Ausflug Bad Aussee - Ein kleines Tagebuch von Majid

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Ausflug Bad Aussee - Ein kleines Tagebuch von Majid
Ausflug Bad Aussee - Ein kleines Tagebuch von Majid
(zusammen erstellt mit Mahdi und Sadar)
Planmäßig sind wir am 27.7. Juli nach
Bad Aussee abgefahren. Wir, das waren
Mansur, Amir, Ali, Ebrahim, Rohullah,
Mahdi, Sadar, Ahmad, Hamed, Ruth und
ich (Majid).
Im Zug waren wir alle sehr glücklich und
haben uns miteinander über Vieles
unterhalten. Am selben Tag hatte Ahmad
Geburtstag, also so ist unser Ausflug noch
schöner geworden. Im Zug hat sich Ruth
auch mit ein paar Frauen, wahrscheinlich
Chinesinnen, unterhalten.
Dann sind wir in Bad Aussee angekommen, eine kleine touristische Stadt mit sehr
schönen Landschaften und Sehenswürdigkeiten. Bad Aussee ist der geografische
Mittelpunkt Österreichs, verschiedene Traunflüsse (Koppen-, Grundlseer- und
Kainischtraun) fließen durch und es liegt im Salzkammergut.
Vom Bahnhof zum Hotel sind wir mit einem Taxibus gefahren. Die Rezeption haben wir
sehr nett und freundlich gefunden. Nach dem Mittagessen (eine Jause) haben wir einen
Spaziergang, vorbei an schönen Häusern und ruhigen Vierteln gemacht und neben dem
Fluss Traun eine kurze Pause. Wir haben dann auch den geografischen Mittelpunkt
Österreichs kennengelernt.
Als wir im Hotel waren haben wir uns mit dem Pfarrer Mag. Muhrer und Herrn Rack
getroffen. Sie haben uns über die Gegend, das Narzissenfest und die Geschichte
erzählt. Wir werden nächstes Jahr mit dabei sein und eine Figur für das Narzissenfest
machen.
Nach dem Abendessen haben wir mit den Kindern der Gäste Fußball gespielt. Allerdings
haben sich wie immer einige von uns kindischer als die Kinder verhalten .
Am Abend haben wir gemeinsam Tee getrunken. Ruth und Ahmad haben Schach
gespielt. Interessanterweise habe ich meinen Freund Abuzar, den ich schon seit
langem nicht gesehen habe, dort in der Nacht getroffen. Er arbeitet in einem
Restaurant in der Nähe vom JUFA.
Am Nächsten Tag nach dem Frühstück sind wir zum Altaussee gefahren. Altaussee war
für uns so schön, dass wir trotz der Zeitknappheit so fotografiert haben, als wären wir
für einen Fotografiewettbewerb da. Wir haben in Altaussee mit einem einzigartigen
Schiff, dem einzigen Solarschiff Österreichs, eine angenehme Schifffahrt gemacht und
zugleich hat der Schiffskapitän relevante Dinge erklärt und zugehörige Informationen
zur Gegend gegeben. Unsere Gruppe wurde vom Kapitän extra und speziell begrüßt.
Nach der Schifffahrt sind Ali und Ahmad im See geschwommen. Zum Glück haben die
Krokodile erfahren, dass Ahmad kommt und haben sich gerettet !
Beim Rückweg sind wir einen netten Paragleiter begegnet und nach Ruths Bitte hat er
uns über das Paragleiten informiert. Bei der Rückfahrt zum Hotel mit dem Bus haben
wir eine nette, junge Frau kennengelernt, die auch zum JUFA wollte. Da sie den Weg
nicht gewusst hat, sind wir mit ihr gemeinsam dorthin gegangen.
Wir mussten uns dann leider vom Hotel und Bad Aussee verabschieden. Dann sind wir
wieder mit dem Taxibus, mit dem wir einen Tag vorher zum Hotel gefahren sind, zum
Bahnhof gefahren und dann mit dem Zug nach Graz.
Es war ein sehr schönes Erlebnis für mich und ich hoffe, dass es auch für die anderen
so war.
Majid
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Majid ist 19 Jahre alt, seit mehr als drei Jahren in Österreich und ist noch immer im Status
des Asylwerbers. Er hat den Pflichtschulabschluss innerhalb kürzester Zeit abgeschlossen
und besucht die HTL-Abendschule - ab Herbst 2015 mit der
Fachrichtung Mechatronik.
Mahdi und Sadar besuchen die externe Hauptschule, um ihren Pflichtschulabschluss zu
erhalten. Sadar hat subsidiären Schutz und will nach der Schule eine Lehre als
Zahntechniker beginnen.
Mahdi ist nach wie vor im Status des Asylwebers und wird sich demnächst entscheiden, ob
er eine weiterführende berufsbildende höhere Schule oder eine Lehre mit Matura
absolvieren möchte. Auf jeden Fall möchte er ein Projekt „Flüchtlinge helfen Flüchtlingen“
neben seiner Ausbildung durchführen.
------------------------------------------------------------------------------------------Anmerkung: Zum Text wurden von mir nur ganz wenige Korrekturen - Eine
Beistrichsetzung, einer Ergänzung zu den Personennamen zum Narzissenfest, zur
Bezeichnung der Traunflüsse, sowie zwei Änderungen bei Satzstellungen - vorgenommen.
Das zeigt für mich persönlich auch das hohe Niveau der Deutschkenntnisse.