäß DIN
VDE 0100-530 selektiv auszuführen.“
zu „Stromkreisverteiler“
© ABB AG - 24 6-May-09
„
„Bei Aufteilung von Stromkreisen ist die Zuordnung von Anschlussstellen für
Verbrauchsgeräte zu einem Stromkreis so vorzunehmen, dass durch das
automatische Abschalten der diesem Stromkreis zugeordneten
Schutzeinrichtung (z. B. Leitungsschutzschalter, Fehlerstrom-Schutzschalter)
im Fehlerfall oder bei notwendiger manueller Abschaltung nur ein Teil der
Kundenanlage abgeschaltet wird. Hiermit wird die größtmögliche
Verfügbarkeit der elektrischen Anlage für den Anschlussnutzer erreicht.“
© ABB AG - 25 6-May-09
System compact
DIN VDE 0100-410 - Umsetzungsbeispiele
© ABB AG - 26 6-May-09
„
Mögliche Lösungsansätze zur Umsetzung der Forderung
des zusätzlichen Schutzes gemäß VDE 0100-410:
„
Aufteilung der LS (MCBs) für Steckdosen und Endstromkreise im
Außenbereich auf mehrere Fehlerstrom-Schutzschalter (RCCBs)
„
Einsatz von FI/LS-Schutzschaltern (RCBOs) für Steckdosen und
Endstromkreise im Außenbereich
„
Einsatz von FI- oder FI/LS-Schutzschaltern für Endstromkreise im
Außenbereich und von Steckdosen-FIs (SRCDs) für Steckdosen
DIN VDE 0100-410 - Umsetzungsbeispiele
Aufteilung der LS (MCBs) auf mehrere FIs (RCCBs)
FI 30mA
FI 30mA
FI 10mA
FI 30mA …AP-R
kurzzeitverzögert
LS ≤ 20A bzw. 32A
© ABB AG - 27 6-May-09
Steckdosen bis 20A und Endstromkreise
im Außenbereich bis 32A
Badezimmer
Kinderzimmer
Wohnzimmer
Elektronische Geräte,
z.B. PC, Fax, Drucker
Kühltruhe
DIN VDE 0100-410 - Umsetzungsbeispiele
Einsatz von FI/LS-Schutzschaltern (RCBOs)
FI/LS ≤ 20A
bzw. 32A
10mA / 30mA
© ABB AG - 28 6-May-09
Alle Steckdosen bis 20A und Endstromkreise im Außenbereich bis 32A
DIN VDE 0100-410 - Umsetzungsbeispiele
Einsatz von Steckdosen-FIs (SRCDs), z.B. bei Anlagenerweiterung
FI
30mA
Steckdosen im Innenbereich
© ABB AG - 29 6-May-09
alt
Endstromkreise im Bad
oder Außenbereich
neu
DIN VDE 0100-410 - Umsetzungsbeispiele
Generelle Umsetzungsmöglichkeiten DIN VDE 0100-410
FI 300mA
BeleuchtungsStromkreise
© ABB AG - 30 6-May-09
FI 30mA
LS
für Fehlerschutz und Brandschutz
FI/LS
FI-Steckdosen
Reinhard Opitz
0170 63 57332
[email protected]
Erder,
Potentialausgleichsleiter
DIN VDE 0100 T 540
© ABB AG - 31 6-May-09
Juni 2007
© ABB AG - 32 6-May-09
Gültigkeit
„
gilt ab 2007-06-01
„
Daneben darf DIN VDE 0100-540 1991-11 noch bis
2009-06-01 angewendet werden.
Erdungsanlage
„
Sie dient nicht zur Sicherstellung der Funktion von TK
Anlagen und auch nicht dem Blitzschutz.
„
Es gilt
„
© ABB AG - 33 6-May-09
„
DIN V VDE V 0800 – 2 – 548
VDE
0800 – 2 - 310
Alles klar ????
„
PE
PB
PBE
PBU
© ABB AG - 34 6-May-09
PEN
© ABB AG - 35 6-May-09
Änderungen
„
Abschnitt: Erdungsanlagen
„
Werkstoffe für Erder und ihre Abmessungen sind in
einer Tabelle übersichtlich zusammengefasst.
„
Ein Hinweis auf den Fundamenterder nach DIN 18014
ist aufgenommen.
„
Wasserrohre und Wasserrohrnetze sind als Erder nicht
mehr erlaubt.
„
Ein Erder darf nicht direkt in Wasser errichtet werden.
Die besonderen Aussagen zur Funktionserdung
(Betriebserdung) sind entfallen.
© ABB AG - 36 6-May-09
Erder
„
- Stäbe oder Rohre;- Bänder oder Drähte;
„
- Platten;
„
- unterirdische Konstruktionsteile aus Metall, die im Fundament
eingebettet sind;
„
- Bewehrung von in Erdreich eingebettetem Beton (ausgenommen
Spannbeton);
„
- Metallmäntel und andere Metallumhüllungen von Kabeln
„
- andere geeignete unterirdische Konstruktionsteile aus Metall
„
In Deutschland sind Wasser- und Gasrohre als Erder nicht erlaubt.
„
In Deutschland besteht eine Verpflichtung, in allen neuen
Gebäuden einen Fundamenterder nach der nationalen Norm DIN
18014 zu errichten.
Erdungsleiter
© ABB AG - 37 6-May-09
„
Müssen den Anforderungen für Schutzleiter entsprechen
„
- für Abschaltzeiten bis 5 s
„
- Tabelle 54.3
© ABB AG - 39 6-May-09
Als Schutzleiter verwendbar sind
„
Leiter in mehradrigen Kabeln oder Leitungen;- isolierte
oder blanke Leiter in gemeinsamer Umhüllung mit
aktiven Leitern;
„
fest verlegte blanke oder isolierte Leiter;
„
metallene Kabelmäntel, Kabelschirme, Kabelbewehrungen, konzentrische Leiter, metallene Elektroinstallationsrohre in Niederspannungs- Schaltgerätekombinationen
© ABB AG - 40 6-May-09
Nicht als Schutzleiter oder Schutzpot. verwendbar
„
Wasserleitungen aus Metall;- Rohre, die brennbare Gase
oder Flüssigkeiten enthalten;
„
Konstruktionsteile, die im normalen Betrieb
mechanischen Beanspruchungen ausgesetzt sind
(Spannbeton)
„
flexible oder bewegliche Elektroinstallationsrohre aus
Metall, es sei denn, sie sind für diesen Zweck hergestellt;
„
flexible Metallteile;
„
Spanndrähte oder Tragseile;- Kabelwannen und
Kabelpritschen.
Schutzleiterströme größer 10 mA
ƒ Entweder muss der Schutzleiter einen Querschnitt von
© ABB AG - 41 6-May-09
mindestens 10 mm2 Cu oder 16 mm2 Al in seinem
gesamten Verlauf aufweisen,
-
oder
„
ein zweiter Schutzleiter mit mindestens demselben
Querschnitt, wie er für den Schutz bei indirektem
Berühren festgelegt ist, muss vom Verbrauchsmittel aus
bis zu dem Punkt verlegt werden, an dem der
Schutzleiter mindestens einen Querschnitt von 10 mm2
Cu oder 16 mm2 Al aufweist. Dies erfordert eine
getrennte Anschlussklemme für den zweiten
Schutzleiter am Gerät.
© ABB AG - 42 6-May-09
Querschnitte
„
544.1.1 Der Querschnitt von Schutzpotentialausgleichsleitern ( Schutzleiter zur Herstellung des Schutzpotentialausgleiches), welche für den Schutzpotentialausgleich über die Haupterdungsschiene vorgesehen
sind und die an die Haupterdungsschiene
angeschlossen sind, darf nicht kleiner sein als:
„
- 6 mm2 Kupfer oder
„
- 16 mm2 Aluminium oder
„
- 50 mm2 Stahl.
© ABB AG - 43 6-May-09
Zusätzlicher Schutzpotentialausgleich
„
Ein Schutzpotentialausgleichsleiter, der zwei Körper
elektrischer Betriebsmittel verbindet, muss eine
Leitfähigkeit besitzen, die nicht kleiner ist als die des
kleineren Schutzleiters, der an die Körper angeschlossen ist.
„
Ein Schutzpotentialausgleichsleiter, der nicht Bestandteil
eines Kabels oder einer Leitung ist, gilt als mechanisch
geschützt, wenn er in einem Elektroinstallationsrohr, in
einem Elektroinstallationskanal oder in einem baulichen
Hohlraum verlegt oder auf ähnliche Weise geschützt ist.
„
2,5 mm2 Cu, wenn der Leiter mechanisch geschützt ist,
4 mm2 Cu, wenn der Leiter mechanisch ungeschützt ist
© ABB AG - 44 6-May-09
PEN Leiter
„
PEN-Leiter dürfen nur in fest installierten elektrischen
Anlagen verwendet werden und sie müssen aus
mechanischen Gründen einen Leiterquerschnitt von
mindestens 10 mm2 Cu oder 16 mm2 Al besitzen.
„
PEN-Leiter müssen für die Netz-Nennspannung isoliert
sein.
„
Fremde leitfähige Teile dürfen als PEN-Leiter nicht
verwendet werden.
© ABB AG - 45 6-May-09
PEN Leiter
„
Wenn ein PEN-Leiter ab einem beliebigen Punkt der
Anlage in Neutralleiter und Schutzleiter aufgeteilt wird,
ist es nicht zulässig, den Neutralleiter mit irgendeinem
anderen geerdeten Teil der Anlage zu verbinden.
„
Es ist jedoch zulässig, mehrere Neutralleiter und
mehrere Schutzleiter vom PEN-Leiter abzuzweigen.
„
Für die Schutz- und Neutralleiter dürfen getrennte
Schienen oder Klemmen vorgesehen werden.
„
In diesem Falle muss der PEN-Leiter an die Klemme
oder Schiene angeschlossen werden, die für die
Schutzleiter vorgesehen ist.
© ABB AG - 46 6-May-09
DIN VDE 0100 - 600
„
gültig ab 2008-06-01
„
Daneben darf DIN VDE 0100-610 (2004-04) noch bis
2009-09-01 angewendet werden.
© ABB AG - 47 6-May-09
Änderungen
„
a) Erweiterung des Anwendungsbereichs, um in Ergänzung zu den
Erstprüfungen auch die wiederkehrenden Prüfungen in elektrischen
Anlagen abzudecken;
„
b) Änderung der Prüfanforderungen für den Schutz durch automatische
Abschaltung der Stromversorgung;
„
c) Änderung des geforderten Isolationswiderstands für elektrische Anlagen
von 0,5 M Ω = 1 M Ω )
„
d) Prüfanforderungen für den zusätzlichen Schutz;
„
e) Anforderungen an den Bericht nach Beendigung der Erstprüfung oder
wiederkehrenden Prüfung;
„
f) Verfahren zur Messung des Erdschleifenwiderstands mit Stromzangen;
„
g) Messung des Spannungsfalls
Inhalt
„
„
„
„
„
„
„
„
„
„
„
„
„
„
© ABB AG - 48 6-May-09
„
„
„
61 Erstprüfung
61.1 Allgemeines
61.2 Besichtigen
61.3 Erproben und Messen
61.3.1 Allgemeines
61.3.2 Durchgängigkeit der Leiter
61.3.3 Isolationswiderstand der elektrischen Anlage
61.3.4 Schutz durch Kleinspannung SELV, PELV oder durch Schutztrennung
61.3.5 Widerstände von isolierenden Fußböden und isolierenden Wänden
61.3.6 Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung
61.3.7 Zusätzlicher Schutz
61.3.8 Prüfung der Spannungspolarität
61.3.9 Prüfung der Phasenfolge
61.3.10 Funktionsprüfungen
61.3.11 Prüfung des Spannungsfalls
61.4 Erstellen eines Prüfberichts über die Erstprüfung
62 Wiederkehrende Prüfung
© ABB AG - 51 6-May-09
Prüfungen
„
61.1.6 Die Erstprüfung muss von einer Elektrofachkraft
vorgenommen werden, die zur Durchführung von Prüfungen
befähigt ist.
ƒ
Die in 0100 T 510 geforderten Informationen müssen zur Verfügung
stehen (Übereinstimmung mit Normen, Betriebsbedingungen,
äußere Einflüsse, Zugänglichkeit, Kennzeichnung, gegenseitige
Beeinflussung)
ƒ
Messgeräte müssen VDE 0413 entsprechen, oder die gleiche
Sicherheit aufweisen
„
Zur Erstprüfung gehört der Vergleich der Ergebnisse mit den
geltenden Bestimmungen, um zu bestätigen, daß die
Anforderungen der Reihe DIN VDE 0100 erfüllt sind
Besichtigung
ƒ Schutzmaßnahme gegen elektrischen Schlag
ƒ Vorhandensein von Brandabschottung, Schutz gegen
thermische Einflüsse.
ƒ Auswahl der Betriebsmittel unter Berücksichtigung äußerer
© ABB AG - 52 6-May-09
Einflüsse
Besichtigung
* ordnungsgemäße Leitungsverbindung
* Auswahl der Kabel und Leitung entsprechend Strombelastbarkeit und Spannungsfall (DIN VDE 0298 T 4; 0100 T 520)
*Auswahl und Einstellung von Schutz- und Überwachungseinrichtungen
© ABB AG - 53 6-May-09
*Kennzeichnung von Schutz und Neutralleiter
( DIN VDE 0100 T 510)
Besichtigung
* Vorhandensein von geeigneten und an richtiger Stelle
angeordneten Trenn- und Schaltgeräten
( DIN VDE 0100 T 460)
* Kennzeichnung der Stromkreise, Sicherungen, Schalter,
Klemmen (DIN VDE 0100 T 510)
© ABB AG - 54 6-May-09
* Geforderte Unterlagen, Schaltpläne, Betriebsanleitungen und
Kennzeichnungen vorhanden ?
Erproben und Messen
„
„
„
„
„
„
„
„
„
© ABB AG - 55 6-May-09
„
Durchgängigkeit der Leiter (siehe 61.3.2);
Isolationswiderstand der elektrischen Anlage (siehe 61.3.3);
Schutz durch SELV, PELV oder durch Schutztrennung ( 61.3.4);
Widerstand/Impedanz von isolierenden Fußböden und Wänden
(61.3.5);
Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung (
61.3.6)
zusätzlicher Schutz (siehe 61.3.7)
Spannungspolarität (siehe 61.3.8);
Phasenfolge der Außenleiter (siehe 61.3.9);
Funktions- und Betriebsprüfungen (siehe 61.3.10);
Spannungsfall (siehe 61.3.11).
© ABB AG - 56 6-May-09
61.4 Erstellen eines Prüfberichtes
„
Der Prüfbericht der Erstprüfung muss enthalten:
ƒ
ƒ
Aufzeichnungen über die Besichtigung;
„
Die Prüfberichte müssen zusammengestellt und
unterschrieben werden oder in anderer Form von einer
Person oder Personen mit Prüferfahrung bestätigt
werden.
Aufzeichnungen über die geprüften Stromkreise und die
Prüfungsergebnisse.
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Reinhard Opitz
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